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  [Show] c2c Special #89: WATCH THE THRONE X! am 07.09.2026
Geschrieben von: [Gast] Elias - 07.09.26, 17:12 - Forum: » Shows - Antworten (1)

[Bild: c2cliveeel-Kopie.jpg]

WATCH THE THRONE X!

[Bild: watchtthethronebanner26.png]

findet statt im Moody Center vor 16,223 Zuschauern in Austin, Texas

[Bild: moodycenter.png]

Die letzte Kamera ist optimal platziert und auch der letzte reservierte Platz besetzt. Die c2c Show kann losgehen! Gleich zu Beginn explodiert ein buntes Feuerwerk auf der Stage und motiviert die anwesenden Fans zu großem Jubel und Chants. In der Mitte des aufwendig gebauten Wrestlingrings steht Matthew Rehwoldt schon mit einem Mikrofon bereit um die anwesenden Fans hier in der heutigen Show zu begrüßen.

[Bild: matt.jpg]

Matthew Rehwoldt: "My dear Ladies.. my dear Gentlemen.. my name is Matthew Rehwoldt and it is I, your DRAAAAAMAAA KIIIIINGGG... welcoming you to... COAST.. to COAST... WRESTLINGGGGGG!"

Kaum hat Rehwoldt die Ansage zuende gebracht gibt es einen kleinen Jubel für seine Ansage und auch wegen der Vorfreude auf den Verlauf des Abends. Matthew verbeugt sich einmal kurz und geht dann auch aus dem Ring heraus. Auch die knallenden Geräusche des Feuerwerks erlischen langsam und geben die Bühne somit für ihre Akteure frei. Bevor dies jedoch in Kraft tritt, werden die Zuschauer daheim vor ihren Fernsehgeräten von Pat MacAfee, Cathy Kelly & Wade Barrett begrüßt.

[Bild: v2z7jzv.jpg]

Pat McAfee: "Willkommen zu unserem Special Watch The Throne!"

Cathy Kelley: "Wir haben einige Banger Matches für euch auf Lager."

Wade Barrett: "Titel stehen auf dem Spiel. Da bringt jeder Superstar sein A Game. Tiffany Stratton und Kenny Omega werden ihr bestes tun um ihre Titel zu verteidigen."

[Bild: ef.jpg]

Die Zeit verstrich zunehmend und plötzlich war der Moment gekommen. Schlagartig schrumpft die Welt auf diesen einen Raum zusammen. Die tosende Kulisse der Arena, das gedämpfte Wummern des Basses und das Geschrei zehntausender Fans verstummen hinter der massiven Isolierung. Stille breitet sich aus. Schwer und dicht. Das einzige Geräusch, das die fast sakrale Ruhe durchbricht, ist das leise, rhythmische Klacken von Metall auf Metall. Seth Rollins steht schweigend vor seinem offenen Spind. Komplett in schwarz verschließt er gerade den Gürtel der taktischen Cargo-Pants, dann die Schnallen zum Bein. Mit eisernen, fast mechanischen Bewegungen greift er nach dem ersten Lederhandschuh, zieht stramm und verschließt auch diesen. Eine fest verankerte Routine, ein Ritual, das sein Körper selbst nach all den Jahren nicht verlernt hat.

Auf der Bank neben dem Spind liegen die restlichen Ausrüstungsgegenstände bereit. Die schwere Combat Weste und die Maske. Auf dem obligatorischen Ledersofa im Schatten des Raumes sitzt Becky Lynch. Sie beobachtet ihn seit Minuten, ohne ein Wort zu sagen. In ihren Augen liegt keine Freude, kein spitzer Kommentar, kein sonst so typischer, herausfordernder Blick. Nur eine tiefsitzende, dunkle Sorge, die sich in feine Falten auf ihrer Stirn gräbt.

BECKY LYNCH: "Du hast sie also wirklich aufgehoben…“

Durchbricht sie schließlich die Stille. Ihre Stimme ist leise, aber eisern. Seth hält für einen Bruchteil einer Sekunde in der Bewegung inne und wirft ihr über die Schulter einen kurzen, unlesbaren Blick zu.

SETH ROLLINS: "Ich hab nie gedacht, dass ich sie nochmal tragen würde."

Murmelt er ruhig vor sich hin. Er wendet sich wieder dem Spind zu und greift nach dem zweiten Handschuh.

BECKY LYNCH: "Vielleicht hättest du genau das dabei belassen sollen."

Entgegnet Becky rasch. Seth antwortet nicht. Er zieht den zweiten Handschuh über die Finger, streift das Leder stramm und wiederholt den Vorgang wie zuvor mit der rechten Hand. Die Stille zwischen ihnen wird drückender. Becky erhebt sich langsam vom Sofa. Mit bedachten Schritten tritt sie näher an ihn heran, bis sie knapp hinter ihm steht. Sanft fährt sie ihm mit der Hand über den Rücken. Ihre Stimme bleibt ruhig, fast belehrend, doch unter der Oberfläche schwimmt purer Ernst.

BECKY LYNCH: "Seit Wochen erzählst du jedem, der es hören will, dass Roman dein Problem ist. Dass niemand außer dir das Recht hat, ihn zu brechen. Und jetzt ziehst du los… um ihn zu retten?"

Sie macht einen Schritt zur Seite, um sein Profil zu sehen. Seth schließt die breiten Klettverschlüsse an seinen Handgelenken. Das raue Geräusch hallt durch den Raum.

SETH ROLLINS: "Ich rette ihn nicht, wir wurden beide angegriffen. Ich verhindere nur, dass jemand anderes mir das nimmt, was mir gehört."

Sagt er kühl und knapp, ohne sie dabei anzusehen. Becky nickt langsam. Sie kennt diese kalkulierte, kühle Antwort. Sie hat sie in seinen Augen gelesen, lange bevor er sie ausgesprochen hat. Doch genau diese Sturheit ist es, die ihr Angst macht.

BECKY LYNCH: "Ist das wirklich der Grund?"

Fragt sie nach und fixiert ihn. Seth hält inne. Nur für einen winzigen Augenblick stockt seine rechte Hand an der Weste. Becky nutzt genau diese Lücke in seiner Deckung.

BECKY LYNCH: "Oder hoffst du insgeheim… dass für einen einzigen Abend alles wieder so sein könnte wie früher?"

Die Worte treffen wie ein Wirkungstreffer. Seth’ Blick schweift ab, an ihr vorbei, hinein ins Leere. Er blickt ihr nicht in die Augen. Stattdessen wandert sein Blick hinab auf den Brustpanzer der Weste. Auf die matten Konturen des alten, eingestickten SHIELD-Logos. Fast unmerklich, getrieben von einem längst vergrabenen Impuls, fährt seine Hand vorsichtig über den Stoff.

BECKY LYNCH: "Du weißt, was mich daran am meisten zum Grübeln bringt? Du bist einer der wenigen Menschen in diesem Business, der genau weiß, wie sich Verrat anfühlt. Nein, noch schlimmer. Du bist derjenige, der ihn perfektioniert hat. Und jetzt gehst du da raus… gegen die Uso Brüder, gegen Jacob Fatu und womöglich auch gegen Roman? Denn was hast du von ihm? Sein Wort? Oder war es doch nur das von Paul Heyman? Denk drüber nach Seth… aber sei nicht überrascht, wenn du in dein Verderben rennst."

Becky setzte nach. Ihre Stimme bekam einen scharfen Klang als sie unverblümt Seth’ größte oder auch schlimmste Tat ansprach. Je nachdem wie man das Ganze sah. Er schließt schlagartig die Augen. In der Dunkelheit hinter seinen Lidern flammt es auf. Die Erinnerung. Das kalte metallische Klatschen eines Stahlstuhls. Der Schmerz im Rücken von Roman. Das entgeisterte, fassungslose Gesicht von Jon. Der Schrei der Menge. Der Moment, in dem die Welt zerbrach. Alles blitzt für einen grausamen Sekundenbruchteil wieder vor seinem inneren Auge auf.

SETH ROLLINS: "Ich erinnere mich an jede einzelne Sekunde. Jeden Schlag. Jeden Blick. Ich brauche keine Lektion über Verrat, Rebecca. Denkst du, es war damals leicht? Das war es nämlich nicht und dennoch… dennoch war es das Beste."

Zischt Seth ihr entgegen. Er reißt die Augen wieder auf und wendet sich zu ihr herum. Seine Kiefermuskeln mahlen. Becky erwiderte ohne zu zögern. Sie tritt noch einen Schritt näher an ihn heran.

BECKY LYNCH: "Dann hör auf so zu tun, als wäre das unmöglich! Jimmy, Jey… Jacob… oder wer auch immer wirklich hinter den Kulissen die Fäden zieht… Vielleicht rechnen sie genau damit! Vielleicht brauchen sie gar keinen Roman. Vielleicht brauchen sie nur dich. Den Mann… der niemals wegsehen kann, wenn irgendwo das Wort Bruderschaft fällt. Eventuell legen sie es direkt darauf an, dass du etwas gerade rücken willst."

Zum ersten Mal stockt Seth spürbar. Seine Lippen formen ein Wort, das er nicht ausspricht. Er antwortet nicht sofort. Becky hat nicht nur einen Nerv getroffen, sie hat genau die Wunde freigelegt, die er seit Jahren zu überspielen versucht. Ein paar lange, zähe Sekunden verstreichen. Erst jetzt sieht er Becky wieder direkt in die Augen. Der Blick ist eiskalt, doch darin liegt eine kompromisslose Entschlossenheit.

SETH ROLLINS: "Vielleicht hast du recht. Vielleicht ist das eine Falle. Vielleicht wartet heute Abend der größte Fehler meiner Karriere auf mich. Aber wenn Roman Reigns heute da draußen steht… und die ganze Welt erwartet, dass Seth Rollins ihn im Stich lässt… dann werde ich genau das Gegenteil tun."

Er macht einen langgezogenen Schritt auf sie zu, bis nur noch wenige Zentimeter sie trennen. Er senkt die Stimme zu einem tiefen, rauen Rascheln. Mag sein Vorhaben auch schon ritterlichen Anmut in sich tragen, brodelte in Becky's Gedankenwelt etwas anderes.

SETH ROLLINS: "Nicht, weil ich ihm vergeben habe. Nicht, weil wir wieder Brüder sind. Sondern weil The SHIELD… mehr war als irgendwelche drei Männer. Es war ein Versprechen. Und ich werde selbst entscheiden, wann dieses Versprechen endgültig stirbt.“

Er blickt noch einmal flüchtig hinab auf die Brust der Weste. Mit einer flüssigen Bewegung greift er nach der Maske, die auf der Ablage des Spinds liegt. Er dreht sie in den Händen, setzt ihn jedoch noch nicht auf. Becky sieht ihn an. Die Härte in ihren Zügen schmilzt für einen kurzen Moment dahin und macht einer tiefen, ehrlichen Verletzlichkeit Platz. Sie tritt ganz nah an ihn heran, hebt die Hand und legt ihre Handfläche sanft an seine Wange.

BECKY LYNCH: "Dann versprich mir wenigstens eines, ja? Egal was da draußen passiert, du tust nichts Unüberlegtes, was du eventuell später bereuen würdest. Und… komm wieder zurück."

Ihre Stimme war nur ein ruhiges Flüstern. Ein intimer Moment, der noch aus so viel mehr bestand als nur ihren Worten, denn das viel wichtigere war das, was Becky nicht sagte. Seth blickt auf sie herab, gefangen im Blick ihrer grünen Augen. Ein kaum wahrnehmbares, melancholisches Lächeln huscht über seine Lippen. Ein Schatten des Mannes, der er einmal war.

SETH ROLLINS: "Ich komme immer zurück."

Darauf wendet sich Seth ab, greift nach der Türklinke und zieht die schwere Sicherheitstür auf. Das dröhnende Gebrüll der Arena brandet für einen kurzen Augenblick wie eine Sturmwelle in den Raum, ehe die Tür hinter ihm wieder ins Schloss fällt. Das Bild bleibt zurück im Raum, wandert langsam zu Becky, die unbeweglich mitten im Raum steht und auf das kühle Metall der geschlossenen Tür starrt. Ein leiser Atemzug entweicht ihren Lippen. Fast flüsternd, unhörbar für die Welt da draußen, sagt sie nur…

BECKY LYNCH: "Das hast du beim letzten Mal auch geglaubt."

[Bild: HIST.jpg]

???: „Raven… ich… ich muss mit dir reden. Ich komme direkt von der Regie… Ich habe mir deine Promo eben noch einmal ganz genau auf den Monitoren angesehen.“

...

schallt es über den riesigen Titantron in die Arena und als die Kamera anspringt, zerschneidet ein steriles, summendes, weißes Licht die Dunkelheit der Arena. Zu sehen ist niemand Geringeres als der Death Fighter Raven, der in seinem Locker auf einer massiven, verkratzten Holzbank sitzt, die Ellbogen auf seine Knie gestützt und die Hände vor dem Gesicht verschränkt, während sein schwerer Mantel stumm hinten herunterhängt. In seinem Kopf hallt noch immer das Echo seiner eigenen Worte nach, das Echo dieser harten, unerbittlichen Pipebomb, mit der er Vince McMahon und dieses korrupte System letzte Woche vor laufenden Kameras in der Luft zerrissen hat. Er hat dem ehemaligen WWE-Chairman die Maske heruntergerissen und ihm ins Gesicht gesagt, was er für ein machtbesessener, sexistischer Parasit ist. Doch dieser Mann, der hier die letzten Wochen wie ein Diktator durch den Backstagebereich marschiert ist, steht nun hier vor Raven und wirkt absonderlich schüchtern. Raven hebt langsam den Kopf und blickt auf Vince. Aber es ist nicht der Vince McMahon, den wir oder Raven kennen. Keine aufrechte, bedrohliche Haltung, kein eisiger, arroganter Blick. Vince wirkt gebückt, die Schultern hängen herab, der teure Anzug sitzt plötzlich viel zu weit an seinem Körper, und in seinen Augen liegt ein fast schon rührseliger, kindlicher Glanz von tiefer, zerknirschter Reue.

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Mit langsamen, vorsichtigen Schritten nähert er sich dem Trainer des Performance Centers, schluckt schwer und ringt sichtlich nach Luft, als würde jede Silbe ihn unendliche Überwindung kosten. Raven rührt sich nicht, sondern mustert ihn nur mit diesem eiskalten, durchdringenden Blick, den er sonst für die erbärmlichsten Kreaturen dieses Business aufspart. Sein Gesicht bleibt eine unbewegliche Maske, während Vince näher tritt, die Hände flehend vor der Brust zusammenfaltet und fassungslos den Kopf schüttelt. Tränen schimmern fast in seinen Augenwinkeln, als er mit einer brüchigen, ja fast schon weinerlichen Stimme zu dem Gatherer spricht.

Vince McMahon: „Du hattest ja so recht. In allem. Jedes verdammte Wort… es war die pure, ungeschminkte Wahrheit. Ich bin ein Monster, Raven. Ich bin ein von Macht zerfressener, miserabler Mensch, der seine eigenen Leute ausbeutet, der die Seele dieses Sports verkauft hat, nur um seine eigene Eitelkeit zu befriedigen. Ich habe Menschen wie Dreck behandelt… deine Schüler, dich, all die Jungs und Mädels, die sich hier Tag für Tag die Knochen kaputtlaufen.“

Vince lässt sich schwer auf einem Stuhl gegenüber von Raven sinken, die Ellbogen locker nach unten hängend und den Blick flehend auf den Dark Savior gerichtet. Seine Stimme bricht fast ab.

Vince McMahon: „Ich bewundere dich, Raven. Das meine ich ernst. Du bist das moralische Gewissen dieses Ladens. Du bist der Einzige hier, der den Mut hat, sich hinzustellen und die Wahrheit auszusprechen, während wir alle anderen uns für ein paar Scheine verkauft haben. Ich möchte mich entschuldigen. Bei dir. Bei deinen Schülern und bei der ganzen Welt. Ich trete zurück. Ab heute werde ich dieser Company keinen Schaden mehr zufügen. Du… du sollst hier das Sagen haben. Du solltest Bayleys Posten als General Manager haben. Du bist der Einzige, der diesen Laden retten kann, weil du ein unglaublich guter, selbstloser und gerechter Mensch bist…“

Vince atmet tief aus, ein Ausdruck von fast schon erlösender Demut breitet sich auf seinem gealterten Gesicht aus, während er auf eine Reaktion wartet. Doch Raven starrt ihn erst mal nur an und glaubt selbstverständlich keine Sekunde lang diesem Theater. In seinen Augen spiegelt sich nicht einmal Überraschung, nur pure, unendliche Verachtung für diese lächerliche, absurde Illusion. Ein kalter, fast schon mitleiderregender Zug spielt um Ravens Mundwinkel, als er sich langsam nach vorne beugt und mit dieser unverkennbaren, trockenen und völlig emotionslosen Grabesstimme antwortet:

Raven:
„„Du suchst keine Sühne, Vince. Du suchst nur eine Bühne, auf der du der tragische Märtyrer sein kannst. Du bist nicht reuig. Du hast einfach nur eine schwere paranoide Größenwahn-Psychose, kombiniert mit fortgeschrittener Demenz. Du gehörst nicht dort raus, du gehörst in die geschlossene Psychiatrie."“

Vince’ Gesichtszüge erstarren mitten in seiner demütigen Pose. Der Ausdruck von gespielter Reue bricht in sich zusammen wie ein Kartenhaus.

Raven:
„„Oder ins Grab. Und genau dorthin werde ich dich bringen, du alter faltiger Wurm!"“

Und mit diesen Worten springt Raven auf, packt sich Vince am Hals und würgt ihn hier regelrecht! Er packt Vince in einen Sleeperhold und würgt ihn so lange, bis sein Kopf blau anläuft. Was um alles in der Welt passiert hier bitte? Irgendjemand muss Vince aufhalten, sonst... oh Gott, was sonst?

Vince McMahon: „Aaahhhrrrggg Raven... lassen Sie mich los. Hören Sie auf. Raven... RAVEN...“

Strickland: RAVEN!“

Und in diesem Bruchteil einer Sekunde, noch während Vince den Mund offen hat, reißt der Albtraum entzwei und die Szene flimmert und löst sich in harten, grauen Schatten auf, während Raven hochschreckt, die Augen weit aufreißt und zurück in die brutale, unbarmherzige Realität des echten Lebens irgendwo in der hintersten Ecke der Arena in einem kleinen Requisitenraum gezerrt wird, wo die Wände aus Beton sind, die Luft zum Schneiden dick ist und Vince McMahon da draußen immer noch genau der skrupellose Tyrann ist, der er immer war. Dort, wo eben noch Vince stand und von Raven das Leben aus allen Poren gewürgt bekam, steht nun Strickland, der seinen Lehrer Raven wütend anschaut.

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Als die Kamera sich wendet, können wir Raven auf einigen Matratzen sehen, wie er scheinbar bis eben ein Nickerchen genossen hatte. Also... war das alles gerade nicht echt? Sondern nur ein Traum, den Raven hatte? Das würde so einiges erklären und die Szene wieder logischer gestalten, als sie war. Zum Glück. Wobei es andernfalls leider auch etwas schade ist.

Strickland: Jetzt wachen Sie endlich auf!“

Etwas ermüdet reibt sich der Necro Warden seine Augen, um den Sand dort herauszustreichen, bevor er sich von den Matten aufrappelt und mit leicht zerzausten Haaren dasitzt. Neben Strickland befindet sich auch noch Lykos hier in diesem kleinen Zimmer, den man bis eben gar nicht entdecken konnte. Doch Raven wirkt gar nicht überrascht davon, dass die beiden ihn hier gefunden haben.

Raven:
„„Ach fuck... sorry... glaub, die Nutte, die ich vorhin hier hatte, war zu gut in ihrem Job!"“

… das sind jetzt nicht unbedingt die Bilder, die wir uns im Kopf vorstellen wollten. Immerhin lassen sich die beiden Schüler nicht groß davon beeindrucken, da sie ohnehin wissen, dass es nur ein weiterer dummer Spruch vom Palm Beach Heart Throb ist. Diese sind sie bereits gewohnt. Lykos stellt dann auch die Fragen, die uns viel mehr interessieren.

Kid Lykos: ’„Was machen Sie hier? Wieso sind Sie nicht in Ihrem Locker? Und wieso waren Sie nicht zum Training am Freitag?“

Das Training letzte Woche Freitag ist ausgefallen? Das ist eine interessante Info. Hat es etwas mit Vince zu tun und mit der Promo, die Raven gebracht hat? Nun, auf die eine Frage erhalten wir immerhin direkt eine Antwort von der ECW-Legende.

Raven:
„„Weil an dem Locker mein Name steht und wenn die geilen Fangirls mich da finden, könnte das Stöhnen zu laut für die anderen Kollegen hier werden. Das wird Tod durch Snusnu!"“

Wenn auch wohl keine ehrliche. Raven scheint heute nicht sonderlich gewillt dazu zu sein, ein vernünftiges Gespräch zu führen. Wer weiß, vielleicht ist er auch nur schon wieder betrunken. Wer weiß, was er hier alles getan hat, seitdem er hier in diesem Raum ist. Leere Flaschen sind immerhin nicht aufzufinden. Aber zum Glück der Fans muss der Ally auch gar nichts sagen, da Strickland ihn scheinbar überraschend gut lesen kann.

Strickland: Oder aber, weil Sie Schiss haben, dass Vince Sie finden könnte! Wie erbärmlich!“

Große Worte vom Man Who Never Misses, der aber seinem Namen alle Ehre macht, denn er scheint mit dieser Theorie genau ins Schwarze getroffen zu haben. Aber das kann man auch verstehen. Besser, Raven versteckt sich, solange er nur kann, vor Vince, dann kann ihm auch nichts passieren. Jedenfalls denkt er so.

Raven:
„„Nun, ich kann es nun mal nicht ausstehen, wenn Leute, die aussehen wie mein linker Hodensack, mich fertigmachen wollen. Ich sehe da nichts Erbärmliches dran."“

… nette Beschreibung. Aber Strickland weiß genau, wie man darauf reagieren muss.

Strickland: Denken Sie, wenn er Sie nicht findet, dass Sie nicht gefeuert werden und dass Sie uns nicht feuern müssen? Da werden Sie nicht drum herumkommen. Sie können sich nicht ewig vor ihm verstecken!“

Aber man muss schon sagen, dass es Strickland überraschend ruhig nimmt. Er sagt hier direkt heraus, dass Vince ihn definitiv feuern wird und er nimmt das einfach so hin. Wie als hätte er sich schon Pläne gemacht, was er nach seiner Karriere hier im Performance Center macht. Geht er zur WGL oder was ist sein Plan? Oder doch zurück zur CZW, falls das Angebot seines damaligen Trainers noch aktiv ist. Raven jedoch sieht es mindestens genauso locker wie Strickland.

Raven:
„„So lange wird es gar nicht brauchen. Der hat sowieso nicht mehr so lange zu leben."“

Wer denkt, dass man hier ein ernsthaftes Gespräch mit Raven führen kann, der hat sich mal gewaltig geirrt.

Strickland: Zur Sicherheit hab ich trotzdem schon mal einen Blumenstrauß bestellt für Ihre Beerdigung.“

Und da zeigt Strickland mal wieder, warum ihn die Leute damit aufziehen, dass er genauso ist wie Raven. Auch er kann solche Sprüche aus sich herausbringen. Er lernt wirklich sehr viel von der alten ECW-Legende und wird immer mehr wie er. Doch wollen wir so langsam einmal wegkommen von den ganzen dummen Sprüchen und zu wichtigeren Dingen schwenken. Denn so unterhaltsam dieses kleine Wortgefecht vielleicht sein mag, so wenig darf man vergessen, dass hinter all dem eine Situation steckt, die deutlich ernster ist, als Strickland sie mit seiner gewohnt lockeren Art gerade erscheinen lässt. Und vielleicht ist genau das auch der Grund, warum er sich überhaupt hinter solchen Sprüchen versteckt. Es ist schließlich wesentlich einfacher, einen dummen Kommentar abzugeben, als offen auszusprechen, was einem wirklich durch den Kopf geht. Eine Eigenschaft, die er sich ebenfalls hervorragend bei Raven abgeschaut haben könnte. Gefühle zeigen? Bloß nicht. Schwäche eingestehen? Noch schlimmer. Lieber einen Spruch drücken, das Gegenüber provozieren und anschließend so tun, als wäre einem die gesamte Situation vollkommen egal. Doch genau das scheint hier nicht mehr wirklich zu funktionieren. Für einen kurzen Moment verschwindet dieses selbstgefällige Grinsen aus Stricklands Gesicht und macht einem deutlich ernsteren Ausdruck Platz. Seine Haltung bleibt zwar locker und auch die Hände verschwinden beinahe demonstrativ in den Hosentaschen, doch seine Augen verraten wesentlich mehr, als ihm wahrscheinlich lieb wäre.

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Er beobachtet sein Gegenüber ganz genau, als würde er jede noch so kleine Reaktion analysieren wollen, bevor er selbst entscheidet, wie viel er von seinen eigenen Gedanken tatsächlich preisgibt. Auch das erinnert erschreckend stark an seinen Trainer. Raven würde vermutlich behaupten, dass man seinem Gegenüber niemals freiwillig eine Waffe in die Hand drücken sollte, und nichts anderes wären Ehrlichkeit und offen gezeigte Unsicherheit in einer solchen Situation. Strickland scheint diese Lektion mittlerweile ziemlich gut verstanden zu haben. Vielleicht sogar ein wenig zu gut. Denn anstatt sofort weiterzureden, lässt er einige Sekunden verstreichen und gibt der entstandenen Stille damit beinahe mehr Gewicht als jedem seiner vorherigen Sprüche. Erst dann atmet er leise durch und richtet sich ein wenig auf. Jetzt scheint es endgültig vorbei zu sein mit den Spielchen. Zumindest vorerst. Denn wenn Strickland eines von Raven gelernt hat, dann wohl, dass selbst das ernsteste Gespräch jederzeit wieder zu einem verdammt unangenehmen Spiel werden kann.

Strickland: Wissen Sie, wo Leva und Izzy sind?“

Bei dieser kurzen Frage fällt natürlich der Gedanke sofort wieder auf letzte Woche, wo wir Leva Bates sehen konnten, wie sie bei Raven gekündigt hat. Auch jetzt, eine Woche später, weinen ihr noch einige Fans hinterher und für den Hauch einer Sekunde kann man auch in Ravens Gesicht ein wenig Leid ansehen. Welches er jedoch in kürzester Zeit wieder perfekt überdeckt und wegwischt, um die Frage auf eine für ihn klassische Art und Weise zu beantworten.

Raven:
„„Moreno wird irgendwo bei Bayley rumhängen. Wer weiß, was für perverse Mutterspielchen die da treiben. Und Bates..."“

Doch muss er kurz innehalten. Er scheint nachzudenken, wie seine nun folgenden Worte formuliert sein sollten. Oder aber es schmerzt ihn zu sehr, darüber zu sprechen. So genau kann man es nicht erkennen, aber es macht definitiv etwas mit ihm, was man so nur selten zu sehen bekommt. Aber letzten Endes entscheidet er sich, es einfach nur trocken rauszuhauen.

Raven:
„„Nun ja, sie hat letzte Woche gekündigt! Zu schade!"“

Doch Strickland lässt das nicht einfach so stehen. Er hat mit vielem gerechnet, aber damit? Oh nein, ganz sicher nicht damit. Seine Reaktion ist regelrecht ungläubig und schockiert. Er glaubt Raven in diesem Moment kein einziges Wort und geht sofort davon aus, dass Raven mal wieder lügt oder die volle Verantwortung für das Rausschmeißen trägt. Denn schließlich steht jeder von ihnen zu dem Zeitpunkt ohnehin unter extremer Anspannung, weil Vince sie gefeuert haben möchte. Aber kann Strickland dagegen auch nichts machen, denn schließlich ist es so, wie Raven gesagt hat, und daran lässt sich nichts mehr ändern. Auch Lykos kann das irgendwie nicht glauben. Aber anders als Strickland hält er sich etwas zurück und fragt nur, ob er es richtig verstanden hat.

Kid Lykos: ’„Leva ist gegangen?“

Eine Antwort auf diese schon irgendwie berechtigte Frage erhält der Brite jedoch nicht, da für Strickland das ganze Thema zu viel wird. Er lässt Raven nicht so einfach daraus kommen. Oh nein, er weiß genau, was abgegangen ist.

Strickland: Wollen Sie mich verarschen? Haben Sie Leva rausgeschmissen, weil Sie zu feige waren, einmal etwas Gutes zu tun?“

Der Blick von Strickland wird regelrecht finster, als er Raven hier anschaut und sich bildlich vorstellt, wie beschissen sich Leva wohl im Moment fühlen muss. Und nicht nur sie. Auch Izzy, denn schließlich waren sie und Leva fast wie Schwestern. Es wird der jungen Nachwuchswrestlerin das Herz brechen, wenn sie das erfährt. Falls sie es nicht bereits schon weiß. Kein Wunder also, dass Strickland hier vor Wut auf Raven kocht. Und dass dieser dann darauf auch noch mit seinen klassischen unpassenden Sprüchen antwortet und die gesamte Situation ins Lächerliche zieht, macht die Sache gar nicht mal besser.

Raven:
„„Ach, Sie wollen mir einen Kaffee bringen? Ausgezeichnete Idee. ’Nen Sandwich aus der Kantine nehm ich auch gern noch mit dazu. Aber bitte ohne Tomaten. Die machen mein Gesicht nur so rot."“

Auch wenn er dies in eher belustigendem Tonfall sagt, so konnte man es heraushören, dass dies keine Frage war, sondern vielmehr als Befehl durchging.

Raven:
„„Na los, hopp, hopp, worauf wartet ihr?"“

Bestätigend dazu schlägt er jetzt in die Hände und sagt den beiden, dass sie sich verpissen sollen.

Kid Lykos: ’„Ohne Milch, richtig? Ich beeile mich!“

Immerhin scheint Lykos Gehorsamkeit zu zeigen und geht sofort los. Strickland weigert sich anfangs zwar etwas, aber verschwindet dann ebenfalls, um mit Lykos wieder zurück in den Main-Bereich der Halle zu gehen. Doch der Weg dahin wird nicht wirklich ruhig werden, wie es scheint.

Strickland: Na, wie sitzt das Halsband? Ich hoffe, es ist nicht zu eng!“

Strickland lässt ein kurzes, arrogantes und genervtes Schnaufen zu hören, das durch den kühlen Flur hallt, während er neben Kid Lykos hergeht, der den Auftrag mit fast schon unterwürfiger Eile ausführt, um dem unberechenbaren Raven bloß nicht weiter zu schaden. Lykos prüft im Gehen noch einmal die genauen Details der Bestellung, als würde sein Leben davon abhängen, während Strickland mit einer Mischung aus Häme und schierem Unverständnis den Kopf schüttelt. Es ist faszinierend zu beobachten, wie der Mann mit der Wolfsmaske sich hier so bereitwillig zum Laufburschen machen lässt, denn Swerve selbst käme niemals auf den Gedanken, sich von irgendjemandem, egal ob Raven oder McMahon, derartig herumkommandieren zu lassen. Für Strickland ist Pro Wrestling längst kein blinder Gehorsam mehr und schon gar keine Glaubensfrage, sondern ein reines Business, eine Bühne für Status, Luxus und unbestrittenen Reichtum. Und dennoch holt er hier das Sandwich für Raven. Verrückter Junge. Er zieht sich die Snapback-Mütze noch etwas tiefer ins Gesicht und wirft Lykos einen schrägen Blick zu, während die schweren, eisbesetzten Diamanten an seiner Kette bei jedem Schritt leicht gegen seine Brust schlagen.

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Im Grunde teilt Swerve nicht einmal Ravens verbitterte, fast schon philosophische Rebellion gegen das System, denn während Raven sich an dem verdorbenen Machtapparat und den kaputten Strukturen abarbeitet, will Strickland diesen Apparat schlichtweg ausnutzen, um ganz nach oben zu kommen. Sie unterscheiden sich in ihrer Grundhaltung fundamental, und auch wenn Lykos glaubt, mit seinem Kadavergehorsam das Überleben seiner Gruppe zu sichern, sieht Strickland darin nur pure Zeitverschwendung für jemanden mit echtem Talent. Sie biegen um die nächste Ecke Richtung Catering-Bereich, bereit, den geforderten Kaffee zu holen, doch die elektrische Spannung in der Luft zeigt ihnen deutlich, dass dieses Gespräch noch lange nicht vorbei ist und die nächste Konfrontation schon im Anschlag steht.

Kid Lykos: ’„Was für ein Halsband?“

Antwortet Strickland relativ ruhig und verwirrt. Er scheint nicht ganz zu verstehen, was Strickland zu ihm sagen will. Er bleibt abrupt auf dem halben Weg stehen, die metallenen Schnallen seines Outfits klimpern leise in der sterilen Atmosphäre des Flurs, während er den Kopf schieflegt und Strickland aus den dunklen Augenlöchern seiner Maske heraus irritiert mustert. Er hat diesen Spruch nicht kommen sehen, und für einen Moment setzt der sonst so eilige Befehlsausführer aus. Strickland bleibt ebenfalls stehen, breitet die Arme lässig aus und lässt ein trockenes, amüsiertes Schnauben hören. Für Swerve ist das hier alles ohnehin nur ein schlechter Witz... diese ganze pseudo-deepe Unterwürfigkeit, die Raven von seinen Leuten verlangt, während die Company im Chaos versinkt. Und das lässt er jetzt voll und ganz an Lykos aus.

Strickland: Na, das von deinem Herrn und Meister!“

Lykos starrt ihn an und hat seine Zähne hinter der Maske aufeinandergepresst. Er teilt vielleicht nicht Swerves lockere, geschäftsmäßige Arroganz, aber er weiß genau, dass Strickland recht hat und genau das macht es so unerträglich.

Kid Lykos: ’„Herr und was? Spinnst du? Hätt ich Raven jetzt fertigmachen sollen oder was? Was soll das bitte bringen? Denkst du, er geht nackt zu Vince und entschuldigt sich und Vince holt Leva wieder?““

Man kann es deutlich hören, dass Lykos die Worte von Strickland ganz und gar nicht schmecken. Aber wie Raven jetzt nude Vince beglückt, das sind nun Bilder, an die man nun wirklich nicht gern intensiver denken wollen würde. Doch muss man leider auch gestehen, dass Strickland mit seinen Worten nicht ganz unrecht hat. Aber was will Lykos bitte machen? Er hängt hier sowieso am seidenen Faden durch die Aktion mit Vince.

Strickland: Wenn ein Kind Scheiße baut, behandelst du ihn doch nicht so, als hätte er gerade das Rad neu erfunden, stellst sie ins Regal und nennst es ein Kunstwerk. Nein, du sorgst dafür, dass es versteht, warum du gerade angepisst bist und dass so eine Scheiße nie mehr passiert.“

Komischer Vergleich, aber man weiß, was Strickland meint. Und man muss halt auch sagen, dass Raven sprichwörtlich Scheiße gebaut hat, indem er angetrunken die unautorisierte Promo gegen Vince und Bayley gehalten hat. Das war ein Fehler, für den Leva nun büßen musste. Und für den auch noch viele weitere büßen müssen. Doch lässt sich Lykos auch von solch einem Kommentar nicht aus der Fassung bringen, er dreht sich wieder um und geht schnellen Schrittes weiter, während er Strickland schnell und selbstsicher antwortet.

Kid Lykos: ’„Kinder können lernen und schlau werden. Raven kann dies nicht!“

Und diese Antwort hat sogar gut gesessen, weil Lykos damit vielleicht sogar recht haben könnte. Raven verhält sich manchmal schon wirklich wie ein kleines Kind, wenn nicht gar noch schlimmer. Aber hat Strickland dennoch einen passenden Endkommentar dazu.

Strickland: Du bist einfach nur ein Waschlappen!“

Nicht so sonderlich elegant, aber es reicht Strickland aus. Mit diesen Worten dreht er dann auch um und betritt die Cafeteria, wo die beiden nun angekommen sind. Aber nicht bevor Lykos ihm noch eine passende Antwort hinterherwirft.

Kid Lykos: ’„Ach, halt die Fresse, du Penner!“

Klassische Worte, die in einem männlichen Gespräch unter Männern so umherfliegen eben. Und damit betritt auch Lykos die Cafeteria und das Bild schaltet sich so langsam aus.

[Bild: trenner1.jpg]

OPENER
SINGLES MATCH
Fallon Henley vs. Skye Blue

[Bild: skyevsfallon.png]
Writer: Alex



Leichter Country Flair weht durch die Halle, als Fallon Henley zu den Klängen ihrer Theme die Halle betritt. Über ihrem Gear trägt sie eine braune Weste, an der einige Fransen angebracht wurden. Lächelnd schnalzt sie mit der Zunge und zwinkert den Fans zu, die ihr einen warmen Empfang bereiten.

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the ring... from Chelsea, Michigan... FALLON HENLEY"

Selbstbewusst stapft sie los und beginnt die letzten Meter zu sprinten, so dass sie gekonnt unter den Seilen in den Ring sliden kann. Sofort hüpft das Country Girl wieder auf und steigt auf ein Turnbuckle. Der linke Fuß bleibt auf dem mittleren Seil, während sie den anderen auf das obere stellt. Die Weste rutscht von ihren Schultern, wird einmal über ihren Kopf im Kreis gewirbelt und dann nach draußen geworfen, wo ein c2c Mitarbeiter das Kleidungsstück entgegen nimmt. Fallon springt auf die Matte zurück und ist bereit zu kämpfen.


Die Lichter in der Halle werden gedimmt. Ein paar Sekunden passiert nichts...bis sich eine sanfte Stimme aus den Boxen meldet. Nur ein paar Sekunden nimmt die Musik an Fahrt auf...



Langsam und erhaben stolziert Skye Blue auf die Stage. Über ihr Ring Gear trägt sie einen schwarzen, leicht durchsichtigen Umhang aus Seide, den sie mit ihren Armen wie ein Cape aufspannt. Auf dem schwarzen Haar sitzt ein blau glitzerndes Krönchen. Mit eiskaltem Blick scannt sie die Zuschauer und scheint sich nichts darum zu scheren, was diese gerade von ihr halten. Wie eine Königin, die ihren Thron besteigen möchte, bringt sie die restlichen Meter zum Ring hinter sich.

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring... she is the Dark Phoenix... from Chicago, Illinois... SKYE BLUE!"

Gekonnt schwingt sie sich aufs Apron, wobei sie für einen Moment auf dem rechten Knie ruht und das linke Bein ausstreckt. Mit einer Hand löst sie den Umhang, der zu Boden gleitet. Der Ring wird betreten. Ein Bein stellt sich auf das unterste Seil und schwingt das andere über das obere. So beugt die junge Frau ihren Oberkörper leicht nach vorne. Da blitzt ein kurzes Lächeln auf den Lippen auf, das von einem Augenzwinkern begleitet wird. Normalerweise sind das Gesten, die einen positiven Aspekt haben sollen. Hier verheißt es aber nichts gutes....zumindest nicht für Skye's Gegnerin. Langsam verstummt die Theme. Der Dark Phoenix lockert einmal die Handgelenke und ist bereit für das Match.

Warnung! Spoiler!
*Ding Ding*

Zunächst folgt ein langsames Abtasten. Skye Blue versucht Fallon noch zu provozieren, in dem sie Bobbi Tyler erwähnt. Henley muss sich am Riemen reißen…schafft es aber die Kontrolle zu bewahren und ein normales, wenn auch hart geführtes, Match zu haben. Beide Frauen schenken sich da nichts und kämpfen sich durch den Ring hindurch nach draußen…und wieder zurück! Irgendwann scheint Fallon ihre Gegnerin niederringen zu können. Nach einem Buff Blockbuster geht das Country Girl in Stellung, um den Hoedown durchzuführen. Aber als sie anrennt, weicht Skye im letzten Moment aus, so dass Fallon auf die Matte knallt. Da kommt sie zwar zügig wieder auf die Beine…doch der Dark Phoenix greift ihr da in die Augen. Der Ref steht da in einem so ungünstigen Winkel, dass er es nicht genau sehen konnte. Blindlings stolpert Fallon nach vorne und fuchtelt mit ihren Armen in der Luft umher. Skye grinst nur überlegen. Sie greift Henley in die Haare, ignoriert die Warnung des Referee, zieht sie nach hinten, so dass sie ihr kurz über die Wange lecken kann…und donnert das Country Girl mit einem Inverted DDT auf die Matte! Skye stellt sich vor Fallon, greift ihr Beine und rollt sich nach vorne, um so einen Pin durchzuführen. Wobei Blue soweit vorrutscht, dass sie mit ihrem Unterleib auf Fallon’s Gesicht sitzt. Ungewöhnlich…aber gilt als Pin! One, Two, Three!

*Ding Ding*

Here is your winner by pinfall: SKYEEEE BLUEEEEE!

Das hat gereicht! Skye Blue hat Fallon Henley überwunden…wenn auch mit einer kleinen Betrügerei. Kaum ist das Match abgeläutet, lacht Skye manisch auf. Immer noch auf Fallon’s Gesicht sitzend, greift sich der Dark Phoenix an den eigenen Hals und leckt sich über die Lippen. Henley muss langsam nach Luft schnappen und beginnt sich gegen die Last auf Mund und Nase zu wehren. So kann sie Skye von sich schucken, die sich aber recht unbeeindruckt gibt. Kichernd zwinkert sie dem Country Girl zu, die den Sauerstoff inhaliert und die Schwarzhaarige mit einem bösen Blick bestraft. Blue’s Werk ist aber getan. Sie rollt sich aus dem Ring heraus und lässt Fallon zurück.

[Bild: 45.jpg]

Wie in jeder Multifunktionsarena, erschien auch die Moody Arena hier in Austin Texas eine ganz eigene Charikatistik zu zeigen. Die heutigen Arena wurden immer größer, die Produktionen immer umfangreicher und in den zahlreichen Gängen wimmelte es nur so vor Mitarbeiter, Techniker und hier und da mal ein Akteur. Man konnte den Eindruck gewinnen, dass das ganze Gebäude leben würde und dabei hat man noch nicht einen Fuß in den gefüllten Innenraum gesetzt, wo tausende an Zuschauern auf einen warten würden. Das Geschehen verlief sich in den langen Korridoren und endlos wirkenden Fluren, bündelte sich um die Gorilla Position und wurde wie ein Nadelöhr durch den obligatorischen Vorhang zur Stage gefiltert. Dies war gewiss kein Ort, an dem man einen ruhigen Gedanken fassen oder sich auf sich selbst konzentrieren konnte.

Irgendwo seitlich der überfüllten Wege und etwas abseits in den verzweigten Katakomben der Halle, weitab von den Scheinwerfern, schnitt ein schmaler Flur durch das Fundament des Gebäudes. Das einzige Leben hier war das monotone, sterile Summen einer flackernden Neonröhre an der Decke. Das Bild gleitet langsam vorwärts, fast schwebend, wie ein lautloser Beobachter durch das kühle, feuchte Dunkel. Am Ende des Ganges, auf einem Flightcase mit abgewetzten Kanten aus schwarzem Holz und Aluminium, saß Becky Lynch.

Der prunkvolle rote Pelzmantel, welchen sie über Monate hinweg zu ihrem Markenzeichen machte, fehlt. Stattdessen hängt hinter ihr, diese abgegriffene schwarze Lederjacke, deren Leder die Spuren unzähliger Schlachten trägt und ein Symbol früherer Tage war. Sie selbst trägt bereits ihr Ring Gear. Komplett in schwarz gehalten, aus Leder und Mesh, saß es wie angegossen an ihr. Quer über ihren Oberschenkeln ruht die SHINE Championship. Das Schwere des Goldes wiegt spürbar auf ihr. Sie blickt auf den Gürtel hinab, doch in ihren Augen liegt kein Stolz, keine triumphale Freude. Es ist ein fahler, fast nachdenklicher Blick. Ihre Fingerspitzen fahren langsam, fast behutsam, über die kalten Gravuren und geschwungenen Kanten der Hauptplatte. Dann bricht sie die Stille. Ihre Stimme ist leise, rauchig, ohne dass sie den Blick vom Gold wendet.

BECKY LYNCH: "Weißt du..."

Sie lässt die Worte im Raum hängen. Eine lange, bleierne Pause vergeht, in der nur das Summen des Lichts zu hören ist. Ein trockenes, freudloses Lächeln stiehlt sich auf ihren Lippen, doch in ihren Augen zeichnet sich die Schwere ihrer Gedanken ab.

BECKY LYNCH: "Ich habe früher wirklich geglaubt... irgendwann wird es leichter. Ich dachte: Irgendwann hast du diesen Titel. Irgendwann hast du dir deinen Namen in Stein gemeißelt. Irgendwann kennen die Leute Becky Lynch...Und dann hört dieses ständige Kämpfen endlich auf."

Langsam, Zentimeter für Zentimeter, hebt sie den Kopf. Ihre Augen fixieren die Linse. Der Blick ist scharf, eingebrannt von Jahren harter Arbeit. Ein müdes Lächeln und ein bitteres Kopfschütteln folgt.

BECKY LYNCH: "Verdammt... was für ein verfluchter Irrtum. Weißt du, was wirklich passiert, wenn du oben ankommst? Du kämpfst nicht weniger. Du kämpfst mehr… Jeden einzelnen Tag.“

Der schwere Titel bleibt noch für einen Moment fest in ihren Händen verankert, ihr Blick schweift über das Gold der gegenwart, doch Gedanklich ist Becky zurück in jener Zeit als sie noch jeden Tag als ein neues Abenteuer sah und doch fürchtete es könne im Handumdrehen wieder vorüber sein.

BECKY LYNCH: "Früher habe ich gekämpft, um überhaupt gesehen zu werden. Um einen Platz an der Sonne zu bekommen. Heute... heute kämpfe ich dafür, dass niemand das zerstört, was ich mit meinem eigenen Blut aufgebaut habe. Ich hatte immer dieses Ziel vor Augen… irgendwann… irgendwann einmal auf dem Ringpfosten zu stehen und das Gold in den Himmel zu heben, weil ich es endlich geschafft habe. Dieses Bild war so klar vor meinem inneren Auge, ich habe es jeden Tag regelrecht manifestiert… Doch die Realität sah damals anders aus.
Ich habe alles gegeben. In jedem Training und jedem Match, in jedem noch so kleinen und unwichtig erscheinenden Auftritt, habe ich alles gegeben, um wahrhaftig gesehen zu werden. Es funktionierte, bedingt. Die Fans haben mich gesehen und ich spürte es. Die Rufe wurden lauter, die Grüße und Umarmungen wurden herzlicher. Doch im Ring sah es anders aus. Andere bekamen ihr Titel Match, andere bekamen ihr Spotlight welches ich ihnen bereitet habe und andere ernteten den Ruhm.
"

Es war eine schmerzliche Erfahrung, die sie damals durchleben musste. Ein Trugschluss, dass tapfere, harte Arbeit irgendwann zum erdachten Erfolg führen würde. Nein, man musste nur laut genug sein und dem Bild entsprechen, welches gerade gern gesehen wurde. Es war wie die starre Hand, die sich um ihre Kehle legte und die Luft zum Atmen nahm. Gewiss nicht das Leitbild, welchem Becky Lynch folgen wollte.

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BECKY LYNCH: "Ich verstehe dich Thekla… ich kann wahrlich nachvollziehen, wie du dich fühlen magst. Und das einfachste wäre wirklich gewesen, wenn du einfach gefragt hättest. Eine einfache Frage… Kann ich ein Titel-Match haben? Und ich hätte nicht einmal abgelehnt. Aber nein, du willst es laut, du willst es brutal… du willst es auf deine Art machen. Du willst dieses verdammte Gold an dich reißen mit der Hoffnung, dass man dich dann akzeptiert oder gar fürchtet? Was soll es werden? Thekla’s Regentschaft des Schreckens einer entfernten Dystopie? Gott, Kindchen… wir wissen doch alle, wenn man etwas mit einem solchen Krampf erzwingen will, wird es nie etwas und so wirst auch du mir nicht diesen Titel abnehmen können."

Zum ersten Mal spricht sie den Namen aus. Nicht geschrien, nicht voller Hass, sondern fast schon sanft, mit einem zynischen Unterton, den man nicht überhören konnte.

BECKY LYNCH: "Du hast in den letzten Wochen etwas geschafft, das nicht vielen gelingt. Du hast mich bluten lassen. Du hast mich versucht zu überraschen. Du hast mir mitten ins Gesicht gespuckt... und du hast versucht, mich vor der ganzen Welt lächerlich zu machen. Und weißt du, was das eigentlich Verrückteste daran ist? Du hast allen Ernstes geglaubt, das wäre neu für mich. Dieses Gold... hat noch nie aufgehört, seinen Preis zu verlangen. Jede verdammte Delle. Jede Narbe auf meiner Haut. Jeder einzelne Tropfen Blut, den ich auf den Matten dieser Welt gelassen habe... Sie gehören dazu. Sie sind der Preis. Ich bezahle diesen Preis seit Jahren. Du... du zahlst ihn gerade zum allerersten Mal."

Sie tippt mit dem Knöchel ihres Zeigefingers hart gegen die metallene Frontplatte. Das Klacken hallt von den Betonwänden wider. In ihrem Blick lag kein blinder Zorn, nur die kalte, fokussierte Entschlossenheit einer Frau, die nichts mehr zu beweisen hat, aber alles zu verteidigen bereit ist.

BECKY LYNCH: "Während das alles für dich neu ist und du wahrlich gehofft hast, mich vor ganz neue Herausforderungen zu stellen, muss ich dich auch hier leider enttäuschen. Nicht weil ich schon so verdammt viel erlebt habe… sondern ganz einfach weil ich es habe kommen sehen. Das hat nichts mit hellsehenden Fähigkeiten zu tun… Diesen Hokuspokus überlasse ich anderen. Aber ich überdenke alles… jeder noch so kleine Moment. Ich zerlege jede Möglichkeit in ihre Einzelteile. Ich kalkuliere jeden Fehler, jede Reaktion, jeden einzelnen Ausgang. Deshalb weiß ich auch ganz genau... was heute da draußen passieren kann. Vielleicht trittst du mir wieder mit voller Wucht gegen den Kopf. Vielleicht bringst du mich wieder zum Bluten. Vielleicht schaffst du es heute Abend sogar, mich auf die Bretter zu schicken. Alles möglich. Alles einkalkuliert."

Der Fokus rückte näher an Becky heran. Sie zuckt nahezu belanglos mit den Schultern, als wäre ihr all diese Eventualitäten schon egal. Ein zustimmendes Nicken geht von ihr aus. Der Blick kurz gesenkt, als müsste sie sich noch einmal hervorholen, auf was sie sich heute einlässt. Doch als sie den Blick wieder anhob, loderte diese spürbare Flamme in ihren grünen Augen. Dann passiert etwas im Raum. Ihre Haltung strafft sich, die Luft scheint kälter zu werden. Ihre Stimme fällt in eine tiefere, ruhigere und weitaus gefährlichere Frequenz.

BECKY LYNCH: "Aber weißt du, was ich in keinem meiner Szenarien jemals einkalkuliere?"

Sie stoppt abrupt. Der Blick trifft mit einem fast schon diabolischen Wimpernaufschlag die Linse wie ein Schlag. Ihre Antwort auf diese rhetorische Frage folgte unmittelbar.

BECKY LYNCH: "Aufzugeben."

Totenstille. Mit einer fließenden, gewohnten Bewegung nahm Becky den weißen Belt auf und hob ihn andächtig empor. Ein Zeichen, eine Symbolik, dass niemand ihr so leicht dieses Gold mehr nehmen wird.

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BECKY LYNCH: "Weil ich längst etwas begriffen habe, dass du bis heute nicht verstehst. Champion zu sein bedeutet nicht, nie zu fallen. Champion sein bedeutet... immer und immer wieder aufzustehen."

Mit dem Zeigefinger tippt Becky noch einmal auf das Gold, welches mittlerweile auf ihrer Schulter ruhte. Sie atmet tief durch die Nase ein. In diesem Moment bricht die Isolation des Flurs auf: Ganz fern, gedämpft durch dicke Betonschichten, dringt erstmals die Außenwelt herein. Das dumpfe Dröhnen tausender Tausend Köpfe, rhythmische Gesänge, das metallische Beben von entfernten Pyrotechnik-Explosionen. Die Welt außerhalb der Katakomben erwacht.

BECKY LYNCH: "Du glaubst immer noch es geht dabei einzig um diesen Gürtel aus Leder und Gold… Nein. Ich verteidige jede schlaflose Nacht. Jeden verdammten Rückschlag. Jeden Zweifel, der mich nachts aufgefressen hat. Jeden einzelnen Menschen, der mir ins Gesicht gesagt hat, ich wäre nicht gut genug."

Sie blickt leicht den Gang entlang, genau in die Richtung, aus dem der Lärm der Arena wie ein stetiges Meeresrauschen herüber schallt. Damit erhob sie sich von der Equipmentbox und griff nach ihrer alten Lederjacke.

BECKY LYNCH: "Und ich verteidige jede einzelne Person da draußen… die irgendwann einmal geglaubt hat, sie müsse erst perfekt werden, bevor sie es verdient hat, gesehen zu werden. Denn auch ich musste es lernen und mir bewusst machen, dass ich nur aufhören muss, mich dafür zu entschuldigen, Becky Lynch zu sein."

Ein Lächeln stiehlt sich auf ihr Gesicht, ohne jegliche Bitterkeit. Sondern nur ehrlich, stolz und unnachgiebig. Ein gekonnter Schwung und schwarze Lederjacke schmiegte sich an ihren Körper. Dieses Mal war es nicht zwangsläufig als Symbol der Rüstung zu sehen, sondern mehr zurück zu einer Zeit als Becky selbst erst lernen musste, unbiegsam zu werden. Der goldenen SHINE Gürtel wanderte auf ihre Schulter und gemächlichen Schrittes setzte sie sich den Gang entlang in Bewegung.

Das Bild folgt ihren Schritten, holt sie ein und setzt sich auf eine Höhe neben sie. Ein neckisches Lächeln folgt, worauf sogleich eine Reaktion aus der Halle zu vernehmen ist. Sie erreicht das Ende des Flurs. Vor ihr ragt die schwere, matt-schwarze Stahltür zur Gorilla Position auf. Sie bleibt davor stehen, hebt die rechte Hand und legt die Finger auf die kalte Querverriegelung. Ein kurzer Druck und die mechanische Türe öffnet sich langsam. Die Kamera bleibt stehen, wartet im Schatten. Becky dreht den Kopf noch einmal leicht zurück, ein letzter, durchdringender Blick über die Schulter direkt in die Linse.

BECKY LYNCH: "Glaubst du wirklich, du hättest mich gebrochen, Thekla? Glaubst du allen Ernstes, ein bisschen Blut und ein paar blaue Flecken würden jemanden wie mich ins Wanken bringen?"

Ein trockenes, hartes Lachen entfährt ihr. Sie schüttelt den Kopf, tritt einen Schritt auf die Kamera zu und schiebt ihr Gesicht direkt in die Linse. Der Blick ist eiskalt und fokussiert.

BECKY LYNCH: "Ich bin durch die Hölle gegangen und habe mir dort mein eigenes Fundament gegossen! Du willst mein Gold? Dann hol es dir! Aber sei verdammt noch mal bereit, alles dafür zu bezahlen! Denn im Ring steht dir kein Opfer gegenüber, wie du es sonst gewohnt bist. Dir steht die Frau gegenüber, die dieses Game aufgebaut hat. Ich werde dich nicht nur besiegen, Thekla... ich werde dir jeden einzelnen Knochen in deinem Körper spüren lassen, warum mein Name ganz oben steht!"

Becky Lynch zögert keinen Millimeter. Sie tritt durch den Lichtkegel nach draußen. Die schwere Tür fällt langsam und mit einem dumpfen, satten Klacken hinter ihr ins Schloss. Das Licht wird verschluckt.

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Skye Blue hat gewonnen! Ein schwerer Schlag für Fallon Henley, die sich viel vorgenommen hatte. Vor allem sollte es eine Botschaft an Bobbi Tyler sein, damit diese wieder zurückkehrt oder sich endlich bei Fallon meldet. Durch die Niederlage hat das Country Girl Sorge, die Britin könnte so Vertrauen in sie verlieren und sich komplett zurückziehen. Auch wenn das vielleicht Schwachsinn ist…aber diese Gedanken hat die Brünette, als sie, wie ein geprügelter Hund, durch die Gorilla Position schleicht und einfach nur weg möchte. Brummend hält sie sich den Kopf, der beim Finish ordentlich in Mitleidenschaft gezogen wurde…

Fallon Henley: Oh Bobs…hoffentlich geht es dir gut!

Und trotzdem ist ihre größte Sorge, wie es ihrer eigentlich besten Freundin geht. Henley vermisst die Britin schmerzlich und kann nicht aufhören an sie zu denken.

?: “Ooohhh…hihi…bestiiiiimmt geht es ihr gaaaanz gut! Spätestens wenn sie wieder ihre Beinchen für Bálor spreizt…hihi…“

Als hätte sie heute nicht schon genug angerichtet, erscheint Skye, wie aus dem Nichts, vor Fallon. Zwar ist die Schwarzhaarige ebenfalls vom Match gezeichnet, was aber ihrer Laune keinen Abbruch tut. Im Gegenteil…je mehr Schmerzen und blaue Flecken sie mitnimmt, umso zufriedener ist ist. Grinsend verschränkt die ihre Arme hinter ihrem Rücken und sieht Henley frech an. Diese braucht einen Moment um das zu realisieren…ballt eine Faust und…

*Punch*

…schlägt plötzlich zu. Skye schließt gerade noch die Augen und lässt es geschehen. Sie wird im Gesicht getroffen und geht zu Boden. Fallon atmet schwer und knurrt dabei auf. Es ist nicht die Niederlage, die diesen Kurzschluss hervorgerufen hat. Es ist wieder diese Provokation in Richtung von Bobbi. Dazu das angeknackste Nervenkostüm…und das Country Girl konnte nicht anders. Wobei sie es schon wieder bereut, da sie weiß, dass Skye genau diese Reaktion aus ihr herauskitzeln wollte. Dennoch ist sie wütend und sieht drohend auf den Dark Phoenix herab…

Fallon Henley: Ja, du hast verloren! Auch wenn du betrogen hast, warst du heute die schlauere Frau von uns Beiden! Auch wenn es mir schwer fällt…ich akzeptiere diese Niederlage! Aber ich werde immer für Bobbi kämpfen und nicht zulassen, dass du sie so in den Dreck ziehst!

Skye, die sich inzwischen in der sitzenden Position befindet, hält sich lächelnd das Gesicht und scheint sehr erfreut zu sein, wie dieses „Gespräch“ verläuft.

skye blue: “Naaaaw…und was willst du dagegen machen, huh? Etwas nochmal gegen…hihi…mich kämpfen?“

Da kichert sie auf und leckt sich einmal über ihre Lippen. Mit einer Hand streichelt Skye gefährlich nahe an ihrem eigenen Intimbereich herum. Etwas, was Fallon kurz aus dem Konzept bringt, sie aber dann gekonnt ignoriert? Also…nochmal kämpfen? Henley lässt das auf sich wirken…und ist dann entschlossen!

Fallon Henley: Ja! Dann möchte ich nochmal gegen dich kämpfen! Gleich nächste Woche! Und wenn es sein muss die Woche danach auch nochmal…und die danach! So lange, bist du endlich deinen verdammten Mund hälst…auch wenn ich dabei noch hundert weitere Male verlieren werde. Ich werde nicht aufhören, bis du diese wundervolle und wunderschöne Frau ein für allemal in Ruhe lässt! VERSTANDEN?

…schreit sie Skye an, bis sie stutzig wird. Was hat sie gerade über Bobbi gesagt? Und das ausgerechnet vor Skye Blue? Diese wird ganz hellhörig…und klatscht vergnügt in die Hände, während sie gleichzeitig mit den Füßen auf den Boden trampelt.

skye blue: “Uuuuiiiii…wunderschöööön und wundervooooll! Hahaha…Fallon liiiiiieeebt Bobbi! Hihi…es ist Liiiiieeebe! Fallon und Bobbi sitzen auf ´nem Baum…k-ü-ssend, man glaubt es kaum…hahahahaha…“

Der Dark Phoenix verfällt dabei in einen kindlichen Sing-Sang, der sich aus ihrem Mund aber recht bedrohlich anhört. Fallon plustert die Backen auf und schüttelt energisch den Kopf. Fast schon trotzig will sie diese „Behauptung“ nicht an sich ranlassen. Sie soll Bobbi…lieben? Nun, die blonde Britin bedeutet ihr viel und es ist durchaus mehr da als eine einfache Freundschaft. Aber deswegen sieht Henley sie auch als ihre beste Freundin an. Ja…mehr ist es doch auch nicht! Ist doch vollkommen in Ordnung seine beste Freundin als „wunderschön“ und „wundervoll“ zu bezeichnen. Was weiß diese durchgeknallte Irre schon? Die will sie doch nur erneut aus dem Konzept bringen. Aber…warum bohrt sich dieser Gedanke mehr in ihre Gefühlswelt? Genug! Henley wehrt sich dagegen und fokussiert sich ganz auf die gackernde Schwarzhaarige vor ihr.

Fallon Henley: Spar‘ dir deine Sprüche! Was ist nun? Kämpfen wir nächste Woche? Oder muss ich dich dazu zwingen?

Der Brünetten ist es sowas von ernst. Das merkt auch Skye, die augenblicklich mit dem Lachen aufhört. Ruhig – fast schon zu ruhig – lehnt sich Blue nach hinten und stützt sich mit beiden Händen ab. Mit ihren großen Augen mustert sie das Country Girl…und etwas Verschlagenes blitzt in ihren Augen auf.

skye blue: “Gut…Einverstanden! Aber unter EINER Voraussetzung!“

War ja klar, dass da so etwas kommt! Skye bleckt die Zähne und legt ihren Kopf auf die linke Schulter.

skye blue: “Wenn ich dich nochmal besiege…dann gehörst du mir! Dann schenkst du mir seine Seele und lässt mich rein…auf jede Art und Weise…hihihihi…“

Zack, da ist die Ansage! Fallon vergisst kurz zu atmen und spürt, wie ein unangenehmer Schauer über ihren Rücken läuft. Etwas ähnliches hatte es ja schon zwischen Skye und Becky Lynch gegeben…und The Man hatte dann gewonnen. Jetzt versucht es Skye erneut…dieses Mal eben mit dem Country Girl! Ob das der Plan war? Ob Fallon, ohne es zu wissen, in ihr Netz gelaufen ist? Henley verzieht ihr Gesicht und runzelt die Stirn…aber sie will es machen! Als müsste sie sich, jetzt erst Recht, Bobbi Tyler beweisen!

Fallon Henley: Deal! Aber ich werde nicht noch einmal verlieren! Das verspreche ich dir!

Da zeigt sie sich auf jeden Fall kämpferisch. Nein, sie wird nicht verlieren! Sie darf es nicht! Ohne den Dark Phoenix weiter zu beachten dreht sich Fallon um und geht weiter. In ihrem Kopf schreien zig Emotionen auf einmal auf und kämpfen um die Vorherrschaft. Henley muss darauf klar kommen. Im Hintergrund hört man das schrille Lachen von Skye Blue, dass der Brünetten durch Mark und Bein geht. Nein, nicht darauf achten! Skye hat das Match gewonnen…aber die Schlacht will Fallon für sich und für Bobbi entscheiden. Oh, hoffentlich hört sie bald von Tyler, sonst wird sie noch verrückt und muss gar nicht erst nächste Woche antreten. Fade off.

[Bild: das.jpg]

Match 2
c2c SHINE CHAMPIONSHIP
SINGLES MATCH
Becky Lynch © vs. Thekla

[Bild: theklabecky.png]
Writer: Becky

Pat McAfee: Leute… ich schwöre euch, das hier fühlt sich nicht an wie irgendein Title Match. Das fühlt sich an wie Krieg. Becky gegen Thekla. Shine Title. WATCH THE THRONE X. Und ich kann euch sagen: Die beiden haben sich in den letzten Wochen so sehr ineinander verkeilt, dass ich mir nicht sicher bin, ob am Ende überhaupt noch jemand stehen kann.”

Cathy Kelley: “Absolut, Pat. Becky ist die Championesse. Sie hat diesen Titel mit Zähnen und Klauen verteidigt. Technisch sauber, unglaublich zäh, und sie hat dieses gewisse Etwas, wenn die Lichter am hellsten brennen. Aber Thekla… Thekla ist eine andere Hausnummer. Die Frau bringt eine Roheit mit, die man nicht einfach weglächeln kann. Die will diesen Gürtel nicht nur gewinnen…sie will Becky brechen.”

Wade Barrett: “Und genau das macht dieses Match so gefährlich. Becky kann technisch die bessere sein, keine Frage. Aber Thekla hat diese Fähigkeit, den Schalter umzulegen und plötzlich komplett die Kontrolle über die Härte zu übernehmen. Wenn Becky zu lange braucht, um Thekla unter Kontrolle zu bringen, wird das hier richtig hässlich. Ich erwarte keinen Schönheitswettbewerb. Ich erwarte Blut, Schweiß und absolut keine Gnade.”

Pat McAfee: “Wade, du redest mir aus der Seele. Ich hab beide im Backstage gesehen. Becky ist fokussiert wie ein Laser. Thekla? Die sieht aus, als würde sie jeden Moment jemanden durch eine Wand schicken. Und der Shine Title… der hängt da drüben und glänzt. Beide wissen, was auf dem Spiel steht. Das hier ist kein normales Match. Das ist eine Aussage.”

Cathy Kelley: “Und die Atmosphäre hier drin ist schon jetzt absolut elektrisch. Die Leute wissen, dass das hier eskalieren kann. Becky wird versuchen, das Match technisch zu kontrollieren. Thekla wird versuchen, es in einen Straßenkampf zu verwandeln. Und irgendwo dazwischen liegt die Wahrheit über den Shine Title.”

Wade Barrett: “Genau. Und wenn Thekla erst einmal anfängt, die Regeln zu dehnen… dann wird es richtig ungemütlich. Becky muss von der ersten Sekunde an präsent sein. Denn wenn sie auch nur einen Moment die Kontrolle verliert, könnte Thekla diesen Gürtel mit nach Hause nehmen. Auf die eine oder andere Art.”

Pat McAfee: “Also gut, Leute… Matthew Rehwoldt steht bereit. Becky. Thekla. Shine Title. Und ich hab das Gefühl, wir werden das hier noch lange nicht vergessen. Lasst uns das Ding anzünden.”



Die Lichter in der Halle werden abgedunkelt und die Stage in ein düsteres Rot getaucht. Langsam beginnt die unheilvolle Musik, bis der Beat richtig eingesetzt. Irgend etwas erscheint merkwürdig...als wäre das Bild auf den Kopf gedreht? Als sich eine Gestalt aus dem aufsteigenden künstlichen Nebel schält, dreht sich die Kamera blitzschnell um 180°, so dass der Zuschauer am heimischen Bildschirm wieder eine "normale" Sicht hat. Diese Gestalt entpuppt sich als die Toxic Spider Thekla! Über ihr Gear trägt sie einen schwarzen Mantel mit Kunstpelz. Obwohl sie auf der Nase eine Sonnenbrille trägt, kann man ihren manischen Blick erkennen, mit dem sie die Kamera vor ihr fixiert.

THEKLA: Time to kill someone...ahahahaha...

Noch einmal die Zunge ausgestreckt und die Österreicherin wandert weiter.

Matthew Rehwoldt: “The following contest is scheduled bs One Fall and it is for the C2C SHINE CHAMPIONSHIP!
At first the Challanger, making her way to the Ring... from Vienna, Austria... The Toxic Spider... THEKLA!
”

Mit ausgestreckten Armen stolziert Thekla auf der Stage umher und gibt sich so, als würde der ganze Laden ihr gehören. Seitlich stehend positioniert sich die Blonde. Kurz geht sie in die Knie, hievt sich ruckartig nach oben und vollzieht dabei eine Throat-Cut Geste! Glühend-heiße Flammen schießen neben und hinter ihr in die Höhe und sorgen für ein ansehnliches Spektakel. Wie ein Raubtier auf der Jagd pirscht sich die Österreicherin in einem leicht wippenden Gang heran. Am Ring hüpft sie auf das Apron und rutscht unter den Seilen hindurch. Nach ein paar Schritten geht die Blondine auf die Knie und beugt ihren Oberkörper nach hinten. Dazu gehen erneut die Feuerfontänen an der Stage in die Höhe. Die Toxic Spider reißt ihren Körper nach vorne und krabbelt plötzlich blitzschnell auf die Kamera zu, die erschrocken zurückweicht. Grinsend steht die Österreicherin auf. Langsam verstummt die Theme und die Lichter erreichen die gewohnte Strahlkraft. Mantel und Sonnenbrille werden abgelegt und Thekla ist bereit für das Match

Pat McAfee: “Okay… was war das bitte gerade? Die Kamera dreht sich um 180 Grad, Thekla kommt aus dem Nebel wie aus einem Horrorfilm, Sonnenbrille, Mantel, dieses manische Grinsen… und dann dieses ‚Time to kill someone‘. Die Frau ist nicht hier, um ein Titelmatch zu bestreiten. Die ist hier, um Chaos zu verbreiten.”

Cathy Kelley: “Das war absichtlich unangenehm. Dieses langsame Krabbeln auf die Kamera zu, die Throat-Cut-Geste, die Flammen… Thekla will nicht nur gesehen werden. Sie will, dass man sich unwohl fühlt. Sie stilisiert sich als etwas, das man nicht kontrollieren kann. Und genau das macht sie so gefährlich für diesen Titel.”

Wade Barrett: “Absolut. Das war keine klassische Ringvorstellung. Das war eine Ansage. Thekla hat gerade der gesamten Arena gesagt, dass sie nach ihren eigenen Regeln spielt. Kein Respekt vor der Tradition, kein Interesse an einem ‚fairen‘ Match. Sie will den Shine Title… und sie will ihn auf die hässlichste Art und Weise.”

Die Arena versinkt für einen kurzen Moment in Dunkelheit. Das Dröhnen der Menge wird für einen Moment von einem tiefen, vibrierenden Bass unterbrochen, der durch die Betonwände kriecht. Das schleichende Geräusch einer dunklen Rückkopplung, bevor die Stimme von Dan Campbell die rauschende Stille durchbricht.

"THE MAN HAS COME AROUND"



Und die Menge reagiert, wie sie reagieren sollte. Ein genetischer Aufschrei übertönt die Musik. Der Schulterschluss der Vorwochen. Das Bewusstwerden, von wo sie eigentlich her kommt, dies alles trägt dazu bei, dass Becky hier und heute die komplette Arena auf ihre Seite gezogen hat. Nicht weil sie so besonders ist, sondern weil sie eine von ihnen ist. ‘The Man of the Masses!’
Dichte weiße Strobes schießen mit einem Knall den dichten Rauch zwischen die gelben und roten Spotlights. Ein gleißendes Licht legt sich über die Bühne, als Becky nun hervortritt. Der Title Belt liegt ihr schwer über die Schulter, ein immenser Druck, den ihr Thekla auferlegt hat. Dass dies heute kein Schaulaufen wird, darüber ist sich Becky sehr bewusst. Mit einem konzentrierten Blick schreitet sie die Rampe hinunter. Zahlreiche Fans recken sich ihr über die Absperrung entgegen, andere machen nur eine Schnappschuss oder halten ihre Schilder empor. Dies ist ein Empfang, wie er der Championesse gebührt.

Matthew Rehwoldt: “And the Champion… Making her Way to the Ring, from Dublin, Ireland... the C2C SHINE CHAMPION... The Man... BECKY LYNCH!”

Voller Inbrunst vibriert die Stimmer von Ringsprecher Matthew Rehwoldt über die Lautsprecher der Arena und lassen die jubelnde Reaktion der Zuschauer nochmals hochkochen. Becky ist derweil fast schon gelassen am unteren Ende der Rampe angekommen. Ihr Blick wandert mit einem aufblitzenden Lächeln auf ihren Lippen über die rumorende Fan Reihen. Unzählige Schilder mit “The Man” werden hochgehalten und The Man hat wieder Einzug erhalten.

[Bild: 09f24f60a7cd5a9190a079d0daffd24189029596.pnj]

Am unteren Ende der Rampe bleibt sie stehen, nimmt für einen Herzschlag den Gürteln ihrer Schulter nur um diesen energisch mit der rechten Hand in die Höhe zu recken. Mit dem erhobenen Titel und den fixierten Augen auf Thekla gerichtet, geht Becky die letzten Meter zum Ring. Über die Stahltreppen erklimmt sie den Apron, putzt sich die Ringboots ab, wie es sich für eine Athletin aus Großbritannien gehört. Ohne den Blick dabei von Thekla zu nehmen, steigt Becky in den Ring und steuert die nächsten Seile auf der Gerade an. Auch hier lässt sie es sich nicht nehmen… steigt auf die Seile und präsentiert den SHINE Belt in all seiner Pracht.

Pat McAfee: “Boah… das war kein Entrance. Das war eine Ansage ohne ein einziges Wort. Becky Lynch kommt da raus wie jemand, der schon zu oft alles verloren hat, um noch Angst zu haben. Kein Lächeln, kein Winken, kein Circus. Nur dieser Blick und der Titel auf der Schulter. The Man has come around!”

Cathy Kelley: “Genau das macht sie so gefährlich heute Abend. Das war nicht die laute, freche Becky, die das Publikum abfeiert. Das war die Version, die weiß, was auf dem Spiel steht. Die Lederjacke, das schwarze Ring Gear, der Gürtel… alles wirkt schwerer als sonst. Sie trägt diesen Titel nicht wie eine Trophäe. Sie trägt ihn wie eine Verantwortung.”

Wade Barrett: “Und genau das wird Thekla provozieren. Becky hat gerade die gesamte Arena spüren lassen, dass sie nicht hier ist, um zu unterhalten. Sie ist hier, um etwas zu verteidigen, das sie sich mit Blut und ihrer Seele aufgebaut hat. Wenn Thekla jetzt mit ihrer üblichen Aggression reinkommt, könnte das nach hinten losgehen. Oder… es könnte genau der Funke sein, der dieses Match komplett eskalieren lässt.”

Der Ringrichter streckt die Hand aus, um die beiden Kontrahentinnen in ihren jeweiligen Ecken zu trennen. Seine Stimme geht im ohrenbetäubenden Lärm der ausverkauften Arena komplett unter. Doch keine der beiden Frauen schenkt ihm auch nur einen Blick. Becky Lynch steht tief im Stand, die Kiefermuskeln so fest aufeinandergepresst, dass sich die Sehnen an ihrem Hals abzeichnen. Ihre Hände sind bereits geöffnet, die Finger leicht gekrümmt, bereit zu greifen, zu reißen, bereit für alles, was ihr entgegenkommt. Ihr gegenüber wirkt Thekla fast unnatürlich still. Der Kopf leicht zur Seite geneigt, die Haare hängen ihr strähnig im Gesicht. Ein verlassener, leerer Blick, getragen von einem schiefen Lächeln, das keinerlei Wärme besitzt. Es ist das Lächeln von jemandem, der nicht gekommen ist, um ein Match zu gewinnen, sondern um Schaden anzurichten.

Warnung! Spoiler!
Ding Ding Ding

Keine Bewegung. Kein vorsichtiges Vortasten. Becky steht breitschultrig in ihrer Ecke, die Knie leicht gebeugt, die Augen fixiert auf die Herausforderin. Ihr Blick ist eiskalt. Nur wenige Schritte entfernt lehnt Thekla an den Seilen. Ein spöttisches Lächeln umspielt ihre Lippen, herausfordernd und testend. Becky antwortet nicht mit Worten. Sie macht einen harten Schritt nach vorn. Thekla zieht nach.

In der Ringmitte prallen beide im Collar-and-Elbow-Tie-Up aufeinander. Die Körper schlagen hörbar zusammen. Becky stemmt sich mit ihrer gesamten Physis dagegen, greift sofort nach Theklas linkem Arm, um den Hebel für den Dis-arm-her vorzubereiten. Doch Thekla dreht sich geschmeidig unter dem Druck weg, windet ihren Unterarm heraus und kontert ansatzlos in einen Hammerlock. Becky beißt die Zähne zusammen, rollt sich über die Schulter vorwärts, dreht ihr eigenes Handgelenk durch und kontert ihrerseits in einen strammen Wristlock. Thekla schnappt nach Luft, greift blind nach hinten, hakt mit dem rechten Bein Beckys Standbein ein und reißt ‘The Man’ mit einem rasanten Snapmare auf den Mattenboden. Noch bevor Thekla nachsetzen kann, federt Becky über die Schultern ab und steht in einer einzigen flüssigen Bewegung wieder auf den Füßen. Die ersten lautstarken Jubelrufe brechen in den vorderen Reihen aus.

Wade Barrett: “Das ist pure Athletik! Hier wird nicht geschlafen, hier wird Schach auf Höchstgeschwindigkeit gespielt!”

Cathy Kelley: “Aber achte auf die Augen von Thekla. Sie liest Becky wie ein offenes Buch.”

Ein zweiter Lock-Up folgt. Becky greift dieses mal tiefer, schiebt die Schulter unter Theklas Arml und setzt zum BEXploder Suplex an. Thekla spürt die Gefahr sofort, verlagert ihren Schwerpunkt nach unten und blockt mit harten Ellbogenschlägen gegen Beckys Schläfe. Da hat Becky kurz die Sterne gesehen. Sie lässt von ihrer Gegnerin zunächst ab, feuert aber instinktiv einen brachialen European Uppercut ab. Thekla antwortet ohne Zögern mit einem Forearm. Becky setzt ihrerseits nach mit einem Forearm. Thekla feuert unmittelbar zurück. Noch bevor die Zuschauer im Chor die einzelnen Schläge bejubeln können, entsteht einem wilde Prügelei.

Keine weicht auch nur einen Zentimeter zurück. Das Klatschen der Schläge hallt durch die gesamte Arena. Thekla holt weit aus und setzt zu einem Spinning Roundhouse Kick an, doch Becky liest die Rotation, duckt sich weg, fängt das Bein in der Luft ab und zieht Thekla mit einem knallharten Dragon Screw auf die Matte! Thekla überschlägt sich schmerzverzerrt, rollt über die Schulter ab und steht dank ihres Impulses sofort wieder. Becky nimmt Anlauf… Running Clothesline! Thekla taucht darunter weg, setzt von hinten an zum German Suplex, doch Becky greift blitzschnell ins oberste Seil und stemmt die Füße in den Boden. Thekla lässt den Griff los, stößt Becky mit voller Wucht frontal ins Turnbuckle und nimmt sofort Anlauf über die Diagonale. Corner Dropkick!

Im letzten Bruchteil einer Sekunde lässt sich Becky am Seil nach unten sacken. Thekla knallt mit beiden Stiefelsohlen ungebremst ins nackte Polster. Becky schaltet blitzschnell, greift ins Seil und setzt zum Springboard Bex-Ploder an…NEIN! Thekla dreht sich in der Luft, landet ‘spinnen’-artig auf ihren Füßen, wirbelt herum und schlägt mit einem Spinning Back Elbow zu! Becky blockt den Ellbogen ab, greift Thekla an der Hüfte zum Manhandle Slam-Ansatz! Doch Thekla ist wie eine Schlange: Sie glitscht nach hinten ab, landet hinter Becky und stößt sie leicht von sich weg. Die Halle explodiert in Applaus. Erste “This is Awesome!”-Chants machen sich in den Zuschauerrängen breit. Beiden Kämpferinnen steht der Schweiß auf der Stirn. Niemand konnte sich bisher auch nur fünf Sekunden Kontrolle sichern.

Becky zieht die Augenbrauen zusammen. Die Spielchen sind nun vorbei und sie will einen Gang höher schalten. Ein kompromissloser Running Shoulder Block mäht Thekla endlich von den Beinen. Thekla schlägt hart auf, Becky läuft gar nicht erst aus, sondern nutzt den Schwung für einen Baseball Slide nach draußen. Thekla rollt Geistesgegenwärtig aus dem Ring, fängt sich ab, doch Becky ist bereits bei ihr.
Ein Running Lariat hebt Thekla fast von den Füßen. Sie wankt zurück, kontert einen weiteren Schlag mit einem fiesen Knee Strike mitten in Beckys Magengegend. Becky schnappt nach Luft. Thekla packt Becky an den Haaren und will sie mit voller Wucht gegen den metallenen Ringpfosten schleudern… Becky blockt den Schwung mit dem Fuß ab, dreht das Momentum um und wirft Thekla stattdessen frontal in die Zuschauer Barrikade! Die Banden-Konstruktion wackelt bedenklich, Fans in der ersten Reihe springen erschrocken zur Seite. „ONE! TWO! THREE!... FOUR!...“, zählt der Ringrichter im Ring. Bei EIGHT rollt sich Becky hinein, erst bei “NINE!” schlüpft auch Thekla hinterher. Beide richten sich mühsam wieder auf. Das spöttische Lächeln auf Theklas Gesicht ist nahezu verschwunden. Nichts mehr mit Sticheleien. Nur noch von Hass erfüllter Fokus.

Beim erneuten Anlauf wechselt Thekla schlagartig die Taktik. Kein offener Schlagabtausch mehr, keine Spektakel-Moves. Sie geht auf Zermürbung. Als Becky auf sie zu stürmt, taucht Thekla darunter weg und setzt einen harten, gezielten Low Kick direkt in Beckys linke Kniekehle. Becky zuckt zusammen. Noch ein Kick gegen die Kniescheibe! Und noch einer! Becky versucht verzweifelt, einen Lariat durchzubringen, doch Thekla taucht unter dem Arm hinweg und setzt einen präzisen Chop Block an. Beckys Standbein knickt schmerzhaft weg. Sie geht mit einem Aufschrei zu Boden.

Pat McAfee: “Sieh dir das an... da ist sie wieder. Diese berechnende, psychopathische Grausamkeit von Thekla.”

Wade Barrett: “Sie hat die Schwachstelle gefunden. Ohne ihr linkes Bein gibt es keinen Bex-Ploder, keinen Man-handle-Slam und keine Stabilität für den Dis-arm-her. ”

Thekla verliert keine Zeit. Sie packt das lädierte Bein, verdreht es mit einem harten Knee Twist und hämmert das Knie zweimal hintereinander stumpf auf den harten Mattenboden. Becky schreit auf, verdreht die Augen vor Schmerz. Thekla kniet über ihr, fixiert Beckys Blick und zieht ein breites, giftiges Grinsen. Sie setzt einen Modified Indian Deathlock eine eklige Figure-Four-Variante an. Dabei will sie nicht einmal die Aufgabe erzwingen, sondern nur um das Gelenk maximal zu überdehnen. Becky beißt sich auf die Unterlippe, bis sie fast blutet. Sie reißt die Arme hoch, stemmt sich Zentimeter für Zentimeter über die Matte, die Fingernägel krallen sich in den Stoff. Schließlich packt sie mit letzter Kraft das unterste Seil.

Der Ringrichter eilt herbei und zählt den Break an. „ONE! TWO! THREE! FOUR!“ Erst in allerletzter Sekunde lässt Thekla los… nicht ohne noch einmal demonstrativ auf das Knie zu treten. Das Publikum buht ihr lautstark entgegen. Als Becky sich zitternd am Seil hochzieht, setzt es sofort den nächsten Treffer: Ein Spinning Back Kick trifft sie mitten in die Rippen. Becky klappt zusammen. Thekla nimmt Anlauf über die gegenüberliegenden Seile… Running Dropkick voll gegen den ungeschützten Rücken von Becky! Entkräftet sack die Championesse zu Boden, worauf Thekla fast schon provozierend das Cover ansetzt.

“ONE!”

“TWO!”

Kickout! Becky reißt die Schulter hoch. Thekla setzt sich auf die Knie und beginnt langsam, voller Hohn in die Hände zu klatschen. Sie spottet, während Becky versucht, sich aufzurappeln und verpasst Thekla aus dem Sitz heraus einen verzweifelten Forearm. Thekla lacht nur laut auf. Sie antwortet mit einem abwertenden, offenen Handkantenschlag direkt ins Gesicht. Thekla greift sich Becky, packt sie um die Taille…und ein hart gezogener German Suplex folgt! Becky knallt ungefedert auf den Nacken. Thekla setzt sofort nach, rennt in die Seile… Running Double Knee Strike direkt in das Gesicht der noch sitzenden Becky! Erneut folgt das Cover…

“ONE!”

“TWO!”

Und auch hier wieder der Kickout! War das wirklich noch der Kampfgeist der Irin, oder reagierte sie nur noch mechanisch? Jetzt schien Thekla endgültig die Geduld zu verlieren. Die spöttische Maske bröckelt und macht purer Aggression Platz. Sie packt Becky grob an den roten Haaren, zieht sie hoch auf die Knie und beugt sich ganz nah an ihr Ohr. Sie flüstert ihr etwas zu. Worte, die nur Becky hören kann, die ihr aber das Blut in den Adern gefrieren lassen. Dann holt Thekla aus und schlägt Becky mit der flachen Hand mittig ins Gesicht! “KLATSCH”

Ein lautes Pfeifkonzert geht durch die Arena. Becky taumelt entkräftet in die Ringecke. Thekla holt wieder Schwung… Corner Running Kick! Beckys Kopf schnellt nach hinten, sie sackt reglos in der Ecke zusammen. Thekla dreht sich um, klettert langsam und arrogant auf das zweite Seil und setzt sich demonstrativ in ihrer typischen Spinnen-Pose über die wehrlose Becky. Sie breitet die Arme aus und saugt die Buhrufe der Halle förmlich auf. Doch diese Geste der Überheblichkeit kostet sie wertvolle Sekunden.

Becky Lynch ist nicht umsonst an der Spitze dieser Industrie. Aus der tiefsten Niedergeschlagenheit heraus nutzt sie den Bruchteil einer Sekunde, in dem Thekla den Blick zum Publikum wendet. Becky schnellt empor. Forearm von unten gegen Theklas Kiefer! Thekla erstarrt regelrecht… als sie noch ein Forearm einstecken muss. Und noch einer! Thekla verliert auf dem zweiten Seil das Gleichgewicht. Becky klettert energisch nach, greift über Theklas Kopf, hakt den Arm ein… SUPERPLEX VOM ZWEITEN SEIL!

Der gesamte Ring bebt bei dem Aufprall. Beide Kämpferinnen schlagen wie zwei nasse Säcke auf dem Boden auf. Die Halle explodiert in einem kollektiven Aufschrei! Beide liegen reglos da. Der Ringrichter prüft dei beidne Kontrahentinnen und beginnt den Count: „ONE! ... TWO! ... THREE! ... FOUR! ... FIVE! ... SIX! ... SEVEN!“

Bei “SEVEN!” kämpfen sich beide gleichzeitig an den Seilen nach oben und sogleich entsteht Schlagabtausch in der Ringmitte. Thekla schlägt zu, Becky weiß zu blocken! Forearm von Becky! Ein weiterer Forearm hinterher! Und ihr fast schon signature European Uppercut! Thekla wirkt angeschlagen, Becky nimmt Anlauf zu einer Running Clothesline! Thekla wird von den Beinen gerissen, steht aber sogleich wieder auf… nur um sich die nächste Clothesline einzufangen!
Thekla taumelt abermals auf die Beine. Becky unterdessen versucht den Schmerz im Knie komplett auszublenden, greift zu… BEX-PLODER SUPLEX! Diesmal sitzt er vollkommen sauber! Thekla fliegt in hohem Bogen durch die Luft und überschlägt sich beim Aufprall fast komplett. Die Halle steht nahezu komplett! Die Fans jubeln von den Rängen ihr entgegnen und fiebern bei jeder Aktion mit. Becky spürt, dass das Momentum nun zu ihren Gunsten fließt. Sie klettert zügig aufs zweite Seil, sieht zu ihrer Gegnerin hinab… und der Flying Leg Drop trifft voll auf Theklas Brustbein! Das Cover folgt:

“ONE!”

“TWO!”

… KICKOUT von Thekla im allerletzten Moment! Becky verschwendet nicht den Bruchteil einer Sekunde. Sie greift sofort nach Theklas Arm, will den Dis-arm-her ansetzen. Doch Thekla rollt sich gedankenschnell durch, befreit ihren Arm und feuert einen schnellen High Dropkick direkt gegen Beckys Kinn. Becky wankt, fängt das Bein beim zweiten Versuch jedoch ab…Dragon Screw! Diesmal trifft es Theklas Knie! Das Bild hat sich gedreht. Becky kennt keine Gnade mehr. Knee Drop direkt auf Theklas Gelenk! Knee Breaker über Beckys Oberschenkel! Thekla schreit auf vor Schmerz. Becky zieht Thekla mit einer unnachgibigen Kraftaktion hoch… der zweite BEX-Ploder Suplex folgt! Und ohne loszulassen zieht sie sie wieder hoch und… BEX-Ploder Suplex Nummer Drei geht ebenso durch. Thekla fliegt wie eine Schaufensterpuppe quer durch den Ring und knallt in die Ecke.

Pat McAfee: "Sieh dir dieses Feuer an! Das ist nicht mehr die Becky von vorhin… DAS IST THE MAN!"

Cathy Kelley: "Sie hat das Match komplett gedreht, aber ihr eigenes Knie hält kaum noch durch!"

Becky brüllt ihren Schmerz und Wut hinaus, klopft sich auf die Brust. Die Arena stimmt geschlossen ein. Und eine Welle von “BECKY, BECKY”-Chants dröhnen in der Halle von tausenden Kehlen. Becky greift sich Thekla abermals, setzt an zum Manhandle Slam… NEIN! Thekla windet sich mit letzter Verzweiflung hinten heraus, landet auf den Füßen und feuert einen blitzartigen Roundhouse Kick an Beckys Schläfe! Becky wankt benommen. Thekla nutzt die Gelegenheit, springt Becky auf den Rücken und setzt den Sleeper Hold an! Die Arme ziehen sich um Beckys Hals zu. Es raubt ihr sichtlich die Luft zum Atmen. Ein Hauch von Panik in ihren Augen. Der Kopf merklich errötet… Doch anstatt aufzugeben, nimmt Becky sprichwörtlich Anlauf und wirft sich mit ihrem gesamten Körpergewicht rückwärts mit voller Wucht in die Ringecke! Thekla wird von Becky hart in die Ringecke gerammt. Der Griff löst sich schlagartig. Becky dreht sich noch in der Aufwärtsbewegung um, packt Theklas Arm und Nacken, ein Schritt nach vorne… MANHANDLE SLAM! Mitten im Ring. Die Halle zählt brüllend mit, der Ringrichter wirft sich auf die Matte!

“ONE!”
...
“TWO!”
...
“THRE…” NEIN!!

Der Kickout. In der allerletzten Millisekunde zuckt Theklas Hand nach oben und die Spitze ihres Mittelfingers berührt das unterste Seil! Der Ringrichter bricht das Cover ab! Becky schlägt vor Frustration mit den Fäusten auf die Matte. Ihr Blick ist fassungslos. Sie hatte sie so nah. Sie hatte den Sieg in den Händen.

Becky packt Thekla an den Haaren und zieht sie unbarmherzig nach oben. Sie will dem Ganzen ein Ende setzen. Noch ein Manhandle Slam soll her. Doch Thekla ist wie von einem Dämon besessen. Sie tritt Becky verzweifelt gegen das bereits lädierte Knie, windet sich aus dem Ansatz heraus und lässt sich nach draußen unter dem untersten Seil durchrollen. Becky setzt ohne zu zögern nach. Draußen bricht endgültig das Chaos aus. Ein Forearm von Becky! Thekla schlägt mit einem Ellbogen zurück! Becky packt Thekla und rammt sie frontal gegen die Kante des Kommentatorenpults! Monitore wackeln, Papiere fliegen durch die Luft. Thekla kontert, packt Becky an den Schultern und rammt sie rückwärts mit voller Wucht gegen die hölzerne Kante des Apron! Der Ringrichter hat keine andere Wahl oder Mittel. Er steht im Ring und zählt energisch durch: "…FOUR! ... FIVE! ... SIX!..."

Weder Becky noch Thekla hören auch nur ansatzweise auf den Offiziellen. Es geht hier längst nicht mehr um einen Count-Out oder um das Regelwerke. Hier geht es um Vernichtung in einem unbarmherzigen Kampf. Plötzlich macht Thekla einen Schritt zur Seite. Sie greift rücksichtslos nach den aufgebahrten Championship-Gürtel, der auf dem Tisch der Zeitnehmer liegt. Der Ringrichter beugt sich sogleich über die Seile und brüllt sie an:

Ringrichter: "NEIN! LEG IHN HIN, THEKLA! LASS DEN GÜRTEL FALLEN!"

Für einen klitzekleinen Moment hält Thekla inne. Sie sieht sich den Gürtel an. Wie das Gold in dem grellen Scheinwerferlicht changiert und ihr verbittertes Antlitz in einen goldenen Schein wirft. Es wirkt fast so, als würde sie vernünftig werden und den Titel wieder niederlegen… Doch ihr Blick fällt dann auf die Namensplakette… mit der Gravur der Halterin: “BECKY LYNCH”. Sogleich ändert sich ihr Blick. Eine fast schon fiese Fratze kommt hervor. In dem Moment kommt Becky von der Seite des Ringes angerannt, um Thekla mit einer Clothesline abzufangen… KLONG! Thekla reißt den massiven Titelgürtel hoch und zieht voll durch! Die Center-Plate trifft Becky mit voller Wucht seitlich an der Schläfe! Ein stumpfer, ekelhafter Klang hallt durch den gesamte Innenraum der Halle.

Becky klappt auf der Stelle zusammen. Ihre Beine geben nach, sie schlägt ungebremst auf dem Hallenboden auf und bleibt völlig reglos liegen. Die Zuschauer verstummen für einen Herzschlag. Dann brechen ohrenbetäubende Buhrufe und ein gellendes Pfeifkonzert los. Der Ringrichter springt sofort aus dem Ring, reißt Thekla den Gürtel aus den Händen und sieht Becky unnatürlich still auf dem Boden liegen. Er überlegt nicht eine Sekunde lang. Sein Zeichen geht sofort hektisch zum Zeitnehmer.

Ding Ding Ding

Here is your winner by disqualification and STILL the c2c Shine Cjhampion: BEEECKYYY LYYYYNCHHHH!

Sanitäter und Ringärzte rennen sofort die Rampe hinunter und eilen herbei. Thekla hebt den verwaisten Titel vom Boden auf, wischt sich den Schweiß von der Stirn und beginnt höhnisch zu grinsen. Sie stellt sich über die reglose Becky und hebt den Gürtel in die Höhe. Ein diabolisches Bild, welches Wirkung erzeugt. Blut läuft Becky nicht sichtbar übers Gesicht, doch die Wucht des Treffers hat sie schwer erwischt. Die ersten Helfer wenden sich zu ihr als plötzlich das Publikum an fängt zu raunen. Ihr Name wird geflüstert, dann geschrien: „BECKY! ... BECKY! ... BECKY!“

Ganz langsam... millimeterweise... bewegt sich Beckys linke Hand. Die Fingernägel krallen sich in die Bodenmatte. Sie versucht, sich aufzurichten, lehnt sich benommen zur Seite. Die zwei umliegenden Sanitäter schiebt sie grob von sich weg und setzt sich auf! Ein Zeichen, was ausreicht. Die Arena verwandelt sich in ein Tollhaus! Thekla, die gerade verrichteter Dinge davon schlendern wollte, wendet sich spottend und etwas irritiert um, als es bei ihr einschlägt!

Wie von einem Adrenalinschub auf die Beine getriebe, sprintet Becky die wenigen Meter hinter Thekla her, springt ab und attackiert sie mit Flying Forearm! Thekla wird völlig unvorbereitet im Gesicht getroffen und knallt gegen die Ringabsperrung. Und noch ein Forearm! Die Halle explodiert vollends! Becky wirft sich mit ihrem gesamten Körpergewicht auf Thekla, beide stürzen auf den Hallenboden. Fäuste fliegen! Pures Chaos! Thekla kratzt und spuckt, Becky hämmert im Grounded-and-Pounded-Stil immer wieder brutal auf Theklas Gesicht ein! Security-Kräfte stürmen aus dem Backstage Bereich! Trainer, Offizielle und Agenten rennen herbei. Vier Männer versuchen, Becky von Thekla herunterzuziehen. Becky reißt sich mit einem wilden Schrei los, springt wieder nach vorne und tackelt Thekla erneut auf die Ringtreppe!

Jetzt müssen noch mehr Offizielle eingreifen. Drei kräftige Security-Leute packen Becky von hinten im Griff und fixieren ihre Arme, während sie sie unter immenser Anstrengung zurückziehen. Vier weitere Offizielle schirmen die nach Luft schnappende Thekla ab. Die Toxic Spider spuckt Blut auf den Boden, hält sich den Kiefer und schreit höhnisch: „DU WIRST MICH NIEMALS BESIEGEN!“

Becky kämpft wie eine Besessene gegen die Arme der Sicherheitskräfte an. Ihre roten Haare kleben durchnässt in ihrem Gesicht, ihre Augen brennen vor purer, unbändiger Wut. Sie zeigt mit dem Zeigefinger auf Thekla und brüllt mit überschlagender Stimme durch die Arena:

BECKY LYNCH: "DU WIRST MIR MEINEN TITEL NICHT NEHMEN! HÖRST DU?! NIEMALS WIRST DU DIESEN TITEL IN DIE FINGER KRIEGEN!"

Mittelfinger fliegen und wilde Beschimpfungen gehen undeutlich von Thekla aus, während sie von der Security den Eingangsbereich hochgeschoben wird. Die Fans überschütten sie mit einer Wand aus Buhrufen. Becky kämpft am Rande des Ringes auf dem Hallenboden weiterhin gegen die Griffgewalt der Offiziellen an. Hier geht es nicht nur um das ehrenwerte Gold der Liga, sondern um pure Zerstörung. Mit diesem hochexplosiven, chaotischen Bild geht es zunächst in eine wohltuende Pause.

[Bild: 4.jpg]

Gott, was war da gerade geboten? Die Bilder vom chaotischen Ende des Shine Championship Matches sind noch taufrisch. Thekla schlug mit dem Titelgürtel zu und sorgte damit für eine Disqualifikation. Becky Lynch aber zeigte, einmal mehr, ihr riesengroßes Kämpferherz und schlug ordentlich auf die Österreicherin ein. Man kann sich vorstellen, dass das nur das erste Kapitel in dieser Geschichte war und die heißblütigen Frauen noch nicht miteinander abgeschlossen haben…

?: BEEEEEEEECKY!

…hört man eine weibliche Stimme schreien. Nur paar Sekunden später stapft Thekla durch den Backstage Bereich. Der Schweiß klebt an ihrem ganzen Körper und am Mund ist das Blut angetrocknet. Der Kopf muss dröhnen und ihr ganzer Körper schmerzen…aber die Toxic Spider ist noch voller Adrenalin und könnte glatt weitermachen. Mit großen Augen und einem manischen Grinsen ist sie auf der Suche nach ihrer großen Rivalin.

THEKLA: KOMM‘ RAUS! Komm‘ raus, little Redhead! Wir waren doch gerade soooo schön am spielen! Ich warte immer noch auf die großen Eier, die „The Man“ auf den Tisch klatscht! Das gerade war rein gaaaar nichts!

…giftet sie umher, ohne eine Reaktion zu erhalten. Anzunehmen, dass Becky bewusst in eine andere Richtung gedrückt wurde, damit es eben keine weitere Eskalation gibt. Unzufrieden brummt Thekla auf und stößt eine Doppeltüre auf, um in den nächsten Bereich zu gelangen. Die Kamera bleibt aber zurück, macht einen kleinen Schwenk…und fängt im Hintergrund eine weitere Person ein. Kenny Omega! Der amtierende World Heavyweight Champion macht gerade ein paar Übungen, um seine Muskeln zu lockern und aufzuwärmen. Später will er bei 150 Prozent sein, um den Titel gegen Ricky Saints verteidigen zu können. Als Thekla rumbrüllt sieht der Cleaner auf und beobachtet diese, bis sie wieder verschwunden ist.

Kenny Omega: Ohje Becks, welchen Ärger hast du dir jetzt wieder eingefangen?

Milde lächelnd schüttelt die Destiny Flower den Kopf. Früher hätte sich Kenny nun weitaus mehr Gedanken darum gemacht, was nun mit Becky sein wird. Auch wenn es ihn nicht kalt lässt, dass die Irin nun ein Problem mit einer wild gewordenen Spinne zu haben scheint…generell hat er mit Lynch weitgehend abgeschlossen. Sowieso hat er seine eigenen Probleme, die ihn auf Trab halten. Joe Gacy und Evie, Roman Reigns und die Bloodline, Ricky Saints…langweilig wird dem King of the Anywhere Match nicht…

?: Hi Kenny!

…hört er plötzlich hinter sich. Omega zuckt zusammen und entdeckt eine Blondine, die ihn neugierig ansieht. Nein, es ist nicht Thekla, die sich hinter den Kanadier gebeamt hat. Für Kenny’s Gesundheit ist das eine gute Erkenntnis. Nein, es ist Julia Hart, die plötzlich vor ihm auftaucht. Mit pinken Turnschuhen, Hotpants und einem weißen, übergroßen Shirt wirkt sie eher wie eine Besucherin oder Touristin. Um ihren Hals baumelt ein Besucherausweis…was erklärt, warum sie sich hier aufhalten darf. Julia richtet den pinken Haarreif in ihrer blonden Mähne und lächelt Kenny an.

Julia Hart: Na, alles klar? Bist du bereit diesem Penner in den Arsch zu treten?

Mit „Penner“ meint Hart Ricky Saints…ihren Ex-Freund! Dabei rollt sie genervt mit den Augen. Ja, ihre Wut auf den Stroke Daddy ist noch groß. Letzte Woche war sie, auf Kenny’s Einladung hin, bei der Show anwesend und hatte sich über den Absolute One ausgekotzt. Ricky war zwar erschienen…aber bis auf Julia’s Namen konnte er kein Wort über die Lippen bringen. Also kann man sagen, dass der Plan des Cleaners aufgegangen ist und er sich einen Vorteil im Bereich der psychologischen Kriegsführung ergattern konnte. Nur hatte der Canadian X schon ein schlechtes Gewissen gegenüber der jungen Amerikanerin, sie dafür zu „missbrauchen“. Daher hatte er sie letzte Woche verabschiedet und wollte sie daraufhin in Ruhe lassen. Und jetzt steht sie auf einmal vor ihm? Kenny runzelt die Stirn…gibt sich dann aber ebenso freundlich.

Kenny Omega: Oh, hey Julia! Was für eine Überraschung! Was machst du denn hier?

Julia atmet hörbar aus und grinst, wobei sie auf den Titel zeigt, der neben ihnen auf einer Kiste thront.

Julia Hart: Ich will direkt dabei sein, wenn du das Gold gegen Ricky verteidigst und ihn dabei von seinem hohen Ross herunterstößt. Ich will ihn fallen und versagen sehen!

Ihre Stimme wird dabei merkwürdig rau, während sich ihre Finger zusammenziehen. Kenny beobachtet, wie sie kurz verkrampft und bemerkt, dass sie immer noch auf Vergeltung aus ist. Als Ricky damals mit ihr Schluss gemacht hat, ist Julia in ein großes, mentales Loch gefallen und ließ es zu, dass ihr Herz und ihre Seele jahrelang in Finsternis getaucht wurden. Inzwischen scheint es ihr wieder besser zu gehen, wobei sie die Vergangenheit immer noch verfolgt. Der Master of the Dark Hadou legt eine Hand auf Julia’s Schulter. Zwar nur für ein paar Sekunden…aber Hart beobachtet diese Geste ganz genau. Wirkt nicht so, als hätte sie etwas dagegen gehabt.

Kenny Omega: Verstehe! Also…ich werde dir den Gefallen tun und alles daran setzen, dass ich Ricky heute besiege. Aber…ist das eine gute Idee? Also für dich…glaubst du, es tut dir gut, wenn du ihn siehst? Nicht, dass das alte Wunden bei dir aufreißt…

Julia legt den Kopf leicht in die Schräge und kneift die Augen zusammen als wolle sie sagen: „Dein Ernst?“. Klar, eine direkte Konfrontation mit Saints wird wohl sehr hart für sie. Aber darauf ist sie eingestellt…man könnte auch sagen, dass sie auf Krawall gebürstet ist.

Julia Hart: Ob das eine gute Idee ist? Jap, sogar eine sehr gute! Kenny…ich brauch‘ das! Dieser Mistkerl hat mein Leben ruiniert. Ich denke immer noch an ihn und steigere mich viel zu oft in den Hass auf ihn rein. Das muss endlich aufhören! Ich brauche einen Abschluss, um ihn zu vergessen und endgültig heilen zu können. Und mir wird es helfen zu sehen, wie sein arrogantes Grinsen verschwindet, endlich mal etwas nicht an ihm abprallt und er zu Boden gebracht wird. Davon abgesehen…du schuldest es mir, Kenny! Mir ist klar, dass du mich nicht aus reiner Selbstliebe angerufen hast, um mir zu helfen. Nö, du wolltest Ricky vor eurem Match ordentlich schaden.

Da hat die Kandidatin 100 Punkte. Klar, Julia ist auch nicht dumm…sie hat das schon durchschaut. Verlegen kratzt sich der Cleaner am Hinterkopf und ist sich nicht sicher, was er darauf am besten antworten soll. Aber überraschenderweise bleibt die Blondine recht ruhig und scheint es ihm gar nicht mal so übel zu nehmen.

Julia Hart: Das ist okay! Ich bin da gar nicht sauer auf dich. Ich weiß, wie das Biz läuft. Du hast mir dennoch die Möglichkeit gegeben, dass ich mich mal auskotzen kann. Trotzdem ist das Mindeste, was du tun kannst, mich dabei sein zu lassen, wenn du ihn besiegst!

Gut, was kann der Kanadier da groß dagegen sagen? Irgendwo „schuldet“ er ihr schon etwas. Andererseits möchte er sie nicht direkt am Ring haben. Das könnte auch komplett schief gehen und zum Bumerang werden. Vor allem da Kenny absolut nicht einschätzen kann, welche Wirkung das auf Saints haben wird.

Kenny Omega: Du hast Recht…du solltest dabei sein dürfen. Aber…sei mir da bitte nicht böse…ich möchte, dass du dann im Backstage Bereich bleibst. Ich habe mit dem Rickster eh noch ein Hühnchen zu rupfen…vor allem nach unserem Match damals. Ich will das in einem Rahmen klären, wo es nur um ihn und um mich geht. Ohne äußere Einflüsse, die Ricky dann auch nicht als Ausrede verwenden kann, falls er dann gegen mich verloren hat. Verstehst du das? Und ich will nicht, dass er nachher noch auf dich losgeht.

Gerade die letzten Sätze fügt er noch schnell an, um Julia zu besänftigen. Auch wenn er nicht glaubt, dass der Stroke Daddy wirklich handgreiflich gegenüber seiner Ex werden wird, so weiß man ja nie, wie Menschen in extremen Situationen reagieren. Tatsächlich wirkt die Blonde nachdenklich und sieht kurz auf den Boden. Sie hadert mit sich selbst…eigentlich wollte sie den Cleaner sogar zum Ring begleiten. Aber andererseits möchte sie auch nicht der Grund dafür sein, dass Ricky am Ende triumphiert. Schließlich seufzt sie auf und gibt nach.

Julia Hart: Naaa gut…okay! Ich werde aber direkt bei der Gorilla Position sein und von dort zuschauen.

Dagegen ist nichts einzuwenden…und verbieten könnte Kenny es ihr eh nicht. Daher nickt er ihr zu und greift nach seinem Belt, den er gekonnt auf die rechte Schulter schwingt.

Kenny Omega: Ja, mach das! Ich…ich hoffe wirklich, dass du dann mit dem Thema abschließen kannst. Ich weiß noch, was für eine tolle und sympathische Ausstrahlung du früher hattest und wie viel Talent in dir steckt. Hoffentlich erleben wir bald wieder so eine Julia Hart zwischen den Seilen.

Ob es jemals wieder diese Version der Amerikanerin geben wird, kann keiner sagen. Aber Kenny meint es ehrlich, als es Julia da nur das Beste wünscht. Das kommt auch so bei Hart ein, die im Bereich der Nase leicht rot wird.

Julia Hart: Danke, Kenny! Ich will einfach nur wieder ganz sein und mir mit selbst im Reinen.

Omega versteht, was sie damit meint. Aufmunternd nickt er den Jüngeren zu.

Kenny Omega: Das wirst du schaffen! Ganz bestimmt!

Da ballt er eine Faust und streckt ihr diese entgegen. Die Blondine zögert kurz…erwidert dann aber den Fist Bump.

Julia Hart: Gut, ich schau‘ mal, ob ich noch ein paar bekannte Gesicht von damals treffe. Wir sehen uns dann später.

Damit verabschiedet sich Julia und geht von dannen. Kenny sieht ihr nach. Das Lächeln verliert an Stärke, je weiter sie sich entfernt. Hoffentlich war das jetzt klar und sie wird sich daran halten. Naja, der Cleaner muss darauf bauen. Fürs Erste reicht es ihm hier und er geht ebenfalls weiter. Erneut bleibt die Kamera zurück und macht einen weiteren Schwenk…und wir sehen Julia, der um eine Ecke schielt und ihrerseits Omega beobachtet, wie dieser sich entfernt. Die Blonde lächelt…aber das Lächeln hat einen merkwürdigen Vibe, den man gar nicht zuordnen kann. Kaum ist er aus ihrem Sichtfeld verschwunden, zieht sie sich auch ganz zurück. Was das zu bedeuten hat? Man wird sehen.

[Bild: 151.jpg]

MATCH 3
COAST 2 COAST CHAMPIONSHIP
TWO ON ONE HANDICAP MATCH
John Cena vs. El Dan De La Hausen © & A Legend by People´s Choice

[Bild: mysterylegendmatch.png]
Writer: Maxi

Die Halle wird komplett dunkel. Ein Moment der Stille. Und dann—FLASH!—ein Feuerwerk bricht auf der Bühne aus, das die Arena mit grellen weißen und goldenen Blitzen erleuchtet. Cenas berühmtes Logo erscheint auf der Titantron.



Die Fans reagieren ein Mix aus Buhrufen und einigen Jubeln. Die Kamera schwenkt zur Bühne, wo ein einziger Scheinwerfer auf den Eingang gerichtet ist und Cena sich oben auf der Rampe zeigt. Er steht da, stolz, mit einer arroganten Haltung, als ob er der König des Ortes wäre. Cena hat ein grinsendes, selbstgefälliges Gesicht und blickt in die Menge.

Eine lockere, übergroße schwarze Basketball-Jersey, mit „Thuganomics“ in fetten Graffiti-Buchstaben auf der Vorderseite. Baggy Jeans, die tief unter der Hüfte hängen und die Haltung von Cena unterstreichen. Weiße Sneakers mit schwarzen Akzenten, perfekt für seinen Street-Look. Eine schwarze Cap, schief auf dem Kopf getragen, was zu seiner rebellischen Aura passt. Die charakteristischen „Never Give Up“ Armbänder, aber jetzt trägt er sie ironisch. John Cena tritt zurück und salutiert...

[Bild: 95SV.gif]

Cenas Gesichtsausdruck ist voller Arroganz. Er weiß genau, dass er hier nicht nur ist, um zu kämpfen, sondern um eine klare Botschaft zu senden. Er dreht sich mit einem selbstbewussten Grinsen nach der Menge, gibt dabei deutlich zu erkennen, dass ihm die Reaktionen der Fans nicht viel bedeuten.

Matthew Rehwoldt:
"The following Countest is an Handycap Match and its gonna be for the Coast 2 Coast Chaaaaampiiiooonshiiiiiiiip... Introducing first... The Challonger... from West Newbury, Massachusett... weighing in at 251 pounds.. JOOOOHN CEEEEEENA!"

Nachdem er den Ring betreten hatte stellt er sich auf den Turnbuckle. Jeder Superstar würde sich feiern lassen jedoch nicht Cena. Darauf steigt Cena vom Turnbuckle und ist bereit sein Match zu bestreiten.

Die Arena bebt unter einem ohrenbedeutenden, schier grenzenlosen Lärm, als plötzlich die Lichter in der gesamten Halle schlagartig erlöschen und die Zuschauermassen in ein tiefes, bedrohliches Schwarz stürzen. Ein einzelner, greller Spotstrahl schneidet durch den dichten Nebel und wirft ein surreales, gespenstisches Licht direkt auf die Stage.



Aus den Lautsprechern dröhnt sofort eine epische, ruhige und unverkennbar, schleppende Theme, vermischt mit dem schrillen Zischen von dunkler Magie und dem klappernden Sound von fallenden Knochen. Die Fans springen ekstatisch von ihren Sitzen auf und recken ihre Hände in die Höhe, denn der ungekrönte Herrscher des Bizarren betritt das Gebäude. Langsam, mit einer Mischung aus feierlicher Arroganz und absoluter Absurdität, schält sich eine schlaksige Gestalt aus den rauchenden Schwaden. Die mexikanische Lucha Libre Legende El Dan de la Hausen schreitet voran, gekleidet in ein maßgeschneidertes, blutrotes und pechschwarzes Anzug-Ensemble, das mit unzähligen kleinen, goldenen Zähnen bestickt ist, die im Scheinwerferlicht unheimlich glitzern.

[Bild: 3367af79-860a-4cfd-9872-1c5cd6fc5638.png]

Auf seinem Gesicht prangt wie immer die im scheinwerferlicht hell leuchtende Lucha Libre Maske über dem perfekt aufgetragenen, makabren Make-up, während in seiner Rechten stolz der gewaltige Championship-Gürtel thront, den er wie eine heilige Reliquie vor sich her trägt.

Matthew Rehwoldt:
"And his Opponent... From the Golf of Danhausen... He is the Reigning Coast 2 Coast Unifiiieeed Chaaaaaaaampiiiiiooooon... The Lucha Libre Legend... EL DAN DE LAAAAA HAAAUUUSEEEEEEEEN!!!"

Er erreicht die Mitte der Stage, bleibt dort abrupt stehen, dreht sich langsam um und blickt mit einem durchdringenden, gruseligen Blick direkt in die vorderen Reihen. Mit einer theatralischen Geste hebt er die freie Hand und deutet mit dem Zeigefinger auf den riesigen Titantron über der Halle. Plötzlich flackern die Monitore wild auf. Ein lautes, elektronisches Tonsignal ertönt, und eine gigantische Grafik baut sich auf dem Bildschirm auf. Das interaktive Abstimmungs-Interface leuchtet in grellen Neonfarben auf:

[Bild: 676b6e64-bd69-411d-adca-f217b2a8fd7f.png]

Die Halle brodelt. Die Fans wissen genau, was auf dem Spiel steht, und das Stimmungsbarometer schießt durch die Decke. Danhausen blickt selbstgewiss nach oben auf den Bildschirm, nickt anerkennend mit dem Kopf und verschränkt die Arme vor der Brust, während auf dem Titantron ein rasanter Countdown heruntertacktet. Die Prozentzahlen springen wild hin und her, bis der Countdown bei Null angelangt.

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Ein lauter Gong schlägt ein. Die Grafik friert ein, und der Name des Gewinners brennt sich in riesigen, goldenen Lettern auf den Bildschirm: OPTION C – STONE COLD STEVE AUSTIN. Für eine Bruchteilsekunde herrscht absolute Stille in der Arena – gefolgt von einer seismischen Explosion der Begeisterung.



Aus den Boxen bricht sofort das unverkennbare, laute Glass Shatter durch den Raum, gefolgt von dem harten, treibenden Gitarren-Riff von Austins Theme. Die Pyro-Anlage an der Decke zündet ein gewaltiges, gleißendes Feuerwerk, das den Eingangsbereich in ein Meer aus roten und weißen Funken taucht. Und da ist er.

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Steve Austin marschiert mit fester, entschlossener Miene, einer schwarzen Lederweste und hasserfülltem Blick die Rampe hinab. Er bleibt kurz neben El Dan de la Hausen stehen, mustert den maskierten Champion von oben bis unten mit hochgezogener Augenbraue, während die Lucha Libre Legende ihn mit einem breiten, zahnenden Grinsen begrüßt. Es ist das absurdeste Tag-Team der Wrestling-Geschichte: Die eiskalte, biervernichtende „Texas Rattlesnake“ und der seltsame, fluchverteilende Fake Luchadore.

Matthew Rehwoldt:
"And his Tag Team Partner... From Austin, Texas... Weighing in at 255Pounds... The Bionic Redneck... STONE COLD STEVEEEEE AAAUUUSTIIIIIIIIN!!!"

Ohne große Worte nickt Austin dem Champion zu. Die beiden drehen sich gemeinsam um und setzen ihren Weg fort. Danhausen hstet mit raumgreifenden, fast schon tänzelnden Schritten neben dem stampfenden Austin her, während die beiden Champions die Rampe hinabmarschieren, um im Ring für absolute, unbarmherzige Zerstörung zu sorgen. Austin und El Dan erreichen das Ringseil, und der Kontrast könnte kaum größer sein. der Inbegriff roher, ungezähmter Attitude trifft auf pure, makabre Absurdität. Steve Austin packt das oberste Seil mit beiden Händen, drückt es mit einer rohen Bewegung nach unten und schlittert mit einer flüssigen, aggressiven Dynamik in den Ring, als wäre er bereit, jeden einzelnen Gegner im Raum auf der Stelle zu zerlegen. Er springt sofort wieder auf die Beine, reißt die Fäuste auf der Ringecke in die Höhe und baut sich in der Mitte des Squared Circles auf, während die Fans seinen Namen skandieren.

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Der Champion hingegen hat es weit weniger eilig. Mit einer theatralischen Eleganz, die an einen alten Stummfilm-Bösewicht erinnert, krallt er sich an den Seilen fest. Anstatt einfach hindurchzuschlüpfen, steigt er mit peinlich genauester Vorsicht über das mittlere Seil, stets darauf bedacht, seinen wertvollen Championship-Gürtel nicht zu beschädigen und bloß keinen Schmutz an seine Lackschuhe zu lassen. Ein leises, fast unhörbares Fluchen entweicht seinen Lippen, als sein Cape kurz am Ringpfosten hängen bleibt, doch er befreit sich mit einem schnellen, verärgerten Zupfen. Drücken sich die beiden im Ring gegenüber, wird die surreale Realität dieses Bündnisses perfekt greifbar. Austin steht mit verschränkten Armen da, den Blick starr auf Cena gerichtet, und kaut unruhig auf seinen Zähnen, während er auf die Ringglocke wartet. Neben ihm steht El Dan de la Hausen, schlägt die Hacken zusammen, nimmt eine extrem steife, heroische Superhelden-Pose ein und zeigt mit dem Finger in Richtung Cena, gefolgt von einem kurzen, diabolischen Kichern, das im Lärm der Halle völlig untergeht.

Der Ringrichter schaut sich beide Seiten des Rings noch einmal an und fragt die Stars, ob sie bereit sind. Und nachdem sich El Dan und Steve Austin entschieden haben, dass der Champion das Match startet, scheint dem Beginn dieses auch nichts mehr im Wege zu stehen. Es geht los mit John Cena vs. El Dan de la Hausen um den Coast 2 Coast Championship!

Warnung! Spoiler!
DING DING DING

Das Match geht los und langsam kommen sich die beiden Superstars aneinander... doch in dem Moment, in dem sie sich gegenseitig berühren können, packt sich Cena bereits El Dan de la Hausen und feuert diesen mit einem unfassbar schnellen Bodyslam einfach mit größter Leichtigkeit auf die Matte! Lachend schaut sich Cena das ganze Spektakel an, wie sich El Dan vor Schmerzen auf der Matte herumwindet, und wartet darauf, dass dieser wieder hochkommt. Oben angekommen richtet der Champion seine Aufmerksamkeit allerdings direkt wieder auf Cena, kommt auf diesen zu und hebt seine Hand in die Höhe, um zum Lock-up anzusetzen. El Dan de la Hausen will hier tatsächlich einen Lock-up gegen John Cena? Einen der wohl stärksten Superstars, der jemals einen Wrestlingring betreten hat? Meint er das ernst? Lachend hebt Cena seine Hand, um den Lock-up zu akzeptieren, doch bevor sich die Hände der beiden berühren, holt El Dan de la Hausen bereits aus und Chop from Hell! El Dan de la Hausen zeigt seinen Chop from Hell mitten gegen Cenas Brustbereich, der den Dr. of Thuganomics tatsächlich etwas zurücktaumeln lässt. Aber sofort holt Cena nun aus und attackiert El Dan mit einem heftigen Forearmpunch, unter welchem sich der Luchadore jedoch drunter durchducken, sich wieder zu Cena umdrehen und diesen mit einem starken Double Punch gegen die Brust attackieren kann. Cena taumelt etwas zurück, direkt in die Ringecke, wo sich Austin befindet, der sich natürlich nicht zurückhält und den Herausforderer sofort mit einem starken Schlag in die Fresse begrüßt. Erneut taumelt Cena zu El Dan zurück, der ihn ebenfalls einmal schlägt, ansetzt und mit einem Bodyslam vor sich auf die Matte befördert. El Dan de la Hausen dominiert hier dieses Match gegen John Cena! Wer hätte das jemals für möglich gehalten? Wahrscheinlich niemand. Und damit hatten die meisten wohl auch recht, denn Cena steht einfach, wie als wäre nie etwas gewesen, wieder auf und verpasst El Dan direkt mehrere starke Punches, die den Mexikaner auf die Matte befördern. Und dort hört er nicht auf. Genauso wie auch schon letzte Woche steigt Cena auf El Dan de la Hausen und schlägt wie verrückt auf ihn ein. Er stemmt ihn hoch, verpasst ihm einen Schlag in die Fresse, sodass El Dan in die Ringecke fliegt, und auch dort schlägt er wieder einmal wie wild auf diesen ein, ohne eine Pause zu lassen. Er legt sich sogar auf Danhausen drauf und würgt ihn mit aller Kraft und unendlicher Wut. Das passiert so lange, bis der Referee dazwischengeht und Cena von seinem Gegner herunterzerrt. Dies hätte wieder eine Disqualifikation werden können, aber zu Cenas Glück scheint der Ref hier etwas mehr durchgehen zu lassen. Während sich El Dan versucht, an den Seilen wieder hochzuziehen, verpasst ihm Cena dort abermals einen starken Schlag, gefolgt von einem noch stärkeren Kick, bevor er sich El Dan am Arm packt, diesen aufzerrt, mit einem Whip in die Seile befördert, darauf wartet, dass sein Gegner wieder zurückkommt, ihn sich packt und mit einer Protobomb auf die Matte donnert. Cena hebt anschließend die Hand, fährt sie langsam an sein Gesicht und... formt dann einen Mittelfinger, mit dem er direkt in die Kamera schaut, die auf ihn rangezoomt hat. Er rennt in die Seile, kommt auf El Dan de la Hausen zurück und zeigt aber dennoch den 5 Knuckle Shuffle direkt ins Schwarze

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und ein Cover sofort hinterher, welches der Referee auch direkt zählt.

ONE
TWO

Doch El Dan schafft es, sich noch daraus zu befreien. Wütend steht Cena auf und streitet sich mit dem Ringrichter, warum dieser so langsam zählt, aber es war deutlich nur 2. Währenddessen kommt auch El Dan de la Hausen wieder hoch auf die Beine, wird aber sofort von einem beachtlich hohen Dropkick Cenas runter auf die Matte gedonnert. Wütend tritt Cena noch einmal auf El Dan ein, stemmt ihn anschließend hoch und hämmert ihn mit einem Running Powerslam brutal auf die Matte und wahrscheinlich auch aus dem Leben. Sofort folgt das Cover und...

ONE
TWO
TH

Doch El Dan kann sich noch immer befreien. So schnell gibt er hier nicht auf, auch wenn es arschknapp war. Erneut folgt ein wütender Kick gegen den am Boden liegenden El Dan, bevor Cena ebenfalls nach unten geht und ihn in einem harten Headlock gefangen nimmt. Er sticht dabei sogar noch mit seinen Fingern in El Dans Augen hinein, was natürlich sofort vom Ringrichter ermahnt wird. Aber da dies dennoch der wohl uneffektivste Move ist, den es im Wrestling gibt, ist es nur logisch, dass es nach einer kurzen Zeit El Dan schafft, wieder hoch auf die Beine zu kommen. Aber eine Aktion kann er dennoch nicht wirklich zeigen, da Cena den Haltegriff von sich aus wieder löst und El Dan mit einem starken Kick in die Magengegend wieder das gesamte Momentum nimmt. Ein starker Punch auf den Rücken von El Dan de la Hausen bringt diesen wieder nach unten und ein weiterer Punch nimmt ihm noch mehr Kraft aus dem Körper, aber dennoch springt El Dan de la Hausen einfach von der Matte aus ab und hämmert mit dem Kopf voraus mitten in Cenas Magengegend. Das Ganze macht er noch einmal, so lange, bis Cena es schafft, sein Knie gegen El Dans Schädel zu donnern und diesem wieder das Momentum zu nehmen. Er geht sogar kurz zu Austin, um diesen mit einem starken Punch vom Apron zu schleudern, damit El Dan ja nicht taggen kann. Mehrere starke Tritte auf den wieder am Boden liegenden Unified Champion folgen, bevor er diesen aufstemmt, in die Ringecke drückt und dort wieder wild auf ihn einschlägt, so lange, bis der Referee abermals dazwischengeht. Cena lässt von El Dan ab, wartet, bis der Ref sich beruhigt hat, aber genau in diesem Moment stürmt El Dan de la Hausen auf John Cena zu und ist es nun selbst, der wie wild auf diesen einschlägt. Doch mit einem einfachen starken Forearmpunch schafft es Cena, nachdem er mehrere Schläge fressen musste, El Dan de la Hausen wieder zurück auf die Matte zu befördern. So leicht gelingt es dem Champion nicht, eine Legende wie John Cena zu besiegen. Wild schlägt der Chain Gang Soldier auf den Maskierten ein, stemmt ihn wieder hoch auf die Beine, befördert ihn mit einem Whip in die Seile, duckt sich nach vorne, doch El Dan de la Hausen kann abbremsen und Cena mit einem perfekten Tritt kontern. Sofort stürmt Cena auf ihn zu, doch El Dan de la Hausen kann sich abducken, sodass Cena und auch El Dan in die Seile rennen. Beide Superstars kommen aufeinander zugestürmt und El Dan de la Hausen schafft es tatsächlich, John Cena mit einer heftigen Clothesline auf die Matte zu schleudern. Holy shit, was ist hier gerade passiert? Verzweifelt versucht El Dan de la Hausen, hoch auf die Beine zu kommen und in seine Ringecke zu gelangen, um zu tappen. Es dauert viel zu lange, bis einer von den beiden hochkommt, und es ist... John Cena. John Cena steht zuerst wieder oben, doch genau als er nach El Dan de la Hausen greifen wollte, springt dieser auf und fliegt regelrecht wie ein Superheld in die Hand von Steve Austin, der den Hot Tag durchführt! Steve Austin kommt nun in den Ring und damit sieht alles anders aus. Wie wild stürmt Austin auf Cena zu und prügelt diesem die Scheiße aus dem Leib. Er befördert ihn in die Seile, Cena kommt zurück und Spinebuster! Steve Austin zeigt hier, warum er einer der größten Namen im Professional Wrestling aller Zeiten ist. Er blickt zu El Dan de la Hausen, welcher es in der Zeit wieder geschafft hat, auf die Beine zu kommen, nickt diesem zu, El Dan antwortet ebenfalls mit einem überglücklichen Nicken, bevor Austin sich Cena packt, ihn zu seinem Partner wirft, der ihn aufstemmt, und GOODNIGHTHAUSEN!

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Der Go to Sleep von El Dan de la Hausen sitzt perfekt und lässt John Cena genau in den Kick von Steve Austin und den STUNNER rennen!

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Holy shit! John Cena liegt auf der Matte und Steve Austin geht sofort in das Cover, welches der Ringrichter zählt.

ONE
TWO
THREEEEE

Here are your winners by pinfall: EEEEL DAAAAAN DEEE LAAA HAUUUSEEEEN AAAAND STONE COOOLD STEEEEVEEE AUSTIIIIIIIN!

Und das war's! El Dan de la Hausen und Stone Cold Steve Austin haben es geschafft, den so dominanten John Cena hier zu besiegen. Das heißt, dass El Dan de la Hausen weiterhin Coast 2 Coast Champion bleibt. Sofort geht Austin auf das dritte Seil in der Ringecke, lässt sich feiern und von einem Worker am Ringrand ein Bier zuwerfen. Er springt herunter, schaut auf seinen Partner El Dan de la Hausen... und drückt ihm dieses Bier ebenfalls in die Hand. Einige weitere Biere kommen geflogen, werden geöffnet und gegeneinandergestoßen, bevor sie wie eine Dusche auf den Champion und die Legende geschüttet werden. Das ist eine Siegesfeier, wie sie im Buche steht, und die Fans lieben es wie nichts anderes auf dieser Welt. 2 der größten Legenden des Wrestlingbusiness zusammen in diesem Ring am Biertrinken nach einem siegreichen Match. Was kann es Schöneres geben?

Cathy Kelley: "Es ist vorbei! Steve Austin hat es getan! Danhausen behält den Championship, und Cena wurde gerade gnadenlos abgefertigt!"

Wade Barrett: "Das nennt man eine Lehrstunde. Austin hat gerade die Postkutsche genommen und John Cena direkt in den Ruhestand befördert. Schöner Gruß an das Management."

Pat McAfee: "Ich kündige… ich verlasse diesen Laden. Die Welt ist offiziell verrückt geworden."

Und während Pat uns hier sagt, er würde die Liga verlassen, sich aber doch wieder normal an das Pult setzt, schaltet die Regie zurück in den Backstagebereich und die Kameras fangen dort niemand Geringeren als den Masked Hero Axiom ein. Plötzlich verstummen die leisen Geräusche des umliegenden Personals im Gang und ein schwerer, autoritärer Schritt hallt auf dem harten Hallenboden wider. Vince McMahon biegt um die Ecke und der ehemalige WWE Chairman strahlt trotz seines Alters diese unnachgiebige, fast einschüchternde Präsenz aus, gekleidet in einen makellosen, teuren Maßanzug, der jede seiner Bewegungen wie eine Machtdemonstration wirken lässt. Er bleibt abrupt stehen, als er Axiom erblickt, und fixiert den maskierten High-Flyer mit einem durchdringenden, eisigen Blick, der schon so viele Karrieren aufgebaut oder zerstört hat. Vince schiebt das Kinn leicht nach vorne, mustert die futuristische Maske und das eng anliegende, aerodynamische Gear mit einer Mischung aus Skepsis und kalter Berechnung.

Vince McMahon: „Hey, du da. Du bist doch Axiom, richtig?“

Seine Stimme schneidet durch die Luft wie eine Klinge, während ein dünnes, arrogantes Lächeln über Vinces Lippen huscht. Er tritt noch einen Schritt näher heran, sodass die physische Distanz zwischen dem grauen Titanen des Business und dem modernen Maskenmann fast bedrohlich schrumpft.

Axiom
"Das ist richtig. Freut mich sie kennenzulernen, Mr McMahon."

Axiom antwortet wie immer freundlich und respektvoll. Die Art von Diplomatie, die er immer Raven nahelegt.
Doch Vince selbst verschränkt die Arme hinter dem Rücken, baut sich in seiner vollen Größe auf und beginnt mit dieser unverkennbaren, dominanten Intonation zu sprechen.

Vince McMahon: „Die Freude ist ganz meinerseits. Aber hör mir mal gut zu, junger Mann. In diesem Geschäft gibt es keine Freuden. Hier gibt es nichts, auf das du dich verlassen kannst, wenn dir jemand die Lichter ausknipst. Du läufst hier herum mit diesem bunten Plunder im Gesicht und tust so, als wärst du sicher, huh?“

Vinces Augen verengen sich zu schmalen Schlitzen und er scheint den jungen Luchadore vor ihm für ziemlich naiv mit mangelndem Ehrgeiz zu halten. Dennoch lacht er kurz auf, auf eine ziemlich trockene und herablassende Art und Weise, die keine Spur von Humor enthält, sondern pure Autorität ausstrahlt.

Vince McMahon: „Ich hab gehört, du verstehst dich ziemlich gut mit diesem Raven, richtig? Dabei dachte ich, dass du denkst, dass du schlau bist. Und talentiert, nur weil du ein paar Salti schlagen kannst und weißt, wie man sich aerodynamisch bewegt.“

Axiom
"Dann hatte ihre Promotion den falschen Namen, wenn Entertainment nicht Teil davon war. Aber Wrestling ist ja auch so ein No-Go gewesen."

Dass Vince McMahon verbotene Wörter zu seiner Zeit hatte ist allgemein bekannt. Tatsächlich erlaubt sich Axiom hier eine kleine Stichelei, doch ganz unsinnig ist die Aussage ja nicht.

Axiom
"Ich kann selbst entscheiden mit wem ich Umgang pflege."

Vince McMahon: „Du kannst gar nichts, wenn ich nicht sage, dass du es kannst.“

Wer hätte gedacht, dass Axiom so standhaft bleibt und nicht unter dem Druck, den die bloße Anwesenheit von Vince bereits ausstrahlt, zusammenbricht. Das überrascht auch den Devil des Professional Wrestling etwas und er scheint ein wenig Respekt vor Axiom zu erhalten. Aber dieser Respekt alleine wird Axiom nicht in eine bessere Position setzen. Oh nein, ganz gewiss nicht. Vince bleibt nämlich weiterhin auf seiner herabblickenden und überragenden Machtposition. Mit der er absolut jeden hier backstage terrorisiert.

Vince McMahon: „Manchmal macht man Fehler und sucht sich den falschen Umgang. Wie zum Beispiel in deinem Falle, der sich den Umgang mit einer lausigen Zecke gesucht hat.“

Wo wir wieder bei Raven wären. Aber Vince hat jetzt bestimmt nicht vor, seine Wut auf Raven an Axiom auszulassen, nur weil er Raven nicht finden kann. Oder? Na ja, hoffentlich nicht. Axiom hat ja an sich auch nichts mit Raven zu tun. Ja, okay, man sieht die 2 häufiger zusammen und einige würden sogar sagen, dass man die beiden als gute Freunde bezeichnen könnte. Allerdings sieht es halt meistens eher wie so eine Zweckfreundschaft aus. Sie sind Arbeitskollegen, die sich gut verstehen, aber ob Axiom jemals etwas privat mit Raven unternehmen würde… wenn nicht gerade Weihnachten ist… ist doch äußerst fraglich. Und dennoch lässt Vince hier seine gesamte bedrohliche Präsenz auf Axiom nun herabfallen.

Vince McMahon: „Ein Umgang, der dir nun böse Folgen beschert hat.“

Inwiefern böse Folgen? Was soll das heißen? Und warum spricht Vince hier immer mit so langen Pausen? Was geschieht hier jetzt? Er wird doch nicht etwa…

Vince McMahon: „Axiom! Ihre Dienste für die c2c werden nicht länger benötigt, fürchte ich. YOU'RE FIRED!“

Bitte was? Vince McMahon hat gerade Axiom hier backstage vor laufender Kamera gefeuert! Aber… warum? Nur alleine, weil Axiom mit Raven zu tun hat? Was um alles in der Welt passiert hier gerade? Kann er überhaupt so? Darf er so?

Axiom
"Ihr ernst?"

Erst will Axiom es nicht wahrhaben, doch kennt er Vince McMahon gut genug um zu wissen, dass diese Worte ernst gemeint sind.

Axiom
"Gut dann gehe ich. Aber das hier ist nicht ihre Promotion. Hier wird noch gesprochen werden."

Axiom kehrt Vince den Rücken zu und scheint wohl erstmal die bittere Pille zu schlucken, doch für ihn scheint das Thema hier noch nicht ganz abgehackt zu sein.
Auch wenn Axiom hier in allem Respekt dem ehemaligen WWE-Chairman eine Drohung an den Kopf wirft, so lächelt dieser das einfach nur weg. Und um ehrlich zu sein, ist das das erste Lächeln, was wir seit letzter Woche und der Aktion von Raven von Vince zu sehen bekommen haben.

Vince McMahon: „Haha, wie du meinst. Ich erlaube es dir gern zu kündigen!“

Ob dieses freundliche Angebot einen so großen Erfolg hat, ist fraglich. Aber dennoch ruft Vince es dem Spanier hinterher. Für ihn wäre es sicher ganz nützlich, denn eine Kündigung kommt im Lebenslauf wesentlich besser als ein Rausschmiss. Aber dennoch ändert das nichts daran, dass Axiom hier gerade seinen Job verloren hat. Und ob er es schafft, dagegen irgendetwas zu machen, steht ebenfalls noch in den Sternen. Durch Vince sind schon so einige Superstars aus dem hiesigen Roster entlassen worden und das Woche für Woche. Ob Axiom der Erste wird, der das negieren kann, ist fraglich. Doch jetzt erstmal sehen wir, wie sich beide Männer in unterschiedliche Richtungen bewegen und die Regie erstmal weiterschaltet.

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…: "Sierra, Hotel, India…. A-ha-ha-ha! Wer hätte jemals gedacht, dass wir das wieder in den heiligen Hallen des Wrestling hören? Ha, ich nicht… Nein, ich bei weitem nicht. Aber ungewöhnliche Ereignisse erfordert ungewöhnliche Maßnahmen. Oder wieder das Schicksal so will… habt ihr Euch mit den falschen angelegt. Ihr wollt die Ketten sprengen und endlich frei sein… Ha-ha-ha-ha Say Hello to the Ghost from the Past! Wir machen keine Gefangenen, Jey… wir… löschen sie aus. Ein für alle Mal."

Etwas gekrächzt, etwas verzerrt, war es dennoch unverkennbar die Stimme von Seth Rollins, die durch die Dunkelheit schnitt und in einem hellen Echo wiederhallte. Nur ein flackerndes und undeutliches Bild flimmerte über den Äther, während sich schwarze Gestalten formierten. Der Kontrast wurde deutlicher. Ein schemenhafter Totenkopf zeichnete sich ab, eh langsam zu deuten war, dass es sich dabei um die Shield Maske handelte, welche Seth sich nun langsam abzog. Dies war keine Hochglanzproduktion der Kompanie, dies war eine eigenständige Aufnahme mit einem alten Videorecorder. Das Bild leicht undeutlich, etwas zu grell, dann wieder zu dunkel. Dennoch war jetzt zumindest zu erkennen, wie Seth die Video-Cam so platzierte, dass man etwas mehr erkennen konnte. Irgendwo tief in den Katakomben, in einem der gekachelten Versorgungsräumen grüßte der Geist einer fast vergessenen Vergangenheit.

Die Cargo Pants, die Weste der taktischen Ausrüstung, saß, als hätte er sie niemals abgelegt. Die langen, lockigen Haare fielen hinab. Doch das auffallendste an alledem war dieses gefährliche, ja fast schon gelöst wirkende Lächeln, welches auf seinen Lippen ruhte. Es konnte fast den Anschein erwecken, als würde er sich auf die anstehende Aufgabe freuen. Blieb nur offen, ob es sich dabei um die Arbeit mit Roman handelte oder die Schlacht gegen die Bloodline. Während Seth vor der Kamera hockt, erahnt man nur anhand schwarzer Schemen, dass eben jener Roman Reigns neben ihm steht. Ein kurzer Blick zur Seite, müdes Grinsen und er erhebt wieder die Stimme:

SETH ROLLINS: "Weißt du, was euer größter Fehler war, Jey? Ihr habt geglaubt, Geschichte wäre etwas, das hinter einem liegt. Etwas, das man begraben kann. Einen Namen vergessen, eine Weste verbrennen, ein Symbol auslöschen… und dann ist es vorbei...Nein! Geschichte wartet. Im Dunkeln. In den Gängen unter der Arena. Hinter jeder Tür, an der ihr vorbeilauft, ohne euch umzudrehen. Und irgendwann… klopft sie an. Die Bloodline nennt sich unantastbar. Ihr redet von Loyalität. Von Familie. Von Anerkennung."

Seine Stimme wurde spürbar kälter. Ein kurzes Stocken, eine andächtige Pause. Sein Blick wandert an der Linse vorbei und verliert sich für einen kurzen Augenblick in der finsteren Ecke irgendwo vor ihm.

SETH ROLLINS: "Weißt du Jey… es ist ein verdammter Unterschied zwischen dir und mir. Und der verhängnisvollste Unterschied ist, dass du dir deinem Glück nicht bewusst bist. Wir alle wurden geboren. Ich zum Beispiel von einer Mutter, die sich einen Scheiß um mich geschert hat. Einem Vater, der mir noch heute nicht in die Augen blicken kann. Wrestling war für mich nicht nur eine Leidenschaft, es war Ablenkung. Um nicht auf die schiefe Bahn zu geraten und nicht so zu enden, was du gerne vorgibst zu sein. Der Unterschied dabei ist, dass ihr in eine Dynastie hineingeboren wurdet. Ihr habt es mit der Muttermilch verabreicht bekommen. Von klein auf hattet ihr einen Fuß in dem Business, in dem ich mich jeden Schritt hart erkämpft habe. Und dann… dann steht ihr über Monate im Ring, neben eurem Cousin, der OTC?! Und der Mann wird nicht umsonst Tribal Chief genannt. Denn er hatte die Titel, die Main Events und stets eine Hand am großen Gold der Liga. Er verkörpert diese Dynastie, die eure Väter, Großväter und Onkels aufgebaut haben wie kein Zweiter. Ihr wart ein Teil davon… Ihr seid ein Teil seiner Geschichte… Aber es reicht Euch nicht! Denn hier kommt der Knackpunkt. Der Familie ist man immer Loyal gegenüber… zumindest so lange, wie der eigene Nutzen gegeben ist. Wirft man aber etwas mehr Anerkennung und das eigene Ego in den Topf, wird es schnell eine toxische Suppe daraus, die keiner auslöffeln will."

Es war ein überraschend tiefer Einblick in Seth' Vergangenheit. Aber vielleicht genau der richtige Teil, um zu verdeutlichen, woher er seinen Drang findet. Ihm wurde kein Silbertablett vorgesetzt, aus dem man sich die eigenen Highlights bereits raus picken konnte. Die Bloodline hatte diese Optionen und sie hätten einfach nur ruhig sein müssen und ihrem Tribal Chief folgen sollen.

SETH ROLLINS: "Für einen kurzen Augenblick kann man sicherlich noch die Wogen glätten, um den ganzen Scheiß zusammenzuhalten. Ich kenne es, Uce… Ich kenne jede einzelne Lüge, die man sich erzählt, um ein Imperium zusammenzuhalten. Ich habe selbst eines aufgebaut. Und… ich habe selbst eines zerstört. Genau deshalb weiß ich, wie eures enden wird."

Hinter ihm liegt weiterhin dieser dunkle, gekachelte Versorgungsraum. Nur das schwache Flackern der alten Aufnahme sorgt dafür, dass überhaupt etwas von der Umgebung zu erkennen ist. Darauf bewegt sich der schwarze Schatten neben Seth. Langsam... Bedächtig und Tribal Chief Roman Reigns tritt ins Bild aber nicht vollständig. Zunächst ist lediglich seine Schulter zu erkennen dann sein Gesicht. Der Tribal Chief steht direkt neben Seth Rollins und blickt mit diesem unbeweglichen, kalten Ausdruck in die Kamera. Der Mann, dessen Anwesenheit allein genügt, um die Atmosphäre augenblicklich zu verändern. Roman verschränkt langsam die Arme vor der Brust und sein Blick bleibt auf die Linse gerichtet. Einige Sekunden verstreichen darauf spricht er.

Roman Reigns
"Jey... Du hast immer behauptet, dass du frei sein willst. Du hast behauptet, dass du deinen eigenen Weg gehen willst. Dass du niemanden brauchst. Dass du nicht unter dem Schatten eines anderen Mannes stehen willst. Und weißt du was, Jey? Du hast deinen Wunsch bekommen. Du wolltest keine Familie, die dir sagt, was du zu tun hast. Du wolltest keine Regeln. Keine Hierarchie. Keine Verantwortung gegenüber dem Mann an der Spitze. Also hast du sie eingerissen. Eine Entscheidung nach der anderen. Du hast Jimmy gegen mich gestellt. Du hast dich gegen deine eigene Familie gestellt. Du hast Menschen auf deine Seite gezogen, die niemals Teil dieser Familie waren. Du hast aus Brüdern Gegner gemacht und aus Loyalität Misstrauen."


Ein kaum sichtbares Lächeln zeichnet sich auf Romans Lippen ab doch es ist kein freundliches Lächeln.

Roman Reigns
"Nein, Jey. Du bist nicht unabhängig... abhängig von den Konsequenzen deiner eigenen Entscheidungen. Du hast geglaubt, du könntest die Familie zerstören und anschließend einfach weitergehen. Du hast geglaubt, du könntest meinen Namen aus deiner Geschichte streichen. Du hast geglaubt, du könntest die Bloodline auseinanderreißen und danach behaupten, du hättest endlich Freiheit gefunden. Aber du hast etwas vergessen. Alles hat Konsequenzen... Entscheidung... Jede Lüge... Verrat. Und jeder Schlag, den du gegen deine eigene Familie geführt hast. Du wolltest wissen, wie es aussieht, wenn die Ketten gesprengt werden?"


Roman deutet mit einer kaum merklichen Bewegung auf Seth.

Roman Reigns
"Dann sieh genau hin."


Roman fährt fort.

Roman Reigns
"Du hast die Familie zerstört, Jey... Jetzt musst du mit dem leben, was danach kommt. Denn ich werde dir nicht hinterherlaufen. Ich werde dich nicht bitten, zurückzukommen. Und ich werde dir auch nicht vergeben. Du wolltest deinen eigenen Weg, Uce? Dann geh ihn. Aber beschwer dich nicht über das, was am Ende dieses Weges auf dich wartet."


Stille kehrt ein. Schwere, fast schon greifbare Stille legte sich über den gekachelten Versorgungsraum. Einzig das leise, monotone Summen einer sterbenden Neonröhre durchschnitt das Schweigen, während das alte Videoband hörbar knisterte, so spürbar auf Spannung getrimmt, als würde das Magnetband im Inneren der Kamera jeden Augenblick zerreißen. Seth senkte für einen kurzen Moment den Blick, schnaufte leise durch die Nase und schien die Worte kurz in der dunklen Luft hängen zu lassen. Neben ihm verharrte Roman Reigns. Kein Muskelzucken, nicht einmal ein Blinzeln. Einfach nur pure, unerschütterliche Präsenz. Dann hob Seth langsam wieder den Kopf. Seine Augen fixierten die kleine, staubige Linse der Camcorder-Kamera mit einer Intensität, die dem Zuschauer auf der anderen Seite des Bildschirms einen Kälteschauer über den Rücken jagen konnte.

SETH ROLLINS: "Hör mir gut zu, Bloodline... Ihr glaubt immer noch, das hier ginge um eine einfache Revanche, nicht wahr? Ihr denkt, wir sind hier, um alten Rechnungen nachzujagen... Aber das tun wir nicht. Denn eine Revanche endet schlicht mit einem Sieg. Und das hier? Das hier geht weit über Siege und Niederlagen hinaus. Das hier endet erst damit, dass ihr euch bis an das Ende eurer Tage jedes einzelne Mal voller Panik umdrehen werdet, wenn irgendwo tief in den Katakomben Metall auf Beton schlägt."

Ein schleichendes, fast schon wahnsinniges Grinsen steckte plötzlich auf seinen Lippen. Oh ja, dieses Seth Rollins ist wieder voll in seiner Rolle des Architekten. Prägend, unausweichlich und mit einem spürbaren Hang zum manischen Wahnsinn.

SETH ROLLINS: "Weil ihr ab heute nie wieder wisst... wer oder was hinter euch steht."

KLONG. Ein dumpfes, metallisches Geräusch hallte durch den kahl gefliesten Raum. Nicht einmal übertrieben laut. Nur wie ein einfaches Metallrohr auf den grauen Stein trifft. Seth’ Lächeln wurde breiter und gelöster. Ganz so, als hätte er exakt auf diese Millisekunde gewartet. Roman hingegen reagierte überhaupt nicht. Seine Mimik blieb völlig regungslos.

SETH ROLLINS: "Du kennst diesen Klang, Jey. Du hast ihn jahrelang verfolgt. Früher war es für dich ein Versprechen, dass etwas unausweichliches passieren wird... und heute…heute ist es dein Urteil."

Erneut legte sich eine drückende Stille über die Szenerie. Das Videobild flackerte heftig. Eine Welle aus Bildstörungen zog über den Äther, und für einen einzigen, flüchtigen Frame huschte tief im düsteren Korridor hinter den beiden eine weitere, hochgewachsene dunkle Silhouette durch den Schatten. Zu unscharf, zu schnell, um Gesichtszüge auszumachen, aber prägnant genug, um den Herzschlag schlagartig nach oben zu treiben. Seth drehte nicht einmal den Kopf. Er wusste genau, was um ihn herum passierte.

SETH ROLLINS: "Wir haben euch gewarnt... Bei 'Watch the Throne' geht das Licht nicht einfach aus, weil die Show vorbei ist. Es geht aus..."

Seth hielt inne und sah zu seinem Sitznachbarn. Roman vollendete den Satz, ohne den Blick auch nur einen Millimeter von der Kamera abzuwenden.

Roman Reigns
”...weil eure Zeit vorbei ist”


Beide blickten regungslos direkt in die Linse. Seth hob langsam wieder die Shield-Maske an und schob sie sich schweigend über das Gesicht. Roman neigte nur leicht das Kinn. Der stumme Befehl des Tribal Chiefs, der das Ende einläutete. Mit einem Knacken und Knistern, reißt das Band und das Bild wird schwarz.

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Britt Baker ist wieder in der Spur. Ein Sieg, kurz vor dem Special, tut der Seele ungemein gut. Auch wenn sie letzte Woche noch mit Frust die Stadt Houston und dessen Arena verlassen hatte. Nach der feigen Attacke von Liv Morgan und Drew McIntyre auf sie selbst, brennt sie darauf, Rache zu nehmen. Zumindest aber wollte die Zahnärztin ein Zeichen setzen. Immerhin will niemand gern zum Zahnarzt gehen. Und genau das will sie hier auch vermitteln. Eine Extrabehandlung einer Zahnärztin kann seeeehr unangenehm werden. Liv und Drew sollten sich also vorsehen.
Etwas anderes, was im Raum steht, ist die Pittsburgh Zone. In ihrem letzten Gespräch mit Mister Unbekannt stachen diese Wörter immer wieder vor. Eine Gruppierung? Vielleicht! Immerhin war immer wieder die Sprache von Zusammenhalt und Unterstützung. Trotz allem dem ist DMD heute wieder allein unterwegs. Kein Match, aber das Special steht an und bei Watch the Throne könnte eine Menge passieren, was für die Brünette aus Pittsburgh gar nicht uninteressant sein könnte. Sowohl Becky Lynch als auch Tiffany Stratton hat sie fest im Blick. Das Special heißt eben auch Watch the Throne, also will Baker dies auch nicht leugnen.
Im Backstage Bereich unterwegs, geht sie an vielen Workern vorbei. Alle flitzen umher, damit die Show ein voller Erfolg wird. Und Brittany? Die bleibt Seelenruhig. Bis sie auf einmal auf 2 Gestalten trifft, wodurch sie durchaus beunruhigt sein darf.

Dr. Britt Baker DMD:
”Uhhhh…wen haben wir denn da? Donald und Daisy Duck! Verlaufen?”

Die wählt Provokation? Nachdem sie in der Parking Lot vor zwei Wochen so hart verprügelt wurde, ist das sicherlich mutig. Aber schon dort hat sie nicht klein bei gegeben. Äußere Wunden heilen. Die inneren eben nicht. Und deshalb macht sie sich keinen Rückzieher.
Trotz allem wird sie innerlich unruhig. Ihre Händen schwitzen leicht, weshalb sie diese über die Jeans gleiten lässt. Mit einer langsamen Atmung versucht sie sich zu beruhigen.

Dr. Britt Baker DMD:
”Oder müsst ihr wieder Größe markieren, indem ihr Kollegen verhauen müsst? Kaum vorstellbar, dass ihr dafür Respekt bekommt. Aber…macht, was ihr nicht lassen könnt. Es bleibt halt nur lächerlich.”

Auf dem weißen T-Shirt steht in Schwarz Daddy's Lil' Monster, während die schwarze Pants mit leichtem Glitzer versehen ist. Die Blonden Haare sind zu Zwei Zöpfen gebunden, einer rechts und der andere links. Die Spitzen der Zöpfe sind Rot und Blau, als hätte sie den jeweiligen Zopf in ein Pitt Farbe getaucht. In der Hand hält sie einen Baseballschläger, dessen Schlagseite locker auf der Schulter ruht. Auf ihrem Gesicht schmiegt sich ein schelmisches Grinsen. Ja, genau das ist die neue Liv Morgan. Irgendwie Süß und doch so skrupellos und Gefährlich. Das die Britt Baker treffen, dass ist kein Zufall. Zumindest nicht aus der Sicht von Liv und Drew. In der Doktorin haben sie ein Opfer gefunden, welches viel Stolz besitzt. Die Jersey-Rose will diesen Stolz brechen.

Liv Morgan:
Wenn du wüsstest, wie sehr wir uns nicht verlaufen haben.

Damit ist wohl klar, dass Britt hier Ärger hat. Den anderen Kommentar lässt sie links liegen und will gar nicht weiter auf den Vergleich mit Donald und Daisy eingehen. Stattdessen geht Liv lieber einen Schritt auf Baker zu

Liv Morgan:
Du bist Mutig. Na ja...du glaubst mutig zu sein. Doch du bist nur Dumm...Doctor. Die Pittsburgh Zone? Ja, wir haben davon gehört. Aber wer soll hier gleich um die Ecke kommen? Kurt Angle? Du weißt ja...he sucks.

Für die Fans wäre es wohl ein Träumchen, sollte der Olympic Medallist dazu kommen. Die Chancen sind jedoch sehr gering. Liv will auch nur wissen, was es genau mit der Pittsburgh Zone auf sich hat. Ansonsten will sie Baker nur unter Druck setzen und verängstigten.
Drew blieb, wie meistens, ruhig und beobachtet die Szene ganz genau. Er bewegte sich auch nicht, als Liv näher an Britt herantrat. Seine Arme sind vor seiner Brust verschränkt und dennoch wirkt seine Präsenz einschüchternd und auch eindrucksvoll. Zu was der Hüne und seine bessere Hälfte fähig sind, konnte man die letzten Wochen sehen. Das Power Couple hatte natürlich mitbekommen, was Britt letzte Woche von sich gegeben hatte. Auffällig ist, das Britt tatsächlich alleine war. Keine Spur von dem noch immer unbekannten Mann an ihrer Seite, der letzte Woche versucht hatte, auf Britt einzureden.

Drew McIntyre
„Du bist nervös, Doc.“

Kam es dann kurz und knapp vom Hünen. Er musterte Baker ganz genau und konnte die kleinen Hinweise erkennen, die Britt versuchte nicht zu zeigen. Sie war tough, allerdings verrät ihr Körper dann doch etwas anderes. War Baker zunächst nur zur falschen Zeit am falschen Ort, scheint das Ganze nun anders auszuschauen.

Drew McIntyre
„Ist es, weil du Angst hast, es aber nicht zugeben möchtest, oder ist es ein anderer Grund? Würde mich nicht wundern, wenn Liv und Ich in diesem Moment in einen Hinterhalt geraten...Wenn ich raten dürfte...Es ist ersteres, nicht wahr?“

Britt versucht ihre Verzweiflung mit einem leichten Grinsen zu überdecken. Jede Bewegung des Paares beobachtet sie genau.

Dr. Britt Baker DMD:
”Und was ist, wenn es gar nichts von alledem ist? Wenn niemand um die Ecke kommt. Wenn ich auch einfach keine Angst habe? Was dann?"

Kurz zuckt sie mit der Schulter und legt den Kopf schief.

Dr. Britt Baker DMD:
”Was ist, wenn alles davon stimmt? Wenn jetzt gleich jemand um die Ecke kommt? Wenn ich vielleicht doch Angst habe? Was dann?"

Fragt die Doktorin ganz unverblümt und mal ein paar Antworten von Liv und Drew rauszukitzeln. Was wäre denn, wenn es so wäre? Oder wenn es genau anders herum wäre?

Dr. Britt Baker DMD:
”Ihr beide könnt nur das, was ihr immer macht, ihr müsst eure Power demonstrieren. Doch es ist keine Power! Es ist Armseeligkeit!"

Liv tritt wieder einen Schritt vor. Armseeligkeit? Dieses Wort stört die Jersey Rose schon ein wenig. Die rechte Hand spielt mit dem Baseballschläger, indem sie diesen um die eigene Achse drehen lässt. Schließlich schickt sie einen Blick zu Drew und tritt dann nochmals einen Schritt vor. Immer wieder stoppt sie und wirkt eher, als wenn sie zum Altar schreiten würde.

Liv Morgan:
Wen interessierts?

Ist die Antwort auf die Fragen. Und tatsächlich interessiert es dem Couple auch nicht im geringsten, was Dr Britt Baker empfindet. Eher wohl, was die empfindet, wenn gleich der Baseballschläger auf den Kopf der Doktorin trifft.

Liv Morgan:
Eines ist sicher, Britt, hihi. Du wirst für deine Taten bluten! Und zwar...jetzt!"

Frech beißt sich Morgan auf die Zungenspitze, bis sie einen weiteren bedrohlichen Schritt nach vorn bewegt. Dabei ist ihr Blick starr auf Baker gerichtet.

Liv Morgan:
Drew wird dir nun eine Lehre erteilen...nicht wahr, Honey?

Kurzer Blick zun Schotten folgt, ob dieser bereit für diese Mission ist.
Der Schotte hatte Britt die ganze Zeit beobachtet, auch die Umgebung hatte er gezielt analysiert. Nur für den Fall, sollte Britt tatsächlich einen Hinterhalt planen. Nur je mehr Minuten vergingen, umso sicherer war Drew sich, das Baker tatsächlich alleine hier war und da Liv in Power und Chaos Laune war, musste man abwarten, ob Britt hier unbeschadet herauskommen würde. Sie ließ sich aber nicht einschüchtern, auch wenn ihre Körpersprache sie hier und dort dann doch verraten würde, das Sie doch ein gewisses Maß an Angst und Respekt besaß. Als Liv dann über ihre Schulter zu Drew sah musste dieser schmunzeln.

Drew McIntyre
„Wenn du es so möchtest...dann kann man das durchaus einrichten...“

Mit langsamen Schritten umkreist Drew dann zunächst Liv und dann Baker. Seine Augen bleiben dabei auf die Zahnärztin fixiert und die Fans halten dann doch den Atem an. Drew war schon immer jemand gewesen, der sich eher schützend vor die Frauen gestellt hatte als diese zu attackieren. Doch eben genau dieser McIntyre war schon längst tot und die letzten Wochen haben gezeigt, das er skrupelloser geworden war. Für Liv und Ihn ging es nur darum, für Chaos zu sorgen.

Der Hüne schlendert weiter um Britt herum und vielleicht nutzt es Drew auch nur aus, um ihr ein wenig mehr Angst zu machen. Würde Drew tatsächlich über diese Grenze hinausgehen, die er niemals übertreten wollte? Schließlich kommt er nach seiner Umrundung wieder bei Liv, welche nun seine volle Aufmerksamkeit hatte. Er zieht Liv zu sich heran, gibt ihr einen Kuss auf die Stirn und blickt ihr tief in die Augen.

Drew McIntyre
„Würde es dir denn gefallen...wenn ich mich um Britt...kümmern würde?“

Für diesen Moment war Britt Nebensache. Sie hätte die Chance, unbemerkt das Weite zu suchen, aber das tat sie nicht. Während Drew weiter nur Augen für Liv hatte, lächelte diese fast schon spielerisch auf die Frage ihres Freundes und der Hüne erwiderte mit einem kurzen Nicken und lässt dann wieder von Liv ab und dreht Britt den Rücken zu. Anscheinend hat Drew seine Meinung geändert. Doch dann reagierte der Schotte blitzschnell und mit einer fließenden Drehung rennt er auf Baker zu. Diese konnte nicht rechtzeitig reagieren und ehe man sich versah, trifft Drew mit einer harten CLAYMORE Britt mitten am Kopf und sackt dann auch zu Boden.

Liv lachte laut auf und feierte diesen Treffer lautstark während Drew eiskalt neben Britt stand und auf diese hinabsah. Liv sah sich das ganze mit einem breiten Grinsen im Gesicht an und die Fans zeigten ihren lautstarken Unmut über diese Attacke. Doch Drew zeigte keine Reaktionen auf die lautstarken Buhrufe der Fans, im Gegenteil. Er grinst nur noch breiter, blickt zu Liv und dann fängt sein Blick noch etwas anderes ein. Morgan nickt ihrem Freund dann grinsend zu und der Schotte packt dann Baker und hebt diese locker wieder auf die Beine und zerrte sie dann in Richtung eines Tisches. Drew blickt vollkommen zufrieden zu Liv und die Fans werden Zeuge, wie McIntyre Baker mit einem harten SPINEBUSTER durch diesen Tisch befördert und das laute Geräusch von Holz welches zerbricht hallt durch die Luft. Baker bleibt regungslos liegen während Drew über ihr kniet.

Drew McIntyre
„Power und Chaos!“

Da war sie wieder, die typische Phrase der Beiden. Zufrieden mit seinem Werk steht Drew langsam auf und geht zurück zu Liv. Sein Arm legt er um Sie und sofort stürmen Sanitäter ins Kamerabild die sich um Baker kümmern. Zwei, drei Securitys schirmen diese ab, aber weder Drew noch Liv machen einen Anschein, weitere Attacken folgen zu lassen. Doch dann wandert Drews Blick am Geschehen rund um Baker und den Sanitätern vorbei und erneut zeichnet sich ein breites grinsen ab. Mit langsamen Schritten rückwärts entfernen sich Drew und Liv während die Kamera dann in die Richtung schwenkt, wo Drew eben hingesehen hatte.
Dort kommt ein Mann hergesprinntet. Zu spät, wie er direkt sehen kann. Sein Blick geht erst zu Drew, bis er schließlich zu Brittany schaut. Diese liegt bewegungslos in den zerbrochenen Tisch. Sanitäter kümmern sich bereits um sie.
Breit aufgestellt schaut der Unbekannte dann zu Liv und Drew. Greift er jetzt an? Er geht einen Schritt nach vorn, stoppt dann aber wieder. Er wählt dann doch den Weg zur Zahnärztin, um nach ihren Zustand zu schauen. Und damit gehen die Bilder dann offline.

Pat McAfee: "Schon wieder eine Attacke gegen Baker. Sie ist nicht zu beneiden."
Cathy Kelley: "Mein Gefühl sagt irgendwie, das es ein Fehler war sie anzugreifen. Ich bin gespannt wie der Unbekannte und Britt Baker reagieren werden. Und wer ist er?"
Wade Barrett: "Die nächsten Wochen werden sehr interessant werden, das steht fest."

[Bild: 2.jpg]

MATCH 4
TAG TEAM MATCH
The Bloodline (Jacob Fatu, Jey Uso, Jimmy Uso) vs. The Shield (Roman Reigns, Seth Rollins)

[Bild: shieldbloodline.png]
Writer: ???

Die Lichter im Stadion dimmen sich langsam ab, herunter auf ein tiefes, blutrotes Glühen, das die Arena in die Atmosphäre eines herannahenden Sturms taucht. Die gigantischen LED-Wände auf der Stage schalten schlagartig um. Wo sonst grelle Grafiken flimmern, prangt jetzt in massiven, wie in Stein gemeißelten Lettern nur ein einziger Schriftzug:

B L O O D L I N E

Ein schwerer, tiefer Bassfrequenz-Ton baut sich über die Soundanlage auf. Er ist so tief, dass das Fundament der Arena spürbar vibriert. Tausende Fans auf den Rängen spüren das Dröhnen im Brustkorb, noch bevor die Musik überhaupt einsetzt. Dann schlägt der Beat ein. Brachial, dominant und doch irgendwie schwungvoll. Die ersten Klänge der Uso’s sind und vernehmen. Rhythmisch, fast schon auflockernd… ehe die Kläge abrupt enden.

TASI
LUA
TOLU
FATU!




Die bedrohlich wirkende Musik von Jacob Fatu dröhnt durch die Lautsprecher, untermalt von den traditionellen, hawaiianisch-samoanischen Tönen. Aus dem Untergrund der Stage schießt ein dichter, tiefroter Nebelteppich empor, der sich wie flüssige Lava über die Rampe erstreckt. Aus dem Schatten des Nebels treten sie schließlich hervor. Drei Mann. Keine Hast. Keine Hektik. Reine, unerschütterliche Dominanz.

[Bild: c898cd663d7ba8dfca9f9e5afcc841f182634b34.pnj]

In der Mitte geht Jey Uso. Seine Aura hat nichts mehr vom tanzenden, publikumsnahen Favoriten der vergangenen Monate. Er ist zurück im Kreis der Familie… eben jene Seite der Familie, die sich nicht mehr dem Tribal Chief unterordnen möchte. Ernster, kompromissloser und mit einem arroganten, eisigen Lächeln auf den Lippen. Über der Schulter liegt locker ein roter Lei-Blumenkranz, seine Blicke scannen die Menge mit verächtlicher Gelassenheit.

Zu seiner Rechten marschiert Jimmy Uso. Sein Gang ist dynamisch, aggressiv, geladen mit einer unberechenbaren Energie. Er klatschen sich nicht mit den Fans ab, sondern starrt mit aufgerissenen Augen in die Menge, wie ein Kämpfer kurz vor dem Ausbruch. Er neigt den Kopf leicht zur Seite, spuckt spöttisch auf den Boden der Rampe und murmelt unhörbare Worte vor sich hin – die pure Gewissheit im Gesicht, dass die Familientradition unumstößlich ist.

Und links neben ihnen schleicht Jacob Fatu. Er geht nicht. Er lauert. Fatu wirkt wie ein angekettetes Raubtier, das nur darauf wartet, von der Leine gelassen zu werden. Seine massiven Schultern sind leicht nach vorne gebeugt, die Augen starr, umblinkend und eiskalt auf den Ring gerichtet. Sofern man dies überhaupt unter seiner schaurigen Werwolf Maske ablesen kann. Seine bloße physische Präsenz strahlt eine unberechenbare Gefahr aus, die der gesamten Gruppierung eine tödliche Schärfe verleiht.

Wade Barrett:
„Schaut euch diese drei an. Das ist keine einfache Gruppierung mehr... das ist eine Armee, gebunden durch Blut und unerbittliche Härte!“


Pat McAfee:
„Die Atmosphäre hat sich im Bruchteil einer Sekunde gedreht! Du kannst die Bedrohung förmlich greifen. Jey, Jimmy und das absolute Biest Jacob Fatu... sie sind nicht hier, um eine Show abzuliefern. Sie sind hier, um ihr Territorium zu verteidigen!“


Die drei umrunden die Stage im Gleichschritt und setzen ihren Weg über die Rampe fort. Das Scheinwerferlicht bricht sich in dem dichten Nebel hinter ihnen, wodurch ihre Silhouetten gewaltig und fast schon bedrohlich wirken. Am Ende der Rampe angekommen, stoppen sie synchron vor der Ringtreppe. Jey blickt kurz nach oben ins Stadiondach, ehe er langsam die rechte Hand hebt. Der Zeigefinger zeigt starr gen Himmel, die ultimative Bekundung der Vorherrschaft… und die Verspottung von Roman Reigns. Jimmy folgt der Bewegung mit einem grimmigen Kopfnicken. Jacob Fatu hingegen springt ohne den Umweg über die Treppe mit einer unglaublichen Leichtigkeit direkt auf den Apron und steigt geschmeidig durch die Seile. Im Ring angekommen, besetzen sie das Zentrum. Jey und Jimmy steigen auf die Seile zweier gegenüberliegender Ringecken und strecken ihre Fäuste hoch in die Luft, während die Arena in einer Mischung aus gellenden Buhrufen und respektvoller Ehrfurcht kocht. Jacob Fatu bleibt unten auf den Matten stehen. Er neigt den Kopf, fixiert den Eingangsbereich und hebt langsam die Maske ab.

Pat McAfee:
"Die Bloodline hat genau das erreicht, was sie wollte. Sie stehen bereits im Ring, kontrollieren das Schlachtfeld – und im Moment sieht es nach drei gegen zwei aus."


Wade Barrett:
"Und genau deshalb gefällt mir Jeys Grinsen überhaupt nicht. Er glaubt, dieses Match gewonnen zu haben, bevor überhaupt die erste Glocke geläutet hat!"


Cathy Kelley:
"Vergiss eines nicht, Pat. Jacob Fatu ist heute Abend der große Unbekannte. Roman Reigns kennt seine Cousins in- und auswendig aber der Samoan Werewolf verändert jede Gleichung."


Der Innenraum der Halle verfinsterte sich ruckartig, wie vor fast jedem einzelnen Einzug eines Athleten. Doch wer hier die Card aufmerksam gelesen und die letzten Wochen verfolgt hatte, wusste, dies war kein alltäglicher Aufmarsch… dies war die ersehnte Wiedervereinigung einer Bruderschaft. Die Arena-Boxen krächzten plötzlich verdächtig. Ein lautes, elektronisches Feedback-Geräusch schnitt durch die Gespräche, gefolgt von einem dumpfen, rhythmischen Rauschen. Dann schlug das weltbekannte Militär-Funkgerät an.

"Sierra"
"Hotel"
"India"
"Echo"
"Lima"
"Delta"
"S-H-I-E-L-D"




Ein kollektiver Atemzug ging durch die Menge der Fans. Ein Raunen, so laut und tief wie ein herannahendes Erdbeben, rollte durch die Ränge. Der gesamte Innenraum der Halle verdunkelte sich augenblicklich im Bruchteil einer Sekunde, während grelle, weiße Suchscheinwerfer hektisch und unruhig über die Zuschauerränge wanderten. Nur in den seltensten Fällen betrat das legendäre Trio die Halle über den üblichen, hell erleuchteten Weg der Bühne. Und auch am heutigen Abend schien sich etwas am oberen Ende des Oberrangs zu tun.

[Bild: c0e08e98a2070731a0bfc050d62c0719110e2e4e.pnj]

Erste gellende Aufschreie der Fans in den oberen Sektoren brachen los. Hunderte Arme und Smartphones gingen gleichzeitig in die Höhe. Zwei Gestalten drängten sich am obersten Punkt der Arena auf die schmale Betontreppe. Die Suchscheinwerfer rotierten noch wild im Kreis, bis sie sich schließlich wie ein Laser am Ort des Getümmels sammelten. Ein kollektiver Aufschrei entweicht, als sich Roman Reigns und Seth Rollins abzeichnen. In ihrer pechschwarzen Tactical-Montur bahnen sie sich den Weg durch die Fans. Ein regelrechtes Blitzlichtgewitter bricht los.

Matthew Rehwoldt: "And their Opponents… the team of Roman Reigns and Seth Rollins… THE SHIELD!"

Die Kamera schwenkt von hinten über ihre Schultern. Zwischen Roman und Seth klafft eine spürbare, fast physische Lücke auf. Ein schmaler, freier Streifen im Gang, exakt breit genug für einen dritten Mann. Auch in den Rängen bleibt diese Leere nicht unbemerkt. Das Muster der Rufen bricht auf. Der eingespielte Takt gerät ins Wanken und schlägt in neue, wütend-hoffnungsvollen Rufe der Fans um: „WE WANT MOX!“ Seth hört die Rufe genau. Die Ader an seiner Schläfe pulsiert, sein Kiefer spannte sich so hart an, dass die Knochen hervortreten. Doch er lässt sich nichts anmerken. Roman reagiert ebenso wenig, starrt stumm über die Köpfe der Fans hinweg. Am Ende des Gangs erreichen sie die gepolsterte Bande. Ohne auch nur den Takt zu verlieren, setzt Roman an und springt geschmeidig als Erster darüber. Seth folgt ihm im selben Moment mit einer flüssigen Bewegung. Gemeinsam umrunden sie das Geviert.

[Bild: aef189c362c02c68c07524772e19ad6e5f273fb2.pnj]

Der Ringrichter drinnen weicht unwillkürlich zwei Schritte zurück, gelähmt von der Aura, die das Duo ausstrahlt. Roman steigt mit einer beiläufigen Dominanz über die Seile. Seth gleitet wie ein Raubtier geschmeidig zwischen den Seilen hindurch. Die beiden SHIELD Ableger zeigen sich angespannt. Ihnen gegenüber zeigt Jey bereits ein breites Lächeln. Denn es ist offensichtlich, Drei gegen Zwei und diese Überzahl wird The Bloodline ungeniert ausnutzen. Seth und Roman beziehen die entgegengesetzte Ringecke. Lösen ihre Taktischen Westen und würdigen ihre Gegner keines Blickes. In dieser vorbereitenden Handhabe, lässt sich Seth beiläufig ein Mikrofon reichen. Waren auch letzten Klänge ihrer einprägsamen Musik verklungen, ist es sogleich die raue Stimme des Mannes aus Davenport, die durch die Halle schneidet.

SETH ROLLINS: "Seit Wochen höre ich dieselbe Frage.Wo ist der Dritte im Bunde? Kann The Shield überhaupt noch The Shield sein? Ihr da drüben... Oh ja Jey… dieses scheinheilige Grinsen. Freu dich, freu dich noch ein bisschen mehr… umso schöner wird es, wenn ich dir dein dreckiges Grinsen aus dem Gesicht wischen werde!"

Eine kurze, trotzige Kampfansage von Rollins? Ein trockenes Schnauben verlässt seine Lippen. Er dreht den Kopf kurz zu Roman. Der Tribal Chief bleibt regungslos in der Ecke stehen und beobachtet schweigend die drei Männer auf der gegenüberliegenden Seite. Für einen Augenblick wird es ungewöhnlich still in der Halle und die irritierten Blicke nehmen spürbar zu.

SETH ROLLINS: "Ihr habt euch eingeredet, dass Drei gegen Zwei reicht. Ich seh es in Euren Augen, ihr rechnet fest damit, dass es ein leichtes Spiel wird… wird es nicht. HOUSTON… ich glaube, es wird verdammt nochmal Zeit... den dritten Mann nach Hause zu holen!"

Eine Welle des Erstaunens geht durch die Zuschauermengen. Seth senkt das Mikrofon um einen einzigen Zentimeter. Auf seinen Zügen stiehlt sich zum allerersten Mal an diesem Abend ein winziges, kaum merkliches, eiskaltes Lächeln ein. Es ist nicht das irre Lachen des Visionary, es ist das Lächeln eines Mannes, der eine Falle gestellt hat und sieht, wie das Opfer hinein tappt. Dann spricht er den Namen aus. Ohne Zögern. Ohne Echo.

SETH ROLLINS: "JON…MOXLEY!"

Der Name schlägt wie eine Bombe in die Arena ein und hallt von den Deckenkonstruktionen wider. Einen langen, quälenden Moment passiert... absolut nichts. Auf der gegenüberliegenden Seite bricht Jey Uso als Erster in ein schallendes, gehässiges Gelächter aus. Er klatscht sich spöttisch auf die Oberschenkel, wendet sich grinsend zu Jimmy um und schüttelt ungläubig den Kopf. Jacob Fatu verzieht keine einzige Miene. Er steht da wie ein massiver Fels in der Brandung, die Arme verschränkt, als wäre ihm völlig egal, wer oder was da noch kommen könnte. Unter den Zuschauern breitet sich spürbare Unruhe aus. Das eben noch hoffnungsvolle, aufgekratzte Raunen kippt sekündlich in reine Unsicherheit. Tausende Köpfe drehen sich fast schon verzweifelt zur Stage. Doch die Bühne bleibt zunächst stumm.

Sogar im Ring geht ein Riss durch die Souveränität. Für einen winzigen Bruchteil einer Sekunde blinzelt selbst Roman Reigns irritiert. Der Tribal Chief löst sich minimal aus seiner starren Haltung, wirft Seth von der Seite einen zweifelnden, fast fragenden Blick zu. Hat er gerade wirklich geblufft? Seth Rollins reagiert nicht, er verzieht keine Miene, blickt nicht einmal nach vorne zu den lachenden Gesichtern der Bloodline. Stattdessen richtet sich sein Kopf langsam, Stück für Stück nach oben. Direkt hinein in die am dunkelsten gelegenen Blöcke der Unterranges. Roman bemerkt die Bewegung, folgt Seths Blick ins Nirgendwo und in den Augen des Tribal Chief blitzte plötzlich die erste Erkenntnis auf.



Die Kamera reißt hektisch nach oben, das Bild wackelt wild. Zunächst sieht man nur eine verwirrte Traube von Fans, die erschrocken auseinander weicht. Die Menge teilt sich, macht den schmalen Gang über die Treppe frei. Eine Gestalt schiebt sich rücksichtslos und ohne jede Vorwarnung zwischen den Absperrungen. Die schwarze Tactical Weste, eine dunkle abgewetzte Jeans. Der lässige Gang eines wilden Raubtiers, das ist er… JON MOXLEY. Im Blick zwischen gelangweilter Gleichgültigkeit und fester Entschlossenheit wandert er Meter für Meter dem Ring entgegen.

Matthew Rehwoldt: "And the third member of the Shield... JON MOXLEY!"

[Bild: 9cce09d0688219baf7c408311bbe4700d6614aec.pnj]

Im Ring verschlägt es Jey das Lachen augenblicklich. Sein Mund bleibt offen stehen, die Züge wie eingefroren. Jimmy macht unwillkürlich einen halben Schritt nach hinten. Jacob Fatu hebt zum ersten Mal schlagartig den Kopf höher, die Nackenmuskeln spannen sich an. Mox erreicht die gepolsterte Ringside Bande. Ohne das Tempo drosseln zu müssen, setzt er den Fuß auf die Abdeckung und stößt sich kraftvoll ab. Er landet mit einem Satz auf dem Mattenboden. Von ihm gehen keine Posen aus, keine Theatralik. Er marschiert direkt auf den Ring zu. Roman tritt entschlossen aus seiner Ecke nach vorne. Seth senkt langsam das Mikrofon. Die sichtliche Anspannung fällt für einen Herzschlag von seinen Schultern, schließlich hing Romans Bedingen noch daran. Und zum allerersten Mal an diesem Abend huscht ein ehrliches, trockenes, eiskaltes Lächeln über seine Lippen. Die ausgleichende Macht, ist wieder hergestellt.

Die Luft im Moody Center ist nicht nur warm, sie ist geradezu elektrisiert vor Spannung. Knapp 20.000 Menschen sitzen nicht mehr. Sie stehen, schreien, halten sich an den Barrikaden fest. Es herrscht eine ohrenbetäubende Geräuschkulisse die in jedem Körper vibriert. Unzählige Schlachtrufe hallen durch die Arena. Hört aus den meisten Ecken die altbekannten „SHIELD!“-Rufe, schallt zwischendurch ein „OTC!“ gefolgt von einem langgezogenen „UUUUCE!“. Die Gesänge schlagen wie Wellen in einem Sturm gegeneinander. Im Zentrum dieses Hurrikans stehen sechs Männer. Zwei Fraktionen, verflochten durch Blut, Verrat und zehn Jahre gemeinsamer Historie. Es ist der ultimativen Krieg zwischen einer Blutslinie und einer Wahlfamilie.

Roman Reigns zieht die Atemluft durch die Nase ein, die Brust hebt sich schwer. Sein Blick fixiert Jey Uso. Kein Blinzeln, kein Muskelzucken. Jey sieht zurück. In diesem einen stummen Augenkontakt liegt das gesamte Gewicht des Tribal Chief-Regimes, der emotionale Missbrauch, die Entfremdung und das unzerstörbare Band zweier Männer, die zusammen aufgewachsen sind. Neben Roman zieht Seth Rollins nervös an den Handgelenksbandagen, die Augen weit, der Verstand bereits drei Schritte voraus. Jon Moxley knirscht so hart mit den Zähnen, dass die Kiefermuskeln hervorstehen; er wirkt wie ein hungriger Hund, den man kaum an der Leine halten kann. Und auf der anderen Seite? Jacob Fatu. Der Samoan Werewolf grinst. Ein breites, irreales, gefährliches Lächeln. Er riecht bereits das Blut. Der Ringrichter dürfte der ärmste Offizielle des Abends sein, aber er wird sein Bestes geben. Zwischen diesen Bestien geht es nur ums Überleben, welcher Kampf jetzt beginnen soll. Er gibt das Zeichen und die Glocke läutet.

Ding Ding Ding

Die Entladung in der Arena ist wie ein Peitschenknall. Roman Reigns macht zwei schwere, entschlossene Schritte auf Jey zu. Er will die Rechnung sofort begleichen. Doch Jey weicht geschickt ab, schüttelt den Kopf und weicht in die Ecke aus. Jimmy Uso klatscht seinem Bruder hart auf die Brust. Ein schneller erster Tag.

Jimmy übernimmt. Die beiden kreisen im Ring. Jimmy eröffnet explosiv mit harten, platzierten Low Kicks gegen Romans Oberschenkel. Ein Kick, zwei Kicks. Roman verzieht keine Miene. Beim dritten Versuch fängt er Jimmy ab, klemmt das Bein ein und bearbeitet Jimmys Kiefer mit einem verheerenden European Uppercut. Jimmy taumelt zurück, die Augen kurz glasig. Roman setzt sofort nach, schlingt den Arm um Jimmys Kopf und zwingt ihn in einen brachialen Headlock.

Roman drückt zu, kontrolliert das Tempo. Jimmy stemmt sich mit aller Kraft dagegen, verlagert das Gewicht und stößt Roman in die Seile. Auf dem Rückweg greift Jey Uso hinter dem Rücken des Ringrichters ins Geschehen und verpasst Roman einen verdeckten, hinterhältigen Schlag in den Nacken. Das Publikum explodiert in einem Sturm aus Buhrufen.

Bevor Jey sich wieder auf den Apron zurückziehen kann, schießt Seth Rollins wie aus einer Kanone abgefeuert durch die Seile. Running Forearm! Jey fliegt meterweit durch die Luft und schlägt auf dem Hallenboden auf. Moxley wartet nicht einmal auf das Signal. Er hechtet über das oberste Seil hinterher, und binnen Sekunden bricht die Hölle los. Alle sechs Männer prügeln chaotisch, entfesselt und ohne Rücksicht auf Verluste aufeinander ein. Der Ringrichter schreit sich die Seele aus dem Leib, völlig machtlos.

Jimmy wird von Rollins über die Absperrung geworfen, Jey taumelt blutend an den Ringpfosten. Im Ring lichtet sich der Rauch. Nur noch drei Männer stehen: Roman Reigns und Jon Moxley auf der einen Seite... und Jacob Fatu auf der anderen. Moxley schaut kurz rüber zu Roman. Ein dreckiges, kurzes Schmunzeln. Keine Worte nötig. Beide nehmen gleichzeitig Anlauf, werfen ihr gesamtes Körpergewicht in den Anlauf und zimmern eine doppelte Clothesline gegen Fatus Brust. Der Impact dröhnt durch die ersten Reihen. Doch Jacob Fatu? Er bewegt sich keinen Millimeter. Er steht da. Er atmet ruhig. Er grinst. Mit einer einzigen, kranken Kraftanstrengung packt Fatu beide ehemaligen Champions an der Gurgel und schleudert sie gleichzeitig nach hinten weg.

Im Vorbeigehen klatscht Seth Rollins Roman hart auf die Schulter. Es ist wie das Umlegen eines alten Schalters. Roman greift Seth am Bündel, schleudert ihn mit maximalem Schwung in die Seile… Seth nutzt das Momentum, steigt auf das oberste Seil und fliegt mit einem atemberaubenden Flying Crossbody auf Jimmy Uso hinab, der draußen gerade versucht, wieder auf die Beine zu kommen. Ohne eine Sekunde zu verschwenden, schießt Moxley durch das zweite Seil. Suicide Dive! Wie ein menschliches Projektil trifft er Jey Uso und kracht gemeinsam mit ihm in die Bande zu den Zuschauer. Roman wartet im Ring. Jacob Fatu dreht sich langsam um. Roman nimmt Anlauf, lässt sich in die Seile fallen und zimmert seinen charakteristischen Drive-By Kick durch das untere Seil direkt gegen Fatus Kopf. 20.000 Menschen stehen auf den Stühlen. Am Kommentatorenpult brüllt Pat McAfee ins Mikrofon.

Pat McAfee
"Hier sehen wir warm The Shield nicht nur, irgendein verdammtes Team sind! Nach all den Jahren, all den Differenzen arbeiten sie wie ein Uhrwerk zusammen!"


Doch die Euphorie währt nur kurz. Jacob Fatu wischt sich das Blut von den Lippen. Seine Augen werden eng und es zeichnet sich diese innere Wut in ihnen. Seth Rollins rollt sich zurück in den Ring und will nachsetzen, doch er läuft direkt in eine verheerende, fast enthauptende Lariat von Fatu. Rollins überschlägt sich in der Luft um 360 Grad und schlägt ungebremst auf der Ringmatte auf. Jimmy Uso nutzt die Verwirrung, taggt sich ein. Superkick gegen Rollins! Jey folgt nahtlos mit einem blitzschnellen Enzuigiri. Fatu packt den völlig benommenen Rollins, hebt ihn mühelos auf die Schulter und schmeißt ihn mit einem brutalen Pop-Up Samoan Drop auf die Bretter. Das Holz unter der Matte bebt. Roman versucht verzweifelt einzugreifen, aber Jimmy klammert sich von draußen wie ein Ertrinkender an sein Bein, während Jey ihn hinter dem Rücken des Ringrichters mit dem Gesicht voran gegen den stählernen Ringpfosten zieht.

Nun demonstriert die Bloodline ihre kalte, taktische Überlegenheit. Blitzschnelle Blind Tags. Perfekt abgestimmte Isolationsarbeit. Wann immer Rollins versucht, sich zu seinem Eck zu robben, schneiden sie ihm den Weg ab. Moxley versucht immer wieder, den Ring zu stürmen und das pure Chaos zu entfachen, doch Fatu fängt ihn eiskalt ab und zimmert ihn mit einem brachialen German Suplex auf den Nacken. Moxleys Kopf schlägt hart auf, er bleibt benommen liegen.

Seth Rollins ist isoliert. Jimmy verpasst ihm einen schweren Leberhaken, gefolgt von einer Klatsche ins Gesicht. Rollins taumelt. Das Blut läuft ihm aus der Unterlippe. Doch plötzlich… Block! Rollins blockt den nächsten Schlag. Kontert mit einem Back Elbow! Kick in den Magen! Spinning Back Kick!

Mit letzter Kraft springt Rollins auf das zweite Seil und trifft den heranstürmenden Jey Uso mit einem perfekten Springboard Knee. Jey fällt wie ein gefällter Baum. Jimmy stürmt heran, doch Rollins weicht aus, nutzt den Schwung und brennt ein Feuerwerk an Manövern ab, das die Halle den Atem raubt. Den heran rauschenden Jimmy wehrt er direkt mit einem Slingblade ab, mit einem sofortigen Übergang zu einer Standing Shooting Star Press… Direkt beim Aufstehen packt er Jimmy zum Falcon Arrow, zieht ihn auf die Beine, hebt ihn an und lässt ihn mit vollem Impact auf die Matte rauschen!

Pat McAfee
"Rollins fliegt heute Abend! Er kämpft, als würde es um sein Leben gehen. Welch eine Kombination!"


Rollins sieht die Chance. Er wartet nicht einmal. Er klettert mit letzter Energie auf das oberste Seil der Ringecke, dreht dem Ring den Rücken zu und schießt in die Luft. Phoenix Splash! Die Landung ist perfekt, darauf geht er sofort ins Cover.

“ONE”
“TWO”
“THR…” Nein! Eine riesige, tätowierte Hand greift Rollins am Bein. Jacob Fatu reißt Rollins mitten im Three-Count wie eine Puppe von Jimmy herunter und schleudert ihn sprichwörtlich aus dem Ring. Die Fans in der Arena können nicht fassen, was sie gerade gesehen haben. Das Match bricht von seiner taktischen Struktur aus in tiefe, emotionale Abgründe. Jey Uso schleicht sich in den Ring. Er sieht Roman auf dem Apron stehen. Jey winkt ihn geradezu herein. „Komm her! Komm schon, Uce!“

Roman steigt über das Seil. Die Luft im Stadion brennt. Die Cousins stehen sich Brust an Brust gegenüber. Kein Wrestling-Hold. Kein versuchter Griff. Intensive Blicke und ein paar unschöne Worte fliegen umher, bevor das Unausweichliche beginnt…eine wilde Prügelei.
Forearm von Jey! Forearm von Roman! Jey trifft schneller, getrieben von jahrelanger Wut. Roman trifft härter, getrieben von dem Schmerz der Enttäuschung. Jey taumelt, Roman packt ihn aus dem Lauf, welch eine Kraftdemonstartion…Samoan Drop! Gleich das Cover hinterher…

“One!”
“Two!”
Jimmy rettet in allerletzter Sekunde und springt auf seine Cousins. Roman schießt hoch, schnappt sich Jimmy am Hals und verpasst ihm einen ansatzlosen Superman Punch, der Jimmy direkt aus dem Ring befördert. Doch als Roman sich umdreht, wartet Jey bereits. Superkick ins Gesicht! Roman bleibt stehen. Noch ein Superkick! Roman wankt, die Knie werden weich. Jey nimmt Anlauf in den Seilen… doch Roman fängt ihn mitten im Flug ab, stemmt ihn hoch und befördert ihn mit einer gewaltigen Powerbomb auf den Boden!

Das Stadion bebt. Roman bleibt auf den Knien. Er schaut auf Jey hinab. In Romans Augen liegt kein Hass, sondern eine tiefe, tragische Traurigkeit. Man spürt im ganzen Raum, jeden Schlag, den er gegen Jey führt, spürt Roman selbst im Herzen.

Jon Moxley hat genug. Er rappelt sich auf, wischt sich das Blut aus dem Gesicht und beschließt, jetzt ist Schluss mit dem Wrestling und es wird Zeit für eine Kneipenschlägerei. Moxley stürmt den Ring wie ein Besessener. Er schlägt Jimmy, ein Headbutt für Jey ins Gesicht, er haut Fatu mit wilden Ellbogenstößen in die Ecke. Dabei raunt und lacht er zugleich wie ein Wahnsinniger. Es ist das irre Lachen eines Mannes, der im Chaos zu Hause ist. Mit einer Running Clothesline befördert er sich und Fatu gleichzeitig über das oberste Seil auf den Hallenboden. Draußen richten sich die drei Shield-Mitglieder langsam auf. Sie stehen Nebeneinander. Roman Reigns. Seth Rollins. Jon Moxley. Sie blicken sich an, hier braucht es keine Worte. Nur ein einziges, synchrones Nicken reicht aus und die Hölle bricht los.

Roman Reigns nimmt Anlauf und befördert Jimmy mit einem Drive-By Kick gegen, drüber und durch die Absperrung neben dem Zeitnehmer. Währenddessen nutzt Seth die zwei Schritte die er gegenüber Jey hat und trifft mit einem Superkick, sodass dieser über die Bande in die Zuschauerreihen kippt. In der Zeit hat sich Moxley auf den nächsten Ringpfosten gestohlen… beobachtet das Geschehen und springt letztlich mit einem Flying Crossbody auf Jacob Fatu nach draußen. Die Halle explodiert in einem einzigen kollektiven Aufschrei.

Cathy Kelley:
"Ich stehe nur wenige Meter entfernt, ich kann die Einschläge bis hier spüren! Die Absperrung ist gerade auseinandergebrochen, Fans springen aus den Sitzen und überall bricht pures Chaos aus!"


Wade Barrett:
"Das ist der Unterschied zwischen diesen Teams. Die Bloodline kämpft als Familie… aber The Shield funktioniert wie eine militärische Einheit."


Pat McAfee:
"Und genau deshalb hat diese Gruppierung die Wrestling-Welt einmal regiert! Roman Reigns, Seth Rollins und Jon Moxley bewegen sich wieder, als hätten sie niemals aufgehört, zusammen zu kämpfen!"


Die Stimmung in der Arena ist aufgeheizt und The Shield bestimmt gerade das Geschehen. Eine durchaus gefährliche Mischung. Dies weiß das Trio ebenso. Vor dem Kommentatorenpult stehen sie gemeinsam. Wieder sind es nur Blicke die ausgetauscht werden… Jon Moxley zeigt es an, Daumen hoch und es soll aufwärts gehen. Seth deutet auf Jacob Fatu, das Schwergewicht der Bloodline, allerdings sieht Roman dies etwas anders. Mit der Hand auf der Schulter, stoppt er Seth. Er will den Übeltäter dieser familiären Revolter, es will Jey! Die drei diskutieren nicht, sie arbeiten wie ein Uhrwerk. Jon gib den Kommentatoren zu verstehen, sich von ihren Plätzen zu erheben, während Seth das Pult abräumt. Gemeinsam zerren sie Jey hinter der Bande her und werfen ihn seinem Cousin zum Fraß vor.

Roman setzt an, gemeinsam mit Rollins und Moxley hieven sie den wehrlosen Uso in schwindelerregende Höhen, haken ein… zur TRIPLE POWERBOMB durch das Kommentatorenpult! Jey kracht durch das Holz und bleibt benommen liegen. Die Erschütterung scheint durch das Fundament der Arena zu gehen. In den Trümmern des Tisches wird Jey achtlos liegen gelassen. Nur Roman scheint ihm ein paar Worte mit auf den Weg zu geben. Ob er diese überhaupt noch vernimmt, bleibt dabei offen.

Roman richtet sich langsam wieder auf. Sein Blick bleibt noch einen Augenblick auf Jey liegen, der reglos zwischen den Trümmern des Kommentatorenpults liegt. Moxley klopft Roman einmal gegen die Schulter. Ein kurzer Moment, doch gefühlt zu lange. Genau das nutzt Jacob Fatu aus. Mit einem markerschütternden Schrei schießt der Samoan Werewolf über die Absperrung. Wie ein Güterzug trifft er Roman mit einer brutalen Running Shoulder Tackle. Roman überschlägt sich förmlich und kracht gegen den Ringpfosten.

Pat McAfee:
"Jacob Fatu ist noch nicht fertig! Der Mann kennt kein Ende!"


Moxley stürzt sich sofort auf ihn, doch Fatu weiß um seine eigene Stärke. Er fängt Mox mitten im Lauf ab, hebt ihn auf seine Schultern und vollzieht in einer fließenden Bewegung eine Samoan Drop direkt auf den Hallenboden. Der Einschlag lässt selbst die erste Zuschauerreihe zusammenzucken. Im Ring hat inzwischen wieder Jimmy Uso Stellung bezogen. Blut läuft von seiner Augenbraue, doch er denkt nicht daran aufzugeben. Als Seth gerade wieder über die Seile zurücksteigen will, trifft ihn Jimmy mit einem blitz-sauberen Superkick. Rollins kippt wie angeschossen zurück und knallt unsanft auf den Hallenboden. Die Bloodline hat tatsächlich das Momentum zurückgewinnen können.

Fatu und Jimmy Uso eilen herbei. Mit vereinten Kräften buchsieren sie den angeschlagenen Rollins zurück in den Ring. Ein obligatorischer Tag folgt, sodass zumindest dem Anschein nach nun Jacob Fatu der offizielle Mann der Bloodline im Ring ist. Er packt Seth am Halse, zerrt ihn auf die Beine, zu einem Samoan Spike… Nein, er wuchtet auch diesen Shield Member auf die Schultern. Gibt einen inbrünstigen Kriegsschrei von sich zum Samoan Dro… NEIN… SPEAR. Aus dem Nichts fliegt Roman Reigns herbei und speart den Samoan Werewolf quer durch den Ring. Jacob Fatu wird von dem Spear beinahe in der Mitte des Rings entzwei gerissen. Beide Männer überschlagen sich förmlich über die Matte. Für einen Sekundenbruchteil bleibt alles stehen. Dann beginnt sich Fatu tatsächlich wieder zu regen. Ein ungläubiges Raunen geht durch das Moody Center.

Wade Barrett:
"Unfassbar... der Samoan Werewolf lebt immer noch!"


Roman liegt schwer atmend neben ihm. Jeder Atemzug schmerzt sichtbar. Auf der gegenüberliegenden Seite kriecht Seth Rollins langsam zu den Seilen und zieht sich mit letzter Kraft wieder hoch. Außerhalb des Rings bricht derweil das blanke Chaos aus. Jimmy Uso versucht, mit der zweiten Luft erneut einzugreifen. Doch diesmal wartet Jon Moxley bereits auf ihn. Ein irrsinniges Grinsen zieht über Moxleys blutverschmiertes Gesicht. Jimmy stürzt sich auf ihn, mit der letzten verzweifelten Energie die er noch besitzt. Mox antwortet mit einem wilden Headbutt, Jimmy taumelt zurück…und bekommt sogleich den nächsten Headbutt ab. Gefolgt von einem Forearm, einem European Uppercut und einem Standing Dropkick. Die beiden prügeln sich quer über den Hallenboden, bis Mox Jimmy am Hinterkopf packt und ihn mit voller Wucht gegen den Ringpfosten schleudert. KLANG! Mit dem hellen Klang sackt Jimmy benommen zusammen. Doch Mox gönnt ihm keine Sekunde. Er hakt den Arm ein und führt seinen PARADIGM SHIFT aus. Jimmy kracht kopfüber auf den dünn belegten Hallenboden. Jon bleibt kniend über ihm sitzen, stößt ein erschöpftes, beinahe wahnsinniges Lachen aus und schlägt mit der Faust auf den Boden.

Pat McAfee:
"Jimmy ist raus! Moxley hat ihn endgültig ausgeschaltet!"


Im Ring beginnt sich Jacob Fatu langsam wieder aufzurichten. Es hat schon etwas unmenschliches, wie sich der Samoan Werewolf erneut von den harten Angriffen erholen kann. Wie ein Monster aus einem Horrorfilm hebt er sich wieder auf die Beine und brüllt lauthals heraus. Eine bedrohliche Szene, die auch Roman und Seth nicht entgangen ist. Fatu scheint dabei Rollins ins Auge zu fassen und stürmt achtlos in dessen Richtung… als von der Seite Roman Reigns mit einem brachialen SUPERMAN PUNCH dazwischen kommt. Der Treffer lässt Fatus Kopf nach hinten schnellen und zum aller ersten Mal an diesem Abend verliert der Werewolf vollständig das Gleichgewicht und taumelt rückwärts in die Seile. In der gegenüberliegenden Ringecke hat sich derweil Seth in Stellung gebracht. Er wartet, lauert auf den richtigen Moment… Dies könnte der finale Stoß sein. Fatu windet sich angeschlagen aus den Seilen, geht nach vorne, kommt auf alle Viere, ebenso wie Seth ihn braucht… dieser läuft an, springt und… STOMP! Jacob’s Kopf wird hart auf die Matte gedonnert was den Samoaner auch zunächste ausknockt. Rollins geht ins Cover, Reigns legt sich zusätzlich auf ihn, während Mox den Rückraum klärt.

“One!”
“Two!”
“Three!”

*Ding Ding Ding*

Matthew Rehwoldt:
"Here are your winner... Jon Moxley, Seth Rollins and Roman Reigns...THE SHIELD!"


Der Count ist durch. Der Ringrichter schlägt das dritte Mal mit der flachen Hand auf die Matte, springt auf und signalisiert das Ende des Matches. Es ist vorbei. Ein für alle Mal sind Jimmy und Jey Uso gemeinsam mit Jacob Fatu aus der Bloodline verbannt, ausgestoßen aus ihrer eigenen, einst so unantastbaren Dynastie. Aus der schieren Not geboren, hat The Shield an diesem Abend bewiesen, dass Blut am Ende eben doch nicht dicker ist als Wasser. Diese Bruderschaft hielt. Sie stand wie eine Festung gegen das Chaos. In einem epischen, kräftezehrenden Krieg zeigten alle drei Männer noch einmal die absolute Weltklasse, die sie seit einem Jahrzehnt an der Spitze dieser Industrie hält. Die Arena kocht. Zehntausende Menschen reißen schlagartig die Arme nach oben, springen von ihren Sitzen und lassen die Arena in ihren Grundfesten erzittern.

"THIS IS AWESOME!"
"SHIELD! SHIELD! SHIELD!"

Die Sprechchöre rollen wie Donner durch das Rund, doch im Ring herrscht eine ganz andere, tonlose Realität. Drei Männer. Drei Überlebende. Roman Reigns stützt sich schwer auf Hände und Knie. Sein Atem geht rasselnd, Schweiß tropft in dicken Perlen von seiner Stirn auf die Matte und vermischt sich dort mit dem Staub und der Ringfarbe. Moxley sitzt schwerfällig in der Ringecke, den Hinterkopf gegen das Polster gepresst, die Augen halb geschlossen. Seine Brust hebt und senkt sich in kurzen, unregelmäßigen Stößen. Jedes Atmen eine Qual, aber sein Körper ist voller Adrenalin.

Und Seth Rollins… Seth steht. Nicht unbedingt stolz, nicht in Siegerpose. Er wankt lediglich auf den Beinen. Sein schwarzes Shirt klebt durchnässt an seiner Haut.. Ein feiner Faden Blut zieht sich von seiner aufgeplatzten Unterlippe über das Kinn hinab. Für einen langen, beinahe unheimlichen Moment spricht niemand. Die Regie schaltet auf die Totale, fängt die drei Männer in einem einzigen Bild ein. Ein Anblick, der noch vor wenigen Wochen völlig undenkbar schien. Die Geschichte dreier Brüder, die sich gegenseitig durch die Hölle geschickt hatten, schien für diesen einen Abend wieder vereint.

Langsam, Zentimeter für Zentimeter, kämpft sich Roman nach oben. Er richtet sich auf, das schwere Atmen hallt fast stumm im Lärm der Halle wider. Roman blickt zuerst rüber zu Moxley. Dann wendet er den Kopf und sieht Seth direkt in die Augen. Keine großen Gesten. Kein inszeniertes Pathos. Nur ein einziges, sachtes Nicken. Ein Nicken, das tonnenschwer wiegt. Es ist die stumme Quittung für eine Dekade voller Schmerz, Misstrauen und Narben. Es ist die vergebene Absolution.

Moxley stößt sich mit einer zähen Bewegung aus der Ecke und tritt einen Schritt näher. Sein Blick wandert skeptisch, aber gelöst zwischen den beiden hin und her. Ein müdes, fast ungläubiges Grinsen stiehlt sich auf seine Lippen. Als könne er selbst kaum fassen, dass diese explosive Mischung aus drei Egos tatsächlich überlebt hat, ohne zu explodieren. Die Fanmassen werden noch lauter, die Gesänge peitschen durch die Arena: "SHIELD! SHIELD! SHIELD!"

Roman wendet sich ab. Er dreht Seth den Rücken zu. Zum ersten Mal seit zehn Jahren lässt er die Deckung komplett fallen. Keine Skepsis mehr, keine Wachsamkeit. Er schenkt Seth bedingungsloses Vertrauen. In genau diesem Moment senkt Seth den Blick. Direkt vor seinen Stiefelspitzen liegt er, ein schwarzer Stahlstuhl. Das kalte, verbogene Metall liegt genau dort, wo es in der Schlussphase des Matches zu Boden gegangen war. Seth’ Finger beginnen zu zucken. Ganz langsam, fast reflexartig, wie von Geisterhand gesteuert. Er bückt sich. Seine Hand schließt sich um das kalte Eisen. Das Metall knarzt leise unter seinem Griff, als er das Gewicht des Stuhls in der Rechten spürt.

Roman hört das Scharren auf der Matte. Er dreht noch einmal kurz den Kopf über die Schulter. Ihre Blicke kreuzen sich für eine Millisekunde. Roman sagt nichts. In seinen Augen liegt nicht die geringste Spur von Verdacht. Er dreht sich wieder komplett um, blickt ins Publikum, atmet durch. Er ahnt nichts.

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Moxley jedoch erstarrt. Sein Blick heftet sich auf Seth’ Hand und auf das Metall. Auf die Art und Weise, wie Seth’ Knöchel weiß anlaufen. Das müde Grinsen auf Moxleys Gesicht stirbt augenblicklich ab. Seine Stirn legt sich in tiefe Falten. Seine Körperhaltung spannt sich an, doch er macht keinen Schritt… Noch nicht. Seth dreht den Stuhl ganz langsam in seinen Händen. Seine Finger gleiten fast zärtlich über die Kante des Stahls. Es ist, als würde jede Unebenheit des Metalls eine uralte Erinnerung freisetzen. Den Knall von 2014. Den Schmerz. Die Gier. Den Masterplan. Eine merkwürdige, lähmende Stille breitet sich blitzartig in der Arena aus. Das Jubeln der Fans verweht, als würde das Publikum spüren, dass die Luft im Raum plötzlich zu Eis gefriert. Niemand kann genau sagen warum, aber ein kollektiver Schauer zieht durch die Ränge.

Seth hebt den Kopf. Vor ihm steht Roman Reigns. Der Tribal Chief. Der Mann, der jahrelang über das Business herrschte. Und er steht da mit völlig ungeschützten Rücken. Moxley schaut zwischen den beiden hin und her. Die Zeit scheint in Zeitlupe abzulaufen.

"Seth..." Das Wort entweicht Moxleys Kehle kaum hörbar. Es ist keine Warnung und keine Bedrohung. Es ist eine leise, verzweifelte Frage. Seth dreht den Kopf leicht zur Seite. Für einen winzigen Bruchteil einer Sekunde treffen sich die Blicke der beiden Brüder, Mox und Seth. In dieser einen Sekunde liegt das gesamte Jahrzehnt. Das Blut, das sie füreinander vergossen haben. Die Zweckbündnisse. Die Schlachten. Die verlorene Jugend. Moxley bewegt sich nicht. Er greift nicht ein. Er entscheidet sich in genau diesem einen, schicksalhaften Augenblick bewusst dagegen, die Distanz zu überbrücken. Weil ein Teil von ihm, der Teil, der an Wunder glaubt, krampfhaft hofft, dass Seth diesen verfluchten Stuhl gleich einfach auf die Matte fallen lässt. Er will glauben, dass die Geschichte nicht noch einmal von vorne beginnt.

Seth fixiert Moxley. Sein Gesicht ist eine reglose Maske. Dann wendet er sich wieder Roman zu. Das Bild fährt extrem nah an Seth’ Gesicht heran. Seine Augen schimmern feucht im Scheinwerferlicht. Es ist kein Hass darin zu sehen. Keine frenetische Wut. Es ist die eiskalte, schmerzhafte Klarheit einer unweigerlichen Entscheidung, die er jetzt treffen muss. Ganz langsam hebt sich der Stuhl. Höher. Bis auf Schulterhöhe. Roman bemerkt die Bewegung im Augenwinkel, beginnt gerade erst, sich umzudrehen, als…

KRRAAANG!

[Bild: d27df1cd4dc179ce96b30041eeaffe51576d960e.pnj]

Der Stahl knallt mit brutaler Gewalt in Romans ungeschützten Rücken. Der Sound des Einschlags klingt wie ein Pistolenschuss, der durch die gesamte Arena peitscht. Der Wucht des Schlags reißt Roman die Beine unter dem Körper weg. Er schlägt hart auf die Knie, die Luft entweicht seinen Lungen in einem hohlen Keuchen. Die Arena... erstirbt. Keine Buhrufe. Kein Schock-Schrei. Nichts. Es ist die absolute, lähmende Stille von fünfzigtausend Menschen, die das Atmen vergessen haben. Moxley reißt die Augen weit auf, das Blut weicht ihm aus dem Gesicht. Roman versucht krampfhaft, sich mit den Armen abzustützen. Er hebt den Kopf, das Gesicht verzerrt vor ungläubigem Schmerz. Er versteht es nicht, oder hat er es geahnt? Seine Augen suchen den Boden, als würde er nach einer Antwort suchen. Seth tritt langsam einen Schritt näher, direkt hinter ihn. Der Stuhl schwingt locker in seiner Hand. Seth atmet tief durch die Nase ein. Roman dreht den Kopf mühsam über die Schulter. Ihre Blicke treffen sich ein allerletztes Mal. Roman sieht nicht nur den Schmerz des Schlags… er sieht den Verrat. Und Seth holt erneut aus.

KRRAAANG!

[Bild: 7c5e4ad1e641de2aed36eda483a1602b0b882959.pnj]

Der zweite Schlag trifft Roman voll am Hinterkopf und Nacken. Roman bricht komplett zusammen, knallt ungebremst mit dem Gesicht voran auf die Ringmatte und bleibt reglos liegen. Erst jetzt bricht das Chaos in den Rängen aus. Hände fliegen an die Köpfe, Menschen springen entsetzt auf, ein ohrenbetäubendes, fassungsloses Raunen zieht wie eine Welle durch den Innenraum. Moxley macht einen halben, automatischen Schritt nach vorne und hält inne. Er starrt Seth an. Seine Fäuste ballen sich, doch die Attacke bleibt aus.

Seth erwidert den Blick. Er geht nicht in Kampfhaltung, er hebt den Stuhl nicht gegen Mox. Er steht einfach nur da, schaut ihn an und gibt ihm mit einem einzigen, kaum merklichen Blick die Antwort auf die nie gestellte Frage: Nein, nicht du. Nie du. Moxley versteht, zumindest scheint es so. Das war kein Amoklauf, das war kein Verrat am Shield im eigentlichen Sinne. Es war das Begleichen einer ganz persönlichen, zehn Jahre alten Rechnung. Der Verrat galt Roman und nur allein Roman Reigns.

Pat McAfee:
"Ich kann das nicht glauben... Warum, Seth?! Warum ausgerechnet heute Nacht?! Ich habe verdammt nochmal Gänsehaut und mir ist schlecht zugleich!"


Wade Barrett:
"Weil die Geschichte niemals schläft, Pat. Manche Wunden heilen nicht. Manche Rechnungen lassen sich nicht durch einen einzigen Abend tilgen... Er hat uns alle getäuscht. Uns, die Bloodline... und Roman Reigns."


Cathy Kelley:
"Mir fehlen ehrlich gesagt die Worte. Man spürt das Entsetzen der Menschen bis in die Knochen. Tausende Fans hier im Moody Center haben Freudentränen vergossen, als diese drei zusammen im Ring standen. Und jetzt... Roman liegt hier auf der Matte, völlig reglos. Seth hat nicht nur eine Allianz zerschlagen – er hat genau in dem Moment zugeschlagen, als Roman ihm sein Herz und sein vollkommenes Vertrauen geschenkt hat. Das ist kein strategischer Schachzug... das ist eine menschliche Tragödie."


[Bild: 5.jpg]

Die c2c nimmt Tiffany Stratton wieder nach und nach ein. Nachdem sie ein paar Wochen verletzt ausfiel, ist sie wieder in die Spur gekommen. Der Tiffy-Express rollt also wieder. Nächster Halt: Houston, Texas. Watch the Throne wird also in den Südstaaten der USA ausgetragen. Der Ort, wo Alexa Bliss ihre Chance wittert, den jüngeren Blondinen den World Women's Championship abzunehmen. Zunächst jedoch, werden die c2c-Fans auf etwas ganz Wichtiges hingewiesen. In der Halle springt die Titan Thron an, während für die Fans an den TV-Geräten das Bild umspringt. Und zwar für eine wichtige Werbung.

[Bild: tiffyhimmelcasnaopn.png]

It’s Tiffy-Time - The Movie. Ja, während alle Tiffy-holics wohl aus dem Häuschen sind, werden andere Leute wohl die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Tiffany Stratton bekommt ihren eigenen Film. Ob der Ort hier in Texas bewusst gewählt wurde? Ein Seitenhieb gegen Fallon Henley? Ja, der Millionärstochter ist klar, dass das Country Girl aus Michigan kommt. Einer kleinen Stadt kurz vor der kanadischen Grenze und gar nicht so weit von Minnesota entfernt, wie Tiffany es gerne gehabt hätte, aber immer noch weit genug, um einen halben Tag fahren zu müssen, um vom einen in den anderen Ort zu gelangen. Doch das ist nicht die Message dieser Werbung. Hier soll eine andere Seite des Buff Barbie Dolls gezeigt werden, was natürlich demnächst auf Prime abrufbar ist. Hier und heute, gibt es einen kleinen Einblick, nachdem das Rich Girl selbst Werbung für ihre Produkte Werbung gemacht hat.

[Bild: tiffyshirtonsxaleacawc.png]

Das Bild springt um und wir finden uns in einer großen Turnhalle wieder. Im Rot-Blauen Turn-Dress finden wir dort Tiffany Stratton wieder. Nun gut, man muss ein wenig genauer hin gucken. Sie ist sehr jung. Viel jünger als wir sie aus der c2c her kennen. Vor einem Barren sitzt sie auf einer kleinen Erhöhung, während sie für die Turn-Mannschaft in die Kamera lächelt, damit von jedem Mitglied ein Foto gemacht wurde. Das Lächeln sieht okay aus. Ein Lächeln, was ihr Leid verdeckt. Die junge Stratton hatte einen Arschloch als Trainer. Ein Mann, der aus ihr das gemacht hat, wofür sie heute bekannt ist. Eine ehrgeizige Frau, die über Leichen geht, um das zu erreichen, was sie haben möchte.

[Bild: tiffyjungeathletincabcao9c.png]

Kaum ist das Foto im Kasten, verschwindet das Lächeln auch wieder. Der Grund ist ihr Trainer, dem die Wut quasi im Gesicht geschrieben steht.

Trainer:
“DAS WAR ZU WENIG!”

Schreit der dunkelhaarige Mann im leicht erhöhten Alter. So laut, dass es die junge Blondine verschreckt.

Young Tiffany Stratton:
“A..A..Aber…”

Stottert die heutige c2c-Championesse. Sie selbst war zufrieden mit ihrem heutigen Auftritt. Kein Wunder, dass ihr die Tränen in die Augen steigen, sie etwas verängstigt wird und das Herz so schnell schlug, dass es beinahe weh tat.

Trainer:
“NEIN! SEI STILL…BEIM NÄCHSTEN MAL WIRST DU NOCH BESSER SEIN!”

Die Drohung setzt dem Mädchen zu. Sie kann es nicht abwenden, dass die Tränen langsam die Wangen hinunterkullern. Mit einem Blick, der nichts als die Frage stellt, warum er sie so dreckig behandelt, schaut sie zu ihm hoch. Mit der kommenden Aktion, hat Tiffany zu diesem Zeitpunkt nicht gerechnet. Der grauhaarige Trainer greift ihr so fest am Oberarm, sodass es sie schmerzt.
“Aua…” gibt sie jammernd von sich, während sie die Hand des Trainers im Rücken spürt, die sie in Richtung Halle schubst.

Trainer:
“Wie SCHWACH du bist! Dafür wirst du NACHSITZEN! GEH TRAINIEREN!!! SOLANGE BIS DU BESSER WIRST!!!”

Mit einem traurigen Blick zurück verschleiert die Szene in einem grauen Nebel. Es war ein kleiner Einblick in eine Vergangenheit, wo Miss Stratton noch andere Ziele verfolgte. Sie wollte einer der besten Turnerinnen des Landes werden. In der Nationalmannschaft der USA dabei sein. Und anhand des Trainers sieht man gut, weshalb ihr Ehrgeiz und Ego so groß geworden ist, wie wir sie heute kennen.
Als der Nebel über den Bildschirm gezogen ist, befinden wir uns in einer anderen Szene. Auch hier ist Tiffany noch jung, obwohl sie etwas älter zu sein scheint als noch in der Szene der Turnhalle und den furchtbaren Trainer. Mit einer schwarzen Tasche geschultert, steht die junge Blondine in einer modernen Halle, die zum Komplex der c2c gehört. Genau hier wurde sie ausgebildet. Zur Wrestlerin. Zur Championesse. Das war ihr zu dem Zeitpunkt aber noch nicht klar. Ihr Verhalten ist ein ganz anderes, als das wir heute von ihr kennen.

Young Tiffany Stratton:
“Ha…Hallo???”

Ruft sie etwas schüchtern und schaut zu allen Seiten. Hier muss doch jemand sein. In ihrem pinken Kleidchen und weißen Dress wirkt sie nicht gerade wie jemand, der Wrestlerin werden will. Aber sie präsentiert eben auch das Haus Stratton. Eine Millionärsfamilie der gehobenen Klasse. Also muss sie sich auch so präsentieren. Schon damals war die Presse auf sie fokussiert. Ob sie eine Art moderne Paris Hilton wird? Das Ganze hat sich früh zerschlagen. Tiffany war anders, auch wenn sie Daddy's Geld gerne ausgab.

Young Tiffany Stratton:
“Ist hier jemand?”

Ein paar Schritte nach links und ein paar Schritte nach rechts und schon kommt ein Mann um die Ecke.

???:
“Ahhhh…! Du musst Tiffany sein, Richtig?”

Die Blondine nickt einfach nur und gab ihm schüchtern die Hand.

???:
"Mein Name ist Paul und ich begleite dich in ein neues Leben als Wrestlerin. Die Verantwortlichen der c2c hast du ja bereits überzeugt. Eine Turnerin, Richtig? Das müssen wir ausnutzen. Außerdem müssen wir aus dir eine Persönlichkeit machen. Was zeichnet dich aus?”

Die Frage beantwortet die Millionärstochter nicht. Zumindest nicht sofort. Sie denkt darüber nach und schaut auf den Boden. Das alles war bei für sie. Und wie sollte die wissen, wie sie am besten auftreten sollte?

Paul:
“Ehrgeiz habe ich gehört. Genau das müssen wir nutzen! Du musst sehr viel selbstbewusster werden, sonst gehst du unter.”

Nut dieser Aussage tritt die Veränderung zu der Frau ein, die sie heute ist. Arrogant! Verwöhnt! Vielleicht ein bisschen zu ehrgeizig. Die Szene selbst wird vorgespult. Während im Hintergrund etwas Musik eingespielt wird, sehen wir Trainer Paul, wie er in verschiedenen Szenen mit dem Wrestling-Neuling arbeitet. Er zeigt ihr, wie sie stehen muss und drückt ihren Rücken gerade. In einer anderen Situation zeigt er ihr ein paar Moves. Wieder eine andere Szene zeigt, wie sie vor einem Fernseher stehen und Paul ein Wrestling Match erklärt. Worauf muss sie achten? Und schließlich, wie die ihre Moves aufbauen und trainieren werden. Das es verschiedene Szenen sind zeigt, dass beide immer etwas anderes abgezogen haben. Obwohl bei Tiffany schon das Pink auffällt.

Young Tiffany Stratton:
“Das kann ich nicht. Es ist etwas anderes, wenn unter die jemand liegt. Ein Moonsault von der Ringecken aus…ist riskant.”

Äußert die junge Frau aus Minnesota und muss schlucken. Es ist eine riesen Aufgabe. Riesiger, als sie es sich gedacht hatte. Die Ursprünge zu jener Frau, die sie heute ist, liegen hier verwurzelt. Mittlerweile ist sie nicht nur eine Wrestlerin, sondern sogar Unternehmerin. Geschäftsführerin von Stratton Industries. Nutzt diese Position natürlich auch, um sich selbst zu vermarkten.
Entscheidend sind dafür die folgenden Sätze ihres Trainers.

Paul:
“Wenn es richtig ausgeführt ist, dann nicht. Und du kannst das. Es wird dich zu etwas besonderem machen. Du bist eine gute Turnerin. Das sollten wir ausnutzen. Dadurch haben wir etwas Spielraum, um dich zu etwas Besonderem zu machen! Aber dafür brauchst du DIE gewisse Ausstrahlung. Du musst sie sein wie dein Trainer beim Turnen. So wie du es mir erzählt hast. Natürlich nur in Maßen.”

Aus dem Maßen wurde nun natürlich mehr, als Paul hier gemeint hat. Wenn man es sich Recht überlegt, ist Tiffany so geworden, wie es ihr Turnlehrer wollte. Nur eben in der falschen Sportart. Die c2c hatte ein gutes Händchen bewiesen und eine gute Wrestlerin hervorgebracht. Und jetzt? Jetzt brauchte sie Paul nicht mehr. Denn sie steht an der Spitze der Women's Division.
Wieder vernebelt das Bild und wir springen ins hier und jetzt. Eine kleine Kinderhand greift von oben ins Bild und setzt ihre Barbie vor die Kamera. Und natürlich ist es Tiffany Stratton. Diese Einspielung hatten wir ja schon des Öfteren gesehen und das Rich Girl macht hin und wieder mal Gebrauch davon aus dem Barbie-Land zu senden. Mit braunen Bra und Rock wurde sie heute vom Mädchen bekleidet.

[Bild: tiffyposeadfscobno.png]

Der Championchip wird ihr erst jetzt, von der Kinderhand, um die Hüfte gelegt. Bevor sie jedoch sprechen darf, wird noch eine zweite Barbie ins Haus gestellt, besser bekannt als Meghan Walker. Die Blondine himmelt nicht nur die selbsternannte Miss Future Legend an, sondern sieht auch fast identisch aus.

[Bild: tiffyhaareacsnocp.png]

Im roten Kleid wurde sie verpackt, wodurch sie direkt auffällt. Aber auch ihre blauen Augen schimmern im Lichte.
Tiffany schickt einen kurzen Blick zur anderen Blondinen und rollt mit den Augen. Irgendwie hat Walker es geschafft, sich in die Nähe von Tiffany zu begeben und akzeptiert worden zu sein. Obwohl man eher davon ausgehen kann, dass der Millionärstochter einfach nur die Arschkriecherei gefällt. Und Meghan hat eine ähnliche Geschichte wie Tiffany. Auch sie kommt aus dem Leichtathletik-Sport.

Tiffany Stratton:
”Abermals ist Tiffany Epiphany die Attraktion der Women's Division! Ein Blick auf die Card sagt eigentlich alles aus. Im Co Main Event des Specials ist Tiiiiffyyy Tiiiime! Im kleinen Preview konntet ihr sehen, wieso. Ich habe es mir erarbeitet! Habe dafür einiges einstecken müssen. Und doch bin ich drangeblieben.”

Meghan Walker:
”Drangeblieben!”

Tiffany Stratton:
”Das…!”

Stratton dreht sich etwas und präsentiert sich damit selbst. Aber auch umliegend das Barbie-Haus.

Tiffany Stratton:
”...ist es, was ihr glaubt, dass ich bin. Nichts weiter als eine Barbie. Und keiner von euch hätte jemals gedacht, dass diese Barbie World Women's Championesse werden wird. All meine Vorhersagen habt ihr gekonnt ignoriert.”

Meghan Walker:
”jaaa…ignoriert!”

Spricht Walker nach und unterstreicht die Worte ihres Idols. Das tut Tiffany natürlich besonders gut. Es ist ein Grund, warum sie nicht weiter abheben kann.

Tiffany Stratton:
”Und jetzt habt ihr das, was ihr nie haben wolltet….”

Laut quietschend atmet die Blondine ein und schaut leicht nach oben, als würde sie in die Sterne schauen wollen, um ihren eigenen Stern dort zu finden.

Tiffany Stratton:
”...I am definitely the Center of the Universe! The Star of c2c! Legendkiller! Miss Future Legend! The Face of c2c! The longest and best Shine Championesse and Women's Championesse!”

Na, diese Worte kennen wir ja bereits schon. Tiffany erwähnt ja immer mal wieder, in welcher Kategorie sie sich sieht. Darauf ist und kann sie ja auch stolz sein. Obwohl sie nun ein fragendes Gesicht formt, während sie die Augen zu kleinen Schlitzen kneift. Ihre Hände fliegen dabei auf Brusthöhe, die wie kleine Flügelchen nach außen geklappt werden.

Tiffany Stratton:
”Moment! So langsam ist Tiffany Stratton bereits eine Legende!?”

Meghan Walker:
”Legende!”

Während Meghan unterstützend zustimmt, huscht von oben des Bildes die Kinderhand in das Bild und schubst die beiden Blondinen an. Anscheinend möchte das Mädchen, dass die beiden weitergehen.

Tiffany Stratton:
”Ja…schon gut!”

Ist die Antwort der lebenden Barbie, bevor sie sich in Bewegung setzt, die Kamera aber nicht ignoriert. Das kann sie auch gar nicht. Daddy's little Princess muss im Rampenlicht stehen. Alle Aufmerksamkeit auf sie gerichtet. Es steht ja bald wieder ein Match an. Alexa Bliss heißt die Gegnerin. Und ganz bestimmt will Stratton nicht verlieren.

Tiffany Stratton:
"Montagnacht werde ich meinen Ziel, auch beste Women's Championesse zu werden, näher kommen! Das hat oberste Priorität! Und zudem…hat Tiffany Epiphany noch eine Rechnung mit Alexa Bliss offen!”

Ob es nun eine offene Rechnung ist, sei mal dahingestellt. Damals, es ist Jahre her, haben sich Alexa und Tiffany in der Parkgarage getroffen und Alexa hat nicht nur Tiffy sondern auch ihren Buttler bedroht. Zu allem Übel gewann Bliss abschließend knapp. Und selbst wenn Alexa nun ein anderes Wesen hat, besteht diese Rechnung weiterhin.

Meghan Walker:
”...besteht noch eine Rechnung!”

Meghan's Part ist sehr einfach gehalten. Sie unterstützt Strattons Wirte einfach nur. Ansonsten hält sie dich zurück. Es ist ja auch Tiffy-Time, was man deutlich an Tiffy-TV Logo unten rechts in der Ecke sehen kann.

Tiffany Stratton:
”Es ist eine Zeitlang her! Mittlerweile hat sich das Blatt gedreht. Doch du Alexa warst auf dem Weg, Women's Championesse zu werden. Und ich hätte dich fast besiegt. Mein Trip in der c2c habe ich damals begonnen. Doch was viel schlimmer war…du hast es zugelassen, James zu bedrohen. Weil du irre warst! Nun…heute bist du auch irre. Nur auf eine anderen Weise! Und weil es so war…guck mal wenn ich habe…?!”

Bzw Meghan hebt es nun hervor - die kleine Stoffpuppe Lily. Alexa's ein und alles. Und während sie das macht, wird unten im Bild nochmal Werbung für den Tiffy-Movie gemacht. Von links nach rechts fährt dieses durch das Bild It's Tiffy-Time, the Movie! Stream on Prime!

Tiffany Stratton:
”Die arme kleine Lily…”

Meghan Walker:
”Arme Lily!”

Schnell formen beide Blondinen einen Schmollmund. Dabei legt Tiffany den Kopf schief.

Tiffany Stratton:
”Wenn du sie wieder haben möchtest, solltest du dich auch wie eine liebe Alexa benehmen. Dann überlege ich mir es nochmal! Solange…bleibt sie hier im Barbie Land! Vielleicht nach deiner Niederlage am Montag! Toodles!”

Heute, mal etwas kürzer als sonst, beendet Tiffany an der Stelle. Aber im Prinzip ist alles gesagt worden. Deswegen wird an dieser Stelle ausgeblendet.

[Bild: 3.jpg]

Die Fans sind mehr als nur gespannt darauf, was als Nächstes passiert, und freuen sich schon jetzt, während die Kameras über die Zuschauertribünen fliegen und uns zeigen, dass das Moody Center heute bis auf den letzten Platz ausverkauft ist. Viel hat man heute bereits gesehen und bis auf 2 Matches gibt es nichts mehr auf der heutigen Card. Doch schon nach nur kurzer Zeit springt der Titantron wieder an und bringt uns ein weiteres Mal in den Backstagebereich zu einem Locker Room.

Raven:
„„Ahh, hey, hier bist du. Ich hab dich schon gesucht!"“

Das ist Raven. Aber die Umkleidekabine gehört jemand anderem. Und selbstverständlich ist es eine Person, die wir schon häufiger mit Raven zusammen gesehen haben. Eine Person, von der wir nach den heutigen Ereignissen gedacht haben, dass wir sie nie wieder zu sehen bekommen. Die Rede ist von Axiom! Doch Raven selbst scheint von alledem nichts mitbekommen zu haben, da er gar nicht auf eine Reaktion zu seinem Erscheinen wartet, sondern direkt losredet.

Raven:
„„Hör mal, du kommst doch aus Europa und du kannst gut mit Zahlen. Ich brauch dich mal als Hilfe für das Performance Center. Was glaubst du, wie viel Geld die c2c durch Vinces Einfluss hier zusätzlich verdient? Schaffst du es, das herauszufinden? Du hast doch sicher irgendwelche super Finanzgurus, die an alle buchhalterischen Geheimnisse kommen, oder?"“

Die Frage ist gestellt. Der Krieg gegen Vince soll weitergeführt werden. Obwohl Vince ihn bereits schon gefeuert hat. Aber Raven gibt nicht so leicht auf, weil er weiß, dass er offiziell noch immer Teil der Liga ist. Ihm wurde zwar gedroht, dass Vince ihm das Leben zur Hölle machen wird, aber gefeuert wurde er noch nicht. Und ehe das nächste Woche passieren soll, will Raven alles dafür geben, um sich gegen dieses Schwein zur Wehr zu setzen.

Raven:
„„Und zum Teufel, was machst du hier, wo willst du hin?"“

Sagte er dann aber, als er bemerken muss, dass Axiom hier alle seine Sachen zusammengepackt hat und so aussieht, als wolle er die Halle bereits mit allem, was ihm jemals gehört hat, verlassen. Als wolle Axiom Urlaub machen oder eine kleine Pause vom Wrestling … oder als würde Axiom …

´Axiom
"Ich gehe. Meine Dienste hier werden nicht länger gebraucht."

Die Coast 2 Coast scheint nicht mehr länger auf Axiom angewiesen zu sein, weswegen man ihn gehen lässt. Raven hat Glück ihn noch zu erreichen, denn der Spanier scheint schon fast abreisebereit.

Axiom
"Und um deine Frage zu beantworten: Ich hab keine Ahnung wie viel Geld sie sparen. Für mich reicht das Budget aber offensichtlich nicht mehr. "

So wirklich glaubt Raven wohl nicht daran, dass es Axiom hier ernst meint. Daher bringt er bloß wieder irgendeinen dummen Spruch, anstatt Mitleid zu zeigen oder Ähnliches.

Raven:
„„Bitte was? Hast du Bayley unsittlich betatscht oder was ist passiert? Das wär nichts geworden, sie findet nur mich heiß. Was machst du für einen Scheiß?"“

Doch wie wir vorhin sehen durften, meint es Axiom wohl sicher ganz ernst. Ob er es da jetzt gebrauchen kann, hier so dämlich von Raven angemacht zu werden, ist fraglich. Was natürlich paradox ist, dass es so gesehen ausgerechnet Raven war, der die Schuld daran hatte, dass Axiom entlassen wurde.

Axiom
"Nicht so ganz. Ich will darauf nicht weiter eingehen. Ich beeile mich lieber, bevor die noch darüber nachdenken die Security einzuschalten."

Offenbar will Axiom nicht verraten, dass es damit zu tun, dass der Spanier mit Raven verkehrt, doch ist Axiom keiner, der einem sowas aufbürden will. Seine letzten Sachen hat er soeben gepackt und ist damit bereit abzureisen.
Doch so einfach lässt ihn Raven hier nicht die Flucht ergreifen. Scheiß auf die Security. Raven hat letzte Woche schon einige von denen windelweich geprügelt, dann wird er das diese Woche auch hinbekommen. Raven ist es scheißegal, was hier backstage gesagt wird. Er wird dieses Gespräch mit Axiom führen. Koste es, was es wolle.

Raven:
„„War das Vince?"“

Eine wirkliche Antwort darauf bräuchte Axiom eigentlich gar nicht zu geben, da sich Raven bereits kurz, nachdem er diese Worte ausgesprochen hat, vorstellen kann, dass es wirklich so gewesen ist. Er kann es sich denken, was hier abgeht.

Raven:
„„Hat Vince dich rausgeworfen, weil du mit dem Performance-Center-Programm zusammenarbeitest?"“

Nun, ganz so war es jetzt nicht, aber so verkehrt liegt Raven auch nicht. Viel eher hat Vince Axiom gefeuert, weil er mit Raven zusammenarbeitet. Das Performance Center war da nur Nebensache. Man merkt, wie immer weiter Wut in Raven ansteigt, aber er auch etwas schockiert ist. Denn wenn Axiom wirklich gefeuert wurde, dann ... weiß Raven auch nicht wirklich, was er tun kann. Es wirkt, als hätte Vince ihn vollkommen in die Ecke gespielt. Und als würde Vince seine Wut nicht nur an ihm, sondern auch an jedem in Ravens engstem Umkreis auslassen.

Axiom
"Ach Vince ist ein seniler alter Mann, dem seine frühere Macht fehlte. Nur deswegen ist er hier. Und jetzt bin ich seiner Laune zum Opfer gefallen."

Axiom will auf Teufel komm raus nicht verraten, warum Vince McMahon ihn wirklich gefeuert hat.

Axiom
"Aber der große Boss ist er nicht mehr. Nicht hier. Und ich werde Widerspruch einlegen. Jetzt heißt es aber erstmal für mich zu gehen."

Raven:
„„Ach, und selbst wenn nicht, ist das doch nicht so schlimm. Dann hast du immerhin ein wenig mehr Zeit jetzt und musst nicht mehr durch ganz Amerika fliegen. Und die Indys reißen sich bestimmt um dich."“

Na ja, so aufmunternd ist das jetzt nicht unbedingt, aber immerhin versucht es der sonst so herzlose Raven ein wenig. Das ist schon einmal wunderschön genug. Und wenn man genauer drüber nachdenkt, ist Axiom weder der Typ dazu, noch stehen sich die beiden überhaupt nah genug, um zu fordern, dass Raven ihn in den Arm nimmt und tröstet. Und da Axiom nicht sagt, dass Raven der eigentliche Grund ist, weshalb er seinen Job verloren hat, kann sich Raven auch gar nicht entschuldigen. Doch ist das alles kein Grund dafür, nun Folgendes zu bringen.

Raven:
„„Uhm… was die Sache mit dem Budget angeht… meinst du, du kannst das noch irgendwie für mich herausfinden?"“

Axiom wurde gerade gefeuert und Raven denkt trotzdem noch nur an die Bitte, die er an den Spanier hatte? Es wird irgendwas sein, mit dem er Vince schaden will, aber… einen toten Mann noch mit in die Schlacht zu schicken, ist nun wirklich unfassbar herzlos. Aber gut, so gesehen hat Axiom auch nichts mehr zu verlieren. Was bereits tot ist, kann nicht mehr sterben.

Axiom
"Was stellst du dir vor? Dass ich ins Headoffice einbreche und die Unterlagen der Finanzbuchhaltung klaue? Ich kann dir leider nicht helfen."

Axiom sieht sich die Hände gebunden in der Sache. Und er will hier auch erstmal raus. Der Ärger über die Entlassung sitzt immer noch tief im Spanier.

Axiom
"Wir sehen uns."

Damit macht sich der schnellste Mann der Coast 2 Coast auf den Weg. Raven muss diesen Kampf ohne ihn fortführen.

[Bild: 8484.jpg]

CO - MAIN EVENT
c2c WOMEN'S WORLD CHAMPIONSHIP
SINGLES MATCH
Tiffany Stratton © vs. Alexa Bliss

[Bild: tiffyalexa.png]
Writer: ???

Die Arena ist in gedämpftes Licht getaucht. Ein leises Raunen geht durch die Menge während die Kameras über tausende Fans schwenken. Plötzlich wird die Halle komplett dunkel. Ein kurzes unheimliches Kinderlachen hallt durch die Lautsprecher. Dann ertönt die Entrance-Song "The Fury".



Auf der riesigen LED-Stage flackern Bilder wie aus einer alten Spieluhr verzerrte Animationen dunkle Farben über den Bildschirm. Ein Spotlight erscheint am oberen Ende der Rampe. Langsam tritt Alexa Bliss aus dem Schatten. Sie bleibt für einen Moment stehen. Ihr Blick ist ruhig fast leer während sie in die Menge schaut. Ein leichtes geheimnisvolles Lächeln erscheint auf ihrem Gesicht. Ihr charakteristisches Outfit glitzert im Licht der Arena, während das Publikum laut reagiert einige jubeln, andere buhen. Die Kamera zoomt näher... Alexa hebt langsam ihre Arme leicht zur Seite, als würde sie die Energie der Halle aufsaugen.

[Bild: hq720.jpg]

Dann senkt sie den Kopf kurz nach unten. Als sie ihn wieder hebt wirkt ihr Blick plötzlich viel intensiver beinahe unheimlich. Das Licht der Stage wechselt zu einem dunklen Rot und Violett. Mit langsamen, selbstbewussten Schritten beginnt Alexa die Rampe hinunterzugehen. Jeder Schritt ist ruhig und kontrolliert, als würde sie genau wissen, dass alle Augen auf sie gerichtet sind. Fans strecken ihre Hände über die Barrikaden und manche rufen ihren Namen. Alexa ignoriert alles um sich herum etwa auf halber Strecke bleibt sie stehen. Sie dreht leicht den Kopf zur Seite und schaut in die Kamera. Ein kurzes schelmisches Grinsen huscht über ihr Gesicht. Dann geht sie weiter Richtung Ring... Am Ring angekommen bleibt sie vor der Treppe stehen. Sie schaut kurz nach oben zu den Ringseilen, als würde sie das Schlachtfeld mustern.

[Bild: l-intro-1748661163.jpg]

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the ring... from Columbus, Ohio... Alexa Bliiiss"

Dann steigt sie langsam die Stufen hinauf und betritt den Apron. Alexa dreht sich zur Crowd. Die Kamera zeigt eine Nahaufnahme ihres Gesichts, während sie tief durchatmet. Dann greift sie das obere Seil, zieht sich elegant durch die Seile in den Ring und bewegt sich zur Mitte. Alexa stellt sich mitten in den Ring legt eine Hand auf ihre Hüfte und hebt die andere leicht an, während sie langsam eine Drehung macht und die gesamte Arena betrachtet. Ein letztes selbstsicheres Lächeln bevor die Musik verstummt. Alexa Bliss lehnt sich leicht in die Ringecke, bereit für das Match während die Fans weiter laut reagieren.

IT'S TIIIIFFYYYY TIIIIIME

Schallt eine weiblich nervige Stimme aus den Boxen der Arena. Während anschließend die Theme eingespielt wird, wird gleichzeitig auf der Titan Thron das Entrance Video gezeigt.



Nach der Ankündigung weiß jeder, wer nun die Halle betritt...das Buff Barbie Doll Tiffany Stratton. Natürlich wird sie von Pfiffen und Buh-Rufen empfangen. Diese stören die Blondine jedoch überhaupt nicht. In weiß-rosanen Bra und passender Panties kommt sie auf die Stage und breitet die Arme aus.

[Bild: tiffany-stratton-hollywood-30-ans.jpg]

Arrogant nickt sie in alle Richtungen. Kurzzeitig fährt sie ihre Hüfte aus und stemmt eine Hand daran. Ihr arrogantes Grinsen verrät, dass ihr die Situation gefällt.
Kaum die Pose beendet, geht sie Richtung Ring. Langsam stolziert sie die Rampe hinunter, schaut weiterhin in alle Richtungen und genießt die Atmosphäre. Dabei lässt es Tiffany langsam angehen und zeigt auf ihre Armbanduhr. It's Tiffy-Time! ruft sie dabei und grinst erneut.

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring...from Prior Lake, Minnesota, USA...Miss Future Legend…TIFFANY STRATTON!!!"

[Bild: Tiffyent2.png]

Davor angekommen geht die Blondine rechts am Ring entlang, bis sie in der Mitte angekommen ist. Dort steigt sie hoch, legt sich mit den Rücken auf das mittlere Seil und hält sich mit einen Arm am oberen Seil fest. Mit der anderen Hand wirft sie einen Luftkuss in die Zuschauerränge. Diese beherzigen die Geste nicht. Weiterhin bringen sie ihr Heat entgegen. Mit einen Grinsen beendet die Blondine die Action und richtet sich vor den Ringseilen wieder auf.
Nach kurzer präsentation, klettert sie hinein und stellt sich in die Mitte. Dort posed Tiffany erneut.

[Bild: tiff-2.jpg]

Kaum passiert stellt das Buff Barbie Doll ihren linken Fuß auf das unterste und den rechten Fuß auf das mittlere Seil. Anschließend wirft das Rich-Girl einen Arm in die Luft, um sich nochmals der Gegenseite arrogant zu zeigen. Schließlich geht sie zurück in den Ring.

Warnung! Spoiler!
In diesem Match geht es heiß her. Am Ende muss Tiffany Stratton zwei mal den Best Moonsault Ever ins Ziel bringen. Doch das reicht um den Titel zu verteidigen. (17.59 Minutes)

Here is your winner by pinfall and STILL the c2c Womens Champion: TIIIFANNNY STRAAAATOOON XYZ!

[Bild: 151.jpg]

ANOTHER ONE BITES THE DUST!

Als wir in den Backstagebereich schalten, erkennen wir Raven, wie er langsam und sachte wie ein Ninja durch die Gänge schleicht, um ja von niemandem erwischt zu werden. Angezogen ist er in einem tiefschwarzen, extrem dünnen und leicht zerrissenen Nirvana-Shirt und einen schweren, knöchellangen Ledermantel, der an den Nähten leicht ausgefranst ist. Untenrum erkennt man eine tiefschwarze, eng anliegende Used-Look-Jeans, die an den Knien aufgeschlitzt ist und perfekt zu seinem rebellischen Anti-Establishment-Charakter passt, und darüber einen derben Patronengürtel, der locker um die Hüfte hängt. Ganz unten runden schwere, staubige Combat Boots das Outfit ab, tiefgeschnürt und bereit, jederzeit über das System und seine Gegner hinwegzutreten. Seine strähnigen, langen Haare hängen ihm dabei wie gewohnt tief ins Gesicht, sodass man, auch wenn man ihn entdeckt, 2-mal hinschauen muss, um ihn zu erkennen. In genau diesem Outfit schleicht Raven hier über den Backstagebereich, um, so wie es scheint, zum Ausgang zu kommen. Doch als er die nächste Abbiegung betritt und kurz vor dem Ziel ist, erscheint plötzlich wie aus dem Nichts genau der Mann, dem Raven keineswegs heute begegnen wollte. Das ist Vincent Kennedy McMahon, der Raven hier tatsächlich kurz zum Erschrecken bringt.

Raven:
„„Ach du Scheiße! Erschreck mich nicht so, du Mistke..."“

Sind die Worte, die Raven laut aus sich herausbrüllt, bevor auch er bemerkt, wer hier gerade vor ihm steht.

Raven:
„„Oohh... Mr. McMahon. Wie überraschend. Haha... ich... ich hab nach Ihnen gesucht, hehe."“

Das hat Raven mit Sicherheit nicht. Viel eher hat er nach einem Fernseher gesucht, um eine neue Folge Heels oder Total Divas zu schauen. Er möchte es zwar nicht zugeben, aber tatsächlich ist Raven ein Fan dieser WWE-Reality-Serie seit Folge 1 an. Aber spielt das hier gar nicht zur Sache, denn tatsächlich wirkt Raven etwas eingeschüchtert, was man so vom Death Fighter auch eigentlich nie zu sehen bekommt. Er scheint regelrecht Angst vor Vince zu haben. Nun... nach der Aktion letzte Woche wohl gar nicht so überraschend.

Raven:
„„Uhm... also... die Sache ist die... Sie wollten doch, dass ich einen von meinen Schülern feuern soll, richtig? Nun ja, das habe ich getan. Ich habe Leva Bates gefeuert."“

Nun ja, sie hat gekündigt, aber für Raven passt es so wohl besser. Dennoch ist es eher unwahrscheinlich, dass er damit Vince zufriedenstellen wird.

Raven:
„„Oh, und die Sache mit letzter Woche... die... die tut mir leid. Ich muss fairerweise zugeben, dass das bestimmt keine so tolle Aktion gewesen ist. Aber ich schwöre, so etwas wird nie wieder vorkommen, hehe."“

Dass er seinen Satz mit diesem schäbigen Kichern beendet, macht die Sache nicht gerade glaubwürdiger. Und vor allem bei einem Mann wie Raven kann man es nicht glauben, dass so etwas nie wieder vorkommen wird. Er hat einfach seiner Wut freien Lauf gelassen und das vor laufender Kamera und hat Vince vor Hunderttausenden Menschen auf der ganzen Welt lächerlich gemacht. Es gab Leute, die durch solche Aktionen schon ihr Leben verloren haben. Oder ihre Karriere, bis sie von AEW gesignt und wieder zurückgebracht wurden. Doch das wird bei jemandem wie Raven ganz sicher nicht so passieren, denn schließlich ist er nicht der Ehemann von AJ Lee.

Raven:
„„Aber gut... dann... also, Mrs. Bates ist entlassen, dann können wir ja ganz wie gewohnt unseren Arbeitsalltag weiterführen, richtig?"“

Irgendwie ist es beängstigend, wie Vince hier einfach nur stillschweigend vor Raven steht und absolut nichts zu ihm sagt. Er starrt ihn nur an mit diesem Blick, der regelrecht töten könnte. So wütend hat man den ehemaligen WWE Chairman selten gesehen, doch er bleibt ruhig. Er regt sich nicht auf und rastet nicht aus. Das macht die ganze Sache nur noch gefährlicher. Dass Vince so wütend ist, dass er nicht einmal losschreit, lässt einen die Hose schon wärmer werden. Und auch hier atmet Vince einfach nur ganz ruhig aus, bevor er endlich die ersten Worte zu Raven spricht.

Vince McMahon: „Ich erwarte Sie nächste Woche in meinem Büro mit Ihren Entlassungspapieren. Entweder Sie verschwinden oder ich werde Ihr Leben hier in der Liga zur absoluten Hölle gestalten! Haben Sie mich verstanden?“

Das war alles, was er zu sagen hatte, bevor er sich umdreht und aus dem Bild heraus verschwindet. Für Vince hat sich die Sache dann wohl erledigt. Er kann Raven nicht feuern, weil dieser von Bayley geschützt wird, aber Raven kann, wann immer er möchte, kündigen. Und mit dieser Drohung scheint Vince die ganze Scheiße beenden zu wollen.

Raven:
„„Hmm... also verstehe ich Sie damit richtig, dass es doch kein gewohntes Fortführen des Arbeitsalltags wird?"“

Kurz bleibt Vince stehen, als Raven ihm noch diese Worte zugeworfen hat, die natürlich den kompletten Ernst der ganzen Situation wieder etwas mehr ins Lächerliche gezogen haben, aber Vince verschwendet kein bisschen seiner Energie weiter mit diesem Mann. Er verschwindet, ohne ein weiteres Wort zu sagen, und lässt Raven alleine zurück. Und Raven scheint, auch wenn er es versucht zu verbergen, fertig zu sein. Er weiß nicht weiter. Er ist schachmatt gesetzt. Vince McMahon hat es geschafft, Raven zu besiegen, und hat diese Schlacht scheinbar gewonnen. Die Frage nur ist... will Raven herausfinden, wie es aussieht, wenn Vince ernst macht? Weil, wenn er jetzt schon damit gedroht hat, Raven das Leben zur Hölle zu machen, heißt das ja, dass er damit noch gar nicht angefangen hat. Und das soll schon was heißen, wenn man bedenkt, wie viele Wochen die beiden sich schon gegenseitig bekriegen. Wenn Vince die ganze Zeit bisher noch nicht ernst gemacht hat..., wie wird das dann wohl aussehen, wenn Raven nicht tut, was er sagt? Das werden wir vielleicht sehen. Entweder das oder das Ende von Ravens c2c-Karriere. Mal schauen, zu was es kommen wird.

[Bild: 4.jpg]

MAIN EVENT
c2c WORLD HEAVYWEIGHT CHAMPIONSHIP
SINGLES MATCH
Kenny Omega © vs. Ricky Saints

[Bild: rickykenny.png]
Writer: Alex

In wenigen Augenblicken ist es soweit. Der nächste Wrestler wird die Halle betreten. Doch wer wird es sein? Die Fans sind schon ganz gespannt. In der Halle herrscht ein mittlerer Geräuschpegel, eigentlich unterhalten sich nur ein paar Leute. Die Gespräche werden jedoch urplötzlich beendet und das von einem Sound der aus den Boxen kommt. Gitarrenriffe dröhnen dort heraus.

THE REVOLUTION IS TELEVISED!


Das ist die Musik von Ricky Starks! Es dauert nur wenige Sekunden und dann kommt dieser in die Halle herein. Bekleidet lediglich in seiner Hose in der er in den Ring steigt, sowie seinen Boots und der Kette um seinen Hals. Die Gitarrenriffs seiner Entrances Theme begleitet er mit einem kleinen und kurzen Luftgitarren Solo. Bei seiner Mimik merkt man, dass er seine Musik fühlt. Im Ring erhebt Matthew Rehwoldt sein Mikrophon.

Matthew Rehwoldt: "Introducing first, from New Orleans, Louisiana, weighting tonight in at 195 pounds, he is Absolute, he is Ricky Saints!"

Seine Ankündigung durch Matthew Rehwoldt begleitet Ricky Starks, in dem er auf der Stage stehen bleibt und kurz seine Arme ausbreitet. Wie ein Bogenschütze zeigt er mit seinen beiden Armen zunächst in die eine Richtung und schenkt mit selbigen dann in die andere Richtung. Anschließend hält er sich die flache Hand an die Stirn und dreht sich ein wenig zur Seite. Zum Ende dieser Geste hin, spannt er noch einmal kurz seine Muskeln an und macht sich dann auf den Weg zum Ring. Über die stählerne Treppe gelangt er auf das Apron wo er sich kurz die Sohle seiner Füße abwischt und dann zwischen den Seilen hindurch in den Ring gelangt. Hier nimmt er eine Ringecke ins Visier und klettert auf diese. Hier wird noch einmal die Luftgitarre ausgepackt, ehe er seine Hände in die Luft streckt und abwechselnd erst sein rechtes, dann sein linkes Handgelenk küsst. Aus voller Inbrunst geht er ein letztes mal das Gitarrensolo mit, ehe er von der Ringecke herab springt. Er öffnet seine Kette und gibt diesen dem Referee, welcher diese dem Zeitnehmer zur Verwahrung übergibt. Ricky Starks ist bereit!

Das Licht in der Halle wird ein wenig gedimmt. Aufgeregt schnappen sich die anwesenden Zuschauer ihre Kameras oder ziehen hastig ihre Smartphones aus den Hosentaschen. Den folgenden Moment wollen sie festhalten. Daher ist es wenig verwunderlich, dass von allen Seiten ein Blitzlichtgewitter auf die Entrance Stage prasselt. Die Boxen springen an...



ARE YOU READY FOR THIS?

Nachdem das gewohnte Intro der Kenny Omega Theme langsam angefangen und immer mehr an Fahrt aufgenommen hat, betritt der Cleaner die Bühne. Er trägt lange schwarze Pants, auf denen in weiß „Best Bout Machine“ abgedruckt ist. Der Oberkörper wird von einer ärmellosen Weste bedeckt, auf deren Rücken ein einzelner Flügel angenäht wurde...passend zu seinem Finisher. Den Titel hat sich der Kanadier um die Hüfte geschnallt. Lächelnd nimmt er die positiven Reaktionen der Fans wahr und taucht regelrecht in diese ein. Mit geschlossenen Augen beugt er sich nach vorne...nur um sich gleich wieder langsam aufzubauen und die Arme in die Höhe zu strecken. Wie aufs Stichwort wird rechts und links neben dem Kanadier die Pyrotechnik aktiviert...

Matthew Rehwoldt: "Making his way to the ring... from Winnipeg, Manitoba, Canada... weighing in at 203 pounds... he is the c2c World Hevyweight Champion... the Cleaner... KENNY OMEGA!"

Die Kamera folgt ihm direkt die ersten Schritte. Kenny nutzt das aus, um ein paar Worte an den heutigen Kontrahenten und über sich selbst zu verlieren. Aufgrund der Hintergrundgeräusche kann man aber nicht wirklich etwas verstehen. Als er schließlich beim Ring angekommen ist, wählt er den Weg über die Treppe und durch die Seile. Innerhalb der Ropes positioniert er sich mittig im Ring, geht kurz in sich, winkelt seinen rechten Arm so an, dass er seine eigene Faust küssen kann…langsam streckt Kenny den Arm aus und spreizt den Daumen und den Zeigefinger ab, so dass er seine patentierte Pistolengeste zeigen kann. Seine Entrance Theme verstummt. Der Canadian X entledigt sich noch der Weste und nimmt den World Titel ab, bevor er diesen in sichere Hände abgibt. Bevor der Kampf nun starten kann, macht Omega ein paar Lockerungsübungen und ist damit bereit…

Warnung! Spoiler!
*Ding Ding*

Und ab geht die wilde Fahrt! Ricky Saints legt gleich los und wirkt dabei aggressiver, als man es von ihm gewohnt ist. Wahrscheinlich nimmt es er Kenny übel, dass dieser Julia Hart ins Spiel gebracht hat. So zeigt sich der Stroke Daddy mit einigen Punches von seiner harten Seite und kann den Kanadier mit einem Dropkick zu Boden befördern. Recht früh soll es sogar einen Spear geben…aber der Cleaner weicht in letzter Sekunde aus und lässt Saints gegen den Ringpfosten rennen. Das spielt Omega in die Hände, der nun seinerseits das Heft an sich reißt. Er chopt und schläft Ricky durch den Ring und befördert ihn mit einer Clothesline nach draußen.

Dort versucht Kenny Saints gegen die Ringabsperrung zu werfen, doch der Herausforderer dreht den Spieß herum, so dass der World Champ ungewollten Kontakt mit dem Stahl hat. Ricky zeigt noch einen Snap Suplex auf die dünnen Matten, um dem King of the Anywhere Match weiter zu schaden. Daraufhin befördert der Absolute One seinen Gegner zurück in den Ring, bevor es noch zu einem Count Out kommt. Der Stroke Daddy klettert auf ein Apron, wartet bis Kenny wieder steht und springt ab…High Cross Body! Doch damit erreicht Ricky nur einen 2-Count.

Es geht hin und her und beide blocken jeweils den Finisher Ansatz des jeweils anderen. Als Kenny zum zweiten Mal den One Winged Angel zeigen möchte, rutscht Ricky hinter ihn und zeigt schnell einen German Suplex. Aufgekratzt schlägt er sich selbst gegen die Brust und geht ein paar Schritte zurück. Saints geht in die Hocke und scheint erneut einen Spear versuchen zu wollen. Plötzlich wird es in der Halle unruhig…

Pat McAfee: "Das…das ist Julia Hart! JULIA HART KOMMT ZUM RING!“

Das hat Pat gut erkannt. Ricky, der selbst mitbekommt, das etwas nicht stimmt, dreht sich um…und sieht in die hellen Augen seiner Ex-Freundin, die außerhalb des Ringes steht und ihn böse ansieht. Sofort vergisst der Stroke Daddy, was er eigentlich gerade machen wollte. Langsam richtet er sich auf, lehnt sich etwas über die Seile und sieht Julia an. Ähnlich wie letzte Woche scheint er nicht wirklich zu wissen, was er zur Blondine sagen soll. Auch Hart bleibt hier, ihm gegenüber, stumm. Bis sie in eine Hosentasche greift und ein Bild hervorzieht. Diese schiebt sie unter den Seilen hindurch. Ricky nimmt es auf. Eine Kamera zoomt so nah ran, wie es möglich ist. Das Einzige, was man erkennen kann, sind eben diese zwei Personen…Ricky und Julia! Wohl aus glücklicheren Tagen, als sie noch ein Paar waren. Dem Absolute One sieht man an, dass diese haptische Erinnerung ihn trifft. Wieder scheint er mit den Worten zu ringen. Derweil baut sich Kenny Omega hinter ihm auf. Ganz auf Saints fokussiert, ohne dass er Hart’s Eingreifen wirklich registriert. Ricky scheint da etwas zu merken und dreht sich noch um…aber zu spät! Der Kanadier kommt schon angerauscht und zieht ein Bein hoch…V-TRIGGER! Trifft genau und reißt Ricky zu Boden. Dabei fällt das Bild auf die Matte. Julia grabscht danach und steckt es schnell wieder ein. Derweil zieht der Cleaner seinen Gegner nach oben und schultert ihn. ONE WINGED ANGEL! Cover…One, Two, Three!

*Ding Ding*

Here is your winner by pinfall and STILL the c2c World Heavyweight Champion: KEEENYYYY OOOOOMEEEEGAAAA!

Cathy Kelley: "Aus und vorbei! Zum Abschluss des heutigen Abends gewinnt Kenny Omega und verteidigt seinen Titel! Wenn auch mit einem Beigeschmack!“

Wade Barrett: "Das stimmt, Cathy! Aber Kenny wirkt nicht so, als habe er mit Julia’s Erscheinen gerechnet!“

Während der Ref dem Cleaner den World Title in die Hände drückt und seine Hand in die Höhe streckt, wirkt Omega irritiert, als er die blonde Julia Hart entdeckt. Er dachte er hätte vorher klar gemacht, dass er es schon alleine mit Ricky Saints aufnehmen kann. Kenny’s fragender Blick, den er der Amerikanerin schenkt, spricht Bände: Hast du was gemacht? Julia lächelt aber nur und klatscht Kenny Omega Beifall. Fast schon vergnügt wirkend dreht sie sich um und geht davon. Zurück bleibt die Destiny Flower, die das alles erst einmal einordnen muss.

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  Who will be El Dan de la Hausens Partner?
Geschrieben von: Velveteen Dream - 01.09.26, 09:36 - Forum: » c2c.com - Keine Antworten

das voting ist bis freitag eröffnet XD
zeigt mal wen ihr beim zehnten watch the throne mit dabei haben wollt XD


  [SHOW] c2c Live: HOUSTON! vom 31.08.2026
Geschrieben von: [Gast] Elias - 31.08.26, 17:05 - Forum: » Shows - Antworten (2)

[Bild: c2cliveeel-Kopie.jpg]

HOUSTON!

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findet statt im Toyota Center vor 17,800 Zuschauern in Houston, Texas.

[Bild: 9qe725cq.jpg]
Die letzte Kamera ist optimal platziert und auch der letzte reservierte Platz besetzt. Die c2c Show kann losgehen! Gleich zu Beginn explodiert ein buntes Feuerwerk auf der Stage und motiviert die anwesenden Fans zu großem Jubel und Chants. In der Mitte des aufwendig gebauten Wrestlingrings steht Matthew Rehwoldt schon mit einem Mikrofon bereit um die anwesenden Fans hier in der heutigen Show zu begrüßen.

[Bild: matt.jpg]

Matthew Rehwoldt: "My dear Ladies.. my dear Gentlemen.. my name is Matthew Rehwoldt and it is I, your DRAAAAAMAAA KIIIIINGGG... welcoming you to... COAST.. to COAST... WRESTLINGGGGGG!"

Kaum hat Rehwoldt die Ansage zuende gebracht gibt es einen kleinen Jubel für seine Ansage und auch wegen der Vorfreude auf den Verlauf des Abends. Matthew verbeugt sich einmal kurz und geht dann auch aus dem Ring heraus. Auch die knallenden Geräusche des Feuerwerks erlischen langsam und geben die Bühne somit für ihre Akteure frei. Bevor dies jedoch in Kraft tritt, werden die Zuschauer daheim vor ihren Fernsehgeräten von Pat MacAfee, Cathy Kelly & Wade Barrett begrüßt.

[Bild: v2z7jzv.jpg]

Pat McAfee: "Willkommen zu c2c LIVE!"

Cathy Kelley: "Wir stehen nur noch eine Woche vor Watch The Throne!"

Wade Barrett: "Heute ist die Gelegenheit sich vor dem Special in Position zu bringen. Tiffany Stratton ist in Aktion und auch Kenny Omega wurde Backstage schon gesehen als bleibt dran!"

[Bild: ef.jpg]

C2C WRESTLING SPECIAL PERFORMANCE CENTER TRAINING 2k26 WEEK 35!

Rest In Peace! Coast 2 Coast Wrestling ist heute mitten in Houston, Texas, der Heimatstadt des legendären Deadmans, wie jedem Wrestling-Fan bekannt sein sollte. Doch hier geht es erst einmal um jemand völlig anderen. Die Kamera schaltet ein und bringt uns in eine kleine Halle irgendwo in East Downtown der Stadt, wo diese Woche anscheinend das klassische Performance-Center-Training stattfindet. Die Aufnahme, die uns hier gezeigt wird, stammt von letzter Woche Freitag nach dem Training und wird wohl mal wieder etwas sein, was nur wenig mit Wrestling zu tun hat. Wir können die 4 Trainees des Performance Centers sehen, wie sie gerade ihre letzte Übung für heute beendet haben. Und Raven steht direkt hinter ihnen.

Kid Lykos: ’„Hah, buhjaaa! Ich war heute so gut, dieses Mal würde ich Reigns besiegen können, ich schwöre. Selbst Kenny Omega würde gegen mich ablosen.“

Hören wir Lykos sagen, als er aus dem Ring herausspringt. Und das sind große Worte. Klar sind die Talente hier im Performance Center in letzter Zeit wirklich überragend gut. Während Strickland ein Draw gegen Roman Reigns, der letzte Woche noch den Velveteen Dream aus der Liga rausgehauen hatte, hat, hat es Leva Bates geschafft, ein Draw gegen die amtierende und so stark dominierende World Women's Championesse Tiffany Stratton zu erlangen. Die Einzigen, die etwas hinterherhinken aktuell, sind Izzy Moreno und Kid Lykos. Aber wir dürfen gespannt sein, was die beiden hier noch hinbekommen können. Aber ob Lykos wirklich in der Lage ist, einen Kenny Omega zu besiegen, ist doch eher unwahrscheinlich. Denn ja, Kid Lykos ist zwar alles andere als schlecht im Ring, aber Kenny Omega ist eine fucking Legende. Nicht mal Raven könnte gegen diesen Mann ankommen. Und genauso denkt dieser wohl auch, als er Lykos diesen Kommentar sagen hört.

Raven:
„„Hhmm, sehr interessant. Würden Sie Ihren Vertrag hier dafür aufs Spiel setzen? Huh?“"“

Bringt er verspielt als Kommentar, was Lykos nur genervt mit den Augen rollen lässt.

Kid Lykos: ’„Tze!“

Brachte er als genervten Ton aus sich heraus, was Raven sofort aufschnappt und hinterfragt.

Raven:
„„Uuhh, was sollte das denn?"“

Kid Lykos: ’„Was sollte was?“

Antwortet Lykos genervt auf diese Frage, da diese wohl ebenso dämlich war wie der Kommentar. Aber Raven findet es alles andere als dämlich. Im Gegenteil. Er erkennt dahinter etwas, was dem üblichen Zuschauer wohl entgangen ist.

Raven:
„„Das fanden Sie wohl nicht so toll, huh? Sie wirken wütend. Diese Augen brennen richtig vor Wut!"“

Lykos lässt diese dummen Sprüche einfach an sich abprallen und geht zu seiner Wasserflasche, die auf einer Holzbank steht, um sich einen Schluck daraus zu nehmen, bevor er mit nur wenig Respekt Raven eine Antwort schenkt.

Kid Lykos: ’„Natürlich bin ich wütend, wenn Sie so respektlos über unsere Karriere reden!“

Das kann man natürlich verstehen. Aber ist das nicht wirklich der Grund, warum Raven das alles hier überhaupt angefangen hat? Oh nein, das, was Raven vorhatte, war zu revealen, dass er genauestens in das Blatt von Lykos hineinblicken kann, wie als wäre dieser ein offenes Buch für ihn. Er weiß, was in Lykos' Kopf vor sich geht und warum er hier und jetzt so wütend ist.

Raven:
„„Aahh, ich verstehe. Nun... letzte Woche hat es Sie nicht wütend gemacht. Im Gegenteil, Sie hatten eher Angst wie ein kleines Mädchen. Das ist doch verrückt, nicht?"“

Und damit sollte es auch den Zuschauern klar werden, was Raven hier gerade abzieht. Es stimmt, er hat sich in den letzten Tagen nicht verändert. Letzte Woche hat er schon einfach gedroppt, dass einer von den Schülern fliegen wird, und diese Woche macht er wieder unlustige Sprüche darüber. Doch die Reaktion von Lykos hat sich tatsächlich verändert. Letzte Woche wirkte er tatsächlich etwas eingeschüchtert, aber diese Woche ist er die Ruhe selbst und zeigt einfach nur Wut gegenüber Raven. Wie als würde er Raven nicht mehr benötigen. Was wohl verständlich ist, nachdem wir letzte Woche erfahren durften, dass er es war, der mit Vince McMahon zusammenarbeitet. Und Vince scheint ihn wirklich gerettet zu haben.

Raven:
„„Es ist fast so, wie als wüssten Sie, dass Ihr Vertrag sicher ist und Sie nicht gefeuert werden können."“

An sich ist dies nicht einmal dumm von Lykos, sich somit seine Karriere zu sichern. Aber wie denken wohl die anderen darüber, wenn sie nun hier erfahren sollten, dass Lykos Raven hintergangen hat? Er hatte das perfekte Alibi, weil er es war, der sich in der Performance-Center-Sache vor einigen Wochen, wo Vince eine günstigere Halle gebucht hat, verletzt hatte. Es wäre wohl niemals wer auf ihn gekommen. Doch hat Vince ihn quasi verraten, indem er ihn vor der Kündigung beschützt hat. Und wie denken jetzt wohl die anderen 3, wenn sie das erfahren?

Leva Bates: „Lykos kann nicht gefeuert werden?“

Kommt als Frage von der Cosplayqueen, die nicht ganz versteht, was Raven hier sagt. Die nicht ganz versteht, dass Raven es in der Hand hat, Lykos' gesamte Karriere hier in der Liga zu zerstören. Ja, er kann nicht gefeuert werden. Doch wenn er kein Training mehr von Raven bekommt, was soll er dann noch hier? Im Ring ist er noch lange nicht auf dem Level, um fester Superstar der Liga zu werden. Er ist ungefähr auf demselben Level wie Izzy Moreno, die zwar einen festen Vertrag hat, aber dennoch die meiste Zeit hier im Performance Center verbringt. Und wenn diese Zeit für Lykos nun wegfällt, dann wird er die meiste Zeit nur backstage auf der Bank verbringen, nichts tun und irgendwann ebenfalls von Vince gefeuert werden. Spätestens, wenn Vince feststellt, dass ihm Lykos nichts mehr bringt. Deswegen hat der ehemalige Chairman der WWE ja letzte Woche auch nach passendem Ersatz gesucht. Aber überraschenderweise verrät Raven ihn nicht?

Raven:
„„Keiner von Ihnen wird gefeuert!"“

Bitte? Wieso denn das jetzt auf einmal? Vince sagte doch letzte Woche, dass sich Raven einen der anderen 3 aussuchen muss. Wieso sollen jetzt alle sicher sein? Auch das findet Leva ebenfalls ziemlich verwirrend.

Leva Bates: „Wa... aber... letzte Woche sagten Sie doch noch...“

Raven:
„„Haben Sie keine Sorge... es ist zwar noch nicht offiziell, aber Vince hat eingesehen, dass es ein Fehler war, einen von Ihnen zu feuern. Und deshalb bleiben Sie alle hier! Ich kümmere mich darum, versprochen!"“

Raven kümmert sich darum? Es ist doch ziemlich unwahrscheinlich, dass er Vince davon überzeugen kann, die Drohung der Kündigung zurückzunehmen, oder? Was hat Raven bitte vor? Wie will er das anstellen?

Raven:
„„Und jetzt hauen Sie ab. Das Training für heute ist beendet. Wir sehen uns am Montag wieder."“

Und damit verschwindet Raven aus der Halle und lässt seine 4 Schüler alleine zurück, die ihm nur allesamt fragend und etwas überfordert hinterherschauen. Was sollte das alles jetzt? Wenn Raven eine Möglichkeit hat, um die 4 zu schützen, warum spielt er dann jetzt hier noch so mit Lykos, ohne ihn zu verraten, und warum hat er das Ganze nicht gleich von Anfang an getan? Oder kam ihm die Idee erst die letzten Tage über? Und vor allem, wie sieht diese Idee aus? Was hat er vor? Kann er es wirklich schaffen, Vince davon zu überzeugen, die Kündigung rückgängig zu machen? Und es bleibt wohl nichts anderes übrig, als zu schauen, wie sich das Ganze am Montag entwickeln wird. Also heute Abend. Wir werden definitiv Raven heute Abend noch einmal sehen und wahrscheinlich auch Vince. Wir dürfen gespannt sein. Aber das war's dann erst mal mit diesem guten Startersegment des Abends, da die Kameras sich nun wieder abschalten und uns mit ziemlich großer Spannung auf die Show lassen und alles, was weiterhin heute Abend hier noch so passieren wird.

[Bild: HIST.jpg]

OPENER
SINGLES MATCH
Dr. Britt Baker DMD vs. Sol Ruca

[Bild: brittsolruca.png]
Writer: ???



Das Theme von Sol Ruca dröhnt aus den Boxen. Es dauert nur wenige Sekunden und dann erscheint die Blonde Frau aus Kalifornien auch auf der Bildfläche. Breit grinsend steht sie da, gekleidet in ihr Ringoutfit und blickt in die Reihen der Fans. Sie streckt ihren Arm aus, ballt die Hand zu einer Faust und spreizt den Daumen und den kleinen Finger zur Seite ab. Der Surfergruß! Im Ring erhebt Matthew Rehwoldt sein Mikrophon.

Matthew Rehwoldt: "Introducing next, from Ontario, California, weighting tonight in at 138 pounds, Sol Ruca!"

Die Surferin hat sich in Bewegung gesetzt und marschiert auf den Ring zu. Vor selbigen biegt sie nach rechts ab und mit einem geschickten Sprung springt sie auf dem Apron und landet auf selbigem mit einem Spagat. Mit einer flüssigen Drehung kommt sie aus der Spagat Position in eine entspannte Sitzposition, lehnt sich mit dem Rücken am untersten Ringseil an und legt ihre Unterarme auf selbige. Dann steht sie auf, greift mit beiden Händen in das oberste Ringseil, holt Schwung und mit einem Sprung der in eine Rolle Vorwärts übergeht fliegt sie in den Ring. Hier geht sie in einer flüssigen Bewegung in einen Handtand, rotiert, senkt die Arme und mit einem Kip Up landet sie auf ihren Knien. Das ist die Athletik einer ehemaligen D1 College Athletin! Erneut folgt der Surfer Gruß. Sie ist bereit für ihre Gegnerin!

The Doctor will see you now



Kaum kündigt eine weibliche Stimme mit dem Spruch die Wrestlerin an, schallt auch schon die Theme aus den Boxen der Arena. Mit einem gelb-schwarzen Mantel kommt die Doktorin auf die Stage, der an einen Arztkittel erinnert und entsprechend verziert ist. Dabei redet sie auffällig Richtung Kamera. Man kann nicht hören, was sie sagt, aber vermutlich ist es eine Ansage Richtung Gegnerin.

[Bild: britent12131rdcf.png]

Sie dreht sich mit dem Rücken zu den Fans und man kann sehen, dass auch ein Backenzahn entsprechend auf die Rückseite gestickt wurde. Baker breitet die Arme aus, geht die Rampe ein Stück hinunter, dreht sich und geht dann wieder ein paar Schritte rauf. Und Zack, dreht sie sich wieder um.

Matthew Rehwoldt: ”Making her way to the Ring…from Pittsbuuuurgh, Pennsylvaniaaaa…DOCTOR BRITT BAKER D…M…D!!!"

Beim DMD hebt die Brünette aus Pittsburgh den Arm, formt einen Zeigefinger und zeigt nach unten, als würde sie auf jeden einzelnen Buchstaben zeigen. Laut schallt DEEE EEEM DEEE durch die Arena, bevor Britt weiter die Rampe hinunter geht. Die Zuschauer jubeln, während sie selbst die Atmosphäre genießt. Um die Atmosphäre noch anzuheizen, zieht sie ein gelbes Tuch hervor. Nicht in dem Moment zu sehen, steht darauf The Terrible Towel - A Pittsburgh Original, ein Rallye-Handtuch der Pittsburgh Steelers, eine amerikanische Football-Mannschaft der National Football League. Jedoch auch ein gewisses Zeichen. Diese Fahne hat eine gewisse Beliebtheit gewonnen und Britt nutzt diese, um an ihrer Herkunft stolz zu erinnern und allen die dort herkommen.

[Bild: britent12131rdcasfadsvdsd.png]

Über die Stahltreppe geht sie in den Ring, wozu sie zwischen den Ringseilen hertauchen muss. Im Ring angekommen, legt sie den Mantel ab, präsentiert sich nochmals den Fans, indem sie auch dort die Arme nach außen wirft und nach oben winkelt. DMD geht einmal auf und wieder ab und redet dabei in Richtung Kamera. Leider hören wir auch hier nicht was. Die Theme endet, als sie in ihre Ecke geht und dort wartet, bis das Match beginnt.[/Center]

Warnung! Spoiler!
Die Zahnärztin kann dieses Match für sich entscheiden und Sol Ruca nach dem Baker Buster bis drei Schultern (7.01 Minutes)

Here is your winner by pinfall: DR. BRIIIIIIT BAAAAAAAKEEEEER D.M.D!

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GODLESS GRATITUDE!

Eine weitere Woche in Coast 2 Coast Wrestling, wo jedes Mal aufs Neue überraschende Dinge passieren. Unter anderem der Krieg, welcher aktuell zwischen dem ehemaligen Chairman der WWE Vince McMahon und dem Trainer des Coast 2 Coast Performance Center Programms Raven herrscht. Dieser soll angeblich laut Raven jedoch zu einem Ende kommen. Nur wie dieses Ende aussieht und ob es tatsächlich so ist, wissen wir noch nicht. Wir wissen nicht einmal, wie es überhaupt dazu gekommen ist. Es könnte möglicherweise an den ganzen negativen Neuigkeiten liegen, die es rund um Vince McMahon in den letzten Wochen wieder gab. Er wurde von Natalya Neidhart, Eric Bischoff und Shayna Baszler verbal fertiggemacht in öffentlichen Interviews und das werden mit Sicherheit nicht die letzten sein seit seinem Abtreten. Doch hier in der c2c zeigt man ihn dennoch weiterhin vor den Kameras und die Fans scheinen noch immer zwiegespalten zu sein. Nicht jeder ist gegen ihn. Er hat sehr viele Zuschauer, die seine Auftritte noch immer feiern und die den gesamten Krieg gegen Raven mit Spannung mitverfolgen. Und das können sie auch weiterhin, denn als die Kamera hier einschaltet, befinden wir uns hinter dem Toyota Center beim Backstageeingang und können sehen, wie der Necro Warden Raven die Halle betritt.

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Das Wetter ist trotz der untergehenden Sonne noch extrem heiß und die Thermometer zeigen noch immer eine Temperatur von über 30 Grad Celsius an, auch wenn der Himmel sehr bewölkt scheint. Doch hier in der Arena ist es anders. Selbst hier im Backstagebereich kann man das Publikum bereits grölen, Trommeln und die Fanfaren dröhnen hören. Und die Klimaanlagen arbeiten hier ebenfalls gut, sodass es eine angenehme Temperatur für die Worker und Superstars und auch für die Fans in der Halle hat. Fans nicht nur aus Houston, Texas, sondern aus der gesamten Welt, die sich heute hierher begeben haben, um diese Coast 2 Coast Live-Ausgabe anzuschauen. Die Kamera fährt für uns, während Raven die Halle betritt, einmal durch das Publikum in dieser und zeigt uns Fans aus Mexiko, aus Kanada, ja, sogar aus Indien kann man einige sehen. Gut, ob diese jetzt wirklich nur Touristen aus den Ländern sind oder ob sie hier in Houston wohnen, kann man nicht wirklich sagen, aber erkältet sieht keiner von denen aus, also werden sie keinen so großen Husten haben. Aber kommen wir lieber schnell zurück zu Raven, der hier genau, noch bevor er überhaupt seine Sachen wegstellen konnte, bereits in ein Gespräch verwickelt wird von einer Dame, die sich ihm hier einfach in den Weg stellt und so wirkt, als hätte sie genau auf ihn und niemand anderen gewartet. Und überraschenderweise ist es nicht einmal Bayley!

Leva Bates: „Hey Raven! Wie geht es Ihnen? Ich wollte... na ja... ich wollte mich nur...“

Raven:
„„Noch habe ich nichts gemacht, aber gern geschehen. Sie werden nicht fliegen, versprochen!"“

Tatsächlich handelte es sich um Leva Bates, die sich hier anscheinend bei ihrem Trainer dafür bedanken wollte, dass er sich darum gekümmert hat, dass keiner der 4 Schüler fliegen muss. Jedenfalls sagte er das beim Training letzten Freitag. Aber wie schon gesagt, steht bisher noch nicht genau fest, wie die ganze Situation aussieht. Aber egal, wie sie aussieht, Raven läuft nur genervt weiter und will am liebsten nichts von seiner Schülerin hören. Was macht diese überhaupt hier? Sie hat doch heute gar kein Match! Und sie wird wohl kaum Fan der Houston Rockets sein, deren Heimatstation sie mal besuchen wollte. Bis auf die 2 riesigen Bälle, die sie gern zur Schau stellt, und die Körbe, die sie von Raven Woche für Woche kassiert, hat sie wohl nichts mit dem Basketballsport am Hut, möchte man meinen.

Leva Bates: „J... ja, ich weiß. Aber ich wollte Ihnen nur sagen, wie...“

Raven:
„„Ich weiß. Sie wollen sich bei mir bedanken. Aber ich versichere Ihnen, das interessiert mich einen Scheißdreck!"“

Freundlich wie eh und je. So weit weg sollte seine Umkleidekabine doch nicht sein, oder? Auch er hat zwar heute kein Match, aber wahrscheinlich einen Termin mit der Geschäftsführung und mit Vince, weshalb er hier einen eigenen Locker Room erhalten hat. Doch Leva lässt sich nicht so leicht abwimmeln. Oh nein, sie stellt sich Raven nun direkt in den Weg und hindert ihn daran, weiterzugehen.

Leva Bates: „Warum glauben Sie, beten einige Menschen zu Gott?“

Das... war ein interessanter Themenwechsel! Warum man zu Gott betet? Nun ja, hauptsächlich wohl, weil das Gebet für sie eine Möglichkeit ist, mit Gott in Kontakt zu treten und ihre Gedanken, Gefühle, Sorgen und Wünsche auszudrücken. Für viele gläubige Menschen fühlt sich ein Gebet ähnlich wie ein persönliches Gespräch an, bei dem sie sich jemandem anvertrauen können, von dem sie glauben, dass er ihnen zuhört. Und besonders in schwierigen Situationen wenden sich viele Menschen an Gott und bitten beispielsweise um Hilfe, Schutz, Heilung oder darum, dass eine bestimmte Situation gut ausgeht. Manche Menschen bitten auch darum, ihnen die Kraft zu geben, mit einer schwierigen Situation fertigzuwerden, oder ihnen bei einer wichtigen Entscheidung den richtigen Weg zu zeigen. Viele Gläubige beten auch aus Dankbarkeit und bedanken sich beispielsweise für ihre Familie, ihre Freunde, ihre Gesundheit oder einfach für etwas Schönes, das ihnen widerfahren ist. Auch die Bitte um Vergebung spielt insbesondere in Religionen wie dem Christentum eine wichtige Rolle, weshalb Menschen im Gebet eigene Fehler eingestehen und Gott um Vergebung bitten können. Gerade wenn jemand mit Trauer, Angst, Einsamkeit oder einer Situation konfrontiert wird, die er selbst nicht kontrollieren kann, kann der Gedanke beruhigend sein, dass es möglicherweise eine höhere Macht gibt, der man seine Sorgen anvertrauen kann.

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Für manche Menschen gehört das Gebet außerdem ganz selbstverständlich zu ihrem Alltag oder ihrer religiösen Tradition. Sie beten beispielsweise morgens nach dem Aufstehen, abends vor dem Schlafengehen, vor dem Essen oder gemeinsam mit anderen Menschen während eines Gottesdienstes. Die Gründe dafür können sich sogar im Laufe des Lebens verändern. Jemand kann als Kind beten, weil es ihm von seinen Eltern beigebracht wurde, später aus eigener religiöser Überzeugung beten und sich in einer persönlichen Krise wiederum aus einem vollkommen anderen Grund an Gott wenden. Aus religiöser Sicht verstehen viele Gläubige das Gebet tatsächlich als eine Form der Kommunikation zwischen dem Menschen und Gott, während man es aus psychologischer Sicht auch als eine Möglichkeit betrachten kann, seine Gedanken zu ordnen, Gefühle auszudrücken, Hoffnung zu bewahren und mit schwierigen Lebenssituationen umzugehen. Ob tatsächlich jemand das Gebet hört oder darauf reagiert, ist letztlich eine Frage des persönlichen Glaubens. Also einen direkten Grund gibt es nicht und somit lässt sich diese Frage nicht zu 100 % korrekt beantworten. Aber fragte Leva ja auch nur nach Ravens Meinung, was er glauben würde. Die Gegenfrage jedoch kam dann wohl doch eher überraschend.

Raven:
„„Waren Sie nicht Atheist?"“

Leva Bates: „Das bin ich ja!“

Raven:
„„Dann haben Sie hoffentlich einen logischen Grund für so eine Frage!"“

Nun ja, ganz ohne Grund wird sie die Frage nicht gestellt haben. Und sie wird auch bestimmt nicht nur, weil sie jetzt nicht gefeuert wird, eine neugeborene Christin oder so sein. Aber das würden wir endlich mal wissen, wenn Raven dieser HS sie endlich mal ausreden lassen würde.

Leva Bates: „Die Menschen, die solche Gebete aufsagen, machen das mit Sicherheit nicht, um Gott zu sagen, wie toll er doch eigentlich ist. Denn das ist ihm ja bewusst.“

Raven:
„„Denken Sie etwa, dass ich Gott bin? Ich meine, danke für die Blumen, aber... nun ja, ich bin kein Gott. Ich habe nie Frösche vom Himmel regnen lassen! Obwohl ich mir das witzig vorstelle!"“

„Witzig“ … Gott sei Dank, kann man wohl sagen, ist Raven kein Gott. Wenn dem so wäre, würde die Menschheit sicher nicht mehr so lange leben können. Bei Gott wäre das schrecklich. Aber reden wir hier viel zu schlecht über Raven. Denn er mag zwar manchmal gottlos schrecklich sein, aber hat er dennoch ein großes Herz, auch wenn er dies nur selten zeigt.

Leva Bates: „Haha, jetzt hören Sie schon auf. Ich wollte Ihnen danken, weil ich mich wirklich dankbar fühle und es mich glücklich macht. Ich danke Ihnen wirklich sehr, dass Sie mir diese Möglichkeit hier geben.“

Und scheinbar kann Leva dieses Herz sehr gut erkennen, egal wie stark Raven versucht, es zu verbergen. Sie sieht in Raven einen liebevollen und fürsorglichen Mann und damit wird sie wohl die Einzige sein in der gesamten c2c Liga. Vielleicht ist sie auch nur verblendet, aber irgendwie schenkt sie auch den Zuschauern hier das Gefühl, dass Raven doch ein herzensguter Mensch ist... irgendwo dort drin. Es dauert eine kurze Weile, in der Raven scheinbar nach Worten sucht, während er in diese hoffnungsvollen und frohen Augen seiner Schülerin starrt. Doch dann schluckt er einmal und lässt seine Gimmickmaske weiterhin auf dem Gesicht sitzen.

Raven:
„„Oh Gott! Sie sind wirklich das mit Abstand einfältigste Kind hier in der gesamten Liga!"“

Er bleibt einfach ein absolutes Arschloch! Er setzt sich wieder in Bewegung und geht an Leva vorbei, um sich endlich in seinen Locker Room aufzumachen. Aber bevor er endgültig aus dem Bild verschwindet, dreht er sich noch einmal zu seiner Schülerin um, um ihr ein paar letzte Worte zu sagen.

Raven:
„„Menschen glauben an Gott und beten zu ihm, damit dieser sie nicht bei lebendigem Leibe verbrennt und tötet oder foltert und seine Wut auf die Erde ablässt."“

War ja klar. Ja, man muss sagen, diese Aussage ist zwar sehr zugespitzt und teilweise zutreffend, insgesamt aber stark vereinfacht. In verschiedenen religiösen Schriften finden sich Erzählungen, in denen Gott beziehungsweise Götter Menschen bestrafen, Katastrophen schicken oder über Leben und Tod entscheiden. Insofern kommt die Aussage nicht vollkommen aus dem Nichts. Aber als allgemeine Erklärung dafür, warum Menschen an Gott glauben und beten, ist sie jedoch ziemlich unzutreffend. Sie unterstellt praktisch allen Gläubigen dieselbe Motivation, obwohl Menschen aus völlig unterschiedlichen Gründen religiös sind. Viele beten gerade nicht deshalb, weil sie Angst haben, ansonsten von Gott getötet oder gefoltert zu werden, sondern weil sie Gott lieben, sich ihm verbunden fühlen, Trost suchen, dankbar sind, um Hilfe bitten oder davon überzeugt sind, dass ihr Leben beziehungsweise die Welt einen göttlichen Ursprung besitzt. Diese Aussage ist also eine viel zu pauschale Darstellung menschlicher Religiosität. Und dennoch beendet Raven das Gespräch mit einem Satz, der Leva ein breites Lächeln ins Gesicht zaubert.

Raven:
„„Alles Dinge, die ich niemals mit Ihnen machen würde."“

Auch wenn er schwer begonnen hat, so hat es Raven dennoch geschafft, hier einmal etwas Schönes zu sagen. Er hat zugegeben, dass er sich um seine Schüler kümmert und sich um sie sorgt... jedenfalls auf seine eigene Art und Weise. Und mit diesen schönen Worten zieht Raven dann auch von dannen und die Szene endet mit einer Nahaufnahme von dem voller Liebe und Hoffnung erfüllten Gesicht Leva Bates.

[Bild: 65.jpg]

Wieder im Backstage Bereich. Das Treiben dort ist, wie immer während einer Show, sehr turbulent. Alle Zahnrädchen müssen ineinander greifen, damit das Erlebnis vollkommen ist und flüssig abläuft. Ein paar Impressionen werden eingefangen, bis sich die Kamera ganz auf eine bestimmte Frau fokussiert, die durchaus für einige Jubler in der anwesenden Fanmeute sorgt. Gerade in einer Stadt wie Houston kommt jemand, die sich „Country Girl“ nennt noch besser an. Aber auch ohne diesen Beinamen zählt Fallon Henley zu den beliebtesten Wrestlerinnen der c2c. Heute trägt sie schwarze Stiefel, blaue Jeans, einen Gürtel mit einer dicken, silbernen Schnalle und ein weißes Top. Wirklich glücklich und zufrieden wirkt die Dame mit dem wallenden, brünetten Haar jedoch nicht. Das liegt an letzter Woche. Ihre beste Freundin Bobbi Tyler hatte ein Match gegen Skye Blue und wurde davor von dieser mit Bàlor und dem dazugehörigen Trauma ordentlich getriggert. Das hatte zur Folge, dass Bobbi während des Matches ausgerastet ist und Skye heftig attackierte. Fallon wollte sie beruhigen, wurde aber von Tyler im Eifer des Gefechts zu Boden gestoßen. Bobbi war über sich selbst entsetzt und rannte in den Backstage Bereich zurück. Fallon folgte ihr und wollte ihr einfach nur Halt geben. Die Britin blockte jedoch alle Versuche ab und ließ Henley stehen. Zwar hat die Amerikanerin noch nach ihr gesucht…aber Bobbi war wie vom Erdbeben verschluckt. Ist sie immer noch! Die letzten Tage waren echt heftig für Henley, die die blonde Engländerin schmerzlich vermisst. Das Gefühl ist sogar noch übler als damals, als Drew sie für Liv fallen ließ! Und die Angst um die ehemalige Stevie Turner ist groß. Wer weiß wie es ihr gerade geht…vor allem wenn sie emotional so angeknackst ist.

Jetzt hat Fallon ihr Handy in der Hand und wählt Bobbi’s Nummer…mal wieder! Hoffnungsvoll hält sie das Gerät an ihr Ohr! Mailbox! Mal wieder! Enttäuscht plustert Henley die Backen auf und wartet auf den Piepston…

Fallon Henley: Hey Bobbi…ich bin es! Mal wieder! Ich…ich kann mir vorstellen, dass du von meinen Nachrichten genervt bist. Aber sehe es mir nach, dass ich damit nicht aufhören werde! Dafür bist du mir viel zu wichtig, als dass ich dich jetzt alleine lasse. Bitte Bobs…melde dich! Selbst wenn du nicht mehr mit mir reden möchtest…schreib‘ mir zumindest eine kurze Nachricht, damit ich weiß, dass es dir gut geht! Ja? Bitte…du fehlst mir! Hab‘ dich lieb…

Ihre Stimme wird am Ende leise, fast schon ein wenig brüchig. Schnell beendet sie die Nachricht, bevor sie noch in Tränen ausbricht. Das ist das letzte, was sie Bobbi gerade antun möchte. Fallon atmet einmal durch und schließt die Augen. So hat sie sich etwas mehr im Griff. Irgendwie muss sie sich ablenken, sonst wird sie komplett verrückt. Wenn sie doch nur ein Match hätte…

?: “Du feeeeeehlst mir…ich hab‘ dich liiiiieeeb…naaaaaaw! Hätte ich noch eine Seele, würden mir die Tränchen kommen! Hihihi…“

Oh nein! Ausgerechnet diese Stimme! Warum muss ausgerechnet sie jetzt auftauchen? Fallon spürt, wie sich in ihr alles zusammenzieht und sie leicht verkrampft. Wieder atmet sie hörbar ein und aus, was aber nun mehr wie ein verärgertes Schnauben klingt. Langsam dreht sich das Country Girl um…und blickt direkt in die Augen von Skye Blue! Diese trägt bereits ihr Gear, da sie später noch gegen Mina Shirakawa in den Ring steigen wird. Ihre Arme hat sie hinter dem Rücken verschränkt, während sie auf den Zehenspitzen auf und ab wippt. Ihre Zunge lässt sich frech raushängen und befeuchtet damit einmal ihre Lippen.

skye blue: “Faaaallon…wie geht es dir? Hihi…siehst sehr traurig aus. Ärger mit deiner besten, besten Freundin, hm? Muss schon hart sein, wenn einen ständig die Menschen verlassen, die einem soooo nahe stehen! Erst Drew und Liv…und jetzt Bálor‘s kleine Hure Bobbi…hihi…“

Natürlich muss Skye das am Ende so betonen. Sie will auch Fallon treffen und diese bis aufs Blut reizen. Und leider zeigt es auch durchaus Wirkung. Wenn jemand so abfällig über die Britin spricht, tut das dem Country Girl sehr weh…und es macht sie wütend. Fallon knurrt die Schwarzhaarige an und ballt ihre Fäuste. Oh wie gerne würde sie Skye das Grinsen aus dem Gesicht schlagen.

Fallon Henley: Halt‘ deinen verdammten Mund! Rede nie wieder so über Bobbi, verstanden? Sonst werde ich…

Sonst wird sie was? Fallon stoppt im Satz und weiß selbst nicht, was sie eigentlich sagen möchte. Wie soll man einem Menschen drohen, der innerlich kaputt ist und sich nach Schmerzen und Bestrafung sehnt? Skye weiß das selbst auch und nimmt Fallon’s Reaktion mit einem vielsagenden Lächeln auf.

skye blue: “Ja, was dann? Wirst du dann wütend und schlägst mir ins Gesicht? Wirst du dann wie Bobbi ausrasten, dich auf mich schmeißen und mich würgen, bis ich blau anlaufe? Bitte…tu‘ dir keinen Zwang an! Lass‘ deinem Hass freien Lauf…bestrafe mich, Mummy! Ich bin gerne dein Punchin‘ Ball…hihihi…“

Ja, das ist die Reaktion, die man von ihr erwartet hat! Fallon merkt, wie sie das nur noch mehr aufregt. Vor ihrem geistigen Auge sieht sie da die weinende Bobbi, die nicht mehr auf sich selbst klarkommt und alles hinterfragt. Die Blonde so zu sehen ist nicht schön. Für Henley ist da das Wichtigste, dass Tyler endlich das Leben in vollen Zügen genießen kann und glücklich ist. Dank Skye gab es da einen ordentlichen Schritt zurück. Dafür verachtet Fallon die Schwarzhaarige und wünscht ihr nur das Schlechteste. Dennoch…sie darf sich nicht auf die Spielchen von Skye einlassen. Sonst hat sie gleich verloren.

Fallon Henley: Nein, ich werde dir deine kranken Fantasien sicher nicht erfüllen! Wir klären das regulär, auf dem gewöhnlichen Weg. Zwischen uns steht es eh 1 zu 1! Also…ich will ein weiteres Match gegen dich! Nächste Woche, beim Special! Dann werde ich dich sowas von durch den Ring prügeln…so lange, bis es selbst dir nicht mehr gefällt! Bis selbst du dir wünscht, du hättest dich nie mit Bobbi und mir angelegt!

Markige Worte, die das Country Girl von sich gibt! Und ist das besser, als wenn sie sich hier sofort mit Blue prügeln würde? Eigentlich nicht! Aber Fallon will eine gewisse Kontrolle behalten und zeigen, dass Skye hier nicht die Spielregeln vorgibt. Außerdem hofft die Brünette, dass Bobbi den PPV verfolgen wird und dabei sieht, dass Henley für sie einsteht und für sie kämpft! Wäre doch schön, wenn die beiden Freundinnen dann wieder zueinanderfinden könnten. Viel „könnte“…aber ein Versuch ist es doch wert! Und ja…auch für das eigene Ego wäre es toll, wenn sie, nachträglich, die Auseinandersetzung mit dem Dark Phoenix für sich entscheiden könnte.

Fallon Henley: Bobbi ist ein toller Mensch! Sie hat es nicht verdient, dass du dich so über ihren Schmerz lustig machst! Du bist einfach nur widerlich und abstoßend, Skye! Ich hoffe du wirst eines Tages in der Hölle schmoren!

Das sitzt! Paar Sekunden bleibt es ruhig und selbst Skye verliert für ein paar Sekunden das Lächeln. Ihr Auge zuckt…und für einen gaaaanz kleinen Moment scheint es so, als hätte sie die Aussage sogar getroffen.

skye blue: “Das werde ich…“

…meint sie, überraschend ernst! Dann aber wischt sich die Dunkelhaarige einmal über das Gesicht…und zeigt wieder die gewohnte Fratze!

skye blue: “…aber ich werde es genießen und die Königin des Leibhaftigen sein…hahahahaha…“

Schrill lacht Skye auf und verliert sich mal wieder kurz in so einen Anfall. Sie beruhigt sich wieder und legt den Kopf leicht auf die Seite. Einen Zeigefinger hebt sie an, deutet damit auf Fallon und lässt ihn etwas wahllos in der Luft herumkreisen.

skye blue: “Oooohhh…laaaaaaangweilig! Aber gut…hihi…kann ich heute voll und ganz mit Mina Spaß haben und mich auf nächste Woche freuen! Okay…du hast das Match! Wir sehen uns da, Fallon…“

Lustvoll leckt sie sich über die Lippen und zwinkert Henley zu. Leichtfüßig hüpft sie davon und wirkt dabei fast so vergnügt wie ein Mädchen auf dem Weg zum Spielplatz oder einem Kindergeburtstag. Fallon sieht ihr nur kopfschüttelnd nach.

Fallon Henley: Du wirst Bobbi nicht mehr wehtun! Das verspreche ich dir…

…brummt sie noch in ihren nicht vorhandenen Bart, bevor sie selbst auch abdreht und davongeht. Also dann hat sie nächste Woche etwas zu tun. Zwei Matches hatte sie schon gegen Skye Blue und weiß, wie sehr sie sich darauf vorbereiten muss. Fade off.

[Bild: das.jpg]

MATCH 2
SINGLES MATCH
Skye Blue vs. Mina Shirakawa

[Bild: minaskyebluecabncs.png]
Writer: Alex



Eine abgewandelte Version von "Danza Kuduro" ertönt, was den Einzug von Mina Shirakawa ankündigt. Die Japanerin betritt die Halle und tanzt zu den Klängen ihrer Entrance-Musik.Unter dem Jubel der Fans läuft sie die Rampe herunter und macht die Form eines Herzens mit ihren Händen.

[Bild: hq720.jpg?sqp=-oaymwEhCK4FEIIDSFryq4qpAx...NylAkwdFag]

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring... from Tokio, Japan... MINA SHIRAKAWA!"

Sie steigt dann durch die Seile in den Ring, steigt in der Ringecke aufs zweite Seil und lässt die Reaktionen des Publikums auf sich wirken. Danach stellt sie sich in die Mitte des Rings, kniet sich hin und posiert tanzend in ihrer typischen Art und Weise.

[Bild: womens-pro-wrestling-stardom.jpg?s=594x5...OaFTby7ZA=]

Danach stellt sie sich in die Ringecke, während langsam ihre Einzugsmusik endet.

Die Lichter in der Halle werden gedimmt. Ein paar Sekunden passiert nichts...bis sich eine sanfte Stimme aus den Boxen meldet. Nur ein paar Sekunden nimmt die Musik an Fahrt auf...



Langsam und erhaben stolziert Skye Blue auf die Stage. Über ihr Ring Gear trägt sie einen schwarzen, leicht durchsichtigen Umhang aus Seide, den sie mit ihren Armen wie ein Cape aufspannt. Auf dem schwarzen Haar sitzt ein blau glitzerndes Krönchen. Mit eiskaltem Blick scannt sie die Zuschauer und scheint sich nichts darum zu scheren, was diese gerade von ihr halten. Wie eine Königin, die ihren Thron besteigen möchte, bringt sie die restlichen Meter zum Ring hinter sich.

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring... she is the Dark Phoenix... from Chicago, Illinois... SKYE BLUE!"

Gekonnt schwingt sie sich aufs Apron, wobei sie für einen Moment auf dem rechten Knie ruht und das linke Bein ausstreckt. Mit einer Hand löst sie den Umhang, der zu Boden gleitet. Der Ring wird betreten. Ein Bein stellt sich auf das unterste Seil und schwingt das andere über das obere. So beugt die junge Frau ihren Oberkörper leicht nach vorne. Da blitzt ein kurzes Lächeln auf den Lippen auf, das von einem Augenzwinkern begleitet wird. Normalerweise sind das Gesten, die einen positiven Aspekt haben sollen. Hier verheißt es aber nichts gutes....zumindest nicht für Skye's Gegnerin. Langsam verstummt die Theme. Der Dark Phoenix lockert einmal die Handgelenke und ist bereit für das Match.

Warnung! Spoiler!
*Ding Ding*

Mina wird lautstark von den Fans unterstützt. Die ersten Minuten gehören der Japanerin...auch wenn man das Gefühl nicht los wird, dass Skye sie bewusst machen lässt. Schlussendlich kommt es dennoch zu einem Schlagabtausch auf Augenhöhe. Am Ende verfehlt Mina einen Splash vom Toperope, Blue rennt in die Seileund schwingt sich auf die Japanerin...Code Blue! Cover...One, Two, Three!

*Ding Ding*

Here is your winner by pinfall: SKYEEEE BLUEEEEEE!

Damit hat die Schwarzhaarige den zweiten Sieg seit ihrem Comeback eingeholt. Wobei man das hier als den ersten "richtigen" Sieg ansehen könnte. Den Fans gefällt das Ergebnis nicht so wirklich...ganz im Gegensatz zum Dark Phoenix. Diese lacht lauf auf, vor allem als sie auf die geschlagene Mina sieht. Da überkommt Skye ein Verlangen, so dass sie sie nach unten beugt...und Shirakawa über Mund und Nase leckt. Ganz langsam und ganz genüsslich! Kichernd richtet sie sich in die knieende Position auf und sieht in die Ferne, ohne einen bestimmten Punkt zu fixieren. Mit einer Hand greift sie sich in ihr Haar, zieht einmal kräftig daran...und hält daraufhin ein paar schwarze Haare in ihren Fingern. Dabei verdreht sie kurz stöhnend die Augen, als sie den leichten Schmerz genießt. Der Ref kniet zwischen ihr und Mina, um die Japanerin vor weiteren Angriffen schützen zu können. Doch Blue hat schon das Interesse an ihrer heutigen Gegnerin verloren. Sie sieht eine Kamera, die von außen in den Ring filmt und krabbelt schnell auf diese zu. Bis sie nah genug dran ist, so dass die grinsendes Gesicht den ganzen Bildschirm an den heimischen Fernsehern einnimmt.

skye blue: "Hihihi...ich widme diesen Sieg Fallon Henley...hihi...und...hihi...Bálor's Hure...hihi...Bobbi Tyler...hihihi..."

Das aufkommende Kichern kann die Schwarzhaarige kaum unterdrücken. Aber ihre Botschaft geht unter die Haut, vor allem die sie wieder Bobbi's Leid in den Dreck zieht. Ob die Britin von irgendwo her das sehen wird? Die andere Angesprochene sieht es im Backstage Bereich, was man durch eine extra Einblendung sieht. Fallon Henley steht vor einem Bildschirm und kocht vor Wut, als sie Skye's Worte hört. Sie dreht sich einmal um...und macht den Sami Zayn Gedächtnis-Move und schlägt eine Wasserflasche von einem Tisch herunter. Dass sie abwertend von Bobbi gesprochen wird regt das Country Girl auf. Dennoch muss sie sich zügeln und sie nicht zu sehr provozieren lassen, da sie so Skye in die Karten spielen würde. Nächste Woche bekommt Fallon ein Match gegen Blue und da kann sie dem Dark Phoenix Einhalte gebieten. Wenn das überhaupt möglich ist. Henley hat zumindest genug gesehen und geht davon. So wird wieder voll zum Ring geschaltet, wo Skye sich nach draußen rollt und langsam in Richtung der Stage läuft. Sie hat auf jeden Fall ein Statement für das Special abgegeben.

[Bild: 4.jpg]

Tiffany hatte die letzten Tage hauptsächlich nur im Gym verbracht. Mehr als sonst. Härter als sonst. Feiner als sonst. Sie hat im Ring trainiert. Ihre Moves verstärkt, Neues probiert. Warum? Weil sie das Gefühl hat, dass sie es muss. Liv Morgan ist Geschichte. Neue Aufgaben warten. Und einer diese Aufgaben ist Alexa Bliss. Mehrmalige Championesse und sicherlich eine große Gefahr, um Tiffany's Run als Championesse zu stürzen. Immer mit dabei, ihre neue Freundin Meghan Walker. Noch blonder, noch jünger und fiel auf, als sie sich im Backstage Bereich als Tiffany Stratton verausgabte.
Die Kameras schalten in den Backstage Bereich, wo wir genau diese beiden Damen treffen. Der Gang des Buff Barbie Dolls ist arrogant, stolz und erhaben. Sie sitzt einen Fuß vor dem nächsten, was beinahe Divenhaft wirkt. Wer die Blondine kennt weiß, dass sie es nicht ist. Tiffany ist ehrgeizig und willensstark. Und jetzt auf den Weg durch den Backstage-Bereich. In wenigen Minuten beginnt das Match gegen Lyra Valkyrie, weshalb sie sich bereits in Ring Gear befindet.

[Bild: tiffytoobig.png]

Im unteren rechten Bildrand ploppt das Tiffy TV Logo auf, während die beiden Blondinen sich den Weg durch den Korridor suchen. Der Women's Championship liegt dabei locker auf ihrer Schulter. Ihr linker Arm ist leicht vom Körper abgespreizt und die Hand wie ein Flügelchen ausgeklappt. Meghan läuft leicht versetzt hinter ihr. Doch plötzlich wird ein Mikro seitlich vor ihrem Mund gehalten. Tiffany ist klar…Renee Young. Leicht genervt rollt sie mit ihren rehbraunen Augen, bleibt dann aber trotzdem stehen.

Renee Young: "Tiffany, schön dich zu sehen!"

War es für das Rich Girl…nicht. Aber sie weiß, dass Interviews dazu gehören. Außerdem rückt sie damit in den Mittelpunkt, genau dorthin, wo sie stehen möchte. Für Tiffany wird es Zeit, wieder die Nummer eins der Shows zu werden. Das ihre Fans ihr Leben verfolgen können. Und dafür musste sie etwas tun.
Meghan steht neben Stratton und beobachtet alles sehr genau. Immerhin steht sie neben ihrer Mentorin.

Tiffany Stratton:
“Renee, ich kann endlich sagen, dass es nur wieder gut geht. Ich bin auf dem richtigen Weg. Der Weg der Unbezwingbarkeit! Das Match gegen Lyra wird genau das beweisen! Sie wird…Opfer…”

Sagt sie, obwohl noch gar keine Frage gestellt wurde. Das macht sie aber bewusst. Damit hat sie das Gespräch selbst in der Hand.
Plötzlich holt sie quietschend Luft und schaut leicht nach oben. Ein leichtes Grinsen huscht ihr ins Gesicht.

Tiffany Stratton:
“...sie wird Opfer der ganzen millions of Tiffy-holics. Der Neubeginn. Die Entschädigung einer Zeit, wo es nicht zu 100% lief. Das wird mein Geschenk an sie. Es wird Großartig.”

Sagt sie stolz, wird dann aber wieder ernst. Dafür schaut sie die Interviewerin direkt an.

Tiffany Stratton:
“Aber ich bin mich natürlich auf Alexa Bliss vorzubereiten. Sie glaubt, sie könnte Tiffany Epiphany aufhalten. Das ist ein Irrtum, sie weiß es nur noch nicht.”

Bald ist es soweit. Die Woche darauf ist das Special. Und das dortige Match ist natürlich wichtiger.
Jetzt legt sie aber erstmal fragend den Kopf schief und betrachtet Young und das Mikrofon.

Tiffany Stratton:
“Was war nochmal deine Frage?”

Darauf musste Renee natürlich schmunzeln. Sie hat ja noch gar keine Frage gestellt, aber schon eine Menge Antworten bekommen.

Renee Young: ”Wir durften ja schon eine Menge hören. Wie genau siehst du das Match gegen Alexa denn?”

Wie sie das Match sieht? Was ist das denn für eine Frage? Die Millionärstochter antwortet irritiert und zögert deshalb ein wenig.

Tiffany Stratton:
“Nun…ich…sehe meinen Sieg und wie ich als Women's World Championesse aus dem Match gehe. Was glaubst du denn?”

Die Kamera bleibt zunächst auf Tiffany Stratton, Meghan Walker und Renee Young gerichtet als sich im Hintergrund des Backstage-Korridors etwas verändert. Aber es fällt nicht direkt auf. Die Beleuchtung am hinteren Ende des Ganges ist deutlich schwächer als der Bereich, in dem die drei Frauen stehen. Zwischen den einzelnen Lichtquellen liegen dunkle Abschnitte, die den langen Korridor beinahe in einzelne Schattenfelder teilen. Und genau aus einem dieser dunklen Bereiche löst sich langsam eine Silhouette. Eine Bewegung die ruhig und gelassen wirkt. Die Kamera schwenkt vorsichtig zur Seite. Zunächst ist nur eine Person zu erkennen, die sich langsam aus der Dunkelheit nähert. Dann fällt das Licht auf blonde Haare. Eine Lederjacke... Das vertraute Gesicht... Alexa Bliss. Sie sagt noch nichts aber sie kommt einfach näher. In ihrem Arm liegt Lily. Die kleine Stoffpuppe sitzt vollkommen ruhig auf Alexas Arm, während Alexa mit der freien Hand locker das Mikrofon hält. Ihr Blick ist auf die drei Frauen gerichtet. Jedoch nicht aggressiv oder wütend vielmehr wirkt Alexa beinahe neugierig. Als hätte sie gerade etwas gehört, das ihre Aufmerksamkeit geweckt hat. Lily liegt sicher in ihrem Arm. Alexa schaut für einen Moment zu ihr hinunter und richtet die Stoffpuppe etwas zurecht, bevor ihr Blick wieder nach vorne geht. Je näher sie kommt, desto deutlicher ist ihr Gesicht zu erkennen.

Ein leichtes Lächeln und kein breites Grinsen. Eher dieses kleine, schwer zu deutende Lächeln, das verrät, dass Alexa ganz genau weiß, welchen Eindruck ihr plötzliches Auftauchen hinterlässt. Jetzt ist Alexa nur noch wenige Meter von den drei Frauen entfernt. Lily befindet sich weiterhin in ihrem Arm. Als Alexa da ist betrachtet zunächst Tiffanys Women's World Championship. Ihr Blick verweilt einige Sekunden auf dem Titel. Ihr Blick liegt weiterhin auf dem Women's World Championship, der auf Tiffanys Schulter ruht. Dann wandert er langsam zurück in das Gesicht der Championesse. Ein kleines Schmunzeln während Lily weiterhin ruhig in ihrem Arm liegt.

Alexa Bliss
"Also... ich wollte eigentlich gar nichts sagen. Wirklich... Ich bin gerade einfach nur durch den Backstage-Bereich gelaufen und habe mich um meinen eigenen Kram gekümmert. Ich hatte sogar meinen eigenen Fernseher. Einen anderen als den, auf dem ihr gerade euer kleines Tiffy-TV-Programm veranstaltet habt. Und dann höre ich plötzlich meinen Namen.“


Alexa hebt eine Augenbraue.

Alexa Bliss
"Alexa Bliss hier... Alexa Bliss da... Alexa glaubt dies... Alexa glaubt das... Bla bla bla! Alexa ist angeblich in der Vergangenheit stehen geblieben und soll hinter Tiffany stehen. Und irgendwann dachte ich mir... okay! Wenn mein Name schon die ganze Zeit in deinem Interview fällt, dann kann ich auch persönlich vorbeikommen und ein bisschen mitreden. Denn ganz ehrlich, Tiffany... ich habe mir diese ganze Scheiße gerade auf einem anderen Fernseher angesehen. Und ich habe wirklich versucht, nichts dazu zu sagen.“


Alexa schaut kurz zu Lily und darauf zu Tiff.

Alexa Bliss
"Ich habe mir gedacht... Lass sie reden... Sie ist glücklich und sie ist Championess. Und offensichtlich braucht sie ein kleines Publikum, das ihr dabei zuhört, wie großartig sie selbst ist. Aber dann fiel mein Name. Und wenn jemand meinen Namen benutzt, um eine Geschichte über mich zu erzählen, dann möchte ich verdammt noch mal auch die Möglichkeit haben, selbst etwas dazu zu sagen. Also... hier bin ich... Du wolltest über Alexa Bliss reden? Dann reden wir über Alexa Bliss. Aber diesmal erzählst nicht du den Leuten, wer ich angeblich bin.“


Tiffany rollt genervt mit den Augen, als sie Alexa schon von weitem sieht. Natürlich passt ihr der Auftritt der Blondinen gar nicht. Warum auch? Die Fronten sind klar. Beim Special gibt es das Match Stratton versus Bliss. Das sie hier auftaucht, ist nichts anderes als sich in den Vordergrund zu spielen.

Tiffany Stratton:
“ÜÜÜrrrgh...ich glaube eher, dass du selbst über dich reden möchtest, kann das sein?"

Stratton hatte zuletzt ausführlicher letzte Woche in einer Promo über ihre baldige Gegnerin gesprochen. Jetzt und hier ging es letztendlich nur darum, dass das Rich Girl gut vorbereitet ist. Groß über die Vergangenheit von Bliss, hat Tiffany nicht gesprochen.

Meghan Walker:
“Ja!? Kann das sein?"

Plötzlich meldet sich Walker aus dem Hintergrund, welche aussieht wie ein Zwilling des Buff Barbie Dolls. Sie spricht deren Frage nochmal aus und gewichtet die Frage ihres Vorbilds damit schwerer. Die selbsternannte Miss Future Legend lässt das ganze so laufen. Beabsichtigt?

Tiffany Stratton:
“Wenn du alles auf einen anderen Fernsehen verfolgt hast, hättest du gehört, dass ich nur sagte, dass ich davon ausgehe, gegen dich zu gewinnen!"

Genervt atmet sie auf und hebt ihre freue Hand auf Brusthöhe, um diese dort wie ein Flügelchen abzuknicken. Renee wandert hier ein wenig in den Hintergrund, hält aber trotzdem ihr Mikrofon zwischen den beiden Frauen.

Meghan Walker:
“Gewinnen!"

Auch hier sucht sich Walker das Richtige Wort heraus, um es Bliss unter die Nase zu reiben.

Tiffany Stratton:
“Aber sein nicht traurig, Alexa. Du darfst gerne mal den Championchip anfassen, damit du wenigstens eine Entschädigung bekommst. Du kannst deine Lily solange Meghan geben."

Den Championship anfassen? Hier stimmt etwas nicht. Das leichte Grinsen von Tiffany zeigt es ganz deutlich. Meghan geht derweil um Tiffy herum, um die Puppe in Empfang zu nehmen. Alexa Bliss blickt zunächst zu Meghan Walker, die sich langsam von der Seite nähert. Ihr Blick wandert anschließend zu Lily, die noch immer sicher in ihren Armen liegt. Für einen kurzen Moment sagt Alexa überhaupt nichts. Sie betrachtet die kleine Stoffpuppe, als würde sie überlegen, ob sie sie tatsächlich aus der Hand geben sollte. Dann hebt sie den Blick wieder zu Tiffany.

Ein kleines, beinahe amüsiertes Lächeln erscheint auf ihrem Gesicht.

Alexa Bliss
"Ohhh... du möchtest also Lily haben?"


Alexa zieht eine Augenbraue hoch. Ihre Stimme klingt ruhig. Fast schon zu ruhig für die Situation.

Alexa Bliss
"Na schön. Wenn das dein kleines Spielchen ist... dann spielen wir eben."


Alexa hält Lily noch einen Moment fester an sich. Man erkennt deutlich, dass sie die Puppe eigentlich nicht abgeben möchte. Nicht, weil sie Angst davor hätte, sondern weil sie Tiffany und Meghan nicht vollkommen traut. Ihr Blick wandert von Meghan zu Tiffany und wieder zurück darauf seufzt Alexa leise.

Alexa Bliss
"Aber pass gut auf sie auf. Lily ist manchmal... ziemlich empfindlich."


Ein kaum merkliches Grinsen.

Alexa streckt Meghan schließlich langsam ihren Arm entgegen. Lily wird dabei nicht einfach übergeben. Alexa legt die Stoffpuppe beinahe demonstrativ in Meghans Hände und lässt sie erst im allerletzten Moment los. Für eine Sekunde bleiben Alexas Finger noch an Lily, während sie Meghan direkt in die Augen sieht.

Alexa Bliss
"Und wenn irgendetwas mit ihr passiert..."


Alexa lässt den Satz bewusst offen dann zieht sie ihre Hand zurück. Meghan hält Lily nun tatsächlich in den Händen und sofort verändert sich Alexas Haltung. Ihre Schultern richten sich etwas auf. Die Hände sind jetzt frei. Ihr Blick geht nicht mehr zu Meghan oder Lily sondern direkt auf Tiffany.
Genauer gesagt auf den Women's World Championship, der noch immer auf Tiffanys Schulter liegt. Alexa betrachtet den Titel einige Sekunden lang schweigend.

Darauf geht ihr Blick langsam wieder zu Tiffanys Gesicht. Ein kleines Lächeln nicht freundlich aber auch nicht aggressiv. Eher dieses schwer zu deutende Lächeln, das verrät, dass Alexa gerade einen Gedanken hat, den Tiffany vielleicht nicht kommen sieht. Alexa hebt langsam ihre rechte Hand und zunächst deutet sie nur in Richtung des Championships. Dann zeigt sie mit dem Zeigefinger direkt auf den Titel.

Alexa Bliss
"Und jetzt..."


Eine kurze Pause unde Alexa macht einen kleinen Schritt nach vorne.

Alexa Bliss
"...darf ich mal?"


Tiffanys Blick folgt automatisch Alexas Finger. Alexa deutet noch einmal auf den Women's World Championship jedoch dieses Mal etwas eindeutiger.

Alexa Bliss
"Du hast gerade gesagt, ich darf ihn anfassen."


Alexa legt den Kopf leicht schief.

Alexa Bliss
"Also..."


Sie streckt ihre Hand langsam in Richtung des Titels aus, stoppt jedoch wenige Zentimeter davor.

Alexa Bliss
"...warum sollte ich mich mit anfassen zufriedengeben?"


Alexa lässt ihre Hand sinken doch ihr Blick bleibt auf dem Championship.

Alexa Bliss
"Du hast mir gerade freiwillig die Möglichkeit gegeben, über diesen Titel nachzudenken. Und weißt du, was das Lustige daran ist, Tiffany? Ich muss ihn nicht heute Abend haben. Ich muss ihn auch nicht jetzt von deiner Schulter reißen. Denn nächste Woche... beim Special... geht es nicht darum, ob ich diesen Championship einmal anfassen darf. Es geht darum, ob DU ihn danach noch halten darfst."

Freiwillig? Ja, aber das hatte auch einen bestimmten Grund. Wer das Buff Barbie Doll kennt, der weiß, dass sie mit allen Mitteln verhindern würde ihren Belt anfassen zu lassen. Außer, sie selbst hat dadurch einen Vorteil. Und dieser Vorteil heißt Meghan Walker und Puppe Lily. Während Tiffany die Aufmerksamkeit von Alexa zu haben scheint, schleicht sich Walker davon. Langsam, sehr Langsam und Rückwärts. Das heißt, dass mehr Zeit gebraucht wird. Und das Rich Girl weiß genau, wie sie diese Zeit bekommt.
Leicht grinst sie als Alexa versucht hatte den Title zu berühren und es dann doch nicht tat. Die Begründung war in Strattons Augen lächerlich, aber etwas besseres hätte ihr wohl nicht passieren können.

Tiffany Stratton:
“ÜÜÜrrrgh...du glaubst, dass du nach dem Special den Title halten wirst?"

Das ist wohl ein jeder Plan. Kämpfen und als Siegerin hervorgehen. Nach dem Verlust gegen Kali, erhielt sie hinterher eine zweite Chance. Eine zweite Chance die größte Championesse aller Zeiten zu werden. Die längste Women's Championesse der Geschichte. Rekorde aufstellen, wie sie es beim Shine Title auch schon tat.
Die Jüngere hebt ihre Augenbrauen und geht ein Schritt zurück.

Tiffany Stratton:
“Tja, du hattest die einmalige Chance nochmals diesen Title zu berühren. Jetzt wirst du laaaange warten müssen, bis du die Gelegenheit dazu bekommst. Selber Schuld! Denn beim Special wirst du nicht den Hauch einer Chance haben. Verabschiede dich von diesem Traum..."

Untermalt von einem Grinsen, versucht die selbsternannte Miss Future Legend zu provozieren. Beabsichtigt, denn dabei zieht sie die Aufmerksamkeit von Bliss auf sich
Meghan biegt derweil schon um die nächste Ecke, in der Hand immer noch Lily.

Renee Young: "Ähm...Alexa...deine...Puppe..."

Bei dem hin und her ist die Interviewerin natürlich auch noch da und deutet auf Walker, die mit der Puppe aus dem Sichtfeld verschwindet. Ein Nachteil für Tiffany, die aber erreicht hat, was sie wollte.

Tiffany Stratton:
“...und von Lily! Toodles!"

Mit ihren bekannten Abschiedswort, dreht sich schließlich auch die Championesse um und geht dort entlang, wo Meghan soeben verschwunden ist. Alexa bleibt wutentbrannt zurück. Und mit einer Nahaufnahme von Alexa's wütenden Gesicht, blendet die Kamera auch Off.

[Bild: 151.jpg]

Houston, Texas – Bereit für den nächsten Akt? Eigentlich müsste man die anwesenden Zuschauer das gar nicht mehr fragen. Es reicht ihnen dabei zuzusehen, wie sie ausflippen, Stimmung machen und einfach eine gute Zeit haben. Um das einfangen zu können, gibt es einen langsamen Kameraschwenk über die Meute…



ARE YOU READY FOR THIS?

…woraufhin der amtierende World Heavyweight Champion angekündigt wird! Da wird es nochmal richtig laut und die Fans heißen Kenny Omega willkommen. Mit Anzugshose und Sakko in weinrot und einem Hemd in weiß gibt sich der Cleaner die Ehre. Das lockige Haar ist nach hinten zusammengebunden und eine verspiegelte Sonnenbrille versperrt die Sicht auf seine Augen. Der Belt ist um die Hüfte geschnallt und zeigt sich als stummes Symbol dafür, dass der King of the Anywhere Match derzeit diese Division anführt. Aktuell versucht sich Ricky Saints daran den Kanadier von dieser Position zu entbinden. Zumindest konnte der Stroke Daddy, seit seinem Comeback, einige Nadelstiche gegen Kenny setzen. Zuletzt am vergangenen Montag, als er Omega erst Desinfektionsmittel in die Augen sprühte und danach eine Torte ins Gesicht klatschte. Ist daher anzunehmen, dass über Ricky gesprochen wird.

Nach kurzem Posing auf der Stage, das ein kleines Feuerwerk auslöst, marschiert der Champ zum Ring. Er gibt sich volksnah und klatscht mit einigen Fans ab und unterschreibt sogar kurz auf einem Plakat, welches ihm entgegengehalten wird. Am Ring angekommen steigt der Cleaner die Treppe empor und besteigt das Allerheiligste. Dort positioniert er sich seitlich, streckt eine Hand zu seiner „Pistolengeste“ aus und fordert mit der anderen Houston auf, noch lauter zu werden. Den Gefallen tun ihm die lieben Leute, was für ein zufriedenes Lächeln auf Kenny’s Gesicht sorgt. Einmal wird „abgedrückt“ und der Cleaner löst eine Position. Kurz lässt er die Stimmung auf sich wirken, bevor er sich ein Mikro geben lässt. Mit diesem in der Hand geht er noch eine halbe Runde durch den Ring und führt das technische Gerät gen Mund.

Kenny Omega: HOOOUUUSTON…wie geht es euch?

Sehr gut! Neckisch tippt sich Kenny gegen ein Ohr und tut so, als würde er nichts hören. Natürlich ist das Gegenteil der Fall. Vor allem als die Zuschauer ihn regelrecht anbrüllen kann er den Spaß nicht länger aufrecht halten.

Kenny Omega: Ach, Zeit…was für ein Phänomen, nicht wahr? Wie schnell Zeit doch vergeht! Es kommt mir wie gestern vor, als ich, gemeinsam mit meinen Buddies LA Knight und Solo Sikoa, der Bloodline im War Games Match den Stecker gezogen habe und das Kapitel Roman Reigns endgültig beenden konnte. Wie es aussieht, hat Roman an dem Abend sogar noch mehr verloren. Also Nichts, was Solo, Knight oder ich nicht vorhergesagt hätten.

Schulterzuckend sieht der Canadian X in einer der Kameras. Damit meint er die Tatsache, dass sich Roman’s einstige Gefolgsleute gegen den OTC gestellt haben. Aber das ist nicht mehr Kenny’s Problem! Klar, nach den ganzen Ansagen, die Roman, Paul Heyman oder auch ein Jey Uso ihm um die Ohren geschlagen haben, ist das eine kleine Genugtuung, dass das Konstrukt „Bloodline“ implodiert ist. Dennoch hat der Kanadier inzwischen eine andere Baustelle, um die er sich kümmern möchte…und auch muss!

Kenny Omega: Aber in meiner Erfolgsgeschichte habe ich die nächste Seite aufgeschlagen. Und dort erscheint ein Name aus einem Band, schon lange im Regal steht. Mister Absolute Schieß-mich-tot Ricky Starks…oder wie er sich nun nennt…Ricks Saints!

Der Name des Stroke Daddy’s sorgt für laute Buh Rufe! Kenny nickt den Fans zu und nimmt seine Sonnenbrille ab. Jetzt wird es ernst!

Kenny Omega: Ich muss dem Rickster eins lassen…er ist nicht dumm! Nein, er weiß genau, wie er seinen Mitmenschen auf den Keks gehen kann und welche Knöpfe er drücken muss, um das zu bekommen, was er will! Daher…Gratulation, Saints! Nächste Woche in Austin bekommst du einen Shot auf meinen World Heavyweight Title! Aber freue dich nicht zu früh, mein Lieber! Es wird keine Wiederholung von unserem letzten Aufeinandertreffen geben. Nö, sehe ich nicht ein! Ich lerne aus meinen Fehlern! Ich sehe ein, wenn ich etwas falsch gemacht habe – und das habe ich damals! Wenn ich eine Chance auf Wiedergutmachung bekomme, dann ergreife ich diese. Aus diesem Grund muss ich dir sogar danken, Ricky Saints!

Damit ist es wohl auch offiziell, dass Kenny seinen Titel nächste Woche gegen Ricky verteidigen wird. Omega will gar keine Zweifel aufkommen lassen, dass ihn der psychologische Vorteil, der auf der Seite von Saints liegt, beeinflusst. Immerhin hat der Absolute One der Destiny Flower schon einmal einen Titel abgenommen. Eben das soll sich nicht wiederholen.

Kenny Omega: Auch wenn du dich gerade sicher wie der größte Sieger fühlst, sollte dir eine Sache klar sein…jede Tat zieht Konsequenzen mit sich! Und nein, ich werde nicht darüber jammern, dass du mich nach meinem Match gegen Tony D’Angelo attackiert hast oder ich letzte Woche Desinfektionsmittel und leckeren Kuchen schmecken durfte. Gerade Letzteres hätte von mir kommen können, weswegen ich das sportlich nehme. Dennoch kann ich das nicht einfach so stehen lassen und muss nun, gewissermaßen, den Moral-Kenny mimen! Du willst unter die Gürtellinie gehen? Gut…dann sollst du Selbiges fühlen? Auch wenn ich dabei eine Grenze überschreiten muss, die mir nicht behagt…im Laufe der Jahre habe ich gelernt, dass man seine eigene Komfortzone hier und da verlassen muss, um der größte Champion in der Geschichte dieser Liga sein zu können. Und in diesem Fall kann ich sogar einer Person Gerechtigkeit bieten, die weitaus schlimmer unter dir leiden musste.

Okay, was kommt denn nun? Der Cleaner gibt sich zunächst geheimnisvoll, als er plötzlich eine weitere Person ins Gespräch bringt. Man hört in den Reihen ein leises Raunen und Tuscheln. Omega lässt das kurz zu, wobei er leicht angespannt wirkt. Ja, es gefällt ihm nicht, was er gleich tun wird. Aber Ricky Saints war ihm die letzten Wochen immer einen Schritt voraus…und damit soll nun Schluss sein.

Kenny Omega: Hier geht es also nicht um mich! Ich gebe zu, dass diese Person mir erst letzte Woche in den Sinn kam, als mein wunderschönes Gesicht mit Kuchen bedeckt war. Darum habe ich später das Handy in die Hand genommen, ein paar Leute abtelefoniert, bis ich sie an der Strippe hatte. Zugegeben, anfangs wollte sie mir nicht zuhören, was ich ihr nicht verübeln kann. Trotzdem hat sie mir eine Chance gegeben, wir haben lange gequatscht…und ja, heute ist sie hier! Houston…seid nett zu ihr, ja? Bei ihren letzten Auftritten hier war sie ein wenig…düsterer, um es mal so auszudrücken. Aber auch das ist Teil der Geschichte, die sie uns heute mitteilen möchte. Ohne weiter Zeit zu verlieren…heißt sie willkommen…Miss…Julia Hart!

Da wird das Raunen noch größer! Julia Hart ist zurück? Ausgerechnet die Ex-Freundin vom damaligen Ricky Starks, die ihn gerade zu der Zeit gedatet hat, als Ricky und Kenny um die Eastcoast Championship kämpften? Das ist ein harter Schritt…und klar, dass sich der Master of the Dark Hadou dabei nicht so ganz wohl fühlt. Aber Saints hat den Krieg gestartet und Kenny greift nach allen Mitteln, um auch gegen diesen seinen World Title zu verteidigen.

Ein paar Sekunden passiert nichts. Keine Theme, keine Spiele mit den Lichtern. Fast schon unscheinbar erscheint eine junge, zierliche Frau auf der Stage. Weiße Air Jordans, blaue Jeans, ein weißes Top – dazu das blonde Haar zu einem Pferdeschwanz gebunden. Nichts mehr zu sehen von der dunklen Entität, die Julia bei ihren letzten Auftritten in der c2c dargestellt hatte. Viel mehr erinnert das an die junge Cheerleaderin von damals, die sich so sehr in Ricky Starks verschossen hatte. Etwas unbeholfen, fast schon schüchtern greift sie nach einem kleinen, goldenen Herzen, das sie als Halskette trägt. Gibt ihr offenbar etwas Halt, so dass sie sich traut weiterzugehen. Ohne nach links und rechts zu schauen, passiert sie die Fans, die zwar verhalten, aber freundlich auf sie reagieren. Schlussendlich betritt sie den Ring und sieht auf. Kenny steht ihr gegenüber und streckt ihr eine Hand entgegen. Die Blonde zögert ein paar Sekunden…schlägt aber schließlich zur Begrüßung ein. Omega beugt sich etwas vorne und spricht zu Julia, was diese mit einem Nicken beantwortet. Das ist wohl nur für die junge Frau gewesen. Anders als das folgende, da die Best Bout Machine das Mikro erneut anhebt.

Kenny Omega: Bevor ich Julia die Bühne komplett überlasse, gibt es noch zwei Sachen zu klären. Erstens…Julia ist aus freien Stücken hier! Ich habe ihr gesagt, dass sie sich zu nichts gedrängt fühlen soll, ich ihr aber eben die Möglichkeit geben kann, endlich den Frust loszuwerden, der sie seit Jahren bedrückt. Dieses Angebot hat sie angenommen…ohne dass ich sie überredet habe. Zweitens…Julia, wir haben das ja schon am Telefon geklärt und du hast meine Entschuldigung angenommen. Trotzdem möchte ich das auch nochmal öffentlich machen, damit du siehst, wie ernst ich das meine. Als ich damals meine Auseinandersetzung mit Ricky hatte, habe ich auch dich ins Spiel gebracht. Auch wenn ich zu keinem Zeitpunkt vorhatte dir etwas anzutun oder dich gar schief anzusehen…es war absolut falsch von mir! Das tut mir von Herzen leid!

Zu der Zeit hatte Ricky Kenny’s damaligen Manager Don Callis entführt, um ein zweites Title Match zu erpressen. Daraufhin hatte der Cleaner während einer Show öffentlich verkündet, dass er ja mal Julia besuchen könnte. Eine Aussage, die im Affekt fiel…er aber später bitter bereute. Wie er selbst sagt, auch wenn er ihr nie etwas angetan hätte…es ist einer seiner Momente, die er gerne ungeschehen machen würde. Das geht nicht mehr…aber zumindest kann er sich dafür entschuldigen. Julia nimmt das auch jetzt positiv entgegen und schenkt dem Cleaner ein weiteres Zunicken. Dieses Mal garniert mit einem schwachen Lächeln. Zufrieden reicht Omega ihr das Mikro und zieht sich zurück, als diese danach greift. Kenny steigt durch die Seile aufs Apron, bleibt dort aber stehen. Julia sieht zu ihm, räuspert sich einmal…und sieht ernst nach vorne, direkt in eine Kamera.

Julia Hart: Hallo Houston! Mein Name ist Julia Hart und ich bin Pro Wrestlerin…eigentlich! Die letzten Jahre war ich mehr damit beschäftigt der Dunkelheit in meiner Seele und meinem Herzen zu folgen, mich als Princess of Darkness zu sehen oder als Hexe, die die c2c einfach nur niederbrennen möchte. Nein, davon will ich Nichts relativieren oder schönreden! Das war ich…und dafür stehe ich gerade! Ich habe mich von meinem Hass und meiner Wut auf Alles und Jeden leiten lassen und bin zu einem seelenlosen Monster geworden. Bis ich eines Tages in den Spiegel gesehen und mich einfach nicht mehr wiedererkannt habe. Wo ist diese hoffnungsvolle, wenn auch leicht naive, junge Frau, die einfach nur ihren Traum leben wollte? Die echte Julia ist eine Optimistin, die an das Gute im Menschen glaubt und ein Vorbild für die junge Generation sein möchte, dass man Alles schaffen kann, wovon man träumt. Aber sie wurde eingesperrt…in einen Käfig aus Schmerz und Trauer. Ich habe mich selbst verloren und die letzten Menschen von mir gestoßen, die mir etwas bedeutet haben. Selbst meine geliebte Schwester…die…die wollte nichts mehr mit mir zu tun haben, weil sie Angst vor mir bekommen hat. Und das…das Schlimmste…es war mir egal…

Da bricht kurz ihre Stimme weg und Julia wird emotional. Etwas beiläufig wischt sich Hart eine kleine Träne von der Wange. Das nimmt sie sichtlich mit und kommt auch so beim Publikum an, die ihr ruhig zuhören. Kenny Omega lässt das auch nicht kalt. Man sieht, wie beide Hände um das oberste Seile krallen. Ob es richtig war, sie hier in die Öffentlichkeit zu zerren? Auch wenn er sich einredet, dass sie in freien Stücken hier ist und er ihr eine Bühne gibt…im Endeffekt benutzt der Kanadier die Blondine, um einen Stich gegen Ricky Saints zu setzen. Die Entscheidung ist inzwischen gefallen und jetzt ist es eh zu spät. Julia atmet einmal durch…und als sie wieder aufsieht, wirkt sie gefasst und ernst. Fast schon wütend…

Julia Hart: Aber ich bin aufgewacht, habe alles hinterfragt und in Therapie gegangen. Gosh, das war gut, alles aufzuarbeiten, was sich in all den Jahren aufgestaut hatte. Ich weiß auch den Zeitpunkt…oder eher den Zeitraum, wo mein Downfall begonnen hat. Wo ich jede Freude am Leben verloren habe und einfach nur noch broken war. Das alles hängt mit einer ganzen bestimmten Person zusammen. Heute nennt er sich Saints…aber dieses Arschloch ist kein Heiliger! Nein, nein…er ist widerlich, ekelhaft und mit Abstand der schrecklichste Mensch, dem ich jemals begegnet bin! Ja, ich rede über dich…RICKY!

Voller Verachtung spricht sie ihren Ex an und spuckt dabei fast noch aus. Auf ihrer Stirn bilden sich einige Zornesfalten. Ihre Augen weiten sich dabei und ihre Oberlippe zuckt ganz leicht.

Julia Hart: Ich war in dich verliebt, du verdammter Penner! Du warst mein absoluter Traummann! Ich habe alles in dir gesehen und war davon überzeugt, dass wir füreinander gemacht sind. Oh, ich habe dir Sachen anvertraut, die ich selbst meiner Mum verschwiegen habe! Und wenn ich daran denke, was ich, dir zuliebe, alles getan habe, als wir miteinander intim waren…Gott…

Da setzt die blonde Frau kurz das Mikro ab und hält sich eine Hand an die Magengegend, als würde ihr wirklich schlecht werden. Nein, da muss sie nicht konkreter werden, dieses Andeuten reicht. In ihrem Blick wird das Entsetzen über das Verhalten ihres Vergangenheits-Ichs dargestellt. Auch der Cleaner an der Seite schüttelt nur den Kopf und macht gestikulierend deutlich, dass wir da nicht mehr Infos brauchen.

Julia Hart: Dann war plötzlich alles vorbei! Keine Ahnung, vielleicht hast du kalte Füße bekommen, weil es dir zu ernst wurde. Vielleicht bist du auch einfach nur zu feige, dich deiner Verantwortung zu stellen. Wie dem auch sei…du hast mir weh getan, mich verletzt, mein Herz aus meiner Brust gerissen und auf den Boden geworfen! DU BIST SCHULD! Schuld daran, dass es mir die letzten Jahre so mies ging, ich meinen Verstand verloren habe…einfach Schuld an meinem ganzen Leid! Dafür verachte ich dich, Ricky! Du hälst dich für so toll, dabei bist du nur ein kleines Würstchen…

Knallharte Worte. Worte die sitzen. Gnadenlos brutal und ehrlich. Die ehemalige Affäre vom damaligen Ricky Starks, jetzt Saints hat hier gerade ihr inneres offenbart. Es bleibt nur eine Frage, bekommt sie eine Antwort? Ein paar Sekunden vergehen. Es sind leichte Pfiffe in der Arena zu hören. Fans reden miteinander und scheinen sich einig zu sein das jetzt eigentlich „The Revolution is Televised“ aus den Boxen dröhnen müsste und mit diesen Sound der Stroke Daddy die Bühne betritt. Doch nichts. Dann jedoch geht ein Raunen durch die Arena. Absolute Ricky betritt die Halle, jedoch ohne sein Theme, ohne alles. Sehr schmucklos. So ist man das von ihm nicht gewöhnt. Er ist sehr leger in Pullover und Jogginghose gekleidet. Es scheint so als würde ihn diese Situation völlig überrumpeln. Er hat ein Mikrophon in der Hand. Er begibt sich jedoch nicht in den Ring, sondern bleibt auf der aisle stehen. Er legt die Stirn in Falten, fährt sich mit der Hand über den Nacken und holt tief Luft. Dann erhebt er sein Mikrophon.

Ricky Saints: Julia....Ich....

Doch mehr kriegt er nicht aus seiner Kehle. Er verstummt. Er lässt das Mikrophon fallen, macht auf den Absatz kehrt und ohne ein weiteres mal zurück zu gucken verlässt er schnellen Schrittes die Halle. Scheinbar hat Kenny Omega hier seinen wunden Punkt gefunden.
Julia verkrampft regelrecht, als Saints auf einmal erscheint. Wie ein Statue rührt sie sich nicht. Die Augen verengen sich zu Schlitzen und es wirkt so, als würde sie gerne sofort über ihren Ex herfallen. Doch dessen schmallippige Reaktion überrascht sie. Sie hatte eher damit gerechnet, dass er sie beleidigt, sie nicht ernst nimmt oder versucht sich rauszureden. Aber das kam unerwartet. Nicht falsch verstehen...ihre Wut über den Stroke Daddy ist ungebrochen. Hart versucht noch zu verstehen, was das genau bedeutet. Derweil steigt Kenny wieder in den Ring. Bei Ricky's plötzlichem Abgang bildet sich ein leichtes Lächeln auf den Lippen. Wie es scheint, hat er hier einen ordentlichen Nadelstich setzen können. Dennoch bleibt ein schlechtes Gewissen bezüglich Julia zurück. Aber ja...zu spät! Er redet kurz mit der Blondine, bevor sie ihm das Mikro wieder in die Hände gibt.

Kenny Omega: Danke Julia, dass du dich uns geöffnet hast! Danke Houston, dass ihr zugehört habt! Viel Spaß noch mit der restlichen Show.

Schnell beendet der Cleaner das Ganze und verlässt dann mit Hart den Ring. Kenny schlägt noch mit ein paar Fans ab, während die blonde Amerikanerin nachdenklich, aber immer noch angefressen wirkt. Zusammen gehen sie schließlich die Rampe hoch.

[Bild: 8484.jpg]

MATCH 3
SINGLES MATCH
Thekla vs. Stephanie Vaquer

[Bild: vaquertheklacncap.png]
Writer: Becks



Die Lichter in der Halle werden abgedunkelt und die Stage in ein düsteres Rot getaucht. Langsam beginnt die unheilvolle Musik, bis der Beat richtig eingesetzt. Irgend etwas erscheint merkwürdig...als wäre das Bild auf den Kopf gedreht? Als sich eine Gestalt aus dem aufsteigenden künstlichen Nebel schält, dreht sich die Kamera blitzschnell um 180°, so dass der Zuschauer am heimischen Bildschirm wieder eine "normale" Sicht hat. Diese Gestalt entpuppt sich als die Toxic Spider Thekla! Über ihr Gear trägt sie einen schwarzen Mantel mit Kunstpelz. Obwohl sie auf der Nase eine Sonnenbrille trägt, kann man ihren manischen Blick erkennen, mit dem sie die Kamera vor ihr fixiert.

THEKLA: Time to kill someone...ahahahaha...

Noch einmal die Zunge ausgestreckt und die Österreicherin wandert weiter.

Matthew Rehwoldt: “The following contest is scheduled for One Fall… At first, making her way to the Ring... from Vienna, Austria... The Toxic Spider... THEKLA!”

Mit ausgestreckten Armen stolziert Thekla auf der Stage umher und gibt sich so, als würde der ganze Laden ihr gehören. Seitlich stehend positioniert sich die Blonde. Kurz geht sie in die Knie, hievt sich ruckartig nach oben und vollzieht dabei eine Throat-Cut Geste! Glühend-heiße Flammen schießen neben und hinter ihr in die Höhe und sorgen für ein ansehnliches Spektakel. Wie ein Raubtier auf der Jagd pirscht sich die Österreicherin in einem leicht wippenden Gang heran. Am Ring hüpft sie auf das Apron und rutscht unter den Seilen hindurch. Nach ein paar Schritten geht die Blondine auf die Knie und beugt ihren Oberkörper nach hinten. Dazu gehen erneut die Feuerfontänen an der Stage in die Höhe. Die Toxic Spider reißt ihren Körper nach vorne und krabbelt plötzlich blitzschnell auf die Kamera zu, die erschrocken zurückweicht. Grinsend steht die Österreicherin auf. Langsam verstummt die Theme und die Lichter erreichen die gewohnte Strahlkraft. Mantel und Sonnenbrille werden abgelegt und Thekla ist bereit für das Match

Pat McAfee: “Da steht sie. Die Toxic Spider. Thekla wirkt heute noch fokussierter als sonst.”

Cathy Kelley: “Thekla hat in den letzten Wochen bewiesen, dass sie Becky nicht einfach besiegen will. Sie will sie zermürben. Sie lauert ihr auf, spielt mit ihrem Kopf und genießt jede Sekunde dieses Psychospiels.”

Wade Barrett: “Und genau deshalb wird Stephanie Vaquer heute aufpassen müssen. Für Thekla ist jede Gegnerin nur eine Gelegenheit, Becky eine weitere Botschaft zu schicken. Jede brutale Aktion könnte bedeuten: 'So wird es dir auch ergehen ”

Erneut versinkt das weite Rund der Arena in absoluter Dunkelheit, eine trügerische Stille, die nur den Bruchteil einer Sekunde andauert. BOOM!
Ein ohrenbetäubender Donnerschlag erschüttert die Halle und reißt die Szenerie abrupt aus der Finsternis. Im selben Moment schießen haushohe, fauchende Flammenwände aus dem Boden. Ein gleißendes Meer aus Feuer erhellt die Bühne in brutaler Intensität, ehe sich das helle Weiß in ein tiefes, bedrohliches Blutrot verwandelt. Schwerer, dicht aufsteigender Rauch hüllt die Stage ein. Doch durch den wabernden Schleier hindurch zeichnen sich auf dem übergroßen LED-Screen die monumentalen Worte ab, die ihr Kommen ankündigen:

LA PRIMERA



Aus den schwindenden Flammen und dem dichten Nebel tritt sie hervor: Stephanie Vaquer. Ihr Anblick ist majestätisch wie furchteinflößend zugleich. Sie trägt ein spektakuläres Ring Outfit aus tiefrotem Samt und feinstem Leder. Doch das unbestrittene Highlight ihrer Erscheinung sind die mächtigen Widderhörner, die ihr Haupt zieren. Nicht nur als stolze Hommage an ihr Sternzeichen, sondern als unmissverständliches Zeichen ihrer unbeugsamen Willensstärke. Einer Willensstärke, die sie am heutigen Abend mehr denn je brauchen wird.

[Bild: 7wzc4y23.jpg]

Matthew Rehwoldt: “And her Opponent, making her way to the Ring... from San Fernando, Chile... "La Primera" ... Stephanie Vaquer!”

Die hallende Ankündigung durch Ringsprecher Matthew Rehwoldt verleiht dem Moment die ihm gebührende Schwere. Wie als würde La Primera jede einzelne Sekunde dieses Aufmarsches tief in sich aufsaugen, strafft sie ihre Haltung noch weiter. Mit erhobenem Haupt und unerschütterlicher Dominanz schreitet sie die Rampe hinab, während der lange, prunkvolle Mantel wie eine königliche Schleppe hinter ihr über den Boden gleitet. Sie strahlt eine schier greifbare Aura von Erhabenheit aus. Selbst im Angesicht der immensen Gefahr und der schwerst denkbaren Aufgabe, die mit Thekla im Ring auf sie wartet, weicht kein einziger Muskel in ihrem Gesicht. Zielgerichtet erklimmt sie die Ringtreppe, betritt mit geschmeidiger Eleganz den Apron und steigt schließlich durch die Seile. Bereit für die Schlacht.

[Bild: nlaw4rpg.jpg]

Die Arena gleicht einem Hexenkessel, dessen Wände von dem frenetischen Lärm der Zuschauerränge erzittern. Doch auf der Matte, eingesperrt zwischen den drei straffen Seilen, herrscht eine schneidende, beklemmende Kälte. Als die Ringglocke den Beginn des Kampfes einläutet, stehen sich beide Frauen vollkommen regungslos gegenüber. Es ist der Moment vor dem Sturm, ein Zusammentreffen zweier Welten. Auf der einen Seite verkörpert Stephanie Vaquer die pure, hochkonzentrierte Eleganz der mexikanisch-chilenischen Schule. Auf der anderen Seite lauert Thekla, deren giftiger Blick voll unberechenbarer Bosheit durch die Halle schneidet.

Warnung! Spoiler!
Ding Ding Ding

Keine Sekunde vergeht, bis Vaquer vorstößt. Mit klinischer Präzision greift sie Theklas rechtes Handgelenk, dreht sich blitzschnell ab und zieht ihre Kontrahentin in einen flüssigen, eng sitzenden Side Headlock. Die Rippen beider Athletinnen kollidieren spürbar. Thekla keucht kurz auf, drückt Vaquer mit vollem Körpereinsatz gegen die flexiblen Seile, windet sich mit einer geschmeidigen Drehung heraus und rollt sich sauber über die Schulter ab. Noch im Aufstehen setzt sie zum Arm Drag an und reißt Vaquer auf den Boden. Doch Vaquer nutzt den Schwung, rollt durch, und im selben Bruchteil einer Sekunde springen beide Frauen wieder auf die Beine. Sie stehen Brust an Brust, die Atemzüge schwer, die Blicke ineinander verkrallt.

Beim nächsten Lock-up wagt Vaquer einen Vorstoß, fängt einen ansatzlosen Low Kick Theklas ab und hebelt die Österreicherin mit einem bilderbuchmäßigen Hip Toss auf die Bretter. Der Aufprall dröhnt durch die Bretter. Doch als Vaquer nachsetzen will, trifft sie keinen Frust, sondern ein breites, verstörendes Lächeln.
Thekla verstellt keine Miene mehr. Als Vaquer nachgreift, rammt Thekla ihr unvermittelt die Kniescheibe mit voller Wucht tief in den Magen. Vaquer klappt nach vorne und wird augenblicklich von einem knallenden Forearm Smash am Kiefer getroffen. Der Schmerz schießt Vaquer durch den Kopf, ehe Thekla bereits ihre Finger in Vaquers Haare krallt. Rücksichtslos zerrt sie ihre Gegnerin in die Ringecke. Eins, zwei, drei Mal rammelt Thekla ihre Schulter wie ein Rammbock in Vaquers Rippen. Das Stöhnen der Chilenin wird vom Zählen des Ringrichters übertönt. Erst bei "Vier" löst Thekla den Griff, fixiert den Ringrichter mit einem kalten Blick und streckt ihm gehässig die Zunge entgegen.

Vaquer sackt entkräftet an den Polstern herunter. Thekla nimmt Anlauf, federt aus den gegenüberliegenden Seilen zurück und nutzt ihr Momentum aus. Ein brutales Running Knee Strike schlägt direkt an Vaquers Schläfe ein. Jetzt diktiert die "Toxic Spider" das Geschehen. Wie ein Raubtier umkreist sie ihre Beute. Sie setzt gezielte, platzierte Kicks gegen Vaquers Brustkorb und den unteren Rücken. Jeder einzelne Treffer hallt klatschend durch die ersten Reihen, es ist kein sportlicher Wettkampf mehr, es ist eine Bestrafung. Als Vaquer versucht, sich an den Seilen hochzuziehen, reißt Thekla sie erneut an den Haaren nach unten und schleudert sie mit einem sauberen Snapmare zurück auf die Matte. Ehe Vaquer sich orientieren kann, schlägt ein Basement Dropkick voll in ihren Hinterkopf ein. Lautstarke Buhrufe branden auf, doch Thekla genießt den Hass. Sie steigt über die am Boden liegende Vaquer, nimmt sie in ein Crossface und hämmert ihr mit dem freien Arm kurze, spitze Ellbogenstöße auf den Nackenbereich.

Zentimeter für Zentimeter robbt Vaquer unter Schmerzen vorwärts, bis ihre Fingerspitzen das unterste Seil berühren. Der Referee muss Thekla körperlich wegziehen, damit sie ablässt. Kaum frei, greift Thekla erneut zu: Irish Whip in die Ringecke. Vaquer schlägt hart ein. Thekla stürmt hinterher, fliegt mit einem Running European Uppercut heran, packt beide Arme ihrer Gegnerin und wirft Stephanie mit einem steilen Butterfly Suplex beinahe kopfüber auf die Bretter. Der Ringrichter zählt das Cover. Eins... Zwei... Kickout! Vaquer reißt die Schulter hoch. Thekla richtet sich langsam auf, wischt sich beiläufig den Schweiss von der Stirn und blickt mit eiskalter Verachtung auf die nach Luft ringende Gegnerin hinab.

Sie setzt erneut zum Finishing-Angriff an und steuert mit einem Lariat auf Vaquers Hals. Doch genau in diesem Moment kippt das Match. Vaquer taucht gedankenschnell unter dem Arm hindurch. Arm Trap, sofortige Wrist Control. Vaquer verdreht Theklas Arm mit maximalem Hebel, nutzt die Eigendynamik der Toxic Spider und reißt sie mit einem perfekt getimten Dragon Screw brutal von den Beinen. Plötzlich ist das Entsetzen in Theklas Gesicht geschrieben. Sie hält sich das Knie, während Vaquer das Momentum vollkommen an sich reißt. Ohne Sekundenschlaf sprintet Vaquer in die Seile und fliegt mit einem krachenden Running Meteora direkt in Theklas Brust. Noch im Aufprall zieht sie Thekla hoch – Snapmare, gefolgt von einem knallenden Penalty Kick mitten zwischen die Schulterblätter. Das Publikum kocht auf. Vaquer greift durch, hebt Thekla aus und geht durch in die Brücke zum Northern Lights Suplex! Eins... Zwei... Thekla reißt im allerletzten Bruchteil einer Sekunde die Schulter hoch!

Vaquer lässt nicht locker. Sie schnappt sich das gestreckte Gelenk und versucht, einen tiefen Cross Armbar einzudrehen. Thekla schreit vor Schmerz auf, verschränkt verzweifelt die Hände, um dem Hebel zu widerstehen. Vaquer bemerkt die kleine Lücke, löst den Griff und hebelt Thekla für eine weitere Aktion auf die Matte. Ehe Thekla realisieren kann, wie ihr geschieht, wirbelt La Primera herum und hakt sich mit traumwandlerischer Präzision an ihrer Kontrahentin fest. Mit einer fließenden Bewegung schlingt sie ihre Beine um die Toxic Spider, fixiert ihre Arme und dreht sich mit ihr herum. Dies ist der Ansatz zum Devil’s Kiss!

Fixiert zwischen ihren Beinen, hat Thekla für den Augenblick keine Chance zu entkommen. Eine perfekte Mischung aus psychologischer Provokation, theatralischer Eleganz und brutaler Schlagkraft. La Primera weiß mit Kniestößen zur Matte, ihre Gegnerin ungeschützt auf die Bretter zu donnern. Als sie ihre Beine löst, zerrt sie Thekla an den Haaren wieder hinauf. Doch noch in der Aufwärtsbewegung setzt Thekla alles auf eine Karte. Sie zieht den Kopf zurück und rammelt Vaquer einen knochenharten Headbutt direkt auf die Nasenwurzel. Ein dumpfes, ekelhaftes Geräusch schallt durch den Ring. Vaquer lässt augenblicklich los, greift sich ins Gesicht und taumelt zurück.

Pat McAfee: “Oh my God?! Was zur Hölle macht Thekla da?”

Cathy Kelley: “Absolut brutal... Thekla macht alles für einen Sieg.”

Thekla kennt keine Gnade. Ein wuchtiger Forearm trifft Vaquers Kiefer. Ein zweiter. Ein dritter. Unschön, unsauber, pures Chaos. Sie schleudert Vaquer mit voller Wucht in die Seile, fängt die zurückfedernde Gegnerin ab und zimmert ihr ein Pop-Up Knee Strike mitten in den Magen. Vaquer klappt in der Luft zusammen.

Ohne eine Sekunde zu verschwenden, packt Thekla die völlig benommene Vaquer von hinten und faltet sie mit einem kompromisslosen German Suplex auf den Nackenbereich. Doch anstatt durchzuatmen, zieht sie die schlaffe Vaquer direkt wieder hoch an ihre Brust und hämmert sie mit ihrem vernichtenden Toxic Spider Death Drop auf die Ringbretter. Thekla geht nicht sofort ins Cover. Sie kniet über der regungslosen Vaquer, streicht ihr mit einem sadistischen Lächeln eine blutverschmierte Haarsträhne aus dem Gesicht und blickt gehässig in die Zuschauerränge. Erst dann legt sie beiläufig einen Arm auf Vaquers Brust. Eins... Zwei... Drei.

Ding Ding Ding

Here is your winner by pinfall: THEEEEEEKLAAAAAA!

Die Ringglocke ertönt und schneidet durch den Lärm. Thekla erhebt sich langsam, während Stephanie Vaquer erschöpft und regungslos auf der Matte liegen bleibt. Die Toxic Spider hebt den Blick in die Arena, als wären die wütenden Buhrufe der Fans der süßeste Pokal. Technisch hatte Vaquer immer wieder Antworten gefunden doch am Ende gewann nicht die feine Kunst des Wrestlings. Es gewann diejenige, die bereit war, rücksichtsloser zu sein als alle anderen.

[Bild: 5.jpg]

Das Schrillen der Ringglocke wirkt wie der scharfe Schlusspunkt unter ein unbarmherziges Spektakel. In der Ringmitte reckt der Ringrichter den Arm von Thekla empor. Die Toxic Spider badet im Licht der Scheinwerfer, das ihr arrogantes, fieses Grinsen schneidend hervorhebt. Zu ihren Füßen rollt sich die geschlagene Kontrahentin vollkommen abgekämpft aus dem Seilgeviert, während Thekla die pure Genugtuung auskostet. Langsam, fast schwebend, dreht sie sich um die eigene Achse. Sie weicht den Buhrufen der Tausenden in der Arena nicht aus, sie atmet sie regelrecht ein, saugt sie auf wie frischen Sauerstoff. Und erinnert jeden einzelnen an das Unausweichliche, was nächste Woche geschehen soll. Sie, ganz allein als nächste SHINE Championesse!

Cathy Kelley: “Thekla setzt hier das nächste unmissverständliche Ausrufezeichen! Ein brutal kalkulierter Sieg und eine direkte Drohung in Richtung Becky Lynch.“
Pat McAfee: “Moment... wartet mal... Schaut mal…“

"THE MAN HAS COME AROUND!"



Ein kollektiver Aufschrei durchfährt die Arena. Die verzerrten Gitarrenakkorde von Beckys Theme knallen wie ein Stromschlag durch die Lautsprecheranlagen. Die Blicke richten sich automatisch zur Bühne herüber… aber dort passiert gar nichts. Die übergroße LED Wand flackert in ihren Farben, doch von Becky selbst ist keine Spur zu sehen. Der Aufschrei der Fans wird unruhiger. Es geht zu einem wilden Gekreische von der Seite über, was nun auch die Kamera aufnimmt und suchend über die ersten Reihen der Zuschauer fährt.

Wade Barrett: “Hier ist sie! Geradewegs aus den Zuschauerrängen...”

Das Getöse bricht von der Flanke hinter den Kommentatoren herein, als Becky Lynch geradezu über die Bande springt und mit hohem Tempo den Ring ansteuert. Die Hauptkamera reißt mit einer heftigen Unschärfe herum. Sie sprintet bereits mit rasender Entschlossenheit durch den Timekeeper-Bereich. Kein glamouröser Mantel, keine theatralische Pose und kein Zögern… nur pure, kompromisslose Entschlossenheit. Den massiven SHINE Championship Belt hält sie wie eine Waffe fest in der linken Hand. Thekla wirbelt herum, sucht noch nach der drohenden Gefahr. Die Warnsignale in ihrem Kopf schlagen an, doch es ist zu spät. BÄM!

Das massive Gold des Gürtels trifft die Toxic Spider voll im Gesicht. Ein dumpfer, metallischer Knall hallt durch die ersten Reihen. Thekla torkelt, die Orientierung verlierend, rückwärts in die Seile. Becky verschwendet keinen Augenblick. Sie feuert den Titel auf den Mattenboden und stürzt sich in blinder Wut auf ihre Erzfeindin. Rechte! Linke! Eine krachende Rechte hinterher! Der Ansturm brennt wie ein Flächenbrand. Becky drängt Thekla unerbittlich bis tief in die Ringecke, wo Faustschlag um Faustschlag auf die überrumpelte Blonde niedersaust. Die Halle kocht über und Massen feuern dies zusätzlich an, während sie jeden Schlag kommentieren. „ONE! TWO! THREE! FOUR! FIVE!“

Der Ringrichter versucht verzweifelt, den Arm dazwischen zu schieben, um sie irgendwie trennen zu können. Doch in Beckys Augen brennt ein Feuer, das sich nicht zähmen lässt. Erst ein verzweifelter, krampfhafter Ellbogenstoß Theklas bringt Millimeter zwischen die Körper. Für den Bruchteil einer Sekunde keimt im Gesicht der Toxic Spider der Funke eines Gegenangriffs auf. Doch Becky antwortet mit einem Lächeln. Einem eiskalten, frechen, herausfordernden Grinsen. Sie gewährt Thekla den vermeintlichen Platz, nur als diese überzeugt sich zur Wehr setzen will, setzt Becky an zu ihrem Manhandle-Slam!

Ein kraftvoller Ansatz, ein Ruck und beide Kontrahentinnen liegen waagerecht in der Luft, als im nächsten Augenblick Thekla hart auf die Matte gedonnert wird. Becky verharrt einen Moment über Thekla und setzt ein paar wohl nicht so freundliche Worte an sie ab. Nur mühselig kommt die Österreicherin wieder zu sich. Mit einem wilden, mehr unkontrollierten Schwinger will sie den Rotschopf loswerden… aber Becky ist schneller.

Mit einer geschmeidigen Bewegung rollt sie unter dem untersten Seil durch. Thekla setzt schäumend vor Wut nach, schnellt an die Absperrung, doch Becky nimmt die Barrikade bereits mit einem einzigen Satz. Kein Rückzug, keine Flucht, sondern ein Einsinken im Meer der eigenen Anhänger. Ein wildes Getöse bricht eruptionsartig aus. Die Menschen nehmen sie auf, als wäre sie einer von ihnen. Hände recken sich entgegen. Fäuste klatschen zusammen, Rufe schallen ihr entgegen. Becky geht nicht in der Masse unter, sie verschmilzt mit ihr. Schritt für Schritt arbeitet sie sich die Stufen hoch, bis sie auf einer der mittleren Tribünenplattformen innehält. Ein aufgeregter Techniker reicht ihr mit zitternden Händen ein Mikrofon.

Unten im Ring hatte sich derweil Thekla wieder etwas berappelt und marschierte wie eine Raubkatze zwischen den Seilen auf und ab, das Gesicht gezeichnet von der Wucht des Angriffs. Oben, auf der Zwischenebene des Unterranges holte Becky tief Luft. Ihre Brust hebt und senkt sich, während Schweiß über ihre Stirn rinnt. Ein leichtes, spöttisches Schmunzeln stiehlt sich auf ihren Lippen.

BECKY LYNCH: "Na? Fühlt sich verdammt beschissen an, wenn dir jemand im Rampenlicht den Moment stiehlt, oder?"

Sie hält inne und die Arena hält den Atem an. Ein ohrenbetäubender Jubel bricht los. Becky hebt den Zeigefinger und fixiert die vor Wut kochende Gestalt im Ring.

BECKY LYNCH: "Seit Wochen lauerst du auf den Gong. Seit Wochen bildest du dir ein, dass dich deine Hinterhalte gefährlich machen. Dass dich das unberechenbar macht. So dachte ich mir einfach... ich probier's auch mal aus."

Sie zuckt beiläufig mit den Schultern und dieses kleine, dreistes Lächeln blitzt auf. Thekla brüllt eine unverständliche Verwünschung aus dem Ring herauf, doch Becky winkt nur gelangweilt ab.

BECKY LYNCH: "Nein, nein, nein... Jetzt hältst du den Mund. Und jetzt hörst du mir ganz genau zu."

Sie beugt sich über das stählerne Geländer der Tribüne und tippt sich präzise an die Schläfe. Es ergibt sich etwas vertrautes, ja fast schon gewöhnliches wie Becky hoch oben auf den Rängen ihren Platz einnimmt und zu ihrer Kontrahentin hinab blickt.

BECKY LYNCH: "Weißt du, Spider... Du bildest dir ein, meine größte Schwäche durchschaut zu haben. Du glaubst, ich denke zu viel nach. Du glaubst, ich verrenne mich in meinen eigenen Dämonen. Du glaubst, ich nehme mir jeden Scheiß viel zu sehr zu Herzen. Und weißt du was? Da hast du ausnahmsweise sogar recht."

Langsam erhebt sich Becky von ihrer vorgelegten Position und stellt sich wieder aufrecht hin. Für den Anflug eines kurzen Augenblicks verhärteten sich ihre Gesichtszüge. Das eben noch so zynische Lächeln schwindet und ihr Kiefer malt. Sie nimmt sich den Moment, um diesen Gedanken zu fassen, mit dem Zweifel, ob sie ihn wirklich benennen soll. Wieder wandert sie mit der Zunge unter ihre Lippe. Dieser kleine Tick, wenn sie scharf nachdenken musste.

BECKY LYNCH: "Ich bin ein Overthinker. Ich zerdenke jede Bewegung, jede Konversation. Ich liege nach Niederlagen stundenlang wach und starre an die Decke. Ich spiele jedes einzelne Wort, jeden Fehler tausendmal in meinem Kopf durch und überlege, wie hätte es eigentlich sein sollen und was wird passieren, wenn… Jede Eventualität gehe ich durch und versuche zu erkennen welches Auswirkungen es gehabt haben könnte. In den meisten Fällen, und das ist das verheerende, an zu viel Nachdenken, ist es, dass man meist die negativen Verläufe sieht. Man sieht nur das Schlechte und geht immer vom Worst-Case aus. Und daraus, aus dieser meist beklemmenden Eigenschaft ist entstanden, dass ich mich kümmere… Verdammt noch mal... I care!"

Sie spuckt die letzten Worte förmlich aus, aufgeladen mit purer Intensität. Ein Raunen geht durch die Ränge. Becky reißt den SHINE Championship Belt hoch in das grelle Licht der Arena.

BECKY LYNCH: "Mich interessiert dieses Gold! Mich interessiert diese verdammte Division! Und ich interessiere mich für jeden einzelnen Menschen in dieser Halle!"

Sie schwenkt den Blick langsam im Kreis, über die Gesichter der Männer, Frauen und Kinder, die sie umringen. Die Fans neben ihr geraten in Ekstase, suchen die Berührung. Becky schlägt ohne den Blick abzuwenden mehrere High Fives ein.

BECKY LYNCH: "Deshalb tut jede Niederlage weh, wie ein Schnitt ins Herz! Deshalb kocht mein Blut, wenn mir jemand ins Gesicht spuckt! Und genau deshalb… nur deshalb… stehe ich nach jedem verdammten Schlag wieder auf! Du hältst Empathie für eine Schwachstelle. Ich halte sie für das einzige Fundament, das mich hier oben hält. Du hast dich über Wochen hier versteckt und aus jedem Hinterhalt angegriffen. Du dachtest, du könntest von hier oben die Fäden ziehen wie eine Spinne im Schatten ihres Netzes."

Sie legt sanft, aber bestimmt eine Hand auf die Schulter eines Fans direkt neben ihr. Kaum jemand in diesem Business kann mit einem Schulterschluss zu den Fans eine solche Energie auslösen wie Becky Lynch. Auch wenn ihr Blick nicht immer auf dei Fans fällt, hat sie nie vergessen woher sie eigentlich stammt.

[Bild: 95de55c1d15ae7360a47674b9a55b18c992915a3.pnj]

BECKY LYNCH: "Weißt du, was der feine Unterschied zwischen uns beiden ist? Du nutzt diese Menschen als Schutzschild und Versteck. Ich… ich gehöre zu ihnen! Ich habe mir meinen Platz hier oben nicht erschlichen, indem ich Leuten hinterrücks ins Genick gesprungen bin! Ich habe ihn mir erkämpft, Schulter an Schulter mit jedem einzelnen von ihnen! Du glaubst immer noch, dass dieses Metall dich groß macht. Nein, Thekla. Dieser Titel ist nur deshalb etwas wert, weil ich jede Woche bereit bin, für ihn zu bluten! Und bei WATCH THE THRONE ... gibt es keine Ränge mehr, hinter denen du dich verkriechen kannst. Keine Ablenkung, keinen Hinterhalt… kein Netz. Nur noch Du und Ich!"

Becky zeigt auf Thekla hinab und klopft zweimal mit der flachen Hand auf das Gold. Unmissverständlich soll es um den ersehnten Titel gehen. Während sich ein unerschütterliches, fast schon furchteinflößendes Lächeln auf ihren Zügen ausbreitet. Dabei verschwindet Becky nahezu komplett in den um sie herum frenetisch jubelnden Fans. Mit einer kraftvollen Bewegung stemmt sie den Gürtel mit einer Hand hoch über ihren Kopf. Ein letzter, eiskalter Blick trifft die im Ring kochende Thekla.

BECKY LYNCH: "Du willst meinen Platz? Das Problem ist nur… Diesen Platz habe ich mir nicht genommen. Diese Menschen haben ihn mir gegeben. Und genau deshalb... wirst du niemals begreifen, was eine wahre Championess ausmacht!"

Becky senkt das Mikrofon und lässt es langsam auf den Finger gleiten, bis mit diesem dumpfen Rückschall auf dem Boden aufkam. Die Halle bricht in einen ohrenbetäubenden Sprechchor aus: ”BECKY! BECKY! BECKY!”

Während Thekla vor geradezu ohnmächtiger Wut im Ring fast den Verstand verliert, setzt Becky ihren Weg fort. Sie lässt sich von den Massen treiben. Hände klopfen auf ihre Schultern, Fäuste berühren ihre, Kinderaugen leuchten neben ihr in die Kamera. Das Bild blendet nicht auf der pompösen Stage aus. Nicht im Rampenlicht der Arena. Sondern tief im Herzen der Zuschauermenge. Mit Becky Lynch, dem Titel auf der Schulter, umringt von den Menschen, die sie trägt und die sie tragen.

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Thekla hat gewonnen. Thekla geht weniger überraschend siegreich aus ihrem Fight gegen Stephanie Vaquer heraus. Genießen kann sie das aber nicht, da sie danach von Becky Lynch attackiert wurde und gerade eine Ansage von der Irin über sich ergehen lassen musste. Becks hat sich zurückgezogen, während die Toxic Spider den gewöhnlichen Weg wählt. Als sie schlecht gelaunt zur Stage stapft, erscheint plötzlich eine ganz andere Person auf dieser. Ohne irgendeine Melodie oder Ähnliches erscheint auf der Stage niemand Geringeres als der Death Fighter Raven! Er trägt seinen abgewetzten langen Mantel, die Haare hängen ihm tief ins Gesicht, und in der Hand hält er ganz lässig sein Mikrofon. Er geht keinen Schritt zu schnell, strahlt diese absolute, unerschütterliche Autorität aus, während er die Stage betritt. Auf der Rampe vor ihm blickt Thekla zu ihm hinauf, die Hände in die Hüften gestützt, bereit für eine Konfrontation. Doch Raven bleibt oben auf der Stage stehen, lehnt sich leicht nach vorne, schaut in die Menge und die Kameras zoomen ganz nah an sein Gesicht heran, als er das Mikrofon an den Mund führt.

Raven:
„„Hey Houston! Hallo Thekla! Gutes Match, wirklich. Du bist echt super. Gut, du sahst auch super auf der Matte liegend aus, aber wir wollen mal nicht so sein."“

THEKLA: Go and fuck yourself, you old fuck!

...mault die Blonde zurück, während sie genervt die Nase rümpft. Raven mit einer ironisch-lakonischen Art hat ihr nach dem Becky Ding gerade noch gefehlt. Da will sie eigentlich nur zurück, sich neu sammeln und ihre Rache planen. Am besten für nächste Woche, wo sie zudem neue Shine Championesse werden möchte. Dementsprechend winkt sie in Richtung des Veterans nur ab und will sich an ihm die Hände nicht schmutzig machen.

Raven:
„„Hahaha was für Töne. Becky hat wohl etwas zu hart zugeschlagen oder was? Tja das passiert, wenn man denkt, man hätte den Gipfel des Mount Everest erklommen. Du bist gut keine Frage. Du bist verdammt stark. Du hast Stephanie Vaquer heute Abend in die Schranken gewiesen und auch nach der Attacke gerade stehst du noch immer. Du fühlst dich unaufhaltsam, nicht wahr? Du denkst, du bist die unangefochtene Spitze dieser Division, die Königin des Chaos."“

Oh, da bleibt Thekla doch nochmal stehen. Kurz holt sie Luft dreht sich um...und geht direkt auf Raven zu. Nur wenige Zentimeter entfernt bezieht die Spider Position und hebt einen Zeigefinger drohend in die Luft. Da Raven das Mikro immer auf der gleichen Höhe hält, bekommt man auch mit, was die Österreicherin ihm zu sagen hat.

THEKLA: Ich BIN unaufhaltsam! Ich BIN die unangefochtene Spitze dieser Division! Ich BIN nicht nur die Königin...ich BIN das Chaos! Speicher' dir das in deinem versoffenen Junkie Hirn ab, ok? Becky Lynch wird das nächste Woche merken, wenn ich sie vor der ganzen, verdammten Welt demütigen werde und mir das Gold hole, was MIR zusteht! NUR...MIR! Fick sie, fick dich und fick all die ganzen dummen Bitches um uns herum!

Ein kurzes, sarkastisches Lächeln huscht über Ravens Gesicht, während er das Mikrofon leicht von sich weg und wieder herbeiführt. Was soll das hier werden? Will Raven Thekla hier provozieren? Wobei, so wie er die Worte aus sich herausspricht, hört es sich irgendwie auch wie eine Art Drohung an. Aber was es nun auch sein mag. Hat er nicht gerade viel wichtigere andere Probleme, um die er sich eigentlich kümmern sollte?

Raven:
„„Jaja wie auch immer. bevor du dich zu lange in diesem Rampenlicht sonnst, solltest du wissen, dass im Hintergrund etwas heranwächst, das deine kleine Welt komplett zum Einsturz bringen wird. Ich spreche von meinen Schülerinnen. Ich spreche von Moreno und von Bates. Sie können dich beide nicht sonderlich gut leiden, musst du wissen. Und sie haben vor, dich irgendwann fertigzumachen. Tag für Tag, Stunde für Stunde bohre ich ihnen ein, was es wirklich heißt, im Ring zu überleben. Sie lernen, sie passen sich an, und sie werden jeden Tag besser. Und ich verspreche dir, Thekla… es wird der Tag kommen, an dem sie in diesen Ring steigen und dir ganz unmissverständlich zeigen werden, dass du absolut nicht so strong bist, wie du denkst, dass du seist."“

Die Fans in der Halle fangen an zu murren, doch Raven winkt nur ab. Das ist erst der Anfang. Er dreht sich ein Stück im Kreis, blickt in die Weiten der Arena, und seine Stimme verändert sich. Der Tonfall wird dunkler, schärfer, geladener. Das hier ist kein gewöhnliches Wrestling-Gedöns mehr. Das ist pure, unverfälschte Realität. Und anhand der nächsten Worte, die er der Österreicherin entgegenwirft, wird klar, dass Raven noch lange nicht fertig ist hier.

Raven:
„„Aber ich will dich nicht länger aufhalten. Ich bin nicht wegen dir hier. Sondern wegen einem ganz anderen Krebsgeschwür, was diese Liga hier zerfrisst."“

Es geht also gar nicht um Thekla? Kopfschüttelnd und wütend geht diese dann an Raven vorbei und verschwindet hinter dem Vorhang aus der Halle heraus, während Raven hier draußen stehen bleibt und weiterhin zu den Fans blickt.

Raven:
„„Vincent Kennedy McMahon!"“

Ein lautes Raunen geht durch die Menge. Der Name alleine zieht eine Schockwelle durch die Halle. Langsam setzt sich Raven nieder in eine Schneidersitzposition mitten auf der Stage und dieses Bild hat man so schon einmal von einem anderen Superstar sehen können. Dieses Bild ist sogar sehr bekannt und wenn man an die Person denkt, über die Raven hier zu sprechen hat, ist das Thema wohl auch ein überraschend ähnliches. Wenn nicht gar fast dasselbe. Die Frage ist nur... ist diese Promo hier geplant oder macht sie Raven einfach nur?

Raven:
„„Ein frauenfeindlicher, sexistischer, machtbesessener Sexualstraftäter, der diesen Laden eingenommen hat wie ein verfickter Parasit! Er behandelt Menschen wie Dreck. Er behandelt die Athleten, die ihr Leben, ihre Gesundheit und ihre Knochen für diesen Sport opfern, wie Wegwerfartikel. Und als ob das noch nicht genug wäre, setzt er mir die Pistole auf die Brust. Er zwingt mich, heute Abend einen meiner eigenen Schüler zu feuern! Er will, dass ich das Blut an meinen eigenen Händen habe, nur um sein egoistisches, krankes Machtspielchen zu befriedigen!"“

Raven holt tief Luft, seine Brust hebt und senkt sich unter dem Mantel. Die Adern an seinem Hals treten hervor, als er die Kamera fixiert, als würde er direkt in die Chefetage blicken. Alles, was er hier macht, kann am Ende gegen ihn verwendet werden, hoffentlich weiß er das. Aber das wird ihm wohl egal sein. Vince allerdings wahrscheinlich nicht. Diese Aktion hier kann sehr stark nach hinten losgehen.

Raven:
„„Er kommt hierher mit jeder Menge Geld und Macht und übernimmt c2c Wrestling, wie als wäre es eine billige Indyliga. Und wisst ihr, wer das alles möglich macht? Wisst ihr, wer sich diesen feisten, ekelhaften Bedingungen kampflos gebeugt hat? Bayley. Ja, genau. Frau Moralapostel höchstpersönlich. Diejenige, die herumprotzt, die sich hinstellt und so tut, als wäre sie das Gewissen des Locker Rooms. Sie lässt das alles zu! Sie schaut weg, während Vince die Seele dieser Company beschmutzt, weil sie sich von ihm hat kaufen lassen... ganz genau, sie hat sich für ein paar Scheine und einen warmen Platz an der Sonne verkaufen lassen!"“

Die Fans buhen so laut sie können und die Anspannung in der Halle ist fast greifbar. Es ist doch eher fraglich, ob Bayley da wirklich schuld dran hat. Sie macht ihren Job eigentlich super. Was soll sie schon gegen Vince machen? Eigentlich waren fast alle Entscheidungen, die er getroffen hat, gut gewesen. Und es ist doch eher fraglich, ob Bayley als General Managerin je so eiskalt gewesen sein könnte, um ihre Freundin Rhea Ripley zu kündigen. Aber so selten, wie die Australierin in den Shows war, war sie nur ein Ballast für die Liga. Demnach ist es gut, dass Vince diese Kündigung unternommen hat. Also Bayley hier zu beschuldigen, klingt nicht gerade fair.

Raven:
„„Ja, du hast richtig gehört, Bayley. Ich feuere auch gegen dich. Du kommst zu mir, ziehst ein Gesicht und beschwerst dich bei mir, weil ich nicht zu dir gelaufen komme, wenn ich Probleme mit Vince habe und darum flehe, dass du mir behilflich sein kannst! Du wirfst mir vor, ich würde dich nicht respektieren."“

Aber es stimmt doch. Was hätte Bayley denn schon tun sollen? Sie hat mehr als genügend anderen Stress und wenn Raven sie nicht um Hilfe fragt, dann kann man sie auch nicht beschuldigen, wenn sie nicht aushilft. Wenn Raven eben immer alles alleine versuchen muss zu machen, dann soll er halt sehen, wie er zurechtkommt. Ein bitteres, fast schon psychopathisches Lachen entweicht Ravens Kehle und er schüttelt fassungslos den Kopf.

Raven:
„„Aber natürlich respektiere ich dich nicht, wenn du deine eigenen Ideale verkaufst und mit einem Teufel ins Bett gegangen bist! Man mag denken, Vince sei nur hier in der Liga, weil er der Vater von Shane ist und Shane ihm diese Möglichkeit gewährt. Aber nein. Shane McMahon kümmert sich noch einen Scheiß um diese Liga. Er kommt vielleicht einmal alle halben Jahre her, wenn er Geburtstag hat, weil er Gratulationswünsche will oder wenn die Liga mal irgendwelche Probleme auf ihrer Website hat oder so. Aber ansonsten weiß er nicht einmal, was hier in den Shows abgeht."“

Das sind harte Worte gegen den CEO von Coast 2 Coast Wrestling. So etwas alleine könnte schon ein Kündigungsgrund für Raven werden. Damit hätte Vince sein Ziel erreicht und wäre den Trainer des Performance Centers endlich los. Auch wenn es ohne diese Aktion hier bereits Dutzende verschiedene Gründe geben sollte, wegen denen man Raven kündigen können sollte. Aber Bayley sieht scheinbar etwas in ihm, was ihn hier in der Liga bleiben lässt. Oder sie sah es bis zu diesem Moment, denn nach dieser Promo könnte alles anders sein als vorher. Raven hebt das Mikrofon direkt an seinen Mund, seine Stimme überschlägt sich fast vor angestauter Wut.

Raven:
„„Nein, die Einzige, die das weiß, ist Bayley und noch ein paar andere Gehilfen von ihr. Bayley ist die wahre Leiterin der c2c! Ihr gehört diese Company förmlich. Doch jetzt, wo Vince gekommen ist und mit ein paar Scheinen gewedelt hat, ist das Vergangenheit. Du brauchst dich nicht zu beschweren, dass ich dich nicht um Hilfe anflehe. Ich brauche deine Scheiß-Hilfe nicht, Bayley! Ich brauche niemanden, der mich rettet! Aber weißt du, wer Hilfe braucht?"“

Nun, es stimmt schon, Bayley ist die wohl aktivste und am meisten in den Shows vertretene General Managerin, die die c2c jemals hatte. Wenn ihre Auftritte zwar auch manchmal nur lieblos kurz sind, so ist sie fast in der Show zu sehen. Aber sie wirklich als Leiterin der Liga zu bezeichnen? Nun ja, als Zuschauer kann man dazu nichts sagen. Ob Raven nähere Informationen von hinter den Kulissen besitzt und diese hier gerade preisgibt? Ist das wirklich alles so, wie er hier sagt?

Raven:
„„Diese verdammte Liga!
Deine Liga, Bayley! Das Business braucht Hilfe! Die Menschen, die hier jeden Abend ihr Herz auf der Matte lassen, brauchen Hilfe! Das ist dein Job! Dafür wirst du bezahlt, dafür trägst du deine Verantwortung und du tust es nicht! Du sitzt auf deinen Händen und wunderst dich, warum die Welt um dich herum brennt, während du dich um langweilige Matches zwischen veralteten Rentnerleichen wie John Cena und billigen Lachnummern wie Danhausen kümmerst.“"
“

Erneut harte Anschuldigungen. Auch wenn natürlich etwas Wahrheit dahinterliegt. Bayley ist die wohl Einzige, die von Anfang an was hätte gegen Vince unternehmen können, wenn die Dinge so stimmen, die Raven hier sagt. Bisher hat man ja immer gedacht, dass Vince hier in der Liga ist, weil Shane ihn hier haben will und das sein Vater ist. Aber so, wie er es auf den Tisch legt, scheint Vince eher hier zu sein, weil er der Liga Unmengen an Geld gespendet hat und sie damit in eine erfolgreichere Zukunft führen will. Er hatte seinen Blick schon von Anfang an auf den Finanzen der c2c und hat auch bereits mit Bayley einige Gespräche privat geführt, wie man diese verbessern kann. Und das scheint Bayley angenommen zu haben zum Wohle der Liga. Aber so, wie Raven es hier erzählt, scheint es eher das Gegenteil zu sein. Es scheint diese Liga zu ruinieren.

Raven:
„„Meine Glanzzeit hatte ich in der ECW gehabt vor über 25 Jahren. Das war eine Liga, die wusste, wie Wrestling wirklich geht. Da ging es nicht um Geld, da ging es um die Liebe zum Wrestling. Gute Storys, gute Promos, geile Matches. Etwas, was Vince mit seiner WWE nur in den allerseltensten Fällen hinbekommen konnte. Doch hatte er das Geld und die Macht und konnte die Liga eines Tages von dem legendären Paul Heyman abkaufen. Doch anders als bei der WCW sah er das Potenzial der ECW. Er sah, dass es eine Liga ist, die von Abertausenden Fans geliebt wird wie nichts anderes. Deswegen hat er sie nicht eingestampft, sondern versucht, mit seinen lausigen Ideen weiter auszumelken wie eine Cashcow."“

Es stimmt wohl, wobei Vince damals die ECW hauptsächlich nur wegen Paul Heyman gekauft hat, weil er ihn in der WWE haben wollte. Und dies hat er tatsächlich durch einen unternehmerischen Meisterschachzug erreichen können. Das ECW-Remake, was er dann in der WWE gelauncht hatte, war zwar alles andere als erfolgreich, weil die Fans es als ziemlich abgespeckt und fake angesehen haben, was es ja auch war, da die WWE niemals auch nur ansatzweise ECW-ähnliche Momente bringen konnte, aber dennoch gelang es ihm, dieses Unternehmen für sich zu gewinnen und auszulöschen.

Raven:
„„Die Shows fanden nicht mehr nur dort statt, wo die Fans es am liebsten gehabt haben. Die Hallen wurden größer und alles ging nur noch ums Geld. Die Matches wurden langweiliger, die Storys liebloser und die Superstars waren talentlose Möchtegerncatcher. Es gab ECW World Champions wie Ezekiel Jackson, Chavo Guerrero oder eben Vincent Kennedy McMahon. Eine Lachnummer."“

Leider muss man das bestätigen. Klar gab es auch alte ECW-Legenden wie Tommy Dreamer oder Rob Van Dam, die in der WWE ECW weiterhin erfolgreich sein konnten, aber es war einfach nicht mehr dasselbe. Vince hat diese Liga zunichtegemacht und ruiniert. Genauso wie viele es zur WWE sagen seit der PG-Ära. Wobei die Zahlen doch eher dagegen sprechen. Es ist halt die Frage, was genau man vom Wrestling erwartet. Die Art von Shows, die die meisten Zuschauer bekommen und dranhalten, egal welches Alter, oder die Art von Shows, die den Wrestlingfans gefallen. Die c2c war ja bisher eher auf dem Weg, Zweiteres zu bedienen, zusammen mit einer großen Aufmerksamkeit auf Storys außerhalb des Rings, wie man sie nur selten in anderen Ligen vorfinden kann. Die Furcht ist natürlich groß, dass, wenn Vince hier das Unternehmen leitet, es dann aussehen wird wie klassische WWE-Shows. Das wäre wirklich schrecklich.

Raven:
„„Und genau so eine Lachnummer wird die c2c ebenfalls werden, wenn die ganze Scheiße mit diesem Bastard so weitergeht. Seitdem dieser Typ hier ist, vergeht keine Woche, an dem man nicht zu irgendeinem Star im Roster seine berühmten „You're fired“-Worte hört. Gott, er hat sogar einen Midcard-Titel der Liga gefeuert!"“

Wobei das eigentlich schon lange nötig war. Dass der West- und der Eastcoasttitel zu einem Championship fusionieren, wurde sich schon seit Jahren gewünscht und endlich hat man es hinbekommen, das umzusetzen. Auch wenn ein Star wie El Dan de la Hausen vielleicht jetzt nicht das ist, was man sich als erfolgreichen ersten Unified Champion vorstellen würde, so ist es trotzdem super gewesen, dass es nur noch einen Midcardtitel bei den Männern gibt.

Raven:
„„Bitte verstehe mich nicht falsch, Bayley. Ich hasse dich nicht. Ich mag dich. Ich mag dich sogar sehr. Aber ich bin enttäuscht von dir! Einfach weil du genauso wie John Cena, The Rock oder Hulk Hogan Vince McMahons fucking Ass küsst und ihn nicht aus dieser verdammten Liga wirfst, nur wegen ein bisschen Geld, was er gibt."“

Wo wir wieder bei der originalen Pipebomb-Promo wären, wo ebensolche Worte gefallen sind. Nur gingen sie damals gegen John Cena. Doch ist dies hier keine einfache Kopie, die Raven bringt. Oh nein, man kann es ihm ansehen, dass alles, was er hier sagt, aus dem Tiefsten seines Herzens kommt und er jedes Wort absolut genauso meint, wie er es sagt. Und anders als CM Punk damals steht Raven nun auch von sich aus auf und stellt sich in eine viel mehr kämpferische Haltung hin. Oh nein, er wird sich nicht den Saft abdrehen lassen hier. Er wird zeigen, was er für ein Mann ist. Er wird zeigen, dass man ihn nicht unterschätzen sollte.

Raven:
„„Und diese Scheiße werde ich nicht länger mitspielen. Vince! Ich werde niemanden meiner Schüler feuern. Sie bleiben alle, ob du es willst oder nicht! Und wenn du sie nicht in Ruhe lässt, dann kannst du gerne diesen Krieg mit mir führen. Eher werde ich von dir gefeuert als einer von ihnen. Aber selbst wenn das passiert, werde ich dir dein verdammtes Leben zur Hölle machen."“

Das war eine Drohung. War das etwa der Plan, den Raven vorhin angedeutet hatte? Der Plan, mit welchem Vince seine Kündigung rückgängig macht. Nun ja, das sieht nicht unbedingt wie ein sonderlich schlauer beziehungsweise erfolgreicher Plan aus. Es ist doch eher fraglich, dass sich Vince von so etwas einschüchtern lassen wird. Da hatte er schon größere und schlimmere Dinge gegen sich stehen. Damit wird Raven absolut nichts hinbekommen können. Auch wenn diese Drohung cool klingt.

Raven:
„„Und anders als CM Punk sage ich nicht, dass diese Liga erst geheilt werden kann, wenn du tot umfällst. Oh nein, ich werde derjenige sein, der dich töten wird, wenn es sein muss, you motherfucking bitch!"“

Oh my Gawd, was? Wie weit will er es denn nur noch treiben? Das könnte für ihn wirklich die Kündigung bedeuten. Wir haben zwar schon schlimmere Dinge hier von Leuten gehört, aber die gingen nicht an die Geschäftsführung. Oder an Vince McMahon. Wie genau das Office der Liga jetzt aussieht, ist noch immer unklar, aber man kann sich bereits denken, dass Vince schon einiges an Macht besitzt, um Raven aus der Liga schmeißen zu können. Vielleicht nur mit Bestätigung von Bayley, aber die könnte er sich bestimmt auch holen. Und er wird auch in der Lage dazu sein, Raven hier von der Stage zu zerren, denn genau in diesem Moment kommen mehrere riesige Securityguards auf diese gelaufen, die äußerst erzürnt aussehen und wohl hier sind, um diese ganze Schmach hier zu beenden.

Raven:
„„Oohh, hallo. Da hat Bayley wohl ihre Helferlein hergeholt. Aber wisst ihr was! FICKT EUCH!"“

Raven schmeißt das Mikrofon weg, atmet schwer aus und blickt die Guards mit weit aufgerissenen Augen an, während die Menge regelrecht ausrastet. Ein Gemisch aus Sprechchören, Beifall und wütenden Rufen hallt durch die Gänge, bevor Raven ausholt und einen der Securitymänner mit einem Final Effect out of nowhere direkt auf die Stage donnert. Holy shit! Eine heftige Prügelei entsteht und die Securitymänner sehen, trotz dass Raven bereits über 60 Jahre ist, ziemlich schlecht aus. Er wirft einige gegen die Monitore hinter der Stage und einer fliegt sogar gegen eine riesige Lampe, die die Stage beleuchtet. Erst als Verstärkung kommt und sich auf der Stage nun mehr als 10 Männer befinden, schafft man es, Raven zu packen und ruhigzustellen. Laut schreiend wird der Death Dealer schließlich von den Männern davongetragen und es dauert nicht lange, da schaltet die Kamera auch wieder zurück zu den Kommentatoren.

[Bild: 5.jpg]

Über die Bildschirme läuft gerade noch der letzte Werbespot, bevor die Übertragung wieder live in die Halle zurückschaltet. Die Zuschauer haben die Werbepause genutzt, um sich kurz zu unterhalten, Getränke zu holen oder die vergangenen Ereignisse zu diskutieren. Doch je näher das Ende des Werbespots rückt, desto mehr Aufmerksamkeit richtet sich wieder auf den Ring.

[Bild: Ich-liebe-es-kommt-2026-wieder-in-die-We...135381.jpg]

Die Kamera fährt über die Ränge und fängt zahlreiche Fans ein, die ihre Ablehnung lautstark zum Ausdruck bringen. Einige zeigen mit ausgestreckten Armen in Richtung Ring, andere schütteln wütend den Kopf. Von allen Seiten prasseln Buhrufe auf die drei Männer nieder. Denn im Ring stehen jetzt The Usos und Jacob Fatu... Jey Uso und Jimmy Uso stehen nebeneinander im Zentrum des Ringes. Beide tragen Jogginghosen und dunkle Hoodies. Keine extravaganten Ringklamotten, keine aufwendige Präsentation. Sie wirken beinahe wie Männer, die geradewegs aus dem Backstagebereich in den Ring gekommen sind. Jedoch ihre Körpersprache erzählt eine vollkommen andere Geschichte. Jey steht mit leicht gespreizten Beinen da. Seine Schultern sind zurückgezogen, während sein Blick langsam durch das Toyota Center wandert. Er scheint die Reaktionen der Zuschauer regelrecht aufzusaugen. Neben ihm steht Jimmy doch sein Gesicht ist vollkommen ernst. Er blickt immer wieder in die Zuschauerreihen, ehe seine Augen schließlich auf seinen Bruder fallen. Hinter den beiden steht Jacob Fatu. Fatu trägt seine normale Montur und wirkt im Vergleich zu den Usos noch bedrohlicher. Seine Arme hängen locker an den Seiten, sein Kopf ist leicht nach vorne geneigt und sein Blick ruht vollkommen emotionslos auf der gegenüberliegenden Seite der Halle. Die Kamera fährt langsam von Jey zu Jimmy und anschließend zu Jacob.

Wade Barrett
"Da sind wir wieder aus der Werbung live aus Houston zur Weekly Show von Coast 2 Coast Wrestling."


Pat McAfee
"Aber wir brauchen nicht lange auf jemanden zu warten, denn im Ring stehen schon die The Usos und Jacob Fatu."


Wade Barrett
"Und wenn man sich die Reaktion dieser Fans anhört, dann sind sie offenbar nicht besonders glücklich darüber, diese drei Männer nach der Werbepause noch immer im Ring zu sehen."


Pat McAfee
"Das kann man wohl sagen! Diese drei haben heute Abend offensichtlich etwas zu sagen. Und ich habe nicht den Eindruck, dass es eine Entschuldigung werden wird."


Jey Uso betrachtet die Zuschauer auf der einen Seite darauf die andere darauf wandert sein Blick zur Hardcam. Die Buhrufe werden noch lauter. Jey hebt daraufhin langsam seine rechte Hand nicht als Zeichen, dass die Fans ruhig sein sollen... ganz im Gegenteil. Er bewegt die Hand leicht nach oben und fordert die Zuschauer förmlich dazu auf, noch lauter zu werden und die Reaktion folgt sofort. Ein gewaltiger Orkan aus Buhrufen und Pfiffen rollt durch das Toyota Center. Jey verzieht kurz den Mund zu einem süffisanten Grinsen. Jimmy blickt zu seinem Bruder und schüttelt kaum merklich den Kopf. Jacob Fatu hingegen bewegt sich weiterhin keinen Zentimeter. Jey lässt die Reaktion noch einige Sekunden auf sich wirken darauf verschwindet das Grinsen aus seinem Gesicht. Er dreht sich in Richtung der Ringseite denn dort steht ein Coast 2 Coast-Worker außerhalb des Ringes und beobachtet aufmerksam das Geschehen. Jey geht langsam auf die Seile zu. Er greift mit der linken Hand nach dem obersten Seil und beugt sich leicht zwischen dem zweiten und dritten Seil hindurch und sein Blick trifft den Worker. Er streckt die rechte Hand aus. Der Worker reagiert nicht schnell genug doch der Worker versteht sofort. Er greift nach einem schwarzen Mikrofon, das am Zeitnehmerbereich bereitliegt, und reicht es Jey über die Ringkante. Jey packt es und sofort zieht er das Mikrofon an sich. Die Zuschauer reagieren erneut mit lautstarken Buhrufen. Jimmy stellt sich währenddessen etwas näher neben seinen Bruder. Jacob Fatu bleibt hinter den beiden stehen. Die drei Männer bilden nun eine geschlossene Einheit. Jey hebt das Mikrofon an seine Lippen doch noch immer sagt er kein Wort. Die Buhrufe werden langsam etwas leiser aber nicht weil die Fans plötzlich freundlicher geworden wären... sondern weil jeder der 17.800 Zuschauer wissen will, was Jey Uso zu sagen hat. Jey atmet tief durch. Er schaut zunächst zu Jimmy darauf blickt Jey über seine Schulter zu Jacob Fatu... Fatu erwidert den Blick und ein kurzes Nicken mehr braucht es nicht. Jey dreht sich wieder zur Hardcam und hebt das Mikro...

Jey Uso
Ich will nicht um den heißen Brei reden und komme gleich auf den Punkt... Freakin' Trottel oder Tribal Äffchen stellt euch den besten Tag Team der Company und Jacob Fatu das Monster dieser Company...


Darauf senkt Jey Uso das Mikro und blickt zur Stage... Die Reaktion auf Jeys letzte Worte lässt nicht lange auf sich warten. Kaum hat er das Mikrofon gesenkt und den Blick zur Stage gerichtet, brandet ein neuer Schwall aus Buhrufen durch das Toyota Center. Jey lässt sich davon jedoch nicht beeindrucken. Im Gegenteil. Ein selbstsicheres Grinsen zeichnet sich langsam auf seinem Gesicht ab. Jimmy tritt einen halben Schritt näher an seinen Bruder heran, während Jacob Fatu hinter ihnen wie ein schweigender Schatten steht. Jey hebt das Mikrofon wieder an.

Jey Uso
"Ihr wollt wissen, warum wir hier stehen? Dann schaut euch verdammt noch mal genau an, was hier vor euch steht! Zwei Männer, die seit Jahren beweisen, dass sie zu den besten Tag Teams gehören, die diese Company jemals gesehen hat. Wir sind nicht irgendein Team. Wir sind nicht irgendein Teil einer Gruppierung. Wir sind THE USOS! Und hinter uns steht jemand, bei dem es überhaupt keine Diskussion geben sollte! Jacob Fatu! Das Monster! Der Mann, bei dem jeder einzelne Superstar in dieser Liga ganz genau weiß, was passiert, wenn er ihm zu nahe kommt!"


Jacob Fatu macht einen kleinen Schritt nach vorne. Er sagt nichts seine bloße Präsenz reicht aus. Jey dreht sich wieder zur Hardcam.

Jey Uso
"Und genau deshalb sind wir heute hier, Houston!"


Die Fans antworten mit ohrenbetäubenden Buhrufen.

Jey Uso
"Weil wir die Schnauze voll davon haben, dass uns irgendjemand erzählen will, wer wir zu sein haben! Wir brauchen keinen Tribal Chief! Wir brauchen keinen Roman Reigns! Und wir brauchen ganz bestimmt niemanden, der glaubt, er könnte uns sagen, wo unser Platz ist! Unser Platz wird nicht von Roman Reigns bestimmt. Unser Platz wird nicht von Paul Heyman bestimmt. Und unser Platz wird schon gar nicht von irgendeinem selbsternannten Tribal Chief bestimmt! Denn wisst ihr, was Roman Reigns nie verstanden hat?"


Jey Uso nimmt sich eine kurze Pause.

Jey Uso
"Die Usos waren niemals groß, weil Roman Reigns uns groß gemacht hat. Roman Reigns war vielleicht der Mann an der Spitze... aber wir waren diejenigen, die uns unseren eigenen Namen gemacht haben!"


Jey lässt die Worte einen Moment im Raum stehen. Sein Blick bleibt auf die Hardcam gerichtet, doch dann wandern seine Augen langsam zur Stage. Ein kaum sichtbares Kopfschütteln folgt. Als hätte er gerade erst begonnen, all das auszusprechen, was sich über Wochen in ihm angestaut hat. Jimmy steht weiterhin dicht neben seinem Bruder. Jacob Fatu bleibt hinter den beiden, vollkommen ruhig. Jey hebt das Mikrofon erneut.

Jey Uso
"Und dann gibt es da noch einen Mann... Seth Rollins... Der sogenannte Visionary... Seth Rollins hat viel zu erzählen. Er redet über Geschichte. Er redet über den Shield. Er redet darüber, dass er Roman besser kennt als jeder andere. Er redet davon, dass er Roman verschont hat, weil er keinen gebrochenen Mann besiegen wollte. Aber weißt du, was Seth Rollins dabei vergisst? Roman Reigns ist nicht der einzige Mann, dessen Geschichte Seth Rollins kennt.


Jimmy blickt zu Jey... Jey dreht sich kurz zu seinem Bruder und nickt.

Jey Uso
"Wir kennen sie auch. Wir haben den Shield gesehen. Wir haben gesehen, wie Seth seinen eigenen Bruder hintergangen hat. Wir haben gesehen, wie Roman seinen Weg gegangen ist. Und wir haben unseren eigenen Weg gefunden. Aber Seth Rollins soll sich nicht einbilden, dass er deswegen über uns steht. Er ist nicht derjenige, der uns befreien muss. Er ist nicht derjenige, der uns sagen muss, wann wir uns gegen Roman stellen sollen. Und er ist ganz bestimmt nicht derjenige, der entscheidet, welche Rolle die Usos in dieser Company spielen! Denn während Roman und Seth darüber diskutieren, wer wen wann verraten hat, wer wen besiegen kann und wer die größere Legende ist... bauen wir hier gerade etwas auf, das euch beiden Angst machen sollte."


Jey senkt langsam das Mikrofon... Jimmy und Jacob Fatu stellen sich links und rechts hinter ihn. Die drei Männer blicken gemeinsam zur Stage. Jeys letzte Worte hallen noch durch das Toyota Center. Die drei Männer im Ring bleiben geschlossen stehen, ihre Blicke fest auf die Stage gerichtet. Für einen kurzen Moment passiert nichts. Die Buhrufe ebbt langsam ab, als die Spannung in der Halle spürbar ansteigt. Dann durchschneidet ein markanter Gitarrenakkord die Stille.

"BURN IT DOOOOOOWN!"



Ein greller Feuerblitz schießt über die Stage, doch statt des sonst gewohnten goldenen Spektakels taucht die Arena in kaltes Weiß und tiefes Schwarz. Schmale Lichtkegel schneiden durch den Nebel und zeichnen lange Schatten über die Rampe. Unter lautem Jubel tritt Seth Rollins auf die Bühne. Doch er wirkt anders. Kein ausladender Mantel. Kein tänzelnder Gang. Kein manisches Grinsen, das die Menge zum Mitsingen auffordert.
Er trägt einen makellos sitzenden schwarzen Anzug, darunter ein ebenso schwarzes Hemd, dessen oberster Knopf geöffnet ist. Die Ärmel seines Sakkos sitzen perfekt, während seine Hände locker an den Seiten hängen. Sein Blick ist scharf, seine Kiefermuskeln angespannt. Er wirkt wie ein Mann, der nicht gekommen ist, um eine Show zu liefern, sondern um eine Rechnung zu begleichen.

Wade Barrett:
"Das ist ein ungewohntes Bild. Seth Rollins sieht heute Abend aus, als wäre jede Spur des Visionary verschwunden."

Pat McAfee:
"Er wirkt fokussiert... und wenn ich ehrlich bin: ziemlich genervt."

Für einen Moment bleibt Seth am oberen Ende der Rampe stehen. Seine Augen wandern über Jey, Jimmy und Jacob Fatu. Keiner von ihnen bekommt eine besondere Reaktion. Er mustert sie lediglich, als wären sie ein Hindernis, das endlich aus dem Weg geräumt werden muss. Jeder normale Akteur würde jetzt weit entfernt vom Ring stehen bleiben, erst Recht wenn man droht in eine Eins gegen Drei Situation zu geraten. Nur Seth gab sich heute anders. Er blickte über die Reihen der Zuschauer, als wollte er deren Reaktion ablesen, dann wieder in den Ring. Aus dem Seilgeviert grinst Jey ihm provozierend entgegen, worauf er nur ein verächtliches Schnauben erntet.

Langsam und mit bedächtigen Schritten setzt er sich in Bewegung.Jeder Schritt ist ruhig und kontrolliert. Keine Pose für die Kameras. Keine Animation für die Fans. Seine Aufmerksamkeit gehört ausschließlich den drei Männern im Ring. Auf halber Strecke bleibt er noch einmal stehen. Ein Mitarbeiter reicht ihm ein Mikrofon. Seth nimmt es kommentarlos entgegen, dreht es einmal in seiner Hand und hebt den Blick erneut zur Bloodline. Seine Miene verrät nur eines: Seine Geduld ist endgültig aufgebraucht. Denn es war beinahe töricht, jetzt in den Ring zu steigen… und dennoch tat er es. Über die anstehende Stahltreppe steigt Seth den Apron hinauf und durchquert mit einer galanten Beweging die Seile. Somit bekam man das Bild, welches man eigentlich nicht haben möchte. Die Bloodline aus Jimmy und Jey Uso mit diesem gerade zu blutrünstigen Samoan Werewolf, Jacob Fatu. Gemächlichen Schrittes positioniert sich Seth ihnen gegenüber. Dabei wandert eine Hand schon fast auffallend belanglos in die Hosentasche, während er die Bloodline vor sich musterte. Die letzten Klänge seiner Musik ebbten allmählich ab und die volle Aufmerksamkeit lag auf dem selbsternannten Architect.

SETH ROLLINS: "War das jetzt alles?"

Diese rhetorische Frage kam trocken über seine Lippen, ja fast schon gelangweilt. Dabei hatte Seth einen regelrecht angewiderten Blick in den Augen, womit er die Drei ihm gegenüber prüfend taxierte.

SETH ROLLINS: "Seit Wochen hören wir dieselbe Geschichte, von einem Roman Reigns, der euch klein gehalten hat, euch kontrolliert hat. Roman Reigns ist das einzige Problem, weshalb ihr noch nicht gegen Kenny Omega im Ring gestanden habt und jetzt… jetzt seid ihr frei, unabhängig und von allen Fesseln befreit, also holt ihr Euch endlich… endlich was euch zusteht."

Ein Zugeständnis, welches Jimmy, Jey und Jacob genauso sehen würden? Oh nein, diese trockene Äußerung triefte geradezu vor Ironie. Und Seth machte keinen Hehl daraus, die Dreien ihm gegenüber gebührend zu verspotten.

SETH ROLLINS: "Roman Reigns ist also das grundlegende Problem… Komisch! Denn von meiner ganz unabhängigen und neutralen Betrachtung sieht es ganz anders aus. Ich sehe keinen Mann, der nun frei ist. Ich sehe drei Männer, die sich gegenseitig anschauen, bevor einer den ersten Schritt macht."

Worte, die scheinbar treffen und unbewusste genau das auslösen, von dem Seth gerade sprach. Jimmy spannte bereits die Schultern an, auch Jey’s Gesichtszüge verhärten sich und Jacob Fatu machte einen merklichen Schritt nach vorne. Natürlich bemerkte Seth die Regungen und begleitete sie mit einem müden Lächeln.

SETH ROLLINS: "Da… schon wieder! Ihr wartet jeweils auf das Zeichen des anderen. Statt einfach drauf los zu stürmen. Denn es könnte ja nicht zu der Agenda des jeweiligen anderen passen. Und seht euch hier Jacob Fatu an… Sehr euch den Samoan Werewolf an, wie er nur darauf wartet, mich endlich auseinandernehmen zu können, aber es nicht kann. Ihr wollt euch vielleicht vom Tribal Chief lossagen, doch legt euch selbst in die goldenen Ketten, die ihr euch auferlegt. Ihr seid keine Bloodline… Ihr seid drei Männer, die sich gegenseitig die Erlaubnis geben müssen, mutig zu sein. Die keinen eigenen Willen haben. Und erst recht nicht die Eier besitzen diesen durchzusetzen."

Die Halle explodiert förmlich. Ein Orkan aus Gelächter und wilden Jubelstürmen brechen über die Akteure im Ring herein und alles auf Kosten der neu formatierten Bloodline. Das Gelächter der Fans schwillt weiter an. Jeys Blick schießt zu Jimmy. Für einen Sekundenbruchteil geschieht genau das, was Seth soeben beschrieben hat. Er sucht den Blick seines Bruders. Als Jey das selbst bemerkt, verhärtet sich sein Gesicht. Eine Mischung aus Wut und Scham überkommt ihn. Er fühlt ertappt und überführt. Ein scharfes Nicken. Mehr braucht Jacob Fatu nicht, der Samoan Werewolf scharrte bereits mit den Hufen und preschte auf das Kommando von Jey wie besessen nach vorne.

Wie ein losgelassener Raubvogel schießt Jacob Fatu nach vorn. Der Samoan Werewolf trifft Seth mit einer brutalen Running Clothesline... noch bevor der Visionary überhaupt die Arme zur Deckung hochreißen kann. Der Einschlag klingt wie ein Peitschenknall; Seth wirbelt durch die Luft und schlägt ungebremst auf der Matte auf. Ehe er auch nur durchatmen kann, ist Jimmy Uso da und rammt ihm den Stiefel tief in die Rippen. Seth keucht auf, versucht sich verzweifelt aufzurichten, doch Jey packt ihn bereits am Kragen seines schwarzen Sakkos und reißt ihn hoch. Rechte. Linke. Noch eine krachende Rechte mitten ins Gesicht. Ein grollendes Buhkonzert brandet durch das Toyota Center. Am Kommentatorenpult springt Pat McAfee auf.

Pat McAfee:
"Verdammt! Genau das hat Rollins ihnen eben noch vorgeworfen! Jetzt spielen sie ihre Überzahl aus, Drei gegen Einen!“

Seth kämpft wie ein Verrückter gegen das Ertrinken. Mit einer letzten Kraftanstrengung rammt er Jimmy den Ellbogen an den Kiefer. Der Samoaner taumelt zurück, doch mehr Luft verschafft es Rollins nicht. Von hinten schlingen sich zwei massiv tätowierte Arme um seinen Brustkorb. Jacob Fatu hebt ihn mühelos aus den Angeln. German Suplex! Seth fliegt in hohem Bogen durch die Luft und schlägt ein zweites Mal hart auf dem Ringboden ein. Jimmy reißt ihn sofort wieder am Arm hoch und fixiert ihn. Jey nimmt im gegenüberliegenden Seil Anlauf. Superkick! Der Treffer trifft Rollins voll am Kinn und schleudert ihn vornüber in die Seile. Kaum federt sein Körper zurück, packt ihn Fatu im Flug, stemmt ihn auf die breiten Schultern und donnerte ihn mit einem gewaltigen Samoan Drop auf die Bretter. Die gesamte Konstruktion des Rings bebt. Wade Barrett beugt sich fassungslos übers Pult. Die Fans fangen plötzlich an zu chanten...

Fans
OTC... OTC... OTC... OTC...


Wade Barrett:
"Das ist keine Prügelei mehr…das ist ein Exempel, das ist eine Hinrichtung!“

Seth liegt regungslos da. Die Atmung geht flach, das maßgeschneiderte Jackett liegt zerknittert auf der Matte. Jey kniet sich neben ihn, reißt den Kopf des Visionary am Stoff des Hemdes empor und raunt ihm ins Gesicht: „Wo ist jetzt dein großer Plan, Architect?“

Mit Verachtung stößt er ihn zurück. Jimmy und Jacob ziehen den geschundenen Körper erneut auf die Beine. Diesmal halten sie ihn von beiden Seiten fest, wie einen Verurteilten vor dem Erschießungskommando. Jey betrachtet seinen Widersacher einen Moment lang. Ein kaltes, triumphierendes Grinsen stiehlt sich auf seine Lippen. Er geht drei Schritte zurück, nimmt Anlauf… noch ein Superkick ins ungeschützte Gesicht. Seth’ Beine geben augenblicklich nach. Doch Fatu packt ihn am Hemd und verhindert das Zusammensacken, nur damit Jimmy ihm noch einen wuchtigen Schlag in die Magengrube verpassen kann...



Pat McAfee:
"ER IST HIER... ER IST HIER... ER IST HIER... THE TRIBAL CHIEF "ROMAN REIGNS"... hilft er jetzt Seth Rollins oder stellt sich Reigns hinter der Bloodline?“

Die Worte von Pat McAfee sind kaum verklungen, da verdunkelt sich die Halle schlagartig. Für einen kurzen Augenblick herrscht absolute Finsternis im Toyota Center. Kein Licht nur die eine Musik. Nur das aufgeregte Raunen der 17.800 Zuschauer, die genau wissen, was diese Dunkelheit bedeuten könnte. Dann ertönt ein gewaltiger Einschlag... Weiße Pyrotechnik schießt entlang der Stage in die Höhe. Die Reaktion der Fans ist augenblicklich. Ein gewaltiger Lärmteppich legt sich über die Arena. Doch diesmal mischen sich in die Buhrufe auch unzählige lautstarke Jubelschreie. Vor allem ein Chant setzt sich innerhalb weniger Sekunden durch.

Fans
OTC... OTC... OTC... OTC...


Die Kamera schwenkt zur Stage... und dort erscheint er... Roman Reigns... The Tribal Chief! Doch etwas an diesem Auftritt ist anders. Roman trägt keine übliche entspannte Körperhaltung. Kein langsames Verweilen auf der Stage. Kein Blick über die Zuschauerreihen. Kein Zeichen an die Fans. In seiner rechten Hand hält er einen massiven schwarzen Stahlstuhl doch sein Blick ist starr auf den Ring gerichtet... auf Seth Rollins... Jey Uso... Jimmy Uso... und vor allem auf Jacob Fatu. Roman bleibt keine Sekunde stehen. Mit schnellen, entschlossenen Schritten setzt sich der Tribal Chief die Rampe hinunter. Der Stahlstuhl hängt fest in seiner rechten Hand, während seine linke Hand immer wieder zur Faust geballt wird. Sein Gesichtsausdruck ist vollkommen emotionslos. Die Kamera begleitet ihn von der Seite, während Roman die Rampe hinunterläuft. Jeder seiner Schritte wirkt schwer und kontrolliert. Die Fans an der Absperrung strecken ihre Hände nach ihm aus, doch Roman würdigt sie keines Blickes. Seine gesamte Aufmerksamkeit gehört dem Ring. Dort haben Jey, Jimmy und Jacob Fatu inzwischen ebenfalls erkannt, wer auf sie zukommt. Jey verliert augenblicklich sein Grinsen... Jimmy dreht den Kopf zur Stage... Und Jacob Fatu richtet sich langsam vollständig auf. Der Samoan Werewolf starrt Roman Reigns entgegen. Roman bleibt nicht stehen und marschiert weiter und langsam hinter ihm läuft Paul Heyman und folgt dem Tribal Chief.

Wade Barrett:
"OH MEIN GOTT! ROMAN REIGNS IST BEWAFFNET!“

Pat McAfee:
"Das ist kein gewöhnlicher Auftritt! Seht euch diesen Blick an! Roman Reigns kommt nicht hier herunter, um zu reden!“

Jey Uso reißt den Kopf herum und blickt zu Jacob Fatu. Für einen kurzen Moment treffen sich die Blicke der beiden. Jey deutet mit einer hektischen Handbewegung in Richtung der Ringseite.

Jey Uso
"JACOB HOL IHN DIR UND HALTE IHN AUF!"


Mehr braucht es nicht. Jacob Fatu setzt sich sofort in Bewegung. Der Samoan Werewolf steigt über das unterste Seil und springt vom Apron auf den Hallenboden. Seine Augen bleiben dabei unverwandt auf Roman Reigns gerichtet. Mit schweren, schnellen Schritten bewegt sich Fatu seinem Cousin entgegen doch Roman Reigns bleibt nicht stehen. Der Tribal Chief marschiert weiter die Rampe hinunter. Paul Heyman folgt ihm einige Schritte dahinter, sichtlich angespannt, den Blick immer wieder zwischen Roman und dem Ring hin und her wandern lassend. Dann erreicht Jacob Fatu das Ende der Rampe... Fatu geht einen Schritt auf Roman zu. Seine Schultern sind nach vorne gezogen. Seine Hände öffnen und schließen sich. Der Samoan Werewolf ist bereit, Roman Reigns entgegenzustürmen. Roman bleibt plötzlich stehen und sein Kopf hebt sich langsam und sein Blick trifft Fatus Augen. Es dauert nur einen einzigen Moment... Plötzlich hebt Roman den Stahlstuhl. Roman lässt den Stuhl jedoch nicht fallen. Er dreht ihn sofort wieder in seinen Händen und geht zwei schnelle Schritte auf Fatu zu. Jacob richtet sich gerade wieder auf. Roman holt erneut aus doch Fatu kann den zweiten Schlag im letzten Moment mit seinem Unterarm abfangen. Der Stahlstuhl kracht gegen seinen Arm. Fatu verzieht das Gesicht vor Schmerz und plötzlich stehen sich die beiden Männer direkt gegenüber. Der Tribal Chief und der Samoan Werewolf... Die Kamera fährt ganz nah an ihre Gesichter heran. Fatus Blick ist voller Wut und Romans Gesicht bleibt vollkommen ausdruckslos. Im Ring beobachten Jey und Jimmy die Situation... Jey schreit Fatu etwas zu doch Roman nutzt den kurzen Moment der Ablenkung. Er rammt den Stuhl mit beiden Händen nach vorne und trifft Fatu erneut doch diesmal vor den Kopf.

Roman Reigns bleibt nach dem brutalen Treffer gegen Jacob Fatu keine Sekunde stehen. Der Samoan Werewolf sackt seitlich an der Absperrung zusammen, während der Stahlstuhl noch immer fest in Romans rechter Hand liegt. Ein gewaltiger Jubelsturm geht durch das Toyota Center, doch Roman reagiert nicht darauf. Sein Blick wandert sofort zurück zum Ring. Jey Uso steht noch immer im Ring und starrt fassungslos zu seinem Cousin. Für einen kurzen Moment scheint selbst Jey nicht zu begreifen, wie schnell die Situation eskaliert ist. Dann setzt sich Roman in Bewegung und ohne auch nur eine Sekunde zu zögern, slidet der Tribal Chief unter dem untersten Seil hindurch in den Ring. Kaum ist Roman auf den Beinen, wirbelt er herum. Jimmy Uso sieht ihn kommen doch zu spät. Roman reißt den Stahlstuhl mit beiden Händen nach oben und zieht ihn mit voller Wucht nach unten. Der Stahlstuhl trifft Jimmy Uso direkt am Kopf und Jimmy geht augenblicklich zu Boden. Die Halle explodiert...

Pat McAfee:
"OH MEIN GOTT! JIMMY! ROMAN HAT JIMMY MIT DEM STAHLSTUHL ERWISCHT!"

Jey Uso springt erschrocken zurück. Sein Gesicht verändert sich schlagartig. Eben noch war er derjenige gewesen, der Jacob Fatu vorgeschickt hatte. Jetzt steht er seinem eigenen Tribal Chief gegenüber und sieht seinen Bruder regungslos auf der Matte liegen. Roman blickt kurz auf Jimmy hinab. Überhaupt keine Reue oder Emotionen. Dann hebt er den Stahlstuhl erneut... Jey reißt beide Hände hoch.

Jey Uso
„Roman! Roman, warte!“

Roman dreht langsam den Kopf zu ihm... Ein eisiger Blick und Jey erstarrt, doch bevor Roman sich um ihn kümmern kann, taucht Paul Heyman am Ring auf. Der Wiseman geht nicht in den Ring. Stattdessen läuft er direkt zum Zeitnehmerbereich. Seine Augen wandern kurz zu Roman und dann zu Seth Rollins. Darauf greift Heyman nach einem weiteren Stahlstuhl. Für einen Augenblick hält Heyman den Stuhl in beiden Händen. Heyman stellt sich am Ring und wirft den Stuhl so das er direkt neben Seth Rollins landet... Pat McAfee kann kaum glauben, was er sieht. Und während Roman Reigns mitten im Ring steht, beginnt die gesamte Arena erneut zu beben.

Fans
„OTC! OTC! OTC! OTC!“


Doch Roman hört nicht auf die Fans... sein Blick bleibt ausschließlich auf Jey Uso gerichtet. Und genau in diesem Moment bewegt sich Seth Rollins hinter ihm. Der Visionary greift nach dem zweiten Stahlstuhl. Plötzlich befinden sich Roman Reigns und Seth Rollins Seite an Seite im selben Ring. Zwei Männer, deren gemeinsame Geschichte von Verrat, Hass und Misstrauen geprägt ist. Rollins blickt Reigns an und plötzlich hebt er den Stuhl an und zieht Jey den Stuhl über den Kopf. Jey geht direkt zu Boden, währenddessen kommt Jimmy auf die Beine. Er stellt sich hinter Rollins und stellt sich zum Superkick bereit. Das bekommt Reigns mit und lässt den Stuhl fallen und stürmt direkt auf Jimmy zu... SPEAR! Jimmy liegt völlig KO in der Mitte des Ringes. Ein Nicken von Reigns reicht und Rollins geht zur Ringecke... Roman hebt einen Stuhl hoch und legt diesen genau in die Mitte des Ringes. Darauf legt OTC den Kopf von Jimmy auf den Stuhl. Rollins wartet darauf nicht lange und stürmt los... STOMP GEGEN JIMMY AUF DEM STUHL!!!

Ein metallischer Donnerschlag hallt durch die Arena, als Jimmy’s Kopf mit dem Stomp auf den Stuhl geknallt wird. Das kollektive Raunen der Zuschauer setzt den akustischen Schlusspunkt in einem wilden Spektakel. Jimmy Uso bleibt regungslos liegen, während sich sein Bruder benommen aus dem Ring zurückzieht. Außerhalb des Seilgevierts hilft er Jacob Fatu auf die Beine. Beide starren zurück in den Ring, nur diesmal ohne Spott und ohne Grinsen. Im Ring selbst stehen die beiden Männer, die größer sind als dieser Konflikt selbst. Roman Reigns und Seth Rollins. Deren Geschichten so verwoben miteinander sind, dass es schwer werden könnte, ihre Seiten klar zu identifizieren. Doch hier und jetzt stehen sie Seite an Seite. Für einen langen Moment sagt keiner ein Wort. Die Arena bebt unter lauten "OTC!"-Rufen, doch keiner der beiden reagiert auf die Fans. Seth atmet schwer. Blut läuft von seiner aufgeplatzten Lippe. Sein schwarzes Sakko liegt irgendwo im Staub der Matte, das Hemd längst verrutscht. Zeichen einer kurzen Schlacht, die er mehr oder weniger provozierte. Langsam wendet er den Kopf zu Roman, dieser erwidert den Blick. Daraus ist wenig abzulesen, lediglich prüfend, ob Seth wirklich diesen Weg gehen will. Es ist ein nonverbaler Austausch, den Seth letztlich beendet und nach dem Mikrofon greift, welches vor ihm liegt. Wieder sieht er darauf zu Roman Reigns, bevor er sein Augenmelrk auf die Rampe lenkt und zu den noch stehden Mitgliedern der Bloodline.

SETH ROLLINS: "Jey… Jey, du sagtest, ich würde in der Vergangenheit leben, richtig? Aber weißt du, was das Schlimmste an der Vergangenheit ist? Sie fragt dich nie, ob du bereit für sie bist."

Eine ungewohnte Nachdenklichkeit legt sich über seine Züge. Für einen kurzen Moment wirkt es, als müsse Seth die nächsten Worte erst mühsam in den Trümmern seiner Gedanken zusammensuchen. Sein Blick wandert stumm zu Roman hinüber, ehe er sich wieder auf die drei Gestalten auf der Rampe fixiert.

SETH ROLLINS: "Ich weiß nicht, ob es bei Watch the Throne alles so läuft, wie wir es wollen. Ich weiß nicht, wer am Ende neben uns stehen wird. Und ich weiß ganz sicher nicht... ob man eine Geschichte wie unsere jemals wirklich neu schreiben kann."

Das Halle wird merklich leiser. Die gewohnte Arroganz des Visionary ist verflogen. Zum ersten Mal wirkt Seth Rollins nicht wie der Mann, der für jede Eventualität einen perfekten Plan im Ärmel trägt. Er wirkt wie ein Mann, der sich aus vollstem Bewusstsein für einen brandgefährlichen, ungewissen Pfad entschieden hat. Doch dann strafft er die Schultern. Die Zweifel stehen ihm zwar noch ins Gesicht geschrieben, aber seine Stimme gewinnt augenblicklich an stählerner Festigkeit zurück. Seth hebt den Arm und deutet mit dem Zeigefinger eindeutig auf Jey, Jimmy und Jacob.

SETH ROLLINS: "Trotzdem… Nächste Woche bekommt ihr genau das serviert, wovor ihr die ganze Zeit panische Angst hattest. Nicht einen Tribal Chief, nicht den Visionary. Sondern etwas, das ihr in eurer Verblendetheit nie begreifen konntet. Bei Watch the Throne heißt es… Bloodline gegen…"

Eine allerletzte, spannungsgeladene Pause bringt die Luft in der Arena zum Knistern. Seth macht einen halben Schritt zur Seite. Es ist kein Schulterschluss aus gewohnter Brüderlichkeit oder alter Vertrautheit, es ist die logische Konsequenz gemeinsamer Entschlossenheit. Seine Augen wandern zur Seite, ohne dass er Roman Reigns aus diesem Winkel sehen würde, aber er gab ihm die kurze Möglichkeit zu reagieren. Darauf führt er das Mikrofon ein letztes Mal zum Mund.

SETH ROLLINS: "...gegen THE SHIELD!"

Die letzten beiden Worte spricht er nicht laut aus. Keine frenetische Ankündigung. Es kommt nur langsam und gewichtet über seine Lippen. Wie ein düsteres Versprechen, das er sich in diesem Augenblick selbst abgerungen hat. Roman Reigns hebt den Blick zur Hallendecke und fixiert ebenfalls darauf die Rampe. Zum ersten Mal an diesem Abend stehen beide Männer auf einer Höhe, auf derselben Linie. Kein versöhnlicher Handschlag besiegelt diesen Pakt. Kein Kopfnicken wird ausgetauscht. Es sind schlicht zwei Alpha-Tiere, die in dieselbe Richtung blicken und dieselbe Bedrohung ins Auge fassen.

Pat McAfee
"Ich krieg Gänsehaut! Roman Reigns und Seth Rollins... Seite an Seite! Wenn mir das vor ein paar Wochen jemand erzählt hätte, hätte ich ihn für verrückt erklärt!"


Wade Barrett
"Gewöhn dich bloß nicht daran, Pat. Diese beiden haben gerade denselben Gegner bekämpft... aber das bedeutet noch lange nicht, dass sie sich vertrauen."


Pat McAfee
"Und genau das macht Watch the Throne so unfassbar gefährlich! Die Bloodline hat heute bewiesen, wie brutal sie als Einheit sein kann..."


Wade Barrett
"Und Seth Rollins hat gerade etwas angekündigt, bei dem selbst er nicht weiß, ob es vollständig wird. Er hat 'The Shield' ausgesprochen... aber ein Name allein gewinnt keinen Krieg."


Cathy Kelley
"Was eine explosive Mischung hier, aber es steht... Nächste Woche sehen wir Bloodline gegen Shield... Es wird Geschichte geschrieben!"


[Bild: 2.jpg]

CO - MAIN EVENT
NON TITLE SINGLES MATCH
Tiffany Stratton © vs. Lyra Valkyrie

[Bild: lyratiffyvnpewv.png]
Writer: ???



Zwar ist diese Theme, die den kommenden Auftritt von Lyra ankündigt nicht mehr unbekannt, doch ist es noch immer sehr verwirrend, wie fröhlich das Musikstück eigentlich ist, während zeitgleich alle Lichter in der Arena erloschen und nur noch ein Spotlight auf die Stage gerichtet ist. In diesem steht Lady Valkyria in ihrem Rabenfedermantel, hat den Kopf leicht gesenkt und ihre Arme seitlich ausgebreitet, während hinter ihr die Silhouette von Austin White zu erkennen ist. Dieser tritt einen Moment später neben die Irin, die daraufhin ihren Kopf hebt und ihren entschlossenen Blick über das Publikum schweifen lässt, bevor sie sich zusammen mit dem Change-Bringer auf dem Weg zum Ring macht.

Matthew Rehwoldt: "The following contest is scheduled for one fall.
Introducing first, resides from Salem, Massachusetts, accompanied by Austin White,...
...LAAADDYY LYYYRRRAAA VAAALLLKKYYRRRIIAAA!"


Einige Schritte vor ihrem Ziel angekommen, bleibt Lyra stehen, sieht sich noch einmal um, bevor sie die letzten Meter zum Ring sprintet, um bäuchlings unter die Seile in Selbigen zu gelangen. Sofort springt sie wieder auf, erklimmt eines der Turnbuckle und blickt kurz zu Austin, der sich neben dem Squared Circle positioniert hat, bevor die Britin triumphierend beide Arme in die Höhe reißt. Dies führt natürlich zu lauteren Buhrufen, was Lady Valkyria mit einem Schulterzucken zur Kenntnis nimmt, springt schließlich zurück auf die Matte und lehnt sich in die Ringecke, während sie auf den Beginn des Kampfes wartet.

IT'S TIIIIFFYYYY TIIIIIME

Schallt eine weiblich nervige Stimme aus den Boxen der Arena. Während anschließend die Theme eingespielt wird, wird gleichzeitig auf der Titan Thron das Entrance Video gezeigt.



Nach der Ankündigung weiß jeder, wer nun die Halle betritt...das Buff Barbie Doll Tiffany Stratton. Natürlich wird sie von Pfiffen und Buh-Rufen empfangen. Diese stören die Blondine jedoch überhaupt nicht. In weiß-rosanen Bra und passender Panties kommt sie auf die Stage und breitet die Arme aus.

[Bild: tiffany-stratton-hollywood-30-ans.jpg]

Arrogant nickt sie in alle Richtungen. Kurzzeitig fährt sie ihre Hüfte aus und stemmt eine Hand daran. Ihr arrogantes Grinsen verrät, dass ihr die Situation gefällt.
Kaum die Pose beendet, geht sie Richtung Ring. Langsam stolziert sie die Rampe hinunter, schaut weiterhin in alle Richtungen und genießt die Atmosphäre. Dabei lässt es Tiffany langsam angehen und zeigt auf ihre Armbanduhr. It's Tiffy-Time! ruft sie dabei und grinst erneut.

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring...from Prior Lake, Minnesota, USA...Miss Future Legend…TIFFANY STRATTON!!!"

[Bild: Tiffyent2.png]

Davor angekommen geht die Blondine rechts am Ring entlang, bis sie in der Mitte angekommen ist. Dort steigt sie hoch, legt sich mit den Rücken auf das mittlere Seil und hält sich mit einen Arm am oberen Seil fest. Mit der anderen Hand wirft sie einen Luftkuss in die Zuschauerränge. Diese beherzigen die Geste nicht. Weiterhin bringen sie ihr Heat entgegen. Mit einen Grinsen beendet die Blondine die Action und richtet sich vor den Ringseilen wieder auf.
Nach kurzer präsentation, klettert sie hinein und stellt sich in die Mitte. Dort posed Tiffany erneut.

[Bild: tiff-2.jpg]

Kaum passiert stellt das Buff Barbie Doll ihren linken Fuß auf das unterste und den rechten Fuß auf das mittlere Seil. Anschließend wirft das Rich-Girl einen Arm in die Luft, um sich nochmals der Gegenseite arrogant zu zeigen. Schließlich geht sie zurück in den Ring.

Warnung! Spoiler!
Tiffany Stratton gewinnt dieses Match und fährt den Sieg nach dem Prettiest Moonsault Ever ein (06.07 Minutes)

Here is your winner by pinfall: TIIIIFAAAANYYYY STRAAAATOOOON!

[Bild: 151.jpg]

Etwas demütig betrachtet sich Brittany das blaue Auge im Spiegel. Liv Morgan und Drew McIntyre haben ganze Arbeit geleistet, obwohl die Blutergüsse auf das Konto der Blondinen ging. Der ganze Körper überzog sich mit blauen Flecken. Und wenn sie Pech hat, dann hat sie mit dieser Aktion einen ungeplanten Fight gegen Morgan und McIntyre angezettelt. Sanft tupft sie über das Auge, bis sie plötzlich wütend die Schminke auf den Boden wirft.

Dr. Britt Baker DMD:
”SCHEIẞE!!!”

Brüllt sie, wobei die Worte durch das Badezimmer schallt. So hat sich die Wrestlerin aus Pittsburgh ihr Comeback nicht vorgestellt. Und es besteht die Frage, ob sich Liv und Drew die Zahnärztin absichtlich ausgesucht haben. Immerhin demolierten sie ihr Auto. Na ja…es war ein Leihwagen, weshalb Britt nicht unbedingt traurig darüber ist. Hauptsache Liv und Drew wurden vertrieben und am Ende konnte eine Security ihre Tasche samt Ring-Gear aus dem Wagen befreien.

Dr. Britt Baker DMD:
”Ich sag dir…das hat mich den Sieg gekostet!”

Natürlich spricht sie das Match gegen Alexa Bliss an, welches in einem Draw endete. Damit will Baker nicht zufrieden sein. Doch mit wem redet sie hier? Mit dem selben Mann, der ihr gegen Liv und Drew half? Maskiert und dadurch nicht erkennbar? Auch hier und jetzt sitzt er anscheinend im Hintergrund. Nur allein an der Stimme erkennen wir, dass es sich um einen Mann handelt.

???:
”Vielleicht. Du darfst aber nicht vergessen, wer deine Gegnerin war. Mehrfache Championesse und neue Herausforderin auf den Women's World Title. Alexa Bliss ist alles andere als leicht zu schlagen. Ein Draw ist nicht zufriedenstellend, aber darauf können wir aufbauen.”

Die Worte beruhigen Britt. Mit der rechten Hand fährt sie sich über den linken Arm. Schmerzvoll verzieht sie ihr Gesicht. Anscheinend hat sie Liv mehr zu verdanken als ein paar blaue Flecken.
In ihr staut sich die Wut. Nur schwer kann sie diese im Zaum halten. Sie will nicht wissen was passiert wäre, wenn keine Hilfe gekommen wäre.

???:
”Wir werden uns überlegen, was wir machen. Ob wir dagegen vorgehen oder erstmal beobachten, ob es nur ein Zufall war.”

Die risikoarme Variante also. Britt würde am liebsten zurückschlagen. Jetzt! Vor der nächsten Show. Denn man ließ ihr bereits mitteilen, dass am nächsten Montag ein weiteres Match mit ihr geplant ist. Sol Ruca heißt die Gegnerin. Dieses Mal muss Britt gewinnen. Koste es, was es wolle.

Dr. Britt Baker DMD:
”Was ist, wenn sie dort warten? Liv und Drew. Was ist, wenn sie dieses Mal mehr Erfolg haben? Nein…ich muss handeln!”

Entscheidet sie, während sie nochmal in den Spiegel schaute. Dann dreht sie sich um und lehnt sich mit dem Hintern gegen den Waschtisch. Ihr Gefühl sagt, dass Angriff die beste Verteidigung ist. Damit würde sie aber auch schlafende Hunde wecken, falls der Unbekannte Recht hat.

Dr. Britt Baker DMD:
”Ich werde sie locken. Ich werde es so aussehen lassen, als wenn sie den ersten Schritt machen. Eine Falle! Und dann…boom!”

Boom? Was das sein soll, muss Britt erst selbst noch finden. Fakt ist, dass sie etwas unternehmen muss. Nachdenklich presst sie die verbrauchte Luft aus der Lunge, was man hörbar mit Verzweiflung erahnen kann.

???:
”Du solltest dich auf Sol Ruca konzentrieren. Sie ist gut! Und wir müssen dich auf das Level pushen, wo du hingehörst. Das Match gegen Thekla war Mist. Aber daraus hast du gelernt. Das Match gegen Alexa war deutlich besser, trotz dieser feigen Attacke. Ja, vielleicht hättest du im normalen Geschehen gewonnen. Aber es ist eben ein Draw geworden. Jetzt setzen wir einen drauf.”

Die sonst so toughe Zahnärztin wirkt zu sehr nachdenklich. Und um ehrlich zu sein, tut ihr der ganze Körper weh. Ein baldiges erneutes Match wird ihr schwerfallen. Deshalb schüttelt sie mit dem Kopf und stößt sich vom Waschtisch ab. Ein paar Schritte geht sie weiter in den Raum. Wird gleich offenbart, wer ihr Verbündeter ist?

Dr. Britt Baker DMD:
"Versteh doch! Ich kann das nicht auf mir sitzen lassen! Ich locke sie in den Ring und die Pittsburgh Zone wird ihr restliches tun! Und vielleicht wird Liv klar, dass sie das nicht ist. Dass sie nicht Harley Quinn, sondern lieb und nett ist. Vielleicht fehlt ihr einfach ein Schlag auf den Hinterkopf.”

Ein Klaps auf den Hinterkopf? Das ist der Plan? So einfach wird es wohl nicht sein. Aber was ist die Pittsburgh Zone?
Energisch schaut sie an der Kamera vorbei, wo vermutlich der Unbekannte sitzt. Britt hat sich anscheinend entschieden.

???:
”Du entfesselst einen Krieg und ziehst mich da rein. Du weißt nicht, was Liv mit Drew gemacht hat. Du weißt nicht, warum Liv so ist, wie sie ist. Du weißt gar nichts. Und da willst du reinlaufen? Blind?”

Kurze Pause, indem niemand etwas sagt. Britt wirkt gefrustet, dennoch nachdenklich. Deshalb ist es auch der männliche Part, der die Stille durchbricht.

???:
”Die Pittsburgh Zone ist da. Wir werden dich unterstützen. Wir werden nicht zulassen, dass dir erneut etwas passiert. Du darfst sie aber nicht in Gefahr bringen! Britt, du weißt, wir haben das besprochen. Es gibt eben auch Regeln!”

Regeln. Unzufrieden schnauft Britt aus und geht ein paar Schritte, bevor sie nochmals stehen bleibt.

Dr. Britt Baker DMD:
”Regeln…ja. Aber Liv und Drew kennen momentan keine Regeln. Deswegen wird es auch keine geben. Aber versteckt euch ruhig dahinter.”

Sagt sie und geht dann aus dem Bild. Mittlerweile hat sich noch das Gefühl von Enttäuschung breit gemacht. Und das teilt Baker auch deutlich mit.

???:
”Britt! Britt, bitte bleib!”

Doch die Türe fliegt laut in die Angeln, womit die Szene erstmal vorbei ist.

[Bild: 4.jpg]

A RAVEN WITHOUT HIS FLOCK!

Und jetzt wird es Zeit für den Main Event des Abends, wo der großartige Unified Champion El Dan de la Hausen gegen seinen verbissenen Widersacher John Cena ran muss. Einen Fight, den die Fans auf der gesamten Welt schon seit Wochen erwarten. Cena hat Woche für Woche verschiedenen Superstars gezeigt, dass er besser ist als jeder andere, und nun soll es endlich zur großen Schlacht gegen den Champion kommen, nachdem die Lucha-Libre-Legende letzte Woche in den Kampf gegen den Wifebeater eingegriffen und Cena attackiert hat. Dieser Eingriff verlief natürlich nur so semi gut, aber mit etwas Glück läuft es heute für unseren ersten Double Champion in der Geschichte der Coast 2 Coast besser. Bevor es aber dahin geht, schalten wir noch einmal backstage, wo es einen Mann zu sehen gibt, den wir heute schon mehrere Male gesehen haben. Zuletzt, wie er von Security Guards abgeschleppt wurde. Die Rede ist natürlich von niemand Geringerem als dem Death Fighter Raven, der sich hier auf dem Weg in Richtung Parking Lot Area begibt, um zu verschwinden. Er hat sich gegen sowohl Vince McMahon als auch Bayley gestellt gehabt in einer Promo, die scheinbar ungeplant gewesen war, und damit steht er auf einer sehr dünnen Eisschicht, die ihm die Kündigung aus der Liga bringen könnte. Doch noch scheint er sich darüber keine Gedanken zu machen. Im Gegenteil sogar eher. Ihm scheint dies Ganze gefallen zu haben. Mit einem breiten Lächeln auf den Lippen stolziert er den Gang entlang, solange bis ihm jemand in den Weg tritt. Doch anders als erwartet ist es keiner von beiden, sondern sein Schüler Lykos. Ausgerechnet das New Problem Child Of Professional Wrestling, der ihn selbst verraten und an Vince ausgeliefert hatte.

Raven:
„„Na! Überrascht?"“

Das trifft es wohl sehr gut. Überrascht kann man nach einer solchen Aktion sicher sein. Denn jetzt steht kein bisschen klar, wie das ganze c2c Performance Center Programm weitergeht.

Raven:
„„Warum schauen Sie mich so eingeschüchtert an? Sie brauchen doch keine Angst zu haben. Ich kann Sie nicht rauswerfen! Also warum haben Sie Angst vor mir? Mit jemandem wie Vince hinter sich steht man schon gut da, oder nicht?"“

Und tatsächlich spricht Raven dies jetzt sogar noch aus und drückt es Lykos genau in die Fresse, dass er weiß, dass es der Brite war, der ihn verraten hat und mit Vince zusammenarbeitet. Was jetzt nach der Sache von letzter Woche kein so großes Geheimnis mehr ist. Lykos wirkt aber tatsächlich etwas eingeschüchtert. Aber das liegt wohl eher daran, weil er selbst nicht damit gerechnet hätte, was Raven hier tut, und er wohl Angst um seinen Job dadurch bekommen hat. Doch will er sich hier auch nicht in die Ecke drängen lassen und deswegen macht er genau das, was Raven ihm beigebracht hat. Er bleibt stark und lässt keine Mindgames zu. Jedenfalls so stark er nur kann.

Kid Lykos: ’„Uhm… na ja… das stimmt ja!“

Raven:
„„Also verraten Sie mir doch eher, was das Ganze hier für ein Spiel werden soll?"“

Ein Spiel? Raven will wahrscheinlich wissen, wie er noch mit jemandem wie Kid Lykos zusammenarbeiten kann, wenn er weiß, dass dieser ihn hintergeht und nicht auf seiner Seite kämpft. Wenn es nach Raven geht, wäre Lykos schon lange gefeuert, aber Vince beschützt ihn, womit er quasi in der selben misslichen Lage sitzt, wie es Vince tut, der Raven gefeuert haben möchte. Aber anders als Vince scheint Raven hier keine weiteren Ideen zu haben, wie er weiterkämpfen soll. Wobei nach der Promo vorhin sowieso noch die Frage steht, inwieweit er noch kämpfen muss. Doch Lykos scheint dem Training alle Ehre zu machen, denn er will hier wirklich zeigen, dass er sich von Raven nicht mehr runterspielen lässt. Er will nun ebenfalls kämpfen.

Kid Lykos: ’„Na ja… also… ich… uhm… eg… egal, was es für ein Spiel wird. Sie müssen es mitspielen. Sie sind gezwungen, mit mir auszukommen!“

Raven:
„„Das werden wir sehen, wer hier zu was gezwungen ist."“

Diese Worte konnte der North East Wolf nun nicht mehr hören, da er bereits umgekehrt und verschwunden ist. Er hat Raven die Drohung an den Kopf geworfen, dass er nicht mehr das Sagen hat, und damit muss Raven leben. Laut ihm hat er diesen Kampf als Einziger schlauer überstanden und gewonnen. Auch wenn es zwischen ihm und Vince wohl ebenfalls nicht mehr ganz so rosig aussieht. Aber immerhin zeigt er sich zuversichtlich. Raven stapft dann ebenfalls einfach wieder weiter und scheint seinen Schüler wohl unterschätzt zu haben. Irgendwie fährt gerade alles um ihn herum gegen eine Wand, aber das ist vielleicht etwas, was Raven einmal gebraucht hätte. Das, was nun folgt, jedoch… nun ja, das lässt noch einmal Kollateralschäden entstehen, die man auch Raven nicht wünscht. Denn als er hier in die Parking Lot Area gelangt, kommt ihm noch eine weitere Person entgegen, die hier unten scheinbar genauso wie Vince letzte Woche auf ihn gewartet hat.

Raven:
„„Toll, jetzt Sie auch noch."“

Dieses Mal ist es eine weitere Schülerin von Raven. Die Cosplayqueen Leva Bates, die sich, ohne ein Wort zu sagen, vor ihren Lehrer stellt. Und dieser weiß tatsächlich ebenfalls nicht, was er zu der Frau sagen soll, die immer am meisten auf seiner Seite stand.

Raven:
„„Entschuldige… ich gebe zu, der Auftritt war nicht die beste Entscheidung, die ich jemals getroffen habe. Ich hätte mich vielleicht lieber mehr betrinken sollen."“

Leva Bates: „Ich hab gedacht, dass Sie sich betrunken haben. Sie sahen auf der Stage nicht wirklich nüchtern aus.“

Raven:
„„Jap, das hab ich auch."“

Aber scheinbar nicht stark genug. Immerhin erklärt es das, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Dass Raven auch noch unter Drogen war, ist natürlich nur noch ein Grund, warum er nun gefeuert werden könnte. Aber hoffen wir einfach, dass dies nicht passiert. Auch wenn er es sich wohl jetzt, nachdem, was Leva ihm sagt, wünschen würde.

Leva Bates: „Ich wollte Sie nicht aufhalten. Ich wollte Ihnen nur sagen, dass Sie sich nicht mehr den Kopf zerbrechen müssen wegen der ganzen Vince-Sache. Ich… ich werde gehen!“

Leva wird gehen? Heißt das… sie kündigt? Sie verschwindet aus der c2c? Aber…

Raven:
„„Warum? Wollen Sie den edlen Ritter spielen, der die anderen beschützt und sie vor Leid bewahrt?"“

Leva Bates: „Nein, das ist es nicht.“

Aber was ist es dann? Man kann es sogar in Ravens Gesicht ansehen, dass er mit einer solch schockierenden Nachricht nicht gerechnet hat und nun noch sprachloser ist als eben bei Lykos sogar. Alles, was er sich die letzten paar Monate zusammengebaut hat, scheint gerade komplett einzustürzen. Und das alles nur wegen Vince McMahon.

Raven:
„„Also möchten Sie nicht, dass ich Sie rauswerfe, und hauen deswegen selber ab?"“

Leva Bates: „Es ist besser so. Sie haben mich gefragt, warum ich Sie liebe. Sie sind gemein und ein strenger Bastard. Aber ich habe gedacht, dass Sie all das nur sind, um uns zu beschützen. Um uns zu helfen, hier Fuß fassen zu können. Aber dem ist nicht so. Sie tun das alles, weil man nur so in dieser Welt überleben kann. Weil auch Sie nur so überleben können. Man muss ein wenig so sein, wie Sie es sind.“

Langsam zittert ihre Stimme und auch Leva scheint kurz den Tränen nahe zu sein. Sie hält Raven ein Dokument entgegen, was wohl die offizielle schriftliche Kündigung ist. Aber Raven wendet sich bloß ab und schaut auf den Boden… Es trifft ihn auch, das erkennt man, aber er weigert sich, zu zeigen, wie sehr es ihn mitnimmt. Und er weigert sich auch, die Kündigung anzunehmen.

Leva Bates: „Und bevor Sie deswegen noch alles verlieren, sehe ich bloß diese Möglichkeit. Zu Ihrem Besten und zu meinem. Ich kündige. So ist es am besten. Sayonara!“

Und damit beugt sich Leva herunter, legt die Kündigung auf den Boden vor Ravens Füßen und wendet sich dann ebenfalls von ihm ab, um zu verschwinden. Was zum Teufel haben wir hier gerade erlebt? Leva Bates ist weg und Lykos richtet sich gegen Raven und das alles, nachdem er eine CM-Punk-like Pipebomb gegen Vince und Bayley gebracht hat? Es sieht so aus, als hätte Raven hier wirklich absolut alles verloren. Ein trauriges Ende für ihn in diesem Krieg, aber so ist es manchmal eben. Nicht jede Geschichte hat ein Happy End. Und dieses hier ist wohl trauriger als die meisten.

[Bild: HIST.jpg]

MAIN EVENT
NON TITLE SINGLES MATCH
John Cena vs. El Dan De la Hausen ©

[Bild: danhausencena.png]
Writer: ???

Die Halle wird komplett dunkel. Ein Moment der Stille. Und dann—FLASH!—ein Feuerwerk bricht auf der Bühne aus, das die Arena mit grellen weißen und goldenen Blitzen erleuchtet. Cenas berühmtes Logo erscheint auf der Titantron.



Die Fans reagieren ein Mix aus Buhrufen und einigen Jubeln. Die Kamera schwenkt zur Bühne, wo ein einziger Scheinwerfer auf den Eingang gerichtet ist und Cena sich oben auf der Rampe zeigt. Er steht da, stolz, mit einer arroganten Haltung, als ob er der König des Ortes wäre. Cena hat ein grinsendes, selbstgefälliges Gesicht und blickt in die Menge.

Eine lockere, übergroße schwarze Basketball-Jersey, mit „Thuganomics“ in fetten Graffiti-Buchstaben auf der Vorderseite. Baggy Jeans, die tief unter der Hüfte hängen und die Haltung von Cena unterstreichen. Weiße Sneakers mit schwarzen Akzenten, perfekt für seinen Street-Look. Eine schwarze Cap, schief auf dem Kopf getragen, was zu seiner rebellischen Aura passt. Die charakteristischen „Never Give Up“ Armbänder, aber jetzt trägt er sie ironisch. John Cena tritt zurück und salutiert...

[Bild: 95SV.gif]

Cenas Gesichtsausdruck ist voller Arroganz. Er weiß genau, dass er hier nicht nur ist, um zu kämpfen, sondern um eine klare Botschaft zu senden. Er dreht sich mit einem selbstbewussten Grinsen nach der Menge, gibt dabei deutlich zu erkennen, dass ihm die Reaktionen der Fans nicht viel bedeuten.

Matthew Rehwoldt:
"The following Countest is the Main Event of the Evening and its getting for one Fall" ONE FALL! "Introducing first... from West Newbury, Massachusett... weighing in at 251 pounds.. JOOOOHN CEEEEEENA!"

Nachdem er den Ring betreten hatte stellt er sich auf den Turnbuckle. Jeder Superstar würde sich feiern lassen jedoch nicht Cena. Darauf steigt Cena vom Turnbuckle und ist bereit sein Match zu bestreiten.

Die Lichter in der Arena erlöschen schlagartig und stürzen die frenetische Menge in völlige Dunkelheit, ehe ein einzelner, greller Spotstrahl die Stage in den Farben Rot, Weiß und Blau erstrahlen lässt. Aus den Hallenlautsprechern dröhnt sofort eine epische, bombastische Fanfare, die sofort in einen energiegeladenen, aber ruhige bekannte Theme übergeht, der jedem Fan von mexikanischen Wrestling sofort ein eifriges Nicken entlocken würde und eine einzigartige, surreale Kakophonie der Popkultur erschaffen.



Dichter, blauer und roter Rauch bricht aus den Nebelmaschinen am Eingang hervor und wabert schwer über den Boden, während die Fans ekstatisch aufspringen und den Namen ihres Champions skandieren. Und dann... langsam, fast schon majestätisch... schält sich eine Gestalt aus den rauchenden Schwaden. Es ist „El Dan de la Hauen“

[Bild: 4a61059b-f6d9-4dd3-be66-1864bfd10443-2.png]

Auf seinem Kopf thront stolz eine riesige, knallrote, waschechte Lucha-Libre-Maske mit den charakteristischen, großen runden Gläsern, die ihn absolut unnahbar und herrlich absurd wirken lassen. Seine Statur wird von einem riesigen, glänzenden, blauen Cape eingehüllt, das mit goldenen Fransen eingefasst ist und auf dessen Rücken riesig und stolz ein blutrotes, lächelndes Danhausen-Gesicht im Stil eines Superhelden-Emblems prangt.

Matthew Rehwoldt: "And his Opponent... From the Golf of Danhausen.. He is the Reigning Coast 2 Coast Unifiiieeed Chaaaaaaaampiiiiiooooon... The Lucha Libre Legend... EL DAN DE LAAAAA HAAAUUUSEEEEEEEEN!!!"

Er geht im heroischen Gang die Rampe hinab, die Hand demonstrativ am Ohr, um den ohrenbetäubenden Jubel der Menge aufzusaugen, während das wahre Gewicht dieses Einmarschs auf seinen Schultern und in seinen Händen liegt: Als amtierender und unangefochtener Unified Champion der Liga trägt er gleich zwei gewaltige Championship-Gürtel mit sich herum. Den ersten Gürtel hat er sich heldenhaft und quer über die Brust umgeschnallt, sodass die glänzenden Platten im Scheinwerferlicht blitzen, während den zweiten Gürtel ein treuer Stagehand direkt hinter ihm auf einem Samtkissen hinterhertragen muss, da El Dan de la Hauen diesen heiligen Schatz nicht einmal für eine Sekunde aus den Augen lassen will.

[Bild: 3367af79-860a-4cfd-9872-1c5cd6fc5638.png]

Mit theatralischen Schritten erreicht er den Ring, lässt das schwere, blau-goldene Cape von seinen Schultern gleiten, sodass der Blick auf sein rot-weiß-blaues Trikot mit den passenden Masken-Applikationen frei wird. Er klettert mit einer Mischung aus unbeholfener Agilität und absolutem Superstar-Stolz auf das oberste Ringseil, reißt die Arme in die Höhe und zeigt auf die ekstatische Menge, während die Pyro-Anlage hinter ihm ein explosives Feuerwerk zündet. El Dan de la Hauen ist im Ring angekommen, die beiden Gürtel funkeln um die Wette, und während er sich die Maske kurz zurechtrückt, weiß jeder in der Halle: Der Champion ist bereit für das nächste Kapitel seiner glorreichen Legende.

Beide Männer stehen in der jeweils gegenüberliegenden Ringecke und noch bevor der Ringrichter das Match überhaupt starten kann, stürmt Cena bereits auf El Dan de la Hausen zu und schlägt wie wild auf diesen ein. Er schlägt so wild auf die Lucha-Libre-Legende ein, dass diese sogleich zu Boden fällt, Cena sich auf ihn setzt und weiterhin wie wild auf ihn einprügelt. Der Referee versucht dazwischenzugehen, doch ihm gelingt es nicht. Cena ist einfach viel zu wütend und er schlägt und schlägt und schlägt und schlägt immer weiter. Und da der Ref hier ohnehin nichts machen kann, lässt er es dann auch einfach und startet das Match.

DING DING DING

Cena schlägt immer weiter auf El Dan ein, solange bis er diesen aufstemmt und mit einem Whip in die Seile rennen lässt. El Dan de la Hausen kommt auf Cena zurück und rennt direkt in eine harte Clothesline, die ihn hart auf die Matte knallen lässt. Langsam kommt El Dan de la Hausen wieder hoch auf die Beine und Cena wartet darauf. Er verpasst ihm direkt eine harte Rechte, als er wieder oben ist, die den Maskierten in die Ringecke stößt, wo Cena sich dessen Hals packt und ihn mit voller Kraft gegen das Turnbuckle würgt. Wieder geht der Ref natürlich dazwischen und droht Cena zu disqualifizieren, aber er lässt diesen Haltegriff rechtzeitig lösen und verpasst El Dan noch einen harten Punch gegen die Brust, bevor er sich dessen Schädel packt und mit aller Kraft gegen das Turnbuckle in der gegenüberliegenden Ringecke donnert. Er schnappt sich El Dan de la Hausen und schleudert ihn mit einem sehr starken Irish Whip nochmals durch den Ring in die gegenüberliegende Ringecke, gegen die er volle Wumme gegenknallt und auf die Matte fällt. Doch das ist der perfekte Moment für den Mexikaner, den Ring kurzzeitig zu verlassen und sich eine Auszeit zu nehmen. Jedoch keine so lange, denn Cena rollt sich ebenfalls heraus, kommt auf El Dan de la Hausen zugestürmt und hämmert ihn erneut mit einer Running Clothesline hier draußen außerhalb des Rings nieder.

[Bild: 481a4440-8275-4ef2-9470-cf7189eb9ce6.png]

Und das nutzt Cena aus, um sich mit seinem Fuß auf El Dans Hals zu stellen und ihn so zu würgen, während der Referee die beiden auszählt. Zum Glück aber geht Cena rechtzeitig noch von ihm herunter, packt sich den Unified Champion und rollt ihn rechtzeitig zurück in den Ring, wo er ihm direkt folgt, sich sein Bein packt und in einen STFU nehmen will. Doch El Dan de la Hausen zappelt so wild herum, dass Cena die Submission nicht durchführen kann. El Dan kommt wieder hoch, doch muss von Cena direkt wieder eine starke Rechte fressen, die ihn abermals sofort wieder aus dem Ring herausschleudert. Cena folgt ihm, packt ihn sich, wirft ihn sofort wieder in den Ring hinein, klettert ebenfalls durch die Seile hinein, doch das nutzt El Dan de la Hausen aus, um Cena direkt mit einem starken Uppercut zu attackieren, ihn sich direkt zu packen und GOODNIGHTHAUSEN! El Dan de la Hausen hämmert John Cena mit seinem Cradle DDT out of nowhere nieder! Sofort geht El Dan ins Cover und der Ringrichter ist zur Stelle, um zu zählen.

ONE
T

Doch Cena schafft es noch herauszukommen. Und das sogar beängstigend schnell. Wie als hätte der Signature Move von El Dan de la Hausen, der nur ganz zufällig dasselbe Moveset besitzt wie Danhausen, nichts gebracht. Langsam steht El Dan de la Hausen wieder auf und will sich die Maske zurechtrücken, doch in dem Moment stürmt Cena direkt wieder auf die Beine, speart den mexikanischen Champion um, stößt ihn in die Ringecke und prügelt dort wieder wie verrückt auf ihn ein. Er schleudert ihn in die nächste Ringecke mit dem Schädel voraus...

[Bild: bc8e4180-7a94-46b8-808d-a6e2cab87944.png]

...packt ihn sich am Arm und wirft ihn mittels Whip stark wieder in die gegenüberliegende Ringecke, wo er direkt hinterhergerast kommt. Doch El Dan de la Hausen kann rechtzeitig ausweichen, sodass Cena hart in die Ringecke knallt, El Dan ihn sich von hinten packen und in einen Abdominal Stretch gefangen nehmen kann. Der kleine, schmächtige El Dan de la Hausen bringt einen Abdominal Stretch gegen den Koloss John Cena? Na, ob das gut geht... nun ja, scheinbar nicht. Es dauert gar nicht so lange, da befreit sich Cena einfach mit purer überlegener Muskelkraft aus der Submission, dreht sich um und schlägt abermals hart auf El Dan ein, bis dieser wieder am Boden liegt.

[Bild: 26800b2c-119e-4ae3-baf2-bd167b1c7d86.png]

Cena rennt in die Seile, als El Dan wieder hochkommt, rennt auf den Unified Champ zu und hämmert diesen mit einer starken Clothesline auf die Matte zurück. Und er bleibt weiterhin im Lauf. Als El Dan sich mit Hilfe der Seile in der Ringecke wieder hoch auf die Beine kämpft, rennt Cena auf ihn zu und quetscht ihn mit einer Running Clothesline in der Ringecke ein, bevor er weiter tausende Male wild auf ihn in der Ecke einschlägt. Der Referee geht dazwischen und verwarnt Cena. Aber Cena schlägt immer weiter und stößt selbst den Ref von sich weg, solange bis dieser die Nase voll hat und das Match einfach beendet!

DING DING DING

Matthew Rehwoldt: "Ladys and Gentleman... The Referee has disqualified John Cena... Therefore the Winner of this Match is El Dan de la Hausen!!"

What the fuck? Das Match ist tatsächlich vorbei! El Dan de la Hausen hat das Match gewonnen, weil John Cena seine Aggressionen nicht zurückhalten konnte. John Cena wurde zur Diva und hat das Match weggeworfen. Doch diese Diva scheint noch lange nicht genug zu haben. Oh nein, er will weiter auf El Dan de la Hausen eingehen, doch zum Glück ertönt erneut eine Theme, die wir auch letzte Woche schon hören konnten.

´

Es ist die General Managerin der Promotion, die auf der Stage steht und Cena mahnend ansieht. Mit einem Mikrofon ausgestattet zögert sie auch nicht das Wort zu ergreifen.

Bayley
"Du hast mich ziemlich enttäusch Cena. Ich habe dir dieses Match gegeben um dir eine Möglichkeit zu geben. Und du hast diese Gelegenheit einfach weggeschmissen. Was mache ich jetzt mit dir? Wir wiederholen das Ganze hier. Und da du dich ja so überlegen fühlst machen wir das Ganze etwas schwerer für dich. Wir stellen El Dan De La Hausen jemanden zur Verfügung und das c2c Universum darf abstimmen."

Die Zuschauer sind neugierig. Wer steht zur Auswahl?

Bayley
"Zur Auswahl steht Jake „The Snake“ Roberts."

Eine sehr bekannte Legende, die allerdings jetzt auch schon ein gewisses Alter erreicht hat. Doch wären die Zuschauer erfreut ihn mal wieder in Aktion zu sehen.

Bayley
"Als zweites steht zur Auswahl Mark Henry!"

Dieser ist nicht so alt wie Jake Roberts und Henry allein ist schon gefährlich für Cena, doch dann in einem Handicap Match.

Bayley
"Und zu guter letzt: Stone Cold Steve Austin!"

Als dieser Name fällt ist die Zuschauermenge komplett aus Häuschen. Es gibt keinen ikonischeren Namen in der Geschichte des Wrestlings. Bayley selbst ist schon gespannt wen das Publikum für das Match auserwählen wird. Es wird so oder so ein Fest für die Fans.

[Bild: newlogo9qu4w.png]
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  [SHOW] c2c Live: DALLAS! vom 24.08.2026
Geschrieben von: [Gast] Elias - 24.08.26, 17:05 - Forum: » Shows - Antworten (1)

[Bild: c2cliveeel-Kopie.jpg]

DALLAS!

[Bild: C2-CLive25-Kopie.jpg]

findet statt im American Airlines Center vor 19,323 Zuschauern in Dallas, Texas.

[Bild: airlinescenter.png]

Die letzte Kamera ist optimal platziert und auch der letzte reservierte Platz besetzt. Die c2c Show kann losgehen! Gleich zu Beginn explodiert ein buntes Feuerwerk auf der Stage und motiviert die anwesenden Fans zu großem Jubel und Chants. In der Mitte des aufwendig gebauten Wrestlingrings steht Matthew Rehwoldt schon mit einem Mikrofon bereit um die anwesenden Fans hier in der heutigen Show zu begrüßen.

[Bild: matt.jpg]

Matthew Rehwoldt: "My dear Ladies.. my dear Gentlemen.. my name is Matthew Rehwoldt and it is I, your DRAAAAAMAAA KIIIIINGGG... welcoming you to... COAST.. to COAST... WRESTLINGGGGGG!"

Kaum hat Rehwoldt die Ansage zuende gebracht gibt es einen kleinen Jubel für seine Ansage und auch wegen der Vorfreude auf den Verlauf des Abends. Matthew verbeugt sich einmal kurz und geht dann auch aus dem Ring heraus. Auch die knallenden Geräusche des Feuerwerks erlischen langsam und geben die Bühne somit für ihre Akteure frei. Bevor dies jedoch in Kraft tritt, werden die Zuschauer daheim vor ihren Fernsehgeräten von Pat MacAfee, Cathy Kelly & Wade Barrett begrüßt.

[Bild: v2z7jzv.jpg]

Pat McAfee: "Willkommen in Texas zu einer neuen Ausgabe von c2c LIVE!"

Cathy Kelley: "Wir haben endlich Klarheit darüber welches Special bevorsteht."

Wade Barrett: "Watch The Throne! Damit wissen auch die Superstars auf was sie sich gefasst machen müssen."

[Bild: ef.jpg]

NO ONE GETS OUT CLEAN!

Die Zeit ist vergangen. Heute muss sich Raven entscheiden, welchen seiner 4 Schüler er feuern wird. Und auf wen auch immer die Entscheidung fällt, er wird Vince McMahon damit sicher nicht ruhigstellen können. Als die Kamera sich anschaltet, können wir Raven sehen, wie er regungslos backstage vor einer schweren, holzgetäfelten Tür steht, auf der in goldener Schrift der Name „McMahon“ prangt. Seine rechte Hand, die Finger leicht gekrümmt, hängt schwer herab. Er starrt auf den Knauf, als wäre er aus glühendem Eisen. In Ravens Kopf tobt ein Sturm. Die Worte seiner Schüler, ihre Hoffnungen, ihre Ängste, ihr unerschütterliches Vertrauen in ihn, all das hallt wider. Jedes Gesicht, jede Geschichte, jeder Traum, den sie ihm anvertraut haben, wird zu einem weiteren Gewicht auf seinen Schultern. Wie kann er einen von ihnen opfern? Wie kann er den Traum, den sie gemeinsam aufgebaut haben, mit einem Federstrich zerstören? Er spürt, wie Schweißperlen seine Stirn hinunterlaufen. Sein Atem geht flach und rast. Ein Gefühl der Ohnmacht überkommt ihn, eine Lähmung, die ihn unfähig macht, sich zu bewegen, geschweige denn, die Tür zu öffnen. Er ist der Anführer, der Mentor, die Vaterfigur von den vieren und doch ist er in diesem Moment so klein und hilflos wie ein Kind im Dunkeln. Plötzlich reißt ihn ein Geräusch aus seinen düsteren Gedanken. Ein vertrautes Klackern von Absätzen auf dem Linoleum. Mit einer ausdruckslosen Miene, mit der er noch immer sein Innerstes verbirgt, dreht er sich um und sieht niemand Geringeren als die Cosplayqueen Leva Bates, in einem schwarzen T-Shirt mit Dragon-Ball-Super-Logo drauf und einer normalen hellen Jeans, den Gang herunterkommen.

[Bild: levadurchgang.png]

Mit besorgten Augen kommt sie auf Raven zu und auch wenn dieser versucht, es zu verbergen, so kann sie seine Sorgen und die Last auf seinen Schultern genauestens erkennen.

Leva Bates: „Hey... ha... haben Sie sich schon entschieden?“

Langsam zoomt die Kamera heraus, sodass man beide Gestalten nun im Bild erkennen kann. Die Luft hier im Backstage-Bereich ist fast zum Schneiden dick. Ein schwaches, gelbliches Licht wirft lange Schatten auf den abgewetzten Boden und wir sollten nicht sonderlich weit von der Halle sein, da wir hier, wenn auch nur etwas leiser, die lauten rhythmischen Chants der Fans hören können. Jedoch herrscht hier dennoch eine ganz andere Stimmung. Raven antwortet auf die Frage von Leva in einer eher sehr trockenen und leisen Stimme.

Raven:
„„Bisher nicht, nein."“

Doch hat er nicht mehr so lange Zeit. Er muss sich bis heute entschieden haben, wer von seinen Schülern fliegen soll. Und dabei kann er es ganz sicher nicht gebrauchen, dass diese Frau ihn noch nervt. Jedes Wort scheint eine Ewigkeit zu dauern, um über seine Lippen zu kommen. In seinem Kopf tobt ein Sturm der Erinnerungen. Er sieht die Gesichter seiner vier Schüler vor sich, jeder einzelne von ihnen ein Teil seiner dunklen Familie, seiner Vision. Wie kann er einen von ihnen opfern? Wie kann er das zerbrechliche Vertrauen, das sie in ihn gesetzt haben, mit einem Federstrich zerstören? Er weiß, dass die Zeit unerbittlich verrinnt. Bis zum Ende des Abends muss er seine Entscheidung treffen. Und egal, wen er auswählt, er weiß, dass er es sich selbst nie verzeihen wird. Die Schuld lastet schwer auf seinen Schultern, schwerer als jeder Stuhlschlag, den er je eingesteckt hat. In diesem Moment, vor der Tür des Mannes, der ihm diesen Befehl übermittelt hat, fühlt sich Raven, der Anführer, der Mentor, der „Dark Savior“, so klein und hilflos wie ein Kind im Dunkeln. Und dabei kann er es ganz sicher nicht gebrauchen, dass diese Frau ihn in seiner schmerzhaften Entscheidungsfindung stört.

Raven:
„„Was wollen Sie hier? Haben Sie nicht ein Match, auf das Sie sich vorbereiten müssen?"“

Leva geht noch einige Schritte weiter voran und stellt sich näher an Raven heran. Langsam versucht sie, seine Blicke mit ihren zu erwischen, doch Raven wendet sich von ihr ab, damit sie nicht näher sein Gesicht betrachten kann. Denn ob er es jetzt noch lange schafft, seine Maske aufrechtzuhalten, ist ungewiss.

Leva Bates: „Das findet erst später in der Show statt. Also... bisher nicht, nein!“

Antwortet Leva und versucht weiter, in Ravens Gesicht blicken zu können.

Raven:
„„Es kann nie genügend Vorbereitung geben, also sollten Sie nicht Ihre Zeit hier verschwenden. Verschwinden Sie!"“

Harte Worte, aber das wohl Beste, was Raven hier sagen kann, während er versucht, mehr Abstand vor Leva zu gewinnen. Daraufhin entsteht eine kurze Pause, in der der Bereich von Stille nur so überschwemmt wird. Und in dieser Stille tritt nun auch Leva einen Schritt von Raven zurück und scheint es wohl selbst zu bemerken, dass dieser nichts mit ihr zu tun haben möchte. Doch aufgeben tut sie natürlich noch immer nicht.

Leva Bates: „Werd... werden Sie mich feuern?“

Ohne auch nur eine Sekunde zu warten, feuert Raven direkt eine Antwort auf diese doch eigentlich schon recht überraschende Frage von Leva Bates heraus.

Raven:
„„Warum denken Sie das? Warum fehlt es Ihnen so sehr an Selbstvertrauen, dass Sie so wenig von sich selbst halten? Warum versuchen Sie nicht, einen Ihrer Kollegen schlechtzureden, um Ihren eigenen Arsch zu schützen?"“

Doch das kann Leva genauso. Auch sie feuert direkt eine Antwort auf diese Gegenfrage raus, ohne auch nur einen Moment zu warten und drüber nachzudenken.

Leva Bates: „Weil ich kein so krankhaftes Arschloch bin! Ich vertraue meinen Kollegen und sie vertrauen mir. Ich bin kein so griesgrämiger, inhumaner Dreckskerl wie Sie!“

Und wie sie diese Antwort rausgefeuert hat. Sie wirkte sogar ziemlich wütend, dass sie das überhaupt sagen musste.

Raven:
„„Hhmm, das klang aber schon ziemlich griesgrämig. Sie sollten sich daran halten, was Sie sagen."“

Und da kommt sie wieder. Die klassische Raven-Art, andere Leute einfach nur zu provozieren mit seinen Sprüchen, anstatt mal irgendetwas Hilfreiches oder Ernsthaftes von sich zu geben. Doch da Leva darauf keine Antwort gibt, denkt Raven einen kurzen Moment nach und stellt dann eine Frage, die vielleicht doch etwas ernsthafter wirkt.

Raven:
„„Wenn ich Sie nicht rauswerfen soll. Wer soll sonst gehen?"“

Dieselbe Frage, die Raven letzte Woche auch Strickland gestellt hat. Dieser hat sich am Ende überreden können, seinen Vote an Lykos zu geben. Doch wie sieht es bei Leva aus? Die Kamera fokussiert das Gesicht der Lucha Sister einen Moment lang, während sie ihn mit etwas strengerem Blick anschaut und bevor sie antwortet, sichtbar Luft holt.

Leva Bates: „Niemand!“

Ravens Gesicht bleibt weiterhin wie eine undurchdringliche Maske, die jeden seiner Gedanken und Gefühle verbirgt und komplett regungslos verweilt. Keine Regung, kein Zucken, nicht einmal ein Blinzeln. Nur dieser eine, durchdringende Blick. Er mustert Leva, durchleuchtet sie, sucht nach einem Riss in ihrer Überzeugung. Doch er findet keinen. Jede Sekunde, die verstreicht, scheint eine Ewigkeit zu dauern. Raven weiß, dass die Zeit unerbittlich verrinnt. Er muss bis zum Ende des Abends seine Entscheidung treffen. Und egal, wen er auswählt, ob nun Lykos, Izzy, Strickland oder Leva, er weiß, dass er es sich selbst nie verzeihen wird. Levas Antwort hilft da leider nicht sonderlich viel aus. Eigentlich ist es sogar die kürzeste Antwort, die sie Raven auf diese Frage hätte geben können, und trotzdem steckt darin mehr, als es eine minutenlange Erklärung vermutlich geschafft hätte auszudrücken. Niemand soll gehen. Nicht sie. Nicht jemand anderes. Einfach niemand. Für einige Sekunden herrscht daraufhin Stille zwischen den beiden. Raven sagt nichts und Leva fügt ihrer Antwort ebenfalls nichts hinzu. Sie versucht nicht, sich zu rechtfertigen oder Raven irgendeinen Namen zu nennen, den er an ihrer Stelle auf diese sprichwörtliche Abschussliste setzen könnte. Genau das scheint schließlich der Punkt hinter ihrer Antwort zu sein. Wenn Leva ihren eigenen Platz nur dadurch behalten kann, dass dafür jemand anderes seinen verliert, dann ist das für sie keine Lösung. Raven hingegen betrachtet RX Leva schweigend.

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Sein ohnehin schwer zu deutender Gesichtsausdruck verändert sich dabei kaum. Gerade deshalb ist nicht zu erkennen, ob ihn diese Antwort überrascht, enttäuscht oder vielleicht sogar genau die Reaktion gewesen ist, die er von Leva hören wollte. Seine Augen bleiben auf ihr liegen, während er die wenigen Silben offenbar für einen Moment durch seinen Kopf gehen lässt. Denn so simpel Levas Antwort zunächst klingt, macht sie Ravens Frage damit gleichzeitig beinahe unmöglich. Er hatte sie schließlich nicht gefragt, ob überhaupt jemand gehen sollte. Er hatte gefragt, wer gehen sollte, wenn es nicht sie sein soll. Und Leva weigert sich schlichtweg, dieses Spiel mitzuspielen. Sie wird keinen Namen nennen. Sie wird keinen ihrer Kollegen unter den Bus werfen, nur um sich selbst damit einen Vorteil zu verschaffen. Sie bringt genau die Reaktion, die er letzte Woche von Strickland erwartet hätte. Nur ist es tatsächlich unwahrscheinlich, dass er Leva mit einer Drohung brechen wird. Bei Strickland hat es funktioniert. Aber bei Leva wird sich Raven wohl die Zähne ausbrechen. Wenn Raven gehofft hatte, durch diese Frage herauszufinden, wen Leva für entbehrlicher hält als sich selbst, bekommt er darauf keine Antwort. Damit liegt der Ball nun wieder bei Raven und während die beiden einander weiterhin gegenüberstehen, wird deutlich, dass Leva ihm die Entscheidung damit vollständig zurückgegeben hat. Raven wird diese Entscheidung selbst treffen müssen und Leva wird sie ihm garantiert nicht abnehmen.

Raven:
„„Tja, das wird nicht möglich sein."“

Die Kamera zoomt etwas näher an Ravens Gesicht heran, der ein wenig enttäuscht wirkt. Doch Leva scheint eine andere Lösung parat zu haben.

Leva Bates: „Wenn jeder kostenlose Matches für die Shows bestreitet und eine Gehaltskürzung in Kauf nimmt, dann könnten wir alle weiterhin hierbleiben und niemand müsste gehen. Dann würde es keine Probleme mehr für die Liga geben.“

Das... klingt tatsächlich irgendwie logisch. Warum soll jemand gehen? Damit die c2c niemanden entlassen muss und trotzdem Budgeteinsparungen hat, könnte man damit tatsächlich gut arbeiten. Und selbst wenn das Geld für seine 4 Schüler zu niedrig wird, so würde er ihnen sicherlich was abgeben, damit sie über die Runden kommen. Hauptsache, es muss niemand gehen.

Raven:
„„Natürlich suchen Sie wieder eine Möglichkeit, in der es keine Verlierer gibt. Nur funktioniert das nicht. Das Leben ist kein Spiel, in dem Sie etwas Zucker auf den sauren Apfel streuen können, bevor Sie ihn verspeisen, damit er süßer und besser schmeckt. Nein, Sie müssen direkt reinbeißen, egal ob er sauer ist oder nicht. Dieses Business ist hart und hier wird es immer Verlierer geben."“

Sprach er hart und trocken heraus, ohne jegliche Form von Rücksicht. Aber die Antwort von Leva kommt in wirklich 1 zu 1 derselben Tonlage gegen ihn.

Leva Bates: „Dann entscheiden Sie sich endlich und schieben Sie es nicht andauernd weiter vor sich dahin. Das Problem wird nicht einfach so verschwinden, nur weil Sie sich nicht entscheiden können. Hören Sie auf, mich oder sonst wen damit zu belästigen und entscheiden Sie sich endlich, wer fliegen soll und wer nicht!“

Harte Worte von Leva, aber leider muss man sagen, dass sie stimmen. Fast schon wütend dreht sich die Cosplayqueen um und verschwindet aus dem Bild, während Raven alleine vor der Tür des Büros von Vince zurückbleibt. Er hadert noch einige Sekunden mit sich und muss ebenfalls einmal stark ein- und wieder ausatmen, ehe er es schafft, den Türknauf zu berühren und zu betätigen, um die Tür zu öffnen und hineinzutreten.

Vince McMahon: „Oh, hallo, hallo, hallo!“

Kommt als Begrüßung direkt von Vince, der sehr erfreut darüber zu sein scheint, Raven hier in seinem Büro anzutreffen.

Vince McMahon: „Wie kann ich Ihnen helfen? Ich glaube mal kaum, dass Sie sich entschieden haben, wer nun gehen soll und wer nicht, richtig?“

Die schwere Holztür schließt sich hinter Raven, der nun in McMahons spärlich beleuchtetem Büro steht. Ein Raum, der Macht ausstrahlt, kalt und einschüchternd. Vince sitzt... oder vielmehr thront hinter seinem riesigen Schreibtisch, die Finger ineinander verschränkt. Er mustert Raven mit diesem typischen, durchdringenden Blick, der selbst die härtesten Veteranen nervös macht und das, obwohl sein Tonfall schon eher fast schon überschwänglich wirkt, anstatt bedrohlich donnernd. Mit einer Mischung aus echtem Interesse und subtiler Boshaftigkeit lächelt Vince Raven entgegen, als er sich minimal nach vorne lehnt. Er weiß genau, dass Raven mit dem Rücken zur Wand steht, und er genießt es. Jedes seiner Worte ist wie ein weiterer Nadelstich in den Ballon von Ravens Illusion und sein Blick ist unbeweglich auf Raven fixiert. Er verschränkt die Arme und wartet, während die Stille im Raum fast schon beklemmend wird. In McMahons Augen liegt eine stille, kalte Forderung: Zerstören Sie sich selbst, Ihre Schüler und Ihre gesamte Vision vor meinen Augen. Und dann, erst dann, sind wir quitt. Vielleicht.

Raven:
„„Das stimmt. Ich werde die Gehälter von uns allen kürzen. Wenn jeder Superstar im Performance Center nur noch 50 % weniger Gehalt bekommt als zuvor, dann wäre das gleichgesetzt, wie als würden 2 gefeuert werden. Zusätzlich werden sie alle noch unbezahlte Matches in den Shows absolvieren. Das wäre quasi eine Win-win-Situation für uns alle. Die Company hätte weniger Ausgaben und bekommt kostenlose Matches. Damit sollten Sie mit Ihrem Fit-Fil-à-Fil-Hemd doch zufriedengestellt sein, oder nicht?"“

Bitte was? Raven bringt hier einfach den Vorschlag, den Leva ihm gerade eben gemacht hat. Eben noch hat er Leva gesagt, dass das Leben nicht so mitspielt und kein Zuckerschlecken ist. Er hat ihr gesagt, wie dumm diese Idee eigentlich ist und nun nutzt er sie selbst? Vielleicht wollte er auch nur einfach nicht zugeben, dass die Idee super ist. Aber wenn Vince dazu jetzt zustimmt, dann wird Leva ja bemerken, dass diese Idee umgesetzt wurde. Oder überlegt sich Raven schon einen Plan, wie er dies verschleiern kann? Für einen Sekundenbruchteil wird es wieder etwas stiller hier im Büro und die Kamera schwenkt wieder etwas in Richtung des ehemaligen WWE-Chairmans, welcher unbeweglich auf seinem Bürostuhl wie eine Marmorstatue sitzt. Unbeweglich, unantastbar, die Arme locker und ruhig. Doch seine Augen. In seinen Augen brennt ein Feuer. Ein Feuer der Zerstörung als auch ein Feuer der Enttäuschung. Enttäuschung, dass Raven ihm noch immer nicht gehörig ist. Er schließt seine Augen für einen Moment und antwortet dann auf die gute Idee.

Vince McMahon: „Ich fürchte, da irren Sie sich! Ich lehne ab.“

Diese Worte schneiden durch das Büro und schlitzen dabei nahezu alles auf, was sich Raven in den letzten paar Stunden in seinem Kopf als Plan überlegt hat. Und die Fans scheinen ebenfalls nicht so erfreut über diese Antwort zu sein. Buhrufe branden sofort auf, Pfeifen, Pfiffe, wütende Rufe, doch hier in dem Büro kann man die gar nicht hören. Raven hingegen bemerkt bei dieser Antwort plötzlich etwas, was ihn kurz zweifeln ließ, aber dann einen deutlicheren und erweckteren Blick beschert.

Raven:
„„Ihnen geht es gar nicht ums Geld. Und auch nicht um diese Company!"“

Bitte was? Aber wenn es Vince nicht um das Wohl des Business geht und auch nicht um das Geld von c2c Wrestling... um was geht es ihm sonst? Warum soll Raven einen seiner Schüler feuern? Und warum werden neben diesen auch noch so viele andere Stars gefeuert in den letzten Wochen? Vince bewegt sich auf seinem Stuhl keinen Millimeter. Doch antworten tut er mit einer nun ziemlich bedrohlich klingenden Stimme.

Vince McMahon: „Wir handeln hier keinen Kompromiss aus. Das haben wir nie getan und das war auch nie vorgesehen.“

Und mit diesen Worten erhebt er sich endlich aus seinem Stuhl und schaut Raven an wie eine Katze, die ihre Maus in die Ecke gedrängt hat.

Vince McMahon: „Es geht einzig nur um Sie, Raven. Ich will sehen, ob Sie alles genau so tun, was ich von Ihnen verlange. Egal, wie sehr Sie es verabscheuen. Ich bin Ihr neuer Chef, haben Sie mich verstanden? Das sollten Sie wissen und deswegen lehne ich Ihre Idee ab. Sie werfen bis zum Ende der heutigen Show einen Ihrer Schüler raus!“

Und damit hat es Mr. McMahon tatsächlich geschafft, wieder einmal einem Mann wie Raven die Sprache zu stehlen. Raven gelingt es nicht, auch nur ein Wort aus seinem Mund herauszudrücken. Er ist einer der schlauesten Menschen der Welt mit einem der höchsten IQ-Werte, die existieren, aber ihm gelingt es nicht, hier einen Gegenschlag gegen Vince McMahon zu bringen. Er wurde besiegt. Und so traurig das auch wirkt, so endet es auch, denn ohne ein weiteres Wort zu sagen, dreht sich Raven dann schließlich um und verlässt das Büro des Chairmans of the Board. Die Kamera fängt dessen Gesicht noch einmal in einem nahen Zoom genau ein und zeigt, warum dieser Mann auch der Satan des professionellen Wrestlings genannt wird.

[Bild: trenner1.jpg]

OPENER
SINGLES MATCH
Raven vs. Nick Mondo

[Bild: ravenmondo.png]
Writer: Maxi



This is my last Resort! Die Konsumenten in der Halle fangen direkt an lautstark und brüllend zu jubeln! Ihr Mann kommt jetzt also zum Ring. Die neue Attraktion der Coast 2 Coast, Sick Nick Mondo! Die einzig wahre Death Match Legende aus der Combat Zone. Hinter dem Vorhang kommt er dann auch schon zum Ring. Seine Bemalung mit dem Schriftzug auf seiner Stirn "SICK" steht in schwarz auf seiner Stirn und so hat er natürlich auch seine Kristin, den Barbed Wire Baseballschläger safe am start! Er stellt sich legit mittig auf die Rampe und so wird er dann auch schon safe angekündigt!

Matthew Rehwoldt: "The following Countest is getting for One Fall ONE FALL!""Introducing first... from Minneapolis, Minnesota... weighing in at 202 pounds.. SIIIIICK NIIIIIIICK MOOOOOOOONDOOOOO!"

Elektrisierend wirkt die Ankündigung auch auf die Konsumenten so richtig abgehen! Die Stimmung ist prächtig. So legt er Kristin vor sich hin und gibt ihr einen sanften Kick, sodass sie die Stage ein paar Schritte hinunter rollt.



Sick the fucking Nick selbst, spreizt die Finger und gibt seine legendäre Pose ab, als er Kristin folgt und die Stage entlang marschiert. Nenn paar Konsumenten bekommen auch legit nenn Checker vom Sick! Kristin sammelt er auch wieder auf und so sprintet er dann zum Ring und slidet sich bis in die Mitte des Ringes. Kristin gepackt und schön in die Mitte gestellt. Durch das Rund schaut er und hebt beide Arme hoch, mit der freien Hand spreizt er die Finger wieder und so übergibt er dann kristin an den Ref, der gibt ihm nenn Mitarbeiter und der platziert Kristin legit beim Timekeeper! SNM schaut sich das aus der Ecke an und bereitet sich final auf den Fight vor!



Die Fans erheben sich von ihren Plätzen, als die vertrauten Klänge von Ravens Theme durch die Lautsprecher dröhnen und die Halle in dichten Nebel hüllen. Alle Augen sind auf den Eingang gerichtet, bereit, den „Dark Savior“ zu empfangen... Doch die Sekunden verstreichen. Niemand tritt aus dem Rauch hervor. Raven erscheint einfach nicht. Plötzlich bricht die Musik jäh ab. Einen Herzschlag lang herrscht absolute, verwirrte Stille in der Arena, gefolgt von ungläubigem Raunen in den Zuschauerrängen. Doch dann, völlig unerwartet und ohne Vorwarnung, schlägt eine komplett andere, brachialere Theme-Musik ein.



Aus den Boxen ertönt der treibende Sound von Raven Havoks Themesong. Die Lichter der Halle zucken wild auf, und anstelle von Raven schält sich plötzlich eine andere, unverkennbare Silhouette aus dem Nebel.
Das ist Raven Havok!

[Bild: 3186accf-55cb-4d16-82ce-20dffacf68c9.png]

Ein junges Indytalent betritt hier die Stage. Er wirkt fokussiert, kühl entschlossen und marschiert mit harten Schritten die Rampe hinab zum Ring. Die Botschaft ist unmissverständlich: Raven hat diesen Ersatzmann vorgeschickt, um heute an seiner Stelle die Knochen für das blutige Match gegen Sick Nick Mondo hinzuhalten. Der Ringsprecher ist etwas verwirrt und weiß nicht, was er hier tun soll. Da er auch keine Informationen über den Mann hat, der hier zum Ring marschiert kommt, kann er ihn auch nicht einmal ankündigen. Aber dieses junge Talent ist Raven Havok, ein Indywrestler aus Michigan mit einem Kampfgewicht von 145 Pounds und einer Körpergröße von 172 Zentimetern. Damit ist er zwar sehr viel weniger als sein heutiger Gegner, aber trotzdem sollte man diesen jungen Mann nicht unterschätzen. Offiziell heißt es zwar nach wie vor Raven gegen Mondo, doch während der echte Raven sich im Hintergrund hält und sich vor der harten Arbeit drückt, übernimmt Havok die Drecksarbeit. Er rollt sich unter den Seilen in den Ring, zieht sich kampfbereit zusammen und fixiert Sick Nick Mondo, der die Situation von der Rampe aus fassungslos, aber mit einem harten Grinsen im Gesicht beobachtet. Der Schwindel ist aufgeflogen, doch das Match findet statt... nur eben mit einem ganz anderen Raven.

[Bild: 4bd43764-4e37-4dd1-b083-6af0d810bf6f-1.png]

Beide Superstars stehen sich gegenüber und umrunden sich etwas im Ring, während der Referee die Glocken erklingen lässt.

Warnung! Spoiler!
DING DING DING

Das Match wurde eröffnet und kann starten. Es ist zwar nicht der Opener, den wir erwartet haben, aber immerhin ist es ein Opener. Raven Havok ist tatsächlich ebenfalls nicht unerfahren im Deathmatch-Wrestling, weshalb wir uns vorstellen können, dass dieses Match hier etwas härter werden kann. Aber es ist noch immer ein ganz normales Singles Match, weshalb die beiden zeigen müssen, dass sie auch mit Regeln gute Kämpfer sind.

[Bild: 481a4440-8275-4ef2-9470-cf7189eb9ce6.png]

Es startet sofort mit einem blitzschnellen Kick von Nick Mondo gegen Raven, welcher sich schmerzend die Seite hält, wo Nick ihn getroffen hat, aber ebenfalls mit einem eben solchen Kick auch Nick attackiert. Dieser steckt ihn zwar etwas besser weg, aber hört nicht auf. Er schubst Raven von sich weg, doch Raven kommt sofort zurück und schubst auch Mondo von sich weg, sodass beide Männer wütend aufeinander zugehen und es zu einem ersten Lock-up des Matches kommt, welchen Raven Havok sogar überraschenderweise für sich entscheiden kann. Raven nimmt Sick Nick Mondo in einem Headlock gefangen, aus dem sich Mondo jedoch relativ schnell herausbefreien kann, indem er in die Seile geht und mit deren Hilfe Raven von sich wegstößt und in die Seile befördert. Raven kommt auf Mondo zurück, dieser springt mit einem Leapfrog perfekt über den kleinen Mann drüber, doch Raven kann hinter Mondo abbremsen, sich umdrehen und der Deathmatchlegende die Beine wegzerren, sodass Mondo auf die Matte fällt. Blitzschnell rollt sich Mondo wieder hoch, kann der Clothesline von Raven, mit der dieser auf Mondo zugerannt kommt, ausweichen, nochmal in die Seile rennen, sodass beide Superstars wieder in der Ringmitte aufeinander zugerannt kommen. Mondo hebt sein Bein, damit Raven genau dort hineinrennt, doch Raven schafft es, dieses Bein abzufangen, wegzuschmeißen, sodass Mondo sich einmal um die eigene Achse dreht, Mondos Arm zu packen und ihn nochmals mit einem Whip in die Seile zu befördern. Doch in diesen bleibt Mondo stehen, indem er sich am obersten Seil festhält, sodass Raven auf ihn zugerannt kommt, Mondo ihn aufstemmen und über sich über die Seile werfen kann. Auf dem Apron schafft es Raven zwar, sicher auf den Beinen zu landen, aber diesen blitzschnellen Kick durch die Seile mitten in die Magengegend und den darauffolgenden tiefen Dropkick durch die Seile von Sick Nick Mondo muss er dann doch fressen und wird somit aus dem Ring herausgeschleudert. Sofort begibt sich Mondo ebenfalls nach draußen und da sind wir nun in der Welt der beiden. Mondo will nach Raven greifen, doch dieser schafft es, mit einem schnellen Slide Mondos Beine wegzukicken, ihm einen starken Forearm gegen den Schädel zu verpassen und ihn anschließend mit voller Kraft gegen den nackten Stahl des Turnbuckles zu werfen. Anschließend schleudert er Mondo noch gegen das Apron des Rings, rollt ihn wieder hinein und geht direkt in ein erstes Cover des heutigen Abends, bei welchem der Ringrichter sofort zur Stelle ist.

ONE

Doch die Deathmatchlegende kann sich noch befreien. Sofort kommen beide Männer wieder hoch auf die Beine und Raven will Mondo direkt mit einer harten Lariat attackieren, doch Mondo gelingt es auszuweichen, indem er sich abduckt. Doch Raven Havok mag zwar ein Amateur sein, doch scheint er von Raven einige starke Tipps bekommen zu haben. Er greift direkt nach dem Schädel von Sick Nick Mondo und nimmt diesen in einem Side Headlock gefangen und schlägt von oben sogar noch mehrere Male auf diesen ein, solange bis Mondo sich befreien, Raven umdrehen und ihn mit einem atemberaubenden Overhead Belly tom Belly Suplex in das nächste Cover bombardieren kann.

[Bild: O9s617.gif]

ONE
TWO

Doch auch Raven Havok kann sich daraus noch befreien. Das hier wird kein Squash Match, wie es so scheint. Wieder stehen beide Männer ungefähr zeitgleich auf und wieder versucht Raven, Mondo mit einem schnellen Lariat zu attackieren, aber schon wieder kann sich Mondo abducken, Raven aufstemmen, auf das oberste Seil werfen und mit einem phänomenalen Slingshot Blue Thunder Driver auf die Matte direkt wieder in ein Cover knallen.

ONE
TWO
T

Doch wieder kann sich der junge Indystar befreien. So schnell wird Mondo hier keinen Sieg bekommen. Dieses Mal ist es Mondo, der schneller wieder hochkommt und direkt Raven mit einem blitzschnellen Kick mitten gegen den Schädel trifft. Ein starker Punch hinterher, bevor er sich Ravens Arm krallt und ihn mittels Whip durch den Ring rennen lässt. Mondo holt aus, springt ab und kommt mit einem perfekten Roundhousekick auf Raven Havok zu, der sich jedoch abducken kann. Nun ist es Raven, der ausholt und Mondo mit einem hohen Back Kick treffen möchte, doch auch Mondo duckt sich darunter ab und attackiert Raven Havok mit einer starken Hadouken. Er stemmt Raven Havok auf, setzt an und AUSSAULT DRIVER!!! Der One Winged Angel von Sick Nick Mondo geht durch und das muss es gewesen sein. Daraus wird sich der Ersatz des Performance-Center-Trainers nicht mehr befreien können. Sofort ist der Referee zur Stelle und zählt das Cover.

ONE
TWO
THR
NEIN!!!

Was? Raven Havok kommt noch heraus. Raven Havok konnte sich noch aus dem Cover befreien, nachdem Sick Nick Mondo seinen Finisher gebracht hatte. Was um alles in der Welt ist das für ein Junge? Langsam steht Mondo wieder auf, stemmt Raven mit sich hoch und verpasst ihm einen knallharten Judas Effect hinterher, nachdem er direkt in das nächste Cover geht, doch auch hier kann sich der junge Raven noch immer herausbefreien und noch weiter in diesem Match bleiben. Ausdauer hat der Kleine ja. Und so langsam schafft es dieser Bengel auch, Mondo hier wütend zu machen. Schnell steht Mondo auf und tritt auf Raven ein. Er tritt wie verrückt auf dessen Kopf ein, immer und immer und immer weiter, solange bis man tatsächlich etwas Blut sehen kann.

[Bild: dd55dbef-9cdf-42d0-bea1-66aa43b84e69.png]

Sick Nick Mondo tritt den jungen Raven Havok blutig und geht direkt wieder in ein Cover, welches sofort gezählt wird.

ONE
TWO
THREEEE

Here is your winner by pinfall: NIIIICK MONDOOOOOO!

Und das war's! Nachdem Mondo alles Leben aus dem jungen Indystar herausgeprügelt hat und er mindestens einen Liter Blut verlor, konnte auch dieser sich nicht mehr wehren und Sick Nick Mondo geht hier als Sieger aus diesem Match heraus. Aber dennoch muss man sagen... vielleicht war es gar keine so blöde Idee von Raven, sich hier diesen Ersatz zu suchen, weil dieser Opener war doch interessanter und spannender, als man es erwartet hätte. Das hätten wir so bestimmt nicht erlebt, wenn Raven hier dran teilgenommen hätte... also... der echte Raven.

[Bild: 45.jpg]

Bevor die Szenen des nächsten Einspielers gezeigt werden, schallt schon eine Menge Krach aus den Boxen. Klirren, als wenn eine Scheibe zerbricht. Dumpfe Geräusche, als wenn Beulen in Metall geschlagen werden. Und als das Filmchen dazu eingespielt wird, wird einem direkt klar wieso. Liv Morgan steht mit ihrem weißen Baseballschläger auf dem Dach eines Autos im Parking Lot und hat bereits die Scheibe einer schwarzen Limousine und tiefe Dellen in Türen, Dach und Motorhaube eingeschlagen. Ihre Haare sind dabei wieder als Zöpfe gebunden und hängen links und rechts hinunter. Die Haarspitzen sind auf der einen Seite Rot und auf der anderen Seite Blau. Das Oberteil ihres Outfits ist weiß. Ein T-Shirt, leicht eingerissen, worauf der Spruch Daddy's Lil’ Monster geschrieben steht. Passend dazu trägt sie eine schwarze Hot Pants. Ganz im Stile eine Harley Quinn eben. In ihrem Gesicht schimmert ein breites Grinsen. Ja, an dieser Aktion hier hat sie tatsächlich Spaß. Doch plötzlich stoppt sie, lehnt den Schläger auf der Schulter ab und schaut über die umliegenden Autos, als würde sie etwas suchen. Ein weiteres Auto? Eine Person? Man weiß es nicht.

Liv Morgan:
Upsi! Ich hatte mir das Begrüßungsgeschenk für Britt Baker anders vorgestellt.

Ist dies also die Limousine von Britt Baker? Doch wieso sollte Liv den Wagen demolieren? Fragen über Fragen, worauf wir jetzt keine Antwort finden werden. Geschockt wirft die Jerseyanerin jedoch die Hand vor dem Mund.

Liv Morgan:
DOCTOR Britt Baker! Doppelt Upsi!

Korrigiert sie sich und grinst, was durch die knallrot geschminkten Lippen unheimlich wirkt. Plötzlich wirkt sie aber hellhörig. Geräusche schallen über den Platz, als wenn eine Türe zugefallen ist. Doch zunächst sieht man niemanden, bis auf einmal jene Britt Baker ins Bild rückt. Sie trägt ein schwarzes Top, kombiniert mit einer Jeans. Ihr Haar hat sie aufgebunden und erinnern an eine kleine Palme. Ihr Blick jedoch zunächst auf ihrem Smartphone, wodurch sie noch gar nicht gesehen hat, was hier sieben passiert. Die Kamera schwenkt zurück und zeigt Liv. Diese beobachtet alles ganz genau, mit einem Grinsen. Die Kamera schwenkt aber nochmal weiter und Drew kommt ins Bild.

Es wäre auch sehr verwunderlich, Liv ohne Drew an ihrer Seite zu sehen. Die Beiden haben die letzten zwei Wochen durchaus sehr deutlich gemacht, was die Beiden verfolgen würden: Power und Chaos entwickelte sich ein wenig wie deren Leitspruch und ganze sieben Mitarbeiter mussten die letzten zwei Wochen genau das spüren. Letzte Woche machte man sogar keinen Halt vor dem Ref. Heute stand also ein wenig Demolierung an. Liv lebte sich sichtlich aus während sie auf dem Auto stand und immer wieder mit dem Baseballschläger darauf einschlug. Sie hatte Spaß daran, unheimlichen Spaß. Das es sich hier anscheinend um das Auto von Baker handelte, war dann wohl nur purer Zufall. Liv blickt in die Richtung wo die Kamera auch Britt eingefangen hatte, doch der Moment, indem Drew hinter Liv und dem Wagen erscheint, hatte einen größeren Effekt, da der Hüne wie aus dem Nichts aufgetaucht war. Mit einem zufriedenen Lächeln schlendert der Hüne ums Auto herum, blieb an der Fahrerseite stehen und blickt zu Liv hinauf. Er streckt seien Hand zu ihr aus, um ihr vom Dach zu helfen.

Drew McIntyre
„Ich denke, das wäre genug, meine Liebste. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und ich denke, die gute Britt gefällt ihr kleines Tuning. Es gibt noch genug andere Wagen an denen wir unsere Unterschriften hinterlassen können.“

Es ist nicht mehr die c2c, die sie es kannte. Es hatte sich einiges geändert, als Brittany das letzte Mal innerhalb der Gemäuer der c2c war. Es fühlte sich komisch an. Seltsam. Und die jetzigen Bilder bestätigen ihre Meinung. Erschrocken und am Ende schon fast erbost, schaut die Brünette den Schaden der Limousine und die Ursache des Übels. Liv Morgan und Drew McIntyre. Natürlich hatte sie mitbekommen, was die beiden in den letzten Wochen angerichtet hatten. Sie waren gefährlich, aber dennoch kalkulierbar. Ein Schritt zu nahe, und die Doktorin hat den Baseballschläger im Rücken. Es hat sich einiges geändert, seid sie mit CM Punk liiert und die Ringe unsicher gemacht hatte. Deshalb bleibt ihr zunächst nur die Vorsicht und eine gute Beobachtung, was sich in der Division verändert. Dann wird sie reagieren.

Dr. Britt Baker:
”Scheint, als hätte Mami euch nicht lieb gehabt und zusätzlich noch mit den falschen Spielzeugen ausgestattet."

Die Zahnärztin bleibt stehen, streift ihre Hände über das schwarze ärmellose Top und lässt die Hände in den Jeanstaschen verschwinden. Um ehrlich zu sein, passt ihr dieses Szenario überhaupt nicht. Gleich ist ihr Match. Und nach der Niederlage gegen Thekla, will sie unbedingt ein Sieg. Alexa Bliss heißt die Gegnerin und ist alles andere als eine Anfängerin. Mehrfache Championesse und aktuell genauso auf einen Sieg angewiesen, wie Britt selbst. Besonders nachdem Bliss die Women's World Championesse höchstpersönlich herausgefordert hatte. Wenn es danach geht, steht Alexa deutlich mehr unter Druck.

Dr. Britt Baker:
”Aber, heeey...ihr habt ein Auto erlegt. Respekt! Nur müsste ich nun leider an den Kofferraum, um meine Tasche zu holen. Gleich ist mein Match und...ich will schon das Richtige Outfit anziehen. Das Deee EEEM Deee Outfit. Ihr wisst schon...! Also tretet zur Seite und geht zu Mami spielen..."

Baker bleibt ruhig, auch wenn es in ihr schäumt vor wut. Leicht provozierend reicht hier aus. Würde sie ihre Wut zeigen, wäre es nur Bestätigung für das Power-Duo. Auf Abstand bleiben, schaut sie wie sich das Couple verhält.
Als Liv die Rückkehrerin vernimmt, ist ihr Blick starr auf sie gerichtet. Einen Moment steht sie nur dar und beißt grinsend auf ihre Zungenspitze. Ein kurzer Blick zu Drew, und schon nimmt sie seine Hand an, um vom Auto zu springen. Ihr Grinsen wird dabei größer.

Liv Morgan:
Ach ja?

Natürlich hatte sie Bakers Antwort verstanden. Und ehrlich gesagt könnte Liv sich nun einen Spaß daraus machen. Wie würde es wohl aussehen, wenn Britt nicht an ihr Ring-Gear käme?
Breit grinsend geht sie langsam auf die Brünette zu. Einen Schritt genau vor dem anderen. Der Baseballschläger liegt dabei lässig auf ihrer Schulter. Das Auto spielt erstmal keine Rolle. Zumindest nicht solange, bis Baker an den Kofferraum geht, um ihre Tasche zu entnehmen.

Liv Morgan:
Mami hat gesagt, ich soll mir auch nichts gefallen lassen. Tut mir deshalb sehr Leid. Unter diesen Umständen können wir leider nicht zulassen, dass du dir die Tasche holen kannst. Dein Outfit ist doch ganz angemessen. Mal sehen, ob es meinen runden Freund hier gefällt.

Mit dem runden Freund, meint Morgan natürlich nicht den Schotten, sondern den Baseballschläger. Und diesen tippt sie nun gegen den Bauch von Baker. Eine kleine Drohung, sie sollte sich doch am besten wieder verziehen. Livs Blick wirkt dabei eisig. Ihre blauen Augen fixieren die Doktorin.

Liv Morgan:
Nein, er sagt was anderes. Ihm gefällt es ganz und gar nicht.

Drew blieb zunächst hinter Liv und sah sich das weitere Schauspiel an. Liv hatte zumindest ganze Arbeit geleistet, das Auto zu verwüsten. Wirtschaftlicher Totalschaden, aber genau das war es, was die Beiden erreichen wollten. Das Britt hier auf Abstand zunächst blieb war zumindest eine gute Entscheidung. Allerdings hat Liv sehr großes Interesse an einer kleinen Unterhaltung und geht auf Baker zu. Der Schotte verfolgt jeden Schritt von Liv und gleichzeitig beobachtet er Baker ebenfalls, um im schlimmsten Fall eingreifen zu können. Doch wäre es eine dumme Idee von der Doktorin Liv zu attackieren, denn Niemand weiß, wie Drew dann reagieren würde.

Das Britt noch unbedingt an ihren Kofferraum musste, war halt jetzt nicht möglich und Drew warf einen kurzen Blick zurück aufs Auto. Nein, da würde Baker erstmal nicht in die Nähe kommen. Der Hüne hielt sich mit Worten zurück, überließ Liv das "nett" Gespräch. Allerdings sorgte der Schotte dafür, das man seine Präsenz spüren würde. Mit langsamen Schritten geht er an Liv vorbei, streicht dabei mit seiner Hand über ihre Schulter und setzt seinen langsamen Weg fort. Seine Augen fixierten Baker als er an dieser vorbeiging und sich hinter diesen Positionierte.

Drew McIntyre
„Für dich wäre es das Beste, wenn du dir eine Alternative suchst. So schnell lassen wir dich nicht an deinen Wagen...“

Leicht genervt atmet Brittany aus und beobachtet hinterher die Schritte von Liv sehr genau. Sie spürt die Blicke auf der Haut, die die Blondine entsendet. Sie wirken unangenehm. Das Paar sucht nach Ärger. Und warum auch immer haben sich die beiden sie ausgesucht. Zufall? Wahrscheinlich. Trotzdem eine sehr schwierige Situation. Nutzt jedoch nichts. Die Zahnärztin muss an den Wagen. Sollen sie mit dem Auto machen, was sie wollen. Es ist eh nur ein Leihwagen. Aber die Tasche ist ein muss. Trotz das ein wenig Angst in ihr aufsteigt, stellt sich Britt sicher hin. Dafür spreizt sie leicht die Beine und macht ihre Hände Kampfbereit. Dazu wird es sowieso kommen, denn die ehemalige Championesse kommt mit jeden Schritt näher.

Dr. Britt Baker:
”Tja...dann wird es wohl unangenehm werden. Aber ich lasse mir nichts vorschreiben!"

Damit hat sie indirekt einen Kampf bestätigt. Und wenn sie die kleine Frau und den großen Hünen betrachtet, wird es sehr schmerzhaft werden. Für Baker aber immer noch besser, als ihre Ehre zu verlieren.
Ihr Herz beginnt immer schneller zu pochen. Mit jedem Schritt von Liv, scheint es schneller zu schlagen. Und als Morgan vor ihr steht, pocht es fast so schnell, dass sie kaum atmen kann. Ob Liv nun zuschlägt?

Dr. Britt Baker:
”Toll, wie ihr das macht. Attackieren. Autos demolieren. Wow!"

Das 'Wow ' sagt sie leiser. Provozierend. Mit Stolz. Und wenn sie gleich bereits verletzt in das Match gegen Alexa Bliss treten muss, Britt will mit ihren Ring-Gear in die Arena laufen. Mit ihrer Entrance und stolz das Match führen. Also tätigt sie den ersten Schritt Richtung Auto. Vorsichtig. Behutsam. Kontrollierend. Die anderen beiden im Auge behaltend. Ihr Herz pocht dabei wahnsinnig schnell. Und insgeheim erwartet sie gleich die Attacke des Pärchens.

Dr. Britt Baker:
”Ich will gleich gegen Alexa Bliss meine Chance nutzen. Wenn es euch nichts ausmacht, tretet einfach zur Seite. Dann werdet ihr auch nicht bereuen."

Bereuen? Das klingt weiterhin provozierend. Aber auch Baker hat ihre Mittel. Vielleicht nicht hier und jetzt. Aber dennoch so viel, dass sie auf einer Attacke in den nächsten Wochen antworten könnte. Also wagt sie noch einen zweiten Schritt und beobachtet Liv genau.
Das Grinsen wird bei Liv immer größer. Mit dieser 'heldenhaften' Reaktion, hat man nicht wirklich gerechnet. Interessiert die Jersey Rose aber ganz und gar nicht. Sie beobachtet die vorsichtigen Schritte der Zahnärztin, wobei der Baseballschläger immer noch in ihrer Hand und das dicke Ende auf ihrer Schulter ruht. Doch plötzlich und ohne Vorwarnung holt sie schnell aus und trifft Baker am Kopf. Schützend hebt Baker die Arme zur Abwehr. Das bringt aber nichts. Der nächste Schlag sitzt erneut am Kopf und verursacht eine Platzwunde. Die Brünette kippt sofort auf die Knie und dann nach vorn, sodass sie auf den Boden liegt. Kein Grund warum Morgan aufhören sollte. Wieder holt sie aus und trifft Britt am Rücken.

Liv Morgan:
Toll, wie du da so liegst, Hihi! NIEMAND schreibt uns etwas vor!

Das Grinsen verschwindet schlagartig und das Gesicht wird ernst. Das Couple möchte ein Zeichen setzen. Doch für heute müssen sie sich zunächst zurückziehen. Denn drei Security's rücken eilig herbei um Schlimmeres zu verhindern. In schwarzen Anzüge sind sie gar nicht richtig angezogen, um sich mit McIntyre und Morgan anzulegen. Und trotzdem geht Liv rückwärts, bis sie neben Drew steht. Breit grinsend. Dies verschwindet allerdings, als ein unbekannter Mann auftaucht. Im Gesicht eine Maske. Die Klamotten komplett in schwarz. Er stellt sich plötzlich neben Baker und verschränkt die Arme vor der Brust. Damit will er wohl nicht nur sagen, dass hier heute nichts mehr passieren wird, sondern auch, dass Britt nicht alleine ist. Die Security helfen DMD auf die Beine, während zusätzlich ein Notarzt herbeieilt.

Dr. Britt Baker:
”Das werdet ihr...bereuen."

Eine Warnung, wodurch dieses Kapitel wohl noch nicht abgeschlossen ist. Doch wer ist der Unbekannte? Heute werden wir es nicht mehr erfahren. Dennoch sehr wohl, dass sich Drew und Liv zurückziehen.
Der Schotte bewegte sich keinen Millimeter, als Liv dann überraschend gegen Britt ausholte. Morgan war in einem Tunnel von Chaos und genoss es sichtlich, Baker mit dem Baseball Schläger zu bearbeiten. Was das jetzt für das Match der Zahnärztin gegen Bliss bedeutet, war dem Power Couple egal. Drew gefiel es sogar, wenn Liv sich so "auslebte". Jeder Schlag hatte etwas befriedigendes, jeder Schlag war ein Zeichen von Dominanz und vor allem: Power und Chaos.

Baker war kein gewähltes Ziel, sie war zur falschen zeit am falschen Ort. Leider kamen dann auch die Sanitäter und Securitys dazu um den Spaß hier abzubrechen. Morgan bewegte sich auf Drew zu, blieb neben diesem stehen und lächelte diesen zufrieden an. Ein Zeichen von Ihr und Drew hätte wohl auch kurzen Prozess mit den Securitys und den Sanitätern gemacht. Aber stattdessen sah Liv einfach nur zu, bis sich dann die unbekannte Person vor Baker stellte. Drew hebt seinen Kopf leicht, aber er war nicht beeindruckt. Ein kurzes Schmunzeln des Hünen folgte, als wüsste er, wer dieser Mann war. Aber das war natürlich nicht möglich.

Drew sagte kein Wort, als Liv dann ganz sanft seinen Oberarm berührte um so zu signalisieren, das man sich zurückziehen kann. Man hat erneut für Chaos gesorgt und ein weiterer Superstar musste schmerzlich merken, das die Beiden keinen Spaß verstehen. Naja, eigentlich haben die Beiden Spaß dabei, anderen Menschen Leid anzutun. Mit langsamen Schritten verlassen die Beiden das Bild, während die Kamera die Behandlung Britts zeigte. Fade out.

[Bild: 65.jpg]

Pat McAfee: "Willkommen zurück bei der heutigen c2c Live Ausgabe aus Dallas! Wir geben gleich weiter zu unserer Kollegin Kayla Braxton!"

Gesagt, getan! Nur einen Wimpernschlag später sehen wir jene Kayla, die im Backstage Bereich Position bezogen hat. Wer ihr Interview Gast sein wird ist jedoch keine Überraschung mehr, da wir hinter ihr Bobbi Tyler sehen die nervös hin- und herläuft. Ihr Gear trägt sie bereits, wie auch die olivegrüne Jacke und die Sonnenbrille, die sie ins Haar hochgeschoben hat. Später wird sie ja noch gegen Skye Blue antreten, die letzte Woche überraschend zurückgekehrt war und dabei die Britin attackierte! Man kann also davon ausgehen, dass Kayla sie darauf ansprechen wird.

Kayla Braxton: "Danke Pat! Bei mir steht nun Bobbi Tyler, die heute noch gegen Skye Blue in den Ring steigen wird. Bobbi…du wurdest letzte Woche von Skye attackiert! Hast du eine Ahnung warum?“

Ja…das ist die Frage! Bobbi bleibt neben Kayla stehen, atmet einmal durch…und sieht die Interviewerin mit grimmiger Miene an.

bobbi.tyler: Letzte Woche saß ich in unserem Locker und hab‘ an nichts Böses gedacht! Plötzlich spüre ich einen Schlag am Hinterkopf und mir wird schwarz vor Augen. Ich bin erst später wieder auf der Krankenstation zu Bewusstsein gekommen, wo Fallon neben mir saß und mir erzählt hat, dass ich von Skye Blue angegriffen wurde! Fuckin Skye…Blue! Die wieder aus ihrem Loch gekrochen ist.

Schnaubend rümpft die Blondie die Nase, während sich ihre Mimik weiter verfinstert.

bobbi.tyler: Warum sie das getan hat? Das Miststück ist krank im Kopf…reicht wohl schon als Erklärung! Wobei…ich kenne ihre Vorgeschichte mit Fallon. Kann mir vorstellen, dass sie Fallon wieder tyrannisieren möchte und mich daher benutzen will, da ich inzwischen Fallon’s beste Freundin bin! Aber so einfach ist das nicht, Bitch! Ich bin weder ein Sprungbrett, noch ein Spielball für dich, Skye! Auch wenn ich in letzter Zeit hauptsächlich in Tag Team Matches aktiv war, so habe ich nichts verlernt. Zwischen den Seilen, vor allem im One on One, bin ich eine Königin, die es zu schlagen gilt. Two Levels Above…Two Steps Ahead! Gilt vor allem für dich! Du hast einen gewaltigen Fehler gemacht, als du mich als Opfer ausgesucht hast. Das wirst du nachher feststellen und…bloody Hell?

Verwundert hält Bobbi inne. Kayla weitet entsetzt die Augen und geht vorsichtig einen Schritt zurück. Gund dafür ist eine dritte Person, die sich ins Bild drückt. Ausgerechnet die Person, über die gerade geschimpft wurde…Skye Blue! Auch die Schwarzhaarige trägt ihr Gear, darüber einen Umhang und auf dem Kopf ein Krönchen. Kichernd spielt sie mit einer Haarsträhne und zwinkert Bobbi einmal zu. Tyler ist innerlich am Kochen und verspürt große Lust, das „Match“ jetzt schon beginnen. Sie ist auf jeden Fall auf Rache aus. Blue scheint das zu sehen…und wirkt angetan. Einen Zeigefinger schiebt sie leicht zwischen ihre Lippen und beißt sanft auf diesen.

skye blue: “Mmmhhhmmm…so viel Wut und Aggressivität, die da aus dir spricht. Hihihi…da freue ich mich nachher auf unser Match im Ring. Was du mir da alles antun wirst…hhhhmmm! Aber…ich sehe dir an, dass du am liebsten jetzt schon deine Nägel in mein Fleisch rammen möchtest. Nicht, dass ich das nicht wollen würde…aber kannst du es riskieren, dass der große Dijak dich dabei beobachtet und eingreifen wird?“

Klar, Dijak…wenn man von Skye spricht, darf man den wortkargen aber gefährlichen Hünen nicht vergessen. Letzte Woche war er nicht zu sehen gewesen. Aber was heißt das schon? Bobbi reißt sich zumindest kurz von Dark Phoenix los und scannt die nähere Umgebung. Außer den Beiden und Kayla ist Niemand zu sehen. Aber auch da…was heißt das schon? Gut möglich, dass Skye auch nur ihn andeutet und er gar nicht da ist. Blue kichert vergnügt auf, da Tyler zumindest nicht voreilig handelt. Langsam geht sie ein paar Schritte und will die Engländerin umrunden. Bobs traut ihr da keinen Meter und hält sie dabei stetig im Auge. Dabei sprühen ihre Augen vor lauter Wut. Unbekümmert betrachtet Blue sie von Kopf bis Fuß.

skye blue: “Du willst wissen, warum ich letzte Woche das getan habe? Nun…jaaaa…ich habe meine Geschichte mit Fallon! Ich gebe zu, dass ich schon große Lust darauf habe, mal wieder mit ihr zu spielen. Vor allem da Drew nicht mehr an ihrer Seite ist…hihi! Aaaaaber…letzte Woche ging es mir nicht um sie! Sondern um…dich! Boop!“

Spielerisch will die Schwarzhaarige ihre heutige Gegnerin mit einem Zeigefinger anstupsen. Bobbi reagiert schneller und schlägt ihre Hand wütend weg. Skye lächelt nur und legt den Kopf leicht auf die Seite.

bobbi.tyler: Von was zur Hölle sprichst du?

Bisher war die ehemalige Stevie Turner davon ausgegangen, dass sie als Ziel missbraucht wurde, weil Skye eine Botschaft an Fallon Henley schicken wollte. Aber es sollte direkt um die Britin gehen?

skye blue: “Diiiir…dir wurde eine große Ehre zu Teil! Du wurdest dafür auserwählt ein besonderes Geschenk zu erhalten! ER…er hat dich auserwählt…und dich beglückt! Du durftest dich mit ihm vereinen und ihn tief…tiiiiieeeef in die spüren! Ooohhh…was würde ich dafür geben mal sein Spielzeug und seine Geliebte zu sein! Das wäre ein Traum. Hihihi…er dürfte ALLES mit mir machen. Aber er kam zu dir…und da bin ich ein wenig neidisch und eifersüchtig! Ich möchte das hervorkitzeln, was er in dir gesehen hat!“

Bobbi stockt der Atem! Der Mund steht offen, während die Pupillen sich weiten. Heißt und kalt läuft es ihr den Rücken runter. Von wem Skye hier spricht, weiß die Britin sofort. Da ist sie wie erstarrt! Sofort fühlt sie sich in diese damalige Situation zurückversetzt und hat den Eindruck, als würde er wieder direkt hinter ihr stehen und seinen heißen Atem in ihren Nacken pusten. Skye zeigt aber keinerlei Empathie. Sie kommt näher an Bobs heran und geht sogar auf Zehenspitzen, um direkt etwas in ihr Ohr säuseln zu können…

skye blue: “Wie war es so…also Bálor’s Hure?“

Der Name! Der Name ihres Peinigers ist gefallen! Bobbi keucht auf…und rastet im nächsten Moment aus. Sie schreit gequält auf, packt sich Skye und schmeißt sie brutal gegen die nächste Wand. Kayla Braxton sucht da lieber schnell das Weite. Tyler greift mit einer Hand an Skye’s Hals und drückt fest zu, während sie Gesicht schon leicht rot anläuft. Ob da ein Dijak eingreift oder nicht ist der Blonden vollkommen egal geworden. Der Dark Phoenix lässt das über sich geschehen. Sie grinst die ganze Zeit und scheint diese Behandlung sogar noch zu genießen. Als Bobbi an ihren Hals greift und sie gegen den Stein drückt, stöhnt die Schwarzhaarige mit geschlossenen Augen auf…

skye blue: “Jaaaa…Bobbi, nicht aufhören! Biiitte nicht aufhören!“

…fleht sie die ehemalige Women’s Championesse an. Tyler will ihr den „Gefallen“ machen, verliert dann aber Kraft in ihren Armen. Tränen schießen in ihre Augen, bis sie aufschluchzt und von Skye wieder lässt. Hustend schnappt die Jüngere nach Luft…aber in ihrem Blick liegt Enttäuschung. In Bobbi bricht gerade etwas, was ihr wieder seelische Schmerzen bereitet und sie auch körperlich lähmt. Ausgelöst durch die Provokationen vom Dark Phoenix.

bobbi.tyler: Was…stimmt nicht mit dir? Du…du sprichst davon…dass…dass es eine…Ehre war? Ein…Geschenk? Der…schlimmste…Moment meines…meines Lebens? Als dieses…dieses…Monster…mir alles…genommen…hat? Es quält…mich…bis heute! Ich schlafe…kaum! Meine Seele…ist…in tausend…Stücke zerrissen! Und du…sagst…

Bobbi’s Stimme ist wie abgehackt und bricht immer wieder an. Sie zittert wie Espenlaub. Verzweifelt versucht sich zu verhindern, dass ihr diese Bilder vor dem geistigen Auge erscheinen. Leider haben diese sich in ihr Gehirn gebrannt und können immer nur nach hinten geschoben werden. Seit Fallon Henley ihre Freundin ist, gelang das sogar sehr gut und es kam wieder ordentlich Licht in Bobbi’s Leben! Aber das Country Girl ist jetzt nicht hier…und Skye reißt alles wie eine Abreißbirne ein.

skye blue: “Naaaaw…arme…armeeee, kleine Bobbi! Sie versteht nicht, was ihr damals passiert ist und was es eigentlich bedeutet! Ich helfe dir…zeige wie wunderschön es war! Und wer weiß…hihi…am Ende wirst du es doch noch lieben und dir wünschen, du hättest dich doch häufiger dem Demon King hingegeben…hihi…urgh…“

*KLATSCH*

Bobbi hält es nicht mehr aus und zieht ihre Rückhand einmal quer durch das Gesicht der Schwarzhaarigen. Die Wucht ist zu groß und reißt Skye zu Boden. Tyler steht über ihr…mit Hass und Wut im Bauch…und schwer atmend!

bobbi.tyler: HALT DEIN SCHEIß MAUL! DU HAST KEINE AHNUNG, WAS DAS FÜR MICH BEDEUTET HAT! DU…DU…

Plötzlich wird Bobbi noch bleicher als vorher im Gesicht. Alles dreht sich vor ihren Augen und ihr wird schlecht! Schnell hält sie sich eine Hand an den Bauch und dreht ab. Schnell rennt sie weg, während sie hemmungslos weinen muss. Da brechen zu viele Erinnerungen und Gefühle über sie herein. Am besten wäre es, wenn sie es irgendwie zu Fallon schaffen könnte. Skye Blue bleibt zurück, am Boden sitzend und kichert erneut vor sich hin. Sie leckt sich einmal über ihre Lippen und streichelt mit ihren Fingerkuppen über die Stelle am Hals, an dem man noch die Abdrücke von Bobbi’s Hand sehen kann.

skye blue: “Hihi…das wird ein Spaß…hahahaha…“

Hemmungslos lachend wirft sich Blue ganz auf den Boden und streckt Arme und Beine von sich. Das wird selbst der Kamera zu ungemütlich. Langsam zieht diese sich zurück, bevor weggeschaltet wird.

[Bild: das.jpg]

MATCH 2
SINGLES MATCH
Alexa Bliss vs. Dr. Britt Baker DMD

[Bild: alexabritt.png]
Writer: ???

Warnung! Spoiler!
Das Match endete in einem Double Countout

Because both competitors were counted out this match ends in a: DRAW!

[Bild: 4.jpg]

Selbst durch die dicken Betonwände des Gebäudes ist die dumpfe, dröhnende Geräuschkulisse der ausverkauften Arena unverkennbar zu hören. Irgendwo in der Ferne dröhnt verwaschene Eingangsmusik durch die Flure, während hektische Mitarbeiter durch die kühlen Katakomben eilen und ein Techniker einen scheppernden Wagen voller Kabel an der Kamera vorbei schiebt. Die Perspektive gleitet langsam durch den verwinkelten Korridor, bis sie schließlich vor einer der schlichten, schwarzen Türen verharrt. Ein dezentes Schild an der Wand verrät sofort den Zweck des Raumes: Locker Room – Becky Lynch & Seth Rollins.

Genau in diesem Moment klinkt die Tür aus. Becky schiebt sich als Erste ins Licht des Flurs, eng gefolgt von Seth. Auf den ersten Blick wirken beide entschlossen und voller Tatendrang, doch bei genauerem Hinsehen lassen sich die Spuren der Vorwoche nicht leugnen. Unter Rollins’ maßgeschneidertem Anzug muss heute ein einfaches schwarzes Shirt die formelle Krawatte ersetzen. Seine Bewegungen beim Zuziehen der Tür wirken steif und unrund, der physische Tribut, den die brutalen Attacken der Bloodline gefordert haben. Bei Becky liegen die Spuren tiefer. Ihre Lippe ist zwar verheilt und auch die körperlichen Nachwirkungen des dritten Stomps scheinen verflogen, doch ihr seelisches Befinden behält sie kühl für sich. Gerade schiebt sie die Ärmel ihrer Trainingsjacke nach oben und blickt den Gang hinunter, als sie mitten in der Bewegung erstarrt. Ihre Gesichtszüge versteinern blitzartig, und sie verschränkt unwillkürlich die Arme vor der Brust. Auch Seth bemerkt nun die Gestalt, die dort auf sie wartet: Paul Heyman.

Der Wiseman des Tribal Chief überbrückt die letzten Meter mit bedächtigen Schritten. Seine Ausstrahlung ist gewohnt neutral, doch wie immer umgibt ihn diese aura-typische Mischung aus unterschwelliger Bedrohung und feinsinnigem Zynismus. In diesem Augenblick schwingt jedoch eine ganz eigene Schwere mit, die Last einer jahrelangen, hochkomplexen Vergangenheit.

"Wiseman" Paul Heyman
”Mister Rollins…"


Seth dreht sich vollständig um und fixiert den Advokaten mit einem undurchdringlichen Blick. Becky zieht die Augenbrauen zusammen und schiebt sich unauffällig ein Stück näher an Seths Seite. Keiner von beiden macht auch nur die Anstalt, ihren Weg fortzusetzen. So wenig man den Mann auch schätzte: Wenn Paul Heyman den Weg kreuzte, geschah das selten ohne gewichtigen Grund.

SETH ROLLINS: "Pauly!"

Mit gewohnt lockerer Attitüde hebelt Seth die aufgesetzte Förmlichkeit des New Yorker Anwalts sofort aus. Heyman verzieht keine Miene, doch man sieht ihm in jeder Faser an, wie wenig Lust er auf dieses Treffen hat. Er will diese Angelegenheit so schnell wie möglich abwickeln, versucht aber zumindest die Fassade des Anstands zu wahren.

"Wiseman" Paul Heyman
”Miss Lynch…"


BECKY LYNCH: "Pinguin!"

Die Erwiderung schießt wie ein Pfeil aus ihrem Mund, giftig, trocken und spürbar abwertend. Heyman zieht ein so breites wie falsches Lächeln auf, mustert Becky für einen scharfen Augenblick von oben bis unten, ehe er beschließt, sie demonstrativ zu ignorieren und sich wieder vollkommen auf Rollins konzentriert.

"Wiseman" Paul Heyman
”Mister Rollins, wir müssen reden."


Mussten sie das wirklich? Wohl kaum. Auch wenn Heyman in der Vorwoche mit feinem Gespür die drohende Eskalation gewittert und die Situation sowohl für Roman Reigns als auch für Seth Rollins entschärft hatte, spazierte er keineswegs aus reiner Nächstenliebe durch die Backstage-Gänge. Die Gräben zwischen allen Beteiligten waren dafür viel zu tief.

BECKY LYNCH: "Müssen wir das? Wirklich?"

Ihre rhetorische Spitze schießt direkt gegen Heyman, doch ihr fragender Blick wandert kurz rüber zu Seth. Der Wiseman richtet sich langsam auf, streicht sich penibel die Manschetten seines Maßanzugs zurecht und schickt Becky einen kurzen, kühlen Blick, bevor er seine Stimme wieder an Seth richtet.

"Wiseman" Paul Heyman
”Roman ist… offen. Für eine Möglichkeit. Eine sehr spezielle Möglichkeit."


Seth zieht eine Augenbraue hoch, verschränkt ebenfalls die Arme und lehnt sich mit gespielter Gelassenheit gegen den Türrahmen. Seine Haltung mag locker wirken, doch seine Augen sind hochkonzentriert. Heyman macht einen kleinen Schritt nach vorne und senkt die Stimme spürbar, als wolle er sicherstellen, dass keine unbefugten Ohren im Flur etwas mitbekommen.

SETH ROLLINS: "Komm zum Punkt, Pauly. Wir haben beide absolut keine Zeit für deine üblichen Scharaden."

Es bereitet Heyman sichtlich Unbehagen, als Bote für diese Nachricht zu fungieren. Dass die Abneigung auf Gegenseitigkeit beruht, macht die angespannte Luft im Gang nur noch dicker. Heymans Augen verengen sich zu schmalen Schlitzen. Er lässt Seths Provokation ins Leere laufen, atmet tief durch und wirft einen kurzen Blick durch den leeren Flur. Als er sich Rollins wieder zuwendet, ist jedes Fätzchen der sonst so gewohnten Überheblichkeit verschwunden. Es ist die kühle, kalkulierte Pragmatik eines Mannes, dessen Rückgrat in den letzten Wochen unter der schier unaufhaltsamen Tyrannei der neuen Bloodline gewaltig ins Wanken geraten ist.

"Wiseman" Paul Heyman
”Die Zeiten haben sich geändert, Seth. Die Usos…und Jacob Fatu… sie machen vor niemandem mehr Halt. Weder vor dir, noch vor dem Tribal Chief selbst."


Er macht eine kurze Kunstpause, um das Gewicht dieser düsteren Realität wirken zu lassen. Becky schnaubt verächtlich, doch Heyman hebt leicht die Hand und fixiert Seth direkt mit seinem Blick.

"Wiseman" Paul Heyman
”Roman weiß genau wie du, dass wir diese Bestien nur mit einer einzigen Macht im Wrestling-Business zerschmettern können. Die Brüder von einst… vereint in einem Ring. Ein allerletztes Mal. Du hast es selbst angesprochen.“


Seth’ Haltung verändert sich schlagartig. Die gespielte Gelassenheit weicht einer Anspannung, die man im Flur förmlich greifen kann. Er stößt sich langsam vom Türrahmen ab, bringt sich auf Augenhöhe mit Heyman und verengt die Augen.

SETH ROLLINS: "Ich wusste nicht, dass dies noch eine Frage war? Sie haben ihn genauso angegriffen und dies war kein Zufall, es ist seine Familie, die sich gegen ihn stellt. Also was hält ihn noch davon ab oder lässt ihn zweifeln?"

Das war wohl der prekärste Punkt dieser gesamten Konstellation. Es ging nicht allein darum, ob die alten Brüder wieder zueinander finden würden. Es war eben auch Roman Reigns gegen die Bloodline, gegen seine eigene Familie, die er jahrelang wie ein Patriarch geführt hatte.

"Wiseman" Paul Heyman
”Dasselbe, was dich davon abhält, Seth. Dein Stolz. Und die kleine unschöne Geschichte, wie es damals geendet ist. Du weißt selbst, wie ihr zueinander steht und darauf kann man keine Allianz aufbauen, wenn man dieser Gruppe gegenübersteht."


Heyman beugt sich einen Zentimeter nach vorne, die Stimme nur noch ein raues Flüstern.

"Wiseman" Paul Heyman
”Roman ist bereit, den Schulterschluss einzugehen. Aber er stellt eine Bedingung. Eine einzige. Du musst dich deiner eigenen Vergangenheit stellen. Wenn du es schaffst, Jon Moxley zu kontaktieren… wenn du das Kriegsbeil mit ihm endlich begräbst und ihn dazu bringst, an eurer Seite zu kämpfen… dann wird Roman gemeinsam mit euch beiden in die Schlacht ziehen.“


Der Name Moxley hallt wie ein Knall durch den kühlen Korridor. Für einen langen Moment herrscht absolute Stille. Selbst das gedämpfte Dröhnen der Arena im Hintergrund scheint für einen Augenblick zu verblassen. Beckys Miene verfinstert sich nachdenklich, eh ihr Blick augenblicklich zu Seth wanderte. In ihren Augen spiegelt sich reine Skepsis wider. Sie weiß genau, wie tief die Gräben, das Blutvergießen und das zerschnittene Tuch zwischen Seth und Jon seit Jahren waren. Seth hingegen rührt sich nicht. Das typische, manische Lachen, das ihm sonst so leicht über die Lippen kommt, bleibt diesmal komplett aus. Seine Kiefermuskeln mahlen spürbar.

BECKY LYNCH: "Das ist verrückt, Paul. Ihr verlangt von ihm, dass er jetzt zu Mox geht? Und Roman lässt sich alle Türen offen und entscheidet erst dann, wenn es ihm genehm ist?"

SETH ROLLINS: "Lass gut sein, schon in Ordnung, Becks."

Seth unterbricht sie leise, aber mit einer Tonlage, die keinen Widerspruch duldet. Er wendet den Blick nicht von Heyman ab.

SETH ROLLINS: "Roman will sehen, ob ich bereit bin, das Vergangene ruhen zu lassen. Für das größere Wohl."

Heyman zieht die Augenbrauen hoch und deutet ein minimalistisches, fast schon ehrfürchtiges Nicken an. Es ist kein Triumph in seiner Gestik zu sehen, eher die Anerkennung der schier unmöglichen Herkulesaufgabe, die er Rollins gerade aufgebürdet hat.

"Wiseman" Paul Heyman
”Roman lässt eure Differenzen ruhen, sobald du es tust, Seth. Bring Moxley nach Hause… oder die Bloodline wird uns alle zermalmen. Die Entscheidung liegt bei dir.“


Ohne ein weiteres Wort zu verlieren oder Seths Reaktion abzuwarten, dreht sich der Wiseman auf dem Absatz um. Mit ruhigen, gemessenen Schritten zieht er von dannen und lässt das Paar vor der Kabinentür zurück. Während in Seth’ Kopf bereits der schwerste Schritt seiner gesamten Karriere begonnen hat, sieht Becky eine ganz andere, unmittelbare Gefahr für ihren Ehemann lauern. Sie tritt einen Schritt näher an ihn heran und sieht ihn eindringlich an.

BECKY LYNCH: "Du weißt, was das bedeutet, oder? Sollten wir Mox nicht überzeugen können, weißt du nicht einmal, was der große Tribal Chief tun wird. Am Ende stehst du völlig isoliert da… gegen die Bloodline und gegen Roman Reigns. Da hilft dir auch kein noch so genialer Auswegsplan, den du dir zurechtgelegt hast. Dann hast du ein verdammt großes Problem."

Es war genau diese ungeschminkte Wahrheit, die Seth nur zu gerne verdrängen wollte. Heyman hatte es soeben unmissverständlich klargemacht. Und wenn Seth sein Gegenüber richtig einschätzte, war diese ausgeklügelte Falle mit Sicherheit das Meisterwerk des Wiseman höchstselbst. Reigns behielt alle Trümpfe in der Hand und konnte nach Belieben entscheiden. Der dreckige, schmerzhafte Teil der Arbeit wurde hingegen Rollins überlassen. Eine emotionale Altlast, die er seit Jahren vor sich hergeschoben hatte. Angespannt blickte Seth dem schwindenden Schatten Heymans nach, ehe sein Blick langsam zu Becky wanderte.

SETH ROLLINS: "Ich weiß… aber ich hatte ohnehin vor, das endlich geradezurücken. Und du kannst mir dabei helfen, etwas Ruhe hineinzubringen. Alleine habe ich keine Chance, überhaupt an ihn heranzukommen. Er würde mir nicht einmal die Tür öffnen."

Damit war das Urteil gesprochen. Seth musste den beschwerlichen Gang antreten und Jon Moxley aufsuchen. Becky war dabei womöglich sein einziger Joker. Die emotionale Brücke, die eine Katastrophe verhindern konnte. Was allerdings nicht bedeutete, dass die Aufgabe dadurch auch nur einen Funken leichter werden würde.

[Bild: 151.jpg]

POISON IN THE PACK!

Dallas, Texas wartet gespannt auf die nächste Action und es dauert auch nicht mehr lange, ehe diese kommt und John Cena wieder gegen einen bisher noch unbekannten Gegner antreten muss. Wer dieser Gegner sein wird und ob es Cena schafft, siegreich aus diesem Match zu gehen, steht bisher noch in den Sternen und die Fans spekulieren bisher stark. Einige sagen, Cena würde gegen Bo Dallas antreten, andere er würde gegen gar niemanden antreten, manche denken, es würden Stars wie Josh Woods, Dante Leon oder EJ Nduka auftreten, aber die Fans sind sich immerhin darin einig, dass Cena gewinnen wird. Doch lange können sie sich darüber aktuell nicht beschäftigen, da sofort der Titantron anspringt und wir niemand Geringeren als die Dame zu sehen bekommen, die heute Abend ebenfalls noch im Ring zu sehen sein wird. Das ist die Cosplayqueen Leva Bates, die hier heute in der Uniform eines Mitglieds von Cobra, dem verfeindeten Team der G.I. Joe, gekleidet ist. Sie scheint das zu tun, was ihr Raven vorhin gesagt hat, und sich hier auf ihr Match vorzubereiten. In einem abgelegenen kleinen Pausenraum der Arena streckt und dehnt sie sich, damit sie später in ihrem Match gegen die amtierende Women's World Championesse fit ist. Doch als dann plötzlich eine weitere Person in den Raum hineinkommt, weiten sich plötzlich die Augen der Zuschauer, denn mit dieser Person hätte hier definitiv niemand gerechnet.

Vince McMahon: „Einen wundervollen guten Abend, Miss Bates. Sie kennen mich bereits, nehme ich an. Aber erlauben Sie dennoch, mich Ihnen einmal vorzustellen. Ich bin Vincent Kennedy McMahon.“

Leva Bates: „Uhm... ha... hallo!““

Dass jemand wie Vince McMahon hier auf Leva Bates zukommt, ist etwas, womit wohl niemand gerechnet hätte. Die Frage, die sich nur stellt, ist... warum? Die Fans halten allesamt ihren Atem an, weil sie sich gut vorstellen können, dass Leva jetzt die Nervosität ihres Lebens verspürt. Er mag ein Arschloch sein, aber dennoch ist dieser Mann einer der größten und mächtigsten Namen in der gesamten Geschichte des Professional Wrestlings. Diesen Mann möchte man nicht zum Feind haben und das weiß Leva Bates sehr gut. Gekleidet ist der ehemalige Chairman der WWE in ein dunkelgrünes Samt-Sakko, dessen Stoff je nach Lichteinfall unterschiedlich tief wirkt. In dunkleren Bereichen erscheint es fast schwarz, während sich auf Schultern, Brust und Ärmeln ein satter grüner Schimmer abzeichnet. Das Sakko ist körpernah, aber nicht übermäßig eng geschnitten und trägt eine sehr klassische, breite Schulterlinie, wodurch Vinces Oberkörper noch massiver und autoritärer erscheint. Die Schultern sind leicht verstärkt, sodass seine Haltung selbst dann imposant wirkt, wenn er einfach nur hinter seinem Schreibtisch sitzt. Der Schnitt verjüngt sich zur Taille hin etwas, ohne dabei modisch verspielt zu wirken. Besonders auffällig ist das breite schwarze Revers. Anders als der grüne Samt des restlichen Sakkos ist dieses aus glattem, leicht glänzendem Satin gefertigt. Das Revers läuft relativ breit über seine Brust und bildet dadurch einen starken Kontrast zum dunklen Grün. Unter dem Sakko trägt Vince ein vollständig schwarzes Hemd ohne auffällige Muster oder zusätzliche Farbe. Das Hemd ist aus einem sehr feinen, hochwertigen Stoff gefertigt und bis ganz nach oben geschlossen.

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Dadurch entsteht diese fast vollständig dunkle Fläche in der Mitte des Outfits, aus der lediglich einzelne Details hervorstechen. Schwarze Knöpfe heben sich kaum vom Stoff ab, wodurch das Hemd sehr sauber und streng wirkt. Dazu trägt er eine große schwarze Fliege, die keinesfalls zu klein oder zurückhaltend, sondern eher breit und präsent wirkt. Der Stoff der Fliege besteht aus Satin, wodurch sie einen subtilen Glanz erhält. Und auch das Einstecktuch orientiert sich an diesem dunklen Farbschema. Es besteht aus schwarzer Seide und schaut nur wenige Zentimeter aus der Brusttasche hervor. Statt eines auffälligen Fächers ist es sehr streng und geometrisch gefaltet und untenrum kommt eine schwarze Smokinghose dazu, die deutlich schlichter als das Sakko gehalten ist. Sie fällt gerade, besitzt eine saubere Bügelfalte und weist an den Außenseiten der Beine einen schmalen schwarzen Satin-Streifen auf. Der Bund ist relativ hoch angesetzt, wodurch Vince größer und formeller wirkt. An den Füßen folgen schwarze Lacklederschuhe, deren Oberfläche so glänzend ist, dass sich Lichtquellen darin widerspiegeln. Die Schuhe sind vollkommen makellos, ohne sichtbare Gebrauchsspuren oder matte Stellen. Dazu trägt er schwarze, feine Dress-Socken, sodass selbst beim Sitzen kein heller Übergang zwischen Hose und Schuh zu sehen wäre. An seinem Handgelenk sitzt dazu noch eine auffällige, aber geschmackvolle Luxusuhr mit dunklem Zifferblatt, Metallgehäuse und einigen weiteren goldenen Details. Außerdem trägt er einen schweren goldenen Siegelring, der nur so von Eleganz strahlt, aber auch zeigt, dass Vince keineswegs freundlich ist. Er ist luxuriös, aber nicht verspielt.

Vince McMahon: „Sagen Sie... hat Raven Ihnen zufälligerweise erzählt, dass ich einen von Ihnen feuern würde? Er möchte wohl, dass Sie mich nicht ausstehen können.“

Nun ja... genau so ist es ja aber auch, oder nicht? Was genau ist hier der Plan von Vince? Mit ruhiger Stimme und mitfühlenden Augen starrt er auf Leva herab, welche fast 3 Köpfe kleiner ist als er. Auch wenn er ein Geschäftsmann ist, so ist er mit seinen 6,3 Feet schon auch eine große Hausnummer. Selbst Raven ist kleiner als Vince.

Leva Bates: „Also stimmt das Ganze etwa nicht?“

Vince McMahon: „Oh nein, es ist die vollkommene Wahrheit. Er muss einen von Ihnen entlassen. Aber ich verspreche Ihnen, dass ich mein Bestmöglichstes geben werde, die Kündigung so angenehm wie möglich zu gestalten.“

Okay, auch wenn Vince das mit einer so liebevollen Stimme sagt, wie er nur kann, so klingt diese Aussage dennoch einfach nur abscheulich. Auch die Fans können nicht anders, als abermals mit lauten Buhrufen zu antworten. Er gibt wirklich zu, dass er einen von den Nachwuchstalenten direkt rauswerfen will. Und vorhin haben wir noch erfahren, dass es einfach nur an Raven liegt, weil er ihn nicht ausstehen kann. Wie dreckig kann ein Mensch denn nur sein? Doch Leva versucht, ruhig zu bleiben... sie will hier keinen Fehler machen.

Leva Bates: „Wenn es Ihnen jetzt schon leidtut, warum dann überhaupt der ganze Scheiß?“

Vince McMahon: „Oh, verstehen Sie mich nicht falsch. Mir tut es nicht leid. Ganz und gar nicht!“

Was ihn jetzt nicht unbedingt sympathischer macht. Irgendwie bringt Vince uns hier bei diesem Gespräch alle aus dem Konzept. Was möchte er hier von Leva? Will er sich erklären, warum er das alles macht? Zuerst wirkte es so, als wolle er Leva manipulieren... und dann hat er selbst zugegeben, dass er der Fiesling hier ist. Und jetzt sagt er auch noch, dass es ihn nicht einmal leidtut? Was will Vince hier? Will er nur preisgeben, dass er absolut alles tun kann, was er will, und dass er nun an der Macht dieser Liga steht? Will er Leva quasi bedrohen? Aber warum dann diese falsche freundliche Art von ihm?

Leva Bates: „Aber... warum sprechen Sie mit mir? Warum sagen Sie mir das Ganze?“

Genau das ist die Frage, die sowohl uns Fans als auch Leva selbst interessiert. Sie musste zwar sichtlich schlucken, als sie das sagte und als Vince daraufhin einen Schritt näher auf sie zukam. Doch tritt sie keinen Schritt zurück. Raven sagte ihr immer, dass sie mutiger sein soll. Und hier ist es endlich der Zeitpunkt für sie, um ihren Mut zu beweisen. Den Mut, mit welchem sie heute gegen die größte Frau des hiesigen Rosters antreten wird. Es wird kein Leichtes sein, aber sie wird nicht kampflos untergehen, so viel steht fest. Weder gegen Tiffany noch gegen Vince. Sie wird hier keinen Rückzieher machen. Sie hat sich geschworen, endlich härter zu werden. Im Gespräch mit Raven vorhin konnte man das schon gut erkennen. Doch jetzt steht sie Vince McMahon entgegen.

Vince McMahon: „Hören Sie. Sie sehen mich mit den falschen Augen. Das alles hier ist alles andere als angenehm für mich. Ich habe Macht, ja, aber dennoch habe ich auch ein Herz.“

Ist das so? Aber warum macht er es dann? Wenn er so ein Herz hat, dann lass doch einfach alle Superstars hier im Roster aktiv und schmeiß sie nicht heraus. Worin ist der Grund, dass eine Rhea Ripley entlassen wurde? Eine Alex Windsor, ein Bron Breakker, eine Kris Statlander, ein Will Ospreay oder eben einer von den Performance-Center-Trainees oder heute Abend auch vielleicht noch der Velveteen Dream, falls dieser sein Match gegen Roman Reigns verlieren wird? Warum feuert er all diese Stars, wenn er es eigentlich gar nicht möchte? Vielleicht unterschätzt Leva diesen Mann etwas. Denn schließlich konnte er es schon hinbekommen, selbst Raven mehr als nur einmal die Sprache zu verschlagen. Dann sollte jemand wie Leva kein Problem für ihn sein.

Vince McMahon: „Ich wollte Ihnen nur sagen, dass Sie, wann immer Sie bei irgendetwas Unterstützung benötigen, zu mir kommen können. Ich helfe Ihnen, wo ich nur kann!“

Aber die Art, wie er dies schafft, ist dann doch eher überraschend! Bitte was? Er bietet Leva Bates Hilfe an? Aber... warum? Auch Leva scheint komplett geschockt zu sein von dieser Aussage und weiß nicht, ob sie es überhaupt richtig verstanden hat. Warum sollte Vince ihr Hilfe anbieten? Wie soll sie darauf reagieren? Sie wollte eine härtere Seite von sich zeigen, aber... warum sollte sie hier jetzt hart reagieren? Das war doch eigentlich... ganz freundlich. Aber Vince ist doch der Böse... warum ist er dann hier so... nett... ist er vielleicht doch nicht so böse, wie Raven es sagte? Aber bei ihrem ersten Treffen wirkte er ganz anders. Genauso, wie Raven ihn beschrieb... an was soll sie nun glauben? Vielleicht existiert ja noch etwas Hoffnung und Vince ist doch ein ganz Netter und niemand muss gefeuert werden. Dieser Gedanke alleine ist daran schuld, dass es so kommt, wie es hier kommen musste. Nämlich, dass Leva Bates nun doch den Schwanz einzieht und wieder das zuvorkommende kleine Mädchen wird, wie man sie kennt. Zuvorkommend, freundlich und zurückhaltend.

Leva Bates: „Uhm... da... danke sehr!“

Und damit hat Vince sie komplett um den Finger gewickelt. Aber öffnet er sein Blatt nicht direkt. Oh nein, er behält seine Karten verdeckt, denn schließlich hat Leva ja bereits gefoldet.

Vince McMahon: „Also dann... ich wünsche Ihnen für Ihr Match später viel Glück. Sie werden es brauchen!“

Wahrscheinlich wollte Vince dieses kurze private Gespräch nur führen, damit er ein wenig versteht, wie Leva Bates so tickt. Raven hat er ja bereits schon zu 100 % durchschaut und weiß genau, wie er mit ihm umzugehen hat. Das hat das Gespräch vorhin gezeigt. Aber die 4 Schüler von ihm, über die weiß er quasi noch nichts. Sie waren bei ihren ersten Treffen seine Aufmerksamkeit nicht wert, aber nun scheint sich Raven darüber zu interessieren, warum Raven sich so sehr für die 4 einsetzt. Warum will Raven niemanden von ihnen feuern? Das will Vince hier herausfinden und das wird er auch. Als er Leva seinen Rücken zugedreht hat und den Raum verlässt, findet sich aber wieder jemand Neues vor der Tür.

Vince McMahon: „Oh... guten Abend, Mr. Lykos.“

Das ist Kid Lykos, der hier genau in diesem Moment ebenfalls den Raum betreten wollte. Gekleidet ist der Brite in seiner bekannten detailgetreuen, düsteren Wolfsmaske, die aus gehärtetem, schwarzem Leder gefertigt ist und eine matte, abgenutzte Textur aufweist, akzentuiert durch blutrote Markierungen im Bereich der Augenpartie und der Kieferlinie, während die tiefschwarzen Augenöffnungen seinen Blick undurchdringlich und unheimlich wirken lassen und die spitzen, nach oben ragenden Ohren ihm eine unverwechselbar aggressive Silhouette verleihen. Passend dazu trägt er ein eng anliegendes, schwarzes Kompressions-Langarmshirt, dessen Material eine subtile, aufgeraute Struktur aufweist, die entfernt an Fell erinnert, und auf dessen Vorderseite sowie kleiner auf dem Rücken ein stilisierter, zerkratzter Wolfskopf in den Farben Grau und Rot prangt. Dieses funktionale Oberteil kombiniert er mit einer robusten, schwarzen Cargo-Hose im Tactical-Style, die zwar locker genug für Bewegungsfreiheit geschnitten ist, aber an den entscheidenden Stellen eng anliegt, um nicht im Weg zu sein, und über mehrere große, teilweise mit Reißverschlüssen gesicherte Seitentaschen aus strapazierfähigem Nylon-Mix-Gewebe verfügt, was ihren praktischen, kampfbereiten Zweck unterstreicht. An den Füßen trägt Lykos professionelle, knöchelhohe Stiefel, die überwiegend in Schwarz gehalten sind, aber durch rote und weiße Ziernähte farblich perfekt mit seinem Oberteil harmonieren. Unter seinem Kompressionsshirt blitzt zusätzlich zu alledem noch eine silberne Halskette mit einem kleinen Anhänger hervor, während er an seinem linken Handgelenk eine schwarze Bandage mit eingestickten Wolfstatzen-Symbolen trägt.

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Etwas verwirrt betritt er den Raum, als Vince ihm einen guten Tag wünscht und dann davonmarschiert. Er schaut auf Leva, die die Einzige Verbliebene in dem Raum ist, und scheint nicht ganz zu verstehen, was hier gerade abgelaufen ist.

Kid Lykos: ’„Was ist hier gerade passiert?“

Leva Bates: „Ach, nichts, keine Sorge. Vergiss das einfach.“

Nun... das ist nicht unbedingt das, was hier gerade passierte. Also das Gespräch war zwar nur kurz, aber als gar nichts kann man das nun auch nicht bezeichnen. Klar, dass Lykos nun noch viel mehr wissen will, was hier gerade vor sich ging.

Kid Lykos: ’„Vergiss das? Wie soll ich so was denn vergessen? Was wollte Vince von mir? Bist du etwa diejenige, die Raven an Vince verraten hat?“

Das war nun aber unnötig. So einen Kommentar herauszufeuern, ist klar, dass das die Stimmung direkt in den Keller sinken lässt. Irgendwie wollte Leva hier heute bloß vor ihrem wohl schwersten und wichtigsten Match ihrer gesamten Karriere nur in Ruhe trainieren und nun hat sie gleich solche 3 schwierigen Treffen. Das kann einen doch nur fertigmachen. Etwas angepisst hebt sie ihre Hand und winkt einfach nur ab, während sie sich zum Kühlschrank des Pausenraumes begibt und dort eine Dose Cola herausholt.

Leva Bates: „Gott, halt die Schnauze, natürlich habe ich so etwas nicht getan!“

Sagte sie, während sie genervt reinblickt und ihre Augen verdreht. Natürlich hat die Cosplayqueen nun keine Lust, einen Streit mit einem ihrer Kameraden anzufangen. In dieser Situation gegen Vince müssen sie alle zusammenhalten. Es wäre ein Fehler, wenn es wirklich ein Battle Royal jeder gegen jeden wird. Daran verliert man nur gute Freundschaften. Doch irgendwie braut sich hier etwas sehr Schlimmes an.

Kid Lykos: ’„Ach ja? Mal schauen, was Raven dazu sagt...“

Will Lykos hier wie ein kleiner Randal bei seinem Lehrer petzen, dass Leva ein geheimes Gespräch mit Vince hatte? Das wäre eine absolute Assi-Nummer. Warum macht Lykos so eine unschöne Aktion? Damit er besser bei Raven dasteht und es eher Leva trifft mit der Kündigung als ihn? Damit er Leva als Konkurrentin ausgeschaltet hat? Obwohl Leva nicht einmal kämpfen möchte.

Leva Bates: „Sag mal, spinnst du? Willst du jetzt versuchen, mich zu beschuldigen, um selbst nicht gefeuert zu werden?“

Nun ja, genau danach sieht das hier aus. Levas Gesicht wird immer genervter und man kann in ihren Augen so langsam auch jede Menge Zorn erkennen. Es könnte angestauter von dem Gespräch mit Vince sein, den sie sich dabei nicht getraut hatte zu zeigen, oder aber es ist neuer, der hier nur alleine durch Lykos und diese dämliche Aktion entstanden ist.

Kid Lykos: ’„Pass ja auf. Raven hat kein Interesse an dir. Du stehst auf genau demselben Level wie wir anderen auch. Er würde dich sofort rauswerfen, wenn du einen Fehler machst. Einen Fehler wie hier, mit Vince im Geheimen rumzuturteln. Du stehst auf Ältere, oder nicht?“

Oh Gott, jetzt ist der Moment, wo Lykos vielleicht am besten einfach mal seine Fresse halten sollte. Was passiert hier zwischen den beiden? Dieser Kommentar trifft Leva wie ein Schlag unter die Gürtellinie und sie weiß zuerst nicht genau, wie sie darauf reagieren soll. Doch steigt die Wut in ihr immer weiter und so allmählich reißt ihr der Geduldsfaden.

Leva Bates: „Pass du ja auf, was du sagst. So etwas werde ich nicht einfach hinnehmen.“

Huscht es Leva warnend über die Lippen, während sich ihr Blick dabei immer weiter verhärtet. Lykos hat nun die Wahl, es einfach dabei zu belassen, einen Gang zurückzuschalten und endlich aufzuhören, aus dem Gespräch zwischen ihr und Vince mehr zu machen, als es möglicherweise gewesen ist, oder aber genau das zu tun, was er offenbar schon die ganze Zeit vorhat: weiterzumachen und diesen Streit noch weiter in die Höhe zu treiben. Doch wer Kid Lykos kennt, der dürfte wohl bereits wissen, welche dieser beiden Möglichkeiten er wählen wird. Denn anstatt sich von Levas Warnung beeindrucken zu lassen, zeichnet sich auf seinem Gesicht nur dieser trotzige, beinahe schon provokante Ausdruck ab. Er weicht keinen Schritt zurück. Eher im Gegenteil. Natürlich muss Lykos noch einen draufsetzen und seinen Senf dazugeben. Und klar, dass er die Tatsache, Leva ausgerechnet bei einem privaten Gespräch mit Vince McMahon gesehen zu haben, vollkommen auskostet und immer weiter gegen sie verwendet. Levas Gesicht gefriert regelrecht, als der Jüngere ihr weiterhin gegenübersteht und keinerlei Anstalten macht, die Sache endlich ruhen zu lassen. Sie tut Lykos aber nicht den Gefallen, hier irgendeine Form von Unsicherheit zu zeigen oder sich von seinen Unterstellungen einschüchtern zu lassen. So hält sie seinem Blick stand und zeigt ebenfalls keinerlei Form von Angst. Eher im Gegenteil... je länger Lykos diesen Streit provoziert und je weiter er seine Anschuldigungen treibt, desto mehr blitzt es in Levas Augen auf.

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Und trotzdem spürt sie, wie sie dabei zunehmend genervter wird und eigentlich überhaupt keine Lust mehr darauf hat, sich für ein Gespräch rechtfertigen zu müssen, von dessen Inhalt Lykos überhaupt nichts weiß. Vor allem dieser ständige Versuch, ihr daraus irgendeinen Verrat an Raven oder den anderen anzudichten, geht ihr inzwischen gehörig gegen den Strich. Gerade vor Lykos sieht es die Cosplayqueen nicht ein, sich für jedes ihrer Worte oder jedes Gespräch erklären zu müssen. Nein, wenn sie sich jetzt von seinen Provokationen mitreißen lässt, gibt sie ihm am Ende vielleicht genau die Reaktion, auf die er die ganze Zeit hinauswill. Doch Lykos scheint nicht daran zu denken, es gut sein zu lassen. Stattdessen verengt er seinen Blick, holt sein Smartphone heraus und macht genau das, was man vom New Problem Child Of Professional Wrestling erwartet.

Kid Lykos: ’„Sieh dich vor, was du tust. Raven wird nicht hinter dir stehen, egal, wie sehr du ihm den Schwanz lutsch...“

Doch weiter kommt Lykos gar nicht erst, da genau in dem Moment, noch bevor er seine provozierenden Worte beenden kann, Leva sich nicht mehr zurückhalten kann und Lykos eine heftige Ohrfeige verpasst, die er auch noch unter seiner Maske stark spüren kann. Dieser Schlag war so hart, dass er sogar mehrere Schritte zur Seite fliegt. Eigentlich wollte sie das ganze Problem hier in Freundlichkeit lösen und weitermachen wie zuvor und mit allen ihren Kollegen zusammenarbeiten. Aber dass Lykos sich jetzt so verändert hier, damit hat sie einfach nie gerechnet. Und das wird sie sich auch nicht gefallen lassen. Sie wird kämpfen, ganz sicher, und sie wird garantiert nicht diejenige sein, die hier entlassen wird. Vielleicht wird sie diejenige sein, die heute Abend ihr Match verliert. Aber wird sie diejenige sein, die am Ende noch mit einem c2c-Vertrag dasteht und weiter in den Shows auftreten wird. Und wenn sie dafür einen dreckigen Weg gehen muss.

Leva Bates: „Du kleiner mieser Dreckskerl! Weißt du? Vince hat mir angeboten, dass ich, wann immer ich Probleme habe, zu ihm kommen kann. Wenn du noch einmal so was sagst, nehme ich das Angebot an.“

Uuhh, das ist wirklich sehr dreckig. Sicher ist es das wohl Beste, was Leva hätte passieren können, dass Vince ihr ein solches Angebot gemacht hat, aber wechselt sie damit quasi auch die Seite. Sie arbeitet mit einem Mann zusammen, der der eigentliche Grund dafür ist, dass all das hier so passiert. Und Lykos hat mit allem, was er hier sagt, recht. Obwohl er wohl auch schuld daran hat. Wobei es alles natürlich auch einfach nur ein dreckiges kleines Spiel von Vince sein könnte, um noch mal mehr Öl ins Feuer dieser Streiterei zu gießen. Vielleicht hat er all das hier nur gemacht, damit sich Ravens Schüler gegenseitig bekriegen, weil sie das vorher noch nicht gemacht haben. Und wenn man sich das Gespräch zwischen Raven und Leva von vorhin so anschaut, bekriegen sich nicht nur seine Schüler, sondern auch die Schüler mit ihm. So langsam aber sicher scheint absolut alles, was sich Raven hier in der Liga erbaut hat, zusammenzustürzen. Und das alles nur wegen Vincent Kennedy McMahon. Doch wie diese Geschichte mit ihm weitergeht, erfahren wir erst in der Zukunft. Genauso wie die Geschichte zwischen Leva Bates und Kid Lykos, denn eine weitere Antwort kommt hier nicht mehr, da Leva nun selbst komplett aus diesem Raum hier verschwindet.

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Lykos sieht ihr grimmig hinterher, den Schlag spürt er noch immer auf dem Gesicht. Aber dauert es auch nicht lange, ehe auch er dann wieder im Backstage-Bereich verschwindet. Und die Fans? Nun ja, die befinden sich hier zum Großteil auf Seiten von Leva Bates, da Lykos wirklich selbst daran schuld ist, dass es hier so geendet hat. Mal schauen, wie die gesamte Geschichte hier weitergeht.

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MATCH 3
SINGLES MATCH
John Cena vs. Danhausens Home Town Friend

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Writer: ???

Die Halle wird komplett dunkel. Ein Moment der Stille. Und dann—FLASH!—ein Feuerwerk bricht auf der Bühne aus, das die Arena mit grellen weißen und goldenen Blitzen erleuchtet. Cenas berühmtes Logo erscheint auf der Titantron.



Die Fans reagieren ein Mix aus Buhrufen und einigen Jubeln. Die Kamera schwenkt zur Bühne, wo ein einziger Scheinwerfer auf den Eingang gerichtet ist und Cena sich oben auf der Rampe zeigt. Er steht da, stolz, mit einer arroganten Haltung, als ob er der König des Ortes wäre. Cena hat ein grinsendes, selbstgefälliges Gesicht und blickt in die Menge.

Eine lockere, übergroße schwarze Basketball-Jersey, mit „Thuganomics“ in fetten Graffiti-Buchstaben auf der Vorderseite. Baggy Jeans, die tief unter der Hüfte hängen und die Haltung von Cena unterstreichen. Weiße Sneakers mit schwarzen Akzenten, perfekt für seinen Street-Look. Eine schwarze Cap, schief auf dem Kopf getragen, was zu seiner rebellischen Aura passt. Die charakteristischen „Never Give Up“ Armbänder, aber jetzt trägt er sie ironisch. John Cena tritt zurück und salutiert...

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Cenas Gesichtsausdruck ist voller Arroganz. Er weiß genau, dass er hier nicht nur ist, um zu kämpfen, sondern um eine klare Botschaft zu senden. Er dreht sich mit einem selbstbewussten Grinsen nach der Menge, gibt dabei deutlich zu erkennen, dass ihm die Reaktionen der Fans nicht viel bedeuten.

Matthew Rehwoldt:
"The following Countest is getting for one Fall" ONE FALL! "Introducing first... from West Newbury, Massachusett... weighing in at 251 pounds.. JOOOOHN CEEEEEENA!"

Nachdem er den Ring betreten hatte stellt er sich auf den Turnbuckle. Jeder Superstar würde sich feiern lassen jedoch nicht Cena. Darauf steigt Cena vom Turnbuckle und ist bereit sein Match zu bestreiten doch bevor es dazu kommt besorgt sich John Cena ein Mikro. Cena hebt das Mikrofon an und sein Blick wandert zunächst zur Entrance Stage, dann langsam durch die Zuschauerreihen. Schließlich bleibt er mit einem höhnischen Grinsen direkt an der Kamera hängen.

John Cena
"Moment mal... bevor wir hier weitermachen, hat John Cena noch eine kleine Frage. Teddy Long... Danhausen... habt ihr wirklich ernsthaft geglaubt, dass das das Schwerste war, was ihr aus euren Taschen ziehen konntet? Das war euer großer Plan? Das war eure Antwort auf John Cena? Ihr habt euch zusammengesetzt, habt tief in irgendwelchen alten Geschichtsbüchern gewühlt und dann gesagt... Wir brauchen jemanden, der Cena aufhalten kann... Und dann habt ihr Heidenreich aus der Mottenkiste geholt. Teddy, du hast ihn als absolute Hometown-Legende angekündigt. Als Naturgewalt... Als Mann, der John Cena zerstören würde. Und was ist passiert? John Cena hat ihn besiegt. Aber nicht besonders schön... nicht besonders sauber. Aber am Ende lag Heidenreich auf der Matte und John Cena stand noch...“


Die Fans buhen laut was John Cena genießt doch John Cena wartet einen Moment, bevor er weiterspricht.

John Cena
"Also frage ich euch noch einmal... war das wirklich alles? War das wirklich das Schwerste, was ihr aus euren Taschen ziehen konntet? Denn wenn das eure beste Antwort war, dann muss John Cena euch leider enttäuschen. Ihr müsst euch schon ein bisschen mehr anstrengen.“


John Cena lässt das Mikrofon langsam sinken und betrachtet die Zuschauer mit einem breiten, selbstgefälligen Grinsen. Die Buhrufe schwellen an, doch Cena scheint sie geradezu zu genießen. Er dreht sich demonstrativ in Richtung Entrance Stage, als würde er Teddy Long und El Dan de la Hausen dort oben erwarten. Dann hebt er das Mikrofon wieder an.

John Cena
"Aber Teddy... John Cena möchte dir etwas sagen. Du hast offensichtlich vergessen, mit wem du dich hier anlegst. Du stehst da draußen und spielst den großen Matchmaker. Du ziehst irgendeinen Namen aus deinem Hut und glaubst John Cena ein echtes Problem zubereiten. Teddy, das Einzige, was du heute Abend bewiesen wirst ist dass dein Hut offensichtlich genauso leer ist wie dein Kopf. Aber wenn die Intelligenz kommt müssen die Haare weichen, doch das ist nicht bei dir der Fall. Aktuell redest von Hometown-Legenden... Naturgewalten... redest davon, John Cena an seine Grenzen zu bringen. Teddy, mein Lieber... wenn das deine Vorstellung davon ist, John Cena an seine Grenzen zu bringen, dann möchte ich gar nicht wissen, was passiert, wenn du dich wirklich anstrengst. Wahrscheinlich brauchst du dafür drei Assistenten, zwei Rollatoren und ungefähr sechs Stunden, um überhaupt eine Entscheidung zu treffen. Du bist der Typ Mensch, der vor einer großen Entscheidung zehn Minuten lang in die Luft starrt und anschließend sagt... "Holla, holla, playa... ich hab's!" Und dann ziehst du Heidenreich oder einen anderen Idioten aus deinem imaginären Zauberhut. Das ist dein Masterplan? Das ist deine große Strategie?“


Cena bleibt stehen und schaut direkt zur Stage ob etwas geschieht... als das nicht der Fall ist spricht John Cena weiter.

John Cena
"Teddy, ich weiß nicht, was schlimmer ist... dass du tatsächlich geglaubt hast, Heidenreich könnte John Cena besiegen... oder dass du dafür wahrscheinlich den ganzen Abend gebraucht hast... aber wer weiß ob du deine alten Knochen bewegen kannst um jemanden zu präsentieren. Ach ja John Cena hätte fast die Kakerlake vergessen... El Dan de la Hausen... “


[Bild: 01j8zvycdq7g7bnkydem.jpg]

Cena schüttelt langsam den Kopf und stubst sich einmal mit dem Zeigefinger an die Nase. Sein selbstgefälliges Grinsen wird breiter, während er den Blick über die Zuschauer schweifen lässt. Dann richtet er seine Aufmerksamkeit wieder auf die Entrance Stage. Ein lautes Pfeifkonzert geht durch die Arena. Cena wartet bewusst einige Sekunden, als würde er dem Namen überhaupt erst die Bedeutung geben wollen, die er seiner Meinung nach nicht verdient.

John Cena
"Wisst ihr... wenn John Cena diesen Mann ansieht, dann sieht er keinen Unified Champion. Er sieht keinen ernstzunehmenden Wrestler. Er sieht keinen Mann, der dieses Geschäft in die Zukunft führen könnte. John Cena sieht einen Pausenclown. Genau das bist du, Danhausen. Ein Pausenclown... Einer dieser Typen, die man aus der Schachtel holt, wenn man nicht weiß, was man sonst mit den Kindern anfangen soll. Und plötzlich stehen da zehn kleine Blagen mit ihren Geburtstagskuchen, ihren Luftballons und ihren viel zu großen Augen... und dann kommt Danhausen. “


Cena geht ein paar Schritte durch den Ring und imitiert dabei mit übertriebener Theatralik die Bewegungen eines Kinderunterhalters.

John Cena
"Ohhh, schaut mal, Kinder! Ich bin Danhausen! Ich bin gruselig! Ich habe einen Fluch! Und die Kleinen klatschen... lachen und finden es lustig. Warum? Weil sie es nicht besser wissen ein paar Fünfjährige ist das Unterhaltung oder für ein paar Kinder ist das wahrscheinlich sogar das Highlight ihres Geburtstags. Aber dann kommt irgendwann der Moment, an dem Papa oder Mama sagen... So Kinder... genug gelacht. Jetzt gehen wir nach Hause. Und genau dann passiert etwas ganz Wunderbares. Danhausen bleibt zurück denn genau dort gehört er hin. Aber nicht in den Ring mit John Cena... an die Spitze von Coast 2 Coast und auch nicht als Gesicht einer neuen Ära sondern auf irgendeinen Kindergeburtstag, wo er von kleinen Kindern akzeptiert wird, weil sie noch nicht alt genug sind, um zu verstehen, wie lächerlich dieser Mann eigentlich ist. Du kannst dort Grimassen schneiden oder kannst dort deine komischen Gesten machen. Dann kannst dort deine kleinen Flüche aufsagen und kannst meinetwegen sogar jedem Kind einen Luftballon in die Hand drücken. Und die Kinder werden dich lieben, Danhausen. Sie werden lachen und dich lieben. Möglichweise werden vielleicht sogar nach Hause gehen und ihren Eltern erzählen, dass sie heute einen echten Superhelden gesehen haben. Aber weißt du, was sie niemals tun werden? Sie werden dich nicht ernst nehmen. Und genau das ist der Unterschied zwischen uns beiden. Kinder brauchen einen Clown, um unterhalten zu werden. Erwachsene brauchen einen Mann, dem sie vertrauen können, wenn es ernst wird. Und wenn es ernst wird...“


Cena deutet mit dem Zeigefinger auf sich selbst.

John Cena
"...dann suchen sie John Cena. Aktuell hast dich mit deinen albernen Spielchen zum Unified Champion gemacht. Du hast zwei Titel zusammengeschoben und daraus deinen kleinen persönlichen Spielplatz gebaut. Die Leute haben gejubelt, weil sie genau das sehen wollten. Eine Show... einen Witz... Einen Pausenclown mit einem Gürtel um die Hüften. Aber irgendwann endet jeder Kindergeburtstag und die Luftballons werden weggeräumt. Irgendwann wird der Kuchen aufgegessen und dann gehen die Kinder nach Hause. Darauf bleibt nur noch die Realität... und in dieser Realität steht John Cena.“


Cena lässt das Mikrofon sinken, blickt noch einmal zur Stage und wartet demonstrativ darauf, dass Danhausen auftaucht.
Für einige Sekunden passiert tatsächlich gar nichts und es sieht so aus, als würde sich unser Unified Champion hier nicht blicken lassen. Als würde er damit John Cena recht geben und als würde seine mysteriöse Herausforderung heute gar nicht zustande kommen, weil er selbst weiß, dass er gegen eine Legende wie John Cena nicht den Hauch einer Chance hat. Es vergehen fünf Sekunden... zehn Sekunden... und die Buhrufe werden immer lauter, doch niemand erscheint. Doch noch bevor Cena mit einem selbstverliebten Grinsen das Mic wieder anheben und den Fans beweisen kann, dass er im Recht steht, dröhnt dann plötzlich der Titantron und bringt uns die geheimnisvolle Music, die ein jeder die letzten Wochen über lieben gelernt hat.



Sofort explodiert die Crowd und die Halle wird in ein dunkles, unheilvolles Licht getaucht, während auf dem Titantron das verzerrte Gesicht von EL DAN DE LA HAUSEN erscheint. Wenige Augenblicke später kommt der Unified Champion tatsächlich durch den Vorhang auf die Stage marschiert. Beide Championship-Gürtel trägt er dieses Mal nicht um die Hüfte. Einer hängt über seiner linken Schulter, während er den anderen unter seinen Arm geklemmt hat. In seiner freien Hand hält er ein Mikrofon. Doch ungewöhnlicherweise gibt es keine große Pose und auch keine übertriebene Verbeugung. Nicht einmal einen Fluch zeigt er. El Dan de la Hausen bleibt einfach oben auf der Stage stehen und starrt Cena an, während einige Fans laut am Jubeln und am Lachen sind und wieder andere Cena sofort wieder ausbuhen. El Dan de la Hausen hingegen neigt lediglich leicht seinen Kopf zur Seite und mustert einige Sekunden Cena schweigend, ehe er langsam das Mikrofon vor seinen Mund führt.

EL DAN DE LA HAUSEN : „Prototypehausen redet sehr viel. Sehr, sehr, sehr viel. Die große unschlagbare Lucha-Libre-Legende El Dan de la Hausen stand dort hinten und hat zugehört. Dann noch etwas länger zugehört. Und dann sich gefragt, ob Juanhausen irgendwann fertig wird. Dann hat El Dan de la Hausen einen Kaffee getrunken. Und dann war Seventeenhausen immer noch nicht fertig.“

Eine Mischung aus einem Raunen als auch aus Gelächter geht durch die Zuschauerreihen der Halle, während man sich bei dem Gelaber der Lucha-Libre-Legende schon irgendwie die Augen verdrehen kann. Er hat John Cena hier jetzt 3-mal hintereinander mit verschiedenen Namen angesprochen. Was stimmt mit diesem Mann bloß nicht?

EL DAN DE LA HAUSEN : „Aber der große sensationelle El Dan de la Hausen hat verstanden. Chinahausen hält ihn für einen Clown. Hält Hollatakerhausen für einen alten Mann und Johnhausen für einen Idioten. Und Suckhausen hält vor allem sich selbst für eine sehr große Legende. Das Letzte ist das Problemhausen.“

Mit diesen Worten hebt El Dan de la Hausen einen seiner Finger hoch, wobei ihm dabei ein Titel von der Schulter herunterrutscht und er erst mal gefühlt 2 Minuten braucht, um diesen wieder festzuhalten, dabei das Mic nicht aus den Händen zu verlieren und den Titel wieder zurück auf seine Schulter zu rücken, auch wenn ihm dabei dann auch noch der andere Titel herunterfällt und am Ende beide Titel vor ihm auf der Stage auf dem Boden liegen... aber El Dan de la Hausen stellt sich professionell mit herausgestreckter Brust davor, wie als müsse es so... jedenfalls so lange, bis er wieder atmen muss und die Brust sich wieder einfährt. Dennoch hebt er dann endlich seinen Finger und spricht nun direkt zu John Cena... mal schauen, wie viele Namen ihm noch einfallen.

EL DAN DE LA HAUSEN : „Denn Taglonghausen hatte letzte Woche eine gute Idee. Er wollte Khakishausen jemanden zeigen, der ihn daran erinnert, dass es auf dieser Welt noch andere Legenden gibt. Leider hat Peacehausen gewonnen. Very unfortunate. Very evil.“

Daraufhin kann man unter der Maske der Lucha-Libre-Legende sehen, wie er eine angewiderte Grimasse verzieht, doch noch bevor die Kamera da näher drauf einzoomen kann, redet er auch schon direkt weiter. Und die Fans lieben es. Der Jubel wird immer lauter, egal ob der Champ spricht oder nicht. Er setzt sich langsam in Bewegung und läuft die Rampe hinunter. Dabei lässt er seinen Blick keine Sekunde von Cena weichen.

EL DAN DE LA HAUSEN : „Cenatorhausen hat einen sehr großen Fehler gemacht. Felixhausen glaubt nämlich, weil er eine Legende besiegt hat, hätte er Longdonghausen widerlegt. Nexushausen glaubt, damit hätte er El Dan de la Hausen widerlegt. Und jetzt steht Wienahhausen dort und möchte noch jemanden... Also bekommt Mirfälltkeinweiterernameeinhausen noch jemanden.“

Ungefähr auf halber Höhe der Rampe bleibt der große El Dan de la Hausen dann stehen und schaut Cena einige Sekunden vollkommen ausdruckslos an. Es folgt eine kurze Pause und sorgt für laute Reaktionen unter den Fans. Er zeigt mit seinem Zeigefinger auf seine eigene Brust und geht die letzten Meter bis zum Ring, steigt jedoch nicht hinein. Stattdessen läuft er außen um den Ring herum und bleibt außen vor Cena stehen. Nur die Ringseile trennen die beiden Männer voneinander. Danhausen will ihn mit dem Glanz seiner Championships blenden, bis ihm einfällt... dass diese noch immer mitten auf der Stage liegen... oh damn, er hat sie vergessen... nuja... wird schon niemand klauen... also... hoffentlich.

EL DAN DE LA HAUSEN : „Jetzthöraufhausen hat gerade sehr viele lustige Dinge über Kindergeburtstage erzählt. Sehr kreativ. Vielleicht sollte Chauffeurhausen Comedian werden, wenn diese Wrestling-Sache irgendwann nicht mehr funktioniert. Aber Raphausen hat eine Sache vergessen. Der legendäre atemberaubende El Dan de la Hausen kennt ebenfalls sehr viele Leute. Sehr berühmte Leute. Sehr gefährliche Leute. Sehr strange Leute.... und manche davon mögen El Dan de la Hausen sogar.“

Während einige Fans sich ein Lachen nicht verkneifen können, während El Dan de la Hausen diese Sprüche Cena entgegenwirft, hält die Lucha-Libre-Legende kurz inne.

EL DAN DE LA HAUSEN : „Unglaublich, Danhausen weiß. Und zufälligerweise befindet sich Coast 2 Coast heute an einem sehr interessanten Ort. Denn wenn R-Hausen letzte Woche eine Hometown-Legende finden konnte...“

El Dan de la Hausen dreht langsam seinen Kopf und blickt durch die Arena, während sich die Reaktionen der Zuschauer augenblicklich verändern. Ein aufgeregtes Murmeln geht durch die Reihen und einige Fans scheinen bereits zu begreifen, worauf der Unified Champion hinauswill. Obwohl er maskiert ist, erkennt man ein breites Grinsen auf seinem Gesicht.

EL DAN DE LA HAUSEN : „...dann kann El Dan de la Hausen ebenfalls einen Hometown Hero finden. Jemand, den El Dan de la Hausen sehr gut kennt. Jemand, der diese Stadt kennt. Jemand, den diese Stadt sehr gut kennt. Und vor allem jemand, der vielleicht genauso wenig davon hält, wenn JCHausen hierherkommt und allen erzählt, dass es nur eine einzige wahre Legende gibt.“

Die Crowd wird schlagartig deutlich lauter und El Dan de la Hausen hebt beschwichtigend beide Hände. Dann beginnt er zu grinsen und die Halle wird direkt gleich noch lauter. Die Lucha-Libre-Legende schaut zu Cena.... Dann zur Stage.... dann wieder zu Cena, bevor er langsam seinen Zeigefinger hebt als auch das Mikrofon näher an seinen Mund.

EL DAN DE LA HAUSEN : „Aber bevor El Dan de la Hausen das tut, muss Bonhausen etwas verstehen. Letzte Woche wollte man beweisen, dass Legendhausen nicht unbesiegbar ist. Heute möchte der phänomenale glorreiche El Dan de la Hausen aber etwas anderes beweisen. Nämlich, dass du nicht der einzige Mann bist, dessen Name etwas bedeutet. Das ist das Lustige an Legendenhausen. Sie entscheiden selbst, wer der Bessere ist!“

Die Fans jubeln und Danhausen zeigt langsam in Richtung Zuschauer. Ganz, ganz lange... sehr lange... so lange, bis endlich der ohrenbetäubend lange Jubel der Fans etwas abgeklungen ist.

EL DAN DE LA HAUSEN : „El Dan de la Hausen kennt jemanden, der Makerhausen sehr gerne erklären würde, was eine echte Hometown-Legende ist.“

Und damit läuft Danhausen langsam rückwärts die Rampe hinauf zurück zu seinen Championships und breitet dabei langsam seine Arme aus, während die Spannung innerhalb der Halle immer weiter ansteigt. Bei seinen Titeln zurück muss er sich kurz umdrehen, um nicht darauf zu treten, doch Gott sei Dank tut er dies nicht und bleibt direkt wieder davor stehen. Er hält dabei wieder eine kleine Pause und hebt langsam seinen rechten Arm und deutet zur Entrance Stage.

EL DAN DE LA HAUSEN : „Dallas Texashausen... say hello to a very good friend of mine... and your HOMETOWN HEROHAUSEN!“

Die gesamte Halle wartet... und wartet... und wartet... und wartet... bevor sich El Dan de la Hausen endlich umdreht und das Mic sinken lässt. UND DANN...



Die ersten Töne der Musik reichen bereits aus, damit einige Fans in der Halle lauthals am Jubeln sind. Nicht jeder kennt diese sanften, melancholischen Klänge einer Slide-Gitarre. Schließlich ist der Wifebeater zwar eine richtige Deathmatch-Wrestling-Legende, doch nicht jeder ist so erfahren im Deathmatch-Wrestling-Milieu. Aus dem dichten Nebel auf der Bühne tritt eine gedrungene Gestalt hervor, gekleidet in ein schwarzes T-Shirt mit einem blutigen Schädelmotiv, zerrissene Jeans und robuste Stiefel. Er hat eine Sturmhaube auf dem Kopf, aber seine durchdringenden Augen, die eiskalt und unbarmherzig auf Cena im Ring blicken, sind deutlich zu erkennen.

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In der Hand hält er einen Baseballschläger, der mit Stacheldraht umwickelt ist. Wifebeater bewegt sich nicht langsam und majestätisch, oh nein, er stürmt die Rampe hinab, seine Bewegungen sind unvorhersehbar, fast tierisch. Er fixiert Cena im Ring, den Baseballschläger fest in den Händen, bereit, jeden und alles auf seinem Weg zu zerstören.

Matthew Rehwoldt: "And his Opponent... From Dallas, Texas ... Weighing in at 244 Pounds.. THE WIFEEEEEBEEEAAATEEEEEEEER!"

Er erreicht den Ring, klettert nicht über die Seile, sondern rollt sich unter dem untersten Seil hindurch und steht plötzlich Auge in Auge mit John Cena.

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Die Musik von Wifebeater endet abrupt, aber die Spannung in der Halle ist elektrisierend. Wifebeater und Cena stehen sich gegenüber, ein Bild zweier Wrestling-Welten, die aufeinanderprallen. Wifebeater hebt langsam den Stacheldraht-Baseballschläger und deutet damit auf Cena. Kein Wort wird gesprochen und es wird nur noch auf den Gong der Ringglocke gewartet, der den Kampf zwischen John Cena, dem selbsternannten Helden der Massen, und einem Mann, der für den Inbegriff des Chaos und der Gewalt im Ring steht, eröffnet. Der Kindergeburtstag, wie Cena es genannt hatte, ist vorbei und die Action steht schon kurz bevor.

DING DING DING

Die Glocken erklingen und sofort geht Cena auf den Wifebeater los, rammt ihm sein Knie in den Magen und schlägt stark von oben auf dessen Nacken ein. Und er hört nicht auf. Cena schlägt immer weiter auf den Wifebeater ein, bis dieser auf die Knie fällt, doch irgendwann schafft es die Hardcorelegende, einem Schlag von Cena auszuweichen, wieder aufzustehen, Cena in die Ringecke zu befördern und ihn dort mit einem harten Chop auf die nackte Brust zu attackieren. Ein weiterer Chop folgt, ehe der Wifebeater sich Cena packt, aufstemmt und mit einem glorreichen Fallaway Slam hinter sich auf die Matte befördert. Holy shit, der Wifebeater legt hier richtig los. Er stemmt Cena wieder auf und wirft ihn mit aller Wucht durch die Seile aus dem Ring, hält ihn aber durch die Seile noch fest, stemmt seinen Oberkörper über das oberste Ringseil und zeigt die durch Sheamus berühmt gewordenen Beats of Bodhran! Und die Fans hier in Dallas schreien lauthals mit. One! Two! Three! Four! Five! Six! Seven! Eight! Nine! Und TEN! Whooooo... langsam fällt Cena vom Apron herunter aus dem Ring heraus und der Wifebeater folgt ihm. Hier draußen ist sein Reich. Seine Welt. Der Ort, wo sich der Wifebeater am wohlsten fühlt. Nur ist das hier auch die c2c und damit eine professionelle Wrestlingliga und nicht irgendein Deathmatch-Backyard-Wrestling-Turnhalle. Demnach ist John Cena hier etwas mehr im Vorteil, wie man es schnell erkennen kann, als er dem Wifebeater wieder einmal sein Knie in den Magen rammt, ihn mit einem heftigen Punch gegen den Schädel bearbeitet und anschließend mit aller Kraft gegen das Turnbuckle schleudert, wo er mit dem Schädel voraus gegen den nackten Stahl knallt. Cena rollt den Wifebeater wieder zurück in den Ring, folgt ihm und lässt sich dort direkt mit einigen Elbow Drops auf ihn fallen, bevor er sich auf ihn draufsetzt und wie wild seine Fäuste in dessen Fresse schlägt. Doch auch wenn er am Boden ist, schafft es der Wifebeater zu kontern, indem er Cena von sich herunterwirft, mit einem Kneedrop direkt in dessen Magen fällt, ihn aufstemmt und ihn mit harten Elbowpunches gegen den Schädel nun selbst bearbeitet. Er nimmt Cena in einem Headlock gefangen, doch Cena schafft es, den ehemaligen US-Marine direkt von sich weg in die Seile zu stoßen. Cena springt ab, doch der Wifebeater hält sich am obersten Ringseil fest, sodass Cenas Dropkick ins Leere geht und er hart auf der Matte landet. Nun ist es der Wifebeater, der sich mit einem Elbow Drop auf den am Boden liegenden Cena fallen lässt, sofort wieder aufsteht, Cena mit aufstemmt und mit einem Hip Toss durch den halben Ring wirft. Er stemmt Cena sofort wieder auf und zeigt nun einen sensationellen Pumphandle Slam hinterher gegen den Chain Gang Soldier. Wieder stemmt der Wifebeater Cena auf und will es hier nun mit seinem Trailer Park Slam beenden, doch Cena kann sich schwer machen und den Wifebeater in die Ringecke gegen das Turnbuckle von sich wegstoßen. Sofort stürmt John Cena auf den Wifebeater in der Ringecke und schlägt dort wie verrückt auf diesen ein. Und auch mehrere harte Kicks folgen so lange, bis er den Wifebeater aufstemmt und zum FU ansetzt.

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Doch da passiert plötzlich etwas. Das ist... El Dan de la Hausen! El Dan de la Hausen kommt in den Ring gestürmt. Er kommt seinem Partner helfen! Wie verrückt schlägt er auf John Cena ein, packt sich dessen Arm und befördert ihn mit einem wilden Whip in die Seile. Cena rennt in die Seile, schafft es aber, sich daran abzubremsen und den Ring so schnell er nur kann zu verlassen, während im Ring der wütende El Dan de la Hausen auf ihn blickt.

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Doch das ist natürlich alles andere als gut für den Wifebeater. Denn dem Ringrichter bleibt nun nichts anderes mehr übrig, als dieses Match zu beenden.

DING DING DING

Die Ringglocken ertönen und der Ringsprecher gibt sofort an, dass der Sieger dieses Matches John Cena aufgrund von Disqualifikation ist. Sofort will El Dan de la Hausen nach seinem Kollegen, dem Wifebeater, schauen und gucken, ob es diesem gut geht. Und tatsächlich scheint dieser gar nicht so verletzt zu sein, wie man gedacht hätte. Doch... what the fuck? Der Wifebeater packt sich die Lucha-Libre-Legende am Hals und Chokenstein! Die Sit-out Choke Bomb vom Wifebeater trifft El Dan de la Hausen perfekt und dieser bleibt regungslos am Boden liegen.

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Was geht hier vor? War der Wifebeater nicht ein Freund von El Dan de la Hausen? Oder ist er hier einfach nur wütend darüber, dass sich der Mexikaner eingemischt hat? Es sieht so aus, weil mit einem ziemlich angepissten Ausdruck im Gesicht verlässt der Wifebeater den Ring, geht auf der Stage an Cena vorbei, wirft diesem noch einen letzten genervten Blick entgegen und verschwindet letzten Endes aus der Halle. Dieser sogenannte Freund der Lucha-Libre-Legende scheint wohl auch nicht geholfen zu haben, Cena endlich das Handwerk zu legen. Doch nach diesem Eingriff von unserem Unified Champion muss doch nun etwas anderes für Cena folgen. Etwas, was vielleicht sogleich angekündigt wird. Denn erneut ertönt ein Theme, das wir so bestimmt nun nicht erwartet hätten.

´

Die General Managerin der Coast 2 Coast gibt sich persönlich die Ehre auf der Stage zu erscheinen. Mit einem Mikrofon ausgestattet sorgt sie allein für Ruhe im Ring.

Bayley
"Wir haben genug gesehen. Wir machen Schluss mit diesem Hin und Her. Und deswegen setze ich einen Showdown zwischen El Dan De La Hausen und John Cena für die kommende Woche an. Und das ist Final."

Und damit ist das beschlossene Sache. Die Genereal Managerin verlässt die Stage wieder.

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Die letzten Wochen waren alles andere als erholsam, auch wenn das c2c Buff Barbie Doll nicht anwesend war. Das Management verordnete ihr eine Pause an. Eine Pause, die Tiffany wieder mehr Energie bringen sollte. Stratton war wieder Women's World Championesse. Hatte Liv Morgan in die Schranken verwiesen. Das zerrte an den Kräften der Blondinen. Zumal nicht nur sie, sondern auch c2c selbst abwarten mussten, wie die Kolleginnen darauf reagierten. Und es tat sich etwas. Etwas unerwartetes. Es erhob eine Frau das Wort, von welcher man es nicht erwartete. Zumindest in diesem Moment nicht. Zweifache Women's World Championesse und jene Frau mit dem Rekord, welchen Tiffany brechen möchte: längste Regentschaft dieses Titles. Und um ehrlich gesagt, hatte Stratton damit nicht gerechnet. Was nicht hieße, dass Tiffany es nicht für gut empfindet. Nach dem Kampf gegen Liv Morgan, war es mal etwas Abwechslung. Es ist lange her, dass sie mit Bliss im Ring stand, um eine Siegerin zu ermitteln. Über zwei Jahre, weit vor Tiffany's Run als Shine Championesse.
Zu Hause auf den TV-Bildschirmen und für die Fans in der Arena über Titan Thron, springt das Bild an. ~ A Stratton Production ~ steht groß, breit und mittig auf einem weißen Hintergrund, bevor ein Video eingeblendet wird. Zu Beginn ist es sehr wackelig, was dadurch kommt, dass sich das Rich Girl selbst mit dem Smartphone filmt. Und kaum anders zu erwarten, steht sie dabei im Badezimmer vor dem Spiegel. Es ist Schmink-Zeit. Als sie ihr Smartphone vor dem Spiegel stellt, ändert sich das Bild. Als wenn wir nun durch die Kameralinse schauen dürfen.
Im weiß-babyblauen Sportsbra und Hot-Pants steht die Championesse vor dem Spiegel, während unten rechts im Bild das Tiffy-TV Logo eingeblendet wird.

[Bild: tiffyposen-fsvodvnsopv.png]

Kaum fertig, presst sie die Lippen aufeinander und strahlt. Zumindest über das Ergebnis. Über die Geschehnisse in der c2c gibt es natürlich Redebedarf.

Tiffany Stratton:
“ÜÜÜrrrghhh…Alexa Bliss…”

Ist ihr erster Kommentar und rümpft dabei die Nase. Weil das nach ihrer Meinung noch nicht ausreicht, rollt die Blondine auch noch mit ihren rehbraunen Augen. An Alexa Bliss hat die Millionärstochter keine guten Erinnerungen. Nach einem langen und starken Kampf verlor Tiffany gegen Bliss. Damals waren die Konstellationen aber noch deutlich andere. Die selbsternannte Miss Future Legend stand ganz am Anfang und Alexa kam als Anwärterin auf den Women's Title in den Ring, was sie auch später wurde. Doch damals schlitterte Tiffany nur knapp an einer Überraschung vorbei. Bis heute hat sie allerdings einiges dazugelernt. Nicht umsonst steht sie an der Spitze der Division. Obwohl sie deshalb gelassen an die Sache herangehen könnte, machen sie die damaligen Erfahrungen allerdings auch ein wenig nachdenklich. Sie weiß, was Alexa drauf hat und wird sie sicherlich nicht unterschätzen.

Tiffany Stratton:
“Es ist lange her, dass wir uns begegnet sind. ÜÜÜrrrgh…ich weiß noch, dass du damals gestunken hast, als wärst du gerade aus der Grosse gekommen. Du hattest dich in diesen alten Knacker verliebt. Wie hieß er noch? Sabu? Er besaß die Frechheit MEINEN Buttler James zu attackieren. That's sooo saaad!”

Da sein Name hier gerade fällt…Gesegnet sei Sabu. Doch so war es damals halt. Attackiert wurde Tiffany's Buttler auch nicht direkt. Sabu bedrohte ihn nur auf Wunsch von Bliss, damit diese wiederum die heutige World Championesse bedrohen konnte.
Für die ganze damalige Situation, rollt Tiffany ebenfalls mit den Augen und schüttelt leicht mit dem Kopf.

Tiffany Stratton:
“Aber seitdem ist eine Menge passiert! I am the longest and best Shine Championesse ever! I am two Time World Championesse! The Star of c2c! Miss Future Legend! All das, was ich damals gesagt habe, ist eingetreten! Und wo bist du, Alexa? Torkelst im Nichts und versagst jämmerlich gegen Fallon Henley.”

Darüber muss das Buff Barbie Doll kurz Grinsen und mit dem Kopf schütteln. Natürlich will sie damit provozieren. Sie selbst war in Einzelmatches nicht besser als Fallon Henley. Sie verlor vor ihrem Run gegen das Country Girl. Hinterher siegte Tiffany aber alle wichtigen Matches, wo beide aber nicht allein im Ring standen. Das die jüngere diese schlechte Bilanz im one versus one hat, wurmt sie sehr. Ein Duell mit Henley steht deshalb kurzfristig auch noch an.
Stratton wirft ihre linke Hand auf Hüfthöhe, während die andere den Lippenstift wieder aufnimmt, um die Lippen zu bemalen. Dabei lehnt sie ihren Oberkörper etwas vor, um es genau im Spiegel nachverfolgen zu können. Kaum fertig, hat sie natürlich die nächsten Worte parat.

Tiffany Stratton:
“Sieh es ein, Honey. Du bist im Jahr 2024 stehen geblieben, während ich für das hier und jetzt stehe! Tiffany Epiphany is 2026! The Center of the Universe and c2c! Das beste was die Women's Division zu bieten hat! Und du läufst mit deiner Puppe durch die Gegend und glaubst das Recht zu haben mich herauszufordern?”

Natürlich muss ein Kommentar über Alexa's Puppe fallen. So sehr Bliss das Spielzeug festhält, könnte es ein prima Triggerpunkt sein, den Tiffany sicherlich ausnutzen möchte.
Fragend legt sie allerdings den Kopf zur Seite und schielte zur Decke. Wie soll sie also reagieren? Lehnt sie ab? Oder sagt sie Alexa dann doch zu? Die Sekunden verrinnen, während sie beide Hände auf Hüfthöhe stellt und wie Flügelchen abwinkelt. Mit dem Oberkörper schwenkt sie hin und her, bis sie mit der einen Hand aus dem Bild greift und den Women's Title ins Licht zieht. Schnell ist dieser auch auf der Schulter platziert.

Tiffany Stratton:
“Mh…aber wie du willst, Alexa. Du willst herausfinden, wo dein Platz ist? Bitteschön! Aber er wird hinter mir sein! An Leva Bates werde ich dir beweisen, was es heißt, sich mit Tiffany Epiphany anzulegen. It is and will be Tiffy Time!”

Etwas arrogant wirft die Blondine ihr Haar über die Schulter und will sich damit abdrehen. Doch plötzlich fliegt erschrocken eine Hand an die Brust. Der Grund? Alexa Bliss, womit die Championesse beinahe zusammengeprallt wäre.

Seit vergangener Woche... stehen Fragen ikm Raum die Alexa Bliss gerne beantwortet haben möchte aber nicht, weil sie unbedingt einen Streit beginnen wollte. Alexa wollte Tiffany einfach gegenüberstehen. Sie wollte der amtierenden c2c Women's World Champion in die Augen sehen und herausfinden, ob hinter all den großen Worten tatsächlich dieselbe Überzeugung steckte. Und jetzt... war Tiffany plötzlich direkt vor ihr. Alexa hebt gerade den Kopf, nachdem sie Lily noch einmal angesehen hatte. Ihr Blick trifft auf Tiffany und augenblicklich bleibt sie stehen und für einen kurzen Moment sagt Alexa gar nichts. Man sieht regelrecht, wie ihr die Luft im Hals stecken bleibt. Ihre Augen werden ein kleines Stück größer und sie schluckt sichtbar. Aber nicht aus Angst oder Unsicherheit sondern weil sie diesen Moment tatsächlich erwartet hatte. Alexa bleibt wie angewurzelt stehen für einen kurzen Moment scheint die gesamte Umgebung hinter ihr zu verschwimmen. Lily hängt noch immer locker in ihrer Hand, doch Alexa schenkt der kleinen Puppe keine Aufmerksamkeit mehr. Ihr Blick ist vollständig auf Tiffany gerichtet. Sie mustert die amtierende Women's World Championesse von oben bis unten. Nicht abschätzig, nicht neidisch vielmehr mit dieser eigentümlichen Mischung aus Neugier, Erinnerung und einer beinahe greifbaren Entschlossenheit. Die Jahre, die seit ihrer letzten Begegnung vergangen sind, scheinen in diesem Augenblick plötzlich bedeutungslos zu werden. Alexa trägt ein schwarzes, schlichtes Ringoutfit, das ihre sportliche Erscheinung unterstreicht. Ihr blondes Haar fällt ihr offen über die Schultern, während einzelne Strähnen leicht über ihre Wangen fallen. Ihre Augen bleiben fest auf Tiffany gerichtet. Das bekannte, verschmitzte Lächeln, das man von ihr kennt, bleibt zunächst aus stattdessen liegt etwas Ernstes in ihrem Gesicht. Langsam senkt Alexa Lily ein Stück und atmet tief durch. Dann richtet sie sich etwas auf.

Alexa Bliss
"Wow..."


Nur dieses eine Wort verlässt zunächst ihre Lippen. Leise, beinahe überrascht darauf zieht sich ein kleines Lächeln über ihr Gesicht. Kein spöttisches provokantes lächeln eher eines, das verrät, dass sie gerade genau das bekommen hat, was sie wollte... Eine direkte Begegnung! Alexa macht einen kleinen Schritt auf Tiffany zu... Sie drängt sich nicht in deren persönlichen Raum. Aber sie läuft auch nicht davon wieso auch?

Alexa Bliss
"Du bist wirklich noch genauso, wie ich dich in Erinnerung habe. Nur… mit einem größeren Titel und einem noch größeren Ego. Und weißt du was? Genau deshalb wollte ich dich sehen."


Alexa neigt den Kopf leicht zur Seite. Sie wirkt vollkommen ruhig fast schon unheimlich ruhig angesichts der Tatsache, dass Tiffany sie gerade mit beinahe jedem Satz provoziert hat. Sie hebt Lily ein wenig an und wirft der Puppe einen kurzen Seitenblick zu, bevor sie wieder Tiffany ansieht.

Alexa Bliss
"Jedoch nicht wegen deiner Titel oder wegen deiner ganzen kleinen Rekorde. Und auch nicht, weil ich irgendjemandem beweisen muss, dass ich noch hierhergehöre. Ich wollte wissen, ob hinter Tiffany Stratton wirklich diese Frau steckt, die du uns allen seit Jahren verkaufen willst. Und jetzt, wo ich direkt vor dir stehe… glaube ich, ich habe meine Antwort."


Alexa lässt einige Sekunden verstreichen jedoch ihr Blick bleibt unverändert.

Alexa Bliss
"Du hast dich verändert, Tiffy. Das kann ich dir nicht absprechen. Du bist Women's World Champion. Du hast Liv Morgan geschlagen. Du hast dir deinen Platz erarbeitet. Aber du machst einen Fehler. Du glaubst, dass die Version von Alexa Bliss, die du vor zwei Jahren besiegt hast, noch immer hier vor dir steht."


Alexa legt den Kopf leicht schief. Ein kleines, kaum merkliches Lächeln erscheint auf ihren Lippen.

Alexa Bliss
"Du redest von 2024. Du redest von dem Kampf, den wir hatten. Sabu... James... über Dinge, die damals passiert sind. Du kramst alte Geschichten aus, als wären sie der Beweis dafür, dass du heute noch weißt, wie Alexa Bliss funktioniert. Aber Tiffylein… das ist Vergangenheit... Ich hatte verdammt viel Zeit, über mich selbst nachzudenken. Zeit, in der ich nicht von Woche zu Woche funktionieren musste. Zeit, in der ich nicht irgendeiner Erwartung entsprechen musste. Zeit, in der ich mich gefragt habe, wer ich eigentlich sein will, wenn niemand zusieht. Und weißt du, was ich dabei festgestellt habe? Ich bin nicht mehr die Alexa Bliss von damals."


Alexa hebt Lily ein wenig an und betrachtet sie für einen Moment, bevor sie die Puppe wieder an ihre Seite sinken lässt.

Alexa Bliss
"Ich bin nicht hier, um die alte Alexa zurückzubringen. Ich bin nicht hier, um irgendeine Rechnung aus 2024 zu begleichen. Und ich bin auch nicht hier, weil ich verzweifelt einen Titel brauche, damit mir irgendjemand sagt, dass ich noch gut genug bin. Ich habe gelernt, alleine mit mir klarzukommen und zuzuhören. Ich habe gelernt, Dinge loszulassen und dass ich niemandem mehr etwas vorspielen muss. Du hast dich verändert das sehe ich... Jeder kann sehen, was aus Tiffany Stratton geworden ist. Du bist Champion und hast Rekorde aufgestellt schön für dich. Aber nicht zu vergessen hast du dir deinen Platz erkämpft. Jedoch kratzt das keinen einigen hier in der Company. Das kannst du dir auf die Brust tätowieren oder als Arschgeweih wäre interessant und würde dich wieder ins Gespräch bringen."


Alexa nickt kurz anerkennend.

Alexa Bliss
"Du brauchst die alte Alexa, weil sie in deine Geschichte passt. Die arrogante Alexa mit den alten Problemen. Du kannst weiterhin über meine Vergangenheit reden, Tiffy. Du kannst dich über Lily lustig machen. Du kannst meine Niederlagen aufzählen und mir erzählen, wie großartig Tiffany Epiphany geworden ist. Aber dann wirst du irgendwann feststellen, dass du die ganze Zeit gegen eine Frau argumentiert hast, die gar nicht mehr existiert."


Während Alexa erzählt, rollt Tiffany öfters genervt mit den Augen. Zusätzlich schaut sie sich etwas desinteressiert auf ihre perfekt gepfeilten Fingernägel. Interesse an diesem Gespräch ist offensichtlich nicht vorhanden. Immerhin lässt sie Alexa aussprechen, bevor sie selbst etwas dazu sagen will. Dafür legt sie den Kopf schief. Das Mustern von der Gegenüber ist ebenso offensichtlich. Und was Stratton sieht, gefällt ihr überhaupt nicht. Das zeigt die auch deutlich, indem sie das Gesicht angeekelt verzieht.

Tiffany Stratton:
“Größeres Ego, huh?"

Das Buff Barbie Doll weiß genau, dass sie andere mit ihrer Art provozieren kann. Und im Grunde ist es auch genau ihr Ziel. In Sachen Großes Ego ist die Minnessotarin anderer Meinung. Arrogant knickt sie die Hüfte zur Seite und stemmt ihre freie Hand daran ab. Mit der anderen umgreift sie den Women's Championship, der immer noch locker auf der Schulter liegt.

Tiffany Stratton:
“Das nennt sich Ehrgeiz! Ehrgeiz etwas erreichen zu wollen! Ein Ziel erreichen! Und nicht einfach dahinzuvegitieren, wie ihr alle es macht. Als ich damals gesagt habe, dass ich den Rekord als längste Shine Championesse breche, habt ihr gelacht. Als ich sagte, ich lege meinen Shine Title nieder und werde Women's World Championesse, habt ihr gelacht. Ich habe an mich geglaubt. Habe mich aus dem Loch befreit, trainiert, gekämpft, mir neues angeeignet. Und du nennst es...üüürrrgh...hohes Ego? Findest du das nicht zu einfach? Mich zu degradieren, obwohl ich ein Recht auf diesen Status habe?"

Fragend zieht die Blondine die Augenbrauen an, als würde sie auf eine direkte Antwort warten. Doch eigentlich braucht sie diese gar nicht. Tiffany hat ihre Meinung und davon wird sie auch keine Alexa Bliss abbringen können.

Tiffany Stratton:
“Als ihr in der Liga keine Rolle gespielt habt, habe ich sie am Leben gehalten. War fast eineinhalb Jahre ungeschlagen. Bin jede Show aufgetreten. War immer da. Auf welcher Couch hast du dich da gelümmelt? Du bist nicht anders als alle anderen. Becky Lynch, Thekla, Leva Bates... Ihr wollt euch in meinem Lichte sonnen. Becky trägt sogar den Shine Belt, den ich erst wieder glanz gebracht habe, nachdem sich keiner für ihn interessierte. Das Lynch gesehen wird, ist also mein Verdienst! Und auch jetzt hat nur Liv Morgan es geschafft, mich aufzuhalten, obwohl ich diese hinterher auch korrigiert habe.

Am Ende konnte es gut sein, dass die selbsternannte Miss Future Legend diesen Arschtritt gebraucht hat. Hinterher trainierte sie noch mehr. Hängte sich noch mehr rein, um den Title Verlust rückgängig zu machen. Am Ende hat es geklappt. Reibungslos und so, wie geplant.
Ernst schaut sie Alexa ins Gesicht. Denn genau wie sie jetzt ist, war Alexa früher auch. Erfolgreich.

Tiffany Stratton:
“Du warst damals Women's Championesse! Arrogant! Unschlagbar! Doch dann warst du weg. Von heute auf morgen. Für was? DAS aus dir zu machen?"

Perplex zeigt die jüngere mit den Zeigefinger auf die ältere, bevor sie die dazugehörige Hand wie ein Flügelchen nach außen wirft.

Tiffany Stratton:
“Du hast einen Rückschritt gemacht. Und, honey, ICH habe noch eine Rechnung mit dir zu begleichen. Denn du hast gewonnen, weil du stark warst. Doch jetzt..."

Mitten im Satz bricht das Rich Girl ab und mustert die ehemalige Championesse nochmal genau. Natürlich sagt ihr Blick mehr als tausend Worte. Wie zuvor schon festgestellt, gefällt Alexa ihr nicht.

Tiffany Stratton:
“...seh ich hier nur ein kleines Mädchen, dass mit ihrer Puppe spielt. Also nein, ich glaube nicht, dass du dieselbe bist wie vor zwei Jahren. Was also willst du wirklich? Einen Shot um den Women's World Title. That's it!"

Alexa schaut Tiffany einige Sekunden lang an. Kein Wort und auch kein Lächeln nicht einmal ein Kopfschütteln. Alexas Blick wandert langsam zu Lily. Die kleine Stoffpuppe hängt noch immer locker in ihrer Hand. Alexa betrachtet sie lange und darauf wieder Tiffany. Ein leises beinahe fassungsloses Lachen verlässt ihre Lippen.

Alexa Bliss
"Little Dirty Bitch... Moment... Ich muss gerade wirklich eine Sekunde darüber nachdenken, ob ich dir tatsächlich zugehört habe. Tiffany... hörst du dir eigentlich selbst zu? Ich meine das ernst. Hörst du dir selbst zu, wenn du redest?"


Alexa hebt Lily an und schaut ihr in die Knopfaugen. Darauf verdreht sie die Augen und schaut wieder Tiffany an.

Alexa Bliss
"Du hast gerade ernsthaft behauptet, dass du die Liga am Leben gehalten hast, während andere keine Rolle gespielt haben. Das andere Frauen überhaupt nur gesehen werden, weil du ihnen irgendwann die Möglichkeit dazu gegeben hast. Du hast gerade erklärt, dass der Erfolg anderer Menschen irgendwie dein Verdienst ist. Und dann stellst du dich vor mich und fragst mich, ob ich einen Shot auf deinen Titel will?"


Alexa schaut Tiffany von oben bis unten an und schüttelt nur den Kopf.

Alexa Bliss
"Tiffany... du bist wirklich unglaublich aber nicht auf die gute Art. Weißt du, was mich daran am meisten fasziniert? Du redest über diese Puppe, als wäre sie der Beweis dafür, dass ich einen Rückschritt gemacht habe. Aber während du dich darüber lustig machst, dass ich mit Lily hier herumstehe, hast du gerade fünf Minuten damit verbracht, mir zu erklären, wie wichtig du bist. Vielleicht solltest du dir wirklich einmal überlegen, wer von uns beiden hier gerade verzweifelt versucht, etwas zu beweisen. Du hast gesagt, du hast trainiert... gekämpft... weiterentwickelt und hast dir alles selbst erarbeitet. Und weißt du was? Das glaube ich dir sogar."


Alexa Bliss muss nicht viel nachdenken und spricht weiter.

Alexa Bliss
"Damals habe ich dich besiegt und man merkt es nagt noch an dir. Aber du lebst weiterhin in der Vergangenheit aber immer wieder zurück blicken... macht jemand schwach. Aber kommen wir zum Punkt little Bitch! Du hast recht... Ich will diesen Titel. Aber nicht, weil ich glaube, dass du ihn nicht verdient hast. Ich will ihn, weil ich wissen will, ob du wirklich so gut bist, wie du behauptest. Und jetzt, nachdem ich dich hier vor mir erlebt habe... will ich es sogar noch mehr. Denn vielleicht ist das genau das, was dir bisher gefehlt hat. Jemand, der dir nicht erzählt, wie großartig Tiffany Stratton ist. Jemand, der dir nicht aus Angst vor deinem Titel den Kopf tätschelt."


Darauf deutet Alexa Bliss auf Tiffanys Championship.

Alexa Bliss
"... sondern jemand, der dir diesen Gürtel abnehmen will. Also ja... du hast meine Frage beantwortet. Ich wollte wissen, wer heute vor mir steht. Jetzt weiß ich es. Und ganz ehrlich, Tiffy... Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass du dich selbst so schlecht verkaufen kannst... Einfach nur billig... Eine verzweifelte Frau ohne Selbstbewusstsein die mit dieser Einstellung den Zug vor die Wand fahren wird."


Darauf senkt Alexa den Kopf und richtet einmal ihr Röckchen. Darauf geht ihr Blick wieder hoch hoch zu Tiffany...
Während Alexa spricht, rollt Tiffany öfters mit den Augen und schüttelt mit dem Kopf. Ab und an schaut sie sogar an ihrer Gegenüber vorbei und zeigt somit starkes Desinteresse an ihren Worten. Sie wartet nur darauf, bis die letzten Worte gesprochen sind, um dann wieder einzusteigen. Und obwohl es eine Zeitlang nicht so aussah, zeigt sie damit sehr wohl, dass sie zugehört hatte.

Tiffany Stratton:
“Ich habe dich nicht gefragt, ob du einen Title Shot willst. Oder hast du ein Fragezeichen in dem Satz verstanden? Ich fragte legendlich, was du wirklich willst, statt mich hier vollzunörgeln. Und das habe ich mit dem Title Shot selbst beantwortet. Den ganzen Rest hättest du uns ersparen können."

Was nicht heißt, dass die selbsternannte Miss Future Legend die gefallenen Worte so stehen lässt. Ganz sicher nicht. Die andere Blondine hat sich weit aus dem Fenster gelehnt. Und das soll sie nun zu spüren bekommen. Sie legt ihren Kopf zur anderen Seite und betrachtet Alexa abwertend. Ihre freie Hand hebt sie auf Brusthöhe und nutzt diese, um zu gestikulieren.

Tiffany Stratton:
“Und ja, das habe ich! Der Shine Title war beinahe tot, als ich ihn gewann. Niemand scherte sich um ihn. Kali und Toni Storm waren derzeit Women's World Championesse. Und wo sie jetzt sind, siehst du ja. Unter mir! Alexa...ich habe monatelang das Powerranking angeführt. Wegen mir, hat der Shine Title einen höheren Wert, weil es neue Rekorde zu brechen gibt. Die beiden Women's Championessen, habe ich geschlagen. Ich war als Shine Championesse größer als sie. Und wie zu erwarten, vielen sie mir später zum Opfer. Und genauso wird es auch dir ergehen, weil du nicht siehst, wer ich wirklich bin. Ich bin nicht Daddy's little Princess und Sonne mich auf seiner Jacht. Üüürrrgh...das hätte Lynch wohl gern. Und du wohl auch. Doch ich habe ihn längst abgenommen, was ihn gehörte. Warum glaubst du, dass es so viel Tiffy-Werbung gibt? Tja...sieht wohl so aus, als hätte ich mir meine eigene Jacht erarbeitet. Und wenn du auf die letzten Jahre zurück guckst, dann wirst du erkennen, dass ich die Wahrheit sage. Es ist seit Jahren Tiffy-Time!"

Ob das angekommen ist? Stratton knickt ihre Hüfte zur anderen Seite und hat anschließend eine weitere Antwort parat.

Tiffany Stratton:
“Honey...die Vergangenheit ist mir sowas von egal. Aber ich will mit mir im reinen sein. Ich will eine positive Bilanz haben. Und deshalb poliere ich einen Teil der Vergangenheit auf. Und weil du es mir so schön auf dem Silbertablett serviert, nehme ich es gerne an. Tiffany Epiphany hat es nicht nötig sich zu verkaufen, denn ich bin ja schon ganz oben. Aber du...solltest noch lieber etwas trainieren gehen..."

Einen kleinen Schritt kommt die jüngere der älteren näher und mustert diese erneut. Dabei bleibt ihr Blick auch auf Lily hängen. Ein kurzer angeekelter Blick reicht um zu wissen, was die Championesse denkt.

Tiffany Stratton:
“...denn ich bin nicht Fallon Henley oder Britt Baker. I'm the fucking Women's World Championesse! But...you're on, Honey. Und nun entschuldige mich. Ich stehe ja im Co. Main Event und muss Leva Bates eine Lektion erteilen. Toodles!"

Mit dem Worten geht sie an Alexa vorbei. Doch nicht ohne sie mit der Schulter zu berühren. Natürlich provozierend. Tiffany's Blick wirkt ernst. Schnell ist ihr Smartphone geschnappt und somit will sie den Raum verlassen. Immerhin ist alles gesagt und Leva Bates wartet nun auf sie. Alexa hebt langsam Lily an und schaut ihr in die Knopfaugen und schüttelt nur leicht den Kopf.

Alexa Bliss
"Lily siehst du das sind verwöhnte selbstverliebte Gören aber eines kann ich dir versprechen... das letzte Wort ist noch nicht gesprochen."


Die Kamera entfernt sich immer weiter weg bis das Bild schwarz wird.

[Bild: 2.jpg]

Der Abend hier in Dallas wurde bereits mit den ersten Matches erfolgreich eingeläutet. Bevor nun jedoch das nächste Match anbricht schalten die Kameras Backstage. Hier zu sehen ist eine uns wohl bekannte Person. Blonde Haare, ein leichtes Lächeln auf den Lippen und ein Mikrophon in ihrer Hand. Das hier ist Renee Young! Diese scheint nicht allein zu sein, dies Bestätigt sich auch als die Kamera etwas heraus zoomt. Neben ihr steht ein Mann der vor kurzem sein Comeback gegeben hat. Nicht aktiv im Ring, aber seine Aktionen bleiben dennoch in Erinnerung. Ricky Saints!

Renee Young: "Ricky, vielen Dank das du dir ein wenig Zeit genommen hast. Warum du zurück gekommen bist scheint klar zu sein. Eine Frage bleibt jedoch. Warum gerade jetzt?"

Aus dem Innenraum der Arena dröhnen laute Pfiffe der Fans hervor. Wir sind nun mal nicht mehr in New Orleans, wo Ricky Saints der Home Town Hero gewesen ist. Das hier ist Dallas, das ist ein anderes Pflaster. Aber dem Stroke Daddy ist das egal. Dieser lächelt nur Arrogant.

Ricky Saints: Warum nicht? Siehst du Renee, ich könnte das Gespräch hier und jetzt mit dieser Gegenfrage einfach beenden. Aber das bin nicht ich. Nun...

Er gerät ins Stocken.

?: Nun? Nun was? Sei ein guter Junge und beantworte die Frage der lieben Renee, Herr Absolute! Lass' dich da von mir nicht stressen, ok?

Das Stocken wird von einem bestimmten Mann verursacht. Genauer gesagt...von dem Mann, auf den es Ricky seit seinem Comeback abgesehen hat. Aus gutem Grund, immerhin ist Kenny Omega der World Heavyweight Champion und betritt die Hallen dieser Welt mit einem permanenten Fadenkreuz auf seinem Rücken. Die Vorgeschichte der beiden Männer bringt noch zusätzlich Würze in das Geschehen. Es war der Stroke Daddy, der dem Cleaner damals den Eastcoast Title abgenommen hatte. Und es ist der Stroke Daddy, der Kenny letzte Woche mit einem Einspieler daran erinnert hat und die Ablenkung nutzte, um den Kanadier zu attackieren. Klar, dass das beim King of the Ring 2025 nur bedingt gut angekommen ist. So sucht er Saints auf und trägt ein einfaches Shirt und Jeans. Seinen Titel hat er in der Kabine in einem Safe eingeschlossen. Fast so, als würde die Destiny Flower mit einer körperlichen Auseinandersetzung rechnen.

Kenny Omega: Obwohl...Renee, du wirst es mir sicher nicht verübeln, wenn ich das ganze hier abkürze. Der Ricky hatte genug Chancen zu reden...er wollte ja lieber Taten sprechen lassen. Mich ärgern! Haha...gratuliere! Eine schöne Einlage, mein Bestester! Lass' mich deine Hand schütteln um dir zu zeigen, wie erquickend ich das fand!

Matt lächelnd macht der Cleaner einen Schritt nach vorne. Es wirkt aber nicht so, als würde er nur die Hand von Ricky schütteln wollen.

Ricky Saints: Also...

Absolute Ricky macht einen Schritt nach hinten. Er blickt Kenny an und ist sich ebenfalls sicher das dieser ihm nicht die Hände schütteln will. Dann blickt er Renee an, der blickt geht wieder zu Kenny. Er kratzt sich am Kopf.

Ricky Saints: So ein Handshake klingt schon verlockend. Aber weißt du, lass mich vorher noch etwas Desinfektionsmittel holen. Du bist immerhin der Cleaner. Wer weiß wo deine Hände heute schon waren. Du verstehst...

Ob Kenny das tut oder nicht ist dem Stroke Daddy egal. Er macht auf dem Absatz kehrt und scheint aus der Szenerie zu verschwinden. Bestimmt nicht um Desinfektionsmittel zu besorgen.

Kenny Omega: Jetzt hab' dich doch nicht so, Rickster! Ich verspreche dir, dass ich meine Hände auch jedes Mal säuberlich abgeleckt habe!

Jaaa, das macht es auf jeden Fall besser! Jedenfalls nickt Kenny der Interviewerin zu, was als Geste des Abschieds verstanden werden kann. So gerne er mit Renee plaudern würde...Ricky Saints wird er nicht so einfach davonkommen lassen. Paar Sekunden Vorsprung gibt es ihm, bevor er selbst die Beine in die Hand nimmt. Natürlich wollen alle wissen, wie das ausgeht, weswegen die Kamera sich an die Fersen des World Heavyweight Champions haftet.

Kenny Omega: Bleib' doch stehen, Ricky! Warum so eilig?

Tja, der Stroke Daddy weiß eben, was ihn wohl erwartet, wenn er stehenbleibt. Obwohl der ehemalige Eastcoast Champ sich doch durchaus wehren kann. Irgendwie scheint Saints auch keinen zufälligen Fluchtweg einzuschlagen. Omega folgt ihm in einen etwas abgelegeneren Bereich, wo weniger Backstage Mitarbeiter unterwegs sind.

Ricky Saints: Ich hab doch gesagt das ich noch Desinfektionsmittel hole! Jetzt ist alles daneben gegangen weil du mich erschreckt hast!

Schnell nähert sich die Kamera und zu sehen ist Ricky Saints welcher eine Flasche des angesprochenen Mittels in der Hand hält. Dies ist mit der Öffnung in Richtung Kenny Omega gehalten und dieser scheint nicht gerade wenig in seine Augen bekommen zu haben. Mit schmerzverzerrtem Gesicht reibt er sich die Augen. Seinen eigentlichen Plan kann er so wohl nicht in die Tat umsetzen. Ganz unabsichtlich war das wohl aber nicht vom Stroke Daddy. Dieser lässt die Flasche fallen und erblickt einen Tisch auf dem Essen steht. Vermutlich gehört dieser zum Catering. Er erblickt eine Torte und schaltet blitzschnell. Er greift sich diese und donnert sie dem World Heavyweight Champion ins Gesicht.

Ricky Saints: Guten Appetit!

Sagt er und verschwindet dann aus der Szenerie.

Kenny Omega: Na pfarte, dat wirft du bereu'n...mmmhhh...Schokolade...Banana...lecker! Trotzdem wirst du das bereuen! Siehst du, wie stark ich dir drohe?

Naja, der Cleaner sieht es ja selbst nicht, da die Augen vor lauter Desinfektionsmittel brennen und zudem die Torte auf dem Gesicht klebt. Immerhin befreit er seinen Mund ganz einfach, als er die sahnige Köstlichkeit ableckt und schleckt. Zumindest schmeckt sie! Dennoch ballt der Master of the Dark Hadou eine Faust und wackelt mit dieser in der Luft umher. Saints ist aber schon weg und wird diesen kleinen Triumph sicherlich feiern. Wieder war der Stroke Daddy dem Cleaner einen Schritt voraus und wieder hat er Kenny ausgetrickst. So kann es nicht weitergehen...

Kenny Omega: Du willst schmutzig spielen, Saints? Gut, kann ich auch! Das kann ich auch!

...brummt der World Champ vor sich hin und versucht irgendwie seine Augen frei zu bekommen, damit er zumindest den Weg in seinen Locker zurück findet. In seinem Kopf reift eine Idee, die er eigentlich schon wieder verwerfen wollte. So tief wollte er eigentlich nicht sinken...aber nach der Aktion kennt der Kanadier keine Skrupel mehr! Ein Anruf bei einer alten Freundin wird von Nöten sein.. Aber wenn alles klappt, kann Omega schon am nächsten Montag zurückschlagen. Damit lassen wir ihn mit seiner misslichen Lage alleine. Fade off.

[Bild: ef.jpg]

MATCH 4
SINGLES MATCH
Skye Blue vs. Bobbi Tyler

[Bild: skyebobbi.png]
Writer: Alex

Die Lichter in der Halle werden gedimmt. Ein paar Sekunden passiert nichts...bis sich eine sanfte Stimme aus den Boxen meldet. Nur ein paar Sekunden nimmt die Musik an Fahrt auf...



Langsam und erhaben stolziert Skye Blue auf die Stage. Über ihr Ring Gear trägt sie einen schwarzen, leicht durchsichtigen Umhang aus Seide, den sie mit ihren Armen wie ein Cape aufspannt. Auf dem schwarzen Haar sitzt ein blau glitzerndes Krönchen. Mit eiskaltem Blick scannt sie die Zuschauer und scheint sich nichts darum zu scheren, was diese gerade von ihr halten. Wie eine Königin, die ihren Thron besteigen möchte, bringt sie die restlichen Meter zum Ring hinter sich.

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring... she is the Dark Phoenix... from Chicago, Illinois... SKYE BLUE!"

Gekonnt schwingt sie sich aufs Apron, wobei sie für einen Moment auf dem rechten Knie ruht und das linke Bein ausstreckt. Mit einer Hand löst sie den Umhang, der zu Boden gleitet. Der Ring wird betreten. Ein Bein stellt sich auf das unterste Seil und schwingt das andere über das obere. So beugt die junge Frau ihren Oberkörper leicht nach vorne. Da blitzt ein kurzes Lächeln auf den Lippen auf, das von einem Augenzwinkern begleitet wird. Normalerweise sind das Gesten, die einen positiven Aspekt haben sollen. Hier verheißt es aber nichts gutes....zumindest nicht für Skye's Gegnerin. Langsam verstummt die Theme. Der Dark Phoenix lockert einmal die Handgelenke und ist bereit für das Match. Es ist ihr erstes seit dem Titelverlust gegen Becky Lynch. Dass das heute kein lockerer Wiedereinstieg werden wird, wissen spätestens seit vorhin, als Skye ihre heutige Kontrahentin dementsprechend getriggert hat. Die Schwarzhaarige wirkt nicht so, als würde sie ihre Worte gegenüber Bobbi Tyler bereuen.



"Iiiii Miss the Misery!"

Die markante Stimme von Elizabeth „Lzzy“ Hale kündigt die Dame aus London an - Bobbi Tyler! Anders als sonst fehlt der Blonden die sonstige Energie, als sie langsam auf die Stage tritt. Die Arme hängen schlaff nach unten, der Kopf ist gebeugt. Paar Schritt schlurft sie nach vorne, bevor sie stehen bleibt.

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring... from London, England... BOBBI TYLER!"

Eine Hand greift nach der Sonnenbrille und lässt diese achtlos fallen. Etwas unbeholfen schält sich Bobs aus ihrer Jacke, die dann hinter ihr auf das Stahl sinkt. Plötzlich ballen sich beide Hände zu Fäusten und ihr ganzer Körper ist am Zittern. Vorsichtig baut sich der blonde Schopf auf…und wir sehen verheulte Augen, die vor lauter Wut glitzern Skye Bue hat sie vorhin komplett aus der Bahn geworfen und aus Tyler ein emotionales Wrack gemacht. Die letzten Wochen haben wir die Britin hauptsächlich glücklich und lächelnd an der Seite ihrer besten Freundin Fallon Henley gesehen. Diese bewusste Provokation seitens Blue und das Erinnern an Bobbi’s Trauma – das hat die ehemalige Stevie Turner nicht gut verkraftet. Sie stößt einen schmerzerfüllten Schrei aus und rennt los. Skye im Ring bleibt ruhig und lächelt selig. Ihre Arme breitet sie aus und ihre Augen schließt sie, als würde sie Bobbi’s Zorn erwarten und sich mit keiner Faser ihres Körpers dagegen wehren wollen. Tyler slidet in den Ring und tackelt sofort den Dark Phoenix um. Kurz bevor sie Skye trifft, sieht man doch, wie die Jüngere lasziv über ihre Lippen leckt. Die Ref gibt den Befehl das Match beginnen zu lassen…

Warnung! Spoiler!
*Ding Ding*

Pat McAfee: "LET’S GO! Bobbi verliert keien Zeit!"

Wild prügelt Bobbi auf Skye ein, die weiterhin nicht daran denkt in die Defensive zu gehen. Zwischen den schnellen Schlägen der Blonden sieht man das lachende Gesicht von Blue aufblitzen. Das macht Bobs noch wütender, die beide Hände an Skye’s Gurgel legt und zudrückt. Die normale Reaktion wäre nun, dass die Geschädigte nach Luft schnappt und mit Armen und Beinen versucht sich zu befreien. Zwar windet sich Skye’s Körper am Boden…aber es hat mehr den Eindruck, als würde sie sich auf eine heiße Nacht mit Bobbi einstellen als auf einen erbitterten Kampf, der von Hass und Verzweiflung getränkt ist. Ihren Mund reißt sie weit auf, während die Augen leicht flackern. Da die Kamera nach auf sie draufhält, kann man die Worte zwischen Skye’s Röcheln verstehen.

skye blue: “Jaaaa…mehr…meeeeeehr…Ma…Mach‘ mich…zu…der Hure…die…die Bàlor…aus dir…gemacht…hat…“

Entsetzt reißt Bobbi ihre Hände zurück und robbt nach hinten. Dass die Ref sie schon angezählt hatte, bekam sie gar nicht mit. Schockiert sieht Bobs zur Skye, die hustend an ihren eigenen Hals greift und sich auf die Seite rollt. Wie kann man nur so sein? Tyler schaut auf ihre eigenen Hände. Als sie zu Blue sieht, setzt der Verstand aus. Skye Blue muss bestraft werden! Bobbi’s Augen werden glasig, was wir schon eine Weile nicht mehr gesehen haben. Sie snappt hier komplett. Ihre Kehle produziert ein fast schon animalisch anmutendes Knurren. Bobbi springt auf, greift sich Skye, reißt sie nach oben…THE FRACTURED!

Wade Barrett: "DAS IST IHR FINISHER! Bobbi kann den Sack jetzt schon zumachen!"

Aus dem Nichts zieht sie ihren Finisher durch. Und wieder scheint es so, als habe sich Blue nicht wehren wollen. Bobs sitzt neben ihr, atmet schwer und greift sich in die langen Haare. Sie zieht an ihnen, wobei die Augen größer und größer werden. Die Hallschlagader tritt hervor. Aber sie covert nicht! Nein, die Engländerin hat Anderes im Sinn als das Match hier und jetzt zu beenden. Erneut greift sie nach Skye und hält diese mit beiden Händen am Kopf fest. Der Dark Phoenix stöhnt leise auf…fängt dann aber an zu kichern…

skye blue: “Hihihi…er wäre…stolz! Stolz auf…dich!“

Wer „Er“ ist, muss Skye nicht einmal definieren. Bobbi spürt den nächsten, sinnbildlichen Stich in ihr Herz. Eine einzelne Träne läuft ihr die Wange herunter.

bobbi.tyler: HALT‘ DEINE FRESSE! HALT‘ DEINE SCHEIß FRESSE!

Cathy Kelley: "Wie widerlich ist Skye Blue eigentlich? Die arme Bobbi muss gerade Qualen durchleiden!"
Pat McAfee: "Skye weiß, welche Knöpfe sie drücken muss. Und Bobbi lässt sich leider darauf ein!"

Headbutt! Mit voller Wucht benutzt Bobbi ihre Stirn als Waffe und lässt diese gegen Skye donnern. Hat durchaus eine Wirkung und befördert die Schwarzhaarige auf die Matte. Bobbi blinzelt selbst mit den Augen, da ihr Schädel dröhnt. Sie muss aufpassen, dass sie sich hier keine Gehirnerschütterung einfängt. Nochmal Glück im Unglück – auch wenn die Blonde dennoch leicht benebelt wirkt. Taumelnd greift sie ein weiteres Mal nach Skye. Diese aktiviert plötzlich versteckte Kraftreserven…und rollt Bobs ein…

……….One……….Two……….

Kickout von Tyler! Ob das jetzt instinktiv oder gewollt von Blue war, lässt sich nicht sagen. Wahrscheinlich will sie Bobbi nur weiter ärgern und triggern.

Cathy Kelley: "Vielleicht sehen wir doch noch ein richtiges Match! Wäre zu wünschen, damit Bobbi wieder klarer wird!“

Relativ gleichzeitig wuchten sich beide Frauen nach oben. Zuerst schnellt die Britin nach vorne und will Skye mit der Faust ins Gesicht schlagen. Spektakulär weicht Skye mit dem Oberkörper nach hinten aus und geht in eine Brücke. So taumelt die ehemalige Women’s Championesse nach vorne und dreht sich gleich wieder um. Dabei läuft sie in einen harten Kick der Jüngeren. Der Stiefel tritt Bobbi am Kinn und sorgt dafür, dass diese ein paar Sterne sieht. Skye wischt sich einmal über den Mund und verwischt dabei etwas Lippenstift. Geschmeidig wie eine Katze hüpft sie in die Seile und dreht sich um richtigen Moment zur Britin…Springboard Crossbody! Reicht um die Blonde mit zu Boden zu reißen. Der Dark Phoenix rollt sich weiter, kommt wieder auf die Beine, sieht Bobbi hinter sich liegen…Standing Moonsault! Nächstes Cover…

………One……….Two……….

Wieder ein Shoulder Up der Älteren! Unbeeindruckt davon lacht Skye auf und wischt sich ein paar Haare aus dem Gesicht.

skye blue: “Komm‘ schon Bobbi…hihi…lass’ die Dunkelheit in dein Herz! Gib mir all deinen Zorn und all deine Wut! Dann…hihi…geht es dir besser! Bestimmt!“

Ist das der eigentliche Plan der Schwarzhaarigen? Ähnlich wie sie Becky Lynch zur dunklen Seite verführen wollte, möchte sie nun Bobbi in die Dunkelheit ziehen? In dem sie diese mit ihrem Trauma triggert?

skye blue: “Hhhmmm…ich will schmecken, was er geschmeckt hat! Hihihi!“

Oder sie hat auch einfach nur Spaß daran Tyler zu demütigen und zu quälen. Skye gibt sich gerne wie ein kläffender Hund, der einfach einem Auto hinterherjagt und gar nicht weiß was sie tut, wenn sie es erwischt. Sie klettert auf Bobbi und setzt sich auf ihren Unterleib. Grinsend spitzt sie die Lippen, beugt sich nach vorne…und küsst Tyler auf den Mund!

Pat McAfee: "Komm‘ schon! Muss das sein?“

Ein lautes Raunen geht dabei durch die Fanreihen. Das reicht der Britin! Jemand der sich ihr so aufzwingt…nein, nie wieder! Das Leben kehrt in den Körper der Blondine zurück, die Skye von sich drücken kann. Angewidert fährt sich Bobs über den Mund und schreit auf. Sofort, ohne nachzudenken, hechtet sie nach vorne und rammt ihr Knie in Skye’s Gesicht! Das knipst der Dunkelhaarigen erst einmal die Lichter aus. Tyler rollt sich aus dem Ring, hebt die Abdeckung an…und zieht einen Stuhl hervor!

Wade Barrett: "WAS? Hat Bobbi jetzt komplett den Verstand verloren?“
Cathy Kelley: "Jemand muss sie stoppen! Wo ist Fallon?“

Die Zuschauer schreien auf…jetzt könnte alles außer Kontrolle geraten. Vor allem ist das hier ein normales Match – und der Einsatz solcher Objekte ist nicht gestattet. Darauf macht auch die Referee aufmerksam, als Bobbi damit zwischen die Seile zurückkehrt. Zunächst will die Blonde sie ignorieren…doch als die Unparteiische sich ihr energischer in den Weg stellt und ihr den Stuhl wegnehmen möchte, greift Bobs ihr ins Gesicht und schubst sie von sich weg. Jetzt hat Tyler freie Bahn und sieht, dass sich Skye gerade hochhieven möchte…CHAIR SHOT!

*Ding Ding*

Here is your winner by disqualification: SKYEEEEE BLUEEEEE!

Das Stahl donnert auf den Rücken der Amerikanerin, die aufschreit und sich einmal krümmt. Die Schiedsrichterin, die sich nach dem Griff ins Gesicht kurz sammeln musste, kann nicht anders als den Fight abzuläuten. Damit hat Skye Blue, technisch gesehen, ihr Comeback Match gewonnen. Bobbi ist das aber egal…sie fährt noch ihren eigenen Film. So folgt ein weiterer Stuhlschlag…und noch einer! Zwar wirft die Britin die Sitzgelegenheit, die leicht verbogen zu sein scheint, von sich. Heißt aber nicht, dass die Emotionen sich nun beruhigen. Nein…Tyler stürzt sich wieder auf Skye um auf sie einschlagen zu können. Daneben steht die Referee und versucht auf die Blonde einzureden…ohne Erfolg!

Cathy Kelley: "Bobbi, jetzt hör‘ auf! Es reicht!“
Pat McAfee: "Schaut! DA IST FALLON!“

Auch die Fans bemerken den einzigen Menschen, der jetzt Bobbi Tyler noch zur Vernunft bringen kann – Fallon Henley! Die Kabinen sind gefühlt am anderen Ende der Halle, so dass das Country Girl etwas gebraucht hat. Jetzt ist sie aber im Halleninneren angekommen. Sichtlich besorgt huscht sie so schnell, wie vermutlich noch nie, zum Ring und rutscht unter den Seilen hindurch! Sofort greift sie nach Bobbi und will diese von Skye wegziehen. Fast schon fauchend schlägt Bobs mit den Armen um sich und sieht so gar nicht ein, dass sie Blue schon in Ruhe lassen soll. So dreht sie sich halb um…und schubst Fallon Henley grob zu Boden! Laut raunen die Zuschauer auf!

Cathy Kelley: "Gott, was tust du?“
Wade Barrett: "Ich glaube nicht, dass Bobbi realisiert hat, dass es Fallon war!"

Da hat Wade Recht! Bobs hatte nicht richtig hingesehen…dafür aber jetzt umso mehr! Erschrocken erkennt sie, was sie getan hat. Sofort ist ihr Kopf wieder klar! Entsetzt hält sie sich beide Hände vor den Mund, während Fallon sichtlich verstört auf ihren vier Buchstaben sitzt.

bobbi.tyler: Fallon…nein…ich…

…versucht sie sich zu rechtfertigen, bevor ihr die Stimme ganz versagt. Was soll sie auch sagen? Sie hat ihrer besten Freundin weh getan. Klar, die robuste Brünette wird das schon verkrafte, wenn der erste Schreck verzogen ist. Aber alleine die Tatsache, dass Bobs Hand an sie gelegt hat, ist für die Britin schlimm genug. Sie hat sich heute total von Skye Blue triggern lassen und hat dabei eine Linie überschritten, die Tyler nicht überschreiten wollte. Damit kommt Bobbi im Moment überhaupt nicht klar. Auch wenn sie weiß, dass sie Henley aufhelfen und sich bei ihr entschuldigen sollte, nimmt die ehemalige Stevie Turner reiß aus. Da sie sich schämt Fallon in die Augen zu sehen, dreht sie sich weg von ihr und verlässt den Ring. Einfach nur weg hier! Schnell rennt Bobbi die Rampe hoch und schüttelt dabei mehrere Male den Kopf, was auf ihr eigenes Verhalten bezogen ist. Im Ring sieht Fallon zu Skye und rümpft wütend die Nase. Sie kann sich denken, dass der Dark Phoenix dahintersteckt. Und sie kann sich denken, mit welchem Thema sie Bobbi so sehr gereizt hat. Mit der Schwarzhaarigen wird sich das Country Girl noch auseinandersetzen. Aber wichtiger ist jetzt, dass sie Bobbi nicht allein lässt. Also rollt sich auch die Brünette aus dem Ring, um der Engländerin zu folgen.

Pat McAfee: "Was für ein Chaos! Was für ein Drama! Und jetzt fällt alles in sich zusammen, was sich Bobbi und Fallon in den letzten Wochen aufgebaut haben!“
Cathy Kelley: "So weit würde ich noch nicht gehen! Aber sie müssen das auf jeden Fall schnell klären!“
Wade Barrett: "Naja, vielleicht sollte sich Fallon darüber Gedanken machen, ob eine weitere Freundschaft zu Bobbi sinnvoll ist!"

[Bild: 5.jpg]

Das gewohnte Dröhnen der Arena. Der Mix aus Bass, Chants und dem dumpfen Poltern des Rings sickert hier nur noch wie ein fernes, unterirdisches Gewitter durch die Wände. Die Kameras schalten in einen tief im Gebäudekomplex gelegenen Korridor. Der Putz blättert stellenweise von den nackten Betonwänden und eine feuchte Kälte steht förmlich in der Luft. Eine einzelne Reihe an Neonröhren über dem Gang summen monoton und flackerten in unregelmäßigen Abständen, was lange, nervöse Schatten über den Boden wirft.
Dann treten Becky Lynch und Seth Rollins ins Bild. Seth trägt zwar ein dunkles Sakko, aber die gewohnte, akribisch gepflegte Fassade des Visionary bröckelte. Das schwarze Hemd darunter ist weit aufgeknöpft. An seiner linken Schläfe zeichnet sich die tiefblaue, gelblich auslaufende Prellung der letzten Woche ab, flankiert von feinen Schürfwunden. Er wirkt müde, aber unter dieser Müdigkeit brennt eine gefährliche, rastlose Energie.

Becky geht knapp einen Schritt versetzt neben ihm. Die aufgeplatzte Lippe aus New Orleans ist weitestgehend verheilt, doch an ihrem Kiefer zeichnet sich ein deutlicher, schattenhafter Bluterguss ab. In ihrer Haltung liegt keine Schwäche, vielmehr eine überreizte Anspannung in jeder Faser ihres Körpers. Sie wirkt wie eine Raubkatze, die genau weiß, dass sie gerade auf ein offenes Feuer zuläuft, ohne die Option zu haben, auszuweichen. Sie gehen schweigend mehrere Meter nebeneinander her. Das einzige Geräusch ist das schwere Auftreffen ihrer Boots und Sneaker auf dem rauen Beton. Seth marschierte voran. Es hatte durchaus etwas zielstrebiges wie man ihn so sah. Doch Beckys Blick in seinem Nacken verriet eine gewisse Skepsis.

BECKY LYNCH: "Ich verlange gleich Kilometergeld…"

SETH ROLLINS: "Was…?!"

BECKY LYNCH: "Denkst du, dieser Korridor ist endlos? Wir kommen zum dritten Mal an diesem Snack-Automaten vorbei. Und auch wenn du es immer gekonnt übersiehst… da, da vorne ist Mox’ Locker Room."

Diese unverblümte Ehrlichkeit konnte erfrischend sein. Oder sie hielt einem genau den Spiegel vor, in den man gerade nicht sehen wollte. Seth blieb stehen, schnaubte vor sich hin und sah zu Becky. Sein Gesicht sprach Bände. Nein, dies war nicht der eloquente Visionary. Dies war ein unsicherer Seth Rollins, der irgendwo tief in seinem Inneren mit der ablehnenden Antwort rechnete.

SETH ROLLINS: "Ja ich weiß… gib mir was Zeit zum Nachdenken."

Zeit zum Nachdenken? Oh, dies kannte Becky nur zu gut und nur selten kam etwas Gutes dabei heraus. Schon zu oft hatte sie über etwaige Situationen hin und her überlegt, ohne zu einem treffenden Schluss zu gelangen. Jetzt sollte auch Seth diese unschöne Eigenschaft am eigenen Leibe kennenlernen.

BECKY LYNCH: "Nachdenken? Über was möchtest du noch nachdenken? Du gehst jetzt da hin. Ich bin dabei, damit er dir nicht direkt die Türe vor der Nase zuschlägt. Denkst du nicht auch, dass er längst weiß, weshalb du hier bist? Er wird die Tür öffnen und fünf Sekunden später weiß er, was du willst. Und wenn es ganz dumm läuft, kommt gleich eine Faust geflogen."

Für Becky waren diese Optionen gerade so ziemlich die offensichtlichste, die eintreffen könnten. Dementsprechend ruhig wanderten ihre Hände in die Hosentasche ihres Trainingsanzugs, während sie Seth eher gelangweilt mit ihren Rehaugen ansah. Nur ein müdes, gezwungenes Lächeln konnte sie ihm dabei entlocken.

SETH ROLLINS: "Hmm… und es wäre wohl der Schlag, den ich in meinem Leben am ehesten verdient hätte!"

Hatte Seth eine andere Wahl? Hier und heute musste er über seinen Schatten springen und den unschönen Gang antreten. All die Zeit, die inzwischen vergangen war, hatte es sicherlich nicht einfacher gemacht. Noch einmal atmete Seth tief durch, fuhr sich mit beiden Händen durch das offene Haar und ließ die Luft langsam aus seinen Lungen entweichen. Becky sagte nichts mehr, dies war vielleicht das beunruhigendste daran. Keine letzte Bemerkung. Kein sarkastischer Kommentar. Kein „Du schaffst das.“. Sie wusste, dass es jetzt nichts mehr zu sagen gab. Seth nahm die letzten Schritte auf die Tür zu, als er davor stehen blieb. Seine Hand hob sich langsam. Für einen kurzen Moment schwebte sie wenige Zentimeter vor dem Holz. Dann klopfte er.

Seit einigen Wochen war Mox wegen einer Verletzung außer Gefecht und man wusste nicht mal, ob er wieder fit war. Somit war der Gang von Becky und Seth natürlich auch mit sehr viel Glück verbunden. Nach dem Klopfen passierte dann auch nichts. Man hörte nur das Dröhnen der Rohre hier im Kellerkorridor. So wie es ausschaut war Jon noch immer verletzt. Es vergehen weitere Sekunden, die sich wie Minuten anfühlten doch dann vernahm man das ein oder andere Geräusch hinter der Tür und zur Überraschung der Fans wurde die Tür tatsächlich geöffnet und Mox ist zu sehen, was die Fans durchaus freute. Er blickt zunächst ohne große Emotion zu Seth, mustert diesen fast schon abweisend, immerhin konnte man sich ja auch daran erinnern, das Jon damals nicht unbedingt davon beeindruckt war, wie Seth Becky behandelt hatte. Und genau zu dieser wandert sein zweiter Blick und ein leichtes Schmunzeln ist zu sehen. Seth wird zunächst gekonnt ignoriert.

Jon Moxley
"Becks...schön dich zu sehen. Lange ist es her. Was verschafft mir die Ehre?"

Mit Becky hatte Jon zuvor nie Probleme gehabt und half dieser damals sogar, als Dijak sich der Irin annehmen wollte. Etwas, was eigentlich Seth hätte tun sollen. Sein Blick bleibt auf Becky, denn Sie ist zumindest gerne gesehen. Becky ließ sich von dem freundlichen Ton zumindest für einen Moment anstecken. Ein kleines, ehrliches Lächeln legte sich auf ihre Lippen, während sie einen Schritt nach vorne machte. Ihre Hand hob sich kurz, als wolle sie Jon zur Begrüßung an der Schulter berühren, doch sie hielt inne, als ihr Blick über ihn wanderte. Er sah nicht gut aus. Nicht so, wie man Jon Moxley normalerweise kannte. Kein breitbeiniges Auftreten, keine unruhige Energie, kein Mann, der aussah, als würde er jeden Moment durch die nächste Wand marschieren.

BECKY LYNCH: "Jon… Du hast auch schon mal besser ausgesehen, aber schön auch dich zu sehen."

Mit einer gewissen Besorgtheit musterte sie Moxley, was den ersten Eindruck nicht unbedingt verbesserte. Für einen kurzen Moment war tatsächlich etwas von der alten Vertrautheit zwischen den beiden zu erkennen. Keine großen Gesten und kein übertriebenes Wiedersehen. Einfach zwei Menschen, die sich nach langer Zeit wieder gegenüberstanden und deren Vergangenheit nicht erst erklärt werden musste.

BECKY LYNCH: "Na, wenigstens sind wir immer noch ehrlich zueinander."

Dann wanderte Beckys Blick erneut zu Seth. Und damit verändert sich die Atmosphäre komplett. Aus ehrlich gemeinten, erfreulichem Wiedersehen, wurde es nun spürbar kälter. Jetzt war er an der Reihe. Kein Adrenalin getriebenes Match, keine Psychose und auch kein abgehobenes Ego standen jetzt zwischen ihnen. Seth stand noch immer einige Schritte hinter Becky. Die Hände hatte er locker vor seinem Körper verschränkt. Er wirkte beinahe so, als wolle er Jon nicht zu nahe kommen. Kein selbstbewusstes Auftreten. Kein Grinsen. Nicht einmal der Versuch, die Situation mit irgendeinem cleveren Spruch zu entschärfen. Und schon legte sich wieder dieses ruhige Unbehagen über das Treffen, was man zumindest als Fortschritt sehen konnte. Beckys Augen wanderten zwischen Seth und Jon umher, sie wartete nur darauf, dass Seth nun etwas sagen würde, doch es kam nicht.

BECKY LYNCH: "Wir sind nicht hier, um dir zu sagen, wie sehr wir dich vermisst haben… Also, ich habe dich vermisst."

SETH ROLLINS: "Ich nicht!"

Becky zog voller Missachtung eine Augenbraue hoch und sah Seth ungläubig an. Jetzt auf einmal hatte er doch seine Stimme wiedergefunden und mehr fiel ihm nicht ein? Mit Blick auf diesen elendigen Elefanten im Porzellanladen gerichtet, sprach Becky einfach weiter und umging seinen Einwurf.

BECKY LYNCH: "...aber dafür hätte ich meinen Mann nicht durch einen halben Keller schleifen müssen."

SETH ROLLINS: "Ich bin freiwillig hier."

Becky drehte den Kopf vollends zu ihm und ihr Blick verriet mehr denn je, dass er jetzt die Klappe halten oder etwas sinnvoll beitragen sollte. Die Situation war seit Jahren ungelenk genug, als dass er jetzt diese Möglichkeit verstreichen ließ.

BECKY LYNCH: "Du bist freiwillig dreimal an einem Snackautomaten vorbeigelaufen, nur um nicht hierhin abbiegen zu müssen."

Zumindest war jetzt die komplette Schwerfälligkeit dieser Unterredung etwas aufgelockert. Nicht unbedingt galant, aber darum durfte und sollte Seth wie auch Becky hier nicht viel geben. Das Wichtigste war, dass Mox da war und auch die Türe bereitwillig öffnete. In einem kurzen Moment versuchte Becky, ihre Gedanken zu sortieren, und räusperte sich, als Seth hineingrätschen.

SETH ROLLINS: "Jon… ich bin wegen zwei Dingen hier. Zum einen ist schon viel zu viel Zeit verstrichen in… in der ich mich hätte entschuldigen sollen. Aber ich war ein sturer Idiot und habe es nicht für nötig erachtet, mich zu entschuldigen. Es… sind Dinge vor langer Zeit passiert, die vielleicht nötig waren, aber alles andere als fair."

Endlich war ein vollständiger Satz über seine Lippen gekommen. Und obwohl die Worte schlicht klangen, hatten sie Seth mehr Kraft gekostet als so mancher Kampf. Er konnte sich jetzt dazu durchringen, was er eigentlich vor einer ganzen Dekade schon hätte sagen sollen. Er machte diesen einen, letzten Schritt nach vorne. Damit er zumindest mit Becky in einer Reihe stand. Die Hände hielt er verschränkt vor sich und in diesem Moment rechnete er mit allem, was auch passieren könnte.

Becky erkannte schnell, das Jon noch weit davon entfernt war, wie man ihn eigentlich kannte. Es wirkte fast schon so, als hätte Ihn die Verletzung komplett aus der Bahn geworfen. Okay, man musste aber auch sagen, das jeder Superstar, der sich verletzt, es erstmal wieder schaffen musste, in die Bahn zu kommen. Zum Glück entpuppte sich Jons Verletzung nicht als zu schlimm, trotzdem merkte man, das der Lunatic zuletzt nicht anwesend war.

Normalerweise war Jon auch eher der Einzelgänger aber nach so einer Verletzung tat es gut, endlich mal wieder mit einer Person zu reden, der Jon positiv gestimmt war. Damit war natürlich Becky gemeint. Die Beiden verband eine Freundschaft, die auf dem ersten Blick nie wirklich sehr eng war. Aber der Luantic hatte damals gezeigt, das die Irin ihm zumindest wichtig war, wichtiger als einem Seth als Beispiel. Jon nickte kurz in Richtung von Becky, lächelte kurz, als diese erwähnte das er schon mal besser aussah.

Jon Moxley
"Ja, die Verletzung war scheiße. Das nehme ich Danhausen noch immer übel. Aber das Kapitel will ich nicht mehr neu aufschlagen. Eigentlich wollte ich mir hier unten einen Schlachtplan überlegen, wie ich demnächst wiederkomme. Aber dann wurde ich ja unterbrochen...allerdings gehörst du, Becks, zu den wenigen, für die meine Tür immer offen steht."

Durchaus überraschende Worte des Lunatics. Auch wenn er mehr ein Lone Wolf war, gab es einige Superstars, zu denen er einen guten Draht hatte. Jons Lächeln verschwand aber in dem Moment, als es dann Seth war, der das Wort erhob. Sofort veränderte sich die Stimmung und wenn Becky nicht anwesend wäre, würden diese Beiden Herren sich wohl direkt an die Gurgel springen. Jon blickt zu Seth und hört sich seine Worte an. Aber sein Gesichtsausdruck zeigt deutlich die Abneigung die Jon gegenüber Seth hatte. Der Lunatic hatte nicht vergessen, wie Seth Becky behandelt hatte. Mox trat dann einen Schritt an Seth heran.

Jon Moxley
"Und du denkst, mit einer Entschuldigung wäre alles aus der Welt geschafft ja? Ich bin eh überrascht, das Becky dir noch eine Chance gegeben hatte...wenn es nach mir gehen würde, hast du Sie nicht verdient. Und wenn ich mich nicht von meiner Verletzung erholen würde, dann würde ich dir hier und jetzt so dermaßen eine aufs Maul schlagen, das du dich noch Wochen daran zurückerinnern würdest..."

In Jons Stimme lag eine Ernsthaftigkeit, wie man sie von Mox nur zu gut kannte. Seth kannte Jon lange genug das er wusste, das Jon das, was er eben gesagt hatte, durchaus in die Tat umsetzen könnte. Sein Blick wandert von Seth zu Becky und dann wieder zurück.

Jon Moxley
"Aber ich tue es nicht. Ich tue es nicht weil ich nicht will, das Becky all das mit ansehen muss. Sie hat schon zu viel Scheiße mit dir erlebt...daher mache ich mir nicht an dir meine Hände schmutzig."

In diesem Moment blinzelte der typische Moxley wieder hervor. Er zeigte hier noch einmal deutlich, was er von Seth halten würde. Ein kurzer Blick blieb bestehen ehe sich Jon wieder ein, zwei Schritte zurückzog. Er lehnte sich gegen den Türrahmen und sah Seth wieder an.

Jon Moxley
"Und was wäre die zweite Sache warum ihr ausgerechnet mich aufgesucht habt?"

Die Stille im Raum war fast körperlich greifbar, dick und schwer wie Nebel. Jon Moxleys letzte Worte hingen noch immer in der kühlen Luft zwischen ihnen, scharf wie eine frisch geschliffene Klinge und ohne jede künstliche Glättung. Doch genau das war der Punkt. Es war die Schärfe, die Seth erwartet hatte. Eine versöhnliche Geste, eine ausgestreckte Hand, das wäre eine Lüge gewesen. Nicht nach all den Jahren. Nicht nach den unzähligen Narben, dem verramschten Vertrauen, das einst ihre Bruderschaft ausgemacht hatte. Seth nickte langsam, während er mit einem schweren Schlucken reagierte.

SETH ROLLINS: "Nein. Das wäre sie nicht."

Sein Blick senkte sich für den Bruchteil einer Sekunde auf den stumpfen Linien des Bodens ab, als würde er dort nach den passenden Worten suchen, ehe er den Kopf wieder hob. Seine Hände lösten sich voneinander, rutschten unruhig, fast getrieben, über den feinen Stoff seines Sakkos. Ein seltenes Anzeichen von echter Nervosität unter der sonst so perfekt inszenierten Fassade.

SETH ROLLINS: "Und genau deshalb habe ich Becky mitgebracht."

Neben ihm rührte sich Becky. Ihr Kopf drehte sich nur minimal zur Seite, um Seth’ Profil zu fixieren. Da war keine Überraschung in ihren Augen, kein plötzliches Erkennen. Nur die stille Akzeptanz einer Frau, die genau wusste, warum sie in diesem Raum stand. Sie wusste um das Gewicht dieses Augenblicks.

SETH ROLLINS: "Nicht, damit sie dich davon überzeugt, mir zu verzeihen. Das kann sie nicht, das wird sie nicht. Und ehrlich gesagt... das sollte sie auch verdammt noch mal nicht. Das hier? Das ist ein Schlachtfeld zwischen dir und mir."

Für einen Herzschlag wanderte sein Blick zu Becky hinüber. Seth hielt inne. Seine Brust hob und senkte sich flach, während er um Fassung rang. Es kostete ihn sichtbare Überwindung, die Kontrolle abzugeben und die Kälte aus seiner Stimme zu verbannen.

SETH ROLLINS: "Aber ich wollte, dass sie hier ist. Weil sie dich kennt, Mox. Weil sie weiß, wer du tief im Inneren bist. Und weil… weil sie wahrscheinlich der einzige Mensch auf dieser verdammten Welt ist, bei dem ich mir sicher sein kann, dass sie uns beide davon abhält, diesen Raum hier in ein einziges Trümmerfeld zu verwandeln."

Ein leises, trockenes Schnauben drang aus Beckys Richtung. Es war kein Lachen, sondern eher der sarkastische Tonfall einer Realistin.

BECKY LYNCH: "Das ist eine verdammt großzügige Einschätzung meiner Fähigkeiten, Seth."

Er warf ihr einen kurzen, flüchtigen Seitenblick zu. Ein minimaler Zug um seinen Mundwinkel deutete das Schattenbild seines gewohnten Grinsens an.

SETH ROLLINS: "Du hast mich schon vor weitaus Schlimmerem bewahrt."

BECKY LYNCH: "Stimmt."

Ein winziger Funke von Leichtigkeit flackerte durch das Zimmer, verflog jedoch so schnell, wie er aufgetaucht war. Die dunkle Schwerkraft der Vergangenheit zog die Stimmung sofort wieder nach unten. Seth wandte sich vollständig Jon zu, fixierte dessen Blick und atmete tief durch die Nase ein.

SETH ROLLINS: "Die zweite Sache ist… wir… nein, verdammt. Ich. Ich brauche dich. Nicht auf die Art, wie du jetzt vielleicht denkst. Ich brauche dich für etwas, von dem ich nicht einmal weiß, ob ich überhaupt noch das Recht besitze, dich darum zu bitten. Letzte Woche… da standen Roman und ich wieder gemeinsam in diesem Ring. Notgedrungen. Ein erzwungenes Bündnis aus dem Chaos heraus. Und ich weiß ganz genau, was die Leute gesehen haben. Ich weiß, was in ihren Köpfen vorgeht, was sie spüren. Sie haben drei Männer vor sich gesehen, die seit Jahren nicht mehr denselben Boden geteilt haben… und plötzlich standen zwei von ihnen wieder Seite an Seite. In einer Lage, die aussichtslos schien. Aber wie ich da schon gesagt habe… Manchmal reicht ein einziger Mann aus, um ein ganzes Imperium ins Wanken zu bringen."

Der Satz schwebte im Raum wie eine geladene Waffe. Ein zweischneidiges Schwert, das mit jeder Millisekunden mehr Gewicht bekam. War es eine spitzfindige Referenz? Jon wusste genauso gut wie Seth, wer damals der eine Mann gewesen war, der mit einem Stuhl in den Rücken seiner Brüder ein ganzes Imperium zum Einsturz gebracht hatte. Seth hatte Shield zerschlagen. Doch das hier war keine Selbstbeweihräucherung. Seth’ Blick blieb starr auf Moxley gerichtet, ohne Versteckspiel, ohne die gewohnte Überheblichkeit. Dieser eine Mann war heute nicht der Verräter von damals. Dieser eine Mann war das fehlende Puzzleteil. Der Mann, der als Einziger das Gleichgewicht wiederherstellen, die Übermacht der Bloodline brechen und die Geister der Vergangenheit ein letztes Mal an einen Tisch zwingen konnte.

Jon Moxley
"Und was macht dich so sicher, das ich dafür der Richtige bin?"

Kam es dann sehr direkt von Mox zurück. Nahezu direkt nachdem Seth sein letztes Wort ausgesprochen hatte. Jon wusste natürlich genau, was was Rollins hier ansprach. Er hat gesehen, was letzte Woche passiert war. Seth war damals der Mann, der das wohl dominanteste Stable der modernen Geschichte gesprengt hatte. Es gibt Dinge die man nie vergessen würde. Jons Blick wandert kurz zu Becky und wieder zurück zu Seth.

Jon Moxley
"Ihr habt euch diesen Ärger selber eingebrockt und ihr könnt da auch selber herauskommen. Zumal, wer versichert mir, das du die Gunst der Stunde nicht wieder nutzen wirst, mh? Nein, nein, nein....so eine Scheiße tue ich mir nicht noch einmal an."

Die Worte trafen Seth härter, als er es erwartet hatte. Sie hallten nach, wie der dumpfe Schlag gegen die Brust, der einem direkt die Luft raubte. Sein Mund öffnete sich leicht. Ein Reflex, um das Wort zu ergreifen, die Kontrolle zurückzuholen, das Narrativ zu drehen, so wie er es immer tat. Doch die Stimmbänder versagten ihm den Dienst. Zum ersten Mal seit Beginn dieses zermürbenden Gesprächs hatte er keine schlagfertige Entgegnung parat. Keinen verächtlichen Lacher, keine pompöse Vision, kein meisterhaft konstruiertes Argument. Moxley hatte punktgenau die eine offene Wunde getroffen, für die es keine verharmlosende Floskel gab.

Hätte Jon ihm vorgeworfen, ein verdammter Verräter zu sein, Seth hätte nickend standgehalten. Hätte Jon gesagt, er schulde ihm absolut nichts mehr auf dieser Welt, Seth hätte ihm ohne Zögern recht gegeben. Aber Vertrauen? Das war kein Streitpunkt, den man rhetorisch zerlegen konnte. Es war das Porzellan, das Seth selbst vor Jahren mit einem Stahlstuhl in tausend Scherben geschlagen hatte. Seine Finger fuhren unruhig über den Stoff seines Sakkos, zupften am Ärmel. Er holte tief Luft, spannte die Schultern an und setzte neu an.

SETH ROLLINS: "Ich..."

Nichts. Seine Stimme brach weg, trocken und spürbar brüchig. Er unternahm sofort einen zweiten, fast verzweifelten Versuch.

SETH ROLLINS: "Ich kann dir nicht..."

Wieder brach der Satz mitten im Raum ab. Das Wort versprechen blieb ihm wie Asche im Hals stecken, weil er selbst wusste, wie wertlos es aus seinem Mund klingen musste. Moxley regte sich nicht. Er sagte kein einziges Wort, gab keinen spöttischen Laut von sich. Er musste es auch gar nicht. Allein der kühle, schwere Blick, mit dem er Seth musterte, machte überdeutlich. Jede halbherzige Schwurformel, jede gedrechselte Entschuldigung würde die Situation im Bruchteil einer Sekunde endgültig kippen lassen. Becky hatte die Szene bis hierher schweigend aus dem Hintergrund beobachtet, den Rücken an die kalte Wand der Umkleide gelehnt. Nun stieß sie sich langsam ab. Becky trat einen halben Schritt nach vorne. Sie schob sich nicht beschützend zwischen die beiden Männer, sondern blieb leicht versetzt im Raum stehen. Eine bewusste Positionierung, nicht als Schutzschild für Seth, sondern als unabhängige Beobachterin.

BECKY LYNCH: "Weißt du, Jon… Du stellst die völlig falsche Frage. Du fragst, wer dir versichert, dass Seth die Gunst der Stunde nicht wieder nutzt… Niemand!”

Selbst Seth drehte überrascht den Kopf zu ihr. In seinen Augen flackerte Irritation auf, doch Becky würdigte ihn keines Blickes. Sie ließ das Wort ganz bewusst im Raum stehen, ungeschönt und scharf. Ihr Blick blieb glasklar auf Moxley gerichtet.

BECKY LYNCH: "Ich werde dir absolut gar nichts versprechen können. Roman wird dir keinen Freifahrtschein unterschreiben. Und Seth sollte verdammt nochmal nicht einmal versuchen, dir hier irgendwas vorzulügen.”

Spätestens jetzt sollte es Becky geschafft haben, dass sie die vollste und uneingeschränkte Aufmerksam beider Männer hatte. Eine gewisse Skepsis dürfte sie sicherlich damit hervorgerufen haben, doch das Interesse an ihren Worten stieg.

BECKY LYNCH: "Weißt du, warum ich überhaupt mit hier runter in diesen kühlen Gang gekommen bin? Sicher nicht, weil ich dachte, ich müsste das Kindermädchen spielen oder dich mit süßen Worten überreden. Ich bin hier, weil ich deinem Urteilsvermögen in diesem Moment mehr vertraue als seinem."

Totenstille im Flur. Selbst Seth schluckte den spürbaren Stich runter und sparte sich jeden Einwand. Becky schnaubte leise durch die Nase. Ein müdes, fast unsichtbares Lächeln huschte für den Bruchteil einer Sekunde über ihr Gesicht.

BECKY LYNCH: "...und sicher, damit wird er mir später unter vier Augen noch gewaltig auf die Nerven gehen."

Ein kaum merkliches Zucken ging durch Seth’ rechten Mundwinkel. Kein Lächeln, aber das spürbare Bröckeln der eisernen Fassade. Beckys Miene wurde augenblicklich wieder ernst. Sie trat einen kleinen, bedachten Schritt näher an Jon heran. Nicht bedrohlich, nicht beschwichtigend, einfach nur aufrichtig auf Augenhöhe. Ihre Stimme wurde leiser, verlor die Schärfe und bekam eine raue Tiefe.

BECKY LYNCH: "Aber um seine Befindlichkeiten geht es hier nicht. Ich habe damals genau gesehen, wer du bist, Jon. Damals... als Seth komplett den Verstand verloren hatte und alles um uns herum eingestürzt ist. Du bist trotzdem aufgetaucht. Es hätte dir auch vollkommen egal sein können, was mit ihm passierte, aber du bist in den Ring gestürmt und hast ihn da raus geholt. Nicht für ihn und nicht für dieses verdammte Business. Sondern für mich. Weil es das Richtige war.”

Das war wohl der Moment, in dem es Seth schlecht wurde. Den damaligen Abend in London würde er lieber komplett ausradieren. Und nicht nur diesen einen Abend, am besten die gesamte Tour durch Großbritannien. Es war zwischen Seth und Becky der emotionale und mentale Tiefpunkt, der damals nahezu unüberwindbar wirkte. Und jetzt, Wochen und Monate später, taten die Erinnerungen daran genau so weh.

BECKY LYNCH: "Und genau deshalb glaube ich nicht, dass du Seth’ Versprechungen brauchst. Wir müssen nicht an ihn glauben. Du musst an dich glauben. Vertrau endlich wieder deinem eigenen, verdammten Instinkt. Du warst nie der Typ, der irgendjemandem hinterhergelaufen ist. Du warst nie derjenige, der die Erlaubnis von irgendwem gebraucht hat um den Scheiß zutun, den nur du eben tust. Du hast schon immer selbst entschieden, wo du deine Schlachten schlägst. Also triff verdammt nochmal auch jetzt deine eigene Entscheidung. Tu es nicht für Seth und tu es nicht für Roman. Sie brauchen dich mehr als du sie… denn du bist das Bindeglied und die Grundsäule des Vertrauens."

Ein letzter, intensiver Blick, der tief unter die Haut ging. Ihre Stimme sank fast zu einem Flüstern herab, das dennoch jeden Winkel des Raumes ausfüllte. Die Stille im Anschluss wurde greifbar. Ob sich Mox jemals so gesehen hatte? Für den Augenblick regten Becky’s Worte zum Nachdenken an.

Jon hört sich die Worte Beckys ganz genau an, allerdings verzeiht Mox keine einzige Mine dabei. Daher wusste man jetzt nicht, ob Beckys Worte Erfolg haben würden oder nicht. Sein Blick blieb dabei nur auf die Irin gerichtet. Sie war zumindest von dem Tandem vor Ihm die einzige Person, welcher Er vertrauen würde. Dem Lunatic war schon klar, das Seth hier darauf aus war, das Jon womöglich zustimmt, Ihm und Roman im Kampf gegen die Bloodline zu unterstützen. Jon lehnte weiter an der Wand und lässt Becky in Ruhe ausreden. Erst als sie fertig war konnte man ein kleines, kurzes Schmunzeln bei Jon erkennen, ehe er sich wieder von der Wand wegstößt. Er war nie der Mann der große Reden geworfen hatte. Er war ein Mann der Taten und war nie der große Redner und auch hier kam nicht viel von ihm aber genau wenig konnten weder Becky noch Seth in Ihn hinein schauen.

Jon Moxley
"Becky, es war schön dich mal wiederzusehen. Ich verstehe deine Worte vollkommen. Das einzige was ich euch sagen kann ist aber nur dies...Euch viel Glück. "

Kurzer Blick von Jon zwischen Becky und Seth ehe er sich in den Locker zurückzieht und die Tür schließt. Die Kamera bleibt auf Seth und Becky und anscheinend hatten diese sich dieses Gespräch anders vorgestellt, oder?

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THE PRICE OF BETRAYAL

Zurück im Schlangennest! So könnte man das folgende Segment nun beschreiben, in welchem wir wieder einmal einen Star des Coast 2 Coast Performance Centers zu sehen bekommen. Den wohl einzigen Star, der alle Probleme ziemlich gut an sich abprallen lässt und keinen Stress in sich aufbauen lässt. Die Rede ist natürlich von niemand Geringerem als Swerve Strickland, der vor einigen Wochen mit seinem Draw gegen Roman Reigns ein ziemlich gutes Bild aufbauen konnte. Demnach ist er wohl der Einzige, der aktuell eine gute Stellung in sich trägt und der wohl sicher dasteht und bestimmt nicht gefeuert wird. Jedenfalls denkt man so. Klar kann man bei einem Lehrer wie Raven nie wissen, was als Nächstes passiert, doch würden die Fans dennoch behaupten, dass Strickland die wohl sicherste Position im Performance Center aktuell trägt. Sehen können wir den dunkelhäutigen Mann, wie er hier gerade durch den Backstage-Bereich läuft. Gekleidet ist er in einem maßgeschneiderten Designer-Shirt aus schwerem, hochwertigem Modal-Stoff, das perfekt an seinem athletischen Oberkörper anliegt und seine Tattoos durch die kurzen Ärmel hindurch elegant zur Geltung bringt. Um diesen Look auf das nächste Level zu heben, kombiniert er das schlichte Weiß mit einer massiven, eisbesetzten Diamant-Cuban-Link-Kette, die schwer auf seiner Brust liegt und bei jeder Bewegung im Hallenlicht blitzt.

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Untenrum greift Swerve zu einer extravaganten, leicht Oversize geschnittenen Designer-Jeans, die mit subtilen Distress-Effekten versehen ist und lässig auf den Hüften sitzt. Auf dem Kopf trägt er eine perfekt gebogene Snapback-Mütze, die leicht schief in seinem Signature-Style sitzt und seine arrogante, selbstbewusste Ausstrahlung unterstreicht. An den Füßen trägt er ein hochpreisiges, gehyptes Jordan-1-Modell, das farblich perfekt auf den Rest seines Outfits abgestimmt und absolut makellos sauber ist. Abgerundet wird das Ganze durch feine Accessoires wie ein Armband aus schwarzen Onyx-Perlen und hochwertigen Metall-Akzenten an seinem Handgelenk sowie seine unverkennbare, coole Körpersprache. In seiner rechten Hand trägt er zusätzlich noch eine kleine Wasserflasche, aus welcher er sich einen kräftigen Schluck gönnt, bevor er sich durch die nächste Türe drückt. Dabei verlangsamt sich plötzlich sein Gang. Die Stirn wird gerunzelt und die Augen ein wenig verengt, als er hier auf diese Person trifft, die heute schon für einiges an Schaden sorgen konnte.

Vince McMahon: „Aahh, hallo Strickland. Gut, dass ich Sie hier treffe. Sagen Sie mal... Sie sind doch hier der Mann, der den Puls der Zeit spürt, oder?“

Während die Gänge hier von einer leicht hektischen, aber dennoch professionellen Energie erfüllt sind, mustert Vince McMahon, der heute in seinem eigenen, teuren und maßgeschneiderten Look unterwegs ist, Strickland mit einem intensiven Blick. Mit einer Mischung aus geschäftsmäßiger Autorität und beiläufiger Neugier tritt er an den Jüngling heran, welcher stehen bleibt und sich ganz entspannt mit verschränkten Armen an die Wand zurücklehnt. Während die Diamanten an seiner Kette im Deckenlicht aufblitzen, schmunzelt er Vince charmant entgegen.

Strickland: Man tut, was man kann, Mr. McMahon. Was gibt's? Suchen Sie nach neuen Ideen oder wollen Sie einfach nur wissen, wie man stilvoll durch die Hallen läuft?“

Eine gute Antwort von Strickland. Jemand wie Vince McMahon braucht zwar garantiert kein Training dafür, stilvoll durch Hallen zu laufen, aber dennoch erntet Strickland durch diesen Kommentar einige Lacher aus den Zuschauerreihen. Selbst Vince kann nicht anders, als etwas darüber zu schmunzeln, aber am Ende winkt er nur ab.

Vince McMahon: „Oh, vom Laufen verstehen Sie sicher etwas. Aber nein, schauen Sie sich das hier an.“

Vince zückt sein Smartphone, tippt kurz darauf herum und hält es Swerve fast unter die Nase. Auf dem Display sind mehrere Bilder der Dallas Mavericks zu sehen, Spieler in Trikots, Spielszenen auf dem Parkett, Teambilder. Die Halle, in der wir hier heute sind, ist die Heimat der Mavericks. Hier treten sie immer auf. Doch Vince blickt das Handy an und dann wieder zu Swerve, wobei er ratlos die Stirn in Falten legt.

Vince McMahon: „Ich kenne mich ja nun wirklich absolut überhaupt gar nicht mit Basketball aus. Was soll das sein? Ein Haufen großer Kerle, die versuchen, einen orangefarbenen Ball durch einen Metallring zu werfen. Warum fasziniert die Leute das so? Ich meine, wo ist da die pure Aggression? Wo ist das Drama eines Steel Cage Matches? Sie wissen doch sicher mehr darüber, oder?“

Strickland lacht kurz auf, schüttelt amüsiert den Kopf und wirft einen kurzen Blick auf das Display, ehe er Vince in die Augen schaut.

Strickland: Haha. Man nennt das Sportkultur. Die Jungs da auf dem Bild bringen eben eine andere Art von Härte aufs Parkett. Aber wenn wir schon von Drama sprechen... ich schätze mal, Sie haben ganz andere Sorgen als die Mavericks, oder? Man hört so einiges hinter den Kulissen.“

Vor allem, wenn man mittendrin im Geschehen ist. Wieder einmal stellt sich die Frage, was Vince hier vorhat. Warum kommt er so freundlich auf Strickland, einen von Ravens Schülern, zu und hält einen einfachen Smalltalk? Warum? Vinces Gesichtsausdruck wechselt von der gespielten Ratlosigkeit blitzschnell zu diesem durchdringenden, eisigen Taxieren. Er steckt das Handy langsam weg, tritt einen Schritt näher an Swerve heran und lächelt dünn.

Vince McMahon: „Ah, Sie sprechen also an, was die Gerüchteküche brodeln lässt. Sehr gut, Strickland. Sie wissen genau, worauf ich hinauswill. Dann können Sie mir ja sicher direkt weiterhelfen. Sagen Sie mir... wen wird Raven heute Abend feuern? Wer von seinen geliebten Schülern fliegt raus?“

Doch Strickland verzieht keine Miene. Sein lässiger Gesichtsausdruck bleibt wie ein Schild bestehen. Er schiebt die Hände entspannt in die Taschen seiner Jeans, während er den ehemaligen WWE-Chairman mustert.

Strickland: Wissen Sie, Mr. McMahon? Das klingt nach einer Frage, bei der Sie sich die Hände schmutzig machen müssen. Ganz ehrlich, da fragen Sie den falschen Typen. Wenn Sie wissen wollen, was in Ravens Kopf vorgeht, müssen Sie schon direkt zu ihm gehen und ihn fragen. Ich mische mich in diese Familiendramen nicht ein.“

Vince kneift die Augen leicht zusammen, während er versucht, auf die freundlichste und charmanteste Art und Weise ein bisschen tiefer zu bohren, um vielleicht doch noch eine Regung oder einen Hinweis aus dem Man Who Never Misses herauszukitzeln. Und um dies zu erreichen, spricht er mit fast schon väterlicher, aber auch falscher Sanftheit weiter auf Strickland ein.

Vince McMahon: „Ach, kommen Sie schon, Strickland. Wir sind doch unter uns. Ein Mann Ihres Kalibers weiß doch genau, welche Schachfiguren sich gerade bewegen. Ich will doch nur sicherstellen, dass die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Ein kleiner Tipp unter Partnern schadet nie... oder?“

Doch Swerve bleibt absolut standhaft, freundlich, aber unmissverständlich abwehrend. Er lächelt kühl, schüttelt langsam den Kopf und klopft Vince ganz beiläufig und fast schon provokant auf die Schulter.

Strickland: Partner hin oder her, ich kümmere mich lieber um meine eigenen Matches und mein eigenes Konto. Fragen Sie Raven selbst. Ich wette, die Antwort wird Ihnen ohnehin nicht gefallen, egal, wie sie ausfällt.“

Antwortet Strickland und zeigt damit deutlich, dass er weiterhin die Klappe hält und sich nicht von Vince einschüchtern lässt. Vince starrt Strickland kurz in die Augen und während ein unheilvolles Grinsen auf seinem Gesicht entsteht, weiß er genau, dass Strickland hart wie Granit zu sein scheint.

Vince McMahon: „Aha... Sie müssen also noch mit Raven darüber sprechen, was Sie mir sagen dürfen und was nicht. Kommen Sie doch einmal mit in mein Büro, ja?“

Es wirkt tatsächlich so, als hätte es Vince bei Strickland schwerer als bei Leva. Das hört man nun auch, als Strickland ihm tatsächlich in sein Büro hinein folgt, was sich zum Glück gar nicht einmal so weit weg vom Geschehen befindet.

Strickland: Ich bespreche gar nichts mit ihm. Er sagt mir nicht, was er tut.“

Tut er nicht? Aber das macht Raven doch andauernd. Außer vielleicht beim Training, wo er lieber irgendwelche Videospiele zockt oder Serien schaut. Im Büro von Vince angekommen, setzt dieser sich auf seinen Schreibtischsessel und lächelt Strickland an. Er bietet ihm sogar einen Platz auf der anderen Seite des Tisches an, damit dieser es bequem hat. Er gibt wirklich alles, damit es Strickland hier gut geht.

Vince McMahon: „Sie sind also Ihr eigener Chef, oder wie? Sie machen nur das, was Sie für richtig halten? Und dennoch arbeiten Sie hier. Für einen Mann, den Sie partout nicht leiden können, kommt es mir vor.“

Nun... Raven hatte wohl schon bereits mit jedem seine Probleme gehabt und wenn man ehrlich ist, ist Raven auch ein absolutes Arschloch. Es ist fraglich, wie seine Schüler noch hinter ihm stehen können. Also dieser Punkt geht dann wohl an Vince. Aber es ist noch immer die Frage, was sein Ziel hier ist. Will er Ravens Schüler für sich gewinnen und will er somit dafür sorgen, dass Raven seinen Job verliert? Nun, das wäre eine Taktik. Wenn die Schüler alle sagen, sie haben keinen Bock mehr auf Raven, dann könnte es Vince wirklich hinbekommen, ihn feuern zu lassen. Und so freundlich, wie er sich hier zu Leva und auch jetzt zu Strickland zeigt, könnte das wirklich funktionieren. Allerdings stellt sich die Frage, ob diese Freundlichkeit echt oder nur gespielt ist. Das kann man bei einem Mann wie Vince McMahon niemals wissen.

Strickland: Raven ist ein großer Wrestler.“

Vince McMahon: „Was bitte soll groß an ihm sein? Seine respektlose Art gegenüber anderen? Wenn es nach ihm geht, sind wir alle idiotische Nichtskönner! Das ist bei Ihnen doch nicht groß anders, oder? Sie sind für ihn doch auch bloß eine dumme kleine Ratte, mit der er sein Vergnügen hat, oder nicht?“

Nun ja... das ist schon irgendwie korrekt. Jedenfalls kommt es einem oftmals so vor. Doch Stricklands Blick verfestigt sich in diesem Moment und nun schaut er Vince etwas strenger an. Wie als würde er das gesamte Spielchen jetzt beenden wollen und endlich zur Sache kommen.

Strickland: Was wollen Sie von mir?“

Diese Frage stellen wir uns alle, aber es ist super, dass Strickland sie so klar und direkt ausgesprochen hat. Was will Vince hier von ihm? Es ist schon fast ein beängstigendes, drückendes Gefühl, was hier in diesem Büro herrscht. Vor allem, da Vince dieses furchteinflößende Grinsen noch immer nicht aus seinem Gesicht herauswischt. Er schaut Strickland an, wie als würde er genauestens in seinen Kopf blicken können und als müsse er absolut gar keine Angst vor ihm haben, weil er genau weiß, dass er absolut nichts anstellen kann, um Vince zu schaden. Selbst nach dieser Frage zeigt sich absolut keine Regung im Gesicht des Satans.

Vince McMahon: „Ich will wissen, ob Sie gefeuert werden oder hierbleiben wollen und was Sie dafür alles tun würden?“

Ist das jetzt eine Drohung? Droht Vince Strickland damit, ihn zu feuern, wenn er nicht die Seiten wechselt? Aber... das würde er doch nicht tun können. Sicher ist Vince McMahon gerade auf einem Streifzug, das halbe c2c-Roster zu entlassen, aber bei Raven und seinen Schülern hat er sich bisher die Zähne ausgebissen. Er hat es hinbekommen, dass Raven einen von ihnen entlassen muss, aber diese Entscheidung liegt noch bei Raven selbst. Das heißt, Vince hat nicht die Macht, einen von ihnen direkt zu feuern... noch nicht jedenfalls!

Strickland: Wenn ich gefeuert werde, dann ist es halt so.“

Vince McMahon: „Was ist keine Antwort auf meine Frage!“

Strickland lässt sich immerhin nicht einschüchtern. Er hat schon so lange mit Raven zusammengearbeitet, dass er weiß, wann man ruhig bleiben muss. Wenn er hier auch nur ein Fünkchen Angst zeigt, ist er genau im Mindgame von Vince gefangen. An Leva konnte man das heute sehr gut erkennen. Doch da dieser Mann es als Einziger bisher geschafft hat, selbst Raven sprachlos zu machen, kann man sich sicher sein, dass das für Strickland hier keineswegs leicht werden wird.

Strickland: Sie wollen mir also beistehen, wenn ich sage, ich verrate Raven?“

Vince McMahon: „Das war noch immer keine Antwort auf meine Frage!“

Man merkt schnell, dass ein Gespräch mit Vince nicht leicht wird. Strickland hat wohl ins Schwarze getroffen, aber Vince knickt dadurch nicht ein. Er bleibt am Ball und zeigt seine Autorität, solange bis es Strickland ist, der einknickt.

Strickland: Ja! Ich will nicht gefeuert werden!“

Sagte er mit aller Ehrlichkeit, die er in seinem Körper besitzt. Natürlich will Strickland nicht gefeuert werden. Das ist ja auch klar, wer will das schon? Er versucht zwar die ganze Zeit, der zu sein, der bei diesem ganzen Scheiß hier nicht mitspielt und dem es scheinbar egal ist, was am Ende passiert, aber natürlich ist er ganz fest darauf versessen, nicht derjenige zu sein, der entlassen wird. Er will diesen Job hier haben wie nichts anderes.

Vince McMahon: „Ich verstehe. Nun gut, Sie dürfen gehen. Aber ich bin mir sicher, wir werden uns ganz bestimmt noch ein weiteres Mal hören.“

Bitte was? Was ist das jetzt? Ist das schon das gesamte Gespräch gewesen? Auch Strickland scheint etwas verwundert über dieses Ende zu sein, steht aber auf und verlässt das Büro wieder. Er hat es geschafft. Glaubt er jedenfalls. So ganz sicher ist er noch nicht, aber wie als wäre es ein Déjà-vu, trifft Strickland genau vor dem Büro von Mr. McMahon auf ein Gesicht, das er nur zu gut kennt.

Kid Lykos: ’„Hey, alles gut? Wa... was hast du da drin gemacht?“

Genauso wie bei Leva Bates vorhin taucht auch hier Kid Lykos genau auf, als Strickland das Gespräch mit Vince beendet hat und steht nun mit Strickland alleine vor dem Raum, in dem das Gespräch stattgefunden hat. Und natürlich interessiert er sich dafür, was hier gerade vor sich gegangen ist. Warum redet Vince mit jedem Einzelnen aus dem Performance Center, nur nicht mit ihm? Verschwören sich die alle gegen Lykos?

Strickland: Mr. McMahon wollte sich bloß ein wenig über Basketball unterhalten. Nichts Wichtiges!“

Ob das die richtige Antwort gewesen ist? Aber was soll Strickland bitte sagen? Dass Vince ihm ein Angebot gemacht hat, dass er Raven hintergehen soll, um sicherer dazustehen? Aber... hat er das überhaupt? Strickland weiß ja selbst nicht einmal, worum es in dem Gespräch ging. Er ist nur froh, endlich aus diesem Büro draußen zu sein, denn da drin hat es sich so angefühlt, als würde er 10 Zementsäcke auf den Schultern tragen müssen. Was wohl auch der Grund ist, warum er sich hier nun mit der flachen Hand den Schweiß aus dem Gesicht wischt und völlig fertig aussieht.

Strickland: Sorry, ich muss kurz an die frische Luft. Bis später, ja?“

Und mit diesen Worten verabschiedet sich dann Strickland auch von Lykos. Immerhin kommt es hier nicht wieder zu so einem sinnlosen Streit wie mit Leva vorhin. Was zeigt, dass Strickland das Gespräch mit Vince doch besser bestanden hat als sie. Er lässt sich nicht wie so eine Marionette lenken. Es hat ihn zwar stark an den Nerven und Kräften gezehrt, aber er bleibt dennoch weiterhin sein eigener Mann. So denkt er jedenfalls. Lykos schaut ihm noch einige Sekunden hinterher, ehe Strickland um die nächste Ecke aus dem Bild heraus verschwindet. Anschließend geht sein Blick wieder an die Tür von Vince. Was will Lykos überhaupt hier? Das werden wir wohl nun erfahren, denn tatsächlich klopft er an diese Tür.

Vince McMahon: „Herein!“

Kommt es aus dem Inneren des Büros zu hören und Lykos öffnet die Tür, um einzutreten. Die Kamera schaltet mit einem schnellen Cut wieder in das Innere hinein und beobachtet Lykos, wie er sich mit erhobener Brust vor Vince aufstellt und ihn etwas nervös anschaut. Scheinbar verspürt auch er direkt den unfassbaren Druck, der hier auf einem lastet. Aber genauso wie bei Strickland ist Vince auch freundlich zu dem jungen Briten.

Vince McMahon: „Guten Abend!“

Lykos erwidert die Begrüßung und Vince grinst ihm mit demselben Gesicht entgegen, wie er es eben noch bei Strickland getan hat. Aber Lykos schafft es, den Kampf zu gewinnen, die Frage, die ihm seit der Aktion vorhin im Kopf liegt, auszusprechen. Die sich jetzt durch die Aktion gerade noch einmal erweitert hat.

Kid Lykos: ’„Wa... was haben Sie gerade mit Strickland besprochen? Und mit Leva vorhin?“

Man merkt, wie nervös Lykos ist. Aber warum kommt er nur wegen einer so banalen Frage her zu Vince? Denkt er wirklich, dieser würde ihm die Wahrheit sagen? Oder aber er fühlt sich wirklich ausgeschlossen, weil Vince bisher noch nicht zu ihm gekommen ist und er auch ein Gespräch mit ihm haben wollte. Ob Vince ihm auch anbietet, für ihn zu bürgen, wenn er Raven hintergeht? Oh nein, ganz sicher nicht!

Vince McMahon: „Nun ja... ich bin nur auf der Suche nach einem passenden Ersatz. Wenn Raven Sie feuert, dann benötige ich schließlich jemand Neuen, der mir Informationen beschert!“

Bitte was? Aber... heißt das... es war Lykos? Lykos hat die Dokumente für die Halle an Vince weitergegeben und ihm die ganze Zeit Informationen über Ravens Taten übergeben? Kid Lykos war derjenige, der Raven hintergangen hat? Aber was sollte dann der Streit vorhin? Wollte er nur, dass Leva denkt, dass er unschuldig ist? Das heißt aber, dass Raven die ganze Zeit recht hat. Sie hatten einen Maulwurf im Performance Center. Und es war Kid Lykos! Was um alles in der Welt?

Kid Lykos: ’„Aber... Sie sagten doch, Sie werden mich nicht feuern!“

Kid Lykos hat Raven verraten, um seinen eigenen Arsch zu retten. Oh my Gawd, was für ein Schocker! Kid Lykos ist ein Vince-McMahon-Guy! Oder etwa doch nicht?

Vince McMahon: „Nun, diese Entscheidung liegt aber nicht bei mir. Raven wählt aus, wen er rauswerfen wird, und Raven ist vernarrt in Leva, Izzy wird er wegen Bayley nicht rauswerfen und Strickland ist wesentlich talentierter als Sie.“

Oh nein, Kid Lykos ist kein Vince-McMahon-Guy. Er ist nur eine Vince-McMahon-Puppe! Er wurde ausgenutzt und nun selbst hintergangen. Natürlich ist es Vinces Schuld, dass überhaupt einer der 4 Trainees gefeuert werden soll und wenn er die ganze Zeit schon wusste, dass sich Raven für Lykos entscheiden würde, war es klar, dass er mit ihm eine perfekte Marionette hat, die er ausnutzen kann.

Kid Lykos: ’„Ich habe Ihnen geholfen, damit Sie mich beschützen!“

Etwas zornig spuckt Lykos diese Worte Vince entgegen und hofft wohl darauf, dass dieser ihn wirklich beschützt. Es war klar, dass Vince vorhat, jeden Einzelnen aus dem Performance Center zu feuern und als Lykos das erkannt hat, hat er wohl die Entscheidung getroffen, Raven zu verraten und sich an Vince zu klammern, weil er wusste, dass dieser sein Ziel eines Tages mit Erfolg durchführen wird. Aber dass er hier selbst so hintergangen wird, damit hat Lykos wohl nicht gerechnet. Tja, er hat noch eine ganze Menge zu lernen. In einem Haifischbecken darf man als kleiner Clownfisch niemandem vertrauen.

Vince McMahon: „Ich werde Sie beschützen. Solange ich Sie benötige! Und Sie werden mir weiterhin helfen und mir weiterhin Informationen liefern, solange Sie meinen Schutz benötigen!“

So wird es wahrscheinlich am Ende hinauslaufen. Kid Lykos hat nicht das Talent eines Swerve Stricklands. Er ist wesentlich leichter zu manipulieren. Und somit weiß Vince hier sogar noch genauer, dass ihm absolut kein Schaden entstehen kann. Lykos ist in seinen Augen einfach bloß ein bellender kleiner Hundewelpe im Moment. Er ist laut, aber da er noch keine scharfen Zähne besitzt, ist er keineswegs bedrohlich.

Vince McMahon: „Wenn ich jedoch mit Leva jemand anderen habe, der Sie ersetzen kann, dann... nun ja, dann werde ich Sie nicht länger benötigen und brauche Sie nicht mehr beschützen!“

Er sucht also wirklich nach einem Ersatz. Vince hat Lykos ausgenutzt, um an Informationen aus dem Inneren von Raven zu kommen und jetzt, wo er der festen Überzeugung ist, dass Raven Lykos rauswerfen wird, sucht er sich einen passenden Ersatz, um wahrscheinlich am Ende genau dies wieder zu tun. Er hat sich das schwächste Glied aus dem Performance Center genommen und es nach seinem Belieben manipuliert, solange bis es an der Hitze verbrennt und er es entsorgen kann.

Kid Lykos: ’„Pah, vergessen Sie's. Leva wird nicht gegen Raven handeln. Sie liebt ihn!“

Das hingegen könnte sogar stimmen. Leva würde Raven mit Sicherheit niemals irgendwie hintergehen. Auch als Bayley Raven für einige Wochen letztes Jahr suspendiert hat, war sie die Einzige, die hinter ihm gestanden und ihn weiterhin verteidigt hat. Selbst gegen Bayley. Und auch als der Unfall mit der Torte bei Bayleys Geburtstag war, hat sie Raven weiterhin unterstützt und versucht, seinen Namen reinzuwaschen. Sowohl bei Izzy als auch bei Bayley. Sie war die Einzige, die immer hinter Raven stand und versucht hat, ihm zu helfen. Sie würde sich wohl kaum Vince anschließen. Selbst nach dem kleinen Streit heute mit Lykos nicht.

Vince McMahon: „Und was ist mit Strickland? Sie müssten ihm gerade über den Weg gelaufen sein, oder? Hat er Ihnen gesagt, worüber wir eben gesprochen hatten?“

Das... hat er nicht! Und das lässt Lykos jetzt auch, wenn man es unter seiner Maske nicht so gut erkennen kann, komplett blass werden. Es stimmt schon, dass die Aussage, die Strickland gerade vor der Tür gemacht hat, etwas komisch wirkte... aber... würde Strickland sich wirklich Vince anschließen?

Vince McMahon: „Ich glaube nicht, so wie Sie schauen. Das ist doch ziemlich spannend, oder?“

Das ist es leider wirklich. Man weiß nicht, was gerade in Stricklands Kopf vor sich geht, aber Lykos zeigt jetzt genau dasselbe, was Raven schon 2-mal in einem Gespräch mit Vince gezeigt hat. Komplette Schockstarre. Er weiß nicht, was er darauf sagen kann und er fühlt sich vollkommen ausgespielt. Er kann absolut nichts mehr tun, außer darum zu beten, dass Vince auf seiner Seite bleibt und dass er nicht weggeworfen wird. Er hat sich sein eigenes Grab geschaufelt und Vince hat ihm gesagt, wie er es schaufeln soll. Ob er jetzt noch zurück zu Raven gehen und auf Hilfe hoffen kann? Eher unwahrscheinlich. So wie es aussieht, könnte das eines der letzten Male sein, wie wir Kid Lykos hier in der c2c zu sehen bekommen, und Vince... Vince sitzt nur da und schaut ihn mit diesem diabolischen und bedrückenden Lächeln weiterhin an, solange bis Lykos das Büro stillschweigend verlässt und seine Niederlage akzeptiert. Er hat verloren und Vince hat ihn haushoch geschlagen. Nur muss er sich dennoch nun überlegen, wie es weitergeht. Und auf diese Überlegung sind auch die Fans gespannt, denn auch sie können sich nicht vorstellen, wie diese ganze Geschichte noch weitergespielt wird. Es herrschen jede Menge Spekulationen, die wir aber nicht mitbekommen, weil die Kamera mit diesen letzten Bildern dann auch ausfadet.

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Gerade eben ging das drittletzte Match des heutigen Abends zu Ende. Was da genau zwischen Bobbi Tyler und Skye Blue vorgefallen ist, ist daher noch omnipräsent. In der Thematik ist noch lange nicht Feierabend! Die Regie entdeckt Bobbi Tyler im Backstage Bereich und hält mit einer Kamera auf diese. Etwas ziellos stolpert die Blondine umher. Das Gesicht – tränenüberströmt! Das Make Up ist da auch nicht mehr ganz so frisch wie zu Beginn des Abends. Das blonde Haar ist verschwitzt und leicht verstrubbelt. Die Britin ist auf jeden Fall mit den Nerven am Ende. Letzte Woche wurde sie von Skye Blue hinterhältig attackiert. Dafür wollte Bobs Revanche und bekam das heutige Match gegen den Dark Phoenix. Doch vor dem Kampf kam es zu einer Konfrontation mit Skye, die auf mentaler Ebene ein schwerer Schlag für die ehemalige Stevie Turner war. Skye war erbarmungslos und konfrontierte Bobbi mit ihrem großen Trauma – die Vergewaltigung durch den Dämonen Bàlor! Im Match ging es weiter, bis Bobs die Kontrolle über sich selbst verloren hatte. Sie prügelte mit einem Stuhl auf Skye ein und wurde disqualifiziert! Nicht gut, aber am Ende alles Sachen, die Tyler auf sich nehmen wird. Was sie aber am meisten getroffen hat und wofür sie sich selbst hasst, ist, was direkt nach dem Match passiert ist. Fallon Henley kam zum Ring gerannt, um Bobbi zu beruhigen. Aber die Engländerin war noch so sehr in ihrem Rage Modus, dass sie das Country Girl zu Boden stieß, bevor ihr klar wurde, was sie gemacht hat.

Vor allem deswegen ist sie durcheinander. Schluchzend schlingt sie ihre Arme um sich selbst und würde am liebsten im Boden versinken. Wie konnte sie sich nur so sehr von Skye triggern lassen? Wann kann sie endlich mit diesem ledigen Thema abschließen, ohne dass sie wieder so ausrastet? Wann ist das endlich vorbei?

?: Bobs, jetzt warte doch! Bobs, bleib stehen! BOBBI!

…ruft es hinter der Britin! Und erst als die Stimme energischer wird, bleibt Tyler auch wirklich stehen. Natürlich hat sie die Stimme sofort erkannt. Es ist Fallon, die ihr gefolgt ist. So gerne sie jetzt in Fallon’s Arme sinken würde, um sich trösten zu lassen…sie möchte keine Nähe zur Amerikanerin haben! Das liegt nicht an Henley…ganz und gar nicht! Bobbi hat Angst, dass sie wieder die Kontrolle verlieren und Fallon verletzen könnte. Ruckartig dreht sie sich um…und starrt Henley mit einem finsteren Blick an. Selbstschutz und der Versuch, das Country Girl auf Distanz zu halten!

bobbi.tyler: WAS? WAS WILLST DU EIGENTLICH VON MIR?

Lauter als es gewollt ist schreit sie ihre (eigentlich) beste Freundin an. Eindruck schindet es, da Fallon sofort stehen bleibt und erschrocken zur Blonden sieht. Das sieht „ihrer“ Bobbi gar nicht mehr ähnlich…sondern eher der Version, mit der Fallon über Monate ihre Probleme hatte.

Fallon Henley: Wa…was meinst du?

Bobbi verflucht sich innerlich selbst, wie sie gerade mit Fallon umspringt. Sie fleht sich selbst an, es nicht noch schlimmer zu machen, als es irgendwie ist. Aber Tyler ist noch zu aufgewühlt, als dass sie es mit Deeskalation versuchen würde.

bobbi.tyler: Was willst du eigentlich von mir, huh? Warum bist du mit mir befreundet? Bin ich…irgendein Projekt für dich und du willst beweisen, dass du mich reparieren kannst? Oder bin ich nur eine Ablenkung für dich, weil Drew dich für Liv fallen gelassen hat? Oder…oder bist du einfach nur zu dumm, um festzustellen, dass der Umgang mit mir nicht gut für dich ist?

Gerade der letzte Satz tut dem Country Girl weh…was man ihr auch direkt ansieht! Bobbi bereut es natürlich, nimmt es aber nicht zurück! Sie legt beide Hände an den Hinterkopf und sieht nach oben. Ihr Brustkorb pumpt noch ordentlich. Ihre Gefühle für Fallon haben sich nicht verändert. Aber gerade weil die Brünette so wichtig für sie ist, will sie Henley wegstoßen, um diese vor weiteren Ausrastern der Britin zu schützen. Für Bobbi ist klar, dass sie innerlich noch zu kaputt ist, um eine solche Freundschaft haben zu dürfen. Sie ist davon überzeugt, dass dieser Abend ihr das klar gezeigt hat.

Fallon Henley: Bobs, was redest du denn da? Ich…ich hab‘ dich lieb gewonnen, weil ich gemerkt habe, wie viel wir gemeinsam haben und wie sehr wir uns verstehen! Du und ich…das passt doch! Wir ermutigen uns gegenseitig. Seit letztem Montag habe ich so viel Spaß an der Fotografie zurückgewonnen, wie lange nicht mehr. Dank dir! Wir lachen zusammen über alberne Dinge! Wir können aber auch zusammen ernst sein! Es…gibt so viele Gründe, warum ich die Freundschaft zu dir halten möchte. Aber nichts davon hat damit zu tun, dass ich dich als Projekt oder Ersatz für Drew sehe…oder weil ich dumm bin! Und was das gerade eben angeht…das ändert Nichts zwischen uns, ok? Wir sind im Wrestling! Da passieren solche Sachen im Eifer des Gefechts! Vor allem, wenn die Emotionen so hochkochen und ich weiß, dass du mich nicht absichtlich verletzen wolltest. Was du auch nicht hast! Mein Hintern wird heute noch weh tun…aber das verkrafte ich schon!

Nein, deswegen ist das Country Girl nicht nachtragend. Mit einem optimistischen Lächeln auf den Lippen geht sie einen Schritt auf die ehemalige Women’s Championesse zu und will zu dieser durchdringen. Leider folgt eine Enttäuschung, als Bobbi mit ihren Händen eine abwehrende Haltung macht und zurückweicht.

bobbi.tyler: I-ich…ich habe das die letzten Wochen genauso gesehen. Aber…aber du siehst nur, was du in mir sehen willst, Fallon! Du siehst nicht, wie gebrochen ich bin…wie kaputt! Und wie gefährlich ich bin…für dich! Diese Schlampe Skye musste nur einmal…seinen verfickten Namen nennen und ich drehe komplett durch!

Fallon horcht auf! Also war sie mit ihrer Vermutung richtig gelesen. Skye Blue hatte die Bàlor Thematik aufgebracht, um Bobbi damit in den Wahnsinn zu schicken. Gott, wie sehr Fallon Skye dafür verabscheut.

Fallon Henley: Dachte mir schon, dass es darum ging. Hör‘ zu…Skye ist niederträchtig und widerlich! Ich weiß ganz genau, wie es ist, wenn sie in deinen Kopf gelangen kann. Ich weiß, wie sehr ihr Wort weh tun und was sie in dir auslösen können. Lass‘ dir bitte von ihr nichts einreden, ok? Du bist soooo viel mehr als diese ganze…Sache! Aber es ist auch verständlich, dass ein so schlimmes Ereignis dich fest im Griff hat! Deswegen bist du aber noch lange nicht kaputt. Manches braucht halt eben seine Zeit und…

bobbi.tyler: Zeit? ZEIT? WIE VIEL ZEIT DENN NOCH?

…schreit die Britin erbost dazwischen. Fallon zuckt zusammen und sieht Tyler mit eingeschüchterten Augen an. Tyler lacht freudlos auf und wirft die Arme in die Luft.

bobbi.tyler: Es ist über sieben Jahre her…ÜBER SIEBEN VERFICKTE JAHRE! Als es passiert ist, war ich 22…und im Dezember werde ich 30! Und du willst mir was davon erzählen, dass es eben seine Zeit braucht? Willst du mich verarschen? Dieses Schwein hat mir fast meine gesamten 20er gestohlen. Das hätten die besten Jahre meines Lebens sein können! Ich hätte die großartigste Championesse in der Geschichte werden können! Kip und ich hätten DAS Power Couple sein sollen, das das gesamte Wrestling Biz unterwirft! Ich wäre auf dem Thron gesessen, der MIR zusteht! Weil ich Bobbi bloody Tyler bin…eine Königin und Göttin! Nicht so ein inneres Wrack, das mit dir…

Fallon Henley: Was ist mit mir? Was willst du damit sagen, hm?

…grätscht die Ältere mit zitternder Stimme dazwischen! Will Bobbi damit andeuten, sie würde sich eher die Zeit an der Seite von Kip Sabian zurückwünschen, als eigentlich mit ihr befreundet zu sein? Endlich hält die Engländerin inne! Der Mund steht noch offen, während weitere Worte ersticken.

“Was zur Hölle sagst du da eigentlich? Du willst doch gar nicht mehr an Kip’s Seite stehen und nicht mehr so überheblich sein! Du willst bei Fallon sein! Mehr als alles Andere auf der Welt! Verdammt…sag‘ ihr das!“

…denkt sie sich selbst! Sie strengt sich an, es auch auszusprechen…aber es klappt einfach nicht! All das und dieser erneute Arroganz Anfall…nur wieder ein Versuch Fallon von sich fernzuhalten. Henley muss kräftig schlucken. Sie versucht ruhig zu bleiben…aber diese Aussagen treffen sie am und im ganzen Körper! Ist das die wahre Bobbi Tyler, die gerade zum Vorschein kommt und alles, was die letzten Wochen zwischen ihnen war, war nur eine Maskerade! NEIN! Fallon weigert sich das zu glauben. Auch wenn sie verletzt ist, will das Country Girl nicht diesem „Wunsch“ der Britin nachgehen, sie auf Distanz zu halten.

Fallon Henley: Freundschaft…Freundschaft bedeutet, dass es eben nicht nur gute Zeiten miteinander gibt! Freundschaft bedeutet auch, mal etwas zu schlucken, selbst wenn es verdammt weh getan hat! Auch weil es hier nicht um mich geht…sondern um dich! Um deinen Schmerz und dein Leid! Ich hatte es dir schon mal gesagt…ich habe nie erlebt, was du erlebt hast, und kann es daher nicht nachfühlen, was du die letzten Jahre durchmachen musstest. Aber ich weiß eins…du bist damit nicht mehr alleine! Ich will dir helfen…weil du toll bist! Weil du nur Gutes verdient hast!

Der nächste, sinnbildliche Schritt, den Fallon auf Bobbi zumacht. Tyler bleibt wie angewurzelt stehen und lässt den Kopf hängen. Was Henley gerade gesagt hat, berührt sie! Es zeigt auch, wie viel das Country Girl ihr bedeutet! Warum kann sie es nicht einfach zulassen und Fallon umarmen?

bobbi.tyler: Ich verhalte mich wieder wie das letzte Arschloch dir gegenüber…und du bist immer noch da? Warum?

Wieder schafft es die Blondine nicht das Country Girl direkt anzusehen.

bobbi.tyler: Ich verdiene es wieder die Women’s Championesse zu sein! Das Leben und diese verdammte Liga schulden mir das! Aber…aber ich verdiene dich nicht. Du…du hast eine bessere, beste Freundin verdient…

Bobs merkt, wie der Hals extrem trocken wird und die Augen wieder feuchter. Das alles auszusprechen bricht ihr selbst das Herz. Auch Fallon muss da gegen Tränen ankämpfen.

Fallon Henley: Du BIST meine beste Freundin…und sonst Niemand!

Auch das sitzt! Fallon streckt eine Hand aus…und nickt Bobbi mit einem weiteren Lächeln auf den Lippen zu.

Fallon Henley: Komm‘, lass uns in Ruhe nochmal über alles reden! Vielleicht bei einer Tasse Tee oder einem Eis?

Verlockend…durchaus verlockend! Fast schon sehnsüchtig sieht Tyler auf die Hand der Amerikanerin. Einfach den Schmerz loslassen? Nein…irgendwann wird wieder jemand kommen und wieder seinen Namen nennen, um Bobbi zu reizen und zu triggern. Und dann gibt es keine Garantie dafür, dass sie Fallon nicht noch mehr antun wird. Zumindest überkommt Bobs diese Angst…und das erträgt sie nicht.

bobbi.tyler: Lass‘ …lass‘ mich einfach in Frieden! Bitte…

Ungebremst schießen ihr die Tränen in die Augen. Tyler deutet mit der flachen Hand an, dass Fallon Abstand halten soll. Schnell dreht sie sich um und rennt davon. Weg von der Frau, die eigentlich ihre beste Freundin ist…oder es war? Bobbi spürt einen großen Selbsthass wie schon lange nicht mehr. Die Entscheidung, die sie hier getroffen hat, ist schmerzhaft. Aber sie glaubt daran, dass es für Fallon die richtige war! Und das Country Girl? Ist wie konsterniert. Als würde ein schlechter Film direkt vor ihren Augen ablaufen. Hat Bobbi gerade mit ihr… „Schluss“ gemacht?

Fallon Henley: Nein, lass‘ Bobbi nicht gehen!

Hastig wischt die Brünette sich ein paar Tränchen aus dem Gesicht. Sie hat sich schon genug Vorwürfe gemacht, bei Drew McIntyre und Liv Morgen nicht genug gemacht zu haben. Bobbi Tyler will sie da nicht auch noch verlieren. Nicht sie! Also fängt sich Fallon wieder und sieht zu, dass sie die Blondine noch einholen kann. So verschwindet Henley aus dem Bild…jedoch bleibt die Kamera zurück. Fade off.

[Bild: 8484.jpg]

CO - MAIN EVENT
NON TITLE SINGLES MATCH
Tiffany Stratton © vs. Leva Bates

[Bild: tiffyleva.png]
Writer: ???

IT'S TIIIIFFYYYY TIIIIIME

Schallt eine weiblich nervige Stimme aus den Boxen der Arena. Während anschließend die Theme eingespielt wird, wird gleichzeitig auf der Titan Thron das Entrance Video gezeigt.



Nach der Ankündigung weiß jeder, wer nun die Halle betritt...das Buff Barbie Doll Tiffany Stratton. Natürlich wird sie von Pfiffen und Buh-Rufen empfangen. Diese stören die Blondine jedoch überhaupt nicht. In weiß-rosanen Bra und passender Panties kommt sie auf die Stage und breitet die Arme aus.

[Bild: tiffany-stratton-hollywood-30-ans.jpg]

Arrogant nickt sie in alle Richtungen. Kurzzeitig fährt sie ihre Hüfte aus und stemmt eine Hand daran. Ihr arrogantes Grinsen verrät, dass ihr die Situation gefällt.
Kaum die Pose beendet, geht sie Richtung Ring. Langsam stolziert sie die Rampe hinunter, schaut weiterhin in alle Richtungen und genießt die Atmosphäre. Dabei lässt es Tiffany langsam angehen und zeigt auf ihre Armbanduhr. It's Tiffy-Time! ruft sie dabei und grinst erneut.

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring...from Prior Lake, Minnesota, USA...Miss Future Legend…TIFFANY STRATTON!!!"

[Bild: Tiffyent2.png]

Davor angekommen geht die Blondine rechts am Ring entlang, bis sie in der Mitte angekommen ist. Dort steigt sie hoch, legt sich mit den Rücken auf das mittlere Seil und hält sich mit einen Arm am oberen Seil fest. Mit der anderen Hand wirft sie einen Luftkuss in die Zuschauerränge. Diese beherzigen die Geste nicht. Weiterhin bringen sie ihr Heat entgegen. Mit einen Grinsen beendet die Blondine die Action und richtet sich vor den Ringseilen wieder auf.
Nach kurzer präsentation, klettert sie hinein und stellt sich in die Mitte. Dort posed Tiffany erneut.

[Bild: tiff-2.jpg]

Kaum passiert stellt das Buff Barbie Doll ihren linken Fuß auf das unterste und den rechten Fuß auf das mittlere Seil. Anschließend wirft das Rich-Girl einen Arm in die Luft, um sich nochmals der Gegenseite arrogant zu zeigen. Schließlich geht sie zurück in den Ring.

Plötzlich beginnt sich die Beleuchtung in der Halle zu verändern. Die normalen Scheinwerfer über dem Ring erlöschen einer nach dem anderen, bis nur noch vereinzelte Lichtstreifen durch die Dunkelheit schneiden. Für einige Sekunden ist nichts zu hören außer dem aufgeregten Raunen der Fans, die bereits wissen, wer als Nächstes auf dem Programm steht. Dann flackert der Titantron auf. Zunächst erscheint nur ein schwarzer Bildschirm, bis ein leises, elektronisches Piepen ertönt.

BEEP... BEEP... BEEP...

Mit jedem Ton erscheint für den Bruchteil einer Sekunde das Bild einer rot leuchtenden Zielerfassung auf dem Titantron. Koordinaten rasen über den Bildschirm und verschiedene Satellitenaufnahmen und militärische Karten sind zu sehen. Zeitgleich allerdings auch einige Warnmeldungen und verschiedene verschlüsselte Daten. Alles sieht aus, als hätte sich jemand in das Kommunikationssystem einer streng geheimen Militärbasis gehackt. Schließlich bleibt das rote Fadenkreuz mitten auf dem riesigen c2c-Logo stehen und ein großes rotes „TARGET ACQUIRED“ wird angezeigt. Eine Sekunde später wird das Logo von einer digitalen Explosion verschlungen und die Worte „COBRA HAS TAKEN CONTROL“ erscheinen groß auf dem Titantron. Und spätestens jetzt wissen auch die letzten Fans, was hier gespielt wird. Denn heute Abend ist Leva Bates nicht einfach nur Leva Bates. Heute Abend gehört sie zu Cobra!



Ein schrilles Alarmsignal jagt durch die Arena, ehe Levas Theme mit voller Lautstärke aus den Boxen schlägt. Gleichzeitig färbt sich die gesamte Stage in ein bedrohliches Gemisch aus tiefem Blau und aggressivem Rot. Nebelmaschinen beginnen, gewaltige Schwaden über den Boden zu schicken, die sich langsam über die Stage und den oberen Teil der Rampe verteilen. Auf dem Titantron erscheint währenddessen immer wieder das berühmte schlangenartige Cobra-Symbol, ehe es von Animationen militärischer Einsatzkarten, Explosionen und Warnhinweisen überlagert wird. Doch Leva selbst ist noch immer nicht zu sehen. Erst nach einigen weiteren Sekunden bewegt sich etwas innerhalb des Nebels. Langsam erhebt sich die schlanke Silhouette aufrecht im Nebel und bleibt dort regungslos stehen, bis die Cosplayqueen endlich langsam aus dem Rauch hervortritt. Und natürlich hat sie sich für diesen Abend wieder einmal etwas Besonderes einfallen lassen. Von ihrem üblichen Erscheinungsbild ist heute kaum etwas übrig. Stattdessen präsentiert sich Leva in einer detailreichen Interpretation einer Cobra-Uniform aus G.I. Joe, die das militärische Erscheinungsbild der berüchtigten Organisation mit ihrem eigenen Cosplay-Stil verbindet.

[Bild: bc8e4180-7a94-46b8-808d-a6e2cab87944.png]

Den Mittelpunkt bildet eine eng anliegende, tiefblaue taktische Uniform, deren Oberteil beinahe wie eine Mischung aus militärischer Einsatzkleidung und Wrestling-Gear wirkt. Der Stoff liegt eng an ihrem Oberkörper an, ohne dabei die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Über Brust und Schultern ziehen sich schwarze Verstärkungen, während mehrere dunkelblaue Stoffsegmente dem Oberteil einen gepanzerten Eindruck verleihen. Genau mittig auf ihrer Brust prangt ein großes, kräftig rotes Cobra-Emblem, das unter den Scheinwerfern beinahe zu leuchten scheint. Die Schultern werden durch schwarze, leicht gepolsterte Protektoren hervorgehoben, an deren Seiten sich kleinere rote Cobra-Symbole befinden. Um ihre Taille trägt Leva einen breiten schwarzen Tactical-Gürtel mit mehreren kleinen Taschen und silbernen Verschlüssen. Natürlich handelt es sich dabei hauptsächlich um optische Elemente des Cosplays, doch zusammen lassen sie das Outfit aussehen, als wäre Leva geradewegs aus einem Cobra-Stützpunkt in die Arena marschiert. Ihre Beine stecken in einer passenden dunkelblauen Hose, die deutlich stärker an Wrestling-Gear angepasst wurde. Schwarze Einsätze ziehen sich seitlich über ihre Oberschenkel und Knie, während rote Linien einzelne Bereiche voneinander abgrenzen. Über ihren Knien sitzen schwarze Knieschoner und an ihren Füßen trägt sie hohe schwarze Wrestling-Stiefel, deren Schnürung ebenfalls mit kleinen roten Akzenten versehen wurde. Und selbstverständlich fehlen auch die Handschuhe nicht. Schwarze, fingerlose Tactical-Handschuhe bedecken ihre Hände und reichen ein Stück über die Handgelenke hinaus. Doch der auffälligste Teil befindet sich oberhalb ihrer Schultern. Levas sonst so unverkennbares blau-türkises Haar wurde für dieses Cosplay teilweise streng nach hinten gelegt und schaut unter einer dunkelblauen Cobra-Offiziersmütze hervor. Einige der langen türkisen Strähnen fallen dennoch seitlich über ihre Schulter und sorgen dafür, dass trotz der vollständigen Verkleidung sofort klar bleibt, wer unter dieser Uniform steckt. Auf der Vorderseite der Kopfbedeckung befindet sich erneut das rote Cobra-Symbol. Leva bleibt oben auf der Stage stehen und legt ihre Hände streng und kampfbereit hinter ihren Rücken, während sie ihre Beine leicht auseinanderdrückt und ihr Kinn straight nach oben richtet. Für einige Augenblicke versucht sie tatsächlich, die vollkommen emotionslose Haltung eines Cobra-Offiziers zu imitieren und erstaunlicherweise funktioniert das ziemlich gut. Sie zeigt weder ein so übliches Grinsen noch ein Winken zu ihren Fans. Nicht einmal ihr sonst häufig sichtbarer Enthusiasmus bei ihren Entrances ist zu sehen. Stattdessen lässt sie ihren Blick langsam von einer Seite der Arena zur anderen wandern und mustert die Zuschauer beinahe so, als wären sie gerade einer feindlichen Organisation zugeordnet worden. Dann hebt sie langsam eine Hand an die Stirn und gibt einen militärischen Salut den texanischen Einwohnern, die ihr sofort mit demselben Salut darauf antworten, während andere lachend ihre Hand heben. Leva hält die Pose einige Sekunden, solange bis sie selbst die Rolle nicht mehr vollständig aufrechterhalten kann. Ein kleines Grinsen huscht über ihre Lippen für einen ganz kurzen Augenblick, ehe es nach einmaligem Schütteln des Kopfes wieder verschwindet und Leva mit gespielter ernster Miene losmarschiert.

Matthew Rehwoldt: "And her Opponent... From Madisonville, Kentucky... Weighing in at 114 Pounds... The Cosplayqueen... LEVAAAAA BAAAAAAAATEEES"

Leva versucht tatsächlich, mit beinahe übertrieben militärisch präzisen Schritten die Rampe hinunterzumarschieren. Ihre Arme bewegen sich kontrolliert neben ihrem Körper, während ihr Blick starr auf den Ring gerichtet bleibt. Links und rechts strecken ihr die Fans ihre Hände entgegen, doch zunächst ignoriert die vermeintliche Cobra-Agentin sie vollkommen. Schließlich bleibt sie mitten auf der Rampe stehen und wandert mit ihrem Blick etwas nach links und nach rechts. Dort steht ein kleines Mädchen mit einem selbstgebastelten Leva-Bates-Schild, welches die Lucha Sister betrachtet. Die strenge Cobra-Miene hält vielleicht zwei Sekunden, bis sie endlich bricht und Leva anfängt, breit zu grinsen. Für einen Moment verlässt sie ihre Marschroute und schlägt mit dem Mädchen ein, bevor sie sofort wieder kerzengerade Haltung annimmt, als wäre überhaupt nichts passiert. Zurück zur Mission! Mit schnellen Schritten marschiert sie weiter, während auf dem Titantron mittlerweile eine große digitale Akte erscheint.

CODENAME: COSPLAY QUEEN

Darunter laufen verschiedene vermeintliche Einsatzdaten über den Bildschirm, ehe schließlich in großen roten Buchstaben erscheint:

MISSION: CLASSIFIED

Leva erreicht währenddessen das Ende der Rampe und bleibt unmittelbar vor dem Ring stehen und das kleine Grinsen verschwindet endgültig. Denn so verspielt das gesamte Cosplay auch sein mag, das Match selbst ist es nicht. Levas Augen wandern hinauf zum Ring und zu ihrer heutigen Gegnerin Tiffany Stratton. Sie atmet tief durch und ihre Hände ballen sich zu Fäusten. Für einige Sekunden steht dort nicht mehr die Frau, die gerade mit einem G.I.-Joe-Cosplay die Fans unterhalten hat. Stattdessen sieht man eine Wrestlerin, die weiß, dass sie gleich eine gewaltige Aufgabe vor sich hat. Dann geht es weiter und Leva springt auf den Apron und greift mit beiden Händen nach dem obersten Seil. Dort bleibt sie noch einmal stehen und dreht ihren Oberkörper in Richtung der Zuschauer. Sofort gehen mehrere Scheinwerfer an und tauchen sie in Licht. Sie streckt beide Arme auseinander und geht mit ihrem Kopf nach hinten. Das riesige rote Cobra-Symbol erscheint erneut auf dem Titantron hinter ihr und Leva dreht sich herum, zieht das oberste Seil etwas nach unten und steigt zwischen den Seilen hindurch in den Ring. Dort marschiert sie direkt bis in die Mitte, stellt noch einmal die Füße auseinander und nimmt noch einmal diese vollkommen übertriebene militärische Haltung ein. Und noch einmal folgt der Salut. Doch dieses Mal verändert sie ihn mitten in der Bewegung.

[Bild: f5f29468-e17a-4390-bd1b-a0eb4b91d657.png]

Die Hand löst sich von ihrer Stirn, zwei Finger werden ausgestreckt und Leva deutet damit direkt auf ihre Augen, ehe sie anschließend auf Tiffany zeigt und ihr somit andeutet, dass sie die Women's World Championesse sehen kann. Eine wortlose Warnung. Danach dreht sie sich ab und geht in ihre Ringecke, wo sich die eigentliche Verwandlung abspielt. Die Cobra-Offiziersmütze wird abgenommen und einem Mitarbeiter außerhalb des Rings zugeworfen. Der Tactical-Gürtel folgt kurz darauf. Alles, was während des Matches stören könnte, verschwindet. Zurück bleibt die für den Kampf angepasste Version ihres blau-schwarz-roten Cobra-Gears. Leva zieht noch einmal ihre Handschuhe fest und streckt ihren Nacken nach links und nach rechts. Ihre türkisblauen Haare fallen nun wieder frei über ihre Schultern und das verspielte Grinsen ist verschwunden. Sie greift nach dem obersten Seil und zieht einige Male daran, während ihr Blick nicht eine Sekunde von ihrer Gegnerin weicht. Die Inszenierung ist vorbei. Jetzt geht es nicht mehr darum, irgendeine Rolle zu spielen, jetzt geht es ums Kämpfen. Und während die letzten Töne ihrer Theme langsam verstummen und die Beleuchtung wieder in den normalen Zustand zurückkehrt, steht Leva Bates in ihrer Ecke, lehnt sich leicht nach vorne und wartet nur noch auf das Läuten der Ringglocke. Die Cosplayqueen ist bereit und Cobra hat für diesen Abend offenbar eine neue Mission: zu gewinnen!

Warnung! Spoiler!
Nach einem Schlagabtausch oben auf der Top Rope stürzen beide Kämpferinnen auf die Matte und werden ausgezählt.

Because both competitors were unable to continue the match this match ends in a: DRAW!

[Bild: 151.jpg]

THE ILLUSION OF CHOICE!

Die Show steht kurz vor dem Ende. Den spannenden Main Event zwischen Roman Reigns und dem Velveteen Dream, bei dem es um den Vertrag des Vainglorious One geht. Doch gibt es noch eine wichtige Frage, die sich ein jeder Fan stellt und die bisher noch unbeantwortet blieb. Er hatte Zeit bekommen, bis heute Abend sich für einen zu entscheiden. Doch wen wird Raven jetzt feuern? Wir schalten Backstage und befinden uns irgendwo in der Tiefgarage der Arena. Dort können wir Raven sehen, wie er anscheinend gerade mit seinen Sachen zu seinem Auto marschiert, um sich auf den Weg nach Hause zu begeben. Doch natürlich kommt er hier nicht weg, ohne eine Entscheidung zu fällen, und so tritt, genau bevor Raven an seinem Wagen, einem grünen Daewoo G2X, ankommt, ihm niemand Geringeres als eben Vince McMahon entgegen, um von ihm noch eine Antwort zu bekommen.

Vince McMahon: „Es ist Zeit.“

Sagte Vince mit einer tiefen und strengen Stimme, damit Raven direkt weiß, um was es geht. Er wird ihn nicht davonlassen, ohne dass er sich entschieden hat. Er wird seinen Willen bekommen, koste es, was es wolle. Er platziert sich direkt vor Raven, sodass dieser auch keine Möglichkeit hat, vor ihm zu entkommen. Klar könnte Raven einfach zuschlagen und so verschwinden, aber er weiß ganz genau, dass sich der Necro Warder das nicht trauen würde. Denn wenn er Vince auch nur ein Haar krümmt, hat Vince gewonnen und Raven würde fliegen. Wir konnten heute erkennen, wie bedrückend und einschüchternd die Atmosphäre ist, die Vince verströmt. Doch Raven bleibt beachtlich ruhig. Noch jedenfalls.

Raven:
„„Eigentlich ist die Zeit bereits um. Aber hey, wollen wir mal nicht so sein. Sind Sie hier, um mir ein neues Auto zu schenken? Sie müssten doch noch einige Rennwagen parat haben, oder nicht?"“

Witzige Anspielung von Raven an die Story dieses Jahres, wo Vince von der Polizei angehalten wurde, weil er zu schnell gefahren ist. Doch Vince geht gar nicht darauf ein, sondern will nur eine Antwort von Raven haben.

Vince McMahon: „Also... wer soll gefeuert werden?“

Pluspunkte verdient sich Raven hier garantiert nicht mit seinen dummen Sprüchen. Oh nein, eher im Gegenteil, Vince will ihm deutlich zeigen, dass er nach seinen Regeln spielt. Die Zeit, wo sich Raven alles erlauben kann, ist vorbei. Nun steht Vince über ihm und daran muss Raven sich halten.

Raven:
„„Aahhww... ich hatte gehofft, dass Sie auch mit mir noch einen kleinen Smalltalk halten... nun ja, schade."“

Bitte was? Hat Raven etwa mitbekommen, was heute in der Show passierte? Dass Vince mit Leva und Strickland gesprochen hat? Hat einer von den beiden ihm das gesagt? Nur wer? Leva scheint auf ihr Match fokussiert zu sein und war auch nicht sonderlich gut mit Raven heute zu sprechen. Also könnte es nur Strickland gewesen sein. Oder war es Lykos, der sich doch wieder irgendwelche Bonuspunkte bescheren wollte? So sehr es Raven versucht, mit irgendwelchen Sprüchen das Gespräch in die Länge zu ziehen, so stellt er selbst fest, dass Vince dafür nicht hier ist. Man kann erkennen, dass ihm die folgenden Worte etwas schwerfallen, aber so, wie es aussieht, hat er seine Entscheidung wirklich getroffen.

Raven:
„„Ich nehme Lykos!"“

Und tatsächlich wird es Lykos werden. Ob Raven wusste, dass dieser mit Vince zusammenarbeitet, oder ob es wirklich nur wegen Strickland war, der ihm sagte, dass er Lykos nehmen soll. Oder ob es so war, wie Vince sagte, dass es nur Lykos werden kann, weil er in Izzy, Strickland und Leva mehr drin sieht. Wir werden es wohl nicht erfahren, aber damit steht es fest. Kid Lykos ist kein Teil mehr von Coast 2 Coast Wrestling. Raven feuert den jungen Briten aus dem Performance-Center-Programm...

Vince McMahon: „Hhmm, ich fürchte, dass ich das ablehnen muss. Entscheiden Sie sich für wen anderen.“

Moment, was? Vince lehnt die Entscheidung... ab? Er lässt Raven Lykos nicht kündigen? Aber... hatte er nicht vorhin noch gesagt, dass er sich bereits Ersatz für ihn gesucht hat und Lykos somit entbehren kann? Oder war das alles nur ein Bluff von ihm? Vielleicht glaubt Vince noch nicht, dass sich ein anderer der Performance-Center-Trainees auf seine Seite verschlagen wird. Vielleicht denkt er wirklich, dass Leva und Strickland beide bei Vince bleiben. Bei Izzy hatte er es noch nicht probiert, aber da die im engen Kontakt mit Bayley steht, erhofft er sich da schon im Voraus nur wenig. Auch wenn sie diejenige ist, die wohl am meisten etwas gegen Raven hat. Aber ist sie auch die Jüngste von allen und stellt somit auch das größte Risiko dar. Aber die Aussage, die Vince hier trifft, bedeutet dann wohl, dass er Lykos weiterhin für sich arbeiten lassen möchte. Aber... wie soll das funktionieren? Er muss sich doch nun erklären, warum Raven Lykos nicht kündigen soll, und damit weiß Raven, dass Lykos für ihn arbeitet. Alles, was hier gerade passiert, wirkt so komplett verwirrend, dass selbst Raven nicht ganz zu verstehen scheint, was abgeht.

Raven:
„„Die Vereinbarung war, dass ich Ihnen einen Namen nenne und diese Person wird gefeu..."“

Das war die Vereinbarung, korrekt, doch noch bevor Raven seinen Satz beenden kann, grätscht Vince direkt hinein.

Vince McMahon: „Tja, die Vereinbarung hat sich geändert.“

Doch eine Erklärung, warum sie sich verändert hat, bringt er natürlich nicht. Muss er aber auch nicht, denn er weiß bereits, dass Raven dahintergekommen ist. Dennoch hält ihn das nicht davon ab, sein Ziel zu erreichen. Raven muss einen seiner Schüler feuern.

Vince McMahon: „Entscheiden Sie sich für wen anderen!“

Es dauert einen Moment, in welchem Raven scharf darüber nachdenkt, was er als Nächstes sagt. Was er als Nächstes tut. Erneut wurde er von Vince in die Ecke gedrängt, obwohl er bereits eine Entscheidung getroffen hat, die ihm zutiefst missfiel. Doch gibt auch er nicht kampflos auf.

Raven:
„„Das tue ich nicht!"“

Er sagt einfach nein. Er entscheidet sich nicht um. Er hat sich an den Deal gehalten und Vince einen Namen genannt, der gefeuert werden soll. Wenn Vince die Abmachung einfach in letzter Sekunde ändert, ist das nicht Ravens Problem. Es wird Ravens Problem werden, weil Vince genauso wie er kein Typ ist, der verliert. Doch was will Vince tun? Was will er machen, wenn sich Raven einfach nicht umentscheidet? Er hat ihm einen Namen genannt und somit wird Lykos entlassen. Vielleicht sollte Vince doch zu Bayley gehen und Hilfe von ihr suchen. Aber nach der Aktion von letzter Woche ist die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert, eher noch geringer als zuvor schon. Doch wie wird das ganze Spiel hier weiter verlaufen?

Vince McMahon: „Hhmm, doch, ich fürchte, Sie werden es tun. Sonst werde ich das gesamte Performance-Center-Programm dichtmachen, haben Sie verstanden? Ich gebe Ihnen noch einmal Zeit bis nächste Woche! Dann will ich von Ihnen einen Namen hören!“

Immerhin konnte er eine weitere Woche raushauen. Aber macht das die Situation nicht unbedingt leichter für ihn. Was soll er bitte machen? Er wollte nicht mal Lykos rauswerfen. Er hat es wahrscheinlich nur gemacht, weil Strickland es sagte und weil er bemerkt hat, dass Lykos ihn hintergangen hat. Aber damit wäre er auch so fertig geworden, ohne dass dieser gefeuert werden müsste. Vielleicht kann er doch auf Hilfe von Bayley hoffen, wenn er einfach Izzy feuert. Denn Bayley würde das bestimmt nicht zulassen. Damit könnte er sich dann vielleicht noch mal mehr Zeit beschaffen. Aber im schlimmsten Fall macht er sich dann Bayley zum Feind und sie wird mit Vince mehr zusammenarbeiten. Dann hätte er einen seiner größten Supporter aus dem Schlachtfeld geräumt. Mit der Drohung, die er brachte, verschwindet Vince anschließend wieder in das Innere der Arena und lässt Raven hier draußen in der stillen und dunklen Tiefgarage alleine zurück. Einen langen Moment lang passiert nichts. Raven steht einfach nur stillschweigend da und man kann richtig erkennen, wie die Zahnräder in seinem Kopf rattern und er sich irgendeinen neuen Plan am Überlegen ist. Noch nie hatte er einen so schweren Gegner. Doch er wird nicht aufgeben. Denn Wrestling ist ein Beruf, wo Aufgeben Karrieren kosten kann. Mit einem tiefen, hörbaren Ausatmer öffnet er die Tür seines Autos, setzt sich hinein, startet den Motor und lässt die Musik der Rolling Stones ohrenbetäubend laut abspielen, bevor er wegfährt und im Dunkel der Nacht verschwindet.

[Bild: 4.jpg]

MAIN EVENT
SINGLES MATCH
Velveteen Dream vs. Roman Reigns

[Bild: dreamroman.png]
Writer: Maxi



Die Arena verdunkelt sich, ein leiser Beat setzt ein, begleitet von einem smoothen Hip-Hop-Beat. Kein hartes Gitarrenriff, kein episches Orchester – sondern ein Sound, der sofort nach Style, Attitüde und Selbstbewusstsein klingt. Die Arena erstrahlt in grellen Neonfarben: Pink, Gold und Lila flackern über die Leinwand, als wären sie Teil einer exklusiven Fashion-Show. Über den Titantron laufen Projektionen wie auf einem Catwalk: Blitzlichter, Kamerablenden, Silhouetten von Models in übertriebenen Posen. Plötzlich wird der Eingangsbereich in gleißendes Weiß getaucht. Nebel wallt auf, doch diesmal nicht wild und chaotisch, sondern gleichmäßig wie Dampf über einem Laufsteg. Aus diesem Nebel tritt, mit perfekt synchronisiertem Spotlight, Maria Kanellis!

[Bild: 33e69dd7-8311-46ba-898e-1aab5b69f506.png]

Gekleidet in einer schimmernden Abendrobe, die im Scheinwerferlicht funkelt. Sie hebt eine Hand, deutet in Richtung Stage, und genau in diesem Moment öffnet sich ein kunstvoll aufgebauter LED-Rahmen, der wie das Tor einer Modenschau wirkt. Und dann erscheint er: The Lord Velveteen Dream Experience!

[Bild: Download-3-png.jpg]

Gekleidet in einem maßgeschneiderten, glänzenden Anzug in Pink und Silber, der eher nach Mailänder Fashion Week als nach Wrestling aussieht. In der Hand trägt er eine Sonnenbrille mit übergroßen Gläsern, die er langsam aufsetzt, während er die Rampe hinunterschreitet, als würde er einen Catwalk dominieren.

Matthew Rehwoldt: "The following Countest is the Main Event of the Evening and its Getting for one Fall" ONE FALL! "Introducing first... from Washington, District Of Columbia... Accompanied by the First Lady of C2C Maria Kanellis ... Weighing in at 227 pounds.. The Vainglorious Oneee... Lord Velveteeeeeeeen Dreeeaaam!"

Maria geht elegant voran, wie eine Managerin und Image-Coach in einem. Sie bleibt immer wieder stehen, hebt die Arme und präsentiert ihren Schützling, als wäre er die Krönung ihres Werkes. Dream folgt ihr mit übertriebener Eleganz, jede Bewegung einstudiert, ein Pose hier, ein langsames Drehen dort, so als ob jeder Schritt fotografiert werden müsste. Am Ring angekommen, dreht er sich einmal zur Kamera, fährt sich durch die Haare und posiert, ehe er übertrieben langsam und mit einer perfekten Pose auf das Apron klettert und durch das zweite Seil in den Ring gleitet.

[Bild: giphy.gif]

Im Ring nimmt Maria ihm die Sonnenbrille ab und hängt sie sorgfältig an die Ringecke, während Dream sich langsam das Sakko vom Leib zieht. Darunter trägt er eine Ringgear im Metallic-Look: enganliegend, modisch, beinahe schon zu edel für den Ring. Auf seiner Hose funkeln Strasssteine, die den Schriftzug „Dream Model“ bilden. Er wischt sich theatralisch über die Brust, streckt die Arme aus wie ein Supermodel auf dem Laufsteg und lässt sich von Maria die letzten Accessoires abnehmen, bevor er die Mitte des Rings einnimmt, sich dort im Kreis dreht und sich mit einem Signature-Pose-Move positioniert, während Maria an den Seilen steht, stolz klatschend und fast schon ehrfürchtig. Die Fans buhen laut, doch Dream lächelt nur arrogant in die Kamera, als würde er diese Buhrufe als Applaus eines neidischen Publikums hören.

Die Arena ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Menschen drängen sich Schulter an Schulter, jedes Gesicht ist nach vorn gerichtet, jede Stimme vibriert vor Erwartung. Eine elektrische Spannung liegt in der Luft kaum greifbar, fast lähmend. Niemand weiß, was gleich geschehen wird. Doch alle wissen, wer gleich erscheinen wird. Dann ohne Vorwarnung kippt die Atmosphäre. Das Licht erlischt schlagartig das nicht sanft, nicht allmählich, sondern abrupt, als hätte jemand mit der Faust die Sonne ausgeschlagen. Ein kollektives Raunen geht durch die Menge, begleitet von schrillen Rufen, Pfiffen, ersten Chants, die in der Dunkelheit verhallen. Einige zücken instinktiv ihre Handys. Andere erstarren doch nichts bewegt sich. Nur ein einziger, dumpfer Schlag hallt durch die Stille. Kein Musikton und kein Effekt nur dieser eine, tiefe, vibrierende Ton wie der Herzschlag der Erde. Und dann setzt sie ein die Roman Reigns Entrance Theme.



Diese klingt düsterer, langsamer, tribalistischer. Tiefe Trommeln rollen heran wie fernes Donnergrollen. Der Bass brummt schwer, dunkle Stimmen singen im Hintergrund, als kämen sie aus der Unterwelt.

Ein einzelner Lichtkegel durchschneidet den aufsteigenden Nebel und trifft die Mitte der Stage. Dort steht eine Silhouette... breit gebaut, unbewegt, mit gesenktem Kopf. Und dann tritt er hervor die Silhouette höchstpersönlich ..."Der Original Tribal Chief" Roman Reigns.

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Keine Weste... Keine Begleiter... Nur er! In schwarzer Ringhose, mit nacktem Oberkörper und der Schweiß auf seinem tätowierten Brustkorb glänzt im Licht. Die tribalischen Muster auf seiner Schulter wirken wie Runen aus einer anderen Zeit. Seine Muskeln sind hart und präzise gezeichnet, seine nassen Haare liegen streng zurück. Einzelne Strähnen hängen ihm in den Nacken. Roman sein Gesicht zeigt nichts.. keine Wut, keine Freude sondern nur pure Entschlossenheit und völlige Ruhe doch er steht da und bewegt sich nicht.

Die Kamera fährt nah an sein Gesicht heran – jedes Zucken, jeder Atemzug ist sichtbar. Dann holt er tief Luft und beginnt zu gehen... Schritt für Schritt... Wie ein König, der in den Krieg zieht... Oder ein Henker, der keine Eile kennt. Die Musik dröhnt weiter doch die Pyrotechnik fehlt.. Keine Animationen... Nur Nebel... Licht... Und The Tribal Chief Roman Reigns. Er bewegt sich mit der Ruhe eines Mannes, der keine Zweifel kennt. Als er an den Zuschauern vorbeigeht, heben sich unzählige Smartphones. Einige schreien und manche beleidigen. Aber niemand wagt es, ihn zu berühren. Denn Roman Reigns ist nicht nur ein Wrestler. Nicht in diesem Moment. Jetzt ist er ein Monument... Eine lebende Legende...

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An der Ringtreppe bleibt er stehen. Nur für einen Moment. Dann steigt er langsam hinauf – Stufe für Stufe. Oben auf dem Apron verweilt er kurz, schweift mit dem Blick durch die Arena, ohne jemanden wirklich anzusehen.

Matthew Rehwoldt: "Making his way to the Ring... from Pensacola, Florida... weighing in at 265 pounds.. THE ORGINAL TRIBAL CHIEF... "OTC"... ROOMMMAAAN REEEIIIGGGNNS!"

Dann stieg er durch das zweite Seil in den Ring. Die Musik verebbte langsam. Das Licht in der Arena dimmte noch weiter, bis nur noch ein einziger, kalter Lichtkegel den Ring erleuchtete. Alle anderen Lichter waren aus. Die Halle ist dunkel und still. Roman Reigns steht in der Mitte des Rings. Breitbeinig, aufrecht, ruhig. Der Blick geradeaus, in die Hardcam. Seine Brust hob und senkte sich leicht. Er bewegte sich kein Stück. Die Kamera zog langsam heran, von der Seite, dann von vorne. Seine Augen blickten direkt ins Objektiv... kalt, klar, fokussiert. Er kann es kaum erwarten bis das Match startet und spricht vor sich her um sich zu motivieren.

Beide Männer stehen sich im Ring gegenüber und der Dream... er hält Roman seine Hand entgegen, dass dieser ihm einen Kuss auf den Rücken gibt. What the? Roman schaut ihn einfach nur genervt entgegen und blickt zum Ringrichter, der ebenfalls nicht darauf wartet, dass der Dream den Kuss bekommt, und Reigns sofort versteht und die Glocken läuten lässt.

Warnung! Spoiler!
DING DING DING

Sofort rennt Reigns auf den Dream zu und packt ihn sich in einen Lock-up, welchen der Dream trotz Überraschung jedoch gut einhalten kann. Die beiden Männer wirken erstaunlicherweise ziemlich gleich stark. Keiner von beiden schafft es, den jeweils anderen in diesem Lock-up zu dominieren, und in dem Moment, in dem Reigns es fast geschafft hätte, den Dream in die Ringecke zu drücken, dreht dieser sich einfach um und drückt Reigns in die Seile. Doch Reigns kommt hinaus und so bleibt der Lock-up in der Ringmitte weiterhin bestehen, während beide versuchen, der Stärkere zu sein. Wieder schafft es Reigns, den Dream in die Ecke zu drücken, doch wieder kommt dieser heraus und drückt Reigns weiter in die Ringmitte, wo die beiden weitere 20 Sekunden ihre Stärke gegenseitig beweisen. Erst nach fast 90 Sekunden schafft es Reigns, den Dream endlich in eine der Ringecken zu drücken, sodass der Referee dazwischengeht und den Griff auflösen lässt. Aber respektabel, wie lange es der Dream geschafft hat, sich gegen ein Monster wie Roman Reigns zu wehren. Langsam kommt er auf Reigns wieder zu und wieder geht es in einen Lock-up, welchen der Dream schnell zu einem Bodylock umwandelt. Doch Reigns kann den Griff lösen und den Dream wieder in einen Lock-up nehmen, den der Big Dog selbst dann in einen Headlock umwandelt, mit welchem er den Dream mit einem Side Headlock Takedown runter auf die Matte befördert und dort weiterhin in einem Headlock gefangen nimmt. Langsam schafft es der Dream, in diesem Headlock wieder hoch auf die Beine zu kommen, mit Reigns in die Seile zu gehen und mit deren Hilfe den Tribal Chief von sich wegzustoßen, sodass dieser in die Seile rennt, auf den Dream zurückgerast kommt und diesen mit einem harten Shouldertackle einfach so umstößt. Roman Reigns scheint doch etwas mehr Power zu besitzen als der Dream. Aber dafür ist der Dream schneller. Blitzschnell kickt er auf der Matte liegend nach Reigns' Bein, der es nur gerade so schafft, dem Kick auszuweichen. Der Dream steht wieder auf und es kommt schnell zu einem dritten Lock-up in diesem Match, welchen der Dream nun selbst schnell zu einem Armlock umwandelt und damit Roman Reigns nun selbst mittels Armlock Takeover auf die Matte befördert und dort den Armlock weiterhin durchführt. Doch Reigns schafft es recht schnell, wieder hoch auf die Beine zu kommen, jedoch vergeblich, weil er sich nicht aus dem Griff befreien kann, da der Dream ihn nur noch härter ansetzt und Reigns' Arm weiterhin verdreht. Er drückt Roman Reigns in die Seile, wo dieser es schafft, sich mit deren Hilfe aus dem Griff zu befreien, sich selbst den Arm des Dreams zu greifen und diesen nun in einen Armlock zu nehmen und schnellstens mit einem Armlock Takeover auf die Matte zu befördern, wo er ihn weiter stark verdreht. Doch auch dem Dream gelingt es ziemlich zügig, wieder hoch auf die Beine zu kommen, doch genauso, wie er es gemacht hat, verdreht auch Reigns seinen Arm nur noch härter, sodass er noch mehr Schmerzen erleiden muss. Der Dream jedoch hat einen anderen Weg, sich aus dem Griff zu befreien. Er dreht sich einfach selbst aus dem Haltegriff heraus, packt sich Reigns von hinten, umklammert mit seinen Beinen die von Reigns und fährt mit seinen Fingern in Reigns' Mund hinein, wo er ihm den Mund zur Seite hin aufzieht. Ungewöhnliche Aktion, doch das kann ziemlich unangenehm wirken. Zum Glück wandelt es der Dream schnell in einen Headlock um, mit dem er Reigns noch mal weiterhin stark zusetzt.

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Doch Reigns schafft es, sich schnell daraus zu befreien, indem er mit dem Dream in die Seile geht und ihn damit von sich wegstößt. Nun ist es der Dream, der durch den Ring rennt, auf Reigns zurückgerast kommt und diesen nun selbst mit einer atemberaubenden Clothesline niederstreckt. Sofort geht der Dream in ein Cover, welches jedoch nicht einmal bei 1 bereits beendet wird von Reigns. So schnell kann man ein Main-Event-Match hier nicht gewinnen. Sofort kommen beide Männer wieder hoch auf die Beine und auch wenn der Dream es war, der Reigns gerade gepinnt hat, so ist es doch Reigns, der hier zum ersten Schlag ansetzen und den Dream mit einem heftigen Chop in die Ringecke befördern kann. Sofort kommt Reigns hinterhergestürmt, doch der Dream kann sich abducken und Reigns über sich drüber und auch über die Seile herauswerfen. Reigns landet aber sicher auf dem Apron, kommt sofort wieder über die Seile in den Ring hineingesprungen, wird vom Dream weggeschubst, doch kommt mit einem Spear direkt auf ihn zugerannt, sodass der Dream hart von Roman Reigns in die Ringecke gepresst wird. Dort rammt Reigns noch einmal seine Schulter gegen den Dream, bevor er wieder in die gegenüberliegende Ringecke will. Doch das kann er nicht. Der Dream hält Reigns' Arm fest. Er lässt ihn nicht gehen und da die beiden in der Ecke sind, geht auch ziemlich schnell der Referee dazwischen, der Reigns sagt, dass er den Dream in Ruhe lassen soll. Doch Reigns kommt nicht weg. Das Ganze passiert so lange, bis der Referee mit seinem gesamten Körper zwischen die beiden geht und versucht, sie zu trennen, und der Dream diesen Moment der Unachtsamkeit ausnutzt, um mit seinen Fingern blitzschnell genau in die Augen von Reigns zu stechen. Was für eine dreckige Aktion, aber der Ref hat es nicht gesehen. Sofort klettert der Dream auf das oberste Seil, springt ab, kommt auf Roman Reigns zugeflogen und hämmert diesen mit einem beeindruckenden Flying Bulldog hart auf die Matte, wo er noch einmal anschließend stark auf Reigns eintritt. So schnell kann man sich die Führung in einem solchen Match ergattern. Starker Chop auf die nackte Brust von Reigns folgt, als dieser wieder aufstehen wollte, und als er oben ist, wird er noch von einem charmanten Falling Heel Kick vom Dream getroffen. Sofort packt sich der Dream Reigns' Schädel und geht mit ihm bis zu den Seilen, wo er ihn durchdrückt und auf dem Apron sein Knie mitten gegen den Nacken von Reigns drückt und ihn hier durch die Ringseile würgt, so lange, bis der Ref auch hier dazwischengeht und den Dream von Reigns wegdrückt. Doch genau in dem Moment kommt Maria Kanellis von draußen auf Reigns zu und sticht ihm ihre Finger in die Augen, um ihn noch mehr zu blenden. Und auch das hat der Ref nicht gesehen. Der Dream spielt hier mit sehr unfairen und dreckigen Aktionen und er schafft es auch noch, diese durchzubringen. Er wartet darauf, dass der geblendete Roman Reigns wieder hochkommt und aufsteht, setzt an und hämmert diesen mit einem dermaßen harten Jumping Roundhouse Kick zur Matte, wo es direkt ein weiteres Cover dieses Main-Event-Matches gibt.

ONE
T

Doch Reigns kann sich noch immer relativ schnell daraus befreien. Dieser Mann ist ein ehemaliger Coast 2 Coast World Heavyweight Champion. So schnell wird der Dream hier keinen Sieg holen können. Da braucht es noch so einiges mehr. Sofort packt sich der Dream Reigns und nimmt diesen in einer Koji Clutch gefangen, die er sogar noch stärker macht, indem er dabei noch gegen Reigns' Schädel schlägt. Doch Reigns bleibt nicht liegen. Langsam kommt er wieder hoch und kann sich somit aus dem Haltegriff befreien, doch der Dream schlägt weiter wild mit dem Forearm auf Reigns ein und verpasst ihm noch zusätzlich einen starken Chop auf die nackte Brust, der Reigns in die Seile befördert. Dort greift er sich Reigns und setzt mit Hilfe der Seile zu einem starken Headlock an, welchen der Referee natürlich sofort wieder unterbricht und den Dream ermahnt. Doch der Dream antwortet nur mit einem starken Elbowstrike von oben mitten gegen Reigns' Schulter. Er zerrt Reigns in die Ringmitte und setzt da in sitzender Position zu einem Chinlock an, aus welchem Reigns jedoch wieder heraus und hochkommt. Doch als beide Männer wieder auf den Beinen stehen, ändert der Dream den Haltegriff selbst und macht ihn zu einem Overhead Triangle Choke, mit dem er Reigns noch mehr zusetzt. Er löst den Griff nach einer Zeit selbst wieder, dreht Reigns zu sich um und hämmert diesen mit einem flinken, aber brachialen Kick zurück auf die Matte, wo er wieder in ein schnelles Cover geht, welches der Ringrichter sofort zählt.

ONE
TWO

Doch Reigns kommt schon wieder heraus. Wütend schlägt der Dream auf die Matte, stemmt Reigns mit sich hoch, stemmt ihn auf seine Schultern und hämmert ihn mit einem überraschenden FU auf die Matte. Der Velveteen Dream klaut einfach den Finisher von John Cena. Doch ein weiteres Cover kann er hier nicht zeigen, da sich Reigns aus dem Ring herausrollt, um dort draußen etwas nach Luft zu schnappen. Dass dieses heutige Match so schwer wird, damit hat der Head of the Table wohl auch nicht gerechnet. Es dauert einige Zeit, ehe Reigns wieder in den Ring hineinkommt. Doch dort angekommen geht es direkt wieder wie zu Beginn des Matches in einen schnellen Lock-up der beiden, welchen der Dream sofort für sich entscheiden und in einen Bodylock umändern kann, aus dem Reigns jedoch mit harten Back-Elbow-Schlägen gegen den Schädel des Dreams herauskommt. Er packt sich den Dream und schleudert ihn brutal in die Ringecke, wo er hart mit seiner Schulter genau gegen den Stahl des Turnbuckles knallt, und so, wie es hier aussieht, will Reigns jetzt etwas aggressiver und härter an die Sache rangehen. Starker Punch vom Undisputed, bevor er sich den Dream krallt und seinen Schädel gegen die nächste Ringecke stößt. Doch daraufhin lässt der Dream einfach nur einen lauten Schrei aus sich herauskommen, greift sich Reigns, stemmt ihn hoch und will zum Eclat Fantastique ansetzen!

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Doch bevor der Death Valley Driver durchkommt, kann sich Reigns mit mehreren Kneestrikes gegen den Schädel des Dreams daraus befreien und wieder auf den Beinen landen, sich den Dream packen und ihn durch die Seile aus dem Ring herausschleudern. Wieder können beide Männer etwas auspusten, doch als der Dream den Ring wieder betritt, packt er sich direkt Reigns' Arm und will diesen mit einem Whip in die Seile schleudern, doch Reigns schafft es zu reverseln, sodass der Dream in die Seile rennt, auf Reigns zurückkommt und mitten in einen starken Back Elbow rast. Wieder packt sich Reigns den Dream und schleudert ihn erneut mit der Schulter voraus hart gegen das Turnbuckle, was dieses Mal sogar so hart war, dass der Dream erneut aus dem Ring herausfliegt. Doch dieses Mal folgt ihm Reigns nach draußen. Er greift sich den Schädel des Dreams und hämmert ihn hart auf das Kommentatorenpult drauf, doch der Dream wehrt sich selbst mit einigen Elbowpunches, so lange, bis Reigns den Schädel erneut gegen das Pult hämmert. Der Dream wird wieder in den Ring hineingerollt, Reigns folgt ihm und nimmt ihn sich im Ring sofort in einen Chinlock. Langsam kommt der Dream wieder hoch, doch Reigns ändert den Haltegriff in einen Headlock. Doch der Dream ist noch lange nicht K. o. Er versucht, Reigns aufzustemmen und ihn mit einem Suplex hinter sich auf die Matte zu werfen. Doch Reigns scheint zu schwer für ihn zu sein. Er versucht es noch einmal, nur damit Reigns sich wieder schwer macht, den Dream aufstemmt und selbst mit einem Suplex hinter sich auf die Matte donnert. Sofort fliegen mehrere starke Schläge auf den Dream, der sich aber selbst mit mehreren Elbowpunches dagegen wehrt, so lange, bis Reigns ihn mit einem sehr starken Uppercut von sich wegstößt. Wieder nimmt er den Dream von hinten in einem Chinlock gefangen, wieder schafft es der Dream, hochzukommen und sich aus dem Griff zu befreien, indem er mit Reigns in die Seile geht und diesen von sich wegstößt und durch den Ring rennen lässt. Reigns rennt in die Seile, kommt auf den Dream zurückgerannt, springt ab und hämmert den Vainglorious One mit einer starken Jumping Clothesline nieder, um ihn direkt erneut in einem Headlock gefangen zu nehmen. Irgendwie kommt es einem so vor, als hätte Reigns nur den einen Move drauf. Somit kann er doch nicht gewinnen. Aber was er ganz sicher damit kann, ist, den Dream auszupusten. Langsam kommt der Dream wieder hoch, befreit sich mit mehreren starken Schlägen aus dem Haltegriff, haut noch weitere Male auf Reigns ein und verpasst ihm nun selbst einen starken Uppercut, doch Reigns schubst den Dream einfach in die Seile, dieser kommt auf Reigns zurückgerast, wird aufgestemmt und landet abermals mit einem starken Samoan Drop auf der Matte.

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Doch es folgt kein Cover. Reigns stemmt den Dream wieder hoch, schleudert ihn auf sich, doch der Dream springt ab und FAMOUSER!!! Der Inverted Legdrop Bulldog des Velveteen Dream kommt hier einfach out of nowhere und hämmert Reigns wieder auf die Matte. Doch Reigns rollt sich abermals aus dem Ring heraus, um sich vor dem Cover zu schützen. Er will alles dafür geben, hier heute keinen Three Count zu haben. Doch der Velveteen Dream lässt den Undeniable dieses Mal nicht zu Luft kommen. Er rennt sofort in die Seile, kommt auf Reigns zu, springt ab und die Suicide Corkscrew Plancha trifft Reigns perfekt. Sofort steht der Dream wieder auf, greift sich Reigns am Arm, zerrt ihn auf die Beine und will ihn zurück in den Ring rollen, doch Reigns zerrt mit noch mehr Macht den Dream zu sich zurück und feuert ihm seinen Fuß hart mitten in die Fresse rein. Roman Reigns gibt hier noch lange nicht auf. Er rollt den Dream unter die Seile auf den Apron, geht einige Schritte zurück. Stürmt zu und der Drive By trifft perfekt ins Schwarze. Sofort rollt sich Reigns wieder zurück in den Ring hinein, will den Dream greifen, der aber mit einem harten Uppercut antwortet und Reigns in die Seile schleudert, doch dieser kommt einfach zurück, rennt auf den Dream zu und zeigt eine brutale Wicked Clothesline, die den Dream jedoch nicht umhämmert. Oh nein, er no-sellt sie einfach, greift sich den Schädel von Roman Reigns und will seinen Finisher, den Ta Gueule, bringen. Doch Reigns kann sich zum Glück noch mit mehreren starken Elbowpunches daraus befreien und den Dream mit einem starken Lariat attackieren, unter welchem sich der Dream jedoch abduckt, in die Seile rennt, auf das mittlere springt, abgefedert wird, auf Roman Reigns zugeflogen kommt und SUPERMAN PUNCH!!! Der Velveteen Dream fliegt mitten in einen unbarmherzigen Superman Punch von Roman Reigns und... bleibt wieder einfach so stehen. Er no-sellt einfach einen Superman Punch! WTF geht hier heute nur beim Velveteen Dream ab? Roman Reigns dreht sich um und frisst sofort einen harten Running Lariat des Dreams, wird aufgestellt, in die Ringecke befördert, auf diese gesetzt und der Dream klettert mit hinauf. Dort setzt der Dream an, stemmt Roman Reigns auf und zeigt einen fabelhaften Superplex gegen den OTC! Doch ein Cover kommt noch immer nicht. Nein, er nimmt Reigns viel eher in einen Sharpshooter gefangen. Man kann es Reigns ansehen, dass er starke Schmerzen durch diese Submission hat, und wie verzweifelt versucht er, sich durch den Ring zu robben, um die Seile berühren zu können, damit der Haltegriff gelöst werden muss. Doch der Dream löst ihn schon vorher von sich aus, krabbelt auf Reigns' Rücken umher, zerrt ihn wieder in die Ringmitte und nimmt Reigns in einen Crippler Crossface gefangen! Wer hätte gedacht, dass dieser Main Event heute so technisch versiert wird? Es dauert eine längere Zeit, wie der Dream den Haltegriff halten kann, doch irgendwann gelingt es Reigns, die Position zu wechseln, sich auf den Dream zu setzen und wie wild auf diesen einzuschlagen und so aus der Submission herauszukommen. Er packt sich anschließend den Dream, stemmt diesen auf und befördert ihn mit einer harten Powerbomb mitten auf die Matte, wo er ihn direkt wieder in einen Front Facelock gefangen nimmt, sich während des Haltegriffs auf den Rücken rollt, über den Dream drüberrollt und somit den Haltegriff in einen Guillotine Choke umwandelt. Und da steckt er all seine Kraft rein. Dem Dream gelingt es dennoch, mit dem 264 Pfund schweren Reigns wieder aufzustehen und diesen mit sich hochzuzerren.

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Und noch während er in der Guillotine gefangen ist, Reigns mit einem Powerslam vor sich auf die Matte zu donnern. Doch Reigns löst den Griff nicht. Nein, er drückt ihn sogar einfach noch fester zu, sodass dem Dream irgendwann alle Lichter ausgehen. Er versucht sich noch mit Schlägen gegen Reigns zu wehren, doch irgendwann hat er einfach keine Kraft mehr, weil Reigns absolut alles einfach nur frisst und den Griff kein kleines bisschen lockert. Und irgendwann ist der Ref zur Stelle, packt sich den Arm des Dreams, hebt ihn hoch und er fällt. Er nimmt sich den Arm erneut, stemmt ihn auf und er fällt ein zweites Mal. Ein drittes und letztes Mal packt er sich den Arm des Dreams, stemmt ihn auf und... er fällt nicht!!! Oh, doch, er ist gefallen. Und damit werden die Glocken geläutet und das Match ist vorbei. Roman Reigns gewinnt durch Submission und geht hier als Sieger aus dem Main Event.

DING DING DING

Here is your winner by submission: ROOOOMAAAAN REEEEIGNSSSSS!

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Doch das bedeutet... der Dream hat verloren. Und wenn man sich an letzte Woche zurückerinnert, heißt das... der Dream verliert seinen c2c-Vertrag. Vince McMahon hat den Velveteen Dream gefeuert... oder? Vielleicht kann Bayley ja noch irgendetwas dagegen machen... ist der Dream jetzt wirklich weg? Aber was passiert dann mit Maria, Jacy oder Mandy Rose? Wir werden sehen, aber für heute war's das erst mal mit der Show.

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Warnung! Spoiler!

Match 2: Alexa Bliss vs Britt Baker
Votes: 1:1

Co-Main Event: Tiffany Stratton vs Leva Bates
Votes: 0:0


  [SHOW] c2c Live: NEW ORLEANS! vom 17.08.2026
Geschrieben von: [Gast] Elias - 17.08.26, 16:34 - Forum: » Shows - Antworten (2)

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NEW ORLEANS!

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findet statt im Caesars Superdome vor 20,000 Zuschauern in New Orleans, Louisiana.

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Die letzte Kamera ist optimal platziert und auch der letzte reservierte Platz besetzt. Die c2c Show kann losgehen! Gleich zu Beginn explodiert ein buntes Feuerwerk auf der Stage und motiviert die anwesenden Fans zu großem Jubel und Chants. In der Mitte des aufwendig gebauten Wrestlingrings steht Matthew Rehwoldt schon mit einem Mikrofon bereit um die anwesenden Fans hier in der heutigen Show zu begrüßen.

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Matthew Rehwoldt: "My dear Ladies.. my dear Gentlemen.. my name is Matthew Rehwoldt and it is I, your DRAAAAAMAAA KIIIIINGGG... welcoming you to... COAST.. to COAST... WRESTLINGGGGGG!"

Kaum hat Rehwoldt die Ansage zuende gebracht gibt es einen kleinen Jubel für seine Ansage und auch wegen der Vorfreude auf den Verlauf des Abends. Matthew verbeugt sich einmal kurz und geht dann auch aus dem Ring heraus. Auch die knallenden Geräusche des Feuerwerks erlischen langsam und geben die Bühne somit für ihre Akteure frei. Bevor dies jedoch in Kraft tritt, werden die Zuschauer daheim vor ihren Fernsehgeräten von Pat MacAfee, Cathy Kelly & Wade Barrett begrüßt.

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Pat McAfee: "Willkommen zu einer neuen Ausgabe von c2c LIVE hier in New Orleans!"

Cathy Kelley: "Roman Reigns ist in Aktion genauso wie unser World Heavyweight Champion Kenny Omega."

Wade Barrett: "Und im Main Event trifft Fallon Henley auf Alexa Bliss."

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Die schwere Eichentür schloss das tosende Chaos der Arena aus. Im sonst so hektischen Backstage-Bereich herrschte in diesem Teil des Gebäudes eine beinahe unheimliche Stille. Keine Hektik, keine vorbeieilende Roadies, keine Scheinwerfer der Kameras. Nur ein tiefes, monotones Rauschen, das gedämpfte Wummern von zehntausenden Fans jenseits der Wände, drang wie ein harmloser Herzschlag durch den Beton. Becky Lynch saß zusammengesunken auf dem dunklen Ledersofa. Sie hatte sich bislang nicht einmal umgezogen, sondern trug immer noch ihren dunklen Trainingsanzug von der Anreise. In ihren Händen lag ein Buch. Ihre Finger pressten den Einband fest zusammen, das Cover nach innen umgeschlagen, als wollte sie den Titel vor der Welt oder vor sich selbst verbergen. Ihre Augen glitten in rastlosem Tempo über die Zeilen. Vor ihr lief Seth Rollins auf und ab. Er war pure Energie, ungefilterte Dynamik. Seine Schritte hinterließen ein regelmäßiges Quietschen auf dem Vinylboden.

SETH ROLLINS: "…und genau das ist der Punkt!"

Rief Seth etwas lauter als nötig und gestikulierte wild mit den Händen, als würde er das erdachte Bild direkt vor den Augen sehen.

SETH ROLLINS: "Jeder erwartet, dass Roman und ich uns einfach wieder zwanzig Minuten lang die Köpfe einschlagen. Dass wir das alte Skript abspulen. Aber das reicht nicht mehr. Das ist vorhersehbar. Und Roman lebt von Vorhersehbarkeit. Nein… nein, wir holen nicht irgendeine Wiederholung empor, dies soll das letzte Kapitel werden. Und ich lasse mir dies nicht vor irgendwelchen Cousins nehmen!"

Er wirbelte auf dem Absatz herum und blickte zu Becky herunter. Seit jeher war Becky immer seine größte Kritikerin und Muse zugleich. Gerade kleine Nuancen, die die gesamte Story auf den Kopf stellen konnten, darin war sie wie niemand anderes.

SETH ROLLINS: "Ich überlege, ob ich ihn erst in dem Glauben lasse, dass er die Kontrolle hat… um ihm dann exakt das zu nehmen, worauf er sich verlässt. Verstehst du? Ein Match, bei dem am Ende keiner mehr weiß, wer hier eigentlich wen manipuliert."

Becky verzog keine Miene. Ein kurzes, mechanisches Nicken. "…Hm." Seth spürte die fehlende Resonanz nicht sofort. Er wandte sich wieder um, drehte eine weitere Runde durch den Raum.

SETH ROLLINS: "Oder ich spiele vollkommen mit seinem Ego. Roman hält es nicht aus, wenn jemand seine Rolle an der Spitze infrage stellt. Vielleicht sollte ich—"

"A-ha…", kam es von der Couch. Matt. Abwesend und ein wenig zu früh. Seth blieb stehen. Er drehte den Kopf, musterte die Rothaarige kurz mit zusammengekniffenen Augen, schüttelte dann aber den Kopf und ging weiter.

SETH ROLLINS: "…und stell dir nur mal den Moment vor, wenn—"

BECKY LYNCH: "Mhm."

Diesmal beendete Seth den Satz nicht. Das Schweigen im Raum breitete sich schlagartig aus wie Nebel.
Langsam, ganz langsam drehte er sich zu ihr um. Becky hob den Blick nicht. Ihre Augen wanderten starr von links nach rechts, Zeile für Zeile, gefangen auf den beschriebenen Seiten.

SETH ROLLINS: "Du hast kein einziges Wort mitbekommen, oder?"

Fragte Seth leise. Keine Antwort. Das Buch in ihren Händen zitterte unmerklich. Seth schüttelte den Kopf, trat an das Sofa heran und blieb direkt vor ihr stehen. Er beugte sich etwas herunter.

SETH ROLLINS: "Becks..."

Sie blinzelte mehrmals kurz hintereinander, als würde eine unsichtbare Scheibe zwischen ihr und der Realität zerspringen. Sie brauchte einen Moment, um ihn wirklich zu fokussieren.

BECKY LYNCH: "Tu…Tut mir leid… Was hast du gesagt?"

Murmelte sie ihm mit dünner Stimme entgegen. Seth atmete schwer durch die Nase aus. Kein Vorwurf lag in seinem Gesicht, nur die tiefe Sorge eines Mannes, der die Frau vor sich besser kannte als jeder andere.

SETH ROLLINS: "Ich rede hier seit fünf Minuten über Roman… und du bist meilenweit weg. Was liest du da überhaupt?"

Seine Augen wanderten nach unten, fixierten den Einband des Buches. Beckys Hände zuckten sichtlich und griff das Buch fester als vorher.

BECKY LYNCH: "Nichts!"

Diese Antwort kam zu schnell, zu scharf. Seth zog eine Augenbraue nach oben. Das vertraute, leicht schiefe Lächeln stahl sich auf seine Lippen.

SETH ROLLINS: "'Nichts' ist bei dir immer so interessant."

Er greift vorsichtig nach der Kante des Buches. Becky hielt es für den Bruchteil einer Sekunde fest, ein kleiner, verzweifelter Reflex, doch dann gab sie nach und ließ die Arme sinken. Seth drehte das Buch um. Im selben Augenblick erlosch das Amüsieren in seinen Augen. Das Lächeln fror ein und verschwand spurlos.

Arachnophobie – Die Angst vor Spinnen und wie man sie wieder los wird.

Seth las die Worte stumm. Dann noch einmal, diesmal langsamer, als müsste sein Verstand die Buchstaben erst übersetzen. Schließlich hob er den Blick und sah Becky an. Nicht mit Spott, nicht belustigt. Sondern mit einer tiefen, fast schmerzhaften Überraschung. Nur flüsternd fragte er nach.

SETH ROLLINS: "Seit wann…?"

Becky wendete den Blick ab. Sie starrte auf die Fußspitzen ihrer Sneaker, die Fingernägel gruben sich in das Leder der Couch. Sie rang sichtbar mit sich selbst, zog die Lippen nach innen, ehe die Worte aus ihr herausbrachen.

BECKY LYNCH: "Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll. Überall, wo ich hingehe… denke ich an sie. Ich öffne einen Schrank in der Umkleide und spüre diese Blockade im Kopf, weil ich mich frage, ob wieder irgendetwas darin krabbelt."

Sie atmete stockend ein. Ihre Stimme war nicht mehr die der selbstbewussten Ikone. Sie war leise, ja fast schon brüchig.

BECKY LYNCH: "Ich betrete einen Raum und das Erste, was ich tue, ist jede verdammte Ecke abzusuchen. Mittlerweile bilde ich mir sogar ein, dass auf meiner Haut ständig etwas krabbelt."

Sie stieß ein kurzes Lachen aus, trocken und freudlos. Unbewusst schob sie den Ärmel ihrer Trainingsjacke nach oben und fing an, sich mit dem Daumen fest über den nackten Unterarm zu streichen, als wolle sie eine unsichtbare Spur wegwischen.

BECKY LYNCH: "Also dachte ich… vielleicht hilft das. Vielleicht steht da irgendetwas drin, womit ich diesen ganzen Mist endlich aus meinem Kopf bekomme.“

Sie nickte schwach in Richtung des Einbands. Seth sah sie lange an. Dann setzte er sich langsam neben sie auf das Sofa. Er rückte nah an sie heran, sagte aber vorerst nichts. Die Stille zwischen ihnen war schwer, aber nicht erdrückend. Vorsichtig nahm er das Buch aus ihren Händen und legte es vor ihnen auf den kleinen Beistelltisch, eh er leise die Stimme erhob.

SETH ROLLINS: "Weißt du, warum sich das alles so echt anfühlt? Weil sie genau das macht, was du früher gemacht hast."

Becky wandte ihm langsam den Kopf zu und Seth sprach es direkt an. Sie runzelte die Stirn fragend, eine Abwehrhaltung spiegelte sich gleich in ihren Zügen wider.

BECKY LYNCH: "Was soll das heißen?"

SETH ROLLINS: "Du suchst nach irgendeinem Trick. Nach irgendeinem Geheimnis, einer psychologischen Formel. Aber die gibt es nicht. Thekla spukt nicht in deinem Kopf umher, weil sie Spinnen benutzt, Becky. Sie wird relevant, weil sie dich dazu bringt, nur noch an sie zu denken. Rund um die Uhr. Kommt dir das bekannt vor?"

Er lehnte sich leicht nach vorne, fixierte ihre Augen. Becky schwieg. Ein Schatten flog über ihr Gesicht. Etwa mit einer leisen Ahnung, worauf Seth hier anspielen wollte? Ohne jegliche Dramatik versuchte er es ihr nüchtern zu sagen…

SETH ROLLINS: "Charlotte…!"

Ein einziger Name. Aber er hinterließ einen Einschlagkrater wie ein Bombe. Beckys Miene versteinerte und erinnerte sie schlagartig an eine äußerst schwierige Zeit in ihrer Karriere. Hier vermischte sich vieles. Von der besten Freundin, die engsten Rivalin bis hin zu einer unerbittlichen Erzfeindin und einem Schlachtfeld, welches zwischen Persönlichem und Professionellem verschwom. Seth bemerkte, dass ihr Blick wanderte und die Gedanken anfangen zu rotieren. Vorsichtig legte er die Hand auf ihr Knie und führte mit sanfter Stimme fort.

SETH ROLLINS: "Du hast damals nicht einfach versucht, Charlotte im Ring zu besiegen. Du bist in ihren Kopf eingedrungen. Du hast jedes Interview genutzt. Jede Kamera. Jeden einzelnen Blick im Gang. Du hast dafür gesorgt, dass sie morgens mit deinem Gesicht vor Augen aufgewacht und abends mit deiner Stimme im Kopf eingeschlafen ist. Nicht, weil du im Ring körperlich überlegen warst… sondern weil du ihr keine einzige Sekunde Ruhe mehr gelassen hast."

Er griff noch einmal nach dem Buch auf dem Tisch, hielt es kurz hoch und legte es dann endgültig zur Seite. Becky atmete tief und hörbar ein. Ihre Brust hob und senkte sich schwer.

SETH ROLLINS: "Du hast dieses Playbook geschrieben, Becky. Und jetzt sitzt da draußen jemand, der es auswendig gelernt hat. Und der es gegen dich verwendet. Das hier… wird dir nicht helfen."

Er sah sie eindringlich an und er wusste sogleich, was in ihr vorging. Der wandernde Blick, diese kleine Denkfalte zwischen ihren Augenbrauen, wenn sie anfing zu grübeln und der Hauch eines Ansatzes etwas sagen zu wollen und dann doch nochmal zurückgehalten.

SETH ROLLINS: "Du musst aufhören, gegen die Spinnen zu kämpfen, Becks. Du musst anfangen zu verstehen, warum sie sie überhaupt aussetzt."

Eine kurze, bedeutungsschwere Pause entstand.

BECKY LYNCH: "Nein, das kannst du nicht vergleichen. Ich… ich habe damals alles gegeben. In jedem verdammten Match, bei jedem verdammten Auftritt. Und dennoch war ich immer die elende Nummer zwei. Wochen, Monate… ja, gar Jahre musste ich mit ansehen, wie vor meiner Nase alle in den Himmel gehoben wurden. Charlotte hat alles bekommen und noch mehr, aber war sie wirklich besser? Sie ist es heute noch nicht und wird es niemals sein. Wenn das die Vorlage von Thekla sein soll… bitte, auch mit ihr werde ich fertig!"

Und das irische Feuer glimmte wieder. Dabei war Beckys Wille weniger von dem eigenen Ego geführt, als von einem äußerst starken Gerechtigkeitssinn. In ihren Augen war es schlichtweg unfair, dass zum Beispiel eine Charlotte direkt in allen Main Events stand, ohne auch nur einmal durch den Dreck zu müssen. Es war gefährlich, aber Seth liebte es wenn sie so voller Inbrunst aufging. Nur hier musste er sich das Schmunzeln schnell unterdrücken, denn Becky verwechselt etwas Bedeutsames. Mit einer behutsamen Geste versuchte er sie zu beruhigen.

SETH ROLLINS: "Becky… Nein, stopp… so habe ich das nicht gemeint. Thekla erinnert nicht an Charlotte… sondern an die Zeit, als du dich übergangen fühltest. Sie erinnert an Dich."

Beckys Mund blieb leicht geöffnet. Das erhitzte, irische Feuer, das eben noch so wild in ihren Augen gebrannt hatte, erlosch nicht einfach, es fror auf der Stelle ein. Die akute Wut wandelte sich in ein kaltes, lähmendes Erkennen. Ihre Finger, die sich eben noch kampfbereit in den Stoff ihrer Trainingshose gegraben hatten, lockerten sich langsam. Seth hatte nicht Charlotte gemeint. Er meinte die Becky Lynch von damals. Die unberechenbare, besessene Außenseiterin, die bereit gewesen war, das gesamte Establishment niederzubrennen, nur um nicht mehr übergangen zu werden. Thekla war kein Klonschaf von Charlotte Flair. Thekla war das Spiegelbild der Becky Lynch, die sich einst ihren eigenen Weg an die Spitze erzwungen hatte.

BECKY LYNCH: "Sie kämpft nicht gegen mich… Sie kämpft gegen das, was ich jetzt darstelle."

Flüsterte Becky leise vor sich hin. Die Erkenntnis schnitt ihr spürbar durch die Kehle. Seth sagte nichts mehr. Er nickte nur langsam, drückte sanft ihr Knie und ließ ihr den Raum, den diese Wahrheit brauchte. Er stand leise auf und trat einen Schritt zurück. Becky starrte nicht mehr unruhig durch den Raum. Ihr Blick wanderte langsam zurück zu dem Glastisch. Nicht auf das Buch. Nicht auf den Titel über Arachnophobie. Sondern auf ihr eigenes Schemenbild, das sich dunkel in der polierten Oberfläche des Tischs spiegelte.

Die Angst vor den Spinnen war in diesem Moment spurlos gewichen. Was blieb, war die schreckliche, glasklare Einsicht darüber, auf welcher Seite des Spiegels sie heute stand. Die Kamera glitt von Beckys erstarrten Zügen langsam abwärts, schwenkte über das nun völlig unbedeutend gewordene Ratgeber-Buch und verweilte auf der dunklen Spiegelfläche des Tisches.

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COAST 2 COAST PERFORMANCE CENTER: TRAINING WEEK 33!

Für die Fans in der Halle verdunkelt sich nun schlagartig die gesamte Szenerie. Sämtliche Scheinwerfer über dem Ring dimmen herunter, bis nur noch ein fahles, tiefblaues Grundlicht die Arena hüllt. Der gigantische Titantron springt mit einem leisen Summen an und zieht augenblicklich die ungeteilte Aufmerksamkeit des Publikums auf sich. Die Fans in der Halle raunen gespannt, doch bevor das eigentliche Material startet, wird das Publikum erst einmal mit unüberspringbarer Werbung überrascht. Auf dem Schirm flimmert eine hochglanzpolierte Werbeeinblendung für den offiziellen c2c-Merchandise-Shop auf, in der eine neue El-Dan-de-la-Hausen-Puppe mit 2 Championships vorgestellt und für nur 69,99 $ verkauft wird.

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Nach geschlagenen fünfzehn Sekunden schwenkt das Bild abrupt um und schaltet ohne jegliche sanfte Überblende mitten hinein in die schweißtreibende, unbarmherzige Realität des Performance Centers in New Orleans. Es gibt keine Begrüßung und keine nette Einleitung. Oh nein, die Kamera läuft bereits auf vollen Touren. Das Hallenlicht im Performance Center ist grell und unbarmherzig. Das nackte Holz der Wandverkleidungen, die hoch oben hängenden Ventilatoren, die träge die feuchte Südstaatenluft durch den Raum wirbeln, und der beißende Geruch von Desinfektionsmittel, Schweiß und frischen Ringmatten dominieren die Atmosphäre. Im Zentrum des Hauptrings wird bereits ohne Rücksicht auf Verluste gearbeitet. Ein dumpfer, dröhnender Knall erschüttert die Halle, als Swerve Strickland mit einer explosionsartigen Bewegung Kid Lykos über seine Hüfte hebelt und mit einem gnadenlosen Belly-to-Belly-Suplex auf den unbarmherzig harten Ringboden donnert.

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Das Plastik der Wolfsmaske von Kid Lykos klappert lautstark auf den Matten. Lykos japst nach Luft, schlägt sich schmerzerfüllt auf den Brustkorb und versucht sofort, sich auf alle Viere zu hieven. Doch Swerve lässt ihm nicht den Hauch einer Sekunde zum Durchatmen. Mit einem überheblichen, breiten Grinsen und feurigen Augen packt Swerve den Maskierten am Nacken, zieht ihn kompromisslos nach oben und raunt ihm etwas direkt ins Ohr, bevor er ihn mit einem harten Chop auf die Hühnerbrust wieder ins Seil peitscht. Nur einen halben Meter daneben, auf den ausgelegten Trainingsmatten direkt vor dem Ring, schuften Leva Bates und Izzy Moreno im schweißtreibenden Mattenringen. Leva, die heute in einem schlichten, weißen X-Men-Hoodie und ein paar hellen Hotpants gekleidet ist und große lederne schwarze Stiefel anhat, hat Izzy in einem beinharten Hammerlock fixiert.

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Izzy, deren Gesicht vor Anstrengung tiefrot angelaufen ist und deren Haare wirr im Gesicht kleben, beißt die Zähne zusammen, stützt sich mit den Füßen ab und nutzt ihr gesamtes Körpergewicht, um sich mit einer geschmeidigen Brücke aus dem Griff zu winden. Sie rollt sich blitzschnell über die Schulter ab, schnappt sich Levas Fuß und setzt sofort zum Ankle Lock an. Leva keucht laut auf, schlägt mit der Hand zweimal auf die Matte, um das Abklopfen zu simulieren, und winkt dann erschöpft, aber anerkennend ab. Die vier Athleten sind klatschnass geschwitzt. Ihre Atemzüge pfeifen durch die Stille der Halle, unterbrochen nur vom monotonen Quietschen der Wrestling-Stiefel auf dem Canvas. Strickland lässt Lykos los, der erschöpft in der Ringecke zusammensinkt und sich mühsam die Maske im Gesicht zurechtrückt, um überhaupt wieder richtig atmen zu können. Swerve wischt sich mit dem Handrücken den Schweiß von der Stirn, stemmt die Hände in die Hüften und blickt spöttisch auf die drei anderen hinab.

Strickland: Seht euch doch bitte mal an! Ist das etwa euer verdammtes Ernstniveau? Wir sind hier nicht in einer Spielgruppe für Nachwuchstalente, wir sind im c2c Performance Center! Lykos, du hängst in den Seilen wie ein nasser Sack! Wenn du da draußen in der Show so träge auf meine Chops reagierst, frisst dich die Crowd lebendig auf! Und Izzy, Leva … ihr rollt euch hier ab wie bei einer gemütlichen Yogastunde am Sonntagmorgen! Wo ist die Härte? Wo ist der Hunger? Glaubt ihr im Ernst, dass euch irgendjemand da draußen den roten Teppich ausrollt, nur weil ihr nett ausseht und ein paar saubere Konter beherrscht?“

Swerve spuckt verächtlich auf den Mattenrand und geht mit langgezogenen, dominanten Schritten im Ring auf und ab. Er hebt die Arme, deutet auf das Logo an der Wand und fixiert die Gruppe mit einem Blick voller Stolz und Arroganz. Lykos hingegen zieht sich mühsam an den Ringseilen nach oben. Seine Stimme klingt unter der Wolfsmaske leicht dumpf, aber von unbeugsamem Kampfgeist erfüllt. Er wischt sich das Blut von der Unterlippe, das ihm durch einen harten Treffer entsprungen ist, und deutet mit dem Zeigefinger auf Swerve.

Kid Lykos: ’„Pah, halt die Klappe, Swerve! Erzähl mir nichts vom Hunger! Du bist hier nicht unser Trainer, also spiel dich nicht so auf! Ich stecke seit Monaten jeden einzelnen Tag in dieser verdammten Maske, schwitze mir die Lunge aus dem Leib und nehme jeden Bumping-Drill auf mich, den man mir vor die Füße wirft! Du führst dich hier auf, als würde dir dieser Schuppen gehören, nur weil du letzte Woche ’nen Draw gegen Reigns bekommen konntest. Aber weißt du was? Ich stehe jedes Mal wieder auf! Egal, wie hart du zuschlägst, egal, wie oft du mich auf den Boden knallst … ich stehe auf!“

Lykos klopft sich energisch auf die eigene Brust, um seine Worte zu unterstreichen.

Izzy Moreno
"Geht das schon wieder los mit euch zwei."

Mit gesenkten Kopf kann sie diesen nur noch schütteln. Das kommt in letzter Zeit immer häufiger vor.

Leva Bates klopft Izzy beruhigend auf die Schulter, um die aufsteigende Hitze etwas zu dämpfen, doch auch ihr Blick ist ernst und keineswegs gewillt, Swerves Ansagen wortlos hinzunehmen. Sie tritt einen Schritt vor und blickt zu Swerve in den Ring hinauf.

Leva Bates: „Wir wissen alle, was auf dem Spiel steht, Swerve. Du musst hier keine Shows für die Kameras abziehen. Wir tragen alle dieselbe Last auf den Schultern. Jeder von uns gibt hier sein letztes Hemd. Wir brauchen hier keine großen Reden darüber, wer der Beste ist … die Leistung auf der Matte spricht für sich selbst!“

Swerve lacht laut und spöttisch auf, geht auf die Ringseile zu und beugt sich tief nach vorne, um Leva und Izzy direkt ins Gesicht zu sehen.

Strickland: Leistung? Ihr versteht einfach nicht, wie dieses Geschäft funktioniert! Leistung ist das absolute Minimum! Wenn du hier nicht die Ellbogen ausfährst und deinen Trainingspartner ohne zu zögern überholst, bist du nur Futter für die Wölfe! Hier geht es nicht um Freundschaft, hier geht es um...“

Plötzlich verstummt Swerve mitten im Satz. Eine eiskalte, fast schon lähmende Stille legt sich wie ein schwerer Schleier über die gesamte Performance-Center-Halle. Selbst das Schnurren der riesigen Hallenventilatoren an der Decke scheint in diesem Moment leiser zu werden. Die vier Athleten erstarren in ihren Bewegungen. Aus dem tiefen, unbeleuchteten Schatten der hinteren Lagerecke, wo sonst nur alte Ringmatten, Absperrgitter und Holzkisten lagern, löst sich langsam eine Gestalt. Es ist Raven.

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Er trägt seinen abgewetzten, schweren Ledermantel, dessen Saum fast über den Staub des Hallenbodens schleift. Seine Haare hängen ihm wirr und strähnig ins Gesicht, während er mit gesenktem Kopf und langsamem, rhythmischem Schritt auf den Ring zusteuert. In der Hand hält er ein kleines, abgegriffenes Notizbuch, das er jedoch nicht einmal eines Blickes würdigt. Seine Anwesenheit strahlt eine so düstere, unheimliche Autorität aus, dass Strickland unwillkürlich einen Schritt vom Ringseil zurückweicht und das Grinsen augenblicklich aus seinem Gesicht weicht. Raven bleibt genau am Turnbuckle stehen. Er hebt langsam den Kopf. Seine Augen wirken leer, fast schon melancholisch, und doch liegt in ihnen eine unerbittliche, eiskalte Schärfe. Er zieht eine abgebrannte Streichholzhälfte aus der Tasche, schiebt sie sich zwischen die Lippen und lässt seinen Blick langsam von Swerve zu Lykos, dann zu Izzy und schließlich zu Leva wandern. Keiner der vier wagt es, auch nur ein Wort zu sagen. Das schwere Atmen von Kid Lykos ist das einzige Geräusch im Raum. Raven legt beide Hände schwer auf das Apron. Die Lederhandschuhe knirschen leise im feuchten Raumklima. Als er schließlich anfängt zu sprechen, ist seine Stimme nicht laut oder schreiend, sondern ein tiefes, raues und brüchiges Rauschen, das einem den Atem stocken lässt.

Raven:
„„Schaut euch diesen Zirkus an. Ihr schwitzt und blutet so, wie es sich gehört. Aber ihr schreit euch auch an wie kleine Kinder, die im Sandkasten um ein Plastikspielzeug streiten. Ihr sprecht von Hunger, von Leistung, von Respekt … wie lächerlich. Wie unendlich naiv ihr alle seid. Glaubt ihr tatsächlich, dass eure harte Arbeit euch beschützt? Ihr bildet euch ein, dass Schweiß ein Pflaster für die Grausamkeit dieser Welt ist. Aber die Realität kümmert sich nicht um eure Träume. Das Management dieser Promotion schert sich nicht darum, wie viele Stunden ihr auf diesen Matten verbringt oder wie viele Knochen ihr euch brecht. Für sie seid ihr nur Zahlen auf einem Blatt Papier. Namen in einer Tabelle."“

Raven schüttelt langsam den Kopf und starrt für einen kurzen Moment auf den nackten Hallenboden, bevor er seinen Blick wieder auf die Gruppe richtet. Er macht eine lange, zermürbende Kunstpause, zieht das abgegriffene Notizbuch hervor, schlägt es mit einem trockenen Klatschen auf und blickt distanziert hinein.

Raven:
„„Ich habe letzte Woche ein Schreiben von der Führungsetage bekommen. Sie haben mir ein Ultimatum gestellt. Die Ressourcen sind erschöpft. Und dieses Performance Center hier ist kein Zufluchtsort für diejenigen, die es nicht schaffen, den entscheidenden Schritt zu machen. Sie haben mir eine sehr einfache, sehr präzise Aufgabe übertragen."“

Leva Bates zieht unwillkürlich die Stirn kraus und tritt einen kleinen Schritt näher an Izzy heran, während sie ihre Lippen fest zusammenpresst. Strickland versucht, seine coole Fassade aufrechtzuerhalten, doch seine Kiefermuskeln spannen sich merklich an. Raven blickt auf, schließt das Notizbuch mit einem dumpfen Ton und lässt es mühelos auf den Mattenrand gleiten.

Raven:
„„Einer von euch vier … hat hier keine Zukunft mehr. Das Management verlangt Ergebnisse. Und das bedeutet: Bis die Show in Dallas ist, muss ich einen von euch vier persönlich gefeuert haben. Eure Verträge stehen ab diesem Moment auf dem Spiel. Euer Traum endet für einen von euch."“

Ein geschocktes Raunen geht durch die Gesichter der Trainingsgruppe. Kid Lykos starrt Raven durch die Sehschlitze seiner Maske ungläubig an.

Izzy ist nervös. Neben Leva Bates stehend umklammert sie ihre Hand.

Raven lässt den Blick ein letztes Mal über die vier erschütterten Gesichter gleiten. Auf seinen Lippen deutet sich für einen Bruchteil einer Sekunde ein bitteres, freudloses Lächeln an.

Raven:
„„Wer von euch wird im Staub liegen? Wer von euch wird zerbrechen, wenn der Druck unerträglich wird? Kämpft um eure Existenz … oder geht unter. Tja, kaum sitzt jemand Neues am Steuerkreuz, weht plötzlich ein anderer Wind … das übliche Prozedere. Also dann … viel Spaß noch!"“

Ohne auf eine Reaktion zu warten, ohne eine einzige Frage zu beantworten oder den Blick noch einmal zu heben, dreht sich Raven auf dem Absatz um. Sein schwerer Ledermantel wirbelt auf, als er mit langsamen, unaufhaltsamen Schritten zurück in die dunklen Schatten des Pausenbereichs marschiert. Die schwere Holztür seines eigenen Büros hier im dieswöchigen Performance Centers fällt hinter ihm mit einem scheppernden, endgültigen Knall ins Schloss. Doch im Trainingsbereich selbst herrscht eine schreckliche, lähmende Stille. Das eben noch vorhandene Gefühl von Teamgeist und gemeinsamer Arbeit ist in einem einzigen Augenblick verpufft. Strickland blickt mit einem völlig veränderten, eiskalten und misstrauischen Blick auf Kid Lykos, während Izzy Moreno und Leva Bates sich mit aufgerissenen Augen ansehen. Jeder im Raum weiß: Ab jetzt kämpft jeder absolut für sich alleine. Doch warum hat Raven diese Information gerade so bekannt gegeben? Was ist sein Ziel? Will er wirklich, dass sich seine Schüler gegenseitig zerfleischen? Diese Frage scheinen sich auch die 4 Superstars zu stellen, denn scheinbar können sie es nicht ganz glauben.

Strickland: Der verarscht uns doch. Ich glaube nicht, dass er das ernst meint! Raven spielt nur mit uns!“

Der Erste, der es schafft, die Stille, die Raven hinterlassen hat, zu brechen, ist Strickland. Seitdem er es letzte Woche geschafft hat, ein Draw gegen den ehemaligen World Champion Roman Reigns rauszuhauen, scheint sein Selbstvertrauen stark angestiegen zu sein. Und irgendwie sieht er sich hier als eine Art Verantwortungsperson für seine Trainingskollegen seitdem. Dass nun einer von ihnen fliegt, kann und will er nicht zulassen. Deswegen glaubt er nicht daran, dass diese Nachricht von Raven wirklich ernst gemeint gewesen ist. Und so gesehen kann man das auch verstehen, weil wir bisher noch keinen Beweis dafür erhalten haben. In dem Dokument, welches Raven letzte Woche bekommen hat, könnte absolut alles drinstehen. Man kann zwar verstehen, warum Vince einen von ihnen rausgeschmissen haben möchte. Er will Raven nur reinwürgen, dass er mehr Macht hat, als dieser ihm zutraut. Aber ob es nun endgültig wirklich so ist, steht so gesehen noch in den Sternen.

Leva Bates: „Ich glaube nicht, dass das Raven ist. Ich glaube, er meint es ernst. Das wird von Vince kommen! Wir müssen dagegen ankämpfen. Aber alle zusammen und nicht gegenseitig!“

Das stimmt natürlich. Warum Raven diese Aussage hier so random bekanntgegeben hat, ist natürlich auch noch unklar. Ob er wirklich will, dass hier eine Schlacht beginnt, in der jeder seine Freundschaft aufs Spiel setzt und gegen den jeweils anderen agiert? Aber warum sollte er das wollen? Nun gut, bei Raven weiß man nie.

Izzy Moreno
"Auf jeden Fall wir zusammen!"

Kid Lykos: ’„Aber wenn einer von uns fliegen wird... dann sind wir doch alle Feinde!“

Leva Bates: „Willst du etwa, dass wir uns gegenseitig zerfleischen?“

Das möchte wohl niemand so direkt. Aber man kann beide Seiten gut verstehen. Wenn es wirklich so kommen wird, dass einer definitiv fliegt, dann muss man sich Bonuspunkte ergattern, um nicht derjenige zu sein. Klar sollte man nicht seine Freundschaften wegen so etwas zerstören, aber man sollte auch auf sein eigenes Wohl achten. Das ist eine äußerst schwierige Situation.

Kid Lykos: ’„Das Problem ist doch, dass diese Situation jeden gegen jeden ausspielt. Wenn dein Vorteil automatisch mein Nachteil ist, können wir Teamgeist vergessen.“

Lykos versteht es leider. Zumal er auch in der wohl mit schlechtesten Situation gerade steht. Strickland konnte ein Draw gegen Roman Reigns rausschlagen, der Lykos eine Woche zuvor noch besiegen konnte. Und Izzy steht in gutem Kontakt mit Bayley. Das heißt, möglicherweise könnte sie vor einer Kündigung gerettet werden, wenn Bayley ihr hilft. Lykos und Leva stehen da leider auf anderen Stufen. Denn so zurückhaltend, wie Leva im Ring ist, hat sie schon häufiger Dinge gezeigt, die Raven nicht toll fand.

Izzy Moreno
"Wenn wir uns gegenseitig ausstechen versuchen, dann sieht am Ende keiner von uns gut aus. Am Ende kostet uns das unser aller Zukunft."

Strickland: Ich hab keine Ahnung, was in Ravens Kopf vor sich geht, aber ich glaube auch, dass er genau das will. Er will, dass wir uns gegenseitig zerfleischen. Und das werde ich ihm nicht geben. Ich kümmere mich darum!“

Waren die Worte, die Strickland hier brachte, bevor er sich dann ebenfalls umdrehte und zum Raum marschierte, wo sich Raven drin befand. Nach einem kurzen Schnitt des Bildes befinden wir uns auch in diesem und können Raven wieder sehen, wie er mit seinem Mund an einer Paul-Masson-Brandy-Flasche hängt. Das ist 40 % Schnaps, verdammt. Das zeigt, dass Raven sein Alkoholproblem noch immer nicht wegbekommen hat. Und so hängt er hier auf Arbeit rum. Und das Schlimmste daran ist dann auch noch ein solcher Kommentar, der genau aus seinen Lippen kommt, als er mit verwirrtem Blick Strickland sieht.

Raven:
„„Eigentlich geht das Training noch 15 Minuten. Sie sollten sich lieber ranhalten. Schwänzen kommt sicher nicht so gut. Damit werden Sie am Montag keine Chance haben gegen... gegen wen treten Sie nochmal an?"“

Strickland: Was sollte diese Scheiße gerade? Wenn Sie jemanden vor die Tür setzen müssen, dann haben Sie wenigstens den Anstand, es direkt zu tun! Aber stecken Sie uns nicht in einen Käfig und warten darauf, wer zuerst über den anderen herfällt.“

Raven:
„„Hhmm, was ist Ihre Idee?"“

Immerhin ignoriert Strickland all die dämlichen Kommentare von seinem Lehrer und geht nicht auf diese ein. Er kommt direkt auf den Punkt und spielt dieses dämliche Spiel nicht mit. Und damit hat er sich einen Preis verdient. Oder? Entweder respektiert Raven Strickland so sehr, um ihm damit mitzuteilen, dass dieser sicher ist und Raven ihn nicht rauswerfen wird, oder aber Raven nimmt ihn als Geschenk an und will diese ganze Scheiße auf ihn abwälzen, damit er sich selbst nicht entscheiden braucht. Damit Strickland am Ende der Buhmann ist und nicht er. Jedoch ändert all das nichts daran, dass Strickland hier völlig genervt ist von der ganzen Scheiße, die Raven mit den Vieren abzieht. Er rollt einmal mit seinen Pupillen und geht näher auf den Lehrer, den man eigentlich eher feuern sollte als die Vier, zu.

Strickland: Das geht mir am Arsch vorbei. Sie müssen jemanden feuern, also tun Sie's!“

Raven:
„„Ihnen ist es also egal, ob Sie diese Chance hier weiter behalten können oder nicht? Finden Sie es so schlecht hier?"“

Eine durchaus berechtigte Frage, denn so, wie Strickland seine Worte gerade formuliert hat, könnte man beinahe meinen, ihm wäre vollkommen gleichgültig, ob seine Zeit im Performance Center bereits in wenigen Tagen endet. Doch wahrscheinlich steckt etwas anderes dahinter. Seit Raven seinen Schülern eröffnet hat, dass einer von ihnen aussortiert werden soll, hängt diese Entscheidung wie ein Damoklesschwert über der gesamten Gruppe. Jeder Erfolg des einen könnte plötzlich zum Nachteil des anderen werden, jedes Match zu einem unausgesprochenen Vergleich und jeder Fehler zu genau dem Argument, das am Ende darüber entscheidet, wer bleiben darf und wer gehen muss. Genau dieses Spiel scheint Strickland nicht mitspielen zu wollen. Er will sich offenbar weder gegen Leva, Izzy oder Lykos ausspielen lassen noch anfangen, ihre Schwächen aufzuzählen, nur damit seine eigene Position dadurch sicherer wird. Raven hingegen lässt seinen Blick weiterhin auf ihm ruhen. Fast schon provozierend lange schweigt er und beobachtet jede noch so kleine Reaktion seines Gegenübers. Wenn Strickland tatsächlich der Meinung ist, dass jemand gehen muss und Raven diese Entscheidung einfach treffen soll, dann dürfte es schließlich nicht sonderlich schwer sein, zumindest eine Meinung dazu zu haben. Doch genau darauf scheint Raven nun hinauszuwollen. Sein Kopf neigt sich ein kleines Stück zur Seite, während sich seine Augen verengen und er seinem Schüler schließlich genau die Frage stellt, die Strickland eigentlich vermeiden wollte.

Raven:
„„Wer soll Ihrer Meinung nach gehen?"“

Strickland: Das müssen Sie entscheiden und nicht ich!“

Natürlich muss das Raven entscheiden, aber er kann es nicht und möchte es auch nicht. Wie soll er einfach so sagen, dass einer seiner Schüler gefeuert ist? Auch wenn er es nie zeigt, so liebt er sie dennoch. Er würde sein eigenes Leben aufs Spiel setzen, damit sie ihren verdienten Erfolg bekommen. Auch wenn laut ihm einer von den Vieren ihn hintergangen hat und für Vince arbeitet. Aber er selbst sieht sich quasi als eine Art Vaterfigur an und egal, wie dumm das eigene Kind ist, man wird es niemals lieben verlernen. Jedenfalls glaubt man, dass Raven so denkt. Oder viel mehr hofft man es. Denn zeigen tut er dies wirklich nie.

Raven:
„„Ich will, dass Sie sich entscheiden! Ich habe Ihnen eine Frage gestellt und Sie sollen sie beantworten. So läuft das zwischen Vorgesetzten und Untergebenen, verstanden?"“

Doch Raven kann so streng klingen, wie er will. Strickland hat keinen Bock auf die Scheiße und deswegen dreht er sich nach einem abermaligen genervten Augenrollen um und verlässt den Raum wieder. Sonderlich viel hat dieses Gespräch ja nicht gebracht. Doch noch bevor Strickland durch die Tür nach draußen gehen kann, bremst Raven ihn mit einem Kommentar aus, den er wohl selbst nicht erwartet hätte.

Raven:
„„Well, dann schmeiß ich Sie halt raus!"“

Ob Raven das tatsächlich ernst meint oder Strickland lediglich provozieren möchte, lässt sich bei diesem Mann wie so häufig kaum erkennen. Raven selbst macht jedenfalls keinerlei Anstalten, seine Aussage zurückzunehmen. Für ihn scheint Stricklands Weigerung sogar genauso aussagekräftig zu sein wie eine konkrete Antwort. Wenn Strickland ihm keinen Namen nennen möchte, dann ist eben auch das eine Entscheidung, aus der Raven seine eigenen Schlüsse ziehen kann. Und genau das macht er seinem Schüler auch noch einmal unmissverständlich klar.

Raven:
„„Egal, wie Sie es machen, Sie werden mir bei der Wahl behilflich sein. Ob Sie nun eine Antwort abgeben oder nicht!"“

Strickland: Sie mieser...“

Diese Aktion mag zwar äußerst mies sein, vor allem weil sich Strickland eigentlich für sicher angesehen hat, aber dennoch ist sie natürlich auch sehr effektiv. Entweder hilft Strickland seinem Lehrer dabei, eine Entscheidung zu treffen, wer gefeuert wird, oder aber er wird selbst gefeuert. Egal, wie es kommt... Strickland wird die Entscheidung treffen müssen und nicht Raven. Und das nur, weil er sich hier einmischen musste. Genervt dreht er sich wieder zu Raven um, beruhigt sich etwas und geht wieder einige Schritte in den Raum hinein.

Strickland: Phaaaa... ich würde Lykos rauswerfen!“

Moment, was? Strickland würde Lykos hier aus der Liga werfen? Nun gut, das kann man verstehen. Er hat in letzter Zeit ab und zu einige Kommentare gebracht, die etwas schwierig gewesen sind, aber nur deswegen soll er die Chance verlieren, weiterhin hier in der Liga auftreten zu dürfen? Aber warum? Das scheint sich auch Raven zu fragen!

Raven:
„„Weil er gegen Reigns verloren hat?"“

Strickland: Ich hab auch nicht gegen ihn gewonnen.“

Aber er hat immerhin ein Draw rausgehauen und wurde nicht bis 3 gepinnt.

Raven:
„„Aahh, ich checke es. Sie sind neidisch, weil er aus einer reichen britischen Familie stammt und nur halb so viel tun musste, um die Chance hier zu bekommen wie Sie."“

Strickland: Nein, ich würde ihn rauswerfen, weil er das alles hier für normal und nichts Besonderes hält. Ja, er musste nicht so viel tun wie ich oder Leva. Aber er hat auch noch nicht wie Izzy einen festen Vertrag und trotzdem benimmt er sich wie jemand, der schon weiß, dass er diesen bekommen wird, ohne was dafür tun zu müssen.“

Harte Worte von Strickland, die aber auch irgendwie logisch klingen. Dass Lykos all das hier für selbstverständlich hält, konnte man zwar so bisher noch nicht wirklich feststellen, aber kennt Strickland ihn besser als jeder einzelne Fan hier in der Halle. Und wenn man sich seine Indykarriere einmal anschaut, dann war er schon immer ein eher schwieriger Zeitgenosse. Andernfalls könnte man dasselbe auch irgendwie über Leva sagen. Denn sicher versucht Leva ihr Bestes, um diese Chance eines festen c2c-Vertrages zu bekommen. Aber ihr Bestes ist eben auch bei Weitem unter dem Niveau, auf welchem Raven sie sehen möchte. Sie hält sich immer noch absichtlich zurück und schafft es einfach nicht, aus sich herauszukommen. Das ist ein Problem, was sich ebenfalls nicht so einfach lösen lässt. Und Izzy... nun gut, Izzy könnte einen Freifahrtschein haben, weil Bayley sie sicher nicht so einfach gehen lassen würde... oder?

Raven:
„„Ich schätze mal, er ist der Einzige von Ihnen, der bereit ist, alles dafür zu geben, damit nicht er es ist, der fliegen wird. Also ich weiß nicht, ob ich Ihrer Aussage zustimmen kann."“

Strickland: Ich glaube, dass er es war, der Vince die Dokumente übergeben hat. Mit Vince im Rücken denkt er wahrscheinlich, dass er ohnehin schon sicher ist. Und wenn er gefeuert wird, hätten wir damit gleich 2 Probleme weniger.“

Eine harte Anschuldigung von Strickland. Raven selbst denkt ja, dass Strickland definitiv unschuldig ist, aber jetzt die Schuld auf Lykos zuzuweisen, ist gefährlich. Warum sollte Lykos Vince helfen? Was hätte er davon? Andererseits hatten wir es ja eben noch davon, dass Lykos schon sehr oft ziemlich finstere Entscheidungen getroffen hat. Es stellt sich die Frage, ob man dem North East Wolf vertrauen kann? Raven atmet einmal tief aus und lächelt Strickland mit einem undurchschaubaren Anblick im Gesicht an.

Raven:
„„Wow. Das hätte ich nicht von Ihnen erwartet!"“

Strickland: Warum? Haben Sie gedacht, ich wolle eines der Mädchen entlassen?“

Kaum ausgesprochen, berichtigt Raven bereits Stricklands Aussage, denn tatsächlich hat er an etwas völlig anderes gedacht.

Raven:
„„Nein. Ich hätte es nicht erwartet, dass Sie überhaupt jemanden nennen!"“

Bitte was? Aber Strickland konnte doch gar nicht anders. Raven hat ihn regelrecht dazu gezwungen. Und jetzt stellt er ihn so hin, als hätte er sich in Strickland geirrt? Aber was hätte Strickland denn tun sollen? Sagen: Egal, dann feuern Sie mich doch? Das wäre wahrscheinlich die Entscheidung gewesen, die Raven sehen wollte. Dass sich Strickland gegen die Obrigkeit zur Wehr stellt und nur das tut, was er möchte und für richtig hält, und sich nicht den Regeln versklavt. Aber dies ist etwas, was manchmal wirklich sehr schwierig ist. Das ist wohl auch der Grund, warum Strickland hier wieder einen stark wütenden und genervten Ausdruck ins Gesicht aufsetzt und nun endlich den Raum verlässt. Damit endet diese Übertragung aus dem Performance Center, der Titantron wird schwarz und in der Halle geht das Licht wieder vollständig an, während das Publikum raunend und sichtlich schockiert über diese dramatische Wendung zurückbleibt.

[Bild: trenner1.jpg]

OPENER
SINGLES MATCH
Bully Ray vs. Rob Van Dam

[Bild: bullyrvd.png]
Writer: Michi



Die Arena ist abgedunkelt, das Publikum wartet gespannt auf den nächsten Auftritt. Ein nervöses Raunen geht durch die Menge, als die Spannung spürbar steigt. Plötzlich erklingt das markante Gitarrenriff von Motörheads "Hellraiser". Ein Blitzlichtgewitter flackert auf, während der Song die Lautsprecher durchdröhnt. Die Spannung ist förmlich greifbar, als der Vorhang sich langsam öffnet.

I'm living on an endless road - Around the world for rock and roll
Sometimes it feels so tough - But I still ain't had enough


Mit den ersten Klängen von "Hellraiser" werden die Scheinwerfer auf den Eingangsbereich gerichtet. Rote und weiße Lichter blitzen im Takt der Musik, während Nebelmaschinen dicke Schwaden von Rauch in die Luft pusten. Ein großer Bildschirm über dem Eingangsbereich zeigt dramatische Bilder von Bully Rays früheren Kämpfen und legendären Momenten.

Bully Ray tritt durch den Vorhang und bleibt kurz stehen, die Arme triumphierend in die Luft gestreckt. Sein markantes, einschüchterndes Grinsen ist sichtbar, als er sich einen Moment nimmt, die jubelnden Fans zu betrachten.

Matthew Rehwoldt: "Making his way to the Ring .. from Hells Kitchen, New York .. weighing in at 133 pounds .. Bully .. RAY!"

Die Fans springen auf und jubeln lautstark, einige halten Schilder hoch mit Aufschriften wie "Welcome Back, Bully!" und "Hellraiser is Here!". Der Lärmpegel steigt weiter, als Bully Ray langsam die Rampe hinuntergeht. Kinder und Erwachsene gleichermaßen rufen seinen Namen und versuchen, einen kurzen Moment der Aufmerksamkeit von ihrem Idol zu erhaschen.

[Bild: cap-002.jpg]

Bully Ray geht mit festen Schritten die Rampe hinunter, klatscht ab und zu mit einigen Fans in der ersten Reihe ab, ohne dabei sein Ziel aus den Augen zu verlieren. Als er die Hälfte der Rampe erreicht, hält er kurz inne, schaut sich um und streckt erneut die Arme in die Höhe, was zu einem noch lauteren Jubel führt.

Er steigt in den Ring und bewegt sich zur Mitte. Dort reißt er erneut die Arme in die Höhe, während der Refrain von "Hellraiser" die Arena erfüllt. Die Fans sind außer sich vor Begeisterung.

Hellraiser, in the thunder and heat - Hellraiser, rock you back in your seat
Hellraiser, and I'll make it come true - Hellraiser, I'll put a spell on you


Bully Ray dreht sich langsam im Kreis, genießt die Aufmerksamkeit und den Jubel der Menge. Er hebt beide Hände an seine Ohren, als ob er den Lärm noch lauter hören möchte. Die Fans reagieren sofort und der Lärmpegel erreicht seinen Höhepunkt.

Bully Ray geht zu einer der Ringecken, steigt auf das zweite Seil und breitet erneut die Arme aus, um das Publikum ein letztes Mal zu hypen. Die Musik verklingt langsam, doch der Jubel der Fans hält an, als die Lichter wieder angehen und der Ringrichter die nächste Phase des Abends einleitet. Bully Ray schaut fokussiert zur Rampe und ist bereit für den Kampf.



Schon in den 90er Jahren waren diese Klänge mit einem Mann verbunden...Rob Van Dam! Die Menschen in der Halle wissen sofort Bescheid und springen jubelnd von ihren Sitzen auf. Mr Monday Night lässt auch nicht lange auf sich warten. Hochmotiviert betritt er die Stage und reißt schmunzelnd die Arme in die Höhe. Nach all den Jahren genießt Rob immer noch jeden einzelnen Moment in einer Halle voller Fans. Ein paar Mal hüpft die Whole Damn Show auf und ab und lockert die Gelenke ein letztes Mal durch. Und jetzt...ab zum Ring!

Matthew Rehwoldt: "Making his way to the ring... from Battle Creek, Michigan... weighing in at 235 pounds... ROB...VAN...DAM!"

Mr PPV bleibt vor dem Ring stehen und streckt seine Arme erneut nach oben. Dieses Mal deutet er mit beiden Daumen auf sich, passend zur Ansage seines Namens. Glücklich darüber, dass die Fans Matthew Rehwoldt stimmtlich unterstützen, nickt er der Meute zu. Ohne große Probleme sprintet Rob die Treppe nach oben und drückt sich durch die Seile. Ein drittes Mal reißt er die Fäuste empor und dreht sich hüpfend in alle Richtungen. Langsam verstummt seine Theme und RVD ist bereit für das Match.

DING DING DING

Der Eröffnungsgong ertönte und damit war der Weg frei für ein Aufeinandertreffen zweier Männer, die unterschiedlicher kaum hätten sein können. Während Bully Ray von Beginn an mit seiner bulligen Statur und aggressiven Körpersprache deutlich machte, dass er seinen Gegner möglichst schnell unter Kontrolle bringen wollte, wirkte Rob Van Dam gewohnt gelassen. RVD ließ Bully zunächst kommen, tänzelte leicht auf den Beinen und wartete geduldig auf die erste Gelegenheit, einen Angriff zu starten.

Bully ließ ihm allerdings nicht lange Zeit. Er ging direkt auf seinen Gegner zu, drängte ihn zurück und versuchte, ihn mit harten Schlägen in die Defensive zu bringen. RVD konnte mehreren Treffern ausweichen und setzte stattdessen mit schnellen Kicks gegen die Beine nach. Ein Tritt gegen die Brust ließ Bully kurz zurückweichen, ehe RVD sich in die Seile fallen ließ und mit einem Shoulder Block zurückkam. Der Treffer brachte Bully zwar zu Boden, doch der bullige Superstar stand unmittelbar wieder auf und erwischte RVD seinerseits mit einem gewaltigen Shoulder Block. RVD überschlug sich und rollte sich bis in die Ringecke, während Bully bereits auf ihn wartete.

Mit mehreren harten Schlägen und einem Irish Whip beförderte Bully seinen Gegner quer durch den Ring. RVD konnte sich jedoch im letzten Moment mit beiden Füßen an den Seilen abfangen und entging so einem weiteren Angriff. Als Bully erneut auf ihn zustürmte, wich RVD geschickt zur Seite aus und ließ seinen Gegner in die Ecke krachen. Sofort nutzte Van Dam die Gelegenheit, sprang auf das zweite Seil und kam mit einem schnellen Springboard Moonsault zurück. Der Treffer saß, doch für einen erfolgreichen Pinfall reichte es noch nicht.

ONE...TWO...Kickout von Bully Ray!!

Bully rollte sich im letzten Moment aus dem Ring und versuchte, etwas Abstand zwischen sich und RVD zu bringen. Van Dam ließ ihm diese Pause allerdings nicht. Er nahm Anlauf und schoss mit einem Suicide Dive durch die Ringseile. Bully konnte gerade noch zur Seite springen, sodass RVD mit voller Wucht gegen die Absperrung krachte. Ein Raunen ging durch die Halle, während Bully sofort nachsetzte und seinen Gegner am Kopf packte. Mehrere harte Schläge folgten, ehe er RVD zurück in den Ring schleuderte und selbst hinterherstieg.

Dort übernahm Bully zunehmend die Kontrolle. Er drängte RVD in die Ringecke, ließ mehrere harte Shoulder Blocks folgen und schleuderte ihn anschließend mit einem kräftigen Irish Whip in die gegenüberliegende Ecke. RVD taumelte nach vorne, woraufhin Bully ihn mit einem Sidewalk Slam auf die Matte beförderte. Der Pinfallversuch brachte jedoch nur einen Nearfall.

ONE...TWO...Kickout von RVD!!

Bully schüttelte ungläubig den Kopf und zog RVD sofort wieder auf die Beine. RVD wehrte sich mit allem, was er hatte. Ein schneller Kick traf Bully am Kopf, ein weiterer gegen den Oberkörper. Anschließend ließ Van Dam einen Step-Through Kick folgen, der Bully bis in die Seile zurückdrängte. RVD nahm Anlauf und erwischte ihn mit einem Running Dropkick. Bully ging zu Boden und RVD setzte sofort nach. Ein Rolling Thunder brachte den nächsten spektakulären Treffer, diesmal reichte es allerdings ebenfalls nur zu einem Nearfall.

ONE...TWO...Kickout von Bully!!

Das Publikum wurde zunehmend lauter, als RVD auf das oberste Seil stieg und die Arme ausbreitete. Bully kam gerade wieder auf die Beine, während Van Dam bereits absprang. Doch Bully zog im letzten Moment die Knie an. RVD krachte auf die angewinkelten Beine seines Gegners und rollte sich schmerzverzerrt über die Matte. Bully nutzte den Moment und setzte sofort nach. Ein harter Schlag gegen den Rücken, ein weiterer gegen den Kopf und schließlich ein gewaltiger Bionic Elbow ließen RVD erneut taumeln.

Bully wollte das Match nun endgültig beenden. Er zog RVD zu sich und bereitete seine nächste Aktion vor, doch Van Dam konnte sich gerade noch befreien. Mit einem Tritt gegen das Gesicht verschaffte er sich etwas Luft und setzte direkt mit einem Superkick nach. Bully taumelte rückwärts durch den Ring, während RVD erneut Anlauf nahm. Der Van Daminator traf Bully frontal und ließ ihn auf die Matte sinken.

RVD sah seine Chance. Er kletterte erneut auf das oberste Seil und bereitete sich auf den Five-Star Frog Splash vor. Doch genau in diesem Moment veränderte sich die Stimmung in der Halle. Zunächst war es nur ein leises Raunen in den Zuschauerreihen. Dann wurden die Reaktionen immer deutlicher. Einige Fans blickten plötzlich nicht mehr zum Ring, sondern in Richtung Ringside. Selbst RVD bemerkte schließlich, dass irgendetwas nicht stimmte.

Er hielt auf dem obersten Seil inne und blickte nach unten. Bully richtete sich langsam auf und auch der Ringrichter drehte sich um. Und plötzlich war klar, warum die Aufmerksamkeit der Halle sich verändert hatte. Direkt neben dem Ring standen Liv Morgan und Drew McIntyre. Keine Musik war ertönt. Kein Licht hatte sich verändert. Es gab keine Ankündigung und keinen Einspieler. Niemand hatte sie kommen sehen. Sie waren einfach da. Genau wie letzte Woche und jeder weiß was da passiert war.

Liv lehnte locker am Ringrand und kaute auf ihrem Kaugummi, während der rot-blaue Baseballschläger über ihrer Schulter ruhte. Ein breites Grinsen lag auf ihrem Gesicht, während sie das Geschehen im Ring aufmerksam beobachtete. Ihre zweifarbigen Zöpfe bewegten sich leicht, als sie den Kopf schief legte und zunächst RVD und Bully betrachtete.

Neben ihr stand Drew, vollkommen regungslos. Der Kopf war leicht gesenkt, die Arme hingen locker an seinen Seiten. Kein Anzeichen von Wut war in seinem Gesicht zu erkennen. Er wirkte beinahe abwesend, als wäre er gar nicht wirklich Teil der Szenerie. RVD stieg langsam vom Turnbuckle herunter. Bully hatte sich inzwischen ebenfalls vollständig aufgerichtet und blickte misstrauisch zu den beiden Eindringlingen. Der Ringrichter ging einen Schritt nach vorne und stellte sich zwischen die beiden und die Wrestler.

Liv schenkte ihm lediglich ein freundliches Lächeln. Dann stieg sie langsam auf den Apron. Ohne Eile schob sie sich zwischen den Seilen hindurch und betrat den Ring. Drew folgte ihr wenige Sekunden später. Die Atmosphäre war inzwischen vollkommen gekippt. Niemand wusste, was die beiden vorhatten, doch die Ereignisse der vergangenen Wochen hatten deutlich genug gemacht, dass ihr Erscheinen selten etwas Gutes bedeutete. Liv ließ ihren Blick langsam durch den Ring wandern. Schließlich blieb sie vor Drew stehen. Sie betrachtete ihn einen Moment lang, bevor sie den Baseballschläger anhob und mit der Spitze zweimal leicht gegen seine Brust tippte. Anschließend trat sie näher an ihn heran und strich ihm mit den Fingerspitzen beinahe zärtlich über die Brust. Play Mehr brauchte es nicht.

Drew hob langsam den Kopf. Die Veränderung war sofort zu erkennen. Seine gesamte Körpersprache veränderte sich. Aus dem scheinbar teilnahmslosen Mann wurde innerhalb eines Augenblicks der Scottish Psychopath. Der Ringrichter machte instinktiv einen Schritt zurück, doch Drew war bereits bei ihm. Mit einer Hand packte er den Offiziellen am Hals und schleuderte ihn quer durch den Ring. Der Ringrichter krachte auf die Matte und blieb benommen liegen. Bully reagierte sofort und stürmte auf Drew zu. Doch der Schotte fing ihn mit einem gewaltigen Schlag ab, packte ihn anschließend und schleuderte ihn mit einem brutalen Belly-to-Belly-Suplex durch den Ring. Bully krachte auf die Matte und versuchte sich sofort wieder aufzurichten, doch Drew ließ ihm keine Zeit. Ein harter Tritt traf ihn in die Rippen, bevor Drew ihn erneut hochriss und mit einem Headbutt zurückschickte.

Während Drew seinen Gegner bearbeitete, hatte sich Liv RVD zugewandt. Van Dam hielt den Baseballschläger im Blick und versuchte, den Abstand zwischen sich und der ehemaligen Women's World Champion zu vergrößern. Liv hingegen wirkte beinahe amüsiert. Sie ging langsam auf ihn zu, den Kopf leicht schief gelegt und ein breites Lächeln auf den Lippen.

RVD setzte schließlich zu einem Kick an. Liv wich spielerisch aus und im selben Moment wirbelte der Baseballschläger durch die Luft und traf RVD mit voller Wucht gegen den Oberkörper. Der ehemalige ECW-Star sackte auf ein Knie und rang nach Luft. Liv verzog mitleidig das Gesicht. Sie ging langsam in die Hocke und strich RVD mit der freien Hand beinahe fürsorglich über die Wange. Für einen kurzen Moment sah es tatsächlich so aus, als würde sie sich nach ihm erkundigen. Dann richtete sie sich wieder auf. Der Baseballschläger krachte auf seinen Rücken und RVD ging endgültig zu Boden. Liv sprang einen Schritt zurück und hielt sich für einen Moment erschrocken die Hand vor den Mund, bevor ihr Gesicht wieder von diesem kindlichen Grinsen erfüllt wurde. Ein leises Kichern entwich ihr, während sie den Schläger in einer Hand rotieren ließ.

Auf der anderen Seite des Rings hatte Drew Bully wieder auf die Beine gezogen. Bully versuchte einen Schlag anzubringen, doch Drew fing seinen Arm ab und zog ihn mit einem brutalen Ruck zu sich. Ein weiterer Headbutt ließ Bully taumeln. Drew nutzte die Gelegenheit, nahm Anlauf und traf ihn mit einem wuchtigen Claymore Kick. Bully überschlug sich und blieb regungslos auf der Matte liegen. Drew wandte sich RVD zu. Van Dam versuchte gerade, sich an den Seilen hochzuziehen. Liv hatte sich inzwischen etwas zurückgezogen und beobachtete Drew mit sichtlicher Begeisterung. Sie musste nichts sagen denn ihr Blick genügte.

Drew packte RVD und zog ihn von den Seilen weg. Ein harter Irish Whip beförderte ihn in die Ringecke. RVD prallte zurück und taumelte nach vorne, direkt in Drews Hände. Der Schotte hob ihn an und ließ einen gewaltigen Future Shock DDT folgen. RVD blieb regungslos liegen. Liv schlenderte langsam zu ihm hinüber. Sie kniete sich neben ihn und betrachtete sein Gesicht, bevor sie ihm mit zwei Fingern spielerisch gegen die Wange tippte. Anschließend stand sie wieder auf und wandte sich Drew zu. Sie legte ihm für einen kurzen Moment die Hand auf die Brust.

Dann nahm sie den Baseballschläger wieder auf ihre Schulter. Gemeinsam standen sie mitten im Ring, während um sie herum drei Menschen regungslos auf der Matte lagen. Der Ringrichter lag einige Meter entfernt, Bully Ray war nach dem Claymore nicht mehr auf die Beine gekommen und RVD bewegte sich ebenfalls kaum noch. Liv hakte sich schließlich bei Drew ein. Der Schotte blickte emotionslos durch die Arena. Liv hingegen lächelte zufrieden. Keiner von beiden sagte ein Wort denn sie mussten es auch nicht. Der Angriff auf zwei Wrestler und einen Referee machte deutlich, dass die Regeln für Liv Morgan und Drew McIntyre keine Bedeutung mehr hatten. Es spielte keine Rolle, wer im Ring stand, ob jemand gegen sie antrat oder einfach nur seinen Job machte. Wenn Liv das Zeichen gab, begann das Spiel.

Pat McAfee: "Erneut haben die Beiden ein Zeichen gesetzt und nun war nicht mal der Referee sicher vor Ihnen..."

Cathy Kelley: "Ich bin gespannt, was Bayley dazu sagt. Liv und Drew wollen erhört werden und sie haben es erneut geschafft."

Wade Barrett: "Power und Chaos, liebe Leute...gewöhnt euch daran."

[Bild: 45.jpg]

Die Coast 2 Coast Wrestling Company ist in dieser Woche zu Gast im legendären Caesars Superdome in New Orleans, Louisiana. Vor rund 20.000 frenetischen Zuschauern ist die Arena bis auf den letzten Platz gefüllt. Schon seit Beginn der Show herrscht eine elektrisierende Stimmung, denn die Fans in Louisiana haben vom ersten Moment an deutlich gemacht, dass sie gekommen sind, um ihre Stars lautstark zu unterstützen oder gnadenlos auszubuhen. Die gigantischen LED-Wände tauchen die Halle in wechselnde Farben, während aus zehntausenden Kehlen immer wieder Chants durch das Stadion hallen. Der Opener des Abends ist inzwischen Geschichte. Ein intensives Match liegt hinter den Zuschauern und dennoch scheint die eigentliche Action dieser Nacht gerade erst begonnen zu haben. Das Bild flackert kurz bevor schließlich der Backstage-Bereich des Caesars Superdome zu sehen ist. Die Geräuschkulisse der Zuschauer wird deutlich leiser, doch selbst hier ist das dumpfe Dröhnen der 20.000 Fans noch immer durch die Wände zu hören. Die Kamera bewegt sich langsam durch einen der langen Backstage-Korridore. Mitarbeiter der Coast 2 Coast Company laufen geschäftig durch das Bild. Einige tragen Headsets, andere halten Produktionsunterlagen in den Händen und verschwinden hastig hinter den Kulissen. Techniker schieben Equipment vorbei, während im Hintergrund immer wieder die Geräusche aus der Arena zu hören sind doch dann bleibt die Kamera stehen.

Im Mittelpunkt des Bildes befindet sich eine Person, die eigentlich kaum vorgestellt werden muss. Es ist der legendäre "Wiseman" Paul Heyman. Heyman steht etwas abseits des hektischen Treibens und wirkt ungewöhnlich konzentriert. Sein schwarzer Anzug sitzt wie immer perfekt, die Krawatte ist akkurat gebunden und die Brille sitzt auf seiner Nase. Doch obwohl er äußerlich ruhig wirkt, verrät seine Körpersprache, dass seine Gedanken gerade mit etwas völlig anderem beschäftigt sind. Immer wieder wirft Heyman einen Blick auf seine Armbanduhr. Dann blickt er den Gang hinunter und einige Sekunden vergehen. Heyman zieht leicht die Lippen zusammen und schaut erneut auf seine Uhr. Dieses Mal wirkt er deutlich ungeduldiger. Er verschränkt die Hände vor seinem Körper und beginnt einige Schritte auf und ab zu gehen. Nach wenigen Metern bleibt er wieder stehen und richtet seinen Blick konzentriert auf den Eingang des Korridors. Offensichtlich wartet er auf jemanden doch auf wen? "Orginal Tribal Chief" Roman Reigns?

Die Kamera zoomt langsam näher an Heymans Gesicht heran. Seine Augen wandern aufmerksam durch den Backstage-Bereich. Für einen kurzen Moment scheint er sogar jemanden zu erwarten, doch als lediglich ein Mitarbeiter an ihm vorbeiläuft, verändert sich sein Gesichtsausdruck sofort. Ein Hauch von Enttäuschung ist zu erkennen. Heyman atmet tief durch und schaut erneut auf seine Uhr. Die Spannung ist förmlich zu spüren. Was auch immer ihn hierhergeführt hat es scheint für ihn von enormer Bedeutung zu sein. Plötzlich bleibt Heyman vollkommen still stehen. Sein Blick richtet sich nach vorne aus dem Hintergrund sind Schritte zu hören. Langsam... ruhig... jemand nähert sich. Heyman hebt leicht den Kopf. Zum ersten Mal an diesem Abend zeichnet sich ein kleines, kaum wahrnehmbares Lächeln auf seinem Gesicht ab. Er richtet seinen Anzug, streicht einmal über seine Krawatte und wartet. Die Kamera bleibt auf seinem Gesicht. Die Spannung ist inzwischen förmlich greifbar. Paul Heyman steht noch immer regungslos inmitten des Backstage-Korridors, den Blick fest auf den Bereich gerichtet, aus dem die Schritte zu hören waren. Für einen kurzen Moment scheint es tatsächlich so, als würde gleich die Person auftauchen, auf die der "Wiseman" bereits seit geraumer Zeit wartet. Seine Haltung verändert sich. Die Schultern richten sich etwas auf, sein Blick wird konzentrierter und das kaum wahrnehmbare Lächeln auf seinen Lippen scheint für einen Augenblick deutlicher zu werden.

Stattdessen taucht plötzlich jemand völlig anderes im Bild auf. Wie aus dem Nichts kommt die Backstage-Interviewerinnen-Legende Renee Young um die Ecke. Mit einem Mikrofon in der Hand und einem professionellen Lächeln auf den Lippen steuert sie direkt auf Paul Heyman zu. Heyman, der offenbar mit allem gerechnet hat nur nicht damit bemerkt Renee zunächst gar nicht. Erst als sie wenige Schritte vor ihm stehen bleibt, wandert sein Blick langsam zur Seite. Sein Gesichtsausdruck verändert sich schlagartig. Das zuvor angedeutete Lächeln verschwindet und Heyman blinzelt einmal. Er schaut kurz an Renee vorbei in den leeren Korridor, als würde er überprüfen, ob hinter ihr vielleicht doch noch jemand auftaucht. Doch niemand ist zu sehen. Renee Young hingegen scheint die Situation überhaupt nicht unangenehm zu finden. Sie hebt ihr Mikrofon und tritt einen kleinen Schritt näher an den "Wiseman" heran. Die Kamera fängt beide Personen nun gemeinsam ein. Im Hintergrund laufen weiterhin Mitarbeiter durch die Gänge, doch für einen Moment scheint die gesamte Aufmerksamkeit auf diesen beiden Personen zu liegen. Renee wirkt vollkommen vorbereitet. Heyman hingegen sieht aus, als hätte man ihn gerade bei etwas erwischt, das eigentlich niemand sehen sollte. Renee Young lässt sich davon jedoch nicht beirren. Sie kennt Paul Heyman lange genug, um zu wissen, dass hinter seiner scheinbar genervten Reaktion wahrscheinlich mehr steckt. Und genau deshalb ist die Gelegenheit für ein Interview eigentlich perfekt.

[Bild: maxresdefault.jpg]

Sie hebt das Mikrofon langsam in Richtung Heyman. Die Kamera zoomt ein kleines Stück näher heran. Heyman schaut zunächst auf das Mikrofon darauf auf Renee. Für einen kurzen Moment sagt er nichts. Die Kamera fängt nun eine Nahaufnahme von Renee Young ein, während sie sich bereitmacht, ihre erste Frage zu stellen. Im Hintergrund ist weiterhin das gedämpfte Dröhnen der Zuschauer aus dem Caesars Superdome zu hören. Die Atmosphäre wirkt beinahe surreal. Während in der Arena vor 20.000 Fans die nächste große Auseinandersetzung des Abends vorbereitet wird, steht ausgerechnet Paul Heyman hier backstage und scheint auf jemanden zu warten. Und jetzt ist Renee Young bei ihm und hebt direkt das Mikro.

Renee Young
"Paul, ich möchte Sie zunächst einmal fragen, warum Sie hier backstage offensichtlich auf jemanden warten. Seit mehreren Minuten stehen Sie hier, schauen immer wieder auf Ihre Uhr und blicken den Gang hinunter. Es wirkt nicht gerade so, als würden Sie auf irgendeinen gewöhnlichen Mitarbeiter warten. Denn wenn wir uns die Ereignisse der vergangenen Wochen ansehen, dann gibt es eine Person, auf deren Erscheinen vermutlich jeder hier wartet... Orginal Roman Reigns... doch genau deshalb muss ich Sie auf etwas ansprechen, das die gesamte Coast 2 Coast Wrestling Welt beschäftigt. Jey Uso und Jimmy Uso haben Roman Reigns und Seth Rollins hinterrücks attackiert. Nicht in einem fairen Match und nicht nach einer offenen Herausforderung... sondern aus dem Hinterhalt... zwei Männer, die eine gemeinsame Geschichte mit Roman Reigns haben. Zwei Männer, die über Jahre hinweg Teil der Bloodline waren. Jey Uso war sogar einer der wichtigsten Menschen innerhalb dieser Familie. Und trotzdem haben beide nun genau den Mann angegriffen, der einst an der Spitze dieser Familie stand. Paul, viele Fans fragen sich inzwischen, ob wir hier gerade Zeugen des endgültigen Bruchs der Bloodline werden... ist das, was wir gesehen haben, der endgültige Verrat von Jey und Jimmy Uso an Roman Reigns?"


Für einen Moment sagt Paul Heyman überhaupt nichts. Er lässt das Mikrofon, das Renee Young ihm entgegenhält, zunächst beinahe unbeachtet zwischen ihnen schweben. Sein Blick bleibt auf ihr gerichtet, doch man erkennt deutlich, dass seine Gedanken längst bei etwas anderem sind. Bei den Bildern, die sich in den vergangenen Tagen in die Köpfe der gesamten Coast 2 Coast Wrestling Welt eingebrannt haben.

"Wiseman" Paul Heyman
Renee... Renee... Renee... Sie stellen mir eine Frage, auf die Sie eigentlich bereits selbst die Antwort kennen. Sie fragen mich, ob Roman Reigns diese Attacke einfach hinnehmen wird? Nein! Nein, Renee. Der Original Tribal Chief wird das nicht einfach hinnehmen. Aber Sie müssen eines verstehen... Roman Reigns ist kein Mann, der seine Entscheidungen aus einem Moment der Wut heraus trifft. Er ist nicht Jey Uso. Er ist nicht Jimmy Uso. Und er ist auch nicht irgendein Mann, der nach einer hinterhältigen Attacke blindlings in einen Backstage-Bereich stürmt, um seinem Zorn freien Lauf zu lassen. Roman Reigns beobachtet. Roman Reigns denkt nach. Roman Reigns entscheidet. Und wenn der Tribal Chief entschieden hat, was zu tun ist... dann werden Konsequenzen folgen. Und genau hier liegt der Unterschied zwischen einem Mann wie Roman Reigns und denjenigen, die glauben, sie könnten ihn hinterrücks angreifen und anschließend einfach weiterleben, als wäre nichts geschehen. Jey und Jimmy Uso haben eine Grenze überschritten. Sie haben eine Entscheidung getroffen. Und jetzt müssen sie mit der Tatsache leben, dass jede Entscheidung einen Preis hat. Aber wann dieser Preis bezahlt wird... das entscheidet nicht Renee Young... Coast 2 Coast Wrestling Company. Und schon gar nicht entscheide ich das liegt einzig und allein beim Tribal Chief."


Die Worte hängen einen Moment in der Luft.

"Wiseman" Paul Heyman
Wenn die Zeit reif ist, wird Roman Reigns seine Entscheidung treffen. Und wenn diese Entscheidung getroffen wurde, Renee... dann wird jeder in dieser Company wissen, dass die Zeit der Fragen vorbei ist."


Ein lautes Raunen geht durch den Caesars Superdome. Der letzte Satz Heymans scheint noch förmlich im Korridor zu schweben, als plötzlich eine Stimme aus dem Hintergrund zu hören ist. Eine Stimme, die Paul Heyman nur allzu gut kennt. ruhig... selbstbewusst. Und mit einem Unterton, der augenblicklich jede noch vorhandene Leichtigkeit aus dieser Situation verschwinden lässt.

???
"Dann sollten wir vielleicht genau darüber reden, Wiseman.“

Heymans Augen weiten sich für einen Sekundenbruchteil. Langsam dreht er sich um. Die Kamera folgt seiner Bewegung und plötzlich stehen sie dort... Jey Uso und Jimmy Uso... die Usos direkt vor Paul Heyman. Beide Männer wirken vollkommen ruhig. Kein hektisches Verhalten, keine aggressiven Gesten. Stattdessen stehen die beiden Brüder nebeneinander und blicken den Mann an, der eben noch über die Konsequenzen ihrer Taten gesprochen hat. Renee Young friert förmlich ein. Ihr Mikrofon bleibt in ihrer Hand, während sie zwischen Heyman und den Usos hin und her schaut. Selbst die Mitarbeiter im Hintergrund scheinen zu bemerken, dass sich hier gerade etwas verändert hat. Einige bleiben stehen. Andere versuchen bewusst, Abstand zu gewinnen. Die Kamera zoomt langsam auf Jey und Jimmy... Jey Uso steht etwas weiter vorne und sein Blick ist fest auf Paul Heyman gerichtet.. Jimmy steht unmittelbar neben seinem Bruder und verschränkt die Arme vor der Brust. Beide wirken nicht so, als wären sie zufällig hier... Im Gegenteil! Sie sind ganz offensichtlich wegen Heyman gekommen. Paul Heyman sagt zunächst kein Wort. Sein Blick wandert von Jey zu Jimmy und wieder zurück. Dann schaut er kurz zu Renee man kann ihm förmlich ansehen, dass dies nicht das Treffen war, auf das er gewartet hatte. Der "Wiseman" richtet langsam seine Krawatte doch diesmal wirkt die Bewegung nicht souverän. Sie wirkt wie ein Versuch, seine Gedanken zu sammeln. Jey macht einen Schritt nach vorne.

Jey Uso
"Du hast gerade ziemlich große Worte benutzt, Paulchen... Konsequenzen... Entscheidungen. Ein Preis für jede Entscheidung. Dann lass uns doch mal über Entscheidungen reden. Du redest hier über uns, als wären wir irgendwelche Fremden, die einfach in das Leben von Roman Reigns gekommen sind. Aber du kennst uns... du kennst Jey... Jimmy und du kennst Roman. Das vielleicht sogar besser als jeder andere hier.“

Zum ersten Mal seit Beginn des Interviews scheint der „Wiseman“ nicht genau zu wissen, welche Worte die richtigen wären. Jetzt ergreift Jimmy ergreift das Wort.

Jimmy Uso
"Du sagst, Roman entscheidet, wann die Zeit reif ist... das ist interessant. Denn Roman hat seine Entscheidung doch längst getroffen, oder? Er hat entschieden, dass er uns nicht mehr braucht. Er hat entschieden, dass er der Tribal Chief sein kann, ohne seine Familie. Er hat entschieden, dass Jey und Jimmy Uso irgendwann nur noch Namen aus seiner Vergangenheit sind. Also haben wir unsere eigene Entscheidung getroffen. Wir haben uns entschieden, nicht länger darauf zu warten, dass Roman irgendwann entscheidet, was mit uns passiert. Wir haben uns entschieden, selbst zu entscheiden.“

Ein Raunen ist aus der Arena zu hören, obwohl die Zuschauer das Geschehen nur über den Titantron verfolgen können. Paul Heyman atmet tief durch doch noch bevor er etwas sagen kann, tritt Jey noch näher.

Jey Uso
"Und bevor du jetzt anfängst, uns zu drohen, Paul... spar es dir.“

Jimmy blickt Heyman an.

Jimmy Uso
"Wir haben keine Angst vor Roman Reigns.“

Dieser Satz sorgt für eine merkliche Veränderung in Heymans Gesicht dann schaut er die Usos direkt an.

"Wiseman" Paul Heyman
Das... ist möglicherweise euer größter Fehler."


Plötzlich fangen die Usos an zu grinsen und Jimmy ergreift das Wort

Jimmy Uso
"Vielleicht... Oder vielleicht ist es der erste Fehler, den Roman gemacht hat, als er dachte, dass wir immer auf ihn hören würden.“

Beide Usos stehen nun Schulter an Schulter vor Paul Heyman. Die Botschaft ist eindeutig.

Sie sind gekommen, um geschlossen aufzutreten und nicht als einzelne Brüder sondern als Einheit. Renee Young schaut zwischen allen Beteiligten hin und her. Sie hebt langsam das Mikrofon doch niemand spricht. Die Kamera fährt langsam zurück und fängt die gesamte Szene ein bis die Usos das Bild verlassen und Heyman und Renee Young zurück lassen.

[Bild: 65.jpg]

THE VELVETEEN MCMAHON!

Eine weitere Woche, in welcher es eine ausverkaufte Arena wegen einer Coast 2 Coast Live Episode gibt. Während draußen vor den Toren der Lärm der tausenden Fans nur wie ein fernes, dumpfes Grollen durch die Betongänge dringt, herrscht in den Korridoren des Caesars Superdomes das gewohnte geschäftige Treiben. Kabelträger rennen mit Hektik im Blick an Regiewagen vorbei, Producer tippen auf ihren Klemmbrettern herum und das Licht der neonbeleuchteten Gänge spiegelt sich auf dem linolierten Boden. Mitten durch dieses hektische Treiben schreitet eine Gestalt, die sich von all dem Stress sichtlich unbeeindruckt zeigt: die Lord Velveteen Dream Experience. In ein maßgeschneidertes, tiefviolettes Samt-Outfit gehüllt, dessen Fransen bei jedem Schritt wie Wellen im Wind schwingen, gleitet er förmlich durch den Gang. Die mattschwarze 3-äugige Designer-Sonnenbrille sitzt tief auf seiner Nase, während sein Kopf leicht nach hinten geneigt ist. Seine Hände streifen immer wieder mit einer fast schon theatralischen Langsamkeit durch den edlen Stoff seiner Jacke. Für ihn ist dieser dreckige Backstage-Flur kein Zweckbau, sondern sein persönlicher Laufsteg. An jeder spiegelnden Scheibe, an jedem ausgeschalteten Monitor verharrt er für den Bruchteil einer Sekunde, legt den Kopf in den Nacken und zieht die Brille ein Stück nach unten, nur um seine eigene Perfektion zu begutachten. Die Vorbeigehenden würdigt er keines Blickes... sie sind in seinen Augen bloß Statisten in der grandiosen Vainglorious Welt.

Velveteen Dream: „Sieh sich das einer an... diese Räume sind schmutzig, aber der Dream verleiht diesem Ort Glanz. Sie wissen gar nicht, welch ein Privileg es ist, in meiner Gegenwart zu atmen. Die ganze Welt sollte einfach nach mir schreien. Es gibt nur einen wahren Star hier, nur eine Ikone, die diesen Laden auf ihren Schultern tragen kann...“

Ein leises, hochmütiges Schnalzen entweicht seinen Lippen. Der Dream winkt einen herbeieilenden Backstage-Mitarbeiter mit einer abfälligen Handbewegung zur Seite, ohne ihn überhaupt anzusehen. In seiner Welt existieren nur das Rampenlicht, der Applaus und das Wissen um seine eigene Unantastbarkeit. Er schnippt kurz mit den Fingern, dreht sich mit einer eleganten Pirouette um die eigene Achse und will gerade den Hauptgang Richtung Catering einschlagen, als er beinahe frontal mit jemandem zusammenstößt. Geschockt über diesen Mangel an Respekt bleibt Dream schlagartig stehen. Er reißt die Arme nach oben, breitet die Finger weit aus und baut sich in seiner vollen, theatralischen Pose auf. Er tippt sich langsam an die Kante seiner Sonnenbrille, schiebt sie schauspielerisch bis zur Nasenspitze herunter und sieht mit einem absolut herabblickenden, eingebildeten Lächeln auf die Person vor sich hinab.

Velveteen Dream: „Pass verdammt nochmal auf, wo du hingehst, Bürschchen... Du stehst hier im Weg von etwas Göttlichem. Aber gut, ich verzeihe dir. Du darfst den Blick heben und das Wunder aufsaugen, das sich dir hier bietet... Der Dream ist heute gnädig.“

Doch die Person vor ihm zuckt nicht einmal mit der Wimper. Es ist zum Bedauern des Dreams niemand Geringeres als Vince McMahon, der im nadelstreifigen Maßanzug dasteht, die Hände fest in den Hosentaschen vergraben und den Blick mit zusammengekniffenen Augen starr auf Dream gerichtet hat. Kein Hauch von Bewunderung, kein Erstaunen, stattdessen liegt in Vinces Gesichtszügen nur eine Mischung aus völliger Ahnungslosigkeit und genervter Arroganz. Er blickt Dream von den Glitzerschuhen bis zur hochgesteckten Frisur durchdringend an, schüttelt langsam den Kopf und verzieht keine Miene.

Vince McMahon: „Wer zum Teufel bist du überhaupt?“

Die Worte knallen wie eine eiskalte Dusche in die Szenerie. Das eingebildete Lächeln auf Dreams Lippen gefriert augenblicklich. Für einen Moment setzt sein Atem aus. Er blinzelt zweimal hinter seiner Brille, sichtlich schockiert darüber, dass jemand seinen Namen nicht ehrfürchtig im Flüsterton ausspricht.

Velveteen Dream: „Bitte? Ist das ein schlechter Scherz? Ich bin der Purple King of Nobility! Ich bin der Velveteen Dream! Das Gesicht dieser armseligen Company und das schon seit Jahren!“

Der Dream hebt stolz das Kinn, spreizt die Hände und wartet auf den Aha-Effekt. Doch Vince kurbelt nur genervt den Kiefer hin und her, greift sich an das Revers seines Sakkos und starrt den Dream kalt in die Augen. Die absolut arrogante Attitüde des Samt-Trägers prallt an der Ikone ab wie Wasser an Stein. Vince ignoriert die Selbstdarstellung komplett und geht nicht mit einem einzigen Wort darauf ein.

Vince McMahon: „Ich habe keine Ahnung, wer du sein sollst, Junge. Ich habe dich noch nie in meinem Leben gesehen, ich habe dich noch nie in einer der Shows gesehen und ehrlich gesagt interessiert mich dein komisches Outfit auch keine Bohne. Du stehst hier nur im Flur rum, machst Welle und vergeudest meine wertvolle Zeit.“

Daraufhin zieht der Dream entsetzt die Augenbrauen nach oben und will zu einer schneidenden Erwiderung ansetzen, doch Vince hebt gebieterisch den Zeigefinger und schneidet ihm eiskalt das Wort ab. Die Stimme des Bauherrn der Moderne wird tief, hart und schneidend.

Vince McMahon: „Halt dein Maul und hör mir gut zu. Da du hier ohnehin nur sinnlos den Raum blockierst, gebe ich dir jetzt eine einzige Chance: Nächste Woche stehst du im Ring. Du hast dein erstes Match unter meinen Augen. Und ich sage dir das genau einmal: Wenn du dieses Match nächste Woche verlierst, dann packst du noch am selben Abend deine bunten Fetzen zusammen, setzt deine kleine Sonnenbrille auf und verschwindest für immer aus dieser Liga! Dann bist du gefeuert! Haben wir uns verstanden?“

Ohne auch nur den Hauch einer Antwort abzuwarten, stößt sich Vince McMahon mit seinem typisch ausladenden Power-Walk an Dream vorbei, schiebt ihn mit der Schulter leicht zur Seite und marschiert schnurgerade den Gang hinunter, während seine harten Absatzschritte schallend auf dem Linoleum dröhnen. Zurück bleibt der Velveteen Dream. Die Hand, die eben noch elegant die Sonnenbrille hielt, erstarrt auf halber Höhe. Die glitzernde Fassade bröckelt innerhalb von Sekunden in sich zusammen. Der Schock sitzt tief in seinen Augen: Die abgrundtiefe Demütigung, von der mächtigsten Figur des Business nicht einmal erkannt worden zu sein, gepaart mit der unbarmherzigen Drohung, nächste Woche alles zu verlieren. Sein Blick wandert starr an die Decke, während die kalte Realität langsam in seinen Verstand sickert. Der Dream steht plötzlich vor seinem schwersten Albtraum. Der Dream erstarrt, als hätte ihn der Blitzeinschlag eines göttlichen Zorns persönlich getroffen. Für den Bruchteil einer Sekunde entweicht ihm jeglicher Sauerstoff aus den Lungen. Seine Augen weiten sich zu tellergroßen Scheiben, während der heftige Schulterstoß von Vince McMahon ihn ins Wanken bringt und er sich nur mit Mühe an der kühlen Wand des Korridors abstützen kann. Seine Hand schnellt augenblicklich an das Revers seines edlen Outfits, als müsse er die Stelle reinigen, die soeben von einem ungewaschenen Plebejer entweiht wurde.

Velveteen Dream: „E-Er... er hat mich... berührt!“

Keucht der Dream mit einer Stimme, die vor Schock in eine theatralisch hohe Frequenz abgleitet. Er zieht seine Sonnenbrille mit zitternden Fingern hervor, presst sie wieder auf seine Nase und starrt dem davonmarschierenden McMahon mit einer Mischung aus purer Fassungslosigkeit und kochender Empörung hinterher.

Velveteen Dream: „Das ist Majestätsbeleidigung! Das ist ein bewaffneter Überfall auf meine Physis! Dieser... dieser zivilisationslose, kulturfreie Rohling hat es tatsächlich gewagt, meine feinste französische Seidenkreation als ‚bunte Fetzen‘ zu beschimpfen! Dieser Mann gehört auf der Stelle eingekerkert, geteert, gefedert und der Aristokratie zum Fraß vorgeworfen!“

Er macht zwei stürmische Schritte nach vorne, hält jedoch abrupt inne, als er merkt, dass Vince bereits außer Reichweite ist, und schnauzt dem hallenden Absatzklackern mit erhobenem Zeigefinger hinterher:

Velveteen Dream: „Hören Sie mir gefälligst zu, Sie krawalliger Emporkömmling! Niemand... hören Sie? NIEMAND! feuert den Lord Velveteen Dream! Ich könnte Ihre lächerliche, nach billigem Popcorn und Schweiß stinkende Liga mit dem Kleingeld aus meiner linken Hosentasche aufkaufen und Sie persönlich zum Putzen meiner privaten Latrinen anstellen! Haben SIE mich verstanden?!“

Der Dream fächelt sich mit einer Hand hektisch Luft zu, während seine Brust vor Erregung heftig bebt. Er reißt sein Sakko wieder glatt, richtet seine Krawatte mit einer schnellen, aristokratischen Bewegung und blickt sich mit hochmütig angehobener Nase, aber innerlich tief erschüttert im Flur um.

Velveteen Dream: „Unglaublich... einfach unbegreiflich, welch niederes Gesindel sich in diesen modernen Vergnügungsanstalten herumtreibt“

Murmelt er indigniert vor sich hin, während sein Blick wieder die gewohnte Überheblichkeit annimmt. Er wendet sich nach hinten und kramt in seinem Outfit auf der Suche nach etwas Speziellem.

Velveteen Dream: „Ich brauche sofort mein Riechsalz, ein Glas 1874er Portwein und... einen Rechtsanwalt! Und dann noch meine feinsten samtenen Ringerstiefel... Ich werde diesem ungehobelten Ochsen nächste Woche im Ring demonstrieren, wie ein wahrer Blaublütiger den Pöbel deklassiert!“

[Bild: das.jpg]

MATCH 2
SINGLES MATCH
Killshot vs. Karrion Kross

[Bild: killshotkross.png]
Writer: ???



Das Licht in der Arena verdunkelt sich und färbt sich rot als die Theme von Karrion Kross ertönt. Es gibt lautstarke gemischte, zum größten Teil allerdings negative Reaktion für The Final Prayer. Es zeigt aber auch, dass nicht alle Fans den Mann aus der Sin City verabscheuen. Seine treuen Anhänger halten weiterhin zu ihm. Die Nebelmaschinen auf der Stage tun ihr bestes um sie mit diesem einzuhüllen. Zuerst erscheint Scarlett in einem ihrer aufreizenden Outfit. Kurz darauf erscheint Karrion Kross und die Reaktionen werden nochmal um einiges lauter. Mit einem überlegenen Grinsen blickt Kross zu den Zuschauermaßen rechts und links von ihm. Dann macht sich The Devil, angeführt von seinem Angel of Doom, auf dem Weg zum Ring.

[Bild: Karrion007.png]

Matthew Rehwoldt: "Making his way to the ring ... accompanied by SCARLETT ... from the Sin City ... weighing 264 pounds ... KAAAARRIIIIOOOON KROOOOSS!"

Als erstes betritt Scarlett den Ring. Sie singt den Text der Einzugsmusik ihres Mannes mit und bewegt ihren Körper zu den rhythmischen Klängen der Musik. Dann folgt Karrion Kross, während der Ring nun in rotem Licht eingehüllt wird. Er brüllt die ganze Anspannung heraus und schlägt sich auf die Brust. Er ist bereit das Alte in der c2c zu vernichten und etwas Neues aufzubauen. Sein heutigen Gegner soll der nächste Kontrahent auf der Liste sein, welchen er klarmachen möchte, dass die Zeit abgelaufen ist.

[Bild: Karrion008.png]

Kross posiert dann gemeinsam mit seiner Frau Scarlett für die Fans in der Arena. Ein Blitzlichtgewitter geht durch die Reihen der Arena. Dann geht Kross im Ring auf und ab, während seine Theme langsam verstummt und in der Arena wieder normale Helligkeit herrscht. Dann bricht ein lauter Fall-and-Pray-Chant aus. Karrion Kross und Scarlett erwarten das erscheinen von Kross' heutigem Gegner.

Die Halle ist in Dunkelheit getaucht. Kein Jubel, kein Pfeifen, nur das leise Summen der Lautsprecher, gefolgt von einer schrillen, rhythmischen Polizeisirene, die sich leise durch die Boxen zieht, bevor die Melodie schließlich zum feiern anregt.



Auf dem Titantron flackern Bilder, keine typischen Wrestling-Grafiken, sondern alte, verrauschte Aufnahmen. Nebel. Tänze. Einfach pure gute Laune. Dann ertönt die Stimme des Bruders von Miley Cyrus, der die Fans mitsingen lässt. Der Drop fliegt und die Fans Können sich nicht länger auf den Plätzen halten, sondern fangen allesamt direkt an, zu dancen. Dann beginnen auch noch zeitgleich die Lichter richtig abzugehen. Die ganze Halle verwandelt sich in eine tiefe Undergroun-Disco, bei der nichts als Party auf dem Hauptprogramm steht. Stroboskoplichter flackern im Takt, als dichter, grauer Rauch aus der Entrance-Rampe steigt. Langsam, Schritt für Schritt, tritt Killshot aus dem Nebel.

[Bild: bilder-2-Wiederhergestellt-Wiederhergest...ellt-W.png]

Doch dieser Killshot ist nicht mehr der hochfliegende, halsbrecherische Luchadore aus alten Zeiten! Nein, das hier ist ein Mann, der genau weis, was er will und der alles dafür gibt, dies zu erreichen: Ein disziplinierter Taktiker, dessen ganze Erscheinung wirkt, als wäre er aus der Dunkelheit selbst zusammengesetzt worden.

[Bild: Hot-Metal3-Wiederhergestellt-Wiederherge...stellt.png]

Er trägt eine taktische Kampfweste aus schwarzem Kevlar mit einem dunkelgrünen Tarnmuster, auf der Brust prangt ein großer Zielfernrohr-Aufnäher! Seine Hose ist olivgrün mit gepolsterten Knien, die Stiefel schwer und militärisch. Die Maske, ikonisch wie eh und je, wurde überarbeitet: Statt dem typischen Luchadore-Stoff wirkt sie nun wie eine Hybridmaske aus Leder und Carbon, mit einem integrierten Visor aus dunklem Glas über den Augen. Zwei rote Linien ziehen sich von der Stirn über die Wangen, wie Laserziele. Killshot bleibt auf der Rampe stehen, nimmt die Haltung eines Soldaten ein und salutiert langsam in Richtung des Rings, aber nicht respektvoll. Sein Salut wirkt wie eine Warnung. Dann senkt er die Hand, dreht leicht den Kopf, und sein Blick bleibt kalt, fokussiert und fast entmenschlicht. Raven wollte einen Soldaten, keinen Tänzer. Und Killshot will dies liefern. Der Mann kämpft jetzt nicht mehr für Applaus. Er kämpft für Perfektion.

Matthew Rehwoldt: "The following Countest is getting for one Fall!" ONE FALL!!! "Introducing first... From Tacoma, Washington... Weighting in at 220Pounds... The Maaan Who Never Misses... KIIIIILSHOOOOOOOOTTT!!!"

Killshot marschiert in gleichmäßigen, mechanischen Schritten zum Ring. Kein Blick nach links, kein Nicken zu den Fans, nichts. Er geht die Stahltreppen hoch, wischt sich mit dem Daumen über das Metall der obersten Ringseile, als würde er prüfen, ob sie „sicher“ sind. Dann steigt er in den Ring, ohne Pose, ohne Show, nur Effizienz. Im Ring angekommen, kniet er sich in die Mitte, zieht ein symbolisches Dog Tag aus der Weste und legt es auf den Boden. Darauf steht sein Name: “Killshot, Swerve Strickland.” Er blickt kurz darauf, greift dann nach dem Tag, zerbricht es in zwei Teile und wirft sie aus dem Ring. Disziplin und Chaos… zwei Seiten derselben Kugel, die wir hier heute entdecken dürfen. Killshot steht wieder auf, die Musik blendet aus und nur das Yubeln der Fans bleibt.

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Dann greift er in die Luft, als würde er eine unsichtbare Waffe ziehen, zielt auf die Kamera und macht eine lautlose Schussgeste. Das Licht geht schlagartig aus, bis auf der Stage die Music seines heutigen Gegners beginnt zu spielen.

Warnung! Spoiler!
Killshot kann dieses Match für sich entscheiden nach dem er Karrion Kross per Pinfall nach dem Headshot besiegt (06.44 Minutes)

Here is your winner by pinfall: KIIIIILSHOOOOOOOT!

[IMG]Siegerbild[/IMG]

[Bild: 4.jpg]

Und es geht ohne Umschweife weiter hier in New Orleans mit der heutigen Show, in der wir bereits Zeuge von 2 wahrlich krassen Matches wurden. Auch wenn es beim Opener wohl weniger an der Qualität des Kampfes lag, sondern vielmehr daran, wie dieser endete. Als Nächstes soll das Match zwischen John Cena und der Hometown-Legende von Teddy Long kommen, was ebenfalls sehr viel Spannung und Erwartungen bringen wird. Die heutige Show kann also noch geiler werden, als sie bisher so schon war. Doch bevor es dahin geht, schaltet sich der Titantron der Halle ein und die Kamera bringt uns backstage in die Cafeteria, welche für die Stars der Show hier Snacks und Essen bereitstellt. Dort können wir niemand Geringeren zu sehen bekommen als den Death Fighter Raven, der zusammen mit seinem … ja, was ist Axiom eigentlich für ihn? Sind sie Freunde? Sind sie nur Kollegen? Auf alle Fälle sieht man die beiden ziemlich oft zusammen! Und das könnte hier auch äußerst gut sein, weil, nachdem Raven erfahren hat, dass er einen seiner Schüler feuern muss, es nicht schlecht ist, dass er jemanden zum Reden an der Seite hat.

Axiom
"Du bist so auffällig ruhig. Kein abfälliger Kommentar über das Essen?"

Das Raven kein Blatt vor dem Mund nimmt ist dem Spanier mehr als bewusst und deswegen ist es für ihn auffällig, dass noch nichts von Raven gekommen ist.
Mit lockeren Schritten schlendert Raven mit einem Tablett in der Hand die Theke entlang und legt sich einige Mahlzeiten der Selbstbedienungskasse auf sein Tablett, während Axiom mit seinem hinter ihm steht. Man kann es ihm ansehen, dass irgendetwas nicht mit ihm stimmt. Aber was genau es ist, ist nicht erkennbar. Es kann wahrscheinlich nur etwas mit der Situation im Performance Center aktuell zu tun haben. Auch wenn er versucht, es sich nicht ansehen zu lassen, so macht ihn dieses Problem innerlich doch ziemlich fertig. Doch wird er garantiert eine Möglichkeit finden. Immerhin reden wir hier von Raven!

Raven:
„„Was bitte sollte ich abfällig kommentieren? Den Versuch, Budgetprobleme durch Lebensmittelvergiftung zu lösen?"“

Wahrscheinlich hat Axiom genau auf so etwas gewartet. Aber um Raven etwas in Schutz zu nehmen: Als die Kamera detailliert das Essen, das sich auf Ravens Tablett befindet, anschaut und heranzoomt, dann kann man einen solchen Kommentar schon verstehen.

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Das sieht aus, als würde es straight up aus seiner Krankenhauskantine stammen. Ein rechteckiges, gedämpftes Fischfilet mit hellem, weißlichem Fleisch in einer reichlichen Menge einer blassen, leicht cremig wirkenden hellen Soße, die mit vielen fein gehackten, grünen Kräutern durchsetzt ist. Dazu genau sechs geschälte, gelb leuchtende Salzkartoffeln von unterschiedlicher Größe und Form, die teilweise leichte Einkerbungen aufweisen, und drei transparente Plastikschälchen mit Beilagen und Nachtisch. In der vorderen Schale liegt ein frischer, leuchtend orangefarbener Karottensalat aus fein geraspelten Möhren. Dahinter befindet sich ein Gurkensalat mit dünn geschnittenen Gurkenscheiben, die in einer klaren Marinade mit feinem Kräuterdill schwimmen, und in der hinteren Plastikschale liegt als Nachtisch eine ganze, ungehäutete Birne mit bräunlich-grüner Schale und langem Stiel. Ganz oben rechts vervollständigt ein weißer Henkelbecher das Ensemble, während im linken oberen Bereich Besteck liegt, das in einer durchsichtigen Plastiktüte und einer weißen Serviette verpackt ist. Das gesamte Arrangement wirkt sehr übersichtlich, funktional und sauber auf einem beige-cremefarbenen Esstablett angerichtet. Doch lecker sieht es ganz und gar nicht aus. Dennoch scheinen die 2 sich zu bedienen, da es wohl nichts anderes hier für sie zu geben scheint.

Raven:
„„Oder meinst du die Situation mit Vince? Da gibt es nichts Abfälliges. Ich werde einfach nur versuchen, ihn davon zu überzeugen, dass es das Beste für die Liga wäre, alle 4 zu behalten. Das Performance Center ist perfekt so, wie es aktuell ist."“

Ob das wirklich so ist, ist noch fraglich. Natürlich muss wieder über dieses Thema gesprochen werden. Das ist ja zurzeit auch noch das Thema Nummer 1 im Performance Center. Aber es stand von Beginn an fest, dass sich Raven noch dagegen ankämpfen wird. Aber hier geht es erst mal ums Essen der beiden.

Axiom
"Dein Essen sieht schon sehr fade aus. Deswegen habe ich auch die Pizza genommen. Die schmeckt immer."

Auf dem Teller von Axiom sind drei Slices einer Pepperoni Pizza. Ein davon hevt er hoch während er mit der anderen Hand den unteren Teil seiner Maske anhebt um essen zu können.

Axiom
"… nach Pappe. Meine Güte wie kann man die nur versauen?"

Einen weiteren Bissen wird der Spanier nicht nehmen. Er wartet erstmal ab wie Raven auf sein Essen reagiert bevor er die Entscheidung auf etwas Neues wählt.

Axiom
"Ich glaube nur wenig, dass du dazu in der Lage bist Vince zu überzeugen. Du bräuchtest eher jemanden, der das für dich macht. Nichts für Ungut, aber du machst halt hier und da nicht den Besten Eindruck. Du brauchst jemanden, der für dich bürgt."

Etwas nervös blickt Raven ja schon auf sein Essen. Er hat es bereits gesagt, dass es nicht sonderlich gut aussieht und dass man davon wahrscheinlich Salmonellen oder Schlimmeres bekommen wird, aber... nun ja, er hat heute den gesamten Tag über bloß einen mit Schokolade ummantelten Apfel gegessen, das war alles. So langsam kann man dadurch ein lautes Knurren aus seiner Magengegend vernehmen. Er atmet tief ein, schneidet sich ein Stück des Fisches ab und überwindet sich letzten Endes ebenfalls, einen Bissen zu nehmen...

Raven:
„„Pappe... du sagst es... jemand, der für mich bürgt? Und das würdest du für mich tun?"“

Während die Kamera auf Ravens Gesicht zoomt, kann man deutlich erkennen, wie lächerlich er diese Idee findet. Klar, er und Axiom stehen sich nicht soo nahe, auch wenn man sie so ziemlich jede Woche zusammen sieht, aber dennoch will Raven nicht, dass Axiom auch nur irgendwie in die ganze Sache mit Vince mit hineingezogen wird. Er soll sich da raushalten und keinen eigenen Schaden davon abbekommen.

Raven:
„„Das ist doch alles nur Politik. Und in Politik kann man andere sehr leicht ausspielen. Vince hatte schon oft solche Probleme, die wird er nicht nochmal haben wollen, und Bayley kann man sowieso leicht übers Ohr hauen. Wenn ich jetzt Leva und Izzy sexuell belästige, Strickland einen baumwollpflückenden Nigger nenne und Lykos... na ja... ebenfalls sexuell belästige... dann sind die 4 sicher. Wenn das rauskommt und die c2c einen von den Vieren dann feuert, wäre das die wohl mit Abstand schlimmste Publicity, die man sich ausschreiben könnte."“

Bitte was? Ok, das ist der Raven, den man kennt, und auch genau der Raven, von dem Axiom eben gesprochen hatte. Hoffen wir mal, dass das wieder nur ein dummer Spruch war und dass er nicht wirklich darüber nachdenkt, das so zu tun.

Raven:
„„Und ich... ich scheiß sowieso auf den Job, ich komm mit der Kündigung klar."“

Das... klingt aber schon irgendwie logisch. Raven macht sich damit quasi zum Antihelden.

Axiom
"Du bist schon manchmal ein Vollidiot."

Auch ohne sein Gesicht zu sehen reicht die Facepalm Geste um zu verstehen was Axiom meint.

Axiom
"Ich denke das Performance Center steht und fällt mit dir. Und selbst wenn jemand neues kommen sollte werden womöglich ein paar deiner Schüler auch aussortiert werden."

Raven:
„„Bevor das passiert, werde ich dafür sorgen, dass Vince aussortiert wird."“

An dieser Reaktion erkennt man, dass Raven sich wirklich um seine Schüler sorgt. Nur ob ihm das gelingen wird, Vince loszuwerden, ist fraglich.

Raven:
„„Und wenn ich fliege, gehe ich doch stark davon aus, dass du dich gut um meine Schüler kümmern wirst!"“

Brachte er Axiom mit einem süffisanten Lächeln entgegen. Doch bevor er auf eine Antwort auf diesen Kommentar wartet, steht er dann auch schon auf und scheint sich auf den Weg zu machen, zu verschwinden.

Raven:
„„Das Essen ist scheiße! Ich geh mir was bei Wendys holen. Danke, dass du zahlst! Man sieht sich!"“

Und damit haut er tatsächlich ab. Es ist eher unwahrscheinlich, dass die beiden darüber gesprochen haben, wer hier diesen Fraß bezahlt, und dass Axiom wahrscheinlich damit gerechnet hat, dass jeder sein eigenes Essen bezahlt, aber so ist es nun mal, wenn man mit einem Arschloch wie Raven abhängt. Doch sonderlich weit kommt der Death Fighter hier gar nicht, da genau in dem Moment, in welchem er durch den Eingang der Kantine gehen will, sich dessen Türe öffnet und eine weitere Person in das Bild tritt, die sich Raven entgegenstellt.

Raven:
„„Oh, na wunderbar. Die tollsten Brüste, die man hier in der Liga zu sehen bekommen kann, aber zeitgleich auch die wohl nervigste Frau. Wenn Sie nicht zufällig meinen Intimschmuck sehen möchten, könnten Sie mich gern durchlassen. Ich fall gleich um vor Hunger und den Fraß, den Sie hier einem auftischen lassen, kann man nicht runterwürgen."“

Für dieses Kommentar kassiert der Death Fighter erstmal eine Ohrfeige von einer ziemlich wütenden Bayley, die sehr wütend ist.

Bayley
"Halt die Klappe. Du hast also ein Schreiben von Vince gekriegt und hältst es nicht für nötig mich einzubeziehen? Ohne mich hätte man deinen faltigen Arsch schon längst vor die Tür gesetzt."

Das saß! Nicht nur im übertragenen Sinne, sondern gerade ziemlich wortwörtlich mitten in Ravens Gesicht. Durch die Wucht der Ohrfeige ist sein Kopf ein Stück zur Seite geschnellt und für einige Sekunden bleibt er tatsächlich genauso stehen. Seine Wange beginnt sich langsam rötlich zu verfärben, während seine Zunge von innen über genau die Stelle fährt, die Bayley gerade mit ihrer Hand erwischt hat. Eine Entschuldigung sollte man von Raven allerdings nicht erwarten. Ganz im Gegenteil. Langsam dreht er seinen Kopf wieder zurück und blickt Bayley an, wobei sich dieses typisch süffisante, beinahe schon provozierende Grinsen auf seine Lippen schleicht. Offenbar hat ihn die Ohrfeige wesentlich weniger beeindruckt als die Tatsache, wie wütend Bayley gerade vor ihm steht. Und natürlich wäre Raven nicht Raven, wenn er nicht genau das noch ein kleines bisschen weiter ausreizen würde.

Raven:
„„Uuhh, da ist aber jemand sehr schlecht gelaunt heute. Vielleicht sollten Sie sich einmal etwas entspannen. Sonst bekommen Sie nur Falten in diesem hübschen Gesicht."“

Wahrscheinlich genau die richtige Aussage, wenn man unbedingt noch die andere Gesichtshälfte passend eingefärbt bekommen möchte. Raven scheint allerdings keinerlei Anstalten zu machen, sich vor einer möglichen zweiten Ohrfeige in Sicherheit zu bringen. Stattdessen betrachtet er Bayley weiterhin mit diesem selbstgefälligen Ausdruck und scheint beinahe darauf zu warten, ob sie tatsächlich noch einmal zuschlägt. Doch hinter all der üblichen Provokation steckt durchaus ein Punkt, dem Raven jetzt wohl nicht länger ausweichen kann. Bayley hat recht. Sie ist General Managerin dieser Company und war in den vergangenen Monaten mehr als einmal diejenige, die sich vor Raven gestellt hat, wenn andere ihn am liebsten längst losgeworden wären. Wenn Vince ihm also tatsächlich ein Schreiben zukommen lässt, in dem es um seine Zukunft und vor allem um die Zukunft seiner Schüler geht, wäre Bayley wohl eine der ersten Personen gewesen, die davon hätte erfahren müssen. Dass Raven sie trotzdem nicht sofort eingeweiht hat, dürfte allerdings kaum daran liegen, dass er ihre Hilfe nicht zu schätzen weiß. Viel eher scheint wieder einmal dieser krankhafte Drang durchzukommen, jedes Problem zunächst selbst lösen zu wollen. Anstatt Bayley direkt aufzusuchen, musste er natürlich erst beobachten, analysieren und irgendeinen möglichst komplizierten Plan entwickeln. Und genau das versucht er ihr nun auf eine Art zu erklären, bei der man sich schon nach den ersten Worten fragen dürfte, ob er Bayley damit beruhigen oder absichtlich noch wütender machen möchte.

Raven:
„„Ich wäre ganz sicher noch zu Ihnen gekommen. Gleich nachdem ich eine Performancebeurteilung von allen meinen Schülern durchgeführt hab. Und natürlich eine Beurteilung der Beurteilung. Schließlich ist es äußerst wichtig, beurteilen zu können, wer am besten für diese Liga geeignet wäre, und dafür benötigt es nun mal eine gute Beurteilung..."“

Je länger Raven spricht, desto offensichtlicher wird, dass er sich hier gerade mit einer vollkommen übertriebenen Aneinanderreihung des Wortes „Beurteilung“ aus der Affäre ziehen möchte. Ob dahinter tatsächlich ein ausgeklügeltes System steckt oder Raven gerade einfach nur möglichst viele bürokratisch klingende Worte aneinanderreiht, um Bayley irgendeine halbwegs plausible Erklärung für sein Verhalten zu liefern, weiß wahrscheinlich nicht einmal er selbst. Dabei dürfte Bayley das eigentliche Problem ohnehin längst erkannt haben: Raven wollte sie nicht außen vor lassen, weil er ihr nicht vertraut. Er wollte sie außen vor lassen, weil er offenbar wieder einmal davon überzeugt war, die Situation allein unter Kontrolle bringen zu können. Nur hat Vince mit seiner Forderung eine Situation geschaffen, bei der es eben nicht ausschließlich um Raven geht. Es geht um vier Menschen, für die Raven Verantwortung trägt, und um eine Entscheidung, die inzwischen das gesamte Performance Center gegeneinander aufzubringen droht. Ravens übliches Spiel aus Sarkasmus, Provokationen und irgendwelchen fragwürdigen psychologischen Experimenten dürfte deshalb dieses Mal kaum ausreichen.

Raven:
„„Spätestens in so 6 Monaten wäre ich dann zu Ihnen gekommen mit einer passenden Antwort. Sofern nichts dazwischenkommt, versteht sich. So etwas zu entscheiden ist schon manchmal wirklich schwierig, Sie verstehen?"“

Bayley
"So viel Zeit hast du nicht. Da du mich aus dieser Angelegenheit ja ausschließen willst kannst du ganz allein den Buhmann spielen."

Wollte Bayley etwa Raven unterstützen. Eine schlimme Botschaft zu verkünden ist nicht immer angenehm und so wollte die Kalifornierin ihrem Kollegen helfen.

Bayley
"Und nur damit das klar ist. Izzy hat einen gesonderten Vertrag mit der Coast 2 Coast. Sie ist durch mich verpflichtet worden und sie ist ein vollwertiger Coast 2 Coast Superstar. Für dich ist sie unantastbar, denn ihr steht Vertragstechnisch auf der gleichen Stufe."

Raven:
„„Es wäre besser, wenn Sie das Ganze nicht mit mir besprechen, sondern mit der Person, die dafür verantwortlich ist."“

Antwortet Raven ihr bloß trocken, während er die so wütende Bayley nun selbst mit einem weniger erfreuten und vielmehr arg strengen Gesichtsausdruck anschaut. Es stimmt wohl … wenn es nach Raven geht, sollte am besten niemand gekündigt werden. Der Grund dieser schlimmen pandemieartigen Änderung der Unternehmenspolitik ist niemand Geringeres als Vince McMahon. Und er ist derjenige, gegen den Bayley vorgehen sollte, und nicht Raven. Egal, ob es der Vater von Shane ist oder nicht.

Bayley
"Ne ich mache da nichts mehr. Viel Erfolg alleine."

Mit dieser Bemerkung scheint sie Raven ganz allein dazu stehen zu lassen. Sie zuckt nur mit der Schulter und kehrt Raven den Rücken zu. Naja so ganz alleine ist Raven mit Axiom dann doch nicht.

Axiom
"Sie hätte für dich bürgen können, aber das scheinst du ja nicht zu wollen."

Doch davon will Raven nichts wissen. Er tut so als hätte er diese Bemerkung gar nicht gehört und damit endet dieses Segment auch.

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MATCH 3
SINGLES MATCH
John Cena vs. Teddy Longs Home Town Legend

[Bild: cenateddylong.png]
Writer: Maxi

Die Halle wird komplett dunkel. Ein Moment der Stille. Und dann—FLASH!—ein Feuerwerk bricht auf der Bühne aus, das die Arena mit grellen weißen und goldenen Blitzen erleuchtet. Cenas berühmtes Logo erscheint auf der Titantron.



Die Fans reagieren ein Mix aus Buhrufen und einigen Jubeln. Die Kamera schwenkt zur Bühne, wo ein einziger Scheinwerfer auf den Eingang gerichtet ist und Cena sich oben auf der Rampe zeigt. Er steht da, stolz, mit einer arroganten Haltung, als ob er der König des Ortes wäre. Cena hat ein grinsendes, selbstgefälliges Gesicht und blickt in die Menge.

Eine lockere, übergroße schwarze Basketball-Jersey, mit „Thuganomics“ in fetten Graffiti-Buchstaben auf der Vorderseite. Baggy Jeans, die tief unter der Hüfte hängen und die Haltung von Cena unterstreichen. Weiße Sneakers mit schwarzen Akzenten, perfekt für seinen Street-Look. Eine schwarze Cap, schief auf dem Kopf getragen, was zu seiner rebellischen Aura passt. Die charakteristischen „Never Give Up“ Armbänder, aber jetzt trägt er sie ironisch. John Cena tritt zurück und salutiert...

[Bild: 95SV.gif]

Cenas Gesichtsausdruck ist voller Arroganz. Er weiß genau, dass er hier nicht nur ist, um zu kämpfen, sondern um eine klare Botschaft zu senden. Er dreht sich mit einem selbstbewussten Grinsen nach der Menge, gibt dabei deutlich zu erkennen, dass ihm die Reaktionen der Fans nicht viel bedeuten.

Matthew Rehwoldt:
"The following Countest is getting for one Fall" ONE FALL! "Introducing first... from West Newbury, Massachusett... weighing in at 251 pounds.. JOOOOHN CEEEEEENA!"

Nachdem er den Ring betreten hatte stellt er sich auf den Turnbuckle. Jeder Superstar würde sich feiern lassen jedoch nicht Cena. Darauf steigt Cena vom Turnbuckle und ist bereit sein Match zu bestreiten.



Während John Cena in der Ringmitte steht, selbstbewusst seine Kappe zurechtrückt und spöttisch ins Publikum grinst, schallt plötzlich das vertraute, treibende Funk-Intro von Teddy Longs Entrance-Theme durch die Halle. Die Fans in der Arena brechen sofort in lauten Jubel aus, als das legendäre General-Manager-Urgestein mit seinem unverwechselbaren, tanzenden Hüftschwung voller Rhythmus auf die Entrance-Rampe tritt. In der Hand hält er das Mikrofon fest umschlossen, während er sein charakteristisches breites Grinsen aufsetzt und die Stimmung im Raum aufsaugt.

[Bild: 4ddefbc4-f5eb-4366-9e56-5043be18c3da.png]

Er bleibt oben auf der Bühne stehen, hebt die freie Hand und bringt die Musik mit einer gewohnt energischen Geste zum Stoppen.

Teddy Long: Holla Holla Holla!

Hallt seine markante Stimme über die Stadionlautsprecher, was von der Crowd mit einem donnernden Echo beantwortet wird. Teddy sieht mit erhobenem Kopf zu Cena in den Ring hinab, der die Arme verschränkt und fragend eine Augenbraue hochzieht.

Teddy Long: John, du stehst da drinnen und glaubst wirklich, du hättest heute Abend leichtes Spiel und die ganze Halle auf deiner Seite, oder? Aber du vergisst eine Sache: Wenn Teddy Long ein Match ansetzt, dann macht er keine halben Sachen, Playa! Ich habe versprochen, dir heute Abend einen ganz besonderen Gegner zu präsentieren. Ich habe tief in den Geschichtsbüchern gegraben und eine absolute Hometown-Legende zurückgeholt! Einen Mann, der in dieser Stadt gefürchtet ist, einen Mann, der nicht nur für pure Zerstörung steht, sondern dir heute Abend seine ganz persönliche Form von Dichtkunst um die Ohren hauen wird!

Teddy macht eine dramatische Kunstpause, deutet mit einer großen Geste auf den Eingangsbereich der Stage und brüllt mit voller Kraft ins Mikrofon:

Teddy Long: Mach dich bereit, Cena... denn dein Gegner ist kein anderer als... HEIDENREICH!



Augenblicklich erlischt das Hallenlicht und die Arena wird in ein tiefes, unheilvolles Rot getaucht. Das schwere, marschierende Theme von Heidenreich dröhnt mit unbarmherzigen Bässen aus den Boxen und lässt den Hallenboden spürbar erbeben. Aus dem dichten, aufsteigenden Nebel tritt die gewaltige, hochgewachsene Gestalt von Heidenreich hervor auf die Stage.

[Bild: 8101c969-1ad2-4ad5-8a20-29a1988e06fb.png]

Mit einem völlig irre wirkenden, starr auf Cena gerichteten Blick, geballten Fäusten und seinem typisch unberechenbaren Kopfschütteln marschiert er mit bedrohlicher Langsamkeit die Rampe hinab.

Matthew Rehwoldt:
"And his Opponent... from West New Orleans, Louisiana... weighing in at 299 pounds... Big Bad HEEEIIIDEEEEEEEEENREEEEEIIIIICH!"

Im Ring entgleiten John Cena sichtlich die Gesichtszüge: Das spöttische Lächeln weicht schlagartig einem Blick purer Ungläubigkeit und Verwirrung. Cena geht ungläubig ein paar Schritte zurück in seine Ecke, zieht die Stirn kraus und macht sich zähneknirschend kampfbereit, während die unberechenbare Naturgewalt Heidenreich auf den Ringrand steigt und den ehemaligen Champion mit weit aufgerissenen Augen fixiert.

[Bild: 638607426813965799.png]

Der Referee schaut sich beide Superstars an und fragt sie, ob sie bereit sind, diesen Kampf zu beginnen. Doch noch bevor er eine Antwort bekommen kann, rennt Cena bereits wie wild auf Heidenreich zu und schlägt auf diesen ein, sodass er einfach die Glocke ganz schnell erklingen lässt.

Warnung! Spoiler!
DING DING DING

Es dauert jedoch nicht einmal lange, bis Heidenreich es schafft, Cena trotz seiner Schläge am Kopf zu packen und ihn auf die Matte direkt in ein erstes Cover zu werfen. So schnell ist nicht mal der Ringrichter, um das zu zählen, was wohl auch der Grund war, weshalb Cena schon bei eins aus dem Pinversuch wieder herausgekommen ist. Doch als Cena es schafft, wieder aufzustehen, packt sich Heidenreich einfach dessen Schädel, nimmt ihn in einem Side Headlock gefangen, wirft ihn in dieser Position wieder auf die Matte und geht direkt wieder in ein Cover, welches dieses Mal vom Referee direkt gezählt wird.

ONE
TWO

Doch Cena schafft es erneut, herauszukommen. Dieser Mann ist eine absolute Wrestlinglegende. So schnell wird er hier nicht verlieren, so viel steht fest. Sofort packt sich Heidenreich Cena am Arm und befördert ihn mit einem Whip-in in die Seile. Heidenreich kommt auf Cena zurück und BOOM!!! Diesen harten Tackle konnte selbst Cena nicht aufhalten und so wird er brutalst von der rammenden Bestie Heidenreich auf die Matte zurückgestoßen, wo das Fake-Legion-of-Doom-Mitglied direkt erneut in ein Cover geht, aus welchem sich Cena jedoch wieder herausbefreien kann. Sofort stehen beide Superstars wieder oben auf den Beinen und schauen sich gegenseitig in die Augen. Bisher zeigt Cena hier kein so gutes Bild von sich. Er wird regelrecht von Heidenreich dominiert, auch wenn bisher noch gar nicht so viel passiert ist. Es soll in eine Art Lock-up gehen, wobei Cena, bevor es zu diesem kommt, versucht, Heidenreich mit einem Kick zu treffen, den dieser jedoch abfangen kann. Er schleudert Cenas Bein von sich, sodass dieser sich um die eigene Achse dreht, und verpasst ihm einen harten Punch mitten in die Fresse, als er wieder zurückgedreht ist. Heidenreich packt sich Cena und schleudert ihn voller Kraft in die Ringecke gegen das Turnbuckle und so langsam sieht es so aus, als könnte unser Hometown Hero von Teddy Long hier tatsächlich einen Sieg einfahren. Das wäre unglaublich. Diese beiden Männer standen sich in ihrem gesamten Leben bisher noch nicht einmal gegenüber im Ring und trotzdem haben alle Fans gedacht, dass Cena dieses Match hier mit Leichtigkeit gewinnen wird, aber so, wie es bisher aussieht, könnte es ganz anders kommen. Erneut folgt ein Whip-in von Heidenreich gegen Cena in die Seile, wobei Cena es dieses Mal schafft, den Arm von Heidenreich festzuhalten, abzubremsen, sich umzudrehen und den Hünen direkt mit einer starken Lariat auf die Matte zu stoßen. Das ist der Moment, auf den Cena die ganze Zeit gewartet hat. Wie verrückt tritt er von oben mit aller Kraft auf Heidenreich ein und zeigt zwar weniger ansehnliche, aber dafür effektive Attacken gegen seinen Gegner. Er kniet sich sogar vor Heidenreich auf alle viere und würgt diesen mit der Hand um den Hals, wo der Referee natürlich direkt dazwischengeht und die Fans mit einem lauten Buhkonzert antworten. Doch macht Cena einfach weiter mit diesen miesen Aktionen. Als Heidenreich versucht, in der Ringecke wieder hochzukommen, tritt Cena weitere Dutzende Male auf seinen Gegner ein, sodass dieser gar keine Möglichkeit besitzt, wieder auf die Beine zu gelangen, und auch hier tritt er so lange auf ihn ein, bis der Referee nicht anders kann, als dazwischenzugehen. Doch davon lässt sich Cena nicht abhalten. Als der Referee ihn von Heidenreich trennt, rennt er sogar wieder auf diesen zu und würgt ihn erneut, dieses Mal mit beiden Händen, was der Referee schon wieder auszählt. Cena bewegt sich hier auf sehr dünnem Eis und steht kurz vor einer Disqualifikation. Cena geht zurück, während Heidenreich so langsam wieder hochkommt, doch genau in dem Moment, in dem er auf Cena zugelaufen kommt, stemmt dieser Heidenreich auf und hämmert ihn mit seiner Protobomb auf die Matte. Cena steht über Heidenreich, streckt seine Hand in die Lüfte, beugt sich herunter und zeigt den You-Can’t-See-Me-Move, bevor er in die Seile rennt, auf Heidenreich zurückkommt, sich die Schulter abputzt und 5 KNUCKL... Was? Nein! Cena bricht den Move ab und zeigt den Fans hier in New Orleans einfach den Mittelfinger, bevor er wieder auf Heidenreich eintritt. Was für eine Assi-Aktion hier vom Dr. of Thuganomics. Er packt sich Heidenreich am Arm, stemmt diesen wieder auf und befördert ihn mit einem Whip-in in die Ringecke, wo er sofort hinterhergerannt kommt. Doch Heidenreich schafft es rechtzeitig, Cena in seinen Ellenbogen rennen zu lassen und sich somit gegen ihn zu wehren. Cena taumelt zurück, Heidenreich kommt auf ihn zu, doch Cena attackiert ihn direkt mit einem Tritt in die Magengegend, stemmt ihn auf und der FU sitzt perfekt.

[Bild: 638607426813965799-1.png]

Sofort geht Cena in ein Cover und der Pin ist nur noch reine Formsache.

ONE
TWO
THREEE

Here is your winner by pinfall: JOOOOHN CEEEENAAAA!

Das war der Sieg. John Cena hat trotz anfänglicher Probleme Heidenreich hier zwar nicht so dominant und auf alle Fälle nicht schön, aber immerhin stark geschlagen. John Cena ist der Gewinner dieses Matches und das bedeutet, dass er nun auch seine Aufmerksamkeit voll und ganz auf den neuen Unified Champion von Coast 2 Coast Wrestling legen kann. Auf niemand Geringeren als die Lucha-Libre-Legende...



El Dan de la Hausen! Genau von dieser Legende wird hier gesprochen! Und da kommt er auch schon direkt mit heraus auf die Stage! Doch ganz sicher nicht, um Cena zu seinem Sieg zu gratulieren!

[Bild: danhausenent1.png]

In seiner Hand ist er mit einem Mic bewaffnet und die Fans können nicht anders, als lauthals zu jubeln, obwohl Cena gerade ihren Hometown Hero besiegt hat. Das schafft nur der legendäre El Dan de la Hausen! Doch scheint da Cena nicht viel an den Reaktionen zu liegen. Das Publikum besteht ohnehin alles aus nichtskönnenden Vollidioten. Schon immer sind die Leute nur auf seinen so unfassbar stark trainierten Körper und sein außergewöhnliches Können im Ring neidisch gewesen. Da gewöhnt er sich sicher auch schnell daran, dass diese Vollidioten so eine Lachnummer wie diesen El Dan de la Leck mich mehr feiern als ihn. Aber sobald er an der Spitze dieser Company steht und den Titel trägt, werden sie nicht mehr so sehr jubeln können. Dann bemerken sie selbst, wie blöd sie eigentlich waren. Irgendwann wird er derjenige sein, der das Geschehen hier bei Coast 2 Coast Wrestling bestimmen wird. Doch jetzt erst mal horchen wir, was die Lucha-Libre-Legende zu sagen hat, als die Jubel-Chants der Fans so langsam etwas leiser werden und seine Theme verstummt. Er hebt das Mic an und...

EL DAN DE LA HAUSEN : „Halte ein, Johntschenahausen! Auch wenn du heute gewonnen hast, bilde dir bloß nichts darauf ein. Du bist gar keine so große Legende, wie alle immer behaupten! Du hattest heute einfach nur Glück!“

Rügt ihn der maskierte Rächer von der Stage aus und deutet theatralisch mit einer Fluchgeste in den Ring. Cena hebt im Ring fragend die Arme, doch El Dan de la Hausen auf der Stage setzt erst richtig zum vernichtenden verbalen Nachschlag an.

EL DAN DE LA HAUSEN : „Meinst du etwa, damit ist die Sache erledigt? Absolut nicht! Ich habe nämlich noch einen weiteren sehr, sehr guten Freund. Und dieser Freund kommt rein zufällig aus der Stadt der Show von nächster Woche! Dallas, Texas! Er brennt darauf, dir im Ring gegenüberzustehen und dir zu zeigen, wie viel oder eher wie wenig du tatsächlich auf dem Kasten hast! Nächste Woche wirst du endlich am eigenen Leib erfahren, wie schwach du eigentlich wirklich bist, wenn mein Freund mit dir fertig ist!“

Mit diesen Worten reißt El Dan de la Hausen die Arme hoch, deutet abermals mit seiner ikonischen Fluchgeste in Cenas Richtung, bevor er sich mit flatterndem Umhang unter mysteriösem Lachen zurück hinter den Vorhang dreht. Im Ring bleibt ein sichtlich verwirrter John Cena zurück, der das Mikrofon-Spektakel mit verschränkten Armen beobachtet hat und sich nun stirnrunzelnd fragt, welchen ominösen Gegner aus der nächsten Hometown ihm dieser maskierte Sonderling für die kommende Woche eingebrockt hat.

[Bild: 5.jpg]

Die Arena in New Orleans liegt in einem unruhigen Murmeln, als plötzlich die Lichter leicht abgedunkelt werden. Kein Feuerwerk. Kein übertriebener Pomp. Nur ein tiefer, dumpfer Bass beginnt durch die Halle zu pulsieren und legt sich wie ein schwerer Schatten über die Zuschauerreihen. Die Gespräche verstummen nach und nach, während die Kameras zur Stage schwenken. Dann zerreißt die vertraute Stimme die Stille.

"THE MAN HAS COME AROUND"



Ein gemischter, aber lauter Reaktionssturm brandet auf. Jubel, Buhrufe und aufgeregtes Raunen vermischen sich zu einem einzigen dröhnenden Klangteppich. Doch als Becky Lynch auf der Bühne erscheint, wirkt sofort etwas anders. Der SHINE Championship Belt liegt über ihrer Schulter, der beigefarbene Kunstfellmantel umrahmt ihre Silhouette, doch jede Spur der sonst so provokanten Selbstinszenierung fehlt. Kein breites Grinsen. Kein arrogantes Posieren. Becky bleibt einen Moment regungslos auf der Rampe stehen und blickt in die Halle, als würde sie die Atmosphäre erst in sich aufnehmen wollen. Die Kamera fährt näher heran. Unter dem Scheinwerferlicht sind noch immer die feinen Spuren der letzten Wochen zu erkennen: ein kaum verblasster Bluterguss an der Schläfe, leichte Kratzer am Schlüsselbein. Erinnerungen an Theklas Angriffe, die sich nicht einfach wegschminken lassen.

Langsam hebt Becky den Titel an, allerdings nicht triumphierend. Sie betrachtet das Gold für einen kurzen Augenblick selbst, bevor sie es wieder auf ihre Schulter sinken lässt. Diese Geste wirkt weniger wie Prahlerei und mehr wie eine stille Erinnerung daran, warum sie überhaupt hier draußen steht. Mit ruhigen, kontrollierten Schritten setzt sie sich in Bewegung. Die Fans reagieren zunehmend respektvoller, denn sie spüren, dass dies keine gewöhnliche "The Man"-Show wird. Becky steigt die Stahltreppe hinauf, bleibt auf dem Apron kurz stehen und schaut über die Seile hinweg in die erste Reihe, als suche sie dort nach einer Antwort auf eine Frage, die sie seit zwei Wochen verfolgt. Sie betritt den Ring, durchquert das Seilgeviert und lässt sich vom Kommentatorenpult ein Mikrofon reichen. Langsamen Schrittes schlendert sie wieder in die Mitte des Ringes. Die Halle wird spürbar ruhiger. Becky senkt kurz den Blick auf den Championship Belt in ihrer Hand, hebt dann langsam den Kopf und beginnt zu sprechen.

BECKY LYNCH: "Die letzten zwei Wochen tat ich das, was ein Fighting Champion so macht, ich trat hier an. Ich besiegte Kairi Sane in einem atemberaubenden Match, welches jede Special Card aufgewertet hätte und auch Indi Hartwell hatte ich in der vergangenen Woche genau da wo ich sie haben wollte. Doch dann…"

Becky hielt inne. Zunächst wurde sie nur andächtig langsamer, ehe sie das Mikrofon doch herabnahm und ihren Blick durch Reihen laufen ließ. Die meisten, wenn nicht sogar alle hier in der Halle oder auch vor den Bildschirmen zuhause, dürften mitbekommen haben, was zum Ende ihrer jeweiligen Matches passierte. Thekla! Die selbsternannte Toxic Spider warte zunächst seelenruhig auf den Turnbuckle, spendete hämischen Applaus und griff Becky nach ihrem Match gegen Kairi Sane an. Ohne auch nur den Hauch einer Chance zu besitzen, wurden die Lichter der Championesse ausgeschaltet. In der letzten Wochen wartete Thekla nicht einmal, sie stürmte in den Ring, während das Match noch lief und Becky gerade zu ihrem Man-handle Slam ansetzte. Wieder fand sie sich im Toxic Spider Death Drop wieder und im Anschluss bekam sie noch einen fürchterlichen Stomp ab. Eben jener Move, mit dem auch Seth Rollins seine Matches vorzugsweise beendet. Als wäre dies noch nicht genug gewesen, spuckte die Angreiferin ihr abartig ins Gesicht.

Beckys Miene versteinerte. Sie sah in das weite Rund der Arena und für den Augenblick schien es so, als würde ihr Blick sich irgendwo auf den Rängen verlieren. Die zunächst versteinerte Miene verfinsterte sich. Die meisten Zuschauer rechneten jetzt mit einem Vulkan, der kurz vor dem Ausbruch stand. Denn solche Angriffe auf the G.O.A.T. kamen jegliche Majestätsbeleidigung gleich. Aber irgendwie arbeitete es in Becky gerade anders. Ihr Blick wurde wieder etwas lebendiger. Sie wartete und legte sich die Worte zurecht… Nein, so ganz entschlossen war sie noch nicht. Man sah, wie ihre Zunge über die Schneidezähne glitt, etwas was sie des Öfteren tat, wenn sie nachdachte oder eben in die Enge getrieben wurde. Dann ein kurzes Räuspern, ihr Blick wieder in der Gegenwart angekommen, wandte sie sich ein paar Schritte umher und führte das Mikrofon wieder zum Munde.

BECKY LYNCH: "Ich… ich weiß warum sie das getan hat. Ich weiß warum, ich weiß weshalb und ich weiß wieso gerade ich. Seht, so wie man das Gold einer jeden Kompanie trägt, schnallt man sich sogleich eine riesige Zielscheibe auf den Rücken. Jeder ruft den Champion zu seinem persönlichen Ziel aus. Es ist verständlich, dass jeder Champion werden möchte… doch letztlich schaffen es nur die Besten nach ganz oben. Dabei reicht es nicht, dass man ein paar krakelige Notizen zurücklässt, Namensschilder zerkratzt oder ein Haufen Ungeziefer aussetzt. Und seien wir einmal ehrlich, wen oder was sollte sie auch angreifen außer mich? Jaaa… viele Optionen hatte sie ja nicht. Livian sucht, versteckt oder findet gerade ihren Drew wieder und schmiedet große Pläne. Während die World Women’s Championesse irgendeinen Streams aufnimmt oder sich auf der Yacht von Papi die Bräune auffrischt. Und wenn wir das ganze noch etwas weiter spinnen, selbst wenn Tiffy das Ziel gewesen wäre… wie sollte es gehen, sie ist entweder nicht anwesend oder es interessiert nicht einmal jemanden."

Man spürte, dass die letzten beiden Sätzen nicht ganz der vollen Ernsthaftigkeit unterlegen waren. Man hörte es regelrecht, als ihre Stimme um zwei Oktaven höher ging. Kurzzeitig schiebt sich ein müdes Lächeln auf ihre Lippen, welches aber sogleich wieder verfällt, als Becky das Mikrofon erneut anhebt.

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BECKY LYNCH: "Ihr müsst verstehen, sie bringt so viel mit, so viel aufgestaute Energie und diese innere Wut bisher nichts erreicht zu haben, obwohl sie Woche für Woche versucht, dieser Show ihren Stempel aufzudrücken. Aber hat sie eine reale, eine ernsthafte Chance bekommen? Nein, kaum einer hat vorher wirklich hingesehen. Kaum einer hat in Thekla mehr gesehen als eine weitere Frau in dieser Division. Und nun versucht sie etwas, was schon einmal funktionierte. Sie nutzt das Playbook, welches ich geschrieben habe und setzt es Eins zu Eins um. Auch ich fühlte mich damals übersehen und nicht beachtet. Ich zweifelte an mir selbst. Suchte Dinge, Momente, in denen ich etwas verbessern konnte… irgendwas wo ich noch ein Mü mehr herauskitzeln könnte, um doch in dem selben Rampenlicht zu stehen wie es damals Charlotte tat. Es brauchte seine Zeit, viele schlaflose Nächte… verzweifelte Gedankenspiralen… und irgendwann machte es Klick! Verdammt… ich musste nichts besser machen ich musste gar nicht das Haar in der Suppe suchen, ich war bereits gut, ich war verdammt gut. Einzig was fehlte, war die nötige Aufmerksamkeit. Und die holte ich mir!"

Ein nachdenkliches Raunen geht durch die Ränge. Die meisten dürften sich an diese Phase von Becky Lynch erinnern. Es war der Start einer wahren Revolution und verschob bis heute die Grundwerte, die früher einmal galten.

BECKY LYNCH: "Vor drei Wochen warst du nur eine weitere Frau in dieser Division. Jetzt spricht jede verdammte Person in dieser Arena über dich. Die Kameras suchen dich. Die Kommentatoren reden über dich. Die Fans warten darauf, dass du auftauchst. Und jedes Mal, wenn deine Musik ertönt, verändert sich die Stimmung dieser gesamten Show. Und weißt du was, Thekla? Vielleicht bist du sogar näher an deinem Ziel, als dir bewusst ist. Du wolltest Aufmerksamkeit? Herzlichen Glückwunsch. Du hast sie dir genommen. Aber Aufmerksamkeit allein macht noch keinen Main Eventer aus dir. Sie sorgt nur dafür, dass die ganze Welt zusieht, wenn du zum ersten Mal einer Frau gegenüberstehst, die genau weiß, warum du das alles tust. Also komm raus, Toxic Spider… und lass uns herausfinden, ob du wirklich auf dem Weg nach oben bist…"

Mit diesen Worten wendete sich Becky der Bühne zu und sah die lange Rampe hinauf. Sie lehnte sich gegen die vorderen Seile und ließ das Mikrofon baumeln. Doch nur weil sie ihrer Angreiferin ein Motiv auferlegte, um zu glauben, was ihre Absichten waren, hieß dies noch lange nicht, dass sie diese legitimierten.

?: Bist du jetzt fertig mit deiner Psychoanalyse? Achja....hier oben, Becky!

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Ohne Zweifel...das ist Thekla! Die markante Stimme der blonden Österreicherin ist sofort zu erkennen. Nur erscheint sie nicht auf der Stage, wie man es vermuten könnte. Die Regie entdeckt sie in den Fanreihen und hält mit einer Kamera direkt auf sie drauf. Heimlich, still und leise hat sich die Spider zu einem der vielen Ausgänge für die Zuschauer geschlichen und betritt durch diesen die Halle. Die Fans um sie herum sind da aus dem Häuschen...aber weniger wegen Thekla, sondern einfach aufgrund der Tatsache eine der Wrestlerinnen so live aus der Nähe sehen zu können. Der gesamte Tenor ist klar - Thekla wird verabscheut! Seit ihrem Debut hat sie sich nicht wirklich viele Freunde gemacht. Aber die letzten beiden Wochen haben ihre "Beliebtheit" nochmal extra gedrückt. Egal wie man zuletzt zu Becky Lynch gestanden hat...man ist sich einig, dass so eine Fighting Championesse diese Behandlung nicht verdient hat. Wem das alles sowas von egal ist, ist Thekla selbst! Breit grinsend und auf einem Kaugummi kauend, zeigt sich die War Bitch aus dieser erhöhten Lage. Blaue Jeans, ein schwarzes Lederoberteil, was mehr wie ein besserer BH wirkt, eine Jeansjacke und die Sonnenbrille auf der Nase - dazu dicke, silberne Ringe an jedem einzelnen Finger! Ein Outfit, was klar zur Österreicherin passt. Sie leckt sich einmal über die weißen Beißerchen und deutet mit der freien Hand in Richtung Ring, wo die Irin ihr zuhören wird.

THEKLA: Wahrscheinlich wäre das jetzt der Moment, wo ich dir sagen müsste, dass es nur um das Gold geht und es nichts Persönliches ist! Aber...nun...ich bin sehr allergisch gegen dumme Bitches! Und da du eine äußerst dumme Bitch bist...ist es sehr wohl etwas Persönliches! Yeah Babyyy...ich habe es GELIEBT deinen klapprigen Körper auf die Matte zu schmeißen, als wäre es meine leichteste Übung! Ich habe es GELIEBT dir deinen Kopf einzutreten, während ich deinem Scheiß Mann zeigen konnte, wie man den Curb Stomp richtig ausführt! Schöne Grüße an Schlappschwanz Rollins, der vielleicht zuhört und mal nicht die Eier von Roman Reigns krault!

Augenzwinkernd winkt Thekla in die nächste Kamera und lächelt dabei aufgesetzt. Sie nimmt, wie immer, kein Blatt vor den Mund und hat keinerlei Probleme damit unter die Gürtellinie zu gehen. Das kommt in der Halle nicht wirklich gut an. Aber erneut...die Toxic Spider juckt es nicht, ob man sie liebt oder nicht. Die Blonde tippt sich an die Nase und geht ein paar wenige Schritte auf und ab.

THEKLA: Auch wenn ich es süß finde, dass du glaubst, ich würde in dir auch nur ansatzweise so etwas wie ein "Vorbild" sehen...ein paar Blumen muss ich dir geben! Ja, es macht wütend, wenn man nie eine ernsthafte und reale Chance bekommt! Es zerreißt einen innerlich wenn man nicht weiß, wie man diese innere Energie loswerden kann! ABER...Thekla war NIE nur eine weitere Frau in dieser Division! Von Anfang an hat Mama Bayley mir Fesseln angelegt und mir so viele Steine in den Weg gelegt, wie sie nur konnte! Sie wusste, dass sie mit der Toxic Spider nicht umgehen kann! Sie wusste, dass ich ihren Babies weh tun werde und das hat sie nicht ertragen! Da ich so ein...friedlicher und netter Mensch bin, habe ich es bis zu einem gewissen Punkt mitgemacht. Jetzt reicht es! Mama Bayley erkennt das auch...und lässt mich nun schalten und walten! Keine Grenzen und Fesseln mehr für Thekla...jetzt lernt ihr mich hier mal richtig kennen!

Dabei drückt die War Bitch ihren Unterleib nach vorne und zeigt mit einer Hand darauf, als würde sie ihre, sprichwörtlichen, "Eier" präsentieren. Das Mikro lässt Thekla ganz kurz sinken, wobei ihr gehässiges Lachen dennoch aufgezeichnet wird.

THEKLA: Ich muss mich nicht erst mit Leva Bates, Fallon Henley oder der süßen, kleinen Zuckermaus Izzy Moreno beschäftigen...die Fotzen sind eh weit unter meinem Niveau! Ich greif' gleich den großen Fisch an...auch wenn das ein sehr hässlicher Fisch ist! Ahaha!

Heißer lacht sie auf, dieses Mal direkt ins Mikro, damit es auch jeder mitbekommt. Schnell wird Thekla's Gesichtsausdruck wieder ernst.

THEKLA: Im Endeffekt ist es eine Sache, die ich wirklich von dir will und die ich mir holen werden...die c2c Shine Championship!

Becky hatte Thekla während der gesamten Tirade nicht ein einziges Mal unterbrochen. Sie stand weiterhin im Ring, eine Hand locker um das Mikrofon gelegt, die andere auf dem obersten Seil abgestützt. Erst als Thekla die letzten Worte ausgesprochen hatte, hob Becky langsam den Blick zu ihr hinauf. Ein kurzes, trockenes Lachen entwich ihr durch die Nase. Kein amüsiertes Lachen. Eher das Geräusch einer Frau, die gerade bestätigt bekommen hatte, was sie bereits vermutet hatte.

BECKY LYNCH: "Weißt du, was das Verrückte ist? Ich habe gerade versucht, dir etwas Respekt zu geben. Ich habe versucht zu verstehen, warum du so handelst. Warum jemand mit so viel Talent lieber Gift verspritzt, statt einfach durch die verdammte Vordertür zu marschieren und sich seine Chance zu nehmen… Oh verdammt, ich vergaß, selbst diese Passage steht in meinem Playbook. So kann ich dir diesen Grundgedanken nicht einmal verübeln, denn sonst würde ich mich selbst verleugnen."

Irgendwann war es genug mit den Zugeständnissen gegenüber der Frau, die sie bereits zweimal hinterrücks angriff und ihren Kopf in die Matte trat. Scheinbar wiederholen sich manche Geschichten doch genauer, als man sie manchmal wahrhaben will. Dies musste auch Becky nun schmerzhaft erfahren. Ihr Blick wanderte durch die Fan Reihen, nicht auf der Suche nach Thekla, sondern nach den Reaktionen der anwesenden Zuschauer. Dabei hatte es etwas Resignierendes, als Becky sich wieder von den Seilen löste und ein paar Schritte zur Seite ging.

BECKY LYNCH: "Ja… ich glaube dir sogar, dass Bayley dich zurückgehalten hat. Vielleicht hat man dir wirklich nicht die Bühne gegeben, die du wolltest. Vielleicht hat man dich unterschätzt. Glaub mir, ich kenne dieses Gefühl besser als die meisten Menschen in diesem Geschäft. Aber weißt du, was ich nie getan habe?"

Mit dem letzten Satz senkt Becky ihre Stimme andächtig. Sie legt die Arme wieder auf die Seile, von denen sie sich eben löste und blickt zu Thekla auf. Diese kurze dramaturgische Unterbrechung in ihrer Ausführung verleiht dem ganzen Gewicht und versetzt die Zuschauer in ein erwartungsvolles Raunen.

BECKY LYNCH: "Ich habe nie versucht, meinen eigenen Schmerz als Entschuldigung dafür zu benutzen, andere Menschen wie Dreck zu behandeln. Du willst mir erzählen, wie sehr dich dieses Geschäft frustriert hat? Willkommen im verdammten Wrestling, Honey. Jede Frau dort hinten hat irgendwann das Gefühl gehabt, übersehen zu werden. Der Unterschied ist nur. Die meisten von uns mussten keine Spinnen verstecken, Menschen anspucken und sich hinter Hinterhalten verkriechen, um endlich gesehen zu werden."

Jetzt trat Becky einen Schritt näher an die Ringseile heran. Die Ruhe in ihrer Stimme bekam erstmals scharfe Kanten und die so wichtige Tiefe. Ihr Blick fiel dabei zu ihrer linken Schulter und dem darauf ruhenden SHINE Titel. Sie verharrte kurz, eh Becky fast enttäuscht mit der Lippe zuckte.

BECKY LYNCH: "Dabei hätte es so einfach sein können. Es hätte wahrlich einfach sein können… Du brauchst bei mir keine Audienz wie bei unserer Barbie, Du musst mich auch nicht Queen nennen, Gott bewahre. Es wäre ein simples 'Hey Becks, ich will deinen Titel!' Und... Okay, lass uns ein Match haben. Doch Du… attackierst mich, nicht nur einmal, sondern gleich zweimal. Verpasst mir einen Stomp mit der hübschen Anekdote zu meinem Hot Husband und du machst es letztlich persönlich, als du mir auf die widerlichste Art ins Gesicht spucktest. Und nun sind wir hier! Ich meine, ich bin hier. Ich rufe dich heraus, aber es ist scheinbar deine ganz eigene Art, sich dann lieber im Publikum zu verstecken. Als mir von Angesicht zu Angesicht in die Augen zu blicken."

Die Worte kamen härter, fester und mit einem verachtenden Unterton in der Stimme. Sie hat es wahrlich auf eine gutmütige Art versucht, trotz allem, wie Thekla vorging. Wenn diese Giftspinne auch das nicht annehmen will, muss sie wohl oder übel daran erinnert werden, wer das Gold in Händen hält. Ein, zwei Schritte tritt Becky von den Seilen zurück und hebt den Titel-Gürtel von ihrer Schulter hinauf. Empor gehalten reflektiert das Gold im gleißenden Scheinwerferlicht.

BECKY LYNCH: "Sieh ihn dir an, Spider… sieh ihn dir an! Dies ist der begehrteste Preis im Wrestling Business und dennoch wäre er in deinen Händen wertlos. Denn der Titel schafft keinen Champion… ICH schaffe den Titel und verleihe ihm den Wert, den er heute besitzt!"

Becky ließ den SHINE Championship Belt noch einen langen Moment über ihrem Kopf schweben. Das Gold funkelte im grellen Scheinwerferlicht, während ein lauter Jubelsturm durch Arena rollte. Langsam senkte sie den Titel wieder auf ihre Schulter, ohne den Blick von Thekla abzuwenden. Ihre Gesichtszüge waren nun vollkommen ruhig. Keine Spur der Unsicherheit von Birmingham, kein Zögern mehr, kein Versuch, ihre Gegnerin weiter zu verstehen. In ihren Augen lag nur noch die feste Entschlossenheit einer Frau, die wusste, dass diese Fehde gerade erst begonnen hatte.
Der Ton wird rauer! Kann man Becky Lynch sicher nicht verübeln. Den Zuschauern gefällt die eckige Attitüde der Championesse, die Thekla durchaus Paroli bieten kann. Die Toxic Spider wirkt äußerlich gelassen, wobei das Lächeln durchaus säuerlich wirkt. Zwar gibt sich die Blonde gerne als Teflonpfanne, an der so ziemlich alles abprallt. Aber sie verfügt über ein großes Ego, dass nur ein gewisses Ego schlucken kann. Ein paar Sätze der Irin treffen dann schon und lassen sie innerlich grummeln. Als Lynch den Belt in die Höhe streckt, sammelt sich Thekla wieder und hebt das Mikro an ihren Mund.

THEKLA: Ay, caramba! Becky zeigt ihre innere Latina! Muéstrame tu fuego, hermana! Das Feuer, das Seth sicher schon so lange im Schlafzimmer vermisst!

Sie kann es einfach nicht lassen! Sie muss weiter unter die Gürtelline gehen. Heißt natürlich auch, dass die War Bitch mit allen Konsequenzen leben muss. Darauf kommt Thekla klar, da sie keine Reaktion fürchtet. Auch wenn es nüchtern betrachtet leichtfertig ist. Je mehr sie Becky Lynch reizt, umso geringer werden die Chancen auf einen eigenen Titelgewinn sein. Soweit will die Blonde nicht denken. Aus ihrer Sicht ist es klar, dass sie über The Man steht und das hier klar ihr Spiel ist. Derweil geht sie langsam eine Treppe nach unten. Ein paar übermütige Fans versuchen sie dabei zu berühren...aber mehr als einen Schultercheck seitens Thekla bekommen sie dabei nicht. Was interessiert die Spinne die kleinen Insekten, wenn der große Brummer vor ihr schwebt.

THEKLA: Yo Schwester, wenn ich mich verstecke, dann nicht, weil ich jemanden fürchte oder so! THEKLA HAT VOR NIEMANDEN ANGST, BAAAABYYYY! Nein, ich verstecke mich, weil ich auf der Lauer liebe...ein verdammtes Raubtier bin! Und im richtigen Moment springt die Spinne hervor, grinst dich an...und pumpt dich mit ihrem Gift voll! Hast du ja in den letzten Wochen gemerkt! Und das jetzt? Nein, das missverstehst du komplett. Weißt du, ich wollte einfach mal nett sein und dich heute nicht vor den Augen deiner kleinen Tochter und deines zurückgebliebenen Mannes demütigen! Aber wenn du darauf bestehst...okay! Wenn ich dir unbedingt nochmal den Kopf auf die Matte treten soll...okay! Wenn du dich wie eine durchgenommene Hure nach einem 10 Männer Gangbang fühlen willst...okay! Wer bin ich, um dir diesen Wunsch zu verweigern!

Heißt wohl im Klartext...Thekla wird zu Lynch in den Ring kommen! Wäre wohl besser, wenn sich schon einige Security Leute bereit halten, um im richtigen Moment eingreifen zu können. Es ist schon viel zu oft zu sehr eskaliert. Zumindest lässt sich die Österreicherin Zeit. Sie möchte wohl, dass ihre Worte sich erst entfalten.

THEKLA: Übrigens...du kannst dir sparen mir ein schlechtes Gewissen einreden zu wollen! Wird nicht funktionieren, Red-Head. Ich pfeif' darauf ob du mich respektierst oder nicht. In diesem Biz gibt es keinen Respekt! Nur wenn du herausstichst und dafür sorgst, dass du Angst verbreitest...dann bist du etwas wert! Das habe ich in Japan auf die harte Tour lernen müssen. Egal, wie hart ich trainiert habe und wie sehr ich versucht habe mich der Kultur anzupassen...ich wurde nur mit Ablehnung und Hohn bedacht. Also habe ich meinen Weg geändert, mich nur noch auf mich konzentriert...und habe angefangen all diese ganzen Yoshis und Idols zu killen! Und was soll ich sagen! Der Rest hat anerkannt, dass ich weeeeeiiiiit über ihnen stehe und sie nur dafür da sind, um als Beute in meinem Netz zu enden. In der c2c wird es ähnlich laufen. Davon abgesehen...wo bliebe denn der Spaß, wenn ich einfach um ein Title Match bitten würde?

Grinsend zuckt die Toxic Spider mit beiden Schultern, wobei sie endlich an der Ringabsperrung angekommen ist. Kurz hält sie inne...und schwingt sich gekonnt darüber. Jetzt gibt es keine sichtbare Grenze mehr zwischen den beiden Frauen...vor allem nicht als Thekla auf das Apron hüpft und sich danach durch die Seile zwängt. Lächelnd hebt sie zur "Begrüßung" einen Mittelfinger und fährt schließlich fort.

THEKLA: Nein, ich mach' es auf meine Art. Wenn ich Bock darauf habe jemanden zu quälen und leiden zu lassen...dann ist es eben so! Da muss ich nicht einmal meinen Schmerz als Entschuldigung nehmen...es dienst einfach zu meiner eigenen Belustigung!

Jemanden hinterrücks angreifen und anzuspucken...dient ihrer eigenen Belustigung? Nicht unbedingt eine gesunde Einstellung. Thekla gibt sich selbst gerne als Sadistin und hat keine Scham das offen zuzugeben. Stolz wie sonst was marschiert sie im Ring umher und zeigt dabei einige Male auf die Irin.

THEKLA: Du, Becky Lynch...du hast diesem Titel durchaus einen gewissen Wert verpasst! Das gebe ich dir! Trotzdem kannst du das Unvermeidliche nicht verhindern...das Gold gehört in die Hände der Toxic Spider!

Becky verkürzte den Abstand direkt. Anstatt zurückzuweichen, ging sie auf Thekla zu. Nur noch wenige Schritte trennten die beiden Frauen im Zentrum des Rings. Eine Distanz, in der man den Atem des Gegners vernahm und das Kribbeln der Elektrizität auf der Haut spüren konnte. Das Scheinwerferlicht schnitt durch den leichten Dunst der Arena, während das Raunen der Menge zu einem dumpfen, pulsierenden Teppich herangewachsen war. Becky wich keinen Millimeter zurück. Ihr Blick war kalt und unnachgiebig auf Thekla gerichtet, als ihre Stimme die aufkeimenden Stille durchbrach.

BECKY LYNCH: "Du sagst also, du bist ein Raubtier? Ich sehe nur Ungeziefer."

Ein knappes, fast spöttisches Nicken folgte, doch Becky verzog keine Miene. Sie fuhr fort und ihre Stimme schnitt wie ein Skalpell durch das Dröhnen der Crowd.

BECKY LYNCH: "Aber gut… dann hör endlich auf, dich hinter Gift, Spinnen und feigen Überraschungsangriffen zu verstecken. Raubtiere lauern nicht ewig im Schatten. Irgendwann müssen sie zuschlagen."

Ein Raunen ging durch die Ränge, das sich blitzartig in lautstarken Anfeuerungsrufen entlud. Die Arena lebte, aber für Becky existierte in diesem Moment nur die Frau vor ihr. Sie entzog Thekla nicht für den Bruchteil einer Sekunde den Blickkontakt.

BECKY LYNCH: "Du willst meinen Titel?"

Mit einer fließenden, fast majestätischen Bewegung nahm Becky die SHINE Championship von ihrer Schulter. Sie schob den schweren Gürtel nach vorne und hielt das Massivgold genau zwischen sich und Thekla. Das kalte Licht der Hallendecke brach sich auf den polierten Platten und warf goldene Reflexe auf die angespannten Gesichter der beiden Kontrahentinnen.

BECKY LYCNH: "Dann hör mir jetzt verdammt gut zu. Dieser Titel ist nicht wertvoll, weil irgendwo das Wort SHINE darauf eingraviert wurde. Er ist wertvoll, weil ICH und nur ICH ihn trage."

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Raunte Becky und jedes einzelne Wort trug eine tonnenschwere Last durch das Mikrofon. Die Reaktion der Fans schlug wie eine Welle über den Ring zusammen. Jubel, Verehrung und die pure Gänsehaut einer elektrisierten Crowd füllten die Halle. Beckys Stimme verlor jede Spur von Zögern. Sie sprach nun mit einer Festigkeit, die keinen Raum für Zweifel ließ.

BECKY LYNCH: "Vielleicht klingt das in deinen Ohren arrogant. Vielleicht klingt es egoistisch. Aber nach allem, was ich diesem Geschäft geopfert habe… nach jedem Tropfen Blut, Schweiß und den unzählbaren Narben, weiß ich eines ganz genau: Dieses Business braucht Becky Lynch, als eine Thekla ihm jemals bieten könnte."

Sie hob das Gold noch ein Stück höher, fast so, als würde sie ein Heiligtum präsentieren. Der unantastbare Preis, der Titel, der über allen schwebt und in ihren Händen zu dem Wichtigsten der gesamten Kompanie geworden ist. Ihre Augen verengten sich, die Stimme wurde rasiermesserscharf und schnitt Thekla direkt ins Gesicht.

BECKY LYNCH: "Es braucht jemanden, der Woche für Woche, Nacht für Nacht in diesen Ring steigt. Es braucht jemanden, der legendäre Schlachten abliefert, anstatt nur große Sprüche zu klopfen. Es braucht jemanden, der diesem Stück Metall überhaupt erst eine Bedeutung verleiht… damit die Frauen da hinten in der Umkleide überhaupt etwas haben, wonach es sich zu greifen lohnt! Und genau deshalb wird dieser Titel in deinen Händen niemals, verdammt nochmal niemals, denselben Wert besitzen wie in meinen. Denn du willst nicht kämpfen. Du willst nur besitzen, was ich mit meinen eigenen Händen aufgebaut habe."

Becky überbrückte den letzten halben Schritt. Sie stand nun Brust an Brust mit Thekla, die Hitze zwischen ihnen fast körperlich greifbar. Ihre Stimme wurde leiser, zu einem leisen Zischen voller Intensität, die die Luft im Ring gefrieren ließ.

BECKY LYNCH: "Also komm schon, Spider. Sieh mir tief in die Augen. Und finde am eigenen Leib heraus, warum dieses Business tatsächlich Becky Lynch braucht…"

Langsam, ohne auch nur einen Wimpernschlag lang den Blickkontakt zu brechen, senkte sie den schweren Gürtel wieder auf ihre Schulter. Das Gold legte sich wie eine Rüstung an ihren Körper an.

BECKY LYNCH: "…weil niemand diesem Gold jemals mehr Wert verleihen wird… als ICH."

Die Fans hält es kaum noch auf den Sitzen. Man merkt, wie Wort für Wort die Ablehnung, und damit auch der Hass, zwischen den beiden Frauen ansteigt. Thekla hört zwar ganz genau zu, was Becky ihr zu sagen hat, aber ihre Blicke kleben dabei hauptsächlich auf dem Shine Championship. Mit einer schnellen Handbewegung zieht sie ihre Sonnenbrille ab und schiebt diese in eine der engen Taschen ihrer Jacke. So sieht man das gierige Leuchten in ihren Augen. Erst als Becks das letzte "ICH" so sehr betont, sieht die Blonde ruckartig zu ihr. Schnaubend brummt die Spider auf und hebt die freie Hand in die Höhe. Da verweilt diese aber noch, wirkt jedoch wie eine Drohung.

THEKLA: Es braucht jemanden, der legendäre Schlachten abliefert, anstatt nur große Sprüche zu klopfen? Jaaaa...unterstreiche ich! Aber nicht mit der Rollenverteilung, wie du sie dir vorstellst! Ich ziehe eine Schneise der Verwüstung und Zerstörung hinter mir! Jeder verdammte Bitch, die bisher gegen mich in den Ring steigen musste, musste darunter leiden. Frag' Fallon Henley, Izzy Moreno, Airica Demia oder wie sie alle heißen...frag' sie was es heißt, der Toxic Spider gegenüber zu stehen. Jede von ihnen trägt einen dauerhaften Schaden davon. Manche von ihnen wurden seit dem nicht mehr gesehen. Und du? Du kommst jede Woche hier raus, in deinen extravaganten Mänteln... "Schaut mich an, ich bin The Man und voll cool! Habt mich lieb!"...

Dabei verstellt die Österreicherin die Stimme und versucht den tiefen und markanten Akzent der Irin nachzuahmen. Da wird sie von den Zuschauern nur abgestraft die sie ausbuhen. Auch hier wieder gibt sich die War Bitch unbeeindruckt. Je mehr Leuten sie ans Bein pissen kann, umso besser fühlt sie sich.

THEKLA: ...und redest hauptsächlich von deinen privaten Problemen. Lasst mich in Ruhe, ich bin voll die gute Mutter! Seth, komm' zu mir zurück! Seth, lass' mich in Ruhe! Seth, werde wieder der Stecher, für den ich so gerne die Beine gespreizt habe! Oh, ich habe durchaus ein Herz für Trash TV...ab und zu abends im Hotel, vor dem Fernseher, um ein wenig entspannen zu können. Aber hier, bei der Arbeit? Nein, da widert es mich nur an! Du widerst mich an, Red-Head! Mit deinem ganzen Theater ziehst du dieses ganze Biz nur in den Dreck! Nein, dieses Biz braucht ganz sicher keine Becky Lynch! Es muss von ihr befreit werden! Du bist eine Schande...ein verdammter Witz!

Wenn man gedacht hatte, der Ton in Thekla's Stimme könnte nicht schärfer werden, hat sich getäuscht. Wie es scheint ist diese Geschichte für die Österreicherin noch persönlicher, als sie es zunächst zugeben wollte. Ob es nun Neid ist oder einfach nur Ablehnung gegenüber Becky's Lebensstil lässt sie nicht sagen. Dass sie Becks nichts Gutes abgewinnen kann sollte spätestens jetzt klar sein. Thekla's Mundwinkel schieben sich nach oben, wobei die Augen von einem finsteren Schleier bedeckt werden. Nun tippt sie den Titel an. Ungeniert und respektlos, ohne dabei auf das Einverständnis von Lynch zu achten.

THEKLA: Dieser Titel ist in deinen Händen nicht mehr wert als eine billige Halskette! Er verhungert...er verdurstet. Er braucht mich. ER BRRRRAAAAUUUCHT THEKLA! Ich werde ihn mir holen und ihn in ganz neue Sphären hieven. Ich werde eine bessere Champ sein als Kenny Omega, Danhausen und Tiffany Stratton! Und verdammt nochmal...ich werde eine viiiieeel bessere Champ sein, als du es jemals warst!

Punkt! Wieder will Thekla die Worte wirken lassen und geht dafür sogar einen Schritt zurück. Provozierend lächelt sie The Man an und breitet beide Arme aus, als wolle sie diese zum ersten Schlag einladen...

*Klonk*

Da lässt die Österreicherin das Mikro fallen und zuckt nach vorne. So leicht lässt sich Becks nicht überrumpeln. Mit Reflexen, die fast einer Katze ähneln, geht Lynch selbst in den Angriff und blockt dabei einen Schlag der Blonden ab. Dass ihr Belt dabei von der Schulter rutscht und auf den Boden fällt ist für den Moment zweitrangig. Unter dem lauten Jubel der Fans ist es die Irin, die die Kontrolle an sich reißt. Mit harten Schlägen, die eine non-verbale Fortführung ihrer vorherigen Spitzen sind, bringt sie Thekla in arge Bedrängnis. Selbstbewusst reißt die Rothaarige ihrer kommende (?) Herausforderin an sich...Manhandle Slam Time? Auf jeden Fall zücken etliche Zuschauer die Handys, um den spektakulären Moment festzuhalten. Tja...wenn da nur nicht diese Thekla wäre, die sich in diesem Moment zur Wehr setzt. Mit einem gezielten Ellenbogenschlag gegen Becky's Hinterkopf befreit sich die Blonde aus diesem Hold. The Man taumelt zwei Schritte nach vorne. Dabei aktiviert die Toxic Spider ihren Angriffsmodus. Sie spurtet los und zeigt einen Tackle gegen Becky's rechte Kniekehle. Diese schreit auf, knickt ein und landet quasi auf allen Vieren! Perfekte Ausgangslage für Thekla, die nicht lange überlegen muss. Wie ein Wirbelwind rauscht sie in die Seile, um ordentlich Schwung zu holen...CURB STOMP! Einmal mehr tritt sie Becky's Gesicht in die Matte! Zufrieden klatscht die Spider in die Hände und klopft sich selbst auf die eigene Schulter. Sie wirft der Irin einen abfälligen Blick zu und spuckt einmal vor ihr auf die Matte. Immerhin trifft sie dieses Mal nicht die Championesse. Wie nett von der Österreicherin!

Grinsend rollt sie sich aus dem Ring und geht langsam die Rampe nach oben. An der Stage angekommen sieht Thekla ein letztes Mal auf ihr Werk zurück und streckt beide Arme siegreich in die Höhe.

THEKLA: BOW DOWN TO YOUR NEW CHAMP, BABY!

...brüllt sie in die Luft innerhalb der Halle und streckt frech die Zunge raus. Währenddessen kommt Lynch wieder zu sich. Ächzend krabbelt sie zu ihrem Belt. Diese zieht sie in einer etwas schwerfälligen Bewegung an sich. Fast schon trotzig versucht sie ihn, so gut es gerade geht, in die Höhe zu strecken um zu zeigen, dass das noch lange nicht reichen wird um sie zu schlagen. Es wird auf jeden Fall in den nächsten Wochen heiß hergehen zwischen den Beiden.

[Bild: ef.jpg]

MATCH 4
SINGLES MATCH
Roman Reigns vs. Sami Callihan

[Bild: romansami.png]
Writer: ???

In wenigen Augenblicken ist es soweit und das nächste Match steht an. Die Fans sind schon ganz gespannt wer hier als nächstes die Arena betreten wird. Matthew Rehwoldt hat sich bereits im Ring eingefunden und ist bereit den nächsten Wrestler anzukündigen.



Es ist Sami Callihan! Dessen Musik ertönt und die Resonanz darauf ist zum großen Teil negativ. Das schlägt sich vor allem in Pfiffen und Buh Rufen nieder. Sicherlich gibt es auch den ein oder anderen der hinter den Aussagen des Hackers steht. Doch das gibt man lieber nicht öffentlich zu.

Matthew Rehwoldt: "Introducing next, from Cleveland, Ohio, weighting tonight in at 210 pounds, he is a Hacker and the reigning and defending c2c Westcoast Champion, Sami Callihan!"

Während der Ringsprecher eben jenen Westcoast Champion ankündigt hat dieser sich bereits in der Halle eingefunden. Er trägt einen schwarzen Einteiler welcher seine Ringgear ist und hat seine Championship über den Rücken geschmissen. Schnell rollt er sich in den Ring hinein, übergibt den Gürtel an den Referee. Er ist bereit!

Die Arena ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Menschen drängen sich Schulter an Schulter, jedes Gesicht ist nach vorn gerichtet, jede Stimme vibriert vor Erwartung. Eine elektrische Spannung liegt in der Luft kaum greifbar, fast lähmend. Niemand weiß, was gleich geschehen wird. Doch alle wissen, wer gleich erscheinen wird. Dann ohne Vorwarnung kippt die Atmosphäre. Das Licht erlischt schlagartig das nicht sanft, nicht allmählich, sondern abrupt, als hätte jemand mit der Faust die Sonne ausgeschlagen. Ein kollektives Raunen geht durch die Menge, begleitet von schrillen Rufen, Pfiffen, ersten Chants, die in der Dunkelheit verhallen. Einige zücken instinktiv ihre Handys. Andere erstarren doch nichts bewegt sich. Nur ein einziger, dumpfer Schlag hallt durch die Stille. Kein Musikton und kein Effekt nur dieser eine, tiefe, vibrierende Ton wie der Herzschlag der Erde. Und dann setzt sie ein die Roman Reigns Entrance Theme.



Diese klingt düsterer, langsamer, tribalistischer. Tiefe Trommeln rollen heran wie fernes Donnergrollen. Der Bass brummt schwer, dunkle Stimmen singen im Hintergrund, als kämen sie aus der Unterwelt.

Ein einzelner Lichtkegel durchschneidet den aufsteigenden Nebel und trifft die Mitte der Stage. Dort steht eine Silhouette... breit gebaut, unbewegt, mit gesenktem Kopf. Und dann tritt er hervor die Silhouette höchstpersönlich ..."Der Original Tribal Chief" Roman Reigns.

[Bild: images-q-tbn-ANd9-Gc-Rkx-Co-Cll-Zpl-Cy5-...n-Iw-s.jpg]

Keine Weste... Keine Begleiter... Nur er! In schwarzer Ringhose, mit nacktem Oberkörper und der Schweiß auf seinem tätowierten Brustkorb glänzt im Licht. Die tribalischen Muster auf seiner Schulter wirken wie Runen aus einer anderen Zeit. Seine Muskeln sind hart und präzise gezeichnet, seine nassen Haare liegen streng zurück. Einzelne Strähnen hängen ihm in den Nacken. Roman sein Gesicht zeigt nichts.. keine Wut, keine Freude sondern nur pure Entschlossenheit und völlige Ruhe doch er steht da und bewegt sich nicht.

Die Kamera fährt nah an sein Gesicht heran – jedes Zucken, jeder Atemzug ist sichtbar. Dann holt er tief Luft und beginnt zu gehen... Schritt für Schritt... Wie ein König, der in den Krieg zieht... Oder ein Henker, der keine Eile kennt. Die Musik dröhnt weiter doch die Pyrotechnik fehlt.. Keine Animationen... Nur Nebel... Licht... Und The Tribal Chief Roman Reigns. Er bewegt sich mit der Ruhe eines Mannes, der keine Zweifel kennt. Als er an den Zuschauern vorbeigeht, heben sich unzählige Smartphones. Einige schreien und manche beleidigen. Aber niemand wagt es, ihn zu berühren. Denn Roman Reigns ist nicht nur ein Wrestler. Nicht in diesem Moment. Jetzt ist er ein Monument... Eine lebende Legende...

[Bild: rr2.jpg]

An der Ringtreppe bleibt er stehen. Nur für einen Moment. Dann steigt er langsam hinauf – Stufe für Stufe. Oben auf dem Apron verweilt er kurz, schweift mit dem Blick durch die Arena, ohne jemanden wirklich anzusehen.

Matthew Rehwoldt: "Making his way to the Ring... from Pensacola, Florida... weighing in at 265 pounds.. THE ORGINAL TRIBAL CHIEF... "OTC"... ROOMMMAAAN REEEIIIGGGNNS!"

Dann stieg er durch das zweite Seil in den Ring. Die Musik verebbte langsam. Das Licht in der Arena dimmte noch weiter, bis nur noch ein einziger, kalter Lichtkegel den Ring erleuchtete. Alle anderen Lichter waren aus. Die Halle ist dunkel und still. Roman Reigns steht in der Mitte des Rings. Breitbeinig, aufrecht, ruhig. Der Blick geradeaus, in die Hardcam. Seine Brust hob und senkte sich leicht. Er bewegte sich kein Stück. Die Kamera zog langsam heran, von der Seite, dann von vorne. Seine Augen blickten direkt ins Objektiv... kalt, klar, fokussiert. Er kann es kaum erwarten bis das Match startet und spricht vor sich her um sich zu motivieren.

Warnung! Spoiler!
Roman Reigns besiegt den ehemaligen Westcoast Champion Sami Callihan per Pinfall nach dem Spear (05.08 Minutes)

Here is your winner by pinfall: ROOOOMAAAAAAN REEEEEEIGNS!

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Die Show ist schon fortgeschritten! Den Zuschauern in New Orleans wurde schon einiges geboten. Aber es ist noch nicht aller Tage Abend! Ohne Umschweife wird uns ein weiterer Blick in den Backstage Bereich gewährt. In Nahaufnahme wird dabei eine Frau gezeigt, die heute nicht in den Ring steigen muss. Die langen, blonden Haare sind zu zwei Zöpfen geflochten worden, die rechts und links über den Schultern liegen. Für das Augen Make Up und den Lippenstift wurde ein violetter Ton gewählt – passend zum gleichfarbigen Top. Dazu ein schwarzer Rock und schwarze Boots. So präsentiert sich Bobbi Tyler während sie nach ein paar Schritten an einer Türe angekommen ist. Sie blickt auf das Schildchen, das daneben in eine passende Halterung geschoben wurde…

Fallon Henley
Bobbi Tyler


Mit einem wohligen Seufzen streicht Bobs mit dem linken Zeigefinger über den Namen ihrer besten Freundin. Sie verbringen ja eh so gut wie jede freie Minute miteinander und hängen bei der jeweils anderen im Locker oder im Hotelzimmer rum. Warum sich dann nicht eine Umkleide teilen? Die General Managerin Bayley hatte nichts dagegen, als die Beiden den Wunsch geäußert hatten. So haben sie, ab dem heutigen Montag, einen gemeinsamen Raum. Darüber freut sich die Blondine sehr. Sie greift nach der Klinke und betritt den Raum. Sofort fällt ihr Blick auf Fallon, die, den Rücken ihr zugewandt, auf einer Couch sitzt. Das Country Girl wirkt fokussiert und scheint nicht bemerkt zu haben, dass die Britin hinter ihr steht. Auf leisen Sohlen schleicht sich Bobs an sie heran, beugt sich über die Lehne und schlingt ihre Arme um Henley. Dabei schmiegt sie ihre Wange an die ihrer Kumpeline.

bobbi.tyler: Hab‘ dich!

…raunt sie in Fallon’s Ohr, wobei ihre Stimme samtiger klingt, als es die ehemalige Women’s Championesse gewollt hat. Die Brünette, die in ihr Handy vertieft war, gluckst auf und zuckt zusammen, als sie plötzlich umarmt wird. Schnell checkt sie, wer dahintersteckt und kann sich daher wieder entspannen. Als sie Bobbi’s sanfte Stimme so nah an ihrem Ohr hört, spürt Fallon ein leichtes Prickeln, welches über ihren Körper huscht Da lässt sie sich äußerlich nichts anmerken. Sie legt eine Hand auf Bobbi’s Hände und lässt ihren Daumen neckisch über Tyler’s weiche Haut gleiten. Dass sie damit bei der Britin eine ähnliche Reaktion auslöst wie diese bei ihr, weiß das Country Girl nicht.

Fallon Henley: Frech.

…antwortet Henley, wobei sie aber sichtlich glücklich lächelt. Nach den letzten zwei Wochen ist die Freundschaft zu Bobbi Tyler noch viel mehr wert als zuvor. Nach dem Fall von Liv Morgan und Drew McIntyre zur dunklen Seite und ihrem brutalen Angriff auf zwei Teams in der Vorwoche, ging es Fallon mental sicher nicht so gut. Ihre beiden (ehemaligen) Freunde so zu sehen tut einfach nur weg. Da war und ist Bobbi eine große Stütze!

bobbi.tyler: Na, wie geht es meiner Main Eventerin? Bereit für das Match?

Bobbi weiß, dass Fallon das Liv/Drew Thema noch weh tut und wird das daher nicht ansprechen. Auch weil sie selbst nicht weiß, was man da derzeit tun könnte, außer nach vorne schauen und sein Leben weiterführen. Fallon reagiert auch gleich auf „Main Eventerin“ und horcht auf. Ja, für die erfahrene Amerikanerin ist es nicht selbstverständlich im letzten Match der Abends zu stehen. Und das gegen eine Gegnerin, die bereits c2c Geschichte geschrieben hat und eine mehrfache Championesse ist. Für das Country Girl ist das auf jeden Fall ein besonderer Moment.

Fallon Henley: Ich fühle mich gut! Im Main Event zu stehen ist toll. Alexa ist natürlich ein hartes Los, aber das wird mich nicht abschrecken. Außerdem hast du mich ja gut auf sie vorbereitet.

Wenn man es so sehen möchte, ist Bobbi eine „Expertin“ in Sachen Alexa Bliss. Sie hat auf jeden Fall ihre Geschichte mit der blonden Amerikanerin. Von ihr gewann Bobs damals den Womens Title. Und vor ein paar Jahren hatte Tyler, damals als Stevie Turner, erneut ihre Schwierigkeiten mit Little Miss Bliss. Das mündete in ein Match mit einer für sie, aus heutiger Sicht, skurrilen Stipulation. Stevie musste gewinnen um weiter Kontakt zum damaligen Co-Host ihrer Podcast Show haben zu dürfen. Was ihr auch gelang. Zudem musste Alexa damals preisgeben, dass Sabu – Rest in Peace – der neue Mann an ihrer Seite ist. Bobbi schüttelt jedes Mal lächelnd den Kopf, wenn sie daran zurückdenkt. Warum war sie damals so scharf auf das Privatleben von Alexa? Aber gut, als Stevie stand sie damals unter dem Einfluss von Rhea Ripley und war ein anderer Mensch. Vergangenheit!

bobbi.tyler: Ich habe die Erfahrungen mit dir geteilt, die ich mit Alexa gemacht habe. Vor allem wie es war gegen sie zu kämpfen. Ist mir sehr gut gelungen, wie du weißt. Wahrscheinlich bin ich die einzige Frau in der c2c, die Bliss in jedem Match knacken konnte. Aber ob dir das was nützt? Ich meine…diese Alexa ist ganz anders irgendwie.

Tatsächlich ist die aktuelle Bliss nicht mehr mit ihrem alten Ich zu vergleichen. Alexa scheint als neuer Mensch wiedergekommen zu sein…aber gefährlich ist sie geblieben. Vielleicht sogar unberechenbarer als jemals zuvor. Fallon ist das bewusst.

Fallon Henley: Ich weiß! Das ganze Zeug mit ihrer Puppe das ist schon sehr creepy! Aber das ändert nichts daran, dass ich später in den Ring steige, ihr mein bestes Game präsentiere und nach Möglichkeit auch gewinne. Yeehaw!

…ruft sie grinsend hinterher, wobei Bobbi die Vibrationen in Fallon’s Mund spürt. Die Britin löst sich langsam von Fallon, auch wenn ihr das schwer fällt. Der Duft von Henley’s Parfüm, den Bobbi lieben gelernt hat, ist ihr die ganze Zeit in die Nase gestiegen. Aber es soll ja nicht unangenehm oder gar weird auf die Amerikanerin wirken. Bobs geht einmal um das Sofa herum und bekommt einen genauen Blick auf ihre beste Freundin. Fallon trägt bereits ihr Gear. Das Muster ist ein schwarzer Hintergrund mit silbernen Flecken. Hat was vom Fell einer Kuh. Passend zum Country Girl. Mit einem Nicken gibt Bobbi ihren Segen für den Look, bevor sie sich neben Fallon auf die Sitzgelegenheit niederlässt. Sofort sucht sie wieder den Körperkontakt zu Henley und schmiegt sich an sie. Ihren Kopf lehnt sie an Fallon’s Schulter.

bobbi.tyler: Was ist das eigentlich für ein Bild?

…fragt die Blonde neugierig, als sie einen Blick auf Henley’s Handy wirft. Dort sieht man ein Bild auf dem Display, das einen großen und bunten Blumenstrauß zeigt. Es scheint so, als wäre das Foto noch extra bearbeitet worden mit Filtern und so weiter.

Fallon Henley: Hat mir meine Mum vorhin geschickt. Noch mit drei weiteren. Schau‘ mal!

Ihr Handy hält sie mittiger, so dass Bobbi eine bessere Sicht hat. Langsam wischt sie durch die Bilder. Hauptsächlich Blumenmotive…und ein See, an dem gerade die Sonne untergeht und sich der rötliche Schimmer ausbreitet. Tyler wirkt beeindruckt, was man an ihren größer werdenden Augen gut beobachten kann.

bobbi.tyler: Wow, die sind echt schön! Hat deine Mum die geschossen?

Plötzlich lächelt Fallon vielsagend und zieht das Smartphone wieder an sich.

Fallon Henley: Nö, die sind von mir! Die hatte ich mal auf meinem alten Handy gespeichert, auf das ich leider nicht mehr zugreifen kann. Paar der Bilder hatte Mum noch bei sich gespeichert und mir dann geschickt.

Da richtet sich die Britin auf und sieht ihren Best Buddy verwundert an. Ein verstecktes Talent, von dem sie bisher nichts wusste?

bobbi.tyler: Ich wusste gar nicht, dass du ein so gutes Fingerspitzengefühl für Fotografie hast! Warum hast du mir das bisher nicht erzählt?

Obwohl sich Fallon durchaus über Bobbi’s Euphorie und Interesse freut, legt sich ein bedrückter Schatten über ihr Gesicht. Seufzend fährt sich Fallon mit einer Hand durch die Haare und sieht nach unten auf das Smartphone, das in ihren Händen ruht. Ob Tyler da versehentlich in ein Fettnäpfchen getreten ist?

Fallon Henley: Fotografie war ein sehr großes Hobby von mir, was ich immer gerne gemacht habe. Weißt du…ich finde, dass man bestimmte Momente und die Emotionen dahinter sehr gut mit der Kamera einfangen kann. Manchmal habe ich es einfach so gelassen wie es war. Manchmal wollte ich dem Foto noch meine eigene Note geben und habe es bearbeitet. Das war schon…erfüllend! Ja, so kann man es sagen.

Fallon’s Augen leuchten dabei auf, als sie darüber spricht. Bobbi sieht sie dabei genau an und findet, dass sie noch schöner wirkt als zuvor. Aber warum spricht sie davon in der Vergangenheit? Warum hat sie damit, offenbar, aufgehört, wenn es ihr so viel bedeutet zu haben scheint?

Fallon Henley: Ich habe als Teenagerin damit angefangen und es bis…hhmm…20, 21 betrieben. Dann habe ich mit dem Wrestling Training richtig begonnen und da meine neue Leidenschaft gefunden. Und…was…was leider der Hauptgrund war…mein damaliger Freund, niemand aus dem Biz, hat sich immer darüber lustig gemacht und mir eingeredet, dass ich dafür kein Talent habe und die Fotos nur hässlich wären. Ein verdammter Vollidiot! Leider hat er mich da so sehr verunsichert, dass ich das Hobby fallen gelassen habe, auch lange nachdem ich ihn abserviert habe. Klar, je länger ich Wrestling betrieben habe umso weniger Zeit hatte ich für andere Dinge und habe auch immer weniger daran gedacht. Trotzdem…es ärgert mich, dass ich ihn in meinen Kopf gelassen habe.

Brummend krallt das Country Girl eine Hand zur Faust. Über diesen Ex ist sie längst hinweg. Es ärgert sie mehr, dass sie nie wieder den Weg zurück zu diesem tollen Hobby gefunden hat. Bobbi sieht sie mitfühlend an und legt eine Hand auf diese Faust, um Fallon zu beruhigen.

bobbi.tyler: Also dein Ex is‘ ein mieser Wichser, soviel steht fest! Dafür wird er hoffentlich noch nachträglich beim Kacken vom Blitz getroffen werden! Wie kann der nur behaupten, dass du kein Talent dafür hast? HALLO? Ist der dumm oder blind? Kann nicht wahr sein!

Die Engländerin regt sich darüber auf und schüttelt verächtlich den Kopf. Fallon kann dabei nicht anders als zu schmunzeln. Sie weiß, dass es kurios wirkt…aber Bobbi wirkt dabei richtig niedlich für sei. Viel wichtiger ist aber der emotionale Support, den sie so von der Blonden bekommt. Ja, ihr Ex ist einfach dumm und es ist nicht richtig, dass sie wegen ihm nie wieder mit der Fotografie weiter gemacht hatte.

bobbi.tyler: Ich weiß, Wrestling nimmt viel Platz in unserem Leben ein. Die ganzen Live Shows, die PR Termine, die Reisen zu den nächsten Städten…und so weiter! Aber seit dem wir befreundet sind haben wir tolle Orte gesehen, konnten Ausflüge machen und hatten Zeit für uns. Wenn dir dabei ein Motiv gefällt und du eine Idee und Lust hast…warum nicht einfach machen? Vielleicht kannst du mir sogar zeigen, wie man ein Auge entwickelt oder worauf du achten musst.

Mit einem ernsten, aber ermutigenden Lächeln nickt Bobbi der Älteren zu. Fallon starrt ein paar Sekunden auf ihr Smartphone, bevor sie wieder zu Bobs sieht.

Fallon Henley: Meinst du?

Wieder ein Nicken! Gespickt mit noch mehr Euphorie!

bobbi.tyler: Jaaaa, unbedingt! Natürlich nur, wenn du Lust hast. Bitte fühle dich wegen mir zu nichts gezwungen. Aber…ich gebe dir einen Anreiz für einen Wiedereinstieg…hehe! Ganz freiwillig „opfere“ ich mich und stehe als Modell zur Verfügung!

Ohne auf eine verbale oder non-verbale Reaktion vom Country Girl zu warten, richtet sich Bobbi auf, sieht gespielt mit erhobener Nase nach vorne und legt ihre Hände auf ihrem Knie ab. Fallon zögert eine Sekunde…und ist dann gleich Feuer und Flamme. Sie hebt ihr Handy, öffnet die Kamera und knipst sofort ein Bild von der ehemaligen Stevie Turner. Es folgt noch drei weitere. Für die Bearbeitung macht es sich die Amerikanerin gemütlich. Ungeniert schwingt sie ihre Beine auf die Couch und dreht sich so, dass sie ihren Kopf auf dem Schoß der Britin ablegen kann. Bobs ist kurz überrascht und wird ganz leicht rot im Gesicht…aber sie hat ganz bestimmt nichts dagegen. Es ist schön zu sehen, mit welcher Begeisterung Fallon am Smartphone arbeitet. Dabei hebt Tyler eine Hand und streicht Fallon sanft über die Stirn und Wange und lässt ihre Finger spielerisch durch das lange, leicht wellige brünette Haar gleiten. Natürlich vorsichtig, damit die eigentliche Frisur nicht flöten geht. Henley spürt die Berührungen, auch wenn sie so tut, als wäre sie ganz im Bildbearbeitungsprogramm verschwunden. Es fühlt sich so sanft an…so gut. Ihre Seele, die durch die Liv/Drew Sache belastet wurde, kann sich entspannen und beruhigen. Am liebsten würde Henley eine Träne der Freude verdrücken. Sie unterdrückt das aber, damit keine Missverständnisse aufkommen.

Fallon Henley: Fertig! Wie findest du es?

Schüchtern hält die Amerikanerin der Jüngeren das Handy entgegen. Bobbi sieht das Bild an. Es ist, logischerweise, ihre Pose…aber so bearbeitet, als wäre es in den 1940er Jahren aufgenommen, so dass sie fast wie eine Filmdiva aus der Zeit wirkt. Tyler bekommt einen kleinen Klos im Hals. Tatsächlich berührt sie dieses Bild sehr. Sie findet sich darauf…hübsch! Ein Gefühl, was sie schon lange nicht mehr hatte. Ja, ihre Arroganz hat sie die letzten Jahre glauben lassen, dass sie as Wrestlerin etwas besseres ist als jede Andere. Aber Äußerlichkeiten? Seit Bàlor immer ein schwieriges Thema. Ganz egal welche Kleidung sie trägt, welche Frisur sie hatte oder welches Make Up gewählt wurde. Aber dieses eine Bild bricht diese innere Blockade auf…

bobbi.tyler: Ich…ich sehe…gut aus!

…meint sie mit leicht zittriger Stimme. Fallon sieht sie dabei nur an. Sehr intensiv sogar.

Fallon Henley: So sehe ich dich, Bobbi! Du bist wunderschön. Nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich. Das wollte ich umsetzen. Naja, zumindest so gut es ging in der Kürze der Zeit.

bobbi.tyler: Es ist perfekt!

…haucht die Blondine ihr entgegen. Aus Dankbarkeit beugt sich Bobbi nach unten und drückt Henley einen Kuss auf die Stirn. Das lässt Fallon kichern und leicht rot werden.

bobbi.tyler: Ich möchte das auf jeden Fall haben! Kannst du mir das bitte auf mein Handy schicken?

Fallon Henley: Klar, mache ich! Wahrscheinlich aber später. Irgendwie gibt es hier ein Funkloch. Zumindest habe ich schlechten Empfang und kaum Internet!

Ja, vorhin hatte Fallon versucht gehabt mit ihrer Mum zu telefonieren. Die Verbindung war aber schlecht und ist ständig abgebrochen. Auch da möchte sie später einen Rückruf wagen. Für Bobbi Tyler kein Problem! Sie freut sich nachher auch noch über das Bild. Irgendwann möchte sie selbst so eins von Fallon machen…und das wird dann der neue Hintergrund ihres Smartphones sein. Das steht jetzt schon für sie fest.

Fallon Henley: Danke, Bobbi, ich…

bobbi.tyler: Bobs!

Die Britin unterbricht sie auf einmal. Henley runzelt die Stirn und sieht die Blonde fragend an. Etwas verlegen spielt Bobbi mit einer Hand an einem ihrer Zöpfe herum.

bobbi.tyler: Du…kannst mich auch Bobs nennen! Früher haben mich Leute, die mir nahe standen…als ich noch so welche in meinem Leben hatte…einfach Bobs genannt!

Fallon Henley: Okay…Bobs! Danke, dass du mir den Mut und den kleinen Schubser gegeben hast, mich wieder an etwas zu trauen, was ich früher geliebt habe.

Ohne zu Zögern nimmt die Brünette diese Einladung an und übernimmt den Spitznamen ihrer besten Freundin. Es fühlt sich für Fallon so an, als wären sie sich nochmal einen Schritt nähergekommen und ihre Verbindung würde noch weiter zusammenwachsen. Bobbi sieht das ähnlich. Sie hätte nie gedacht, dass sie jemals wieder einer Person erlauben würde sie „Bobs“ zu nennen. Aber bei Fallon hat sie durch und durch ein großartiges Gefühl. Es ist sogar ein Bedürfnis Henley zu sagen, dass sie auch einen besonderen Spitznamen hat.

bobbi.tyler: Sehr gerne! Ich bin immer für dich da!

Das beruht auf Gegenseitigkeit! Bobbi streicht weiter über Fallon’s Kopf und sieht sie einfach nur an. Beide sehen sich direkt in die Augen und sind einfach nur froh, dass sie sich gegenseitig haben. Da kochen Emotionen in ihnen hoch, die sie nicht richtig zuordnen können. Irgendwie ist es…anders als sonst. Fühlt sich aber nicht falsch an. Damit lassen wir die Frauen in Ruhe. Langsam zieht sich die Kamera zurück. Fade off.

[Bild: 3.jpg]

Fallon Henley hat heute noch eine große Aufgabe vor sich – im Main Event gegen Alexa Bliss! Zuvor kommt zwar noch ein weiteres Match, aber die Anspannung steigt so langsam. Immerhin für das Country Girl eine gute Chance sich zu beweisen und sich eventuell wieder für Title Matches zu bewerten. Dennoch sehen wir sie nun nicht in der gemeinsamen Kabine mit Bobbi Tyler, sondern draußen auf dem Gang, einige Meter von den Locker Rooms entfernt. In ihrem Raum hat sie schlechten Empfang gehabt und ihre Mutter hatte einige Male versucht sie zu erreichen. Eigentlich wollte Fallon erst später, nach der Show zurückrufen…aber dann hat sie sich doch ihr Handy geschnappt und ist nach draußen gegangen, bis sie einen Punkt erreicht an, an dem wieder genug Balken auf dem Smartphone Display angezeigt werden. So ist sie mitten im Gespräch mit ihrer Mutter…

Fallon Henley: …Ja, Mum. Ich möchte über meinen Geburtstag auf jeden Fall heimkommen…Jaja, vielleicht bekomme ich sogar Urlaub und kann länger bleiben. Was?...Ne, denke ich gehe dann mit ein paar Leuten zu Frank, einfach gemütlich feiern.

Henley hat nächsten Monat Geburtstag und da wollte ihre Mutter sicher wissen, ob sie dann nach Hause auf die heimische Farm kommt. Genau diesen Plan verfolgt die Brünette.

Fallon Henley: Ob ich Bobbi mitbringe? Nun…ich hab‘ sie noch nicht gefragt. Aber ich möchte sie auf jeden Fall mitbringen!...Jaaaa, ich weiß. Ich weiß. Ich hab‘ lange über sie abgekotzt, aber da kannte ich noch nicht ihr wahres Ich! Sie ist mir in kurzer Zeit sehr wichtig geworden und ich hab‘ sie sehr gerne. Sie hat auch viel Mist durchmachen müssen, weißt du?...Ach, das erzähle ich dir mal im direkten Gespräch. Ist mir am Telefon etwas zu umständlich.

Vor allem möchte Fallon am Telefon nicht das große Trauma ihrer besten Freundin herausposaunen. Ihr ist klar, dass ihre Mutter das sehr diskret und empathisch aufnehmen wird. Dennoch wäre es ihr lieber, wenn sie das daheim unter vier Augen besprechen könnten.

Fallon Henley: Du wirst sie mögen da bin ich sicher!...Ok, ich melde mich nachher wieder….Ja, bis dann! Hab dich auch lieb!

Und Gespräch ist beendet! Henley aktiviert den Bildschirmschoner und schiebt das Handy in einer Tasche des dünnen Hoodies an, den sie sich noch übergeworfen hatte. Außerhalb der Kabine hat sie die Temperaturen als überraschend kühl empfunden. Langsam trottet sie in Richtung des Lockers zurück. Dabei kreisen ihre Gedanken. Nicht um das Gespräch mit ihrer Mum…nicht um das Match gegen Alexa…sondern um Bobbi! Die Britin hatte ihr vorhin Mut zugesprochen, es wieder mit der Fotografie zu versuchen. So als Hobby nebenbei, um auch andere Impressionen außerhalb des Wrestlings zu bekommen. Fallon hatte einfach jemanden gebraucht, der ihr das sagt…und auch dafür ist sie der ehemaligen Stevie Turner sehr dankbar! Zudem tat die Nähe zur Blondine gut. Seit sie befreundet sind haben sie oft den Körperkontakt gesucht, Händchen gehalten oder auch in einem Bett gelegen, wenn Bobbi wieder Angst vor ihren Albträumen hatte. Aber wie sie vorhin gekuschelt haben…das war für die Brünette schon besonders gewesen. Sie merkt gar nicht, wie sie im Gesicht wieder leicht rot wird, als sie an den Kuss denkt, den Tyler ihr vorhin auf die Stirn gedrückt hatte. War das noch Freundschaft oder…Moment! Fallon hält inne und schüttelt das Haupt. Was denkt sie denn da? Natürlich ist das „nur“ Freundschaft zwischen ihnen. Sie sind beste Freundinnen, da macht man das auch mal. Vor allem wenn es einer Seite nicht so gut geht! Und Fallon muss immer noch den Verlust und den mentalen Verfall ihrer Freunde Liv Morgan und Drew McIntyre verkraften. Dadurch ist sie angeschlagen gewesen und deswegen haben die Nähe zu Bobbi und die liebevollen Gesten mehr Impact gehabt. Das ist es!

*RUMMS*

Fallon erschrickt sich und macht einen Satz zurück, als eine Türe vor ihr brutal aufgestoßen wird. Es ist die Türe zu ihrem Locker! Eine vermummte Gestalt mit schwarzem Mantel und schwarzer Kapuze stürmt heraus. Ist das nicht die Person, die Bobbi und Fallon die letzten beiden Shows beobachtet hatte? Ja! Im gefühlten Zeitlupentempo dreht sich die Gestalt zum Country Girl um, die ihr eigenen Herzschlag hört. Behandschuhte Finger greifen nach der Kapuze und ziehen diese runter. Glänzendes, rabenschwarzes Haar kommt zum Vorschein. Augen, aus denen der Wahnsinn strahlt. Ein breites Grinsen, gefolgt von einem Kichern, welches Becky Lynch lange genug verfolgt hatte. Skye Blue ist zurück!

Fallon Henley: DU?

Es dauert einen Augenblick, bis Fallon die neue Lage verarbeitet hat. Entsetzt holt sie Luft und zeigt auf Skye. Dann wird ihr bewusst, aus welchem Raum der Dark Phoenix gestürmt ist. Bobbi! Sie hat doch dort auf Fallon gewartet! Henley’s Puls geht nach oben, die Augen verengen sich zu wütenden Schlitzen…

Fallon Henley: Was ist mit Bobbi? WAS HAST DU MIT IHR GEMACHT? WAS?

Leider hat sie mit Skye ihre Vorgeschichte! Fallon’s Stimme überschlägt sich fast, als sie Blue anschreit. Die Schwarzhaarige bleibt jedoch cool. Sie beißt sich sanft auf einen Zeigefinger und dreht ihren Oberkörper nach rechts und dann nach links…und wieder zurück!

skye blue: “Hihihi…begrüßt man sooo eine alte Freundin? Tztz…kein Anstand! Hihi! Tjaaa…ich würde ja gerne bleiben…aber ich muss wieder los! Nun, du könntest versuchen mich einzuholen…dann…und nuuuuur dann erzähle ich dir, was ich mit deiner Bobbi gemacht habe! Vielleicht! An deiner Stelle würde ich jedoch schnell nach ihr schauen. Ich befürchte, sie braucht Hiiiiiilfe…hahahahahahaha…“

Manisch, fast schon kreischend lacht Skye schrill auf und wirft den Kopf in ihren Nacken. Wieder eine Lachattacke, die sie nicht kontrollieren kann. Dennoch nimmt sie die Beine in die Hand und stürmt davon. Fallon, der es gerade ganz kalt den Rücken runtergelaufen ist, setzt zur Verfolgung an…aber Bobbi ist natürlich wichtiger! So lässt sie Blue entkommen und rennt panisch in die Kabine.

Fallon Henley: BOBBI!

…ruft sie, als sie die Blondine auch entdeckt! Regungslos am Boden liegend!

Fallon Henley: Nein, nein, nein, nein!

Ängstlich stürmt die Brünette auf die Britin zu. Sie geht neben ihr auf die Knie und zieht Bobbi’s Kopf auf ihren Schoß. Gut, sie atmet und stöhnt auf…aber sie wirkt nicht so, auf wäre sie ganz bei Bewusstsein. Erschrocken stellt Fallon eine kleine Wunde auf Tyler’s Stirn fest, aus der etwas Blut heraustritt. Ein paar Haaransätze haben sich deswegen schon verfärbt.

Fallon Henley: Bobbi, bleib bei mir! I-ich hole Hilfe!

Sie greift schon nach ihrem Handy…aber dann fällt ihr ein, dass sie hier ja keinen Empfang hat.

Fallon Henley: FUCK! SCHEIß INTERNET!

…flucht sie laut auf. Was jetzt? Sie will Bobbi so nicht alleine lassen. Vor allem weil sie nicht weiß, ob Skye Blue nicht nochmal zurückkommt.

?: Herrje…was ist passiert?

Plötzlich hört Fallon hinter sich eine männliche Stimme und dreht sich um. Im Türrahmen steht Kenny Omega, den World Title umgeschnallt. Er ist eigentlich auf dem Weg zu seinem Match gegen Tony D’Angelo und ist durch das Schreien von Fallon aufmerksam geworden. Henley seufzt auf…den Cleaner schickt der Himmel.

Fallon Henley: Gott sei Dank! Kenny, Bobbi ist verletzt! Ich will sie hier nicht alleine lassen! Kannst du Hilfe holen? Bitte?

Der Canadian X sieht die ausgeknockte Bobbi Tyler und das Blut auf ihrer Stirn. Auch wenn er zu den beiden Frauen keinen Bezug hat, wird er natürlich helfen.

Kenny Omega: Klar, ich beeile mich!

Und schon ist der Cleaner wieder weg! Fallon, der nun ein paar Tränen in die Augen steigen, streicht Bobbi vorsichtig über die Wange. Die Britin atmet schwer.

Fallon Henley: Halte durch! Gleich wird es dir besser gehen!

Wie soll sie so nur gegen Alexa Bliss antreten? Fallon verschwendet gar keinen Gedanken mehr an den Main Event. Auch wenn sie am liebsten Skye gerade nur hassen würde…es gilt nur, dass Tyler möglichst schnelle, medizinische Versorgung bekommt. So fängt man noch ein letztes Bild der verzweifelten Fallon ein. Fade off.

[Bild: 8484.jpg]

CO - MAIN EVENT
NON TITLE SINGLES MATCH
Kenny Omega © vs. Tony D'Angelo

[Bild: kennytony.png]
Writer: Alex


Tony D'Angelo steht bereits im Ring.

Das Licht in der Halle wird ein wenig gedimmt. Aufgeregt schnappen sich die anwesenden Zuschauer ihre Kameras oder ziehen hastig ihre Smartphones aus den Hosentaschen. Den folgenden Moment wollen sie festhalten. Daher ist es wenig verwunderlich, dass von allen Seiten ein Blitzlichtgewitter auf die Entrance Stage prasselt. Die Boxen springen an...



ARE YOU READY FOR THIS?

Nachdem das gewohnte Intro der Kenny Omega Theme langsam angefangen und immer mehr an Fahrt aufgenommen hat, betritt der Cleaner die Bühne. Er trägt lange schwarze Pants, auf denen in weiß „Best Bout Machine“ abgedruckt ist. Der Oberkörper wird von einer ärmellosen Weste bedeckt, auf deren Rücken ein einzelner Flügel angenäht wurde...passend zu seinem Finisher. Den Titel hat sich der Kanadier um die Hüfte geschnallt. Lächelnd nimmt er die positiven Reaktionen der Fans wahr und taucht regelrecht in diese ein. Mit geschlossenen Augen beugt er sich nach vorne...nur um sich gleich wieder langsam aufzubauen und die Arme in die Höhe zu strecken. Wie aufs Stichwort wird rechts und links neben dem Kanadier die Pyrotechnik aktiviert...

Matthew Rehwoldt: "Making his way to the ring... from Winnipeg, Manitoba, Canada... weighing in at 203 pounds... he is the c2c World Hevyweight Champion... the Cleaner... KENNY OMEGA!"

Die Kamera folgt ihm direkt die ersten Schritte. Kenny nutzt das aus, um ein paar Worte an den heutigen Kontrahenten und über sich selbst zu verlieren. Aufgrund der Hintergrundgeräusche kann man aber nicht wirklich etwas verstehen. Als er schließlich beim Ring angekommen ist, wählt er den Weg über die Treppe und durch die Seile. Innerhalb der Ropes positioniert er sich mittig im Ring, geht kurz in sich, winkelt seinen rechten Arm so an, dass er seine eigene Faust küssen kann…langsam streckt Kenny den Arm aus und spreizt den Daumen und den Zeigefinger ab, so dass er seine patentierte Pistolengeste zeigen kann. Seine Entrance Theme verstummt. Der Canadian X entledigt sich noch der Weste und nimmt den World Titel ab, bevor er diesen in sichere Hände abgibt. Bevor der Kampf nun starten kann, macht Omega ein paar Lockerungsübungen und ist damit bereit…

Warnung! Spoiler!
*Ding Ding*

Tony D. zeigt mit Kraft und Technik, dass mit ihm nicht zu spaßen ist. So kann er relativ früh sogar einen Chokeslam gegen den Cleaner zeigen, was ihm aber nur einen 2-Count einbringt. Kenny kann aber schlussendlich nicht nur mithalten, sondern auch die Matchführung an sich reißen. Nach insgesamt drei V-Triggern ist der Widerstand von Tony gebrochen. Kenny zieht ihn auf die Beine, schultert ihn…One Winged Angel! Cover…One, Two, Three!

*Ding Ding*

Here is your winner by pinfall: KEEENYYYY OOOMEEEEGAAAA!

That’s it! Der nächste Sieg für unseren World Heavyweight Champion! In New Orleans freut man sich darüber und dementsprechend groß ist die Zuneigung für den King of the Anywhere Match. Der Referee überreicht Omega den Belt, der diesen zunächst an sich drückt, als würde eine Titelverteidigung hinter ihm liegen. Langsam und triumphierend streckt der Kanadier das Gold in die Höhe. Gerade in der Heimat eines gewissen Ricky Saints sicher eine stärkere Botschaft als sonst. So verweilt Kenny ein paar Augenblicke, bis er das Gold auf seine Schulter sinken lässt und in das Publikum winkt. Gerade als er den Ring wieder verlassen möchte, wird seine Theme augenblicklich gestoppt. Der Titan Tron springt mit einem lauten Knacken an. Omega zieht sich wieder in den Ring zurück und starrt irritiert auf den riesengroßen Bildschirm, auf dem ein Clip gezeigt wird…

Zitat:Battle Coliseum III – 28.02.2022

Ein Rückblick in die Vergangenheit, knapp 4 1/2 Jahre! Das ist aber nicht random und kein Versehen. Wir springen mitten in ein Match…zwischen Kenny Omega und Ricky Saints, bzw damals noch Starks! Es war das Ende ihrer damaligen Fehde um die Eastcoast Championship. In einem 2 out of 3 Falls Match sollte geklärt werden, wer der bessere Kämpfer ist. Am unten Bildschirmrand wird ein 1:1 eingeblendet. Wir befinden uns in der Schlussphase des Matches. Beide Kontrahenten sind sichtlich mitgenommen und erschöpft. Kenny rafft sich auf und will eine Clothesline gegen Ricky zeigen. Diese gelingt auch. Schnell zieht er Starks nach oben und schultert ihn. Der One Winged Angel soll die Sache beenden. Aber noch hat der Absolute One genug Energie, um sich daraus befreien zu können. Schnell greift er sich den Cleaner, bevor dieser sich wehren kann…Roshambo! Noch nicht genug! Ricky will sich absichern und gar keine Zweifel aufkommen lassen…Buster Keaton! Jetzt das Cover…One, Two, Three!

Die Ringglocke läutet! Es wurde ein neuer Eastcoast Champ gekrönt und Kenny damals nach 267 Tagen vom Thron gestoßen. Ricky hält den Belt in die Höhe und das Bild gefriert ein.

Damit endet der Einspieler und wir sehen den Gegenwarts Kenny, der diesen Ausflug in die Vergangenheit mit einem grimmigen Lächeln registriert. Für ihn ist klar, dass Saints dahintersteckt und ein wenig psychologische Kriegsführung betreibt. Plötzlich wird es unruhig bei den Fans…sie schreien sogar laut auf…

Pat McAfee: "DA IST SAINTS! Direkt hinter Kenny!“

Das Video war nur die Ablenkung, damit Ricky sich unbemerkt durch die Zuschauerreihen anschleichen konnte. So slidet er in den Ring und baut sich hinter dem Canadian X auf. Dieser scheint etwas zu bemerken und dreht sich um…aber zu spät! SPEAR! Der Master of the Dark Hadou wird aus seinen Latschen gerissen. Der Plan vom Absolute One ist aufgegangen. Durchaus eine Aktion, die laute Buhrufe nach sich ziehen würde…aber in seiner Heimat wird Ricky Saints auch bejubelt. Langsam greift der Stroke Daddy nach dem World Heavyweight Title! Diesen hält er mit einer Hand nach oben. Ruckartig dreht er seinen Kopf zur Seite und hält die andere Hand vor das Gesicht, wie man es von ihm kennt. Ein paar Sekunden verharrt Saints in der Pose, bevor er sie löst. Mit einem arroganten Lächeln auf den Lippen legt der Stroke Daddy den Titel auf Kenny ab, der sich vor Schmerzen auf der Matte krümmt. Zufrieden mit sich selbst verlässt Ricky Saints den Ring!

Pat McAfee: "Das war ein klares Statement seitens Ricky Saints!“
Cathy Kelley: "Ja, nicht nur die Attacke, sondern auch das Video haben ihre Wirkung hinterlassen! Ricky spielt damit, dass er Kenny bereits einmal um einen Titel besiegen konnte.“
Wade Barrett: "Saints sollte sich dennoch seiner Sache nicht zu sicher sein! Kenny wurde oft genug unterschätzt und konnte dann zurückschlagen! Die Sache hier ist noch lange nicht gegessen!“

[Bild: 151.jpg]

Die Kameras schalten fließend zurück in das kochende Innere des ausverkauften Caesars Superdome. Ein tiefes, vielschichtiges Raunen wälzt sich wie ein unruhiges Meer über die vollbesetzten Ränge. Es ist diese ganz besondere, elektrisierende Art von Lärm, die ein Publikum nur dann erzeugt, wenn etwas im Raum steht, das weit über ein gewöhnliches Wrestling-Match hinausgeht. Jeder der 17.654 Zuschauer spürt die Zentnerlast der offenen Rechnungen. Vor genau einer Woche schien die Zeit für einen flüchtigen Augenblick stillzustehen, als Roman Reigns und Seth Rollins Auge in Auge standen und dabei waren, das nächste unerbittliche Kapitel ihrer ewigen Fehde aufzuschlagen. Doch das Schicksal hatte andere Pläne. Die schreckliche Gewaltexplosion durch Jimmy und Jey Uso, die blinde, unkontrollierte Brutalität schimmernder Stahlstühle, das metallische Dröhnen auf Fleisch und Knochen, hatte den Teil der Show in einem blutigen Chaos versinken lassen. Am Kommentatorenpult versuchen die Sprecher noch immer, die visuellen Trümmer der Vorwoche in Worte zu fassen, als das Bild schlagartig in sich zusammenbricht. Sämtliche Scheinwerfer, Monitore und LED-Wände erlöschen im selben Bruchteil einer Sekunde. Absolute, undurchdringliche Dunkelheit hüllt die Arena ein. Für die Dauer eines Herzschlags stockt Tausenden der Atem.

"BURN IT DOOOOOOWN!"



Der Schrei fuhr nicht einfach nur aus den Lautsprechern, er schlug wie ein Urknall aus Schalldruck, Emotion und reiner Energie direkt in den Rumpf der Arena. Im selben Moment schießen gleißend grelle Lichtblitze über die gesamte Stage. Gewaltige Feuerfontänen explodieren links und rechts der Entrance-Rampe, schießen mit fauchender Hitze zur Hallendecke und erhellen den dichten Nebel in einem flammenden Inferno. Die Arena entlädt sich in einem ohrenbetäubenden, kollektiven Jubelschrei.

„WHOOOOAAAHH OOOOHHHHH...“

Zehntausende Kehlen stimmen augenblicklich in den monolithischen Gesang ein. Ein stimmlicher Tsunami wälzt sich durch das Rund, der die Tribünen förmlich erzittern lässt. Doch das gewohnte Bild bleibt aus. Rollins betritt die Bühne nicht mit den gewohnten, manischen Tanzschritten. Kein ausgelassenes Posieren, kein spöttisches Lachen, kein Dirigieren der Masse. Die Hauptkamera zoomt unnachgiebig auf die Stage. Dort, inmitten des schneidenden Lichtkegels, steht Seth Rollins vollkommen regungslos.

Er trägt erneut einen maßgeschneiderten, tiefschwarzen Anzug von makelloser, robuster Eleganz. Das Sakko ist bis zum letzten Knopf geschlossen, die schwarze Krawatte sitzt mit militärischer Präzision am Kragen des dunklen Hemdes. Keinerlei extravagante Farbakzente, keine verspielten Details, keine Federn. Sein Gesicht wirkt wie aus Marmor gemeißelt. Ernst, extrem fokussiert und von einer fast schon beängstigenden, kühlen Entschlossenheit durchdrungen.

Die Fans singen unermüdlich weiter, doch Rollins zeigt keine emotionale Regung. Sein Blick wandert in einer langsamen, kalkulierten Bewegung über die vollgepackten Ränge, ehe er sich millimetergenau in die Linse der zentralen Hardcam bohrt. Für mehrere Sekunden verharrt er in absoluter Unbeweglichkeit, während im Schatten seiner Augen bereits die Worte geformt werden, die er im Begriff ist, in die Welt zu setzen.

Pat McAfee
„Das ist nicht der Seth Rollins, den wir normalerweise sehen, Leute. Kein Tänzer. Kein extravaganter Showman. Dieser Mann ist heute Abend nicht hier, um uns zu unterhalten – dieser Mann hat eine Botschaft.“


Cathy Kelley
„Nach diesem hinterhaltigen Angriff der Usos in der letzten Woche scheint Seth das Ganze extrem persönlich zu nehmen. Schaut euch bloß seinen Blick an... da brennt ein ganz gefährliches Feuer.“


Schließlich setzt sich Rollins in Bewegung. Schritt. Für Schritt. Ohne jegliche Hast, aber auch ohne jedes Zögern. Jeder einzelne Tritt seiner glänzenden Lederschuhe auf die Rampe wirkt bewusst gesetzt, fast wie das Ticken einer unaufhaltsamen Zeitbombe. Während er die Strecke absolviert, schalten die riesigen LED-Wände des Titantrons auf die verstörenden Szenen der Vorwoche um: Man sieht Roman Reigns, der unter den stählernen Hieben der Stühle zusammensackt. Man sieht Seth Rollins, der rücksichtslos gegen die Ringseile geschleudert und abgefertigt wird. Das Publikum reagiert auf die Videosequenzen mit einer noch lauteren Welle aus Zorn und Anfeuerung.

Rollins erreicht das Ende der Rampe und bleibt unmittelbar vor dem Ring stehen. Sein Blick wandert langsam nach unten, direkt auf die Ringmatte, genau auf die Stelle kurz vor den Seilen, an der er vor sieben Tagen unter den Schlägen der Usos zusammengebrochen war. Er atmet tief und hörbar durch, hebt den Kopf mit einer eiskalten Souveränität und steigt Stufe für Stufe die schwere Stahltreppe empor. Auf dem Apron hielt er erneut inne. Die Arena bebt noch immer im Takt seiner Musik: „WHOOOOAAAHH OOOOHHHHH...“

Für den Bruchteil eines Augenblicks zuckt ein winziges, kaum wahrnehmbares Lächeln über seine Mundwinkel. Kein Lächeln der Freude, sondern eine Ahnung bittersüßer, fast ironischer Erkenntnis. Selbst nach all den Jahren, all den Metamorphosen und all den Schlachten steht diese Arena noch immer wie eine Wand hinter ihm.

Geschmeidig steigt Rollins zwischen den Ringseilen hindurch und steuert direkt das Zentrum des Gevierts an. Seine Musik läuft weiter im Hintergrund, doch er fordert das Publikum nicht zum Mitsingen auf. Er genießt den Applaus nicht, er saugt ihn nicht auf. Stattdessen dreht er sich langsam einmal um die eigene Achse und zieht einen geschärften Blick durch jede einzelne Ecke der Halle, fast so, als wolle er persönlich sicherstellen, dass auch wirklich jede Kehle und jedes Ohr im Gebäude auf das vorbereitet ist, was nun folgt.

Mit einem Mal verstummt die Musik. Die Halle bleibt dennoch laut. Die Energie steht kurz vor dem Siedepunkt. Ein Mitarbeiter schlüpft am Apron durch die Seile und reicht Rollins ein schwarzes Mikrofon. Seth greift danach, ohne den Blick auch nur für einen Millimeter von der Hardcam zu lösen. Er führt das Mikrofon langsam an die Lippen, doch er schweigt. Das Publikum nimmt die Stille auf und füllt sie augenblicklich wieder mit dem eigenen Chor: „WHOOOOAAAHH OOOOHHHHH...“

Rollins lässt sie gewähren. Er gibt ihnen den Raum. Er senkt kurz den Kopf, schließt für zwei Herzschläge die Augen, als würde er die Worte noch einmal auf einer Waagschale abwiegen, und öffnet sie wieder. Was nun in seinen Zügen liegt, ist absolute, unumstößliche Entschlossenheit. Die letzten Gesänge ebben langsam ab. Eine fast physisch greifbare Stille legt sich über die Halle. Seth steht völlig isoliert im Mittelpunkt des Rings. Schwarzer Anzug. Schwarzes Mikrofon. Eiskalter, kompromissloser Blick. Er hebt das Mikrofon ein letztes Stück, senkt die Stimme um eine Nuance, sodass sie wie eine geschärfte Klinge durch die Lautsprecher schneidet, und setzt endlich an:

SETH ROLLINS: “Letzte Woche haben zwei Männer einen verdammt schweren Fehler gemacht… Und dieser Fehler war nicht, dass sie mich angegriffen haben. Versteht mich nicht falsch… ich bin seit über zwei Jahrzehnt in diesem Geschäft. Ich wurde verraten. Ich wurde zusammengeschlagen. Ich wurde durch Tische geworfen, von Leitern gestoßen und mit Stühlen verprügelt. Das gehört zu unserem Business. Nein… der Fehler von Jimmy und Jey Uso war etwas viel Größeres. Sie haben geglaubt, dass das hier… …ihre Angelegenheit sei.”

Es war ein ruhiger Beginn von Seth, einen Anfang, den man so vielleicht nicht erwartet hätte. Doch seine Miene spricht eine völlig andere Sprache. Einen Blick den man nur von seinen dunkelsten Tagen vage in Erinnerung hatte, legte sich mit zunehmender Dauer in seinem Antlitz nieder.

SETH ROLLINS: “Nein… ist sie nicht! Jimmy. Jey. Hört mir jetzt ganz genau zu. Ihr seid Familie. Ihr seid Bloodline. Ihr seid Teil von Romans Geschichte. Aber ihr seid nicht Teil von meiner Geschichte. Seit Jahren versuchen Menschen zu verstehen, was zwischen Roman Reigns und Seth Rollins wirklich existiert. Manche nennen es Hass. Manche nennen es Rivalität. Manche nennen es den größten Konflikt dieser Generation. Sie liegen alle falsch. Das hier ist Kunst. Nicht die hübsche Kunst, die man in Galerien aufhängt. Sondern die Art von Kunst, die aus Schmerz entsteht. Aus Verrat. Aus Blut. Aus zwölf verdammten Jahren gemeinsamer Geschichte. Roman Reigns und ich… wir haben zusammen angefangen. Wir haben zusammen die Welt verändert. Wir haben zusammen ein Imperium namens The Shield aufgebaut. Und wir haben es zusammen zerstört. Jeder Sieg, den ich errungen habe… jede Niederlage, die ich erlitten habe… irgendwo stand immer Roman Reigns im Hintergrund. Wie ein Schatten, der niemals verschwindet. Deshalb habe ich ihn nach WarGames nicht angegriffen. Deshalb habe ich ihn nicht zerstört, als ich die Gelegenheit dazu hatte. Weil Roman Reigns nicht einfach ein weiterer Gegner auf meiner Liste ist. Er ist das unvollendete Werk meines Lebens. Und genau deshalb halte ich mich nicht an den gefallenen Roman. Ich halte mich nicht an den gebrochenen Roman. Ich halte mich an den Tribal Chief der aufrecht steht. An den Mann, der glaubt, unbesiegbar zu sein. Und es ist meine Bestimmung… nur meine, dieses Kapitel… diesen letzten Akt eines Meisterwerks zu beenden.”

Es entlud sich in Seth eine regelrechte Brandrede, die man so vielleicht nicht erwartet hätte. Hier sprach nicht der manische Visionär, auch nicht der berechnende Architekt, dies war ein Seth Rollins, der voller Inbrunst sein Lebenswerk ausrief und niemand, wahrlich niemand, würde ihn davon abbringen. Auch keine Jimmy oder Jey, keine Bloodline oder sonstige Gruppierungen, die im Dunstkreis um Roman Reigns sich eingefunden hatten. Seth nahm sich den Moment. Atmete tief durch, ordnete wieder halbwegs seine fallenden Strähnen und sah in das weite Rund der Arena, während Tausende von Menschen ihn erwartungsvoll ansehen. Seth bleibt einen Moment regungslos stehen. Dann richtet sich sein Blick direkt in eine der Kameras. Seine Stimme wird härter.

SETH ROLLINS: “Und jetzt hört mir ganz genau zu, Jimmy… Jey. Was ihr letzte Woche getan habt, war nicht clever. Es war nicht mutig. Es war falsch. Ihr habt Roman Reigns bei WarGames hintergangen. Ihr habt der ganzen Welt gezeigt, dass die Bloodline nicht mehr existiert, wie wir sie kannten. Ihr wolltet unabhängig sein. Ihr wolltet euren eigenen Weg gehen. Gut. Dann geht ihn auch und fangt unten an!

Ein lautes Raunen geht durch die Halle. Harte, schneidende Worte, die direkt an die Uso Brüder gerichtet waren. Seth macht einen Schritt nach vorne und blickte mit unmissverständlichem Ausdruck in die Kamera.

SETH ROLLINS: “Aber wenn ihr euch von Roman gelöst habt, wenn ihr keine Soldaten des Tribal Chiefs mehr seid… warum zur Hölle mischt ihr euch dann in meine Angelegenheit mit ihm ein? Das hier ist kein Bloodline-Krieg mehr. Keine Familienfehde. Keine Frage von Loyalität. Das hier ist etwas, das lange vor der Bloodline begonnen hat und lange nach ihrem Zerfall noch existieren wird. Ihr habt letzte Woche einfach zwei Männer attackiert, die bereit waren, ihre Geschichte auf die einzige Art zu Ende zu bringen, die sie verdient haben. Auge in Auge. Von Angesicht zu Angesicht. Ohne Masken. Ohne Hinterhalte. Ohne Stahlstühle. Also wenn ihr wirklich glaubt, dass das der richtige Weg war… wenn ihr wirklich glaubt, dass ihr damit irgendetwas erreicht habt… dann versteckt euch nicht hinter eurer neuen Freiheit. Versteckt euch nicht hinter dem Namen Uso… kommt raus!”

Seth dreht sich zur Stage und breitet leicht die Arme aus. Sein Blick bleibt fest auf die Entrance gerichtet, während die Arena gespannt auf jede Bewegung hinter dem Bühne wartet. Aber lange lässt es auf sich nicht warten...



Das Publikum beginnt unruhig zu werden. Tausende Köpfe drehen sich gleichzeitig in Richtung Entrance-Bereich. Einige Fans stehen bereits auf ihren Sitzen, andere recken ihre Smartphones in die Höhe, während aus den unteren Rängen erste vereinzelte Rufe zu hören sind... USO! USO! USO! Doch die vereinzelten Rufe werden sofort von einem anderen Geräusch überlagert.

Buhrufe... erst nur einige... Hunderte... Tausende. Und plötzlich "BOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO!" Die gigantischen LED-Wände auf der Stage erwachen zum Leben. Ein grelles, weißes Licht schneidet durch die Dunkelheit. Dann erscheint auf dem Titantron das Logo der Usos. Die Arena explodiert förmlich aber nicht in Jubel... in Begeisterung sondern in einem gewaltigen, beinahe körperlich spürbaren Sturm aus Ablehnung. Dann treten zwei Gestalten aus dem Schatten... Jimmy Uso und Jey Uso. Beide bleiben zunächst oben auf der Stage stehen... Jimmy links und Jey rechts... Brüder... Familie seit Jahrzehnten gemeinsam unterwegs. Doch heute Abend wirken sie nicht wie zwei Männer, die gekommen sind, um Freunde zu gewinnen. Sie wirken wie zwei Männer, die gekommen sind, um eine Rechnung zu begleichen. Die Buhrufe schwellen weiter an. Jimmy senkt für einen kurzen Moment den Kopf und zieht die Mundwinkel zu einem selbstgefälligen Grinsen nach oben. Jey dagegen steht vollkommen aufrecht. Seine Augen sind auf den Ring gerichtet direkt auf Seth Rollins. Kein Lächeln... keine übertriebene Geste und keine Spur von Unsicherheit. Nur dieser starre, konzentrierte Blick. Die Kamera fährt näher an die beiden Brüder heran. Jimmy hebt langsam beide Arme. Mit einer provokanten Bewegung dreht er sich halb zur Seite und präsentiert sich der Arena. Die Reaktion ist unmittelbar. Dann setzen sich die Brüder in Bewegung. Sehr langsam... kein Rennen und auch kein hektisches Heranstürmen. Die Usos stolzieren die Rampe hinunter.

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Mit jener selbstbewussten Haltung zweier Männer, die ganz genau wissen, dass ihnen die Arena feindlich gesinnt ist und denen es vollkommen egal ist. Jimmy bewegt sich dabei etwas lockerer. Er lässt seinen Blick immer wieder durch die Zuschauerränge wandern, grinst einzelne Fans an und gestikuliert provokant in Richtung der Buhrufe. Die Usos erreichen die Mitte der Rampe. Die Buhrufe werden immer lauter. Beide stolzieren weiter und steigen die Stahltreppe hinauf und betreten den Ring zu Seth Rollins. Jey holt zwei Mikros und eines übergibt er seinem Bruder Jimmy. Jey hebt das Mikrofon langsam an den Mund. Für einige Sekunden sagt er nichts. Er lässt die Buhrufe auf sich wirken, lässt Seth Rollins bewusst warten und blickt dabei mit einem Ausdruck auf ihn herab, der irgendwo zwischen Unglauben und Spott liegt. Dann zieht sich ein kurzes, bitteres Lächeln über seine Lippen. Jey schüttelt den Kopf.

Jey Uso
"Wow... wow, wow, wow. Seth...

Er senkt das Mikrofon und lacht leise. Nicht herzlich und auch nicht amüsiert. Es ist dieses kurze, trockene Lachen eines Mannes, der gerade etwas gehört hat, das er beim besten Willen nicht ernst nehmen kann.

Jey Uso
"Du hast da gerade wirklich fast zehn Minuten hier gestanden... mit deinem schwarzen Anzug, deinem schwarzen Mikrofon, diesem Blick, als wärst du der verdammte Hauptcharakter in irgendeinem Shakespeare-Stück... und dann erzählst du uns, dass das alles... Kunst ist? Kunst? Bro... hörst du dir eigentlich selbst zu? Ich muss ehrlich sein... ich weiß gerade nicht, ob ich dich auslachen soll oder ob ich einfach applaudieren soll. Du hast da gerade tatsächlich fast zehn Minuten gestanden und uns erzählt, wie unglaublich tief, kompliziert und bedeutungsvoll deine Beziehung zu Roman Reigns ist. Zwölf Jahre Geschichte... Schmerz... Verrat... Blut... Kunst... ein unvollendetes Werk... der letzte Akt eines Meisterwerks... Bro... was zur Hölle war das?"

Er lässt die Worte bewusst im Raum stehen. Die Buhrufe prallen gegen ihn, doch Jey scheint sie geradezu zu genießen. Er dreht sich halb zu seinem Bruder, hebt fragend die Augenbrauen und deutet mit einer kleinen Bewegung des Mikrofons auf Seth. Jimmy beginnt sofort breit zu grinsen.

Jey Uso
"Das hier ist Wrestling, Seth. Kein verdammtes Theaterstück. Du redest von Roman, als würdest du ihn erfunden haben. Als hättest du ihn aus irgendeinem verdammten Drehbuch gezogen. Als würde seine komplette Existenz erst dann einen Sinn ergeben, wenn Seth Rollins danebensteht. Und genau das ist dein Problem... Du glaubst wirklich, die Welt dreht sich um diese Geschichte zwischen dir und Roman. Aber weißt du was? Das tut sie nicht... Du kannst dich noch hundertmal hier hinstellen und von deinem verdammten Meisterwerk erzählen. Du kannst dir noch zehn schwarze Anzüge kaufen. Du kannst noch hundertmal diesen Blick aufsetzen, als wärst du der letzte große Philosoph dieser Branche... aber dadurch wird deine Geschichte nicht wichtiger. Weißt du, was ich glaube, Seth? Ich glaube, du hast dich so sehr in deiner eigenen Legende verloren, dass du irgendwann vergessen hast, in welchem Jahr wir eigentlich leben. Du redest die ganze Zeit von früher. Zwölf Jahre... The Shield... Der Verrat... Der Moment, in dem Roman und du die Welt verändert habt. Dieses verdammte Imperium, das ihr aufgebaut und wieder eingerissen habt. Du erzählst das alles mit diesem Blick, als würdest du gerade die wichtigste Geschichte erzählen, die jemals in diesem Geschäft geschrieben wurde. Aber hier ist eine Nachricht, die dir vielleicht niemand in deiner Nähe sagen will..."

Jey macht eine kurze Pause. Er senkt das Mikrofon und mustert Seth von oben bis unten. Dann wandert sein Blick demonstrativ über den schwarzen Anzug, über die perfekt sitzende Krawatte und schließlich zurück in Seths Gesicht. Ein spöttisches Grinsen breitet sich auf seinen Lippen aus.

Jey Uso
"Du lebst in der Vergangenheit, Uce. Das ist dein verdammtes Problem! Du bist so besessen von dem, was einmal war, dass du gar nicht bemerkst, was gerade direkt vor deiner Nase passiert. Du redest über The Shield, als würde dieses Wort heute noch dieselbe Macht besitzen wie damals. Du redest über Roman Reigns aus einer Zeit, in der ihr beide noch geglaubt habt, die Welt würde euch gehören. Du redest über einen jungen Roman. Über einen jungen Seth. Über zwei Männer, die gemeinsam in einen Ring gestiegen sind und dachten, sie könnten alles verändern. Aber wach auf, Seth! Dieser Roman existiert nicht mehr. Und dieser Seth existiert genauso wenig."

Die letzten Worte spricht Jey deutlich langsamer. Er geht einen halben Schritt näher.

Jey Uso
"Du bist nicht mehr der Typ aus The Shield. Du bist nicht mehr der verdammte Architekt, der hinter Roman steht und darauf wartet, dass sein Moment kommt. Und Roman ist längst nicht mehr der Mann, mit dem du damals durch die Arenen gezogen bist. Ihr seid beide weitergegangen. Nur du scheinbar nicht. Und genau deshalb ist deine ganze Rede gerade so verdammt lächerlich gewesen. Du hast hier gestanden und so getan, als wäre deine Geschichte mit Roman das Zentrum des Universums. Als müsste jeder von uns den Atem anhalten, sobald du anfängst, über eure zwölf Jahre zu reden. Zwölf Jahre, Seth! Weißt du, was in zwölf Jahren alles passieren kann? Menschen verändern sich. Karrieren verändern sich. Freundschaften zerbrechen. Familien wachsen. Männer werden Väter. Männer werden Anführer. Männer fallen. Männer stehen wieder auf. Neue Generationen kommen nach. Neue Champions werden geboren. Neue Rivalitäten entstehen. Und während all das passiert ist... hast du offenbar nichts Besseres zu tun gehabt, als immer wieder zurückzuschauen und dich zu fragen, wann du endlich dein perfektes Ende mit Roman bekommst... Das ist nicht tiefgründig, Seth. Das ist traurig."

Ein lautes "OOOOOOOH!" schallt durch die Arena. Jey genießt die Reaktion sichtlich. Er lehnt sich leicht zurück und zieht die Mundwinkel nach oben.

Jey Uso
"Du nennst es dein unvollendetes Werk. Ich nenne es deine Obsession. Du nennst es Kunst. Ich nenne es Verzweiflung. Du nennst Roman deinen letzten Akt. Ich nenne dich einen Mann, der verzweifelt versucht, einen Teil seiner Vergangenheit wieder zum Leben zu erwecken, weil er mit seiner Gegenwart nicht klarkommt. Du willst unbedingt, dass Roman dein Meisterwerk beendet. Du willst unbedingt diesen großen epischen Moment. Roman gegen Seth. Der Tribal Chief gegen den Visionär. Der letzte Akt. Das große Finale. Die Geschichte, die alle erzählen werden. Bro... niemand hat dich zum Hauptdarsteller gemacht."

Jimmy Uso
"Nobody!"

Die Halle reagiert mit einem weiteren ohrenbetäubenden Pfeifkonzert... Jey nickt zufrieden.

Jey Uso
"Genau. Niemand. Weil du vielleicht irgendwann einmal einer der wichtigsten Männer in diesem Geschäft gewesen bist. Vielleicht hast du Titel gewonnen. Vielleicht hast du Momente geschaffen. Vielleicht war The Shield einmal verdammt groß. Aber weißt du, was das Problem mit 'einmal' ist, Seth? Es ist vorbei. Vorbei! Geschichte! Vergangenheit! Erinnerungen! Du kannst sie dir einrahmen. Du kannst sie auf irgendwelche verdammten Videowände packen. Du kannst dir alte Aufnahmen ansehen, bis du irgendwann selbst glaubst, du wärst noch dieser Mann. Aber die Realität interessiert sich nicht für deine Erinnerungen. Das hier ist die Realität... Ich bin die Realität... Mein Bruder ist die Realität."

Jey macht eine kurze Pause. Er senkt kurz das Mikrofon und schüttelt fassungslos den Kopf. Die Buhrufe hallen noch immer durch den Caesars Superdome nach. Jimmy grinst breit neben ihm und wirkt zufrieden mit dem Chaos, das sein Bruder gerade entfacht hat. Im Zentrum des Ringes verweilt dazu ein nahezu regungsloser Seth Rollins. Von ihm kommt kein sofortiger Konter, kein spöttisches Lachen oder wütender Ausbruch. Er starrt Jey einfach nur an und die Stille wird mit jeder Sekunde schwerer. Dann senkt Seth langsam den Blick auf die Ringmatte. Eine Haarsträhne fällt ihm ins Gesicht. Er wischt sie nicht sofort beiseite. Stattdessen atmet er einmal tief durch, hebt schließlich den Kopf wieder und ein dünnes, fast enttäuschtes Lächeln erscheint auf seinen Lippen.

SETH ROLLINS: "Weißt du, was das Lustigste an deiner ganzen Rede ist, Jey? Du glaubst wirklich, du hättest mich gerade verletzt."

Seine Stimme hallte glasklar durch die Soundsysteme des Doms. Seth setzte zu einem langsamen, bedächtigen Schritt nach vorne an. Ein kollektives, tiefes Raunen ging durch die Zuschauerränge. Die Fans spürten augenblicklich, wie sich die Statik im Raum verschob. Seth nickte bedächtig vor sich hin, fast so, als würde er Jeys Argumentation nachträglich eine Bewertung verleihen.

SETH ROLLINS: "Und versteh mich nicht falsch… einige deiner Worte waren verdammt gut. ’Du lebst in der Vergangenheit’. ‘The Shield ist vorbei.’ Und mein persönlicher Favorit: Dieser Roman existiert nicht mehr. Dieser Seth auch nicht’. Das Problem ist nur… du verwechselst Erinnerungen mit Narben. Vergangenheit ist etwas, das man vergisst, wenn man es vergessen will. Narben sind etwas, das man jeden einzelnen verdammten Tag mit sich herumträgt und unweigerlich an die Tage erinnert wird, die man lieber vergessen will."

Die Arena explodierte in einer Welle von Reaktionen. Das Raunen schlug in erstaunte Zurufe um. Seth nutzte den Moment, um die Distanz zwischen ihnen endgültig zu überbrücken. Er ging direkt auf Jey zu, ohne zu zögern, ohne zu schwanken, bis kaum mehr als zwei Armlängen sie voneinander trennten. Jimmys selbstgefälliges Grinsen begann zu bröckeln. Seine Augen verengten sich leicht, als er realisierte, dass Seths Aura keineswegs gebrochen war, sie hatte sich lediglich verdichtet. Seth’ Stimme verlor jede Spur von Spott und nahm eine raue, metallische Härte an.

SETH ROLLINS: "Du sagst, ich bin nicht mehr der Mann aus The Shield? Natürlich bin ich das nicht! Dieser Mann war naiv und von dem Glauben verleitet, dass drei Männer gemeinsam die Welt erobern könnten, bis mir die Erleuchtung kam und ich… ja ich, dieses Konstrukt einstürzen ließ. Ich bin nicht stolz darauf und würde es doch wieder tun. Der Mann, der heute vor dir steht, hat gelernt, was Verrat kostet. Und genau deshalb verstehst du mich nicht."

Sein Blick verfinsterte sich schlagartig, das Lächeln erlosch vollständig. Er hielt inne. Das Scheinwerferlicht spiegelte sich in seinen Augen. Ein langgezogenes, donnerndes Raunen brandete von den Rängen auf und hallte im Stahlgebälk des Superdomes wider. Seth ließ die Worte wirken. Er gab den Emotionen im Raum Platz zum Atmen, bevor er seinen Fokus wieder messerscharf auf Jey ausrichtete.

SETH ROLLINS: "Du willst wissen, warum ich von Roman rede, als wäre unsere Geschichte größer als alles andere? Weil manche Geschichten nie enden, egal wie oft Menschen wie du versuchen, das letzte Kapitel herauszureißen. Und dies bringt uns zu dem Teil, den du komplett falsch verstanden hast, Jey. Ich habe nie darum gebeten, der Hauptdarsteller zu sein. Aber jedes Mal, wenn diese Menschen meinen Namen singen, erinnern sie mich daran, dass manche Geschichten größer werden, als ihre Autoren es jemals geplant haben. Roman und ich… wir sind nur die letzten beiden Überlebenden einer Geschichte, die größer war als wir beide zusammen jemals sein können. Kein Seth Rollins ohne Roman Reigns, kein Romans Reigns ohne Seth Rollins. Aber dies… wie es mir scheint, übersteigt deinen geistigen Horizont."

Mit einer abfälligen Handbewegung winkt Seth ab und dreht sich von den Uso-Brüdern weg. Er lässt seine Worte wirken, bevor er sich mit einem minimalen Lächeln in seinen Mundwinkel ihnen wieder zuwendet.

SETH ROLLINS: "Und glaub mir, Uce… wenn du denkst, dass diese Geschichte keine Macht mehr besitzt… dann solltest du verdammt vorsichtig sein, bevor du weiter darauf herumtrampelst. Sonst wirst du sehr schnell feststellen, dass manche Kapitel Männer wie dich verschlingen."

Die letzten Worte fielen als ein schneidendes Flüstern, das dennoch über die hochempfindlichen Mikrofone glasklar in jede Ecke der Halle transportiert wurde. Im selben Augenblick entlud sich die angesammelte Spannung im Caesars Superdome. Die Halle explodierte in einem tosenden Orkan aus Jubelrufen, gellenden Buhrufen und ungläubigem Staunen. Jimmy hat seinem Bruder die ganze Zeit über aufmerksam zugehört. Anders als Jey, der Seth Rollins mit jeder einzelnen Silbe provozieren wollte, wirkt Jimmy zunächst beinahe entspannt. Ein breites Grinsen liegt auf seinem Gesicht, während er Seth mustert. Doch dieses Grinsen verändert sich langsam. Es wird schmaler. Kälter. Ernsthafter. Jimmy hebt sein Mikrofon, wartet aber noch einen Moment. Er lässt die Buhrufe durch den Caesars Superdome rollen, ehe er schließlich einen Schritt nach vorne macht und sich genau neben Jey positioniert.

Jimmy Uso
"Weißt du was, Uce... ich glaube, wir machen es gerade viel zu kompliziert.“

Jimmy blickt kurz zu Jey, dann wieder zu Seth. Sein Kopf neigt sich leicht zur Seite und reißt die Augen auf.

[Bild: 4f819-17830845347393-1920.jpg]

Jimmy Uso
"Wir könnten hier noch eine Stunde stehen. Wir könnten über deine zwölf Jahre reden. Wir könnten über The Shield reden. Wir könnten über Verrat reden. Wir könnten darüber reden, wer wann neben wem gestanden hat und wer wem irgendwann ein Messer in den Rücken gerammt hat. Aber jeder hier drin weiß doch ganz genau, worum es wirklich geht.“

Jimmy hebt langsam den freien Arm und deutet nicht auf Seth, sondern über dessen Schulter hinweg, in Richtung der Kamera.

Jimmy Uso
„Es geht um ihn... "The Tribal Äffchen." Roman Reigns“

Die Reaktion ist sofort gewaltig. Ein Teil der Fans buht, ein anderer Teil reagiert mit einem überraschten Raunen. Jimmy grinst breit, als hätte er genau auf diesen Moment gewartet. Jimmy spricht den Namen nun deutlich langsamer aus.

Jimmy Uso
"Der Mann, den du hier gerade wie irgendein verdammtes Kunstwerk beschrieben hast. Der Mann, den du als dein Lebenswerk bezeichnet hast. Der Mann, von dem du glaubst, dass nur du ihn verstehen kannst. Der Mann, von dem du glaubst, dass nur du das Recht hast, sein letztes Kapitel zu schreiben. Aber weißt du... Seth? Du redest über Roman, als wäre er irgendein tragischer Held. Als wäre er der gefallene König. Als wäre seine Geschichte eine verdammte Tragödie, die nur darauf wartet, von dir beendet zu werden. Nein, Uce. Roman Reigns ist kein Opfer seiner eigenen Geschichte.“

Jimmy deutet sich selbst und anschließend auf Jey.

Jimmy Uso
"Wir sind Opfer seiner Geschichte.“

Ein lautes Raunen geht durch die Arena... Jimmy lässt diese Aussage bewusst wirken.

Jimmy Uso
"Jey und ich haben jahrelang neben diesem Mann gestanden. Wir haben ihn unterstützt. Wir haben für ihn gekämpft. Wir haben uns für ihn in Schlachten geworfen, in denen wir nichts zu gewinnen hatten. Wir haben uns blutig prügeln lassen, damit Roman Reigns seinen verdammten Platz auf diesem Berg behalten konnte. Und was haben wir dafür bekommen? Familie... Loyalität... Respekt... Alles Worte... verdammte Worte, die Roman benutzt hat, solange sie ihm genutzt haben.“

Die Kamera fährt näher an Jimmy heran. Sein Gesicht hat inzwischen jede Spur des vorherigen Grinsens verloren.

Jimmy Uso
"Und genau deshalb werde ich dir eines sagen, Seth. Du hast vorhin behauptet, Roman Reigns sei dein unvollendetes Werk. Nein! Roman ist unser abgeschlossenes Kapitel. Und weißt du warum? Weil wir endlich verstanden haben, dass die Bloodline nicht wegen uns gefallen ist. Sie ist wegen ihm gefallen. Es begann mit Roman Reigns. Es war Roman Reigns, der aus Familie eine Hierarchie gemacht hat. Roman Reigns war es, der aus Brüdern Soldaten gemacht hat... Roman Reigns war es, der aus Loyalität Gehorsam gemacht hat. Und Roman Reigns war es, der irgendwann geglaubt hat, dass diese Familie ohne ihn nicht existieren kann. Aber hier ist die Wahrheit, Seth. Die Bloodline ist nicht mehr das, was sie einmal war. Und dafür gibt es einen Namen. Roman Reigns... Er hat sie aufgebaut und sie kontrolliert und er hat sie zerstört.“

Ein gewaltiges Raunen geht durch den Caesars Superdome. Jimmy nimmt das Mikrofon für einen Moment vom Mund. Seine Augen wandern über die Zuschauer, ehe er wieder Seth fixiert.

Jimmy Uso
„Also hör auf, uns zu erzählen, dass wir uns in deine Geschichte eingemischt haben. Hör auf, so zu tun, als wäre Roman irgendein heiliger Gegenstand, den nur du anfassen darfst. Du willst sein letztes Kapitel schreiben? Dann schreib es. Aber schreib verdammt noch mal nicht unsere Geschichte für uns. Denn du und Roman könnt euch weiter gegenseitig erzählen, wie besonders eure zwölf Jahre sind. Ihr könnt euch weiter einreden, dass The Shield der Anfang und euer nächster Kampf das Ende von allem ist. Aber für uns? Für uns hat diese Geschichte bereits ihr Ende gefunden. Und jetzt beginnt unsere... Die Bloodline begann mit Roman Reigns und sie endete mit Roman Reigns... nicht mit Jey... nicht mit Jimmy... nicht mit irgendeinem anderen Mitglied dieser Familie sondern mit ihm. The Tribal Äffchen hat bekommen, was er selbst erschaffen hat.“

Die Arena explodiert in Buhrufen. Jey steht grinsend neben seinem Bruder, während Jimmy keinen Zentimeter zurückweicht. Beide richten ihren Blick nun gemeinsam auf Seth Rollins währenddessen auf dem Titan Tron ein Live Bild aus dem Backstagebereich eingeblendet wird.

[Bild: images-q-tbn-ANd9-Gc-RA2-s6kubbgu9x-POO6...RZMg-s.jpg]

Pat McAfee
„Oh Oh gleich wird es kritisch. Der Tribal Chief hat wohl genug gehört.“


Cathy Kelley
„Nach letzter Woche... verständlich!“


doch man hört weiterhin Jimmy Uso...

Jimmy Uso
„Und wenn du wirklich glaubst, dass wir heute Abend hier stehen, um Roman zu beschützen... dann hast du überhaupt nichts verstanden.“

Jimmy senkt das Mikrofon... Die Botschaft ist angekommen für die Usos ist Roman Reigns nicht länger der Mittelpunkt der Familie, sondern der Mann, dessen Herrschaft sie endgültig hinter sich lassen wollen. Aber die Ankunft von Roman Reigns bekamen die Usos nicht mit und Seth kann sein grinsen nicht verkneifen. Dann plötzlich dröhnt es aus den Boxen...

"ACKNOWLEDGE ME!"



Die markante Stimme hallt mit gewaltiger Wucht durch die Lautsprecher. Im selben Moment schießen unzählige blaue Laserstrahlen durch die Arena. Kalter Nebel kriecht über die gesamte Stage und verschluckt jede Kontur. Das monumentale Theme des Tribal Chiefs setzt ein und lässt den Boden der Caesars Superdome förmlich erzittern. Die Zuschauer explodieren. Ein gewaltiger Jubel erfüllt die Arena. Tausende stehen sofort von ihren Sitzen auf. Handys werden in die Höhe gehalten. Kinder zeigen mit ausgestrecktem Finger zur Stage. Selbst eingefleischte Zuschauer des Tribal Chiefs können den Blick nicht von der Entrance lösen. Sekunden vergehen... niemand betritt die Bühne. Die Spannung wächst mit jeder einzelnen Note der Musik. Erst als der Nebel dichter wird, zeichnet sich langsam eine Silhouette darin ab. Regungslos... unbeweglich... wie eine Statue und langsam tritt Paul Heyman als Erster aus dem Nebel hervor. Sein Gesicht wirkt ungewöhnlich ernst. Kein arrogantes Lächeln. Keine provokanten Gesten. Er bleibt auf der linken Seite der Stage stehen und senkt respektvoll den Kopf. Noch immer erscheint Roman Reigns nicht. Die Musik baut sich weiter auf. Die Arena wird immer lauter. Dann... mit einem einzigen Schritt durchbricht Roman Reigns die Nebelwand sofort entlädt sich die Atmosphäre ein weiteres Mal. Ein ohrenbetäubender Jubel schlägt ihm entgegen doch es ist sein Blick, der sofort alles dominiert. Roman bleibt mitten auf der Stage stehen. Die Schultern leicht zurückgezogen. Das Kinn erhoben und er blickt langsam über die gesamte Arena. Von links... nach rechts... bis schließlich sein Blick direkt auf den Ring fällt. Roman rührt sich keinen Zentimeter... Die Kamera fährt langsam um ihn herum und fängt sein ausdrucksloses Gesicht aus nächster Nähe ein. Im Hintergrund schneiden die blauen Laserstrahlen unaufhörlich durch den Nebel. Nach einigen langen Sekunden setzt sich Roman schließlich in Bewegung. Langsam... Kontrolliert... Jeder einzelne Schritt wirkt bewusst gesetzt. Nicht ein einziger Blick geht zu den Fans... Nicht eine einzige Reaktion auf die gemischten Rufe. Der Tribal Chief marschiert, als würde ihm diese Arena noch immer gehören. Paul Heyman folgt ihm mit einem Schritt Abstand. Immer leicht hinter Roman immer aufmerksam und immer bereit.

Roman erreicht langsam das Ende der Rampe. Er bleibt erneut stehen und vor ihm steht der Ring. Er hebt den Kopf leicht an und sein Blick fällt auf das c2c-Logo am Apron. Langsam wischt er sich mit Daumen und Zeigefinger über den Bart. Er nickt kaum sichtbar. Dann steigt er Stufe für Stufe die Ringtreppe hinauf oben angekommen bleibt er erneut regungslos stehen. Er dreht sich langsam zur Zuschauerseite. Das Publikum blickt ausschließlich zu ihm. Roman schließt für einen kurzen Moment die Augen und er atmet tief ein. Als er sie wieder öffnet, wirkt sein Blick noch kälter... entschlossener... majestätischer. Langsam betritt der Tribal Chief den Apron. Mit einer fließenden Bewegung steigt er zwischen dem oberen und mittleren Ringseil hindurch. Paul Heyman folgt ihm unmittelbar danach. Jey macht instinktiv einen Schritt zurück. Jimmy hingegen versucht, seine Fassung zu bewahren, doch auch er kann nicht verhindern, dass sein Blick für einen Moment nervös zwischen Roman und Seth hin und her wandert. Roman stellt sich neben Seth... nicht hinter ihn... vor ihn sondern neben ihn. Dann dreht er langsam den Kopf zu den Usos. Roman Reigns seine Stimme ist ruhig, aber messerscharf nachdem ihm Paul Heyman ein Mikro übergeben hatte.

Roman hebt das Mikrofon langsam an seine Lippen. Für einen langen Moment sagt er nichts. Sein Blick ruht zunächst auf Jey, wandert dann zu Jimmy und bleibt schließlich zwischen den beiden Brüdern hängen. Kein Zorn ist in seinem Gesicht zu erkennen. Keine Hektik. Keine sichtbare Enttäuschung. Nur eine beinahe beunruhigende Ruhe. Eine Ruhe, die wesentlich bedrohlicher wirkt als jeder Wutausbruch. Paul Heyman steht einige Schritte hinter seinem Tribal Chief und beobachtet die Szene mit gespannter Aufmerksamkeit. Seth Rollins hingegen bewegt sich keinen Zentimeter. Er steht noch immer neben Roman und schaut aus dem Augenwinkel zu ihm hinüber. Dann atmet Roman einmal tief durch.

Roman Reigns
"Jimmy... Jey! Roman hat euch gerade sehr genau zugehört. Und Roman muss zugeben... ihr habt etwas geschafft, das nur sehr wenige Menschen geschafft haben. Ihr habt Roman tatsächlich überrascht. Nicht mit euren Worten. Nicht mit eurer sogenannten Freiheit. Und ganz sicher nicht mit diesem lächerlichen Versuch, die Geschichte umzuschreiben. Nein. Ihr habt Roman überrascht, weil ihr beide offenbar wirklich glaubt, dass ihr hier herauskommen könnt, nachdem ihr jahrelang von diesem Namen, von dieser Familie, von dieser Bloodline profitiert habt... und dann so tun könnt, als wärt ihr plötzlich die Opfer... Opfer? Jimmy hat gerade gesagt, er und Jey seien Opfer von Romans Geschichte! Nein... Nein. Ihr wart Nutznießer... Ihr wart zwei Männer, die jahrelang neben dem Tribal Chief standen, weil es euch größer gemacht hat. Ihr habt den Namen Bloodline getragen, weil dieser Name euch Türen geöffnet hat, die für euch sonst verschlossen geblieben wären. Ihr habt euch hinter Roman gestellt, weil jeder Gegner wusste, dass hinter euch der Mann steht, den diese gesamte Industrie fürchtet. Ihr habt euch an Romans Macht gewärmt und nennt es heute Unterdrückung.“


[Bild: wwe-raw-210725-roman-reigns-687f3d830b6c3.webp]

Jey hebt sein Mikrofon ein Stück, doch Roman hebt lediglich die freie Hand. Eine kleine Geste... nicht aggressiv aber eindeutig doch Jey hält inne.

Roman Reigns
"Nein, Jey. Heute redet Roman. Du hast gerade zehn Minuten lang versucht, Seth Rollins zu erklären, warum seine Geschichte vorbei ist. Du hast ihm erzählt, dass er in der Vergangenheit lebt. Du hast ihm erzählt, dass The Shield Geschichte ist. Du hast ihm erzählt, dass Roman Reigns nicht mehr der Mann von damals ist. Damit hast du ausnahmsweise recht. Roman ist nicht mehr der Mann von damals. Aber weißt du, was du nicht verstanden hast, Jey? Der Tribal Chief musste niemals derselbe Mann bleiben. Roman musste sich verändern. Roman musste stärker werden. Roman musste es lernen. Roman musste fallen und wieder aufstehen. Und genau das ist passiert. Das erkennt Seth Rollins! Aber Seth hat eine Sache verstanden, die ihr beide offenbar vergessen habt. Man kann seine Vergangenheit nicht einfach wegwerfen, nur weil sie unbequem geworden ist. Seth hat von zwölf Jahren gesprochen von The Shield... Verrat. Blut... und von Narben. Und Roman wird nicht hier stehen und behaupten, dass Seth Unrecht hat.“


Der Tribal Chief wendet sich weiterhin an die Usos.

Roman Reigns
"Denn diese Geschichte existiert. Ob ihr sie mögt oder nicht. Ob ihr sie verstehen könnt oder nicht. Ob sie euch gefällt oder nicht. The Shield existierte. Roman Reigns und Seth Rollins sowie Jon Moxley existierten. Und was zwischen diesen drei Männern passiert ist, wird nicht dadurch ungeschehen, dass zwei Brüder heute Abend in einem Ring stehen und behaupten, die Vergangenheit sei bedeutungslos. Aber jetzt kommt der Teil, den weder Jimmy noch Jey verstehen. Diese Geschichte gehört nicht euch. Sie gehört Roman Reigns. OTC entscheidet, wann ein Kapitel endet. Roman entscheidet, wann ein Kapitel beginnt. Und vor allem entscheidet Roman, wer das Recht hat, überhaupt eine Seite dieser Geschichte zu berühren. Und jetzt zu dir, Jimmy.“


Jimmy bleibt stehen.

Roman Reigns
"Du hast etwas gesagt, das der Tribal Chief interessant fand. Du hast gesagt, die Bloodline sei mit Roman Reigns begonnen und mit Roman Reigns beendet worden... Damit hast du recht. Denn Roman ist die Bloodline. Roman ist der Tribal Chief. OTC war derjenige, der diese Familie an die Spitze gebracht hat und war derjenige, der dafür gesorgt hat, dass jeder einzelne Mann, der diesen Namen getragen hat, größer wurde als er jemals zuvor gewesen ist. Aber Jimmy hat einen entscheidenden Fehler gemacht. Jimmy glaubt, dass das Ende der Bloodline bedeutet, dass das Ende von Roman Reigns gekommen ist. Nein! Die Bloodline war ein Kapitel im Leben des Tribal Chiefs. Roman ist größer als die Bloodline. Und genau deshalb ist es so verdammt amüsant, euch beiden zuzuhören. Ihr habt geglaubt, ihr könntet euch von Roman lösen und damit Romans Schatten entkommen. Ihr habt euch geirrt denn ihr steht gerade im selben Ring. In derselben Arena... unter demselben Licht und ihr sprecht immer noch über Roman Reigns.“


[Bild: images-q-tbn-ANd9-Gc-QOVy-Cd-Md-Ycv-XMmm...k-s-10.jpg]

Roman Reigns
"Ihr wollt frei sein? Dann seid frei. Aber hört auf, Roman für eure Entscheidungen verantwortlich zu machen und ausreden zu suchen. Jey hat gesagt, Roman hätte aus Brüdern Soldaten gemacht... vielleicht hat das der Tribal Chief getan. Aber Roman hat niemals jemanden gezwungen, zu bleiben. Jey ist gegangen. Jimmy ist gegangen. Jeder, der gehen wollte, ist gegangen. Und trotzdem steht ihr heute noch hier und redet über Roman. Warum? Weil ihr noch immer nicht akzeptieren könnt, dass ihr euren größten Teil eurer Identität aus etwas aufgebaut habt, von dem ihr jetzt behauptet, es hätte euch zerstört. Ihr wollt Roman als Tyrannen darstellen? Gut. Ihr wollt Roman als den Mann darstellen, der euch alles genommen hat? Gut. Ihr wollt Roman zum Monster machen? Macht das. Aber dann habt wenigstens den Mut, zuzugeben, dass ihr dieses Monster jahrelang gebraucht habt.


Die Arena explodiert und jubelt Roman Reigns zu. Wahrscheinlich hat er das Publikum an seiner Seite. Jimmy schaut zu Jey. Für einen kurzen Augenblick scheint keiner der beiden Brüder eine Antwort zu finden. Der Tribal Chief senkt das Mikrofon. Dann wandert sein Blick zu Seth Rollins und ein langer Moment vergeht bevor Reigns das Mikro anhebt.

Roman Reigns
"Und was Seth betrifft... Seth hat gesagt, Roman sei sein unvollendetes Werk... vielleicht ist Seth das unvollendete Werk von Roman aber vielleicht sind wir beide das unvollendete Werk des anderen. Aber heute geht es nicht um Seth Rollins und Roman Reigns. Heute geht es darum, dass zwei Männer geglaubt haben, sie könnten Roman Reigns angreifen, Roman Reigns beleidigen, Roman Reigns hinter sich lassen und dann einfach weitermachen. Das funktioniert nicht denn Roman vergisst nichts... vergisst keinen Verrat... vergisst keinen Angriff. Und der Tribal Chief vergisst ganz sicher nicht, was letzte Woche passiert ist. Ihr wolltet euren eigenen Weg? Dann geht ihn. Aber wenn ihr diesen Weg kreuzt... dann werdet ihr feststellen, dass Roman Reigns nicht länger euer Tribal Chief sein muss, um euer schlimmster Albtraum zu werden.“


Roman senkt das Mikrofon nicht... Er bleibt vollkommen ruhig stehen. Darauf fügt er mit beinahe flüsternder Stimme hinzu...

Roman Reigns
"Und jetzt... geht Roman davon aus, dass Jimmy und Jey ihre Entscheidung getroffen haben. Die Frage ist nur... habt ihr auch den Mut, mit den Konsequenzen zu leben?“


Roman lässt das Mikrofon langsam sinken... Paul Heyman blickt hinter Roman zu den Usos. Seth Rollins steht noch immer neben Roman, den Blick fest auf die beiden Brüder gerichtet. Für einige Sekunden sagt niemand etwas... als plötzlich eine Entrance Theme ertönt womit niemand gerechnet hat...



... es ist etwas anderes... rohes... etwas Unberechenbares. Die Kamera schwenkt zur Entrance. Die gigantischen LED-Wände beginnen zu flackern. Dunkle Bilder rasen über den Titantron. Schatten... Flammen... Nahaufnahmen eines Mannes, dessen Gesichtsausdruck keinerlei Wärme kennt. Dann erscheint ein Name auf der riesigen Leinwand.

JACOB FATU

Ein ohrenbetäubender Lärm bricht aus. Jimmy und Jey Uso drehen sofort den Kopf zur Stage. Roman Reigns bleibt vollkommen regungslos doch Seth Rollins hebt leicht eine Augenbraue. Paul Heyman erstarrt für einen kurzen Augenblick. Dann senkt er langsam den Blick denn jeder in diesem Ring weiß, was diese Musik bedeutet. Ein dumpfer Bass dröhnt weiterhin durch die Arena. Und dann... tritt Jacob Fatu aus dem Schatten doch für einen Moment bleibt er oben auf der Stage stehen. Sein Kopf ist leicht gesenkt. Die Schultern hängen locker. Beide Arme befinden sich zunächst seitlich am Körper... kein Posieren.. lächeln und keine Geste in Richtung der Zuschauer. Nur dieser Blick direkt in den Ring. Die Kamera fährt langsam näher an Fatus Gesicht heran. Seine Augen wirken wild, beinahe animalisch. Der Kiefer ist angespannt. Jeder Muskel seines Körpers scheint unter Kontrolle zu stehen, obwohl in seinem Gesicht bereits zu erkennen ist, dass diese Kontrolle nur hauchdünn ist. Die Fans reagieren mit einem gewaltigen Mix aus Jubel und Buhrufen. Jacob Fatu kümmert das nicht. Er setzt sich in Bewegung... seine Schritte werden größer. Fatu marschiert die Rampe hinunter, ohne auch nur einmal nach links oder rechts zu sehen. Seine Augen bleiben auf den Ring gerichtet... Die Kamera wechselt zwischen den vier Männern im Ring und dem herannahenden Fatu. Jey Uso wirkt plötzlich deutlich angespannter... Jimmy schluckt... Roman Reigns dagegen bewegt sich keinen Zentimeter nur sein Blick folgt Jacob Fatu. Seth Rollins dreht den Kopf leicht zu Roman. Für einen kurzen Moment treffen sich die Augen der beiden denn beide wissen, dass sich die Situation gerade verändert. Jacob Fatu erreicht das Ende der Rampe und er bleibt stehen. Sein Blick wandert langsam von Jimmy zu Jey dann zu Seth und schließlich bleibt er auf Roman Reigns hängen. Fatu legt den Kopf leicht zur Seite. Ein kaum sichtbares Grinsen zieht über seine Lippen. Roman reagiert nicht... Fatu steigt auf die Ringtreppe hinauf und darauf in den Ring... Der Samoan Destroyer stellt sich beiden Parteien und die Spannung ist spürbar. Sekunden vergehen und nichts geschieht und Paul Heyman steigt schnell aus dem Ring. Er scheint wohl etwas zu ahnen... Fatu blickt beide Parteien an als plötzlich…

Jacob Fatu:
"O S O F A ’ I !"

Mit dem Ausruf wie ein Schlachtruf hat der Samoanische Werewolf so gerade diese Diskussion beendet. Ein letzter Blick zwischen Reigns und Rollins und schon rollt eine Welle der Zerstörung über sie her. Jimmy und Jey setzte synchron zu einem Superkick an, treffen Roman und Seth, als FATU wie ein Bulldozer auf die beiden ehemaligen Shield Brüder zu rennt und mit einer Double Running Clothesline auf die Bretter schickt. Jimmy und Jey Uso kümmern sich um Roman und prügeln wild auf ihn ein. Auch wenn das mit einem Zwei gegen Eins äußerst ungünstig erscheint. Weiß Seth nicht so recht mit was er es in Jacob Fatu zu tun hat. Diese samoanische Naturgewalt ist wie von Sinnen. Dieser zerrt Seth auf die Beine, wuchtet ihn mühelos auf die Schultern und zeigt einen verheerenden Samoan Drop!

Wade Barrett
"OH MY GOD! FATU IS LOOSE!"


In der andere Ecke versucht sich Roman gerade noch irgendwie zu verteidigen. Aber auch er sieht die brutale Aktion des ehemaligen ‘Tribal Wolf’s’. Ein Versuch noch dazwischen zu hechten, wissen die Uso Brüder zu verhindern. Jimmy und Jey schalten blitzschnell. Sie packten Romans Arme, schlossen ihn von beiden Seiten ein und hielten ihn eisern fest. Fatu nahm Anlauf und krachte mit einem brachialen Running Samoan Splash frontal in den wehrlosen Tribal Chief. Roman brach in sich zusammen und schlug hart auf dem Ringboden auf.
Die zahlenmäßige Übermacht war nun vollkommen erdrückend. Draußen vor dem Ring stand Paul Heyman am Rande eines Nervenzusammenbruchs. Panisch wanderte der Blick des Wiseman zwischen den vier Männern im Ring hin und her. Seine Hände zitterten. Doch dann fror seine Mimik ein. Ein kalter Entschluss trat in seine Augen, was noch nie etwas Gutes daraus folgen ließ.

Heyman wandte sich zu den Kommentatoren, schob sich an deren Tisch vorbei und verjagte den Zeitnehmer und Ringsprecher Matthew Rehwoldt von deren Plätzen. Von ihnen zerrte er die zwei schwarzen Stahlstühle hervor. Er drehte sich wieder zum Ring. Mit einem verzweifelten Blick, als wolle er dies eigentlich gar nicht tun, sah er zu Roman. Dann wandte er den Kopf und sah Seth an. Sein Blick sagte mehr als tausend Worte es beschreiben könnten. Ohne ein einzelnes Wort zu verlieren, schob Heyman beide Stühle gleichzeitig unter dem untersten Ringseil hindurch auf die Matte. Romans Hand schoss nach vorne und umklammerte das kalte Metall des ersten Stuhls. Seth griff nach dem zweiten. Die Usos realisierten die Wendung nur einen Augenblick zu spät.

CLANG!

Romans Stuhl krachte mit einem metallischen Dröhnen gegen Jeys Schulter und riss ihn von den Beinen.

CLANG!

Fast zeitgleich traf Seth’ Stuhl Jimmy quer über den Rücken, dass dieser stöhnend ins Seil fiel. Jacob Fatu brüllte auf und stürmte erneut nach vorne. Doch diesmal holten Roman und Seth synchron aus. Zwei Stahlstühle trafen Fatu mit voller Wucht gleichzeitig gegen Brust und Schulter. Der massive Stoß ließ selbst den ‘Samoan Werewolf’ tief erschüttert zurück in die Seile taumeln. Der Caesars Superdome explodierte in einer Welle der Ekstase.

In der Mitte des Rings standen Roman Reigns und Seth Rollins, Rücken an Rücken. Ihre Brustkörbe hoben und senkten sich schwer, die Knöchel um die Stuhlbeine weiß verkrampft. Auf der Außenseite sammelten sich Jimmy, Jey und Jacob Fatu mühsam wieder. Fatu rieb sich knurrend die getroffene Brust, während die Usos alle Mühe hatten, den tobenden Koloss am Wiedereintritt zu hindern. Paul Heyman trat vorsichtig, mit bedächtigen Schritten, hinter Roman an den Apron. Der Lärm in der Arena hatte die Stärke eines Taifuns erreicht.
Roman drehte den Kopf nur ein Stück zur Seite. Seth tat es ihm gleich. Für einen winzigen, schweren Augenblick trafen sich ihre Blicke aus dem Augenwinkel. Darin lag keine versöhnte Freundschaft. Kein aufkeimender Respekt. Es war schlicht die knallharte, pragmatische Erkenntnis zweier Krieger, dass sie im Moment demselben Feind gegenüberstanden. Jey Uso streckte draußen den Arm aus und deutete mit zitterndem Zeigefinger in den Ring.

Jey Uso:
"Das hier ist noch nicht vorbei, Uce! Ihr zwei seid Geschichte!"

Die Stimme heiser vor Wut, schrie Jey es Roman und Seth entgegen. Rollins machte einen aggressiven Schritt nach vorne, riss den Stuhl leicht in die Höhe und deutete auf die Ringmatte. Eine stille Aufforderung es hier und jetzt fortzuführen. Jacob Fatu riss sich fast aus der Umklammerung der Usos los, trat bedrohlich vor und fixierte Roman mit stierren, wilden Augen.

Jacob Fatu:
"Ich reiße euch beide auseinander!"

Knurrte Fatu laut genug, dass es die ersten Reihen durchdrang. Romans Blicke wichen nicht einen Millimeter von Fatu ab. Ein tiefes, ehrfurchtsvolles Raunen ging durch die Zuschauermengen. Fatu wollte erneut losreißen, doch Jimmy warf sich ihm in den Weg und stemmte sich gegen dessen Brust. Jey packte seinen Bruder am Arm und zog ihn gewaltsam einen Schritt zurück.So verharrten sie. Ein finaler, hochgradig geladener Staredown brannte sich in die Arena ein. An der Mündung der Rampe standen Jimmy und Jey Uso, sowie ein zähnefletschender Jacob Fatu. Im Ring verharrten Roman Reigns und Seth Rollins, bewaffnet, kampfbereit, Rücken an Rücken gegen die bedrohliche Übermacht der zerbrochenen Bloodline.

Der Caesars Superdome bebte unter den Erschütterungen eines unaufhaltsamen Orkans. Tausende Kehlen schrien gegen die Szenerie an, während die Elektrizität in der Luft fast physisch greifbar schien. In der Mitte dieses Sturms standen die Fronten unverrückt gegeneinander aufgestellt. Jey Uso löste sich als Erster aus der Starre und trat einen Schritt näher an den Apron heran. Ein hämisches, von absoluter Selbstsicherheit getriebenes Grinsen breitete sich auf seinen Zügen aus. Langsam, fast provokant bedächtig, hob er drei Finger seiner Rechten in die Höhe. Mit abgespreiztem Zeigefinger deutete er erst auf sich selbst, dann auf den neben ihm stehenden Jimmy und schließlich auf den knurrenden Koloss Jacob Fatu.

Jey Uso:
"Guckt euch das doch an, Uce… Das hier ist ein Numbers-Game."

Seine geätzte Stimme schallte durch die Lautsprecher, getragen von spöttischer Überlegenheit. Jimmy nickte zustimmend, während sich dasselbe Siegergrinsen auf sein Gesicht legte. Er breitete die Arme weit aus, als würde er das gesamte Stadion als Zeugen seiner Logik anrufen.

Jimmy Uso:
"Drei gegen zwei! Ihr könnt kämpfen, so viel ihr wollt… aber am Ende seid ihr in der Unterzahl!"

Fast schob überheblich schrie Jimmy dazwischen. Jacob Fatu unterstrich die Worte mit einer animalischen Geste. Er trat bedrohlich dicht an den Apron heran, riss die Augen weit auf und schlug sich mit der flachen Hand so heftig gegen die massive Brust, dass es wie ein Peitschenknall hallte. Er brüllte, bis die Adern an seinem Hals gefährlich hervor traten..

Jacob Fatu:
"Das ist unsere Zeit jetzt!"

Roman Reigns blieb vollkommen regungslos. Wie aus Granit gemeißelt stand der Tribal Chief im Ring, die Augen starr nach vorne gerichtet. Sein Blick wanderte nicht einmal ansatzweise zur Seite. Seine Finger verengten sich nur noch fester um das kalte Eisen des Stuhlbeins. Hinter ihm wich Paul Heyman keinen Millimeter zurück, während der Wiseman mit hektisch flackernden Augen panisch zwischen der Bedrohung draußen und den beiden Männern im Ring hin und her blickte. Seth Rollins hingegen veränderte seine Haltung. Langsam, fast beiläufig, ließ er die Spitze seines Stahlstuhls auf die Ringmatte sinken. Er fixierte die Usos. Dann wandte er den Kopf, nur um den Bruchteil eines Zentimeters und sah aus dem tiefsten Augenwinkel zu Roman hinüber. Nur ein prüfender Blick für einen einzelnen, schweren Moment.

Kein gesprochenes Wort entwich seinen Lippen. Kein Nicken deutete sich an. Keine sichtbare Zustimmung. Und doch lag eine ungeheure Last in diesem stummen Kontakt. Rollins wandte den Blick wieder nach vorne und auf seinen Lippen zeichnete sich ein feines, beinahe gefährlich ruhiges Lächeln ab.

SETH ROLLINS: "Drei gegen zwei…"

Seth raunte leise, doch das Mikrofon fing die Schärfe in seiner Stimme perfekt ein. Er ließ eine kunstvolle, eisige Pause verstreichen, während die Halle augenblicklich den Atem anhielt.

SETH ROLLINS. "Keine Sorge, Jey… ich kann sehr gut zählen."

Ein gewaltiges, überraschtes Raunen fuhr durch die Ränge. Die Fans spürten augenblicklich, wie sich der Tonfall verschob. Er hob den Blick ein zweites Mal zu Roman. Wieder war es nur dieser winzige, hochexplosive Augenblick. Zwei Männer. Zwei ehemalige Brüder. Zwei Erzfeinde, die einst gemeinsam mit einem Dritter, als unaufhaltsame Abrissbirne das gesamte Wrestling-Business in seinen Grundfesten erschüttert hatten. Roman erwidert den Blick diesmal. Nicht nur für eine Millisekunde, sondern einen spürbaren Herzschlag länger als zuvor. Seine Miene blieb eine eiserne Maske, frei von jeder Emotion, doch man sah das unmerkliche, extrem harten Zucken seiner Kiefermuskeln ein.

Paul Heyman bemerkte diesen stummen Mikromoment sofort. Die Augen des Wiseman weiteten sich minimal vor Entsetzen, als hätte er in diesem bruchstückhaften Augenkontakt das unheilvolle Gespenst einer längst tot geglaubten Vergangenheit aufblitzen sehen. Seth wandte sich wieder den Usos zu. Das Lächeln wich schlagartig aus seinem Gesicht, ersetzt durch eine eiskalte, abgrundtiefe Entschlossenheit. Seine Stimme schallt mit voller Wucht durch den Superdome.

SETH ROLLINS: "Und manchmal… …braucht man nur einen einzigen Mann mehr, um ein ganzes verdammtes Imperium einstürzen zu lassen!"

Das Bild ging direkt zu Roman Reigns, doch der Tribal Chief antwortete nicht. Er gab keinen Laut von sich. Er bewegte sich keinen Millimeter. Doch diesmal blieb sein Blick nicht mehr auf den Usos oder dem wütenden Jacob Fatu haften. Er ruhte für einen langen, Zentner schweren Moment vollkommen unbeweglich auf Seth Rollins. Im Superdome entflammte augenblicklich ein orchestraler Lärmorkan aus ohrenbetäubendem Jubel, entsetzten Buhrufen und ungläubigem Staunen. Ein kollektiver Schauer lief durch die Zuschauerränge. Jeder im Stadion begriff die historische Tragweite dieser Worte. Das war kein bloßer Kommentar über eine zahlenmäßige Unterlegenheit an diesem Abend. Das war das Heraufbeschwören eines Geistes, der die Geschichte dieses Business vor Jahren neu geschrieben hatte.

Auf der Rampe standen Jimmy Uso, Jey Uso und Jacob Fatu wütend und ungläubig zugleich. Das bedrohliche Grinsen war aus ihren Gesichtern gewichen. Ihnen gegenüber im Ring herrschten Roman Reigns und Seth Rollins. Nicht als Freunde. Nicht als Verbündete. Aber für einen einzigen, elektrisierenden Moment warf das Flutlicht der Arena die Schatten der beiden Männer so auf die Ringmatte, dass ihre Silhouetten an eine Allianz erinnerten, die eigentlich für immer in Schutt und Asche liegen sollte.

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Die letzten Minuten der Show in New Orleans sind angebrochen und bereits jetzt gab es einiges aufzuarbeiten. Unmittelbar hinter der Gorilla Position herrschte ein reger Betrieb. Was zu Beginn noch als positive Aufregung wahrgenommen werden konnte, verlagerte sich allmählich bei dem ein oder anderen in etwas Frust und Ungehaltenheit. Vieles war an diesem Abend passiert, vielleicht zu viel? So sahen wir wie Becky Lynch auf einer der Equipment Boxen saß während ein Sanitäter ihr gerade den Kiefer abtastet und mit den Handschuhen in den Mundraum fuhr.

BECKY LYNCH: "Gähh wähhg vom miagh!"

Der nächste Curb Stomp von Thekla hatte ganze Arbeit geleistet. Die Kopfschmerzen setzten unmittelbar ein, während Beckys Mundraum sich zunehmend mit Blut füllte. Lippe, Zunge oder gar ein Zahn? Sie wusste es nicht und konnte diesen gleißenden Schmerz auch nicht direkt zuordnen. Auf dem Weg die Rampe hinauf, spuckte sie bereits unschön etwas Blut aus. Der Mitarbeiter des Medical-Teams wollte nur gründlich seine Arbeit machen, als Becky endgültig die Faxen dicke hatte. War ihre erste Warnung auch etwas undeutlich, aufgrund seiner Finger in ihrem Mund, stieß sie den Mann einfach von sich weg. Der Mitarbeiter machte einen Satz nach hinten, während sie erneut etwas Blut neben sich spuckte.

Medical Mitarbeiter: "Becky, du spuckst seit Minuten Blut, wir sollten zumindest wissen, woher es kommt. Lass mich bitte nochmal nachsehen…"

BECKY LYNCH: "Einen Scheiß muss ich! Lass mich in Ruhe, mir geht es gut!"

Die Gemüter lagen blank und gelogen war es obendrein noch. Es ging ihr sicherlich nicht gut und es würde noch schlimmer werden, wenn erst einmal die Anspannung und das Adrenalin abgeklungen war. Sichtlich überfordert von seiner störrischen Patientin, ließ der Mann von ihr ab. Er riss sich entnervt die Einweghandschuhe ab und schmiss ihr eine kleine Packung Schmerztabletten entgegen, ehe er davon marschierte. Man hörte nur vage, wie er irgendwas von ‘undankbar’ stammelte und verschwand. Und gerade als Becky sich die letzten Blutreste aus den Mundwinkeln wischte, wurde es unruhiger im Backstage Bereich. Zuerst ein humpelnder Roman Reigns, der sich an ihr vorbei schob, dicht gefolgt von Paul Heyman. Und letztlich stieß der Dritte im Bunde dazu, nämlich ihr Seth Rollins. Humpelnd schleppte er sich die letzten Meter zu ihr. Sein schwarzer Anzug saß alles andere als ordentlich an ihm. Das Jackett hatte er schon gar nicht mehr an, die Krawatte soeben runter gerissen. Die Haare standen wirr ab, Schweiß glänzte auf seiner Stirn und an der Schläfe zeichneten sich bereits rote Striemen ab.

SETH ROLLINS: "Urgh…A rough Day in the Office, huh? Wie lief es bei dir, mein Sweet Pie, Honey Bunny? Nicht ganz wie gedacht? Zeigte sie nicht ganz so viel Verständnis für unsere Theorie? Urgh… was ein Jammer aber auch. Aber weißt du was? Es ist ja irgendwie genau das, was du wolltest, oder? Chaos, überall Chaos und wir stehen mittendrin wie in dem Auge eines verdammten Tornados. Und weißt du was… aus eine seltsame, verdrehte Weise, finde ich es sogar gut. Ja, irgendwie gefällt es mir, wie die Dinge sich so verquer entwickeln. Hahaha… Hättest du mir vor Wochen erzählt, was hier und heute passieren würde, Gott… ich hätte dich für verrückt erklärt. Doch jetzt… jetzt werden diese Dinge verdammt interessant."

Ein müdes Lächeln huschte über Seth’ Lippen, als er einen Arm um Becky legte und sie einfach von der Kiste herunter zog. Es brauchte jetzt ganze drei Woche in denen Seth Rollins zum Mittelpunkt einer jeden Show wurde und die Dinge sich in Lichtgeschwindigkeit wandten. Er und Roman Reigns, auf derselben Seite… unmittelbar nach dieser Sequenz konnte er es noch nicht fassen. Und so recht wusste er auch nicht, wie er es einschätzen sollte. Alles passierte so schnell und schon standen sie mit den Stühlen bewaffnet, Seite an Seite im Ring. Auch in ihm jagte noch das Adrenalin durch die Venen, weswegen er kaum einen klaren Gedanken ergreifen konnte. Also widmete er sich doch lieber seinem feurigen Rotschopf zu. Becky fuhr sich prüfend mit der Blutroten Zunge über die Zähne, es schien aber alles unversehrt. Vorsichtig schob Seth ihre Oberlippe etwas hinauf, als sogleich zwei frische Bluttropfe hinab liefen.

SETH ROLLINS: "Sollen wir vielleicht doch den Arzt aufsuchen, den du eben vergrault hast?"

Die Frage hing zäh und ungemütlich zwischen ihnen im Raum. Becky hielt für eine Sekunde inne, den Kopf leicht zur Seite geneigt, während Seths Zeigefinger noch immer mit behutsamer Vorsicht an ihrer aufgeplatzten Lippe verharrte. Dann verließ ihre Geduld sie endgültig. Sie verzog das Gesicht, schlug seine Hand mit einer scharfen, genervten Bewegung zur Seite und fuhr sich mit dem getapten Handgelenk quer über den Mund. Das frische, dunkelrote Blut verschmierte über ihr Kinn.

BECKY LYNCH: "Nein."

Kurz. Wie das Einrasten einer Waffe und absolute Endgültigkeit. Seth hob augenblicklich beide Hände beschwichtigend und machte einen halben Schritt zurück. Es war diese raue Tonlage, tief aus ihrer Kehle, die ihm unmissverständlich klar machte, dass sie nicht unbedingt zu Späßen aufgelegt war.

SETH ROLLINS: "Okay, okay… war ja nur ein Vorschlag."

Becky wiegte sich schief auf den Beinen, lehnte sich ein Stück von ihm weg und spuckte eine dunkle Speichel-Blut-Mischung auf den grauen Betonboden. Es war deutlich weniger als direkt nach dem Match, aber der brennende Nachgeschmack reichte völlig aus, um ihre ohnehin schon gereizte Stimmung endgültig kippen zu lassen. Mit der Zungenspitze fuhr sie vorsichtig an der Innenseite ihrer oberen Schneidezähne entlang, um erneut zu prüfen, ob noch alles fest saß. Bei der Bewegung presste sie unwillkürlich den Kiefer zusammen, ein stechender, pulsierender Schmerz schoss sofort hoch bis in die Schläfe.

BECKY LYNCH: "Verdammte Psychopathin…"

Seth beobachtete sie im dunklen Schatten des Korridors. Er kannte den Blick in ihren Augen zu gut. Es war nicht das bloße Brennen von Adrenalin. Es war auch nicht nur der stumpfe Wunsch nach Vergeltung. Es war eine tiefe, persönliche Kränkung. Thekla hatte sie schon wieder eiskalt erwischt.

BECKY LYNCH: "Sie will mich brechen? Dann soll sie verdammt nochmal genauer hinschauen! Ich bin nicht aus Zucker, ich bin nicht irgendein Rookie aus dem Performance Center, den man mit ein paar Tritten und einem fiesen Lächeln einschüchtert. Ich habe mich durch jede Hölle gekämpft, die dieses Business mir entgegen geworfen hat. Und diese kleine psychopathische Spinne glaubt ernsthaft, sie wäre die Erste, die versucht, mir den Kopf einzutreten?"

Ihre Stimme wurde lauter, rauer und gefährlicher. Es war der Moment zwischen abflachendem Adrenalin und aufkommender Rage, den Becky hier nochmal aufkochen ließ. Je mehr sie über die eben geschehene Szene nachdachte, umso wütender wurde sie. Und Seth? Seth ließ sie gewähren. Jegliche Unternehmungen von ihm, sie irgendwie beruhigen zu wollen, würden nur das Gegenteil bewirken und außerdem hatte er ähnliche Probleme im selben Ausmaß.

BECKY LYNCH: "Mionnaím le Dia! Nein. Jetzt reicht es mir endgültig. Sie hat mir heute das Blut aus dem Mund getreten? Gut. Dann soll sie sich merken, wie dieses Blut aussieht. Denn das Nächste, was Thekla von mir bekommt, ist keine Diskussion mehr, kein Versuch, sie zu verstehen und kein verdammtes Mitleid. Das Nächste, was sie bekommt, ist The Man mit allem, was ich habe. Und wenn ich dafür durch ihre eigene persönliche Hölle marschieren muss, dann tue ich das mit einem verdammten Lächeln auf meinen beschissenen blutigen Lippen."

Sie spuckte Blut, Gift und Galle. Und wenn dann auch noch ein zutiefst gälischer Fluch hinein floss, wusste man, dass das Maß erreicht war, an dem es ungemütlich wurde. Für einen kurzen Moment kehrte Stille im Korridor ein. Becky atmete schwer durch die Nase, die Schultern hoben und senkten sich unter der Anspannung. Ehe sie mit einem Knall gegen das nächste Flightcase trat. Seth lehnte sich gegenüber an die Wand. Auch ihm sah man die Strapazen des Angriffs an. Es brauchte einen Augenblick bis Becky aufhörte zu toben und zumindest ansatzweise wieder eine Blick fassen konnte.

Beckys Brust hob und senkte sich noch immer schwer. Der Schmerz pochte hinter ihrer Schläfe wie ein zweiter Herzschlag, während der metallische Geschmack von Blut langsam einem dumpfen Brennen wich. Der Tritt gegen das Flightcase hatte die überschüssige Wut für einen Moment aus ihr herausgerissen. Nur einen Moment. Dann bemerkte sie, dass Seth ungewöhnlich still geworden war. Kein nervöses Lachen. Kein überdrehter Kommentar. Kein halbwahnsinniger Einfall darüber, wie wunderbar chaotisch diese Nacht doch gewesen sei. Er lehnte noch immer an der Wand, den Blick auf den Boden gerichtet. Seine Finger fuhren langsam über die roten Striemen an seiner Schläfe, als würde er erst jetzt registrieren, wie sehr auch ihn dieser Abend mitgenommen hatte.

SETH ROLLINS: "Schon verrückt, oder? Da draußen sehen die Leute Roman und mich gemeinsam im Ring… und sofort fangen sie wieder an zu träumen. Als würden drei Buchstaben reichen, um alles ungeschehen zu machen."

Er schüttelte langsam den Kopf. Hatte Seth den Mund vielleicht etwas zu voll genommen? Becky sagte nichts. Sie kannte den Namen, den er bewusst nicht aussprach. Seth lehnte sich erneut gegen die Wand, verschränkte die Arme und blickte für einen Moment irgendwo an ihr vorbei.

SETH ROLLINS: "Das Problem ist nur… manche Dinge sind nur so tief begraben, dass sie sich nicht ändern, egal wie laut die Massen danach schreien. Ich weiß ziemlich genau, wie Jon über mich denkt. Und ehrlich? Ich kann es ihm nicht einmal wirklich verdenken. Damals… als zwischen uns alles auseinandergefallen ist… als ich komplett durchgedreht bin und mich auf Dijak gestürzt habe… Du erinnerst dich daran, wie das geendet hätte. Er hat damals eingegriffen. Nicht wegen mir. Das hat er ziemlich deutlich gemacht. Er tat es für dich!"

Seth atmete tief durch, als würde allein die Erinnerung daran unangenehm unter der Haut kratzen. Natürlich erinnerte Becky sich. An die Wut. An die Selbstzerstörung. An den Moment, in dem Seth jede Grenze verloren hatte. Seth’ Blick senkte sich für einen Augenblick auf den Boden. Ein bitteres Schmunzeln zuckte über seine Lippen, die Worte hingen kurz zwischen ihnen. Becky spürte, wie sich etwas in ihrer Brust zusammenzog. Sie erinnerte sich zu gut an diese Zeit. An schlaflose Nächte. An Gespräche, die kaum noch wie Gespräche wirkten. An das Gefühl, Seth Stück für Stück zu verlieren.

SETH ROLLINS: "Er hat nie viel gesagt. Aber genug, damit ich verstanden habe, dass er wusste, wie schlecht es dir damals ging. Ich will dich da nicht mit hineinziehen, Becky. Wirklich nicht, aber…"

Seth hob langsam den Blick wieder zu ihr. Wieder entstand eine kurze Stille. Eine unangenehme, eine, die von Erinnerungen gefüllt war, die beide lieber nicht zu oft hervorholten. Er stieß sich von der Wand ab und trat einen halben Schritt näher an sie heran. Beckys Blick war eine Mischung aus physischem Schmerz, innerer Unruhe und emotionaler Erschöpfung.

BECKY LYNCH: "Ich soll deinen Mist jetzt wieder gerade rücken? Kann Roman nicht mit ihm sprechen… ach ne, warte… wer ließ diesen Stuhl in seinem Rücken donnern? Kann es sein, dass der Architekt sich ein wenig verplant hat? Du agierst gerade auf einem sehr wackligem Fundament."

Dies wusste Seth durchaus selbst. Die Situation war prekär und je länger er darüber nachdachte, taten sich immer mehr Risse auf, die er noch irgendwie kitten musste. Unmittelbar nach der Hitze des Gefechts stand er vor einer nur schwer zu unüberwindbaren Hürde und Becky war ein Teil seiner erdachten Lösung, eventuell etwas einfacher an sein Ziel zu gelangen. Beschwichtigend legt er die Arme auf ihre Schultern.

SETH ROLLINS: "Ich weiß… ich weiß und je länger ich darüber nachdenke, wird es auch nicht besser. Aber du könntest der Schlüssel sein, dass wir vielleicht etwas friedvoll aus der ganzen Nummer herauskommen. Nicht jetzt und nicht heute… und wenn es wirklich nicht klappt, kannst du mich im Anschluss nach allen Regeln der Kunst beschimpfen, Vorwürfe machen und auseinandernehmen."

Seth überwand den letzten Schritt. Seine Arme auf ihren Schultern rutschten mehr und mehr zu einer Umarmung hinab, während er leise und ruhig zu ihr sprach. Er weiß um seinen Charm und er weiß auch, wie er Becky beruhigen konnte, sie musste es nur zulassen. Doch sie blieb wie versteinert. Ihr Atem ging schwer, die Hände waren noch zu Fäusten geballt. Für einige Sekunden sagte keiner etwas. Dann ließ die Spannung langsam aus ihren Schultern nach. Becky schloss kurz die Augen und atmete tief durch.

BECKY LYNCH: "Wenn das schiefgeht, bin ich nicht dafür verantwortlich und ich werde es dir jeden einzelnen Tag vorhalten, nur damit du schon Bescheid weißt."

Ein müdes, kaum sichtbares Lächeln huschte über ihre Lippen, als sich sich aus der Umarmung befreite. Becky schnaubte leise. Als sie die Augen wieder öffnete, war von dem Lächeln nichts mehr zu sehen. Ihr Blick wanderte zur Seite, dorthin, wo vor wenigen Minuten noch das Chaos der Show geherrscht hatte.

SETH ROLLINS: "Oh… ich erwarte nichts anderes!"

Er sah ihr zu, wie sie nach dem SHINE Belt griff und ihn von der Equipment Box herunter zog. Einen Moment lang betrachtete sie das gravierte Gold und strich vorsichtig mit den Fingerkuppen darüber. Dann zog sie die blutverschmierten Finger über das Metall. Kein hektischer Wisch. Keine hastige Bewegung. Fast so, als würde sie das Gold daran erinnern, welchen Preis sie bereit war dafür zu zahlen.

[Bild: HIST.jpg]

MAIN EVENT
SINGLES MATCH
Alexa Bliss vs. Fallon Henley

[Bild: fallonalexa.png]
Writer: ???

Die vergangenen Wochen waren für Alexa Bliss alles andere als gewöhnlich gewesen. Und das will bei jemandem wie ihr bereits etwas heißen. Während andere Superstars sich mit Titelmatches, Rivalitäten oder den üblichen Machtspielchen innerhalb der Coast 2 Coast Company beschäftigen mussten … kämpfte Alexa mittlerweile gegen etwas deutlich Merkwürdigeres. Gegen etwas, das sie selbst nicht mehr vollständig erklären konnte. "Lily die unberechenbare Stoffpuppe." Die kleine Stoffpuppe, die ursprünglich nur als verstörende Begleiterin gedacht gewesen war, entwickelte mittlerweile ein Eigenleben, das selbst Alexa langsam nicht mehr ignorieren konnte. Und als wäre das nicht bereits genug, tauchten inzwischen auch noch andere Puppen auf. Mini Moxi... Mini Danhausen... Kleine groteske Stoffversionen ihrer realen Gegenstücke, die scheinbar immer dann auftauchten, wenn niemand hinsah. Vor allem niemand wusste, wer sie herstellte und niemand wusste, wer sie bewegte. Nicht zu vergessen vor allem wusste niemand, warum sie plötzlich überall auftauchten. Aber in der letzten Zeit zog sich Lily und ihre Freunde langsam zurück. Aber man sollte niemals nie sagen.

Diese Woche meldet sich die Coast 2 Coast LIVE Ausgabe aus einem der imposantesten Veranstaltungsorte der Vereinigten Staaten. Der Caesars Superdome in New Orleans, Louisiana, ist bis auf den letzten Platz gefüllt und rund 20.000 Zuschauer sorgen bereits vor dem eigentlichen Main Event für eine Atmosphäre, die man förmlich mit den Händen greifen kann. Das gigantische Dach des Superdomes lässt jeden einzelnen Jubel, jeden Pfiff und jeden Buhruf wie eine gewaltige Druckwelle durch die Arena rollen. Der Superdome ist ohnehin für seine großen Wrestling-Veranstaltungen bekannt. Seit Stunden fiebern die Fans diesem Augenblick entgegen. Doch jetzt ist es endlich so weit. Das Licht in der Halle wird langsam heruntergedimmt. Die Gespräche auf den Rängen verstummen nicht etwa, sondern verwandeln sich in ein immer lauter werdendes, unruhiges Raunen. Zehntausende Augen richten sich auf die gigantische Videowand über der Stage. Die Kameras fahren durch die Zuschauermenge und fangen Schilder ein, auf denen die Namen der beiden heutigen Kontrahentinnen zu lesen sind. Einige Fans tragen das typische Blau und Weiß von Fallon Henley, andere haben sich mit Alexa-Bliss-Merchandise ausgestattet. Aber der heutige Main Event ist nicht einfach nur irgendein Match. Für Alexa Bliss ist es ein ganz besonderer Abend. Sechs Wochen sind vergangen, seit die ehemalige Champion ihren letzten Auftritt im Ring hatte. Sechs Wochen, in denen immer wieder darüber gesprochen wurde, wann sie endlich wieder in den Ring zurückkehren würde. Sechs Wochen, in denen sich die Fans gefragt haben, ob die Pause vielleicht länger dauern würde jedoch heute Abend gibt es keine Spekulationen mehr... Alexa Bliss ist zurück und sie kehrt ausgerechnet im Main Event des Abends zurück.

Die letzten Gespräche in den Rängen verstummen, die Kameras richten sich auf die gigantische Stage und selbst die Kommentatoren lassen ihre Stimmen für einen Moment sinken. Die knapp 20.000 Zuschauer wissen genau, was jetzt passieren könnte. Die Spannung ist beinahe greifbar. Dann ertönt eine vertraute Melodie... Alexa Bliss' Theme Song.



Ein gewaltiger Jubel bricht los... nicht einfach nur ein lauter Pop, wie man ihn bei einem gewöhnlichen Entrance hören würde. Nein. Der Caesars Superdome scheint förmlich zu beben. Die knapp 20.000 Zuschauer springen von ihren Sitzen auf, unzählige Menschen reißen ihre Schilder in die Höhe, während sich der Name der Rückkehrerin wie eine Welle durch die gesamte Arena bewegt. Die Kameras schwenken durch die Ränge und fangen die Reaktionen der Fans ein. Einige zeigen begeistert auf die Stage, andere halten ihre Smartphones über ihre Köpfe, um diesen besonderen Augenblick festzuhalten. Nach sechs Wochen Wartezeit ist es endlich so weit. Dann erscheint Alexa Bliss... langsam tritt sie durch den Vorhang. Die Blondine trägt ihre typische Lederjacke, die lässig über ihren Schultern liegt. Darunter befindet sich ihr Ringoutfit, ergänzt durch das kurze, schwarze Leder-Röckchen, das ihrem gesamten Auftreten diesen unverkennbaren Alexa-Bliss-Look verleiht. Ihre Stiefel glänzen im Licht der Stage, während die Scheinwerfer immer wieder über sie hinwegwandern doch es ist nicht ihre Kleidung, die die Aufmerksamkeit der Zuschauer für sich beansprucht.

[Bild: Gs4-Gpyn-Xo-AAT5u4.jpg]

Es ist nicht ihre Frisur oder ihr selbstbewusstes Lächeln sondern das, was sie in ihren Händen hält... LILY... Die kleine Stoffpuppe. Alexa hält sie behutsam mit beiden Händen vor ihrem Körper. Und für einen Moment verändert sich die Stimmung in der Arena. Der Jubel ist noch immer da doch zwischen den Begeisterungsrufen mischt sich plötzlich ein hörbares Raunen. Die Fans haben Lily nicht vergessen niemand hat Lily vergessen. Wochenlang war die kleine Stoffpuppe immer wieder Teil der seltsamen Ereignisse rund um Alexa Bliss gewesen. Sie war aufgetaucht, wenn sie niemand erwartet hatte. Sie hatte an Orten gesessen, an denen sie eigentlich nicht hätte sein dürfen. Und irgendwann kamen Mini Moxi und Mini Danhausen dazu. Kleine Stoffversionen echter Menschen. Niemand wusste, wer sie hergestellt hatte und wer sie bewegte. Und am allerwenigsten wusste irgendjemand, warum sie überhaupt existierten doch dann wurden die Puppen plötzlich seltener. Lily und ihre merkwürdigen Freunde schienen sich zurückzuziehen. Und Alexa hatte in den vergangenen Wochen ebenfalls kaum darüber gesprochen. Viele glaubten bereits, dass dieses bizarre Kapitel endlich abgeschlossen sei. Aber jetzt steht Alexa Bliss auf der Stage nach sechs Wochen Abwesenheit und sie hält Lily in ihren Händen. Alexa bleibt zunächst stehen. Sie schaut über den gesamten Caesars Superdome. Ihr Blick wandert von einer Zuschauertribüne zur nächsten. Sie sieht die tausenden Menschen, die ihr zujubeln. Sie sieht die Schilder. Sie sieht die Fans, die ihre Namen rufen und dann blickt sie nach unten... zu Lily! Die Stoffpuppe sitzt vollkommen regungslos in ihren Händen. Alexa betrachtet sie einige Sekunden. Ein kleines Lächeln erscheint auf ihrem Gesicht nicht das typische selbstbewusste Grinsen. Es ist eher ein vertrautes Lächeln fast so, als würde sie eine alte Freundin begrüßen. Alexa hebt Lily ein wenig an, sodass auch die Fans auf den oberen Rängen sie sehen können. Und die Reaktion ist unmittelbar. Ein Teil des Publikums jubelt noch lauter andere zeigen auf Lily. Die Kamera zoomt auf das Gesicht der Puppe dieses kleine, starre Stoffgesicht. Das unveränderte Lächeln... keine Bewegung... blinzeln. Darauf schwenkt die Kamera zurück auf Alexa.

Alexa setzt sich schließlich in Bewegung. Die Lichter der Stage flackern im Takt und Alexa Bliss beginnt ihren langen Weg zum Ring. Lily hält sie dabei weiterhin fest in ihren Armen. Mit jedem Schritt wird der Jubel lauter. Alexa geht langsam die Rampe hinunter. Immer wieder bleibt sie kurz stehen, um mit den Fans zu interagieren. Hände werden ausgestreckt, Smartphones werden ihr entgegengestreckt und Alexa klatscht einige Hände ab doch selbst währenddessen lässt sie Lily nicht los. Sie hält die Puppe immer sicher an ihrem Körper. Als wäre Lily etwas, das sie heute Abend unbedingt bei sich haben muss. Die Kamera fährt neben Alexa her. Man erkennt deutlich die kleinen Details ihres Outfits. Die Lederjacke sitzt locker auf ihren Schultern, das schwarze Leder-Röckchen bewegt sich bei jedem Schritt leicht mit und darunter blitzen ihre Wrestling-Boots hervor. Alexa wirkt entspannt aber nicht vollkommen denn immer wieder wandert ihr Blick zurück zu Lily. Einmal bleibt Alexa sogar mitten auf der Rampe stehen. Sie schaut auf die Puppe hinunter. Lily sitzt einfach da... Alexa neigt leicht den Kopf als würde sie für einen kurzen Moment darüber nachdenken, ob sie wirklich die richtige Entscheidung getroffen hat. Dann schüttelt sie den Gedanken ab. Sie lächelt wieder und geht weiter. Alexa erreicht schließlich die Ringabsperrung. Sie geht daran entlang und bleibt kurz vor der Ringtreppe stehen. Alexa legt Lily vorsichtig auf ihren linken Arm, damit sie die Ringtreppe hinaufsteigen kann. Ein Schritt noch einer dann steht Alexa auf dem Apron und sie richtet sich auf.

Alexa Bliss richtet sich auf dem Apron auf. Für einen Moment bleibt sie dort stehen und blickt über den Caesars Superdome. Der Jubel der knapp 20.000 Zuschauer ist noch immer ohrenbetäubend. Nach sechs Wochen Abwesenheit scheint die Halle ihre Rückkehr regelrecht feiern zu wollen. Doch Alexa macht keinerlei Anstalten, sofort durch die Seile in den Ring zu steigen stattdessen schaut sie kurz über ihre Schulter. Dann wandert ihr Blick in Richtung Ringinneres. Der Ring ist leer... noch denn Fallon Henley ist noch nicht da. Der heutige Main Event hat noch nicht begonnen. Alexa Bliss ist im Augenblick die einzige der beiden Kontrahentinnen, die sich überhaupt in der Arena befindet. Und genau diesen Moment scheint Alexa bewusst nutzen zu wollen.Plötzlich bewegt sich unten an der Ringabsperrung ein Coast 2 Coast Worker. In seiner Hand hält er ein Mikrofon... Alexa entdeckt ihn sofort. Sie streckt ihre freie Hand nach unten. Der Worker reicht ihr das Mikrofon, während Alexa Lily weiterhin sicher in ihrem anderen Arm hält. Sofort geht ein lautes Raunen durch den Superdome. Die Fans wissen, was das bedeutet. Alexa Bliss hat etwas zu sagen... Alexa nimmt das Mikrofon entgegen und dreht sich langsam zur Zuschauermenge. Sie hebt es zunächst noch nicht an stattdessen genießt sie einfach diesen Augenblick. Alexa blickt über die Ränge und man kann ihr ansehen, dass sie diesen Moment nach sechs Wochen tatsächlich vermisst hat. Dann hebt sie langsam das Mikrofon. Der Jubel wird noch einmal lauter.

Alexa Bliss
"Wow... Okay... New Orleans... das ist... verdammt noch mal unglaublich.


Alexa lässt das Mikrofon für einen Moment sinken und schaut mit einem breiten Lächeln über die Zuschauertribünen. Der Jubel, der ihr entgegenschlägt, ist gewaltig. Sie nickt langsam, während sie versucht, die Reaktion auf sich wirken zu lassen. Lily liegt weiterhin sicher in ihrem Arm, doch für diesen Augenblick scheint Alexa nur Augen für die 20.000 Menschen zu haben, die sie nach sechs Wochen Abwesenheit wieder zurück im Ring willkommen heißen.

Alexa Bliss
"Ich habe wirklich nicht gewusst, wie das hier heute Abend werden würde. Ich habe mir vorgestellt, wieder durch diesen Vorhang zu kommen... wieder die Rampe entlangzulaufen... hier oben auf diesem Apron zu stehen... aber nichts davon hätte mich auf das vorbereitet, was ihr mir gerade gegeben habt. Sechs Wochen... Sechs Wochen war ich weg und in diesen sechs Wochen ist eine Menge passiert. Dinge, über die ich vielleicht irgendwann noch ausführlicher sprechen werde. Dinge, die mich beschäftigt haben. Dinge, die mich gezwungen haben, über sehr vieles nachzudenken. Und ja... einige dieser Dinge waren ziemlich... ungewöhnlich. Aber eines habe ich in dieser Zeit verstanden. Ich muss wieder anfangen, an mich selbst zu denken! Denn viel zu lange habe ich mich damit beschäftigt, was andere Menschen von mir erwarten. Was andere Menschen von mir brauchen. Wem ich helfen muss. Für wen ich stark sein muss. Und manchmal habe ich dabei vergessen, dass ich selbst auch noch existiere. Und genau deshalb möchte ich heute etwas ganz klarstellen. Die Zeiten, in denen ich mein Leben danach ausrichte, was andere Menschen wollen, sind vorbei!"


Sie macht eine kurze Pause und blickt direkt in die Kamera.

Alexa Bliss
"Auch die Zeiten mit Jon Moxley... sind vorbei und bevor jetzt irgendjemand anfängt, daraus irgendeine große Geschichte zu machen... Nein. Ich bin heute Abend nicht hier, um über meine Vergangenheit zu reden. Ich bin nicht hier, um alte Wunden aufzureißen. Und ich bin auch nicht hier, um irgendjemandem etwas zu beweisen. Ich bin hier... für Alexa Bliss und ich glaube, es wurde verdammt noch mal Zeit."


Sie lässt das Mikrofon kurz sinken und dann schaut Alexa an sich hinunter. Sie betrachtet ihr Leder-Röckchen, ihre Jacke und anschließend ihre Stiefel. Ein schelmisches Grinsen erscheint auf ihrem Gesicht.

Alexa Bliss
"Und bevor irgendjemand hier draußen vielleicht glaubt, ich wäre nach sechs Wochen zurückgekommen, um irgendeinen Schönheitswettbewerb zu gewinnen... lassen wir das gleich mal klarstellen. Ich bin nicht hier, um hübsch auszusehen. Ich bin nicht hier, um meine Lederjacke zu präsentieren. Ich bin nicht hier, um mein Röckchen vorzuführen. Und ich bin ganz bestimmt nicht hier, damit irgendeine Jury entscheidet, ob ich heute Abend gut genug aussehe. Ich bin hier, um zu kämpfen und wenn ich mir dabei mein Make-up versaue... dann ist das eben so. Denn ich bin nicht zurückgekommen, um irgendeine Version von Alexa Bliss zu spielen, die anderen Leuten gefällt. Ich bin zurückgekommen, weil ich wieder die Frau sein will, die ich selbst sein möchte."


Alexa lässt das Mikrofon langsam sinken. Für einen Augenblick scheint es, als wäre damit alles gesagt. Sie hat die Fans begrüßt, sie hat über ihre sechs Wochen Abwesenheit gesprochen, über die Dinge, die in dieser Zeit passiert sind, über Jon Moxley und darüber, dass sie endlich wieder anfangen will, an sich selbst zu denken. Der Jubel im Caesars Superdome hält an, doch Alexa wirkt plötzlich nachdenklich. Ihr Blick wandert durch die Arena, bevor er wieder auf die Kamera fällt. Dann hebt sie das Mikrofon noch einmal an.

Alexa Bliss
"Aber... Das hier... Diese Rückkehr... diese sechs Wochen Pause... all die Dinge, über die ich gerade gesprochen habe... Das ist nicht der eigentliche Grund, warum ich zurückgekommen bin. Ich bin nicht sechs Wochen lang weggeblieben, nur um heute Abend hier herauszukommen, ein paar nette Worte zu sagen und anschließend wieder nach Hause zu gehen. Ich bin auch nicht zurückgekommen, damit ihr mich einfach nur wiederseht. Natürlich bedeutet mir dieser Empfang verdammt viel. Natürlich bin ich glücklich, wieder hier zu stehen. Aber wenn ihr wirklich glaubt, dass ich sechs Wochen lang darüber nachgedacht habe, wie schön es wäre, wieder vor euch zu stehen... dann kennt ihr mich nicht gut genug. Denn ich habe mir in diesen sechs Wochen eine Frage gestellt. Was will Alexa Bliss?


Alexa Bliss lässt diese Frage bewusst im Raum stehen. Sie schaut über die Zuschauertribünen, während der gewaltige Lärm des Caesars Superdome langsam wieder abebbt. Das Mikrofon bleibt dicht an ihren Lippen, doch für einige Sekunden sagt sie nichts. Man merkt ihr an, dass die Antwort auf diese Frage für sie längst feststeht. Sie hat sie sich in den vergangenen sechs Wochen immer wieder selbst gestellt. Vielleicht sogar jeden einzelnen Tag dann nickt Alexa langsam.

[Bild: intro-1748974764.jpg]

Alexa Bliss
"Was will Alexa Bliss? Ich weiß inzwischen ganz genau, was ich will. Und die Antwort ist vielleicht einfacher, als viele von euch denken. Ich will wieder Alexa Bliss sein... Nicht die Alexa Bliss, die immer versucht, es allen recht zu machen. Nicht die Alexa Bliss, die ständig darüber nachdenkt, was andere von ihr erwarten. Und auch nicht die Alexa Bliss, die ihr eigenes Leben irgendwann danach ausgerichtet hat, wer neben ihr steht. Und damit kommen wir zu einem Kapitel, über das ich heute Abend vielleicht doch ein paar Worte verlieren muss... Jon Moxley. Ja... Jon Moxley und ich hatten eine gemeinsame Zeit. Und nein, ich werde jetzt nicht hier stehen und so tun, als wäre davon alles schlecht gewesen. Jon ist ein netter Typ. Wirklich. Ich habe großen Respekt vor ihm. Wir hatten gute Momente, wir hatten schlechte Momente und wir hatten verdammt viele Momente, bei denen wir wahrscheinlich beide irgendwann dachten: Was zum Teufel machen wir hier eigentlich? Aber irgendwann muss man ehrlich zu sich selbst sein. Und die Wahrheit ist... es hat zwischen uns einfach nicht mehr funktioniert. Es war keine einzelne Sache. Es gab keinen einen großen Moment, an dem plötzlich alles zerbrochen ist. Es war eher dieses langsame Gefühl, dass etwas nicht mehr stimmt. Dass die Chemie nicht mehr da ist. Dass wir uns gegenseitig irgendwann mehr Energie gekostet haben, als wir uns gegeben haben. Und irgendwann musste ich mich fragen, ob ich eigentlich noch mein eigenes Leben lebe... oder ob ich nur noch versuche, in das Leben eines anderen Menschen hineinzupassen. Ich glaube, genau da lag mein Fehler. Ich habe mich selbst aus den Augen verloren."


Alexa Bliss holt einmal tief Luft bevor sie weiterspricht.

Alexa Bliss
"Ich habe zu lange im Schatten von Jon Moxley gestanden. Und bevor irgendjemand das falsch versteht... Das bedeutet nicht, dass Jon mich absichtlich in seinen Schatten gestellt hat. Das war mein eigener Fehler. Ich habe zugelassen, dass meine eigenen Ziele irgendwann weniger wichtig wurden. Ich habe zugelassen, dass ich mich immer wieder gefragt habe, was für ihn richtig ist, was für uns richtig ist und was andere von uns erwarten. Und irgendwann wusste ich nicht mehr, was für mich richtig ist. Aber ich werde nicht mehr zurückblicken denn genau hier vorne liegt meine Zukunft."


Die letzten Worte haben deutlich gemacht, dass sie mit ihrer Vergangenheit abgeschlossen hat. Jon Moxley gehört für sie der Vergangenheit an. Jetzt geht es um sie. Um ihre Karriere. Um ihre eigenen Ziele. Und vor allem darum, endlich wieder das zu tun, was sie in den vergangenen Wochen schmerzlich vermisst hat. Dann verändert sich ihr Gesichtsausdruck. Aus dem nachdenklichen Lächeln wird ein selbstbewusstes Grinsen. Alexa hebt langsam den Blick in Richtung Stage.

Alexa Bliss
"Ich will jemandem das Leben schwer machen und ich weiß auch schon ganz genau, wem... Tiffany Stratton."


Der Caesars Superdome reagiert sofort... Ein Teil der Zuschauer jubelt, andere buhen laut. Alexa hingegen scheint die Reaktion geradezu zu genießen. Sie nickt langsam und lässt den Namen noch einen Moment in der Arena stehen.

Alexa Bliss
"Oh ja... Ich habe dich natürlich beobachtet. Ich habe gesehen, wie du dich entwickelt hast. Ich habe gesehen, wie du dir deinen Platz erkämpft hast. Ich habe gesehen, wie du Champion geworden bist. Und ich habe gesehen, wie du diesen Titel mittlerweile mit einer Selbstverständlichkeit präsentierst, als wäre er dein persönliches Eigentum. Und vielleicht ist genau das dein Problem. Du hast dich daran gewöhnt, ganz oben zu stehen. Du hast dich daran gewöhnt, dass alle über Tiffany Stratton sprechen. Dass du diejenige bist, die entscheidet, wann und gegen wen sie ihren Titel verteidigt. Aber genau deshalb bin ich zurück. Denn ich möchte, dass du dich wieder daran erinnerst, dass dieser Platz ganz oben niemals sicher ist und vielleicht kann Lily dir dabei helfen, dich daran zu erinnern."


Plötzlich fängt Alexa ab zu grinsen

Alexa Bliss
"Denn ich werde nicht hier herauskommen und dir erzählen, dass ich die netteste Person bin, die du jemals getroffen hast. Ich werde dir auch nicht erzählen, dass ich dir den roten Teppich ausrolle und darauf warte, bis du mir irgendwann eine Chance auf deinen Titel gibst... Nein! Ich werde dir das Leben schwer machen und dafür sorgen, dass du dich jede Woche fragst, wo ich bin. Ich werde dafür sorgen, dass du dich fragst, wann ich auftauchen und irgendwann wirst du dich fragen, wann genau Alexa Bliss vor dir steht. Wenn dieser Moment kommt dann geht es nicht mehr nur darum, dir das Leben schwer zu machen...dann geht es um deinen Titel... den c2c Women's World Championship."


Alexa kann nur nicken und spricht weiter.

Alexa Bliss
"Denn genau das ist mein Ziel... nicht Jon Moxley... meine Vergangenheit und nicht irgendwelche Geschichten darüber, wer ich einmal war."


Alexa zeigt nur auf sich.

Alexa Bliss
"ICH."


Dann deutet sie in Richtung Stage.

Alexa Bliss
"Und du, Tiffany.... du bist jetzt genau dort, wo ich hinwill ... ganz oben. Also genieß deinen Platz. Genieß die Aufmerksamkeit. Genieß es, dass jeder deinen Namen kennt. Denn Lily und ich haben noch eine ganze Menge vor. Irgendwann, Tiffany Stratton... wirst du mich nicht mehr ignorieren können denn ich bin zurück und ich bin verdammt hungrig."


Jetzt ist klar, dass der heutige Main Event für Alexa Bliss nur der erste Schritt ist denn ihr eigentliches Ziel steht bereits fest... Tiffany Stratton... Die c2c Women's World Championship. Alexa lässt das Mikro fallen und schaut zur Stage und wartet auf ihre Kontrahentin.



Leichter Country Flair weht durch die Halle, als Fallon Henley zu den Klängen ihrer Theme die Halle betritt. Über ihrem Gear trägt sie eine braune Weste, an der einige Fransen angebracht wurden. Lächelnd schnalzt sie mit der Zunge und zwinkert den Fans zu, die ihr einen warmen Empfang bereiten.

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the ring... from Chelsea, Michigan... FALLON HENLEY"

Selbstbewusst stapft sie los und beginnt die letzten Meter zu sprinten, so dass sie gekonnt unter den Seilen in den Ring sliden kann. Sofort hüpft das Country Girl wieder auf und steigt auf ein Turnbuckle. Der linke Fuß bleibt auf dem mittleren Seil, während sie den anderen auf das obere stellt. Die Weste rutscht von ihren Schultern, wird einmal über ihren Kopf im Kreis gewirbelt und dann nach draußen geworfen, wo ein c2c Mitarbeiter das Kleidungsstück entgegen nimmt. Fallon springt auf die Matte zurück und ist bereit zu kämpfen.

Warnung! Spoiler!
Fallon Henley besiegt Alexa Bliss via Pinfall nach dem Hoedown (17:12 Min)

Here is your winner by pinfall: FALLON HENLEY!

[Bild: newlogo9qu4w.png]
[Bild: allrightsrcblv.png]


Warnung! Spoiler!

Main Event: Alexa Bliss vs Fallon Henley
Votes: 0:1


  [SHOW] c2c Live: BIRMINGHAM! vom 10.08.2026
Geschrieben von: [Gast] Elias - 10.08.26, 17:13 - Forum: » Shows - Antworten (1)

[Bild: c2cliveeel-Kopie.jpg]

BIRMINGHAM!

[Bild: C2-CLive25-Kopie.jpg]

findet statt in der Legacy Arena vor 17,654 Zuschauern in Birmingham, Alabama.

[Bild: lelelegacyarena.png]

Die letzte Kamera ist optimal platziert und auch der letzte reservierte Platz besetzt. Die c2c Show kann losgehen! Gleich zu Beginn explodiert ein buntes Feuerwerk auf der Stage und motiviert die anwesenden Fans zu großem Jubel und Chants. In der Mitte des aufwendig gebauten Wrestlingrings steht Matthew Rehwoldt schon mit einem Mikrofon bereit um die anwesenden Fans hier in der heutigen Show zu begrüßen.

[Bild: matt.jpg]

Matthew Rehwoldt: "My dear Ladies.. my dear Gentlemen.. my name is Matthew Rehwoldt and it is I, your DRAAAAAMAAA KIIIIINGGG... welcoming you to... COAST.. to COAST... WRESTLINGGGGGG!"

Kaum hat Rehwoldt die Ansage zuende gebracht gibt es einen kleinen Jubel für seine Ansage und auch wegen der Vorfreude auf den Verlauf des Abends. Matthew verbeugt sich einmal kurz und geht dann auch aus dem Ring heraus. Auch die knallenden Geräusche des Feuerwerks erlischen langsam und geben die Bühne somit für ihre Akteure frei. Bevor dies jedoch in Kraft tritt, werden die Zuschauer daheim vor ihren Fernsehgeräten von Pat MacAfee, Cathy Kelly & Wade Barrett begrüßt.

[Bild: v2z7jzv.jpg]

Pat McAfee: "Willkommen zu c2c LIVE Birmingham!"

Cathy Kelley: "Heute haben wir einige spannende Matches für euch."

Wade Barrett: "Das Highlight des heutigen Abends ist Roman Reigns gegen Killshot!"

[Bild: ef.jpg]

A NEW THREAT?

Die Arena in Birmingham vibriert vor Energie und bisher hat die c2c wirklich alles gegeben, um die heutige Show sensationell zu gestalten. Der Opener war regelrecht der Hammer und auch die Fans geben eine Stimmung ab, die besser nicht sein könnte. All das bringt die gesamte Halle regelrecht zum Explodieren. Das erste Drittel der heutigen Ausgabe ist nahezu geschafft, als das Bild auf dem Titantron der Halle plötzlich anspringt. Jedoch wird uns weder eine Szene aus dem Backstagebereich gezeigt noch eine Szene, die überhaupt heute stattgefunden hat. Nein, wir gehen zurück einige Tage in die Vergangenheit, wo wir an einer Halle halten, die diese Woche als Performance Center der c2c gebucht wurde. Wir schalten direkt in das Innere der dieswöchigen Trainingshalle, die endlich mal wieder weitaus besser aussieht als die letzte Arena. Im absoluten Zentrum der Halle steht das makellos weiße, straff gespannte Ringquadrat, das von einem mächtigen Lichtkranz von oben so hell angestrahlt wird, dass jede Schweißperle und jede Aktion der Athleten glasklar zu erkennen ist. Umgeben wird der Ring von schwarzen, gepolsterten Ringside-Matten und anderen verschiedenen Trainingsgeräten, mit denen die Halle gefüllt ist. Die Kamera zoomt direkt auf niemand Geringeren als die Cosplayqueen Leva Bates, die hier heute in einem exquisiten, traditionellen chinesischen Cheongsam, das sich durch seine leuchtend rote Farbe und die reichen, kunstvollen Goldverzierungen auszeichnet, gekleidet ist. Dieses figurbetonte Kleid aus schwerem Seidenbrokat verfügt über einen klassischen hohen Stehkragen, der sorgfältig mit einer schmalen roten Borte eingefasst ist.

[Bild: levabatescacuoceb.png]

Es hat kurze Kappenärmel, die dem Outfit eine elegante und zierliche Note verleihen und Leva dennoch nicht in der Bewegung einschränken, sodass sie sich im Ring auch in so einem Outfit äußerst agil bewegen kann. Der Stoff ist dicht mit komplizierten goldenen Stickereien und eingewebten Mustern bedeckt. Auf der rechten Brust ist ein prominenter, großer goldener Phönix zu sehen, der mit ausgebreiteten Schwingen dargestellt ist und Stärke und Eleganz symbolisiert. Der Rest des Kleides ist mit feineren, sich wiederholenden Mustern aus Wellen, floralen Motiven und wirbelnden Linien verziert, die alle in goldener Seide ausgeführt sind. Passend zum traditionellen Look trägt Leva ihr langes, blaues Haar teilweise hochgesteckt zu einem halben Dutt, wobei der Rest glatt über ihre Schultern fällt. Auf der rechten Seite ihrer Frisur ist ein aufwändiger, goldener Haarschmuck befestigt. Dieser Kopfschmuck besteht aus mehreren filigranen, stilisierten Vögeln und floralen Elementen, die von goldenen Zweigen herabhängen. Ihr Make-up ist makellos und glanzvoll, mit sanftem Eyeliner und einem Lippenstift in einem passenden Rotton, der den eleganten und festlichen Look abrundet. Doch hilft ihr dieses Outfit nicht vor der wahrscheinlich ziemlich unangenehmen Situation, die hier auf sie zukommt. Denn direkt beim Betreten der Trainingshalle steht ihr zuallererst niemand Geringeres als Izzy Moreno entgegen. Die Frau, die sie vor zwei Wochen in dem Match bei Every Empire Falls so unangenehm bekämpft hat.

Leva Bates: „Uhm… hi Izzy… ist… uhm… geht… Geht es dir gut?“

Beginnt sie mit einer wirklich unverkennbaren Sorge in der Stimme, die sie wohl noch immer hat, nachdem sie Izzy so einen heftigen Punch voll auf die Fresse gab, der sie ausknockte.

Und auch nach zwei Wochen ist immer noch ein blauer Fleck in ihrem Gesicht zu sehen. Man mag sich gar nicht vorstellen wie schlimm das noch vor zwei Wochen ausgesehen hat. Doch müsste Everyone´s Favorite BFF daran schon gewohnt sein, wenn man sich daran zurückerinnert, wie Thekla ihr schon zugesetzt hat. Ihre Stimmung hat es keinesfalls getrübt. Mit einem Lächeln betritt sie die Arena. Dabei ist Izzy auch die erste die sie erblickt. Sie umarmt diese wie üblich. Dann grinst sie Leva an und haut ihr mit halbes Kraft gegen den Ellbogen.

Izzy Moreno
"Das war mal ein Schlag. So wollte ich das sehen."

Da Izzy es provoziert hat scheint es sie nicht zu stören, dass Leva es ganz durchgezogen hat. Es ist genau das was sie wollte.

Izzy Moreno
"Kriegst du das auch bei Thekla so gut hin?"

Es ist ja eigentlich nur Izzy, die ein Problem mit Thekla hat, aber die Toxic Spider hat sich einen generell schlechten Ruf im Roster aufgebaut, dass auch Leva nicht viel von ihr halten sollte.
Leva schaut sie auf diese Frage nur etwas verdutzt an.

Leva Bates: „Be... bei Thekla? Ich... ich weiß nicht. Sie ist schon...“

Plötzlich gerät sie ins Stocken und kann nicht mehr weiterreden. Sie blickt in die hoffnungsvollen Augen ihrer besten Freundin und muss dabei wohl an das Gespräch mit Raven vor zwei Wochen denken. Raven sagte, dass jeder sie liebt und dass sie sich nicht unbedingt für jeden den Arsch aufreißen muss, um geliebt zu werden. Aber will sie Izzys Bitte, wenn man das überhaupt so nennen kann, hier ablehnen? Also trifft sie eine Entscheidung.

Leva Bates: „Ja! Ich verspreche dir, ich werde am Montag direkt zu Bayley gehen und mir ein Match gegen sie geben lassen. Und dann werde ich ihr zeigen, dass man uns Frauen nicht einfach so herumschubsen sollte.“

Erneut macht Leva etwas nur wegen einer anderen Person. Sie denkt gar nicht an ihr eigenes Wohl, sondern nur daran, Izzy einen Gefallen zu tun, obwohl sie diesen so gesehen nicht einmal ausgesprochen beziehungsweise wohl nicht einmal daran gedacht hat.

Mit dieser Reaktion hatte Izzy nicht gerechnet. Sie meinte das aus Spaß.

Izzy Moreno
"Nein! Das war doch nicht ernst gemeint. Mach das bloß nicht! Wenn ich will, dass Thekla eins auf die Nuss kriegt, dann mach ich das selbst."

Izzy weiß um die Gefahr, welche Thekla ausstrahlt. Zwar hat die Toxic Spider mit Becky Lynch als Titelträgerin schon ein Ziel, doch soll Leva nicht dazu als Zielscheibe dienen. Dafür hat sie Leva Bates zu gerne.

Izzy Moreno
"ich wollte damit nur sagen, dass ich begeistert von deinem Punch war. Ich wusste du hast es in dir. Du kannst so viel erreichen, wenn du dich nicht mehr zurückhältst."

Auch wenn in Leva noch immer ein ungutes Gefühl herrscht wegen dem, was sie Izzy in dem Match angetan hat, so fühlt sich diese Reaktion nun doch irgendwie gut an.

Leva Bates: „Oh ... ich ... ich dachte, Thekla hätte es verdient ...“

Klar würde sie es Thekla gerne heimzahlen, was sie Izzy angetan hat, aber wenn Izzy darauf besteht, dass sich Leva zurückhält, muss sie sich dem beugen.

Leva Bates: „Na gut. Aber wenn du jemals Hilfe benötigst, sag es mir einfach. Ich bin immer für dich da, okay?“

Und mit dieser Bitte schlagen die beiden Frauen ein. Genau rechtzeitig, denn plötzlich kommt eine dritte Person dazu, die wohl den Beginn des heutigen Unterrichts ankündigt.

Kid Lykos: ’„Hey. Wie sieht’s aus, seid ihr bereit zum Trainieren?“

Auch Strickland scheint schon bereit und umgezogen in der Halle zu sein. Doch bevor das Training passieren kann, wechseln wir plötzlich die Szene komplett und es erscheint eine völlig neue Story. Denn genau in diesem Augenblick erscheint auch der Lehrer Raven im Bild, der jedoch vor Anfang der heutigen Unterrichtsstunde noch etwas besprechen will.

Raven:
„„Strickland? Kommen Sie mal her!““

Rief er in die Halle hinein und begab sich anschließend in einen kleinen Raum, der hier wohl heute als Pausenzimmer dient. Etwas verwundert stolziert Strickland dann von den anderen dreien weg genau in das Zimmer hinein und verschließt hinter sich langsam die Tür.

Raven:
„„Sie können heute gehen!““

Bitte was? Aber warum? Das kam so schnell aus Raven heraus, dass es schon fast schockierend gewesen ist. Selbst Strickland scheint verwirrt zu sein über diese Aussage, wie man es schnell anhand seiner Reaktion feststellen kann.

Strickland: „Was? Aber warum? Wir haben doch noch gar nicht angefangen!"

Das stimmt außerdem. Das heutige Training hat noch gar nicht gestartet. Warum sollte Strickland dann jetzt schon verschwinden? Möchte Raven nicht, dass ihm so etwas Ähnliches passiert wie Lykos letzte Woche? Aber diese Woche sind sie doch wieder in einer ansehnlichen und luxuriöseren Trainingshalle als letzte Woche und der Ring in der Halle sah auch von guter Qualität aus. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass hier etwas passiert. Oder will Raven nur kein Risiko eingehen und alles dafür geben, dass Strickland diese Woche gegen Roman Reigns gewinnt, anders als Lykos letzte Woche? Leider ist scheinbar keines von alledem der Fall.

Raven:
„„Dass wir letzte Woche in so einer schäbigen Halle waren, war das Werk von McMahon! Er hat die Halle für uns gebucht. Was er jedoch nicht weiß, ist, dass sich Bayley gar nicht um die Hallen, in denen das Performance-Center-Training stattfindet, kümmert. Das macht alles Bates, weil sie es immer jedem recht machen will. Keine Ahnung, ob sie sich bei Bayley hochschlafen möchte oder ob sie es für Moreno macht oder warum auch immer. Sie kann diese ganze organisatorische Scheiße jedenfalls gut. Aber die Tatsache ist, dass McMahon gar keine Möglichkeit gehabt hätte, diese Halle zu buchen, wenn er nicht Zugriff auf die Unterlagen von Bates gehabt hätte. Das heißt, irgendjemand von euch muss sie ihm überbracht haben.““

What the? Jemand von den Schülern soll Raven hintergangen und Vince die Möglichkeit gegeben haben, die Halle letzte Woche zu buchen? Aber warum? Warum sollte auch nur einer so etwas machen? Das würde doch absolut keinen Sinn ergeben. Und wie bitte kommt Raven darauf, dass es ausgerechnet Strickland war?

Strickland: „Was? Und jetzt glauben Sie, dass ich das gewesen sein soll?"

Ganz genau. Was geht hier vor? Es ist natürlich erstaunlich zu erfahren, wie hart Leva Bates am Arbeiten ist, aber wäre es dann nicht irgendwie logischer, zuerst sie zu verdächtigen? Raven muss doch einen Grund haben, wie er ausgerechnet auf Strickland kommt.

Raven:
„„Oh nein, keineswegs. Sie sind zu schlau dafür. Sie verlassen keinen sicheren Boden, ohne zu wissen, wo Sie landen.““

Antwortet er ruhig mit einer ziemlich gelassenen, aber dennoch fast schon in die Ecke gedrängten Stimme.

Strickland: „Ach, halten Sie die Fresse. Solche Komplimente passen nicht zu Ihnen."

Das stimmt hingegen auch. Daran erkennt man auch, wie verzweifelt Raven sich wohl gerade fühlt. Nur der Gedanke alleine, dass einer seiner Schüler, die er bereits seit über einem Jahr hier Woche für Woche für Woche trainiert, ihn so eiskalt hintergeht, macht ihn innerlich äußerst fertig, auch wenn er es nach außen hin nicht zeigt. Aber die eigentliche Frage, die sich stellt, ist ... warum soll dann Strickland heute verschwinden? Was hat Raven vor?

Raven:
„„Es ist aber so. Ich vertraue Ihnen. Aber ich will, dass Sie für mich den Sündenbock spielen. Sie sind vom Training suspendiert! Wer auch immer es von den anderen dreien gewesen ist, soll denken, dass ich Sie für den Schuldigen halte! Und Vince und Bayley sollen es ebenfalls denken. Gott, selbst der fucking Hausmeister soll es denken.““

Ein Sündenbock? Strickland soll suspendiert werden, damit der Schuldige denkt, er wäre aus dem Schneider, während Raven seinen Blick intensiv auf die restlichen verbliebenen drei richtet und nach Fehlern sucht, die der Täter schlussendlich macht? Aber wenn er Strickland so vertraut, warum suspendiert er ihn? Er kann doch auch so nach dem Schuldigen suchen. Oder denkt er, dass er, solange kein Sündenbock existiert, nur noch vorsichtiger agieren wird? Aber er könnte doch auch mit Strickland zusammenarbeiten und so den eigentlichen Täter dingfest machen. Es gäbe so viele bessere Möglichkeiten, als Strickland hier einfach kurz vor seinem Match am Montag gegen Roman Reigns vom Training zu suspendieren! Doch diese Möglichkeiten scheint Raven nicht anzunehmen, da er bereits durch die Tür wieder in die Halle hinein verschwunden ist und Strickland nun, ohne ein weiteres Wort von sich zu geben, alleine zurücklässt.

Strickland: „Na toll."

Und dieser ist selbstverständlich alles andere als zufrieden damit. Aber was will er schon machen? Er muss den Anweisungen seines vorgesetzten Trainers Folge leisten. Dagegen kann er nichts machen, sonst wird aus der Suspendierung möglicherweise schnell eine Kündigung. Obwohl es wohl besser für Raven wäre, wenn dieser Verdacht wirklich stimmt, dass er so viele Verbündete auf seiner Seite hat wie nur möglich. Aber das wird bei jemandem wie Raven wohl äußerst schwierig, wenn nicht gar unmöglich werden.

[Bild: trenner1.jpg]

OPENER
SINGLES MATCH
Jacy Jane vs. Tenille Dashwood

[Bild: jacytenilleanscnaq.png]
Writer: ???



Die Musik ertönt und die Worte "And still, its all about Me" kündigen sie auch schon an nun. Mit Sonnenbrille bekleidet tritt Tenille Dashwood durch den Vorhang und breitet ihre Arme aus. Die schwarzen Handschuhe bedecken gerade noch die Fingerknöchel und mit einem selbstsicheren Lächeln präsentiert sich die Australierin nun den Fans, sie dreht sich etwas und deutet auf das Me an ihrem Outfit

[Bild: tenor.gif]

Tenille bleibt vor dem Ring stehen und löst die Verschnürrung an ihrem Kragen, welcher dann die Schulterpolster geräuschlos zu Boden fallen lässt. Die Fans scheinen unschlüssig zu sein in sie diese Ausbuhen oder bejubeln sollen.

[Bild: tenor.gif?itemid=13339598]

Sie selbst umrundet den Ring nun noch einmal kurz.

[Bild: tumblr_o3h146hRYB1rmv1vdo2_400.gifv]

Besteigt ihn dann schliesslich durch das zweite und dritte Seil hindurch. Erst jetzt legt sie ihre Sonnenbrille ab, lässt die Schultern kurz kreisen und konzentriert sich auf das nun folgende Match.



Unmut macht sich in den Zuschauerreihen breit. Jacy Jayne wird vom Publikum verteufelt und diese lassen es sie wissen. Das Hindert The Lady of Rock N Rumble aber nicht daran hier mit einem selbstgefälligen Grinsen auf der Stage zu erscheinen und das Lampenlicht auf sie strahlen zu lassen. Eine kleine Tanzeinlage darf zum Beginn ihrer Entrance auch nicht fehlen.

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring... from Tampa, Florida... weighing in at 135 pounds.. JACY JAYNE!"

[Bild: jacy.png]

Mit ausgebreiteten Armen macht sie sich auf den Weg zum Ring. Mit einem Schwung springt sie auf den Appron. Dort wirft sie ihren Hut auf den Boden und entledigt sich ihrer Sonnenbrille. Beide braucht sie nicht für den Kampf. Mit ausgebreiteten Armen feiert sie sich im Ring. Dann deutet sie mit ihrer Hand eine Pistole an.

[Bild: jacyent2.png]

Sie feuert auf all jene, die sich ihr in den Weg stellen. In diesem Fall ihre Gegnerin.

Warnung! Spoiler!
Jacy Jane dominiert dieses Match und kann es folgerichtig per Pinfall nach dem Discus Punch beenden (04.09 Minutes)

Here is your winner by pinfall: JAAAACYYYY JAAAANEEEE!

[Bild: 45.jpg]

C2C WRESTLING SPECIAL PERFORMANCE CENTER TRAINING 2k26 WEEK 32!

Das Performance Center atmet den Geruch von frischem Schweiß, schwerem Eisen und der unerbittlichen Anspannung, die eine Wrestling-Promotion kurz nach dem Beginn der neuen Jahressession, die normalerweise mit dem größten Event der Liga, Every Empire Falls, endet, stets begleitet. Die Neonröhren summen leise an der Decke, während im Hintergrund das dumpfe Schlagen von Medizinbällen und das rhythmische Klirren von Hantelscheiben zu hören ist. Es ist hartes, erbarmungsloses Training. Vier Athleten, die im aktuellen Kosmos der Liga eine gewichtige Rolle spielen, haben sich heute zusammengefunden, um an ihre körperlichen Grenzen zu gehen: Leva Bates, die mit fokussierter Miene ihre Abläufe durchgeht; Swerve Strickland, der sich an der schweren Beinpresse verausgabt;

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Kid Lykos, der sich auf der Matte dehnt; und Izzy Moreno, die konzentriert ihre Boxsäcke bearbeitet. Doch so schweißtreibend die Einheiten auch sein mögen, die mentale Anspannung im Raum ist noch viel greifbarer. Es liegt etwas in der Luft. Ein latenter Groll, der schon seit Wochen unter der Oberfläche brodelt und nun, mitten im schweißtreibenden Training, unaufhaltsam seinen Weg nach draußen sucht. Swerve lässt das gigantische Gewicht der Beinpresse mit einem markerschütternden metallischen Knall in die Halterung gleiten. Seine Oberschenkel brennen, doch der Schmerz in seinen Muskeln scheint gar nichts im Vergleich zu der Wut zu sein, die in seinem Gesicht geschrieben steht. Er atmet schwer, wischt sich mit dem Handrücken den Schweiß von der Stirn, stemmt die Hände in die Hüften und blickt in die Runde.

Strickland: Ich sag’ euch ganz ehrlich, ich kann diesen Dreck langsam echt nicht mehr sehen. Ich halte es bald nicht mehr aus. Da schuftet man Tag für Tag hier in der Halle, opfert seinen Körper, lässt sich die Knochen weichprügeln, und was passiert draußen? Während wir hier versuchen, die Liga auf ein neues Level zu heben, spielt sich dieser Typ im Hintergrund auf wie der absolute Diktator! Es ist einfach nur grauenvoll.“

Leva Bates, die gerade eine schwere Langhantel für ihre Bizeps-Curls greift, hält mitten in der Bewegung inne. Ihre Augen verengen sich zu Schlitzen, während sie den Blick zu Swerve richtet. Sie weiß sofort, wovon er spricht.

Leva Bates: „Du meinst Vince, oder? Du sprichst mir aus der Seele. Es ist doch völlig absurd. Der Mann hat offiziell absolut gar nichts wirklich mit dieser Liga zu tun. Er hat weder eine operative Funktion, noch besitzt er Anteile, noch steht er in irgendeiner Verantwortung für unsere Shows. Und trotzdem hängt sein Schatten wie eine Pest über allem. Er nutzt seine Kontakte, zieht im Hintergrund die Fäden, drückt Leuten seinen Stempel auf und spielt seine Macht aus, als würde ihm der Laden gehören. Wie lange wollen die Offiziellen da eigentlich noch wegschauen?“

Izzy Moreno
"Er ist immer noch der Vater von Shane und wenn er sieht, dass irgendwas falsch läuft, dann weiß Shane das auch. Man kann sich keinen einzigen Fehler mehr erlauben…"

Die Luft im Raum scheint förmlich zu knistern. Die Verurteilung von Vince ist einstimmig, die Wut der drei ist greifbar und echt. Doch mitten in diese Welle der Empörung hinein ertönt eine Stimme aus der Ecke der Matte. Kid Lykos, der sich bisher eher im Hintergrund gehalten und seine Dehnübungen fortgeführt hat, richtet sich langsam auf. Er stützt die Hände auf die Knie, atmet tief durch und sieht seine Kollegen mit einem ernsten, fast schon abwägenden Blick an. Er scheint genau zu wissen, dass er mit seiner nun folgenden Haltung auf Widerspruch stoßen wird, aber das hält ihn nicht davon ab, das Wort zu ergreifen.

Kid Lykos: ’„Jetzt haltet mal alle kurz den Ball flach und schaltet einen Gang runter. Ich verstehe ja, dass ihr Frust schiebt und die Emotionen hochkochen... aber ihr macht es euch verdammt einfach, wenn ihr Vince jetzt hinstellt wie den leibhaftigen Teufel.“

Swerve reißt die Augen auf, starrt Lykos an, als hätte er den Verstand verloren, und will sofort dazwischenbrüllen, doch Lykos hebt abwehrend die Hand und spricht direkt weiter, um seinen Standpunkt zu untermauern.

Kid Lykos: ’„Nein, hör mir zu! Ja, seine Methoden sind unorthodox. Ja, er mischt sich ein, wo er offiziell nichts zu suchen hat. Aber vergesst bei all eurer Wut eins nicht: Der Mann hat jahrzehntelange Erfahrung in diesem Business! Er hat Kriege überstanden, Promotionen aufgebaut, Karrieren gemacht und gesehen, wie Roster gekommen und gegangen sind. Er kennt jedes schmutzige Geheimnis, jede Hintertür und jede Dynamik, die in diesem Sport existiert.“

Mit dieser Aussage bringt Lykos eine ambivalente, aber auch äußerst realistische Perspektive auf Vince McMahon auf den Punkt. Auf den ersten Blick wird keineswegs beschönigt, dass sein Handeln oft fragwürdig, unkonventionell und grenzüberschreitend ist, doch der Kern seiner Aussage plädiert dafür, bei aller berechtigten emotionalen Wut nicht in blinde Ignoranz zu verfallen. Die Argumentation stützt sich auf die unumstößliche historische Gewichtung seiner Person: Jahrzehntelange Branchenerfahrung, das Überstehen härtesten Konkurrenzkampfes, das Erschaffen von Imperien und das Formen unzähliger Karrieren verleihen ihm ein Macht- und Wissensmonopol, das man nicht einfach ignorieren kann. Er kennt die dunklen Mechanismen, die unausgesprochenen Gesetze und die psychologischen Dynamiken des Wrestling-Business wie kein Zweiter. Lykos verdeutlicht somit auf fesselnde Weise den ewigen Konflikt im Wrestling zwischen modernem, gerechtem Miteinander und der kalten, unbarmherzigen Realität, dass derjenige, der das System erschaffen und die Fäden in der Hand gehalten hat, trotz aller Verfehlungen über ein unersetzliches, strategisches Verständnis verfügt, das das Überleben einer Liga maßgeblich beeinflusst. Doch auch wenn alles, was Lykos sagt, logisch klingt, schüttelt Leva dennoch ungläubig den Kopf.

Leva Bates: „Erfahrung? Ernsthaft? Das nennst du Erfahrung? Das ist nur bloße Paranoia, gepaart mit Machtgier!“

Leva hingegen bringt direkt ihren Frust und das Misstrauen auf den Punkt, indem sie die Erfahrung von Vince nur als reine Ausrede für toxisches Verhalten entlarvt. Sie ist kurz, knackig, emotional treffend und zeigt perfekt, wie wenig man von diesen vermeintlichen Vorzügen halten sollte, wenn man stattdessen unter ständiger Kontrolle und Paranoia leiden muss. Doch Lykos lässt sich davon nicht aus dem Konzept bringen. Er tritt einen Schritt näher an die Gruppe heran und seine Stimme gewinnt an Schärfe und Überzeugung.

Kid Lykos: ’„Nein, Leva, das ist keine reine Machtgier, das ist Weitsicht – auf seine ganz eigene, verquere Art. Schaut euch doch im Roster um! Viele von den Talenten hier haben null Ahnung davon, wie das Geschäft wirklich tickt, wenn die Kameras ausgehen. Uns eingeschlossen! Sie sehen nur den Glanz, den Ring und die Fans. Vince sieht das große Ganze. Er weiß, wie man Druck ausübt, um Reaktionen zu provozieren. Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht: Diese Liga braucht manchmal diese eiserne Hand, um nicht im Chaos zu versinken. Seine Erfahrung tut dem Laden gut, auch wenn sie wehtut. Er hält die Zügel straff, weil die meisten hier sonst die Kontrolle über ihre eigenen Karrieren verlieren würden.“

Swerve schüttelt langsam den Kopf, ein sarkastisches Lächeln huscht über sein Gesicht, während er sich wieder an die Kante der Beinpresse lehnt. Die Diskussion ist nun voll entbrannt und die Fronten zwischen den vier Athleten im Performance Center könnten kaum härter sein...

Izzy Moreno
"Vielleicht tut es Raven mal gut jemandem über sich zu haben, der ihm Dampf macht. Raven braucht diesen Dämpfer ganz dringend, denn er denkt sich, dass er sich alles erlauben kann."

Swerve zieht ein bitteres, fast schon spöttisches Lächeln auf, während er sich wieder aufsetzt und die Ellenbogen auf die Knie stützt. Er mustert die Gesichter seiner Trainingspartner, um sicherzugehen, dass auch wirklich jeder seine Worte aufsaugt.

Strickland: Raven hat wirklich komplett den Verstand verloren... oder zumindest tut er so, als würde er es sein, je nachdem, wie man es betrachtet. Der Auslöser für die ganze Scheiße ist pure Paranoia. Raven ist felsenfest davon überzeugt, dass ihn einer von uns verraten und direkt an Vince ausgeliefert hat! Quasi ein Dolchstoß aus den eigenen Reihen, haha. Er denkt wirklich, einer von uns sei ein Verräter, der heimlich Informationen an Vince durchsickern lässt.“

Swerves Blick schwankt irgendwo zwischen bitterer Belustigung und echter Besorgnis. Er tippt sich kurz mit dem Zeigefinger an die Stirn, während ein sarkastisches, kurzes Lachen über seine Lippen kommt. Wer diesen Kerl in diesem Moment beobachtet hätte, der hätte schwören können, dass in seinen Augen für einen Wimpernschlag ein gefährliches, fast schon genüssliches Funkeln aufblitzt, so, als würde er sich an dem puren Chaos laben, das sich da gerade zusammenbraut. Doch der Ausdruck verschwindet so schnell, wie er gekommen ist, und er lehnt sich noch ein Stück weiter vor, die Stimme zu einem giftigen Flüstern gesenkt, wie ein Mann, der eine explosive Verschwörung ausplaudert, die eigentlich niemanden erreichen sollte. Leva scheint das, was er hier gerade von sich gegeben hat, kaum glauben zu können. Sie starrt Swerve nur mit weit aufgerissenen Augen an.

Leva Bates: „Einer von uns? Das denkt er? Bist du dir da absolut sicher? Oder war er einfach nur wieder betrunken?“

Strickland: Oh nein, er war voll bei Sinnen. Raven rast vor Wut. Und nun hat er uns genau im Visier, haha! Er glaubt fest daran, dass einer von uns mit Vince zusammenarbeitet, und deswegen kam er auf die dämliche Idee, mich zu suspendieren. Damit das finstere, böse Genie denkt, es sei in Sicherheit und es könne sich alles erlauben. Damit es einen Fehler macht und Raven ihn findet, haha! Selbst er ist so langsam echt unberechenbar geworden. Seine eigene Paranoia frisst ihn von innen auf.“

Lykos, der sich bisher schweigend am Rande gehalten und die Arme verschränkt hatte, schüttelt langsam den Kopf. Auf seinem Gesicht liegt ein Ausdruck tiefer Skepsis. Er scheint das alles für ein gewaltiges Ablenkungsmanöver zu halten.

Kid Lykos: ’„Moment mal... du wurdest suspendiert? Wegen Paranoia? Das klingt mir alles viel zu idiotisch! Raven ist kein Typ, der einfach so die Nerven verliert und wegen ein paar Gerüchten so eine Aktion abzieht. Ich denke, Raven ist da etwas Heißem auf der Spur. Arbeitest du mit Vince zusammen?“

Es ist schwer, darüber eine Meinung zu äußern. Denn an sich wirkt keiner von den vieren so, als würde er Raven hintergehen. Izzy vielleicht, da sie nicht nur die Einzige ist, die einen festen Vertrag bei c2c hält, sondern auch in den letzten Wochen gar nicht so gut mit Raven kann. Sie hat das Performance Center schon einmal verlassen und wurde quasi gezwungen, wieder hierher zurückzukommen. Dennoch kann Strickland nicht anders, als kurz und trocken aufzulachen, seinen Kopf zu schütteln und sich wieder vorzulehnen, um Lykos direkt in die Augen zu blicken.

Strickland: Ach, halt’s Maul, Lykos! Er hat mir schon gesagt, dass er mir vertraut. Und ich werde Vince definitiv niemals irgendeine Hilfe bieten. So weit kommt’s noch. Das ist einfach nur ein absolut lächerlicher, diabolischer Plan von Raven.“

Für einen kurzen Moment bricht schlagartig das absolute Schweigen im Raum aus, als hätte jemand den Ton abgedreht. Man kann nicht einmal mehr das Klirren der Hanteln oder das Atmen der anderen hören. Swerve senkt seine Stimme noch mehr und flüstert den anderen seine nächsten Worte zu, sodass die drei noch näher heranrücken müssen, um ihn im hallenden Performance Center überhaupt zu verstehen.

Strickland: Raven tut nach außen hin so, als wäre er das absolute Genie, das über allem steht. Aber er hat absolut keine Ahnung, was Vince als Nächstes tut. Und nun denkt er, dass einer von uns gegen ihn ist, und will diesem ganz bewusst das Gefühl geben, er habe gewonnen. Er will, dass sich der Verräter in falscher Sicherheit wiegt, denkt, er sei fein raus, und sich dadurch völlig öffnet.“

Swerve lässt diese schweren, fast schon unheilvollen Worte im Raum stehen. Obwohl man es im ersten Moment kaum glauben mag, hat das, was er da gerade ausgesprochen hat, eine verdammt intensive, bedrohliche Wirkung. Hätte Swerve vielleicht am Ende recht? Ist Raven wirklich so berechnend? Nur dann muss man sich ernsthaft hinterfragen, welches perfide Spiel hier eigentlich gespielt wird. Leva scheint es sofort begriffen zu haben und ein schauerliches Lächeln huscht über ihr Gesicht.

Leva Bates: „Er will, dass derjenige unvorsichtig wird...“

Vielleicht muss Raven auch einfach über seinen eigenen Schatten springen, vielleicht war diese finstere Fassade der einzige Weg, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Doch Swerve antwortet darauf mit Nachdruck bestätigend...

Strickland: Exakt! Raven wartet nur auf den einen, perfekten Moment. Er lässt den Köder hängen, tut so, als würde er keine Gefahr mehr darstellen, damit der Verräter aus der Deckung kommt. Und in der Sekunde, in der sich dieses fiese Genie sicher fühlt und den Mund zu weit aufmacht... schnappt die Falle zu. Dann zahlt Raven es ihm doppelt und dreifach heim und lässt ihn in einen fatalen, unumkehrbaren Fehler rennen.“

Die Worte von Strickland hängen noch schwer in der feuchten Luft des Performance Centers, als Lykos abrupt den Kopf hebt. Auf seinem Gesicht liegt ein Ausdruck vollkommener Verwirrung, gemischt mit einer sarkastischen Portion Ungläubigkeit. Er zieht eine Augenbraue nach oben, mustert Swerve von oben bis unten und schüttelt dann vehement den Kopf.

Kid Lykos: ’„Warte, warte, warte mal ganz kurz. Du redest hier die ganze Zeit von einem ‚fiesen Genie‘ und einem diabolischen Masterplan, der im Hintergrund ablaufen soll... Aber von wem verdammt noch mal sprichst du eigentlich? Welches Genie? Wer soll das denn sein? Und mal ganz im Ernst: Du erzählst hier, dass Raven fest davon überzeugt ist, einer von uns habe ihn an Vince verraten und hintergangen?“

Wenn man so genau darüber nachdenkt, klingt dies wirklich irgendwie etwas unglaubwürdig. Die vier arbeiten schon seit über einem Jahr mit Raven zusammen. Warum sollten sie ihn für jemanden verraten, der nicht mal einen Vertrag bei c2c hat? Noch sitzt Bayley ganz oben am längeren Hebel und wenn sie sich gegen etwas wehrt, dann wird das nicht durchgezogen werden. Da ist es nur logisch, dass Lykos nicht daran glauben kann. Er lacht kurz und trocken auf, während er sich mit den Händen über das Gesicht wischt. Die Vorstellung entbehrt für ihn jeglicher rationaler Logik.

Kid Lykos: ’„Das ist doch absolut absurd! Ich kaufe Raven diese ganze Opfernummer und diesen angeblichen Verrat aus den eigenen Reihen einfach nicht ab. Das ergibt hinten und vorne keinen Sinn. Wie kann er überhaupt auch nur im Traum daran denken, dass einer von uns ihn so gnadenlos hintergeht? Ja, er kann manchmal echt ein Arsch sein, aber wir wollen doch alle diese Möglichkeit hier! Er hilft uns doch! Er trainiert uns.“

Das stimmt natürlich, was er sagt, aber man darf tatsächlich auch die Tatsache nicht ignorieren, dass Raven wirklich ab und zu ein riesiges Arschloch sein kann. Leva Bates, die sich inzwischen wieder aufgerichtet hat und das Gespräch gespannt verfolgt, verschränkt die Arme vor der Brust und wirft Lykos einen schärferen Blick zu.

Leva Bates: „Tu nicht so, als wäre das völlig ausgeschlossen Lykos. Macht korrumpiert, Druck erzeugt Gegendruck und wenn Vince im Spiel ist, sind Loyalitäten schnell mal verdammt viel Schall und Rauch. Warum sollte es nicht einer von uns gewesen sein?“

Es ist unheimlich schwer, etwas dazu zu sagen, weil irgendwie beide Seiten recht haben könnten. Aber was folgt daraus nun? Werden die vier Schüler des Performance Centers nun gegeneinander kämpfen, um zu versuchen, den Täter zu finden und ans Licht zu bringen? Das könnte einem Bonuspunkte bei Raven beschaffen, aber auch innige Freundschaften komplett zerstören. Und wenn es tatsächlich alles Schwachsinn ist, dann könnte es auch ohne jeglichen Grund einen Keil in die Freundschaften der vier treiben. Klar, dass Lykos alles versucht, diesem Thema aus dem Weg zu gehen und es als Schwachsinn abzustempeln. Er ruft seine Antwort fast schon empört zu den anderen, während er einen Schritt auf die Mitte der Trainingsfläche macht.

Kid Lykos: ’„Weil ich Fakten habe, Leva! Versteht ihr das denn nicht? Ihr verliert euch alle in diesen paranoiden Verschwörungstheorien, aber ihr vergesst dabei die absolute Realität, die hier vor ein paar Wochen hellwach auf dem Tisch lag!“

Schnell tritt Kid Lykos wieder in die Mitte der Trainingsfläche und lauscht den aufgebrachten Stimmen um sich herum ganz genau. Sein Blick geht auf die Gruppe der anderen und zunächst kann er erneut nichts weiter erblicken, was Hand und Fuß hätte. Aber die Behauptung, dass Raven womöglich gar nicht Opfer einer Verschwörung wurde... sondern den Verräter aus ganz anderen Gründen sucht. Das New Problem Child Of Professional Wrestling verfolgt gezielt jede Regung seiner Trainingspartner und in diesem Moment erstarrt das Gesicht des Briten. Er blickt auf den Punkt, den er vor wenigen Augenblicken selbst angesprochen hat, und tatsächlich... die Realität spricht für sich. Er kann es fast schon selbst nicht fassen, wie blind die anderen für die harten Tatsachen sind. Er atmet einmal tief durch, senkt leicht die Stimme, damit sie im hallenden Raum nicht zu sehr dröhnt, aber jedes seiner Worte sitzt mit absoluter Härte.

Kid Lykos: ’„Ich streite diese ganze Verratsstory rund um Raven komplett ab. Und zwar, weil derjenige, der es war, sofort seinen Job hier verlieren würde, wenn es rauskommt. Dann wäre er weg. Also außer du vielleicht, Izzy. Oder glaubt ihr, dass Vince diese Person retten könnte? Dafür fehlt ihm doch das Recht, oder nicht?“

Man konnte Lykos ansehen, dass er dennoch über seine eigenen Worte nachdenken muss. Wenn es sich um eine handfeste Verschwörung handeln sollte und dies ein Beweis für den Verrat war... kamen viele Verdächtige infrage und eine gewisse Izzy stand da ganz oben auf seiner Liste. Diese war mit den internen Abläufen in einer Weise verstrickt und steht seit einigen Wochen im Fokus, genau wie die anderen. Aber da würde dann der Rest der Gruppe nicht passen... Zumal, wenn man sich diesen harten Punkt genau anschaut, das Ganze natürlich auch eine völlig andere Bedeutung haben konnte. Konnte man diese hitzige Diskussion am Ende als Erfolg verbuchen? Wenn ja, war es zumindest ein kleiner Teilerfolg im alltäglichen Chaos des Performance Centers. Die Atmosphäre im Raum scheint sich schlagartig zu verdichten. Swerve starrt Lykos plötzlich mit ganz anderen Augen an, während Leva der Mund leicht offen stehen bleibt.

Kid Lykos: ’„Vor allem: Womit soll man bitte Raven hintergehen? Wegen der Halle letzte Woche? Kümmerst du dich nicht darum, Leva? Hast du Raven hintergangen? Oder du, Swerve? Wer von uns hat denn überhaupt Zugriff auf diese Dokumente gehabt, ohne dass es sofort auffällt?“

Mit einem zustimmenden Nicken vollendet Lykos seine Aussage und ist sichtlich stolz auf diese. Er will bloß verdeutlichen, wie unlogisch diese Anschuldigungen waren. Leva war zu der Zeit schließlich die einzige Person im Team, die für die Verwaltung zuständig war. Natürlich wäre Lykos froh gewesen, wenn die Halle letzte Woche besser gewesen wäre, da er sich selbst darin verletzt hat, als der Ring eingestürzt ist. Aber er hat auch Verständnis dafür, dass Leva ihre Aufgabe schlecht durchgeführt hat, weil sie so komplex ist. Er gibt ihr keine Schuld für ihren Fehler, auch wenn seine Aussage ziemlich verdächtig wirkt, als würde er denken, dass Leva die Schuldige ist, die mit Vince zusammenarbeitet. Aus diesem Grund ist es Leva, die ihre Augen nun aufreißt und mit einem wütenden Schritt nach vorne an Lykos herantritt, die Hände fest zu Fäusten geballt.

Leva Bates: „Sag mal, tickst du eigentlich noch ganz sauber, Lykos?! Wir reden hier über einen echten Vertrauensbruch und du stellst mich hier ernsthaft unter Generalverdacht? Ich organisiere diese Hallen, ja! Aber ich würde mir eher den Arm abhacken, als Raven an diesen Irren zu verkaufen!“

Man könnte allerdings auch seine Aussage so auslegen, als würde er versuchen, den Verdacht extra explizit auf Leva zu legen. Aber es kann auch falsch aufgenommen worden sein. Vielleicht hat er sich auch einfach nur unglücklich ausgedrückt, aber die Stimmung hier in der Halle wurde dadurch jetzt sehr brenzlig. Strickland geht nun ebenfalls dazwischen, baut sich vor Lykos auf und packt ihn beiläufig an der Schulter, um ihn zu stoppen. Sein Blick ist kalt und fokussiert.

Strickland: Pass verdammt noch mal auf, wen du hier beschuldigst, Lykos. Niemand von uns hat ein Motiv, das so tief geht. Aber dass du hier so vehement versuchst, die Wogen zu glätten und diesen Verrat krampfhaft kleinzureden... das wirft langsam ganz andere Fragen auf.“

Izzy Moreno
"Leute! Leute! Wir haben schon genug Stress mit Raven an der Backe und ihr wollt euch jetzt noch gegenseitig fertig machen und anschwärzen. Diese Schuldzuweisungen bringen doch nichts. Wenn wir diese Zeit überstehen wollen, dann müssen wir an einem Strang ziehen."

Ist es, was Izzy nun sagt, und tatsächlich scheint es für den Moment zu helfen, diesen Streit etwas zu schlichten. Wobei auch nur bedingt. Sowohl Strickland, Leva als auch Lykos bleiben etwas angenervt und Lykos verschwindet sogar aus dem Bild und auch aus der Halle. Sofort geht Izzy hinterher und lässt Strickland und Leva alleine zurück, um nach Lykos zu sehen. Doch wie es den beiden geht, erfahren wir nicht. Vielmehr richtet sich die Aufmerksamkeit der Kamera auf die anderen beiden PC-Stars.

Strickland: Alles gut?“

Als sich Strickland dann wieder zu Leva dreht, stellt er ihr fürsorglich diese Frage. Die ganze Situation hier ist gerade ziemlich unglücklich verlaufen. Mit Sicherheit wollte Lykos niemanden angreifen oder verdächtigen. Er hat es einfach nur sehr unglücklich formuliert gehabt, was er eigentlich sagen wollte. Aber so, wie man Leva einschätzt, wird sie ihm wohl nicht lange böse sein.

Leva Bates: „Ja, danke. Ich denke, das Thema macht uns nur irgendwie fertig. Glaubst du wirklich, dass einer von uns Raven hintergangen haben könnte?“

Strickland: Ich denke tatsächlich daran, dass das Lykos war!“

Moment, was? Beschuldigt Strickland jetzt ernsthaft Lykos, dass dieser Raven hintergangen und an Vince verkauft haben soll? Aber aus welcher Begründung? Hat Strickland während des Trainings irgendwas gesehen oder während dieses Gesprächs hier gerade irgendwas erkannt? Ja gut, Lykos hat am Anfang Vince etwas in Schutz genommen, aber das genügt doch noch lange nicht, um einfach so eine Anschuldigung rauszuhauen. Selbst Leva scheint da etwas überrascht drüber zu sein.

Leva Bates: „Meinst du? Denkst du ernsthaft, er würde ...“

Strickland: Ach, ist doch auch egal jetzt. Du hast schon recht, dieses Thema macht uns nur fertig. Kommen wir mal zu was anderem. Sag mal, wie findest du Raven?“

Wie bitte, was? Wie Leva Raven findet? Inwiefern? Wie soll sie ihn finden? Möchte er wissen, ob sie ihn attraktiv findet oder ob sie denkt, er wäre ein guter Trainer, oder ob sie denkt, ihm würde es gesundheitlich gut gehen? Also, in welchem Kontext möchte Strickland hier die Information erhalten? So, wie die Dame aussieht, scheint sie bereits zu wissen, wie genau Strickland diese Frage meint, und wer an das Gespräch, das Leva mit Lykos letzte Woche vor dessen Match geführt hat, zurückdenkt, der wird wohl ebenfalls wissen, was hier vor sich geht.

Leva Bates: „Bitte? Oh Gott ... Lykos, dieses Arschloch! Er hat's dir verraten, oder?“

Strickland: Aber natürlich, hehe. Wie fühlt sich das an? Verspürst du so ein kleines Kribbeln in deinem Bauch, wenn du von ihm zur Sau gemacht wirst, und kannst du es kaum abwarten, mit ihm alleine zu sein?“

Oh Junge, das ist doch echt gemein. Leva hat es heute nicht leicht. Zuerst die unglücklich formulierte Aussage von Lykos und dann wird sie jetzt auch noch von Strickland fertiggemacht und heruntergezogen, weil sie sich in ein so unerreichbares Ziel verliebt hat, was keineswegs nicht mal ansatzweise wie ein Mann wirkt, mit dem man gerne zusammen sein möchte. Nur der Gedanke alleine lässt Leva schon in einem weirden Licht dastehen. So eine Beziehung möchte man sich gar nicht erst vorstellen. Aber so, wie es bei dem Gespräch bei Every Empire Falls wirkte, scheint Raven ohnehin kein Interesse zu haben. Und im Training selbst scheint dieses Thema nicht mehr aufgetreten zu sein. Jetzt ist nur noch das Problem, dass sie ein Thema in die Welt gebracht hat, was sicher noch für lange Zeit viele andere nutzen werden, um Scherze über sie zu machen oder sie runterzuziehen. Kein Wunder also, dass sie hier anfängt, ziemlich rot zu werden.

Leva Bates: „Ach, halt die Fresse. Ich hab doch das Recht, jemanden anziehend zu finden.“

Strickland: Das hast du selbstverständlich. Doch hab ich auch das Recht, dich damit aufzuziehen, haha!“

Oh, und das wird Strickland mit Sicherheit ausnutzen. Leva kann einem schon echt leidtun heute. Aber das sind alles nur Randthemen des heutigen Tages. Viel wichtiger bleibt doch die Frage: Hat einer der Schüler Raven hintergangen und mit Vince zusammengearbeitet, und wenn ja, wer soll es gewesen sein? Am Ende könnte es vielleicht wirklich Leva gewesen sein oder Strickland hatte mit seiner Aussage recht, dass es Lykos war. Es könnte auch Izzy gewesen sein, da sie wohl von allen hier am wenigsten von Raven hält, oder aber es ist Strickland selbst und er zeigt, dass er selbst seinen Lehrer outsmarten kann. Wir werden es wohl erst mal nicht erfahren, aber diese Geschichte bringt wirklich große Spannung ins Performance Center. Jetzt erst mal jedoch geht es darum, dass Strickland sein Match am Montag gegen Roman Reigns etwas besser übersteht, als es Lykos letzte Woche getan hat, und vor allem geht es um Rache. Rache von Leva Bates an demjenigen, der geprabbelt hat.

Leva Bates: „Ggrr, das zahl ich Lykos heim!“

Und mit diesem grimmigen Sound einer Leva Bates schaltet das Kamerabild auch zurück zu den Kommentatoren, die mit der Show weitermachen, und bringt uns zurück in die Gegenwart.

[Bild: 65.jpg]

Der historische WarGames-Abend veränderte alles. Roman Reigns scheiterte mit der Bloodline im Kampf gegen Kenny Omega und dessen Team und musste eine der bittersten Niederlagen seiner Karriere hinnehmen. Während Omega seinen World Heavyweight Championship erfolgreich verteidigte und die Bloodline in Trümmern zurückblieb, erschien völlig überraschend Seth Rollins. Statt den wehrlosen Roman anzugreifen, stellte er sich ihm nur schweigend gegenüber, täuschte einen Curb Stomp an und verließ den Ring wieder. Diese rätselhafte Konfrontation ließ mehr Fragen als Antworten zurück. Nur eine Woche später tritt Roman Reigns gemeinsam mit Paul Heyman vor die Zuschauer. Heyman bezeichnet Rollins' Verhalten als Zeichen von Unsicherheit und behauptet, selbst Seth habe sich nicht getraut, den Tribal Chief endgültig auszuschalten. Roman greift diesen Gedanken auf und wirft Rollins öffentlich Feigheit vor.

Doch Seth Rollins lässt diese Worte nicht unbeantwortet. Er erscheint erneut, erklärt, dass er Roman bewusst verschont habe, weil er keinen gebrochenen Mann besiegen wolle. Für Rollins verdient ihre jahrzehntelange Rivalität nur auf der größten Bühne und unter den größten Voraussetzungen ihren Abschluss. Gleichzeitig wirft er Roman vor, bei WarGames versagt und damit das größte Match ihrer gemeinsamen Geschichte zerstört zu haben. Während Roman den längsten World-Title-Run seiner Karriere als Beweis seiner Größe anführt, kontert Seth mit einer schmerzhaften Wahrheit: Trotz all seiner Erfolge habe Roman ihn nie endgültig besiegen können. Damit steht die legendäre Fehde der ehemaligen Shield-Brüder erneut im Mittelpunkt – persönlicher, intensiver und explosiver als je zuvor. Legacy Arena vor 17,654 Zuschauern in Birmingham, Alabama ist der nächste Stop des Coast 2 Coast Roster und doe Storys gehen weiter vor allem Roman Reigns und Seth Rollins

Die Kameras schalten auf den Parkplatz hinter der Legacy Arena in Birmingham, Alabama. Es ist der 10. August 2026, und die Sonne ist längst hinter dem Horizont verschwunden. Gewaltige Flutlichtmasten tauchen das weitläufige Backstage-Gelände in kaltes, weißes Licht. Dicht an dicht stehen die gewaltigen Produktions-Trucks von Coast 2 Coast Wrestling, während Gabelstapler ununterbrochen Equipment zwischen den Trailern und der Arena transportieren. Stagehands rollen Flightcases über den Asphalt, Techniker überprüfen letzte Kabelverbindungen und aus den geöffneten Hallentoren dringt bereits das dumpfe Grollen der ausverkauften Arena nach draußen. Die Stimmung wirkt angespannt. Jeder weiß, dass heute Abend einer der Männer erscheinen wird, über den seit WarGames das gesamte Wrestling-Business spricht. Plötzlich biegt ein tiefschwarzer Cadillac Escalade langsam auf den abgesperrten VIP-Parkplatz ein. Der große SUV rollt beinahe lautlos zwischen mehreren Sicherheitsfahrzeugen hindurch, ehe er direkt vor dem Backstage-Eingang zum Stehen kommt. Mehrere Security-Mitarbeiter treten sofort näher. Sie werfen routinierte Blicke über den Parkplatz und sichern den Bereich, obwohl sich ohnehin niemand den Wagen zu nähern wagt. Der Motor verstummt sofort für einen kurzen Augenblick scheint selbst das geschäftige Treiben rund um die Arena langsamer zu werden., Die hintere Fahrertür öffnet sich und langsam steigt Paul Heyman aus.

Der Wiseman trägt einen makellos sitzenden schwarzen Designeranzug mit dunkelroter Krawatte. Seine Lederschuhe glänzen im Schein der Flutlichter. Anders als sonst sucht er weder Blickkontakt mit den Kameras noch genießt er die Aufmerksamkeit. Sein Gesichtsausdruck ist ernst, beinahe nachdenklich. Er richtet kurz sein Jackett, blickt einmal über den Parkplatz und tritt anschließend einen halben Schritt zur Seite. Dann öffnet sich die zweite hintere Tür. Ein schwarzer Stiefel setzt langsam auf den Asphalt und Roman Reigns steigt aus. Der Tribal Chief trägt ein schlichtes schwarzes T-Shirt, eine schwarze Trainingshose und dunkle Sportschuhe. Sein langes Haar fällt feucht über die Schultern, während der dichte Bart einen Großteil seiner Mimik verbirgt doch seine Augen verraten alles. Keine Wut... Enttäuschung oder Unsicherheit nur diese kalte, beinahe einschüchternde Ruhe. Langsam richtet sich Roman vollständig auf und schließt selbst die Fahrzeugtür. Anschließend bleibt er für einige Sekunden regungslos stehen. Sein Blick wandert langsam über den gesamten Parkplatz. Mehrere Produktionsmitarbeiter unterbrechen unbewusst ihre Arbeit. Ein Kameramann senkt instinktiv seine Kamera. Einige jüngere Talente, die gerade in Richtung Halle unterwegs sind, bleiben kurz stehen und beobachten schweigend, wie Roman Reigns vor ihnen steht. Niemand sagt ein Wort... Selbst nach der Niederlage bei WarGames besitzt der Tribal Chief noch immer jene Präsenz, die jeden Raum verändert, sobald er ihn betritt. Paul Heyman tritt neben seinen Tribal Chief. Roman reagiert zunächst überhaupt nicht. Roman sein Blick bleibt nach vorne gerichtet. Nach einigen langen Sekunden nickt er lediglich einmal.

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Eine kleine Bewegung mehr braucht es nicht. Gemeinsam setzen sich beide langsam in Bewegung. Mit derselben kontrollierten Gelassenheit marschieren Roman Reigns und Paul Heyman über den Parkplatz auf den Backstage-Eingang der Legacy Arena zu. Zwei Sicherheitskräfte öffnen sofort die schweren Metalltüren. Kaum betreten beide den Backstagebereich, verändert sich die Atmosphäre schlagartig. Überall herrscht geschäftiges Treiben. Road Agents besprechen den Ablauf der Show... Referees kontrollieren ihre Matchkarten... Maskenbildner laufen zwischen den Umkleiden hin und her. Produktionsassistenten koordinieren über ihre Headsets die letzten Vorbereitungen. Auf zahlreichen Monitoren läuft bereits das Livebild der Show doch als Roman Reigns den langen Korridor entlanggeht, verstummen die Gespräche beinahe augenblicklich. Einige Superstars lehnen an den Wänden und verfolgen schweigend seinen Weg. Andere treten unauffällig einen Schritt zur Seite. Niemand stellt sich ihm in den Weg und niemand sucht das Gespräch. Roman würdigt keinen von ihnen auch nur eines einzigen Blickes. Sein Fokus liegt ausschließlich geradeaus. Paul Heyman hält mühelos Schritt neben ihm. Hin und wieder blickt er auf sein Smartphone, beantwortet eine kurze Nachricht und nickt einem Produktionsleiter knapp zu, ohne das Tempo zu verändern. Sie passieren Catering, Medical und mehrere Locker Rooms, ehe sie den Bereich unmittelbar vor der Gorilla Position erreichen. Hier herrscht höchste Konzentration... Produzenten verfolgen aufmerksam die Monitore... Über die Headsets hallen ununterbrochen Kommandos der Regie. Roman bleibt schließlich wenige Meter vor dem schwarzen Vorhang stehen. Hinter dem Stoff bebt die ausverkaufte Legacy Arena. Das dumpfe Rauschen von Tausenden Fans dringt bis in den Backstagebereich. Paul Heyman stellt sich einen Schritt hinter seinen Tribal Chief und richtet noch einmal seine Krawatte. Roman hingegen bewegt sich keinen Zentimeter. Die Hände hängen locker neben seinem Körper und sein Blick ruht unbeweglich auf dem Vorhang. Die Niederlage bei WarGames scheint ihn äußerlich nicht verändert zu haben denn er wirkt genauso kontrolliert. Augenblicklich versinkt die gesamte Arena in absolute Dunkelheit. Ein tiefes, beinahe bedrohliches Raunen zieht durch Birmingham. Dann...

"ACKNOWLEDGE ME!"



Die markante Stimme hallt mit gewaltiger Wucht durch die Lautsprecher. Im selben Moment schießen unzählige blaue Laserstrahlen durch die Arena. Kalter Nebel kriecht über die gesamte Stage und verschluckt jede Kontur. Das monumentale Theme des Tribal Chiefs setzt ein und lässt den Boden der Legacy Arena förmlich erzittern. Die Zuschauer explodieren. Ein gewaltiger Mix aus Jubel und ohrenbetäubenden Buhrufen erfüllt die Arena. Tausende stehen sofort von ihren Sitzen auf. Handys werden in die Höhe gehalten. Kinder zeigen mit ausgestrecktem Finger zur Stage. Selbst eingefleischte Zuschauer des Tribal Chiefs können den Blick nicht von der Entrance lösen. Sekunden vergehen... niemand betritt die Bühne. Die Spannung wächst mit jeder einzelnen Note der Musik. Erst als der Nebel dichter wird, zeichnet sich langsam eine Silhouette darin ab. Regungslos... unbeweglich... wie eine Statue und langsam tritt Paul Heyman als Erster aus dem Nebel hervor. Sein Gesicht wirkt ungewöhnlich ernst. Kein arrogantes Lächeln. Keine provokanten Gesten. Er bleibt auf der linken Seite der Stage stehen und senkt respektvoll den Kopf. Noch immer erscheint Roman Reigns nicht. Die Musik baut sich weiter auf. Die Arena wird immer lauter. Dann... mit einem einzigen Schritt durchbricht Roman Reigns die Nebelwand sofort entlädt sich die Atmosphäre ein weiteres Mal. Ein ohrenbetäubendes Gemisch aus Jubel und Buhrufen schlägt ihm entgegen.

Doch es ist sein Blick, der sofort alles dominiert. Keine Spur von Unsicherheit... Keine Wut... Keine Enttäuschung über WarGames nur absolute Kontrolle. Roman bleibt mitten auf der Stage stehen. Die Schultern leicht zurückgezogen. Das Kinn erhoben und er blickt langsam über die gesamte Legacy Arena. Von links... nach rechts... bis schließlich sein Blick direkt auf den Ring fällt. Neben ihm hebt Paul Heyman langsam beide Hände vor die Brust, als wolle er seinem Tribal Chief wortlos den Platz überlassen. Roman rührt sich keinen Zentimeter... Die Kamera fährt langsam um ihn herum und fängt sein ausdrucksloses Gesicht aus nächster Nähe ein. Im Hintergrund schneiden die blauen Laserstrahlen unaufhörlich durch den Nebel. Nach einigen langen Sekunden setzt sich Roman schließlich in Bewegung. Langsam... Kontrolliert... Jeder einzelne Schritt wirkt bewusst gesetzt. Nicht ein einziger Blick geht zu den Fans... Nicht eine einzige Reaktion auf die gemischten Rufe. Der Tribal Chief marschiert, als würde ihm diese Arena noch immer gehören. Paul Heyman folgt ihm mit einem Schritt Abstand. Immer leicht hinter Roman immer aufmerksam und immer bereit.

Pat McAfee
"Ganz egal, was passiert ist... hört euch diese Reaktion an! Roman Reigns hat diese Arena vollkommen in seiner Hand!"


Cathy Kelley
"Nach WarGames hätte jeder erwartet, einen gebrochenen Roman Reigns zu sehen... aber genau das sehen wir überhaupt nicht."


Wade Barrett
"Das ist der gefährlichste Roman Reigns überhaupt. Ein Mann, der gerade gefallen ist... aber sich weigert, auch nur einen einzigen Zentimeter kleiner zu wirken."


Roman erreicht langsam das Ende der Rampe. Er bleibt erneut stehen und vor ihm steht der Ring. Er hebt den Kopf leicht an und sein Blick fällt auf das c2c-Logo am Apron. Langsam wischt er sich mit Daumen und Zeigefinger über den Bart. Er nickt kaum sichtbar. Dann steigt er Stufe für Stufe die Ringtreppe hinauf oben angekommen bleibt er erneut regungslos stehen. Er dreht sich langsam zur Zuschauerseite. 17.654 Menschen blicken ausschließlich zu ihm. Roman schließt für einen kurzen Moment die Augen und er atmet tief ein. Als er sie wieder öffnet, wirkt sein Blick noch kälter... entschlossener... majestätischer. Langsam betritt der Tribal Chief den Apron. Mit einer fließenden Bewegung steigt er zwischen dem oberen und mittleren Ringseil hindurch. Paul Heyman folgt ihm unmittelbar danach. Roman geht direkt in die Mitte des Rings. Allein seine bloße Anwesenheit genügt, um die gesamte Halle zu beherrschen. Seine Musik klingt langsam aus. Die Zuschauer reagieren weiterhin lautstark. Roman hebt schließlich langsam seine rechte Hand. Nur eine kleine Bewegung doch sie genügt.Immer mehr Stimmen verstummen. Paul Heyman tritt schweigend einen Schritt zurück und beobachtet seinen Tribal Chief mit unverkennbarem Respekt. Roman Reigns steht regungslos im Zentrum des Rings doch der Mann, der den Ring beherrscht, strahlt noch immer dieselbe unerschütterliche Aura aus. Paul Heyman wartet nicht lange. Kaum hat Roman Reigns seinen Blick ein letztes Mal durch die ausverkaufte Legacy Arena schweifen lassen, hebt der Wiseman leicht die rechte Hand. Sofort eilt ein Produktionsmitarbeiter heran und reicht ihm ein schwarzes Mikrofon. Heyman nimmt es ohne ein Wort entgegen, prüft kurz dessen Gewicht und tippt einmal mit dem Daumen gegen den Schaft. Ein kurzes Nicken genügt, um dem Worker zu signalisieren, dass alles funktioniert. Heyman lässt seinen Blick langsam durch die Arena gleiten. Über siebzehntausend Menschen warten gespannt auf seine ersten Worte. Jubel und Buhrufe vermischen sich zu einem gewaltigen Klangteppich, doch der Wiseman zeigt keinerlei Reaktion. Stattdessen hebt er das Mikrofon mit der ihm eigenen Gelassenheit langsam an seine Lippen. Neben ihm bewegt sich Roman Reigns keinen Millimeter. Sein Blick bleibt starr auf die Hardcam gerichtet, während Paul Heyman schließlich langsam Luft holt und bereit ist etwas mitzuteilen.

Paul Heyman
"Ladies... and Gentlemen..."


Heyman unterbricht sich bewusst. Sein Blick wandert langsam durch die ausverkaufte Legacy Arena. Jubel und Buhrufe prallen gleichermaßen auf ihn ein, doch er lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Stattdessen schließt er für einen kurzen Augenblick die Augen, als würde er die Atmosphäre bewusst aufsaugen dann öffnet er sie wieder. Langsam zieht sich ein kaum wahrnehmbares Lächeln über seine Lippen. Er hebt das Mikrofon noch ein wenig höher.

Paul Heyman
"Ladies... and Gentlemen..."


Erneut eine Pause... Die Fans wissen genau, was jetzt kommt, und einige sprechen die Worte bereits mit. Heyman nickt zufrieden dann ertönt seine markante Stimme noch eindringlicher durch die Halle.

Paul Heyman
"My... name... issss..."


Er dehnt das letzte Wort genüsslich in die Länge und noch einmal lässt er die Spannung steigen. Schließlich richtet er seinen Körper leicht auf, wirft einen kurzen Seitenblick auf den regungslos neben ihm stehenden Roman Reigns und beendet seine berühmte Vorstellung.

Paul Heyman
"...Paul... Heyman!"


Sofort explodiert die Legacy Arena in einem gewaltigen Mix aus Jubel und Buhrufen. Die Zuschauer reagieren lautstark auf den Wiseman, während Roman Reigns keinerlei Regung zeigt. Der Tribal Chief steht weiterhin wie eine Statue in der Mitte des Rings. Das Mikrofon gehört Paul Heyman doch die gesamte Aufmerksamkeit des Publikums liegt auf dem Mann an seiner Seite. Gerade als der Wiseman erneut ansetzen wollte, seine Lungen mit Luft füllte, blieb ihm diese sogleich im Halse stecken…

BURN IT DOOOOOOWN!



Der Schrei fuhr wie ein Blitzschlag durch die Halle. Ein einziger Urknall aus Schalldruck und roher Energie, der die Worte in Paul Heymans Kehle erstickte. Im selben Augenblick explodierte die Arena. Zehntausende Zuschauer rissen es gleichzeitig von den Sitzen. Ein ohrenbetäubendes Gebrüll brandete durch die Ränge und verschluckte Heymans Stimme restlos. Der Wiseman zuckte zusammen, riss den Kopf mit einer Mischung aus Unglauben und Entrüstung in Richtung der Stage und ließ das Mikrofon langsam sinken.

Reigns hingegen verzog keine einzige Faser seines Gesichts. Er blieb stehen, unerschütterlich wie eine Festung. Doch in den dunklen Tiefen seiner Augen blitzte für den Bruchteil einer Sekunde etwas auf, eine scharfe, gefährliche Erkenntnis. Diese Unterbrechung war kein Zufall. Sie war ein gezielter Nadelstich. Eine regelrechte Explosion an Emotionen und Energie ging von der Bühne aus, während das recht triste und dunkle Bild über die LED Wände flimmerte. Feuerbälle stiegen im Takt empor und erhellten die Halle in einem gleißenden Licht aus Flammen und Rauch. Aus dem Schatten trat er hervor: Seth Rollins.

Keine schrillen Muster, keine extravaganten Roben, keine bunten Federn. Heute nicht. Rollins trug einen maßgeschneiderten, tiefschwarzen Anzug von makellosem Schnitt. Das schwarze Hemd, die schwarze Krawatte, ordentlich gebunden. Der Stoff saß wie eine zweite Haut. Elegant und zeitlos, von einer düsteren, beinahe bedrohlichen Klasse. Er blieb am Rande der Stage stehen. Das typische, manische Grinsen fehlte vollkommen. Keine ausgelassenen Tanzschritte, kein theatralisches Posieren. Nur ein ruhiger, fokussierter Blick, der sich wie eine Klinge durch den dichten Nebel der Arena bohrte. Direkt auf Roman Reigns.Lediglich ein kleines, zaghaftes Lächeln ließen Seth’ Mundwinkel zucken. Denn er wusste ganz genau wie er seinen einstigen Bruder hier nerven konnte. Die Halle nahm die Melodie seines Entrance-Themes auf. Ein stimmlicher Tsunami wälzte sich durch das Rund: "WHOOOOAAAHH OOOOHHHHH..."

Rollins bewegte sich keinen Millimeter. Er stand da wie der Dirigent eines Orchesters, das er nicht einmal anleiten musste. Er ließ die Arena für sich arbeiten. Jede verstreichende Sekunde, in der der Tribal Chief und sein Berater zum Warten verdammt waren, war eine Demütigung im Kleinen, ein schleichender Entzug von Kontrolle. Heyman schüttelte verärgert den Kopf, setzte erneut an und hob das Mikrofon. Doch die Welle aus zehntausend Kehlen brach sofort wieder über ihm zusammen und fegte jeden Ansatz von Autorität hinweg. "WHOOOOAAAHH OOOOHHHHH..."

Rollins schloss für einen Herzschlag die Augen, sog die Atmosphäre tief ein und genoss den Moment. Ein kaum merkliches, feines Lächeln huschte über seine Lippen. Dann setzte er sich in Bewegung. Schritt für Schritt. Keine Hast, aber auch kein Zögern. Der Weg zum Ring verwandelte sich in eine schleichende Machtdemonstration. Rollins jagte den OTC nicht, er zwang Reigns dazu, auf ihn zu warten. Und in den Augen beider Männer lag das Wissen um genau diese Dynamik. Die Kameras fingen Heyman ein, dessen professionelle Fassade sichtlich bröckelte. Mehrfach hob er das Mikrofon, mehrfach musste er es kapitulieren lassen. Die Masse verweigerte ihm schlicht das Gehör.

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Rollins erreichte den Ringbereich. Er stieg die anstehende Stahltreppe empor, trat auf den Apron und hielt noch einmal inne. Durch die Seile hindurch fixierte er Reigns. Kein Blinzeln. Kein weiteres Lächeln. In diesem stummen Blickduell lag die gesamte Last ihrer gemeinsamen Geschichte. Das Erbe des Shields, der Verrat, die Triumphe und die Narben, die sie sich gegenseitig zugefügt hatten. Sie kannten sich besser als jeder andere Mensch auf dieser Welt. Schließlich stieg Rollins geschmeidig durch die Ringseile. Im selben Moment verstummte die Musik.Eine fast physisch greifbare Stille legte sich über die Arena. Rollins trat in die Mitte des Rings, strich sich ohne Eile über das Revers seines Jacketts und zog die Manschettenknöpfe zurecht. Er nahm sich alle Zeit der Welt, um das Terrain abzustecken.

Dann machte er zwei ruhige Schritte nach vorne und stellte sich direkt vor Paul Heyman. Der Manager setzte gerade zum vierten Mal an, den Mund zu öffnen, als Rollins die Hand ausstreckte und ihm das Mikrofon mit einer einzigen, beiläufigen Bewegung fließend aus den Fingern zog. Heyman blieb mit offenem Mund und leeren Händen zurück, einen Schritt zurückweichend. Seth würdigte ihm nicht einmal eines weiteren Blickes. Seine Augen wichen keinen Millimeter von Roman Reigns ab. Das feine Lächeln kehrte auf seine Lippen zurück, ruhig, überlegen und sehr wohlwissend. Er führte das Mikrofon zu Munde und erhob seine Stimme noch bevor der Tribal Chief überhaupt ein Wort sagen konnte.

SETH ROLLINS: "Schau dich an, Paul... Wie du versuchst, die alten Sprüche aufzusagen. Wie du versuchst, der Welt vorzugaukeln, dass hier drinnen noch alles unter Kontrolle sei. Aber wir beide wissen es besser, nicht wahr, Roman? Sieh dich um. Das hier ist nicht mehr deine Arena. Das hier ist nicht mehr dein Empire. Bei WarGames ist deine Krone gebrochen und heute stehst du hier und lässt Paul für dich lügen, weil du die Wahrheit nicht aussprechen kannst. Du bist nicht wegen mir wütend, Roman. Du bist wütend, weil du weißt, dass ich Recht hatte. Und Kenny Omega? Kenny sitzt hinten und feiert den Titel, den eigentlich DU erringen solltest. Also sag mir, Tribal Chief... wie fühlt es sich an, im eigenen Schatten zu stehen?"

Es war erneut dieser leicht süffisante Unterton, der bei Seth mitschwingte und doch etwas gewaltiges in sich trug. Dies hier war nicht die Vorführung irgendeines Jobbers, dies sind womöglich der größten Namen im Business einer ganzen Ära. Und so erschien es auch immer wieder, wenn Roman Reigns und Seth Rollins sich gegenüberstanden.

Paul Heyman erkennt die kaum wahrnehmbare Bewegung seines Tribal Chiefs sofort. Roman sagt kein einziges Wort. Er hebt lediglich langsam seine rechte Hand, ohne den Blick von der tobenden Zuschauermenge zu nehmen. Zwei Finger strecken sich kurz aus... eine kleine, fast beiläufige Geste. Für jeden anderen wäre sie bedeutungslos gewesen. Für Paul Heyman jedoch ist sie ein unmissverständlicher Befehl. Der Wiseman nickt augenblicklich. Paul Heyman reagiert ehe er sich halb aus dem Ring lehnt. Sofort eilt ein Produktionsmitarbeiter an den Apron heran und reicht ihm hastig ein neues, funktionsfähiges Mikrofon. Heyman prüft es kurz, klopft zweimal dagegen und ein dumpfes Geräusch hallt durch die Arena. Zufrieden lächelt der Wiseman und langsam dreht er sich wieder zu Roman Reigns um. Der Tribal Chief hat sich in der Zwischenzeit keinen Millimeter bewegt. Er steht regungslos in der Mitte des Rings. Das Kinn leicht erhoben. Die Schultern gerade. Seine Augen sind fest auf die Hardcam gerichtet, als würde die gesamte Arena für ihn gar nicht existieren. Ringsherum brandet ein gewaltiger Mix aus Jubel und Buhrufen auf, doch Roman reagiert nicht einmal mit einem Blinzeln. Paul Heyman tritt respektvoll einen Schritt näher. Mit beiden Händen hält er das Mikrofon vor sich, beinahe so, als würde er seinem Tribal Chief eine Krone überreichen. Für einen kurzen Moment senkt Heyman sogar den Kopf. Erst dann hebt Roman langsam seine rechte Hand. Erst dann hebt Roman langsam seine rechte Hand. Ohne Hast oder jede unnötige Bewegung. Seine Finger schließen sich fest um das Mikrofon. Heyman lässt es augenblicklich los, als wäre es niemals sein Eigentum gewesen. Anschließend tritt der Wiseman schweigend einen halben Schritt zurück und verschränkt respektvoll die Hände vor seinem Körper. Er beobachtet Roman mit einem kaum merklichen Lächeln. Roman wendet sich Seth zu und hebt das Mikro.

Roman Reigns
"WarGames... ist Geschichte."


Roman lässt diese Worte mehrere Sekunden im Raum stehen. Sein Blick bleibt regungslos auf Seth Rollins gerichtet. Kein Zucken in seinem Gesicht. Keine Wut. Nur jene kalte Selbstverständlichkeit, mit der der Tribal Chief seit Jahren spricht. Schließlich hebt er das Mikrofon erneut.

Roman Reigns
"Roman Reigns verschwendet keine Zeit damit, in der Vergangenheit zu leben. Roman Reigns wacht morgens nicht auf und denkt an Kenny Omega. Roman Reigns geht nicht schlafen und fragt sich, was Kenny Omega gerade macht. Kenny Omega mag bei WarGames den World Heavyweight Championship verteidigt haben... schön für ihn. Er hat seinen Abend gehabt. Er hat seinen Moment gehabt. Roman Reigns wird einem einzigen Match niemals erlauben, Mittelpunkt seines Lebens zu werden. Seth Rollins... glaubt dass Roman Reigns nach WarGames jeden einzelnen Tag vor einem Spiegel steht und darüber nachdenkt, wie Kenny Omega ihn aufgehalten hat. Nein. Das überlässt Roman Reigns den Menschen, die nichts anderes besitzen als ihre Vergangenheit. Roman Reigns blickt immer nach vorne. Genau deshalb steht Roman Reigns heute noch hier... während unzählige Namen längst vergessen wurden. Seth Rollins redet von Kenny Omega... als hätte Roman Reigns sein gesamtes Leben um diesen Mann aufgebaut. Das wäre unter der Würde des Tribal Chiefs. Kenny Omega war lediglich der Champion, der an diesem Abend zwischen Roman Reigns und einer Championship stand. Mehr nicht. Nicht weniger. Roman Reigns respektiert jede Herausforderung... aber Roman Reigns macht keinen einzelnen Mann größer, als er tatsächlich ist.


Roman senkt das Mikrofon für einen kurzen Moment. Sein Blick bleibt unbeirrbar auf Rollins gerichtet. Die beiden ehemaligen Shield-Brüder stehen sich regungslos gegenüber. Die Spannung ist mit Händen zu greifen. Schließlich hebt der Tribal Chief das Mikrofon wieder an.

Roman Reigns
"Und jetzt... richtet Roman Reigns seine Aufmerksamkeit auf Seth Rollins. Seth Rollins behauptet, Roman Reigns habe bei WarGames versagt. Seth Rollins behauptet, Roman Reigns sei gefallen... Aber wissen Sie, was der Unterschied zwischen Roman Reigns und Seth Rollins ist? Roman Reigns braucht keinen perfekten Abend, um der größte Superstar dieser Generation zu bleiben. Ein einziger Rückschlag löscht keine tausend Tage Dominanz aus. Eine Niederlage verändert keine Geschichte... sie ergänzt sie lediglich. Die Frage die sich stellt warum wendet sich Seth Rollins... Roman Reigns zu?"


Seth senkte für einen flüchtigen Augenblick den Blick auf die dunkle Matte des Rings. Ein leises, kaum wahrnehmbares Schmunzeln legte sich auf seine Lippen. Kein spöttisches Höhnen, kein manisches Lachen, sondern eine Geste voller bittersüßer, fast schon enttäuschter Erkenntnis. Er hob das Mikrofon wieder langsam an seine Lippen, während die Stille in der Legacy Arena zentnerschwer auf den Schultern der Anwesenden lastete.

SETH ROLLINS: "Siehst du... genau deshalb."

Die Worte verhallten im weiten Rund. Rollins machte einen einzelnen, unaufgeregten Schritt auf den Tribal Chief zu. Keinerlei Aggressivität lag in dieser Bewegung, nur eine resolute Konsequenz, bis zwischen den Spitzen ihrer Stiefel kaum noch eine Armlänge Platz blieb. Paul Heyman wich instinktiv einen halben Schritt zurück, während Roman Reigns stoisch standhielt.

SETH ROLLINS: "Du stellst die völlig falsche Frage, Roman. Du fragst dich, warum ich mich dir zuwende. Ich frage mich etwas ganz anderes: Wann hast du eigentlich aufgehört, ehrlich zu dir selbst zu sein?"

Ein hörbares, tiefes Raunen zog sich durch die tausenden Zuschauer. Rollins ließ sich von dem spürbaren Erdbeben auf den Rängen nicht aus der Ruhe bringen. Seine Stimme blieb schneidend klar, getragen von einer unerschütterlichen Gelassenheit. Er hob leicht den Kopf, fixierte die dunklen Augen seines Gegenübers und ließ eine gezielte Pause verstreichen.

SETH ROLLINS: "Du redest davon, dass WarGames Geschichte ist. Dass Kenny Omega keine Rolle mehr spielt. Dass Roman Reigns niemals zurückblickt. Wenn das wirklich stimmt... warum klingst du dann seit einer ganzen Woche wie ein Mann, der sich verzweifelt selbst davon überzeugen muss?"

Die Halle antwortete augenblicklich mit einem wallenden Gemurmel. Die Worte hatten gesessen und Rollins setzte nach. Er schloss die letzte verbliebene Distanz, bis er Nase an Nase vor dem Tribal Chief stand. Zwei Giganten dieser Ära, Auge in Auge, keiner wich auch nur einen Millimeter zurück. Die Hitze zwischen ihnen war im gesamten Stadion greifbar.

SETH ROLLINS: "Du weißt genau, warum ich hier bin. Nicht wegen Kenny. Nicht wegen der Bloodline. Nicht einmal wegen dieser einen Niederlage. Ich bin hier... weil ich dich seit über einem Jahrzehnt besser kenne als jeder andere Mensch auf diesem Planeten. Ich habe gesehen, wie du Champion wurdest. Ich habe gesehen, wie du Stein für Stein ein Imperium aufgebaut hast. Und ich habe gesehen, wie du angefangen hast, deiner eigenen Legende blind zu verfallen. So blind, dass du das Große Ganze nicht mehr erkennst."

Seth hielt inne, zog den Blick nicht zurück und senkte die Stimme um eine Nuance, was ihr nur noch mehr Gewicht verlieh.

SETH ROLLINS: "Du behauptest, eine Niederlage würde nichts verändern. Da hast du sogar recht. Eine Niederlage macht aus einem König nicht über Nacht einen gewöhnlichen Mann. Aber sie zeigt jedem einzelnen Menschen da draußen… dass er bluten kann."

Die Legacy Arena explodierte förmlich. Ein sturmartiger Orkan aus Rufen, Jubel und geschockten Reaktionen wälzte sich durch die Sitzreihen. Doch im Zentrum des Wirbels bewegte sich Roman Reigns nicht. Kein Muskel in seinem markanten Gesicht zuckte, keine Wimper schlug aus dem Takt. Die vollkommene Starre eines Mannes, der gelernt hatte, jeden Schmerz hinter einer undurchdringlichen Fassade aus Granit zu verbergen. Rollins entging diese kalkulierte Kälte keineswegs. Das feine, überlegene Lächeln kehrte auf seine Züge zurück.

SETH ROLLINS: "Genau deshalb habe ich dich nach den WarGames nicht angegriffen. Ich wollte keinen Mann besiegen, der ohnehin schon am Boden lag. Das hätte vielleicht allen anderen gereicht. Mir nicht. Ich will den Roman Reigns, der glaubte, unbesiegbar zu sein. Den Tribal Chief. Den Mann, der von sich behauptet, der Größte seiner Generation zu sein."

Sein Blick verlor jede Spur von Amüsement und wurde wieder vollkommen ernst, schneidend und gefährlich. Seth hob das Mikrofon ein letztes Mal dicht an den Mund, während die Scheinwerfer der Halle das Schwarz seines Anzugs wie einen Schatten umrahmten.

SETH ROLLINS: "Denn nur wenn ich genau diesen Roman Reigns besiege... endet unsere Geschichte so, wie sie es verdient."

Für den Bruchteil einer Sekunde schien die Welt in der ausverkauften Legacy Arena einzufrieren. Seth Rollins ließ das Mikrofon langsam sinken, ohne den unnachgiebigen Blick von den tiefschwarzen Augen seines einstigen Bruders zu wenden. Die Drohung stand felsenfest im Raum. Die Luft zwischen den beiden Giganten war so dicht geladen, dass ein einziger Funke genügte, um die gesamte Halle in Schutt und Asche zu legen. Roman Reigns’ Kieferspannung verhärtete sich spürbar, doch er verlor nicht den Hauch seiner eisernen Contenance.


Für einige Sekunden scheint die gesamte Legacy Arena den Atem anzuhalten. Roman Reigns und Seth Rollins stehen sich weiterhin direkt gegenüber. Nase an Nase. Zwei Männer, deren gemeinsame Vergangenheit inzwischen schwerer wiegt als jede Championship, die sie jemals getragen haben. Kein Wort fällt. Kein einziger der beiden weicht zurück. Selbst Paul Heyman wagt es nicht, sich zwischen die beiden ehemaligen Shield-Brüder zu stellen. Mitten in den Zuschauerreihen bewegen sich zwei Gestalten. Zunächst schenkt ihnen niemand Beachtung. Zwei Männer, vollständig in schwarze Kleidung gehüllt, Kapuzen tief ins Gesicht gezogen und die untere Gesichtshälfte mit schwarzen Tüchern verdeckt. Sie sitzen einige Reihen voneinander entfernt. Einer auf der linken Seite des Rings, der andere auf der gegenüberliegenden Seite. Die Kameras fangen zunächst nur einen der beiden ein. Ein lautes Raunen geht durch die Zuschauerreihen. Der Mann steigt über die Sitzreihe vor ihm und springt über die Zuschauerabsperrung.

Pat McAfee
"WAS ZUR HÖLLE?! Wer sind diese Leute?!"


Noch bevor die Security überhaupt reagieren kann, sprintet die erste vermummte Person am Ring entlang. Roman Reigns bekommt davon nichts mit. Sein Blick ist weiterhin auf Seth Rollins gerichtet. Der zweite Vermummte springt jetzt ebenfalls über die Absperrung. Die Zuschauer realisieren erst jetzt, was passiert. Ein ohrenbetäubendes Kreischen schießt durch die Legacy Arena.

Cathy Kelley
"Da sind ZWEI Männer im Ringbereich! Was machen die Sicherheitskräfte?! Jemand muss sie aufhalten!"


Doch dafür ist es bereits zu spät... Der erste Angreifer erreicht die Ringseite und geht sofort in die Knie. Mit beiden Händen greift er unter den Ring. Ein metallisches Klappern ist zu hören. Darauf zieht er einen Stuhl hervor... Ein klassischer Stahlstuhl! Die zweite vermummte Person erreicht inzwischen die gegenüberliegende Ringseite und auch sie greift unter den Ring. Ein weiterer Stahlstuhl kommt zum Vorschein. Die Arena verwandelt sich in ein einziges Chaos. Roman Reigns und Seth Rollins bemerken nichts denn beide Männer stehen sich weiterhin gegenüber. Dann rennt der erste Angreifer plötzlich los. Er rutscht unter dem untersten Ringseil hindurch. Der zweite folgt unmittelbar. Beide Männer befinden sich nun im Ring und erst jetzt realisieren Roman Reigns und Seth Rollins, dass etwas nicht stimmt. Roman dreht seinen Kopf nur minimal... zu spät. Der Stahlstuhl trifft Roman Reigns mit voller Wucht seitlich am Rücken. Ein dumpfer, brutaler Knall hallt durch die Arena. Roman wird durch die Wucht nach vorne gerissen. Roman sein Oberkörper klappt kurz nach vorne. Ein gewaltiger Schock geht durch die Zuschauer.

Doch noch bevor Roman überhaupt reagieren kann, holt der Angreifer erneut aus. Der zweite Stuhlschlag trifft Roman diesmal über die Schulter. Roman taumelt und seine Augen weiten sich. Er versucht instinktiv, sich umzudrehen doch der vermummte Mann lässt ihm keine Gelegenheit...Noch ein Schlag... Diesmal gegen den Rücken und Roman geht auf ein Knie. Der Wiseman macht einen Schritt nach vorne, doch der zweite Angreifer stellt sich ihm sofort in den Weg. Heyman bleibt stehen und sein Gesicht ist plötzlich vollkommen entsetzt. Doch auf der anderen Seite des Rings spielt sich gleichzeitig eine zweite Katastrophe ab. Seth Rollins hört den ersten Einschlag. Er dreht sich instinktiv um und der zweite Angreifer wartet bereits auf ihn. Der Stahlstuhl trifft Seth frontal an der Schulter. Rollins wird herumgerissen... Er stolpert zwei Schritte zur Seite. Der nächste Schlag landet auf seinem Rücken. Seth geht sofort zu Boden und die Zuschauer schreien doch niemand versteht, was gerade geschieht.

Pat McAfee
"SIE ATTACKIEREN BEIDE! SIE ATTACKIEREN ROMAN REIGNS UND SETH ROLLINS!"


Seth versucht sich auf alle Viere zu retten doch der Angreifer packt den Stuhl mit beiden Händen und holt erneut aus. Seth rollt sich gerade noch zur Seite. Der Stahlstuhl trifft stattdessen die Ringmatte. Ein ohrenbetäubender Knall und Seth kriecht in Richtung der Seile doch der Angreifer folgt ihm. Er packt Seth am Jackettrücken und zieht ihn wieder hoch. Seth dreht sich um... Der Stuhl trifft ihn quer über den Rücken. Seth sackt sofort zusammen und sein schwarzes Sakko ist inzwischen völlig zerknittert. Die Krawatte hängt schief. Das elegante Auftreten von vor wenigen Minuten ist verschwunden. Jetzt liegt Seth Rollins auf der Matte und versucht verzweifelt, sich zu orientieren doch Roman Reigns ist ebenfalls noch nicht wieder auf den Beinen. Der andere Angreifer steht über ihm. Roman versucht, sich mit einer Hand am untersten Seil hochzuziehen. Der Angreifer nimmt Anlauf. Der Stahlstuhl trifft Roman erneut. Diesmal genau über den Rücken und Roman fällt nach vorne und bleibt auf allen vieren liegen. Die Arena ist vollkommen außer Kontrolle. Paul Heyman hält sich beide Hände an den Kopf.

[Bild: B7-MIHD9-CIAEVMn-C.jpg]

Er schreit auf die vermummte Person ein doch der Angreifer reagiert überhaupt nicht. Er hebt den Stuhl erneut. Roman dreht langsam den Kopf und sein Blick trifft den seines Angreifers. Für einen kurzen Augenblick scheint der Tribal Chief etwas in dessen Augen erkennen zu wollen doch bevor Roman reagieren kann. Der Stuhl kracht erneut auf seinen Rücken. Roman fällt flach auf die Matte und die Zuschauer buhen und schreien gleichermaßen. Die beiden Angreifer ziehen sich langsam zurück und greifen gleichzeitig nach dem oberen Ringseil. Einer steigt über den Apron und der andere folgt direkt... Beide landen außerhalb des Rings. Sie drehen sich um und blicken zum Ring. Und dann beginnen sie langsam, ihre Masken abzunehmen. Die Kamera zoomt näher heran. Roman Reigns hebt langsam den Kopf nachdem er wieder auf den Beinen steht... Seth Rollins wischt sich mit einer Hand über den Mund und richtet sich auf. Beide Männer starren zu den vermummten Personen. Die Masken werden langsam heruntergezogen. Erst die eine... darauf die andere. Ein gewaltiger Aufschrei geht durch die Legacy Arena. Die Zuschauer springen von ihren Sitzen.

Pat McAfee
"WAS?! NEIN! DAS KANN NICHT SEIN!"


Cathy Kelley schlägt sich sichtbar überrascht die Hand vor den Mund.

Cathy Kelley
"OH MEIN GOTT! DAS SIND... DIE USOS!"


Wade Barrett blickt fassungslos auf den Bildschirm.

Wade Barrett
"Jey Uso! Jimmy Uso! Was zum Teufel soll das bedeuten?!"


Keine Masken mehr... Keine Verkleidung... Keine Möglichkeit mehr, ihre Identität zu verbergen... "Main Event" Jey Uso... Jimmy Uso... The Usos. Die Halle steht Kopf. Ein gewaltiger Mix aus Jubel, Buhrufen und schockierten Reaktionen donnert durch die Legacy Arena. Jey schaut zunächst zu Seth Rollins dann wandert sein Blick zu Roman Reigns. Sein Gesicht bleibt vollkommen ernst. Jimmy steht einige Schritte neben ihm auch er blickt zum Tribal Chief. Und jetzt stehen sie außerhalb des Rings und haben gerade gemeinsam den Tribal Chief mit Stahlstühlen attackiert. Seth Rollins folgt Romans Blick. Auch er scheint zunächst kaum zu begreifen, was gerade passiert ist. Er wischt sich langsam eine Haarsträhne aus dem Gesicht und starrt Jey und Jimmy an. Dann fällt sein Blick auf Roman. Zum ersten Mal seit Beginn dieser Konfrontation stehen die beiden ehemaligen Shield-Brüder nicht als Rivalen voreinander. Sie stehen nebeneinander denn beide wurden gerade von denselben Männern attackiert. Die beiden ehemaligen Shield-Brüder und die beiden ehemaligen Mitglieder der Bloodline befinden sich plötzlich in einem explosiven Vierer-Konflikt.

[Bild: trenner-Kopie.jpg]

MATCH 2
SINGLES MATCH
Thekla vs. Britt Baker

[Bild: theklabrittbakernasdcnsv.png]
Writer: ???

The Doctor will see you now



Kaum knallt der Spruch mit anschließender Theme durch die Halle, kommt sie auch schon in einen silber-weiß-schwarzen Mantel auf die Stage, der an einen Arztkittel erinnert und entsprechend verziert ist.

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Pat McAfee: "Oh, my God! SHE’S BACK!!"
Cathy Kelley: "Krieg dich ein! Das war doch angekündigt!"
Pat McAfee: "Irgendwas sagt mir, dass es nicht dabei bleibt!”
Wade Barrett: "Sie würde der Liga gut tun. Jetzt warten wir erstmal, wie sie sich gegen Thekla schlägt!"

Sie dreht sich mit dem Rücken zu den Fans und man kann sehen, dass auch ein Backenzahn entsprechend auf die Rückseite gestickt wurde. Baker breitet die Arme aus, geht die Rampe ein Stück hinunter, dann wieder ein paar Schritte rauf. Und Zack, dreht sie dich wieder um.

Matthew Rehwoldt: "Introducing first…from Pittsburgh, Pennsylvania…Welcome Back to c2c…DOCTOR BRITT BAKER D…M…D!!!"

Beim DMD hebt die Brünette aus Pittsburgh den Arm, formt einen Zeigefinger und zeigt nach unten, als würde sie auf jeden einzelnen Buchstaben zeigen. Laut schallt DEEE EEEM DEEE durch die Arena, bevor Britt weiter die Rampe hinunter geht. Die Zuschauer jubeln, während sie die Atmosphäre genießt. Natürlich ist es keine Überraschung, immerhin ist das Match seit Tagen angekündigt. Doch irgendwie wird sie dann doch positiv und überrascht empfangen.

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Über die Stahltreppe geht sie in den Ring, wozu sie zwischen den Ringseilen hertauchen muss. Im Ring angekommen, legt sie den Mantel ab, präsentiert sich nochmals den Fans. Als leichter Jubel ausbricht, geht sie aber noch nicht in ihre Ecke, sondern fordert ein Mikrofon an. Ein Wiener schaltet schnell und bringt ihr es, womit auch die Theme endet.

Dr. Britt Baker:
”c2c! Was ist es, was wir am meisten begehren? Geile Matches! Titelfehden! Herausforderungen! Doch all das…vermissen wir etwas! Wo sind die Herausforderinnen? Die Gier nach Title? Die Gier nach Siegen? Die ganzen Persönlichkeiten?”

Baker setzt kurz ab, schaut dann durch die Halle. Dafür dreht sie sich dann sogar um die eigene Achse. Wie fällt die Reaktion der Fans aus? Diese feuern die Brünette an indem abermals kaut DEEE EEEM DEEE im Chor gebrüllt wird. Natürlich zaubert es der Zahnärztin ein Lächeln ins Gesicht.

Dr. Britt Baker:
”Wie oft hören wir, dass sie selbst die besten Wrestler sind? Becky Lynch zum Beispiel, bei ihrer letzten Promo. Die Frau mit den meisten Titeln? Maybe…in irgendwelchen No-Name Ligen. Aber in der c2c?”

Provokant wedelt Baker mit dem Zeigefinger und verdeutlicht damit ein Nein. Die Fans wissen, welche Dame die meisten Title trug. Ein Liebling. Eine Frau, die viel durchmachen musste…

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Dr. Britt Baker:
”Paige! Saraya! Brittany Knight! Sie trug schon viele Namen und hat sich alles hart erkämpft! Ich wundere mich, dass sich Kolleginnen auf ihre Ebene stellen, obwohl sie noch einen langen Weg vor sich haben, um Saraya zu überholen. Meiner Meinung nach fehlt es dazu auch an Talent im Roster! Und ich finde, es sollten einige Kolleginnen ausgetauscht werden! Wer von euch stellt sich Tiffany Stratton? Keiner von euch stellt den Anspruch! Das sagt schon alles!”

Kolleginnen austauschen? Nun, damit macht sich Britt keinen Gefallen. Die ersten Fans buhen. Andere jubeln aber auch auf und bestätigen die Worte damit. Währenddessen läuft Baker durch den Ring.

Dr. Britt Baker:
”Ich wünschte, ich hätte mehr Vorbereitung auf das heutige Match gehabt. Doch dieses Angebot konnte ich nicht ausschlagen. Ich trete heute nicht nur gegen Thekla an, sondern kann hiermit verkünden…I AM BACK!”

Pat McAfee: "Whooo, Baby…hab’ ich es nicht gesagt?!”

Der Jubel wird lauter und wieder hört man vereinzelt DMD-Sprechchöre. Für mehr reicht es heute aber auch nicht. Was das zu bedeuten hat, verschiebt sich damit auf die kommenden Wochen. Jetzt wartet schon die Gegnerin hinter dem Vorhang. Deshalb wirft die Doktorin das Mikro aus dem Ring und stellt sich in ihre Ecke.



Die Lichter in der Halle werden abgedunkelt und die Stage in ein düsteres Rot getaucht. Langsam beginnt die unheilvolle Musik, bis der Beat richtig eingesetzt. Irgend etwas erscheint merkwürdig...als wäre das Bild auf den Kopf gedreht? Als sich eine Gestalt aus dem aufsteigenden künstlichen Nebel schält, dreht sich die Kamera blitzschnell um 180°, so dass der Zuschauer am heimischen Bildschirm wieder eine "normale" Sicht hat. Diese Gestalt entpuppt sich als die Toxic Spider Thekla! Über ihr Gear trägt sie einen schwarzen Mantel mit Kunstpelz. Obwohl sie auf der Nase eine Sonnenbrille trägt, kann man ihren manischen Blick erkennen, mit dem sie die Kamera vor ihr fixiert.

THEKLA: Time to kill someone...ahahahaha...

Noch einmal die Zunge ausgestreckt und die Österreicherin wandert weiter.

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring... from Vienna, Austria... The Toxic Spider... THEKLA!"

Mit ausgestreckten Armen stolziert Thekla auf der Stage umher und gibt sich so, als würde der ganze Laden ihr gehören. Seitlich stehend positioniert sich die Blonde. Kurz geht sie in die Knie, hievt sich ruckartig nach oben und vollzieht dabei eine Throat-Cut Geste! Glühend-heiße Flammen schießen neben und hinter ihr in die Höhe und sorgen für ein ansehnliches Spektakel. Wie ein Raubtier auf der Jagd pirscht sich die Österreicherin in einem leicht wippenden Gang heran. Am Ring hüpft sie auf das Apron und rutscht unter den Seilen hindurch. Nach ein paar Schritten geht die Blondine auf die Knie und beugt ihren Oberkörper nach hinten. Dazu gehen erneut die Feuerfontänen an der Stage in die Höhe. Die Toxic Spider reißt ihren Körper nach vorne und krabbelt plötzlich blitzschnell auf die Kamera zu, die erschrocken zurückweicht. Grinsend steht die Österreicherin auf. Langsam verstummt die Theme und die Lichter erreichen die gewohnte Strahlkraft. Mantel und Sonnenbrille werden abgelegt und Thekla ist bereit für das Match

Warnung! Spoiler!
Thekla kann am Ende dieses Matches den Toxic Spider Death Drop zeigen und das Match somit per Pinfall für sich entscheiden (11.09 Minutes)

Here is your winner by pinfall: THEEEEKLAAAA!

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Zitat:[…]
Für einige Momente passiert dann aber nichts. Anhand der Reaktionen der Fans kann man deutlich hören, das diese natürlich sehr gespannt waren, ob Liv hier die Wahrheit sagte. Wenn ja, dann wird gleich eine Welt für viele Fans des Schotten zusammenbrechen. Doch dann tritt plötzlich eine Person aus dem Schatten hinter Liv hervor. Die Haare hängen ihm ins Gesicht, er wirkt ungepflegt. Drei Wochen...drei Wochen war er verschwunden und diese drei Wochen reichten aus, um ihn zu ausschauen zu lassen. Er bleibt dicht hinter Liv stehen und man kann erkennen, das es tatsächlich Drew war. Er sagt nichts, man kann nur seine Augen erkennen, wie sie durch sein Haar hindurch blicken. Dann richtet er seine Worte in die Kamera, seine Stimme rau und ohne Emotion.

Drew McIntyre
„Drei Wochen...Drei Wochen voller Dunkelheit. Jeder dort draußen hat geglaubt, das Drew verschwunden war...in Wahrheit...ist Drew McIntyre gestorben...so wie Ihr alle ihn kanntet...drei Wochen haben dafür gereicht...“

Es folgt eine Pause, die aber noch einmal tief in die Wunde der Fans drückt, die Hoffnungen hatten, das Drew unversehrt wiederkommen würde. Man konnte auch das Raunen hören, als sich Drew gezeigt hatte. Ungläubigkeit war es, was durch die Reihen der Fans lief. Hinter den langen Haaren, die weiterhin das Gesicht Drews verdeckten, konnte man ein kleines Schmunzeln erkennen. Es war aber kein freudiges Schmunzeln...nein...es hatte etwas anderes an sich...etwas...düsterer...

Drew McIntyre
„Der Mann, der nach Regeln gekämpft hatte...Der Mann, der Ehre gezeigt hatte...diesen Mann gibt es nicht mehr...und das ironische daran ist, das ausgerechnet die Person mir die Augen geöffnet hatte, die für mich ein Dorn im Auge war...Kali...und auch Liv hat erkannt, das es besser ist, wenn man zusammenarbeitet...und das Ergebnis? Das Ergebnis ist das hier...“

Er blickt dann zu Liv, welche zu ihm hinaufschaute. Drews Hand erhebt sich langsam und er streicht Liv schließlich sanft über ihre Wange. Ein schwach sichtbares Lächeln konnte man bei Drew wieder erkennen, ehe er seinen Kopf wieder in Richtung Kamera hebt.

Drew McIntyre
„Die Liv, die ihr kanntet...gibt es nicht mehr...den Drew, den ihr kanntet...gibt es nicht mehr...Vor euch steht der Scotish Psychopath...welchen ich ehrlicherweise zu lange habe eingesperrt lassen...Kali hat mir bewusst gemacht, das die Zeit gekommen ist, nicht mehr nur der Mr. Nice Guy zu sein...Und wisst ihr was? Ich fühle mich in diesem Körper verdammt wohl...das einzige Problem ist...der Psychopath braucht seine Opfer...“[…]

Wir sehen Ausschnitte eines der „Highlights“ aus der vergangenen Woche, als sich Liv Morgan und Drew McIntyre von einer neuen, erschreckenden Seite gezeigt haben. Vor allem die Verwandlung des Schotten war wie ein Schlag in die Magengrube seiner Fans. Aber nicht nur die Zuschauer sind geschockt…auch die Leute hinter den Kulissen, die den Beiden nahestanden, sind geschockt. Allen voran wahrscheinlich Fallon Henley, die Ex-Freundin McIntyre’s und danach immer noch gute Freundin des Pärchens. Gerade jene Amerikanerin sehen wir nun, wie sie vor einem Bildschirm im Backstage Bereich steht und eben jenes Video betrachtet. Da es sich hierbei um einen Rückblick auf die letzte Show in Atlanta handelt, sieht es diese „Vergangenheits-Fallon“ gerade live und ist ebenso entsetzt wie jeder Andere auch.

Zitat:[…]
Drew McIntyre
„Daher solltet ihr Livs Warnung ernst nehmen...denn das Beste an der ganzen Sache ist...das ich mir meine Opfer nicht mehr aussuche...Jeder, kann der nächste sein...Außer...meine Liv hier...sagt etwas Anderes...und glaubt mir...Sie sagt sehr selten nein zu etwas, wenn sie fokussiert ist...“[…]

Fallon schlägt die Hände vor ihren Mund zusammen und schüttelt den Kopf. Eine Träne kullert ihr die Wange herunter. Bis zuletzt hatte sie gehofft, dass sie Drew irgendwie noch finden kann…oder dass Liv Kali überlistet und sich an den Aufenthaltsort ihres Freundes erinnert. Dass es nun so weit kommt, hätte die Brünette sich in ihren kühnsten Träumen nicht vorstellen können. Jetzt ist es noch schlimmer gekommen, als es befürchtet wurde.

Fallon Henley: Verdammt! Drew…das bist nicht du! Kämpf‘ dagegen an!

…ruft sie dem Bildschirm zu, als würde das etwas bringen. Plötzlich legt sich eine Hand auf ihre Schulter, was Henley kurz zusammenzucken lässt. Doch keine Sorge…die Person hat nur gute Absichten mit ihr. Bobbi Tyler! Die Britin wird gleich noch mit Fallon gegen The Inspiration in den Ring steigen. Dementsprechend sind beide Frauen gekleidet. Bobbi sieht zu Liv und Drew, die gerade ihre Drohung an das gesamte Roster aussprechen. Sie tangiert es hauptsächlich weil sie weiß, wie sehr es ihre beste Freundin Fallon schmerzt. Aus persönlicher Sicht macht Bobs vor allem dieser neue McIntyre Angst. Eine dunklere, psychopathische Persönlichkeit, die nicht davor zurückschreckt, das Leben ihrer Mitmenschen zu zerstören? Kommt der Blondine leider sehr vertraut vor. Aber hier und jetzt muss und will sie für das Country Girl eine Stütze sein und kann sich ihren eigenen Ängsten nicht hingeben.

bobbi.tyler: Hey, das musst du dir nicht antun, okay? Komm‘!

Mit ihrer Hand, die immer noch auf Fallon’s Schulter liegt, versucht Tyler die Brünette vom Bildschirm wegzudrücken. Zwar geht Henley einen Schritt mit, bleibt dann aber wieder stehen und sieht Bobbi mit großen und traurigen Augen an.

Fallon Henley: Was habe ich falsch gemacht? Hätte ich die Beiden noch retten können?

Das Country Girl fühlt sich schuldig und redet sich ein, dass sie vielleicht mehr hätte tun können. Auch wenn sie nicht weiß, was. Bobbi schüttelt sofort, ohne zu zögern, das blonde Haupt. Sie greift nach Fallon’s Händen und drückt diese sanft.

bobbi.tyler: Nein, du hast NICHTS falsch gemacht, hörst du? Du warst eine gute Freundin für die Beiden und hast alles in deiner Macht Stehende getan. Das, was da mit Drew und Liv passiert ist, ist nicht deine Schuld!

Fallon lächelt matt auf, wobei sie der ehemaligen Stevie Turner nur kurz in die Augen sieht. Tyler möchte die Amerikanerin so nicht sehen und seufzt leise auf, bevor sie versucht so empathisch zu sein, wie es ihr nur möglich ist. Da rutscht sie noch näher an die Ältere heran und „zwingt“ diese dazu sie länger anzusehen.

bobbi.tyler: Ich weiß sehr, sehr gute, wie stark deine Psyche ist…und wie sehr sie dein größter Feind sein kann! Liv und Drew haben, von dem was ich weiß und vor allem du mir erzählt hast, in den ganzen Jahren verdammt viel durchgemacht. Wahrscheinlich sind sie einfach an einen Punkt angelangt, wo sie nicht mehr konnten und dann das Böse in ihnen, was sie so lange bekämpft haben, ausbrechen konnte. Das muss aber nichts heißen!

Während sie lächelt, hört Bobbi in ihrem Inneren eine eklige Stimme, die hofft, dass McIntyre und Morgan nie wieder die Alten werden. So gäbe es Niemanden, der an Fallon ziehen und zerren könnte, während sie ihre Freundschaft zueinander ausbauen und festigen. Vor allem merkt Tyler wie sie fürchtet, die Amerikanerin könnte wieder mit ihrem Ex zusammenkommen. Auch wenn das doch Unsinn ist. Selbst eine erneute Beziehung zwischen Fallon und Drew wäre doch kein Hindernis für ihre Freundschaft zu Bobbi…oder? Jedenfalls könnte Tyler auch dafür sorgen, dass das Country Girl diese Beiden abschreibt und hinter sich lässt. Oder sie ist für Fallon da und gibt ihr Mut und Hoffnung! Beide Entscheidungen tragen ihre Konsequenzen mit sich. Wie also entscheiden?

bobbi.tyler: Du hast ja selbst gesagt, wie mental stark vor allem Drew ist. Bestimmt wird er sich zurückkämpfen! Vielleicht nicht heute…vielleicht erst in ein paar Wochen. Du wirst deinen Freund…nein, deine Freunde bald wieder zurückbekommen. Ganz bestimmt!

Die innere Stimme wird gekonnt ignoriert und in die hinterste Ecke geschoben. Fallon schmunzelt dankbar, auch wenn sie den Eindruck hat, Bobbi glaubt selbst nicht so daran und will sie einfach nur beruhigen. Andererseits sollte sie die Hoffnung auch nicht komplett aufgeben.

Fallon Henley: Ja…du hast sicher Recht! Wahrscheinlich sieht die ganze Sache in ein paar Wochen anders aus.

Ermutigend nickt Bobs ihr zu. Am besten sollte das Country Girl nach vorne schauen. Auch wenn ihr das gerade so gar nicht leicht fallen dürfte.

bobbi.tyler: Hey, wenn dir das gerade zu viel ist, kann ich gerne zu Bayley gehen und ihr sagen, dass du krank geworden bist. Auch wenn es dann sehr kurzfristig ist, kann sie mich bestimmt noch in ein One on One gegen Jessie oder Cassie booken.

Tyler will ihre beste Freundin nicht zu dem Match zwingen, sollte sie sich mental nicht dazu in der Lage fühlen. Kurz nach dem Schock könnte man es der Brünetten nicht einmal übelnehmen, wenn sie sich einfach nur einschließen möchte. Aber sofort schüttelt Fallon den Kopf. Nein, das kommt für sie, trotz der Umstände, nicht in Frage.

Fallon Henley: Nein, ich habe mich so sehr darauf gefreut mit dir zu teamen. Das lasse ich mir nicht nehmen! Und das Beste ist nach vorne zu schauen und mich abzulenken.

Darüber freut sich die Britin sichtlich, die dazu sanft in die Hände klatscht.

bobbi.tyler: Top! Richtige Einstellung! Wir können ja noch ein wenig frische Luft schnappen, damit du den Kopf freibekommst. Und dann treten wir The Inspiration in den Hintern!

Mit diesen Worten geht sie schon mal gut zwei Schritte vor. Fallon hält noch inne und sieht nochmal auf den Bildschirm. Beim letzten Frame hat sich das Bild irgendwie aufgehangen, so dass eine, leicht verzerrte, Darstellung von Liv Morgan und Drew McIntyre zurückbleibt. Natürlich hofft Henley, dass sie ihre alten Freunde irgendwann wiedersieht. Trotzdem fühlt sich das hier gerade wie ein Abschied an. Merkwürdiges Gefühl.

Fallon Henley: Ich hoffe, ihr findet einen Weg zurück! Und wenn nicht, dann…dann danke! Danke für Alles! Vor allem dir, Drew! Danke für Alles, was du für mich getan hast…

…flüstert sie leise vor sich hin und muss einmal schwer schlucken. Gut, dass sie inzwischen Bobbi als Freundin und Halt hat! Sonst würde ihr das komplett den Boden unter den Füßen wegziehen. Mit dem Versucht zuversichtlicher zu wirken dreht sich das Country Girl zu Tyler, die geduldig auf sie wartet. Bobbi legt einen Arm um sie und geht schließlich mit ihr ab. Fade off.

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MATCH 3
MIXED TAG TEAM MATCH
Santos Escobar & Elektra Lopez vs. Channing Lorenzo & Adrianna Rizzo

[Bild: tagteammitnpcsafsudnvo90fnv.png]
Writer: Michi

Beide Teams waren bereits im Ring.

Warnung! Spoiler!
DING DING DING

Die Ringglocke war kaum verklungen, da entwickelte sich zwischen Santos Escobar und Channing „Stacks“ Lorenzo ein technisch hochklassiger Schlagabtausch. Beide kannten sich gut genug, um auf jede Aktion des anderen vorbereitet zu sein. Santos versuchte früh, das Tempo zu kontrollieren, zwang Stacks mit sauberem Mat-Wrestling immer wieder auf die Matte und arbeitete gezielt am linken Arm seines Gegners. Doch Stacks ließ sich nicht lange kontrollieren. Mit purer Kraft befreite er sich, schickte Escobar in die Seile und brachte ihn mit einem wuchtigen Shoulder Block zu Fall. Das Publikum honorierte den explosiven Beginn mit lautem Applaus.

Santos rollte sich geschmeidig wieder auf die Beine, fing einen weiteren Angriff seines Gegners jedoch mit einem blitzsauberen Dropkick ab und brachte das Match wieder unter seine Kontrolle. Ein schneller Wechsel mit Elektra Lopez sorgte dafür, dass nun die Frauen den Ring übernahmen.

Tag Santos > Elektra

Adrianna ließ sich davon allerdings nicht beeindrucken. Sofort ging sie aggressiv auf Elektra los. Die beiden lieferten sich einen harten Schlagabtausch, bei dem keine der beiden einen Schritt zurückwich. Beide Damen tauschten Forearms aus, ehe Adrianna schließlich mit einem Running Knee den ersten klaren Wirkungstreffer landete. Sie setzte sofort nach, hob Elektra auf die Beine und schleuderte sie mit einem kraftvollen Hip Toss quer durch den Ring.

Doch Elektra antwortete nur Sekunden später. Als Adrianna erneut Anlauf nahm, fing sie sie mit einem Big Boot ab, packte sie blitzschnell an der Hüfte und ließ einen German Suplex folgen, der die Zuschauer laut aufjubeln ließ. Coverversuch:

ONE...TWO...Kickout von Adrianna!!

Adrianna schaffte es jedoch gerade noch, im letzten Augenblick die Schulter von der Matte zu reißen. Das Match nahm immer mehr Fahrt auf.

Tag Adrianna > Stacks

Stacks erhielt den Tag, stürmte mit voller Geschwindigkeit auf Santos zu und räumte ihn mit einer Clothesline ab. Ein Belly-to-Belly-Suplex folgte unmittelbar danach. Escobar rollte sich aus dem Ring, doch Stacks gönnte ihm keine Pause. Unter tosendem Jubel nahm er Anlauf und schoss mit einem spektakulären Suicide Dive durch die Ringseile. Santos konnte sich gerade noch zur Seite werfen. Stacks krachte stattdessen mit voller Wucht gegen die Absperrung.

Im Ring wollte Adrianna den Moment nutzen. Sie traf Elektra mit mehreren harten Schlägen und drängte sie in die Ringecke. Der Ringrichter war damit beschäftigt, die beiden voneinander zu trennen, während Santos draußen langsam wieder auf die Beine kam und Stacks sich mühsam an der Barrikade hochzog. Niemand bemerkte zunächst, dass sich etwas verändert hatte. Erst verstummten einzelne Zuschauer, dann ganze Reihen. Nach und nach richteten sich immer mehr Blicke nicht mehr auf das Match, sondern auf den Ringrand, zunächst auch abseits des aktuellen Kamerabildes. Der Ringrichter unterbrach seine Ermahnung und folgte den Blicken. Auch die vier Wrestler hielten inne, den direkt außerhalb des Rings standen plötzlich zwei Personen.

Liv Morgan und Drew McIntyre! Wir erinnern uns alle an letzte Woche, wo Liv mit ganzem Stolz ihren „neuen“ Drew präsentiert hatte und sofort erstarren die Fans und die Beteiligten im und außerhalb des Rings. Wenn man sich an die Worte zurückerinnert: „Power und Chaos“ - Dann kann das hier kein gutes Zeichen sein.

Liv hielt ihren Baseballschläger locker über der Schulter. Auf ihren Lippen lag dieses unnatürlich breite Grinsen, während sie seelenruhig auf ihrem Kaugummi kaute. Die rot-blauen Zöpfe wippten leicht bei jeder Bewegung ihres Kopfes und neben ihr stand Drew, zunächst regungslos und sein Blick ist zum Hallenboden gerichtet. Keiner der vier Wrestler wusste, wie er reagieren sollte, aber der Ref versuchte zumindest Liv und Drew darauf hinzuweisen, das man nichts mit dem Match zu tun hatte. Aber der Ref wurde eiskalt ignoriert.

Santos machte schließlich den ersten Schritt nach vorne und langsam glitt Liv unter dem untersten Ringseil hindurch in den Ring, Drew folgte ihr schweigend. Liv ließ den Baseballschläger spielerisch durch ihre Finger kreisen. Fast tänzelnd bewegte sie sich durch den Ring, als würde sie die Atmosphäre genießen. Immer wieder wanderte ihr Blick zwischen den vier Wrestlern hin und her, als suche sie sich ein neues Spielzeug aus. Schließlich blieb sie direkt vor Drew stehen.

Langsam hob sie den Baseballschläger, um mit der Spitze sanft Drews Brust zu berühren: Einmal, zweimal. Dann legte sie den Schläger wieder zur Seite, trat einen halben Schritt näher und strich ihm mit zwei Fingern beinahe liebevoll über die Brust und man konnte sehen, wie Liv dem Hünen etwas sagte: Play!

Für einen Augenblick schien die Zeit stillzustehen, bis Drew plötzlich seinen Kopf hebt. Seine Augen wirkten vollkommen leer und dies war ein weiteres Zeichen, das Kali ganze Arbeit geleistet hatte. Dies war nicht mehr der Drew, den man kannte. Er war erschreckend emotionslos. Dann explodierte Drew! Santos bekam nicht einmal mehr die Hände hoch, als ihn eine gewaltige Clothesline mit voller Wucht traf. Sofort läutet der Ref das Match ab! Doch dies spielte nun keine Rolle mehr. Der Ref verlässt schlagartig den Ring.

This match is a: NO CONTEST!

Noch während Escobar regungslos auf der Matte lag, packte Drew Stacks, riss ihn brutal nach oben und schleuderte ihn mit einem krachenden Spinebuster mitten auf die Matte. Die Fans buhen lautstark, aber dies störte Drew keine einzige Sekunde. Liv begann begeistert in die Hände zu klatschen und lachte laut auf, als hätte sie gerade den lustigsten Witz ihres Lebens gehört. Während Drew bereits wieder nach Stacks griff, tänzelte sie auf Elektra zu. Diese wollte sich verteidigen, doch Liv duckte sich spielerisch unter dem Schlag hinweg.

Mit einer schnellen Drehung ließ sie den Baseballschläger mit voller Wucht gegen Elektras Rippen krachen. Die Luft entwich der Mexikanerin schlagartig. Liv verzog mitleidig das Gesicht. Sie kniete sich neben Elektra, strich ihr vorsichtig eine Haarsträhne hinter das Ohr und tätschelte ihr sanft die Wange. Für einen kurzen Moment wirkte sie beinahe fürsorglich, doch dann holte sie erneut aus. Der Baseballschläger krachte ein zweites Mal gegen den Rücken ihrer Gegnerin. Liv sprang lachend wieder auf die Beine. Fast hüpfend drehte sie sich im Kreis, ehe ihr Blick auf Adrianna fiel. Mit einem übertrieben fröhlichen Lächeln winkte sie sie sogar heran. Adrianna stürmte entschlossen los und Liv wartete bis zum letzten Augenblick.

Dann rammte sie ihr den Baseballschläger quer gegen den Bauch. Adrianna sackte nach vorne, woraufhin Liv sie am Hinterkopf packte, ihr sanft über die Haare strich und sie im nächsten Moment mit voller Wucht gegen die Ringecke schleuderte. Währenddessen glich Drew einer Naturgewalt. Stacks schaffte es mühsam wieder auf die Beine, doch ein brutaler Headbutt ließ ihn sofort wieder einknicken. Noch bevor sein Körper den Boden erreichte, zog Drew ihn erneut hoch und versenkte ihn kompromisslos mit einem Future Shock DDT in der Ringmitte.

Santos wollte zur Hilfe kommen. Doch Drew schien dies kommen zu sehen. Santos machte genau zwei Schritte in Richtung Drew doch dann traf der Hüne wie aus dem Nichts mit seiner Claymore! Der Einschlag ließ die Zuschauer hörbar zusammenzucken. Escobar überschlug sich, so viel Wucht lag hinter dieser Claymore und blieb regungslos liegen. Im Ring herrschte Chaos. Vier Wrestler lagen verteilt auf der Matte. Der Ref versuchte von außerhalb des Rings ein wenig auf Drew und Liv einzureden, doch Morgan warf diesem nur einen dunklen Blick zu.

Liv schlenderte langsam durch das Schlachtfeld. Mit schief gelegtem Kopf betrachtete sie ihr Werk, ehe sie sich neben Elektra hockte und ihr mit einem fast unschuldigen Lächeln einen Daumen nach oben zeigte. Anschließend erhob sie sich, ging zu Drew und hakte sich zufrieden bei ihm ein. Dann deutet Liv an, das man ihnen zwei Mikros reichen solle. Diese kamen auch, wenn auch unter Protest.
Während ein lautes Buh-Konzert durch die Halle schallt, beißt sich Morgan frech auf die Zungenspitze. Das Chaos ist vollendet.

Liv Morgan:
Ladies and Gentlemen! Das Chaos hat begonnen! Dies ist keine Warnung, sondern die Umsetzung! Denn...wir haben euch ha schon gewarnt.

Voller Freude, wie ein Kind, tanzt sie die nächsten Schritte um ihre Opfer herum. Im Gesicht ein zufriedenes aber skurriles Lächeln. Bis sich auf einmal einer der vier Opfer bewegt. Sofort verschwindet ihr Lächeln und ihre Miene wird finster. Es vergehen keine Sekunden, da holt sie mit ihrem Baseballschläger aus und prügelt auf diesen ein. Ein lauter Schrei des Schmerzens ertönt, was in Livs Gesicht das zufriedene Grinsen zurück zaubert.

Liv Morgan:
So geht das nicht! Ihr bewegt euch nur, wenn wir das sagen!

Sagt das nahezu perfekte Harley Quinn Double und richtet den Blick in das Publikum. Diese finden die neue Liv natürlich nicht gut und versuchen die Blondine mit den bunten Haarspitzen zu verhöhnen. Das klappt aber nicht. Im Gegenteil. Liv schließt die Augen und genießt diesen Hass richtig. Sie schwingt sogar den Zeigefinger mit, als wäre sie eine Dirigentin. Das pusht die Stimmung aber nur.

Liv Morgan:
c2c! Wir haben es euch versprochen und wir werden es umsetzen! Power und Chaos! Das hier, ist nur der Anfang! Bald sind es eure absoluten Lieblinge! Wir nehmen alles an uns!

Alles? Liv nickt psychotisch und übertrieben schnell, bevor sie grinsend zu Drew schaut.
Die Fans buhen weiter lautstark und es wirkte fast schon surreal. Vor einigen Wochen haben Beide Superstars noch die Fans hinter sich und nun haben Sie es geschafft, nahezu Jeden gegen sich aufzubringen und das in einer sehr kurzen Zeit. Aufgrund der Brutalität, welche man eben gesehen hatte, war es nicht wirklich verwunderlich. Auch die nachfolgende Attacke von Liv gab dem ganzen Bild noch mehr Intensität. Liv war nicht mehr Liv und ihre neue Seite machte es alles nur noch gefährlicher. Der Schotte stand nur da, sein Blick tiefschwarz und dennoch konnte man bei ihm ein kleines Grinsen erkennen, während Liv noch einmal ihren Baseballschläger über die Opfer schwingt. Erst als Liv zu Drew hochschaut, hebt auch dieser das Mikro.

Drew McIntyre
„Das hier war eine Warnung, die zeigen soll, zu was wir fähig sind. Wir wählen nicht gezielt, wir wählen wie es uns beliebt. Heute waren es Superstars, beim nächsten mal können es Refs sein...Und es hängt einzig von unserer Laune ab...Doch eines sollte euch klar sein...Niemand wird uns aufhalten können, wenn wir unsere Power ausspielen, um diese Liga ins Chaos zu stürzen...“

Während Drew diese Worte von sich gab, zeigte er keine einzige Emotion. Er war eiskalt und genau das machte die ganze Situation noch unberechenbarer. Während Beide Tag Teams noch immer im Ring lagen, trauten sich weiterhin keine Offiziellen in den Ring um diesen zu helfen. Drew wirft sein Mikro zur Seite und Liv schmiegt sich zufrieden an den Hünen. Sie nahm seine Hand und Beide verlassen langsam den Ring. Erst jetzt kamen einige Offizielle dazu und kümmerten sich um die vier Superstars im Ring. Drew und Liv widmeten dem Ganzen keinen Blick und schlenderten genüsslich die Stage hinauf, als wäre es das normalste der Welt.

Pat McAfee: "Was haben wir hier gerade erleben dürfen? Wenn das ein Vorgeschmack ist für das, was Drew und Liv versprechen..."

Cathy Kelley: "Dann steht c2c vor einem großen Problem...Hier wurden gerade 4 Superstars dem Erdboden gleich gemacht, ohne große Probleme...Ich ahne schlimmes in nächster Zeit. Liv hat es geschafft, Drews anderes Ich freizubekommen..."

Wade Barrett: "Manchmal sollte man die Nice Guy Rolle ablegen, Cathy. Die Beiden wollen erhört werden und ich denke das haben sie geschafft."

[Bild: 5.jpg]

AA NEW HOLLA HOLLA HOLLA CHALLONGE!

Eine Woche ist vergangen, seit Coast 2 Coast Wrestling einen historischen Moment erlebt hat. El Dan de la Hausen schrieb Geschichte, indem er Ethan Page besiegte und als erster Superstar überhaupt die beiden Midcard-Titel zum neuen Unified Championship vereinte. Unter dem tosenden Jubel der Fans betrat anschließend Hall of Famer Ron Simmons den Ring, dessen legendäres „DAMN!“ den Triumph des Mexikaners auf seine ganz eigene Weise krönte. Doch was wie ein perfekter Abschluss eines denkwürdigen Abends aussah, entwickelte sich nur wenige Augenblicke später zu einem der kontroversesten Momente der jüngeren c2c-Geschichte. Niemand hatte mit ihm gerechnet. Plötzlich ertönte die Musik von John Cena, der unter frenetischem Jubel seinen Weg in die Arena fand. Statt jedoch den Ring zu betreten, stellte sich die Wrestlinglegende auf den Kommentatorentisch und ließ sich zunächst von den Fans feiern nur um ihnen wenige Augenblicke später eiskalt den Rücken zu kehren. Mit einer arroganten und respektlosen Ansprache erklärte Cena, dass ihn weder die Zuschauer noch Coast 2 Coast Wrestling interessierten. Er sei lediglich erschienen, um seinen Vertrag zu erfüllen, seine Gage zu kassieren und anschließend wieder nach Hause zu fliegen. Die anfänglichen Jubelstürme schlugen innerhalb weniger Minuten in ein ohrenbetäubendes Pfeifkonzert um.

Doch damit war Cena noch lange nicht fertig. Seine Worte richteten sich schließlich direkt an den frisch gekrönten Unified Champion. Zwar erkannte er dessen sportliche Leistungen an, stellte jedoch dessen gesamte Art, Wrestling zu präsentieren, offen infrage. Für Cena war El Dan de la Hausen kein Mann, der das Wrestling neu definierte, sondern jemand, der aus jeder Situation eine Show machte und den Sport nicht mit dem nötigen Ernst behandelte. Eine Provokation, die der exzentrische Champion nicht unbeantwortet ließ. El Dan de la Hausen verließ den Ring, stellte sich Cena direkt gegenüber und belegte ihn mit seinem berüchtigten Fluch doch John Cena zeigte sich davon vollkommen unbeeindruckt. Ohne zu zögern packte er den deutlich kleineren Champion, hob ihn auf seine Schultern und beförderte ihn mit einem brachialen Attitude Adjustment durch den Kommentatorentisch. Zwischen den Trümmern blieb der erste Unified Champion der Geschichte regungslos liegen, während Sanitäter in den Ringbereich eilten und John Cena den Ort des Geschehens mit einem selbstgefälligen Grinsen verließ. Was als Feier einer historischen Titelvereinigung begann, endete in Chaos.

Insgesamt 17.654 Zuschauer haben den Weg in die ausverkaufte Arena gefunden und verwandeln die Halle bereits lange vor dem ersten Gong in einen wahren Hexenkessel. Über den Köpfen der Fans leuchten unzählige Handylichter, während riesige LED-Wände die Highlights der vergangenen Woche zeigen. Immer wieder brandet lautstarker Jubel auf, als Szenen von El Dan de la Hausens historischem Titelgewinn, Ron Simmons' legendärem „DAMN!“ und John Cenas brutaler Attacke auf den neuen Unified Champion über die Bildschirme flimmern. Die Stimmung ist greifbar. Jeder einzelne Zuschauer weiß, dass die Ereignisse der vergangenen Woche nicht ohne Konsequenzen bleiben werden. Fragen über Fragen stehen im Raum. Jedoch gibt es heute Antworten?

Die Kameras schalten zurück in die ausverkaufte Legacy Arena in Birmingham, Alabama. Über 17.654 Zuschauer haben sich von ihren Sitzen erhoben. Ein unruhiges Raunen zieht durch die Arena, denn jeder spürt, dass etwas Besonderes bevorsteht. Die Scheinwerfer gleiten langsam über die Zuschauerränge.
Mit einem Mal erlischt das Licht in der gesamten Arena. Binnen einer Sekunde verschwindet jede einzelne Lichtquelle. Nur die Displays tausender Smartphones leuchten wie kleine Sterne in der Dunkelheit. Die Zuschauer verstummen und für einen kurzen Moment herrscht absolute Stille.

Dann ein dumpfer Bass erschüttert die gesamte Halle. Die LED-Wände beginnen langsam zu flackern. Zunächst erscheint nur ein grüner Lichtstreifen. Wenige Sekunden später wird daraus das bekannte "Never Give Up"-Logo. Die gesamte Stage wird in ein kräftiges Grün getaucht. Plötzlich...



♫ YOUR TIME IS UP... MY TIME IS NOW! ♫

Die ersten Töne der weltbekannten Entrance-Musik erklingen. Zeitgleich schießen links und rechts der Stage meterhohe goldene Pyrofontänen in die Höhe. Weiße Blitze zucken über die gesamte Bühne, während dichter Nebel den Eingangsbereich bedeckt und mitten im Nebel zeichnet sich langsam eine Silhouette ab. Nur schemenhaft zu erkennen. Die Kameras zoomen langsam näher heran. Mit jedem Schritt lichtet sich der Nebel ein wenig mehr und dann tritt er ins Licht... John Cena. Cena trägt seine klassische Kombination aus dunkelblauer Jeansshorts, weißen Sneakern und einem schwarzen "Never Give Up"-Shirt.

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Seine grüne Cap sitzt verkehrt herum auf dem Kopf. Am rechten Handgelenk trägt er das grüne Armband, das ihn seit Jahren begleitet. Er bleibt genau in der Mitte der Stage stehen und mit einem ruhigen Lächeln blickt er zunächst nach links darauf nach rechts und schließlich geradeaus. Er nimmt die Atmosphäre bewusst in sich auf. Langsam hebt Cena die rechte Hand an seine Stirn und salutiert zuerst den Fans auf der linken Hallenseite. Anschließend dreht er sich nach rechts und wiederholt den Salut. Cena senkt den Arm, klopft sich mit der flachen Hand auf die Brust und nickt den Fans anerkennend zu. Dann beginnt er seinen Weg zum Ring... Links und rechts lehnen sich die Fans weit über die Absperrungen. Kinder halten selbstgemalte Bilder hoch... Erwachsene strecken ihre Hände aus. Mit nahezu jedem Schritt ignoriert John Cena die Zuschauer... Die Fans singen inzwischen jede Zeile seiner Entrance-Musik lautstark mit doch man vernimmt auch ein Buhkonzert. Kurz vor dem Ring bleibt Cena erneut stehen... Er schaut sich langsam um. Mit beiden Händen greift er an das oberste Ringseil und zieht sich auf den Apron dort bleibt er einen Augenblick stehen. Er blickt noch einmal durch die Zuschauerreihen. Dann steigt er geschmeidig zwischen dem zweiten und dritten Ringseil hindurch in den Ring. Langsam geht er in dessen Mitte und die Musik erreicht ihren Höhepunkt. Cena dreht sich einmal langsam um die eigene Achse. John Cena bleibt regungslos in der Mitte des Rings stehen. Seine Musik verklingt langsam, doch die Reaktionen der Zuschauer reißen nicht ab. Ein Teil der Fans jubelt der lebenden Legende noch immer lautstark zu, während der andere Teil ihn gnadenlos ausbuht. Die Atmosphäre in der Legacy Arena ist elektrisierend. Cena dreht den Kopf langsam von einer Hallenseite zur anderen. Sein Blick wandert durch die Zuschauerränge, ohne auch nur die geringste Emotion erkennen zu lassen. Schließlich senkt er den Blick auf den Ringboden. Für einen kurzen Moment herrscht Stille und dann hebt er langsam den rechten Arm und ein c2c Mitarbeiter reagiert sofort... Er wendet sich zum Zeitnehmer und nimmt ein Mikrofon in die Hand und eilt um den Ringpfosten herum. Am Apron angekommen streckt er beide Arme nach oben. John Cena geht langsam auf die Ringseile zu. Er beugt sich leicht nach vorne und nimmt dem Mitarbeiter wortlos das Mikrofon aus der Hand. Kein Nicken... Kein Dankeschön... Nicht einmal ein kurzer Blick... Der c2c-Mitarbeiter zieht sich kommentarlos wieder zurück. Cena dreht sich gemächlich um und marschiert zurück in die Mitte des Rings. Mit jedem Schritt werden die Buhrufe lauter. Ganz langsam hebt er das Mikrofon an seine Lippen und die Zuschauer werden merklich leiser selbst diejenigen, die ihn eben noch ausgebuht haben, wollen nun hören, was der selbsternannte größte Superstar aller Zeiten zu sagen hat. mJohn Cena schließt für einen kurzen Moment die Augen. Ein kaum sichtbares Lächeln huscht über sein Gesicht. Als er sie wieder öffnet, blickt er direkt in die Hauptkamera.

John Cena
"Sehen Sie sich doch einmal an... Sie alle sitzen dort und glauben ernsthaft, John Cena würde auch nur einen einzigen Gedanken an Sie verschwenden. John Cena schaut in diese Arena... und was sieht er? Sie? Nein... John Cena sieht keine Fans. Er sieht keine Menschen, deren Meinung irgendeinen Wert besitzt. John Cena sieht lediglich 17.654 Menschen, die Geld bezahlt haben, um für ein paar Stunden vergessen zu können, wie belanglos ihr eigenes Leben eigentlich ist. Sie kaufen ein Ticket, ziehen ein T-Shirt an, schreien ein paar Namen und glauben anschließend, Ihre Meinung hätte irgendeinen Wert. Für Sie mag das der Höhepunkt Ihrer Woche sein... für John Cena sind Sie nichts weiter als Gesichter in einer Menschenmenge. Ob Sie jubeln oder buhen... glauben Sie wirklich, das würde etwas ändern? Morgen wacht John Cena auf und lebt dasselbe Leben wie gestern. Sie hingegen kehren wieder in Ihren grauen Alltag zurück. Sie halten sich für wichtig. Sie glauben, Sie könnten bestimmen, wer gefeiert und wer ausgebuht wird. Aber am Ende sind Sie alle ersetzbar. Heute sitzen Sie hier. Nächste Woche sitzen andere auf Ihren Plätzen. Und wissen Sie, was sich dadurch ändert? Gar nichts. Und deshalb sollte Ihnen eines endlich klar werden... Weder die Menschen in dieser Arena noch diejenigen vor den Fernsehbildschirmen bedeuten John Cena auch nur das Geringste. Ihre Anerkennung ist wertlos. Ihr Hass ist wertlos. Für John Cena existieren Sie schlicht nicht."

Cena schüttelt langsam den Kopf und beginnt leise zu lachen. Das Lachen wird mit jedem Augenblick höhnischer. Die Zuschauer reagieren sofort mit einem gewaltigen Pfeifkonzert.

John Cena
"Wissen Sie, worauf John Cena viele Jahre lang besonders stolz war? Dass Millionen Eltern ihren Kindern gesagt haben: 'Siehst du ihn? So solltest du einmal werden.' Ein Vorbild. Ein Held. Der Mann, zu dem jeder kleine Junge aufgeschaut hat. Und genau das war Ihr größter Fehler. Sie haben Ihre Kinder angelogen. Sie haben ihnen Märchen erzählt. Sie haben ihnen eingeredet, dass Ehrlichkeit, Respekt und Loyalität immer belohnt werden. Dass der Held am Ende immer gewinnt. Dass die Welt gerecht ist."

Er macht eine kurze Pause und blickt direkt in die erste Reihe, wo mehrere Kinder ihre Cena-Shirts tragen.

John Cena
"Sehen Sie sich die Scheißblagen an. Enttäuscht... Verwirrt... Manche von ihnen weinen sogar. Wissen Sie was? Das ist gut so. Vielleicht war es längst überfällig, dass diese kleinen Blagen endlich aus ihrer Traumwelt aufwachen."

Ein lautes Raunen geht durch die Halle. Die Buhrufe werden noch intensiver. Cena genießt jede einzelne Sekunde.

John Cena
"Die Welt schuldet niemandem ein Happy End. Sie schuldet niemandem Fairness. Und ganz bestimmt schuldet sie Ihren Kindern keinen Helden, zu dem sie aufschauen können. Wenn dieser Abend dafür sorgt, dass eine ganze Generation endlich aufhört, an Märchen zu glauben, dann hat John Cena heute mehr erreicht als in all den Jahren zuvor. Die Wahrheit tut weh. Aber sie ist immer noch besser als die Lügen, mit denen Sie Ihre kleinen Pisser großziehen."

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Cena senkt langsam das Mikrofon und lässt die ohrenbetäubenden Buhrufe auf sich einprasseln. Statt sich davon beeindrucken zu lassen, lehnt er sich lächelnd in die Ringseile und kostet die wütenden Reaktionen der Zuschauer sichtlich aus. Nach wenigen Sekunden hebt er wieder das Mikro.

John Cena
"Wissen Sie... in all den Jahren hat John Cena unzählige sogenannte Ausnahmetalente kommen und wieder verschwinden sehen. Selbsternannte Legenden. Die Zukunft dieses Geschäfts. Revolutionäre. Auserwählte. Jede einzelne Generation war davon überzeugt, dass nun endlich der Mann gekommen sei, der John Cena ersetzen würde. Sie alle hatten dieselben großen Versprechen. Dieselben Schlagzeilen. Dieselben Fans, die ihnen zuriefen, sie wären die Zukunft dieses Sports. Und wissen Sie, was aus ihnen geworden ist? Nichts. Sie kamen... sie kassierten ihren kurzen Moment im Rampenlicht... und anschließend verschwanden sie wieder in der Bedeutungslosigkeit. Doch während ihre Namen längst vergessen wurden, blieb einer immer hier... John Cena. John Cena ist geblieben. Hat zugesehen... beobachtet. Hat jede einzelne Generation kommen und scheitern sehen. Und glauben Sie ernsthaft, ausgerechnet jetzt würde sich das ändern? NEIN!"

Er senkt das Mikrofon für einen Moment und ein arrogantes Lächeln breitet sich auf seinem Gesicht aus. Die Buhrufe werden immer lauter, doch Cena genießt sie sichtlich. Er dreht sich langsam zur Hardcam und stützt sich mit beiden Händen auf das oberste Ringseil und hebt das Mikro.

John Cena
"Und genau deshalb stellt sich John Cena eine einzige Frage..."

Er dreht sich langsam zur Hardcam und stützt sich mit beiden Händen auf das oberste Ringseil.

John Cena
"Ist El Dan de la Hausen also die nächste Generation? Ist das wirklich der Mann, der dieses Geschäft in die Zukunft führen soll? Der Mann, den Sie als Aushängeschild feiern? Der Mann, der Wrestling angeblich neu definiert? John Cena sieht keinen Revolutionär. Er sieht keinen Anführer. Er sieht keinen Superstar, der eine neue Ära einläutet. Er sieht einen Mann, der aus allem einen Witz macht... der jede Situation ins Lächerliche zieht... und Sie feiern das auch noch, als wäre es die größte Erfindung seit dem Squared Circle. Wenn El Dan de la Hausen tatsächlich Ihre Zukunft ist... dann hat dieses Business ein verdammt großes Problem."

Er macht eine kurze Pause. Langsam fährt er sich mit der Zunge über die Lippen und schüttelt amüsiert den Kopf. Ein höhnisches Grinsen breitet sich auf seinem Gesicht aus, während die Buhrufe immer lauter werden. Schließlich hebt er das Mikrofon wieder an.

John Cena
"Ach ja... da wäre noch etwas. John Cena muss zugeben... El Dan de la Hausen hat tatsächlich versucht, John Cena zu verfluchen. Ja... das stimmt. Vor den Augen der ganzen Welt hat er seine kleinen Spielchen gespielt, irgendwelche Gesten gemacht und geglaubt, damit etwas auszulösen. Für einen kurzen Augenblick dachten Sie alle, jetzt würde etwas passieren. Sie haben gehofft, John Cena würde plötzlich zusammenbrechen. Sie haben gehofft, dieser alberne Fluch würde funktionieren. Und wissen Sie was? John Cena kann bestätigen... der Fluch wurde ausgesprochen. Daran gibt es überhaupt keinen Zweifel. Nur gibt es ein kleines Problem... Der Fluch ist komplett daneben gegangen. Denn John Cena hat seit letzter Woche sehr genau hingesehen. Und je länger John Cena darüber nachdenkt, desto klarer wird ihm, dass dieser sogenannte Fluch niemals ihn getroffen hat. "

Er deutet langsam in Richtung der Entrance Stage, als würde dort Danhausen stehen.

John Cena
"Nein... der Einzige, über dem seit letzter Woche ein Fluch schwebt... ist El Dan de la Hausen selbst."

Er senkt das Mikrofon und lässt die Worte für einen Augenblick wirken. Dann blickt er mit einem selbstgefälligen Grinsen direkt in die Kamera.

John Cena
"Sie verstehen es immer noch nicht, oder? Deshalb erklärt John Cena es Ihnen ganz langsam... damit sogar Sie es begreifen. Sie glauben, der Fluch hätte John Cena treffen sollen. Sie glauben, El Dan de la Hausen hätte irgendeine übernatürliche Macht. Unsinn. Der Fluch hat sein Ziel niemals verfehlt... Sie alle haben nur den Falschen angesehen.mWissen Sie, wann der Fluch wirklich begann? Nicht, als El Dan de la Hausen vor John Cena stand und mit seinen Händen herumgefuchtelt hat. Nein... der Fluch begann in genau dem Augenblick, als diese beiden Championship Belts zu einem einzigen Titel verschmolzen wurden. In dem Moment hat El Dan de la Hausen sich selbst verflucht. Denn plötzlich trägt er nicht mehr irgendeinen Titel. Er trägt den ersten Unified Championship der Geschichte. Einen Titel, den jeder haben will. Einen Titel, der aus jedem Herausforderer einen Jäger macht. Einen Titel, der jede Schwäche offenlegt und jeden Champion früher oder später zu Fall bringt. Diese Championship ist kein Segen... sie ist ein Fluch. Und der erste Mann, den dieser Fluch verschlingen wird... ist sein eigener Träger.ohn Cena hat den Fluch letzte Woche nicht gespürt. John Cena hat nur zugesehen, wie er geboren wurde. Und seitdem beobachtet John Cena, wie er sich langsam um El Dan de la Hausen legt... enger und enger... bis nichts mehr von diesem lächerlichen kleinen Showman übrig bleibt. Sie nennen ihn den ersten Unified Champion der Geschichte. John Cena nennt ihn das erste Opfer des Unified Championship. Glauben Sie also ruhig weiter an Flüche, an Magie und an diesen ganzen Unsinn. John Cena glaubt nur an eines... dass El Dan de la Hausen unter dem Gewicht dieses Titels zerbrechen wird. Und wenn dieser Tag kommt... wird niemand von einem Fluch sprechen. Dann wird jeder verstehen, dass John Cena von Anfang an recht hatte."

John Cena nimmt sich eine kurze Pause bevor er weiter spricht.

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John Cena
"Aber weißt du was, Danhausen...? John Cena ist kein herzloser Mensch. Nein... ganz im Gegenteil. John Cena sieht einen Mann, der unter einer Last zusammenzubrechen droht. Einen Mann, der einen Titel auf den Schultern trägt, der schwerer ist, als er jemals begreifen wird. Und deshalb macht John Cena dir heute ein Angebot. Du musst diesen Fluch nicht allein tragen. John Cena... übernimmt ihn für dich. Ja... John Cena nimmt dir diese Last ab. John Cena nimmt dir den Unified Championship ab. John Cena nimmt dir den Druck ab. John Cena nimmt dir die Verantwortung ab. John Cena nimmt dir jede schlaflose Nacht ab, in der du dich fragst, welcher Herausforderer als Nächstes kommt. John Cena nimmt dir all das... weil John Cena mit dieser Last umgehen kann. Du nicht... Sie nennen es den Unified Championship. John Cena nennt ihn eine Bürde. Eine Bürde, die auf den Schultern eines Mannes liegt, der lieber Witze erzählt, als ein Champion zu sein. Und genau deshalb ist John Cena bereit, dieses Opfer zu bringen. Nicht für dich... du bedeutest John Cena nichts. Nicht für diese Fans... sie bedeuten John Cena noch weniger. Sondern für dieses Geschäft. Weil Wrestling einen Champion braucht... keinen Clown. Also hör gut zu, El Dan de la Hausen. Komm heraus. Stell dich John Cena gegenüber. Gib John Cena den Unified Championship... und John Cena nimmt den Fluch mit sich. John Cena trägt ihn. John Cena trägt die Verantwortung. John Cena trägt den Druck. Du wirst frei sein. Frei von der Angst, irgendwann zu versagen. Frei von dem Gewicht, das dich seit dem Augenblick erdrückt, als diese beiden Titel zu einem einzigen verschmolzen. Oder... du klammerst dich weiter verzweifelt an diesen Titel. Du redest dir weiter ein, dass du der erste Unified Champion der Geschichte bist. Aber weißt du, was John Cena sieht? Einen Mann, der jeden einzelnen Tag tiefer unter dem Gewicht seiner eigenen Krone zusammenbricht. Einen Mann, der sich selbst verflucht hat, weil er etwas gewonnen hat, das viel zu groß für ihn ist. John Cena hat letzte Woche den Fluch nicht abgewehrt. John Cena hat ihn kommen sehen. Und jetzt bietet John Cena dir die einzige Möglichkeit, ihm zu entkommen. Übergib John Cena den Unified Championship... oder warte darauf, bis dieser Titel dich verschlingt. Denn wenn dieser Tag kommt... wird niemand sagen, El Dan de la Hausen sei Opfer eines Fluches geworden. Sie werden sagen, John Cena hatte von der ersten Sekunde an recht. Und genau deshalb wird John Cena am Ende nicht nur deinen Titel in den Händen halten... sondern auch den Beweis, dass es nie Magie war. Es war einfach nur ein Champion, der der Last dieses Titels niemals gewachsen war."

John Cena senkt das Mikro und blickt zum Entrance
Die sekundenlange Stille nach John Cenas wuchtigen Worten wird von einer fast greifbaren Wut der Zuschauer durchbrochen. Wie man es Cenas Grinsen entnehmen kann, scheint dieser nicht zu erwarten, dass der große First Ever Unified Champion von Coast 2 Coast Wrestling, El Dan de la Hausen, hier herauskommt, um ihm etwas entgegenzusetzen. Doch plötzlich verändern sich die riesigen LED-Wände auf der Stage. Das grüne „Never Give Up“-Logo verkrampft förmlich, wird von tiefroten und giftgrünen Störstreifen überzogen und bricht in sich zusammen. Die Arena wird in ein unheimliches, fahles Licht getaucht, bis ein schriller, exzentrischer und zugleich bedrohlicher Sound durch die Systeme der Halle schallt.



Der Jubel der Fans bricht auf einen Schlag genauso wie ein dichter Nebel auf der Stage orkanartig aus und aus eben diesem Nebel tritt tatsächlich kein Geringerer als El Dan de la Hausen. Der neue Unified Champion trägt stolz den glänzenden Titelgürtel über seiner Schulter. Seine charakteristische Bemalung sticht im Scheinwerferlicht hervor, doch in seinen Augen liegt nicht die gewohnte Albernheit. Oh nein, da ist ein eiskalter, messerscharfer Blick. Er geht nicht wie sonst vorsichtig oder verschroben, sondern marschiert zielstrebig auf den Ring zu, bleibt aber noch am Kopf der Stage stehen. In der Hand hält er ein goldenes Mikrofon, während er hinab in den Ring zu John Cena blickt und darauf wartet, bis die frenetischen und absurderweise komplett unpassenden „DANHAUSEN! DANHAUSEN!“-Chants der Fans, die hier so absolut gar nichts zu suchen haben, weil Danhausen ja nicht einmal mehr hier ist, etwas abflauen. Danhausen hat vor Wochen schon seinen Vertrag mit c2c Wrestling verloren. Versteh einer diese Fans hier. Aber egal. El Dan de la Hausen hebt dann das Mikrofon an seinen Mund und seine Stimme klingt verzerrt, schneidend und ungewohnt ernst.

EL DAN DE LA HAUSEN : „Heeeaaayyy, Prototyphausen ... du redest verdammt viel für einen Mann, dessen Haltbarkeitsdatum schon vor zehn Jahren abgelaufen ist! Du kommst hierher in deinen bunten Kinderklamotten, stellst dich auf die Kisten anderer Leute und erzählst den Menschen, was für eine große ‚Legende‘ du bist. Du sprichst von Flüchen, du sprichst von Titeln, aber weißt du, was der große El Dan de la Hausen sieht, wenn er dich anblickt? Der große El Dan de la Hausen sieht keine Legende. Der große El Dan de la Hausen sieht nicht einmal den ‚größten Superstar aller Zeiten‘. Schließlich schaut er ja in keinen Spiegel. Oh nein, der große El Dan de la Hausen sieht einen alten, überbezahlten Hollywood-Geist, der panische Angst davor hat, dass die Welt vergessen hat, wer er einmal war!“

Ein lauter Jubelschrei geht durch die Arena, während El Dan de la Hausen ein paar Schritte auf der Rampe nach vorne macht. Wer hätte gedacht, dass dieser Knirps hier verbal gegen einen John Cena mithalten kann. Ihm muss Cena nicht sagen, dass dies hier eine Promo ist und er anfangen sollte, sie zu lernen.

EL DAN DE LA HAUSEN : „Du bildest dir ein, du wärst unantastbar? Du glaubst, du könntest hierherkommen, El Dan de la Hausen von hinten attackieren, ihn durch einen Tisch werfen und dann so tun, als wäre c2c deine persönliche Spielwiese? Falsch gedacht! Du bist nicht mehr die Nummer eins. Du bist nicht mehr der Mann, der die Hallen füllt. Du bist nur noch eine Erinnerung, die versucht, sich krampfhaft an den Glanz der größten Lucha-Libre-Legende aller Zeiten zu hängen, um überhaupt noch irgendwo im Fernsehen zu sein! Du willst diesen Titel? Du willst beweisen, dass du nicht komplett eingerostet bist? Der große El Dan de la Hausen wollte dir heute eigentlich eine Abreibung verpassen, wie du sie in deinem ganzen durchgestylten Leben noch nie gesehen hast! Der große El Dan de la Hausen wollte dir deinen arroganten Kiefer brechen! Und weil der große El Dan de la Hausen weiß, dass du dich alleine gar nicht mehr in den Ring traust, wollte ich ein großes, furchterregendes Tag-Team-Match für den heutigen Abend ansetzen!“

Die Fans brüllen vor Begeisterung und der große El Dan de la Hausen hebt den Unified Championship Belt hoch in die Luft. Es dauert einen ganzen Moment, ehe die Fans wieder etwas leiser werden, und El Dan de la Hausen hält weiterhin etwas inne und kratzt sich mit dem Mikrofon am Kopf, wobei sein Blick etwas nachdenklich wird.

EL DAN DE LA HAUSEN : „Aber ... es gab ein kleines Problem. Der große El Dan de la Hausen ist im Lockerroom herumgegangen. Er hat Säcke voller Human Money angeboten. Er hat Flüche angedroht. Aber niemand ... absolut niemand wollte mein Tag-Team-Partner sein! Warum? Weil alle Angst vor deinen Hollywood-Anwälten haben. Oder vor deinen schlechten Filmen. Wie dem auch sei: Der große El Dan de la Hausen stand allein da. Aber ich gebe nicht auf. Wenn man jemanden braucht, der ein Tag-Team-Match organisiert ... wenn man jemanden braucht, der dem arroganten Tschonchenahausen den Marsch bläst ... dann ruft man nicht irgendwen an. Nein! Man ruft den absoluten Großmeister der Tag-Team-Ansetzungen an! Einen Mann, der besser darin ist als jeder andere auf diesem Planeten ... und der zufällig auch von hier stammt!“

Und mit diesen Worten deutet der große El Dan de la Hausen mit einer noch größeren Geste nach hinten zum Eingang der Stage, bis ein klassischer, treibender Hip-Hop-Beat aus den Lautsprechern dröhnt, der die Fans sofort in einen ohrenbetäubenden Jubelsturm explodieren lässt!



Der Vorhang teilt sich und heraus tritt eine absolute Wrestling-Legende und der ultimative Lokalmatador der Region: Theodore „Teddy“ Long! Teddy Long trägt einen eleganten, maßgeschneiderten violetten Anzug mit passendem Hut. Er macht seinen legendären Tanz auf der Stage, winkt strahlend in die Menge und genießt den gigantischen „Hometown Pop“, den ihm die Fans in Birmingham entgegenbringen. Dies ist ein Mann aus der Zeit von John Cenas Prime! Ein Mann, der genau da steht, wo es auch Cena tut! Und dieser Mann geht hier mit einem breiten Grinsen zu dem Unified Champion El Dan de la Hausen auf die Stage, schüttelt ihm die Hand und nimmt sich ein eigenes Mikrofon. Er blickt ins Publikum, hebt die Arme und die Fans brüllen lauthals im Chor seine kultigen Worte mit:

Teddy Long: HOLLA HOLLA HOLLA! Alabama ... It is damn good to be back home!

Die Arena kocht. Teddy wendet sich nun der Kamera und schließlich John Cena im Ring zu. Seine Miene wird ernster, aber sein Blick bleibt voller Autorität.

Teddy Long: Hold on just a minute there, playa! John Cena ... ich habe mir da hinten im Backstage-Bereich jede einzelne Silbe angehört, die aus deinem Mund gekommen ist. Du kommst hier in meine Heimat, beleidigst diese wunderbaren Fans, spuckst auf das Business und glaubst, du könntest dich auf deinen alten Lorbeeren ausruhen? Hell no, playa! Danha ... aahh, no, sorry ... El Dan la de la Danhausen oder so, right? Du hast mich angerufen. Du hast gesagt: ‚Teddy, ich brauche deine Hilfe! Ich brauche ein riesiges Tag-Team-Match, um John Cena den Mund zu verbieten!‘ Und jeder hier weiß: Ich LIEBE ein gutes Tag-Team-Match!

Sagt Teddy laut, als er direkt neben der Lucha-Libre-Legende steht und die Fans spürbar aufjubeln. Soll es jetzt wirklich ein unangekündigtes Random-Tag-Team-Match geben?

Teddy Long: ABER ... El Dan ... ich darf dich doch so nennen, right, mein Freund? Ich muss dir leider sagen: Es wird heute Nacht und auch nächste Woche KEIN Tag-Team-Match geben! Aber lach nicht zu früh, Cena! Weißt du, WARUM es kein Tag-Team-Match geben wird? Weil ein Tag-Team-Match viel zu einfach für dich wäre! Ich werde dir nicht die Chance geben, dich hinter irgendeinem Partner in der Ringecke zu verstecken oder dich aus dem Staub zu machen, wenn es brenzlig wird! Nein, playa! Wenn du beweisen willst, dass du immer noch der ‚Greatest of All Time‘ bist ... dann wirst du dich ganz alleine verantworten müssen!

Ein kurzes, enttäuschtes Raunen geht durch die Ränge, doch Teddy Long hebt sofort mahnend den Zeigefinger und fixiert Cena mit einem eiskalten Blick, als er dieses Raunen augenblicklich im Keim ersticken lässt. Seine Kiefermuskeln spannen sich an, als er das Mic wieder anhebt und seine Ankündigung revealed.

Teddy Long: Nächste Woche ... genau hier bei Coast 2 Coast Wrestling ... wirst du, John Cena, im Main Event stehen! In einem Singles Match! Und du wirst nicht gegen irgendeinen Star antreten ... oh nein, ich, Bayley und El Dan haben telefoniert. Wir haben dafür gesorgt, dass nächste Woche ein Mann hier auftaucht, der extra für uns in diesen Ring steigen wird! Ein absoluter Hochkaräter und ein Star, der dir nächste Woche im Ring Schmerz für Schmerz einprügeln und der ganzen Welt beweisen wird, dass du LÄNGST keine Legende mehr bist! You better get ready, playa ... cause next week, YOU ... ARE GOING ONE ON ONE ... WITH THE UNDERTAK ... oh no, wait ... I mean ... WITH A MYSTERY OPPONENT! HOLLA HOLLA HOLLA!

Für eine kurze Zeit haben die Fans ihren Atem angehalten, weil sie es nicht fassen konnten, aber zum Glück hatte sich Theodore nur aus Gewohnheit versprochen. Das Licht, das bis eben noch auf der Stage dramatisch pulsiert hat, explodiert förmlich in eine 90er-Jahre-Hip-Hop-Party, während die Musik von Teddy Long erneut durch die Halle dröhnt! Die Fans in der Legacy Arena springen von ihren Sitzen und brüllen sich die Seele aus dem Leib. Und auf der Stage stehen Teddy Long und El Dan de la Hausen und tänzeln wie kleine Kinder glücklich und zufrieden herum, während sie beide spöttisch zu Cena hinabblicken und die Kameras mit dem Bild diesen, wie er völlig konsterniert dasteht, abschalten und mit der Show weiter machen.

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Birmingham, Alabama - bereit für Renee Young? Was für eine Frage! Natürlich sind die heutigen Zuschauer erfreut, als die beliebte Kanadierin auf den großen Bildschirm geschaltet wird und sich live aus dem Backstage Bereich zu Wort meldet. Sie macht ihren Job gerne und ist stets bereit den nächsten Wrestler oder die nächste Wrestlerin mit ihren Fragen auf die Probe zu stellen. Man darf gespannt sein, wer Renee gleich Gesellschaft leisten wird.

Renee Young: "Ladies and Gentlemen...der c2c World Heavyweight Champion...Kenny Omega!"

Ja, die Ankündigung kommt in der Halle gut an. Sofort machen die Fans Lärm und Stimmung für den King of the Anywhere Match, als dieser sich, wie schon letzten Montag, vor Young's Mikro stellt. Heute ist das Outfit etwas galanter. Ein grauer Anzug mit passender Krawatte und weißem Hemd. Auf der Nase sitzt eine verspiegelte Sonnenbrille, die der Cleaner aus Höflichkeit abnimmt und in eine Sakkotasche vertauscht. Auf der rechten Schulter thront sein Titel, der im Schein der Beleuchtung regelrecht strahlt.
Obwohl der Master of the Dark Hadou ein Lächeln auf seine eigenen Lippen zaubert, wirkt er ernst und auch leicht angespannt. Eigentlich sollte der Kanadier bester Laune sein. Vor zwei Wochen konnte er, gemeinsam mit LA Knight und Solo Sikoa, die Bloodline im War Games Match besiegen und den Krieg gegen Roman Reigns endgültig für sich entscheiden. Und letzte Woche fiel mit Matt Riddle ein ehemaliger Westcoast Champ dem Cleaner zum Opfer. Nur, und da kommen wir zum eigentlichen Punkt für Kenny's Laune, erschien nach dem Fight ein "Geist" auf Omega's Vergangenheit. Man kann davon ausgehen, dass Renee Young genau darüber reden möchte.

Renee Young: "Kenny, letzte Woche, nach deinem Match gegen Matt Riddle, machte Ricky Starks sein überraschendes Comeback und schockte damit das ganze c2c Universe. Mit seiner Attacke auf Matt und dem Staredown hat er eine klare Botschaft an dich gerichtet. Was sind deine Gedanken dazu?"

Der Canadian X atmet hörbar aus und blickt auf seinen Belt, bevor der seiner Landsfrau antwortet.

Kenny Omega: Ricky Starks...Ricky Starks! Okay, der absolute Ricky ist also wieder da. Hm, schön! Das ist gut für ihn! Das freut mich für ihn! Ich gebe zu, dass mich sein Auftauchen...überrascht hat. Meine Wenigkeit hat mit allerlei Scharlatanerei gerechnet...aber der Rickster? Nö, nicht wirklich! Dafür gratuliere ich dir, mein Bester. Man könnte darüber spekulieren, was dein Begehr ist. Aber...ich denke, das können wir uns sparen, oder?

Der Cleaner hebt die Schulter mit dem Belt etwas an und klopft mit der anderen Hand auf die goldene Platte. Klar, es ist naheliegend, dass der Stroke Daddy nach seiner Rückkehr gleich ganz oben anklopfen möchte. Könnte man Ricky nicht einmal verdenken. Vor allem wenn man bedenkt, dass er schon einmal der Best Bout Machine einen Titel abnehmen konnte.

Kenny Omega: Aber du wolltest ja wissen, wie meine Gedanken dazu sind. Nun, moa denkt...dass die Überraschung gelungen ist! Jetzt ist die Sache, dass der OGmega Überraschungen sehr liebt...vor allem die, die ganz aus dem Nichts kommen und ihn extra fordern. Wenn es dann auch noch eine Rechnung aus der Vergangenheit zu tilgen gibt, dann...

Ja? Was dann? Kenny unterbricht seinen Satz, da er eine dritte Person im näheren Umfeld wahrnimmt. Diese steht ihm quasi direkt gegenüber. Omega sieht ihn an...und beginnt sanft zu grinsen.

Kenny Omega: Da hat Gevatter Zufall wieder zugeschlagen. Wenn man vom Teufel spricht...

Als wäre es geplant. Kenny Omega spricht vom Teufel und eben jener tritt ins Bild. Nur das der Teufel in diesem Falle keine Hörner hat und auch nicht aus der Hölle kommt. Es ist natürlich Ricky Starks! Dieser trägt ein weit aufgeknöpftes Hemd, eine legere schwarze Hose sowie Schuhe in der gleichen Farbe. Auf seiner Nase sitzt eine schwarze Sonnenbrille. Tres chic könnte man also quasi sagen.

Ricky Starks: Wo du vom Teufel sprichst mein alter Freund....Der größte Trick des Teufels war es den Leuten glauben zu machen es gäbe ihn nicht.....

Worte die man an anderer Stelle schon mal so ähnlich gehört hat. Das der Stroke Daddy hier von altem Freund im Bezug auf Kenny Omega spricht ist natürlich reinste Ironie. Zwischen beiden dürfte vermutlich nur purer Hass stehen. Nicht mehr und nicht weniger.

Ricky Starks: Ich bin nicht der Teufel. Ich bin etwas ganz anderes. Ich bin das genaue Gegenteil....

Absolute Ricky macht einen Schritt auf den World Heavyweight Champion zu und zieht seine Brille ein Stück die Nase herunter. Mit seinen Augen blickt er nun über den Rand der selbigen in das Gesicht des blonden Lockenkopfs.

Ricky Starks: Saints....Call me Ricky Saints! Auch wenn du es nicht aussprechen wirst, aber ich bin mir sehr sicher das du dachtest nach dem du Roman Reigns in War Games geschlagen hast, kann dir niemand mehr etwas. Aber da liegst du falsch...

Wie es scheint hat Ricky Starks hier gerade on the Fly seinen Namen geändert. Oder ist das geplant gewesen? Die Frage ist natürlich was soll nach Kämpfen im War Games Käfig noch kommen um zu beweisen das man einer der größten World Heavyweight Champions ist?

Ricky Saints: Ich bin dein Endgegner!

Ricky Starks heißt nun...Ricky Saints? Kenny hebt eine Augenbraue und sieht zu Renee, die aber auch nur mit den Schultern zuckt. Offenbar ist dieser Namenswechsel tatsächlich sehr spontan geschehen. Zumindest öffentlich. Sicherlich wird der Stroke Daddy sich schon seine Gedanken darüber gemacht haben. Schlussendlich tangiert es den Cleaner ab nicht, ob nun ein Starks oder ein Saints vor ihm steht.

Kenny Omega: Starks, Saints, Rama Lama Ding Ding...wie auch immer! Eine neue Karosserie kaschiert nicht die alten Bauteile, Ricky!

Nun, diese "alten Bauteile" haben den Kanadier geschlagen, von daher sollte er Ricky definitiv nicht unterschätzen. Brummend hält der Master of the Dark Hadou seinen Titel fest und schiebt die freie Hand in eine Sakkotasche. Vermutlich soll eine gewisse Lockerheit signalisiert werden. Als würde es den Canadian X nicht aus der Ruhe bringen, dass der Absolute vor ihm steht und wieder etwas haben möchte, was dem Cleaner wichtig ist.

Kenny Omega: Ich gebe zu, dass ich mich tatsächlich gefragt habe, was denn nun nach dem Three Stages of Hell und dem War Games Match noch kommen soll. Ich bin daher sogar erfreut, dass du das nächste Kapitel in meinem Buch aufschlägst. Aber ob ich nun meinen... "Endgegner" vor mir sehe? Keine Ahnung, Rickster...das Wort, oder ähnliche Ausdrücke, wurden schon sehr inflationär mir gegenüber verwendet. Nicht nur Roman...sondern auch die ganzen Männer vor ihm, die mich stoppen wollten. Wobei...du hast ihm etwas voraus. Du hast mich besiegt und mir einen Titel abgenommen!

Hörbar betont Omega die relevanten Stellen in seinem letzten Satz. Er wird gar nicht erst versuchen das klein zu reden. Warum auch? Solche Niederlagen gehören auch zu seiner Geschichte und er hat nie einen Hehl daraus gemacht, welche Wirkung diese auf ihn hatten. Nur muss er hier aufpassen, dass Ricky nicht zu tief in seinen Kopf eindringen kann. Und dass sich das Ergebnis von damals nicht wiederholt.

Kenny Omega: ABER...nur weil es einmal passiert ist, heißt das nicht, dass eine Wiederholt in Stein gemeißelt ist. Gut, vielleicht bist du ein Endgegner für mich, Saints! Als passionierter Gamer wachse ich gerne ein Endgegner...und habe bisher jeden geknackt.

Bei Ricky wäre er diesen Nachweis noch schuldig.

Ricky Saints: Neue Karosserie, alte Bauteile?....Look at this!

Energisch schüttelt der Stroke Daddy mit seinem Kopf und während er dies tut knöpft er die wenigen verbliebenen geschlossenen Knöpfe seines Hemdes auf und präsentiert seinen durchtrainierten Oberkörper.

Ricky Saints: An mir ist nichts neu und nichts ist alt. Ich bin der gute alte Rickster, wie du sagen würdest, ich bin an meinem Peak. Ich bin nicht nur an meinem Peak, nein ich bin der Peak der männlichen Evolution!

Oh Gott, viel dicker kann man die Butter auf ein Brot auch nicht auftragen. Ricky Saints strotzt hier nur so vor Selbstverliebtheit und Arroganz. Er zeigt ganz klar auf, er hat sich kein Stück verändert seit dem man ihn das letzte mal in der Liga gesehen hat.

Ricky Saints: Meine komplette Konzentration liegt nur auf mich selbst, es gibt nichts und niemand der mich beeinflusst. Das wirst auch du merken, wenn ich dir deinen Titel abgenommen habe. Ich bin der eine Endgegner den du nicht knacken kannst. Ich bin „the World Hardest Game“!

Eine Referenz auf ein Online Spiel das vermutlich den ein oder anderen zur Verzweiflung gebracht hat. Aber auch interessant das er meint sich von nichts und niemandem beeinflussen zu lassen. Damit sind wohl seine Frauengeschichten gemeint. Allen voran Julia Hart, welche sich aber ebenfalls schon länger nicht mehr in dieser Liga befindet.
Kenny schüttelt den Kopf und lacht leise auf. Das ist nochmal eine andere Qualität an Selbstverliebtheit, wie es der Kanadier in den letzten Monaten bei Roman Reigns erlebt hat. Und da nervt er den Lockenschopf durchaus, dass er hier nicht den "Hight Ground" hat, wenn man auf die Bilanz schaut. Wie gesagt, das muss sich noch ändern.

Kenny Omega: Hhmmm...wäre die liebe Julia Hart noch hier könnte man sie ja fragen, wie "hard" dein "Game" wirklich ist. Könnte mir vorstellen, dass die Antwort nicht sehr "peak" wäre. Aber du hast sie ja eh in den Wahnsinn getrieben, von daher...

Womit wir auch direkt bei Julia Hart wären. Omega kann sich noch an die damalige Liebesgeschichte zwischen der ehemaligen Cheerleaderin und dem Stroke Daddy erinnern. Da versucht er natürlich die Männlichkeit des Egoisten anzugreifen. Ob es fair ist, Ricky den mentalen Verfall von Julia anzukreiden, die sich bei ihren letzten Auftritten in der c2c von einer dunkleren Seite zeigte? Wahrscheinlich nicht! Aber der King of the Anywhere Match wirft eben alles, was er gegen Saints hat, in die Waagschale.

Kenny Omega: Weißt du Saints...jeder Spiel kann besiegt, jeder Boss geknackt und jeder Highscore gebrochen werden. Und wenn es einen richtigen Mann für diesen Job gibt, dann bin ich das!

Selbstbewusst nickt Kenny dem (nun) ehemaligen Starks zu und zieht seine Hand wieder aus dem Sakko heraus, um auf sich zeigen zu können.

Kenny Omega: Von mir aus bist du der Peak der männlichen Evolution. Ich stehe eh über diesen Dingen, da ich meine eigene Evolution habe, mit der du nicht mitkommen wirst! Ja, du hast mich besiegt! Aber ich bin nicht mehr der Kenny Omega von damals, der sich dadurch ablenken lässt, dass du seinen Manager entführst! Ich habe seit damals weitere Titel gewonnen und bin der amtierende King of the Ring! Da kannst du dir gerne noch so viele Hemden aufknöpfen, wie du möchtest! Aber du wirst dich ordentlich strecken müssen, wenn du mir wieder auf Augenhöhe begegnen willst!

Nach außen hin zeigt sich Ricky Starks als könnten ihm die Sprüche von Kenny Omega nichts anhaben können. Im inneren hingegen rumort es. Das Kapitel Juli Hart hätte er lieber geschlossen gelassen. Aber er war sich bewusst das diese Frau vermutlich zur Sprache kommt wenn er sich auf die großen Bühne begibt. Stark bleiben, heißt es also.

Ricky Saints: Ich hab mich mein ganzes Leben schon strecken müssen, das vergesst ihr alle nur sehr gerne. Glaub mir, wir sind auf Augenhöhe, ob du es willst oder nicht!

Ricky schüttelt ein wenig den Kopf. Seine Kindheit war nicht gerade schön, das war bereits bei seinem letzten Run ein Thema. Er hat sich aus den sozialen Brennpunkten von New Orleans heraus gekämpft. Etwas auf das er sehr stolz ist, was aber schnell vergessen wird.

Ricky Saints: Je mehr du hast, desto mehr kann man dir nehmen. Merk dir das!

Ohne auf eine weitere Antwort seines Gegenüber zu warten dreht sich Ricky Saints um und verlässt die Szenerie was zur Folge hat das dieses Interview nun auch vorbei ist.

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MATCH 4
SINGLES MATCH
Becky Lynch vs. Indi Hartwell

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Writer: Becky

I M P R E S S I V E



Eine wahre Eruption an Jubel durchbricht die Ränge, als die ersten Klänge zur Musik von Indi Hartwell ertönen. Scheinbar sind hier zahlreiche Fans sehr erfreut, die junge Australierin wiederzusehen. Sporadisch wird sie von Ihrer ehemaligen Mentorin Bayley eingesetzt und hat dabei nicht immer die dankbarste Aufgabe. So eventuell auch heute nicht.

Matthew Rehwoldt: “The following contest is a Non-Title Match and it’s scheduled for One Fall. At first, making her way to the Ring... from Melbourne, Australia... INDI HARTWELL!”

Unter der markanten Stimme von Matthew Rehwoldt keimt noch einmal ein kurzer Jubelsturm auf, welchen Indi dankbar annimmt. Zahlreiche Fans der ersten Reihen strecken sich ihr entgegen. Ein Gruß, ein High-Five oder einfach nur eine kurze Berührung. Die Brünette nutzt die Gunst der Stunde und genießt jeden Moment der aufrichtige Aufmerksamkeit.

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Pat McAfee: “Immer wieder ein gern gesehener Gast in unseren Shows, herzlich willkommen, Indi Hartwell.”

Cathy Kelley: “Es tut immer gut Indi zu sehen. Aber…hatten wir diese Paarung nicht vor allzu langer Zeit bereits?”

Wade Barrett: “Da irrst du dich nicht Cathy. Mitte Januar im wunderschönen Monterrey, Mexiko. Eine nicht so glanzvolle Stunde von Becky Lynch, als sie all ihren Zorn und Wut bei Indi entlud.”

Cathy Kelley: “Oh ja, ich erinnere mich an die Backstage Szene danach, Becky außer sich… und wollte sogar alles hinschmeißen.”

Pat McAfee: “Sie entschuldigte sich offiziell bei der Australierin. Aber seit dem ist verdammt viel passiert. Ich bin gespannt wie sie aufeinander reagieren.”

Ein dumpfer, markerschütternder Bass beginnt tief in den Boxen zu pulsieren. Langsam. Rhythmisch. Unerbittlich. Es ist ein Ton, den man nicht nur hört, sondern der sich als physischer Druck auf die Brustkörbe der tausenden Zuschauer legt. Wie der schwere, träge Herzschlag eines Raubtiers im Dickicht. Vereinzelt flackern rote Scheinwerfer über die dicht gedrängten Ränge, werfen gespenstische Schatten an die Wände der Arena, ehe sie im nächsten Atemzug von eiskalten, weißen Lichtkegeln gefressen werden. Die gewohnte, vertraute Euphorie will sich in der Halle nicht einstellen; stattdessen kriecht eine beinahe unangenehme, nervenaufreibende Stille durch den Raum. Bis die vertraute, raue Stimme wie eine geschliffene Klinge durch die Arena schneidet:

"THE MAN HAS COME AROUND"



Das Dröhnen der Halle in Birmingham lag wie ein vibrierender Teppich über der Arena, als die ersten Klänge von Becky Lynchs Musik durch die Lautsprecher schallten. Die Reaktionen der tausenden Fans fielen spürbar gemischt aus: Einem Wogen aus lautstarkem Jubel mischten sich verhaltene Buhrufe und skeptisches Raunen unter. Die vergangenen Woche hatte durchaus Spuren bei der Irin hinterlassen. Die hinterhältige, bittere Attacke von Thekla hingen wie eine schwere, dunkle Wolke über der sonst so unerschütterlichen und selbstbewussten Athletin.

I’M SPITTING BLOOD, I’M STARING DOWN A BROKEN NOSE
I’M SICK TO DEATH OF STANDING IN THE BITTER COLD
THEY’LL RUE THE DAY THEY LET ME HIT A NEW LOW


Auf halbem Weg über die Rampe hielt sie inne. Die Bewegung war so unvermittelt, dass die Kameras nah an ihr Gesicht heranfahren mussten. Mit langsamen, kalkulierten Handgriffen löste sie den schweren Championship-Gürtel von ihrer Hüfte. Sie umfasste das Leder und hob das Edelmetall hoch empor. Nicht nur als alleinige Pose, nicht triumphierend. Es war eine reine, fast demonstrative Geste. Ein stummes, unerschütterliches Versprechen an die Welt.

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Das Pfeifkonzert schwoll zu einem ohrenbetäubenden Lärm an. Becky senkte den Gürtel wieder, während ein fast gelangweiltes Schmunzeln über ihre Züge huschte. Die Emotionen der Menge hatten längst jede Bedeutung für sie verloren; sie waren nur noch Hintergrundrauschen. Am Ring angekommen, glitt eine ihrer feingliedrigen Hände langsam über den weichen Kragen ihres Mantels. Sie stieg die stählernen Stufen der Ringtreppe hinauf, fließend und ohne Eile. Oben auf dem Apron hielt sie noch einmal inne. Ihr Blick flog ein letztes Mal über die Ränge, ruhig, gefasst und vollkommen unerschütterlich.

Sie duckte sich geschmeidig zwischen den Seilen hindurch und betrat das Geviert. Im Zentrum des Rings öffnete sie den schweren Pelzmantel und ließ ihn mit einer einzigen, aristokratischen Bewegung von den Schultern gleiten. Ein Ringoffizieller eilte herbei und fing den teuren Stoff auf. Becky würdigte ihn keines Blickes.

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Auf der gegenüberliegenden Seite des Seilgevierts wartete Indi Hartwell bereits im Scheinwerferlicht. Die Luft im Ring war aufgeladen mit einer spürbaren historischen Last. Bei ihrem letzten Aufeinandertreffen befand sich Becky in einer ihrer wohl dunkelsten, unberechenbarsten Phasen. Sie hatte Indi damals ohne jede Rücksicht attackiert, sich blind in eine Welle blanker Aggression hineingesteigert und selbst nach dem Ertönen der Ringglocke nicht abgelassen. Ein reiner Sieg war ihr damals nicht genug gewesen. Erst die Offiziellen und Ringrichter hatte sie gewaltsam von der Australierin trennen müssen. Heute jedoch strahlte Becky eine völlig andere Energie aus. Kein wilder Blick, keine geballten, zitternden Fäuste. Der Ringrichter überprüfte ein letztes Mal beide Kontrahentinnen und gab das Match offiziell frei. Mit dem metallischen Klang der Ringglocke setzte eine feierliche Stille in den ersten Reihen ein.

Warnung! Spoiler!
DING DING DING

Langsam, fast bedächtig, traten beide Frauen aus ihren Ecken hervor. Ein vorsichtiges Umkreisen begann. Weder Becky noch Indi machten auch nur eine überhastete Bewegung. Hartwells Blick war aufmerksam, beinahe von tiefem Misstrauen geprägt; sie beäugte jede Muskelanspannung der Irin, bereit für einen plötzlichen Hinterhalt.

Schließlich verengte sich der Abstand, und es folgte der erste Lock-Up. Die Muskeln spannen sich an, als beide gegeneinander drückten und nach einer Lücke in der Deckung der jeweils anderen suchten. Becky nutzte ihre Routine, glitt geschmeidig unter dem Druck hinweg und arbeitete sauber in einen Side Headlock. Indi reagierte prompt, stemmte sich gegen das Gewicht und schob Becky energisch in die Ringseile. Beim Rebound duckte sich Becky Geistesgegenwärtig unter einem wuchtigen Clothesline-Versuch von Indi hindurch. Sie nahm den Schwung des nächsten Anlaufs perfekt auf, griff blitzschnell zu und beförderte Indi mit einem bilderbuchmäßigen Arm Drag auf die staubige Ringmatte. Ohne den Griff auch nur für den Bruchteil einer Sekunde zu lockern, hielt Becky den Arm ihrer Gegnerin fixiert.

Doch Indi war vorbereitet. Mit bemerkenswerter Beweglichkeit rollte sich die Australierin geschickt aus dem Griff heraus, schlug ein flüssiges Rad, drehte die Hebelwirkung um und zwang nun Becky ihrerseits in einen schmerzhaften Wrist Lock. Ein kurzes, fast unmerkliches Nicken entwich der Irin. Es war eine stille Geste der Anerkennung, ein spürbarer Respekt davor, wie viel stärker und abgeklärter Indi seit ihrer letzten Begegnung geworden war. Becky zögerte nicht lange. Sie rollte sich nach vorne ab, feuerte sich explosiv auf die Beine und konterte direkt mit einer harten Armbar. Indi kämpfte sich verzweifelt frei, drehte sich heraus, und beide Frauen lösten gleichzeitig den Griff. Sie schnellten nach oben und standen sich erneut Auge in Auge gegenüber.
Ein höflicher, fast ehrfürchtiger Applaus brandete durch die Zuschauerreihen in Birmingham. Die Fans spürten die technische Klasse dieser Anfangsphase. Beide Athletinnen nickten sich kurz zu, eine stumme Vereinbarung, dass dieses Match auf der Matte entschieden werden würde.

Pat McAfee: “Schaut euch diese Dynamik an! Indi Hartwell versteckt sich hier keineswegs. Wie sie sich aus dem Arm Drag befreit und das Rad schlägt – bärenstark! Sie zeigt von der ersten Sekunde an, dass sie seit Mexiko extrem an sich gearbeitet hat.“

Cathy Kelley: ”Ganz genau, Pat. Und achtet mal auf Beckys Reaktion: Dieses kurze Nicken. Das ist keine Überheblichkeit, das ist absolute Anerkennung. Becky spürt ganz genau, dass Indi heute eine ganz andere Kaliber-Gegnerin ist als damals.“

Wade Barrett: “Ein extrem intelligenter Beginn von beiden. Kein blindes Drauflosstürmen, kein emotionaler Ausraster. Becky Lynch kontrolliert das Tempo mit ihrer Erfahrung, aber Indi kontert jede Aktion mit fantastischem Timing. Das ist Wrestling auf allerhöchstem Niveau!“

Jetzt sollte das Tempo merklich angezogen werden. Erneuter Lock-Up im Ringzentrum. Diesmal wischte Becky flink zur Seite, glitt hinter Indis Rücken und versuchte, einen Waistlock anzusetzen. Hartwell reagierte instinktiv, arbeitete sich mit zwei gezielten, harten Ellenbogenstößen frei, lief energisch in die Seile und überraschte Lynch bei der Rückkehr mit einem krachenden Shoulder Tackle. Die Erschütterung fuhr durch die Planken des Rings, doch die Irin richtete sich sofort wieder auf. Indi wollte den Schwung unbarmherzig mitnehmen und sprintete erneut los. Leapfrog von Becky. Sie übersprang die heran rauschende Australierin.
Beim nächsten Anlauf folgte die unmittelbare Antwort: Ein messerscharfer, sauber ausgetragener Hip Toss von Becky brachte Hartwell erneut zu Boden. Noch ehe Indi wieder orientiert war, folgte direkt dahinter ein präziser Dropkick mitten ins Gesicht. Hartwell rollte sich nach dem Treffer schwer atmend aus dem Ring auf den Hallenboden, um kurz durchzuatmen und das Rauschen im Kopf zu vertreiben.

Becky jedoch machte keinerlei Anstalten, nachzusetzen. Sie setzte nicht zum Suicide Dive an, sie schimpfte nicht. Sie wartete einfach im Ring. Geduldig, fast demonstrativ aufrecht stehend, um zu zeigen, dass sie heute einen fairen Kampf wollte. Indi stützte sich am Apron ab und stieg langsam wieder auf den Ringrand. Kaum war sie vollständig durch die Seile zurück im Ring, suchte Becky erneut den technisch kontrollierten Weg. Ein sauberer Snapmare brachte Hartwell erneut flach auf die Matte, gefolgt von einem eisernen, kontrollierten Headlock, der der Australierin die Luft zum Atmen nahm.

Indi biss die Zähne zusammen und kämpfte sie sich Millimeter für Millimeter zurück auf die Beine. Als sie aufrechter stand, rammt sie Becky dreimal hintereinander mit voller Wucht den Ellenbogen seitlich in die Rippen, bis der Griff endlich nachgab. Sogleich setzte Hartwell nach. Ein harter, klatschender Kick gegen den Oberschenkel der Irin. Direkt gefolgt von einem dröhnenden Forearm mitten ins Gesicht und… noch einer!
Becky geriet erstmals an diesem Abend leicht ins Wanken und machte zwei Schritte zurück. Indi erkannte die Lücke sofort, warf sich in die Seile und traf Becky mit einem perfekt getimten Running Crossbody im Flug. Beide krachten auf die Matte, das Cover folgte…

"One... Two..."

Becky riss die Schulter energisch nach oben. Hartwell verlor keine Zeit und setzte sofort nach. Ein wuchtiger European Uppercut hallte durch die Arena und trieb die Taumelnde in die Ringecke. Indi holte tief Luft, nahm auf der gegenüberliegenden Seite Anlauf und stürmte los. Running Corner Splash… Doch Becky bewies ihre jahrelange Ring-Inteligenz. Im allerletzten Augenblick zog sie sich an den Seilen zur Seite. Indi krachte ungebremst mit der Schulter voran in die harten Polster der Ringecke. Jetzt kippte das Match spürbar.

Bevor Hartwell realisieren konnte, wo sie war, nutzte Becky den Moment. Sie nahm Anlauf, springt auf das zweite Seil und trifft ihre Gegnerin mit einem Corner Springboard Side Kick. Indi taumelte nach vorne, direkt in den Forarm von Becky, gefolgt von einem harten European Uppercut. Die Australierin sichtlich angeschlagen, sah demnach nicht kommen, wie Becky ihren BEXploder Suplex ansetzte und durchzog. Hartwell überschlägt sich beinahe vollständig in der Luft und schlug hart auf. Noch bevor Indi überhaupt die Chance hatte, wieder richtig fest auf den Beinen zu stehen, setzte die Irin nach und schickte sie mit einem brutalen Fisherman’s Necykbreaker direkt wieder auf die Matte. Die Kulisse in Birmingham kochte auf. Die stimmungsvolle Wende erfasste die Zuschauerränge, und die Arena begann geschlossen und lautstark zu rufen: "Let's Go Becky! Let's Go Becky!"

Cathy Kelley: “Guter Gedanke von Indi mit dem Corner Splash, aber da zahlt sich die jahrelange Ring-Intelligenz der Championesse aus! Indi kracht mit voller Wucht in die Polster!“

Wade Barrett: “Und jetzt schaltet 'The Man' drei Gänge höher! Was für ein präziser Springboard Side Kick, direkt gefolgt vom BEXploder! Wie flüssig Becky diese Kombinationen durchzieht, das ist absolute Lehrbuch-Mechanik.“

Die Irin aber blieb eisern fokussiert. Keine wilden Schläge auf die niedergeschlagene Gegnerin, keine unnötige Brutalität wie noch Monate zuvor. Sie half Indi sogar fast wieder auf die Beine, allerdings nur, um sie Sekunden später mit einem bildschönen, hoch angesetzten Hammerlock Inverted DDT erneut im hohen Bogen auf die Matte zu bringen.

Langsam richtete sich Becky auf. Ihre Brust hob und senkte sich schwer. Sie atmete tief durch, um den Kopf klar zu halten. Die Fans in den vorderen Reihen erhoben sich bereits von ihren Sitzen, denn sie wussten ganz genau, was jetzt bevorstand. Ein entschlossener Blick brannte in ihren Augen. Sie ging tief in die Hocke, bezog Stellung und schrie mit voller Lunge in den Lärm der Halle hinein: "COME ON!"

Indi Hartwell kam schwer angeschlagen und völlig taumelnd auf die Beine, unwissend, wo die Gefahr lauerte. Ein letzter Griff, ein Ruck und der alles entscheidende Manhandle Slam sollte folgen.

DOCH PLÖTZLICH SCHALLT EIN GELLENDER SCHREI DURCH DIE HALLE!
Ein schriller, schmerzhafter Ton, der die gesamte Stimmung im Bruchteil einer Sekunde zerreißt. THEKLA.

Wie aus dem Nichts schießt sie wie schwarze Schemen unter dem untersten Ringseil hindurch. Der Ringrichter bemerkt die Bedrohung erst, als das Drama bereits seinen Lauf nimmt. Becky wird hinterrücks und mit voller Wucht zu Boden gerissen. Das metallische Hämmern der Ringglocke schallt durch die verunsicherte Arena. Die Disqualifikation wird direkt ausgesprochen.

Here is your winner by disqualification: BEEEEKCYYY LYYYNCHHH!

Doch Thekla denkt nicht einmal im Ansatz daran, ihren Angriff abzubrechen. Die Disqualifikation interessiert sie nicht, ihr geht es um etwas viel Intimeres, Zerstörerisches. Mit erschreckender, fast übermenschlicher Geschwindigkeit reißt sie die überraschte Becky wieder auf die Beine. Die Irin versucht verzweifelt, sich mit einem harten Ellbogenstoß zu befreien, doch Thekla reagiert traumwandlerisch. Sie taucht geschmeidig unter dem Schlag hindurch, greift blitzschnell zu und verhakt ihren Körper unbarmherzig mit dem ihrer Rivalin. Die Fans in den ersten Reihen springen entsetzt auf. Sie erkennen die Bewegung sofort.

TOXIC SPIDER DEATH DROP!

Mit brutaler Hebelwirkung und voller Wucht schlägt Becky rücklings auf der unbarmherzigen Ringmatte auf. Ein dumpfer Aufprall hallt wie ein Peitschenknall durch die stumm gewordene Arena. Becky bleibt angeschlagen liegen. Doch sie will sich nicht erneut diesem Angriff geschlagen geben, nicht heute. Sie versucht sich wieder aufzurichten, stützt sich von der Matte ab und…

CURB STOMP

Darauf hatte Thekla nur gewartet. Mit voller Wucht wird die Championesse auf die Bretter gedonnert und bleibt regungslos liegen. Die Augen geschlossen, der Atem nur noch ein flaches Rascheln. Thekla richtet sich langsam und mit schauderhafter Eleganz wieder auf. Ein zutiefst zufriedenes, fast schon diabolisches Lächeln huscht über ihr Gesicht, während die Buhrufe der Fans auf sie einprasseln. Unbeeindruckt von dem Lärm geht sie direkt neben ihrer am Boden liegenden Gegnerin in die Hocke. Behutsam, fast schon in makabrer Zärtlichkeit, streicht sie Becky eine nasse Haarsträhne aus dem leblosen Gesicht. Sie beugt sich so weit zu Becky hinab, dass ihre flüsternde Stimme kaum von den Mikrofonen eingefangen werden können. Dies ist nur für Becky in ihrer Dämmerung bestimmt.

THEKLA: Wie hat sich der Stomp angefühlt? Extra für dich, mit besonders viel Liiiieeebe ausgeführt! Du sollst eben wissen, dass ich dich besser ficken kann, als es dein Scheiß Mann jemals könnte. So...how do you like the taste of toxic?

Curb Stomp - nicht nur der Move von Thekla, sondern auch der von Seth Rollins! Dass die Blonde ihn hier einsetzt ist sicher ein größeres Kalkül als sonst gewesen. Lächelnd tätschelt die Österreicherin die Wange der Irin. Dabei spitzt Thekla die Lippen...und eine dicke Speichelblase bildet sich, die langsam absinkt und einen Faden mit sich zieht. Zäh landet diese Hinterlassenschaft auf dem Gesicht der Shine Championesse. Nicht appetitlich anzusehen...aber das wollte die Toxic Spider auch nicht erreichen. Demütigung ist da eher ein Stichwort!

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Erst jetzt stürmen die ersten Offiziellen und Ringrichter panisch in den Ring. Thekla erhebt sich gelassen, breitet mit einem zutiefst selbstgefälligen Grinsen die Arme aus und blickt herablassend auf das Chaos um sie herum. Ohne jede Eile verlässt sie den Ring, als hätte sie gerade genau das Meisterwerk vollendet, das sie von langer Hand geplant hatte. Im Ring knien Sanitäter und Ringrichter bereits besorgt neben Becky Lynch, prüfen ihren Puls und stützen ihren Nacken.

Pat McAfee: “OH MEIN GOTT! Seht euch das an! Thekla beugt sich über sie... was redet sie da für ein krankes, perverses Zeug?! Sie zieht hier Beckys gesamte Familie mit rein! Das ist vollkommen gestört!“

Cathy Kelley: “Es ist einfach nur widerwärtig! Und jetzt... pfui Teufel! Sie spuckt der regenlosen Championesse mitten ins Gesicht?! Das ist die absolut tiefste, ekelhafteste Form von Demütigung, die ich in dieser Arena je gesehen habe! Wo bleiben verdammt noch mal die Helfer?! Macht endlich was!“

Wade Barrett: “Das war kein Statement, das war eine Hinrichtung der Menschenwürde im Ring. Thekla hat nicht nur 'The Man' ausgeschaltet, sie hat jeglichen Anstand mit Füßen getreten. Birmingham steht unter Schock und ehrlich gesagt ich auch!“

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Das Metall des Türrahmens vibrierte sanft unter Seth’ Hand. Der Backstage Korridor hinter ihm war ein Chaos aus verhallendem Lärm. Das dumpfe Poltern abgebauter Absperrgitter, das hektische Rufen der Ringside-Crew, das Quietschen von Stiefelsohlen auf feuchtem Beton. Normalerweise war das die Kulisse, in der er aufblühte. Doch je näher er der Tür des gemeinsamen Locker Rooms kam, desto mehr schob sich ein anderes Soundkleid über die Kulisse. Ein stumpfer, aggressiver Nu-Metal-Beat schnitt durch den Gang. Verzerrte Gitarren, schwere Bässe und eine geschriene Gesangsstimme, die so laut aufgedreht war, dass das dünne Holz des Türblatts sichtbar bebte. Seth blieb stehen. Die Stirn legte sich in tiefe Falten. Seine Finger ruhten auf der Klinke, während er erstaunt die Augen verengte. Das war definitiv nicht die Musik, die normalerweise aus ihrem Locker Room drang.

Er drückte die Tür auf. Die Lautstärke schlug ihm wie eine physikalische Druckwelle entgegen, aber das Bild, das sich ihm bot, passte überhaupt nicht zu dem brachialen Sound. Der Raum war dunkel, nur erhellt vom kalten Neonlicht, das flackernd aus dem Flur hinein schien. Auf dem harten Linoleumboden lag Becky. Sie trug noch immer ihr komplettes Ring Outfit. Die Strumpfhose, wie nach den meisten Matches etwas angerissen, das Oberteil etwas verzerrt. Die schweren Boots waren zwar aufgeschnürt, steckten aber noch an ihren Füßen. Ein schmelzender Kühlbeutel war fest gegen ihre linke Schläfe gepresst. Ihre Augen waren halb geschlossen, ihr Blick gläsern und ins Leere gerichtet. Sie nahm von seiner Ankunft nicht die geringste Notiz. Seth schüttelte ungläubig den Kopf. Der Bass dröhnte ihm in den Zahnhälsen. Er trat vor den mobilen Lautsprecher auf der Bank und versuchte, die Sprachsteuerung zu aktivieren.

SETH ROLLINS: "Siri… Alexa… Gemini… Siri von Becky… Verdammt Becky, mach das aus?!"

Nichts. Die Elektronik kapitulierte vor dem Getöse. Mit einem genervten Ausatmen zog er sein Smartphone aus der Tasche, entsperrte rasch das Display, tippte auf das Icon des gemeinsamen Spotify-Accounts und drückte resolut auf Pause. Die schlagartige Stille legte sich wie ein schwerer, feuchter Mantel über den Raum. Das schrille Piepen in Seth’ Ohren dröhnte förmlich nach. Die Luft schien nach der akustischen Entladung noch sekundenlang zu zittern. Seth blieb mitten im Raum stehen, die Hände ratlos erhoben.

SETH ROLLINS: "Was… was machst du da bitte?"

Becky rührte sich kaum. Nur der Kühlbeutel verschob sich um einen Millimeter, als sie mühsam ausatmete. Ihre Stimme klang rauh, dünn und so fern, als stünde sie am anderen Ende eines langen Tunnels.

BECKY LYNCH: "Ich muss nachdenken."

Seth’ Blick wanderte über sie. Über die Schramme seitlich an ihrer Stirn, an ihrem Schlüsselbein, die verklebten Strähnen ihres kupferroten Haares, das verschmierte Make-up um ihre Augen. Er sah die Erschöpfung, die sich tiefer in ihre Züge gegraben hatten. Aber Seth blieb ruhig.

SETH ROLLINS: "Und… funktioniert es?"

Becky kniff die Augen fest zu. Ein leises, fast unhörbares „Nein“ entwich ihren Lippen, untermalt von einem tiefen Säufzen. Seth zögerte nicht lange. Er wusste, wann er der knallharte Visionary sein musste und wann er einfach nur der Mann sein durfte, der diese Frau besser kannte als irgendwer sonst auf der Welt. Er steckte das Handy weg, ließ sich langsam mit dem Rücken an der Wand hinabgleiten und setzte sich dicht neben sie auf den kalten Fußboden. Er zog ein Bein an, verschränkte die Arme über dem Knie und blickte geradeaus.Er begann leise, während er sich mit der freien Hand einmal durch das nasse Haar strich

SETH ROLLINS: "Weißt du… Ich habe in all den Jahren unzählige Arten gesehen, wie Leute mit einer Niederlage oder Rückschlägen umgehen. Sie schlagen Wände ein, werfen Stühle durch die Gegend, schreien die Crew an. Oder machen sich im GYM selbst kaputt bis die eigenen Knie nachgeben. Aber sich mit Nu Metall das Trommelfell wegzublasen… das ist eine ganz neue Taktik."

Er nickte vage in Richtung des stummen Lautsprechers und wartete… Nein, nichts. Kein Schmunzeln. Nicht einmal das typische Zucken ihrer Mundwinkel. Seth verzog gespielt enttäuscht das Gesicht.

SETH ROLLINS: "Nicht mal ein kleiner Lacher? Komm schon, der war solide."

Manchmal half schon einer seiner flachen Witze, doch hier sollte er keinen Erfolg haben. Ohne dabei die Augen zu öffnen, murmelte sie lediglich.

BECKY LYNCH: "War er nicht!"

Dies musste er sich leider eingestehen, es war ein plumper Versuch, die Stimmung zu heben. Kommentierte er mit einem schwachen, ehrlichen Lächeln.

SETH ROLLINS: "Nein…War er wirklich nicht."

Das Grinsen verblasste schlagartig. Er drehte den Kopf leicht zur Seite und betrachtete sie von der Seite. Er kannte jeden Schatten in ihrem Gesicht. Das war nicht die kochende Wut nach einem verpatzten Finish. Das war nicht die reine Frustration über eine Fehlentscheidung des Ringrichters. Es war jene gefährliche Stille, die entsteht, wenn ein Schutzwall nachgibt, den man jahrelang mühsam aufgebaut hat. Seth versuchte erneut den Einstieg mit sanfter Stimme.

SETH ROLLINS: "Sie hat dich ganz schön erwischt, huh?"

Ein kaum merkliches Nicken ging von Becky aus und sie antwortetet nur einsilbig.

BECKY LYNCH: "Ja."

SETH ROLLINS: "Der Kopf?"

BECKY LYNCH: "Auch."

SETH ROLLINS: "Und was noch?"

Becky antwortete lange nicht. Ihre Knöchel traten weiß hervor, als sie den schmelzenden Eisbeutel fester gegen die geprellte Schläfe drückte. Die zweite Woche in Folge ließ sie sich von Thekla überrumpeln und abfertigen. Es waren schnelle, harte Attacken, die die Blonde gegen Becky fuhr und dies auf rücksichtsloseste Art. Konsterniert atmete sie tief aus und brachte es nur gepresst hervor.

BECKY LYNCH: "...Alles."

Seth schwieg. Er ließ den Worten Raum zu atmen. Erfahrungsgemäß wusste er selbst, wie anstrengend und nervend es sein konnte, mit den unerwarteten Problemen konfrontiert zu werden. Insbesondere wenn man sie so direkt benennen konnte.Schien es hier offensichtlich zu sein, wagte er dennoch eine vorsichtigen Vorstoß.

SETH ROLLINS: "Thekla?"

Doch so eindeutig wie es schien, schüttelte Becky langsam den Kopf.

BECKY LYNCH: "Nein. Nicht sie. Nicht nur sie."

Verwundert, runzelte Seth die Stirn und hakte nach. Dabei ahnte er bereits, in welche Richtung es gehen sollte. Im Ring, wenn die Scheinwerfer alle auf Becky gerichtet waren, schien sie immer allen Widrigkeiten zu trotzen. ‘The Man’ war unantastbar. Doch hier und ganz besonders in den stillen Momenten wurde die Irin schnell auf einen anderen Kriegsschauplatz gezogen.

SETH ROLLINS: "Dann sag mir, gegen wen du da drinnen gerade wirklich kämpfst?!"

Der Lärm aus der Arena drang nur noch als fernes, dumpfes Scheppern durch die Mauern. Als Becky schließlich antwortete, bröckelte ihre sonst so unerschütterliche Fassade vollkommen.

BECKY LYNCH: "Gegen die Stimme."

Seth spannte die Kiefermuskeln an. Er brauchte nicht nachzufragen. Er wusste exakt, wessen Schatten sich gerade über sie gelegt hatte. Vorkommnisse wie die der letzten zwei Wochen waren prädestiniert dafür, alle überwunden geglaubten Zweifel wieder aufflackern zu lassen. Becky fuhr leise fort und starrte an die abgehangene, graue Decke.

BECKY LYNCH: "Die Stimme, die immer genau dann wieder da ist, wenn das Licht ausgeht. Die, die mir leise ins Ohr flüstert, dass all die Kritiker da draußen von Anfang an recht hatten."

SETH ROLLINS: "Welche Kritiker, Becks?"

Ein bitteres, freudloses Lächeln huscht über ihre Lippen.

BECKY LYNCH: "Alle. Die Typen im Internet. Die Legenden wie Kevin Nash, die immer wieder betonen, dass ich über meinen Zenit wäre… dass wir unsere Zeit überschritten haben. Die Stimme sagt: Du hast es nicht drauf. Du bist zu langsam geworden. Du bist arrogant. Du lebst nur noch von dem, was du vor Jahren warst. Dabei war es dieselbe Stimme, die am Strand sagte, dass es zu ruhig wäre."

Sie schluckte schwer. Eine einzelne Träne stahl sich aus ihrem Augenwinkel und bahnte sich einen Weg durch die Schminke an ihrer Schläfe. Ihr Gespräch am Strand von Playa del Rey war auch bei Seth noch tief im Gedächtnis verankert. Wie gern hätte er nur mit seiner kleinen Familie die Sonne und das Meer genossen… Aber genau diese Stimme ließ Becky keine Ruhe, nicht einmal im Ansatz.

BECKY LYNCH: "Ich denke jedes Mal, ich hätte dieses verdammte Gespenst endlich begraben. Ich stehe im Ring, die Hallen kochen, ich liefere ab. Und dann...und dann verliere ich ein einziges Match. Und plötzlich schreit diese Scheiße wieder lauter als 15.000 Menschen in der Arena."

Sie hob den Eisbeutel ein paar Zentimeter an, nur um zu erkennen, dass auch der physische Schmerz noch da war. Seth bewegte sich nicht. Er wusste, wie verlockend es war, jetzt mit Phrasen um sich zu werfen. Ihr zu erzählen, wer sie war, The Man, ein Main Eventer, eine Ikone. Aber das hätte sie in diesem Moment nicht erreicht. Er lehnte den Hinterkopf gegen die Wand und blickte starr ins Dunkel des Raumes.

SETH ROLLINS: "Weißt du, warum ich die Musik eben ausgemacht habe?"

Ein belangloser Themenwechsel, weil Seth keine wirkliche Antwort wusste? Nicht ganz. Eine Antwort hatte er wirklich nicht, aber er kannte Becky lange genug, um zu wissen, welche Dämonen sie da heimsuchen. Becky blinzelte langsam.

BECKY LYNCH: "Weil sie furchtbar war?"

Ein flüchtiges Schmunzeln stahl sich auf seine Lippen, ehe seine Züge wieder ernst wurden.

SETH ROLLINS: "Auch. Vor allem aber, weil ich wusste, dass du sie gar nicht hörst. Du hast sie nicht angemacht, um Musik zu genießen. Du wolltest sie als Schild benutzen. Um das Rauschen in deinem Kopf zu übertönen."

Becky schwieg. Er deutete mit dem Zeigefinger auf seine eigene Schläfe. Seth sprach weiter und seine Stimme verlor jede Spur seiner Bühnen-Persona. Sie war jetzt rein, nah und brüchig.

SETH ROLLINS: "Ich kenne diese Stimme, Becks. Ich hatte sie nach dem Ende des SHIELDs im Kopf. Ich hatte sie im Ohr, als mein Knie zertrümmert war und die Leute schrieben, ich würde nie wieder derselbe sein. Ich hatte diese gottverdammte Stimme in meinem Kopf, als ich mir die Schulter gebrochen hatte. So lange ist das nicht her… du weißt, wie es war, wie ich war. Und wie knapp es war, dass wir alles verloren hätten, dass wir uns verloren hätten. Diese Stimme kommt immer wieder, wenn du sie nicht gebrauchen kannst. Jeden kleinen Wackler, jeden Rückschlag nimmt sie zum Anlass, dir wieder im Kopf herum zu spuken."

Nahezu jeder dürfte einmal mit diesem grauen Monster in seinem Kopf Bekanntschaft gemacht haben. Nur für jemanden, der eventuell etwas empfänglicher war, hatte es schlimme Ausmaße. Becky war so jemand und vielleicht lag darin genau ihre Stärke? Nur gerade fühlte es sich nicht so an.

SETH ROLLINS: "Weißt du, was das Verruchteste an diesem inneren Scheusal ist? Es lässt sich nie etwas Neues einfallen. Es hat keine neuen Argumente. Es kramt einfach nur deine aller ältesten, staubigsten Zweifel aus der untersten Schublade… und verkauft sie dir als ganz frische Wahrheit."

Seth ging weiterhin behutsam vor und sprach geduldig auf Becky ein. Sie selbst regte sich kaum, sondern lag weiterhin ausgestreckt auf dem Boden und hielt sich den dünner werdenden Eisbeutel an die Schläfe. Nur langsam wandte sie ihm den Kopf zu.

BECKY LYNCH: "Es fühlt sich aber verdammt echt an, Seth."

Er entgegnete ihr ohne zu zögern.

SETH ROLLINS: "Natürlich tut es das. Das ist ihr einziger Job. Aber weißt du, was ich in all den Jahren gelernt habe? Sie geht nie ganz weg. Bei niemandem von uns. Aber man lernt mit der Zeit, ihr einfach nicht mehr zuzuhören. Man lässt sie quatschen, ohne ihr das Ruder zu überlassen."

Wieder breitete sich die Stille aus. In seinem letzten Satz vernahm man eine gewisse Schärfe bei Seth. Denn waren es nicht ähnliche Stimmen, die ihn vor Wochen an den Rande des Wahnsinns getrieben haben? Für einen Bruchteil erinnerte er sich daran, wie tief und fest sie in seinem Kopf hingen und nichts und niemanden zu ihm vordringen konnte. Ja, nicht einmal Becky, die es so liebevoll und fürsorglich wie es nur eben ging versuchte. Jetzt war Seth an der Reihe, es bei ihr erst gar nicht so weit kommen zu lassen. Doch das Schwerfällige, Beklemmende, das noch vor wenigen Minuten in der Luft gehangen hatte, schien etwas leichter geworden zu sein. Nach einem langen Atemzug stemmte sich Seth auf die Beine. Das Leder seiner eigenen Schuhe knarrte leise. Er schüttelte kurz die Arme aus, beugte sich hinab und streckte ihr die Hand entgegen. Becky blickte erst auf seine breite, schwielige Handfläche, dann hoch in seine braunen Augen.

SETH ROLLINS: "Komm…"

BECKY LYNCH: "Wohin?"

Seth zuckt mit den Schultern und ein feines, schiefes Grinsen stahl sich auf seinen Zügen. Er kaschierte gekonnt seine eigenen Blessuren und Spuren des Angriffe dem er heute zu Teil wurde.

SETH ROLLINS: "Keine Ahnung. Duschen. Irgendwo was Fettiges essen. Nach Hause zu unserer Tochter. Aber ganz sicher bleiben wir nicht mehr auf diesem Boden hocken. Das ist nämlich garantiert der denkbar unbequemste Ort in ganz Alabama, um eine Existenzkrise zu pflegen."

Becky schnaubte leise durch die Nase.

BECKY LYNCH: "Du bist unmöglich."

SETH ROLLINS: "Seit Jahren."

BECKY LYNCH: "Ein absoluter Idiot."

SETH ROLLINS: "Und trotzdem hast du 'Ja' gesagt."

Zum ersten Mal an diesem Abend stahl sich ein echtes, kleines Lächeln auf ihren Lippen. Sie verdrehte spielerisch die Augen.

BECKY LYNCH: "Ich hinterfrage diese Entscheidung wöchentlich."

Doch sie zögerte nicht länger. Sie legte ihre Hand in seine. Seth schloss die Finger fest um die ihren und zog sie mit einer fließenden, behutsamen Bewegung nach oben. Als sie stand, verlor sie für den Bruchteil einer Sekunde das Gleichgewicht, die Kopfschmerzen forderten ihren Tribut. Noch bevor sie schwanken konnte, lag Seth’ Arm bereits schützend um ihrer Hüfte. Es war keine übertrieben fürsorgliche Geste für die Kameras, sondern die Beiläufigkeit zweier Menschen, die einander stützten, ohne große Worte darüber zu verlieren. Becky lehnte sich für einen Herzschlag schwer an seine Schulter. Nicht, weil ihre Beine sie nicht trugen, sondern weil sie an diesem einen Ort nicht stark sein musste. Seth sah sie von der Seite an. Dann hob er langsam seine freie Hand und strich ihr eine feuchte, vom Schweiß verklebte Haarsträhne aus dem Gesicht.

SETH ROLLINS: "Heute musst du niemandem mehr irgendetwas beweisen, Becks. Nicht mir. Nicht den Leuten da draußen und ganz bestimmt nicht dieser scheußlichen Stimme in deinem Kopf. Wir fallen alle einmal… Dann stehen wir auf, klopfen uns den Staub ab und zeigen der ganzen verdammten Welt, wer zur Hölle wir sind."

Er flüsterte, während seine Augen die ihren fixierten. Er trat noch einen Schritt näher und legte sanft seine Stirn gegen die ihre. Becky schloss die Augen. Ein langer, tiefgreifender Atemzug fuhr durch ihren Körper. Sie legte ihre Hand an seine Wange, spürte das Rauhe seines Bartes unter ihren Fingerspitzen. Seth beugte sich ein Stück vor und küsste sie. Es war kein stürmischer Kuss für ein Drehbuch, kein inszenierter TV-Moment. Es war ein ruhiges, tief verankertes Versprechen. Ich bin da. Ich halte das mit dir aus. Und vielleicht brauchte auch Seth gerade die Nähe, um zu kaschieren, was in ihm eigentlich vorging.
Als sie sich langsam voneinander lösten, blieb die Schwere des Abends noch immer spürbar. Die Schultern taten weh, der Schmerz pochte weiter hinter Beckys Schläfe und die Zweifel waren nicht im Rauch verdampft. Aber sie standen nicht mehr wie eine unüberwindbare Mauer vor ihrnen. Draußen dröhnte die Musik des nächsten Entrances durch die Gänge, gefolgt vom dumpfen Brüllen der Menge. Die Show ging weiter.

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Becky Lynch und Indi Hartwell haben sich einen schönen Fight geliefert, der jedoch durch Thekla’s erneute Attacke einen bitteren Nachgeschmack hat…zumindest für die irische Championesse. Man wird sehen, wie Becky darauf reagieren wird. Die Fans können noch kurz diskutieren, bevor sie sich auf die letzten beiden Matches des heutigen Abends konzentrieren können. Später, im Main Event, werden sich Killshot und Roman Reigns miteinander messen. Davor gibt es noch ein Tag Team Match der Damen…Angelina Love und Velvet Sky, die Beautiful People, bekommen eine Chance sich bei Coast 2 Coast Wrestling zu zeigen. Ihre Gegnerinnen sind zwei Frauen, die inzwischen privat ein freundschaftliches Team sind und letzte Woche zum ersten Mal Seite an Seite im Ring standen – Fallon Henley und Bobbi Tyler! Beide sind sehr glücklich darüber, dass es so gut lief und sie The Inspiration schlagen konnten. Ein Erfolg über Love und Sky wäre da das nächste Highlight!

Wir sehen nun Bobbi Tyler im Backstage Bereich – bereit für das Match! Über ihr Gear trägt sie die Jacke und hat sich ihre stylische Sonnenbrille ins Haar geschoben. Langsam läuft sie auf und ab und wartet auf ihre Tag Team Partnerin, die gleichkommen dürfte. Bobs füllt ihre Wangen mit Luft und schwingt die Arme hin und her. Dabei fällt ihr Blick auf einen Wasserspender und sie merkt, dass ihr Hals etwas trocken ist. Trinken ist wichtig, vor allem wenn man gleich ordentlich schwitzen wird. So nimmt sich die Blonde einen Pappbecher aus der Halterung und betätigt einen Hebel. Blubbernd setzt sich das Wasser in Bewegung und füllt das Trinkbehältnis. Währenddessen muss Bobs an Fallon denken. Einfach so! Dass sie weiterhin glücklich darüber ist, dass die Brünette an ihrer Seite steht. Und sie ist darüber froh, dass die Amerikanerin inzwischen damit klarzukommen scheint, dass sie Drew und Liv, zumindest vorläufig, an die dunkle Seite verloren hat. Zumindest nach außen hin wirkt Fallon gefestigt.

Bobs nimmt einen Schluck Wasser und sieht sich beiläufig in der näheren Umgebung um. Heute also gegen die Beautiful People? Für die junge Bobbi, die damals mit Kip Sabian die große c2c Bühne betreten hat, wäre das ein großes Ereignis gewesen. Die BP sind zwei der Wrestlerinnen, die Bobbi als Kind und Jugendliche mit Begeisterung verfolgt hat. In den letzten Jahren ist aber zuviel Scheiß im Leben der Engländerin passiert, als dass sie noch für irgendwen fangirlen würde. Im Gegenteil…sie sieht Love und Sky eher als Oldtimer an, die in diesem Biz nichts mehr verloren haben. Sie geht sogar soweit, dass sie sich selbst und Henley als klar bessere Kämpferinnen ansieht. Diese arrogante Einstellung behält Mrs 2 Levels Above – 2 Steps Ahead aber hauptsächlich für sich. Sie weiß, dass das bei Fallon nicht so gut ankommt. Naja, sie werden heute den zweiten Sieg im zweiten Tag Team Match holen. Davon ist die ehemalige Stevie Turner überzeugt! Genussvoll nippt sie wieder am Becher, als sie plötzlich die Stirn runzelt. Etwas weiter vorne, vielleicht in gut 5, 6 Metern Entfernung scheint die Beleuchtung in einem Gang defekt zu sein. So kann man in diese Richtung nur bedingt gut sehen. Bobbi war es so, als habe sie dort etwas gesehen…eine Gestalt! Eine Bewegung! Oder nur eine Einbildung? Geschwind leert sie den Becher und wirft diesen in einen Mülleimer neben dem Wasserspender. Vorsichtig kneift Bobbi die Augen zusammen und scheint nach vorne gehen zu wollen, als…

Fallon Henley: Hey, hey! Da bin ich! Legen wir los?

Da sie sich ganz auf den Schatten (?) konzentriert hat, zuckt Bobbi zusammen, als sie von Fallon Henley angesprochen wird, die hinter ihr aufgetaucht ist. Das Country Girl hält sich eine Hand vor den Mund und greift mit der anderen vorsichtig an Tyler’s Schulter.

Fallon Henley: Ooohh…so-sorry! Wollte dich nicht erschrecken! Alles ok?

Bobbi spürt ihren Herzschlag…der sich aber wieder beruhigt, als sie das Country Girl erkennt. Erleichtert atmet sie einmal aus.

bobbi.tyler: Alles gut! Ich dachte nur, ich hätte da hinten etwas gesehen. Aber…war nur eine Einbildung, schätze ich!

Bobs wirft einen Blick über die Schulter. So ganz sicher ist sie sich da nicht. Irgendwie fühlt sie sich…beobachtet? Aber da hinter rührt sich nichts mehr. Vielleicht hat sie es sich doch eingebildet? Oder sie hat nur einen Handwerker gesehen, der die Lichter reparieren möchte. Wenn da überhaupt etwas war, hat das sicher nur einen harmlosen Ursprung.

bobbi.tyler: Ja…da war nix!

…meint sie mehr zu sich selbst, bevor sie die Arme ausbreitet und Fallon knuddelt, als hätten sie sich seit mindestens zwei Monaten nicht gesehen! Dabei waren es vielleicht 15, maximal 20 Minuten. Fallon erwidert das Knuddeln und drückt die Jüngere ebenfalls an sich. Ja, sie denkt noch an Drew McIntyre und Liv Morgan und es tut immer noch daran zu weh, wie sie diese letzte Show erlebt hat. Aber sie reißt sich zusammen und sieht nach vorne…auch Bobbi Tyler zuliebe!

Fallon Henley: Also gut, dann auf zum Match! Wir sollten uns mal Überlegen, ob wir uns einen Teamnamen zulegen.

Ja, das wäre vielleicht eine Idee. Bobs grinst sofort, während sie sich an Fallon schmiegt, als diese einen Arm um sie legt

bobbi.tyler: Daran habe ich auch schon gedacht! Wie wäre es mit…Fatal Influence?

Überrascht zucken Fallon’s Augenbrauen nach oben. Da hat sich jemand schon klare Gedanken gemacht. Die Brünette lässt sich Bobbi’s Vorschlag auf sich wirken und denkt darüber nach. Irgendwie hört sich das gar nicht mal so schlecht an.

Fallon Henley: Fatal Influence? Hm…hört sich ein wenig aggressiv an. Aber…hat was! Mag ich!

Damit beschlossene Sache? Naja, die beiden Freundinnen werden das sicher nochmal in Ruhe besprechen. Jetzt steht ein Match für sie an. So gehen Bobbi und Fallon langsam davon, während die Kamera zurückbleibt. Es wird aber noch nicht weggeschaltet. Nein, die dunkle Ecke wird ein weiteres Mal gezeigt…und tatsächlich schält sich eine Gestalt aus dem Schatten! Sie trägt einen langen Umhang mit Kapuze, die sie tief ins Gesicht gezogen hat, so dass man nichts erkennen kann. Man bemerkt nur, dass es sich wohl um eine kleinere Person handeln muss. Ob das die gleiche Gestalt ist, die Fallon und Bobbi schon letzte Woche beobachtet hat? Könnte sein. Jedenfalls verweilt sie ein paar Sekunden an Ort und Stelle, bevor sie wieder mit dem Schatten verschmilzt und verschwindet, als wäre sie nie da gewesen. Was das wohl zu bedeuten hat?

[Bild: 2.jpg]

CO - MAIN EVENT
TAG TEAM MATCH
Fallon Henley & Bobbi Tyler vs. The Beautiful People (Angelina Love & Velvet Sky)

[Bild: tagteamfallonstevieacbac0ib.png]
Writer: ???

The Beautiful People stehen bereits im Ring.



"Iiiii Miss the Misery!"

Die markante Stimme von Elizabeth „Lzzy“ Hale kündigt die Dame aus London an - Bobbi Tyler! Zielstrebig marschiert die blonde Britin auf die Stage. Über ihrem Gear trägt sie eine olivegrüne Jacke, die fast einen Ticken zu groß wirkt. Auf der Nase sitzt eine Sonnenbrille mit ovalförmigen Gläsern. Sie dreht sich leicht zur Seite, legt den Kopf in den Nacken und greift erst mit der linken und dann mit der rechten Hand hinter ihren Rücken. Symbolisch holt sie ihre "Waffen" hervor, die natürlich nur von ihren Händen dargestellt werden. Diese "feuert" sie in Richtung der Kamera vor ihr ab, wobei sie den rechten Arm ausgestreckt lässt und grinst als wolle sie "Hah! Hab' dich!" sagen.

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring... from London, England... BOBBI TYLER!"

Von den Rängen gibt es recht gemischte Reaktionen. Tyler scheint aber alles um sich herum auszublenden. Der Ring und der Weg dahin ist das Einzige, was sie im Moment interessiert. Dort ignoriert sie die Treppe und geht einmal nach rechts, um die erste Ecke herum. Schwungvoll hievt sich Bobs auf das Apron. Sie geht zur Ringecke zurück, hält sich dort mit beiden Händen fest, stellt einen Fuß auf das untere Turnbuckle, drückt sich dort ab und kann sich so in das Innere schwingen. Schnell geht die Britin auf eine weitere Ecke zu und besteigt auch diese, mit einem Fuß auf dem mittleren und einem auf dem oberen Seil. Grinsend sucht sie mit ihren Augen die nächste Kamera. Die Arme streckt sie aus und präsentiert sich so in ganzer Pracht den Zuschauern. Paar Sekunden später hüpft die Blonde auf die Matte zurück und sucht die Mitte. Dort lässt sie sich auf die Knie fallen, greift erneut hinter ihren Rücken und präsentiert ein weiteres Mal die, mit den Händen geformten, "Pistolen". Eine davon hält sie gegen den eigenen Kopf und zeigt ein Lächeln, das nur schwer zu deuten ist. Ihre Theme verstummt langsam. Bobbi legt Sonnenbrille und Jacke ab. Bis es offiziell losgeht zieht sich Tyler in eine Ringecke zurück und geht leicht in die Hocke.



Leichter Country Flair weht durch die Halle, als Fallon Henley zu den Klängen ihrer Theme die Halle betritt. Über ihrem Gear trägt sie eine braune Weste, an der einige Fransen angebracht wurden. Lächelnd schnalzt sie mit der Zunge und zwinkert den Fans zu, die ihr einen warmen Empfang bereiten.

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the ring... from Chelsea, Michigan... FALLON HENLEY"

Selbstbewusst stapft sie los und beginnt die letzten Meter zu sprinten, so dass sie gekonnt unter den Seilen in den Ring sliden kann. Sofort hüpft das Country Girl wieder auf und steigt auf ein Turnbuckle. Der linke Fuß bleibt auf dem mittleren Seil, während sie den anderen auf das obere stellt. Die Weste rutscht von ihren Schultern, wird einmal über ihren Kopf im Kreis gewirbelt und dann nach draußen geworfen, wo ein c2c Mitarbeiter das Kleidungsstück entgegen nimmt. Fallon springt auf die Matte zurück und ist bereit zu kämpfen.

Warnung! Spoiler!
Bobbi Tyler und Fallon Henley isolieren Angelina Love und diese muss nach dem Hoedown von Fallon Henley den Pinfall einstecken (07.09 Minutes)

Here are your winners by pinfall: BOOOBIII TYYYLERRRR & FAAALOOON HEEEENLEEEEY!

[Bild: 151.jpg]

THE WINNING MOVE?

Das grelle Licht der Gänge hinter den Kulissen der Arena wirft lange, unruhige Schatten auf die betonierten Wände. Die dumpfe Kulisse der kreischenden Menge aus der Halle dringt nur wie ein fernes Grollen bis in diesen Trakt vor. Als sich der Titantron einschaltet, können wir niemand Geringeren als den Death Fighter Raven sehen, wie er mit langsamen, fast schleppenden Schritten vorangeht. Sein abgewetzter Ledermantel streift fast den Boden, während er das schwere, gerade erst erhaltene Schreiben in den Händen hält. Es trägt den unverkennbaren, makellosen Briefkopf von Vince McMahon und hält wohl einen schicksalhaften Schlag für seine Schüler besiegelt. Vince duldet keine Ineffizienz, keine Undiszipliniertheit und erst recht keine Nostalgie. Ein klassisches Dokument, welches der Necro Warden sofort mit einem verächtlichen Seufzer in den Händen zusammenknüllt. Er fährt sich mit der Hand durch das krause Haar und seine Augen wirken regelrecht müde, mit einem Blick, in dem eine Mischung aus alter Melancholie und einer gefährlichen, aufkeimenden Wut liegt. Mit seiner charakteristischen, rau schabenden Stimme beginnt er dann, die ersten Sätze dieses Segments zu raunen.

Raven:
„„Gewinn … das einzige Gesetz dieses neuen Systems. Am Ende dreht sich alles nur noch um die Bereicherung. Alles andere ist bedeutungslos geworden. Rendite ist das letzte verbliebene Gebot dieser modernen Ordnung. Und Vince wirft uns in dieser einen Knochen hin und wartet darauf, dass wir uns darunter wie die Hunde zerfleischen."“

Raven hebt die zusammengeballte Faust mit dem zerknüllten Brief und deutet damit in Richtung des Flurs, wo am Ende des Gangs seine vier Schüler Kid Lykos, Izzy Moreno, Leva Bates und Swerve Strickland zu sehen sind.

Raven:
„„Da sitzen Kids, die ihr ganzes Herzblut auf dieser Matte gelassen haben. Sie haben geglaubt, dass Talent und Hingabe reichen."“

fährt Raven leise, aber eindringlich fort, bevor er dann plötzlich kurz auflacht. Ein trockenes, freudloses Lachen, das durch den leeren Flur hallt. Er sieht auf den Ballen aus Papier in seiner Hand nieder, ehe er den Blick wieder auf die Person richtet, die sich hier direkt neben ihm befindet und mit ihm durch den Backstagegang läuft.

Axiom
"Naja so ungern ich das sage, aber Geld regiert die Welt."

Verlegen kratzt sich Axiom am Hinterkopf. Er kann dem was Raven sagt nur beistimmen.

Axiom
"Noch ist nicht alles verloren. Nur müssen sie die neue Situation als extra Ansporn sehen, wenn sie hier wirklich eine Zukunft haben wollen."

Zu gerne wüsste man was sich hinter der Maske verbirgt. Er sieht sich die Schüler an, doch ist er optimistisch oder eher pessimistisch? Der Tonfall alleine verrät es nicht.
Und das ist wohl auch das Problem, weshalb Raven es so aufnimmt, wie er es aufnimmt. Nämlich keineswegs positiv.

Raven:
„„Du sagst also auch, dass sie Vince in den Arsch kriechen sollen? Tja, so weit wird es nicht kommen. Ich trainiere meine Schüler auf meine Art und Weise und diese Art und Weise heißt, sich von absolut niemandem etwas sagen zu lassen."“

Raven, wie man ihn kennt und wie er leibt und lebt. Aber seine Schüler sind da doch etwas anders. Noch! Denn Raven wird es, wenn nötig, in sie einprügeln, dass auch sie für ihre Rechte kämpfen. Jedenfalls so gut er kann. Denn da herrscht immer noch ein großes Problem, gegen das er nichts machen kann. Aber dennoch wird er sich nicht unterkriegen lassen. Denn in seinen Augen kann man deutlich ein brennendes Feuer erkennen, das nur darauf wartet, jemanden anzuzünden, sodass sein Fleisch schmerzlichst verbrennt.

Raven:
„„Und dabei ist es scheißegal, ob es sich um Vince oder um Bayley handelt. Beide können mich am Arsch lecken."“

Und mit diesen Worten kann man die Wut in Ravens Stimme dann auch deutlich hören. Auch wenn es etwas fraglich ist, dass er auch gegen Bayley shootet, die ihm ja eigentlich bisher nur versucht hat zu helfen. Vielleicht ist der Trainer des Performance Centers auch einfach blind vor Wut. Verärgert schnaubt er noch einmal, während die beiden Männer stehen bleiben und direkt auf die Schüler am Ende des Ganges blicken.

Axiom
"Nein das sollen sie nicht. Sich verbiegen ist der falsche Weg. Sie sollen nur begreifen, dass das Performance Center nur ein Trittstein in ihrer Laufbahn ist. Eine garantierte Karriere in der Coast 2 Coast ist das nicht. Wenn sie wirklich einen vollwertigen Vertrag als Coast 2 Coast Superstar haben wollen, dann müssen sie das Maximum rausholen."

Mit verschränkten Armen sieht er sich die drei an. Wer ist am Ende kein Schüler mehr, sondern ein vollwertiger c2c Superstar? Eine Leva Bates, die schon über 40 ist? Sie ist eine der ältesten Frauen im Roster. Kid Lykos und Swerve Stricklands Chancen sieht er dann schon höher. Und dann wäre da noch Izzy.

Axiom
"Ich denke die Einzige, die komplett aus dem Schneider ist, ist Izzy. Sie hat schon einen Superstar Vertrag. Und Bayley wird sie halten koste es was es wolle."

An sich hat Axiom hier recht mit allem, was er sagt. Doch eine Sache hat er dabei nicht bedacht. Eine Sache, die er in all seiner Logik auch gar nicht bedenken konnte, denn hatte er das nötige Wissen dazu nicht.

Raven:
„„Denkst du das? Nun, tut mir leid, wenn ich dich enttäuschen muss, aber ich fürchte, einfach nur alles zu geben, genügt heutzutage nicht mehr."“

Für kurze Zeit bleibt Raven still und lässt sein Wissen unausgesagt im Raum stehen. Er spannt die Zuschauer als auch Axiom regelrecht auf die Folter, bevor er endlich mit den Worten rausrückt. Die Worte, die so schockierend sind, dass es jegliche Kinnlade zu Boden fallen lässt in der Halle.

Raven:
„„Einer von ihnen wird seine Karriere nicht schaffen. Ich muss einen von ihnen feuern! Befehl von oben!"“

Was? Ist das Ravens Ernst? Einer von den Schülern muss gefeuert werden? Aber warum? Sie alle haben doch ihre Matches gemacht! Ja gut, zwar nicht unbedingt erfolgreich, aber warum soll nun auch einer von denen gefeuert werden? Was geschieht hier mit dem Roster der c2c, seitdem Vince hier aufgetaucht ist? Wie viele sollen uns noch verlassen? Das kann doch nicht gut für das Geschäft sein! Kaum hatte Raven diese schockierende Meldung hier kurz vor Schluss der heutigen Show ausgesprochen, schaltet die Kamera auch schon wieder ab und beendet diese Szene. Mit einem Schock, der uns noch die nächsten paar Minuten im Mark sitzen wird. Wie soll das Ganze jetzt weitergehen? Wir werden es wohl erst nächste Woche erfahren.

[Bild: 4.jpg]

MAIN EVENT
SINGLES MATCH
Roman Reigns vs. Killshot

[Bild: riomankillshot23r5cf3d.png]
Writer: ???

Warnung! Spoiler!
Das Match endete in ein Draw nachdem beide bei einem Schlagabtausch außerhalb des Rings ausgezählt wurden.

Because both participants were counted out this match ends in a: DRAW!

[Bild: newlogo9qu4w.png]
[Bild: allrightsrcblv.png]


Warnung! Spoiler!

Main Event: Roman Reigns vs Killshot
Votes: 0:0


  [SHOW] c2c Live: ATLANTA! vom 03.08.2026
Geschrieben von: c2c Live - 03.08.26, 02:58 - Forum: » Shows - Antworten (3)

Coast 2 Coast Wrestling
[Bild: c2cliveeel-Kopie.jpg]

[Bild: C2-CLive25-Kopie.jpg]



findet statt in der State Farm Arena, vor 18.118 Zuschauern in Atlanta, Georgia.

[Bild: atlantageorgiaarena.png]

Die letzte Kamera ist optimal platziert und auch der letzte reservierte Platz besetzt. Die c2c Show kann losgehen! Gleich zu Beginn explodiert ein buntes Feuerwerk auf der Stage und motiviert die anwesenden Fans zu großem Jubel und Chants. In der Mitte des aufwendig gebauten Wrestlingrings steht Matthew Rehwoldt schon mit einem Mikrofon bereit um die anwesenden Fans hier in der heutigen Show zu begrüßen.

[Bild: matt.jpg]

Matthew Rehwoldt: "My dear Ladies.. my dear Gentlemen.. my name is Matthew Rehwoldt and it is I, your DRAAAAAMAAA KIIIIINGGG... welcoming you to... COAST.. to COAST... WRESTLINGGGGGG!"

Kaum hat Rehwoldt die Ansage zuende gebracht gibt es einen kleinen Jubel für seine Ansage und auch wegen der Vorfreude auf den Verlauf des Abends. Matthew verbeugt sich einmal kurz und geht dann auch aus dem Ring heraus. Auch die knallenden Geräusche des Feuerwerks erlischen langsam und geben die Bühne somit für ihre Akteure frei. Bevor dies jedoch in Kraft tritt, werden die Zuschauer daheim vor ihren Fernsehgeräten von Pat MacAfee, Cathy Kelly & Wade Barrett begrüßt.

[Bild: v2z7jzv.jpg]

Pat McAfee: "Guten Abend und herzlich Willkommen zu c2c LIVE: ATLANTA!"

Cathy Kelley: "Every Empire Falls ist eine Woche her und was war das für eine Show."

Wade Barrett: "War Games hat alle Erwartungen übertroffen. Doch wie heißt es so schön? Die Show muss weitergehen."

Pat McAfee: "Bayley hat es schon vor Vince McMahon angekündigt, dass sie so einige Überraschungen auf Lager hat und eine davon bekommen wir heute Abend zu sehen:"

Cathy Kelley: "Westcoast gegen Eastcoast. Danhausen und Ethan Page verteidigen beide ihre Title und einer von beiden wird beide Gürtel mitnehmen."

Wade Barrett: "Das und noch mehr erwartet euch heute Abend."

[Bild: ef.jpg]

Rückblick: c2c Special #88: EVERY EMPIRE FALLS XI - WAR GAMES! vom 27.07.2026

Zitat:Kenny Omega feiert seine Title Verteidigung während der Käfig wieder an die Decke hoch gefahren wird. Darauf steiigt das Team Omega aus dem Ring und lassen The Bloodline zurück.

Zurück im Ring bleibt Roman Reigns. Der einst unanfechtbare Tribal Chief kniet auf der kalten Matte, eine Hand schwer gegen den Boden gestützt. Sein Blick ist leer und bleibt auf den Rücken des Mannes gerichtet, der ihn gerade im Stich lässt. Keine Musik spielt. Keine Buhrufe hallen durch das Rund. Nur ein dumpfes, ungläubiges Raunen liegt wie ein bleierner Schleier über den Zehntausenden in der Halle.

„BURN IT DOWN!“



Die ersten wuchtigen Gitarrenklänge zerreißen die Stille wie ein Peitschenhieb. Die Arena explodiert augenblicklich in einem Chaos aus Schreien und Jubel.

Pat McAfee
„Oh nein! Auf keinen Fall...“

Cathy Kelley
„Oh mein Gott, das kann nicht wahr sein?!“


Auf der Stage erscheint eine Silhouette in den Flammen... Seth Rollins. Er trägt einen maßgeschneiderten, tiefschwarzen Anzug über einem ebenso dunklen Hemd. Keine Sonnenbrille. Kein süffisantes Grinsen. Keine ausladenden Posen. Nur ein eiskalter, fixierter Blick. Regungslos bleibt er stehen. Seine Augen ruhen ausschließlich auf Roman. Im Ring hebt dieser langsam den Kopf. Die Blicke der beiden Männer treffen sich über die gesamte Distanz der Rampe hinweg. Augenblicklich entlädt sich das Gewicht von mehr als zehn Jahren gemeinsamer Geschichte zwischen ihnen. The Shield. Der erste, unvergessene Verrat mit dem Stuhl. Die schmerzhaften Wiedervereinigungen. Das erneute Zerbrechen. Unzählige Schlachten, in denen sie einander beinahe vernichten. Worte wären in diesem Moment ohnehin wertlos. Seth setzt sich langsam in Bewegung. Schritt für Schritt marschiert er auf den Ring zu. Nicht hastig, sondern mit einer beängstigenden, kalkulierten Ruhe.

[Bild: 427b2c2ec2aa18e5a86054c2ab1b608d549c281c.pnj]

Pat McAfee
„Ist das das Erwachen des Visionarys?“

Cathy Kelley
„Roman kann kaum noch stehen.“

Wade Barrett
„Wenn Seth jetzt Rache will, gibt es absolut nichts, was Roman dagegen tun kann.“


Seth Rollins steigt die Ringtreppe hinauf, hält kurz inne und streicht sich die Schuhe am Apron ab, eine alltägliche Geste, die in diesem Kontext beinahe bedrohlich wirkt. Er steigt zwischen den Seilen hindurch. Roman richtet sich langsam auf. Es scheint nicht der Verstand zu sein, der ihn antreibt, sondern ein reiner Instinkt seines Körpers, der auf die herannahende Gefahr reagiert. Die Hallenmusik verstummt abrupt. Absolute, beinahe unheimliche Stille legt sich über die Ränge. Seth tritt einen Schritt näher. Roman antwortet mit demselben Abstand. In den Augen des einstigen Champions liegt keine Angst, sondern nur tief sitzendes Misstrauen. Seth senkt für einen Herzschlag den Blick, ehe er Roman wieder direkt fixiert. Kein Wort kommt über seine Lippen. Ohne jede Vorwarnung macht Seth einen explosiven Schritt nach vorne. Die gesamte Arena springt geschlossen von den Sitzen.

Pat McAfee
„STOMP!“


schreit McAfee ins Mikrofon. Roman zuckt reflexartig zusammen, hebt die Arme zur Abwehr... doch Seth stoppt exakt einen Handbreit vor ihm.

Kein Angriff... kein Schlag nur ein kaltes, kaum merkliches Lächeln stiehlt sich auf Rollins' Gesicht. Roman reagiert nicht weiter. Er starrt sein Gegenüber lediglich an, als spüre er das unausweichliche Verhängnis ohnehin längst. Seth geht langsam an Roman vorbei und bleibt direkt hinter dessen Rücken stehen. Den Fans stockt der Atem. Es ist haargenau die Position, aus der Seth Rollins den Curb Stomp in den vergangenen Jahren unzählige Male ansetzt. Seth blickt auf den Hinterkopf des geschlagenen Mannes vor sich. Er atmet tief durch. Seine Schultern spannen sich an. Ein kleiner Schritt zurück. Das rechte Bein setzt an. In Gedanken zählen die Menschen in der Halle den Anlauf bereits mit doch statt vorzuschießen, hält Seth inne. Ganz ruhig greift er nach seinen Ärmeln und richtet spöttisch die Manschetten seines Anzugs. Ein flüchtiges, schiefes Schmunzeln huscht über sein Gesicht.

Roman dreht sich langsam um. Erneut stehen sich die einstigen Brüder schweigend gegenüber. Nach einigen zähen Sekunden nickt Seth kaum merklich. Es ist ein einziges, unteilbares Nicken, das unzählige Bedeutungen in sich trägt: eine düstere Bestätigung. Eine verfrühte Absolution. Oder das Versprechen einer späten Abrechnung. Seth macht einen Schritt zur Ringkante, steigt geschmeidig durch die Seile und bleibt auf dem Apron stehen. Ein letztes Mal wendet er sich um. Roman hat den Blick keine Sekunde von ihm gelöst. Für einen winzigen Augenblick scheint Seth noch einmal abzuwägen. Ein einziger Anlauf. Ein einziger Befreiungsschlag. Und die Ära von Roman Reigns wäre an diesem Abend endgültig Geschichte. Doch Seth schüttelt kaum merklich den Kopf. Er springt vom Apron und geht die Rampe hinauf, ohne sich auch nur ein einziges Mal umzusehen. Im Ring steht Roman Reigns völlig isoliert. Verraten von seiner eigenen Familie. Verschont von seinem größten Rivalen.

Pat McAfee
„Warum? Was haben wir hier gerade gesehen?“


Cathy Kelley
„Ich habe keine Ahnung, was das gerade war.“


Wade Barrett
„Aber eines verspreche ich euch: Seth Rollins taucht nicht ohne Grund hier draußen auf.“


Die Regie schaltet immer wieder zwischen den beiden Männern hin und her: das harte, unlesbare Gesicht von Seth oben auf der Stage und Roman unten im Ring, der wie angewurzelt im Scheinwerferlicht steht. Keiner bewegt sich. Dennoch legt sich eine düstere Energie über das gesamte Szenario – voller unzähliger Möglichkeiten.

Die Kameras schalten zurück in die ausverkaufte State Farm Arena in Atlanta, Georgia. Exakt 18.118 Zuschauer füllen jede einzelne Sitzreihe. Die Atmosphäre ist jedoch eine völlig andere als noch vor wenigen Tagen. WarGames liegt hinter Coast 2 Coast Wrestling. Ein Event, das alles verändert hat. Kenny Omega verließ den Käfig noch immer als World Heavyweight Champion. Roman Reigns hingegen musste eine Niederlage hinnehmen. Die Kommentatoren sprechen mit ernster Stimme über die Ereignisse, während die Kameras durch die Arena schwenken und immer wieder Fans einfangen, die gespannt zur Entrance Stage blicken.

Pat McAfee
"Was wir bei WarGames erlebt haben, wird Coast 2 Coast Wrestling für lange Zeit prägen. Roman Reigns wollte sich den World Heavyweight Championship holen... doch am Ende musste selbst der Tribal Chief eine Niederlage akzeptieren.“


Wade Barrett
"Die große Frage lautet heute Abend nicht, ob Roman Reigns verloren hat. Die Frage lautet, wie Roman Reigns mit dieser Niederlage umgehen wird. Das hier ist einer der stolzesten Männer, die dieses Business je hervorgebracht hat.“


Plötzlich... Die komplette Arena versinkt in Dunkelheit.



Ein dumpfer Bass hallt durch die Lautsprecher. Sekunden später erklingt das monumentale Entrance Theme des Tribal Chiefs sofort erhebt sich nahezu die gesamte Arena von ihren Sitzen. Ein Teil der Fans jubelt lautstark und ein anderer Teil buht den ehemaligen Herausforderer aus. Die Stimmung ist elektrisierend. Auf dem gigantischen Titantron erscheint in riesigen Buchstaben

[Bild: maxresdefault.jpg]

Blaue Lichtstrahlen schneiden durch die Dunkelheit, während dichter Nebel über die Stage zieht. Nach einigen Sekunden betritt Paul Heyman die Bühne. Der Wiseman wirkt ungewohnt ernst. Kein selbstgefälliges Lächeln und keine übertriebene Gestik. Er trägt einen schwarzen Maßanzug und blickt schweigend in die Zuschauermenge. Heyman bleibt stehen und dreht sich leicht zur Seite. Dann tritt langsam der Tribal Chief Roman Reigns aus dem Nebel. Der Tribal Chief trägt ein schwarzes T-Shirt, eine schwarze Trainingshose. Das lange Haar hängt feucht über den Schultern. Sein Gesicht wirkt ausdruckslos. Keine Wut und auch keine Enttäuschung nur diese absolute Ruhe. Die Kamera zoomt dicht an sein Gesicht. Roman schaut weder nach links noch nach rechts. Der Blick ist ausschließlich auf den Ring gerichtet.

Die Zuschauer reagieren lautstark vermischen sich mit vereinzelten Buhrufen. Roman bewegt sich keinen Zentimeter. Er bleibt mehrere Sekunden regungslos auf der Stage stehen. Er lässt die Atmosphäre auf sich wirken und neben ihm steht Paul Heyman mit gesenktem Kopf. Schließlich setzt sich Roman langsam in Bewegung. Jeder einzelne Schritt erfolgt mit derselben Gelassenheit, die ihn seit Jahren auszeichnet. Keine Eile... keine Emotion... nur Kontrolle.

Pat McAfee
"Das ist vielleicht das Beeindruckendste an Roman Reigns. Selbst nach einer der größten Niederlagen seiner Karriere marschiert er hier heraus, als würde ihm die gesamte Welt gehören."


Wade Barrett
"Das ist Stolz, Pat. Roman Reigns wird niemals zulassen, dass irgendjemand auch nur für eine Sekunde glaubt, ihn gebrochen zu haben."


Roman erreicht den Ring... Er bleibt vor der Ringtreppe stehen. Langsam blickt er zum C2C-Logo auf dem Apron. Darauf steigt er Stufe für Stufe hinauf. Oben angekommen verharrt er erneut. Er blickt durch die Arena... 18.118 Menschen schauen ausschließlich auf ihn. Roman betritt den Apron und er wischt sich langsam über den Bart. Anschließend steigt er durch die Seile in den Ring. Paul Heyman folgt ihm dicht dahinter. Beide stellen sich in die Ringmitte. Romans Musik verstummt ganz langsam. Der Tribal Chief fordert mit einer kleinen Handbewegung Ruhe langsam werden die Rufe leiser. Paul Heyman greift in seine Jacke und zieht ein Mikrofon hervor. Die gesamte Halle wird immer leiser. 18.118 Zuschauer warten gespannt darauf, wie Roman Reigns seine erste öffentliche Ansprache nach der Niederlage bei WarGames eröffnen wird. Paul Heyman wartet bewusst einige Sekunden. Er genießt die gemischten Reaktionen der Zuschauer. Vereinzelte Buhrufe vermischen sich mit lautem Applaus, während Roman Reigns regungslos neben ihm steht. Schließlich hebt der Wiseman langsam das Mikrofon an seine Lippen. Sein Blick wandert einmal durch die gesamte Arena, ehe er mit ruhiger, kontrollierter Stimme zu sprechen beginnt.

Paul Heyman
"Lady's and Gentleman..."


Heyman macht eine lange Pause.

Paul Heyman
"Lady's and Gentleman my name issss Paul... Heyman."


Ein lauter Mix aus Buhrufen und Applaus erfüllt die State Farm Arena. Heyman nickt langsam, als hätte er genau diese Reaktion erwartet.

Paul Heyman
"Seit Jahrzehnten stehe ich in diesem Geschäft. Ich habe Champions aufgebaut. Ich habe Hall of Famer begleitet. Ich habe Dynastien erschaffen. Ich habe Männer zu Legenden gemacht... und Legenden zu Ikonen. Doch keine dieser Geschichten... keine einzige... kommt auch nur ansatzweise an das heran, was ich gemeinsam mit diesem Mann erleben durfte. Der Tribal Chief... Der Head of the Table... Der Mann, der diese Company über Jahre hinweg getragen hat. Der Mann, der Arenen ausverkauft hat. Der Mann, dessen Name größer geworden ist als jede Championship... größer als jedes Event... größer als jede einzelne Schlagzeile. Und genau deshalb... genau deshalb stehe ich heute Abend hier mit einem Gefühl, das viele von Ihnen vermutlich nicht erwartet haben... denn ja... WarGames liegt hinter uns."


Das Publikum reagiert erneut laut... Heyman wartet geduldig, ehe seine Stimme ernster wird.

[Bild: Rs-190181-RAW-1139-Photo-245-2304941214.jpg]

Paul Heyman
"Jubeln Sie ruhig... Feiern Sie diesen Moment. Feiern Sie Kenny Omega. Feiern Sie den Ausgang von WarGames. Niemand wird Ihnen dieses Recht nehmen. Aber eines sollten Sie niemals tun... Seit WarGames lese ich dieselben Überschriften... Die Bloodline ist Geschichte... Roman Reigns wurde entthront... Immer dieselben Experten... dieselben selbsternannten Journalisten... dieselben Menschen, die seit Jahren darauf warten, Roman Reigns endlich abschreiben zu dürfen. Wissen Sie, was mich daran fasziniert? Dieselben Menschen haben Roman Reigns schon dutzende Male abgeschrieben. Nach jeder Niederlage. Nach jedem Rückschlag. Nach jeder Kontroverse. Und jedes einzelne Mal... kam er zurück. Größer... Gefährlicher... Dominanter... Und genau deshalb... begehen so viele Menschen heute denselben Fehler. Sie blicken zurück. Sie starren auf WarGames."


Heyman schüttelt langsam den Kopf und beginnt mit ruhigen Schritten durch den Ring zu gehen. Seine Stimme bleibt kontrolliert, doch mit jedem Satz gewinnt sie an Überzeugung.

Paul Heyman
"Ich hingegen... blicke nicht zurück."

Er bleibt stehen und zeigt mit ausgestrecktem Finger direkt auf die Zuschauer.

Paul Heyman
"Ich verschwende keine einzige Sekunde meiner Zeit damit, Vergangenes zu beweinen... Aber Sie... Sie wollen daraus das Ende machen. Sie wollen daraus den Fall eines Imperiums machen. Während alle Welt auf die Vergangenheit schaut... richtet Roman Reigns seinen Blick bereits auf das, was als Nächstes kommt. Während die sozialen Medien noch über WarGames diskutieren... schmiedet der Tribal Chief bereits den nächsten Plan. Während Journalisten Schlagzeilen schreiben... schreibt Roman Reigns Geschichte.


Die Halle reagiert mit einem ohrenbetäubenden Mix aus Jubel und Buhrufen. Neben ihm rührt sich Roman Reigns keinen Zentimeter. Sein Blick bleibt unverändert nach vorne gerichtet ruhig, kalt und entschlossen als würde Heymans letzte Worte bereits das Versprechen auf das nächste Kapitel des Tribal Chiefs sein.

Paul Heyman
"Denn während alle Welt noch über Kenny Omega spricht... während sich jeder fragt, ob die Bloodline gefallen ist... während jeder einzelne sogenannte Experte versucht, Roman Reigns' Karriere zu analysieren... hat jemand anderes beschlossen, genau den falschen Moment auszuwählen, um aus seinem Versteck hervorzukriechen... Seth... Rollins! Was für ein dramatischer Auftritt. Was für eine Inszenierung. Die Arena wird dunkel... 'Burn It Down' erklingt... Seth Rollins marschiert geschniegelt und geschniegelt in seinem Designeranzug zum Ring, als wäre er der Hauptdarsteller eines Hollywoodfilms. Langsame Schritte. Ernster Blick. Bedeutungsvolle Gesten. Und die ganze Welt denkt... Jetzt passiert etwas Großes. Jetzt kommt die Abrechnung. Und was passiert dann? Nichts! Absolut gar nichts. Seth Rollins betritt den Ring. Seth Rollins steht Roman Reigns gegenüber. Seth Rollins täuscht einen Curb Stomp an. Seth Rollins schaut Roman Reigns tief in die Augen... und dann geht Seth Rollins wieder nach Hause. Wissen Sie, wie man so etwas nennt? Keine Botschaft... Keine Kriegserklärung... Keine Machtdemonstration... Man nennt das... Unsicherheit!"


Heymans Stimme wird schärfer.

Paul Heyman
"Seth Rollins hatte den perfekten Moment. Roman Reigns war angeschlagen. Er war erschöpft... Wenn Seth Rollins tatsächlich der Visionär wäre, für den er sich hält... wenn er wirklich davon überzeugt wäre, Roman Reigns endgültig vernichten zu können... dann hätte er es getan. Aber er hat es nicht getan. Und wissen Sie auch warum? Weil Seth Rollins, tief in seinem Inneren, genau dieselbe Wahrheit kennt wie jeder andere in diesem Business. Einen Roman Reigns greift man nicht an, wenn man Zweifel hat. Und Seth Rollins... hatte Zweifel. Ich habe sie in seinen Augen gesehen. Roman Reigns hat sie gesehen. Millionen Zuschauer haben sie gesehen. Seth... du wolltest ein Zeichen setzen. Stattdessen hast du der ganzen Welt gezeigt, dass selbst in Romans dunkelster Stunde deine Hand gezittert hat. Du bist in diesen Ring gekommen, um Stärke auszustrahlen... und wieder gegangen, weil dir der Mut fehlte, den letzten Schritt zu machen.[/i]


Heyman senkt langsam das Mikrofon und tritt einen Schritt zurück. Neben ihm bewegt sich Roman Reigns noch immer keinen Zentimeter. Sein kalter Blick ist auf die Kamera gerichtet, während die Zuschauer gespannt darauf warten, ob nun der Tribal Chief selbst das Wort ergreifen wird. Langsam dreht Roman den Kopf zu Paul Heyman.

Ohne ein Wort zu sagen, hebt er ruhig seine rechte Hand. Die Geste ist klein... aber unmissverständlich. Heyman blickt kurz auf das Mikrofon in seiner eigenen Hand, dann zurück zu Roman. Sofort nickt er respektvoll. Ein selbstbewusstes Lächeln huscht über das Gesicht des Wisemans. Langsam tritt er einen halben Schritt zur Seite, hält das Mikrofon mit beiden Händen fest und reicht es seinem Tribal Chief entgegen. Roman lässt sich Zeit und ganz langsam schließt sich seine Hand um das Mikrofon. Heyman gibt es ohne den geringsten Widerstand frei. In dem Moment brandet erneut ein gewaltiger Mix aus Jubel und Buhrufen durch die Arena. Die Zuschauer wissen genau, was dieser Augenblick bedeutet. Sein Blick wandert langsam durch jede einzelne Ecke der Arena. Von der Entrance Stage... über die Ränge... bis hin zur Hardcam. Er nickt kaum merklich. Dann hebt er langsam das Mikrofon an seine Lippen doch erneut sagt er nichts. Allein diese Stille bringt die Zuschauer dazu, noch unruhiger zu werden. Roman wartet geduldig, bis sich beide Reaktionen gegenseitig übertönen und schließlich langsam abebben. Er senkt kurz den Blick auf die Ringmatte darauf hebt er den Kopf wieder. Sein Gesicht bleibt vollkommen ausdruckslos.

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Roman Reigns
"ATLANTA... GEORGIA... ACKNOWLEDGE ME!"


Roman lässt sich ein bisschen Zeit bis er weiter spricht.

Roman Reigns
"Seth Rollins..."


Roman lässt den Namen bewusst einige Sekunden in der Luft hängen. Sein Blick wandert langsam zur Entrance Stage... genau dorthin, wo Rollins bei WarGames erschienen war. Die Arena wird augenblicklich lauter. "Burn It Down"-Rufe mischen sich mit lauten Buhrufen. Roman reagiert nicht... Er schüttelt lediglich langsam den Kopf.

Roman Reigns
"Seit WarGames fragt mich jeder dieselbe Frage. 'Roman... warum ist Seth Rollins aufgetaucht?' 'Roman... was wollte Seth Rollins?' 'Roman... warum hat Seth Rollins dich nicht angegriffen?' Weißt du was, Atlanta...? Die viel wichtigere Frage lautet... warum hatte Seth Rollins plötzlich nicht mehr den Mut?"


Roman senkt das Mikrofon für einen Moment. Ein selbstsicheres Schmunzeln huscht über sein Gesicht, ehe er langsam wieder den Kopf hebt.

Roman Reigns
"Seth Rollins wollte der Welt weismachen, dass er die Kontrolle hatte. Er wollte aussehen wie der Mann, der über das Schicksal des Tribal Chiefs entscheidet. Er marschierte in einem teuren Anzug zum Ring... ließ die Musik spielen... ließ jeden einzelnen Zuschauer glauben, jetzt würde Geschichte geschrieben werden. Doch als der entscheidende Augenblick gekommen war... da tat Seth Rollins das, was Seth Rollins schon sein ganzes Leben getan hat... er zögerte. Seth Rollins wollte stark wirken... doch Stärke muss nicht gespielt werden. Stärke braucht keine dramatische Inszenierung. Stärke braucht keine Lichtshow. Stärke braucht keinen Moment für soziale Medien. Stärke handelt... und Seth Rollins hat nicht gehandelt. Seth Rollins stand nur einen Schritt davon entfernt, das zu tun, worüber heute jeder gesprochen hätte. Er hatte einen angeschlagenen Gegner vor sich. Einen Mann, der gerade ein WarGames hinter sich hatte. Einen Mann, der verraten worden war. Einen Mann, der allein im Ring stand. Und trotzdem... hat Seth Rollins nichts getan. Warum? Weil Seth Rollins wusste, dass Roman Reigns selbst in diesem Zustand noch gefährlicher ist als jeder andere Mann auf seinem allerbesten Tag. Doch wenn der Moment kommt, in dem ein Mann beweisen muss, wer er wirklich ist... dann fällt jede Maske. Und genau das ist bei WarGames passiert. Vor den Augen der ganzen Welt ist die Fassade des sogenannten Visionärs zusammengebrochen."


Roman hebt langsam den Zeigefinger. Er nickt langsam und verzieht den Mund zu einem kalten Lächeln.

Roman Reigns
"Seth Rollins wollte Roman Reigns demütigen. Stattdessen hat Seth Rollins sich selbst entlarvt. Nicht als Eroberer... nicht als Rächer... sondern als Mann voller Zweifel. Denn ein Mann, der wirklich überzeugt ist, seinen Feind vernichten zu können... der fragt nicht um Erlaubnis. Der hält keine Theateraufführung ab. Der beendet die Sache. Seth Rollins konnte es nicht... weil Seth Rollins tief in seinem Inneren wusste, dass Roman Reigns niemals erledigt ist. Er soll weiter in Designeranzügen durch Arenen spazieren. Er soll weiter den Visionär spielen und die Menschen glauben lassen, dass er die Zukunft dieses Business ist. Denn am Ende des Tages bleibt nur eine Wahrheit bestehen... Seth Rollins hatte die Gelegenheit seines Lebens... und Seth Rollins hatte nicht den Mut, sie zu nutzen. Das ist keine Vision... das ist Feigheit."


Roman Reigns senkt das Mikro und mit der Wucht von Romans Worten stirbt das Licht. Wie auf einen stummen Befehl schnellt die gesamte Arena in absolute Finsternis und für einen winzigen, zitternden Schlag lang setzt das Herz der Welt aus. Vollkommene, drückende Stille legt sich über die Masse.

"BURN IT DOWN!"



Ein ohrenbetäubender Knall zerreißt die Nacht. Ein gleißender Regen goldenem Funkenfluges schießt grollend gen Decke, zeitgleich mit den ersten tiefen, martialischen Bitten von „Visionary“, die wie eine Druckwelle durch das Soundsystem jagen. Doch noch bevor sich auch nur die Kontur von Seth Rollins im Rauch abzeichnet, entlädt sich die angestaute Energie von zehntausenden Menschen in einem einzigen, orchestralen Aufschrei. „Whoa... oh... ohhh…“

Die Stimmen der Fans verschmelzen zu einem gewaltigen, rhythmischen Chor, der die Wände erzittern lässt. Es ist kein blinder Jubel; es ist ein Manifest. Jeder einzelne Ton rollt wie eine Welle über den Ring hinweg und schlägt genau dort ein, wo Roman Reigns steht. Es ist die unüberhörbare Erinnerung daran, wer soeben den Raum übernommen hat.

Schwerfällig und majestätisch schält sich eine Gestalt aus dem Nebel auf der Stage. Ganz in Schwarz. Kein grelles Trikot, keine schillernden Muster oder inszenierter Größenwahn. Rollins trägt einen maßgeschneiderten Anzug, umschlungen von einem langen, dunklen Mantel, der bei jedem seiner gemessenen Schritte im Windzug der Arena schwingt. Es ist reine, unaufdringliche Eleganz. Absolute Präsenz. Er bleibt am Rand der Stage stehen. Den Kopf leicht gesenkt, die Lider geschlossen, wie ein Dirigent vor dem ersten Takt seines Lebenswerks.

Langsam hebt er den Blick. Auf seinen Lippen breitet sich das gewohnte, selbstgefällige Lächeln aus, nicht breit, nicht verspielt, sondern das wissende, scharfkantige Grinsen eines Mannes, der die Psyche der Masse wie ein Instrument beherrscht. Doch unter dem schimmernden Lack dieser Fassade glimmt etwas anderes. Seine Augen schweifen nicht durch die Reihen der tobenden Fans. Sie kennen von der ersten Sekunde an nur ein einziges Ziel: Roman Reigns.

Für einen winzigen Bruchteil einer Sekunde friert die Mimik des Visionary ein. Die undurchdringliche Gelassenheit bekommt hauchfeine Risse. Es ist keine Furcht, die da durchschimmert, sondern die immense Last einer gemeinsamen Geschichte. Der stumme Nachhall von Verrat und Triumph, von tiefsten Niederlagen, zerbrochener Brüderschaft und jahrelangem, ungesagtem Hass. Rollins zieht die kühle Arenaluft tief in die Lunge. Das Grinsen kehrt zurück; die Maske sitzt wieder perfekt.

Mit weit ausgebreiteten Armen dreht er sich langsam um die eigene Achse und saugt den ohrenbetäubenden Orkan der Zuschauerränge auf. Das Publikum singt seine Melodie mittlerweile lauter als die Boxen sie spielen können. Seth schließt für einen Atemzug die Augen, um die rohe Energie in sich aufzunehmen. Dann setzt er sich in Bewegung.

Seine Schritte auf der Rampe sind kontrolliert, fast bedächtig. Kein Tänzeln, keine verspielten Gesten. Mit jedem Meter, den er dem Ring näher kommt, zieht sich seine Stirn ein wenig enger zusammen; sein Blick wird kälter, schärfer, fokussierter. Inmitten des Ringgevierts steht Roman, starr wie eine Statue zwischen den Seilen.
Am Fuß der Rampe hält Seth noch einmal inne. Nur wenige Meter trennen die beiden ehemaligen Brüder. Der tausendköpfige Chor im Hintergrund ebbt nicht ab, doch für die beiden Männer scheint die Musik zu verblassen. Rollins streift mit einer fließenden Bewegung das Revers seines Mantels glatt, richtet die Manschetten und lässt den Blick nicht einen Millimeter von Romans Gesicht weichen.

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Ein fast unmerkliches Nicken entfährt ihm. Kein Wort. Keine lautstarke Provokation. Nur das stille, unumstößliche Versprechen, dass die Schatten der Vergangenheit sie niemals freigeben werden. Langsam, Stufe für Stufe, steigt Seth Rollins die Ringtreppe empor. Er schlüpft geschmeidig durch die Seile, richtet sich auf und tritt direkt in den persönlichen Raum seines einstigen SHIELD-Bruders. Auge in Auge.

Zum ersten Mal seit Ewigkeiten stehen sie sich wieder so nah, dass sie den Atem des anderen spüren können und in diesem Moment ist es, als würde die gesamte Welt außerhalb dieses Rings zu einer bloßen Kulisse werden. Die beiden Männer stehen sich regungslos gegenüber. Keiner spricht. Die Theme des Visionary ebbt langsam ab, schmilzt fließend in die Dunkelheit dahin. Das Publikum übernimmt den Gesang noch für einige wenige, vibrierende Momente länger, ehe auch die letzten Stimmen in der Menge verstummen. Zurück bleibt nichts als ein leises, elektrisiertes Summen der Arena und das unerträgliche Gewicht zweier Schicksale, die unweigerlich kollidieren müssen.

SETH ROLLINS: "Hellllooo… little Brother."

Seine Stimme war nicht laut. Sie war ein seidiges Flüstern, das durch die hallenden Lautsprecher kroch. Die Ruhe untermalte eine unterschwellige Kontrolle, die Seth ausstrahlte, wie er es noch nie zuvor innerhalb von Coast 2 Coast Wrestling tat.

SETH ROLLINS: "Roman… Roman… Weißt du, was letzte Woche mein absoluter Lieblingsmoment war? Nein… Nicht dein Gesicht, als der Pinfall durchgezählt wurde. Nicht dein gebrochener Stolz. Nicht einmal deine Niederlage an sich. Ganz gewiss nicht. Es war… dieser eine winzige Augenblick… Als ich hinter dir stand. Und als die ganze verdammte Welt aufgehört hat zu atmen."

Mit jedem Wort klang Seth dunkler, ruhiger, ja fast schon ehrfürchtig. Bevor ein leises, glucksendes Lachen seiner Kehle entwich, schrill und hallend. Er deutete mit dem Zeigefinger auf seine eigene Schläfe und fuhr fort, doch aus dem gerade noch aufkeimenden Lachen wurde ein fester Blick.

SETH ROLLINS: "Jeder einzelne Mensch in dieser Arena… Jeder Zuschauer, der zu Hause vor dem Bildschirm saß… Sie wussten haargenau, was passieren würde. Sie haben den Stomp gesehen, noch bevor mein Stiefel überhaupt die Ringmatte berührt hat. Und weißt du, warum? Weil ich der Mann der Momente bin. Ich erschaffe keine Matches, Roman. Ich erschaffe Bilder. Bilder, die sich in die Netzhaut dieses Business brennen. Ich erschaffe Geschichten. Ich erschaffe Momente an die man sich noch über Jahrzehnte erinnert. So wie du… ja, du und ich mit The Shield gemeinsam aufgestiegen sind. Ganze Arenen zum Beben gebracht haben. Und selbst heute noch, allein unsere Musik die Menschen in Aufruhr versetzt. Der Stuhlschlag… bis heute ein Synonym des Betrugs und doch war es mehr ein Akt der Befreiung. Dann der “Raub des Jahrzehnts”. Der legendäre Cash In, gleich zwei Mal… und jedes einzelne Mal warst du dabei, hautnah. Als stetiger Antagonist. Seit über zehn Jahren bist du der größte Pinselstrich in meiner Geschichte. Mein ewiger Rivale. Mein Fluch. Der Mann, der glaubt, meine Geschichte zu sein."

Seth hielt inne. Der Lärm in der Halle wandelte sich in eine gespannte, fast greifbare Unruhe. Er sah Roman an, doch da war kein Hass in seinem Blick. Es war etwas viel Schlimmeres: eine tief sitzende, fast patronisierende Enttäuschung.

SETH ROLLINS: "Und genau deshalb… bin ich von dir enttäuscht."

Ein Raunen ging durch die Menge. Seth schüttelte langsam den Kopf, schritt langsam umher, die Augen starr auf den Mann ihm gegenüber gerichtet.

SETH ROLLINS: "Nicht wütend, Roman. Wut würde voraussetzen, dass du mich überrascht hättest. Ich bin… enttäuscht. Weißt du auch warum? Weil ich an dein Potenzial geglaubt habe. Ich dachte, DU würdest War Games gewinnen. Ich dachte, DU würdest Kenny Omega den World Heavyweight Championship aus den blutigen Händen reißen. Ich dachte, du würdest dich endlich wieder dorthin kämpfen, wo du in meinem Drehbuch zu stehen hast. So hättest du hier und heute eine triumphale Rückkehr mit dem großen Titel feiern können und all deine Jünger hätten ihre schmächtigen, blassen Finger erhoben, um dich anzuerkennen. DICH… den Head of the Table, den OTC oder wie auch immer du dich schimpfen magst."

Er zeigte mit dem Daumen hart auf seine eigene Brust. Es ging dabei nicht ausschließlich um Roman Reings, denn es dreht sich niemals nur und ausschließlich um eine Person. Ein kurzes Zucken im Mundwinkel. Seth sieht an Roman vorbei, sein Blick driftet ab und verliert sich irgendwo in den Zuschauer der vorderen Reihen.

SETH ROLLINS: "Denn weißt du, was ich gesehen habe, als ich an dieses Match gedacht habe? Ich habe nicht nur einen Titelkampf gesehen. Ich habe das größte Main Event gesehen, das dieses Business seit einer Generation hätte erleben dürfen!"

Seine Stimme vibriert voller aufgestauten Pathos, während der Visionary langsam die Hand hebt und eine imaginäre Leinwand andeutet, seine Leinwand.

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SETH ROLLINS: "Roman Reigns… gegen… Seth… Freakin’… Rollins! Um den World Heavyweight Championship!"

Seth schwieg. Die Stille in der Arena war so dicht, dass man das Summen der Flutlichter hören konnte. Er schüttelte enttäuscht den Kopf, zog die Mundwinkel nach unten und blickte Roman traurig entgegen.

SETH ROLLINS: "Das wäre kein simples Match gewesen, Roman. Das wäre Kino gewesen, großes Kino. Ein Kunstwerk. Ein Epos, über das die Menschen noch in zwanzig Jahren mit Ehrfurcht sprechen würden. Aber……DU HAST VERSAGT. Du hast diesen Moment zerstört. Nicht für dich, deine Karriere ist ohnehin ein Monument aus Staub. Du hast ihn für mich zerstört. Für diese Fans. Für die Ewigkeit. Du verstehst es immer noch nicht, Roman. Ich bin gekommen weil Geschichten kein würdiges Ende finden, wenn der Held bereits gebrochen ist. Ich brauche aber den Roman Reigns, der glaubt, er wäre unbesiegbar. Erst dann… erst dann beende ich unsere Geschichte."

Er spuckte das Wort beinahe aus. Das süffisante Lächeln kehrte auf seine Lippen zurück, schärfer und giftiger als zuvor. Seth lässt den Moment und seine These einen Augenblick wirken. Eben nur einen Augenblick, bis er das Mikrofon wieder anhob und es nur beiläufig von sich gab.

SETH ROLLINS: "Und das Schlimmste an all dem? Ich hätte dich ohnehin geschlagen."

Das Publikum reagierte mit einem gemischten Raunen und Anfeuerungsrufen. Was Seth lediglich mit einem kurzen Nicken zur Kenntnis nahm und bestätigte.

SETH ROLLINS: "Denn egal, ob du dich Tribal Chief nennst… Head of the Table… OTC… oder welche Maske du dir heute auch überziehst… Wenn unsere Geschichte ihren Höhepunkt erreicht, endet das Skript immer exakt gleich. Mit mir… über dir. Während du auf der staubigen Matte liegst, dir das grelle Licht der Scheinwerfer in die Augen blendet und du begreifen musst, dass dein größter Albtraum nie Kenny Omega war. Kein Jacob Fatu und nicht Jimmy - Jey Uso."

Hatte Seth bisher auch stets einen amüsierten Unterton in seinem Vortrag, verschwand dieser nun vollkommen. Er trat einen weiteren Schritt an Roman heran und sah ihm tief in die Augen. Es entstand ein Staredown, auf den die Wrestling-Welt seit Jahren wartet und die Arena hier regelrechte Schockstarre versetzt.

SETH ROLLINS: "Ich… Ich bin der Mann, dem du niemals entkommen wirst. Ich… bin deine Nemesis. Also sprich nicht von Feigheit, wenn es darum geht, dich am Leben gehalten zu haben. Du warst nicht gefährlich und auch jetzt bist du nicht das Gesicht dieser Company. Du bist einfach nur ein einfacher Herausforderer auf den World Title, der es auch in seinem dritten, vierten Anlauf nicht geschafft hat, den Champion zu stürzen oder gar seine Familie hinter sich zu wissen."

Roman nickt langsam vor sich hin. Kein Zorn und auch keine Ironie. Nur eine beinahe beunruhigende Gelassenheit. Die Worte überraschen nicht nur Seth Rollins, sondern die gesamte Arena. Ein hörbares Raunen geht durch die Zuschauerränge. Selbst Paul Heyman hebt für einen Moment irritiert den Blick.

Roman Reigns
"Zum ersten Mal heute Abend... hat Seth Rollins etwas gesagt, das der Wahrheit entspricht. Seth Rollins hat recht... Roman Reigns hat Seth Rollins niemals besiegt. Nicht ein einziges Mal. Jedes Mal, wenn Roman Reigns glaubte, Seth Rollins endlich hinter sich lassen zu können... fand Seth Rollins einen Weg. Einen anderen Weg. Einen schmutzigen Weg. Einen verrückten Weg. Aber am Ende blieb immer dieselbe Statistik bestehen. Roman Reigns hat Seth Rollins nie besiegt."


Roman senkt kurz den Blick auf den Ringboden. Dann hebt er langsam wieder den Kopf und sieht Seth direkt in die Augen.

Roman Reigns
"Roman Reigns versteckt sich nicht vor Fakten. Roman Reigns läuft nicht vor seiner Vergangenheit davon. Roman Reigns braucht keine Ausreden. Seth Rollins darf diesen einen Rekord behalten. Roman Reigns nimmt ihn ihm nicht weg. Aber weißt du, was Seth Rollins niemals aussprechen wird? Seth Rollins spricht immer nur über die Nächte, in denen er Roman Reigns besiegt hat. Seth Rollins spricht niemals über das, was zwischen diesen Nächten passiert ist. Seth Rollins spricht niemals über all die Jahre, in denen Roman Reigns dieses Business regiert hat. Seth Rollins spricht niemals über die Jahre, in denen jeder einzelne Superstar in der Umkleidekabine nur darauf gewartet hat, dass Roman Reigns endlich fällt... und keiner es geschafft hat. Seth Rollins besitzt vielleicht einen persönlichen Rekord gegen Roman Reigns... aber Roman Reigns besitzt etwas, das Seth Rollins niemals besitzen wird. Roman Reigns war der längste amtierende World Champion einer ganzen Generation. Über Jahre hinweg stand Roman Reigns an der Spitze einer anderen Company. Nicht für Wochen... nicht für Monate... sondern über Jahre. Während andere Champions kamen und gingen... blieb Roman Reigns. Während andere Namen vergessen wurden... blieb Roman Reigns. Während Seth Rollins neue Spitznamen erfand und neue Anzüge trug... trug Roman Reigns das Gewicht einer gesamten Company auf seinen Schultern. Also ja... Roman Reigns gibt Seth Rollins diesen einen Satz. Roman Reigns hat Seth Rollins nie besiegt. Aber Seth Rollins... wird niemals behaupten können, größer gewesen zu sein als Roman Reigns. Seth Rollins wird niemals behaupten können, länger an der Spitze gestanden zu haben als Roman Reigns. Seth Rollins wird niemals behaupten können, dieses Business so beherrscht zu haben wie Roman Reigns."


Roman senkt das Mikrofon langsam. Sein Blick bleibt unbeweglich auf Seth Rollins gerichtet, als wolle er ihm wortlos klarmachen, dass persönliche Siege niemals das Gewicht eines jahrzehntelangen Vermächtnisses übertreffen werden. Seth saugt jedes einzelne Wort auf. Kein spöttisches Lächeln zuckt über seine Lippen, kein hämisches Klatschen unterbricht die Stille. Sein Gesicht bleibt eine undurchdringliche Maske. Er nickt lediglich, langsam, fast synchron zum Rhythmus von Romans Atem. Es ist ein schweres, beinahe anerkennendes Nicken. Für ein paar unendlich lange Sekunden gehört die Halle der absoluten Stille. Zehntausende Menschen halten den Atem an, während das Summen der Scheinwerfer wie eine physische Last im Raum liegt. Dann hebt Seth das Mikrofon. Die Bewegung ist ruhig, ohne jede Hektik.

SETH ROLLINS: "Endlich …"

Durchbricht seine Stimme die Finsternis. Die Silben hallen von den Rängen wider. Er lässt eine kleine, punktgenaue Pause verstreichen, ehe er den Blick noch eine Nuance tiefer in Romans Augen bohrt.

SETH ROLLINS: "Da bist du ja… Zum ersten Mal heute Abend hat nicht Paul Heyman gesprochen. Nicht der Tribal Chief. Nicht der Head of the Table… sondern Roman."

Seth wagt einen einzelnen, bedächtigen Schritt nach vorn. Die Distanz zwischen ihnen schrumpft. Seine Stimme nun etwas leiser, aber von schneidender Präzision. Er betont jeden Titel wie etwas, das man ablegen kann wie ein altes Kleidungsstück. Erneut folgt dieses zustimmende, beinahe wohlwollende Nicken.

SETH ROLLINS: "Und genau deshalb … war das gerade das Ehrlichste, was ich seit Jahren von dir gehört habe. Du hast etwas getan, das dir schwerer gefallen ist als jede einzelne deiner Titelverteidigungen. Du hast zugegeben … dass du mich nie besiegt hast."

Ein kollektives Aufkeuchen geht durch die Zuschauerränge, blitzartig gefolgt von einem Orkan aus Reaktionen. Doch Rollins hebt nur leicht die freie Hand. Eine einzige, dominante Geste, die den Lärm der Masse augenblicklich wieder im Keim erstickt. Er braucht das Publikum gerade nicht als Verstärker, dieses Gespräch gehört nur ihnen beiden.

SETH ROLLINS: "Und weißt du, was das absolut Verrückte daran ist? Du bist stolz auf deine Regentschaft. Du bist stolz auf deine Rekorde. Auf deine Bloodline. Du bist stolz darauf, dass Millionen von Menschen auf dieser Welt deinen Namen anerkennen. Das solltest du auch."

Er nickt bedächtig. Der Satz hängt schwebend in der Luft. Ein Umschwung, mit dem niemand gerechnet hat und Seth führt unbarmherzig fort.

SETH ROLLINS: "Denn all das ist real. All das hast du dir verdient. Stein für Stein. Und trotzdem … gibt es diesen einen Mann … den du nie überwinden konntest."

Ganz langsam, ohne die Augen von seinem Gegenüber zu lassen, tippt sich Rollins mit der Kante des Mikrofons gegen die eigene Brust.

SETH ROLLINS: "Mich!"

Die Arena explodiert. Die Wände schienen zu beben unter dem ohrenbetäubenden Jubel der Menge, doch Rollins bleibt wie im Auge des Sturms verankert. Er wartet nicht, bis der Lärm ebbt. Er spricht einfach durch die Ekstase der Fans hindurch.

SETH ROLLINS: "Verstehst du endlich, warum mich deine Rekorde nie beeindruckt haben? Weil ich nie gegen deine Titel gekämpft habe, Roman. Ich habe gegen dich gekämpft. Und jedes verdammte Mal … wenn unsere Geschichte ihren Höhepunkt erreichte … war ich derjenige … der das letzte Kapitel geschrieben hat. Ein Bildgewaltiges Epos, welches hier und jetzt seinen Höhepunkt finden sollte. Aber du...?!"

Seth verkürzt den Abstand endgültig. Er tritt direkt vor Roman. Nur noch wenige Zentimeter trennen ihre Gesichter; sie teilen sich dieselbe Luft. Seth kann das heiße Ausatmen seines einstigen Bruders auf der Haut spüren.

SETH ROLLINS: "Du sprichst von Vermächtnis? Ich spreche von der Wahrheit. Dein Vermächtnis erzählt der Welt, dass Roman Reigns jeden besiegt hat. Jeden einzelnen Giganten, der es gewagt hat, deinen Thron zu beanspruchen. Die Wahrheit aber erzählt… dass es einen Namen gibt… der in deinem Vermächtnis fehlt."

Raunte Seth und jedes Wort schlägt ein wie ein Skalpellschnitt. Rollins schüttelt langsam den Kopf. Er schweigt für einen Herzschlag. Die Spannung im Ring zieht sich so fest zusammen, dass sie zu reißen droht.

SETH ROLLINS: "Und genau deshalb… werde ich nie der Nebendarsteller deiner Geschichte sein. Du… warst immer die wichtigste Figur in meiner. Aber ich… ich war immer das Ende deiner."

Seth senkt das Mikrofon langsam ab. Er lächelt nicht. Das selbstgefällige Grinsen des Visionary ist spurlos verschwunden. Stattdessen hält er Romans Blick mit einer unnachgiebigen, fast schmerzhaften Intensität. Das Heulen der Menge flacht ab, bis die riesige Arena schlagartig in vollständiges Schweigen verfällt. Zum ersten Mal an diesem Abend scheint keiner der beiden Männer noch eine passende Erwiderung zu finden. Nicht, weil einer von ihnen diese verbalen Klingen gekreuzt und gewonnen hätte. Sondern weil in diesem atemlosen Augenblick beide begriffen haben, dass sie, egal wie viele Titel sie anhäufen oder wie viele Schlachten sie noch schlagen werden, ohne den anderen niemals vollständig sein können.

[Bild: trenner1.jpg]

OPENER
SINGLES MATCH
Thekla vs. Airica Demia

[Bild: theklairica.png]
Writer: Alex

Airica Demia steht bereits im Ring.



Die Lichter in der Halle werden abgedunkelt und die Stage in ein düsteres Rot getaucht. Langsam beginnt die unheilvolle Musik, bis der Beat richtig eingesetzt. Irgend etwas erscheint merkwürdig...als wäre das Bild auf den Kopf gedreht? Als sich eine Gestalt aus dem aufsteigenden künstlichen Nebel schält, dreht sich die Kamera blitzschnell um 180°, so dass der Zuschauer am heimischen Bildschirm wieder eine "normale" Sicht hat. Diese Gestalt entpuppt sich als die Toxic Spider Thekla! Über ihr Gear trägt sie einen schwarzen Mantel mit Kunstpelz. Obwohl sie auf der Nase eine Sonnenbrille trägt, kann man ihren manischen Blick erkennen, mit dem sie die Kamera vor ihr fixiert.

THEKLA: Time to kill someone...ahahahaha...

Noch einmal die Zunge ausgestreckt und die Österreicherin wandert weiter.

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring... from Vienna, Austria... The Toxic Spider... THEKLA!"

Mit ausgestreckten Armen stolziert Thekla auf der Stage umher und gibt sich so, als würde der ganze Laden ihr gehören. Seitlich stehend positioniert sich die Blonde. Kurz geht sie in die Knie, hievt sich ruckartig nach oben und vollzieht dabei eine Throat-Cut Geste! Glühend-heiße Flammen schießen neben und hinter ihr in die Höhe und sorgen für ein ansehnliches Spektakel. Wie ein Raubtier auf der Jagd pirscht sich die Österreicherin in einem leicht wippenden Gang heran. Am Ring hüpft sie auf das Apron und rutscht unter den Seilen hindurch. Nach ein paar Schritten geht die Blondine auf die Knie und beugt ihren Oberkörper nach hinten. Dazu gehen erneut die Feuerfontänen an der Stage in die Höhe. Die Toxic Spider reißt ihren Körper nach vorne und krabbelt plötzlich blitzschnell auf die Kamera zu, die erschrocken zurückweicht. Grinsend steht die Österreicherin auf. Langsam verstummt die Theme und die Lichter erreichen die gewohnte Strahlkraft. Mantel und Sonnenbrille werden abgelegt und Thekla ist bereit für das Match.

*Ding*

Airica hat sich einiges vorgenommen und beginnt mutig und engagiert. Tatsächlich kann sie einige Schläge und Tritte ins Ziel bringen und bekommt dabei die Unterstützung des Publikums. Doch Thekla lässt ihre ganze Routine und Erfahrung spielen und reißt das Heft an sich. Mit einigen harten Kickes und Würfen bringt sie Demia unter Kontrolle und spielt ein wenig mit ihr, bevor sie zum Ende ansetzt - Spear! Curb Stomp! Cover! One, Two, Three...

*Ding*

Am Ende lässt Thekla ihrer heutigen Gegnerin wenig Chancen und gewinnt das Match dominant. Grinsend sieht die Österreicherin auf die Grünhaarige nieder und fordert den Ref auf, dass er ihren Arm in die Höhe halten soll. Das macht dieser pflichtbewusst. Due Buh-Rufe aus den Fanreihen werden registriert...doch für die War Bitch ist das nur Treibstoff der sie animiert, so weiterzumachen. Thekla steigt auf ein Turnbuckle, um dort zu posen. Ohja, sie genießt es, endlich wieder im Ring zu stehen und die Aufmerksamkeit zu genießen. Sie blickt in die nächste Kamera auf dem Apron und deutet an, dass diese noch näher kommen soll.

THEKLA: Und wo sind ihre ganzen tollen Helden jetzt, huh? Warum kam niemand, um sie zu retten? Weil es keine verfickten Helden gibt! Und wenn doch...dann haben sie viel zu sehr Angst vor mir...VOR THEKLA! ZU RECHT! Ahahahaha!

Voller Häme lacht die Spider auf und deutet dabei hinter sich in Richtung von Airica, die so gerne eine Heldin sein möchte und deswegen letzter Woche der Blonden die Stirn geboten hatte. Darüber macht Thekla sich gerne lustig und reibt nochmal Salz in die Wunde.

THEKLA: Ich breche gerne alle Träume...und den nächsten habe ich schon im Visier! Heute bin ich noch nicht fertig, Baaaabyyy!

Nach einem Augenzwinkern klettert Thekla vom Turnbuckle herunter. Mit einem Bein steigt sie schon durch die Seile, sieht aber nochmal zurück. Kurz juckt es der Blonden in den Fingern Airica nochmal anzugreifen. Aber dann winkt sie ab und spart sich ihre Kräfte. Lachend springt die Österreicherin nach draußen und entfernt sich vom Ring. Sie ist also heute noch nicht fertig? Was da wohl noch kommen mag? Zumindest wird sie nichts Gutes im Schilde führen.

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Last Week in Charlotte, North Carolina – After Every Empire Falls XI

Eine kleine Rückschau zur vergangenen Woche. Das nächste Special der c2c gehört der Vergangenheit! Titel wurden verteidigt, Fehden beendet und Geschichte wurde geschrieben. Jetzt geht es darum sich zu erholen und auf die nächsten Aufgaben einzustellen. In Atlanta geht es ja schon weiter und neue Kapital werden aufgeschlagen. Erst einmal kann man den Abend nach einer so großen Show genießen – vor allem wenn man erfolgreich war!

Es wird nun ein kleines Cafè, irgendwo in den Straßen von Charlotte, gezeigt. Die Abendsonne geht langsam unter, die Temperaturen erreichen ein angenehmes Level. Für einen späten Montag sind noch recht viele Menschen unterwegs. Da erscheinen zwei Frauen, die wir nur allzu gut kennen. Vorneweg Fallon Henley, die ihre braunen Haare inzwischen zu einem strengen Pferdeschwanz gebunden hat. Was ihr Outfit angeht, hat sie inzwischen Hotpants und Cowboy Stiefel gegen einen Faltenrock und Flip-Flops eingetauscht. Ist angenehmen und bequemer. Und beides Kleidungsstücke, die Bobbi Tyler ihr geliehen hat. Jene Bobbi läuft halb schräg hinter dem Country Girl. Nach ihrem Match gegen Rhea Ripley hat sie geduscht und sich in eher „Gammelklamotten“ geworfen – graue Jogginghose, ein weißes Shirt, auf dem in, leicht verblichener, schwarzer Schrift „London“ geschrieben steht und dazu Chucks, die nicht mehr die allerneusten zu sein scheinen. Ihr Haar hat sie zu einem lockeren Dutt hochgesteckt. Zusätzlich trägt Bobs eine schwarze Umhängetasche, in dem sie auch Fallon’s Geldbörse und Handy verstaut hat. Zielstrebig steuern sie den Eingang des Cafès an. Tyler will die Türe öffnen, als diese automatisch aufgerissen wird. Obwohl…nicht wirklich „automatisch“, da ihnen eine Gruppe von vier jungen Männern entgegenkommt, die lachend in ein Gespräch vertieft sind. Bobs erstarrt augenblicklich und spürt, wie leichte Panik in ihr aufsteigt. So nahe an fremden Männern zu sein…nein, das tut ihr nicht gut! Fallon spürt sofort was los ist. Mit sanftem Druck schiebt sie die Britin nach hinten und schiebt sich zwischen die Gruppe und Bobbi. Die Kerle schenken den Frauen jedoch nicht viel Beachtung und biegen auf den Gehweg ab. Tyler atmet hörbar aus und berührt Fallon am Oberarm.

bobbi.tyler: Danke.

…flüstert sie ihrer besten Freundin zu und schämt sich ein wenig für ihre Reaktion. Aber bei der Amerikanerin weiß sie, dass sie sich bei ihr für nichts schämen muss. Henley lächelt sie nur sanft an und macht daraus gar kein Thema. Mit dem Kopf deutet sie an, dass sie reingehen sollten, was sie dann auch tun. Dabei streifen ihre Hände gegeneinander, wobei sich ihre Zeigefinger ineinander verhakeln. Schnell ist ein schöner Platz in der Ecke an der Fensterfront gefunden. Fallon und Bobbi steuern diesen an. Die Brünette setzt sich auf einen Stuhl, wobei sie einen aufmerksamen Blick ihrer Kumpeline im Rücken spürt. Bobs betrachtet vor allem den Rock und die Flip-Flops.

bobbi.tyler: Hm, meine Sachen stehen dir gut.

Augenzwinkernd setzt sie sich gegenüber Fallon auf einen weiteren Sitz. Die Ältere nickt ihr beipflichtend zu.

Fallon Henley: Danke nochmal fürs Ausleihen! Vor allem die Flip-Flops sind nach so einem langen Tag verdammt bequem. Ich muss mir bei Gelegenheit welche holen.

Dabei hebt sie ein Bein leicht an, um den Schuh zu präsentieren. Wie gut, dass sie zufälligerweise die gleiche Schuhgröße haben. Prüfend sieht die Blondine auf den Fuß und zuckt, fast schon beiläufig, mit den Schultern.

bobbi.tyler: Dann behalte die Flip-Flops! Ich schenke sie dir!

Überrascht hebt Henley beide Augenbrauen an und legt den Kopf leicht schief. Für sie war eigentlich klar, dass sie die Sachen zurückgibt, sobald sie zurück im Hotel sind. Aber jetzt?

Fallon Henley: Meinst du das ernst?

bobbi.tyler: Klar! Ich hab‘ ein zweites Paar dabei und in meiner Wohnung liegen nochmal zwei weitere Paare. Also hab‘ ich genug Flip-Flops. Und wenn ich dir damit eine Freude machen kann…hey, umso besser! Also ja…behalte sie ruhig! Nur den Rock, den lieb‘ ich. Den möchte ich zurück.

Fallon freut sich über die Geste und wirft Bobs dankend einen Luftkuss zu, den diese spielerisch auffängt. Über so kleine Albernheiten können sie gelöst lachen. Aber das Geschenk wird Fallon in Ehren halten. Und dass Bobbi ihr den Rock für den Abend überlässt, obwohl sie das Kleidungsstück offenbar sehr mag, bedeutet dann auch sehr viel.
Eine Kellnerin kommt an ihren Platz und drückt ihnen die Speise- und Getränkekarte in die Hände. Diese werden gleich studiert, wobei Henley die Karte wieder sinken lässt, da sie Tyler noch etwas fragen wollte.

Fallon Henley: Sag mal…hat Bayley noch mit dir wegen nächster Woche gesprochen?

Anhand Bobbi’s Gesichtsausdruck kann man erkennen, dass dem wohl nicht so ist. Fragend runzelt die Britin ihre Stirn.

bobbi.tyler: Öhm…nein? Was ist denn nächste Woche?

Vielsagend lächelnd richtet sich Fallon in ihrem Stuhl auf und legt die Hände, ineinander gefaltet, auf der Tischplatte ab. Das wirkt fast so, als wolle sie etwas feierlich verkünden.

Fallon Henley: Nun, du warst gerade in deinem Locker und hast geduscht und dich umgezogen. Bayley kam zu mir und hat sich beeindruckt über deinen Sieg gezeigt. Wahrscheinlich hat sie auch Genugtuung verspürt, weil sie selbst damals gegen Rhea verloren hat. Egal…wichtiger ist, dass sie uns mal gerne als Team im Ring sehen möchte. Also werden wir Beide nächsten Montag in Atlanta zum ersten Mal gemeinsam ein Match haben. Unsere Gegnerinnen kenne ich noch nicht…aber das werden wir sicher in den nächsten 1, 2 Tagen erfahren.

Voller Vorfreude sieht Fallon ihre beste Freundin an…und mit leichter Verzögerung sieht sie eine positive Reaktion. Bobs hatte tatsächlich schon darüber nachgedacht, wie das wohl wäre, wenn sie und Fallon Seite an Seite antreten. Das wird dann Realität. Lächelnd klatscht Bobbi in die Hände und legt diese dann auf die Finger von Henley. Über beide Backen strahlend schaut sie der Amerikanerin direkt in die Augen.

bobbi.tyler: Cool, das ist eine sehr tolle Nachricht! Ohja, darauf freue ich mich! Wird bestimmt großartig…das werden wir rocken!

Da spielt es eigentlich fast keine Rolle, gegen wen sie dann antreten müssen. Fallon lacht leise auf und ist glücklich darüber, dass Tyler die Nachricht ebenso gut aufnimmt wie sie vorhin.

Fallon Henley: Das werden wir…und wie! Klar, wir müssen die nächsten Tage unsere gemeinsamen Abläufe trainieren und so weiter. Aber das schaffen wir!

Da besteht auch für das Country Girl keinerlei Zweifel.

Fallon Henley: Nun…wir Beide mögen ja Aperol Spritz. Sollen wir uns einen, zur Feier des Tages, bestellen? Immerhin haben wir zwei Gründe zum Anstoßen. Einmal auf deinen Sieg heute und einmal eben auf unser erstes, gemeinsames Tag Team Match!

Bobbi Tyler ist mit der Idee sofort einig. Passenderweise kommt die Kellnerin wieder an ihren Tisch, so dass sie die Bestellung aufnehmen kann. Zweimal Aperol Spritz…und zweimal ein Sandwich. Ein kleiner Hunger ist vorhanden, aber es muss noch Platz im Magen sein. Die ehemalige Stevie Turner hat ein paar süße Stückchen dabei, die sie später noch genießen wollen. Und da ihr Hotel nur eine Straße entfernt ist, wäre da auch nicht viel mit einem Verdauungsspaziergang.
Bobs sieht man an, dass sie sich wohl fühlt und froh ist, hier die Zeit mit Fallon verbringen zu können. Alleine dieses Gefühl zu haben tut ihr so gut…und dafür wird sie dem Country Girl ewig dankbar sein. Sie sieht zum Fenster raus und lässt dabei ihre Gedanken schweifen, während Henley nochmal einen Blick in die Karte wirft. Da kommt auch nochmal das heutige Match gegen Rhea Ripley in den Sinn…und die Mimik der Britin nimmt wieder einen ernsthafteren Ton an.

bobbi.tyler: Du, Fallon…fandest du das doof, was ich vor dem Match gemacht habe? Also…dass ich Rhea diesen Deal vorgeschlagen habe?

Die Angesprochene sieht auf…und versucht dabei zu lächeln, was ihr ein wenig schwerfällt. Vorhin war Rhea bei Fallon aufgetaucht und hatte versucht diese zu provozieren und zu bedrängen. Bobbi kam ihr zur Hilfe und schlug diesen Deal vor. Bei einem Sieg Bobbi’s würde Rhea die Liga wieder verlassen und sie in Ruhe lassen. Bei einem Sieg Rhea’s hätte Tyler sich freiwillig wieder dem Eradicator angeschlossen. Klar, es ist gut gegangen und die Blondine hat gewonnen. Trotzdem war Fallon nicht sehr begeistert gewesen, dass Bobs überhaupt soweit gehen wollte. Dennoch ist sie weit davon entfernt der Jüngeren einen Vorwurf zu machen. Es ist Bobbi’s Sache…und außerdem hat diese das ja auch für das Country Girl gemacht, um sie vor weiteren Rachegelüsten der Australierin zu schützen.

Fallon Henley: Nein…das…das war nicht doof! Ich verstehe, dass du Rhea etwas anbieten musstest, damit sie uns in Ruhe lässt. Ich weiß auch, dass du das für mich gemacht hast. Das ist so lieb von dir…auch wenn ich echt nicht möchte, dass du dich wegen mir in doofe Situationen begibst.

Bobs sieht auf ihren eigenen Schoß und merkt, wie ihre Finger etwas unruhig werden. Sie hätte gleich helfen können, vor allem als Rhea Henley gegen eine Wand gedrückt hatte. Nur da bekam Bobbi einen Flashback zu der Situation damals, die ihr Leben seitdem verändert und bestimmt hat. Sie konnte sich nicht rühren und war wie eingefroren. Erst als Fallon Rhea wegdrücken und niederschlagen konnte, war auch Tyler in der Lage ihrer besten Freundin hilfreich zur Seite zu stehen. Das hat sie Fallon noch nicht erzählt…vor allem weil sie da ein schlechtes Gewissen hat. Ob sie deswegen, als „Wiedergutmachung“, den Deal vorgeschlagen hat?

bobbi.tyler: Du bist toll, Fallon…und unsere Freundschaft bedeutet mir sehr viel. Es ist lange her, dass ich einen Menschen so nahe an mich rangelassen habe. Und was soll ich sagen? Ich bereue es nicht! Darum will ich immer für dich da sein und verhindern, dass solche dummen Schlampen wie Rhea dir weiter weh tun können!

Sanft lächelt Fallon die Jüngere an. Das, was Bobbi gerade gesagt hat, berührt sie sehr. Sie ist sich auch ihrer Verantwortung bewusst, sie sie in einer Freundschaft mit einer Person, die ein traumatisches Erlebnis in sich trägt, hat. Da kann sie auch eine kleine Freudenträne nicht verhindern, die sie aber zügig mit dem rechten Zeigefinger wegwischt.

Fallon Henley: Danke, Bobbi! Im Gegenzug kannst du dich auch auf mich verlassen. Ich werde dich auch bei allem unterstützen, egal um was es geht. Es ist nur…du musst vorsichtig und vor allem nicht leichtsinnig bei Personen wie Rhea sein. Versteh mich nicht falsch! Ich habe nie an dir gezweifelt und wusste, dass du definitiv stark genug bist, um Ripley zu besiegen. Man kann sich halt nur darauf verlassen, dass jemand wie sie fair spielt. Aber…es ist ja gut gegangen, nicht wahr? Dank dir ist Rhea Ripley Vergangenheit für uns beide und sie lässt uns in Ruhe!

Bobbi nickt ihr zu. Im Nachhinein muss man schon sagen, dass ihre Idee leichtsinnig war. Ein falscher Schritt oder ein unbedachter Moment im Match…und sie würde nun nicht hier mit Fallon in diesem Cafè sitzen. Wahrscheinlich hätte Rhea sie in einen Underground Club geschleppt. Nicht gegen solche Einrichtungen, die ihren eigenen Charme haben, der durchaus für die jüngere Bobbi oder Stevie Turner interessant gewesen wäre. Heute ist sie aber tausend Mal lieber mit Fallon Henley hier oder auch später im Hotel! Und zu Rhea denkt sie sich… Screw You!
Derweil kommen die Getränke die vor ihren, auf kleinen Servietten, abgestellt werden. Fallon greift nach ihrem Glas und streckt es der Engländerin entgegen.

Fallon Henley: Dann trinken wir! Einmal auf deinen Sieg und einmal auf unser kommenden Tag Team Match!

bobbi.tyler: Und generell auf uns Beide! Cheers!

*Kling*

Die Gläser werden gegeneinandergeschlagen. Fallon nimmt einen großen Schluck auf dem Strohhalm, während Bobbi kurz innehält. Ja, sie hätte nicht gedacht, dass sie jemals wieder einen Menschen in ihrem Leben hat, mit dem sie so viel teilen kann und der sie in jeder Lage unterstützt. Aber sie ist da und sitzt direkt vor ihr! Trotz der anfänglichen Probleme, die Tyler und Henley miteinander hatten. Doch auch das ist vergangen. Was zählt ist, dass sie beste Freundinnen sind…und sie noch einiges vorhaben. Da nimmt auch Bobbi ihren ersten Schluck. Langsam zieht sich die Kamera hier zurück und dieser Einspieler endet. Fade off.

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WASTED ENERGY!

Atlanta! Die pulsierende Metropole im Herzen des Südens und Wiege der Hip-Hop-Kultur. Hier treffen Tradition und Moderne aufeinander, und wer ganz nach oben will, muss hustle'n und hart arbeiten. Ein wenig gilt dies auch für die c2c-Superstars. Man kann hier alles erreichen und sich unsterblich machen, aber ein falscher Schritt bedeutet den Sturz in die Bedeutungslosigkeit. Nur ging es bei c2c vielleicht nicht ganz so heiß her wie in den Clubs der Stadt, oder etwa doch? Das werden wir wohl noch sehen. Aber darüber sollten wir uns jetzt erstmal nicht zu lange den Kopf zerbrechen, denn enttäuschend war die bisherige Show keinesfalls. Die Fans haben mit dem Opener zwischen Thekla und Africa Demia bereits ein starkes Match erleben dürfen und die nächsten versprechen, genauso spannend zu werden. Die amtierende Shyne-Championesse Becky Lynch tritt gegen Kairi Sane an, um sich zu beweisen, nachdem sie letzte Woche bei der größten Show des Jahres nicht mit auf der Card stehen durfte.

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Und direkt im Anschluss danach darf der Performance-Center-Trainee Kid Lykos gegen den ehemaligen World-Heavyweight-Champion Roman Reigns ran, welcher zwar bei Every Empire Falls eine Niete gegen Kenny Omega und seine Truppe ziehen musste, aber nichtsdestotrotz wohl mit zu den stärksten Talenten des gesamten Rosters zählt. Dies könnte sich für Lykos also als äußerst harte Prüfung herausstellen. Aber nachdem er vor 2 Wochen ohnehin von niemand Geringerem als Vincent Kennedy McMahon dazu genötigt wurde, hier in den Ring zu steigen, wenn er nicht gekündigt werden will, bleibt dem New Problem Child Of Professional Wrestling wohl nichts anderes übrig. Als sich der Titantron in der großen Halle anschaltet, werden wir in einen kleinen Pausenraum irgendwo backstage gebracht, wo sich einige Superstars drin ausruhen und die Show verfolgen können. Und genauso wie schon in der letzten Woche können wir in diesem Raum hier einen Mann begutachten, der zwar nicht direkt etwas mit dem Lykos-Reigns-Match zu tun hat, aber trotzdem wichtiges Interesse daran hegt. Die Rede ist natürlich von niemand Geringerem als dem Lehrer von Kid Lykos, Raven!

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Gekleidet in einem tiefschwarzen, leicht verwaschenen Kurzarm-T-Shirt aus schwerer, matter Baumwolle, mit einem dezenten kleinen und minimalistischen Symbol in einem dunklen Anthrazit-Ton auf der rechten Brust, das sich Ton in Ton vom Stoff abhebt. Dazu kombiniert er eine schwere, tiefschwarze Jeans im Used-Look, die an den Säumen minimal ausgefranst ist, und ein paar dunkelbraune, knöchelhohe Boots aus geöltem Leder mit einer markanten, profilierten Gummisohle und leichten Tragespuren, über die der Hosenbeinsaum lässig fällt. Den Look komplettiert eine schmale, dunkel getönte Sonnenbrille und ein schlichter, dunkler Lederarmreif mit silbernen Metallösen an seinem Handgelenk. So sitzt dieser hier auf der schwarzen Couch und isst genüsslich ein Sandwich mit gebratener Putenbrust, Bacon, Chipotle-Mayonnaise, Jalapeños, Salat, Tomate, Zwiebel und Gewürzgurke drauf. Dabei schaut er sich jedoch nicht die Show selbst an, sondern vertreibt sich seine Zeit mit einer Folge der Science-Fiction-Actionserie Into the Badlands, die einfach auf dem großen Fernseher geschaltet wurde anstelle der Show. Doch was die Zuschauer, die ihn hier durch die Kamera sehen können, nicht mitbekommen, ist, dass sich in genau diesem Moment eine weitere Person Zutritt zu genau eben diesem Pausenraum verschafft. Doch Raven bemerkt es direkt und bringt natürlich passend zu seinem Character gleich zu Beginn bereits einen etwas herabwürdigenden Spruch von sich.

Raven:
„„Aahh, der große Tribal Chief mit dem komischen Namen. Meinst du nicht, du würdest etwas besser ankommen, wenn du dich Roman Fatu oder Maivia oder so nennen würdest? Oder ist dir das dann doch zu hinterwäldlerisch?"“

… was soll man dazu noch sagen? Roman Reigns runterzuziehen, weil sich sein Name nicht anhört, als wäre er ein richtiger Samoaner und damit kein geeigneter Leader für die Bloodline, ist etwas, was selbst Kenny Omega in den ganzen letzten Monaten nicht ein mal gemacht hat. Doch bleibt Raven hier einfach gemütlich sitzen und isst weiter an seinem Sandwich. Das zeigt, dass er kein Interesse an einem richtigen Kampf mit dem OTC hat. Dafür muss wohl Lykos später zuständig sein.

Die Kamera verweilt noch einen Augenblick im Pausenraum. Nachdem Roman Reigns den Raum betreten hat, verändert sich die Atmosphäre schlagartig. Ohne ein einziges Wort zu verlieren, scheint allein seine Anwesenheit den gesamten Raum einzunehmen. Die wenigen Superstars und Mitarbeiter, die sich zuvor noch entspannt unterhalten oder auf ihre Smartphones geschaut haben, verstummen beinahe augenblicklich. Niemand sucht bewusst seinen Blickkontakt. Stattdessen senken einige kurz den Blick oder widmen sich wieder dem, womit sie zuvor beschäftigt waren. Roman scheint das überhaupt nicht wahrzunehmen oder es interessiert ihn schlichtweg nicht. Mit ruhigen, kontrollierten Schritten durchquert der Tribal Chief den Raum. Jeder Schritt wirkt überlegt, niemals hektisch. Sein Blick wandert nur flüchtig durch den Aufenthaltsraum, ohne an einer Person wirklich hängen zu bleiben. Seine Mimik bleibt vollkommen regungslos. Weder Ravens provokante Worte noch die Blicke der anderen Anwesenden entlocken ihm auch nur die kleinste Reaktion. Er erreicht schließlich das gegenüberstehende schwarze Ledersofa. Langsam dreht er sich um und setzt sich mit der Gelassenheit eines Mannes, der keinerlei Grund verspürt, sich zu beeilen. Das weiche Leder gibt unter seinem Gewicht leicht nach. Roman lehnt sich zurück, legt den rechten Arm locker auf die Rückenlehne und stellt beide Füße fest auf den Boden. Seine linke Hand ruht entspannt auf seinem Oberschenkel. Seine Haltung strahlt absolute Kontrolle aus. Kein Anzeichen von Nervosität und auch keine Spur von Unsicherheit. Sein Blick richtet sich geradeaus, während seine dunklen Augen den Raum schweigend beobachten. Es wirkt beinahe so, als würde er jede Bewegung registrieren, ohne den Kopf auch nur einen Zentimeter bewegen zu müssen. Mehrere Sekunden vergehen es herrscht nahezu vollständige Stille. Dann öffnet sich die Tür des Aufenthaltsraumes ein weiteres Mal. Langsam schwenkt die Kamera in Richtung Eingang. Noch bevor die Person vollständig zu erkennen ist, ertönt bereits die unverwechselbare Stimme.

"The Wiseman" Paul Heyman
"My Tribal Chief..."


Mit einem höflichen, beinahe ehrfürchtigen Lächeln betritt Paul Heyman den Raum. Wie gewohnt trägt der Wiseman einen makellos sitzenden dunkelblauen Designeranzug, ein schneeweißes Hemd sowie eine perfekt gebundene dunkelrote Krawatte. Seine schwarzen Lederschuhe spiegeln das Licht der Deckenlampen wider, während er den Raum mit zügigen, aber niemals hektischen Schritten durchquert. Kaum fällt sein Blick auf Roman, hellt sich seine ohnehin freundliche Miene noch ein wenig auf. Für Heyman scheint es selbstverständlich zu sein, sofort die Nähe seines Tribal Chiefs aufzusuchen. Er bleibt schließlich neben dem Sofa stehen. Die Hände sind vor seinem Körper verschränkt und leicht neigt er respektvoll den Kopf. Roman hebt lediglich den Blick. Ein einziges, kaum wahrnehmbares Nicken nicht mehr doch genau dieses kurze Nicken genügt vollkommen. Zwischen diesen beiden Männern bedarf es keiner langen Begrüßung. Nach all den gemeinsamen Jahren reichen kleinste Gesten aus, um sich gegenseitig zu verstehen. Heyman erwidert das Nicken unmittelbar. Ein zufriedenes Lächeln legt sich auf seine Lippen.

"The Wiseman" Paul Heyman
"Ich habe soeben noch einmal mit der Produktionsleitung gesprochen. Der Ablauf der Show bleibt unverändert. Keine Änderungen an deinem Match. Keine zusätzlichen Vorgaben. Keine besonderen Wünsche der Offiziellen."


Roman bleibt vollkommen regungslos sitzen. Sein Blick ruht weiterhin geradeaus. Er scheint jedes einzelne Wort aufzunehmen, ohne dabei auch nur ansatzweise seine Gelassenheit zu verlieren. Nach einigen Sekunden antwortet er schließlich. Ruhig... Tief mit jener Selbstverständlichkeit, die nur jemand besitzt, der nie daran zweifelt, dass ihm die Kontrolle gehört.

"The Tribal Chief" Roman Reigns
"Gut."


Mehr sagt er zunächst nicht doch für Roman reicht dieses eine Wort vollkommen aus. Heyman nickt erneut zustimmend. Er kennt seinen Tribal Chief gut genug, um zu wissen, dass jede überflüssige Silbe verschwendete Zeit wäre.

"The Wiseman" Paul Heyman
"Kid Lykos wird heute Abend den größten Moment seiner bisherigen Karriere erleben. Für ihn ist dieses Match eine einmalige Gelegenheit. Die Chance, sich vor der gesamten Wrestlingwelt zu beweisen. Für dich hingegen... ist es lediglich ein weiterer Montagabend."


Roman atmet ruhig aus. Seine Finger trommeln nicht und sein Bein wippt nicht. Er sitzt vollkommen still und nach einigen Sekunden lehnt er sich langsam etwas nach vorne. Beide Unterarme stützen sich nun auf seinen Oberschenkeln ab. Er verschränkt die Hände und sein Blick wird ernster.

"The Tribal Chief" Roman Reigns
"Die Leute reden ständig über Momentum. Über Siege... über Niederlagen. Sie glauben, wenn du ein großes Match verlierst... ändert das etwas daran, wer du bist. Das tut es nicht. Denn sobald der Tribal Chief durch den Vorhang tritt weiß jeder in dieser Arena genau, wer den Raum betreten hat."


Für einen kurzen Moment senkt sich erneut Stille über den Pausenraum. Die letzten Worte des Tribal Chiefs hallen förmlich zwischen den Wänden nach. Paul Heyman nickt zufrieden. Genau diese Gelassenheit, diese unerschütterliche Überzeugung macht Roman Reigns seit Jahren zu einer der dominierenden Persönlichkeiten dieses Geschäfts. Dann wandert Romans Blick zum ersten Mal bewusst durch den Raum. Langsam und Bedächtig. Seine dunklen Augen gleiten über die Einrichtung, über den großen Fernseher, der noch immer Into the Badlands zeigt, über den Couchtisch und bleiben schließlich an der gegenüberliegenden Couch hängen. Dort sitzt Raven... noch immer. Das halb aufgegessene Sandwich liegt in seiner rechten Hand. Seine Sonnenbrille sitzt unverändert auf der Nase. Mit beinahe demonstrativer Gleichgültigkeit lehnt er sich zurück, als wäre die Anwesenheit des Tribal Chiefs nichts Besonderes. Roman fixiert ihn einige Sekunden lang doch sein Gesicht bleibt vollkommen ausdruckslos. Keine Wut und auch kein Zorn nicht einmal ein spöttisches Lächeln... Lediglich Verachtung. Eine kalte, beinahe emotionslose Verachtung auch Paul Heyman folgt nun der Blickrichtung seines Tribal Chiefs. Erst jetzt scheint ihm bewusst zu werden, wer sich die ganze Zeit mit ihnen im selben Raum befunden hat. Sein höfliches Lächeln verschwindet augenblicklich und die Mundwinkel senken sich. Er richtet seine Krawatte mit einer ruhigen Bewegung, bevor sein Blick auf Raven haften bleibt. Zwischen den beiden Männern entsteht für einen kurzen Augenblick eine unangenehme Stille.

Roman erhebt sich langsam vom Sofa aber nicht, weil Raven ihn dazu provoziert hätte sondern weil er selbst entschieden hat, aufzustehen. Mit seiner vollen Größe steht der Tribal Chief nun im Raum. Er streicht sich mit einer Hand über den Bart und richtet den Saum seines Shirts, ehe sein Blick erneut auf Raven fällt. Die Kamera fängt Romans Gesicht in einer Nahaufnahme ein doch seine Augen verraten keinerlei Respekt... lediglich Geringschätzung... Als würde vor ihm kein ehemaliger World Champion sitzen sondern jemand, der seine Zeit längst hinter sich gelassen hat. Roman schüttelt kaum merklich den Kopf. Roman lässt seinen Blick weiterhin regungslos auf Raven ruhen und Sekunden vergehen doch niemand sagt ein Wort. Der Tribal Chief macht keinerlei Anstalten, näher an die Couch heranzutreten. Für ihn besteht schlicht keine Notwendigkeit. Stattdessen bleibt er aufrecht stehen, die Schultern gerade, das Kinn leicht erhoben. Allein seine Präsenz genügt, um den gesamten Raum einzunehmen. Schließlich schüttelt Roman langsam den Kopf. Ein kaum hörbares, verächtliches Schnauben verlässt seine Lippen. Er mustert Raven von oben bis unten, als würde er einen Mann betrachten, der seinen Platz in diesem Business längst verloren hat. Dann beginnt er zu sprechen.

"The Tribal Chief" Roman Reigns
"Roman Reigns hat in diesem Business alles gesehen. Roman Reigns hat Legenden besiegt... Champions entthront... Imperien aufgebaut und wieder eingerissen. Und dann betritt Roman Reigns diesen Raum... und findet einen verbrauchten Wrestler vor, der seine besten Jahre längst hinter sich gelassen hat. Früher haben die Leute vielleicht zu Raven aufgesehen. Früher hat sein Name vielleicht noch Bedeutung gehabt. Heute sitzt Raven in einem Pausenraum... isst ein Sandwich... schaut eine Fernsehserie... und versucht mit billigen Kommentaren Aufmerksamkeit zu bekommen. Wenn das alles ist, was von Raven noch übrig geblieben ist... dann bestätigt das Roman Reigns nur in dem, was er längst weiß. Dieses Business gehört nicht den Männern, die von ihrer Vergangenheit leben. Es gehört Roman Reigns. Der Tribal Chief ist die Gegenwart... und solange Roman Reigns entscheidet, wann seine Zeit vorbei ist, wird sich daran auch nichts ändern."


Mit diesen Worten verstummt der Tribal Chief wieder. Er sieht Raven noch einen letzten, von unverhohlener Geringschätzung geprägten Moment an,
Etwas genervt wirft Raven einen Blick auf den Mann, der sich hier so vor ihm positioniert und aufgestellt hat. Es sollte wohl klar sein, dass er keineswegs Lust auf Stress oder irgendetwas Ähnliches hier hat. Wahrscheinlich könnte er gegen Roman Reigns sowieso nicht auch nur den Hauch einer Chance überhaupt sehen. Aber hat jemanden wie Raven so etwas noch nie vor einer großen Klappe aufgehalten.

Raven:
„„Aha... sehr interessant."“

Kam es kurz und knapp aus seinem Munde heraus. Zu kurz fast schon, wenn man bedenkt, wie unendlich viel Roman hier gerade am Labern war. Kurz wirft Raven einen Blick auf die Leute um sich herum. Einige der Männer, die bis eben noch hier in dem Raum gewesen sind, haben sich in der Zwischenzeit verduftet, weil sie keine Lust hatten, hier irgendwie zwischen die Fronten zu geraten. Nun ja, darauf hat Raven selbstverständlich ebenfalls nur wenig Lust. Aber immerhin ist da so ein Paul Heyman noch hier geblieben. Wobei dieser wohl noch weniger in einer Prügelei anstellen könnte als Raven. Daher wäre es wohl am besten, wenn er einfach ruhig bleibt, tief ausatmet und in seinem wohl mit Abstand freundlichsten Ton zu seinem Gegenüber redet.

Raven:
„„Uhm, hör mal, oh ehrenwerter Otzieh, du stehst da ein wenig vor dem Bild. Könntest du vielleicht mit deinem Tribal Beef etwas zur Seite gehen?"“

… nun ja... das war schon... ok, egal. Er hat ihn immerhin als ehrenwerten... Otzieh? Sollte das von OTC kommen? Wenn man es ausspricht oder wie? Am besten nicht drüber nachdenken.

Noch bevor irgendeine Reaktion von Roman oder Paul Heyman erfolgt, richtet sich seine Aufmerksamkeit bereits wieder auf den Fernseher. Auf dem Bildschirm läuft weiterhin Into the Badlands. Kampfszenen flackern über das Display, während dumpfe Schläge und das Klirren von Schwertern durch den Pausenraum hallen. Roman Reigns hingegen bleibt vollkommen regungslos nicht einmal ein Augenaufschlag verrät, dass ihn Ravens Worte in irgendeiner Form beschäftigt hätten. Für den Tribal Chief haben sie schlicht keine Bedeutung.

Langsam dreht Roman den Kopf das nicht zu Raven sondern zum Fernseher. Für einen kurzen Moment verfolgt er schweigend die laufende Szene und seine Miene bleibt vollkommen ausdruckslos. Darauf setzt er sich in Bewegung. Mit ruhigen, kontrollierten Schritten geht Roman an dem Couchtisch vorbei. Er kommt Raven dabei so nahe, dass dieser ihn aus dem Augenwinkel wahrnehmen muss doch Roman würdigt ihn keines einzigen Blickes. Als würde er gar nicht existieren... Er erreicht den Fernseher und vor dem Bildschirm bleibt der Tribal Chief stehen. Ohne Hast hebt er die rechte Hand und seine Finger legen sich auf die Einschalttaste. Ein leises „Klick.“ Im nächsten Augenblick wird der Bildschirm schwarz.

Der Raum versinkt augenblicklich in Stille... Keine Serie und keine Hintergrundgeräusche nur das leise Summen der Klimaanlage. Roman nimmt die Fernbedienung vom kleinen Tisch unter dem Fernseher, legt sie ordentlich daneben und dreht sich langsam wieder um. Erst jetzt blickt er in Ravens Richtung das nicht spöttisch oder wütend sondern vollkommen gleichgültig. Als wäre Raven nicht mehr als irgendein Mitarbeiter, der zufällig denselben Raum benutzt.

"The Tribal Chief" Roman Reigns
"Roman Reigns braucht keine Hintergrundgeräusche. Und Roman Reigns braucht auch niemanden, der verzweifelt versucht, seine Aufmerksamkeit zu bekommen."


Mehr sagt der Tribal Chief nicht. Er wendet Raven sofort wieder den Rücken zu. Für Roman ist die Angelegenheit damit beendet. Paul Heyman kann sich ein zufriedenes Lächeln nicht verkneifen. Er folgt seinem Tribal Chief wortlos, denn er weiß genau, was gerade geschehen ist. Roman Reigns hat Raven weder beleidigt noch bedroht. Er hat ihm etwas gegeben, das für einen Mann wie Raven vermutlich weitaus schwerer wiegt.
Raven lässt das Sandwich demonstrativ auf den Teller sinken, greift sich langsam einen kleinen Flachmann vom Tisch, öffnet ihn, trinkt einen großen Schluck daraus und starrt Roman an, als stünde da ein besonders faszinierendes, aber intellektuell stark limitiertes Rätsel. Mit einem Seufzen, das pure Verachtung atmet, lehnt er sich zurück und mustert den selbsternannten Tribal Chief mit seinen kalten, analytischen Blicken, mit denen er gerade ein absolut idiotisches Lebewesen erblickt hat.

Raven:
„„Na klasse..."“

setzt Raven langsam an, während er sich langsam aufrichtet und mit einer theatralischen Handbewegung über den Flachmann wischt. Er muss tief ausatmen, um all die Last, die durch diesen Mann in dieser Situation auf seinen Nerven liegt, loszuwerden. Aber reden tut er, wenn auch weiterhin provokant, in einem ruhigen Ton.

Raven:
„„Hintergrundgeräusche? Das Einzige, was hier permanent Hintergrundgeräusche erzeugt, ist das leise, aber unverkennbare Rauschen von absoluter Inkompetenz in deinem Kopf und dein sinnloses Gelaber. Was also willst du von mir, huh? Geht es um Lykos? Willst du mich bedrohen? Das haben schon viele vor dir versucht und es nicht geschafft. Willst du mich vermöbeln? Nun, diese Szene hier wird aufgenommen. Es würde keine 2 Minuten dauern, dann sind mehrere Sanitäter hier, die mich wieder zusammenflicken. Ja sicher, es wird etwas schmerzhaft werden, aber glaube mir, wenn ich dir sage, dass ich garantiert schon Schlimmeres erlebt habe. Aber danke, dass du komödiantisches Timing mit akuter Profilneurose verwechselst. Wenn du das nächste Mal beschließt, den Retter des Universums zu spielen, nimm dir vorher wenigstens die Zeit, einen IQ-Test zu bestehen, der die Raumtemperatur übersteigt... und jetzt mach verdammt noch mal den Fernseher wieder an, bevor dein Ego sich noch weiter ausdehnt und den gesamten Sauerstoff im Raum aufbraucht."“

Das war eine Ansage. Eine, die zeigt, dass Raven keinerlei Angst, geschweige denn Respekt vor dem ehemaligen World Heavyweight Champion hat. Er macht eine kleine Pause und beobachtet dabei tatsächlich etwas länger die Augen des Tribal Chiefs. Und so desinteressiert sein Blick auch aussieht, so erkennt er dennoch absolut alles. Jede einzelne Regung. Jede einzelne Spannung im Kiefer.

Raven:
„„Oder willst du dich nach deiner so monatelangen Niederlagenserie gegen Kenny Omega von mir trainieren lassen, damit du vielleicht etwas besser werden kannst? Dann klär das lieber mit Bayley und nicht mit mir. Hier, dein Dickerchen wird doch sicher guten Kontakt zu ihr haben."“

Wartend und voller Desinteresse lehnt sich Raven mit den Ellenbogen an der Armlehne der Couch ab, sodass sein Kopf von seiner Faust gehalten wird, und blickt weiterhin fast schon einschlafend Roman Reigns an. Dieser ist schon viel zu lange hier in diesem Raum und hat schon viel zu viel Aufmerksamkeit von Raven erhalten, dass es schon nahezu lächerlich ist. Was will der Tribal Chief hier von ihm? Denkt er wirklich, er könne seine heutigen Gegner mit Mindgames schwächen, indem er Raven irgendetwas antut? So etwas würde Raven wohl nie in den Sinn kommen.
Roman Reigns bleibt vollkommen regungslos stehen und sein Gesichtsausdruck verändert sich nicht. Keine Wut... Keine Belustigung... Keine Spur von Ärger. Ravens Worte scheinen den Tribal Chief nicht einmal im Geringsten zu beschäftigen. Er blickt den ehemaligen Wrestling-Star einige Sekunden schweigend an, als würde er dessen Erscheinung nüchtern analysieren. Schließlich lässt Roman den Blick langsam über Raven gleiten von der Sonnenbrille über das halb aufgegessene Sandwich bis hin zu den abgetragenen Boots. Erst danach fängt er danach an zu sprechen. Seine Stimme bleibt ruhig tief und kontrolliert.

"The Tribal Chief" Roman Reigns
"Roman Reigns hat mit vielem gerechnet... aber nicht damit, dass hier ein Frührentner sitzt und glaubt, seine Meinung hätte noch irgendein Gewicht. Roman Reigns fragt sich nur... wer würde sich überhaupt noch die Mühe machen, einen verbrauchten Wrestler wie dich zusammenzuflicken? Jeder Sanitäter würde seine Zeit sinnvoller investieren."


Roman verzieht keine Miene. Roman zuckt nicht einmal mit den Schultern. Jedoch für ihn klingt diese Aussage wie eine einfache Feststellung. Dann verliert er das Interesse an Raven bereits wieder. Der Blick wandert durch den Raum, bevor er ein weiteres Mal zu Raven zurückkehrt.

"The Tribal Chief" Roman Reigns
"Roman Reigns sucht den Jungen, der sich heute Abend beweisen will. Wo hast du Kid Lykos gelassen? Oder schickst du deine Untertanen grundsätzlich vor, während du selbst bequem auf der Couch sitzen bleibst?"


Roman verstummt und seine Miene bleibt unverändert. Er wirkt weder provoziert noch interessiert an einer Diskussion. Seine Aufmerksamkeit gilt ausschließlich Kid Lykos denn in seinen Augen ist Raven längst keine relevante Größe mehr.

Raven:
„„Es geht also wirklich darum!"“

Langsam fährt sich Raven mit seiner Hand in sein Gesicht und massiert sich etwas die Schläfen. Dieses Gespräch hier scheint ziemlich an seinen Nerven zu ziehen. Aber er übersteht es und richtet sich wieder etwas auf, um Roman seine Antwort zu geben. Schließlich hat Raven ja Manieren.

Raven:
„„Aber wie ich schon sagte. Er ist nicht hier. Weißt du, die c2c ist so eine Liga, wo die Superstars meist aus Menschen bestehen und nicht aus kleinen Hündchen, die an der Leine Gassi geführt werden müssen. Nichts für ungut, Pauly!"“

Sagte er, während er mit seiner Hand in die Richtung, in der Paul Heyman steht, winkt. Natürlich bleibt dieser weiterhin nur das kleine Hündchen von Roman Reigns und die Zuschauer in der Halle können nach dieser abermaligen, so trockenen Vergleichung dessen nicht anders, als laut loszulachen.

Raven:
„„Ich bin Lykos' Trainer und nicht sein Daddy, auch wenn er mich gerne so sehen würde. Wenn er heute ein Match gegen dich hat, dann wird er hier sein für dieses Match. Falls er eine Frage an mich hat, kann er, wann immer er will, zu mir kommen, aber ich werde ganz sicher nicht dauernd an seiner Pelle rücken. Er ist irgendwo in der Halle. Wo? Keine Ahnung, aber auf alle Fälle nicht hier."“

Und das hätte man eigentlich sehen können, direkt als man den Raum betreten hat. Es wirkt wirklich so, als wäre Raven komplett immun gegen irgendeinen Versuch, Mindgames zu spielen. Selbst die Drohung von Reigns hat er einfach so stillschweigend angenommen.

Raven:
„„Das war also ein nettes Gespräch. Können wir gerne wiederholen... oder auch nicht... und jetzt tschüss!"“

Und wahrscheinlich wird es ihm auch scheißegal sein, wenn Reigns irgendetwas Schlimmes mit Lykos anstellen wird. Raven hat Vertrauen in den jungen Briten, dass dieser das Match übersteht. Und dieses Vertrauen lässt er sich nicht zerbrechen, nur weil dieser Leakee hier einen auf große Klappe macht. Kurze Zeit schaut er Roman noch einmal direkt in die Augen und erwartet wohl nun nach seiner Verabschiedung, dass dieser aufsteht und von hier verschwindet. Doch passiert einen kurzen Moment absolut gar nichts, bis auf dass sich eine tiefe Stille in dem Raum breit macht, solange bis sich Reigns tatsächlich dazu entscheidet, Raven alleine zurückzulassen und den Raum verlässt. Raven hat es geschafft, trotz seiner provozierenden Art hier unversehrt aus dieser Angelegenheit herauszukommen. Aber Reigns wird wohl bemerkt haben, dass Raven recht hat und es absolut nichts bringt, seine Kraft an ihm zu verschwenden. Sein Gegner heute heißt Kid Lykos. Und dieser ist der Einzige, auf den sich Roman Reigns konzentrieren muss. Und mit den Bildern, wie nun auch Raven aufsteht, um den Fernseher wieder anzuschalten, fadet die Kamera dann auch aus.

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Zurück im Backstage Bereich! Ohne Umschweife zeigt sich Renee Young - freundlich und mit einem Lächeln auf den Lippen. Sie wartet nicht lange, sondern kommt gleich ihrer Arbeit nach. Man darf gespannt sein, welchen Interview Gast sie sich nun geschnappt hat.

Renee Young: "Ladies and Gentlemen...der c2c World Heavyweight Champion...Kenny Omega!"

Oh, einer der großen Namen also. Der derzeitige Anführer der Men's Division, was er Kraft seines Amtes derzeit nun einmal ist, zeigt sich bester Laune, wenn auch mit Blessuren übersehen. Kein Wunder, so stand Kenny vor sieben Tagen noch in einem War Games Match, wo er sich an der Seite von Solo Sikoa und LA Knight gegen die Bloodline durchsetzen konnte. Als netter Nebeneffekt hat er dabei nicht nur seinen Titel verteidigt...er hat sich auch Roman Reigns fürs Erste entledigt. Der OTC hatte der Bedingung zugestimmt, im Falle einer Niederlage den Cleaner kein weiteres Mal herausfordern zu dürfen. So ist es jetzt gekommen und der Master of the Dark Hadou kann nach vorne blicken. Wobei er gar nicht soweit schauen muss, da das nächste Match schon am heutigen Abend stattfindet. Der Gegner dabei ist Matt Riddle! Daher trägt der Kanadier sein Gear und hat sich das Gold um die Hüften geschnallt.

Renee Young: "Kenny...zunächst herzlichen Glückwunsch zu deinem Sieg letzte Woche...ich meine, eurem Sieg! Wie ich gehört habe, gibt es zu deinen Teampartnern einige News, die du mitteilen möchtest."

Omega nickt seiner Landsfrau zu und den Falten auf seiner Stirn kann man ansehen, dass es nicht die allerbesten Neuigkeiten sind. Schließlich steht er auch alleine bei Renee...ohne Solo...ohne LA!

Kenny Omega: Dem ist so, werte Mrs Young! Bei Solo Sikoa war es von Anfang an klar, dass er nur bis zum Special bleibt und so lange Knight und mich unterstützen wird. Er hat sich zurückgezogen und will versuchen, seine restlichen Familienmitglieder zu erreichen und mal frischen Wind in das Konstrukt zu bringen. In seiner letzten Nachricht klang er ganz happy, dass sein Dad wohl wieder bereit ist mit ihm zu sprechen. Ich wünsche ihm viel Glück dabei und hoffe, dass es ihm gelingen wird. Und LA Knight? Nun...der wunderbare Knabe hat sich im doppelten Käfig eine Verletzung an der Schulter zugezogen. Respekt an ihn, dass er trotzdem bis zum Schluss durchgezogen hat. Leider hat das seinen Tribut gefordert und er wird nun ein paar Wochen ausfallen. Ihm geht das ordentlich auf den Keks, da er am liebsten heute wieder antreten würde...aber es ist nicht gut solche Verletzungen unnötig zu ignorieren. Aber er wird sich regenerieren und dann mit neuer Kraft angreifen. Yeah!

Eine kleine Grußbotschaft an den selbsternannten Megastar. Also werden wir Solo und Knight zunächst nicht mehr in der c2c sehen. Zumindest bei Knight ist die Rückkehr absehbar. Dennoch wirkt der Cleaner betrübt, da er sich an die Beiden gewöhnt hat und sie durchaus inzwischen als Freunde bezeichnen würde. Aber nun ist er, vorerst wieder alleine und muss sich mit den kommenden Aufgaben ablenken.

Renee Young: "Wir wünschen den Beiden auf jeden Fall alles gute! Möchtest du noch etwas zur Bloodline und Roman Reigns sagen?"

Da hält der Canadian X kurz inne. Klar, dass die Journalistin nach ein paar letzten Worten in Richtung der Bloodline giert. Respektvolle Anerkennung? Nachtreten? Omega schmunzelt kurz...und hebt langsam die Schultern.

Kenny Omega: Roman und seine Familie haben tapfer gekämpft und uns bei War Games einen knallharten Fight geliefert. Ich habe aber auch nichts anderes erwartet. Als Performer und Athlet hat Roman immer überzeugt...und nein, da habe ich auch nie etwas anderes behauptet. Nur hat Reignsilein mich kontinuierlich unterschätzt und klein gemacht. Obwohl ich seinen Auftritt bei Jimmy Fallon sehr gelungen fand. Er kann ja richtig witzig und unterhaltsam sein, wenn er es möchte. Ein paar der Gags muss ich mir für meinen nächsten Geburtstag merken.

Wenn die Bloodline gedacht hatte, Omega würde sich nach diesem Late-Night Auftritt gedemütigt fühlen, haben sie sich ziemlich geschnitten. Die Best Bout Machine hat das recht sportlich gesehen und hat das eher als einen Akt der Verzweiflung seitens Roman Reigns wahrgenommen.

Kenny Omega: Jedenfalls sah man da einen weiteren Unterschied...Roman dachte, er könnte über mich reden, wie er möchte und danach gewinnen! Ich WEIß, dass ich über ihn reden konnte, wie ich wollte und dann auch gewinnen werde! Wie man beim Three Stages of Hell Match gesehen hat...oder eben letzte Woche. Ich weiß nicht, was er oder Heyman heute sagen werden...oder gesagt haben. Man möge es mir verzeihen, da ich heute schon einige Termine wahrnehmen musste und nicht wirklich viel von der bisherigen Show mitbekommen habe. Es ist mir auch egal. Er hatte seine Chancen...und konnte sie nicht nutzen. Für mich ist er Vergangenheit. Seth Rollins kann jetzt gerne mit der Bloodline spielen.

Mehr hat der Cleaner nicht mehr zu sagen. Roman wird sich nun auf Seth konzentrieren und Kenny...braucht einen neuen Herausforderer.

Renee Young: "Wie geht es dann weiter für dich?"

Kurz überlegt der Master of the Dark Hadou.

Kenny Omega: Nun, heute erst das Match gegen Matt Riddle, auf das ich mich sehr freue. Den Bro mal wieder sehen zu können erfreut mein altes Herz! Und dann...sehen wir weiter! Wie immer darf mich jeder herausfordern, der möchte. Wer zuerst kommt, mahlt auch zuerst. So einfach kann das Leben manchmal sein...

So hat es der King of the Ring 2025 immer gehalten, sobald er Champ werde. Der Erste, der "Hier" schreit bekommt eine Chance. Wie Paul Heyman, stellvertretend für Roman Reigns nach vorne getreten war, als Kenny seinen Krieg mit Joe Gacy beendet hatte. Nun ist die Frage, wer auf den Tribal Chief folgen wird.

Renee Young: "Danke für deine Zeit Kenny und viel Erfolg heute!"

Kenny nickt ihr lächelnd zu und geht schließlich aus dem Bild. Renee sieht ihm noch kurz hinterher, bevor das Bild ausblendet.

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Wir befinden uns Backstage und wandern nahezu geräuschlos durch das Labyrinth der engen, spärlich beleuchteten Katakomben tief im Bauch der Arena. Das schummrige Neonlicht an der Decke flackerte in einem nervösen, fast monotonen Rhythmus und warf flüchtige Lichtkegel auf den rohen, fleckigen Beton. Grobe Kabelstränge schlängelten sich wie dicke, schwarze Adern über den kühlen Boden. Aus weiter Ferne drang ein dumpfes, rhythmisches Grollen herüber, der wummernde Lärm von Zehntausenden Zuschauern auf den Rängen, der durch die kilometerlangen Gänge nur noch wie das ferne Toben eines Sturms hallte. Mit einer geschmeidigen Verzögerung verlangsamte die Kamera ihre Bewegung und kam vor einer der massiven Stahltüren zum Stehen.

Dort, wo normalerweise ein makelloses, hochglänzendes Schild den Star der Kabine ankündigte, bot sich ein Bild stummer Zerstörung. Die Metallplakette mit der Aufschrift „BECKY LYNCH“ hing nur noch schief an einer einzigen, halb herausgerissenen Schraube. Tiefe, rohe Kratzer zogen sich quer über ihren Namen, als hätte sich jemand mit Gewalt daran ausgetobt. Wer auch immer hier am Werk gewesen war, hatte die Buchstaben zusätzlich mit einem dicken, schwarzen Marker mehrfach unleserlich übermalt, besessen von dem Wunsch, jede Spur ihrer Existenz auszulöschen? Eine Ecke der Plakette war brutal herausgebrochen, das verbogene Metall warf scharfe Schatten. Die Tür selbst stand einen winzigen Spalt offen. Ein schmaler Lichtstreifen fiel heraus auf den Gang. Langsam, fast schleichend, schob sich das Bild hinein.

Becky Lynch stand mitten im Raum, dem Eingang den Rücken zugewandt. Sie war bereits vollständig für das Match gerüstet. Sie trägt ihr typisches Ring Outfit in schwarz gehalten, aus Mesh und Leder. Routiniert ging sie ihre letzten Aufwärmübungen durch. Sie neigte den Kopf zur Seite, hörte das leise Knacken der Halswirbel, lockerte die Schultern und zog die Schulterblätter zusammen. Für einen langen Moment schloss sie die Augen, während sie tief durch die Nase ein- und kontrolliert durch den Mund ausatmete.

Vor dem großen Wandspiegel trat sie einen Schritt näher und richtete ihr Haar. Mit einer geübten, beinahe beiläufigen Bewegung strich sie sich eine widerspenstige Strähne hinter das Ohr. Ihr Blick fixierte die eigene Reflexion im Glas, prüfend, fokussiert und stahlhart. Sie nickte sich selbst kaum merklich zu. Der mentale Schalter war umgelegt.

Jetzt fehlte nur noch das finale Puzzleteil ihres Auftritts. Der markante, feuerrote Pelzmantel. Ohne den Blick vom Spiegel zu wenden, griff Becky blind mit der Rechten in ihren geöffneten Spind. Doch statt des gewohnten, dichten Fells griff ihre Hand ins Leere. Ihre Bewegung stockte. Die Finger schlossen sich um nichts als kühle Luft. Erst jetzt wandte sie langsam den Kopf und blickte in das Fach. Der Spind war leer. Ein leichtes Stirnrunzeln legte sich auf ihre Stirn. Noch war da keine Spur von Sorge, nur die beiläufige Genervtheit über eine Unachtsamkeit der Crew oder einen schlechten Scherz.

BECKY LYNCH: "...Was soll der Scheiß...?"

Murmelte sie leise vor sich hin, während ihre Stimme in dem spartanisch eingerichteten Raum widerhallte. Sie durchsuchte den Schrank ein zweites Mal, schob die leeren Kleiderbügel mit einem metallischen Klappern beiseite und tastete jedes einzelne Fach ab. Nichts.

Ihr Blick begann, aufmerksam durch den Raum zu wandern, suchte die Bänke und Stühle ab. Schließlich blieb er an der gegenüberliegenden Wand hängen. Dort stand ein einzelner, schlichter Karton auf dem Boden. Kein Logo, kein Aufkleber, keinerlei Beschriftung. Die Pappe war so unscheinbar, dass der Karton bisher perfekt mit dem grauen Interieur verschmolzen war.

Mit langsamen, bedächtigen Schritten ging Becky hinüber. Das Leder ihrer Stiefel knarrte leise bei jedem Schritt. Sie beugte sich hinunter und hob den Deckel an. Gleich obenauf lag ihr roter Pelzmantel, lieblos und gewaltsam in die Pappe gestopft. Ein kurzes, genervtes Schnauben entwich ihrer Brust.

BECKY LYNCH: "Sehr witzig..."

Brummte sie, schüttelte den Kopf und griff nach dem schweren Stoff. Im selben Bruchteil einer Sekunde begann der Mantel zu leben. Aus den tiefen, leuchtend roten Falten des Fells krabbelten schwarze, glänzende Spinnen hervor. Erst zwei. Dann fünf. Dann ein ganzer, lautloser Strom. Fluchtartig ergossen sie sich über den roten Stoff, kletterten die Innenwände des Kartons empor und ergossen sich wie eine dunkle Flut über den kalten Betonboden.

Instinktiv riss Becky die Hand zurück, als hätte sie sich verbrannt und machte zwei schnelle, abgehackte Schritte rückwärts. Ihr Atem stockte mit einem hörbaren, scharfen Einziehen der Luft. Ihre Pupillen verengten sich, als sich ihr Blick auf das verstörende Bild vor ihr heftete. Es war keine lähmende Panik, die sie ergriff… vielmehr brauchte ihr analytischer Verstand einen kostbaren Moment, um die Absurdität dessen zu verarbeiten, was sich dort direkt vor ihren Füßen abspielte.

Sie schluckte schwer. Das rationale Denken versuchte krampfhaft, die Oberhand zu behalten, doch die biologische Reaktion ihres Körpers war schneller: Ihr Puls jagte nach oben und ihre Händ zitterten kaum merklich. Da blieb ihr Blick an der weißen Innenseite des abgelegten Kartondeckels hängen. Dort klebte ein einzelner, vergilbter Zettel. Die Worte waren mit einer zackigen, fast krallenartigen Handschrift darauf gesetzt worden:

„Every web begins with a single thread.“

Keine Unterschrift. Kein Absender. Becky starrte den Satz an. Zum ersten Mal seit langer Zeit war aus ihrem Gesicht jede Spur von Wut oder der gewohnten, unerschütterlichen Selbstsicherheit gewichen. Sie wirkte zutiefst verunsichert. Die Kamera verharrte noch einige lange, unbarmherzige Sekunden auf den Zügen ihres Gesichts, während im unscharfen Hintergrund die schwarzen Spinnen langsam, stetig und unaufhaltsam über den leuchtend roten Pelz krochen.

[Bild: das.jpg]

MATCH 2
NON TITLE SINGLES MATCH
Becky Lynch © vs. Kairi Sane

[Bild: karibecky.png]
Writer: Becky



Es wird dunkel in der Halle. Nur ein Lichtkegel erleuchtet den Eingangsbereich. Und nach ein paar Sekunden ist auch soweit und KAIRI betritt in ihrem schicken Piratengewand die Bühne. Mit lauten gemischten Reaktionen wird die Japanerin empfangen. Obwohl ihre netten (Ge)Zeiten hinter ihr liegen, hat sie noch viele Fans auf ihrer Seite, die treu hinter ihr stehen. Wie immer hat sie ihr Steuerrad dabei, welches sie nun auf den richtigen Kurs in Richtung Ring bringen soll.

[Bild: kairient.png]

Nachdem sie sich den Fans auf der Stage ausgiebig präsentiert hat, macht sich die Japanerin auch schon auf zum Ring. In der Vergangenheit hat sich schon viele harte Kämpfe und Schlachten schlagen müssen und heute Abend wird gewiss die nächste folgen. Ihr Ziel ist ganz klar. Sie möchte wieder dorthin, wo sie einst gewesen ist. Vieles hat sich verändert. C2C-Wrestling ist härter geworden. Die Women's Division ist härter geworden. Da kann sie niemandem ein Pardon - ein Parley - gewähren.

[Bild: kairient2.png]

Matthew Rehwoldt: “The following contest is a Non-Title Match and is scheduled for One-Fall.
At first, making her way to the Ring ... from Yamaguchi, Japan ... The Pirate Princess ... KAAAAIRIIII SAAANEEE!"
”

Mit ihrer Einstellung wird sie damit auch keine Probleme haben. Während ihrer Abwesenheit von C2C-Wrestling, hat sie sich auf eine lange Reise begeben. Eine Reise, die sie zur vielen gefährlichen Orten geführt hat. Dabei hat sie viele Dinge entdeckt. Schätze, Artefakte und vor allem eine ganz neue Seite an ihr selbst. Eine dunkle Seite, die viele womöglich nicht an ihr mögen werden. Doch was hat sie so verändert? War es sie selbst? Oder hat sie vielleicht doch etwas gefunden, was sie so verändert hat? Diese Frage wird gewiss nicht im Ring beantwortet werden. Über die Treppe betritt die Piratin schließlich den Ring, wo sie sofort auf der gegenüberliegenden Seite auf die Ringecke steigt, um sich dem Publikum zu präsentieren. Ein Blitzlichtgewitter folgt und dann macht sich KAIRI auch schon bereit für ihr Match.

[Bild: kairient3.png]

Pat McAfee: “Das zweite Match steht an diesem Abend an und wir begrüßen zurück, Kairi Sane.”
Cathy Kelley: “Match Zwei, ist das nicht ein Affront gegenüber der SHINE Championesse? ”
Wade Barrett: “Das wird sie sicherlich so auffassen, aber sie sollte sich naich davon ablenken lassen. Denn mit Kairi Sane trifft Becky Lynch heute auf eine über ambitionierte Gegnerin.”

Von einer Sekunde auf die andere wird das gleißende Hallenlicht von einer absoluten, fast greifbaren Schwärze verschlungen. Kein bombastisches Feuerwerk zerreißt die Dunkelheit, kein greller Pyro-Effekt kündigt an, was nun unweigerlich folgen wird. Da ist nur das abrupte Nichts.

Ein dumpfer, markerschütternder Bass beginnt tief in den Boxen zu pulsieren. Langsam. Rhythmisch. Unerbittlich. Es ist ein Ton, den man nicht nur hört, sondern der sich als physischer Druck auf die Brustkörbe der tausenden Zuschauer legt. Vereinzelt flackern rote Scheinwerfer über die dicht gedrängten Ränge, werfen gespenstische Schatten an die Wände der Arena, ehe sie im nächsten Atemzug von eiskalten, weißen Lichtkegeln gefressen werden. Bis die vertraute, raue Stimme wie eine geschliffene Klinge durch die Arena schneidet:

„THE MAN HAS COME AROUND“

Die akustische Explosion, die daraufhin die Arena erschüttert, ist keine Einheit, sie ist ein wütender, gespaltener Krieg. Tosender, frenetischer Jubel bricht aus den Kehlen derer hervor, die ihrer Heldin bedingungslos in jeden Abgrund folgen würden. Doch im selben Moment bäumt sich eine gigantische Wand aus gellenden Buhrufen und hasserfüllten Pfiffen dagegen auf. „BECKY!“-Chants peitschen durch die Luft, prallen jedoch ab an zynischem, höhnischem Gelächter. Die Wrestling-Welt weiß nach den Ereignissen der letzten Woche nicht mehr, wer oder was die Irin noch ist oder sein will.



Becky Lynch tritt aus dem Schatten des Backstage-Bereichs ins fahle Spotlight. Da ist kein triumphierendes Grinsen, das sonst ihre Lippen umspielte, wenn sie die Massen dirigierte. Keine arrogante, ausladende Pose, kein Spiel mit den Kameras. Der bodenlange, rote Pelzmantel hängt schwer wie flüssiges Blei über ihren Schultern. Eine riesige Sonnenbrille verbirgt ihre Augen vollständig vor der Welt und lässt ihr Gesicht wie eine unnahbare, steinerne Maske wirken. Über ihrer linken Schulter ruht der SHINE Championship Gürtel. Das weiße Leder und das massive Gold reflektieren das unruhige Licht, doch sie präsentiert es nicht. Sie reckt es niemandem entgegen. Sie trägt dieses Gold wie eine zermürbende Last. Während die harten, treibenden Lyrics ihrer Musik einsetzen und die Boxen zum Übersteuern bringen…

I’M SPITTING BLOOD, I’M STARING DOWN A BROKEN NOSE
I’M SICK TO DEATH OF STANDING IN THE BITTER COLD
THEY’LL RUE THE DAY THEY LET ME HIT A NEW LOW


…bleibt Becky für einen quälend langen Moment vollkommen regungslos stehen. Am oberen Ende der Rampe wirkt sie wie eine Statue aus einer längst vergangenen Epoche. Langsam, fast schmerzhaft, senkt sie den Kopf. Die feuerroten Locken fallen ihr ungeordnet ins Gesicht, verhüllen die Konturen ihrer Wangen. Ein tiefer Atemzug geht durch ihren Körper. Dann hebt sie das Kinn wieder. Gerade und entschlossen. Sie marschiert los. Jeder einzelne Schritt, den ihre schweren Stiefel auf den Hallenboden setzen, wirkt millimetergenau kontrolliert, beinahe mechanisch. Zu ihrer Linken und Rechten recken sich hunderte Hände über die Absperrgitter, flehen um eine Berührung, um ein Selfie, um ein Zeichen von The Man. Becky sieht sie nicht. Auf der anderen Seite schlagen ihr erhobene Mittelfinger, wütend verzerrte Gesichter und die verbalen Giftpfeile der Enttäuschten entgegen. Sie hört sie nicht. Es ist, als hätte sie eine unsichtbare Mauer um ihre eigene Psyche errichtet. Die weißen und gelbgoldenen Lichtkegel jagen sie unbarmherzig die Rampe hinunter, während dichter, eisiger Nebel über den Boden kriecht und ihre Stiefel verschlingt. Am Ring angekommen, ergreift Ringsprecher Matthew Rehwoldt das Mikrofon und kündigt die Championesse an.

Matthew Rehwoldt: “And her Opponent... from Dublin, Ireland... she is the C2C SHINE CHAMPION... THE MAN... BECKY LYNCH!“

Erst jetzt, direkt vor dem Ring, bricht Becky ihren Rhythmus. Sie bleibt stehen. Langsam, fast bedächtig, gleitet ihre rechte Hand hinauf zu dem Titelgürtel auf ihrer Schulter. Sie reißt ihn nicht hoch. Stattdessen nimmt sie ihn herunter und betrachtet das schwere Gold für einen endlosen Moment. Ihr Blick wandert über die Gravuren. Es ist ein fast nachdenklicher, zutiefst misstrauischer Moment. Dann legt sich ein kaum wahrnehmbares, bitteres und kühles Lächeln auf ihre Lippen. Es ist das Lächeln einer Frau, die realisiert hat, dass dieses Stück Metall sie fast alles gekostet hat, sie es nun aber mit ihrem Leben verteidigen wird. Sie wirft sich den Gürtel mit einer rücksichtslosen Bewegung wieder über die Schulter. Der Weg kennt nur eine Richtung.

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Sie steigt die stählernen Stufen hinauf und betritt den Apron. Die tausenden Zuschauer im der halten den Atem an, warten auf den vertrauten Moment, in dem sie die Seile herabdrückt und ihre ikonische Pose einnimmt. Doch Becky zögert. Tausende widersprüchliche Erwartungen. Für den Bruchteil einer Sekunde, so kurz, dass man kaum blinzeln durfte, um ihn zu sehen, wirkt diese unnahbare Kriegerin verloren im eigenen Sturm. Man sieht nicht The Man, man sieht für einen Wimpernschlag die Spuren von Rebecca. Doch dann strafft sich ihr Rücken. Die Wirbelsäule wird zu einem unbiegsamen Stahlbolzen. Sie richtet sich zu ihrer vollen Größe auf. Becky schlüpft geschmeidig durch die Seile, greift mit einer fließenden Bewegung nach ihrer Sonnenbrille und reißt sie vom Gesicht. Die Augen, die darunter zum Vorschein kommen, erzählen die ganze, ungeschönte Geschichte der letzten Monate und dem wiedergefundenen Feuer.

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Mit dem Titel in der Hand erklimmt sie die mittleren Seile, zieht sich am Obersten hoch und stemmt den SHINE Championship mit geballter Faust hoch der Hallendecke entgegen. Sie sperrt die Sinne auf und lässt die gewaltige Flut der Reaktionen ungefiltert auf sich einprasseln. Den blinden Jubel. Den tiefen, ehrlichen Hass. Die fassungslose Bewunderung. Die nagenden Zweifel. Sie nimmt alles in sich auf, nutzt es als Treibstoff für den Wahnsinn, der vor ihr liegt. Langsam, mit einer fast rituellen Schwere, hebt sie den rechten Arm zur ikonischen Man-Pose. Es ist keine Geste der Arroganz mehr. Es ist keine billige Provokation an das Roster. Es ist eine brutale Erinnerung an sich selbst. Ein Manifest an ihre eigene Seele: Ich bin immer noch hier. Die Halle explodiert. Die schiere Lautstärke der gemischten Reaktionen drückt wie eine Schockwelle durch den Ring. Mit einem dumpfen Aufklatschen springt sie zurück auf die Ringmatte. Sie fordert keine Anerkennung von diesem Publikum. Sie verlangt keinen Respekt von den Kritikern.

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Sie steht einfach nur da. In der Mitte des Rings, aufrecht und unbeugsam. Eine einsame Herrscherin in ihrem eigenen, selbstgewählten Chaos und gefährlicher, als sie es jemals in ihrer gesamten Karriere war. Becky wartet, bis die gemischten Reaktionen im weiten Oval abflachen. Von einem der Mitarbeiter wurde ihr unterdessen ein Mikrofon gereicht. Sie führt es langsam zu Munde, ihre Stimme ist anfangs ruhig, doch so klar und eindeutig, schneidet sie durch die Halle wie ein heißes Messer.

BECKY LYNCH: "Ein Großevent. Every Empire Falls. Eine der größten Veranstaltungen des Jahres. Tausende Menschen hier in den Hallen. Hunderttausende vor den Bildschirmen… und ausgerechnet die größte Championesse, die diese Company jemals gesehen hat, steht nicht einmal auf der Matchcard?!"

Mit einer flüssigen Bewegung riss sie den Titelgürtel von der Schulter und stemmte ihn hoch in das Scheinwerferlicht. Ein kollektives Aufraunen ging durch die Menge.

BECKY LYNCH: "Lasst euch diese Scheiße einmal auf der Zunge zergehen! Die Frau mit den meisten Titeln. Das unbestrittene Gesicht dieser Division. Die Athletin, die dieses verdammte Gold auf ihren Schultern getragen hat, während alle anderen kamen und wieder wie Statisten verschwunden sind… saß Backstage! Und dann wundert ihr euch da draußen, oder das Management da hinten, ernsthaft darüber, dass die Einschaltquoten den Bach runtergegangen sind?"

Ein spöttisches Lachen kam von Becky aus. Die Arena antwortete mit einer Mischung aus lautstarkem Beifall und vereinzelten Buhrufen. Doch sie genoss diese Reibung. Sie brauchte sie.

BECKY LYNCH: "Natürlich sind sie das! Denn wenn Becky Lynch nicht auf der Card steht… dann schalten die Menschen eben ab. Es ist so simpel wie das Amen in der Kirche, Becky gleich Ratings, Becky gleich Buys. Ich bin der Money-Glitch für dieses Business, welches ich seit Jahre auf meinen Schultern trage."

Sie trat dicht an das Seil heran und beugte sich vor, fixierte die Linse der Hauptkamera.

BECKY LYNCH: "Ihr könnt da draußen jeden neuen Hype feiern, den ihr wollt. Ihr könnt jedem frischen Gesicht erzählen, dass es die ‚Zukunft‘ dieser Company sei. Ihr könnt versuchen, euch selbst einzureden, dass irgendjemand da hinten meinen Platz eingenommen hat… Hat aber niemand. Nicht eine einzige und dies wird niemals passieren! Auch nicht wenn man ein Glas voll Spinnen auskippt. Denn wenn das Licht angeht… wenn der Main Event ansteht… wenn diese Company jemanden braucht, der diese ganze verdammte Show auf seinen Schultern trägt… dann rufen sie nach The Man!"

Die Halle explodierte in rhytmischen „BECKY! BECKY!“-Rufen.

BECKY LYNCH: "Ich habe für diesen Laden geblutet. Ich habe meine Seele verkauft für dieses Business und würde es immer wieder tun. Ich habe Match um Match abgeliefert, die heute noch als unerreichbarer Maßstab gelten. Ich habe diesen Titel zu dem gemacht, was er heute ist! Not this Belt made Becky Lynch… Becky Lynch made this Belt!
Selbst die große Revenge einer Tiffany Stratton um den World Women’s Title verkommt zu einer bedeutungslosen Randnotiz, während ich auf dem Kommentatoren Pult stand und die Karriere von meinem Hot Husband letztlich gerettet habe. Das ist der Grund, weshalb ich die Beste bin und immer sein werde. Ich bin die größte Women’s Wrestlerin aller Zeiten… und dies sage nicht nur ich, der Bleacher Report schreibt es, Sport Illustrated schreibt es und das Power Ranking zeigt es seit Tag Eins!
"

Sie ließ die Worte wirken, während der Jubel wie eine Welle über sie hinweg rollte. Ihre Stimme wurde leiser, doch die Schärfe darin nahm nur noch zu.

BECKY LYNCH: "Die Wahrheit ist verdammt unbequem. Aber sie bleibt die Wahrheit: Ich bin der einzige Grund, warum diese Company überhaupt noch relevant ist. Ob ihr mich liebt… ob ihr mich hasst… am Ende des Tages dreht sich die gesamte Wrestling-Welt doch immer nur um dieselben zwei Worte: Becky. Lynch."

Mit einem harten, klirrenden Geräusch pfeffert Becky das Mikrofon auf das Ringtuch. Der dumpfe Klang des Mikrofons hallt durch die ausverkaufte Arena. Für den Augenblick wusste Becky die Audience anzuheizen und dabei war es ihr egal, wie viele wirklich auf ihrer Seite stehen würden. Sie löst sich von ihrem glänzenden SHINE Championship Belt. Hält das Gold noch einmal für einen verheißungsvollen Augenblick hoch in das grelle Scheinwerferlicht, schaut dabei jedoch nicht auf den Titel, sondern fixiert ihre Herausforderin mit einem unnachgiebigen, fast raubtierhaften Blick.

Pat McAfee: "BAM! Genau DAS habe ich vermisst! Becky Lynch kommt raus, schnappt sich das Mikrofon und spuckt absolute Fakten! Sag was du willst über ihre Einstellung, aber 'The Man' hat verdammt noch mal recht, ohne sie auf der Card fehlt dieser Show einfach der Puls!"

Wade Barrett: "Arroganz hin oder her, Pat, man kann ihre Erfolge nicht wegdiskutieren. Aber Kairi Sane als Statistin abzutun? Das ist ein gefährliches Spiel von der Championesse. Kairi ist nicht hierhergekommen, um Becky die Füße zu küssen, sondern um ihr das Gold streitig zu machen und der Liga zu empfehlen!"

Erst als der Ringrichter das Leder entgegennimmt, tritt sie einen Schritt vor. Kairi Sane hingegen strahlt eine fast unheimliche Ruhe aus. Ihr Blick ist fokussiert, die Haltung aufrecht. Bevor sie das Ringseil verlässt, verneigt sie sich leicht. Eine Geste, die weniger als Unterwerfung vor der Championesse zu verstehen ist, sondern vielmehr als tief empfundener Respekt vor der bevorstehenden Schlacht.

DING DING DING

Der metallische Klang der Glocke wird auf der Stelle von einer wahren Welle aus Jubel, Pfiffen und Anfeuerungsrufen verschluckt. Die Elektrizität im Raum ist greifbar. In den jeweiligen Ringecken stehen sich zwei der herausragendsten Athletinnen dieser Ära gegenüber. Mit langsamen, bedächtigen Schritten beginnen beide Frauen, einen weiten Kreis umeinander zu ziehen. Die Muskeln sind angespannt, die Blicke ineinander verhakt. Kein unüberlegter Vorstoß, kein verschenkter Atemzug. Sie tasten die Distanz ab.

In der exakten Mitte des Rings kommt es zum ersten Lock-Up. Sofort spannen sich die Sehnen an Beckys Unterarmen an. Mit purer Muskelkraft drängt sie die Japanerin zurück und wandelt den Griff fließend in einen steilen Side Headlock um. Kairi lässt sich jedoch nicht beirren. Sie nimmt den Druck auf, verlagert geschickt ihren Schwerpunkt, umfasst Beckys rechtes Handgelenk und windet ihren eigenen Körper unter dem Arm der Championesse hindurch. Mit einer eleganten Drehung kontert sie in einen Hammerlock, der Beckys Arm schmerzhaft auf ihren Rücken presst.

Becky zögert keine Sekunde. Sie setzt zu einer sauberen Vorwärtsrolle über die Matte an, nutzt das Moment der Bewegung, dreht beim Aufstehen ihr Handgelenk ein und hebelt Kairi in einen schnappenden Wristlock. Der Druck auf Kairis Ellbogengelenk steigt spürbar, die Herausforderin sinkt leicht auf die Knie. Doch Kairis Bewegungsmuster sind flüssig wie Wasser. Sie rollt sich flach über die Schulter nach vorne durch, federt explosiv wieder auf die Beine und hebelt Beckys Arm mit einem spiegelgleichen Wristlock aus. Das Publikum quittiert diese blitzschnelle, millimetergenaue Sequenz bereits mit Szenenapplaus.

Becky löst den Druck durch eine geschickte Schulterrolle, packt Kairis Arm beim Aufstehen und reißt sie mit einem dynamischen Arm Drag über die Matte. Doch Becky lässt nicht los… sie behält das Handgelenk der Japanerin fest im Griff und setzt am Boden sofort nach. Kairi nutzt die Rotation, rollt sich über den Rücken durch, federt katzenartig aus den Seilen zurück und revanchiert sich mit einem nahezu identischen, perfekt ausgeführen Arm Drag.

Beide Athletinnen schnellen zeitgleich wieder auf die Beine. Aus dem Reflex heraus springen beide simultan ab, zwei Beine strecken sich in der Luft entgegen. Doppelter Dropkick! Beide Stiefelpaare treffen ins Leere. Synchron schlagen beide auf dem Rücken auf, rollen sich über die Schultern sofort wieder hoch in den Stand und stehen sich, genau wie zu Beginn, Auge in Auge gegenüber. Ein kollektives Klatschen und ein lautes Raunen gehen durch die Reihen. Erste Sprechchöre keimen auf: "This is Wrestling! clap clap clap-clap-clap"

Ein schiefes, anerkennendes Lächeln schleicht sich auf Beckys Lippen. "Nicht schlecht", murmelt sie hörbar, während sie sich kurz die Haare aus dem Gesicht streicht. Beim nächsten Kontakt schaltet Becky spürbar einen Gang höher. Schluss mit dem höflichen Abtasten.

Als Kairi erneut ansetzen will, jagt Becky ihr ohne Vorwarnung einen krachenden European Uppercut direkt unter das Kinn. Das dumpfe Geräusch des Eintriffs hallt durch die ersten Reihen. Kairi taumelt zurück, die Augen kurz glasig. Becky setzt blitzschnell nach. Sie nimmt kurzen Anlauf, rammt Kairi mit einem wuchtigen Shoulder Tackle die Schulter in die Rippen und schickt die Herausforderin beim Zurückfedern aus den Seilen mit einer brachialen Running Clothesline flach auf die Bretter.

Das erste Cover in diesem Match! …ONE! Noch bevor der Ringrichter die Zwei auch nur andeuten kann, reißt Kairi energisch die rechte Schulter hoch. Becky nickt nur unbeeindruckt. Sie hat nichts anderes erwartet.
Nun beginnt die Titelverteidigerin, ihr Spiel aufzubauen. Becky greift sich Kairis linken Arm, die ausgemachte Schwachstelle, die sie fortan systematisch bearbeiten will. Sie verdreht das Handgelenk, hebelt das Gelenk auf Spannung und zieht Kairi mit einer schmerzhaften Hebelwirkung zu Boden. Immer wieder setzt Becky ihr Knie auf die Schulter der Japanerin, während sie den Unterarm isoliert und Stück für Stück nach hinten überdehnt. Die Übergänge wirken fließend, jeder Griff sitzt bombenfest.

Kairi versucht verzweifelt, sich durch Rollen aus der Umklammerung zu befreien, doch Becky klebt an ihr wie ihr eigener Schatten. Nahtlos gleitet die Championesse vom Wristlock über in einen tief angesetzten Fujiwara Armbar, ihr Dis-Armher.

[Bild: 3c824bd591741db5be9df7f4687db97b3136fd57.pnj]

Becky drückt ihr gesamtes Körpergewicht auf Kairis Rücken, während sie den Arm nach oben hebelt. Zum ersten Mal schneidet Kairi vor Schmerz eine Fratze. Die Fans leiden mit der Herausforderin mit. Mit den Zähnen knirschend sucht Kairi nach einem Ausweg. Sie stemmt die Füße auf die Matte, bringt ihr Becken hoch und rollt sich entgegen der Hebelwirkung überraschend über die Schulter ab, um Becky in eine eigene Pin-Position zu zwingen!

ONE!... TWO!

Becky muss den Armbar lösen, um sich blitzschnell aus dem Cover zu befreien. Beide Frauen schnellen wieder nach oben. Becky blickt ihr Gegenüber an, ihr Nicken ist nun deutlich ernster geworden. Sie merkt, dass Kairi keinen Millimeter nachgeben wird. Kairi spürt, dass sich das Fenster für ihren Konter geöffnet hat. Bevor Becky wieder die Kontrolle übernehmen kann, zuckt ein blitzschneller Forearm Smash der Japanerin durch die Luft und trifft Becky hart an der Schläfe. Noch bevor die Championesse reagieren kann, folgt ein zweiter, noch härterer Treffer. Becky gerät sichtbar ins Wanken.

Kairi nutzt die Dynamik. Sie sprintet in die Seile, springt ab und trifft Becky mit einem spektakulären Flying Forearm mitten ins Gesicht! Die Championesse geht zu Boden. Die Arena kocht auf. Kairi lässt keine Sekunde verstreichen. Sobald Becky versucht, sich aufzurichten, schnellt Kairi heran, nutzt den Oberschenkel der Championesse als Sprungbrett und schießt aus den Seilen zurück, reißt sie mit einem schnellen Running Blockbuster erneut hart auf die Bretter! Noch während Becky nach Luft ringt, nimmt Kairi erneut Anlauf und zieht einen gnadenlosen Sliding Elbow direkt gegen den Brustkorb von Lynch durch. Cover von der Herausforderin! ONE! TWO! Kickout! Becky wirft Kairi mit einem kraftvollen Hüftstoß von sich ab.

Jetzt liegt das Momentum komplett auf Seiten der Japanerin. Kairi packt Becky an den Haaren, zieht sie auf die Beine und wuchtet sie für den nächsten Angriff in die Seile. Doch Becky beweist ihr überragendes Ring-IQ. Sie liest das Anlaufmuster der Herausforderin perfekt. Als Kairi heran stürmt, schießt Becky aus vollem Lauf tief nach unten und fängt Kairi mit einem bilderbuchmäßigen, knallharten Spear ab! Der Aufprall ist brachial. Die Matte erbebt, als beide Athletinnen vollkommen ungebremst aufschlagen. Der Schwung raubt beiden Frauen die Luft. Sie bleiben regungslos auf dem Rücken liegen. Der Ringrichter beginnt augenblicklich mit dem Ten-Count:

"EINS!"

"ZWEI!"

"DREI!"

"VIER!"

Bei Fünf beginnt sich Becky stöhnend an den Seilen hochzuziehen. Kairi schüttelt den Kopf, um die Benommenheit zu vertreiben. Becky ist jedoch den entscheidenden Bruchteil einer Sekunde schneller. Sie greift die geschwächte Kairi, wuchtet sie mit letzter Kraft auf das oberste Seil des Turnbuckls und steigt unbarmherzig nach. Die Zuschauer erheben sich wie eine Einheit von ihren Sitzen. Becky umgreift Kairis Kopf, sie will das Match mit einem gewaltigen Superplex vom zweiten Seil beenden!

Doch Kairi kämpft wie eine Löwin. Sie stemmt ihre Füße gegen die Turnbuckle-Polster und blockiert den Wurf. Ein harter Schlag von Kairi in Beckys Rippen. Noch einer! Ein verheerender Forearm Smash trifft Becky exakt an der Schläfe. Lynch verliert die Kontrolle über den Griff, ihre Hände rutschen ab und Kairi stößt die Championesse mit aller Macht vom Seil. Becky fängt den Sturz ab, landet aber unsanft und orientierungslos auf den Füßen.

Oben auf dem Seil fixiert Kairi ihr Ziel. Sie springt ab! Missile Dropkick! Volltreffer! Kairis Beine treffen Becky mit voller Wucht auf dem Brustbein. Die Championesse überschlägt sich durch die Wucht des Aufpralls beinahe in der Luft und schlägt hart auf! Kairi setzt sofort das Cover an! ONE! TWO! THR… NO!

Im allerletzten Bruchteil einer Sekunde schnellt Beckys rechte Schulter nach oben. Die Halle explodiert in einer Welle aus ungläubigem Jubel und Raunen. Kairi kann es kaum fassen, doch sie lässt sich keine Pause anmerken. Sie zieht die Championesse wieder hoch. Irish Whip in die gegenüberliegenden Seile. Becky federt zurück, Kairi setzt an, doch Becky kontert das Momentum ab und greift zu... Manhandle Slam?! NEIN! Kairi windet sich im Flug geschickt hinter Beckys Rücken, setzt zum Backslide Pin an und wuchtet die Championesse auf die Matte!

ONE! TWO!... Kickout!

Kaum reißt Becky die Schulter hoch, schnallt Kairi blitzschnell herum und rollt sie in einem Schoolgirl-Pin ein!

ONE! TWO! …Erneut KICKOUT!

Becky schaut für einen Moment vollkommen irritiert. Ihre Augen sind weit aufgerissen. Doch Kairi lässt ihr schlichtweg keine Zeit zum Atmen. Noch während Becky versucht aufzustehen, setzt Kairi zu einer flüssigen Victory Roll an! ONE! TWO! THRE… NEIN!

Der Schiedsrichter klopft die Hand Millimeter vor der Drei auf die Matte! Die Massen auf den Rängen springen geschlossen auf. Das ist dramatischer Ringsport auf allerhöchstem Niveau! Becky rollt sich, sichtlich nach Luft ringend und entkräftet, unter dem untersten Ringseil nach draußen auf den Hallenboden, um das Tempo kurz zu brechen. Doch Kairi gibt ihr keine Feuerpause. Sie schaut nicht einmal auf den Ringrichter, der sie zurückhalten will. Sie nimmt auf der gegenüberliegenden Seite Anlauf, sprintet durch den Ring, taucht wie eine Speer zwischen dem zweiten und dritten Seil hindurch… Suicide Dive! Ein spektakulärer Flug! Kairi erwischt Becky draußen mit voller Wucht. Beide Frauen krachen hart auf den ungefederten Mattenboden außerhalb des Rings. Das Publikum brüllt sich die Seele aus dem Leib.

Kairi kämpft sich als Erste wieder zittrig nach oben. Mit aller allerletzter Kraft schiebt sie den schwere reglosen Körper der Championesse zurück in den Ring. Kairi klettert sofort auf das oberste Seil. Die Halle weiß genau, welcher Moment nun bevorsteht. Die Fans halten kollektiv den Atem an. Kairi richtet sich auf dem Turnbuckle auf. Sie breitet langsam die Arme aus, schaut gen Hallendecke und hebt ab… die wunderschöne, makellose Flugkurve des Insane Elbow!

Doch Becky liest die Flugbahn in letzter Sekunde! Sie rollt sich im haarscharfen Augenblick zur Seite! Kairi schlägt vollkommen ungebremst mit der Brust und dem Gesicht voran hart auf der Matte auf! Ein schmerzvolles Raunen geht durch die gesamte Arena. Beide Kriegerinnen liegen entkräftet auf der Matte. Die Erschöpfung steht ihnen ins Gesicht geschrieben. Nur extrem langsam, sich gegenseitig an den Ringseilen hochziehend, kommen sie wieder auf die Beine. Sie schleppen sich in die Ringmitte und stehen sich wackelnd, aber ungebrochen gegenüber.

Ein Forearm von Becky trifft Kairi mitten ins Gesicht. Kairi antwortet augenblicklich mit einem eigenen knallharten Forearm. Becky setzt einen strammen European Uppercut nach. Kairi keilt mit einem klatschenden Knife Edge Chop zurück, der das Echo der Halle weckt. Forearm! Chop! Uppercut! Chop! Keine der beiden gibt auch nur einen Zentimeter nach. Der Schlagabtausch wird schneller, wilder, unbarmherziger. Das Publikum begleitet jeden einzelnen Treffer mit lautstarken "YEAH!" und "BOO!"-Rufen.

Schließlich zollt Kairi dem verfehlten Elbow Tribut. Becky gewinnt Zentimeter um Zentimeter die Oberhand. Ein zweiter, brachialer Uppercut lässt Kairi schwer ins Straucheln geraten. Becky packt die Gelegenheit beim Schopfe, greift unter den Arm der Japanerin und feuert sie mit einem gewaltigen BEXploder Suplex durch den Ring! Kairi überschlägt sich bei der Landung fast komplett. Doch mit einem ungläubigen Instinkt kämpft sie sich, wie von Geisterhand getrieben, direkt wieder auf die Beine. Voller Adrenalin stürmt sie blind auf Becky zu.

Wade Barrett: "Kairi stürmt nach vorne – NEIN! Pass auf, Kairi!"

Genau auf diesen Moment hat die Championesse gewartet. Becky taucht flink unter Kairis verzweifeltem Angriff hindurch, bringt sich hinter Kairi in Position, packt blitzschnell ihren Arm und den Nacken und zieht die Aktion voll durch: MANHANDLE SLAM!

Pat McAfee: "BOOM! MANHANDLE SLAM! MANHANDLE SLAM! Sie hat sie erwischt! Was für eine Aufholjagd!"

Mit einer zerstörerischen Wucht wird Kairi Sane auf den Ringboden gedonnert. Die Erschütterung ist bis in die letzten Reihen spürbar. Becky hakt nicht einmal mehr das Bein ein, sondern wirft sich vollkommen verausgabt mit ihrem gesamten Oberkörper über die reglose Herausforderin. Der Ringrichter wirft sich flach auf die Matte, die Hand schlägt empor:

ONE! ... TWO! ... THREE!

Cathy Kelley: "Becky wirft sich mit aller letzter Kraft auf ihre Gegnerin! Das muss es gewesen sein!"

Wade Barrett: "EINS! ZWEI! DREI! Es ist vorbei! Was für ein absoluter Krieg zwischen diesen beiden Ausnahmathletinnen. Kairi hat wirklich ALLES gegeben, aber Becky Lynch beweist einmal mehr, warum sie an der Spitze dieser Division steht."

DING DING DING

Matthew Rehwoldt: “Here is your Winner… The Man… BECKY LYNCH!“

Die Ringglocke ertönt. Becky Lynch sinkt erschöpft über Kairi zusammen, während ihre Musik unter dem donnernden Jubel der Arena anstimmt. Auch wenn es nicht um den Titel ging, wird dieses Match als absoluter Klassiker in die Geschichtsbücher eingehen wird.

[Bild: 4.jpg]

Das Dröhnen der Hallenlautsprecher wird vom jubelnden Publikum getragen. Becky Lynch liegt noch immer erschöpft auf der Matte, das Gesicht schweißgebadet, die Brust hebt und senkt sich stoßweise. Der Referee reicht ihr unter großem Beifall den SHINE Championship Belt. Kairi Sane hat sich unterdessen entkräftet, aber in Würde aus dem Ring gerollt und zieht sich langsam über die Ramp zurück.

Becky kämpft sich auf die Knie, nimmt den Titel in die Arme und zieht sich mühsam an den Ringseilen hoch. Sie wendet sich der Crowd zu, reckt den Gürtel ein letztes Mal müde, aber stolz in die Höhe – ZACK!
Das Licht in der Arena erlischt schlagartig. Vollkommene Dunkelheit. Ein kollektives, überraschtes Aufschreien geht durch die Halle. Die Musik bricht abrupt ab. Für einige Sekunden herrscht absolute Stille, nur unterbrochen vom Gemurmel der irritierten Fans.

Pling.

Ein einzelner, kühler Scheinwerfer zuckt an und richtet seinen grellen Kegel direkt auf das oberste Seileck. Dort sitzt sie THEKLA.

Mit angewinkelten Beinen und überkreuzten Armschienen hockt sie wie eine Spinne auf dem Turnbuckle. Ein zynisches, breites Grinsen schneidet durch ihr Gesicht. Während die Halle realisiert, wer dort steht, beginnt Thekla spöttisch und langsam zu applaudieren. Das Klatschen hallt scharf durch die Lautsprecher.
Becky, vollkommen überrascht und vom harten Match gezeichnet, dreht sich langsam um. Sie wischt sich die Haare aus dem Gesicht und blickt ungläubig nach oben.

Wade Barrett: "Schaut da oben! Auf dem Turnbuckle! Das ist doch... das ist THEKLA!"

Pat McAfee: "Sie sitzt da einfach wie eine riesige Spinne im Scheinwerferlicht und klatscht?! Was für ein kranker Geist!"

Cathy Kelley: "BECKY, PASS AUF! SIE SPRINGT!"

Thekla stoppt das Klatschen. Das Grinsen verschwindet im Bruchteil einer Sekunde. Ihr Blick wird eiskalt.
Ohne auch nur ein Wort zu sagen, stößt sie sich ab. Katzenartig schnellt sie vom Turnbuckle herunter und landet lautlos vor Becky. Bevor die geschwächte Championesse auch nur einen Arm zur Verteidigung hochreißen kann, schlägt Thekla zu:

Ein blitzschneller, präziser Roundhouse Kick trifft Becky unbarmherzig zwischen Kopf und Nacken! Das Geräusch des Aufpralls ist knallhart. Becky sackt sofort auf die Knie. Thekla lässt ihr nicht den Hauch einer Sekunde zur Orientierung. Sie greift sich sofort den Kopf der Championesse, setzt spinnenartig an und zimmert Becky mit einem brachialen TOXIC SPIDER DEATH DROP vollkommen rücksichtslos, Schädel voran auf die harte Matte!

[Bild: 4a7cca54629d300dd0daa65084a7a71b5a624033.pnj]

Pat McAfee: "OH NEIN! TOXIC SPIDER DDT! Sie hat Becky vollkommen rücktsichtslos auf den Schädel gezimmert! Becky bewegt sich nicht mehr!"

Der Kopf der Titelverteidigerin schlägt ungebremst auf. Becky bleibt regungslos liegen. Die Arena bricht in ein lautes Buhkonzert aus. Thekla richtet sich langsam auf. Sie blickt nicht einmal auf die ausgeknockte Championesse herab, sondern hebt beiläufig den SHINE Championship Belt auf, der neben Becky auf dem Boden liegt. Sie betrachtet das Gold einen kurzen Moment mit einem eiskalten Lächeln, wirft den Titel dann spöttisch auf Beckys leblosen Körper und verlässt mit einem hämischen Blick in die Kamera den Ring.

[Bild: 9b4d3f6f1d461b2576dee32405100f78c680b213.pnj]

Cathy Kelley: "Das ist absolut skrupellos und feige! Becky hat gerade ein 20-minütiges Schlachtfest hinter sich und Thekla nutzt das eiskalt aus!"

Wade Barrett: "Feige? Das ist ein klares Statement, Cathy! Thekla wirft den SHINE Championship Belt einfach auf Beckys leblosen Körper... Sie hat nicht nur die Championesse ausgeschaltet, sondern der gesamten Division den Krieg erklärt!"

[Bild: 151.jpg]

Wade Barrett: "Becky hat ein unschönes Ende erlebt, aber richten wir unseren Blick weiter nach vorn auf das nächste Match des Abends. Ein Duell, das auf dem Papier kaum ungleicher sein könnte."

Pat McAfee: "Oh, ich freue mich darauf! Roman Reigns... einer der dominantesten Superstars dieser Generation... gegen Kid Lykos! Der Junge hat Herz, keine Frage, aber heute Abend wartet vielleicht die größte Herausforderung seiner gesamten Karriere auf ihn!"

Cathy Kelley: "Kid Lykos konnte im c2c Performance Center immer wieder mit seiner unberechenbaren Offensive und seiner furchtlosen Art beeindrucken. Doch heute steht ihm ein Mann gegenüber, der seit Jahren zu den absoluten Aushängeschildern des professionellen Wrestlings gehört."

Wade Barrett: "Roman Reigns ist nicht einfach irgendein Gegner. Er ist ein ehemaliger World Champion, ein Anführer und einer der gefährlichsten Männer, die jemals einen c2c-Ring betreten haben. Wenn Kid Lykos heute auch nur den Hauch einer Chance haben möchte, dann muss er die Leistung seines Lebens abrufen."

Pat McAfee: "Aber genau deshalb lieben wir dieses Geschäft! Jeder hat irgendwann diesen einen Abend, an dem er die ganze Welt überraschen kann. Schafft Kid Lykos heute die Sensation? Ich weiß es nicht... aber ich kann es kaum erwarten, es herauszufinden!"

Cathy Kelley: "Roman Reigns gegen Kid Lykos... Dieses Match sollten Sie auf keinen Fall verpassen! Doch bevor wir zu diesem Match kommen, haben wir noch eine Aufzeichnung von vorhin, wo wir Lykos zusammen mit Leva Bates zu sehen bekommen, wie sie die Halle betreten. Was da wohl passiert ist?"

Genau das werden wir sogleich herausfinden, als die Kamera sich anschaltet und das Bild auf den Titantron überträgt. Wir schalten direkt in den Backstagebereich, mehrere Stunden vor der Show, weit weg von dem Lärm, der sich aktuell im Inneren der State Farm Arena abspielt. Noch sind hier keine 14.000 Fans anwesend, die lauthals schreien. Nein, hier backstage herrscht eine komplett andere Welt. Hinter den Sicherheitsschranken öffnet sich ein hochfunktionaler und geschäftiger Arbeitsbereich, der speziell für die Logistik der Veranstaltung ausgelegt ist. Die Ladezone verfügt über mehrere große Laderampen und Tore, an denen LKWs und Tourbusse rangieren können, um Equipment direkt in das Innere der Arena zu transportieren. Von diesem funktionalen und oft von geschäftigem Treiben geprägten Ladebereich aus gelangt man über direkte, ebenerdige Wege tiefer in den Backstage-Trakt der Arena. Dieser interne Bereich beherbergt die Umkleidekabinen, Produktionsbüros sowie Künstlerbereiche, die mit modernster Technik, schallgedämpften Fluren und diskreten Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet sind, um den reibungslosen Ablauf hinter den Kulissen zu garantieren. Und genau hier treffen wir auf die von Cathy Kelley angekündigten beiden Performance-Center-Stars Leva Bates und Kid Lykos, wie sie gerade in der Halle ankommen und ein etwas tieferes Gespräch miteinander führen.

Leva Bates: „Du musst aufpassen. Dieser Reigns ist mit Sicherheit ein Monster.“

Kid Lykos: ’„Ach, mach dir keine Sorge. Das pack ich schon, haha.“

Während die beiden ihren Weg weiter durch den Backstagebereich in Richtung Arena fortsetzen, scheint sich die Stimmung um sie herum langsam zu verändern. Mit jedem Schritt wird es ein Stück ruhiger. Die Geräusche der Crew, das Stimmengewirr und die Hektik hinter den Kulissen rücken immer weiter in den Hintergrund, bis schließlich nur noch das dumpfe Dröhnen der Zuschauer in der Halle durch die Wände zu hören ist. Es ist eine Art von Stille, die nichts mit Gelassenheit zu tun hat, sondern vielmehr mit der Anspannung vor einem der größten Matches, das Kid Lykos bislang bestreiten musste. Selbst sein eben noch lockeres Lächeln wirkt inzwischen etwas nachdenklicher. Die Worte von Leva gehen ihm offenbar doch durch den Kopf. Roman Reigns ist kein gewöhnlicher Gegner. Er ist eine lebende Legende, und schon in wenigen Augenblicken wird Kid Lykos mit genau diesem Mann den Ring teilen. Trotzdem bleibt sein Blick entschlossen nach vorne gerichtet. Egal, wie groß die Herausforderung auch sein mag... jetzt gibt es kein Zurück mehr. Die Arena wartet bereits auf den jungen Superstar.

Leva Bates: „Meinst du, Raven wird dich zu dem Match begleiten?“

Kid Lykos: ’„Im Leben nicht! Wovon träumst du nachts!“

Leva zwingt sich zu einem kurzen Lächeln, doch wirklich überzeugen kann sie damit niemanden... am allerwenigsten sich selbst. Ihr Blick senkt sich für einen Moment auf den Boden, ehe sie wieder zu Kid Lykos hinübersieht. Natürlich kennt sie Raven inzwischen gut genug, um zu wissen, dass er niemals freiwillig mit einem seiner Schützlinge zum Ring hinausgehen würde. Trotzdem hatte sie insgeheim gehofft, dass ausgerechnet heute vielleicht eine Ausnahme gemacht würde. Nicht, weil Kid Lykos jemanden bräuchte, der für ihn kämpft, sondern weil sie weiß, gegen wen er gleich antreten muss. Kid Lykos hingegen wirkt weiterhin erstaunlich gelassen. Mit einem lockeren Grinsen läuft er einfach weiter, als würde ihn das bevorstehende Match kaum beschäftigen. Doch Leva kann diese Unbeschwertheit nicht teilen. Je näher sie den Umkleidekabinen der Arena kommen, desto lauter dringt das tosende Publikum zu ihnen durch und desto deutlicher wird ihr bewusst, dass dort draußen im Ring heute Abend Roman Reigns auf ihn wartet. Ein Mann, der seit Jahren als einer der gefährlichsten und dominantesten Wrestler überhaupt gilt. Leva wirft ihrem Partner einen kurzen, nachdenklichen Blick zu. Sie möchte ihm vertrauen, möchte glauben, dass er tatsächlich eine Chance hat. Doch tief in ihrem Inneren bleibt dieses ungute Gefühl bestehen, dass Kid Lykos heute Abend vor der größten Herausforderung seines bisherigen Lebens steht.

Leva Bates: „Denkst du wirklich, er würde sich so wenig um dich sorgen?“

Kid Lykos: ’„Denkst du das etwa nicht so?“

Das ist eine schwere Frage. Was soll Leva über Raven denken? Langsam senkt sie ihren Kopf und versucht, diese Frage gedanklich zu beantworten, aber... sie weiß es nicht. Sie findet keine passende Antwort... und das könnte vielleicht daran liegen, dass sie letzte Woche mit eben jenem Raven geredet hatte.

Leva Bates: „Nun ja... wir hatten letzte Woche miteinander gesprochen. Über... na ja... Gefühle und so...“

Das war natürlich nur ein sehr kleiner Bruchteil von dem, was eigentlich in diesem Gespräch passiert ist, aber es sollte immerhin ausreichen, damit Lykos eine Idee bekommen kann, worum es ging.

Kid Lykos: ’„Über Gefühle? Was denn für Gefühle? Hast du gesagt, dass du ihn liebst?“

Leva Bates: „Nein, um Gottes willen.“

Na ja... gut, es stimmt. So direkt hatte sie es nicht gesagt, aber absolut jeder würde schon zustimmen, dass sie es gesagt hat. Man muss nicht unbedingt Worte für so etwas nutzen. Aber logisch, dass Lykos jetzt ein wenig verwirrt ist.

Kid Lykos: ’„Über was habt ihr dann gesprochen?“

Leva Bates: „Ich hab... na ja, ich hab ihn nur gefragt, ob er... na ja... ob er mich mag...“

Und mit Sicherheit hat Leva diese Frage ganz ohne Hintergedanken gestellt. Lykos reagiert darauf nicht sofort. Er verkrampft etwas die Falten auf seiner Stirn und schaut Leva mit einem stark verwirrten Blick an. Eben sagte sie noch, sie hätte Raven nicht gesagt, dass sie ihn lieben würde, und hat so reagiert, als würde sie dies auch nicht. Aber warum fragt sie ihren Trainer dann so etwas? Frauen sind wirklich komische Lebewesen, die man einfach nicht verstehen kann. Aus diesem Grund sollte man sich immer ein Beispiel an den Männern nehmen, die alles direkt immer auf dem einfachsten Weg lösen. Und Lykos weiß genau, wie hier der einfachste Weg aussieht, um die Frage beantwortet zu bekommen, warum Leva das gemacht hat.

Kid Lykos: ’„Du fragst Raven, ob er dich mag? Warum das denn?“

...einfach fragen... Ja gut, das ist wirklich die leichteste Lösung. Nicht um den heißen Brei herumreden und einfach straight edge aussprechen, was einem gerade im Kopf herumschwirrt. Und Leva hat damit wohl nicht gerechnet, denn sie sieht gerade aus, als würde ihr gesamtes Inneres gleich explodieren. Sie muss tief durchatmen, ehe sie in der Lage ist, Lykos diese Frage zu beantworten, und dann...

Leva Bates: „Na ja... weil... ich ihn liebe!“

Dann beichtet sie es! Leva Bates hat gerade wirklich gebeichtet, dass sie Gefühle für Raven empfindet! Wow! Viele der hiesigen Fans finden das zwar abartig ekelhaft, aber es gibt auch welche, die es unglaublich schön finden. Aber auch traurig, weil es nicht so aussieht, als würde es jemals zu etwas werden können. Lykos bringt jedoch direkt die richtige Reaktion, die die Mehrheit in diesem Moment hatte, an den Tag.

Kid Lykos: ’„Warte, was? Du... du liebst ihn? Raven?“

Leva Bates: „Ach, ist doch egal. Er mag mich nicht, also hat sich die Sache doch erledigt.“

Für Lykos klang das so, als würde hier die Welt zusammenstürzen. Wie kann eine so schöne und sexy Frau wie Leva Bates nur so einen Typen mögen? Raven ist alt, faltig, respektlos, fett, faul, gebrechlich, hat seine Glanzzeit weit, weit, WEIT hinter sich und ist nur noch ein alter, dreckiger Säufer. Wie kann so ein Mann das Interesse von jemandem wie Leva Bates gewinnen? Was passiert hier? Was läuft hier falsch? Das geht nicht in seinen Kopf rein. Aber Leva hatte nicht ganz unrecht. Es wird wohl nichts werden zwischen ihnen.

Kid Lykos: ’„Das hättest du dir aber auch vorher denken können. Er mag niemanden. Natürlich wäre das nie was geworden.“

Als die beiden dann plötzlich an der Umkleidekabine der Gast-Superstars der heutigen Show angekommen sind, bleibt Lykos vor der Tür stehen, dreht sich zu Leva und legt ihr die Hand auf die Schulter.

Kid Lykos: ’„Versuche, deine Gedanken lieber wieder zu normalisieren und sei so wie jeder andere auch. Hasse Raven. Denn er kann niemanden ausstehen und genauso wenig kann ihn jemand ausstehen. Er wird von allen gehasst und genauso solltest du auch denken, ja?“

Traurige Worte, aber leider haben sie auch einen Teil Wahrheit. Vielleicht könnte das aber auch der Grund sein, weshalb Leva so über ihren Lehrer denkt. Er wirkt manchmal wie ein Mann, der tief in seinem Inneren so große Leiden und Schmerzen hat, dass er sie in sich verbaut und dadurch mit einer respektlosen und abstoßenden Art jeden versucht, auf Ferne zu halten und von sich wegzuschubsen, bis er komplett alleine in seinen Schmerzen sterben kann. Das klingt unheimlich traurig und vielleicht möchte Leva nicht, dass es so kommt.

Kid Lykos: ’„Also gut, ich mach mich jetzt für mein Match fertig. Wir sehen uns später!“

Aber können wir uns darüber jetzt keine Gedanken mehr machen. Lykos verabschiedet sich von Leva und geht in das Innere der Umkleidekabine und lässt die unglücklich Verliebte alleine zurück. Aber sein Match gegen den Tribal Chief heute wird dann wohl doch etwas wichtiger sein.

[Bild: 8484.jpg]

MATCH 3
SINGLES MATCH
Roman Reigns vs. Kid Lykos

[Bild: romanlykos.png]
Writer: ???



Das Licht in der Halle erlischt schlagartig. Ein kurzer Moment völliger Dunkelheit. Dann ertönt das Adrenalin bringende Schlagen der Beats von "A Day To Remember", ehe sie in den droppenden:

~GO~

enden! Auf dem Titantron flackern Bilder: Halsbrecherische Flugaktionen, krasse Stunts, unglaubliche Sprünge und ein junger Mann, der mit der gesamten Liga nur eines machen möchte: Taking it Ovah!
Dazwischen befindet sich das rot leuchtende Symbol eines stilisierten Wolfskopfes, zusammengesetzt aus geometrischen Linien und elektrischen Impulsen. Dann ein kurzer Stromausfall und plötzlich schießen grüne Laserblitze in alle Richtungen, wie elektrische Entladungen. Das Licht flackert in kaltem Weiß auf, begleitet von einem lauten Bassschlag, während die Musik zu ihrem Refrain kommt: Ein bombastischer, lauter Gesang, der die Fans von ihren Plätzen reist und wie eine kämpferische Sinfonie abgeht, die absolut alles zum explodieren bringt. Inmitten des blinkenden Lichts tritt Kid Lykos hervor. Er trägt sein typisches Lykos-Outfit, jedoch überarbeitet, als wäre es aus der Zukunft geflohen:

[Bild: ce6f789a-511f-49b0-b778-f2c27bbd5380.png]

Eine schwarze, zerrissene Jeansjacke, über und über mit schwarzem Öl und kryptischen Formeln bemalt. Darunter trägt er eine taktisches Wrestling-Hose in Neon-rot mit schwarzen Blitzen, die aussehen, als würden sie elektrische Energie speichern. An seinem Gürtel hängt ein kleiner Wolfskopf, der hin und wieder Hin und Her wackelt. Sein Gesicht ist mit der Klassischen Lykos-Maske überdeckt die hier in einem feuerrotem Licht leuchtet. Er kommt langsam aus dem Nebel, einen Metallstab in der Hand, der aussieht wie ein Kendo Stick, den man auf der Straße verwendet.

[Bild: 0a1a18e0-a337-4e02-8809-f549df016e5e.png]

Mit einem lauten Schrei hebt er diesen in die Lüfte, woraufhin die Zuschauer nur ohrenbetäubend laut johlen. Er wirft den Stab hinter sich auf die Stage und lacht wahnsinnig in die Kamera, bevor er auf den rRng deutet und die Fans den Yubel nur noch stärker, noch pulsierender, noch unregelmäßiger ertönen lassen. Er geht langsam die Rampe hinunter, als würde er ein Raubtier sein mit übertriebener Gestik. Seine linke Hand zuckt leicht, als würde er seinen Gegner bereits jetzt zerfleischen. Das Genie ist nur einen Wimpernschlag vom Wahnsinn entfernt!

Matthew Rehwoldt: "The following Countest is getting for one Fall!" ONE FALL!!! "Introducing first... From Cambridge, Cambridgeshire, England... Weighting in at 205Pounds... The Neeew Problem Child Of Professional Wrestling... KIIID LYYYYYKOOOOOOOOSSS!!!"

Im Ring angekommen, stellt sich Kid Lykos in die Mitte, lässt seine rechte Hand rotieren und schlägt dann mit voller Wucht seine Faust auf die Matte. Ein greller Lichtblitz durchzuckt den Ring, Rauch steigt auf, und als er sich legt, steht Lykos breit grinsend auf dem Tournbuckle! Kopf leicht geneigt, die Zunge zwischen den Zähnen und die Augen weit aufgerissen. Sein Atem ist schnell, aber kontrolliert, wie ein verrückter junger Superstar, der kurz vor dem Durchbruch steht.

[Bild: dg890yu-92d53feb-688d-4fab-8dde-674c5ed74fab.png]

Er springt vom dritten Seil wieder ab und lässt sich im ring auf die Knie fallen, schlägt sich mit der Faust gegen die Brust und lacht hysterisch, während der Ring in kaltem grünen Licht erleuchtet wird. Dann steht er langsam wieder auf, reißt die Arme hoch und die Musik bricht mit einem letzten metallischen KNALL ab. Das Publikum tobt, halb begeistert, halb verunsichert, ob sie gerade einen Wrestler oder eine durchgedrehte Bestie sehen. Die Kamera zoomt auf Lykos’ Maske, während er die Zunge rausstreckt und mit beiden Händen eine imaginäre Explosion nachahmt und auf seinen Gegner wartet.

Die Arena ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Menschen drängen sich Schulter an Schulter, jedes Gesicht ist nach vorn gerichtet, jede Stimme vibriert vor Erwartung. Eine elektrische Spannung liegt in der Luft kaum greifbar, fast lähmend. Niemand weiß, was gleich geschehen wird. Doch alle wissen, wer gleich erscheinen wird. Dann ohne Vorwarnung kippt die Atmosphäre. Das Licht erlischt schlagartig das nicht sanft, nicht allmählich, sondern abrupt, als hätte jemand mit der Faust die Sonne ausgeschlagen. Ein kollektives Raunen geht durch die Menge, begleitet von schrillen Rufen, Pfiffen, ersten Chants, die in der Dunkelheit verhallen. Einige zücken instinktiv ihre Handys. Andere erstarren doch nichts bewegt sich. Nur ein einziger, dumpfer Schlag hallt durch die Stille. Kein Musikton und kein Effekt nur dieser eine, tiefe, vibrierende Ton wie der Herzschlag der Erde. Und dann setzt sie ein die Roman Reigns Entrance Theme.



Diese klingt düsterer, langsamer, tribalistischer. Tiefe Trommeln rollen heran wie fernes Donnergrollen. Der Bass brummt schwer, dunkle Stimmen singen im Hintergrund, als kämen sie aus der Unterwelt.

Ein einzelner Lichtkegel durchschneidet den aufsteigenden Nebel und trifft die Mitte der Stage. Dort steht eine Silhouette... breit gebaut, unbewegt, mit gesenktem Kopf. Und dann tritt er hervor die Silhouette höchstpersönlich ..."Der Original Tribal Chief" Roman Reigns.

[Bild: images-q-tbn-ANd9-Gc-Rkx-Co-Cll-Zpl-Cy5-...n-Iw-s.jpg]

Keine Weste... Keine Begleiter... Nur er! In schwarzer Ringhose, mit nacktem Oberkörper und der Schweiß auf seinem tätowierten Brustkorb glänzt im Licht. Die tribalischen Muster auf seiner Schulter wirken wie Runen aus einer anderen Zeit. Seine Muskeln sind hart und präzise gezeichnet, seine nassen Haare liegen streng zurück. Einzelne Strähnen hängen ihm in den Nacken. Roman sein Gesicht zeigt nichts.. keine Wut, keine Freude sondern nur pure Entschlossenheit und völlige Ruhe doch er steht da und bewegt sich nicht.

Die Kamera fährt nah an sein Gesicht heran – jedes Zucken, jeder Atemzug ist sichtbar. Dann holt er tief Luft und beginnt zu gehen... Schritt für Schritt... Wie ein König, der in den Krieg zieht... Oder ein Henker, der keine Eile kennt. Die Musik dröhnt weiter doch die Pyrotechnik fehlt.. Keine Animationen... Nur Nebel... Licht... Und The Tribal Chief Roman Reigns. Er bewegt sich mit der Ruhe eines Mannes, der keine Zweifel kennt. Als er an den Zuschauern vorbeigeht, heben sich unzählige Smartphones. Einige schreien und manche beleidigen. Aber niemand wagt es, ihn zu berühren. Denn Roman Reigns ist nicht nur ein Wrestler. Nicht in diesem Moment. Jetzt ist er ein Monument... Eine lebende Legende...

[Bild: rr2.jpg]

An der Ringtreppe bleibt er stehen. Nur für einen Moment. Dann steigt er langsam hinauf – Stufe für Stufe. Oben auf dem Apron verweilt er kurz, schweift mit dem Blick durch die Arena, ohne jemanden wirklich anzusehen.

Matthew Rehwoldt: "Making his way to the Ring... from Pensacola, Florida... weighing in at 265 pounds.. THE ORGINAL TRIBAL CHIEF... "OTC"... ROOMMMAAAN REEEIIIGGGNNS!"

Dann stieg er durch das zweite Seil in den Ring. Die Musik verebbte langsam. Das Licht in der Arena dimmte noch weiter, bis nur noch ein einziger, kalter Lichtkegel den Ring erleuchtete. Alle anderen Lichter waren aus. Die Halle ist dunkel und still. Roman Reigns steht in der Mitte des Rings. Breitbeinig, aufrecht, ruhig. Der Blick geradeaus, in die Hardcam. Seine Brust hob und senkte sich leicht. Er bewegte sich kein Stück. Die Kamera zog langsam heran, von der Seite, dann von vorne. Seine Augen blickten direkt ins Objektiv... kalt, klar, fokussiert. Er kann es kaum erwarten bis das Match startet und spricht vor sich her um sich zu motivieren.

Warnung! Spoiler!
Roman Reigns kann sich in diesem Match durchsetzen und Kid Lykos nach dem Spear pinnen (17.01 Minutes)

Here is your winner by pinfall: ROOOMAAAAN REEEEEIGNSSS!

[Bild: 2.jpg]

Mit Drohnenbildern von der Stadt Atlanta geht es weiter, bis die Kamera vor der State Farm Arena stehen bleibt und für Sekunden die Spotlights, die in den Himmel schießen, filmen. Das Logo der Arizona Cardinals erscheint sowie das Logo der c2c. Doch die nächsten Szenen tragen uns nicht ins Innere, sondern seitlich davon ab. Ein Eingang zur Arena, welcher eigentlich nicht genommen werden sollte und ausschließlich verwendet wird, um Verpflegung unauffällig und sicher ins Gebäude gebracht werden kann. Überall sind Kabel an den Wänden und Rohre an den Decken. Das Licht dürfte auch heller sein.
Der Grund für diese Aufnahmen sind begründet: Liv Morgan. Das Erscheinen in Atlanta hat sie sich anders vorgestellt. Mit Title und Sieg über Tiffany Stratton. Es scheint, als hätte sich Kali verzockt. Und genau das führte zu einem Streit zwischen Liv und Kali. Sie wirkt verändert. Nicht mehr so unsicher. Verrückt. Kühl. Doch wie sieht sie überhaupt aus? Ein weißes T-Shirt, wobei der obere Bereich rot ist. In schwarz steht darauf geschrieben: Daddy's Lil Monster. An manchen Stellen ist es leicht eingerissen. Dazu kombiniert eine Hot-Pants, wobei eine Seite Rot und die andere Seite Blau ist. Schwarz-Weiße Stiefel mit hohen Absätzen komplettieren das Outfit. Ihre blonden Haare sind zu Zöpfen gebunden und gefärbt. Eine Seite sind die Spitzen Rot und auf der anderen Seite Blau. In der Hand ein Baseballschläger, worin die Farben auch aufgegriffen werden. Doch was soll das Ganze? Wurde sie zu Harley Quinn?
Na ja, nicht ganz. Nach der Niederlage gegen Stratton gab es einen Streit zwischen Liv und ihrer bösen Seite Kali. Was im Locker vor dem Match begann, eskalierte nach dem Match. Vor allem Kali wurde angefeindet. Sie ist der Grund für das Verschwinden von Drew und die Niederlage. Kali trat an, obwohl zwischen den beiden etwas anderes vereinbart wurde. Liv sollte gegen das Buff Barbie Doll antreten, nicht Kali. Umso größer fiel die Schuldzuweisung von Liv aus. Am Ende gab es nur eine Lösung. Sie müssen zusammenarbeiten. Und so, wie wir sie jetzt sehen, ist das Ergebnis. Frech grinst sie in die Kamera, mit der Zungenspitze zwischen den Zähnen. Der Baseballschläger hinter dem Rücken, der mit beiden Händen festgehalten und jongliert wird. Und ist ihr Grinsen Mal verschwunden, kaut sie auf ein Kaugummi.

Liv Morgan:
Ich weiß, was ihr denkt! Was verfickt nochmal, soll das!

Emotionslos zuckt sie mit der Schulter. Ihr Blick wendet sich kurzzeitig von der Kamera ab und sucht einen Fixpunkt in der Nähe. Dabei kaut sie sichtbar auf den Kaugummi und formt sogar eine Blase, die Sekunden später platzt.

Liv Morgan:
Ich musste handeln! So ging es nicht weiter! Die Niederlage war zu viel! Das kann ich nicht akzeptieren! Gegen diese…Schlampenpuppe. Ihhhh…! Jetzt gibt es eben die perfekte Mischung aus Liv und Kali. Kali und Liv. Livali, hihi

So wurde die Millionärstochter wohl noch nie genannt. Aber Tiffany wird es kaum stören. Sie ist die neue Women's World Championesse. Wieder. Und ist man ehrlich, hat sie es sich verdient. Sie kämpft und fightet hart.
Bei Liv formt sich eine Schmolllippe, während sie ein paar Schritte voran geht. So weit, dass sie an der Kamera vorbei geht. Ein frecher Blick in die Kamera folgt, wobei man ein kleines schwarzes Herzchen auf der Wange sehen kann. Als sie die Kamera passiert hat, hält sie den Baseballschläger nur noch in der linken Hand. Die andere schwingt bei jeden Schritt mit. Bis sie plötzlich stehen bleibt, ohne sich zur Kamera zu drehen.

Liv Morgan:
Dann muss eben die gaaaanze Liga darunter leiden, haha

Ein kleines Gelächter bricht aus, während die freie Hand über den Kopf des Baseballschläger gleitet. Und während das Lachen durch den Tunnel scheint, legt die den Kopf schief. Natürlich gibt es noch ein anderes Thema: Drew McIntyre. Eine Menge Leute wollen nicht nur wissen, wo der Schotte ist, sondern suchen bereits nach ihm. Tja…auch dazu hat Liv ein Update.

Liv Morgan:
Und Dreeewww wird mir dabei helfen! Er ist geheilt!

Eine kurze Pause. Das Bild fährt um die Jerseyanerin herum, sodass sie diese von vorn filmen kann. Geschockt atmet sie ein und legt die freie Hand auf ihre Brust. Leicht beugt die sich vor, als müsste sie nach zu jemanden reden, der am Boden liegt.

Liv Morgan:
Seht doch selbst!

Das Bild schwenkt kurz nach rechts, sodass man an Liv vorbeischauen kann.
Für einige Momente passiert dann aber nichts. Anhand der Reaktionen der Fans kann man deutlich hören, das diese natürlich sehr gespannt waren, ob Liv hier die Wahrheit sagte. Wenn ja, dann wird gleich eine Welt für viele Fans des Schotten zusammenbrechen. Doch dann tritt plötzlich eine Person aus dem Schatten hinter Liv hervor. Die Haare hängen ihm ins Gesicht, er wirkt ungepflegt. Drei Wochen...drei Wochen war er verschwunden und diese drei Wochen reichten aus, um ihn zu ausschauen zu lassen. Er bleibt dicht hinter Liv stehen und man kann erkennen, das es tatsächlich Drew war. Er sagt nichts, man kann nur seine Augen erkennen, wie sie durch sein Haar hindurch blicken. Dann richtet er seine Worte in die Kamera, seine Stimme rau und ohne Emotion.

Drew McIntyre
„Drei Wochen...Drei Wochen voller Dunkelheit. Jeder dort draußen hat geglaubt, das Drew verschwunden war...in Wahrheit...ist Drew McIntyre gestorben...so wie Ihr alle ihn kanntet...drei Wochen haben dafür gereicht...“

Es folgt eine Pause, die aber noch einmal tief in die Wunde der Fans drückt, die Hoffnungen hatten, das Drew unversehrt wiederkommen würde. Man konnte auch das Raunen hören, als sich Drew gezeigt hatte. Ungläubigkeit war es, was durch die Reihen der Fans lief. Hinter den langen Haaren, die weiterhin das Gesicht Drews verdeckten, konnte man ein kleines Schmunzeln erkennen. Es war aber kein freudiges Schmunzeln...nein...es hatte etwas anderes an sich...etwas...düsterer...

Drew McIntyre
„Der Mann, der nach Regeln gekämpft hatte...Der Mann, der Ehre gezeigt hatte...diesen Mann gibt es nicht mehr...und das ironische daran ist, das ausgerechnet die Person mir die Augen geöffnet hatte, die für mich ein Dorn im Auge war...Kali...und auch Liv hat erkannt, das es besser ist, wenn man zusammenarbeitet...und das Ergebnis? Das Ergebnis ist das hier...“

Er blickt dann zu Liv, welche zu ihm hinaufschaute. Drews Hand erhebt sich langsam und er streicht Liv schließlich sanft über ihre Wange. Ein schwach sichtbares Lächeln konnte man bei Drew wieder erkennen, ehe er seinen Kopf wieder in Richtung Kamera hebt.

Drew McIntyre
„Die Liv, die ihr kanntet...gibt es nicht mehr...den Drew, den ihr kanntet...gibt es nicht mehr...Vor euch steht der Scotish Psychopath...welchen ich ehrlicherweise zu lange habe eingesperrt lassen...Kali hat mir bewusst gemacht, das die Zeit gekommen ist, nicht mehr nur der Mr. Nice Guy zu sein...Und wisst ihr was? Ich fühle mich in diesem Körper verdammt wohl...das einzige Problem ist...der Psychopath braucht seine Opfer...“

Erneut stoppt er und blickt zur "neuen" Liv, welche durchaus als Harley Quinns Schwester durchgehen könnte. Während Drews Blick Liv nicht verlässt, beginnt er damit seinen Kopf langsam hin und her zu bewegen.

Drew McIntyre
„Daher solltet ihr Livs Warnung ernst nehmen...denn das Beste an der ganzen Sache ist...das ich mir meine Opfer nicht mehr aussuche...Jeder, kann der nächste sein...Außer...meine Liv hier...sagt etwas Anderes...und glaubt mir...Sie sagt sehr selten nein zu etwas, wenn sie fokussiert ist...“

Während der Hüne redet, beißt sich Liv frech auf die Zungenspitze und nickt sogar ab zu zu wild. Besonders nach dem letzten Satz nickt sie umso wilder. Ihre Zöpfe schwingen dabei hin und her. Bis sie plötzlich stoppt. Fast wie eingefroren. Nur ihre blauen Augen fixieren die Kamera. Den Baseballschläger schwingt sie so, dass sie ihn auf der Schulter ablegen kann.

Liv Morgan:
Ich bin mir nicht sicher ob ihr wisst, was dies alles bedeutet. Ich meine...könnt ihr euch das Vorstellen?

Fragend dreht sie ihren Kopf zur Seite, sodass sie über die Augenwinkel zum Schotten hochschauen kann. Und nachdem ein paar Sekunden vergangen sind, löst sich die Ernsthaftigkeit wieder und die falsche Harley Quinn hüpft vor Freude auf der Stelle. Weil sie so schräg lacht, beugt sie ihren Oberkörper kurz nach vorn. Nur bis sie weiter erzählen möchte.

Liv Morgan:
Egaaaal! Die c2c, wie ihr sie kennt, gibt es nicht mehr! Keine Gossip-Geschichten wie zwischen Becky und Seth. Fallon und Drew. Ab jetzt solltet ihr euch umdrehen, jahaaa...! Könnte sein, dass wir euch ausgewählt haben! Eine neue Ära beginnt. Und bald haben wir die Kontrolle!

Bald? Verspielt zuckt Liv mit der Schulter und nimmt Drew dann an die Hand. Ganz bewusst sogar. Das ist nicht einfach nur Händchen halten, sondern wirkt wie ein Befehl auf McIntyre.
In dem Moment, wo Liv die Hand des Hünen nimmt scheint dieser sofort ruhiger zu werden, als würde er in diesem Moment wieder wie vorher wirken. Sein Blick geht zu Liv und bleibt auch auf dieser. Während man den Beiden so zuschaut, kann es einem schon sehr unwohl werden. Nach einigen Augenblicken schaut Drew wieder zurück in die Kamera.

Drew McIntyre
„Genießt die Ruhe vor dem Sturm...denn wir werden kommen...bald...und mal schauen, wer denn der Glückliche sein wird, als Erster die neue Ära begrüßen zu dürfen...Diese Ära wird geprägt sein...“

Der Hüne stoppt und legt seinen Kopf schief. Ein breites Grinsen ist zu erkennen als Liv seine Hand wieder loslässt. Der Schotte stellt sich dann direkt hinter Liv, der Größenunterschied ist beachtlich in diesem Moment und wirkt genau deshalb so verdammt imposant. Er legt seine Hände dann an Livs Hüfte, sodass es sehr vertraut wirkte. Sein Blick bleibt auf die Kamera fixiert und Sekunden später ändert sich sein Gesichtsausdruck in etwas böseres.

Drew McIntyre
„Geprägt von...POWER und CHAOS!!!“

Power und Chaos sind genau die richtigen Worte. Liv muss dabei frech Grinsen. Chaos verbreitet sie unheimlich gern. Und sobald die c2c den Ernst der Lage verstanden hat, würde das alles umso mehr Spaß machen.

Liv Morgan:
Wir werden euch den Arsch versohlen!

Kommentiert sie noch und stellt sich dann seitlich zur Kamera. Ruckartig hebt sie den Baseballschläger bis über die Schultern und schwingt diesen dann nach vorn, als würde sie locker flockig einen Ball treffen wollen. Noch sieht das alles harmlos aus. Nicht auszudenken, was Liv alles mit den Schläger machen könnte.

Liv Morgan:
Ciao Miau!

Sagt sie dann noch, bevor das Bild ausblendet.

Pat McAfee: "Was habe ich hier gerade gesehen? Ist wirklich das passiert, was nicht hätte passieren sollen?"

Cathy Kelley: "Ich vermute ja...und ich habe tatsächlich ein verdammt schlechtes Gefühl dabei. War es jetzt Liv oder Kali, die wir hier gesehen haben? Oder gar Beide? Und Drew...ich möchte nicht drüber nachdenken..."

Wade Barrett: "Ich würde die Warnung ernst nehmen...Jeder sollte diese ernst nehmen..."

[Bild: ef.jpg]

MATCH 4
TAG TEAM MATCH
Fallon Henley & Bobbi Tyler vs. The Iinspiration (Jessie McKay & Cassie Lee)

[Bild: iinspirationfallonbobbi.png]
Writer: ???

The Iinspriation steht bereits im Ring.



"Iiiii Miss the Misery!"

Die markante Stimme von Elizabeth „Lzzy“ Hale kündigt die Dame aus London an - Bobbi Tyler! Zielstrebig marschiert die blonde Britin auf die Stage. Über ihrem Gear trägt sie eine olivegrüne Jacke, die fast einen Ticken zu groß wirkt. Auf der Nase sitzt eine Sonnenbrille mit ovalförmigen Gläsern. Sie dreht sich leicht zur Seite, legt den Kopf in den Nacken und greift erst mit der linken und dann mit der rechten Hand hinter ihren Rücken. Symbolisch holt sie ihre "Waffen" hervor, die natürlich nur von ihren Händen dargestellt werden. Diese "feuert" sie in Richtung der Kamera vor ihr ab, wobei sie den rechten Arm ausgestreckt lässt und grinst als wolle sie "Hah! Hab' dich!" sagen.

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring... from London, England... BOBBI TYLER!"

Von den Rängen gibt es recht gemischte Reaktionen. Tyler scheint aber alles um sich herum auszublenden. Der Ring und der Weg dahin ist das Einzige, was sie im Moment interessiert. Dort ignoriert sie die Treppe und geht einmal nach rechts, um die erste Ecke herum. Schwungvoll hievt sich Bobs auf das Apron. Sie geht zur Ringecke zurück, hält sich dort mit beiden Händen fest, stellt einen Fuß auf das untere Turnbuckle, drückt sich dort ab und kann sich so in das Innere schwingen. Schnell geht die Britin auf eine weitere Ecke zu und besteigt auch diese, mit einem Fuß auf dem mittleren und einem auf dem oberen Seil. Grinsend sucht sie mit ihren Augen die nächste Kamera. Die Arme streckt sie aus und präsentiert sich so in ganzer Pracht den Zuschauern. Paar Sekunden später hüpft die Blonde auf die Matte zurück und sucht die Mitte. Dort lässt sie sich auf die Knie fallen, greift erneut hinter ihren Rücken und präsentiert ein weiteres Mal die, mit den Händen geformten, "Pistolen". Eine davon hält sie gegen den eigenen Kopf und zeigt ein Lächeln, das nur schwer zu deuten ist. Ihre Theme verstummt langsam. Bobbi legt Sonnenbrille und Jacke ab. Bis es offiziell losgeht zieht sich Tyler in eine Ringecke zurück und geht leicht in die Hocke.



Leichter Country Flair weht durch die Halle, als Fallon Henley zu den Klängen ihrer Theme die Halle betritt. Über ihrem Gear trägt sie eine braune Weste, an der einige Fransen angebracht wurden. Lächelnd schnalzt sie mit der Zunge und zwinkert den Fans zu, die ihr einen warmen Empfang bereiten.

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the ring... from Chelsea, Michigan... FALLON HENLEY"

Selbstbewusst stapft sie los und beginnt die letzten Meter zu sprinten, so dass sie gekonnt unter den Seilen in den Ring sliden kann. Sofort hüpft das Country Girl wieder auf und steigt auf ein Turnbuckle. Der linke Fuß bleibt auf dem mittleren Seil, während sie den anderen auf das obere stellt. Die Weste rutscht von ihren Schultern, wird einmal über ihren Kopf im Kreis gewirbelt und dann nach draußen geworfen, wo ein c2c Mitarbeiter das Kleidungsstück entgegen nimmt. Fallon springt auf die Matte zurück und ist bereit zu kämpfen.

Warnung! Spoiler!
Fallon Henley und Bobbi Tyler können sich in diesem Match durchsetzen. Der finale Pinfall gelingt Fallon Henley nach dem Hoedown an Jessie McKay (4.03 Minutes)

Here are your winners by xyz: BOOOOBIII TYYYLEEEEER AAAAND FAAAALOOON HEEEENLEEEEEY!

[Bild: 5.jpg]

Das Match ist vorbei! The Inspiration ist geschlagen! Jessie McKay und Cassie Lee waren ein hartes Stück Arbeit gewesen und hatten am Ende Fallon Henley und Bobbi Tyler mehr gefordert, als es diesen lieb gewesen ist. Aber gut, die Ladies from Down Under kennen sich seit Ewigkeiten in- und auswendig. An diesen Punkt wollen Tyler und Henley noch gelangen. Dass sie dennoch gewinnen konnten, ist da ein sehr guter Start. Dementsprechend glücklich wirken sie, als sie in den Backstage Bereich zurückkehren. Arm in Arm und grinsend drücken sie sich durch einen schweren Vorhang.

bobbi.tyler: Wow, das war echt toll! Das hat Spaß an deiner Seite zu kämpfen. Dir dabei zuzusehen, wie du Cassie und Jessie durch den Ring wirfst…klasse! Bist also nicht nur heiß, sondern auch noch schlagkräftig, hm?

…fragt die Blonde neckend und zwinkert der Amerikanerin zu. Fallon nimmt das Kompliment auf, in dem sie die Nase in die Höhe hält und sich mit der freien Hand einmal durch die Haare fährt, als wäre diese Aussage die größte Selbstverständlichkeit auf Gottes weiter Erde. Natürlich kein Anfall an Arroganz, sondern ein Spaß, was man daran erkennt, dass sie gleich danach kurz verlegen lacht. Innerlich errötet das Country Girl leicht, als Bobs sie „heiß“ nennt. Hört man doch gerne, vor allem von einer, inzwischen, so guten Freundin. Oder besser gesagt…ihrer nun besten Freundin!

Fallon Henley: Hey, ich stehe mit einer hotten und schönen Blondine aus England in einem Ring. Da muss ich mich schon ordentlich strecken, um mit ihr mithalten zu können. Und…oh, warte! Moment! So!

Tyler findet es schön, wie sie sich gegenseitig „aufziehen“ und sich dabei Komplimente zuschieben. Fallon sieht dabei Bobs genau an und entdeckt eine lange Haarsträhne, die der Britin direkt vor das Gesicht fällt und diese auch zu stören scheint. Zumindest versucht die ehemalige Womens Championesse diese weg zu pusten. Da die Brünette aufmerksam und hilfreich ist, streicht sie die Strähne hinter Bobbi’s Ohr und nickt ihr zufrieden zu. Bobs lächelt sanft, sieht auf den Boden und berührt selbst ihr Ohr.

bobbi.tyler: Danke!

Das kam fast schon flüsternd aus ihrem Mund, was die Blonde selbst ein wenig irritiert. Henley nimmt das aber so hin und stupst mit dem Zeigefinger das Näschen ihrer Kumpeline an. Ein weitere, liebevoll gemeinte Geste. Für die Britin aber Grund genug sich zu „wehren“. Sie schlingt sich komplett um das Country Girl und drückt sich fest an diese. Fallon kennt diese plötzlichen Momente, in denen Bobs diese Umarmungen braucht, inzwischen ganz gut. Es stört die Amerikanerin auch nicht, obwohl sie verschwitzt sind und sie gefühlt sofort aneinanderkleben – ganz im Gegenteil! Es wird genossen, weil es einfach gut tut wieder jemanden in seinem Leben zu haben, der einem so nahesteht. Nach der Trennung von Drew McIntyre hatte sie sich durchaus auch alleine gefühlt. Mit der größte Grund dafür, warum sie freundschaftlich mit dem Schotten und Liv Morgan verbunden bleiben wollte. Aber da war noch nicht absehbar gewesen, dass sie noch einen Zugang zu Bobbi findet und mit dieser in wenigen Wochen eine so gute Freundschaft aufbauen konnte.

bobbi.tyler: Ich hab‘ Lust auf Burger!

Eine plötzliche Erkenntnis! Fallon’s Augenbrauen zucken nach oben, bevor sie grinsen muss.

Fallon Henley: Okay, dann wissen wir ja, was wir nachher zum Abendessen haben!

Dann wäre das auch geklärt! Und Burger klingt alles andere als verkehrt.

bobbi.tyler: Und ein Milchshake! Das haben wir uns nach dem Sieg verdient!

Fallon Henley: Da hast du Recht! Bin ich dabei!

Bobbi löst sich leicht, so dass die Freundinnen sich ansehen und angrinsen können. Die Mimik der Britin wird etwas ernster und sie beißt sich leicht auf die Unterlippe. Henley merkt sofort, dass sie etwas bedrückt und sieht die Blonde fragend an.

bobbi.tyler: Fallon…öhm…wäre es okay, wenn ich heute Nacht bei dir im Zimmer schlafe? Letzte Nacht war wieder etwas…naja…

Fallon Henley: Klar, natürlich ist das okay!

Da muss die ehemalige Stevie Turner nicht mehr sagen. Ob Bobbi wieder den Albtraum hatte, nicht schlafen konnte oder sich einsam gefühlt hat, spielt da eine untergeordnete Rolle für das Country Girl. So oder so kann sich Tyler ihrer Unterstützung sicher sein. An der rosigen Gesichtsfarbe rund um Bobbi’s Nase sieht man, wie viel es der Jüngeren bedeutet. Auch wenn sie da gewisse Sorgen begleiten.

bobbi.tyler: Es kann aber sein, dass ich wieder unruhig schlage, vielleicht sogar aufwache und eine Panikattacke habe. Gosh, das tut mir jetzt schon leid…vielleicht lassen wir das doch lieber?

Nein, das kommt für die Ältere nicht mehr in Frage! Sie hat zugestimmt und das bleibt es! Worauf sie sich bei Bobbi Tyler einlässt, weiß sie inzwischen und ist bereit ihr in jeder Lage beizustehen. Sanft, aber bestimmt schüttelt das Country Girl mit dem Kopf.

Fallon Henley: Nein, das passt! Du musst dich dafür nicht entschuldigen. Wenn das eintrifft, dann höre ich dir zu und nehme dich in den Arm, bis du wieder einschlafen kannst. Wir haben morgen frei…also können wir zur Not auch lange ausschlafen.

Tyler ist gerührt und fast schon fassungslos darüber, wie gut sie freundschaftlich zueinander passen. Wer hätte das noch vor zwei, drei Monaten für möglich gehalten?

bobbi.tyler: Danke Fallon! Danke für alles, was du für mich tust!

Wären ihre Arme nicht damit beschäftigt Bobs zu umarmen würde Henley nun sicher abwinken um klarzumachen, dass es eine Selbstverständlichkeit für sie ist.

Fallon Henley: Sehr gerne! Du machst ja auch viel für mich. Mehr, als es dir wahrscheinlich bewusst ist!

Ehrlich gemeint! Bevor Bobbi darauf antworten kann, wechselt auf einmal die Kameraperspektive. Die beiden Frauen werden in einigen Metern Entfernung gezeigt. Hat nun etwas voyeuristisches. Und tatsächlich…eine vermummte Gestalt huscht durch das Bild und sieht hinter einer Ecke hervor. Durch ihren Umhang und die Kapuze kann man nicht erkennen, wer es ist. Zumindest wirkt sie kleiner und zierlicher. Eine Hand, die in einen eng anliegenden Handschuh gezwängt wurde, greift an die Kante der Ecke und krallt sich regelrecht in das Gemäuer. Leise, aber hörbar atmet die Person, während sie weiterhin Bobbi und Fallon beobachtet. Erst als die Beiden langsam weiter gehen, zieht sich die Gestalt ebenfalls zurück und verschwindet im Dunkel des nächsten Ganges. Was hat das zu bedeuten? Wer war das? Kommen neue Probleme auf die Britin und die Amerikanerin zu? Man wird es vielleicht bald sehen. Fade off.

[Bild: 3.jpg]

CO - MAIN EVENT
NON TITLE SINGLES MATCH
Kenny Omega © vs. Matt Riddle

[Bild: kennyriddle.png]
Writer: Alex



Manchmal braucht es nicht viel um die Stimmung auf den Rängen in die Höhe schnellen zu lassen, da genügen ab und an ein paar Töne aus den Hallenboxen und schon ist Freude angesagt. Zumindest bei der bevorstehenden Ankunft des Superstars, der gerne Wörter in seine eigene Sprachform bringt. Ein weiteres Markenzeichen ist sicherlich das Gefährt mit dem dieser Herr stets zum Ring gecruist kommt, seinem „Matt Mobil“. So ist es natürlich auch heute der Fall.

Als der King of Bros auf der Rampe zu sehen ist wird es noch ein Tacken lauter in der Arena. Viele Plakate die speziell für ihn gebastelt wurden sind auf den Rängen zu ersehen und die zahlreichen Hände die ihm entgegengestreckt werden, bekommen in großer Anzahl auch die erhoffte Berührung zu spüren. Dieser Typ ist einfach ein Mann des c2c-Volkes, so wie man es sich wünscht. Während er den Scooter zielstrebig zum Seilgeviert steuert, wird er von seinem Fast-Namenkollegen vorgestellt.

Matthew Rehwoldt: "Ladies and gentlemen... it is my pleasure to introduce to you… from Allentown, Pennsylvania... weighing in at 170 pounds... Coast 2 Coasts one an only Bro-totype… so make some noise for MAAAAAATTTT RIIIIIDDDDLLLLEEEE!"

Derweil hat der soeben angekündigte Roller-Fahrer sein Vehikel in der Nähe des Kommentatorenpulets abgestellt um nun sportlich, geschwinde in den Ring zu sliden. Dort angekommen stellt er sich in die Mitte, wirft kurz einen Blick nach rechts und links und springt dann mit einem dazugehörigen Pyro-Effekt in die Luft um sich dort seiner bis dato an den Füßen befindlichen Sandalen zu entledigen.

Beim Publikum kommt dieser Move immer besonders gut an, so dass er dafür lauten Beifall und entsprechende Chants zu hören bekommt. Sichtlich zufrieden zieht er nun auch die restlichen Kleidungsstücke aus wie Jacke und Kappe um bereit für seinen anstehenden Kampf zu sein. Kurz darauf verstummt die Theme des langhharigen Spaßvogels, dessen Fokus nun auf seinen heutigen Gegner gerichtet ist.


Das Licht in der Halle wird ein wenig gedimmt. Aufgeregt schnappen sich die anwesenden Zuschauer ihre Kameras oder ziehen hastig ihre Smartphones aus den Hosentaschen. Den folgenden Moment wollen sie festhalten. Daher ist es wenig verwunderlich, dass von allen Seiten ein Blitzlichtgewitter auf die Entrance Stage prasselt. Die Boxen springen an...



ARE YOU READY FOR THIS?

Nachdem das gewohnte Intro der Kenny Omega Theme langsam angefangen und immer mehr an Fahrt aufgenommen hat, betritt der Cleaner die Bühne. Er trägt lange schwarze Pants, auf denen in weiß „Best Bout Machine“ abgedruckt ist. Der Oberkörper wird von einer ärmellosen Weste bedeckt, auf deren Rücken ein einzelner Flügel angenäht wurde...passend zu seinem Finisher. Den Titel hat sich der Kanadier um die Hüfte geschnallt. Lächelnd nimmt er die positiven Reaktionen der Fans wahr und taucht regelrecht in diese ein. Mit geschlossenen Augen beugt er sich nach vorne...nur um sich gleich wieder langsam aufzubauen und die Arme in die Höhe zu strecken. Wie aufs Stichwort wird rechts und links neben dem Kanadier die Pyrotechnik aktiviert...

Matthew Rehwoldt: "Making his way to the ring... from Winnipeg, Manitoba, Canada... weighing in at 203 pounds... he is the c2c World Hevyweight Champion... the Cleaner... KENNY OMEGA!"

Die Kamera folgt ihm direkt die ersten Schritte. Kenny nutzt das aus, um ein paar Worte an den heutigen Kontrahenten und über sich selbst zu verlieren. Aufgrund der Hintergrundgeräusche kann man aber nicht wirklich etwas verstehen. Als er schließlich beim Ring angekommen ist, wählt er den Weg über die Treppe und durch die Seile. Innerhalb der Ropes positioniert er sich mittig im Ring, geht kurz in sich, winkelt seinen rechten Arm so an, dass er seine eigene Faust küssen kann…langsam streckt Kenny den Arm aus und spreizt den Daumen und den Zeigefinger ab, so dass er seine patentierte Pistolengeste zeigen kann. Seine Entrance Theme verstummt. Der Canadian X entledigt sich noch der Weste und nimmt den World Titel ab, bevor er diesen in sichere Hände abgibt. Bevor der Kampf nun starten kann, macht Omega ein paar Lockerungsübungen und ist damit bereit…

*Ding Ding*

Beide Männer kennen und mögen sich. Sieht man auch an ihrem Lächeln, als sie sich nah gegenüberstehen. Ein paar freundliche Worte werden ausgetauscht...und auf einmal beginnen sie "Schere-Stein-Papier" zu spielen. Riddle hat sich für "Papier" entschieden und kann damit Kenny's "Stein" umwickeln. Daher beugt sich dieser nach vorne und lässt sich freiwillig in einen Side Headlock nehmen. Der Cleaner kann Matt dann von sich drücken und in die Seile befördern...und ihn mit einem Shoulder Block auf die Matte schicken. Augenzwinkernd deutet er mit einer "Pistole" auf ihn, was dem Bro auch ein Lächeln auf die Lippen zaubert, bevor er sich wieder aufrafft.

Warnung! Spoiler!
Die Leichtigkeit verschwindet nach ein paar Minuten jedoch komplett. Trotz aller Nettigkeiten und der Lust Spaß zu haben, sind das immer noch Athleten, die gewinnen wollen. Matt Riddle kämpft darum sich für einen neuen Vertrag zu empfehlen. Kenny Omega möchte zeigen, warum er immer noch der Champion ist und er nach dem War Games Match die Spannung nicht verliert. Aber gerade jener Fight steckt dem Kanadier noch in die Knochen, so dass der Bro zunächst die Matchführung übernimmt. Matt kann mit seinem MMA Background punkten und zeigt, warum er ein gefährlicher Striker ist. Ein paar Tritte und Schläge kommen ins Ziel, die der Destiny Flower ordentlich zusetzen. Jedoch schlägt der King of the Anywhere Match schließlich zurück und bringt Matt in Bedrängnis. Am Ende gibt es drei V-Trigger in Folge, die Riddle entwaffnen. Kenny nimmt den Bro auf seine Schultern...ONE WINGED ANGEL! Cover...One, Two, Three!

*Ding Ding*

Geschafft! Den nächsten Sieg eingetütet! Lächelnd lässt sich Omega von den Fans feiern, während der Ref ihm den Belt übergibt. Diesen legt er auf seine linke Schulter und sieht zu Riddle herab, der langsam zu sich kommt. Der Cleaner reicht ihm die Hand...und der Bro nimmt die Geste dankend entgegen. Der Kanadier hilft dem Langhaarigen auf...kurze Umarmung zwischen den beiden Männern, was von den Zuschauern mit wohl wollendem Applaus registriert wird. Omega klopft Riddle auf die Schulter, bevor dieser sich aus dem Ring rollt und dem Champ die Bühne überlässt. Der Cleaner hebt den Belt in die Höhe und genießt für einen Moment diesen Triumph.

Wade Barrett: "Der nächste Gegner den Kenny Omega in die Knie zwingt. Es wirkt fast so als wäre er unbesiegbar!"

Pat McAfee: "Niemand ist..."

THE REVOLUTION IS TELEVISED!

Ein Gitarrenriff wummert durch die Arena und dann dröhnt eine Stimme aus den Boxen. Diese Stimme ist nicht gänzlich unbekannt. In der Vergangenheit von Coast 2 Coast Wrestling hat man diese schon das ein oder andere mal vernommen. Die Fans springen von ihren Sitzen und recken ihre Hälse gen Stage.

Cathy Kelley: "OH MEIN GOTT! Kann das sein?"



Die ganze Arena ist ein wenig ungläubig. Nicht ganz mit Unrecht, so haben sich die Wege von Kenny Omega und eben jenem Ricky Starks zu dem diese Musik gehört bereits gekreuzt. Damals war es sogar der Stroke Daddy der sich erfolgreich gegen den Cleaner durchsetzen und ihm den Eastcoast Championship abnehmen kann. Eben jener Absolut Ricky erscheint nun auf der Stage. Sein Blick geht gen...Matt Riddle! Er nimmt den Bro ins Visier, sprintet los und mit einem gewaltigen Spear reißt er den Blondschopf von den Beinen. Geschickt rollt sich Ricky ab, dreht sich zur Seite und greift mit seiner flachen rechten Hand an seine Stirn. Diese Geste kennt man von ihm. Anschließend löst er diese Pose und dreht sich ruckartig und starrt nun Kenny Omega an!
Der wirkt so, als habe er einen Geist aus der Vergangenheit gesehen...was ja auch so ist. Absolute Ricky hatte damals die erfolgreiche und lange Eastcoast Title Regentschaft von Kenny Omega beendet. Starks hatte ihm seine "Easty" genommen. Etwas, was der Cleaner durchaus nicht vergessen hat. Nun ist er zurück und will den nächsten Titel vom Kanadier holen? Kenny holt einmal tief Luft...und hält entschlossen den Belt in die Höhe. Vor dem Match hatte er ja noch angekündigt, dass jeder ihn herausfordern könnte...jeder! Auch jemand, der ihn schon besiegen konnte! So zeigt man den Staredown zwischen den beiden Männern, bevor in die nächste Werbepause geschaltet wird.

[Bild: 151.jpg]

~ 790 Berne St SE, Atlanta, GA 30312, USA ~

[Bild: db6972d0-d684-41f4-bc95-3940175bc6e0.png]

Atlanta ist nicht nur die Hauptstadt des Bundesstaates Georgia, sondern mit seinen rund 500.000 Einwohnern zugleich auch dessen größte und mit Abstand bekannteste Stadt. Damit bildet Atlanta das wirtschaftliche, kulturelle und sportliche Zentrum des Bundesstaates und war im Jahr 2011 mit WrestleMania XXVII bereits Austragungsort der größten Wrestlingveranstaltung der Welt. Heute befinden wir uns zwar nicht im Georgia Dome, sondern in der State Farm Arena, aber dennoch dürfen wir hier mit der ersten Coast 2 Coast Live-Ausgabe der neuen Session einen ungemeinen Spaß erleben. Mit nur insgesamt 10.819 Zuschauern, die sich heute hier in der Halle befinden, liegen wir zwar ein wenig tiefer als bei den 71.617, die es damals bei WrestleMania gab, aber trotzdem dürfen wir heute Großartiges erwarten. Unter anderem auch hier bei dieser Übertragung, die uns hier gezeigt wird, denn wie ein findiges Auge erkennen durfte, ist dies nicht die State Farm Arena, die hier auf dem großen Titantron der Halle zu sehen ist. Und dies ist auch nicht die weltberühmte und bekannte Bank of America Plaza, die als Wahrzeichen von Atlanta gilt, und auch nicht die bekannte historische Sehenswürdigkeit, das Swan House, welches unter anderem als Filmstätte der Hunger-Games-Reihe, wo es als Anwesen von Präsident Snow bekannt ist, gilt.

[Bild: 22ebc67f-6556-488a-9eb5-7ee429bc1629.png]

Nein, dies hier ist vielmehr die Halle, welche diese Woche als Performance Center der c2c gebucht wurde, in der die Stars unter Aufsicht vom Trainer Raven lernen dürfen. Die Stars, die wir hier auch mit eben diesem Trainer nun zu sehen bekommen. Doch muss man gleich sagen, dass diese Performance-Center-Location diese Woche alles andere als ansehnlich wirkt. Schon von außen sieht das Gebäude aus wie ein Schandfleck. Der Putz blättert in grauen, staubigen Schuppen von den roten Backsteinwänden, die Fenster sind mit schmutzigem Drahtglas versehen, von dem ein Großteil zersplittert ist. Ein fauliger Geruch von stehendem Wasser, altem Öl und nassem Beton liegt in der schweren Luft. Als Raven mit seinen schweren Chelsea-Boots auf den unbefestigten, mit Schlaglöchern übersäten Hof tritt, knirscht feiner Kies unter seinen Sohlen. Er selbst trägt seine gewohnte, düstere Montur: ein tiefschwarzes, locker sitzendes Hemd, das im Wind leicht flattert, dazu eine abgewetzte Used-Look-Jeans und die obligatorische dunkle Sonnenbrille, die sein Gesicht vor dem tristen Grau des Tages abschirmt.

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Mit einer langsamen, fast lässigen Handbewegung schiebt er die Brille einen Millimeter nach unten, wirft einen einzigen, absoluten Blick durch das weit aufgerissene, quietschende Rolltor in das Innere der Halle und bleibt augenblicklich stehen. Im Inneren bietet sich ein Bild des Jammers. Der Boden besteht aus rissübersätem Beton, über den sich graue Staubschichten legen. Ein paar notdürftig zusammengeschusterte Ringseile hängen schlaff und ausgeleiert über einem durchgelegenen Canvas, das eher an eine alte Zirkusplane als an einen professionellen Wrestlingring erinnert. An den Wänden hängen verrostete Rohre und von der Decke tropft leise, aber unerbittlich das Kondenswasser in rostige Metallfeuereimer. Eine erbärmliche, unwürdige Kloake. Raven zieht die Mundwinkel verächtlich nach unten. Sein Blick wird eiskalt. Ohne auch nur einen einzigen Schritt über die verschmutzte Türschwelle zu machen, dreht er sich auf der Stelle um. Die versammelte Truppe aus jungen Talenten, Coaches und Arbeitern, die im Dunkeln der Halle auf Anweisungen gewartet haben, blickt ihn gespannt an. Mit monotoner, aber unheimlich dominanter Stimme bricht Raven die Stille:

Raven:
„„Jaaaaaa ... Vergesst es. Das hier ist keine Trainingsstätte, das ist ein Massengrab für Ambitionen. Ich trete in diesem Dreckloch keinen weiteren Fuß tiefer hinein. Das Training ist hiermit offiziell abgesagt. Packt euren Scheiß zusammen und geht alle nach Hause."“

Harte Worte, aber kann man sie verstehen. Dennoch geht ein Raunen durch die Gruppe, bestehend aus Leva Bates, Izzy Moreno, Swerve Strickland und dem am Montag im Ring stehenden Kid Lykos. Niemand wagt es, Raven zu widersprechen, und tatsächlich greifen sie auch nach ihren Taschen, um den Ort zu verlassen, als plötzlich ein markantes, unverkennbares Geräusch die schwere Luft durchschneidet. Das dröhnende, mächtige Motorengeräusch einer schweren Luxuslimousine rollt auf den Hof. Die Reifen stoppen mit einem scharfen Quietschen direkt vor dem Eingang der Halle. Die hintere Wagentür schwingt auf. Ein schwerer, gut polierter Lederschuh setzt auf den dreckigen Boden. Langsam und mit absolut beherrschender Präsenz entsteigt niemand Geringeres als Vince McMahon dem Fahrzeug. Sein maßgeschneiderter Anzug bildet einen absurd edlen Kontrast zu der ranzigen Umgebung, doch sein Blick ist schärfer als jedes Rasiermesser. Er zieht die Augenbrauen zusammen, fixiert die im Begriff stehende, abziehende Menge und richtet seine Schritte direkt auf den Eingang und auf Raven zu. Vince bleibt direkt vor Raven stehen, mustert ihn von oben bis unten, während eine eisige Stille über den Hof zieht. Mit fester, kontrollierter und gebieterischer Stimme macht Vince unmissverständlich klar, was er von dieser spontanen Meuterei hält:

Vince McMahon: „Hey, Rararaven, was geht ab? Sieht ja glatt so aus, als wärt ihr schon fertig mit dem dieswöchigen Training, was? Hhmm, verrückt, wenn man bedenkt, wie früh wir es haben.“

Raven blinzelt kurz hinter seinen dunklen Gläsern hervor, als er hinter sich diese ihm so bekannte Stimme hört, die sich überraschenderweise so weit aus seinem luxuriösen Ledersessel seines Büros herausgetraut hat.

Vince McMahon: „Ich fürchte aber, hier wird gar nichts abgesagt. Niemand geht nach Hause. Ihr werdet alle euren Arsch da hineinbewegen und ganz normal trainieren ... so wie immer, ganz egal, ob der Boden glänzt oder ob es hier nach Abwasser riecht. Die Standards bestimme immer noch ich und Ausreden werden hier nicht geduldet.“

Also scheint Vince seine Finger im Spiel zu haben und der Grund zu sein, weshalb diese Halle hier so heruntergekommen wirkt? Will Vince Raven eins auswischen? Sieht glatt so aus, doch scheint Raven selbst sich davon nicht direkt schachmatt setzen zu lassen. Anstatt zu diskutieren oder sich einschüchtern zu lassen, huscht ein fast unmerklich düsteres Lächeln über seine Züge. Langsam dreht er sich um und mustert den ehemaligen WWE-Chairman mit einer Mischung aus Respekt und provokanter Gleichgültigkeit.

Raven:
„„Haha, was für eine Überraschung, Sie hier zu treffen, Mr. McMahon! Nun ... ich fürchte, Sie haben keine Befugnis, sich in meine Trainingsmethoden einzumischen, oder? Schließlich bin ich es, der dieses Training hier leitet, und nicht Sie."“

Und wie auch schon beim letzten Mal lässt sich Raven hier nicht einschüchtern vom großen Vince McMahon! Er ist da wohl anders als die meisten anderen. Er hat keine Angst nur wegen seines Namens. Da müssen auch Taten folgen und bisher war das Einzige, was Vince gezeigt hat, seitdem er hier herumstreunert, nur dumm reden. Okay, er hat seine Schüler in Matches gesteckt und auch Raven sollte letzte Woche ein Match zeigen, aber das war nichts, was Bayley vorher nicht auch schon geschafft hat. Lykos musste schon gegen McIntyre ran, da schafft er es auch diese Woche gegen einen Roman Reigns. Und was die ganzen Entlassungen angeht, so haben diese zwar Vinces Handschrift, aber wer weiß, ob die Liga das nicht auch so einfach gemacht hätte. Also bisher hat Vince hier nichts, wovor Raven wirklich Angst oder Respekt haben müsste.

Raven:
„„Wenn wir einmal genauer drüber nachdenken ... was für Befugnisse haben Sie denn überhaupt hier in der Liga? Das ist doch eine gute Frage, die einmal nachgeforscht werden sollte, oder nicht? Haben Sie einen Vertrag hier oder sind Sie einfach nur hergekommen und denken, dass Sie sich mit einem Namen wie dem Ihrigen alleine hier alles erlauben können und jeder nach Ihren Spielchen tanzt?"“

Nun, Vince scheint in diesem Moment erst einmal zu verarbeiten, wer hier eigentlich gerade wem die Leviten liest. Vince zeigt sich mit einem unverkennbaren, eiskalten Blick hinter schmalen Augen, der aber nicht am auffälligsten ist. Oh nein, am auffälligsten ist diese völlige Ungerührtheit, mit der er auf Ravens Frontalangriff reagiert. Vince steht dort wie ein unerschütterliches Denkmal, das sich von ein paar kritischen Worten nicht im Geringsten beeindrucken lässt. Vince McMahon ist hier der unumschränkte Herrscher des Imperiums oder tut zumindest so, als würde ihm der Laden gehören. Nur dass seine tatsächliche rechtliche Befugnis in der c2c vielleicht auf wackligen Beinen steht. Aber passend zum ehemaligen WWE-Chairman, dass er sich hier als der unangreifbare Boss aufspielt. Dagegen ist Raven wieder etwas düsterer unterwegs, während ihm das Adrenalin durch die Adern schießt. Er wirkt wie ein unberechenbarer Schatten aus der Vergangenheit und damit genau der Richtige, um so einem Kontrollfreak wie Vince endlich mal die Stirn zu bieten. Doch Fans wollen auch etwas mehr als nur verbale Machtspiele sehen und nicht nur langweilige Paragraphenreiterei. Daher könnte Raven auch recht damit haben, dass man diesen vermeintlichen Chefstatus dringend mal hinterfragen sollte.

Raven:
„„Das ist natürlich nur eine Frage. Ich möchte Ihnen nichts unterstellen oder so. Das verstehen Sie doch, oder?"“

Auch wenn Raven seine Worte natürlich in einem höflichen Unterton aus sich herausdröhnen lässt, so ist es doch deutlich hörbar, dass er keinerlei Respekt vor Vinny Mac besitzt. Doch ist es andersherum nicht anders. Wie auch schon beim letzten Mal treffen hier zwei kolossale Welten aufeinander, deren Zerstörungsmaß nahezu galaktische Größen innehaben kann. Die vier Schüler Ravens sind in der Zwischenzeit bereits ins Innere der Halle verschwunden und haben sich gar nicht lange hier draußen aufgehalten. Nachdem Vince McMahon gekommen ist und sagte, dass das Training dennoch stattfindet, scheinen alle vier sich wohl gedacht zu haben, dass es besser wäre, auf ihn zu hören. Raven scheint der Einzige zu sein, der sich hier nicht herumschubsen lässt. Doch stellt sich da natürlich die Frage ... wie erfolgreich wird er wohl damit sein?

Vince McMahon: „Hahaha, aber natürlich verstehe ich. Sie haben natürlich recht. Ich alleine könnte Sie wohl niemals dazu zwingen, hier einfach Dinge zu tun, auf die Sie keine Lust haben.“

Moment ... knickt Vince McMahon hier etwa tatsächlich ein? Gewinnt Raven diesen verbalen Kampf gegen Vinny? Das klingt vor allem nach dem letztwöchigen Gespräch der beiden äußerst unwahrscheinlich, weil Vince die wohl einzige Person bisher hier bei Coast 2 Coast Wrestling gewesen war, die es mal geschafft hatte, Raven mundtot zu machen in einem Gespräch. Und nun soll er sich so leicht geschlagen geben? Das kann nicht stimmen. Und natürlich tut es das auch nicht, denn Vince ist noch lange nicht fertig mit seiner Antwort. Oh nein, er scheint das alles hier genauestens geplant zu haben.

Vince McMahon: „Aber was denken Sie, wenn Fräulein Bayley einfach erfährt, dass Sie Ihre Arbeit schwänzen und diese Woche gar nichts machen, nur weil Ihnen Ihre Trainingshalle nicht gefällt? Wissen Sie, letzte Woche bei Every Empire Falls haben Sie mir gezeigt, dass dieses gesamte Performance-Center-Programm nichts als reine Geldverschwendung ist. Es ist unverständlich, so viel Geld für Superstars auszugeben, die der Liga so wenig zurückbringen. Und aus genau diesem Grund habe ich mir gedacht, dass eine Kürzung der Ausgaben einfach nur logisch wäre. Warum Geld für viel zu teure Hallen ausgeben, wenn so etwas hier doch vollkommen ausreicht, um die Leistung zu bringen, die Sie letzte Woche gebracht haben? Klingt doch nur fair.“

Also soll dies eine Strafe sein für die schwachen Matches, die Raven und die beiden Damen letzte Woche bei Every Empire Falls gezeigt haben? Raven, der einfach gar nicht erst aufgetaucht ist, und Leva Bates, die sich die ganze Zeit nur gegen Izzy Moreno zurückgehalten hatte. Es stimmt schon, so eine Leistung könnte man auch in der billigsten Turnhalle einer Grundschule erlernen, aber ist dies hier trotzdem noch Coast 2 Coast Wrestling. Die wohl größte Fantasy-Wrestling-Liga der Welt. Da kann man doch ein Mindestmaß an Erwartungen stellen, egal wie schlecht man ist. Außerdem hat Leva Bates nicht einmal einen festen Vertrag, sondern eben nur einen Traineevertrag mit der Liga. Man darf also nicht zu hohe Erwartungen an sie haben. Diese Strafe ist nun wirklich nicht ganz gerecht, möchte man meinen, und damit verspielt sich Vince McMahon immer mehr Fans, die er anfangs bei seinem Debüt hier in der Liga hatte. Die schwere Luft in der verlassenen Halle scheint zu gefrieren, als Raven einen Schritt nach vorne macht. Die Sonnenbrille rutscht tief auf seine Nase, während er Vince McMahon direkt in die Augen blickt. Die Adern an Ravens Hals treten hervor, seine Stimme bebt vor unterdrückter Wut, als er seine Antwort wie Gift auf Vince spucken möchte. Doch kommt dieser ihm direkt dazwischen und sagt ihm ohne Widerrede, was Sache ist und an was er sich zu halten hat.

Vince McMahon: „Wenn Sie Ihre Leistungen verbessern, dann können wir drüber nachdenken, wieder etwas mehr Geld für Sie auszugeben. Und soweit ich weiß.“

Raven:
„„Soweit Sie wissen? Halten Sie die Schnauze, verdammt. Sie sind nicht mal Wrestler, Sie wissen absolut überhaupt nichts! Ich trainiere diese Stars! Warum machen Sie das Ganze? Nur um mir eins reinzuwürgen?"“

Vince starrt ihn an. Eine Sekunde lang bewegt sich kein Muskel in dem eisernen Gesicht des ehemaligen WWE-Chairmans. Seine Augen verengen sich zu kleinen Schlitzen, während die pure Anspannung zwischen den beiden Männern knistert. Dann fängt Vince an zu grinsen ... ein kaltes, berechnendes, fast manisches Lächeln. Er tritt so nah an Raven heran, dass ihre Schultern fast aneinanderstoßen, und zischt mit seiner unverkennbaren, aggressiven Intonation zurück:

Vince McMahon: „Glauben Sie ja nicht, dass sich hier alles um Sie dreht, Levy! Sie denken, Sie sind der Einzige, der diesen Haufen kontrollieren kann? Sie sind nur ein Instrument. Ein Werkzeug, das funktioniert, solange ich es sage! Wenn ich will, dass Sie im Dreck kriechen, dann kriechen Sie im Dreck oder Sie gehen unter! Also sparen Sie sich Ihre verfickten Ausraster und zeigen Sie mir lieber, ob Sie diesen Versagern endlich etwas beibringen können, anstatt hier rumzuheulen wie ein Anfänger!“

Harte Worte von Vince und Raven scheint hier tatsächlich endlich seinen Meister gefunden zu haben. Nur wenige trauen es sich, gegen Raven die Worte zu erheben, und die, die es tun, versagen meistens darin. Vince hat es nun schon zweimal getan und hat beide Male scheinbar siegreich überstanden. Vince McMahon scheint wohl trotz seines Ruhestands noch immer ein Meister seines Fachs zu sein, gegen den selbst ein Raven nicht ankommen kann. Oder? Langsam schaut Raven auf sein Smartphone, wo er gerade eine Nachricht darauf erhalten hat, und dann passiert etwas, was uns diese Vermutung sogar noch bestätigen lässt.

Raven:
„„Hhmm ... okay."“

Sagt der Death Fighter und dreht sich um, um in das Innere der Trainingshalle zu gehen. Bitte was? Auch Vince scheint von dieser Reaktion überrascht zu sein und so muss auch er tatsächlich noch einmal nachfragen.

Vince McMahon: „Okay?“

Raven:
„„Oh, war das nicht höflich genug? Bitte entschuldigen Sie ... ich meine natürlich: Okay, Sir.“ War das besser?"“

Was um alles in der Welt passiert hier? Vince hat es doch nicht tatsächlich geschafft, mit seinen Worten Raven hörig zu machen? Oder? Das ist doch unmöglich! Irgendetwas muss hier vorgefallen sein. Jedenfalls wirkt es ein wenig so.

Raven:
„„Ich werde dann mal mein Training machen. Ihnen noch alles Gute bei ... was auch immer Sie machen müssen."“

Raven zieht hier tatsächlich komplett den Schwanz ein. Da kann etwas nicht stimmen. Ihm liegt an seinen Schülern sehr viel, das konnte man schon häufig sehen, aber dass er sich geschlagen gibt, nur weil es eine weitere foltergleiche Strafe für sie zur Folge haben könnte, das klingt sehr unwahrscheinlich. Langsam verschwindet Raven in das Innere der Halle und der Kameramann folgt ihm. Im Inneren schlägt die schwere, abgestandene Luft direkt Raven als auch Vince, der ihm gefolgt ist, entgegen, doch die angespannte Atmosphäre von vorhin ist wie weggeblasen ... stattdessen herrscht panisches Chaos. Aus dem Inneren der Halle dringen laute Rufe, hektische Schritte und das schmerzhafte Stöhnen eines Verletzten. Raven und Vince treten fast schon zeitgleich in den Raum. Mitten im schummrigen Licht bietet sich ein Bild der Verwüstung: Der provisorische, ohnehin schon mürbe Wrestlingring ist komplett in sich zusammengebrochen. Die verrosteten Seile hängen herab wie Spinnweben, das durchgelegene Canvas liegt in einem fetten Haufen auf dem rissigen Beton und die Holzkonstruktion ist an mehreren Stellen splitternd eingeknickt. Mittendrin, unter den verbogenen Stahlrohren und dem Schutt, liegt Lykos. Er krümmt sich vor Schmerzen, hält sich das Bein, während sein Gesicht schmerzverzerrt ist. Hektik bricht aus. Strickland stürzt panisch auf Vince und Raven zu, völlig aufgelöst, die Hände in der Luft:

Strickland: „Hey, Raven! Es ... es ist schrecklich. Ich ... ich und Lykos wollten gerade hier im Ring ganz normal anfangen, bis ... na ja ... das Holz hat das Gewicht scheinbar irgendwie einfach nicht gehalten! Der Ring ist eingestürzt, als Lykos gerade drauf war! Sein Bein sieht nicht gut aus. Wir müssen ihn hier rausbringen!“

Doch leider kommen wir gar nicht weiter in diesem Thema voran, denn plötzlich gibt Lykos einen grellen Laut von sich und lenkt die Aufmerksamkeit der beiden in seine Richtung. Vince bleibt wie angewurzelt stehen. Seine Augen weiten sich für den Bruchteil einer Sekunde, als er das Wrack und den verletzten Wrestler im Dreck sieht. Die Wut brodelt in ihm, doch bevor er auch nur ein Wort herausbringen kann, bewegt sich Raven. In seinem Gesicht spiegeln sich weder Panik noch Entsetzen wider. Stattdessen tritt Raven langsam, fast bedächtig und mit einer unheimlichen, eiskalten Ruhe an die Trümmer heran. Er schiebt die dunkle Sonnenbrille auf die Stirn, blickt auf den jammernden Kid Lykos und schüttelt dann langsam den Kopf. Ein dunkles, beinahe zufriedenes Lächeln stiehlt sich auf seine Lippen. Er dreht sich langsam um, geht direkt auf Vince zu, der ihn mit zusammengebissenen Zähnen anstarrt. Raven baut sich vor dem ehemaligen Chairman auf, schaut von oben auf ihn herab und spricht mit einer leisen, giftigen Genugtuung, die jeden sofort erstarren lassen würde.

Raven:
„„Oohh, das sieht ja gar nicht gut aus. Was wohl passiert, wenn Lykos am Montag wegen dieser Verletzungen nicht antreten kann und das Match gegen Reigns deswegen ausfallen muss, nur weil eine gewisse Person so eine schäbige Halle gebucht und die vier dazu genötigt hat, hier drin zu trainieren. Tja, das passiert, wenn man Ignoranz über den Verstand stellt."“

Raven macht eine kleine, spöttische Handbewegung in Richtung des eingestürzten Rings. Das Gesprächsduell gegen Vince scheint er verloren zu haben, aber durch diesen sehr glücklichen Zufall hat er das Spiel am Ende doch für sich entscheiden können. Vince wollte ihm eins auswischen und hat sich am Ende selbst geschadet. Mit Sicherheit passiert es nicht noch einmal, dass diese vier in einem solchen schäbigen Performance Center trainieren müssen. Aber der Krieg wird mit Sicherheit noch lange nicht vorbei sein, denn wenn sich Vince einmal jemanden ins Visier genommen hat, dann wird es erst vorbei sein, wenn eine Seite kampfunfähig ist. Und so schnell gibt ein Vincent Kennedy McMahon nicht auf. Mal sehen, was daraus noch alles resultieren wird. Fade off.

[Bild: HIST.jpg]

MAIN EVENT
c2c EASTCOAST CHAMPIONSHIP & c2c WESTCOAST CHAMPIONSHIP
UNIFICATION MATCH
SINGLES MATCH

Danhausen © vs. Ethan Page ©

[Bild: danhausenethan.png]
Writer: Maxi

Plötzlich verdunkelt sich die gesamte Halle in einem schlagartigen Moment, als würde die Sonne von einer riesigen, unsichtbaren Hand vom Himmel gerissen, während ein greller, gleißender und fast schon in den Augen schmerzender Scheinwerfer den Titantron in ein schrilles, comicartiges und quietschbuntes Licht taucht. Die anwesenden Zuschauer, die gerade noch mit ihren Gedanken woanders waren, blicken wie gebannt nach oben und verstummen regelrecht, als plötzlich ein übertrieben heroischer Trompetenstoß durch die Halle hallt und eine Melodie einsetzt... eine absolut absurde, treibende, epische und gleichzeitig völlig durchgeknallte mexikanische Heldenhymne, die klingt, als wäre sie direkt aus einer billig produzierten Zeichentrickserie aus den späten Neunzigern entsprungen. Untermalt wird das Ganze von schrecklich quietschenden Blockflöten, dröhnenden Trompeten, die bei jedem Ton ein wenig wackeln, und einem viel zu lauten Kinderchor im Hintergrund, der voller Inbrunst falsche Töne singt. Alte Filmkratzer ziehen sich über den Bildschirm, während einem das Gefühl gegeben wird, als würde sich gleich der größte Held der Geschichte vorstellen. Eine gezeichnete Sonne geht über einem gigantischen Meer auf. Doch statt „Golf von Mexiko“ steht auf der eingeblendeten Karte in riesigen goldenen Buchstaben:

[Bild: cbdff1db-c000-49ea-bc50-f6a3e88b684b.png]

Das Wasser funkelt in unnatürlich goldenem Licht, während überall kleine Totenköpfe, fliegende Sombreros und Danhausen-Gesichter aus den Wellen auftauchen. Ein Erzähler mit einer unfassbar dramatischen Stimme beginnt dann wie aus dem Nichts zu sprechen.

„Man sagt... irgendwo zwischen Wahrheit... Legende... und vollkommenem Unsinn... existiert ein Ort... den niemand finden kann... und doch jeder kennt...“

Damit wird wohl der Golf of Danhausen gemeint sein... Weit hinter dem Regenbogen, genau dort, wo die Sterne nachts am lautesten kichern und die Wolken aus weicher Zuckerwatte bestehen, liegt dieser ganz besondere und wundersame Ort. Man findet ihn auf keiner normalen Landkarte der Welt, denn dieser geheimnisvolle Ort ist verborgen tief im Inneren eines jeden glücklichen Kinderherzens... genau da, wo man ganz doll an Superhelden glaubt. Wenn du die Augen schließt, ganz tief einatmest und ganz fest an lustige Masken denkst, kannst du ihn vielleicht schon leise klingen hören: ein schrilles „Püüh! Püüh!“ in der Ferne! Im Golf of Danhausen ist jeder Tag ein riesiges, buntes Abenteuer. Die Straßen sind nicht aus Asphalt, sondern aus glitzerndem Konfetti gepflastert, und an den Bäumen wachsen keine Äpfel, sondern funkelnde, nagelneue Zahnbürsten und kleine Döschen voller magischer Zähne. Wenn die Sonne scheint, strahlt sie in knalligem Pink und giftigem Grün, und über den goldenen Hügeln weht immer eine Brise, die nach Popcorn und frischer Zahnpasta riecht.

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Regiert wird dieser fröhliche Ort von der allergrößten Lucha-Libre-Legende des Universums: El Dan de la Hausen! Er wacht mit seiner witzigen Pappmaché-Maske über alle Kinder und Wrestling-Fans, beschützt sie vor den bösen Monstern des Alltags und sorgt dafür, dass jeder Tag voller Spaß und Schabernackhausen ist. Denn wie man im ganzen Land singt und lacht: Der Golf of Danhausen ist gar nicht weit weg... er ist genau da, wo die Freundschaft wohnt, wo man laut singen darf und wo jeder, der an das Gute und ein bisschen Magie glaubt, ein echter Superheld sein kann! Very nice. Very Evil. Und voller Zauber!“

„Ja, das ist der Golf of Danhausen! Ein Ort voller Flüche... Tacos... Lucha Libre... und sehr netter Menschen... sofern sie genügend menschliches Geld besitzen!“

Plötzlich kracht eine Explosion aus Konfetti über den Bildschirm und mitten aus einer Rauchwolke springt El Dan de la Hausen auf das Bild. Er landet mit ausgestrecktem Arm auf einem übergroßen Kaktus, verliert sofort das Gleichgewicht, fällt herunter, springt aber direkt wieder auf und tut so, als wäre genau das geplant gewesen. Er zeigt sich mit einem triumphalen Grinsen und einer unfassbar schlecht gebastelten, gigantischen Pappmaché-Maske auf dem Kopf, auf der mit einem dicken schwarzen Edding eine grinsende Maske, riesige Glubschaugen und eine viel zu große, krumme Nase aufgemalt sind. Begleitet von bunten Pop-up-Grafiken, explodierenden Comic-Sprechblasen voller greller Blitze, quietschbunter Sternchen und tanzenden Noten bewegt sich Danhausen in dieser völlig wahnwitzigen Aufzeichnung durch eine billig animierte Cartoon-Landschaft, die vor Absurditäten nur so strotzt. Mal reitet er auf einer riesigen, fliegenden Zahnpastatube durch die Wolken, während er sich theatralisch an die Brust trommelt; mal wirft er wild mit Bechern voller menschlicher Zähne um sich, die wie glitzernder Regen vom Himmel fallen, während im Takt der Musik animierte Flammen, knallbunte Konfettikanonen und kleine digitale Feuerwerke explodieren.

[Bild: 22ebc67f-6556-488a-9eb5-7ee429bc1629.png]

Während El Dan de la Hausen über die Strände des Golf of Danhausen rennt, im Hintergrund Delfine Sombreros tragen und Skelette Maracas spielen, singt er voller Stolz mit einer komplett schiefen, extrem übertriebenen, quiekenden und schrill verstellten Falsettstimme, die durch den Hall der Lautsprecher noch blecherner klingt. Dabei dreht er sich auf dem Titantron immer und immer wieder, stolpert dabei über seine eigenen Füße, fängt sich aber wieder und schaut, als wäre alles genau so geplant gewesen, heroisch in die Kamera.

EL DAN DE LA HAUSEN : „Hoch im Norden, fernab vom Verstand,
wo die bösen Fluch-Geister wandern im Land,
hat ein Krieger den Weg hierher geschafft,
voller Zähne und schrecklich-witziger Kraft!
Er ist da, er ist hier, wer kann das wohl sein?
Es ist El Dan de la Hausen und er bringt euch zum Schreien!
Locke, Locke, Tí-Lö-Lö-Li-La! F
luch und Zähne sind jetzt auch da!
Von der Insel der Angst bis in diesen Ring,
hört das Lied, das der Dämon singt!
Mit Fluch und Ruhm... und ganz viel Stil...
erreicht er jedes große Ziel!
Muy bonito! Sehr, sehr fein!
Heute wird dein Held hier sein!
Nicht Danhausen! Nein! Oh nein!
El Dan de la Hausen muss es sein!“


Währenddessen sieht man ihn auf einem Esel reiten... der ihn nach zwei Metern jedoch einfach abwirft. Daraufhin erfolgt ein kurzer Cut des Bildes und als wir wieder hinzugeschaltet werden, sehen wir die Lucha-Libre-Legende El Dan de la Hausen plötzlich, wie er auf einem gigantischen Chihuahua reitet... und auch davon heruntergeschmissen wird. Erneut folgt ein kurzer Schnitt und als Nächstes wird uns gezeigt, wie El Dan de la Hausen auf einer riesigen Tortilla quer über den goldenen Ozean surft und im Hintergrund Haie aus dem Wasser springen. Bei genauerem Hinsehen stellt man fest, dass eben diese Haie kleine Lucha-Masken tragen und zwei sich gerade zu verloben scheinen. Hoffentlich wird dies eine fabelhafte Heirat werden! El Dan de la Hausen winkt ihnen freundlich zu und... die Haie winken zurück. Nur um einmal einen Hauch der Bilder zu beschreiben, die die Zuschauer hier während dieses schrillen Songs zu sehen bekommen.

EL DAN DE LA HAUSEN : „El Dan! El Dan! Der größte Held den man je fand!
Mit Fluch und Charme! Und starkem Arm! Beschützt er jedes Lucha-Land!
Von weit... von fern... denn dort ist er der größte Mann!
Aus einem Ort... den jeder kennt... und trotzdem niemals finden kann!“


Ein kleiner, recht schnell gesungener Rap-Part befindet sich ebenfalls noch mit in diesem Lied. So grässlich es an manchen Stellen auch klingen mag, hat es doch schon seinen gewissen Style und den Beat. Doch das Video im Hintergrund bleibt wohl weiterhin ziemlich... speziell... Man sieht El Dan de la Hausen... wie er André the Giant mit einem einzigen Finger hochhebt... wie er den Mond mit einem Dropkick zurück in seine Umlaufbahn schießt... wie Dinosaurier in der Kreidezeit Selfies mit ihm machen... wie El Santo ihm respektvoll einen Daumen nach oben gibt... wie Pirata Morgan mit ihm Taco-Wettessen veranstaltet... wie Rey Mysterio ihm eine Medaille überreicht und selbst wie John Cena versucht, IHN zu sehen, weil ihm dies nicht gelingt und er es einfach nicht schafft. Die Musik steigert sich immer weiter und wir bekommen mehrere Männer auf der Stage zu sehen, die mit großen Trommeln dort aufgelaufen sind, auf welchen die Wörter „VERY LUCHA“, „VERY MEXICAN“ und „100 % OFFIZIELL“ stehen. Auf dem Titantron wechseln immer wieder die absurdesten Bilder. Mal verteilt El Dan de la Hausen Flüche und die Kinder jubeln. Mal verteilt er Autogramme zusammen mit einem Kaktus und absolut niemand hinterfragt es. Und dann irgendwann springt El Dan de la Hausen auf den höchsten Tempel des Golf of Danhausen. Dort weht sein riesiges rotes Cape im Wind und der Himmel öffnet sich. Goldenes Licht fällt auf ihn und ein gigantischer Adler mit einer Lucha-Maske kreist über ihm am Himmel.

[Bild: 9d340cbe-80cb-4b03-bdf0-29d6ac4bcbc6.png]

Die Musik wird ruhiger und El Dan de la Hausen legt sich dramatisch die Hand auf die Brust.

EL DAN DE LA HAUSEN : „Man sucht mich weit... Doch sucht man falsch...
Denn jeder kennt den wahren Platz... ganz ohne Spucke oder Ohrenschmalz!
Nicht auf Karten... Nicht gelernt...
Nicht hinter Bergen... Nicht weit entfernt...“


In ruhiger Tonlage wird dieser Reim erzählt und die Fans... vor allem die Jüngeren... können es kaum abwarten, mehr über diesen Superhelden ihrer Träume zu erfahren. Jeder Mensch weiß ganz genau, dass diese Person hier nicht Danhausen sein kann. Es ist die legendäre Lucha-Libre-Legende El Dan de la Hausen. Ein Superheld. Ein echter Superheld. Das erkennt man daran, dass er ein Cape trägt, also muss es ein echter Superheld sein. Doch von wo stammt dieser Superheld? Welcher Ort dieser Welt hat uns das Glück beschert, eine solche Legende heute hier antreffen zu können? Es ist der Golf of Danhausen. Aber wo befindet sich diese legendäre See? Wo nur? Wooo? Ganz einfach. An einer Stelle, wo ihn ein jeder von euch finden kann...

EL DAN DE LA HAUSEN : „Denn der Golf... der liegt ganz tief... in euren Herzen... und dort... werde ich... für immer der Champion sein...“

Plötzlich zoomt die Kamera ganz nah an seine Maske und El Dan de la Hausen streckt seinen Finger direkt in Richtung Zuschauer.

EL DAN DE LA HAUSEN : „Ich bin...“

...sagte er ganz intensiv, bevor eine dramatische Pause die Zuschauer weiterhin vor Spannung zappeln lässt. Auf der Stage erscheint ein riesiges Feuerwerk, die Leute spielen Mariachis und die Pyrotechnik explodiert regelrecht, da sie kein Verbrechen ist. Sie explodiert sogar auf dem Titantron, wo ein riesiger Adler mit Lucha-Libre-Maske laut am Schreien ist und die Kakteen im Hintergrund lauthals applaudieren. Doch die Musik... die Musik stoppt für einen Moment, nachdem das gesamte Chaos des lauten Jubelns vorüber ist. Es herrscht Stille. Doch dann schreit El Dan de la Hausen aus voller Kehle:

EL DAN DE LA HAUSEN : „EL DAAAAAAAN DE LAAAAAA HAAAAAAUSEN!!“

Und sofort erscheinen hinter ihm in riesigen goldenen Buchstaben auf dem großen Titantron folgende Worte:

LUCHA LIBRE SUPERHELD!

MEXIKANISCHE LEGENDE!

VERTEILER VON FLÜCHEN!

BESCHÜTZER DES GOLF OF DANHAUSEN!

VERY NICE!

VERY EVIL!

VERY LUCHA!


Und zum Abschluss zwinkert El Dan de la Hausen der Kamera noch zu und hebt die Hand zu seiner typischen Fluchgeste. Das Video gipfelt schließlich mit einem lauten „¡VIVA EL DAN DE LA HAUSEN!“ unter tosendem Jubel aus der Arena in einer gigantischen, völlig übertriebenen digitalen Explosion aus künstlichem Glitzer, grellem Rauch und blinkenden Pixel-Herzen auf dem Titantron, bevor der Vorhang in der Animation virtuell fällt und das Bild in einer absolut heroischen, von dicken Comic-Linien umrahmten Pose einfriert. Das schrille Lied verklingt mit einem letzten, langgezogenen und grausam schiefen Bläser-Ton, der noch einige Sekunden in der Stille der Arena nachhallt. Die Spannung in der Halle ist greifbar, die Fans wissen im ersten Moment nicht, ob sie lachen, weinen oder weglaufen sollen, als plötzlich mit einer tiefen, dröhnenden, mysteriösen und pathetischen Stadionstimme Danhausens echte, leicht unheimliche Ansage über die gigantischen Lautsprecheranlagen schallt, während sich das Bild auf dem Screen langsam verdunkelt und Danhausen in seiner Pappmaché-Maske eine tiefe, fast schon königliche Verbeugung andeutet.

EL DAN DE LA HAUSEN : „Vergesst die gewöhnlichen Champions dieser Welt, vergesst die sterblichen Athleten, die sich in herkömmlichen Hallen messen! Erhebt euch von euren Sitzen, verneigt euch tief und richtet euren Blick auf den wahren, den einzigartigen Superhelden des mexikanischen Lucha-Libre-Wrestlings, auf die lebende Legende des Squared Circles, die aus den tiefsten Schatten der Unterwelt emporgestiegen ist! Ja, meine sehr verehrten Damen und Herren, er ist nicht hier, um bloß Matches zu gewinnen; er ist gekommen, um die Seelen der Ungläubigen einzusammeln und sie in Gläsern zu konservieren. Er stammt direkt aus dem mystischen Gold of Danhausen... jenem heiligen, unerreichbaren Ort, der auf keiner irdischen Landkarte verzeichnet ist, der mit keinem Kompass der Welt gefunden werden kann, sondern der tief, heiß und pulsierend mitten in den Herzen aller fluchgeplagten Fans da draußen brennt, schlägt und existiert! Niemand weiß genau, wo die Grenzen dieses goldenen Reiches beginnen oder enden, aber jeder spürt seine Magie, wenn die Zähne gezählt und die Flüche ausgesprochen werden. Er bringt das Gesetz des Lucha Libre in diese moderne Arena zurück, gepaart mit einer Prise unheimlicher Eleganz und einer großen Portion purem Wahnsinn. Macht euch bereit für den Schrecken, der die Nacht erhellt, für den Beschützer der Sammler, für die werbepause die euern krimi an der spannensten stelle unterbricht und den Schrecken aller menschlichen Schwächen. Very nice. very evil. Und Very lucha! Und jetzt... verneigt euch vor der Legende!“



Die Lichter in der C2C-Arena erlöschen schlagartig, während eine tiefe, übertrieben dramatische Theme wie aus einem alten Röhrenradio über die PA-Anlage dröhnt und die Ankunft des angeblich größten und garantiert zu einhundert Prozent mexikanischen Helden aller Zeiten ankündigt: El Dan de la Hausen. Das Scheinwerferlicht flackert in den Farben der mexikanischen Flagge, gemischt mit sattem Rot und Weiß, um den absurden Mix aus Lucha-Tradition und den üblichen Farben des Mischief Makers perfekt zu machen. Durch einen gewaltigen Nebelschleier auf der Eingangsrampe betritt El Dan de la Hausen schließlich die Bühne.

[Bild: danhausenent1.png]

Er trägt ein knalliges, enges Ganzkörper-Outfit in Grün und Weiß, über dem ein viel zu langes, rotes Cape mit einem riesigen, goldenen É auf dem Rücken baumelt. Seine Maske ist ein bizarres Meisterwerk, denn über die eigentliche Lucha-Maske wurde offensichtlich in aller Eile das ikonische Gesichts-Make-up von Danhausen gezeichnet, mitsamt den roten Augenschatten und den tiefen Stirnlinien. Um die Hüfte schnallt er stolz einen gigantischen, billig wirkenden Plastik-Titelgürtel. Oben angekommen bleibt er stehen, reißt die Arme hoch und hebt völlig unpassend für einen angeblichen Mexikaner, seine Arme, um der Welt zu zeigen, dass er seinen heutigen Gegner verfluchen wird, ehe er mit finsterem Blick in die Kameras deutet.

Matthew Rehwoldt: "The Following is the biggest Coast 2 Coast Live Main Event Match of all Time!!! Introducing first... Winner takes all Championship Unification… Introducing first... From the Golf of Danhausen.. The Lucha Libre Legend and the reigning C2C Eastcoast Champion... EL DAN DE LAAAAA HAAAUUUSEEEEEEEEN!!!"

Beim Marsch über die Rampe stolpert er beinahe über sein eigenes Cape, fängt sich jedoch im letzten Moment ungelenk ab und tut so, als wäre dies eine hochgradig geplante Akrobatik-Einlage gewesen. Auf dem Weg zum Ring verteilt er kleine Zettel an die Fans in der ersten Reihe mit der Aufschrift „Sehr offizielles Autogramm von El Dan de la Hausen (NICHT Danhausen)“ sowie winzige Tütchen mit Fluch-Tortilla-Chips. Vor dem Ring angekommen versucht er wie ein edler Luchador über das oberste Seil ins Innere zu springen, bleibt dabei jedoch kurz hängen, landet irgendwie auf den Füßen und streckt sofort triumphierend die Fäuste in die Luft. Er klettert auf das zweite Seil in der Ringecke, reißt die Arme empor und brüllt sein ikonisches „Very nice, very Lucha!“ durch die Halle.

[Bild: danhausenent2.png]

Schließlich führt er seine berüchtigte Fluch-Geste mit einer dramatischen Flamenco-Handbewegung aus, legt sein Cape liebevoll in der Ringecke ab und versichert dem Ringrichter mit verstelltem Akzent lautstark, dass er diesen ominösen Danhausen überhaupt nicht kenne, ehe das Hallenlicht wieder angeht und er in kampfbereiter Lucha-Pose auf seinen Gegner wartet.



Matthew Rehwoldt: "And his Opponent… from Hamilton, Ontario, Canada ... weighing in at 225 pounds.. He is the reigning C2C Westcoast Champion… "All Ego" ETHAN - PAGE!"

[Bild: egtoent.png]

Und damit stehen beide Männer, die hier heute dieses legendäre Championship Unification Match bestreiten werden, im Ring und schauen sich gegenseitig an. Doch sonderlich viel Hass scheint hier gar nicht in der Luft zu liegen. Oh nein, eher im Gegenteil. El Dan de la Hausen streckt Ethan sogar seine Hand hin, um zu zeigen, dass dies ein freundschaftlicher Fight zwischen den beiden wird, obwohl hier so unendlich viel auf dem Spiel steht. Ethan schaut sich seinen Gegner nur mit einem wahrlich herablassenden Lachen an. Er scheint es wie einen Jackpot im Lotto zu sehen, dass er hier ausgerechnet gegen die Lucha-Libre-Legende El Dan de la Hausen antreten muss. Denn in seinem Kopf spielt sich das wohl wie das leichteste Match seiner gesamten Karriere ab. Doch als er herablassend den Handschlag annimmt und mit aller Kraft El Dan de la Hausens Hand zudrückt, passiert plötzlich etwas, womit wohl niemand am heutigen Abend gerechnet hätte. Ethan Pages Gesicht verändert sich und es wirkt so, als hätte er Schmerzen. Er geht sogar auf die Knie, während der Handschlag mit El Dan de la Hausen noch immer anhält. Es wirkt fast so, als würde Danhausen Ethans Hand selbst mit aller Kraft zudrücken und als würde der Mexikaner mehr Power in seinem Griff haben als Ethan. Erst als Ethan wieder aufspringt und mit seiner anderen Hand El Dan de la Hausen in einen Headlock gefangen nimmt, wird dieser Griff wieder gelöst und der Referee lässt sofort die Glocke ertönen.

DING DING DING

El Dan de la Hausen versucht sich verzweifelt aus dem Side Headlock zu befreien, doch schafft es nicht.

[Bild: dh1wmke-e058d4cb-c5b3-4f4c-bf31-2bf1ae828384-1.png]

Ethan drückt den Kopf der mexikanischen Legende so fest er kann zu, solange bis es El Dan de la Hausen mithilfe der Seile doch noch schafft, Ethan Page von sich wegzustoßen und durch den Ring in die gegenüberliegenden Seile rennen zu lassen. Ethan stößt an diesen ab, rennt wieder auf El Dan de la Hausen zu, welcher mit einem schönen Leapfrog über ihn drüberspringt, sodass Ethan erneut in die Seile rennt. Wieder kommt er auf Danhausen zurück, der sich auf die Matte gelegt hat und Ethan Page mit einem fabelhaften Inverted Monkey Flip über sich durch den Ring fliegen lässt, um direkt in das erste Cover des Matches zu gehen.

ONE
TW

Doch Ethan kann sich noch rechtzeitig aus diesem Pin befreien und seinen Titel noch nicht verlieren. Doch nun ist es El Dan de la Hausen, welcher sich sofort Ethans Schädel packt und diesen in einen Side Headlock nimmt. Doch der Kanadier schafft es schneller, sich daraus zu befreien und El Dan de la Hausen in die Seile zu schleudern. Die Lucha-Libre-Legende kommt auf Ethan zugerannt, doch dieser duckt sich ab, sodass El Dan de la Hausen über ihn drüberspringt, jedoch abbremsen kann, auf den Boden hinter sich schaut, schnell um Ethan herumrennt und somit direkt hinter Ethan Page steht, als dieser wieder hochkommt und verwirrt nach ihm sucht. Ethan dreht sich um, El Dan de la Hausen winkt ihm zu und als Ethan nach dem mexikanischen Superstar zuschlägt, duckt dieser sich ab, sodass Ethans Punch voll gegen das Turnbuckle in der Ringecke geht und Ethan sich schmerzhaft seine Faust halten muss. Und nicht nur das. Oh nein, El Dan de la Hausen springt auch noch von hinten auf Ethan drauf in die Huckepackposition und trommelt mit seinen Händen auf Ethan Pages Kopf herum.

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Was um alles in der Welt ist dies für ein Main Event Match? Lachend springt Danhausen wieder von Ethan herunter und scheint hier in diesem Titel-Unification-Match den Spaß seines Lebens zu haben. Ganz anders als The Motion Picture Ethan Page! Schnell geht es in einen Lock-up der beiden, welchen Ethan mit einem starken Kick in Danhausens Magengegend für sich entscheidet, gefolgt von einem harten Punch auf El Danhausens Rücken. Er nimmt den Mexikaner wieder in einen Side Headlock und drückt mit aller Kraft zu, doch gelingt es El Dan de la Hausen, mit Ethan Page zusammen in die Seile zu gehen, diesen von sich loszustoßen, sodass dieser durch den Ring in die Seile rennt und… einfach weiterrennt. Danhausen verlässt den Ring und geht zu einem Fan in der ersten Reihe, der ein großes Danhausen-Poster hat. Er holt sich einen Stift und signiert dieses Poster für den Fan, während Ethan Page ganz einfach im Ring immer weiter in die Seile rennt. Erst nachdem El Dan de la Hausen noch einige Selfies mit einigen Fans in der ersten Reihe gemacht hat, bleibt Ethan im Ring stehen und bemerkt erst jetzt, dass El Dan de la Hausen diesen verlassen hatte. Blitzschnell verlässt Ethan den Ring, schlägt von hinten auf den Eastcoast Champion ein und rollt diesen zurück in den Ring hinein. Im Ring zurück schlägt Ethan Page noch mehrere weitere Male auf El Dan de la Hausen ein, solange bis dieser wieder oben auf den Beinen steht. Ethan trifft ihn mit einem brachialen Schlag so stark, dass dieser in die Seile fliegt und Danhausen mit einem atemberaubenden Rebound Headbutt mitten gegen Ethan Page gerannt kommt. Sofort packt sich Danhausen Ethans Schädel, stemmt diesen sogar auf und Goodnighthausen!!! El Dan de la Hausen bringt den Cradle DDT, der Ethan Page perfekt trifft. Doch ein Cover kann der mexikanische Cruiserweight nicht zeigen, da sich Ethan Page sofort aus dem Ring herausrollt und, so wie es scheint, die Schnauze so langsam voll hat. Er greift in eine Tüte, die sich hinter den Ringtreppen befindet, und holt… oh Gott, das ist eine Lilly-Puppe!

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Ethan Page hat eine Puppe, die so aussieht wie Alexa Bliss' Lilly, bei sich. Und El Dan de la Hausen scheint starke Probleme damit zu haben, denn er sieht ziemlich verängstigt aus. Ethan hat in den letzten paar Wochen aufgepasst und so geht er mit dieser Puppe in den Ring, was seinen Gegner dazu bringt, diesen zu verlassen. Er wirft ihm über die Seile die Puppe zu und El Dan de la Hausen schmeißt sie vor Furcht laut schreiend weg, bevor Ethan den Ring verlässt, ihn sich von hinten packt und mit dem Schädel voraus genau gegen die Ringtreppe schleudert. Wie wild tritt Ethan Page auf den Eastcoast Champion ein, rollt ihn zurück in den Ring hinein, greift ihn sich und befördert ihn mit einem heftigen Spinning Dwayne auf die Matte! Doch auch Ethan kann kein Cover ansetzen, weil… oh my God! El Dan de la Hausen erhebt sich einfach, als wäre er der Undertaker! Wie als wäre nie etwas geschehen, steht El Dan de la Hausen auf, schlägt wie wild auf Ethan Page ein, befördert ihn mit einem Whip in die Seile, Ethan kommt zurück und rennt mitten in einen harten Atomic Drop von El Dan de la Hausen! Langsam taumelt Ethan durch den Ring, Danhausen springt ab und trifft ihn mit einem hervorragenden Dropkick mitten in die Fresse. El Dan de la Hausen stemmt Ethan Page auf, legt ihn sich auf die Schultern und zeigt einen Airplane Spin und das eine ganze Minute lang. Bei beiden Superstars muss sich die Welt nun stark drehen, aber Danhausen gelingt es, den Westcoast Champion noch mit einem recht guten Samoan Drop auf die Matte zu hämmern. Doch genau in diesem Moment passiert etwas Unerwartetes. Das ist Robin Christopher Fohrwerk!

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Robin Christopher Fohrwerk erscheint hier in der Halle und greift sich El Dan de la Hausen an den Seilen, um diesen dort festzuhalten, während Ethan Page wieder hoch auf die Beine kommt. Robin Christopher Fohrwerk hilft hier Ethan Page, damit dieser siegreich als Champion aus dem Match geht. Der Referee ermahnt Fohrwerk direkt, aber bisher hält dieser nur El Dan de la Hausen fest. Das genügt noch nicht für eine Disqualifikation. Ethan Page stürmt sofort auf die beiden Männer zu, schlägt wild auf El Dan de la Hausen ein, doch dieser duckt sich rechtzeitig ab, sodass Ethan Page stattdessen Robin Christopher Fohrwerk volle Wumme trifft und vom Apron herunterschleudert. Laut lachend richtet El Dan de la Hausen seine Finger auf Ethan, der natürlich dadurch äußerst wütend wird. Er sprintet auf Danhausen zu, doch dieser fängt ihn bloß ab und hämmert ihn mit einem Spinebuster auf die Matte! Holy shit! Was sehen wir hier? Sofort greift sich El Dan de la Hausen seinen Gegner, stemmt diesen auf und Inverted Front Powerslam!!!

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What the fuck? Was war das für ein Move, den die mexikanische Lucha-Libre-Legende hier gezeigt hat? Das war ein... das war ein Dominator! Sofort begibt sich El Dan de la Hausen in das Cover und der Referee ist direkt zur Stelle und...

ONE
TWO
THREEEE

Das war's! Was? El Dan de la Hausen hat es geschafft! El Dan de la Hausen hat gewonnen! Und nicht nur das... er ist der Unified Champion! Der erste, den Coast 2 Coast Wrestling je gesehen hat! El Dan de la Hausen geht in die Geschichtsbücher der Company ein! Er hat die beiden Midcard-Titel zusammengeführt und ist nun der einzig wahre König der Midcard! El Dan de la Hausen hat es geschafft! Letzte Woche erst hat er Jon Moxley besiegt und diese Woche Ethan Page! Dieser kleine Mann ist größer, als wir es uns je gedacht hätten.

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Doch was passiert da? Die Kamera fährt auf einen weiteren Mann, der gerade den Ring betritt und hineinkommt. Das ist...

[Bild: 629698-ronsimmons.png]

das ist Ron Simmons! Die APA-Legende Ron Simmons betritt hier den Ring. Langsam zoomt die Kamera an dessen Gesicht heran und verweilt so mehrere Sekunden. El Dan de la Hausen lässt sich zuerst etwas überfordert wirkend ein Mic in die Hand geben, hält es langsam und etwas zögerlich an die Lippen dieses ungewohnten Besuchers und es geschieht das, was die Fans auf der gesamten Welt allesamt erwartet haben...

Ron Simmons: DAMN!

Das erklärt nun auch das Ende des Matches. Der Spinebuster und der Dominator sind die Finishing Moves von Ron Simmons gewesen, der ebenfalls hier aus Georgia kommt. Es war also eine Hommage an eine quasi Home-Town-Legende. So etwas kann in einem so wichtigen Match wirklich nur unsere mexikanische Lucha-Libre-Legende El Dan de la Hausen bringen. Unser Unified Coast 2 Coast Champion. Dieser Mann ist einfach die Zukunft von Coast 2 Coast Wres...



YOUR TIME IS UP, MY TIME IS NOW!

Ein ohrenbetäubender Jubel bricht los... "JOHN CENA!"... "JOHN CENA!"... "JOHN CENA!" El Dan de la Hausen legt den Kopf leicht schief und blickt neugierig in Richtung Entrance. Die Kamera schwenkt zur Stage durch den dichten Nebel erscheint schließlich eine Silhouette. Langsam tritt sie ins Licht und es ist tatsächlich John Cena. Der Superstar trägt ein schwarzes "Never Give Up"-Shirt, blaue Jeansshorts und seine grüne Cap verkehrt herum auf dem Kopf. Um seinen rechten Arm befindet sich das bekannte grüne Armband. Ein breites Lächeln liegt auf seinem Gesicht, während er einen Moment innehält und die Reaktion der Fans genießt. Die Arena explodiert. Cena salutiert zunächst den Fans auf der linken Seite darauf zur rechten Seite. Er hebt beide Arme und ein weiteres Blitzlichtgewitter erfüllt die Arena. Mit jedem Schritt die Rampe hinunter klatscht er die Hände der Fans ab. Kinder lehnen sich weit über die Barrikaden, Erwachsene strecken ihre Arme aus, jeder möchte den Moment mit John Cena erleben. Immer wieder zeigt Cena sein berühmtes Handzeichen... "You Can't See Me!" Die Fans rufen jede einzelne Zeile seiner Entrance-Musik laut mit. Cena umrundet langsam den Ring. John Cena geht jedoch nicht die Ringtreppe hinauf stattdessen bleibt er auf dem Hallenboden stehen und blickt einen Moment zum Ring, in dem El Dan de la Hausen mit beiden Unified Championships und Ron Simmons steht. Ein verschmitztes Grinsen legt sich auf Cenas Gesicht, ehe er sich plötzlich nach rechts dreht. Die Kamera folgt seinem Blick. Direkt neben ihm befindet sich das Kommentatorenpult. Dort sitzen Cathy Kelley, Wade Barrett und Pat McAfee, die selbst noch völlig überwältigt von der überraschenden Ankunft der lebenden Legende wirken. John zeigt mit dem Finger auf das Pult dann auf sich selbst. Ein breites Grinsen und die Fans beginnen bereits zu ahnen, was gleich passiert. Cena geht zu einem am Ring stehenden c2c-Worker, streckt nur kurz die Hand aus und bekommt augenblicklich ein Funkmikrofon überreicht... Er testet es einmal. Ein dumpfer Ton hallt durch die Arena und Cena nickt zufrieden. Dann marschiert er zielstrebig direkt auf den Kommentatorentisch zu. Pat McAfee bemerkt es als Erster.

Pat McAfee
"Uh... Guys... I think he's coming over here!"


Cathy Kelley
"Pat... ich glaube, er WILL genau zu uns"


Wade Barrett
"Na wunderbar..."


John bleibt unmittelbar vor dem Kommentatorenpult stehen. Er schaut die drei Kommentatoren einen Moment schweigend an. Dann deutet er mit beiden Händen freundlich, aber bestimmt nach hinten. Das Publikum lacht. Pat McAfee springt sofort auf. Er schnappt sich hastig sein Headset und weicht einen Schritt zurück. Wade Barrett bleibt demonstrativ noch einen Augenblick sitzen. Er verschränkt die Arme und schaut Cena mit einem trockenen Grinsen an. Cena beugt sich leicht nach vorne. Mit einem schelmischen Lächeln zeigt er auf Barrett. Die Zuschauer lachen laut und Barrett schüttelt grinsend den Kopf. Cena hebt beide Hände. Unter lautem Gelächter der Fans treten schließlich auch Barrett und Cathy zur Seite. Nun gehört der gesamte Kommentatorentisch John Cena. Er legt das Mikrofon kurz auf die Tischplatte. Dann setzt er einen Fuß auf den Stuhl. Mit einer flüssigen Bewegung steigt er auf den Kommentatorentisch. Die Kameras wechseln in eine Totale. Vor ihm breiten sich über fünfzehntausend Zuschauer aus. Alle springen von ihren Sitzen auf. Cena dreht sich langsam einmal im Kreis und nimmt die unglaubliche Atmosphäre in sich auf. Er hebt beide Arme weit über den Kopf. Die Fans werden noch lauter. John Cena geht langsam bis an die vordere Kante des Kommentatorentisches. Unter seinen Schuhen knarzt die Konstruktion leicht.Er bleibt genau über den Kommentatoren sitzen und schaut zunächst zum Ring und sein Blick wandert auf den Unified Championship. Anschließend hebt er langsam das Mikrofon an die Lippen. Die Halle verstummt nach und nach. Jeder einzelne Zuschauer möchte hören, was John Cena dem frisch gekrönten Unified Champion zu sagen hat. Mit einem selbstbewussten Lächeln steht Cena hoch oben auf dem Kommentatorentisch, während sämtliche Kameras ausschließlich auf ihn gerichtet sind. Die Spannung in der Arena ist förmlich greifbar.

John Cena lässt den Blick noch einmal langsam durch die ausverkaufte Arena schweifen. Tausende Zuschauer stehen noch immer auf den Beinen, unzählige Smartphones sind in die Höhe gestreckt und fangen den Moment ein. Selbst nach all den Jahren reicht allein seine Präsenz aus, um die Stimmung in der Halle auf ein neues Level zu heben. Er schmunzelt... Mit der freien Hand zieht er seine Cap kurz zurecht und wartet geduldig. Er sagt kein einziges Wort. Stattdessen genießt er die Atmosphäre und lässt die Fans den Moment auskosten. Cena nickt immer wieder anerkennend und klopft sich mehrmals mit der flachen Hand auf die Brust ein stilles Dankeschön an die Zuschauer. Er hebt schließlich langsam das Mikrofon an seine Lippen. Noch bevor er überhaupt sprechen kann, brandet erneut ohrenbetäubender Jubel auf. Ein breites Grinsen huscht über sein Gesicht. Er senkt das Mikrofon wieder und die Fans lachen. John genießt das sichtlich. Er wartet noch einige Sekunden länger, bis sich die Lautstärke langsam legt. Dann atmet er einmal tief durch. Erst als sich die Stimmung langsam beruhigt, nickt er anerkennend.

John Cena
"Atlanta... Guten Abend, Atlanta, Georgia! Dankeschön... wirklich. Vielen, vielen Dank!

John Cena bleibt einen Moment regungslos auf dem Kommentatorentisch stehen. Das Lächeln verschwindet langsam aus seinem Gesicht. Er senkt den Blick... Als er wieder aufschaut, wirkt sein Gesichtsausdruck deutlich kälter. Er schüttelt langsam den Kopf und einige Fans verstummen... Cena hebt das Mikrofon erneut.

John Cena
"Wisst ihr... genau das habe ich erwartet. Nein... nein... spart euch das. Ihr habt mich nicht verstanden. Ich habe euch gerade beobachtet. Ihr habt gejubelt... gesungen... gerufen... als wäre das Jahr 2015. Aber ich sehe etwas völlig anderes. Ich sehe Menschen, die sich an die Vergangenheit klammern. Menschen, die glauben, dass John Cena jedes Mal herauskommt, um sie glücklich zu machen. Tut mir leid... Ihr habt tatsächlich geglaubt, ich wäre heute Abend wegen euch nach Atlanta gekommen? Nein. Ich bin nicht wegen euch hier. Ich bin auch nicht hier, um Autogramme zu schreiben. oder um eure Kinder glücklich zu machen. Und ganz bestimmt bin ich nicht hier, um irgendwelche Selfies mit euch zu machen."

John Cena lässt die Buhrufe auf sich einprasseln. Er lehnt sich leicht nach vorne, stützt sich mit einer Hand auf dem Kommentatorentisch ab und grinst selbstgefällig... Die Arena wird immer lauter. "YOU SUCK!"... "CENA SUCKS!"... "BOOOOOOOOO!"... Cena hebt das Mikrofon erneut an den Mund.

John Cena
"Ach, jetzt buht ihr mich aus? Interessant. Vor fünf Minuten habt ihr meinen Namen noch gesungen. Genau deshalb seid ihr so leicht zu durchschauen. Ihr wollt wissen, warum ich heute hier bin? Dann hört genau zu. Ich bin nicht gekommen, um irgendjemandem einen Gefallen zu tun. Ich bin nicht gekommen, um Coast 2 Coast Wrestling zu retten. Und ich bin ganz sicher nicht gekommen, um euch einen unvergesslichen Abend zu schenken.Ich bin aus einem einzigen Grund hier aufgetaucht... Mein Name stand auf einem Vertrag. Ich bin erschienen, ich bekomme meine Gage, und sobald ich hier fertig bin, steige ich ins Flugzeug und verschwinde wieder. Aber damals habe ich den Three Count bewusst ignoriert da ich etwas besseres vor hatte. Mir ist auch egal wer World Champion ist. Aber heute geht es nicht darum..."

John Cena lässt den letzten Satz einen Moment in der Luft hängen. Das Publikum überschüttet ihn mit einem gellenden Pfeifkonzert. Cena grinst nur müde. Er hebt langsam die freie Hand und fordert die Zuschauer auf, noch lauter zu werden. Als die Buhrufe ihren Höhepunkt erreichen, beginnt er wieder zu sprechen.

John Cena
"Aber heute... heute geht es überhaupt nicht um mich."

Er dreht sich langsam auf dem Kommentatorentisch zum Ring. Sein Blick bleibt auf El Dan de la Hausen hängen, der noch immer mit beiden Championship-Gürteln im Ring steht. Cena zeigt mit ausgestrecktem Zeigefinger auf den neuen Unified Champion.

John Cena
"Heute geht es um dich. Ich beobachte dich schon eine ganze Weile, Dan de la Hausen. Ich habe gesehen, wie du Woche für Woche immer größere Namen geschlagen hast. Ich habe gesehen, wie du Jon Moxley besiegt hast. Ich habe gesehen, wie du Ethan Page bezwungen hast. Und heute hältst du zwei Championships in deinen Händen. Rein sportlich kann dir das niemand nehmen. Diese Siege hast du dir verdient. Aber weißt du, was ich wirklich interessant finde? Du stellst alles auf den Kopf. Du machst Dinge, die niemand kommen sieht. Für manche bist du ein Genie. Für andere ein Verrückter. Aber wenn ich dich sehe... sehe ich keinen Mann, der Wrestling neu definiert. Ich sehe jemanden, der aus jedem Moment eine Show macht. "

Die Fans reagieren gemischt.

John Cena
"Du willst originell sein. Du willst anders sein. Und daran ist grundsätzlich nichts falsch. Aber irgendwann musst du dir eine Frage stellen.. Ist das alles noch Wrestling... oder spielst du einfach nur eine Rolle? Ich habe zwanzig Jahre meines Lebens in diesem Ring verbracht. Ich habe gegen Männer gekämpft, die mich zusammenschlagen wollten. Ich habe Nächte erlebt, in denen ich kaum noch stehen konnte. Für mich war Wrestling niemals ein Witz. Dieser Ring verdient Respekt. Dieses Business verdient Respekt. Und genau deshalb frage ich mich, ob du wirklich verstanden hast, was es bedeutet, Champion zu sein. Denn ein Champion trägt nicht nur einen Titel auf der Schulter er trägt Verantwortung. Aber du bist mit deinen Charakteren ein totaler Versager."

Etwas verwirrt blicken Simmons und die mexikanische Lucha-Libre-Legende El Dan de la Hausen auf Cena, der noch immer draußen am Kommentatorenpult steht. Und es dauert gar nicht mal so lange, da streckt El Dan Simmons nun seine beiden Championships entgegen, damit dieser sie für ihn hält, und verlässt den Ring, um auf Cena zuzugehen. Er stellt sich direkt vor diesen auf, spreizt seine Beine und verflucht ihn!!! Oh my Gawd, John Cena ist verflucht! El Dan de la Hausen hat hier einfach den Leader der Cenation verflucht! Und die Fans scheinen es zu lieben. El Dan de la Hausen besiegt hier die große Wrestlinglegende Amerikas und bringt damit einen Punkt für das Lucha-Libre-Land Mexiko. Und Cena... Cena... packt sich El Dan de la Hausen, als wäre nie etwas geschehen, stemmt diesen hoch und befördert ihn mit einem brachialen FU durch das Kommentatorenpult...

[Bild: c2e1c305-ad75-43fd-ac38-94833d80986b.png]

…
nuuuun... bestimmt benötigt der Fluch noch etwas, ehe er wirkt... ganz sicher... aber... nun gut, das war's wohl mit der heutigen Show... wir haben... nun ja... immerhin einen neuen Unified Champion von c2c Wrestling... nun gut, es war wohl nicht der beste erste Auftritt als Champion, aber er konnte immerhin Ethan Page schlagen... das ist doch immerhin etwas, oder? Sofort kommen mehrere Mediziner zu El Dan de la Hausen gerannt, um in den Trümmern des Kommentatorenpults nach diesem zu sehen, bis die Kamera ein letzztes Mal auf die Kommentatoren schaltet, die ebenfalls etwas geschockt dahinter stehen.

[Bild: newlogo9qu4w.png]
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Warnung! Spoiler!

Match 3: Roman Reigns vs Kid Lykos
Votes: 1:0


  [Show] c2c Special #88: EVERY EMPIRE FALLS XI - WAR GAMES! am 27.07.2026
Geschrieben von: [Gast] Elias - 27.07.26, 18:21 - Forum: » Shows - Antworten (3)

[Bild: c2cliveeel-Kopie.jpg]
Coast 2 Coast Wrestling
LIVE! Special #88: EVERY EMPIRE FALLS XI - WAR GAMES


[Bild: everyempire-Kopie.jpg]

findet statt im Spectrum Center vor 20,200 Zuschauern in Charlotte, North Carolina.

[img]Arenabild[/img]

Die letzte Kamera ist optimal platziert und auch der letzte reservierte Platz besetzt. Die c2c Show kann losgehen! Gleich zu Beginn explodiert ein buntes Feuerwerk auf der Stage und motiviert die anwesenden Fans zu großem Jubel und Chants. In der Mitte des aufwendig gebauten Wrestlingrings steht Matthew Rehwoldt schon mit einem Mikrofon bereit um die anwesenden Fans hier in der heutigen Show zu begrüßen.

[Bild: matt.jpg]

Matthew Rehwoldt: "My dear Ladies.. my dear Gentlemen.. my name is Matthew Rehwoldt and it is I, your DRAAAAAMAAA KIIIIINGGG... welcoming you to... COAST.. to COAST... WRESTLINGGGGGG!"

Kaum hat Rehwoldt die Ansage zuende gebracht gibt es einen kleinen Jubel für seine Ansage und auch wegen der Vorfreude auf den Verlauf des Abends. Matthew verbeugt sich einmal kurz und geht dann auch aus dem Ring heraus. Auch die knallenden Geräusche des Feuerwerks erlischen langsam und geben die Bühne somit für ihre Akteure frei. Bevor dies jedoch in Kraft tritt, werden die Zuschauer daheim vor ihren Fernsehgeräten von Pat MacAfee, Cathy Kelly & Wade Barrett begrüßt.

[Bild: v2z7jzv.jpg]

Pat McAfee: "Einen guten Abend und willkommen zu Every Empire Falls XI."

Cathy Kelley: "Dieses Special feiert unseren 10ten Geburtstag. Und das mit einem echten Kracher!"

Wade Barrett: "WAR GAMES! Alle Augen sind auf den Showdown zwischen Roman Reigns und Kenny Omega gerichtet."

Pat McAfee: "Diese Show wird Coast 2 Coast Geschichte schreiben also bleibt dran."

[Bild: ef.jpg]

Die Absätze von braunen Cowboy Boots klackern auf dem kahlen Boden, während sich die Frau mit der langen Mähne, auf dem ein Cowboy Hut thront, über einen Gang bewegt. Recht zügig, ohne nach rechts und links zu schauen. Der Grund dafür ist, dass sie sich mit ihrer neuen (wohl) besten Freundin Bobbi Tyler trifft und sie die Blondine nicht allzu lange warten lassen möchte. Außerdem fühlt sie sich gerade in der Anwesenheit der Britin derzeit am wohlsten und kann auch abschalten. Sonst kreisen ihre Gedanken immer noch um Drew und dessen Verschwinden...und um die Drohungen Kali's aus der Vorwoche. Die Rothaarige hat klar gemacht, dass sie auch auf das Country Girl Jagd machen wird, sollte diese sich weiter in ihre Angelegenheiten einmischen. Das hat ihre Wirkung nicht verfehlt! Doch deswegen McIntyre aufgeben und nicht mehr nach ihm Suchen? Kommt für Henley eigentlich nicht in Frage!

Während sie weiter grübelt, passiert die Amerikanerin einen Kollegen, zu dem sie eigentlich keinen großen Bezug hat. So schenkt sie ihm nur ein flüchtiges Zunicken und will weiter...eigentlich! Drei Schritte weiter dreht sie sich um! Fallon hat schon etliche Leute gefragt, ob sie etwas bezüglich Drew mitbekommen haben. Aber eben noch nicht alle! So lässt sich Henley von einem Impuls leiten...

Fallon Henley: Mox...hey! Warte mal!

Mox...Jon Moxley! Wie gesagt, mit ihm hatte Henley bisher nicht wirklich etwas zu tun gehabt...aber man soll nichts unversucht lassen. So holt sie den Lunatic ein, um ihn zu fragen. Auch wenn das heißt, dass sie Bobbi eventuell einen Moment länger warten lassen muss.

Fallon Henley: Hi...öhm...sorry, dass ich dich so anquatsche! Und wahrscheinlich wird die Frage etwas komisch wirken. Aaaber...hast du die letzten beiden Wochen etwas von Drew McIntyre gesehen oder gehört?

Jon wird Heute in seinem allerersten Dumpster Match antreten und hoffte natürlich auch, dabei siegreich rausgehen zu können. Bayley hatte eigentlich letzte Woche Recht. Der Müll muss rausgetragen werden und genau das war Danhausen oder El Dan De La Hausen oder wie auch immer dieser sich nennen will in den Augen vom Lunatic. Hausen hatte die letzten Wochen und Monate Jon das Leben schwer gemacht, hatte sogar seinen Job verloren nur um dann verkleidet wieder aufzutauchen. Heute würde er Danhausen in diese Mülltonne werfen und das Thema endgültig abschließen. Und wenn es Danhausen wirklich schaffen sollte, den Lunatic zu besiegen, dann wird Jon auch aus dem Müll wieder herauskrabbeln und die Welt dreht sich dennoch weiter.

Daher war er auch nicht wirklich angespannt und wirkte eher locker. Er lehnte an einer Kiste, als Fallon am Lunatic vorbeiging. Ein kurzes Nicken folgte, immerhin waren sie Kollegen zumal Jon nichts negatives über Fallon sagen konnte. Doch bevor sich Jon wieder auf sich konzentrieren konnte, hörte er die Stimme von Fallon, die Ihn dann gezielt ansprach. Auf ihre Frage konnte Jon natürlich nur den Kopfschütteln.

Jon Moxley
"Da muss ich dich leider enttäuschen. Ich habe keine Ahnung. Ich habe nicht viel mit Ihm zu tun, aber ich bekomme halt trotzdem einiges mit...und ich muss zugeben, was da zuletzt passiert war, ist schon verdammt scheiße...Liv...Kali oder wie auch immer, scheint ja wieder auf Chaoskurs zu sein was? Und was Drew angeht...es braucht schon einiges, um diesen Mann auszuschalten..."

Satz mit X...war wohl nix! Auch wenn die Chance eh gering war, ist es dennoch eine ganz kleine Enttäuschung, dass auch Jon nichts mitbekommen hat. Fallon seufzt leise auf und zieht kurz eine Schnute. Schließlich zuckt sie mit den Schultern und sieht Mox etwas unbeholfen lächelnd an.

Fallon Henley: Schade, aber...naja, hätte ja sein können! Ja, er ist merkwürdig, weißt du? Er ist fast zwei Meter groß, breit wie sonst was...und niemand weiß, wo er ist? Als hätte er sich vorletzte Woche einfach so in Luft aufgelöst! Ich...ich verstehe es nicht! Hm...falls du doch etwas mitbekommst, kannst du Liv oder mir Bescheid geben, bitte? Obwohl...vielleicht doch eher mir...

Oha? Will sie da Liv außen vorlassen? Nein, so darf man das nicht sehen! Bei Liv ist derzeit immer die Möglichkeit vorhanden, dass Kali mitmischt oder zumindest mithört. Und sie soll nicht wissen, dass hinter ihrem Rücken weiter nach Drew gesucht wird. Zudem will das Country Girl verhindern, dass ein Unbeteiligter noch in die Geschichte mit reingezogen wird. Der Lunatic ist natürlich jemand, der sich sehr gut selbst verteidigen kann. Aber das hat man auch von Drew gedacht. Am Ende wird wahrscheinlich nichts rauskommen, da Mox seine eigenen Probleme hat und das Gespräch vermutlich eher vergessen wird, sobald er sich auf sein eigenes Match fokussiert. Aber, wie gesagt, man soll nichts unversucht lassen.

Fallon Henley: Chaoskurs ist da noch echt nett ausgedrückt. Das ist wirklich durch und durch eine Scheiße, die da passiert! Hätte ich nicht seit kurzem meine neue beste Freundin, die mir eine Stütze ist, würde mich das richtig durcheinander bringen.

Neue beste Freundin? So sieht Fallon also schon Bobbi Tyler? So ganz scheint die Brünette nicht zu realisieren, was sie genau gesagt hat...sie hat aber aus dem Herzen gesprochen. Dazu passt auch das selige Lächeln auf ihren Lippen, als sie die Britin erwähnt.

Jon Moxley
"Klar, kann ich machen. Kann ich verstehen, ich habe ja auch mitbekommen, das ihr euch getrennt habt und er sich für Liv entschieden hatte. Aber Kali ist da noch einmal eine andere Nummer glaube ich...Es ist auf jeden Fall sehr komisch, immerhin könnte Drew mich eiskalt ausknocken und jetzt hat es Jemand geschafft, ihn auszuschalten, einfach so...Aber glaubst du, das Kali dahintersteckt?"

Diese Frage war berechtigt und war vermutlich auch naheliegend. Natürlich hatte Jon keine Ahnung davon das Fallon sich letzte Woche mit Liv bzw Kali darüber unterhalten hatte. Für Jon war das aber alles durchaus plausibel, aber er wollte sich jetzt auch nicht großartig einmischen. Wenn er was hören würde, dann würde er Fallon es sagen, nicht mehr aber auch nicht weniger und um Kali wird er eh einen großen Bogen machen.

Jon Moxley
"Das einzige, was ich so nebenher mitbekommen hatte war, das Kali angeblich versucht, Drews anderes Ich hervorzulocken...ich habe damals gesehen was Drew mit Bronson angestellt hatte...Das war schon verdammt heftig und das sage ich, der sich eh für nichts zu schade ist. Du kennst Drew länger...was wäre, wenn Kali tatsächlich Erfolg hätte damit?"

Fallon Henley: Ich glaube nicht nur, dass sie dahintersteckt...ich weiß es! Kali hat es mir gegenüber zugegeben! Letzte Woche!

Nun ist da auch Jon auf dem aktuellen Stand. Bitter lächelt Fallon den Mann an und hält kurz beide Hände vor ihr Gesicht, so dass ihr Seufzer gedämpft beim Lunatic ankommt. Das Country Girl lässt die Arme wieder hängen und lässt die restlichen Worte von Moxley auf sich wirken. Was wäre wenn Kali tatsächlich Erfolg hätte Drews andere Ich hervorzulocken? Ein Szenario, welches sich die Amerikanerin bisher nicht vorstellen wollte. Aber leider ist es etwas, was durchaus passieren könnte, wenn ihr nicht bald ein Einfall kommt, wie sie dem Scottish Warrior helfen könnte.

Fallon Henley: Wenn Kali tatsächlich damit Erfolg hat...dann kann es übel enden! Ich habe natürlich auch gesehen, was Drew mit Bronson gemacht hat. Ich habe seine andere Seite auch aus nächster Nähe mitbekommen, wie sie zwei Männer brutal zusammengeschlagen hat. Aber da war immer der richtige Drew im Hintergrund, der "ihn" einfangen und kontrollieren konnte. Wenn das wegfällt und Kali Drew bricht...wer kann "ihn" stoppen? Egal wie sie heißen...Jon Moxley, Seth Rollins, Roman Reigns, Velveteen Dream, Kenny Omega...alle haben denn ein Problem! Ein sehr großes Problem!

Kaum hat sich das gesagt, bekommt die Brünette ein schlechtes Gewissen gegenüber dem Lunatic. Der hat seine eigene Agenda und muss sicher nicht mit ihrem Pessimismus vollgequatscht werden. Aber er hat gefragt und wirkte ernsthaft interessiert. Da wollte Fallon ihm eben keinen Bären aufbinden und nichts beschönigen.

Fallon Henley: Tut mir leid...du hast deine eigenen Probleme mit deinem Match und Danhausen...oder wie auch immer der sich gerade nennt! Aber Kali und die entfesselte Seite von Drew zusammen...das kann ein Übel für die ganze c2c werden! Auch wenn ich natürlich hoffe, dass ich mich irre und dass Liv und Drew immer noch stark genug sind, sich dagegen zu wehren.

Fragt sich nur, wie lange noch?
Jon konnte Fallon natürlich ansehen, das ihr dieser Gedanke, das Kali es schaffen könnte, Drew "umzupolen" Sorgen machte. Ob diese Tatsache dann auch dazu führen könnte, das es ein Problem für den kompletten Roster geben würde? Möglich. Wenn Jemand skrupellos agierte, dann wäre Jeder ein Ziel, egal Wer, Wann und Wo. Mox kannte Drew und Liv jetzt nicht so gut wie Fallon und konnte daher nicht einschätzen, wie stark deren Bund wirklich sein könnte, um das Worst Case Szenario zu verhindern. Auch, als Fallon Jons Namen genannt hatte, bei den Möglichkeiten, wer denn die Beiden stoppen könnte, musste Jon einmal mit seinen Schultern zucken.

Jon Moxley
"Sollte es passieren, werde ich mich natürlich wehren, sollten Drew und Liv auf die Idee kommen, mich als Ziel auszuwählen. Besteht die Möglichkeit, das man mich überrollt? Sicher, aber zumindest nicht ohne Gegenwehr..."

Hier zeigte Jon wieder seine typische Lockerheit, selbst bei einer möglichen Gefahr, die von Kali und dem bösen Drew ausgehen könnte. Aktuell blieb einem nichts anderes übrig, als abzuwarten, auch wenn es schwer werden würde, vor allem für Fallon. Schließlich entschuldigt sich Fallon sogar dafür, das Sie Jons Zeit gestohlen hatte und als Sie den Namen Danhausen nannte musste Jon schmunzeln.

Jon Moxley
"Du weißt also auch, das es Danny Boy ist und nicht dieser De La Hausen, schön das es doch noch normal denkende Leute hier gibt...Ich werde dieses Kapitel Heute komplett schließen...und was Drew angeht...kann ich dir wirklich nur anbieten, das ich meine Ohren offen halte."

Fallon nickt Jon lächelnd zu. Klar, der Lunatic ist jemand, mit dem nicht gut Kirschen zu essen ist. Henley will sich auch gar nicht anmaßen ihm zu unterstellen, er könnte sich nicht wehren. Nur befürchtet sie, Mox könnte die Gefahr unterschätzen, die von Kali und einem "bösen" Drew ausgeht. Naja, für ihn hofft das Country Girl, dass er weiterhin in Ruhe sein Ding durchziehen kann.

Fallon Henley: Naja, es ist nicht wirklich zu übersehen, dass es trotzdem Danhausen ist. Aber gut, du machst das schon...trotzdem viel Erfolg nachher! Ich muss dann weiter, ich bin noch verabredet. Und dass du dich umhören würdest bedeutet mir schon viel! Danke Jon!

Mehr erwartet sie von ihm auch nicht. Sie dankt ihm mit einem weiteren Nicken und lässt ihn dann seiner Wege gehen. Fallon sieht Moxley noch kurz nach, bevor sie sich selbst wieder auf den Weg macht. Bobbi soll nicht länger warten müssen, als es notwendig ist. Fade off.

[Bild: HIST.jpg]

OPENER
SINGLES MATCH
Raven vs. Axiom

[img]BILD[/img]
Writer: ???

Die Lichter im gigantischen Stadion erlöschen schlagartig. Zehntausende von Fans verstummen in einer Sekunde, während die gewaltigen LED-Wände und der riesige Titantron in ein tiefes, unheilvolles Purpur und ein kaltes, metallisches Cyber-Blau getaucht werden. Es ist der Moment, in dem die größte Bühne der Welt den Atem anhalten muss. Über die gigantischen Stadionlautsprecher ertönt ein tiefes, pulssierendes elektronisches Summen... ein Sound, der sich anhört wie das Hochfahren eines Quantencomputers oder das Laden einer übernatürlichen Energiequelle.



Plötzlich durchbricht ein schriller, hochenergetischer Synthie-Beat die Stille, gepaart mit treibenden, futuristischen Drums. Die Menge im Stadion bricht in einen ohrenfälligen Jubel aus, als die gewaltigen Bildschirme beginnen, rasant flackernde Code-Zeilen, mathematische Formeln und holografische Grafiken zu zeigen, die sich in Sekundenschnelle zu einem gigantischen "AXIOM" formieren. Auf der Stage, hoch oben auf der Rampe vor der atemberaubenden Kulisse von Every Empire Falls, flammt in diesem exakten Bruchteil einer Sekunde gleißendes, weißes Pyro-Feuerwerk rechts und links der Startposition auf. Dort steht er: Axiom. Er trägt sein charakteristisches, makelloses High-Tech-Wrestling-Trikot in strahlendem Weiß, durchzogen von asymmetrischen, neonblauen und roten Linien, die im Scheinwerferlicht wie purer Strom glühen. Auf seinem Rücken prangt das unverkennbare Emblem. Seine Maske... ein Meisterwerk modernen Designs, das an klassische Lucha-Traditionen und gleichzeitig an futuristische Sci-Fi-Superhelden erinnert.. fängt das grelle Licht der Stadionwerfer ein. Die weißen Gläser seiner Maske leuchten geheimnisvoll, während er regungslos verharrt, die Arme leicht angewinkelt, als würde er seine eigene innere Energie bündeln.

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Axiom nimmt den Kopf langsam nach oben, blickt in die unendlichen Weiten der ausverkauften Arena, die von zehntausenden Handylichtern wie ein Sternenhimmel erleuchtet wird. Für einen Moment scheint er die schiere Dimension dieses Augenblicks hier bei Every Empire Falls in sich aufzusaugen.

Matthew Rehwoldt: "The following Countest is getting for one Fall!" ONE FALL!!! "Introducing first... From Madrid, Spain... Weighting in at 154Pounds... The Masked Heeeroooo ... AAAAAAAAXIIIIIOOOOOM!!!"

Dann setzt er sich in Bewegung. Mit einer unglaublichen, fast schwerelosen Leichtigkeit sprintet er die lange Rampe hinunter. Seine Schritte sind federnd, seine Präsenz elektrisierend. Jeder Zentimeter seines Körpers strahlt absolute Furchtlosigkeit und kompromisslose Athletik aus. Unten am Ring angekommen, bremst er abrupt ab, springt mit einem unfassbaren, explosiven Kraftaufwand direkt auf die Ringabsperrung, stützt sich mit einer Hand ab und katapuliert sich mit einem eleganten Salto über das oberste Seil in den Squared Circle. Im Zentrum des Rings angekommen, reißt Axiom die Arme nach oben, während an den Ecken des Ringpfostens gewaltige Fontänen aus weißem CO2-Gas und Funkenregen in den Nachthimmel schießen. Er dreht sich einmal im Kreis, die Maske fixiert das Publikum, bereit, auf der größten Bühne des Sports die Gesetze der Schwerkraft endgültig außer Kraft zu setzen.

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Über die gigantischen Lautsprecher bricht es los: Die ersten schweren, schleifenden pianosounds und der harmonisch hämmernde Beat von „Legends Never Die“ ertönen. Die Musik hallt überwältigend und voller entspannender Lässigkeit durch die vollbesetzte Arena. Zehntausende Fans schauen wie gebannt zur Eingangrampe. Sie erwarten den gewohnten Anblick: den unkonventionellen Coach, der mit hängenden Schultern und mit einem sarkastischen Grinsen im Gesicht, die Stufen herabspaziert, um das Undenkbare zu tun. Doch... die Rampe bleibt vollkommen leer. Im Ring steht Axiom, die Hände in die Hüften gestützt, die leuchtenden Augen seiner Maske auf den Eingang gerichtet. Die Sekunden dehnen sich wie Kaugummi. Die Musik läuft weiter, der Song dröhnt unerbittlich durch die Boxen, doch es tut sich absolut nichts. Kein Schatten, keine Bewegung, keine Spur von Raven. Kein Trainer in Sicht. Keine rebellische Präsenz. Nur die absolute, entlarvende Leere.

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Auch das Publikum fängt bereits an zu tuscheln. Ein ungläubiges Raunen geht durch die Ränge. Soll das ein psychologisches Spiel sein? Ein hinterhältiger Trick des Zynikers, um seinen Gegner psychisch zu zermürben, bevor er im letzten Moment aus dem Schatten springt? Doch die Musik läuft unaufhaltsam ihrem Ende entgegen. Die letzten Akkorde verklingen in der riesigen, schweigenden Arena und hinterlassen ein bedrückendes Echo. Der Referee an den Seilen wirkt sichtlich verunsichert. Er blickt zu den Kollegen am Zeitnehmerpult, greift an sein Headset, hört den Anweisungen der Offiziellen zu und schüttelt schließlich mit ernstem Gesicht den Kopf. Er zieht die Arme kreuz und quer über den Oberkörper... das offizielle Zeichen für den Ringrichter dass dieses Match nicht stattfinden wird aufgrund von Nichterscheinens. Die Lautsprecher dröhnen das endgültige, unerbittliche Urteil durch das Stadion, als der Ringsprecher das Mikrofon ergreift:

Matthew Rehwoldt: "„Ladies and Gentlemen... due to a no-show... your winner by forfeit... AXIOM!"

Die Ringglocke schlägt ein einziges Mal schwer und hohl durch die Halle. Das Pyro-Feuerwerk für Axiom zündet zwar, wirkt in dieser kalten, enttäuschten Stille jedoch völlig deplatziert. Raven ist nicht gekommen. Er hat das Spielfeld geräumt, bevor der Kampf überhaupt begonnen hat und damit ein ganz eigenes, stummes Statement gesetzt, das schwerer wiegt als jede Niederlage im Ring. Er hat den Beginn der heutigen Show damit absolut ruiniert. Das war wohl mit Abstand das schlechteste Opener-Match, welches es jemals in der c2c History gegeben hat. Einfach, weil es zu keinem Match gekommen ist. Schade und vor allem sehr traurig. Das könnte noch Folgen haben.

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SO MANY CONFESSIONS!

Nach der Werbeunterbrechung geht es weiter mit der Show. Dafür verdunkelt sich die Halle und der Titantron springt an, um alle Aufmerksamkeit auf den Bildschirm zu lenken, wo wir einige Tage in die Vergangenheit geführt werden, in das Coast 2 Coast Performance Center, aus welchem sogleich zwei Frauen ein Match in der heutigen Show bestreiten werden. Und genau eine dieser beiden Frauen kann man hier nun vor der Kamera erkennen. Es ist die Cosplayqueen Leva Bates, die sich in der Umkleidekabine gerade fertig umgezogen hat und nun in ihren Straßenklamotten zu sehen ist. Diese bestehen hier heute scheinbar aus einem schwarzen Onesie, dessen rechte Seite aus einem langen Netzärmel und einer langen Netzstrumpfhose besteht. Untenrum trägt sie ansonsten nur noch ein paar schwarze Lederstiefel und ein Konohagakure-Stirnband, welches sie wie ein Haarband um den Kopf gelegt hat.

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Sicher denken sich einige Fans, wenn sie Leva so sehen, ob diese Aufnahme hier wirklich nach oder nicht doch eher vor dem Training aufgenommen wurde, aber nein. Dies ist tatsächlich das Outfit, in dem Leva Bates heute zurück ins Hotel geht. Doch weg mit den Gedanken davon und viel mehr hin zu dem, was den Zuschauern am wichtigsten ist, nämlich dem Grund, weshalb wir hier überhaupt hingeschaltet haben. Dieser fällt uns sehr schnell ins Bild, denn Leva befindet sich hier nicht alleine in der Umkleidekabine.

Leva Bates: „Ok, ich bin fertig. Ich geh schon mal, ja? Wir sehen uns dann am Montag, Izzy. Lass uns den Laden rocken, haha.“

Das stimmt! Leva Bates' Gegnerin am Montag bei Every Empire Falls wird niemand Geringeres als ihre Trainingspartnerin Izzy Moreno sein. Und diese scheint sich ebenfalls hier in der Umkleide zu befinden.

Izzy Moreno
"Warte! Wir müssen reden …"

Da tritt Izzy ins Bild. Für das Training ist sie in Leggings und einem Shirt unterwegs. Sie hält Leva Bates am Arm fest damit diese ja nicht weglaufen kann.

Izzy Moreno
"Da du unser Match ansprichst. Es gibt da eine Sache, die in meinem Kopf herumschwirrt, seitdem wir unser erstes Match hatten … Also … uhmm"

Offenbar ist es ein Thema, dass der Frau aus Florida schon länger auf dem Herzen liegt. Dies hier scheint der letztmögliche Zeitpunkt zu sein. Bisher hat Izzy es hinausgezögert bis auf den letzten Moment und noch immer ist sie nicht vorbereitet.

Izzy Moreno
"Also das soll nicht irgendwie beleidigend sein und ich will dir nichts vorwerfen … aber ich werde diesen Gedanken nicht los…. Du hast dich doch bei unserem letzten Match zurückgehalten?"

Endlich hat Izzy es geschafft es auszusprechen. Auch dafür brauchte sie etwas doch jetzt wo sie es endlich getan hat fühlt es sich für Moreno an, als wäre eine Riesenlast von ihrer Schulter gefallen.
Oohh, damit hat Leva ganz sicher nicht gerechnet. Vor allem, weil es schon so viele Wochen her ist. Sie weiß gar nicht, was sie nun darauf antworten soll.

Leva Bates: „Uhm... aber... nei... wie kommst du darauf, Izzy?“

Diese Antwort war jetzt nicht wirklich hilfreich, um die Situation zu deeskalieren. Zumal Leva ihr Nein als Antwort sogar abgebrochen hatte, weil sie selbst weiß, dass sie sich natürlich zurückgehalten hat und Izzy deswegen so leicht gewinnen konnte. Aber sie möchte ihre Freundin natürlich nicht anlügen. Hetzend hebt Leva ihre Hände schützend vor sich und versucht, das Thema ganz schnell in eine andere Richtung zu lenken.

Leva Bates: „Hör zu, das Match nächste Woche ist bei Every Empire Falls. Dem größten Event dieser Liga. Das ist nicht vergleichbar mit irgendeinem Opener-Match einer Weekly Show, ja?“

Nüchtern spricht sie diese Worte aus und schüttelt dabei den Kopf, um zu versuchen, alle von Izzys Sorgen zu nehmen. Sie soll sich keine Gedanken um das Match machen. Nur darum, dass es ein Meisterwerk wird. Es ist auch das erste Mal, dass Izzy Moreno bei einer Show wie Every Empire Falls auftreten kann. Dieser Abend soll etwas Besonderes für sie werden. Sie soll ihn am besten nie wieder vergessen. Und wenn Izzy dabei sogar noch gewinnen sollte, wäre das der absolute Wahnsinn.

Izzy lässt sich nicht beirren. Jetzt wo sie es endlich rausgelassen hat kann sie es auch frei ansprechen. So ignoriert sie gekonnt die schwache Ablenkung der Cosplayqueen.

Izzy Moreno
"Bitte! Denkst du ich kenne den Unterschied nicht? Wir trainieren hier Woche für Woche. Ich habe deinen Blick bei unserem Match gesehen. Das war der gleiche Blick wie wenn Raven uns wieder einen gefährlichen Move zeigt und du ihn gegen uns einsetzen musst."

Man erinnere sich nur an den Punch, der gegen den Hals des Gegners gerichtet ist. Raven wollte diesen seinen Schülern beibringen und obwohl Izzy eine Halskrause zum Schutz getragen hat konnte sich Leva Bates trotzdem nicht überwinden ordentlich zuzulangen.

Izzy Moreno
"Ich verlange von dir, dass du dich nicht zurückhältst. Das ist mir nicht fair gegenüber und auch nicht fair für dich. Du möchtest doch auch groß rauskommen, oder nicht? Dafür darfst du dich nicht zurückhalten. Wenn du es hier nicht schaffst, weil du dich meinetwegen zurückgehalten hast, dann belastet auch mich das."

Leva Bates starrt Izzy an, während diese Worte schwer im Raum hängen. Der Versuch, das Thema mit einer schnellen Floskel abzuwinken, ist grandios gescheitert. Der Blick, den Izzy ihr zuwirft, ist frei von jeglichem Zweifel – er ist voller Entschlossenheit und dem tiefen Bedürfnis nach echter sportlicher Fairness.

Leva senkt langsam die Hände, die sie eben noch abwehrend gehoben hatte. Die Maske der unbeschwerten Cosplayqueen bröckelt für einen kurzen Moment, und zum Vorschein kommt die erfahrene Athletin, die ihre Trainingspartnerin einfach zu gut kennt, als dass sie sie jetzt noch anlügen könnte.

Leva Bates: „Du... du hast recht......“

Ein tiefes, fast resigniertes Ausatmen entweicht Levas Brust, bevor sich ihre Züge in ein ernsthaftes, fast schon stolzes Lächeln verwandeln. Sie nickt langsam. Sie antwortet ihrer Freundin, wobei ihr Tonfall nun eine scharfe, mentorhafte Schärfe annimmt, die man sonst eher von Raven gewohnt ist.

Leva Bates: „Bitte entschuldige, Izzy. Ich verspreche dir, ich werde mein Bestes geben, dass das am Montag nicht noch einmal passiert. Ich werde alles dafür tun, dass das Match ein Erfolg wird.“

Und damit zieht Leva ihr Konohagakure-Stirnband noch einmal straff und streckt Izzy ihre Hand entgegen. Zwar hat sie noch immer genauso wie bei der Schlagaktion vor einigen Wochen Angst, Izzy irgendeinen Schaden zuzufügen, aber sie kann ihr natürlich auch nicht unrecht geben. Alles, was sie sagte, entsprach der Wahrheit. Ob sie sich allerdings daran halten wird, wird man erst noch sehen müssen.

Damit hat Izzy auch jetzt die Bestätigung, dass Leva nicht 100% in ihrem vorherigen Match gegeben hat. Es schwirrte schon länger in ihrem Kopf und die Ungewissheit ist ihr ein Dorn im Auge gewesen. Jetzt wo für sie das letzte Ergebnis nicht mehr gültig ist will sie mehr denn je ein richtiges Ende zwischen ihr und Leva erfahren.

Izzy Moreno
"Danke dir. Ich meine es nicht böse. Ich schätze dich als Freundin und nichts was im Ring passiert kann unserer Freundschaft Schaden. Vergiss das nicht."

Auch Izzy streckt ihre Hand entgegen. Die zwei zeigen sich eine sportliche Geste vor ihrem bevorstehenden Kampf.

Izzy Moreno
"Also nichts für Ungut, wenn ich dich im Ring nochmal an dieses Gespräch erinnere."

Dass Leva sagt sie hält sich nicht zurück und dass sie es wirklich im Match tut sind zwei verschiedene Sachen. Doch Izzy besteht darauf und das ohne wenn und aber.
Zufrieden und mit einem breiten Grinsen im Gesicht schüttelt Leva Izzy die Hand und versiegelt somit das Versprechen. Doch dabei lässt sie Izzys letzte Nachricht nicht unkommentiert. Denn schließlich ist sie weiterhin eine starke Kämpferin. Everyone's Favorite BFF soll sie nicht unterschätzen.

Leva Bates: „Sofern du dazu die Möglichkeit bekommst während unseres Matches, haha.“

Aber man kann sich natürlich sicher sein, dass es ein freundschaftlicher Wettkampf wird zwischen den beiden. Keine von ihnen wird mit Hass auf die jeweils andere losgehen. Wie als wären die beiden die besten Freundinnen, verpasst Leva der größeren Izzy einen Schlag auf die Schulter und dreht sich dann um. Sie schnappt sich ihre Sporttasche und verschwindet aus der Umkleidekabine.

Leva Bates: „Also dann bis Montag!“

Und mit diesen verabschiedenden Worten geht sie durch die Tür nach draußen. Doch als die Tür zur Umkleide geschlossen wird, damit sich Izzy in Ruhe auch ohne Kamera umziehen kann, wird Leva hier außerhalb im Gang noch einmal von der Kamera fokussiert. Warum? Nun, sehr wahrscheinlich wegen der männlichen Stimme, die hier lachend wie aus dem Nichts erschallt.

Raven:
„„Hach, wie bin ich gespannt darauf zu sehen, wie sie wirklich alles geben werden!"“

... Diese Stimme ist unverkennbar und während die Kamera sich umdreht, wird uns der Besitzer dieser direkt präsentiert. Es ist der Death Fighter Raven, wie er leibt und lebt, der hier ein paar Meter weiter an der Wand lehnt und scheinbar das gesamte Gespräch zwischen Leva und Izzy mit angehört hat. Gekleidet zeigt er sich in einem legeren, hellvioletten Langarmhemd, dessen oberste Knöpfe lässig geöffnet und dessen Ärmel an den Unterarmen leicht hochgekrempelt sind. Dazu trägt er eine schlichte, helle Stoffhose in einem gedeckten Olivton. Ziemlich schlicht, doch passend für einen Mann wie ihn. Als Leva seine Stimme vernimmt, schreckt sie zuerst etwas auf, ehe sie ihn verwirrt und dann wütend anschaut.

Leva Bates: „Haben Sie uns belauscht?“

Berechtigte Frage, wenn ein Mann unheimlich genau neben der Tür einer Frauenumkleidekabine steht und dann über das Thema spricht, worüber die beiden Frauen in dieser Umkleide gesprochen haben. Gut, Raven ist einige Meter von der Tür entfernt, aber dennoch wäre es durchaus interessant zu erfahren, was der Lehrer hier genau macht.

Raven:
„„Nein, Sie hatten die Tür offen. Selbst die Leute draußen vor dem Gym hätten Sie hören können. Aber ich muss schon sagen, dass es irgendwie creepy ist, dass seit Wochen hier immer irgendwelche älteren Männer hinter Ecken einfach so random herumstehen. Da bin ich bei Ihnen."“

War das gerade ein Bruch durch die vierte Wand? Weil es tatsächlich auch in der gesamten Story mit Kid Lykos mehrmals bereits im Performance Center dazu gekommen ist, dass wirklich irgendwer völlig random an irgendeiner Wand gestanden und das Gespräch belauscht hat, was einer der Teilnehmer des Segments gerade führte. Fast eine Kritik von Raven an den Schreiber des Segments, dass dieser sich mal so langsam neue Ideen einfallen lassen sollte. Aber kommen wir wieder zurück zum eigentlichen Thema.

Leva Bates: „Was wollen Sie von mir?“

Wir wollen nicht allzu sehr abschweifen und somit stellt Leva direkt die richtige Frage, um das Ganze hier hoffentlich so schnell wie möglich zu beenden. Sie ist die wohl Einzige, die Raven wirklich mag. Auch mit dem schweren Gespräch, das diese vor einigen Wochen hatten. Aber trotzdem ist und war sie schon immer diejenige, die am stärksten hinter ihrem Lehrer stand.

Leva Bates: „Izzy würde es mir bestimmt nicht krumm nehmen, aber denken Sie, dass jetzt, wo so viele Superstars entlassen werden, auch ich meinen Job verlieren könnte, wenn ich mich in dem Match zurückhalte?“

Doch lässt sie Raven diese Frage gar nicht erst beantworten! Vielmehr spricht sie plötzlich darüber, dass sie Angst hat! Angst davor, ihren Job im Performance Center zu verlieren, wenn sie in ihrem Match bei Every Empire Falls nicht ernst macht. Völlig verständlich, weil, wie Raven bestätigt, stimmt der Gedanke, dass es in letzter Zeit eine größere Kündigungswelle in dieser Liga gegeben hat.

Raven:
„„Das Office scheint in letzter Zeit wirklich viele Stars aus der Liga zu werfen. Aber mir gefällt das. Sie sollten Angst haben. Tun Sie, was Sie können, um Ihre Position hier in der Liga nicht zu verlieren!"“

Leva Bates starrt ihn mit weit aufgerissenen Augen an, während die kalten Worte des Trainers im Gang nachhallen. Die sonst so bunte und leichtfüßige Cosplayqueen wirkt plötzlich unendlich klein und verletzlich, als die Realität des Business mit voller Wucht auf sie einprasselt. Sie ringt nach Luft, ballt die Hände in ihrem Onesie zu Fäusten und lässt den Blick kurz zu Boden sinken, bevor sie ihn wieder direkt auf Raven richtet. Die Angst vor dem Unvermeidlichen ... der Entlassung, dem Rauswurf aus der Liga, die sie liebt ... bricht sich bahnend in ihrer Stimme.

Leva Bates: „Aber das funktioniert doch nicht durch Angst. Angst lässt einen doch nur Fehler machen. Durch Angst kann ich...“

Da kann Leva plötzlich nicht mehr weitersprechen, weil Raven sie in einem ziemlich laut gewordenen Ton unterbricht und dabei sehr wütend klingt. Scheinbar gefällt ihm nicht, wie sich seine Schülerin hier verhält.

Raven:
„„Hören Sie gefälligst auf damit, sich schwächer zu machen, als Sie sind! Moreno hat es gerade noch nett gesagt, aber ich sage es direkt offen heraus. Geben Sie verdammt noch mal alles."“

Wütend stößt er sich von der Wand ab und spricht in einem Ton, der so laut ist, dass Izzy Moreno ihn möglicherweise sogar auch gehört haben könnte. Oder aber sie ist noch schnell duschen gegangen, dann könnte Leva vielleicht das Glück haben, dass Izzy nichts mitbekommt von dem, was sich hier draußen vor der Umkleidekabine abspielt. Doch ist Raven seine zweite Schülerin Izzy ziemlich egal. Hier geht es einzig und alleine um Leva Bates und die Fehler, die sie macht. Fehler, die viel jüngere Izzy nicht mehr fabriziert. Und Fehler, die Leva Bates von allen Schülern wohl am weitesten nach hinten werfen.

Raven:
„„Wieso halten Sie sich zurück, huh? Ich kenne die Geschichte, die Ihnen passiert ist, aber da sind wir doch schon lange drüber hinweg. Also hören Sie gefälligst auf damit!"“

Ravens Stimme bleibt wütend. Er formuliert diese Aussage hier nicht als Bitte, sondern als einen Befehl. Klar soll Leva Angst um ihren Job haben. Aber wenn sie Angst hat, soll sie auch etwas dagegen unternehmen. Wenn sie ihre Stelle bei c2c Wrestling nicht verlieren will, dann soll sie gefälligst dafür kämpfen und das tun, was getan werden muss.

Leva Bates: „Ich... uhm... ich... Uhm... ich... ich halte mich nicht zurück, weil ich schwach bin oder so... ich... ich möchte einfach niemanden ernsthaft verletzen und... ähm... ich will nicht, dass die Leute mich dafür hassen. Ich meine... Wrestling soll doch Spaß machen und... wenn ich jemandem wirklich wehtue oder vielleicht sogar die Karriere zerstöre, dann... dann sehen mich doch alle als Monster. Ich... ich möchte einfach nicht die Person sein, vor der alle Angst haben oder die niemand mehr mag.“

Levas Stimme wird mit jedem weiteren Wort leiser. Fast wirkt es so, als würde sie sich dafür schämen, was sie hier gerade ausspricht. Immer wieder senkt sie den Blick auf den Hallenboden, als könnte sie Raven dabei nicht einmal ansehen. Ihre Finger spielen nervös miteinander, während sie versucht, ihre Gedanken irgendwie in Worte zu fassen. Für einen Moment herrscht Stille zwischen den beiden. Raven sagt nichts. Er beobachtet sie lediglich aufmerksam, während Leva langsam den Blick wieder hebt, nur um ihn im nächsten Moment erneut zu senken. Allein der letzte Satz fällt ihr sichtlich schwer. Es wirkt, als hätte sie diesen Gedanken schon unzählige Male in ihrem Kopf durchgespielt. Ein starker Seufzer kommt aus ihrer Kehle, als sie fertig gesprochen hat und Raven... nun ja, dieser schenkt ihr noch keine Antwort. Oh nein, er betrachtet seine Schülerin einige Sekunden lang. Der übliche spöttische Ausdruck verschwindet langsam aus seinem Gesicht. Stattdessen wirkt er nachdenklich. Fast schon mitfühlend. Eine Seite, die man bei Raven nur äußerst selten zu sehen bekommt. Schließlich stößt dann auch er ein leises Seufzen aus und verschränkt die Arme nicht mehr ganz so demonstrativ wie zuvor. Er macht einen kleinen Schritt auf Leva zu und antwortet ihr mit einer ungewöhnlich ruhigen Stimme.

Raven:
„„Hören Sie auf mit diesem Schwachsinn und machen Sie die Augen auf!"“

Langsam hebt Leva wieder ihren Kopf und schaut Raven genau in die Augen. Zugegeben, Raven ist es scheißegal, was letzten Endes der Grund ist, warum Leva diesen Scheiß macht. Er will, dass sie damit aufhört. Doch ein wenig verbale Hilfe mit freundlichen Worten kann dafür ja nie schaden. Langsam zoomt die Kamera näher heran und zeigt, dass Ravens Blick wieder etwas ernster wird. Das kurze Aufflackern seiner sanften Seite lässt seine kalte Fassade, für die ihn jeder kennt, langsam komplett in Vergessenheit geraten.

Raven:
„„Niemand hier hasst Sie. Sie werden von allen geliebt und akzeptiert!"“

Wahre Worte. Leva Bates hat wirklich bisher noch nicht einen Feind. Und hier im Performance Center kommt sie auch mit jedem gut klar, aber so wie sie hier Raven gerade anblickt, könnte es sein, dass sie da noch mehr möchte.

Leva Bates: „Auch von Ihnen?“

So eine Frage an jemanden wie Raven zu stellen, ist ein sehr schwieriges Thema. Dieser wird zwar sehr wahrscheinlich etwas überfordert mit der Situation sein, aber sein Blick, nein, sein ganzer Gesichtsausdruck ist komplett emotionslos. Es existiert nicht eine Lücke, durch die man hindurchsehen kann, um zu erfahren, was gerade in seinem Kopf vor sich geht. Aber Leva versucht es weiter.

Leva Bates: „Li... lieben Sie mich auch?“

Sie möchte diese Frage beantwortet bekommen. Sie möchte diese Sicherheit haben. Sie hat bereits seit einigen Wochen darüber nachgedacht. Quasi seit dem Tag, an dem die beiden gemeinsam zu dem Baseballspiel gegangen sind. Seitdem sie ihr Date hatten. Sicher, es liegen fast 20 Jahre Altersunterschied zwischen den beiden, aber es gab auch schon Paare, bei denen das Ganze noch extremer war. Der amerikanische Musiker Billy Joel und seine Ehefrau Alexis Roderick zum Beispiel oder der Grandmaster aus dem Marvel Cinematic Universe, Jeff Goldblum, und seine 30 Jahre jüngere Ehefrau Emilie Livingston! Aber... na ja, wir reden hier von Raven! Was bitte denkt sich Leva dabei? Er blickt sie weiterhin mit einem komplett emotionslosen Ausdruck an, ehe er ganz trocken und mit eiskaltem Blick seine Antwort gibt.

Raven:
„„Nein!"“

So kurz die Antwort auch gewesen ist, so hittete sie wie ein ungebremster Schlag mitten ins Gesicht von Leva Bates, wie man es ihr auch deutlich ansehen kann. Aber Raven war ehrlich. Es ist schwer vorstellbar, dass er überhaupt für irgendein Wesen dieser Welt so etwas wie Liebe empfinden kann. Leva scheint gehofft zu haben, dass es bei ihr etwas anders ist.

Leva Bates: „Verstehe...“

Man kann es ihr deutlich ansehen, dass sie nach dieser Aussage schwer mit sich am Kämpfen ist, nicht bittere Tränen zu verlieren. Aber wenn sie diesen Kampf verliert, dann nicht in Anwesenheit von Raven, denn dieser dreht sich einfach ohne ein weiteres Wort zu sagen um und verschwindet. Er hat Leva nicht nur einen Korb gegeben, sondern lässt sie auch noch alleine zurück. Vielleicht ist es besser so, wie er es getan hat. Denn so wird Leva hoffentlich schnell merken, dass sie einen großen Fehler gemacht hat, als sie solche Emotionen entwickelte. Doch da hier nichts weiteres groß Interessantes passiert, endet somit diese Aufnahme und wir geben zurück zur Show ins Hier und Jetzt.

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Bobbi Tyler kann mit ihrer Bilanz, seit ihrem Comeback, zufrieden sein. Bis auf das zweite Match gegen Thekla hat sie keine direkte Niederlage einstecken müssen. Gut, da war das Count Out Ding gegen Evie, aber das will die Blondine nur zu gerne verdrängen. Heute ist ihr zweiter Einsatz bei einer Großveranstaltung. Bei Battle Coliseum konnte sie Fallon Henley besiegen, wenn auch mit Unterstützung. Aus heutiger Sicht fühlt es sich weird an, dass sie gegen das Country Girl gekämpft hat. Ihr heutiger Kampf schlägt sogar eine Brücke zu den Ereignissen im Wembley Stadion. Damals hatte Rhea Ripley eingegriffen – sie war diese „Unterstützung“, die von Bobs jedoch nicht gewollt war. Heute ist die Australierin zurück und Tyler darf sie mit ihr messen. Wobei die Verbindung zum Eradicator tiefergeht, als nur dieser Moment in London. Vor einigen Jahren, als sie Stevie Turner war, stand sie loyal an der Seite von Ripley und kämpfte für sie sogar in einem War Games Match! Ironisch, dass auch heute ein solches ansteht. Jedoch ist das die Vergangenheit und aus Stevie Turner wurde schon längst wieder Bobbi Tyler. Eine Frau, die nicht zu Rhea Ripey aufschaut, sondern diese heute besiegen möchte. Zum einen für Bobbi’s neue, beste Freundin Fallon Henley, die ihre Probleme mit der Australierin hat. Und zum anderen für Tyler selbst, die karrieretechnisch weiter vorankommen möchte. Da bedeutet ein Sieg über Rhea immer noch eine Menge.

Ein wenig Zeit ist noch bis sie in den Ring steigen muss. Trotzdem trägt Mrs „2 Levels Above – 2 Steps Ahead“ bereits ihr Ringoutfit und die Jacke, die sie beim Entrance begleitet. Bei inzwischen milden Temperaturen vertritt sie sich außerhalb der Halle, auf einem kleinen Vorplatz, die Beine. Man sieht eine schwere Eisentüre, die in das Innere führt und durch einen großen Aschenbecher daran gehindert wird, in den Rahmen zu knallen. Bobs ist nicht nur hier, um Luft zu schnappen. Sie ist verabredet und wartet schon ein paar Minuten. Trotzdem wirkt sie nicht ungeduldig, während sie langsam auf und ab läuft. Da…endlich Schritte! Voller Vorfreude dreht sie sich um und erblickt eine Dame in Cowboy Boots, Hot Pants, einem bauchfreien Shirt und einem Cowboy Hut auf dem langen, brünetten Haar. Fallon Henley!

bobbi.tyler: Wooow…du siehst großartig aus!

Mit einer kreisenden Bewegung ihres rechten Zeigefingers deutet die Britin an, dass ich Henley einmal drehen soll. Vergnügt kichernd erfüllt die Amerikanerin ihr diesen Wunsch und macht eine 180° Drehung. Bobs erwischt sich dabei wie sie anerkennend auf Fallon’s athletischen Schulter- und Rückenbereich schaut und auch einen kurzen, verstohlenen Blick auf ihre vier Buchstaben wirft. Ist ja nichts dabei, man darf seine Freunde doch auch attraktiv finden. Bobbi macht einen Schritt nach vorne und wirft ihre Arme stürmisch um die Brünette. Bevor da der Hut zu Boden geworfen wird, hält Fallon ihn schnell fest und lacht leise auf.

Fallon Henley: Entschuldige, dass ich mich verspätet habe! Ich bin gerade Jon Moxley begegnet und musste ihn einfach fragen, ob er was von Drew mitbekommen hat. Bevor die fragst…nein, hat er nicht. War mir auch irgendwie klar, aber ich musste es versuchen.

Das war vorhin zu sehen, wie sich das Country Girl mit dem Lunatic unterhalten hat. Nicht nur über den Verbleib von McIntyre, sondern auch was es bedeuten würde, sollte Kali den Schotten tatsächlich brechen können.

bobbi.tyler: Alles gut, du hattest mir ja geschrieben, dass du dich verspäten wirst. Schade, dass Moxley nichts wusste! Aber auch das muss kein schlechtes Zeichen sein.

Die Engländerin spürt, dass sie gerade keine Lust hat über Drew zu reden oder über ihn nachzudenken, da sie einfach Zeit mit Fallon verbringen möchte. Würde sie natürlich so vor dem Country Girl nicht sagen. Vielleicht hilft Ablenkung…die Bobbi vorbereitet hat. Lächelnd greift sie nach Fallon’s Hand und führt diese zu einem kleinen Mäuerchen, auf dem eine Tupperbox mit hellblauem Deckel steht.

bobbi.tyler: Ich hab‘ geschnittenes Obst dafür. Vielleicht können wir uns das vor meinem Match noch teilen?

Sie öffnet den Deckel, so dass man Stücke von Ananas, Erdbeeren, Mangos, Äpfeln und ein paar Beeren sieht. Im Inneren des Deckels gibt es eine kleine Halterung, aus der Tyler zwei Plastik Gabeln zieht und Fallon eine entgegenhält. Dankbar nimmt diese eine an und setzt sich auf das Mäuerchen.

Fallon Henley: Oh, das sieht gut aus! Danke Bobbi, das ist eine tolle Idee!

Schön, dass die Idee ankommt! Flugs setzt sich auch die Blonde auf den kühlen Stein und taucht ihre Gable in eine Himbeere. Fallon entscheidet sich für ein Stückchen Ananas. Schmeckt gut, süß und saftig! Die beiden Frauen genießen in einer kurzen Stille das Obst. Henley schluckt runter und sieht dann zur Jüngeren.

Fallon Henley: Also dann heute gegen Rhea, hm? Wie ist das so für dich? Ich meine…ihr wart doch mal Freunde, oder?

Bei Drew kommt sie derzeit nicht weiter. Daher versucht sie mal die Sorgen um ihren Ex-Freund beiseitezuschieben und sich auf Bobbi und ihre heutige Aufgabe zu konzentrieren. Tangiert die Amerikanerin ja auch, da sie vor vielen Wochen ihre Auseinandersetzung mit Ripley hatte. Durch das plötzliche Verschwinden der Australierin war das in den Hintergrund gerückt. Heute ist diese zurück und natürlich kommt bei Henley auch wieder der Stress mit dem Eradicator zum Vorschein.

bobbi.tyler: Naja, weiß nicht, ob wir damals wirklich befreundet waren! Rhea hat es, glaube ich, mehr genossen, dass ich sowas wie ein Hype Girl für sie war und ihr im Kampf geholfen habe. Ehrlichweise denke ich schon, dass sie mich irgendwie gemocht hat…aber eben mehr wie ein Schoßhündchen, als eine Freundin auf Augenhöhe. Weiß gerade nicht, wie ich das anders ausdrücken soll. Davon abgesehen habe ich zu der Zeit mein Leben als Stevie geführt und war da eine andere Person als heute.

Es war eine „Lüge“, die sie damals gelebt hat. Zumindest sieht es die ehemalige Women’s Championesse heute so.

bobbi.tyler: Ich würde lügen wenn ich sagen würde, dass mich der heutige Kampf auf einer persönlichen Ebene komplett kalt lässt. Aber im Endeffekt ist Rhea eine weitere Gegnerin für mich, die ich besiegen will, um meinem Traum wieder einen Schritt näher zu kommen.

Heißt wieder Champ zu werden – wie damals! Bevor ihr auch das genommen wurde! Bobbi’s Lächeln hat etwas bitter-süßes, woraufhin Fallon ihr kurz eine Hand auf die Schulter legt, um sie zu trösten.

Fallon Henley: Du schlägst heute Rhea, davon bin ich überzeugt! Und dann stehen die alle Türen offen!

Wenn Liv (oder Kali) heute Tiffany besiegt und Bobs wirklich in Richtung Women’s World Title gehen möchte, könnte das Fallon in eine persönliche Zwickmühle bringen. Auch wenn sie spürt, dass sie dann eher Tyler unterstützen würde, will sie darüber erst gar nicht nachdenken. Wenn es kommt, dann kommt es! Jetzt piekst sie lieber ein Stück Apfel auf die Gabel. Bobbi zeigt sich dankbar nach den netten Worten und ist froh, dass das Country Girl ihr Gesellschaft leistet.

bobbi.tyler: Und wie ist es für dich, dass ich heute gegen sie kämpfe? Du hast doch auch deine Probleme mit ihr. Wenn ich da an ihren Eingriff in unser Match denke…

Bobs zieht schnell den Kopf ein und wirkt etwas beschämt. Ja, direkt nach dem Wembley Match hatte sie sich mit diesem Sieg gebrüstet…aber auch nur, weil sie und Fallon sich damals noch nicht verstanden hatten und Tyler pissig auf das Country Girl war. Heute tut der Blonde das leid. Was sich aber nicht geändert hat ist die Verärgerung über Rhea und ihren Eingriff. Fallon nimmt der Britin das inzwischen nicht mehr übel und steht darüber, was sie durch ein kurzes Abwinken signalisiert.

Fallon Henley: Um ehrlich zu sein hatte ich mir mehr von ihr erwartet. Oder sagen wir so…mehr befürchtet! Hatte mich auf wochenlangen Stress mit psychologischer Kriegsführung eingestellt. Aber seit sie mir das Match gegen Tay Conti zerstört hat, kam nichts mehr. Rhea war plötzlich verschwunden…bis jetzt! Ob es ein Plan ist oder Zufall, dass sie ein Match gegen dich hat…keine Ahnung! Vielleicht hat Bayley auch einfach genug und zwingt sie wieder in den Ring!

Schulterzuckend schließt die Brünette diese Vermutung ab. Warum die Australierin plötzlich wieder da ist und dann auch ausgerechnet ein Match gegen Bobbi Tyler hat, kann nur spekuliert werden. So oder so ist der Eradicator zurück und Fallon vermutet, dass sie heute noch das „Vergnügen“ mit ihr bekommen wird. Irgendwie hofft sie das auch, damit sie einen verspäteten Schlussstrich unter diese Story ziehen kann.

bobbi.tyler: Sie wird dafür büßen, dass sie dir ein paar Wochen auf die Nerven gegangen ist. Versprochen!

Entschlossen nickt sie der Brünetten zu, während sie sich eine Beere reinschiebt. Fallon lächelt sie an und berührt Bobs kurz am Oberarm. Sie weiß es zu schätzen, dass sie Britin auch für sie kämpfen möchte.

Fallon Henley: Das ist lieb von dir, danke! Aber es ist dein Match und es geht um dich! Hol dir den Sieg…für dich! Bobbi Tyler verdient es sich auf großer Bühne zu zeigen und dort zu gewinnen!

Dass Henley so etwas sagt, bedeutet der blonden Engländerin viel. Es tut ihr in der Seele gut, auch weil sie merkt, dass dieser Support einfach nur ehrlich ist. Bobbi hält inne und sieht ihre Kumpeline mit glücklichen Augen an. Die Ältere erwidert den Blick, der so recht intensiv wirkt. Beide Frauen merken, wie sie sich inzwischen verbunden fühlen. Nach ein paar Sekunden wendet sich Bobs schüchtern ab, wobei sie eine Haarsträhne hinter ihr Ohr schiebt und anschließend auf die Box deutet.

bobbi.tyler: Öhm…ich hab‘ übrigens noch eine zweite dabei, mit Keksen und Süßigkeiten! Ich dachte mir, dass wir die uns vielleicht nach meinem Match teilen. Oder später, wenn wir wieder im Hotel sind!

Fallon Henley: Auch das ist eine sehr gute Idee! So machen wir das!

Ab und zu gönnt sich das Country Girl auch was Süßes! Da freut sie sich dann auf später! Die Freundinnen piksen je ein Stück Obst auf, „stoßen“ lachend damit an und genießen diesen nächsten Bissen. Die Kamera fährt langsam zurück und lässt ihnen noch ein wenig Privatsphäre, bevor Bobbi Tyler in den Ring steigen muss. Fade off.

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Die Live-Übertragung von Coast 2 Coast Wrestling wird für einen Moment unterbrochen. Langsam blendet das Bild aus der ausverkauften Arena aus. Die lauten Gesänge der über zwanzigtausend Zuschauer werden leiser, ehe sie vollständig verstummen. Stattdessen eröffnet eine cineastische Kamerafahrt einen völlig anderen Schauplatz. Die Skyline von New York City erhebt sich majestätisch gegen den dunklen Nachthimmel. Tausende Lichter lassen die Glasfassaden der Wolkenkratzer funkeln, während sich ihre Reflexionen auf dem Hudson River spiegeln. Gelbe Taxis ziehen ununterbrochen durch die Straßen Manhattans, Menschenmengen bewegen sich über die hell erleuchteten Bürgersteige und riesige LED-Werbetafeln tauchen den Times Square in ein Meer aus Farben. Die Kamera fliegt langsam über Midtown Manhattan hinweg, vorbei am Empire State Building und den zahlreichen Hochhäusern, bis schließlich das berühmte Rockefeller Center ins Bild rückt. Vor dem imposanten Gebäudekomplex haben sich zahlreiche Fans versammelt.

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Die Kamera fährt schließlich direkt auf den Haupteingang der weltberühmten NBC Studios zu. Über dem Eingang leuchtet das bekannte Logo des Senders, während Zuschauer in langen Reihen darauf warten, das Studio zu betreten. Sicherheitskräfte kontrollieren Tickets, Mitarbeiter begleiten Gäste ins Gebäude und Fotografen warten bereits auf prominente Besucher. Plötzlich erscheint auf dem Bildschirm eine elegante Texteinblendung.

Aufzeichnung vom Vortag
Jimmy Fallon Tonight Show | NBC Studios | New York City, New York


Im nächsten Moment ertönt die unverkennbare Titelmusik der The Tonight Show Starring Jimmy Fallon. Sofort brandet im Studio lauter Applaus auf. Die Studioband spielt die bekannte Eröffnungsmelodie, während bunte Scheinwerfer über das Publikum fahren. Die Zuschauer springen teilweise sogar von ihren Sitzen auf und klatschen begeistert im Takt der Musik. Die Kamera schwenkt durch das moderne Studio. Das charakteristische Bühnenbild mit dem großen Schreibtisch, den gemütlichen Sesseln für die Gäste und der beeindruckenden New Yorker Skyline im Hintergrund ist sofort zu erkennen. Überall herrscht eine lockere, fröhliche Atmosphäre. Das Publikum ist bestens gelaunt und wartet gespannt auf den Beginn der Show. Unter tosendem Jubel betritt schließlich Gastgeber Jimmy Fallon die Bühne. Mit seinem typischen breiten Lächeln winkt er in alle Richtungen, klatscht mit einigen Zuschauern in der ersten Reihe ab und dreht sich einmal um die eigene Achse, um die Energie des Publikums aufzusaugen. Die Band spielt noch einige Sekunden weiter, ehe Fallon sich vor seinem Schreibtisch positioniert. Der Applaus will kaum abreißen. Jimmy lacht herzlich, hebt beide Hände, um die Zuschauer etwas zu beruhigen, und genießt sichtlich die ausgelassene Stimmung im Studio. Schließlich setzt er sich an seinen Schreibtisch, rückt die Kärtchen vor sich zurecht und blickt mit einem verschmitzten Grinsen direkt in die Kamera.

Jimmy Fallon
"Thank you! Thank you! Wow! Vielen, vielen Dank! Ihr seid großartig! Willkommen zu einer neuen Ausgabe der The Tonight Show Starring Jimmy Fallon! Ich freue mich riesig, dass ihr heute Abend alle hier seid. Natürlich begrüße ich nicht nur unser fantastisches Publikum hier im Studio in New York City..."


Jimmy zeigt mit beiden Händen in die Zuschauerränge und Sofort brandet erneut lauter Applaus auf. Darauf richtet er sich der Kamera und Bloodline zu.

Jimmy Fallon
"Zunächst einmal möchte ich euch allen wirklich von Herzen danken, dass ihr heute Abend hier seid. Ich weiß ganz genau, wie außergewöhnlich dieser Termin ist. Ihr befindet euch mitten in der vielleicht wichtigsten Woche des gesamten Jahres für Coast 2 Coast Wrestling. In wenigen Tagen steht WarGames vor der Tür. Ein Match, auf das Fans überall auf der Welt seit Wochen hinfiebern. Die Vorbereitung darauf dürfte intensiver kaum sein und trotzdem habt ihr euch die Zeit genommen, heute Abend hier in die Tonight Show zu kommen. Das wissen wir wirklich sehr zu schätzen. Mein Dank gilt dabei natürlich nicht nur euch persönlich, sondern auch Coast 2 Coast Wrestling. Ich möchte mich bei der gesamten Organisation bedanken, die dieses Interview möglich gemacht hat. Dass wir heute Abend einige der größten Namen des Professional Wrestlings hier im Studio begrüßen dürfen, ist alles andere als selbstverständlich. Ich weiß, wie voll euer Terminkalender ist, wie viele Verpflichtungen ihr habt und wie sorgfältig solche Auftritte geplant werden müssen. Deshalb freut es uns umso mehr, dass Coast 2 Coast Wrestling unserer Einladung zugestimmt hat. Und ganz persönlich möchte ich mich bei euch bedanken. Roman... Paul... Jimmy... Jey... Jacob... ihr hättet euch genauso gut ausschließlich auf WarGames konzentrieren können. Stattdessen sitzt ihr heute Abend hier bei uns und gebt unseren Zuschauern die Gelegenheit, euch einmal außerhalb des Rings kennenzulernen. Nicht während einer Pressekonferenz, nicht während einer hitzigen Konfrontation oder eines Interviews Backstage, sondern in einer lockeren Atmosphäre, in der wir über eure Karrieren, eure Familie und natürlich über eines der größten Matches sprechen können, das Coast 2 Coast Wrestling jemals veranstaltet hat."


Jimmy lächelt in die Kamera.

Jimmy Fallon
"Ich glaube, ich spreche im Namen aller Zuschauer hier im Studio und an den Fernsehgeräten, wenn ich sage... Vielen Dank, dass ihr heute Abend hier seid. Es ist uns eine große Ehre, die Bloodline bei uns in der Tonight Show begrüßen zu dürfen."


Kaum hat Fallon seinen Satz beendet, erhebt sich erneut lauter Applaus im gesamten Studio. Jimmy wartet einen Moment, bis der Applaus langsam abebbt. Er lehnt sich entspannt in seinem Stuhl zurück, wirft einen kurzen Blick zu Roman Reigns und den übrigen Mitgliedern der Bloodline und schmunzelt. Mit einem verschmitzten Grinsen richtet er sich wieder zur Kamera.

Jimmy Fallon
"Ich muss allerdings zugeben... als wir erfahren haben, dass die Bloodline heute Abend zu Gast ist, war ich ein kleines bisschen nervös. Aber nicht wegen euch... sondern weil ich bis gestern nicht hundertprozentig wusste, ob Kenny Omega vielleicht spontan beschließt, auch vorbeizukommen. Und ganz ehrlich... immer wenn Kenny Omega in den letzten Wochen irgendwo aufgetaucht ist... hatte hinterher mindestens ein Tisch, drei Sicherheitsleute oder irgendeine arme Seele einen richtig schlechten Tag. Unser Produktionsteam hat mich heute Morgen tatsächlich gefragt... Jimmy... sollen wir vorsichtshalber zusätzliche Security bestellen? Ich habe gesagt... 'Nein... bestellt lieber zusätzliche Möbel.' Falls Kenny Omega auftaucht, hält die Security ihn vielleicht nicht auf... aber vielleicht überlebt wenigstens der Schreibtisch."


Jimmy hebt beide Hände und spielt den völlig Unschuldigen. Jimmy grinst breit, lehnt sich noch ein Stück weiter zurück und blickt für einen Moment direkt zu Roman Reigns. Anschließend richtet er seinen Blick wieder in die Kamera und schüttelt amüsiert den Kopf.

Jimmy Fallon
"Aber wisst ihr... über eine Sache musste ich in den letzten Wochen wirklich lachen. Nicht über Kenny Omega als Wrestler... denn über seine Fähigkeiten im Ring brauchen wir gar nicht diskutieren. Der Mann ist einer der Besten der Welt. Was mich allerdings beschäftigt hat... war seine Auswahl an Teamkollegen. Ich habe versucht, das zu verstehen. Wirklich! Also habe ich mir gedacht... stellen wir uns einmal vor, Kenny Omega wäre der Trainer eines Football-Teams. Er bekommt den Auftrag, die zwei wichtigsten Mitspieler für das größte Spiel des Jahres auszuwählen... Und dann sagt er... Ich nehme... LA Knight... und Solo Sikoa. Der eine redet so schnell und so viel, dass ich nach fünf Minuten immer noch nicht weiß, ob er gerade eine Promo gehalten oder für eine eigene Late-Night-Show vorgesprochen hat..."


Die Zuschauer lachen lauthals auf.

Jimmy Fallon
"...und der andere? Nun... Solo Sikoa sagt manchmal so wenig, dass ich mich jedes Mal frage, ob sein Mikrofon überhaupt eingeschaltet ist."


Das Studio bricht erneut in Gelächter aus. Jimmy grinst zufrieden und hebt beschwichtigend beide Hände.

Jimmy Fallon
"Das ist schon eine interessante Kombination. Kenny Omega ist der Mann, der jede Woche Wrestling-Klassiker abliefert... LA Knight liefert die Schlagzeilen... und Solo Sikoa liefert den Blick, bei dem ich sofort meine Lebensversicherung überprüfen würde."


Er deutet schmunzelnd in Richtung der Bloodline.

Jimmy Fallon
"Ich weiß nicht, ob das die gefährlichste Allianz im Professional Wrestling ist... aber sie ist definitiv die ungewöhnlichste. Einer redet ohne Pause... einer redet fast gar nicht... und Kenny steht irgendwo dazwischen und denkt sich wahrscheinlich: 'Ich hoffe einfach, dass bis WarGames niemand aufeinander losgeht. Keine Sorge... das ist natürlich alles mit einem Augenzwinkern gemeint. Aber ich glaube, ganz Wrestling fragt sich gerade dieselbe Frage... Wie lange kann diese Allianz überhaupt funktionieren?"


Er lächelt in die Runde und bereitet damit den Übergang zur ersten ernsthaften Frage an die Bloodline vor. Paul Heyman lehnt sich mit einem selbstgefälligen Lächeln in seinem Sessel zurück. Er wartet bewusst einige Sekunden, während das Publikum noch über Jimmy Fallons Witze lacht. Schließlich richtet er langsam seine Krawatte, verschränkt die Hände auf seinem Schoß und beugt sich leicht nach vorne. Sein Blick wandert zunächst zu Jimmy Fallon, dann direkt in die Hauptkamera. Ein amüsiertes Schmunzeln liegt auf seinem Gesicht, als hätte Fallon gerade etwas ausgesprochen, das Heyman selbst schon seit Wochen denkt.

Paul Heyman
"Jimmy... zunächst einmal möchte ich Ihnen ein Kompliment machen. Sie sind ein Entertainer. Sie leben davon, Menschen zum Lachen zu bringen. Aber wissen Sie, was das Faszinierende daran ist? Selbst Ihre Witze... enthalten mehr Wahrheit als alles, was Kenny Omega, LA Knight und Solo Sikoa in den vergangenen Wochen von sich gegeben haben. Sie haben gerade scherzhaft über diese Allianz gesprochen. Ich spreche nicht scherzhaft darüber... denn für mich ist dieses sogenannte Team nichts weiter als ein Zweckbündnis. Drei Männer, die sich gegenseitig benutzen. Drei Männer mit völlig unterschiedlichen Motiven. Drei Männer, die sich jeden Morgen im Spiegel ansehen und ausschließlich sich selbst erkennen. Schauen wir sie uns doch einmal genauer an. Kenny Omega... einer der talentiertesten Wrestler seiner Generation. Daran besteht überhaupt kein Zweifel. Aber Kenny Omega interessiert sich ausschließlich für Kenny Omega. Er lebt für seinen Erfolg... für seinen Ruf... für seine Legacy. Wenn morgen jemand seinen World Heavyweight Championship gefährdet... dann wird Kenny keine Sekunde zögern und jeden über Bord werfen, der ihm im Weg steht."


Heyman dreht leicht den Kopf.

Paul Heyman
"Dann hätten wir LA Knight. Ein Mann, der jede Arena mit seiner Ausstrahlung füllt... der jede Kamera liebt... der jede Gelegenheit nutzt, um einen lockeren Spruch zu machen. Wissen Sie, woran mich LA Knight erinnert? An einen Mann, der ständig in den Rückspiegel schaut... weil er sich selbst am liebsten betrachtet. Solange die Menschen seinen Namen rufen und ihm zujubeln, ist alles wunderbar. Aber Loyalität? Opferbereitschaft? Verantwortung für andere? Das sind Worte, die in seinem Wörterbuch irgendwo zwischen 'YEAH!' und 'Lemme talk to ya!' verloren gegangen sind."


Im Publikum ertönen einige Lacher... nun wird Heymans Miene deutlich ernster.

Paul Heyman
"Und schließlich Solo Sikoa... Ein junger Mann, den Roman Reigns aufgenommen hat. Den diese Familie beschützt hat. Dem diese Familie vertraut hat. Ein Mann, der behauptet, alles für die Familie zu tun... und der am Ende genau das getan hat, was Menschen ohne Charakter immer tun... er hat die Familie verlassen, als sie ihn am meisten brauchte. Und genau diese drei Männer sollen jetzt gemeinsam WarGames gewinnen? Verstehen Sie, Jimmy... Teams entstehen nicht dadurch, dass drei Menschen nebeneinander stehen. Teams entstehen durch Vertrauen. Durch gemeinsame Opfer. Durch Loyalität. Durch den Willen, für den Mann neben sich einzustehen, selbst wenn es den eigenen Untergang bedeutet. Das ist die Bloodline. Wir sind keine Gruppe, die zufällig zusammengefunden hat. Wir sind keine Allianz, die aus Bequemlichkeit entstanden ist. Wir sind Familie. Wir haben gemeinsam Siege gefeiert. Gemeinsam Niederlagen ertragen. Gemeinsam Fehler gemacht. Gemeinsam Vergebung gefunden. Und genau deshalb sitzen Roman Reigns, Jimmy Uso, Jey Uso, Jacob Fatu und ich heute hier."


Heyman lächelt selbstsicher.

Paul Heyman
"Kenny Omega, LA Knight und Solo Sikoa mögen glauben, sie wären ein Team. Aber glauben Sie mir... sobald sich die Tür des WarGames-Käfigs schließt und die ersten Schmerzen einsetzen... wird aus diesem sogenannten Team genau das werden, was es von Anfang an war... drei Einzelkämpfer... die zufällig dieselben Farben tragen."


Heyman lehnt sich mit einem zufriedenen Lächeln zurück, während im Studio Applaus aufbrandet. Roman Reigns sitzt regungslos neben ihm, nickt jedoch langsam zustimmend, während Jimmy und Jey Uso grinsend die Reaktion des Publikums verfolgen. Jacob Fatu bleibt wie versteinert sitzen und starrt schweigend geradeaus. Jey lehnt sich grinsend nach vorne, schüttelt langsam den Kopf und blickt für einen kurzen Moment zu Roman Reigns, ehe er wieder Jimmy Fallon ansieht.

Jey Uso
"Yo, Jimmy... ich muss gerade echt lachen, Uce. Weißt du, was das Lustigste an der ganzen Geschichte ist? Alle reden ständig über dieses sogenannte Dream Team da drüben. Kenny Omega... Solo Sikoa... und LA Knight. Als wäre das die gefährlichste Truppe, die jemals einen Wrestling-Ring betreten hat."


Jey lehnt sich grinsend nach vorne, schüttelt langsam den Kopf und blickt für einen kurzen Moment zu Roman Reigns, ehe er wieder Jimmy Fallon ansieht.

Jey Uso
"Ich sag's euch ganz ehrlich... Kenny Omega? Vor dem hab ich kein Respekt. Ich bin schon mit ihm im Ring gestanden. Ich weiß genau, wie der Typ tickt. Ich weiß, wie hart er zuschlägt. Aber dann guck ich nach zu seinem Partner... und da steht LA Knight."


Das Publikum lacht bereits, noch bevor Jey weiterspricht.

Jey Uso
"Uce... ganz ehrlich... der Mann interessiert mich überhaupt nicht. Scheißegal. Absolut scheißegal. Der läuft da rum, ruft jede Woche 'YEAH!' und denkt, dadurch wird er automatisch gefährlich. Bruder... wenn ich WarGames betrete, suche ich zuerst Kenny Omega. Danach suche ich Solo Sikoa. Und wenn danach irgendwo in irgendeiner Ecke noch LA Knight rumläuft... dann ist das eben so. Der ist für mich nicht mal Priorität Nummer drei. Weißt du, woran mich LA Knight erinnert? An den Typen, der sich bei einem Gruppenprojekt meldet und am Ende trotzdem nur seinen Namen auf die Titelseite schreibt. Kenny erledigt die Arbeit... Solo sorgt für das Drama... und LA Knight steht daneben und ruft 'YEAH!', als hätte er gerade die Welt gerettet."


Das Studiopublikum bricht erneut in Gelächter aus. Selbst Jimmy Fallon muss lachen.

Jey Uso
"Der redet jede Woche davon, dass er die Bloodline stoppen wird. Bruder... du stoppst gar nichts. Wenn die Käfigtür bei WarGames zufällt, wirst du ganz schnell merken, dass zwischen einer lauten Catchphrase und einem Faustschlag ein gewaltiger Unterschied liegt."


Jey zeigt kurz auf Roman Reigns und anschließend auf Jacob Fatu.

Jey Uso
"Du glaubst wirklich, du gehst mit Roman Reigns... mit Jacob Fatu... mit mir... und kommst da als Held wieder raus? Uce... nein. Du bist einfach nur der Typ, der zufällig neben Kenny Omega steht. Das ist alles."


Jey lehnt sich entspannt zurück, grinst breit und schließt mit einem letzten Seitenhieb.

Jey Uso
"Also soll LA Knight ruhig weiter 'YEAH!' schreien. Bei WarGames wird er sehr viel öfter 'OH NO!' sagen... YEET!"


Kaum fällt das laute "YEET!", springt ein Teil des Publikums lachend auf und ruft den Begriff gemeinsam mit Jey. Jimmy Uso lacht laut, Paul Heyman schüttelt amüsiert den Kopf, während Roman Reigns lediglich ein selbstsicheres Grinsen zeigt. Sogar Jimmy Fallon kann sich ein Lachen nicht verkneifen, bevor er das Gespräch fortsetzt. Jeder im Studio scheint darauf zu warten, dass Roman Reigns endlich das Wort ergreift. Die Regie fängt eine Nahaufnahme des Tribal Chiefs ein. Roman verschränkt langsam seine Hände ineinander, lehnt sich leicht nach vorne und blickt Jimmy Fallon direkt an. Für einige Sekunden herrscht völlige Stille im Studio... Jimmy lächelt vorsichtig.

Jimmy Fallon
"Ich habe irgendwie das Gefühl... dass jeder hier im Raum gerade auf genau denselben Moment wartet. Roman... ich kenne Talkshows inzwischen lange genug. Ich weiß, wann jemand etwas sagen möchte... und ich glaube, ganz Amerika würde mir übelnehmen... Du hast eben aufmerksam zugehört... Paul hatte etwas zu sagen... Jey hatte etwas zu sagen... und irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Zuschauer jetzt alle dieselbe Frage haben. Wenn du an Kenny Omega denkst... an LA Knight... an Solo Sikoa... und an WarGames... was geht dir gerade durch den Kopf?"


Die Nahaufnahme bleibt auf Roman Reigns gerichtet. Für einige Sekunden sagt der Tribal Chief kein einziges Wort. Er blickt Jimmy Fallon ruhig an, dann wandert sein Blick langsam durch das Publikum. Die Zuschauer werden mit jeder Sekunde leiser. Niemand unterbricht diese Stille. Selbst Jimmy Fallon lehnt sich zurück und wartet geduldig. Ein kaum sichtbares Schmunzeln huscht über sein Gesicht.

Roman Reigns
"Jimmy... weißt du, warum Roman Reigns Talkshows mag? Weil hier jeder reden darf. Jeder bekommt seine Zeit. Jeder darf erzählen, was er denkt... und genau das unterscheidet eine Talkshow von WarGames. Hier gewinnt derjenige, der die Menschen unterhält. Dort gewinnt derjenige... der stehen bleibt. Paul Heyman hat gesprochen... Jey hat gesprochen... Jimmy hat gelacht... Jacob... Jacob muss gar nichts sagen. Wenn Jacob spricht... dann mit seinen Händen. Und jetzt fragst du Roman Reigns, was ihm durch den Kopf geht, wenn er an Kenny Omega... LA Knight... Solo Sikoa... und WarGames denkt? Gar nichts."


Im Studio wird es schlagartig still... Roman bleibt vollkommen ruhig.

Roman Reigns
"Weißt du warum? Weil Roman Reigns aufgehört hat, sich Gedanken über Menschen zu machen, die Woche für Woche versuchen, ihn mit Worten zu besiegen. Kenny Omega spricht von Vermächtnissen. LA Knight spricht von Revolutionen. Solo Sikoa spricht von einer besseren Zukunft. Roman Reigns hört das alles... und dann wacht Roman Reigns am nächsten Morgen auf... und stellt fest... dass sich nichts verändert hat. Die Menschen glauben immer, WarGames würde entscheiden, wer die stärkere Mannschaft ist. Nein!"


Er zeigt mit der Hand auf sich und seine Familie.

Roman Reigns
"WarGames entscheidet, welche Familie bereit ist, füreinander zu leiden. Jimmy Uso würde für Jey Uso alles geben. Jey würde für Jimmy alles geben. Jacob Fatu würde sich ohne zu zögern zwischen Roman Reigns und jede Gefahr stellen. Paul Heyman würde seine Karriere opfern, wenn es der Bloodline dient. Und Roman Reigns? Roman Reigns würde seinen eigenen Körper zerbrechen lassen... bevor er zulässt, dass seine Familie fällt. Jetzt stell dieselbe Frage über die andere Seite. Würde Kenny Omega seine World Heavyweight Championship riskieren, um LA Knight zu retten? Nein... Würde LA Knight seinen Körper opfern, damit Solo Sikoa den Sieg holt? Roman Reigns glaubt nicht einmal, dass LA Knight seinen Parkplatz für Solo freimachen würde."


Das Studio lacht laut... selbst Jimmy Fallon muss schmunzeln. Roman bleibt jedoch ernst.

Roman Reigns
"Und Solo Sikoa... Roman Reigns kennt dich besser als jeder andere Mensch auf dieser Welt. Roman Reigns hat gesehen, wie du aufgewachsen bist. Roman Reigns weiß, wie du denkst. Und genau deshalb weiß Roman Reigns auch... dass tief in deinem Inneren immer noch derselbe Junge lebt, der dazugehören wollte. Du kannst neben Kenny Omega stehen. Du kannst neben LA Knight stehen. Du kannst gegen die Bloodline kämpfen. Aber eines wirst du niemals ändern... Blut bleibt Blut."


Tosender Applaus erfüllt das Studio... Roman zeigt kein lächeln... Er sitzt einfach regungslos da, während das Publikum minutenlang applaudiert und Jimmy Fallon einen Moment abwartet, bevor er mit der nächsten Frage fortfahren kann.

Jimmy Fallon
"Roman... je länger ich über deine Situation nachdenke, desto mehr komme ich zu dem Schluss, dass diese Championship-Chance eigentlich eine Geschichte für sich ist. Denn wenn ich mich nicht irre... ist das bei WarGames bereits dein dritter Anlauf auf den World Heavyweight Championship. Und das Verrückte daran ist... die ersten beiden Gelegenheiten sind nicht einfach dadurch gescheitert, dass der bessere Mann gewonnen hätte. Beide Male ist etwas passiert, das den Ausgang maßgeblich beeinflusst hat."


Jimmy schlägt seine Moderationskarten auf und blickt kurz darauf, bevor er wieder zu Roman sieht.

Jimmy Fallon
"Beim ersten Mal war da die damalige General Managerin Bayley. Eine Entscheidung, über die damals wochenlang diskutiert wurde und von der viele Fans gesagt haben, dass sie dir den Weg zum World Heavyweight Championship abgeschnitten hat. Egal, wie man zu dieser Situation steht... dein Titelmatch verlief unter normalen Umständen und siegreich und Bayley nahm dir den Belt wieder ab. Und dann kam deine zweite Gelegenheit. Diesmal schien alles nach Plan zu laufen... bis Brian Keith seinen Cash-In nutzte und die gesamte Situation völlig auf den Kopf stellte. Wieder stand am Ende nicht deine Leistung im Mittelpunkt, sondern äußere Umstände."


Die Kamera fängt Roman Reigns ein, der Fallon aufmerksam zuhört.

Jimmy Fallon
"Deshalb frage ich mich etwas, das wahrscheinlich viele Fans beschäftigt. Ist diese dritte Chance vielleicht mehr als nur ein normales Championship Match? Ist sie möglicherweise auch ein Eingeständnis von Coast 2 Coast Wrestling... dass dir in den vergangenen beiden Anläufen nie wirklich die faire Möglichkeit gegeben wurde, World Heavyweight Champion zu werden? Und wenn wir schon über Verantwortlichkeiten sprechen... Roman, glaubst du, dass diese Chance auch eine Art Wiedergutmachung von Bayley ist? Dass sie erkannt hat, wie umstritten ihre damaligen Entscheidungen waren und dir nun endlich das Match gibt, das viele der Meinung nach schon längst hätte stattfinden müssen? Oder siehst du das ganz anders und sagst... Es ist mir egal, warum ich diese Chance bekomme wichtig ist nur, dass Kenny Omega mir jetzt nicht mehr ausweichen kann."


Roman lehnt sich ruhig in seinem Sessel zurück. Sein Blick bleibt auf Jimmy Fallon gerichtet. Während das Publikum gespannt lauscht, hebt Roman langsam die rechte Hand.

Roman Reigns
"Jimmy... weißt du, was Roman Reigns gerade interessant findet? Du hast deine Frage eigentlich schon selbst beantwortet. Du hast gesagt... der dritte Anlauf. Der dritte Anlauf auf den World Heavyweight Championship. Aber warum ist es überhaupt erst der dritte Anlauf? Das ist die eigentliche Geschichte. Beim ersten Mal... stand Roman Reigns vor, Kenny Omega und gewann. Die ganze Welt wusste, dass dieses Match kommen sollte. Und dann? Plötzlich entschied General Managerin Bayley, dass Roman Reigns sich den World Heavyweight Championship doch noch nicht verdient hätte. Sie stellte sich vor die Kameras und erklärte der ganzen Welt, warum Roman Reigns den Belt abgeben müsse. Kenny Omega soll beim Pinfall sein Bein auf dem Seil gehabt haben. Roman Reigns musste angeblich Geduld haben. Roman Reigns müsse sich beweisen. Roman Reigns müsse erst dieses... und dann jenes erledigen. Komisch... denn Roman Reigns war jahrelang das Gesicht dieser Company. Roman Reigns hat Arenen ausverkauft... Einschaltquoten geliefert... Main Events getragen. Aber plötzlich war all das nicht mehr genug jedoch für Bayley offenbar nicht...


Er macht eine kurze Pause und fängt an zu schmunzeln.

Roman Reigns
"Dann kam die zweite Chance. Endlich hatte Roman Reigns das Match. Endlich stand Roman Reigns dort, wo er hingehört. Und was passiert? Brian Keith entscheidet sich für seinen Cash-In. Nicht weil Roman Reigns schwach war... Kenny Omega besser war sondern weil jemand die Gelegenheit nutzte, in einen Moment hineinzuspringen, der Roman Reigns gehörte. Wieder wurde Roman Reigns um seine Chance gebracht. Und jetzt fragst du Roman Reigns... ob dieses Match vielleicht eine Wiedergutmachung von Bayley ist."


Das Publikum hört aufmerksam zu. Roman beugt sich nun langsam nach vorne und seine Stimme wird etwas ruhiger, aber gleichzeitig schärfer.

Roman Reigns
"Roman Reigns weiß es nicht, Jimmy. Vielleicht hat Bayley endlich begriffen, dass sie Roman Reigns dieses Match niemals hätte verwehren dürfen. Hat sie endlich eingesehen, dass man den größten Star dieser Company nicht monatelang künstlich aufhalten kann. Vielleicht hat sie gemerkt, dass sich die Fans genau dieses Match wünschen oder... vielleicht gibt es noch eine andere Erklärung. Roman Reigns hat sich nämlich gefragt... warum Bayley jedes Mal einen Grund gefunden hat, Kenny Omega zu helfen. Warum jede Entscheidung am Ende irgendwie dafür sorgte, dass Kenny Omega seinen Championship behalten konnte. Warum Roman Reigns ständig Steine in den Weg gelegt wurden... während Kenny Omega freie Bahn hatte. Irgendwann denkt sich Roman Reigns... vielleicht ist Kenny Omega einfach verdammt überzeugend... Oder Kenny Omega sich bei Bayley einfach hochgeschlafen.""


Für einen Augenblick herrscht völlige Stille, ehe im Studio überraschte Rufe, Gelächter und lautes Raunen aufkommen. Jimmy Fallon reißt überrascht die Augen auf, während Paul Heyman grinsend den Kopf senkt. Jimmy und Jey Uso brechen in schallendes Gelächter aus, Jacob Fatu bleibt regungslos sitzen und Roman Reigns verzieht keine Miene. Er wartet, bis sich die Reaktionen etwas gelegt haben, bevor er mit ernster Stimme weiterspricht.

Roman Reigns
"Roman Reigns kennt die Wahrheit nicht. Und ehrlich gesagt... interessiert sie Roman Reigns inzwischen auch nicht mehr. Denn am Ende spielt es keine Rolle, warum dieses Match jetzt zustande gekommen ist. Ob aus schlechtem Gewissen... aus Druck... aus Einsicht... oder weil Bayley endlich verstanden hat, dass sie Roman Reigns nicht länger aufhalten kann. Die einzige Wahrheit zählt in WarGames. Wenn Roman Reigns Kenny Omega gegenübersteht... gibt es keine General Managerin mehr, die Entscheidungen trifft. Keinen Brian Keith, der einen Moment stiehlt. Keine Ausreden. Keine Politik. Dann gibt es nur noch Roman Reigns... Kenny Omega... und die Wahrheit darüber, wer der bessere Mann ist. Und glaub Roman Reigns eines, Jimmy... nach WarGames wird niemand mehr darüber sprechen, warum Roman Reigns seine dritte Chance bekommen hat. Sie werden nur noch darüber sprechen... dass Roman Reigns sie genutzt hat."


Jimmy nimmt seine Moderationskarten in die Hand, wirft einen kurzen Blick darauf und schaut anschließend wieder direkt zu Roman Reigns.

Jimmy Fallon
"Roman... bevor wir gleich wieder auf WarGames und Kenny Omega zu sprechen kommen, gibt es da eine Sache, die mir in den vergangenen Wochen wirklich aufgefallen ist. Ich habe mir natürlich jede Ausgabe von Coast 2 Coast Wrestling angesehen, um mich auf dieses Interview vorzubereiten. Und irgendwann dachte ich mir... Moment mal... da gibt es ein Muster. Ganz egal, ob die Kameras dich Backstage eingefangen haben, ob du gerade die Arena betreten hast erstaunlich oft hattest du ein Handy am Ohr. Und das war nie so ein kurzes Telefonat nach dem Motto... Ich bin gleich da. Nein... das wirkte jedes Mal so, als würdest du etwas organisieren, planen oder Anweisungen geben. Die Kameras haben dich mehrfach dabei gezeigt, aber nie erfahren wir Zuschauer, mit wem du eigentlich sprichst. Natürlich hat das sofort die Gerüchteküche angeheizt. Die Fans im Internet haben jede Szene analysiert. Manche waren überzeugt, du würdest mit Paul Heyman telefonieren, obwohl er gar nicht bei dir stand. Andere glaubten, du würdest neue Mitglieder für die Bloodline rekrutieren. Wieder andere waren sich sicher, dass du hinter den Kulissen längst die nächsten Schritte für WarGames geplant hast."


Jimmy beugt sich mit einem neugierigen Grinsen etwas nach vorne.

Jimmy Fallon
"Deshalb muss ich die Frage heute einfach stellen, Roman. Mit wem hast du da eigentlich ständig telefoniert? War das Teil deiner Strategie? Hast du deine Familie koordiniert? Oder steckt hinter diesen Telefonaten vielleicht eine Geschichte, von der bis heute niemand etwas weiß?"


Roman antwortet nicht sofort. Stattdessen lehnt er sich langsam zurück, legt den Kopf leicht schief und zieht eine Augenbraue hoch. Ein kaum sichtbares Grinsen huscht über sein Gesicht. Er blickt zunächst zu Paul Heyman, der bereits ahnt, was gleich kommt, und anschließend zu Jimmy Uso und Jey Uso, die sich gegenseitig grinsend ansehen. Dann hebt Roman langsam seine rechte Hand, als würde er ein Smartphone ans Ohr halten. Mit übertriebener Ernsthaftigkeit beginnt er pantomimisch ein Telefongespräch. Das Publikum erkennt sofort, worauf er hinauswill, und erste Lacher gehen durch das Studio. Roman nickt mehrmals gespielt.

Roman Reigns
"Ja... hier spricht Roman Reigns. Der Tribal Chief... Ich wollte mich nur kurz vorstellen... weil wir uns nach WarGames wahrscheinlich sowieso kennenlernen werden."


Jimmy Fallon muss sich bereits ein Lachen verkneifen. Roman läuft mit dem imaginären Telefon langsam ein paar Zentimeter vor seinem Sessel auf und ab.

Roman Reigns
"Nein... nein... machen Sie sich keine Sorgen. Kenny lebt... Höchstwahrscheinlich jedenfalls."


Das Publikum lacht laut auf... Roman bleibt vollkommen ernst.

Roman Reigns
"Roman Reigns wollte nur höflich Bescheid geben... dass Sie ihn nach dem Match möglicherweise nicht sofort wiedererkennen."


Jetzt bricht das Studio in schallendes Gelächter aus. Roman nickt erneut, als würde am anderen Ende jemand sprechen.

Roman Reigns
"Ja... ich weiß. Für Sie ist er der Golden Boy. Der Held der Familie. Der Mann, der immer mit Championships nach Hause kommt. Roman Reigns versteht das."


Er macht eine kurze Pause.

Roman Reigns
"Deshalb wollte Roman Reigns Sie einfach darauf vorbereiten... dass der Golden Boy nach WarGames vielleicht ein paar Gebrauchsspuren haben wird."


Roman zeigt mit der freien Hand einige imaginäre Kratzer in seinem Gesicht.

Roman Reigns
"Vielleicht hat er ein blaues Auge... vielleicht fehlen ihm ein paar Zähne... vielleicht humpelt er... vielleicht spricht er nur noch durch zusammengebissene Zähne... und vielleicht müssen Sie zweimal hinschauen, bevor Sie überhaupt erkennen, dass das Kenny Omega ist."


Das Publikum reagiert mit lautem Raunen und Gelächter. Roman setzt das imaginäre Telefon wieder ans Ohr.

Roman Reigns
"Nein... nein... erschrecken Sie sich nicht. Das gehört einfach dazu, wenn man Roman Reigns gegenübersteht."


Paul Heyman grinst zufrieden und schüttelt langsam den Kopf. Roman beendet die Geste, steckt das imaginäre Handy in seine Jackentasche und richtet seinen Blick wieder direkt auf Jimmy Fallon und seine Stimme wird nun deutlich ernster.

Roman Reigns
"Aber Spaß beiseite, Jimmy. Nein... Roman Reigns hat nicht mit Kenny Omegas Familie telefoniert."


Einige Zuschauer lachen noch immer... Roman lehnt sich leicht nach vorne.

Roman Reigns
"Was Roman Reigns allerdings getan hat... Roman Reigns hat sich vorbereitet. Während Kenny Omega Interviews gegeben hat... während LA Knight Catchphrases gerufen hat... und während Solo Sikoa versucht hat, seine Entscheidungen zu rechtfertigen... hat Roman Reigns gearbeitet. Jeder einzelne Anruf hatte einen Grund. Jeder einzelne Anruf diente nur einem Ziel... WarGames zu gewinnen."


Roman Reigns lehnt sich langsam wieder in seinem Sessel zurück. Auf seinem Gesicht breitet sich ein selbstgefälliges Grinsen aus. Er schüttelt mehrmals amüsiert den Kopf, als hätte Jimmy Fallons vorherige Frage ihn an etwas erinnert, das ihn bis heute köstlich amüsiert. Für einige Sekunden sagt er kein einziges Wort. Stattdessen blickt er erst zu Paul Heyman, dann zu Jey und Jimmy Uso, ehe sein Blick direkt in die Hauptkamera wandert. Das Publikum wird merklich ruhiger. Schließlich beginnt Roman leise zu lachen.

Roman Reigns
"Weißt du, Jimmy... das Lustigste an Kenny Omega ist gar nicht, dass er sich World Heavyweight Champion nennt. Nein... das Lustigste ist, dass dieser Mann tatsächlich glaubt, er wäre der klügste Typ im Raum. Kenny läuft seit Monaten mit diesem Titel über der Schulter herum... gibt Interviews... hält große Reden... nennt sich den 'Best Bout Machine'... den 'Golden Boy'... den Mann, der Coast 2 Coast Wrestling trägt. Er erzählt jedem, wie viele Züge er vorausdenkt. Wie intelligent er ist. Wie niemand ihn überraschen kann. Und trotzdem... hat genau dieser angeblich geniale Kenny Omega monatelang nicht gemerkt, dass ich das gesamte Spiel längst kontrolliert habe. Er dachte wirklich, er hätte mich ständig einen Schritt hinter sich gelassen. Er glaubte, weil er Champion ist... weil Bayley ihm Chancen gibt... weil Brian Keith damals den perfekten Moment für seinen Cash-In erwischt hat... weil Solo Sikoa plötzlich an seiner Seite steht... wäre er unantastbar. Dabei war Kenny nichts anderes als ein Mann, der auf einem Schachbrett stand... ohne überhaupt zu merken, dass die Partie längst begonnen hatte. Er lief Woche für Woche durch diese Hallen... voller Selbstvertrauen... und jedes Mal dachte ich mir nur... Du hast keine Ahnung, was auf dich zukommt..."


Die Kamera bleibt noch einen Moment auf Roman Reigns gerichtet. Der Tribal Chief lehnt sich mit einem selbstzufriedenen Grinsen zurück, während im Publikum vereinzelter Applaus aufbrandet. Jimmy Fallon lässt Romans Worte einige Sekunden wirken, bevor er langsam seine Moderationskarten auf den Tisch legt. Er blickt erst zu Roman, dann zu Jey Uso, der entspannt in seinem Sessel sitzt und sich scheinbar bereits denken kann, worauf Fallon hinauswill. Jimmy lächelt verschmitzt, verschränkt die Hände und wendet sich nun ganz bewusst an den jüngeren Uso.

Jimmy Fallon
"Jey... eigentlich wollte ich Roman jetzt noch eine weitere Frage stellen. Aber je länger ich euch hier zuhöre, desto mehr beschäftigt mich etwas völlig anderes. Und ehrlich gesagt... ich glaube, da draußen interessieren sich gerade ziemlich viele Fans für dieselbe Sache. Vor ungefähr drei Wochen... kurz nachdem LA Knight und Kenny Omega angefangen haben, öffentlich über ihre Allianz zu sprechen... hast du etwas gesagt, das damals ziemlich viele überrascht hat. Du hast sinngemäß gesagt, dass du dich von der Bloodline abkapseln willst. Dass du deinen eigenen Weg gehen möchtest. Dass du nicht länger nur der Mann sein willst, der immer im Schatten der Familie steht. Du hast ernst gewirkt. Du hast überzeugt geklungen. Viele Fans haben danach diskutiert, ob das vielleicht wirklich das Ende der Bloodline sein könnte. Ob Jey Uso endgültig seinen eigenen Weg geht. Und dann... plötzlich... stehst du wieder Seite an Seite mit Roman Reigns... Ihr wirkt stärker denn je... Ihr sprecht von Familie und ihr bereitet euch gemeinsam auf WarGames vor. Deshalb frage ich dich ganz direkt, Jey... War das damals ernst gemeint? Hast du wirklich geglaubt, dass dein Weg dich von der Bloodline wegführen würde? Oder... war das alles Teil eines größeren Plans?"


Das Publikum beginnt zustimmend zu murmeln. Jimmy hebt eine Augenbraue und lächelt neugierig.

Jimmy Fallon
"Hast du wirklich mit der Bloodline gebrochen... oder hast du LA Knight schlicht glauben lassen, dass er einen Verbündeten gefunden hat? War Jey Uso damals ein Mann auf der Suche nach sich selbst... oder warst du von Anfang an ein Teil von Roman Reigns Plan?"


Fallon verstummt und richtet seinen gesamten Blick auf Jey Uso. Im gesamten Studio wird es still. Selbst Roman Reigns bleibt regungslos sitzen, während Paul Heyman mit einem kaum wahrnehmbaren Lächeln auf die Antwort seines Cousins wartet. Jey lehnt sich mit einem breiten Grinsen zurück. Er lässt Jimmy Fallons Frage einige Sekunden im Raum stehen und blickt anschließend zu Roman Reigns. Zwischen den beiden reicht ein kurzes Nicken aus. Paul Heyman verschränkt zufrieden die Arme, während Jimmy Uso bereits ahnt, was jetzt kommt. Jey schüttelt langsam den Kopf und beginnt schließlich zu sprechen.

Jey Uso
"Jimmy... weißt du, was das Schöne an Wrestling ist? Die meisten Leute glauben immer das, was sie sehen wollen. Sie sehen jemanden, der ein paar harte Worte über seine Familie verliert... und sofort heißt es... Oh mein Gott... Jey Uso ist weg. Die Bloodline zerbricht. Uce... genau das wollten wir. Die Leute nennen Roman Reigns manipulativ. Sie nennen Paul Heyman ein Genie. Aber niemand scheint auf die Idee zu kommen, dass auch Jey Uso denken kann. Dass auch ich einen Plan haben könnte. Alles war geplant, Uce. Jedes Gespräch. Jeder Blick. Jede Diskussion. Jede noch so kleine Meinungsverschiedenheit. Wir haben ihnen genau das gegeben, was sie sehen wollten. Zweifel. Misstrauen. Chaos. Sie sollten glauben, dass die Bloodline auseinanderfällt. Und weißt du, wer's am meisten geschluckt hat? Kenny Omega. Solo Sikoa. Und ganz besonders... LA Knight. Uce... der Typ hat das wirklich geglaubt. Der kam an und dachte: 'Jetzt hab ich Jey Uso auf meiner Seite.' Ich hab mir jedes Mal gedacht... Bruder... du bist so leicht zu lesen. Der hat wahrscheinlich schon davon geträumt, wie wir zusammen die Bloodline auseinandernehmen. Der hat sich bestimmt vorgestellt, wie wir nach WarGames zusammen auf der Rampe stehen und er wieder in jede Kamera sein 'YEAH!' brüllt. Aber weißt du was? Das Einzige, was der Typ wirklich gut kann... ist reden. Und noch was... ich muss jedes Mal lachen, wenn ich seinen Namen höre. LA Knight!!!


Er spricht den Namen langsam aus und zieht eine Grimasse.

Jey Uso
"Ich frag mich bis heute... wofür steht dieses 'LA' überhaupt? 'Lost Again' Knight? Weil der Typ am Ende doch wieder verliert? Oder 'Look At-me Knight'... weil er ohne Spiegel wahrscheinlich gar nicht aus dem Haus geht oder vielleicht heißt er gar nicht LA Knight... Vielleicht heißt er eigentlich 'Loud Annoying Knight'. Laut... nervig... und am Ende trotzdem bedeutungslos. LA Knight dachte wirklich, er hätte mich verstanden. Er dachte, wir wären gleich. Dass wir beide gegen Roman wären. Uce... ich hab ihn spielen lassen. Ich hab ihn reden lassen. Ich hab ihn glauben lassen, dass er schlauer ist als wir. Während er sich selbst gefeiert hat... hat der Tribal Chief schon längst die nächste Falle aufgebaut. Und LA Knight? Der ist mit offenen Augen direkt reingelaufen. Also nein, Jimmy... ich hab mich nie von meiner Familie abgewandt. Ich hab nur dafür gesorgt, dass drei Idioten glauben, sie hätten endlich eine Chance gegen die Bloodline. Und wenn WarGames vorbei ist... wird LA Knight merken, dass sein größter Fehler nicht Roman Reigns war... sondern dass er geglaubt hat, Jey Uso hätte ihm jemals vertraut. YEET!"


Mit dem lauten "YEET!" springt ein großer Teil des Studiopublikums auf und ruft den Begriff gemeinsam mit Jey. Jimmy Uso klatscht lachend in die Hände, Paul Heyman nickt anerkennend, Roman Reigns zeigt ein zufriedenes Grinsen, während Jimmy Fallon lachend den Kopf schüttelt und anerkennend auf den Tisch klopft.

Jey Uso
"Bruder... jedes Mal, wenn der Typ den Mund aufmacht, klingt das, als hätte jemand auf einem kaputten Spielzeug den einzigen funktionierenden Knopf gefunden. 'YEAH!'... 'YEAH!'... 'YEAH!'... Uce, wir haben's verstanden! Mehr kommt da aber auch nicht."


Das gesamte Studio bricht erneut in schallendes Gelächter aus. Selbst Jimmy Fallon muss sich den Mund zuhalten, um nicht laut loszulachen. Jey zeigt mit dem Finger direkt in die Kamera.

Jey Uso
"Weißt du, was das Beste ist? Der Mann läuft herum, als wäre er der Hauptcharakter dieser Geschichte. Bruder... du bist nicht mal die Nebenhandlung. Kenny Omega kämpft um den World Heavyweight Championship. Solo Sikoa kämpft gegen seine eigene Familie. Und du? Du läufst daneben her wie der Typ, der sich ungefragt mit aufs Gruppenfoto stellt und hinterher behauptet, ohne ihn hätte keiner gewonnen. Ganz ehrlich... wenn ich WarGames betrete und da stehen Kenny Omega, Solo Sikoa und LA Knight... dann gucke ich Kenny an, weil der Champion ist. Ich gucke Solo an, weil er Familie ist. Und LA Knight? Den gucke ich höchstens an, um zu fragen, ob er sich verlaufen hat. Also schrei ruhig weiter dein 'YEAH!', Uce. Nach WarGames klingt das eher nach 'AUA!'. Und wenn wir mit dir fertig sind, wirst du froh sein, wenn du überhaupt noch einen einzigen Buchstaben rauskriegst..."


Jey lehnt sich entspannt zurück, breitet die Arme aus und beendet seine Ansage mit einem lauten Grinsen. Mit einem zufriedenen Lächeln blickt Jimmy Fallon zunächst zu Roman Reigns, dann zu Paul Heyman, Jimmy und Jey Uso sowie Jacob Fatu. Er legt seine Moderationskarten auf den Schreibtisch, lehnt sich entspannt zurück und schüttelt anerkennend den Kopf. Im gesamten Studio brandet noch einmal lauter Applaus auf. Fallon wartet einen Augenblick, bevor er sich direkt der Kamera zuwendet.

Jimmy Fallon
"Meine Damen und Herren... ich glaube, wir haben heute Abend genau das bekommen, was wir uns alle erhofft haben. Einen seltenen Blick hinter die Kulissen einer der dominantesten Familien, die das Professional Wrestling je hervorgebracht hat. Roman Reigns... Paul Heyman... Jimmy Uso... Jey Uso... Jacob Fatu... vielen Dank, dass ihr euch in Zeit genommen habt, heute hier bei uns zu sein. Es war uns wirklich eine große Ehre. Und natürlich möchte ich mich auch bei Ihnen bedanken. Danke an unser fantastisches Publikum hier im Studio in New York City... .und ein riesiges Dankeschön an alle Zuschauerinnen und Zuschauer zu Hause vor den Fernsehgeräten. Vielen Dank, dass Sie heute Abend eingeschaltet haben. Wenn Sie Wrestling-Fan sind, dann dürfen Sie den kommenden Montag auf keinen Fall verpassen. Coast 2 Coast Wrestling präsentiert WarGames... und nach dem, was wir heute Abend gehört haben, dürfte uns eines der explosivsten Events des Jahres erwarten... Noch einmal einen riesigen Applaus für die Bloodline!"


Das Studio explodiert förmlich vor Begeisterung. Tosender Applaus, Jubelrufe und "OTC!"-Sprechchöre erfüllt das Studio, während Roman Reigns langsam aufsteht und sich mit ruhiger Selbstverständlichkeit vor seine Familie stellt. Paul Heyman lächelt stolz, Jimmy und Jey Uso klatschen mit einigen Fans in der ersten Reihe ab, während Jacob Fatu regungslos neben Roman stehen bleibt und mit seinem intensiven Blick durch das Studio schaut. Die Studioband setzt die bekannte Schlussmelodie der Tonight Show ein. Die Kameras fangen noch einmal verschiedene Einstellungen der jubelnden Zuschauer ein, bevor sie auf eine Totale der gesamten Bühne wechseln. Jimmy Fallon winkt in die Kamera und langsam blendet das Bild aus und der Abspann läuft.

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MATCH 2
SINGLES MATCH
Izzy Moreno vs. Leva Bates

[img]BILD[/img]
Writer: Maxi



Die Scheinwerfer der C2C-Arena schalten schlagartig auf ein grelles, energiereiches Neon-Pink und strahlendes Türkis um, während aus den Lautsprechern ein hämmernder, moderner HipHop-Techno-Beat dröhnt, der die Halle augenblicklich in Schwingung versetzt. Auf dem riesigen Titantron blitzen blitzschnelle Zusammenschnitte von Making of Highlights, der Geschichte und stolz in die Höhe gestreckten Haupt auf, ehe in riesigen, glitzernden Graffiti-Lettern der Name auftaucht: IZZY MORENO. Die Bässe vibrieren in den Rängen, und der Rhythmus der Musik lässt den Fans gar keine andere Wahl, als sofort im Takt mitzuklatschen. Durch eine schillernde Konfetti-Explosion und dichten, weißen Nebel betritt Izzy Moreno die Eingangsrampe. Sie trägt eine eng anliegende, extrem stylische Wrestling-Gear in knalligen Pastellfarben mit schimmernden Metall-Akzenten, kombiniert mit einer maßgeschneiderten, offenen Lederjacke, die mit zahllosen Patches und Nietennähten verziert ist. Ihr Haar ist in kräftigen Farben gestylt und passt perfekt zum modernen, rebellischen Look der neuen Generation.

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Oben auf der Stage bleibt sie stehen, blickt mit einem absolut selbstbewussten, fast schon herausfordernden Grinsen in die vollbesetzte Arena und wirft die Arme dynamisch nach oben, woraufhin die Arena in lauten Jubel ausbricht. Sie verkörpert vom ersten Moment an die perfekte Mischung aus jungem, leidenschaftlichem Wrestling-Fanatismus und der eiskalten Entschlossenheit einer Athletin, die erwachsen geworden ist und im Ring niemanden mehr zu fürchten braucht.

Matthew Rehwoldt: "The following Countest is getting for one Fall!" ONE FALL! "Introducing first ... from Orlando, Florida... Weighing in at 114Pounds... She is everybody's favorite BFF... Izzy MOOOREEEEENOOOOOOOO!!!"

Mit federnden, hochkonzentrierten Schritten klatscht sie auf dem Weg die Rampe hinunter die Hände der Fans in den vorderen Reihen ab, nimmt sich für den Bruchteil einer Sekunde Zeit, um ein schnelles Selfie mit einem jungen Fan in der ersten Reihe zu machen, und steuert direkt auf den Ring zu. Vor dem Seilgeviert springt sie mit einem einzigen, extrem flüssigen Satz auf den Ringrand...

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... steigt mühelos zwischen den Seilen durch und läuft auf die gegenüberliegende Ringecke zu. Sie klettert blitzschnell auf das zweite Seil, reißt eine Faust siegessicher in die Höhe und lässt ihren Blick stolz über die Menge schweifen. Nachdem sie wieder auf den Mattenboden springt, streift sie ihre Lederjacke mit einer einzigen energischen Bewegung ab, reicht sie dem Ringrichter und geht in ihrer Ecke ins Aufwärmen, mit fokussiertem Blick, klarem Kopf und dem unbedingten Willen, jedem in dieser Halle zu beweisen, dass die Zukunft von Coast 2 Coast Wrestling genau jetzt begonnen hat.



Schlagartig erlischt das Hallenlicht in der rappelvollen Arena und eine angespannte Stille legt sich über die Zuschauer, bevor ein rhythmisches, rotes und blaues Stroboskoplicht die Dunkelheit durchzuckt. Auf dem riesigen Titantron erwacht eine liebevoll gestaltete Comic-Animation zum Leben: Ein Heft mit der Aufschrift „THE AMAZING LEVA – ISSUE #1“ schlägt sich auf und zeigt gezeichnete Bilder von Leva Bates, wie sie an Spinnennetzen durch Häuserschluchten schwingt. Ein ohrenbetäubendes „THWIP!“-Geräusch eines Netzschießers hallt gefolgt vom Sound zerbrechenden Glases durch die Arena, woraufhin ein dicker, weißer Rauch aus den Nebelkanonen auf der Stage emporschießt, als Leva Bates in einem atemberaubenden Spider-Man-Cosplay aus der Nebelwand hervorsprintet. Sie trägt eine maßgeschneiderte, rot-blaues Ring-Outfit mit filigranen Spinnweben-Mustern sowie eine rote Kapuzenjacke im stilvollen Spider-Woman-Look.

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Ohne zu zögern, springt sie mit einem gewaltigen Satz nach vorne und landet mitten auf der Stage in der ikonischen Dreipunkt-Landung, ein Knie angewinkelt, eine Hand fest auf den Boden gestützt und den Kopf erst langsam und bedrohlich gehoben. Die Halle explodiert in jubelndem Applaus. Mit einem breiten Grinsen zieht Leva die Kapuze herunter, um das Publikum anzufeuern. Während sie leichten Fußes, voller Energie und mit spielerischen Sprüngen die Rampe hinabläuft, betätigt sie die an ihren Handgelenken befestigten Web-Shooter und schießt weiße Papierschlangen wie echte Spinnennetze mitten in die ersten Zuschauerreihen. Als sie ein paar Fans im Spider-Man-Shirt entdeckt, verharrt sie kurz und ahmt lachend das berühmte Spider-Man-Pointing-Meme nach, was für weitere Lacher und Begeisterung sorgt.

Matthew Rehwoldt: "And her Opponent... from Madisonville, Kentucky... Weighing in at 114Pounds... The Cosplayqueen... Your friendly Neighborhood Levaaa BAAAAATEEEEEEEES!!!"

Am Ring angekommen, wählt sie keinen gewöhnlichen Weg durch die Seile: Sie springt von außen geschmeidig an das mittlere Ringseil, klammert sich wie eine echte Wandkrabblerin für einen kurzen Moment daran fest und schlüpft dann mit einer eleganten Rolle vorwärts direkt in den Ring. Sofort sprintet sie auf die gegenüberliegende Ecke, klettert auf das zweite Seil und nimmt auf dem obersten Ringseil eine tiefe, perfekt ausbalancierte Spidey-Hocke ein. Als sie beide Arme ausstreckt und mit den Händen die ikonische Thwip-Geste direkt in die Hauptkamera macht, schießen punktgenau an den Ringecken rote und blaue Funkenregen empor.

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Während die Pyro-Funken verglühen, springt Leva geschmeidig vom Seil herunter, streift ihre Kapuzenjacke ab und wirft sie dem Ringrichter zu. Mit einem unverschämten Selbstbewusstsein federt sie noch einmal in den Seilen, verteilt ein paar imaginäre Netzschüsse in Richtung ihrer Gegnerin und schaltet mental voll auf Wettkampfmodus um, während das Hallenlicht wieder vollständig aufflammt.
Beide Damen stehen sich im Ring gegenüber und auch wenn sie anders als bei den meisten anderen Matches weniger feindlich gegeneinander wirken, sondern direkt mit einem Handschlag zeigen, dass es ein freundschaftliches Rematch wird, scheinen sie mehr als nur bereit zu sein, ihr Bestes am heutigen Special-Abend zu zeigen. Der Referee fragt an, ob sie beide bereit sind, und nach einem Nicken von beiden Seiten aus kann es dann auch mit dem ersten richtigen Match des heutigen Abends losgehen.

Warnung! Spoiler!
DING DING DING

Die Glocke ertönt und beide Frauen gehen erst einmal langsam in einen ersten Lock-up, welchen die ältere und erfahrenere Leva sogar für sich entscheiden kann, indem sie Izzy in die Ringecke drückt, solange bis der Referee dazwischengeht und die beiden voneinander trennt. Wobei dies nicht einmal notwendig gewesen wäre, da Leva den Griff von sich aus schon gelöst hatte. Es folgt ein zweiter Lock-up, in welchem Izzy jedoch dieses Mal zeigt, dass sie nicht zu unterschätzen ist und nun selbst Leva in die Ringecke drückt. Wieder geht der Referee dazwischen, doch schon wieder ist er zu spät, denn auch Izzy hat den Griff gelöst und ist bereits einige Schritte von Leva weggegangen. Diese beiden Frauen respektieren sich und wollen dieses Match hier so sauber wie nur möglich halten. Erneut geht es in einen Lock-up, welcher dieses Mal jedoch von Izzy direkt in einen Wristlock umgewandelt wird, aus welchem Leva alles Mögliche versucht, sich zu befreien. Sie springt sogar ab und rollt sich einmal um die eigene Achse, um die Verdrehung ihres Handgelenks wieder zu lösen, aber Izzy behält sie im Haltegriff und verdreht nun auch noch den gesamten Arm von Leva, sodass dieser keine andere Möglichkeit mehr bleibt, außer nach dem obersten Ringseil zu greifen, sodass Izzy den Griff lösen muss. Mit einem breiten Grinsen tappt Izzy einige Schritte zurück und sieht sich hier tatsächlich ein wenig wie die Gewinnerin. Abermals geht es in einen vierten Lock-up der beiden, den Izzy dieses Mal in einen schnellen Back Bodylock umwandelt, aus welchem sie recht schnell in einen Headlock geht. Sie drückt so fest sie kann ihre Arme zusammen und Leva versucht fast schon verzweifelt, sich zu befreien. Schaffen tut sie dies, als sie mit Izzy zusammen in die Seile geht und diese mit dem Schwung der Seile von sich wegstößt und durch den Ring rennen lässt. Izzy kommt auf Leva zurück, bremst allerdings nicht ab, sondern rennt volle Kanne auf sie zu, um sie mit einem Shoulderblock umzuwerfen, doch die beiden Frauen knallen nur gegeneinander und bleiben beide fest auf den Beinen stehen. Izzy versucht es jedoch gleich noch einmal, rennt in die Seile, kommt auf Leva zurückgerannt und will diese erneut mit einem Shoulderblock umwerfen, doch wieder bleibt Leva einfach fest auf ihren Beinen stehen und lässt sich nicht den Halt nehmen. Ein drittes Mal rennt Izzy in die Seile und will all ihre Kraft dazu nutzen, Leva endlich auf die Matte zu befördern, doch dieses Mal ist Leva alles andere als so freundlich, um Izzy diesen Versuch zu geben. Oh nein, Leva weicht rechtzeitig aus und schubst Izzy sogar noch einmal an, damit diese schneller in die Seile rennt. Izzy kommt auf Leva zurück, diese greift sich ihren Arm und befördert die junge Nachwuchswrestlerin mit einem atemberaubenden Arm Drag Hip Toss über sich auf die Matte, wo Izzy ziemlich unsanft drauf landet. Doch anstatt weiter draufzugehen, bleibt Leva nur ruhig stehen und lächelt auch Izzy siegreich an. Das Ganze hier wirkt weniger wie ein Kampf, sondern mehr wie ein Trainingsmatch der beiden. Schnell kommt Izzy wieder hoch und es geht schon wieder in einen bereits fünften Lock-up in diesem Match, welchen dieses Mal jedoch Leva gewinnt, indem sie Izzy mit all ihrer Kraft gen Boden drückt. Doch kann sich Izzy auf ihren Knien halten und sich selbst mit aller Kraft wieder hoch auf die Beine drücken, Leva packen, abspringen und Leva damit mit sich auf die Matte reißen und sie dort in eine Izzybar gefangen nehmen. Izzy Moreno will ihren Finisher bringen, aber Leva hält ihre Hände fest zusammen, sodass Izzy ihren Finisher nicht ganz durchbekommt.

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Und noch schlimmer ist es dann, als Leva mit ihrem Fuß das unterste Ringseil berührt, sodass Izzy auch keine Chance mehr hat, ihren Finisher durchzubekommen, weil der Referee dieses Mal wirklich die beiden Damen voneinander trennt und Izzy sagt, dass sie den Griff lösen soll. Etwas enttäuscht steht Izzy zeitgleich zusammen mit Leva wieder auf und überraschenderweise folgt dieses Mal kein Lock-up zwischen den beiden Frauen. Oh nein, Leva hebt langsam ihren Arm in Izzys Richtung und will sie mit einem Lariat umnieten, doch hatte Izzy natürlich mehr als genügend Zeit, diesem auszuweichen, Leva am Kopf zu packen, sie vor sich auf die Matte zu befördern und ihr hart ihr Knie in den Rücken zu stoßen. Leva liegt nun auf der Matte, sodass sie das perfekte Ziel für Izzy bietet, dass diese abspringen und Leva mit einem perfekten Elbow Drop treffen kann, der sofort in das erste Cover des heutigen Abends führt, welches der Referee sofort zählt.

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Doch Leva kann sich noch befreien. So schnell ist dieses Match, auch wenn es bisher ziemlich unspektakulär wirkt, nicht vorüber. Sofort stehen beide Frauen wieder auf und kommen zur selben Zeit hoch, wobei es Izzy ist, die direkt die Initiative ergreift und Leva mit mehreren Chops attackiert, solange bis diese in die Ringecke gedrängt wird und dort weiterhin von Izzy gechoppt wird. Solange, bis Leva einen der Chops kontern kann, Izzy am Kopf packt und die Positionen einfach wechselt, sodass Izzy nun in der Ringecke steht und Leva auf sie einchoppt. Doch schnell kann Izzy dasselbe tun, wieder auf Leva einchoppen und diese anschließend mit einem Whip-in in die Seile rennen lassen. Leva kommt zu Izzy zurück, welche diese schnell abfängt und abermals in einen Headlock gefangen nimmt, aus welchem Leva sich dieses Mal allerdings nach einiger Zeit befreien und einen Tritt gegen Izzy ansetzen kann, welchen diese jedoch abfängt, nur um allerdings anschließend von Leva mit einem etwas zögerlichen Enzuigiri auf die Matte getreten zu werden.

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Sofort begibt sich nun auch Leva in ein Cover, doch dieses reicht nicht mal so lange, bis der Referee mit dem Zählen angefangen hat, da hatte sich Izzy bereits befreit. Da benötigt es noch so einiges mehr, wenn man Izzys Siegesserie beenden möchte. Schnell steht Leva wieder auf und befördert Izzy direkt mit einem Whip-in in die Seile. Izzy kommt zurück, doch Leva hatte sich zu früh abgeduckt, sodass Izzy abbremsen kann und Leva packt, um sie selbst in die Seile zu schleudern, an denen Leva abprallt, auf Izzy zurückkommt, allerdings dem Back Elbow ausweichen kann, indem sie sich abduckt, nochmals in die Seile rennt, wieder auf Izzy zurückgerannt kommt und diese mit einem Mega Crossbody umklatscht. Sofort packt sich Leva Izzy, steht mit ihr zusammen auf und nimmt sie nun selbst in einen Headlock gefangen, nur um sie direkt mit einem Headlock Takeover wieder auf die Matte zu befördern und dort in einer Bodyscissors gefangen zu nehmen. Izzy versucht sich gegen diesen nur sehr selten zu sehenden Haltegriff zu befreien und es gelingt ihr auch, als sie sich etwas nach hinten drückt und sich somit aus der Bodyscissors auf Leva drauflegt, sodass der Referee es als Cover zählt und den Pin durchführt.

ONE
T

Das lässt Leva natürlich nichts anderes übrig, als den Haltegriff zu lösen und unter Izzy hinwegzukrabbeln, sodass der Pin abgebrochen wird. Blitzschnell steht Izzy wieder auf und auch Leva kommt hoch, doch Izzy ist schneller, packt sich Levas Kopf und attackiert sie mit einem schönen Chinbreaker, der Leva zurücktaumeln lässt. Anschließend packt sich Izzy Levas Arm und befördert sie mit einem Whip-in in die Ringecke. Sie nimmt Anlauf, kommt auf Leva zugerannt, die hart in die Ringecke geknallt ist, und quetscht sie dort noch einmal zusätzlich mit einem schnellen Bodysplash ein. Anschließend rennt sie in die gegenüberliegende Ringecke, um von dort aus wohl noch einmal Anlauf zu nehmen für einen weiteren Bodysplash. Allerdings ist ihr Leva direkt hinterhergerannt, um sie dort selbst mit einem Running Bodysplash einzuquetschen. Nun ist es Leva, die in die gegenüberliegende Ringecke rennt, um dort wohl genau wie Izzy Anlauf zu nehmen für einen weiteren Bodysplash, doch Izzy macht es ihr nach und rennt ihr hinterher, springt ab und trifft sie mit einem weiteren Running Bodysplash in der Ecke! Das Ganze wiederholt sich noch einmal, sodass Leva auch Izzy noch einmal mit einem zweiten Running Bodysplash trifft und erst dann befördert sie Izzy Moreno mit einem Whip-in in die Seile, will sie mit einer Clothesline niederstrecken, doch Izzy schafft es abzuducken, Leva von hinten zu greifen und sie in einen Sleeper Hold gefangen zu nehmen. Dieses Match läuft unglaublich technisch ab, allerdings muss man bisher sagen, dass es... na ja, es fehlt irgendwie bisher der Wow-Faktor. Diesem Match fehlt bisher die große Spannung und die Fans wurden bisher noch nicht wirklich gecatcht. Leva Bates schafft es mit mehreren starken Elbow Punches nach hinten, Izzy von sich loszubekommen, kann sich um sie herumdrehen, sodass sie Izzy von hinten greifen und mit einem überragenden Back Body Drop auf die Matte befördern kann.

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Beide Frauen bleiben erst einmal für einige Sekunden liegen, bevor sie wieder beide hochkommen und Izzy... wirkt plötzlich etwas wütender. Sie holt aus und verpasst Leva einmal einen harten Schlag, welchen Leva ebenfalls mit einem Schlag beantwortet und so entsteht ein kurzer Brawl zwischen den beiden, in dem sie sogar mit Headbutts die jeweils andere angreifen, solange bis Leva es gelingt, Izzy in die Ringecke zu schlagen, in die gegenüberliegende Ringecke zu rennen, auf Izzy zugerannt zu kommen und sie mit einer fantastischen Hip Attack genau in den Magen zu treffen, die Izzy Moreno herunterfallen lässt. Erneut rennt Leva in die Ringecke, kommt auf Izzy zurückgerannt und attackiert sie noch einmal mit einer Hip Attack, dieses Mal genau gegen den Schädel. Aber das war's noch nicht. Wieder rennt Leva in die gegenüberliegende Ringecke, kommt auf Izzy zugerannt und hämmert ihr noch ein heftiges Running Knee mitten gegen den Schädel, bevor sie Izzy Moreno in die Ringmitte zieht und dort in ein weiteres Cover geht, welches der Referee sofort zu zählen anfängt.

ONE
TW

Doch Izzy kann sich hier ebenfalls noch ziemlich schnell heraus befreien.

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Langsam steht Leva wieder auf, aber auch Izzy kommt wieder auf die Beine. Und hier zeigt sich wieder, warum dieses Match so wenig Spannung hat. Leva wirkt, als würde sie darauf warten, dass Izzy wieder hochkommt, damit die beiden mit ebenbürtiger Kraft weitermachen können. Wie als wäre dies hier ein Trainingsmatch zwischen den beiden. Und so ist es auch Izzy, die zuerst zum nächsten Schlag ansetzt. Mit einem schnellen Forearm bringt sie Leva zunächst ins Taumeln, ehe sie direkt mit einem kräftigen Shoot Kick gegen den Oberschenkel nachsetzt. Noch bevor Leva wieder richtig ins Gleichgewicht kommt, folgt ein weiterer harter European Uppercut, der sie einige Schritte rückwärts stolpern lässt. Izzy nutzt den Moment sofort aus, sprintet los und will mit einer Running Clothesline endgültig den Sack zumachen. Doch Leva duckt sich im letzten Augenblick unter dem Arm hindurch und dreht sich blitzschnell zu ihrer Gegnerin um. Jetzt bietet sich der Cosplay Queen die große Chance zum Konter. Mit einer flüssigen Bewegung greift sie nach Izzys Arm, zieht sie zu sich herum und holt mit der freien Hand zu einem wuchtigen Discus Forearm aus, der Izzy mitten im Gesicht treffen soll. Für einen kurzen Augenblick scheint alles perfekt zu laufen. Doch genau in dem Moment, in dem der Treffer einschlagen soll, ist dieses kurze Zögern in Levas Blick zu erkennen. Ihre Entschlossenheit schwindet für den Bruchteil einer Sekunde, als würde sie sich nicht überwinden können, ihre junge Partnerin mit voller Härte zu treffen. Unbewusst nimmt sie etwas Geschwindigkeit und Kraft aus der Bewegung. Der Forearm trifft Izzy zwar noch an der Schläfe und lässt ihren Kopf zur Seite schnellen, doch der Einschlag besitzt längst nicht die Wucht, die nötig gewesen wäre, um sie wirklich auszuschalten oder gar zu Boden zu schicken. Stattdessen bleibt Izzy auf den Beinen, wankt lediglich einen Schritt zurück und bekommt genau dadurch die wertvolle Gelegenheit, sich sofort wieder zu sammeln und Leva schockiert anzusehen. Es ist nicht der Schmerz, der in Izzys Gesicht geschrieben steht, es ist pures Entsetzen und tief sitzende Frustration. Izzy stößt sich wütend aus der Ringecke ab, stürmt auf Leva zu und schubst Leva mit beiden Händen gegen die Brust. Leva hebt schützend die Hände und wirkt sichtlich hin- und hergerissen, während Izzy sie wütend anschreit. Wir können nicht genau verstehen, was Izzy und was Leva sagen, aber wir können sehen, dass Izzy Leva lautstark unterbricht und ihr scheinbar nicht zuhören will. Sie tritt noch näher an Leva heran, bis sie Brust an Brust stehen. In ihrer puren Emotion vergisst Izzy völlig ihre Deckung. Ihre Arme hängen seitlich herunter, ihre Brust hebt und senkt sich hektisch, während sie Leva aus wenigen Zentimetern Entfernung direkt ins Gesicht brüllt. Sie scheint Leva aufzufordern zuzuschlagen. Sie will, dass Leva ihr einen Punch verpasst. Einen Punch, der wirklich sitzt. Und um das zu bekommen, provoziert sie Leva sogar. BOOM!!! Eine klatschende Ohrfeige fliegt mitten in Levas Gesicht. Und nicht nur eine. Izzy macht immer weiter. Sie feuert ihre flache Hand immer weiter und weiter mitten gegen Levas Wange, bis in der Lucha Sister irgendwann etwas durchbricht. Während Izzy so wild auf ihre Freundin einschlägt, zieht Leva, ohne dass Izzy auch nur die Möglichkeit hat, sich dagegen zu wehren, plötzlich richtig durch und... WAMMS! Ein vollkommen ungeschützter, blitzschneller und brachialer Punch mit der rechten Faust trifft Izzy voll an der Kinnspitze. Das Geräusch des Treffers hallt durch die gesamte Halle. Izzys Kopf fliegt nach hinten. Ihre Augen werden augenblicklich starr, die Beine geben komplett nach. Sie geht wie vom Blitz getroffen nach hinten zu Boden, ohne jeglichen Schutzreflex. Ihr Hinterkopf schlägt ungebremst auf der Ringmatte auf und Izzy Moreno bewegt sich keinen Millimeter mehr. Die Fans lassen nun endlich einmal ein lauteres Geräusch von sich, in Form eines schockierten und erstaunten „Oooh!“, während Leva noch immer mit erhobener Faust dasteht und nicht weiß, was gerade passiert ist. Als sie sieht, wie Izzy regungslos auf dem Rücken liegt, weichen die Augen von Leva vor Schreck weit auf. Der Ringrichter stürzt sofort herbei. Er kniet sich neben Izzy, die keinerlei Reaktion von sich gibt. Sofort bricht der Referee das Match ab und formt mit den Armen das berüchtigte „X-Zeichen“ über seinem Kopf. Leva fällt auf die Knie, presst beide Hände vor den Mund und starrt mit Tränen in den Augen auf die regungslose Izzy. Das Match scheint beendet zu sein, da die Ringglocke nun auch ertönt, aber Leva sieht alles andere als zufrieden über diesen Sieg aus. Oh nein, ganz im Gegenteil.

DING DING DING

Here is your winner by TKO: LEEEVA BAAATEEEES!

Das Hallenlicht wird leicht gedimmt, während das medizinische Personal herbeigeeilt kommt. Ein Stützkragen wird Izzy angelegt und sie wird mit äußerster Vorsicht auf eine Trage geschnallt. Es vergehen bange zehn bis fünfzehn Minuten. Das Publikum beobachtet das Geschehen in besorgtem Schweigen, während die Sanitäter Izzy stabilisieren. Sie zeigt noch immer keinerlei Reaktion. Erst als die Trage langsam aus dem Innenraum über die Eingangsrampe in Richtung Backstage gerollt wird, verändert sich Izzys Mimik langsam. Ihre Finger beginnen leicht zu zucken. Sie stößt einen leisen, verwirrten Seufzer aus und ihre Augenlider flackern schwer fassbar auf. Leva, immer an ihrer Seite, schaut sie besorgt weiterhin an und hofft wohl, dass es der jungen Dame gut geht.

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Als Izzy den Kopf ganz leicht zur Seite dreht und die verschwommenen Lichter der Halle wahrnimmt, kommt sie langsam wieder zu Bewusstsein. Sie weiß in diesem Moment kaum, wo sie ist, doch das lautlose Entsetzen der Halle begleitet sie, als sich die Vorhänge zum Backstage-Bereich hinter ihr schließen.

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Es war eine überraschend lange, fast schon zähe Pause in der Arena. Ein wenig Luft zwischen den einzelnen Matches tut der Show sicherlich mal gut, aber hier wurde das Publikum bereits merklich unruhiger. Die Scheinwerfer schienen starr, das Ringpersonal wischte routiniert die Matten und in den Fanblöcken machte sich Langeweile breit. Hier und da hörte man ein paar wilde, ungeduldige Rufe, tiefes Getuschel oder die ganz normalen, alltäglichen Unterhaltungen zwischen den Zuschauern, die auf den nächsten Programmpunkt warteten. Was dann allerdings passierte, hatte absolut niemand in diesem Gebäude vorhergesehen. Die Arena-Boxen krächzten plötzlich verdächtig. Ein lautes, elektronisches Feedback-Geräusch schnitt durch die Gespräche, gefolgt von einem dumpfen, rhythmischen Rauschen. Dann schlug das weltbekannte Militär-Funkgerät an.

"Sierra"

"Hotel"

"India"

"Echo"

"Lima"

"Delta"

"S-H-I-E-L-D"




Ein kollektiver, ungläubiger Atemzug ging durch die Menge der verwunderten Fans. Kann dies wirklich sein? Ein Raunen, so laut und tief wie ein herannahendes Erdbeben, rollte durch die Ränge. Der gesamte Innenraum der Halle verdunkelte sich augenblicklich im Bruchteil einer Sekunde, während grelle, weiße Suchscheinwerfer hektisch und unruhig über die Zuschauerränge wanderten. Nur in den seltensten Fällen betrat das legendäre Trio die Halle über den üblichen, hell erleuchteten Weg der Bühne. Und auch am heutigen Abend schien sich etwas am oberen Ende des Oberrangs zu tun.

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Erste gellende Aufschreie der Fans in den oberen Sektoren brachen los. Hunderte Arme und Smartphones gingen gleichzeitig in die Höhe. Eine Gestalt in einem tiefen, pechschwarzen Hoodie mit tief ins Gesicht gezogener Kapuze drängte sich am obersten Punkt der Arena auf die schmale Beton-Treppe. Die Suchscheinwerfer rotierten noch wild im Kreis, bis sie sich schließlich wie ein Laser am Ort des Getümmels sammelten und die Gestalt in ein unbarmherziges Rampenlicht tauchten. Die Fans in den angrenzenden Reihen strömten sofort im Jagdfieber zu der scheinbar einzelnen Person hin, reckten die Hände aus, schrien sich die Kehle aus dem Leib. Die Gestalt blieb für einen Moment stehen, atmete die kühle Luft der Halle ein und positionierte sich am Kopf der Treppe. Dann hob sie langsam, fast schon theatralisch, die Hand und lüftete die Kapuze. Es war… es war… Becky Lynch!

Unverkennbar an ihren leuchtend roten Haaren, die ihr nun etwas wild ins Gesicht fielen. Sie war komplett in Schwarz gekleidet. Eine schwarze Cargo Pants, angelehnt an die Taktische Kleidung der ursprünglichen SHIELD-Mitglieder, ein Oversized Hoodie, doch das brutalste Detail prangte auf ihrer Körpermitte: Um ihre Taille war fest der glänzende SHINE Champion Belt geschnallt. Sie stand da oben nicht als Bittsteller, sie stand da als absolute Herrscherin. Bei recht starrer Mimik wanderte ihr Blick durch die umliegenden Zuschauerreihen.

Die harten, treibenden Gitarrenriffs der legendären Shield-Musik setzten ein, doch sie gingen im selben Moment nahezu komplett unter. Die Halle explodierte förmlich in einem so wilden, ohrenbetäubenden Aufschrei, dass das Dach der Arena zu beben schien. Das psychologische Mindgame hatte begonnen, und The Man setzte den ersten Schritt die Treppen hinab in Richtung des Innenraumes.

Mit jedem einzelnen, schweren Schritt, den Becky die steilen Betonstufen hinabsetzte, zog sie eine Welle des absoluten Chaos hinter sich her. Die Fans fluteten die Gänge, drängten sich an die Geländer und streckten wild ihre Arme aus, um auch nur einen flüchtigen Bruchteil dieses Moments zu berühren. Smartphones blitzen im Sekundentakt auf und das grelle Licht der Suchscheinwerfer schnitt durch die aufgewirbelte Atmosphäre der Arena, während die harten Riffs der Shield-Hymne dumpf im Hintergrund dröhnten.
Doch Becky Lynch würdigte niemanden auch nur eines Blickes. Ihre Mimik blieb wie aus Stein gemeißelt. Kein Lächeln, kein Abklatschen, kein Aufpeitschen der Menge. Sie hielt die Hände lässig in den Taschen des Oversized Hoodies vergraben, während ihr Oberkörper sich im unverkennbaren, raubtierartigen Rhythmus der alten Shield-Tage im Takt der Musik wiegte. Das Einzige, was in diesem bläulichen Dämmerlicht der Halle unbarmherzig funkelte, war das Gold des SHINE Champion Belts um ihre Hüften.

Zwei nervöse Security-Mitarbeiter versuchten im Rückwärtsgang verzweifelt, ihr den Weg durch die tobende Menschenmasse im Unterrang freizuhalten, bis sie schließlich die Bande des Innenraums erreichte. Ein lässiger Sprung, abgestützt auf einer Hand, überwand Becky elegant die Barriere und gelangte in die nächste Nähe des Ringes. Doch das Seilgeviert war heute nicht ausreichend. Heute musste es etwas anders sein. Und so steuerte Sie zu ihrer Linken das Kommentatorenpult an. Die drei Stimmen der Show, Pat McAfee, Cathy Kelley und Wade Barrett haben direkt eine Vermutung und erheben sich von ihren Plätzen. Nur damit Becky im nächsten Moment mit einem Satz den Tisch entern kann und auf das Pult hinauf steigt. Direkt an der Quelle hat sie sich rasch ein Mikrofon gegriffen. Die martialischen Klänge der Musik sind allmählich verklungen, doch die aufgeregte Stimmung, die Becky erzeugt hat, hält noch an. Bevor sie jedoch das Wort an die Halle richten kann, herrscht direkt unter ihren Stiefeln helle Aufregung. Pat McAfee starrt fassungslos auf das Chaos aus verstreuten Papieren und umgeknickten Skripten auf dem Tisch. Er fuchtelt wild mit den Armen, als hätte sie gerade sein teuerstes Service zertreten.

Pat McAfee: "Hey! Hey, Becks! Ernsthaft jetzt?! Du trampelst gerade auf meinen absoluten Top-Notizen für die heutige Show herum! Mein ganzer Ablauf für die nächsten Matches liegt unter deiner linken Sohle, man!"

Becky hält in der Bewegung inne. Sie schaut langsam an sich herunter, fixiert McAfee über den Rand ihrer hochgezogenen Nase hinweg und stemmt eine Hand demonstrativ, genervt in die Hüfte. Anstatt Pat darauf an seine Papiere zu lassen, kickt sie den ganzen Haufen vom Tisch, dass die einzelnen Blätter nur so wild durch die Gegend fliegen.

BECKY LYNCH: "Oh, tut mir das leid, Patrick? Weißt du was? Es ist mir absolut scheißegal. Du brauchst heute Abend sowieso nur eine einzige, verdammt wichtige Notiz auf deinem hübschen kleinen Tisch. Und diese Notiz lautet: Becky Lynch ist die größte Women’s Wrestlerin aller Zeiten. Punkt! Und das sage ich übrigens nicht nur selbst, Patrick, das sagen ganz andere Leute. Der Bleacher Report schreibt das. Sports Illustrated schreibt das. Jeder Mensch mit einem funktionierenden Gehirn da draußen weiß es… und weißt du, wer das schon ganz, ganz bald auch sagen wird?... Lilith Clarkson!"

Pat McAfee schaut sie mit offenem Mund an, während Wade Barrett sich im Hintergrund das Lachen kaum verkneifen kann. Eine solche Abfuhr musste sich der Head of Commentary noch nie abholen. Ein lautes Raunen geht durch die Zuschauerreihen bei der Erwähnung des Namens der garstigen Reporterin. Becky lässt McAfee einfach stehen, der nur resigniert die Hände über dem Kopf zusammenschlägt. Worauf sie sich zur Hauptkamera wendet, atmet einmal tief durch, um die eigentliche Bombe des Abends platzen zu lassen.

BECKY LYNCH: "Schaut euch diese Halle an. Hört euch diese Menschen an. Ein einziger bekannter Akkord… und sie alle fallen auf die Knie und betteln um die gute alte Zeit. Sie betteln um die Männer, die ganze Arenen einst in Schutt und Asche gelegt haben."

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Eine massive Reaktion des Publikums bricht aus und huldigt The SHIELD. Einen Augenblick lässt Becky sie gewähren. Sie senkt das Mikro, während sich ein zynisches Lächeln auf ihren Lippen abzeichnet. Diese Reaktion der Fans gebührt ganz allen The SHIELD und dennoch soll dies hier keine Tribut-Show werden.

BECKY LYNCH: "Aber schauen wir uns die Realität im Jahr 2026 doch mal ganz genau an. Schauen wir uns an, wo die Architekten der Zerstörung heute tatsächlich stehen.
Jon Moxley… The Lunatic Fringe. Der Typ läuft bekanntermaßen immer einen Schritt breit am Rande des absoluten Wahnsinns entlang. Man weiß nie, was er als Nächstes plant. Und genau in dem Moment, in dem man glaubt: ‘Nein, diesen kranken Scheiß würde er nicht abziehen’… Oh doch, genau diesen Scheiß zieht Jon Moxley durch! Ob in den brutalsten Deathmatches, in Sharktanks, blutigen Fehden oder epischen Schlachten um den verdammten Titel der Eastcoast, der Mann regiert mit eiserner Hand. Und was ist mit Roman Reigns? Reigns steht in nahezu jedem verdammten Main Event und kontrolliert seine Bloodline wie ein Gottkönig. Völlig egal, ob man ihn mag oder nicht, an diesem Mann kommt niemand in dieser Industrie vorbei. Er greift nach dem ultimativen World Title, um sein nächstes, gottverdammtes Imperium zu errichten! Zwei absolute Alphatiere. Zwei Männer, die begriffen haben, dass man in dieser Branche keine Gefangenen nimmt. Und dann…
"

Ein regelrechtes Raunen ging durch das Publikum bei der jeweiligen Erwähnung von Jon Moxley und Roman Reigns. Die gewünschte Intensität von Becky spürte man, aber sie wurde wahrhaftig greifbar, als sie zum Abschluss ihre Stimme senkte. Denn The SHIELD war bekanntermaßen kein Duo, sondern eine Vereinigung, gar eine Bruderschaft aus Dreien.

BECKY LYNCH: "…und dann haben wir den dritten im Bunde. Den Mann, über den sich eine ganze Industrie jahrelang das Maul zerrissen hat. Der Mann, der diese Bruderschaft damals mit einem einzigen, brutalen Stuhlschlag in den Rücken eigenhändig vernichtet hat. Der Mann, der felsenfest behauptet hat, er allein hätte den Masterplan. Der große, unfehlbare Architect. Seth freakin' Rollins. Wo zur Hölle bist du heute, Seth?! Während deine alten Brüder das gesamte Business kontrollieren, die Evolution diktieren und sich die fettesten Kronen auf den Kopf setzen, sitzt du da hinten im Backstage, hältst Händchen, verteilst Trostpflaster und spielst den verständnisvollen, zahmen Ehemann!"

Wieder geht ein dumpfes Raunen durch das Publikum, als Becky auf Ihren Mann zu sprechen kommt. Nur dieses Mal war es nicht unbedingt ein Zeichen der Bewunderung, es war eher eine überraschte Fan Reaktion. Wie viele Menschen hatten ihn damals als Judas schlechthin betrachtet? Ein Stuhlschlag, eine einzelne Aktion, die bis heute sinnbildlich für Verrat steht.

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BECKY LYNCH: "Ich verstehe es, Seth… Ich kann es verdammt noch mal wirklich verstehen. Wir haben Monate hinter uns, die uns beide psychisch in Stücke gerissen haben. Ich war nicht nur einmal so verdammt kurz vor dem Abgrund, kurz davor, mich selbst komplett zu verlieren. Alles zu verlieren, was mich jemals ausgemacht hat. Und du hast genauso gelitten. Ich habe gesehen, wie du gekämpft hast, wie du blutig geschlagen wurdest, wie du dich ein Stück weit verloren hast. Und ja… verdammt, in diesen dunklen Stunden brauche ich den Mann, an den ich mich anlehnen kann. Den Mann, der mich in den Arm nimmt, wenn meine gesamte Welt in Flammen steht. Und dieser Mann war in diesen kurzen Momenten verdammt noch mal stärker als ich!

Aber wo ist dieser Mann jetzt, Seth? Wo ist er hin, sobald das Scheinwerferlicht angeht? Du hast dich in einer grausamen Phase verloren, in der dein einziger Gedanke nur noch aus blinder Wut und Zerstörung bestand. Wie von Sinnen bist du gegen Dijak angelaufen, hast den Ring in ein gottverdammtes Schlachtfeld verwandelt und deine eigene Karriere aufs Spiel gesetzt. Du konntest dich selbst nicht mehr retten, und ich konnte es in diesem Augenblick auch nicht. Ein verdammt ehrlicher Dank hier an Mox, der dir in dieser Nacht den Arsch gerettet hat, selbst wenn er es niemals zugeben würde. Denn so verrückt dieser Bastard auch sein mag, er trägt das Herz am rechten Fleck.
"

Somit hat Becky zumindest eine Lanze gebrochen. Nicht nur für Jon Moxley, sondern auch für Seth. Hinsichtlich der vergangenen Monate, war ein gewisses Verständnis da. Und auch der gutmütige, weiche Seth war eine Facette, die Becky an ihm liebte. Doch diese konnte und sollte nur in Kombination mit dem Revolutionary sein.

BECKY LYNCH: "Siehst du, Seth… diese Kriege, diese Schlachten, die wir gefochten haben, waren verdammt schwer und hart. Und wenn man mich in einem ruhigen Moment danach fragen würde… Gott, verdammt noch mal, ich würde es eigentlich kein zweites Mal so weit kommen lassen wollen. Und doch? Und doch würde ich es jedes einzelne Mal ganz genau so wieder tun! Mit diesem Zwiespalt müssen wir leben. In unserer Brust schlagen nun mal zwei Herzen, Seth, und manchmal… manchmal muss man das Vernünftige in sich einfach eigenhändig zum Schweigen bringen! Und ich will verdammt noch mal mehr vom Leben!

Ich will den Hype. Ich will den ohrenbetäubenden Rummel. Und ich will diese verdammten, ekstatischen Reaktionen von jedem einzelnen Menschen in jeder ausverkauften Arena! Oh, von mir aus sollen sie uns ausbuhen, sie sollen uns hassen, sie sollen uns verfluchen! Das ist mir vollkommen scheißegal, solange ich morgens in den Spiegel blicken kann und weiß, dass ich verdammt noch mal hier bin, um mir das zu holen, was einzig und allein mir gebührt! Und genau diese rücksichtslose Energie, verdammt noch mal, fordere ich jetzt von dir zurück! Ich werde dir ab heute so lange und so brutal auf den Sack gehen, bis du es endlich einsiehst. Denn das Leben als Antichrist ist doch um einiges spannender, als mit einem Plastikbecher im Sandkasten zu sitzen!
"

Sie ballt die Faust, das Gold des Belts blitzt im Scheinwerferlicht auf, während sie einen kurzen Moment Ruhe einkehren lässt. Nur einen Augenblick, mit frischer Luft in den Lungen und einen klaren Stimme, die durch die Arena hallt.

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BECKY LYNCH: "Guck dir das große Bild an, Seth… Roman greift nach dem Gold. Mox regiert mit dem Gold. Und du, Seth? Du holst dir heute maximal eine Heizdecke und einen heißen Kamillentee für den verdienten Feierabend! Du hast dich von deiner eigenen Zufriedenheit komplett kastrieren lassen! Ich trage dieses Schwarz heute nicht, um deine glorreiche Vergangenheit zu feiern, Seth. Ich trage es hier oben auf diesem Tisch, um sie vor deinen Augen zu Grabe zu tragen! Denn der Mann, der the SHIELD erschaffen und zerstört hat… dieser Mann existiert nicht mehr. Du bist nur noch der müde, zahnlose Schatten eines Revolutionärs!"

Das war der Schlusspunkt, den sie setzen wollte und was für einer. Sie gab ihm jedes Gefühl von Verständnis nur, um dann zu einem verbalen Tiefschlag auszuholen. Es war keine blinde Welle an Beleidigungen. Dies würde ihr auch nie in Zusammenhang mit Seth über die Lippen kommen. Sie forderte ihn nur, kitzelte sein Ego und konfrontierte ihn mit dem Fundament seiner Karriere.

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???: „Guten Abend!“

... noch bevor der Titantron in der Arena in Charlotte anspringen kann, kann man eine ältere männliche Stimme hören, die nach einem sanften, überaus höflichen Anklopfen an der Tür des General-Manager-Büros ertönt. Als der Titantron anspringt, hat sich die Tür gerade erst langsam und würdevoll geschlossen und wir sehen niemand Geringeren als den Vater des Chairmans der C2C, Vince McMahon, der letzte Woche ein überaus überraschendes Debüt hier gebracht hatte. Er trägt einen makellosen Maßanzug, strahlt eine ruhige Eleganz aus und hat ein warmes, fast schon väterliches Lächeln auf den Lippen, während er sich ganz leicht vor unserer General Managerin verneigt.

Vince McMahon: „Verzeihen Sie bitte die unangekündigte Störung. Ich hoffe zutiefst, ich platze hier nicht in ein wichtiges strategisches Meeting oder so?“

Bayley
"Mr. McMahon. Was für eine Freude sie zu sehen. Bitte nehmen sie doch Platz."

Bayley empfangt nicht oft so einen wichtigen Besuch und so steht die Kalifornierin auf und geht auf ihren Gast zu um ihm die Hand zu schütteln und dann einen Platz anzubieten. Dann begibt sich das Role Model selbst wieder zurück an ihren Platz.

Bayley
"Sie stören keinesfalls. Heute ist eine der größten Shows des Jahres, doch Vorbereitung ist für mich das A und O. Deswegen wäre es vor ein paar Tagen schwieriger. Jetzt ist es lediglich meine Aufgabe zu beobachten und sicherzustellen, dass alles so verläuft wie geplant."

Wobei hier wohl eher der Rahmen der Wrestlingshow gemeint ist. Die Arena, die Mitarbeiter, das Equipment und so weiter. Dies alles muss stimmen und dafür sorgt die General Managerin. Was im Ring und um die Coast 2 Coast Superstars passiert kann die Kalifornierin schlecht kontrollieren und will sie auch nicht. Sie mag es eine Geschichte ausspielen zu lassen anstatt sie zu kontrollieren.

Bayley
"Ich muss sagen ihr Auftritt in der vergangenen Woche hat für sehr viel Aufsehen gesorgt. Die sozialen Medien haben übergekocht."

Vince lächelt gütig, ergreift die ihm angebotene Hand mit einem festen, überaus korrekten Druck und nimmt mit eleganter Gelassenheit auf dem Stuhl gegenüber von Bayley Platz. Er knöpft sein Sakko auf, legt die Hände entspannt über dem Knie zusammen und sieht die General Managerin mit aufmerksamen, wachsamen Augen an.

Vince McMahon: „Vielen Dank. Es ist mir immer eine außerordentliche Freude, von so einer zuvorkommenden Gastgeberin empfangen zu werden. Und bitte, machen Sie sich wegen mir keinerlei Umstände.“

Er lehnt sich ein Stück zurück, nickt anerkennend und lässt seinen Blick kurz durch das aufgeräumte Büro gleiten, bevor er seinen Blick wieder mit warmer, aber eiskalt berechnender Intensität auf Bayley richtet. Dabei beugt er sich wieder langsam nach vorne, legt die Unterarme sanft auf die Kante des Schreibtisches und verschränkt die Finger. Sein Lächeln bleibt unverändert charmant, doch seine Stimme bekommt diesen tiefen, unanfechtbaren Tonfall.

Vince McMahon: „Und was die Resonanz in den sozialen Medien angeht… nun, Aufsehen ist das Lebenselixier unserer Industrie. Es zeigt, dass die Menschen hinschauen. Aber wissen Sie, was mich an Ihren Worten gerade viel mehr fasziniert hat als der Aufschrei im Internet? Sie sagten, Ihre Aufgabe sei es lediglich zu beobachten. Sie ziehen es vor, Dinge 'geschehen und 'Geschichten ausspielen zu lassen', anstatt sie zu kontrollieren. Das klingt… bezaubernd. Fast schon romantisch, wenn ich das so sagen darf.“

Vince stößt ein leises, tiefes Lachen aus... sehr höflich, aber von einer Autorität durchdrungen, die den Raum augenblicklich ausfüllt. Er richtet sich wieder auf, streicht sich mit einer fließenden Bewegung über das Revers seines Anzugs und sieht Bayley direkt in die Augen.

Vince McMahon: „Aber eine Promotion wie Coast 2 Coast Wrestling... erst recht an einem Abend wie heute, an einem Ihrer größten Events... überlässt man nicht dem Zufall, geschätzte Bayley. Eine Geschichte im Ring lässt man nicht einfach 'passieren'. Man lenkt sie. Man formt sie. Und vor allem: Man behält zu jedem Zeitpunkt die absolute Kontrolle darüber. Die sozialen Medien haben gekocht, weil die Welt gespürt hat, dass mit meinem Erscheinen Ordnung in dieses Chaos gebracht wird. Die Fans da draußen wollen keine Passivität an der Spitze. Sie wollen Führung. Und genau deshalb bin ich heute hier: Um Sie bei dieser großen Show zu unterstützen. Damit Sie sich ganz entspannt auf das 'Beobachten' konzentrieren können… während ich persönlich ein Auge darauf habe, dass das Business heute Abend genau das liefert, was es verspricht. Eine makellose Show.“

Er neigt den Kopf leicht zur Seite und schenkt ihr ein blitzendes, fast schon väterliches Lächeln.

Vince McMahon: „Das ist doch ganz in Ihrem Sinne… nicht wahr, Frau General Manager?“

Bayley
"Ich weiß dass sie eine Menge Erfahrung haben in diesem Bereich. Sie haben das Wrestling in die Weltbühne gebracht. Das kann ihnen keiner wegnehmen. Sie haben zig Millionen Fans für dieses Business gewonnen. Darunter auch meine Wenigkeit. Schon 25 Jahre bin ich Fan und habe alles Mögliche gesehen. Sie werden mir da aber immer einen Schritt voraus sein."

Das klingt alles sehr löblich, wie die Kalifornierin es sagt, es klingt aber so als wolle die Kalifornierin noch ein „Aber“ daran anknüpfen.

Bayley
"Aber ihnen fehlt die Sicht, die ich als kleiner Fan habe. Sicher haben sie das auch durchgemacht, doch das war vor so langer Zeit, dass das Business damals ein ganz anderes war. Ich denke unsere Vorstellungen wie wir dieses Business führen wollen sind sehr unterschiedlich. Ich bin noch nicht lange General Managerin, da muss ich durch. Den Anfängerstempel muss ich noch eine ganze Weile tragen. Dennoch bin ich mir meiner Sache sehr sicher. Sie verstehen unter Beobachten hier etwas völlig falsch. Ich sitze bestimmt nicht in meinem Büro und drehe Däumchen. Wenn sie aber meinen ich soll da rausgehen und in die Dinge eingreifen um es spannend zu machen, dann sind sie am heutigen Tag schon Wochen zu spät. Man kriegt keine Zuschauer, wenn man erst beim Special etwas Besonderes macht. Ich habe War Games schon vor Wochen angekündigt, denn ich weiß als Fan, dass man etwas braucht worauf man sich freut. Ich gebe den Leuten einen Grund die Show zu sehen. Meine Aufgabe heute ist es den Leuten das zu geben was ich versprochen habe, sonst verliert mein Wort an Gewicht. Und ich habe auch noch Pläne für die nächsten Wochen. Ein paar davon werden Überraschungen sein, deswegen besprechen wir diese nicht weiter."

Die Kalifornierin hört nicht zum ersten Mal, dass sie als General Managerin noch nicht so erfahren ist. Das ist sie auch noch nicht, doch sie scheint von ihrer Arbeit überzeugt zu sein.

Bayley
"Generell würde mich aber interessieren, was genau sie beabsichtigen. Sie sind ein Mann mit Visionen und ich bin neugierig, warum sie heute bei mir sind."

Vince McMahon lehnt sich auf seinem Stuhl zurück, während Bayleys Worte im Raum verhallen. Ein dünnes, fast väterliches Lächeln huscht über seine Lippen... jenes Lächeln, das in den letzten Jahrzehnten so manchen jungen Talent oder vermeintlich aufstrebenden Funktionär in falsche Sicherheit gewogen hat. Er mustert die General Managerin mit einer Mischung aus amüsanter Herablassung und eiskalter Berechnung.

Vince McMahon: „Aber natürlich, ich gebe Ihnen Recht. Nur müssen Sie auch bedenken, dass Vorfreude, langfristige Planungen und der Versuch, den Leuten einen Grund zu geben, einzuschalten, immer gut sind. Nur wissen Sie, was das Problem an einem „Grund zum Einschalten“ ist? Wenn die Leute einschalten und nur mittelmäßige Matches von Leuten sehen, die noch nicht einmal wissen, wie man einen Ring richtig betritt, dann ist Ihr Versprechen wertlos.“

Er macht eine dramatische Kunstpause, während sich die Anspannung im Raum spürbar verdichtet.

Vince McMahon: „Sie wollen wissen, was ich beabsichtige? Nun, ich bin nicht hier, um nur gute Ratschläge zu geben oder Ihre kleinen, süßen Überraschungen für die nächsten Wochen abzusegnen! C2C Wrestling hat Potenzial. Aber Potenzial ist wie rohes Fleisch... wenn man keinen Raubtier-Instinkt hat, um es zu zerreißen und zu formen, frisst es einem am Ende selbst auf.“

Vince steht langsam auf, richtet mit einer akribischen Geste seinen Anzug und schaut von oben herab auf Bayley, die sich allerdings scheinbar nicht einschüchtern lässt.

Vince McMahon: „Ich hätte eine kleine Frage an Sie... Was genau ist dieses Performance-Center-Programm? Ich habe es mir etwas genauer angesehen und mir ist dabei aufgefallen, dass es für die Liga ein ziemlich ruinöser Kostenfaktor ist. Dieses Programm alleine kostet die Liga 2 Millionen Dollar im Jahr. Doch die Matches, die ich gerade gesehen habe, waren dieses Geld keineswegs wert.“

Mit diesen Worten stützt sich Vince nochmals mit beiden Armen auf den Schreibtisch von Bayley ab und schaut ihr tief in die Augen. Auf diese Antwort ist er gespannt, und nachdem er schon letzte Woche gesehen hat, wie entspannt und geldverschwenderisch die Schüler des Performance Centers ihre Zeit vertreiben und damit auch den Gewinn von C2C verschwenden, ist es klar, dass ihm dies ein Dorn im Auge ist.

Bayley
"Ich leite ein War Games Match zwischen dem Team von kenny Omega und Roman Reigns und Kenny Omega ein und sie gehen von einem mittelmäßigen Match aus? Sehen wir uns doch an wer gerade um die World Titles kämpft. Zum einen haben wir da Liv Morgan und Tiffany Stratton und dann Kenny Omega gegen Roman Reigns. Das sind die besten Superstars, die die Wrestlingwelt zu bieten hat. Gleichgesinnte Wrestler kann man an einer Hand abzählen. Dieses Match lockt die Zuschauer an und dieses Match wird auch liefern."

Wobei sie Vince nicht ganz widerspricht, denn das sind nur zwei Matches des Abends.

Bayley
"Ein Match zwischen Raven und Axiom scheint dafür nicht wirklich Specialwürdig zu sein. Da gebe ich ihnen Recht. Die Liga hat sich gerade von einigen Mid und Undercardtalenten getrennt. Einige von denen habe ich aussortiert, da diese nicht mehr dem gewünschten Standard entsprechen."

Gerüchten zufolge plant Bayley als nächstes Rhea Ripley zu entlassen, die erst für Furore gesorgt hat mit ihrem Sieg gegen Bayley und dann einfach in der Versenkung verschwunden ist.

Bayley
"Das Performance Center soll nicht direkt Geld einspielen. Dafür ist es nie gedacht gewesen. Es ist eine Investition in die Zukunft der Coast 2 Coast. Ich will Superstars mit Biss haben und die Schüler im Performance Center zeigen genau das. Sie schließen die Lücken, die kürzlich entstanden sind."

In dem Sinne hat die Kalifornierin Geld bei den Gehältern gespart. Bleibt nur die Frage, ob die Leute aus dem Performance Center diese Lücke wirklich schließen können.
Vince hört Bayley aufmerksam zu, doch scheinen ihre Worte seine Meinung nicht sonderlich zu ändern.

Vince McMahon: „Hhmm... so wie ich es gesehen habe, scheint Raven ein äußerst schwieriger Mensch zu sein, der wenig Respekt an den Tag legt. Meinen Sie, dass so ein Mann ein passender Lehrer für diese zukünftigen Superstars ist? Ein Mann, der zu seinen Matches gar nicht erst herauskommt?“

Das stimmt wohl. Dass Axiom heute den Opener durch das Nichterscheinen seines Gegners Raven gewonnen hat, war nicht nur ein eher weniger ansehnlicher Beginn der heutigen Show, sondern auch kein gutes Vorbild für sämtliche Wrestler dieser Welt. Und das war bei Raven nicht das erste Mal, dass er so etwas gebracht hat. Vince' Meinung steht fest. Die Frage nur ist, ob Bayley das genauso sieht oder ob sie in seinen Augen doch nicht so gut geeignet für die Rolle eines General Managers ist.

Bayley
"Dem kann ich nicht widersprechen. Raven ist zu alt um selt in den Ring steigen. Was seine Erfahrungen als Trainer angeht ist das aber die Qualität, die wir anstreben."

Wenn es also nach Bayley geht will sie Raven nur noch in seiner Position als Trainer einsetzen.
Doch wird Vince dies nicht anerkennen. Oh nein, wenn dieser Mann sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hat, dann wird er es auch umsetzen, koste es, was es wolle.

Vince McMahon: „Zu alt? Ich glaube kaum, dass das hier das Problem ist. Ich bin kein professioneller Wrestler, aber ich hatte mein letztes Match im Ring, da war ich 15 Jahre älter, als er es heute ist. Und ich habe es gewonnen. Glauben Sie wirklich, dass die Sportler, die er unterrichtet, wirklich zu so begabten Superstars werden, dass sie das Face dieser Liga sein können?“

Das stimmt natürlich. Vince McMahons letztes Match hat er mit 76 Jahren gegen Pat McAfee bestritten und auch wenn dieses Match wirklich alles andere als gut war und sogar den Preis als schlechtestes Match des Jahres erhalten hat, so hat er es immerhin bestritten. Ganz anders als Raven heute Abend. Demnach kann Vince die Aussage von Bayley nicht ernst nehmen. So ein Mann sollte weder andere Stars unterrichten noch überhaupt bei c2c Wrestling unter Vertrag stehen.

Vince McMahon: „Kann es sein, dass Sie sexuell aktiv sind mit ihm?“

Wow, was? Hat Vince gerade ehrlich unsere General Managerin gefragt, ob sie es mit einem ihrer Arbeiter treibt? Der auch noch über 20 Jahre älter ist als sie? Er hat diese Frage nicht einmal in einem verspielten Ton gestellt. Nein, er meint es pur ernst! Wie reagiert Bayley darauf?

Würde Bayley in diesem Moment trinken, dann würde sie das Getränk in diesem Moment ausspucken. Doch auch so reicht die Reaktion. Ihre großen Augen zeigen den Schock dieser Frage.

Bayley
"In eine Millionen Jahren nicht. Wie kommen sie auf so eine Frage?"

Allein der Gedanke daran ist für die Kalifornierin schon ekelerregend und so versucht sie sich schnell davon wegzubewegen.

Bayley
"Um ihre Frage zu beantworten: Ja seine Schüler haben das Zeug dafür die Coast 2 Coast in der Zukunft zu repräsentieren."

Immerhin hatte Bayley eine Schülerin selbst ins Performance Center gebracht.
Während in Bayleys Antlitz eine Achterbahnfahrt der Emotionen Samba tanzt, bleibt Vince beachtlich ruhig sitzen. Er schaut Bayley etwas ungläubig an und weiß nicht, wie er mit ihren Aussagen arbeiten soll. Sie versucht, es ihm zu erklären, dass alles richtig so läuft, wie es derzeit ist, aber irgendwie fühlt sich Vince damit nicht zufriedengestellt.

Vince McMahon: „Hhmm… aber Sie haben intimes Interesse an ihm, oder?“

Wieder geht Vince auf dieses Thema ein und erneut ist es unglaublich, dass er Bayley so etwas unterstellt. Warum überhaupt? Was soll diese Frage? Vor allem von einer Person wie Vince McMahon. Das wirkt schon etwas arg unangebracht, wenn eine Person, die bis vor Kurzem mit einer gerichtlichen Klage zu kämpfen hatte, in der genau so etwas das Thema gewesen war. Doch ist dies hier nicht damit zu vergleichen. Oh nein, Vince fragt aus einem ganz anderen Grund.

Vince McMahon: „Tut mir leid für die Frage. Ich versuche nur zu verstehen, warum sie es zulassen, dass ein solcher Mann hier noch arbeiten darf. Das ergibt für mich keinen Sinn.“

Antwortet er weiterhin in einer sehr ruhigen und gelassenen Stimme, die schon fast unheimlich bedrückend wirkt. Es stimmt, Raven ist alles andere als das, was man als einen zufriedenstellenden Mitarbeiter ansehen mag. Aber er konnte in seiner Karriere hier schon oft beweisen, dass er der Richtige für das Performance Center ist. Das konnte Bayley sogar am eigenen Leibe erfahren, als sie ihn vor einigen Monaten suspendiert und selbst seinen Job ausgeführt hatte. Seitdem weiß sie wohl, dass dies nicht so einfach ist, wie es manchmal so wirkt, und dass Raven wie für diesen Beruf gemacht ist.

Bayley
"Schluss damit. Ich hatte nie und werde nie solche Gedanken haben."

Bayley will den Gedanken daran vermeiden und blockt deswegen Vince McMahons Frage ab.

Bayley
"Hören sie, unsere Führungsstile sind unterschiedlich. Sie wollen mit eiserner Faust regieren. Und dann feuern sie Leute, weil sie in einem unpassendem Moment gelächelt haben. Ich möchte den Leuten eine Chance geben. Und den Fortschritt den ich bei den Schülern erkennt habe, war da. Als Trainer hat Raven seine Aufgabe erfüllt."

Vince McMahon: „2 Millionen Dollar pro Jahr. Das heißt, für die Leistung, die Leva Bates und Izzy Moreno heute in ihrem Match gezeigt haben, hat man quasi 2 Millionen Dollar ausgegeben. Den Gewinn der Liga dafür verschwenden, drittklassige Opener für die auf dem Papier größte Show der Liga zu haben. Matches, die diese Show nur ruinieren. Und Sie finden, die Aufgabe sei damit erfüllt. Die Frage ist, was das über Sie aussagt, dass Sie damit zufrieden sind.“

Jesus! Je länger das Gespräch hier läuft, desto ernster wird die Stimmung hier im Büro der General Managerin. Vince legt ziemlich gute Argumente auf den Tisch, während Bayley mit ihren Aussagen tatsächlich ein wenig unerfahren und nicht ernst zu nehmen rüberkommt. Es ist klar, dass sie bei Weitem nicht so viel Erfahrung hat wie er, aber sie geht die ganze Sache eben auch völlig anders an. Nur ist Vince der Mann, der alle seine Konkurrenten immer bis aufs letzte Hemd auslöschen konnte, während er an der Spitze des Marktes war. So etwas würde sein Sohn Shane wohl niemals hinbekommen, wenn Bayleys Führung weiterhin so armselig fortgeführt wird. Er hofft immerhin, dass er mit diesem Treffen einen bleibenden Eindruck bei dem Role Model hinterlassen konnte.

Vince McMahon: „Es gab bereits viele Namen, die hier in den letzten 7 Tagen gekündigt wurden. Und in den nächsten 7 Tagen werden noch weitere folgen. Sie sollten sich genau überlegen, welche Namen das noch werden. Das ist nur ein gut gemeinter Rat von mir.“

Und mit dieser letzten Aussage steht Vincent dann von seinem Platz auf und dreht Bayley den Rücken zu. Er marschiert zur Eingangstür des Büros, öffnet diese und wirft Bayley noch einen letzten Blick über seine Schulter zu. Wenn es nach ihm geht, sollten hier in der Liga noch viele weitere entlassen werden. Stars wie Axiom, Ethan Page oder dieser Robin Scheißegalwieerheißt sind nicht das, was man sich als einen echten Mann vorstellt. Vince jedenfalls nicht. Und dass so ein Clown wie Danhausen hier noch, obwohl er seinen Vertrag verloren hatte, ein Titelmatch bekommt, lässt Vince noch weiter an Bayleys Führungsqualitäten zweifeln. Vielleicht sollte auch sie ersetzt werden. Doch so weit geht er noch nicht. Nein, vorerst bleibt er ihr freundlich gesinnt.

Vince McMahon: „Ich wünsche Ihnen noch einen guten Abend!“

Und damit verlässt er das Büro und lässt Bayley alleine zurück. Die Kamera schaltet sich damit ebenfalls aus und so lassen auch die Fans die wohl nun etwas weniger entspannte Bayley alleine zurück, während es hier mit der Show weitergeht.

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In wenigen Momenten startet das dritte Match am heutigen Abend. Rhea Ripley wird, nach mehrwöchiger Auszeit, ihr Comeback geben und dabei gegen eine alte Bekannte ihrerseits antreten…Bobbi Tyler! Beide Frauen standen einst auf einer Seite, was aber Jahre her ist. Für Bobbi ist das heute dennoch eine große Hürde, auch auf persönlicher Ebene. Dennoch ist sie selbstbewusst genug, um an ihren Sieg zu glauben. Auch weil sie ihrer besten Freundin, Fallon Henley, einen Gefallen tun möchte. Fallon hatte ja so ihrer Probleme mit dem Eradicator, die jedoch nie wirklich eskalieren konnten, da Ripley plötzlich verschwunden war.

Bei der nächsten Einstellung sehen wir das Country Girl, die in der Nähe der Gorilla Position steht und gerade eine Nachricht auf ihrem Handy tippt. Sie wartet hier auf Bobbi, die gerade noch ein paar Promobilder machen muss und in ein paar Minuten wieder bei ihr sein sollte. Vorhin konnten wir die beiden Frauen sehen, wie sie sich etwas Obst teilten und eben über das Match gegen Rhea sprachen. Nun wird es ernst! Henley ist inzwischen ganz darauf fokussiert. Die Drew McIntyre Thematik ist vorerst mal zweitrangig, auch wenn Fallon hin und wieder darauf hofft, Jon Moxley könnte sich melden. Der Lunatic hatte ihr heute versprochen seine Ohren offen zu halten und sich zu melden, wenn er etwas zum verschwundenen Schotten hört. Aber gut, heißt ja nicht, dass Jon unbedingt etwas mitbekommen muss. Und außerdem hat dieser selbst ein wichtiges Match zu bestreiten. So muss Henley warten und ist froh, dass sie nun die moralische Unterstützung für Bobbi sein kann…

?: Faaaallon…oooohh…Faaaallon…

Die Brünette zuckt zusammen und schaut von ihrem Handy auf, als auf einmal jemand nach ihr ruft! Die Stimme hallt leicht nach…klingt aber dennoch so, als wäre sie sehr nahe.

?: Na, hast du mich vermisst? Hast du schon…Angst?

Nach dem der erste Schreck und die erste Verunsicherung abgeklungen ist, verhärten sich die Gesichtszüge vom Country Girl. Die Stimme ist sehr markant und hat einen hohen Widererkennungswert. Sie weiß sehr gut, wer sich dahinter versteckt. Schnell schiebt sie das Handy in einer Tasche ihrer Hotspants und verschränkt die Arme vor ihrem Brustkorb. Bloß nicht das Gefühl geben, sie wäre hier eingeschüchtert.

Fallon Henley: Lass den Mist, Rhea!

Schritte nähern sich…schwere Schritte die von schweren Boots stammen. Langsam fährt die Kamera nach oben…fängt die tätowierten Beine ein, die in einer Netzstrumpfhose stecken…lilafarbene Pants…ein passendes Oberteil und eine schwarze Weste, auf deren Schulterpads kleine Stacheln angebracht sind. Dazu lange, schwarze Haare, schwarzes Make Up und Lippenstift und diese hellen, stechenden Augen. Rhea Ripley! Mit einem diabolischen Grinsen, als wäre sie der Leibhaftige in Person, leckt sie sich über die strahlend weißen Zähne und gluckst einmal auf. Die Hände greifen stramm an die Weste. So marschiert sie los und hält dabei Fallon direkt im Blick. Das Country Girl fühlt sich wie ein Tier, was gerade von einem Raubtier beobachtet wird und nur auf den richtigen Moment wartet, um ihr an die Kehle zu springen. Dass Rhea durchgeknallt und skrupellos ist, hat sie oft genug unter Beweis gestellt. Izzy Moreno kann ein Liedchen davon singen.

Rhea Ripley: Netter Arsch, Fallon! Mami gefällt das!

Rhea zwinkert der Amerikanerin zu, als sie diese einmal umrundet hat. Fallon dreht ihren Rücken von Ripley weg und sieht diese finster an. Zwar wird sie dadurch kurz aus dem Konzept gebracht…aber sie weiß, dass das nur Psychospielchen vom Eradicator sind.

Rhea Ripley: Naaa? Überrascht mich zu sehen? Dachtest du etwa, dass du mich los bist? Tztz…ich habe dir doch gesagt, dass ich mir Zeit lassen werden…

Ja beim letzten Rededuell hatte Ripley ihr das so zugetragen. Deswegen hatte Fallon eigentlich mit mehr Psychoterror gerechnet…der aber ausgeblieben ist. Ob das ein Plan gewesen sein soll? Oder versucht Rhea hier irgendwie ihr Fernbleiben zu rechtfertigen?

Fallon Henley: Ich soll überrascht sein dich zu sehen? Du weißt schon, dass du gleich ein Match hast, das offiziell angekündigt wurde? Wundert mich eher, dass du dir soviel Zeit gelassen hast? Wo warst du denn die letzten Wochen, hm? War es emotional zu anstrengend? Hattest du wieder Liebeskummer wegen Shotzi? Oder warst du beleidigt, weil dich nicht genug Leute beachtet haben, obwohl du so sehr böse warst? Hm?

Fallon wird hier, für ihr Verhältnisse, recht zickig. Es reizt sie aber sehr, Rhea zu triggern. Und man sieht der Schwarzhaarigen auch an, wie sich ihr Blick immer mehr verfinstert. Vor allem, als Shotzi Blackheart erwähnt wird. Ein Thema, mit dem Rhea bis heute nicht komplett abschließen konnte. Ganz egal, wie sehr sie sich auch bemüht hat. Knurrend reißt sie sich am Rieman, obwohl sie große Lust verspürt Fallon einen saftigen Headbutt zu verpassen. Aber das muss noch warten! Zumindest will sie ihr für den Shotzi Spruch mindestens einen Zahn ausschlagen. Also redet sie sich selbst ein, dass sie alles unter Kontrolle hat und aus Henley nur die Panik spricht. Das boostet Rhea’s Ego und spiegelt sich in einem heißeren Lachen wieder.

Rhea Ripley: Wie süüüüüß! Spar dir diese Stutenbissigkeit, Fallon! Das steht dir nicht! Du kannst versuchen Witze über mich zu machen…interessiert mich nicht! Was habe ich die letzten Wochen gemacht? Nun…vielleicht habe ich bis ins kleinste Detail geplant, was ich dir alles antun werde. Vielleicht habe ich dich bewusst in dem Glauben gelassen, dass du Ruhe vor mir hast! Vielleicht war ich nie wirklich weg und habe dich stets beobachtet. So wie…vorhin, als du dich mit deiner neuen besten Freundin unterhalten hast! War wirklich niedlich, wie ihr von eurer Mami gesprochen habt. Ich muss mich ja so richtig in euren Köpfen festgesetzt haben.

Da erstarrt Fallon für einen Moment und kann nicht verhindern, wie ihr die Kinnlade leicht nach unten rutscht. Rhea hat sie und Bobbi vorhin beobachtet und belauscht? Wie kann das sein, dass sie die Australierin nicht bemerkt haben? Auf einmal wird es dem Country Girl warm und kalt gleichzeitig.

Rhea Ripley: Weißt du…als ich erfahren habe, dass ich gegen Bobbi Tyler kämpfen muss, war ich richtig zufrieden! Ich dachte mir…Ja! Endlich kann ich diese falsche Schlange dafür bestrafen, dass sie mich damals im Stich gelassen hat! Aber jetzt, wo ich weiß, dass ihr Beide dicke Freundinnen seid…oooohhh, es wird noch besser! Mami kann zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen! Wenn ich Bobbi weh tue, tue ich dir weh! Wenn ich sie quäle, quäle ich dich! Perfekt, oder?

Rhea’s Grinsen fühlt sich an, als würde jemand Fallon mit einer kleinen, aber sehr spitzen Nadel überall pieksen. Sie braucht kurz, um auch die unangenehme Gänsehaut, die sich dabei ausbreitet, unter Kontrolle zu bringen. Ripley will wegen ihr Bobs quälen? Nein…das wird sie nicht zulassen! Wütend geht sie einen Schritt vor, so dass sie der Schwarzhaarigen unangenehm nahekommt.

Fallon Henley: Wenn du Bobbi auch nur ein Haar zuviel krümmst, dann schwöre ich dir, dass du mich so richtig kennenlernst! Dann…HEEEY!

Fallon ist für einen Moment unaufmerksam! Ripley wirft einen flüchtigen Blick auf Fallon’s Stand…und greift gnadenlos zu! Innerhalb von nur wenigen Sekunden packt sie Henley und drückt diese mit voller Wucht gegen die Wand. Dabei verliert das County Girl den Cowboy Hut und sieht kurz Sterne, da ihr Hinterkopf gegen den harten Stein knallt. The Eradicator nutzt ihr ganzes Körpergewicht, um Fallon „festzunageln“. Mit ihren Händen hält sie Henley’s Armgelenke fest und verhindert so, dass die Brünette sich gleich wehren kann. Unnormal welche Kräfte die Australierin hat! Fallon versucht sich u befreien…

Fallon Henley: Lass mich!

…zischt sie zwischen ihren Zähnen hervor! Für Rhea ist das nur ein vergnügtes Kichern wert. Die Körperwärme der Australierin geht komplett auf das Country Girl über, was sich für Fallon komplett ekelhaft anfühlt. Ripley genießt es…und für einen Moment weiß sie nicht, ob sie Fallon küssen oder zerfleischen möchte. Irgendwie verspürt sie schon Lust sich der Amerikanerin aufzuzwingen. Nicht weil plötzliche Gefühle im Spiel wären. Nein…der Schwarzhaarigen ginge es mehr darum ihre Dominanz zu zeigen. Der Hass treibt sie an…und deswegen will sie Henley einfach nur brechen.

Rhea Ripley: Als du dich damals in meine Geschäfte eingemischt und mich geohrfeigt hast, hast du eine dunkle Göttin verärgert! Du hast den Teufel in mir geweckt! Ich habe die ganzen letzten Wochen nur darauf gewartet, dein Leben endlich vernichten zu dürfen! Jetzt wirst du meine sadistische Ader in vollen Zügen genießen dürfen! Ich werde dir alles nehmen…ALLES! Erst Bobbi, dann deine Fans, deine Lebensfreude, deinen Stolz, keine Karriere…aaaalleeeees! So lange, bist du nicht mehr kannst und dein Verstand komplett zerfickt wird! Du wirst mich auf Knien um Gnade betteln und dir wünschen, dass ich dich endlich erlöse. Dann…gehörst du mir! Dann lege ich dir ein Halsband um und mach‘ dich zu meinem Kätzchen. Sag… „Miau“ für Mami!

Rhea fährt ihre lange Zunge raus und leckt über Fallon’s Wange, die sich nur von ihr wegdreht! Die Schwarzhaarige fühlt sich komplett überlegen…unterschätzt aber das Country Girl komplett! Nein, Henley lässt das nicht länger mit sich machen. Sie schaltet Kräfte frei, die selbst die Australierin komplett überraschen! Schreiend schafft es die Brünette Rhea von sich zu stoßen, die, davon überrascht, zwei Schritte zurücktaumelt und Fallon loslässt. Diese nutzt das aus, schnellt vor und lässt ihre Faust sprechen…

*Punch*

Und was für einer! Der reißt Ripley komplett zu Boden! Stöhnend hält sie sich ihr Kinn und schaut mit großen Augen zu Fallon auf, die sie wütend anstarrt.

Fallon Henley: Wehe du fasst mich noch einmal so an…KLAR? Bobbi wird dir gleich sowas von in deinen verdammten Arsch treten! Oh, ich hab‘ die Schnauze voll von Leuten wie Tiffany Startton, Jacy Jayne oder von dir…die glauben, ihnen würde die ganze Welt gehören! Nein…nach dem heutigen Abend wirst du uns in Ruhe lassen, klar?

Rhea sieht ihre Finger einmal an…leicht Spuren von Blut. Sie schmeckt auch solches an ihrer Lippe. Zunächst brummend, dann schreiend baut sie sich wieder auf und will auf Fallon losgehen…bis sich plötzlich eine dritte Person zwischen sie schiebt. Es ist Bobbi Tyler, die sich schützend vor ihre beste Freundin stellt. Gut, wäre vielleicht nicht mehr notwendig gewesen…aber die Britin will klar zeigen, dass sie zu Henley steht! Eigentlich hat sie Rhea und Fallon schon früher entdeckt und wollte gleich dazwischen gehen. Dann aber hat sie gesehen, wie die Australierin das Country Girl gegen eine Wand drückt. Da hat Bobs wieder Flashbacks zu ihrem eigenen Trauma bekommen…wie sie selbst gegen eine Wand gedrückt wurde und sich einfach nur hilflos gefühlt hat. Da war sie wie erstarrt und konnte sich nicht mehr rühren. Der Blonden schossen schon erste Tränen in die Augen, da sie sich geschämt hat Fallon nicht helfen zu können. Als das Country Girl aber zurückschlug und Rhea zum nächsten Angriff übergehen wollte, war die Sorge um die Brünette größer als ihre eigene Angst. Bobbi riss sich selbst los und stürmte dazwischen.

bobbi.tyler: LASS.FALLON.IN.RUHE!

Laut und betonend! Ihre Finger verkrampfen sich und wirken so, als könnten sie jeden Augenblick zuschlagen. Rhea ist ein wenig geschockt, als sie Bobbi plötzlich wieder vor sich sieht. Zum ersten Mal seit ihrem gemeinsamen War Games Match damals. Ripley wirkt zwar auch sauer…aber mehr enttäuscht. Sie mochte die ehemalige Stevie Turner und da hat es ihr weh getan, als die Britin verschwand und sich nicht mehr bei ihr meldete.

Rhea Ripley: Duuu…du dreckige Hure! Was ist nur aus dir geworden? Wir waren ein Team! Und dann hast du mich im Stich gelassen! Früher hättest du, mit mir gemeinsam, auf Frauen wie Fallon gespuckt und sie ausgelacht? Und jetzt setzt du dich ein…für DIE DA?

Voller Verachtung deutet sie dabei auf Henley, die nach vorne rutschen möchte. Doch Bobbi hält sie mit sanftem Druck zurück und sieht sie mit einem Lächeln an, das Fallon gleich beruhigt. Von dem Lächeln ist aber nicht mehr zu sehen, als sie ihre Aufmerksamkeit wieder Rhea schenkt

bobbi.tyler: Rhea…es tut mir leid, wenn du dich damals im Stich gelassen gefühlt hast! Dass ich damals verschwunden bin war für mich notwendig. Ich werde dich ganz bestimmt nicht um Verzeihung bitten. Und sind wir mal ehrlich…wir waren kein Team! Du hast Stevie Turner gekannt…hast sie benutzt und geformt, da sie wie Wachs in deinen Händen war! Aber mich…Bobbi Tyler kennst du nicht! Mich wirst du nicht manipulieren können!

Rhea ist auf einmal ganz ruhig und sieht auf den Boden! Es ist fast so, als würde die harte Fassade einen kleinen Augenblick bröckeln.

Rhea Ripley: Dann ist meine Freundin von damals also endgültig gestorben? Okay…dann wirst du dafür büßen, dass du sie getötet hast!

Ohne laut zu werden und ohne Schimpfwörter zu benutzen, macht Rhea ihr Botschaft klar…kalt und bedrohlich! Böse funkeln ihre Augen auf, als sie aufsieht. Bobbi wirkt kurz aus der Bahn geworfen. Hatte Stevie Rhea doch mehr bedeutet, als sie es gedacht hatte? Selbst wenn…spielt keine Rolle mehr! Tyler schüttelt den Kopf und bleibt entschlossen! Ihr Halt, ihre Schulter zum Anlehnen ist nun Fallon Henley, die ihr endlich wieder das Gefühl gibt, selbst über ihr eigenes Leben bestimmten zu können. Etwas, was sie bei der Australierin nie hatte. Rhea rümpft die Nase, zeigt Bobs und Fallon beide Mittelfinger und will abdrehen. Aber…

bobbi.tyler: RHEA!

…ruft die Britin ihr hinterher. Tatsächlich bleibt der Eradicator stehen und wirft einen Blick über die Schulter.

bobbi.tyler: Heute wird es enden! Zwischen uns Beiden und zwischen dir und Fallon! Wenn ich gewinne, dann wirst du die c2c wieder verlassen und lässt Fallon und mich fortan in Ruhe! Und wenn du gewinnst, dann…

Bobbi hält kurz inne und sieht zu Henley. Voller Wärme lächelt sie diese an und nimmt ihre Hand in die ihre. Ihre Lippen formen einen fast tonlosen Satz, der auch nur für das Country Girl bestimmt ist.

bobbi.tyler: Vertraue mir!

Henley runzelt die Stirn, bekommt aber kein gutes Gefühl. Sie drückt die Hand der Britin ganz fest, als wolle sie diese von einer möglichen Dummheit abhalten. Doch die Blonde lässt sich nicht mehr beirren. Ripley wird eine Gegenleistung erwarten, um sich darauf einzulassen.

bobbi.tyler: …schließe ich mich dir wieder an und du kannst mit mir machen, was du willst!

Da ist es gesagt! Fallon reißt geschockt die Augen auf und schüttelt den Kopf. Bei Rhea rattern kurz die grauen Zellen. War sie gerade noch etwas niedergeschlagen, kehrt das teuflische Grinsen zurück. Sie richtet sich komplett auf und leckt sich über die Lippen.

Rhea Ripley: Das ist dein Ernst? Okay…einverstanden! Wir haben einen Deal! Aber mach‘ dir keine Illusionen…Mami is always on top! Dein hübsches und weiches Gesicht hat mir schon immer gefallen. Ich weiß genau, was ich damit machen werde…Stevie!

Provokant benutzt Rhea den alten Namen, was Bobbi sichtlich nicht gefällt.

bobbi.tyler: Gut, abgemacht! Und jetzt…piss off!

Grinsend winkt Rhea den Beiden zu und geht schließlich lachend davon. Fallon ist fassungslos und greift Bobbi an beide Schultern.

Fallon Henley: Bobbi! Was machst du denn?

Bobs lächelt nur wieder und zieht Henley in eine feste Umarmung an sich. Fallon seufzt auf und lässt sich natürlich darauf ein.

bobbi.tyler: Vertraue mir! Ich schaffe das! Ich werde es nicht zulassen, dass sie jemals wieder so mit dir umspringt! Fallon…ich hab dich lieb!

Henley spürt, wie sich eine wohlige Wärme in ihr ausbreitet. Eine willkommene Abwechslung der Gefühle, die sie dank Rhea gerade durchlebt hat. Das zu hören ist sehr schön und berührt das Country Girl. Auch sie will nicht zulassen, dass Bobbi jemals wieder Leid erfahren muss! Sie werden zusammenhalten…egal, was passieren wird! Heute abend wird Rhea Ripley ganz bestimmt ihrer Vergangenheit angehören.

Fallon Henley: Ich hab‘ dich auch lieb!

…antwortet sie schließlich! Reicht aber aus für die Britin um zu wissen, dass Fallon ihr voll und ganz vertraut und an sie glaubt. Beide verharren in der Umarmung, bis sich die Kamera langsam zurückzieht. Gleich steigt das Match, das nun brisanter ist, als man zuerst gedacht hatte. Fade off.

[Bild: 8484.jpg]

MATCH 3
SINGLES MATCH
Bobbi Tyler vs. Rhea Ripley

[img]BILD[/img]
Writer: ???



Rhea Ripley's Entrance Theme ertönt und es bricht lauter Jubel in der Halle aus. The Eradicator is here! Die Reaktionen werden nochmal um einiges lauter als die Australierin auf der Stage erscheint. Nach einem kräftigen Tritt auf den Boden gibt es ein Feuerwerk auf der Stage und Rhea macht sich auf in Richtung Ring. Die Australierin sieht am heutigen Abend entschlossen aus. Es ist an der Zeit wieder allen die Brutalität zu zeigen, die sie sich so zu eigen gemacht hat wie keine andere Frau in der Coast2Coast Women's Division.

[Bild: Rhea030.png]

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the ring ... from Adelaide, South Australia ... THE ERADICATOR ... RHEEEEAAAA ... RIIIIPLEEEEY!"

Nach der Ankündigung von Matthew Rehwoldt setzt Rhea Ripley ihren Weg zum Ring fort. Wie immer dürfte sie sich einen genauen Plan für ihre heutige Gegnerin zurechtgelegt haben. Am Ring angekommen platziert sich Rhea mit einem Ruck auf dem Apron und posiert dort nochmal mit einem diabolischen Grinsen auf den Lippen für die Fans in der Arena und an den Bildschirmen. Ein Blitzlichtgewitter geht durch die Zuschauerreihen.

[Bild: Rhea031.png]

Dann verschwindet das Grinsen wieder. Die Zeit der Spielchen ist jetzt vorbei und es ernst wird. Durch die Ringseile betritt sie den Ring und entledigt sich ihrer Lederweste. Dann bereitet sich die Australierin auf das kommende Match vor.



"Iiiii Miss the Misery!"

Die markante Stimme von Elizabeth „Lzzy“ Hale kündigt die Dame aus London an - Bobbi Tyler! Zielstrebig marschiert die blonde Britin auf die Stage. Über ihrem Gear trägt sie eine olivegrüne Jacke, die fast einen Ticken zu groß wirkt. Auf der Nase sitzt eine Sonnenbrille mit ovalförmigen Gläsern. Sie dreht sich leicht zur Seite, legt den Kopf in den Nacken und greift erst mit der linken und dann mit der rechten Hand hinter ihren Rücken. Symbolisch holt sie ihre "Waffen" hervor, die natürlich nur von ihren Händen dargestellt werden. Diese "feuert" sie in Richtung der Kamera vor ihr ab, wobei sie den rechten Arm ausgestreckt lässt und grinst als wolle sie "Hah! Hab' dich!" sagen.

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring... from London, England... BOBBI TYLER!"

Von den Rängen gibt es recht gemischte Reaktionen. Tyler scheint aber alles um sich herum auszublenden. Der Ring und der Weg dahin ist das Einzige, was sie im Moment interessiert. Dort ignoriert sie die Treppe und geht einmal nach rechts, um die erste Ecke herum. Schwungvoll hievt sich Bobs auf das Apron. Sie geht zur Ringecke zurück, hält sich dort mit beiden Händen fest, stellt einen Fuß auf das untere Turnbuckle, drückt sich dort ab und kann sich so in das Innere schwingen. Schnell geht die Britin auf eine weitere Ecke zu und besteigt auch diese, mit einem Fuß auf dem mittleren und einem auf dem oberen Seil. Grinsend sucht sie mit ihren Augen die nächste Kamera. Die Arme streckt sie aus und präsentiert sich so in ganzer Pracht den Zuschauern. Paar Sekunden später hüpft die Blonde auf die Matte zurück und sucht die Mitte. Dort lässt sie sich auf die Knie fallen, greift erneut hinter ihren Rücken und präsentiert ein weiteres Mal die, mit den Händen geformten, "Pistolen". Eine davon hält sie gegen den eigenen Kopf und zeigt ein Lächeln, das nur schwer zu deuten ist. Ihre Theme verstummt langsam. Bobbi legt Sonnenbrille und Jacke ab. Bis es offiziell losgeht zieht sich Tyler in eine Ringecke zurück und geht leicht in die Hocke.

Warnung! Spoiler!
Nach dem Code Red kann Bobbi Tyler dieses Match beenden und Rhea Ripley per Pinfall besiegen (9.01 Minutes)

Here is your winner by pinfall: BOOOBIIII TYYYYLEEEER!

[Bild: 5.jpg]

Die Lichter in der Arena dimmen sich herunter und flackern in einem sepiafarbenen Retro-Look, während über die Lautsprecher eine dramatische, leicht knisternde Stadionmusik aus einer längst vergessenen Epoche ertönt. Die Bildschirme zeigen körnige, schwarz-weiße Zeitungsausschnitte und historische Filmaufnahmen, während eine tiefe, pathetische Stimme aus den Boxen dröhnt:

„Die reiche, illustre Geschichte des professionellen Spuks und des Lucha Libre Wrestlings ist gefüllt mit großartigen Legenden wie Rey Mysterio, Pirata Morgan, El Santo oder Juan Cena und den mysteriösen Kreaturen der Nacht. Doch ein Stern strahlt dunkler, seltsamer und heller als all diese Legenden zusammen!“

[Bild: 1eb7b031-7af4-46ef-b55f-722b8091755b.png]

Was zum Teufel wird uns hier angezeigt? Alles in diesem Segment strahlt regelrecht die Buchstaben AI aus. Man könnte meinen, das gesamte Segment und all die Bilder, die wir hier zu sehen bekommen, wurden von ChatGPT erstellt. Gut, dass die Texte immerhin etwas eigene Kreativität aufweisen, auch wenn selbst dies eher fraglich ist bei dieser Segmentidee, die nur schnell erschaffen wurde, damit man was hat. Aber immerhin bekommen wir scheinbar eine erste Vorstellungsrunde von der neuesten Legende, die das c2c-Roster begrüßen durfte. Den einzigartigen und angsteinflößenden...

„El Dan de la Hausen!“

[Bild: 19f8db8a-b88e-4b6c-b6c2-14d404ea5ea3.png] [Bild: c4c8605e-f000-4ac5-9cd8-e5c3fee5bf89.png][Bild: e8338f0b-ff85-4003-aa07-e0fd96aeef26.png][Bild: af7ae95a-5aed-454a-8c2d-360447b33dfa.png]

Es geht um unseren heutigen Herausforderer in dem Dumpster Match um den East Coast Championship. El Dan de la Hausen wird heute gegen Jon Moxley antreten und uns ein Match liefern, das garantiert krasser wird als unser heutiger Opener! Der Bildschirm flackert, und wir sehen eine Karte, die nicht etwa Mexiko, sondern den tiefsten, unheimlichen Golf von Danhausen zeigt.

„Stammend aus den finstersten Tiefen des Unbekannten, wurde El Dan de la Hausen dazu erzogen, der ultimative Fluch-Verteiler zu sein. Direkt vom Golf of Danhausen, einer geheimnisvollen Meeresbucht irgendwo in den Weiten von Mexiko, wuchs er auf und wurde zu einer Lucha-Libre-Legende ausgebildet.“

[Bild: 3e31504e-6bde-4f8b-815f-55ce85ecc09e.png]

Dieser Golf von Danhausen sieht natürlich direkt so aus, als würde er ganz sicher wirklich irgendwo real existieren. Generell kann man wohl sagen, dass absolut alles, was wir hier in diesem Segment zu sehen und zu hören bekommen, absoluter Schwachsinn ist. Genauso wie die anderen Bilder, die uns hier alle von der alten Karriere von El Dan de la Hausen gezeigt werden. Sicher steht fest, dass El Dan de la Hausen eine absolute Legende ist und bisher hat er auch eine 100% Winrate hier in der c2c und wahrscheinlich auch in seiner gesamten Karriere... daher wird Moxley heute Abend auch definitiv verlieren... aber nyaaa, es spielt halt dennoch so ein bitterer Beigeschmack mit.

„In nur kürzester Zeit stand er bereits im Main Event und war der größte Star des mexikanischen Wrestlings. Jahrhunderte lang war er das Gesicht des gruseligen Entertainments und hat das mexikanische Wrestling dominiert und alle seine Kämpfe zu 100% immer und überall siegreich gewonnen.“

[Bild: 0ecc6503-c0cc-4321-943c-e530fac2d693.png] [Bild: 64d4fe97-4fe0-4cef-a819-0c9266e08341.png][Bild: 5a19ba20-0ded-4189-a1ad-6431539ef001.png][Bild: 3bedd4b5-5e1b-4284-8c02-7275b3c4d787.png]

Genau so. El Dan de la Hausen ist einfach unbesiegbar. Er ist noch dominanter als Roman Reigns in seiner Bloodline. Und auch ein Goldberg stinkt gegen diese Wrestling-Legende ab. El Dan de la Hausen ist einfach das absolut Beste, was das professionelle Wrestling jemals gesehen hat.

„Doch eines Tages verschwand er plötzlich, ohne eine Spur zu hinterlassen, und die Menschen haben ihn vergessen!“

Plötzlich wechselt das Bild zu grellen, modernen Neonfarben und ein unheilvolles Kichern schallt durch die Halle.

„Doch im Jahre 2026 bei Coast 2 Coast Wrestling kam die Legende zurück, um Zähne zu sammeln und Reichtum, Macht und Ruhm (und menschliches Geld) in diesen wunderschönen professionellen Wrestlingsport zurückzubringen!“

[Bild: 96bc0d4b-2ef6-4be4-9d98-3883031ed11e.png][Bild: a92d76e9-0e75-44f1-bc9d-b3d241c6bd0f.png][Bild: 9783d0b0-df9d-4898-b7af-d451993f5c7b.png][Bild: a9ed8ac8-61ab-440d-8a8b-84ba025e84cd.png]

Und dieses Comeback war wohl das heftigste, was in der c2c jemals passiert ist. El Dan de la Hausen ist zurückgekehrt und dadurch startet seine Schreckensherrschaft von Neuem. Zuerst holt er sich den East Coast Championship von Moxley. Danach wird er Ethan Page vernichtend besiegen, um sich den Westcoasttitel zu holen, und dann zerstört er noch in einem 1v6-Handicap-Match alle Teilnehmer des heutigen War Game Matches, um der einzig wahre und dominante Champion der c2c zu werden. Das ist die Zukunft der mexikanischen Lucha-Libre-Legende El Dan de la Hausen.

„Er ist The Iconhausen! Er ist The Trailblazerhausen! Er ist...“

[Bild: c3fb961f-0be2-47ed-bbcd-e72fde816591.png][Bild: 7f7d5082-8e32-4916-8a98-57437454baf0.png][Bild: 639665b8-1983-47ef-838a-105e9f0d04f9.png][Bild: dd7374cd-4f13-48b4-9f98-51ea05440a19.png]

Eine kurze Pause erfolgt, in der wir noch einmal die größten Erfolge von El Dan de la Hausen zu sehen bekommen und wie er die Fans auf seine Seite gezogen hat. Wie er Andre the Giant mit einem atemberaubenden Bodyslam niedergeworfen hat, wie er Mankind vom Dach des Hell in a Cell-Käfigs durch das Kommentatorenpult geworfen hat und natürlich auch, wie er die WrestleMania-Streak des Undertakers beendet hat. Das ist...

„El Dan de la Hausen!“

[Bild: aef4163c-d630-4722-8a88-0bca2501a7bb.png]

Macht euch bereit, denn das Ende der Wrestlingwelt, wie ihr sie bisher kanntet, ist zu Ende... genauso wie dieses sensationelle Video.

[Bild: 2.jpg]

Die Nacht hüllt die ganze Stadt pechschwarz. Nebel bedeckt den Boden und versperrt den Blick in die Ferne. Das Licht der Straßenlaternen werfen einen leicht hellen Kegel auf den Asphalt des Bürgersteigs. Es wirkt alles wie in einem schlechten Schwarz-Weiß Comic, dessen düstere Umgebung alles verschlingt, was nicht in knalligen Farben hervorsticht. Die Straßen sind leer. Leerer als Leer. Würde man im wilden Westen sein, so könnte man einen Strohballen durch die Straßen wehen sehen. Und es war ruhig. Zu ruhig für eine Großstadt. Die Wolkenkratzer schießen in die Höhe und lassen keinen Zweifel erwecken, dass man selbst nur ein kleines Licht in einer Metropole ist, die alles verschlingen könnte und niemand würde es jemals mehr finden.
Im dichten Nebel sticht jedoch etwas hervor. Ein pinker Mantel. Die Kapuze verhüllt das Gesicht und auch den Rest der Gestalt bis zu den Knien. Erst als die Gestalt näher kommt, erkennt man schließlich blonde Strähnen unter der Kapuze hervorlünkern, die, genau wie der Mantel, auf der Dunklen Straße auffälliger nicht sein konnten. Und plötzlich friert das Bild ein. Genau dann, als die Person aufguckt. Eine Rote Schrift fährt von rechts ins Bild und bleibt ziemlich mittig stehen: Tiff City.
Die Kamera fährt leicht zurück und zeigt eine Zeitschrift. Ein Comic. Mit dem Cover, wie das Bild soeben eingefroren ist. Eine Kinderhand schießt plötzlich von oben ins Bild und blättert auf die erste Seite um. Dort sieht man die Frau noch näher: Tiffany Stratton. Unten im Bild blendet in der rechten Ecke ein Logo ein, Stratton Comics. Es erscheint eine kleine Sprechblase, worin einfach folgende Worte stehen: Gehen wir es an!
Das Bild taucht zurück in die Zeitschrift und erweckt diese zum Leben. Alles wie gehabt. Dunkel. Still. Kalt. Nur Tiffany sticht hervor. Und die Manege, worin sie später ihren Endkampf führen muss. Das Spectrum Centre im Hintergrund sogar sichtbar, auch wenn es nicht ins Auge sticht. Ihr Blick verrät es. Eine Location, woran die Schrift c2c im zarten Grün flackert und den Namen der Show des Abends: Every Empire Falls. Im ersten Moment sieht es aus, als hätte das Rich Girl eine Zigarette im Mund. Doch es ist einfach nur ein Grashalm, dass sie am Seitenrand flückte. Es hilft beim Nachdenken. Ihre Blicke ragen die hohen und riesigen Gebäude hoch, bis ihr Blick auf ein Wanted-Plakat der Polizei festhängt. Darauf abgebildet: Liv Morgan im gestreiften Gefängnis-Outfit. Das Schwarz-Weiß des Gewands fällt durch das ebenso schwarz-weiße und damit düstere Comic-Bild nicht unbedingt auf.

Tiffany Stratton:
“ÜÜÜrrrghh…lass’ uns die Bitch killen! Ich weiß, wo sie ist und auf ein Duell wartet!”

Tiffany’s Blick fällt auf den Showort in der Ferne. Every Empire Falls heißt das Motto und Stratton will natürlich eines: Das Imperium von Liv Morgan zum Einfallen bringen. Zielstrebig formt sie ihre Augen zu schlitzen und kaut auf dem Grashalm herum. Bis sie plötzlich eine Hand aus der Manteltasche zieht und wie ein kleines Flügelchen zur Seite wirft, als müsste sie das Gleichgewicht halten. Doch dann setzt sie sich in Bewegung. Stolz. Das Ziel im Blick. Und doch zieht sie gleichzeitig ein Foto aus der anderen Tasche, einfach lässig gehalten zwischen Zeige- und Mittelfinger. Dies gilt der Person, die hinter ihr aus dem Dunkeln auftaucht: Fallon Henley. Nur die blauen Augen stechen aus der Dunkelheit hervor. Doch wieso gerade Fallon Henley? Frauen, die sich absolut nicht leiden können? Die Comic-Welt schreibt wohl ihre ganz eigenen Gesetze.

Tiffany Stratton:
“Doch zuerst…suchen wir sie!”

Auf den schwarz-weißen Foto blass zu erkennen, ebenfalls eine Frau. Das Gesicht kommt einen bekannt vor. Sowohl der Millionärstochter, als auch dem Country Girl.

Fallon Henley: Klar, Sis'! Kann nich' sein, dass die so tut, als wär die wie du! Dummes Miststück!

...brummt Fallon vor sich hin, während ihr Atem sich in weißlichen Rauch verwandelt. Scheint sehr kalt zu sein! Henley trägt einen langen Mantel, der in einem grellen weiß erstrahlt, das sich vom sonstigen "Farbton" abhebt. Die brünetten Haare fallen leicht wellig über ihre Schultern. Grimmig sieht Fallon auf das Foto der Frau, die seit Wochen versucht das Rich Girl nachzuahmen. Ihre Blicke wandern umher...und treffen auf ein weiteres Wanted Foto von Liv Morgan an einer Wand! Da friert das Bild plötzlich wieder ein und zoomt zurück, so dass die Zeitschrift zurückkehrt. Erneut erscheint die zierliche Hand und blättert wieder um. Der nächste Ausschnitt zeigt einen Close Up auf Fallon's Augen, die sich zu wütenden Schlitzen geformt haben. Darüber ist eine Gedankenblase zu sehen... "Ich hasse sie!". Zoom zurück ins Bild, woraufhin sich Fallon wieder bewegen darf. Immer noch das Liv Fahndungsfoto im Fokus lässt Henley ihren Kopf hin und her kreisen, bis man knackende Geräusche zu hören bekommt, die unnatürlich laut sind...

*Knack*

...erscheint als rötliche Schrift im dunklen Hintergrund, bevor sie von der Schwärze wieder gefressen wird.

Fallon Henley: Pf, Liv! Was is' so toll an der? Die hat mir meinen Mann gestohlen, dafür soll sie so richtig leiden! Du kannst ihr gerne das Licht auspusten...aber ich will es sehen! Aus nächster Nähe!

Ein diabolisches Grinsen blitzt auf Fallon's kalten Gesicht auf, woraufhin sie Tiffy zuzwinkert. Das ist wirklich weird die Beiden so vertraut miteinander zu sehen. Vor allem redet das Country Girl auch anders, als man es sonst von ihr gewohnt ist. Klar, Liv Morgan ist nun mit Fallon Henley's Ex-Freund zusammen. Dennoch ist sie mit der Jersey Rose doch noch immer noch befreundet und äußert sich eigentlich auch nur positiv über Liv. Was ist das hier?
Die letzten Worte Henley's hallen wie ein Echo in Tiffany's Kopf nach, als würde sie in den Rocky Mountains ihren Namen brüllen und vor Freude feststellen, dass ein Echo diesen in die weite Welt weiterträgt. Leiden soll sie und das will Fallon aus nächster Nähe betrachten. Das sollte für das Buff Barbie Doll kein Problem darstellen. Das breite Grinsen auf ihren Lippen deutete auf nichts gutes hin.

Tiffany Stratton:
“Liv Morgan und ihre gespaltene Seele. Man weiß nie, wer vor einen steht. Sie selbst? Oder eine Frau Namens Kali? Am Ende wird es keinen Unterschied mehr machen..."

Laut und quietschend holt Stratton Luft und schaut kurzzeitige nach oben, als sei sie überrascht. Doch hier hat es keine Wirkung. Diese Stadt war leer. Leerer als Leer. Somit bleibt den Rich Girl nichts anderes, als ihre Arme rechts und links auf Brusthöhe zu heben und sie nach außen abzuknicken, als hätte sie kleine Flügelchen. Das wirkt mehr als seltsam im Konstrukt dieses Schwarz-weiß Comics, wo sie selbst nur wegen dem knalligen Mantel hervorsticht.

Tiffany Stratton:
“...weil Tiffany Epiphany eine Nummer zu groß für sie ist. Und weil sie mir ein Schmuckstück genommen hat, welches mir gehört! Und was sie mit Drew gemacht hat, ist das Letzte!"

Ja, Tiffany ist ehrgeizig und zeigt es gern. In dem Moment sind wir eigentlich noch weitere Worte gewohnt. The Center of the Universe. Miss Future Legend. The longest and best Shine Championesse ever. Doch das bleibt in den Fantasien der Zuschauer zurück. Stattdessen wird es ernst. Ein paar weitere Schritte durch die dunkle Straße vermitteln das Gefühl beobachtet zu werden. Kaum vorstellbar, dass sie unentdeckt bleiben. Oder war ihre Präsenz verängstigung genug? Oder weil Liv Morgan noch auf freien Fuß ist und jeder Zeit an der nächsten Ecke auftauchen könnte? Tiffany wäre es Recht. Ein Duell, jetzt und hier. Mitten auf der Straße. Street Fight. Und doch wiederum nicht. Ein Sieg unter den Augen jubelnder Zuschauer ist immerhin mehr wert.
Das Bild friert plötzlich wieder ein. Genau in dem Moment, als Stratton wieder einen zielstrebigen Blick zum Dome riskiert. Das Bild fährt aus dem Comic raus und wechselt von der linken zur rechten Seite. Im nächsten Bild sieht das Gesicht der ehemaligen Championesse anders aus. Eine Augenbraue hochgezogen, den Blick auf einen bestimmten Punkt gerichtet. In der Sprechblase geschrieben: Da ist sie! Weiteres sehen wir erst, als die Kamera in das Bild eintaucht. Selber Ausgangspunkt, nur der Fokus ist auf etwas anderes gerichtet. Da steht sie. Die blonde Doppelgängerin. Umhüllt mit der gleichen Jacke wie Tiffany selbst. Na klar, wie sollte es auch anders sein?! Die Millionärstochter kann nicht leugnen, dass sie das stört. Deshalb wartet sie nur ein paar Sekunden, bis sie auf die Person zu geht. Mit kühlen Blick mustert sie das Double. Deren blauen Augen stechen hervor, beinahe genauso wie bei Fallon. Ihr Kopf versteckt unter der Kapuze des Mantels. Ihr Blick zum Boden, auf der Hoffnung nicht entdeckt worden zu sein. Doch Tiffany ist nicht auf den Kopf gefallen.

Tiffany Stratton:
“Hallo falsche Tiffany! Gib' dich zu erkennen, bevor wir dich in das selbe Loch stecken wie Liv Morgan."

Kampfhaltung. Festen Stand. Hände nach vorn. Wer weiß, was nun kommen wird. Ein Angriff? Sie macht sich für den Ernstfall bereit.
Fallon, die in der Geschichte der Sidekick, die "beste Freundin" oder was auch immer ist, stellt sich neben Tiffy! Sie knetet ihre Hände ineinander und lässt die Doppelgängerin nicht aus den Augen. Wenn diese flüchten möchte, wäre Henley sofort zur Stelle um die Verfolgung aufzunehmen. Schon zu lange hat Tiffany Stratton diese ominöse Dame gejagt! Jetzt soll damit Schluss sein!

Fallon Henley: Du hast lang' genug so getan! Meine Tiffy gibt es nur einmal, klar? Wenn du dich mit ihr anlegen willst, legste dich auch mit mir an, verstehste?

Wir sehen Fallon Henley vor uns und erkennen auch die Stimme vom Country Girl wieder. Nur diese Ausdrucksweise hört sich nicht nach ihr an. Genauso wenig der Umstand, dass sie so positiv über das Rich Girl redet! Alles merkwürdig und undurchschaubar. Jedenfalls steht die Doppelgängerin nun zwei Frauen gegenüber, die scheinbar skrupellos sind und alles dafür tun werden, um mal "aufzuräumen"! Fallon deutet drohend auf die andere Tiffy, wobei das Bild wieder erstarrt und wir die Comicperspektive bekommen. Henley's erscheint dabei unnatürlich groß und der Finger überragt sogar die Bildumrandung. Da wird die nächste Seite aufgeschlagen und flugs tauchen wir wieder in die Geschichte ein. Fallon und Tiffany werden aus einer schrägen Vogelperspektive gezeigt, wie sie immer noch der Doppelgängerin gegenüberstehen. Galant gleitet die Sicht nach und fokussiert sich wieder auf das Country Girl!

Fallon Henley: Was machen wir? Wären wir auf der Farm meiner Mum, würde ich die Schlampe vor ein paar Gäule schnallen und durch den verdammten Dreck zieh'n. Yeehaaaw! Oder sie den Schweinen zum Fraß vorwerfen. Die Viecher fressen auch wirklich alles!

Die immer noch große Stille in der Großstadt, wirkt gruselig. Denn genau das ist zu hören, während Tiffany sich die Zeit nimmt, um nachzudenken. Nichts! Nur das Flattern eines Raben, der weit über den Köpfen der Frauen im kalten Winde gleitet. Als wären sie im wilden Westen und es würde ein Duell um Leben und Tod anstehen. Stratton nickt. Einfach. Emotionslos. Sie wartet auf eine Reaktion des Doubles. Ob sie Fallon's Worte kommentieren wird? Zuerst regt sich Nichts. Doch dann tritt die Unbekannte vor. Zwei Schritte.

Tiffany Stratton:
“Ich würde das mit den Gäulen vorziehen. Nur nicht über dem Acker, sondern hier über die geteerten Straßen der Stadt."

Ihr ernst? Ungewohnte Töne des Barbie Dolls. Obwohl sie hier die Nase rümpft. Ein ÜÜÜrrrgh kann sie sich aber noch verkneifen. Stattdessen wirft sie beide Hände auf Bauchhöhe, hält diese deutlich etwas vom Körper ab, und tritt nochmals einen Schritt vor. Und da tut sich etwas. Das Double hebt vorsichtig beide Hände und streift die Kapuze vom Kopf. Und tatsächlich. Sie sieht Tiffany ähnlich. Blondes welliges Haar, soweit man im Schwarz-Weiß erkennen kann. Doch die blaue knallige Augenfarbe sticht hier besonders hervor. Genau wie bei Fallon, ist diese mit Farbe versehen.

???:
“Mein Name ist Meghan Walker und ich will nur so sein wie du!"

So sein wie die selbsternannte Miss Future Legend? Tiffany's Blick trifft sich kurz mit dem von Henley. Sollen sie wirklich so etwas zulassen? Das alles war schon merkwürdig. Das sie einen Kampf umgehen können, kommt der Blondine aus Prior Lake aber wie gerufen. Die Kraft will sie sich für Liv Morgan aufbewahren. Ihr Blick weicht deshalb kurz von Walker ab und erfasst das Spectrum Centers in der Ferne. Leichtstrahler wirbeln vor dem Gebäude Licht durch die Nacht und erhellen somit auch die Arena. Natürlich im schwarz-weiß Film nur in hellgräulichen.

Tiffany Stratton:
“Nun gut! Du bekommst eine Chance! Vernichten mit uns Liv Morgan!"

Während Tiffany's Blick noch starr auf die heutige 'Manege' gerichtet ist, fährt das Bild aus dem Comic raus. Das zärtliche Händchen kommt wieder ins Bild und blättert erneut um. Das Kapitel ist zu Ende. Chapter II steht in sicher roter Schrift über den ersten Bild, worauf die Drei Frauen vor der Arena stehen. Mit Blick auf das Gebäude gerichtet, sehen sie sehr erwartungsfroh aus. Die Sprechblase von Stratton ist groß und ragt ebenso über den Rand hinaus.

Tiffany Stratton:
“Da währen wir! Hier werde ich, vor Millionen Zuschauern, Liv Morgan demütigen. Oder Kali. Oder Circe. Egal wie sie sich heute nennen will..."

Wenn man es genau nimmt, hat das Buff Barbie Doll ihren Championchip ja gegen Liv Morgan's bösen Part Kali verloren. Doch Tiffany kann ebenso böse sein, wie sie mehrfach unter Beweis gestellt hat. Die Kapuze bedeckt mittlerweile nicht mehr ihren Kopf. Das lange lockige Haar fällt über die Schulter. Indem die Drei zum Haupteingang schauen, saugt sich das Bild wieder in das Comic hinein. Der Wind hat extrem zugenommen, wodurch die Haare wehen. Der Rabe von eben ist ihnen gefolgt und fliegt über Köpfe und Arena hinweg. Hin und wieder kräht der Vogel, der durch sein schwarzes Gefieder im dunklen Bild kaum auffällt.

Tiffany Stratton:
“Showdown, Mädels! Lass' uns diese Bitch fertig machen! Ich werde Championesse und vielleicht können wir damit auch diesen Nichtsnutz von Drew McIntyre retten! Wir werden damit Geschichte schreiben!"

Bitch? Ungewohnte Worte der ehemaligen Shine und World Championesse. Beleidigende Worte meidet sie sonst Damenhaft. Das Kali Drew McIntyre verschleppt hat, das wissen wir nun auch bereits. Ist Tiffany natürlich egal, obwohl sie sich gern als Retterin in den Mittelpunkt stellen würde.
Nahaufnahme auf Fallon, die entschlossen die Arena ansieht und Tiffany schließlich zunickt. Über ihr erscheint, nach dem das Bild ganz kurz einfriert, in rötlichen Lettern "Yeeehaaaw!", bevor es fließend weitergeht. Auch ihre Haare wehen im stärker werdenden Wind und wirken so, als wäre sie in Neon-Farbe getaucht worden. Die Mimik wird grimmiger, während ihre Kiefergelenke aufeinander mahlen.

Fallon Henley: Hol' dir das Ding, Schwester! Du bist die krasseste Frau in der Stadt und solltest auch das Gold tragen! Und ja, dann holen wir uns Drew! Der Arschgeige werde ich ordentlich eine knallen, weil er mich für diese Schizo-Fotze verlassen hat! Aber dann ficke ich ihm die letzten Gehirnzellen aus seinem Schädel, das schwöre ich euch! Hahaha!

Heißer lacht das Country Girl auf und deutet mit ihrer Hüfte gewisse Bewegungen an, wobei sie sich auf einmal im Zeitlupentempo bewegt. Ein paar Sekunden später ist der Effekt verpufft! Wieder kurzer Zoom nach draußen und wir zeigen ein Bild von Henley, die misstrauisch zur Seite blickt. Nach dem nächsten Eintauchen sehen wir, dass das dieser Meghan gilt, die sich ihnen anschließen durfte. Naja, zumindest temporär. Über Fallon's Kopf erscheint wieder eine Gedankenblase... "Ich würde ihr gerne den Hals umdrehen! Aber wenn Tiffy sie benutzen will, lass ich sie mal in Ruhe!". Ein Grinsen deutet sich auf dem Gesicht der Brünetten an, die sich weiterhin direkter und vulgärer gibt, als man es von ihr gewohnt ist.

Fallon Henley: Ey, Kleine! Tiffy hat die die Chance deines Lebens gegeben...verkack' es nicht, ja? Sonst lassen wir dich in deiner eigenen Blutlache zurück!

Die Drohung sitzt. Meghan's Augen weiten sich, während die von Tiffany auf die Arena gerichtet ist, wo heute der Kampf der Kämpfe stattfinden wird. An der Stelle friert das Bild ein und zoomt aus dem Heft heraus. Allein der Blick von oben auf das Comic-Heft wirkt schaurig. Der Blick der Comic-Tiffany wirkt düster, trotz des pinken Mantels. Die zierliche Hand zieht es allerdings vor, die Geschichte weiterzuführen, indem sie umblättert. Damit machen wir zugleich einen kleinen Zeitsprung. Das erste Bild der neuen Seite ist die Ecke eines Ringes gezeichnet. Der Blick von der Mitte des Ringes betrachtet. Dort steht Tiffany. Ihre Augen zu schlitzen geformt, ist die heiß auf das Match. Gekleidet im Ring Gear wobei das Pink des Outfits im schwarz weißen Bild sofort ins Auge springt. Im Hintergrund, jedoch außerhalb des Rings, stehen Fallon Henley und Meghan Walker, mit Blick in den Ring und in die selbe Richtung schauend wie das Rich-Girl. Aus dem Bild heraus ragt eine Sprechblase.

Tiffany Stratton:
“Nach dem Kampf wirst du dir wünschen niemals geboren worden zu sein!"

Das Bild wird wieder zum Leben erweckt und taucht förmlich in den Comic ein. Ein sehr, für Stratton, untypisch großer Mittelfinger formt sie nun, der natürlich besonders groß gezeichnet und deshalb hervorgehoben wird. Das Bild zoomt in die Höhe, sodass beide Kämpferinnen von oben gezeigt werden. Zum ersten Mal in der anderen Ecke zu sehen...Liv Morgen. Da sich das rötlich schimmernde Haar im schwarz-weißen hervor sticht, handelt es sich wohl eher um Kali. Untypischerweise steht diese mit Nunchaku-Sticks in der Hand bereit für den Kampf. Im Gesicht ein böses Grinsen, als könnte es nur im Zeichentrick gezeichnet werden. Kein Wunder also, dass Meghan Walker der Millionärstochter einen Baseballschläger zu wirft. Und plötzlich ertönt der Gong. Laut und dumpf, als wenn jemand auf eine japanische Gong getrommelt hat. Eine Stimme ruft "FIGHT!!!" und beide Kämpferinnen rennen voller Tatendrang auf die jeweilige andere zu. Stratton hat den Baseballschläger schon ausgeholt und springt unnormal hoch in die Luft. Am höchsten Punkt holt sie weiter, über den Kopf, aus und schaut böse grinsend hinunter auf die Gegnerin. Genau an dem Punkt friert das Bild ein. Für einen kurzen Moment ist das Bild sogar schwarz. Dies hat auch einen bestimmten Grund. Denn plötzlich befinden wir uns in einen dunklen Raum. Ein Bett und Schrank und ein paar Bilder sind zart zu erkennen. Alles wieder in Farbe, würde es nicht so dunkel sein. Und plötzlich...Schweißgebadet schnellt Tiffany im Bett auf. Die Uhr zeigt 3:24 Uhr. Ihre Atmung ist schwer. Ihre Haare zerzaust. Irritiert schaut sie sich um und tastet das Bett ab. Aber alles scheint gut. Es war nur ein Traum. Chaotisch. Seltsam. Aber etwas, was ihr gefallen könnte. Zumindest sollte sie den Kampf gewinnen und die Kampfmethoden würden andere sein. Mit Fallon allerdings wird sie wohl nie freundschaftlich verbunden sein. Komisch, dass sie es überhaupt geträumt hat. Und dann war da noch sie…das Double! Die Unbekannte! Meghan Walker? Und wieso will sie so sein wie sie selbst? Letzteres wird Tiffany auf den Grund gehen müssen. Die Frage ist nur…heißt sie wirklich Meghan Walker? Und wenn ja…woher wissen ihre Träume davon? Mit Fallon wird sich allerdings nichts ändern, so viel ist sicher. Immerhin will sie endlich dieses leidige Thema mit der Bilanz zwischen den beiden in den Griff bekommen. 1 gegen 1 führt das Country Girl 2:0. Was nicht heißt, als hätte Tiffany die Brünette noch nie geschlagen. Die wichtigen Matches gingen alle an das Buff Barbie Doll. Es war nur immer jemand zusätzlich im Match.
Als sie sieht das alles ok ist, dreht die Blondine sich wieder auf und schläft weiter.

Pat McAfee: "Was...war das? Fallon und Tiffany zusammen Hand in Hand? Wirkt merkwürdig, hat aber einen gewissen Scharm."
Cathy Kelley: "Tiffy-City. Ahhhh...jaaa. Solch seltsamen Traum habe ich noch nie gehabt. Aber es war mal Abwechslung. Ob es später auch so heiß her gehen wird?"
Wade Barrett: "Ich würde es geil finden, wenn es so kommen würde!"

[Bild: ef.jpg]

MATCH 4
c2c EASTCOAST CHAMPIONSHIP
DUMBSTER MATCH
El Dan De La Hausen vs. Jon Moxley

[img]BILD[/img]
Writer: Maxi

Matthew Rehwoldt: "The following Countest is an Dumpster Match and its for the C2C Eastcoooaaast Champiiiiiooooonshiiiiiiiip!!! There are no Disqualifications... And no Countouts... The only Way to winn is to place your opponent inside the Dumpster and close the Lid"



Die Lichter in der C2C-Arena erlöschen schlagartig, während eine tiefe, übertrieben dramatische Theme wie aus einem alten Röhrenradio über die PA-Anlage dröhnt und die Ankunft des angeblich größten und garantiert zu einhundert Prozent mexikanischen Helden aller Zeiten ankündigt: El Dan de la Hausen. Das Scheinwerferlicht flackert in den Farben der mexikanischen Flagge, gemischt mit sattem Rot und Weiß, um den absurden Mix aus Lucha-Tradition und den üblichen Farben des Mischief Makers perfekt zu machen. Durch einen gewaltigen Nebelschleier auf der Eingangsrampe betritt El Dan de la Hausen schließlich die Bühne.

[Bild: 4a61059b-f6d9-4dd3-be66-1864bfd10443.png]

Er trägt ein knalliges, enges Ganzkörper-Outfit in Grün und Weiß, über dem ein viel zu langes, rotes Cape mit einem riesigen, goldenen É auf dem Rücken baumelt. Seine Maske ist ein bizarres Meisterwerk, denn über die eigentliche Lucha-Maske wurde offensichtlich in aller Eile das ikonische Gesichts-Make-up von Danhausen gezeichnet, mitsamt den roten Augenschatten und den tiefen Stirnlinien. Um die Hüfte schnallt er stolz einen gigantischen, billig wirkenden Plastik-Titelgürtel. Oben angekommen bleibt er stehen, reißt die Arme hoch und hebt völlig unpassend für einen angeblichen Mexikaner, seine Arme, um der Welt zu zeigen, dass er seinen heutigen Gegner verfluchen wird, ehe er mit finsterem Blick in die Kameras deutet.

Matthew Rehwoldt: "Introducing first... The Challonger... From the Golf of Danhausen.. The Lucha Libre Legend... EL DAN DE LAAAAA HAAAUUUSEEEEEEEEN!!!"

Beim Marsch über die Rampe stolpert er beinahe über sein eigenes Cape, fängt sich jedoch im letzten Moment ungelenk ab und tut so, als wäre dies eine hochgradig geplante Akrobatik-Einlage gewesen. Auf dem Weg zum Ring verteilt er kleine Zettel an die Fans in der ersten Reihe mit der Aufschrift „Sehr offizielles Autogramm von El Dan de la Hausen (NICHT Danhausen)“ sowie winzige Tütchen mit Fluch-Tortilla-Chips. Vor dem Ring angekommen versucht er wie ein edler Luchador über das oberste Seil ins Innere zu springen, bleibt dabei jedoch kurz hängen, landet irgendwie auf den Füßen und streckt sofort triumphierend die Fäuste in die Luft. Er klettert auf das zweite Seil in der Ringecke, reißt die Arme empor und brüllt sein ikonisches „Very nice, very Lucha!“ durch die Halle. Schließlich führt er seine berüchtigte Fluch-Geste mit einer dramatischen Flamenco-Handbewegung aus, legt sein Cape liebevoll in der Ringecke ab und versichert dem Ringrichter mit verstelltem Akzent lautstark, dass er diesen ominösen Danhausen überhaupt nicht kenne, ehe das Hallenlicht wieder angeht und er in kampfbereiter Lucha-Pose auf seinen Gegner wartet.



Mit dem folgendem Video kündigt sich auch gleich ein Superstar an, welcher nicht unberechenbarerer sein kann. Die Fans verhalten sich durchaus positiv und fangen auch stellenweise an zu jubeln. Die Kamera schwenkt durch die Arena, denn jeder weiß, das MOX nicht den üblichen Weg zum Ring wählen würde. Schließlich erkennt die Kamera den Superstar, wie er seinen Weg durch die Fanreihen bahnt und dabei die Stufen mit schnellen Schritten hinter sich bringt.

[Bild: moxent1.png]

Matthew Rehwoldt: "And his Opponent... from Cincinnati, Ohio... weighing in at 225 pounds.. Accompanied by the Wicked Witch of C2C Alexa Bliss... He is the C2C Eastcoast Champion.... JONNNNNNN MOXLEYYYYYYYYY!!"

Mit einigen Fans klatscht er dann auch ab und kommt langsam aber sicher an die Absperrung an, welche er locker überspringt und noch einmal um den Ring marschiert, ehe er sich in diesen hineinrollt. Eine der Ringecken wird bestiegen und kurz werden die Fans noch einmal angeheizt.

[Bild: moxent2.png]

Nun konzentriert er sich aber auf seinen Gegner, welcher noch unwissend ist, was hier auf ihn zukommen könnte.

Beide Männer stehen im Ring und sind bereit, doch noch während der Referee den Championship, um den es heute hier geht, in die Lüfte streckt und allen Zuschauern hier in der Halle und auf der gesamten Welt zeigt, sprintet Moxley bereits los und attackiert El Dan de la Hausen mit einem harten Schlag mitten in die Fresse, sodass dieser in die Ringecke gestoßen wird. Sofort übergibt der Referee den Titel dem Offiziellen und lässt das Match beginnen.

Warnung! Spoiler!
DING DING DING

In der Ringecke steigt Moxley auf das zweite Seil und schlägt wie verrückt auf El Dan de la Hausen ein, greift mit seinen Fingern in dessen Augen und versucht, die Maske vom Gesicht des Lucha-Libre-Superstars zu reißen. Doch gelingt es Danhausen, Moxley von sich herunterzuschubsen, auf diesen zugerannt zu kommen und selbst eine Lariat zu zeigen. Doch Moxley kann dieser ausweichen, in seine Hosentasche greifen und... Danhausen von hinten packen und ihm einen riesigen Nagel mitten in die Stirn hineindrücken! What the fuck? Jon Moxley hat sich aus seiner Hosentasche zwei Nägel herausgeholt! Warum hat er diese überhaupt bei sich? Wie wild fährt er mit diesen durch die Maske und durch die aufgerissene Stelle dieser direkt über die Stirn von El Dan de la Hausen, der dadurch schnell eine offene Wunde an der Stirn erhält und aus seiner Maske heraus blutet. Dieses Match ist ein No-Disqualification-Match und Jon Moxley ist einer der verrücktesten und gefährlichsten Superstars, die die c2c besitzt. Es könnte sein, dass Bayley mit diesem Match Danhausens... äähh... El Dan de la Hausens legendäre mexikanische Wrestlingkarriere beendet hat, denn ob dieser Mann sich nach diesem Match überhaupt noch bewegen kann, ist fraglich. Moxley macht mit den Nägeln immer weiter, bis die gesamte Maske von El Dan de la Hausen bereits blutrot gefärbt ist und dieser in den Seilen liegt. Lachend geht Moxley einmal durch den Ring, während in der Zwischenzeit Alexa Bliss mit ihrer Lilly-Puppe direkt vor El Dan de la Hausens Gesicht herumspielt, sodass dieser laut schreiend vor Schreck wieder nach hinten taumelt, nur um von Moxley gepackt und mit einem brutalen Punch mitten in den Magen attackiert zu werden, der so stark ist, dass Danhausen sofort K.O. umfällt. Doch dies war kein gewöhnlicher Punch. Oh nein, Jon Moxley hat seine Faust mit Stacheldraht umwickelt. Das muss ihm doch mindestens genauso großen Schaden machen wie El Dan de la Hausen! Er greift sich den Stacheldraht, wirft ihn auf die Matte, geht nach draußen, schaut unter den Ring und sucht dort scheinbar nach etwas anderem und holt eine riesige Stahlplatte hervor. Die ist fast doppelt so groß wie ein normaler Tisch. Was will Moxley damit anstellen? Er schiebt sie unter die Seile in den Ring hinein, folgt ihr, greift sich den Stacheldraht und legt diesen auf die Platte, die nun auf der Matte liegt. Greift sich anschließend El Dan de la Hausen, stemmt ihn auf und befördert ihn mit einem brachialen Bodyslam mitten auf die dicke Stahlplatte, die den Stacheldraht nur noch stärker in dessen Körper bohrt. Oh Gott, das Match muss sofort abgebrochen werden. Der Herausforderer hat hier absolut keine Chance gegen Moxley. Lachend stellt sich Moxley auf Danhausens Kopf und quetscht diesen zwischen seinen Fuß und der Metallplatte ein, bevor er ihn sich greift und von oben herab auf die blutige offene Wunde auf seiner Stirn wild einschlägt. Er wirft ihn wieder zu Boden und schlägt weiter wie wild auf Danhausen ein. Doch plötzlich passiert etwas! El Dan de la Hausen schafft es, Moxley von sich wegzustoßen und umzuwerfen und die Positionen zu wechseln, sodass er selbst auf ihm sitzt und nun selbst wie verrückt auf Moxley einprügelt. Doch gelingt es Moxley nach recht kurzer Zeit, El Dan de la Hausen wieder von sich zu werfen und die Position wieder richtig zu setzen, sodass nun Moxley wieder auf ihm sitzt und auf ihn einschlägt. Doch El Dan de la Hausen schafft es schon wieder, er wirft Moxley um, wechselt die Positionen und schlägt wie wild auf diesen ein, solange bis er aufsteht, sich zu Alexa hindreht und diese verflucht! El Dan de la Hausen legt einen Fluch auf Alexa Bliss und... BOOM!!! WAS? Das ist... AJ Lee!

[Bild: efbbbb83-7b9c-4226-b5f7-46a14daf8afd.png]

Die Sexy Spider AJ Lee kam mit einem Flying Crossbody aus den Zuschauern heraus auf Alexa Bliss zugeflogen und hat sie umgenietet. Nun ist es AJ, die wie wild auf Alexa einschlägt, aber im Ring passiert etwas anderes. Jon Moxley steht wieder, er kommt wie ein Zug auf Danhausen zugerannt, doch dieser kann sich abducken, Moxley über sich stemmen, sodass dieser über die Seile nach draußen fällt und der Fluch am Anfang des Matches scheint wohl funktioniert zu haben, denn Jon Moxley landet dadurch genau im Dumpster. Sofort springt AJ Lee auf, schließt den Deckel des Müllcontainers und El Dan de la Hausen springt über die Seile, sodass er sitzend auf dem Dumpster landet und somit Moxley keine Chance mehr hat, herauszukommen. In der Zwischenzeit schließt AJ Lee auch noch die Schlösser und das Match ist somit beendet. El Dan de la Hausen hat mit der Hilfe der Sexy Spider AJ Lee dieses Match hier gewonnen und ist... und ist somit wieder einmal neuer Eastcoast Champion! What the fuck? Dieses Match verlief doch schneller, als man gedacht hätte, aber die eigentliche wichtigste Frage, die sich natürlich ein jeder hier stellt, ist... warum hat AJ Lee, die ja so gar nichts mit dem mysteriösen Lucha-Libre-Star El Dan de la Hausen zu tun hat, diesem hier geholfen? Ob wir dies jemals herausfinden werden?

Here is your winner by stipulation and the NEW c2c Eastcoast Champion: EEEL DAAAN DEEEL LAAA HAUUUSEEEEEN!

[Bild: 5.jpg]

Voller Sorgen geht Liv in ihrem Locker auf und ab. Immer wieder schaut sie auf ihre goldene, zierliche Armbanduhr. Drew hatte sich immer noch nicht gemeldet. Und schuld ist sie selbst, weil sie Kali vertraut hatte. Dabei hätte sie es besser wissen müssen. Und das Schlimme ist, dass sie nicht wusste, wo er war. Nein, so hat sie nicht den Kopf dafür frei, um ihren Title gegen Tiffany Stratton zu verteidigen. Wie oft hatte sie ihm eine Nachricht geschickt? Jeden Tag, mehrere Male, forderte sie ihn auf zu antworten. Doch es kam nichts. Liv ist verängstigt, hilflos und traurig. Gleichzeitig spürt sie, wie Wut in ihr aufsteigen möchte. Wut auf Kali. Wut auf sich selbst. Wut auf die ganze Situation. Ein weiterer Blick auf ihr Smartphone verrät, dass auch jetzt keine Nachricht von ihm eingegangen ist. Mit ihren Gefühlen kämpfend, bleibt sie stehen. Ihre Atmung wird unerträglich schwer. Ein Kloß bildet sich im Hals. Bis sie zufällig in einen Spiegel schaut, der über einem Waschbecken hängt. Sie kann ihr eigenes Spiegelbild nicht ertragen. Die Wut übermannt sie, lässt sie noch schwerer Atmen.

Liv Morgan:
DUUUU!!!!!!!

Schreit sie laut, während leichte Tränen in die Augen steigen. Ihr Gesicht zittert dabei vor Wut. Kein Wunder, dass sie stampfend einige Schritte zum Spiegel geht und am Waschbecken abstützt. Mehrere Sekunden starrt sie auf ihr Spiegelbild, auf der Hoffnung, dass sie ihre Wut in Griff bekommt. Doch Liv kann ihr eigenes Spiegelbild nicht mehr sehen. Sie hasst sich selbst. Und besonders Kali. Sie blockt die Erinnerungen…wo Drew sein könnte.

Liv Morgan:
Was hast du mit ihm gemacht? Gib ihn wieder frei!

Fordert sie von ihrer bösen Seite. Doch natürlich regt sich diese nicht. Für einen Moment überwiegt die Traurigkeit. Sie kann nicht länger auf das Spiegelbild blicken und fällt auf die Knie. Tränen kullern über ihre Wangen, während sie die soeben gestellte Frage schluchzend wiederholt.

Liv Morgan:
Gib ihn wieder frei!

Die Jersey Rose hat sich nicht mehr im Griff. Ihre Liebe…entführt von Kali. Dabei hatten sie doch einen Deal. Wieso hat sie sich nicht gewehrt? Doch plötzlich färben sich ihre Haarspitzen rot. Ihre Gesichtszüge verändern sich. Kühl und ernst. Langsam richtet sie sich auf und blickt wieder in den Spiegel. Kali ist da. Bereit zu reden. Von Liv bleiben in den Moment nur ein paar Tränen im Gesicht zurück.

Kali:
Schau dich an! Krieg dich Mal wieder in den Griff!

Der Blick ernst, versucht sie sich wieder zu beruhigen. Kali ist natürlich wenig begeistert. Sie will natürlich nicht preisgeben, wo sich der Schotte befindet. Überhaupt ist sie nicht bereit, darüber zu reden. Stattdessen lenkt sie ab.

Kali:
Wir haben gleich ein Match gegen Tiffany Stratton. Und wir wollen doch Championesse bleiben! Also versuche jetzt runterzufahren und konzentriere dich darauf. Drew geht es gut, da wo er ist.

Hört sich ganz danach an, als wollte Kali Liv beruhigen. Das ist natürlich kaum möglich. Das Herz der Blonden ist gebrochen. Alles worum sie gekämpft hatte, schien mit einmal dahin. Ob die Worte reichen? Im Spiegel kann man beobachten, wie das Rot aus dem Haar verschwindet. Die emotionale Liv kommt wieder zum Vorschein. Dieses Mal mit einem Hauch mehr Wut, was man ihrem Gesicht deutlich entnehmen kann.

Liv Morgan:
Wer gibt dir das Recht so zu handeln? Zu entscheiden, was besser für ihn ist? Sein anderes Ego hat er nicht umsonst festgehalten und im Inneren vergraben. Er hat sich für uns eingesetzt. Uns geholfen. Warum musst du ihn quälen?

Unverständlich schüttelt die Jerseyanerin mit dem Kopf. Klar, Kali hatte Recht. So kann sie nicht in den Kampf gegen Tiffany Stratton gehen. Aber Drew McIntyre ist ihr wichtiger als das Duell und dieser Title. Hätte sie die Wahl und einen Anhaltspunkt, würde sie lieber nach ihm suchen gehen.
Von der Wut übermannt haut sie mit der Faust auf den Waschtisch, ohne den Blick in den Spiegel zu verlieren. Sie schaut sich dadurch selbst in die Augen, womit sie Kali direkt ansprechen möchte.

Liv Morgan:
WO…IST…ER????

Mit einer bestimmten gefrusteten Betonung auf die jeweiligen Wörter versucht sie Druck auszuüben. Doch Kali reagiert nicht darauf. Sie weiß, dass wenn sie Liv den Aufenthaltsort nennt oder Gedanken dazu freigibt, dass die Blonde alles liegen lässt und sofort losgeht, um den Hünen zu befreien. Das kann Kali nicht zulassen. Zumindest aber zeigt sie sich jetzt wieder. Die Haare nehmen einen leichten rötlichen Haarstich an.

Kali:
Siehst Du denn nicht, dass er uns eher schadet als hilft? Wir sind Women's World Championesse ohne ihn geworden! Wir sind gut so, wie wir sind…ohne ihn! Oh man Liv…schau doch genau hin! Selbst Circe ist dieser Meinung. Ich gebe dir die Möglichkeit, alles zu bekommen. Sodass er uns nicht mehr im Wege steht und trotzdem in seiner Nähe sein kannst.

Ach ja? Wäre Liv jetzt im Vordergrund, würde man sicherlich Zweifel im Gesicht sehen dürfen. Diese Zweifel dürfte wohl auch jeder andere haben. Und es scheint auch zwecklos bei Kali etwas anderes zu erreichen. Fallon Henley hat es in der letzten Woche versucht. Zumindest hat sie herausgefunden, dass Drew McIntyre's verschwinden mit Kali zu tun hat. Die Rothaarige hat es ja skrupellos zugegeben. Weitere Details ließ sie natürlich aus, wie jetzt eben auch.

Kali:
Wir haben uns geeinigt, dass du gegen die Barbie-Fotze antreten wirst. Also verlasse ich mich auf dich! Du solltest den Fokus auf sie legen. Alles andere klären wir später.

Später? SPÄTER??? Liv kehrt zurück an die Oberfläche, nachdem Kali sich zurückzieht. Für Liv ist das Ganze unbefriedigend. Wie soll sie damit umgehen? Wie soll sie sich konzentrieren? Morgan hat schon Probleme, sich auf die kommende Aufgabe zu konzentrieren. Tiffany wird mit Wut im Bauch kommen. Nicht noch einmal verlieren wollen. Die Stärke des Buff Barbie Dolls braucht 100% Aufmerksamkeit. Zeitgleich hat die Oblivion-Schwester die Möglichkeit, die jüngere loszuwerden.
Liv ballt ihre Fäuste so fest, wie sie kann. Dadurch, dass Kali beim letzten Mal den Kampf gegen Stratton bestritten hat, ist sie heute dran. Vor allem, da sie sich bisher nicht als Championesse gesehen hatte. Der Erfolg war Kali gutgeschrieben. Liv hätte dadurch also auch die Möglichkeit, sich selbst zur Championesse zu küren.

Liv Morgan:
Er schadet uns nicht! Und du gibst dir allein die Möglichkeit, alles zu bekommen! Warum solltest du mir auch etwas nehmen, um es besser zu machen? Drew ist kein Auto, wo man einen anderen Motor einbaut und schon ist er stärker und schneller.

Schön wäre es wohl, wenn das alles so einfach gehen würde. Liv ist sich sicher, dass Kali ihn umpolen möchte. Umso mehr drückt die Zeit. Umso schneller muss sie ihn finden. Doch umso öfter sie es versucht, umso mehr verschleiert Kali ihre Gedanken. Anstrengung über Anstrengung folgt, um irgendeine Lücke zu erhaschen, in Kalis Gedächtnis einzudringen. Doch auch jetzt hat es keinen Erfolg.

Liv Morgan:
Ich will jetzt wissen, wo er ist! Sonst trete ich nicht an!

Ob das hilft? Drohungen? Indem sie das Match gegen Stratton boykottiert? Man merkt die Verzweiflung bei Liv. Sie muss herausfinden, wo sich ihr Freund befindet. Die Sorge bringt sie förmlich um. Und ob sie in dem Zustand überhaupt ihrer Gegnerin gewachsen ist, ist ja auch noch eine ganz andere Sache. Ihre Gegnerin wird das letzte Ergebnis nicht nur korrigieren, sondern ein Ausrufezeichen setzen wollen. Selbstverständlich hat Liv gesehen, dass Tiffany bereits einige Matches bestritten hat und sogar eine weiße Weste behielt. Kali hat von dem ganzen jedoch genug. Mit einmal sind die Haare wieder rötlich schimmernd. Das Gesicht grimmig.

Kali:
Dann werde ich das Match bestreiten! Du bist einfach…zu weich!

Das ist die logische Konsequenz, auch wenn es zwischen den beiden anders abgesprochen war. Doch Kali kann das Risiko nicht eingehen. Der Title ist ein wichtiges Werkzeug in ihren Plänen, nicht nur optisch eine Auszeichnung. Eine Niederlage gegen Tiffany Stratton ist deshalb keine Option.

Kali:
Du wirst nächste Woche wissen, wo er ist. Versprochen! Ihr werdet nächste Woche alle wissen, wo euer geliebter Drew ist! Doch eines kann ich auch versprechen…es beginnt ein anderes Zeitalter!

Nächste Woche? Der Aufenthaltsort vom Schotten? Liv scheint nicht einverstanden zu sein. Wie verrückt hämmert sie von innen, weil sie wieder zum Vorschein kommen möchte. Aber Kali lässt es nicht mehr zu. Sie schließt kurz die Augen und versucht das Vordringen der Jersey-Rose krampfhaft zu unterdrücken. Ihr Gesicht verzieht sich vor Schmerzen. Doch dann geht sie einfach los. Egal, dass sie die Verabredung mit Liv damit bricht. Der Sieg ist wichtig, sodass sie kein Risiko eingehen lassen will. Schnell greift sie sich den Title und geht aus der Türe Richtung Match.

Pat McAfee: "Was zu Teufel hat Kali vor?"
Cathy Kelley: "Ich rieche böses! Liv muss die Kontrolle wiedererlangen, sonst sehe ich schwarz."
Wade Barrett: "Der Zwist der Beiden könnte sie den Title kosten. Kali muss nun Vorsichtig sein."

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Das Special ist im vollen Gange. Die Fans durften schon allerhand erleben, was sie die nächsten Tage noch beschäftigen wird. Und, oh boy...da wird noch so einiges geboten sein! Vorerst geht es zurück in den Backstage Bereich, wo eine Renee Young auf ihren nächsten Einsatz wartet. Sie hat sich einen Platz vor einem großen Monitor ausgesucht, auf dem ein paar Highlight Szenen der bisherigen Matches laufen. Lächelnd wartet sie auf einen non-verbalen Einsatz, der ihr abseits der Kamera gegeben wird. Da setzt sie ein und wirkt und freundlich und routiniert wie eh und je.

Renee Young: "Ladies and Gentlemen...bitte begrüßt meinen nächsten Gast...Thekla!"

Oh, die Toxic Spider gibt sich mal wieder die Ehre! Die Österreicherin hat sich die letzten Wochen ein wenig rar gemacht und hüpft nun rechtzeitig zu diesem Großevent wieder ins Rampenlicht. Kaum deutet Renee neben sich, tritt die War Bitch ins Bild. Heute mit Stiefeln mit sehr hohen Ansätzen, einer eng anliegenden Lederhose und einem weißen Top. Etwas genervt wirkend kaut Thekla auf einem Kaugummi und schiebt ihre Sonnenbrille ein Stückchen nach unten, woraufhin sie Young etwas besser in den Fokus nehmen kann.

Renee Young: "Thekla, du hast um dieses Interview gebeten, weil dir etwas auf dem Herzen liegt!"

Und damit hält sie der anderen Blondine das Mic unter die Nase. Der Toxic One liegt etwas auf dem Herzen? Erleben wir also eine...weichere Seite von Thekla? Nun, ihrem Blick nach zu urteilen, gepaart mit dem sarkastischen Lächeln, ist dem wohl nicht so. Brummend zeigt sie kurz ihre Zähne, bevor sie gestenreich ausholt.

THEKLA: Da fängt schon das erste Problem an...ich muss darum bitten, dass man mir Zeit vor der Kamera genehmigt. Uuuuhhhh...ich bin ja soooo dankbar für diese Chance und werde auch ganz artig und brav sein und...aaaahhh, BULLSHIT! Thekla ist nicht dazu gemacht, um um etwas zu bitten! Ich bin dazu gemacht, mir etwas zu nehmen!

Hört man da eine gewisse Verbitterung aus ihr heraus? Was sie genau beschäftigt wird sie uns bestimmt gleich zum besten geben.

THEKLA: Ich bin der Star hier! Ich bin all das, wovon die anderen Weiber hier nur träumen können! Ich habe diese Liga wie eine Dampfwalze umgepflügt und bin nicht zu stoppen! Und wenn du mir mit diesem Bobbi Tyler Match kommst, breche ich dir sofort alle zehn Finger! Kapiert? Gut! Jedenfalls...ich sollte im Title Match stehen! Ich sollte der Main Event sein! Ich sollte auf dem Poster sein! Ich verdiene es um den Women's World Title zu kämpfen! Nicht diese Plastik Trulla, der man ihre hundertste Chance in den Arsch bläst! Und nicht Liv Morgan mit ihrer Dauer Periode, die sie Kali, oder wie auch immer, nennt! Oder unsere tolle Shine Championesse...Beeecky Lynch, Baby! Die mehr damit beschäftigt ist ihrem Mann die Eier abzuschneiden und den Belt nur verwendet um...keine Ahnung! Um ihr Scheiß Kind darauf zu wickeln?

Mit Verachtung spuckt Thekla, direkt und indirekt, die drei vermutlich derzeit wichtigsten Namen der Womens Division aus. Da passt es der Toxic Spider weniger in den Kram, dass sie nicht um einen Titel kämpfen darf oder nicht zumindest dementsprechende Aufmerksamkeit erhält. Renee Young steht daneben und lässt die Österreicherin einfach reden. Ist vielleicht auch besser und gesünder für die Kanadierin, die auch die Drohung versteht, Thekla ja nicht auf ihre einzige One on One Niederlage in der c2c anzusprechen.

THEKLA: Aber was macht unsere tolle GM, Mama Bayley? Sie lässt mich Woche für Woche auf der Ersatzbank schmoren! Warum? Ist es, weil ich ihre kleinen, süßen Izzy weh getan habe? Ist es, weil ich Alex Windsor in den Ruhestand schicken durfte? Oder ist es, weil Mama Bayley so sehr in unsere Helden verknallt ist? Wie Kenny Omega und LA Knight, die sich heldenhaft der bösen Bloodline gegenüberstellen. Oder Axiom, der seine hässliche Fresse hiner einer hässlichen Maske versteckt und sich als sonst was aufspielt! Oder die verdammte Bobbi Tyler, die ihren heldenhaften Arc durchlebt und wahrscheinlich Rhea dafür bestrafen soll, was diese Bayley angetan hat. Ooohhhh...ich sehe das kleine Mädchen in Bayley das mit Begeisterung früher Comic Hefte gelesen und die Helden darin verehrt hat! Aber soll ich dir und euch allen mal was sagen? Helden...sind scheiße! Helden...sind Versager! So genannte Helden können mir mal gepflegt meinen durchtrainierten Arsch küssen! Schau dich um, Renee...wer hier will gerettet werden? Wer hier verdient es gerettet zu werden? Wer will den noch ein Held sein, wenn er die... BAD BITCH ist! Ajajajaj!

Dabei lässt die Spider die Hüften kreisen, schnipst mit beiden Fingern und schnalzt mit der Zunge. Renee Young schnaubt kurz auf, verkneift sich aber weiterhin jeden Kommentar. Gut, Thekla ist eh nur auf die Kamera und ihre eigene Botschaft konzentriert.

THEKLA: Es gibt nur eine Sache, wofür Helden gut sind...und das ist...VON MIR GEKILLT ZU WERDEN, BAAAAABYYY! Ich...

Plötzlich hält sie inne. Irritiert schiebt Thekla die Sonnenbrille wieder ein Stück nach unten und runzelt die Stirn. Noch abseits der Kamera gesellt sich eine weitere Person zu den Beiden...und sie scheint vor allem die Toxic Spider im Blick zu haben.

THEKLA: Is' was?

Es tritt nun eine grünhaarige junge Frau ins Bild die bisher sich ein zwei Mal schon bei C2C gezeigt hat dabei handelt es sich um Airica Demia die etwas irritiert Thekla anschaut. Das Airica großer Anime Fan ist und besonders von Helden wie in My Hero Academia ist kein Geheimnis so hat sie damals wo sie Izzy an Ravens Tasche erwischt hat schon One For All zitiert und Schüttelt etwas den Kopf.

Airica: Sorry das ich dich hier unterbreche aber sagtest du gerade Helden sind wertlos? Das kann ich mir gar nicht vorstellen sie lernen uns doch immer weiter zu machen und niemals aufzugeben egal wie groß das Hindernis ist und wie gefährlich die Situation ist . One for All sagte einst jeder braucht seinen inneren Helden und darum bin ich Heldin im Training geworden weil ich daran glaube mit genug Training kann ich eines Tages Menschen inspirieren wie er es mit mir tat .

Gefahr ist eigentlich ein gutes Stichwort den ob es so klug ist Thekla zu Unterbrechen ist fraglich.
Thekla sieht die Grünhaarige von oben bis unten an und runzelt die Stirn. Mit einem Zeigefinger deutet sie auf diese und sieht dann zu Renee.

THEKLA: Wer ist das denn?

Renee, die immer noch versucht cool und professionell zu bleiben, sieht Airica an und versucht ihr mit den Augen mitzuteilen, dass sie lieber wieder gehen soll. Die Toxic Spider ist nicht gerade dafür bekannt zimperlich mit ihren Mitmenschen umzugehen. Vor allem wenn sich Thekla genervt fühlt. Dennoch entfährt Renee ein leiser Seufzer, als sie die Frage der Blonden beantwortet.

Renee Young: "Das ist Airica Demia!"

Thekla hält inne, sieht nachdenklich nach oben...und zuckt nur gleichgültig mit den Schultern.

THEKLA: Du sagst das so, als müsste man die kennen. Bei mir klingelt da nichts!

Gut, Airica ist bisher in der c2c kaum in Erscheinung getreten. Aber ob die War Bitch die junge Frau wirklich nicht kennt? An sich ist Thekla gut vernutzt und noch besser informiert. Kann also gut sein, dass sie durchaus weiß wer da vor ihr steht, sie die Grünhaarige aber nur triggern oder testen möchte. Jedenfalls schiebt die Österreicherin Renee unsanft zur Seite, so dass sie Demia sehr nahe kommen kann.

THEKLA: One for All? Wirklich? Was sonst? Hat die der Herr der Schildkröten Tipps dafür gegeben, wie du andere Menschen anbaggerst? Oder weißt du dank Sanji, wie man kocht? Wie alt bist du eigentlich? 12?

Nun...man kann nicht gerade sagen, dass Thekla die Jüngere zu respektieren scheint. Aber gut, gibt es überhaupt jemanden, der den Respekt der Toxic Spider erhalten hat? Die Blonde grinst breit und schüttelt abschätzig den Kopf. Zwar hat sie lange genug in Japan gelebt um zu wissen, welche Bedeutung und welchen Einfluss Animes haben können. Dennoch, oder gerade wegen ihrer Zeit dort, kann sie Airica nicht wirklich ernst nehmen. Aufforderung hebt sie ihr Kinn an und deutet mit dem Zeige- und dem Mittelfinger auf die Grünhaarige, als würde sie eine Knarre auf diese richten.

THEKLA: Helden sind Märchenfiguren, die nur einen Bullshit von sich geben! Unsere Welt beschissen genug, niemand juckt sich für seinen nächsten und jeder, der behauptet, dass er Andere inspirieren will entweder dumm oder will nur dein Geld! Die Realität sieht so aus...entweder du wirst gefickt oder du fickst alle Anderen um dich herum und spuckst auf sie, während du ihre lebelosen Körper dafür benutzt, um noch weiter nach oben zu kommen. Und zu dieser Kategorie zähle ich mich! Schuldig der Anklage...haha! Diese Helden werden vernichtet, wenn sie nicht schon selbst fallen! Und du willst wirklich so jemand sein?

Airica scheint schon etwas eingeschüchtert zu sein so von der Toxic Spider und zuckt etwas als Thekla ihre Hand wie eine Pistole hebt . Einmal muss sie tief einatmen dann nimmt der Main Charakter allen Mut zusammen.

Airica: Ja ich will so eine Person sein . Weißt du auch warum ? Weil ich an das gute glaube im Menschen und auch wenn wir in einer schwierigen Zeit leben brauchen wir um so mehr Helden die uns Hoffnung geben und uns glauben lassen das wir auch bessere Zeiten erleben können. ...ich bin weder dumm .
.noch naive ich weiß halt was Werte sind ...und ...und du sprichst wie eine gierige Person wie All for One die alles nur für sich will .


"Geschockt" hält sich Thekla eine Hand an die Brust, sieht sich nach rechts und nach links um...und breitet lachend beide Arme aus, als wolle sie wen umarmen. Oder vermutlich eher, als wolle sie möglichst viel an sich reißen.

THEKLA: Eine gierige Person, die alles nur für sich will? WAS IST DARAN DENN FALSCH, BABY? Hahaha...yeah, ich will ALLES! Und ich bekomme ALLES! Warum glaubst du, dass ich Wrestlerin geworden bin? Um von Luft und Liebe zu leben und der beschissenen Wohlfahrt mein sauer verdientes Geld in den Arsch zu blasen? Nope, sicher nicht! Ich will den Ruhm, den Erfolg, jedem zwischen die Beine treten, der mir krumm kommt...ein bisschen Spaß...und vor allem die Moneten, entiendo?

Dabei reibt die Blonde ein paar Finger aneinander, was ein Symbole für Geld ist. Ungeniert gibt sie ihre egoistischen Ziele zu. Langsam zieht sie ihre Arme an ihren Körper. Eine Hand greift nach der Sonnenbrille und zieht diese komplett von ihrem Gesicht herunter. So kann sie Airica mit einem stechenden Blick noch besser in Beschlag nehmen.

THEKLA: Weißt du, was du mit deinen Werten und deiner Hoffnung machen kannst? Schreib sie auf einen Zettel...möglichst ein ganz großes Stück Papier. Dann kannst du es mir geben und ich werde dann...mir bei nächster Gelegenheit damit den Arsch abwischen! Wie dem auch sei...noch weitere, geistreiche Kommentare, die du von dir geben willst? Oder soll ich mir so langsam darüber Gedanken machen, ob du mich noch amüsierst oder mich schon nervst?

Und Zweiteres könnte für die Grünhaarige nicht so gut ausgehen. Die Toxic Spider kann durchaus unberechenbar sein. Vielleicht lässt die dich in Ruhe gehen...vielleicht will sie auch mit der Spielen...vielleicht muss sie auch ihren Blutdurst stillen. Aber irgendwie ist es schon beeindruckend, wie die junge Frau hier vor der polternden Österreicherin zu ihren Werten steht.

Airica die weiterhin deutlich eingeschüchtert ist schluckt einmal den sie weiß was Thekla bereits tat doch geht es hier nun darum das richtige zu tun .

Airica: Ich ...ich bin zwar nur ...eine Heldin im Training aber wenn du so sicher bist das ...das es keine Helden gibt warum treffen wir uns nicht nächste Woche....im Ring

Mehr kleinlaut als selbst bewusst kommt dieses Herausforderung die Frage ist wie die Europäerin darauf Reagieren wird.
Diese ist zunächst überrascht und hebt beide Augenbrauen an. Die Blonde hätte nicht gedacht, dass Airica dann so mutig ist und sie herausfordert. Kurz wird das verdaut und die entstandene Energie in eine sichtbares Kopfschütteln investiert. Thekla streckt einen Daumen in die Höhe und zieht eine, fast schon anerkennende Schnute.

THEKLA: Hört, hört! Das kleine, grünhaarige Mädchen hat ja doch ein paar Cojones in der Hose! Oder du bist einfach doch so eine dumme Bitch, wie all die Anderen. Aber hey...wer bin ich, um dir diesen Wunsch zu verweigern! Gut...machen wir es! Nächste Woche...du und ich...One on One!

Das kommt der Toxic Spider am Ende doch recht gelegen. So hat sie endlich wieder ein Match und kann sich im Ring beweisen. Da sollte sie Airica fast dankbar sein...fast!

THEKLA: Dann trainiere mal fleißig, du Heldin! Wir sehen uns nächsten Montag!

Süffisant winkt Thekla ihr zu, macht einen Kussmund und dreht dann ab. Im Vorbeigehen stößt sie "versehentlich" an Renee Young, die genervt die Augen rollt. So geht die Blondine von dannen. Fade off.

[Bild: 2.jpg]

CO - MAIN EVENT
c2c WOMEN'S WORLD CHAMPIONSHIP
SINGLES MATCH
Liv Morgan © vs. Tiffany Stratton

[img]BILD[/img]
Writer: ???

Pat McAfee: “Wir nähern uns so langsam dem Höhepunkt an diesem Abend, zumindest wenn es nach der Card geht. Im Co-Main Event trifft unsere World Women’s Championesse Liv Morgen gegen die ehemalige Titelträgerin, Tiffany Stratton. Und die Luft ist hier geladen, das ist ein Big Match wie es im Buche steht.”

Cathy Kelley: “Da hast du absolut recht, Pat! Die Geschichte zwischen den beiden hat eine unglaubliche Brisanz erreicht. Tiffany wirkt heute fokussierter denn je, sie will ihren Titel um jeden Preis zurückholen. Aber wir dürfen Liv Morgan nicht unterschätzen. Ich war vorhin backstage nahe an ihrer Umkleide... da war eine Eiseskälte zu spüren, die mir echte Gänsehaut verpasst hat.”

Wade Barrett: “Gänsehaut hin oder her, Cathy, heute zählen nur harte Fakten im Ring! Tiffany Stratton besitzt eine Athletik, die in dieser Division ihresgleichen sucht. Wenn sie ihre Schnelligkeit früh ausspielt, wird es ein sehr kurzer Abend für die Championesse. Aber Liv hat in den letzten Monaten eine düstere, unberechenbare Seite offenbart. Wenn 'Kali' zum Vorschein kommt, verwandelt sich dieser Ring in ein absolutes Schlachtfeld. Bad News für jeden, der ihr im Weg steht!”

Pat McAfee: "Egal wer heute als Champion diese Halle verlässt, es wird ein absolutes Banger-Match! Schnallt euch an, Leute, die Lichter gehen aus!"

IT'S TIIIIFFYYYY TIIIIIME

Schallt eine weiblich nervige Stimme aus den Boxen der Arena. Während anschließend die Theme eingespielt wird, wird gleichzeitig auf der Titan Thron das Entrance Video gezeigt.



Nach der Ankündigung weiß jeder, wer nun die Halle betritt...das Buff Barbie Doll Tiffany Stratton. Natürlich wird sie von Pfiffen und Buh-Rufen empfangen. Diese stören die Blondine jedoch überhaupt nicht. In weiß-rosanen Bra und passender Panties kommt sie auf die Stage und breitet die Arme aus.

[Bild: tiffany-stratton-hollywood-30-ans.jpg]

Arrogant nickt sie in alle Richtungen. Kurzzeitig fährt sie ihre Hüfte aus und stemmt eine Hand daran. Ihr arrogantes Grinsen verrät, dass ihr die Situation gefällt.
Kaum die Pose beendet, geht sie Richtung Ring. Langsam stolziert sie die Rampe hinunter, schaut weiterhin in alle Richtungen und genießt die Atmosphäre. Dabei lässt es Tiffany langsam angehen und zeigt auf ihre Armbanduhr. It's Tiffy-Time! ruft sie dabei und grinst erneut.

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring...from Prior Lake, Minnesota, USA...Miss Future Legend…TIFFANY STRATTON!!!"

[Bild: Tiffyent2.png]

Davor angekommen geht die Blondine rechts am Ring entlang, bis sie in der Mitte angekommen ist. Dort steigt sie hoch, legt sich mit den Rücken auf das mittlere Seil und hält sich mit einen Arm am oberen Seil fest. Mit der anderen Hand wirft sie einen Luftkuss in die Zuschauerränge. Diese beherzigen die Geste nicht. Weiterhin bringen sie ihr Heat entgegen. Mit einen Grinsen beendet die Blondine die Action und richtet sich vor den Ringseilen wieder auf.
Nach kurzer präsentation, klettert sie hinein und stellt sich in die Mitte. Dort posed Tiffany erneut.

[Bild: tiff-2.jpg]

Kaum passiert stellt das Buff Barbie Doll ihren linken Fuß auf das unterste und den rechten Fuß auf das mittlere Seil. Anschließend wirft das Rich-Girl einen Arm in die Luft, um sich nochmals der Gegenseite arrogant zu zeigen. Schließlich geht sie zurück in den Ring.

Cathy Kelley: “Oh, seht sie euch an! Tiffany lässt keinen Zweifel aufkommen, sie ist Champion Material! Sie hat es mehrfach bewiesen und heute ist sie bereit, ihre Titel zurückzuerobern!”

Pat McAfee: “Auch Liv konnte sie bereits schlagen, das spricht für sie… doch Kali? In der aktuellen gefühlslage von Kali, ist dies eine ganz andere Hausnummer.”

Watch Me



Gleich als das Gelächter einsetzt und durch einer weiblich kräftigen Stimme ‘Watch me’ durch die Halle schallt, kommt Liv auch gleich auf die Bühne. Neben der Titan Thron steht XoXo Liv geschrieben, soll damit ihren Einmarsch persönlicher gestalten. Ihr erscheinen löst lauten Jubel in den Zuschauerrängen aus, was die Blondine sichtlich freut. Mit einem Lächeln wirft sie ihre Rechte Hand in die Höhe, knickt den Ellenbogen so ein, dass sie ihre Hand neben ihr Gesicht halten kann, und spreizt die Finger, sodass ihre komplette Handinnenseite zu sehen ist. Im bunten Ring-Gear macht sie sich schließlich zum Ring auf. Dabei wackelt die mit der Schulter, um die Fans zu pushen sie noch mehr zu unterstützen.

[Bild: liv-morgan-wwe-entrance-g8f3lknq2sbogj0l.webp]

Leicht grinsend sucht die Jersey Rose den Weg zum Ring. Dabei klatscht sie ein paar Hände jener Fans ab, die sie ihr hoffnungsvoll entgegenstrecken. Am Ring angekommen, geht sie rechts herum und springt mittig an Ring hoch. Dort setzt sie sich auf das mittlere Seil und winkt den Fans nochmal zu, bevor sie in das Innere des Ringes klettert.

[Bild: tenor.gif]

Dort präsentiert sie sich nochmal mittig und wartet schließlich, bis das Match beginnt. Der Ringrichter tritt zwischen die beiden Athletinnen, streckt den glänzenden Titelgürtel hoch in das Scheinwerferlicht, um die Wertigkeit dieses Matches noch einmal für jeden in der Arena greifbar zu machen. Im Anschluss signalisiert er dann dem Zeitnehmer das Zeichen.

Ding Ding Ding

Die Glocke ist noch nicht vollends verhallt, da explodiert Tiffany Stratton bereits aus ihrer Ecke. Sie wartet kein Abtasten ab, sucht kein Lock-up oder anfängliche Zurückhaltung. Die angestaute Frustration der letzten Wochen entlädt sich in einem einzigen, wütenden Sturmlauf. Bevor Liv auch nur eine defensive Haltung einnehmen kann, trifft sie Tiffanys erster Forearm Smash mit voller Wucht an der Schläfe. Liv taumelt rückwärts in die Ringecke, doch Tiffany setzt gnadenlos nach. Mit scharfen, klatschenden Chops trifft sie Livs Brustbein, das Geräusch hallt durch die ersten Reihen wie Peitschenhiebe. Die Championesse zieht die Schultern hoch, versucht den Kopf zu schützen, doch Tiffany lässt ihr keinen Raum zum Atmen.

Mit einer flüssigen, fast tänzerischen Bewegung setzt Tiffany zu ihrem trademark Cartwheel Back Elbow an. Sie schlägt ein Rad, nutzt das Momentum der Drehung und knallt mit dem Ellbogen voran direkt in Livs Gesicht. Die Champion stöhnt hörbar auf und sackt an den Ringpolstern nach unten. Tiffany federt ansatzlos in die gegenüberliegenden Seile, nimmt maximalen Anlauf und schlägt mit einem krachenden Running Hip Attack in der Ecke ein. Livs Körper wird zwischen Tiffanys Hüfte und den harten Polstern eingeklemmt. Sie krümmt sich vor Schmerz und rollt hilflos auf die Ringmatte. Tiffany baut sich über der Champion auf. Die Adrenalinwelle lässt ihre Brust heben und senken. Sie greift mit beiden Händen in Livs Haare, zieht den Champion rücksichtslos nach oben und brüllt ihr dicht am Ohr entgegen: “Du bist nicht besser als ich! Hörest du? Niemals!”

Ehe Liv reagieren kann, hakt Tiffany den Kopf ein, verlagert ihr Gewicht nach hinten und hämmert die Titelträgerin mit einem Bilderbuch-Snap Suplex auf die Matte. Das Holz darunter stöhnt laut auf. Blitzschnell folgt das Cover:

One!...

Two!...

… Kick-out!

Liv reißt die Schulter hoch, doch die Eröffnungsphase gehört ohne jeden Zweifel der Herausforderin. Die Menge in North Carolina raunt überrascht ob dieser schieren Aggressivität. Tiffany wittert die frühe Entscheidung. Anstatt das Tempo zu drosseln, schaltet sie noch einen Gang höher. Sie steigt auf das zweite Ringseil, visiert die am Boden liegende Championesse an, steigt auf das Top Rope und setzt zum Prettiest Moonsault Ever an. Sie fliegt mit perfekter Ästhetik durch die Luft… eine traumhafte Bewegung aus Dynamik und Eleganz. Doch Champion zu sein bedeutet auch einen Instinkt zu besitzen, den andere vielleicht nicht haben. Im allerletzten Bruchteil einer Sekunde rollt sich Liv zur Seite. Tiffanys Flugbahn bricht ab; sie schlägt ungebremst mit Bauch und Brustkorb auf dem harten Ringboden auf. Die Luft entweicht hörbar aus ihren Lungen. Ein schmerzverzerrtes Keuchen ist selbst in den vorderen Zuschauerreihen zu hören.

Das ist die Wende. Das Momentum kippt nicht langsam, es bricht abrupt um. Liv Morgan braucht nur zwei Sekunden, um sich aufzurichten. Ihr Blick hat sich verändert. Das anfängliche Abwarten ist verschwunden, an seiner Stelle tritt die kalte Berechnung einer Jägerin, die eine blutige Wunde gerochen hat.

Als Tiffany versucht, sich auf die Knie zu kämpfen, setzt Liv mit gezielten, harten Low Kicks gegen das linke Standbein der Herausforderin nach. Jeder Kick trifft mit einem trockenen Klatschen das Oberschenkelgewebe. Tiffany schreit auf, versucht auszuweichen, doch Liv packt das geschädigte Bein, dreht sich blitzschnell um die eigene Achse und zieht einen brutal durchgestreckten Dragon Screw Leg Whip durch. Tiffanys Kniegelenk wird unnatürlich verdreht.

Tiffany krümmt sich, versucht aufzustehen, doch als sie sich hochkämpft, schnallt Livs Körper wie eine Feder nach vorne: Running Knee Attack! Die Knie der Championesse treffen Tiffanys Kinn mit voller Wucht. Die Herausforderin klappt zusammen wie ein Kartenhaus. Doch Liv geht nicht ins Cover. Sie kniet sich über Tiffany, packt deren Kopf und deckt sie mit einer Serie von harten, geschlossenen Fäusten ein. Grounded Punches ein. Immer und immer wieder prasseln volle Schläge auf Tiffany ein, die sich nur vage hinter einer improvisierten Doppeldeckung versucht zu schützen. Dann greift Liv nach beiden Beinen der Herausforderin, überkreuzt sie gekonnt und stemmt ihr eigenes Körpergewicht nach hinten: Ein tief angesetzter, eisern durchgezogener Boston Crab.

Liv nimmt extreme Hebelwirkung auf den unteren Rücken und das bereits traumatisierte linke Bein von Tiffany. Der Rücken der Herausforderin biegt sich in einem bedrohlichen Bogen. Tiffanys Hände trommeln panisch auf die Matte, die Finger suchen verzweifelt nach Halt. Die Halle kocht. „Gib auf!“, schreit ein Fan in der ersten Reihe, während der Ringrichter nah an Tiffanys Gesicht herangeht und nach der Aufgabe fragt. Tiffany beißt sich die Zähne zusammen, Tränen der Überforderung stehen ihr in den Augen. Millimeter für Millimeter robbt sie auf die Seile zu, während Liv das Gewicht noch weiter nach hinten verlagert. Nach gefühlten Ewigkeiten erreicht Tiffanys Fingerspitze das unterste Ringseil. Der Ringrichter zählt sofort: “One! Two! Three! Four! Five!... Come on, loosen your grip, let go. Six!...”

Erst im letzten Moment löst Liv den Griff, allerdings nicht ohne Tiffany beim Aufstehen noch einen gezielten, harten Running Knee Strike direkt ans Kinn mitzugeben. Die Champion kontrolliert nun das Geschehen, verlangsamt das Tempo gezielt und zerlegt die Herausforderin Stück für Stück.

Pat McAfee: “Nach dem anfänglichen Feuer, übernimmt die Championesse wieder das Geschehen.”

Cathy Kelley: “Eine unglaubliche Zähigkeit von Liv, die ihrerseits nun Tiffany auf die Probe stellt.”

Doch eine ehemalige Championesse gibt ihren Traum nicht nach der ersten Druckphase auf. Als Liv nachsetzt und Tiffany an den Haaren hochziehen will, kontert die Herausforderin aus dem absoluten Nichts. Sie nutzt Livs Vorwärtsbewegung, setzt ihre Füße auf den Hüften der Titelträgerin an und schleudert sie mit einem schnellen Hurricanrana quer durch den Ring. Liv knallt mit den Schultern voran in die gegenüberliegende Ecke. Beide Frauen ziehen sich gleichzeitig an den Seilen nach oben. Sie sind gezeichnet. Schweiß glänzt auf ihrer Haut, das Make-up ist verschmiert, die Atmung geht schwer und unregelmäßig. Sie steuern auf die Ringmitte zu. Auge um Auge. BAM! Tiffany feuert einen Forearm Smash ab. BAM! Liv antwortet ohne Zögern mit derselben Härte.

Ein Schlagabtausch entbrennt, der die Härte dieses Sports ungeschönt offenbart. Schläge hallen wie Peitschenknalle durch die Arena. Die Zuschauer sind gespalten, die Gesänge überschlagen sich: „Let’s Go Tiffy!“ hallt von der einen Seite, während „Let’s Go Liv!“ von der anderen Seite zurück schallt.

Tiffany bricht den Rhythmus, sprintet in die Seile, nutzt den Schwung aus den Seilen und zaubert einen eleganten, aber wirkungsvollen Springboard Crossbody auf ihre Gegnerin. Beide Körper knallen hart auf die Matte. Doch Liv rollt durch den Schwung direkt wieder auf die Beine und versucht einen modifizierten Oblivion anzusetzen. Tiffany ahnt die Gefahr, stößt Liv mit beiden Händen von sich weg, fängt die zurückfedernde Championesse ab und nutzt den Schwung in einen brachialen Twisting Suplex. Der Einschlag lässt den Ring erzittern. Beide Kämpferinnen bleiben regungslos auf dem Rücken liegen. Der Referee beginnt den Count: Eins… Zwei… Drei… Vier…

Es ist kein reiner Kampf um einen Titelgürtel mehr. Es ist ein zäher, verbissener Abnutzungskampf zweier Athletinnen, die weigern zu akzeptieren, dass die andere an diesem Abend besser sein könnte.

Tiffany kommt als Erste wieder auf die Beine, doch sie hinkt spürbar. Das linke Bein schmerzt bei jedem Schritt. Sie sieht die Champion am Boden liegen und weiß: Normale Wrestling-Kombinationen reichen nicht mehr aus. Sie muss das ultimative Risiko eingehen. Mit schmerzverzerrtem Gesicht klettert sie auf das oberste Ringseil. Oben angekommen, fordert sie noch einmal das Publikum heraus, ein letztes Aufblitzen ihrer typischen Arroganz, um die eigene Unsicherheit zu überspielen. Dann stößt sie sich ab… Sie fliegt. Ein 960° Corkscrew Senton... eine dreifache Rotation um die eigene Achse in Kombination mit einer Vorwärtsdrehung. Es ist ein spektakulärer Anblick, ein fliegendes Kunstwerk aus Athletik und Wagemut.

Wade Barrett: “Seht es Euch an… das könnte das Highlight an diesem Abend sein!”

Pat McAfee: “Was ein Move! Tiffany nutzt ihr komplettes Repertoire um das Gold zu holen.”

Doch die Flugbahn ist um Millimeter zu weit kalkuliert. Liv reagiert mit dem Überlebensinstinkt eines geschlagenen Tieres. Sie rollt sich im letzten möglichen Moment unter der herabfallenden Last hinweg. Tiffany schlägt mit ungeheurer Wucht ungefedert auf den nackten Ringboden auf. Der Knall lässt die Zuschauer in der ersten Reihe zusammenzucken. Tiffany krümmt sich vor Schmerz, greift sich an die Rippen und die Wirbelsäule. In diesem Moment kippt nicht nur das Momentum… sondern dieses Mal auch der Schalter im Kopf der Championesse. Liv Morgan richtet sich langsam auf. Aber die Frau, die jetzt steht, ist nicht mehr die strategische, technisch versierte Liv der ersten Minuten. Ihre Augen sind weit aufgerissen, die Pupillen starr. Kein Blinzeln, keine Regung, keine Menschlichkeit mehr in den Gesichtszügen. Die Schatten ihrer Psyche haben die Kontrolle übernommen: Die Verwandlung zu „Kali“ ist vollzogen.

Was folgt, ist keine Phase des Wrestlings mehr. Es ist eine exekutive Demontage. Kali stürzt auf die benommene Tiffany zu. Sie packt sie am Schopfe, zieht sie hoch und bombardiert sie mit einer Serie von rücksichtslosen, stiff Knee Strikes direkt gegen die Schläfe und das Jochbein. Das Geräusch von Knie auf Knochen geht durch Mark und Bein. Tiffany versucht verzweifelt, den Rhythmus zu brechen, klammert sich an den Seilen fest und versucht einen verzweifelten Konter über einen Springboard Moonsault. Doch Kali ist auf diesen Moment vorbereitet. Sie fängt die in der Luft fliegende Tiffany mitten im Flug ab, hält ihren Körper für einen grausamen Moment in der Schwebe, dreht den Kopf der Herausforderin ein und rammt sie mit einem verheerenden Inverted DDT, Schädel voran auf die Ringmitte!
Die Arena verstummt stellenweise. Die schiere Kälte und Brutalität, mit der Kali die Regie übernommen hat, versetzt die Fans in Schockstarre.

Cathy Kelley: “Dies wird jetzt aber weniger schön hier. Kali hat die Oberhand gewonnen, über Liv und über Tiffany.”

Tiffany liegt flach auf dem Bauch, entkräftet, gezeichnet von den Spuren des Kampfes. Sie versucht, sich mit den Unterarmen hoch zu stemmen, doch ihre Kräfte sind aufgebraucht. Kali zeigt keinerlei Gnade. Sie schiebt ihren Fuß unter Tiffanys Kinn, zieht sie hoch und verpasst ihr einen letzten, vernichtenden Knee Strike, der die Herausforderin defensiv los und zusammengesackt in die Ringecke befördert. Kali blickt nicht einmal zum Publikum. Sie sieht nur ihr Opfer, anders kann man in ihren Augen Tiffany leider nicht mehr bezeichnen. Die Herausforderin hängt nur noch in den Seilen und sie mit glasigem Blick auf das drohende Unheil.

Warnung! Spoiler!
Es sind nur zwei schnelle Schritte, die Kali benötigt. Ihre Bewegungen sind präzise, fast mechanisch. Mit einem kalten, starren Blick fixiert sie Tiffany, springt in das zweite Seil hinein und will eine extrem harte Version ihres OBLIVION vollziehen…ABER NEIN! Instinktiv schlingt Tiffany die Arme um die Ringseile und lässt Kali damit ins Leere donnern. So hart die Championesse ihren Finishing Move auch durchziehen wollte, so hart trifft es sie nun selbst, wie sie auch die Matte kracht und ihr zunächst die Luft fern bleibt. Nennt man es nun zweite, oder gar die dritte Luft oder ist es nur das reine Adrenalin, welches in Tiffany’s Adern fließt und sie gerade hier in Aktion hält? Denn die Herausforderin wittert ihre Gelegenheit, steigt auf den anstehenden Turnbuckle. Ein kurzer Moment der Ruhe, die nahezu komplette Halle hält den Atem an und Tiffany springt ab… Prettiest Moonsault Ever. Im hohen Bogen segelt sie durch die Luft und landet dieses Mal exakt aus ihrer Gegnerin. Das Cover folgt sogleich.

One!

TWO!

…

THREE!

Ding Ding Ding

Der Zeitnehmer erhält das Signal und lässt die Ringglocke läuten. Die Halle explodiert in einer Mischung aus ehrfürchtigen Jubel und ungläubigem Staunen. Im Ring selbst regt sich zunächst erstmal nicht viel. Nur langsam rollt sich Tiffany von Kali herunter und ringt nach Luft. Dieses harte Match hat Spuren hinterlassen. Nur mit der Hilfe des Ringrichters hält sie sich auf den Beinen und kann ihren wieder gewonnenen Titel in Empfang nehmen.

[Bild: 722c959aa48ca4c14fd5dfa04fd9c9d3e235f20c.pnj]

Matthew Rehwoldt: "Here is your winner and NEWW WORLD WOMEN'S CHAMPION...TIFFANY STRATTON!"

Ein letzter Blick zu ihrer geschlagenen Kontrahentin hinab. Trotz allen Widrigkeiten, kann Tiffany hier und heute einen ihrer größten Triumphe feiern und darf sich erneut World Women’s Champion nennen.

[Bild: 151.jpg]

Somewhere in New Omega City

Irgendwo in New Omega City? Etwas verwirrend, als ein Drohnenshot einer Großstadt eingeblendet wird, eventuell ja vom heutigen Austragungsort Charlotte, North Carolina, und dieser Schriftzug am unteren rechten Bildschirmrand erscheint. Wer da wohl dahinterstecken könnte? Um es sich in diesem Einspieler handeln könnte? Könnte jeder sein! Wenn wir nur mehr Hinweise darauf hätten. Naja, schade…rätseln wir weiter!

Nach ein paar Impressionen wird ein hohes Gebäude mit Backsteingemäuer und hohen Fenster gezeigt. Könnte eine Feuerwehrwache sein. Jedoch wurde das Schild, welches nach außen ragt, mit einer großen Pappe und Panzertape umwickelt. Mit weißer Farbe wurde der griechische Buchstabe „Omega“ darauf gepinselt! War bestimmt Bayley! Man munkelt die General Managerin habe eine sogenannte „Omega-Obsession“! Jedenfalls folgt ein Cut in das Innere des Gebäudes. Ein großer Schreibtisch aus Eichenholz wird gezeigt. Ein aufgeklappter Laptop, ein Telefon, eine Tasse und eine kleine, dezente Pflanze sind dort zu sehen. Hier wird also gearbeitet! Überraschend intensiv werden die Utensilien gefilmt, bis auf einmal das Telefon klingelt…

Wolle

Interessanter Klingelton! Und ein kleiner Callback zum vergangenen c2c Special. Zumindest für die zwei Leute, die die Show gelesen haben. Ich meine gesehen…GESEHEN! Eine Show kann man doch nicht lesen! Was für ein absurder Gedanke!

?: Jajajaja…ich komm‘ ja schon!

…hört man eine genervte Stimme aus dem Off sagen! Das Klackern von hohen Absätzen ist zu hören. Rote, lockige Haare wehen im Wind, während eine Frau in einem engen Jumpsuit im Leopardenmuster auf ihren Pumps zum Telefon stöckelt. Der Gang wirkt etwas unbeholfen, wenn auch nicht unsicher.

?: Hauptquartier Omega, was kann ich für sie tun?

Brummt sie ins Telefon, als sie den Hörer abnimmt. Lässig, fast lasziv lehnt sie sich nach vorne und wickelt eine Strähne um den freien Zeigefinger. Beim Make Up hat sie es gut gemeint und sich für sehr intensive Farben entschieden. Die Gesichtszüge wirken vertrau. Auch der trainierte Körperbau wirkt nicht wie der einer Verwaltungsmitarbeiterin. Ist das…Kenny Omega? Ja…das ist der Cleaner, der sich mal wieder in einer seiner Leidenschaften zu verlieren scheint. Dem Verkleiden!

?: Mhm…soso…ein Geist also! Ein Geist mit einem überraschend kleinem Gemächt und einem viel zu großen Ego?...Jaja, kennen wir, das sind Bloodliner! Eine unserer Spezialitäten! …Jaja Mister Manhey, wir kümmern uns darum! …Tschö mit Ö!

Und aufgelegt! Geister? Scheint in New Omega City nicht ungewöhnlich zu sein! Recht routiniert werden die Informationen auf einem Zettel notiert. Als dies geschehen ist, wird ein großer roter Knopf an einer Wand gedrückt, so dass eine laute Alarmsirene ertönt. Daraufhin wird ein kleinerer Knopf auf einem grauen Kasten betätigt, der eine Gegensprechanlage zu sein scheint. Schneller Cut in eine Art Aufenthaltsraum. Drei Männer sitzen an einem runden Glastisch und spielen Karten! Alle tragen ein weißes Shirt und schwarze Hosen. Und wir kennen sie! (Wieder) Kenny Omega, LA Knight und Solo Sikoa! Eben das Team Omega, das heute im War Games Match gegen die Bloodline antreten wird! Da ertönt die Sirne und der ganze Raum wird in ein blinkendes Rot getaucht! Aus Boxen an der Wand ertönt die Stimme der anderen Kenny Version.

“Jungs, es gibt einen neuen Einsatz! Begebt euch zum Wagen, ich schicke ich die Infos!“

Die Männer sehen sich kurz an…und der Cleaner springt jauchzend in die Höhe!

Kenny Omega: WUHUUUU…EINSATZ! Meine Herren, zieht eure Marken! Es ist…Moooooooooooooooooooooooorphin‘ Tiiiiiime!

Knight wirft Solo einen leicht genervten Seitblick zu, der nur seufzend die Schultern zuckt. Etwas schwerfällig stehen sie auf und stellen sich neben den Cleaner, der breit grinsend und leicht hibbelig Position bezogen hat. Der Kanadier hält bereits eine Art Ausweis mit Marke in beiden Händen und streckt diese nach vorne. Auch LA und Solo ziehen ein Replika hervor.

Powerrangers

Eine rockige Theme ertönt im Hintergrund. Kenny wird nur von der Brust aufwärts gezeigt, während er die Marke weiter vor sich hält. Rötliche Blitze umhüllen ihn dabei.

Kenny Omega: KENNY OMEGA!

Solo wird in der Position gezeigt. Bei ihm sind die Blitze gelb.

Solo Sikoa: SOLO SIKOA!

LA Knight ist an der Reihe! Seine Blitze haben eine hellblaue Verfärbung! Er holt schon Luft…bricht dann aber ab.

LA Knight: Wirklich? Müssen wir das so machen? Ja, ich weiß, wir haben das breit und lange diskutiert! Aber können wir nicht einfach eine Ansage an Roman und die Anderen machen und fertig?

Ne, Knight hat nicht wirklich Lust auf dieses Schauspiel! Die Musik wird gecuttet und sämtliche Effekte verblassen! Die Kamera zoomt ein Stück zurück und zeigt uns, dass die drei Männer sich an eine Art Set befinden, da oberhalb Mikrofone und Scheinwerfer erscheinen. LA hebt die Arme in die Höhe, nach dem er uns aus der Immersion gerissen hat. Seine Blicke wandern hilfesuchend zu Solo, der jedoch nur erneut mit den Schultern zuckt.

Solo Sikoa: Hey, jetzt mach ihm die Freude! Hauptsache er ist im Match voll und ganz dabei!

Der ehemalige Eli Drake sieht zum Canadian X, der ihn mit großen Hundeaugen und nach unten gezogenen Mundwinkeln anbettelt, einfach mitzumachen. Dem Megastar sieht man an, wie er so manche Entscheidung aus seiner jüngeren Vergangenheit bereut. Aber er wusste, worauf er sich einlässt, als er das Team mit dem amtierenden World Champion eingegangen ist. Und Solo hat Recht…am Ende zählt nur, dass Kenny innerhalb der zwei Käfige abliefern wird. So schluckt Knight die Pille, auch wenn er sich damit, seiner Meinung nach, ein Stück weit der Lächerlichkeit preisgibt.

LA Knight: Okay…okay! Bringen wir es einfach hinter uns!

Vergnügt kichert der Cleaner auf und klatscht in die Hände. Also Jeder auf seiner Position…und von vorne!

Kenny Omega: KENNY OMEGA!

Solo.

Solo Sikoa: SOLO SIKOA!

LA Knight…der doch wieder zögert…

Kenny Omega: MACH‘ JETZT! Du sprengst noch mein Budget für den CGI Typen!

Seufzend gibt der Megastar nach!

LA Knight: LA KNIGHT!

Endlich! Die Männer werden von einer scheinbar übernatürlichen Kraft in die Luft gehoben und in weißes Licht gehüllt. Paar Sekunden später tragen alle Drei eine graue Uniform, die wie ein Fliegeranzug wirken. Jeder hat sein individuelles Namenschildchen auf Brusthöhe. Die Uniformen scheinen jedoch ein wenig zu eng zu sein, da Solo und Knight am Stoff herumziehen und zwicken, damit es einigermaßen gemütlich ist. Omega dagegen ist da auch ganz in seinem Element. Er dreht sich um und wackelt einmal mit seinem Hintern, der durch den Anzug recht betont wird.

Kenny Omega: Hihi, das fühlt sich an wie eine zweite Haut! Also gut…auf geht’s!

Entschlossen marschiert der Master of the Dark Hadou voran und drängt sich an seinen Teamkollegen vorbei.

Solo Sikoa: Man muss ihm lassen…er kann das tragen!

Knight schnaubt nur auf und schüttelt den Kopf, bevor er mit dem Blondierten dem Kanadier folgt.

*Cut*

Wir sind nun einer Garage, in der mehrere Fahrzeuge und verschiedene Gerätschaften stehen. Eine Türe wird aufgestoßen und Kenny tritt herein. Dicht hinter ihm folgen die anderen.

Kenny Omega: Gut, wir nehmen heute den Impala!

…bestimmt er und deutet auf den schwarzen 1967er Chevrolet Impala Sport Sedan, der direkt vor ihnen steht. Da bekommt LA Knight große Augen und zum ersten Mal scheint auch er etwas Spaß an dieser ganzen Vorführung zu haben. Ohne zu Zögern geht er zu einem Schlüsselkasten, durchsucht diesen kurz und zieht den passenden Schlüssel hervor.

LA Knight: Das Baby fahre ich!

Keine Widerworte vom restlichen Team Omega. Knight steigt ein, Solo nimmt den Beifahrersitz, während Kenny die Garagentore öffnet. Laut heult der Motor auf und man sieht Knight’s breites Grinsen durch die Fensterscheiben. Langsam rollt der Wagen los, aus der Garage heraus. Die Destiny Flower schließt die Garage und steigt noch hinten, hinter Solo’s Sitz, ein. Und los geht die wilde Fahrt!

*Cut*

Sie sind unterwegs zum Einsatz! Nun sind wir im Auto selbst und haben einen direkten Blick auf die drei Männer. Zunächst sehen sie schweigsam vor sich hin und betrachten ihre Umgebung, die außerhalb des Wagens an ihnen vorbeihuscht, wie kurze Momentaufnahmen, die man sofort aus dem Gedächtnis löscht. Schlussendlich ist es ausgerechnet LA Knight, der die Stille unterbricht.

LA Knight: War Games also…das Finale, huh? Gut…ich kann es kaum erwarten! Mir geht diese Bloodline nur noch auf die Nerven, wisst ihr? Halten sich für die Größten und wollen uns ständig was von Dominanz, Kontrolle und Umpalumpa, was weiß ich was erzählen. Zusammen…okay, da sind sie eine Hürde und es wird nicht leicht! Ich weiß das, so naiv bin ich nicht! Aber wir haben gesehen, wie schwach sie alleine sind! Roman schafft es alleine nicht große Siege einzufahren, die im Gedächtnis bleiben! In London konnte er Kenny nur durch eine Fehlentscheidung von John Cena „besiegen“. Und das Three Stages of Hell Match hat er verloren! Eigentlich hat Roman keinerlei Berechtigung nochmal in die Nähe des World Heavyweight Titles zu kommen.

LA schielt in den Rückspiegel und hat damit Kenny im Auge, der ihm zwar zuhört, aber nicht reagiert. Muss er auch nicht gleich. Knight weiß selbst, dass es notwendig war den Krieg gegen die Bloodline weiterzuführen und in dieses Finale münden zu lassen.

LA Knight: Jey Uso…haha…ja, mein guuuter Freund, Jey Uso! Nennt sich „Main Event“ und erzählt allen, dass er seine eigenen Entscheidungen trifft und er DER Uce vor dem Herrn ist! Aber wer kann ihn schon ernst nehmen, huh? Er hat sich selbst als Lügner entlarvt, als er reumütig zu Roman zurückgedackelt ist und nun wieder brav seine Befehle ausführt! Warum? Weil er auch alleine nichts auf die Reihe bekommt! Das ist kein „Main Event“ Kaliber. Nein, das ist „Mitläufer“ Jey Uso! Yeet!

Statt dem „Yeah“ gibt es an der Stelle die Phrase von Jey, die Knight mit einer gehörigen Portion Ironie ausspuckt.

LA Knight: Jacob Fatu kenne ich zu wenig, um ihn persönlich einschätzen zu können. Beim War Games Match wird er auf jeden Fall den Megastar LA Knight kennen lernen. Yeah! Aber wenn es so ist, wie du sagst, Solo…dann ist er jemand, der alleine komplett durchdreht. Vielleicht wird er sich im Rahmen der Bloodline zusammenreißen…aber wenn sie im Kampf auseinanderbrechen, wird er das auch tun. Wir werden sehen, wie stark die Bande der Bloodline noch sind, wenn das Match nicht nach ihren Vorstellungen verläuft. Nein…wenn es nicht nach Roman’s Vorstellungen verläuft. Mal sehen wie…loyal Reigns noch gegenüber Jey Uso ist, wenn dieser versagt. Mal sehen, wie gut Jacob noch kontrolliert werden kann, wenn alles Roman aus den Händen gleitet. Wir Drei sind vielleicht ein bunt zusammen gewürfelter Haufen…aber wir werden bis zum bitteren Ende zusammenhalten! Yeah!

Zustimmendes Nicken von Omega und Sikoa. Kurz herrscht wieder Schweigen, bis Solo an der Reihe ist. Fast schon ein wenig wehmütig beugt er sich nach vorne, um ein paar Vögel am Himmel zu betrachten.

Solo Sikoa: Ich hätte mir natürlich gewünscht, dass es anders verläuft. Also…versteht mich da nicht falsch! Ich habe mich dafür entschieden, an eurer Seite zu kämpfen! Bei meiner Ehre verspreche ich, dass ihr auch auf mich verlassen könnt! Ich werde gegen meine Familie kämpfen…und sie nicht schonen! Roman Reigns, Jey Uso und Jacob Fatu werden die voller Power von Solo Sikoa zu spüren bekommen. Nur wäre es schön gewesen, wenn ich einfach durch Reden etwas erreicht hätte. Aber sie hätten mir so nie zugehört, wisst ihr? Als ich mich vor Monaten gegen den Tribal Chief gestellt und die Bloodline verlassen habe, wurde ich im Prinzip verstoßen. Und das tat verdammt weh! Das kann nicht sein, dass die Familie nicht mehr mit dir spricht, nur weil du Entscheidungen vom sogenannten Familienoberhaupt hinterfragst. Auch deswegen bin ich heute dabei! Ich will die Strukturen in meiner Verwandtschaft aufbrechen und einigen Leuten die Augen öffnen. Das geht derzeit nur im Kampf, wenn ich Roman bloßstellen kann…leider!

Kaum hörbar seufzt Sikoa auf. Kenny beugt sich leicht nach vorne und legt eine Hand auf die Schulter seines Mitstreiters. Solo ist nicht nur Mittel zum Zweck, um für Chancengleichheit im Kampf gegen die Bloodline zu sorgen! Nein, der Cleaner sorgt sich tatsächlich um ihn und nimmt auch das ernst, was den Samoaner beschäftigt. Damit zeigt sich, dass Roman Unrecht hatte, als er dem King of the Anywhere Match unterstellte, dieser würde Solo und Knight eh fallen lassen, wenn es ungemütlich wird. Das wird nicht passieren! Wenn du an Kenny’s Seite stehst, wird er alles für dich tun und dich unterstützen. So wie er deine Hilfe und Unterstützung einfordert. Aber genau das bekommt er von LA und Solo!

Kenny Omega: Ich bin mir sicher, dass man dir zuhören wird, wenn der Kampf und damit unser Krieg vorbei ist. Bestimmt auch deine Brüder!

Dass Roman bereit wäre sich mit Solo an einen Tisch zu setzen bezweifelt der Canadian X. Aber Solo zuliebe hofft Omega, dass zumindest Jey und Jimmy auf ihren jüngeren Bruder zugehen werden.

Solo Sikoa: Danke Kenny! Wir werden es sehen! Aber selbst wenn nicht…hey, dann lebe ich mein Leben frei und unabhängig!

Im Versuch etwas zuversichtlicher zu wirken zwingt sich Solo zu einem Lächeln. Klar, er würde lieber in Zukunft wieder ein Teil seiner Familie sein. Aber es ist nicht so, als wäre das Leben vorbei, sollte er ausgestoßen bleiben.
Jetzt fehlt noch Kenny selbst, um seine Gedanken zu teilen.

Kenny Omega: Die letzten Wochen…Monate…habe ich viel über Roman gesprochen! Ich habe dabei zugehört, wie er viel über mich spricht! Und wir haben viel miteinander gesprochen. Wobei…wir haben uns eher Sachen an den Kopf geworfen. Immer und immer wieder…und ich bin es langsam leid! Nein, nicht weil Roman in meinen Kopf eingedrungen ist und ich nur noch über ihn reden kann, so wie es sich erhofft! Nein, einfach weil meine Zeit langsam zu schade dafür ist! Es gibt noch so viele weitere Herausforderungen für mich! Kämpfe gegen Wrestler, gegen die ich noch nie in den Ring gestiegen bin! Andere Jungs aus unserer Division, die einen Titleshot weitaus mehr verdient haben als der Roman-Boy! Aber genau das wird meine Zukunft sein, wenn War Games vorbei ist und der Staub sich gelegt hat! Es bleibt dabei, dass das das Ende sein wird! Keine weiteren Chancen für den „großen“ und „mächtigen“ Tribal Chief, wenn er…mal wieder…verliert! Und selbst wenn die Bloodline gewinnen sollte und ich kein Champ mehr sein sollte…ich werde nicht aufhören zu existieren! Ro-Ro will allen weismachen, dass ich den Gürtel brauche und, wie ein Talkmaster, den Applaus der Menschen benötige. Aber Kenny Omega läuft weiter…ob nun mit oder ohne das Gold! Es ändert nichts daran, dass ich die verdammte Best Bout Machine bin und trotzdem jeden Abend die Show stehle. Wenn wir heute verlieren, werde ich nächste Woche die Halle mit einem Lächeln betreten und abliefern, wie man es von mir gewohnt ist. Wenn Roman verliert? Oh…eine ganz andere Geschichte! Die Ausreden werden ihm ausgehen! Immer mehr Zeigefinger bleiben unten und immer mehr Fans werden ihm den Rücken zudrehen! Paul Heyman wird, wie immer, seinem Klienten ein Messer in den Rücken rammen und zum Nächsten weiterziehen, dem er sabbernd die Füße küsst! Die Usos…vielleicht auch Fatu…werden, was ich für Solo hoffe, aufwachen und endlich erkennen, was für einem egoistischen, aber schwachen Narzissten sie doch die ganze Zeit gefolgt sind! Dass ein Roman Empire fällt ist nicht neu in der Geschichte…aber dieses Mal wird es sich besonders gut und süß anfühlen! Obwohl…selbst wenn Roman mit dem Titel nach Hause geht, wird ein Beigeschmack zurückbleiben. Ein Beigeschmack, dass er es nur mit Hilfe geschafft hat! Der Prozess, den ich beschrieben habe, setzt trotzdem ein…dann nur mit Verspätung! Roman hat so oder so schon verloren!

Kann man so sehen…oder auch nicht! Vielleicht ist der Master of the Dark Hadou sehr optimistisch. Aber klar ist auch, dass eine weitere Niederlage den OTC schwer treffen würde und die Bloodline daher heute zum Siegen verdammt ist! Das heißt nicht, dass Kenny Omega eine eigene Niederlage gar nicht tangiert. Ist eher so, dass er wohl weniger Standing zu verlieren hätte als Roman Reigns.

Kenny Omega: Roman hat von Angst gesprochen! Ich weiß durchaus, was Angst ist! Ich hatte bei meinem schweren Verletzungen Angst davor, ich könnte nicht mehr in den Ring zurückkehren. Ich habe Angst davor, nie einen Menschen zu finden, mit dem ich meinen Lebensabend genießen kann. Ich habe Angst davor, dass ich meinen besten Freund Neville nie wiedersehen werde!

Da wird der World Champion für einen Moment ruhig, nachdenklich und ernst. Solo und Knight sehen sich überrascht an. Sie hätten nicht damit gerechnet, dass sich Kenny ihnen so öffnet. Normalerweise ist dem Kanadier immer unangenehm, diese Seite von ihm zu zeigen. Die Seite die mehr Tyson Smith als Kenny Omega ist! Aber er hat dennoch keine Scham davor sein Herz auszuschütten, wenn er damit einen Gegner entwaffnen kann.

Kenny Omega: Roman sagt, ich hätte mich verraten, weil ich die Stipulation dem Match hinzufügen wollte. Er will glauben, es würde meine Angst vor ihm ausdrücken! Nein, Kenny Omega hat keine Angst vor Roman Reigns! Warum sollte ich? Ich habe gegen Menschen mit inneren Dämonen gekämpft…durchgeknallte, geschminkte Psychos, die ihren Verstand verloren haben…Möchtegern Magier, die mich angezündet haben…österreichische Generäle, die mit ihren bloßen Händen Holz zerhacken können…und so weiter! Vor keinem dieser Typen hatte ich Angst, selbst wenn sie mich zwischenzeitlich gebrochen haben…warum sollte ich Roman fürchten? Ich respektiere seine Leistungen und ich werde ihn nicht unterschätzen! Ich weiß auch, dass er noch gefährlicher sein wird, da er mit dem Rücken zur Wand steht! Aber Angst…nein! Er kann nur nicht begreifen, dass ich zu groß für ihn war und bin. Ich will damit auch seinem Größenwahn Einhalt gebieten! War Games wird sein Ende sein…in jeder Hinsicht!

Solo Sikoa: Amen!

LA Knight: So und nicht anders! Yeah!

Es wurde gesagt, was sie zu sagen haben!

Solo Sikoa: Wir sind da!

Die Straße, auf der sie derzeit fahren, führt direkt zum Spectrum Center! Da sieht etwas merkwürdig aus, da ein riesengroßer Käfig über die Halle gezogen wurde. Ein Anzeichen für War Games?

Kenny Omega: Also dann…kümmern wir uns mal um diese Bloodline Geister! Viel Lärm, viel Geschrei…und eigentlich nur eine leere Hülle. Haha…let’s go! Macht mal etwas Musik, Jungs!

Grinsend bringt der Cleaner wieder etwas mehr Lockerheit hinein und klopft Solo und Knight auf die Schulter. Sikoa betätigt das Radio und nach einem kurzen Suchen mit einigen knackenden Geräuschen findet er den richtigen Song…



Knight wippt lächelnd mit und tippt im Takt gegen das Lenkrad. Solo lässt sich in seinen Sitz fallen und entspannt sich. Kenny fühlt den Song am meisten. Er krallt sich mit beiden Händen an den vorderen Sitzen fest und schmettert laut mit…

Kenny Omega: Uuuuhhh…ich liebe das Lied! Carry on, my wayward son. There'll be peace when you are done. Lay your weary head to rest. Don't you cry no more…HEY!

Die Kamera zoomt langsam zurück, aus dem Auto heraus und noch ein paar Meter weiter! Klar, man könnte nun noch den Kampf gegen diese Bloodline Geister visuell umsetzen. Aber Kenny meinte, dass man den CGI Künstler nicht mehr bezahlen konnte. Der Rest vom Budget ging für Kenny’s Mittagessen, Knight’s Sonnenbrillen und Solo’s Bedarf an Haarfärbemitteln drauf. Egal, ihr müsst eh mal mehr eure Fantasien anstrengen. Außerdem erleben wir den richtigen Kampf zwischen der Bloodline und Team Omega später im heutigen Main Event! So lassen wir den Impala weiterfahren und bleiben zurück! Ende!

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TWO WORLDS COLLIDING!

Nach einer Werbepause gibt es wieder Bilder direkt aus dem Backstagebereich. Dort können wir einen Mann begutachten, der hier heute in einer olivgrünen Outdoorjacke in einer Art privaten Pausenraum sitzt. Die Jacke ist aus einem robusten, leicht wasserabweisenden Material gefertigt und hat einen eher matten Farbton, der irgendwo zwischen Olivgrün und einem ausgewaschenen Militärgrün liegt. Über die Jahre scheint sie bereits zahlreiche Gebrauchsspuren gesammelt zu haben und an den Nähten zeigen sich kleine Abriebstellen, die Ärmel sind leicht verknittert und der Stoff vermittelt den Eindruck, als hätte man die Jacke bereits unzählige Male bei Regen, Wind und Kälte getragen. Unter der Jacke trägt der Mann ein dunkles T-Shirt, das unter einem offenen, leicht verwaschenen Flanellhemd hervorschaut. Der Stoff ist keineswegs geschniegelt oder frisch gebügelt. Vielmehr hat alles diesen typischen Eindruck von Kleidung, die morgens einfach aus dem Schrank genommen wurde, ohne sich auch nur einen Gedanken darüber zu machen, ob die Farben zusammenpassen oder ob irgendetwas modisch wirkt. Um den Hals liegt dazu noch locker ein altes, dunkelrotes Tuch und untenrum trägt er eine einfache graue Jeans, deren Stoff über die Jahre an den Knien und Oberschenkeln eine leicht ausgebleichte Farbe angenommen hat. An den Füßen trägt er robuste schwarze Arbeitsstiefel, deren Leder längst nicht mehr glänzt. Die Sohlen sind dick, das Profil stark und die Schnürsenkel ordentlich, aber nicht geschniegelt gebunden. Sein langes, schwarzes Haar schaut ungeordnet unter der Kapuze hervor und einige Strähnen fallen ihm ins Gesicht, während der Rest locker über seine Schultern hängt.

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Mit einem Gesicht, welches dieselbe Mischung aus Erschöpfung, Zynismus und scharfem Verstand ausstrahlt wie immer, schaut sich niemand Geringeres als der Death Fighter Raven gerade die Show an... oder jedenfalls tut er so... Der Fernseher, auf dem die Show übertragen wird, läuft zwar, aber Raven steht hier mit einer Guitar-Hero-Gitarre und spielt wie ein Eric Bugenhagen zu der Musik der 70er-Jahre-Rockband Lynyrd Skynyrd. Im Speziellen hört er den weltberühmten Song Free Bird und spielt dort das Gitarrensolo mit, was am Ende des Liedes kommt.



Und er scheint richtig dabei abzugehen. Sicher sieht es auch irgendwie ein wenig lächerlich aus, wie der Death Fighter Raven hier mit einer Spielzeuggitarre dieses Lied mitspielt, aber dennoch ist es auch irgendwie herzerwärmend, den Performance-Center-Trainer so aufblühen zu sehen. Jede Minute läuft das so, bis der Song plötzlich einfach abgestellt wird und wieder Ruhe im Raum liegt.

Raven:
„„HEY!
Das war die beste Stelle des Songs! Sie haben es voll ruiniert!"
“

Wütend senkt Raven seine Gitarre und schaut auf die Person, die hier einfach so reingekommen ist und die Musik ausgestellt hat. Doch sollte er sich mit seiner Wut wohl besser etwas zurückhalten, denn bei dieser Person handelt es sich um niemand Geringeren als den ehemaligen Chairman der WWE, Vince McMahon! Und als die Fans in der Halle das bemerken, geht ein lautes Raunen durch die Ränge. Vince hat sich bereits letzte Woche über die Superstars des Performance Centers beschwert und heute zu Beginn der Show gab es noch dieses ziemlich brisante Gespräch mit Bayley. Da kann man sich bereits sicher sein, dass dieses Gespräch hier zwischen ihm und Raven besonders pekär werden könnte. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Raven einen ziemlich heiklen Charakter innehat.

Vince McMahon: „Ich wollte mich Ihnen nur einmal vorstellen. Auch wenn wir uns bereits kennen, Scott. Oder sollte ich in diesem Etablissement besser Raven sagen? Ich habe mich bereits bestens darüber informiert, was Ihre Rolle hier in der Liga ist.“

Das stimmt. Die beiden kennen sich bereits sehr gut, schließlich hatte Raven vor fast 25 Jahren noch für diesen Mann hier gearbeitet. Er war damals hauptsächlich in der WWE Hardcore-Division aktiv, wo er zwar zahlreiche Male den Hardcore Championship gewann, jedoch trotz seiner enormen Fähigkeiten am Mikrofon und seiner kreativen Brillanz nie über den Status eines Midcarders hinauskam. Seine Beziehung zu Vince McMahon war von Anfang an sehr kompliziert und angespannt. McMahon hatte ein problematisches Verhältnis zu ihm, da Raven in seiner ersten Zeit bei der Company oft mit McMahons Sohn und heutigen CEO von C2C Wrestling, Shane, um die Häuser zog, was Vince als negativen Einfluss auf Shane empfand. Zudem war bekannt, dass Vince McMahon traditionell eher auf groß gewachsene, muskelbepackte Bodybuilder-Typen stand, während Raven diesen klassischen Look nicht verkörperte. Als Raven bei der WWE debütierte, soll McMahon ihn Berichten zufolge verärgert mit den Worten „Who the fuck hired Johnny Polo?“ empfangen haben, da er ihn primär mit seiner alten Rolle als Manager verband. Der Hauptgrund für seine schlechte Behandlung und den mangelnden Einsatz als Top-Star lag vor allem darin, dass Vince McMahon das von Raven außerhalb der WWE entwickelte, alternative Gimmick und dessen psychologischen Charakter nicht verstand oder schätzte. Da Raven nicht von der WWE selbst als Star aufgebaut worden war, neigte das Management unter McMahon dazu, solche externen Errungenschaften zu entwerten oder sie im TV kleinzuhalten. Demnach kann man sich gut vorstellen, dass dieses Treffen hier nicht gut enden wird.

Raven:
„„Hmm, ja, ich habe auch schon erfahren, dass sie hier sind. tut mir leid die Sache mit dem Match heute. Mein Taxifahrer hat es nicht geschafft, mich pünktlich herzubringen."“

Bitte was? Das ist doch wohl nicht sein Ernst? Es ist schwer vorstellbar, dass ihm Vince so einen Kommentar abkauft, vor allem wenn er mit so wenig Ernst wiedergegeben wurde. Raven macht seine Späße mit dem Mann, der in dieser Liga hier eigentlich absolut gar nichts zu suchen hätte. Vince hat hier absolut nichts zu sagen und Raven wird wohl auch dafür sorgen, dass es dabei bleibt. Auch wenn er hier noch lange nicht so wirkt, als wäre er kampfbereit. Vielmehr wirkt Raven genauso wie immer. Als würde er absolut gar keinen Respekt vor absolut allem haben. Doch Vince nimmt ihm das scheinbar nicht mal übel. Im Gegenteil. Er lacht sogar laut über den Spruch, den sein Gegenüber hier gelassen hat.

Vince McMahon: „Hahaha, wie interessant. Wissen Sie, dass ich heute einen direkten Vergleich erhalten konnte, wie es um C2C Wrestling steht? Dies hier war heute quasi das WrestleMania dieser Liga. Und wenn man es so mit dem originalen WrestleMania vergleicht... dann war das schon ziemlich traurig!“

Während er anfangs ziemlich erheiternd klang, wurden die letzten Worte in einem Ton gesprochen, der fast schon mit einer bedrohlichen Ernsthaftigkeit vermittelt, dass es einem Gänsehaut verpassen kann.

Raven:
„„Ach was! Der Tod von Dumbledore war viel trauriger!"“

Und schon wieder bringt Raven hier einen Kommentar, der absolut null Ernst oder Respekt zeigt. Für ihn ist das alles hier bloß ein lächerliches Spielchen und er hat seinen Spaß dabei. Ein kurzes, schweres Durchatmen erfüllt die dicke Luft des Raumes, während Raven seinen Blick kurz von Vince abwendet, die Augen verdreht und die Arme locker baumeln lässt. Die schwebende Vergangenheit zwischen den beiden Männern, geprägt von ständigen Reibereien und dem Gefühl, dass Vince den rebellischen Charakter nie wirklich geschätzt hat, scheint für einen Moment spürbar im Raum zu stehen. Doch anstatt in alte Streitigkeiten zu verfallen oder die Respektlosigkeit ernst zu nehmen, lässt Raven diese angespannte Sekunde verstreichen, während Vince ihn nun mit einem fast schon süffisanten Blick und breiten Grinsen fixiert und das Gespräch mit einer veränderten, fast unerwartet ernsthaften Tonlage fortführt:

Vince McMahon: „Wissen Sie, ich habe Respekt vor Ihnen. Sie waren schon immer ein sehr passionierter Mann, der viel für das Professional Wrestling getan hat. Auch jetzt erwärmt es mein Herz, wenn ich sehe, dass Sie Ihr Wissen an die Zukunft des Wrestlings weitergeben!“

Ist dem so? Diese Aussage trieft doch ebenfalls regelrecht in diesem Kontext vor purer Ironie und Zynismus. In all den Jahren, in denen Vince Ravens kreatives Genie kleingeredet hat, klingt es wie blanker Hohn, dass er hier plötzlich von Respekt und Passion spricht. Aber gleichzeitig wirkt das Ganze auch irgendwie wie ein typischer Fall von psychologischer Kriegsführung oder verbaler Dominanz, bei dem Vince versucht, Raven mit scheinheiligem Lob zu ködern und aus dem Konzept zu bringen. Und wenn man sich abermals die Vergangenheit von Vince und Raven so anschaut, dann wirkt ein solches plötzliches, väterliches Lob zudem wie ein kompletter Bruch mit der Realität und fühlt sich für einen Rebellen wie Raven eher wie eine herablassende Beleidigung oder eine Degradierung aufs Abstellgleis an, anstatt als echter Respekt gewürdigt zu werden. Ob Raven darauf hereinfällt? Wohl kaum. Dennoch nimmt er es dankend an.

Raven:
„„Danke für die Blumen!"“

Zwar klingt auch Ravens Dank so unfassbar unernst und lose, dass man es wohl kaum seriös aufnehmen kann. Doch Vince lässt sich davon nicht beirren. Dieser Mann ist einer der wenigen, die wohl mehr Erfahrung in diesem Business haben als Raven. Nahezu sein gesamtes Leben war Vince McMahon im Wrestling tätig. Und so weiß er ganz genau, wie man einen verbalen Kampf führt und wann man sein Gegenüber schachmatt setzt. Dies hier ist eine Schlacht, die wohl spannender ist als viele der Matches, die wir heute zu sehen bekommen haben!

Vince McMahon: „Ich fürchte nur, dass dieses Training absolut nichts bringt, wenn Ihre Stars nach fast einem Jahr noch nicht einmal in der lage sind, bei dem größten Event der Liga ein anständiges Match hinzulegen. Was war das bitte mit Izzy Moreno und Leva Bates am Anfang der Show heute? Sollte das ein gutes Match gewesen sein?“

Es stimmt... die ersten beiden Matches der heutigen Show waren wirklich beide nicht sonderlich gut. Keineswegs gerechtfertigt für das größte Wrestling-Event des Jahres aus den Federn von C2C. Und das muss wohl auch Raven zugeben, auch wenn es ihm wie so vieles ziemlich am Arsch vorbeigeht. Daher ist es nur normal, dass er auch darauf mit einer Antwort kommt, die alles andere als ernst gemeint ist.

Raven:
„„Uuhh, ja, Sie wissen schon. Frauen haben manchmal diese Tage. Echt schwierige Wesen. Sie kennen das ja. Sehr gut am eigenen Leib, nicht wahr?"“

Uuhh, das war ein Kommentar, der ganz tief gesessen hat. Raven provoziert Vince McMahon aufs Übelste, indem er die ganze Geschichte mit Janel Grant gegen ihn bringt. Sicher hat er nichts Genaueres gesagt, aber Vince wird genau wissen, wie dieser Kommentar gemeint gewesen ist. Doch auch davon wird sich Vince nicht aus der Fassung bringen lassen. Ihm war es schon von Beginn an klar, dass solche Kommentare gegen ihn verwendet werden, sogar noch bevor er überhaupt letzte Woche hierhergekommen ist. Nur alleine wegen dieses ganzen Falles hat er seinen Posten als Geschäftsführer bei der WWE aufgeben müssen. Doch konnte er sich darauf deshalb auch gut vorbereiten und weiß, dass er sich davon nicht unterkriegen lassen hat.

Vince McMahon: „Hahaha. Ja, wir Männer haben es schon manchmal nicht leicht. Und trotzdem haben die Frauen mit ihren lächerlichen und beschämenden Match einen besseren Kampf hingelegt, als Sie es taten.“

Dieses Treffen hier zwischen diesen beiden Veteranen ist von einer fast greifbaren, unheimlichen Ruhe und eisigen Eleganz geprägt, die einen krassen Kontrast zu dem Chaos bildet, das Raven zuvor sonst immer angestellt hat. Hier treffen zwei absolut brillante, gleichwertige Intellekte aufeinander, wobei es Vince ist, der hier viel mehr mit kalter, erschreckender Arroganz agiert, während der jüngere, aber mental ultrascharfe Raven ein wenig als letzte Bastion der Ordnung für seine Schüler dagegensteht. Während sie scheinbar gelassen beieinandersitzen und die Schritte des jeweils anderen analysieren, läuft in Ravens Kopf bereits ein gnadenloser, mathematischer Prozess ab, da er weiß, dass er im Ernstfall wohl unterlegen wäre. Doch gibt Raven keineswegs auf. Er hat es noch immer geschafft, sich aus den Schlingen seiner Gegner mit Worten herauswinden zu können. So will er dies auch hier umsetzen.

Raven:
„„Jaaa, ich beneide den Ersteller der heutigen Matchcard nicht. Er muss sich sicher scheußlich fühlen, dass er ein paar nicht gesignte Performance-Center-Stars auf eine so wichtige Card setzt wie die von Every Empire Falls. Da konnte man ja schon im Voraus denken, dass das nichts wird. Der, der auf diese Idee kam, sollte sich wirklich schämen, richtig?"“

Auch wenn diese Aussage abermals bedrohlich rüberkam, konnte man doch noch immer wie die ganze Zeit schon ein wenig respektlosen Spaß darin vernehmen. Natürlich weiß Raven, dass Vince letzte Woche den Befehl gegeben hat, dass die Stars heute ein Match haben. Er sagte dies zwar zu seinen Schülern, aber da Raven ebenfalls mit zum Performance Center gehört, hat Bayley wohl ihn auf die Card gesetzt deshalb. Wahrscheinlich wird es die nächsten Wochen dann auch noch Matches von Kid Lykos und Swerve Strickland aka Killshot geben. Doch ändert dies nichts an der Tatsache, dass die Schuld laut Raven für diesen schlechten Anfang der heutigen Show einzig und allein nur bei seinem Gegenüber liegt, auch wenn er dessen Namen nicht direkt genannt hat.

Vince McMahon: „Hören Sie auf, mich zu verarschen, Raven!“

Raven:
„„Oh, das tue ich nicht. Eher im Gegenteil. Ich meine es voll und ganz ernst."“

Dieser Kommentar war wohl dann doch etwas zu viel, denn jetzt legt Vince den gesamten spielerischen Spaß ab und redet zu 100 % ernst. Er ist kein Vollidiot. Er ist der wohl mächtigste Mann, den das gesamte Wrestling-Business jemals gesehen hat. Noch hat er diese Macht nicht zu 100 % hier bei Coast 2 Coast Wrestling, aber wenn es nach seiner Planung geht, ist dies nur noch eine Frage der Zeit. Und dieser Mann hier vor ihm, der ihm so respektlos entgegentritt, ist ihm ein verdammter Dorn im Auge. Und er wird alles dafür tun, dass dieser Dorn entfernt wird. Allerdings hat genau dieser Dorn hier wohl nun den ersten Treffer gelandet, denn anders als Vince bleibt Raven noch genauso entspannt und ruhig wie zuvor. Er hat sein Pokerface noch nicht fallen gelassen.

Raven:
„„Also kommen wir einfach mal zur Sache und lassen das ganze Spielchen sein. Ich werde das Gefühl nicht los, dass Sie mich nicht ausstehen können. Ich denke sogar, dass Sie das noch nie konnten. Aber machen Sie sich nichts daraus, denn wenn ich ehrlich bin, kann ich Sie ebenfalls nicht ausstehen. Aber das hat nichts mit Ihnen zu tun, denn ich kann absolut niemanden ausstehen."“

Überraschend ehrliche Worte von Raven, der nun ebenfalls seine dummen, verspielten Kommentare sein lässt. Nun geht auch er in eine etwas ernstere Richtung, bleibt aber anders als Vince noch ziemlich ruhig. Doch spricht er hier noch immer mit einem übertrieben großen Ego namens Vince McMahon, der vor hat, diese ganze Liga unter seine Kontrolle zu bringen. Und Raven ist nun mal ein Teil dieser Liga. Also soll Raven gefälligst das machen, was Vince von ihm verlangt, und wenn nicht, dann wird er in seinem Leben nicht mehr glücklich werden... wobei Vince da bei einem Menschen wie Raven wohl genauso schwere Probleme bekommen kann. Und genau das hat Raven bereits erkannt, ohne dass Vince überhaupt ein Wort sagen musste. Hier treffen wirklich zwei kolossale Welten aufeinander, die auf einem Niveau sind.

Raven:
„„Doch ich denke mal, dass es hier um etwas anderes geht. Sie sind äußerst mächtig und ich bin derjenige, der das Performance-Center-Programm aufrechterhält. Ohne die Zustimmung von Bayley und noch einigen Menschen, die sich sogar über Bayley befinden, werden Sie mich nicht aus der Liga feuern können."“

Raven ist sich damit ziemlich sicher und weiß, dass er seinen Job so schnell nicht verlieren wird. Die C2C hat ein Vermögen für dieses Programm ausgegeben und den Fans scheint es tatsächlich ebenfalls zu gefallen. Außerdem liegen unmengen an Erwartungen an Superstars wie eben Leva Bates, Kid Lykos oder Swerve Strickland. Nachdem ihr Training vollendet ist, sollen sie feste Verträge in der Liga erhalten und direkt auf einem Level sein, mit dem sie im Main Event der Shows mitmischen können. Das jedenfalls ist der Plan. Ob es dazu kommt, ist noch fraglich, aber Raven wird alles in seiner Macht Stehende unternehmen, dass dieses Ziel erreicht wird. Und tatsächlich muss auch Vince ihm zustimmen, dass er sich nicht irrt.

Vince McMahon: „Da haben Sie tatsächlich Recht.“

Mit Sicherheit hat Vince einiges an Mitspracherecht, was die Verträge einiger Talente der Liga angeht. Nicht umsonst wurden, seitdem er hier bei C2C Wrestling aufgetaucht ist, die Verträge von 7 Superstars aufgelöst, sodass diese gefeuert wurden. Vince McMahon quiere jeden loswerden, der diesem Business nichts bringt. Es wird sogar bereits darüber gemunkelt, dass er Rhea Ripley, die ehemalige Freundin von Bayley, ebenfalls auf dem Kicker hat und diese entlassen möchte. Und nachdem sie ihr heutiges Match gegen Bobby Tyler verloren hat, könnte das sogar ziemlich schnell passieren. Doch ob es genauso schnell bei jemandem wie Raven passieren wird, steht noch in den Sternen. Genauso wie das Aussehen des Krieges, der hier zwischen diesen beiden Kolossen entstehen wird.

Raven:
„„Alsoooo... wir können uns beide gegenseitig nicht ausstehen, aber wir können auch beide nichts gegen den jeweils anderen unternehmen, um ihn loszuwerden... also... warum gehen wir uns dann nicht einfach aus dem Weg?"“

Wow! Raven sagt hier tatsächlich ausnahmsweise einmal etwas Gutes. Er sagt einfach, dass die beiden sich aus dem Weg gehen sollen und alles wäre in Ordnung. An sich keine schlechte Idee, das muss man Raven lassen. So könnten sich sehr viele Probleme auf dieser Welt lösen. Dabei lehnt er sich dann auch wieder etwas vor, um die Musik wieder anzuschalten, die Vince vorhin ausgestellt hat, um sich wieder mit seiner Spielzeuggitarre zu beschäftigen... nur leider scheint sich das Lied in der Zwischenzeit geändert zu haben.



Etwas verdutzt schaut Raven auf die Box, aus der die Musik herausgespielt wird, und auch Vince guckt mit einem ebenso verdutzten Ausdruck auf diese. Beide scheinen hier nicht ganz zu verstehen, was abgeht. Anstelle der erwarteten, harten Rock-Riffs ertönt plötzlich mit voller Lautstärke das fröhliche, absurde Kinderlied „Raining Tacos“ von Parry Gripp & BooneBum, in dem lauthals von frittierten Tacos und schwebendem Fast Food gesungen wird. Die abrupte Realität dieses völlig unpassenden, quietschbunten Ohrwurms trifft die beiden gestandenen Wrestling-Größen wie ein Schlag ins Gesicht, woraufhin sowohl Raven als auch Vince mitten in ihrer erbitterten Wut wie ferngesteuert und völlig fassungslos erstarren und mit großen, verdutzten Augen auf die kleine Box starren, weil dieser bizarre Sound den epischen Moment mit einem Schlag in eine groteske Farce verwandelt, die nun wirklich alles andere als cool oder bedrohlich wirkt.

Raven:
„„… ich gebe zu, ich habe eher auf eine andere, etwas epischere Musik gehofft."“

Inmitten des schrillen, glücklich trällerten Refrains des Tacosongs, der blechern aus den Lautsprechern dröhnt, bleibt die Welt für einen Moment stehen, bis Raven, der regungslos mit einer Hand die Gitarre wieder senkt und mit der anderen an der Box verharrt, den Blick langsam von dem kleinen Gerät abwendet, Vince McMahon direkt in die Augen schaut und mit einer so trockenen, tief enttäuschten und fast schon resignierten Tonlage aus sich herauslässt, dass die Absurdität der Situation kaum noch zu übertreffen ist. Vince, der sich gerade noch in einer Aura eiskalter, autoritärer Macht wähnte, starrt Raven zunächst an, als hätte dieser den Verstand verloren, während das fröhliche Lied im Hintergrund lauthals weitersingt, und in diesem Bruchteil einer Sekunde weicht der Hass in den Gesichtern beider Männer einer völlig surrealen Sprachlosigkeit, weil dieser pathetische Moment so grandios gescheitert ist, dass selbst das titanische Ego des ehemaligen WWE-Bosses und die zynische Coolness des Rebellen von diesem quietschbunten Kinderlied komplett entzaubert wurden. Vince kann nicht mehr anders, als die ganze Sache wieder etwas lockerer entgegenzunehmen und abermals lauthals zu lachen. Er lässt sich von Raven keineswegs bedrohen oder aus dem Spiel werfen. Oh nein, er bleibt mittendrin und zeigt Raven, dass er diesen Krieg, egal was für dämliche Aktionen er noch alles bringen will, bereits schon jetzt verloren hat.

Vince McMahon: „Hahaha. Sie haben tatsächlich Recht mit allem, was Sie sagten. Ich kann Sie nicht einfach hier aus der Liga feuern. Bayley scheint sehr viel von Ihnen zu halten. Wissen Sie, was das Witzige daran ist? Sie werden es nicht glauben, aber ich könnte tatsächlich leichter Bayley feuern lassen als Sie. Ist das nicht verrückt? Die Politik im Wrestling ist manchmal schon wirklich spannend, meinen Sie nicht auch?“

Sagte Vonny Mac, bevor er dann aufsteht und, so als würde er hier einen Mic Drop bringen, den Raum wieder verlässt und Raven damit tatsächlich sogar etwas sprachlos zurücklässt. Das war eine Drohung... oder? Will Vince McMahon wirklich unseren General Manager Bayley feuern, nur um Raven eins auszuwischen und ihn irgendwann aus der Liga werfen zu können? Das würde er doch niemals machen? Allerdings sprechen wir hier von Vince McMahon. Einem Mann, der für puren Machterhalt, unberechenbare Willkür und die Zerstörung jeglicher menschlicher und kreativer Existenzen bekannt ist. Bei jedem anderen Menschen in dieser Position würde man den Gedanken sofort verwerfen, doch Vince würde vor absolut gar nichts zurückschrecken, um seinen Willen durchzusetzen. Letzte Woche, als er hier zurückgekommen ist, war es noch fast zu schön, um wahr zu sein, wie humble er doch ist. Doch nun... nun fällt wohl auch den Fans, die ihm letzte Woche noch lauthals zugejubelt haben, auf, dass mit ihm ein ganz anderer Wind hier weht. Ein Wind, der alles andere als angenehm zu beobachten ist. Raven bleibt etwas still zurück und scheint sich in seinem Kopf bereits tausende Gedanken zu machen. Aber ob er auf irgendeine Lösung kommt, wie er gegen diesen Mann ankommen kann, erfahren wir tatsächlich leider nicht, da die Kameras nun bereits zu den Kommentatoren schalten.

[Bild: HIST.jpg]

Das ohrenbetäubende Brüllen der Arena lag nun einige Gänge hinter ihr, doch das Adrenalin pumpte noch immer wie pures Gift durch Becky Lynchs Venen. Die schwere Holztür des privaten Umkleideraums flog mit einem lauten Knall gegen die Wand, als die SHINE Championess den Raum stürmte. Ihre Atmung ging flach und hastig, die Augen glühten in diesem manischen, rücksichtslosen Feuer, das sie eben noch auf dem Kommentatorenpult zelebriert hatte. Sie war noch immer vollkommen im Modus, unnahbar, geladen, gefährlich. Der goldene Titelgürtel lag schwer über ihrer Schulter, während sie die Tür mit der Hacke ihres Sneakers hinter sich ins Schloss kickte. Durch die angelehnte Tür des gefliesten Nebenraums drang das unüberhörbare, monotone Rauschen einer laufenden Dusche. Becky blieb kurz stehen. Ein mattes, müdes Schmunzeln huschte für den Bruchteil einer Sekunde über ihr Gesicht.

BECKY LYNCH: "Natürlich. Was auch sonst…"

Seth nutzte offensichtlich die luxuriösen, neu renovierten Sanitäranlagen der Arena voll aus.
Das Rauschen hielt noch einige Sekunden an, bevor das Wasser mit einem dumpfen Klacken in den Rohren verstummte. Kurz darauf öffnete sich die Tür und eine dichte Dampfwolke, so dachte Becky zumindest, quoll in den Raum. Seth trat heraus. Die Haare noch klatschnass, in ein paar dunklen Boxershorts und ein Handtuch locker über die breiten Schultern geworfen. Mit der absolut selbstzufriedenen, tiefenentspannten Miene eines Mannes, der gerade im Alleingang den Weltfrieden entdeckt hatte.

SETH ROLLINS: "Oh… mein… Gott. Becks. Das war… ungelogen das Phänomenalste, was ich je erlebt habe."

Becky legte den Kopf in den Nacken und verdrehte theatralisch die Augen. Sie hatte eigentlich ein komplett anderes Szenario erwartet und sich bereits mental darauf eingestellt. Nein, sie wollte ihn auf spielerische, zynische Art weiter vorführen. Doch dazu hatte sie ihn aufbrausend erwartet. Einen schreienden Seth, der tobte und wütete… aber nun das hier?

BECKY LYNCH: "Es ist eine stinknormale Dusche, Seth. Wie in jeder anderen Halle auch."

SETH ROLLINS: "Nein."

Er hob bedeutungsvoll den Zeigefinger, während er sich die nassen Haare nach hinten strich.

SETH ROLLINS: "Das war nicht eine Dusche. Es war die Dusche."

BECKY LYNCH: "Du klingst wie ein drittklassiger Wellness-Influencer auf Social Media. Argh… was auch immer. Hast du das da draußen gehört, Seth?!"

Ihre Stimme war energisch, getrieben von dem restlichen Rausch des Auftritts. Sie ging im Raum auf und ab, legte den SHINE-Belt auf dem Tisch ab und sah ihn herausfordernd an.

BECKY LYNCH: "Hast du das gesehen, Seth?! Hast du es gehört?! Die Halle hat gebebt! Ich habe ihnen heute Abend genau das gegeben, was sie nicht sehen wollten, aber was sie gebraucht haben! Nur ein paar Worte haben ausgereicht und ich habe das Ding in die Luft gesprengt, was du gerade deine Karriere nennst. Oder ist es schon die Altersteilzeit? Sag doch was, Seth! Triggert es dich endlich? Setz dein dämliches Architekten-Grinsen auf oder hast du dich in deinem Kamillentee-Modus schon so sehr eingerichtet, dass du nicht mal mehr eine Meinung zu deinem eigenen, öffentlichen Begräbnis hast?!"

Sie blieb abrupt stehen, fixierte ihn, wartete auf den Ausbruch, auf das Brüllen, auf die typische, explosive Wut. Sie wollte den Streit. Sie brauchte die Reibung, um ihr eigenes Feuer am Brennen zu halten. Doch Seth tat ihr den Gefallen nicht. Seine Präsenz war ruhig, fast schon erdend, um ihren rasenden Puls einzufangen.

SETH ROLLINS: "Du warst absolut großartig, Becks. Wirklich. Du hast heute Abend eine verdammt gute Performance abgeliefert. Ganz großes Kino. Der Einzug durch die Crowd, das Ding mit McAfee… das war Weltklasse-Entertainment. Dann die Spitzen gegen Roman und Mox, absolut brilliant. Die Leute sind komplett durchgedreht."

Seine Stimme war leise, fast ein Flüstern, doch sie besaß das Gewicht einer tonnenschweren Last. Er trat noch einen Schritt näher, so nah, dass Becky seinen Atem auf der Haut spüren konnte.

SETH ROLLINS: "Aber du bist in deiner eigenen Geschichte verloren gegangen, Honey. Du bist so verdammt heiß gelaufen, dass du die Kontrolle über die Realität verloren hast. Und das Problem mit Feuern, die so unkontrolliert brennen, ist nun mal… am Ende verbrennen sie nicht die Feinde. Sie verbrennen dich."

Eine ehrliche Warnung oder ein gut gemeinter Rat? Becky konnte mit der Antwort nicht viel anfangen. Sie hatte alles geplant und demnach sollte jetzt die verbale Hölle ausbrechen, endlich dieser eine Funke, den sie aus Seth herauskitzeln wollte. Wenn auch auf die denkbar härteste Weise und scheinbar ohne Erfolg. Entnervt winkte Becky ab. Sie kickte ihre Sneaker zur Seite und entledigte sich ihrem Hoodie. Mit einem matten Seufzen schnappte sie sich ihr Handtuch und verschwand in Richtung des gefliesten Nebenraums.

Seth setzte sich mit einem müden Lächeln auf die gegenüberliegende Couch. Das Grinsen auf seinem Gesicht wurde breiter. Sehr viel breiter. Er verschränkte die Arme vor der Brust und blickte auf die Digitaluhr an der Wand. Zehn Sekunden vergingen. Fünfzehn Sekunden. Zwanzig. Dann…

BECKY LYNCH: "JESUS CHRIST! Bloody Hell!"

Der gellende, markerschütternde Aufschrei hallte mit so viel Echo durch den gesamten Locker Room, dass die Wände zu vibrieren schienen. Was Seth ihr vielleicht nicht erzählt hatte, war, dass diese Dusche nicht einmal einen Temperaturregler hatte. Es gab schlichtweg kein warmes Wasser. Nur zu gern hätte er jetzt ihr Gesicht gesehen. Allein die Vorstellung ließ ihn schmunzeln. Doch…das Grinsen wich und eine überaus ernste Miene fand sich auf seinem Antlitz wieder ein.

BECKY LYNCH: "WAS ZUR HÖLLE IST DAS FÜR EINE PERVERSE SCHEISSE?! DAS IST KEIN WASSER, DAS IST FLÜSSIGES EIS! MEINE HAUT STIRBT AB!"

Die Badezimmertür flog mit einem lauten Knall auf. Becky stapfte heraus. Das Handtuch war so fest und aggressiv um ihren Körper gewickelt, als wäre es eine Kriegsrüstung. Die Haare hingen ihr halb nass ins Gesicht, die Arme waren so eng vor der Brust verschränkt, dass ihre Knöchel weiß anliefen. Sie sah exakt aus wie ein zutiefst beleidigter, wütender und völlig durchnässter Pudel. Sie zitterte vor Kälte und vor Wut. Das Wasser in den Augen verbarg ihr noch den Blick auf die Szenerie um Seth und mit welch hartem Blick er sie ansah. Die plötzliche Stille im Raum war ohrenbetäubend. Das einzige Geräusch war das gleichmäßige, rhythmische Tropfen auf den Boden und Beckys schwerer, rasselnder Atem. Die sonst so wilden roten Haare hingen ihr glatt und nass im Gesicht. Seth trat wieder an sie heran. Er ging leicht in die Hocke, fixierte ihre Augen, die nun frei von jedem manischen Glanz waren, und hob langsam die Hand. Mit dem Daumen strich er ihr eine nasse, schwere Strähne hinter das Ohr. Sein Blick war so kalt wie das Wasser, das noch immer von ihr herab perlte.

SETH ROLLINS: "Du hast da draußen vor der ganzen Welt behauptet, ich bräuchte eine Heizdecke und Kamillentee, weil ich zu weich geworden bin. Weil meine Karriere ruiniert wäre ohne jeglichen Antrieb?! Du bist es aber, die viel dringender eine ABKÜHLUNG braucht!”"

Die Abkühlung hat Becky in der Tat bekommen. Sie bibberte am ganzen Körper. Wobei es in diesem Moment nicht allein auszumachen war, ob es wirklich nur an der Kälte lag. Seth’ Augen blitzten merklich auf und man spürte regelrecht, wie er sich die nächsten Worte zurechtlegte.

SETH ROLLINS: "Sind wir denn jetzt fertig mit deinen kleinen Tests? Seit Wochen, Becks… seit Wochen drückst du jeden einzelnen Knopf, den du an mir kennst. Von Ethan über the Shield, Mox, jetzt noch Roman… Jede verdammte Woche findest du da draußen einen neuen Weg, mich medial daran zu erinnern, wer ich einmal war. Und jede Woche stehst du im Ring und hoffst im Stillen darauf, dass ich hier hinten endlich explodiere."

Becky fing sich allmählich wieder. Sie verschränkte die Arme demonstrativ vor der Brust und erwiderte seinen Blick mit kühler Arroganz. Ein schwaches, triumphierendes Grinsen kehrte auf ihre Lippen zurück.

BECKY LYNCH: "Vielleicht. Vielleicht funktioniert es ja genau deshalb."

Zu ihrer absoluten Überraschung nickte Seth daraufhin nur ganz langsam. Er stimmte ihr zu, entfernte sich dabei und schlüpfte fließend in die schwarze Anzughose.

SETH ROLLINS: "Ja. Es funktioniert."

Eine kurze Pause entstand. Das Grinsen verschwand augenblicklich aus Beckys Gesicht. Fast beiläufig zog Seth das schwarze Hemd an und knöpfte es akkurat zu. Eh er sich wieder seiner leicht irritierten Frau zu wendete.

SETH ROLLINS: "Ich werde wütend, Becks. Mit jeder einzelnen Woche, die du dieses Spiel spielst."

Seine Stimme blieb dabei vollkommen ruhig, fast schon flüsternd. Aber gerade diese unnatürliche Beherrschung wirkte umso eindringlicher, umso bedrohlicher als jedes laute Schreien. Er machte noch einen Schritt nach vorne, so nah, dass kaum mehr Luft zwischen ihnen war.

SETH ROLLINS: "Aber ich werde nicht wütend auf Roman. Nicht auf Mox. Und ganz bestimmt nicht auf Ethan."

Er hob langsam den Zeigefinger. Nicht drohend, nicht aggressiv, einfach nur unmissverständlich eindeutig. Und tippte ihr einmal ganz leicht, aber bestimmt gegen das Zentrum ihres Brustkorbs.

SETH ROLLINS: "Sondern auf dich.“

Für einen Moment herrschte absolute, lähmende Stille im Locker Room. Becky spürte den leichten Druck gegen ihre Brust, hielt seinem eisernen Blick jedoch ohne mit der Wimper zu zucken stand. Dann zuckte plötzlich ein kleines, fast schon erleichtertes Lächeln über ihre Lippen. Sie nickte zufrieden, als hätte sie genau darauf gewartet.

BECKY LYNCH: "Endlich. Da bist du ja."

Es hatte schon etwas verqueres an sich. Becky forderte Seth seit Wochen heraus. Nur das letzte was er wollte, war einen Groll auf Sie zu entwickeln. Nicht hier und nicht nach alle den Monaten die sie hinter sich hatten. Doch Seth erwiderte das Lächeln nicht. Er schüttelte nur langsam, fast schon mitleidig den Kopf.

SETH ROLLINS: "Nein. Genau das verstehst du nicht, Becks."

Seine Stimme wurde eine Nuance fester, dominanter. Er ging langsam an ihr vorbei, durchbrach die physische Nähe, drehte sich jedoch nach zwei Schritten auf den glatten Fliesen wieder zu ihr um.

SETH ROLLINS: "Du glaubst, ich brauche Wut, um dieser Mann zu sein. Du denkst, Zorn treibt mich an. Nein. Ich brauchte keine Wut… ich brauchte Klarheit."

Sein Blick war jetzt von einer erschreckenden, glasklaren Ruhe.

SETH ROLLINS: "Und die habe ich endlich."

Becky spürte zum ersten Mal an diesem Abend, wie sich ein ungutes Gefühl in ihrer Magengegend breit machte. Dieses Gespräch verlief nicht nach ihrem Drehbuch. Sie hatte die Kontrolle über die Richtung verloren.

SETH ROLLINS: "Ich weiß inzwischen ganz genau, was du hier eigentlich abziehst, Becks. Du kämpfst da draußen nicht gegen mich. Du führst hier drinnen keinen Krieg für meine Karriere."

Eine kurze, qualvolle Pause verstrich. Seine Augen bohrten sich förmlich in die ihren, legten ihre tiefsten Motive offen.

SETH ROLLINS: "Du kämpfst verzweifelt gegen die Möglichkeit… dass ich irgendwann an einem Punkt in meinem Leben angekommen sein könnte, an dem ich wirklich glücklich bin."

Beckys Miene veränderte sich augenblicklich. Die Kälte wich einer defensiven Schärfe. Gerade sie soll etwas gegen seine Glückseligkeit haben?

BECKY LYNCH: "Das ist absoluter Unsinn, Seth."

SETH ROLLINS: "Ist es das?"

Zum ersten Mal an diesem Abend hob sich einer seiner Mundwinkel zu einem spöttischen, wissenden Lächeln.

SETH ROLLINS: "Warum macht dich meine Ruhe dann so unendlich verrückt? Warum treibt es dich so sehr um, dass du eine ganze Arena metaphorisch anzünden musst? Weil meine Zufriedenheit bedeutet, dass dein Weg… dein rücksichtsloser, einsamer Weg vielleicht gar nicht der einzige Weg ist, um in diesem Business zu existieren."

Becky öffnete den Mund, um sofort scharf zu widersprechen, doch Seth hob leicht die Hand und ließ sie gar nicht erst zu Wort kommen. Er schnitt ihr das Wort ab, bevor sie ansetzen konnte.

SETH ROLLINS: "Du willst den Revolutionary zurück. Ich weiß. Ich verstehe das, Becks. Ich vermisse ihn manchmal selbst."

Diese nackte, ungeschützte Ehrlichkeit traf Becky völlig unerwartet. Es nahm ihr jeglichen Wind aus den Segeln. Doch bevor sie diesen weichen Moment greifen konnte, trat Seth wieder direkt vor sie. Nicht physisch bedrohlich, aber mit einer raum einnehmenden Pracht und einer mentalen Aura, die den gesamten Locker Room im Bruchteil einer Sekunde ausfüllte. Der Architect stand vor ihr.

SETH ROLLINS: "Aber wenn dieser Mann zurückkommt… dann nicht, weil du mich Woche für Woche vor den Kameras provoziert hast. Nicht, weil Ethan Page glaubt, er könnte mich für seine Spielchen benutzen. Nicht, weil Roman Reigns irgendwo auf einem Thron sitzt und Champion sein will. Und ganz bestimmt nicht, weil Jon Moxley noch immer seine blutigen Kriege führt."

Er legte sich die flache Hand mit Nachdruck auf den eigenen Brustkorb, genau über sein Herz.

SETH ROLLINS: "Sondern einzig und allein, weil ich es so entscheide."

Er machte einen letzten, finalen Schritt nach vorn. Jetzt standen sie sich so nah gegenüber, dass sich ihre Stirnen beinahe berührten. Sie konnten den Atem des jeweils anderen spüren. Ein kaum wahrnehmbares, gefährliches Lächeln erschien auf Seth’ Gesicht.

SETH ROLLINS: "Du willst den Mann zurück, der diese Welt im Alleingang verändert hat, Rebecca? Schön. Aber wenn dieser Mann zurückkehrt… dann folgt er niemandem. Und ganz bestimmt nicht deinem Drehbuch."

Er hielt ihren Blick noch für ein paar endlose Sekunden gefangen, in denen die Luft im Raum zu knistern schien.

SETH ROLLINS: "Dann folgen die anderen ihm."

Becky sagte nichts. Zum ersten Mal seit Monaten, zum ersten Mal in dieser gesamten, intensiven Fehde fand The Man keine schlagfertige Antwort. Die Worte blieben ihr schlichtweg im Hals stecken. Seth hielt den intensiven Augenkontakt noch einen letzten Herzschlag lang. Dann löste er sich mit einer fließenden Bewegung, griff nach dem schwarzen Sakko, welches auf der Bank bereitlag und ging langsam an ihr vorbei. Er blieb nicht noch einmal stehen. Er wartete nicht auf eine Rechtfertigung, eine Entschuldigung oder eine feurige Ansage. Er ging einfach. Die schwere Holztür öffnete sich und einen Moment später fiel sie mit einem leisen, dumpfen Klicken hinter ihm ins Schloss.

Becky Lynch blieb allein im stummen Locker Room zurück. Minutenlang starrte sie einfach nur stumm auf die geschlossene Tür, durch die er gerade verschwunden war. Das Summen der Neonröhren war wieder das einzige Geräusch. Langsam, fast schon mechanisch, senkte sie den Blick nach unten, wo der goldene SHINE Championship Belt im fahlen Licht glänzte. Und dann, ganz langsam, huschte ein kaum merkliches, echtes Lächeln über ihre Lippen. Nicht, weil sie dieses verbale Duell gewonnen hatte. Das hatte sie nicht. Sondern weil sie tief in ihrem Inneren wusste, dass ihr Plan aufgegangen war. Zum ersten Mal seit einer halben Ewigkeit glaubte sie, in der eisigen, unerschütterlichen Klarheit seiner Augen wieder einen kleinen, gefährlichen Funken des Mannes gesehen zu haben, in den sie sich einst verliebt hatte. Der Architekt war noch da. Und er war bereit, das Fundament einzureißen.

[Bild: HIST.jpg]

MAIN EVENT
c2c WORLD HEAVYWEIGHT CHAMPIONSHIP
WAR GAMES
The Bloodline vs. Team Omega ©

[img]BILD[/img]
Writer: ???

Die Kameras schwenkt langsam das tobende Publikum in der ausverkaufte Arena. Tausende Fans stehen bereits auf den Beinen, während überall Schilder in die Höhe gehalten werden. Die Spannung ist greifbar. Dann wird das Licht in der Halle langsam gedimmt. Ein tiefer, bedrohlicher Bass erfüllt die Arena. Ein dumpfer Donnerschlag hallt durch die Lautsprecher. Die Kamera richtet sich nun auf das, worum sich heute alles dreht ...den WarGames-Käfig.

[Bild: War-Games-K-fig.webp]

Hoch oben unter dem Hallendach hängt die gigantische Stahlkonstruktion noch regungslos. Das kalte Licht der Scheinwerfer spiegelt sich auf den massiven Stahlstreben und den engmaschigen Gitterwänden wider. Unter dem Käfig stehen bereits die beiden nebeneinander aufgebauten Wrestlingringe bereit für eine Schlacht die wohl unvergessen bleibt. Ein weiterer dumpfer Schlag ertönt. Die Hintergrundmusik wird lauter begleitet von schweren Trommeln, die wie Herzschläge durch die Arena hämmern. Auf den LED-Wänden erscheinen Flammen, Funken und Stahltexturen, während riesige rote Buchstaben eingeblendet werden.

WAR... GAMES...

Mit einem lauten metallischen Geräusch setzen sich die gewaltigen Seilwinden unter der Hallendecke in Bewegung. Langsam beginnt sich der Käfig zu senken. Ein lautes Knarren des Stahls ist in der gesamten Halle zu hören.

Wade Barrett
"Jetzt gibt es kein Zurück mehr! Schaut euch diese Konstruktion an! Zwei Ringe... umgeben von massivem Stahl. Dieser Käfig ist nicht dazu da, die Superstars zu schützen. Er ist dafür gebaut worden, damit niemand entkommen kann. Heute Abend schreibt Coast 2 Coast Wrestling Geschichte, denn wir erleben das allererste WarGames Match dieser Company. Und ich verspreche euch eins... Wenn dieser Käfig sich endgültig abgesenkt hat, wird keiner der sechs Männer denselben Käfig wieder verlassen wie er ihn betreten hat."


Pat McAfee
"Das hier ist kein normales Match mehr. Vergesst Pinfalls nach fünf Minuten... vergesst Count-Outs... vergesst Disqualifikationen. Sobald der Käfig geschlossen wird, gibt es nur noch einen Weg hinaus und zwar nachdem einer dieser Männer aufgegeben hat oder endgültig besiegt wurde. Roman Reigns... Main Event Jey Uso... Jacob Fatu... auf der einen Seite. Kenny Omega... LA Knight... und Solo Sikoa auf der anderen. Sechs absolute Topstars... sechs völlig unterschiedliche Persönlichkeiten... aber nur ein Team wird diese Nacht überstehen."


Cathy Kelley
"Seit Monaten hat sich alles genau auf diesen Moment zugespitzt. Aus einem persönlichen Konflikt zwischen Roman Reigns und Kenny Omega wurde ein Krieg, der inzwischen die gesamte Company erfasst hat. LA Knight stellte sich auf die Seite des Champions. Die Bloodline fand wieder zusammen. Jacob Fatu schloss sich seinem Tribal Chief an und schließlich entschied sich auch Solo Sikoa, seine eigene Rolle in diesem Krieg einzunehmen. Heute Abend werden sämtliche offenen Rechnungen innerhalb dieses Stahlkäfigs beglichen."


Wade Barrett
"Und vergessen wir vor allem nicht die unglaubliche Bedeutung dieses Matches. Es geht nicht nur um Stolz oder darum, welche Gruppierung am Ende die Oberhand behält. Es geht um den größten Preis in Coast 2 Coast Wrestling... die World Heavyweight Championship. Gewinnt Roman Reigns mit seinem Team, verlässt der Tribal Chief diese Arena als neuer World Heavyweight Champion."


Cathy Kelley
"Doch die andere Seite dieser Medaille ist mindestens genauso gewaltig. Sollte Kenny Omega und sein Team heute Abend siegreich sein, endet eine der größten Rivalitäten der jüngeren c2c-Geschichte endgültig. Roman Reigns erhält keine weitere Chance mehr auf Kenny Omega, solange dieser World Heavyweight Champion bleibt. Keine Ausnahmen. Keine Sonderregel. Keine weiteren Forderungen des Tribal Chiefs."


Pat McAfee
"Denkt einmal darüber nach. Roman Reigns hat monatelang alles auf Kenny Omega ausgerichtet. Jeder Schritt der Bloodline... jede Entscheidung... jeder Angriff hatte nur ein Ziel... den World Heavyweight Championship zurück zum Tribal Chief zu holen. Sollte Roman heute verlieren, dann verliert er nicht einfach nur ein Match... er verliert seine letzte Möglichkeit, Kenny Omega den Titel abzunehmen."


Wade Barrett
"Und genau deshalb rechne ich heute Abend mit einer Brutalität, wie wir sie in Coast 2 Coast Wrestling noch nie erlebt haben. Roman Reigns wird alles riskieren. Kenny Omega wird alles riskieren. Jacob Fatu wird wie ein unaufhaltsames Monster durch diesen Käfig fegen. LA Knight wird kämpfen, als hinge seine Karriere davon ab. Solo Sikoa kennt die Bloodline besser als jeder andere und Main Event Jey Uso hat bereits mehrfach bewiesen, dass er in den größten Matches seiner Karriere über sich hinauswächst."


Pat McAfee
"Das hier wird keine Wrestling-Vorstellung... das wird ein Krieg. Stahl, Schmerz, Chaos und sechs Männer, die bereit sind, alles zu opfern. Ganz egal, wer heute Abend gewinnt... nach WarGames wird Coast 2 Coast Wrestling nie wieder dieselbe Company sein."


Plötzlich verstummen die Kommentatoren und für den Bruchteil einer Sekunde liegt absolute Stille über der Arena. Dann... "ACKNOWLEDGE ME." Die unverkennbare Stimme hallt mit gewaltiger Wucht durch die Lautsprecher. Im selben Moment ertönt die monumentale Entrance Theme des Tribal Chiefs Roman Reigns.



Ein ohrenbetäubender Mix aus Buhrufen und Jubel explodiert förmlich durch die ausverkaufte Arena. Tausende Zuschauer springen gleichzeitig von ihren Sitzen auf. Einige strecken demonstrativ den Zeigefinger in die Luft, während andere den Tribal Chief lautstark ausbuhen. Die ersten schweren Klänge der Musik erfüllen die Halle und zeitgleich verändert sich die komplette Lichtstimmung. Sämtliche weißen Scheinwerfer erlöschen nahezu gleichzeitig. Stattdessen taucht ein tiefes, königliches Blau die gesamte Arena in eine kalte Atmosphäre. Vereinzelte goldene Lichtstrahlen schneiden langsam durch den Nebel und kreisen über den beiden WarGames-Ringen sowie dem gewaltigen Stahlkäfig. Die LED-Wände beginnen zu pulsieren. Wellen aus blauem Licht laufen synchron mit den dumpfen Bassschlägen der Musik über die gigantische Videowall. Auf der Stage erscheinen langsam goldene Funken, die sich wie glühende Asche über die Bildschirme ziehen. Dann erscheint in riesigen goldenen Lettern nur ein einziges Wort.

ACKNOWLEDGE...

Mit jedem Schlag der Musik zucken die Scheinwerfer erneut auf. Der Stahlkäfig reflektiert das blaue Licht und wirkt dadurch noch bedrohlicher. Die massiven Gitterwände werfen lange Schatten über beide Wrestlingringe und verleihen der gesamten Konstruktion beinahe den Eindruck einer Festung. Dichter Nebel beginnt über der Entrance Stage aufzusteigen. Langsam breitet er sich über die Rampe aus und wird von den blauen Lichtkegeln durchbrochen. Die Kameras schwenken immer wieder zwischen der Stage, dem riesigen WarGames-Käfig und den Zuschauerrängen hin und her. Die Kameras verlassen für einen kurzen Moment die imposante Entrance Stage. Die Musik des Tribal Chiefs läuft ununterbrochen weiter, während die Zuschauer gespannt auf den ersten Blick auf Roman Reigns warten. Doch anstatt den üblichen Eingang zu zeigen, schaltet die Regie plötzlich in den Backstagebereich. Ein langer, nur schwach beleuchteter Korridor erscheint auf den Videoleinwänden. Die blauen Lichtreflexionen der Arena spiegeln sich selbst hier noch an den dunklen Wänden wider. Für einige Sekunden geschieht... nichts. Die Kamera fährt langsam nach vorne. Am Ende des Ganges befindet sich eine massive, schwarze Tür. Auf einem silbernen Namensschild prangt in tiefroten Großbuchstaben nur ein einziger Name.

[Bild: Thebloodlinelogo.png]

Die Zuschauer reagieren sofort mit einem ohrenbetäubenden Gemisch aus Buhrufen und lautem Jubel. Die Kamera bleibt regungslos auf die verschlossene Tür gerichtet. Roman Reigns Theme hämmert weiter durch die Lautsprecher. Sekunde um Sekunde vergeht und niemand kommt heraus. Die Spannung wird beinahe unerträglich. Dann langsam bewegt sich die Türklinke. Ein leises metallisches Klicken ist zu hören. Die schwere Tür öffnet sich Zentimeter für Zentimeter. Dichter Nebel aus der klimatisierten Umkleide zieht langsam in den Flur. Als sich die Tür vollständig öffnet, steht dort zuerst... Paul Heyman. Der Wiseman tritt als Erster heraus... Perfekt gekleideter schwarzer Maßanzug und blutrote Krawatte. Die Hände liegen vor seinem Körper ineinander. Heyman blickt nicht nach links oder nach rechts. Mit ernster Miene macht er lediglich einen Schritt zur Seite. Als würde er Platz machen... für seinen Tribal Chief. Die Halle explodiert... Langsam erscheint Roman Reigns im Türrahmen. Der Tribal Chief bleibt zunächst regungslos stehen. Er ist perfekt in seinem Ringgear gekleidet für sein härtesten Match seiner Coast 2 Coast Karriere. Sein Gesicht zeigt keinerlei Emotion ob lächeln... Zorn nur diese eiskalte Gelassenheit. Sein Blick wandert langsam den Korridor entlang als würde bereits jeder Meter dieses Gebäudes ihm gehören. Er macht schließlich seinen ersten Schritt aus der Umkleide.

Direkt hinter ihm erscheint... "Main Event" Jey Uso und sofort werden die Reaktionen in der Halle noch lauter. "YEET! YEET! YEET!" Jey trägt bereits sein komplettes Ringgear... Schwarze Wrestlinghose... Getapte Handgelenke... weiße Sneaker... und sein Blick ist vollkommen fokussiert. Während Roman ruhig und kontrolliert wirkt strahlt Jey eine intensive Entschlossenheit aus. Er wirft einen kurzen Blick nach rechts dann wieder geradeaus... Und direkt neben ihm tritt nun... Jacob Fatu aus der Umkleide. Ein gewaltiges Raunen geht durch die Arena. Jacob wirkt wie ein Raubtier... Die Schultern breit... Die Fäuste locker geballt und sein Blick wirkt wild. Immer wieder spannt sich seine Kiefermuskulatur an. Er scheint kaum erwarten zu können, endlich den Käfig zu betreten. Ein kurzes Knacken seines Nackens. Ein tiefes Ausatmen mehr braucht der Samoan Werewolf nicht. Als Letzter folgt... Jimmy Uso. Ganz im Gegensatz zu den anderen erscheint Jimmy mit einem breiten Grinsen. Er klatscht laut in die Hände und dreht sich noch einmal kurz zurück zur Umkleide und schlägt gegen den Türrahmen. Paul Heyman stellt sich nun automatisch an Romans linke Seite. Es ist offensichtlich jeder kennt seinen Platz. Roman setzt sich langsam in Bewegung und sofort schließen sich Jey und Jacob direkt hinter ihrem Tribal Chief an. Jimmy läuft leicht versetzt daneben sowie Heyman hält sich dicht an Romans Schulter. Die Kamera fährt nun rückwärts vor der gesamten Gruppe her. Die Bloodline marschiert geschlossen durch den langen Korridor. Jeder Schritt erfolgt nahezu im gleichen Rhythmus.

Schwer... langsam... Selbstbewusst. Mitarbeiter bleiben augenblicklich stehen und Road Agents treten zur Seite. Weitere Kameraleute machen den Weg frei. Niemand wagt es, ihnen entgegenzulaufen. Die Musik hallt weiterhin durch das gesamte Gebäude. Der Weg zur Gorilla Position scheint immer kürzer zu werden. Roman richtet den Blick kein einziges Mal zu den umstehenden Personen weil für ihn existieren sie nicht. Jey geht direkt hinter ihm. Immer wieder hört man aus der Arena die lautstarken... "YEET! YEET! YEET!" Rufe bis in den Backstagebereich. Jimmy kann sich erneut ein Grinsen nicht verkneifen. Jacob Fatu knurrt leise vor sich hin und seine Augen sind ausschließlich auf den Eingang zur Gorilla Position gerichtet. Paul Heyman blickt kurz zu Roman doch der Tribal Chief erwidert den Blick nicht. Er marschiert unbeirrt weiter. Die Bloodline gehen durch die Gorilla Position an Produzenten... Mitarbeiter oder Referees... Am Ende des Korridors wird schließlich der schwarze Vorhang der Gorilla Position sichtbar. Die Kamera begleitet die Bloodline bis unmittelbar vor den schwarzen Vorhang der Gorilla Position. Roman Reigns bleibt für einen kurzen Augenblick stehen. Paul Heyman positioniert sich einen halben Schritt hinter seinem Tribal Chief. Jey Uso und Jacob Fatu stehen dicht hinter Roman, während Jimmy Uso noch einmal tief durchatmet und sich mit beiden Händen kurz auf die Oberschenkel klopft und niemand sagt ein Wort. Man hört lediglich die dumpfen Bässe der Entrance Theme, die durch den gesamten Backstagebereich vibrieren. Ein Produktionsmitarbeiter hebt langsam seine Hand. Es erhebeb sich drei Finger... zwei... einer und zeigt nach vorne. Roman nickt kaum merklich. Dann wechselt die Kamera...

Dichter Nebel liegt auf der gesamten Stage und fließt wie eine Welle die lange Rampe hinunter bis in Richtung der beiden Ringe. Die gigantische LED-Wand pulsiert im Rhythmus der Musik. Immer wieder erscheinen flackernde blaue Blitze, goldene Funken und das Symbol der Bloodline auf den Bildschirmen. Die Zuschauer halten ihre Smartphones in die Höhe und tausende kleine Lichter funkeln in der Arena. Die Fans wissen... jetzt kommt er. Die Musik erreicht ihren nächsten Höhepunkt. Die Bassschläge werden lauter und die Scheinwerfer richten sich gleichzeitig auf den Eingangsbereich. Der Nebel wird dichter für einen kurzen Augenblick ist nichts zu erkennen. Dann zeichnet sich langsam eine Silhouette hinter dem weißen Nebel ab. Mit jedem weiteren Bassschlag wird die Kontur deutlicher. Schließlich tritt Roman Reigns langsam auf die Stage sofort explodiert die Arena. Ein ohrenbetäubender Mix aus Buhrufen und Jubel erfüllt die gesamte Arena.

Roman bleibt genau in der Mitte der Stage stehen. Er bewegt sich keinen Zentimeter und doch den Kopf leicht erhoben. Die Schultern breit und seine Augen schweifen langsam über den gigantischen WarGames-Käfig, bevor sein Blick weiter bis zu den beiden Wrestlingringen wandert. Keine Emotion und auch keine Hast nur die ruhige, beinahe majestätische Ausstrahlung des Tribal Chiefs. Sekunden später treten Paul Heyman, "Main Event" Jey Uso, Jacob Fatu und Jimmy Uso hinter ihm auf die Stage. Paul Heyman bleibt leicht hinter Roman stehen und verschränkt respektvoll die Hände vor seinem Körper. Jey positioniert sich zur rechten Seite seines Tribal Chiefs. Sein Blick ist sofort auf den Käfig gerichtet. Die getapten Hände hängen locker neben seinem Körper, doch seine Körpersprache verrät höchste Konzentration. Auf der linken Seite stellt sich Jacob Fatu auf. Seine Brust hebt und senkt sich schwer. Immer wieder knackt er mit dem Nacken, während seine Augen förmlich durch den Stahlkäfig hindurchzublicken scheinen. Jimmy Uso bleibt etwas lockerer. Er grinst kurz in die Menge, hebt beide Arme und zeigt mit ausgestrecktem Zeigefinger nach oben. Die gesamte Bloodline bleibt regungslos mitten auf der Stage stehen. Keiner von ihnen macht auch nur einen weiteren Schritt. Für einen Moment scheint die Zeit stillzustehen. Die monumentale Entrance Theme des Tribal Chiefs hallt weiterhin mit ihren schweren Bassschlägen durch die Arena, während dichter Nebel um die Gruppe herumzieht.

Roman Reigns steht exakt im Mittelpunkt der Formation vor ihm liegt der gigantische WarGames-Käfig. Sein Blick bleibt unverändert auf den Ring gerichtet und langsam hebt der Tribal Chief sein Kinn ein kleines Stück an. Das Gesicht bleibt vollkommen ausdruckslos und darauf bewegt sich seine rechte Hand. Ganz langsam und fast schon feierlich. Der Arm hebt sich Zentimeter für Zentimeter, bis schließlich sein rechter Zeigefinger kerzengerade in die Höhe zeigt. Sofort explodieren die Reaktionen in der Arena erneut. Ein ohrenbetäubender Mix aus lautstarken Buhrufen und ebenso lauten Jubelrufen erfüllt den gesamte Arena. Ein Teil der Zuschauer streckt ebenfalls den Finger nach oben und andere buhen den Tribal Chief aus voller Kehle aus. Direkt neben Roman reagieren nun auch die übrigen Mitglieder der Bloodline. Jey Uso hebt ohne zu zögern ebenfalls seinen rechten Arm. Sein Blick bleibt eisern nach vorne gerichtet, während sein ausgestreckter Zeigefinger zur Hallendecke zeigt. Jimmy Uso grinst breit, blickt kurz in die Zuschauerränge und hebt anschließend ebenfalls seinen Finger in die Höhe. Jacob Fatu richtet sich zu voller Größe auf. Seine Brust hebt sich tief, ehe auch er langsam seinen rechten Arm ausstreckt. Sein Finger zeigt nach oben, während sein Blick beinahe wild durch das Stahllabyrinth des WarGames-Käfigs wandert. Paul Heyman tritt einen halben Schritt hinter Roman, legt die linke Hand an seinen Bauch und hebt mit der rechten ebenfalls respektvoll den Zeigefinger. Die komplette Bloodline steht nun geschlossen auf der Stage... fünf Personen... fünf erhobene Zeigefinger... ein einziges Symbol. Die Kameras fahren langsam um die Gruppe herum und liefern beeindruckende Bilder. Hinter ihnen pulsiert die riesige LED-Wand im tiefen Königsblau. Dann...

BOOOOOOOOM!

Mit einem gewaltigen Knall schießen plötzlich unzählige goldene und blaue Pyro-Raketen links und rechts der Stage in den Himmel.

BOOOOOOOOM! BOOOOOOOOM! BOOOOOOOOM!

Meterhohe Fontänen aus gleißenden Funken steigen empor und tauchen die gesamte Bloodline in ein Meer aus Gold und Blau. Zeitgleich explodieren weitere Feuerwerkskörper entlang der Stage. Goldene Kometen schießen bis unter das Hallendach. Blaue Lichtblitze zucken synchron zu den dumpfen Bassschlägen der Entrance Theme. Der Stahl des WarGames-Käfigs reflektiert jede einzelne Explosion, wodurch der gesamte Käfig in einem flackernden Wechselspiel aus Gold und tiefem Blau erstrahlt. Dichter Rauch steigt auf und legt sich langsam über die Stage, während immer neue Pyrofontänen emporbrechen. Die Zuschauer reagieren völlig unterschiedlich. Ein Teil der Arena buht die Bloodline gnadenlos aus und ein anderer Teil streckt den Finger ebenfalls nach oben. Die Atmosphäre ist ohrenbetäubend und mitten in diesem Inferno aus Licht, Feuer und Lärm bewegt sich Roman Reigns keinen einzigen Zentimeter. Er steht regungslos wie eine Statue. Die langen Bassschläge seiner Musik begleiten jede Sekunde, während um ihn herum weiterhin die Pyrotechnik explodiert. Jey Uso bleibt mit erhobenem Finger neben seinem Tribal Chief stehen. Seine Augen sind bereits auf den Ring gerichtet, als würde für ihn das Match längst begonnen haben. Jimmy Uso nickt langsam vor sich hin und grinst selbstbewusst in Richtung Publikum. Jacob Fatu atmet schwer und seine Kiefermuskulatur arbeitet unaufhörlich, während seine Finger sich bereits unbewusst zu Fäusten schließen. Paul Heyman blickt voller Stolz zwischen Roman Reigns und dem WarGames-Käfig hin und her. Schließlich endet die letzte Pyroexplosion mit einem gewaltigen Knall. Die monumentale Entrance Theme des Tribal Chiefs hallt weiterhin durch die Arena, während die gesamte Bloodline noch immer regungslos auf der Stage steht.

Roman Reigns senkt schließlich als Erster seinen rechten Arm und langsam gleitet sein ausgestreckter Zeigefinger wieder nach unten. Ohne eine einzige Emotion im Gesicht richtet der Tribal Chief seinen Blick auf den gigantischen WarGames-Käfig. Dann dreht er den Kopf nur wenige Zentimeter nach rechts. Seine Augen treffen auf Jey Uso und zwischen den beiden fällt kein einziges Wort. Nur ein kaum wahrnehmbares Nicken und Jey versteht es sofort. Der "Main Event" nickt ebenso knapp zurück. Sein Gesicht bleibt ernst. Kein Grinsen mehr. Kein Blick ins Publikum. Nur der Ring vor ihm... Jimmy schaut erst zu Roman, dann zu seinem Bruder. Er schlägt Jimmy lediglich einmal kräftig gegen die Schulter. Dann blickt er kurz zu Jacob Fatu. Jacob nickt langsam zurück und seine Augen wirken beinahe hungrig. Anschließend richtet Jey den Blick wieder nach vorne. Ohne jede Hektik setzt er sich schließlich in Bewegung. Mit langsamen, kontrollierten Schritten verlässt "Main Event" Jey Uso die Formation der Bloodline. Die Kamera begleitet ihn seitlich, während hinter ihm Roman Reigns, Jacob Fatu, Jimmy Uso und Paul Heyman auf der Stage zurückbleiben.

Die gesamte Arena scheint dies zu genießen. Jey reagiert kaum darauf denn seine Schritte bleiben ruhig. Sein Blick ist ausschließlich auf den WarGames-Käfig gerichtet. Vor ihm liegt die lange Rampe. Unter ihm spiegeln sich die blauen LED-Lichter. Über ihm ragt die gigantische Stahlkonstruktion des Käfigs empor. Mit jedem Schritt kommt er dem Ring näher. Während Jey seinen Weg zum Ring fortsetzt, dreht sich Roman Reigns langsam nach links. Neben der Stage befindet sich die kleinere Stahlzelle, die speziell für WarGames errichtet wurde. Der sogenannte Holding Cage... Bereits steht dort ein Offizieller bereit. Roman blickt kurz zu Jacob Fatu und wieder genügt ein einziges Nicken. Der Samoan Werewolf grinst nur leicht. Der Tribal Chief marschiert gemeinsam mit Jacob auf den kleinen Stahlkäfig zu. Die Kamera schwenkt auf den Miniaturkäfig. Die schwere Stahltür steht bereits geöffnet. Roman bleibt kurz davor stehen. Sein Blick wandert von den Zuschauern über den riesigen WarGames-Käfig bis hinunter zu Jey Uso, der inzwischen fast den Ring erreicht hat. Er wirkt vollkommen gelassen fast so, als würde alles exakt nach seinem Plan verlaufen. Dann tritt der Tribal Chief ohne zu zögern durch die geöffnete Tür. Die Stahlgitter umschließen ihn sofort und direkt hinter ihm betritt Jacob Fatu die kleine Zelle. Kaum steht der Samoan Werewolf im Inneren, beginnt er unruhig auf und ab zu gehen. Immer wieder spannt sich seine Brust an. Seine Finger öffnen und schließen sich zu Fäusten. Paul Heyman und Jimmy Uso teilen noch etwas dem Tribal Chief mit doch wegen der lautstärke ist nichts zu verstehen. Darauf verlassen Heyman und Jimmy Uso die Stage und verschwinden Backstage. Ein Referee tritt an die Tür. Er überprüft noch einmal den Verschluss und langsam zieht er die massive Stahltür zu. Mit einem lauten metallischen Geräusch fällt sie ins Schloss. Der Offizielle schiebt den dicken Stahlriegel ein. Dann legt er zusätzlich das massive Vorhängeschloss an. Ein letzter prüfender Zug... und die Tür bewegt sich keinen Millimeter mehr. Roman Reigns und Jacob Fatu sind nun offiziell im Holding Cage eingeschlossen und warten auf ihren Einsatz im ersten WarGames-Match der Geschichte von Coast 2 Coast Wrestling.

Schließlich erreicht Jey das Ende der Rampe und direkt vor ihm erhebt sich die massive Käfigtür. Ein Offizieller wartet bereits daneben. Der Referee blickt Jey kurz an. Jey erwidert den Blick mit einem kaum merklichen Nicken. Der Offizielle öffnet langsam die schwere Stahltür und das metallische Geräusch hallt durch die gesamte Arena. Die Zuschauer reagieren erneut lautstark. Jey bleibt noch einen kurzen Moment vor dem Eingang stehen. Er hebt den Kopf und sein Blick wandert langsam durch den gesamten Käfig. Vom ersten Ring... zum zweiten Ring... über die hohen Stahlwände... bis hinauf zur Hallendecke. Er scheint jede Einzelheit in sich aufzunehmen dann macht er den ersten Schritt. Langsam betritt "Main Event" Jey Uso den WarGames-Käfig. Die Tür fällt hinter ihm jedoch noch nicht ins Schloss. Jey marschiert ohne Hast in den linken Ring. Seine weißen Sneaker quietschen leicht auf der Ringmatte. Er bleibt zunächst in der Ringmitte stehen und langsam dreht er sich einmal um die eigene Achse. Der Blick schweift über die Zuschauer. Er beginnt leicht auf den Fußballen zu wippen. Locker... Rhythmisch... immer schneller. Er schüttelt beide Arme aus und rollt die Schultern nach hinten... klatscht zweimal kräftig in die Hände. Anschließend fährt er sich mit beiden Händen über das Gesicht und zieht die getapten Handgelenke noch einmal fest.

Die Bloodline ist „verstaut“! Fehlen noch ihre drei Gegner! Es folgt zunächst ein Cut in den Backstage Bereich. Genauer gesagt in den Parkin Lot! Wirklich viel Betrieb herrscht hier nicht mehr. Die Fahrzeuge stehen auf ihren zugewiesenen Plätzen, die Fahrer und Fahrerinnen sind mit ihren Tätigkeiten bei Coast 2 Coast Wrestling beschäftigt und sorgen dafür, dass diese Special Show ein reibungsloser Erfolg wird. Doch da…Motorengeräusche! Immer lauter und klarer werdend. Unter lautem Getöse biegt ein langer Wagen um eine Ecke. Den haben wir doch vorhin bereits gesehen…den Impala, mit dem Team Omega unterwegs war. Der gluckernde Motor macht weiter seinen gleichmäßigen Sound, als das Auto, mitten im Weg, stehen bleibt. Da zieht der Fahrer den Schlüssel aus dem Zündschloss und Ruhe kehrt ein. Ein paar Sekunden passiert nichts…bis die Türe aufgeht. LA Knight steigt aus, erneut den Fahrer mimt. Die Fans in der Halle schreien auf und man hört massig „Yeah“ Rufe aus den Zuschauerreihen. Knight, nun in seiner Gear und der Weste gekleidet, lächelt zufrieden und schlägt die Türe wieder zu. Da steigt der Beifahrer aus…Solo Sikoa! Auch erst ist bereit für die Schlacht und hat noch zusätzlich ein weißes Handtuch um den Hals hängen. Ernst nickt er Knight zu und geht mit diesem ein paar Schritte nach vorne. Fehlt noch eine Person…der Captain des Teams! Und siehe…wie vorher im Einspieler saß Kenny Omega auf der hinteren Bank. Mit dem World Heavyweight Title in den Händen schält er sich aus dem Wagen und gesellt sich zu den anderen Männern…direkt zwischen sie. Knight wird zugenickt…Solo auch! Dann deutet der Cleaner die Richtung an…

Kenny Omega: Auf in den Kampf, meine Herren!

Es ist an der Zeit, den Krieg mit Roman Reigns und der Bloodline zu beenden. Wie auch immer das Ergebnis aussehen wird. Hochmotiviert und voller Tatendrang marschieren sie los und werden dabei ein Stück von der Kamera begleitet. Als sie durch einen schwarzen Vorhang treten, bleibt das Bild zurück und es wird wieder in die eigentliche Halle geschaltet. Die Fans sind weiterhin aufgeregt und freuen sich tierisch auf den anstehenden Fight im War Games Käfig.



Carry on, my wayward son ... There'll be peace when you are done ... Lay your weary head to rest... Don't you cry no more!

*BOOM*

Auch hier werden die Pyros gezündet. Auf der großen Leinwand werden Zusammenschnitte aus Matches der drei Männer gezeigt, die gemeinsam auf der Stage stehen. Von uns aus gesehen links Solo Sikoa, der die Arme ineinander verschränkt hat und stoisch in die Menge starrt. Rechts LA Knight, der mit seinen Händen seine bekannte Pose zeigt. Und in der Mitte? Seitlich positioniert, den World Title auf die linke Schulter gedrückt und den rechten Arm zur Pistolengeste ausgestreckt...Kenny Omega!

Matthew Rehwoldt: "Making their way to the ring... Solo Sikoa... LA Knight... and the c2c World Heavyweight Champion Kenny Omega... TEAM OOOOOMEGAAAA!"

Das Team Omega verharrt kurz und geht dann gemeinsam die paar Meter bis zum freien Käfig. Kurz wird untereinander beraten, bevor Kenny den Titel einem der Unparteiischen in die Pfoten drückt und gemeinsam mit Sikoa in das primäre Gefängnis steigt. Sicher haben sie vorher abgesprochen, dass der Megastar beginnt. Zielstrebig wandert LA in Richtung der Stahlkonstruktion. Dabei schickt er einige Worte in Richtung von Jey Uso, die aber im ganzen Lärm untergehen. Am Eingang hält er kurz inne und stößt einen Pfiff aus. Ja, das ist auch für einen LA Knight eindrucksvoll! Das Match hier kann seine Karriere auf ein neues Level heben...oder sie sogar beenden. Und alles zwischendrin kann passieren. Egal, jetzt ist es eh zu spät und auch der ehemalige Eli Drake will nicht mehr zurückziehen. Er entledigt sich seiner Weste und geht durch den Eingang. Langsam verstummt Kansas!

Jetzt befinden sich beide Startteilnehmer offiziell innerhalb des WarGames-Käfigs. Jey Uso und LA Knight gehen langsam aufeinander zu nur noch wenige Meter trennen sie. Keiner sagt ein Wort oder weicht zurück. Jedoch beide bleiben schließlich mitten zwischen den beiden Ringen stehen. Jey hebt langsam sein Kinn... Knight verschränkt kurz die Arme und grinst. Der Ringrichter blickt noch einmal zu beiden Männern. Links steht "Main Event" Jey Uso, leicht in die Knie gegangen, die Hände geöffnet und den Blick fest auf seinen Gegner gerichtet. Auf der gegenüberliegenden Seite federt LA Knight locker auf den Fußballen. Ein selbstbewusstes Grinsen liegt auf seinem Gesicht, doch seine Augen verraten höchste Konzentration. Die Fans stehen geschlossen auf den Beinen.

Wade Barrett
"Da sind sie! Die ersten beiden Männer dieses historischen WarGames-Matches! Und keiner von beiden zeigt auch nur den kleinsten Funken Respekt!"


Cathy Kelley
"Genau so muss WarGames beginnen! Zwei Männer, die sich keinen Zentimeter schenken werden!"


Ein 5:00 Min. Timer wird auf dem Titan Tron angezeigt. Der Referee hebt den Arm.

DING! DING!

Das erste WarGames-Match nach langer Zeit bei der Geschichte von Coast 2 Coast Wrestling hat offiziell begonnen. Beide Männer verlassen gleichzeitig ihre Ringecken... Langsam... Bedächtig... Keiner möchte den ersten Fehler machen. Sie umkreisen sich ohne den Blick voneinander abzuwenden. Jey hebt leicht die Hände und Knight nickt nur grinsend. Plötzlich streckt Knight seine rechte Hand aus. Die Zuschauer reagieren überrascht. Jey blickt kurz auf die Hand und ein kurzes Grinsen huscht über sein Gesicht plötzlich schlägt er ein. Kaum berühren sich ihre Hände, zieht Knight Jey ruckartig zu sich und versucht sofort einen schnellen Clothesline. Jedoch Jey taucht blitzschnell darunter hindurch. Beide drehen sich gleichzeitig um... Jey geht nach vorne... SUPERKICK doch auch LA Knight beweist überragende Reflexe. Im letzten Moment duckt er sich unter dem heranrasenden Fuß hinweg. Man kann förmlich spüren, wie Jeys Sohle nur Zentimeter über Knights Kopf hinwegsaust. Knight nutzt die Bewegung sofort aus. Während Jey sein Bein wieder auf den Boden setzt, dreht sich Knight explosiv um die eigene Achse und versucht, Jey mit einem Discus Clothesline förmlich zu enthaupten doch erneut ist Jey einen Wimpernschlag schneller. Er lässt sich blitzartig nach hinten fallen und gleitet unter dem heranrasenden Arm hindurch. Knight trifft erneut nur die Luft. Beide rollen sich nahezu gleichzeitig voneinander weg. Mit einer fließenden Bewegung springen beide wieder auf die Beine. Erneut stehen sie sich gegenüber. Keiner von beiden hat einen Treffer gelandet für einen kurzen Moment herrscht beinahe Stille mit einem Blick auf dem Timer... 2:39 Min. doch die Zeit läuft hinunter bis der nächste Superstar den Ring betritt. Knight täuscht einen Vorstoß nach links an, wechselt blitzartig die Richtung und schießt nach vorne. Jey reagiert sofort, hebt die Arme und will den Lock-Up erzwingen, doch genau darauf hat Knight gewartet. Im letzten Augenblick taucht er unter Jeys Armen hindurch, packt ihn an der Hüfte und stößt ihn mit voller Wucht in Richtung der Seile zwischen den beiden Ringen. Jey prallt mit der Brust gegen das oberste Seil, kann sich jedoch gerade noch abfangen. Kaum dreht er sich wieder um, ist Knight bereits hinterher. Ein harter Running Back Elbow trifft Jey mitten im Gesicht. Uso taumelt einige Schritte zurück, bleibt aber auf den Beinen. Knight setzt sofort nach. Ein harter Forearm Smash kracht gegen Jeys Kiefer... und es folgen zwei weitere Forearms! Knight feuert sich selbst an, bevor er Jey am Handgelenk packt und mit voller Kraft zum Whip-In ansetzt. Jey wird quer durch den ersten Ring geschleudert doch Jey federt elegant in die Seile und Knight wartet bereits. Er senkt den Kopf für einen Back Body Drop... Ein Fehler. Jey erkennt die Situation sofort und springt über ihn hinweg. Er landet hinter Knight und dreht sich augenblicklich um... SUPERKICK! NEIN! Knight fängt das Bein noch im letzten Moment mit beiden Armen auf. Jey balanciert nur noch auf einem Bein und versucht sich mit Schlägen zu befreien, doch Knight hält das Bein eisern fest. Ein breites Grinsen zieht sich über Knights Gesicht. Mit einem kräftigen Ruck zieht er Jey zu sich heran und fegt dessen Standbein mit einem harten Lariat zur Seite. Jey schlägt mit dem Rücken auf die Matte. Die Halle reagiert lautstark. Knight lässt keine Sekunde verstreichen. Er packt sofort wieder Jeys rechtes Bein, dreht sich einmal komplett um die eigene Achse und schleudert Uso mit einem gewaltigen Dragon Screw Leg Whip über die Matte. Jey überschlägt sich beinahe vollständig und hält sich sofort das Knie. Knight bleibt auf den Knien sitzen und klopft sich grinsend auf die Schläfe.

Wade Barrett
"Das ist Ringintelligenz! LA Knight nimmt gezielt das Bein von Jey Uso auseinander. Ohne seine Explosivität verliert Jey seine größte Waffe den Superkick!"


Cathy Kelley
"Und genau so verschafft man sich in einem WarGames-Match einen Vorteil. Jede Verletzung kann später den Unterschied machen!"


Knight zieht Jey wieder hoch, diesmal nur halb. Sofort hämmert er mehrere brutale Kicks gegen den Oberschenkel des Bloodline-Mitglieds. Mit jedem Tritt gibt Jeys Bein weiter nach. Knight hebt Uso hoch und Knight packt erneut das Handgelenk seines Gegners... Irish Whip. Jey wird quer durch den Ring geschleudert und kracht diesmal mit voller Wucht gegen das Stahlgerüst des WarGames-Käfigs!!! Der gesamte Käfig beginnt sichtbar zu erzittern. Jey prallt mit der Schulter gegen den Stahl und sackt auf ein Knie. Knight bleibt keine Sekunde stehen...l Er nimmt Anlauf quer durch den Ring. Knight sprintet immer schneller. Jey richtet sich gerade erst wieder auf. Eine Running Clothesline trifft ihn mit voller Wucht und presst ihn förmlich gegen den Stahlkäfig. Der Aufprall lässt das gesamte Metall laut scheppern. Jey sackt schließlich zusammengesunken an der Käfigwand herunter, während LA Knight einen Schritt zurücktritt, tief durchatmet und mit ausgestreckten Armen den Jubel der Zuschauer aufsaugt. Ein kurzer Blick wandert hinauf zum TitanTron. Noch 2:07 Min, bis der nächste Teilnehmer das WarGames-Match betreten darf. LA Knight genießt den Jubel der Zuschauer nur für einen Augenblick. Dann richtet sich sein Blick wieder auf den angeschlagenen Jey Uso, der zusammengesunken am Käfig sitzt und sich mit schmerzverzerrtem Gesicht das rechte Bein hält.

Wade Barrett
"Genau das ist die Gefahr in WarGames! Es gibt keine Pausen, kein Entkommen. LA Knight riecht Blut!"


Cathy Kelley
"Und Jey hat im Moment niemanden, der ihm helfen kann. Er muss diese Minuten irgendwie überstehen!"


Knight packt Jey am Kopf und zieht ihn langsam wieder auf die Beine. Kaum steht der "Main Event", verpasst ihm Knight einen krachenden European Uppercut... Jeys Kopf schnellt nach hinten und noch ein Uppercut. Jey gerät ins Wanken, doch Knight lässt ihn nicht fallen. Er hält ihn am Arm fest und schleudert ihn mit voller Wucht gegen die gegenüberliegenden Seile zwischen den beiden Ringen. Jey federt zurück... Knight hebt ihn auf die Schultern... Powerslam! Mit voller Wucht kracht Jeys Rücken auf die Matte. Die Zuschauer reagieren lautstark. Knight kommt sofort wieder auf die Beine und marschiert einige Schritte zurück. Er deutet mit den Fingern auf Jey. Knight wartet, bis sich Jey langsam auf Hände und Knie kämpft. Immer wieder blickt er dabei zum TitanTron... 1:41 Minuten! Noch hat er Zeit. Jey stemmt sich langsam hoch und Knight schießt los... RUNNING NECKBREAKER! Doch im letzten Augenblick stößt Jey ihn von sich... Knight muss den Griff lösen und läuft zwei Schritte weiter. Jey humpelt hinterher... SUPERKICK! NEIN! Knight reißt beide Arme hoch und blockt den Tritt gerade noch rechtzeitig. Der Aufprall ist trotzdem deutlich zu hören und sofort schlägt Knight zurück. Ein harter Headbutt! Jey taumelt... ein weiterer Forearm Smash folgt unmittelbar... dann ein dritter. Knight drängt seinen Gegner Schritt für Schritt in Richtung der beiden Ringen. Plötzlich packt er Jey am Hinterkopf und hämmert dessen Gesicht mit voller Wucht gegen den Turnbuckle. Ein dumpfes Geräusch hallt durch die Arena. Jey sackt erneut in die Knie. Knight nutzt die Gelegenheit, nimmt einige Schritte Anlauf und springt... RUNNING KNEE STRIKE! Das Knie trifft Jey mitten im Gesicht und schleudert ihn rücklings auf die Matte. Die Fans springen auf. Knight erhebt sich langsam, atmet tief durch und blickt wieder zur Uhr... 0:58 Minuten! Weniger als eine Minute... Knight nickt entschlossen. Er will den maximalen Schaden anrichten, bevor die Bloodline Verstärkung erhält. Er zieht Jey erneut hoch, hakt dessen Kopf unter seinen Arm und hebt ihn zu einem Suplex aus doch noch während Knight Jey in die Höhe stemmen möchte beginnt sich Uso mit verzweifelten Ellbogenschlägen gegen die Rippen zu wehren. Ein Ellbogen noch einer... und noch einer! Knight muss den Griff lösen. Beide taumeln voneinander weg doch Knight stürmt sofort wieder nach vorne. Doch diesmal fängt ihn Jey mit einem überraschenden Kick in den Magen ab. Knight beugt sich nach vorne. Jey nimmt all seine verbliebene Kraft zusammen und springt SIT-OUT FACEBUSTER! Knight wird mit dem Gesicht voran auf die Matte gehämmert. Beide Männer bleiben erschöpft liegen. Die Zuschauer zählen die letzten Sekunden lautstark mit 10... 9... 8... Jey dreht sich langsam auf den Rücken. Knight hält sich das Gesicht... 7... 6... Beide robben in entgegengesetzte Richtungen. 5... 4... Jey zieht sich mit letzter Kraft an den Seilen hoch. Knight kommt ebenfalls wieder auf die Knie. 3... 2... 1... Der Timer springt auf 00:00 und ein lauter Signalton hallt durch die Arena, während beide Männer gleichzeitig ihren Blick auf den Eingangsbereich richten und gespannt darauf warten, wer als Nächstes den WarGames-Käfig betreten wird.

Die Fans reißen sofort ihre Blicke zum TitanTron. Jey Uso lehnt erschöpft in einer Ringecke, während LA Knight sich mit einer Hand auf dem Boden abstützt und ebenfalls Richtung Stage blickt. Ein zweiter Referee holt ein Schlüssel aus der Tasche und geht zum Holding Cage der Bloodline. Er öffnet das Schloss und öffnet die Tür... wer kommt jetzt in den Ring? Tribal Chief Roman Reigns oder Samoan Werewolf Jacob Fatu. Aber der Tribal Chief macht eine Geste das Fatu gehen soll. Sein Blick ist finster, die Kiefer fest zusammengepresst. Er ignoriert die Zuschauer vollkommen und fixiert einzig den WarGames-Käfig. Dort steht LA Knight inzwischen wieder auf den Beinen und weiß genau, was jetzt auf ihn zukommt.

Wade Barrett
"Oh nein... jetzt wird es brandgefährlich! Jacob Fatu betritt das Match und das bedeutet nichts als rohe Gewalt!"


Cathy Kelley
"LA Knight hat diese erste Phase dominiert, aber jetzt ist er in einer Zwei-gegen-Eins-Situation. Das könnte alles verändern!"


Fatu erreicht den Käfig... Der Offizielle entriegelt die schwere Stahltür. Kaum öffnet sich die Tür einen Spalt breit, explodiert Jacob förmlich nach vorne. Er geht nicht denn er rennt mit gewaltigen Schritten schießt er durch den Eingang, überquert den schmalen Bereich zwischen Tür und Ring und slidet unter dem untersten Seil hindurch. Noch bevor er vollständig auf den Beinen ist, hat er LA Knight bereits im Visier. Knight weiß, dass Weglaufen unmöglich ist. Er entscheidet sich für die Offensive. Mit einem lauten Schrei sprintet er Fatu entgegen. DOUBLE AXE HANDLE! Doch Jacob bewegt sich keinen Zentimeter zurück. Der Timer wird wieder auf 5:00 Minuten! zurück gesetzt bis der nächste Superstar den Ring betreten darf. Aber sofort läuft der Timer langsam hinunter.

Knight hat Anlauf genommen und ist mit dem Double Axe Handle vorausgesprungen, doch der Schlag verpufft nahezu wirkungslos auf den Schultern des "Samoan Werewolf". Nicht einmal ein Zucken geht durch Fatus massigen Körper. Die Zuschauer raunen. LA Knight landet wieder auf den Beinen und blickt Fatu einen Augenblick ungläubig an. Jacob hebt langsam den Kopf. Ein kaltes Lächeln huscht über sein Gesicht.

Wade Barrett
"Er hat ihn überhaupt nicht beeindruckt! Jacob Fatu hat diesen Schlag einfach gefressen!"


Cathy Kelley
"LA Knight merkt gerade, dass rohe Gewalt allein gegen Jacob Fatu nicht ausreicht!"


Knight weigert sich jedoch aufzugeben.Er holt erneut aus... Forearm! Der Unterarm kracht gegen Fatus Kiefer diesmal etwas härter. Doch Jacob dreht den Kopf lediglich ein paar Zentimeter zur Seite und sofort folgt der nächste Schlag... Forearm! noch einer... Forearm! Die Fans feuern Knight lautstark an. Knight setzt jetzt alles auf eine Karte. Er stößt Jacob gegen die Brust und rennt in die Seile und hat volles Tempo drauf... Er federt zurück... RUNNING CLOTHESLINE! Der Arm trifft Jacob mit voller Wucht doch wieder bleibt der Samoan Werewolf einfach stehen. Kein Wanken oder stolpern... gar nichts. Knight kann seinen eigenen Augen kaum trauen. Jacob blickt ihn nur an dann beginnt er langsam mit dem Kopf zu schütteln. Ein einziger Schritt nach vorne und Knight weicht instinktiv einen Schritt zurück. Noch einer... Fatu kommt immer näher... Knight schlägt erneut zu. Ein weiterer Forearm doch Jacob fängt den Arm diesmal mitten in der Bewegung einfach ab... Mit einer Hand! Knight versucht sich loszureißen... vergeblich. Jacob drückt den Arm langsam nach unten, als wäre Knight kaum mehr als ein Trainingspartner. Mit der freien Hand packt Fatu Knight am Hals. Er hebt ihn mühelos einige Zentimeter vom Boden. Knight strampelt und versucht damit den Griff zu lösen. Jedoch Jacob schleudert ihn einfach quer durch den Ring. Jey Uso ist inzwischen wieder vollständig auf den Beinen. Das Hinken ist zwar noch zu erkennen, doch das breite Grinsen auf seinem Gesicht verrät, dass sich das Blatt endgültig gewendet hat. Knight stemmt sich mühsam wieder hoch. Kaum steht er, stürmt Jey los... RUNNING FOREARM! Knight taumelt direkt in Jacob hinein. Fatu wartet bereits und packt Knight mit beiden Händen am Oberkörper... HEADBUTT!! Knight sackt sofort wieder zusammen doch weder Jey noch Jacob lassen ihn zu Boden fallen. Jey greift von hinten unter Knights Arme und hält ihn fest. Jacob tritt langsam vor seinen Gegner. Ein kurzer Blickwechsel zwischen den beiden Bloodline-Mitgliedern. Sie brauchen keine Worte. Jey stößt Knight nach vorne... THRUST KICK VON FATU! Der Tritt trifft Knight mitten auf die Brust. Knight wird mehrere Meter nach hinten geschleudert und kracht zwischen den beiden Ringen gegen die Ringseile. Die Zuschauer buhen lautstark.

Wade Barrett
"Jetzt beginnt genau das, wovor LA Knight Angst haben musste! Die Bloodline übernimmt Stück für Stück die Kontrolle!"


Knight versucht erneut aufzustehen und sein Atem ist schwer. Kaum ist er wieder auf den Knien, marschieren Jey und Jacob nahezu gleichzeitig los. Jey verpasst Knight einen harten Tritt gegen die Rippen. Knight geht zur Seite doch dort wartet bereits Jacob. Ein weiterer wuchtiger Tritt gegen den Rücken. Knight schreit vor Schmerzen auf. Jey packt ihn sofort wieder und Knight schlägt wild um sich und trifft Jey sogar mit einem Ellbogen gegen die Schläfe. Jey muss kurz loslassen und Knight nutzt den Moment und will sich auf Jacob stürzen doch Fatu fängt ihn erneut ohne Probleme ab. Er stemmt Knight einfach an der Hüfte hoch und Knight zappelt verzweifelt. Jacob marschiert mit ihm quer durch den ersten Ring. Jey geht voraus, steigt zwischen den Seilen hindurch in den zweiten Ring und dreht sich um. Jacob tritt ebenfalls Richtung den Seilen. Mit einer gewaltigen Bewegung wirft er LA Knight förmlich in den zweiten Ring. Knight schlägt hart auf der Matte auf und rollt mehrere Meter bis in die Ringmitte. Jacob steigt hinterher und grinst breit. Jacob folgt ihm langsam, steigt durch die Seile in denselben Ring und stellt sich neben seinen Cousin. Zum ersten Mal seit Beginn des Matches stehen beide Mitglieder der Bloodline Schulter an Schulter über dem angeschlagenen LA Knight. Knight versucht sich erneut aufzurichten doch nun befindet er sich im zweiten Ring. LA Knight liegt schwer atmend auf der Matte des zweiten Rings. Mit schmerzverzerrtem Gesicht rollt er sich auf die Seite und versucht, sich an den Seilen wieder nach oben zu ziehen. Jeder Atemzug fällt ihm sichtbar schwer. Vor ihm stehen Jey Uso und Jacob Fatu... Schulter an Schulter. Beide blicken regungslos auf ihren Gegner hinab. Jey wischt sich mit dem Unterarm über den Mund und nickt seinem Cousin kurz zu. Jacob antwortet lediglich mit einem tiefen Ausatmen. Langsam hebt Jey den Blick zum TitanTron... 0:35 Minuten! Die Zuschauer reagieren sofort... nur noch fünfunddreißig Sekunden. Alle wissen, wer als Nächstes kommen wird... Solo Sikoa!

Wade Barrett
"Noch fünfunddreißig Sekunden! Dann betritt Solo Sikoa den WarGames-Käfig!"


Cathy Kelley
"Und glaubt mir... Jey und Jacob wissen ganz genau, dass Solo der gefährlichste Mann ist, den sie jetzt empfangen könnten."


Jey grinst plötzlich. Er zeigt mit dem Finger zur Käfigtür. Jacob folgt seinem Blick... Keine Worte nur ein kurzes Nicken. Sofort scheinen beide denselben Gedanken zu haben. Sie lassen LA Knight für einen Moment einfach liegen. Knight hustet schwer und kriecht langsam in Richtung der Ringseile. Er versucht, wieder auf Hände und Knie zu kommen, doch die Bloodline schenkt ihm plötzlich keinerlei Aufmerksamkeit mehr. Stattdessen steigen Jey und Jacob gleichzeitig durch die Ringseile und sie verlassen den zweiten Ring. Mit ruhigen, kontrollierten Schritten gehen sie über den schmalen Steg zwischen den beiden Ringen. Schließlich betreten beide wieder den ersten Ring dort angekommen drehen sie sich unmittelbar zur Käfigtür. Genau dort, wo in wenigen Sekunden Solo Sikoa den Käfig betreten muss. Jey stellt sich links und Jacob rechts und warten die Sekunden ab... 0:04 Minuten!... 0:03 Minuten!... 0:02 Minuten!... 0:01 Minuten!... 0:00 Minuten!... Jacob beginnt leicht auf den Fußballen zu wippen. Sein Blick ist fest auf die verschlossene Käfigtür gerichtet. Die Zuschauer erkennen sofort, was die Bloodline vorhat. Ein lautes Raunen geht durch die Arena.

Cathy Kelley
"Nein... nein... sie wollen Solo gar nicht erst ins Match kommen lassen!"


Wade Barrett
"Das ist clever! Sobald die Tür aufgeht, werden sie ihn direkt unter Beschuss nehmen!"


Im zweiten Ring nutzt LA Knight die wenigen unbeobachteten Sekunden. Mit letzter Kraft zieht er sich an den Seilen langsam nach oben und hält sich die Rippen. Ein ohrenbetäubender Signalton erfüllt die gesamte Arena und sofort richtet sich jede einzelne Kamera auf den Holding Cage von Team Omega. Ein Offizieller eilt mit einem schweren Schlüsselbund zur kleinen Stahlzelle. Mit leicht zitternden Händen steckt er den Schlüssel in das massive Vorhängeschloss. Das Schloss springt auf sofort zieht der Referee den schweren Stahlriegel zur Seite. Langsam öffnet sich die massive Tür und für einen kurzen Augenblick geschieht... gar nichts. Die Zuschauer halten förmlich den Atem an dann tritt eine Gestalt aus der Stahlzelle... "SAMOAN ENFORCER" SOLO SIKOA! Solo bleibt zunächst direkt vor dem geöffneten Holding Cage stehen. Sein Blick wandert sofort zum WarGames-Käfig dort erkennt er auf den ersten Blick die Situation. Im ersten Ring stehen bereits Jey Uso und Jacob Fatu. Beide warten unmittelbar vor der Käfigtür. Wie zwei Raubtiere doch Solo verzieht keine Miene. Langsam beginnt er mit der rechten Hand das Tape an seinem linken Handgelenk noch einmal festzuziehen.
Ein tiefes Einatmen jedoch sein Blick verlässt keine Sekunde lang den Käfig.

Wade Barrett
"Da ist Solo Sikoa! Und schaut euch Jey und Jacob an... sie lauern bereits direkt hinter der Käfigtür!"


Cathy Kelley
"Solo weiß ganz genau, was ihn erwartet. Er marschiert praktisch in einen Hinterhalt."


Solo setzt sich schließlich in Bewegung. Langsame ruhige kontrollierte Schritte... Keine Hektik und Angst geprägt. Mit jedem Schritt kommt er dem gigantischen WarGames-Käfig näher. Im Ring beobachtet Jey jede einzelne Bewegung. Ein leichtes Grinsen macht sich auf seinem Gesicht breit. Er dreht sich kurz zu Jacob und Jacob antwortet lediglich mit einem langsamen Nicken. Keiner von beiden nimmt den Blick von Solo währenddessen erreicht Solo das Ende der Rampe. Er bleibt unmittelbar vor der gewaltigen Stahlkonstruktion stehen. Die Tür des WarGames-Käfigs befindet sich nur noch wenige Zentimeter vor ihm. Der Offizielle tritt sofort zur Seite und mit beiden Händen greift er nach dem schweren Riegel. Der Verschluss löst sich sofort zieht der Referee die massive Käfigtür auf. Das metallische Quietschen hallt durch die gesamte Arena. Sobald der Spalt groß genug ist, setzt Solo ohne zu zögern den ersten Schritt nach vorne. Er betritt den schmalen Bereich zwischen Käfigtür und Ring. Beide warten nur auf den richtigen Moment. Solo bleibt jedoch nicht stehen. Er hält den Blick geradeaus gerichtet direkt auf seine beiden ehemaligen Bloodline-Brüder. Noch bevor Solo vollständig im Ring steht, explodiert die Situation. Jey Uso stößt sich mit voller Wucht aus seiner Ecke ab mit ausgestrecktem Arm stürmt er direkt auf Solo zu und versucht ihn sofort mit einer Running Clothesline wieder aus dem Ring zu befördern doch Solo hat genau damit gerechnet. Im allerletzten Moment taucht er unter Jeys Arm hindurch. Beide drehen sich gleichzeitig um. Solo hämmert Jey einen brutalen rechten Schlag direkt gegen den Kiefer. Jeys Kopf fliegt zur Seite noch bevor dieser reagieren kann, folgt bereits der nächste Treffer. Ein weiterer harter Right Hand. Jey antwortet sofort. Ein wuchtiger Forearm trifft Solo mitten im Gesicht. Solo geht keinen Schritt zurück. Er schlägt unmittelbar zurück. Jey kontert erneut... Jetzt stehen sich beide keine zwei Schritte voneinander entfernt gegenüber und beginnen einen wilden Schlagabtausch. Solo... KLATSCH! Jey... BÄM! Solo... KLATSCH! Jey mit jedem Treffer wird die Halle lauter. Beide Männer schreien sich gegenseitig an, während die Schläge immer härter werden. Jey trifft Solo mit einem Uppercut. Solo antwortet sofort mit einem Headbutt. Beide taumeln kurz doch keiner weicht zurück.

Wade Barrett
"Jetzt entlädt sich monatelanger Hass! Das hier ist längst mehr als Wrestling!"


Cathy Kelley
"Solo wollte genau das! Er ist ohne jede Angst mitten in die Bloodline hineingelaufen!"


Während sich Jey und Solo gegenseitig mit Schlägen eindecken, setzt sich plötzlich Jacob Fatu in Bewegung. Mit langen Schritten stürmt der Samoan Werewolf auf Solo zu. Solo erkennt ihn aus den Augenwinkeln. Gerade als Jacob nach ihm greifen will, stößt Solo Jey mit beiden Händen kräftig nach hinten. Jey prallt gegen seinen Cousin. Jacob muss jedoch abbremsen. Für einen Sekundenbruchteil behindern sich beide Bloodline-Mitglieder gegenseitig. Die Zuschauer jubeln laut auf. Solo nutzt genau diesen Moment. Er springt explosiv nach vorne... DOUBLE CLOTHESLINE! Mit voller Wucht trifft Solo sowohl Jey als auch Jacob gleichzeitig. Jey wird einige Schritte nach hinten geschleudert. Jacob weicht ebenfalls erstmals seit seinem Eintritt sichtbar zurück. Die Fans springen begeistert von ihren Sitzen. Solo brüllt laut auf und schlägt sich mehrmals mit der Faust gegen die Brust. Jey schüttelt sofort den Kopf und stürmt erneut los doch Solo kommt ihm zuvor. Ein harter Tritt in den Magen... Jey beugt sich nach vorne. Solo packt ihn am Hinterkopf und hämmert ihm einen brutalen Knieschlag ins Gesicht. Jey fällt auf ein Knie doch genau in diesem Augenblick ist Jacob wieder da. Der Samoan Werewolf packt Solo von der Seite an der Schulter. Solo dreht sich blitzschnell um und beide Männer stehen sich nun Auge in Auge gegenüber. Keiner sagt ein Wort... Sekundenlang herrscht eine fast unheimliche Spannung. Dann holt Jacob mit voller Wucht aus... Solo ebenfalls... Beide rechten Fäuste treffen nahezu zeitgleich. Die Köpfe beider Männer werden zur Seite gerissen doch weder Solo noch Jacob gehen zu Boden stattdessen schlagen beide sofort erneut zu. Mit jedem Treffer wird der Schlagabtausch brutaler. Die Ringseile zittern, während beide Samoaner sich mit ungeheurer Wucht bearbeiten. Jey erhebt sich langsam wieder hinter Solo... Hinter ihm nähert sich Jey Uso langsam wieder. Noch immer hält er sich kurz den Kiefer, doch sein Grinsen ist zurückgekehrt. Er tauscht einen kurzen Blick mit seinem Cousin Fatu. Solo erkennt sofort, was passiert. Die beiden wollen ihn einkesseln. Er dreht den Kopf immer wieder zwischen Jacob und Jey hin und her, bereit, auf den ersten Angriff zu reagieren.

Wade Barrett
"Jetzt wird es gefährlich für Solo! Die Bloodline will ihn von beiden Seiten auseinandernehmen!"


Cathy Kelley
"Er braucht Hilfe und zwar sofort!"


Jey grinst höhnisch. Er macht den ersten Schritt nach vorne. Jacob folgt gleichzeitig immer enger schließt sich der Kreis um Solo. Ein gewaltiger Jubel brandet durch die Arena. Jey runzelt die Stirn. Jacob dreht den Kopf nur leicht. Solo blickt überrascht über Jeys Schulter und aus dem Hintergrund schießt plötzlich eine Gestalt heran... LA KNIGHT! Der "Megastar" hat sich unbemerkt wieder auf die Beine gekämpft und sprintet mit aller Kraft durch den ersten Ring. Jey bemerkt ihn erst im allerletzten Moment. Er dreht sich gerade noch um... Ein wuchtiger Running Forearm Smash kracht mitten gegen Jeys Kiefer. Der Aufprall reißt Jey förmlich von den Beinen. Er überschlägt sich beinahe und kracht hart auf die Matte... YEEEEEAHHHH!! Die Halle explodiert... Knight landet auf den Knien, springt aber sofort wieder auf. Keine Sekunde zögert er und Jey versucht sich bereits wieder hochzustemmen. Knight ist sofort über ihm. Er packt Jey am Kopf und zieht ihn ruckartig nach oben. Ein harter rechter Haken und Jeys Kopf fliegt nach hinten. Knight lässt Jey keine einzige Sekunde zur Ruhe kommen. Der rechte Haken hat Jey sichtbar benommen. Sein Kopf hängt nach vorne, während er versucht, wieder einen klaren Blick zu bekommen doch LA Knight kennt kein Erbarmen. Er packt Jey sofort wieder am Handgelenk. Mit voller Wucht zieht er ihn zu sich heran. Ein harter European Uppercut trifft Jey direkt unter das Kinn. Uso taumelt mehrere Schritte zurück... Knight setzt sofort nach... Ein linker Forearm... noch einer... und ein dritter mit jedem Treffer wird Jey weiter in Richtung der Ringseile gedrängt.

Wade Barrett
"LA Knight schlägt hier wie ein Mann zu, der genau weiß, dass jede Sekunde zählt!"


Cathy Kelley
"Er versucht Jey komplett aus dem Match zu nehmen, damit Solo sich auf Jacob Fatu konzentrieren kann!"


Knight packt Jey erneut am Arm... Irish Whip! Mit aller Kraft schleudert er ihn quer durch den ersten Ring. Jey prallt hart gegen die Ringseile... er federt zurück. Knight kommt ihm bereits entgegen... RUNNING LARIAT! Doch anstatt zu posieren, geht er sofort wieder in die Offensive. Er zieht Jey erneut hoch... Uso wirkt nun deutlich angeschlagen. Knight hakt dessen Kopf unter den Arm. Er setzt zu einem Snap Suplex an und mit einer fließenden Bewegung hebt er Jey aus... SNAP SUPLEX! Jeys Rücken kracht mit voller Wucht auf die Matte. Knight kommt wieder auf die Beine. Jey versucht sich hustend zur Seite zu drehen doch Knight greift bereits wieder nach dessen rechtem Bein. Genau jenem Bein, das er zu Beginn des Matches bereits systematisch bearbeitet hatte. Er reißt das Bein nach oben. Ein harter Tritt gegen den Oberschenkel... noch einer... und noch einer. Jey schreit auf und versucht verzweifelt, das Bein wegzuziehen. Knight lässt jedoch nicht locker. Er dreht das Bein nach innen. DRAGON SCREW LEG WHIP! Jey überschlägt sich erneut und hält sich sofort schmerzverzerrt das Knie... Die Fans reagieren lautstark... Er zieht Jey erneut hoch diesmal schleudert er ihn mit einem kräftigen Irish Whip in Richtung des WarGames-Käfigs. Jey kracht mit der Schulter gegen den Stahl. Der Käfig erzittert sichtbar. Uso prallt zurück und sinkt auf ein Knie. Knight nimmt sofort Anlauf mit jedem Schritt wird er schneller... RUNNING KNEE STRIKE! Das Knie trifft Jey mitten im Gesicht und presst ihn erneut gegen den Stahlkäfig. Jey sackt zusammengesunken an der Käfigwand herunter. Knight bleibt vor ihm stehen und atmet schwer. Während auf der anderen Seite des ersten Rings Solo Sikoa und Jacob Fatu weiterhin einen erbitterten Schlagabtausch führen, hat LA Knight Jey Uso erneut vollkommen unter Kontrolle gebracht und hält den zahlenmäßigen Vorteil der Bloodline vorerst neutralisiert. Die Zuschauer honorieren den Einsatz des Megastars mit lautstarken "YEAH!"-Rufen, die durch die gesamte Arena hallen. LA Knight bleibt schwer atmend vor dem zusammengesunkenen Jey Uso stehen. Schweiß tropft von seiner Stirn, während Jey mit schmerzverzerrtem Gesicht am Stahlkäfig lehnt und sich sowohl das rechte Knie als auch den Kiefer hält. Knight wischt sich mit dem Unterarm über das Gesicht und für einen kurzen Moment blickt er nicht zu Jey... sondern nach oben zum TitanTron dort springt ihm sofort der Countdown ins Auge...0:10 Minuten! Die Zuschauer bemerken es im selben Augenblick. Ein lautes Raunen geht durch die gesamte Arena. Und jeder weiß, wer dort wartet... Der Tribal Chief... Roman Reigns.

Wade Barrett
"Zehn Sekunden! Nur noch zehn Sekunden bis Roman Reigns den WarGames-Käfig betreten wird!"


Cathy Kelley
"LA Knight weiß ganz genau, was das bedeutet. Wenn Roman hier drin ist, wird sich das komplette Match noch einmal verändern!"


Er blickt von der Uhr wieder zu Jey und ein entschlossener Ausdruck macht sich auf seinem Gesicht breit. Er weiß, dass ihm nur noch wenige Sekunden bleiben. Ohne weiter nachzudenken packt er Jey erneut am Kopf und zieht ihn brutal nach oben. Jey kann kaum auf seinem angeschlagenen Bein stehen. Knight stößt ihn mit dem Rücken gegen den Stahlkäfig. Der gesamte Käfig erzittert erneut. Jey verzieht vor Schmerzen das Gesicht. Knight tritt einen Schritt zurück... Knight atmet schwer und blickt sofort wieder zur großen Uhr. 0:03 Min... Auf der anderen Seite des Rings liefern sich Solo Sikoa und Jacob Fatu weiterhin einen erbitterten Schlagabtausch. Keiner der beiden bemerkt den Countdown noch. Alle Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den TitanTron... 0:04 Min. Die gesamte Halle zählt laut mit... 0:03 Min... Knight macht instinktiv einige Schritte rückwärts. Sein Blick wandert zwischen dem Käfigeingang und Roman Reigns' Holding Cage hin und her. 0:02 Min... Jey zieht sich mühsam am Stahlkäfig wieder auf die Knie. Jacob und Solo unterbrechen ihren Schlagabtausch ebenfalls für einen kurzen Augenblick und drehen beide gleichzeitig den Kopf zum Entrance... Die Spannung in der Arena ist förmlich greifbar. 0:01 Min... Alle vier Männer richten ihren Blick auf den Eingangsbereich. Nur noch ein Herzschlag trennt den Tribal Chief davon, das historische WarGames-Match zu betreten... 0:00 Min... Der zweite Offizielle eilt mit dem schweren Schlüsselbund zur letzten verschlossenen Stahlzelle. Mit einer fließenden Bewegung steckt er den Schlüssel in das Schloss. Ein metallisches KLICK! hallt durch die Arena. Langsam zieht er den Riegel zur Seite. Die Tür schwingt auf darauf setzt sich eine einzelne Gestalt in Bewegung... ROMAN REIGNS. Der Tribal Chief tritt langsam aus seiner Zelle.

Wade Barrett
"Der Tribal Chief ist unterwegs... und jetzt verändert sich dieses Match endgültig!"


Cathy Kelley
"Roman Reigns marschiert hier hinaus, als hätte er dieses Match bereits gewonnen."


Roman setzt sich langsam in Bewegung. Jeder einzelne Schritt wirkt kontrolliert. Kein Sprint und keine Eile. Seine Präsenz allein reicht aus, damit sämtliche Augen auf ihn gerichtet sind. Im Ring erhebt sich Jey Uso langsam wieder am Stahlkäfig. Trotz der Schmerzen huscht ein Grinsen über sein Gesicht, als er seinen Tribal Chief sieht. Jacob Fatu beendet seinen Schlagabtausch mit Solo für einen kurzen Augenblick und dreht ebenfalls den Kopf zur Rampe. Solo Sikoa hingegen bleibt regungslos stehen. Sein Blick trifft den seines ehemaligen Tribal Chiefs. Roman erreicht schließlich das Ende der Rampe. Vor ihm erhebt sich der riesige WarGames-Käfig. Der Offizielle öffnet sofort die schwere Käfigtür. Das metallische Quietschen hallt durch die gesamte Arena. Roman tritt ohne jede Hast durch die geöffnete Tür. Er betritt den schmalen Gang zwischen Käfigwand und Ring mit jedem Schritt kommt er Solo näher nur dieser eiskalte Blick. Im ersten Ring angekommen, greift Roman mit beiden Händen an das oberste Ringseil. Langsam steigt er durch die Seile sobald beide Füße die Matte berühren... bleibt er stehen... Regungslos... Sein Blick wandert zuerst zu Jey Uso. Ein kaum sichtbares Nicken dann zu Jacob Fatu auch dieser nickt respektvoll zurück. Erst danach richtet Roman seine volle Aufmerksamkeit auf Solo Sikoa. Die Halle wird ohrenbetäubend laut. Auf der anderen Seite stellt sich LA Knight sofort neben Solo. Beide Männer stehen Schulter an Schulter ihnen gegenüber formiert sich die Bloodline. Roman Reigns und Solo Sikoa stehen sich regungslos gegenüber. Zwischen ihnen knistert die Luft. LA Knight wischt sich den Schweiß aus den Augen und nimmt neben Solo Stellung. Auf der gegenüberliegenden Seite stehen Roman Reigns, Jey Uso und Jacob Fatu Schulter an Schulter. Für einen einzigen Herzschlag scheint die Zeit stillzustehen. Dann hebt Roman langsam seine rechte Hand. Ein kaum wahrnehmbares Zeichen mehr braucht es nicht. SOFORT EXPLODIERT DIE BLOODLINE! Jacob Fatu schießt wie ein entfesseltes Tier nach vorne und rammt LA Knight mit einer gewaltigen Running Body Avalanche. Knight wird mehrere Meter nach hinten geschleudert und kracht mit voller Wucht gegen den Stahlkäfig. Das gesamte Gerüst erbebt unter dem Aufprall.

Wade Barrett
"Da ist sie! Die Übermacht der Bloodline schlägt gnadenlos zu!“


Im selben Augenblick stürzt sich Jey Uso auf Solo Sikoa. Harte rechte Hände prasseln auf Solo nieder. Solo antwortet sofort mit einem krachenden Forearm, doch genau in diesem Moment ist Roman Reigns da... SUPERMAN PUNCH!! Mit perfektem Timing springt Roman nach vorne und hämmert Solo die rechte Faust mitten ins Gesicht. Solo wird herumgerissen und taumelt direkt zurück in Jey, der ihn sofort am Oberkörper festhält. Roman verschwendet keine Sekunde. Er packt Solo am Arm... Irish Whip! Solo wird mit voller Wucht in Richtung Jacob Fatu geschleudert. Jacob fängt ihn förmlich auf... HEADBUTT!! Der brutale Kopfstoß trifft Solo mitten im Gesicht. Noch bevor dieser zusammensackt, stößt Jacob ihn zurück. Roman wartet bereits. Ein harter Uppercut... Jey folgt mit einem Superkick gegen die Rippen... Solo sackt auf ein Knie. Die Bloodline arbeitet wie eine perfekt eingespielte Maschine. Währenddessen versucht LA Knight sich am Käfig wieder hochzuziehen. Er hustet schwer. Jacob bemerkt die Bewegung sofort mit einem kurzen Blick signalisiert Roman seinem Enforcer, sich um Knight zu kümmern. Jacob grinst... Er marschiert langsam auf Knight zu. Knight schlägt ihm einen rechten Haken entgegen... Jacob bewegt sich keinen Zentimeter noch ein Forearm... Wieder keine Wirkung. Jacob packt Knight plötzlich mit beiden Händen am Hals. Er hebt den Megastar mühelos mehrere Zentimeter vom Boden. Knight strampelt verzweifelt... mit einer gewaltigen Bewegung schleudert Jacob ihn quer durch den Ring. THUD!! Knight kracht mit dem Rücken gegen den Turnbuckle und bleibt benommen sitzen. Die Fans buhen lautstark. Im Ring hat Roman inzwischen die komplette Kontrolle übernommen. Solo versucht sich wieder aufzurichten. Roman packt ihn am Hinterkopf. Ein harter rechter Schlag dann zieht der Tribal Chief Solo dicht an sich heran... SHORT-ARM LARIAT! Solo überschlägt sich beinahe und schlägt hart auf der Matte auf. Roman richtet sich langsam wieder auf. Ein kaum sichtbares Nicken genügt und sofort setzt sich die Bloodline erneut in Bewegung. Jey zieht Solo Sikoa brutal an den Haaren wieder auf die Beine, während Roman ihn ohne Vorwarnung mit einem harten rechten Haken am Kiefer trifft. Solo taumelt zurück, doch Jey hält ihn fest und verhindert, dass er zu Boden geht. Roman schlägt erneut zu. Ein weiterer rechter Schlag trifft Solo mitten ins Gesicht. Blut spritzt aus dessen Mund, doch der ehemalige Enforcer weigert sich zusammenzubrechen. Jacob stößt währenddessen LA Knight mit einem wuchtigen Stiefeltritt gegen die Brust wieder in die Ecke zurück. Knight versucht sich mit letzter Kraft zu wehren und schlägt Jacob einen Forearm gegen den Kiefer. Wieder bewegt sich der Samoan Werewolf kaum einen Zentimeter. Langsam schüttelt Jacob nur den Kopf, packt Knight an der Kehle und drückt ihn mit unglaublicher Kraft gegen den Turnbuckle. Knight ringt nach Luft, tritt verzweifelt um sich, doch Jacob hebt ihn schließlich mit beiden Händen hoch und hämmert ihn mit einer gewaltigen Turnbuckle Chokeslam-ähnlichen Aktion auf die Matte. Knight prallt mit dem Rücken auf den Ringboden und schreit vor Schmerzen auf. Noch bevor er sich überhaupt bewegen kann, tritt Jacob ihm mehrfach brutal gegen die Rippen. Jeder einzelne Tritt lässt Knight über die Matte rollen. Die Fans buhen lautstark, doch Jacob zeigt keinerlei Mitleid. Währenddessen arbeiten Roman und Jey weiterhin wie eine perfekt eingespielte Einheit gegen Solo. Jey hält Solo erneut fest, während Roman ihm mehrere harte Bodyshots in die Rippen verpasst. Solo sackt auf die Knie, doch Roman zieht ihn sofort wieder hoch. Ein brutaler Headbutt lässt Solo erneut zusammensacken. Jey nutzt den Moment und hämmert ihm einen Superkick direkt gegen den Oberkörper. Solo wird zurückgeschleudert, landet jedoch genau vor Roman. Der Tribal Chief packt ihn am Arm, zieht ihn zu sich und schleudert ihn mit einem heftigen Irish Whip gegen den Stahlkäfig. Mit voller Wucht kracht Solo in das kalte Metall. Der gesamte Käfig bebt unter dem Aufprall. Solo prallt zurück, kann sich kaum noch auf den Beinen halten und wird sofort wieder von Roman abgefangen. Roman stößt ihn direkt in Jacob Fatu hinein. Der Samoan Werewolf grinst breit, packt Solo am Hals und rammt ihm einen brutalen Headbutt mitten ins Gesicht. Solo taumelt benommen zurück, wo Jey bereits wartet und ihn mit einem weiteren Running Hip Attack gegen den Käfig presst. Solo bleibt zusammengesunken am Stahl sitzen, völlig orientierungslos. Gleichzeitig zieht Jacob Fatu LA Knight erneut an den Haaren auf die Beine. Knight versucht sich mit einem Schlag zu befreien, doch Jacob fängt den Arm einfach ab. Mit einem eiskalten Blick verdreht er Knights Handgelenk und reißt ihn mit voller Wucht in einen Short-Arm Clothesline. Knight überschlägt sich beinahe komplett und bleibt regungslos liegen. Niemand hat den Countdown betrachtet denn plötzlich 0:03 Min... 0:02 Min... 0:01 Min... 0:00 Min... Der zweite Offizielle eilt zur letzten verschlossenen Stahlzelle. Mit zitternden Händen steckt er den Schlüssel ins Schloss. Der schwere Riegel springt auf. Langsam schwingt die massive Tür auf... Einen Augenblick geschieht gar nichts.
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Die Arena explodiert... Die Zuschauer springen geschlossen von ihren Sitzen... KENNY OMEGA! Der "Best Bout Machine" schießt förmlich aus seiner Holding Cage. Anders als Roman zuvor verschwendet Omega keine einzige Sekunde. Mit voller Geschwindigkeit sprintet er die Rampe hinunter. Sein Blick ist fest auf den WarGames-Käfig gerichtet.

Wade Barrett
[COLOR=#e83250][i]"KENNY OMEGA!! Jetzt bekommt Team Omega endlich Verstärkung!"


Cathy Kelley
"Roman Reigns wollte das Match komplett kontrollieren... aber jetzt kommt einer der gefährlichsten Männer der Welt!"


Roman bleibt vollkommen regungslos... Lediglich seine Augen verfolgen Omega. Jacob grinst breit... Omega erreicht den Käfig. Der Offizielle reißt sofort die schwere Käfigtür auf. Noch bevor sie vollständig geöffnet ist, schießt Omega hindurch. Er gleitet unter dem untersten Ringseil in den ersten Ring. Jacob Fatu stürmt ihm sofort entgegen... V-TRIGGER!! Mit unglaublicher Geschwindigkeit springt Omega nach vorne. Das Knie kracht Jacob mit voller Wucht gegen den Kiefer. Zum ersten Mal in diesem Match wird der Samoan Werewolf sichtbar zurückgerissen. Jacob taumelt mehrere Schritte rückwärts.

Matthew Rehwoldt
"LADY'S AND GENTLEMAN FIRST COAST 2 COAST WARGAMES MATCH BEGINS!"


Die Halle explodiert... Jey Uso stürmt sofort hinterher. Omega dreht sich blitzschnell... SNAP DRAGON SUPLEX!! Jey wird förmlich über Omegas Schulter geschleudert und landet hart auf Nacken und Schultern. Roman macht nun selbst den ersten Schritt nach vorne. Omega richtet sich auf... Beide Männer stehen sich mitten im Ring Auge in Auge gegenüber. Roman holt plötzlich mit einem gewaltigen rechten Schlag aus. Omega taucht darunter hinweg... Kick gegen Romans Oberschenkel noch ein Kick. Roman antwortet mit einem harten Uppercut. Omega wird getroffen, federt jedoch sofort zurück und trifft Roman mit einem brutalen Forearm Smash. Die beiden beginnen sofort einen wilden Schlagabtausch. Währenddessen kommt LA Knight langsam wieder auf die Knie. Auf der anderen Seite stemmt sich auch Solo Sikoa mühsam nach oben. Jacob Fatu schüttelt den V-Trigger ab und richtet sich knurrend wieder auf. Jey Uso hält sich den Nacken, zieht sich an den Seilen hoch und blickt wütend zu Omega. Innerhalb weniger Sekunden ist aus der klaren Dominanz der Bloodline wieder ein vollkommen chaotischer Krieg geworden. Jacob Fatu stößt ein wütendes Brüllen aus und stürzt sich erneut auf Kenny Omega. Mit voller Wucht versucht er eine Running Clothesline, doch Omega wirft sich im letzten Moment nach vorne und rutscht zwischen Fatus Beinen hindurch. Noch während Jacob sich umdreht, springt Omega bereits wieder auf die Beine... CHOP BLOCK! Der tiefe Tritt fegt Jacob das Standbein weg. Zum ersten Mal muss der Samoan Werewolf auf ein Knie. Die Zuschauer jubeln lautstark. Doch Roman Reigns ist sofort zur Stelle. Mit einem lauten Ruf stürmt der Tribal Chief heran und will Omega mit einem Big Boot treffen. Omega weicht seitlich aus. Romans Stiefel kracht stattdessen gegen Jacobs Schulter, der dadurch nach hinten kippt. Für einen Sekundenbruchteil herrscht Verwirrung innerhalb der Bloodline. Genau diesen Moment nutzt Solo Sikoa. Mit einem Urschrei schießt er aus der Ecke hervor und rammt Roman einen gewaltigen Shoulder Block direkt gegen die Brust. Roman taumelt mehrere Schritte zurück und prallt gegen den Stahlkäfig. Die gesamte Konstruktion bebt unter dem Aufprall. Gleichzeitig ist LA Knight wieder vollständig auf den Beinen. Er sieht Jey Uso auf sich zustürmen und fängt ihn mit einem harten Tritt in den Magen ab. Knight packt Jey sofort am Kopf... DDT! Mit voller Wucht hämmert er Uso auf die Matte des ersten Rings. Die Halle explodiert in lauten "YEAH!"-Rufen. Im zweiten Ring springt Omega bereits auf das mittlere Seil. Jacob Fatu kommt wieder hoch... MISSILE DROPKICK! Beide Füße krachen gegen Fatus Brust und schleudern den Samoan Werewolf rücklings gegen die Ringseile. Jacob federt jedoch sofort wieder nach vorne zurück. Omega landet auf den Füßen und reißt überrascht die Augen auf. Jacob rennt einfach weiter. Beide Männer prallen mit einer gewaltigen Double Crossbody-Aktion ineinander. Der Ring erzittert, als beide gleichzeitig zu Boden gehen. Währenddessen liefern sich Roman Reigns und Solo Sikoa mitten im ersten Ring einen kompromisslosen Schlagabtausch. Rechte von Roman... rechte von Solo... Roman antwortet mit einem Uppercut... Solo kontert mit einem Headbutt. Beide Männer taumeln kurz, doch keiner gibt nach. Roman stößt Solo plötzlich mit beiden Händen von sich. Er nimmt Anlauf... SUPERMAN PUNCH! Solo erkennt es im letzten Moment und duckt sich. Roman fliegt an ihm vorbei. Sofort packt Solo ihn von hinten um die Hüfte... GERMAN SUPLEX! Mit unglaublicher Kraft wird der Tribal Chief über Solo hinweg auf die Schultern geschleudert. Die Zuschauer springen von ihren Sitzen. Roman rollt sich hustend unter das unterste Seil in den Zwischenbereich der beiden Ringe. Auf der anderen Seite kommt Jey Uso wieder auf die Beine. Er will LA Knight überraschen, doch Knight dreht sich blitzartig um... BFT! Nein! Jey stößt Knight im letzten Moment in die Seile. Knight federt zurück, während Jey gleichzeitig Anlauf nimmt... SPEAR! Beide krachen mit voller Wucht zusammen und rollen ineinander verkeilt über die Matte. Im zweiten Ring sind Jacob Fatu und Kenny Omega inzwischen wieder gleichzeitig auf den Beinen. Beide schreien sich lautstark an, bevor sie nahezu zeitgleich losstürmen. Forearm von Omega... Headbutt von Jacob... V-Trigger-Ansatz... Jacob fängt Omegas Knie mitten in der Bewegung auf. Die Zuschauer raunen. Mit einem gewaltigen Kraftakt wirbelt Jacob Omega einmal komplett durch die Luft... POP-UP SAMOAN DROP! Der Ring erbebt unter dem Einschlag. Doch noch bevor Jacob nachsetzen kann, springt Solo Sikoa auf seinen Rücken und beginnt mit harten rechten Händen auf ihn einzuschlagen. Jacob dreht sich wild im Kreis und versucht Solo abzuschütteln. Roman kommt inzwischen wieder auf die Beine und greift sofort nach Solo. Gemeinsam gelingt es Roman und Jacob, Solo herunterzureißen. Doch genau in diesem Moment springt LA Knight mit einem Running Crossbody von der Seite in beide Bloodline-Mitglieder. Alle vier Männer stürzen übereinander zu Boden. Kenny Omega rollt sich hustend in eine Ecke und zieht sich langsam an den Seilen hoch. Jey Uso stemmt sich ebenfalls wieder auf die Beine und blickt direkt zu Omega. Beide Männer nicken sich kurz zu, bevor sie gleichzeitig aus ihren Ecken schießen. Omega springt zum V-Trigger an, während Jey gleichzeitig zum Superkick ausholt. Beide Angriffe rasen mit voller Geschwindigkeit aufeinander zu, während die gesamte Arena den Atem anhält. Omega schießt mit unglaublicher Geschwindigkeit aus seiner Ecke. Sein rechtes Knie schnellt nach oben... V-TRIGGER!! Die Zuschauer springen bereits von ihren Sitzen. Jey erkennt den Angriff jedoch im allerletzten Augenblick. Mit blitzschnellen Reflexen taucht er unter dem heranrasenden Knie hindurch. Omega landet einen Schritt hinter ihm und dreht sich sofort wieder um. Genau darauf hat Jey gewartet. Er stößt sich mit aller Kraft vom Boden ab, explodiert förmlich nach vorne und rammt Kenny Omega mit einem gewaltigen Spear mitten in der Körpermitte! Beide krachen mit voller Wucht auf die Matte des ersten Rings. Der Ring bebt unter dem Aufprall, während die gesamte Arena laut aufschreit.

Wade Barrett
"WAS FÜR EIN KONTER! Jey Uso hat den V-Trigger gelesen und Kenny Omega mit einem perfekten Spear in zwei Hälften geschnitten!"


Cathy Kelley
"Unglaubliche Übersicht von Jey! Er wusste genau, dass Omega nach dem verfehlten V-Trigger für einen Sekundenbruchteil offen sein würde!"


Beide Männer bleiben zunächst liegen, doch Jey kämpft sich als Erster wieder auf Hände und Knie. Schwer atmend schlägt er sich gegen die Brust und richtet den Blick sofort auf Kenny Omega, der sich hustend den Magen hält. Jey zögert keine Sekunde. Er packt Omega am Kopf und zieht ihn wieder auf die Beine. Ein harter rechter Schlag trifft den ehemaligen World Champion direkt am Kiefer. Omega antwortet mit einem Forearm, doch Jey feuert sofort zurück. Noch ein rechter Haken... anschließend ein heftiger Kick gegen den Oberschenkel. Omega verliert kurz das Gleichgewicht. Jey nutzt die Gelegenheit, packt Omegas Arm und schleudert ihn mit einem kraftvollen Irish Whip quer durch den ersten Ring. Omega prallt mit voller Wucht gegen den WarGames-Käfig. Das gesamte Stahlgerüst erzittert unter dem Aufprall. Noch bevor Omega sich lösen kann, nimmt Jey bereits Anlauf. Mit jedem Schritt wird er schneller... RUNNING HIP ATTACK!! Mit voller Wucht kracht Jeys Hüfte gegen Omegas Kopf und presst ihn brutal gegen den kalten Stahl. Omega sackt benommen an der Käfigwand zusammen, während die Fans lautstark reagieren. Jey richtet sich langsam wieder auf, breitet kurz die Arme aus und stößt einen lauten Ruf aus, bevor er sich sofort wieder umsieht. Überall im WarGames-Käfig tobt inzwischen das pure Chaos. Roman Reigns und Solo Sikoa prügeln sich zwischen den beiden Ringen, Jacob Fatu liefert sich mit LA Knight einen kompromisslosen Brawl, und Jey Uso hat Kenny Omega mit seinem spektakulären Konter vorerst ausgeschaltet. Jacob Fatu wirft LA Knight mit aller Wucht gegen den Stahlkäfig. Das Metall erzittert laut unter dem Aufprall, während Knight schmerzverzerrt zusammensackt. Noch bevor der Megastar überhaupt zu Boden rutschen kann, packt Fatu ihn erneut am Arm und reißt ihn mit brutaler Kraft wieder nach oben. Knight versucht sich mit einem verzweifelten rechten Haken zu wehren, doch Jacob fängt den Schlag einfach mit der linken Hand ab. Langsam drückt er Knights Faust nach unten und schüttelt nur grinsend den Kopf. Im selben Moment kommt Jey Uso herüber. Noch immer leicht humpelnd, aber mit einem breiten Grinsen im Gesicht stellt er sich neben seinen Cousin. Beide wechseln nur einen kurzen Blick. Worte sind nicht nötig.

Wade Barrett
"Jetzt ist LA Knight in großen Schwierigkeiten! Jey Uso und Jacob Fatu haben ihn komplett eingekesselt!"


Cathy Kelley
"Das ist die Bloodline, wie wir sie kennen! Perfekt abgestimmt... sie zerlegen ihren Gegner gemeinsam!"


Jacob stößt Knight mit voller Wucht in Richtung Jey. Kaum taumelt der Megastar nach vorne, explodiert Jey mit einem harten Superkick gegen die Rippen. Knight klappt förmlich zusammen, doch Jacob fängt ihn sofort wieder am Oberkörper auf und verhindert, dass er zu Boden fällt. Sofort folgt ein brutaler Headbutt von Fatu. Knights Kopf wird nach hinten gerissen. Sein Blick wirkt glasig. Wieder stößt Jacob ihn zurück zu Jey. Dieses Mal hämmert Jey ihm einen krachenden Forearm Smash direkt gegen den Kiefer. Knight taumelt erneut in Jacobs Arme der reagiert schnell und Samoan Drop. Jey Uso klettert direkt auf den Turnbuckle und Jacob hält Knight am Boden fest... Jey springt und Uso Splash sitzt perfekt. Jey Uso covert sofort LA Knight... ONE... TWO... KICKOUT in dem Kenny Omega das Cover unterbricht... Jacob Fatu bemerkt zunächst überhaupt nicht, dass Kenny Omega das Cover unterbrochen hat. Sein Blick war für einen kurzen Moment ausschließlich auf den Ringrichter gerichtet, der das unterbrochene Cover sofort abbricht. Erst als die Zuschauer mit einem gewaltigen Jubel reagieren, dreht sich der Samoan Werewolf langsam um. Dort kniet Kenny Omega bereits neben LA Knight. Mit letzter Kraft hat der "Best Bout Machine" seinen Arm auf Knights Brust gelegt und den Pinfall gerade noch rechtzeitig unterbrochen. Schwer atmend versucht Omega sich wieder aufzurichten. Omega versucht sich sofort wieder hochzustemmen. Jacob wartet jedoch gar nicht erst. Mit langen Schritten setzt er nach, packt Omega erneut am Arm und schleudert ihn mit einem brutalen Irish Whip gegen den Stahlkäfig. Der gesamte WarGames-Käfig erbebt unter dem Aufprall. Omega prallt mit dem Rücken gegen das kalte Metall und sackt sofort auf ein Knie. Jacob nimmt Anlauf und mit jedem Schritt wird der Samoan Werewolf schneller... RUNNING BODY AVALANCHE!! Mit seiner gesamten Körpermasse presst Jacob Kenny Omega brutal gegen den Stahlkäfig. Der Aufprall ist ohrenbetäubend. Omega bleibt benommen zwischen Käfig und Ringseilen hängen. Währenddessen hat sich das Geschehen vollständig auf den zweiten Ring verlagert. Roman Reigns und Solo Sikoa stehen sich erneut Auge in Auge gegenüber. Beide atmen schwer, Schweiß läuft ihnen über das Gesicht, doch keiner zeigt auch nur den Hauch von Erschöpfung. Solo macht den ersten Schritt nach vorne und holt mit einem harten rechten Haken aus. Roman wird am Kiefer getroffen, dreht den Kopf jedoch sofort wieder zurück. Mit eiskaltem Blick antwortet der Tribal Chief. Ein brutaler rechter Schlag kracht mitten ins Gesicht von Solo noch bevor dieser reagieren kann, folgt der nächste. Solo versucht sich mit einem Forearm zu wehren, doch Roman taucht darunter hindurch, packt dessen Arm und zieht ihn ruckartig zu sich... SHORT-ARM LARIAT!! Mit voller Wucht schlägt Solo auf der Matte auf. Die Zuschauer reagieren lautstark. Roman bleibt jedoch keine Sekunde stehen. Er zieht Solo sofort wieder an den Haaren nach oben und hämmert ihm einen krachenden Uppercut direkt unter das Kinn. Solo taumelt mehrere Schritte zurück... Roman setzt augenblicklich nach. Ein harter Tritt gegen den Magen zwingt Solo nach vorne. Roman packt ihn am Hinterkopf und hämmert dessen Gesicht mit voller Wucht gegen das oberste Turnbuckle-Polster. Solo sackt benommen auf ein Knie.

Wade Barrett
"Jetzt übernimmt Roman Reigns wieder komplett die Kontrolle! Der Tribal Chief zerlegt Solo Sikoa Stück für Stück!"


Cathy Kelley
"Roman lässt ihm überhaupt keine Luft zum Atmen! Genau so dominiert er seine Gegner!"


Roman zieht Solo erneut hoch. Ein weiterer harter Headbutt trifft ihn mitten auf der Stirn. Solo schwankt sichtbar und Roman stößt ihn mehrere Schritte zurück und nimmt sofort Anlauf mit langen, kraftvollen Schritten sprintet der Tribal Chief los... BIG BOOT!! Der Stiefel trifft Solo mitten im Gesicht. Solo überschlägt sich beinahe und landet hart auf dem Rücken. Roman richtet sich langsam wieder auf, atmet tief durch und blickt regungslos auf seinen ehemaligen Enforcer hinab. Solo versucht dennoch aufzustehen. Er zieht sich mit letzter Kraft an den Seilen hoch. Roman wartet bereits sobald Solo halbwegs steht, packt ihn der Tribal Chief am Arm und schleudert ihn mit einem gewaltigen Irish Whip quer durch den zweiten Ring. Solo kracht mit voller Wucht gegen den Turnbuckle. Der Ring erzittert... Roman lässt ihm keine Chance. Er stürmt hinterher... RUNNING CORNER CLOTHESLINE!! Mit voller Wucht presst Roman Solo in die Ecke. Noch bevor Solo zusammensacken kann, packt Roman ihn erneut am Arm und schleudert ihn aus der Ecke heraus. Solo taumelt direkt in die Ringmitte. Roman stößt einen lauten Schrei aus, stößt sich explosiv vom Boden ab... SUPERMAN PUNCH!!! Die rechte Faust des Tribal Chiefs schlägt mit voller Wucht gegen Solos Kiefer. Solo wird herumgerissen und kracht regungslos auf die Matte. Die Zuschauer reagieren mit einer Mischung aus Jubel und Buhrufen. Roman bleibt über Solo stehen... Der Tribal Chief hat das Geschehen im zweiten Ring nun vollkommen unter Kontrolle, während im ersten Ring Jacob Fatu und Jey Uso weiterhin Kenny Omega und LA Knight bearbeiten. Währenddessen tobt im ersten Ring ein erbitterter Kampf. Jacob Fatu hat Kenny Omega gerade mit mehreren wuchtigen Schlägen in die Ecke gedrängt. Jeder Forearm des Samoan Werewolf lässt Omega ein Stück tiefer in den Turnbuckle einsacken. Neben ihnen bearbeitet Jey Uso den bereits angeschlagenen LA Knight mit harten Tritten gegen Brust und Rippen. Die Bloodline scheint das Geschehen erneut unter Kontrolle zu bringen.

Wade Barrett
"Die Bloodline übernimmt wieder das Kommando! Roman kontrolliert Solo, während Jey und Jacob Knight und Omega auseinandernehmen!"


Cathy Kelley
"Team Omega muss jetzt irgendetwas finden, sonst kippt dieses Match endgültig!"


Jacob holt erneut zu einem gewaltigen Forearm gegen Kenny Omega aus... Doch Omega blockt! Er fängt den Arm mit beiden Händen ab und hämmert sofort mehrere blitzschnelle Schläge gegen Jacobs Brust. Ein weiterer... noch einer... dann ein harter Kick gegen das Knie! Jacob verliert erstmals das Gleichgewicht. Zur gleichen Zeit versucht Jey Uso LA Knight mit einem weiteren Forearm endgültig auszuschalten. Knight taucht jedoch unter dem Schlag hindurch. Mit letzter Kraft rammt er Jey einen brutalen Shoulder Block gegen den Oberkörper. Beide taumeln auseinander. Die Fans springen sofort auf. Omega nutzt den Moment... V-TRIGGER!! Das Knie trifft Jacob Fatu diesmal perfekt am Kiefer. Zum ersten Mal in diesem Match wird der Samoan Werewolf deutlich zurückgerissen. Jacob stolpert mehrere Schritte rückwärts bis in die Ringseile. LA Knight setzt gleichzeitig nach. Ein harter Kick in Jeys Magen. Sofort packt er ihn... NECKBREAKER! Jey kracht hart auf die Matte. Die Halle explodiert doch Knight bleibt keine Sekunde stehen. Er zieht Jey sofort wieder hoch mehrere harte rechte Hände folgen. Jey versucht zurückzuschlagen, doch Knight blockt den Schlag und stößt ihn direkt in Richtung Kenny Omega. Omega erkennt die Situation augenblicklich. SNAP DRAGON SUPLEX!! Mit einer fließenden Bewegung schleudert Omega Jey Uso über seine Schulter. Jey landet hart auf Nacken und Schultern. Währenddessen kommt Jacob Fatu bereits wieder nach vorne gestürmt. Mit einem lauten Brüllen will er beide gleichzeitig niederwalzen. Knight erkennt ihn... Omega ebenfalls ohne sich abzusprechen reagieren beide exakt gleichzeitig. Omega trifft Jacob mit einem harten Low Kick gegen das bereits angeschlagene Bein. Im selben Augenblick springt LA Knight nach vorne... RUNNING LARIAT!!

Jacob schlägt schwer auf der Matte auf. Die Zuschauer können es kaum glauben.

Wade Barrett
"Zum ersten Mal arbeiten Kenny Omega und LA Knight perfekt zusammen! Und sie haben Jacob Fatu tatsächlich zu Boden gebracht!"


Cathy Kelley
"Genau das mussten sie tun! Allein kannst du Jacob kaum stoppen... gemeinsam sieht die Geschichte völlig anders aus!"


Jacob versucht sofort wieder aufzustehen doch Omega ist schneller. Ein Soccer Kick gegen die Brust. Knight folgt unmittelbar mit einem Running Knee gegen den Kopf. Jacob sackt erneut auf ein Knie. Jey Uso kämpft sich inzwischen wieder hoch. Kaum steht er, fängt ihn LA Knight mit mehreren harten Forearms ab. Jey antwortet mit einem Schlag doch Omega greift sofort ein. Ein Roundhouse Kick trifft Jey seitlich am Kopf. Knight nutzt die Vorlage... RUSSIAN LEG SWEEP! Jey kracht erneut auf die Matte. Omega springt sofort in die Seile... MOONSAULT! Er landet mit voller Wucht auf Jey Uso. Im selben Moment will Jacob Fatu eingreifen doch LA Knight fängt ihn mit einem Dropkick gegen das Knie ab. Jacob geht erneut auf ein Bein herunter. Kenny Omega und LA Knight stehen nun Seite an Seite in der Mitte des ersten Rings, während Jacob Fatu und Jey Uso angeschlagen auf der Matte liegen. LA Knight hält sich schwer atmend die schmerzenden Rippen, während Kenny Omega Jacob Fatu mit harten Forearms weiter in Schach hält. Jey Uso ist nach mehreren Treffern benommen und versucht sich mühsam an den Ringseilen wieder hochzuziehen. Für einen kurzen Augenblick hat Team Omega tatsächlich die Kontrolle übernommen. LA Knight richtet sich auf und blickt zu Kenny Omega. Beide Männer treffen sich für einen kurzen Moment mit den Augen. Knight deutet mit ausgestrecktem Finger auf Jacob Fatu, der noch immer leicht benommen auf einem Knie hängt. Omega braucht keine zweite Aufforderung. Sofort sprintet der "Best Bout Machine" los. Mit jedem Schritt nimmt er mehr Geschwindigkeit auf. Jacob hebt gerade den Kopf... V-TRIGGER!!! Das Knie schlägt mit unfassbarer Wucht gegen Fatus Kiefer ein. Der gesamte Ring erbebt unter dem Einschlag. Jacob wird mehrere Schritte nach hinten geschleudert und kracht mit dem Rücken gegen den WarGames-Käfig. Das Stahlgerüst scheppert ohrenbetäubend. Die Zuschauer springen geschlossen von ihren Sitzen doch Omega bleibt nicht stehen. Jacob versucht sich benommen vom Käfig abzustoßen noch einmal nimmt Omega Anlauf... EIN ZWEITER V-TRIGGER!! Das Knie trifft diesmal mitten ins Gesicht. Jacob sackt auf beide Knie und fällt nach vorne. Die Halle explodiert. Reigns bekommt das mit und will in den ersten Ring steigen doch von hinten kommt Solo Sikoa... TIEFSCHLAG und Roman sackt direkt zusammen und brüllt vor Schmerzen. Jey will eingreifen doch Knight schaltet schneller und BTF! Kenny steigt in den zweiten Ring und wendet sich Reigns zu... er hebt in auf und teilt ihn etwas mit. Solo hält Roman fest und Omega zeigt den V Trigger... er nimmt noch einmal Anlauf und zeigt einen zweiten. Solo lässt Roman los der zu Boden sackt. Omega wartet nicht lange und pint Roman ONE... TWO... THREE!

Winner by Pinfall and still World Heavyweeight Champion Keeny Omeega!

Kenny Omega feiert seine Title Verteidigung während der Käfig wieder an die Decke hoch gefahren wird. Darauf steiigt das Team Omega aus dem Ring und lassen The Bloodline zurück.

Zurück im Ring bleibt Roman Reigns. Der einst unanfechtbare Tribal Chief kniet auf der kalten Matte, eine Hand schwer gegen den Boden gestützt. Sein Blick ist leer und bleibt auf den Rücken des Mannes gerichtet, der ihn gerade im Stich lässt. Keine Musik spielt. Keine Buhrufe hallen durch das Rund. Nur ein dumpfes, ungläubiges Raunen liegt wie ein bleierner Schleier über den Zehntausenden in der Halle.

„BURN IT DOWN!“



Die ersten wuchtigen Gitarrenklänge zerreißen die Stille wie ein Peitschenhieb. Die Arena explodiert augenblicklich in einem Chaos aus Schreien und Jubel.

Pat McAfee
„Oh nein! Auf keinen Fall...“

Cathy Kelley
„Oh mein Gott, das kann nicht wahr sein?!“


Auf der Stage erscheint eine Silhouette in den Flammen... Seth Rollins. Er trägt einen maßgeschneiderten, tiefschwarzen Anzug über einem ebenso dunklen Hemd. Keine Sonnenbrille. Kein süffisantes Grinsen. Keine ausladenden Posen. Nur ein eiskalter, fixierter Blick. Regungslos bleibt er stehen. Seine Augen ruhen ausschließlich auf Roman. Im Ring hebt dieser langsam den Kopf. Die Blicke der beiden Männer treffen sich über die gesamte Distanz der Rampe hinweg. Augenblicklich entlädt sich das Gewicht von mehr als zehn Jahren gemeinsamer Geschichte zwischen ihnen. The Shield. Der erste, unvergessene Verrat mit dem Stuhl. Die schmerzhaften Wiedervereinigungen. Das erneute Zerbrechen. Unzählige Schlachten, in denen sie einander beinahe vernichten. Worte wären in diesem Moment ohnehin wertlos. Seth setzt sich langsam in Bewegung. Schritt für Schritt marschiert er auf den Ring zu. Nicht hastig, sondern mit einer beängstigenden, kalkulierten Ruhe.

[Bild: 427b2c2ec2aa18e5a86054c2ab1b608d549c281c.pnj]

Pat McAfee
„Ist das das Erwachen des Visionarys?“

Cathy Kelley
„Roman kann kaum noch stehen.“

Wade Barrett
„Wenn Seth jetzt Rache will, gibt es absolut nichts, was Roman dagegen tun kann.“


Seth Rollins steigt die Ringtreppe hinauf, hält kurz inne und streicht sich die Schuhe am Apron ab, eine alltägliche Geste, die in diesem Kontext beinahe bedrohlich wirkt. Er steigt zwischen den Seilen hindurch. Roman richtet sich langsam auf. Es scheint nicht der Verstand zu sein, der ihn antreibt, sondern ein reiner Instinkt seines Körpers, der auf die herannahende Gefahr reagiert. Die Hallenmusik verstummt abrupt. Absolute, beinahe unheimliche Stille legt sich über die Ränge. Seth tritt einen Schritt näher. Roman antwortet mit demselben Abstand. In den Augen des einstigen Champions liegt keine Angst, sondern nur tief sitzendes Misstrauen. Seth senkt für einen Herzschlag den Blick, ehe er Roman wieder direkt fixiert. Kein Wort kommt über seine Lippen. Ohne jede Vorwarnung macht Seth einen explosiven Schritt nach vorne. Die gesamte Arena springt geschlossen von den Sitzen.

Pat McAfee
„STOMP!“


schreit McAfee ins Mikrofon. Roman zuckt reflexartig zusammen, hebt die Arme zur Abwehr... doch Seth stoppt exakt einen Handbreit vor ihm.

Kein Angriff... kein Schlag nur ein kaltes, kaum merkliches Lächeln stiehlt sich auf Rollins' Gesicht. Roman reagiert nicht weiter. Er starrt sein Gegenüber lediglich an, als spüre er das unausweichliche Verhängnis ohnehin längst. Seth geht langsam an Roman vorbei und bleibt direkt hinter dessen Rücken stehen. Den Fans stockt der Atem. Es ist haargenau die Position, aus der Seth Rollins den Curb Stomp in den vergangenen Jahren unzählige Male ansetzt. Seth blickt auf den Hinterkopf des geschlagenen Mannes vor sich. Er atmet tief durch. Seine Schultern spannen sich an. Ein kleiner Schritt zurück. Das rechte Bein setzt an. In Gedanken zählen die Menschen in der Halle den Anlauf bereits mit doch statt vorzuschießen, hält Seth inne. Ganz ruhig greift er nach seinen Ärmeln und richtet spöttisch die Manschetten seines Anzugs. Ein flüchtiges, schiefes Schmunzeln huscht über sein Gesicht.

Roman dreht sich langsam um. Erneut stehen sich die einstigen Brüder schweigend gegenüber. Nach einigen zähen Sekunden nickt Seth kaum merklich. Es ist ein einziges, unteilbares Nicken, das unzählige Bedeutungen in sich trägt: eine düstere Bestätigung. Eine verfrühte Absolution. Oder das Versprechen einer späten Abrechnung. Seth macht einen Schritt zur Ringkante, steigt geschmeidig durch die Seile und bleibt auf dem Apron stehen. Ein letztes Mal wendet er sich um. Roman hat den Blick keine Sekunde von ihm gelöst. Für einen winzigen Augenblick scheint Seth noch einmal abzuwägen. Ein einziger Anlauf. Ein einziger Befreiungsschlag. Und die Ära von Roman Reigns wäre an diesem Abend endgültig Geschichte. Doch Seth schüttelt kaum merklich den Kopf. Er springt vom Apron und geht die Rampe hinauf, ohne sich auch nur ein einziges Mal umzusehen. Im Ring steht Roman Reigns völlig isoliert. Verraten von seiner eigenen Familie. Verschont von seinem größten Rivalen.

Pat McAfee
„Warum? Was haben wir hier gerade gesehen?“


Cathy Kelley
„Ich habe keine Ahnung, was das gerade war.“


Wade Barrett
„Aber eines verspreche ich euch: Seth Rollins taucht nicht ohne Grund hier draußen auf.“


Die Regie schaltet immer wieder zwischen den beiden Männern hin und her: das harte, unlesbare Gesicht von Seth oben auf der Stage und Roman unten im Ring, der wie angewurzelt im Scheinwerferlicht steht. Keiner bewegt sich. Dennoch legt sich eine düstere Energie über das gesamte Szenario – voller unzähliger Möglichkeiten.

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Warnung! Spoiler!

Co-Main Event: Tiffany Stratton vs Liv Morgan
Votes: 2:1 (1 Draw)

Main Event: Bloodline vs Team Omega
Votes: 0:1


  [SHOW] c2c Live: RALEIGH! vom 20.07.2026
Geschrieben von: [Gast] Elias - 20.07.26, 18:14 - Forum: » Shows - Antworten (2)

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RALEIGH!

[Bild: C2-CLive25-Kopie.jpg]

findet statt im Lenovo Center vor 19,500 Zuschauern in Raleigh, North Carolina.

[Bild: raleigharena.png]

Die letzte Kamera ist optimal platziert und auch der letzte reservierte Platz besetzt. Die c2c Show kann losgehen! Gleich zu Beginn explodiert ein buntes Feuerwerk auf der Stage und motiviert die anwesenden Fans zu großem Jubel und Chants. In der Mitte des aufwendig gebauten Wrestlingrings steht Matthew Rehwoldt schon mit einem Mikrofon bereit um die anwesenden Fans hier in der heutigen Show zu begrüßen.

[Bild: matt.jpg]

Matthew Rehwoldt: "My dear Ladies.. my dear Gentlemen.. my name is Matthew Rehwoldt and it is I, your DRAAAAAMAAA KIIIIINGGG... welcoming you to... COAST.. to COAST... WRESTLINGGGGGG!"

Kaum hat Rehwoldt die Ansage zuende gebracht gibt es einen kleinen Jubel für seine Ansage und auch wegen der Vorfreude auf den Verlauf des Abends. Matthew verbeugt sich einmal kurz und geht dann auch aus dem Ring heraus. Auch die knallenden Geräusche des Feuerwerks erlischen langsam und geben die Bühne somit für ihre Akteure frei. Bevor dies jedoch in Kraft tritt, werden die Zuschauer daheim vor ihren Fernsehgeräten von Pat MacAfee, Cathy Kelly & Wade Barrett begrüßt.

[Bild: v2z7jzv.jpg]

Pat McAfee: "Willkommen zu c2c LIVE."

Cathy Kelley: "Wir sind nur noch eine Woche vor Every Empire Falls entfernt. Und was war das Ende letzte Woche für eine Ankündigung!"

Wade Barrett: "WAR GAMES!"

Pat McAfee: "Die Bloodline um Roman Reigns wird dieses Match heute besprechen."

Cathy Kelley: "Darüber hinaus wird unser World Heavyweight Champion in einem Match gegen Velveteen Dream nochmal geprüft. Also bleibt dran."

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IT'S TIIIIFFYYYY TIIIIIME

Schallt eine weiblich nervige Stimme aus den Boxen der Arena. Während anschließend die Theme eingespielt wird, wird gleichzeitig auf der Titan Thron das Entrance Video gezeigt.



Nach der Ankündigung weiß jeder, wer nun die Halle betritt...das Buff Barbie Doll Tiffany Stratton. Natürlich wird sie von Pfiffen und Buh-Rufen empfangen. Diese stören die Blondine jedoch überhaupt nicht. In weiß-rosanen Bra und passender Panties kommt sie auf die Stage und breitet die Arme aus. Damit ist sie schon bereit für ihr Match gegen Penelope Ford, welches bald beginnen wird.

[Bild: tiffany-stratton-hollywood-30-ans.jpg]

Arrogant nickt sie in alle Richtungen. Kurzzeitig fährt sie ihre Hüfte aus und stemmt eine Hand daran. Ihr arrogantes Grinsen verrät, dass ihr die Situation gefällt. Natürlich wird nun auch das Tiffy-TV Logo in der unteren rechten Ecke eingeblendet.
Kaum die Pose beendet, geht sie Richtung Ring. Langsam stolziert sie die Rampe hinunter, schaut weiterhin in alle Richtungen und genießt die Atmosphäre. Dabei lässt es Tiffany langsam angehen und zeigt auf ihre Armbanduhr. It's Tiffy-Time! ruft sie dabei und grinst erneut.

[Bild: Tiffyent2.png]

Davor angekommen geht die Blondine rechts am Ring entlang, bis sie in der Mitte angekommen ist. Dort steigt sie hoch, legt sich mit den Rücken auf das mittlere Seil und hält sich mit einen Arm am oberen Seil fest. Mit der anderen Hand wirft sie einen Luftkuss in die Zuschauerränge. Diese beherzigen die Geste nicht. Weiterhin bringen sie ihr Heat entgegen. Mit einem Grinsen beendet die Blondine die Action und richtet sich vor den Ringseilen wieder auf.
Nach kurzer Präsentation klettert sie hinein und stellt sich in die Mitte. Dort posed Tiffany erneut.

[Bild: tiff-2.jpg]

Kaum passiert, stellt das Buff Barbie Doll ihren linken Fuß auf das unterste und den rechten Fuß auf das mittlere Seil. Anschließend wirft das Rich-Girl einen Arm in die Luft, um sich nochmals der Gegenseite arrogant zu zeigen. Schließlich geht sie zurück in den Ring, wo ihr auch schnell ein Mikrofon gebracht wird. Ab dieser Stelle endet auch die Theme.

Tiffany Stratton:
“Shut Up and listen your future Women's World Championesse!”

Ungewöhnliche Worte des Buff Barbie Dolls, denn sie beleidigt eigentlich nie. Hier empfand sie es als angebracht. Angebracht, weil sie sich durchaus von den Pfiffen und Buhen der Crowed getriggert fühlt. Allgemein fühlte sich die Blondine in den letzten Wochen veräppelt. Mit aller Kraft versucht sie einen Absturz zu verhindern, seit sie den höchsten Title verloren hat. Und beim Special hat sie es in der Hand. Geht es hoch oder runter? Kann sie sich gegen Kali durchsetzen? Oder Liv? Circe? Wer auch noch weiteres im Körper ihrer Gegnerin versteckt ist? Die Wahrheit ist, dass sie Liv Morgan akzeptieren musste, wie sie ist. Mit all ihren Facetten und Egos. Bisher konnte Tiffany sich damit nicht anfreunden. Liv Morgan war eben Liv Morgan. Egal, ob nun die Haare leicht rötlich schimmern oder sich ihre Charakterzüge ändern. Eigentlich ein Vorteil, um die Egos gegenseitig auszuspielen. Doch geht das so einfach?

Tiffany Stratton:
“Die c2c ist auf dem absteigenden Ast! Eine Women's Championesse, die kaum
ein Match bestreitet! Eine Shine Championesse, die mehr am jammern ist, als dass sie Taten sprechen lässt. Mit Worten der Selbstüberschätzung stand sie hier im Ring. ÜÜÜrrrgh…dabei bin ICH die Beste und längste c2c Shine Championesse aller Zeiten! Miss Future Legend! Das Gesicht der Women's Division! Ich habe Legenden zu Fall gebracht! Und du? Ein langweiliges Battle gegen Skye Blue! WOW!!!”


Eigentlich hatte sie die Matches und Titlewechsel nur am Rande verfolgt. Die Millionärstochter ist immer up to date. Sie weiß, was in IHRER Women's Division abgeht. Und auf keinen Fall lässt sie zu, dass sich einer ihrer Kolleginnen über sie hinwegsetzen will.
Angewidert rümpft sie die Nase und wirft ihre linke Hand auf Bauchhöhe, nur um sie seitlich neben sich zu balancieren. Die Handflächen zeigen dabei nach außen. Die rechte Hand umgreift immer noch das Mikrofon. Ihre haselnussbraunen Augen verdreht sie genervt.

Tiffany Stratton:
“Es wird Zeit, beim Special das zu erkämpfen, was mein ist! Der Women's Championship ist mein Accessoires! Der Preis für meine laaange Dominanz! Ich bin abgedriftet. Habe kurzzeitig meinen Weg verloren! Doch Tiffany Epiphany is back! Tiffy-Time is not over! Der Zeiger dreht sich weiter. Tick Tack…Tick Tack…”

Während sie Tick Tack mit einer bestimmten Betonung ausspricht, wippt Stratton mit dem Kopf. Nach links, dann nach rechts und das gleiche nochmal. Ein guter Zeitpunkt, dass nun unten im Bild Werbung für ihre Tiffy-Clock gemacht werden kann. Im Handumdrehen ist diese eingeblendet.

[Bild: tiffybuynowdasf0.png]

Die Fans haben sich derweil etwas beruhigt. Die verwöhnte Göre ist zwar arrogant, aber dennoch findet das Rich-Girl auch Sympathien in den Rängen der Zuschauer. Weil sie kämpft, nie aufgibt und Ziele verfolgt. Und auch wenn sie es nicht zugeben kann, hinterfragt sie sich selbst, ohne ihr Gesicht zu verlieren. Was war also falsch? Sie hat Liv Morgan nicht ernst genug genommen. Denn eines hat sie übersehen. Liv kämpft gegen sich selbst. Und das muss sie ausnutzen.

Tiffany Stratton:
“Und Ich habe es bewiesen! Ich habe gezeigt, dass diese Niederlage ein Ausrutscher war! Seither habe ich alles gewonnen! Auch heute trete ich gegen Penelope Ford an. Und ich werde dieses Match gewinnen! Warum ich mir so sicher bin? Weil ich es will! Ich will Liv zeigen, dass ich nicht locker lassen werde! Das Tiffany Epiphany den Schwanz nicht einzieht. Somit entsteht zumindest die eine Möglichkeit…es jetzt noch besser zu machen, als je zuvor.”

Klingt wie eine Ausrede. Natürlich hätte die Blondine gerne ihre Serie beibehalten. Als unbesiegbar eingestuft. Das stört sie aber nicht so sehr, wie diese Niederlage ausgerechnet im Titel Match gegen Liv Morgan. Den Championchip, für den sie so hart gekämpft und Duell gegen Toni Storm gewonnen hat, an einem Abend weg. Nein, dafür hat sie den Shine Title damals nicht abgegeben, nur um jetzt aufzugeben. Sie hat aus dem Match gelernt und will es besser machen.
Laut quitschend holt sie Luft und legt ihre freie Hand auf die Brust. Aus ihrem Gesicht kann man leichte Überraschung heraus erkennen, obwohl das Ganze natürlich gespielt ist. Anschließend schaut sie leicht nach oben. Stolz wie die nunmal ist.

Tiffany Stratton:
“Tiffany Epiphany wird die Beste Championesse aller Zeiten! The Star of c2c! Miss Future Legendand the Center of the Universe!”

Ihre freie Hand fährt bei den Worten über ihren Kopf hinweg, als würde das Buff Barbie Doll dort eine Überschrift ankündigen.

Tiffany Stratton:
“Das ist der Unterschied zwischen mir und Becky. Sie steht nur mit negativen Schlagzeilen in der Presse. Tiffany Stratton nicht! Sie wird nach Meinungen gefragt, interviewt und in Shows eingeladen. Nichts würde für den Women's Title besser sein, als ich! Noch nie war er so sehr im Fokus als er jetzt ist! Ich bin das Gesicht der Company! I have paint it Pink! Alles! Und kaum zeige ich eine kurze Schwäche, stürzen sich alle auf mich und glaubt ihr seid besser? Oh no!”\

Nein, diesen Ansturm will sie vermeiden. Stratton ist kein angeschossenes Reh, was man jetzt nur noch zur Strecke bringen muss. Sie will angreifen. Auch wenn einige seltsame Dinge passieren. So auch eine Frau, die sich als Tiffany Stratton ausgibt. Bis jetzt hat sie diese noch nicht zur Rede stellen können, obwohl es die Millionärstochter maximal nervt. Um dieses Problem wird sie sich aber noch kümmern müssen. Die nachfolgenden Worte richtet sie lieber an Liv Morgan.

Tiffany Stratton:
“Liv! Den heutigen Sieg widme ich dir! Schau genau hin, wie Penelope leiden wird. Denn du wirst es ihr gleich tun.”

Mit einer Drohung kommt sie bei ihrer Promo zum Ende. Wie so oft und ohne zu wissen, welche Konsequenzen es haben könnte. Hier und jetzt ist aber alles gesagt. Leichtes buhen ist aus aus dem Publikum zu vernehmen. Ein abschließendes…

Tiffany Stratton:
“Toodles!!”

…läutet schließlich das Ende ein. Das Rich Girl lässt das Mikrofon fallen und macht sich sofort auf, um den Ring zu verlassen. Die Theme ertönt. Doch während sie sich durch die Ringseile bückt, blendet das Bild auch schon um.

[Bild: HIST.jpg]



Oh Wow was? Der Titantron flackert für einen kurzen Moment, bevor die ersten markanten Gitarrenklänge von "No Chance in Hell" durch das gesamte Delta Center donnern. Sofort verändert sich die Atmosphäre in der Halle. Ein gewaltiger Mix aus Buhrufen und lautem Jubel erhebt sich aus allen Ecken der Arena. Einige Fans springen von ihren Sitzen auf und strecken die Arme nach oben, während andere sofort ihren Unmut kundtun. Es ist diese ganz besondere Reaktion, die nur ein Mann hervorrufen kann. Die Kameras schwenken zur Stage. Der Vorhang bewegt sich langsam. Dichter Nebel quillt hervor und wird von kalten, weißen Lichtstrahlen durchschnitten. Für einen kurzen Augenblick ist nichts zu erkennen... bis schließlich eine Silhouette durch den Rauch tritt. Und mit breitem Grinsen erscheint tatsächlich, niemand geringeres als Vince McMahon auf der Stage. Sofort fängt ihn die Hauptkamera in einer tiefen Perspektive ein. Das perfekt sitzende Maßsakko, die makellos gebundene Krawatte und der selbstzufriedene Gesichtsausdruck lassen keinen Zweifel daran, wer hier gerade die Bühne betreten hat. Vince bleibt für einen Augenblick stehen. Er blickt langsam nach links... dann nach rechts... nimmt jede einzelne Reaktion der Zuschauer in sich auf und scheint jede Sekunde davon zu genießen. Schließlich richtet er den Blick direkt zum Ring. Ein kurzes Nicken. Ein selbstgefälliges Schmunzeln. Dann setzt er sich in Bewegung.

[Bild: vince-mcmahon-entrance.gif]

Mit seinem unverwechselbaren Powerwalk marschiert Vince die Rampe hinunter. Jeder Schritt wirkt übertrieben energisch, beinahe schon demonstrativ. Die Arme schwingen kraftvoll neben seinem Körper, während der Oberkörper leicht nach vorne geneigt bleibt. Es ist dieser Gang, der ihn seit Jahrzehnten begleitet und der sofort erkennen lässt, dass hier kein Wrestler zum Ring kommt... sondern der Mann, der sich selbst stets als den mächtigsten Mann des gesamten Business gesehen hat. Die Kamera begleitet ihn seitlich, während Fans lautstark reagieren. Manche strecken ihre Mittelfinger in seine Richtung, andere versuchen verzweifelt ein Foto zu machen. Einige halten Schilder hoch... "NO CHANCE!", "MR. MCMAHON", "YOU STILL GOT IT!" und natürlich auch "WE HATE YOU, VINCE!". Vince schenkt all dem keinerlei Beachtung. Im Gegenteil. Je lauter die Buhrufe werden, desto breiter scheint sein Grinsen zu werden.

Matthew Rehwoldt: "Ladys and Gentleman... Please welcome... Vincent! Kennedy! MCMAAAAAHOOOOOOOON!"

Langsam erreicht er den Ring. Für einen kurzen Moment bleibt er vor der Ringtreppe stehen und richtet noch einmal den Kragen seines Jacketts. Anschließend steigt er mit ruhigen, selbstbewussten Schritten die Stahlstufen hinauf. Oben angekommen wischt er sich beinahe beiläufig über das Revers seines Sakkos, als wolle er sicherstellen, dass auch wirklich alles perfekt sitzt. Er betritt den Ring durch die Seile, stellt sich in dessen Mitte und dreht sich langsam einmal um die eigene Achse. Dabei breitet er die Arme weit aus, als würde ihm die gesamte Arena gehören. Die Musik läuft weiter, während Vince das tosende Gemisch aus Jubel und Buhrufen sichtbar genießt. Sein Blick wandert durch jede einzelne Zuschauerreihe. Keine Spur von Unsicherheit. Keine Nervosität. Nur pures Selbstvertrauen. Ganz so, als würde dieser Ring nicht seinem Sohn Shane, sondern ihm selbst gehört. Schließlich verstummt die Musik. Sofort senkt sich eine gespannte Stille über das Delta Center. Vince fordert mit einer kurzen Handbewegung ein Mikrofon an. Ein Offizieller reicht es ihm durch die Ringseile. McMahon nimmt es entgegen, klopft mit zwei Fingern kurz gegen den Mikrofonkopf und lässt seinen Blick langsam durch die Arena schweifen.

[Bild: df23p2m-364ce3a2-2229-4475-af0b-40b4d4898d94-1.png]

Ein süffisantes Lächeln legt sich auf sein Gesicht. Er wartet ganz bewusst noch einen Moment länger, lässt die Fans weiter reagieren und kostet jede Sekunde der Aufmerksamkeit aus. Erst als die Halle langsam etwas ruhiger wird, hebt Vince McMahon das Mikrofon an seinen Mund. Die Kameras zoomen nah an sein Gesicht. In seinen Augen liegt dieser unverkennbare Ausdruck aus Überheblichkeit, Kontrolle und purer Selbstsicherheit. Vince räuspert sich kurz... grinst noch einmal breit... und beginnt schließlich zu sprechen...

Vince McMahon: „Danke... danke. Es ist schön, wieder vor einem Wrestlingpublikum zu stehen.“

Der Vater des Chairmans lässt die Fans hier in der Halle noch einige Sekunden länger jubeln und buhen, denn er weiß besser als kaum jemand sonst, wie man die Luft elektrisch auflädt. Dann fährt er fort und seine Stimme formt sich in eine Mischung aus gut verständlicher, eindringlicher Lautstärke, aber auch beruhigender und bewegender Ruhe.

Vince McMahon: „Wisst ihr... viele von euch kennen Vince McMahon. Den Geschäftsmann. Den Chairman. Den Typen, der jahrzehntelang geschrien hat: 'You're fired!' Aber nur die wenigsten kennen Vincent Kennedy McMahon. Ich bin nicht in Reichtum aufgewachsen. Ganz im Gegenteil.“

Ein Raunen geht durch die Arena. Was soll das jetzt hier werden? Eine öffentliche Entschuldigung für seine Taten, wegen denen er verklagt wurde? Er lässt ein paar Sekunden Stille, damit die ersten begrüßenden Worte wirken. Dann hebt er wieder seine Stimme und spricht weiter von seiner Vergangenheit.

Vince McMahon: „Ich bin ohne meinen Vater groß geworden. Während andere Jungen mit ihrem Dad Baseball spielten oder am Wochenende gemeinsam irgendwo hingefahren sind... wusste ich viele Jahre lang nicht einmal wirklich, wer mein Vater überhaupt war. Erst als ich älter wurde, lernte ich ihn kennen. Mein Vater... Vincent James McMahon.“

Er lässt den Namen seines Vaters langsam über die Menge rollen, als wäre dieser ein heiliger Mensch. Und die Fans chanten ihn lauthals, obwohl es wahrscheinlich absolut niemanden hier in der Halle gibt, der diesen Mann jemals live gesehen hat und kennenlernen durfte. Doch für Vince scheint es dennoch irgendwie eine Freude zu sein, so viel Liebe durch die Fans zu hören. Er antwortet mit einem fast schon ehrfürchtigen Nicken.

Vince McMahon: „Ganz genau! Der Mann, der damals die World Wide Wrestling Federation leitete. Als ich ihn kennenlernte, wusste ich sofort, was ich mit meinem Leben machen wollte. Kein Football, keine Politik, nicht einmal Hollywood. Oh nein, es stand fest: Ich wollte Wrestling.“

Doch da werden die Reaktionen der Crowd wieder etwas anders. Sie werden wieder etwas unruhiger und Buhrufe mischen sich mit dem Jubel der Fans, die weniger auf das Private sehen, was Vince angestellt hat, sondern nur auf das, was er im Wrestling erreicht hat und was er daraus erschaffen hat. Wir können „YOU SICK FUCK!“, „ASSHOLE! ASSHOLE!“ und „YOU SOLD OUT!“-Chants hören, aber einige Fans chanten auch laut „WELCOME BACK!“ oder „HOLY SHIT!“. Vince selbst bleibt mitten im Ring stehen, hält das Mikro etwas tiefer und wartet... und lässt die Stimmung kochen. Dann hebt er langsam wieder das Mikro und spricht weiter mit einer ruhigen, aber gut hörbaren Stimme, ohne die Tonlage zu wechseln.

Vince McMahon: „Ich wollte Teil dieser verrückten Welt werden. Aber mein Vater... glaubte nicht daran. Er sagte mir mehr als einmal, dass dieses Geschäft nichts für mich sei. Dass ich mich davon fernhalten sollte. Er wollte nicht, dass ich diesen Weg gehe. Und genau deshalb bin ich ihn gegangen.“

Die Pfiffe in der Halle werden lauter und man sieht direkt, dass Vince McMahon immer jemand war, der provoziert hat und gegen den Strom geschwommen ist. Die Fans lieben und hassen ihn gleichermaßen, und dass die Halle hier heute so explodieren würde, hätte man wohl nie für möglich gehalten. Vince senkt kurz den Kopf und und nickt nur leicht.

Vince McMahon: „Ich fing ganz unten an. Ich kommentierte Shows. Ich organisierte Veranstaltungen. Ich verkaufte Tickets. Ich lernte jeden einzelnen Bereich dieses Geschäfts kennen. Nicht, weil ich musste... sondern weil ich verstehen wollte, wie Wrestling wirklich funktioniert. Dann kam der Moment, der mein Leben veränderte.“

Vince tritt einen Schritt nach vorn, direkt in Richtung Kamera, und spricht mit scharfer Tonlage direkt in diese hinein.

Vince McMahon: „1982 kaufte ich meinem eigenen Vater die Company ab. Viele hielten mich damals für verrückt. Sie sagten, ich würde alles verlieren. Sie sagten, Wrestling könne niemals größer werden als kleine Hallen und regionale Territorien. Nun... Ich glaube, die Geschichte hat diese Frage beantwortet.“

Und die Zuschauer hier in Raleigh stimmen Vince da vollkommen zu. Die Arena explodiert regelrecht und man kann laute „THANK YOU VINCE!“-Rufe vernehmen!

Vince McMahon: „Aus der WWF wurde ein weltweites Phänomen. Wir erschufen WrestleMania. Wir machten Superstars zu Ikonen. Wir brachten Wrestling in jedes Wohnzimmer dieser Welt. Und ehe ich mich versah, waren aus Jahren... Jahrzehnte geworden. Mein ganzes Leben drehte sich um dieses Business. Bis schließlich der Tag kam, an dem ich mein Lebenswerk verkaufte.“

Er senkt das Mikro nur für einen Augenblick... und hebt es direkt wieder, um mit seiner Geschichte fortzufahren und den wohl schrecklichsten Teil davon einzuläuten.

Vince McMahon: „Wisst ihr... ich habe mein gesamtes Leben diesem Business gewidmet. Jahrzehntelang. Ich habe alles gegeben, um professionelles Wrestling größer zu machen, als es jemals zuvor gewesen ist. Ich habe zahllose Talente kommen und gehen sehen. Ich habe Stars erschaffen. Ich habe Imperien aufgebaut. Und irgendwann... irgendwann kam der Moment, an dem ich wusste, dass meine Zeit gekommen war, einen Schritt zurückzutreten. Ich habe mein Lebenswerk verkauft. Nicht weil ich musste... sondern weil ich es wollte. Nach all den Jahren hatte ich plötzlich etwas, das ich mein ganzes Leben kaum kannte... Freizeit. Zum ersten Mal seit einer Ewigkeit stand ich morgens auf... ohne eine Show zu planen. Ohne Verträge zu unterschreiben. Ohne darüber nachzudenken, wie ich Wrestling noch größer machen konnte. Ich dachte, genau das wollte ich. Ich dachte, ich hätte endlich meinen Frieden gefunden. Aber wisst ihr was? Man kann Wrestling nicht einfach verlassen. Not, wenn es dein ganzes Leben gewesen ist. Es zieht dich immer wieder zurück. Und wisst ihr, was ich in dieser Zeit festgestellt habe? Dass ich Wrestling vermisse.“

Das raue, beinahe ehrfürchtige Schweigen, das während der Worte von Vince McMahon wie eine bleierne Decke über der C2C-Arena gelegen hatte, beginnt in dem Moment zu brechen, als diese Worte seine Lippen verlassen. „Dass ich Wrestling vermisse.“ Es ist ein Satz, der wie ein Paukenschlag durch das vollbesetzte Rund hallt und die Fundamente der Promotion erzittern lässt. Für einen kurzen, gedehnten Moment verharrt die Kulisse in kollektiver Schockstarre. Die Fans in den vorderen Reihen starren mit offenem Mund zum Ring, unfähig zu begreifen, ob sie gerade Zeuge eines historischen, ehrlichen Bekenntnisses oder des ultimativen, meisterhaften Manipulationsversuchs des größten Strippenziehers der Wrestling-Geschichte werden. Dann bricht das akustische Chaos los. Ein donnernder Mahlstrom aus tiefen Aufschreien, ungläubigem Raunen und ohrenbetäubendem Jubel mischt sich mit einem gellenden Konzert aus Buhrufen, das von den Rängen herabregnet. Schilder mit der Aufschrift „NO CHANCE“ werden wild in die Höhe gereckt, während direkt daneben langjährige Hardcore-Fans fassungslos die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Die Energie in der Halle ist so dicht, dass man sie förmlich greifen kann, eine explosive Mischung aus Nostalgie, tief sitzendem Misstrauen und der puren Faszination für das Unvorhersehbare. Und Vince im Zentrum dieses Sturmes bewegt sich nicht. Er lässt das Mikrofon langsam ein paar Zentimeter sinken, hält es aber fest in seiner charakteristischen, leicht zitternden, aber energischen Faust. Seine Augen, kalt und scharf wie eh und je, wandern langsam durch die Arena, fixieren die wogende Menschenmenge und saugen jede einzelne Reaktion auf.

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Ein winziges, fast unmerkliches Zucken um seine Mundwinkel verrät, dass diese ohrenbetäubende Kakofonie genau das Elixier ist, nach dem er sich in den Monaten, in den Jahren seiner Abwesenheit so sehnlich verzehrt hat. Er atmet tief durch die Nase ein, die Brust unter seinem maßgeschneiderten, sündhaft teuren Anzug hebt sich stolz, während er die Buhrufe wie einen Ritterschlag entgegennimmt. Er wartet. Er wartet genau so lange, bis die Chants der Fans, ein wildes Durcheinander aus „Vinnie Mac!“-Rufen und lautstarken Ablehnungsbekundungen, ihren absoluten Höhepunkt erreichen, bevor er das Mikrofon wieder zum Mund führt. Das metallische Klicken des Schalters ist über die Hallenlautsprecher zu hören, und augenblicklich ebbt der Lärm ab, als wolle niemand auch nur eine Silbe von dem verpassen, was nun folgt. Er hebt den freien Arm, deutet mit ausgestrecktem Zeigefinger auf den Ringboden unter seinen Füßen und blickt dann wieder mit einem eiskalten, durchdringenden Starren direkt in die Hauptkamera.

Vince McMahon: „Ich vermisse nicht die Sitzungen, nicht die Verträge und auch nicht die endlosen Geschäftsreisen. Nein, ich vermisse genau dieses Gefühl. Dieses Gefühl, wenn Tausende Menschen gleichzeitig aufspringen. Dieses Gefühl, wenn ein Superstar den Ring betritt und die ganze Halle explodiert. Dieses Gefühl... kann man nicht ersetzen. Also habe ich mich gefragt... was nun?“

fährt er fort, und seine Stimme wechselt von dem fast schon melancholischen Tonfall der Erinnerung in dieses tiefe, bedrohliche Reiben, das Generationen von Workern das Fürchten gelehrt hat. Er macht eine dramatische Pause, geht zwei Schritte vorwärts, sodass er direkt an den Seilen steht, und blickt hinauf zu den billigen Plätzen, während die Buhrufe der C2C-Getreuen wieder anschwellen.

Vince McMahon: „Und dann begann ich, meinem Sohn zuzusehen. Ich sah zu, wie er diese Liga aufbaute. Wie sie Woche für Woche größer wurde. Wie neue Stars entstanden. Wie Fans wieder Spaß daran hatten, Wrestling zu schauen. Und gleichzeitig sah ich auch etwas anderes. Ich sah einen Mann, der versuchte, alles gleichzeitig zu sein. Eigentümer. Booker. Verantwortlicher. Problemlöser. Und manchmal sogar das Gesicht dieser Company. Ich kenne dieses Gefühl nur zu gut.“

Die Arena kocht endgültig über. Ein ohrenbetäubendes Pfeifkonzert mischt sich mit schockierten Rufen, während Vince die wütenden Fans an den Absperrungen keines Blickes würdigt und seinen Kopf hoch erhoben hält.

Vince McMahon: „Also habe ich ihn eines Tages angerufen und ihm gesagt... 'Lass mich dir helfen.' Nicht weil er es nötig hätte. Sondern weil ich es wollte. Denn wenn ich noch etwas zu geben habe... dann möchte ich es hier geben. Ich möchte meine Erfahrung, mein Wissen und alles, was ich in über fünfzig Jahren gelernt habe, nutzen, damit Coast 2 Coast Wrestling weiter wächst. Damit diese Liga noch größer wird. Damit diese Superstars noch größere Bühnen bekommen. Und damit ihr... die Fans... Woche für Woche das bestmögliche Wrestling erleben könnt.“

Er macht eine dramatische Pause... bevor er seinen Finger hebt und nicht nur auf sich selbst, sondern auch auf jeden einzelnen Fan hier in der Halle zeigt.

Vince McMahon: „Ich bin nicht hier, um meinem Sohn seinen Platz wegzunehmen. Ich bin hier, damit er sich auf das konzentrieren kann, was wirklich wichtig ist... während ich den Teil übernehme, den ich mein ganzes Leben lang gemacht habe.“

Doch noch immer scheinen hunderte Buhrufe zu explodieren... Vince schnaubt etwas aus und lässt das Mikro sinken, während er stillschweigend zuhört. Erst nachdem die Chants wieder etwas ruhiger wurden, führt er seine noch immer ruhige Rede fort.

Vince McMahon: „Ich habe einmal aus einer kleinen Wrestling-Promotion ein weltweites Imperium gemacht. Vielleicht... ist es Zeit, dieses Kunststück ein letztes Mal zu versuchen.“

Und damit hebt Vince wieder sein Kinn... ganz, ganz langsam sowie dominant... und will die C2C noch größer machen, als sie ohnehin bereits ist!

Vince McMahon: „Also ja... es wird sich hier nun einiges ändern. Und wenn ihr mich kennt... dann wisst ihr ganz genau...“

Erneut eine kurze Pause mit all der theatralischen Macht und dem vibrierenden Rhythmus, den ein Vince McMahon immer erschaffen und mit dem er die Arenen erschüttern kann, bevor er das Mic wieder anhebt und den Satz beendet.

Vince McMahon: „...dass ich niemals klein denke.“

Die Halle kocht über und die Fans jubeln, buhen, schreien, kreischen, alles zusammen. Es entsteht ein regelrechtes Chaos, das die Oberhand übernimmt. Doch Vince bleibt seelenruhig im Ring stehen und lässt es nur auf sich einregnen. Er genießt es regelrecht. Die Spannung ist so scharf, dass man sich an ihr schneiden könnte. Die Halle ist ohrenbetäubend laut und dieses Mal dauert es sogar länger, ehe sich wieder ein kurzer Moment der Stille ausbreitet. Vince nimmt sich die ganze Zeit, um die Arena zu mustern. Die Augen glühend vor Selbstbewusstsein in dieser elektrisch aufgeladenen Atmosphäre, die hier herrscht. Dieser Moment hier wird sich ganz klar in die Annalen der Coast 2 Coast Wrestling-Geschichte einbrennen. Und nur langsam hebt der ehemalige Chairman das Mikrofon, doch bevor er wieder etwas sagen kann, prallen direkt erneut laute Buh-Chants wie ein Erdrutsch auf ihn ein. Doch das lässt Vince nicht aufhalten, sich immerhin von den Fans zu verabschieden, und so sagt er seine letzten Worte in ruhiger Stimme und will damit den Start des C2C-Wrestling-Wandels beginnen.

Vince McMahon: „Danke sehr!“

Und damit wird das Mic fallen gelassen und Vince verlässt den Ring und damit auch die Halle. Holy shit, was haben wir da gerade eben erlebt? Wie soll nun die Zukunft der Company aussehen? Wird Shane das zulassen? Und was ist mit Bayley? Wie soll sich diese Änderung zeigen? Was passiert nun mit der Zukunft von Coast 2 Coast Wrestling? Dass Vince McMahon hier auftreten wird, damit hätte man wohl nie gerechnet. Vor allem nicht eine Woche vor dem größten Moment des Jahres. Was für eine heftige Überraschung! Aber auch eine irgendwie beängstigende.

[Bild: trenner1.jpg]

OPENER
SINGLES MATCH
Izzy Moreno vs. Eva Marie

[Bild: izzyevamarie.png]
Writer: ???

Eva Marie steht bereits im Ring.



Das Licht in der Arena erlischt komplett Auf dem Titantron flackert ein körniges Video aus dem Jahr 2015 auf Man sieht ein kleines Mädchen mit einem Bayley-Shirt und einem bunten Stirnband, das am Absperrgitter von NXT steht und weint, als Sasha Banks ihr das Haargummi klaut Dann ein Schnitt: Das Mädchen strahlt, während sie ihr Idol Bayley umarmt Die Worte "10 YEARS IN THE MAKING" erscheinen in schlichter, weißer Schrift auf dem schwarzen Bildschirm Ein sanfter, fast nostalgischer Klavier-Akkord ertönt, der plötzlich in einen treibenden, modernen High-Energy-Pop-Rock-Track übergeht Der Bass setzt hart ein, während die Lichter in der Arena synchron zum Rhythmus in Lila und Gold aufblitzen Und dann kommt sie! Izzy Moreno tritt durch den Vorhang

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Sie bleibt auf der Rampe stehen und atmet tief durch, während sie kurz die Augen schließt, als würde sie den Moment aufsaugen, von dem sie acht Jahre lang geträumt hat Sie trägt ein modernes Gear, das dezent an die Farben ihrer Anfänge erinnert, aber deutlich athletischer und professioneller wirkt Sie rennt nicht zum Ring Sie geht mit einer Mischung aus Ehrfurcht und neu gewonnenem Selbstbewusstsein Als sie an den Fans vorbeiläuft, klatscht sie nicht wahllos ab; sie sucht gezielt den Augenkontakt zu den jüngeren Fans in der ersten Reihe, ein stilles Nicken, wie als wolle sie dem jungen Mädchen zeigen, dass jeder es schaffen kann, eines Tages mal hier in diesem Ring zu stehen!

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the ring ... from Orlando, Florida... Weighing in at 114Pounds... She is everybody's favorite BFF... Izzy MOOOREEEEENOOOOOOOO!!!"

Am Ring angekommen springt Izzy auf den Apron und zieht sich mit einem flüssigen Sprung über das oberste Seil Sie geht in die Mitte des Rings und breitet die Arme aus, während lila Pyrotechnik hinter ihr in die Höhe schießt.

Warnung! Spoiler!
Izzy Moreno gewinnt dieses Match in dem sie Eva Marie mit der Izzy Bar besiegt (7.01 Minutes)

Here is your winner by pinfall: IIIIZYYYYY MOOORENOOOO!

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Das Summen der Neonröhren im Backstage-Bereich der Arena war ein ständiges, nervtötendes Hintergrundgeräusch, das sich wie eine Decke über das treibende Chaos legte. Mitarbeiter in schwarzen Shirts hasteten mit Klemmbrettern durch die engen, kahlen Gänge, Kabelträger fluchten leise, während sie schwere Leitungen hinter sich herzogen, und aus den halb offenen Türen der Regieräume drang das gedämpfte, metallische Echo der Hallenlautsprecher. Auf den vielen Bildschirmen an der Wand des Produktionsbüros flackerten die Live-Bilder der bereits kochenden Arena. Bunte Lichter, eine aufgeregte Stimmung und zahlreiche Plakate, das Versprechen von Gewalt und Spektakel. Inmitten dieses logistischen Hurrikans stand Jeff Miller über einen provisorischen Schreibtisch gebeugt. Der Ablaufplan vor ihm war bereits mit roten und blauen Markierungen übersät, ein chaotisches Schlachtfeld aus Timeslots, Kameraanweisungen und Werbepausen. Jeff rieb sich die Schläfen. Seit fünfzehn Jahren machte er diesen Job, aber an manchen Abenden fühlte sich die Verantwortung an wie eine physische Last auf seinen Schultern. Er setzte gerade den neongelben Textmarker an, um eine letzte Änderung im Ablauf der zweiten Stunde einzutragen, als das grelle Licht von oben blockiert wurde. Ein Schatten fiel auf das Papier. Jeff hielt inne und hob langsam den Blick.

Producer Jeff Miller: "Ahh, da bist du ja."

Sagte er leise als Becky Lynch vor ihm stand. Sie trug einen schwarzen Oversized Hoodie, die Hände tief in den Taschen vergraben. Ihre Haltung war aufrecht, fast militärisch in ihrer kontrollierten Ruhe. Kein Lächeln spielte um ihre Lippen, keine der theatralischen Gesten, die sie sonst für die zehntausend kreischenden Kehlen da draußen bereithielt. Das hier war nicht „The Man“, die schillernde Kunstfigur. Das hier war die nackte, ungeschminkte Realität.

BECKY LYNCH: "Beschäftigt?"

Fragte sie. Ihre Stimme war rau, belegt von den Reisestunden der letzten Tage.
Jeff legte den Marker beiseite und verschränkte die Arme vor der Brust. Er atmete tief durch, als wollte er den Stress der letzten Stunden abschütteln.

Producer Jeff Miller: "Für dich finde ich immer fünf Minuten."

Sie antwortete nicht sofort. Sie sah an ihm vorbei auf die Monitore, auf denen gerade eine Wiederholung der vergangenen Woche lief. Ein schwerer Moment des Schweigens dehnte sich zwischen ihnen aus, so dicht, dass das dumpfe Wummern der Bässe aus der Halle fast völlig im Hintergrund verblassste.

BECKY LYNCH: "Ich… ich wollte nur sichergehen, dass für heute Abend alles bereitsteht?!"

Ihr Blick kehrte zu ihm zurück. Nüchtern und kühl, in dem man ihre Fokussierung bereits erahnen konnte. Jeff nickte langsam und verfiel instinktiv in den nüchternen Tonfall des erfahrenen Producers.

Producer Jeff Miller: "Ja sicher… Dein Entrance steht. Die Pyro-Zünder sind auf die Sekunde getaktet. Die Jungs an den Kameras eins und vier wissen genau, welche Close-Ups sie halten müssen, wenn du die Rampe runtergehst. Die Regie hat das Go."

Becky rührte sich nicht. Kein Nicken, kein Anzeichen von Erleichterung. Stattdessen ein leichter Funken von Resignation, welcher direkt eine Zurechtweisung umschwenken würde. Ihre Stimme wirkte kalt und rau, als etwas präziser wurde.

BECKY LYNCH: "Ich meinte nicht meinen Entrance, Jeff."

Jeff’s Miene fror ein. Die professionelle Maske, die er so sorgfältig aufrechterhalten hatte, bröckelte in einem Wimpernschlag. Die Anspannung im Raum wurde fast greifbar. Er wusste genau, worauf sie anspielte, nur ein Wort kam ihm nicht über die Lippen. Sie bestätigte seien Vermutung mit einem kaum merklichen Nicken.

Producer Jeff Miller: "Ja… es ist alles eingespielt. Keiner hat es gesehen oder bemerkt, ich habe es gestern bereits selbst gemacht, es ist so wie du es wolltest."

Fuhr Jeff fort, während er sich nervös umschaut, obwohl sie allein im Büro waren. Ein winziges, fast wehmütiges Schmunzeln stahl sich für den Bruchteil einer Sekunde auf Beckys Lippen, bevor es wieder von ihrer kühlen Maske verschlungen wurde.

BECKY LYNCH: "Sehr gut, danke!"

Sie machte eine halbe Drehung, um das Büro wieder zu verlassen, die Kapuze ihres Hoodies bereits halb im Gesicht.

Producer Jeff Miller: "Rebecca?!"

Der Name schnitt durch den Lärm des Ganges wie ein scharfes Messer. Becky fror mitten in der Bewegung ein. Seit Monaten hatte sie diesen Namen in diesen Hallen nicht mehr gehört. Hier war sie eine Marke, ein Produkt, eine Kriegerin. Aus Jeff’s Mund jedoch klang der Name nicht wie die formelle Floskel eines Vorgesetzten. Es klang nach Heimat. Nach der Stimme eines Mannes, der sie schon fallen und wieder hatte aufstehen sehen. Langsam drehte sie sich zu ihm um. Ihr Blick war weicher geworden, verletzlicher.

BECKY LYNCH: "… Ja?"

Jeff sah sie an. Er sah nicht die Headlinerin von WrestleMania. Er sah das irische Mädchen, das sich vor Jahren mit nichts als einem Koffer und einem Traum durch die Welt gekämpft hatte. Er sah die Spuren der Erschöpfung um ihre Augen.

Producer Jeff Miller: "Setz dich kurz…"

Sagte er sanft und deutete auf eine schwere, schwarze Equipment Box, die an der Wand stand. Becky zögerte. Ihr Blick wanderte zur Tür, dann zurück zu Jeff. Schließlich gab sie nach. Mit einem leisen Seufzen ließ sie sich auf das kalte Plastik der Kiste sinken. Jeff stieß sich vom Tisch ab, kam ein paar Schritte auf sie zu und lehnte sich mit verschränkten Armen gegen die Wand in ihre Nähe.

Producer Jeff Miller: "Ich muss dich was fragen."

Sie zog eine Augenbraue hoch, bemüht, die emotionale Distanz wieder aufzubauen. Sie presste die Lippen zusammen und unterdrückte das leicht genervte Seufzen.

BECKY LYNCH: "Dann frag."

Jeff stieß die Luft aus, die sich in seiner Lunge angestaut hatte und hervor kam ein trockenes…

Producer Jeff Miller: "Warum?"

Becky wich seinem Blick aus, gefolgt von einem irritierten Kopfschütteln. So recht wollte sie ihm noch nicht folgen.

BECKY LYNCH: "Warum was?"

Producer Jeff Miller: "Warum musst du ihn heute Abend ausgerechnet auf diese Art provozieren?"

Jeff’s Frage kam geradeheraus. Seine Stimme war leise, aber eindringlich. Sie schwieg. Ihr Blick glitt hinab zu ihren Sneakern. Aber Jeff hörte nicht auf, er fuhr fort. Doch seine Stimme wurde etwas weicher, fast schon beschwörend.

Producer Jeff Miller: "Ich kenne Seth länger, als die meisten hier ahnen und ich kenne dich. Ich war da, Rebecca. Ich war bei diesen verfluchten Shows in Mexiko oder in Großbritannien, als du nach all den Niederlagen, nach all dem Schmerz, kaum noch ein Wort mit irgendwem gesprochen hast. Ich habe gesehen, wie du am Boden lagst und wie verdammt schwer es war, wieder aufzustehen. Und ich habe gesehen, wie Seth zuletzt jeden einzelnen Tag an deiner Seite stand. Wie er dich gehalten hat, wie du ihn gehalten hast. Ihr habt gerade das größtmögliche Chaos überstanden."

Becky schluckte trocken. Ihre Finger, tief in den Taschen des Hoodies verborgen, krallten sich in den Stoff, bis ihre Knöchel weiß wurden. Jeff schüttelte fragend den Kopf.

Producer Jeff Miller: "Deshalb frage ich dich das gerade nicht als dein Producer. Ich frage dich als Freund. Ist das wirklich notwendig?"

Wieder senkte sich dieses erdrückende Schweigen über das kleine Büro. Das dumpfe Dröhnen der Arena im Hintergrund fühlte sich an wie der Herzschlag eines fernen Ungeheuers. Becky sah auf ihre Hände, die sie nun langsam aus den Taschen zog und im Schoß ineinander legte.

BECKY LYNCH: "Du glaubst, ich will ihm wehtun?"

Ihre Stimme kam nur leise hervor, als müsse sie selbst noch kurz über ihr Vorhaben nachdenken.

Producer Jeff Miller: "Willst du das denn nicht?"

Doch jetzt zögerte Becky nicht. Sie sah Jeff direkt in die Augen, und in ihren eigenen lag eine tiefe, fast schmerzhafte Klarheit.

BECKY LYNCH: "Nein… Wenn ich Seth wirklich verletzen wollte, Jeff… dann würde ich ganz andere Wege wählen. Wege, von denen er sich nie wieder erholen würde. Aber das hier? Ich will nur, dass er endlich aufhört, sich selbst zu belügen."

Jeff zog die Stirn tief in Falten, ein Ausdruck voller Unverständnis und offener Fragen.

Producer Jeff Miller: "Belügen? Wovon redest du?"

Ein kurzes Räuspern, einen Moment der Besinnung, in dem Becky wahrlich die letzten Wochen noch einmal Revue passieren ließ. Ein müdes Lächeln fiel ihr über die Lippen, denn auch verdammt schöne und notwendige Momente waren dabei mit Seth, mit ihrem Seth enthalten. Das kleine Lächeln hielt sich nicht lange und die innere Unruhe kam wieder. Becky begann und in ihrer Stimme schwang eine bittere Enttäuschung mit

BECKY LYNCH: "Seit Wochen… seit Wochen höre ich immer nur 'ich brauche Zeit, ich brauche Ruhe!' Wir hatten jede erdenkliche Ruhe, die man sich nur vorstellen konnte und jetzt? Jetzt sitzt er irgendwo in unserem Locker Room und legt die Beine hoch, weil… weil ihn das Reisen angestrengt hat? Ich bitte dich! Seth hätte in der ersten Woche nach Berlin ein Titel-Match gegen Ethan haben können. Halte von ihm was du willst, Page hat Seth in seiner schwersten Phase ein Stück seiner Würde zurückgegeben und bot ihm dann noch ein Match an. Aber wie du siehst, ruht sich der große Seth Rollins lieber aus."

Sie schüttelte traurig den Kopf und eine Strähne ihres rötlichen Haares fiel ihr ins Gesicht. Der Blick senkte sich wieder und nur gedämpft kamen die nächsten Worte von ihr hervor.

BECKY LYNCH: "Das ist nicht der Mann, den ich geheiratet habe. Der Mann, den ich geheiratet habe, hätte eher die ganze verdammte Arena niedergebrannt, als sich so behandeln zu lassen."

Jeff beugte sich ein Stück vor, seine Augen voller Sorge. Er war lange genug in dem Business vertreten, um sie, wie aber auch Seth zu verstehen. Man konnte nicht immer 365 Tage im Jahr, nahezu 24/7 und das auch noch für mehrere Dekaden immer nur Vollgas geben. Doch das Brutale an dem Geschäft war eben auch, dass eine Phase der Ruhe einem schnell alles kosten konnte, was man sich zuvor aufgebaut hatte.

Producer Jeff Miller: "Und du glaubst ernsthaft, ihn vor Millionen von Zuschauern bloßzustellen bringt dir diesen Mann zurück?"

Ein trauriges, bittersüßes Lächeln stahl sich auf Becky’s Gesicht. Sie ließ einen kurzen Moment verstreichen, ihre Stimme sank zu einem rauen Flüstern herab.

BECKY LYNCH: "Ich stelle ihn nicht bloß. Ich halte ihm nur einen Spiegel vor. Ich will ihn nur daran erinnern, wer er verdammt noch mal ist. Und wofür er früher gebrannt hat. Ich will einfach nur, dass er aufhört, sich hinter dieser perfekten Maske der Vernunft zu verstecken. Und wenn ich ihn dafür ein wenig reizen muss, dann bin ich bereit dazu… Nichts lieber als das. Glaube mir, er kann es vertragen. Ich werde ihm dermaßen auf die Nerven gehen, dass er endlich was tun muss."

Jeff fuhr sich mit einer zittrigen Hand über das Gesicht. Er wirkte um Jahre gealtert. Bisher in der Geschichte haben diese Pläne nie funktioniert. Und was wäre dann?

Producer Jeff Miller: "Du spielst mit dem Feuer, Rebecca. Mit einem verdammt gefährlichen Feuer."

BECKY LYNCH: "Das habe ich schon immer getan, Jeff."

Damit ließ sich Jeff dieses Mal nicht abfertigen. Er fixierte sie mit einem Blick, dem sie nicht entkommen konnte.

Producer Jeff Miller: "Früher hast du nur riskiert, dich selbst zu verbrennen. Du hast deinen eigenen Körper, deine eigene Karriere aufs Spiel gesetzt. Aber heute? Heute riskierst du, dass ihr euch gegenseitig verbrennt. Dass am Ende nichts mehr von euch übrig ist außer Asche."

Der Satz traf sie wie ein physischer Schlag. Für einen winzigen, unbewachten Moment bröckelte Becky’s unerschütterliche Fassade komplett. Ihre Lippen zitterten ganz leicht, und sie schluckte schwer, um den Kloß in ihrer Kehle hinunter zu drücken. Langsam, fast mühsam, erhob sie sich von der Flightcase-Kiste. Sie zog ihren Hoodie zurecht, hob die Kapuze ein kleines Stück höher in den Nacken und legte sich ihre emotionale Rüstung wieder an.

BECKY LYNCH: "Vielleicht…ja, aber waren wir nicht bereits an diesem Punkt? Ich versuche jeden Tag wieder davon aufzustehen und ja, auch mir ist es verdammt schwer gefallen. Aber sich nun gar nicht mehr zu rühren, weil man den Moment konservieren will? Welcher Moment? Gerade er, gerade Seth ist es der Momente kreiert."

Sie sah Jeff ein letztes Mal an, ein Blick voller stummer Bitte um Verständnis, den sie nie laut aussprechen würde.

BECKY LYNCH: "Vielleicht braucht es genau dieses verdammte Feuer, um den Funken in ihm wieder zu wecken, von dem ich weiß, dass er noch irgendwo da drin steckt."

Jeff schloss für einen langen Moment die Augen. Er atmete schwer aus und nickte kapitulierend. Er könnte sie sabotieren und in ihrem Vorhaben nicht mitspielen, aber was würde dies bringen außer einem Vertrauensbruch und jeder Menge Ärger? So blieb ihm nur der Versuch, die Stimmer der Vernunft auch in ihr zu wecken. Doch wenn sich diese sture Irin etwas in den Kopf gesetzt hatte, war sie in der Regel nicht mehr davon abzubringen.

Producer Jeff Miller: "Ich hoffe inständig, dass du recht hast, Rebecca. Für uns alle."

BECKY LYNCH: "Ich auch, Jeff. Ich auch."

Sie ging an ihm vorbei. Ihre Schritte waren leise auf dem grauen Linoleumboden. Kurz vor der Türschwelle blieb sie stehen. Sie drehte sich nicht um, blickte starr auf den grell erleuchteten Gang hinaus.

BECKY LYNCH: "Danke."

Sagte sie leise, ohne sich dabei umzudrehen. Jeff sah ihrem Rücken nach.

Producer Jeff Miller: "Pass auf ihn auf."

Er erwiderte, kaum lauter als ein Atemzug. Becky verharrte einen Herzschlag lang. Das Licht des Ganges umriss ihre Silhouette wie eine dunkle Gloriole.

BECKY LYNCH: "Das versuche ich die ganze Zeit."

Brachte sie mit einer Stimme hervor, die so leise und voller Sehnsucht war, dass sie fast im Summen der Klimaanlage unterging. Dann trat sie hinaus in den Gang und wurde sofort von der geschäftigen Dunkelheit des Backstage Bereichs verschlungen. Jeff Miller blieb allein im Büro zurück. Er starrte auf die leere Türschwelle, während das dumpfe Brüllen der Arena draußen anschwoll, als hätte das Ungeheuer gerade seine Beute gewittert. Er wandte sich wieder seinem Schreibtisch zu, doch der Textmarker in seiner Hand blieb ungenutzt.

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Als nächstes Match steht also Fallon Henley gegen Nikkita Lyons an. Und dieses Match wird alles andere als eine leichte Aufgabe für unser Country Girl werden. Denn die Lioness ist ein wahrer Koloss im Ring. Doch muss man halt auch leider sagen, dass dieses Match absolut niemanden interessiert, weil es nicht einmal ansatzweise so spannend wie der heutige Main Event des Abends wird, in welchem die Lord Velveteen Dream Experience einen sagenhaften Sieg gegen den amtierenden World Heavyweight Champion Kenny Omega einfahren wird. Langsam schaltet sich der Titantron an und bringt uns in den Backstagebereich. Dort können wir den Dream auch direkt sehen, wie er an einem Fenster steht und den immer dunkler werdenden Tag draußen beobachtet, während er eine schwarze Feder in seiner Hand streichelt, die wohl wahrscheinlich von einer Krähe stammt, was natürlich eine Information ist, die so große Wichtigkeit hat, dass sie unbedingt mit hier in das Segment hineingeschrieben werden muss. Die Kamera fährt langsam an das Gesicht des Dreams und...

„Da war sie nun. Zurückgebracht aus den Tiefen des Stadtparks. Doch die Erleichterung hielt nicht lange. Wir haben uns Maria zurückgeschnappt, doch dann kam dieser fette, listige Kater Omega an, der unser Imperium zerstören möchte. Ohne jegliche Form von Glitzer und Glamour hält dieser Tunichtgut das große Gold der Liga. Es ist wirklich Grauenvolles geschehen, seitdem wir weg waren. Einfach abscheulich.“

Ein weiteres Mal bekommen wir eine Art inneren Monolog des Dreams zu hören. Wir hören seine Gedanken und die ganzen Fragen, die ihm aktuell durch den Kopf fliegen, während er nach draußen in die Abendsonne blickt.
Die Kamera zoomt etwas zurück und fängt somit eine Begleitung des Dreams ein, Maria Kanellis. Die Managerin sitzt neben ihn. Die Beine Angewinkelt und von ihren Armen umschlungen. Ihr Blick geradeaus, ebenfalls in die Abendsonne.

Maria Kanellis:
Und doch kehren wir zurück, um dieses ganze Chaos wieder aufzuräumen. Heute Abend, Velveteen, kannst du das erste Ausrufezeichen setzen.

Naja, ganz so einfach ist es dann wohl auch nicht. Kenny Omega hält ja nicht umsonst den begehrtesten Title der c2c. Dennoch traut sie es Velveteen zu. Warum auch nicht?

Maria Kanellis:
Und danach holen wir uns das, was wir verdienen!

Dann tritt eine Person ins Gespräch ein, die im Raum war, aber bisher noch nicht in dieser Unterhaltung einbegriffen.

Jacy Jayne
"Dieser ganze Hype um War Games beim Special geht mir auf die Nerven. Bei Every Empire Falls sollte es um uns gehen."

Jacy Jayne scheint dies darunter zu verstehen, was sie hier verdienen.
Gleich hinter Jacy, tritt auch Mandy hinzu. Sie setzt sich nicht dazu und schaut in die Abendsonne, sondern nimmt ihre Stable-Kollegen ins Visier. Erwartungsvoll verschränkt sie die Arme unter der Brust.

👑Mandy Rose:👑
”Wenn wir Leute wie Kenny Omega schlagen wollen, dann sollten wir einen Plan haben. Eine Idee. Ziele. Und besonders einen Namen..."

Bisher war alles etwas schwammig. Nicht nur sie selbst hing in der Luft, sondern das ganze Stable. Niemand schaltete sich in Title-Geschehen ein. Oder versuchte das Stable voran zu bringen. Weil vielleicht auch das Grundkonstrukt fehlt.

👑Mandy Rose:👑
”Wie wäre es mit Power Evolution? Generation Next? The Imperium?"

Um nur Mal ein paar Einfälle zu nennen. Dabei zuckt die New Yorkerin mit der Schulter. Vielleicht findet ja davon etwas Anklang.
In einer nahezu dramatischen Bewegung dreht sich der Dream zu seinen drei Engeln um und wirft elegant die Feder in die Luft, sodass sie direkt zwischen allen Vieren auf dem Boden landet. Erst nachdem sie gelandet ist, beginnt er Mandy Rose anzulächeln und ist sichtlich entzückt über ihre Idee.

Velveteen Dream: „Uh, das klingt gut. Ich finde die Idee nicht schlecht. Wir sollten nicht in den Abgrund der Armut schauen, sondern in die Sterne der Vorsehung blicken! Ein Name für uns wäre wirklich angebracht. Wie wäre es mit The Dream Couture! Oder The Velvet Collection! Oder Too Pretty To Lose!“

Nun ja… ein wenig egoistisch klingen diese Namen ja schon. Der Dream sieht sich natürlich als absoluten Mittelpunkt und denkt, dass sich hier alles nur um ihn dreht. Da kann man ja schon fast von Glück sprechen, dass er nicht noch mehr Ideen bringen kann, weil sich eine fünfte Person in das Geschehen einschleicht. Und nein, es ist nicht Mike Kanellis!

?: Ohohoh...wir könnten uns auch "Cult of Kenny" nennen. Oder "Team TräumchenSchäumchen"! Oooooder "Kenny smells better than a Dream"!

Vorschläge die sehr...interessant sind! Sicher, dass es nicht doch Mike Kanellis ist? Nun...nein! Fast unbemerkt hat sich Kenny Omega an die Gruppierung herangepirscht und dabei gelauscht, wie über verschiedene Namen gesprochen wird. Mit einem äußerst angestrengten Gesichtsausdruck, der äußerst natürlich wirkt, legt der Cleaner seine Stirn in Falten und scheint seinen Senf zu der Thematik beisteuern zu wollen. Dass dabei die Ernsthaftigkeit ein wenig verloren geht, erscheint nicht gerade ungewöhnlich zu sein. Solche Situationen liebt die Destiny Flower ja. Gerade in den letzten Wochen ging es um den Krieg gegen Roman Reigns und die Bloodline! Selbst das Three Stages of Hell Match konnte keinen Abschluss bringen, da der OTC seine Niederlage nicht akzeptieren wollte. Nun wird es nächste Woche zum endgültigen Showdown kommen...War Games! Bloodline gegen Team Omega...Kenny, LA Knight und Solo Sikoa! Alles richtig und wichtig! Der Cleaner bleibt am Ball und ist, bis in die lockigen Haarspitzen, hochmotiviert! Dennoch...dieses heutige Match gegen den selbsternannten Lord ist etwas Anderes und gibt ihm eine Ablenkung, um alle Sinne schärfen zu können! Dass er hier zufällig auf den Dream und seine Geschäftspartnerinnen trifft, ist ein Extra Zuckerl! Endlich auch mal wieder etwas Spaß haben und einen lockereren Umgang pflegen. Da konnte der Kanadier nicht anders und musste sofort die Gruppe besuchen.

Kenny Omega: Und ja...Madame Rose hat Recht! Wenn wir einen Typen wie Kenny Omega schlagen wollen, brauchen wir einen hieb- und stichfesten Plan! Man erzählt sich, er wäre grandios im Ring und würde auf einem Level schweben, von dem andere nur...träumen können! Versteh'n Sie!

Grinsend boxt er dem Dream mit seinem Ellenbogen an. Dabei kommt Kenny seinem heutigen Gegner etwas näher. Sein Näschen zuckt dabei, da ihm ein Geruch entgegensteigt.

Kenny Omega: Interessant...du riechst wirklich wie die Katze meiner Oma!

Öhm...okay? Eine Info, die sicher jeder der heute Anwesenden wissen wollte.
Gut das Mandy bereits steht, sonst wäre sie vermutlich jetzt aufgesprungen. Das sich der World Champion blicken lässt, damit hat hier wohl niemand gerechnet. Und ehrlich gesagt kann der Zeitpunkt nicht unpassender sein.

👑Mandy Rose:👑
”Klar...oder wir nennen uns The Kenny Omega Asskicking Crew."

Wollen sie natürlich nicht. Wie die Antwort darauf jedoch ausfällt, kann sich die Toxic Attraction denken. Der Kanadier wird es wieder ins lächerliche ziehen. Kein Wunder, dass Rose genervt mit den Augen rollt.

👑Mandy Rose:👑
”Wieder einmal zum scherzen aufgelegt? Mh... vielleicht sollten wir dann stattdessen Brandi Lauren quälen?! Oder Becky?! Vielleicht ist das dann genug, um uns ernst zu nehmen."

Tatsächlich konnte Mandy sehr überzeugend werden, indem sie skrupellos wird. Auch wenn sie es lange nicht angewendet hat.
Die Worte von Kenny Omega hallen noch einen Moment durch den Raum. Seine kindischen Sprüche sollen offenbar provozieren, doch statt wirklich zu treffen, wirken sie eher wie das verzweifelte Geplänkel eines Mannes, der krampfhaft versucht, Aufmerksamkeit zu erlangen. Und anders, als man es Mandy ansehen kann, dass ihr die Geduld mit diesem Schauspiel langsam ausgeht, reagiert der Dream zunächst gar nicht. Er schließt für einen Augenblick die Augen, atmet einmal tief durch und massiert sich mit Daumen und Zeigefinger den Nasenrücken, als müsse er sich zusammenreißen, um auf dieses Niveau gar nicht erst einzugehen. Ein leises, hörbares Ausatmen folgt, ehe er den Kopf langsam wieder hebt. Sein Gesichtsausdruck wirkt dabei nicht wütend, sondern vielmehr enttäuscht, fast so, als hätte er insgeheim gehofft, Kenny würde ihm heute wenigstens einen Hauch einer ernst zu nehmenden Herausforderung bieten. Langsam öffnet Dream wieder die Augen und richtet seinen Blick direkt auf Omega. Ein leicht arrogantes Grinsen legt sich auf seine Lippen, während er den Kopf kaum merklich schüttelt.

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Für einen kurzen Moment herrscht Stille. Eine Stille, die deutlich mehr sagt als jedes laute Geschrei. Offenbar hat Kenny es tatsächlich geschafft, Dream auf die Nerven zu gehen, allerdings nicht, weil seine Sprüche verletzend gewesen wären, sondern weil sie aus Dreams Sicht einfach erschreckend kindisch und eines Main-Event-Gegners unwürdig sind.

Velveteen Dream: „Was nimmst du dir das Recht, uns hier einfach so zu stören? Kannst du nicht auf später warten? Nun gut, von mir aus können wir den ganzen Kampf auch jetzt schon bestreiten.“

Kaum sind diese Worte ausgesprochen, breitet sich abermals für einen kurzen Moment eine unangenehme Stille aus. Keiner der hier Anwesenden wirkt auch nur im Geringsten eingeschüchtert, vielmehr scheint der Dream fast darauf gewartet zu haben, dass Kenny ihm endlich einen Grund liefert, die Situation eskalieren zu lassen. Er legt seinen Kopf leicht schief und mustert Omega von oben bis unten. Das arrogante Lächeln auf seinen Lippen wird immer breiter, ehe er einmal langsam mit den Schultern rollt und sich den Ärmel seines Anzugs zurechtzieht. Für ihn scheint die Angelegenheit bereits entschieden zu sein. Ob der Kampf nun später im Ring oder direkt hier beginnt, macht für den selbsternannten Star schließlich keinen Unterschied. Einen kurzen Augenblick lässt er seinen Blick noch zwischen Mandy und Jacy hin- und herwandern, als wolle er sich vergewissern, dass auch sie bereit sind, falls es hier gleich zu einer Prügelei kommen sollte und er Hilfe benötigt. Schließlich richtet Dream seine volle Aufmerksamkeit wieder auf Kenny. Seine Mundwinkel zucken amüsiert nach oben, ehe er mit seiner gewohnt überheblichen Art erneut das Wort ergreift.

Velveteen Dream: „Mandy und Jacy sind tödlich und der Dream ist eine Waffe der Verführung... Gut, unsere Kampfsportfähigkeiten lassen in der Tat etwas zu wünschen übrig. Aber keine Sorge... der Dream hat bereits die perfekte Taktik dafür entwickelt.“

Nach diesen Worten breitet Dream die Arme theatralisch aus, als hätte er gerade den größten Masterplan der Wrestling-Geschichte enthüllt. Er beginnt langsam vor Kenny auf und ab zu laufen. Mit verschränkten Händen hinter dem Rücken betrachtet er seinen heutigen Gegner dabei wie ein Professor, der einem hoffnungslos überforderten Schüler gleich eine wichtige Lektion erteilen wird. Immer wieder bleibt er kurz stehen, nickt zufrieden vor sich hin und setzt seinen Weg anschließend fort. Die Spannung steigt mit jedem Schritt, denn offenbar möchte er seine große Idee möglichst dramatisch präsentieren. Schließlich bleibt Dream direkt vor Kenny stehen. Ein selbstsicheres Grinsen legt sich auf sein Gesicht, ehe er den Kopf leicht anhebt und eine kurze Kunstpause einlegt. Für ihn gibt es längst keinen Zweifel mehr daran, dass sein Plan absolut genial ist. Erst nachdem er sich vergewissert hat, dass wirklich alle Anwesenden gespannt auf seine nächsten Worte warten, öffnet er erneut den Mund und verkündet voller Überzeugung seine ganz persönliche Vorstellung einer Schlacht gegen den Cleaner.

Velveteen Dream: „Kenny Omega. Ich fordere dich um den World Heavyweight Championship heraus. In einem Social-Media-Fotoshooting-Contest!“

Ein... was? Ein Social-Media-Fotoshooting? Was soll das sein und vor allem... was hat das bitte mit Wrestling zu tun? Niemand würde freiwillig bei so einem dummen Scheiß mitmachen. Aber... nun ja, wir sprechen hier von Kenny Omega... diese Tatsache alleine lässt einige Fans schon etwas zittern.

Velveteen Dream: „Wir beide machen jeweils drei Bilder von uns und laden diese auf Instagram hoch. Und die Person, die nach 10 Minuten mehr Likes auf ihren Post hat, hat gewonnen! Na, was ist? Traust du dich oder hast du die Hosen gestrichen voll wie immer?“

Diese Erklärung war gut und lässt die Angst, dass Kenny hier seinen Titel gleich verlieren könnte, sogar etwas sinken. Denn wenn man sich die Social-Media-Instagram-Profile von den beiden anschaut, so steht die Best Bout Machine mit 618.000 Followern doch ein wenig besser da als der Velveteen Dream mit bloß 108.000 Followern. Ob der Dream das bedacht hat?
Warum dauert das so lange? Kenny's Augen folgen den Schritten vom Velveteen Dream in der Hoffnung, dass nun der nächste grandiose Konter kommt, den er liebend gerne aufgreifen möchte. Nur...es lässt sich soooo viel Zeit! Seufzend lässt der Cleaner die Arme hängen, legt den Kopf in den Nacken oder deutet hier und da auf eine nicht existierende Uhr an seinem Handgelenk. Klar, der Dream spielt natürlich auch mit ihm und will diesen Moment voll und ganz auskosten. Zwischendurch, kurz bevor der selbsternannte Lord seine tollkühne Herausforderung ausspricht, "Pssst" Kenny Jacy Jayne an und beugt sich leicht in ihre Richtung.

Kenny Omega: Braucht der immer so lange, bis der zum Punkt kommt oder gibt es da sowas wie eine Kurbel, die man drehen muss?

Mensch, Jacy kann es sicher nicht erwarten diese wundervolle Frage zu beantworten. Zu schade, dass Patrick Clarke in diesem Moment die Herausforderung ausspricht, die sich so anhört, als hätte er sein ganzes Leben darauf gewartet. Und er schafft damit etwas, was nur noch selten geschieht...der Cleaner ist überrumpelt! Er hat schon mit so einigem gerechnet...aber damit nicht! Wieder ist es still und alle Augen sind auf den Master of the Dark Hadou gerichtet. Wenn er jetzt kneift, ist ihm das Gespött vom Dream, Mady, Maria und Jacy auf immer und ewig gewiss. Aber als ob der Canadian X bei so einem Einfall "Nein" sagen würde. Wie in General, der hier das letzte Wort hat, drückt der Kanadier die Brust raus, verschränkt seine Arme und sieht den Dream von oben bis unten an...und zuckt dann lächelnd mit den Schultern.

Kenny Omega: Drei Bilder, die auf Instagram hochgeladen und dann bewertet werden? Okay, hört sich spaßig an, warum nicht? Hab' noch Zeit, bis ich mich wieder der Bloodline herumschlagen muss! Und klaaaaaar geht es um den World Title! Wie so üblich bei solchen Foto Contests!

Der letzte Part trieft von Ironie und wird da von Kenny nicht wirklich ernst genommen. Als ob da der höchste Titel der Promotion wechseln würde. Selbst wenn er ernsthaft "Ja" sagen würde, müsste das erst von offizieller Seite abgesegnet werden. Wenn es überhaupt soweit kommen würde. Nichtsdestotrotz lässt Kenny den Jüngeren in dem Glauben. Zugegeben, er ist sich da auch sicher, dass er diesen Contest sogar gewinnen könnte.

Kenny Omega: Man nennt mich nicht umsonst Kenny "The Instagram-Hottie" Omega! Ich habe schon Social Media gerockt, als man sich noch Briefe geschrieben hat! Dann legen wir los, nicht wahr? Ein bestimmtes Thema? Sonstige Regeln? Dann fang mal an!

Es war Dream's Idee und da überlässt der Cleaner diesem zunächst den Vortritt. Gönnerhaft deutet der King of the Anywhere Match vor sich, als würde er dem Dream die Bühne überlassen. Dabei sieht Omega wieder zu den Frauen...und als er Mandy ins Visier nimmt, wird sein Lächeln leicht grimmig. Ihren Spruch zu Becky und Brandi hat er nicht vergessen. Sollte ihn natürlich triggern...was es bis zu einem gewissen Grad auch hat. Nur soll die Toxic Attraction nicht glauben, dass sie den Kanadier da aus dem Konzept bringen kann.

Kenny Omega: Ich frage mich ja wirklich, warum LA Knight so viel in dir sieht und so große Stücke auf dich hält! Ich sehe...nichts Besonderes! Nur eine weitere Frau die krampfhaft versucht Tiffany Stratton zu imitieren!

Durch die aktuelle Zusammenarbeit mit dem Megastar erscheint es nicht unwahrscheinlich, dass er sich mit LA über so manche Dinge ausgetauscht hat. Knight hat gute Erfahrungen mit Mandy gemacht. Sie hat ihn, erfolgreich, gegen Logan Paul & Tiffany Stratton und Danhausen & AJ Lee unterstützt! Und auch sonst haben Rose und Knight als Geschäftspartner gut harmoniert. Kein Wunder, dass der ehemalige Eli Drake wohl immer noch viel von ihr hält! Kenny zuckt schließlich nur mit den Schultern und wirft Rose noch ein Augenzwinkern entgegen. Näher wird er auf ihre Drohung nicht eingehen. Jetzt schenkt er dem Dream wieder die volle Aufmerksamkeit!

Jacy Jayne stubst den Cleaner nur zurück an.

Jacy Jayne
"Du hörst besser zu. Die Kurbel wird erst bei deinem Match aufgedreht."

Lange nichts gesagt, erhebt sich plötzlich Maria. Genervt rollt diese mit den Augen. Aber das einmischen von ihr ist notwendig, spätestens nach der Idee mit dem Contest.

Maria Kanellis:
Okay...Schluss jetzt!

Ein strenges Wort sollte genügen, um den Fokus der Gruppe auf sich zu lenken. Wie ein Direktor tritt sie vor, direkt zwischen Kenny Omega und Velveteen Dream.

Maria Kanellis:
Wenn Herr Omega mit der Herausforderung, einen Kampf um den World Title, einverstanden ist, wird der Dream diesen in einem normalen Wrestling Match antreten.

Das ganze Provozieren bringt die Gruppierung nicht weiter. Dennoch könnte es ein Match um den World Title. Deshalb streckt Kanellis Kenny die Hand entgegen...quasi um "Freundschaftlich" alles festzumachen.
Doch noch bevor Kenny einschlagen kann, drängt sich erneut der Dream dazwischen und stößt Maria vorsichtig und sanft von Kenny Omega ab, um leise zu ihr sprechen zu können, ohne dass der Cleaner es hören kann. Fast schon theatralisch schaut er Maria direkt in die Augen und betet zu sich selbst, dass sie versteht, was der Dream vorhat.

Velveteen Dream: „Halt, halt, halt! Maria, halt!“

Sagt er ganz wild, um Maria zu erklären, dass sie... nun ja... dass sie einhalten soll und so... Was sollte er sonst erklären wollen damit? Langsam kommt er näher an sie heran und flüstert ihr etwas ins Ohr, was man nur ganz leise durch die Kamera vernehmen kann, weil wir besonders nah an den beiden dran sind.

Velveteen Dream: „Vertraue mir, ich habe den perfekten Plan. Es geht nicht darum, wie wir den World Title gewinnen. Es geht nur darum, dass wir ihn gewinnen, und daher spiel einfach mit, ja?“

Das klingt fast so, als hätte sich der Dream irgendeinen hinterlistigen Plan einfallen lassen, um an das Gold zu kommen. Aber Kenny hat bereits zugesagt, also... was erwartet uns hier bitte nun? Elegant wendet sich der Dream wieder Kenny zu und streckt dabei seine Brust vor diesen heraus. Er durfte keine Schwäche zeigen, immerhin musste er damit rechnen, dass er eventuell gleich der größte Champion der gesamten Company sein würde.

Velveteen Dream: „Okeay, Peter...“

Peter? Auch der Dream schaut etwas verwirrt rein, als er bemerkt, was er gerade gesagt hat. Etwas verwundert holt der Dream wie aus dem Nichts ein paar Zettel hervor und stellt dann fest, dass er einen Fehler begangen hat. Er schlägt sich einmal selbst gegen die Stirn und tritt dann erneut an Kenny Omega heran.

Velveteen Dream: „Oh verdammt, das war der falsche Text. Okeay, Kenny. Die Sache ist diese... Wir haben kein Gold... und du hast kein Charisma! Also lassen wir die Würfel des Schicksals auf neutralem Boden fallen! Du gegen den Dream auf der improvisierten Bühne dieses Backstagegangs! Wenn der Dream gewinnt, gehört der Championship mir! Wenn du gewinnst... gebe ich dir, was immer du verlangst.“

Alles, was Kenny verlangt? Das ist ein ziemlich gefährliches Angebot. Aber was war das zu Beginn? Das wirkte ein wenig so, als sei all das, was hier passiert, nur eine inszenierte Storyline, die bloß geschauspielert wäre. Als ob Wrestling nicht echt ist. Naaaah, so wird das bestimmt nicht sein. Das würde ja dann bedeuten, dass sich die Stars im Ring auch nicht echt auf die Fresse geben. Das wäre ja Schwachsinn. Bestimmt war der Fehler irgendwo anders und der Dream war bloß verwirrt. Aber als er direkt im Anschluss in tiefer und epischer Stimmlage die Herausforderung erneut ausgesprochen hat, wirkte all das wieder sensationell und spannungsgeladen. Ob Kenny wirklich weiß, worauf er sich hier eingelassen hat? Und ob der Dream sich wirklich so sicher ist, dass er dieses Risiko eingeht? Wir werden es sehen, denn genau jetzt in diesem Szenario scheint es nun mit dem Wettbewerb zu starten.

Velveteen Dream: „Also los, drei Bilder auf Instagram. Und jeder hat zehn Minuten Zeit. Los geht’s!“

Und damit scheint es wirklich loszugehen mit dem Wettbewerb und eine epische Techno-Musik setzt ein. Der Velveteen Dream legt den elegantesten und dramatischsten Look aller Zeiten auf, um die elegantesten und schönsten Bilder zu erstellen, die ihm in der kurzen Zeit möglich sind. Vor der Kamera ist dieser Mann einfach wie ein Kaiser der Eleganz. Ein glamouröser König, der weiß, wo seine Schokoladenseite am hellsten glänzt. Und als die Zeit vorüber ist, scheint das Ergebnis ebenfalls klar auf der Hand zu stehen.

[Bild: 5550aee9-36fa-44a2-b19a-b606b386fa1e.png][Bild: 13aaaec3-cbf1-49e4-9e1b-415831c121ad-1.png]

Aber... das sind über 100 Likes, die der Dream hier erhalten hat! Wie kann das sein? Langsam fährt die Kamera in den Hintergrund und filmt dabei auf die Smartphones der drei Mädels, auf denen ganz klar deren Instagram-Profil zu sehen ist. Kann es etwa sein, dass sowohl Jay Jayne, Maria Kanellis als auch Mandy Rose ihre Follower dazu gebracht haben, das Bild des Dreams zu liken? Damit stünde natürlich auch Kenny Omega im Nachteil. Das würde die Zahl der Follower auf insgesamt 1.277.500 erhöhen, die auf Seiten des Dreams das Bild hätten liken können. Dagegen kommt Kenny Omega nicht ansatzweise an. Und trotzdem ist das Ergebnis so knapp. Unglaublich. Aber dem Dream ist es natürlich egal, wie knapp es letzten Endes wurde. Ihn interessiert nur eines.

Velveteen Dream: „Hahaha, und damit haben wir wohl gewonnen. Du siehst, der Style liegt bei uns Schönlingen und nicht bei so etwas Unprofessionellem, wie du es bist. Damit bin ich der neue C2C World Heavyweight Champion! Hahahaha!“

Ein bizarres, völlig absurdes „Photoshooting-Duell“, bei dem der Velveteen Dream Kenny Omega durch eine unfaire List besiegt hat. Und als wäre das nicht schon Schwachsinn genug, schnappt sich der Dream nun den World Heavyweight Championship und stemmt diesen triumphierend in die Höhe und erklärt sich selbst zum rechtmäßigen König der Liga, weil Kenny im Vorfeld blauäugig die „Herausforderung“ angenommen hatte? Das kann doch nicht sein, dass wir nun so einen neuen Champion haben, oder? Zum Glück stößt eine weitere Person in dieses verrückte Szenario hinein.

Bayley
"Hier findet also das heiße Fotoshooting statt?"

Es ist die General Manaagerin der Coast 2 Coast persönlich. Bayley gibt sich die Ehre und auffällig ist, dass sie dabei einen Blick auf Kenny Omega geworfen hat.

Bayley
"Ich brauche davon einen Abzug in Plakatgröße … signiert natürlich."

Zwinkert die Kalifornierin Kenny Omega zu. Dann dreht sie sich zu Velveteen Dream um und hat dabei aher den Gürtel auf seiner Schulter im Blick. Sie hebt ihr Smartphone hoch und präsentiert den Screen dem Vainglorious One.

Bayley
"Also mein Like geht ganz klar an Kenny Omega und gewichte meinen Like mal eine Millionen. Was bedeutet …"

Anstatt es zu sagen nimmt sie den Titel von den Schultern des Dreams und geht mit dem World Heavyweight Championship zu Kenny Omega und legt ihm den Titel wieder auf seine Schulter. Dann betrachtet sie das Resultat.

Bayley
"Viel besser. Sogar noch schärfer als vorher."

Hat sich die GM da etwa in den Cleaner verguckt. Als die Vorgesetzte sollte sie eigentlich unparteiisch sein, doch das ist hier eindeutig nicht der Fall.
Das ging am Ende doch schnell. Noch während er das Ergebnis realisieren muss, reißt ihm der Dream den Belt aus den Händen und posaunt seinen "Sieg" in der Gegend umher! Der Cleaner hat es doch gar nicht ernst gemeint, dass er hier in diesem Shooting den Titel aufs Spiel setzen möchte. Vor allem braucht er das Gold später noch als Mittel gegen die Bloodline. So holt der King of the Anywhere Match schon aus, um zu protestieren...aber da erscheint Bayley und bringt die Sache wieder in Ordnung! Und wie sie das tut! Omega reißt die Augen auf und runzelt die Stirn. Flirtet die GM etwa mit ihm? Etwas verlegen beginnt er zu kichern und winkt in Richtung der Huggerin ab.

Kenny Omega: Hihi...du bekommst jeden Abzug, den du möchtest! Es geht sogar noch viiiieeel schärfer. Versprochen!

Wie er das wohl meint? Weiß er überhaupt, was er da sagt? Der Cleaner ist etwas durcheinander und weiß nicht ganz, wie er damit umgehen soll. Aber vor allem ist er Bayley dankbar, was er mit einem klaren Zunicken symbolisiert! Was für ein absolutes Chaos! Der Velveteen Dream kocht vor Wut, stößt einen gellenden Schrei aus und verlässt wütend stampfend das Set. Zurück bleiben ein sichtlich zufriedener Kenny Omega und eine General Managerin. Der Spaß ist jetzt vorbei! Solo Sikoa und LA Knight werden schon auf den Cleaner warten. Gemeinsam werden und wollen sie noch ein Statement in Richtung Roman Reigns und der Bloodline ablassen. So winkt er dem Dream und seinen Damen wortlos zu, dreht sich um und geht ab. Fade off.

[Bild: trenner-Kopie.jpg]

Schalte in den Backstage Bereich! Die Kamera fängt dabei eine der beiden Frauen ein, die gleich in den Ring steigen wird…Fallon Henley! In voller Montur macht sich das Country Girl auf dem Weg, um gegen Nikkita Lyons zu kämpfen. Eine junge Frau, die eher eine Unbekannte ist, aber definitiv nicht unterschätzt werden sollte. Diese Sorge muss man bei Henley nicht haben. Das größere Problem wird sein, ob sie mit dem Kopf komplett bei der Sache ist. Natürlich macht sie sich immer noch Sorgen um Drew McInytre, der seit letzter Woche verschwunden ist und es nach wie vor kein Lebenszeichen gab. Auch Liv Morgan war irgendwie nicht zu erreichen! Ob es schon zu spät ist und Kali komplett übernommen hat? Nein, so negativ will die Amerikanerin nicht denken! Sie verbietet es sich selbst so zu denken! Vielleicht kommt das Match zur richtigen Zeit und kann sie ablenken. Danach kann sie schauen, ob sie mit Liv reden oder mit Kali streiten kann.

Wieder etwas positiver gestimmt biegt Fallon um die nächste Ecke…und bleibt überrascht stehen! Ihre Augen glänzen vor Freude und die weißen Zähnchen kommen zum Vorschein. Gut, drei Meter vor ihr lehnt Bobbi Tyler gegen eine Kiste und wirkt ebenfalls fröhlich, als sie Fallon entdeckt. Sofort stößt sich die Engländerin ab, um auf die Ältere zuzugehen. Fallon scannt ihr Outfit und stößt einen anerkennenden Pfiff aus – schwarze Boots, durchsichtige Strumpfhose, einen schwarzen Falten Rock, ein rotes Hemd und eine schwarze Krawatte. Die blonden Haare wurden zu zwei Dutts, auch als Space Buns bekannt, gebunden. Dazu geschminkte Smokey Eyes!

bobbi.tyler: Heeey…da bist du ja! Ich hab‘ auf dich gewartet! Kann ja nicht sein, dass wir uns vor deinem Match nicht mehr sehen!

Sie halt also auf das Country Girl gewartet? Henley freut sich auf jeden Fall sehr das zu hören.

Fallon Henley: Woooow…damn Girl! Warum wird es hier auf einmal so heiß?

…wirft sie Bobs entgegen, wobei sie sich spaßeshalber mit einer Hand Luft zufächert! Tyler grinst einmal, dreht sich schnell im Kreis, so dass der Rock umherwirbelt und landet punktgenau direkt vor dem Country Girl! Lächelnd reißt Bobbi die Arme auseinander, schlingt diese um Fallon und drückt sich fest an sie. So eine Umarmung braucht auch die Ältere, die ihre neue gute Freundin ebenso gerne herzt. Nach ein paar Sekunden will sich Fallon wieder lösen…aber die Britin hält sich eisern an ihr fest. Fallon spürt, dass Tyler leicht zittern und das Country Girl wieder als Anker braucht. Ohne zu zögern nimmt sich die Brünette dieser Aufgabe an und umarmt sie wieder. Dabei streichelt sie sanft den Rücken der Blondine…und siehe da, es beruhigt sie! Schlussendlich löst Tyler den Griff und sieht Fallon an. Dabei bleiben sie so nahe zusammen, damit sich Bobs an Fallon’s Oberarmen halten kann. Zwar sind sie erst seit ein paar Wochen gut miteinander, doch für Henley fühlt es sich so an, als würden sie sich seit Jahren in- und auswendig kennen. So spürt sie, dass die Britin etwas belastet und sieht sie sorgenvoll an.

Fallon Henley: Dir geht es heute nicht so gut, oder?

Kaum hat sie das ausgesprochen schüttelt die ehemalige Stevie Turner traurig den Kopf.

bobbi.tyler: Naja…gestern Abend war sehr schön! Dass wir bis spät in die Nacht gequatscht haben und wieder Kekse von deiner Mum geteilt haben…das war supertoll! Hab‘ gut geschlagen, einen schönen Morgen gehabt…nur später wurde es wieder schlimmer! Mein Kopf hat wieder verrückt gespielt, hatte dunkle Gedanken, hab…an ihn gedacht…und dann war ich nur noch down und hab‘ mich mies gefühlt! Es gab keinen bestimmten Auslöser…einfach nur so! Wahrscheinlich hatte ich auch deswegen Bock auf das Outfit!

Bobs lässt das Haupt hängen. Ja, solche Tage, wo sie sich mit ihren eigenen Gedanken zu dieser Sache auseinandersetzen muss, sind leider nicht selten bei ihr! Fallon sieht sie voller Empathie an. Sie zieht ihre Arme an sich…aber auch nur, um Bobbi’s Hände in ihre nehmen und sanft drücken zu können.

Fallon Henley: Oh man, Süße! Warum hast du nichts gesagt? Warum bist du nicht wieder zu mir gekommen?

bobbi.tyler: Ich…ich will nicht aufdringlich sein und unsere Freundschaft nicht gleich wieder kaputt machen. Außerdem machst du dir wegen Drew schon genug Sorgen!

Bobbi kann sich vor Fallon verletzlich und unsicher präsentieren…und sie wird deswegen nicht verurteilt. Das hier ist da keine Ausnahme!

Fallon Henley: Hey…wir sind jetzt Freunde! Sehr gute Freunde! Und da sind wir füreinander da! Wenn es dir schlecht geht…vor allem wegen dieser Sache…da sollst du nicht alleine sein! Dann musst du das nicht mehr mit dir alleine ausmachen! Melde dich bei mir, egal was ich für sonstige Probleme hat oder wie es mir geht! Ich bin immer für dich da! Versprochen!

Dabei drückt sie Bobbi’s Hand etwas fester! Diese wirkt so, als könnte sie ihr Glück nicht fassen, endlich wieder so eine Bezugsperson zu haben. Viel zu lange war Bobbi Tyler alleine mit ihren Ängsten und ihrem Trauma.

bobbi.tyler: Danke!

…haucht sie Fallon dankbar und lächelnd entgegen. Langsam trennt sie sich von ihr und geht einen Schritt zurück. Einfach nur aus dem Grund, um das Country Girl nicht zu erdrücken und ihr auch Freiraum zu geben. Bobbi muss sich kurz sammeln und sieht die Amerikanerin wieder besorgt an…dieses Mal aber aus einem anderen Grund.

bobbi.tyler: Apropos Drew…hast du was von ihm gehört?

Obwohl der Schotte letzte Woche höflich und freundlich zu ihr war, hat Bobbi immer noch keinen persönlichen Bezug zu ihm. Aber Fallon zuliebe macht sie ich da auch Gedanken. Diese schüttelt nur seufzend den Kopf und verschränkt ihre Arme ineinander.

Fallon Henley: Nein, leider immer noch nicht! Meine Nachrichten gehen nicht durch, da sein Handy ausgeschaltet ist. Und ich habe ihm schon zu oft auf die Mailbox gesprochen! Ich…ich hoffe wirklich, dass es ihm gut geht! Keine Ahnung, was ich machen kann. Nachher will ich noch mit Liv sprechen…sofern ich sie als Liv antreffe! Wenn Kali wirklich dahintersteckt…dann muss Liv doch was wissen, oder?

Sollte man zumindest meinen! Bobbi hält ihr Lächeln aufrecht, obwohl sie eher negativer denkt! Gut, das tut sie heute eh! Nur wird Fallon es sicher nicht weiterhelfen, wenn sie sich pessimistisch äußerst. So will die ehemalige Stevie Turner eine Stütze für Henley sein, so wie diese das für sie ist.

bobbi.tyler: Ja, ganz bestimmt weiß sie was! Ich kann gerne mitkommen…nur für den Fall dass wir auf Kali treffen und die dann Ärger macht!

Entschlossen ballt die Blondine eine Faust und schlägt diese gegen die andere, flache Hand! Fallon weiß, dass Bobs gut zuschlagen kann und natürlich fühlt sie sich in ihrer Gegenwart gerade am wohlsten! Nur würde sie gerne alleine mit Liv oder auch Kali sprechen…auch um Bobbi auf psychischer Ebene zu schützen! Fallon weiß immer noch nicht, wie gut es Tyler tun würde, auf eine doppelte Persönlichkeit zu treffen!

Fallon Henley: Öhm…ich will jetzt erstmal mein Match gegen Nikkita bestreiten! Wird Zeit, dass ich mich auch wieder zwischen den Seilen beweise! Danach schauen wir, wie wir weitermachen!

Fallon versucht etwas Zeit zu schinden und da nicht gleich eine Entscheidung zu treffen, ob Bobs sie nachher begleitet oder nicht. Tyler nimmt das hin und nickt ihr zu! Sie bietet ihren Arm an und deutet in die Richtung der Gorilla Position!

bobbi.tyler: Okay! Dann zeig‘ Nikkita, warum sie keine Chance gegen Fallon bloody Henley hat! Ich werde hinter dem Vorhang zuschauen und auf dich warten. Vielleicht kann ich ja ein paar Mitarbeiter befragen, ob die etwas von Drew gehört oder zumindest etwas gesehen haben. Kann doch nicht sein, dass ein schottischer Golem einfach so verschwindet und Niemand etwas mitbekommt!

Dankbar lächelt Fallon die Jüngere an und hakt sich bei ihr ein. Klar, sie greift gerne nach jedem Strohhalm…und ist dieser auch noch so klein! Bobbi hat ja auch recht…wie kann das sein, dass Niemand mitbekommen hat, was genau mit McInytre passiert ist?

Fallon Henley: Danke Bobbi, das wäre toll, wenn du das machen könntest!

So gehen die beiden Frauen weiter und verschwinden schließlich aus dem Bild. Fade off.

[Bild: das.jpg]

MATCH 2
SINGLES MATCH
Fallon Henley vs. Nikkita Lyons

[Bild: fallonnikita.png]
Writer: ???



Die Bildschirme springen an, der Tron setzt sich in Szene und die Musik ist zu hören von der Dame, die in diesem Moment auch von den Fans schon sehnsüchtig erwartet hat. Es ist die Lioness Nikkita Lyons, die bei den Fans richtig gut ankommt und gemeinsam mit ihrer eignen Eintritts ´musik herauskommt. Mit ihrer imposanten Erscheinung tritt sie auf die Stage und legt einen echten Auftritt hin, wo sie gleich mal ihren kämpferischen Hintergrund durch einige Kicks und Schläge andeutet. Sie lächelt, aber ist im Kampfmodus und bereit für die Aktion.

[Bild: nikkita-lyons-nikkita-lyons-wwe.gif]

Matthew Rehwoldt:“Making her way to the Ring, from Las Vegas, Nevada, she ist the Lioness, NIKKITA LYYYYYYYYOOOOOONNNNNSSSSS!“

Die Fans jubeln weiter und zeigen der Blondine, das sie sehr willkommen ist hier. Das genießt die Lioness glücklicherweise in den meisten Hallen in den sie Auftritt, was ihre Einstellung ehrt. Doch so freundlich sie ist, desto entschlossen ist sie auch und schaut Richtung Ring, wo aus der freundlichen Wildkatze eine echte Raubkatze wird. Dabei weiß sie aber auch sich perfekt in Szene zu setzen und steigt in zwischen den Seilen hindurch in den Ring. Dort angekommen feiert sie aber auch nochmal mit den Fans, setzt sich in Szene und steht im Ring fast wie eine glorreiche Amazone die ready to Go ist. Die lockigen Haare werden nochmal geschwungen und sie saugt den positiven Empfang richtig auf.

[Bild: nikkita-lyons-wwe.gif]

Dann ist aber auch die Zeit gekommen, wo sie darauf wartet das es losgehen kann und damit verschwindet auch langsam das Lächeln. Ein ernster Blick bildet sich im Gesicht der Lioness und nun ist sie voll in ihrem Element als Kämpferin. Nikkita ist Ready!



Leichter Country Flair weht durch die Halle, als Fallon Henley zu den Klängen ihrer Theme die Halle betritt. Über ihrem Gear trägt sie eine braune Weste, an der einige Fransen angebracht wurden. Lächelnd schnalzt sie mit der Zunge und zwinkert den Fans zu, die ihr einen warmen Empfang bereiten.

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the ring... from Chelsea, Michigan... FALLON HENLEY"

Selbstbewusst stapft sie los und beginnt die letzten Meter zu sprinten, so dass sie gekonnt unter den Seilen in den Ring sliden kann. Sofort hüpft das Country Girl wieder auf und steigt auf ein Turnbuckle. Der linke Fuß bleibt auf dem mittleren Seil, während sie den anderen auf das obere stellt. Die Weste rutscht von ihren Schultern, wird einmal über ihren Kopf im Kreis gewirbelt und dann nach draußen geworfen, wo ein c2c Mitarbeiter das Kleidungsstück entgegen nimmt. Fallon springt auf die Matte zurück und ist bereit zu kämpfen.

Warnung! Spoiler!
Fallon Henley kann siegreich aus diesem Match hervor gehen. Sie besiegt ihre Gegnerin per Pinfall nach dem Hoedown (6.06 Minutes)

Here is your winner by pinfall: FAAALOOON HEEEENLEEEEY!

[Bild: 4.jpg]

Nikkita Lyons besiegen? Check! Zeit mit Bobbi Tyler verbringen? Check? Drew McIntyre finden? Nun...das steht noch aus! Beziehungsweise weiß Fallon Henley gar nicht, ob sie den Schotten heute überhaupt finden kann, geschweige denn wo sie suchen soll. Sein mysteriöses Verschwinden aus der Vorwoche hat sich immer noch nicht klären lassen. Seit sieben Tagen hat das Country Girl nichts gehört - nicht einmal ein einzelnes Wort! Dass ihm etwas zugestoßen sein muss ist klar - die umgeworfenen Gegenstände, die Blutlache und das berühmt-berüchtigte Armband am Tatort sind genug Hinweise darauf. Es mag sich merkwürdig anhören, auch weil er ihr Ex-Freund ist und hinter ihrem Rücken seine Neue geküsst hat - aber Fallon macht sich Sorgen um ihn! Vor allem da Kali etwas damit zu tun haben muss. Da gibt es für die Brünette keinerlei Zweifel!

Nun ist sie im Backstage Bereich unterwegs und sucht die Rothaarige...oder zumindest Liv Morgan! Auch die Jersery Rose konnte sie nicht erreichen. Bitte bitte, lass das kein schlechtes Omen sein! In Fallon's Kopf hallt immer noch die Warnung Kali's wieder, dass sie Morgan in einen Dornröschenschlaf versetzen möchte. Dennoch versucht sie weiter positiv zu denken. Noch ist sie mit ihrer Gear gekleidet und hat sich nur ein weißes Handtuch um die Schultern gelegt. Bobbi wartet in ihrer Kabine auf sie, um mit Fallon den Abend ausklingen zu lassen. Es hat ein wenig Überredungskunst gekostet, damit die Blondine sie nicht begleitet. Henley hätte die Britin gerne bei sich, da sie ihr inzwischen sehr gut tut. Doch wenn sie auf Kali treffen, hat Fallon Sorge, es könnte das Trauma von Bobbi zu sehr triggern. Und bei Liv ist sie nicht sicher, wie diese auf Bobs reagieren würde. Drew war höflich und respektvoll gegenüber der ehemaligen Stevie Turner gewesen - etwas was sie dem Scottish Warrior hoch angerechnet hat! Morgan war die letzten Male heiß darauf gewesen, sich mit der Engländerin anzulegen. Vermutlich weil sie immer noch davon ausging, dass Fallon Probleme mit dieser hat. Nicht dass es dann irgendwie zum Stress kommt, der von eigentlichen Thema ablenkt - was ist mit Drew passiert? Kurz gesagt - Bobbi ist nicht mit gekommen! Aber Fallon musste ihr versprechen aufzupassen und ihr gleich eine Nachricht zu schicken, falls sie in Schwierigkeiten geraten sollte. Da muss das Country Girl schmunzeln! Schon schön zu wissen, wie viel sie der Blondine bereits bedeutet.

Sie ist bereits einige Minuten unterwegs, ohne Erfolg zu haben. Langsam ist sie bereit für heute aufzugeben. Das Match hat durchaus einen Tribut gekostet und die Brünette spürt die schmerzenden und müden Knochen. Okay, einmal noch um die nächste Ecke schauen...und wenn sie da weder einen rothaarigen noch einen blonden Schopf sieht wird sie zu Bobbi zurückgehen. Also schaut sie und...JA! Da ist sie! Blond! Also Liv Morgan! Gut, sie muss ja auch krank vor Sorge sein, da ihr Freund verschwunden ist! Oder, im besten Fall, weiß sie, wo er ist. Schnurstracks geht sie auf die Championesse zu und macht gleich auf sich aufmerksam.

Fallon Henley: Liv, hey! Hast du etwas von Drew gehört? Weißt du etwas von ihm?

Ohne Umschweife kommt sie gleich zum Punkt. Bei dem Thema ist Smalltalk auch einfach nicht angebracht.
Liv läuft währenddessen auf und ab. In ihrem Gesicht stehen Sorgen geschrieben. Die rechte Hand hat sie über den Mund gelegt und tippt mit dem Zeigefinger gegen ihren Wangenknochen. Morgan hatte auch schon nach Drew gesucht. Das Ganze Gebäude ab. Letzte Woche, die Woche über und hier ist er auch nicht. Zumindest nicht an den Orten, wo sie ihn gesucht hatte. Genau wie Fallon ist die Jerseyanerin an ihre Grenzen gestoßen. Auffällig jedoch, dass ab ihrer Hand das Armband fehlt.
Als das Country Girl um die Ecke kommt, schaut die Blondine zu ihr. Mit ihr hatte Liv gerechnet. Früher oder später. Aber auch sie wäre ziemlich bald zu ihr gelaufen, um Fallon das gleiche zu fragen.

Liv Morgan:
Nein! Ich versuche mich zu erinnern.

Zu erinnern? Klingt als sei sie schuldig. Immer wieder blitzen Erinnerungen auf. Szenen, woran sie sich nicht erinnern kann. Und es ist kaum daran zu zweifeln, dass Kali tatsächlich etwas damit zu tun hatte.
Wieder läuft sie auf und ab.

Liv Morgan:
Immer wieder sehe ich einen Raum. Dunkel. Nix zu erkennen, außer schwache Umrisse mehrerer Personen. Aber ich weiß nicht, ob es damit etwas zu tun haben könnte. Vielleicht sind es auch Erinnerungen an die Zeit, wo Isla mich einsperrte. Aber Kali versucht etwas zu unterdrücken. Ich spüre das.

Also könnte Kali dahinterstecken. Aber auch Isla Dawn wäre möglich, auch wenn diese schon länger auf Distanz blieb. Morgan zuckte aber unwissend nur der Schulter und ging ihren Weg wieder auf und ab.
Schade, damit zerschlagen sich die letzten Hoffnungen, dass Liv doch etwas mehr wissen könnte. Fallon seufzt auf, während sie Morgan schon so sieht. Aber diese bruchstückhaften Erinnerungen könnten dennoch weiterhelfen. Auch wenn das Country Girl versteht, dass die Blonde diese nicht richtig zuordnen kann. Zumindest könnte es ein weiterer Hinweis darauf sein, dass Kali dahintersteckt.

Fallon Henley: Hm, verstehe! Aber es könnte auch sein, dass Kali verhindern möchte, dass du dich an den Ort erinnert, wo sie ihn gefangen hälst. Sie muss damit etwas zu tun haben, dass er verschwunden ist. Da bin ich mir sicher! Weil...naja...ich habe letzte Woche Drew in seinem Locker aufgesucht, um ihn vor Kali's Plänen zu warnen. Er ist dann gegangen, weil er einen Termin hat. Kaum war er draußen habe ich auf den Gängen einen riesengroßen Krach gehört. Ich bin hinterher, um nachzusehen. Das war chaotisch...über lag Zeug auf dem Boden, Kisten und Regal waren umgestoßen und...und am Boden war eine kleine Blutlache!

Nein, es ist nicht schön sich an die Szene aus der vergangenen Woche zu erinnern. Aber Liv sollte die Details wissen...ALLE Details! Wobei da gibt es noch ein weiteres...

Fallon Henley: Daneben lag das Armband! Also...euer Armband! Ich habe es eingesteckt und mitgenommen. Es liegt in meiner Kabine. Ich kann es dir gerne gleich wiedergeben. Aber das heißt für mich, dass auf jeden Fall Kali dahintersteckt.

Wie genau diese das geschafft hat, kann sich das Country Girl immer noch nicht erklären. Aber es ist, wie es ist. Fallon versucht zu lächeln, kann aber ihre eigene Sorgen nicht aus dem Gesicht wischen. Vielleicht hat Liv aber nun den notwendigen Antrieb, um sich komplett zu erinnern. Jede kleine Sache könnte ihnen weiterhelfen.

Fallon Henley: Meinst du, du kannst es nochmal versuchen? Also dich an konkretere Sachen zu erinnern? Wenn das irgendwie möglich ist?

Etwas geschockt wirft Liv die Hand vor den Mund. Obwohl es nun keine Worte sind, die sie nicht schon kennen würde. Das alles klingt aber alles nicht danach, als ob Kali es allein haben könnte. Wenn es so gewesen war, dann musste sie Hilfe gehabt haben.

Liv Morgan:
Oder jemand hat das Armband dort platziert, damit der Verdacht auf Kali fällt. Aber das liegt natürlich alles sehr nahe.

Was natürlich auch sein konnte. Vielleicht wollte es auch jemand Liv zuschieben und nicht unbedingt ihre bösere Seite. Oder vielleicht will sogar Kali den Verdacht auf Liv lenken? So kneift die Blonde ihre Augen nachdenklich zu schlitzen und schaut etwas verträumt Richtung Boden.

Liv Morgan:
Ich Versuche es...

Also sich zu erinnern. Doch sie schüttelt nur mit dem Kopf. Kali blockiert sie. Und was noch schlimmer ist, ist das ihre Haare sich ganz Langsam Rot färben, bis sich ihre Aura verändert hat. Plötzlich sieht die gar nicht mehr so nachdenklich aus. Eher Kühl und abweisend. Da war die jenige: Kali. Jene die eventuell Nicht ins Dunkeln bringen könnte. Mit riesen Schritten, wie es in den kleinen Körper eben machbar ist, geht die auf Fallon zu.

Kali:
...oder sie denkt doch nicht mehr nach. Warum sollte sie? Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich etwas mit dem Verschwinden zu tun haben könnte. Und nun? Was willst du machen, Fallon? Es deinem Papi petzen?

Auf einer verrückten Art und Weise legt sie den Kopf schief und formt eine Schmolllippe. Das ganze natürlich aus Provokation.
Jemand hat das Armband dort platziert, um den Verdacht auf Kali zu lenken? Klar, den Gedanken hat Fallon auch schon durchgespielt. Skye Blue wäre eine Möglichkeit, die durchaus schon Interesse an Drew's dunkler Seite gezeigt hatte. Und Dijak an ihrer Seite wäre kräftig und stark genug um McIntyre auszuknocken und wegzutragen. Aber diese lose Möglichkeiten verpuffen, als sich plötzlich Kali offenbart. Henley zuckt für einen Moment zusammen, da sie nicht damit rechnet...aber es war dennoch klar, dass die Rothaarige nur auf ihren Einsatz warten würde.

Fallon Henley: Was hast du mit ihm gemacht? Ihn eingesperrt? Willst du ihn foltern, bis du seine böse Seite heraufbeschwört hast? Das wird dir nicht gelingen!

Hat Kali schon gehört und wird sie wohl eher weniger tangieren. Aber was soll das Country Girl machen? Sie wirkt da etwas hilflos, da sie auch nichts in der Hand hat, was sie gegen Kali einsetzen könnte. Die einzige Hoffnung bleibt weiterhin, dass Liv die Blockade der Rothaarigen umgehen kann. Ist gerade jedoch nicht mehr möglich. Etwas frustriert verzieht die Brünette das Gesicht.

Fallon Henley: Glaubst du wirklich, dass sich Liv nicht dagegen wehren wird? Sie wird alles dafür tun um Drew zu helfen!

Genau das könnte auch Kali in die Karten spielen. Jedoch, wie gesagt...was kann Henley gerade machen?
Was Kali mit Drew McIntyre gemacht hat? Die Rothaarige grinst bei dieser Frage nur und zuckt mit der Schulter.

Kali:
Ich weiß nicht. Ich kann mich an nichts erinnern. Irgendwo...mh... irgendwo ist Drew versteckt.

Es gibt keinen Zweifel daran, dass die Championesse weiß, wo sich der Hüne befindet. Und natürlich auch, was sie mit ihm gemacht hat. Aber warum sollte sie es offenbaren? Stattdessen tippt sie spielerisch mit dem Zeigefinger an ihr Kinn. Provozieren kann sie eben gut.

Kali:
Was glaubst du, warum Liv sich an nichts erinnern kann? Weil ich es so will! Ich bin die Stärkere von uns. Und solltest du auf die Idee kommen und mir dazwischen funken, dann wird es dir wie Drew ergehen.

Ob die Drohung sitzt? Man sollte sie zumindest ernst nehmen.
Oh, Fallon nimmt diese durchaus ernst! Ihre Augen weiten sich und sie hält für einen kleinen Moment die Luft an. Kali würde bestimmt nicht davor zurückschrecken sie auch zu entführen...oder schlimmeres! Aber deswegen klein beigeben oder den sprichwörtlichen Schwanz einziehen? Nein, das würde nicht zum Country Girl passen. Aber sie hat auch Verantwortungen...gegenüber ihrer Mum und inzwischen auch gegenüber Bobbi Tyler! Oh Gott Bobbi! Fallon kann nur hoffen, dass Kali nicht weiß, wie wichtig die Britin Henley geworden ist.

Fallon Henley: Was bist du nur für ein Mensch? Bist du das überhaupt?

Ist eine berechtigte Frage...was genau ist die Rothaarige eigentlich? Obwohl das in diesem Moment eher zweitrangig ist. Fallon brummt wütend auf und ballt beide Fäuste. Es bleibt dabei...sie kann derzeit nicht mehr tun! Vor allem bringt sie sich damit selbst mehr und mehr in Gefahr.

Fallon Henley: Okay...ich gebe mich für den Moment geschlagen! Aber ich werde trotzdem herausbekommen, was mit Drew passiert ist. Und Liv? Oh, sie hat dich lange genug unterdrücken können. Also ist sie stärker, als du es glaubst. Sie wird bei dir schon noch durchbrechen und dann kannst du nichts mehr dagegen unternehmen!

Was bitte, war das für eine Frage? Kein Mensch? Man kann so vieles hinein interpretieren. Am Ende spielt es aber wohl keine Rolle. Sollte Fallon sie weiter reizen, würde sie zu anderen Mitteln greifen.

Kali:
Die Menschen sind Arschlöcher. Ist dir das noch nie aufgefallen? Je größer desto mehr Erfolg haben sie!

Nun gut, das ist Ansichtssache. Folgende Worte sollte sich Henley auf jeden Fall zu Herzen nehmen. Kali hat nämlich die Nase gestrichen voll.

Kali:
An deiner Stelle würde ich mich aus der Angelegenheit raus halten. Noch stehst du nicht auf meiner Liste. Und es ist sicherlich auch nicht in deinem Interesse darauf zu erscheinen.

Und dann...dreht sie sich einfach ab. Fallon ist nun schlauer. Sie kennt nun die Ursache, warum Drew verschwunden ist. Wo er sich befindet, wird Kali ihr nie erzählen, das ist Fakt.
Fallon bleibt, weiterhin wütend, nachdenklich zurück. Nein, niemand will auf einer Kali Liste erscheinen. Wie gesagt steckt die Brünette da in einem Zwiespalt. Sie würde gerne mehr tun...kann es aber nicht! Wenn ihr kein Geistesblitz kommt bleiben eben nur noch zwei Möglichkeiten...Liv kann sich gegen Kali wehren und sich erinnern! Oder Drew schafft es irgendwie sich selbst zu befreien!

Fallon Henley: Drew, halte durch! Wo auch immer du gerade bist!

Damit spricht sie sich selbst Mut zu. Der Schotte war ein harter Knochen und körperlich und mental sehr stark! Er wird es schon schaffen...bestimmt! Fallon schüttelt einmal das ungute Gefühl ab. Jetzt braucht sie die mentale Unterstützung einer gewissen Blondine aus England! So macht sie sich auf in Richtung ihrer Kabine und verlässt das Bild. Fade off.

[Bild: 151.jpg]

MATCH 3
BLOODLINE TALKS ABOUT WAR GAMES
[Bild: bloodlinetalkswargames.png]
Writer: ???

Zitat:Rückblick: 13.07.2026 | Coast 2 Coast Live: Norfalk

Die Theme von Jacob Fatu hallt durch die Halle. Die Zuschauer springen erneut von ihren Sitzen auf. Während einige laut jubeln und andere fassungslos reagieren, richtet sich der Blick aller auf die Stage. Jacob Fatu erscheint mit einem entschlossenen, beinahe wütenden Blick. Seine Augen sind ausschließlich auf den Ring gerichtet. Ohne eine einzige Sekunde zu verschwenden, sprintet der "Samoan Werewolf" die Rampe hinunter. Kenny Omega bemerkt ihn als Erster. Der World Heavyweight Champion grinst kurz und gibt Solo Sikoa ein Zeichen. Gemeinsam mit LA Knight verlassen die drei sofort den Ring und stellen sich davor auf. Keiner von ihnen scheint bereit zu sein, Jacob direkt entgegenzutreten. Alle drei stehen vor dem Kommentatorenpult und beobachten Fatu doch Jacob bremst nicht ab. Mit voller Geschwindigkeit gleitet er durch die Ringseile in den Ring und kniet sich sofort neben Roman Reigns. Er überprüft den Zustand des Tribal Chiefs und blickt anschließend zu Jey und Jimmy Uso, die ebenfalls regungslos auf der Matte liegen.

Langsam erhebt sich Jacob wieder und sein Gesichtsausdruck verändert sich. Aus Sorge wird blanke Wut. Er fixiert Kenny Omega, Solo Sikoa und LA Knight mit einem eiskalten Blick. Omega lächelt nur provokant und klatscht höhnisch in Jacobs Richtung. LA Knight lehnt sich grinsend gegen die Ringabsperrung und ruft ihm spöttisch ein lautes "YEAH!" entgegen. Solo Sikoa hingegen bleibt vollkommen regungslos. Er liefert sich einen intensiven Blickkontakt mit Jacob, ohne auch nur eine Miene zu verziehen. Die Spannung in der Arena ist greifbar. Jacob geht langsam bis an die Ringseile. Er scheint jeden Moment nach draußen stürmen zu wollen. Omega macht sogar einen Schritt nach vorne, als wolle er den Kampf annehmen. Doch bevor es dazu kommt, hält Solo den Champion mit ausgestrecktem Arm zurück. Omega versteht die Geste sofort.

Anschließend hebt er seinen World Heavyweight Championship demonstrativ in die Höhe und zeigt mit der freien Hand auf die am Boden liegenden Roman Reigns sowie die Usos. Die Botschaft ist eindeutig... Dies war eine Machtdemonstration. LA Knight beginnt lautstark zu lachen und klatscht Omega anerkennend auf die Schulter. Gemeinsam treten die drei langsam den Rückzug an und gehen rückwärts die Rampe hinauf, ohne Jacob Fatu auch nur für einen Augenblick aus den Augen zu lassen. Im Ring bleibt Jacob zurück. Er hilft zunächst Jimmy Uso dabei, sich aufzusetzen, bevor er sich um Jey kümmert. Schließlich stellt sich Roman Reigns hin und begutachtet LA Knight, Samoan Enforcer Solo Sikoa und World Heavyweight Champion doch plötzlich betritt eine Person auf der Stage die für Recht und Ordnung sorgt. Die Rede ist von der General Managerin Bayley.

Bayley
" Wir alle verfolgen diese Geschichte hier mit großer Begeisterung. Auch schon vor diesem Match, als ihr einem Wortgefecht aneinander getreten seid. Dort hatte Roman Reigns von jenem Tag gesprochen wo Solo Sikoa die Konsequenzen tragen muss. Jener Tag… Ich denke ich bin nicht die einzige, die besagten Tag nicht länger abwarten kann. Wir alle wollen den Tag der Abrechnung sehen. Dieser Konflikt ist so groß geworden und hat eine solche Intensität. Er übersteigt alles. Dieser Konflikt verdient eine besondere Bühne. Die größte Bühne, die die Coast 2 Coast zu bieten hat: Every Empire Falls XI! Dort wird alles entschieden. Und jeder von euch wird hier beteiligt sein. Die Bloodline gegen das Team das sich um unseren World Heavyweight Champion Kenny Omega gebildet hat. Und ich setze noch eins drauf. Besseres ihr bringt euer A-Game in zwei Wochen, denn euer Konflikt endet in: WAR GAMES!

Diese zwei laut ausgesprochenen Wörter sorgen für laute Furore bei den Zuschauern, die gar nicht mehr zum Special warten können.

Wade Barrett
"Was für Bilder wir da gerade noch einmal gesehen haben. Ich begleite dieses Geschäft seit vielen Jahren und habe zahllose Rivalitäten erlebt. Aber das hier... das ist längst keine gewöhnliche Fehde mehr. Das ist ein Familienkrieg. Roman Reigns gegen Solo Sikoa. Brüder gegen Brüder. Blut gegen Blut. Und wenn ich ehrlich bin... ich glaube nicht, dass es überhaupt noch einen friedlichen Weg zurück gibt. Solo Sikoa behauptet weiterhin, alles nur für seine Familie zu tun. Gleichzeitig war er es aber, der Jimmy Uso hinterrücks attackiert hat und sich anschließend mit zwei der größten Feinde der Bloodline zusammengeschlossen hat. Das passt für mich einfach nicht zusammen. Und dennoch... eines muss man Solo lassen. Er hat Roman Reigns in den vergangenen Wochen mehrmals verbal herausgefordert wie kaum jemand zuvor. Er spricht Dinge aus, die sich viele vielleicht denken, aber niemals wagen würden zu sagen. Genau deshalb wirkt diese Geschichte so gefährlich. Beide Männer glauben fest daran, im Recht zu sein."


Cathy Kelley
"Mich beschäftigt dabei vor allem die emotionale Seite dieser Geschichte. Als Solo Sikoa damals die Bloodline verließ, war das bereits ein Schock. Aber was letzte Woche passiert ist, hat alles verändert. Jey Uso stand zwischen beiden Seiten und versuchte seinen Bruder noch zu erreichen. Roman Reigns sprach davon, dass er die Wunden heilen musste, die Solo Sikoa hinterlassen hatte. Solo wiederum wirft Roman vor, die Familie nur für seine eigenen Ziele benutzt zu haben. Das sind keine oberflächlichen Anschuldigungen. Das sind Verletzungen, die über Monate oder sogar Jahre entstanden sind. Und genau deshalb glaube ich, dass dieser Konflikt inzwischen weit über Wrestling hinausgeht. Hier geht es um Vertrauen. Um Loyalität. Um Enttäuschung. Um Familie. Jede einzelne Person in diesem Konflikt glaubt, für das Richtige zu kämpfen. Genau das macht diese Geschichte so tragisch."


Pat McAfee
"Und genau deswegen hat Bayley gerade die einzig richtige Entscheidung getroffen. Es wäre unmöglich gewesen, diese Rivalität einfach in einem normalen Tag Team Match oder irgendeinem Main Event enden zu lassen. Nein! Das hier braucht WarGames! Zwei Teams. Zwei Käfige. Keine Flucht. Keine Ausreden. Genau dort wird sich zeigen, wer wirklich zusammenhält und wer unter diesem unfassbaren Druck auseinanderbricht. Schauen wir uns doch die beiden Seiten einmal an. Auf der einen Seite Roman Reigns, Jimmy Uso, Jey Uso und Jacob Fatu. Vier Männer, die durch ihre Familiengeschichte miteinander verbunden sind. Auf der anderen Seite Kenny Omega, der amtierende World Heavyweight Champion, LA Knight und Solo Sikoa. Drei völlig unterschiedliche Persönlichkeiten, die aber momentan dasselbe Ziel verfolgen: die Bloodline endgültig zu Fall zu bringen. Das klingt auf dem Papier schon nach einem absoluten Pulverfass."


Wade Barrett
"Und vergessen wir Jacob Fatu nicht. Sein Eingreifen war vielleicht der emotionalste Moment des gesamten Abends. Er kam nicht heraus, um sich feiern zu lassen. Er kam heraus, weil er seine Familie am Boden liegen sah. Er überprüfte zuerst Roman Reigns, danach Jimmy Uso und schließlich Jey Uso. Man konnte ihm ansehen, wie sich seine Sorge innerhalb weniger Sekunden in pure Wut verwandelte. Hätte Solo Sikoa Kenny Omega in diesem Moment nicht zurückgehalten, hätten wir vermutlich sofort eine weitere Massenschlägerei erlebt. Allein dieser Blick zwischen Jacob Fatu und Solo Sikoa sprach Bände. Da war keine Unsicherheit. Da war keine Angst. Nur gegenseitiger Respekt... und gleichzeitig die Bereitschaft, sich jederzeit gegenseitig zu zerstören."


Cathy Kelley
"Ich musste außerdem auf einen ganz anderen Moment achten. Kenny Omega hob nach dem Angriff ganz bewusst die World Heavyweight Championship in die Luft, während Roman Reigns und die Usos am Boden lagen. Das war weit mehr als nur Provokation. Das war eine Botschaft. Kenny wollte damit allen zeigen, dass er trotz der gesamten Familiengeschichte sein eigentliches Ziel nicht aus den Augen verliert. Roman Reigns. Der Tribal Chief. Der Mann, der ihm seit Wochen im Nacken sitzt. Kenny Omega weiß ganz genau, dass Roman früher oder später wieder nach diesem Titel greifen wird. Deshalb wollte er ihm in diesem Moment demonstrieren, wer aktuell ganz oben steht."


Pat McAfee
[font=Trebuchet MS]"Und trotzdem frage ich mich, ob Team Omega wirklich so geschlossen ist, wie es momentan aussieht. Kenny Omega ist World Heavyweight Champion. LA Knight verfolgt seine ganz eigenen Ziele. Solo Sikoa kämpft angeblich für seine Familie. Das sind drei völlig unterschiedliche Beweggründe. Bei der Bloodline dagegen ist alles auf Roman Reigns ausgerichtet. Ob man ihn mag oder nicht... jeder weiß, wer dort das Sagen hat. Genau deshalb könnte WarGames ein echter Härtetest werden. Denn dort reicht individuelles Talent nicht aus. Dort gewinnt nur das Team, das geschlossen bleibt, wenn alles auseinanderzufallen droht."


Wade Barrett
"Und das ist vielleicht der entscheidende Punkt. In WarGames wird nicht nur gekämpft. Dort werden Loyalitäten auf die Probe gestellt. Dort werden Opfer gebracht. Dort entstehen Legenden. Aber dort zerbrechen auch Freundschaften und Familien. Nach allem, was wir in den vergangenen Wochen gesehen haben, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass dieser Konflikt nach WarGames einfach vorbei sein wird. Egal welches Team am Ende den Käfig als Sieger verlässt... diese Geschichte wird die Coast 2 Coast Company noch für lange Zeit verändern."


Wade Barrett
"Und genau deshalb wird jeder heute ganz genau auf Roman Reigns achten. Die Bloodline ist angekündigt. Nach den Ereignissen der vergangenen Woche erwartet jeder eine Reaktion des Tribal Chiefs. Vielleicht wird Roman Reigns auf Solo Sikoa antworten. Vielleicht richtet er seine Worte an Kenny Omega. Vielleicht erfahren wir endlich mehr über den Plan, den Roman seit Wochen verfolgt. Eines ist jedenfalls sicher... wenn die Bloodline die Arena betritt, wird die gesamte Wrestling-Welt ganz genau zuhören."

[font=Trebuchet MS]Pat McAfee
"Und ich habe das Gefühl, dass heute etwas Großes passieren wird. Die Spannung zwischen diesen beiden Lagern ist mittlerweile kaum noch auszuhalten. Every Empire Falls rückt immer näher, War Games steht vor der Tür... und bevor diese Männer gemeinsam in zwei Käfige steigen, wird heute Abend garantiert noch einmal ein deutliches Zeichen gesetzt."


Cathy Kelley
"Die Bloodline ist heute hier. Roman Reigns ist heute hier. Und wenn der Tribal Chief etwas zu sagen hat, dann hört die gesamte Coast 2 Coast Company zu. Es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis wir Roman Reigns und seine Familie heute Abend zu Gesicht bekommen."


Die Kamera blendet vom Kommentatorenpult weg und schaltet direkt in den Backstagebereich des Lenovo Center in Raleigh, North Carolina. Sofort verändert sich die Atmosphäre. Der ohrenbetäubende Lärm der Fans in der ausverkauften Arena weicht dem tiefen Brummen der Generatoren und dem geschäftigen Treiben hinter den Kulissen. Die Kameraführung eröffnet einen Blick auf den weitläufigen Mitarbeiter- und VIP-Parkplatz hinter der Arena. Gewaltige Produktions-Trucks der Coast 2 Coast Company stehen Stoßstange an Stoßstange aufgereiht. Auf den Seiten der schwarzen Sattelzüge prangen die riesigen Logos der Promotion. Stagehands schieben Flightcases über den Asphalt, Techniker verlegen dicke Kabelstränge zwischen den Trucks und Gabelstapler transportieren tonnenschweres Equipment in Richtung der Laderampen. Immer wieder öffnen sich die großen Rolltore der Arena, während Produktionsmitarbeiter mit Headsets hektisch Anweisungen geben und zwischen den Trucks befinden sich zahlreiche Fahrzeuge der Superstars. Luxuslimousinen, Sportwagen und SUVs reihen sich auf den reservierten Parkflächen aneinander. Sicherheitskräfte kontrollieren aufmerksam jede Einfahrt und werfen immer wieder Blicke auf ihre Funkgeräte. Obwohl überall gearbeitet wird, liegt eine ungewöhnliche Spannung in der Luft. Jeder scheint zu wissen, dass heute Abend die Bloodline angekündigt ist und nach den dramatischen Ereignissen der vergangenen Woche mit einer Reaktion des Tribal Chiefs gerechnet wird. Die Kamera fährt langsam über den Parkplatz, vorbei an den Produktionsfahrzeugen und den Tourbussen, ehe sie schließlich auf die Zufahrt zum VIP-Bereich schwenkt.

Plötzlich ist in der Ferne das dumpfe Grollen eines kraftvollen Motors zu hören. Mehrere Mitarbeiter drehen beinahe gleichzeitig ihre Köpfe in Richtung Einfahrt und langsam rollt ein tiefschwarzer SUV durch das geöffnete Sicherheitstor auf das Gelände des Lenovo Centers. Der gewaltige SUV wirkt ebenso elegant wie einschüchternd. Sein makelloser schwarzer Lack reflektiert das helle Flutlicht des Parkplatzes, während die vollständig abgedunkelten Scheiben keinen Blick ins Innere zulassen. Die markanten LED-Scheinwerfer schneiden durch die Dunkelheit und tauchen den Asphalt vor dem Fahrzeug in ein kaltes, weißes Licht. Mit ruhiger Selbstverständlichkeit gleitet der Escalade an den Produktions-Trucks vorbei. Kein überflüssiges Beschleunigen und keine unnötige Hektik. Jede Bewegung des Fahrzeugs wirkt kontrolliert und dominant, als gehöre dieser Parkplatz bereits demjenigen, der sich im Inneren befindet. Ein Kameramann richtet sofort seine Kamera auf den SUV. Einige Stagehands bleiben mitten in ihrer Arbeit stehen. Selbst mehrere Sicherheitskräfte beobachten aufmerksam, wie der schwarze Escalade langsam auf die exklusiven Stellplätze für die größten Namen der Coast 2 Coast Company zufährt. Schließlich kommt das Fahrzeug lautlos zum Stehen. Der Motor verstummt doch für einige Sekunden geschieht... nichts. Die Kamera zoomt immer näher an die vollständig verdunkelten Seitenscheiben heran. Die Spannung auf dem Parkplatz steigt spürbar an. Selbst die Mitarbeiter scheinen für einen Moment ihre Arbeit vergessen zu haben und blicken gespannt auf den luxuriösen SUV. Dann langsam öffnet sich die Beifahrertür. Zuerst erscheint lediglich ein schwarzer Stiefel auf dem Asphalt. Darauf richtet sich die gesamte Gestalt auf... Es ist... der Tribal Chief Roman Reigns.

Mit ruhigen, kontrollierten Bewegungen steigt Roman vollständig aus dem Fahrzeug. Sofort richtet er seine Schultern auf und schließt die Tür ohne jede Hektik. Er trägt eine Jeansose, Sweat Shirt und Sneakers. Um sein Hals liegt der traditionelle rote Ula Fala, während seine langen schwarzen Haare ordentlich zum Dutt gebunden sind. Seine Miene bleibt vollkommen regungslos. Kein Lächeln... keine Wut sowie auch keine erkennbare Emotion nur jene unverwechselbare Aura absoluter Kontrolle, die den Tribal Chief seit Jahren umgibt. Roman hebt den Blick langsam an und lässt ihn über das Gelände schweifen. Fans rufen seinen Namen... doch einige buhen lautstark und andere strecken anerkennend den Zeigefinger in die Höhe. Roman reagiert auf keine einzige dieser Stimmen. Für ihn existiert in diesem Augenblick ausschließlich der Weg vor ihm. Mehrere Sicherheitskräfte treten sofort näher und halten respektvoll Abstand. Auch einige Produktionsmitarbeiter senken beinahe automatisch den Blick, als der Tribal Chief an ihnen vorbeisieht. Roman macht jedoch noch keinen Schritt und bleibt neben dem SUV stehen. Seine Augen ruhen für einen Moment auf dem gewaltigen Gebäude des Lenovo Center. Heute findet hier nicht einfach nur eine weitere Ausgabe von Coast 2 Coast Wrestling statt. Heute beginnt die letzte Etappe auf dem Weg zu Every Empire Falls XI... Die Rivalität gegen Solo Sikoa... Kenny Omega und LA Knight. Und der Tribal Chief wirkt, als wäre jede einzelne Bewegung bereits Tage zuvor geplant worden. Für einige Sekunden herrscht völlige Ruhe. Darauf atmet Roman langsam aus ohne auch nur ein Wort zu sagen setzt sich der Tribal Chief schließlich in Bewegung und marschiert mit langsamen, selbstbewussten Schritten durch die Backstagegänge des Lenovo Centers zu. Jede seiner Bewegungen strahlt dieselbe unerschütterliche Dominanz aus, die die Bloodline seit Jahren verkörpert. Mitarbeiter weichen ihm respektvoll aus, während sämtliche Kameras jeden einzelnen Schritt des Tribal Chiefs festhalten. Heute ist Roman Reigns gekommen und allein seine Ankunft macht deutlich, dass dies kein gewöhnlicher Abend werden wird.

[Bild: maxresdefault.jpg]

Die Kamera begleitet den Tribal Chief, während dieser mit langsamen, kontrollierten Schritten durch die langen Backstagegänge des Lenovo Center marschiert. Das hektische Treiben hinter den Kulissen läuft ununterbrochen weiter. Stagehands schieben tonnenschwere Flightcases über den Betonboden, Produzenten diskutieren mit Headsets die letzten Abläufe der Show und Kamerateams eilen von einem Produktionsbereich zum nächsten. Doch immer dann, wenn Roman Reigns an ihnen vorbeigeht, verändert sich die Atmosphäre schlagartig. Gespräche verstummen und Mitarbeiter treten instinktiv zur Seite. Selbst erfahrene Producer senken für einen kurzen Moment respektvoll den Blick. Der Tribal Chief nimmt davon keinerlei Notiz und sein Blick bleibt unbeirrbar nach vorne gerichtet. Jeder Schritt wirkt ruhig, kontrolliert und voller Selbstverständlichkeit, als würde ihm dieser gesamte Bereich gehören. Der rote Ula Fala liegt schwer auf seiner Brust und bewegt sich leicht im Rhythmus seiner Schritte. Seine Hände ruhen locker neben seinem Körper, während seine regungslose Miene keinerlei Emotion erkennen lässt. Aus der Ferne dringt der dumpfe Lärm der ausverkauften Arena bis in den Backstagebereich. Immer wieder sind laute Sprechchöre der Zuschauer zu hören. Die Fans wissen, dass die Bloodline angekündigt ist. Er geht unbeirrt weiter. Die Kamera fährt vor ihm rückwärts und hält den Tribal Chief permanent im Fokus, bis sich der Korridor langsam öffnet. Am Ende des Ganges befindet sich die Gorilla Position und dort stehen bereits vier bekannte Gesichter. "The Wiseman" Paul Heyman... "Main Event" Jey Uso... Jimmy Uso... "Samoan Werewolf" Jacob Fatu!

Alle vier scheinen bereits auf die Ankunft des Tribal Chiefs gewartet zu haben. Paul Heyman entdeckt Roman als Erster. Sofort richtet er seinen Anzug zurecht und hält die Hände respektvoll vor seinem Körper gefaltet. Ein zufriedenes Lächeln huscht über sein Gesicht, ehe er seinem Tribal Chief leicht zunickt. Jimmy Uso verschränkt grinsend die Arme vor der Brust mehr sagt Jimmy nicht. Er wirkt selbstbewusst wie eh und je und neben ihm steht Jey Uso. Ganz anders als sein Bruder bleibt Jey ernst. Seit den Ereignissen der vergangenen Woche wirkt der "Main Event" deutlich nachdenklicher. Er beobachtet Roman aufmerksam, ehe sich ihre Blicke für einen kurzen Moment treffen. Ein kaum wahrnehmbares Nicken genügt mehr Worte braucht es zwischen den beiden nicht. Schließlich fällt die Kamera auf Jacob Fatu. Der Samoan Werewolf steht mit verschränkten Armen einige Schritte hinter den Usos. Seine mächtige Statur wirkt beinahe einschüchternd. Sein Blick ruht fest auf Roman Reigns. Als der Tribal Chief näherkommt, löst Jacob langsam die Arme voneinander. Ohne ein Wort zu sagen tritt er einen Schritt nach vorne und für einen kurzen Augenblick stehen sich beide Männer direkt gegenüber. Die Spannung ist greifbar...

[Bild: HK5s-Si-XQAEi-T5-M.jpg]

Roman blickt Jacob einige Sekunden schweigend an. Dann hebt er langsam die rechte Hand. Das nicht für einen Handschlag und nicht für eine Umarmung sondern legt sie fest auf Jacobs Schulter. Eine stille Geste des Respekts. Jacob erwidert den Blick des Tribal Chiefs, nickt einmal entschlossen. Roman nimmt die Hand wieder von Jacobs Schulter, ohne seine Miene zu verändern. Stattdessen richtet er seinen Blick an allen vorbei direkt auf den großen Monitor der Gorilla Position dort läuft das aktuelle Livebild aus der Arena. Ohne auch nur ein einziges Wort zu verlieren setzt sich Roman Reigns in Bewegung. Augenblicklich folgen ihm Paul Heyman, Jimmy Uso, Jey Uso und Jacob Fatu. Geschlossen marschiert die Bloodline ihrem nächsten Auftritt entgegen.



Die Zuschauer auf den Rängen richten ihre Aufmerksamkeit sofort auf die riesige Entrance Stage. Ein spürbares Knistern liegt in der Luft. Seit den Ereignissen der vergangenen Woche wartet das gesamte Coast-2-Coast-Universum auf die Reaktion der Bloodline. Nach der offiziellen Ankündigung des WarGames Matches bei Every Empire Falls XI gibt es nur eine Frage... Wie wird der Tribal Chief antworten? Plötzlich verlöschen sämtliche Lichter der Arena und für den Bruchteil einer Sekunde herrscht absolute Dunkelheit während der Entrance Theme ertönt... Augenblicklich explodiert das Lenovo Center in einer gewaltigen Mischung aus ohrenbetäubenden Buhrufen und lautstarken "OTC!"-Rufen. Goldene Lichtstrahlen schießen durch die Arena, während sich der gesamte Titantron in tiefes Schwarz und Rot taucht. Das gewaltige Logo der Bloodline erscheint auf der Videowall.

[Bild: Thebloodlinelogo.png]

Langsam öffnet sich der Vorhang. Als erster betritt Paul Heyman die Stage. Der Wiseman trägt einen eleganten dunklen Anzug, die Krawatte sitzt perfekt. Für einen Moment bleibt Heyman stehen, betrachtet die tobende Zuschauermenge und schüttelt beinahe mitleidig den Kopf. Ein selbstgefälliges Lächeln legt sich auf sein Gesicht und dann dreht er sich respektvoll um. Mit beiden Händen präsentiert er die Stage und macht den Weg frei. Unter ohrenbetäubenden Reaktionen tritt Roman Reigns aus dem Schatten. Der Tribal Chief bleibt regungslos auf der Bühne stehen. Das goldene Licht fällt auf sein Gesicht. Um seinen Hals ruht das Ula Fala und sein Blick schweift langsam durch die ausverkaufte Arena. Von links nach rechts... Reihe für Reihe... Tribüne für Tribüne. Kein Lächeln und Keine Emotion nur diese unverwechselbare Ausstrahlung eines Mannes, der überzeugt ist, dass ihm nicht nur dieser Ring gehört, sondern die gesamte Company.

Roman hebt langsam das Kinn und schließt für einen kurzen Moment die Augen. Die Buhrufe werden lauter doch der Tribal Chief reagiert nicht und nicht einmal ein Muskel in seinem Gesicht bewegt sich. Hinter ihm treten nun die übrigen Mitglieder der Bloodline auf die Stage... Links erscheint Jimmy Uso. Mit seinem typischen selbstbewussten Grinsen breitet er beide Arme aus und genießt jede einzelne Reaktion der Zuschauer. Immer wieder zeigt er provokant auf sich selbst und ruft den Fans etwas entgegen, während diese ihn lautstark ausbuhen... Rechts folgt "Main Event" Jey Uso ganz anders als sein Bruder. Jey wirkt vollkommen fokussiert.

Keine Gesten und keine Spielereien und seine Augen sind ausschließlich auf den Ring gerichtet. Die Worte von Solo Sikoa aus der vergangenen Woche scheinen ihn noch immer zu beschäftigen. Trotzdem läuft er ohne zu zögern an der Seite seines Tribal Chiefs. Dann erscheint die letzte Gestalt. Ein lauter Jubel geht durch die Halle... "Samoan Werewolf" Jacob Fatu. Der Samoan Werewolf tritt mit finsterem Blick auf die Stage. Breite Schultern und jeder Schritt wirkt wie eine Warnung. Er bleibt für einen kurzen Moment hinter Roman stehen und blickt schweigend durch die Arena. Seit letzter Woche ist jedem bewusst geworden, dass Jacob bereit ist, für seine Familie durch jede Wand zu gehen. Die Kamera fährt nun langsam zurück. Zum ersten Mal zeigt sie die vollständige Formation. Im Zentrum... Roman Reigns. Links... Jimmy Uso. Rechts... Jey Uso. Direkt dahinter... Jacob Fatu etwas versetzt... Paul Heyman. Ein Bild, das Macht ausstrahlt. Ein Bild, das unmissverständlich klarmacht, dass die Bloodline trotz aller Angriffe noch immer geschlossen ist. Die Theme erreicht ihren Höhepunkt und langsam hebt Roman den rechten Arm. Der ausgestreckte Zeigefinger zeigt Richtung Hallendecke ohne eine Sekunde zu zögern folgen Jimmy Uso, Jey Uso und Jacob Fatu der Geste ihres Tribal Chiefs. Paul Heyman hebt den Finger ebenfalls und blickt dabei voller Ehrfurcht zu Roman auf. Im selben Augenblick... Auf beiden Seiten der Stage schießen meterhohe goldene Pyrofontänen in den Himmel und dichter Rauch steigt auf und hüllt die Bloodline beinahe vollständig ein. Zwischen den Rauchschwaden zeichnen sich nur noch die Silhouetten der fünf Männer ab. Die Kameras liefern spektakuläre Nahaufnahmen. Der Wiseman lächelt zufrieden. Er weiß genau, dass diese Gruppierung noch immer das Maß aller Dinge ist. Erst nachdem die letzte Pyrofontänen erlöschen, setzt sich Roman langsam in Bewegung. Mit langsamen, kontrollierten Schritten beginnt der Tribal Chief den Weg über die lange Rampe. Wie selbstverständlich bildet sich die Formation hinter ihm. Die Kamera fährt rückwärts vor der Bloodline her.

[Bild: maxresdefault.jpg]

Fans strecken ihre Arme über die Absperrungen andere rufen Romans Namen und es gibt auch welche die buhen ihn lautstark aus. Jimmy reagiert sofort... Er zeigt grinsend auf einzelne Zuschauer, klatscht mit wenigen Fans ab und lacht über jeden Buhruf. Jey hingegen bleibt vollkommen ernst. Jacob Fatu würdigt überhaupt niemanden eines Blickes. Er marschiert mit verschränkten Kiefern hinter Roman her, als wäre jeder einzelne Schritt ein Versprechen für das kommende WarGames Match und immer wieder bleibt die Kamera auf Roman Reigns. Seine Körperhaltung verändert sich kein einziges Mal... Der Tribal Chief läuft mit erhobenem Kopf. Am Ende der Rampe angekommen bleibt Roman stehen. Vor ihm erhebt sich der Ring und für einen Moment betrachtet er den Squared Circle schweigend fast so, als würde ein König sein Reich begutachten. Paul Heyman eilt sofort zur Ringtreppe. Mit ausgestreckter Hand deutet er seinem Tribal Chief respektvoll den Weg. Roman steigt langsam die Stahlstufen hinauf. Jeder Schritt hallt durch die Arena. Auf dem Apron angekommen bleibt er erneut stehen. Er blickt ein letzztes Mal durch das Lenovo Center und tausende Smartphones leuchten ihm entgegen. Dann greift Roman mit beiden Händen an das oberste Ringseil. Langsam zieht er es auseinander ohne jede Hast betritt der Tribal Chief den Ring. Jimmy Uso folgt ihm unmittelbar mit einer flüssigen Bewegung springt er zwischen den Seilen hindurch. Jey steigt kontrolliert über das zweite Ringseil in den Ring und positioniert sich sofort rechts neben Roman. Jacob Fatu bleibt als Letzter auf dem Apron stehen. Er wirft noch einen langen Blick durch die Arena darauf steigt auch der Samoan Werewolf in den Ring. Paul Heyman betritt schließlich vorsichtig den Squared Circle und stellt sich wie selbstverständlich leicht hinter seinen Tribal Chief. Die Musik läuft noch einige Sekunden weiter. Die fünf Männer stellen sich in der Ringmitte auf. Roman Reigns im Zentrum... Links Jimmy Uso... Rechts Jey Uso... direkt hinter Roman Jacob Fatu und daneben Paul Heyman mit dem Mikrofon in den Händen. Die Kamera fährt langsam einmal um die gesamte Gruppierung herum. Ein imposantes Bild... Eine geschlossene Front... Eine Familie... Die Musik verklingt langsam. Das Publikum erhebt sich von den Sitzen. Alle Augen sind nun auf den Tribal Chief gerichtet. Denn jeder in der Halle weiß nach den Ereignissen der vergangenen Woche... Nach Solos Verrat und nach der WarGames-Ankündigung... ist heute der Moment gekommen, an dem die Bloodline antworten wird.

Paul Heyman steht mit einem selbstzufriedenen Lächeln im Ring. Das Mikrofon liegt bereits in seiner rechten Hand. Die Fans im Lenovo Center werden immer lauter, während die komplette Bloodline regungslos in der Ringmitte steht. Roman Reigns im Zentrum. Rechts von ihm Jey Uso. Links Jimmy Uso. Dahinter Jacob Fatu. Paul Heyman macht einen Schritt nach vorne, räuspert sich kurz und hebt das Mikrofon langsam an seine Lippen.

Paul Heyman
"Ladies... and Gentlemen..."


Schon bei diesen beiden Worten branden gemischte Reaktionen auf. Lautstarke Buhrufe vermischen sich mit Jubel. Heyman schließt für einen Moment die Augen und genießt jede einzelne Sekunde der Aufmerksamkeit.

Paul Heyman
"My Name..."


Weiter kommt der Wiseman jedoch nicht denn langsam hebt Roman Reigns seine rechte Hand. Keine hektische Bewegung... Kein Wort nur eine kleine Geste und sofort verstummt Paul Heyman. Der Wiseman dreht den Kopf zu seinem Tribal Chief. Sofort verändert sich sein Gesichtsausdruck. Das selbstgefällige Lächeln verschwindet und weicht ehrfürchtigem Respekt. Ohne auch nur den kleinsten Moment zu zögern, senkt er das Mikrofon. Roman blickt ihn nicht einmal an. Der Tribal Chief streckt lediglich die Hand aus. Heyman versteht die Gestik augenblicklich. Mit beiden Händen überreicht er das Mikrofon beinahe feierlich an Roman Reigns, als würde er einem König sein Zepter reichen. Die Kamera zoomt ganz nah heran. Der Tribal Chief Roman Reigns nimmt das Mikrofon langsam entgegen. Sein Blick bleibt dabei unbeirrt auf die Zuschauer gerichtet. Kein Dank und kein Nicken denn es ist selbstverständlich. Für einige Sekunden passiert... nichts. Absolute Stille nicht einmal Jimmy oder Jey bewegen sich. Jacob Fatu steht mit verschränkten Armen hinter seinem Tribal Chief und beobachtet schweigend das Publikum. Paul Heyman tritt einen Schritt zurück und verschränkt respektvoll die Hände vor seinem Körper. Einige buhen ihn gnadenlos aus andere feiern jede Sekunde seiner Präsenz. Der Tribal Chief wartet und lässt die Reaktionen wachsen. Erst als die Halle ihren lautesten Punkt erreicht, beginnt er langsam zu sprechen.

Roman Reigns
"Raleigh, North Carolina... Acknowlegde... THE BLOODLINE...!"


Roman Reigns bleibt einen Moment vollkommen regungslos stehen. Das Mikrofon ruht in seiner rechten Hand. Sein Blick wandert langsam durch die Reihen der Bloodline. Zuerst zu Paul Heyman dann zu Jacob Fatu und anschließend zu Jimmy Uso. Schließlich bleibt sein Blick auf Jey Uso liegen. Ein kaum sichtbares Nicken. Der Tribal Chief hebt das Mikrofon langsam an seine Lippen.

Roman Reigns
"Jey Uso... seit Jahren hört diese Company immer dieselben Namen. Immer dieselben Geschichten... dieselben Menschen, die behaupten, sie wären bereit für den Main Event. Aber wenn der größte Druck entsteht... wenn Geschichte geschrieben wird... wenn ein Imperium verteidigt werden muss... dann stehen immer dieselben Männer im Ring. Jey Uso... musste Entscheidungen treffen, die kein Bruder jemals treffen möchte. Jey Uso musste gegen Menschen kämpfen, die ihm näher standen als jeder Championship. Jey Uso musste lernen, Verantwortung zu tragen... nicht nur für sich selbst... sondern für seine Familie. Viele haben behauptet, Jey Uso würde unter dem Druck zerbrechen. Jey Uso würde niemals aus dem Schatten der Vergangenheit heraustreten und viele haben behauptet, Jey Uso wäre nur der Bruder von Jimmy Uso. Alle lagen falsch... Roman Reigns hat keinen Mitläufer gesehen und hat auch keinen Soldaten erschaffen."


Roman Reigns hebt das Mikrofon wieder an. Sein Blick wandert durch die Arena, ehe er schließlich langsam zu seiner rechten Seite schaut. Dort steht Jey Uso. Für einen Moment sagt der Tribal Chief nichts. Er lässt die Reaktionen des Publikums abebben. Dann nickt er seinem Right Hand Man anerkennend zu.

Roman Reigns
"n den letzten Wochen musste Jey Uso mehr einstecken als beinahe jeder andere Mann in dieser Company. Woche für Woche wurde Jey Uso geprüft. Erst die Worte... dann die Zweifel... und schließlich die Angriffe. Solo Sikoa glaubte, dass ein Schlag gegen Jimmy Uso ausreichen würde, um auch Jey Uso ins Wanken zu bringen. Kenny Omega glaubte, Jey Uso würde irgendwann den Glauben an die Bloodline verlieren. LA Knight glaubte, dass der Druck irgendwann zu groß werden würde. Denn jedes Mal, wenn Jey Uso zu Boden gegangen ist... ist Jey Uso wieder aufgestanden. Jedes Mal, wenn jemand geglaubt hat, Jey Uso würde zerbrechen... hat Jey Uso weitergekämpft. Jey Uso hat Schmerzen und hat Verrat erlebt. Jey Uso musste sich anhören, dass die eigene Familie angeblich auseinanderfällt. Jey Uso musste sich ansehen, wie der eigene Bruder sich gegen das Blut gestellt hat. Und trotzdem... ist Jey Uso hier. Immer noch an der Seite der Bloodline... das ist keine Schwäche sodern das ist Stärke. Einige reden davon, was Loyalität bedeutet... sie würden Familie verstehen. Aber Loyalität zeigt sich nicht an den Tagen, an denen alles leicht ist. Loyalität zeigt sich dann, wenn alles auseinanderzufallen scheint. Wenn Zweifel entstehen. Wenn Schmerzen entstehen. Wenn jeder versucht, einen anderen Weg einzuschlagen. Und genau in diesen Momenten hat Jey Uso bewiesen, wer Jey Uso wirklich ist."


Die Kamera schwenkt zu Jacob Fatu, der regungslos mit verschränkten Armen hinter dem Tribal Chief steht. Sein Blick bleibt kalt und unbeweglich. Roman dreht sich langsam zu Jacob um. Die beiden sehen sich einige Sekunden schweigend an.

[Bild: wwe-raw-150626-roman-reigns-bloodline-ja...9ab894.jpg]

Roman Reigns
"Vergangene Woche hat jeder gesehen, was geschieht, wenn Blut nach Blut ruft. Roman Reigns... Jimmy Uso... und Jey Uso lagen nach einem hinterhältigen Angriff am Boden. Kenny Omega stand dort mit seinem Championship. LA Knight lachte. Solo Sikoa glaubte, Roman Reigns hätte nichts mehr, worauf er sich verlassen könnte doch dann erklang eine Theme. Nicht, weil jemand einen großen Auftritt wollte oder weil jemand im Rampenlicht stehen wollte sondern weil Familie Hilfe brauchte. Jacob Fatu kam nicht heraus, um sich feiern zu lassen. Jacob Fatu kam heraus, weil seine Familie am Boden lag. Jacob Fatu hat nicht gefragt, ob die Situation gefährlich ist. Jacob Fatu hat nicht gefragt, wie viele Gegner draußen stehen. Jacob Fatu ist einfach losgerannt ohne zu zögern... Angst... ohne einen einzigen Gedanken an sich selbst und genau so handelt Familie. Roman Reigns hat gesehen, wie Jacob Fatu zuerst nach Roman Reigns gesehen hat. Danach nach Jimmy Uso darauf nach Jey Uso. Aber nicht nach Ruhm... Championships oder Kameras sondern nach seiner Familie. Genau in diesem Moment wusste Roman Reigns, dass Jacob Fatu bereits bewiesen hatte, was viele andere ihr ganzes Leben lang niemals beweisen konnten. Es gibt Menschen, die behaupten, Mitglied der Bloodline zu sein, solange Macht vorhanden ist. Es gibt Menschen, die behaupten, Loyalität zu besitzen, bis der erste Zweifel auftaucht. Jacob Fatu gehört nicht zu diesen Menschen. Jacob Fatu musste niemandem etwas erzählen denn Jacob Fatu hat es mit seinen Taten bewiesen. Ab heute soll jeder dort hinten in der Umkleidekabine verstehen, was das bedeutet. Wer sich gegen Jacob Fatu stellt... stellt sich gegen Jimmy Uso. Wer sich gegen Jimmy Uso stellt... stellt sich gegen Jey Uso. Wer sich gegen Jey Uso stellt... stellt sich gegen Paul Heyman. Und wer sich gegen die Bloodline stellt... stellt sich gegen den Tribal Chief."


Roman Reigns pausiert kurz und hebt darauf langsam das Mikro.

Roman Reigns
"Und jetzt... hat Bayley vor einer Woche etwas beschlossen, worüber seit Monaten gesprochen wird. Etwas, das längst unausweichlich geworden ist. Sie hat es offiziell gemacht. In einer Woche... wird Coast 2 Coast Wrestling Geschichte schreiben. Zum allerersten Mal wird diese Company Zeuge eines WarGames Matches."


Die Fans reagieren sofort mit lautem Jubel. Bereits der Name des Matches sorgt für Gänsehaut in der gesamten Arena. Roman bleibt jedoch vollkommen regungslos stehen und lässt die Reaktionen bewusst auf sich wirken.

Roman Reigns
"WarGames... zwei Ringe... ein Stahlkäfig... keine Flucht. Keine Ausreden und auch keine Abkürzungen. Dort gibt es keine Zufälle und dort gibt es keine glücklichen Siege. Dort bleibt nur die Wahrheit zurück... Es zeigt sich, wer bereit ist, für seine Familie zu bluten... und wer beim ersten Schmerz zusammenbricht. Kenny Omega... du hältst den World Heavyweight Championship über deinen Kopf und glaubst, das macht dich zum Anführer. LA Knight... du lachst, als wäre das alles nur ein Spiel. Und Solo Sikoa... du behauptest weiterhin, für unsere Familie zu kämpfen. Aber in WarGames gibt es keinen Ort mehr, an dem du dich hinter Worten verstecken kannst. Kein Mikrofon... keine Ausreden... keine Lügen. Nur Stahl... Schmerz... Blut. Schau dir dieses Team an, Solo. Das hier sind keine Männer, die zufällig nebeneinander stehen. Das hier ist Familie. Männer, die füreinander einstehen. Männer, die bereit sind, alles zu opfern. Männer, die nicht weglaufen, wenn es schwierig wird. Genau deshalb hat Bayley das richtige Match ausgewählt. Denn WarGames belohnt keine Egos... WarGames belohnt Loyalität."


Roman dreht den Kopf langsam nach links und blickt direkt in die Kamera...

Roman Reigns
"Und dann... gibt es da noch einen Mann, der glaubt, er hätte nichts zu verlieren. LA Knight... Roman Reigns hat dich gewarnt. Vor Wochen standest du Jey Uso gegenüber. Woche für Woche hast du versucht, Jey Uso aus dem Gleichgewicht zu bringen. Du hast provoziert... gelacht... große Worte gesprochen. Und was ist passiert? Jey Uso steht heute noch immer hier. An der Seite seiner Familie uns an der Seite seines Tribal Chiefs. Du hast dein Ziel verfehlt. Damals hat Roman Reigns dir gesagt, dass es klüger wäre, dich von Kenny Omega fernzuhalten. Denn solange du an seiner Seite bleibst... wirst du denselben Untergang erleben wie jeder Mann, der glaubt, sich hinter einem Champion verstecken zu können. Aber du hast nicht zugehört. Stattdessen hast du dich entschieden, Schulter an Schulter mit Kenny Omega zu stehen. Mit einem Mann, der dich niemals als gleichwertigen Partner sehen wird. Für Kenny Omega bist du kein Freund... kein Bruder... kein Verbündeter. Du bist ein Werkzeug. Ein weiterer Körper zwischen ihm und der Bloodline... mehr nicht."


Roman lässt eine kurze Pause entstehen.

Roman Reigns
"Deshalb stellt Roman Reigns dir heute nur eine einzige Frage... Du konntest Jey Uso nicht verändern... glaubst du wirklich, dass dir das mit Kenny Omega gelingen wird? Oder wird Kenny Omega dich genauso fallen lassen, wie er jeden fallen lässt, sobald er keinen Nutzen mehr in ihm sieht? In WarGames wirst du die Antwort bekommen. Nicht von Roman Reigns... sondern von Kenny Omega selbst. Denn wenn die Türen des Käfigs geschlossen werden... wenn Blut fließt... wenn Entscheidungen getroffen werden müssen... dann wird jeder erkennen, wer für Kenny Omega wirklich zählt. Und Roman Reigns verspricht dir eines... Es wird nicht LA Knight sein... Und dann bleibt nur noch ein Mann übrig..."


Roman dreht sich langsam zur Hardcam. Seine Miene bleibt regungslos.

[Bild: images-q-tbn-ANd9-Gc-Rp3-N70v-Lb-T6ph-VU...e-s-10.jpg]

Roman Reigns
"Der World Heavyweight Champion... Kenny Omega."


Bei der Erwähnung des Champions branden gemischte Reaktionen auf. Roman wartet, bis der Lärm etwas abklingt.

Roman Reigns
"Roman Reigns wird dir eines lassen, Kenny... du bist außergewöhnlich. Niemand hält den wichtigsten Championship dieser Company durch Zufall in seinen Händen. Aber in den letzten Wochen hast du einen Fehler gemacht. Einen Fehler, den selbst die größten Champions irgendwann begehen. Du hast angefangen zu glauben... dass dieser Titel dich größer macht als den Mann, der vor dir steht. Vergangene Woche hast du deinen World Heavyweight Championship über deinen Kopf gehalten, während Roman Reigns und seine Familie am Boden lagen. Du wolltest damit eine Botschaft senden. Du wolltest allen zeigen, dass du an der Spitze dieser Company stehst. Roman Reigns hat diese Botschaft verstanden. Aber jetzt hörst du Roman Reigns ganz genau zu. Ein Championship macht keinen Tribal Chief. Ein Championship erschafft keine Dynastie. Ein Championship sorgt nicht dafür, dass Männer freiwillig ihr Blut füreinander vergießen. Das hier... ist Macht. Das hier... ist Loyalität. Das hier... ist Familie. Kenny Omega glaubt, er führt ein Team an. Roman Reigns führt eine Familie. Und genau darin liegt der Unterschied zwischen uns. In WarGames wirst du lernen, dass dein Team dich nicht beschützen kann. Der Stahlkäfig interessiert sich nicht für Talent. Er interessiert sich nicht für Sternebewertungen. Er interessiert sich nicht dafür, wie viele große Matches Kenny Omega bestritten hat. Er interessiert sich nur für eine einzige Frage... Wer bleibt stehen... wenn alles um ihn herum zusammenbricht? Und Kenny... wenn der Krieg vorbei ist... wenn WarGames Geschichte geschrieben hat... wirst du erkennen, dass du nie gegen irgendeinen Herausforderer gekämpft hast."


Roman Reigns senkr das Mikro um noch einmal Luft zu holen doch plötzlich...



...wird Roman von der Theme des amtierenden World Heavyweight Champions unterbrochen! Raleigh ist außer sich...im positiven Sinne! Nein, das sind keine gemischten Reaktionen mehr! Mit langsamen schritten schreitet der Canadian X auf die Stage, seinen Titel über die Schulter liegend. Die Auseinandersetzung mit dem Velveteen Dream und seinen Damen war ganz amüsant, trotz des weirden Endes, bei dem Bayley wieder für Ordnung sorgen könnte. Nun zählt wieder der Ernst des Lebens! Später kann er im Main Event dem Dream noch eine Lektion erteilen...jetzt liegt der Fokus wieder auf der Bloodline! Das Gear sitzt bereits wie angegossen und gibt uns einen Ausblick darauf, was Patrick Clarke erwarten wird. Lächelnd platziert Kenny sich auf der Stage und sieht über seine rechte Schulter...da erscheint auf einmal LA Knight! Wie immer voller Energie und Selbstvertrauen platziert sich der Megastar neben seinem aktuellen Team Partner. Die Sonnenbrille auf der Nase wird grob heruntergerissen. Knight starrt in Richtung ihrer gemeinsamen Feinde und ruft diesen ein lautes "YEAH!" entgegen. Derweil schielt Omega über seine linke Schulter, wo der dritte im Bunde spawnt...Solo Sikoa! Die kontroverse Figur in diesem Schachspiel! Solo trägt schwarze Lackschuhe, eine rote Hose, ein schwarzes Shirt und ein rotes Sakko. Er wirkt konzentriert und in sich gekehrt. Ruhig knetet er seine Hände ineinander und fixiert die Männer, die sein Fleisch und Blut sind. Gerade der Blick zu Jacob Fatu lässt so etwas wie Sorge im Gesicht des Blondierten aufblitzen. Als würde er wissen was es heißt den Samoan Werwolf als Gegner zu haben. Kenny nickt den Männern zu und gemeinsam schreiten sie zum Ring. Ob das eine Geste in Richtung der Bloodline ist,dass sie durchaus ein Team sind? Trotz der Tatsache, dass der Mittel zum Zweck sie zueinander geführt hat. Nach kurzer Zeit erreichen die Drei den Ring. LA Knight schreitet als Erster die Treppe nach oben. Die Hand locker um das oberste Seil gehüllt geht der ehemalige Eli Drake über das Apron und sieht die Bloodline ernst an. Dabei wirft er diesen ein paar Worte zu, die man als Zuschauer nicht verstehen kann. Hinter ihm erscheint Solo Sikoa, der auf Trash Talk verzichtet. Die Situation ist für ihn schon schwierig genug und es muss nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen, als es unbedingt notwendig wäre. Die Beiden betreten den Ring und bauen sich vor Roman Reigns und seinen Gefolgsleuten auf. Da, mit Verspätung, gesellt sich auch Kenny Omega zu ihnen. Der King of the Ring 2025 hat sich noch drei Mikros geben lassen, wovon er nun zwei an Sikoa und Knight abgibt. Für den Cleaner ist klar, dass er hier der Team Captain ist und sie unter seinem Namen kämpfen werden. Dennoch agieren Knight und Solo auf Augenhöhe. Etwas Anderes würden diese Individualisten nicht mehr sich machen lassen. So kann jeder von Anfang an sprechen und niemand braucht zunächst den Segen einer Person, die sich als höher gestellt betrachtet. Langsam verstummt die Theme des Cleaners. Schweigend betrachten die drei Männer sich und vereinbaren so, wer zuerst vortritt. Solo Sikoa!

Solo Sikoa: Roman...ich habe letzte Woche gesagt, was ich zu sagen hatte! Ich erwarte immer noch nicht, dass du meine Taten verstehst! Ich erwarte immer noch nicht, dass Jey und Jimmy es verstehen! Ich erwarte nur, dass zumindest meine Brüder, so bald War Games Geschichte ist und unsere Wunden anfangen zu heilen, sich einmal reflektieren, was Familie bedeutet und ob der Weg, für den sie sich entschieden haben, der richtige ist! Ich habe meine Entscheidung gefällt, stehe dazu und werde die Konsequenzen tragen! Bist du bereit, die Konsequenzen für deine Entscheidungen zu tragen? Zum Beispiel die dafür, dass du...ihn angerufen hast?

Dabei deutet der Blondierte auf Fatu, ohne diesen anzusehen. Langsam und fassungslos schüttelt Solo den Kopf. Dass Roman Jacon angerufen hat ist wohl ein großer Deal.

Solo Sikoa: Jacon Fatu? Wirklich? Wie verzweifelst bist du, dass du dich mit diesem Wahnsinnigen verbündest? Es hat seine Gründe, warum wir ihn in der Familie so lange gemieden haben. Ich weiß nicht, was du ihm versprochen hast, damit er sich dir anschließt. Aber wenn du nur für eine Sekunde glaubst, du könntest ihn dauerhaft kontrollieren...dann bist du ein Narr!

Die letzten Worte spuckt Solo seinem Cousin regelrecht entgegen. Ob es so schlimm ist, wie Sikoa sagt, können die Außenstehenden nur spekulieren. Doch Roman ist niemand, der leichtfertige Entscheidungen trifft. Andererseits...bei War Games muss alles passen! Wenn die Bloodline War Games nicht gewinnt, wird der OTC mehr verlieren als nur ein Match! Sikoa lächelt freudlos auf und tritt zurück. Für ihn zählen nun mehr die Taten als die Worte. Seine Brüder und Paul Heyman ignoriert er komplett. Nur Jacon sieht er für einen Moment an...und deutet an, dass er diesem im Blick behalten wird. So nimmt Solo seinen Platz neben seinem Team wieder ein und LA Knight tritt als Nächster hervor...

LA Knight: Lemme talk to ya!

Laute "Yeah!" Rufe aus dem Publikum unterstützen den Amerikaner. Dieser weiß das zu schätzen, auch wenn er es nach außen hin nie zeigt.

LA Knight: Mister Roman Reigns...the greeeaaat Tribal Ass...stellt mir eine Frage! Er will wissen, ob ich glaube, ich könnte Kenny Omega verändern? Well Bud'...nein, das glaube ich nicht! Das habe ich auch nicht vor! Warum sollte ich den Cleaner, die Best Bout Machine, den mehrfachen und amtierenden World Heavyweight Champion Kenny Omega verändern wollen? Dieser Mann kann mit seinem eigenartigen Humor nerven! Aber dieser Mann ist verrückt genug jeder Gefahr ins Gesicht zu lachen! Dieser Mann ist vor allem gut genug um jede Schlacht zu bestreiten! By God...ich könnte mir keinen besseren Partner vorstellen, um ein War Games Match zu bestreiten! Das Gleiche gilt für den Enforcer Solo Sikoa, der scheinbar der Einzige in eurer Familie ist, der Eier in der Hose hat! Yeah! Und nein, wir Drei sind keine Familie und keine besten Freunde! Wer weiß, ob wir das jemals sein werden! Muss auch nicht sein, da es eine Sache gibt, die uns eint und unser Bündnis stärker macht, als du es ihr vorstellen kannst! Wir wollen die Bloodline brechen und der Welt zeigen, dass hinter dieser ganzen "Yeet" und "Uce" und "Acknowledge me!" Fassade nichts weiter steckt als 1 Prozent böse...und 99 Prozent heiße Luft! Yeah!

Während Solo regungslos verharrt, grinst sich Kenny einen und klatscht anerkennend in die Hände. Solche Sprüche gefallen dem King of the Anywhere Match natürlich. Und er weiß es zu schätzen, dass LA ihn so hypt. Klar, vor der Bloodline muss ein gewisses Gesicht gewahrt werden. Doch wenn Knight so etwas über dich sagt, meint er das definitiv ernst! Der Megastar selbst geht noch einen weiteren Schritt auf RR zu und zeigt sich auch gegenüber Fatu furchtlos, der jederzeit eingreifen könnte, sollte Knight einen falschen Move machen.

LA Knight: Du sagst, ich würde lachen, als würde ich alles als ein Spiel sehen? Nah Nah! Das hier ist schon lange kein Spaß mehr für mich, Bud'! Das ist bitterer Ernst! Und weil ich das so sehe, ist das ein verdammtes Problem für euch. Weißt du, Roman...es hätte so einfach sein können! Hättest du damals im Wembley Stadion meine Glückwünsche vor deinem ersten Match gegen Kenny angenommen und wärst weitergegangen...hey, wir hätten nie Stress miteinander gehabt! Dann würde der Megastar LA Knight sich heute um andere Angelegenheiten kümmern und Kenny Omega müsste sich andere Partner suchen. Aber der kleine Gremlin an deiner Leine...der hat für die Eskalation gesorgt! Weil er für einen Moment größenwahnsinnig wurde, haben sich LA Knight, Kenny Omega und damit auch Solo Sikoa verbündet und werden die Mauer sein, an der die Farce zerbrechen wird, die du uns Woche für Woche weismachen möchtest! Ich werde nur einen Untergang mitbekommen, Roman Reigns. Deinen! Davon abgesehen...solltest du mir gegenüber etwas mehr Respekt zeigen? Immerhin bin ich dafür verantwortlich, dass du damals überhaupt eine weitere Chance auf den World Heavyweight Title erhalten hast! Aber nein...spar' dir darauf eine Antwort! Ich brauche deinen Respekt nicht, da der eh nichts bedeutet. Alles, was aus deinem Mund kommst, ist nichts wert! Du lügst deine Familie an, Paul Heyman, die Fans, uns...und vor allem dich selbst! Yeah!

Harte Worte, die der Megastar aber nicht bereut. Er sieht dem Head of the Table direkt in die Augen, bevor er zum "Gremlin" weiterzieht...aka Jey Uso! Man darf ja nicht vergessen, dass LA nur wegen dem Stress mit "Main Event" Jey Teil dieser ganzen Geschichte ist. Auffordernd hebt Knight das Kinn an und hebt seine Mundwinkel kurz an.

LA Knight: Jey...es geht schon lange nicht mehr darum, dass du mir in London einen Superkick verpasst hast. Oder ich dir das Match gekostet habe! Nein, das haben wir schon hinter uns gelassen! Es geht darum, dass du dich auf meine Kosten als den großen Star feiern möchtest, der du nicht bist! Du willst uns allen erzählen, dass du soooo viel besser bist als LA Knight, weil du mich bei Absolution X Damnation besiegt hast. Also das Match wo du auf die Hilfe deines Bruders zurückgreifen musstest, um eine Chance gegen den Megastar zu haben. Yeah! Das ist es eben, Jey! Deine 15 Minutes of Fame sind vorbei und jetzt musst du dich wieder an Andere hängen, um irgendwie im Rennen bleiben zu können. Und ja...es gab mal eine Zeit, in der ich wirklich dachte, du könntest etwas werden und auf eigenen Beinen stehen. Nun...du hast mir bewiesen, dass ich mich getäuscht habe. Juckt mich aber nicht mehr! Nach War Games sind auch wir fertig miteinander. Dann kannst du dir von Roman weiterhin einreden lassen, dass er dich fördern würde, während er deine eigentlich all deine Kraft und deine Individualität aussaugt! Ist mir dann scheißegal! Yeah!

Das sollen die letzten Worte sein, die LA seinem derzeitigen Hauptgegner mitgibt, bevor auch sie sich in sieben Tagen innerhalb des doppelten Käfigs treffen werden. Nach einem letzten Blickkontakt zieht sich auch LA wieder zu seinen Mannen zurück. Bleibt noch ein Mann...Kenny Omega! Der Cleaner nickt den anderen Beiden zu und tritt nach vorne. Dabei deutet er noch hinter sich.

Kenny Omega: Also...ich bin zufrieden mit meinem Team! Sehr zufrieden! Um es besser auszudrücken...ich könnte mir kein besseres Team vorstellen! Du musst dir auch keinerlei Sorgen machen, lieber Roman-Boy! Ich werde keinen fallen lassen! Anders als du schaffe ich es meinen eigenen Interessen zu folgen und zeitgleich den Menschen zu helfen, die mir wichtig sind. Gut...das kannst du nicht verstehen, dafür müsste es andere Leute geben, die dir etwas bedeuten! Aber ich...ich bin für sie da...meine Familie, mein Freunde, meine Geschäftspartner! Es spielt keine Rolle, ob Solo, Knight und ich miteinander in Pyjama-Partys abhängen oder ob wir uns außerhalb der Shows anschweigen. Wenn es darauf ankommt sind wir füreinander da, da wir uns für unser Vorhaben brauchen!

Fast synchron nicken Solo und Knight bei dieser Aussage und unterstreichen diese damit. Nachvollziehbar dass der OTC versucht Keile in das gegnerische Team zu rammen. Hat Team Omega ja auch nichts anders gemacht. Nur brauchen sich Kenny, Knight und Solo gegenseitig und daher wäre es dumm, wenn sie sich in den Rücken fallen, bevor War Games beendet ist.

Kenny Omega: Aber ich muss schon sagen...der gute, alte Onkel Kenny ist schon sehr gerührt, dass du mich für außergewöhnlich hälst! Hehe...wir werden doch auf unsere alten Tage nicht noch zu Buddies, oder? Da ich sehr gerne Komplimente annehme und diese auch gerne verteile, will ich etwas zurückgeben...du, Roman, bist ein kluger Mann! Du verstehst es, wie du dich in diesem Biz oben halten kannst und wie du es schaffst immer als Gefahr wahrgenommen zu werden, ganz egal wie oft du verlierst! Und ich verspreche dir, dass ich unsere Matches in guter Erinnerungen behalten werde...trotz aller Kontroversen, die du gerne als Ausrede missbrauchst! Aber jetzt kommen wir auch zu deinen Fehlern, Roman! Nach all der Zeit, all dem Reden und all dem Kämpfen...verstehst du Kenny Omega immer noch nicht! Ich bin keiner der Gegner, die dir bisher begegnet sind. Ja, ich glaube, dass ich größer bin als der Mann, der mir gegenüber steht. Nicht unbedingt weil ich den Titel halte...sondern weil ich es bin! Du machst hier Lärm...seit wann? Zwei Jahre vielleicht? Ich präge diese verdammte Liga seit über 9 Jahren! Und ja...jajajaja...ich habe verloren! Oft sogar! Ich wurde häufiger niedergeschlagen, als es mir lieb gewesen wäre! Trotzdem bin ich immer wieder aufgestanden! Trotzdem stehe ich wieder seit über einem halben Jahr an der Spitze dieser Liga und bin, zum vierten Mal, der c2c World...Heavyweight...Champion! Ich muss kein Tribal Chief sein...wie ich schon mal gesagt habe, bin ich der motherfatherin' God of Pro Wrestling und stehe daher IMMER über dir! Du Roman wirst mich nie erreichen können...egal wie sehr du dich streckst...egal wie oft Paul Heyman deine samoanischen Füße knutscht...egal wie viele Familienmitglieder dir folgen...egal wie viele Menschen im Publikum "OTC" rufen und ihre Finger in die Höhe strecken...mein Schatten ist zu groß, als dass du jemals wieder ins Sonnenlicht treten kannst! War Games wird daran nichts ändern! Vielleicht gewinnst du...vielleicht gewinnt die Bloodline! Aber den Krieg hast du schon verloren...so oder so!

Das ist leicht kryptisch angehaucht, wird vom Cleaner aber nicht mehr aufgelöst. Kann jeder selbst spekulieren, wie das gemeint sein könnte. Die Destiny Flower sieht auf den Belt, packt diesen und hebt ihn in die Höhe. Ganz so wie letzte Woche, als würde er dem OTC die gleiche Botschaft ein weiteres Mal um den Mund schmieren wollen.

Kenny Omega: War Games wird das Ende sein! Es ist unser letztes, gemeinsames Kapitel! Im Käfig, wenn alles erlaubt ist, werden wir uns zum letzten Mal gegenüberstehen! Dafür fehlt noch ein Detail! Etwas, worauf du eh spekulierst, nicht wahr? Ich weiß doch, wie der Hase läuft! Wenn wir so kämpfen und wir gewinnen, wird eine Woche später Heyman wieder im Ring stehen, irgendwelche Ausreden suchen und behaupten, dass du ein weiteres Match um den Titel verdienst! Und wenn ihr gewinnt, wird Heyman das gleiche fordern...nun, dann wäre es verdient! Aber nein...aber nein...aber nein! Moa hat daran kein Interesse! Darum setzen wir alles aufs Spiel...All In, Baby! Bei War Games...im doppelten Käfig...Bloodline vs Team Omega...wird der World Heavyweight Title auf dem Spiel stehen!

Ein lautes Raunen geht durch die Fanreihen! Auch Knight und Sikoa wirken überrascht. Bisher war nicht die Rede davon, dass der World Heavywieght Title auf dem Spiel steht. Doch die Best Bout Machine hat einen Entschluss gefasst und steht dazu! Auch wenn er dann Gefahr läuft den Belt zu verlieren, selbst wenn er im Match nicht gepinnt wird. Ein Risiko, welches der Kanadier bereit ist einzugehen, um die Story mit Roman Reigns endlich hinter sich zu lassen.

Kenny Omega: Darum geht es dir doch! Nicht um Familie oder Loyalität...sondern um das große Gold! Du braucht den Titel, um nicht ganz den Boden unter den Füßen zu verlieren! Deine LETZTE Chance! Und genau das ist auch meine einzige Bedingung, damit ich das Gold aufs Spiel setze! Wenn du verlierst...wenn die Bloodline verliert...dann war es das für dich! Dann gibst es kein weiteres Match für dich! Dann darfst du mich nicht mehr herausfordern, so lange ich Champ bleibe!

Damit lässt Kenny das Mikro senken und spielt den Ball wieder zum Tribal Chief! Alles oder Nichts! Roman Reigns lässt sich einen Moment Zeit. Ein amüsiertes Schmunzeln zeichnet sich auf seinem Gesicht ab, während er langsam durch den Ring geht. Er schüttelt mehrmals den Kopf, ehe er das Mikrofon erneut hebt.

Roman Reigns
"Zuerst einmal... Roman Reigns möchte drei Männern gratulieren... Herzlichen Glückwunsch... Kenny Omega. Herzlichen Glückwunsch... LA Knight und... herzlichen Glückwunsch... Solo Sikoa. Wirklich! Roman Reigns meint das vollkommen ernst. Wenn Roman Reigns nicht Wrestler geworden wäre und nicht der Tribal Chief wäre... dann würde Roman Reigns wahrscheinlich glauben... dass ihr drei gerade gemeinsam eine politische Partei gegründet habt. Denn genau so klangen eure großen Reden. Jeder von euch stand dort... geschniegelt... geschniegelt mit großen Worten... mit großen Versprechen... mit großen Visionen. Und weil wir gerade bei großen Reden sind... Solo Sikoa... Roman Reigns fängt mit dir an. Vergangene Woche hast du hier gestanden... heute stehst du wieder hier... und beide Male hast du gesprochen, als würdest du für ein politisches Amt kandidieren. Weißt du, woran Roman Reigns dabei denken musste? An diese Politiker, die sich vor eine Kamera stellen und sagen... Ich tue das alles nur für die Menschen. Ich tue das alles nur für die Zukunft. Ich tue das alles nur für das Wohl aller... und genau so klingst du mittlerweile. Ich tue das für die Familie. Ich opfere mich für die Familie. Eines Tages werden Jimmy und Jey verstehen und später werden unsere Wunden heilen. Immer... später! Immer... irgendwann! Immer... wenn alles vorbei ist! Solo... du redest inzwischen nur noch von einer Zukunft, die es überhaupt nicht gibt. Du erzählst allen, dass wir eines Tages zurückblicken werden und erkennen, dass DU recht hattest. Dass Jimmy dir danken wird und dass Jey dich verstehen wird. Dass Roman Reigns seine Fehler einsieht. Dass sich am Ende alle bei Solo Sikoa entschuldigen. Das ist keine Realität... das ist ein Wahlprogramm. Du stellst dich hier hin und hältst Versprechen, die du niemals garantieren kannst. Du malst Bilder in die Köpfe der Menschen, damit sie vergessen, was direkt vor ihren Augen passiert ist denn weißt du, was die Wahrheit ist? Die Wahrheit ist nicht das, was vielleicht irgendwann passiert. Die Wahrheit ist das, was bereits passiert IST. Und was ist passiert? Du hast Jimmy Uso niedergeschlagen... Du hast deine Brüder im Stich gelassen und hast dich neben Kenny Omega gestellt. Du hast zugesehen, wie Roman Reigns, Jimmy Uso und Jey Uso am Boden lagen und hast keinen einzigen Schritt auf deine Familie zugemacht. Das ist keine Zukunft. Das... ist Gegenwart und diese Gegenwart hast DU erschaffen."


Roman bleibt einen Moment stehen und sein Blick ruht regungslos auf Solo Sikoa.

Roman Reigns
"Dann erzählst du Roman Reigns etwas über Jacob Fatu. Du fragst, ob Roman Reigns verzweifelt ist und warum Roman Reigns Jacob angerufen hat sowie niemand könne Jacob kontrollieren. Solo du verstehst schon wieder überhaupt nichts. Roman Reigns hat Jacob Fatu nicht angerufen, weil Roman Reigns Angst hatte. Roman Reigns hat Jacob Fatu nicht angerufen, weil Tribal Chief verzweifelt war. Roman Reigns hat Jacob Fatu angerufen weil Roman Reigns wusste dass Familie kommt, wenn Familie sie braucht... so einfach ist das. Roman Reigns musste Jacob nichts versprechen... nichts verkaufen... keine Lügen erzählen. Roman Reigns musste nur sagen die Familie braucht dich und Jacob war da. Ohne Fragen... ohne Bedingungen... ohne Forderungen. Du weißt auch warum, Solo? Weil Jacob Fatu nicht zuerst fragt... was habe ich davon? Jacob fragt wo ist meine Familie? Du nennst ihn einen Wahnsinnigen doch Roman Reigns nennt ihn loyal. Er wäre unkontrollierbar doch Roman Reigns nennt ihn furchtlos. Du nennst ihn gefährlich... Roman Reigns nennt ihn Familie und genau das ist der Unterschied zwischen uns beiden. Du hast Jacob immer nur als Problem gesehen. Roman Reigns hat ihn als Blut gesehen deswegen steht Jacob heute hier... und du dort."


Roman dreht den Kopf langsam zur Seite. Sein Blick bleibt direkt auf LA Knight hängen. Das Schmunzeln verschwindet nicht ganz im Gegenteil. Es wird sogar etwas breiter.

[Bild: images-q-tbn-ANd9-Gc-Rt-BDT3m97-EWF2-A2t...H-s-10.jpg]

Roman Reigns
"Und dann... kommen wir zu dir, LA Knight. Roman Reigns hat dir gerade zugehört. Ganz aufmerksam und Roman Reigns muss sagen... du bist wirklich gut nicht als Wrestler... sondern als Komiker. Nein... wirklich. Roman Reigns meint das als Kompliment. Jede Company braucht jemanden, der die Leute zum Lachen bringt. Manche engagieren Stand-up-Comedians. Manche buchen Kabarettisten. Coast 2 Coast Wrestling... hat einfach LA Knight. Du kommst jede Woche hier raus... reißt dieselben Sprüche... Yeah Lemme talk to ya! Nah Nah! Und die Menschen lachen... klatschen... grölen mit... Du bist Unterhaltung. Aber weißt du, was der Unterschied zwischen einem Komiker und einem Tribal Chief ist? Wenn der Komiker die Bühne verlässt... gehen die Menschen nach Hause und vergessen den Witz. Wenn der Tribal Chief den Ring verlässt ändert sich die gesamte Company. Du behauptest, du wärst die Mauer, an der die Bloodline zerbrechen wird. Roman Reigns hört das und Roman Reigns stellt sich dabei nur eine einzige Frage. Wie oft hast du genau dieselbe Geschichte schon erzählt? Und jedes einzelne Mal endet deine Geschichte genauso wie die davor. Mit einer großen Rede mit einem lauten YEAH! und mit leeren Händen. Du hast eben gesagt, Kenny Omega wäre verrückt genug, jeder Gefahr ins Gesicht zu lachen. Das stimmt! Kenny ist außergewöhnlich. Aber weißt du, was außergewöhnliche Menschen niemals brauchen? Einen Sidekick! Batman hatte Robin... Sherlock Holmes hatte Watson und Kenny Omega hat LA Knight. Der Mann, der jede Pointe vorbereitet... damit der Champion am Ende den Applaus bekommt. Du redest davon, dass Kenny dich respektiert. Roman Reigns glaubt dir sogar bis zu dem Moment..."


Roman zeigt auf den World Heavyweight Championship.

Roman Reigns
" ...an dem Kenny entscheiden muss... zwischen seinem Championship und dir dann wirst selbst du merken... dass der Komiker immer zuerst von der Bühne geschickt wird. Und weißt du, was Roman Reigns am lustigsten findet? Du glaubst wirklich dass du in dieser Geschichte der Held bist. Nein! Du bist die Comic Relief. Der Mann zwischen den großen Namen... der laut schreit damit niemand merkt... dass am Ende sowieso nur über Roman Reigns... und Kenny Omega gesprochen wird. Also mach weiter, LA Knight. Erzähl deine Witze... Ruf dein 'YEAH!'... Bring die Menschen zum Lachen denn in WarGames endet die Comedy Show... und dann beginnt der Film und darin stirbt der Clown immer zuerst.""


Roman dreht sich nun langsam zu Kenny Omega. Das Schmunzeln bleibt bestehen. Der Tribal Chief betrachtet den World Heavyweight Champion einige Sekunden schweigend. Sein Blick wandert vom Championship auf Kennys Schulter hinauf in dessen Gesicht. Anschließend nickt Roman langsam.

Roman Reigns
"zu guter letzt kommen wir zum World Heavyweight Champion. Kenny Omega. Weißt du, Kenny... Roman Reigns hat dir gerade zugehört. Wirklich aufmerksam und Roman Reigns muss dir etwas lassen. Du kannst reden... Geschichten erzählen... Menschen unterhalten... jede Arena mit deinen Worten füllen. Roman Reigns hat irgendwann angefangen zu überlegen... woran ihn das eigentlich erinnert. Und dann hatte Roman Reigns die Antwort. Du bist kein Tribal Chief... kein General... Du bist nicht einmal der Anführer deiner Gummibärenbande, für den du dich hältst... du bist ein Late-Night-Talkmaster. Nein... hör Roman Reigns erst zu. Es passt perfekt... Jede Woche kommst du hier raus... mit deinem Championship über der Schulter... erzählst Geschichten... machst Witze... bringst ein paar lockere Sprüche... verteilst Komplimente... lachst über deine eigenen Pointen... und alle Menschen sollen applaudieren. Genau wie in einer Late-Night-Show. Heute hast du sogar deine beiden Gäste mitgebracht. Hier sitzt der lustige Sidekick... und dort der ernste Interviewgast mit seiner tragischen Familiengeschichte. Roman Reigns muss zugeben... das Format funktioniert. Alle reden ein bisschen... einer macht ein paar Witze ...der andere erzählt seine dramatische Geschichte... und am Ende hält der Moderator eine große Abschlussrede."


Roman schüttelt langsam den Kopf und blickt fragwürdig rein

Roman Reigns
"Das Problem ist nur... WarGames wird nicht live aus einem Fernsehstudio übertragen sondern in zwei Ringe. Dort gibt es keinen Schreibtisch ...keine Studiobeleuchtung... keinen Applaus auf Knopfdruck... und vor allem keinen Produzenten, der Cut! ruft, wenn die Situation außer Kontrolle gerät. Du hast eben gesagt, Roman Reigns würde dich nach all der Zeit noch immer nicht verstehen. Nein, Kenny... Roman Reigns versteht dich inzwischen besser als jeder andere. Du brauchst diesen Championship Belt genauso wie ein Talkmaster sein Mikrofon braucht. Solange du dieses Gold trägst hören dir die Menschen zu. Aber wenn Roman Reigns dir diesen Championship nimmt... dann endet deine Show. Keine Einschaltquoten... Keine Standing Ovations... Keine Gäste und keine Zugabe denn WarGames ist keine Late-Night-Show, Kenny... WarGames ist die letzte Schlacht und Roman Reigns wird dafür sorgen dass die Kenny-Omega-Show nach neun langen Jahren endgültig abgesetzt wird."


Roman Reigns senkt das Mikro und blickt vorallem Solo an
Während der OTC die nächste Ansprache hält und erneut versucht in die Köpfe seiner Gegner zu gelangen, sind die Reaktionen der drei Angesprochenen verschieden. Kenny bleibt entspannt und lächelt nur. Hier und da zieht er eine Schnute und nickt dem OTC zu, als würde er den ein oder anderen Angriff sogar gut finden. Aber dem Cleaner wurden in all den Jahren schon genug Dinge - schlimme Dinge - an den Kopf geworfen, als dass er hier zusammenbrechen würde. LA Knight ist da etwas unruhiger. Er runzelt die Stirn, tigert hinter seinen Teamkollegen hin und her und lacht ein paar Mal auf, bevor er in Roman's Richtung abwinkt. Und dann ist da Solo...scheinbar die Ruhe in Person! Der Blondierte lässt die Arme in der Luft hängen und sieht seinen Cousin nur an. Erst als RR sein Mikro senkt, kommt wieder Leben in Sikoa's Körper. Seufzend geht er einen Schritt nach vorne und deutet mit der freien, flachen Hand auf den Tribal Chief. Dabei blickt er zunächst zu Omega und Knight und dann in die gesamte Halle.

Solo Sikoa: Ladies and Gentleman...Roman Reigns! Der Mann, der mein Anliegen und meine Ziele als Wahlprogramm bezeichnet! Der Mann, der mich einen Politiker nennt! Der Mann, der den Fehler nie bei sich selbst sucht und die Schuld immer auf andere abwälzt. Mal ist es Solo Sikoa...mal Jey Uso...mal John Cena...mal Bayley...mal Bryan Keith...mal die Matchstipulation! Und so weiter...und so fort! Und wenn du Niemanden die Schuld für dein eigenes Versagen geben kannst...tja, dann wird eine Geschichte gesponnen, die deine Niederlage wie einen Sieg aussehen lassen soll, da ja eh ein großer und toller Plan des mächtigen Tribal Chiefs dahinter steckt! Und wenn du gar nicht mehr weiter weißt und dich in die Enge getrieben fühlst, setzt du dein schmieriges Millionen Dollar Lächeln auf und gehst unter die Gürtellinie! Dann ziehst du Solo Sikoa in den Schmutz! Dann willst du LA Knight der Lächerlichkeit preisgeben! Dann willst du den amtierenden World Heavyweight Champion kleinreden! Du siehst erwartungsvoll zu deiner Familie, zu Paul...zu den Fans und erwartest anerkennende Blicke und Applaus! Dabei verachtest du jeden von ihnen! Du verachtest Heyman...du verachtest meine Brüder...du verachtest Jacob...du verachtest jeden einzelnen Fan, der Roman Reigns und Bloodline Merch kauft und dich lautstark unterstützt! Du hasst sie alle, weil sie, für dich, unter deiner Würde sind und du sie NIE als gleichberechtigte Partner an deiner Seite akzeptieren würdest! Also nein, Roman Reigns....Solo Sikoa ist kein Politiker! Du bist einer!

Solo wollte eigentlich nicht noch mehr Worte verlieren...aber er konnte nicht anders. Zu sehr hat es ihn gereizt auf die letzten Worte seines Cousins zu reagieren. Ganz leicht kneift Sikoa die Augen zusammen...und deutet mit seinem Kopf in Jacob's Richtung!

Solo Sikoa: Jacob ist nicht loyal zu deinem Titel des Tribal Chiefs, Roman! Er ist vielleicht dankbar, weil du ihm einen Weg zurück in die Familie zeigst! Aber er ist kein Befehlsempfänger...kein Soldat! Früher oder später wird er merken, dass du ihn nur ausgenutzt hat...und dann wehe dir, Roman Reigns! Dann wirst du dir wünschen, dass Solo Sikoa, LA Knight und Kenny Omega noch dein größtes Problem wären!

Ja, Solo scheint zu wissen, was es mit Jacob auf sich hat. Oder besser gesagt...er meint zu wissen, wie man Fatu einschätzen muss. Andererseits sollte man nie unterschätzen wie Roman Reigns Leute für sich vereinnahmen kann. Man wird sehen, wer es besser wusste...der OTC oder der Enforcer! Solo wirft sein Mikro zu Boden und verzieht das Gesicht. Jetzt ist er definitiv fertig mit Reden! Wären seine Teamkollegen nicht anwesend, würde Sikoa den Ring verlassen und sich ganz auf nächste Woche vorbereiten. So bleibt er noch hier...und LA Knight ergreift als Nächster das Wort!

LA Knight: Ohje...oh weh! Ich wurde durchschaut! Der LA Knight Code wurde gebrochen! "Lemme talk to ya!", "Nah Nah!" und "Yeah!"!

Der Megastar hält sich schmachtend einen Handrücken an die Stirn und sinkt auf die Knie. Kenny, mit leeeeiiicht übertrieben sorgenvoller Miene, tätschelt ihm aufmunternd die Schulter. So eine Reaktion würde man sonst eigentlich eher dem Cleaner zuschreiben. Ob es abfärbt, wenn man zu lange mit dem Master of the Dark Hadou verpartnert ist? Gut, Knight mag den Trashtalk und macht sich daher auch gerne über den verbalen Spitzen des Tribal Chiefs lustig. Paar Sekunden später ist er wieder auf den Beinen und wirkt wie der Alte. So wie man ihn eben kennt!

LA Knight: Mister "Acknowledge me" will mir also etwas über "dieselben Sprüche" erzählen, huh? Hm, wie ist das, so jede Woche? ACKNOWLEDGE ME! Acknowledge Me this...acknowledge me that! Acknowledge my Tribal Ass! Oder wie wäre es mit "YEET!"... "Just me, UCE!". Oder, oder... "Laaaaadies and Gentlemen...my naaaame is Paaaaauuuulll Heeeeyman...und ich bin hier, weil Roooooman Rrreeeeiiigns so dominant und kontrollierend ist und er ist der Tribal Chief, den ich über alles liebe und...blablabla". Bäh! Ich könnte das ewig weiterführen! Aber Fakt ist...der Bloodline und vor allem Roman Reigns sind ein Potpourri von einer handvoll der gleichen Sprüchen und Phrasen, die sie beliebig miteinander kombinieren! Große Reden könnt ihr viel besser schwingen! Also große Reden, die keinerlei Inhalt haben und euren Ruf größer erscheinen lassen als eure eigentlichen Taten!

Ein wenig fühlt sich Knight's Ego schon getriggert! Er lässt sich kurz gehen und ahmt dabei auch die einzelnen Bloodline Mitglieder nach...oder zumindest so er glaubt, dass diese klingen. Kurz hält er inne, zeigt mit einer zackigen Handbewegung auf RR...und lächelt grimmig.

LA Knight: Hm, am Ende reden alle sowieso nur über Roman Reigns und Kenny Omega? Ja...das stimmt vermutlich! Damit bin ich fein, ich weiß, dass das hauptsächlich als euer Krieg wahrgenommen wird. Aber...tja, schade Jey! Selbst Roman glaubt, dass du eigentlich zu unwichtig für dieses Match bist!

Knight hält den Zeige- und Mittelfinger der freien Hand an seine Schläfe und zieht diese zackig nach unten, als würde er einen Gruß in Richtung von Jey Uso schicken. Die kleine Spitze hat er sich nicht verkneifen können, auch wenn Roman das so sicher nicht sagen wollte.

LA Knight: Und ja, ich rede gerne und unterhalte die Menschen! Walk the walk and talk the talk! Ich rede, wie mir der Schnabel gewachsen ist und bin ehrlich...das wissen und schätzen die Leute! Darum habe ich kein Problem damit, dass es mich anpisst, in welche Ecke du mich drängen willst. ABER...und auch DAS wissen die Leute...wenn dieser "Komiker" seine erste Bühne verlässt und die nächste betritt, ist die sprichwörtliche Kacke am dampfen! Yeah! Wie nächste Woche bei War Games! Wenn ich gemeinsam mit Kenny Omega und gemeinsam mit Solo Sikoa in den doppelten Käfig steige, werden wir unser A-Game präsentieren! Dann gibt es keine Sprüche mehr, kein ewiges Gelaber, keine Späße...dann zählt es! Dann werde ich persönlich dafür sorgen, dass DU, Roman Reigns, aus erster Hand erfährst, wie ernst du LA Knight die ganze Zeit hättest nehmen sollen! Ich bin der Megastar, weil ich all das in mir vereine, wovon ihr nur träumen könnt! Wenn War Games vorbei ist und die geschlagen am Boden liegst, wird sich vor allem ein Name in den Gedächtnis eingebrannt haben, der dich bis in deine Albträume verfolgen wird. Und dieser Name lautet...L...A...Knight! Yeeeeeaaaaah!

Extra für Roman gibt es ein langgezogenes und betontes "Yeah", was er mit großen Augen garniert! LA wird sich jetzt sicher nicht zurückhalten, nur weil der OTC seine eigenen Witze reißt. Mit einer geschmeidigen Handbewegung deutet der ehemalige Eli Drake einen Scheibenwischer in Roman's Richtung an. Eine Andeutung an ein weiteres Opfer der Bloodline, John Cena? Nein, dafür ist die Handbewegung zu schnell ausgeführt wurden und wird eben als die klassische, beleidigende Geste gemeint gewesen sein. Knight schüttelt grinsend den Kopf und geht ein paar Schritte zurück. Etwas lapidar deutet er dem Cleaner an, dass er sich um den Rest kümmern soll. Amüsiert fährt sich Kenny über das bärtige Kinn und setzt dann sein Mic an.

Kenny Omega: Hhhmmm...interessant! Ich stehe hier mit euch im Ring...und jemand Anderes wird als lustiger Sidekick und Clown bezeichnet? Das ist neu! Wow, nach all den Jahren muss ich um meinen Ruf fürchten?

Tatsächlich ist das für die Best Bout Machine durchaus etwas ungewöhnlich, dass man ihn nicht als Clown abstempeln will. Wobei Roman ja auch seine Vergleiche für den Kanadier übrig hatte. "Tadelnd" sieht Kenny Knight an, der nur beiläufig mit den Schultern zuckt.

LA Knight: GERN GESCHEHEN!

...ruft der Dunkelhaarige ihm ohne Mikro entgegen, woraufhin Omega mit beiden Zeigefingern auf ihn deutet und auflacht. Wie es sich eben für einen Talkmaster und seinen Sidekick gehört, nicht wahr? LA ahmt die Bewegung nach, schüttelt dann aber gleich über sich selbst den Kopf, dass er den Mist noch mitmacht. Aber gut, wenn es dafür gut ist sich über Roman's Aussagen lustig zu machen?

Kenny Omega: Ja...gut...ich sollte jetzt wohl beleidigt sein, oder? Mich verletzt fühlen...in meiner Ehre gekränkt! Wie Solo schon angemerkt hat, willst du uns der Lächerlichkeit preisgeben! Aber...mit einem Late-Night-Talkmaster verglichen zu werden ist keine Beleidigung. Nööööö...ich sehe das eher...als...Auszeichnung! Das sind immerhin angesehen Leute, vor allem wenn sie richtig gut in ihrem Job sind! Weißt du...ein guter Talkmaster ist der Mittelpunkt seiner Show! Er weiß die Leute zu begeistern, kann sie mitreißen, sie zum Lachen bringen...aber er bringt auch die richtigen Töne in den richtigen Momenten! Ein guter Talkmaster kann Fernsehgeschichte schreiben! Ein Satz von ihm kann Skandale aufdecken und Karrieren beenden! Und so ein Talkmaster IST Kenny Omega! Wenn die Leute nach Hause gehen, lachen sie über meine Witze, denken darüber nach was ich gesagt habe...und wissen, dass die Best Bout Machine die Show gestohlen hat...MAL WIEDER! Wohin dagegen der Labersack, der ungefragt ständig erscheint und einem etwas von seinem Gottkomplex erzählen will, am Anfang noch ganz amüsant ist. Vielleicht ist es einfach nur witzig ihm eine Weile zuzuhören. Aber irgendwann nutzt es sich ab...weil es so inhaltlos ist und er nichts davon halten kann, was er vollmundig verspricht! So wird er in die Vergessenheit geraten, während der Talkmaster seinen nächsten, fetten Vertrag bekommt!

Auf wen der Cleaner hier anspricht sollte klar sein. Omega tänzelt ein paar Schritte hin und her und lässt das Mikro locker in der Hand umherkreisen.

Kenny Omega: War Games ist rau und echt! Bei War Games gibt es keinen Cut, keine Aufzeichnung, keine Möglichkeit etwas zurück zu spulen! Genau das solltest vor allem du dir klar machen! Alle Karten kommen auf den Tisch! Du wirst keine Möglichkeit mehr haben dich rausreden zu können. Kein John Cena und dessen Fehlentscheidung, hinter der du dich verstecken kannst! Keine Bayley, die dir den Titel wieder abnehmen musste! Kein Bryan Keith und sein Koffer, die du fleißig als Ausrede dafür benutzt, dass du das Three Stages of Hell Match nicht gewinnen konntest! Die Menschen sehen nur dich und dein Versagen! Roman Reigns wird Kenny Omega NICHTS nehmen! Roman Reigns wird alles verlieren, was ihm lieb und teuer ist! Dann gibt es nur noch eine Person, der du die Schuld geben kannst...und das bist du selbst!

Omega lächelt und hebt seine Schultern an. LA Knight grinst und streckt beide Daumen in die Höhe. Solo lässt sich nichts anmerken und hat nur seine Arme verschränkt.

Kenny Omega: Ich wiederhole mich nur noch einmal! War Games ist deine letzte Chance, doch noch World Heavyweight Champion zu werden! Wenn du verlierst, dann war es das! Aber...um noch etwas Würze hinzuzufügen...wenn ich verliere, werde ich auf ein Rematch verzichten! Dann werde ich mich aus dem Title Picture raushalten und nicht mehr um den World Title antreten, so lange du diesen hälst!

Auch das sorgt für Aufregung und Unruhe bei den Fans! Aber Kenny will es wirklich...Alles oder Nichts! In einer Woche soll es zwischen ihnen enden...selbst bei einer Niederlage von Team Omega!

Der Tribal Chief bewegt seinen Unterkiefer und spielt mit seinem Bart. Er überlegt kurz und Paul Heyman tritt Roman Reigns näher und flüstert ihm etwas ins Ohr. Darauf tritt Wiseman wieder zurück und Reigns hebt das Mikro. Roman macht einen langsamen Schritt nach vorne. Sein Blick ruht fest auf dem World Heavyweight Championship, den Kenny noch immer über seiner Schulter trägt. Ein leichtes Schmunzeln liegt auf den Lippen des Tribal Chiefs.

Roman Reigns
"Roman Reigns hat wieder ganz genau zugehört. Jede Silbe... Satz und am Ende... hast du Roman Reigns wiederholt ein Angebot gemacht. Ein großes Angebot du willst den World Heavyweight Championship in WarGames aufs Spiel setzen... Alles oder nichts und gleichzeitig verlangst du von Roman Reigns... dass Roman Reigns dich nie wieder herausfordern darf... solange du Champion bist, falls die Bloodline verliert. Die Fans hören so etwas... und denken sofort... Wow... Kenny Omega geht ein riesiges Risiko ein. Paul Heyman hört so etwas... und denkt wahrscheinlich an Verträge, Klauseln und Paragraphen. Aber Roman Reigns hört etwas völlig anderes. Roman Reigns hört Angst. Ja... Angst. Denn weißt du, was Menschen tun, wenn sie keine Angst haben? Sie kämpfen einfach. Sie brauchen keine Bedingungen... Sicherheitsnetze... Absicherungen. Sie stellen sich ihrem Gegner... schlagen ihn... Aber du? Du gewinnst nicht einfach nur das Match. Nein... Du willst gleichzeitig dafür sorgen, dass Roman Reigns verschwindet. Dass Roman Reigns nie wieder vor dir steht. Dass Roman Reigns nie wieder nach deinem Championship greifen darf. Und genau da hast du dich verraten, Kenny."


Er macht eine kurze Pause.

Roman Reigns
"Denn wenn Roman Reigns wirklich nur irgendein weiterer Herausforderer wäre... warum brauchst du diese Bedingung überhaupt? Du behauptest seit Wochen... Roman Reigns könne dich niemals erreichen... du wärst größer. Roman Reigns hätte den Krieg bereits verloren dann erklär Roman Reigns doch eines... du versuchst du dann mit aller Macht dafür zu sorgen... dass Roman Reigns nie wieder vor dir steht... Weil du ganz genau weißt, was passiert, Kenny. Tief in deinem Inneren weißt du es solange Roman Reigns existiert... solange Roman Reigns atmet... solange Roman Reigns in dieser Company ist... wird dein World Heavyweight Championship niemals sicher sein. Du hältst dieses Gold fest... als wäre es dein größter Schatz. Aber jedes Mal, wenn du Roman Reigns ansiehst... erinnerst du dich daran, dass Roman Reigns der einzige Mann ist, der dir diesen Schatz jederzeit wieder entreißen kann. Deshalb willst du Roman Reigns nicht nur besiegen... du willst ihn aus deinem Leben streichen... jede Möglichkeit beseitigen, ihm noch einmal gegenüberstehen zu müssen. Das macht kein selbstbewusster Champion. Das macht ein Champion... der nachts wach liegt... weil er genau weiß, wer irgendwann wieder an seine Tür klopfen wird."


Roman lächelt nun selbstgefällig.

Roman Reigns
"Und trotzdem..."


Er blickt Kenny direkt in die Augen.

Roman Reigns
"...nimmt Roman Reigns dein Angebot an. Aber nicht weil Roman Reigns etwas beweisen muss sondern weil Roman Reigns niemals vor einer Herausforderung zurückweicht. Du willst Alles oder Nichts? Dann bekommst du Alles oder Nichts. Der World Heavyweight Championship steht auf dem Spiel... und wenn Roman Reigns verliert... wird Roman Reigns sein Wort halten. Keine weiteren Herausforderungen... solange Kenny Omega Champion bleibt."


Roman hebt langsam den Finger in Richtung Kenny.

Roman Reigns
"Aber hör jetzt ganz genau zu.. wenn die Bloodline gewinnt... dann verliert Kenny Omega nicht einfach nur einen Championship. Dann verliert Kenny Omega das Einzige, was ihn glauben lässt, er stünde über Roman Reigns. Dann endet nicht nur deine Regentschaft... größte Illusion und genau deshalb, Kenny... war das heute der größte Fehler deiner gesamten Titelregentschaft. Du dachtest... du hättest Roman Reigns eine Falle gestellt... in Wahrheit hast du gerade selbst die Tür geöffnet... damit der Tribal Chief dein World Heavyweight Championship mit nach Hause nimmt."


Roman Reigns lässt das Mikro fallen und die Entrance Theme vom Tribal Chief ertönt. Die Bloodline und das Team Omega liefern sich einen langen Staredown bis die Bloodline den Ring verlässt und die Stage hinauf geht.

[Bild: 5.jpg]

BOOM!

Mit einem lauten Knall schaltet sich der Titantron in der Halle ein und wir können hautnah das Gesicht des heutigen Main-Event-Stars, des Lord Velveteen Dream Experience, sehen. Gekleidet in einem glitzernden, maßgeschneiderten Seiden-Trainingsanzug, mit Strasssteinen verziert, steht er hier in einer Umkleidekabine backstage und begrüßt durch die Kamera die Fans. Vorhin konnten wir ihn bereits sehen, wie er meinte, dass er eine neue Taktik benötige, um heute Abend das Main-Event-Match zu gewinnen. Bekommen wir diese hier nun zu sehen? Elegant blickt er direkt in die Kamera und abermals dürfen wir seiner inneren Stimme horchen, die uns hier wie ein Erzähler direkt auf die abenteuerliche Reise schickt.

„Ich bin zwar unbesiegbar im Ring, aber manchmal muss man doch auf Nummer sicher gehen. Und damit ich diesen fetten Heuschrecken-Kenny Omega heute zerquetschen kann, habe ich mir eine Hilfe gesucht, die besser nicht sein könnte.“

Bekommen wir zu hören, als die Kamera plötzlich herauszoomt und uns zeigt, dass dieser Locker Room hier gar nicht Dream gehört. Oh nein, so wie dieser aussieht, gehört er ganz sicher nicht Dream. Nur wenige Sekunden später kommt plötzlich eine Person aus dem hinteren Teil des Lockers hineingelaufen und beantwortet die Vermutung, wem diese Umkleidekabine eigentlich gehört.
Es ist niemand geringeres als die aktuelle Women's World Championesse Liv Morgan. Oder eher gesagt, ist es Kali...was deutlich an dem leicht rötlichen Haaren erkennbar ist. Hieße wiederum, dass sich der Dream ein Problem angemacht hat. In schwarzer Hot-Pants aus Leder und passenden Bauch- und Ärmellosen Top, steht die Jerseyanerin etwas geschockt im Raum. Was hat der Typ hier zu suchen? Damit dieser aber genau weiß, wessen Locker es ist, richtet sie den Title auf der Schulter. Ihre Augen glitzern vor Zorn. Und doch will sie sich zunächst zurückhalten. Immerhin filmt er das Ganze hier.

Kali:
Kann ich dir behilflich sein?

Fragt sie und legt den Kopf schief. Abwertend mustert sie den Eindringling und wartet auf eine Reaktion seinerseits. Nicht verlegen über den ein oder anderen Spruch, fügt sie noch einen dazu.

Kali:
Vielleicht mit einem Arschtritt?

Doch anstatt Furcht vor der verrückten Kali zu zeigen, strahlen die Augen des Dream nur so, als seien sie von tausenden Sternen durchtränkt, als er die Rothaarige sieht. Er dreht sich zu ihr um und verbeugt sich sogar vor der Championesse. Dabei geht er sogar so tief, dass sein Kopf beinahe den Boden berührt.

Velveteen Dream: „Oh, einen wundervollen guten Abend, Meisterin. Bitte entschuldigen Sie die Störung. Die Sache ist nur die, dass ich heute Abend gegen den World Champion dieser Liga in einem Wrestling-Match antreten muss und… nun ja, du bist die andere World Championesse dieser Liga. Daher wollte ich… nun ja… Es wäre mir eine Ehre, wenn du uns die geheimen Wege lehren würdest, die es benötigt, einen World Champion zu besiegen!“

Wow! Der Dream richtet sich selbst tiefer als eine andere Person? Er bittet um… Hilfe? Weil er denkt, dass er es alleine nicht hinbekommt? Dass man das einmal erleben kann. Dass der Dream einmal freiwillig sein eigenes Ego ablegt, um sich von jemand anderem helfen zu lassen! So devot und respektvoll!
Die geheimen Wege, um World Champion zu werden? Wenn es nicht so furchtbar traurig klingen würde, hätte Kali nun herzlich gelacht. Dich so bleibt ruhig, geht ein paar Schritte um den Eindringling herum und mustert ihn von unten nach oben sehr genau. Von Furcht und Respekt ist hier keine Rede. Darauf hofft man bei der Rothaarige vergebens.

Kali:
Wie wäre es, wenn du nicht so...lächerlich rüber kommen würdest? Du wirkst...wie ein Opfer!

Ein Opfer? Von Opfern hat sie heute schonmal gesprochen. Und zwar, als sie vorhin mit Fallon Henley sprach. Doch das ist eine ganz andere Geschichte. Hiermit hatte Kali absolut nichts zu tun und will es auch gar nicht. Sie hat andere Ziele. Ihren Title zu verteidigen.

Kali:
Kenny Omega ist ein Typ, der nicht Ernst bleiben kann. Vielleicht solltest du ihn mit seinen eigenen Waffen schlagen. So wie ich bei Tiffany.

Warum sie diese Aussage überhaupt gegeben hat, weiß sie nichtmal. Es war ihr maximal egal wie Velveteen Dream den World Champ schlägt und ob überhaupt. Deshalb nimmt sie wieder ihre alte Position ein und erwartet, dass der nicht willkommene Gast wieder geht.
Doch wer den Velveteen Dream kennt, der weiß, dass dieser garantiert niemals einen Rückzieher macht und den Leuten so lange auf die Nerven geht, bis diese tun, was er verlangt. Etwas verwundert blickt er wieder raus und schaut Kali direkt an. Angst zeigt er dabei keine, sondern nur ein fragendes Gesicht.

Velveteen Dream: „Seine eigenen Waffen? Meinst du, ich soll genau so ein lächerlicher Loser werden? Pha, so weit kommt's noch!“

Sein Blick wird dann wie auf Anhieb völlig arrogant, als er sich wieder aufrecht nach oben beugt und einen Schritt auf Kali zukommt. Sicher wird er wissen, dass dieses niedlich aussehende Mädchen es faustdick hinter den Ohren hat. Sonst wäre sie wohl kaum Champion. Aber sieht er sich selbst dennoch als etwas Besseres an als sie und auch als etwas Besseres als Kenny Omega. Er mustert sie einmal ganz genau, ehe er ihr ein Angebot macht, das sie wohl kaum ausschlagen kann.

Velveteen Dream: „Hör zu, Süße. Ich bin die Lord Velveteen Dream Experience! Ich weiß, dass du von meiner Aura eingeschüchtert bist, aber ich bin hergekommen, damit du meiner Perfektion noch mehr Glanz…“

Doch noch bevor der Dream seinen Satz beenden kann, passiert bedauerlicherweise etwas, womit der heutige Main-Event-Star nicht gerechnet hätte.
Kali tritt einen schnellen Schritt vor und nimmt den Dream in den Würgegriff. Genauer gesagt in den Guillotine Choke. Tja, mit Kali kann man eben diese Spielchen nicht machen. Die Befindlichkeiten des umgeladenen Gastes sind ihr auch total egal.

Kali:
Ich bin von niemanden eingeschüchtert! Weder dir, noch Omega, noch sonst wer.

Sagt sie bevor sie den Griff etwas fester durchführt. Ihr Gesicht zeigt Zorn. Und Zorn beeinflusst die kleine Frau unheimlich.

Kali:
Hör zu, Arschgesicht! Wenn du das süß findest, dann solltest du mal zum Arzt gehen. Und vielleicht hat sich dein Match auch gleich wieder erledigt...weil du nicht antreten kannst.

Und so unglaublich es auch klingen mag, aber Kali könnte damit recht haben. Dem kleinen, schmächtigen, mehr als 20 Zentimeter kleineren und 110 Pfund leichteren Mädchen gelingt es hier, den Velveteen Dream tatsächlich zu überrumpeln und erfolgreich in einem Guillotine Choke gefangen zu nehmen. Der Dream versucht zwar mit aller Kraft, die er hat, sich aus dem Haltegriff zu befreien, aber sieht es nicht so aus, als würde es ihm gelingen. Und irgendwann kann man ihn nur noch jammern hören.

Velveteen Dream: „AAAHHH! OOORRGGHH!!! Oh mein Gott! Ich bekomme keine Luft mehr! Aaarrrgggghhh... Hilfe!!! Hiiilllfffeeeee!!!“

Ist das wirklich der Mann, der heute Kenny Omega, unserem World Heavyweight Champion, gegenüberstehen soll? Er jammert um Hilfe, während er von einer Frau dominiert wird? Immerhin schafft es der Dream nach einer gewissen Weile, sich doch aus dem Haltegriff zu befreien und mit wilden Bewegungen Abstand von Kali zu gewinnen. Wütend schaut er auf sein Outfit herab, welches einige Knicke erlitten hat und nicht mehr so gut sitzt wie zuvor. Und das scheint den Dream glatt noch wütender zu machen als zuvor bereits.

Velveteen Dream: „Ggrr, na warte. Ich habe dieses Outfit gerade erst frisch gekauft. Das besteht aus feinster Seide, du unwürdiges kleines Mädchen, du! Aiaaaaah!“

Wütend schnappt sich der Dream eine Flasche, in der sich eine Art flüssiges Öl befindet, mit welchem er seinen gesamten Körper bespritzt, sodass der Anzug, den er trägt, damit durchweicht wird und er glänzt, als sei er frisch poliert. Warum er das Ganze getan hat, kann man nicht einmal erahnen. Vielleicht nimmt er sich den türkischen Ölringer Hakan zum Vorbild. So eingeölt jedoch rennt der Dream dann wild auf Kali zu, um diese anzugreifen...
Einen kurzen Moment Gerät die Championesse in Panik. Was soll sie tun? Ein Mann seines Gewichts, kann sie auch nicht mal eben so aufhalten. Also machte sie reflexmäßig einen Schritt zur Seite und greift seinen Arm. Indem Kali ihr Gewicht verlagert, kann sie Velveteen in eine andere Richtig laufen lassen. Glücklicherweise in die Richtung der Türe.

Kali:
Und...tschüss!!! Du Affe!

Affe? Was besseres ist der Rothaarigen nun nicht eingefallen. Aber die Botschaft sollte klar sein. Er ist in ihrem Locker ganz und gar nicht willkommen und sollte nun draußen bleiben, wenn er sich Kali nicht zur Feindin haben möchte.

Kali:
Viel Spaß beim Verlieren! Du glaubst doch nicht, dass du so gegen Omega gewinnst?!

Ein kleines Gelächter ist zu hören, bevor die Türe in die Angeln fliegt.
Und der Dream? Nun ja, wir konnten ein lautes Krachen hören und als die Kamera sich umdreht, können wir den Vainglorious One in einem Haufen Requisiten, Metallstangen und sogar ein paar Putzutensilien auf dem Boden liegen sehen, gegen die er wohl direkt gekracht ist, als ihn die kleine Kali aus ihrem Locker sprichwörtlich herausgeworfen hat. Vor Schmerzen hält er sich die Beine und starrt in diesem Chaos, in welchem er flach auf dem Boden liegt, an die Decke. Und jammert.

Velveteen Dream: „Auaaa... ru... ruft einen Ahahaaaarzt... Ich glaube, meine Extensions sind gerissen...“

Bitte was? Nun gut, solange es nur die Extensions sind, wird es den Dream wahrscheinlich nicht davon abhalten, heute im Main Event gegen Kenny Omega anzutreten. Ob dieses Match genauso enden wird, wie es Kali hier vorausgesagt hat, ist noch fraglich, aber das werden wir sehen. Völlig regungslos bleibt er in den Trümmern liegen und schaut etwas verzweifelt durch seine Sonnenbrille. Damit ist nun schon der zweite Plan, den er hatte, um Kenny heute zu besiegen, fehlgeschlagen. Zuerst hat das Photoshooting nicht funktioniert und jetzt auch das Training des anderen World Champions. Aber gut, die hätte ihm wohl ohnehin nichts Neues beibringen können. Schließlich ist er die Lord Velveteen Dream Experience. Gegen so einen Kenny Omega kommt er doch mit Leichtigkeit an.

Velveteen Dream: „Pha, dann müssen wir halt in die nächste Phase des Plans übergehen. Kenny clean in einem Wrestling-Match besiegen. Das sollte ja kein Problem sein.“

Sagte er nun und steht so langsam wieder aus den Trümmern auf. Ob es wirklich so leicht wird, mag man zu bezweifeln, sonst hätte ein Megastar wie Roman Reigns auch nicht so viele Probleme mit dem World Heavyweight Champion. Aber versuch das mal einem Velveteen Dream weiszumachen. Man hört noch, wie der Dream einen lauten Schrei voller Wut aus sich herauslässt und dann wie eine Zicke abtritt, bevor das Bild der Kamera schwarz wird und wir weiter machen mit der Show. Die Spannung auf das Main Event heute Abend ist jedoch damit wohl nun nochmals eine Stufe gestiegen.

[Bild: 2.jpg]

CO - MAIN EVENT
SINGLES MATCH
Tiffany Stratton vs. Penelope Ford

[Bild: fordtiffy.png]
Writer: ???



Schneller Rhytmus, der zu der Frau passen sollen, die jetzt ihren Auftritt hat. Mit Sonnenbrille auf der Nase und den Händen an der Lederjacke tritt sie aus dem Backstage. Bleibt kurz stehen und blickt lassiv in die Kamera. Ihre Zunge streicht sanft über ihre Oberlippe, bevor sie schließlich den Blick abwendet und selbstbewusst zum Ring stolziert. Sie schaut weder ins Publikum noch in die Kamera, während Matthew seiner Arbeit nach geht, betritt sie endlich den Ring.

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the ring.. from Philadelphia, Pennsylvania... SUUUUPERBAD GIIIIRL - PENELOPEE FOOOOOOORD!"

In der Ringmitte vollführt die junge Frau, eine Drehung, nimmt die Sonnenbrille von der Nase und hüpft in die Höhe. Nur um im Spagat auf dem Boden zu landen. Ein Raunen geht durch die Menge, welches durchaus von Anerkennung strotzt. Wieder wirft die Blondine ihre Haare über die Schulter. Grinsend natürlich. Ihre Showeinlage hat den gewünschten Effekt - wie erhofft.
Dann werden Lederjacke und Brille zur Seite gelegt und sich nun auch geistig komplett aufs Match fokussiert.

IT'S TIIIIFFYYYY TIIIIIME

Schallt eine weiblich nervige Stimme aus den Boxen der Arena. Während anschließend die Theme eingespielt wird, wird gleichzeitig auf der Titan Thron das Entrance Video gezeigt.



Nach der Ankündigung weiß jeder, wer nun die Halle betritt...das Buff Barbie Doll Tiffany Stratton. Natürlich wird sie von Pfiffen und Buh-Rufen empfangen. Diese stören die Blondine jedoch überhaupt nicht. In weiß-rosanen Bra und passender Panties kommt sie auf die Stage und breitet die Arme aus.

[Bild: tiffany-stratton-hollywood-30-ans.jpg]

Arrogant nickt sie in alle Richtungen. Kurzzeitig fährt sie ihre Hüfte aus und stemmt eine Hand daran. Ihr arrogantes Grinsen verrät, dass ihr die Situation gefällt.
Kaum die Pose beendet, geht sie Richtung Ring. Langsam stolziert sie die Rampe hinunter, schaut weiterhin in alle Richtungen und genießt die Atmosphäre. Dabei lässt es Tiffany langsam angehen und zeigt auf ihre Armbanduhr. It's Tiffy-Time! ruft sie dabei und grinst erneut.

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring...from Prior Lake, Minnesota, USA...Miss Future Legend…TIFFANY STRATTON!!!"

[Bild: Tiffyent2.png]

Davor angekommen geht die Blondine rechts am Ring entlang, bis sie in der Mitte angekommen ist. Dort steigt sie hoch, legt sich mit den Rücken auf das mittlere Seil und hält sich mit einen Arm am oberen Seil fest. Mit der anderen Hand wirft sie einen Luftkuss in die Zuschauerränge. Diese beherzigen die Geste nicht. Weiterhin bringen sie ihr Heat entgegen. Mit einen Grinsen beendet die Blondine die Action und richtet sich vor den Ringseilen wieder auf.
Nach kurzer präsentation, klettert sie hinein und stellt sich in die Mitte. Dort posed Tiffany erneut.

[Bild: tiff-2.jpg]

Kaum passiert stellt das Buff Barbie Doll ihren linken Fuß auf das unterste und den rechten Fuß auf das mittlere Seil. Anschließend wirft das Rich-Girl einen Arm in die Luft, um sich nochmals der Gegenseite arrogant zu zeigen. Schließlich geht sie zurück in den Ring.

Warnung! Spoiler!
Mit der Corkscrew Vader Bomb kann Tiffany Stratton ihre Gegnerin bis drei Schultern und so dieses Match per Pinfall gewinnen.

Here is your winner by pinfall: TIIIFAAANYYY STRAAAATOOOON!

[Bild: 151.jpg]

Plötzlich erloschen die verbliebenen Lichter der Arena mit einem harten, synchronen Klacken. Die Dunkelheit schluckte das Gemurmel der Zuschauerränge im Bruchteil einer Sekunde. Dann schnitt ein einziges, gleißend weißes Spotlight wie ein chirurgischer Schnitt durch das Dunkel und fixierte das obere Ende der Entrance Stage.

„BURN IT DOWN!“

Das ikonische Intro hämmerte durch die Boxen und im selben Moment explodierte die Arena in Raleigh in einem ohrenbetäubenden, markerschütternden Aufschrei der Fans. Der Lärm war physisch greifbar, als die treibenden, orchestralen Riffs des „Visionary’s“ einsetzten. Der erste Knall war verraucht, als er die Bühne betrat, Seth Rollins.



Er trug einen schwarzen, bodenlangen Mäntel, ein zeichen von schlichter Eleganz, gepaart mit einem schwarzen Anzug. Das Hemd an den obersten drei, vier Knöpfen geöffnet. Doch wer genau hinsah, bemerkte sofort eine Veränderung. Da war nicht das manische, schrille Lachen des früheren Seth Rollins. Da war keine übertriebene, arrogante Selbstdarstellung, um die Fans zu provozieren. Zu sehr hatte die letzten Monate ihre Spuren hinterlassen.

Seth blieb am oberen Ende der Rampe stehen. Er schloss für einen kurzen Moment die Augen, atmete die stickige, energiegeladene Hallenluft tief ein. Man sah das Zucken auf seiner Stirn. Die elenden Schlachten gegen Dijak, aber vor allem das Echo aus dem leeren Schlafzimmer in Playa del Rey schien noch immer in seinen Knochen zu stecken. Doch als er die Augen wieder öffnete, lag darin kein Zweifel. Da war nur noch diese eiskalte, fokussierte Klarheit des Architects. Er breitete die Arme weit aus. Und Raleigh verstand das Signal sofort.

[Bild: 69de57d2b737331c2a024829d4152e91d477da27.pnj]

"Woah-oh-oh-ohhhhh!“ „Woah-oh-oh-ohhhhh!"

Tausende Kehlen stimmten gleichzeitig in den monumentalen Chants ein. Die gesamte Arena rhythmisch im Takt, ein einziges, wogendes Meer aus Menschen, die seinen Song sangen. Es war eine Wand aus Sound, die ihn auf seinem Weg die Rampe hinunter begleitete. Seth setzte sich langsam in Bewegung. Er schritt die Rampe hinab, die Arme noch immer erhoben, dirigierte die Masse mit präzisen Bewegungen seiner Hände. Jedes Mal, wenn er die Arme hob, wurde der Fangesang noch ein Stück lauter. Er klatschte keine Hände ab, nicht aus Arroganz, sondern weil er vollkommen in diesem Moment, in dieser Symbiose aus Musik und Fokus, gefangen war. Dieser Ring war der einzige Ort auf der Welt, an dem die Geister der Vergangenheit ihn nicht einholen konnten. Hier drinnen war er der König.

Matthew Rehwoldt: "Listen to this crowd in Raleigh! Making his first appearance since the monumental battle in Berlin... from Davenport, Iowa... weighing in at 217 pounds... He is the Revolutionary... He is the Visionary... SETH 'FREAKIN' ROLLINS!"

Am Ring angekommen, schritt Seth die stählernen Stufen zum Apron hinauf. Er verharre kurz auf dem Ringrand, blickte über das schier unendliche Lichtermeer der Zuschauerreihen und saugte den anhaltenden Gesang der Tausenden tief in sich auf. Dann schwang er sich mit einer fließenden, athletischen Bewegung durch die Seile. Er steuerte direkt das Zentrum des Seilgevierts an. Mit einer eleganten Bewegung ließ er den schweren, purpurnen Mantel von den Schultern gleiten, sodass er im klassischen Ringgear vor den Fans stand. Er baute sich in der Mitte des Rings auf, warf beide Arme entschlossen in die Luft und löste damit den finalen, ohrenbetäubenden Höhepunkt des Chants aus.

Die Arena-Beleuchtung wechselte langsam wieder in den normalen Match-Modus. Die Musik blendete langsam aus, doch die Fans dachten gar nicht daran, aufzuhören. "Woah-oh-oh-ohhhhh!" hallte es ungebremst weiter durch die Arena in Virginia.

Seth Rollins senkte langsam die Arme, ging in seine Ringecke und fixierte den Blick auf das Entrance-Gate. Das ‘Hometeam’ war angeschlagen und er war längst nicht mehr der Kapitän. Sein Privatleben lag in Scherben, mal wieder. Aber der Ring? Der Ring gehörte ihm ganz allein. Und er war bereit, das Fundament einzureißen. Das dumpfe Grollen der Arena verwandelt sich in lauten Applaus, als die Musik vollends verstummt. Seth Rollins steht in der Mitte des Rings.

SETH ROLLINS: "Ihr habt keine Ahnung, wie verdammt gut es sich anfühlt, diesen festen Boden wieder unter meinen Füßen zu spüren. Die letzten Monate… man, die letzten Monate haben mich verdammt noch mal auf die Probe gestellt. Sie haben an meinen Grundfesten gerüttelt. Es gab Momente, da habe ich nachts stundenlang in die absolute Dunkelheit gestarrt, das Rauschen in meinem eigenen Kopf gehört und mich ernsthaft gefragt, ob ich diesen unbedingten, fressenden Hunger noch in mir habe. Ob ich immer noch der Mann bin, der ich einmal war, oder ob ich nur noch dem Schatten meiner eigenen Vergangenheit hinterherlaufe."

Die Crowd wurde merklich leiser, hörte aufmerksam zu. Jedes Wort hallte glasklar von den Betonwänden wider. Die Stimmung in Raleigh war plötzlich intim, fast schon andächtig, als Seth einen tiefen Einblick in seine verletzte Seele gewährte.

SETH ROLLINS: "Aber wisst ihr, was ich auf diesem harten, verdammt steinigen Weg gelernt habe? Du musst verdammt noch mal nicht jeden einzelnen Kampf gewinnen, den das Leben dir ungefragt vor die Füße wirft. Das ist ein Mythos, den uns irgendwelche Blender verkaufen wollen! Die wahre Kunst in diesem Business… die wahre, unumstößliche Stärke im Leben ist es, verdammt noch mal wieder aufzustehen, wenn dir jemand das Visier zertrümmert hat, wenn du Blut schmeckst und im Dreck liegst!"

Ein gigantischer, ehrlicher Applaus brach aus. Die Fans klatschten auf den Rängen, sprangen teilweise wieder von ihren Sitzen. Seth nickte langsam, während er das Mikrofon kurz sinken ließ. Ein mattes, aber unendlich ehrliches, stolzes Lächeln brach für einen Moment durch seine ernsten Züge.

[Bild: 7ec69ba79e1eaf02edc1d245711f56ba13990dd3.pnj]

SETH ROLLINS: "Und genau deswegen stehe ich heute Abend hier in diesem Ring. Nicht als irgendein Opfer. Nicht als ein gebrochener Mann, der billiges Mitleid sucht. Sondern als Seth… Freakin'… Rollins!"

Die Halle explodiert beim weltbekannten Signature-Call förmlich. Die Dezibel-Werte schossen in die Höhe. Seth breitete die Arme weit aus, die pure Energie war in jeder Ecke der Arena physisch greifbar und drückte gegen die Trommelfelle. Er wirkte fokussiert, strotzte vor neu gewonnener Kraft und war bereit für absolut alles, was diese Company ihm entgegenwerfen würde. Er führte das Mikrofon bereits wieder an die Lippen, um den nächsten Satz nachzuschieben, als plötzlich ein lautes, unheilvolles Kratzen und Knacken über die gewaltigen Lautsprecher dröhnte. Es war eine Stimme, die so düster, so charismatisch und geschichtsträchtig war, dass man sie seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr in diesem Kontext gehört hatte. Die legendären, historischen Worte des Malcolm X schnitten durch die Arena:

"And during the few moments that we have left
We wanna talk right down to Earth
In a language that everybody here can easily understand
"

Krrr Krrr…

"LOOK IN MY EYES, WHAT DO YOU SEE?"
The cult of personality
I know your anger, I know your dreams
I've been everything you wanna be




Die ersten, harten, unverkennbaren Gitarrentöne von Living Colours „Cult of Personality“ hämmerten mit roher Gewalt aus den Boxen. Die Arena in Raleigh verlor in diesem exakten Bruchteil einer Sekunde komplett den Verstand. Es war ein Zustand kollektiver Hysterie. Die Fans sprangen wie elektrisiert von ihren Sitzen, ungläubige Schreie, wildes Kreischen und fassungslose Blicke gellten durch die weite Halle und das, obwohl jeder logisch denkende Fan im Internetzeitalter genau wusste, dass CM Punk überhaupt nicht in dieser Liga unter Vertrag stand oder hier sein durfte. Der psychologische Trigger saß millimetergenau, traf mitten ins Mark.

Im Ring gefror jede Bewegung von Seth Rollins augenblicklich zu Eis. Der Atem stockte ihm. Das eben noch hochmotivierte, von Emotionen getragene Gesicht verzog sich innerhalb eines Wimpernschlags zu einer Maske aus purer, genervter, absolut fassungsloser Frustration. Er senkte das Mikrofon langsam ab, stützte die linke Hand schwer in die Hüfte und starrte mit zusammengekniffenen Augen auf die Entrance Stage. Eine gefühlte Ewigkeit passierte rein gar nichts im Nebel der Rampe. Es war ein psychologisches Spiel auf höchstem Niveau. Abseits des Mikrofons, nur für die Zuschauer in den ersten Reihen sichtbar, konnte man es Seth glasklar an den Lippen ablesen, während er resigniert den Kopf schüttelte.

SETH ROLLINS: „Oh, komm schon… Ernsthaft?!“

Die gewohnten Pyros des „Best in the World“ blieben aus. Kein Knall, kein Funkenregen. Stattdessen teilte sich der dichte, weiße Nebel am oberen Ende der Rampe und eine Gestalt trat gemächlich ins Rampenlicht. Und die Halle drehte ein zweites Mal komplett durch, als die schockierende Realisation wie eine Welle durch die Sitzreihen brach. Es war nicht Punk. Es war Becky Lynch.

[Bild: e0d062505e3e5030b23bddec47b03a9c17183ccc.pnj]

Sie trägt eine sichtlich zu große, ikonische Vintage-Jacke der Chicago Bears. Unverkennbar aus Seth’ privatem Kleiderschrank. Dazu eine dunkle Sonnenbrille und dieses unerträglich arrogante, selbstgefällige Grinsen, das nur sie beherrscht. Sie marschiert nicht eilig, sondern schlendert die Rampe hinunter, bleibt auf halbem Weg stehen und breitet die Arme aus, als wäre es ihre persönliche Hymne. Sie zieht die Musik förmlich in sich auf, während sie den genervten Seth im Ring fixiert.

Becky stieg mit einer lässigen, fast schon gelangweilten Eleganz durch die Ringseile und ließ sich von einem Mitarbeiter am Apron ein eigenes Mikrofon reichen. Sie drehte eine langsame, aufreizende Runde im Ring, schritt die Seile ab, während das Publikum in Raleigh eine bizarre, ohrenbetäubende Mischung aus fassungslosem Jubel, schockiertem Lachen und lauten, gellenden Buh-Rufen anstimmte. Sie genoss das Chaos. Sie wartete exakt so lange, bis der letzte Ton der Musik vollends verstummt war, tippte sich dann mit dem Zeigefinger kurz an das Gestell ihrer Sonnenbrille und führte das Mikrofon langsam zum Mund.

BECKY LYNCH: "So überrascht, mich zu sehen, Seth? Oder… es ist diese ganz spezielle Musik, die dich in deinen Grundfesten triggert, richtig? Der gute, alte Punk… Oh, du hättest dein Gesicht sehen sollen, mein Schatz. Für einen kurzen Moment ist dir einfach alles herausgefallen, die ganze mühsam aufgebaute Fassade war weg. Und dann erblickst du mich, und ich kann es förmlich spüren, wie es hier drinnen arbeitet. Ja… da ist noch ein bisschen was. Ein schönes, kleines bisschen genervte Wut… eine winzige, ehrliche Emotion, die man nur richtig herauskitzeln muss. Aber keine Angst, my lovely Love of my Life… genau das werde ich heute Abend schon schaffen."

Der Kontrast zwischen den beiden könnte nicht größer sein. Während Becky die provokante Dominanz in Person war, schüttelte Seth im Hintergrund einfach nur fassungslos und entgeistert den Kopf. Er sah sie an, als verstünde er die Welt nicht mehr, hob das Mikrofon und sprach mit einer Mischung aus privater Fassungslosigkeit und echtem Unglauben.

SETH ROLLINS: "Ist das… Sag mal, ist das meine Jacke?! Die Chicago Bears-Jacke?! Wir reden hier über heiliges Territorium!"

BECKY LYNCH: "Ach, komm schon, Seth… Wollen wir jetzt hier draußen vor all diesen netten Menschen wirklich darüber sprechen, was du sonst so alles von mir trägst?! Da gibt es ganz andere Kleidungsstücke."

Ein raunendes, langgezogenes "Oooohhh" ging wie ein Lauffeuer durch die gesamte Crowd, unmittelbar gefolgt von lautem, schallendem Lachen auf den Rängen. Die schlüpfrige, private Andeutung saß. Seth versuchte sichtlich unter Anspannung, die mühsam beschworene Ernsthaftigkeit des Architects zu wahren, seine Gesichtszüge zu kontrollieren doch der Humor der Situation war zu stark. Ein kurzes, unwillkürliches und amüsiertes Grinsen brach für den Bruchteil einer Sekunde durch seine strenge Maske, ehe er sich wieder fing.

SETH ROLLINS: "Brillen… Sonnenbrillen! Ich trage manchmal deine Sonnenbrillen, wenn ich meine nicht finde, okay?! Das ist ein modischer Austausch! Aber diese Jacke… diese Jacke ist mein persönliches Eigentum, verdammt noch mal. Was zum Teufel soll das hier eigentlich werden, Becks? Was ist dein Plan? "

Aus dem Raunen wurde allmählich ein lauthalses Gelächter, aber Seth bekam noch einmal die Kurven. Während Becky an sich herunter schaut, zupft sie den Kragen der Bears-Jacke zurecht und posiert kokett für die Kameras. Ein Blick über die Schulter zu den Zuschauern der ersten Reihen, als wolle sie sich die Bestätigung abholen.

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BECKY LYNCH: "Details, Seth. Das sind reine, unbedeutende Details. Aber jetzt mal ganz ehrlich unter uns beiden, ganz objektiv betrachtet… Findest du nicht auch, dass dieses Teil an mir einfach um Welten besser aussieht als an dir? Und macht mich das, rein theoretisch und evolutionär gesehen, nicht zu einer wesentlich besseren und erfolgreicheren Repräsentantin für die Stadt Chicago, als CM Punk es jemals in seiner gesamten, überbewerteten Karriere sein könnte?"

Eine gigantische, tosende Mischung aus lautem, zustimmendem Jubel und heftiger, wütender Heat der Punk-Loyalisten erfüllte die Arena bis in den letzten Winkel. Becky breitete die Arme aus, schloss für einen Moment die Augen und badete förmlich in den gegensätzlichen Reaktionen der Masse.
Doch dann, von einer Sekunde auf die nächste, veränderte sich ihre gesamte Körpersprache fundamental. Das spielerische, fast schon flirtende Element wich schlagartig etwas spürbar Kälterem, Berechnenderem. Das Grinsen erlosch. Sie nahm die dunkle Sonnenbrille mit einer fließenden Bewegung vom Gesicht, steckte die Bügel achtlos in den Ausschnitt ihres Shirts und ging mit langsamen, lauernden Schritten direkt auf Seth zu. Er erwartete sie bereits in der Ringmitte, die Arme fest vor der Brust verschränkt, den Blick finster auf sie gerichtet.

BECKY LYNCH: "Aber ich bin heute Abend eigentlich gar nicht hier draußen, um über abwesende Legenden oder alte Fehden zu sprechen. Ich stehe hier in diesem Ring wegen dir, Seth. Schau dich doch mal an, was aus dir geworden ist. Mister Motivation. Mister Inspiration. Mister ‘Alles-wird-schon-irgendwie-gut-werden-wenn-wir-nur-fest-daran-glauben‘. Du klingst in letzter Zeit einfach nicht mehr wie ein hungriger Champion, Seth. Du klingst verdammt noch mal wie der Host von irgendeinem langweiligen, weichgespülten Achtsamkeits-Podcast für ausgebrannte Manager! Wo ist eigentlich der Verrückte hin? Wo ist der unberechenbare Revolutionär? Wo ist der Typ geblieben, der damals bereit war, den gesamten verfluchten Locker Room eigenhändig in Brand zu stecken, nur um ein verdammtes Statement zu setzen?! Den Mann habe ich geliebt."

Sie begann, sich langsam in Bewegung zu setzen, schritt wie ein Raubtier im engen Kreis um ihn herum, taxierte ihn von oben bis unten. Seth drehte sich im Zentrum des Rings langsam mit ihr mit, hielt den intensiven Blickkontakt aufrecht, um sich nicht dominieren zu lassen. Sein zuvor noch amüsiertes Grinsen war inzwischen komplett abgestorben, die Lippen bildeten eine schmale Linie. Seine Kiefermuskeln spanten sich so heftig an, dass man die Konturen unter der Haut arbeiten sah. Becky stoppte abrupt vor ihm. Zentimeter von seinem Gesicht entfernt, sodass er ihren Atem auf der Haut spüren konnte.

BECKY LYNCH: "Denn von hier aus, wo ich jetzt gerade stehe… sehe ich absolut keinen Seth Freakin' Rollins mehr. Ich sehe einen Mann, der verdammt bequem geworden ist. Einen Mann, der sich in seiner eigenen, moralischen Überlegenheit und seiner vermeintlichen Weisheit wie in einer warmen Decke eingerichtet hat."

Das verbliebene Raunen im Publikum starb augenblicklich ab. Eine spürbare Totenstille legte sich über die Zuschauerränge. Die Fans merkten am veränderten Tonfall sofort: Der Spaß war vorbei. Das hier war kein Skript, das war die nackte, ungeschönte Realität zweier Menschen, die sich im Ring verloren.

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BECKY LYNCH: "Und bequeme Männer, Seth… bequeme Männer verändern diese Welt nicht. Sie verwalten sie nur noch, bis sie verstaubt. Sie ruhen sich auf alten Lorbeeren aus, lehnen sich in der Komfortzone zurück und beschweren sich über die Missstände um sie herum, ohne auch nur einen einzigen Finger zu rühren oder überhaupt den Versuch zu starten, die Dinge mit roher Gewalt zu ändern. Versteh mich nicht falsch: Du sollst nicht wie ein hirnloser Berserker durch die Reihen pflügen, denn das wäre schlichtweg dumm. Und es gibt für mich nichts Schlimmeres, als blindlings und ohne Plan in sein eigenes Verderben zu rennen. Das sind wir nicht, nicht mehr… wenn wir das fatale Dilemma mit Skye und Dijak mal großzügig außer Acht lassen. Aber du… Du sollst endlich wieder verdammt noch mal erkennen, was alles möglich ist, wenn man den Skrupel ablegt! "

Die Luft im Seilgeviert schien dick und schwer zu werden. Totenstille lastete auf der Halle in Raleigh. Seth Rollins starrte sie sekundenlang schweigend an, ohne mit der Wimper zu zucken. Sein Blick wanderte kurz hinunter auf das Logo der Bears-Jacke auf ihrer Brust, als würde er Kraft sammeln, dann hob er langsam den Kopf. Er führte das Mikrofon ganz nah an den Mund, atmete einmal tief aus und sprach mit einer ruhigen, leisen, aber gerade deshalb so beängstigenden Deutlichkeit, die wie ein Messer durch die Stille schnitt.

SETH ROLLINS: "Weißt du, was eigentlich das absolut Lustigste, das absolut Paradoxeste an dieser ganzen erbärmlichen Nummer hier ist, Becks? Du kommst hier raus… in meiner Jacke. Du benutzt die verfluchte Einzugsmusik von CM Punk... natürlich Punk, wer auch sonst, um den maximalen Effekt zu erzielen. Du ziehst hier diese riesige, kühl kalkulierte Show ab, investierst all diese psychologische Mühe, nur um irgendwie unter meine Haut zu kommen, um eine billige Reaktion zu provozieren… und aus irgendeinem bizarren, völlig verdrehten Grund soll ICH derjenige sein, der sich selbst verloren hat?"

Ein raunendes Tuscheln ging durch die Zuschauer. Die unbestechliche, analytische Logik des Architects saß wie ein Wirkungstreffer. Er wich keinen Millimeter zurück.

SETH ROLLINS: "Du willst mich also unbedingt wütend sehen? Du willst, dass ich unberechenbar werde? Rücksichtslos? Dass ich wie ein aufgescheuchtes Huhn jedem einzelnen Konflikt hinterherjage, den diese Company zu bieten hat?! Nein, Becks. Das willst du gar nicht. Was du eigentlich willst, ist eine Bestätigung dafür, dass du mit deinem eigenen, paranoiden Weltbild recht hast. Du willst den Beweis, dass der einzige Weg, um in diesem Business zu überleben, der permanente Kriegszustand ist."

Ein raunendes Tuscheln ging durch die Zuschauer. Die unbestechliche, analytische Logik des Architects saß wie ein Wirkungstreffer. Er wich keinen Millimeter zurück. Die Fassade bei Becky hielt ebenso aufrecht. Wer ganz genau hinsah, konnte in ihren Augen eine gewisse Resignation erkennen. Denn dies war nicht unbedingt die Reaktion, die sie sich erhofft hatte.

SETH ROLLINS: "Du willst mich also unbedingt wütend sehen, hm? Du willst, dass ich unberechenbar werde? Rücksichtslos? Dass ich wie ein aufgescheuchtes Huhn jedem einzelnen Konflikt, jeder billigen Beleidigung hinterherjage, die diese Company hier Abend für Abend zu bieten hat?! Nein, Becks. Das willst du in Wahrheit gar nicht. Was du eigentlich willst, ist eine billige Bestätigung dafür, dass du mit deinem eigenen, paranoiden Weltbild verdammt noch mal recht hast! Du willst den Beweis für dein Gewissen, dass der einzige Weg, um in diesem Business zu überleben, der permanente, zerstörerische Kriegszustand ist. Weil du verlernt hast, ohne Feinde zu existieren."

Er trat einen aggressiven, raumgreifenden Schritt näher an sie heran und blickte mit voller Statur auf sie herab. Becky verzieht keine einzige Miene, stand wie eine Statue, aber ihre Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen. Seth hatte den wunden Nerv mit chirurgischer Präzision getroffen.

SETH ROLLINS: "Und die bloße Tatsache… dieses eine kleine, fundamentale Detail, dass ich mich schlicht und ergreifend weigere, dir diesen Gefallen zu tun… dass ich mich weigere, mich für deine Paranoia zu zerstören… genau das treibt dich momentan innerlich absolut in den verdammten Wahnsinn, Rebecca."

Seth hielt den intensiven, brennenden Blickkontakt noch für zwei quälend lange Sekunden, in denen man das Atmen der beiden hören konnte. Dann hob er langsam die Hand, klopft ihr fast schon mitleidig, aber mit spürbarem Nachdruck auf die Schulter seiner Bears-Jacke, drehte sich wortlos um und verließ den Ring durch die Seile. Seine Musik setzte bewusst nicht ein. Inmitten der drückenden Stille ging er einfach mit erhobenem Haupt, den Blick starr nach vorne gerichtet, die Rampe hinauf.

Becky Lynch blieb vollkommen allein im weiten Ringgeviert zurück. Sie starrte ihm hinterher, fixierte seine schrumpfende Silhouette im Tunnel, während ihre Arme nun schwer und kraftlos an den Seiten herabhingen. Das arrogante, selbstgefällige Grinsen war vollständig aus ihrem Gesicht gewischt worden. Seth’ Worte arbeiteten sichtlich, tief und schmerzhaft hinter ihrer Stirn. Sie biß die Zähne zusammen. Nur wer die Nahaufnahme auf dem Bildschirm ganz genau von ihren Lippen ablesen konnte, vernahm ihren leisen, giftigen Schwur:

„Ich krieg dich noch. Seth… ich krieg dich noch!“

Unter dem einsetzenden, nachdenklichen Murmeln der Fans schalteten die Monitore und Kameras schließlich von ihrer verbissenen, trotzigen Miene ab und hinterließen das Bild einer tief gespaltenen Allianz.

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~ PAY ATTENTION! ~

Mit diesen Worten blitzt das Bild des Titantrons auf und beschafft sich sofort die Aufmerksamkeit der Zuschauer. Ob man es schafft, seine Aufmerksamkeit von diesem Bild wieder fortzunehmen? NO CHANCE! Denn hier geht es um den Mann, der heute zum ersten Mal seit Anbeginn dieser Liga seine Füße in die Arena von einem C2C Live-Event gesetzt hat. Vinnie Mac wird hier von der Kamera gezeigt, wie er backstage herumläuft und sich von einer Workerin, die man schon einmal zu sehen bekommen hat, hier scheinbar alles zeigen lässt.

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Das ist Aileen! Diese durften wir letztes Special bei Bayleys Geburtstag sehen, wo Raven meinte, dass diese die Assistentin Bayleys sei. Daher hatte unser General Manager wohl auch so viel Vertrauen in sie, dass sie den Vater des CEOs von Coast 2 Coast Wrestling hier betreut und herumführt. Wo genau sich die beiden hier aktuell befinden, ist noch nicht ganz klar, denn zunächst sehen wir nur eine Großaufnahme ihrer Oberkörper, wie sie auf die Kamera zulaufen. Immer wieder zeigt Aileen mit ihrem Arm zur Seite und sagt Vince, was sich dort und dort befindet und wie es hier backstage in den Shows abläuft, während Vincent sich das alles fast schon gelangweilt, genervt und unzufrieden anhört und bereits jetzt sich tausende Verbesserungsmöglichkeiten überlegt hat. Und wie man aus der Vergangenheit weiß, kann Vince McMahon oft auch wenige Stunden vor der Show diese komplett neu umschreiben lassen, weil er irgendetwas gefunden hat, was ihm nicht zusagt. Ob er so etwas hier in der C2C jedoch auch machen wird, ist noch unbekannt. Man kann es ihm hier an den bewegenden Pupillen ansehen, dass er alles intensiv mustert, was vor und neben ihm passiert und was Aileen ihm zeigt. Gekleidet ist Vince noch immer genauso wie auch vorhin bereits in einem perfekt sitzenden Maßsakko mit einer makellos gebundenen Krawatte. Und genau so erklärt er nun Bayleys Assistentin genau, was er für die Zukunft der C2C vorhat und wie er diese Zukunft sieht.

Vince McMahon: „Ich möchte, dass diese Liga wie ein Unternehmen geführt wird. Verstehen Sie mich nicht falsch... Wrestling ist Leidenschaft. Wrestling ist Emotion. Aber am Ende des Tages ist Wrestling auch ein Geschäft. Das Produkt, das hier verkauft wird, ist Unterhaltung. Und ich sehe Woche für Woche ein Produkt, das hervorragend ist. Talente, die alles geben. Matches, die sich mit den größten der Welt messen können. Aber das allein reicht nicht aus.“

Die schwere Stille, die er mit diesem Monolog erzwungen hat, lastet fast physisch im Raum. Aileen geht fast starr neben ihm und hat ihren Blick fest auf den Mann gerichtet, der gerade das gesamte Gefüge von Coast 2 Coast infrage gestellt hat. Vince lässt den Blick nicht von ihr weichen. Seine Augen verengen sich zu Schlitzen, während er ganz klassisch seine Macht demonstriert, mit der er seit Jahrzehnten Vorstandsräume und Backstage-Bereiche gleichermaßen dominiert hat. Seine linke Hand wandert in die Hosentasche seines maßgeschneiderten Anzugs, während er weiter mit ihr spricht.

Vince McMahon: „Denn wenn die Menschen nicht wissen, wie gut dieses Produkt ist... dann werden sie es niemals erleben. Man muss es ihnen zeigen. Man muss es präsentieren. Man muss ihnen einen Grund geben, jede Woche einzuschalten und sich eine Eintrittskarte zu kaufen. Deshalb bin ich hier.“

Und man mag von Vince McMahon halten, was man möchte, aber so etwas kann dieser Mann ziemlich gut. Er hat das Wrestlinggeschäft verändert und nur wegen ihm ist es so groß, wie es heute ist. Er ist quasi der Gründer und Erschaffer des modernen Wrestlings! Aber Aileen scheint dabei noch irgendein Problem zu sehen.

Aileen: Uhm ja... da... stimme ich Ihnen denke ich zu. Aber... unsere Verkaufszahlen sind eigentlich bereits super, wissen Sie?

Etwas schüchtern sagt sie diese Worte, um Vince etwas mehr Einblick in die Liga zu geben. Aber man kann es ihr ansehen, dass sie auch etwas eingeschüchtert vor dem Vater von Shane McMahon zu sein scheint. Gekleidet ist Aileen hier in einen taillierten Hosenanzug in Dunkelblau, bestehend aus einem schmal geschnittenen Blazer und einer eleganten Stoffhose. Unter dem Blazer trägt sie eine schlichte weiße Bluse, deren oberster Knopf geöffnet ist, sodass das Outfit seriös wirkt, ohne steif zu erscheinen. Um den Hals hängt gut sichtbar ihr Backstage-Ausweis an einem schwarzen Lanyard mit dem C2C-Logo. An den Füßen trägt sie bequeme schwarze Loafer statt hoher Absätze, denn schließlich ist sie den ganzen Abend in der Arena unterwegs. Ihr Haar ist zu einem ordentlichen Pferdeschwanz gebunden, damit es bei der Arbeit nicht stört. Eine schlichte Armbanduhr und ein kleines Funkgerät am Hosenbund vervollständigen den professionellen Look. In einer Hand hält sie ein Tablet mit dem Zeitplan der Show und in der anderen ein Klemmbrett mit Notizen und Zutrittslisten. Und tatsächlich scheint Vince hier gar nicht so streng zu sein, wie man ihn sich vorstellt. Oh nein, er stimmt Aileen sogar zu. Er wirkt richtig... nett!

Vince McMahon: „Das stimmt. Mein Sohn hat etwas Besonderes aufgebaut. Eine Liga mit unglaublichem Potenzial. Aber Potenzial allein verkauft keine Arenen. Erfahrung schon. Die Verkaufszahlen sind super, aber was ist, wenn wir sie unglaublich machen können? Phänomenal? Mega!“

...sagt er mit diesem tiefen, kratzigen Bass in der Stimme, den man von ihm kennt, und wendet sich langsam von Ayleen ab, geht zwei Schritte den Flur hinunter, nur um abrupt auf dem Absatz kehrtzumachen. Das eiskalte Profil des Mannes, der Imperien aus dem Boden gestampft hat, ist wieder voll auf die Assistentin gerichtet.

Vince McMahon: „Wenn Ihnen diese Liga wirklich am Herzen liegt... wenn Ihnen diese Talente wirklich wichtig sind... dann sollten Sie stolz darauf sein, dass jemand mit meiner Erfahrung dabei helfen möchte, Coast 2 Coast Wrestling auf das nächste Level zu bringen.“

...fährt er fort, und ein spöttisches, fast mitleidiges Lächeln huscht über seine Lippen.

Vince McMahon: „Denn am Ende profitieren wir alle davon. Die Company, die Wrestler und vor allem... die Fans.“

Und damit dreht er sich wieder um und geht mit der Assistentin weiter durch die Backstagegänge. Solange, bis ihm etwas ins Auge fällt, was ihm scheinbar so gar nicht zusagt.

Vince McMahon: „Was zum Teufel geht denn dort vorne ab?“

Angewidert blickt Vince McMahon auf eine Situation, die hier backstage gerade stattfindet und auf die auch die Kamera sich hinzuwendet. Zu sehen sind dort die drei Schüler des Performance Centers: Leva Bates, Kid Lykos und Swerve Strickland, wie sie in einer Sitzecke entspannen und dabei live die Show anschauen. Während Strickland mit einem Bleistift in der Hand herumspielt, gönnt sich Leva einen Monster Energy und Lykos liegt bequem auf einer Couch mit den Beinen hochgerichtet. Das ist eine pure Entspannung, die die drei hier gerade erleben, und sie scheinen es zu lieben. Aileen blickt auf die drei und versucht die Situation sofort zu erklären, auf dass Vince nicht böse wird oder so.

Aileen: Oh, das sind Superstars von uns.

Nun ja, so wirklich gut erklärt war das jetzt nicht. Wieder dreht sich Vince zu ihr um, fixiert sie mit einem Blick, der pure Entschlossenheit ausstrahlt, und hebt mahnend den Zeigefinger.

Vince McMahon: „Und warum sitzen sie nur dämlich dort rum und machen nichts?“

Nun, an sich ist das eine gute Frage, aber die Antwort darauf wird wohl sein, weil sie nichts zu tun haben. Sie haben heute kein Match und da sie keinen direkten Vertrag mit der Liga haben, sind sie auch nicht dazu gezwungen, sich vor der Kamera zu zeigen. Und das Training findet in letzter Zeit immer freitags statt, sodass die drei montags frei hätten, sofern sie nicht gerade auf der Card stehen.

Aileen: Nun ja, sie gehören einem speziellen Programm an!

Nun ja, das war immerhin ein kleiner Teil der Erklärung, aber für Vince McMahon scheint dies noch lange nicht genug zu sein. So gut macht Aileen ihren Job hier nicht. Seine Augen, die eben noch von globalen Imperien und eiskalter Business-Struktur sprachen, verengen sich augenblicklich zu zwei gefährlich funkelnden Schlitzen.

Vince McMahon: „Und ist dieses spezielle Programm, dumm dazusitzen und nichts zu tun?“

Das, was die drei hier machen, ist für den Mann, der sein gesamtes Leben der bedingungslosen Aufopferung verschrieben hat, vergleichbar mit einer wahren Blasphemie. Wie diese drei Kinder in seinen Augen da so respektlos und faul herumlümmeln. Die Atmosphäre verströmt keinerlei sportlichen Ehrgeiz, sondern die pure, lethargische Trägheit eines verregneten Sonntagnachmittags. Das Zischen von geöffneten Energy-Drink-Dosen hallt durch den Flur, während die drei gelangweilt auf den Fernseher starren. Sie schauen einfach nur die Show, als wären sie zahlende Zuschauer und keine Angestellten, die gefälligst für ihr Geld bluten sollten. Da scheint Aileen ebenfalls etwas überfordert zu sein, wie sie damit umgehen und wie sie dies erklären soll.

Aileen: Äähh, nein, nicht direkt.

...stammelt sie aus sich heraus, während der Kehle des ehemaligen Chairmans der WWE ein tiefes, bedrohliches Grollen entweicht. Die Luft im Flur scheint schlagartig um zehn Grad abzukühlen und das Gesicht des Titanen zeigt nichts als Zorn.

Vince McMahon: „Und warum tun die das dann?“

Vince macht einen wuchtigen Schritt nach vorn auf die drei hinzu, reißt die Hände aus den Hosentaschen und ballt sie zu Fäusten. Wenn es etwas gibt, das Vince McMahon mehr hasst als Niesanfälle, dann ist es die absolute Abwesenheit von Hunger und Disziplin.

Vince McMahon: „Ich komme hier an meinem ersten Abend durch den Backstagebereich... und was finde ich? Eine Gruppe erwachsener Menschen, die auf Sofas herumlümmeln. Ist das wirklich euer Ernst?“

...bricht es aus ihm heraus, und seine Stimme überschlägt sich fast vor kontrollierter Wut, während er mit dem Zeigefinger anklagend auf die Energy-Drinks deutet.

Vince McMahon: „Während dort draußen Tausende Menschen Geld bezahlen, um die beste Wrestling-Show der Welt zu sehen... sitzt ihr hier hinten und benehmt euch, als würdet ihr auf den Bus warten. Ich habe mein gesamtes Leben damit verbracht, Menschen Chancen zu geben. Aber wisst ihr, was ich nie akzeptiert habe? Bequemlichkeit.“

Er baut sich direkt vor den dreien auf, beugt sich tief hinunter, sodass sein Gesicht nur Zentimeter von Stricklands dunklem Antlitz entfernt ist, und verengt die Augen.

Vince McMahon: „Der Moment, in dem ein Wrestler glaubt, seine bloße Anwesenheit reiche aus... ist der Moment, in dem er aufhört, ein Wrestler zu sein. Ich sehe in euch Talent und Potenzial. Aber ich sehe absolut keinen Ehrgeiz. Und das... ist verschwendete Zeit.“

Vince richtet sich mit einem Ruck wieder auf, knöpft sein Sakko mit einer energischen Bewegung zu und funkelt die gesamte Gruppe noch einmal mit einem Blick nieder, der Karrieren beenden kann.

Vince McMahon: „Deshalb wird sich ab heute etwas ändern. Ich möchte euch in den kommenden Wochen jede einzelne Show im Ring sehen. Weder im Catering noch auf diesem Sofa oder generell hier hinten. Im Ring. Jeder Einzelne von euch wird Matches bestreiten. Jeder Einzelne von euch bekommt die Gelegenheit, mir zu beweisen, dass er seinen Platz in dieser Company verdient hat. Und falls einer von euch glaubt, er könne sich weiterhin hier hinten verstecken... dann werde ich sehr schnell dafür sorgen, dass er gar keinen Platz mehr hat, an dem er sitzen kann.“

Oh, und diese Drohung hat wohl gesessen. Vince droht mit einer Kündigung. Aber... kann er das? Hat er das Recht dazu? Hat er die Macht dazu? Das sieht dann doch ein wenig so aus, als wolle er die Liga übernehmen. Aber das wird sein Sohn doch nicht zulassen... oder? Nun ja, es wurde immerhin zugelassen, dass Vince hier in der Show gezeigt wurde. Jetzt schon zum zweiten Mal. Also muss es ja mit Shane abgesprochen sein... oder? So wirklich weiß man aktuell nicht direkt, wie weit Shane in den Dingen der Show mit drin steckt. Wir haben schon seit Monaten nichts mehr von unserem Chairman gehört. Einige Fans behaupten sogar, dass Bayley die ganze Liga leiten würde. Aber sie ist nur der General Manager. Dennoch stellt sich die Frage, inwieweit Vince nun hier arbeiten wird, um seine Änderungen durchzubringen.

Vince McMahon: „Denn eines verspreche ich euch... Unter Vince McMahon wird niemand dafür bezahlt, nichts zu tun. Also trinkt eure Dosen leer, legt die verdammten Bleistifte weg und zeigt mir endlich, warum Coast 2 Coast Wrestling überhaupt Geld in euch investiert hat.“

Er schaut die Gruppe noch einen Moment schweigend an. Sein Blick wandert von einem Gesicht zum nächsten, als wolle er jedem Einzelnen klarmachen, dass diese Worte nicht bloß eine Drohung waren. Schließlich nickt er einmal knapp, richtet sein Jackett und marschiert schnaubend, ohne ein weiteres Wort und ohne eine Reaktion abzuwarten, davon, während eine unangenehme Stille zurückbleibt.

Strickland: Oh Gott, was war das denn? Der alte Mann hat immer noch denselben Blick drauf wie früher. Glaubt der wirklich, er kann hier einfach reinspazieren und uns erzählen, wie Wrestling funktioniert?“

Kid Lykos: ’„Nun ja... er hat nicht ganz unrecht, oder? Wir erzählen ständig allen, dass wir anders sind. Dass wir Wrestling verändern wollen. Dann sollten wir vielleicht auch anfangen, das im Ring zu beweisen... statt hier hinten herumzusitzen. Ich hab kein Problem damit, nächste Woche anzutreten.“

Leva Bates: „Hhmm, dem stimme ich irgendwie zu. Vielleicht sollten wir seine Worte nicht als Angriff sehen... sondern als Chance. Wenn wir wirklich wollen, dass die Leute uns ernst nehmen... dann müssen wir ihnen auch einen Grund dafür geben.“

Okay, die Drohung scheint Wirkung gefunden zu haben. Die drei haben wirklich Bock, wieder einmal in den Ring zu steigen. Und das ist auch für die Zuschauer perfekt. Denn wenn die drei nächste Woche tatsächlich bei der größten Veranstaltung der C2C ein Match haben werden, dann heißt das, dass Vince doch einiges an Macht in sich hat. Denn wer weiß, ob sonst auch nur einer der Performance-Center-Talente jemals auf der „Every Empire Falls“-Card landen würde. Wir dürfen gespannt sein. Fade off.

[Bild: HIST.jpg]

MAIN EVENT
NON TITLE SINGLES MATCH
Kenny Omega © vs. Velveteen Dream

[Bild: kennyvelveteen.png]
Writer: ???

Das Licht in der Halle wird ein wenig gedimmt. Aufgeregt schnappen sich die anwesenden Zuschauer ihre Kameras oder ziehen hastig ihre Smartphones aus den Hosentaschen. Den folgenden Moment wollen sie festhalten. Daher ist es wenig verwunderlich, dass von allen Seiten ein Blitzlichtgewitter auf die Entrance Stage prasselt. Die Boxen springen an...



ARE YOU READY FOR THIS?

Nachdem das gewohnte Intro der Kenny Omega Theme langsam angefangen und immer mehr an Fahrt aufgenommen hat, betritt der Cleaner die Bühne. Er trägt lange schwarze Pants, auf denen in weiß „Best Bout Machine“ abgedruckt ist. Der Oberkörper wird von einer ärmellosen Weste bedeckt, auf deren Rücken ein einzelner Flügel angenäht wurde...passend zu seinem Finisher. Den Titel hat sich der Kanadier um die Hüfte geschnallt. Lächelnd nimmt er die positiven Reaktionen der Fans wahr und taucht regelrecht in diese ein. Mit geschlossenen Augen beugt er sich nach vorne...nur um sich gleich wieder langsam aufzubauen und die Arme in die Höhe zu strecken. Wie aufs Stichwort wird rechts und links neben dem Kanadier die Pyrotechnik aktiviert...

Matthew Rehwoldt: "Making his way to the ring... from Winnipeg, Manitoba, Canada... weighing in at 203 pounds... he is the c2c World Hevyweight Champion... the Cleaner... KENNY OMEGA!"

Die Kamera folgt ihm direkt die ersten Schritte. Kenny nutzt das aus, um ein paar Worte an den heutigen Kontrahenten und über sich selbst zu verlieren. Aufgrund der Hintergrundgeräusche kann man aber nicht wirklich etwas verstehen. Als er schließlich beim Ring angekommen ist, wählt er den Weg über die Treppe und durch die Seile. Innerhalb der Ropes positioniert er sich mittig im Ring, geht kurz in sich, winkelt seinen rechten Arm so an, dass er seine eigene Faust küssen kann…langsam streckt Kenny den Arm aus und spreizt den Daumen und den Zeigefinger ab, so dass er seine patentierte Pistolengeste zeigen kann. Seine Entrance Theme verstummt. Der Canadian X entledigt sich noch der Weste und nimmt den World Titel ab, bevor er diesen in sichere Hände abgibt. Bevor der Kampf nun starten kann, macht Omega ein paar Lockerungsübungen und ist damit bereit…



Die Arena verdunkelt sich, ein leiser Beat setzt ein, begleitet von einem smoothen Hip-Hop-Beat. Kein hartes Gitarrenriff, kein episches Orchester – sondern ein Sound, der sofort nach Style, Attitüde und Selbstbewusstsein klingt. Die Arena erstrahlt in grellen Neonfarben: Pink, Gold und Lila flackern über die Leinwand, als wären sie Teil einer exklusiven Fashion-Show. Über den Titantron laufen Projektionen wie auf einem Catwalk: Blitzlichter, Kamerablenden, Silhouetten von Models in übertriebenen Posen. Plötzlich wird der Eingangsbereich in gleißendes Weiß getaucht. Nebel wallt auf, doch diesmal nicht wild und chaotisch, sondern gleichmäßig wie Dampf über einem Laufsteg. Aus diesem Nebel tritt, mit perfekt synchronisiertem Spotlight, Maria Kanellis!

[Bild: 33e69dd7-8311-46ba-898e-1aab5b69f506.png]

Gekleidet in einer schimmernden Abendrobe, die im Scheinwerferlicht funkelt. Sie hebt eine Hand, deutet in Richtung Stage, und genau in diesem Moment öffnet sich ein kunstvoll aufgebauter LED-Rahmen, der wie das Tor einer Modenschau wirkt. Und dann erscheint er: The Lord Velveteen Dream Experience!

[Bild: Download-3-png.jpg]

Gekleidet in einem maßgeschneiderten, glänzenden Anzug in Pink und Silber, der eher nach Mailänder Fashion Week als nach Wrestling aussieht. In der Hand trägt er eine Sonnenbrille mit übergroßen Gläsern, die er langsam aufsetzt, während er die Rampe hinunterschreitet, als würde er einen Catwalk dominieren.

Matthew Rehwoldt: "And his Opponent... from Washington, District Of Columbia... Accompanied by the First Lady of C2C Maria Kanellis ... Weighing in at 227 pounds.. The Vainglorious Oneee... Lord Velveteeeeeeeen Dreeeaaam!"

Maria geht elegant voran, wie eine Managerin und Image-Coach in einem. Sie bleibt immer wieder stehen, hebt die Arme und präsentiert ihren Schützling, als wäre er die Krönung ihres Werkes. Dream folgt ihr mit übertriebener Eleganz, jede Bewegung einstudiert, ein Pose hier, ein langsames Drehen dort, so als ob jeder Schritt fotografiert werden müsste. Am Ring angekommen, dreht er sich einmal zur Kamera, fährt sich durch die Haare und posiert, ehe er übertrieben langsam und mit einer perfekten Pose auf das Apron klettert und durch das zweite Seil in den Ring gleitet.

[Bild: giphy.gif]

Im Ring nimmt Maria ihm die Sonnenbrille ab und hängt sie sorgfältig an die Ringecke, während Dream sich langsam das Sakko vom Leib zieht. Darunter trägt er eine Ringgear im Metallic-Look: enganliegend, modisch, beinahe schon zu edel für den Ring. Auf seiner Hose funkeln Strasssteine, die den Schriftzug „Dream Model“ bilden. Er wischt sich theatralisch über die Brust, streckt die Arme aus wie ein Supermodel auf dem Laufsteg und lässt sich von Maria die letzten Accessoires abnehmen, bevor er die Mitte des Rings einnimmt, sich dort im Kreis dreht und sich mit einem Signature-Pose-Move positioniert, während Maria an den Seilen steht, stolz klatschend und fast schon ehrfürchtig. Die Fans buhen laut, doch Dream lächelt nur arrogant in die Kamera, als würde er diese Buhrufe als Applaus eines neidischen Publikums hören.

Warnung! Spoiler!
Kenny Omega besiegt Velveteen Dream via DQ nachdem der Referee Jacy Jayne bei einer Aktion gegen Kenny Omega erwischt hat.

Here is your winner by the result of a disqualification: KENNY OMEGA!

[Bild: newlogo9qu4w.png]
[Bild: allrightsrcblv.png]


  [SHOW] c2c Live: NORFOLK! vom 13.07.2026
Geschrieben von: [Gast] Elias - 13.07.26, 18:21 - Forum: » Shows - Antworten (2)

[Bild: c2cliveeel-Kopie.jpg]

NORFOLK!

[Bild: C2-CLive25-Kopie.jpg]

findet statt im Norfolk Scope vor 10,253 Zuschauern in Norfolk, Virginia.

[Bild: norfolkarena.png]

Die letzte Kamera ist optimal platziert und auch der letzte reservierte Platz besetzt. Die c2c Show kann losgehen! Gleich zu Beginn explodiert ein buntes Feuerwerk auf der Stage und motiviert die anwesenden Fans zu großem Jubel und Chants. In der Mitte des aufwendig gebauten Wrestlingrings steht Matthew Rehwoldt schon mit einem Mikrofon bereit um die anwesenden Fans hier in der heutigen Show zu begrüßen.

[Bild: matt.jpg]

Matthew Rehwoldt: "My dear Ladies.. my dear Gentlemen.. my name is Matthew Rehwoldt and it is I, your DRAAAAAMAAA KIIIIINGGG... welcoming you to... COAST.. to COAST... WRESTLINGGGGGG!"

Kaum hat Rehwoldt die Ansage zuende gebracht gibt es einen kleinen Jubel für seine Ansage und auch wegen der Vorfreude auf den Verlauf des Abends. Matthew verbeugt sich einmal kurz und geht dann auch aus dem Ring heraus. Auch die knallenden Geräusche des Feuerwerks erlischen langsam und geben die Bühne somit für ihre Akteure frei. Bevor dies jedoch in Kraft tritt, werden die Zuschauer daheim vor ihren Fernsehgeräten von Pat MacAfee, Cathy Kelly & Wade Barrett begrüßt.

[Bild: v2z7jzv.jpg]

Pat McAfee: "Willkommen zu c2c LIVE: NORFOLK!"

Cathy Kelley: "Wir sind nur noch zwei Wochen entfernt von unserem Special!"

Wade Barrett: "Doch die Frage ist wo geht es hin. Roman Reigns hat ungeklärte Angelegenheiten mit dem World Champion, aber auch mit LA Knight und Solo Sikoa. Wo geht die Reise hin?!"

Pat McAfee: "Ich denke wir werden schon sehr bald eine Antwort darauf erfahren, also bleibt dran."

[Bild: ef.jpg]

Schwupps, da war der nächste Sieg an Land gezogen. Gegen Lana war es der dritte in Folge. So langsam hatte man das Gefühl, dass Tiffany Stratton wieder auf Erfolgskurs kommt. Die Niederlage gegen Liv Morgan schmerzte unheimlich. Und immer noch hadert das Buff Barbie Doll mit sich selbst. Das hätte nicht passieren dürfen. Das Re-Match beim nächsten Special ist so gut wie sicher. Die Vereinbarung ist getroffen. Jetzt muss sie nur noch hoffen, dass Liv Morgan sich an diese Absprache halten wird.
Die Kameras fahren durch den Backstage-Bereich und fangen die Blondine ein, wie sie vor dem TV-Gerät die Promo von Becky Lynch aus der Vorwoche anschaut. Von hinten fährt das Bild immer näher an die heran. Pinke Hot Pants, weißes Top kleiden ihren Körper. An den Füßen trägt sie weiße Boots. Ob sie zum trainieren hier ist? Immerhin hat die selbsternannte Miss Future Legend heute gar kein Match. Ihre Blonden Haare sind zu zwei Zöpfen gebunden, die einmal zur rechten und die andere zur linken Seite herabfallen. Diese schwenken wild mit, als der Blondschopf ungläubig den Kopf schüttelt, als sie den Worten der Irin lauscht. Das beste der c2c? Mit Sicherheit nicht. Niemals würde sich das Rich Girl derart Aussage gefallen lassen. Sie ist das Non Stop Ultra dieser Liga.

Tiffany Stratton:
“Oooohhh meeein Gooott! Sowas von creepy die Alte!”

Die Hände fliegen nach außen, als hätte sie kleine Flügelchen. Und wenn man es sehen könnte, würde man ihre rollenden Augen betrachten können. Nur eines stimmt irgendwie nicht…die Stimme. Das Tiffy-TV Logo wird eingeblendet, als sich die ehemalige Shine und Women's Championesse umdreht. Doch jeder, der sie jetzt ansieht, würde überrascht wirken. Grüne Augen stechen hervor. Die Gesichtszüge sind etwas anders. Und tatsächlich kennen wir sie bereits. Zumindest beim Aussehen. Immer mal wieder war sie Backstage zu sehen, lief dann aber weg, als Tiffany ihr zu nahe kam. Und jetzt ist es niemand geringeres als Fallon Henley, die sie fast umläuft. Erschrocken atmet sie quietschen ein und mustert das Country Girl.

???:
“UUUpsi…hähä…”

Äußerte sie sich und wirft eine Hand an die Hüfte, während die andere auf Brusthöhe fliegt, damit die pink lackierten Fingernägel betrachtet werden können.

Fallon Henley: Och ne, nicht schon wieder. Letzte Woche hat mir echt gereicht, ich...

In Gedanken versunken ist Fallon Henley durch den Backstage Bereich gewandert. Sie will ja immer noch mit Drew McIntyre sprechen und ihn vor den finsteren Absichten Kali's warnen. Es wird sicher nicht einfach, auch weil der Schotte die Lage unterschätzen könnte. Da muss ihr klar sein, wie sie ihre Worte wählt. Während sie noch über eine gute Einleitung nachdenkt, kollidiert sie beinahe mit einer Person. Blinzelnd registriert sie zunächst die blonden Haare und dieses extrovertierte Outfit, was man eben von einer Tiffany Stratton kennt. Seufzend rollt das Country Girl mit den Augen. Das Streitgespräch letzten Montag hat wirklich gereicht! Aber dann sieht sie ins Gesicht...und bemerkt, dass es eben nicht das Rich Girl ist, welches sie vor sich hat.

Fallon Henley: Öhm...hallo? Kennen wir uns?

Was anderes fällt ihr als Opener nicht ein. Nein, Tiffany Stratton hat den "Girlie" Style nicht für sich gepachtet. Ist dennoch irritierend, wie sehr diese Frau der ehemaligen Women's Championesse gleicht. Henley weiß nicht so recht, wie sie das beurteilen soll.
Ob man sich kennt? Die Unbekannte lässt schockiert due Kinnlade fallen. Fragend schaut sie das Country Girl an. Anscheinend stellt sich für sie diese Frage gar nicht. Zeit, dass die Stellung der Arme sich erneut ändert. Jetzt verkreuzen sie sich unter der Brust. Dadurch wirkt due Blonde etwas beleidigt.

???:
“Das hoffe ich doch! Wir treten doch demnächst 3 mal hintereinander an, weil du auf dieser blödsinnigen Statistik rumreitest.

Die Unbekannte wirkt genervt und rollt deshalb mit den Augen. Zusätzlich schüttelt sie leicht mit dem Kopf. Doch was redet sie da überhaupt? Statistik? 3 Matches? Das klingt alles ganz stark nach Tiffany Stratton. Doch wieso? Selbst die Verwirrung scheint hier verwirrt zu sein. Die Blonde spielt ihren Part trotzdem weiter durch, knickt ihre Hüfte nach rechts, um darauf ihre Hand abzulegen.

???:
“Doch vorher werde ich Liv Morgan ausschalten und dieser Becky beweisen, dass sie noch lange nicht mehr die Nummer 1 ist! Das kann nur ich sein!"

Ähm...ja. Auch wenn sie nun die Augenbrauen hochzieht und sehr selbstsicher wirkt, ist das doch alles sehr verrückt.
Also ahmt sie Tiffany Stratton definitiv nicht! Zudem muss sie Fallon und die echte Tiffy letzte Woche belauscht haben. Sonst wüsste sie nichts von diesem "dreimal hintereinander antreten". Aber was soll die Scharade? Hat sie ein Fan Girl vor sich, die das Rich Girl 1 zu 1 kopieren möchte? Oder ist es jemand, die Stratton bewusst durch den Kakao ziehen möchte? Ein paar Sekunden denkt die Brünette nach, bevor sie wieder das Wort ergreift und leicht ihren Kopf schüttelt.

Fallon Henley: Mädchen, keine Ahnung, warum du gerade SIE nachahmst! Wenn sie für dich ein Vorbild ist...ganz schlechte Wahl, ok?

Wenn diese Blondine ein Fan ist, wird sie sich sicher nicht umstimmen lassen. Aber dennoch ist das Country Girl nun schon ein wenig neugierig, was das soll. Sie sieht die Fremde ganz genau an und mustert ihr Gesicht, ob es ihr nicht doch irgendwie bekannt vorkommt. Nein, scheint keine Frau zu sein, die sie in diesem Biz jemals gesehen hat. Macht das ganze nur noch mehr mysteriöser.

Fallon Henley: Und jetzt? Willst du für sie Matches bestreiten oder wie habe ich mir das vorzustellen? Und was sagt sie dazu?

Fallon kann sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass die echte Tiffany davon so begeistert ist, dass jemand versucht so zu sein wie sie. Egal was der Grund dafür ist.
Ist das Buff Barbie Doll ja auch nicht. Die ehemalige Championesse versteht das ganze ja eh nicht. Und was die Unbekannte sich davon verspricht, steht in den Sternen. Sie kann sich warm anziehen, sollte Stratton sie erwischen.

???:
“Nachahmen? Mädchen? Verarschen kannst du dich selbst! Ich bin Tiffany Stratton! Also warum sollte jemand anderes etwas dagegen haben? Bist du schon Mal auf den Gedanken gekommen, dass die andere sich unter einem falschen Namen ausgibt?"

Wie unwahrscheinlich war das bitte? Aber die anwesende Blondine spielt ihre Rolle überzeugend. Darin immer wieder zu erkennen, wie sie Fallon von oben bis unten mustert und hin und wieder die Nase rümpft.

???:
“Natürlich nicht! Sie hat sich einfach meine Identität geklaut. Und die hole ich mir nun wieder!"

Doch plötzlich fällt die Unbekannte aus ihrer Rolle. Grund ist die wahre Tiffany Stratton, die von weiten herbeigeeilt kommt. Ohne zu zögern dreht sich das Double um und verschwindet in die andere Richtung.

Tiffany Stratton:
“Halte sie auf!"

Bittet das reale Rich Girl, indem sie vom weiten ruft. Natürlich ist es ihr ein Anliegen, die Frau zur Rede zu stellen. Wer will auch schon eine Doppelgängerin haben? Leider muss Tiffany zusehen, wie diese schnell verschwindet.

Tiffany Stratton:
“Toll, Henley! Du bist auch für nichts zu gebrauchen!"

Genervt rollt das Buff Barbie Doll mit ihren braunen Rehaugen und atmet genervt aus. Die Situation triggert sie schon sehr. Zumal sie den Kopf frei haben möchte, um sich den Titel von Liv Morgan wiederzuholen. Außerdem will sie, wie angekündigt, die Statistik gegen das Country Girl drehen.
Natürlich hätte Fallon versuchen können die Doppelgängerin aufzuhalten. Wenn sie schnell reagiert hätte, wäre das sogar möglich gewesen. Aber warum sollte das Country Girl das tun? Um Tiffany einen Gefallen zu tun? Nein, ganz sicher nicht! So sehr diese ganze Unterhaltung weird und zum Stirne runzeln war - es ist nicht Fallon's Problem! So zuckt sie nur amüsiert mit den Schultern.

Fallon Henley: Ach, ich wollte gerade nach ihr greifen...aber dann dachte ich mir, dass die große und tolle Tiffy das schon alleine schafft! Warst du wohl nicht schnell genug!

Man muss sicher nicht erwähnen, wie viel Ironie dabei mitschwingt. Fallon sieht sich schon um und kundschaftet aus, in welche Richtung sie weitergehen möchte. Das Gespräch mit der falschen Stratton war schon genug...jetzt noch das Original an der Backe zu haben ist nichts, worüber die Brünette sich freut. Viel mehr will sie endlich Drew McIntyre aufsuchen und ihn wegen Kali warnen. Und nochmal mit Bobbi Tyler reden, um die nun gute Verbindung weiter zu verstärken.

Fallon Henley: Scheinst ja einen großen Fan gefunden zu haben...schätze ich! Sie macht das schon recht gut...nerven wie das Vorbild kann sie schon! Wenn das mit der so weitergeht brauchen wir dich bald gar nicht mehr.

...spottet das Country Girl weiter. Tiffany die Wichtigkeit absprechen scheint für Henley eine große Angriffsfläche zu sein, auf sie gerne zurückgreift.
Tja...Volltreffer. Für Tiffany ist wohl nichts schlimmer als ihr das Spotlight zu nehmen. Und das sich jemand anderes ausgerechnet in ihrem stellen möchte, damit kommt die Millionärstochter überhaupt nicht klar.

Tiffany Stratton:
“Der Unterschied zwischen uns beiden ist, dass man dich nie gebraucht hat. Was hast du hier schon bewirkt, wenn du dich an eine alte Statistik klammern musst, um überhaupt etwas in der Hand zu haben?"

Ein Konter, womit Fallon eigentlich hätte rechnen müssen. Trotzdem merkt man der selbsternannten Miss Future Legend an, dass sie nicht so euphorisch ist, wie sonst. Stratton hat sich das alles ganz anders vorgestellt. Eigentlich sollte sie noch World Women's Championesse sein. Die Tiffy-Mania noch weiter ankurbeln. Die Tiffy-holics weiter verwöhnen. Sie hat das Gefühl an Glanz verloren zu haben. Genau das will sie sich nun wieder holen. Koste es, was es wolle.

Tiffany Stratton:
“Geschweige denn...üüüürgh..., dass jemand so sein möchte wie du!? Aber du wirst sehen! Tiffany Epiphany ist sehr bald wieder on the top! Der Stern der Liga! Das Aushängeschild der Women's Division!"

Laut quietschend holt sie Luft und schaut leicht nach oben. Ihre Hände fliegen auf Bauchhöhe, sodass die Handflächen nach vorn zeigen, als würden sie sagen...'warte mal'.

Tiffany Stratton:
“Tiffany Stratton is Miss Future Legend! Und niemand wird mich dabei stoppen! Toodles!"

Oh, der Abschiedsgruß heißt, dass die Brünette es geschafft hat. Die Anwesenheit des Püppchens muss sie nicht weiter ertragen. Diese winkt nur kurz mit den Fingern und geht dann dem Double nach. Umso eher die diese stoppt, umso besser.
Ja, mit dem Konter war natürlich zu rechnen. Schnaubend schüttelt Fallon den Kopf und verschränkt freudlos lächelnd die Arme. Auch wenn sie sich selbst eigentlich nicht als egoistischen Menschen ansieht, hat dennoch Jeder in diesem Biz ein gewisses Ego. So fuchst es die Brünette schon, dass in ihrer c2c Vita die ganz großen Siege noch fehlen und sie ihre bisherigen Chancen auf Gold nicht nutzen konnte. Klar, sie konnte sich oft mit anderen Sachen ablenken...wie mit der Geschichte mit Bobbi Tyler, den alten Konflikten mit dem Rich Girl oder mit allem rund um Drew McIntyre und Liv Morgen! Aber dennoch...da ist eben die Sache, die Tiff' ihr voraus hat. Nichtsdestotrotz sieht Henley hier ein weiteres Anzeichen dafür, dass es die Blonde durchaus stört, dass sie Fallon bisher nie in einem One on One besiegen konnte.

Fallon Henley: Eine alte Statistik, die dich trotzdem verfolgt und nervt, nicht wahr? Du kannst es klein reden, wie du möchtest, Stratton! Aber es ist wie es ist!

...ruft sie der ehemaligen Championesse hinterher, so lange diese in Hörweite ist. Trotz allem will das Country Girl die Jüngeren nicht mit dem Gefühl ziehen lassen, sie hätte Fallon hier verbal fertig gemacht.

Fallon Henley: Der Unterschied zwischen uns ist, dass du die Aufmerksamkeit, den Glamour und die Titel unbedingt brauchst, um dich selbst wichtig fühlen zu können und ich auch ohne das zufrieden und mit mir selbst im Reinen sein kann. Ja, vielleicht werde ich hier nie einen Titel gewinnen, weil ich nicht so verdorben und so niederträchtig wie du bin. Aber trotzdem habe ich dann keine Angst vor einer Bedeutungslosigkeit, sollte meine Zeit im Scheinwerferlicht irgendwann zu Ende sein.

Ui...das Fallon ihr diese Worte noch hinterher schickt, damit hat Tiffany nicht gerechnet. Nicht nachdem sie den Showplatz schon verlassen hat. Nur so eben hört sie noch die Worte des Country Girls, die durch den Korridor schallen. Tja, da muss sie ihre Verfolgung nach dem Double nochmal unterbrechen und sich halb umdrehen.

Tiffany Stratton:
“Falsch! Ich hole mir die Titel, weil ich es kann. Das ist der eigentliche Unterschied zwischen uns! Und ja...das macht mich zufrieden, weil ich es mir selbst erarbeitet habe!"

Warum sollte sie darauf auch verzichten wollen, wenn die Möglichkeit gegeben ist? Doch damit widmet die Millionärstochter sich wieder ihrer eigentlichen Weg.
Das Country Girl lässt sie nun, ohne ein weiteres Wort von sich zu geben, ziehen. Genervt brummt Fallon auf und winkt in Richtung der Blondine ab. Sie hat für heute eh Anderes, was für sie derzeit auch wichtiger ist, im Sinne. So geht dann auch die Brünette aus dem Bild. Fade off.

[Bild: HIST.jpg]

OPENER
SINGLES MATCH
Izzy Moreno vs. Lady Frost

[Bild: ladyfrostizzy.png]
Writer: ???

Lady Frost ist bereits im Ring.



Das Licht in der Arena erlischt komplett Auf dem Titantron flackert ein körniges Video aus dem Jahr 2015 auf Man sieht ein kleines Mädchen mit einem Bayley-Shirt und einem bunten Stirnband, das am Absperrgitter von NXT steht und weint, als Sasha Banks ihr das Haargummi klaut Dann ein Schnitt: Das Mädchen strahlt, während sie ihr Idol Bayley umarmt Die Worte "10 YEARS IN THE MAKING" erscheinen in schlichter, weißer Schrift auf dem schwarzen Bildschirm Ein sanfter, fast nostalgischer Klavier-Akkord ertönt, der plötzlich in einen treibenden, modernen High-Energy-Pop-Rock-Track übergeht Der Bass setzt hart ein, während die Lichter in der Arena synchron zum Rhythmus in Lila und Gold aufblitzen Und dann kommt sie! Izzy Moreno tritt durch den Vorhang

[Bild: 9b43be87-ee2d-43d7-9d2b-62d0c6b6649f.png]

Sie bleibt auf der Rampe stehen und atmet tief durch, während sie kurz die Augen schließt, als würde sie den Moment aufsaugen, von dem sie acht Jahre lang geträumt hat Sie trägt ein modernes Gear, das dezent an die Farben ihrer Anfänge erinnert, aber deutlich athletischer und professioneller wirkt Sie rennt nicht zum Ring Sie geht mit einer Mischung aus Ehrfurcht und neu gewonnenem Selbstbewusstsein Als sie an den Fans vorbeiläuft, klatscht sie nicht wahllos ab; sie sucht gezielt den Augenkontakt zu den jüngeren Fans in der ersten Reihe, ein stilles Nicken, wie als wolle sie dem jungen Mädchen zeigen, dass jeder es schaffen kann, eines Tages mal hier in diesem Ring zu stehen!

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the ring ... from Orlando, Florida... Weighing in at 114Pounds... She is everybody's favorite BFF... Izzy MOOOREEEEENOOOOOOOO!!!"

Am Ring angekommen springt Izzy auf den Apron und zieht sich mit einem flüssigen Sprung über das oberste Seil Sie geht in die Mitte des Rings und breitet die Arme aus, während lila Pyrotechnik hinter ihr in die Höhe schießt.

Warnung! Spoiler!
Izzy Moreno besiegt Lady Frost via Submission nach der Izzy Bar (7:43 Min)

Here is your winner by submission: Izzy Moreno!

[Bild: 45.jpg]

Irgendwo zwischen all dem unbarmherzigen Trubel, den minutiös durchgetakteten Matches und dem permanenten Chaos des wuseligen Backstage-Bereichs fand man sie dann doch: diese seltenen, stillen Momente für einen schnellen Snack oder die erste richtige Nahrungsaufnahme des ganzen Tages. So schlenderte auch Becky Lynch ein gutes Stück abseits des lauten Catering-Bereichs durch einen der ruhigeren Gänge. In den Händen hielt sie eine dieser weniger schönen, typischen Kunststoff-Schalen der Arena und aß gemächlich im Gehen, was auch immer sie sich da zusammengestellt hatte. Es wirkte absolut ungeplant, als sie beiläufig nach links blickte und sah, wie Seth auf sie zukam. Seinem Atem und dem Outfit nach zu urteilen, hatte er gerade eine intensive Training-Session im mobilen GYM hinter sich gebracht. Schweißnass, das Handtuch noch locker um den Nacken gelegt, trat er an Becky heran. Diese blieb stehen, hielt die Schale fest und betrachtete ihn mit einem relativ nüchternen, fast schon distanzierten Blick.

SETH ROLLINS: "Hey Babe… was… was hast du da?"

Sein Blick fiel augenblicklich auf die Schüssel, aus der sie gerade genüsslich das nächste Stück Hähnchen auf piekste und die Gabel zum Mund führte. Mit einem unübersehbaren Anflug von Skepsis wanderte Beckys rechte Augenbraue prompt nach oben.

BECKY LYNCH: "Dies hier?"

SETH ROLLINS: "Ja, genau das… kann ich was abhaben?"

Dieser kleine, instinktive Argwohn von Becky war im Ehealltag durchaus berechtigt. Seth wollte grundsätzlich immer das haben, was sie sich gerade zubereitet, abgeholt oder bestellt hatte. Es spielte absolut keine Rolle, ob er überhaupt wusste, was es war, oder ob es seinem Geschmack entsprach. Zudem gehörte er zu der Sorte Mensch, die wie ein Staubsauger aßen. Er konnte Massen an Nahrung ohne mit der Wimper zu zucken in Sekundenschnelle verschlingen.

BECKY LYNCH: "Oh, das hier ist ein Chicken-Pasta-Salad mit Teriyaki-Sauce und einem kräftigen Schuss Sriracha. Es schmeckt wirklich umwerfend. Wenn eine einzige Sache hier in dieser Company verdammt noch mal verlässlich gut ist, dann ist es das Catering. Dieser Salat ist fantastisch. Und… nein, du kannst nichts abhaben."

Auch wenn der Salat köstlich sein mochte, schwang in ihrer plötzlichen kulinarischen Euphorie ein gewaltiger Unterton von Ironie und kalkulierter Abweisung mit. Der gute Seth hatte es wahrlich nicht leicht; er wollte schließlich nur einen winzigen Haps von ihrem Salat und keine Niere. Etwas zögerlich wischte er sich ein paar Schweißperlen von der Stirn und fragte sich innerlich, an welcher Kreuzung er jetzt schon wieder in Ungnade gefallen war. Doch er gab nicht so schnell auf und versuchte es mit Charme.

SETH ROLLINS: "Nicht einmal einen einzigen Bissen? Vielleicht… vielleicht willst du es ja mit dem hier herunterspülen?"

Ein schiefes Grinsen stahl sich auf sein Gesicht, als er einen Shaker hinter seinem Rücken hervorzog und ihn ihr wie eine Friedenspfeife hinhielt. Ein eiskaltes Isolat mit Elektrolyten und einem erfrischenden, tropischen Geschmack wäre in diesem Moment vielleicht sein perfekter Joker gewesen. Doch die Realität sah anders aus. Ungläubig sah Becky ihn an, während ihr Blick langsam zwischen seinen Augen und dem Shaker hin und her wanderte.

BECKY LYNCH: "Was ist das… Vanille?!"

SETH ROLLINS: "Ja. Wir trinken doch immer Vanille nach dem Training."

BECKY LYNCH: "DU trinkst immer Vanille, Seth. Und es ist sterbenslangweilig. Also: NEIN!"

Dieses kleine, fast schon ritualisierte Ratespiel kam nicht von ungefähr. Wann immer Seth und Becky in gesunden Zeiten zusammen trainiert hatten, teilten sie sich danach treu ihren Shake. Auch wenn das in den letzten turbulenten Wochen quasi gar nicht mehr vorkam, war der klassische Vanille-Shake, den Seth eigenhändig zubereitete, ihr Standard gewesen. Doch abgesehen davon, dass Vanille absolut grauenhaft zu asiatischer Teriyaki-Sriracha-Sauce passte, mischte sich nun eine Schärfe in Beckys Worte, die Seth nicht mehr einfach weglächeln konnte. Seth ließ den Arm mit dem Shaker langsam sinken. Das schiefe Grinsen auf seinen Lippen starb, und zurück blieb der ungeschönte, ernste Blick des Mannes, der seit Wochen versuchte, eine Brücke über einen reißenden Fluss zu bauen.

SETH ROLLINS: "Es geht gar nicht um den verdammten Salat, oder Becks?"

Becky hielt mitten in der Bewegung inne. Die Gabel schwebte nur Zentimeter über der Plastikschale. Sie sah ihn nicht an, starrte nur auf das Essen, während die geschäftige Kulisse des Backstage-Gangs, das ferne Rollen von Flightcases, das Murmeln von Producern, nun komplett in den Hintergrund trat.

BECKY LYNCH: "Ich habe Hunger, Seth. Und ich habe heute Abend noch einiges vor. Ich habe keine Zeit für deine Psychoanalysen im Vorbeigehen."

SETH ROLLINS: "Ich analysiere dich nicht. Ich versuche nur… verdammt, ich versuche einfach nur zu reden. Normal zu reden. Wie wir es früher getan haben. Bevor wir angefangen haben, uns in den Hallen wie zwei Fremde zu behandeln, die zufällig dasselbe Kind haben."

Die Worte saßen. Becky stellte die Kunststoff-Schale mit einem etwas zu lauten Klacken auf ein nahes Case. Als sie sich zu ihm umdrehte, war die Rüstung von The Man wieder fest verankert, doch hinter der eiskalten Fassade brodelte es.

BECKY LYNCH: "Du wolltest Zeit, Seth. Du wolltest Ruhe. Du hast mir unmissverständlich klar gemacht, dass du auf meinem Weg gerade kein Soldat sein kannst. Also gebe ich dir genau das. Ich gehe vorwärts, mit Ethan und hole mir, was mir zusteht. Und du machst deine… deine Vanille-Shake-Pausen. Wo genau ist also das Problem?"

Seth trat einen Schritt näher, ignorierte die kühle Distanz, die sie ausstrahlte. Seine Stimme sank zu einem rauen, eindringlichen Flüstern.

SETH ROLLINS: "Das Problem ist, dass du mich komplett ausschließt, Becks. Du tust so, als wäre ich Luft. Du hältst Promos, schaust in die Kameras und tust so, als gäbe es uns nicht mehr. Wenn du wütend auf mich bist… gut! Schrei mich an, verpass mir eine schallende Ohrfeige, tu was auch immer du tun musst! Aber straft mich nicht mit dieser eisigen Verachtung. Das habe ich nicht verdient. Nicht von dir."

Becky sah ihn an. Für einen winzigen Wimpernschlag zitterte etwas in ihrem Blick. Die Erinnerung an ihren heftigen Streit in London, das schmerzhafte, leise Klicken der Tür, als sie gegangen war, es war alles noch viel zu frisch. Sie wollte hart bleiben, sie musste stark sein, um in diesem Haifischbecken zu überleben, besonders jetzt, wo alle auf eine Schwachstelle von ihr lauerten.

BECKY LYNCH: "Ich verachte dich nicht, Seth. Aber ich kann nicht anhalten. Jedes Mal, wenn ich stehen bleibe, um auf dich zu warten, höre ich dieses verdammte Kichern in meinem Kopf. Ich brauche diesen Fokus. Wenn ich jetzt weich werde… dann bricht das Ganze zusammen."

Ihre Stimme klang plötzlich leiser, fast ein wenig erschöpft. Seth sah sie lange an. Er verstand ihre Angst, er kannte die Dämonen, die Skye Blue gepflanzt hatte, nur zu gut. Und diese harmonierten unglücklicherweise sehr gut mit ihren eigenen Dämonen, die sie ohnehin mit sich herumträgt. Er hob langsam die Hand, zögerte, und ließ sie dann doch lieber sinken, um sie nicht wieder zu verschrecken.

SETH ROLLINS: "Ich verlange nicht, dass du weich wirst, Becks. Ich will nur nicht, dass du vergisst, wer dir den Rücken freihält, wenn die Kameras aus sind. Ethan Page nutzt dich nur als Sprungbrett, das weißt du ganz genau. Und wenn er dich fallen lässt… bin ich derjenige, der dich auffängt. Ob du es willst oder nicht."

Bei seinen Worten spannte sich Beckys gesamte Körperhaltung schlagartig an. Die Erschöpfung in ihren Zügen wich einer lodernden, unbändigen Intensität. Sie machte einen aggressiven Schritt nach vorn, verkürzte den Abstand zwischen ihnen radikal und funkelte ihn mit einer Mischung aus verletztem Stolz und absolutem Machtanspruch an.

BECKY LYNCH: "Ein Sprungbrett?! Du verstehst es einfach immer noch nicht, oder? Du denkst, Ethan benutzt mich? Niemand benutzt mich! Ich bin nicht die Nebenrolle in Pages Story und ich bin verdammt noch mal nicht das Anhängsel in deiner Erholungsphase! Ich will nicht einfach nur ein Match auf der Card, Seth. Ich will nicht mitschwimmen. Ich will der absolute, unangefochtene Main Character dieses gesamten, verdammten Business sein! Die Kameras, die Schlagzeilen, die Main Events, das alles gehört mir. Und weißt du was? Ich habe es mir verdammt noch mal verdient! Ich habe mir die Seele aus dem Leib gekämpft, während andere sich ausgeruht haben. Wenn ich mit Ethan die Company brennen sehen muss, um ganz oben auf dem Thron zu sitzen, dann tue ich das. Weil es mein Platz ist. Mein Geburtsrecht."

Ihre Stimme war lauter geworden, vibrierend vor einer tief sitzenden Überzeugung, die keinen Widerspruch duldete. Seth erwiderte ihren Blick, doch anstatt zu kontern, schwieg er. Er sah die tiefe Verbundenheit zu ihren eigenen, inneren Dämonen, die aus jedem ihrer Worte sprach. Er drehte den Shaker langsam in seinen Händen, blickte kurz darauf und sah ihr dann noch einmal tief in die Augen.

SETH ROLLINS: „Was den Shake angeht… vielleicht ist Vanille langweilig. Aber es ist verlässlich. Es schmeckt morgen noch genau wie gestern. Und manchmal ist Verlässlichkeit genau das, was man braucht, wenn um einen herum alles brennt.“

Ohne auf eine Antwort zu warten, stellte er den Shaker direkt neben ihre Salatsschale auf das Case. Er klopfte ihr zweimal sanft auf die Schulter. Eine flüchtige, aber zutiefst vertraute Berührung, die sie wie ein elektrischer Schlag durchfuhr. Er drehte sich um und ging mit langsamen Schritten den Gang hinunter, das Handtuch über der Schulter.

Becky blieb allein zurück. Sie starrte ihm hinterher, bis er um die Ecke bog. Dann wanderte ihr Blick zu dem Shaker, der einsam neben ihrem Salat stand. Sie atmete tief aus, nahm die Kunststoff-Schale wieder in die Hand, blickte auf den Shake… und ein kaum wahrnehmbares, bittersüßes Lächeln stahl sich für den Bruchteil einer Sekunde auf ihre Lippen, bevor sie die Maske wieder schloss. Die Mauern standen noch, aber das Fundament hatte gerade gewackelt.

[Bild: 65.jpg]
THE FINAL FAREWELL!

Die Show heute hier in Norfolk ist noch ganz frisch, hat uns jedoch bereits mit Izzy Moreno gegen Lady Frost einen sensationellen Start gezeigt. Auch wenn sie noch immer im Performance Center ist, so zeigt Izzy doch jede Woche, dass man sie nicht unterschätzen sollte und dass sie immer besser und besser wird. Etwas, wo ihre Kollegen sich noch etwas reinhängen müssen. Lykos hatte sein letztes Match vor zwei Wochen verloren und hat heute das Rematch gegen Axiom. Dieses jedoch nur, weil sein Vater meinte, dass Lykos in seinem aktuellen Zustand keine Chance gegen den Spanier hat. Das lässt sich das Problem Child des Wrestlings natürlich nicht einfach so sagen. Er wird seinem Erzeuger das Gegenteil beweisen. Und dafür wird er alles geben. Wie wir es hier auch hören dürfen, denn die Männer im Produktionstruck schalten uns wie fast jede Woche mehrere Tage in die Vergangenheit. Wir befinden uns wieder in der Trainingshalle, die die C2C als Performance Center angemietet hatte in New York City. Scheinbar wurde die Halle eine Woche länger gemietet, sodass die Stars erst in den letzten zwei Tagen hier nach Norfolk gekommen sind. Doch scheint das Training hier bereits beendet zu sein. Wir können eben jenen angesprochenen Kid Lykos sehen, wie er gerade umgezogen aus der Umkleidekabine herauskommt.

[Bild: 7b987b1b-571a-400a-a71d-463b77cc917a.png]

Er trägt recht lässige Straßenklamotten, was wohl zeigt, dass wir hier gerade zum Ende des Trainings einschalten. In schnellen Schritten verlässt Lykos die Arena, da er wohl keine Lust hat, noch einmal so etwas zu erleben wie letzte Woche. Doch leider spielt das Schicksal ihm da gegen den Strich, denn genau als er aus der Tür der Halle herausgeht, tritt ihm mal wieder genau wie letzte Woche eine Person in den Weg. Doch dieses Mal ist es keine männliche über 60-Jährige. Nein, es ist weder Lykos’ Vater noch sein Trainer Raven. Es ist dieses Mal Leva Bates! Die Cosplay-Queen steht hier, gekleidet in ein weißes Oberteil mit langen blauen Ärmeln und einen kurzen gelben Rock mit silbernen Kreisen an der Seite drauf, die wie Ringe wirken. Jetzt müsste sie nur noch rot-orangene Haare haben und sie würde als perfekte Nami aus One Piece durchgehen.

[Bild: a06cee3d02783107-365x500-1.png]

Aber ist ihr Ziel nicht eine Weltkarte zu zeichnen, sondern vielmehr hier ein ernstes Gespräch mit ihrem Kollegen zu führen, der sich auch heute wieder im Training nicht ganz fokussiert verhalten hat.

Leva Bates: „Hey Lykos. Was ist los?“

Kurz und knapp stellte Leva diese Frage, doch wirkt sie dabei erschreckend bedrückt. Das ist aber auch klar, denn schließlich macht sie sich Sorgen um Lykos.

Leva Bates: „Dein Vater wirkt so, als wolle er sich mit dir verstehen. Meinst du nicht, er hätte eine Chance verdient?“

Als die Kamera nach dieser Frage auf das noch immer maskierte Gesicht des Briten schwenkt, bekommen einige Fans in der Halle jedoch Angst. Lykos reagiert weder bestätigend oder wütend auf Leva. Nein, er reagiert fast schon gar nicht. Er wirkt kalt wie ein Eisbär. Wie als würden selbst die mitfühlenden Worte seiner Partnerin ihm scheißegal sein. Nicht mal Raven konnte so wirken, als er mit Leva Bates private Gespräche geführt hat. Was um alles in der Welt geht hier nur mit Lykos ab? Ist er so versessen davon, seinen Vater zu hassen und ihn zu widerlegen, dass er absolut nichts an sich ran lässt, was seine Meinung ändern könnte?

Kid Lykos: ’„Wenn du so geil darauf bist, dass er sich besser fühlt, dann schlaf doch mit ihm!“

Die Fans geben ein Raunen von sich, denn auch das war ein Spruch, der 1 zu 1 genauso hätte eher von Raven kommen können und nicht von jemandem wie Kid Lykos. Das Problem Child, das immer glücklich ist und das nie eine Chance auslässt zu lachen. Das hier ist nicht mehr der Mann, den man einst kannte. Den Leva einst kannte. Das hier ist ein Mann, der sein Herz voll und ganz in Finsternis verschlossen hat und es dort, solange sein Vater hier ist, auch nicht mehr rausholen will. Aber nachdem wir letzte Woche erfahren durften, warum Lykos seinen Vater so sehr hasst, kann man es ihm nicht einmal wirklich übel nehmen. Dieser Mann war quasi dafür verantwortlich, dass Lykos’ gesamte Jugendzeit ruiniert wurde. Und trotz allem hat es der Brite geschafft, professioneller Wrestler zu werden. Vielleicht ist das ein Punkt, an dem Leva es mal versuchen könnte, um Eintritt in sein Herz zu erlangen. Aber sie hat viel eher eine ganz andere Idee. Wenn Lykos schon mit einem dummen Spruch probiert, kann sie ja genauso dumm darauf antworten.

Leva Bates: „Ach, halt die Klappe. Du willst mich doch nur Mami nennen. Aber mir würde ein Rhea-Cosplay nicht stehen.“

Das Eis scheint sie damit wohl noch immer nicht gebrochen zu haben. Lykos bleibt weiterhin so kalt und emotionsarm. Die Stimmung hier wirkt regelrecht bedrückend. Und so eine bedrückende Stimmung mag Leva überhaupt nicht. Daher geht sie einen Schritt näher an ihren Kollegen heran und versucht, ihn nun in nächster Nähe ins Herz zu sprechen und die ganze Sache endlich ad acta zu legen, damit jeder wieder glücklich und zufrieden sein kann, wie es so sein sollte.

Leva Bates: „Komm schon, Lykos. Er ist dein Vater. Er hat dich zur Welt gebracht und ihr habt euch schon seit Jahren nicht mehr gesehen. Wenn er nicht irgendetwas ganz Grauenvolles getan hat, dann solltest du seine Entschuldigung annehmen!“

Kid Lykos: ’„Dem stimme ich zu. Danke dir!“

Es wird Zeit, nun endlich Tacheles zu reden. Aber mehr als ein stummes Nicken, welches weiterhin völlig ohne Emotionen ist, bekommt Leva auch hier nicht aus Lykos heraus. Und das regt sie auf. Klar, Lykos bleibt ruhig und freundlich, aber er könnte immerhin etwas zeigen. Leva fühlt sich hier, wie als würde sie mit einer Wand reden. Was geht ab im Kopf des Briten? Irgendetwas Zuneigung zu seinem Vater muss da doch noch vorhanden sein. Familie ist etwas Besonderes und das sollte man bei sich behalten, solange man nur kann. Eine stärkere Bindung als sich das eigene Fleisch und Blut zu teilen, existiert doch nicht auf dieser Welt. Doch scheinbar nicht in der Familie Lykos. Die Kamera zoomt schnell wieder auf Leva, die nun so langsam die Schnauze voll hat und sich Lykos noch einmal in den Weg stellt, als dieser versucht hatte, an ihr vorbei zu gehen und endlich zu verschwinden. Dabei verschränkt sie ihre Arme und schaut ihren Trainingspartner streng an.

Leva Bates: „Na gut...“

Sie bleibt zwar ruhig, aber man kann es ihr deutlich ansehen, dass sie sich nun in eine Welt begibt, wo sie eigentlich nicht drin sein möchte. Dass sie so viel Kontakt zu Raven hatte, hilft ihr etwas dabei. Dadurch konnte sie solche Welten schon gut kennenlernen und sich daraus die wohl schlimmsten Fantasien herausholen, die man sich vorstellen könnte. Und mit eben jenen Fantasien bewirft sie nun Lykos, in der Hoffnung, dadurch endlich etwas mehr Einsicht erhalten zu können.

Leva Bates: „Er hat dich als Kind misshandelt! Und deine Mutter hat er verprügelt!“

Mit einer fast schon zuckersüßen Stimme spricht Leva hier solche Vermutungen heraus, um zu hoffen, dadurch irgendeine Reaktion aus Lykos zu bekommen. Sie will wissen, was der Grund ist, warum dieser seinen Vater so sehr hasst, und deswegen rattern die Rädchen in ihrem Kopf auf der Suche nach den schlimmsten Dingen, die sie sich vorstellen könnte. Das ist... eine Taktik. Ob das jedoch wirkt, kann man bisher noch nicht erkennen. Vielleicht ist es ja auch gar nicht so schlecht, wenn Lykos so still und emotionslos bleibt. Er scheint all die ganze Wut bloß in sich hinein zu fressen. Und wenn er diese gleich in seinem Match gegen Axiom rauslässt, könnte das wie ein Vulkanausbruch werden, gegen den selbst der Spanier nicht ankommt. Aber Leva denkt gar nicht erst so weit. Sie versucht es weiter und geht dabei immer schlimmere Vorstellungen durch.

Leva Bates: „Er hat dich als Kleinkind arbeiten lassen! Und deine Mutter hat er auf dem Strich verkauft!“

Man sieht es Leva an, dass es ihr sichtbar unangenehm ist, solche Gedanken zu haben und diese auch noch laut auszusprechen. Das passt nicht zum lieben kleinen Mädchen, was sie sonst normalerweise ist. Aber sie möchte doch nur helfen. Was soll sie denn machen? Sie möchte nur, dass es Lykos besser geht und dass dieser keinen Fehler macht. Und so dämlich es auch klingt, sie hat es mit dieser Idee immerhin tatsächlich geschafft, eine Reaktion auf Lykos’ Gesicht hervorzubringen. Er bleibt zwar weiterhin ruhig, aber man kann seine Gesichtszüge deutlich schwanken sehen und eine unbeschreibliche Wut ausstrahlen. Er schaut Leva mit einem Blick an, der töten könnte.

Kid Lykos: ’„Hör auf! Ich warne dich!“

Leva hat es wohl scheinbar etwas zu weit getrieben. Das war eine deutliche Drohung von Lykos und diese sollte Leva auch ernst nehmen. Normalerweise würde man so etwas nicht glauben, aber hier in seiner jetzigen Verfassung sieht Lykos so aus, als könne er wirklich auch eine Frau... eine gute Freundin zusammenschlagen, ohne an die Konsequenzen zu denken. Dieser Mann ist nicht mehr der Lykos, den Leva einst gekannt hat. Dieser Mann ist nur noch von bloßer Wut und Zorn getrieben. Aber dennoch gibt sie nicht auf. Sie hört zwar auf, Lykos zu reizen, aber sie bleibt standhaft und verbissen.

Leva Bates: „Nun sag schon, was es war. Warum hasst du ihn so sehr!“

Sie lässt sich von der Drohung nicht zurückstoßen. Sie will eine Antwort und sie wird Lykos so lange nerven, bis dieser ihr eine gibt. Und warum? Ja, warum eigentlich? Das scheinen wir nun zu erfahren.

Leva Bates: „Ich kenne dich immer nur mit einem großen Grinsen und viel Freude im Gesicht. Diese ganze Wut, die du hier zeigst, macht alles nur hässlich. Die tut weh. Nicht nur dir, sondern auch mir!“

Es tut ihr weh, Lykos so zu sehen? Leva steht ihm weiterhin gegenüber, ihre Haltung ist offen, fast schon verletzlich, während sie ihn mit einem Blick mustert, den man in den letzten Wochen so gar nicht mehr an ihr gewohnt war. Es ist keine Kritik, die aus ihr spricht, sondern eine ehrliche, fast schmerzhafte Beobachtung. Lykos versteift sich bei ihrer Aussage. Das „Problem Child“ des Wrestlings ist es in letzter Zeit gewohnt, mit Härte zu kontern, mit Zynismus zu antworten oder einfach die Maske der Wut aufzusetzen, um keine Schwäche zu zeigen. Doch dieser direkte Appell an sein früheres Ich, an den Jungen, der mit einem Lächeln den Ring betrat, trifft ihn völlig unvorbereitet. Er öffnet den Mund, um etwas Scharfes zu entgegnen, doch die Worte bleiben ihm im Hals stecken, als würde die Realität dieser Aussage wie ein Schlag in die Magengrube wirken. Man sieht förmlich, wie die Wut in ihm kurz gegen die nackte Erschöpfung kämpft. Die Stille zwischen ihnen ist nicht mehr ruhig; sie ist mit einer unausgesprochenen Geschichte geladen. Leva sieht ihn an, als würde sie hinter die aggressive Fassade blicken wollen, dorthin, wo Lykos selbst am meisten Angst hat hinzusehen. Lykos senkt den Blick, seine Schultern sacken für einen winzigen Sekundenbruchteil nach vorne, ehe er sich wieder aufrichtet, doch scheint der Funke der Erkenntnis wieder erloschen zu sein. Denn er wirkt wieder genauso kalt wie die ganze Zeit schon.

Kid Lykos: ’„Dann lass mich doch einfach alleine. Dann spürst du sie nicht und musst sie auch nicht sehen!“

Trocken und kalt wie die ganze Zeit schon. Wenn es Leva wehtut, ihn so zu sehen, soll sie halt einfach weggucken. Wenn sie ihn nicht anschaut, tut es ihr auch nicht weh und damit sind alle Probleme gelöst. Er wird die Wut gegenüber seinem Vater weiterhin behalten und er wird einen Scheiß tun, diese irgendwie los zu werden. Wenn Leva damit nicht einverstanden ist, dann ist es halt so. Und damit sie es endlich versteht, sagt er es ihr auch noch ein letztes Mal mitten ins Gesicht, bevor er sich umdreht und endlich verschwindet.

Kid Lykos: ’„Ich habe weder vor, mich mit diesem Mann zu vertragen, noch habe ich vor, ihn überhaupt nochmal wieder zu sehen. Er kann sich aus meinem Leben am besten einfach nur verpissen und nie wieder kommen. Im Ersteren ist er gut. Zweiteres muss er besser machen.“

Und damit ist Lykos verschwunden und Leva wird alleine zurückgelassen. Doch das Segment scheint noch nicht beendet zu sein. Denn die Kamera fährt zwar etwas raus und schwingt allmählich von Leva weg. Jedoch wird das Bild nicht schwarz. Nein, wir werden in das Innere der Trainingshalle geschwenkt und bleiben dort auf der anderen Seite der Tür stehen, wo ein Mann die ganze Zeit die beiden belauscht hat bei ihrem Gespräch. Und dieser Mann ist niemand Geringeres als Lykos’ Vater!

[Bild: e5265ed0-2e6e-4663-99be-51c18f922669.png]

Hatte er Leva beauftragt, damit hier mit Lykos zu sprechen, nachdem das Gespräch mit ihm und seinem Sohn letzte Woche nicht so gut lief? Oder ist das hier wieder nur zufällig gewesen, dass er das Gespräch gehört hat. Obwohl es schon irgendwie verdächtig ist, dass dies gleich zwei Wochen in Folge passiert. Letzte Woche das Gespräch mit Raven und diese Woche mit Leva. Es kann schon irgendwie traurig sein. Klar, tut sein Vater nicht wirklich viel, um Lykos zurück zu gewinnen und sicher hat er wirklich enorm viele Fehler gemacht. Er hat Lykos’ Kindheit geraubt. Aber trotzdem möchte man es einfach nicht sehen, wie eine Familie so zu Bruch geht. Aber er muss wohl damit leben. Dies war die letzte Woche, dass die C2C hier in New York City ist, da sie diese Woche nun hier in Norfolk ihre Tour weiterführt. Und da wird Lykos’ Vater sicher nicht mehr mit dabei sein. Das heißt nächste Woche wird er seinen Sohn schon nicht wieder sehen. Und da dieser scheinbar keine Liebe mehr für ihn übrig hat, muss er wohl eingestehen, dass er ihn verloren hat. Deswegen scheint er nun mit all seinen gepackten Sachen auch bereit dafür zu sein, zu verschwinden und sich nie wieder vor den Kameras der C2C zu zeigen. Er schnappt sich seinen Rucksack, setzt sich diesen auf den Rücken und...

Raven:
„„Sie verlassen uns schon? Geht’s zu dem Ringen-Wettbewerb?"“

Doch genauso wie Leva Lykos aufgehalten hat, als dieser verschwinden wollte, scheint es nun Raven zu sein, der seinen Vater aufhält. Will er sich etwa noch bei diesem verabschieden? Raven scheint ja derjenige gewesen zu sein, der sich am meisten darüber gefreut hatte, dass er mit hier war und bei dem Training ausgeholfen hat.

Daddy Lykos: ’„Huh? Oh ja. Ist nur das Training. Wir haben noch eine Abendstunde heute. Hoffentlich bleib ich nicht zu lange wach.“

Gut gefüllter Tag, den Lykos’ Vater da hat. Vom Wrestling-Training zum Ringen-Training. Er scheint ein viel beschäftigter Mann zu sein und das trotz seines hohen Alters. Doch Raven scheint sein Lächeln, welches er eben noch aufgesetzt hatte, sofort wieder wegzuwischen. Er ist nicht nur zum Verabschieden hier her gekommen. Er hat dieses Gespräch aus einem ganz bestimmten Grund gestartet und genauso wie Leva gibt es auch etwas, was er herausfinden will. Oder bereits schon herausgefunden hat?

Raven:
„„Hören Sie auf damit. Ich weiß, dass es keinen solchen Wettbewerb gibt. Und auch kein Training?"“

Streng schaut der Death Dealer Daddy Lykos an, welcher ihm nur mit einem überraschten, aber auch verwirrten Blick antwortet.

Daddy Lykos: ’„Wa... was meinen Sie bitte?“

Natürlich versteht der ältere Mann nicht direkt, von was Raven hier spricht. Will Raven etwa sagen, dass Daddy Lykos gelogen hätte und gar nicht wegen einem Ringen-Wettbewerb hier in New York City ist? Aber wenn dem so ist, wegen was ist er dann hier? Weiß Raven da etwa mehr als wir? Anscheinend, denn er blickt den Vater weiterhin mit strengem Blick an, wie sie von Leva eben nicht besser kommen konnten und zeigt ihm gleich, was Phase ist. Er lässt sich nicht mit sich spielen. Wenn er Dinge sagt, dann werden diese auch verstanden und gemacht. Man braucht gar nicht damit anfangen, Raven für blöd verkaufen zu wollen.

Raven:
„„Sie können das Schauspiel ablegen. Sie haben mir letzte Woche alles erzählt."“

...sagte Raven und kneift dabei streng seine Augen etwas zu. Und Lykos’ Vater... der wirkt geschockt! Geschockt und verwundert. Er hat Raven letzte Woche alles erzählt? Was denn? Und wenn er das getan hat, warum wirkt er hier dann so verwirrt, wie als hätte er keine Ahnung, von was Raven hier redet? Irgendetwas stimmt hier doch nicht. Wurde Raven verarscht?

Daddy Lykos: ’„Wirklich? Aber... wieso? Wieso hab ich Ihnen das gesagt?“

Hat Raven Lykos’ Vater unter Drogen gesetzt, damit dieser Dinge preisgibt, die er sonst eigentlich geheim halten möchte? Zuzutrauen wäre es ihm wohl. Und schließlich muss es ja irgendeinen Grund dafür geben, dass Lykos’ Vater hier nicht weiß, dass er mit Raven über ein Geheimnis letzte Woche gesprochen hat. Raven wird wohl kaum in einem Paralleluniversum mit ihm gesprochen haben, sodass seine Gestalt in diesem Universum nichts von diesem Gespräch weiß. Oder aber es ist ganz anders und Raven hat gar nicht mit ihm gesprochen? Raven bekommt wieder ein kleines hinterlistisches Lächeln in sein Gesicht, als er Daddy Lykos ansieht, wie als hätte er gerade im Jackpot gewonnen.

Raven:
„„Haben Sie nicht! Jedenfalls nicht mit Worten."“

Daddy Lykos: ’„Was?“

Das war alles nur ein Bluff. Raven hat ihn outplayed. Er hat so getan, als hätte Lykos’ Vater ihm sein Geheimnis verraten, und durch die Reaktion, die er daraufhin gebracht hat, weiß Raven nun, dass es ein Geheimnis gibt. Aber... das klingt selbst in der Theorie wie eine dämliche Idee. Warum sollte sich Lykos’ Vater nicht daran erinnern können, mit was er über Raven spricht? Das wäre doch nur zum Scheitern verurteilt... es sei denn...

Raven:
„„Mir ist es heute aufgefallen, als ich Sie im Training gesehen habe. Sie wirkten, wie als wäre es das erste Mal, dass Sie bei einem solchen Wrestling-Training mit dabei sind. Dabei waren Sie letzte Woche auch schon hier. Auch die Gespräche, die ich zwischendurch mit Ihnen geführt habe, haben es gezeigt. Ich habe viele Punkte angebracht, die ich 1 zu 1 genauso auch schon letzte Woche gesagt habe und Sie haben ganz normal darauf reagiert, wie als hätten Sie es zum ersten Mal gehört. Und Ihre Reaktion jetzt hat es ganz bewiesen."“

Raven hatte bereits eine Vorahnung und hat sie nun mit seinem Spiel bewiesen. Das war kein einfacher Bluff. Das war nur ein Zug, um zu zeigen, dass er recht hatte. Er kannte das Blatt seines Gegners bereits und konnte ihn lesen wie ein offenes Buch. Er wollte nur auf Nummer sicher gehen. Ganz einfach!

Raven:
„„Aber hey, ich kann es verstehen. Sie mussten sich irgendetwas ausdenken. Wäre ja grauenvoll, wenn Sie Ihrem Sohn gesagt hätten, dass Sie nur wegen ihm hier nach New York geflogen sind. Das wäre ja dumm!"“

Auch wenn er hier bierernst mit Lykos’ Vater spielt und ihn regelrecht ausquetscht, ohne dass dieser überhaupt auf seine Aussagen antworten muss, lässt es sich Raven nicht nehmen, seine dummen Sprüche mit hinein zu bringen. Die ganze Geschichte mit dem Schüler, der bei einem Ringen-Wettbewerb mitmacht, war eine bloße Lüge. Sein Vater kam wegen Lykos selbst hier nach New York, weil er feststellen konnte, dass die C2C drei Wochen in Folge hier verweilen wird. Nur hat dieses Treffen nicht sonderlich hübsche Blüten getragen, wie es scheint. Doch auch wenn Raven eben noch so dumme Sprüche gebracht hat, endet er das Gespräch nun wieder in eine etwas ernstere Richtung und stellt den Vater in ruhiger Tonlage eine wichtige Frage.

Raven:
„„Was ist es?"“

Eine Frage, mit der viele Fans auf Anhieb jetzt nichts anfangen können. Was ist was? Der Grund, warum er hier nach New York geflogen kam? Oder von was redet Raven? Doch als man die Antwort von Lykos’ Vater vernimmt, der ebenfalls sehr betroffen wirkt, weil Raven ihn hier so sehr durchschaut hat, der so wirkt, wie als hätte er sich geschlagen gegeben und würde aufgeben, da fällt einem plötzlich sämtliche Groschen von den Augen, die einen bisher nur geblendet haben. Durch diese Frage wird nun endlich alles erklärt, was hier vor sich geht. Zwar auf ziemlich schmerzhafte Art und Weise, aber immerhin wird es erklärt. Lykos’ Vater muss einmal tief durchatmen, bis er sich in der Lage fühlt, Raven mit einer Antwort zu preisen.

Daddy Lykos: ’„Parkinson! Mit einer kortikobasalen Degeneration des Hirnvolumens!“

Oh mein Gott. Das erklärt wirklich alles. Das gesamte Verhalten von Lykos’ Vater. Dass Raven damit durchkommen konnte mit diesem schlechten Bluff und dass Daddy Lykos nicht wusste, was er Raven gesagt haben soll. Aber... er wirkt so vollkommen normal und gesund? Wie kann das sein?

Daddy Lykos: ’„Bisher stört es mich nur bedingt. Ich vergesse einige kleinere Sachen, die mir passieren und kann sie mir nicht mehr merken. Egal was es war. Egal ob wichtig oder unwichtig. Aber die Ärzte können nichts dagegen machen, außer mir Medikamente geben, mit denen man das Absterben der Nervenzellen etwas verlangsamen kann. Aber in spätestens sechs Monaten wird es bereits so ausgeprägt sein, dass ich nicht mehr sprechen kann und wohl auch nicht mehr leben ohne Pflege. Bis ich dann irgendwann nicht mehr aufwachen werde.“

Das ist ja grauenvoll. Die Parkinson-Krankheit lässt sich am besten als eine Störung der Kommunikation im Gehirn verstehen, die man sich wie eine große Fabrik vorstellen kann, in der Informationen durch einen Botenstoff namens Dopamin von einer Abteilung zur nächsten geleitet werden. Dieses Dopamin ist entscheidend dafür, dass unsere Bewegungen geschmeidig, geplant und kontrolliert ablaufen, doch bei Parkinson gehen genau die Zellen, die diesen Stoff herstellen, nach und nach verloren. In der Folge gerät die Steuerung der Bewegungen ins Stocken, was sich typischerweise durch ein Zittern in den Händen, eine allgemeine Verlangsamung der körperlichen Abläufe, eine spürbare Muskelsteifheit und eine zunehmende Unsicherheit beim Gleichgewicht äußert. Es ist, als würde die interne Software des Gehirns nicht mehr flüssig arbeiten, weshalb die körperliche Hardware nur noch verzögert oder ruckartig reagiert.

Daddy Lykos: ’„Ich wollte meinen Sohn nur noch ein letztes Mal sehen. Das nächste Mal werde ich wahrscheinlich nicht mehr wissen, dass er überhaupt mein Sohn ist.“

Im Gegensatz dazu ist die kortikobasale Degeneration, kurz CBD, eine deutlich seltenere und aggressivere Erkrankung, die zu den sogenannten atypischen Parkinson-Syndromen zählt. Der Begriff der kortikobasalen Degeneration des Hirnvolumens beschreibt dabei einen fortschreitenden Prozess, bei dem Nervenzellen in der Großhirnrinde sowie in tiefer liegenden Arealen absterben, was physikalisch zu einem messbaren Schrumpfen, also einem Volumenverlust, dieser betroffenen Hirnareale führt. Während Parkinson meist gut auf eine medikamentöse Behandlung mit Dopamin-Ersatz anspricht, zeigt die CBD kaum Reaktionen auf solche Therapien. Die Symptome sind bei der CBD zudem häufig sehr ungleichmäßig verteilt, sodass eine Körperseite meist viel stärker betroffen ist als die andere. Zudem treten neben den reinen Bewegungsstörungen oft komplexere Probleme auf, wie Schwierigkeiten bei der Planung gezielter Handlungen, Sprachstörungen oder kognitive Einschränkungen, die weit über das klassische Bild der Parkinson-Krankheit hinausgehen und den gesamten Abbau von Gehirnsubstanz verdeutlichen. Doch Raven findet das alles andere als traurig oder bemitleidenswert. Sicher schaut er etwas wehmütig rein, aber auch... irgendwie wütend. Vielleicht hat er mit einem anderen Ergebnis gehofft als diesem? Wer weiß.

Raven:
„„Gut, dass Sie es dann für sich behalten haben. Schließlich wäre es ja schlimm, wenn Sie ihn mit so einer unwichtigen Information über seinen gehassten Vater genervt hätten. Ich werde es ja schließlich sein, der ihn bei sich hat, wenn er hört, dass sein Vater gestorben ist."“

Oh Gott, das kommt hier so rüber, als würde sich Raven als Vaterfigur für Lykos sehen! Als würde er sich schon Gedanken machen, wie es aussehen wird, wenn Lykos erfährt, dass sein eigentlicher Vater gestorben ist. Wie er damit umgehen wird. Wie Raven ihn... trösten könnte? Moment... wir reden hier über Raven? Irgendwas ergibt da absolut keinen Sinn... oder?

Daddy Lykos: ’„Er ist nur Ihr Schüler. Sie sind nicht verpflichtet dazu, sich um seine privaten Probleme zu kümmern.“

Auch wenn Daddy Lykos hier scheinbar Raven irgendwie helfen wollte, wirken diese Worte schon abgrundtief schrecklich. Sodass man irgendwie auch verstehen kann, warum Lykos seinen Vater so sehr hasst. Und irgendwie scheint Raven es ebenfalls so langsam verstehen zu können. Anstatt alles dafür zu geben, noch die letzten paar Monate eine glückliche Zeit mit seinem Sohn zu verbringen, hat er ihn nur belogen und ungeniert behandelt die ganze Zeit, wie er hier war. Sicher hat er versucht, die Beziehung etwas zu verbessern, aber hat er sich kein bisschen geöffnet. Er hat versucht, eine bessere Beziehung mit Lykos aufzubauen, während sein Herz hinter einer dicken Mauer verschlossen war. Das war doch von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Aber hat er natürlich nicht Unrecht. Raven ist nicht Lykos’ Vater. Er ist nur sein Trainer. Mehr nichts. Und deswegen kann Raven auch nicht anders, als ihn mit einem Nicken zu antworten. Auch wenn seine Stimme ziemlich verletzt wirkt.

Raven:
„„Ja, das stimmt."“

Denkt Raven hier gerade wirklich darüber nach, Lykos etwas zu geben, was er nie hatte? Das kann man sich nun wirklich nicht vorstellen. Aber konnte man schon einige Male erkennen, dass sich Raven, so ein strenges Arschloch er auch zu sein scheint, sich um seine Schüler sorgt. Er zeigt das zwar nicht, aber er hat sie alle irgendwo in seinem Körper verschlossen, wo bei einigen Menschen ein Herz sein sollte.

Daddy Lykos: ’„Also dann... Sie sind ein toller Trainer. Er kann froh sein, sie zu haben. Aber er ist eben nur ihr Schüler. Merken sie sich das. leben Sie wohl.“

Und mit diesen Worten setzt sich Daddy Lykos seinen Hut auf und verschwindet. Das war wohl das letzte Mal, dass wir ihn zu sehen bekommen haben. Und Raven... Raven weiß gar nicht mehr, ob er dieses Spiel hier wirklich gewonnen hat oder nicht. Anfangs sah es noch so aus, aber es wirkte irgendwie, als würde Lykos’ Vater entspannter aus dem Gespräch herausgehen als er. Weil er mit seinen Gedanken nur noch in der Zukunft hängt. In einer dunklen und wirklich grauenvollen Zukunft. Ein letztes Mal blickt er Ravens Vater hinterher, ehe er sich dann auch umdreht und das Bild verlässt. Was eine krasse Vater-Sohn-Geschichte, die wir hier zu sehen bekommen haben. Traurig, absolut schrecklich, aber auch irgendwie interessant und spannend. Genauso spannend wie wohl das Match von Lykos jetzt gleich gegen Axiom werden wird. Denn dieses kommt direkt als nächstes. Fade off.

[Bild: trenner-Kopie.jpg]

MATCH 2
SINGLES MATCH
Kid Lykos vs. Axiom

[Bild: kidlykosaxiom.png]
Writer: ???



Das Licht in der Halle erlischt schlagartig. Ein kurzer Moment völliger Dunkelheit. Dann ertönt das Adrenalin bringende Schlagen der Beats von "A Day To Remember", ehe sie in den droppenden:

~GO~

enden! Auf dem Titantron flackern Bilder: Halsbrecherische Flugaktionen, krasse Stunts, unglaubliche Sprünge und ein junger Mann, der mit der gesamten Liga nur eines machen möchte: Taking it Ovah!
Dazwischen befindet sich das rot leuchtende Symbol eines stilisierten Wolfskopfes, zusammengesetzt aus geometrischen Linien und elektrischen Impulsen. Dann ein kurzer Stromausfall und plötzlich schießen grüne Laserblitze in alle Richtungen, wie elektrische Entladungen. Das Licht flackert in kaltem Weiß auf, begleitet von einem lauten Bassschlag, während die Musik zu ihrem Refrain kommt: Ein bombastischer, lauter Gesang, der die Fans von ihren Plätzen reist und wie eine kämpferische Sinfonie abgeht, die absolut alles zum explodieren bringt. Inmitten des blinkenden Lichts tritt Kid Lykos hervor. Er trägt sein typisches Lykos-Outfit, jedoch überarbeitet, als wäre es aus der Zukunft geflohen:

[Bild: ce6f789a-511f-49b0-b778-f2c27bbd5380.png]

Eine schwarze, zerrissene Jeansjacke, über und über mit schwarzem Öl und kryptischen Formeln bemalt. Darunter trägt er eine taktisches Wrestling-Hose in Neon-rot mit schwarzen Blitzen, die aussehen, als würden sie elektrische Energie speichern. An seinem Gürtel hängt ein kleiner Wolfskopf, der hin und wieder Hin und Her wackelt. Sein Gesicht ist mit der Klassischen Lykos-Maske überdeckt die hier in einem feuerrotem Licht leuchtet. Er kommt langsam aus dem Nebel, einen Metallstab in der Hand, der aussieht wie ein Kendo Stick, den man auf der Straße verwendet.

[Bild: 0a1a18e0-a337-4e02-8809-f549df016e5e.png]

Mit einem lauten Schrei hebt er diesen in die Lüfte, woraufhin die Zuschauer nur ohrenbetäubend laut johlen. Er wirft den Stab hinter sich auf die Stage und lacht wahnsinnig in die Kamera, bevor er auf den rRng deutet und die Fans den Yubel nur noch stärker, noch pulsierender, noch unregelmäßiger ertönen lassen. Er geht langsam die Rampe hinunter, als würde er ein Raubtier sein mit übertriebener Gestik. Seine linke Hand zuckt leicht, als würde er seinen Gegner bereits jetzt zerfleischen. Das Genie ist nur einen Wimpernschlag vom Wahnsinn entfernt!

Matthew Rehwoldt: "The following Countest is getting for one Fall!" ONE FALL!!! "Introducing first... From Cambridge, Cambridgeshire, England... Weighting in at 205Pounds... The Neeew Problem Child Of Professional Wrestling... KIIID LYYYYYKOOOOOOOOSSS!!!"

Im Ring angekommen, stellt sich Kid Lykos in die Mitte, lässt seine rechte Hand rotieren und schlägt dann mit voller Wucht seine Faust auf die Matte. Ein greller Lichtblitz durchzuckt den Ring, Rauch steigt auf, und als er sich legt, steht Lykos breit grinsend auf dem Tournbuckle! Kopf leicht geneigt, die Zunge zwischen den Zähnen und die Augen weit aufgerissen. Sein Atem ist schnell, aber kontrolliert, wie ein verrückter junger Superstar, der kurz vor dem Durchbruch steht.

[Bild: dg890yu-92d53feb-688d-4fab-8dde-674c5ed74fab.png]

Er springt vom dritten Seil wieder ab und lässt sich im ring auf die Knie fallen, schlägt sich mit der Faust gegen die Brust und lacht hysterisch, während der Ring in kaltem grünen Licht erleuchtet wird. Dann steht er langsam wieder auf, reißt die Arme hoch und die Musik bricht mit einem letzten metallischen KNALL ab. Das Publikum tobt, halb begeistert, halb verunsichert, ob sie gerade einen Wrestler oder eine durchgedrehte Bestie sehen. Die Kamera zoomt auf Lykos’ Maske, während er die Zunge rausstreckt und mit beiden Händen eine imaginäre Explosion nachahmt und auf seinen Gegner wartet.

Die Hallenbeleuchtung erlischt schlagartig. Stille. Nur ein rhythmisches, leises Pulsieren ist zu hören, wie ein digitaler Herzschlag, der langsam in der Geschwindigkeit zunimmt. Auf dem Titantron erscheint kein Video, sondern ein einfacher, flackernder Cursor auf tiefschwarzem Grund. Ein grüner Code beginnt in rasender Geschwindigkeit über den Bildschirm zu laufen, mathematische Formeln, binäre Datenströme und geometrische Muster (Fraktale), die sich ineinander verschlingen.



Nach etwa zehn Sekunden setzt ein treibender, industrieller Synthie-Beat ein, der durch die Arena hämmert. Die Musik ist technoid, präzise und unaufhaltsam. Passend zum Rhythmus der Musik blitzen synchron weiße Stroboskop-Lichter in der ganzen Arena auf. Jeder Blitz scheint eine neue Variable in Axioms "Gleichung" zu definieren. Die Musik erreicht ihren ersten Höhepunkt. Plötzlich explodieren die Pyros an der Rampe, allerdings keine gewöhnlichen Flammen, sondern vertikale, weiß-blaue „CO2-Jets“, die wie digitale Laserstrahlen in den Hallenhimmel schießen. Der Titantron wechselt von der binären Flut zu einem hochauflösenden, animierten Modell von Axioms Maske, die sich 3D-artig rotiert und in geometrische Einzelteile zerlegt, bevor sie wieder in einem gleißenden weißen Licht verschmilzt.

[Bild: axiom-entrance.gif]

Axiom tritt aus dem Schatten des Backstage-Bereichs hervor. Er bewegt sich nicht einfach nur zum Ring, er gleitet fast, jede Bewegung ist choreografiert und absolut präzise. Er trägt seine typische, technisierte Maske, die im weißen Licht der Strahler reflektiert.

Matthew Rehwoldt: "And his Opponent... From Madrid, Spain... Weighting in at 154Pounds... The Masked Heeeroooo ... AAAAAAAAXIIIIIOOOOOM!!!"

Er blickt nicht nach links oder rechts; sein Fokus liegt zu 100 % auf dem Ring, seinem „Problem“, das es heute zu lösen gilt. Auf halbem Weg zum Ring bleibt er stehen. Er hebt beide Arme in einem exakten 90-Grad-Winkel, die Finger in einer präzisen Pose. In diesem Moment hört die Musik für einen Herzschlag auf, nur um dann mit einem ohrenbetäubenden Bass-Drop wieder voll einzusetzen. Er sprintet den Rest der Rampe hinunter, eine Demonstration seiner explosiven Athletik und rutscht mit einer flüssigen Bewegung unter dem untersten Ringseil hindurch in das Quadrat. Im Ring angekommen, springt er auf das zweite Seil, breitet die Arme aus und blickt direkt in die Kamera, die ihn in einer Nahaufnahme einfängt.

[Bild: tabaxi.png]

Sein Blick hinter der Maske wirkt analytisch, fast schon kühl. Er lässt sich wieder auf den Boden fallen und geht in seine Kampfposition, während die Musik zu einem unheilvollen, tiefen digitalen Summen ausblendet. Die Gleichung steht, jetzt muss er sie nur noch lösen.

Beide Männer stehen im Ring und wirken bereit, sodass der Ringrichter direkt seine Hände hebt und den Start des Matches durch die Ringglocke ertönen lässt.

DING DING DING

Die Atmosphäre in der Halle ist elektrisierend, doch während Axiom wie gewohnt konzentriert und analytisch im Ring herum hüpft, ist Kid Lykos das pure Abbild ungebremster Aggression. Lykos stürmt sofort vor, doch Axiom ist vorbereitet. Mit einer mathematischen Präzision weicht er dem ersten Ansturm aus, taucht unter Lykos’ wuchtiger Lariat hindurch und kontert mit einer schnellen Kombination aus Armdrags und einem präzisen Dropkick gegen das Knie seines Gegners. Axiom lässt Lykos keine Zeit, seinen Zorn zu kanalisieren, und zeigt eine Serie von flüssigen Übergängen in eine Armbar. Lykos wirkt sichtlich frustriert, als Axiom ihn mit technischem Können in die Enge treibt. Lykos schafft es schließlich durch rohe Kraft, die Submission zu unterbrechen, doch Axiom bleibt gefährlich. Er nutzt die Seile für einen Springboard Crossbody und zeigt Sekunden später einen perfekten Moonsault vom zweiten Seil, der Lykos voll trifft. Die Fans feiern Axiom, der in diesem Moment wie der sicherere Sieger wirkt. Doch die Wut in Lykos wächst durch diesen Rückstand. Als Axiom erneut Anlauf nimmt, greift Lykos tief in die Trickkiste der Gemeinheiten: Er zieht den Ringrichter in die Schusslinie, sodass Axiom im letzten Moment abstoppen muss. Diese Sekunde der Unachtsamkeit reicht Lykos. Lykos will Rache für die bittere Niederlage vor zwei Wochen und lässt Axiom keinen Raum zum Atmen. Er schlägt wild um sich, blockt Axioms technisches Ringen mit purer roher Kraft und reißt ihn schließlich mit einer wuchtigen Lariat von den Beinen. Lykos’ Gesicht ist zu einer Maske aus Zorn verzerrt. Jeder Move wirkt, als wolle er Axiom nicht nur besiegen, sondern physisch brechen. Er zeigt einen harten Guillotine Slam, doch statt in das Cover zu gehen, tritt er weiter auf den am Boden liegenden Axiom ein. Der Ringrichter muss Lykos mehrfach ermahnen, sich zurückzuhalten. Axiom versucht immer wieder, mit schnellen Kicks und Kontern das Momentum zu drehen, doch Lykos ist heute wie entfesselt. Nach einem spektakulären Handspring-Back-Elbow von Axiom, der Lykos kurzzeitig ins Wanken bringt, schlägt das „Problem Child“ blitzschnell zurück: Ein Brainbuster direkt auf die Ringmatte erschüttert das Fundament des Rings.

[Bild: a06cee3d02783107-365x500-1.png]

Lykos hat Axiom in der Ringecke festgesetzt und lässt eine Serie von harten Chops auf seine Brust niedergehen, die den Maskierten tief in die Polsterung treiben. Axiom, der versucht, sich mit schnellen Tritten gegen die Brust von Lykos zu befreien, wird von seinem Gegner abgefangen. Mit einem brutalen Griff packt Lykos ihn bei der Ringhose und schleudert ihn mit einem wuchtigen Irish Whip mit voller Wucht in die entgegengesetzte Ringecke. Axiom prallt hart auf, federt kurz zurück, doch bevor er sich sammeln kann, stürmt Lykos heran. Er visiert ihn mit einer Wucht an, die eher an ein wildes Tier als an einen Wrestler erinnert. Lykos verpasst ihm einen knallharten Corner-Dropkick, der Axiom fast über das oberste Seil befördert hätte. Axiom hängt halb über dem Seil, den Oberkörper nach draußen geneigt, während die Ringseile unter seinem Gewicht ächzen. Lykos lässt ihm keine Sekunde, um wieder Gleichgewicht zu finden. Er greift Axiom an der Maske und zerrt ihn mit einem Ruck vollends über die Seile nach draußen. Doch Lykos stoppt nicht bei diesem einfachen Rauswurf. Er springt mit einem Satz hinterher, landet hart auf dem Betonboden der Arena und stürzt sich sofort wieder auf den am Boden liegenden Axiom. Er greift in dessen Maske und hämmert seinen Kopf gegen die Seite des Rings, ein dumpfes Klatsch-Geräusch hallt durch die Halle, als Axioms Stirn gegen das harte Metall des Aprons schlägt. Jetzt gibt es kein Halten mehr. Lykos packt Axiom am Gürtel, zerrt ihn vom Ring weg und wirft ihn mit einer einzigen, flüssigen Bewegung über die Absperrung, direkt in den Bereich der ersten Zuschauerreihen. Der Schutzwall aus Stahlrohr biegt sich unter dem Gewicht der beiden Athleten. Lykos klettert über die Absperrung, das Adrenalin lässt ihn die Umgebung völlig ausblenden; er will Axiom dort draußen, fernab der schützenden Ringmatte, auf dem kalten Beton der Arena endgültig zermürben. Die Sicherheit des Rings ist vergessen, jetzt geht es nur noch darum, wer in diesem Chaos der Straße überlebt. Doch Axiom weicht einem wütenden Schlag von Lykos, der in die Ringabsperrung kracht, geschickt aus und nutzt die Distanz. Als Lykos sich gerade wieder aufrichten will, schnellt Axioms Fuß wie ein Peitschenhieb aus dem Nichts hervor: Ein Superkick trifft Lykos präzise am Kinn und lässt dessen Kopf nach hinten schnellen.

[Bild: e5265ed0-2e6e-4663-99be-51c18f922669.png]

Der Aufprall klingt wie ein trockener Peitschenknall in der Arena und lässt Lykos für einen Moment komplett die Orientierung verlieren. Axiom atmet tief durch, doch er lässt seinem Gegner nicht einmal die Zeit, das Kinn zu reiben. Er sieht, dass Lykos auf dem Hallenboden zusammengebrochen ist, und sein analytischer Geist schaltet sofort in den Angriffsmodus. Er springt flink auf das Treppengeländer, balanciert kurz, eine Demonstration purer Körperbeherrschung und lässt sich dann mit einem Diving Senton fallen. Sein gesamtes Körpergewicht trifft Lykos mit voller Wucht im Rückenbereich. Die Wucht ist so groß, dass beide Athleten über den harten Boden des Zuschauer-Bereichs der Arena rutschen. Die Zuschauer sind außer sich; Axiom hat die rohe Gewalt von Lykos mit einer Kombination aus purer Geschwindigkeit und kalkulierter Präzision neutralisiert. Während Lykos keuchend am Boden liegt und versucht, wieder Luft in seine Lungen zu bekommen, steht Axiom bereits wieder, seine Atmung kontrolliert, die Augen fest auf den angeschlagenen Lykos fixiert. Für einen Moment scheint das Pendel des Matches komplett in seine Richtung auszuschlagen. Man merkt, wie Lykos in diesem Augenblick das erste Mal an seiner eigenen Strategie zweifelt, denn Axiom hat nicht nur gekontert, er hat dominiert. Es ist ein Glanzmoment der Athletik, der das Match wieder auf Augenhöhe bringt und zeigt, dass Axiom nicht bereit ist, sich einfach von Lykos’ Wut überrollen zu lassen. Beide stehen wieder auf und Lykos weicht Axioms Attacke aus, schleudert ihn gegen die Absperrung, zerrt ihn über den Hallenboden und wirft ihn schließlich gegen den Ringpfosten. Axiom wirkt angeschlagen; seine sonst so präzisen Bewegungen leiden unter den harten Angriffen von Lykos. In einem Moment der absoluten Verzweiflung nutzt Lykos die Umgebung: Er rammt Axiom immer wieder gegen den Apron und unterbindet jeden Versuch des Maskierten, wieder auf die Beine zu kommen. Doch der Referee macht viel mehr Probleme: Dieser hat die ganze Zeit, als die beiden hier draußen waren, gezählt, und somit muss sich Lykos so schnell er kann in den Ring hineinrollen und...

TEN!

Axiom erreicht die Ringmatte nicht mehr rechtzeitig, als der Referee den Count beendet und damit auch das Match.

Ding Ding Ding!

Der Ringrichter lässt die Glocke läuten. Axiom bleibt entkräftet außerhalb des Rings liegen. Lykos hat das Match gewonnen, nicht durch Pin oder Submission, sondern durch pure psychische und physische Zerstörung. Er lässt sich feiern, doch sein Blick bleibt finster!

[Bild: roman-reigns-png-roman-reigns-2016-new-p...16-564.png]

Er hat zwar seine Rache gegen Axiom bekommen, doch die Wut gegen seinen Vater ist noch immer dieselbe. Sie ist nicht verflogen; sie scheint durch diesen Sieg nur noch weiter angefacht worden zu sein.

[Bild: 4.jpg]

Wohl jeder, der einen Blick auf die Card geworfen hat, dürfte eine kleine Überraschung gefunden haben: Isla Dawn. Die Schottin war nach dem verlorenen World Women's Championship gegen Tiffany Stratton verschwunden. Dies ist jetzt auch schon eine Weile her und es gab wohl kaum jemanden, der sie vermisst hatte. Auf ihre brutale Art können die Kolleginnen und Kollegen gern verzichten.
In Norfolk wird sich diese Ruhe wieder ändern. Und natürlich haben sich nun auch noch die Bedingungen geändert. Nicht Tiffany Stratton ist Championess, sondern Liv Morgan. Um sich in das Spiel um das Gold mit einzubringen, braucht es aber auch Anwesenheit. In der Halle ist die Atmosphäre ein wenig abgeflacht, nachdem gerade erst noch im Ring eingeheizt wurde. Doch viele und besonders lange Pausen wird den Zuschauern nicht gegönnt. Dafür aber ein anderes Spektakel. Das Licht beginnt zu flackern. Anfänglich nur schwach. Doch es wird immer stärker, bis es eine Zeitlang ganz verschwindet. In der Halle ist es stockduster. Nur die Notlichter und Warntafeln spenden etwas Helligkeit.

”HAHAHAHAHA…”

Das schrille und böse Lachen schallt durch den Raum und vermittelt den Fans, dass etwas über ihren Köpfen geschieht. Dabei steht die Schottin schön längst im Ring.

Isla Dawn:
”...IIIsla Daaaawn is Baaaack! HAHA!”

Hört man die Worte sprechen, bis das Licht wieder die Halle durchflutet. Nicht ganz so stark wie es sein müsste. Schwach und hin und wieder flackert es. Doch Isla ist nun für jeden zu erkennen. Sie steht im Ring und beißt sich, frech grinsend, auf die Zungenspitze. Ihre roten Haare stechen deutlich hervor. Ihre Haltung zeigt eindeutig, dass sie etwas vor hat. Dass sie ihre heutige Gegnerin nicht nur besiegen, sondern auch zerstören möchte. Kris Statlander ist des Opfers Name und soll dafür sorgen, dass die Schottin wieder Angst und Schrecken verbreitet.

Isla Dawn:
”Kriiiis…HAHA…du wuuuurdest ausgewääählt! Deeeeine Seele an miiiich vermaaacht! Deeein Kööörper leblos weggeworfen. Ihr aaaalle habt geglauuubt, dass IIIsla Daaaawn weeeg ist. Doooch da habt ihr euch geschniiiitten! IIIch haaabe euch beobachteeet, HAHA! IIIch keeeenne eeeure Schwäächen! Eure Seeehnsüchte! Eure Wüüünsche! Und ich weeeerde sie euuuch zerstööören! HAHAHAHA!”

Drohungen, welche man durchaus ernst nehmen sollte. Wenn man Isla etwas zugute halten muss, dann, dass sie nie gelogen hat. Klar wird sein, dass sie Kris Statlander nicht nur besiegen will, sondern zerstören, um der c2c eine Warnung mitzuteilen. Isla ist immer noch da. Und sie wird auf der Lauer liegen. Natürlich kommt dies bei den Fans noch weniger gut an, als schon zuvor nicht. Eine Heat-Welle schallt durch das Gebäude. Buhen, Pfeifen und Beleidigungen. Isla schließt jedoch kurz die Augen und genießt nicht nur diese Stimmung, sondern inhaliert sie förmlich.

Isla Dawn:
”Statlaaander wiiird baaald Geschichteee sein! Waaas hat sie schon erreeeicht? EEEs wiiiird keeeein groooßer Veeeerlust bedeeeuten! AAAbeer ich habe gehööört, was Beeecky Lynch im der leeetzten Woche saaagte. Skye Blue eine Heeeexe? HAHAHAHA! Sie iiiist eiiin Niiichts…Genauuuu wie du seeeelbst, Beeecky! Niiiemand brauuuucht diiiiich! Die c2c niiicht! Die Faaans niiiicht! Die Weeelt niiicht! Und iiich werde es dir beweeeisen, HAHA!”

Natürlich hat die Hexe verfolgt, was in der c2c passiert. Becky Lynchs Promo stuft die Schottin als Gejammer ab und einen Ruf nach Aufmerksamkeit. Diese hat sie nun. Mit Sicherheit nicht nur von Dawn.
Das Grinsen der Rothaarigen wird immer größer. Ihre unkontrollierten Bewegungen innerhalb des Ringes wirken gruselig, zeitgleich aber auch verrückt.

Isla Dawn:
”Die c2c wiiird sich veräääändern! Sie wiiird verschluuuckt von der Dunkelheit, HAHA!”

Nach den Worten folgt nicht nur ein lautes Buhen von den Rängen, sondern auch wieder komplette Dunkelheit. Ein paar Sekunden müssen es die Fans aushalten, bis es wieder an geht. Doch, wie erwartet, ist Isla verschwunden. Das Buhen erreicht seinen Höhepunkt, bis die Crowd die Kenntnis genommen hat, dass Dawn nicht mehr abwesend ist.

[Bild: 151.jpg]

Dunkelheit! Mehrere Sekunden lang! Nach und nach beginnt das Bild sich zu erhellen und zu flackern. Erst ganz leicht, dann immer heftiger! Ein dumpfes Gemurmel bricht durch die Stille hindurch. Undefinierbare Farbkleckse schlängen sich durch die dunklen Ecken und kämpfen mit diesen um die Vorherrschaft. Das ist weit entfernt von abstrakter Kunst, die man noch irgendwie genießen könnte. Nein, dafür ist dieses Schauspiel zu hektisch und zu aufwühlend! Was ist hier nur los?

“… Hrmpfpf… Hrmpfpf… Hnrmipfp…Neimpfpf…Nein…NEIN!“

Das Gemurmel wird immer lauter und deutlicher! Eine Stimme…einer Frau? Klingt so, wenn es auch schwer zu sagen ist. Sie klingt verzweifelt, ängstlich!

“Aufhören! Bitte!“

…fleht sie! Auch wenn es leicht verzerrt und roboterhaft klingt, geht es dennoch durch Mark und Bein! Die Farbklekse werden auch klarer. Fast wirkt es so, als würde man zwei Menschen erkennen, die miteinander ringen oder kämpfen! Die Konturen bleiben dabei sehr schwammig. Gesichter oder andere körperliche Merkmal sind partout nicht zu erkennen.. Man kann es eben nur erahnen.

“HAHAHAHA! Hhhhmmmm…“

Eine zweite Stimme…rau und dunkel! Als würde sie aus den Tiefen der Hölle stammen! Die Gestalt, zu der das gruselige Lachen gehört, scheint oben auf zu sein. Die Partikel im oberen Bereich setzen sich immer mehr zusammen….und ergeben ein Gesicht, das uns sehr vertraut vorkommt! Das ist Bàlor! Obwohl die Ränder seine Kopfes sich weigern klare Linieren zu formen und die Augen mehr wie schwarze Flämmchen wirken, ist es unverkennbar die Fratze des Dämons…

“Hilfe! Bobbi, hilf mir!“

Wieder dieses Flehen! Nur hört man es klarer als zuvor. Aber das ist doch nicht ihre eigene Stimme. Sie ist fremd, aber doch irgendwie vertraut.

“Dein Verstand gehört mir! Dein Körper gehört mir! DU gehörst mir!“

Balor’s furchteinflößende Drohungen fühlen sich an wie eine bevorstehende Apokalypse. Sie kann kaum atmen, ist wie erstarrt! Bàlor sieht sie direkt an, bleckt die "Zähne", die mehr wie tanzende Zacken aussehen...oder auch wie die Reißzähne eines Raubtieres! Seine Hand, die sich klauenartig verformt, kommt langsam näher und näher...

“Lass mich dich berühren! Lass mich dich spüren!"

Die Finger lösen sich zu Rauchschwaden auf, die sie blitzschnell umhüllen und in tiefe Dunkelheit ziehen. Sein Lachen halt wie ein entferntes Echo in ihren Ohren.

“Ich will in dir sein! Auf immer und ewig! Hhhmmm...spürst du es auch! Obwohl davor..."

Weiter kommt der Traum Bàlor nicht, da Bobbi Tyler schreiend aus ihrem Albtraum aufschreckt! Sie schnappt nach Luft und ist voller Panik! Ihre Wangen glänzen vor Schweiß, während sich die schwarz lackierten Fingernägel in die Polsterung des Sofas krallen, auf dem sie nur etwas zur Ruhe kommen wollte. Nicht schon wieder dieser furchtbare Albtraum! Stöhnend keucht die Britin auf und schafft es nicht sich zu beruhigen. Obwohl sie weiß, dass sie in Sicherheit ist und sie sich in ihrem heutigen Locker Room befindet, ist sie noch wie in Trance! Die Beleuchtung im Raum sorgt für alle möglichen Schatten, die auf Bobs skurril wirken. Das ist doch SEINE Fratze an der Wand! Ist das seine Hand, die nach ihr greifen will. Bobbi kreischt vor Angst auf und kommt gar nicht mehr klar! Weg! Raus hier! Sie fällt beinahe vom Sofa herunter, als sie die Flucht anstrebt. Schnurstracks zur Türe, die sie aufstößt, so dass diese gegen den kleinen Stopper knallt, der eine Kollision mit der Wand verhindern soll. Wohin nun? Ziellos schaut sich die Blondine um und verliert komplett die Orientierung! Sie greift sich in ihre Haare. Erste Tränen fließen die Wangen herunter. Ohne nachzudenken will sie wegrennen...und wäre beinahe in eine andere Person gerannt, wenn ihre Beine nicht nachgegeben hätte. Tyler sackt auf die Knie. Sie stützt sie mit ihren Händen auf den Boden ab und lässt den Kopf, leise schluchzend hängen.

?: Bobbi? Was ist los?

Eine vertraute Stimme! Es ist Fallon Henley, gegen die die Britin beinahe geknallt wäre. Das Country Girl hat ihr Gespräch mit der doppelten Tiffany hinter sich und ist eigentlich immer noch auf dem Weg zu Drew McIntyre, um diesen zu warnen. Plötzlich rast ihr dieser blonde Wirbelwind vor die Füße und sackt zusammen. Schnell erkennt sie die ehemalige Stevie Turner und ist gleich besorgt. Vor ein paar Wochen hätte hier der nächste Konflikt entstehen können. Aber seit sie sich letzte Woche komplett ausgesprochen haben, stehen keine negativen Gefühle mehr zwischen ihnen.

Fallon Henley: Bobbi, was ist passiert?

Behutsam hakt das Country Girl nochmal nach und beugt sich nach unten, um der Blonden eine Hand auf die Schulter zu legen. Bobs zuckt zusammen...aber als sie sieht, wer mit ihr spricht, fühlt sie eine Erleichterung! Fallon strahlt eine Wärme und Herzlichkeit aus, die sie etwas beruhigen kann. Sie blinzelt ein paar Mal, um wieder eine bessere Sicht zu haben und wischt sich mit einem Handrücken grob über ihr Gesicht. Da sie sich heute gegen Make Up entschieden hat, kann sie auch nichts verwischen.

bobbi.tyler: I-i-ich ha-hatte einen Traum...ei-einen Albtraum! Von...von der Sache...d-du weißt...schon...hab' ich sch-schon seit Monaten! Wird...wird gefühlt immer schlimmer. Langsam ka-kann ich nicht mehr...

Jap, Henley weiß sofort, um welche "Sache" es dabei geht! Da Bobs nun weiß, dass Fallon im Bilde ist und sich dabei einfühlsam gezeigt hatte, vertraut Tyler ihr auch an, dass sie schlimme Träume davon hat. Die Amerikanerin keucht auf und fühlt, wie sich in ihr alles zusammenzieht! Das arme Ding! Nicht nur, dass ihr so etwas furchtbares angetan wurde...sie wird auch noch von ihrem eigenen Verstand gequält. Kein Wunder, dass Bobbi in den letzten Monaten so oft müde, gereizt und abwesend gewirkt hatte. Für Fallon ist das die Erklärung für so einiges!

Fallon Henley: Das tut mir so leid, Süße!

Das "Süße" ist ihr vor lauter Mitgefühl rausgerutscht. Ist nicht unbedingt passend...aber das Henley auch egal. Instinktiv schlingt sie ihre Arme um die Britin und drückt diese an sich heran. Bobs keucht einmal auf und ist kurz verwirrt. Damit hätte sie jetzt nicht gerechnet! Aber es ist schön! Sie lässt es zu und atmet erleichtert auf. Auch die Blonde umarmt die Brünette und schließt ihre Augen. Und wie gut sie riecht! Welches Parfüm Fallon auch benutzt...Bobbi mag es! So verharren sie für eine gewisse Zeit. Irgendwann ist es Henley, die sich leicht löst und Tyler ins Gesicht sieht. Kurz überlegt sie und nickt der ehemaligen Women's Championesse entschlossen zu!

Fallon Henley: Okay, du kommst jetzt mit mir mit!

...bestimmt die Brünette einfach mal. Sie greift unter Bobbi's Arme und zwingt diese nach oben. Widerstandslos lässt die Engländerin das über sich ergehen. Fragend sieht sie die Ältere an.

bobbi.tyler: Wohin gehen wir?

Fallon Henley: Zu mir, in meine Kabine! Ich lass' dich so heute nicht alleine! Wir können quatschen, ein wenig Spaß haben oder einfach nur zusammensitzen! Ich kann die Kaffee oder Tee machen...und paar Kekse, die meine Mum mir geschickt hat, habe ich auch noch!

Henley lächelt Bobs sanft und unterstreicht damit, dass es ihr ernst ist. Jap, sie muss immer noch mit Drew reden! Aber jetzt muss sie sich um Tyler kümmern! Das ist dem Country Girl nun genauso wichtig...wenn nicht sogar wichtiger!

bobbi.tyler: Oh! Okay...also...Tee und Kekse klingt gut!

Zaghaft lächelt die Blonde zurück und ist einverstanden. Zufrieden deutet das Country Girl mit dem Kopf die Richtung an, in die sie gehen müssen.

Fallon Henley: Dann komm'!

So gehen die beiden Frauen weiter und wirken so, als wären sie schon seit Ewigkeiten beste Freundinnen! Bobbi ist happy und dankbar, dass Henley sie hier aufgelesen hat und ihr Halt gibt. Fallon freut sich, dass Bobs sich ihr inzwischen öffnet und ihr vertraut! Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung gewesen wegen Tyler's Vergangenheit bei Toni Storm nachzufragen und die Blondine damit zu konfrontieren. So haben sie nicht nur ihre Probleme aus der Welt schaffen können, sondern sind auch dabei sich eine Freundschaft aufzubauen! Fade off!

[Bild: 8484.jpg]

MATCH 3
SINGLES MATCH
Isla Dawn vs. Kris Statlander

[Bild: krisstatlanderisladawn.png]
Writer: ???

Beide Gegnerinnen stehen bereits im Ring.

Warnung! Spoiler!
Isla Dawn bringt Kris Statlander mit dem Witches' Coven zur Aufgabe (4.01 Minutes)

Here is your winner by submission: IIISLAAAA DAAAWNNN!

[Bild: 2.jpg]

Bevor Jon Moxley die Fans in Wallung bringen kann, werfen wir nochmals einen Blick hinter die Kulissen. Ort des Geschehens ist die Kabine, in der heute Fallon Henley anzutreffen ist. Obwohl sie kein Match hat, steht für die Brünette heute einiges auf dem Programm...wenn das meiste auch ungeplant war. Vorhin traf sie auf die Fake Tiffany Stratton, bevor sie sich mit dem Original abgeben musste. Und es steht immer noch das Gespräch mit dem ihrem Ex-Freund an, den sie vor dem dunklen Plan von Kali warnen möchte. Aber aktuell kümmert sich die Brünette um die Frau, die sie vorhin vom Boden aufgelesen hat und wieder mental aufpeppeln wollte - Bobbi Tyler! Die blonde Britin wurde einmal mehr von einem ihrer Albträume geplagt und rannte panisch davon...bis sie auf Fallon traf! Diese tröstete ihre einstige Rivalin und schleppte diese mit sich, damit die ehemalige Stevie Turner nicht alle mit ihrem Schmerz sein muss.

Nun sehen wir Bobs auf einem Sessel sitzend, die Füße an den Körper gezogen. Sie wirkt wieder frischer und lockerer als vorhin. Sie konnte sich in Fallon's Locker etwas frisch machen und hat sich auch ein Haargummi vom Country Girl geliehen, um ihre langen Haare zu einem Pferdeschwanz binden zu können. Außerdem kann sie auch wieder lächeln, was auch an der dampfenden Tasse Tee in ihren Händen und den restlichen Keksen, die vor ihm auf einem silbernen Teller auf einem Tischchen stehen, liegt. Zufrieden brummt Bobs auf und sieht zur ihrer Gastgeberin, die ihr gegenüber auf einem Hocker sitzt und erleichtert zu sein scheint, dass sie Tyler helfen konnte.

bobbi.tyler: Puh, das hat gut getan! Verdammt, habe ich das gebraucht! Fallon...danke! Du bist eine echte Lebensretterin! Keine Ahnung was ich gemacht hätte, wenn ich dir nicht begegnet wäre.

Fallon klopft sich lächelnd auf die Schulter, was natürlich nur als Spaß gemeint ist. Ernst gemeint ist das Zunicken und das "Sehr gerne!", was sie Bobbi mit sanfter Stimme entgegenbringt. Sie nimmt einen Schluck aus ihrer eigenen Tasse, setzt diese vor sich ab und verschränkt die Hände hinter ihm Kopf. Fallon beißt sich leicht auf die Unterlippe und überlegt, was sie tun soll. Wie gesagt...da ist noch Drew und die Liv/Kali Thematik! Aber sie will sich doch nun um Bobbi kümmern. Naja, nicht lange hin und her überlegen...einfach ehrlich mit der Britin sein! Ja, wenn sie ein gutes Verhältnis zu dieser aufbauen möchte, will die die Karten auch offen legen. Also lehnt sich Fallon etwas nach vorne und sieht Tyler mit einem verlegenen Lächeln an.

Fallon Henley: Bobbi...ich muss dir noch was sagen!

bobbi.tyler: Okay?

Bobs wird hellhörig und richtet sich auf. Was kommt nun? Sie spürt, dass Fallon noch etwas auf dem Herzen liegt und da will sie zuhören.

Fallon Henley: Ich hatte mir für heute etwas vorgenommen. Also, ich...öhm, ich fange nochmal anders an. Du weißt ja, dass Drew McIntyre mein Ex-Freund ist und er hinter meinem Rücken Liv Morgan geküsst hat, mit der er nun zusammen ist. Ich...ich möchte dennoch mit Beiden befreundet bleiben! Mir ist klar, dass das merkwürdig klingt und du das wahrscheinlich nicht verstehst. Was auch okay ist...ich verstehe es selbst nicht so ganz! Aber es ist nun mal so, dass mir die Beiden auf freundschaftlicher Ebene noch etwas bedeuten!

Bobbi bleibt ruhig und unterbricht sie nicht. Sie verbietet es sich auch sich irgendwie dazu zu äußern, dass Fallon noch Kontakt zu ihrem Ex möchte. Von den Umständen weiß Tyler, auch weil sie damals die öffentliche Ansage von Henley angehört hatte. Und ehrlich gesagt - Bobbi kann es nicht verstehen, warum Fallon den Typen, der sie betrogen hat, nicht komplett zum Teufel gejagt hat und Liv gleich dazu! Aber die Brünette wird ihre Gründe haben, warum sie noch zum Schotten und zur Jersey Rose steht! Außerdem ist das Country Girl heute ihr persönlicher Schutzengel, weswegen Bobs ihre Entscheidung nicht hinterfragen wird. Lieber Support geben und ihr lächelnd zunicken! Henley kann sich denken, wie Tyler dazu steht. Umso mehr weiß sie es zu schätzen, dass die ehemalige Stevie Turner sie nicht verurteilt!

Fallon Henley: Wie dem auch sei...Drew ist in Gefahr! Zumindest glaube ich das...und bin mir sicher! Er ist nicht dumm...aber keine Ahnung ob ihm klar ist, was da auf ihn zukommen könnte.

Fallon redet ein wenig um den heißen Brei herum. Nicht weil sie Bobs die Details nicht anvertrauen möchte. Sondern weil sie noch überlegt, wie sie es ihr genau sagen soll. Durch Toni weiß die Brünette, dass sich Finn's böse Seite Bobbi aufgezwungen hatte! Und hier geht es um die, so genannten, bösen Seiten von Drew und von Liv Morgan. Da möchte das Country Girl nicht, dass das die Britin irgendwie triggern könnte.

Fallon Henley: Ich wollte daher mit ihm heute reden und ihn warnen! Nur...jetzt möchte ich mich um dich kümmern und dich nicht alleine lassen! Ich...könnte das Gespräch mit Drew auch verschieben!

Das würde sie für Bobbi wirklich tun! Überrascht reißt die Blonde die Augen auf und schluckt einmal. Sie weiß zwar noch nicht, von welcher Gefahr Henley spricht...aber es scheint wichtig zu sein. Und jetzt meint sie, sie würde den Mann, der ihr freundschaftlich noch etwas bedeutet, für Tyler zurückstecken? Das berührt und rührt die junge Britin. Sie will nicht schon wieder Tränchen vergießen und unterdrückt diese daher. Ihre Bäckchen glühen dabei aber rosig und sie freut sich einfach nur, dass sie nach so kurzer Zeit für das Country Girl schon wichtig ist. Und das ist ein kleiner, gemeiner Teil on Tyler, der sich denkt "Scheiß auf Drew!" und Henley ganz für sich einnehmen möchte. Der Hauptteil von Bobbi bleibt aber geerdet. McIntyre bedeutet der Blonden nichts! Aber Henley hat sich nun einen Platz im Herzen der Britin ergattert und daher möchte sie ihr helfen.

bobbi.tyler: Fallon, du hast heute schon viel für mich getan! Weitaus mehr, als du hättest tun müssen! Dafür bin ich dir sehr dankbar! Aber wenn es dir wichtig ist Drew zu warnen...und es hört sich auch dringend an...dann solltest du das tun! Heute noch! Ja, ich gebe zu, dass ich heute nicht alleine sein möchte. Also...komm' ich einfach mit!

...beschließt sie einfach so spontan! Sie nimmt noch einen großen Schluck auf ihrer Tasse und stellt sie auf dem Tisch ab. Entschlossen steht Bobbi Tyler auf!

Fallon Henley: Öhm...also...ok! Gut!

Etwas überrumpelt hadert die Brünette kurz mir sich, ob sie das der ehemaligen Stevie Turner zumuten soll. Aber dann ist sie einverstanden! So kann sie zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen! Sie hat Bobs bei sich und kann auf sie aufpassen, falls sie wieder Panik bekommt...und sie kann Drew warnen. Und je nachdem wie es läuft kann dann Tyler eine moralische Unterstützung für sie sein. Auch wenn sie nicht möchte, dass die Blonde sich mehr zumutet, als sie heute verkraften kann. Sollte Kali auftauchen oder gar Drew's andere Seite durchschimmern, wird Fallon Bobbi auf jeden Fall beschützen! Das nimmt sie sich felsenfest vor!

Fallon Henley: Dann lass' uns gehen! Auf dem Weg zu ihm kann ich dir mehr erzählen!

Fallon hat eine Idee bekommen, wie sie Bobbi schonend an das Thema näher bringen kann. Die Blonde nickt ein weiteres Mal und zusammen verlassen sie Fallon's Kabine. Fade off.

[Bild: ef.jpg]

MATCH 4
JON MOXLEY IN ACTION
[Bild: moxleyinaction.png]
Writer: Maxi

Drei Matches haben wir bereits hinter uns und es stehen noch einige interessante Fights an, wo die Fans hier in Norfolk sehr viel Spaß dran haben werden. So richtig weiß man aber nicht, ob das nächste Spektakel überhaupt ein Match wird. Denn als nächstes ist "Jon Moxley in Action". Dies kann alles bedeuten. Aber man konnte davon ausgehen, egal, wo Mox auftaucht, dort ist Chaos vorprogrammiert. UNd eigentlich war man doch sehr gespannt, denn der Lunatic hatte seit letzter Woche enormes Momentum tanken können, denn er konnte seinen Erzfeind, Danhausen, ein für allemal aus seinem Leben kicken. Danhausen verlor gegen Jon Moxley und musste seien aktive Karriere bei c2c beenden. Und wie es der Zufall will ertönt auch direkt die Theme vom Lunatic und die Fans jubeln lautstark auf.



Matthew Rehwoldt: "Ladies and gentleman... please welcome... from Cincinnati, Ohio... weighing in at 225 pounds... he is the C2C EAAAAASTTTCOAST CHAMPIONNNNNN... JONNNNNNN MOXLEYYYYYYYYY!!"

Die Kamera fängt Jon dann, wie üblich, mitten im Treppengang zwischen den Fanreihen ein und er wirkte tatsächlich glücklicher als die letzten Wochen, als wäre ihm eine verdammt große Last vom Rücken gefallen. Die einzige "Last" die er nur noch trägt ist sein EastCoast Title. Er klatscht dann mit den Fans ab, während er sich weiter den Weg herunter in Richtung Ring bahnt. Die Barrikade stellt kein Hindernis dar und Jon rollt sich schließlich in den Ring, wo er noch einmal lautstark bejubelt wurde. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht lässt er sich auch ein Mikro reichen. Der Titel wird dabei über seiner Schulter präsentiert.

Jon Moxley
"Vermutlich ist es euch schon aufgefallen, aber ich habe eine verdammt gute Laune und Jeder der mich kennt weiß, das ich meine gute Laune nur sehr selten nach Außen hin zeige...aber...Heute ist ein sehr schöner Tag, denn letzte Woche habe ich es geschafft, die wohl größte Nervensäge der Welt aus meinem Leben zu verbannen...Danhausen ist kein Teil mehr dieser Promotion und ich kann jetzt wieder in Ruhe schlafen...Ein schönes Gefühl!"

Die Fans reagieren recht gemixt auf diese Aussage. Die einen jubeln erneut auf während andere dann doch buhen, immerhin war Danhausen, auch wenn er den Leuten auf die Nerven ging, durchaus bei vielen Fans beliebt. Das wusste natürlich auch Jon, weshalb er sogar einmal kurz entschuldigend seine Hand hebt.

Jon Moxley
"Ja ich weiß...aber er hatte ebenfalls die CHance gehabt mich in Rente zu schicken...der Bessere hat gewonnen. Aber seht es mal aus meiner Sicht. Für das, was er die letzten Wochen mit mir angestellt hatte...hat er es schon verdient und er wird seinen Weg finden, da bin ich mir sicher..."

Natürlich stimmt das die Danhausen Fans nicht unbedingt zufrieden, aber im Endeffekt musste man nun mit der Situation klarkommen. Die Welt drehte sich also weiter und Jon ließ die Jubel als auch Buhchants auf sich wirken, hinderte ihn aber nicht daran, das sein Grinsen weiter Bestand hatte.

Jon Moxley
"Ich will aber nicht untätig sein und möchte einfach zur Feier des Tages Norfolk etwas geben. Ich habe mit Bayley gesprochen und nachdem jetzt Danny Boy nicht mehr hier ist braucht mein Titel einen neuen Herausforderer. Und nach langer Diskussion habe ich mich mit unserer GM auf etwas geeinigt, was euch gefallen wird. Denn hier und jetzt wird ein neuer Contender auf dieses Gold hier bestimmt. Das einzige was ich weiß ist, das ich mich einer Reihe an Gegner stellen muss...in einem Old School Gauntlet Match! Ich weiß nicht wie viele diese Chance annehmen aber...Norfolk...Ich bin ready...Bring it on!!!"

Die Fans jubeln sofort auf, denn sie bekamen nicht nur ein Match sondern gleich ein ganzes Gauntlet Match. Während sich ein Ref nun zu Jon in den Ring gesellt ist Mox mehr wie bereit. Er weiß, das dort im Backstagebereich einige Superstars diese Chance nutzen wollen.



Und damit beginnt das Gauntlet Match und die Scheinwerfer in der Arena erlöschen schlagartig und tauchen die tosende Halle in ein tiefes, leidenschaftliches Karmesinrot. Der erste Teilnehmer brennt darauf, sich den ultimativen Nummer-1-Herausfordererspot für den prestigeträchtigen Eastcoast Championship zu sichern. Ein ohrenbetäubender Mix aus lauten Buhrufen der traditionellen Wrestling-Fans und schrillen, kreischenden Jubelschreien seiner weiblichen Anhänger bricht los, als die markanten, feurigen Klänge von Angel Garzas Theme die Halle erschüttern. Auf der gigantischen LED-Leinwand erstrahlt sein Name in eleganten, goldenen Lettern und dann tritt er ins Rampenlicht. Angel Garza verharrt für einen Moment auf der Stage, badet regelrecht in den Scheinwerfern und atmet die aufgeladene Atmosphäre tief ein. Er trägt eine maßgeschneiderte, glänzende weiße Weste mit goldenen Verzierungen, die offen über seiner durchtrainierten Brust hängt, und die langen, eleganten Tear-Away-Hosen, die sein Markenzeichen geworden sind. Ein selbstgefälliges, unwiderstehliches Lächeln breitet sich auf seinem Gesicht aus, während er sich langsam durch die Haare fährt und mit den Augen die ersten Zuschauerreihen fixiert.

[Bild: f6d3710d-b61a-4e58-967c-375956ecc647.png]

Mit dem langsamen, rhythmischen Takt der lateinamerikanischen Musik setzt er sich in Bewegung. Jeder Schritt auf der Rampe ist pures Kalkül, ein eleganter Catwalk voller Arroganz und Charisma. Auf halbem Weg zum Ring bleibt Garza stehen, fixiert eine sichtlich begeisterte Zuschauerin in der ersten Reihe und schenkt ihr ein Augenzwinkern, das die Kameras in perfekter Großaufnahme einfangen. Er greift an seine Weste, streift sie mit einer fließenden Bewegung von den Schultern und wirft sie lässig in die Zuschauer, ohne den Blick vom Ring abzuwenden.

Matthew Rehwoldt: "Making his Way to the Ring... The Lethal Lothario... Angeeel Gaaaaarzaaaaaaaa!"

Am Ring angekommen, schreitet Garza die Treppenstufen empor und steigt auf das Ringapron. Er stellt sich direkt vor die Seile, blickt hinab auf die kreischenden Fans und breitet die Arme weit aus. Jetzt folgt der Moment, auf den alle gewartet haben: Mit einem theatralischen Ruck packt er die Klettverschlüsse seiner langen Hose an den Hüften. Das Publikum hält kollektiv den Atem an. Mit einem einzigen, schwungvollen Riss reißt er sich die Hosen vom Leib, wirft sie mit einem arroganten Lächeln mitten in die Zuschauermenge und steht nun in seiner traditionellen, detailreich verzierten Wrestling-Trunk im Ring. Moxley schüttelt im Hintergrund nur angewidert den Kopf und spuckt auf den Ringboden, für ihn ist das alles nur billiger Zirkus. Garza hingegen springt auf das zweite Seil der verbleibenden Ringecke, wirft den Kopf in den Nacken und breitet erneut die Arme aus, während das rote Licht der Arena in ein gleißendes Gold wechselt. Er springt zurück auf die Matte, klopft sich selbstbewusst auf die Brust und signalisiert dem Ringrichter, dass er bereit ist. Er fixiert Jon Moxley, formt mit den Lippen die Worte „My Title“ und macht unmissverständlich klar, dass er nicht hier ist, um nur eine gute Show abzuliefern, sondern um sich das Gold zu holen.

Der Ref schaut beide Männer noch einmal an und fragt sie, ob sie bereit sind, und mit einem Nicken von beiden kann das Match auch sofort losgehen und die Ringglocken ertönen.

DING DING DING

Sofort geht es in einen Lock-up der beiden, welcher sogar beachtlicherweise ziemlich ausgeglichen wirkt. Beide Männer geben alle Kraft, die sie haben, und schaffen es dabei nicht, den jeweils anderen von sich wegzudrängen. Erst als Garza Moxley an der Jeans packt, ihn aufstemmt und mit einem beeindruckenden Gourdbuster vor sich auf die Matte schleudert. Wow, dieses Gauntlet Match scheint doch ausgeglichener zu sein, als man es anfangs erwartet hätte. So leicht wird Moxley hier anscheinend seine Gegner nicht wegbekommen. Sofort packt sich Angel Garza Moxley wieder hoch, verpasst ihm einen Punch auf den Rücken und einen Schlag mitten ins Gesicht, bevor er sich Moxley am Arm packt und ihn mittels Whip-in in die Seile befördert.

[Bild: f6d3710d-b61a-4e58-967c-375956ecc647.png]

Doch Moxley reversiert, sodass Garza in die Seile rennt. Garza kommt auf Moxley zurück, der sich jedoch etwas zu früh nach vorne beugt, sodass Garza rechtzeitig abspringen kann, über Moxleys Rücken drüberrollt, ihn sich an den Beinen packt und ihn in ein erstes Cover dieses Matches rollen will. Doch Moxley bleibt standhaft stehen, greift sich Garzas Beine, setzt sich hin und nimmt ihn stattdessen in ein Cover, welches der Referee sofort zählt.

ONE
TWO
THREE

WAS? Das war's! Jon Moxley hat den ersten Herausforderer besiegt. Angel Garza ist nach kürzester Zeit raus! Wow! Anscheinend wird Moxley doch mit Leichtigkeit seine Gegner überrollen. Vor allem nun, als das nächste Theme abgespielt wird und sich damit der nächste Gegner zeigt.

Wade Barrett: "Meine Güte... Angel Garza hatte überhaupt keine Chance."

Cathy Kelley: "Das ist wirklich erschreckend! Moxley hat kaum Energie verloren und bereits den ersten Gegner ausgeschaltet. Wer soll ihn heute überhaupt noch stoppen?"



Cathy Kelley: "Moment... WAS?!"

Wade Barrett: "Das... kann doch jetzt nicht sein..."

Pat McAfee: "HAHA! Genau darauf habt ihr alle gewartet! Jetzt wird's endlich interessant! Macht Platz für den eigentlichen Main Event!"

Cathy Kelley: "Pat... du bist Kommentator! Was machst du denn da?!"

Pat McAfee: "Nicht heute! Heute bin ich der Mann, der Jon Moxley zeigt, wie ein richtiger Superstar aussieht!"

Wade Barrett: "Pat... da steht Jon Moxley im Ring. Bist du dir wirklich sicher, dass das eine gute Idee ist?"

Pat McAfee: "Natürlich! Seht ihn euch doch an! Der Mann hat bereits ein Match hinter sich. Er ist müde, angeschlagen und vollkommen ausgelaugt. Ich dagegen? Frisch. Ausgeruht. Unglaublich attraktiv. Das hier ist praktisch ein Handicap-Match... zu meinen Gunsten!"

Cathy Kelley: "Ich weiß wirklich nicht, ob ich deinen Mut bewundern oder schon einmal den Notarzt rufen soll."

Pat McAfee: "Mut? Cathy... das nennt man Selbstvertrauen! In wenigen Minuten werde ich der Mann sein, der Jon Moxley im Alleingang gestoppt hat. Die Schlagzeilen schreiben sich von ganz alleine!"

Wade Barrett: "Ich kenne dich nun schon viele Jahre, Pat... aber ich kann beim besten Willen nicht sagen, ob das gerade unglaublich mutig oder unfassbar dumm ist."

Pat McAfee: "Du wirst mich gleich 'Number 1 Contender' nennen, Wade! Pass gut auf!"

Und damit nimmt Pat McAfee sein Headset ab und legt es demonstrativ auf das Kommentatorenpult. Anschließend marschiert er selbstbewusst vorwärts, zeigt auf Moxley und slidet in den Ring hinein.

Cathy Kelley: "Er macht das tatsächlich... Ich kann es kaum glauben. Ich hoffe wirklich, dass er weiß, worauf er sich da eingelassen hat..."

Wade Barrett: "Und Jon Moxley... der bewegt sich keinen Zentimeter. Er starrt Pat einfach nur an. Das ist wahrscheinlich die gefährlichste Reaktion, die man von Moxley bekommen kann."

Der Referee schaut beide an und lässt sofort erneut die Glocke ertönen für Runde 2.

[Bild: fa8d2c10-546c-484e-b0c3-22b851fb87b1.png]

DING DING DING

Sofort geht Pat auf Moxley drauf und schlägt wie wild auf diesen ein und tatsächlich kann er ihn zurückstoßen. Moxley taumelt in die Seile, kommt auf McAfee zurück und bekommt einen starken Uppercut ab, der ihn zu Boden befördert. Was Pat erstmal jubeln lässt. Moxley steht in der Zwischenzeit wieder auf, rennt auf McAfee zu, der sich jedoch rechtzeitig abduckt, umdreht und hämmert Moxley einen starken Big Boot mitten in die Fresse.

[Bild: 54baa829-b37c-4a75-90b1-d23278211926.png]

Holy Shit, was geht hier ab? Pat McAfee sieht wirklich so aus, als hätte er eine Chance gegen den amtierenden Eastcoast-Champion! Kann sich Pat McAfee wirklich einen Sieg hier holen? Er wäre der erste C2C-Kommentator, der jemals ein Wrestlingmatch gewonnen hätte. Erneut fällt Moxley in die Seile, bleibt aber auf den Beinen stehen, kommt auf McAfee zurückgetaumelt, der ihn abermals mit einem starken Schlag abfängt, doch Moxley bleibt daraufhin nur ruhig stehen, dreht langsam seinen Kopf zu Pat um und dieser realisiert nun erst, gegen was für ein Monster er hier im Ring gegenübersteht. Nun erst realisiert er, dass Jon Moxley kein normaler Mensch, sondern eine grauenvolle Bestie ist. Er will fliehen, doch Moxley packt ihn sich direkt, greift ihn am Schädel, setzt an und PARADIGM SHIFT! Das Cover ist nur noch reine Formsache und der Referee zählt.

ONE
TWO
THREE

Und das war's. Pat McAfee hat sich besser geschlagen, als man es für möglich gehalten hätte, aber am Ende war er doch kein Gegner für den Lunatic Champion! Moxley hat ihn praktisch überrollt und Pat liegt regungslos im Ring, während Sanitäter und Offizielle nach ihm sehen.

Wade Barrett: "Das war leider genau das Ergebnis, mit dem viele gerechnet haben. Pat McAfee ist Entertainer, Kommentator und gelegentlich Wrestler... aber Jon Moxley gehört zu den gefährlichsten Männern dieses Sports."

Cathy Kelley: "Ich hoffe wirklich, dass Pat in Ordnung ist. Vor wenigen Minuten hat er hier noch Witze gemacht... und jetzt muss ihm aus dem Ring geholfen werden."

Wade Barrett: "Man kann Pat seinen Mut nicht absprechen. Aber Mut allein gewinnt keine Kämpfe."

Cathy Kelley: "Jon Moxley sieht dabei nicht einmal erschöpft aus... Er wirkt, als hätte das gerade kaum Kraft gekostet."

Wade Barrett: "Und genau das sollte jedem weiteren Teilnehmer Angst machen. Moxley hat Pat McAfee in kürzester Zeit abgefertigt und wartet bereits auf den nächsten Gegner. Dieser Mann befindet sich heute Abend in einer erschreckenden Verfassung."

Cathy Kelley: "Ich glaube, Pat wird sich in Zukunft zweimal überlegen, ob er sein Kommentatorenpult noch einmal freiwillig verlässt..."

Wade Barrett: "Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir ihn nächste Woche wieder hier neben uns sitzen haben... allerdings vermutlich mit einigen blauen Flecken und etwas mehr Respekt vor Jon Moxley."



Die Arena wird plötzlich in tiefes Rot getaucht. Dumpfe, bedrohliche Gitarrenriffs erfüllen die Halle, während auf dem Titantron in riesigen Buchstaben nur ein Name erscheint: LUTHER REIGNS.

Matthew Rehwoldt: "And next... Big Time Luuuuutheeeeeeeer Reeeiiigns!"

Ohne jede Emotion tritt der massige Hüne auf die Stage. Mit verschränkten Schultern und einem eiskalten Blick mustert er den Ring, in dem Jon Moxley bereits ungeduldig auf seinen nächsten Gegner wartet. Reigns trägt einen schwarzen Mantel über seiner Ringgear, den er langsam von den Schultern gleiten lässt, bevor er sich mit schweren, entschlossenen Schritten auf den Weg zum Ring macht.

[Bild: bd71e7df-304e-4c8e-9a3e-be9e9af0177e.png]

Jeder seiner Schritte wirkt wie eine Kampfansage. Er schenkt dem Publikum nicht mal einen flüchtigen Blick, sein einziges Ziel ist der Mann im Ring. Am Apron angekommen, steigt Luther Reigns ohne jede Hast über das oberste Seil in den Ring und richtet sich vor Moxley zu seiner vollen Größe auf. Die beiden Muskelpakete stehen sich Auge in Auge gegenüber, während der Ringrichter vorsichtig Abstand hält. Ohne ein einziges Wort zu verlieren, knackt Reigns noch einmal demonstrativ mit dem Nacken, bereit, den wohl härtesten Kampf des Abends zu beginnen.

Der Ref schaut beide Männer an und lässt keine Zeit verlieren, den dritten Kampf in diesem Gauntlet Match endlich zu beginnen, und die Glocken läuten.

DING DING DING

Sofort stürmt Luther auf Moxley zu und hämmert ihn mit einem blitzschnellen Forearm-Block zu Boden, packt ihn sich in Windeseile und hämmert ihn mit den Schultern voraus in die Ringecke. Das ist endlich mal ein Gegner, der Moxley etwas mehr zusetzen kann. Ein Gegner, der das Match etwas spannender gestalten kann. Er greift sich Moxley in der Ringecke, zerrt ihn heraus, dreht sich einmal um die eigene Achse mit ihm, nur um ihn ein weiteres Mal mit den Schultern voraus in die Ecke zu schleudern, in die Moxley hart knallt, nur um anschließend von Luther gepackt und auf die Ringecke gesetzt zu werden. Langsam streckt Luther seine Arme in die Höhe und lässt sich von den Zuschauern bejubeln, die ihm jedoch viel eher mit einem lauten Buhkonzert antworten.

[Bild: s-l400.png]

Er will nach Moxley auf der Ecke greifen, doch Moxley springt über ihn drüber, landet hinter ihm mit einer Sprungrolle auf der Matte, dreht sich zu Luther um und bekommt einen blitzschnellen Superkick von diesem ab, der Moxley abermals zurücktaumeln lässt. Moxley taumelt in die Ringseile, federt von diesen auf Luther zurück und zeigt seine Lunatic Reborn Lariat, mit der er den Riesen sofort zu Boden befördert! Das war eine Aktion, die man von Moxley schon seit Längerem nicht mehr gesehen hat, aber die definitiv zu seinem Moveset gehört. Schnell steht Moxley wieder auf, packt sich Luther, setzt an und der Paradigm Shift geht durch, und sofort folgt das Cover.

ONE
TWO
THREE

Und das war's auch für Luther Reigns! Jon Moxley bleibt ungeschlagen und es steht noch immer nicht fest, wer der neue Number 1 Contender werden wird.

Cathy Kelley: "Jon Moxley hat sich in diesem Gauntlet Match bisher wie eine absolute Naturgewalt durchgeprügelt! Er sieht erschöpft aus, aber dieser Mann ist einfach nicht kleinzukriegen. Wer verdammt noch mal kommt als Nächstes durch diese Vorhänge?!"



Plötzlich erlöschen die Lichter in der Arena und ein völlig unbekanntes Theme dröhnt aus den Lautsprechern. Ein maskierter Mann erscheint auf der Stage, der sich seltsam behäbig zum Ring schlängelt, unter dem untersten Seil hindurch slidet und mitten im Ring stehen bleibt.

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Moxley baut sich drohend vor ihm auf, als der Kommentator dessen Namen verkündet.

Matthew Rehwoldt: "Introducing Next... Directly from the Golf of Danhausen... El Daaaaan de la Haaauuuseeeeeeeeen!"

Wade Barrett: "Was?! El Dan de la Hausen? Du willst mich doch verarschen. Das ist unmöglich! Danhausen hat letzte Woche das Loser Leaves Match gegen Moxley verloren und wurde damit hochkant aus dieser Liga geworfen! Er hat hier Hausverbot! Er hat keinen Vertrag mehr! Security, schafft diesen Mann hier raus!"

Cathy Kelley: "Schau dir das Publikum an, die Halle kocht! Die Fans lieben es! Danhausen ist zurück und er schaut Moxley direkt in die Augen! Ja, er darf laut Vertrag eigentlich gar nicht mehr hier sein, aber er ist es! Er ist hier, um sich an dem Mann zu rächen, der seine C2C-Karriere zerstört hat!"

Wade Barrett: "Cathy, das ist unhandfester Skandal! Völlig egal, wie sehr die Fans in der Bude hier durchdrehen: Danhausen ist ein illegaler Eindringling! Wenn Moxley ihn jetzt windelweich prügelt, ist das sein gutes Recht. Er dürfte rein rechtlich überhaupt nicht in diesem Ring stehen!"

Cathy Kelley: "Recht hin oder her, Wade! Das hier ist nicht Danhausen. Das ist der völlig neue Star El Dan de la Hausen, der nichts mit dem ehemaligen Eastcoast-Champion zu tun hat."

Und obwohl er nichts mit Danhausen zu tun haben soll, hebt er genau wie dieser seine Finger, zeigt auf Moxley und verflucht diesen! Moxley ist cursed! Der Ringrichter schaut sich das Ganze nur verwirrt an und lässt die vierte Schlacht beginnen.

DING DING DING

Jon Moxley ist rasend vor Wut über den illegalen Auftritt von dem mysteriösen El Dan de la Hausen und fackelt nicht lange. Wie ein angeschossener Stier stürmt er nach vorne und verpasst El Dan de la Hausen einen krachenden Big Boot, der den schmalen Entertainer direkt von den Beinen reißt. Moxley brüllt ihn an, packt ihn grob an der Maske und schleudert ihn mit voller Wucht in die Ringecke. Es folgen harte, rücksichtslose Forearms gegen das Gesicht.

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Moxley will hier kein Match gegen diese Lachnummer bestreiten, er will ein Exempel statuieren. Er zieht El Dan de la Hausen heraus, klemmt dessen Kopf unter den Arm und signalisiert den nächsten Paradigm Shift. Doch El Dan de la Hausen nutzt Moxleys unbändige Wut aus. Genau in dem Moment, als Moxley ihn für den logischen Finisher ausheben will, lässt sich Danhausen wie ein nasser Sack komplett schwer machen. Moxley vererliert für den Bruchteil einer Sekunde das Gleichgewicht und taumelt leicht nach hinten. Blitzschnell reagiert El Dan de la Hausen, streckt die Hand aus und verpasst dem überraschten Moxley einen gezielten, schmerzhaften Eyepoke mitten ins Gesicht! Moxley stöhnt auf, greift sich an die Augen und ist für einen Moment komplett blind. El Dan de la Hausen nutzt das kurze Zeitfenster, schlüpft hinter den Champion, greift ihm von hinten tief an die Hose und lässt sich mit all seinem Gewicht nach hinten fallen und zeigt einen perfekten und blitzschnellen Schoolboy-Roll-up! Der Ringrichter wirft sich sofort auf die Matte und zählt:

ONE
TWO
THREEEEE

Die Ringglocke ertönt und die Arena explodiert förmlich. Der geheimnisvolle und mysteriöse unbekannte Lucha-Libre-Star El Dan de la Hausen hat es geschafft, Jon Moxley hier in diesem Gauntlet Match zu besiegen, und ist damit neuer Number 1 Contender auf den Eastcoast Championship! Er hat das Unmögliche geschafft. Bevor der fassungslose Moxley überhaupt realisieren kann, was gerade passiert ist, rollt sich der geheimnisvolle Cruiserweight flink wie ein Wiesel aus dem Ring und flüchtet mit einem hämischen Grinsen durch die Zuschauerränge, während ein tobender Moxley im Ring die Seile zertrümmern will. Und die Frage, die sich wahrscheinlich ein jeder Zuschauer hier stellt, ist... Wer ist dieser geheimnisvolle El Dan de la Hausen nur?

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In der Coast 2 Coast Company gibt es aktuell nur ein Gesprächsthema... "The Tribal Chief" Roman Reigns, die Bloodline und World Heavyweight Champion Kenny Omega. Eine Rivalität, die längst mehr ist als nur ein Kampf um einen Titel. Beide Superstars haben bereits Geschichte geschrieben. Angefangen beim gescheiterten One Shot at Glory Cash-In, der die Dynamik zwischen Champion und Herausforderer komplett veränderte, bis hin zum brutalen Three Stages of Hell Match innerhalb von Hell in a Cell, das beide Männer körperlich und mental an ihre absoluten Grenzen brachte doch als wäre das nicht genug gewesen, betrat plötzlich Solo Sikoa die Bühne. Der Samoaner sorgte für einen Schockmoment, als er aus dem Nichts Jimmy Uso attackierte und damit erneut die Frage aufwarf, welche Pläne die Bloodline tatsächlich verfolgt. Während sich Kenny Omega weiterhin als kämpfender World Heavyweight Champion präsentiert und Roman Reigns jede Bewegung genau beobachtet, gibt es seit mittlerweile zwei Wochen ein weiteres Mysterium, das die gesamte Coast 2 Coast Company beschäftigt. Mit wem telefoniert Roman Reigns?

Immer wieder wurde der Tribal Chief dabei beobachtet, wie er sich im Hintergrund in mysteriöse Telefonate vertieft. Nie wurde ein Name genannt und nie war eine Stimme zu hören. Jedoch jedes einzelne Gespräch scheint Teil eines größeren Plans zu sein. Die Gerüchteküche brodelt. Ist es ein ehemaliges Mitglied der Bloodline? Holt Roman Reigns einen weiteren Samoaner zurück an seine Seite? Handelt es sich um einen neuen Verbündeten, der die Machtverhältnisse in der Coast 2 Coast Company komplett verändern könnte? Oder steckt sogar jemand dahinter, mit dem absolut niemand rechnet? Fans diskutieren in den sozialen Medien ununterbrochen über die Identität der geheimnisvollen Person. Namen werden in den Raum geworfen, Theorien entstehen täglich neu doch bislang gibt es keine Antworten. Roman Reigns selbst schweigt doch wird sich dies heute ändern?

Die Kameras schalten aus der tobenden Norfolk Scope Arena direkt in den Backstagebereich. Sofort verändert sich die Atmosphäre. Statt der ohrenbetäubenden Reaktionen der Fans herrscht hier eine angespannte, fast schon unheimliche Ruhe. Nur vereinzelt sind Stimmen von Mitarbeitern zu hören, während im Hintergrund das Summen der Beleuchtung und das Klappern von Rollcontainern die Stille durchbrechen. Die Kamera fährt langsam durch einen der langen, schmalen Gänge der Arena. Links und rechts stapeln sich große schwarze Transportkisten, auf denen die Logos der Coast 2 Coast Company prangen. Mehrere Kabeltrommeln liegen ordentlich am Rand des Flurs, dicke Strom- und Kamerakabel ziehen sich quer durch den Korridor und verschwinden hinter den Kulissen der heutigen Show. Flightcases, Beleuchtungs-Equipment und zusammengeklappte Absperrgitter lassen erkennen, wie viel Arbeit hinter den Kulissen einer Großveranstaltung steckt. Immer wieder huschen Produktionsmitarbeiter, Kameraleute und Stagehands durchs Bild, jeder mit einer klaren Aufgabe. Einige tragen Headsets und sprechen hektisch in ihre Mikrofone, während andere letzte Vorbereitungen für die kommenden Segmente treffen. Trotz der geschäftigen Betriebsamkeit liegt eine spürbare Spannung in der Luft als würde jeden Moment etwas Unvorhergesehenes passieren. Die Kamera wird schließlich langsamer und richtet ihren Fokus auf einen Abschnitt des Ganges, als würde sie gezielt nach jemandem suchen. Für einen kurzen Augenblick ist niemand zu sehen. Lediglich das leise Echo von Schritten hallt durch den langen Flur und lässt die Fans gespannt darauf warten, wer als Nächstes ins Bild treten wird...

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... The Bloodline... "Main Event" Jey Uso... Jimmy Uso... "The Wiseman" Paul Heyman und "The Tribal Chief" Roman Reigns! Vieles ist noch nicht ausgesprochen, denn der Tribal Chief hat noch nicht die Usos in seinem Plan eingeweiht.

Mit jedem einzelnen Schritt wächst die Spannung. Wie ein perfekt eingespieltes Rudel bewegt sich die Bloodline durch den langen Backstagekorridor. Niemand sagt ein Wort. Das rhythmische Auftreffen ihrer Schuhe auf dem kalten Betonboden hallt durch den Gang und übertönt für einen Moment selbst das hektische Treiben der Mitarbeiter. An der Spitze marschiert Roman Reigns. Der Tribal Chief wirkt so gelassen wie eh und je. Sein Blick ist starr nach vorne gerichtet, seine Mimik verrät keinerlei Emotionen. Jede Bewegung strahlt Dominanz und Selbstverständlichkeit aus, als gehöre ihm nicht nur dieser Korridor, sondern die gesamte Coast 2 Coast Company. Er läuft mit erhobenem Kopf, ohne auch nur einen einzigen Mitarbeiter eines Blickes zu würdigen. Nur einen halben Schritt hinter ihm befindet sich Paul Heyman. Der Wiseman hält wie gewohnt den Undisputed Tribal Chief dicht im Auge. Mit beiden Händen umklammert er nervös sein Smartphone und wirft immer wieder kurze Blicke zu Roman hinüber. Normalerweise ist Heyman derjenige, der jede Situation kontrolliert und stets die passenden Worte parat hat. Heute jedoch wirkt selbst er ungewöhnlich angespannt. Fast so, als wüsste er mehr, als er preisgeben darf. Direkt dahinter folgen die Usos...

Jimmy Uso trägt sein gewohnt selbstbewusstes Grinsen im Gesicht. Immer wieder nickt er einzelnen Mitarbeitern zu, die der Bloodline respektvoll aus dem Weg gehen. Für ihn scheint der gemeinsame Marsch reine Routine zu sein doch ganz anders wirkt hingegen Jey Uso. "Main Event" Jey Uso bleibt ungewöhnlich ruhig. Sein Blick wandert immer wieder zu Roman Reigns. Seit der überraschenden Attacke von Solo Sikoa sind zahlreiche Fragen offen geblieben. Fragen, auf die selbst Jey bislang keine Antwort erhalten hat. Denn eines ist offensichtlich der Tribal Chief hat einen Plan doch dieses Mal kennt ihn nicht einmal seine eigene Familie. Die Kamera fängt mehrere Nahaufnahmen ein. Roman bleibt unbeeindruckt. Paul Heyman schluckt hörbar. Jimmy wirkt entspannt, während Jey immer skeptischer erscheint. Innerhalb der Bloodline herrscht Geschlossenheit zumindest nach außen. Doch unter der Oberfläche beginnt es zu brodeln.

Je näher die Gruppierung der Gorilla Position kommt, desto hektischer wird das Umfeld. Producer eilen an ihnen vorbei, Kameraleute beziehen ihre Positionen und Stagehands geben letzte Anweisungen über ihre Headsets. Sobald Roman Reigns den Bereich betritt, tritt jedoch augenblicklich Ruhe ein. Mitarbeiter weichen respektvoll zur Seite und senken teilweise sogar den Blick. Niemand möchte dem Tribal Chief im Weg stehen. Die Kamera fährt rückwärts vor der Bloodline her und hält jeden einzelnen Schritt fest. Es wirkt weniger wie der Gang einer Gruppierung, sondern vielmehr wie der Einmarsch eines Königs mit seinem engsten Hofstaat. Doch trotz dieser beeindruckenden Präsenz bleibt eine Frage unbeantwortet... mit wem hat Roman Reigns in den vergangenen Wochen telefoniert? Und noch viel wichtiger... wann wird der Tribal Chief endlich seine Karten auf den Tisch legen? Die Bloodline erreicht schließlich die Gorilla Position... Roman Reigns bleibt abrupt stehen für einige Sekunden herrscht absolute Stille. Niemand sagt ein Wort oder wagt es, den Tribal Chief anzusprechen. Alles deutet darauf hin, dass Roman Reigns den nächsten Zug bereits geplant hat. Aber der nächste Schritt ist klar der Coast 2 Coast Wrestling Ring!



Für einen kurzen Augenblick herrscht absolute Dunkelheit in der Norfolk Scope Arena. Dann...

"ACKNOWLEDGE ME!"

Die markante Stimme hallt mit voller Wucht durch die Lautsprecher. Im selben Moment explodiert die Arena in einem ohrenbetäubenden Mix aus Jubel und Buhrufen. Tausende Fans springen von ihren Sitzen auf, während die ersten goldenen Lichteffekte über die Halle tanzen. Der gewaltige Titantron erstrahlt und zeigt das unverkennbare Logo der Bloodline. Die Musik des Tribal Chiefs setzt ein. Als Erstes tritt Paul Heyman auf die Stage. Der Wiseman blickt kurz nach links und rechts, ehe er mit einem stolzen Lächeln einige Schritte zur Seite macht. Fast ehrfürchtig richtet er seinen Blick zurück auf den Eingangsbereich. Einen Augenblick später erscheint Roman Reigns. Der Tribal Chief lässt sich Zeit. Mit erhobenem Kinn und völlig regungsloser Miene bleibt er zunächst auf der Stage stehen. Sein Blick schweift langsam durch die ausverkaufte Norfolk Scope Arena. Er genießt den Moment, nimmt jede einzelne Reaktion des Publikums wahr und wirkt dabei vollkommen unantastbar. Ganz gleich, ob die Fans ihn ausbuhen oder seinen Namen rufen Roman Reigns zeigt keinerlei Reaktion. Für ihn existiert nur eine Wahrheit... Er ist der Tribal Chief. Direkt hinter ihm betreten Jimmy Uso und "Main Event" Jey Uso die Bühne. Beide positionieren sich jeweils links und rechts hinter Roman, wodurch das vertraute Bild der Bloodline entsteht. Jimmy wirkt gelöst und voller Selbstvertrauen. Ein breites Grinsen zieht sich über sein Gesicht, während er den Fans einige provokante Gesten entgegenwirft. Jey hingegen wirkt deutlich ernster. Sein Blick wandert nicht ins Publikum, sondern immer wieder zu Roman Reigns. Die Ereignisse der vergangenen Wochen scheinen ihn noch immer zu beschäftigen. Die Attacke von Solo Sikoa, die geheimnisvollen Telefonate und das auffällige Schweigen des Tribal Chiefs lassen ihn nicht los. Dennoch stellt er sich loyal an Romans Seite und lässt sich nichts anmerken. Die Kamera liefert spektakuläre Nahaufnahmen. Zunächst Roman Reigns mit seinem kalten, emotionslosen Blick. Danach Jimmy Uso, dessen Selbstbewusstsein kaum größer sein könnte. Anschließend Jey Uso, dessen Miene zwischen Loyalität und Zweifel schwankt. Schließlich zoomt die Kamera auf Paul Heyman, der den Tribal Chief mit beinahe ehrfürchtigem Blick ansieht. Die Musik dröhnt weiterhin durch die Arena, während goldene Lichtstrahlen die Stage in Szene setzen.

Dann streckt Roman Reigns langsam seinen rechten Zeigefinger in die Höhe das unmissverständliche Symbol des Tribal Chiefs. Keine Sekunde später folgen Jimmy Uso, Jey Uso und Paul Heyman seinem Beispiel. Vier erhobene Zeigefinger ragen in den Himmel der Norfolk Scope Arena und bilden das ikonische Bild der Bloodline. Die Kamera fängt die Formation aus mehreren Perspektiven ein. Erst eine Totale der gesamten Stage, anschließend eine Nahaufnahme von Romans regungslosem Gesicht, bevor sie langsam zurückzoomt und die komplette Gruppierung in Szene setzt. Mit einem gewaltigen Knall schießen auf beiden Seiten der Stage meterhohe goldene Pyrofontänen in die Luft. Funken regnen herab, während weitere Explosionen den Eingangsbereich erschüttern und die Arena in ein gleißendes Gold tauchen. Dichte Rauchschwaden ziehen über die Bühne, während die Lichtreflexe die Silhouetten der Bloodline eindrucksvoll umrahmen. Die Fans reagieren mit einem ohrenbetäubenden Lärm. Jubel und Buhrufe vermischen sich zu einer gewaltigen Geräuschkulisse, die die Halle bis in ihre Grundfesten erzittern lässt. Smartphones werden in die Höhe gehalten, unzählige Blitzlichter flackern auf den Tribünen und halten diesen ikonischen Moment fest doch keiner der vier Männer bewegt sich.

Roman Reigns steht regungslos im Zentrum der Formation, den Blick unbeirrbar auf den Ring gerichtet. Jimmy Uso grinst selbstbewusst in die Zuschauermenge, während Jey Uso trotz erhobenem Finger ernst bleibt und Roman aus dem Augenwinkel beobachtet. Paul Heyman blickt voller Ehrfurcht zu seinem Tribal Chief auf, als wäre dieser weit mehr als nur der Anführer der Bloodline. Erst als die letzten Pyrofontänen erlöschen und sich der Rauch langsam verzieht, senkt Roman Reigns seinen Arm wieder. Ohne Eile setzt sich der Tribal Chief in Bewegung.

Roman Reigns übernimmt wie selbstverständlich die Spitze der Formation. Mit langsamen, kontrollierten Schritten schreitet der Tribal Chief die Rampe hinunter. Jeder einzelne Schritt wirkt bewusst gesetzt, jede Bewegung strahlt dieselbe unerschütterliche Autorität aus, die ihn seit Jahren zur dominierenden Figur der Coast 2 Coast Company macht. Sein Blick bleibt stur nach vorne gerichtet. Weder die Buhrufe noch die vereinzelten "Roman!" Rufe aus den Zuschauerrängen scheinen ihn auch nur im Geringsten zu interessieren und dicht hinter ihm folgt Paul Heyman. Der Wiseman trägt ein zufriedenes Lächeln auf den Lippen, während er immer wieder einen beinahe ehrfürchtigen Blick auf seinen Tribal Chief wirft. Seine Haltung macht deutlich, dass er Roman Reigns nicht nur begleitet, sondern ihm mit jeder Faser seines Körpers Loyalität entgegenbringt.

Links hinter Roman marschiert Jimmy Uso. Selbstbewusst klatscht er sich mit einigen Fans an der Absperrung ab, ehe er grinsend auf die lautstarken Buhrufe reagiert. Für Jimmy scheint jede Reaktion des Publikums lediglich eine weitere Bestätigung dafür zu sein, dass die Bloodline das Gesprächsthema Nummer eins ist. Auf der anderen Seite läuft "Main Event" Jey Uso. Im Gegensatz zu seinem Bruder bleibt er ernst. Seine Miene verrät keinerlei Emotionen. Immer wieder wandert sein Blick unauffällig zu Roman Reigns. Die offenen Fragen der vergangenen Wochen scheinen ihn weiterhin zu beschäftigen. Dennoch hält er seine Position innerhalb der Formation ohne zu zögern und demonstriert nach außen absolute Geschlossenheit. Die Kamera fährt vor der Bloodline rückwärts die Rampe hinunter und hält die gesamte Gruppierung in einer eindrucksvollen Frontaufnahme fest. Dahinter sorgt der riesige Titantron weiterhin für ein goldenes Lichterspiel, während die Theme des Tribal Chiefs durch die Arena dröhnt.

Am Ende der Rampe angekommen, bleibt Roman Reigns für einen kurzen Augenblick vor dem Ring stehen. Langsam hebt er den Kopf und betrachtet den Squared Circle, als würde er sein persönliches Königreich mustern. Seine Lippen verziehen sich zu einem kaum erkennbaren, selbstsicheren Lächeln. Paul Heyman eilt sofort nach vorne und tritt an die Ringtreppe. Mit einer höflichen Geste deutet er Roman den Weg, bevor der Tribal Chief ohne Hast die stählernen Stufen hinaufsteigt. Auf dem Apron angekommen, bleibt Roman erneut stehen. Er blickt ein letztes Mal durch die Arena, während die Kameras jede seiner Bewegungen einfangen. Anschließend greift er mit beiden Händen an das oberste Ringseil, zieht dieses leicht auseinander und betritt langsam den Ring. Jimmy Uso folgt unmittelbar danach und schwingt sich mit einer flüssigen Bewegung zwischen den Seilen hindurch. Jey Uso steigt ebenfalls auf den Apron, verharrt für einen kurzen Moment neben Roman, bevor auch er den Ring betritt. Als Letzter steigt Paul Heyman vorsichtig durch die Ringseile und positioniert sich sofort neben seinem Tribal Chief. Die vier Männer stellen sich in der Ringmitte auf. Roman Reigns steht im Zentrum. Zu seiner linken Seite Jimmy Uso, zu seiner rechten "Main Event" Jey Uso. Paul Heyman nimmt leicht versetzt hinter Roman seinen Platz ein und hält das Mikrofon bereits fest umklammert. Die Musik klingt langsam aus... Doch in der Norfolk Scope Arena wird es keineswegs leiser. Die Fans warten gespannt auf die ersten Worte des Tribal Chiefs. Denn jeder in der Halle spürt, dass Roman Reigns heute nicht nur gekommen ist, um seine Präsenz zu zeigen. Er ist gekommen, um den nächsten Schritt seines Plans einzuleiten...

Roman Reigns zeigt keinerlei Reaktion. Mit verschränkten Armen und erhobenem Kinn blickt der Tribal Chief durch die Reihen der Zuschauer, als gehöre ihm nicht nur der Ring, sondern die gesamte Arena. Jimmy Uso lehnt entspannt in einer Ringecke und grinst selbstgefällig in die Menge. "Main Event" Jey Uso bleibt aufmerksam an Romans Seite stehen und beobachtet sowohl die Fans als auch seinen Tribal Chief. Paul Heyman hingegen wirkt ungewöhnlich konzentriert. Er hält das Mikrofon zwar weiterhin in der Hand, scheint jedoch auf etwas oder jemanden zu warten. Nach einem kurzen Blick aus dem Ring entdeckt Heyman schließlich einen Mitarbeiter der Coast 2 Coast Company am Zeitnehmerbereich. Der Wiseman hebt sofort seine freie Hand und gibt ihm ein deutliches Zeichen. Der Mitarbeiter zögert keine Sekunde. Sichtlich nervös eilt er zur Ringseite und stellt sich unterhalb des Aprons auf. Mit respektvollem Blick schaut er zu Heyman hinauf und wartet auf dessen Anweisung. Heyman beugt sich leicht über das oberste Ringseil und spricht mit gedämpfter Stimme einige Worte zu dem Mitarbeiter. Von den Kameras ist nicht zu erkennen, worum es geht. Der Angestellte nickt mehrmals hastig, als hätte er einen klaren Auftrag erhalten. Ohne weitere Fragen dreht sich der Mitarbeiter um und verschwindet schnellen Schrittes wieder in Richtung Backstagebereich. Paul Heyman richtet sich langsam wieder auf und wirft einen kurzen Blick zu Roman Reigns. Der Tribal Chief reagiert nicht. Dennoch scheint Heyman genau die Bestätigung erhalten zu haben, die er gebraucht hat. Mit einem zufriedenen Lächeln hebt der Wiseman schließlich das Mikrofon langsam an seine Lippen, während die Fans gespannt darauf warten, dass endlich das Schweigen der Bloodline gebrochen wird.

Paul Heyman
"Ladies... and Gentlemen..."


Sofort branden gemischte Reaktionen auf. Heyman unterbricht sich bewusst, genießt jede einzelne Sekunde und wartet, bis die Lautstärke noch weiter ansteigt.

Paul Heyman
"My name... is Paul Heyman. I am the Wiseman... the Special Counsel... and the only man, der würdig ist, an der Seite des größten Tribal Chiefs aller Zeiten zu stehen..."


Erneut erfüllen laute Buhrufe die Arena. Roman bleibt regungslos und seine Miene verändert sich nicht einmal ansatzweise. Heyman setzt jetzt seinen Monolog unbeirrt fort.

Paul Heyman
"Seit Jahren hört ihr dieselben Geschichten. Seit Jahren versuchen Menschen, die Geschichte der Bloodline zu schreiben... aber niemand kennt die Wahrheit besser als wir. Die Bloodline war niemals nur eine Gruppierung. Sie war niemals nur eine Familie. Die Bloodline war... und ist... Macht."


Er zeigt mit ausgestreckter Hand zuerst auf Jimmy Uso, dann auf Jey Uso und schließlich auf Roman Reigns.

Paul Heyman
"Gemeinsam haben diese Männer Karrieren beendet. Sie haben Legenden gestürzt. Sie haben Titel gewonnen. Sie haben Main Events dominiert. Sie haben Rekorde gebrochen und jeder einzelne Superstar musste irgendwann akzeptieren, dass es nur einen Platz an der Spitze gibt. Ihr habt erlebt, wie sich ganze Locker Rooms gegen die Bloodline gestellt haben. Ihr habt gesehen, wie Gegner glaubten, sie könnten dieses Imperium zum Einsturz bringen. Woche für Woche. Monat für Monat. Jahr für Jahr und was ist passiert? Nichts! Die Bloodline steht noch immer hier! Ihr erinnert euch an all die Namen, die glaubten, sie könnten Roman Reigns entthronen. Ihr erinnert euch an all die selbsternannten Helden, die versprochen haben, das Ende des Tribal Chiefs einzuläuten. Doch sie alle scheiterten. Nicht weil ihnen Talent fehlte... sondern weil sie einem Mann gegenüberstanden, der nicht einfach nur ein Champion oder Anführer ist."


Heyman tritt direkt neben Roman Reigns... mit beiden Händen deutet er auf den Tribal Chief.

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Paul Heyman
"Dieser Mann... ist keine Legende geworden, weil man es ihm geschenkt hat. Dieser Mann steht hier nicht, weil er Glück hatte. Roman Reigns hat sich seinen Platz an der Spitze gegen die größten Namen dieser Company verdient. Immer und immer wieder. Erinnert ihr euch an Will Ospreay? Der Mann, den viele von euch als das größte Wrestling-Genie seiner Generation bezeichnet haben. Der Mann, von dem behauptet wurde, niemand könne mit seiner Geschwindigkeit, seiner Technik und seinem unerschöpflichen Kampfgeist mithalten. Und was geschah, als er Roman Reigns gegenüberstand? Der Tribal Chief nahm ihm alles, worauf er so stolz war. Er nahm ihm seinen Momentum, seinen Traum und schließlich auch den Sieg und den Eastcoast Belt ab. Denn wenn die größte Glocke läutet, wenn der Druck unerträglich wird und wenn Geschichte geschrieben wird... dann steht Roman Reigns am Ende immer noch aufrecht."


Die Buhrufe werden lauter, doch Heyman genießt jede einzelne Sekunde. Er dreht sich nun langsam zur anderen Seite des Rings.

Paul Heyman
"Oder sprechen wir über John Cena... Der ewige Held. Das Gesicht einer ganzen Generation. Der Mann, der niemals aufgab und den Millionen Menschen als unbesiegbar betrachteten. Auch John Cena musste akzeptieren, dass es einen Mann gibt, den selbst er nicht überwinden konnte. Einen Mann, dessen Vermächtnis größer ist als jede Schlagzeile, größer als jede Championship und größer als jede Karriere. Und Vincent... Ein Mann, der überzeugt war, Roman Reigns aufhalten zu können. Ein Mann, der glaubte, er hätte die Antwort auf den Tribal Chief gefunden. Doch am Ende musste auch Vincent dieselbe Lektion lernen wie jeder andere vor ihm. Es spielt keine Rolle, wie groß dein Name ist. Es spielt keine Rolle, wie viele Titel du gewonnen hast oder wie laut die Fans deinen Namen rufen. Wenn du Roman Reigns gegenüberstehst, gibt es nur zwei Möglichkeiten. Du erkennst den Tribal Chief an... oder du wirst dazu gezwungen."


Mit einem breiten Grinsen senkt Heyman das Mikrofon wieder. Roman Reigns bleibt weiterhin vollkommen regungslos. Kein Lächeln und auch kein Nicken. Nur die unerschütterliche Aura eines Mannes, der jede einzelne Erinnerung an vergangene Siege als Beweis dafür stehen lässt, warum die Bloodline noch immer über der Coast 2 Coast Company thront. Paul Heyman lässt den Jubel und die Buhrufe noch einen Moment auf sich wirken. Ein selbstgefälliges Lächeln huscht über sein Gesicht, ehe seine Miene langsam ernster wird. Er senkt das Mikrofon kurz, atmet tief durch und richtet seinen Blick zunächst auf Jimmy Uso. Die Kamera zoomt sofort auf Jimmy. Das Grinsen verschwindet für einen kurzen Augenblick aus seinem Gesicht. Anschließend wandert Heymans Blick zu Jey Uso. Auch Roman Reigns bleibt regungslos, den Blick weiterhin geradeaus gerichtet. Nicht einmal eine Regung ist im Gesicht des Tribal Chiefs zu erkennen. Erst dann erhebt Heyman wieder seine Stimme.

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Paul Heyman
"Aber... jede große Dynastie... jede einzelne... wird irgendwann geprüft. Ihr alle habt zugesehen. Ihr alle habt die Videos gesehen und habt euch dieselbe Frage gestellt. Warum? Warum tauchte Solo Sikoa plötzlich wieder auf? Warum griff er ausgerechnet Jimmy Uso an? Warum entschied sich der Enforcer der Company genau für diesen Moment? Seit einer Woche höre ich dieselben Spekulationen. Die Experten glauben, sie hätten Antworten. Die Fans glauben, sie hätten die Wahrheit erkannt. Jeder sogenannte Journalist meint zu wissen, was in den Köpfen der Bloodline vorgeht doch sie wissen... gar nichts.Sie behaupten, die Bloodline würde auseinanderbrechen."


Er blickt zu Jimmy.

Paul Heyman
"Sie behaupten, Solo Sikoa hätte sich gegen seine eigene Familie gestellt. Sie behaupten, innerhalb dieser Familie gäbe es Misstrauen... Zweifel... vielleicht sogar Verrat. Das Lustigste an all diesen Theorien ist... dass niemand von euch versteht, wie Roman Reigns denkt. Wenn der Tribal Chief eine Entscheidung trifft... dann geschieht sie nicht aus Wut... nicht aus Hass und schon gar nicht aus Zufall."


Heyman senkt das Mikrofon für einen Augenblick und blickt erneut zwischen Jimmy und Roman hin und her. Die Spannung im Ring ist nun deutlich spürbar. Jeder wartet darauf, ob Paul Heyman endlich erklären wird, weshalb Solo Sikoa Jimmy Uso attackierte oder ob dieses Geheimnis weiterhin Teil des größeren Plans des Tribal Chiefs bleiben wird. Paul Heyman schließt für einen Moment die Augen und lässt das Mikrofon langsam sinken. Die Norfolk Scope Arena ist erfüllt von lauten Zwischenrufen. Als er das Mikrofon wieder anhebt, ist seine Stimme deutlich ernster als zuvor.

Paul Heyman
"Jetzt... sprechen wir über den Mann, dessen Name seit einer Woche auf den Lippen eines jeden Fans liegt... Solo... Sikoa. Ja... Solo Sikoa. Der Enforcer. Der Mann, der einst Seite an Seite mit Roman Reigns marschierte. Der Mann, der versprach, seine Familie über alles zu stellen doch was tat Solo? Hat er seinen Tribal Chief anerkannt? Hat er seine Familie beschützt? Hat er den Namen der Bloodline mit Stolz getragen? Nein. Solo Sikoa entschied sich gegen seine Familie. Er entschied sich gegen sein eigenes Blut. Er entschied sich gegen den Mann, der ihn an die Spitze führte... gegen den Tribal Chief, der ihm einen Platz in der Bloodline gab."


Die Kamera schwenkt auf Roman Reigns. Der Tribal Chief bleibt vollkommen regungslos. Keine Wut... Zorn... nur ein eiskalter Blick doch Heyman fährt fort.

Paul Heyman
"Und als wäre dieser Verrat nicht genug gewesen... suchte Solo Sikoa neue Verbündete. Er stellte sich an die Seite des World Heavyweight Champions Kenny Omega... und er schloss sich LA Knight an. Drei Männer, die glauben, sie könnten das Vermächtnis der Bloodline erschüttern. Drei Männer, die sich eingeredet haben, dass Loyalität bedeutungslos sei und Verrat der schnellste Weg an die Spitze wäre."


Der Wiseman bleibt direkt neben Roman Reigns stehen mit ausgestreckter Hand deutet er auf den Tribal Chief.

Paul Heyman
"Solo hat nicht nur Roman Reigns... Jimmy Uso... Jey Uso den Rücken gekehrt. Er hat seiner gesamten Familie den Rücken gekehrt."


Jimmy Uso schüttelt den Kopf und wirkt sichtlich verärgert. Jey Uso bleibt ernst und starrt auf die Ringmatte, während Roman Reigns weiterhin keine erkennbare Regung zeigt. Heyman senkt seine Stimme.

Paul Heyman
"Aber Solo Sikoa hat einen entscheidenden Fehler gemacht. Er glaubt, er kenne Roman Reigns doch niemand... absolut niemand... kennt den nächsten Zug des Tribal Chiefs. Nicht Kenny Omega nicht LA Knight und ganz sicher auch nicht Solo Sikoa."


Der Wiseman senkt langsam das Mikrofon und blickt zu Roman Reigns. Der Tribal Chief steht regungslos im Zentrum des Rings sein Gesicht bleibt ausdruckslos. Doch genau diese Ruhe wirkt bedrohlicher als jede noch so laute Drohung.

L ... A ... Knight



Lauter Jubel durchdringt die Halle, als die Musik von LA Knight ertönt! Noch ohrenbetäubender werden die Bekundungen, als der Megastar auf die Stage tritt. Für sein späteres Match im Main Event ist er schon gekleidet und hat sich, für die Zeit bis zum Moment der Momente, noch ein ärmelloses Shirt übergeworfen. Mit seinem bekannten Pokerface lässt er seinen Blick über die Halle schweifen und nickt hier und da. Als er die Bloodline entdeckt, zucken die Mundwinkel nach oben und die Augen verengen sich. Nein, Respekt hat LA definitiv keinen vor dieser Gruppierung. Er freut sich auf den Rückkampf gegen Jey, da er da noch das ein oder andere gerade rücken möchte...



ARE YOU READY FOR THIS?

Zuvor begrüßen wir aber noch den amtierenden World Heavyweight Champion, Mister Kenny Omega! Ähnlich euphorisch wie Knight wird auch der Kanadier aufgenommen. Leger mit Shirt, Jeans und Sakko gekleidet und den Titel um die Hüfte geschnallt, tänzelt die Best Bout Machine auf das harte Stahlgerüst und schnipst mit einer Hand im Takt seiner Musik. Eine lässige Drehung um die eigene Achse später, auf die Kenny einfach Bock hatte, steht er neben Knight, wobei eine auffallende Distanz zwischen den beiden Männern herrscht. Nein, das soll nicht sinnbildlich dafür stehen, wie das Verhältnis zwischen Knight und Omega aussieht. Hier fehlt ja noch jemand...



Schwere Beats, die Unheil ankündigen. Und da ist er...der (einstige) Enforcer! Mit schweren Schritten, als würde er eine große Last auf seinen Schultern tragen, erscheint Solo Sikoa! Ganz in schwarz gekleidet und einem Goldkettchen um den Hals gelegt! Die Haare wirken frisch frisiert, das Gesicht ist dagegen ernst und beinahe versteinert. Solo verschränkt die Arme locker vor dem Brustkorb. Ein Blick zu Knight...gegenseitiges Zunicken! Ein Blick zu Kenny...gegenseitiges Zunicken! Geschlossen schreiten sie weitet. Sikoa ist einen Schritt voraus! Nicht weil er sich zum Anführer dieses Teams ernannt hat. Nein, hier geht es zunächst vor allem um ihn. Warum hat er sich gegen seine Familie gestellt? Eine Antwort auf diese Frage werden wir wohl erhalten. Zumindest hoffen die Fans das, die den abtrünnigen Samoaner zwar freundlich, aber auch skeptisch begrüßen. Am Ring angekommen drückt ein Mitarbeiter den drei Männern je ein Mikro in die Hände. So schreiten sie nach oben...erst Solo, dann LA, dann der Cleaner! Schlussendlich begegnen sich die Fronten im Ring. Langsam verstummt die Theme von Solo. Schweigend betrachten sich die Bloodline und die Männer, die einen Gegenpol einnehmen. Nur die Zuschauer machen ordentlich Stimmung und Lärm. Es fühlt sich wie ein großer Moment an. Solo sieht seine Brüder an...keine Regung in seinem Gesicht! Dann sieht er Roman Reigns an...kurz huscht eine finsterer Schatten über seine Augen. Dann fällt da Blick auf Paul Heyman...und da beginnt Solo zu lächeln. Kein fröhliches Lächeln voller Wiedersehensfreude. Eher und gläubig und gar in Ablehnung getränkt.

Solo Sikoa: Paul...für einen "Wiseman" redest du sehr viel und weißt verdammt wenig! Du verdienst diese Auszeichnung nicht!

Während Solo diese Message bierernst delievert, johlt Kenny im Hintergrund auf, hält sich eine Faust vor den Mund und rüttelt mit der anderen Hand an Knight's Oberarm, als hätte Sikoa den Burn des Jahrtausends gebraucht. Der ehemalige Eli Drake hebt nur beide Augenbrauen an und atmet tief durch. Nur weil sie nun ein Team sind heißt das nicht, dass er von Kenny's Gehabe begeistert sein muss. Solo bekommt davon nichts mit, da er rein auf seine Familie, und Paul Heyman, fixiert ist.

Solo Sikoa: Paul Heyman behauptet, Solo Sikoa hätte sich gegen seine Familie...sein eigenes Fleisch und Blut entschieden! Ich hätte meiner gesamten Familie den Rücken zugekehrt! Nun...Nein! Genau das Gegenteil ist der Fall! Ich habe mich bewusst FÜR meine Familie entschieden!

Ja, ist das so? Seine Taten von letzter Woche sprechen eine andere Sprache. Dass er mit den beiden derzeit größten Gegnern der Bloodline zum Ring kommt, spricht eine andere Sprache. Dem Blondierten ist bewusst, dass überall zig Fragezeichen aufploppen. Mit einer Handbewegung macht er klar, dass man ihn erst anhören soll.

Solo Sikoa: Meine Familie ist von Tradition geprägt! Wir lieben Traditionen...ich liebe Traditionen! Dazu gehören auch Regeln, die wichtig sind, um ein harmonisches und erfülltes Miteinander genießen zu können. Ja, einen starke Persönlichkeit zu haben, die die Familie anführt, ist Teil davon. Ein...Tribal Chief! Jemand, der die Bürde tragen kann! Jemand, der auch mal unbequeme Entscheidungen treffen muss und bereit ist, sich den Unmut Anderer aufzulasten! Jemand, der der geborene Anführer ist! Und du Roman...du warst genau dieser Mann! Zumindest habe ich an dich geglaubt! Ich bin dir blind gefolgt und hätte alles für dich getan! Verdammt...ich HABE alles für sich getan!

Sikoa tritt einen Schritt näher, um seinem Cousin direkt ins Gesicht sehen zu können. Seine Stimme wird finsterer, verhärtet sich. Man kann schon Enttäuschung aus seinen Worten hören. Mit der freien Hand zeigt Solo auf den OTC. Wobei es fast so wirkt, als würde er eine Pistole auf diesen richten. Kenny Omega und LA Knight halten dabei die Usos im Blick. Man weiß ja nie, wann das nächste Chaos losgetreten wird.

Solo Sikoa: Ein Tribal Chief ist aber auch voller Herzlichkeit und Güte! Ein Tribal Chief sorgt sich um seine Familie und will, dass es ihnen gut geht! Ein Tribal Chief muss es sich zur Hauptaufgabe machen, die Mitglieder seiner Familie zu begleiten, ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und sie soweit zu pushen, bis sie besser und besser werden! Im Idealfall übertreffen sie den Tribal Chief eines Tages! Wenn das eintritt, hat er alles richtig gemacht! Und da Roman...da hast du versagt! Du stellst deine eigenen Bedürfnisse und Ziele über die Familie! Du benutzt sie nur, um deine eigene Machtposition zu halten und um dein Ego zu befriedigen! Ob Jey oder Jimmy ihre eigenen Wege gehen, interessiert dich nicht! Du siehst nicht ihre Persönlichkeiten und willst auch nicht, dass sie sich weiterentwickeln! Du siehst in ihnen nur Werkzeuge und Soldaten, die du benutzen kannst! So wie du mich nur noch als deinen Wachhund wahrgenommen hast! Du hast mich nicht mehr gesehen, Roman! Deswegen habe ich die Bloodline verlassen und war nicht mehr bereit dir zu folgen!

Ja vor einigen Monaten stelle sich Solo schon gegen Reigns und die Familie. Seit dem war er aber nicht mehr zu sehen...bis eben zum letzten Montag. Langsam macht Sikoa einen Schritt zur Seite...und sieht dann zu seinen Brüdern! Er atmet aus und seine Züge scheinen für einen Moment weicher zu werden.

Solo Sikoa: Jimmy...Jey...ich liebe euch! Ja, ich weiß, dass sich das gerade wie eine sehr große Lüge anhören muss! Aber es ist wahr! Ich liebe euch und möchte nur euer Bestes! Ich erwarte auch nicht, dass ihr sofort versteht, was ich letzte Show getan habe! Ich verlange auch nicht, dass ihr vergebt! Um es klar zu stellen...ich entschuldige mich auch nicht! Ich habe überlegt, ob ich mit euch reden soll, versuchen euer Gewissen zu erreichen. Nein...das hätte nicht funktioniert! Dafür kenne ich euch zu gut! Ihr habt euren sturen Kopf und habt eure Entscheidung gefällt! Das respektiere ich! Aber...es nötigt mich dazu zu stärken Mitteln zu greifen! Wir müssen uns die Köpfe einschlagen, sogar Krieg miteinander führen...dann seid ihr hoffentlich bereit mit zuzuhören! Dann können wir vielleicht gemeinsam die Traditionen unserer Familie in die neue Zeit hieven!

Nein, Solo geht es nicht darum seine Brüder vorzuführen oder gar fertig zu machen. Er will sie erreichen, ist aber der Ansicht, dass das nur auf die harte Tour funktioniert.

Solo Sikoa: Diese beiden Gentlemen hier...

Damit sind Kenny und Knight gemeint, denen Solo nun Aufmerksamkeit schenkt. Er geht zu ihnen zurück und deutet auf sie. Der Cleaner grinst von Ohr zu Ohr und wirft sich in Pose, während LA stoisch auf seinem Kaugummi kaut.

Solo Sikoa: ...brauchen Hilfe in ihrem Kampf gegen die Bloodline. Da kamen sie auf mich zu! Für mich war es keine Frage dieses Bündnis einzugehen. Ich weiß, dass ich alleine die Strukturen in meiner Familie nicht aufbrechen kann und daher selbst Hilfe brauche. So werden wir uns gegenseitig unterstützen...und Kenny und LA Knight können sich auf meine Loyalität verlassen!

Der Blondierte betont das bewusst um klar zu machen, dass der Cleaner und der Megastar auf ihn zählen können. Und auch um den Anderen zu zeigen, dass er sehr wohl weiß, was Loyalität bedeutet. Bevor Sikoa sich wieder zwischen seine Partner eingliedern wird, hält er inne. Seine wachen Augen springen nochmal zu Paul Heyman.

Solo Sikoa: In einer Sache hast du auf jeden Fall Recht, Paul! Niemand kennt den nächsten Schritt von Roman Reigns! Er ist unberechenbar...und alleine das disqualifiziert ihn als Tribal Chief! Aber...Roman kannte auch nur den Gefolgsmann und Soldaten Solo Sikoa! Er kennt nicht den freien Mann Solo Sikoa!

Solo ist nun einmal seit Monaten alleine unterwegs und wird sich daher auch verändert haben. Wer weiß, ob Team Omega das auch zum Vorteil nutzen kann.

Paul Heyman schüttelt langsam den Kopf. Ein fast mitleidiges Lächeln legt sich auf seine Lippen, während er Solo Sikoa einige Sekunden schweigend mustert. Die Fans werden unruhig. Einige jubeln Solo zu, andere warten gespannt darauf, wie der Wiseman auf diese Worte antworten wird. Roman Reigns hingegen bleibt vollkommen regungslos. Nicht ein Muskel in seinem Gesicht bewegt sich. Seine Arme bleiben vor der Brust verschränkt, sein Blick ist fest auf Solo gerichtet. Es ist kein Blick voller Wut. Keine Spur von Überraschung. Vielmehr wirkt es, als hätte der Tribal Chief jedes einzelne Wort bereits erwartet. Jimmy Uso dagegen kann sich kaum noch zurückhalten. Immer wieder schüttelt er den Kopf und läuft unruhig einige Schritte im Ring auf und ab. Seine Hände wandern immer wieder in die Luft, als wolle er Solo am liebsten sofort antworten. Mehrmals zeigt er mit ausgestrecktem Finger auf seinen Bruder und ruft ihm hörbar etwas entgegen, was in den lautstarken Reaktionen der Fans jedoch untergeht. Jey Uso steht nur wenige Meter daneben. Der "Main Event" hat den Blick keine Sekunde von Solo abgewandt. Seine Kiefermuskeln spannen sich sichtbar an. Immer wieder presst er die Lippen fest zusammen. Anders als Jimmy reagiert Jey nicht impulsiv. Stattdessen wirkt er innerlich hin- und hergerissen. In seinen Augen liegt Enttäuschung aber auch die Erkenntnis, dass Solo jedes seiner Worte ernst meint. Entschlossen löst sich Jey von seiner Position an Romans rechter Seite und marschiert mit energischen Schritten auf die Ringseile zu. Jimmy Uso verfolgt seinen Bruder aufmerksam und runzelt leicht die Stirn. Selbst Paul Heyman hebt überrascht eine Augenbraue, sagt jedoch kein Wort. Jey steigt zwischen den Ringseilen hindurch auf den Apron und beugt sich leicht nach vorne. Am Zeitnehmerbereich entdeckt er einen Mitarbeiter der Coast 2 Coast Company, der das Geschehen aufmerksam verfolgt. Jey streckt sofort seinen Arm aus. Der Mitarbeiter reagiert augenblicklich. Sichtlich nervös greift er unter den Zeitnehmertisch, nimmt eines der bereitliegenden Funkmikrofone an sich und eilt zur Ringseite. Jey wartet keine Sekunde. Er kniet sich auf dem Apron hinunter, streckt seinen Arm zwischen den Seilen hindurch und nimmt dem Mitarbeiter das Mikrofon direkt aus der Hand. Ein kurzes Nicken genügt als Dank, bevor der Angestellte sich hastig wieder zurückzieht. Langsam richtet sich Jey wieder auf und mit festem Griff umklammert er das Mikrofon. Sein Blick wandert zunächst zu Solo Sikoa anschließend zu Kenny Omega und darauf zu LA Knight. Schließlich dreht er sich langsam zu Roman Reigns und für einen kurzen Moment treffen sich ihre Blicke. Der Tribal Chief sagt nichts doch sein ausdrucksloses Gesicht verrät Jey alles, was er wissen muss. Jey nickt kaum merklich und nimmt seinen Platz neben Roman Reigns ein. Die Arena wird zunehmend lauter. Die Fans erheben sich von ihren Sitzen, weil sie genau wissen, was dieser Moment bedeutet. Nach Wochen des Schweigens hält "Main Event" Jey Uso endlich ein Mikrofon in der Hand. Und alles deutet darauf hin, dass er jetzt etwas sagen wird, das die Geschichte der Bloodline verändern könnte. Sein Blick ruht unverändert auf Solo Sikoa. Für einen langen Moment sagt er kein einziges Wort. Die Spannung wird beinahe unerträglich. Jimmy schaut seinen Bruder erwartungsvoll an. Paul Heyman verschränkt zufrieden die Hände vor seinem Körper. Roman Reigns bleibt vollkommen regungslos schließlich hebt Jey langsam das Mikrofon.

Jey Uso
"Solo... Du erzählst hier etwas von Familie... von Tradition... von Liebe... und eine Woche zuvor hast du Jimmy hinterrücks niedergestreckt.Du willst mir erzählen, dass das Liebe war? Du willst mir erzählen, dass genau DAS der Weg ist, unsere Familie zu retten? Ich weiß ganz genau, wie es sich anfühlt, zu zweifeln. Ich weiß ganz genau, wie es sich anfühlt, sich zu fragen, ob der Weg des Tribal Chiefs wirklich der richtige ist. Aber weißt du, was der Unterschied zwischen uns beiden ist? Ich habe meine Probleme mit meiner Familie gelöst... ich bin nicht zu zwei Männern gegangen, die nichts mit unserer Familie zu tun haben. Du redest davon, unsere Tradition zu beschützen..."


Er deutet auf Kenny.

Jey Uso
"Ein Mann, der Roman seit Wochen auf die Nerven geht. Der damit nicht klar kommt wer das Gesicht der Company ist."


Dann auf LA Knight.

Jey Uso
"Ein Mann, der seit Monaten gegen unsere Familie kämpft."


Jey schüttelt den Kopf.

Jey Uso
"Und genau DIE sollen dir plötzlich wichtiger sein als dein eigenes Blut? Du hast gesagt, du liebst uns. Dann hör auf, uns zu bekämpfen und dich selbst nicht zu belügen... Du behauptest, Roman hätte dich nicht mehr gesehen. Vielleicht stimmt das. Aber weißt du, was ich sehe? Ich sehe meinen kleinen Bruder... der so sehr beweisen will, dass er seinen eigenen Weg gehen kann, dass er bereit ist, gegen seine eigene Familie in den Krieg zu ziehen. Du sagst, wir sollen dir zuhören...Heute habe ich dir zugehört. Jetzt hör du mir zu... Du wirst immer mein Bruder bleiben... aber solange du Seite an Seite mit Kenny Omega und LA Knight gegen deine eigene Familie kämpfst... stehst du auf der falschen Seite des Rings."


[Bild: 01kgbhz92cgbh6txp5nd.jpg]

Doch Jey senkt das Mikrofon nicht vollständig stattdessen hebt er es langsam wieder an. Die Fans verstummen augenblicklich und sein Blick löst sich von Solo und wandert für einen Moment zu Kenny Omega und LA Knight, bevor er wieder seinen Bruder fixiert.

Jey Uso
"Nein... ich bin noch nicht fertig."


Lauter Jubel brandet auf... Jimmy grinst breit und nickt seinem Zwillingsbruder zustimmend zu. Paul Heyman verschränkt zufrieden die Arme. Roman Reigns bleibt dagegen vollkommen regungslos. Jey macht einen weiteren Schritt nach vorne...

Jey Uso
"Du hast eben gesagt, Roman würde uns nicht sehen... Aber weißt du, wer heute noch viel weniger sieht? DU! Du siehst nur noch deinen Schmerz. Du siehst nur noch deine Enttäuschung. Aber du siehst nicht mehr dein eigenes Herz. Glaubst, du kämpfst für uns. Aber jede Entscheidung, die du getroffen hast... hat uns weiter voneinander entfernt. Du hast Jimmy angegriffen und du hast Roman genau das gegeben, was er niemals wollte... Einen Krieg innerhalb unserer Familie. Du behauptest, wir müssten uns gegenseitig bekämpfen, damit wir endlich zuhören. Nein, Uce... das ist nicht unsere Tradition. Unsere Tradition ist, dass Familie füreinander einsteht... selbst wenn sie sich nicht einig ist. Du bist mein Bruder. Und genau deshalb hoffe ich, dass du irgendwann erkennst, dass der größte Kampf deines Lebens nicht gegen Roman Reigns geführt wird... sondern gegen den Zorn in deinem eigenen Herzen."


Mit diesen Worten lässt Jey das Mikrofon langsam sinken. Er weicht keinen Zentimeter zurück. Die beiden Brüder starren sich schweigend an, während die Norfolk Scope Arena in tosenden Reaktionen explodiert. Roman Reigns bewegt sich keinen Millimeter, während der tosende Lärm der Norfolk Scope Arena langsam wieder abebbt. Die Fans skandieren abwechselnd "Uce!", "Solo!" und "Roman!", während die sechs Männer im Ring wie eingefroren wirken. Jeys Worte hängen noch immer schwer in der Luft und Jimmy atmet tief durch. Und Roman bewegt sich endlich. Ganz langsam löst der Tribal Chief einen Arm aus seiner verschränkten Haltung. Keine hektische Bewegung... Zorn... Emotion. Er streckt lediglich seine rechte Hand zur Seite aus und Paul Heyman versteht rd augenblicklich. Der Wiseman tritt respektvoll einen halben Schritt nach vorne, senkt leicht den Kopf und legt Roman das Mikrofon nahezu ehrfürchtig in die Hand. Für einen Moment sagt Roman überhaupt nichts. Er betrachtet lediglich das Mikrofon dann hebt er langsam den Blick nicht zu Solo... Kenny... LA Knight sondern zu Jey. Lange und regungslos... Sekunden herrscht absolute Stille sondern selbst die Fans beginnen nervös zu flüstern. Darauf erhebt Roman langsam das Mikrofon doch wenige Sekunden später senkt er es wieder. Der Tribal Chief sagt... nichts. Er hebt das Mikrofon nicht einmal an stattdessen fixiert er Solo Sikoa mit einem eiskalten Blick. Kein Blinzeln oder Regung. Fast eine halbe Minute vergeht in absoluter Stille. Roman Reigns hebt das Mikrofon langsam an seine Lippen. Sein Blick bleibt ununterbrochen auf Solo Sikoa gerichtet. Die beiden Männer stehen sich regungslos gegenüber, während die Zuschauer gespannt auf das erste Wort des Tribal Chiefs warten. Roman atmet ruhig durch, ehe er schließlich zu sprechen beginnt.

"Tribal Chief" Roman Reigns
"Solo Sikoa... Roman Reigns hat jedes einzelne Wort gehört. Roman Reigns hat zugehört, ohne zu unterbrechen. Denn Roman Reigns wollte wissen, welche Geschichte Solo Sikoa sich selbst erzählt, um jede einzelne Entscheidung der vergangenen Monate zu rechtfertigen. Solo Sikoa spricht von Familie... Tradition... Liebe! Große Worte... Worte, die sich gut anhören. Aber Worte verlieren ihren Wert, wenn die eigenen Taten ihnen widersprechen. Solo Sikoa behauptet, Roman Reigns hätte seine Familie aus den Augen verloren. Roman Reigns hätte Jimmy Uso und Jey Uso nur als Werkzeuge gesehen. Das ist die Geschichte, die Solo Sikoa erzählen möchte. Aber Roman Reigns erinnert sich an etwas völlig anderes. Roman Reigns erinnert sich an einen Mann, der an der Seite seines Tribal Chiefs stand. Einen Mann, der bereit war, jede Schlacht zu kämpfen. Einen Mann, der stolz darauf war, Teil der Bloodline zu sein. Dieser Mann wusste, was Loyalität bedeutet. Dieser Mann wusste, dass Familie nicht nur in guten Zeiten zusammensteht, sondern gerade dann, wenn es schwierig wird. Und dann kam der Tag, an dem Solo Sikoa glaubte, Roman Reigns herausfordern zu können. Solo Sikoa wollte beweisen, dass er bereit wäre, den Platz des Tribal Chiefs einzunehmen. Solo Sikoa glaubte, stark genug zu sein. Solo Sikoa glaubte, klug genug zu sein. Solo Sikoa glaubte, die Bloodline ohne Roman Reigns führen zu können."


Er schüttelt langsam den Kopf. Die Fans reagieren laut und Roman geht noch einen Schritt näher an Solo Sikoa heran.

[Bild: intro-1776187048.jpg]

"Tribal Chief" Roman Reigns
"Aber am Ende stand Solo Sikoa genau dort, wo Roman Reigns ihn zurückgelassen hat... auf dem Boden... besiegt... nicht durch Glück oder durch Zufall sondern weil Solo Sikoa an diesem Abend erfahren musste, wie groß der Unterschied zwischen einem Soldaten... und einem Tribal Chief wirklich ist. Und trotzdem... obwohl Roman Reigns Solo Sikoa besiegt hat... hat Roman Reigns Solo Sikoa niemals verstoßen. Die Tür zur Familie wurde niemals geschlossen. Aber was hat Solo Sikoa getan? Solo Sikoa kam zurück... und der erste Mensch, den Solo Sikoa angegriffen hat... war Jimmy Uso... nicht Kenny Omega... LA Knight... Ausgerechnet der eigene Bruder musste hinterrücks niedergeschlagen werden. Aber nicht in einem ehrlichen Kampf... von Angesicht zu Angesicht sondern aus dem Hinterhalt. Und danach stellt sich Solo Sikoa hier in diesen Ring... und spricht von Liebe. Liebe schlägt den eigenen Bruder nicht nieder. Liebe benutzt die Familie nicht als Mittel zum Zweck. Liebe erklärt keinen Krieg gegen das eigene Blut. Solo Sikoa behauptet, Roman Reigns hätte die Familie verraten. Dabei war es Solo Sikoa, der gegangen ist. Niemand hat Solo Sikoa hinausgeworfen. Niemand hat Solo Sikoa gezwungen. Diese Entscheidung wurde allein getroffen.


Roman hebt leicht das Kinn.

"Tribal Chief" Roman Reigns
"Und heute steht Solo Sikoa nicht mit seiner Familie im Ring. Heute steht Solo Sikoa neben Kenny Omega. Heute steht Solo Sikoa neben LA Knight. Das sind die Männer, denen Solo Sikoa heute mehr Vertrauen schenkt als seiner eigenen Familie. Und trotzdem versucht Solo Sikoa, Roman Reigns zu erklären, was Loyalität bedeutet. Das ist beinahe amüsant. Solo Sikoa sagt, Roman Reigns kenne nur den alten Solo Sikoa... Vielleicht stimmt das. Denn Roman Reigns erkennt diesen Mann kaum wieder. Der Solo Sikoa, den Roman Reigns einst kannte, hätte niemals Jimmy Uso hinterrücks angegriffen. Der Solo Sikoa, den Roman Reigns kannte, hätte niemals seine Brüder verlassen, um Schulter an Schulter mit Kenny Omega und LA Knight gegen die eigene Familie zu stehen. Solo Sikoa wollte frei sein... Dann genieße diese Freiheit. Aber Freiheit bedeutet auch, die Verantwortung für jede Entscheidung zu tragen. Und wenn diese Entscheidungen dazu führen, dass Solo Sikoa der Bloodline gegenübersteht... dann wird Solo Sikoa auch mit den Konsequenzen leben müssen."


Roman senkt das Mikrofon langsam. Sein Blick bleibt ohne jede Regung auf Solo Sikoa gerichtet, während im Hintergrund Jimmy Uso, Jey Uso und Paul Heyman regungslos hinter ihrem Tribal Chief stehen. Die Spannung im Ring ist greifbar, als würde jeder auf Solos nächste Reaktion warten doch der Tribal Chief spricht weiter. Roman Reigns senkt das Mikrofon nicht stattdessen zieht sich ein kaum erkennbares Lächeln über sein Gesicht. Die Reaktionen der Fans schwellen erneut an, doch der Tribal Chief wartet geduldig, bis die Lautstärke etwas abebbt. Sein Blick bleibt fest auf Solo Sikoa gerichtet.

"Tribal Chief" Roman Reigns
"Aber Solo Sikoa hat noch immer nicht verstanden, worum es eigentlich geht. Solo Sikoa spricht von einem Tribal Chief, der seine Familie groß machen soll. Solo Sikoa spricht davon, dass die Familie eines Tages stärker sein müsse als ihr Anführer. Das klingt schön. Das klingt ehrenhaft. Aber genau daran erkennt Roman Reigns, dass Solo Sikoa niemals verstanden hat, was diese Rolle wirklich bedeutet. Ein Tribal Chief wird nicht gewählt, weil jeder glücklich sein soll. Ein Tribal Chief trägt keine Krone, damit jeder seinen eigenen Weg geht. Ein Tribal Chief trifft Entscheidungen, die sonst niemand treffen kann. Entscheidungen, die manchmal hart sind. Entscheidungen, die manchmal weh tun. Entscheidungen, die den eigenen Brüdern nicht gefallen. Aber genau deshalb gibt es nur einen Tribal Chief aber nicht jeder kann diese Last tragen. Solo Sikoa glaubt, Stärke bedeute, sich gegen Roman Reigns zu stellen. Stärke bedeute, alles infrage zu stellen. Stärke bedeute, die Familie zu verlassen und anschließend zurückzukommen, um allen zu erklären, wie Familie funktioniert."


Er schüttelt langsam den Kopf.

"Tribal Chief" Roman Reigns
"NEIN. Wahre Stärke zeigt sich in Loyalität. Wahre Stärke zeigt sich darin, Verantwortung zu übernehmen. Wahre Stärke zeigt sich darin, neben seiner Familie stehen zu bleiben, selbst wenn der Weg schwer wird."


Was für eine Ansage! Sowohl von Jey Uso, als auch von Roman Reigns! Die Fans Sind total aus dem Häuschen! Durch Solo's Involvierung bekommt dieser Krieg noch eine emotionale Komponente, die den Konflikt auf ein neues Level. Während vor allem Uso sein Herz ausschüttet, zeigt die Kamera hin und wieder einen lächelnden Kenny Omega. Der Cleaner ist davon überzeugt die richtige Entscheidung getroffen zu haben auf Sikoa zuzugehen. Sonst bleibt er erstaunlich ruhig, wie auch LA Knight. Den beiden Männern brennen stets dafür der Bloodline Kontra zu geben. Hier überlassen sie aber weiterhin Solo das Wort. Vermutlich auch eine vorherige Absprache.

Solo lässt eine Verwandten aussprechen. Jey trifft ihn mitten ins Herz. Gerade als er die Liebe spürt, die sein Bruder immer noch für ihn hat, sieht er über seine Schultern...erst zu Knight, dann zu Omega. Für den Bruchteil einer Sekunde überlegt er sich, ob er den besten Weg eingeschlagen hat. Es wäre kein Problem dem Cleaner einen Samoan Spike und LA einen Superkick zu verpassen! Einen Wimpernschlag später wischt er die leichte Sehnsucht nach dem Schoß der Familie zur Seite. Nein, die beiden Männer neben ihm werden nie wie Familie für ihn sein. Aber er sieht sieht als Mittel zum Zweck, um zumindest Jimmy und Jey die Augen zu öffnen...beziehungsweise seiner Meinung nach die Augen zu öffnen. Daher werden sich der Kanadier und der ehemalige Eli Drake die nächsten Wochen seiner Loyalität sicher sein.

Solo Sikoa: Jey...du und Jimmy bleibt meine großen Brüder, denen ich dafür dankbar bin, was sie mir beigebracht haben! Glaubt es mir oder nicht...aber ich liebe euch! Was ich Jimmy angetan habe tut mir im Herzen weh! Doch, wie gesagt, musste es so sein. Ein Anfang ist gemacht, oder nicht? Jetzt stehen wir uns von Angesicht zu Angesicht gegenüber und ich habe deine Aufmerksamkeit! Du hörst dir an was ich zu sagen habe! Auch wenn du mich...noch...nicht verstehst, nimmst du mich dennoch ernst! Und dafür danke ich dir, mein Bruder! Jedoch muss ich dich fragen...hätten wir diese Konversation auch geführt, wenn ich dich angerufen und um ein Gespräch gebeten hätte? Hättest du den Hörer abgenommen? Hättest du mir eine Chance gegeben?

Fragen, auf die man nun wohl keine ehrlich Antwort mehr bekommen wird. Egal was Jey dazu sagen wird...oder nicht! Im Hintergrund sieht man Knight die Stirn runzeln. Ihm ist das noch zu positiv gegenüber Jey Uso, was Solo von sich gibt. Omega deutet dem Amerikaner aber an, dass er sich beruhigen soll. Er hat volles Vertrauen in seinen blondierten Verbündeten.

Solo Sikoa: Du sagst, du weißt wie es ist, den Tribal Chief zu hinterfragen! Du hast gesehen, was ich gesehen habe, nicht wahr? Wer Roman wirklich ist! Du bist ausgebrochen, hast dein eigenes Ding gemacht...und das mit Erfolg! Jey, du BIST "Main Event" Jey Uso! Nicht weil Roman Reigns dich dazu gemacht hat...nein! Wegen DIR alleine, mein Bruder! Die Fans haben begonnen dich zu lieben, weil sie endlich gesehen haben, dass du so viel mehr bist außerhalb der Bloodline!

Solo lässt da bewusst das Mikro für einen Moment sinken. Und die Fans lassen ihn nicht im Stich! Jubel und laute "Yeet!" rufen schallen durch das Rund. Sikoa hebt seine Augenbrauen und deutet um sich herum. Es blitzt auch Hoffnungen in seinen Augen auf. Auch wenn die Fronten verhärtet sind und es definitiv zu einem großen Kampf kommen wird...zumindest Jey macht ihm Hoffnungen, dass sie sich in Ruhe zusammensetzen können, sobald das alles vorbei ist.

Solo Sikoa: Und genau deswegen verstehe ich nicht, warum du zurückgekehrt bist! Die Probleme sind gelöst? Sind sie das, Jey? Ist all das, weswegen du dein eigenes Ding durchziehen wolltest, wirklich gelöst? Du musst mir das nicht beantworten...zumindest nicht hier und jetzt! Aber frage dich das und sei zumindest dir gegenüber ehrlich!

Am liebsten würde Solo den "Main Event" gerne kurz und kräftig an sich drücken! Aber das würde Jey sicher ablehnen. Und da will Sikoa seinen Teamkollegen nicht vor den Kopf stoßen. So bleibt es bei einem kurzen Lächeln und zunicken. Ob Jey Uso wirklich in sich gehen wird? Solo hofft es! Für den Moment zieht er weiter...und sieht erneut zum OTC! Die Liebe, die er dennoch gegenüber Jey zeigen wollte, erlischt wieder komplett! Vielleicht hat Uso ja Recht und es ist der Hass in seinem Herzen, der Solo antreibt!

Solo Sikoa: Roman, ich will dich nicht aus der Familie vertreiben. Nein, ich wünsche mir den Cousin zurück, der mit uns aufgewachsen ist und wie ein weiterer Bruder für uns war. Wenn dieser Mensch, den ich immer noch liebe, noch hinter diesem Monster vor mir lauter, will ich auch ihn retten! Und wenn er schon tot ist...naja, dann soll die restliche Familie nicht mehr darunter leiden!

Der Tribal Chief macht einen langsamen Schritt nach vorne. Seine Augen bleiben fest auf Solo Sikoa gerichtet es ist kein Zorn ist in seinem Gesicht zu erkennen nur absolute Kontrolle.

"Tribal Chief" Roman Reigns
"Solo Sikoa... Roman Reigns hat jedes einzelne Wort gehört. Roman Reigns hat zugehört, ohne dich zu unterbrechen, weil Roman Reigns wissen wollte, was nach all den Monaten wirklich in deinem Kopf vorgeht. Und jetzt versteht Roman Reigns etwas... aber ganz bestimmt nicht das, was du dir erhofft hast. Du behauptest, Roman Reigns habe seine Familie aus den Augen verloren. Du behauptest, Roman Reigns habe nur sich selbst gesehen. Du behauptest, Roman Reigns hätte dich lediglich als Werkzeug benutzt. Dann beantworte Roman Reigns eine einzige Frage. Wer hat dich überhaupt in diese Position gebracht? Wer hat dafür gesorgt, dass jeder einzelne Mensch in dieser Company deinen Namen kennt? Wer hat dich beschützt, als du noch nicht bereit warst? Wer hat dir vertraut, obwohl andere in dir nichts weiter als den kleinen Bruder gesehen haben? Es war Tribal Chief... Roman Reigns."


Roman Reigns bleibt relativ gelassen doch wirkt weiterhin sehr dominant...

"Tribal Chief" Roman Reigns
"Du redest von Loyalität, als hätte Roman Reigns sie nie verstanden. Dabei war es Roman Reigns, der dir seinen Rücken anvertraut hat. Es war Roman Reigns, der dich in die Bloodline aufgenommen hat. Es war Roman Reigns, der dich wie einen Bruder behandelt hat. Und trotzdem stehst du heute dort drüben und erzählst dieser Arena, du hättest deine Familie gerettet. Nein, Solo Sikoa... du hast deine Familie nicht gerettet. Du hast sie verlassen. Und das Erstaunlichste daran ist, dass du glaubst, dein Verrat würde plötzlich ehrenhaft wirken, nur weil du ihm schöne Worte gibst. Du kannst von Liebe... Tradition... Familie sprechen. Aber deine Taten sprechen lauter als jedes einzelne Wort."


Langsam richtet sich sein Blick zu Jimmy Uso.

"Tribal Chief" Roman Reigns
"Roman Reigns hat gesehen, wie Jimmy Uso auf dem Boden lag. Roman Reigns hat gesehen, wer Jimmy Uso hinterrücks angegriffen hat. Das waren nicht Kenny Omega. Das war nicht LA Knight... das war Solo Sikoa. Und dann stellst du dich hier hin und erwartest Verständnis. Du erwartest Mitgefühl. Du erwartest, dass Jimmy Uso und Jey Uso glauben, all das wäre nur geschehen, weil du sie liebst. Liebe schlägt seinem Bruder nicht... Liebe hinterlässt keine Zweifel. Liebe zwingt ihre Familie nicht dazu, Krieg gegeneinander zu führen. Das, was du getan hast, war keine Liebe. Es war eine Entscheidung. Du hast gesagt, ein Tribal Chief müsse seine Familie besser machen. Genau das hat Roman Reigns getan. Jimmy Uso wurde stärker. Jey Uso wurde stärker. Du wurdest stärker. Jeder einzelne von euch hat gelernt, unter Druck zu bestehen, weil Roman Reigns niemals zugelassen hat, dass Schwäche über diese Familie bestimmt. Und jetzt behauptest du, Roman Reigns hätte versagt. Nein, Solo Sikoa. Roman Reigns hat nicht versagt. Roman Reigns steht noch immer hier. Roman Reigns führt diese Familie noch immer an. Roman Reigns trägt diese Last noch immer auf seinen Schultern. Derjenige, der versagt hat... bist du."


Roman Reigns senkt langsam das Mkro
Oh, die Worte haben getroffen! Vor allem der letzte Satz trifft Solo in Mark und Bein! Unruhig tigert er auf und ab und fährt sich mit der freien Hand über das Gesicht. LA Knight und Kenny Omega werfen sich fragende Blicke zu. Schlussendlich greift der Cleaner nach vorne und legt Solo eine Hand auf die Schulter. Innehaltend sieht der Blondierte den King of the Anywhere Match an und nickt einmal. Ja, er hat seine Gefühlswelt dennoch unter Kontrolle, da müssen sich seine Verbündeten nicht sorgen. Sikoa will es nicht zulassen, dass der OTC dauerhaft unter seine Haut gelangen kann.

Solo Sikoa: Versagt! Versagt? Oh, wenn es mir nicht gelingt die Familie zu erreichen und sie in eine Richtung zu lenken, wo es zwischen uns wirkliche Liebe und Gerechtigkeit gibt, dann habe ich versagt! Bis dahin bist du es, der versagt hat! Du sagst, dass du Jimmy stärker gemacht hast? Nein...Jimmy hat Jimmy stärker gemacht! Er ist lustig, charismatisch, kann Leute begeistern und ist einer der lernwilligsten Menschen, die ich kenne! Und all das sind Eigenschaften, die von ihm selbst kommen! Eines Tages wird er ein Champion sein...ob nun hier oder in einer anderen Liga! Wenn es soweit ist, werde ich Tränen in den Augen haben und stolz auf ihn sein. Ganz egal, ob er dann noch etwas von mir wissen möchte oder nicht! Du sagst, du hast Jey stärker gemacht? Du glaubst, er ist wegen dir "Main Event" Jey Uso? Nein, wie ich schon gesagt habe, hat er das alleine geschafft! Hast du die Menschen in den Hallen dazu gebracht "Yeet" zu schreien, bis uns allen die Ohren bluten? Nein, das war ER selbst! Für ihn war nur noch der Himmel die Grenze! Aber er hat sich selbst wieder die Ketten angelegt...VERDAMMT NOCHMAL!

Nun zeigt er sich doch gegenüber einen Brüdern, vor allem Jey, wütend. Finster sieht er zu den Usos und schüttelt ganz langsam den Kopf. Nein, es will nicht in den Kopf des Blondierten, warum Jey sich wieder in die Bloodline integriert hat. Da kann "Main Event" sich vor ihm rechtfertigen, wie er möchte...Solo Sikoa begreift es nicht!

Solo Sikoa: Und was mich angeht...

Plötzlich wird seine Stimme ruhiger. Sikoa schweigt mitten im Satz und sieht RR direkt in die Augen. Er kann nicht leugnen, was der Head of the Table für ihn getan hat. In Roman's Aussagen stecken durchaus etliche Funken an Wahrheit. Aber...es gibt da ein "Aber"...

Solo Sikoa: ...ich weiß, was du für mich getan hast! Und verstehe mich nicht falsch, dafür bin ich dankbar! Wegen dir kennt man den Namen von Solo Sikoa! Ohne dich wäre die c2c nie auf mich aufmerksam geworden. Aber...zur Wahrheit gehört auch, dass du mich nur bis zu einem bestimmten Level gepusht hast. Eben so weit, wie es dir genehm war! So weit, wie du mich noch kontrollieren konntest! Du hast mir vertraut weil du dachtest, ich werde für immer ein Gefolgsmann bleiben, der dich nie hinterfragen wird! So wie du Jimmy und Jey immer gesehen hast...und weiterhin siehst! Oder warum bekommt Jey nicht die Chance Omega herauszufordern, obwohl du, Roman Reigns, das Three Stages of Hell Match verloren hast?

Fast synchron applaudieren Knight und Omega, wobei der Cleaner Jey grinsend zunickt. Der Canadian X war einige Wochen lang sogar ein Fan von "Main Event" gewesen und hätte ihm gerne eine Chance gegeben. Nur hat sich da Roman wieder zwischen sie geschoben. Und inzwischen hat Uso wieder sämtlichen Respekt verloren, die die Destiny Flower für ihn hatte.

Solo Sikoa: Und bitte Roman...tu' nicht so, als würdest du nie die Hand gegenüber einem Familienmitglied erheben. Oder muss ich jeden hier an dein Match gegen Jey erinnern, wo du einen Stuhl gegen ihn eingesetzt hättest, wenn Kenny es nicht verhindert hätte? Du wärst bereit gewesen brutal gegen Jey vorzugehen, nur weil er aus deinem Schatten treten wollte. DAS wirst du mir nicht mit Liebe und Respekt verkaufen können! Nicht ich bin Schuld, dass es Krieg in unserer Familie gibt...du bist es! Ich würde dich ja bitten, dich mal selbst zu hinterfragen...aber das wird dieser Roman Reigns nicht tun. Er redet ja lieber davon, was Roman Reigns sagt und was Roman Reigns tut und was auch immer...und unterstreichst damit nur meinen Punkt, dass du nur dich siehst! Aber gut...dann werde ich dir eben deinen Egoismus und deine Überheblichkeit eigenhändig aus Leib und Seele prügeln!

Als wäre das sein Schlusswort nickt Solo seiner Familie entschlossen zu und tritt zurück, so dass er zwischen Knight und Omega steht. Roman Reigns hebt das Mikrofon langsam an seine Lippen. Für einen langen Moment sagt er kein einziges Wort. Sein kalter Blick ruht ununterbrochen auf Solo Sikoa. Die Arena wird mit jeder Sekunde unruhiger, doch der Tribal Chief lässt sich davon nicht beeinflussen. Schließlich beginnt er mit ruhiger, kontrollierter Stimme zu sprechen.

"Tribal Chief" Roman Reigns
Solo Sikoa behauptet, Roman Reigns hätte die Familie nicht gesehen. Solo Sikoa behauptet, Roman Reigns hätte nur an sich selbst gedacht... Wie interessant. Nachdem Solo Sikoa gegangen war... wer hat die Familie wieder zusammengeführt? Roman Reigns. Wer musste Jimmy Uso wieder aufrichten, nachdem Solo Sikoa ihn mit seinen Entscheidungen verletzt hatte? Roman Reigns. Wer musste Jey Uso davon überzeugen, dass diese Familie noch immer einen gemeinsamen Weg hat? Roman Reigns. Solo Sikoa war nicht da. Solo Sikoa war verschwunden aber Roman Reigns blieb. Während Solo Sikoa seinen eigenen Weg gesucht hat... hat Roman Reigns jede einzelne Wunde heilen müssen, die Solo Sikoa hinterlassen hat. Der Tribal Chief musste dafür sorgen, dass diese Familie nicht endgültig zerbricht... musste Misstrauen beseitigen... die Zweifel auslöschen und die Brüder wieder an dieselbe Seite bringen. Und jetzt steht Solo Sikoa hier... als wäre niemals etwas geschehen. Nein! So einfach funktioniert Verantwortung nicht. Solo Sikoa spricht von den Fehlern des Tribal Chiefs. Aber Solo Sikoa spricht niemals über die eigenen Fehler. Wer hat diese Familie verlassen? Wer hat Jimmy Uso angegriffen? Wer stellt sich heute Seite an Seite mit Kenny Omega und LA Knight gegen das eigene Blut? Solo Sikoa."


Der Tribal Chief nickt langsam und lächelt ein wenig bis er wieder Ernst hinein blickt.

"Tribal Chief" Roman Reigns
Und trotzdem versucht Solo Sikoa, Roman Reigns einzureden, dass Roman Reigns derjenige ist, der die Familie verraten hat. Das ist keine Wahrheit. Das ist Schuld, die auf einen anderen geschoben werden soll. Solo Sikoa glaubt heute, den richtigen Weg zu gehen und erkennt das. Roman Reigns erkennt auch den Zorn. Die Enttäuschung... Stolz. Aber irgendwann wird dieser Tag kommen. Irgendwann wird Solo Sikoa erkennen, dass nicht Roman Reigns den Namen der Familie beschmutzt hat. Solo Sikoa wird erkennen, dass jeder Schritt gegen die Bloodline... jeder Angriff auf Jimmy Uso... jede Allianz mit Menschen, die diese Familie zerstören wollen... den Namen der Familie beschmutzt hat. Und an diesem Tag wird Solo Sikoa verstehen, dass Roman Reigns die Familie nicht verloren hat. Die Familie hat versucht, Solo Sikoa festzuhalten. Aber Solo Sikoa hat sich selbst losgerissen. Es gibt einen Unterschied zwischen einem Mann, der glaubt, Recht zu haben... und einem Mann, der tatsächlich Verantwortung trägt. Roman Reigns trägt diese Verantwortung seit Jahren. Solo Sikoa wird eines Tages erkennen, welchen Preis diese Entscheidungen wirklich haben. Und wenn dieser Tag kommt... wird Roman Reigns nicht sagen... Ich habe es dir gesagt. Roman Reigns wird Solo Sikoa nur ansehen... und wissen, dass die Wahrheit immer ihren Weg findet."


Roman Reigns blickt Solo Sikoa tief in die Augen und senkt das Mikro. Der Tribal Chief übergibt das Mikro Paul Heyman und steigt mit der gesamten Bloodline aus dem Ring. Roman Reigns, Jey Uso, Jimmy Uso und Paul Heyman lassen Solo Sikoa, Kenny Omega und LA Knight zurück im Ring. Die Bloodline stolziert die Rampe hinauf ohne Sikoa, Omega und Knight aus den Augen zu verlieren.

[Bild: 8484.jpg]

CO - MAIN EVENT
SINGLES MATCH
Ethan Page /w Becky Lynch vs. Grayson Waller

[Bild: graysonethan.png]
Writer: beckS

Das nächste Talent macht sich schon hinter den Vorhängen bereit und jeder weiß, das es sich dabei um den Australier Grayson Waller. Dieser ist anfangs noch gemischt empfangen worden, doch bevor überhaupt seine Theme ertönt kann man schon einige Buhrufe hören, die aber erst so richtig laut werden, als es dann wirklich losgeht und wir Waller gleich endlich zu Gesicht bekommen.



Matthew Rehwoldt: “The following contest is scheduled for one Fall.
Making his Way to the Ring, from Sydney, Australia, weight in 224 pounds, GRAYSON WALLER!"


Melissa Santos hat ihn angekündigt und im selben Moment kam er auch hinaus und anstatt er enttäuscht ist über die Reaktion der Fans ist trägt er sogar ein Lächeln im Gesicht und freut sich darüber. Er scheint damit sogar auch noch die Fans zu befeuern, die sich davon natürlich provozieren lassen. Grayson zeigt auch eine Pose was etwas von einem Boxer hatte der den ersten Treffern der Fans spielerisch ausweicht.

[Bild: grayson-waller-entrance.gif]

Dann schreitet Waller voran Richtung Ring, dabei interagiert er natürlich mit den Fans, die ihn anfeinden, Waller hingegen nimmt das fast mit einem Dank, aber auf jeden Fall mit sehr guter Laune an. Dennoch ist er schnell an der Seite des Ringes angekommen und animiert weiter die Fans nochmal nachzulegen, die der Bitte nur zu gerne nachkommen. Er badet darin und hüpft über die Ringseile, zeigt ein paar Schritte auf der Stelle, wo er auch tief in die Knie geht und anschließt wieder eine Pose für die Fans.

[Bild: grayson-waller-entrance.gif]

Weiter können ihn die Fans nicht leiden, aber das Lächeln verschwindet nicht mit dem er auch die Leute im Ring bedenkt und darauf wartet, dass das Match endlich losgehen kann.

Die Scheinwerfer der Arena verdunkelten sich im Bruchteil einer Sekunde auf ein atmosphärisches Minimum, ehe ein tiefer, markerschütternd pulsierender Beat durch das Fundament der Halle hämmerte. Auf dem gigantischen Titantron flammte ein massives, goldenes Ego-Logo auf, das sich träge und majestätisch um die eigene Achse drehte. Dann, mit dem ersten harten Drop der Musik, explodierte die gesamte Stage in einem fast schon blendenden, gleißenden Meer aus goldenem Licht.

E-E-E-G-G-G-O-O-O
KILL ‘EM WITH THE RHYTHEM
KILL ‘EM WITH A SSmileILE




Der obligatorische Vorhang wurde beiseite gerissen, und Ethan Page trat ins Scheinwerferlicht, den C2C Westcoast Championship stolz und unübersehbar um die Hüfte geschnallt. Doch an diesem Abend gehörte die Kamera nicht ihm allein. Direkt hinter ihm, mit bewusst, präzisen Schritten, folgte ihm Becky Lynch in den grellen Kegel der Verfolgerscheinwerfer.

Am oberen Ende der Rampe stoppte Page abrupt. Er breitete die Arme weit aus, warf den Kopf in den Nacken und genoss es sichtlich, wie die Hitze der Lichter und die gewaltige, von Buhrufen und ungläubigem Raunen durchsetzte Reaktion des Publikums über ihm zusammenschlugen. Becky trat direkt neben ihn. Mit einem müden Lächeln, mit der unnahbaren Aura einer Generalin, reckte sie symbolisch und absolut synchron ihren SHINE Championship Belt in die Höhe. Zwei Champions, doppeltes Gold, ein Bild, das pure Dominanz ausstrahlte.

[Bild: e9454af5caf0ac4f69dfcf336cbd4c0b345b3a51.pnj] [Bild: 5e2751240a82979829ee577f0d506e5b6e2c96e6.pnj]

Ein unerträglich überhebliches, breites Grinsen schnitt in Pages Gesicht, als er seinen Marsch die Rampe hinunter fortsetzte. Jeder einzelne Schritt war kalkuliert langsam, aufreizend arrogant und absolut dominant. Er trug seine schwarze Trainingsjacke lässig offen über dem Ringoutfit, sodass das Gold an seiner Hüfte bei jeder Bewegung im Licht blitzte. Während er den Weg zum Ring passierte, dachte er gar nicht daran, auch nur eine einzige Hand der ausgestreckten Fans abzuklatschen. Stattdessen fixierte er einzelne Zuschauer in den vorderen Reihen mit dem Zeigefinger, schüttelte spöttisch den Kopf und zollte ihnen ein mitleidiges Lächeln – als wären sie alle seiner puren Anwesenheit schlichtweg nicht würdig. Becky flankierte ihn dabei wie ein eiskalter Schatten, den Blick starr nach vorne gerichtet, unempfänglich für die Rufe der Crowd.

Matthew Rehwoldt: "Making his way to the Ring... accompanied by the C2C SHINE Champion… BECKY LYNCH…
from Hamilton, Ontario, Canada ... weighing in at 225 pounds... He is the C2C WESTCOAST CHAMPION... He is "All Ego" ETHAN PAGE!"


Am Ring angekommen, schritten die beiden nacheinander die stählernen Stufen zum Apron hinauf. Page stoppte kurz, streifte sich demonstrativ und mit gespielter Gründlichkeit die Stiefel am Ringrand ab, ehe er sich ganz Gentleman-Like auf das mittlere Seil setzte, um Becky den Durchgang zu erleichtern.

Erst nachdem sie den Ring betreten hatte, folgte er ihr und steuerte ohne Umwege das absolute Zentrum des Rings an. Mit einem schnellen Griff löste er den Westcoast Championship von seiner Hüfte, packte das schwere Leder mit beiden Händen und riss den Titel triumphal hoch über seinen Kopf. Er drehte sich in einer langsamen, theatralischen Kreisbewegung, damit auch wirklich jeder in dieser ausverkauften Arena das Gold glänzen sehen musste. Unterdessen steuerte Becky zielsicher die Ringseile an. In ihrer unverkennbaren, ikonischen Manier sprang sie auf das zweite Seil, lehnte sich weit nach vorne und präsentierte der tobenden Halle unter einem gellenden Pfeifkonzert ihren eigenen Titel. Die blendende Beleuchtung in der Arena normalisierte sich langsam wieder, während die treibenden Beats von Pages Theme im Hintergrund leiser wurden und schließlich ganz ausklangen. Für einen Moment übernahm der Ringrichter das Geschehen, trat respektvoll an den Champion heran und nahm von Ethan den Westcoast-Titel entgegen. Eine kurze, obligatorische Unterweisung an die Akteure und das Match konnte beginnen.

Warnung! Spoiler!
DING DING DING

Der Ringgong ertönt. Grayson Waller verliert keine Zeit. Mit seinem typisch süffisanten Grinsen tänzelt er durch den Ring, klatscht höhnisch in die Hände und fordert Page auf, sich zu bewegen.

Grayson Waller: „Na los, Hollywood-Ethan! Zeig den Leuten doch mal, ob hinter den Muskeln auch echtes Talent steckt, Champ!“

Ethan Page bleibt wie eine Statue stehen, die Augen verengten sich voller Argwohn. Beide umkreisen sich langsam zum Lock-Up in der Ringmitte. Waller nutzt das Momentum, schlüpft flink unter Pages Arm durch und nimmt ihn sofort in einen engen Side Headlock. Page kontert kraftvoll, treibt Waller zurück und schiebt ihn mit einem harten Stoß in die Seile. Beim Rebound zeigt Waller seine Athletik: Er taucht unter Page weg, springt beim nächsten Seilkontakt elegant per Leapfrog über ihn hinweg, landet perfekt auf den Füßen und wirft sich sofort in eine arrogante Pose. Die Arena jubelt über den Konter. Waller verbeugt sich übertrieben theatralisch in Richtung der Zuschauer. Draußen am Ring verdreht Becky Lynch genervt die Augen und schlägt gegen den Apron.

Erneuter Lock-Up. Diesmal fackelt Page nicht lange. Er fängt Wallers Ansatz ab und schleudert ihn mit einem blitzschnellen, krachenden Arm Drag auf die Matte. Waller spritzt sofort wieder auf die Beine, wird aber direkt von einem zweiten Arm Drag erwischt. Bevor Waller überhaupt realisieren kann, wo er ist, federt Page in die Seile und nagelt ihn mit einem perfekt exekutierten Dropkick direkt gegen das Kinn nieder!

Waller rollt sich, das Gesicht schmerzverzerrt, nach draußen auf den Hallenboden, um das Pacing zu unterbrechen. Becky Lynch tritt langsam an ihn heran und beginnt hämisch zu applaudieren. Waller rutscht zurück in den Ring, doch die Ablenkung war fatal. Ethan Page erwartet ihn bereits. Eine Serie von krachenden European Uppercuts drängt Waller unbarmherzig in die Ringecke. Page lässt einen peitschenden Knife Edge Chop folgen, der durch die gesamte Arena hallt. WUUUOH! Noch einer!
Page packt Waller am Handgelenk zum Irish Whip in die gegenüberliegende Ecke. Waller prallt hart ab, federt zurück und läuft genau in einen brutalen Running Shoulder Block von Page. Waller geht zu Boden. Page hakt sofort das Bein ein.

„ONE...“

Kickout von Waller bei Eins. Page bleibt ohne Pause aggressiv. Er zieht Waller hoch, packt ihn sich zum Vertical Suplex, hält ihn sekundenlang in der Luft, um seine Kraft zu demonstrieren, und lässt ihn auf die Matte krachen. Sofort hinterher zieht er Waller am Haarschopf hoch und verpasst ihm einen krachenden Side Slam.
Waller schnappt nach Luft, er ist sichtlich angeschlagen. Als Page ihn jedoch für den nächsten Slam aufrichten will, findet Waller seinen Fokus wieder. Jawbreaker! Wallers Kopf rammt gegen Pages Schädel. Page taumelt zurück. Waller schaltet blitzschnell um bringt einen SUPERKICK an. Direkt an die Schläfe von Page.
Page schwankt wie ein gefällter Baum. Waller mobilisiert die letzten Kraftreserven: Running Clothesline! Page steht wieder auf, doch Waller fängt ihn ab und hämmert ihn mit einem modifizierten Neckbreaker auf die Bretter! Die Fans sind komplett zurück im Match und peitschen Waller nach vorne.

Cathy Kelley: "Was für ein Comeback von Grayson Waller! Er nutzt jede winzige Lücke, die Page ihm lässt.“

Waller nutzt das neu gewonnene Momentum. Er läuft heiß: Running Forearm in die Ecke! Er nimmt Anlauf zum Corner Splash! Waller federt erneut ab, wirft sich nach hinten und verpasst Page den Rolling Flatliner! Blitzschnelles Cover von Waller! „ONE... TWO...“

Wade Barrett: "NEIN! Kickout von Page!“

Waller schlägt frustriert mit der Faust auf die Matte. Er will es jetzt beenden. Er signalisiert den Rolling Stunner. Waller springt aufs Seil, wirft sich zurück, doch Ethan Page hat den Braten gerochen! Er fängt den herannahenden Waller mitten in der Luft ab. Unglaubliche Kraftdemonstration… POWERSLAM mitten in der Luft!
Beide Männer krachen brutal auf die Matte und bleiben regungslos liegen. Der Ringrichter beginnt sofort mit dem Ten-Count.

„ONE... TWO... THREE... FOUR...“

Bei Fünf bewegen sich beide. Bei Sieben stehen sie sich, gestützt auf die Seile, keuchend gegenüber. Es entwickelt sich ein brutaler, offener Schlagabtausch in der Ringmitte. Eine Rechte von Waller, gefolgt von einer Linke von Page. Ein harter Forearm von Waller, gefolgt von einem donnernden European Uppercut von Page.
Die Fans quittieren jeden einzelnen Treffer mit lauten Rufen. Die Erschöpfung ist spürbar, doch keiner will nachgeben. Schließlich gewinnt Page durch seine physische Überlegenheit die Oberhand. Er verpasst Waller einen heftigen Kniestoß in den Magen und schickt ihn mit einem Irish Whip in die Seile. Waller kommt zurück… BIG BOOT von Page! Waller dreht sich um die eigene Achse. Page schaltet sofort in den nächsten Gang. Er greift sich Waller. Der Ansatz zum Ego's Edge! Nein! Waller rutscht im letzten Moment hinter Pages Rücken herunter. Blitzschneller Einroller! Schoolboy! „ONE... TWO...“

Page kickt im allerletzten Moment aus! Beide Männer schnellen gleichzeitig wieder nach oben. Page schaltet schneller…DISCUS LARIAT! Waller wird regelrecht von den Beinen gerissen, doch die Wucht des Aufpralls knockt auch Page selbst aus. Beide Männer liegen erneut flach.

Während der Ringrichter sich besorgt über die beiden ausgeknockten Kontrahenten beugt, sieht Becky Lynch draußen, dass ihre Hilfe benötigt werden könnte. Denn bevor Page sich wieder merklich regte, erhebt sich Waller wieder. Wie eine Raubkatze schleicht Becky um den Ring herum. Keiner sieht es, bis auf die Zuschauer. Gerade als Grayson Waller zu einem Cover ansetzt will, greift Becky unter dem untersten Seil hindurch, packt Ethans Fuß und legt ihn strategisch perfekt auf das unterste Ringseil. Der Ringrichter sieht das Cover, holt zum Pin aus… und noch bevor er den One-Count macht, deutet er auf die Seile und den unfreiwilligen Ropebreak.

Cathy Kelley: "Moment mal! Habt ihr das gesehen? Becky legt Ethans Bein aufs Seil! Das ist illegale Hilfe von außen!“
Wade Barrett: "Wo kein Kläger, da kein Richter, Cathy! Der Ringrichter hat die Augen überall, nur nicht da, wo er sie brauchen sollte. Das ist taktische Meisterklasse!“
Cathy Kelley: "Genau deshalb hat Page sie dabei. Sie ist seine Lebensversicherung.“

Für die Akteure im Ring war die Situation so unspektakulär wie auch undurchsichtig. Es braucht einen Moment, bis Weller überhaupt versteht, was hier gerade passiert ist. Denn es war denkbar knapp und schon hätte er unter Umständen den Champion zu Fall gebracht. Er ist außer sich vor Wut. Er kriecht zum Ringrichter und brüllt ihn an, während er auf Becky zeigt.

Grayson Waller: "Sie hat eingegriffen! Verdammt noch mal, wie kannst du das nicht bemerken?! Sie manipuliert das Match!"

Becky Lynch nutzt die Aufregung eiskalt aus. Sie steigt seelenruhig auf den Apron, hebt ihren SHINE Championship demonstrativ in die Höhe und funkelt Waller mit einem hämischen Grinsen an. Waller verliert komplett die Beherrschung. Er vergisst Page, stürmt auf Becky zu und baut sich drohend vor ihr auf.
Der Ringrichter sprintet sofort dazwischen, stellt sich zwischen Waller und Becky und gestikuliert wild, dass Becky den Apron verlassen soll. Becky hebt unschuldig die Hände, beginnt eine lautstarke, völlig absurde Diskussion mit dem Offiziellen und bindet seine gesamte Aufmerksamkeit an sich.
Während der Ringrichter und Waller komplett durch Becky abgelenkt sind, robbt sich Ethan Page von hinten heran. Exakt im toten Winkel des Offiziellen holt Page aus und verpasst Waller einen krachenden LOW BLOW mitten zwischen die Beine!

Wade Barrett: "Oh, kommt schon! Nicht so! Das war ein billiger Tiefschlag!“

"BUUUUUUUUUUUUUUH!" Die gesamte Arena explodiert in einem gellenden Pfeifkonzert. Wallers Augen weiten sich vor Schmerz, er sackt langsam auf die Knie und hält sich den Unterleib. Page grinst dreckig. Er kommt langsam auf die Beine und zieht den wehrlosen Waller nach oben. Auf dem Apron blickt Becky Lynch kalt auf das Geschehen herab und ruft Ethan zu, dass es beenden soll. Page nickt nur kurz. Er wuchtet den wehrlosen Waller hoch. EGO'S EDGE! Mit maximaler Wucht schlägt Waller im Zentrum des Rings auf. Erst jetzt bricht der Ringrichter die Diskussion mit Becky ab und dreht sich um. Page wirft sich schwer auf Waller ins Cover.

„ONE...“
„TWO...“
„THREE!“

DING DING DING

Here is your winner by pinfall: ETHAAAN PAAAAAGE!

[Bild: 8d19a7038910025a8ff8cb6eb2240fd54d37d29d.pnj]

Noch während die Ringglocke ertönt, rutscht Becky Lynch triumphierend unter den Seilen hindurch. Sie fackelt nicht lange, greift sich die Arme von Ethan Page und reißt einen davon energisch und siegreich in die Luft. Die Buhrufe sind ohrenbetäubend, doch Becky ignoriert sie komplett. Sie geht zu Ethan Page und legt ihm anerkennend die Hand auf die Schulter. Mit der anderen Hand streckt sie ihren SHINE Championship-Gürtel ein letztes Mal provokant in den Arena-Himmel, während auch Ethan sein Gold zurück erhält. Im Hintergrund des Rings sitzt Grayson Waller völlig fassungslos und vom Tiefschlag gezeichnet in der Ringecke. Er starrt ins Leere, wissend, dass er das Match eigentlich im Griff hatte, aber gegen dieses taktische Teamwork Becky und Ethan chancenlos war. Unter einem letzten, massiven Heat-Gewitter verlassen Becky und Ethan die Arena, während Waller ihnen frustriert hinterherblickt.

[Bild: 151.jpg]

So, auf geht es zu Drew McIntyre! Wir sehen zwei Damen, die zum Locker des Schotten möchten. Gut, nur Eine, Fallon Henley, möchte das aktiv! Die Andere, Bobbi Tyler, kommt als Begleitung mit! Irgendwie ist es merkwürdig die Amerikanerin und Britin so zusammen zu sehen, nach dem sie monatelang ihre Probleme miteinander hatten. Das gehört der Vergangenheit an. Letzten Montag konnte Fallon das Eis brechen und Bobbi ihr Mitgefühl aussprechen. Der Blondine bedeutete das viel. Fast noch wichtiger ist der heutige emotionale Support, den Fallon ihr gibt! Ohne die herzliche Wärme der Brünetten wäre Bobs nach ihrem Albtraum durchgedreht! Inzwischen hat sie sich wieder beruhigt, doch die Angst vor dem nächsten, emotionalen Rückschlag ist vorhanden. Daher wirkt sie etwas anhänglich und begleitet Fallon, obwohl sie mit der ganzen Sache rund um Drew und Liv Morgan, beziehungsweise Kali, nichts zu tun hat. Für das Country Girl ist das kein Thema. Sie hatte vorhin versprochen, dass sie Tyler heute nicht alleine lassen wird und nimmt sie daher auch hierhin mit.

Bobbi läuft leicht schräg hinter Fallon und berührt immer mal wieder ihren Arm. Das braucht die Blonde gerade. Ist auch so lange her, dass sie jemanden hat, an den sie sich anlehnen kann. Plötzlich rutscht Tyler's Hand nach unten...und greift nach der vom Country Girl. Überrascht sieht die Brünette sie an. Da wirkt die Britin fast wie ein scheues Reh! So hat Fallon sie bisher noch nie gesehen.

bobbi.tyler: Sorry, ich...ich bin heute wirklich durch den Wind! Ist...ist es ok, wenn ich deine Hand halte?

Fallon spürt, wie sich Bobbi's Finger zwischen ihre legen. Es ist ein lockerer Griff, der aber fest genug ist, um der ehemaligen Stevie Turner ein gutes Gefühl zu geben. Irgendwie ist es weird wenn man bedenkt, dass sie sich vor zwei Wochen fast noch im Ring geprügelt hätten, da Bobs Fallon's Kumpeline Lainey Reid nach dem Match weiter attackiert hat. Und jetzt...das? Sie fangen doch gerade erst an freundschaftliche Bande zu knüpfen. Aber Henley muss zugeben, dass es ihr gefällt! So lächelt sie Bobbi sanft an und nickt ihr nur zu. Tyler grinst über beide Backen und es ist schön sie so zu sehen. Die Geste bedeutet der Blonden sehr, sehr viel! Erneut merkt sie, wie sehr ihr so ein Mensch in den letzten Jahren in ihrem Leben gefehlt hat. Da ist sich, auf der anderen Seite, die Amerikanerin sicher, dass sie das wahre Ich der Jüngeren kennenlernt. So gehen sie weiter...und Fallon muss zugeben, dass das auch ihrer Seele gut tut. Ja, es ist eine freundschaftliche Geste um Bobbi emotionalen Support zu geben. Doch es ist auch gefühlt lange her, zumindest aus ihrer Wahrnehmung, dass sie jemanden so nahe war. Der Letzte war ihr Ex-Freund...zu dem sie, pikanterweise, nun wollen.

Nach ein paar weiteren Schritten sind sie an Drew's Locker angekommen. Fallon atmet einmal durch und sieht Tyler ernst an.

Fallon Henley: Also...ich habe vor Drew schon erwähnt, dass ich mich so langsam mit dir besser verstehe. Trotzdem werde ich ihm kurz erklären, warum du bei mir bist. Keine Sorge, er weiß keine Details und dabei wird es auch bleiben.

Bobbi hätte auch so Fallon vertraut, zeigt sich dennoch erleichtert. Sie kennt Drew nicht wirklich und hat daher kein Interesse daran, dass dieser genau über ihr Traum informiert ist.

bobbi.tyler: Alles gut! Ich halte mich auch zurück und falls es hilft, gehe ich wieder vor die Türe!

Fallon soll ja in Ruhe mit dem Schotten über die Sache mit Kali sprechen können. Zudem hält sich Bobs die Option offen wieder zu gehen, falls ihr das Gerede über zweite, böse Persönlichkeiten zu viel wird. Gerade damit hat sie ja ihre schlimme Erfahrung gemacht. Henley nickt ihr einmal zu und dreht sich zur Türe. Tyler löst dabei ihre Hand, auch wenn ihr das schwer fällt. Aber sie ab jetzt keine Ablenkung für das Country Girl sein. Diese klopft an und wartet auf eine kurze Rückmeldung aus dem Inneren des Raumes. Als diese kommt, öffnet Henley die Türe.

Fallon Henley: Hey Drew! Ich hoffe, ich störe nicht?

...fragt sie vorsichtig, während sie die Türe komplett öffnet, so dass McIntyre auch Bobbi Tyler sehen kann. Bevor der Langhaarige fragen kann, setzt Henley schnell an.

Fallon Henley: Also, falls du dich wunderst...Bobbi und ich haben unseren Frieden geschlossen! Wir sind uns heute zufällig begegnet und sind dabei uns besser kennen zu lernen. Ich habe sie gebeten mitzukommen, da ich ein schwieriges Thema mit dir besprechen muss und ich ein wenig emotionale Unterstützung gebrauchen konnte.

Fallon flunkert, ohne rot zu werden, auch wenn es streng genommen nicht gelogen ist. Oder etwas untertrieben war. Aber dass Bobbi, voller Panik, Fallon schreiend in die Arme gelaufen ist tut hier nichts zur Sache. Und geht den Scottish Warrior auch nichts an. Bobs bleibt ruhig und strengt sich an ein Pokerface aufzusetzen. Innerlich ist sie Henley dankbar, wie sie sie hier quasi verteidigt.

bobbi.tyler: Öhm...hi! Alles klar?

Unschlüssig hebt Bobs die Hand zum Gruße und bleibt zurück, als Fallon auf Drew zugeht. Ist nicht ihr Thema! Davon abgesehen...obwohl er ein Kollege ist, ist Drew McIntyre für die Britin ein fremder Mann! Deswegen wird sie eine gewisse Distanz einhalten! Und deswegen sieht sie ihm auch nicht wirklich in die Augen!

Fallon Henley: Drew...ich muss mit dir reden! Naja...besser gesagt...ich muss dich warnen! Es geht um Kali!

Drew saß alleine in seinem Locker, da er nicht wirklich wusste, wann und ob Liv überhaupt noch den Locker aufsuchen würde. Der Schotte freute sich noch immer für die Blondine, das Sie es geschafft hatte, Tiffany um das Gold zu erleichtern. Natürlich gab es immer wieder die Diskussion darüber, ob Sie es jetzt verdient hätte oder nicht, denn es war ja immerhin Kali die gegen Tiffy angetreten war. Liv könnte Drew aber niemals von seiner Meinung ablenken. Ging es nach Liv, hätte Sie es nicht verdient. Dennoch liebte Drew die Blondine, auch wenn man nicht immer einer Meinung war.

Als es dann an seiner Tür klopfte wurde ihm zumindest klar, das es nicht Liv war. Denn Sie hatte das Privileg, auch ohne an die Tür klopfen zu müssen, einzutreten. Auch wenn es nicht Liv war, freute sich Drew dennoch über den Besuch. Fallon trat mit Bobbi an ihrer Seite in den Locker und der Schotte stand dann auch direkt auf. Es freute Ihn das Fallon weiterhin mit Ihm und Liv befreundet bleiben wollte, nach allem, was passiert war. Drew lächelt Fallon an und blickt dann auch kurz zu Bobbi. Mit einem Nicken in ihre Richtung begrüßt er auch diese. Doch das Lächeln schwindet, wenn auch nur kurz, von Drews Lippen, als Fallon deutlich machte, warum sie mit ihrem Ex Freund reden wollte.

Drew McIntyre
„Vor Kali warnen? Warum? Hat sie Tiffany wieder attackiert? Mittlerweile blicke ich Kali ein klein wenig mehr und ich denke, das Liv durchaus Kali im Griff hat. Das einzige wo ich mir Sorgen mache ist, das ich von Liv noch immer nicht weiß, was Sie mit ihrem Titel machen will.“

Fallon ist froh, dass Drew ihre kurze und leicht überhastete Erklärung zu Bobbi hinnimmt und Tyler auch freundlich begrüßt. Die Blonde rückt für den Schotten aber auch gleich wieder in den Hintergrund, was Henley natürlich nachvollziehen kann. Etwas unschlüssig lächelnd seufzt die Brünette auf. Wenn es das wäre, was McIntyre vermutet, wäre die Ausgangslage vielleicht etwas einfacher.

Fallon Henley: Nein, es geht nicht um Tiffany...und auch nicht wirklich um Liv. Naja...zumindest nicht ganz!

Wenn es um Kali geht, geht es immer um Liv Morgan. Anders kann man das gar nicht handhaben. Kali will die Jersey Rose ja auch in einen Dornröschenschlaf schicken, um dann freie Hand zu haben. Und ohne Liv, die im Hintergrund aufpasst, könnte es erst recht gefährlich werden.

Fallon Henley: Es geht...um dich! Weißt du, als du letzte Woche los bist um dein Match zu bestreiten, wollte ich noch ein wenig mit Liv plaudern. Bevor ich überhaupt reagieren konnte sind ihre Haare rot geworden und Kali kam zum Vorschein. Naja, sie hat nicht lange gefackelt und mir brühwarm erzählt, dass sie dich umpolen möchte. Sie will "ihn" zum Vorschein bringen und Liv dazu benutzen, dass du ihr Zugang gewährst!

Die Info lässt das Country Girl kurz wirken. Drew wird das erst aufnehmen müssen. Derweil schielt Fallon kurz zu Bobbi. Die Amerikanerin will nicht, dass diese sich mies fühlt, wenn es um zweite Persönlichkeiten geht. Die Britin runzelt aber nur irritiert die Stirn, was an der Erwähnung von Liv's Haaren liegt. Hat sie das richtig verstanden, dass diese einfach rot geworden sind? Bobs wird das später nochmal nachfragen, jetzt bleibt sie weiterhin ruhig. Henley schenkt ihr ein weiteres Lächeln, was Tyler ein gutes Gefühl geben soll. Daraufhin sieht sie wieder zu ihrem Ex-Freund.

Fallon Henley: Sie klang sehr selbstsicher, als hätte sie einen klaren Plan! Ich denke, dass man das auf jeden Fall ernst nehmen sollte...dass du das ernst nehmen solltest!

Drew war natürlich sofort aufmerksam als er die Worte von Fallon hörte. Er bekam logischerweise letzte Woche nicht mit, was Fallon und Liv, oder in diesem Fall Kali, noch ausgetauscht hatten. Fallon klang sehr besorgt und ihre Worte waren sehr direkt und Drew glaubte seiner Ex-Freundin natürlich. Zumal es mit Kali immer wieder zu kleinen Streitgesprächen und das Kali andere Superstars bedroht war auch völlig normal. Der Schotte hörte sich aber Fallons Worte ganz genau an. Er geht sogar noch mal die letzte Woche in seinem Kopf durch. Es gab eigentlich keine Anzeichen, das Kali die Kontrolle übernahm. Oder Drew hatte nur einmal nicht genau hingesehen.

Drew McIntyre
„Und du bist dir ganz sicher? Ich meine, selbst Jimmy versucht immer wieder diese Seite an mir hervorzurufen...Aber bei Jimmy weiß man nie ob er es ernst meint oder nicht. Bei Kali ist das etwas ganz anderes...“

Kurz stoppt Drew mit seinen Worten und denkt tatsächlich kurz nach. Natürlich sah er die Gefahr, die von Kali ausging. Für Kali war er immer ein Dorn im Auge wenn es um Liv ging. Daher war es überraschend, das Kali anscheinend plötzlich doch Gefallen am Schotten finden würde, auch wenn es da eher um sein anderes Ich ging. Denn dieses Ich spiegelte genau das wieder, was Kali so liebte: Chaos und Brutalität. Vielleicht war es deshalb, das Drew wirklich über die Worte von Fallon nachdachte.

Drew McIntyre
„Ich gebe zu, das es durchaus beängstigend klingt...“

Er stoppt erneut und geht dann einen Schritt auf Fallon zu und legt seine Hand auf ihre Schulter. Es fühlte sich fast wie damals an, nur das es jetzt andere Voraussetzungen gab. Er sah Fallon ruhig an.

Drew McIntyre
„...aber vertraue mir. Liv wird es schon zu verhindern wissen. Abgesehen davon kenne ich Kali mittlerweile ein wenig besser und Sie weiß, das ich nicht leicht zu knacken bin. Ich habe mein anderes Ich so oft verdrängen können und Kali wird da auch keinen Erfolg haben.“

Ja, Fallon ist sich natürlich sicher. Solche Informationen würde sie nicht einfach so, ohne doppelten Boden, preisgeben. Zumindest hört Drew ihr zu und nimmt es auch ernst. Aber er scheint sich dennoch sehr sicher zu sein, dass er den Spielchen von Kali Stand halten kann. Fallon kennt ihren Ex-Freund und hat auch mitbekommen, wie er seine böse Seite unter Kontrolle hat. Wie damals vor dem Match gegen Bronson Reed, als der Schotten "ihn" von der Leine ließ und danach wieder anleinen konnte. Aber das waren auch andere Voraussetzungen, vor allem auf psychischer Ebene. Matt lächelnd zuckt Henley leicht mit den Schultern und spürt dabei umso mehr die schwere Pranke des Schotten.

Fallon Henley: Ich vertraue da natürlich auf deine Fähigkeiten...wie ich auch Liv vertraue! Du meintest ja selbst, dass Liv mit sich hadert, da Kali Tiffany besiegt hat und nicht sie! Vielleicht ist sie auch einfach nur müde und Kali merkt, wie der Widerstand schmilzt. Ich meine...ich habe keine Ahnung wie man mit so einem ständigen, inneren Kampf lebt! Was das auf Dauer mit einem Menschen macht! Jedenfalls will Kali sie in einen, wie sie sagt, Dornröschenschlaf schicken! Keine Ahnung wie sie das genau meint und was sie da vorbereitet!

Das Country Girl kann sich denken, dass Drew das nicht gerne hören wird. Aber er muss jedes Detail wissen, um sich dementsprechend vorbereiten zu können. Fallon sieht ihn ernst, aber dennoch unterstützend an. Kurz schielt sie zu seiner Hand und für einen Augenblick wirkt es wie früher. Das ist aber nur ein temporäres Gefühl, was sofort weggeweht wird. Nicht nur wegen der ernsten Lage! Auch die Anwesenheit von Bobbi Tyler gibt Fallon Kraft, sich gegen traurige und emotionale Gefühle wehren zu können.

Fallon Henley: Du hast dich gegen Skye Blue und Isla Dawn wehren können, die dich auch mental nicht brechen konnten. Von einem Velveteen Dream oder einem Ethan Page will ich da erst gar nicht anfangen. Aber Kali ist durch ihre Verbindung mit Liv ein ganz anderes Kaliber! Sie wird dich inzwischen auch gut kennen und wissen, dass du nicht mehr rational denken kannst, wenn Liv in Gefahr ist! Ich will natürlich glauben, dass Kali da einfach nur scheitern wird. Aber wie gesagt...ich denke, du solltest es ernst nehmen und noch mehr aufpassen!

Zugegeben, es klang schon sehr verängstigend. Kali will Liv in den Dornröschenschlaf schicken. Der Einwand, das Livs Stärke schwindet, da diese müde sei, war nicht mal so abwegig. Immerhin passierte auch um Liv sehr viel in den letzten Wochen und das Kali da ihre Chance sieht, war logisch. Hätte Liv nicht Drew an ihrer Seite, hätte Kali wohl schon die volle Kontrolle übernommen. Der Schotte ist sowas wie Livs Fels in der Brandung, Fallon hatte das in ihrer Beziehung zu Drew selber spüren dürfen. Der Hüne tut alles, damit die Leute um ihn herum sich wohl fühlen. Seine Hand nimmt Drew dann wieder von Fallons Schulter.

Drew McIntyre
„Das Liv erschöpft ist, verüble ich ihr nicht mal. Kali ist bekannt dafür, die richtigen Momente abzupassen. Aber ich werde alles tun, das das nicht passiert. Wenn Liv mit mir zusammen unterwegs ist, denkt sie nicht an Kali und wenn Kali ignoriert wird, dann gefällt ihr das überhaupt nicht. Also keine Sorge. Ich verspreche dir, das ich es ernst nehme und ich werde auch auf Liv aufpassen. Sie wird Kali wohl nie wirklich loswerden, das verstehe ich. Aber sie hat meine volle Unterstützung beim Kampf gegen Kali. Es tut weh, den Kampf gegen etwas zu führen, was in einem schlummert...aber manchmal muss man die Schmerzen auf sich nehmen, um Erfolg zu haben.“

Drew tritt dann einen Schritt von Fallon weg, blickt an ihr vorbei zu Bobbi, die weiterhin im Hintergrund stand.

Drew McIntyre
„Bobbi, es war mir eine Ehre. Und Fallon? Mach dir keine Sorgen um mich oder Liv. Wir werden das schon hinbekommen und wenn Kali wirklich versuchen sollte, den Keil zwischen mir und Liv zu treiben, dann werde ich freuen, dabei zuzusehen, wie sie scheitert. Ich habe noch einen Termin. in meinem Kühlschrank stehen noch einige Getränke, ihr dürft euch ruhig bedienen. Es hat sich nichts daran geändert, das du dich weiterhin hier frei bewegen darfst.“

Mit einen kurzen Lächeln blickt er noch mal zwischen Fallon und Bobbi hin und her ehe er sich dann in Richtung Tür bewegt. Fallon hatte noch immer das Privileg, das er Drews Locker nutzen konnte. Er nickt noch einmal in Fallons Richtung und verlässt dann seinen Locker. Die Kamera schwenkt dann wieder zu Fallon. Sie sah noch immer besorgt aus. Drew hatte aber ihre Worte durchaus ernst genommen, das konnte Sie Ihm ansehen.

Fallon musste auf Drews Worte und Erfahrung vertrauen. Aus eigener Erfahrung wusste das Country Girl, das Drew alles tun würde, damit seine Freundin sicher war. Mehr wie warnen konnte Sie Drew nicht. Ohne ein Wort blickt Fallon und möchte gerade zum Kühlschrank gehen, als man dann plötzlich aus dem Korridor laute Geräusche hörte, was dazu führte das beide Damen erschrecken. Das Geräusch von Metall, was auf dem Boden fällt hallt durch den Gang und kurz zögert Fallon, ob Sie nachschauen sollte. Schließlich deutet Sie zu Bobbi das diese hierbleiben soll und Henley verlässt dann den Locker, um dem Ganzen nachzugehen. Augenblicke später war Sie geschockt, das Kamerabild fängt ein, wie sie die Hand vor ihren Mund wirft.

Sekunden später schwenkt die Kamera um und zeigt das Bild, was Fallon so geschockt dastehen lässt. Etliche Metallrohre lagen auf dem Boden verteilt, Kisten mit Utensilien standen quer im Gang. Auf dem Boden eine deutlich sichtbare Blutlache, aber keine Person, der man diese zuordnen konnte. Kurz darauf kommen auch einige Mitarbeiter von c2c dazu und wissen selber nicht, was hier passiert war. Allerdings fiel Fallon dann etwas auf, was neben der Blutlache lag. Zögernd ging Fallon darauf zu: Es war das Armband, welches Drew Liv damals geschenkt hatte, als Dankeschön, das Sie Ihm in Chiba zugehört hatte...

Fallon Henley: Was zur Hölle ist hier passiert? DREW? DREEEW?

...ruft sie in den Raum und sieht sich nach allen Seiten um. Er kann sich doch nicht plötzlich in Luft aufgelöst haben, oder? Was geht hier vor? Natürlich kommt Fallon sofort Kali in den Sinn, alleine schon wegen dem Armband. Aber die Rothaarige hatte doch auch "nur" die körperlichen Kräfte von Liv Morgan...oder? Henley schießen so viele Gedanken in den Kopf, mit denen sie zunächst klar kommen muss. Irgendetwas ist ihrem Ex zugestoßen. Das ist klar! Okay, zunächst greift Fallon nach dem Armband und steckt es ein, bevor es komplett irgendwo verschwindet. Dann muss sie sich um Bobbi kümmern. Sie hat der ehemaligen Stevie Turner versprochen gehabt sie heute nicht alleine zu lassen. Aber da war ihr noch nicht bewusst gewesen, dass sie am späteren Abend mit so einer extremen Situation konfrontiert wird. Je nachdem, wie emotional gefestigt die Britin ist, kann sie Fallon beim Suchen helfen. Sonst wird Henley sie in ihre Kabine bringen oder in ein Taxi setzen, damit sie schon mal ins Hotel vorfahren kann. Auf jeden Fall muss sie der Sache noch nachgehen...nicht dass Drew schwer verletzt in irgendeiner Ecke liegt. So wuchtet sich das Country Girl nach oben und verschwindet wieder in Drew's Kabine, um sich mit Bobs abzusprechen, wie es weitergeht. Fade off.

[Bild: 4.jpg]

Die Luft im Locker Room war dick, fast greifbar. Vier Wochen waren seit den dramatischen Ereignissen in Berlin vergangen, doch von dem triumphalen Frieden, den man zelebriert hatte, war in diesen vier Wänden nichts zu spüren. Becky Lynch wanderte unruhig auf und ab. Ihre Schritte waren schwer, das leise Klacken ihrer Sneaker auf dem PVC-Boden der einzige Rhythmus in der drückenden Stille. In der Ecke des Raumes, tief in einem schweren Ledersessel vergraben, saß Ethan Page. Er strahlte eine kalkulierte, fast schon beleidigende Langeweile aus. Arrogant hatte er die Beine übereinandergeschlagen, betrachtete seine gefeilten Fingernägel und winkte schließlich mit einer demonstrativen, abfälligen Bewegung ab.

Ethan Page: "Der sieht gar nichts mehr! Hat er vielleicht auch nie. Egal, du musst zugeben Becky, er hat im Gegensatz zu dir das Feuer verloren."

Spottete Page und seine Stimme tropfte vor süffisantem Zynismus. Diese Bemerkung ging eindeutig in die Richtung von Seth Rollins. Dieser saß auf dem Sofa. Vorgebäugt, die Arme auf die Knie gestützt. Sein Blick zu Boden gerichtet, während die langen Haare sein Gesicht verbargen. Er sagte keinen Ton, keine Regung ging von ihm aus, als er hier regelrecht in ein Kreuzverhör genommen wurde. Denn auch Becky schlug in dieselbe Kerbe. Wenn auch weit weniger bösartig als Page, getrieben von einer ambitionierten, fast verzweifelten Vision. Sie blieb kurz vor ihm stehen und verschränkte die Arme.

BECKY LYNCH: "Komm schon Seth. Es kann nicht alles aus absoluter Wut und Zerstörung herausgehen. Du hattest nicht nur einmal, eine deutlich bessere Version von dir selbst. Und mehr wollen wir doch gar nicht. Nun sieh mal, zusammen… mit ihm, mit uns, stehen uns hier alle Türen offen."

Es war eine vage, aber verlockende Andeutung auf eine neue, dominante Allianz. Aber ganz falsch liegt Becky natürlich nicht. Und ganz unrecht hatte die Shine Championesse nicht: Ein Seth Rollins in Topform, mit einer fokussierten Becky Lynch und einem skrupellosen Ethan Page an der Seite, könnte die Machtverhältnisse der Company binnen einer einzigen Nacht komplett auf den Kopf stellen. Es wäre der direkte Weg an die absolute Spitze. Doch dazu müsste der einstige Visionary auch mal wieder etwas sehen. Seth selbst hielt sich weiterhin bedeckt. Das Haupt tief gesenkt, folgten nur seine Augen durch den Vorhang seiner Haare den unruhigen Schritten seiner Frau. Dass er hier nicht dieselbe Euphorie versprühte, legte sich wie eine zentnerschwere, bedrückende Decke über die drei. Plötzlich bewegte er sich und das Schweigen brach.

SETH ROLLINS: "Es kann nicht alles aus Wut und Zerstörung bestehen…huh? Du verlangst von mir eine Version zu haben, damit ich euch führen kann? Das Einzige, worum ich gebeten habe, war Zeit… nur etwas Zeit. Ich hatte eine Psychose. Ich habe den Bezug zur Realität vorübergehend verloren. Und nach einer Woche Frieden, einem weniger erholsamen Ausflug zum Strand soll ich wieder so tun, als wäre nichts gewesen?"

Seth‘ Stimme klang erschreckend ruhig. Ein tiefes, heiseres Grollen, das tief in seiner Brust vibrierte. Das gefährliche Geräusch eines Vulkans, Sekunden vor der Eruption. Mit der Eindeutigkeit wie er es benannte, hatte Becky nicht unbedingt gerechnet. Wie versteinert bleib sie stehen und sah ihn an. Als wüsste sie nicht für welche Richtung sie sich entscheiden sollte. Die letzten Monate waren eine mentale Hölle und Seth drohte dabei sich komplett zu verlieren. Er streift sich die Haare zurück und sieht mit einem eisigen Blick zu ihr auf.

SETH ROLLINS: "Du hast doch der pursten, realsten Version von mir in die Augen geschaut. Wie ich durch das halbe Roster gepflügt bin und alles und jeden auf diesem Wege zerstört habe. Es fühlte sich nicht unbedingt richtig an… aber es war wohltuend, ich war frei. Und ich erinnere dich an genau diesen Moment. Du hast vor mir gekniet! Du hast gefleht, du hast gebettet, dass ich aufhöre! Ich solle auf den rechten Pfad zurückkehren… Wie verzweifelt deine Blicke waren, diese nackte Panik, diese tiefe Enttäuschung in deinen Augen. Willst du das wirklich wieder? Willst du diesen Seth zurück?"

Becky erstarrte. Sie schluckte schwer, während ihr der Atem stockte. Die Erinnerung traf sie härter als erwartet. Für einen schrecklichen Moment war sie nicht mehr in diesem sterilen Locker Room in New York… sie war wieder in Liverpool. Sie spürte die kalten Fliesen des Backstage-Gangs unter ihren Knien, sah ihre eigenen tränennassen Augen im Spiegel und fühlte wieder diese lähmende, grausame Angst, ihren Ehemann endgültig an die Dunkelheit verloren zu haben. Ihre Hände ballten sich so fest zu Fäusten, dass ihre Knöchel weiß anliefen.

BECKY LYNCH: "Nein… das will ich nicht wieder."

Ihre Stimme war leise und sie zitterte merklich. Sie holte tief Luft, überwand die Distanz zwischen ihnen und machte einen Schritt auf ihn zu. Langsam ging sie vor dem Sofa in die Hocke, bis sie auf Augenhöhe mit ihm war. Ihre roten Locken fielen ihr ins Gesicht, sie suchten die Nähe zu ihm.

BECKY LYNCH: "Ich will nicht den Mann zurück, der komplett die Kontrolle verloren hat. Aber ich will verdammt auch nicht den Seth, der nur noch… leer ist. Der sich versteckt. Der nach drei Wochen immer noch so tut, als wäre alles in Ordnung, wenn es das offensichtlich nicht ist."

Am Rande des Raumes stöhnte Ethan Page theatralisch auf. Er lehnte sich tiefer in seinen Sessel, warf den Kopf in den Nacken und winkte erneut demonstrativ ab, als wäre dieses tiefschürfende Ehedrama für ihn nur mäßig unterhaltsam.

Ethan Page: "Genau das meine ich. Der Visionary ist verschwunden. Zurück bleibt nur… der Ehemann. Der brave Vater. Respekt… wirklich, ganz rührend. Aber wisst ihr was? Das bringt uns keine Titel und das bringt uns keine Dominanz. Das bringt uns nur langweilige Familienfotos am Strand vor eurer Haustür."

Seth hob langsam den Kopf. Seine Augen wurden gefährlich dunkel, die feine Narbe über seinem Nasenrücken rötete sich vor aufsteigendem Zorn. Er sah Becky lange an, hielt ihre Augen fest, bevor sein Blick langsam, fast schon angewidert zu Ethan Page hinüberwanderte.

SETH ROLLINS: "Du redest ziemlich viel für jemanden, der nur hier sitzt, weil er denkt, er könnte von meiner Frau und mir profitieren, Page."

Ethan grinste nur schief. Unbeeindruckt zuckte er mit den Schultern, die Arroganz wie eine zweite Haut tragend.

Ethan Page: "Hey, ich bin ehrlich. Ihr zwei seid gerade das heißeste Ding in der Company. Das Shine Gold. Das Feuer. Ich hab kein Problem damit, mich dranzuhängen… solange du wieder der Kerl wirst, der ganze Hallen im Alleingang auseinandernimmt."

Mit einem frustrierten Seufzen stand Becky auf. Sie fuhr sich mit beiden Händen durch die roten Haare, ging wieder ein paar Schritte hin und her, ehe sie sich erneut zu Seth umdrehte.

BECKY LYNCH: "Seth… ich habe dich damals angefleht, weil ich Angst hatte, dich komplett zu verlieren. Nicht, weil ich den alten Seth hasse. Ich will nur… ich will den Mann zurück, der kämpft. Der ein Visionär ist, der Momente schafft die für Jahre halten. Der nicht nur überlebt, sondern regiert. Zusammen mit uns. Mit mir. Mit ihm."

Sie deutete kurz auf Ethan, der nur amüsiert eine Augenbraue hochzog. Seth atmete tief und schwer ein. Er lehnte sich langsam in die Polster des Sofas zurück, strich sich die Haare endgültig aus dem Gesicht und blickte die beiden einen unendlich langen Moment lang schweigend an. Die Stille, die nun im Raum stand, war so drückend, dass man das Summen der Scheinwerfer hören konnte.

SETH ROLLINS: "Ihr versteht es nicht… Ich brauche keine neuen Kriege. Ich brauche keine Allianz, die nur darauf wartet, dass ich wieder durchdrehe und für euch die Drecksarbeit mache. Ich habe eine Psychose gehabt. Ich habe Dinge gesehen… Dinge getan… die mich fast meine Familie gekostet haben."

Seine Stimme war wieder leiser geworden, verletzlich, aber von einer unumstößlichen Härte untermauert. Er schaute Becky direkt tief in die Augen, seine Stimme wurde etwas sanfter, aber immer noch rau.

SETH ROLLINS: "Ich versuche gerade verdammt noch mal einfach nur, wieder klarzusehen, Becks. Nicht für ihn. Nicht für die Fans. Für mich. Und für Roux. Wenn ihr das nicht akzeptieren könnt… dann müsst ihr diese glorreiche Reise ohne mich fortsetzen."

Becky öffnete den Mund. Ein Wort lag ihr auf der Zunge, ein Argument, ein Flehen. Doch sie schloss ihn wieder und brachte keinen Laut heraus. Ethan Page erhob sich langsam aus seinem Sessel. Er streckte sich ausgiebig, klopfte sich mit einer herablassenden Bewegung imaginären Staub von der Schulter und ging langsamen Schrittes auf die Tür zu. Kurz vor dem Ausgang hielt er inne, drehte sich noch einmal um und ließ dieses unerträgliche, schiefe Grinsen aufblitzen.

Ethan Page: "Tja… das war dann wohl ein ‚Nein‘. Schade. Hätte episch werden können."

Er ging Richtung Tür, drehte sich aber noch einmal um und grinste.

Ethan Page: "Falls du deine Meinung doch noch änderst, Visionary… die Tür steht offen. Aber nicht ewig."

Er zuckte mit den Achseln. Mit diesen Worten verließ er den Locker Room und ließ Becky und Seth allein zurück. Becky starrte noch einen Moment auf die geschlossene Tür. Das Adrenalin der Diskussion verrauchte langsam und hinterließ nur eine tiefe Erschöpfung. Sie drehte sich um, ging auf das Sofa zu und setzte sich wortlos neben Seth. Ganz vorsichtig, fast schüchtern, lehnte sie ihren Kopf an seine starke Schulter.

BECKY LYNCH: "Ich will dich nicht drängen… aber ich habe Angst, dass wir diese Chance verpassen. Sie ist einmalig und eigentlich genau das, was du dir immer vorgestellt hast. Und glaube mir… ich werde dich nerven, ich werde dir so sehr auf den Sack gehen, bis du keine andere Wahl mehr hast."

Es klang schon fast beiläufig, als würde sie es nur zu sich selbst sagen. So wie sie sich an ihn lehnte, regelrecht seine Nähe suchte und doch diese kleine, klitzekleine Warnung aussprach. Seth antwortete nicht sofort. Das Schweigen kehrte zurück, doch es war anders als zuvor. Er hob langsam den Arm, legte ihn um ihre Schultern und zog sie fest an sich, vergrub sein Gesicht in ihren roten Locken. Er gab ihr keine Antwort, keine Zusage, kein Versprechen. Die lähmende Spannung im Raum blieb bestehen. Ungelöst, schwer und schwanger mit all den Fragen, auf die keiner von beiden eine Antwort wusste.

[Bild: HIST.jpg]

MAIN EVENT
SINGLES MATCH
LA Knight vs. Jey Uso

[Bild: jeyusolaknight.png]
Writer: ???

L ... A ... Knight



Die Theme von LA Knight wird den Menschen in der Halle mit voller Dröhnung um die Ohren gehauen. Dementsprechend laut jubeln die Fans, als sich Knight in voller Pracht präsentiert in Begleitung von Solo Sikoa und dem World Heavyweight Champion Kenny Omega. Pants und Boots sitzen eh schon wie angegossen, dazu trägt er noch eine farblich abgestimmte Weste. Der Dunkelhaarige marschiert schnurstracks in Richtung des Ringes. Dabei nimmt er die Reaktionen um sich herum wahr. Knight weiß zu schätzen, dass die Fans hinter ihm stehen, auch wenn man das seiner stoisch-fokussierten Miene nicht unbedingt ansieht.

Matthew Rehwoldt: "Making his way to the Ring... from Los Angeles, Calofornia... weighing in at 240 pounds... L...A...Knight!"

Fans: YEAH!!!

Am Ring angekommen springt er auf das Apron, rutscht dort ein paar Zentimeter auf dem Knie zurück und steht in einer flüssigen Bewegung wieder auf. So entert der ehemalige Eli Drake den Turnbuckle und setzt sich auf die Polsterung. Die Arme gehen zum Posing in die Höhe, bevor er Dunkelhaarige den Ring betritt. Ohne zu zögern steuert er die gegenüberliegende Ecke an und besteigt auch diese. Jetzt hat er die Zuschauer fest im Blick und auch im Griff. Hier gibt Knight ihnen vor, was sie tun und sagen müssen. Wie ein Dirigent schwingt er seinen Finger...und die Menschen in der Halle reagieren darauf...

LA Knight: WITH EVERBODY SAYIN'...

Fans: L...A...KNIGHT! YEAH!

LA Knight: Yeeeeaaaah!

Zufrieden nickt er dem Auditorium zu und springt auf die Matte. Die Weste legt er ab und zeigt sich bereit für das kommende Match gegen Jey Uso. Die Arena liegt beinahe vollständig im Dunkeln. Nur vereinzelte Lichter der Smartphones flackern durch die ausverkauften Zuschauerränge. Die Spannung ist greifbar. Tausende Fans erheben sich von ihren Sitzen und richten den Blick gespannt auf die Entrance Stage. Dann ertönt plötzlich ein markanter Beat durch die Lautsprecher. Ein gewaltiger Jubel bricht los.



Auf den riesigen LED-Wänden erscheint in grellen Buchstaben nur ein einziges Wort...

MAIN EVENT & YEET

Die Blitze zucken über die Stage, Nebel schießt aus den Seitenkanonen hervor und die Musik von Jey Uso erfüllt die gesamte Arena. Sofort beginnen die Fans rhythmisch mit den Armen zu wippen. Die Halle verwandelt sich innerhalb von Sekunden in ein Meer aus Bewegung dann tritt er hinaus... "Main Event" Jey Uso und neben ihm sein Bruder Jimmy Uso! Mit schwarzer Sonnenbrille, weißes Shirt und energischem Blick erscheint Jey Uso auf der Bühne. Die Ketten um seinen Hals glänzen im Scheinwerferlicht, während er langsam den Kopf hebt und die Reaktion der Zuschauer genießt. Ein selbstbewusstes Grinsen zieht über sein Gesicht.

"YEET!“

Die Fans schreien das Wort beinahe geschlossen zurück. Jey nickt zufrieden, dreht sich kurz zur Seite und breitet die Arme aus, als würde er die Lautstärke der Halle regelrecht aufsaugen. Pyrotechnik explodiert hinter ihm in die Höhe und taucht die gesamte Stage in rote und weiße Lichtblitze. Der "Main Event“ und sein Bruder setzt sich schließlich langsam in Bewegung.

[Bild: maxresdefault.jpg]

Mit seinem typischen Bounce im Schritt marschiert Jey und Jimmy die Rampe hinunter, während er immer wieder mit den Fans interagiert. Rechts und links streckt er die Hände aus, klatscht mit Zuschauern ab und feuert die Menge weiter an. Die Energie in der Halle steigt mit jedem Meter, den er Richtung Ring zurücklegt. Immer wieder zeigt Jey mit beiden Händen auf sich selbst, während die Fans lautstark seinen Namen rufen. Er wirkt vollkommen in seinem Element locker, charismatisch und voller Ausstrahlung. Genau deshalb trägt er den Spitznamen "Main Event“. Auf halber Strecke bleibt er plötzlich stehen.

Er blickt durch die Arena, atmet tief durch und nickt anerkennend in Richtung der Zuschauerreihen. Die Kamera fährt nah an sein Gesicht heran. Konzentration. Fokus. Aber auch pure Freude darüber, vor diesem Publikum auftreten zu dürfen. Er schlägt sich zweimal mit der Faust gegen die Brust.

"YEET!“

Wieder antwortet die Halle geschlossen. Schließlich erreicht Jey den Ringbereich. Mit einem schnellen Satz springt er auf den Apron, hält sich kurz am obersten Seil fest und blickt noch einmal durch die Arena. Die Fans stehen mittlerweile nahezu geschlossen. Dann steigt er durch die Seile in den Ring. Sofort klettert Jey auf die zweite Ringecke, breitet die Arme aus und schreit erneut laut in die Menge.

[Bild: 3vs16kaw80se1.jpg]

Die Zuschauer reagieren mit einer ohrenbetäubenden Lautstärke, während seine Musik weiterhin durch die Halle dröhnt. Das Licht fokussiert sich vollständig auf ihn. Der „Main Event“ ist angekommen genau gesagt Jey Uso. Er steigt vom Seil und macht sich bereit und kann es kaum abwarten gegen LA KNight anzutreten.

Nach einem intensiven Staredown läutet der Ringrichter das Match an. Beide beginnen vorsichtig und liefern sich zunächst ein technisches Kräftemessen. LA Knight setzt Jey mit einem Side Headlock unter Druck, doch Jey befreit sich mit einem Whip-In. Knight kommt aus den Seilen zurück und reißt Jey mit einer harten Shoulder Tackle zu Boden. Selbstbewusst posiert Knight kurz für die Zuschauer, doch Jey springt sofort wieder auf die Beine und antwortet mit einem schnellen Arm Drag, gefolgt von einem Dropkick, der Knight aus dem Ring befördert. Jey nimmt Anlauf und landet einen spektakulären Suicide Dive durch die Ringseile. Beide krachen gegen die Absperrung, während die Fans laut jubeln. Jey rollt seinen Gegner zurück in den Ring und erzielt den ersten Near Fall nur bis zwei. Knight übernimmt nun langsam die Kontrolle. Mit mehreren harten Schlägen gegen den Rücken stoppt er Jeys Offensive. Ein Snap Suplex folgt, anschließend ein Running Knee Drop. Knight setzt einen Sleeper Hold an und versucht, seinem Gegner die Luft zu nehmen. Jey kämpft sich unter lautstarken "YEET!"-Chants zurück auf die Beine. Mit Ellbogenstößen löst er den Griff, weicht einem Clothesline aus und trifft Knight mit einer schnellen Kombination aus Punches und einem Samoan Drop. Sofort geht Jey aufs oberste Seil.

Uso Splash doch im letzten Moment zieht Knight die Knie an. Beide Männer bleiben erschöpft am Boden liegen. Nachdem sie sich langsam wieder aufrichten, entwickelt sich ein offener Schlagabtausch. Jeder Treffer wird vom Publikum lautstark begleitet. Knight gewinnt die Oberhand und trifft einen Swinging Neckbreaker. Er bereitet seinen BFT vor, doch Jey stößt ihn weg und landet einen Superkick. Knight taumelt in die Seile, kommt zurück und erwischt Jey mit einer harten Clothesline. Wieder versucht Knight den BFT, doch Jey kontert mit einem Roll-Up. 1... 2... Kickout! Nun erhöht sich das Tempo deutlich. Jey trifft einen Spear aus dem Nichts. 1... 2... Knight reißt im allerletzten Moment die Schulter hoch. Die Fans stehen mittlerweile komplett hinter beiden Superstars. Jey steigt erneut auf das oberste Seil und will den entscheidenden Uso Splash zeigen. In diesem Moment springt Knight auf die Seile und bringt Jey ins Wanken. Beide liefern sich einen gefährlichen Schlagabtausch auf dem Turnbuckle.

Gerade als sich LA Knight und Jey Uso auf dem obersten Ringseil einen erbitterten Schlagabtausch liefern, wird die Halle plötzlich von der Theme des World Heavyweight Champions Kenny Omega erfüllt. Die Fans reagieren mit einer Mischung aus lauten Buhrufen und überraschten Rufen. Alle Blicke richten sich auf die Stage. Kenny Omega erscheint mit dem World Heavyweight Championship über der Schulter. Sein selbstsicheres Grinsen verrät, dass er genau weiß, was er tut. Doch er ist nicht allein. Direkt hinter ihm marschiert Solo Sikoa mit eiskaltem Blick die Rampe hinunter. Ohne Zeit zu verlieren, beschleunigen beide ihren Schritt und sprinten in Richtung Ring. Der Ringrichter bemerkt die beiden und versucht noch, sie aufzuhalten, doch Omega stößt ihn mit einem kräftigen Schubser zur Seite. In diesem Moment springt LA Knight vom Turnbuckle zurück in den Ring, während Jey Uso noch auf den Seilen steht. Solo Sikoa nutzt die Gelegenheit sofort aus. Er stürmt auf Jey zu, zieht ihn mit voller Wucht vom obersten Seil herunter und lässt ihn mit einem krachenden Aufprall auf der Ringmatte landen. Noch bevor Jey überhaupt reagieren kann, prasseln harte Tritte auf ihn ein.

Kenny Omega steigt in den Ring und blickt auf den angeschlagenen Jey Uso herab. Ein kaltes Lächeln zeichnet sich auf seinem Gesicht ab, bevor er sich zu Solo Sikoa stellt. Gemeinsam treten beide immer wieder auf Jey ein und lassen ihm keine Gelegenheit, sich zu erholen. LA Knight richtet sich langsam wieder auf und packt Knight Jey am Arm, zieht ihn hoch und schleudert ihn direkt in einen brutalen Superkick von Solo Sikoa. Die Fans reagieren schockiert, als Knight Jey anschließend mit mehreren harten Schlägen bearbeitet. Offenbar verfolgt er nur ein Ziel... Jey Uso endgültig auszuschalten!

Omega grinst zufrieden. Gemeinsam umzingeln die drei Jey Uso. Solo hämmert mehrere Headbutts gegen ihn, bevor Omega mit einem krachenden V-Trigger nachsetzt. Jey geht erneut zu Boden und kann sich kaum noch bewegen. Plötzlich ertönt die Musik von Jimmy Uso. Unter lautem Jubel stürmt Jimmy die Rampe hinunter und gleitet ohne zu zögern in den Ring. Sofort wirft er sich auf LA Knight und deckt ihn mit harten rechten Händen ein. Knight gerät ins Straucheln, während Jimmy anschließend Omega mit einem Superkick erwischt. Die Fans explodieren vor Begeisterung. Solo Sikoa versucht Jimmy von hinten zu attackieren, doch Jimmy bemerkt ihn rechtzeitig und landet auch gegen ihn einen Superkick. Für einen kurzen Augenblick scheint sich das Blatt zu wenden doch die Überzahl macht sich schnell bemerkbar.

LA Knight kommt wieder auf die Beine und trifft Jimmy mit einer harten Clothesline. Im selben Moment hämmert Omega einen V-Trigger gegen Jimmys Schläfe. Noch bevor Jimmy zu Boden fällt, rammt Solo ihm einen Samoan Spike in den Hals. Jimmy sackt regungslos neben seinem Bruder zusammen. Nun liegen beide Usos bewegungslos auf der Matte. Die drei Angreifer stellen sich über ihre Opfer und setzen die Attacke erbarmungslos fort. Omega dirigiert das Geschehen mit Gesten, während Solo und Knight die Brüder immer wieder mit Tritten und Schlägen bearbeiten. Da ertönt plötzlich eine Musik, die die gesamte Arena zum Beben bringt... vom Tribal Chief Roman Reigns. Die Fans springen geschlossen von ihren Sitzen auf. Roman erscheint mit entschlossenem Blick auf der Stage und marschiert ohne zu zögern zum Ring. Seine Augen sind nur auf Kenny Omega, Solo Sikoa und LA Knight gerichtet. Roman gleitet in den Ring und schlägt sofort auf LA Knight ein. Mit mehreren harten Clotheslines schickt er Knight in die Ringecke. Anschließend trifft er Solo Sikoa mit einem Uppercut und stößt ihn durch die Ringseile nach draußen. Die Zuschauer glauben an das Comeback des Tribal Chiefs. Roman dreht sich um und will Kenny Omega attackieren, doch der Champion weicht geschickt aus. In diesem Moment zieht Solo Reigns am Bein, wodurch Roman kurz das Gleichgewicht verliert. Diese Sekunde reicht aus. Omega sprintet los... V-Trigger! Das Knie trifft Roman mit voller Wucht am Kopf.

Roman geht auf ein Knie, versucht aber sofort wieder aufzustehen. Er weigert sich, aufzugeben und schlägt weiter um sich. Mit einem gewaltigen Schlag bringt er LA Knight erneut ins Taumeln und stößt Solo gegen die Ringseile doch erneut schlägt die Überzahl zu. Solo packt Roman von hinten fest. Knight trifft ihn mit einem harten Running Knee in den Bauch. Im nächsten Moment rast Omega heran und trifft den Tribal Chief mit einem zweiten V-Trigger. Roman geht zu Boden, versucht sich aber noch immer hochzustemmen. Solo stellt sich direkt vor ihn... Samoan Spike! Der Treffer sitzt perfekt. Roman sackt benommen auf die Knie. Kenny Omega nutzt die Gelegenheit sofort, hebt Reigns auf seine Schultern und zeigt unter lautstarken Buhrufen den One Winged Angel. Mit voller Wucht kracht Roman Reigns auf die Matte. Omega, Solo Sikoa und LA Knight stehen gemeinsam über Roman Reigns sowie den ausgeschalteten Usos. Keiner der drei Brüder kann sich noch bewegen. Gerade als Kenny Omega, Solo Sikoa und LA Knight triumphierend über den regungslos am Boden liegenden Roman Reigns sowie den Usos stehen, ertönt plötzlich eine Musik, die die Arena erneut erschüttert.



Die Theme von Jacob Fatu hallt durch die Halle. Die Zuschauer springen erneut von ihren Sitzen auf. Während einige laut jubeln und andere fassungslos reagieren, richtet sich der Blick aller auf die Stage. Jacob Fatu erscheint mit einem entschlossenen, beinahe wütenden Blick. Seine Augen sind ausschließlich auf den Ring gerichtet. Ohne eine einzige Sekunde zu verschwenden, sprintet der "Samoan Werewolf" die Rampe hinunter. Kenny Omega bemerkt ihn als Erster. Der World Heavyweight Champion grinst kurz und gibt Solo Sikoa ein Zeichen. Gemeinsam mit LA Knight verlassen die drei sofort den Ring und stellen sich davor auf. Keiner von ihnen scheint bereit zu sein, Jacob direkt entgegenzutreten. Alle drei stehen vor dem Kommentatorenpult und beobachten Fatu doch Jacob bremst nicht ab. Mit voller Geschwindigkeit gleitet er durch die Ringseile in den Ring und kniet sich sofort neben Roman Reigns. Er überprüft den Zustand des Tribal Chiefs und blickt anschließend zu Jey und Jimmy Uso, die ebenfalls regungslos auf der Matte liegen.

Langsam erhebt sich Jacob wieder und sein Gesichtsausdruck verändert sich. Aus Sorge wird blanke Wut. Er fixiert Kenny Omega, Solo Sikoa und LA Knight mit einem eiskalten Blick. Omega lächelt nur provokant und klatscht höhnisch in Jacobs Richtung. LA Knight lehnt sich grinsend gegen die Ringabsperrung und ruft ihm spöttisch ein lautes "YEAH!" entgegen. Solo Sikoa hingegen bleibt vollkommen regungslos. Er liefert sich einen intensiven Blickkontakt mit Jacob, ohne auch nur eine Miene zu verziehen. Die Spannung in der Arena ist greifbar. Jacob geht langsam bis an die Ringseile. Er scheint jeden Moment nach draußen stürmen zu wollen. Omega macht sogar einen Schritt nach vorne, als wolle er den Kampf annehmen. Doch bevor es dazu kommt, hält Solo den Champion mit ausgestrecktem Arm zurück. Omega versteht die Geste sofort.

Anschließend hebt er seinen World Heavyweight Championship demonstrativ in die Höhe und zeigt mit der freien Hand auf die am Boden liegenden Roman Reigns sowie die Usos. Die Botschaft ist eindeutig... Dies war eine Machtdemonstration. LA Knight beginnt lautstark zu lachen und klatscht Omega anerkennend auf die Schulter. Gemeinsam treten die drei langsam den Rückzug an und gehen rückwärts die Rampe hinauf, ohne Jacob Fatu auch nur für einen Augenblick aus den Augen zu lassen. Im Ring bleibt Jacob zurück. Er hilft zunächst Jimmy Uso dabei, sich aufzusetzen, bevor er sich um Jey kümmert. Schließlich stellt sich Roman Reigns hin und begutachtet LA Knight, Samoan Enforcer Solo Sikoa und World Heavyweight Champion doch plötzlich betritt eine Person auf der Stage die für Recht und Ordnung sorgt. Die Rede ist von der General Managerin Bayley.

Bayley
" Wir alle verfolgen diese Geschichte hier mit großer Begeisterung. Auch schon vor diesem Match, als ihr einem Wortgefecht aneinander getreten seid. Dort hatte Roman Reigns von jenem Tag gesprochen wo Solo Sikoa die Konsequenzen tragen muss. Jener Tag… Ich denke ich bin nicht die einzige, die besagten Tag nicht länger abwarten kann. Wir alle wollen den Tag der Abrechnung sehen. Dieser Konflikt ist so groß geworden und hat eine solche Intensität. Er übersteigt alles. Dieser Konflikt verdient eine besondere Bühne. Die größte Bühne, die die Coast 2 Coast zu bieten hat: Every Empire Falls XI! Dort wird alles entschieden. Und jeder von euch wird hier beteiligt sein. Die Bloodline gegen das Team das sich um unseren World Heavyweight Champion Kenny Omega gebildet hat. Und ich setze noch eins drauf. Besseres ihr bringt euer A-Game in zwei Wochen, denn euer Konflikt endet in: WAR GAMES!

Diese zwei laut ausgesprochenen Wörter sorgen für laute Furore bei den Zuschauern, die gar nicht mehr zum Special warten können.


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Es ist der: 11.09.26, 02:56 Deutsche Übersetzung: MyBB.de, Powered by MyBB, © 2002-2026 MyBB Group.
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