findet statt in der Arena CDMX vor 22,300 Zuschauern in Mexico City, Mexico.
Die letzte Kamera ist optimal platziert und auch der letzte reservierte Platz besetzt. Die c2c Show kann losgehen! Gleich zu Beginn explodiert ein buntes Feuerwerk auf der Stage und motiviert die anwesenden Fans zu großem Jubel und Chants. In der Mitte des aufwendig gebauten Wrestlingrings steht Matthew Rehwoldt schon mit einem Mikrofon bereit um die anwesenden Fans hier in der heutigen Show zu begrüßen.
Matthew Rehwoldt:"My dear Ladies.. my dear Gentlemen.. my name is Matthew Rehwoldt and it is I, your DRAAAAAMAAA KIIIIINGGG... welcoming you to... COAST.. to COAST... WRESTLINGGGGGG!"
Kaum hat Rehwoldt die Ansage zuende gebracht gibt es einen kleinen Jubel für seine Ansage und auch wegen der Vorfreude auf den Verlauf des Abends. Matthew verbeugt sich einmal kurz und geht dann auch aus dem Ring heraus. Auch die knallenden Geräusche des Feuerwerks erlischen langsam und geben die Bühne somit für ihre Akteure frei. Bevor dies jedoch in Kraft tritt, werden die Zuschauer daheim vor ihren Fernsehgeräten von Pat MacAfee, Cathy Kelly & Wade Barrett begrüßt.
Pat McAfee:"Willkommen in Mexico City! Unserem letzten Stop der Mexikotour."
Cathy Kelley:"Und es endet mit einem Knaller. Ein One Shot at Glory Ladder Match."
Wade Barrett:"Bayley hatte es mit Joe Hendry intern besprochen und es war Hendry nicht möglich bis zur nächstem Special von One Shot at Glory seinen Koffer einzulösen. Aus diesem Grund hat Bayley sich dazu entschieden den Koffer heute neu auszufechten."
Pat McAfee:"Dies wird die Karten nochmal völlig neu mischen."
Cathy Kelley:"Es lohnt sich dranzubleiben. Viel Spaß."
Das Special ist vorbei und Mexican Standoff hat vieles versprochen und genau so viel auch gehalten. Eine pralle Matchcard mit guten Matches und sehr viel Drama ist hinter uns. Der letzte Halt bevor wir in Richtung Asien, genauer gesagt Japan weiterreisen. Mexico City ist die letzte Stadt der Mexiko Tour und c2c wird sich auch würdig verabschieden. Doch eines hallte besonders vom Special nach. Ein Match auf der Card lebte vom Drama um Freundschaft und Loyalität, davon, das man als Mann alles für eine Frau tut, um diese aus einer brenzligen Lage zu befreien. Blut und Erschöpfung war das Ergebnis vom No Holds Barred Match, wo Drew McIntyre durch die Hölle gegangen war. Das Bild nach dem Match, der Hüne vom Blut gezeichnet, welches sein Gesicht und seine Brust zierte, geht den Fans weiter durch den Kopf. Bronson Reed, der eigens auserwählte Vollstrecker Islas, hat dem Schotten alles abverlangt. Reed war die letzte Bastion zwischen Drew und einer der wichtigsten Personen, welcher der Schotte seine Loyalität zugesprochen hatte: Liv Morgan.
Mit diesem Sieg und dem eigenen Opfer, den inneren Dämonen freizulassen, war Liv wieder frei und Isla hatte keine Macht mehr über Liv und bekam auch nicht den OsaG Koffer und dem damit verbundenen Titleshot. Doch Drew musste die letzten Sieben Tage ausharren und hoffen, das Isla ihre Niederlage auch einsah. Heute war die Frist beendet, die Drew Isla gegeben hatte. Und genau jener Drew wird nun von der Kamera in seinem Locker eingefangen. Man kann ihm die Narben des Matches noch ansehen, an der Stirn konnte man ein größeres Pflaster erkennen, dort wo der Stuhl seine Stirn aufplatzen ließ. An seinen Armen die Striemen des Kendosticks. Er geht auf und ab, die Fans jedoch begrüßen Ihn mit Jubel und großem Respekt, wenn man bedenkt, was im Match alles passiert war. Drew wirkt mit jedem Augenblick nervöser. Jede Sekunde die vergeht, könnte bedeuten, das Isla ihr Wort nicht halten würde. Sollte dies wirklich passieren, hatte Drew Isla letzte Woche klar gemacht, das er Isla dafür büßen lassen würde. Weitere Minuten vergehen, als man außerhalb der Kamera die Tür des Locker Rooms hören konnte. Drew blickt in Richtung Lockkerdoor und wirkt wie hypnotiesiert. Die Kamera zoomt heraus und unter lautem Jubel der Fans sehen wir tatsächlich Liv Morgan. Isla hat also Wort gehalten, doch Liv schien sichtlich angeschlagen. Drew lächelt kurz, ehe er auf Liv zugeht. Seine Hand legt sich sanft auf die Schulter der Blondine.
Drew McIntyre „Liv...ich bin so froh, dich wieder zu sehen. Wie geht es dir?“
Seine Stimme ist sanft und leise, fast schon ungewöhnlich für Ihn. Aber er musste nun behutsam vorgehen. Liv ging die letzen Wochen durch ihre persönliche Hölle. Sie wirkte benommen, sah Drew auch am Anfang nicht direkt an. Aber er konnte erkennen, das ihre Arme kleinere Verletzungen zeigten, was den Schotten innerlich wütend machte, es aber nicht zeigte. Die Hand blieb auf ihrer Schulter, ein Zeichen, das Sie merken sollte, das es vorbei war und sie in Sicherheit war.
Liv schielte mitgenommen zum Schotten. Nicht nur ihr blondes Haar, sondern auch ihr Gesicht und Kleidung ist verdreckt. Ihr Blicke mustern den Boden. Die obLIVion schämt sich. So viel Ärger für Drew McIntyre. So viel Leid für viele andere auch. Sie fühlt sich niedergeschlagen, müde und jeder Knochen ihres Körpers schmerzt. Auch wenn sie nun befreit ist, hat Isla geschafft Spuren zu hinterlassen. Sie hat Morgan gebrochen.
Liv Morgan: Hab mich schon besser gefühlt.
witzelt sie. Wie sollte es ihr schon gehen? Eingesperrt in einem dunklen Raum. Angekettet. Wenig Essen und Trinken. Sie fühlt sich Kraftlos. Schwach. Schwindelig. Ihre Knie schlottern und geben ihr das Gefühl das Gewicht ihres Körpers mit letzter Kraft aufrecht erhalten zu können. Wochenlang ohne Training und bewusstes Essen haben ihren Tribut gezollt. Das Ergebnis ist erschreckend.
Den Kopf leicht geneigt, schauen ihre blauen Augen hinauf und fixieren Drew. Ihr Haar fällt dadurch zur eine Seite, wodurch auch einige Fransen im Gesicht hängen bleiben.
Liv Morgan: Danke!
Haucht sie zaghaft in Richtung des ehemaligen Champions. Als wenn sie die Kraft verlassen würde. Isla Dawn hat es also bis zum Schluss durchgezogen. Bis zur letzten Sekunde der Frist. Und das nicht umsonst. Mit voller Absicht. Und das letzte Wort ist darüber noch nicht gesprochen.
Das "Danke" war nicht nötig. Für Drew war es nur wichtig, das Liv nun endlich wieder frei war. Egal wie weit er gehen musste, egal, wieviel er einstecken musste...Liv hier wieder zu sehen, war alles was zählt. Er wusste nicht mal, ob Liv von Isla gezwungen war, das Match ebenfalls anzuschauen. Aber trotzdem fühlte Drew sich schlecht. Liv so zu sehen: Schwach, sichtbar gezeichnet, dreckig... Erneut kommt dieser Hass in ihm hoch, welchen er für Isla hatte. Seine Hand blieb weiter auf Livs Schulter. Was wäre, wenn Drew wirklich verloren hätte? Nicht auszumalen, was Isla mit Liv alles angestellt hätte, wenn er Bronson nicht besiegt hätte. Er ist an seine mentalen und körperlichen Grenzen gegangen, um genau diesen Moment hier zu erleben. Aber auch das Wissen, das er Liv im Falle eines Niederlage verloren hätte...genau dieses Wissen hat in Ihm wieder etwas ausgelöst. Da war es wieder, dieses eine Gefühl, wenn er Liv verloren hätte. Drew erwiderte ihren Blick, musterte dabei kurz die Blondine. Es tat weh, sie so zu sehen. Sein Blick war besorgt.
Drew McIntyre „Das wichtigste ist, das du wieder hier bist...und ich werde dafür sorgen, das man dir so etwas nicht mehr antun wird...“
Tatsächlich konnte Drew sich zu einem kleinen, kurzen Lächeln zwingen. Es änderte nichts daran, das er sich weiter Sorgen machen würde. So schwach hatte er Liv noch nie erleben dürfen. Er spürte, das ihr Körper schwächelte und schließlich tat er etwas, womit man jetzt nicht gerechnet hätte. Er legt seinen Arm sanft um Liv herum und umarmt die kleinere Blondine, was von den Fans mit Jubel der Erleichterung kommentiert wird. Es war ein Zeichen für Liv, das sie sich geborgen fühlen konnte und gleichzeitig war es eine Stütze, denn der Schotte sah es Ihr an, das ihre Beine nachgaben. Er löste die Umarmung kurz darauf und begleitet Liv zur Couch.
Drew McIntyre „Setz dich...ich hole dir was zu trinken.“
Drew hielt Wort und kam mit einer Flasche Wasser wieder, welche er Liv reichte. Er setzt sich neben Ihr auf die Couch, weiterhin die Besorgnis in seinem Gesicht zu sehen. Er machte sich noch immer Vorwürfe, warum er nicht früher eingegriffen hatte. Aber daran wollte er jetzt nicht denken. Das hier und jetzt zählte mehr.
Drew McIntyre „Wir bekommen dich wieder auf die Beine. Darauf hast du mein Wort, okay? Egal wie lange es dauern wird.“
Daraus konnte man seine Besorgnis heraushören. Sicherlich brauchte es seine Zeit, bis Liv sich wieder an ihre Freiheit gewöhnt. Die Zeit in Gefangenschaft hat viel in ihr hinterlassen. Drew war bereit, Liv zu helfen, egal wie lange es dauern würde. Das war er Ihr immerhin schuldig. Auch wenn er glaubte, das Isla sich nun fern halten würde, würde er Liv nicht alleine lassen.
Morgan ließ sich auf die Couch leiten, setzte sich und musste feststellen wie weich doch ein Sofa sein konnte. Die neuste Zeit musste sie auf den Boden sitzen. Und wenn man wenig hatte, schätzte man die winzigen Feinheiten des Lebens umso mehr. Und dann gab Drew ihr eine Flasche Wasser. Wasser!? Sie ist nicht undankbar und lächelte sogar. Aber Wasser war alles, was sie die letzten Wochen bekam. Abgestandenes und stinkenden Wasser. Genau dieses Wasser kommt ihr nun auch in den Kopf und rümpft die Nase. Wie sehr sehnt sie sich nach etwas mit Geschmack. Weil es der Schotte aber gut meint, öffnet die die Flasche und trinkt einen Schluck. Kurz danach schließt sie Liv die Flasche wieder und stellt sie zur Seite.
Liv Morgan: Ich denke, dass ich das nicht mehr zulassen werde. Das Thema Isla Dawn ist auch noch nicht ganz zu Ende.
Was soll das heißen? Will es die Jersey Rose nochmal mit der Hexe aufnehmen? Das könnte gefährlich werden. Doch ihre Wut zwingt sie förmlich dazu. Ihre Hände ballen sich zu Fäusten, als sie über das Geschehene nachdenkt. So sehr, dass sich die Spitzen ihres blonden Haares rot färben. Und jeder weiß inzwischen, was dies heißt. Kali! Natürlich möchte ihre böse Hälfte diese Gefühlswelt ausnutzen.
Kali: Lass' mich frei! Ich werde Isla bestrafen! Der große Tölpel ist uns keine Hilfe! Sein Wasser kann er sich in die fettigen Haare schmieren! Ich weiß, was gut für uns ist!
Immer wieder versucht sie Liv ins Gewissen zu reden. Immer wieder will sie zu einem Krieg aufrufen. Doch mit letzter Kraft versucht sie die Stimmen zu verdrängen. Schnell schließt sie die Augen und muss schwer schlucken. Sie spürt, dass Kali immer stärker wird. Heißt, dass ihr nächster großer Kampf an stehen könnte. Und dann will sie sich ja auch wieder in der c2c integrieren. So schnell wie möglich. Viel Zeit, will sie also nicht verstreichen lassen.
Liv Morgan: Und... vielleicht wäre es an der Zeit einen Gewissen Koffer einzusetzen...jetzt, wo Stratton Championesse ist.
Direkt Pläne? Das ging ja schnell. Aber es dürfte kein Geheimnis sein, dass es mehr Spaß machen wird Tiffany Stratton vom Thron zu stoßen, als Toni Storm. Dennoch ist dieses Ziel mit Vorsicht zu genießen. Tiffany hat mehrere Feinde. Morgen sollte die Entwicklungen abwarten.
Und während sie darüber nachdenkt, verschwindet das Rot wieder aus ihren Haaren.
Drew konnte es Liv nicht mal verübeln, das Sie Isla zur Rechenschaft ziehen will. Für das, was die Hexe ihr angetan hatte, ist das vielleicht sogar fair. Aber natürlich würde es Drew besser finden, wenn Liv sich von Isla fernhält. Aber es wäre Livs Entscheidung und Drew könnte ihr entweder ins Gewissen reden oder ihr seine Hilfe anbieten. Doch dann ändert sich Livs Ausdruck schlagartig und Drew wusste genau was das hieß. Allerdings überraschte es den Schotten, das sich Livs Haarspitzen plötzlich rot färbten! Das war neu und kein gutes Zeichen. Es zeigte die Stärke die Kali höchstwahrscheinlich während der Gefangenschaft Livs getankt hatte. Das sich ihre Haare rot färben würden, zeigte deutlich, wie stark Kali geworden war. Besorgt blickte Drew zu Liv, die in diesem Moment sehr abwesend war.
Sofort ging seine Hand zu Livs Handgelenk, um Ihr so zumindest das Gefühl zu geben, das Jemand da war. Aber es hatte schon etwas komisches, Liv wieder so zu sehen, gepaart mit den roten Spitzen, wirkte Kali präsenter denn je. Natürlich wusste Drew nicht was Kali Liv sagte, aber zum Glück schien Liv es schnell wieder unter Kontrolle zu bringen was deutlich machte, das Sie noch immer die innere Stärke besaß, Kali einzudämmen. Das Rot verschwand dann auch wieder.
Drew McIntyre „Deine Haare...Sie...“
Kam es leise von Drew. Es war beängstigend das eben sehen zu müssen. Doch der Schotte wird dann aus diesem Gedanken gerissen, als Liv ihren Koffer erwähnte. Den Koffer, den Drew seit Wochen bei sich trug und bis auf Jimmy und Fallon Niemanden ins eine Nähe ließ. Er verstand den Wink und ohne etwas zu sagen stand der Schotte auf und holte hinter der Couch den Koffer hervor. Zurück bei Liv wird dieser auf Livs Schoß gelegt. Auf dem Koffer lag auch wieder der Armreif, der in den letzten Wochen dazu geführt hatte, das Drew in jeder freien Minute, die er hatte, nur diesen Armreif betrachtet hatte. Warum? Weil er die ganze Zeit an Liv denken musste. Völlig normal...oder doch nicht?
Drew McIntyre „Tut mir leid, der Koffer hat ein paar Beulen, was aber auf Islas Mist gewachsen ist.“
Lächelte Drew ganz kurz, auch um so vielleicht von Kali abzulenken. Der Koffer war Islas Hauptziel gewesen und Liv war das Druckmittel. Doch durch den Sieg letzte Woche war der Koffer jetzt wieder da, wo er hingehörte. In die Hände von Liv.
Drew McIntyre „Liv...ich kann verstehen, das du ihn einlösen willst. Aber du musst dir selber zugestehen, das du in deiner jetzigen Verfassung ein leichtes Ziel für Tiffany bist und für...Kali. Tiff ist dir einige Schritte voraus. Ich würde mich wohler fühlen, wenn du dich erstmal erholst. Denn dann hast du die besten Chancen. Ich bin auch bereit, dir dabei zu helfen, das du wieder die alte Liv wirst, das weißt du.“
Ein Rat den Liv sich durchaus im Hinterkopf lassen sollte. So wie jetzt war sie zu schwach. Isla hatte ganze Arbeit geleistet, um das Jersey Girl an einen Punkt zu bringen, wo sie erheblich angreifbar war. Man könnte zum Glück sagen, das Drew Liv noch rechtzeitig befreien konnte. Liv musste bei 100% sein, um in den Augen von Tiffany zumindest ernst genommen zu werden. Eine voll einsatzfähige Liv Morgan war die gefährlichste. Es wurde bewusst der Name Liv gewählt, denn Kali war noch immer für Drew ein Dorn im Auge. Zu was es führen kann, das Innere Ich loszulassen, konnte man gegen Bronson Reed sehen.
Fragend kneift Liv ihre Augenbrauen zusammen und fährt sich mit der Hand durch das Haar.
Liv Morgan: Was ist mit meinem Haar?
Die obLIVion-Schwester hatte natürlich selbst nicht mitbekommen, dass sich ihr Haar färbte. Zu sehr war sie in Gedanken. Denn... Morgan hatte einen Plan. Sie hat von Isla Dawns Drohung Gegenüber Tiffany Stratton mitbekommen. Der Flurfunk ist in der c2c eben sehr schnell. Und sie wäre nicht gut beraten, um diese Entwicklungen nicht abzuwarten. Doch zunächst lächelt sie Drew an und trommelt leicht mit den Fingern auf den Koffer rum.
Liv Morgan: Danke! Für alles! Aber ich werde ein Zeichen setzen müssen.
Das sagte sie schon mehrmals. Aber wer weiß...ob sie nicht noch von Isla gefangen gehalten würde. McIntyre war der einzige, der sich kümmerte. Und das würde sie so schnell eben nicht vergessen. Und doch verfolgt sie einen Plan.
Liv Morgan: Isla hat sich anscheinend Tiffany als nächstes ausgesucht. Die Situation erlaubt es mir abzuwarten und zuzuschlagen, wenn die Zeit gekommen ist. Zwei Fliegen mit einer Klappe.
Ein guter Plan. Leicht hinterlistig. Und das ruft natürlich auch jemand anderen auf den Plan. Kali. Sie lacht. Laut und böse, sodass es in Livs Kopf unangenehm schallt. Kein Wunder, dass sie für einen Moment ihre Augen schließen muss.
Kali: Sehr guter Plan! Du gefällst mir immer besser! Jetzt musst du nicht nur noch frei lassen!
Hatte Drew es sich vielleicht eingebildet, das sich Livs Haare rot gefärbt hatten? Anscheinend fiel es Liv selber nicht auf. Aber er war sich sicher. Kurz schüttelt er mit dem Kopf. Es ist nicht möglich, das sich Haare so plötzlich färben würden. Darüber kann man auch ein anderes Mal reden. Wichtiger war es, als Liv ihren Koffer wiederbekam, schien sie sich dann doch zu freuen. Auch, wenn es durch ihren geschwächten Körper nicht unbedingt sichtbar war. Doch dann sagte sie etwas, was Drew viel bedeuten würde: "Danke! Für alles!" Drei Worte, die dem Schotten zeigten, das es nicht umsonst war. Es ließ Drew auch wieder kurz lächeln.
Drew McIntyre „DU hast es richtig erkannt. Nicht nur Isla wird sich jetzt auf Tiffany stürzen. Mir ist bewusst, das du Jedem zeigen willst, das Liv Morgan wieder da ist. Aber übereile nichts und lote deine Möglichkeiten sehr genau aus. Lass die Gegner sich gegenseitig ausspielen. Und dann...verpasse Ihnen den Gnadenstoß. Erhole dich und beobachte gleichzeitig, was passiert.“
Drew stimmt Liv in ihrem Vorhaben mehr oder weniger zu. Allerdings blieb er weiter besorgt. Denn erneut konnte er erkennen, wie Liv ihre Augen zusammenkneifen musste. Er wusste, das Kali sich wieder in diesem Moment in ihrem Kopf meldete. Er kannte Liv nun lange genug. Erneut legt er seine Hand auf Livs Unterarm.
Drew McIntyre „Tief durchatmen...höre nicht auf das, was Sie dir sagen will...“
Es waren nur Bruchteile von Sekunden, als Liv wieder ihre Augen öffnete und es wieder normal war. Auch wenn Liv frei war, schien Kali noch immer eine der größten gefahren zu sein. Umso wichtiger war es Liv wieder soweit auf die Beine zu bringen, das sie Kali wieder die Stirn bieten konnte. Kurz hielt Drew den Blickkontakt mit Liv, ganz kurz verlor er sich in den blauen Augen. Plötzlich stand Drew auf.
Drew McIntyre „Ich habe ein Vorschlag für dich. Du gehst jetzt duschen, ziehst dich um und ich lade dich später in eine Bar ein. Essen geht auf mich. Was sagst du?“
Er streckt seine Hand zu Liv und schaut diese fragend an. Er hatte einen Standpunkt. Liv konnte nicht länger in den dreckigen, zerfetzen Klamotten rumlaufen und etwas gutes zu Essen wäre jetzt das Richtige. Aber auch will er die Blondine damit einfach von all dem ganzen ablenken. Und es half Ihm selber ebenfalls, das zu unterdrücken, was er letzte Woche zeigen musste. Sie musste nur dieses Angebot annehmen.
Kurz überlegte Liv. Natürlich war es ein Privileg jetzt allein zu sein. In ein Hotel zu fahren und einfach Wellness zu machen. Aber vielleicht hat Drew Recht. Die Jersey Rose war lange genug allein gewesen. Und Essen gehen wollte sie sowieso. Also nickt sie zart und stand dann ebenso auf.
Liv Morgan: Okay. Kommt Fallon auch mit? Du kannst sie ja mal fragen.
Immerhin war Fallon Henley seine Freundin. Und Morgan wollte diese auch einfach nicht ausschließen. Die ganze Situation sah seltsam genug aus. Auch wohl die Tatsache, dass sie den Schotten nun umarmt. Es sah durchaus komisch aus, sie die kleine Liv den Hünen umarmt und den Kopf an seine Brust legen kann. Es fühlte dich gut an. Vertraut, als wenn es schon immer so gewesen ist. Doch dann löst sie sich. Schwerfällig. Schaut McIntyre in die Augen und tat sich schwer sich wieder zu lösen. Aber dann trat sie doch noch den Gang zur Türe an.
Liv Morgan: Dann bis später! Und mach dir keine Sorgen um Kali.
Na, die obLIVion-Schwester macht sich schon Gedanken um Kali. So einfach würde diese nicht verschwinden. Und es war öfters schon verdammt knapp gewesen, dass sie wieder die Kontrolle bekommt. Doch jetzt geht die erstmal durch die Türe, um ein Bad zu nehmen. Kurz zögert sie, als sie die Türklinke in der Hand hat und schaut nochmal zurück zu Drew. Doch ohne weiteren Worte verlässt sie das Zimmer dann.
Drews Vorschlag schien Gefallen bei Liv zu finden. Und Unrecht hatte der Hüne jetzt nicht. Liv war seit Wochen gefangen, alleine. Gesellschaft tat Ihr gut und Drew gehörte auch zu den Personen, denen sie blind vertrauen konnte und der für die Blondine alles getan hatte, um diese zu befreien. Liv war für Drew wichtig und vielleicht merkte Liv nun auch selber, das Drew für die Oblivion Schwester sehr wichtig war.
Die Umarmung für Drew ließ die Fans kurz aufjubeln. Es tat gut, Liv wieder hier in c2c zu sehen, die Fans haben Sie vermisst das stand fest. Die Fans wurden zeuge davon, das die Freundschaft zwischen Drew und Liv, so komisch es auch klingen mochte, durch die ganze Entführungsgeschichte noch stärker wurde. Anders konnte man sich diese Umarmung nicht deuten. Drew setzte sich für Liv ein, hatte Grenzen überschritten. Drew lächelte, als die Blondine ihn umarmte und ihren Kopf an seine Brust legte. Seine Hand strich beruhigt über ihren Rücken. Es war ein Gefühl von Sicherheit für das Jeresey Girl. Für Drew fühlte sich diese Umarmung noch einmal anders an als die, die er Liv zur Begrüßung gegeben hatte. Es war Freundschaft, die noch wichtiger wurde. Oder war da womöglich wirklich mehr?
Drew McIntyre „Ich rufe Fallon gleich an. Wir lassen dich jetzt nicht alleine.“
Natürlich würde er Fallon auch fragen, ob Sie mit zum Essen kommen würde. Auch Sie hatte sich um Liv große Sorgen gemacht und war die bessere Hälfte Drews. Drew sah Liv hinterher, als diese zur Tür ging. Sie zögerte, lächelte aber noch ein letztes Mal, als Sie den Locker verließ. Für Drew war es schwer, sich keine Sorgen um Kali zu machen. Kali war noch immer allgegenwärtig und würde wohl noch länger für Probleme sorgen. Aber für den Moment war Drew froh, Liv endlich wieder in seiner Nähe zu haben. Sprichwörtlich. Schließlich griff er sich sein Smartphone und rief Fallon an. Es war wichtig, das Liv nicht alleine sein würde in der nächsten Zeit. Schließlich fadet das Bild dann auch langsam aus.
Pat McAfee:"Es tut so gut, Liv wiederzusehen. Auch wenn man es ihr körperlich ansieht, das ihr die ganze Sache zugesetzt hat. Was wäre, wenn Sie Drew nicht hätte? In so einer Zeit ist es wichtig, Freunde zu haben."
Cathy Kelley:"Das band zwischen den Beiden scheint sich wirklich noch fester zugezogen zu haben. Aber...habt ihr gesehen, wie Liv gezögert hatte, die Umarmung zu lösen? Ich weiß nicht wie Ihr das seht, aber...Ich meine, ich kann mich auch täuschen. Aber dieses Zögern, dieser Blick..."
Wade Barrett:"Drew ist mit Fallon glücklich, Cathy. Falls du darauf hinaus willst. Sie ist Ihm einfach nur dankbar. Sie weiß, das Sie in seiner Gegenwart sicher ist, das ist alles."
Im gleich folgenden Opening Match stehen sich zwei Frauen gegenüber, die schon eine gewisse Vergangenheit miteinander haben - Jacy Jayne und Fallon Henley! Obwohl die Beiden sich ewig kennen, herrscht keine große Sympathie zwischen ihnen. Man mag fast geneigt dazu zu sein, Jacy hier zum Sündenbocken zu machen, da sie in der c2c schon oft gegen Fallon geschossen hat...und das bewusst unter der Gürtellinie. Das "Highlight" war wohl der Moment, als Jayne Fallon und Drew McIntyre in ein Restaurant gelockt hat, die dabei dachten der jeweils Andere würde sie einladen, und diese mit ordentlich glibberigem Schleim übergoss. Warum? Einfach nur um sie zu demütigen. Das hat das Country Girl bis heute nicht vergessen. Obwohl sie das bisher letzte Match gegen Jacy gewinnen konnte, was für Henley natürlich auch eine Genugtuung war.
Durch die ganze Sache rund um die Entführung von Liv Morgan durch Isla Dawn hatte Fallon ihre Fehde mit Jacy an sich schon vergessen - von zwei, drei Stichelleien bei Twitter mal abgesehen. Nur jetzt, am letzten Abend der Mexiko Tour, ist die Vergangenheit wieder Gegenwart. Wirklich begeistert war Fallon nicht, als sie erfuhr, gegen wen sie ihr erstes Match nach vielen, vielen Wochen bestreiten soll. Aber man muss es eben nehmen, wie es kommt. Jetzt befindet sich die Brünette gerade in ihrer Kabine. Auf einer kleinen Bank sitzend, schnürt sie gerade ihren rechten Boot. Muss alles eng genug sitzen, damit nichts verrutscht - aber auch nicht zu eng, was sie behindern könnte. Nein, so ist es gut. Die Frau aus Michigan steht auf, geht leicht hüpfend ein paar Schritte und wirkt zufrieden. Vor einem großen Spiegel kontrolliert sie, ob alles richtig sitzt. Paar mal dreht sie ihren Oberkörper leicht hin und her. Gear sitzt! Make Up sitzt! So kann sie in den Ring steigen.
Fallon Henley:Weißt du...einerseits nervt es mich, dass ich heute wieder gegen Jacy kämpfen muss. Ich kann mir vorstellen, wie dieses dumme Miststück heute vor jede Kamera hüpfen wird, um mich wieder durch den Dreck zu ziehen. Keine Ahnung...sowas wiiiieee...ich bin ja nur Drew's Hure! Wir sind eine Freakshow! The Psycho and the Bitch! Oder sie erzählt von dem einen Mal, wo sie auf einer Matchcard höher als ich eingestuft wurde als ich und das ja ein Zeichen dafür ist, dass sie besser wäre uuuund...blaaaa...bah! Ich bekomm' alleine schon davon Kopfschmerzen, dass ich mir ihre Stimme dabei vorstelle.
Angewidert schüttelt Fallon einmal den Kopf und brummt hörbar auf. Mit wem spricht sie hier? Drew wird es ja wohl kaum sein, wenn sie über den Schotten in der dritten Person spricht.
Fallon Henley:Andererseits...wenn ich jetzt nochmal daran denke, was sie mir schon angetan hat, vor allem die Sache mit dem Schleim, oder auch...
Den nächsten Gedankengang artikuliert sie nicht mehr. Man sieht es ihrer Mimik an, die sich ordentlich verdunkelt, dass es da noch etwas gibt, was sie Jayne noch übler nimmt als den Schleim-"Prank". Fallon's Oma starb im Heim, als die Amerikanerin mit der c2c unterwegs war. Das zog Henley den Boden unter den Füßen weg und stieß sie in ein Tal der Tränen. Jacy Jayne reagierte kühl und widerlich und wollte Fallon von zwei angeheuerten Security Typen aus der Halle werfen lassen. Zum Glück kam Drew McIntyre zur Hilfe. Vermutlich auch der Moment, in dem Fallon merkte, dass sie vielleicht mehr für den Schotten empfindet. Aber auch der Augenblick, in dem sie die andere Seite ihres Freundes kennen lernte. Auch deswegen hatte sie Skrupel davor, dass der Scottish Warrior "ihn" loslässt, um Liv retten zu können - da sie eben noch genau vor Augen hat, wie "er" die Männer von Jacy auseinander genommen hat.
Fallon Henley:Naja...wie dem auch sei...wenn ich ihr nochmal das dumme Grinsen aus ihrem dummen Gesicht schlagen kann, kann ich mir eigentlich keine bessere Gegnerin für mein Comeback vorstellen.
Dunkle Gedanken werden zur Seite geschoben … aka ignoriert! Mit dem Versuch eines Grinsens will sich das Country Girl selbst darauf einstimmen, dem selbsternannten Rockstar die Grenzen aufzuzeigen.
Doch dann ertönt plötzlich ein leises und schon fast übertrieben dramatisches Räuspern, welches wohl von der Person stammt, mit der Fallon hier die ganze Zeit gesprochen hat.
???: „Ahem… alsooo… first of all…“
Die Kamera zoomt etwas heraus und zeigt ihn uns. Es ist wirklich nicht Drew McIntyre. Es ist aber auch kein anderer Wrestler des hiesigen Rosters, und dennoch sieht man ihn fast jede Woche vor laufender Kamera bei den Shows. Es handelt sich um niemand Geringeren als The Mouth of the South Jimmy Hart. Drew McIntyres Manager, mit dem Fallon natürlich schon einige Male zu tun hatte. Seitdem Drew ihn vom Dream befreit hat, hat er sich sehr stark verändert. Er ist nicht mehr der bemitleidenswerte Butler, der immer alles nur einstecken muss. Oh nein, er ist richtig aus sich herausgewachsen. Er war einer der Gründe, wieso Drew sich am Ende überhaupt dazu entschieden hat, sein inneres Ich zu befreien. Jimmy hat es ihm wochenlang eingeredet, dass dies der beste Weg sei. Und letzte Woche, während Drew diesen brachialen Fight gegen Bronson Reed hatte, um Liv zu retten, war Jimmy derjenige, der zusammen mit Fallon auf den One Shot at Glory Koffer aufgepasst hat, damit dieser nicht von Isla entwendet werden konnte. Also auch wenn er Drews Manager ist, so hat er natürlich auch mit Fallon einiges zu tun, und die beiden kennen sich bereits ganz gut. Anders als zu seinen Zeiten beim Dream trägt er auch wieder einmal ein Outfit, das zur alten Managerlegende der 80er perfekt passt. Ein bunter Samtanzug, offenes Hemd, Brusthaar und Sonnenbrille! Der Inbegriff übertriebener Selbstsicherheit. Er lehnt lässig an einem Spind, als wäre es das Normalste der Welt, hier zu stehen.
Jimmy Hart: „Dieses Jacy-Chick? Totaler Mood-Killer! Absolute … wie sagt man … Buzzkill. Yikes.“
Er tritt einen Schritt näher an Fallon heran, hebt beschwichtigend die Hände, als würde er gleich einen philosophischen Vortrag halten, und richtet mit seinen schnipsenden Fingern einmal seine Sonnenbrille. Man sieht es ihm gut an, dass er sich über Drews Erfolg freut. Sonst würde er heute nicht so auftreten, wie wir ihn hier sehen können.
Jimmy Hart: „Ich kann dir nur zustimmen, Fallon. Bitte entschuldige die förmliche Ansprache, die verwende ich nur in Anwesenheit von Lord Drew! Aber das heißt nicht, dass ich dir feindlich gesinnt bin oder dir keinen Respekt zolle, das weißt du! Ich habe dir genauestens zugehört, analysiert und innerlich mit einem imaginären Martini genickt. Sehr gesundes Ventil übrigens, was du da machst. Gefühle rauslassen und so! Aber weißt du, Darling … Leute wie Jacy brauchen Aufmerksamkeit wie andere Leute Sauerstoff. Nimmst du ihnen das … dann fallen sie schneller in sich zusammen als ein schlecht gemixter Cosmopolitan.“
Ja, Jimmy Hart ist bei ihr. Eher ungewöhnlich, sie ohne den schottischen Ex-Champion zu sehen. Warum der Mouth of the South gerade bei ihr ist und nicht bei ihm, weiß die Brünette nicht. Vielleicht hatte Drew ihn darum gebeten, ihr bei der Matchvorbereitung zu zu helfen. Oder es war Jimmy's eigener Wunsch, um gegenüber Fallon gute Absichten zu signalisieren. Wie auch immer...das Country Girl muss zugeben, dass sie sich darüber freut, dass Hart jetzt bei ihr ist. Auch wenn sie seine überraschend lockere Ausdrucksweise fast schon ein wenig amüsant findet.
Fallon Henley:Mood-Killer? Buzzkill? Fehlt noch "sus" und "cringe", hm?
Mit einem Augenzwinkern und leicht angehobenen Armen versucht sie gleich zu verdeutlichen, dass sie sich nicht über Jimmy lustig machen möchte. Nein, es ist schön zu sehen, dass er sich endlich mal wieder locker machen kann. Naja, vielleicht etwas zu locker...aber das will Fallon ihm in diesem Moment gönnen. Er hat ja auch Recht mit der Kernaussage. Jemanden wie Jacy Jayne kann man am besten damit treffen, wenn man ihr keinerlei Aufmerksamkeit schenkt. So nickt Henley dem Manager dann doch noch beipflichtend zu und schiebt die Arme locker ineinander.
Fallon Henley:Ja, ich weiß, dass ich Jacy am besten gar keine Aufmerksamkeit schenken sollte. Nur sie schafft es leider immer wieder, mich zu triggern...und das oft mit eigentlich banalen Dingen. Das weiß sie, deswegen stürzt sie sich auch auf mich. Aber...ich werde versuchen es zu beherzigen. Ich gehe gleich in den Ring, zeige ihr, warum ich immer noch besser bin...und schau' sie danach nicht mal mehr mit dem Arsch an. Wird sie wahrscheinlich am meisten ärgern.
...fügt sie grinsend hinzu. Es wird schwer, sich nicht von den Provokationen ihrer langjährigen "Bekannten" ärgern zu lassen...doch Fallon sollte sich ganz auf das eigentliche Match konzentrieren. Deswegen hält sie sich bis nach dem Match bewusst von Drew fern, was aber auch mit ihrem Freund abgesprochen ist. Heute geht es ihm ganz darum, dass Liv Morgan freikommt. Da will Fallon bei McIntyre sein, ihn dabei unterstützen...aber eben nach dem heutigen Opener. Das heißt nicht, dass sie das nicht ganz ausblenden kann. Was der Schotte gerade macht? Hoffentlich geht es ihm gut und er kann auch sein Innenleben in Zaum halten. Seufzend sieht Fallon zu Jimmy und versucht zu lächeln.
Fallon Henley:Übrigens musst du mich auch vor Drew nicht "Lady" oder sowas nennen. Ich weiß auch, dass du mir gegenüber nicht feindlich gesinnt bist. Bin ich dir gegenüber auch nicht...selbst wenn wir zuletzt unterschiedlicher Meinung darüber waren, ob Drew sein inneres Monster freilassen soll oder nicht. Tja, da schulde ich dir sogar noch eine Entschuldigung. Du hattest den richtigen Riecher, Drew hat so Bronson Reed besiegen können. Ich hoffe, es war nicht umsonst und Isla hält sich an den Deal.
Das ist noch die große Unbekannte...was macht die unberechenbare Witch. Wenn diese sich eben nicht an den Deal hält und Liv freilässt, könnt Drew erst recht ausrasten...und wer weiß, ob er dann noch die Kontrolle zurückgewinnen. Auch wenn Fallon hier einen weiteren Schritt auf den Manager zugeht, denkt sie mit Schrecken an die letzte Woche zurück. Ja, sie sieht mit Bauchschmerzen ein, dass es notwendig war, "ihn" einzusetzen. Trotzdem hofft das Country Girl, dass das zukünftig nicht mehr passieren. Letzte Woche ginge es noch gut...vielleicht wird es auch ein weiteres Mal gut gehen. Irgendwie halt nicht mehr! Und dass es soweit kommt, will Henley verhindern. Da wäre es umso wichtiger, dass Liv die Freiheit erlangt.
Jimmy hebt beide Hände, als hätte Fallon gerade einen philosophischen Volltreffer gelandet. Dabei nickt er langsam, also wirklich sehr langsam, mit diesem übertrieben bedächtigen Gesichtsausdruck, als würde er jedes einzelne Wort innerlich mit Samt auskleiden. Dann zieht er die Sonnenbrille ein Stück nach unten, mustert Fallon von oben bis unten und lächelt dabei breit. Er lacht leise, und das auf eine Art, die an ein typisches, leicht nasales Kichern erinnert, und richtet seine Jacke, bevor er sich einen Tick näher an Fallon lehnt. Allerdings nicht aufdringlich, sondern eher verschwörerisch, als würde er ihr gleich ein streng geheimes Lebensrezept verraten.
Jimmy Hart: „Ohhh, das war sehr reif gesprochen. Sehr erwachsen. Glaub mir, Fallon, das sage ich dir als ein Mann, der schon ganze Umkleiden mit weniger emotionaler Intelligenz gesehen hat als eine kaputte Lavalampe. Du hast absolut recht. Trigger sind Jacy Jaynes Lieblingsspielzeug. Sie wirft sie wie Konfetti und hofft, dass irgendwer drauf ausrutscht. Und weißt du, was sie wirklich nicht erträgt?“
Er hebt einen Finger, als würde er gleich eine universelle Wahrheit verkünden. Ein selbstzufriedenes Grinsen huscht über sein Gesicht. Dann wird seine Stimme für einen Moment ernster und ruhiger, mit weniger Show und mehr Menschlichkeit dahinter.
Jimmy Hart: „Ignoranz. Kalte, elegante Ignoranz. Nichts macht jemanden schneller wahnsinnig, als zu merken, dass er nicht mehr das Zentrum des Universums ist. Das ist mein Fachgebiet, Fallon. Und was Lord Drew angeht … du musst dich dafür nicht entschuldigen. Wirklich nicht. Du hast aus Angst gesprochen. Aus Sorge. Und weißt du was? Das ist nichts Schlechtes. Das ist sogar etwas, das viele hier in diesem Roster verlernt haben.“
Er tippt sich mit zwei Fingern an die Brust und atmet tief durch. Er schaut kurz zur Seite, als würde auch ihn der Gedanke an Isla Dawn und Liv Morgan beschäftigen. Doch dann richtet er sich wieder auf, und seine alte Energie kehrt zurück, wenn auch gezügelt.
Jimmy Hart: „Ich wollte nie, dass er das Monster lieben lernt. Ich wollte nur, dass er es kontrolliert. Letzte Woche … war nötig. Aber ich hoffe genauso wie du, dass wir diesen Schalter nicht ständig umlegen müssen. Manche Türen sollte man nicht zur Gewohnheit machen. Mach dein Match. Gewinne! Geh erhobenen Hauptes raus. Und danach … danach kümmern wir uns um den Rest. Isla, Liv, Lord Drew, alles Stück für Stück. Aber heute, Schätzchen, geht es nur um dich.“
Schätzchen? Vielleicht ist Jimmy hier wieder zu sehr Jimmy, wenn man sich das Ganze so anhört. Ein wenig zu viel vom alten Mouth of the South der 80er-Jahre. Und wenn man es sich auch anschaut, denn gerade jetzt zwinkert der über 80-jährige Manager der Freundin seines Clients auch noch zu. Locker lehnt er sich wieder an den Spind zurück, verschränkt die Arme und nickt ihr aufmunternd zu, als wäre er nicht nur ein Manager, sondern für diesen Moment genau der Verbündete, den Fallon Henley gebraucht hat.
Als Jimmy sich zu ihr lehnt, beugt sich Fallon ebenfalls nach vorne. Trotz seiner schrulligen Eigenheiten schätzt sie durchaus den Rat des erfahrenen Mannes und hört dementsprechend genau zu. So grinst sie breit, als Jimmy von "emotionalen Intelligenzen" spricht. Ohja, die Brünette kann es sich sehr gut vorstellen, dass Hart in seiner Karriere mit vielen Leuten zu tun hatte, bei denen er am liebsten beide Hände über den Kopf zusammen geschlagen hätte. Der Ausdruck wird wieder ernster und aufmerksamer. Da kann Fallon nur nochmal zustimmen, was die weiteren Worte über Jacy Jayne angeht.
Fallon Henley:Amen, Jimmy! Jacy hat massig Komplexe und schreit so sehr nach Aufmerksamkeit, dass ich eigentlich schon Mitleid mit ihr haben sollte. Fast! Was sie sagt soll in Zukunft einfach nicht mehr mein Problem sein. Klar, wenn sie mir und Drew...oder auch dir...zu nah auf die Pelle rücken sollt, kriegt sie eine Faust ins Gesicht und dann ist wieder Ruhe! Sonst lasse ich sie einfach hinter mir. Punkt!
Dabei überkreuzt das Country Girl beide Arme in Höhe ihres Brustkorbes und zieht diese ruckartig nach unten. Eine non-verbale Unterstreichung ihrer Worte, mit denen sie sich selbst davon überzeugen will, Jacy einfach nur als heutige Gegnerin zu sehen und den Rest vom selbsternannten Rockstar zu ignorieren. Mal sehen wie es im direkten Kampf aussehen wird. Doch Fallon ist guter Dinge, dass sie sich nur auf das Wesentliche konzentrieren kann.
Fallon Henley:Danke für deine Worte, Jimmy! Das bedeutet mir sehr viel! Auch, dass du Verständnis dafür hast, dass ich dir widersprochen habe. Klar, ich hatte Angst um Drew...und hab' es natürlich immer noch. Er ist so...so ein toller, liebevoller und fürsorglicher Mensch, der für Menschen, die ihm wichtig sind, sein letztes Hemd gibt und sich selbst dafür zerreißt. Ihn kennen zu lernen war eine Erfahrung, die ich einfach nicht missen möchte. Also...er ist das Beste, was mir jemals passiert ist. Ich möchte einfach nicht, dass sein eigener Dämon das alles kaputt macht und ihn komplett zerstört...ich...
Verdammter Klos im Hals! Fallon's Stimme versagt kurz und sie muss hörbar schlucken. Drew bedeutet ihr wirklich viel. Wenn sie dann an die Geschichte denkt, wie dieser seinen damals besten Freund Stephen verloren hat oder die kalten, bösartigen Augen, als sie mal die andere Seite ihres Freundes aus nächster Nähe erlebt hat, wird ihr ganz anders. ABER...wenn McIntyre es schafft, seinen inneren Dämonen zu bändigen und es nicht mehr notwendig sein wird, diesen überhaupt zu triggern, ist es doch eine gute Sache. Da hellt sich auch die Stimmung der Brünetten wieder auf und sie schafft es, den Mouth of the South anzulächeln. Jetzt ist Fallon der Ansicht, dass sie Beide wirklich nur das Beste für den Schotten wollen. Da wird auch das "Schätzchen" für den Moment verziehen, auch wenn das für eine gerunzelte Stirn beim Country Girl gesorgt hat. Aber so redet Jimmy...auch zu Männern! Außerdem glaubt sie ihm, dass er nicht wollte, dass Drew das innere Monster lieben lernt, sondern nur gezielt als notwendige Waffe einsetzen sollte.
Fallon Henley:Naja...ich weiß auch, dass du nur sein Bestes möchte! Wenn Liv heute freikommt, hat er auch wieder den Kopf für andere Sachen. Dann kann er wieder zeigen, warum er der Beste in seiner Division ist...in dem er, zum Beispiel, den Titel von Omega zurückholt. Oder Roman mal vom hohen Ross runterstößt. Aber...ja, darum kümmern wir uns später! Jetzt geht es um mich und mein Match!
Das schiebt Fallon am Ende noch schnell nach, damit Jimmy auch sieht, dass sie begriffen hat, was er ihr nahe legen wollte.
Jimmy zieht die Sonnenbrille wieder langsam nach oben, als Fallon ihre Worte beendet hat. Für einen kurzen Moment sagt er nichts. Er nickt nur. Einmal. Und zweimal. Dann lächelt er dieses vielsagende, leicht schiefe Lächeln, das irgendwo zwischen Manager-Legende, wandelnder Karikatur und… ja, genau dort landet, wo Fallon es wahrscheinlich bisher nur unterbewusst vermutet hat. Er räuspert sich übertrieben, richtet sein Sakko, macht einen kleinen Schritt zurück und hebt dann plötzlich beide Hände, als würde er eine imaginäre Kamera adressieren. Dabei zieht er die Sonnenbrille ein weiteres Stück nach unten, diese scheint hier heute sehr viel in Bewegung zu sein, beugt sich leicht nach vorne und seine Stimme verändert sich merklich. Weniger schrill und weniger Manager, dafür aber plötzlich… irgendwie swingend, selbstzufrieden und fast schon parodistisch cool.
Jimmy Hart: „Riiight… okay… stopp… ganz kurz, Schätzchen. Weißt du… was du da gerade beschrieben hast? Das ist nicht nur Loyalität. Das ist verdammte Liebe mit Rückgrat. Und das, Honey, ist sexy as hell.“
Jimmy grinst breit. Dieses Grinsen, das eindeutig sagt: Jetzt ist es raus. Er richtet sich auf, legt einen Arm lässig auf den Spind und spreizt die Finger, als würde er gleich eine Cocktailparty eröffnen.
Jimmy Hart: „Yeah, Baby. Sexy. Und ich sag dir was… wie wär’s, wenn du dich nach dem Match, gegen Fallon und wenn die ganze Sache mit Liv gelaufen ist, mit Lord Drew triffst und ich euch ein paar gute Martinis mache, damit ihr den Abend genießen und entspannen könnt. Natürlich geschüttelt und nicht gerührt, hahaha.“
Er zwinkert Fallon zu, und danach entsteht eine kurze Pause. Irgendwie wirkt dieses gesamte Gespräch hier mit diesem alten Mann so unfassbar unangenehm, aber das ist der Jimmy Hart, wie man ihn kennt. Nur weiß man nicht, ob nicht vielleicht der zurückhaltende und unterwürfige Butler-Jimmy nicht doch besser wäre. Der Manager der zehntausend Gesichter hebt beschwichtigend die Hände. Seine Stimme wird wieder etwas ruhiger. Noch immer locker, aber auch klarer und ernsthafter.
Jimmy Hart: „Aber Spaß beiseite, Baby… hör mir kurz zu. Das da draußen ist dein Ring. Deine Geschichte. Lord Drew kämpft heute seinen Krieg. Du kämpfst deinen. Und du brauchst niemanden, um stark zu sein, du bist es längst.“
Er tippt sich mit zwei Fingern an die Schläfe, um Fallon zu zeigen, dass er mit seinen Unmengen an Erfahrung die volle und ganze Wahrheit spricht, wenn er ihr sagt, dass sie stark ist. Solche Worte von einer Legende wie Jimmy Hart zu hören, sollten wohl für jeden Wrestler eine absolute Ehre sein. Egal, wie schrullig er auch sein mag.
Zunächst sieht Fallon den guten Jimmy etwas schief an. Verdammte Liebe mit Rückgrat? Ja...natürlich! Drew und sie sind doch ein Paar, das füreinander einsteht. War das dem Mouth of the South etwa nicht bewusst? Oder missinterpretiert sie seine Worte? Ja, die Wortwahl des alten Mannes wird durchaus hier und da unangenehm. Innerlich wägt Henley ab, ob sie das bei Gelegenheit ansprechen soll. Jetzt ist er aber, so merkwürdig das klingen mag, trotz der Phrasen der richtige Begleiter kurz vor dem Match. Davon abgesehen...Martinis klingt nicht verkehrt!
Fallon Henley:Öhm...danke...schätze ich! Schön, dass du dich über unsere Liebe freust. Deine Martinis sind hervorragend, das weiß ich ja schon. Von daher hätte ich sicher nichts gegen deine Idee. Ob Drew das heute mitmacht? Mal sehen...
Einerseits ist sich Fallon nicht sicher, ob Drew Martinis soooo sehr mag. Andererseits wird es heute wohl eher nichts mit einem romantischen Abend zu zweit. Wenn Liv freigelassen wird, wird sich McIntyre komplett um diese kümmern wollen - was Fallon versteht! Und wenn Isla Dawn ihr Versprechen bricht, wird Fallon bestimmt alle Hände damit zu tun haben, für ihren Freund da zu sein, ihn zu beruhigen oder aufzubauen. Ein Szenario, was das Country Girl nicht erleben möchte. Auch wenn sie bereit ist alles mit ihrem Freund durchzustehen. Nur wäre mal Zeit zu zweit auch wieder ganz schön. Naja, vielleicht klappt es ja bald wieder, wenn dieser ganze Spuk hinter ihnen liegt.
Fallon Henley:Ja, ich kämpfe heute meinen Krieg...für mich! Ich will ja auch wieder in die Nähe eines Titels kommen und dann auch mal den letzten Schritt gehen. Das will auch Drew für mich! Und wer weiß...dann kannst du irgendwann mal zwei Champions managen.
Natürlich weiß das Country Girl, dass sich Jimmy Hart gewünscht hatte, auf seine alten Tage nochmal einen World Champion begleiten zu dürfen. Drew hatte ihm diesen Wunsch bereits erfüllt...und könnte es noch einml. Und Fallon? Ja, sie möchte natürlich auch irgendwann endlich einen Titel gewinnen. Am besten dann, wenn ihr Freund ebenfalls Gold trägt und sie sich als Power Couple präsentieren können. Dazu gerne mit Jimmy Hart als Berater, Begleiter und treuer Freund. Sanft lächelt sie an und verzeiht ihm auch weiter jedes "Baby". Gerade was er am Ende gesagt hat, bedeutet dem Country Girl sehr viel. Nicht, dass sie von Drew keine Unterstützung erhält...aber durch das Liv Thema ist Fallon's eigene Karriere etwas "unwichtiger" geworden. Nicht, dass Henley deswegen sauer wäre. Ganz und gar nicht. Es ist nur schön, dass ihr jemand wieder sagt, dass sie Niemanden braucht um stark zu sein, da sie es schon ist.
Fallon Henley:Danke, Jimmy! Einfach nur danke! Ich bin froh, dass du bei uns bist und jetzt gerade bei mir!
Jimmy bleibt einen Moment still, als Fallon diese letzten Worte sagt. Kein sofortiger Spruch, kein lautes Lachen, kein übertriebener Kommentar. Stattdessen zieht er die Sonnenbrille schon wieder einfach so langsam ab und hofft wohl, dass es wie ein dramatischer Akt rüberkommt, aber so oft wie er es hier schon gemacht hat, hat es kaum noch Einfluss, ob sich die Brille nun in seinem Gesicht oder in seiner Hand befindet. Sein Blick ist ungewohnt klar, fast weich, und für einen kurzen Augenblick wirkt er weniger wie der Mouth of the South und mehr wie jemand, der tatsächlich versteht, was hier gerade passiert. Dann atmet er tief ein, lächelt schief und genau in diesem Moment kippt die Stimmung wieder. Nicht ins Alberne, sondern in dieses ganz spezielle, charmant-selbstverliebte Jimmy-Hart-Gleichgewicht zwischen Ernsthaftigkeit und augenzwinkernder Übertreibung. Jimmy fängt an, weiter gedehnt zu reden, und nickt langsam, als hätte Fallon hier gerade etwas ausgesprochen, das er schon die ganze Zeit wusste.
Jimmy Hart: „Ohhh, Fallon, Baby… Das war jetzt der Punkt, an dem ich eigentlich sagen müsste: sexy, und dann dramatisch abgehen sollte. Aber nein… heute nicht.“
Er steckt die Sonnenbrille in die Brusttasche seines Sakkos, legt den Kopf leicht schief und hebt einen Finger, als wolle er ihr ein gut gehütetes Geheimnis anvertrauen, und fängt an, diesen zu schnipsen.
Jimmy Hart: „Weißt du, die meisten Leute hier wollen Titel, Applaus, Reichtum, Macht und Ruhm. Alles glänzt, alles funkelt, alles schreit nach Aufmerksamkeit. Und dann kommst du daher und sagst: Ich kämpfe für mich. Nicht für Lord Drew. Nicht für Liv. Nicht für irgendeinen Mythos oder eine Storyline. Sondern einzig und allein nur für dich. Und das, Schätzchen, ist genau der Moment, in dem jemand gefährlich wird.“
Ein leises, anerkennendes Lachen verlässt seine Lippen. Doch ist dies kein Spott, sondern wirklich echtes Vergnügen. Er lehnt sich zurück und legt eine Hand auf die Brust.
Jimmy Hart: „Zwei Champions managen? Baby, das klingt nicht nach Arbeit. Das klingt nach einem Comeback-Album.“
Dann grinst er breit und tritt einen halben Schritt näher, diesmal ohne Show und ohne Gestik. Nur er und Fallon.
Jimmy Hart: „Aber eins nach dem anderen. Erst dein Match. Erst dein Krieg. Erst dein Sieg. Und hör mir gut zu“
sagt er ruhiger, bevor er seine Sonnenbrille dann wieder aufsetzt und das Meme weiter aufleben lässt. Dieses Mal wurde sie sogar leicht geschwungen beim Aufsetzen.
Jimmy Hart: „Egal, was heute passiert – Sieg, Niederlage, Chaos, Hexenflüche oder sonst irgendein Irrsinn – du gehst da raus und bleibst du selbst. Nicht die Freundin von Lord Drew. Nicht das nette Country Girl. Sondern die unschlagbare Fallon by gawd Henley. Eine Frau, die weiß, wer sie ist und wohin sie will. Und danach, Baby… dann reden wir über die Martinis.“
Er zwinkert ihr zu, klopft einmal mit der flachen Hand gegen den Spind und tritt zur Seite, als würde er ihr wortlos den Weg freimachen. Der Moment gehört jetzt ihr.
Noch eine Anerkennung, die sie so nicht unbedingt hat kommen sehen. Jimmy weiß definitiv, wann er ernst zu sein hat, damit seine Worte noch mehr Gewicht haben. Fallon nickt ihm mehrere Male zu...und mit jedem Nicken scheint ihr Selbstvertrauen noch weiter anzusteigen. Sie sieht nach vorne, in die Ferne und wirkt zuversichtlich. Als wäre der Sieg zum Greifen nah. Nicht falsch verstehen...bei aller Antipathie weiß das Country Girl, wie schwer es gegen Jacy werden wird. Doch sie ist bereit, für sich einzustehen und diesen Fight einfach nur für sich zu bestreiten. Und vor allem...dabei sie selbst zu bleiben. So wie es ihr der Mouth of th South geraten hat.
Fallon Henley:Ja, ich bleibe ich selbst! Das werde ich! Also, bis später. Wir sehen uns nachher bei Drew!
Lächelnd greift sie zu ihrer Weste, die über einer Stuhllehne liegt und wirft dies über. So nickt sie Jimmy ein letztes Mal zu und verlässt schlussendlich ihre Kabine. Fade off.
Recruiting of a Bounty Hunter
Die Sonne steht hoch am Firmament. Keine einzige Wolke ist am Himmel zu sehen. Keine Möglichkeit sich vor der Sonne zu verstecken. Sie scheint, gnadenlos! Dennoch sind Menschen auf den staubigen Straßen von...Ja wo sind wir eigentlich? Nun das ist nicht ganz so ersichtlich. Wir befinden uns immer noch in Mexiko, zumindest sind die Beschriftungen in diesem Ort alle auf Spanisch. Dieser kleine Ort, der ein wenig wie die Location aus einem Cowboy Film wirkt befindet sich definitiv nicht in Mexico City. Dort findet am Montagabend die letzte Show der Mexiko Tour von Coast 2 Coast Wrestling statt. Während ein Tumble Weed von rechts nach links durch das Bild weht muss man sich dennoch die Frage stellen was oder wen wir hier eigentlich suchen? An diesem Ort der von der Welt vergessen zu sein scheint. Hier und da steht eine Person vor einem Gebäude, oder bewegt sich in eine Richtung. Aber niemand der von Bedeutung ist. Doch das ändert sich just im nächsten Augenblick. Ein Mann in schwarzer Anzughose und Sakko kommt in das Bild gelaufen. Einen Cowboyhut tief ins Gesicht gezogen, man kann nicht erkennen um wen es sich hier handelt. Definitiv eine Figur die auffällt. So adrett gekleidet war hier vermutlich schon lange niemand mehr. Bei der Hitze aber auch verständlich. Während er sich auf eines der Gebäude zu bewegt folgt die Kamera ihm. Als wir uns diesem Haus nähern kann man auch die Beschriftung sehen. Auch wenn diese ebenfalls, wie alles andere, auf Spanisch ist, braucht es nicht mal eine Erklärung was dieses Geböude ist. Eine Flügeltür, aus dem inneren ist klirren von Gläsern zu hören, gedämpfte Stimmen und eventuell auch ein Klavier. Das ist ein Saloon! Der uns unbekannte Mann bleibt kurz vor der Tür stehen und blickt nach links. Dort ist an einer Tränke ein Pferd angebunden und stillt seinen Durst. Im nächsten Augenblick wird die Tür aufgestoßen und der Mann schreitet hindurch. Es dauert nur einen Bruchteil einer Sekunde und diverse Augenpaare liegen auf dem Neuankömmling. Der Barkeeper blickt ebenfalls in seine Richtung.
Barkeeper: Hombre...
Doch bevor der Getränkemixer weiter sprechen kann streckt der Unbekannte seinen Arm aus und bedeutet seinem Gegenüber mit dem ausgestreckten Zeigefinger das dieser still sein soll. Verdutzt hält der Mann hinter der Theke inne und widmet sich wieder dem Reinigen seiner Gläser. Von diesem Auftreten scheinen auch die restlichen Gäste eingeschüchtert zu sein und wenden sich ab. Somit das Mr. X nun also freie Bahn. Er blickt in eine Ecke des Saloons und scheint etwas oder jemanden entdeckt zu haben. Er bahnt sich seinen Weg und kommt letzten Endes vor einem Tisch zum stehen. An diesem Tisch sitzt ein einziger Mann. Den Cowboyhut mit der Öffnung für den Kopf auf dem Gesicht platziert und die Beine auf dem Tisch drapiert. Auf selbigem stehen ein Bier welches fast leer ist, sowie ein Lasso welches abgelegt wurde.
Mr. X: Mir wurde gesagt wenn ich jemanden brauche der Dinge erledigt bin ich bei ihnen an der richtigen Adresse....
Ruhig und kalt, so kann man die Tonlage des unbekannten Mannes beschreiben. Wenn dieser einem drohen würde, dann würde man sich vermutlich zwei mal überlegen was die nächste Reaktion ist. Aber in diesem Falle? Nun die nächste Reaktion ist quasi gar keine Reaktion. Eventuell schläft der Mann mit seine Beine auf dem Tisch liegen hat oder er ignoriert seinen Gegenüber. Das scheint dieser auch zu realisieren. Für einen kurzen Moment kann man ein Grinsen in seinem Gesicht erkennen. Dann scheint für ihn das Gespräch beendet zu sein. Er dreht sich um, doch just in diesem Augenblick erwacht der Mann am Tisch zum Leben. Oder besser gesagt sein Arm, denn dieser schnellt nach vorne, mit der Hand greift er nach dem Lasso und schwingt dieses. Mit einer gekonnten Bewegung wird das Lasso geworfen, schlingt sich um ein Bier vom Nachbartisch und zieht dieses gekonnt zu seinem Tisch herüber. Ein wenig Inhalt verkippt dabei natürlich auf dem Boden. Aber das meiste bleibt im Glas, welches eine Sekunde später auf seinem Tisch steht.
???: Wenn der Preis stimmt, dann bin ich der beste!
Verdutzt blickt die Person am Nebentisch in Richtung seines Bieres, aber zieht es nicht einmal in Erwägung hier zu protestieren. Anerkennend nickt Mr. X und dreht sich wieder dem Lasso schwingenden Cowboy zu. Ohne Umschweife greift der Mann in die Innentasche seines Sakkos und zieht einen Umschlag hervor. Diesen lässt er auf den Tisch fallen, etwas Staub wirbelt auf. Der Cowboy greift nach dem was dort auf dem Tisch liegt. Zunächst tastet er mit den Händen und dabei fällt ihm auf wie dick der Umschlag ist. Er hält inne und der Cowboyhut wandert von auf dem Gesicht liegend zurück auf den Kopf. Dorthin wo ein Hut ja auch hingehört. Nun kann der geneigte Wrestling Zuschauer auch erkennen um wen es sich bei diesem Mann handelt. Ein dunkler Teint und ein gepflegter Dreitagebart. Dieser Mann ist Bryan Keith! Bei einer Show in Porto im letzten Jahr hatte dieser bereits einen Auftritt bei dem er mit seinem Pferd zum Ring geritten kam und überraschend Sting schlagen konnte. Geschickt öffnet Keith den Umschlag und darin zu sehen ist eine Geld. Viel Geld. Kurz nickt er, dann verschließt er den Umschlag wieder.
Bryan Keith: Das ist eine Menge! Ein Ziel und so viel Geld?
Der Bounty Hunter zieht seine Augenbrauen hoch. Er hat kein Problem damit schnelles Geld zu verdienen. Damit finanziert er sein Leben. Aber er ist auch nicht raffgierig. Wenn etwas stinkt, dann stinkt er. Da bringt es auch nichts wenn man sich die Nase zuhält.
Mr. X: Nicht ein Ziel. Drei!
Erneut greift der uns immer noch unbekannte Mann in die Innentasche seines Sakkos und holt etwas hervor. Nacheinander klatscht er drei Bilder auf den Tisch. Auf jedem Bild ist ein Wrestler zu sehen. John Cena, Logan Paul und Velveteen Dream!
Mr. X: Das sind deine Ziele! Du startest im One Shot at Glory Match. Warum diese drei? Nun ganz einfach...
Hat Mr. X beim Betreten des Saloons den Barkeeper mit einer einzigen Geste zum Schweigen gebracht ist es nun er selber der vom Bounty Hunter mit dem Zeigefinger auf den Lippen zum Schweigen. Es scheint als würde dieser das erste mal etwas Unsicher werden da er mit dieser Reaktion nicht gerechnet hat. Dennoch tut er wie ihm befohlen und er schweigt.
Bryan Keith: Das Warum ist egal, solange das Geld stimmt. Ich führe Dinge aus, denn ich bin der Bounty Hunter Bryan Keith!
Es scheint also so als hätten die beiden Männer einen Deal. Ist hiermit das Gespräch beendet? Der Kopfgeldjäger sammelt die drei Fotos ein und steckt sie zu dem Geld in dem Umschlag. Auch wenn man eigentlich davon ausgehen müsste das er weiß wie seine drei Gegner aussehen. Der Auftraggeber nickt kurz und dreht sich dann von seinem Gesprächspartner weg.
Bryan Keith: Cesar....
Ein Wort, ein Name, gesprochen vom Bounty Hunter, scheint direkt seine Worte zu entfalten. Denn der uns unbekannte, scheint zu gefrieren. Wollte er die Szenerie gerade eben noch verlassen so hält er jetzt inne und dreht wieder zu Keith um.
Bryan Keith: Ja ich weiß wer du bist! Generell sind mir die Motive meiner Auftraggeber egal. Geld steht in diesem Business an oberster Stelle. Aber ich bin nicht blöd. Ich weiß wie manipulativ du bist. Du kommst aus diesem Land, du hast genug Kontakte. Und dennoch kommst du zu mir? Ich weiß das du Hintergedanken hast. Wenn du mich übers Ohr haust wirst du es bereuen....
Liegt hier gerade Spannung in der Luft? Während Cesar hier eine Drohung zu hören bekommt erhebt sich Keith von seinem Stuhl. Mit einem ernsten Blick schaut er seinen Gegenüber an. Dieser wirkt wie versteinert. Greift dann jedoch ein weiteres mal in das innere seiner Jackentasche und holt einen weiteren Umschlag heraus.
“Cesar“: Ich denke das dürfte einiges erklären....
Ohne zu zögern greift the Bad Apple, wie Bryan Keith auch genannt wird, nach dem Umschlag, öffnet diesen und holt einen Zettel aus selbigem hervor. Blitzschnell flitzen seine Augen über den Text der dort geschrieben steht. Direkt nach dem lesen schiebt er den Zettel zurück in den Umschlag. Er nickt.
Bryan Keith: Tut es...
Nun ist scheinbar Keith der dieses Gespräch beenden will und wird. Ohne „Cesar“ eines weiteren Blickes zu würdigen greift er sich alles was auf dem Tisch steht, inklusive des Bierkruges und marschiert in Richtung des Ausgangs. Kurz vor diesem bleibt er stehen, trinkt den Rest Bier in einem großen Schluck aus und stellt den Krug auf den Tresen. Die Schwingtür wird aufgestoßen und Keith marschiert schnurstracks auf das Pferd zu welches vor der Bar angebunden ist. Dieses scheint ihn zu kennen, denn es bleibt ganz ruhig. Der Bounty Hunter bindest es los, schwungvoll setzt er sich anschließend auf den Sattel und gibt seinem Pferd die Sporen. Er reitet davon!
To be continued
OPENER SINGLES MATCH
Fallon Henley vs. Jacy Jane Writer:???
Unmut macht sich in den Zuschauerreihen breit. Jacy Jayne wird vom Publikum verteufelt und diese lassen es sie wissen. Das Hindert The Lady of Rock N Rumble aber nicht daran hier mit einem selbstgefälligen Grinsen auf der Stage zu erscheinen und das Lampenlicht auf sie strahlen zu lassen. Eine kleine Tanzeinlage darf zum Beginn ihrer Entrance auch nicht fehlen.
Matthew Rehwoldt:"Making her way to the Ring... from Tampa, Florida... weighing in at 135 pounds.. JACY JAYNE!"
Mit ausgebreiteten Armen macht sie sich auf den Weg zum Ring. Mit einem Schwung springt sie auf den Appron. Dort wirft sie ihren Hut auf den Boden und entledigt sich ihrer Sonnenbrille. Beide braucht sie nicht für den Kampf. Mit ausgebreiteten Armen feiert sie sich im Ring. Dann deutet sie mit ihrer Hand eine Pistole an.
Sie feuert auf all jene, die sich ihr in den Weg stellen. In diesem Fall ihre Gegnerin.
Leichter Country Flair weht durch die Halle, als Fallon Henley zu den Klängen ihrer Theme die Halle betritt. Über ihrem Gear trägt sie eine braune Weste, an der einige Fransen angebracht wurden. Lächelnd schnalzt sie mit der Zunge und zwinkert den Fans zu, die ihr einen warmen Empfang bereiten.
Matthew Rehwoldt:"Making her way to the ring... from Chelsea, Michigan... FALLON HENLEY"
Selbstbewusst stapft sie los und beginnt die letzten Meter zu sprinten, so dass sie gekonnt unter den Seilen in den Ring sliden kann. Sofort hüpft das Country Girl wieder auf und steigt auf ein Turnbuckle. Der linke Fuß bleibt auf dem mittleren Seil, während sie den anderen auf das obere stellt. Die Weste rutscht von ihren Schultern, wird einmal über ihren Kopf im Kreis gewirbelt und dann nach draußen geworfen, wo ein c2c Mitarbeiter das Kleidungsstück entgegen nimmt. Fallon springt auf die Matte zurück und ist bereit zu kämpfen.
Warnung! Spoiler!
Nach dem Howdown von Fallon an ihrer Gegnerin und dem darauffolgenden Pinfall ist dieses Match vorbei (8.09 Minutes)
Here is your winner by pinfall: FALLLOOOOOON HEEEENLEEEEEY!
Zu Beginn der Woche: Playa del Rey, Los Angeles, Kalifornien
Die Kälte des Februars biss Becky in die Wangen, als sie aus dem Taxi stieg. Drei Koffer – einer davon schwerer als die anderen. Der freundliche Taxifahrer half ihr noch, zumindest die zwei größeren Schalenkoffer aus dem Auto zu heben. Einen etwas kleineren Rollkoffer führte sie zusätzlich mit sich. Oben drauf ein weißer Stoffbeutel, eingepackt und geschätzt den frisch gewonnenen SHINE Championship-Gürtel. Es war bereits später Abend geworden, als Becky aus dem Taxi stieg, die frische Luft im Gesicht spürte und sich den langen, schwarzen Pelzmantel zuhielt. Sechs Wochen Mexiko. Sechs Wochen Schweiß, Staub, große Hallen, laute Mariachi-Musik nach den Shows und dieses ständige Gefühl, von innerer Zerrissenheit. Nein, diese Zeit war keine Schöne und auch jetzt sah sie keine Besserung. Aber unter all dem Adrenalin lauerte der Abgrund. Der mentale Tiefpunkt, den sie sich nie eingestanden hatte. Die Nächte, in denen sie allein in billigen Hotelzimmern gelegen hatte, das Handy stummgeschaltet, weil die Benachrichtigungen sie sonst umgebracht hätten. Gerüchte. Lügen. Und Roux... ihre kleine Roux, die in all dem Dreck mit reingezogen wurde.
Und jetzt stand er da. Vor der Haustür ihres – nein, seines – Hauses. Arme verschränkt, die verletzte Schulter etwas steif gehalten, aber die Haltung unverkennbar Seth. Die Haare etwas länger, der Bart etwas wilder. Dieselben Augen, die sie früher immer sofort beruhigt hatten. Aber jetzt? Sie fühlten sich an wie ein Vorwurf.
Seth Rollins: „Siehst müde aus, Champ.“
Becky erstarrte. Der Spitzname traf sie wie ein alter Superkick – vertraut und trotzdem schmerzhaft. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass er hier sein würde. Eigentlich sollte er bei irgendeiner Physiotherapie-Session, Promotion oder mit auf Kanada Tour sein. Nicht hier. Nicht jetzt. Ihr Herz raste, und für einen Moment sah sie doppelt – Erschöpfung oder Panik? Sie wusste es nicht mehr.
Becky Lynch: „Bin ich auch.“
Murmelte sie und zog den Kragen ihres Mantels höher. Ihre Stimme klang brüchig, wie Glas, das kurz davor war, zu zerspringen.
Becky Lynch: „Warum bist du hier?“
Seth zuckte leicht mit der guten Schulter.
Seth Rollins: „Hab ’ne Woche frei. Und du?“
Becky Lynch: „Hab auch frei.“
Sie lachte trocken auf, aber es klang hohl.
Becky Lynch: „Sechs Wochen nonstop, und dann plötzlich… nix. Komisch, oder?“
Tatsächlich fühlte es sich an wie eine Strafe. Als hätte das Universum sie endlich eingeholt.
Er nickte langsam. Sein Blick wanderte zu den Koffern, dann zu ihrem Gesicht.
Becky Lynch: „Was macht deine Schulter?“
Fragte sie, weil sie nicht wusste, was sie sonst sagen sollte. Smalltalk. Als ob das helfen würde.
Seth Rollins: „Es wird.“
Seine Stimme war leise.
Seth Rollins: „Besser als vor drei Monaten. Noch nicht da, wo ich hinwill, aber… es wird.“
Stille. Nur das leise Ticken des abkühlenden Taximotors und der Wind, der durch die kahlen Bäume fuhr. Becky spürte, wie die Tränen in ihren Augen brannten. Nicht jetzt. Nicht vor ihm. Alles in ihrem Körper sträubte sich gegen dieses plötzliche Aufeinandertreffen. Für jemanden wie sie, der alles und immer wieder überdenkt, war es die reinste Qual, so überrascht zu werden.
Seth Rollins: „Möchtest du reinkommen?“ fragte er schließlich.
Becky schaute auf die Haustür. Das kleine Windspiel, das Roux letztes Jahr gebastelt hatte, hing immer noch da und klimperte leise. Roux. Der Name allein schnürte ihr die Kehle zu. Ihre Tochter, gerade mal vier Jahre alt, und schon Futter für die Geier. Die Presse hatte es eskaliert: „Becky Lynch verlässt WWE – und ihre Familie?“ Falschmeldungen über eine Affäre, die sie nie gehabt hatte. Gerüchte, dass Seth das Sorgerecht beantragen würde, weil sie „instabil“ sei. Sogar Fotos von Roux, die sie nie freigegeben hatten, tauchten auf – bearbeitet, um sie wie eine schlechte Mutter aussehen zu lassen. „Becky priorisiert Karriere über Kind – Insider packen aus!“ Sie hatte es in Mexiko gelesen, in den Pausen zwischen Matches, und jedes Mal hatte es sie tiefer in den Abgrund gezogen. Mentale Gesundheit? Zerstört. Sie hatte nachts geweint, Roux' Foto angestarrt und sich gefragt, ob sie alles falsch gemacht hatte. Die WWE verlassen? Für Ablenkung? Für echtes Wrestling? Aber zu welchem Preis?
Becky Lynch: „Ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist“, sagte sie ehrlich, ihre Stimme zitterte jetzt.
Becky Lynch: „Seth, die Presse... sie machen uns kaputt. Sie lügen über uns. Über Roux. Sie sagen, ich würde sie vernachlässigen, weil ich weg bin. Dass du mich rausgeworfen hast. Dass wir… Und du?“
Sie brach ab, presste die Hand auf den Mund. Die Tränen kamen jetzt, heiß und unkontrollierbar. Seths Gesicht verfinsterte sich.
Seth Rollins: „Ich weiß. Ich hab’s gesehen. Diese Scheiße mit den Fake-Quotes von ‘Insidern’. Sie haben sogar alte Fotos von Roux missbraucht, um Clicks zu kriegen. Es ist widerlich.“
Becky Lynch: „Und du hast nichts gesagt? Stattdessen machst du mir Vorwürfe?“
Fuhr sie ihn an, die Wut brach durch die Erschöpfung.
Becky Lynch: „Du hast nicht mal ein Statement gemacht! Lass sie einfach so über uns herfallen? Über unsere Tochter?“
Er trat einen Schritt näher, aber sie wich zurück.
Seth Rollins: „Becky, ich wollte nicht Öl ins Feuer gießen. Die PR-Leute haben mir geraten, still zu sein. ‘Lass es vergehen’, haben sie gesagt. Aber verdammt, es tut mir leid. Ich hätte kämpfen sollen. Für uns. Für Roux.“
Sie lachte bitter, wischte sich die Tränen weg.
Becky Lynch: „Kämpfen? Du bist der Visionary, der Architect – und du lässt dich von ein paar Anzugträgern vorschreiben, wie du deine Familie schützt? Ich hab die WWE verlassen, weil ich das nicht mehr aushalte. Die Politics, die Kontrolle, die Lügen. Und jetzt? Die Gerüchte fressen mich auf. Ich bin am Ende, Seth. Ich schlafe nicht mehr. Ich esse kaum. Jede Nacht denke ich, ob Roux mich hasst, weil ich weg war. Ob sie die Lügen hört und glaubt, ich liebe sie nicht.“
Seths Augen wurden feucht.
Seth Rollins: „Roux vermisst dich. Sie fragt jeden Tag nach dir. ‘Wann kommt Mommy mit dem Gürtel heim?’ Ich hab ihr Videos von deinen Matches gezeigt – die legalen, nicht die Streams. Sie ist stolz auf dich. Aber ja, die Presse... sie macht uns zu Monstern. Ich hasse es.“
Becky schaute ihn an, der Konflikt in ihr tobte. Liebe und Hass, Vermissen und Vorwürfe.
Becky Lynch: „Warum hast du nicht gekämpft? Für mich? Für uns?“
Seth Rollins: „Weil ich Angst hatte.“, gab er zu aber seine Stimme brach.
Seth Rollins: „Angst, dich endgültig zu verlieren. Die Schulterverletzung hat mich runtergezogen, und dann warst du weg... ich dachte, wenn ich still bin, kommst du vielleicht zurück. Dumm, oder? Aber ich liebe dich immer noch. Trotz allem.“
Sie stand da, die Koffer wie Anker, die sie am Boden hielten. Der Tiefpunkt. Sie fühlte sich leer, gebrochen. Aber in seinen Augen sah sie einen Funken – denselben, der sie früher durch alles getragen hatte.
Becky Lynch: „Ich weiß nicht, ob ich das kann.“, flüsterte sie. „Reinkommen. Als ob nichts passiert wäre.“
Seth Rollins: „Dann komm nicht als ob nichts passiert wäre“, sagte er sanft. „Komm als die Frau, die ich vermisse. Die, die kämpft. Lass uns reden. Über die Gerüchte. Über Roux. Über uns. Ich hol sie morgen von meiner Mom ab, und wir klären das zusammen. Keine Presse, keine Lügen. Nur wir.“
Becky zögerte, der Wind heulte auf. Dann – langsam – nickte sie. „Ja, aber ich weiß nicht ob ich das kann. Wenn du mir nicht hilfst, diese Scheiße zu stoppen... dann geh ich endgültig.“
Seth nickte, nahm zwei Koffer. „Deal. Wir kämpfen zusammen.“
Sie trat ein, das warme Licht umfing sie. Aber der Konflikt brodelte weiter. Roux' Lachen hallte in ihrem Kopf wieder, gemischt mit den Lügen der Welt draußen. Es war nicht das Ende. Nur der Anfang eines neuen Matches – eines, das sie vielleicht verlieren würde.
Endlich hat es geklappt! Endlich trägt sie das Schmuckstück auf der Schulter, wofür sie seit Monaten kämpfte. Tiffany ist endlich Women's World Championesse. Ein Ergebnis, welches sie erzwungen hat. Heute ist ihr erster Arbeitstag, wo sie ihr neues Spielzeug präsentieren darf. Und selbstverständlich muss dies mit dem Smartphone gefilmt und festgehalten werden. Die Fans dürfen nun das Privileg haben, durch die Smartphone-Kamera der neuen Championesse zu blicken. Unten rechts erscheint natürlich das Tiffy-TV Logo und lässt keinen Zweifel, dass es sich um eine Aufnahme des Buff Barbie Dolls handelt. Natürlich filmt sie sich von schräg oben, weshalb sie mit der einen Hand das Smartphone bis leicht über den Kopf hebt. Mit der anderen hält sie den Title fest, damit dieser nicht von der Schulter rutscht. Ihr Gang wirkt arrogant. Die Schultern sind weit zurückgelehnt. Die Brust rausgestreckt. Ihren Fuß setzt sie beim Gehen zur gleichen Linie wie zum anderen Fuß. Ihr Körper ist bekleidet mit einem schwarzen Faltenrock und einen schwarzen Sports-Bra, ebenfalls aus Leder. Da gleich ihr Match gegen Skye Blue beginnt, wissen wir bereits ihr Ziel. Die Blondine ist auf dem Weg zur Gorilla Position.
Tiffany Stratton: ”Tiffyholics…ihr dürft Live dabei sein, wenn ich zum ersten Mal als Championesse durch den Backstage Bereich laufe. Seht ihre neidischen Blicke…”
Damit alle genau diese neidischen Blicke sehen können, schwenkt sie das Smartphone. Nun, ob diese neidisch sind, kann man den Passanten nicht unbedingt ansehen. Viele schauen in die Kamera. Was aber auch daran liegen kann, weil wenige mit einer Aufnahme über das Smartphone durch den Backstage Bereich rennen. Tiffany findet es trotzdem gut. Sie grinst breit, fies und überlegen.
Tiffany Stratton: "Sie können nicht verstehen, wie viel Arbeit es war, an diesen Moment zu gelangen. Aber Tiffany Epiphany hat es geschafft!”
Mit einem breiten Grinsen geht sie weiter. Das Bild wackelt bei jedem Gang. Bis sie auf einmal stehen bleibt. Die Kamera zeigt nicht wieso, aber ein lautes ”ÜÜÜrrrggghhh…” deutet sehr darauf hin, dass die selbsternannte Miss Future Legend nach Ärger sucht. Ihre nervige, schrille Stimme schallt durch den Korridor, während kurzerhand später Drew McIntyre ins Bild rückt. Und natürlich geht es Stratton hierbei nicht um den Schotten selbst. Liv Morgan schon eher. Und die Geschichte der Beiden hat natürlich auch die Millionärstochter mitbekommen.
Tiffany Stratton: "...der tragische Held! Hast du Liv schon entlaust? ÜÜÜrrrgggh…ich möchte nicht wissen, wie sie gestunken hat. Sag ihr von mir…sie soll von mir fern bleiben!”
Na klar. Das wäre dann einfach. Das Rich Girl fürchtet Liv. Wer tut es nicht? Sie ist erfahren und besitzt den Koffer. Und Tiffany würde viel dafür tun, um die Blondine von sich zu halten. Gleiches gilt übrigens für Isla Dawn. Die Rothaarige hatte ihr eine Drohung geschickt. Kein Wunder, dass die Women's World Championesse innerlich unruhiger ist, als sie es nach außen zeigt.
Es blieb leider nicht aus, dass Drew hier ins Bild rückte. Zum einen teilte man sich den Korridor nun mal auch mit den anderen Mitarbeitern und Superstars, zum anderen musste Drew diesen Korridor entlang. Die Verachtung Tiffys gegenüber Drew hatte dieser natürlich auch wahrgenommen. Drew sah auch alles andere als glücklich aus, ausgerechnet jetzt auf Tiffany zu treffen. Immerhin wurden wir vorhin Zeuge, wie Isla doch Wort gehalten hatte und Liv tauchte schließlich in Drews Locker auf. Sie war schwach, dreckig, ja, aber sie hatte anscheinend nicht an Ehrgeiz verloren. Ein verachtendes Lächeln ist kurz zu sehen, als Tiffy Liv angesprochen hatte.
Drew McIntyre „Liv hat den Koffer, ich kann sie nicht davon abhalten, dass sie demnächst vor deiner Tür steht. Allerdings würde ich aufpassen, wie du über sie redest.“
Ein kurzer Blick auf Tiffany folgte. Drew blieb ruhig, auch wenn die Worte Tiffanys über Liv nicht gerade nett waren, lief man immer Gefahr, Drew damit auf die Palme zu bringen. Immerhin steckte noch immer das brutale Match gegen Bronson in seinen Knochen und die Tatsache, dass Liv nun wieder frei war, schien ihn zumindest glücklicher zu machen. Auch wenn es ihm Kopfschmerzen bereitet, dass Liv Isla als Ziel auserkoren hatte. Ginge es nach dem Schotten, sollte sich Liv noch ausruhen. Aber der Bund zwischen den Beiden schien nun aber noch enger geworden zu sein.
Drew McIntyre „Da ich aber kein Unmensch bin, gratuliere ich dir dennoch zum Sieg. Genieße die Zeit. Habe gehört, dass nicht nur Liv, wenn sie wieder fit ist, sich auf dich festnageln werden.“
Natürlich zog Tiffy nun als neue Championesse die Aufmerksamkeit auf sich. Liv ist, dank dem Koffer, die größte Gefahr, da sie zu jeder Zeit diesen einlösen konnte. Aber Drew ist nicht entgangen, dass auch eine Isla sich Tiffy als Ziel auserkoren hatte. Solange sich die Hexe von ihm und Liv fernhielt, konnte es ihm aber egal sein.
Und Tiffany ist das auch egal. Zumindest will sie das glauben machen. Genervt rollt sie mit ihren Rehbraunen Augen, als der Hüne die Namen von Liv Morgan und Isla Dawn erwähnt. Die Millionärstochter weiß, dass beide eine potentielle Bedrohung darstellen. Morgan, weil sie den Koffer besitzt und Dawn, weil sie einfach unberechenbar, verrückt und skrupellos agiert. Und wer weiß, wie der Rest der Division auf den Title-Wechsel reagiert? Stratton wird ihre Augen überall haben, soviel ist sicher. Um ihre Ängste jedoch hinter ihrer Barbie-Schale zu verstecken, schaut sie leicht nach oben, um in die Kamera ihres Smartphones zu schauen. Die folgenden Worte sind für alle ihre Tiffy-holics.
Tiffany Stratton: "Seht ihr, womit ich mich Tagtäglich herumschlagen muss?"
Abermals rollt sie genervt mit den Augen. Für Gestikulierungen hat sie leider keine Hand frei, wodurch ihre Hände ausnahmsweise in den Positionen stehen bleiben, wo sie sind. Ihre Gesichtsmimik reicht aber völlig, um ihre Gefühle auszudrücken.
Kurz schaut sie zu McIntyre und dann wieder in die Kamera hinauf.
Tiffany Stratton: "Als ob es mich interessieren würde, dass Liv den One Shot of Glory Koffer besitzt. Mir geht es darum, dass ich nicht ihren...üüürgh...Dreck und Läuse haben möchte. Auch Liv wird später einsehen müssen, dass Tiffany Epiphany nicht geschlagen werden kann.
Schnell neigt das Rich-Girl ihren Kopf wieder so, dass sie Drew ansehen kann. Natürlich wirkt sie dabei arrogant. Sie knickt ihre Hüfte zur Seite und mustert den Schotten genervt. Ein Danke für die Glückwünsche möchte sie nicht loswerden. Stattdessen will sie sich lieber zu seiner Landsfrau äußern. Isla Dawn ist halt bei einigen Gesprächsthema. Und das Blöde ist, dass diese Tiffany als nächstes Opfer gewählt hat. Vielleicht konnte Stratton die Hexe bewegen, wieder Liv zu wählen.
Tiffany Stratton: "Ich muss Isla nur schmackhaft machen, dass sie mit Liv die bessere Wahl treffen wird. Oder vielleicht...mit euch beiden? Wer braucht schon die Geschichte: Drew und Liv? Wie Romeo und Julia...naaaw. Wie Fallon das wohl findet?"
Eine sehr gute Frage, womit sich das Buff Barbie Doll ernsthaft beschäftigen will. In dieser Geschichte ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Und vielleicht kann sie dadurch auch Liv Morgan von sich fernhalten. Zumindest solange, bis sich Drew nicht zu einer Dame 100%ig bekennt und die andere links liegen bleibt.
Tiffy wusste, wie sie Menschen gegen sich aufbringen konnte. Es war kein Geheimnis, dass die Barbie Doll sich nur um eine einzige Person auf der Welt schert und das war sie selbst. Sie liebte es, ihre Mitmenschen um sich herum niederzumachen und zu beleidigen. Die vergangene Geschichte rund um Isla, Liv und Drew war da natürlich ein gefundenes Fressen für die Blondine. Sie wusste, das sie als Championesse im Mittelpunkt stehen würde, genau so wie sie es mochte, aber sie wusste auch, wer zur Zeit am gefährlichsten war und genau da musste Sie ansetzen. Die abwertenden Worte über Liv ließen Drew dann kurz genervt auflachen. Mit einer Hand fährt Drew sich genervt über die Schläfe.
Drew McIntyre „Liv ist eine Freundin, der ich vieles zu verdanken habe. Das weiß Fallon besser als kein anderer. Ich habe einer Freundin geholfen, ich bin an meine Grenzen gegangen, um sie zu befreien. Etwas, was man für Menschen macht, die einem wichtig sind...Das du da nicht mitreden kannst, ist kein Wunder...“
Seine Stimmlage ist tief und ernst. Er blickt Tiffany an. Bei der letzten Aussage geht auch ein Raunen durch die Arena. Tiffany war nicht dafür bekannt, Freundschaften zu schließen, und ihr Ego lässt es wahrscheinlich auch gar nicht zu, das Spotlight mit anderen zu teilen. Aber die Aussage Drews war aber nicht abwägig. Dass Tiffany aber auch einen guten Punkt hatte, blieb nicht aus. Immer wieder konnte man Drew dabei erleben, dass er während seines Kampfes um Liv gegen Isla abschweifen würde. Dinge, die völlig normal waren und auch nur unbewusst für Drew passierten. Das man daraus jetzt die Geschichte dreht, wie man sie mag, kam Tiffany auch gerade recht. Drew geht dann einen Schritt auf Tiff zu.
Drew McIntyre „Isla weiß ganz genau, sobald sie sich Liv, Fallon oder mir wieder nähert, dass ich keine Spielchen mehr spielen werde. Sie ist skrupellos und irre, aber nicht dumm. Sie weiß, sobald sie wieder Hand an Liv legt, ist ihre Karriere vorbei. Ich für meinen Teil hoffe, das sie sich nun mit dir beschäftigen wird...“
Kurz mustert Drew Tiffy von oben bis unten. Sie strahlt Glamour aus, keine Frage. Aber da geht ihm noch etwas anderes durch den Kopf. Genau das Richtige, um eine Tiffany Stratton in ihre Schranken zu weisen.
Drew McIntyre „Ich hasse Isla...aber ich hätte nichts dagegen, wenn sie dir das Leben genau so zur Hölle macht, wie sie es mit Liv gemacht hat. Man stelle sich nur vor...sie lauert dir auf, verschleppt dich ebenfalls...sperrt dich in irgendeinen dunklen Kerker ein...und dringt in deinen Kopf ein, bis du nachgibst...aus einer glamourösen Tiffy wird langsam ein verdreckter Niemand...nur lass mich dir eine Frage stellen, Tiff...Wer würde für dich seine Hände schmutzig machen, um zu versuchen, dich dann zu retten?“
Drew macht hier Tiffy bewusst, wie groß die Gefahr durch Isla wäre. Aber er konnte es auch nicht lassen, dort nachzubohren, wo es eine Tiffany am meisten trifft. Vielleicht ist es ihr gar nicht bewusst, dass ihr das gleiche Schicksal passieren kann, wie es bei Liv der Fall war. Da sie immer darauf bedacht war, sich mehr Feinde als Freunde machen zu müssen, war die letzte Frage Drews durchaus berechtigt.
Tief atmet Tiffany ein und pustet genervt die Luft wieder raus. Ihre Augen rollen dabei mit. Natürlich weiß die selbsternannte Miss Future Legend, was der Hüne ihr vermitteln möchte. Und sollte es Hart auf Hart kommen, dann würde sicherlich jemand nach ihr suchen. Kurz wirft sie einen Blick in die Smartphone-Kamera, bevor sie Drew antwortet.
Tiffany Stratton: "Du glaubst, ich wäre allein auf dieser Welt? Und hätte keine Freunde? Glaubst du, auf der ganzen Welt mag mich niemand? Ich habe eine Info für dich...!"
Laut und schrill quietschend atmet sie ruckartig ein, schiebt spielend fragend die Pupillen in die Augenwinkeln und lässt einige Sekunden vergehen. Natürlich stellt sie sich auch damit in den Mittelpunkt und versucht McIntyre lächerlich aussehen zu lassen. Sie selbst hat nämlich eine andere Meinung. Zu eigentlich allem.
Tiffany Stratton: "...ich bin nicht alleine! Das glaubt ihr vielleicht...aber...es ist nicht so! Isla Dawn ist wie ein lästiger Pickel. Man muss ihn zerquetschen und dann kommen die nicht wieder. Siehst du irgendwie...üüüürgh...Pickel bei mir? Ich habe bisher alle Laster entsorgt! Und so wird es Isla Dawn auch gehen!"
So einfach wird es dann wohl doch nicht. Stratton hat Angst vor der Schottin. Das will sie nur nicht zeigen. Denn Angst, macht sie anfällig. Und das will die Millionärstochter sich nicht erlauben. Aber ihre Gegnerin heute hatte ebenfalls schon versucht Liv Morgan zu bearbeiten. Und McIntyre kennt diese auch nur zu gut. Skye Blue hat auch schon einiges angerichtet. Eigentlich hat sie einen ähnlichen Charakter wie Isla Dawn. Tiffany will aufpassen, dass sie sich nicht kontrollieren lässt. Und Blue ist definitiv ein Typ dafür.
Tiffany Stratton: "Genau wie Skye Blue! Ich werde sie zerquetschen, wie eine Made! Sie wird erst gar nicht so nah an mir heran kommen. Sie glaubt, sie sei böse? Sie hat noch nicht mit Tiffany Stratton zu tun gehabt!"
Drew war durchaus beeindruckt, wie Ehrgeizig Tiffany sich hier unter anderen Isla stellen wollte. Das Isla unangenehm werden würde, hatte sie in den letzten Wochen bewiesen. Und auch, wenn Tiffy darauf bestand, das Drew Unrecht hatte, dass das Barbie Doll durchaus Freunde haben würde, die sich im schlimmsten Fall dafür einsetzen würden, Tiffy aus den Händen von Isla zu befreien, wusste Drew, dass es anders war. Drew war kein schlechter Mensch und er wünschte sich nur seinen engsten Feinden, nur das Schlimmste. Aber in seinen Augen unterschätzt Tiffany Isla enorm.
Drew McIntyre „Dann hoffe ich für dich, das du recht behältst. Wäre ja auch zu schade, wenn du diesen Titel schneller wieder verlierst, als es dir lieb ist. Isla ist verdammt scharf darauf und wie du ja weißt, tut sie alles um an das zu kommen, was sie will. Dank mir hatte sie bei Liv versagt...und sie ist nicht glücklich darüber. Du kannst von Glück reden, das Liv erstmal Zeit braucht, um sich zu erholen. “
Es war tatsächlich ein Vorteil für Tiffany, das Liv sich nicht so schnell wieder aktiv einmischen wollte. Auch wenn die Blondine durchaus Anmerkungen gemacht hatte, den Koffer einzusetzen, gab Drew Ihr den Rat nichts zu überstürzen. Aber so wie Isla Tiffy beobachten würde, wird auch Liv Tiffy beobachten. Auf die Barbie Doll wird in nächster Zeit sehr viel Druck liegen. Wenn sie es schafft, diesem Druck Stand zu halten, dann ist sie zumindest kein so leichtes Ziel. Aber Drew hatte eine sehr gute Menschenkenntnis und er konnte Tiffy ansehen, dass ihr unwohl war. Aber er würde es ihr nicht unter die Nase reiben.
Drew McIntyre „Viel Glück gegen Skye. Du wirst es brauchen. Sie ist, genau wie Isla, nicht gerade die Unschuldigste und kann dir auch das Leben zur Hölle machen...Aber du wirst auch das in den Griff bekommen, nicht wahr?“
Das Skye Blue ebenfalls nervig werden kann, haben Fallon und Liv damals ebenfalls merken dürfen. Im Endeffekt war Skye zumindest nicht an der Entführung von Liv mit verantwortlich, was es aber nicht änderte, das Skye weiterhin nicht zu den besten Freunden von Drew gehörte. Aber sie war im Kopf nun mal nicht gerade sehr stabil aber genau das machte sie so gefährlich. Sollte Skye heute gegen Tiffy gewinnen, wird auch sie Anspruch auf den Titel nehmen wollen und somit noch mehr Jäger, die hinter Tiffy her sein werden.
Aus der Sicht der Millionärstochter, wird dies aber nicht passieren. Der Start ihrer Title-Verteidigung startet genau heute. Umso eher sie klar stellt, dass es nicht leicht wird sie zu schlagen, umso mehr Kolleginnen nehmen von der Idee Abstand. Entschlossen tritt sie deshalb vor und kommt dem Hünen sogar sehr nahe. Leicht nach oben guckend, damit sie ihm ins Gesicht schauen kann, hat sie natürlich auch noch ein Kommentar für ihn bereit. Angewidert runzelte sie jedoch etwas das Näschen.
Tiffany Stratton: "Du bist nicht besser als alle anderen! Du unterschätzt mich! Und das haben bereits schon so viele getan, und haben dafür Lehrgeld bezahlt! Du glaubst, du wärst stark...?! Für mich bist du nur ein moderner Goofy, der sich von Frauen an der Nase herumführen lassen. Skye Blue wird heute verlieren! Und weißt du wieso? Weil sie glaubt, spielen zu können. Mit ihrer mysteriösen und dunklen Art. Aber...'Ping...Ping...Informationen für Herrn McIntyre! Man muss nicht einen an der Waffel haben, um Spiele zu spielen!' Ihr wollt mich aufhalten? Dann solltet ihr umdenken! Nicht ich!"
Die Worte in Anführung (') hinterlegt sie mit einer helleren Stimme, damit die Worte deutlich Gehör finden. Dann tritt sie wieder einen Schritt zurück, legt den Kopf schief und grinst. Ihre blonden Haare fallen dabei leicht zur Seite. Aber das macht nichts. Hauptsache der Abgang stimmt und Tiffany kann Drew noch ein paar Worte mitgeben.
Tiffany Stratton: "Viele Grüße an deine beiden Waffel-Ladies!"
Womit selbstverständlich Liv und Fallon gemeint sind. Stratton zeigt deutlich, dass sie sich sicher fühlt. Das ist natürlich gelogen. Sie ist unsicher. Die Situation ist neu und auch das Buff Barbie Doll muss sich daran gewöhnen. Eine andere Situation als sie Shine Championesse war. Mehr Augen sind auf sie gerichtet. Mehr Aufmerksamkeit. Und damit muss auch Tiffany umgehen lernen.
Die Grüße ausgerichtet, geht sie an McIntyre vorbei. Stolz. Arrogant. Kühl. Obwohl sie sehr aufgeregt ist. Denn in dem Match gegen Blue tritt sie zum ersten Mal als Women's Championesse an. Und dieser kleine Zusatz könnte eine Menge Unterschied ausmachen. Mit einem Zwinkern Richtung Smartphone, drückt sie dieses aus. Doch das Bild springt sofort um. Ein Kameramann übernimmt. Wir sehen die letzten Meter bis zur Gorilla Position. Kaum angekommen, schnallt sie sich den Title, um die Hüfte.
IT'S TIIIIFFYYYY TIIIIIME
Schallt eine weiblich nervige Stimme aus den Boxen der Arena. Während anschließend die Theme eingespielt wird, wird gleichzeitig auf der Titan Thron das Entrance Video gezeigt.
Wir sehen jedoch, wie Tiffany durch die Gorilla Position und von dort aus in die Halle geht. Manche Fans buhen. Andere jubeln jedoch. Die mexikanischen Fans nehmen die neue Women's Championesse positiv auf. Auch wenn Stratton arrogant wirkt, so hat sie stets ihre Leistungen gezeigt.
Die Arme ausgebreitet, kommt die selbsternannte Miss Future Legend auf die Stage.
Matthew Rehwoldt:"Welcome the Neeeewww Womeeen’s Woooorld Chaaampion…from Prior Lake, Minnesota…TIFFANYYYY STRAAAATTON!!!"
Wie gut sich diese Worte in den Ohren von Stratton anhören, kann kaum jemand beschreiben. Für eine kurze Zeit verliert sie ihre Arroganz und ein Lächeln huscht in ihr Gesicht.
Auf der Rampe bleibt sie kurz stehen und präsentiert sich erneut. Voller Stolz tippt sie sich auf ihr linkes Handgelenk und schreit so laut sie kann: It’s Tiffyyyy Tiiiime![/color]. Schließlich geht sie die Rampe hinunter. Davor angekommen geht die Blondine rechts am Ring entlang, bis sie in der Mitte angekommen ist. Dort steigt sie hoch, legt sich mit den Rücken auf das mittlere Seil und hält sich mit einen Arm am oberen Seil fest. Mit der anderen Hand wirft sie einen Luftkuss in die Zuschauerränge, bevor sie nochmals auf ihren Belt deutet. Mit einem Grinsen beendet die Blondine die Action und richtet sich vor den Ringseilen wieder auf.
Nach kurzer Präsentation klettert sie hinein und stellt sich in die Mitte. Dort posed Tiffany erneut, wirft die Arme nach links und rechts und zeigt erneut auf den Title. Ein Worker bringt ihr ein Mikrofon, womit auch die Theme endet. In der Halle ist es ruhiger als gerade. Viele wollen wohl wissen, was das Rich Girl zu sagen hat.
Tiffany Stratton: ”Hiiiii…”
Beginnt sie zu sprechen und wedelt mit den Fingerspitzen ihrer freien Hand. Diese hatte sie zuvor auf Schulterhöhe geworfen und knickt die Hand auch abschließend, wie ein kleines Flügelchen, zur Seite ab. Ihren Oberkörper lehnt sie leicht vor. Nur leicht. Ihr Gesicht zeigt leichte, arrogante Züge. Und da sie nun die Championesse ist, wird sich das Rich Girl darauf auch was einbilden.
Tiffany Stratton: "I am the new c2c Women's World Championesse! The biggest star…in this Company!”
Ergänzt sie mit schriller Stimme und stellt sich damit stolz den Fans als neue Championesse vor. Na klar genießt sie diesen Moment. Es ist der Moment, worauf sie soooo lange hingearbeitet hat. Der Moment, den sie sozusagen erzwungen hat. Und sie kann nicht leugnen, dass der Weg lang und viel Kraft gekostet hat. Toni Storm hat es ihr nicht leicht gemacht. Warum auch? Freiwillig wollte sie den Title nicht abgeben. Umso schöner fühlt sich dieser Moment an. Auch wenn die Fans es nicht ganz so sehen. Manche pfeifen. Doch trotz ihrer arroganten Persönlichkeit, ist die Millionärstochter nicht unbedingt unbeliebt.
Ihren Oberkörper bringt sie wieder in die Geraden und plustert sogar ihre Brust auf. Weil sie so sehr stolz auf sich ist, lächelt sie sogar und wirkt fast erleichtert. Ihre freie Hand fällt auf Hüfthöhe, bleibt aber zu einem Flügelchen abgeknickt. Somit kann sie besser posen.
Tiffany Stratton: ”Endlich sind wir diese fürchterliche Person los…Toni Storm! Meine Ohren ließen bereits hören, dass sie auch kein Interesse mehr an einem Re-Match hat. Nicht verwunderlich. Ich meine…sie ist halt nicht so cool, wie sie immer sein möchte. Toni Storm ist schwach! Sie hat gefightet, wie eine Löwin. Und doch war sie nur gefährlich, wie ein Kätzchen. Deshalb stehe ich nun als neue Championesse hier im Ring und repräsentiere die Division als Anführerin!”
Als Anführerin? Davon träumt sie bestimmt. Aber ihre Leistungen waren monatelang auf einem hohen Niveau. Sie war der Stern der Women's Division, dessen Verbesserungsprozess über die Monate hinweg zu sehen war. Nie war sie zufrieden. Denn sie wollte an die Spitze. Den jetzigen Moment erkämpfen. Und natürlich fühlt es sich nun so an, als wenn ein kleines Laster abfällt. Ohne natürlich an Performance zu verlieren. Immerhin ist das nächste Ziel, den Championchip zu verteidigen.
Ihre Freude sieht man ihr sehr gut an. Zwischen ihrer Arroganz sieht man dann doch mal ein Lächeln.
Tiffany Stratton: ”Ich habe es euch gezeigt. Ich habe euch gezeigt, dass ich nicht nur Daddy’s Little Princess bin! Eine verwöhnte Tochter eines Millionärs! Ich bin mehr als das! Mehr als ihr mir zutrauen wolltet! Die meisten von euch haben mich bereits abgeschrieben, als ich in der c2c ankam. Als der Beginn holprig war. Aber ich habe mich nicht versteckt. Mich zurückwerfen lassen. Sondern an mir gearbeitet. Ich brauche niemanden Dankbar sein! Denn diesen Erfolg, habe ich mir selbst erarbeitet.”
Die Umstände möchte Tiffany natürlich nochmals deutlich erwähnen. Zu Beginn doch sehr überfordert gewesen und mit einigen falschen Entscheidungen bestückt, hat sie gezeigt, dass sie daraus gelernt hat. Stratton wollte und will auch jetzt immer stärker werden.
Bevor sie sich aber in die nächste Pose schwingen kann, beginnt auf einmal das Licht zu flackern. Ein ungutes Zeichen. Wo man vor Monaten noch von einem Defekt der Beleuchtung ausging, stellte sich die Ursache doch als Isla Dawn heraus. Und nachdem das Rich-Girl eine Drohung erhalten hatte und die Hexe sogar in ihrem Garten stand, hat Stratton auch berechtigte Sorgen.
Die Blondine erschreckt sich und schwingt die freie Hand hinauf, sodass sie beide Hände am Mikro hat. Ihr Blick ist nach oben gerichtet. Mit leicht ängstlichen Funkeln in ihren Augen. Eigentlich Quatsch nach oben zu sehen. Von dort würde Dawn wohl nicht angreifen. Zögerlich macht sie schließlich weiter.
Tiffany Stratton: ”A…Also Women's Division. Ihr wollt mich herausfordern? Hier bin ich! Doch überlegt es euch gut, denn…”
Denn? Tiffany bricht ab. Denn das Licht flackert erneut. Ihr Blick geht abermals nach oben und dreht sich im Kreis. Sie mustert jede Richtung und jeden Winkel. Bis das Licht komplett ausfällt. In vereinzelten Ecken sieht man noch Notbeleuchtung hängen. Aber natürlich ist die Beleuchtung zu schwach, um soviel Licht zu spenden, dass man etwas sehen kann. Kein Wunder, dass ein Raunen durch die Halle gleitet. Bis auf einmal ein fieses Lachen schallt. ”HAHAHAHA…!”. Schrill. Hexenartig. Kein Zweifel, dass Isla Dawn hinter all dem steckt. Und Drew McIntyre hatte es gerade noch angedeutet. Isla ist sicherlich nicht zu unterschätzen und zu allem fähig.
Tiffany Stratton: ”Isla…ich…”
Das Buff Barbie Doll versucht es mit Worten. In ihrer Stimme schwingt ein wenig Angst mit. Doch auf einmal bricht sie ab. Und das nicht ohne Grund. Während das Raunen der mexikanischen Fans lauter wird, geht das Licht wieder an. Und Isla steht direkt hinter Tiffany. Von hinten umarmt die Schottin die neue Championesse und drückt ihre Hand auf ihren Mund. Damit wäre geklärt, warum die selbsternannte Miss Future Legend ihren Satz abbrechen musste.
Isla Dawn: ”...waaaaas machst duuuu? HAHA!”
Eine Frage, worauf selbst Tiffany wohl keine Antwort hat. Und antworten, kann sie eh nicht. Isla denkt nicht daran, die Hand für eine Antwort, von ihrem Mund zu entfernen. Stattdessen wirft sie den Kopf in den Nacken und schickt ein erneutes schrilles Lachen los.
Isla Dawn: ”Duuuu wirst bluuuuten, genaaausooo wie Liiiiv, HAHA! Duuu wirst dir wüüüünschen, dass Daaaddy bald bei dir iiiist! Vooon der eeeeinen Blondiiine zur näääächsten! Ich weeerde diiich im AAAuuuge behaaalten! Ich weeerde dich jaaaagen! Ich weeerde dir Leeeid antuuun, wiiiie du es aaanderen antust!”
Klingt tatsächlich, als hätte sie die Witch ihr nächstes Opfer gewählt. Sicherlich nicht ohne Grund.
Isla Dawn: ”Niiiimm dieeees als Waaarnung!”
Kaum ausgesprochen wird es wieder finster. Doch nur für Sekunden. Begleitet durch ein hexenartiges ”HAHAHAHA!” nutzt Dawn die Gelegenheit, um zu verschwinden. Als das Licht wieder funktioniert, ist Isla verschwunden. Tiffany ist aber zum Glück noch da. Die Blondine schaut sich panisch um. Ihre Atmung schwer. Ihr Gesicht voller Panik. Sie tastet sich ab…aber alles ist noch da, wodurch nur ein Stück weit Erleichterung in Strattons Gesicht zu erkennen ist. Ihr Mikrofon hebt sie trotzdem nochmal an. Schwer atmend tut es ihr fast weh folgende Worte zu sagen. Dementsprechend sind diese noch quietschiger als sonst schon.
Tiffany Stratton: ”Ich bin keine Liv Morgan! Ich werde mich wehren, Isla. Du suchst dir die falsche für deine Spielchen aus.”
Sagt sie und schaut in alle Richtungen. Panisch. Kaum wiederzuerkennen. Ihre Arroganz ist überschrieben von Angst.
Immer wieder dreht die sich um. Läuft zu den Seilen, um von dort richtig um den Ring drumherum schauen zu können. Das Publikum wird genauer begutachtet, ob Isla sich zwischen den Fans versteckt. Doch nichts ist zu sehen. Also hebt sie nochmals das Mikrofon.
Tiffany Stratton: ”Ich bin die Women's Championesse! Ich bin keine Becky Lynch, die sich von Reportern diskriminieren lässt. Ich bin keine Liv Morgan, die sich einsperren ließ wie Vieh! Ich bin nicht eine von deinen Lakaien, die deine Befehle ausführen! Isla Dawn…du hast einen Krieg angezettelt! Und du wirst es bereuen! Toodles!”
Aus der Angst wird nach und nach Wut. Doch ganz ablegen kann Tiffany ihre Angst nicht und sucht deshalb schnell den Weg aus den Ring. Davor schaut sie abermals in alle Richtungen, während die Fans amüsiert sind. Die Kamera filmt noch, wie die Millionärstochter ängstlich die Rampe hinauf geht und blendet dann um.
Pat McAfee:"Isla Dawn ist doch irre! Jemand muss sie stoppen!" Cathy Kelley:"Tiffany Stratton ist auch irre. Aber ich gebe dir Recht. Das geht zu weit. Tiffany hat ein echtes Problem!" Wade Barrett:"Vielleicht hängt Skye Blue da auch sogar drin. Ich bin gespannt, ob Tiffany ihr erstes Match als Championesse gewinnen kann!"
Einmal mehr wird der Backstage Bereich gezeigt. Routiniert filmt eine Kamera einen langen Gang entlang. Soweit nichts Besonderes zu sehen, außer den obligatorischen Kisten und anderen Materialien, die dafür bereitstehen, sollte Lampen, Kabel oder Gewinde ihren Geist aufgeben. Langsam fährt man alles ab und dann wieder zurück und…Moment! Da steht doch plötzlich eine Person, die gerade noch nicht zu sehen war. Wo kommt diese auf einmal her? Eine zierliche Frau, die es durchaus faustdick hinter den Ohren hat – Skye Blue! Mit schwarzem Kleidchen, mit einem sehr tief geschnittenen Dekolleté, Netzstrumpfhose und Boots steht sie regungslos da. Ihr Haar ist zu zwei Zöpfen, die seitlich rausstehen, gebunden. Augen und Lippen sind in einem dunklen Lila geschminkt. Der Blick ist starr nach vorne gerichtet und es wirkt so, als würde sie in ganz anderen Sphären schweben, was bei der jungen Frau nicht ungewöhnlich wäre. Nur hat sie etwas ins Visier genommen…oder besser gesagt Jemanden. Langsam stapft sie los und wir folgen ihr. Dadurch, dass eine 3rd Person Perspektive eingenommen wird, kann man auch Skye’s Sicht einnehmen. Der Gang geht in einen etwas größeren Bereich über, wo auch gearbeitet wird. An einem Tisch stehen drei Backstage Mitarbeiter. Zwei höre bedröppelt zu, während einer ihnen offensichtlich eine Ansage macht und dabei äußerst unzufrieden wirkt. Er schickt diese Beiden mit einer dementsprechenden Handbewegung weg und beugt sich kopfschüttelnd und vor sich hin schimpfend über etwas, was auf dem Tisch liegt. Skye, die das weiter genau beobachtet, wartet, bis die anderen Männer weg sind und geht schließlich auf den Verbliebenen zu.
skye blue:“Hi, ich bin Skye!“
Unverblümt macht sie auf sich aufmerksam und beugt ihren Oberkörper glucksend nach vorne, wobei sie die weißen Beißerchen präsentiert. Der Mann sieht überrascht auf und schaut über die eigene Schulter, als würde Skye mit Jemanden reden, der hinter ihm steht. Nein, da ist keiner. Also sieht er zu der schwarzhaarigen Frau und deutet auf sich. Natürlich weiß er, dass sie Skye Blue ist. Nur hätte er wohl nicht damit gerechnet, dass sie ihn so direkt ansprechen würde.
Peter:Öhm…ich…ich weiß! Ich bin Peter!
Kichernd geht Blue um den Tisch herum, bis sie direkt vor dem Mann steht. Dieser wirkt sichtlich nervös. Man bekommt ja so mit, wie die Leute zwischen den Seilen und außerhalb ticken. Und gerade bei einer unberechenbaren Person wie dem Dark Phoenix weiß man nie, was man zu erwarten hat. Skye beobachtet ihn mit klaren Augen und neigt ihren Kopf einmal von der rechten auf die linke Seite.
skye blue:“Duuuu…hast hier etwas zu Sagen, nicht wahr? Bist so eine Art…Boss?“
Peter:Öhm…kann man so sagen. Ich koordiniere einige Leute und verteile Aufgaben.
Skye kommentiert das mit einem langgezogenen “Mhhhhmmmmmm!“. Sie ist über den Mann vor ihr wohl informiert. Man fragt sich nur, was sie von ihm will.
skye blue:“Spaaaannend! Hihihihi…ein starker Mann mit Verantwortung! Gefällt mir! Ich kann mir vorstellen, dass das nicht immer so einfach ist. Bestimmt ist es sehr frustrierend, wenn deine Mitarbeiter nicht das tun, was du von ihnen verlangst. Du gibst soooo viel und sie geben dir soooo wenig! Da muss sich doch einiges an Wut und Frust in die aufstauen, nicht wahr? Ooohhh, ich spüre es, mein armer, armer Peter…hihihi…“
Sanft legt Skye eine Hand auf den Brustkorb des Mannes, der gut trainiert wirkt und ca. 20 Zentimeter größer als sie ist. Dieser wirkt nun mehr wie ein kleiner Junge, der ganz verschüchtert zum ersten Mal eine erwachsene Frau beobachtet. Mit leicht geöffnetem Mund starrt er die Schwarzhaarige an und versteht nicht, was passiert. Es ist ihm anzusehen, wie das Gehirn auf Hochtouren rattert.
Peter:Wa-was? I-ich…a-a-also meine Leute sind schon in Ordnung. Ich arbeite gerne mit ihnen. Klar, manchmal läuft nicht A-alles nach Plan, gerade bei so Touren in anderen Ländern wie Mexiko, a-aber…was tust du da?
Skye greift nach einer Hand von Peter und hält diese gegen ihre Wange. Brummend schmiegt sie sich gegen diese, wobei sie nie den Augenkontakt zu ihm abreißen lässt.
skye blue:“So eine große und starke Hand! Ich stell‘ mir nur vor, wie diese mich züchtigt, wenn ich nicht tue, was du verlangst. Ich kann sehr ungezogen sein, weißt du? Hihi!
O…okay? Langsam wird es unheimlich. Auch wenn Peter zugeben muss, dass Skye Blue aus nächster Nähe schon recht anziehend wirkt. Dennoch zieht er seine Hand von ihr zurück und schüttelt mit bleich werdendem Gesicht den Kopf.
Peter:Mo-Moment…so-sowas mache ich ni-nicht! A-a-außerdem b-bin ich…dings…verheiratet…
Na, gerade nochmal ist ihm das Wort eingefallen. Skye gibt sich unbeeindruckt. Leise summend lässt sie ihren Blick über den Tisch gleiten und stupst mit einem Finger einen Bleistift an, der runterrollt und auf den Boden fällt.
skye blue:“Upsi!“
Mit einem ganz „unschuldigen“ Blick beugt sie sich nach vorne, um den Stift aufzuhaben. Dabei rutscht das Kleidchen nach oben und Peter bekommt einen tieferen Einblick, als es ihm vielleicht lieb wäre. Die Augen werden noch größer. Vielleicht weiß er, dass er spätestens jetzt abhauen sollte…nur er ist wie erstarrt und kann nicht wegschauen. Langsam richtet sich Blue wieder auf…und drückt dabei ihre Pobacken gegen seinen Unterleib. So en „dummes Versehen“ aber auch.
skye blue:“Hihihi…da freut sich aber jemand, mich zu sehen, hm?“
Kichernd wie en Schulmädchen hält sich der Dark Phoenix eine Hand vor den Mund. In ihren Augen blitzt aber eine Gier auf, die sie unbedingt stillen möchte. Den Stift knallt sie auf den Tisch und hält wieder eine Hand auf Peter’s Brust. Nur dieses Mal drückt sie ihn nach hinten. Obwohl er größer und kräftiger ist als sie, lässt der Mitarbeiter das zu. Ja, sie so nah zu spüren scheint mit ihm etwas gemacht zu haben, auch wenn man die Angst in seinem Gesicht erkennen kann.
skye blue:“Du bist soooweit weg von daheim und deiner Frau, die dir nicht helfen kann, dir deinen ganzen Frust zu nehmen. Das muss doch so schwer für dich sein, oder? Ich kann dir helfen! Ich kann dir den Schmerz und die Wut nehmen. Jaaa…lass mich fühlen, was dich so bedrückt. Zeige es mir! Lass mich dein Spielzeug sein, das du in die nächste Ecke pfefferst, weil du wütend bist! Lass mich dein Sandsack sein, an dem du alles vom Tag ablädst! Zeig mir deine dunkelsten Wünsche, die du sonst in deinem tiefsten Inneren versteckt hälst!“
Dass Skye sich danach sehnt, dass andere Leute ihren Frust an ihr ablassen, ist nichts Neues. Das hat sie schon, zum Beispiel, bei Jon Moxley oder auch Drew McIntyre versucht. Beide Männer haben sie abblitzen lassen. Peter jedoch wirkt nicht so standfest. Er lässt sich weiter zurückdrängen, bis er gegen einen Pfeiler knallt und auf einen Hocker rutscht, der an diesen gelehnt ist. Skye besteigt Peter ungeniert und sitzt nun auf seinem Schoß. Der Mann schluckt kräftig und murmelt etwas vor sich hin, als würde er beten. Die junge Fraus aus Chicago hilft weiter nach und legt seine Hände auf ihre Hüften, wo sie dann auch bleiben. Sein Atem wird schneller und seine Augen kleben regelrecht am Körper der Schwarzhaarigen Frau. Gut, sie ist auch so nah an ihm, dass er gar nichts anders kann. Skye schlingt ihre Arme um seinen Hals und leckt sich lasziv über die Lippen.
skye blue:“Bitte, benutz’ mich! Lass‘ mich klein und schwach in deinen großen und starken Armen sein. Und dann…“
Sanft gleitet sie noch etwas weiter nach vorne und flüstert Peter etwas zu, was wohl nur für seine Ohren gedacht ist. Kichernd lässt sie noch ein Augenzwinkern folgen, während der Mann sichtlich entsetzt wirkt.
Peter:Tut…tut das nicht weh?
skye blue:“Ob das…hahahaha…hihihi…“
Laut und schrill lacht Skye auf und wirft ihren Kopf in den Nacken. Was daran so lustig ist? Oder ist das nur einer ihrer unkontrollierten Lachanfälle, die random auftreten? Würde sie Peter in der Szene nicht festhalten, Blue wäre wohl einfach auf den Boden geknallt. So kann sie sich nach ein paar Sekunden wieder beruhigen. Peter ist inzwischen sichtlich zu angeturnt, als dass ihn das noch abschrecken könnte. Skye richtet ihren Oberkörper wieder nach vorn und drückt ihre Stirn gegen die von Peter. Mit überraschend dunkler Stimme spricht sie weiter.
skye blue:“Ich will doch hoffen, dass das weh tun wird!“
Peter:Verdammt, bist du durchgeknallt! Aber auch so heiß!
Tja, da steht wohl einer auf „Crazy Chics“! Jedenfalls kann Peter nicht mehr und küsst Skye. Diese empfängt ihn bereitwillig und öffnet sofort ihren Mund. Wild knutschend richtet sich Peter mit Skye auf, die ihn mit Armen und Beinen fest umklammert. Mühelos trägt er den Dark Phoenix weg, aus dem Bild heraus.
*Cut*
Einige Minuten später, an einem Ort, der nicht allzu weit entfernt von der letzten Szenerie ist. Eine Türe, hinter der sich wohl eine Abstellkammer befinden soll, öffnet sich. Eine zierliche Hand greift an die Klinke. Leicht humpelnd tritt Skye Blue ans Licht. Make Up ist über das halbe Gesicht verschmiert. In den Haaren hängt nur noch ein Gummiband, während der Rest wirr durcheinander liegt und etwas von einem aufgeplusterten Wellensittich hat. Skye nestelt am Träger ihres Kleidchens herum und zupft die Spitzen wieder zurecht. Ihre Boots hält sie in der rechten Hand, während von der Strumpfhose jede Spur zu fehlen scheint. Stöhnend beugt sie sich nach vorne und reibt über ihr Hinterteil, welches wohl ordentlich zu schmerzen scheint. Gleichzeitig grinst sie breit über beide Backen. Lustvoll brummend. Lustvoll brummend lässt sie die freie Hand über ihren Hals und den Brustbereich wandern. Endlich hat sie wohl das bekommen, wonach sie sich so sehr gesehnt hat. Aber war das der einzige Grund, warum sie diesen Backstage Mitarbeiter aufgesucht hat? Und das recht kurz vor ihrem heutigen Match gegen Tiffany Stratton?
skye blue:“Hihi…was für ein guter Junge!“
Das ist wohl Peter gewidmet, der ihr nun aus dem Raum folgt. Er versucht seine eigenen Haare wieder einigermaßen zu richten. Dann muss auch der Gürtel wieder um die Hose geschlungen werden. An seinem Hals ist ein klarer Knutschfleck zu sehen, was ihm wohl noch nicht aufgefallen ist. Mit gerötetem und verschwitztem Gesicht lächelt er Skye entgegen und zeigt ein Stück schwarzen Stoff. Könnte ein Höschen sein…und ist es vermutlich auch.
Peter:Das gehört wohl dir!
Skye schmunzelt nur, streicht Peter einmal über die Wange und dreht sich dann halb von ihm weg.
skye blue:“Kannst du ruhig behalten! Als Andenken an unsere gemeinsame Zeit!“
Oh, das lässt sich Peter nicht zweimal sagen. Mit einem dreckigen Grinsen auf den Lippen schiebt er das „Geschenk“ in die eigene Hosentasche.
Peter:Hui, also…das war verdammt geil! Hehe…könnten wir jede Woche machen.
Eigentlich rechnet Peter damit, dass das eher ein „One Night Stand“ war und meint den Spruch eher flapsig. Auch wenn er definitiv auf den Geschmack gekommen ist. Aber als er das sagt, zuckt Skye’s Kopf nach hinten und ein Grinsen ist auf ihren Lippen zu sehen, welches man zunächst nur schwer zuordnen kann. Langsam geht sie wieder auf ihn zu und bleibt nur wenige Zentimeter vor ihm stehen. Obwohl er ihr gerade so nahe war, wie man einem anderen Menschen nahe sein kann, merkt man Peter an, dass er ein gewisses Unbehagen verspürt.
skye blue:“Soso…du möchtest mich als häufiger haben? Hihi…du kannst mich immer haben. Wann du möchtest! Nur…dann könntest du davor etwas für mich tun.“
Aha, da ist also noch ein Haken? Peter kneift die Augen zusammen und wirkt misstrauisch.
Peter:Und das wäre?
skye blue:“Wie gesagt…du hast hier doch etwas zu Sagen. Also…Autorität und Einflussnahme. Bestimmt kannst du mich an…gewisse Orten bringen. Oder…hihi! Hhmmm…in die Regie, hinter die Kulissen, wo alles von Strom bis zum Licht verwaltet wird. Oder in das Büro von Bayley, wenn sie nicht da ist! Oder…in die Kabinen meiner Gegnerinnen. Wie der lieben Tiffy, unserer neuen, tooooollen Championesse…hihihi…“
Skye will also uneingeschränkten Zugang zu…allem? Daher weht also der Wind. Sie scheint sich da auch sehr sicher zu sein und gibt unverblümt zu, was ihr Vorhaben ist. Naja, keine schöne Vorstellung, wenn Skye machen könnte, was ihr immer beliebt. Auch dass sie, wohl vor dem Match noch, in die Heiligtümer ihrer heutigen Gegnerin eindringen kann. Peter wird nochmal bleich im Gesicht…nur aus anderen Gründen. Es fühlt sich für ihn so an, als wäre mit ihm nur gespielt worden. Was auch durchaus der Wahrheit entspricht.
Peter:Wa-warum? Vor allem…warum in die Kabine von Tiffany?
skye blue:“Weil…es Spaß macht? Hm, ich könnte an ihrer Unterwäsche riechen und vielleicht ihre Angst mitbekommen. Oder vielleicht hat die kleine Prinzessin ihr Tagebuch versteckt, wo sie tapfer und fleißig ihre eigentlichen Gefühle aufschreibt. Stell‘ dir vor wie ihre Mauer zerbröseln würde, wenn ich sie nachher öffentlich damit konfrontiere…hahaha! Oh, wie schön wäre das. Ich WILL sehen, wie sie reagiert, wenn ich das kleine, verletzliche Mädchen in ihr hervorhole. Hhhmm…vielleicht bricht sie in Tränen aus und ich werde meinen Spaß haben, sie noch mehr zu quälen…hihi! Oder wird wütend…zu einem unkontrollierten Biest, das mich zu Boden wirft, mich schlägt und würgt und mir damit Freude bereitet…hhhh…ich will ihre Hände auf mir spüren und ihre Fingernägel, die sich in mein Fleisch bohren…hihihi…und da wäre es doch toll, einen Beweis zu finden, um sie zu triggern.“
Skye’s Hand wandert nochmal über ihr Gesicht und verschmiert den restlichen Lippenstift über ihr Kinn. Als die Finger den Hals berühren, kratzt sie sich selbst leicht an der empfindlichen Haut. Das in Kombination mit ihren Wunschgedanken, geben der Schwarzhaarigen eine Gänsehaut am ganzen Körper. Da kommt sie fast wieder auf Touren. Doch dafür ist jetzt keine Zeit mehr…wegen des Matches und ihres speziellen Wunsches gegenüber Peter.
skye blue:“Vielleicht kann ich auch einen Blick auf ihren neuen Schatz erhaschen…den sicher frisch polierten Women’s World Title! Oh, die kleine Tiffy ist sicher verdammt stolz darauf, dass sie es endlich gewinnen konnte. Bestimmt wird sie eine große Feier veranstalten und dabei ganz vergessen, dass sie noch ein Match gegen mich hat. Oder sie wird mich klein reden oder mir drohen…wie auch immer! Hihihi! Sie sollte nur aufpassen, dass ihr Gold nachher nicht mit meinem Blut bespritzt wird…oder mit ihrem! Hihihi!“
Kichernd wuschelt sich Blue durch die Haare und verzieht ganz kurz das Gesicht, als würde sie innere Schmerzen empfinden. Was ihr natürlich wieder gefällt. Peter hat sich derweil alles angehört und ist sichtlich verstört. Langsam findet er seine Stimme wieder, vor allem nachdem Skye ihn ganz erwartungsvoll ansieht.
Peter:Skye…das…das ist Wahnsinn! Nein…das kann ich nicht machen! Tut mir leid! Da verliere ich doch meinen Job!
Hm, und jetzt? Blue hält den Kopf erneut schief und sieht den Backstage Mitarbeiter mit einem leeren Blick an. Kurz darauf zuckt sie mit den Schultern und verzieht ihre Schnute. Hat dann mehr etwas von Abschätzigkeit.
skye blue:“Hhhmmm…bedauerlich! Schade Peter…dabei war der Sex mit dir doch sooo gut. Schade, dass du das nicht mehr erleben möchtest!“
Gaaanz langsam dreht sich Skye um und scheint davon gehen zu wollen. Peter ringt mit sich selbst. Will ihr erst nachrufen…lässt es dann sein und denkt nochmal nach. Das, was er mit Skye erlebt hat, will er nochmal haben. So viel steht fest! Da hat der Dark Phoenix ihn in der Hand, denn…
Peter:Warte, Skye…warte! Ok…wenn…wenn wir das vorsichtig angehen, sollte es doch möglich sein. Ich…suche nach einem Schluss und bin dabei, ok? Und wenn Tiffany in der Kabine ist, dann bleiben wir draußen. U-und meine Frau wird davon nichts erfahren, ja?
Skye’s Augen blitzen auf und sie leckt sich über die Lippen. Als sie sich wieder zu Peter umdreht, scheint sie ganz freundlich und harmlos zu sein. Mit der freien Hand spielt sie sogar mit einigen Haarsträhnen.
skye blue:“Natürlich, mein starker Peter! Ich gehe mich nur richten, dann treffen wir uns vor der Kabine, ok?“
Der Angesprochene nickt nur und hadert weiter mit sich selbst. Skye schert sich nicht darum, ob Peter wegen ihr seinen Job gefährden wird. Sie wollte etwas von ihm und hat das nun auch bekommen. Vielleicht wird sie das auch für andere Auseinandersetzungen benutzen. Schließlich geht sie davon und summt ein leises Liedchen vor sich hin. Die Kamera folgt ihr, bis sie aus Peter Hörweite verschwunden ist.
skye blue:“Und deine Frau…sie wird ALLES erfahren…hihihi…du bist verkommen, wie jeder Andere hier. Du verdienst bestraft zu werden, nachdem ich dich nicht mehr brauche…hihihi…“
Ohje, das kann ja noch was werden! Skye macht ihre wahren Absichten deutlich. Peter war gut genug um ihren Wunsch und ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Sonst hat sie keinerlei Probleme damit ihn bei nächster Gelegenheit unter den Bus zu werfen.
skye blue:“Und bald ist „Er“ da! Ooohhh…ich habe es gesehen, dass wir für ein Gleichgewicht sorgen werden. Und es wird wundervoll sein…hihihi…hhhhmmm, ich kann deine Ankunft kaum erwarten!“
Okay, wo kam das jetzt her? Skye hat ja hier und da von einem ominösen „Er“ gesprochen. Und jetzt soll dieser bald da sein? Was kann das bedeuten? Man wird sich wohl gedulden müssen. Skye Blue summt weiter vor sich hin und geht schließlich aus dem Bild. Fade off.
MATCH 2 SINGLES MATCH
Tiffany Stratton vs. Skye Blue Writer:BecksPlex
Die Lichter in der Halle werden gedimmt. Ein paar Sekunden passiert nichts...bis sich eine sanfte Stimme aus den Boxen meldet. Nur ein paar Sekunden nimmt die Musik an Fahrt auf...
Langsam und erhaben stolziert Skye Blue auf die Stage. Über ihr Ring Gear trägt sie einen schwarzen, leicht durchsichtigen Umhang aus Seide, den sie mit ihren Armen wie ein Cape aufspannt. Auf dem schwarzen Haar sitzt ein blau glitzerndes Krönchen. Mit eiskaltem Blick scannt sie die Zuschauer und scheint sich nichts darum zu scheren, was diese gerade von ihr halten. Wie eine Königin, die ihren Thron besteigen möchte, bringt sie die restlichen Meter zum Ring hinter sich.
Matthew Rehwoldt:"Making her way to the Ring... she is the Dark Phoenix... from Chicago, Illinois... SKYE BLUE!"
Gekonnt schwingt sie sich aufs Apron, wobei sie für einen Moment auf dem rechten Knie ruht und das linke Bein ausstreckt. Mit einer Hand löst sie den Umhang, der zu Boden gleitet. Der Ring wird betreten. Ein Bein stellt sich auf das unterste Seil und schwingt das andere über das obere. So beugt die junge Frau ihren Oberkörper leicht nach vorne. Da blitzt ein kurzes Lächeln auf den Lippen auf, das von einem Augenzwinkern begleitet wird. Normalerweise sind das Gesten, die einen positiven Aspekt haben sollen. Hier verheißt es aber nichts gutes....zumindest nicht für Skye's Gegnerin. Langsam verstummt die Theme. Der Dark Phoenix lockert einmal die Handgelenke und ist bereit für das Match.
Pat McAfee: “The Dark Phoenix has arrived! Skye Blue hat sich bereits im Ring eingefunden und trifft heute auf niemanden geringeres als unsere neue Women’s Worls Championesse, Tiffany Stratton. ”
Cathy Kelley: “Ich bin so gespannt auf Tiffany! Sie hat alles in dieses Duell beim Mexican Standoff reingesteckt… dieser Titel ist ihr ganzer Lohn.”
Wade Barrett: “Mit jedem Titel hast du auch ein verdammtes Fadenkreuz auf deinem Rücken. Und mit dieser blutigen Botschaft nach dem Match, ging es nicht mal um das Gold an sich. ”
IT'S TIIIIFFYYYY TIIIIIME
Schallt eine weiblich nervige Stimme aus den Boxen der Arena. Während anschließend die Theme eingespielt wird, wird gleichzeitig auf der Titan Thron das Entrance Video gezeigt.
Nach der Ankündigung weiß jeder, wer nun die Halle betritt...das Buff Barbie Doll Tiffany Stratton. Natürlich wird sie von Pfiffen und Buh-Rufen empfangen. Diese stören die Blondine jedoch überhaupt nicht. In weiß-rosanen Bra und passender Panties kommt sie auf die Stage und breitet die Arme aus.
Arrogant nickt sie in alle Richtungen. Kurzzeitig fährt sie ihre Hüfte aus und stemmt eine Hand daran. Ihr arrogantes Grinsen verrät, dass ihr die Situation gefällt.
Kaum die Pose beendet, geht sie Richtung Ring. Langsam stolziert sie die Rampe hinunter, schaut weiterhin in alle Richtungen und genießt die Atmosphäre. Dabei lässt es Tiffany langsam angehen und zeigt auf ihre Armbanduhr. It's Tiffy-Time! ruft sie dabei und grinst erneut.
Matthew Rehwoldt:"Making her way to the Ring...from Prior Lake, Minnesota… your Women’s World Champion ...Miss Future Legend…TIFFANY STRATTON!!!"
Davor angekommen geht die Blondine rechts am Ring entlang, bis sie in der Mitte angekommen ist. Dort steigt sie hoch, legt sich mit den Rücken auf das mittlere Seil und hält sich mit einen Arm am oberen Seil fest. Mit der anderen Hand wirft sie einen Luftkuss in die Zuschauerränge. Diese beherzigen die Geste nicht. Weiterhin bringen sie ihr Heat entgegen. Mit einen Grinsen beendet die Blondine die Action und richtet sich vor den Ringseilen wieder auf.
Nach kurzer präsentation, klettert sie hinein und stellt sich in die Mitte. Dort posed Tiffany erneut.
Kaum passiert stellt das Buff Barbie Doll ihren linken Fuß auf das unterste und den rechten Fuß auf das mittlere Seil. Anschließend wirft das Rich-Girl einen Arm in die Luft, um sich nochmals der Gegenseite arrogant zu zeigen. Schließlich geht sie zurück in den Ring. Der Ringrichter nimmt den Titel entgegen und leitet ihn an den Zeitnehmer weiter. Heute geht es nicht um das Gold. Eine kurze Anweisung an beide Athletinnen und das Zeichen geht raus.
Warnung! Spoiler!
Ding Ding Ding
Tiffany und Skye umkreisten sich wie Raubtiere. Skye, die kleinere und agilere der beiden, bot einen Lockup an. Tiffany nahm an, doch statt fair zu spielen, nutzte sie ihre Kraft, um Skye in die Ecke zu drängen. Ein harter Chop hallte durch die Arena, und Skye keuchte auf. Tiffany folgte mit einem Irish Whip, doch Skye konterte mit einem Reversal und schickte Tiffany stattdessen in die gegenüberliegende Ecke. Mit einem Sprint kam Skye angerannt und landete einen Flying Forearm Smash, der Tiffany taumeln ließ. Die Fans jubelten, als Skye auf das Top Rope kletterte und mit einem Crossbody auf Tiffany herabstürzte – doch Tiffany rollte sich weg! Skye krachte hart auf die Matte, und Tiffany nutzte den Moment, um sie mit einem Series of Stomps zu bearbeiten.
Pat McAfee: “Das ist schonmal ein unterhaltsamer Anfang hier. ”
Cathy Kelley: “Ob diese Tritte nun Skye am Boden halten werden, wage ich zu bezweifeln.”
Skye rappelte sich auf, wich einer Clothesline aus und konterte mit einem Dropkick, der Tiffany gegen die Seile schleuderte. Sie folgte mit einem Hurricanrana, der Tiffany kopfüber auf die Matte warf. Pin-Versuch: Eins... Zwei... Kickout! Tiffany schüttelte den Kopf, sichtlich genervt. Sie stand auf, packte Skye am Haar und warf sie mit einem Snap Suplex durch den Ring. Die Prinzessin posierte wieder, was Buhrufe provozierte, bevor sie Skye in einen Armbar zwang. Skye kämpfte, drehte sich und erreichte die Seile – Rope Break!
Das Match nahm Fahrt auf. Skye, bekannt für ihre High-Flying-Moves, kletterte erneut auf das Top Rope. Tiffany folgte ihr, und es kam zu einem Kampf auf der Höhe. Schläge flogen hin und her, bis Skye Tiffany mit einem Superplex vom Rope holte – ein Donnerschlag, der die Arena erschütterte! Beide lagen am Boden, keuchend, während der Referee zählte: Eins... Zwei... Drei... Vier... Fünf... Skye stand zuerst auf, zog Tiffany hoch und setzte zu ihrem Signature Move an: Dem Skye Fall, einem Full-Nelson Twisting Flatliner! Sie hält Tiffany im Full Nelson und schleudert sie unsanft zur Seite auf die Matte – Das Cover folgte: Eins... Zwei... Dre– nein, Tiffany kickte aus in letzter Sekunde!
Cathy Kelley: “Um Haaresbreite hätte Skye Blue hier die Championesse schocken können! ”
Wade Barrett: “Wow, das war verdammt knapp! ”
Tiffany, nun wütend, rollte sich aus dem Ring, um zu verschnaufen. Skye folgte, und es kam zu einem Brawl außerhalb: Skye rammte Tiffany gegen die Barriere, Tiffany revanchierte sich mit einem Slam gegen den Apron. Der Referee zählte an…1…2…3 …4…
Das soll doch hier kein Count Out werden, oder? Skye wieder am Boden und muss erneut Tritte von Tiffany einstecken, diese blickt aber immer wieder zum Ringrichter. …5…6…7…
Noch ein letzter Tritt gegen die am Boden liegende Skye Blue und Tiffany will zurück in den Ring. Gerade als sie Antritt, zieht Skye ihr die Beine weg und auch Tiffany geht zu Boden.
…8…9… und beide rutschen gerade noch rechtzeitig zurück in den Ring. Tiffany dominierte nun mit ihrer Power: Ein Gorilla Press Slam hob Skye hoch in die Luft, bevor sie sie fallen ließ. Dann ihr Finisher-Tease: Sie signalisierte den Prettiest Moonsault Ever. Tiffany kletterte auf das Top Rope, posierte dramatisch – und sprang. Doch Skye rollte sich weg! Tiffany landete hart, hielt sich den Bauch.
Pat McAfee: “Ein so wunderschöner Move, leider nicht, wenn er daneben geht!”
Skye nutzte die Chance: Sie zog Tiffany hoch, landete einen Code Blue – ihre eingesprungene Sunset Flip Powerbomb – und das Cover folgte sogleich. Eins... Zwei... Drei? Nein, Tiffany bekam die Schulter hoch!
Die Menge war am Rande ihrer Sitze. Skye, frustriert, versuchte es mit einem Submission Hold, einem Figure-Four Leglock. Tiffany schrie auf, kämpfte sich zum Rope und brach den Hold mit einem Rope Break in allerletzter Sekunde. Beide standen auf, ausgelaugt, aber entschlossen. Ein Exchange von Forearms: Skye traf, Tiffany konterte härter. Es folgen weitere Schläge und beide verkeilen sich in einer der Ringecken. Der Referee will dazwischen gehen um beide zu trennen. Es gelingt ihm jedoch nicht, auch auf seinen Count wird nicht gehört, so das er das Match schließlich abbricht.
Due to a Referees decision this match is a: DRAW!
Die Kamera verharrt noch einen Moment auf der unheimlichen Stille der Straße vor der Arena CDMX. Der Nebel hängt schwer in der Luft, das gelbliche Licht der Laternen flackert leicht. Alles wirkt eingefroren. Reglos... Erwartungsvoll... Plötzlich ein tiefes, aggressives Motorengeräusch durchschneidet die Stille. Erst leise in der Ferne dann immer lauter. Das Dröhnen eines kraftvollen V8-Motors hallt zwischen den Gebäuden wider. Die Kamera bleibt auf der Straße als zwei grelle Scheinwerfer durch den Nebel schneiden. Ein schwarzer Ford Mustang schießt ins Bild. Mit hoher Geschwindigkeit rast er die Straße entlang kommt näher immer näher bis der Fahrer das Lenkrad herumreißt.
QUIETSCH!
Die Reifen kreischen auf dem nassen Asphalt, Rauch steigt auf, während der Mustang quer über die Straße driftet und sich perfekt ausgerichtet vor der Arena positioniert. Der Motor brüllt noch einmal auf aggressiv und dominant dann Stille. Nur das leise Knacken des heißen Metalls ist zu hören.
... Die Kamera fährt näher heran. Ohne zu zögern setzt sich der Mustang wieder in Bewegung direkt auf das geöffnete Garagentor der Arena zu. Mit einem Ruck verschwindet der Wagen im Inneren. Die Kamera begleitet den Mustang nun im Inneren der Arena. Neonlichter an der Decke ziehen als verschwommene Streifen vorbei. Das Dröhnen des Motors hallt durch die leeren Flure... Sicherheitskisten... Kabel... Produktionsmaterial alles wird im Vorbeifahren nur schemenhaft sichtbar. Dann plötzlich... Der Fahrer gibt noch einmal Vollgas. Der Mustang beschleunigt. Die Reifen quietschen und mit voller Wucht rast der Wagen durch ein großes Coast 2 Coast Fenster...
Glas explodiert in tausend funkelnde Splitter. Die Arena im Inneren wird mit einem Schlag hell erleuchtet. Pyro-Flammen schießen in die Höhe. Der Mustang kommt mitten in der Halle zum Stehen. Der Motor stirbt langsam ab. Und dann ertönt eine Theme...
Die ersten unverkennbaren Takte von The Time Is Now hallen durch die Arena. Das Publikum explodiert. Jubel, Buhrufe "CENA!“-Rufe alles vermischt sich zu einem ohrenbetäubenden Lärm. Die Fahrertür öffnet sich langsam. Ein Fuß setzt auf den Boden dann steigt er aus... "The Chain Gang Soldier" John Cena.
Er richtet sich auf, zieht lässig seine Cap zurecht und blickt mit einem selbstbewussten Grinsen in die tobende Menge. Glassplitter knirschen unter seinen Schuhen, während er sich einmal langsam umdreht und die Atmosphäre aufsaugt. Er klopft einmal auf die Motorhaube des Mustangs. Dann beginnt er zu gehen... Mit ruhigen, kontrollierten Schritten bewegt er sich auf die Stage zu. Die Scheinwerfer folgen jeder Bewegung. Seine Silhouette wirkt im Gegenlicht beinahe monumental. Das Publikum wird noch lauter. Er steigt über eine Treppe hoch auf die Stage. Oben auf der Stage bleibt er stehen. Er schaut in die Menge... Langsam hebt er die Hand. Ein kurzes Nicken dann das berühmte "You Can’t See Me“-Handzeichen. Die Pyros explodieren ein weiteres Mal hinter ihm und goldene Funken regnen herab. Cena breitet die Arme aus saugt die Energie der Arena in sich auf. Die goldenen Funken regnen noch immer hinter ihm herab, als John Cena langsam die Arme senkt. Die Musik von The Time Is Now hämmert weiter durch die Lautsprecher, während die Menge in der Arena CDMX völlig ausrastet.
"CENA! CENA! CENA!“
Er bleibt einen Moment regungslos stehen. Die Cap sitzt perfekt, das Licht spiegelt sich auf den Gläsern seiner Armbänder. Sein Blick wandert von der linken Hallenseite zur rechten, als würde er jede einzelne Reaktion bewusst aufnehmen. Jubel... Buhrufe... Pure Emotion... Dann setzt er sich in Bewegung. Mit festen selbstsicheren Schritten marschiert er die Stage hinunter. Kein Sprint... Kein überhasteter Gang... Jeder Schritt kontrolliert fast schon provokant ruhig. Seine Schultern sind breit und der Blick geradeaus gerichtet. Unten angekommen klatscht er kurz mit ein paar Fans in der ersten Reihe ab nicht überschwänglich, sondern mit dieser lässigen selbstverständlichen Coolness eines Mannes, der genau weiß, wer er ist. Ein kleiner Junge streckt die Hand aus Cena tippt sie an, nickt ihm zu und geht weiter. Er umrundet den Ring einmal langsam. Dann steigt er die Treppe hinauf. Metall klirrt leicht unter seinen Schritten. Auf dem Apron angekommen bleibt er stehen. Er greift mit beiden Händen ans oberste Seil spannt es leicht nach unten testet die Spannung. Dann schwingt er sich geschmeidig zwischen den Seilen hindurch in den Ring. Sofort steigt er auf den Turnbuckle. Er reißt beide Arme in die Luft. Die Menge explodiert erneut. Goldene Lichter flackern Kamerablitze erhellen die Arena. Cena blickt in die Ferne, nickt langsam fast wie ein General, der sein Schlachtfeld mustert. Er springt vom Turnbuckle herunter, landet sicher auf der Matte und dreht sich einmal um die eigene Achse. Dann geht er in die Ringmitte. Die Musik beginnt langsam auszublenden. Dann geht er zu einem Coast 2 Coast Mitarbeiter und bittet um ein Mikro. Er bekommt das Mikro und stellt sich in die Mitte. Die letzten Beats von The Time Is Now verklingen langsam. Das Echo der Musik hängt noch in der Luft, während die Fans in der Arena CDMX weiterhin lautstark seinen Namen rufen. John Cena steht in der Mitte des Rings. Er atmet tief durch, hebt das Mikrofon langsam an seine Lippen senkt es wieder. Er lässt die Reaktionen noch einen Moment wirken. Ein selbstbewusstes Grinsen huscht über sein Gesicht. Dann beginnt er zu sprechen...
John Cena "Lady's and Gentleman... Coast 2 Coast Universe... Mexico... Zuschauer an der Streaming Plattform Amazon Prime... ich freue mich euch begrüßen zu dürfen."
Die Crowd reagiert laut auf seine Worte. Einige jubeln, andere buhen doch alle hören zu. John Cena steht ruhig in der Mitte des Rings, das Mikro fest in der Hand. Er hebt es erneut an.
John Cena "Letzte Woche… beim Special… Mexican Standoff. Ihr habt es gesehen. Ihr habt es gespürt. Und ganz ehrlich? Ich habe es auch gespürt. Sieben Tage ist es her, dass ich zurück in diesen Ring gekommen bin. Nicht per Ankündigung und nicht mit einer langen Vorwarnung. Ich bin einfach aufgetaucht… und habe die gesamte Landschaft verändert. Beim Mexican Standoff ging es nicht nur um einen Moment. Es ging um ein Statement. Ich bin nicht zurückgekommen, weil ich Langeweile hatte. Ich bin nicht zurückgekommen um alte Highlight-Clips neu zu drehen. Und ich bin ganz sicher nicht zurückgekommen um im Hintergrund zu stehen und zuzusehen. Ich bin zurückgekommen, weil ich diese Energie vermisst habe. Ich habe EUCH vermisst..."
Die Fans reagieren laut diesmal überwiegt der Jubel. John Cena senkt das Mikro kurz nickt und hebt es wieder an und sein Blick wird ernster sowie fokussierter...
John Cena "Aber hört mir jetzt genau zu... Ich habe nicht nur euch vermisst. Ich habe diesen Druck vermisst... Diese Verantwortung... Dieses Gefühl, wenn du da draußen stehst und jeder einzelne im Locker Room weiß... wenn Cena hier ist verändert sich alles. Letzte Woche beim Mexican Standoff habe ich kein Comeback gefeiert... Ich habe ein Signal gesendet. Ein Signal an jeden, der glaubt, er wäre das neue Gesicht dieser Company. Ein Signal an jeden Champion. An jeden Herausforderer. An jeden der denkt, er hätte sich hier oben bequem eingerichtet. Denn wenn ich zurückkomme dann komme ich nicht zurück, um mitzuschwimmen. Ich komme zurück um den Kurs zu bestimmen. Mexican Standoff war nur der Anfang. Ein Vorgeschmack... Ein Warnschuss... Und jetzt eine Woche später stehe ich hier in Mexiko City in dieser Arena und ich sage euch... Das war kein einmaliger Auftritt."
Jubel brandet auf und seine Stimme wird fester. Er blickt direkt in die Kamera...
John Cena "Das war keine Nostalgie-Tour. Das war kein Gastauftritt... Das war der Beginn einer neuen Mission. Und diese Mission ist simpel... Ich werde jeden testen, der glaubt er gehört an die Spitze. Letzte Woche habe ich die Tür eingetreten... Und jetzt betrete ich das Gebäude... die Coast 2 Coast Company."
Die Worte hängen schwer in der Luft. Die Crowd reagiert laut gemischt elektrisiert und gespannt. John Cena steht regungslos in der Mitte des Rings. Sein Blick ist jetzt nicht mehr verspielt... Kein Grinsen, Ironie nur der Fokus. Er hebt das Mikrofon erneut.
John Cena "Und wenn wir schon über Missionen sprechen... Dann reden wir über Ziele. Denn ich bin nicht zurückgekommen, um einfach nur Matches zu bestreiten. Ich bin zurückgekommen um Geschichte zu schreiben. In dieser Company gibt es nur ein Ziel das wirklich zählt. Die Coast 2 Coast World Heavyweight Championship Belt. Dieser Titel ist das Symbol für alles, wofür dieser Ring steht... Verantwortung... Druck... Respekt und Dominanz. Ich habe in meiner Karriere viel erreicht. Ich habe viele Schlachten geschlagen. Aber das hier... das hier ist eine neue Ära. Eine neue Company und wenn man über die Spitze spricht dann spricht man über diesen Titel. Was bedeutet das? Man muss sich den Weg zum Coast 2 Coast World Heavyweight Championship verdienen. Nicht durch Abkürzungen und nicht durch Hintertüren sondern im Ring."
Er blickt ernst in die Kamera... Ein leichtes Grinsen kehrt zurück.
John Cena "Genieße das Rampenlicht... Genieße den Applaus... Genieße den Titel auf deiner Schulter... Denn ich bin zurück und ich jage nicht Ruhm... sondern das Gold. Und wenn ich einmal ein Ziel ins Visier nehme... dann endet es nur auf eine Art. Mit meiner Hand erhoben und der Coast 2 Coast World Heavyweight Championship über meinem Kopf."
John Cena steht regungslos in der Ringmitte. Das Mikrofon noch immer fest in der Hand. Die Crowd in der Arena CDMX brodelt... Spannung liegt in der Luft. Ein selbstsicheres Grinsen kehrt langsam auf sein Gesicht zurück. Er hebt das Mikro erneut an.
John Cena "Und wenn wir hier schon über Ziele sprechen... wenn wir über Titel sprechen... dann reden wir auch über Chancen. In dieser Company gibt es viele Wege nach oben. Manche lang... manche steinig... manche politisch. Aber heute Abend... gibt es einen ganz bestimmten Weg. Den schnellsten Weg... Den direktesten Weg... Den gefährlichsten Weg! Das ONE SHOT AT GLORY Match... "
Er macht eine kurze Pause... blickt langsam in die Kamera.
John Cena "Ein Match... Ein Moment... Eine einzige Gelegenheit... Kein zweites Leben... Keine Ausreden... Keine Rematch-Klausel... Du gewinnst und du stehst sofort an der Schwelle zur Coast 2 Coast World Heavyweight Championship. Du verlierst und du fängst wieder ganz unten an. Das ist Druck... Das ist Risiko... Das ist genau das, was diese Company braucht. Männer, die bereit sind, alles auf eine Karte zu setzen. Männer, die nicht warten wollen, bis ihnen jemand etwas schenkt. Und ich weiß, was ihr euch fragt... Cena wirst du heute Abend in diesem Match stehen?"
Die Crowd reagiert laut. "YES!"-Rufe mischen sich mit gespannter Erwartung. Cena lächelt nur leicht...
John Cena "Ich habe mein Comeback letzte Woche nicht gefeiert, um mich in die Warteschlange zu stellen. Ich bin nicht zurückgekommen, um mir Termine geben zu lassen. Ich bin zurückgekommen, um mir Chancen zu nehmen. Der schnellste Weg zu Gold ist nicht immer der sicherste. Aber ich war noch nie der Typ, der den sicheren Weg geht. Heute Abend im Main Event wird jemand alles riskieren. Jemand wird durch Schmerz gehen. Jemand wird an seine Grenzen getrieben. Und wenn der Staub sich gelegt hat dann hat jemand ein Koffer in der Hand... dann steht dort ein Mann mit einem garantierten Titelmatch. Und egal wer dieses Match gewinnt.... egal, wer glaubt, er hätte damit den Jackpot gezogen... Versteht eins... Ihr habt vielleicht den schnellsten Weg genommen... aber am Ende dieses Weges... wartet John Cena. Aber mit wem bekommt es John Cena zu tun? Velveteen Dream und Logan Paul achso sowie Mr. X!"
John Cena bleibt einen Moment regungslos im Ring stehen und die Crowd tobt. Er lässt das Mikro langsam sinken ein leichtes schelmisches Grinsen huscht über sein Gesicht. Dann hebt er es wieder an. Ein breites, fast schon provokantes Grinsen liegt auf seinem Gesicht. Die Fans in der Arena CDMX sind gespannt.
John Cena "Velveteen Dream... weißt du ich habe mir Videos von dir angeschaut... nicht nur ein oder zwei. Nein... nein... nein! Ich habe mir die Zeit genommen und das volle Paket gegeben. Die Posen... die Blicke... die dramatischen Pausen... diese halben Shakespeare-Monologe, die du hältst, als würdest du für einen Oscar oder Golden Globe nominiert werden. Du kommst raus in Outfits, bei denen selbst ein Karneval in Rio sagen würde... Bruder... bisschen weniger vielleicht?! Samt... Glitzer... Federn... Funkelnde Hüte... Ich habe ernsthaft überlegt ob ich in einem Wrestling-Ring stehe oder ob man aus Versehen in eine sehr teure Parfüm-Werbung geraten bin."
Cena geht langsam im Ring auf und ab...
John Cena "Du nennst dich Dream. Aber ganz ehrlich? Jedes Mal, wenn du redest, fühle ich mich, als würde ich gleich einschlafen. Du bewegst dich so langsam zum Ring mit diesen dramatischen Blicken... als würde die Welt in Zeitlupe laufen. Aber hier ist das Problem, Dream... Wenn ich dich treffe läuft gar nichts mehr in Zeitlupe. Dann geht’s ganz schnell... Du willst mysteriös sein. Du willst tiefgründig wirken... dass die Leute denken... Ohhhh was meint er damit? Aber im Ring? Da sieht man mehr Theater als Technik. Velveteeny ist so sehr damit beschäftigt besonders zu wirken... dass du vergisst besonders gut zu sein."
Ein weiteres Raunen geht durch die Halle. Cena beugt sich leicht nach vorne.
John Cena "Was ich am lustigsten finde? Velveteeny will Aufmerksamkeit und lebt davon dass die Leute deinen Namen sagen. Das jeder dich ansieht. Aber wenn du mir gegenüberstehst... dann wünsche ich dir plötzlich, du wärst unsichtbar. Du versuchst, Köpfe zu verdrehen und Gegner zu verwirren. Aber Dream ich habe gegen Monster gekämpft... gegen Legenden. Männer die nicht geschniegelt und geschniegelt in Samtjacken auftauchen sondern einfach dich zu zerstören. Jedoch bist du kein Albtraum sondern ein Laufsteg mit Muskeln. Und dieses ganze Getue... dieses Finger-Schnipsen... dieses dramatische Augenrollen... Man könnte denken gleich gibt es ein Fotoshooting vor... Aber dass das dein Kampfstil ist?"
John Cena sein Blick wiord schärfer und härter...
John Cena "Aber kommen wir zum Punkt. Dream du willst im ONE SHOT AT GLORY Match stehen und Geschichte schreiben? Dann hör auf, ein Kunstprojekt zu sein und fang an ein Problem zu werden. Denn wenn du mir gegenüberstehst interessiert mich nicht, wie dein Outfit glitzert. Nicht wie perfekt dein Eyeliner sitzt und nicht, wie poetisch dein Einzug aussieht. Aktuell würde mich nur eines interessieren... Kannst du aufstehen, wenn ich dich auf die Matte knalle und die Leiter hinauf steige. Du nennst dich Dream?... Dann bereite dich darauf vor aufzuwachen. Und glaub mir ich bin kein sanfter Wecker."
Die Arena explodiert vor Reaktionen, während Cena selbstbewusst in der Ringmitte stehen bleibt und noch nicht fertig ist... Die Fans in der Arena CDMX sind noch immer laut, doch John Cena hebt langsam das Mikrofon und dieses Grinsen auf seinem Gesicht verrät nichts gutes. Er läuft langsam im Ring auf und ab.
John Cena "Looogan Paaaul...Weißt du, was ich an dir faszinierend finde? Du bist wahrscheinlich der einzige Mann auf diesem Planeten, der einen Backflip macht und danach erstmal checkt, ob die Kamera den richtigen Winkel hatte. Du bist kein Wrestler, Logan sondeern ein wandelnder Hashtag. Alles an dir schreit nach Aufmerksamkeit. Deine Haare... Outfits... dein Gesichtsausdruck in jedem Thumbnail schreit..."
Cena imitiert ein übertrieben schockiertes YouTube-Gesicht.
John Cena "OH MEIN GOTT GUYS!!!"
Die Arena bricht in Gelächter aus.
John Cena "Du kommst hier raus, als wärst du ein Kampfathlet... aber tief drin bist du immer noch dieser Typ, der überlegt, ob er den Ring mit einem Rabattcode betreten kann. Du nennst dich ein Superstar. Aber der einzige Gürtel, den du wirklich kennst, ist der von deinem Bademantel in irgendeiner Luxusvilla. Und ja, du bist athletisch... kannst springen und fliegen. Aber was du nicht kannst? Dem Druck standhalten, wenn es nicht um Klickzahlen geht. Du bist es gewohnt, dass dir Millionen Leute applaudieren, egal was du machst. Eine Wand anstarren und jemand würde kommentieren... Bro, das war legendär!"
Die Halle lacht und Cena fängt an zu schmunzeln...
John Cena "Aber hier drin bekommst du keinen Applaus geschenkt. Hier bekommst du Schläge... Ich stelle mir vor, wie dein nächstes Video heißt... I fought John Cena and it went WRONG!!!... mit einem roten Kreis um dein eigenes Gesicht. Mehr als ein Influencer was bedeutet das? Das bedeutet, du bist gut darin, Leute zu beeinflussen. Aber heute Abend beeinflusse ich dich... wie du fällst... wie du atmest... Wie du wieder aufstehst... Logan, du bist so sehr damit beschäftigt, ein Spektakel zu sein... dass du vergisst, was hier wirklich zählt... Respekt! Willst ein viraler Moment sein? Ich gebe dir einen."
John Cena breitet gelassen die Arme aus.
John Cena "Der Moment in dem ganz Mexiko City sieht, wie ein Social-Media-Star merkt... dass der Ring kein Kommentarbereich ist. Logan kannst dich nicht rausreden. Du kannst es nicht schneiden oder monetarisieren. Und wenn ich dich hochhebe... dann wirst du für einen kurzen Moment das Gefühl haben zu fliegen. Aber glaub mir... die Landung wird nicht gut für dein Branding. Logan Paul du bist vielleicht berühmt aber ich bin gefährlich."
John Cena macht die „You Can’t See Me“-Bewegung.
John Cena "Und das hier... ist kein Livestream oder Podcast denn das ist Realität."
Die Crowd schreit laut während Cena selbstbewusst in der Ringmitte stehen bleibt... Der Coast 2 Coast Superstar lässt das Mikro fallen und seine Theme ertönt.
Eine Woche ist inzwischen vergangen, seit sich die Wrestling-Welt mit einer der schockierendsten Wendungen der letzten Jahre konfrontiert sah. Eine Wendung, die man so kaum für möglich gehalten hätte. Vieles deutet darauf hin, dass Jon Moxley den selbsternannten Tribal Chief Roman Reigns an einen Punkt gebracht hat, den zuvor niemand erreichen konnte. Nicht John Cena, nicht Kid Lykos, nicht einmal die lange Reihe an Herausforderern, die sich zuvor an Reigns die Zähne ausbissen. Doch der eigentliche Schockmoment ereignete sich nicht durch einen Move im Ring sondern durch das unerwartete Auftauchen von „The Enforcer“ Solo Sikoa. Völlig überraschend betrat Solo Sikoa die Szene und verpasste Roman Reigns seinen eigenen Samoan Spike. Ein Akt des Verrats, der kaum schwerer wiegen könnte. Dieser eine Moment brachte Reigns nicht nur körperlich an seine Grenzen, sondern kostete ihn beinahe die Eastcoast Championship. Das Match eskalierte derart, dass es letztlich abgebrochen werden musste beide Kontrahenten... Roman Reigns wie auch Jon Moxley waren nicht mehr in der Lage den Kampf fortzusetzen. Das Resultat ist bekannt doch die eigentlichen Fragen beginnen erst jetzt.
Was macht dieser Verrat mit Roman Reigns?
Der Mann, der sich als unantastbarer Anführer der Bloodline inszeniert hat, wurde von seinem eigenen Enforcer zu Fall gebracht. War es ein Moment der Unachtsamkeit oder der erste sichtbare Riss in der Fassade des Tribal Chiefs? Hat Reigns die Kontrolle über seine Bloodline verloren?
Und vor allem... Warum handelte Solo Sikoa so?
War es jahrelang unterdrückter Groll? Der Wunsch, aus dem Schatten seines Cousins zu treten? Oder folgte Solo einem größeren Plan, den wir noch nicht vollständig erkennen können? Die Zukunft der Bloodline steht damit mehr denn je auf dem Spiel. Loyalität war stets ihr Fundament doch genau dieses Fundament scheint nun zu bröckeln. Wird Solo Sikoa Konsequenzen für seinen Verrat zu spüren bekommen? Oder ist dies der Beginn einer neuen Machtordnung innerhalb der Familie?
Und dann bleibt da noch Jon Moxley.
Hat er wirklich nichts mit all dem zu tun? Oder hat der "Lunatic“ im Hintergrund die Strippen gezogen, Zwietracht gesät und genau den richtigen Moment abgewartet um die Bloodline von innen heraus zu destabilisieren?
Plötzlich ertönt die Musik des Tribal Chiefs. Der erste Ton hallt durch die Arena wie ein Donnerschlag roh und unmissverständlich für den Bruchteil einer Sekunde scheint die Zeit stillzustehen. Ein kollektives Innehalten, ein gemeinsames Luftholen des gesamten Coast-2-Coast-Universums. Dann bricht das Chaos los... Die Arena explodiert förmlich in gnadenlosen Buhrufen. Pfiffe schneiden durch die Luft, Sprechchöre branden auf und wütende Gesten schießen aus der Menge empor. Was einst Respekt war, ist längst in Ablehnung umgeschlagen. Die Musik des Tribal Chiefs kämpft gegen den Lärm des Publikums an. The Tribal Chief Roman Reigns tritt durch den Vorhang. Er bleibt sofort stehen am oberen Ende der Rampe. Kein Schritt zu viel denn alles durchdacht. Der Blick ist kalt leer und emotionslos als würde das Chaos um ihn herum schlicht nicht existieren. Kein Zucken im Gesicht und auch kein Anzeichen von Ärger oder Trotz. Es ist der Blick eines Mannes, der jahrelang gelernt hat sich über jede Reaktion zu erheben selbst dann, wenn sie ihm mit voller Wucht entgegenschlägt. Die Buhrufe prallen an ihm ab oder zumindest lässt er es so aussehen. Neben ihm wirkt The Wiseman Paul Heyman wie ein nervöses Gegenstück. Fast krampfhaft klammert er sich an den Championship Belt, als wäre dieses Stück Gold der letzte greifbare Beweis für die noch bestehende Macht des Tribal Chiefs. Seine Finger pressen sich tief in das Leder, die Knöchel weiß vor Anspannung. Der Blick wandert hektisch durch die tobende Menge von Schild zu Schild von Gesicht zu Gesicht. Jede Regung im Publikum scheint er aufzusaugen zu analysieren und zu bewerten. Doch anders als früher wirkt er nicht überrascht. Im Gegenteil... Man sieht es ihm an. Er kennt dieses Business... Er weiß wie schnell sich Stimmungen drehen können... Er weiß wo der Frosch die Locken hat... Und genau dieses Wissen scheint ihn anzutreiben. Nicht lähmen sondern zu fokussieren. Heyman weiß dass Chaos eine Chance ist wenn man es zu nutzen versteht. Ein paar Schritte hinter den beiden folgt Jey Uso. Er hält bewusst Abstand. Kein Schulter an Schulter mit Roman. Kein vertrauter Platz an der Seite des Tribal Chiefs. Die Haltung ist aufrecht doch angespannt. Die Schultern leicht hochgezogen und sein Kiefer fest zusammengebissen. Sein Blick ist nach vorne gerichtet aber nicht leer eher suchend, als würde er etwas erwarten oder befürchten. Keine Gesten... Kein Armheben... Kein Zeichen der Verbundenheit mit dem Coast-2-Coast-Universum. Keine „Yeet“-Rufe... Kein Mitgehen mit der Crowd... Nicht so wie es einmal war... Früher hätte Jey reagiert und gefeiert und die Energie wäre da gewesen. Alles Schnee von gestern...
Roman Reigns bleibt noch immer stehen. Er hebt leicht das Kinn, sein Blick gleitet langsam über die Arena hinweg. Er mustert das Chaos, die Ablehnung, die Wut ohne erkennbare Reaktion. Dann beinahe beiläufig setzt er sich in Bewegung. Schritt für Schritt setzt er den Weg die Rampe hinunter fort. Die Buhrufe werden lauter, aggressiver, persönlicher. Pfiffe mischen sich mit Sprechchören einzelne Stimmen schreien sich die Kehle aus dem Leib. Doch Roman Reigns reagiert nicht. Paul Heyman bleibt dicht hinter ihm, wirft immer wieder kurze Blicke zur Seite, als rechne er jederzeit mit einer Eskalation. Seine Lippen bewegen sich als wolle er etwas sagen doch er schweigt. Vielleicht weiß selbst der Wiseman, dass es Momente gibt in denen Worte nichts mehr ausrichten. Jey Uso folgt weiterhin mit Abstand. Jeder Schritt wirkt schwerer als der vorherige. Seine Augen wandern kurz durch das Publikum dann wieder nach vorne. Am Ende der Ringtreppe bleibt Roman Reigns abrupt stehen. Einen kurzen Moment scheint selbst der Lärm der Arena an Intensität zu verlieren nicht weil das Publikum leiser wird, sondern weil dieser Stillstand Aufmerksamkeit erzwingt. Der Tribal Chief steht regungslos vor der Stahltreppe den Blick gesenkt. Die Brust hebt und senkt sich langsam sondern kontrolliert. keine Hast... keine Unsicherheit... nur Kalkül... Er hebt den Kopf. Der Blick wandert einmal um den Ring herum, dann hinauf in die Ränge. Die Buhrufe prasseln weiter auf ihn ein, doch Roman Reigns nimmt sie nicht als Angriff wahr sondern als Bestätigung. Bestätigung dafür, dass er noch immer der Mittelpunkt ist. Dass alles, was hier passiert sich um ihn dreht.
Dann setzt er den Fuß auf die erste Stufe der Ringtreppe. Metall klirrt unter seinem Gewicht. Ein dumpfes kaltes Geräusch das perfekt zur Stimmung passt. Stufe für Stufe steigt er hinauf. Langsam... Bedacht... Jeder Schritt wirkt wie eine bewusste Machtdemonstration. Er lässt sich Zeit zwingt der Arena sein Tempo auf. Oben angekommen bleibt er erneut stehen stellt einen Fuß auf den Ringrand und blickt ein letztes Mal hinaus ins Coast-2-Coast-Universum. Hinter ihm folgt Paul Heyman. Der Wiseman wirkt noch angespannter als zuvor. Seine Hand hält den Championship-Belt fest umklammert, als hätte er Angst jemand könnte ihn ihm entreißen. Vorsichtig steigt er die Treppe hinauf wirft einen schnellen Blick über die Schulter, dann wieder zu Roman. Seine Position ist klar immer in Reichweite seines Tribal Chiefs immer bereit einzugreifen oder sich hinter ihm zu verstecken. Jey Uso bleibt einen Moment länger unten stehen. Er schaut nicht sofort zur Ringtreppe. Sein Blick wandert noch einmal durch die Arena über die tobende Menge, über die Schilder die Gesichter die geballten Fäuste. Man kann nicht sagen ob es Wut ist... Enttäuschung oder Nachdenklichkeit, die in seinen Augen liegt. Vielleicht ist es von allem etwas. Dann setzt auch er sich in Bewegung. Roman Reigns betritt den Ring. Er greift das oberste Seil zieht es leicht nach unten und steigt kontrolliert durch die Seile in den Squared Circle. Kaum steht er im Ring richtet er sich auf und bleibt stehen genau in der Mitte. Paul Heyman schlüpft hastig durch die Seile und positioniert sich sofort leicht hinter Roman Reigns. Sein Blick wandert durch die Arena, seine Lippen bewegen sich unruhig als würde er innerlich bereits eine Rede formulieren, die er vielleicht gleich halten muss. Seine Nervosität ist unübersehbar. Jey Uso steigt zuletzt in den Ring. Er greift das Seil, zieht sich hinein und lehnt sich anschließend in eine Ecke. Die Arme verschränkt. Der Blick ernst und keine Interaktion mit Roman. Kein Blick zu Heyman... Seine Position spricht für sich Teil der Bloodline, aber nicht im Zentrum... Noch nicht! Die Musik ist längst verstummt. Was bleibt ist der Lärm der Arena. Die Buhrufe reißen nicht ab. Im Gegenteil sie werden lauter aggressiver und persönlicher. Einzelne Fans schreien sich die Kehle aus dem Leib doch Roman Reigns steht unbewegt im Ring. Er hebt langsam den Kopf. Sein Blick ist jetzt klarer und noch schärfer. Eine Ernsthaftigkeit liegt in seinen Augen, die man selten bei ihm gesehen hat. Keine Arroganz... Kein Spott... Nur die kalte Präsenz eines Mannes der weiß dass sich etwas verändert hat. Der Tribal Chief steht im Ring... Der Champion steht im Ring... Der Anführer der Bloodline steht im Ring...
Wade Barrett "Oh Oh jetzt geht es jemanden an den Kragen. Roman Reigns hat einen Blick drauf. Jeder wird schon das Thema erkennen..."
Pat McAfee "... mein Tribal Chief wird das Match zum Thema machen. Vor allem Solo Sikoa der kein Teil dieses Match war."
Paul Heyman bewegt sich als Erster. Ein kaum merklicher Schritt nach vorne, dann ein kurzes Zögern. Der Blick des Wiseman wandert zu Roman Reigns, als wolle er sich vergewissern, dass dieser Moment tatsächlich gekommen ist. Roman reagiert kein Stück... Kein Nicken... Kein Blick... Keine Erlaubnis aber auch kein Verbot für jemanden wie Heyman ist das ausreichend. Der Wiseman dreht sich zum Ringrand und winkt hektisch einen Coast-2-Coast-Mitarbeiter heran. Seine Handbewegung ist bestimmt fast fordernd. Das Publikum registriert es sofort. Die Buhrufe schwellen erneut an als der Mitarbeiter hastig ein Mikrofon durch die Seile reicht. Heyman greift danach... Er hebt das Mikrofon doch bevor er sprechen kann wird er übertönt... YOU SUCK... YOU SUCK...! Der Chant brandet durch die Arena wie eine Welle. Heymans Lächeln gefriert kurz. Seine Augen verengen sich doch er wartet und lässt die Rufe laufen. Er zählt innerlich die Sekunden. Dann hebt er die freie Hand leicht an... eine Geste die früher ausgereicht hätte um die Menge zum Schweigen zu bringen. Heyman senkt langsam die Hand wieder, schüttelt kaum merklich den Kopf und setzt das Mikrofon schließlich an die Lippen.
"The Wiseman" Paul Heyman "Lady's and Gentlemaaan... Lady's and Gentlemaaan my name isss Paaaul Heeeyman."
Das sorgt zumindest für vereinzelte Reaktionen. Einige Fans verstummen... andere buhen weiter doch Heyman nutzt den Moment. Er dreht sich leicht zur Seite und wirft einen Blick auf Roman Reigns. Der Tribal Chief steht noch immer regungslos in der Mitte des Rings. Die Arme locker an den Seiten. Der Blick nach vorne gerichtet und er zeigt keine Reaktion auf Heymans Worte.
"The Wiseman" Paul Heyman Es ist... ganz genau gesagt... sieben Tage her, seit dieses sogenannte Special über die Bühne gegangen ist. Sieben Tage voller Spekulationen voller Gerüchte... voller selbsternannter Experten, die plötzlich glauben zu wissen, was mit Roman Reigns passiert ist. Und doch gibt es eine Tatsache... eine unumstößliche Wahrheit die all eure Meinungen und all euren Hass und all eure Fantasien Lügen straft. Der Tribal Chief ist immer noch der Coast-2-Coast Eastcoast Champion."
Ein lautes Raunen geht durch die Halle gemischt mit wütenden Pfiffen. Heyman hebt nun den Zeigefinger.
"The Wiseman" Paul Heyman "117 Tage... 117 Tage Dominanz... 117 Tage, an denen niemand auch niemand ihn entthront hat. “
Roman Reigns bewegt sich weiterhin keinen Zentimeter. Kein Blick zu Heyman... Kein Blick zu Jey Uso und auch kein Blick zum Publikum. Er steht da wie eine Statue aus Stein geformt aus Dominanz, Stolz und etwas Neuem... etwas Unausgesprochenem. Etwas das selbst Paul Heyman nicht vollständig kontrollieren kann. Heyman räuspert sich leise fast theatralisch und setzt erneut an.
"The Wiseman" Paul Heyman "117 Tage, an denen sogenannte Helden gekommen sind… und gefallen sind... 117 Tage an denen große Namen geglaubt haben, sie könnten Geschichte schreiben... nur um selbst ein weiteres Kapitel in der Legende von Roman Reigns zu werden. Ihr wollt Namen hören, nicht wahr? Ihr wollt, dass ich über Legenden spreche... über Ikonen... über Männer, die sich selbst für unaufhaltsam hielten. Aber wisst ihr, was das eigentlich Erschreckende ist? Ich muss diese Namen gar nicht erwähnen."
Ein kollektives Raunen geht durch die Arena. Heyman dreht sich halb zu Roman Reigns nicht um Bestätigung zu bekommen, sondern um ihn bewusst ins Bild zu rücken. Roman reagiert weiterhin nicht und genau das macht diese Aussage so stark. Paul Heyman senkt langsam den erhobenen Finger. Das Raunen der Crowd ebbt nicht ab, es verändert sich. Weniger Chaos... Mehr Erwartung... Er lässt den Blick durch die Arena schweifen, als würde er die Stimmung einsammeln sortieren einordnen. Dann atmet er tief ein...
"The Wiseman" Paul Heyman "Doch all diese Zahlen... all diese Namen... all diese sogenannten Wahrheiten verblassen in dem Moment... in dem der Verrat aus den eigenen Reihen kommt. Lasst uns also über etwas sprechen, das ihr viel lieber hören wollt. Lasst uns über Solo Sikoa sprechen. Solo Sikoa wusste ganz genau, was er da tat. Ihr fragt euch ob Roman Reigns die Kontrolle verloren hat. Lasst mich euch eines klar sagen... Niemand verrät den Tribal Chief... ohne einen Preis zu zahlen!"
Die letzten Worte hallen noch durch die Arena, als Paul Heyman das Mikrofon langsam senkt. Die Crowd reagiert laut. Buhrufe... Pfiffe... Vereinzelte "Solo!“-Chants mischen sich darunter wie Salz in eine offene Wunde. Heyman will ansetzen vielleicht relativieren doch er kommt nicht dazu. Denn Roman Reigns bewegt sich... Nicht hastig... nicht explosiv sondern kontrolliert endgültig. Langsam hebt er die rechte Hand... Kein wildes Winken... Keine aggressive Geste nur diese eine klare Bewegung. Die universelle Aufforderung. Heyman erstarrt und sein Blick wandert sofort zu Roman. Ein kurzer Moment des Zögerns dann tritt er einen halben Schritt näher und reicht ihm das Mikrofon. Für den Bruchteil einer Sekunde berühren sich ihre Hände. Heymans Finger lösen sich nur widerwillig vom Mikrofon als würde er ahnen, dass er gleich die Kontrolle über den Moment verliert. Roman Reigns nimmt das Mikrofon... Die Arena wird nicht leiser. Die Buhrufe sind jetzt fokussierter. Erwartung liegt in der Luft. Jeder weiß... Wenn Roman spricht dann nicht oft und nie ohne Bedeutung. Roman Reigns steht regungslos in der Mitte des Rings. Das Mikrofon liegt schwer in seiner Hand. Die Geräuschkulisse ist ohrenbetäubend. Buhrufe vereinzelte „Solo!“-Chants, gemischt mit wütenden Zwischenrufen. Doch Roman bewegt sich nicht... Kein Zucken im Gesicht... kein nervöses Atmen nur dieser kalte berechnende Blick, der langsam durch die Arena wandert. Er hebt das Mikrofon...
Roman Reigns "COAST 2 COAST UNIVERSE... MEXICO... ACKNOWLEDGE ME!"
... er senkt es wieder. Ein Spiel mit der Erwartung. Die Crowd wird noch lauter dann führt er es erneut an die Lippen.
Roman Reigns "Eine Woche… Eine Woche redet ihr über Verrat. Eine Woche redet ihr über Chaos. Eine Woche tut ihr so, als hättet ihr gerade den Untergang eines Imperiums erlebt. Aber der Tribal Chief steht noch hier im Coast 2 Coast Ring als euer Eastcoast Champion. Solo Sikoa hat den Tribal Chief von hinten angegriffen. Er hat seine Hand gegen seinen eigenen Tribal Chief erhoben. Das nennt man Verrat... Und Verrat... hat in meiner Familie Konsequenzen. Solo Sikoa ist Familie... Blut... Aber Familie bedeutet nicht dass man ohne Strafe davonkommt. Familie bedeutet Verantwortung... Solo du wolltest beweisen, dass du kein Enforcer mehr bist. Du wolltest zeigen, dass du nicht mehr im Schatten stehst. Solo Sikoa wollte der die Welt glauben lassen dass der Tribal Chief verwundbar ist. Du hast nicht mich getroffen, Solo... du hast die Bloodline getroffen."
Diese Worte hängen schwer in der Luft... Er dreht sich leicht zu Jey.
Roman Reigns "Solo du hast unseren Namen beschmutzt und wenn jemand unseren Namen beschmutzt... Dann wird er zur Rechenschaft gezogen. Du wolltest ein Zeichen setzen? Jetzt setzt der Tribal Chief ein Zeichen... die Kontrolle wurde nicht verloren. Der Tribal Chief ist die Kontrolle. Du hast deine Entscheidung getroffen. Und du hast versucht, diese Macht von innen heraus zu zerstören. Du wirst mir gegenübertreten... nicht als Enforcer... nicht als Schatten... sondern als der Mann, der es gewagt hat, den Tribal Chief zu verraten... Und bei Verrat zahlt man den Preis."
Der Tribal Chief zeigt auf sich und wird ein bisschen lauter...
Roman Reigns "Solo du willst kein Teil der Familie sein? Gut! Dann steh vor mir... Komm hier raus... Komm in meinen Ring... nicht hinter meinem Rücken... nicht aus dem Schatten... und nicht mit einem Schlag von hinten."
The Tribal Chief blickt richtung Entrance und wartet... es tut sich aber nicht als plötzlich sich tatsächlich eine Theme in die Boxen der Arena spielt, welche aber nicht genau die war, die sich der Tribal Chief erhofft hatte.
Die Fans beginnen sofort zu jubeln, das der Titantron den Lunatic Fringe ankündigt. Roman war alles andere als begeistert, das konnte man Ihm ansehen. Doch mehr als die Theme passierte erstmal nicht. War es vielleicht doch eine Finte von Solo, der dadurch versucht, sich erneut hinterrücks am Chief zu vergreifen? Mitnichten, denn kurz darauf erscheint dann doch Moxley auf der Stage und hatte ein kleines Lächeln auf den Lippen. Er blieb auf der Stage stehen, blickte in den Ring und schüttelte nur einmal mit dem Kopf. Er war bereits mit einem Mikrofon bewaffnet, welches auch bereits genutzt wurde. Seine Theme erlischt und ganz langsam bewegt sich Jon die Rampe herunter.
Jon Moxley "Ich weiß, ich weiß...ich bin nicht genau die Person, die du jetzt erwartet hast. Und es tut mir leid...Aber ich bin genau so entsetzt wie Du wirklich. Ich meine...was zum Teufel war das bitte letzte Woche? Ich dachte Solo ist deiner Bloodline zu einhundert Prozent treu? Und dann...BÄM!!! Also das wird auf jeden Fall am ende des Jahres in jedem Jahresrückblick zu sehen sein...Solo Sikoa hintergeht den großen Roman Reigns....Absolute Cinema!"
Die Fans jubeln auf. Aber es war schon ein großer Schock gewesen, das musste man zugeben. Niemand konnte damit rechnen, das Solo sich gegen den Tribal Chief stellen würde. Doch eine Frage blieb offen: Warum? Roman will eine Antwort von Solo, das ist verständlich. Doch nun war es nun mal Jon der hier herauskam. Bevor Jon dann weiter redet, hebt er kurz seine Hand.
Jon Moxley "Und bevor du jetzt auf die Idee kommst...das ich damit etwas zu tun habe...denn es gab einige Leute, die mir das zutrauen würden, aber ich habe mit Solo und dem was da passiert war nichts zu tun! Nicht das du auch auf die Idee kommst, mir hier jetzt Dinge zu unterstellen, die nicht stimmen... Ich habe was das angeht eine weiße Weste...weißer geht es nicht mehr!"
Mittlerweile ist er unten an der Rampe angekommen, aber er machte keine Anzeichen, das Jon jetzt dringend in den Ring müsste. Stattdessen schlendert er langsam am Ring entlang, sein Blick dabei immer auf Roman gerichtet.
Cathy Kelley "Ich glaube Jon Moxley, denn was hat er mit Solo Sikoa zu tun?"
Wade Barrett "Sehe ich auch so... was hat John Moxley schon mit Solo Sikoa zu tun?..."
Cathy Kelley "Gar nichts denn Mox braucht keine Hilfe um Matches zu gewinnen."
Die Kamera fährt langsam um Roman Reigns herum. Der Lärm in der Arena ebbt nicht ab denn er verändert nur seine Form. Buhrufe, vereinzelte "Solo!“-Rufe ein paar "Moxley!“-Chants doch Roman blendet all das aus. Er steht in der Mitte des Rings. Der Blick ist nicht auf Jon Moxley gerichtet... nicht auf Jey und nicht einmal auf Heyman. Der Tribal Chief blickt weiterhin zur Stage. Der Eastcoast Champion hebt langsam das Mikrofon und doch er spricht nicht sofort. Er mustert Jon Moxley. Dann wandert sein Blick erneut zur Stage.
Roman Reigns "Seht ihr... Genau das meint der Tribal Chief. Er kommt nicht und nein... Das überrascht den Tribal Chief nicht nicht. Solo war schon immer gut darin im Hintergrund zu stehen. Schon immer gut darin abzuwarten... schon immer gut darin, den Raum zu lesen bevor er ihn betritt. Vielleicht sitzt er gerade im Büro des General Managers... vielleicht versucht er sich zu erklären ...Vielleicht sucht er Schutz... oder vielleicht versteckt er sich irgendwo tief im Gebäude. In einem dunklen Flur... in irgendeinem Keller."
Er macht ein paar Schritte durch den Ring. Die Fans reagieren mit Buhrufen. Roman zuckt nicht einmal mit der Wimper. Er lehnt sich leicht über das oberste Seil Blick weiter zur Stage.
Roman Reigns "... dort unten wo das Licht nicht hinkommt... zwischen Staub, Schatten und all dem Ungeziefer, das sich nur zeigt, wenn es glaubt, niemand sieht ihn. Ratten verhalten sich genauso. Sie kommen nur raus, wenn sie glauben, der Löwe schläft. Aber der Tribal Chief schläft nicht."
Die Crowd wird lauter. Reigns geht zurück in die Mitte des Rings.
Roman Reigns "Solo dachte letzte Woche, er hätte mich überrascht. Er dachte, dieser eine Moment dieser eine Schlag würde alles verändern. Er dachte, der Tribal Chief würde fallen. Dass das Imperium zerbricht. Dass die Bloodline ohne ihn nicht mehr funktioniert. Aber weißt du, was er falsch eingeschätzt hat? Der Tribal Chief hat mit Verrat gerechnet nicht von ihm vielleicht... Aber in diesem Business? In dieser Familie? In dieser Position? Vertrauen ist ein Luxus und Loyalität wird getestet. Solo versteckt sich nicht, weil er Angst vor dir hat... Er versteckt sich, weil er weiß, was es bedeutet, mir in die Augen zu sehen... Er weiß, dass der Tribal Chief nicht schreit... Er weiß, dass der Tribal Chief nicht tobt... Er weiß, dass der Tribal Chief nicht die Kontrolle verliert... Der Tribal Chief Roman Reigns rechnet ab. Nicht heute im Chaos zwischen Gelächter und Jubel sondern dann... wenn er keinen Ort mehr hat, an dem er sich verstecken kann."
Ein letzter Blick zur Stage und Roman Reigns hat wohl alles dazu gesagt. Jedoch steht noch Jon Moxley am Ring. Dann langsam dreht er den Kopf und sein Blick trifft Jon Moxley. Die Arena reagiert sofort. "MOX-LEY! MOX-LEY!“ mischt sich mit Buhrufen. Roman sagt nichts. Er geht ein paar Schritte nach vorne näher an die Seile näher an Moxley. Das Mikrofon hebt sich erneut.
Roman Reigns "... Und jetzt... Jetzt sprechen wir über dich... Jon Moxley. Du kommst hier raus… spielst den Unbeteiligten. Spielst den Mann mit der weißen Weste. Du sagst, du hast nichts damit zu tun. Der Tribal Chief braucht keine Ausreden. Der Tribal Chief braucht keinen Schuldigen... keinen Drahtzieher oder keine Verschwörung. Aber hör mir genau zu... Ob du die Strippen ziehst oder nur danebenstehst und applaudierst... Du bist nicht hier rausgekommen, um über Solo zu reden. Wenn du ein Problem mit mir hast dann komm in meinen Ring."
Es war für Jon schon recht amüsant, als Roman sich nicht wirklich auf den Lunatic konzentrierte, sondern eher darauf bedacht war, über Solo eine kleine Wutrede zu halten. Jon hatte nicht mal ein Problem damit, in diesem Moment ignoriert zu werden. Eher konnte er sich hier und dort ein Schmunzeln nicht verkneifen. Er mochte es zu sehen, wie die Bloodline in sich selber anfängt zu bröckeln, wenn man es so nennen konnte. Ob Roman Mox jetzt glaubt oder nicht, das er nichts mit dem Sinneswandel Solos zu tun hatte, war Ihm auch egal. Doch dann richtet der Chief doch seine Worte an Mox und schon ist der Lunatic wieder interessanter für Roman.
Jon Moxley "Also wenn du jetzt erst gemerkt hast, das ich ein Problem mit dir habe, dann bist du wahrlich kein Schnelldenker. Aber da du anscheinend darauf bestehst..."
Jon stoppte dann mit seiner Aussage und erklimmt schließlich den Apron. Die Fans jubeln auf, anscheinend war das Thema zwischen den Beiden noch nicht vorbei. Und betrachtet man das Ergebnis vom Special war es nicht nur für Jon, sondern auch für Roman nicht gerade vorteilhaft. Mox hat seinen Blick auf Roman gerichtet, als er den Ring entert. Jey und Paul bekommen keinen Blick geschenkt, nur der Tribal Chief.
Jon Moxley "Vielleicht solltest du mal drüber nachdenken, ob Solo nicht sogar erst der Anfang war? Ich meine...keine Ahnung was Solo dazu getrieben hatte, aber nur mal so als Gedankenanstoß...Jey hier wirkt auch nicht sonderlich glücklich in deiner Gegenwart...Ich will hier jetzt nichts beschwören aber...Sieh dich um Roman. Du hebst deine Bloodline jede Woche hervor aber genau diese Bloodline scheint sich gegen dich zu stellen."
Jon wirft dann einen Blick zu Jey, der sich hinter Roman befindet. Was wäre, wenn Jon gar nicht mal so Unrecht hätte? In dem Moment, in dem Jon Moxley den Namen von Jey auch nur andeutet verändert sich die Atmosphäre im Ring schlagartig. Die Kamera fängt Jey Uso ein. Die Arme lösen sich aus der verschränkten Haltung. Er stößt sich langsam aus der Ringecke ab. Ein Schritt nach vorne und noch einer. Die Fans reagieren sofort. Ein aufgeregtes Raunen geht durch die Halle, das in Jubel übergeht. Die Situation droht zu kippen. Jey bleibt nicht stehen. Er umrundet Roman Reigns halb, seine Augen brennen sich förmlich in Moxley hinein. Jey sein Atem geht schwerer. Das ist kein kalkuliertes Spiel. Das ist Emotion... Roh... Ungefiltert. Jey ist jetzt nur noch wenige Meter hinter Roman und seine Hände ballen sich zu Fäusten. Die Schultern vibrieren vor Anspannung. Alles in seiner Körpersprache schreit danach, dass er losstürmen will doch dann... Der Tribal Chief Roman bewegt sich langsam hebt er die rechte Hand. Keine große Geste und kein dramatisches Ausfahren des Arms. Nur eine flache ruhige Bewegung nach hinten. Die Wirkung ist unmittelbar. Jey Uso bleibt stehen und zieht sich wieder langsam zurück. Roman dreht sich nicht einmal um. Sein Blick bleibt auf Moxley gerichtet. Er weiß genau, wo Jey steht. Die Crowd reagiert mit gemischten Rufen... Enttäuschung und Spannung zugleich. Roman senkt schließlich die Hand. Jetzt erst dreht er den Kopf minimal zur Seite ohne Jey direkt anzusehen.
Die Spannung im Ring ist mit Händen zu greifen. Roman Reigns steht regungslos da, den Blick fest auf Jon Moxley gerichtet. Hinter ihm ein paar Schritte versetzt Jey Uso. In dessen Augen lodert noch immer dieses unausgesprochene Feuer, doch er hat sich zurückgenommen... nicht freiwillig sondern weil eine einzige Geste gereicht hat. Roman atmet ruhig durch die Nase ein. Dann hebt er das Mikrofon doch seine Stimme ist nicht laut. Aber sie schneidet durch den Lärm.
Roman Reigns "Jon Moxley... du stellst Fragen über meine Familie... und versuchst Zweifel zu säen. Aber ich stelle dir eine Frage Jon... Was genau hat dich nach Mexiko City geführt? Ist es Coast 2 Coast Wrestling?... ist es diese Bühne? Dieses Licht? Diese Kameras? Oder bist du nur hier, weil du weißt, dass alles größer wirkt... wenn der Tribal Chief daneben steht? Du redest von meiner Bloodline... Rissen... von Anfang und Ende. Aber seien wir ehrlich."
Ein Raunen geht durch die Halle... seine Stimme wird tiefer.
Roman Reigns "Bevor du mir gegenüberstandest... bevor du in diesem Ring geblutet hast... bevor du in dem Orbit von Tribal Chief warst. Wer hat hier über dich gesprochen? Aber du warst nicht der Mittelpunkt. Der Tribal Chief und die Bloodline sind der Mittelpunkt. Also sag dem Eastcoast Champion bist du hier, um über das Match zu sprechen oder um dem Tribal Chief zu danken? Danken dass ein Jon Moxley wieder relevant war."
Ein lautes Raunen geht durch die Arena.
Roman Reigns "Danken dass dein Name in einem Atemzug mit dem vom Tribal Chief genannt wird. Danken dass dein größter Moment in Coast 2 Coast Wrestling nicht in irgendeinem Hinterzimmer stattfand... sondern im Ring mit dem Tribal Chief. Du sagst, du hattest nichts mit Solo zu tun. Der Tribal Chief sieht etwas anderes... einen Mann, der gehofft hat, dass mein Imperium in dem Moment fällt, in dem Solo zuschlägt... und jemanden, der sich insgeheim gewünscht hat, dass der Tribal Chief am Boden bleibt. Aber der OTC ist nicht gefallen... und weiterhin Coast 2 Coast Eastcoast Champion."
Er mustert Moxley von oben bis unten... Ein lauter "MOX-LEY!“-Chant brandet auf. Roman reagiert nicht ein bisschen.
Roman Reigns "Also nochmal... Was führt dich nach Mexiko City? Ein Vertrag?... Ein Titel?... Ein persönlicher Kreuzzug? Wenn du glaubst, dass der Tribal Chief irgendetwas schuldet... Dann verstehst du nicht, was der Tribal Chief ist... Das Gesicht der Coast 2 Coast Company... Ein Main Eventer... Kopf der Bloodline... HEAD OF THE TABLE and Eastcoast Champion... Tribal Chief ROMAN REIGNS!"
Roman Reigns sein Blick wird ernster und tritt ein Schritt näher an Moxley...
Roman Reigns "OTC schuldet niemandem etwas... er gibt Chancen... gewährt Kämpfe. OTC entscheidet... wann jemand wieder gegen den Tribal Chief antreten darf."
Paul Heyman beobachtet die Szene nervös, den Titel fest an seine Brust gedrückt... doch wie reagiert Jon Moxley...
Mox hört sich die Worte des Tribal Chief ganz genau an. Allerdings wirkt er dabei nicht eingeschüchtert oder angespannt, nein, er war locker, so wie man Ihn kannte. Ein klein wenig geht der Fokus nun von Solo und seinem Verrat weg, hin zu Jon und der Tatsache, das Roman, zumindest in seinen Augen, bestimmen darf, wer wann gegen Ihn antreten dürfte.
Jon Moxley "Ich bin hier rausgekommen, um dich an etwas zu erinnern. Du hast dich immer damit geschmückt, das du bisher jeden Gegner besiegt hast. Egal, wer sich dir und dem Titel in den Weg gestellt hat. Ja, du bist noch immer der EastCoast Champion...aber...du hast mich nicht besiegt. DU hast mich nicht zerstört. Im Gegensatz zu all den Anderen...bin ich noch ungeschlagen gegen den großen Tribal Chief. Ein No Contest bedeutet kein Sieg...aber auch keine Niederlage. Und ich weiß, das du dich mit diesem Ergebnis nicht zufrieden geben wirst. Immerhin weißt du ganz genau, solange ich nicht auf dem Boden liegen bleibe, wird man mich nicht los. Ich bin wie diese eine Mücke im Sommer, die dich jede Nacht nervt...bis sie ihr Ziel erreicht hat...den letzten Stich zu setzen und sich das zu holen, worauf die Mücke ständig lauert..."
Mox senkt das Mic und blickt dann zu Paul und dem EastCoast Titel. Scheint, als würde der Lunatic Lust haben, sich auf einen weiteren tanz mit Roman einzulassen. Denn er hat einen Punkt richtig getroffen. Roman hat Jon nicht offiziell besiegen können. Aber genau damit versucht Reigns jede Woche sich ins richtige Licht zu rücken. Reigns braucht diesen Moment, wenn er siegreich über seine Gegner steht. Doch Jon hat sich bisher nicht in die Liste seiner Opfer eingetragen.
Jon Moxley "Ich gebe dir hier die Möglichkeit, deinen Pfad der Zerstörung fortzuführen. Nimmst du an oder kannst du damit leben, dir ständig vor Augen zu führen, das du jeden, absolut jeden zerstören konntest...nur diesen einen, kleinen Lunatic nicht, mh? Ich hätte weniger Probleme damit, wie du...und das wissen wir Beide."
Die Crowd reagiert sofort. Paul Heyman spannt sich an. Jey hebt minimal das Kinn. Roman spricht klar ohne Spielchen.
Roman Reigns "Du willst den Moment, in dem entweder dein Mythos weiterlebt oder der Tribal Chief dich endgültig beendet? Du bekommst dein Match... nicht heute... nicht hier... sondern beim nächsten Special.c2c LIVE Special #85 im Tokyo Dome, Tokyo, Japan... Roman Reigns... gegen Jon Moxley! Und wenn OTC dich besiegt... dann verschwindet dieses Gerede verschwindet dein Mythos. Dann bist du nur noch ein weiterer Name den der Tribal Chief gebrochen hat."
Plotzlich lässt Roman Reigns das Mikro fallen und steigt aus dem Ring. Jey Uso und Paul Heyman folgen ihm. Im Ring bleibt ein Jon Moxley zurück mit einem breiten grinsen.
Die Tour in Mexiko findet heute ihren Abschluss. Das Special aus der letzten Woche hat noch einige Nachwehen. Während dort zwei neue Champions hervorgekommen sind, haben andere verteidigt. Doch unter all den Highlights fand auch ein Match statt, welches auch für sehr viel aufsehen sorgte. LA Knight, Danhausen und ein gewisser Logan Paul in einem Triple Threat Match. Hat man zumindest gedacht. Bis sich gewisse Frauen einmischen. AJ Lee und Tiffany Stratton sprangen für die jeweiligen Herren in die Bresche. Und als Überraschung, kam später auch noch Mandy Rose dazu, um LA Knight zu helfen. Wie auch immer die Konstellationen zueinander standen, Logan nervte es total. Warum? Weil es wieder zu keinem richtigen Ergebnis kam.
Heute hat der Blonde aus Westlake, Ohio jedoch eine andere Aufgabe. The One Shot of Glory Koffer wird, wie schon bei den Frauen, neu vergeben. Und natürlich ist der Maverick mit von der Partie.
Die Kameras schalten Backstage. Genauer gesagt in die Parking Lot. Dort fährt eine schwarze Limousine vor und hält direkt vor der Kamera. Von der Umgebung ist kaum etwas zu sehen. Es dämmert bereits und nur vereinzelte Laternen spenden etwas Licht. Doch wer nun die hintere Türe öffnet, ist sehr gut zu sehen. Es dauert nicht lange, bis wir ein Gesicht zu sehen bekommen. Natürlich ist es das von Logan Paul. Mit einem schwarzen Muskelshirt, darüber eine College-Jacke, einer dunkelblauen Jeans und weißen Sneakern bekleidet, setzt er zusätzlich ein breites aber amüsiertes Grinsen auf. Bereits jetzt senden die mexikanischen Fans ein lautes Buh-Konzert, was sogar bis draußen zu hören ist. Doch der Blonde grinst darauf nur, wedelt provokant mit den Armen, wonach es aussieht, als würde er sich warm machen. Zudem macht er ein paar Boxbewegungen mit den Fäusten und geht dann lässig seinen Weg. Und dieser führt ins Innere der Arena. Ein Kameramann folgt ihm durch einen kleinen Gang, bis er an der Gorilla Position angekommen ist. Und kaum ist er da, schallt auch schon seine Theme durch die Halle. Das Buhen wird dadurch noch mehr entfacht.
Das Bild bleibt bei ihm und zeigt, wie er von der Gorilla Position auf die Stage geht. Sein schwieriges Grinsen trägt er immer noch und streckt sogar seine beiden Arme in die Luft, nur um mit den Zeigefingern nach oben zu zeigen. Klar, pure Provokation. Diese wirkt auch. Denn zwischenzeitlich hört man im Chor LOSER rufen. Fragend zeigt er auf sich selbst und zuckt mit der Schulter. Aber diese Beleidigung schüttelt er mit einem Grinsen von sich.
Die Rampe hinunter versucht er weiter zu provozieren. Viele Fans am Zaun versuchen ihn zu beleidigen. Doch auch für diese hatte er nur ein Grinsen parat und formt mit der Hand einen Mund, wobei er die Spitzen der Finger auf die des Daumes aufsetzt.
Unten angekommen, bleibt er auf der Ringtreppe stehen und schaut sich nochmals um. Auch dafür erhält er ein neu entfachtes Buh-Konzert. Aber davon lässt sich ein Logan Paul nicht abhalten. Er klettert in den Ring und lässt sich ein Mikro geben. Und noch bevor seine Theme verklingt, beginnt er zu sprechen.
Logan Paul: ”Wow…wow…wow…Shut the hell up! Wenn der Kuchen redet, sind die Krümel still.”
Natürlich. Als Kuchen ist man stets der Mittelpunkt. Aber so sieht sich Logan Paul auch einfach. Ein Ego, welches die Fans zurecht nicht mögen. Um Sympathien schert er sich überhaupt nicht. Und nicht nur für sein arrogantes Verhalten, sondern auch für seine Worte bekommt er ordentlich Heat von den mexikanischen Fans. L-O-S-E-R schallt es erneut durch die Ränge, als die Musik endet.
Logan Paul: ”Logan Paul steht mal wieder im Main Event. Seht ihr das nicht? Es ist eine Frage der Zeit, dass ich dem Clown Omega von seiner Last des World Titles befreie! Der One Shot of Glory Koffer wird neu vergeben. Und natürlich kann sich eine Granate, wie ich es bin, nicht entgehen lassen.”
Granate? Das sehen die Fans anders. Das laute Buhen hat durchaus zwischenzeitlich Bestand, sobald er aufhört zu sprechen. Und um neu anzusetzen, muss er seine Stimme etwas erhöhen. Und es nervt ihn. Es nervt ihn gewaltig. Er setzt kurz ab und läuft wütend durch den Ring. Wie ein HB-Männchen, das man nicht ernst nehmen möchte.
Logan Paul: ”Doch reden wir zunächst über letzte Woche. LA Knight versus Danhausen versus LOGAN PAUL. Was zur Hölle war DAS? Ich sah einen Danhausen. Begleitet von seinem Schoßhündchen AJ Lee. Ich sah, dass Tiffany sich einmischen musste, weil das Schoßhündchen sich einmischen musste. Aber ich rieb mir meine Augen als ich sah, dass für LA Knight plötzlich Mandy Rose die Rampe hinunter rollte! Was zur Hölle?!? Seit wann lutscht Mandy den mickrigen Pickel, den er Schwanz nennt?”
Ungläubig zuckt der Maverick mit der Schulter und wirft fragend die Arme zur Seite. Klar, mit Mandy Rose hatte niemand gerechnet. Seit Monaten sah man von der Toxic Attraction fast gar nichts. Und auf einmal tauchte sie auf und vermasselte ausgerechnet sein Match. Mittlerweile ist ja auch bekannt, dass sie ein Problem mit Tiffany hat und deshalb die Entscheidung traf, zu helfen. Happy ist Logan nicht. Ganz und gar nicht. Was mit LA Knight als kleinen sportlichen Wettkampf begann, entwickelte sich zu einem Krieg. Wer weiß, wer sich noch einmischen würde?!
Logan Paul: ”Mir wurde ein Sieg genommen! Die Chance, die Rechnung mit Knight und Danhausen zu klären! Leute, die unter den Maverick stehen und ihren Platz kennen sollten. Come on…wer glaubt schon daran, jemanden zu verfluchen? Indem er mit den Fingern wedelt? Was ist das hier? Ein Zirkus? Das man es zulässt, dass dieser Freak mit einer Axt in der Hand rumrennt? Aber ihr buht, bei mir? Wenn ich in den Ring komme und euch die Wahrheit zeige?”
Wieder erhöht sich der Lärmpegel des Buhens. Auch Loser-Chöre sind weiterhin zu hören. Und mittlerweile hatte man es geschafft, dass auch Logan es nicht mit einem Grinsen abwehren kann. Er wirkt sauer. Wütend. Und ihm gehen die Reaktionen von den Rängen deutlich auf den Sack. Schließlich geht er zu den Ringseilen, lässt seine Blicke über das Publikum gleiten und lehnt seinen freien Arm auf dem obersten Seil ab.
[Color=white]Logan Paul: ”Womit, glaubt ihr, habt ihr ein Problem? Mit Logan Paul? Nein, ihr habt kein Problem mit Logan Paul! Ihr habt ein Problem mit Veränderung! Wie oft wollt ihr euch noch den fetten und unaktraktiven Paul Heyman ansehen, der über Roman Reigns Woche für Woche die selbe scheiße erzählt? Allein der Name des Gegners verändert sich. Roman Reigns…die Perfektion! Alles Schwachsinn! Er nutzt eure Aufmerksamkeit für eine Gehirnwäsche! Merkt ihr das nicht? Habt ihr einmal gesehen, dass Logan Paul das macht?”
Na ja, im Prinzip macht er hier das gleiche, nur auf eine andere Art und Weise. Und das weiß er auch. Und trotzdem sagt er das, was zu erwarten war.
Logan Paul: ”NEIN!!!”
Logan Paul: "Stattdessen darf ich mir einen John Cena ansehen, der nach einer gefühlten Ewigkeit in den Ring zurückkehrt und gleich den Shot zum One Shot of Glory Match fordert. Warum? Hat er es verdient? Mit welcher Berechtigung tritt dieser Loser in den Ring und fordert etwas? Und warum gewährt man es ihm? Wo war er? Einen weiteren schlechten Z-Movie drehen? Mister…Peacemaker Nummer 3? Obwohl die ersten Filme schon ein Flopp waren?!?”
Wütend, aber dennoch fragend, schaut Paul sich um. Verstehen kann er es nicht. Obwohl es ihm eine Freude sein wird, John Cena direkt den aktuellen Stand zu zeigen. Und dabei steht er natürlich ganz weit oben. Logan will wieder als Champion vorangehen. Und am liebsten würde er Kenny Omega herausfordern. Und genau jetzt hat er eine Chance, mit dem OSoG-Koffer. Immer und zu jeder Zeit. Selbst nach einem Match von Omega. Logan Paul wird für den aktuellen Champ zum gefährlichsten Mann.
Kurz setzt er das Mikrofon ab, macht ein paar Schritte zurück und dreht sich dann, um zu den Fans der anderen Seite zu sprechen. Natürlich nutzen diese die kurze Unterbrechung, um ihren Unmut zu verkünden.
Logan Paul: ”Wer war stattdessen anwesend? Logan Paul! Also soll mir einer sagen, warum John Cena die Chance erhalten soll, Omega zu fordern? Das irgendwelche Namen etwas fordern, die wir lange nicht mehr auf der Card gesehen haben, wird es nicht mehr geben! Euer Logan wird es für euch ändern! Euer Logan wird verhindern, dass Velveteen Dreams die Chance auf Gold hat. Ein Mann, der sich hinter einer Horde Frauen versteckt und sich sogar als Stable bezeichnet. Ein Stable, wovon man nichts sieht. Stablemitglieder, die anderen helfen, statt intern! Oder warum hilft Mandy Rose einem Versager von LA Knight? PR?”
Kopfschüttelnd dreht er sich wieder um. Er geht ein paar Schritte durch den Ring, immer die Fans im Visier. Ja, sie merken seine Wut und wollen diese auch nutzen, um ihn zu triggern. L-O-S-E-R schallt erneut um ihn herum und mittlerweile tut er sich schwer, diese einfach von sich zu schieben. Sie triggern ihn sehr. Das merkte man inzwischen deutlich.
Logan Paul: ”Velveteen Dream ist ein Snoop! Ein Mann, der schon viele Chancen hatte und kläglich versagte. Und genau das wird heute auch passieren! Für den Dream hat es sich ausgeräumt. Denn Logan Paul wird sein Albtraum sein! Den letzten Kick geben, um ihm die letzten Träume zu nehmen. Aber wisst ihr was? Das ist ja dann auch nicht genug. Ein Mister X muss auch dabei sein? Warum? Hat er Angst, genannt zu werden? Bayley…”
Nun dreht er sich Richtung Entrance. Sein Arm schnellt nach vorn und er zeigt mit dem Zeigefinger zur Rampe. Natürlich will er damit auf die General Managerin zeigen. Gegen jemanden Unbekanntes zu wrestlen ist schwer. Man kann sich nicht vorbereiten. Und die bekannten Gegner sind bereits eine Hausnummer. Auch wenn Logan es nicht zugeben will, weiß er um die Stärken seiner Kontrahenten.
Logan Paul: ”...was zur Hölle soll das? Einschaltquoten generieren? Pah…! Logan Paul generiert allein durch seinen Namen mehr Einschaltquoten als die drei anderen Loser zusammen. Also…warum, Bayley? Warum sitzt du mit deinem fetten Arsch auf deinem Bürostuhl und denkst darüber nach, wie man in dieser Liga neue Veränderungen einbringen kann? Dafür hast du mich! Logan Paul! Und genau das werde ich euch zeigen! Heute! Nach dem Main Event wird mein Name euch weiter beschäftigen, als euch lieb sein wird! Nicht ich bin der Loser! Begreift das endlich! Die anderen sind die Loser!”
Während den letzten Worten dreht er sich wieder leicht nach links, sodass er zu den Fans sprechen kann. Als er die anderen erwähnt, zeigt er allerdings wieder Richtung Titan Thron und soll für die Kollegen im Backstage Bereich gelten. Natürlich bekommt er dafür erneuten Heat. Doch mit diesen Worten will er anscheinend abschließen. Der Blonde wird wieder etwas lockerer.
Logan Paul: "Bleibt anständig und trinkt Prime!”
Sind seine letzten Worte. Und währenddessen wird unten im Bild eine Werbung für Prime angezeigt.
Das Mikrofon lässt er fallen. Und ohne viel Zeit zu verlieren, will er den Ring wieder verlassen. Noch bevor er die Ringtreppe hinunter gegangen ist, blendet das Bild um.
Pat McAfee:"wohoho…Logan Paul hat sich keine Freunde in Mexiko gemacht. Er will unbedingt den One Shot of Glory Koffer. Ob er es schaffen kann?" Cathy Kelley:"Große Worte, wo Taten folgen müssen. Ich bin gespannt, wie er sich schlägt und wer Mister X ist!" Wade Barrett:"Ein Rückkehrer vielleicht. Aber das sehen wir später. Jetzt geben wir erstmal ab."
Und damit ertönt eine Musik, die beängstigend wirkt. Die Lichter der Halle werden abgedunkelt und auf der Stage erscheinen die Black Widows AJ Lee und ihr Schützling, The Bizzare One Danhausen! Und dieser Entrance alleine schon ist so bizarr, dass die Fans nicht verstehen können, was sie hier erwartet. Eine Musik, die ein dunkles Dark Gimmick andeutet, ein Superstars, der als lustiges Comedy Gimmick durchgeht und eine Managerin, die ein verrücktes Heel Gimmick hat. Eine Mischung, die es so noch nie zuvor im Wrestling gegeben hat und die auch wohl kaum jemand hier versteht. Deshalb ist die Halle auch still, wie als wäre die Show schon vorüber. Doch nicht aus Respekt vor Danhausen, sondern viel mehr weil sie keine Ahnung haben. Sollen die Fans jetzt yubeln oder sollen sie buhn? Sollen sie erfreut sein, den lustigen Danhausen hier zu sehen, der sich als absoluter Publikumsliebling herausstellt oder sollen sie sich unwohl fühlen, weil jemand wie AJ Lee heraus gekommen ist, die keinerlei Freude von den Fans erhält. Oder sollen sie Angst haben oder aufgeregt sein, weil die Musik so düster wirkt? Was ist hier die Situation?
Matthew Rehwoldt:"Making his Way to the Ring... From Someplace faaar awaaay... Claiming to be 6Feet 7Inches Tall and weighing over 300 Pounds... Accompanied by the Sexy Spider AJ Lee... He is very Nice! Very Evil! DAAAAANHAAAUUUSEEEEEEEEN"
Mit ausgebreiteten Armen, die in der einen Hand ein Glaß voll dutzende Zähne und in der anderen Hand einen riesigen Nagel halten, präsentiert sich Danhausen auf der Stage und beginnt seine Schritte in Richtung Ring.
Und direkt an seiner Seite hoppelt, wie Matthew bereits angekündigt hat, seine bezaubernde und süße Managerin AJ Lee. Doch weis jeder hier in der Halle, dass dieser Schein sehr stark täuscht. Denn auch wenn hier AJ Lee aussieht, wie das süße kleine Mädchen und Danhausen wirkt, wie der finstere Lord der Unterwelt, den man nicht über den Weg laufen möchte, weis jeder Zuschauer der C2C, dass es genau anders herum ist. AJ Lees Herz ist so dreckig, wie der Schmelz auf den Zähnen in Danhausens Glaß, während er selbst der mit Abstand größte Publikumsliebling des hiesigen Rosters ist. Doch ob sich dieser Liebling heute Abend auch im Ring beweisen kann, werden wir noch sehen.
Während AJ einen der Worker dazu auffordert, Danhausens Umhang zu nehmen, weil sie so etwas garantiert niemals selbst machen würde, besteigen die beiden anschließend den Ring. In der Mitte posiert Danhausen noch für die Billionen Fanhausens dort draußen, die jeden Tag zu ihm aufsehen und ihn lieben wie Omas Mandarinenkuchen, während AJ Lee ihm noch einige Taktiken und Tipps ins Ohr zu spricht, worauf er in diesem Match aufpassen muss. Dann erlischt so langsam die Musik und die Beleuchtung wird wieder etwas heller!
Die Arena ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Menschen drängen sich Schulter an Schulter, jedes Gesicht ist nach vorn gerichtet, jede Stimme vibriert vor Erwartung. Eine elektrische Spannung liegt in der Luft kaum greifbar, fast lähmend. Niemand weiß, was gleich geschehen wird. Doch alle wissen, wer gleich erscheinen wird. Dann ohne Vorwarnung kippt die Atmosphäre. Das Licht erlischt schlagartig das nicht sanft, nicht allmählich, sondern abrupt, als hätte jemand mit der Faust die Sonne ausgeschlagen. Ein kollektives Raunen geht durch die Menge, begleitet von schrillen Rufen, Pfiffen, ersten Chants, die in der Dunkelheit verhallen. Einige zücken instinktiv ihre Handys. Andere erstarren doch nichts bewegt sich. Nur ein einziger, dumpfer Schlag hallt durch die Stille. Kein Musikton und kein Effekt nur dieser eine, tiefe, vibrierende Ton wie der Herzschlag der Erde. Und dann setzt sie ein die Roman Reigns Entrance Theme.
Diese klingt düsterer, langsamer, tribalistischer. Tiefe Trommeln rollen heran wie fernes Donnergrollen. Der Bass brummt schwer, dunkle Stimmen singen im Hintergrund, als kämen sie aus der Unterwelt.
Ein einzelner Lichtkegel durchschneidet den aufsteigenden Nebel und trifft die Mitte der Stage. Dort steht eine Silhouette... breit gebaut, unbewegt, mit gesenktem Kopf. Und dann tritt er hervor die Silhouette höchstpersönlich ..."Der Original Tribal Chief" Roman Reigns.
Keine Weste... Keine Begleiter... Nur er! In schwarzer Ringhose, mit nacktem Oberkörper und der Schweiß auf seinem tätowierten Brustkorb glänzt im Licht. Die tribalischen Muster auf seiner Schulter wirken wie Runen aus einer anderen Zeit. Seine Muskeln sind hart und präzise gezeichnet, seine nassen Haare liegen streng zurück. Einzelne Strähnen hängen ihm in den Nacken. Roman sein Gesicht zeigt nichts.. keine Wut, keine Freude sondern nur pure Entschlossenheit und völlige Ruhe doch er steht da und bewegt sich nicht.
Die Kamera fährt nah an sein Gesicht heran – jedes Zucken, jeder Atemzug ist sichtbar. Dann holt er tief Luft und beginnt zu gehen... Schritt für Schritt... Wie ein König, der in den Krieg zieht... Oder ein Henker, der keine Eile kennt. Die Musik dröhnt weiter doch die Pyrotechnik fehlt.. Keine Animationen... Nur Nebel... Licht... Und The Tribal Chief Roman Reigns. Er bewegt sich mit der Ruhe eines Mannes, der keine Zweifel kennt. Als er an den Zuschauern vorbeigeht, heben sich unzählige Smartphones. Einige schreien und manche beleidigen. Aber niemand wagt es, ihn zu berühren. Denn Roman Reigns ist nicht nur ein Wrestler. Nicht in diesem Moment. Jetzt ist er ein Monument... Eine lebende Legende...
An der Ringtreppe bleibt er stehen. Nur für einen Moment. Dann steigt er langsam hinauf – Stufe für Stufe. Oben auf dem Apron verweilt er kurz, schweift mit dem Blick durch die Arena, ohne jemanden wirklich anzusehen.
Matthew Rehwoldt:"Making his way to the Ring... from Pensacola, Florida... weighing in at 265 pounds.. THE ORGINAL TRIBAL CHIEF... "OTC"... ROOMMMAAAN REEEIIIGGGNNS!"
Dann stieg er durch das zweite Seil in den Ring. Die Musik verebbte langsam. Das Licht in der Arena dimmte noch weiter, bis nur noch ein einziger, kalter Lichtkegel den Ring erleuchtete. Alle anderen Lichter waren aus. Die Halle ist dunkel und still. Roman Reigns steht in der Mitte des Rings. Breitbeinig, aufrecht, ruhig. Der Blick geradeaus, in die Hardcam. Seine Brust hob und senkte sich leicht. Er bewegte sich kein Stück. Die Kamera zog langsam heran, von der Seite, dann von vorne. Seine Augen blickten direkt ins Objektiv... kalt, klar, fokussiert. Er kann es kaum erwarten bis das Match startet und spricht vor sich her um sich zu motivieren.
Warnung! Spoiler!
Roman Reigns besiegt Danhausen via Pinfall nachdem er unbemerkt seinen Titel als Waffe gegen Danhausen benutzt hatte (12:08 Min)
Here is your winner by pinfall: ROMAN REIGNS!
THE VELVETEEN TRAINING!
Es ist keine leichte Situation für die Lord Velveteen Dream Experience! Seit Wochen hat man ihn nicht mehr im Ring sehen können, und nun steht er zum allerersten Mal im Jahr auf der Card und dann direkt im One Shot at Glory Ladder Match! Bei seinem letzten Versuch unterlag er elendig diesem nervigen Schotten Joe Hendry, und dieses Mal wird es wohl keine leichtere Aufgabe werden. Es sind zwar dieses Mal nur drei und nicht fünf Gegner, die er bezwingen muss, aber hat sich in den letzten Wochen doch einiges an Ringrost bei ihm breitgemacht, sodass die Chancen, dass er heute siegreich aus dem Ring geht, ziemlich gering stehen. Ein zweites Mal haushoch verlieren und als Loser die Halle verlassen? Das sind Gedanken, die jeden Gewinnersportler, wie es der Dream doch ist, fertig machen würden! Doch… ach egal, ziehen wir diesen Anfang nicht länger, als er schon ist. Denn hier! Hier zeigt er sich endlich seinen Abermillionen treuen Fans zum ersten Mal im Jahre 2K26 vor den Kameras. Er ist wie ein Spiegel in einem Palastflur: Man läuft an ihm vorbei, sieht sich selbst darin und merkt sofort, dass man elendig aussieht, nicht, weil man schlecht gekleidet oder ungepflegt ist, sondern einfach nur, weil er selbst absurd perfekt ist. Wie Champagner zum Frühstück: völlig übertrieben, unnötig luxuriös und moralisch fragwürdig, aber verdammt noch mal, wenn er da steht, greift jeder trotzdem zum Glas. Wie ein Sonnenaufgang, der sich selbst applaudiert. Arrogant? Absolut! Aber niemand kann ernsthaft leugnen, dass es beeindruckend aussieht. Das und nichts anderes, ist der Velveteen Dream! Und der Velveteen Dream wäre nicht der Velveteen Dream, wenn er nicht der Velveteen Dream wäre, und genau aus diesem logischen Grund können wir uns hier wieder auf ein Festival der absurden Dekadenz freuen, für die man den Dream nur allzu gut kennt.
Der Dream zeigt sich hier in einem maßgeschneiderten Anzug aus tiefem Samt, dessen Farbe je nach Lichteinfall zwischen königlichem Violett und schwarzem Mitternachtsblau schimmert. Das Sakko ist tailliert, aber extravagant geschnitten, mit breiten Schultern, goldenen Ziernähten und einem offen getragenen Revers, unter dem kein Hemd, sondern nur nackte Haut und mehrere feine Ketten aus Gold und Perlen zu sehen sind. Die Hose fällt elegant und eng, endet knapp über hochglänzenden Lackstiefeln mit leichtem Absatz, die jeden Schritt wie einen Auftritt wirken lassen. Seine Hände sind mit Ringen geschmückt, während ein langer Mantel aus Seide und Brokat locker über seinen Schultern liegt, mehr Umhang als Kleidung. Alles an ihm schreit Überlegenheit, Luxus und Selbstbewusstsein, als hätte er sich nicht angezogen, um zu gefallen, sondern um allen anderen zu demonstrieren, dass Stil etwas ist, das man entweder besitzt oder niemals erreichen wird. Und mit diesem Stil beginnt er nun zu sprechen!
Velveteen Dream: „Wir brauchen eine Idee! Ich will nicht verlieren wie so ein Joe Gacy! Ich benötige diesen Koffer, und dafür würde ich alles tun! Ich hoffe, dass dein Mann wirklich diese göttlichen Fähigkeiten besitzt, von denen du gesprochen hast! Ich möchte nicht von irgendeinem Tunichtgut unterrichtet werden!“
Etwas zweifelnd steht der Dream da und scheint mit jemandem zu sprechen, der auch sofort im Bild der Kamera ersichtlich wird.
Man hört es genervt ausatmen, bevor man sieht, womit der Dream spricht.
👑atoxicattraction:👑 ”Mein...Mann?"
Hört man etwas verwirrt, während Mandy Rose ins Bild kommt. Ihren Kopf hat sie schief gelegt. Ihre Arme unter der Brust gekreuzt. Ihr Mann ist es sicherlich nicht und wird es auch niemals sein. Im roten ärmellosen Top, steht sie dar. Kombiniert mit einer schwarzen Lederhose. Zwischen ihrem Haar glänzt ihr Diadem. Die Brünette wirkt fassungslos. Kein Wunder. Denn immerhin nimmt sie es als Beleidigung auf. Und das sie dem besagten Mann half, war die Idee ihres Gegenübers.
👑Mandy Rose:👑 ”Wenn du eine andere Idee hast, dann kannst du diese gerne äußern. Ansonsten gehen wir jetzt durch die nächste Tür und du lässt dir helfen. Oder du wirst...Joe Gacy 2.0."
Helfen? Worüber spricht sie? Und wer soll hinter der nächsten Tür sein?
Joe Gacy 2.0? Das ist eine Beleidigung, die selbst für Mandy Rose zu weit gehen sollte. Wie kann sie nur so unverschämt zu ihrem Partner sein? Das kann der Dream selbst nicht einmal glauben! Doch eine Antwort auf die Frage, über was die beiden hier überhaupt sprechen, bekommen wir natürlich nicht direkt. Viel mehr …
Velveteen Dream: „Joe Gacy 2.0? Ich bin natürlich nicht Joe Gacy 2.0! Joe Gacy 2.0 ist nur ein dummer Hund. Ich hasse dumme Hunde!“
Natürlich regt sich der Dream erst einmal über diesen Spruch auf und zeigt sein Entsetzen darüber ohne Maske, offen und ehrlich! Doch zum Glück für alle beruhigt sich der Dream recht schnell wieder und nimmt sich die Worte seiner Partnerin zu Herzen … also … falls er so etwas überhaupt noch irgendwo unter all dem Luxus vergraben hält. Vielleicht bekommen wir ja nun endlich die Antwort auf die Frage, auf die alle Fans schon so sehnsüchtig gewartet haben. Die Antwort darauf, wer dem Dream hier helfen soll. Die Spannung ist quasi zum Greifen nah. Selten saßen die Zuschauer so fokussiert vor den Geräten und haben so detailliert zugehört wie jetzt. Das ist das wahre Highlight der Show, denn schließlich hat es zwei der besten Superstars des hiesigen Rosters. Wen interessiert schon eine Fallon Henley oder eine Skye Blue? Zwei unbedeutende Jobber, die nicht ohne Grund ihre Matches heute verloren haben, einfach weil sie beide absolut unbegabt sind. Grauenvoll, solche Pöbel in so einer Show live sehen zu müssen. Da muss man sich ja die Hände vor die Augen halten. Gut, dass wir im Main Event (wo auch sonst) heute noch so glorreiche Superstars der Perfektion wie den Lord Velveteen Dream zu sehen bekommen können.
Velveteen Dream: „Du hast ja schon recht. Ich war lange nicht mehr im Ring. Und auch wenn mein Aussehen und meine Fähigkeiten im Ring einfach nur sensationell sind, muss ich zugeben, dass nach der längeren Pause es doch etwas zu wünschen übrig lassen könnte.“
Kaum zu glauben, dass der Dream sich mal selbst so kritisieren kann. Ganz so abgehoben scheint er ja doch nicht zu sein. Auch wenn er den letzten Satz natürlich in einer immer leiser werdenden Stimme gesagt hat. Wahrscheinlich war es ihm einfach nur unangenehm, eigene Risse in seine so perfekte Fassade einzustampfen. John Cena und Logan Paul sind zwar auch nur wie unbedeutende ausgespuckte Kaugummis. John Cena ist wie ein leerer Thron in einem Museum: groß, bekannt, und jeder weiß, dass er mal wichtig war, aber niemand würde heute noch davor niederknien. Man geht einzig daran vorbei, nickt höflich und denkt sich: Schön, dass du da bist, Opa. Er ist wie eine Motivationstafel im Fitnessstudio, auf der seit Jahren derselbe Spruch steht. Niemand liest sie mehr, niemand braucht sie, aber irgendwer hat vergessen, sie abzuhängen.
Logan Paul dagegen ist wie ein lauter Feuerwerkskörper ohne Finale. Viel Lärm, viel Rauch, grelle Farben, und am Ende bleibt nur der Geruch von verbranntem Nichts. Man erinnert sich nicht an den Knall, sondern daran, dass man sich fragt, warum man überhaupt hochgeschaut hat. Er ist wie eine billige Uhr mit Diamantenimitat: glänzt aus der Entfernung, wirkt teuer auf Fotos, aber wenn man näher kommt, hört man das billige Ticken der Austauschbarkeit.
Cena und Paul zusammen sind einzig wie zwei Nebenrollen in einem Film, der eigentlich nur einen Star bräuchte. Sie laufen durchs Bild, sagen ihre Sätze, bekommen Applaus aus Gewohnheit und verschwinden wieder, während man sich fragt, ob sie jemals wirklich etwas verändert haben. Der Dream hingegen ist kein Teil der Kulisse. Er ist der Rahmen, der entscheidet, ob ein Bild überhaupt ausgestellt wird! Während die einen froh sein sollten, überhaupt erwähnt zu werden, steht er da wie ein unausweichlicher Maßstab. Nicht laut, nicht bemüht, sondern nur so überlegen, dass selbst die Beleidigung wie ein Akt der Gnade wirkt. Nicht mal der bisher noch unbekannte Gegner könnte den Dream ins Straucheln bringen. Es ist zwar ein Nachteil, dass er noch nicht weiß, gegen wen er eigentlich ran muss, aber das ändert nichts am eigentlichen Ergebnis. Der Dream wird gewinnen! Koste es, was es wolle!
Velveteen Dream: „Ich bin bereit. Lass es uns tun! Mit seiner Hilfe …“
Entschlossen bringt er diese Worte aus sich, pausiert dann seinen Satz allerdings für einen Moment, dreht sich in einer famosen Pirouette einmal im Kreis und dabei wird plötzlich die Szenerie komplett geändert! Wir befinden uns auf einmal in einer Art Gym! Und der Dream trägt nicht mehr die schicken Klamotten, die er eben noch trug, sondern ist in einer viel mehr sportlichen Uniform zu sehen!
Velveteen Dream: „Werde ich wieder ein solcher Topstar sein, dass mich jeder Champion der Liga fürchten wird, hahaha!“
Und während der Dream so herabschauend und eingebildet lacht, in einer Lautstärke, die man durch die ganze Halle vernehmen könnte, zoomt die Kamera etwas aus dem Bild heraus und zeigt einen Mann, der sich das Ganze aus dem Hintergrund völlig verwirrt anschaut. Als würde auch er sich fragen, wie die beiden plötzlich hierher gekommen sind und was sie hier wollen! Ist das endlich die Antwort, auf die absolut jeder hier schon so sehnsüchtig gewartet hat? Ist das der Mann, der dem Dream helfen soll, heute Abend als Sieger aus dem Ladder Match zu gehen? Es ist auf alle Fälle ein Mann, der immerhin mit Logan Paul so einige Probleme haben sollte. Denn es ist natürlich niemand Geringeres als …
L...A...Kight! Yeah und so! Da ist die Verwirrung verwirrt, als die Extravaganz im Fleischgewand hier aufschlägt- Man muss nämlich wissen...dieses Gym hat Knight für sich selbst gebucht. Er hat zwar in Mexiko City kein Match, aber die Megastar will stets in Form bleiben. Da ist Knight eben egoistisch genug, sich einen eignen Raum zu mieten. So ist es wenig verwunderlich, dass er im Shorts und Muscle Shirt auf die, offensichtlich, ungebetenen, Gäste zugeht. Einen kurzen Moment später realisiert er auch, dass Mandy Rose dabei ist. Die Frau, die ihm beim Special zur Hilfe gekommen war und mit der er danach ein Zweckbündnis eingegangen ist. Und da wird einem im Nachgang einiges klar...Knight hatte kryptisch davon gesprochen, ob Mandy die "versprochene Hilfe" war. Ob das vom Dream versprochen wurde? Gut möglich.
LA Knight:Kann ich euch helfen? Habt ihr euch verlaufen?
Wäre nur der Dream hier, würde der ehemalige Eli Drake wohl noch etwas drastischer reagieren. Aber da er nun mit Mandy zusammenarbeitet, verhält er sich - noch - moderater. Zumindest sieht er die Toxic Attraction fragend an und will so wissen, was das hier soll.
Eine Frage, die sich die meisten Zuschauer auch schon selbst gestellt haben. Man hat eigentlich auf eine Antwort gehofft, schon vor locker 2000 Wörtern, aber trotz dass jetzt geklärt ist, um wen hier die ganze Zeit gesprochen wurde, ist noch immer nicht der eigentliche Grund geklärt, was hier nun eigentlich abgehen soll! LA Knight hatte es schon mit sehr vielen weirden und verrückten Gestalten hier in der c2c zu tun. Ob nun ein Sting, ein Vincent oder ein Danhausen … crazy Freaks gibt es hier wie Sand am Meer, und Knight hatte mit ihnen allen schon großartige Kämpfe. Doch noch nie war jemand so speziell, wie es der Dream wohl ist. Deshalb sollten wir uns nicht länger in der Vergangenheit aufhalten und vielmehr hier in die Gegenwart zurückgehen. Die Gegenwart, in der der Dream seinen neuen … Partner? Was auch immer LA Knight darstellen soll … Die Gegenwart, in der er ihm antwortet!
Velveteen Dream: „Huh? Helfen? Haha jaaa … das kann man so sagen!“
Und wer bis jetzt gedacht hat, dass das alles hier schon verrückt ist, der konnte sich nie erdenken, was nun folgt. Der Dream setzt sich eine Maske auf! Eine mexikanische Wrestlingmaske, und er tritt bereit und mit Feuer in seinen Augen vor LA Knight, um dessen Hilfe anzunehmen!
Seine Hilfe in etwas, was nur noch mehr Verwirrung in den Raum wirft.
Velveteen Dream: „Oh großer Guru der Lüfte! Ich habe am Montag ein sehr wichtiges Leitermatch, bei dem es quasi um mein Leben geht! Also bitte ich dich: Lehre mich deine großen Künste des Lucha Libres, mit denen ich in diesem Match glänzen und siegen kann. Ich wäre sehr geehrt!“
LA Knight ist durchaus athletisch genug, um sich hin und wieder von den Seilen auf seine Gegner stürzen zu können. Dennoch ist das nicht gerade das Metier, auf dem sich der Megastar heimisch fühlt. So erscheint es noch merkwürdiger, dass der Velveteen Dream den Älteren darum bittet, um die Künste des Lucha Libre beizubringen. Sprachlos - so sprachlos wie man den Dunkelhaarigen selten sieht - starrt er den Lord an und kratzt sich am Kinn. Dieses ganze Auftreten ist einfach nur...skurril! Klar, irgendwo ist es immer schmeichelhaft, wenn man um Hilfe gebeten wird. Nur wirkt Knight nicht so, als hätte er da große Lust drauf. Weitere Sekunden verstreichen, bis LA leicht den Kopf schüttelt.
LA Knight:Guru der Lüfte? Willst du dich über mich lustig machen? Okay, listen Buddy! Keine Ahnung, was du dir vorher eingeworfen hast oder was genau du mit deiner Show bewirken willst. Ich habe zu tun! Am besten drehst du dich um und zeigst jemanden deine ganzen Verkleidungen, den das auch interessiert. Und...ganz ehrlich, Mandy. Meint er das ernst? War das deine Idee?
Mitten drin kommt dem ehemaligen Eli Drake dieser Gedanke. Klar, die Gedankengänge des Velveteen Dream sind stets mysteriös und komplex. Man weiß nie, welcher geniale Geistesblitz diesem als nächster in den Sinn kommt. Doch Knight blickt zu Rose und kann sich vorstellen, dass diese ihren Boss (?) nahegelegt hat, sich an den Megastar zu wenden. Obwohl er in der Vorwoche noch meinte, dass er sich "ihm" - vermutlich war da wirklich der Dream gemeint - nicht anschließen wird. So sieht er fragend zur Dunkelhaarigen, während er auf den neuen Maskenträger deutet.
Mandy hat sich das ganze zunächst angesehen. Gehofft, dass Velveteen Dream seinen Kollegen selbst irgendwie überreden kann, ihm beim trainieren zu helfen. Und wer Mandy Rose kennt, der weiß, dass ihr das alles hier mächtig auf die Nerven geht. Nicht umsonst nennt man sie The Beast behind the Beauty. Leider muss man sie sich beobachten, wie sie die Hand vor ihr Gesicht legt. Verzweifelt. Nein, der Dreams war nicht ihr Chef. Sie sind Stable-Kollegen und deshalb versucht sie ihm auch zu helfen.
👑Mandy Rose:👑 ”Ja, leider ist das meine Idee. Ich weiß nur nicht, ob das so schlau war. Er kooperiert...null!"
Natürlich meint sie die Sprüche des Dreams und sein Ego. Aber Mandy hat dich das alles fein zurecht gelegt. Der Dreams braucht Hilfe und tritt...gegen Logan Paul an. Knights kryptonit. Und weder der ehemalige Eli Drake noch Mandy Rose können einen Logan Paul gebrauchen, dessen Ego noch größer wird.
👑Mandy Rose:👑 ”Aber Velveteen tritt nunmal auch gegen Logan Paul an. Und ich habe keinen Bock auf einen Logan Paul mit Koffer. Du etwa??"
Fragt sie LA und zieht fragend die Augenbrauen nach oben. Dazu verschränkt sie die Arme unter der Brust. Und als dann erstmal nicht passiert, wirkt Rose verzweifelt. Dementsprechend schaut sie dann auch zu Knight.
👑Mandy Rose:👑 ”Kannst du nicht einfach...ihm helfen?"
Schließlich schaut sie dann zu ihren Stable-Partner. Wie lächerlich er aussah mit der Maske. Aber die Toxic Attraction sagt nichts weiter. Nicht das er nachher beleidigt ist.
Zu ihrem Glück scheint der Dream seinen Fehler schnell zu bemerken und nimmt dann, auch wenn etwas enttäuscht, die Maske wieder von seinem Kopf. Doch um auf Nummer sicherzugehen, dass er es auch wirklich richtig verstanden hat, fragt er lieber noch einmal nach.
Velveteen Dream: „Etwa kein Guru der Lüfte? Hm … hab ich mir fast gedacht, schließlich trägst du keine Lucha-Libre-Maske! Aber ich dachte, weil du ja die große Lucha Attraction Knight bist, wäre das genau dein Ding!“
Hier zeigt sich, dass der Megastar so langsam zum neuen CM Punk wird, so oft wie irgendwelche Leute aus den zwei Buchstaben, aus denen sein Wrestlingname besteht, Dinge hineininterpretieren. Zuerst Danhausen, der daraus Louisiana gemacht hat, und nun der Velveteen Dream, der denkt, er sei eine Lucha Libre Attraction? Passend zu Mandy Rose, die als Toxic Attraction bekannt ist? Ob die beiden wirklich so viele Gemeinsamkeiten miteinander haben, ist eher fraglich und wahrscheinlich wollen sie das nicht einmal. Den Fans hier in Mexiko scheint es jedoch irgendwie zu gefallen. Auch wenn sich der Dream nur mit wenig Fanliebe schmücken kann und von den meisten eher gehasst wird, so ist sein erster Auftritt in diesem Jahr vor laufender Kamera doch immerhin so erheiternd, dass es für einige Lacher in den Zuschauerrängen der Halle sorgt. Er könnte sich zu einem mexikanischen Babyface entwickeln! Jedoch wird das wohl logischerweise nicht so lange anhalten, wenn man bedenkt, wie arrogant und skrupellos der Dream eigentlich ist. Da werden heute Abend auch die hiesigen Fans schnell einsehen, dass dieser Mann keineswegs irgendeine Form von Liebe und Respekt verdient hat. Schnell packt er die Maske wieder weg und kommt mit herausgestreckter Brust auf LA Knight zu, um diesem tief in die Augen zu schauen.
Velveteen Dream: „Aber dann trainieren wir eben normal. Ich kann verstehen, dass du vielleicht ein wenig eingeschüchtert von mir bist, weil ich eine absolut traumhafte Legende bin. Aber lass dir deine Sorgen nehmen! Wir können gerne ein wenig Sparring betreiben und ich kann dir und Mandy in eurer Schlacht gegen Logan Paul ein paar Dinge beibringen.“
Damit fängt der Dream laut an zu lachen und blickt dabei auch auf Mandy, deren Kopf er mit seiner Hand tätschelt, als sei sie nur ein kleines Hündchen. Doch wer die Toxic Attraction kennt, weiß, dass man am besten niemals so respektlos mit ihr umgehen sollte. Schnell greift sie den Arm des Dreams, wirft ihn mit einem starken Armlock-Takeover über ihre Schultern auf den Boden, setzt sich auf ihn und nimmt ihn dort in einen perfekten Camel Clutch, der den Dream lauthals zum Schreien bringt.
Oh my Gawd. Entweder ist Mandy Rose zu einer Dame geworden, die auch Tiffany Stratton gefährlich werden kann, oder der Dream hat wirklich so einiges an Ringrost angesetzt. Es folgt daraufhin ein kurzer Schnitt und wir befinden uns wieder in einer Situation, in der sich alles etwas beruhigt zu haben scheint. Der Dream, nun deutlich ruhiger und weniger albern, steht nun vor LA Knight und wirkt tatsächlich wie ein anständiger Schüler, der lernen möchte.
Nein, auch LA will keinen Logan Paul als Kofferträger. Das bringt ihn durchaus zum Nachdenken. Kurz dreht sich Knight weg, fährt sich mit einer Hand über das Gesicht und denkt kurz nach. Der Dream nervt ihn jetzt schon und wenn er ehrlich ist, würde es Knight fuchsen, wenn Mr Extravaganz vor ihm eine Titelchance erhalten könnte. Doch andererseits...besser als Logan Paul! Und wenn er den Dream vielleicht sogar dahingehend eichen könnte, dass dieser expizit Logan das Match vermiest? Wäre doch ein göttlicher Anblick. Nun gut...dann das eigene Ego runterschlucken? Und Mandy dazu einen Gefallen?
LA Knight:Jajaja...ich habe auch keinen Bock auf Logan Paul als Kofferträger. Schön, ich mache es!
Man könnte es ja sogar als eine Art "Vertrauen" ansehen, dass Mandy Rose an LA Knight als Trainingspartner gedacht hat. Obwohl...wenn hätte da sonst noch gegeben? Egal! Der Dunkelhaarige schaut den Dream nochmal ganz genau an und schüttelt leicht den Kopf. Langsam hebt Knight ein Hand und deutet auf das Gesicht seines Gegenübers...oder besser gesagt, die Maske!
LA Knight:Das Ding da wirst du nicht brauchen...aber mach' wie du willst! Bedanke dich bei Mandy, ihr zuliebe darfst du mit LA Knight trainieren. Ich werde dir ganz bestimmt keinen 450° Splash oder sowas beibringen. Aber in einem Ladder Match gibt es genug andere Moves und Schritte, die dir helfen können. Dann legen wir mal los, yeah!
Knight geht paar Schritte rückwärts, bis er eine dünne, blaue Matte betritt. Stumm winkt er Veleveteen zu sich und fordert ihn auf, mitzukommen. Klar möchte Knight das so schnell wie möglich hinter sich bringen.
Langsam erhebt sich wieder der Blick des Dreams und er schaut LA Knight hinterher. Es dauert eine Weile, ehe er sich traut, vorwärts zu bewegen, doch auf der Matte angekommen scheint der Druck wieder etwas von seinen Schultern herabzufallen. Die eben noch von Knight angesprochene Maske hat er zur Seite geworfen, und es sieht so aus, als könnten wir jetzt wirklich ein professionelles Training der beiden Männer beobachten. Ein Training, welches den Velveteen Dream zum heutigen Sieger des Main Events machen soll.
Velveteen Dream: „Na gut. Bringen wir es hinter uns! Keine Sorge. Ich werde zaghaft mit dir umgehen!“
Really? Nach diesem Auftritt ist der Dream noch immer so stark von sich überzeugt? Der Velveteen Dream hatte schon viele Dinge erlebt: große Auftritte, peinliche Niederlagen, jubelnde Massen und kalte Ablehnung. Aber wie wir nun schnell bemerken können, hatte ihn davon nichts, absolut gar nichts, darauf vorbereitet, was nun folgte, als das Training mit LA Knight startet. Kein großes Aufwärmen, keine motivierenden Reden, kein gönnerhaftes Schulterklopfen. Knight sah ihn nur an, dieses typische, leicht genervte Grinsen im Gesicht, als würde er innerlich abwägen, ob das hier Zeitverschwendung oder Unterhaltung werden würde. Dann klatschte er einmal in die Hände, und es scheint zu beginnen. Was danach folgt, war weniger Training und mehr ein systematischer Abriss. Kaum hatte Dream die erste Bewegung gemacht, wurde er schon abgefangen. Ein harter Shoulder Block schickte ihn unsanft auf die Matte, noch bevor er überhaupt realisiert hatte, was passiert ist. Er rappelt sich hoch, will etwas sagen, wahrscheinlich irgendeinen arroganten Spruch loswerden, doch Knight lässt ihm keine Zeit. Ein Tritt gegen Dreams Beine, ein Griff an den Nacken, ein Snapmare und wieder sitzt Dream auf dem Boden, während Knight ihm mit einem kurzen Kopfschütteln bedeutet, aufzustehen.
Immer wieder. Und immer wieder endet es gleich. Der Dream fliegt durch den Ring, wird in die Ecke gedrückt, auf den Boden geworfen, festgehalten, verdreht und einfach nur kontrolliert. Jeder Versuch, etwas Eleganz, etwas Show einzubauen, wird von LA Knight gnadenlos bestraft. Ein übertriebener Schritt? Konter und Takeover! Ein Zögern? Punch, bam, voll in die Fresse! Ein Moment Selbstverliebtheit? Beine stellen und Camel Clutch erneut auf der Matte, die dem Dream die Hölle zeigt! Schon nach kurzer Zeit liegt der Dream häufiger auf der Matte, als ihm lieb war. Der Boden wurde zu seinem ständigen Begleiter und der Schmerz zu einem Dauerton in seinem Körper, was aber auch seine eigene Schuld war, da er das Training zu Beginn keineswegs ernst nahm. Er war nur am Posen und dummen Herumspielen. Zwischendurch machte er den Kranich und sang dabei „Everybody Is Kung Fu Fighting“, oder er machte ein Kamehameha, was natürlich alles andere als gewirkt hat.
Auch das Kaioken, das er einsetzte, machte ihn nicht zehnmal stärker, und es sah eher so aus, als würde LA Knight hier der Babysitter eines kleinen Kindes sein. Der Atem des Dreams ging nach jedem neuen Überwurf schneller, sein Brustkorb hob und senkte sich hektisch, und jede Menge Schweiß tropfte auf die Matte. Knight dagegen wirkt kaum angestrengt. Er arbeitet ruhig und präzise, fast schon beiläufig. Immer wieder zieht er den Dream hoch, nur um ihn im nächsten Moment wieder zu Boden zu schicken. Es sieht lächerlich aus. Der einst so stolze, extravagante Velveteen Dream wirkt hier wie ein Anfänger, der zu spät gemerkt hat, dass er in einem Spiel gelandet ist, dessen Regeln er nicht versteht. Und doch, irgendwo zwischen all den Stürzen, all den Treffern und all den Momenten, in denen der Dream reglos liegt und nach Luft ringt, beginnt sich etwas zu verändern. Es war nichts Großes, nichts Spektakuläres. Zuerst war es nur ein minimal besserer Stand. Dann ein Griff, der nicht sofort ins Leere ging. Ein Ausweichen, das nicht perfekt war, aber funktionierte. Knight bemerkte es natürlich sofort. Seine Angriffe wurden härter, schneller, als wolle er testen, ob das Zufall war oder echtes Lernen. Der Dream kassierte weiter. Er ging weiter zu Boden. Sein Körper schmerzte inzwischen an Stellen, von denen er nicht einmal gewusst hatte, dass sie existierten. Seine Arme zitterten, seine Beine fühlten sich an wie aus Blei, und jeder Atemzug brannte in der Lunge.
Doch er stand immer wieder auf. Mit der Zeit begann er, nicht mehr nur zu reagieren, sondern zu antizipieren. Er erkannte Muster. Er lernte, wann Knight Druck machte und wann er Raum ließ. Einmal schaffte er es, einen Takedown zu verhindern. Ein anderes Mal kam er tatsächlich kurz hinter Knight, nur für einen Herzschlag, aber dieser Herzschlag reichte, um zu zeigen, dass da etwas passierte. Das Training zog sich, Minuten wurden zu einer gefühlten Ewigkeit. Der Ring roch nach Schweiß, die Luft war schwer, und der Dream war inzwischen kaum noch bei Kräften. Seine Knie berührten immer öfter die Matte, sein Blick war glasig, sein Atem ein raues Keuchen. Am Ende stand er kaum noch. Seine Schultern hingen, sein Oberkörper schwankte, und als Knight ihn ein letztes Mal zu Boden brachte, blieb er liegen. Nicht aus Arroganz und auch nicht aus Inszenierung, sondern weil einfach nichts mehr ging. Er lag auf dem Rücken, starrte an die Decke, rang nach Luft, jeder Atemzug ein Kampf. Doch diesmal war es anders. Knight stand über ihm, sah auf ihn herab, und in seinem Blick lag kein Spott mehr.
Nur ein nüchternes, prüfendes Nicken. Denn so lächerlich, so qualvoll, so demütigend dieses Training auch gewesen war, am Ende hatte der Velveteen Dream etwas gezeigt, das man ihm vielleicht am wenigsten zugetraut hätte. Er hatte durchgehalten. Er hatte gelernt. Und selbst völlig ausgepumpt und kaum noch atmend wirkte er für einen kurzen, entscheidenden Moment nicht wie eine Karikatur seiner selbst, sondern wie jemand, der es vielleicht, ganz vielleicht, wirklich draufhaben könnte. Komplett außer Atem wird das Bild wieder langsamer, und wir schalten wieder live dazu. Der Zeitraffer hat uns das Training sehr gut zeigen können, ohne dass es langweilig wurde, und war nicht zu schnell, um gar nichts mehr mitzubekommen. Doch nun scheint das Ende erreicht worden zu sein, denn der Dream schafft es kaum noch, wieder hochzukommen. Laut keuchend versucht er, seine letzten Worte zu sagen und die Sache zu beenden!
Klingt armseliger, als man erhofft hätte, aber nach allem, was der Dream hier gezeigt und geleistet hat, kann man ihm verzeihen. Nach so einem Training wäre wohl jeder komplett kaputt. Aber reicht das aus, um heute Abend den One Shot at Glory Koffer zu gewinnen? Das steht wohl noch in den Sternen. Hier dürfen wir nun erst einmal fast zwei Minuten lang zuschauen, wie der Dream versucht, wieder auf die Beine zu kommen. Und Junge, er scheint wirklich keine Kraft mehr zu haben. Doch als er wieder oben ist, streckt er seine Brust wie immer stark heraus und schaut mit den Augen überheblich nach oben. Auch wenn er sein überanstrengtes Ausatmen nicht verstecken kann, will er sich immerhin als der große Star geben, der er denkt zu sein.
Velveteen Dream: „Ha ha ha ha… ich… he he… ich denke, das sollte genügen für heute. Es war… jaaahhaaa, ich muss sagen, es war besser, als ich gedacht hätte. Ich denke, ich bin nun bereit, mir diesen Koffer zu holen und diese dreckigen Hunde auszuschalten. Ich bin nun bereit dafür, den Ring der Macht zu tragen und ganz oben an der Spitze zu stehen. Sie alle zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkle zu stürzen und auf ewig zu binden! Muhahahahahahaha!“
Für einen kurzen Moment herrscht Stille im Raum, unterbrochen nur vom schweren, unregelmäßigen Atmen des Velveteen Dreams. Sein Lachen hallt noch nach, dieses halb erstickte, halb triumphierende Lachen, das mehr Wille als tatsächliche Kraft verrät. Die Worte klingen groß, pathetisch, beinahe schon größenwahnsinnig, und doch merkt jeder, der hinsieht, wie viel Mühe es ihn kostet, überhaupt aufrecht zu bleiben. Seine Beine stehen breit, aber unsicher, die Schultern zittern leicht, und jeder Atemzug hebt und senkt seinen Brustkorb, als müsste er sich bewusst daran erinnern, weiterzumachen. Der Dream versucht, seine Haltung zu korrigieren, richtet die Brust noch weiter heraus, hebt das Kinn, als stünde er bereits über allem. Doch das Zittern in seinen Armen verrät ihn. Seine Hände ballen sich zu Fäusten, nicht aus Drohung, sondern um sich selbst zu stabilisieren. Der Schweiß läuft ihm übers Gesicht, seine Lippen sind trocken, und das überanstrengte Ausatmen lässt sich nicht mehr verbergen. Trotzdem funkeln seine Augen. Nicht klar und auch nicht fokussiert, aber dafür brennend.
Knight sieht ihn zunächst stumm an, seufzt auf und fährt sich einmal über das Gesicht. Was er wohl genau denkt? Ist das der Mann, der Logan Paul als Sieger verhindern könnte? Wirklich überzeugt wirkt der Megastar nicht. Fast schon eher...genervt. Als hätte er hier Zeit vergeudet? Obwohl...heute hatte er eh nichts anderes vor und irgendwie hatte es ja schon was, mit einem Trainingspartner zu trainieren. Huch, der Gedankengang wird aber mal ganz schnell zur Seite geschoben.
LA Knight:Ok, Bud'! Dann...machst du das schon, gut? Schau, dass du deine verdammte Kondition noch in den Griff bekommst, das wirst du für die Leiter brauchen.
Klar, er hat den Dream ordentlich getriezt. Dennoch hätte LA ihm etwas mehr Luft zugetraut. Wie dem auch sei...Knight nickt ihm noch einmal zu, bevor er sich Mandy zuwendet.
LA Knight:Wenn ihr das nächste Mal jemanden zum Trainieren braucht...fragt nicht mich! Keine Ahnung, wie er ein ganzes Ladder Match durchstehen soll. Naja, vielleicht kann er zumindest Logan so lange beschäftigen, dass Cena oder Mister X das Ding holen.
Vielleicht erwünscht sich zumindest dieser Wunsch. Der Megastar sieht seine "Pflicht" als erledigt an.
Mandy zieht die Augenbrauen an. Ob Knight Recht hat? Velveteen lächelt sie zumindest positiv zu. Er soll das Gefühl haben, dass er nun bestens trainiert ist.
👑Mandy Rose:👑 ”Klar...du wirst das schaffen!"
Sagt sie und nickt ihm noch zu. Ob das was wird? Mandy hat Zweifel. Aber sie hat zumindest alles versucht um dem Dream zu helfen. Deshalb schaut sie nun zu KA Knight und pustet schwer aus.
👑Mandy Rose:👑 ”Okaaaay...okaaaay...! Du hast was bei mir gut."
Eigentlich waren sie erstmal quitt. Aber die Brünette ordnet die Geste von dem ehemaligen Eli Drake etwas höher ein. Und sicherlich wird es bald etwas geben, womit sie helfen kann. Außerdem hat sie nun etwas bei Velveteen gut.
Und wenn dieser es tatsächlich schaffen sollte, den Koffer zu gewinnen, könnte das von sehr großem Vorteil für Mandy werden. Andernfalls stellt sich natürlich noch immer die Frage, was Mandys eigentliches Ziel ist. Was möchte sie erreichen? Wofür macht sie das alles hier? Dies ist eine Frage, auf die wir noch keine Antwort erfahren haben. Doch jetzt geht es mit diesem kleinen Segment erst einmal Richtung Ende, nachdem der Dream hier seine Sachen nimmt und sich mit einem Handtuch den Schweiß aus dem Gesicht wischt.
Velveteen Dream: „Ha! Macht euch mal keine Sorgen. Genau dafür habe ich meine Geheimwaffe! Mein neuestes Kunstwerk. Ich präsentiere… Dream Bull! Der Energy-Drink, der deinen Körper so leicht macht, dass man vor Ausdauer und Energy nur so übersprudelt. Damit werde ich auch das Leitermatch am Montag gewinnen! Dennoch danke für das gute Training, Mr. Knight! Ich habe tatsächlich einiges gelernt.“
Und damit hält uns der Dream eine offensichtliche, fast schon dreist selbstbewusste Hommage an klassische Energy-Drink-Ikonen entgegen, jedoch vollständig im luxuriösen Stil des Velveteen Dream inszeniert.
Die Dose ist hoch und schlank, dominiert von einem edlen Violett-Gold-Farbverlauf, der sofort Extravaganz und Überlegenheit signalisiert. Im Zentrum prangt ein großes, selbstsicheres Porträt des Velveteen Dream mit Sonnenbrille und Stirnband, das weniger nach Werbung und mehr nach Selbstverehrung wirkt. Der Schriftzug „DREAM BULL“ ist groß, kantig und unübersehbar platziert, darunter zwei stilisierte Bullen als klare, augenzwinkernde Kopie des bekannten Originals. Abgerundet wird das Design durch den Slogan „IT GIVES YOU DREAMS“, der gleichermaßen ironisch wie größenwahnsinnig wirkt. Insgesamt vermittelt die Dose nicht Energie im klassischen Sinne, sondern das Versprechen von Ego, Glamour und purer Selbstüberschätzung, genau so, wie es der Velveteen Dream verkaufen würde. Doch ob auch das ausreichen sollte, dass der Dream am Montag das Leitermatch gewinnt… nun, wir werden sehen. Jetzt aber lassen wir den Dream und Mandy erst einmal wieder von dannen ziehen und begeben uns weiter in andere Kapitel der Show.
Zu Beginn der Woche: Playa del Rey, Los Angeles, Kalifornien (Part 2)
Die Küche war dunkel, nur das schwache Licht über der Spüle warf lange Schatten. Becky saß am Tisch, die Ellbogen aufgestützt, die Hände vor dem Gesicht. Seth stand am Tresen, als müsste er Abstand halten, um nicht zu zerbrechen, was zwischen ihnen noch übrig war. Der Kaffee dampfte längst nicht mehr. Die Stille war erdrückend. Becky sprach zuerst, die Stimme rau, fast tonlos.
Becky Lynch: „Ich hab jede Nacht deine Stimme gehört. Nicht die echte. Die in meinem Kopf. Die sagt: ‚Du bist egoistisch. Du hast sie im Stich gelassen.‘ Roux fragt nach dir, und ich kann ihr nicht mal sagen, wann Mommy wiederkommt. Weil ich es selbst nicht weiß.“
Seth drehte sich langsam um. Seine Augen waren rotgerändert, die Lider schwer.
Seth Rollins: „Ich hab ihr gesagt, du bist auf einer Mission. Wie Black Widow. Sie hat genickt und gesagt: ‚Mommy rettet die Welt.‘ Und dann hat sie geweint, weil sie weiß, dass das Quatsch ist. Sie ist vier, Becks. Vier. Und sie spürt, dass etwas kaputt ist.“
Becky hob den Kopf. Tränen liefen schon wieder, aber sie wischte sie nicht weg.
Becky Lynch: „Und du? Hast du ihr gesagt, dass Mommy weg ist, weil Daddy nicht kämpfen wollte? Weil Daddy lieber geschwiegen hat, während die ganze Welt uns auseinander nahm? Und nur mit haltlosen Vorwürfen kam, zu den unpassendsten Momenten? Momente, in denen du genau wusstest, dass ich nicht einmal antworten konnte. Aber hätte das auch was geändert? Du bist einer der wenigen Menschen, die mich kennen sollten und wissen, wie es mir geht. Also war deine einzige Intention mir zu schaden?"
Seths Kiefer spannte sich an. Er schlug mit der flachen Hand auf den Tresen – nicht laut, aber hart genug, dass das Geschirr klirrte.
Seth Rollins: „Ich habe geschwiegen, weil ich dachte, wenn ich rede, wird es schlimmer! Weil jedes Wort, das ich sage, verdreht wird! Weil ich Angst hatte, dass du mich dann wirklich hasst! Dass du sagst: ‚Siehst du? Er kann mich nicht mal verteidigen.‘“ Seine Stimme brach. „Ich hab jede Nacht wach gelegen und mir vorgestellt, wie du in irgendeinem schäbigen Motel sitzt und liest, was sie über dich schreiben. Und ich konnte nichts tun. Nichts!“
Becky stand auf, der Stuhl kippte fast um.
Becky Lynch: „Du hättest anrufen können! Eine Nachricht! Irgendwas! Stattdessen hab ich nur Stille bekommen. Und Fotos von dir mit Roux im Park, die aussehen, als wärst du der perfekte alleinerziehende Dad, während ich die kaltherzige Karriere-Maschine bin!“
Seth Rollins: „Ich wollte dir nicht hinterherlaufen wie ein Welpe!“
Schrie er zurück, die Stimme endlich laut, roh.
Seth Rollins: „Ich wollte, dass du von allein merkst, dass du hierher gehörst! Dass wir dich brauchen! Dass ich ohne dich nur noch funktioniere, aber nicht mehr lebe!“
Becky trat einen Schritt näher, so nah, dass sie seinen Atem spüren konnte.
Becky Lynch: „Dann sag es mir jetzt. Sag mir ins Gesicht, was du wirklich denkst. Keine Ausreden. Kein ‚es wird besser‘. Die Wahrheit.“
Seth starrte sie an, die Brust hob und senkte sich schnell.
Seth Rollins: „Ich denke… dass ich dich hasse. Manchmal. Weil du gegangen bist. Weil du mich allein gelassen hast mit einem kleinen Mädchen, das jeden Abend fragt, ob Mommy sie noch lieb hat. Weil du den Gürtel wichtiger gemacht hast als uns.“
Seine Stimme wurde leiser, zerbrechlicher.
Seth Rollins: „Und gleichzeitig liebe ich dich so sehr, dass es mich umbringt. Ich seh dich hier stehen, kaputt, mit diesem verdammten Titel im Koffer, und will dich einfach nur halten. Will dir sagen, dass es mir egal ist, ob du in der WWE bist oder mit der C2C auf dem Mond – solange du zurückkommst. Zu mir. Zu uns.“
Becky schluchzte auf, laut, hässlich.
Becky Lynch: „Ich hasse mich auch. Jeden Tag. Ich hab den Gürtel gewonnen und mich danach gefühlt wie der größte Verlierer der Welt. Weil ich wusste, dass Roux das nicht sehen wird. Dass sie nur die Schlagzeilen sieht. Und ich… ich hab Angst, dass sie mich irgendwann nicht mehr will. Dass sie sagt: ‚Mommy hat mich nicht gebraucht.‘“
Seth machte den letzten Schritt. Er legte beide Hände an ihre Wangen, vorsichtig, als könnte sie zerbrechen.
Seth Rollins: „Sie will dich. Mehr als alles. Und ich auch.“
Seine Daumen strichen über ihre Tränen.
Seth Rollins: „Aber ich brauch dich hier. Nicht die Championesse. Nicht die Rebellin. Dich. Die Frau, die nachts weint, wenn sie denkt, niemand hört es. Die Frau, die Roux’ Haare flechtet und dabei flucht, weil sie es nie richtig hinkriegt. Die Frau, die mich immer noch anschaut, als würde ich irgendwas wert sein.“
Becky griff nach seinen Handgelenken, hielt sie fest, als wären sie das Einzige, was sie noch am Boden hielt. Doch sie zieht seine Hände weg. Nicht unbedingt bösartig, aber bestimmend.
Becky Lynch: „Ich weiß nicht, ob ich das noch kann. Ob ich stark genug bin, das alles zu reparieren.“
Seth Rollns: „Dann sind wir zu zweit“
Flüsterte er.
Seth Rollins: „Weil ich es auch nicht weiß. Aber ich will es versuchen. Mit dir. Egal wie lange es dauert. Egal wie weh es tut.“
Sie lehnte die Stirn gegen seine, schloss die Augen. Beide atmeten zitternd, synchron. In ihr tobte ein unglaublicher Krieg ihrer Emotionen und am liebsten würde sie laut losschreien… Jede noch so sanfte Berührung von ihm schmerzte.
Becky Lynch: „Ich hab solche Angst“, hauchte sie.
Seth Rollins: „Ich auch.“
Antwortete er genauso leise.
Seth Rollins: „Aber ich hab noch mehr Angst davor, dich zu verlieren. Endgültig.“
Lange standen sie so. Kein Kuss. Keine große Versöhnung. Nur zwei Menschen, die sich aneinander klammerten, während der Sturm in ihnen tobte. Irgendwann flüsterte Becky.
Becky Lynch: „Hol Roux morgen früh. Ich will sie sehen. Ich will… ich will versuchen, ihre Mommy zu sein. Auch wenn ich gerade keine Ahnung hab, wie.“
Seth nickte, die Stirn immer noch an ihrer, bevor sie sich löste. Die Wahrheit war brutal und tat weh, aber noch hatten sie beide in der Hand, wie es weitergehen könnte. Becky wandte sich von ihm ab, die letzten Tränen versiegten. Sie steuerte die Treppe an und blieb auf der ersten Stufe nochmal stehen.
Becky Lynch: “Ich muss versuchen was zu schlafen, bitte wecke mich nicht… ich brauch ein paar Stunden mehr.”
Seth beobachtete sie, ohne wirklich etwas zu sagen. Auch ihm war der Hals wie zugeschnürt. Er wusste ganz genau, dass sie kaum in dem Schlaf finden würde, ebenso wenig wie er selbst. Es war nur ein Laut, den er zustimmend von sich gab, anstatt ihr eine gute Nacht zu wünschen. Aufgewühlt und nachdenklich ging er ins Wohnzimmer. Er zückte sein Handy aus der Hosentasche, aber ganz so überzeugt schien er nicht. Gleich mehrmals entsperrte er es, nur um es darauf wieder zu sperren… und dann doch. Mit Blick auf die große Terrassentür, in der er sich spiegelte, zischte er ein leises langgezogenes “Fuuuuck…”. Das Handy wieder entsperrt und er scrollt durch sein Telefonbuch.
Seth Rollins: “Sie kann so verdammt stur sein.”
Überraschte es ihn wirklich? Er scrollt weiter nach unten, immer weiter, bis er letztlich stoppte. Der Name ‘Shane McMahon’ flimmerte über das Display, aber Seth zögerte.
MAIN EVENT ONE SHOT AT GLORY LADDER MATCH
John Cena vs. Velveteen Dream vs. Logan Paul vs. TBA Writer:Mark
Wade Barrett "Das letzte Match war Danhausen gegen Roman Reigns und der Tribal Chief konnte das Match für sich entscheiden."
Pat McAfee "Mein Tribal Chief hat doch gewonnen gegen Danhausen."
Wade Barrett "Abeeer nicht auf normalen Wege..."
Cathy Kelley "Es ist doch völlig egal denn das ist doch nicht das Highlight des Abends. Jetzt kommt es zum One Shot at Glory Match... Darauf haben alle heute gewartet."
Pat McAfee "Logan Paul... Velveteen Dream... der Rückkehrer John Cena... und ein Mysteriöser Teilnehmer..."
Wade Barrett "Mal schauen was da aus dem Hut gezaubert wird."
Cathy Kelley "Aber wollen wir nicht mehr lange warten... FEUER FREI!"
Pat McAfee "Der Koffer wird befestigt und fährt gerade in die Höhe und die Leitern stehen schon bereit."
Wade Barrett "Die Fans können es kaum erwarten..."
Cathy Kelley "...aber nicht nur die Fans!"
Die Arena verdunkelt sich, ein leiser Beat setzt ein, begleitet von einem smoothen Hip-Hop-Beat. Kein hartes Gitarrenriff, kein episches Orchester – sondern ein Sound, der sofort nach Style, Attitüde und Selbstbewusstsein klingt. Die Arena erstrahlt in grellen Neonfarben: Pink, Gold und Lila flackern über die Leinwand, als wären sie Teil einer exklusiven Fashion-Show. Über den Titantron laufen Projektionen wie auf einem Catwalk: Blitzlichter, Kamerablenden, Silhouetten von Models in übertriebenen Posen. Plötzlich wird der Eingangsbereich in gleißendes Weiß getaucht. Nebel wallt auf, doch diesmal nicht wild und chaotisch, sondern gleichmäßig wie Dampf über einem Laufsteg. Aus diesem Nebel tritt, mit perfekt synchronisiertem Spotlight, Maria Kanellis!
Gekleidet in einer schimmernden Abendrobe, die im Scheinwerferlicht funkelt. Sie hebt eine Hand, deutet in Richtung Stage, und genau in diesem Moment öffnet sich ein kunstvoll aufgebauter LED-Rahmen, der wie das Tor einer Modenschau wirkt. Und dann erscheint er: The Lord Velveteen Dream Experience!
Gekleidet in einem maßgeschneiderten, glänzenden Anzug in Pink und Silber, der eher nach Mailänder Fashion Week als nach Wrestling aussieht. In der Hand trägt er eine Sonnenbrille mit übergroßen Gläsern, die er langsam aufsetzt, während er die Rampe hinunterschreitet, als würde er einen Catwalk dominieren.
Matthew Rehwoldt:"Introducing first/And his Opponent... from Washington, District Of Columbia... Accompanied by the First Lady of C2C Maria Kanellis ... Weighing in at 227 pounds.. The Vainglorious Oneee... Lord Velveteeeeeeeen Dreeeaaam!"
Maria geht elegant voran, wie eine Managerin und Image-Coach in einem. Sie bleibt immer wieder stehen, hebt die Arme und präsentiert ihren Schützling, als wäre er die Krönung ihres Werkes. Dream folgt ihr mit übertriebener Eleganz, jede Bewegung einstudiert, ein Pose hier, ein langsames Drehen dort, so als ob jeder Schritt fotografiert werden müsste. Am Ring angekommen, dreht er sich einmal zur Kamera, fährt sich durch die Haare und posiert, ehe er übertrieben langsam und mit einer perfekten Pose auf das Apron klettert und durch das zweite Seil in den Ring gleitet.
Im Ring nimmt Maria ihm die Sonnenbrille ab und hängt sie sorgfältig an die Ringecke, während Dream sich langsam das Sakko vom Leib zieht. Darunter trägt er eine Ringgear im Metallic-Look: enganliegend, modisch, beinahe schon zu edel für den Ring. Auf seiner Hose funkeln Strasssteine, die den Schriftzug „Dream Model“ bilden. Er wischt sich theatralisch über die Brust, streckt die Arme aus wie ein Supermodel auf dem Laufsteg und lässt sich von Maria die letzten Accessoires abnehmen, bevor er die Mitte des Rings einnimmt, sich dort im Kreis dreht und sich mit einem Signature-Pose-Move positioniert, während Maria an den Seilen steht, stolz klatschend und fast schon ehrfürchtig. Die Fans buhen laut, doch Dream lächelt nur arrogant in die Kamera, als würde er diese Buhrufe als Applaus eines neidischen Publikums hören.
Wade Barrett "Als nächstes kommt Logan Paul..."
Oh! Let the show begin! Mit den ersten Rhythmen der Theme von Logan Paul beginnen die Fans zu buhen und haben offenbar auch nicht sonderlich viel Liebe für den Ultimate Influencer übrig. Der kommt in absoluter Megastar-Manier auf die Rampe und hat dabei ein fettes Grinsen auf den Lippen. Schnell macht er einige Schritte nach vorn und präsentiert dann eine riesige Flasche PRIME - oder eben jemanden, der sich so kostümiert hat. Natürlich darf Eigenwerbung für seine Marke an dieser Stelle nicht fehlen.
Während die Fans das noch wütender macht, zwinkert Logan in die Kamera und setzt dann seinen Weg fort, ehe Matthew Rehwoldt ihn ankündigt.
Matthew Rehwoldt:"Making his way to the ring ... from Westlake, Ohio ... he is THE ULTIMATE INFLUENCER ... MAVERIIIIIICK LOGAAAAAAN PAAAAUUUUUULLLL!"
Logan ist natürlich nicht sonderlich beliebt - auch, weil er kein "wirklicher" Wrestler ist wie die meisten Fans finden. Das scheint ihn aber nicht sonderlich zu stören. Er slidet in den Ring und beginnt auf dem Turnbuckle zu posen.
Pat McAfee "Logan Paul... wird in diesem Match reißen denn Leiter Matches sind unter anderem sein Highlight."
Wade Barrett "Naja schauen wir mal denn der nächste Kontrahent ist auch kein leichter Gegner..."
Die Halle wird komplett dunkel. Ein Moment der Stille. Und dann—FLASH!—ein Feuerwerk bricht auf der Bühne aus, das die Arena mit grellen weißen und goldenen Blitzen erleuchtet. Cenas berühmtes Logo erscheint auf der Titantron.
Die Fans reagieren ein Mix aus Buhrufen und einigen Jubeln. Die Kamera schwenkt zur Bühne, wo ein einziger Scheinwerfer auf den Eingang gerichtet ist und Cena sich oben auf der Rampe zeigt. Er steht da, stolz, mit einer arroganten Haltung, als ob er der König des Ortes wäre. Cena hat ein grinsendes, selbstgefälliges Gesicht und blickt in die Menge.
Eine lockere, übergroße schwarze Basketball-Jersey, mit „Thuganomics“ in fetten Graffiti-Buchstaben auf der Vorderseite. Baggy Jeans, die tief unter der Hüfte hängen und die Haltung von Cena unterstreichen. Weiße Sneakers mit schwarzen Akzenten, perfekt für seinen Street-Look. Eine schwarze Cap, schief auf dem Kopf getragen, was zu seiner rebellischen Aura passt. Die charakteristischen „Never Give Up“ Armbänder, aber jetzt trägt er sie ironisch. John Cena tritt zurück und salutiert...
Cenas Gesichtsausdruck ist voller Arroganz. Er weiß genau, dass er hier nicht nur ist, um zu kämpfen, sondern um eine klare Botschaft zu senden. Er dreht sich mit einem selbstbewussten Grinsen nach der Menge, gibt dabei deutlich zu erkennen, dass ihm die Reaktionen der Fans nicht viel bedeuten.
Matthew Rehwoldt: "Making his way to the Ring... from West Newbury, Massachusett... weighing in at 251 pounds.. JOOOOHN CEEEEEENA!"
Nachdem er den Ring betreten hatte stellt er sich auf den Turnbuckle. Jeder Superstar würde sich feiern lassen jedoch nicht Cena. Darauf steigt Cena vom Turnbuckle und ist bereit sein Match zu bestreiten.
Wade Barrett "Jetzt kommt es wer wird Nummer vier... die Spannung steigt..."
Cathy Kelley "Fünf... Vier... Drei... Zwei... Eins... es ist...?"
Bryan Keith, der „Bounty Hunter“, marschiert stoisch zum Ring und geht um den Ring und testet die Leitern doch er slidet in den Ring und wartet ab...
Warnung! Spoiler!
Kaum ertönt die Ringglocke, gibt es kein Abtasten nur Chaos. John Cena schießt wie ein Projektil aus seiner Ecke sein Blick ist fest auf Logan Paul gerichtet. Noch bevor Logan seine Sonnenbrille richtig abnehmen kann, packt Cena ihn brutal am Kragen seines Ringgears und hämmert ihn mit voller Wucht rückwärts in die Ringecke. Der Aufprall lässt die Seile erzittern. Logan versucht sofort mit wilden Schlägen zu reagieren rechte Hand... linke Hand...aber Cena blockt jeden einzelnen Punch mit harten Paraden. Die Unterarme schlagen Logans Versuche regelrecht zur Seite. Dann explodiert Cena... Ein knallharter Straight Punch direkt ins Gesicht. Logans Kopf schnellt nach hinten. Keine Sekunde später folgt der erste Shoulder Tackle mit voller Geschwindigkeit. Logan wird quer durch den Ring geschleudert und überschlägt sich beinahe beim Aufprall. Logan rappelt sich auf... Cena kommt erneut angerannt. Zweiter Shoulder Tackle... noch härter... Logan dreht sich in der Luft und kracht auf den Rücken. Cena bleibt nicht stehen... Er zieht Logan sofort wieder hoch, presst ihn gegen die Seile und feuert eine Serie von harten Body Shots in die Rippen. Jeder Treffer dumpf und präzise. Logan krümmt sich, versucht Luft zu bekommen. Cena whippt ihn in die gegenüberliegende Ringecke. Mit voller Geschwindigkeit folgt er Running Corner Clothesline! Logan sackt nach vorne, doch Cena packt ihn sofort am Kopf. Bulldog in die Ringmitte... Logan rollt sich verzweifelt aus dem Ring um Luft zu holen. Während draußen vor dem Ring Logan Paul hustend auf die Absperrung gestützt nach Luft schnappt und John Cena ihm mit eisernem Blick folgt, eskaliert auf der anderen Seite des Rings eine völlig andere Art von einer Auseinandersetzung. Bryan Keith steht wie ein Raubtier in der Ecke. Keine Show und auch kein Lächeln sondern nur der Fokus. Velveteen Dream hingegen richtet sich langsam auf, wischt sich theatralisch über das Gesicht und lächelt provokant. Er klopft sich imaginären Staub vom Gear und streckt die Arme aus, als würde er Applaus erwarten. Keith hat genug... Ohne Vorwarnung stürmt er los Running Forearm! Der Treffer sitzt perfekt an der Schläfe. Dream taumelt mehrere Schritte zurück, fängt sich gerade noch in den Seilen. Keith bleibt dran, packt ihn am Arm und whippt ihn brutal in die gegenüberliegende Ecke. Dream federt heraus doch Keith fängt ihn ab mit einem knallharten Powerslam in die Ringmitte. Die Matte bebt...
Die Matte bebt nach dem Powerslam von Bryan Keith gegen Velveteen Dream. Dream liegt keuchend auf dem Rücken... Keith kniet neben ihm, der Blick kalt, berechnend. Er greift nach Dreams Arm, will ihn erneut hochreißen. Doch genau in diesem Moment richtet blickt John Cena hinüber und hat die Möglichkeit durchzuschnaufen. Keith zieht Dream hoch doch Dream sackt scheinbar kraftlos zusammen. Täuschung? Als Keith ihn erneut packen will schnellen Dreams Hände plötzlich nach oben ein schneller gezielter Jab gegen Keiths Kehlkopf! Keith hält kurz inne. Dream nutzt die Sekunde. Er dreht sich geschmeidig unter Keiths Arm hindurch und springt aufs zweite Seil stößt sich blitzschnell ab. Springboard Enzuigiri! Der Kick trifft Keith seitlich am Kopf. Der „Bounty Hunter“ wankt erstmals sichtbar. Im Ring spürt Dream seine Chance. Er stößt Keith in die Seile kommt selbst aus der Gegenrichtung Spinning Back Elbow!
Der Spinning Back Elbow von Velveteen Dream trifft sauber. Bryan Keith taumelt zurück, sein Blick kurz glasig das erste Mal in diesem Match wirkt der "Bounty Hunter“ nicht vollkommen unter Kontrolle. Dream spürt es... Er atmet schwer aber sein Lächeln kehrt zurück. Er packt Keith am Arm zieht ihn nah heran und setzt nach Snap Suplex in die Ringmitte! Keith kracht auf den Rücken. Dream rollt sich elegant durch, kommt sofort wieder auf die Beine und breitet die Arme aus... doch während im Ring der Moment kippt... schiebt sich draußen langsam eine Leiter unter dem untersten Seil hindurch. Logan Paul ist zurück... Der Schmerz steht ihm noch ins Gesicht geschrieben aber in seinen Augen liegt Berechnung. Der Schmerz steht Logan Paul noch ins Gesicht geschrieben doch seine Augen sind wieder klar. Berechnend... Gefährlich... Langsam schiebt er die Leiter vollständig in den Ring. Das Metall kratzt laut über die Matte. Velveteen Dream hat gerade noch die Arme ausgebreitet und genießt seinen Moment nach dem Snap Suplex gegen Bryan Keith. Ein großer Fehler? Logan packt die Leiter mit beiden Händen, nimmt zwei schnelle Schritte Anlauf und rammt sie wie einen Speer direkt in Dreams Rücken! Der Aufprall ist brutal... Dream wird nach vorne geschleudert und kracht mit dem Gesicht auf die Matte. Kein elegantes Fallen nur der roher Einschlag und rollt aus dem Ring... Logan reißt die Leiter wieder hoch... Keith richtet sich gerade auf ein Knie auf. Die Leiter trifft Keith frontal gegen Schulter und Gesicht. Der Schlag ist so hart, dass Keith rückwärts durch die Seile auf den Hallenboden stürzt. Die Crowd reagiert mit einem lauten Raunen. Logan atmet schwer aber er wirkt jetzt im Flow. Er dreht sich um und sieht John Cena, der gerade los sprintet. Logan reagiert instinktiv... Er wirbelt die Leiter quer durch die Luft doch Cena kann nicht mehr bremsen und Metall trifft Magen. Der Aufprall stoppt ihn abrupt. Cena sackt leicht nach vorne und Logan stößt sofort nach, hämmert die Leiter ein zweites Mal gegen seinen Rücken. Cena geht auf ein Knie. Logan schreit laut auf, angetrieben vom Adrenalin und schlägt mit der Leiter wie mit einem Rammbock erneut zu jedoch diesmal seitlich gegen Cenas Schulter. Cena kippt um die Halle ist elektrisiert und JC rollt sich aus dem Ring.
Draußen kämpft sich Keith wieder hoch... Logan sieht ihn, greift die Leiter erneut und schiebt sie mit voller Wucht zwischen die Seile hindurch. Die Metallkante trifft Keith direkt am Kopf. Keith fällt gegen die Barrikade. Jetzt steht Logan allein im Ring. Drei Männer liegen verteilt auf dem Hallenboden um den Ring. Logan schaut sich um und merkt das nur noch er steht. Draußen kämpft sich Bryan Keith nur langsam wieder hoch, während John Cena regungslos nahe der Ringtreppe liegt. Im Ring steht nur noch Logan Paul. Er atmet tief durch. Ein kurzer Blick nach links... nach rechts! Niemand steht... Ein selbstzufriedenes Lächeln huscht über sein Gesicht. Er ist auf halber Höhe... plötzlich... Bewegung am unteren Ringrand. Wie aus dem nichts slidet Velveteen Dream unter dem untersten Seil hindurch in den Ring. Logan bemerkt es zu spät. Dream springt auf die Beine und stößt die Leiter mit voller Wucht an. Die Leiter schwankt gefährlich... Logan klammert sich panisch fest... Dream packt sofort nach und er greift Logans Bein und reißt mit aller Kraft daran. Logan verliert den Halt und stürzt rückwärts von der Leiter knallt hart auf die Matte. Noch bevor Logan reagieren kann ist Dream über ihm. Schneller Tritt in die Rippen und es folgt direkt noch einer... Dream zieht Logan brutal an den Haaren hoch. Die Miene ist jetzt kalt und konzentriert kein Lächeln mehr. Er schleudert Logan in die Seile beim Zurückfedern fängt Dream ihn ab... Dream Valley Driver!
Cathy Kelley "Dank Dream ist das Match noch nicht beendet."
Pat McAfee "Aber jetzt könnte er es beenden."
Logan schlägt mit voller Wucht auf. Die Halle reagiert laut... Dream bleibt nicht liegen. Er springt sofort wieder auf und dreht sich zur Leiter und beginnt selbst zu klettern. Elegant... Schnell... Eine Sprosse nach der anderen und er ist fast oben. Die Fingerspitzen streifen bereits den Koffer doch plötzlich packt ihn von unten eine Hand am Knöchel... Bryan Keith ist zurück mit grimmigem Gesichtsausdruck zieht er Dream ruckartig nach unten. Dream verliert das Gleichgewicht und rutscht mehrere Sprossen ab. Keith klettert sofort hinterher beide stehen sich auf halber Höhe der Leiter gegenüber... Schlagabtausch... Rechte von Keith... Dream kontert mit einem Forearm... Keith antwortet mit einem Headbutt... Dream wankt und draußen beginnt sich auch John Cena langsam wieder zu bewegen. John Cena legt eine Leiter zwischen Apron und Barrikade. Dream wankt gefährlich auf halber Höhe der Leiter, seine Hände klammern sich verzweifelt an die Sprossen. Unter ihnen schwankt das Metall und genau in diesem Moment... schiebt sich unter dem untersten Seil eine weitere Bewegung in den Ring... John Cena ist wieder zurück im Ring. Draußen hatte er blitzschnell eine zweite Leiter zwischen Apron und Barrikade positioniert wie eine vorbereitete Falle für später. Doch jetzt zählt nur der Moment im Ring. Ein kurzer Blick nach oben... Keith und Dream prügeln sich weiterhin auf der Leiter völlig aufeinander fixiert. Cena zögert keine Sekunde... Er sprintet los und stößt mit beiden Händen gegen die Leiter. Das Metall kippt ruckartig zur Seite. Keith und Dream reißen die Augen auf... zu spät. Die Leiter stürzt seitlich weg. Keith kracht mit der Schulter zuerst auf die Matte. Dream schlägt mit dem Rücken hart auf und die Leiter landet fast auf ihm.
Die Crowd explodiert. Cena steht breitbeinig in der Ringmitte und atmet schwer der Blick entschlossen. Jedoch er ist noch nicht fertig. Er packt die umgestürzte Leiter, hebt sie hoch und schleudert sie mit voller Wucht gegen Keith, der sich gerade wieder aufrichten will. Metall trifft die Brust von Keith. Keith kippt durch die Seile nach draußen direkt in Richtung der zuvor aufgebauten Leiterbrücke zwischen Apron und Barrikade. Keith liegt auf der Leiter doch plötzlich steht Logan Paul auf dem Turnbuckle. Der Blick ist zur Leiter wo Keith liegt. Bryan Keith liegt halb benommen auf der zwischen Apron und Barrikade aufgebauten Leiter. Sein Rücken ruht auf dem kalten Metall und ein Arm hängt leblos zur Seite herunter. Die Konstruktion biegt sich gefährlich unter seinem Gewicht. Im Ring dreht sich John Cena gerade um und bemerkt die Bewegung in der Ecke. Logan Paul steht auf dem Turnbuckle. Logan breitet kurz die Arme aus. Ein kurzer Moment des Innehaltens. Dann beugt er leicht die Knie und springt. Er stößt sich mit voller Kraft vom Turnbuckle ab hoch.. weit... perfekt gestreckt in der Luft... ein atemberaubender Frog Splash.
Logans Körper trifft Keith mit voller Wucht und die Leiter bricht unter der Belastung zusammen. Die Leiter verbiegt sich. Keith wird regelrecht zwischen Logan und der Leiter eingeklemmt, bevor beide durch die Konstruktion krachen und hart auf dem Hallenboden landen. Ein ohrenbetäubender Knall. Die Crowd explodiert in "Holy Shit!“-Chants. Cena steht im Ring, die Hände an den Seilen und blickt nach draußen selbst er wirkt für einen Moment beeindruckt. Logan rollt sich langsam von Keith herunter, sein Gesicht schmerzverzerrt, doch ein triumphierendes Lächeln blitzt durch. Keith hingegen liegt regungslos zwischen den verbogenen Leiterteilen. Sofort stürmen Referee's zu Keith der sich kein Stück bewegt.
Pat McAfee "Logan Paul hat Keith ausgeknockt und aus dem Match geholt."
Wade Barrett "Ich sehe die Ärzte kommen zum Ring, dass muss es wohl gewesen sein."
Im Ring liegt die Spannung förmlich in der Luft. John Cena richtet sich langsam auf, der Atem schwer, jeder Muskel angespannt. Doch bevor er vollständig die Kontrolle zurückgewinnen kann stößt Velveteen Dream sofort vor. Er sprintet los, federt an den Seilen ab und fliegt mit einem Running Forearm Smash direkt auf Cenas Brust. Cena taumelt nach hinten, überrascht von der plötzlichen Wucht, und federt gegen die gegenüberliegende Ringseile.
Dream bleibt sofort dran. Er dreht sich, trifft Cena mit einer präzisen Serie von Side Kicks in die Rippen, jeder Treffer dumpf und hart. Cena versucht mit einem Schulterblock zu kontern, doch Dreams Tempo ist zu hoch. Ein schneller Snap Kick erwischt Cenas Kinn, der Kopf schnellt nach hinten... ein gefährlicher Treffer, der den Titanen kurzzeitig aus der Balance bringt. Ohne zu zögern packt Dream Cena am Arm, zieht ihn in die Ringmitte und feuert einen European Uppercut hinterher. Cena wankt, die Augen weit aufgerissen, doch Dream setzt sofort nach. Er positioniert Cena, bringt ihn in eine halb aufrechte Position und feuert einen Sitout Suplex auf die Leiter, die er elegant unter Cenas Rücken schiebt. Die Matte bebt der Aufprall lässt die Halle erzittern und die Fans schreien vor Begeisterung. Dream lässt Cena nicht liegen. Er springt auf die Seile, nutzt das Momentum und trifft Cena mit einem High Knee Strike, direkt gegen die Brust. Cena krümmt sich, versucht aufzustehen, doch Dream packt ihn erneut diesmal zieht er ihn nach oben, hebt ihn an Sitout Powerbomb auf die gefaltete Leiter! Die Zuschauer stehen auf den Beinen, der Aufprall ist ohrenbetäubend, die Matte zittert unter der Gewalt des Einschlags. Dream richtet sich sofort wieder auf, atmet schwer, der Blick kalt, berechnend. Cena liegt am Boden, jede Bewegung schmerzt, während Dream die Leiter aufstellt. Mit entschlossenen Schritten klettert er die Sprossen hinauf, die Fingerspitzen streifen bereits den begehrten One Shot at Glory Koffer. Cena sich langsam zu bewegen, die Crowd hält den Atem an.
Dream steht oben und der Blick eiskalt die Finger streifen schon die Griffe des One Shot at Glory-Koffers. Er ist kurz davor, Geschichte zu schreiben. Doch Cena rührt sich, jede Bewegung voller Entschlossenheit. Er zieht sich an den Seilen hoch, geht auf die Zehenspitzen, springt einen Schritt auf die Leiter. Die Crowd hält den Atem an. Dream bemerkt die Bedrohung erst, als Cena seine Hand nach ihm ausstreckt. Ein Moment der Überraschung der Titan reagiert blitzschnell. Cena packt Dreams Fußgelenk mit einer Hand, die andere greift nach dem Schienbein. Dream verliert für einen Moment den Halt, die Fingerspitzen krallen sich panisch an die Sprossen. Das Metall schwankt gefährlich. Mit einem Ruck zieht Cena Dream nach unten, beide wanken auf der Leiter, die in einem gefährlichen Winkel kippt. Dreams Gesicht zeigt erstmals Angst ein Ausdruck, den die Fans so selten sehen. Er versucht zu kontern schlägt nach Cena tritt mit dem Knie aber Cena pariert jeden Angriff. Mit einem kraftvollen Griff zieht Cena Dream nach unten, sodass beide auf den zweiten Sprossen stehen. Die Leiter ächzt und die Crowd schreit im Chor. Dream kann sich nicht festhalten und Cena schafft es ihn auf seine Schulter zu ziehen. Dream liegt perfekt und Cena nutzt es sofort... Mit einem kraftvollen Schritt nach vorne balanciert Cena Dream auf seinen Schultern, der Oberkörper des Herausforderers liegt quer über Cenas Schulter, die Arme baumeln leicht, das Gesicht schmerzverzerrt. Jeder Sekundenbruchteil zählt... Dann folgt der Moment, auf den alle gewartet haben... Attitude Adjustment! Mit einem explosiven Ruck wirft Cena Dream von seinen Schultern nach vorne, die Bewegung brutal präzise. Dreams Körper fliegt durch die Luft, wird von der Schwerkraft unbarmherzig nach unten gezogen.
Dream liegt jetzt platt auf der Matte... jede Bewegung erstickt in Schmerz. Cena steht über ihm, Brustkorb hebt sich schwer, die Muskeln angespannt, Schweiß tropft von der Stirn. Die Arena brüllt, die Fans springen auf, springen auf Stühlen, schreien "CENA!“ Die Kameras zoomen auf Cena, den Chain Gang Soldier, der über das Chaos triumphiert. Logan Paul versucht noch zu reagieren, krabbelt wieder in den Ring. Völlig erschöpft nach seinem Frog Splash. Die Arena kocht, die Fans stehen auf den Stühlen, jede Sekunde ist von purer Spannung erfüllt. John Cena immer noch mit dem Adrenalin in den Adern, dreht sich nach dem brutalen Attitude Adjustment gegen Velveteen Dream sofort um. Sein Blick fällt auf Logan Paul, der sich langsam gezeichnet vom Frog Splash aufrappelt. Logan atmet schwer, sein Gesicht ist noch vom Schmerz verzerrt, doch ein Funken Entschlossenheit flackert in seinen Augen. Cena nimmt die Lage in Sekundenschnelle wahr... Cena nähert sich Logan mit entschlossenen Schritten, die Masse seines Körpers strahlt pure Dominanz aus. Logan stolpert leicht, greift sich ans Knie, versucht die Orientierung wiederzufinden, aber Cena geht bereits auf ihn zu. Mit einem abrupten Ruck packt Cena Logan am Arm, zieht ihn hoch und presst ihn gegen die Seile. Logan versucht mit einem wilden Uppercut zu reagieren, doch Cena blockt den Schlag mühelos ab, seine Unterarme schlagen Logans Versuche zur Seite. Dann folgt Cenas erste präzise Attacke... ein knallharter European Uppercut, der Logan erneut aus der Balance wirft, der Kopf des YouTubers schnellt nach hinten. Cena lässt keine Sekunde verstreichen, zieht Logan aus den Seilen direkt in die Ringmitte. Die Zuschauer spüren die rohe Gewalt, jede Bewegung ist präzise kalkuliert. Cena greift Logans Kopf, hebt ihn kurz an, bevor er blitzschnell einen Snap Suplex auf die zuvor im Ring liegende Leiter setzt. Der Aufprall hallt ohrenbetäubend durch die Halle, die Matte bebt, und Logan krümmt sich vor Schmerz.
Pat McAfee "John Cena zieht das Match an sich..."
Wade Barrett "Logan hat Keith außer Gefecht gesetzt und John Cena direkt Dream."
Cathy Kelley "Komm John hol dir den Koffer... "
Wade Barrett "So einfach wird es nicht werden."
Der Snap Suplex auf die Leiter hallt noch durch die Halle. Logan Paul windet sich vor Schmerz, krallt die Hände an den Rücken, während John Cena sich sofort wieder auf die Beine stemmt. Kein Zögern. Kein Atemholen.
Cena blickt nach oben zum Koffer. Ein kurzer Moment der Klarheit. Er packt die am Boden liegende Leiter, stellt sie auf langsam und kontrolliert. Die Leiter klickt rastet ein. Die Crowd beginnt zu brodeln. "CENA! CENA!“... Doch draußen… regt sich etwas. Velveteen Dream rollt sich unter Schmerzen aus dem Ring. Sein Gesicht verzogen, doch in seinen Augen brennt noch immer dieser eiskalte Ehrgeiz. Er verschwindet auf die Knie unter dem Apron... tastet... sucht... Und dann zieht er ihn hervor... Ein Stahlstuhl. Die Fans reagieren sofort. Ein Raunen geht durch die Halle. Dream richtet sich langsam auf, den Stuhl fest umklammert. Er schlägt ihn einmal zusammen! Das Geräusch schneidet durch die Arena. Im Ring beginnt John Cena bereits zu klettern. Erste Sprosse... Zweite... Sein Blick ist nur auf den "One Shot at Glory“-Koffer gerichtet. Dream slidet blitzschnell zurück in den Ring. Lautlos... wie ein Jäger. Cena steht inzwischen auf halber Höhe. Die Fingerspitzen nur noch wenige Sprossen vom Ziel entfernt. Dream richtet sich auf nimmt Anlauf. Der Stahlstuhl kracht mit voller Wucht gegen Cenas Rücken. Ein ohrenbetäubendes Metallgeräusch. Cena schreit auf ein seltener roher Schmerzenslaut. Sein Körper verkrampft sich. Die Leiter schwankt gefährlich. Dream holt erneut aus. ZWEITER STUHLSCHLAG! Direkt zwischen die Schulterblätter.Cena verliert den Halt. Seine Hände rutschen von den Sprossen. Er kippt nach hinten – und kracht hart auf die Matte. Die Leiter wackelt, bleibt aber stehen. Die Crowd explodiert halb Schock... halb Fassungslosigkeit... Dream steht über Cena atmet schwer der Stuhl noch immer in der Hand. Kein Lächeln mehr... nur blanker Wille. Cena versucht sich aufzusetzen doch Dream tritt ihm brutal gegen die Brust und setzt sofort nach... Stuhl direkt auf Cenas Rücken gelegt. Dream nimmt Maß und springt mit einem Double Foot Stomp auf den Stuhl! Der Stahl presst sich mit voller Wucht in Cenas Rücken. Cena schreit auf und rollt sich reflexartig zur Seite. Die Halle tobt... Dream wirft den Stuhl beiseite. Jetzt zählt nur noch der Moment... Er dreht sich zur Leiter.
Doch bevor Velveteen Dream auch nur einen Schritt zur Leiter machen kann... explodiert plötzlich Bewegung aus dem Schatten der Ringecke. Logan Paul ist wieder da... Wie ein Raubtier, das nur auf den perfekten Moment gewartet hat... Logan springt aus dem Stand nach vorne, packt Dream mit beiden Armen am Oberkörper und wirft sich rückwärts... Er dreht sich in der Luft der Körper rotiert das Bein schnellt nach vorne wie ein Geschoss... BUCKSHOT-STYLE SPRINGBOARD... Logan federt in einer fließenden Bewegung aus den Seilen kommt mit voller Geschwindigkeit zurück... ONE LUCKY PUNCH!!! Der rechte Haken trifft Dream mit brutaler Präzision direkt am Kiefer. Ein dumpfer, widerwärtiger Einschlag. Dreams Kopf schnellt zur Seite... Dream sein Körper verliert sofort jede Körperspannung. Er klappt einfach zusammen... wie eine Marionette, deren Fäden durchtrennt wurden. Velveteen Dream liegt reglos nach dem One Lucky Punch. Die Halle ist ein einziger Orkan aus Geräuschen. Logan Paul schwankt kurz hält sich den eigenen Unterarm selbst dieser Schlag hat Kraft gekostet. Doch sein Blick wandert sofort nach oben. Der „One Shot at Glory“-Koffer. Er dreht sich... Und sieht... John Cena bewegt sich wieder.
Langsam aber er bewegt sich. Logan weiß das ist sein Zeitfenster. Er packt die Leiter und richtet sie exakt unter dem Koffer aus. Kein Grinsen mehr und auch kein Showboating. Nur der Fokus dann setzt den ersten Fuß auf die Sprosse... Dann den zweiten. Jede Bewegung vorsichtig und sein Rücken schmerzt vom Suplex. Doch Paul klettert weiter die Leiter hinauf... Dritte Sprosse... vierte... Cena zieht sich währenddessen an den Seilen hoch. Der Rücken ist gezeichnet von den Stuhlschlägen. Jede Bewegung sichtbar schmerzhaft. Aber seine Augen brennen... Logan erreicht die oberste Sprosse. Er steht ganz oben und seine Finger greifen bereits nach dem Koffergriff. Die Crowd hält den Atem an... und dann ein Schatten unter der Leiter... JOHN CENA! Mit einem letzten Kraftstoß springt er an die Leiter, packt die Sprossen und klettert in einem explosiven Sprint nach oben. Logan bemerkt die Bewegung erst, als die Leiter unter ihm erzittert. Cena ist da... Beide stehen sich nun ganz oben gegenüber... und kein Boden unter ihnen nur schwankendes Metall. Die Halle explodiert... Schlagabtausch auf der Spitze der Leiter! Logan schlägt zuerst zu... ein rechter Haken! Cena wankt leicht, hält sich aber fest. Cena antwortet mit einem harten Forearm gegen Logans Kiefer! Logan kontert mit einem Ellenbogenstoß. Cena mit einem Headbutt! Die Leiter schwankt gefährlich... Logan greift nach Cenas Kopf versucht ihn herunterzudrücken! Cena blockt und schlägt in Logans Rippen... einmal... zweimal... dreimal! Logans Griff lockert sich. John Cena nutzt den Moment und packt Logan am Nacken. Darauf zieht er ihn nach unten eine Sprosse tiefer. Jetzt stehen beide auf der obersten stabilen Stufe. Die Leiter wackelt... Logan versucht einen verzweifelten Punch doch Cena taucht darunter weg. Darauf greift er Logans Arm und dreht sich unter ihm durch... Hebt ihn an...
Wade Barrett "Nein er tut es nicht..."
Cathy Kelley "DOCH WIRD ER... "
Die Crowd rastet aus. Logans Augen weiten sich. Cena stemmt ihn hoch trotz schmerzenden Rückens. Er balanciert ihn auf den Schultern ganz oben auf der Leiter. Logan liegt quer über seinen Schultern... Kein Boden... Cena schreit auf....
ATTITUDE ADJUSTMENT VON DER LEITER!!!
Mit einer explosiven Drehung wirft er Logan nach vorne. Logans Körper fliegt durch die Luft. Logan schlägt brutal auf der Matte auf. Die Leiter kippt zur Seite... Cena springt im letzten Moment ab und landet hart auf den Füßen und fällt auf ein Knie und liegt darauf flach auf der Matte. Die Arena explodiert.
"THIS IS AWESOME!"
Logan liegt regungslos... Dream legt draußen... Bryan Keith medizinisch versorgt doch wehrt sich gegen die Ärzte und will zurück in den Ring... Alle Kontrahenten liegen und das einzige was steht ist die Leiter im Ring direkt unter dem Koffer...Als erstes kommt John Cena wieder schwer atmend auf die Beine. Logan Paul dürfte durch seine Aktion zunächst keine Gefahr mehr sein. Schwankend torkelt die Legende auf die Leiter zu und setzt seinen ersten Fuß auf die Sprosse. Langsam beginnt er sie zu erklimmen. Schafft er es? Er kommt immer näher. Doch außerhalb des Ringes kämpft sich Velveteen Dream wieder auf die Beine, rollt sich in den Ring. Und leistet Cena auf der Leiter Gesellschaft. Beide haben den Koffer in Reichweite. Doch plötzlich gerät die Leiter in Schieflage! Es ist Bryan Keith, dieser mobilisiert seine letzten Kräfte, hat sich in den Ring gekämpft und wirft sich mit voller Wucht gegen die Leiter. Zunächst versuchen Cena und der Dream sich auf der Leiter zu halten. Doch es gelingt ihnen nicht. Sie fliegen über das oberste Ringseil aus dem Ring und kommen unsanft auf dem Boden zum erliegen. Ist der Weg frei für Bryan Keith? Nicht ganz, Logan Paul versucht sich wieder auf die Beine zu kämpfen. Doch Keith sieht dies und donnert Logan Paul aus dem Lauf sein Knie gegen den Schädel. Dieser sackt zwischen den Seilen aus dem Ring. Keith stellt die Leiter auf, klettert hoch und....KANN DEN KOFFER ABHÄNGEN!
Here is your and the NEW Mr. One Shot at Glory: BRYAAAAAN KEIIIITH!
Warnung! Spoiler!
Match 2: Tiffany Stratton vs Skye Blie
Votes: 1:1 (1 Draw)
Main Event: John Cena vs. Velveteen Dream vs. Logan Paul vs. TBA
Votes: 0:0:0:1 (KI Vote)
Die kraftvolle Stimme von Matthew Rehwoldt halte noch nach mit seiner markanten Ankündigung “...AND NEW…” Ein Titelwechseln ist immer etwas besonderes, für die Zuschauer, für die Kompanie und natürlich erst Recht für den Athleten selbst. - Doch diese Neuvergabe des SHINE Titels an Becky Lynch bleibt sicherlich anders in Erinnerung, oder auch gar nicht? Sie hat gekämpft, im Ring gegen Sol Ruca und gegen sich selbst, um überhaupt diesen Abend so durchstehen zu können.
Den obligatorischen Vorhang passiert, durchquert die Irin die Gorilla Position. Mit höflichem Applaus wird sie von einigen Mitarbeitern zu ihrem Gewinn beglückwünscht. Eine Reaktion von ihr selbst geht nicht aus. Zu viele Eindrücke und Gedanken brechen gerade über sie hinein.
Becky geht weiter, ohne anzuhalten, ohne jemanden anzusehen. Der Gürtel hängt schwer über ihre Schulter, das Leder drückt gegen die nasse Haut, wo der Schweiß noch nicht getrocknet ist. Ihre Schritte sind mechanisch, als würde sie auf Autopilot laufen. Die Katakomben fühlen sich enger an als sonst – die Neonlichter flackern, die Kabel auf dem Boden scheinen sich zu bewegen, und jedes Lachen aus der Ferne klingt wie ein Echo aus einer anderen Welt.
Sie biegt um eine Ecke, weg von den Kameras, weg von den Gratulanten. Dort stehen mehrere Equipment-Boxen, die schon hundert Shows überlebt haben. Becky bleibt stehen, hält sich an den metallischen Kanten fest. Einen Moment lang starrt sie nur darauf, als wäre die Box das Einzige, was in diesem Moment real ist. Ein unbändiger Tinnitus pfeift ihr durch die Ohren, sie zittert am ganzen Leib.
Dann gibt sie nach.
Sie lässt sich auf die Kante sinken, die Knie knicken fast ein. Ein letzter Ruck, eine letzte Drehung und die Rothaarige liegt auf der Box. Die Beine baumeln herab. Der Gürtel rutscht von ihrer Schulter, sie fängt ihn reflexartig auf und legt ihn quer über ihren Körper. Ihr Blick an die grau gefleckte Decke gerichtet, verschwommen. Ihr komplettes Nervensystem rebelliert. War es das wirklich wert?
Coast 2 Coast Wrestling
LIVE! Special #84: MEXICAN STANDOFF III
findet statt im Auditorio GNP Seguros vor 10,500 Zuschauern in Puebla, Mexico.
Die letzte Kamera ist optimal platziert und auch der letzte reservierte Platz besetzt. Die c2c Show kann losgehen! Gleich zu Beginn explodiert ein buntes Feuerwerk auf der Stage und motiviert die anwesenden Fans zu großem Jubel und Chants. In der Mitte des aufwendig gebauten Wrestlingrings steht Matthew Rehwoldt schon mit einem Mikrofon bereit um die anwesenden Fans hier in der heutigen Show zu begrüßen.
Matthew Rehwoldt:"My dear Ladies.. my dear Gentlemen.. my name is Matthew Rehwoldt and it is I, your DRAAAAAMAAA KIIIIINGGG... welcoming you to... COAST.. to COAST... WRESTLINGGGGGG!"
Kaum hat Rehwoldt die Ansage zuende gebracht gibt es einen kleinen Jubel für seine Ansage und auch wegen der Vorfreude auf den Verlauf des Abends. Matthew verbeugt sich einmal kurz und geht dann auch aus dem Ring heraus. Auch die knallenden Geräusche des Feuerwerks erlischen langsam und geben die Bühne somit für ihre Akteure frei. Bevor dies jedoch in Kraft tritt, werden die Zuschauer daheim vor ihren Fernsehgeräten von Pat MacAfee, Cathy Kelly & Wade Barrett begrüßt.
Pat McAfee:"Willkommen zu Mexican Standoff!"
Cathy Kelley:"Der Höhepunkt der Mexikotour. Bayley hat sich nicht lumpen lassen und hat heute alle Titel zurück ins Rampenlicht gebracht."
Wade Barrett:"Und da die Mexikotour nächste Woche weiter geht will Bayley sogar noch einen drauflegen nächste Woche mit einem Rematch des One Shots at Glory der Herren. Doch konzentrieren wir uns auf heute. Was ist euer heutiges Highlight?"
Pat McAfee:"Für mich ist es das Match von Drew McIntyre. Es steht so viel auf dem Spiel. Und wir wissen nicht wer der Gegner von ihm ist. Es könnte jeder sein."
Cathy Kelley:"Für mich ist es Tiffany Stratton vs Toni Storm. Das letzte Match der Beiden ging unentschieden aus. Wir wollen endlich eine klare Siegerin sehen."
Wade Barrett:"Dann reden wir nicht weiter um den heißen Brei herum und lassen das Spektakel beginnen."
Wenige Stunden vor der Show:
Der große Tag. Es ist noch nicht die letzte Station der Tour, aber mit dem Mexican Standoff setzt Coast 2 Coast Wrestling den Höhepunkt. Das erste Special des Jahres und die meisten Stars haben bereits versucht, sich in den Vorwochen in Position zu bringen. Bayley als General Manager hat es befeuert und es sollen nahezu alle Titel auf dem Spiel stehen. Entsprechend aufgeregt war die Stimmung bei allen. Ob es die Roadies waren, die ein paar Meter mehr Kabel verlegen mussten oder eben jene Athleten die ihre große Chance witterten. Hier und heute könnte Geschichte geschrieben werden. - Überhaupt nicht nach Geschichte schreiben dürfte es Becky Lynch derweil ergehen. Es war noch etwas Zeit bis die Show wirklich beginnen sollte und so fand sich Irin wieder im Catering Bereich wieder. Selbst hier ging es für gewöhnlich hektisch zu. Mitarbeiter schoben sich schnell einen Snack rein, Roadies verputzt Unmengen nach getaner Arbeit. Etwas abseits der Sitzgelegenheiten hatte sich Becky niedergelassen. Ein kleiner runder Tisch, auf dem ihre einzige Konstante ruhte, ein Becher Kaffee. So saß sie da, in ihrem schwarzen Hoodie, dessen Kapuze sie halb hochgezogen hatte und die roten Haare unordentlich heraus schauten. Vor ihr steht der Becher mit schwarzem Kaffee, der schon kalt sein musste – dennoch rührte sie trotzdem immer wieder darin herum, als würde sie etwas suchen. Ihre Schulter zusammen gezogen, als wäre ihr stetig kalt, sitzt sie etwas zusammengesackt. Kein Make-Up was sie zierte, stattdessen dunkle Ringe unter den Augen. Ergebnisse von Nächten, jetzt schon gar Wochen ohne wirklichen Schlaf. Viel konnte in dem Becker nicht mehr sein und es hatte schon etwas Automatisches, wie sie einen weiteren Schluck nahm. Sogleich verzog sie das Gesicht, zu bitte zu kalt… sie stellt den Becher wieder ab und lässt ihren Blick mit einer tragischen Lethargie in die Ferne schweifen.
Plötzlich schiebt sich eine weitere Gestalt ins Bild: Chef Producer Jeff Miller.
Er trägt sein übliches Headset um den Hals, das Klemmbrett unterm Arm. In der anderen Hand balanciert er einen Teller mit einem großen, noch dampfenden Burrito – Fleisch, Bohnen, Käse, Salsa, alles was dazugehört, um in die kulinarische Genusswelt Mexikos einzutauchen. Einen Moment blieb er neben Becky stehen, als wollte er vorab ihre Aufmerksamkeit erhaschen, aber keine Chance. Sie ist so vertieft in ihren furchtbaren Gedanken, dass er einfach handeln musste. Ein Räuspern sollte genügen und er setzte sich unaufgefordert auf den Platz ihr gegenüber. Den Teller mit dem Burrito samt Besteck platzierte er gekonnt vor sie.
Producer Jeff Miller: "Hey… ich hab mir gedacht, du könntest etwas Richtiges gebrauchen. Nicht nur diesen Kaffee, von dem du viel zu viel trinkst."
Jeff schiebt den Teller noch etwas weiter zu Becky hin und unterstreicht, dass sie unbedingt was essen sollte. Ihr Blick fällt auf den Burrito, dann wieder rüber zu ihm. Nein, ein Lächeln konnte er ihr nicht entlocken, aber zumindest auch keine Abwehrreaktion. Recht tonlos kamen von Becky die Worte, die kommen mussten.
Becky Lynch: "Danke. Aber ich hab keinen Hunger."
Producer Jeff Miller: "Nimm trotzdem ’nen Bissen. Nicht für mich. Für dich. Du siehst aus, als hättest du seit unserem Tour-Start nichts Richtiges mehr gegessen. Was überaus schade ist, denn die mexikanische Küche hat durchaus mehr zu bieten als Kaffee. Zugegeben, der Burrito ist jetzt nicht das Highlight, aber er ist auch nicht verkehrt. Probier ihn ruhig."
Jeff hatte diese gewisse Ruhe, die er ausstrahlte. War es seine Erfahrung, eine gewisse Zuneigung zu Becky, weil er das gesamte Dilemma von Tag Eins begleitet hatte, oder einfach eine besondere Art der Empathie? Becky starrt den Teller an. Nach ein paar Sekunden nimmt sie die Gabel, sticht einmal lustlos rein, führt den Bissen aber nicht zum Munde. Stattdessen legt sie die Gabel wieder beiseite. Dabei sprach sie leise drauf los.
Becky Lynch: "Ich dachte, mit der Zeit wird es besser? Sagt man nicht, die Zeit heilt alle Wunden? Ich habe mich zusammengerissen und ich habe mein Match gegen Kenzie gewonnen. Ich dachte, dann fühlt sich wenigstens irgendwas wieder richtig an. Ich sollte eigentlich genau gehyped sein, wie alle hier. Eine neue Liga, ich stehe im Titelmatch. Aber… es fühlt sich immer noch an wie nichts. Ich bin leer Jeff, einfach leer. Und das ist, wovor ich Angst habe, dass ich mich immer mehr von mir entfremde. Ich fühle mich jetzt schon nicht mehr nach der, die ich eigentlich bin… oder war."
Das war schwere Kost und nichts, was man bei einem Kaffeeklatsch abtun würde. Jeff wusste, worauf er sich einließ, musste aber dennoch kurz innehalten. Er verschränkte die Arme vor dem Körper und lehnte sich zurück. Er mustert sie, nicht mitleidig – eher wie jemand, der schon zu viele Breakdowns in diesem Business gesehen hatte, auch wenn dieses hier intensiv war.
Producer Jeff Miller: "Vieles kann mit der Zeit besser werden, oder eben auch nicht. Lass uns mal kurz über Seth sprechen. Wie hattest du ihn mal genannt… Hot Husband?"
Mit dem ersten Bissen den Becky von ihrer Gabel nahm, verschluckte sie sich auch direkt. Was aber eher daran lag, dass Jeff gerade Seth ansprach und so wie sie ihn in früheren Shows nannte. Zu einer Zeit, wo alles noch in glücklichster Ordnung war. Noch einmal hustete Becky über ihren Burrito und sah Jeff entgeistert an.
Becky Lynch: "Wirklich? Im Moment eher Arschloch ‘bald’ Ex-Husband, aber was hat das jetzt hier zu suchen?"
Producer Jeff Miller: "Jaa… genau das ist der Punkt. Wie lange bist du im Business, rund 20 Jahre? Bei mir kannst du noch ein paar Jährchen drauflegen. Logisch, ich war nicht immer der Head Producer einer solchen Show, sondern hab als Roadie angefangen. Gott, diese verdammten Kisten hörten nie auf. - Aber was ich sagen will, ich kenne deinen Mann bereits lange, weit vor der Zeit, als ihr Euch über den Weg gelaufen seid. Und glaube mir, er war kein einfacher Weggefährte."
Das war jetzt nicht unbedingt ein großes Geheimnis und schon gar keines, welches man Becky Lynch erzählen musste. Sie dürfte Seth mit Sicherheit noch besser kennen als es Jeff vermag. Dennoch hört sie ihm zu und widmete sich erstmals konkreter dem noch leicht dampfenden Burrito vor sich. Ein erster Bissen, den man auch als solches benennen durfte.
Producer Jeff Miller: "Ich kenne Seth somit schon ewig. Als er noch ein arroganter, kleiner Indy-Worker war, der dachte, er wäre der Nächste, der nächste Große, der die Welt erobert.
Er war damals… ein Arschloch. Ein wirkliches Arschloch sage ich dir. Hat Leute abserviert, wenn sie ihm nicht mehr nützlich waren. Hat sich über alle lustig gemacht, die nicht auf seinem Level waren. Er hat sich benommen, als wär er der Einzige, der’s verdient hat, oben zu stehen. Und weißt du was? Ein Teil von ihm ist immer noch so. Worauf ich hinaus will… Seth hatte zu dieser Zeit ein Ego, welches ihm sogar zum Verhängnis wurde. Oder welcher Frischling nennt sich bei irgendeiner Indy-Show God…?"
Becky Lynch: "Du meinst Gixx?!"
Producer Jeff Miller: "Leider nein, ich meine wirklich God.
Seth war damals… ein Naturereignis. Talentiert, ja. Charismatisch, definitiv. Aber auch rücksichtslos. Er hat Matches so gebaut, dass er immer der Star war – egal, ob der andere Typ dabei kaputtging oder nicht. ‚God‘ war nicht nur ein Gimmick, das war sein Mindset. Er hat Leute klein gemacht, weil er dachte, das macht ihn größer. Und weißt du, was das Schlimmste war? Es hat funktioniert. Die Fans haben es gefressen. Die Promoter haben es gefressen. Und er hat es genossen."
Ja, es war die aufregende, aber nicht ganz so glanzvolle Geschichte von Seth Rollins bevor er zu Seth Rollins wurde. Langsam stocherte Becky in ihrem Burrito herum, pickte sich immer mal wieder was raus, hörte dabei Jeff aber gespannt zu. Leise und fast tonlos stimmte sie seiner Version zu.
Becky Lynch: "Ich weiß, wer er war. Ich habe ihn damals kennengelernt. Den Typen, der sich für unantastbar hielt. Der Typ, der dachte, er braucht niemanden. Und dann… dann hat er mich gebraucht. Und ich hab gedacht, das hätte ihn verändert."
Eine These, die Jeff so nicht widerlegen konnte und auch nicht wollte. Er nickte langsam, in seinem Blick war kein Mitleid, sondern nur Verständnis. Ob sich Seth wirklich geändert hatte, wusste nur dieser auch am Besten.
Producer Jeff Miller: "Hat es ja auch. Zumindest eine Zeit lang. Du hast ihn runtergeholt, Becky. Du hast ihm gezeigt, dass er nicht Gott ist. Dass er einfach nur ein Mensch ist – ein verdammt guter Wrestler, aber ein Mensch. Und genau deshalb hat er dich geliebt. Weil du die Einzige warst, die ihm das ins Gesicht sagen konnte, ohne dass er dich danach hasste."
Becky lachte überrascht auf, ein kurzes, bitteres Geräusch, welches mehr wie ein Husten klang. Denn im Moment wusste sie selbst nicht ob sie ihn wirklich ändern konnte oder ob er wieder in alte Muster verfallen war.
Becky Lynch: "Und jetzt? Jetzt hasst er mich vielleicht doch. Oder ich ihn? Ich weiß es nicht mehr. Ich schau ihn an und seh immer noch den Typen, der mich mal angeschaut hat, als wär ich das Einzige auf der Welt, was zählt. Und dann seh ich den Typen, der geschwiegen hat, als die ganze Welt meine Tochter durch den Dreck gezogen hat. Und ich frag mich… wer von beiden ist echt? Was ist, wenn ich ihm nicht verzeihen kann?"
Ein brutal ehrlicher Satz, der tief in Beckys Seelenleben hinein blicken ließ. Selbst Jeff schluckte, brauchte einen Moment um sich zu fragen, ob er hier noch was retten könnte. Becky selbst starrte nur auf den Burrito. Langsam, fast zögerlich, nahm sie den nächsten Bissen. Kaute. Schluckte. Es schmeckte nach nichts – aber sie aß zumindest weiter.
Producer Jeff Miller: "Dann verzeihst du ihm nicht. Aber du lässt dich nicht von ihm definieren. Du bist nicht ‚Seths Frau‘. Du bist nicht ‚Roux’ Mom‘. Du bist Becky Lynch. The Man. Und heute Abend stehst du in diesem gottverdammten Ring, weil du immer noch kämpfen kannst – auch wenn du dich leer fühlst. Auch wenn du denkst, du bist nicht mehr du selbst. Denn weißt du, was ich in den letzten Wochen gesehen hab? Eine Frau, die trotz allem immer noch aufsteht. Die trotz Blackout, trotz Presse, trotz gebrochenem Herzen immer noch in den Ring geht. Das ist keine leere Hülle, Becky. Das bist immer noch du. - Denn du bist in der großartigen Lage dir Gehör zu verschaffen, was sehr viele Menschen in ähnlichen Situationen nicht haben. Sie kleben an deinen Lippen und du weißt mit Worten umzugehen. Nutze diese Gabe, nutze diese Gelegenheit auf einer solch großen Bühne. Ich weiß es, du hast die Kraft."
Jeff hatte diese Überzeugung und versuchte, ihr die Kraft zu verleihen, zumindest darüber nachzudenken. Er legte sich richtig ins Zeug und wollte ihr irgendwie helfen. Becky selbst wusste dies sehr zu schätzen, auch wenn sie es augenblicklich nicht zeigen konnte. Stattdessen stocherte sie mit der Gabel in den letzten Resten des Burritos herum und überdachte seine Worte.
Becky Lynch: "Puh’... es fällt mir so unglaublich schwer, überhaupt meine Gedanken auf dieses Match zu richten. Viele, wenn nicht jeder würde mir meinen Spott heute Abend streitig machen und ich… ich verspüre nur diese elendige Leere. Ein Titlematch, natürlich war das mein Ziel, bevor ich hierher kam. Aber du weißt, selbst Tag Eins änderte hier alles."
Zustimmend nickte Jeff ihr zu, aber so ganz überzeugend kamen die Worte nicht über ihre Lippen. Dennoch, es war zumindest ein Anfang. Becky nutzte ihre Serviette und legte sie über die Reste des Burritos. Jeff wollte gar nicht wissen, wie lange es her war, dass sie etwas Vernünftiges gegessen hatte. Einen Moment sah sie Jeff an und nickte ihm abwartend zu, ehe sie sich von ihrem Platz erhob. Ein wirkliches “Danke” kam ihr nicht über die Lippen, zu sehr war sie in ihren Gedanken gefangen. Sie musste es aber auch nicht, Jeff hatte durchaus Verständnis dafür und war nicht auf ein Danke aus. Als Becky sich gemächlichen Schrittes von dem Catering Bereich entfernte, stand auch Jeff Miller auf und richtete einen letzten Satz an sie.
Producer Jeff Miller: "Und Becky… wenn das heute Abend vorbei ist, fährst du nach Hause und hast eine Woche frei. Egal was passiert."
Allein der Gedanke daran löste bei ihr eine Hauch von Panik aus, aber dieses Mal wusste sie die weg zu atmen. Becky bleibt stehen, blickt nur über ihre Schulter zurück…
Becky Lynch: "Danke für den Burrito!"
Die Kameras schalten in den Backstagebereich. Die Atmosphäre wirkt geschäftig, fast angespannt - wie immer, wenn sich eine große Show ihrem nächsten Höhepunkt nähert. Mitarbeiter der Liga kreuzen den Gang, manche hastig, manche routiniert. Einer balanciert mehrere Kabelstränge über der Schulter, ein anderer zieht einen Rollwagen mit Technik hinter sich her, das leise Rattern mischt sich mit Stimmen und Zurufen.
Im Mittelpunkt des Bildes steht Bayley. Die General Managerin spricht mit mehreren Mitarbeitern gleichzeitig, wechselt mühelos zwischen ihnen. Ein Techniker mit Headset beugt sich leicht vor, während sie ihm etwas erklärt, eine Produktionsassistentin hält ein Klemmbrett, auf dem bereits mehrere Seiten umgeblättert wurden. Man hört keine klaren Worte - nur Bruchstücke von Organisation, Zeitfenstern und Abläufen. Bayley gestikuliert knapp, aber bestimmt. Ein Nicken hier, ein kurzer Blick auf eine Uhr dort. Entscheidungen werden getroffen, ohne dass sie ausgesprochen werden müssen.
Nach und nach lösen sich die Mitarbeiter aus der Gruppe. Einer verschwindet den Gang hinunter, ein anderer schultert seine Kabel fester und geht an der Kamera vorbei. Die Geräuschkulisse ebbt leicht ab, nicht vollständig, aber spürbar.
Bayley bleibt einen Moment allein stehen.
Dann verändert sich der Raum.
Im Hintergrund tritt Ethan Page ins Bild. Ruhig. Kontrolliert. Der maßgeschneiderte Anzug sitzt perfekt, die Brille wirkt mehr wie ein Statement als ein Accessoire. Während um ihn herum noch gearbeitet wird, scheint er sich nicht an den Rhythmus des Backstagebereichs anzupassen - vielmehr zwingt seine Präsenz die Umgebung, sich ihm unterzuordnen.
Ein Mitarbeiter wirft ihm im Vorbeigehen einen kurzen, zögerlichen Blick zu, sagt nichts und geht weiter. Niemand kündigt ihn an. Niemand hält ihn auf.
Ethan bleibt wenige Schritte von Bayley entfernt stehen. Kein Wort. Kein Lächeln. Kein Zeichen, dass er etwas erwartet - außer natürlich Aufmerksamkeit.
Die Kamera hält beide im Bild.
Bayley, die Frau, die ihn ins Titelrennen gebracht hat.
Ethan Page, der Mann, der jetzt darin steht.
Der Moment hängt zwischen ihnen, schwer genug, um alles Weitere zu tragen.
Bayley sieht Ethan an. Für den Ring sieht der Kanadier ja nicht aus, doch kann sie ihm nicht aussprechen, dass er sich rausgeputzt hat. Freut sie sich auf diese Begegnung. Das hängt davon ab was Ethan hier wohl will. Ein freundlichen Lächeln zur Begrüßung ist drin.
Bayley "Ethan … bereit für dein Titelmatch?"
Ob die Kalifornierin diese Frage bereuen wird. Sie erwartet schon eine Rede des Kanadiers bezüglich dieser Frage, doch wusste sie sich nicht anders zu helfen. Es war eine Frage der Höflichkeit.
Ethans Blick ruht einen Moment auf ihr, dann nickt er leicht. Ein kleines, selbstsicheres Lächeln huscht über sein Gesicht, als hätte er genau mit dieser Frage gerechnet.
Ethan Page: "Ich bin bereit."
Er richtet kurz den Ärmel seines Jackettsund wirkt dabei ruhig, ja beinahe entspannt.
Ethan Page: "Und bevor du es aussprichst...ich weiß, dass ich heute Abend überhaupt hier stehe, weil du mich zurückgebracht hast."
Ethan macht eine kleine Pause. Sein Blick bleibt auf Bayley, aufmerksam - aber das leichte Zucken in seinem Mundwinkel verrät, dass noch etwas folgt.
Ethan Page: "Es ist gut, dass du erkannt hast, dass ich hier gebraucht werde und mich deshalb direkt wieder ins Titelrennen gesteckt hast. Ich nehme dir das nicht übel. Ehrlich gesagt...war es ziemlich effizient. Hat zwar etwas lang gebraucht die Erkenntnis. Aber immerhin, hab ich Recht?"
Ethan verschränkt locker die Hände vor sich, sein Tonfall bleibt ruhig und sicher.
Ethan Page: "Kleiner Spoiler: Ich werde gleich mit diesem Titel aus dem Ring gehen. Nicht, weil ich glaube, dass ich bereit bin...sondern weil ich genau für solche Momente gemacht bin."
Er mustert Bayley einen Augenblick länger, dann wird sein Ton minimal weicher - fast respektvoll.
Ethan Page: "Also ja...du hast mich zurückgebracht. Und ich werde dafür sorgen, dass sich diese Entscheidung auszahlt und diese Hallen endlich mal wieder voll werden."
Mit so einer Art Antwort hat die Kalifornierin schon gerechnet. Bereut sie ihre Entschiedung gefragt zu haben? Ein kleines bisschen.
Bayley "Die Arenen sind die ganze Zeit voll geblieben … nevermind."
Die Kaliforniern will sich hier auf keine Diskussion einlassen.
Bayley "Du bist auf jeden Fall Championship Material. Das kann man dir nicht abstreiten. Mit dem World Title hat es zwar nicht geklappt, aber Drew muss man auch erstmal besiegen. Ich bin mir sicher, dass du den Westcoast Titel gut hervorbringen kannst."
Der momentane Westcoast Champion Vincent brilliert ja eher durch Abwesenheit. Während sie bei Kenny Omega, Toni Storm und Giulia mit Verletzung ihre Abwesenheit erklärt hatte, hüllte sie sich beim Thema Vincent in Schweigen.
Bayley "Der Westcoast Titel ist ein langjähriger prestigeträchtiger Titel. Du bist nicht der einzige, der nach diesem Gürtel lugt. Du darfst dich also geehrt fühlen, dass ich dich erwählt habe."
Meint Bayley damit Logan Paul. Dieser scheint Interesse daran zu haben diesen Titel zu erobern. The Maverick ist schon Eastcoast Champion gewesen und das mit einem rekordträchtigen 253 Tage Run.
Ethan hört Bayley ruhig zu. Kein Unterbrechen, kein sichtbarer Widerspruch. Erst als sie endet, senkt er kurz den Blick, atmet einmal durch - nicht aus Nervosität, sondern als würde er ihre Worte bewusst einordnen. Dann hebt er den Kopf wieder, dieses ruhige, selbstsichere Lächeln kehrt zurück.
Ethan Page: "Prestigeträchtig...ja. Das ist er."
Er nickt leicht, beinahe zustimmend.
Ethan Page: "Und glaub mir, ich weiß zu schätzen, dass du mir diese Chance gegeben hast. Nicht jeder bekommt die Gelegenheit, eine Entscheidung von dir bestätigen zu dürfen."
Ein kurzer Moment vergeht. Ethan verschränkt locker die Hände vor sich, der Ton bleibt ruhig, kontrolliert.
Ethan Page: "Und natürlich werden noch andere kommen, die diesen Titel wollen. Nach über fünfzig Champions wäre es auch seltsam, wenn es anders wäre."
Ein leichtes Schmunzeln.
Ethan Page: "Aber irgendwann muss man aufhören, einfach nur irgendwen in den Ring zu stellen, nur weil er laut genug sagt: 'Ich will aber!'"
Sein Blick trifft Bayley direkter - nicht herausfordernd, eher erklärend.
Ethan Page: "Du hast mit mir keine kurzfristige Lösung gewählt. Du hast eine Entscheidung getroffen, die Bestand hat. Ganz klar. Und ich werde mich davor hüten, dieses neue Kapitel zu etwas Schnelllebigem zu machen."
Ethan richtet sich minimal auf, als würde er einen Punkt festhalten.
Ethan Page: "Titel gewinnen kann jeder mit dem richtigen Abend. Einem Titel Bedeutung geben… das ist etwas anderes."
Eine kurze Pause, dann dieses selbstverständliche Finish:
Ethan Page: "Und genau dafür stehe ich heute Abend hier und schätze es, dass du erkannt hast, mit wem sich dieser Weg lohnt."
Ethan lässt die Worte einen Moment im Raum stehen. Kein Nachdruck, kein weiterer Kommentar. Er weiß, dass er gesagt hat, was gesagt werden musste. Sein Blick ruht noch einen Augenblick auf Bayley, dann nickt er ihr leicht zu - respektvoll, aber nicht bittend.
Ethan Page: "Ich sollte mich dann wohl mal umziehen."
Ein kurzes Schmunzeln huscht über sein Gesicht, fast selbstironisch.
Ethan Page: "Auch wenn ich mir ziemlich sicher bin, dass ich es auch so schaffen würde."
Er richtet noch einmal das Jackett, zieht die Manschetten glatt und setzt die Brille zurecht. Eine letzte, beiläufige Geste - nicht um Eindruck zu schinden, sondern weil es einfach zu ihm gehört.
Ethan dreht sich um und geht den Gang hinunter, ohne sich noch einmal umzusehen. Mitarbeiter treten ihm automatisch aus dem Weg, Gespräche verstummen für einen Moment, während er an ihnen vorbeigeht. Kein Eilen, kein Zögern. Er wirkt nicht wie jemand, der zu einem Match geht...sondern wie jemand, der auf dem Weg ist, einen Punkt zu bestätigen.
Die Kamera bleibt bei Bayley zurück, die ihm nachblickt.
Das hätte schlimmer werden können. Für die Kalifornierin war das wohl das angenehmste Gespräch, dass sie mit All Ego jemals geführt hat.
Bayley "Ich hab dir nur die Tür geöffnet. Den Weg musst du selbst gehen."
Sagt die Kalifornierin zu Ethan in Hörweite. Dann widmet sie sich wieder dem was sie ursprünglich vorgehabt hatte.
Die Zuschauer warten nun gespannt auf den nächsten Superstar der die Halle betritt. Das Licht wird schwach und die Musik ertönt aus den Lautsprechern.
The Righteous erscheinen auf der Stage und freuen sich hier zu sein. Nach einer kleinen Pose der beiden auf der Stage gehen sie weiter. Mit etwas Abstand geht Dutch hinterher,
mit dem typischen Fingerschnipsen geht Vincent los.
Matthew Rehwoldt:"Making his way to the Ring... from Warwick, Rhode Island... weighing in at 189 pounds..!"
Während die Reaktionen bei den Zuschauern eher gemischt sind, gehen die beide Langsam die Rampe herunter, Dutch klatscht mit einigen Fans ab, aber Vincent hat nur ein Ziel, den Ring. Am Ring angekommen wird Ringtreppe von Dutch benutzt und Vincent hingegen rutscht unter dem unteren Ringseil hindurch in den Ring. Vincent schaut sich um steigt auf das Turnbuckel in der unteren rechten Ecke und feiert sich, Dutch applaudiert währenddessen. Danach steigt er ab und geht zu Dutch, dieser streckt dem Publikum die Zunge entgegen.
Matthew Rehwoldt:".. he is the Westcoastchampionnnnnnnnnnn!"
Matthew Rehwoldt:".. Vincenntttttttt!"
Vincent beginnt sich seinen Mantel aus zu ziehen und seinen Westcoastchampionship, er überreicht die Sachen Dutch, dieser wiederum spricht Vincent noch zu und gibt ihm einen Schlag auf die Schulter.
Dann begibt er sich aus dem Ring und Vincent wartet auf den Gong der Ringglocke.
Vincent steht bereits im Ring, der Blick geht unruhig zur Stage. Ein leises Raunen zieht durch die Arena, als die Lichter gedimmt werden und die LED-Wand dunkel wird.
Dann setzt die Musik ein.
Die Reaktion kommt sofort. Gemischte Buhrufe und Jubel, durchzogen von vereinzelten ALL EGO!-Chants.
Ethan Page tritt auf die Stage. Er bleibt einen kurzen Moment stehen, mustert die Arena, dann den Ring – und Vincent. Kein Lächeln, keine Pose. Nur Ruhe.
Matthew Rehwoldt: "Making his way to the Ring... from Hamilton, Ontario, Canada ... weighing in at 225 pounds..He is Aaaaall Ego…ETHAN… PAGE!"
Ethan setzt sich in Bewegung. Der Gang ist kontrolliert, zielgerichtet. Keine Faninteraktion, kein Zögern. Vor der Treppe hält er kurz inne, dann steigt er in den Ring.
Ein kurzer Blick zu Vincent.
Ethan richtet seine Handschuhe, geht in seine Ecke.
Die Musik verstummt.
Der Ringrichter tritt dazwischen.
Alles ist bereit. Die Atmosphäre in der Arena ist elektrisierend. Vincent steht unbeweglich in seiner Ecke, den Blick starr auf Page gerichtet, ein verstörendes, wissendes Lächeln auf den Lippen. Ethan Page hingegen spielt mit der Crowd; er richtet seine Haare, spannt die Muskeln an und signalisiert mit einer herablassenden Geste, dass Vincent ihm den Titel gleich überreichen könne.
Warnung! Spoiler!
DING DING DING
Das Match beginnt nicht mit einem Lock-up, sondern mit psychologischer Kriegsführung. Vincent beginnt langsam, im Rhythmus einer unsichtbaren Melodie zu schaukeln. Page, genervt von der bizarren Art seines Gegners, stürmt voran. Doch Vincent weicht mit einer fast fließenden, unnatürlichen Rückwärtsbewegung aus. Page wirbelt herum, direkt in einen massiven Big Boot von Vincent!
Der Champion übernimmt sofort die Kontrolle. Er schleudert Page in die Seile und empfängt ihn mit einem harten Kitchen Sink Knee Strike. Während Page nach Luft ringt, kniet sich Vincent über ihn, flüstert ihm etwas Unverständliches ins Ohr und beginnt, mit flacher Hand rhythmisch auf die Matte zu schlagen.
Page versucht sich hochzukämpfen, doch Vincent setzt mit gezielten Tritten gegen die Rippen nach. Er befördert Page in die Ringecke und lässt eine Serie von Knife Edge Chops folgen, die wie Peitschenknalle durch die Halle hallen. Vincent wirkt fast wie in Trance, während er Page mit einem Snapmare in die Mitte des Rings befördert und einen Chinlock ansetzt, wobei er seine Finger tief in die Kiefermuskulatur von Page gräbt.
Die Fans beginnen, Page anzufeuern – weniger aus Liebe, sondern aus Verlangen nach Action. Page, der "All Ego" nicht umsonst im Namen trägt, findet seinen Fokus wieder. Er nutzt seine Kraft, stemmt sich hoch und befreit sich mit gezielten Ellbogenstößen aus Vincents Griff. Vincent taumelt, und Page nutzt das Moment: Ein krachender Shoulder Tackle, gefolgt von einem Dropkick, der Vincent zum ersten Mal sichtlich erschüttert.
Vincent rollt sich aus dem Ring, um das Tempo zu drosseln, doch Page lässt ihm keine Ruhe. Er nimmt Anlauf und fliegt mit einem Tope con Hilo über das oberste Seil nach draußen! Die Zuschauer springen von ihren Sitzen. Page schnappt sich Vincent, schleudert ihn gegen die Ringtreppe und posiert kurz für die Kameras – ein klassischer Fehler, der Vincent Zeit zur Erholung gibt.
Zurück im Ring versucht Page den Sack zuzumachen. Er setzt zum Ego’s Edge an, doch Vincent windet sich wie ein Aal aus dem Griff. Mit einer blitzschnellen Bewegung schlägt Vincent Page die Beine weg und setzt den Redrum vom obersten Seil an - doch Page rollt sich im letzten Bruchteil einer Sekunde weg!
Beide Männer liegen erschöpft am Boden. Der Ringrichter zählt bis sieben, bevor sie sich gleichzeitig an den Seilen hochziehen. Es folgt ein brutaler Schlagabtausch in der Ringmitte. Vincent lacht, während er Schläge einsteckt, was Page nur noch wütender macht.
Vincent fängt einen Schlag ab, dreht Page ein und verpasst ihm einen Side Effect auf den harten Ringrand! Page schreit vor Schmerz auf. Vincent rollt ihn zurück in den Ring und setzt zum Cover an:
Eins... Zwei... KICKOUT!
Vincent kann es nicht fassen. Sein Lächeln verschwindet. Er bereitet seinen Finisher vor, den Orange Sunshine, doch Page kontert mitten in der Drehung mit einem krachenden Superkick!
Vincent taumelt, ist aber noch auf den Beinen. Er wirkt völlig weggetreten, die Augen weit aufgerissen. Ethan Page erkennt die Chance seines Lebens. Er packt Vincent am Hals, verpasst ihm einen harten Kniestoß ins Gesicht und bringt ihn mit einem Roundhouse Kick endgültig zum Wanken.
Page signalisiert das Ende. Er packt Vincent, hebt ihn mit purer Willenskraft hoch in die Powerbomb-Position und lässt keine Ausflüchte mehr zu.
Ethan Page hämmert Vincent mit einem donnernden Ego's Edge in die Mitte des Rings.
Page wirft sich auf Vincent, hakt beide Beine ein und blickt dabei intensiv in die Kamera, während der Referee zählt:
EINS...ZWEI...DREI!
Here is your winner by pinfall and the NEW Westcoast Champion : EEEETHAAAAN PAAAAAAAGEEEEEEE!
Der Ringrichter hebt beide Arme - der Three Count ist offiziell.
Ethan Page rollt sich von Vincent herunter und bleibt einen Moment sitzen. Kein Jubel, kein Ausbruch. Er atmet tief durch, fährt sich kurz durchs Haar und richtet sich dann auf.
Der Ringrichter greift nach dem Westcoast Championship und überreicht ihn Ethan Page.
All Ego nimmt den Titel, betrachtet ihn einen Augenblick - nicht ehrfürchtig, sondern prüfend. Dann hebt er ihn langsam an.
Die Reaktionen in der Arena sind gemischt, aber laut.
Ethan stellt sich in die Ringmitte, der Titel fest in der Hand. Ein kurzer Blick in die Kamera reicht aus, um klarzumachen:
Dieses Kapitel hat gerade erst begonnen.
Mexican Standoff das große Special von C2C Wrestling auf ihrer Tour durch Mexiko. Das Office in Form von General Managerin um Bayley hat dafür gesorgt, dass alle Titel auf dem Spiel stehen oder neu ausgetragen werden. So auch die verkannte SHINE Championship. Trotz allem, was ihr bisher widerfahren ist, hat es Becky Lynch irgendwie geschafft, sich das Contendership-Recht zu sichern. Nicht, dass sie es technisch nicht schaffen könnte, ihr gegenwärtiger mentaler Zustand geht nur leider in eine ganz andere Richtung. Unter einer Ansammlung von Selbstzweifel, Wut, Liebe und Hilflosigkeit sieht man ihr zunehmend die Last an, welche sie mit sich herumträgt. Ein Titel-Match auf solch großer Bühne, ist dabei sicherlich das Letzte, an das sie denkt. Das Office stand so lange hinter ihr, wie die Ratings und Reaktionen kamen, war ihre tatsächliche Leistung nahezu nebensächlich. Dabei war das Wrestling noch irgendwie die Konstante in ihrem Leben. Alles was sie früher einmal tat, wofür sie so viele Rückschläge hingenommen hatte, war genau dies. Wrestling auf großer Bühne und dieses noch auf eine neue Ebene heben.
In ihr arbeitete es wieder – diese elendige Zerrissenheit, die sich wie ein Knoten in der Brust anfühlte, der sich mit jedem Atemzug fester zog. Das Ringoutfit – komplett schwarz, wie eine zweite Haut aus Trauer – klebte schon jetzt an ihr, obwohl sie noch keinen Schritt im Ring gemacht hatte. Die Lederjacke hing schwer auf den Schultern, als wollte sie sie runterdrücken. Draußen drang nur dumpfer Hallenlärm durch die Tür: ferne Chants, Schritte von Roadies, das metallische Klacken von Equipment-Boxen. Aber hier drin war es still. Zu still. So saß sie da, doch ihr Blick war leer, verloren in einer Welt aus Schuld und Stille, die nur sie allein betreten konnte. - Erst das Vibrieren ihres Smartphones holte sie wieder in die Gegenwart zurück. Alle Feeds und News hatte sie bereits verbannt und nur noch Messenger oder über WhatsApp konnte man sie erreichen. Vielleicht mal eine positive Abwechslung? Zögerlich blickte sie auf die Vorschau der Nachricht, sie kam von Seth. Und ja, Becky zögerte… sie hatte innerlich Angst, bei jeder Nachricht die von ihm, sofern denn mal eine kam, dass es ihr weiter die Luft zu Atmen nehmen würde. Sie klickt darauf und öffnet die Mitteilung, eine Sprachnachricht.
Zitat:Seth Rollins Sprachnachricht: „Roux hat heute Morgen gefragt, ob du sie noch liebst. Ich hab nichts gesagt. Weil ich’s nicht weiß. Wann kommst du endlich heim, Becky? Oder ist der Gürtel jetzt deine Familie?“
Und bitte, es war genau wie sie es befürchtet hatte, diese Nachricht, seine Stimme, es schnürte ihr den Hals zu. Sie spulte über den kleinen Regler wieder zurück.
„Roux hat heute Morgen gefragt, ob du sie noch liebst. Ich hab nichts gesagt. Weil ich’s nicht weiß…” und noch einmal: “...ob du sie noch liebst. Ich hab nichts gesagt. Weil ich’s nicht weiß…” In Becky brodelte es und sie konnte es nicht einmal wirklich definieren. War es wirklich Wut, Enttäuschung, Schuld? Warum musste Seth ihr jetzt auch noch in den Rücken fallen? Sie konnte es nicht mehr ertragen. Sie nahm ihr Handy und schleuderte es gegen die Wand, wo das Display sofort zersprang. Ein Ausbruch der Wut sprudelte aus ihr heraus, ebenso wie der Fluch in einem tief gälischen Akzent.
Becky Lynch: “Feeeck… Fuck… FUCK!”
Becky starrte auf die Scherben des Handys, die sich über den Betonboden verteilt hatten. Ihr Atem ging stoßweise, die Brust hob und senkte sich, als würde sie erst jetzt realisieren, was sie gerade getan hatte. Für einen Moment war da nur Stille – die Stille in ihrem Kopf, die Stille im Raum, die Stille, die sie seit Wochen umgab wie ein Leichentuch.
Dann – ganz langsam – ballte sie die Fäuste. Die Knöchel knackten leise. Sie richtete sich auf, die Schultern strafften sich, als würde eine unsichtbare Last für einen Sekundenbruchteil leichter. Ihre Augen, eben noch leer und verloren, bekamen plötzlich diesen alten, gefährlichen Glanz zurück. Den Glanz, den die Welt früher „The Man“ genannt hatte. Sie lachte – kein bitteres, kein trauriges Lachen mehr. Ein kurzes, scharfes, fast höhnisches Geräusch, das tief aus ihrer Kehle kam.
Becky Lynch: „Weißt du was, Seth?“
Murmelte sie in den leeren Raum, als stünde er vor ihr.
Becky Lynch: „Du hast recht. Vielleicht bin ich egoistisch. Vielleicht hab ich alles kaputt gemacht. Vielleicht bin ich die schlechteste Mutter der Welt. Aber rate mal, was?“
Becky trat einen Schritt vor, die Lederjacke fiel schwer über ihre Schultern, aber jetzt trug sie sie nicht mehr wie eine Last – sie trug sie wie eine Rüstung.
Becky Lynch: „Ich bin immer noch hier. Und ich bin immer noch The Man.“
Die Worte kamen leise, aber mit einer Kraft, die den Raum zu füllen schien. Sie sprach sie nicht für die Kamera, nicht für die Fans, nicht einmal für Seth. Sie sprach sie für sich selbst.
Becky Lynch: „Die letzten Wochen haben mich zerlegt. Sie haben mich in Stücke gerissen. Aber weißt du, was sie nicht geschafft haben? Mich umzubringen. Mich zum Aufgeben zu bringen. Und heute Nacht? Heute Nacht geh ich da raus und hol mir diesen verdammten Titel. Nicht weil ich ihn brauche. Sondern weil ich ihn mir verdiene. Weil ich trotz allem – trotz dir, trotz Roux’ Fragen, trotz der Lügen, trotz der Presse, trotz mir selbst – immer noch stehe.“
Sie zog die Jacke enger und strich sich eine rote Strähne aus dem Gesicht. Ihr Blick war jetzt nicht mehr leer. Er war hart. Entschlossen. Gefährlich. Und sie war noch nicht fertig. Becky wanderte in dem engen Locker Room umher. Schnelle, nervöse Schritte. Sie biss sich auf die Zähne, biss auf ihren Fingernagel, alles Muster, die sie in ihrer brodelnden Wut gar nicht kontrollieren konnte. Und irgendwas wollte sie noch schmeißen… da sie aber nicht das eine richtige Teil fand, musste letztlich ihr Make-Up Bag daran glauben und flog durch den Locker Room.
Becky Lynch: “URGH… wie kann ein Mensch nur so ein… beschissenes Timing haben?! Wobei: Nein, das ist kein beschissenes Timing, Seth. Dieses Mal ist es berechnend. All die Zeit hier wo ich dich gebraucht hätte, rührst du dich keinen Millimeter, lässt rein gar nichts von dir hören und jetzt… ausgerechnet heute und du weiß, dass ich gleich da raus muss. - Du kannst es ebenso wenig ertragen, dass ich dies doch vielleicht erfolgreich gestalten kann. Ja, genau so wird es sein und das spielt sich gerade in deinem kleinen kranken Hirn ab. Du willst mich sabotieren, damit du diese ganzen Headlines für dich missbrauchen kannst. Wenn das heute vorbei ist, ganz egal wie… Gnade dir Gott, dass du nicht daheim bist, wenn ich nach Hause komme."
Dieser Monolog tat beim Zuhören weh. Auch wenn Seth’ Nachricht nicht den besten Tonfall hatte, schien es hier so, als würde Becky sich schwer in etwas verrennen. Sie brauchte manchmal das Aufbrausende, um etwas Dampf abzulassen. Aber ihre Gedankenwelt spielte immer mehr gegen sie. Ihre Wut war allgegenwärtig, aber zumindest hatte sie sich unter ihren Worten etwas Luft verschafft.
A few days ago - Somewhere at the Playa Chaparrales
Kurz bekommt der Zuschauer von Coast 2 Coast Wrestling einen Hinweis wo sich die nun folgenden Szenen abspielen. An einem Strand. Genauer gesagt am Playa Chaparrales. Dies ist durchaus verwunderlich, immerhin findet Mexican Standoff III Special diesen Montag in Puebla statt. Einem Vorort von Mexico City. Und dieser Strand liegt nicht gerade um die Ecke. Genauer gesagt sind es fast 300 Kilometer Luftlinie die beide Orte voneinander trennen. Was könnte uns also hier her verschlagen? In diesem Augenblick kommt eine Frau ins Bild gelaufen die diese Frage vermutlich beantworten könnte. Sol Ruca! Die Blondine welche am Montagabend gegen Becky Lynch um den vakanten Shine Championship kämpfen wird kommt den Strand entlang gejoggt. Dabei ist sie Barfuß und trägt einen Sport BH sowie ein kurze Hose. In ihrer rechten Hand hält sie eine Flasche Wasser. Als sie sich der Kamera nähert wird sie langsamer und kommt allmählich zum stehen. Sie öffnet die Flasche und nimmt einen Schluck aus selbiger, ehe sie sich der Kamera widmet.
Sol Ruca: Ist es nicht wunderschön hier?
Die blonde Surferin dreht sich in Richtung des Wassers um und blickt somit hinaus in den Golf of Mexico. Dabei atmet sie schwer. Natürlich hat sie recht, es ist durchaus schön hier. Aber eine Frage bleibt. Warum sind wir hier?
Sol Ruca: Ich liebe das Meer! Ich brauche einfach Wasser um mich herum. Ich weiß das das einige nicht verstehen können und sicherlich der Meinung sind das ich mich jetzt bereits in Puebla in der Arena aufhalten sollte und trainieren müsste. Das ist euer gutes Recht. Aber dort fühle ich einfach nicht die Freiheit. Ich brauche meine Freiheit, sonst funktioniere ich nicht!
Während sie spricht hat sich die baldige Gegnerin von Becky Lynch vom Meer weggedreht und hat sich in Bewegung gesetzt. Jedoch nicht schnell laufend, sondern langsam gehend. Dabei spricht sie weiter vor sich hin, während die Kamera sie weiterhin filmt. Nach ein paar Metern endet der sandige Untergrund unter den Füßen der Frau aus Kalifornien und sie steht nun auf dem Parkplatz dieses Strandes. Zielsicher steuer sie ein Auto an. Ihr Auto! Die gute Betsy! Der T3 Camper Van den sie ihr eigen nennt und in dem sie lebt, wohnt und von Show zu Show fährt.
Sol Ruca: Es war ein ganzes Stück Arbeit die gute Betsy durch den mexikanischen Zoll zu bekommen. Aber ohne Betsy, ohne mich. Ein Glück hat es geklappt!
Als sie bei ihrem Auto angelangt ist, öffnet sie die Seitentür und setzt sich in die nun offene Tür hinein. Die Flasche Wasser stellt sie neben sich ab. Kurz blickt sie verträumt erneut in Richtung des Strandes, es wirkt fast so als wolle sie etwas sagen, könne ihre Gedanken aber nicht vernünftig greifen. Dann jedoch versucht sie es.
Sol Ruca: Montagabend habe ich eines der wichtigsten Matches meiner Karriere. Becky und ich kämpfen um den Shine Championship. Dabei geht es jedoch nicht nur um den Titel. Nein, es geht auch um die Frauen die diesen Titel vor uns getragen haben.
Während sie diese Worte von sich gibt klopft sich Sol Ruca kurz mit ihrer flachen Hand auf ihre Brust und zeigt kurz mit ihrem Zeigefinger gen Himmel. Dabei lächelt sie sanft, wirkt dabei jedoch etwas schwermütig.
Sol Ruca: Hana, ich habe dich nie kennen gelernt. Die Umstände warum sind bekannt. Aber du warst eine großartige Wrestlerin. Möge es dir dort wo du jetzt bist besser gehen als hier unten.
Nach diesen Worten schweigt die sonst so redselige Sol Ruca und damit dürfte sie nicht die einzige sein. Gerade hat sie an ein schmerzhaftes Kapitel in Coast 2 Coast und dem allgemeinen Wrestling erinnert. Hana Kimura, einst die dritte Shine Championess starb während sie den Titel inne hielt, kurz nach dem sie selbigen von Maria Kanellis gewann.
Sol Ruca: Aber auch abseits von Hana gab es großartige Frauen die diesen Titel gehalten haben. Tenille Dashwood zum Beispiel. Sicherlich keine Frau mit der ich gerne mal Wellenreiten gehen wollen würde, aber sie hat den Titel definitiv auf ein neues Level gehoben. Ebenso wie eine Maki Itoh die den Titel von Tenille gewonnen hat und für eine lange Zeit die längste Regenschaft mit dem Titel hatte!
Da hat Sol Ruca recht. Insgesamt 262 Tage konnte die Japanerin den Titelgürtel ihr eigen nennen, ehe am Ende Shanna ihr den selbigen abgenommen hat. Die quirlige Blondine greift sich zwischen den Redepausen erneut ihre Flasche Wasser und trinkt einen Schluck. Es wirkt so als versuche sie etwas fokussierter zu werden.
Sol Ruca: Mit über 300 Tagen liegt der Rekord derzeit aber bei Tiffany Stratton. Diese hat den Titel abgegeben um sich Toni Storm zu stellen. Ich denke beide werden ein klasse Match diesen Montag abliefern. Aber darum geht es mir auch gar nicht. Mir geht es darum was der Shine Championship für eine Bedeutung hat. Er ist ein Motor! Der Motor um die Karrieren von jungen Frauen in dieser Liga nach oben zu befördern. Siehe Tiffany, die nun wie gesagt gegen Toni um das ganz große Gold antritt.
Das tut diese und Toni und Tiffany stehen dabei sogar im Main Event von Mexican Standoff III. Durchaus auch eine Leistung auf die man stolz sein kann. Wie eigentlich so ziemlich jeder der an diesem Abend in den Ring steigen darf.
Sol Ruca: Ich hab immer schon gesagt das ich mir auch Titeln im Wrestling nicht viel mache. Und dennoch sitze ich hier und rede darüber, verrückt nicht wahr? Es gibt bestimmt die ein oder andere Person da draußen die mir jetzt Doppelmoral unterstellen will und der Meinung sei ich solle doch auf mein Surfbrett steigen und einfach fern bleiben. Aber für diese Personen habe ich eine einzige, sehr kurze Antwort!
Die Frau die Ursprünglich aus dem Ort Ontario in Kalifornien kommt stellt die Wasserflasche neben sich ab, streckt den rechten Arm nach vorne und aus der zur Faust geballten Hand fährt sie ihren Mittelfinger aus. Der sogenannte Stinkefinger!
Sol Ruca: Ich denke das ist verständlich genug! Ich habe schon immer das gemacht was mir Spaß macht und das werde ich mir von niemandem verbieten lassen. Genau so wie Skateboard oder Surfbrett fahren liebe ich gute Competition. Und wo, wenn nicht hier kann ich diese eben finden? Ich habe Jacy Jane besiegt. Ich gebe zu ich habe den ein oder anderen Anlauf gebraucht, aber der Augenblick war der richtige. Durch diesen Sieg habe ich es mir verdient im heutigen Match um den Titel zu stehen.
Frech grinst die Frau mit den blonden Haaren in die Kamera und hat inzwischen den Mittelfinger auch wieder eingefahren. Der Sieg gegen Jacy Jane kam wirklich zur rechten Zeit. Mehrfach musste sie vorher schon den kürzeren ziehen. Wobei das in den meisten Fällen auch einem Eingreifen von Jazmyn Nyx zu verdanken war. Aber nicht beim letzten mal.
Sol Ruca: Aber das Match am Montagabend ist kein gewöhnliches Match. Nein, ich werde mit einer der größten Frauen die dieses Business zu bieten hat im Ring gegenüber stehen. Becky Lynch! Becks' ich weiß was für eine großartige Frau du bist und ich hoffe das du bei 100% bist wenn du dich mir gegenüber stellst. Aber wenn ich sehe was die Klatschpresse derzeit so veranstaltet habe ich da meine Zweifel...
Sol stockt und schüttelt mit dem Kopf. Auch sie hat den Tweet von Seth Rollins gesehen in dem dieser das aktuelle Cover der neuen Sports Illustrated retweetet hat. Dort wird in allerfeinstem Gossen Journalismus darüber geschrieben ob die Beziehung zwischen ihm und seiner Frau Becky Lynch vorbei sei.
Sol Ruca: Ich hoffe dieses Schmierenblatt schafft es nicht in deinen Kopf hinein. Ich habe sicherlich nicht vor deine privaten Nebenkriegsschauplätze zu meinem Vorteil auszunutzen. Aber lass dir gesagt sein, sobald die Glocken läuten werde ich mich nicht zurück nehmen. Und du hoffentlich auch nicht. Irgendwie ist dieses Match ja auch ein Kampf der Generationen, nicht wahr?
Becky ist Ende 30 und Sol Ruca mit 20, somit kann man dieses Match durchaus als ein Match der Generationen ansehen. Nach den letzten Worten richtet sich Sol Ruca auf und schließt die Seitentür ihres Fahrzeuges. Sie blickt noch einmal in die Kamera.
Sol Ruca: Aber entschuldigt mich jetzt. So gern ich diesen Ort hier habe, aber langsam muss ich mich nach Puebla aufmachen. Die letzten Vorbereitungen treffen.
Während sie dies sagt begibt sich Ruca zur Fahrertür, öffnet diese, schwingt sich elegant auf den Sitz, schnallt sich an, startet den Motor und dann setzt sie sich langsam in Bewegung bis sie und das Fahrzeug verschwunden sind.
MATCH 2 c2c SHINE CHAMPIONSHIP SINGLES MATCH
Becky Lynch vs. Sol Ruca Writer:BecksyBecks
Schlagartig verdunkelt sich die Halle und alle, die die Matchcard gut studiert haben, wissen bereits, welche Zeit nun gekommen ist. Erste Gitarrenriffs hallen durch die Arena, die sich aber doch stark von der Celtic Invasion unterscheiden. Das ikonische Voice-Over bleibt und weiß die Fans zu elektrisieren:
“THE MAN HAS COME AROUND!”
Nur das wilde Flackern der roten und gelben Lichter auf der LED-Wand tanzt durch den Innenraum und erhellen die Bühne. Die Fans brüllen mit, Tausende Stimmen vereinen sich zu einem ohrenbetäubenden Chor. Zahlreiche „Beck-y...Beck-y“ Rufe werden hier und da hörbar durch vereinzelte Buh-Rufe unterbrochen.
The sleepless nights, the desperate calls, the empty road
I'm spitting blood, I'm staring down a broken nose
I'm sick to death of standing in the bitter cold
They'll rue the day they let me hit a new low
Auf der Stage erscheint sie: Becky Lynch, „The Man“, in ihrem signature Look – Lederjacke mit Nieten, ihr Ringoutfit aus Mesh und Leder. Die roten Haare wild und ungezähmt. Ihr Blick gefasst, aber an ein freudiges Posieren ist bei ihr noch nicht zu denken.
Pat McAfee: "Das sind ganz neue Töne, die hier Becky begleiten?!" Cathy Kelley: "Wenn es dir gut geht, hörst du die Musik. Wenn es dir schlecht geht, verstehst du den Text. Und hör’ nur, der Text IST praktisch Becky." Wade Barrett: "Mir gefällt es, es ist etwas Heavier."
Becky nahm sich eine gewisse Zeit, als sie die Rampe hinunter ging. Die Fans unmittelbar in den ersten Reihen versuchten natürlich mit ihr zu interagieren, aber ihr Blick verriet, sie ist gedanklich ganz woanders.
Matthew Rehwoldt: "Ladies and Gentlemen the following Match is scheduled for one fall and it is for the SHINE CHAMPIONSHIP. Making her way to the Ring... from Dublin, Ireland... „The Man“... BECKY LYNCH!"
Erst die markanten Worte von Metthew Rehwoldt holten sie wieder zurück. In ihr schien es zu arbeiten, denn die vier Stufen zum Apron stieg sie selten so zögerlich hinauf.
Im Ring angelangt, verlangsamt sie ihre Schritte deutlich und blickt in die vollen Ränge der Halle. Die meisten Fans dürften ihr Drama miterlebt haben. Die einen zeigen sich positiv und geben lautstark “BECK-Y” Chants von sich, andere zeigen sich etwas konsternierter, fast schon besorgt. Sie selbst gab keine sichtliche Regung von sich, sondern steuerte darauf die entgegengesetzte Seite des Ringes an. Hier stieg sie wieder durch die Seile und ließ sich vom Kommentatorentisch ein Mikrofon aushändigen. Wieder zurück im Seilgeviert wanderte ihr Blick durch die Ränge und so ganz zuversichtlich schien sie nicht. Das Mikrofon führt sie zum Munde, aber einen Ton gibt sie noch nicht von sich. Es sind lange Momente, in denen sie durch den Ring schlendert und scheinbar ihre Gedanken versucht zu sortieren. Etwas, was ihr seit Wochen unheimlich schwer fiel. Becky begann mit einem leichten Räuspern und sehr dünner Stimme.
Becky Lynch: "Ich… ich habe Angst. Ich merke, dass ich emotional abstumpfe. Die Angst davor, dass mir alles egal wird… Sie zeigt mir, dass ich fühlen will, aber ich merke immer mehr, dass mir die Kraft dafür schwindet. Ich fühle diese emotionale Erschöpfung und gerade weil ich schon häufiger in meinem Leben in diese Nähe gekommen bin, weiß ich, dass ich jetzt sagen kann: Ich habe Angst. Denn der nächste Schritt wäre eine Gleichgültigkeit, die definitiv nicht gesund ist."
Es gibt sicherlich nicht viele Superstars, die sich vor eine volle Audience stellen und davon sprechen, dass sie Angst haben. Becky tat dies und mit dem, was sie in den letzten Wochen durchmachte, würde dies niemand zu ihrem Nachteil auslegen. Zu sehr hat sie gelitten und tat dies immer noch.
Becky Lynch: "Für die, die es nicht wissen: Ich wurde nicht immer von der Sonnenseite des Lebens geküsst. Gefühlt hatte ich immer mehr zu kämpfen, musste mehr geben als all meine Konkurrenten, um nur ansatzweise ernst genommen zu werden. Letzten Endes schaffte ich es an die Spitze, aber jeder einzelne Schritt, jeder Kampf hat tiefe Wunden hinterlassen. Wunden, die man nicht immer sieht, aber sie sind da und reißen immer wieder auf, wenn man einen neuen Tiefpunkt erreicht. - Ich muss zugeben, ich hatte etwas Ballast dabei und wir leben in einer Social Media Welt, in der vieles nicht lange verborgen bleibt. Hält man sich auch noch so sehr bedeckt, kommen erste Gerüchte auf, die von Tag zu Tag größer werden. Dass Seth und ich nicht die einfachste Zeit hatten, haben… war bekannt. Er hat sich dazu nicht geäußert und ich habe versucht, es klein zu halten. Irgendwann, hätte sich das sicherlich auch wieder gegeben. Und ich wäre damit klar gekommen. Sicherlich keine schöne Zeit, aber ich hätte mich damit arrangieren können. Doch dann kam SIE!"
Becky unterbricht ihre Ausführung, nimmt das Mikrofon herab und senkt ihren Blick. Ja, es war bislang ihr tatsächliches Kryptonit. Was diese Reporterin in Gang brachte, setzte die Irin unglaublich zu und man spürte es. Selbst die Zuschauer in der Arena merken es jetzt. Ein einzelner Fan ruft “We love you, Becky!” – Sie nickt knapp, aber ihre Augen bleiben leer. Tief atmet sie ein, füllt ihre Lungen mit Sauerstoff und baut sich zumindest für einen Augenblick wieder auf.
Becky Lynch: "Ich kam zur C2C, für mich. Ich wollte für mich einen neuen Abschnitt begehen. Und eine einzelne Person weiß dies an Tag Eins zu zerstören. Mit Kritik komme ich klar, ob berechtigt und konstruktiv oder völlig an den Haaren herbeigezogen, sowas stört mich nicht. Denn ich bin meine größte Kritikerin und zermürbe mich mit Gedanken, die die meisten nicht einmal fassen können. - Aber mein Kind? - Tag Eins, ich habe noch keine Schritt in diese Hallen gesetzt und mit ihren giftigen Headlines und Tweets verbreiten sich diese Lügen wie ein Lauffeuer. Freunde und Familie bombardieren mich mit Nachrichten, wobei sie nicht einmal in Frage stellen, ob dies Lügen sein könnten. - Mit ihrer Arbeit schickte sie mich in eine nicht enden wollende Abwärtsspirale… Ich schlafe nicht mehr, esse kaum noch, mein Körper reagiert auf diese Stresssituation und gehorcht mir kaum noch. Und ja, ich habe davor Angst, mich völlig zu verlieren…"
Unfreiwillig unterstreicht Becky dies, indem ihr die Stimme versagt. Man sieht ihr an, dass sie in diese Richtung gar nicht gehen wollte und sie kämpft dagegen an. Sie hält das Mikrofon so fest, dass ihre Knöchel weiß werden. Sie braucht einen Moment und fängt sich tatsächlich wieder.
Becky Lynch: "Noch vor wenigen Stunden konnte mir dieses Match nicht gleichgültiger sein. Ich fühlte mich leer und nur der Gedanke an dieses Match löste bei mir dieses schwer zu beschreibende Unbehagen aus. Aber ist es das wirklich? Eine solch große Bühne wie diese, ein Titlematch und auf einmal assoziiere ich all das mit etwas Schlechtem? Alles, wofür ich Jahre gekämpft habe, so viele Rückschläge erlitten habe und immer noch stehe… Ich kann nicht so einfach aufgeben."
In Becky findet gerade ein Kampf statt, den sie selbst wohl nur schwer beschreiben kann. Und zunehmender Zeit hier im Ring, je mehr sie sich von der Seele reden kann, hat es den Anschein, als würde sie etwas aufrechter stehen und ihr Blick zunehmender fester wirken. Nein, hier kommt erstmals etwas Feuer rein… und mit diesem unverkennbare gälischen Aktenz, voller Inbrunst und aus tiefstem Herzen.
Becky Lynch: "The Man stirbt nicht so leicht. Und wenn die Welt mich weiter zerreißen will… dann soll sie kommen. Ich bin bereit. Ich habe genug Tritte und Schläge in meinem Leben eingesteckt… alles, um jetzt aufzugeben? Niemals! Ich habe nicht nur einmal gedacht, dass das Schicksal mich besiegt hätte. Zugegeben, es hat mich auch dann und wann beschenkt, aber nur um in der schönsten Hochphase mir wieder alles zu nehmen, genau wie jetzt.
Ich hatte schon viele… viele schlechte Tage in meinem Leben. Tage, an denen ich alles hinschmeißen wollte. Meine Träume. Meine Ziele. Mich selbst.
Dunkle Phasen, die mich fast zerstört haben. Immer wieder waren es sehr dunkle Phasen in meinem Leben, die nicht sonderlich schön waren. Aber die letzten fünf Wochen?
Die waren die schlimmsten. Bei weitem. - Ich bin nicht ganz unbelastet hierher gekommen, zugegeben, aber es hätte ganz anders laufen können. Es geriet erst auf die schiefe Bahn, als eine Frau sich dazu entschieden hat, mich ausschlachten zu müssen. Ein Gruß der Verachtung geht raus an Lilith Clarkson. Denn sie war es, die mich zur Fremdgeherin machte, als grausame Ehefrau und schlechte Mutter hin stellte, ganz zu schweigen, dass meine Karriere ohnehin bereits beendet wäre. Und wisst ihr was? Sie hat eine Welle losgetreten. Innerhalb von Stunden konnte die ganze Welt – die ganze verdammte Welt – über mich urteilen. Über meine Familie. Über meine Tochter. Ich hab in drei Tagen mehr Hass und Lügen über mich gelesen als in meinem ganzen Leben davor. Danach wird mir ein Strick daraus gedreht, dass ich eine Reaktion zeigte? God damn it, daran sollte jeder merken, welches Spiel gespielt wird.
Das Office? Die brauchen mein Chaos für Ratings. Solange die Zahlen stimmen, halten sie zu mir. Meine Leistung? Nebensächlich. Und die Fans? Die einen buhen mich aus, die anderen wollen mehr Drama. Aber wisst ihr, was mich wirklich kaputtmacht? Dass ich nachts wach liege und mich frage… ob Roux mich noch liebt. Ob sie die Lügen glaubt. Ob sie denkt, Mommy hat sie aufgegeben. Ich bin müde. Ich bin leer.- Aber ich stehe immer noch hier. Und heute Nacht? Heute Nacht hol ich mir diesen Titel. Nicht für euch. Nicht für das Office. Nicht mal für Seth. Sondern für das kleine Mädchen, das immer noch glaubt, Mommy sei unbesiegbar. Und wenn ihr danach denkt, ich sei egoistisch… dann habt ihr verdammt nochmal recht. Weil ich ab jetzt zuerst an mich denke. Aber ich steh immer noch hier.
Sie sagen, The Man würde es nicht mehr geben. Sie sagen, dies sei das Ende von Becky Lynch. Ich sage Euch, The Man gibt es noch, denn ich bin The Man und ich stehe immer noch hier, obwohl ihr meine Welt brennen sehen wollt."
Sie wirft das Mikrofon in die Ecke. Der Aufprall schallt durch die Lautsprecher. Der Mic-Drop als Ausrufezeichen! Im Ring steht eine zu tiefst verletzte und geschundene Becky Lynch, die es zumindest für heute Abend geschafft hat, das Feuer in sich zu entfachen. Wohl zum Leidwesen von Sol Ruca.
Das Theme von Sol Ruca dröhnt aus den Boxen. Es dauert nur wenige Sekunden und dann erscheint die Blonde Frau aus Kalifornien auch auf der Bildfläche. Breit grinsend steht sie da, gekleidet in ihr Ringoutfit und blickt in die Reihen der Fans. Sie streckt ihren Arm aus, ballt die Hand zu einer Faust und spreizt den Daumen und den kleinen Finger zur Seite ab. Der Surfergruß! Im Ring erhebt Matthew Rehwoldt sein Mikrophon.
Matthew Rehwoldt:And her opponent, from Ontario, California... Sol Ruca!
Die Surferin hat sich in Bewegung gesetzt und marschiert auf den Ring zu. Vor selbigen biegt sie nach rechts ab und mit einem geschickten Sprung springt sie auf dem Apron und landet auf selbigem mit einem Spagat. Mit einer flüssigen Drehung kommt sie aus der Spagat Position in eine entspannte Sitzposition, lehnt sich mit dem Rücken am untersten Ringseil an und legt ihre Unterarme auf selbige. Dann steht sie auf, greift mit beiden Händen in das oberste Ringseil, holt Schwung und mit einem Sprung der in eine Rolle Vorwärts übergeht fliegt sie in den Ring. Hier geht sie in einer flüssigen Bewegung in einen Handtand, rotiert, senkt die Arme und mit einem Kip Up landet sie auf ihren Knien. Das ist die Athletik einer ehemaligen D1 College Athletin! Erneut folgt der Surfer Gruß. Sie ist bereit für ihr Titelmatch!
Pat McAfee: Oh Junge… wenn Becky Lynch ihre eigenen Worten so Glauben schenkt, dann hat sich mich jetzt wirklich gehyped.
Cathy Kelley: Ich glaube schon, dass sie dies auch so meinte. Schließlich hat sie keine anderen Wahl und es bringt uns womöglich ein verdammt spannendne Titlematch.
Wade Barrett: Dazu gehören immer zwei… und wenn ich da an meinen ersten Titelgewinn nachdenke, war ich sowas von bereit. Sol Ruca kann ihre Entwicklung heute selbst krönen und mit einem Sieg über “The Man” den SHINE Titel erringen.
Der Ringrichter ruft beide in die Mitte. Becky und Sol stehen sich gegenüber. Der Ringrichter präsentiert den verkannten Titelbelt. Der weuße Gürtel mit der großen, goldenen Center Plate. Ruca verfolgt den goldenen Schein mit den Augen, als der Referee die Gürtel in die Höhe reckt. Becky’s Blick bleibt auf Ruca. Kein Trash-Talk. Kein provozierender Staredown. Nur ein kurzer, intensiver Blickwechsel. Sol nickt knapp. Becky erwidert nicht, ihr Blick geht geradezu durch die blonde Surferin. Der Gürtel wird an den Zeitnehmer abgegeben und der Offizielle schickt beide Athletinnen in ihre jeweiligen Ecken… It’s Time!
Ding Ding Ding
Sol startet schnell, tänzerisch. Sie umkreist Becky, versucht mit einem Armdrag zu überraschen. Becky blockt mühelos, dreht sich heraus und trifft Sol mit einem harten European Uppercut. Sol taumelt zurück in die Seile, fängt sich aber sofort und kommt mit einem Standing Dropkick zurück. Dieser trifft Becky genau, schleudert sich rückwärts auf die Matte. Sie nimmt den Schwung, rollt durch und steht sogleich wieder auf den Beinen. Als hätten beide nun ein erstes Statement abgesetzt, stehen sie sich gegenüber. Sol’s Qualität ist die Athletik und Geschwindigkeit… Letzteres will sie scheinbar jetzt wieder aufnehmen. Sie nimmt Anlauf, an Lynch vorbei, springt in das zweite Seil und katapultiert sich mit einem Crossbody zurück. Hier kommt Becky’s Erfahrung durch, sie fängt Sol geradezu in einer fließenden Bewegung und geht in einem Fallaway Salm über, welcher Ruca nun förmlich bis an die entgegen gelegenen Seile schleudert.
Pat McAfee: Dies waren jetzt die ersten Warnschüsse, ein vorsichtiges Abtasten.
Wade Barrett: Come’on Pat, soll ich dich mal durch den Ring schleudern, dann sprichst du nicht mehr von Abtasten.
Cathy Kelley: Jungs, bitte!
Becky ist als erstes wieder auf den Beinen, steht über ihr, atmet schwer. Sie wartet, bis Sol sich aufrappelt. Ein schneller Low Kick trifft Sols Oberschenkel, ein kurzer Elbow, gefolgt von einem Irish Whip in die Seile. Sol Ruca federt zurück, es sollte wohl eine Art Kick von Becky kommen, doch Sol reagiert schneller und taucht darunter hinweg. Nutzt den Schwung der gegenüberliegenden Seile und kommt ihrerseits mit einem Flying Clothesline. Diese legt Becky zunächst auf die Matte, Sol hält das Tempo hoch und bringt auch einen Standing Moonsault direkt hinterher. Damit ist ihre Gegnerin erst einmal beschäftigt und gibt der Surferin genügend Zeit. Zeit, in der sie das Publikum anheizen kann und auf den nächsten Turnbuckle klettert. Vom obersten Seil soll es nun ein hoher Diving Corkscrew Moonsault werden… sie springt ihn in perfekter Ausführung. Man merkt förmlich, wie zahlreiche Fotos geknipst werden. Doch… das alles hat zu lange gedauert, denn auf der Matte, rollte sich Becky unmittelbar vor dem Aufprall zur Seite und verlässt den Ring.
Wade Barrett: Sol Ruca zeigt, warum sie die Zukunft ist – pure Athletik!
Pat McAfee: Becky zeigt, weshalb sie eine der Größten ist.
In der Tat, mit relativ wenig Einsatz hat Becky größtmöglichen Schaden angerichtet. Der Aufprall auf die Matte war unangenehm hart für Ruca. Sie hält sich den Rumpf und windet sich… während Becky von außerhalb versucht, Sol zu erreichen. Sie streckt sich über den Apron, greift nach ihrem Bein und zerrt die Blonde zu sich nach draußen. Hart kracht Sol Ruca auf den Hallenboden von wo Becky sich gleich wieder hoch zieht, in ihren Haare greift und Sol noch härter gegen die Absperrung schlägt. Dies hat gesessen und weil es so gut war, folgt so gleich der nächste Schwung… Kopf voraus gegen die Bande. Als Becky etwas übermütig, auch ein drittes Mal dazu ansetzt, weiß Sol sich dieses Mal zu wehren. Sie stützt sich schützend mit den Armen ab und befreit sich aus Becks Griff mit einem Elbow. Ein schneller Low Kick bringt sie zurück ins Geschehen. Mit einem Whip In will sie Becky in Richtung des Ringpfostens schicken, diese reverselt aber und lässt Sol hart über die anstehende Stahltreppe donnern. Das Scheppern hört man bis in die letzten Reihen und ein Raunen geht durch das Publikum. Dieses Mal lässt Becky ihr auch kaum Zeit sich zu erholen, zerrt Sol wieder auf die Beinen, greift von hinten zu einem Suplex. Sol versucht sich zu wehren, dreht sich und landet im Ansatz zum Man-Handle-Slam…
Pat McAfee: Oh, das kann es jetzt sein. Ein Man-Handle-Slam auf den Hallenboden können Sol den Stecker ziehen.
Wade Barrett: Noch… noch ist nichts passiert.
…Becky zögert auffallend lange. Dieses Szenario hatten wir doch bereits vor zwei Wochen. Aber hier ist sicherlich niemand in den Reihen, der sie derart Triggern könnte. Sol Ruca zeigt sich ebenso für den Moment eines Wimpernschlags überrascht, weiß aber was zutun ist. Ein Elbow und ein zweiter gegen Becky Schläfe reichen aus, um sich zu befreien. Kurzzeitig weggetreten wird die Irin zurück in den Ring befördert.
Cathy Kelley: Nein, Becky bleib stark… nicht in dieses Muster zurückfallen.
Pat McAfee: Das sah in Torreón anders aus. Eventuell wollte sie diesen Move auch nicht auf dem Hallenboden durchbringen?!
Wade Barrett: Glaub mir, wenn du um Gold kämpfst, sind dir alle Mittel recht.
Cathy Kelley: Becky kämpft um… beziehungsweise gegen etwas ganz anderes als Gold.
Sol rollt hinterher, springt auf den Apron und sofort auf das mittlere Seil – Springboard Moonsault direkt auf die am Boden liegende Becky! Der Einschlag sitzt perfekt, Becky krümmt sich, das Publikum explodiert. Sol bleibt dran, zieht Becky hoch, Irish Whip in die Ecke, folgt mit einem Running Splash – Becky hebt die Knie! Sol landet hart auf den Knien, hält sich schmerzverzerrt den Bauch.
Becky nutzt den Moment, hält sich in der Ringecke und atmet tief durch. Ihr Blick ist jetzt kalt, fokussiert – kein Zögern mehr. Sie wartet darauf, bis Sol sich mühsam aufrappelt… dann explodiert sie: Serie von Forearm-Shots und harten Elbows, gefolgt von ihrem Bex-Plex einen wunderbaren Pumphandle Suplex. Sol liegt mittig im Ring, benommen. Becky klettert auf die zweite Seil, springt mit einem Diving Leg Drop – Volltreffer! 1… 2… Sol kickt aus!
Pat McAfee: Sol Ruca ist noch da! Die Surferin weigert sich zu ertrinken!
Wade Barrett: Aber wie lange noch, Pat? Becky riecht Blut.
Cathy Kelley: Auch Sol Ruca ist immer für eine Überraschung gut, sie braucht nur einen kleinen Spot.
Becky zieht Sol hoch, setzt zum Manhandle Slam an – pumpt sie hoch… aber Sol windet sich im letzten Moment, landet hinter Becky, greift blitzschnell um die Taille – German Suplex! Becky kracht hart auf die Matte, Sol hält den Bridge – 1… 2… Becky kickt raus! Beide liegen erschöpft in der Ringmitte. Die Arena ist längst infiziert und die Fans skandieren gemeinsam: „This is awesome!“
Sol ist zuerst wieder oben, humpelt zum Turnbuckle, klettert langsam auf die dritte Seil. Sie schaut runter auf Becky, die sich gerade auf alle Viere kämpft. Sol atmet tief ein, das Publikum spürt es kommen… sie springt – Sol Snatcher! Der Front-Flip-Cutter aus dem Nichts, sie schnappt Beckys Kopf mid-air, dreht sich um 180 Grad und crasht mit voller Wucht auf die Matte! Der Impact ist brutal, Becky's Kopf peitscht zurück. Sol rollt sofort drüber – Cover!
1…
2…
Becky's Schulter hebt sich im allerletzten Bruchteil! Das Stadion explodiert in einer Mischung aus Schock und Jubel. Sol kann's nicht glauben, schlägt frustriert auf die Matte. Becky rollt sich weg, hält sich den Nacken. Sol zieht sie wieder hoch, versucht einen zweiten Sol Snatcher – diesmal aus der anderen Ecke. Sie springt… aber Becky duckt sich durch, Sol landet auf den Füßen – Becky umkreist sie, greift den Arm – Dis-Arm-Her! Sie dreht Sol's Arm zieht sie in einer fließenden Bewegung zu Boden, sitzt auf ihrer Schulter und überdehnt das Gelenk. Sol schreit auf, kämpft verzweifelt, versucht zum Seil zu kriechen… aber Becky zieht Sol’s Arm noch höher, verstärkt den Druck…
Cathy Kelley: Das ist es… Becky hat sie!
Pat McAfee: Sol Ruca, halt durch! Du bist so nah dran… die Seile sind nicht weit.
Wade Barrett: Das ist The Man in ihrer brutalsten Form, ich hasse diesen Move.
Sol's freie Hand zittert über der Matte… sie tippt einmal…Der Ringrichter ist sofort bei ihr, fragt ob sie aufgeben will. Sie vergräbt ihr Gesicht auf der Matte, noch ist sie nicht so weit. Ein letztes Mal, mit allen verbleibenden Kräften stemmt sich Sol dagegen, streckt sich dem untersten Seil entgegen und… und… erreicht es tatsächlich. Sofort springt der Ringrichter hinüber und ermahnt Becky, den Griff zu lösen. Rope Break.
Warnung! Spoiler!
Eine unglaubliche Abfolge, die wir hier in den letzten Minuten von den beiden Athletinnen gesehen haben. Hier wird sich nichts geschenkt. Sol Ruca flüchtet zunächst in die Ecke, hält sich die bearbeitete Schulter, während Becks beginnt mit dem Ringrichter zu diskutieren und der Meinung ist, Sol hätte bereits abgeklopft. Eine Diskussion zu beginnen bringt in der Regel nicht viel, auch wenn sie dabei vielleicht ihrem Ärger freie Luft verschaffen kann. Dies gibt der blonden Surferin wieder genügend Zeit sich etwas zu erholen. Diese stiehlt sich von der Seite heran, verpasst Becky einen Low Kick, hier soll nun ein Facebuster folgen… Nein! Becky reagiert schneller als Sol und packt sie erneut in den Ansatz zum Man-Handle-Slam. Ein kurzer Blick, kein größeres Zögern und Move geht durch. Sol landet hart auf der Matte und Becky lehnt sich zum Cover über sie. 1…2… und… 3!
Ding Ding Ding
Becky lässt los, rollt sich keuchend auf den Rücken, starrt an die Decke. Der Referee reicht ihr den weißen Gürtel mit der goldenen Platte. Sie nimmt ihn, hält ihn hoch – aber kein großes Feiern.
Matthew Rehwoldt: Here is your Winner and… NEWWW SHINE CHAMPION… THE MAN… BECKY LYYYNCH!
Ihr Blick geht zu Sol, die perplex in der Ecke sitzt, enttäuscht, aber mit etwas Zuversicht in den Augen. Becky nickt knapp – fast unmerklich – dann dreht sie sich um und verlässt den Ring, den Titel über die Schulter.
Pat McAfee: Was für ein Match… Sol Ruca hat alles gegeben, hat The Man fast geknackt. Aber am Ende… war es doch Becky Lynch.
Wade Barrett: Die Zukunft ist hell für Sol Ruca. Aber heute Nacht? The Man holt sich ihr Gold…
Cathy Kelley: Das war mehr als ein Titelmatch. Das war für Becky eine höchst persönliche Angelegenheit.
Fade out auf Becky, die den Gang hochgeht, ohne zurückzuschauen – Sol im Ring, die Menge klatscht Standing Ovation für beide.
Mexiko hält den Atem an... Was als Reise begann, als Tour durch Monterrey, Torreón und San Luis Potosí, hat sich Stück für Stück in etwas anderes verwandelt. Die Going on a Journey Tour – Hello Mexico war nie nur dazu gedacht, Hallen zu füllen oder Karten zu verkaufen. Sie war ein Seismograph... ein Belastungstest. Eine Messung von Einfluss, Macht und Bedeutung. Jede Show ein Kapitel... Jede Stadt ein Echo und jedes Echo führte unaufhaltsam zu diesem Moment. Mexican Standoff III!. Ein Special das nicht aus Zufall entstanden ist. Ein Event, das sich nicht ankündigt sondern aufbaut. Woche für Woche... Blick für Blick... Wort für Wort... Hier geht es nicht um Momentum... Hier geht es um Konsequenzen... Denn Coast 2 Coast Wrestling steht an einem Wendepunkt. Die Company hat expandiert. Namen sind größer geworden. Erwartungen lauter. Der Ruf nach Entscheidungen dringlicher und Titel stehen im Fokus. Und über allem schwebt dieselbe unausweichliche Frage. Wer definiert diese Ära? In einer Welt voller Herausforderer, Rebellionen und Versprechen gibt es einen Mann, der sich nie als Teil des Chaos verstanden hat sondern als dessen Ende. Roman Reigns... Der Tribal Chief... Head of the Table... Coast 2 Coast Eastcoast Champion. Er ist nicht der Champion, weil er den Titel trägt. Der Titel existiert weil er ihn trägt. Seit Monaten steht er an der Spitze. Nicht durch Hast... Nicht durch Eskalation... sondern durch Kontrolle. Während andere brannten wartete er. Während andere schrien schwieg er. Während andere kämpften plante er. Und jetzt... steht ihm ein Mann gegenüber, der das genaue Gegenteil verkörpert... "The Lunatic Fringe" Jon Moxley!
Chaos... Widerstand... Unberechenbarkeit... Ein Mann, der nicht fragt, ob er dazugehört sondern einfach auftaucht. Ein Kämpfer, der nie Ordnung suchte sondern Wahrheit im Schmerz. Für viele ist er der ultimative Gegenpol. Für andere das letzte unkontrollierbare Element in einer Company die nach Struktur ruft. Bei Mexican Standoff III prallen diese Welten aufeinander.[/color] Nicht gut gegen böse... Nicht Held gegen Schurke... sondern Ordnung gegen Selbstzerstörung. Kontrolle gegen Instinkt. Macht gegen Widerstand doch das ist nur ein Teil des Bildes. Denn dieses Special ist mehr als ein Match... mehr als ein Titelkampf... Mexican Standoff bedeutet, dass niemand sicher ist. Dass jede Entscheidung Gewicht trägt. Dass jede Bewegung Konsequenzen hat. Hier werden Weichen gestellt... Rollen verteilt... Und Geschichten neu geschrieben ob man bereit dafür ist oder nicht. Neue Chancen... Alte Rechnungen... Unausweichliche Wahrheiten... Wenn die Glocke läutet gibt es keinen Rückzug... kein Zögern... keine Ausreden. Nur das, was übrig bleibt wenn alle Masken fallen. Mexiko ist bereit... Die Welt schaut zu... Dies ist kein gewöhnlicher Abend... Dies ist kein weiteres Special. Dies ist Coast 2 Coast Wrestling MEXICAN STANDOFF III... Und am Ende dieser Nacht wird nichts mehr so sein wie zuvor.
Das Bild schaltet abrupt von der Arena weg. Der Lärm der Crowd ebbt schlagartig ab, ersetzt durch das gedämpfte, fast sterile Summen des Backstagebereichs. Kaltes Licht... Grauer Beton... Kabel... Cases... Monitore. Mexican Standoff III läuft aber hinter den Kulissen wirkt alles kontrollierter und gespannter sowie gefährlicher. Die Kamera findet ihn schnell... "The Wiseman" Paul Heyman! Er steht nicht in einem Interview-Setup. Kein Logo... Kein offizieller Hintergrund... Kein Staff das ihm Fragen stellt. Heyman steht leicht seitlich zu einem Produktionsmonitor, die Hände vor dem Bauch verschränkt. Der Anzug sitzt perfekt wie immer aber sein Blick verrät... Er beobachtet nicht die Show er bewertet sie. Auf dem Monitor laufen Wiederholungen des eben beendeten Matches. Heyman blinzelt kaum. Seine Augen folgen jeder Bewegung, jedem Nearfall, jeder Reaktion des Publikums. Nicht emotional... Analytisch... Wie ein Mann, der prüft ob alles exakt so verläuft wie es geplant war. Die Kamera kommt näher. Heyman merkt es sofort. Natürlich merkt er es. Er dreht den Kopf langsam zur Linse. Kein Lächeln... Kein aufgesetztes Charisma... Nur dieser ruhige, wissende Blick als hätte er genau auf diesen Moment gewartet. Er richtet seine Krawatte minimal.
Paul Heyman "Mexican Standoff III hat begonnen... und schon jetzt sieht man, was viele nicht verstehen wollen.“
Heyman macht eine kurze Pause. Hinter ihm läuft Personal vorbei, doch niemand unterbricht ihn. Niemand schaut ihm direkt in die Augen. Die Aura wirkt abschirmend.
Paul Heyman "Das hier ist kein normaler Event. Das ist kein Abend, an dem man Momentum sammelt oder sich einen Namen macht. Das ist ein Abend, an dem Strukturen geprüft werden. Und Spoiler Alert… nicht jeder ist dafür gebaut. Ihr habt gerade ein Match gesehen. Einen Sieger... Einen Verlierer... Applaus... Emotionen. Genau das, was man erwartet. Aber der Tribal Chief erwartet nicht denn er kalkuliert. Und glaubt mir, Roman Reigns sieht heute Abend nicht einzelne Matches. Er sieht ein Muster... Jede Entscheidung heute... jede Bewegung... jede Sekunde im Ring passiert unter Beobachtung. Nicht vom Office... Nicht vom General Manager sondern von einem Mann, der längst entschieden hat, wie dieser Abend endet.“
Heyman tritt einen halben Schritt näher an die Kamera heran. Die Stimme wird leiser aber schärfer. Ein kurzes Innehalten. Heymans Blick wandert für einen Moment aus dem Bild als würde er jemanden sehen, der nicht gezeigt werden darf. Dann zurück zur Kamera...
Paul Heyman "Jon Moxley glaubt, dass Chaos heute seine Bühne ist. Dass diese Atmosphäre ihm gehört. Dass Mexican Standoff für ihn gemacht ist. Aber Chaos ist nur dann gefährlich, wenn es nicht verstanden wird. Und niemand... niemand... versteht Chaos besser als der Mann, der es kontrolliert. Genießt den Abend. Feiert eure Favoriten. Haltet euch an den Moment. Aber vergesst eines nicht... während ihr schaut, arbeitet der Tribal Chief bereits am Ergebnis. “
Paul Heyman setzt sich gerade in Bewegung. Kein hastiger Schritt und kein Zögern. Dieses kontrollierte selbstverständliche stolzieren eines Mannes, der weiß, dass er immer dort ist, wo Bedeutung entsteht. Die Kamera folgt ihm seitlich während er den Gang entlang Richtung Parking Lot geht. Seine Worte hängen noch in der Luft. Die Botschaft ist platziert. Der Wiseman hat geliefert. Dann... bleibt er stehen... nicht abrupt sondern Instinktiv. Ein Schatten fällt ins Bild. Die Geräuschkulisse verändert sich. Schritte schwer, unregelmäßig, näher. Die Kamera schwenkt leicht nach links und plötzlich ist er da... "The Lunatic Fringe" Jon Moxley!
Natürlich reagieren die Fans mit Jubel, als die Kamera den heutigen Gegner von Roman Reigns einfängt. Jon versprühte direkt eine gewisse Aura, wo du dennoch nicht weißt, was Mox als nächstes machen würde. Er war ein Meister dessen, in bestimmten Situationen so zu reagieren, wie man es am wenigsten erwartet. Allerdings war hier eines deutlich. Denn als die Kamera Ihn einfing, stand er regungslos da, sein Blick auf Paul fixiert. Doch dann ein kleines Schmunzeln und ein kleiner Schritt vorwärts.
Jon Moxley "Wie ich sehe, lässt Roman wieder auf sich warten, mh? Also ich könnte es nicht...immer so auf den letzten Drücker zu erscheinen...das würde mein Ego gar nicht zulassen...Aber wem sage ich das, was? Wenn es zum Thema Ego kommt, dann ist Roman ganz oben auf der Liste."
Kurz zuckt Jon mit seinen Schultern und offenbart hier, das er kein Problem damit hatte, verbal über Roman herzuziehen. Wobei er da doch ein wenig Recht hatte. Das Ego, welches Reigns an den tag legte, war verdammt hoch, manchmal sogar zu hoch. Aber dies sollte nicht zwingend Jons Problem sein. Solange Bayley als GM mit dieser Art von Ego klarkam, sollte es ja passen. Jon tritt einen weiteren Schritt an Heyman heran und klopft ihm ein wenig auf der Schulter herum.
Jon Moxley "Also wirklich, Paul. An so einem Abend hättest du deinen Anzug ein wenig besser entfusseln sollen. Sieht ja ätzend aus. Anymay...eigentlich passt es mir ganz gut, dich hier alleine anzutreffen. Denn...ich gebe zu, das ich deinen Worten eben ein wenig gefolgt bin...und ich wollte dich mal fragen, da du dich ja auch so verdammt sicher fühlst wie Roman selber. Nur für den Fall....Wenn ich es schaffe, Roman Heute zu besiegen...wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, das du zugeben wirst, das alles, was Roman bisher von sich gegeben hatte, einzig und alleine totaler Bullshit ist? Denn, wenn es nach Ihm ginge...dann müsste er ja jeden Gegner, den man ihm vorstellt, locker abfertigen. Wäre doch bestimmt für sein Ego verdammt scheiße, wenn er tatsächlich gegen mich verliert...denn ich glaube, das er mich weiterhin unterschätzt."
Paul Heyman reagiert nicht sofort auf die Berührung... nicht auf das Schulterklopfen... nicht auf den Spott... nicht auf den Namen Roman Reigns, ausgesprochen mit dieser Mischung aus Provokation und Gleichgültigkeit. Er bleibt einen Moment regungslos stehen. Die Hände weiterhin vor dem Bauch verschränkt. Der Blick gesenkt, als würde er über etwas nachdenken, das Jon Moxley in diesem Moment noch gar nicht begreifen kann. Die Kamera hält dicht drauf. Man sieht, wie Heyman einmal ruhig einatmet. Dann dreht er sich langsam zu Moxley um. Kein Zurückweichen, lächeln... keine Nervosität. Nur diese ruhige fast väterliche Gelassenheit eines Mannes, der weiß, dass er die Antwort bereits kennt.
Paul Heyman "Jon... Jon, Jon, Jon... Du stellst die falsche Frage.“
Heyman hebt nun den Blick direkt auf Moxley. Die Augen ruhig aber messerscharf. Er macht einen halben Schritt zur Seite, sodass beide nun frontal zueinander stehen. Kein Abstand mehr der Zufall wäre. Das hier ist bewusst...
Paul Heyman "Du fragst mich, was passieren würde, wenn du Roman Reigns heute besiegst. Du willst wissen ob ich dann zugebe, dass alles was der Tribal Chief sagt, Bullshit ist. Jon weißt du, warum Roman Reigns sich das Recht nimmt, dann aufzutauchen wenn er es für richtig hält? Nicht wegen seines Egos. Nicht weil er glaubt größer zu sein als diese Show sondern weil er es ist. Roman Reigns ist nicht Teil des Zeitplans... der Zeitplan richtet sich nach ihm."
Im Hintergrund fahren Produktionskisten vorbei. Ein Crewmitglied bleibt stehen merkt was hier passiert und geht sofort weiter. Niemand mischt sich ein...
Paul Heyman "Als Gesicht von Coast 2 Coast Wrestling nimmt man sich keine Rechte... man verkörpert sie. Roman Reigns fragt nicht, wann er erscheinen darf. Er entscheidet, wann ein Moment Bedeutung hat. Und was deine kleine Gedankenspielerei angeht..."
Ein Schritt näher an Moxley heran. Kein Zurückweichen und kein Zucken.
Paul Heyman "...selbst wenn du Roman Reigns heute besiegen würdest... rein hypothetisch... dann würde das nichts von dem widerlegen, was er gesagt hat. Es würde es nur bestätigen. Denn selbst ein seltener Moment des Widerstands ändert nichts an einer Herrschaft. Ein Ausrutscher bricht keine Struktur. Ein Schlag stürzt keinen Thron. Du glaubst, Roman unterschätzt dich. Nein, Jon... er hat dich einkalkuliert.“
Paul Heyman hält den Blick auf Jon Moxley gerichtet. Kein Blinzeln oder ausweichen. Seine Stimme bleibt ruhig fast schon lehrend als würde er einem Mann gegenüberstehen, der zwar gefährlich ist aber dessen Rolle längst definiert wurde.
Paul Heyman "Du nennst es Unterschätzung, Jon... dabei ist es das Exakteste, was Roman Reigns tut. Er unterschätzt niemanden. Er klassifiziert... Er weiß ganz genau wer du bist. Was dich antreibt. Was dich stark macht und was dich am Ende bricht. Du bist Chaos... Du bist Widerstand... Du bist der Mann der glaubt, dass Schmerz Wahrheit bedeutet. Aber Chaos ist berechenbarer als du glaubst. Widerstand folgt Mustern... Und Männer, die sich selbst als unkontrollierbar sehen, reagieren immer gleich, wenn sie an ihre Grenze kommen. Tribal Chief wartet nicht, weil er sich Zeit lässt. Er wartet, weil er weiß, dass Zeit gegen dich arbeitet. Jede Minute, die vergeht, frisst an deiner Geduld. Jede Sekunde ohne Explosion macht dich unruhiger. Und genau da... genau da macht man Fehler."
Ein kurzes Innehalten. Die Geräusche des Backstagebereichs scheinen für einen Augenblick zu verschwinden.
Paul Heyman "Und weißt du, was das Gefährlichste an diesem Abend ist, Jon? Dass du glaubst, es ginge um den Titel. Um den Sieg. Um das Ego. Mexican Standoff bedeutet nicht, dass zwei Männer sich gegenüberstehen und abdrücken. Es bedeutet, dass alle Beteiligten wissen... einer wird stehen bleiben, wenn der Rauch sich legt. Und Roman Reigns hat sein Leben darauf aufgebaut... der Letzte zu sein. Du darfst glauben, dass du ihn entlarvst. Dass du ihn widerlegst. Dass du ihn bloßstellst. Aber am Ende dieses Abends wirst du verstehen... der Tribal Chief braucht keinen Sieg, um Recht zu behalten. Er ist das Ergebnis...“
Täglich grüßt das Murmeltier, nicht nur ein verdammt guter Film, nein, Jon fühlte sich wie Bill Murray, denn egal wann er Paul oder Roman zuhörte, war der Lunatic der Meinung, das alles schon mal gehört zu haben. Es kommt immer wieder das gleiche, nur anders verpackt. Roman ist dies, Roman ist das, Roman weiß dies, Roman weiß das. Reigns hatte sich den Respekt hier in c2c erkämpft, da gab es auch keinen Zweifel dran und Jon respektierte den Tribal Chief ja auch, keine Frage. Nur in seinen Augen bröckelt die Fassade des Samoaners, zwar langsam, aber sie bröckelt. Jon hatte Respekt, aber keine Angst. Respekt war größer als Angst. Wenn man sich von einem Gegner einschüchtern lässt, dann hate man schon verloren.
Jon Moxley "Wenn man euch so hört, sollte sich Roman nicht mehr Tribal Chief nennen. Für mich kommt er eher als...der moderne Chuck Norris rüber anhand dessen was ich immer so hören muss. Du weißt schon....Chuck Norris macht keine Liegestütze. Er drückt die Erde nach unten bla bla bla. Und dann sagst du das Roman nicht wartet sondern die Zeit für sich arbeiten lässt...die Parallelen merkst du selber ja?"
Die Fans lachen kurz auf und auch Jon lächelt dabei wieder ein wenig mehr. Chuck Norris Witze werden niemals alt, auch wenn sie hier und dort ein wenig altbacken wirkten. Aber der Vergleich reichte, um die Fans zum Lachen zu bringen. Und ganz so verkehrt lag der Lunatic hier ja nicht.
Jon Moxley "Sag Roman einfach, das all seine Worte später nichts nützen würden. Im Ring zeigt sich die Realität wieder. Mir geht es hier nicht um den Titel, das wäre nur ein kleiner Bonus, wenn ich Roman auf die Matte pinne. Mir geht es darum, Roman davor zu bewahren, das er völlig den Verstand verliert...je länger er mit seinem Gürtel an der Spitze steht umso mehr kickt das Ego rein bis er dann eines Tages seine eigene Bloodline verraten würde. Und das alles nur für den Erfolg und der Tatsache, das er sich oben sehen will...und einzig und alleine nur sich...kein Solo, kein Jey und auch kein Paul Heyman..."
Paul Heyman verzieht keine Miene bei den Chuck-Norris-Vergleichen. Kein Lächeln... Kein Augenrollen... nicht einmal ein hörbares Ausatmen. Während im Hintergrund noch vereinzeltes Gelächter durch die Arena hallt steht der Wiseman vollkommen still. Dann senkt er langsam den Blick als würde er einen Gedanken sortieren, den er nicht leichtfertig aussprechen will. Er hebt den Kopf wieder. Ruhig... Kontrolliert... und genau dadurch wird es ernst.
Paul Heyman "Jon… Humor ist eine wunderbare Sache. Er entspannt Räume. Er beruhigt Menschen. Er gibt ihnen das Gefühl, die Kontrolle zu behalten. Und genau deshalb benutzen Männer Humor immer dann, wenn sie an einen Punkt kommen an dem sie spüren dass Worte allein nicht mehr reichen. Du sagst... du hast keine Angst vor Roman Reigns. Gut. Angst wäre auch irrelevant. Angst ist laut... Angst zittert... Angst verrät sich... Was du hast, Jon... ist Hoffnung."
Heyman macht eine kleine Pause sein Blick ruht nun fest auf Moxley.
Paul Heyman "Die Hoffnung, dass hinter dieser Fassade Risse sind. Die Hoffnung, dass Kontrolle irgendwann zu Überheblichkeit wird. Die Hoffnung, dass Roman Reigns eines Tages etwas verliert, das du ihm abnehmen kannst. Aber lass mich dir eines ganz klar sagen: Roman Reigns verrät keine Bloodline. Die Bloodline existiert, weil er sie zusammenhält. Nicht aus Liebe. Nicht aus Sentimentalität sondern aus Ordnung. Du siehst Ego. Du siehst einen Mann, der oben steht und sich selbst feiert. Roman sieht Verantwortung. Er trägt nicht nur einen Titel… er trägt eine Company. Er trägt Erwartungen. Er trägt die Last, Entscheidungen zu treffen, die Männer wie du nicht treffen wollen oder können.“
Die Stimme bleibt ruhig, aber sie bekommt Gewicht.
Paul Heyman "Du sagst, du willst ihn retten. Vor sich selbst und vor seinem Ego. Jon... Roman Reigns braucht keine Rettung. Er ist das stabile Element in einer Welt voller Männer, die brennen wollen, statt zu führen. Du willst Realität? Die Realität ist diese... Du kannst heute Abend alles geben und kannst Schmerzen verteilen. Du kannst Chaos säen und vielleicht… vielleicht zwingst du Roman Reigns an seine Grenze. Aber genau dort an dieser Grenze... beginnt sein Reich. Sag dir ruhig, dass du keine Angst hast. Sag dir, dass du ihn durchschaut hast. Aber wenn Roman Reigns heute Abend vor dir steht, wirst du verstehen... warum Männer nicht an ihm scheitern weil er stärker ist sondern weil sie glauben, anders zu sein."
Jon bleibt locker, als hätte er mit so einer Reaktion gerechnet. Paul war ein Meister darin, keine großen Emotionen zu zeigen, außer wenn er mal kurz vorm Ausrasten stehen würde. Doch hier blieb er ruhig, direkt seinem Gegenüber. Mox musterte Paul kurz um wieder zu schmunzeln. Man konnte dem Lunatic ansehen, das er sich durchaus auf das Match freut. Was kein Wunder war.
Jon Moxley "Ich liebe es, wenn du dich immer wiederholst, Paul. Und es war mir wie immer ein Vergnügen, einen Plausch mit dir zu halten. Ich habe noch etwas zu erledigen, daher entschuldige mich und grüße Roman von mir. Sag Ihm, ich freue mich auf unser kleines Tänzchen."
Ein letztes Mal klopft Jon Paul ein wenig Fussel und Staub von seiner Jacke ab, zwinkert Heyman kurz zu und verschwindet aus dem Kamerabild. Doch Paul bleibt mit seinem Blick auf den Lunatic, selbst als dieser schon lange verschwunden war. Die Kamera zoomt noch einmal an Paul heran. Paul Heyman bewegt sich erst wieder, als Jon Moxleys Schritte längst verklungen sind. Kein sofortiges Reagieren und auch kein Kopfschütteln. Kein sichtbarer Ärger nur dieser ruhige nachdenkliche Blick. Der noch immer in die Richtung gerichtet ist in der der Lunatic Fringe verschwunden ist. Für einen Moment wirkt es fast so, als würde Heyman nicht das Gesagte verarbeiten sondern das Ungesagte. Die Kamera bleibt dicht auf ihm.Heyman richtet langsam seine Krawatte, streicht mit zwei Fingern eine kaum sichtbare Falte aus dem Revers seines Anzugs. Dann dreht er sich um und setzt sich wieder in Bewegung. Jeder Schritt sitzt... Die Gänge werden breiter, die Geräuschkulisse verändert sich. Das Summen der Arena ist hier nur noch ein fernes Echo. Stattdessen das tiefe Brummen von Generatoren, das Klacken von Schritten auf Beton, das leise Funkrauschen von Crew-Mitgliedern, die instinktiv Abstand halten. Kalte Nachtluft... Scheinwerfer tauchen den Asphalt in hartes Weiß... Der Bereich ist abgesperrt und die Security steht bereit aber niemand spricht. Niemand muss etwas sagen. Alle wissen wer gleich kommt denn Paul Heyman ist nicht umsonst hier. Wiseman bleibt stehen. Die Kamera fängt ihn von schräg hinten ein. Er verschränkt die Hände vor dem Bauch. Der Blick nach vorne gerichtet... Er wartet denn es kann nicht mehr lange dauern... Dann kommt langsam ein Geräusch... Das tiefe unverkennbare Grollen eines Motors. Langsam rollt ein schwarzer SUV ins Bild. Keine Eile denn die Show hat gerade erst begonnen. Das Fahrzeug kommt exakt dort zum stehen, wo es stehen soll. Der Motor läuft noch einen Moment weiter... dann Stille. Die Fahrertür öffnet sich... Ein schwarzer Stiefel setzt auf den Asphalt... dann der zweite...Die Kamera hebt leicht an und er ist da.
The Tribal Chief... Head of the Table... Coast 2 Coast Eastcoast Champion... Roman Reigns.
Roman Reigns steigt aus dem SUV als gehöre dieser Raum ihm. Schwarze Hose... Schwarzes Shirt... Die Eastcoast Championship liegt locker über seiner Schulter nicht präsentiert... nicht gehoben getragen als wäre er ein Teil von ihm. Sein Blick geht nicht sofort zu Paul Heyman. Er lässt die Umgebung auf sich wirken. Die Security... Die Kameras... Die Schatten... Alles wird genau betrachtet. Dann erst wendet er den Kopf. Ein Blick genügt... Paul Heyman senkt sofort leicht den Kopf. Keine Unterwürfigkeit sondern... Anerkennung... Respekt... Der Wiseman tritt einen Schritt näher bleibt aber bewusst auf Abstand. Er sagt nichts denn er muss nichts sagen. Roman Reigns tritt einen Schritt nach vorne. Dann noch einen... Jeder Schritt ist kontrolliert und endgültig. Er bleibt direkt vor Heyman stehen. Die beiden Männer auf Augenhöhe. Die Luft zwischen ihnen wirkt dichter. Roman spricht nicht sofort. Er greift mit der freien Hand nach dem Titel, zieht ihn minimal zurecht auf der Schulter. Ein klares Zeichen... Dann erst richtet er den Blick auf Heyman.
Roman Reigns "The Tribal Chief ist hier...“
Paul Heyman nickt langsam.
Paul Heyman "Ja, mein Tribal Chief.“
Paul Heyman verharrt einen Moment in dieser Position. Kopf leicht gesenkt... Hände gefaltet. Er wartet nicht auf Erlaubnis denn er erkennt den Moment. Dann hebt er langsam den Blick direkt zu Roman Reigns. Seine Stimme ist ruhig respektvoll aber präzise. Kein Wort zu viel und zu wenig.
Paul Heyman "Mein Tribal Chief... Jon Moxley war hier... Gerade eben.“
Roman Reigns seine Miene verändert sich kaum. Kein sichtbarer Ärger... Kein Überraschungsmoment nur ein kaum wahrnehmbares Anspannen im Kiefer. Seine Augen bleiben auf Heyman gerichtet. Er sagt nichts. Dieses Schweigen ist kein Zögern es ist Raum den andere füllen müssen. Paul Heyman tut genau das.
Paul Heyman "Er hat zugehört. Jedes Wort und er hat gelächelt mein Tribal Chief. Nicht aus Respekt... sondern aus Überzeugung. Er glaubt, er sieht Risse. Er glaubt deine Kontrolle würde bröckeln und dass Mexican Standoff III seine Bühne ist.“
Roman Reigns senkt den Blick für einen Sekundenbruchteil auf den Titel auf seiner Schulter. Seine Finger gleiten kurz über das Gold. Dann hebt er den Kopf wieder. Sein Blick ist ruhig. Unerschütterlich...
Roman Reigns "Glauben ist billig.“
Paul Heyman nickt sofort. Ein kleines bestätigendes Nicken.
Paul Heyman "Das habe ich ihm auch deutlich gemacht. Er wollte wissen, was passieren würde wenn er dich heute besiegt. Ob dann all deine Worte... widerlegt wären. Ich habe ihm gesagt, dass selbst ein hypothetischer Moment des Widerstands nichts an einer Herrschaft ändert. Dass ein Ausrutscher keinen Thron stürzt. Und dass du ihn nicht unterschätzt… sondern einkalkuliert hast. Er redet über Ego... Über Kontrolle... Über die Bloodline... Er glaubt, du würdest dich selbst verlieren, je länger du an der Spitze stehst.“
Roman Reigns Blick wird nun härter nicht wütend jedoch... klar.
Roman Reigns "Die Bloodline verliert sich nicht... Sie folgt.“
Paul Heyman senkt erneut leicht den Kopf.
Paul Heyman "Er bat mich, dir Grüße auszurichten. Und sagte... er freue sich auf euer Tänzchen.“
Roman Reigns atmet langsam durch die Nase aus. Er dreht sich ein Stück Richtung Arena. Das Licht spiegelt sich auf dem Titel. Dann bleibt er stehen...
Roman Reigns "Mexican Standoff ist kein Tanz. Es ist eine Hinrichtung mit Ansage…“
Roman Reigns setzt sich wieder in Bewegung und Paul Heyman folgt ihm wie immer einen halben Schritt dahinter...
MATCH 3 TRIPLE THREAT MATCH
Logan Paul vs. L.A Knight vs. Danhausen Writer:Maxi
L ... A ... Knight
Die Theme von LA Knight wird den Menschen in der Halle mit voller Dröhnung um die Ohren gehauen. Dementsprechend laut jubeln die Fans, als sich Knight in voller Pracht präsentiert. Pants und Boots sitzen eh schon wie angegossen, dazu trägt er noch eine farblich abgestimmte Weste. Der Dunkelhaarige marschiert schnurstracks in Richtung des Ringes. Dabei nimmt er die Reaktionen um sich herum wahr. Knight weiß zu schätzen, dass die Fans hinter ihm stehen, auch wenn man das seiner stoisch-fokussierten Miene nicht unbedingt ansieht.
Matthew Rehwoldt:"The following Countest is and Triple Thread Match and its getting for One Fall" ONE FALL!!! "Introducing first... from Los Angeles, Calofornia... weighing in at 240 pounds... L...A...Knight!"
Fans:YEAH!!!
Am Ring angekommen springt er auf das Apron, rutscht dort ein paar Zentimeter auf dem Knie zurück und steht in einer flüssigen Bewegung wieder auf. So entert der ehemalige Eli Drake den Turnbuckle und setzt sich auf die Polsterung. Die Arme gehen zum Posing in die Höhe, bevor er Dunkelhaarige den Ring betritt. Ohne zu zögern steuert er die gegenüberliegende Ecke an und besteigt auch diese. Jetzt hat er die Zuschauer fest im Blick und auch im Griff. Hier gibt Knight ihnen vor, was sie tun und sagen müssen. Wie ein Dirigent schwingt er seinen Finger...und die Menschen in der Halle reagieren darauf...
LA Knight:WITH EVERBODY SAYIN'...
Fans:L...A...KNIGHT! YEAH!
LA Knight:Yeeeeaaaah!
Zufrieden nickt er dem Auditorium zu und springt auf die Matte. Die Weste legt er ab und zeigt sich bereit für das kommende Match.
Die Titan Thron springt an und zu sehen ist Logan Paul, wodurch sich alle Fans zusammen tun und laut im Chor buhen. So laut, dass er es selbst in Backstage Bereich hört. Sein Lächeln schelmisch und übergrinst somit die Meinung der Fans. Im Gold-Schwarzem Dress, wozu auch ein Stirnband zählt, geht er durch die Gorilla Position und kommt dann schließlich vor der Stage an.
Eeeeeeeeey Yooooo
Schallt es durch die Arena, als die Titan Thron anspringt. Somit ist es auch sein Startzeichen auf die Stage zu gehen. Nochmals geben sich alle Mühe ihre Abneigung gegen Paul anhand buhen zu demonstrieren. Doch auch hier grinst er es einfach zur Seite und klopft sich mehrmals auf die Brust. Um es noch schlimmer zu machen, zieht er sein Smartphone aus der Tasche und macht ein Selfie. Das kommt natürlich nicht gut an.
Dann geht er über die Rampe zum Ring. Bei den Fans stoppt er und hält sich, abermals grinsend, die Hand ans Ohr. Natürlich Provokation. Und diese erreicht er. Zwischen den buhen schleichen sich Loser-Rufe. Mittlerweile ist auch Werbung auf die Stage gehuscht. Eine blaue Prime Dose läuft mittlerweile neben ihn und fordert die Menschen auf Prime zu trinken.
Am Ring angekommen, geht er langsam und provokant zur Stahltreppe, geht diese hoch und lehnt sich mit den Rücken an die Seile. Seine Blicke gehen in alle Richtungen und saugt die Anti-Chants auf. Als erneut ein paar Loser-Rufe folgen, zeigt er mit dem Zeigefinger auf sich. Fragend und unverständlich. Als Antwort gibt es wieder ein breites Grinsen.
Schließlich steigt er in den Ring und stellt sich mittig auf, präsentiert sich dort nochmal und entledigt sich seiner Jacke.
Dann wartet The Maverick, dass das Match beginnt.
Doch darf er da wohl noch etwas länger warten, denn...
Und damit ertönt eine Musik, die die Zuschauer zu verwirren bringt. Das ist nicht Danhausen, das ist AJ Lee! Die Sexy Spider betritt die Stage und scheint alleine zu sein.
Gekleidet ist sie in einem enganliegenden, schwarzen Top mit feinen, silbernen Spinnennetz-Mustern, welches sich an ihre Figur schmiegt und ihre athletische Silhouette betont. Dazu trägt sie eine hoch geschnittene, dunkelrote Shorts aus Leder, die perfekt mit den schwarzen Fishnet-Strümpfen harmoniert und dem Outfit eine gefährlich-verführerische Note verleiht. Ihre Knee-High-Boots glänzen matt, während schwarze Armbänder und fingerlose Handschuhe den Look abrunden. Zusätzlich zu diesem Outfit trägt sie ein Mic in ihren Händen, durch welches sie wohl etwas ankündigen möchte. Die Musik verstummt und das Mic wird straight up Richtung Mund geführt.
„Puebla, Mexico! My name is AJ Lee! Ihr habt mich bereits seit längerem nicht mehr gesehen weil ich ein paar private Probleme hatte, doch um mich euch einmal vorstellen zu dürfen. Ich bin die Managerin des großartigen Danhausen!“
Eine Information, die hier wohl bereits jeder Fan wissen sollte, aber dennoch jubeln die Zuschauer so laut, als hätten sie diese Aussage gerade zum ersten Mal gehört. Es entsteht eine kurze Pause, in der AJ dem Jubel zunickt, als würde sie die Atmosphäre hier in der Halle in sich einsaugen.
„Ihr liebt ihn! Ihr lacht über ihn! Ihr feuert ihn an, wenn er euch und seine Gegner verflucht und sich gleichzeitig als very nice betitelt.“
Sie zeigt uns ein leises, fast nostalgisches Lächeln.
„Der kindliche… der verrückte… der very good Danhausen.“
Doch so laut der Jubel der Fans auch ist… irgendetwas wirkt hier komisch. Warum steht AJ Lee da auf der Stage und redet in so komischen Sätzen? Was soll das alles bringen? Außerdem: Warum hört es sich ein wenig so an, als würde sie die Fans für irgendetwas beschuldigen? Die Stimmung kippt langsam ein wenig und AJs Stimme senkt sich etwas… sie wird immer ernster, wie es scheint.
„Aber genau das… war euer Fehler.“
Von was genau spricht AJ Lee hier? Langsam begibt sie sich einige Schritte weiter voran auf der Stage und wischt sich eine Strähne ihrer glänzend glatten Haare aus dem Gesicht. Eigentlich sollte doch das Match jetzt beginnen, also was möchte uns AJ Lee hier mitteilen?
„Denn ihr habt ihn nie ernst genommen.“
Was? Das stimmt schon. Danhausen ist ein Mann, der nur von den wenigsten ernst genommen wird. Viele lieben ihn eben extra deswegen, aber als Wrestler hat man es dann natürlich nicht so einfach. Und da spricht AJ Lee nicht nur über die anderen Superstars hier im Roster. Nein, sie spricht auch zu den Fans, denn auch von denen nimmt kaum jemand Danhausen ernst und sieht ihn als furchteinflößenden World Champion an.
„Ihr habt gelacht, während er beobachtet hat. Ihr habt gesungen, während er gelernt hat. Und während ihr dachtet, ihr kennt Danhausen… hat sich etwas anderes in ihm bewegt.“
AJs Blick wird hart und man kann ihr die Wut deutlich ansehen. Will sie etwa sagen, dass…
„Heute Abend werdet ihr nicht den Danhausen sehen, den ihr kennt. Dieses Match wird heute jemand anderes bestreiten.“
Und damit wird es plötzlich ziemlich still in der Halle. Der Jubel klingt ab und hier und da kann man zwar vereinzelt einige Buhrufe hören, aber die meisten Fans sind doch viel mehr verwirrt über das, was AJ ihnen hier sagt.
„Liv Morgan und Kalli, Drew McIntyre und sein inneres Ich… das sind nur lächerliche Gimmicks. Wen interessieren die schon, wie sie sich mit irgendwelchen Clowns in dreckigen Kellern prügeln. Es gibt nur eine Person hier im Roster der C2C, die von Anfang an very nice und very evil war. Doch ihr alle kennt nur eine Seite von ihm…“
Für einen kurzen Moment explodiert die Crowd dann jedoch wieder, als sie denken, dass nun endlich der kleine Danhausen herauskommt und sie wieder mit Späßen erheitern wird. Doch AJ Lees finsteres Grinsen im Gesicht wird nur noch größer, da sie sich bereits freut, uns allen hier heute die Hoffnung wieder direkt zu zerstören.
„Ein Danhausen, der nicht spielen will. Ein Danhausen, der nicht um eure Liebe bittet. Ein Danhausen, der keine Witze mehr macht, wenn es Zeit ist, zuzuschlagen.“
Sie hebt warnend einen Finger.
„Heute Abend wird die Welt verstehen, dass hinter dem Lächeln… hinter der Farbe… hinter dem Fluch… etwas lebt, das man nicht provozieren sollte.“
Verkündet sie mit großer Freude, während sie wieder eisig kalt lächelt.
„Ihr wolltet ihn nicht ernst nehmen? Kein Problem.“
Ein letzter Blick in die Kamera folgt, als AJ Lee ihre Arme hebt und in Richtung Vorhang zeigt.
„He isn’t nice anymore. Er wird euch zwingen, ihn ernst zu nehmen. Ich präsentiere euch… THE VERY EVIL DANHAUSEN!!!“
Und mit dieser Ankündigung senkt sie das Mic und der Titantron springt sofort mit lauter, unbekannter Musik an.
Grelles, ungesund flackerndes Licht sickert durch den Eingang der Arena, als hätte jemand die Realität selbst beschädigt. Ein ruhiger und harmonischer Ton liegt in der Luft, der klingt, als würden gleich ein paar Engel der Liebe die Stage betreten. Quasi das genaue Gegenteil der Melodie, unter die Danhausen sonst immer herauskommt. Sonst ist es zwar dasselbe Lied, nur in einer Version, die klingt, als würde sie kleinen Kindern das Grauen überreichen. Dies hier klingt so... so friedlich. Kaum zu glauben, dass das jetzt zu einem Mann gehören soll, der so finster ist, wie AJ es angekündigt hat. Doch wie wir uns da geirrt haben. Aus dem Nebel schält sich eine Gestalt, die kaum noch etwas Menschliches an sich hat. This is Very Evil Danhausen und er ist ganz sicher nicht mehr „nice“. Alles, was einst ironisch, verspielt oder charmant wirkte, ist wie abgestorbenes Fleisch von ihm abgefallen. Zurück bleibt etwas Verdorbenes. Etwas, das sich bewegt, weil es vergessen hat, wie man stirbt. Sein Körper ist schief, die Schultern unnatürlich hochgezogen, der Kopf leicht geneigt, als würde er Stimmen hören, die nur für ihn bestimmt sind. Sein Gesicht ist eine Fratze aus schwarzer und roter Schminke, verschmiert, rissig, wie alte Farbe auf einer Irrenhauswand. Die Augen weit aufgerissen, glasig, aber wachsam wie die Augen eines gefährlichen Raubtieres. Sie suchen nicht nach Gegnern. Oh nein, sie suchen nach Opfern. In seiner rechten Hand hängt ein Baseballschläger, doch dieses Ding sieht aus, als wäre es nicht für Sport gemacht worden. Das Holz ist dunkel, von Kerben und Rissen übersät, als hätte es schon viele Dinge getroffen, die geschrien haben. Metallene Klammern, rostige Nägel, wild umwickelter Draht, ein Kunstwerk des Wahnsinns. Der Schläger wirkt wie ein Geschenk eines lachenden Irren, der Chaos und Schmerz als Handschrift hinterlässt. Bei jeder Bewegung kratzt Metall auf Holz. Ein Geräusch, das vor allem den Zuschauern in der ersten Reihe besonders wehtun muss.
Very Evil Danhausen bleibt stehen. Mitten im Eingang, wo er seinen Kopf langsam anhebt. Ein Grinsen kriecht über sein Gesicht. Kein fröhliches Grinsen. Kein arrogantes. Es ist das Grinsen eines Wesens, das gerade verstanden hat, dass es Spaß macht, andere zerbrechen zu sehen. Seine Lippen bewegen sich, als würde er etwas flüstern! Ein Fluch? Ein Versprechen? Oder vielleicht doch nur ein Witz, den nur er selbst lustig findet? Plötzlich schlägt er den Baseballschläger mit voller Wucht auf den Boden und die gesamte Arena zuckt zur selben Zeit zusammen. Danhausen jedoch fängt bloß an zu lachen. Hoch, kratzig und völlig losgelöst von Vernunft. Ein Lachen, das nicht endet, sondern abrupt abbricht, als hätte jemand einen Schalter umgelegt. Was um alles in der Welt ist nur mit dem ehemaligen Westcoastchampion hier passiert? Schleichend setzt er sich in Bewegung in Richtung des Ringes und jeder seiner Schritte wirkt unberechenbar, als könnte er jeden Moment lossprinten oder einfach stehen bleiben und jemanden anstarren, bis dieser zerbricht. Er zieht den Schläger hinter sich her, lässt ihn über den Boden schleifen, Funken springen, als würde er eine Spur hinterlassen, die vor allem Logan Paul und LA Knight als große Warnung gelten sollte.
Matthew Rehwoldt:"Uhm...And... And their Opponent... From... Ähm... Some... Someplace far away? Uhm... This... Is... DAAAAANHAAAUUUSEEEEEEEEN"
Selbst der Ringsprecher scheint eingeschüchtert zu sein von dieser Erscheinung. Und so schnell er nur kann, macht er sich auf den Weg, den Ring zu verlassen, um bloß nicht in die Nähe dieser Version von Danhausen zu sein. Als dieser am Ring angekommen ist, wird so langsam klar, dass sein heutiges Erscheinen hier bei diesem Match nicht von Humor getränkt ist wie sonst. Dass es hier keine Nettigkeit geben wird und bei weitem keine Gnade mehr. Dies ist bloß eine Ankündigung von Gewalt. Danhausen hebt den Schläger langsam an, legt ihn sich über die Schulter und neigt den Kopf erneut. Das Grinsen kehrt zurück und wirkt nun noch viel breiter, kranker und voller Vorfreude. Heute wird niemand verflucht. Heute wird niemand erschreckt. Oh nein, heute wird dieser Mann... nein... dieses Wesen nichts anderes tun als zu zerstören!!!
Der so lustige und spaßbringende Danhausen slidet in den Ring und direkt wirkt die Atmosphäre regelrecht kühler. Dieser Mann sieht gefährlich aus und das stellen auch Logan Paul und LA Knight schnell fest. Der Referee guckt sich das alles an und entscheidet sich, die Spannung nicht länger aufrechtzuerhalten und das Match starten zu lassen, weshalb nun auch direkt die Ringglocken läuten.
Warnung! Spoiler!
DING DING DING
Und es dauert keine Sekunde, da rennt Logan Paul bereits los. Doch nicht auf LA Knight! Aber auch nicht auf Danhausen! Nein, er rennt einfach zu den Seilen und slidet aus dem Ring heraus, sodass sich LA Knight nun alleine mit diesem Verrückten rumschlagen darf. Doch ein wirkliches Rumschlagen ist es tatsächlich nicht, denn sofort kommt Danhausen auf LA Knight gestürmt und hämmert ihm mit voller Kraft den Baseballschläger in die Magengegend, gefolgt von einem heftigen Schlag mitten auf LA Knights Rücken, welcher diesen zu Boden gehen lässt. Danhausen holt auf, wartet darauf, dass LA Knight wieder hochkommt, setzt an und... HOMERUN!!! Der weit ausgeholte Schlag mit dem Baseballschläger trifft LA Knight so brutal am Kopf, dass dieser gar aus den Seilen aus dem Ring herausfliegt.
Und der verrückte Danhausen folgt ihm dort, ohne ihm irgendeine Zeit zu lassen, sich zu erholen. Er packt sich den Baseballschläger in beide Hände, packt sich Knight von hinten, drückt diesem sein Knie in den Rücken und nimmt seinen Arm, während er den Baseballschläger quer über dessen Oberkörper drückt und ihn hier in eine Art abdominal stretch mit Baseballschläger gefangen nimmt. Wer hätte gedacht, dass dieses Match so starten wird?
Wer hätte gedacht, dass Danhausen sich hier heute so zeigen wird? Ganz klar absolut niemand! Ist das das Werk von AJ Lee? Wir wissen es nicht, doch sollte man hier auch nicht vergessen, dass Knight nicht der einzigste Gegner des wortwörtlichen Bizzare One ist. Denn auch wenn er am Anfang des Matches abgehauen ist wie so ein Feigling, so ist Logan Paul noch immer aktiv mit dabei. Demnach nutzt er nun diesen Augenblick der Balenken, packt sich Danhausen von hinten, zerrt ihn zu sich rum und verpasst ihm einen starken Kick mitten in die Magengegend, der ausreicht, dass Danhausen den Baseballschläger fallen lässt. Doch Danhausen brüllt Logan Paul nur wie ein tollwütiger Zombie an, packt sich den Kick no-sellend selbst, dreht ihn um und hievt Logan Paul zu einem belly-to-back suplex hoch, doch schafft es Logan Paul, über ihn abzurollen und sicher hinter Danhausen auf den Beinen zu landen. Er schubst Danhausen von sich weg, welcher dadurch genau gegen LA Knight stößt. Ohoh! Das war wohl nun genug Evil Chaos, wie es scheint! Sofort packt sich der Megastar Danhausen und schleudert diesen in den Ring. Dort folgt er ihm direkt, ohne Logan Paul auch nur eines Blickes zu würdigen. Er greift sich Danhausens Schädel, schleudert ihn in die Ringecke und hämmert ihm einen sehr wütenden und harten Chop mitten auf die nackte Brust. Uuhh, das wird noch morgen schmerzen. Knight greift sich Danhausens Arm und befördert ihn mit einem starken Irish Whip in die Ringecke, gegen welche Danhausen knallt und sofort auf Knight zurückgetaumelt kommt, doch nicht dafür, dass LA Knight etwas zeigen kann. Nein, denn Logan Paul steht auf dem Apron, springt genau im richtigen Moment auf das dritte Seil und reißt sowohl Danhausen als auch LA Knight mit einer double buckshot lariat nieder! Laut schreiend springt Logan Paul auf, blickt durch die mexikanische Crowd, ehe er sich sofort auf Danhausen begibt, sich auf diesen setzt und wie wild auf ihn einschlägt. Anschließend geht er zu LA Knight und verpasst auch diesem noch einige harte Schläge...
... bevor er sich genau zwischen die beiden am Boden liegenden Superstars stellt und mit drei ausgestreckten Fingern in beiden Händen den typischen LA Knight Taunt macht. Nur um anschließend zu würgen und so zu tun, als müsse er kotzen. Was für ein Disrespekt gegenüber den Greatest Orator in Professional Wrestling!
Sofort packt sich Logan Paul dann Danhausen, greift sich dessen Schädel und hämmert ihn mehrere Male stark in die Ringecke, zuerst gegen die mittlere und anschließend gegen das oberste Seil in der Ecke. Danach drückt er den Kopf des jungen „Schwergewichts“ noch so stark er nur kann in die Ecke, bevor er ihn sich ein letztes Mal greift, ausholt und ihn sehr hart noch einmal gegen die Ringecke schlägt. In der Zwischenzeit hat es LA Knight in der genau gegenüberliegenden Ringecke wieder geschafft, hoch auf die Beine zu kommen, doch wie als wäre das alles hier gescripted, ist das natürlich perfekt für Logan, der sowohl Anlauf nimmt, auf Knight zugerannt kommt und einen guten running bodysplash gegen LA Knight in der Ringecke zeigt. Sofort greift sich Logan Knights Arm und will diesen mit einem Whip-In durch den Ring rennen lassen. doch Logan Paul bleibt stehen. Er lässt sich von LA Knight nicht wegziehen. Oh nein, er bleibt einfach nur auf der Stelle stehen und zeigt seine dominante Stärke, die er hier bei diesen beiden Leichtgewichtern hat. Er zerrt Knight zu sich und befördert ihn selbst mit einem starken Whip-In in die Seile, an denen es Knight jedoch schafft, sich festzukrallen, sodass er nicht auf Logan zurückgerannt kommt. Doch auch dies hilft ihm nur wenig, denn LA Knight stürmt sofort auf ihn zu und befördert Logan Paul über die Seile aus dem Ring heraus.
Sofort geht Knight hinterher, packt sich Logan Paul außerhalb des Rings, geht mit ihm zum Kommentatorenpult und hämmert so stark er nur kann Pauls Schädel auf dieses drauf. Und noch einmal und noch einmal und noch einmal, LA Knight hört gar nicht mehr auf. Erst als Danhausen auf ihn zukommt und ihn greift, lässt er Logan Paul gehen, hämmert Danhausen eine Faust in den Magen und packt sich nun Danhausens Schädel, um diesen mehrere Male gegen das Kommentatorenpult zu hämmern. Nach fast 20 Sekunden lässt er Danhausen gehen, als Logan Paul wieder hochkommt, greift sich diesen und rollt ihn in den Ring zurück. Dann geht LA Knight auf das dritte Seil in der Ringecke, setzt an, springt ab und kommt mit einem wundervollen flying elbow auf Logan Paul geflogen. Doch Logan schafft es in allerletzter Sekunde, seine Beine anzuwinkeln, sodass Knight brutal gegen Logans Knie fällt und diese hart in seine Seite reingedrückt werden. Guter Counter hier vom Maverick, der jedoch lange nicht sicher ist, denn da steht Danhausen auf der Ringecke, setzt an und will seinen Superhausen zeigen, doch LA Knight ist noch lange nicht ko. Oh nein, er hat den Ring verlassen, ist auf Danhausen zugerannt gekommen und zerrt ihn von hinten von der Ringecke herunter, bevor er abspringen kann, und schleudert ihn mit aller Kraft gegen die Ringtreppe! Er packt sich Danhausen, schleudert diesen wieder zurück in den Ring, klettert ebenfalls hinein, packt sich Danhausen und attackiert ihn mit einem starken Headbutt! Doch auch Danhausen hat mit seinem Kopf attackiert und so hämmern beide Superstars stark ihre Schädel gegeneinander, sodass man die Knochen brechen hören kann und beide Superstars regelrecht ko umfallen und auf der Matte liegen. Perfekt für Logan Paul, der nun so schnell er nur kann auf das dritte Seil klettert in der Ringecke, Danhausen fokussiert, ansetzt und keinen frog splash zeigt, sondern nun seinen eigenen Superhausen! Logan Paul stiehlt den Finisher von Danhausen und kommt mit einer seated senton auf diesen geflogen, springt sofort wieder auf die Beine, springt ab und hämmert den standing frog splash direkt hinterher auf LA Knight, der sich direkt hinter Danhausen auf der Matte liegend befand! Sofort stellt er sich wieder auf, klettert durch die Seile aus dem Ring hinaus und wartet dort hinten darauf, dass LA Knight wieder hochkommt. Als dies geschehen ist, rammt er Knight durch die Seile seine Schultern in die Magengegend, setzt dann an, springt über die Seile drüber, rollt sich über LA Knight drüber und will diesen mit einer Art springboard sunset flip in ein Cover rollen, doch LA Knight hält sich am obersten Seil fest, dass Paul ihn nicht mitzerren kann, setzt sich auf Paul drauf, packt sich sein Bein und geht selbst in ein Cover! Sofort ist der Ringrichter zur Stelle und zählt.
ONE
T
Doch Paul kann sich noch aus diesem überraschenden Pin-Counter befreien. Sofort stehen beide Superstars wieder auf, doch auch wenn es Logan Paul ist, der zuerst nach Knight greift, so ist es Knight, der Paul mit einem schönen sitdown chinbreaker attackieren und zurückstoßen kann. Schnell steht Knight wieder auf und verpasst Paul einige starke Schläge...
...solange bis es Logan Paul ist, der nach dem Arm von LA Knight greift und diesen mit einem schnellen Whip-In durch den Ring rennen lässt. Knight geht in die Seile, wird zu Paul zurückgestoßen, schafft es aber, der Clothesline von Logan Paul auszuweichen, ihn sich zu packen und mit einem schnellen STO zu Boden zu befördern. Logan Paul kriecht in die Ringecke, um vor LA Knight zu flüchten, welcher hier einfach nur laut aufschreit und mit den Fans hier in Mexiko jubelt.
Dann blickt er zu Logan Paul in der Ringecke, rennt auf diesen zu und zeigt eine wundervolle hip attack mitten gegen den Schädel des Influencers. Er greift sich den Arm von Logan Paul, zerrt diesen auf die Beine und befördert ihn mit einem Whip-In in die Seile, nur um ihn anschließend mit einem schönen back body drop hinter sich auf die Matte zu schleudern, doch in der Zwischenzeit scheint man glatt vergessen zu haben, dass dies hier kein Singles, sondern noch immer ein triple thread match ist. Danhausen steht wieder im Ring und er hat... er hat seinen Baseballschläger wieder geholt. Danhausen holt laut schreiend aus und hämmert den Schläger volle Umme gegen LA Knights Schädel. Und da Logan Paul ebenfalls so langsam wieder hoch auf die Beine kommt, holt Danhausen noch einmal aus und verpasst auch Logan Paul einen starken Schlag mit dem Schläger gegen den Schädel. Erneut holt er aus und rammt den Schläger mitten in LA Knights Magengegend und anschließend dasselbe auch noch einmal in Logan Pauls Magengegend, bevor er den Schläger wegwirft, abspringt und LA Knight mit einem starken Cutter auf die Matte zerrt. Schnell springt Danhausen auf, geht zu Logan Paul, springt ab und hämmert auch ihn mit einem brachialen Cutter auf die Matte. Wer hätte gedacht, dass Danhausen dieses Match hier so dominieren kann! AJ Lee hatte wohl recht, als sie sagte, dass dieser Danhausen nicht der ist, den wir kennen! Dieser Danhausen ist ein gefährliches Monster und kein kleiner Junge mehr, der nur Späße macht. Dies ist der Danhausen, der damals Westcoastchampion werden konnte. Und die Fans scheinen es zu lieben. Mit einem finsteren Ausdruck in den Augen greift sich Danhausen wieder den Baseballschläger, streckt ihn in die Höhe und lässt sich von den mexikanischen Fans lauthals bejubeln! Als Danhausen den Baseballschläger wieder wegwirft, packt er sich Knight, stemmt diesen auf, legt seine Arme um ihn herum und will hier wohl den Smudhausen zeigen. Seinen gefährlichen Bearhug! Doch LA Knight hat noch immer ein gewisses Restfeuer in sich, verpasst Danhausen einen starken Kick in die Magengegend, packt sich dessen Kopf und zeigt einen sensationellen spike DDT gegen den Verrückten mit Gesichtsbemalung. Leider kann Knight jedoch nicht ins Cover gehen, da Logan Paul sofort angekrabbelt kommt, LA Knight wegschubst und selbst ein Cover an Danhausen ansetzt.
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Doch ist LA Knight auch hier sofort wieder zur Stelle und schubst Logan Paul von Danhausen herunter, der es jedoch auch ohne Knights Hilfe geschafft hätte, sich noch rechtzeitig aus dem Cover zu befreien. Denn während sich LA Knight und Logan Paul im Ring streiten, steht Danhausen sofort wieder auf und begibt sich in die Ringecke. Alle drei Superstars kommen wieder hoch und während Danhausen wieder komplett unbeobachtet in der Ringecke steht, scheinen LA Knight und Logan Paul nur die Augen auf den jeweils anderen gerichtet zu haben und sich über diesen aufzuregen. Danhausen kann in der Zwischenzeit auf das dritte Seil klettern und als Knight dies sieht, dreht er Logan Paul um, schubst ihn zu Danhausen, der genau in dieser Sekunde abspringt und Paul mit einer schönen flying clothesline niederstreckt. Starker double axe handle punch hinterher, bevor LA Knight mit dazu kommt, etwas zu Danhausen sagt und die beiden dann Logan Paul aufstemmen und mit einem double Whip-In in die Ringecke schleudern. Anschließend will Knight sofort auf Paul zurennen, doch Danhausen hält ihn auf. Er sagt ihm etwas ins Ohr und auch wenn Knight etwas geschockt wirkt, scheint er zuzustimmen. Nur zu was? Danhausen verlässt kurz den Ring, greift unter diesen und scheint dort etwas zu suchen. Und das, was er sucht, scheint er auch zu finden und die Fans hier in Mexiko sind entweder stark geschockt, verängstigt, aber auch voller Spannung und Jubel am Ausrasten. Danhausen holt hier einfach einen Tisch hervor. Doch keinen normalen. Nein, dieser ist mit jeder Menge Stacheldraht umwickelt! What the fuck? Der Tisch wird in den Ring geschoben, Danhausen folgt ihm auf Schritt und Tritt und gemeinsam mit LA Knight stemmen die beiden den Tisch hoch, rennen gemeinsam los und werfen ihn gegen Logan Paul in der Ringecke, der davon auch brutal eingequetscht wird. Der Tisch fliegt wieder zur Seite, Danhausen verpasst Logan einige Schläge, bis dieser hinter ihm komplett leblos auf die Matte klatscht. Anschließend will er ihn wieder hochzerren, doch nun greift LA Knight von hinten nach Danhausen, dreht diesen um, doch Danhausen springt mit den Reaktionen einer Katze ab, greift nach Knights Schädel und hämmert ihn mit einem fabelhaften jumping tornado DDT direkt mit dem Schädel voraus auf Logan Paul auf der Matte! Holy shit, was für eine Aktion. Sofort geht Danhausen zu Logan und nimmt diesen ins Cover, damit das Match endlich beendet werden kann. Der Ringrichter ist zur Stelle und...
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THREE...
Was? War das jetzt der 3 Count? Der Referee guckt etwas verwirrt auf die Matte und... er hat auf LA Knights Faust geschlagen! LA Knight hat in allerletzter Sekunde seine Faust genau so positioniert, dass der Referee den letzten Count auf dessen Faust macht. Zählt das jetzt? Die Hand hat nie die Matte berührt, also ist es doch somit kein Pin... oder? In der Zeit, wo der Referee verwirrt guckt, kickt LA Knight Danhausen von Logan Paul herunter und somit ist das Cover beendet. Also wenn der letzte Schlag nicht gezählt hat, kann der Referee den Three Count somit nicht beenden. Und da er bisher das Match noch nicht beendet hat, sieht es wohl so aus, als würde dieses Cover nicht bis 3 gezählt haben. Das Match geht weiter. LA Knight hat es geschafft, seine Niederlage zu verhindern. Noch kann jeder hier gewinnen! Doch Danhausen scheint dies alles andere als zu gefallen.
Er steht sofort auf, packt sich Knight, stemmt diesen hoch und geht mit ihm in die Ringecke, wo er ihn würgt, während er ihn dagegen drückt! Er wirft Knight hinter sich auf die Matte, klettert auf das dritte Seil in der Ringecke, setzt an, springt ab und IT'S SUPERHAUSEN!!! Der seated senton von Danhausen trifft LA Knight perfekt, doch kann er nicht in ein Cover gehen, weil Logan Paul wieder da ist und zuschlägt. Mit den brass knuckles!!! Logan Paul hat seine brass knuckles! Aber Danhausen konnte ausweichen! Sofort krallt er sich Logans Hände und versucht, ihm den Schlagring abzunehmen, doch Logan kann sich befreien, indem er mit seiner anderen Hand Danhausen durch die Augen fährt und ihn in diese sticht. Danhausen ist geblendet, lässt von Logans Händen gehen, dreht sich um und BOOM!!! Der brass knuckles punch von Logan Paul trifft perfekt ins Schwarze und Danhausen fällt völlig regungslos um und scheint nun in einer ganz anderen Welt zu sein. Von hinten steht aber Knight wieder, der direkt auf Logan Paul geht, doch Paul bemerkt dies rechtzeitig und verpasst auch LA Knight einen harten Schlag mit den Brass Knuckles!
Sofort schnappt er sich Knight und schleudert ihn gegen das turnbuckle in der Ringecke. Ouch, und wie hart Knight dagegen geschleudert wurde. Sofort fällt die Natural Selection auf die Matte und gibt ein perfektes Ziel für Logan Paul ab, der hier auf das dritte Seil klettert, ansetzt, abspringt und mit einem perfekten paulverizer auf LA Knight geflogen kommt. Sofort kommt das Cover und der Ringrichter ist bereit.
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TH...
NEIN!!!
Der Referee wurde aus dem Ring gezogen. Was? Das ist... das ist...
MANDY ROSE!!! Mandy Rose steht draußen am Apron, den Ringrichter noch am Arm gepackt, ein kaltes, entschlossenes Lächeln im Gesicht. Sie hat das Cover ganz bewusst verhindert, um LA Knight zu retten? Aber warum? Was hat die Toxic Attraction mit dem louisianischen Ritter zu tun? Der Referee ist völlig fassungslos, rollt sich hustend wieder hoch, während Logan Paul sich wutentbrannt zu Mandy umdreht. Diese slidet blitzschnell in den Ring, Logan kann gar nicht so schnell gucken, da steht Mandy direkt vor ihm, packt ihn sich und DOUBLE UNDERHOOK FACEBUSTER!!! Mandy Rose rammt Logan Paul mit voller Wucht auf die Matte und die Halle explodiert! Logan Paul liegt flach, die Brass Knuckles rutschen ihm aus der Hand und klirren auf die Matte. LA Knight rollt sich keuchend zur Seite und scheint immerhin noch zu leben. Doch wenn Mandy nicht gewesen wäre, hätte er dieses Match hier wohl in diesem Moment verloren. Das war seine letzte Rettung! Doch hält dieser Moment der Freude nicht lange an, denn genau in diesem Moment passiert etwas anderes...
IT'S TIIIIFFYYYY TIIIIIME
Die Musik von Tiffany Stratton ertönt und die Stimmung kippt schlagartig. Tiffany sprintet zum Ring, slidet hinein und geht sofort auf Mandy Rose los! Harte Forearms und wütende Schläge ohne jegliche Zurückhaltung! Man merkt sofort, dass dieser Angriff etwas Persönliches ist!
Mandy versucht gegenzuhalten, doch Tiffany ist gnadenlos, schleudert sie in die Seile, zieht sie wieder zurück, doch die Fans scheinen aufschreiend auf etwas anderes zu achten.
AJ LEE! AJ Lee steht auf dem Apron! Die Managerin von Danhausen wartet keinen Moment und SPRINGBOARD CROSSBODY!!! AJ fliegt in den Ring und räumt BEIDE Frauen ab! Tiffany und Mandy gehen zu Boden und nun scheint wohl absolutes Chaos hier im Ring zu herrschen! AJ, Mandy und Tiffany sind sofort wieder auf den Beinen und liefern sich einen brutalen Schlagabtausch mitten im Ring, bestehend aus Hairpulls, Kicks, Slaps, Forearms und absolut purer Eskalation! Danhausen kommt langsam wieder zu sich, sitzt benommen in der Ecke, während LA Knight sich am Seil hochzieht. Logan Paul rollt sich nach draußen, hält sich das Gesicht und ist völlig außer sich. Der Ringrichter versucht verzweifelt, hier wieder Ordnung reinzubringen und ruft sogar nach Verstärkung, doch es scheint niemand zu kommen. AJ Lee tritt Tiffany nieder, Mandy zieht AJ von hinten an den Haaren, Tiffany springt Mandy mit einem Dropkick an den Rücken und alle drei gehen zu Boden, stehen wieder auf und prügeln sich einfach weiter! Die Fans stehen komplett und scheinen dieses Chaos hier zu lieben, doch der Referee scheint nun mehr als genug zu haben und winkt hektisch mit beiden Armen!
DING DING DING
Wait, was??? Das... das waren die Ringglocken! Was geschieht hier? Der Reff... der Refff hat dieses Match abgebrochen! Der Ringsprecher bestätigt es unter lautem Buhrufen und Jubel zugleich:
Due to third-party interference in the match and the resulting chaos in the ring, the referee has decided to end this match in a: NO CONTEST!
Was? Ein Triple Threat Match ohne Sieger??? Was zum! Die Fans sind außer sich und buhen so laut sie nur können, doch ändert das nichts an dieser ziemlich schlechten Entscheidung des Referees! Das Match ist beendet! Danhausen sitzt in der Ecke, starrt wütend auf Logan Paul, LA Knight lehnt erschöpft am Seil, aber mit einem selbstzufriedenen Grinsen und Logan Paul schreit draußen wie ein Wahnsinniger. Und im Ring liefern sich Mandy Rose, Tiffany Stratton und AJ Lee noch immer einen unversöhnlichen Staredown. Dieses Match ist vorbei… aber dieser Krieg hat gerade erst begonnen.
Das Match zwischen Danhausen, LA Knight und Logan Paul ist kaum zu Ende, da wird in den Backstage Bereich gegeben. Die Herren hatten sich wohl einen anderen Ausgang gewünscht. Einen klaren Sieger, um den Zwist zu beenden. Doch der Eingriff von AJ Lee und Tiffany Stratton hatte den Traum von einem Sieg zerstört. Und zur großen Überraschung kam dann auch noch jene Frau dazu, die nun im Bild zu sehen ist, Mandy Rose. Schon seit längerem hat man sie nicht mehr gesehen. Und mit den drei Herren hatten sie auch bisher nicht viel zu tun. Doch sicherlich kam sie zur rechten Zeit. Wo Knight allein gegen zwei Teams stand.
In einer weißen Jeans, einem schwarzen Top und Sneaker steht sie nun im Backstage Bereich. Das silberne und funkelnde Diadem darf natürlich auch nicht fehlen. Ihr brünettes Haar, leicht lockig, fällt über ihre Schulter. Stellt sich nur die Frage, warum die Toxic Attraction in das Match eingegriffen hat. Ein Statement, dass sie zurück ist? Man kann nur darüber munkeln. Fest steht…sie ist anwesend und fängt dort wieder an, wo sie vor langer Zeit aufgehört hatte.
Während das nächste Match bereits auf dem TV im Hintergrund gezeigt wird, steht The Beast behind the Beauty davor. Das Eastcoast Championchip Match zwischen Roman Reigns und Jon Moxley interessiert sie nicht so doll. Es war eher etwas für Velveteen Dream. Aber natürlich verfolgt sie das Geschehen. Mit verschränkten Armen unter der Brust.
?:Nun...
...beginnt plötzlich eine männliche Stimme hinter Mandy zu sprechen. Es ist LA Knight, der sich neben die Toxic Attraction stellt. Wie sie verschränkt auch der Megastar die Arme und sieht ebenfalls auf den Bildschirm, ohne wahrzunehmen, was da läuft. Viel interessanter ist der Eingriff von Rose gerade eben. Ohne sie hätte Knight wohl sehr alt ausgesehen. Aber bisher hattes doch noch keine Berührungspunkte zwischen den Beiden gegeben? LA dreht sich leicht zu Mandy und sieht sie an. Wie er genau zu ihr steht lässt sich gerade schwer sagen.
LA Knight:Dann bist du also die versprochene...Hilfe? Ich habe ihn nicht darum gebeten. Trotzdem will ich nicht undankbar erscheinen...danke für deine Unterstützung.
Ihn? Und versprochene Hilfe? Es bleibt noch nebulös.
Die Verbindung zwischen Rose und Knight ist tatsächlich etwas seltsam. Mandy Rose war nicht bekannt dafür anderen zu helfen, außer sie würde ihren eigenen Nutzen daraus ziehen. Und doch wirkt sie kühl, desinteressiert und verschlossen. Nur kurz schaut sie über die Augenwinkeln zu dem ehemaligen Eli Drake. Die restliche Zeit schaut sie auf den TV.
👑Mandy Rose:👑 ”Sei ganz beruhigt. Es ist durchaus mehr, als nur zugesagte Hilfe. Ich habe mit "Tiffany Epiphany" eine Rechnung offen."
Ja, obwohl es um Mandy ruhig wurde und die Füße still halten musste, hatte diese in der Vergangenheit immer Mal wieder mit dem Buff Barbie Doll zu tun. Deshalb klingt ihre Stimme genervt, als sie Tiffany Epiphany ausspricht. Damit Knight weiß, was sie meint, zeichnet sie mit den Fingern Gänsefüßchen in der Luft. Angefangen hat diese Feindschaft, als Rose im Anlauf war, um Shine Championesse zu werden. Damals besaß Saraya das goldene Accessoires. Und Mandy nutzte jede Gelegenheit, um die Britin unter Druck zu setzen. Tiffany startete gerade ihren zweiten Versuch, um in der c2c Fuß zu fassen. Und die Toxic Attraction nutzte das schamlos aus. Sie versprach Stratton zu helfen. Dafür sollte sie Saraya angreifen. Mit Erfolg. Da Rose aber einiges schuldig blieb, gab es zwischen den beiden Frauen immer wieder ein Machtkampf. Zuletzt hatte Tiffany Mandy erpresst. Der Spielball liegt also auf der Seite der Blonden und The Beast behind the Beauty will ihn natürlich zurück. Da kam diese Einladung, zur Hilfe, natürlich genau richtig.
👑Mandy Rose:👑 ”Ich hoffe sie wird Championesse! Sie wird gejagt, wie ein Tier! Und dann wird sie einbrechen. Ihre Arrogante rosa Traumwelt zerplatzt mit ihrem Traum Championesse zu sein. Sie wird es büßen...sich zu sicher zu fühlen. Und sie wird einsehen, dass sie einem Logan Paul nicht helfen wird, sondern sich nur schadet."
LA Knight:Huh...verstehe!
Ja, das tut Knight. Zumindest versteht er Mandy, bzw. kann nachvollziehen, warum sie ihm zur Hilfe geeilt ist. Von wem LA gerade gesprochen hat weiß man immer noch nicht. Es hat zumindest dazu beigetragen, dass sich hier eine Zweckgemeinschaft gebildet hat...die auch länger Bestand hält? Man kann davon ausgehen, dass Tiffany Stratton wenig begeistert über den Eingriff von Rose sein wird, was auch für Logan Paul gelten dürfte. Und da sind ja auch noch Danhausen und AJ Lee. Durch das Chaos sollte klar sein, dass die Story noch nicht vorbei ist, auch wenn Knight eigentlich gerne weitergezogen wäre. Nur ist in den letzten Wochen einiges passiert und da möchte der Megastar einen klares Ende haben, wo er, natürlich aus seiner Sicht, als Sieger hervorgeht. Durch die weiblichen Unterstützerinnen seiner aktuellen Feinde steht es bisher alleine da. Sollte er also dafür sorgen, dass Mandy ihn noch die nächsten Wochen unterstützt? Nun, da sie eh eine Rechnung mit Stratton offen hat, sollte das nicht so schwer sein, sie überzeugen zu können. Auch wenn es da "ihn" im Hintergrund zu geben scheint.
LA Knight:Ich hatte bisher noch nicht so oft das "Vergnügen" mit Stratton...aber ich begrüße Jeden, der ihr einen verdammten Denkzettel verpassen möchte. Yeah! So wie ich dem Dumbass Logan Paul sehr gerne einen Reality Check verpasse. Ich denke, wir können uns da gegenseitig helfen, auch weil Stratton sich bestimmt an dir rächen will. Und wer weiß, was diese unberechenbaren Freaks Danhausen und AJ Lee noch vorhaben. Das heißt nicht, dass ich mich ihm anschließe...ganz bestimmt nicht! Aber ich kann dir helfen, wenn du Tiffany jagen willst.
Langsam werden mehr Informationen gedroppt, die die Hintergründe zu diesem "neuen Team" erklären. Knight dreht sich komplett Mandy zu und sieht sie fragend an. Wenn sie nun ablehnt wird er es natürlich akzeptieren. Der ehemalige Eli Drake ist es gewohnt alleine gegen eine Überzahl zu kämpfen. Doch auch er muss sich eben hier und da eingestehen, dass etwas Hilfe nicht verkehrt ist.
Die ehemalige Shine Championesse nickt. Auch sie stand an jenem Punkt, wo Tiffany Stratton sich aktuell befindet. Mandy musste sich damals knapp Teagan Nox geschlagen geben und wurde deshalb Women's Championesse. Seither ging es bergab. Und zwischenzeitig sah es ja auch gar nicht gut aus. Der Skandal um sie und Tino Sabbatelli, woraus Mandy schwere Depressionen erlitt. Bis hin zur Trauer ihres verstorbenen Bruders. Seither kämpft sie mit sich selbst und erschwert den Wiedereinstieg in die c2c. Vielleicht hilft aber genau diese Konstellation. Etwas Hilfe. Eine Aufgabe. Einen Sinn in den Shows zu erscheinen. Es braucht gute Nerven gegen Tiffany vorzugehen. Aber die jüngere stolpern zu sehen, wäre für die Toxic Attraction ein Genuß.
👑Mandy Rose:👑 ”Logan Paul ist vom selben Schlag. Jeder hat eine Schwäche. Und bei den beiden wird es die Tatsache sein, nicht teamen zu können. Beide sind zu sehr auf sich selbst bedacht. Sie selbst kommen an erster Stelle. Sie müssen also lernen, dass Tag Team so nicht funktioniert. Und das ist unsere Chance. Und AJ Lee...war schon immer eine...Bitch!"
So sieht ihre Meinung aus. Nun, über die Brünette ist natürlich bekannt, selbst arrogant zu sein. Jedoch anders als bei Stratton. Hier schwingt auf jeden Fall mehr Erfahrung mit. Und Mandy hat auch schon andere Seiten von sich gezeigt. Mit Saraya früher verfeindet, sind sie heute befreundet.
Rose nickt Knight zu. Sie kann seinen Standpunkt verstehen. Lange Zeit war es bei ihr ähnlich. Es ist aber auch nicht schlecht von anderen profitieren zu können. In vielen Situationen kann es ein Vorteil sein.
👑Mandy Rose:👑 ”It's your Choice! Ich rede dir da nicht rein. Aber du solltest darüber nachdenken. Wir könnten öfters den Leuten in den Arsch treten! Beide auf unsere eigene Art. Verlangt ja auch niemand sich nur auf deine Pläne und Bedingungen einzulassen."
Spötter könnten behaupten, dass ein Team zwischen Mandy und LA auch nicht funktionieren kann, da Beide ebenfalls ihr eigenes Ego haben. Sieht Knight natürlich anders. Nickend pflichtet er der Toxic Attraction bei und kann sich ein leichtes Lächeln nicht verkneifen. Er erkennt, dass Rose einen guten Durchblick hat und Menschen wie Tiffany und Logan lesen kann. Dass sie AJ Lee ebenfalls nicht mag und damit wahrscheinlich auch wenig Sympathie für Danhausen übrig hat, lässt sie in der Gunst des Megastars weiter steigen. Dann scheint es ja quasi beschlossene Sache zu sein.
LA Knight:Hey Feinde meiner Feinde sind immer willkommen. Wie du sagst, wir können das gut auf unsere Art und Weise regeln. Logan und Tiffany werden keine ruhige Minute mehr haben und die beiden Freaks klatschen wir auch an die Wand, wenn es sein muss. Yeah! Dann halte ich dir den Rücken frei und du mir!
Da streckt Knight ihr eine Hand entgegen und will das wohl noch sinnbildich "vertraglich" absichern. Leichtfertig lässt sich der ehemalige Eli Drake nicht auf ein neues Team ein. Und nicht falsch verstehen...hier entsteht auch keine neue Freundschaft. Nur zwei erfahrene Menschen, die wissen, wann es gut ist sich Hilfe zu holen, um die eigenen Ziele verwirklichen zu können.
Ohne groß zu zögern schlägt Mandy ein und grinst leicht. Mehr braucht es wohl auch nicht. Denn wie bereits schon erwähnt, wollen sich die beiden nur unterstützen.
👑Mandy Rose:👑 ”Du sagst es!"
Sind ihre abschließenden Worte und unterstützen damit dere von LA Knight. Dann dreht sie sich ab und geht ihren Weg. Gleichzeitig blendet das Bild aus.
Mexican Standoff beweist erneut, das c2c es versteht, gute Specials auf die Beine zu stellen. Titelmatches und Rivalitäten werden im weiteren Verlauf wichtige Richtungen einnehmen und die Fans hier in Puebla sind noch immer gut gelaunt und machen eine Stimmung, wo man durchaus den Hut vor ziehen konnte. Aber gerade ein Match war, zumindest für einen Superstar, wichtiger als jedes Titelmatch. Wir erinnern uns, das die letzten Wochen und Monate für den ehemaligen World Champion, Drew McIntyre ein enormes Auf und Ab waren. Seit Wochen befindet sich Liv Morgan in der Gewalt von Isla Dawn und bisher lief jeder Versuch, die Blondine zu befreien fehl, auch weil Isla immer wieder einen Schritt voraus war.
Alles, was zuletzt passiert war, ging dem Schotten bis ins Mark, was dazu führte, das selbst die loyalsten Fans Drews diesen nicht mehr wieder erkennen würden. Isla hatte es geschafft, unter die des Schotten zu gelangen und das einzige "Werkzeug" dafür war Liv Morgan. Liv hatte sich immer mehr zu einer wichtigen Person für den Schotten entwickelt und demnach hatte dieser auch eine recht enge Verbindung zu dieser aufgebaut. Letzte Woche verlor Drew sein Match gegen Logan Paul, nachdem Drew zwar zur Claymore angesetzt hatte, aber eine Botschaft von Liv aus ihrer Gefangenschaft dazu geführt hatte, das McIntyre sich auszählen lassen musste.
Aber auch das hatte sich als Finte Islas herausgestellt. Immerhin bot Isla dem Schotten einen Deal an. Ein Deal, der bei einer Niederlage schwerwiegende Folgen haben sollte. Es stand einiges auf dem Spiel. Livs Koffer auf der einen und Livs Freilassung auf der anderen Seite. No Holds Barred - Ein Match ohne Regeln, gegen einen noch immer unbekannten Gegner. Drew wusste, das Isla sich eine große Herausforderung für Ihn aussuchen würde. Die Kamera blendet dann den Locker des Schotten ein und das Kamerabild fängt sofort Livs OSaG Koffer ein, der auf dem Tisch stand. Die Fans jubelten, denn sie wussten, wo der Koffer war, war Drew nicht weit und tatsächlich zoomt die Kamera langsam heraus und fängt den Hünen ein, begleitet durch aufmunternde Drew-Chants.
Er saß auf seiner Couch, sein Blick auf den Koffer gerichtet. In seiner Hand erneut der Armreif, sein damaliges Geschenk an Liv, da Sie ihm geholfen hatte, das er sich endlich Jemanden öffnen konnte. Er wirkt sehr angespannt, der Armreif wandert von einer Hand zur nächsten und wieder zurück. Livs Schicksal lag Heute in diesen, kräftigen Händen. Verliert Drew, verliert er Liv und die Blondine wird auf ewig das Spielzeug Islas sein. Kein Wunder, das er in seiner jetzigen Verfassung nicht mitbekommt, das er nicht lange allein bleiben wird in seinem Locker.
Nein, vor so einem wichtigen Match kann man den Schotten nicht alleine lassen. Eine zweite Person tritt zu Drew und setzt sich neben ihn auf die Couch. Die langen, braunen Haare hängen locker und leicht wellig über die rechte Schulter. Sonst trägt sie ein rotes, bauchfreies Top und schwarze Jeans, abgerundet von braunen Cowboy Boots. Der Name zu dieser Lady? Klar - Fallon Henley! Das Country Girl atmet einmal durch und sieht dem Schotten ein paar weitere Sekunden zu. Es tut immer weh, ihn so leidend zu sehen. Er hat in letzter Zeit viel durchmachen müssen. Vor allem in den Wochen, in denen Henley nicht bei ihm sein konnte. Jetzt ist sie wieder da, was vielleicht wichtiger denn je ist - als Ausgleich zu den Psychospielchen der Witch Isla Dawn.
Fallon Henley:Wir bekommen Liv heute zurück. Egal, wen Isla auswählt...du wirst ihn besiegen und dann muss sie Liv endlich frei lassen.
Nun, Deal ist Deal, oder? Bei einem ehrenwerten Gegenpart könnte man sich darauf verlassen. Aber bei der rothaarigen Schottin? Was, wenn Drew ihren Vertreter besiegt...wird sie sich an die Abmachung halten? Oder wird sie dennoch versuchen Liv UND den Koffer zu bekommen? Fallon traut Dawn natürlich nicht. Doch das hier anzusprechen würde Drew wahrscheinlich nur noch mehr verunsichern. Er braucht volle Konzentration und volle Unterstützung.
Fallon Henley:Wir kümmern uns dann zusammen um Liv und bauen sie wieder auf. Dann ist sie bald die Alte.
Hilfe wird Liv nach der Zeit in Gefangenschaft definitiv brauchen. Wenn diese dann nicht schon zu spät ist. Doch Henley möchte weiter optimistisch wirken. Sie legt eine Hand auf Drew's Unterarm und lächelt diesen an.
Die Hand auf Drews Unterarm liegt noch warm und beruhigend, als plötzlich eine ganz andere Energie den Raum durchschneidet. Kein leiser Schritt, kein vorsichtiges Räuspern. Sondern Präsenz. Laut. Selbstbewusst und unübersehbar. Denn nun wechselt die Kamera auf einen Mann, dessen bloße Erscheinung seit Jahrzehnten für Chaos, Manipulation und große Worte steht: The Mouth of the South Jimmy Hart! Dieser schnaubt hörbar, fast verächtlich aus. Nicht aus Respektlosigkeit, sondern weil ihm eines sofort klar ist: Das hier ist kein Mann, der getröstet werden muss. Drew hier ist ein Mann, der entfesselt werden muss. Anders als Leva setzt er sich nicht direkt zu seinem Klienten an die Seite, sondern bleibt neben ihm stehen, als er anfängt, mit ihm zu sprechen. Die Stimme schrill, aber zielgerichtet, wie ein Messer, das genau weiß, wo es schneiden muss.
Jimmy Hart: „Lord Drew. Bitte seien Sie stark. Sie sollten sich nicht fertig machen mit diesem inneren Kampf, mit dieser Zurückhaltung und Ihren Gewissensbissen. Das ist ein Luxus, den Sie sich aktuell nicht leisten können in dieser Schlacht! Dafür steht heute zu viel auf dem Spiel! Denken Sie an Liv und kämpfen Sie für sie. Es geht um alles. Um Liv, um ihren Koffer und auch um Ihr eigenes Vermächtnis!“
Da hat der Wimp aber nicht ganz unrecht. Es bringt nichts, sich daran festzuhalten und sich den Kopf kaputt zu machen, ob Isla sich an den Deal hält. Deals sind etwas für Menschen, die Angst vor Konsequenzen haben. Doch Isla... Isla hat Drew gedemütigt, ihn benutzt, ihn vorgeführt. Und dafür gibt es nur eine Antwort: Zerstörung! Er muss das heutige Match gewinnen und anschließend Isla so zerstören, dass sich danach niemand mehr wagt, ihn jemals wieder als Spielball zu betrachten. Jedenfalls ist das die Meinung von Jimmy Hart!
Jimmy Hart: „Denken Sie daran, Lord Drew! Heute muss jeder Schlag härter sein als nötig. Jeder Slam ein Statement. Jeder Tritt ein Zeichen an den gesamten Locker. Sie sollen nicht No Holds Barred wrestlen. Sie müssen No Mercy leben! Es wird keine Regeln heute Abend geben und damit auch keine Gnade! Sie dürfen nicht bloß gewinnen. Sie sollten Isla warnen und ihr zeigen, dass Sie es ernst meinen, Lord Drew!“
Angst schafft Respekt, Respekt bringt Macht, und Macht bedeutet Kontrolle! Genau das, was Drew in dieser Schlacht gegen Isla verloren hat, als Isla ihn so emotional fesselte! Doch heute Abend hat Drew laut Jimmy endlich die Möglichkeit, sich all das zurückzuholen. Und das ist es, woran er denken sollte. Nicht, ob es Liv gut geht. Nicht, ob Isla ein Versprechen hält. Er soll es sich einfach holen, egal, ob Versprechen oder nicht! Er war ein Mann, der World Champ gewesen ist. Er war ein Mann, den jeder gefürchtet hat, als seine Musik erklang.
Ob Drew überhaupt mitgehört hatte, was Fallon oder auch Jimmy sagten, konnte man noch nicht wirklich sehen. Denn sein Fokus lag weiter auf den Armreif, welchen er unzählige Male in seiner Hand drehte. Er musste zugeben, das Isla in den letzten Wochen immer den Vorteil hatte so auch Heute. Sie hatte den Vorteil, das Sie bis zur letzten Minute den Schotten im dunklen tappen lassen konnte. Bis zum Matchbeginn würde er nicht wissen, Wen Isla Heute auf den Hünen loslassen würde. Lange Zeit reagierte Drew nicht auf Fallon und Jimmy, was aber nicht daran lag, das er Ihre Präsenz nicht mochte. Er war im Tunnel, spürte aber zumindest die Hand Fallons auf seinem Unterarm. Dann aber legt er den Armreif auf den Tisch, neben den Koffer. Sein Blick wandert zu Fallon, dann zu Jimmy. Diese zwei Menschen standen immer hinter Ihm, waren dem Schotten loyal gegenüber, waren die Stützpfeiler für den Hünen. Liv fehlte als Stütze, auch wenn die Blondine sich so nie wirklich sag oder auch nie verstand, warum Sie für Drew diese wichtige Position einnahm. Ohne ein Wort stand Drew dann auf. Mit dem Rücken zu Fallon und Jimmy war er es nun, der den Raum mit seiner Stimme füllte.
Drew McIntyre „Ihr habt Beide Recht...ihr seit so unterschiedlich in eurem Denken und trotzdem habt ihr im Kern das gleiche Ergebnis. Und ich möchte nur einmal kurz sagen...“
Er stoppt dann kurz und dreht sich langsam zu seinen beiden Weggefährten um. Eine große Entschlossenheit konnte man Ihm durchaus ansehen. Der innere Schmerz war noch immer da. Der Schmerz des Versagens. Die Wunden, die Isla in ihm hinterlassen hatte, immer dann wenn er kurz davor war Erfolg zu haben, zerstörte Isla seine letzten Hoffnungen. Isla wusste anscheinend nicht, wie wichtig Liv wirklich für Drew war aber genau dieser Punkt war es, welchen Drew als seinen einzigen Vorteil sah.
Drew McIntyre „...ich bin stolz darauf, euch an meiner Seite zu haben. Und auch wenn ihr beide den Kern getroffen habt...muss ich euch sagen, das, Fallon, ich es sehr schätze, das du mit mir kämpfen willst, das du immer für mich da bist und auch warst. Du hast mir immer geholfen, sobald ich gemerkt hatte, das ich mein Alter Ego nicht kontrollieren konnte, mich zu beruhigen. Ich kann deine Angst die du immer hattest, verstehen...Ich möchte mich für die letzten Wochen bei dir entschuldigen, das du mehr oder weniger Zeuge davon wurdest, das ich "Ihn" nicht davon abhalten konnte sich zu zeigen...“
Ein kurzes Lächeln war zu sehen als sein Blick kurz auf Fallon fixiert war. Die Frau an seiner Seite, die dafür sorgte, das er auf dem Boden blieb. Drew wusste, wenn sein Ego die Kontrolle übernahm, war auch Fallon in Gefahr. Dann wandert sein Blick zu Jimmy, welcher genau das Gegenteil Fallons war. Die Legende ermutigte Drew sogar immer wieder, vor allem jetzt nachdem Isla Liv in ihrer Gewalt hatte, das Drew seinen Dämonen raus ließ. Jimmy war darauf bedacht, das Drew dadurch eine unaufhaltbare Macht wurde.
Drew McIntyre „Jimmy...ich habe dich vom Dream losgerissen und vermutlich kann ich mir keinen besseren Manager an meiner Seite vorstellen...aber du weißt ehr gut, das ich kein Fan davon bin, "Ihn" komplett freizulassen. Du weißt, das es schlecht enden kann, auch für dich. Aber ich gebe zu, das ich vor allem Heute, keine andere Wahl habe. Ich kann mir den Respekt auch anders erarbeiten, ich muss dafür keinen Dämonen freilassen, aber ich kann deinen Gedankengang verstehen.“
Erneute Pause, der Blickkontakt wurde nun zu Beiden gesucht. Man konnte Drew mit jeder Sekunde anmerken, das Ihm das Thema "inneres Ich" Kopfschmerzen verursachte. Jeder Kampf gegen sein anderes Ich fügte Ihm Schmerzen zu, die man nicht beschreiben konnte. So würde sich wohl auch Liv fühlen, wenn es um Kali ging. Aber sein bedrückender Blick, welcher er Fallon schenkte, zeigte, das er Heute Abend seinen inneren Kampf nicht länger zurückhalten lassen wollte.
Drew McIntyre „Fallon...es tut mir leid, aber Jimmy hat Recht. Isla hat mich vor eine Herausforderung gestellt, wo ich mit meinen üblichen Mitteln nicht weiter komme. Ich denke uns ist bewusst, das Sie sich Jemanden ausgesucht hat, der in der Lage ist, selbst mich in Grund und Boden zu stampfen. Isla hat es geschafft, das Monster in mir zu wecken und genau dieses Monster wird sie auch bekommen...“
Ein Raunen geht durch die Arena. Sehen wir Heute tatsächlich das andere Ich? Kein schottischen Krieger, sondern eben jenen Psychopathen, der Drews bestem Freund damals das Leben gekostet hatte? Isla wollte diesen Kampf und genau den wird sie bekommen.
Drew McIntyre „Ich bin nicht stolz darauf...aber Heute muss ich Islas Plan durchkreuzen. Ich habe so oft versagt, Liv zu helfen...Heute gibt es kein Versagen. Ich werde nachher in diesen Ring gehen...ich werde warten...und egal, wer diese Rampe heruntergeht...Egal wer Islas Vollstrecker sein wird...Niemand wird mich Heute davon abhalten, dieses Match zu gewinnen und wenn ich dazu an meine Grenzen gehen muss. Ich bin es Liv schuldig...Ich darf Sie nicht Isla überlassen, nicht so. Das wird kein Match...das wird eine Schlacht...Liv wird Heute befreit, koste es, was es wolle...und sollte ich erneut versagen...werde ich die Konsequenzen tragen...“
Als Jimmy spricht, wirft Fallon ihm einen seitlichen Blick zu, der nicht unbedingt erfreut wirkt. Gut, sie haben sich vorher nicht abgesprochen und Henley war klar, dass der Manager eine etwas andere Einstellung zur Thematik hat als sie. Dennoch gefällt es ihr nicht unbedingt, dass Hart den Schotten hier in eine andere Richtung drängen möchte...und dabei auch noch Gehör findet. Irgendwie beschleicht die Brünette das Gefühl, dass es Jimmy primär gar nicht um das Wohl von Liv geht, sondern mehr darum einen Klienten nach seinem Geschmack zu formen. Vermutlich tut sie ihm da, zumindest teilweise, Unrecht. Und sie will kurz vor dem Match keinen Streit beginnen. Nichtsdestotrotz brennt ihr etwas auf der Zunge, was sie loswerden möchte.
Fallon Henley:Heute geht es ganz alleine darum, dass wir, beziehungsweise Drew, Liv befreien. Und um nichts Anderes! Drew sorgt auch so für Statements, wenn er ganz er selbst bleibt. Wie bei seinen großartigen Matches gegen Will Ospreay. Oder als er sich weder von Ethan Page, noch vom Dream hat brechen lassen. Sobald Isla hinter und liegt und es Liv gut geht, wird er auch wieder großartige Sachen im Ring vollbringen, ohne dass innere Monster freigelassen werden müssen.
Punkt! Auch wenn sie hier in der Unterzahl ist, will das Country Girl klarstellen, dass sie ihren Freund als stark genug ansieht, um hier der große Dreh- und Angelpunkt der c2c zu sein. Und die Brünette glaubt auch daran, dass McIntyre das heutige Match gewinnen. Trotz dieser Meinung kann sie jedoch auch verstehen, dass die heutigen Umstände eben anders sind und der Druck immens hoch ist. Isla spielt nicht fair und ist eine ganz andere Bedrohungslage als die genannten Herren Page und Dream. Seufzend schüttelt sie den Kopf und steht auf.
Fallon Henley:Drew, ich kann es trotzdem verstehen, auch wenn es ich persönlich anders sehe. Das weißt du und du weißt auch, dass ich dir vertraue. Wenn du der Meinung bist, du muss heute "ihn" loslassen...naja, dann mach' es und zeig' Isla, was für einen schlimmen Fehler sie gemacht hat. Vielleicht habt ihr auch Recht und es ist die einzige Möglichkeit, um Liv zu befreien. Versprich' mir nur weiterhin eins, Drew...vergiss dich nicht komplett! Das hilft Niemanden, auch Liv nicht. Lass dein Monster frei...aber bleib Herr der Lage, um es jederzeit wieder einzusperren, wenn dieser ganze Alptraum vorüber ist. Wenn nicht...dann setze ich mein Versprechen um und stelle mich "ihm" in den Weg, bis er dich wieder freilässt.
Bei dem Versprechen zittern die Stimme vom Country Girl ganz leicht. Ja, sie hatte die wilde Seite von Drew gesehen und sich dieser Version entgegen zu stellen macht Angst. Wem würde das keine Angst machen? Doch im Endeffekt ist Fallon entschlossen das zu tun. Dazu ist es vielleicht ein kleines Druckmittel für den Schotten, sich nicht komplett dem Rage hinzugeben, wenn Henley ankündigt sich zur Not dem inneren Dämonen in den Weg zu stellen.
Jimmy schweigt derweil für einen Augenblick, bis Fallon fertig mit ihren Sätzen zu sein scheint. Die Sonnenbrille verdeckt seinen Blick, doch hinter ihr arbeitet es sichtbar. Natürlich haben die Dinge, die die beiden anderen hier gesprochen haben, Gewicht, aber behält Jimmy seine Einstellung bei, dass jetzt nicht die Zeit ist für Ausgleich oder Zurückrudern. Leise tritt er langsam einen Schritt nach vorne und richtet sich auf. Er klopft sich einmal das Sakko glatt und atmet tief durch, bevor er spricht. Seine Stimme ist ruhiger als zuvor und auch weniger schriller.
Jimmy Hart: „Natürlich verstehe ich Ihre Bedenken, Lady Fallon. Und auch Sie kann ich voll und ganz verstehen, Lord Drew! Und ich finde, dass Sie beide auch teils recht haben.“
Er macht eine kurze Pause und lässt die Worte erst einmal wirken. Schnell stellt man fest, dass Jimmy dieses ganze Gespräch nicht genießt. Aber dennoch kalkuliert er es so gut, wie es seine dutzenden Jahre Erfahrung zulassen.
Jimmy Hart: „Sie sind stark, Lord Drew! Das waren Sie immer. Aber ich finde, dass Stärke allein heute nicht reichen wird. Isla spielt kein Wrestling. Isla spielt Angst. Sie macht Sie mit Kontrolle und Psychoterror fertig. Und dagegen gewinnt man nicht, indem man der bessere Mensch ist. Ich will kein Monster, das blind um sich schlägt. Das dürfen Sie niemals werden, Lord Drew! Sie sollen ein Monster sein, das weiß, was es tut. Ich glaube daran, dass Sie es schaffen, sicher wieder zurückzukommen, auch ohne Lady Fallons Hilfe. Und wenn nicht, dann werde ich zusammen mit Lady Fallon alles geben, damit es passiert. Sie sollen ein Monster werden, das weiß, was es tut. Eines, das jeder, der sich ihm in den Weg stellt, fürchtet. Nicht, weil es unberechenbar ist, sondern weil es berechenbar brutal ist.“
Langsamen Schrittes geht Jimmy um seinen Klienten herum und platziert sich hinter der Couch, um über der Lehne auf Drew zu blicken. Wie ein Vater seinen Sohn anblickt, kurz vor einem großen Event, welches das Leben verändern könnte.
Jimmy Hart: „Sie haben nichts zu verlieren, Lord Drew! Sie können nur gewinnen. Denn dafür werden wir beide sorgen!“
Sagte er, als sein Blick dann zu Fallon fällt. Selten hat man den Manager der eintausend Gesichter so zuversichtlich und vor allem mutig gesehen. Aber er würde wohl alles tun, um Drew zu helfen. Oder um genau das zu bekommen, was er haben möchte: keinen reinen Sieger, sondern vielmehr etwas, wovor man sich fürchten sollte.
Man konnte Fallon ansehen, das es ihr nicht unbedingt gefiel, was Drew für das Match gegen den noch unbekannten Gegner vorausgesagt hatte. Aber Sie akzeptierte es, zumal die Umstände, die dieses Match angesetzt hatten, nun mal keinen anderen Weg offen ließ. Drew musste Siegen, egal wie und egal, wer später mit dem schottischen Krieger im Ring stand, dieser würde eine Seite von Ihm sehen, die, wenn man sie nicht kontrolliert, eine Gefahr für Alle werden könnte. Drew war bewusst, das Fallon kein Fan davon war und er blickte Sie auch direkt an, als diese ihre Zweifel äußerte. Ihm gefiel es auch nicht, das Sie sich seinem inneren Ich stellen würde, sollte es wirklich soweit kommen. Er nickte Fallon kurz zu, ein Zeichen, welches das Country Girl genau zu deuten wusste.
Jimmy dagegen brachte wieder etwas auf den Punkt, was hier am wichtigsten war. Er stellte klar, das er zwar wollte, das Drew sein inneres Monster freiließ, er aber niemals möchte, das er unkontrollierbar durch die Gegend rennen würde. Sicher, es würde dem Schotten noch mehr Respekt einfahren, wenn man sich mit Ihm und dessen Alter Ego anlegen würde. Drew hatte Angst davor, das er die Kontrolle verlieren würde, da er wusste, wie stark die psychopathische Seite war. Aber sollte er tatsächlich die Kontrolle behalten, wäre Drew in dieser Form eine verdammte Gefahr für jeden Superstar in c2c. Seine Schwäche war es einfach, das er leicht getriggert werden konnte und genau da musste er dran arbeiten.
Drew McIntyre „Jimmy...ich widerspreche dir nur sehr ungern, das weißt du...aber...Ich habe etwas zu verlieren. Wenn ich es Heute nicht schaffe, dann verliere ich in Liv eine Person, der ich vieles zu verdanken habe und das darf nicht passieren. Das wird auch nicht passieren.“
Dabei blickt er wieder auf den Koffer. Den Koffer den Isla wollte. Den Koffer, den sich Liv verdient hatte, nachdem sie damals zurückkam. Nachdem Sie sich zurückgezogen hatte um so auch Kali die Stirn zu bieten. Natürlich wusste Drew nicht, ob Kali sich nicht bereits wieder gezeigt hatte. Isla könnte es geschafft haben, das Liv bereits aufgeben hatte. Doch soweit wollte Drew nicht denken. Er atmet einmal tief durch. Er macht hier deutlich, das für Ihn nur ein Sieg das gewünschte Ergebnis geben kann. Kein Titel der Welt ist wichtiger als das, was Heute auf dem Spiel stand.
Drew McIntyre „Zu eurer eigenen Sicherheit möchte ich, das Ihr vom Match fernbleibt. Das ist eine Sache zwischen Mir, meinem Gegner....und..."Ihm". Die Gefahr, das ich euch verletzte ist zu groß. Was ich aber möchte, ist...das ihr diesen Koffer hier bei euch behaltet. Lasst Niemanden in seine Nähe. Sollte Isla wieder ein falsches Spiel spielen, ist das mein einziges Druckmittel und ich glaube das der Koffer viel stärker ist, als meine rohe Kraft, die Isla verdient hätte...“
Den Blick von Jimmy erwidert Fallon und nickt ihm dabei einmal zu. So komplett überzeugt wirkt sie noch nicht, doch zumindest konnte Hart seinen Standpunkt nochmal besser erklären. Wie gesagt, vielleicht tut sie ihm auch Unrecht. Wenn er bereit ist mit Fallon sich "ihm" entgegen zu stellen, sollte Drew doch die Kontrolle verlieren, wäre das schon viel Wert. Davon abgesehen würde weiterer Widerspruch derzeit nicht viel bringen. Henley muss es eben weiter akzeptieren...so wie Drew es zu akzeptieren hat, dass sie nicht tatenlos rumstehen wird, sollte es aus dem Ruder laufen.
Fallon Henley:Dann so, wie Jimmy es gesagt hat, hm? Okay, dann sei dieses berechenbare Monster und rette Liv. Ich...oder wir werden uns im Backstage Bereich aufhalten. Erwarte aber nicht, dass ich lächelnd Däumchen drehe, wenn Isla oder ihre Schergen eingreifen sollten.
Nein, dass wird der Schotte ihr weder verbieten noch ausreden können. Sonst wird sie ihm diesen Wunsch erfüllen. Sonst könnte Drew's Gegner sie oder Jimmy als Druckmittel gegen McIntyre einsetzen. Will ja auch keiner. Bestimmt und ernst nickt sie ihrem Freund dabei zu, bevor der Blick zum Koffer schweift. Das Objekt der Begierde für Isla Dawn. Vielleicht sogar der Hauptgrund, oder der einzige, warum Liv von der Witch entführt wurde. Klar, wenn die Rothaarige den Koffer hat, hat sie große Macht - was verhindert werden muss. Diese Aufgabe fällt nun ihnen drei zu. Und sollte Isla wirklich betrügen wollen, darf sie erst recht nicht in seine Nähe kommen. Das Country Girl tritt näher an den Schotten heran.
Fallon Henley:Wir wissen, wie wichtig der Koffer ist und auch noch sein kann. Er gehört Liv und sonst Niemanden. Wir passen darauf auf, versprochen! Isla wird ihn nicht bekommen.
Jimmy wirkt einen Moment lang nachdenklich. Er zieht die Sonnenbrille leicht nach unten, blickt erst zu Drew, dann zu Fallon und schließlich noch einmal zu dem Koffer. Ein ungewohnt ernstes Zögern liegt in seiner Stimme, als er erneut das Wort ergreift. Doch während er dies tut, hebt er zeitgleich auch leicht beschwichtigend die Hände, fast so, als wolle er einen aufkommenden Einwand sofort ersticken.
Jimmy Hart: „Uhm… nun ja… also… wenn man bedenkt, was Miss Dawn schon so alles getan hat…“
Ein kurzer Blick zu Fallon, dann wieder zu Drew. Er atmet tief durch und senkt die Stimme.
Jimmy Hart: „Vielleicht… na ja… vielleicht wäre es nicht die schlechteste Idee, ein paar zusätzliche Bodyguards anzuheuern. Nur zur Sicherheit. Denken Sie nicht, Lady Fallon? Sie wissen doch, dass gefährliche Menschen selten fair spielen, wenn sie merken, dass sie verlieren könnten. Ich meine, ich habe natürlich keine Angst, aber… es wäre doch gut, ein paar zusätzliche Augen und Fäuste zu haben, die verhindern, dass Ihnen, Lady Fallon oder diesem Koffer etwas zustößt… nicht?“
Jimmy tritt einen halben Schritt zurück, lässt die Entscheidung bewusst offen. Drew wollte bewusst den Koffer nicht mit zum Ring nehmen, da er vermuten würde, das Isla vielleicht sogar einen guten Moment abwarten würde, um diesen dann vom Ring zu entwenden. Fallon und Jimmy waren die einzigen Personen, denen er den Koffer anvertrauen würde. Drew nickt kurz zu Fallon und nimmt sich dann wieder den Armreif. Diesen nimmt er definitiv mit zum Ring, vielleicht bringt er ja Glück, wer weiß.
Drew McIntyre „Ich denke nicht, das wir zusätzliche Sicherheit benötigen. Isla wird sich das Match ganz genau anschauen, egal wo sie sich befindet. Ich hoffe natürlich, das auch Liv zuschaut. Isla wird sich nicht hierher begeben. Und selbst wenn ihre beiden Handlanger hier auftauchen sollten...mit denen werdet auch ihr fertig. Nami ist krank im Kopf, mehr nicht. Und Buggy? Selbst Fallon kann den zu Boden ringen. Ich mache mir da keine Sorgen.“
Damit würde Drew sogar Recht haben. Isla will sehen, wie ihre Wahl Drew zerstört, da wird Sie sich niemals woanders hinbegeben. Aber genau das will Drew verhindern. Kurzer Blick zum Armreif und dann zu Fallon. Der Schotte geht auf das Country Girl zu, lächelt kurz und gibt dieser einen Kuss. Sein Blick fixiert ihre Augen.
Drew McIntyre „Alles, was dort später im Ring passiert...muss sein, Fallon. Wenn ich ihn rauslassen werde, muss es einfach sein...okay?“
Noch einmal versucht er Fallon zu beruhigen. Diese nickt nur kurz zustimmend, war aber noch immer nicht so glücklich mit dieser Entscheidung. Aber es gab keine andere Möglichkeit, Liv zu retten. Dann wendet Drew seinen Blick auf Jimmy.
Drew McIntyre „Bei dir weiß ich, das du es genießen wirst, wenn ich meinen Gegner Heute auseinandernehme.“
Kurzes Grinsen, da Jimmy ja genau diese Seite des Schotten sehen wollte. Dennoch wirkte dieses Grinsen nicht sonderlich positiv. Drew atmet einmal tief durch und macht sich dann auf, seinen Locker zu verlassen. Die Anspannung war zu spüren und für Fallon und Jimmy gilt es jetzt, zu warten, was passiert. Schwer auszumachen, wie Drew reagieren würde, wenn er wirklich dieses Match verliert. Das wäre für Drew der wohl größte Worst Case und Niemand weiß, was diese Niederlage mit Ihm machen würde. Ein Sieg wiederum wäre die beste Lösung aber auch da gilt: Ist Drew danach noch immer der Selbe? Die Kamera zeigt noch einmal Fallon und Jimmy, denen man ebenfalls ansehen konnte, das man mehr wie angespannt war.
Pat McAfee:"Alles oder Nichts - Besser kann man das jetzt nicht beschreiben. Ich hoffe, das er gewinnt. Isla hat Grenzen überschritten, welche bestraft werden müssen."
Cathy Kelley:"Ich hoffe es auch. Liv ist jetzt seit Wochen in Islas Gewalt und man hatte ihr angesehen, das es ihr schlecht ging. Drew muss es schaffen. Auch damit es Liv wieder besser geht."
Wade Barrett:"Ich habe es in seinen Augen gesehen. Das ist nachher nicht Drew, wie wir Ihn kennen aber genau das ist der Schlüssel zum Sieg."
Cathy Kelley "Also ich könnte mir vorstellen, das dieses Special Mexican Standoff bisher reiner Erfolg sei. Aber das sind nur Spekulationen! Das Coast 2 Coast Roster hat bisher völlig überzeugt."
Pat McAfee "Ja weil sie alle auf jemanden warten "The Tribal Chief" Roman Reigns."
Cathy Kelley "Pat... Pat... Pat... das Roman Reigns Fangirl! Ich würde mich direkt gleich auf ein Match kontrollieren... Jon Moxley... der nächste Herausforderer. Er steigt direkt in die Höhle des Löwen. Es ist ja nicht nur Roman Reigns sondern The Bloodline!"
Wade Barrett "Jon Moxley ist ein anderer Typ als John Cena und er kennt Roman Reigns aus der Vergangenheit. Das bedeutet seine Stärken und Schwächen. In meinen Augen ist ein 50:50... alles ist möglich."
Mit dem folgendem Video kündigt sich auch gleich ein Superstar an, welcher nicht unberechenbarerer sein kann. Die Fans verhalten sich durchaus positiv und fangen auch stellenweise an zu jubeln. Die Kamera schwenkt durch die Arena, denn jeder weiß, das MOX nicht den üblichen Weg zum Ring wählen würde. Schließlich erkennt die Kamera den Superstar, wie er seinen Weg durch die Fanreihen bahnt und dabei die Stufen mit schnellen Schritten hinter sich bringt.
Matthew Rehwoldt:"Making his way to the Ring... from Cincinnati, Ohio... weighing in at 225 pounds.. JONNNNNNN MOXLEYYYYYYYYY!!"
Mit einigen Fans klatscht er dann auch ab und kommt langsam aber sicher an die Absperrung an, welche er locker überspringt und noch einmal um den Ring marschiert, ehe er sich in diesen hineinrollt. Eine der Ringecken wird bestiegen und kurz werden die Fans noch einmal angeheizt.
Nun konzentriert er sich aber auf seinen Gegner, welcher noch unwissend ist, was hier auf ihn zukommen könnte.
Cathy Kelley "Der Herausforderer hat es in den Ring geschafft. Jetzt fehlt nur noch der Coast 2 Coast Eastcoast Champion Roman Reigns."
Die Arena ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Menschen drängen sich Schulter an Schulter, jedes Gesicht ist nach vorn gerichtet, jede Stimme vibriert vor Erwartung. Eine elektrische Spannung liegt in der Luft kaum greifbar, fast lähmend. Niemand weiß, was gleich geschehen wird. Doch alle wissen, wer gleich erscheinen wird. Dann ohne Vorwarnung kippt die Atmosphäre. Das Licht erlischt schlagartig das nicht sanft, nicht allmählich, sondern abrupt, als hätte jemand mit der Faust die Sonne ausgeschlagen. Ein kollektives Raunen geht durch die Menge, begleitet von schrillen Rufen, Pfiffen, ersten Chants, die in der Dunkelheit verhallen. Einige zücken instinktiv ihre Handys. Andere erstarren doch nichts bewegt sich. Nur ein einziger, dumpfer Schlag hallt durch die Stille. Kein Musikton und kein Effekt nur dieser eine, tiefe, vibrierende Ton wie der Herzschlag der Erde. Und dann setzt sie ein die Roman Reigns Entrance Theme.
Diese klingt düsterer, langsamer, tribalistischer. Tiefe Trommeln rollen heran wie fernes Donnergrollen. Der Bass brummt schwer, dunkle Stimmen singen im Hintergrund, als kämen sie aus der Unterwelt.
Ein einzelner Lichtkegel durchschneidet den aufsteigenden Nebel und trifft die Mitte der Stage. Dort steht eine Silhouette... breit gebaut, unbewegt, mit gesenktem Kopf. Und dann tritt er hervor die Silhouette höchstpersönlich ..."Der Original Tribal Chief" Roman Reigns.
Keine Weste... nur Paul Heyman und er! In schwarzer Ringhose, mit nacktem Oberkörper und der Schweiß auf seinem tätowierten Brustkorb glänzt im Licht. Die tribalischen Muster auf seiner Schulter wirken wie Runen aus einer anderen Zeit. Seine Muskeln sind hart und präzise gezeichnet, seine nassen Haare liegen streng zurück. Einzelne Strähnen hängen ihm in den Nacken. Roman sein Gesicht zeigt nichts.. keine Wut, keine Freude sondern nur pure Entschlossenheit und völlige Ruhe doch er steht da und bewegt sich nicht.
Die Kamera fährt nah an sein Gesicht heran – jedes Zucken, jeder Atemzug ist sichtbar. Dann holt er tief Luft und beginnt zu gehen... Schritt für Schritt... Wie ein König, der in den Krieg zieht... Oder ein Henker, der keine Eile kennt. Die Musik dröhnt weiter doch die Pyrotechnik fehlt.. Keine Animationen... Nur Nebel... Licht... Und The Tribal Chief Roman Reigns. Er bewegt sich mit der Ruhe eines Mannes, der keine Zweifel kennt. Als er an den Zuschauern vorbeigeht, heben sich unzählige Smartphones. Einige schreien und manche beleidigen. Aber niemand wagt es, ihn zu berühren. Denn Roman Reigns ist nicht nur ein Wrestler. Nicht in diesem Moment. Jetzt ist er ein Monument... Eine lebende Legende...
An der Ringtreppe bleibt er stehen. Nur für einen Moment. Dann steigt er langsam hinauf – Stufe für Stufe. Oben auf dem Apron verweilt er kurz, schweift mit dem Blick durch die Arena, ohne jemanden wirklich anzusehen.
Matthew Rehwoldt:"Making his way to the Ring... from Pensacola, Florida... weighing in at 265 pounds.. EASTCOAST CHAMPION...THE ORGINAL TRIBAL CHIEF... "OTC"... ROOMMMAAAN REEEIIIGGGNNS!"
Dann stieg er durch das zweite Seil in den Ring. Die Musik verebbte langsam. Das Licht in der Arena dimmte noch weiter, bis nur noch ein einziger, kalter Lichtkegel den Ring erleuchtete. Alle anderen Lichter waren aus. Die Halle ist dunkel und still. Roman Reigns steht in der Mitte des Rings. Breitbeinig, aufrecht, ruhig. Der Blick geradeaus, in die Hardcam. Seine Brust hob und senkte sich leicht. Er bewegte sich kein Stück. Die Kamera zog langsam heran, von der Seite, dann von vorne. Seine Augen blickten direkt ins Objektiv... kalt, klar, fokussiert. Er kann es kaum erwarten bis das Match startet und spricht vor sich her um sich zu motivieren.
Warnung! Spoiler!
Ding... Ding... Ding...
Pat McAfee "Lasst die Schlacht beginnen..."
Die Glocke ist kaum verklungen, da liegt bereits diese unausgesprochene Schwere über dem Ring. Zwei Männer stehen sich gegenüber. Jon Moxley lehnt leicht in den Seilen, den Kopf schiefgelegt, ein gefährliches Grinsen auf den Lippen. Roman Reigns hingegen rührt sich nicht. Kein Schritt... Kein Zucken... Nur dieser starre Blick, der durch Moxley hindurchzugehen scheint. Moxley macht den ersten Schritt nach vorne, klatscht provokant in die Hände ruft Roman etwas zu, das im Lärm der Arena untergeht. Ein Test... Ein Köder... Roman reagiert nicht. Erst als Moxley näher kommt, fast schon Brust an Brust, hebt Roman langsam den Kopf. Und dann explodiert es. Ein plötzlicher brutaler Uppercut[/b][/color] von Roman Reigns trifft Moxley mitten ins Gesicht. Kein Abtasten... kein Lock-Up einfach rohe Gewalt. Moxley taumelt rückwärts, überrascht, und Roman folgt sofort. Ein zweiter Schlag, diesmal ein harter Clothesline, der Moxley auf die Matte schickt. Die Fans reagieren laut, ein Mix aus Jubel und Buhrufen. Roman steht über ihm. Atmet ruhig und Kontrolliert. Moxley versucht aufzustehen, stützt sich auf ein Knie doch Roman packt ihn am Nacken und schleudert ihn mit voller Wucht in die Ringecke. Der Aufprall hallt durch die Arena. Roman läuft hinterher und rammt ihm die Schulter in den Magen. Noch einmal. Und noch einmal. Moxley sackt zusammen, hält sich die Rippen, während Roman ihn wie ein Raubtier mustert.
Cathy Kelley "Das ist Dominanz. Roman Reigns lässt Moxley nicht einmal atmen"
Roman zieht Moxley aus der Ecke hebt ihn mühelos an und lässt ihn mit einem Samoan Drop[/b][/color] auf die Matte krachen. Sofort folgt das erste Cover.
ONE...
Moxley reißt die Schulter hoch. Roman reagiert nicht verärgert. Kein Frust... Nur ein langsames Nicken, als hätte er genau das erwartet. Er richtet sich auf, läuft ein paar Schritte, federt aus den Seilen und trifft Moxley mit einem wuchtigen Running Boot an den Kopf. Roman setzt sich nun auf Moxleys Brust, greift ihm an den Kopf und hämmert wiederholt Closed Fists auf ihn herab, bis der Referee eingreift und ihn ermahnt. Roman hebt langsam die Hände, steht auf und nutzt die Ablenkung, um Moxley mit einem harten Tritt in den Rücken wieder auf die Matte zu drücken. Die Kamera fängt Romans Gesicht ein... Keine Emotion... Nur Fokus... Er packt Moxley erneut, hebt ihn hoch und schleudert ihn mit voller Wucht über das oberste Seil nach draußen. Moxley kracht auf den Hallenboden, rollt sich stöhnend ab. Roman geht nicht sofort hinterher. Stattdessen stellt er sich in die Ringmitte, breitet leicht die Arme aus und saugt die Reaktionen der Fans ein... das kommt nicht positiv rüber. Dann verlässt er langsam den Ring. Draußen packt Roman Moxley am Hinterkopf und schleudert ihn gegen die Ringtreppe. Metallisches Scheppern... Moxley schreit auf. Roman hebt ihn erneut an und wirft ihn diesmal mit dem Rücken gegen die Absperrung. Die Fans in der ersten Reihe weichen instinktiv zurück.
Cathy Kelley "Jon Moxley ist bekannt dafür, Schmerzen zu ignorieren aber das hier ist eine andere Dimension.“
Roman rollt Moxley zurück in den Ring steigt hinterher und zieht ihn sofort hoch... Snap Powerslam... Sauber und Effektiv. Roman steht auf, wischt sich den Schweiß von der Stirn und stößt einen leisen tiefen Schrei aus kein Brüllen eher ein Kriegsruf. Er geht in die Ecke und richtet sich auf. Die Fans wissen was jetzt kommt. "OOOAAAH!" hallt es durch die Arena, als Roman aus der Ecke schießt doch Moxley weicht im letzten Moment aus. Der Tribal Chief kracht mit voller Wucht in den Turnbuckle. Der Ring bebt... Ein dumpfer Laut entfährt dem Tribal Chief, als er sich reflexartig die Schulter hält. Für den Bruchteil einer Sekunde wirkt er verwundbar und genau dieser Bruchteil reicht Jon Moxley. Moxley stößt sich vom Seil ab, packt Roman von hinten und hämmert ihn mit einem Release German Suplex auf die Matte. Roman wird einfach brutal losgelassen. Moxley steht sofort wieder, die Augen wild, der Atem schwer. Die Fans reagieren spürbar lauter. Zum ersten Mal kippt die Stimmung. Roman versucht aufzustehen, kommt auf ein Knie... KICK!... Ein harter Roundhouse Kick von Moxley trifft Roman seitlich am Kopf. Der Champion fällt erneut. Moxley zögert keine Sekunde, zieht ihn hoch und schleudert ihn mit einem Biel Throw quer durch den Ring.
Pat McAfee "DA ist er! Das ist Jon Moxley! Chaos, Gewalt, Instinkt!“
Moxley steht nun über Roman, beugt sich leicht nach vorne und schlägt sich selbst gegen die Stirn, als würde er sich weiter anheizen. Dann packt er Roman an den Haaren, zieht ihn hoch und feuert eine Serie wilder Forearms ab. Jeder Treffer sitzt. Roman versucht gegenzuhalten, doch Moxley ist schneller, unberechenbarer. Roman stolpert in die Seile Lariat von Moxley!... Der Tribal Chief geht zu Boden. Ein Szenenwechsel den vor wenigen Sekunden noch kaum jemand erwartet hätte. Moxley wirft sich nicht sofort ins Cover. Stattdessen rollt er aus dem Ring, greift unter den Apron und zieht etwas hervor. Kein Gegenstand sondern nur Zeit. Zeit zum Atmen... Zeit zum Fokussieren... Er springt auf den Apron blickt kurz in die Menge dann zurück zu Reigns. Slingshot Senton in den Ring... Volltreffer... Moxley lacht... Kein Frust... Nur dieses dreckige gefährliche Grinsen. Er zieht Roman erneut hoch, hakt den Arm ein Snap DDT!... Der Kopf des Champions kracht auf die Matte. Moxley rollt sich sofort in die Mount-Position und hämmert nun selbst mit Closed Fists... auf Roman ein, bis der Referee erneut eingreifen muss.
Wade Barrett "Roman Reigns wollte Dominanz jetzt schmeckt er seine eigene Medizin.“
Moxley steht auf, taumelt kurz, sammelt sich die Spuren des frühen Angriffs sind sichtbar. Er greift sich den Nacken, schüttelt den Kopf und blickt dann wieder auf Roman herab. Er packt ihn am Arm und zieht ihn in Richtung Ecke. Dort steigt Moxley langsam hinauf, während Roman benommen auf allen Vieren ist. Moxley richtet sich auf dem Turnbuckle auf… Diving Elbow Drop!... direkt auf die Brust. Das Cover...
ONE...
Moxley setzt sich neben ihn atmet schwer und starrt ihn an. Ein kurzes Nicken... Respekt? Vielleicht... Aber vor allem Entschlossenheit. Er zieht Roman hoch setzt zum Paradigm Shift an doch Roman blockt. Er stemmt sich dagegen drückt Moxley weg und feuert einen Headbutt ab. Der Headbutt sitzt hart. Moxley wankt einen Schritt zurück, schüttelt den Kopf, Blut schmeckt metallisch auf seiner Zunge. Er lächelt trotzdem genau das wollte er.
Moxley holt aus... Forearm Smash!
Roman antwortet sofort... Uppercut!
Moxley wieder... Elbow!
Roman kontert... Uppercut!
Die beiden stehen jetzt Stirn an Stirn in der Ringmitte. Kein Ausweichen und kein Zurück. Jeder Schlag wird schwerer roher und persönlicher. Die Arena explodiert bei jedem Treffer. Moxley trifft Roman mit einem weiteren Forearm härter als zuvor. Roman wankt minimal. Die Fans werden lauter. Moxley setzt nach, ein zweiter Schlag, ein dritter Roman weicht nicht zurück sondern geht einen Schritt nach vorne. Dann reißt Roman Reigns das Momentum brutal an sich. Ein massiver Headbutt direkt auf Moxleys Stirn. Moxley friert ein. Ein Augenblick völliger Orientierungslosigkeit. Roman nutzt ihn gnadenlos aus. Superman Punch! Der Schlag trifft Moxley wie ein Vorschlaghammer. Sein Körper klappt nach hinten, doch Roman packt ihn am Arm, hält ihn fest, zieht ihn zurück und verpasst ihm einen zweiten Samoan Punch. Moxley sackt auf ein Knie.
Pat McAfee "OH MEIN GOTT! DAS ist die Antwort eines Champions!“
Roman greift Moxley am Kopf, zieht ihn hoch und wirft ihn mit purer Gewalt auf die Matte... Uranage! Der Ring erzittert. Roman bleibt nicht stehen. Er federt aus den Seilen zurück und trifft Moxley mit einem Running Dropkick, der ihn quer durch den Ring schleudert. Moxley versucht aufzustehen, klammert sich an die Seile und Roman ist sofort da. Er hebt ihn hoch, drückt ihn in die Ecke und feuert nun selbst eine Serie harter Corner Clotheslines ab. Jeder Treffer treibt Moxley tiefer in den Turnbuckle. Roman zieht ihn aus der Ecke... Sit-Out Powerbomb! Und dann folgt das Cover.
ONE... TWO...
Moxley reißt die Schulter hoch. Roman schaut zum Referee, dann wieder zu Moxley. Kein Ärger und auch keine Zweifel. Nur diese kalte Gewissheit, dass es nur eine Frage der Zeit ist. Er richtet sich langsam auf zieht Moxley hoch und legt sich dessen Arm über die Schulter. Ein kurzer Blick in die Hardcam. Roman stößt ein tiefes kehliges "OOOAAAH!" Er stößt Moxley in die Seile SPEAR!
Der Aufprall ist brutal. Moxley wird förmlich in der Luft gefaltet kracht auf die Matte. Roman bleibt über ihm liegen hakt das Bein ein und presst die Brust auf ihn.
ONE... TWO...
Moxley kickt im allerletzten Moment aus. Die Halle explodiert. Roman rollt sich langsam zurück, setzt sich auf die Knie und starrt Moxley an. Jetzt ist da zum ersten Mal etwas anderes in seinem Blick. Roman bleibt einen Moment auf den Knien sitzen, der Blick fest auf Moxley gerichtet. Die Fans sind laut, doch Roman hört sie nicht. Er atmet tief durch, ballt die Fäuste und steht langsam wieder auf. Diese Ruhe. Diese Kontrolle. Als hätte ihn selbst der Kickout nicht aus dem Konzept gebracht. Moxley rollt sich zur Seite versucht sich an den Seilen hochzuziehen. Genau dort ist Roman bereits. Ein harter Tritt in die Rippen stoppt jeden weiteren Versuch. Moxley krümmt sich, doch Roman greift ihn sofort am Nacken und zieht ihn nach oben. Short-Arm Headbutt. Ein zweiter folgt. Moxleys Beine werden weich. Roman drückt ihn rücklings in die Ecke, legt den Unterarm quer über Moxleys Kehle und presst ihn gnadenlos gegen den Turnbuckle. Der Referee zählt an... Roman löst erst bei vier und hebt dabei demonstrativ die Hände.
Cathy Kelley "Roman Reigns ist wieder komplett im Kontrollmodus.“
Moxley taumelt aus der Ecke Big Boot! Der Herausforderer geht erneut zu Boden. Roman zieht ihn hoch, legt den Arm um den Kopf und lässt sich nach hinten fallen Guillotine Choke! Blitzschnell ist der Griff angesetzt. Roman verschränkt die Beine um Moxleys Hüfte und zieht den Würgegriff enger. Moxley zappelt, schlägt mit der Faust auf Romans Arm ein, versucht irgendwie Luft zu bekommen. Die Fans stehen. Der Referee fragt nach Aufgabe. Moxley stemmt sich auf ein Knie, dann auf beide Beine. Mit letzter Kraft läuft er rückwärts und rammt Roman in die Ringecke. Einmal... Zweimal... Beim dritten Mal löst sich der Griff. Beide taumeln auseinander. Doch Roman ist der Erste, der wieder reagiert... Samoan Drop! Roman steht auf, wischt sich über den Bart und blickt kurz zu Paul Heyman außerhalb des Rings, der hektisch nickt und schreit. Roman dreht sich wieder zu Moxley und hebt nun langsam die geballte Faust. Moxley zieht sich mühsam hoch, dreht sich um Superman Punch! Der Treffer knallt. Moxley fällt wie ein nasser Sack zu Boden. Roman geht sofort ins Cover, presst sein gesamtes Gewicht auf ihn.
ONE... TWO...
Moxley kickt wieder aus. Ein ungläubiges Raunen geht durch die Halle. Roman richtet sich langsam auf. Sein Blick verengt sich. Jetzt ist es persönlich. Er zieht Moxley an den Haaren hoch, beugt sich zu ihm herunter und spricht leise, aber deutliche Worte, die nur Moxley hören kann. Moxleys Augen verändern sich... Kein Wahnsinnsgrinsen mehr... Kein Spiel... Nur pure rohe Wut. Die Worte von Roman treffen etwas in ihm. Einen Nerv... Einen Punkt den man nicht berühren sollte. Moxley stößt Romans Hände brutal von sich weg... HEADBUTT! Der Aufprall ist hässlich. Schädel auf Schädel. Roman stolpert einen Schritt zurück, sichtbar überrascht. Moxley folgt sofort nach packt Roman am Nacken und hämmert ihn mit einem zweiten Headbutt erneut. Diesmal wankt der Tribal Chief deutlich. Die Fans spüren es das Momentum kippt.
Pat McAfee "UH OH… Roman hat ihn wachgerüttelt!"
Roman versucht einen Schlag… Moxley taucht ab. SHORT-ARM LARIAT! Roman klappt zusammen und geht auf ein Knie. Noch bevor er reagieren kann, packt Moxley ihn von hinten. REGAL KNEE! direkt in den Rücken. Roman schreit auf, krümmt sich nach vorne und genau da setzt Moxley nach mit einem RELEASE GERMAN SUPLEX! Der Champion wird quer durch den Ring geschleudert. Kein Halten... Kein Schutz... Roman landet hart auf Schulter und Nacken... Die Arena explodiert... Moxley steht breitbeinig da, atmet schwer, schlägt sich erneut gegen die Stirn. Blut ist inzwischen deutlich zu sehen. Es macht ihn nur gefährlicher. Roman zieht sich an den Seilen hoch und taumelt nach vorne doch Moxley war schon darauf vorbereitet... DOUBLE UNDERHOOK SUPLEX! Der Ring bebt, als der Champion hart aufkommt. Moxley bleibt nicht liegen. Er rollt sich sofort über Roman, greift den Arm und verdreht ihn brutal, zieht ihn nach oben und schleudert ihn mit einem ARM TRAP BULLDOG direkt auf die Matte. Roman greift sich an den Kopf, versucht klar zu werden, doch Moxley lässt ihm keine Sekunde.
Wade Barrett "Das ist jetzt kein Match mehr das ist eine Hinrichtung im Zeitlupentempo!"
Moxley hebt Reigns hoch und Whip In gefolgt von einem Double Clothesline und beide Superstars liegen auf der Matte. Ein ohrenbetäubendes Pfeifkonzert brandet auf als Solo Sikoa durch den Vorhang tritt. Nur dieser kalte kompromisslose Blick. Die Fans wissen sofort was das bedeutet. Solo marschiert schnellen Schrittes die Rampe hinunter. Paul Heyman steht am Ring hektisch gestikulierend, die Lippen formen stumme Befehle als Solo am Ring ankommt. Solo steigt in den Ring und geht zum Referee der ihn wieder rausschicken möchte doch Solo Sikoa verpasst ihm den Samoan Spike und damit kippt alles endgültig zugunsten des Tribal Chiefs. Der Referee geht wie ein lebloser Körper zu Boden. Die Halle explodiert in ohrenbetäubenden Buhrufen. Solo Sikoa steht regungslos im Ring, die geballte Faust noch erhoben, während der Ringrichter bewusstlos neben ihm liegt. Jon Moxley kniet schwer atmend in der Ringmitte, realisiert im selben Moment, was gerade passiert ist und was das bedeutet.
Pat McAfee "NEIN! NICHT SO! NICHT JETZT!"
Moxley richtet sich auf das Blut tropft von seiner Stirn und die Augen brennen vor Wut. Er starrt Solo an.. Kein Zögern... Kein Zurückweichen... Er geht einen Schritt nach vorne. Solo Sikoa bewegt sich nicht... Er steht da wie ein Pfahl aus Stein. Die Füße fest im Canvas verankert, die Schultern breit, die geballte Faust noch immer leicht erhoben als wäre der Samoan Spike kein Move gewesen sondern ein Urteil. Sein Blick ist leer kalt emotionslos nicht auf die Fans gerichtet und nicht auf Paul Heyman. Die Buhrufe sind ohrenbetäubend. Pfiffe, Beleidigungen, wütende Schreie prasseln von allen Seiten auf ihn ein. Solo hört sie nicht er wartet... Moxley steht nun ganz aufrecht. Blut läuft ihm in Strömen über die Stirn, tropft auf die Matte zwischen ihnen. Sein Brustkorb hebt und senkt sich schwer. Die Hände zittern leicht nicht aus Angst, sondern vor Adrenalin. Vor Zorn und seine Augen brennen sich in Solo hinein. Ein Schritt nach vorne dann noch einer. Solo rührt sich kein Stück.
Cathy Kelley "Jon Moxley weiß genau… jetzt ist niemand mehr da, der ihn schützt."
Roman Reigns richtet sich langsam auf. Nicht hastig und auch nicht panisch. Er kniet zuerst eine Hand auf der Matte, die andere am unteren Rücken. Sein Atem ist tief und kontrolliert und jeder Atemzug sichtbar. Blut läuft ihm aus einer kleinen Platzwunde an der Stirn entlang, vermischt sich mit Schweiß, tropft lautlos auf den Canvas. Für einen Sekundenbruchteil wirkt er angeschlagen verwundbar. Roman stemmt sich vollständig auf die Beine. Breitbeinig steht er da, die Schultern gespannt, die Brust hebt sich ruhig. Er wischt sich langsam mit dem Handrücken über die Stirn betrachtet das Blut an seinen Fingern als würde er prüfen ob es real ist. Jon Moxley steht ihm gegenüber. Blutüberströmt... Kampfbereit... Der Körper müde aber der Geist noch immer lodernd. Er schaut zwischen Roman und Solo hin und her, erkennt die Falle und akzeptiert sie trotzdem. Roman macht einen Schritt nach vorne. Solo Sikoa bleibt regungslos an der Seite stehen. Kein Eingreifen... Kein Ablenken... Nur Präsenz... Wie ein Henker der weiß dass das Urteil längst gesprochen ist. Solo Sikoa bewegt sich... Nicht schnell... Nicht explosiv... Der erste Schritt ist kurz... Schwer... Der Canvas knirscht leise unter seinem Gewicht. Roman Reigns steht noch immer aufrecht, den Blick auf Moxley gerichtet... genau in diesem Moment der Kontrolle, genau in diesem Moment der Gewissheit. Und genau da passiert es. Roman dreht den Kopf einen Hauch zu spät. Die geballte Faust ist erhoben. Der Daumen leicht angewinkelt. Diese Haltung kennt jeder in der Arena. Dieses Zeichen braucht keine Erklärung. Die Buhrufe schwellen zu einem gellenden Crescendo an.
Pat McAfee "ROMAN... PASS AUF!"
SAMOAN SPIKE! gegen The Tribal Chief
Der Daumen bohrt sich brutal in Romans Kehle. Kein sauberer Treffer ein vernichtender. Der Aufprall klingt dumpf, hässlich, falsch. Romans Augen reißen auf, sein Körper friert für einen einzigen schrecklichen Moment ein dann versagen ihm die Beine. Er fällt nicht sofort er kippt... Die Arme rudern reflexartig, die Finger greifen ins Leere. Luft. Keine Luft. Sein Gesicht verzieht sich vor Schock... vor Schmerz... vor dieser unerwarteten Gewalt aus den eigenen Reihen. Er sinkt auf ein Knie dann auf beide. Ein trockenes Keuchen entringt sich seiner Kehle. Solo steht hinter ihm... Regungslos... Die Faust noch immer erhoben. Roman fällt nach vorne... Flach auf die Matte.... Der Tribal Chief liegt. Die Arena explodiert nicht in Jubel sondern in ungläubigem Entsetzen. Pfiffe... Schreie... wütende Rufe... Niemand hat das erwartet...
Cathy Kelley "WAS?! SOLO SIKOA HAT ROMAN REIGNS GETROFFEN!"
Jon Moxley steht wie versteinert. Sein Blick springt von Roman zu Solo. Blut tropft von seiner Stirn, doch das spielt keine Rolle mehr. Sein Atem stockt. Dieses Szenario… war nicht Teil der Rechnung. Solo blickt auf Roman hinab... Kein Bedauern oder Reue nur dieser leere kalte Blick. Paul Heyman draußen am Ring reißt die Augen auf. Sein Gesicht verliert jede Farbe. Die Hände zittern der Mund steht offen kein Wort kommt heraus. Roman bewegt sich. Ein Zucken in den Fingern und Husten... Ein röchelnder Atemzug. Er versucht sich zu drehen kommt halb auf die Seite greift sich an den Hals. Sein Gesicht ist rot angelaufen die Augen glasig. Er ringt sichtbar nach Luft... Jeder Atemzug brennt. Solo geht langsam um ihn herum. Jeder Schritt ein Urteil. Er beugt sich leicht nach unten und nicht um zu helfen. Er flüstert etwas... Kurz... Tief... Unverständlich für Kameras. Romans Augen verändern sich. Nicht Schmerz... Nicht Wut... Erkenntnis. Moxley macht einen Schritt nach vorne. Dann noch einen. Seine Hände ballen sich. Sein Blick brennt sich in Solo... Solo richtet sich langsam wieder auf. Kein Triumph... Kein Zucken im Gesicht... Nicht einmal ein Blick zu Moxley... Er dreht Roman Reigns demonstrativ den Rücken zu... allein diese Bewegung wirkt wie eine Ohrfeige für die gesamte Halle. Die Buhrufe schwellen erneut an, ein wütendes, chaotisches Tosen, das von den Rängen herabprasselt. Solo Sikoa geht mit schweren kontrollierten Schritten zu den Seilen. Er greift das mittelste Seil, zieht es langsam nach unten und steigt durch... nicht hastig oder fluchtartig... Überlegt... Berechnend... Draußen landet er mit beiden Füßen gleichzeitig auf dem Hallenboden. Ein dumpfer Aufprall. Er richtet sich auf die Schultern breit der Blick geradeaus. Paul Heyman steht nur wenige Meter entfernt... bleich, zitternd, die Hände halb erhoben als wüsste er nicht ob er bitten schreien oder weglaufen soll. Solo bleibt stehen... Langsam dreht er den Kopf zu Heyman... Nur ein Blick... Heyman erstarrt. Seine Lippen bewegen sich, aber kein Ton kommt heraus. Er nickt hektisch, fast unterwürfig, macht einen halben Schritt zurück. Solo sagt nichts. Er sagt nie etwas. Und gerade deshalb ist es so bedrohlich. Dann setzt sich Solo Sikoa wieder in Bewegung und geht die Rampe hinauf... Oben an der Stage blickt er nochmal zum Ring bevor er Backstage verschwindet.
Ein langsames, gefährliches Grinsen zieht sich über Moxleys Gesicht. Kein Jubel... Kein Triumph... Er erkennt die Gelegenheit und er ist nicht der Typ, der sie verstreichen lässt. Der Referee liegt noch immer regungslos... Keine Glocke... Kein Abbruch... Moxley kniet sich neben Roman. Seine Hand greift in Romans nasses Haar, zieht den Kopf leicht an. Roman röchelt versucht zu reagieren, doch sein Körper gehorcht ihm nicht.
Wade Barrett „Das… das ist die gefährlichste Situation, in der Roman Reigns je war.“
Roman Reigns liegt flach auf dem Rücken. Moxley setzt sich nicht sofort ins Cover. Er kniet neben ihm atmet schwer, die Stirn blutig, die Hände zitternd vor Adrenalin. Die Fans sind aus dem Häuschen Jubel... Schock... Wut... alles gleichzeitig. Endlich regt sich der Referee. Er dreht sich um sieht die Szene reißt die Augen auf. Moxley wirft sich ins Cover. Hakt das Bein ein. Drückt Roman mit dem ganzen Gewicht nieder.
ONE… TWO… THR…
Cathy Kelley "Der Tribal Chief schafft es aus dem Pinfall... unfassbar..."
Roman Reigns liegt noch immer am Boden, die Kehle rot gezeichnet vom Samoan Spike, der Atem rau, brennend. Doch diese eine Bewegung reicht. Diese eine Weigerung, zu verlieren. Die Halle tobt...
Pat McAfee "WIE?! WIE ZUR HÖLLE HAT ER DAS ÜBERLEBT?!“
Jon Moxley sitzt neben ihm. Für den Bruchteil einer Sekunde starrt er ungläubig auf den Referee. Dann zurück zu Roman. Das Grinsen ist weg. Jetzt ist da nur noch Zorn. Moxley stößt sich hoch packt Roman sofort am Kopf und zieht ihn brutal nach oben. Kein Zögern mehr... Kein Spiel... Er will es beenden. Er hakt den Arm ein zieht Roman in Position.
PARADIGM SHIFT!
Roman blockt. Mit letzter Kraft stemmt er sich dagegen, die Beine weit auseinander, der Körper schwer wie Blei. Moxley reißt, flucht, zieht doch Roman bleibt stehen. Wie ein Pfahl. Wie ein Monument, das sich weigert zu fallen. Roman hebt langsam den Kopf. HEADBUTT! Der Schädel trifft Moxleys Gesicht wie ein Rammbock. Moxley taumelt zurück, Blut spritzt seitlich aus der Platzwunde. Roman folgt sofort nach... Kein Zögern mehr... Keine Pause... SHORT-ARM LARIAT! Moxley klappt zusammen. Nicht spektakulär sondern hart. Roman bleibt nicht stehen. Er packt ihn erneut zieht ihn hoch zwingt ihn auf wacklige Beine. URANAGE! Der Ring erzittert. Roman bleibt über ihm stehen, die Brust hebt und senkt sich schwer, der Hals sichtbar gezeichnet, doch seine Augen brennen vor Fokus.
Wade Barrett "Das ist kein Comeback… das ist Überleben durch Willen.“
Roman taumelt kurz, fängt sich am Seil ab. Ein tiefer Atemzug. Dann richtet er sich auf. Langsam... Kontrolliert... Roman Reigns steht... Nicht stabil... Nicht souverän... aber stehend. Sein Rücken ist zum Ringzentrum gerichtet, eine Hand klammert sich ans oberste Seil, die andere presst er kurz an die Kehle. Jeder Atemzug klingt rau, fast pfeifend. Der Samoan Spike sitzt ihm noch immer im Hals. Die Augen sind glasig aber wach. Jon Moxley ist bereits wieder auf den Beinen. Blutüberströmt... Die Brust hebt und senkt sich schnell. Sein Blick ist starr auf Roman gerichtet. Kein Zögern mehr... Keine Zweifel... Er weiß... Jetzt oder nie. Moxley stößt sich vom Canvas ab und explodiert nach vorne. Ein wilder Forearm Smash trifft Roman seitlich am Kopf. Der Champion taumelt einen Schritt. Ein zweiter Forearm folgt. Dann ein dritter. Jeder Schlag ist roher als der vorherige. Roman versucht gegenzuhalten, feuert einen Uppercut, doch Moxley frisst ihn und antwortet sofort mit einem Elbow direkt auf die Platzwunde. Blut spritzt. Roman wankt zurück in die Seile. Moxley lässt nicht locker. LARIAT! Roman wird über das oberste Seil nach draußen gedrückt, kann sich gerade noch am Seil festhalten und kippt dann unsanft auf den Hallenboden. Die Fans sind komplett auf den Häuschen. Moxley folgt sofort, rutscht unter dem Seil hindurch und landet neben ihm.
Moxley packt Roman am Kopf und hämmert ihn mit voller Wucht gegen den Ringpfosten. Ein hässlicher metallischer Klang. Roman sackt auf ein Knie. Seine Hand geht reflexartig an den Hals, der Atem stockt erneut. Moxley greift zu, zieht ihn hoch und schleudert ihn Richtung Kommentatorenbereich.
Pat McAfee "NICHT HIER! NICHT AM TISCH!“
Roman schlägt mit dem Rücken gegen den Kommentatorentisch, der gesamte Aufbau wackelt gefährlich. Monitore verrutschen, Kabel lösen sich. Moxley schlägt mit der flachen Hand auf den Tisch, schreit auf, als würde er sich selbst weiter antreiben. Er packt Roman am Nacken. HEADBUTT! Roman antwortet reflexartig mit einem Short-Arm Headbutt seinerseits. Beide Männer taumeln. Es ist kein technischer Kampf mehr. Es ist eine Schlägerei. Moxley feuert einen Kick in die Rippen. Roman krümmt sich kurz. Moxley will nachsetzen... BIG BOOT! Roman trifft ihn frontal. Moxley knallt gegen den Tisch, bleibt halb darüber hängen. Roman schiebt die Monitore mit einem Arm beiseite, greift Moxley und hebt ihn an. Die Fans realisieren es gleichzeitig.
Cathy Kelley "Nein… Roman… nicht das…“
Roman zieht Moxley hoch, hebt ihn ein Stück an... Moxley zappelt rammt Roman den Ellenbogen ins Gesicht. Ein zweiter folgt. Ein dritter. Roman lässt kurz locker. Moxley nutzt den Moment. PARADIGM SHIFT ANSATZ Roman blockt. Stemmt sich dagegen. Beide ringen direkt vor dem Kommentatorentisch, Stirn an Stirn, die Muskeln gespannt, die Gesichter blutüberströmt. Roman brüllt auf... HEADBUTT! Moxley taumelt... Roman packt ihn sofort.
URANAGE...DURCH DEN KOMMENTATORENTISCH!!
Der Tisch explodiert förmlich. Monitore fliegen... Holz splittert... Kabel reißen. Beide Männer verschwinden im Trümmerfeld. Die Halle rastet komplett aus. Schreie... Pfiffe... Ungläubiges Brüllen...
Pat McAfee "DER TISCH IST VERNICHTED! Roman Reigns und Jon Moxley liegen...“
Mehrere Offizielle stürmen heran. Zwei Ärzte springen über die Absperrung, knien sofort bei den Trümmern. Einer kümmert sich um Moxley, prüft Nacken und Schultern. Der andere ist bereits bei Roman Reigns, tastet vorsichtig die Kehle ab, spricht laut, deutlich, versucht Reaktionen zu bekommen. Die Szene ist pures Chaos. Splitter des Kommentatorentisches liegen überall verstreut, Kabel hängen lose herab, Monitore flackern noch kurz, bevor sie endgültig ausgehen. Die Arena steht geschlossen auf den Beinen. Niemand sitzt mehr. Niemand weiß, ob er gerade jubeln, buhen oder einfach nur den Atem anhalten soll. Jon Moxley liegt halb auf der Seite, halb im Trümmerfeld. Sein Brustkorb hebt und senkt sich stoßweise. Blut läuft ihm weiter über die Stirn, tropft auf den zerborstenen Tisch. Ein Arzt kniet neben ihm, hält zwei Finger an den Hals, spricht laut mit ihm. Moxley blinzelt... Ein Zucken... Roman Reigns hingegen liegt auf dem Rücken, leicht seitlich verdreht. Ein Arm ausgestreckt, der andere instinktiv an die Kehle gepresst. Sein Atem ist flach und unregelmäßig. Jeder Zug wirkt schmerzhaft. Die rote Spur an seinem Hals ist deutlich sichtbar. Paul Heyman steht wenige Schritte entfernt. Die Hände an den Kopf gepresst. Die Augen weit aufgerissen. Seine Lippen bewegen sich Gebete... Bitten... panische Fragmente von Worten. Er wagt es nicht, näher zu kommen. Der Referee inzwischen wieder halbwegs auf den Beinen sieht die Szene... sieht die Ärzte... sieht die zerstörte Kommentatorenposition und trifft die einzig mögliche Entscheidung. Er hebt beide Arme... Kreuzt sie über dem Kopf... NO CONTEST.
Due to the referees decision this match is a: NO CONTEST!
Die Glocke läutet mehrfach... Nicht feierlich... sondern hektisch eher wie ein Notruf.
Cathy Kelley "Das Match ist offiziell beendet. Das hier… das ist außer Kontrolle geraten.“
Pat McAfee "Aber warum mischt sich Solo Sikoa ein und kehrt Roman Reigns den Rücken. Das hätte fasst Reigns den Title gekostet.“
Wade Barrett "Vielleicht klärt sich das nächste Woche auf und Solo erklärt sich...“
Buhrufe branden auf. Lauter als zuvor. Die Fans fühlen sich betrogen aber nicht durch ein Finish. Sondern durch das Schicksal selbst. Sanitäter kommen mit Tragen angerannt. Beide Superstars werden auf jeweils einer Trage befestigt mit einer Halskrause.
Pat McAfee "Das war kein Sieg. Das war kein Verlust. Das war ein verdammter Krieg… und Kriege enden nicht sauber.“
Last Thursday – Orlando, Florida. 6:33 AM
Am Montag die Show in San Luis Potosi. Dienstag Morgens Flug zurück nach Hause, den restlichen Tag und den Mittwoch Zeit mit der geliebten Ehefrau verbringen und morgen geht es mit dem Flieger zurück nach Mexiko – besser gesagt nach Puebla, wo ja bekanntlich eine große Show stattfinden wird. So sahen die letzten Tage und die kommenden Tage von Toni Storm aus. Man könnte sagen…selbst schuld, dass du dir diesen Stress auferlegt hast. Es war ihre Entscheidung zwischendurch heim zu fliegen. Klar, sie zieht es immer zurück zu ihrer Priscilla Kelly. Aber der hauptsächliche Grund ist ein anderer…weswegen sie am Donnerstag, der den Zuschauern nun als Rückblende gezeigt wird, früh morgens unterwegs ist.
Ungeschminkt, die blonden Haare locker zusammengebunden, schlurft die Australierin über einen großen Parkplatz. Da es noch so früh ist, sind die allerwenigsten Plätze belegt. Einige Straßenlaternen leuchten den Weg. Im Hintergrund bewegen sich zwei Lichtkegel, die zu einem Auto gehören, auf einer vorbeiführenden Straße. Ein Uhu stimmt in der Ferne sein Liedchen an. Storm juckt sich dafür nicht…sie hat ein bestimmtes Ziel, ein großes Gebäude, was direkt vor ihr auftaucht. Zudem ist sie noch recht müde, was man an den kleinen Äuglein und der grummeligen Miene erkennt. Doch sie ist hier was zu leisten – kann man auch an der Kleidung erkennen. Turnschuhe, Jogginghose und ein Zip-Hoodie. Dazu eine große, schwarze Sporttasche über ihre Schulter, mit aufgenähten Patches der Bands Motley Crue und Limp Bizkit – zwei von Toni’s Lieblings Bands. Die Women’s Championesse kennt das Gebäude, bzw. die Halle. Da sie und Pris in der Nähe wohnen, trainieren sie hier häufiger, wenn sie daheim sind. Eine lokale Wrestling Schule hat einen der Räume gemietet, so dass man einen fest installierten Ring zur Verfügung hat. Gut, aber muss die Blonde deswegen die Mexiko Tour unterbrechen? Naja, es hat seinen ganz bestimmten Grund – und der sitzt auf einer großen Treppe, die hinauf zum Eingang führt. Ein dunkelhaariger Mann erblickt Toni auf sich zukommende und erhebt sich mit einem breiten Grinsen auf den Lippen. Er ist so Anfang 40, paar Zentimeter größer als Storm, aber athletisch gebaut. Die meisten Fans werden eventuell nicht wissen wer das ist. Ladies and Gentlemen…Mister Dean Allmark, (ehemaliger) britischer Wrestler! Konnte durchaus hier und da eine Duftmarke in diesem Zirkus setzen, auch wenn ihm eine ganz große Karriere verwehrt blieb. Doch er hat schon erfolgreich als Trainer gearbeitet. Zum Beispiel zählt eine Xia Brookside zu seinen Schützlingen…und eben auch eine Toni Storm! Als sie als Teenagerin nach England kam, war Allmark ihr Trainer…und brachte ihr alles bei, was sie später selbst für ihre erfolgreiche Karriere umsetzen konnte. Selbst wenn die Strong Zero City Lady ihren Coach übertrumpft hat, hat sie ihn nie vergessen und ist ihm auf ewig dankbar. Die Arbeit mit ihm hat Storm immer sehr, sehr viel bedeutet. Und als sie erfahren hat, dass Dean aktuell in Florida unterwegs ist, um ein Seminar und Freunde zu besuchen, zögerte Toni keinen Moment, um ihn um ein weiteres, gemeinsames Training zu bitten. Siehe da, er hat für diesen Donnerstag zugesagt. Da nimmt die Australierin die zusätzlichen Reisestrapazen gerne auf sich. Davon erhofft sie sich die letzten paar Prozent aus sich herauskitzeln zu können, um endlich Tiffany Stratton zu besiegen. Toni glaubt fest daran, dass Allmark sie immer noch ein Stückchen mehr pushen kann.
Dean Allmark:Hey Toni, schön dich zu sehen!
Toni Storm:Gleichfalls, Coach!
Eine herzliche Umarmung folgt. Auch Toni’s schlechte Laune weicht sofort einem fröhlichen Lächeln. Dean löst sich als Erster und sieht Storm an. Dabei kann man den Stolz in seinen Augen erkennen. Was die junge Frau alles erreicht hat, seit sie seinen Trainingsräumen entwichen ist, stimmt ihn einfach nur froh und glücklich.
Toni Storm:Hey, wirklich cool, dass das geklappt hat! Vielen Dank! Ich weiß, dass das auch für dich sicher mega umständlich ist. Aber vor meinem Title Match am Montag nochmal mit dir trainieren zu können…Fuck, das konnte ich mir doch nicht entgehen lassen.
Schmunzelnd winkt der Engländer ab und greift nach seiner eigenen Sporttasche, die noch auf der Treppe liegt.
Dean Allmark:Kein Thema! Für dich doch immer. Und wenn ich schon mal in der Gegend bin, was? Gut, bin zwar der Meinung, dass ich inzwischen mehr von dir lernen kann, als umgekehrt…aber hey, kriegen wir schon hin, was? Wir haben den ganzen Tag, richtig?
Toni nickt, während sie die Treppe emporsteigt und nach dem Eingangsschlüssel für die Halle in der Tasche ihres Hoodies sucht. Da sie den Leiter der Wrestling Schule kennt, konnte sie ihn einfach danach fragen. Allmark folgt ihr dabei.
Dean Allmark:Sehr gut! Dann machen wir alles…normales Training, Analyse…und ein wenig psychologische Schulung.
Der Ältere klopft auf seine Tasche und möchte wohl signalisieren, dass er genug Utensilien für seine Vorhaben dabeihat. So hat Toni sich das auch vorgestellt. Bevor sie aufschließt deutet sie mit einem Finger an, dass sie auch noch etwas Besonderes in der Tasche hat. Der Reißverschluss wird ein gutes Stück geöffnet…und etwas Goldenes blitzt entgegen. Der Women’s World Title, den sie zum Training mitbringt. Dean stößt einen anerkennenden Pfiff zwischen seinen Zähnen hindurch.
Toni Storm:Hab‘ ich dabei, als zusätzliche Motivation. Damit ich auch immer im Auge habe, um was ich am Montag kämpfen werde.
Dean Allmark:Gute Idee. Kann nicht schaden. Also…nach Ihnen, Gnädigste!
Spielerisch verbeugt sich Allmark vor der Türe und deutet auf diese, währen die Strong Zero City Lady aufschließt. Beide verschwinden schließlich im Inneren.
*CUT*
Ein kleiner Zeitsprung folgt. Wir befinden uns nun in einer großen geräumigen Sporthalle. Im Hintergrund ist eine große Spiegelwand angebracht, über der ein großes Banner hängt. In der aktuellen Kameraeinstellung sind das Logo und die Buchstaben nur verschwommen zu sehen. Sonst liegen ein paar Matten herum und ein paar Trainingsgeräte. Wichtig jetzt ist aber die Wrestling Ring, der recht zentral aufgestellt ist. Ist etwas in die Jahre gekommen und wirkt an den Rändern schon recht verbraucht. Doch für Toni und Dean soll es im Moment reichen. Beide haben wohl schon eine Weile trainiert, was man an den Schweißflecken auf den Shirts und den feuchten Haaren erkennen kann. Dean möchte gerade den Punkt „Analyse“ abhaken. So steht er mit Storm außerhalb des Ringes und hat auf dem Apron einen Laptop aufgestellt. Die Blonde, inzwischen mit blauem T-Shirt und weißen Shorts bekleidet, steht neben ihm und nimmt einen großen Schluck aus einer Wasserflasche. Direkt hinter den Beiden, auf einer langen, braunen Bank, liegt Toni’s Tasche, auf der wiederrum die Titel abgelegt ist. Wie auf dem Präsentierteller, so dass Storm immer wieder hinschauen kann, falls sie den Schub gerade braucht. Nun aber lauscht sie ganz, wie damals, den Worten ihres Coaches.
Dean Allmark:…also nochmal! Wie gesagt, ist das hier eine Szene aus deinem ersten Match gegen Tiffany. Was fällt dir auf?
Der Brite drückt auf Play und rutscht etwas zurück, damit Toni einen besseren Blick hat, was diese auch in Anspruch nimmt. Auf dem kleinen Bildschirm sieht man die Vergangenheits-Storm mit der Vergangenheits-Stratton kämpfen. Beziehungsweise kniet diese Toni gerade im Ring und stützt sich auf den Händen ab. Tiffany stolziert um sie herum, und wirkt dabei siegesgewiss. Sie lässt das blonde, leicht wellige Haar durch die Luft fliegen und spricht dabei auf Storm an. Man kann sich denken, dass das nicht gerade sehr nette und aufmunternde Worte gewesen sein werden. Stratton schlägt Toni dann noch gegen den Hinterkopf, was Storm wütend werden lässt. Sie springt überhastet auf und will nach dem Rich Girl greifen. Doch die Jüngere bekommt das in den Griff und kann Toni auf die Matte drücken und in einen Front Headlock nehmen.
Dean Allmark:Und? Was meinst du?
Die Angesprochene, der es natürlich nicht unbedingt gefällt sich Ausschnitte der Matches anzusehen, in denen sie gegen Stratton verloren hat, atmet durch die Nasenlöcher ein und durch den Mund wieder aus.
Toni Storm:Keinen Plan mehr, was die Bitch genau in diesem Moment zu mir gesagt hat. Aber ich hab‘ mich leider ordentlich triggern lassen. Das Match war für mich eh eine verfickte Katastrophe, Tiffany hat mich da von Anfang an kalt erwischt. Da konnte sie erst Recht paar Scheiß Knöpfe bei mir drücken.
Dean lässt das zunächst unkommentiert und klickt sich kurz auf dem Laptop durch, bis er einen zweiten Clip aufgerufen hat.
Dean Allmark:Und das ist aus eurem zweiten Match.
An der Ring Gear und dem Aufbau der Halle im Hintergrund kann man auch sehen, dass das ein anderes Match zwischen den Blondinen sein muss. Wie der Trainer es sagt…die zweite Niederlage von Miss Storm gegen Miss Stratton. Hier hängt Toni in den Seilen, in der Ringecke und wirkt ordentlich erschöpft. Tiffany stolziert gelassen in die gegenüberliegende Ecke, nimmt Anlauf, schlägt dabei einige Flick-Flacks und landet punktgenau auf Storm, um sie mit einem Ellenbogenschlag zu treffen. Hier stoppt Allmark das Video wieder und sieht fragend zu Toni. Diese brummt zwar genervt auf, da sie auch nicht an die zweite Schlappe erinnert werden will. Aber diese Aufarbeitung gehört zum Training dazu.
Toni Storm:Klar, ich hab‘ sie kommen sehen. War zwar ordentlich durch…aber fuck, ich darf ihr nicht so viel Zeit und Platz geben.
Dean Allmark:Mhm, gut erkannt. Und jetzt noch was aus eurem letzten Match.
Der dritte Kampf, geschehen beim vorletzten Special. Da ging es zum ersten Mal um die Women’s World Championship. Zum Glück für Storm, sonst wäre sie schon längt kein Champ mehr gewesen. Aufmerksam beobachtet sich Toni selbst, wie sie von Tiffy wieder niedergeschlagen wird. Doch als das Rich Girl in die Seile rennen möchte, greift Storm nach einem Bein und scheint sich das regelrecht festzubeißen. Die Millionärstochter will die Strong Zero City Lady abschütteln, nach ihr treten. Da reagiert die Australierin blitzschnell, hievt sich nach oben und wirft Tiffy mit einem Dragon Screw über sich. Wild entschlossen stürzt sich Toni auf die Jüngere und schlägt ein paar Mal auf sie ein. Sicher ein schöner Anblick für die aktuelle Storm. Dennoch stoppt Allmark das Filmchen und sieht seine Schülerin lächelnd an, bevor er die Arme ineinander verschränkt.
Dean Allmark:Ich denke, du hast das schon gut erkannt. Tiffany Stratton braucht die große Bühne…sie liebt es, alles in Griff zu haben. Und sie steht darauf ihre Gegnerinnen ordentlich zu provozieren, damit diese Fehler machen. Eine weitere, große Stärke ist ihre Top Athletik. Ich mein‘…die Frau ist doch eine ehemalige Profi Turnerin und war doch auch mal Gewichtheberin, wenn ich mich jetzt nicht komplett vertue. Wenn du ihr den Platz gibst, wird sie das komplett ausnutzen und ihr gesamtes Arsenal abfeuern. Dann, so leid es mir tut Toni, hast du eigentlich fast keine Chance mehr und du bist ihr unterlegen. Wie in euren ersten beiden Matches geschehen, hm? Aaaaber…beim letzten Fight, hast du nicht so schnell nachgegeben. Du hast immer nachgesetzt, hast Tiffany nie komplett entfalten lassen und ihr damit mehr Probleme bereitet als zuvor. Gut, wahrscheinlich warst du zu verbissen und am Ende zu unkonzentriert, so dass dieser Draw zustande kam. Doch das war der richtige Weg, Toni. Du musst das, was da besser lief, nochmal richtig katalysieren, verstehst du? Dass du nie nachgibst und wie ein Terrier die Räume deiner Gegner eingrenzt…DAS ist deine große Stärke. So hast du den Titel gewonnen und so hast du auch Saraya besiegt. Und so wirst du Tiffany endlich schlagen! Davon bin ich überzeugt!
Klingt einfach, aber effektiv! Storm nickt mehrere Male, wobei jedes Nicken überzeugter wirkt als das vorheriger. Ernst sieht sie zu ihrem Titel und dann zu ihrem Trainer. Ja, er hat Recht! In den ersten beiden Kämpfen hat sie die ehemalige Shine Championesse zu sehr machen lassen. Da war Tiffy Time durch und durch! Beim Draw sind sie sich auf Augenhöhe begegnet! Am Montag muss der nächste Schritt folgen – Toni Time!
Toni Storm:Das werde ich! Ich hab‘ schon beim letzten Mal die Panik in ihren Augen gesehen, als es nicht mehr so gut lief! Ich bin die fuckin‘ Championesse und so trete ich auch auf. Darauf geschissen, dass ich zweimal verloren habe. Wird beim Special nicht nochmal passieren. Da mach‘ ich Stratton zu meiner Bitch, so dass sie erkennt, dass sie einfach nicht gut genug für Toni fuckin‘ Storm ist!
Dean gefällt, was er hört. Gut, vielleicht sind das nicht die Formulierungen, die er selbst wählen würde. Jedoch kennt er seine ehemalige Schülerin lange und gut genug, so dass er es einfach mit einem sanften Lächeln zur Kenntnis nimmt. Viel wichtiger ist es, dass Storm ihr Selbstbewusstsein behält und sich nicht davon unterkriegen lässt, dass sie das Rich Girl bisher noch nie besiegen konnte.
Dean Allmark:Top, das will ich hören! Ok, dann weiter im Ring!
Storm nimmt noch einen Schluck aus der Flasche und folgt dann Allmark in den Ring.
*CUT*
Wieder ist eine gewisse Zeit vergangen. Nahaufnahme von Toni Storm! Der Brustkorb pumpt ordentlich. Die Wangen sind knallrot und einige blond Strähnen kleben an der Stirn. Egal, es fühlt sich verdammt gut an für die Australierin. Als könnte sie gleich noch Bäume ausreißen. Jetzt wird das Tempo verlangsamt. Sie kniet im Ring, währen Dean Allmark sie umrundet.
Dean Allmark:Wir hatten es ja vorher davon. Tiffany liebt es zu provozieren und Nadelstiche zu setzen. Sie beherrscht die psychologische Kriegsführung wie keine Zweite. Sie will wieder in deinen Kopf eindringen und wird das wahrscheinlich auch bei eurem Match am Montag so machen. Testen wir das etwas aus, ok? Schließ die Augen und stell‘ dir vor, du bist mitten im Kampf. Und nicht ich, sondern Stratton stolziert so um dich herum.
Also gut, wird gemacht! Toni holt tief Luft und schließt die Augen. Sie versucht ihre ganze Fantasie aufzubringen und sich in dieses Szenario reinzuversetzen. Erst einmal hört sie nur die Schritte des Engländers und spürt, wie der Ring dabei ganz leicht vibriert.
Dean Allmark:Du bist einfach nur schlecht Toni! Total out und alt! Ich bin einfach viel zu gut für dich. Miss Future Legend! Ich werde die nächste Women’s World Championesse sein und es gibt nichts, was du dagegen tun kannst! Du bist eh nur eine Lügnerin! Üüürrrgghh…du bist ja nicht einmal eine richtige”Australierin!”
Huch, was war das? Plötzlich verschwimmt die Stimme von Dean Allmark und nimmt eine ganz andere Färbung ein. Ja, Storm hört auf einmal die liebliche Stimme von Tiffany, die sie ja so sehr „liebt“. Es funktioniert, Toni kann es sich in jeder Hinsicht leibhaft vorstellen.
Tiffany Stratton: ”Was willst du tun, Granny? Tiffany Epiphany ist besser als du. Ich hole mir den Titel! Toodles!”
Dean macht das schon sehr gut. Storm spürt, wie sie innerlich brodelt und sich doch getriggert fühlt. Ruhig…beruhige dich! Es sind nur Worte…Worte die sie in den letzten Wochen und Monaten oft genug gehört hat. Tiffy hat diese gebetsmühlenartig wiederholt. Immer und immer wieder. Nein, die Australierin möchte und wird darüberstehen. Das kann ihr nichts mehr anhaben. Selbst wenn Stratton das im richtigen Match versuchen wird…damit kann diese nichts mehr erreichen.
Toni Storm:Hm, hast du was gesagt? Sorry, hast mir fuckin‘ gelangweilt, bin fast weggepennt. Können wir endlich weiterkämpfen? Oder hast Schiss davor, Schlampe?
Ruhig und trocken antwortet sie auf „Tiffany“. Aber als sie die Augen wieder öffnet, sieht sie nur in das grinsende Gesicht von Allmark und die Stratton Stimme in ihrem Kopf ist wieder verstummt.
Dean Allmark:Sehr schön. Gute Antwort! Genau so machst du das! Das wird sie kurz aus dem Konzept bringen und ihre Deckung wird für einen kleinen Augenblick fallen. Da musst du hellwach sein und sofort zuschlagen.
Storm grinst zurück und nickt. Da hofft sie fast schon, dass Tiffy wieder trashtalken wird, damit sie diese so überrumpeln kann.
*CUT*
Wieder außerhalb der Halle, direkt vor dem Eingang. Es ist immer noch dunkel…besser gesagt, wieder dunkel! Toni und Dean haben den Tag gut genutzt. Der Kopf brummt und der Körper schmerzt…aber es hat sich gelohnt. So fühlt sie sich vorbereitet. Die Blonde, frisch geduscht, lehnt gegen ein kleines Mäuerchen, auf dem auch ihre Tasche steht. Die Kapuze ihres Hoodies hat sie über die noch feuchten Haare gezogen, da ein leicht frischer Wind weht. Sie wartet auf Dean, den man auf der anderen Seite der gläsernen Eingangstüre im Vorraum am Telefonieren sieht. Da nutzt Toni die Gelegenheit und hat ihr eigenes Smartphone parat. Sie tippt eine Nachricht an ihre Frau und erzählt, dass das Training toll war, sie jetzt noch mit Allmark essen gehen möchte und ob Pris dazu stoßen will. Und abgeschickt, mit einem sanften Lächeln auf den Lippen. Das Handy packt sie in die Tasche zurück, wobei ihr da der Women’s Championship in die Augen fällt. Diesen zieht die Strong Zero City Lady nach draußen und betrachtet ihn ganz genau. Derweil hört man, wie die Türe sich öffnet und Dean an die frische Luft tritt.
Dean Allmark:Na, woran denkst du gerade?
…hört Storm ihren Coach fragen und sieht mit einem nachdenklichen Blick zu ihm auf.
Toni Storm:Weißt du, wofür ich Tiffany am meisten hasse? Dass sie Catherine mit reingezogen hat.
Dean Allmark:Deine Ex, oder?
Toni Storm:Ja, richtig! Sie…sie hat wegen mir damals genug durchmachen und leiden müssen. Und dass sie jetzt als Druckmittel benutzt wird…nein, das is‘ einfach nur ein widerlicher Move von Stratton gewesen. Aber ich bekomme mir, wenn Catherine etwas geschieht. Und am Montag werde ich Tiffany auch dafür besiegen.
Ja, daran hat Storm durchaus zu knabbern gehabt. Dank ihres Kumpels Charlie, der bei der c2c hinter den Kulissen arbeitet und Kontakt zu ihrer Ex-Freundin hat, weiß Toni, ob es Cathy gut geht oder nicht. Bisher scheint alles in Ordnung zu sein. Gut, Stratton hatte ja das zusätzlich Title Match bekommen. Aber man weiß ja nie, was dm Rich Girl noch so einfällt. Sind paar Tage, die noch durchzuhalten sind. Doch Storm wird ihrer Linie treu bleiben und zur Not das umsetzen, was sie Tiffy gedroht hatte…passiert Catherine etwas, ist Stratton sofort raus! Das ist auch so mit Bayley abgestimmt.
Toni Storm:Dieser Titel hier ist etwas Besonderes! Er steht für soviel und repräsentiert einige tolle Frauen, die die c2c geprägt und vorangebracht werden. Shotzi Blackheart und Rosemary, zum Beispiel, die ich inzwischen so sehr schätze und respektiere. Das waren Anführerinnen, die ein tolles Vorbild waren. Oder eine Tegan Nox! Ja, sie hat mich menschlich enttäuscht…aber vielleicht ist sie die beste Champ, die wir jemals in der Liga hatten. Tegan hat en Titel mit Stolz getragen, oft verteidigt und war dabei stark und dominant. Und…so sehr ich nicht glauben kann, dass ich das sage…auch eine Alexa Bliss wusste, wie man die Promotion als Championesse vertreten sollte. Gibt noch andere Beispiele. Aber Tiffany fuckin‘ Stratton? Näh, die hat es nicht verdient das Gold in die Finger zu bekommen. Klar, sie ist an sich ein gutes Gesamtpaket, mit verdammt viel Talent. Wer weiß, vielleicht hat sie in zwei, drei Jahren die nötige Reife, um ein gutes Aushängeschild der Liga und eine tolle Anführerin der Women’s Division zu sein. Kann sein, dann reden wir nochmal darüber. Aktuell? Nein…da wäre es eine absolute Schande, wenn die den Titel gewinnen würde. Das hat sie einfach nicht verdient! Nicht nach dem, was die sich bisher alles geleistet hat. Nimm den Shine Championship. Ja, Stratton hat diesen ewig gehalten. Aber kann sich jemand an ein mitreißendes Match dabei erinnern? Oder an eine legendäre Titelverteidigung? Nö, der Titel war da nur ein verdammtes Accessoire, mit dem sie sich nur geschmückt hat, als wäre es eine verfickte Gucci Handtasche. Sonst war es wichtiger, eigene Barbies zu promoten oder Leuten wie Shanna, Anna Jay oder Saraya das Leben zu zerstören. Und so jemanden willst du als oberste Championesse sehen? Fuck this!
Brummend schüttelt Storm den Kopf und spuckt verächtlich vor sich aus. Sie denkt dabei an die, nicht wenigen, Follower vom Rich Girl, die diese auch noch unterstützen. Allein schon deswegen, was Tiffany damals Saraya und deren Familie angetan hat, wird Storm nie verstehen können, wie man Stratton unterstützen kann.
Toni Storm:Ich werde ihr jetzt nicht unterstellen, dass sie mich unterschätzt. Ich denke sie merkt, dass sie nicht mehr so im Flow ist und dass sie im letzten Match selbst ordentlich Glück hatte. Trotzdem wird sie sicher wieder mehr damit beschäftigt sein, mich im Vorfeld diskreditieren zu wollen. Keine Ahnung…vielleicht fliegt sie ja wieder nach Australierin und Neuseeland um irgendwelche Leute zu bezahlen, damit sie „beweisen“ kann, ich würde über meine Herkunft lügen. Das is‘ so lame, vor allem da ich mir die Scheiße über paar Wochen anhören muss. Oder vielleicht besucht sie auch ein Limp Bizkit Konzert und bezahlt Fred Durst dafür, dass er in die Kamera sagt, wie scheiße er mich findet. Naja, da muss sie wahrscheinlich nur mit ihrer Botox Fresse lächeln und mit ihrem Fake Arsch und ihren Fake Titten wackeln.
Naja, es würde Toni schon schmerzen, wenn sich eins ihrer musikalischen Vorbilder, in dem Fall Limp Bizkit Sänger Fred Durst, gegen sie richten würde. Aber man weiß ja nie. Vor allem hat Tiffany genug Kohle, um so einiges möglich machen zu können. Dean, der sich das weiter ruhig anhört, stellt sich direkt neben Toni.
Dean Allmark:Dann soll sie das machen, wenn ihr das wichtiger wäre, als zu trainieren und sich auf euer Match vorzubereiten.
Richtig, Toni sollte sich darüber keine Gedanken mehr machen. Nicht umsonst haben sie das vorher ja auch geübt. Sie schenkt Dean ein dankbares Lächeln.
Toni Storm:Ich weiß. Es ist nur…wenn ich diesen Belt abgebe, dann will ich das mit einem guten Gefühl tun. Ich will einfach verhindern, dass sie Champ wird. Ich MUSS es einfach verhindern und ich werde alles dafür tun. Und selbst wenn ich es doch nicht schaffe…dann sorge ich zumindest dafür, dass sie etwas mitnimmt, was sie so schnell nicht mehr vergisst. So oder so wird sie Toni fuckin‘ Storm nicht mehr vergessen…und sich wünschen, sie hätte sich nie mit mir angelegt.
So viel dazu! Beide schweigen für ein paar Sekunden, bis Toni den Belt wieder in ihre Tasche packt. Sie baut sich selbst einiges an Druck auf. Aber damit kann die Blonde eigentlich gut arbeiten. Im Prinzip ist sie sogar am besten, wenn man sie in eine Ecke drängt…was Stratton die letzten Wochen und Monate durchaus getan hat. Dazu noch dieser Trainingstag, der Storm sehr geholfen hat.
Dean Allmark:Du wirst das schaffen, Toni! Und selbst wenn es kein Happy End geben sollte…es gibt dann nichts, was du dir selbst vorzuwerfen hast. Was du erreicht hast und noch erreichen willst ist großartig. Ich bin verdammt stolz auf dich…und das solltest du auch sein. Das ist etwas, was dir weder Tiffany noch sonst wer jemals kaputt machen kann.
Toni Storm:Danke! Und danke für alles, Dean!
Sie schenkt ihrem Coach eine kurze, aber innige Umarmung, bevor sie den Belt wieder in die Tasche packt. Diese schultert sie und zückt den Schlüssel zur Halle, um die Türe abschließen zu können.
Toni Storm:Wollen wir noch was essen gehen? In der Nähe von unserm Haus hat vor paar Wochen eine neue Bar aufgemacht, wo man gut essen gehen kann. Pris kommt vielleicht auch noch vorbei.
Dean Allmark:Klingt gut, bin dabei.
Damit ist das auch beschlossen. Gemeinsam stapfen die Beiden die Treppen nach unten, während die Kamera zurückbleibt. Fade off.
Und weiter geht es mit der Show. Erneut werden Einblicke in die tiefen Weiten des Backstage Bereich gewährt. Ein wenig sieht sich die Kamera um, als sich einer der heutigen Hauptakteure hineindrängt. Es ist der amtierende World Heavyweight Champion, der später seinen Titel, erneut, gegen Joe Gacy verteidigen wird. Dass es zum Re-Match kommt, war dem Cleaner sehr wichtig, nach dem diese mysteriöse Druidengestalt ihr letztes Match sabotiert und den King of the Anywhere Match mit einem ordentlichen Stuhlschlag niedergestreckt hat. Seitdem sucht Kenny den, bzw. die Angreiferin…bisher nur ohne Erfolg. So leicht gibt Omega noch nicht auf und ist wieder unterwegs – schon den ganzen Abend. So langsam sollte er sich mal auf den Kampf vorbereiten. Doch eine Idee hat er noch. Bereits in seiner Ringgear gekleidet und den Belt umgeschnallt, erblickt der Canadian X eine Gruppe von Männern, die hier hinter den Kulissen arbeitet. Scheint gerade Pause zu sein, da sie angeregt miteinander sprechen und dabei Kaffee trinken, in ihr Brot beißen oder etwas auf dem Handy eintippen. Kurz sieht sich der Kanadier um und entdeckt eine kleine Holzkiste am Rand, der er sich kurzerhand bemächtigt und etwas in den Gang zieht. Vorsichtig probiert er es aus, ob sie sein Gewicht hält – passt! Zufrieden lächelt er und präsentiert sich so auf seinem improvisierten Podest. Da müssen ihn die Leute doch bemerken.
Kenny Omega:Halloooo, liebe Leute. Dürfte ich ganz kurz um ein Mü eurer Zeit bitten und…Hey? Hallo? Öhm…hört ihr mich?
Entweder wird er gekonnt ignoriert oder die ganzen Mitarbeiter sind zu sehr in ihr Tun vertieft, so dass sie gar nichts mitbekommen. Omega winkt ihn mit beiden Armen zu und hüpft dabei leicht auf und ab…Nix! Seufzend wuschelt er einmal durch die Mähne…und bekommt dann doch noch eine Idee!
Kenny Omega:TITTEN!
Kurz Stille! Schlagartig und fast synchron drehen sich alle Köpfe auf einmal um. Da hat er wohl ein passendes Schlagwort gefunden. Mit einem sanften Grinsen rollt Kenny die Augen. War ja klar, dass die Kerle darauf reagieren. Er wartet kurz, bis diese näher gekommen sind. Wie ein General, der vor seine Soldaten tritt, verschränkt der Champ die Arme hinter seinen Rücken und streckt die Brust raus. Ernst fixiert er die Mitarbeiter und holt einmal Luft.
Kenny Omega:Männer…wir ihr wisst, wurde euer hochgeschätzter und geliebter World Heavyweight Champion…moa…vor ein paar Wochen Opfer einer ganz miesen Attacke von einer Person, die wahrscheinlich so hässlich ist, und nicht stolz darauf, dass sie sich komplett verhüllen musste. Oder einfach nur feige. Oder Beides! Wie auch immer…ich will wissen, wer das ist und warum geschehen ist, was an diesem unheilvollen Abend geschah! Da ich gleich noch gegen Herrn Gacy meinen Titel verteidigen muss, müssen ein paar Prioritäten verschoben werden. Heißt, ich kann nicht länger Miraculix inkognito suchen, sondern muss in den Ring steigen. Es sollt sich jedoch nicht wiederholen, dass Joe und ich dabei gestört werden. Ich gebe es zu…ich brauche Hilf! Uuuuund da, kommt ihr ins Spiel, meine guten Freunde! Nach allem, was wir schon miteinander durchgemacht haben, sind wir doch ein richtiges Team geworden, eine…
Mitarbeiter 1:Also ich arbeite erst seit letzter Woche hier!
…grätscht ein Mitarbeiter unbedarft dazwischen, was Kenny kurz aus dem Konzept bringt. Er sieht ihn scharf an und hebt einen Zeigefinger in die Höhe.
Kenny Omega:Wie gesagt…wir sind schon ein richtiges Team geworden! La Familia, compahe…comprän…verstanden? Da werdet ihr mir doch sicher helfen können…
Großer Mitarbeiter:JAAAAAA, das machen wir! Für dich Kenny!
Plötzlich drückt sich ein Mitarbeiter nach vorne und schubst dabei ein paar Kollegen zur Seite. Er ist größer und auch breiter gebaut als die Anderen. Eine Glatze, ein schwarzer Rauschebart und dazu ein leicht manischer Blick. Grinsend starrt er Kenny an…und zückt auf einmal ein Hackebeil, das er triumphierend in die Höhe hält. Die Anderen weichen daraufhin zurück und auch der Cleaner selbst zuckt zusammen.
Großer Mitarbeiter:Wir werden das Schwein finden und zur Not jagen und in ein Enge treiben. Und dann werden wir es abstechen und ausweiden, damit wir aus den Gedärmen eine Krone für dich machen können und, und…
Kenny Omega:Woah, woah…woah! Laaangsam mit den jungen Pferden, mein wenig pazifistischer Freund!
Okay, bevor der Typ hier noch komplett eskaliert, sollte der Cleaner vielleicht eingreifen und ihm etwas den Wind aus den Segeln nehmen.
Kenny Omega:Mein Bedarf an Eingeweiden auf meinem Kopf ist für diese Woche schon gestillt. Hier wird niemand abgestochen, ok? Ich will die Person, die das war, lebend haben. Ich möchte mit ihr reden und wissen, was das soll und wer noch dahintersteckt. Klar?
Der große Mitarbeiter sieht Kenny an, während seine Arme langsam nach unten sacken und auch die Mundwinkel ihre Kraft verlieren. Kopfschüttelnd dreht er Omega den Rücken zu und wirkt sichtlich enttäuscht. Schluchzt er sogar einmal auf?
…schimpft er vor sich hin und stapft davon. Kenny Omega sieht ihm nach und muss sich zusammenreißen. Also damit hat er nun wirklich nicht gerechnet. Mit leicht offenem Mund sieht er zu den anderen Männern und zuckt einmal mit den Schultern.
Kenny Omega:Oooookay…tun wir mal so, als wäre das gerade nicht passiert! Gut, wo war ich? Achja…werdet ihr mir helfen, den Angreifer zu fassen? LEBEND! Seid meine Augen, meine Ohren, meine Nase, meine Hände…seht, hört, riecht und fühlt, was auch ich sehen, hören, riechen und fühlen sollte! Oh und schmecken natürlich auch! Also…wer ist dabei?
Omega breitet die Arme aus und sieht erwartungsvoll zu den Mitarbeitern. Jubelarien bleiben jedoch aus. Die Männer sehen sich nur ratlos an, murmeln vor sich hin und zucken mit Armen und Schultern. Nach paar weiteren Sekunden hat dann einer einen Einwand.
Mitarbeiter 2:Und was kriegen wir dafür?
Gute Frage! Kenny könnte sagen, dass Ruhm, Ehre und seine unendliche Dankbarkeit reichen sollten. Wird bei der Gruppe wohl zu wenig sein. Missmutig zieht die Best Bout Machine eine Schnute. Geld anbieten ist irgendwie so…öde! Außerdem spart er gerade für ein neues Bällebad daheim. Die hellblauen „Frozen“ Bälle bezahlen sich eben nicht von selbst. Vielleicht gibt es ja andere Sachen…aber da sollte er einfach nachfragen.
Kenny Omega:Öhm…nun…was wollt ihr denn haben?
Auch hier…gute Frage! Angeregt unterhalten sich die Männer…was könnten sie nur wollen? Man schnappt Schlagworte wie „Ein neues Auto!“, „Bessere Arbeitsbedingungen!“, „ein Pony!“, „ein Zitronenhut“ oder „eine neue Saite für mein Banjo“. Was man halt in solchen Situationen von sich gibt und auch benötigt.
Mitarbeiter 3:WAT IS‘ MIT MALZBIER?
Oha! Plötzlich drehen sich die Mitarbeiter zu der Stimme um, die etwas aus dem Hintergrund kam…und scheinen das ganz toll zu finden.
Mitarbeiter 1:Ja, Malzbier ist gut! Mitarbeiter 2:Ich hatte schon lange kein Malzbier! Mitarbeiter 4:Ich brauch‘ unbedingt Malzbier…SONST HALT ICH DAS NICHT MEHR AUS!
Dass ein Kenny Omega komplett sprachlos und auch etwas überfordert ist, sieht man äußerst selten. Erst der etwas blutdurstige Typ…und dann wollen diese Kerle Malzbier als Belohnung dafür, dass sie nach dem Druiden suchen und im besten Fall verhindern, dass es zu einem erneuten Eingriff im Title Match kommt? Ist es das dem Cleaner wert? Irgendwie…ja! Hätte ja schlimmer kommen können mit noch absurderen Wünschen.
Kenny Omega:Also gut! Wenn ihr mir helft und dabei erfolgreich seid…bekommt ihr soviel Malzbier, wie ihr nur trinken könnt!
…rufen die Männer abwechselnd und sind nun komplett hooked! Manche reichen einfache Sachen aus, um Menschen glücklich zu machen.
Kenny Omega:Sehr gut! Und jetzt schwärmt aus, meine Äffchen und findet die Mistgurke, die mir so hart Aua gemacht hat! Husch, husch!
Und da ziehen sie von dannen, in alle möglichen Richtungen…ohne Plan wo und wen genau sie suchen sollen. Kenny ist sich auch nicht so sicher, ob die paar Typen ihm wirklich helfen können. Aber wenn zumindest verhindert werden kann, dass der Druide nochmal eingreift, wäre viel gewonnen. Der Cleaner will sich heute nur auf das Match gegen Gacy und eine, hoffentlich, erfolgreiche Titelverteidigung einstellen. Zur Not kann er danach wieder auf die Suche gehen. Seufzend steigt er von der Kiste herunter und schiebt diese zur Seite. Bei Gelegenheit sollte er mal mit Bayley darüber sprechen, was für Leute hier eigentlich arbeiten. Wie dem auch sei…der Champion geht ab. Fade off.
MATCH 5 NO HOLDS BARRED MATCH
Liv's OSaG briefcase and her fate are on the line
Drew McIntyre vs. Mystery Opponent of Isla Dawn's choice Writer:Michi
Die Halle wird leicht verdunkelt und durch diese Dunkelheit erklingt das Geräusch von aufeinanderprallendem Metall...wie Schwerter, welche sich gerade duellieren. Für die Fans in der Arena ist klar, was das bedeutet...
Matthew Rehwoldt:"Making his way to the Ring... from Ayr, Ayrshire, Scotland... weighing in at 275 pounds ...The scottish Warriorrrrr... DREWWWW MMMCINTYREEEEEE!"
Mit Erscheinen des Schotten kann man die Fans jubeln hören. Sie sind überwiegend positiv auf McIntyre eingestimmt und er lässt dies auch auf der Stage kurz auf sich wirken. Einige Schritte weiter auf der Stage nimmt er seine erste Pose ein und ein Flammenmeer strömt aus dem Boden hervor, welches das Feuer in dem Herzen eines kämpfenden Schotten symbolisiert. Er saugt diesen Moment auf und setzt seinen Weg, begleitet von dem Feuer, auf der Stage fort. Bereit für den Kampf, welcher im Ring wartet.
Mit eisernen Blick auf den Ring gerichtet, wird der Weg fortgesetzt. Man sieht Ihm an, das er bereit ist, bereit seinen Gegner nach Claymore Country zu schicken. Über die Ringtreppe wird der Ring betreten, ein kurzer Blick durch die Fanreihen und er erklimmt die Ringecke und lässt die Fans erneut lauter jubeln.
Kurz darauf fixiert sein Blick seinen Gegner erneut und stellt Ihm sich mit Abstand gegenüber. Ein prüfender Blick folgt, während er darauf wartet, das der Ref endlich den Gong ertönen lässt. Der innere Psychopath ist bereit für die Schlacht.
Drew McIntyre steht allein im Ring. Heute ist der Abend an dem dieses Match über das Schicksal von Liv Morgan entscheiden wird. In wenigen Minuten werden die Fans hier eine Schlacht sehen. Ein No Holds Barred Match gegen einen für Drew noch unbekannten Gegner. Wen hat Isla gewählt? Hat sie überhaupt Jemanden gewählt? Denn es passiert lange nichts. Drew wird ungeduldig, hat die Schottin ihrem Landsmann erneut einen Strich durch die Rechnung gemacht? Hat sie eventuell gelogen? Zuzutrauen wäre es Ihr.
Drew schaut weiter auf die Stage doch plötzlich erlöschen die Lichter in der Arena. Es passiert etwas. Der Tron ist schwarz und dann hört man ein leises, fast verzerrtes Flüstern, kaum hörbar. Doch die Stimme war mehr wie bekannt.
Isla Dawn: ”Duuuuu kääääämpfst gegen daaaaaaas Unvermeidliche, Drrrrrrrrrew..."
Auf dem Titantron erscheinen schwarze Runen, langsam rot pulsierend, als würden sie leben, als würde ein Herz unregelmäßig schlagen. Nebel quillt aus den Seiten der Stage, violett-schwarz, schwer und giftig. Drew blickt auf den Tron, verzieht wütend das Gesicht. Ein Schattenriss von Isla Dawn erscheint auf der Leinwand. Kein kompletter Körper sondern nur Augen, ein Lächeln, das zu lange hält.
Isla Dawn: ”Liiiiivvvvv gehört mirrrrrrr...genau wie der Kofferrrrrrr. Duuuu wirst Sieeeeee niemals befreiennnnn...es ist Zeit, dir meinen Vollstrecker vorzustellennnnnn...Viel Spaß beim Scheiternnnnnn.....HAHAHAHAHAHA!!!!!"
Das Lachen schrillt durch die Boxen und dann erlischt das Bild auf dem Titantron. Drew ist sichtbar wütend. Die Arenalichter gehen wieder an und erneut passiert für Sekunden nichts. Vollstrecker – Das bedeutet nichts gutes für den schottischen Krieger. Ihm war bewusst, das er wohl keine andere Möglichkeit hatte, sich Islas Gegner zu stellen, ohne dabei sein eigenes, inneres Ich hervorzuholen. Es ging hier um Liv und somit, für Drew, um etwas verdammt wichtiges. Die Fans sind ebenfalls gespannt, wen Isla hier ins Rennen schickt. Doch dann ertönt die Theme des „Vollstreckers“ und sofort kann man erkennen, das Drews Gesichtszüge schwinden.
Der Beat der Theme knallt durch die Boxen, brutal und gnadenlos. Rotes und violettes Licht explodiert gleichzeitig und gibt der Stage eine neue Aura. Sekunden später tritt der Vollstrecker durch den Vorhang. Bronson Reed ist also die letzte Mauer, die Drew überwinden musste, um Liv zu retten und jeder hier in der Arena wusste, dieses No Holds Barred Match würde Drew an seine Grenzen bringen.
Matthew Rehwoldt:"And his opponent, from Adalaide, South Australia...BIIIIIGGGG BRONSONNNNNN REEEEEEEEDDDDDDD!!!!!"
Das Publikum beginnt sofort lautstark zu buhen. Drew beobachtet seinen Gegner ganz genau vom Ring aus. Reed bleibt stehen, schaut dabei aber nicht ins Publikum. Er richtet seinen Blick direkt auf Drew im Ring. Er nickt ganz kurz, als hätte er von Isla den Befehl bekommen, den Auftrag auszuführen.
Reed marschiert schließlich die Rampe hinunter. Die Fans buhen weiter, aber Reed saugt es auf wie Treibstoff. Im Ring hebt Drew McIntyre das Kinn und seine Augen brennen vor Wut. Er wusste, das Bronson ein unbequemer Gegner werden würde. Aber er hatte in diesem Moment nur eines vor Augen: Liv Morgan. Die Person, für die er hier Heute fighten würde. Die Kamera wechselt zwischen beiden hin und her, dann wieder zurück zur Stage. Die Anspannung konnte man spüren, wie diese in der Luft lag.
No Holds Barred heißt: Alles ist erlaubt, nichts ist verboten. Doch heute geht es nicht um Titel. Heute geht es um Zerstörung. Isla Dawn hat Bronson Reed persönlich beauftragt, Drew McIntyre zu vernichten, ihn nicht nur zu besiegen, sondern ihn so zu brechen, dass er nie wieder aufstehen kann. Der Preis für Drew ist grausam klar: Verliert er, gehört Liv Morgan Isla: Körper, Seele, Karriere. Und zusätzlich der OSaG-Koffer, der garantierte Titleshot auf die c2c Women’s Championship. Alles oder Nichts passte hier und heute nie besser.
Reed steigt auf den Apron, packt das oberste Seil und beugt sich hinein. Er zeigt mit dem Daumen nach unten, langsam und demonstrativ. Ein Zeichen für Drew, welches diesen nur noch weiter zu triggern scheint. Reed entert schließlich den Ring und geht langsam auf Drew zu. Ein breites Grinsen ist bei Reed zu sehen. Ja, er ist kleiner als der Schotte, aber seine pure Masse glich das komplett aus. Er steht Drew McIntyre direkt gegenüber. Aber es folgte kein Angriff, noch nicht. Es bleibt zunächst beim Staredown und die Fans feuern Drew nun lautstark an. Der Ref trennt die Beiden und deutet auf den Zeitnehmer.
Warnung! Spoiler!
DING DING DING
Das No Holds Barred Match um Livs Schicksal ist also gestartet und sofort eskaliert die Gewalt. Bronson stürmt los wie ein Monster, reißt Drew mit einem harten Shoulder Tackle zu Boden. Noch bevor Drew Luft holen kann, folgen Tritte gegen Rippen und Rücken, brutal und präzise, ohne Pause, um Drew keine zeit geben zu können, Luft zu holen. Bronson zieht Drew hoch, schleudert ihn in die Ecke und rammt ihm wieder und wieder die Schulter in den Bauch. Drew krümmt sich und nach einem heftigen Headbutt sehen wir auch sehr früh das erste Blut, welches aus Drews Nase läuft. Dieser Headbutt war ein eindeutiges Zeichen, das Reed hier Islas Auftrag ohne Rücksicht ausführen wollte. Der Ref muss sich also früh im Match seine Handschuhe anziehen und versucht die Beiden in der Ecke zu trennen, um nach Drews Nase zu schauen.
Aber genau dies nutzt Bronson aus. Reed verlässt den Ring und zieht einen Stuhl hervor. Die Fans jubeln kurz auf, weil es nun anscheinend richtig zur Sache gehen wird. Zurück im Ring gab es kein Zögern. Der erste Schlag trifft Drews Rücken, der zweite folgt gegen die Schulter, der dritte gegen den Nacken. Drew sackt zusammen, doch Reed hört nicht auf. Ein vierter Schlag reißt Drews Stirn auf, Blut spritzt auf die Matte. Der Referee kann nichts tun. No Holds Barred heißt keine Regeln und Bronson demonstriert hier in der Anfangsphase direkt, warum Er die richtige Wahl von Isla war. Drew ist gezeichnet, deutlich gezeichnet. Die Fans buhen Reed lautstark aus, Drew dagegen bekommt aufmunternde Jubelchants. Bronson covert früh:
ONE...TWO...Kickout von Drew!!!
Die Kamera fängt Drews Gesicht ein, Blut rinnt über die Stirn herunter. In seinen Augen konnte man Wut sehen, Hoffnung. Er wusste, das Isla zuschauen würde, vielleicht zwingt sie ja sogar Liv dazu, ebenfalls Zeuge dieser bisherigen Demütigung Drews zu weden. Wütend packt Reed Drew an den Haaren, zieht ihn nach draußen und schleudert ihn kopfüber gegen die Ringtreppe. Drew bleibt reglos liegen, Blut läuft inzwischen in Strömen über sein Gesicht und tropft auf den Hallenboden. Reed holt einen Kendo Stick unter dem Ring hervor. Erster Schlag, noch ein Schlag. Und noch einer. Jeder Treffer zeichnet rote Striemen auf Drews Rücken. Diese pure Dominanz ist erschreckend und zum ersten Mal stand Livs Schicksal in hoher Gefahr. Einige Fans schauen entsetzt dem Spektakel zu, hatte man bisher nie erleben dürfen, das Drew so derartig dominiert wurde. Laute „Drew Drew Drew!!“ Chants hallen durch die Arena.
Reed wirft Drew zurück in den Ring, folgt ihm und setzt zu einer Powerbomb an, doch Drew kontert im letzten Moment mit einem verzweifelten Punch, gefolgt von einem Low Blow, welcher Reed tatsächlich taumeln lässt. Unter großen Jubel greift Drew sich den Kendo Stick. Der Schotte atmet schwer und man kann sehr gut erkennen, das er kurz davor stand, „Ihn“ herauszulassen. Schließlich holt Drew aus und lässt eine Reihe an Schlägen mit dem Kendo Stick über Bronson herabregnen. Voller Wut, voller Angst, voller Verzweiflung. Der Stick zerbricht dann nach unzähligen Schlägen auf Reeds Rücken. Der Schotte fällt auf die Knie, völlig erschöpft. Aber die Fans standen hinter Ihm. Diese Sequenz zeigte, das McIntyre noch da war. Drew robbt sich über Reed, Cover:
ONE...TWO...Kickout von Bronson!!
Es brauchte wirklich mehr, um diesen Hünen zu besiegen. Drew rollt sich erschöpft weg, versucht Luft zu holen. Jede Sekunde, wo er nicht im Clinch mit Reed stand, half dabei, neue Kraft zu tanken. Bronson blieb ebenfalls weiter liegen, doch genau dies sah Drew als Möglichkeit, weiter nachzusetzen. Er richtet sich langsam auf und schnappt sich den Stuhl, mit dem Bronson Drew vorhin außerhalb bereits zugesetzt hatte. Reed kam währenddessen ebenfalls langsam wieder auf die Beine.
Drew blickt zu Reed und zögert keine Sekunde. Mit Anlauf lässt er den Stuhl über Reeds Kopf hämmern. Aber Reed bleibt stehen. Ein weiterer, harter Schlag folgt, welcher nun auch zur Folge hat, das Reeds Stirn aufplatzte. Blut ströhmt unaufhaltsam über die Stirn und Gesicht von Islas Vollstrecker. Er schwankt, deutet aber zu Drew, das er noch einmal schlagen soll. Der Meister des Tsunamis versucht unter Drews Haut zu kommen und es funktioniert. Wütend, und deutlich nicht mehr Herr seines eigenen Ichs, holt McIntyre erneut aus und trifft wieder den Kopf Reeds. Drew schmeißt den Stuhl beiseite, als wäre er sich sicher, das es reicht, seinen Gegner in Schach zu halten.
Erstaunlicherweise hielt dieser Angriff Reed nicht lange am Boden. Während Drew ganz kurz seinen Gegner aus den Augen lässt, pumpt sich Reed wieder auf. Auch Er war nun mit Wut gefüllt. Er packt Drew, hebt ihn hoch und verpasst ihm eine Sit-Out Powerbomb. Coverversuch:
ONE...TWO...Kickout von Drew!!
Die Halle explodiert, laute Drew Chants sollen dafür sorgen, das der Schotte hier wieder den Vorteil bekommt. Auf der anderen Seite erzeugt jeder Move, jede Geste von Bronson lautstarke Buhrufe. Reed schreit vor Frust. Isla Dawn wollte Zerstörung und Reed ist entschlossen, sie zu liefern. Um jeden Preis. Während Drew noch immer am Boden lag, verlässt sein Gegner den Ring und scheint etwas ganz besonderes unter dem Ring zu suchen. Schließlich holt er, unter Jubel der Fans, der wohl einzige Jubel den Bronson hier „bekommt“, kommt ein Tisch zum vorschein, der wen Weg in den Ring fand. Aber das war nicht genug. Ein zweiter Tisch kommt hervor und wird ebenfalls in den Ring befördert.
Zurück im Ring baut Bronson einen der beiden Tische auf. Auch der zweite wird bereit gemacht. Reed will Drew ein für alle Mal beenden. Er hebt ihn hoch, will ihn durch den Tisch schleudern, doch Drew kontert mit einem Glasgow Kiss. Beide taumeln. Drew tritt zu und versucht einen Claymore-Ansatz! Reed fängt ihn ab! Samoan Drop! Nun wurde der Schotte auf dem Tisch platziert und jeder Fan weiß, was als nächstes kommen soll. Bronson fährt mit dem Daumen am Hals entlang, ein eindeutiges Zeichen. Das Kraftpaket klettert auf das dritte Seil und...TSUNAMI!!!!! Der Tisch zersplittert, Drew schreit auf, hält sich den Rücken. Coverversuch von Reed:
ONE...TWO...THR...Kickout von Drew!!
Die Arena hielt den Atem an. Viele sahen hier bereits das Ende von Drew und somit auch das besiegelte Schicksal von Liv Morgan. Aber Drew konnte noch rechtzeitig seine Schulter hochziehen. Er bewies hier Kämpferherz, so wie man es von Ihm kannte. Auch, wenn Beide bereits sehr stark gezeichnet waren, war hier noch lange kein Ende in Sicht. Reed ist außer sich, hatte er nicht damit gerechnet, das Drew den Tsunami überlebt. Unter lauten Buhrufen holt Reed eine Eisenkette unter dem Ring hervor, wickelt sie sich um die Faust und schlägt Drew brutal ins Gesicht. Blut spritzt erneut, Drew ist kaum noch wiederzuerkennen. Reed würgt ihn mit der Kette, Drew röchelt, seine Beine zucken. Der Referee schaut hilflos zu, es war alles erlaubt.
Langsam, fast unmenschlich, kämpft Drew sich hoch. Die Fans pushen den Schotten nach vorne und er konnte sich dann doch freikämpfen. Er greift die Kette, wickelt sie um Reeds Bein und zieht. Das Ergebnis war, das Reed stürzt. Drew brüllt, schlägt mit der Kette auf Reeds Rücken ein, jede Bewegung ein Akt purer Wut und eisernen Willens. Drew holt tief Luft, sammelt die letzten Reserven. Er wandert in die Ringecke und lauert darauf, das Reed sich langsam erhebt. Dann beginnt der Countdown: 3...2...1...CLAYMORE trifft!!!! Reed geht zu Boden, Drew setzt sofort zum Cover an:
ONE...TWO...THR...Kickout von Bronson!!!!!
Jetzt ist es Drew, der verzweifelt schreit. Ein wenig ungläubig blickt er auf Reed und dann langsam zum zweiten Tisch. Die Fans jubeln auf, als der Schotte sich den Tisch schnappte und diesen in der Ringecke aufbaute. Er packt Bronson, sichtlich benommen und lehnt Islas Vollstrecker gegen den Tisch. Der Scotish Psychopath flüstert Reed etwas ins Ohr, man kann nicht genau hören was es genau war, vielleicht ja sogar etwas über Liv oder auch Isla. Beherzt begibt sich Drew wieder in die Ecke. Drew pumpt sich auf, die Fans hinter Ihm dann der zweite, laute Countdown, die Fans zählen mit: 3...2...1... McIntyre rennt los und trifft Bronson mit der zweiten CLAYMORE, welche Reed durch den Tisch befördert. Der Tisch zerberstet förmlich, Bronson sackt zu Boden und Drew lässt sich auf diesen fallen. Cover des Schotten:
ONE...TWO...THREEEEEE!!!!
DING DING DING
Here is your winner by pinfall: DREEEEEEEW MCINTYREEEEE!
Der Gong erlöst die Arena und die Fans verfallen in einem lauten Jubelchant für den Schotten. Er hat es tatsächlich geschafft, den „Vollstrecker“ zu besiegen. Reed liegt am Boden, Drew hat sich zur Seite gerollt und liegt blutüberströmt im Ring, kaum bei Bewusstsein, aber er hat gewonnen. Bronson Reed wurde nicht nur besiegt, er wurde überlebt. Isla Dawns Plan ist gescheitert. Liv Morgan ist gerettet. Die Fans jubeln weiter, doch Drew bleibt liegen, erschöpft und gezeichnet. Auch wenn dieser Sieg der wohl wichtigste für den Schotten war, kam es mit einem Opfer daher: Er musste seinen inneren Dämonen rauslassen, um dies hier zu überleben. Aber der Einsatz war es wert.
Die Fans haben soeben eine verdammte Schlacht erleben dürfen, in welcher Drew McIntyre, angetrieben von seinem Willen und seinem Stolz, Liv endgültig aus den Fängen von Isla Dawn zu befreien, siegreich war. Die Fans jubeln dem Schotten zu. Erschöpft und gezeichnet vom Match kniet der Hüne im Ring. Reed liegt neben Ihm, geschlagen und ebenfalls gezeichnet von der Schlacht. Blut strömt über beide Gesichter und jeder Fan in der Arena wurde Zeuge von dem, was passiert, wenn der Schotte seinen inneren Dämonen hervorholt. Etwas, was sich die letzten Wochen angekündigt hatte und das alles nur dank Isla. Reed als auch Drew haben sich nichts geschenkt doch die unüberwindbare Mauer in Form von Bronson Reed konnte der geballten Power des schottischen Psychopathen nicht stand halten. Die letzte Bastion zwischen Drew und Liv fiel in Form von Big Bronson Reed.
Im Ring als auch außerhalb sieht man die Ergebnisse dieses brutalen Brawls und Drew kniet weiterhin im Ring. Sein Körper wippt vor und zurück als würde er versuchen, seinen Dämonen zurückzudrängen. Er hatte etwas gemacht, was er verhindern wolllte und ließ Ihn frei, nur so konnte er siegreich sein, nur so WOLLTE er siegreich sein. Darauf stolz war er nicht, aber es musste sein. Für Liv. Dann hebt Drew seinen Kopf und es geht ein weiteres Raunen durch die Arena, als die Kamera das Gesicht des Schotten zeigt, blutüberströmt. Sein Blick wandert zur Seite, zu Reed. In diesem Moment realisiert der Schotte, was geschehen war. So erschöpft und zugesetzt hatte man McIntyre lange nicht gesehen.
Dann zeichnet sich ein breites Grinsen in seinem Gesicht ab, was durch das Blut noch gefährlicher wirkte. Es war vollbracht. Er hat alles gegeben um dieses Match zu gewinnen um so Liv Morgan zu befreien und dieser ihren Titleshot zu bewahren. Langsam erhebt sich Drew, seine Beine wackelig, aber siegreich. Er atmet schwer und schleppt sich förmlich zu den Seilen, deutet aber auf den Timekeeper, der Ihm ein Mikro reichen soll.
Drew McIntyre „ISLA!!!!“
Schnauft er ins Mikro während er sich an den Seilen zur Stage herumdreht, die Seile dabei nutzt er als Stütze. Es dauert einige Augenblicke, bis sich Drew wieder fängt. Schließlich deutet er auf Bronson.
Drew McIntyre „Siehst du das Isla? Das ist das Ergebnis, wenn man mich reizt, wenn man mir Menschen nimmt, welche mir wichtig sind! Ich habe Bronson besiegt...Dein Hindernis für mich. Derjenige, der dir Livs Titleshot sichern sollte. Aber du hast mich unterschätzt...Und ich werde diesen Ring nicht verlassen, bis du dir selbst eingestehst, das du verloren hast...Komm hier raus und sage mir ins Gesicht, das du Liv freilässt...und ich warne dich, wenn dem nicht so ist...“
Auf einmal wird es still. Ein klatschen ist über die Lautsprecher zu hören. Jedoch ist noch niemand zu sehen. Wo ist Isla? Lauert sie in irgendeiner Ecke? Erscheint sie feige auf der Titan Thron. Nein, während des Klatschens, verfinstert sich die Halle komplett. Nur die Notausgänge sind beleuchtet. Und natürlich wird es unruhig in der Halle. Die Fans geben ein Raunen von sich. Manche pfeifen. Doch dann geht das Licht wieder an. Fackelend. Blitzend. Schaurig.
Isla Dawn steht auf einmal im Ring. Allein. Keine Liv. Keine Nami. Kein Buggy. Sogar Drews Gegner Reed ist verschwunden.
Isla Dawn: ”Braaaavooo! HAHA!"
Das kurze Lachen schrill, wirkt es nicht als wenn Isla der Absprache nachkommen will. Sie grinst, läuft durch den Ring als wenn er ihr gehören würde.
Isla Dawn: ”Duuu glaaaubst ich habe verloooren? HAHA! Naaaw, daaa wiiiirst du aaaaber enttäuscht seeein!"
Schelmisch beißt sich die Schottin auf die Spitze ihrer Zunge und nähert sich Drew sehr nahe. Die Außenseite ihre Hand gleitet sanft über McIntyre's Wange. Na klar, sie will ihn damit demütigen und ein weiteres Gefühl des Scheiterns bescheren.
Es ist das erste Mal, das Drew und Isla sich direkt gegenüberstehen. Doch während Isla wie aus Geisterhand hier aufgetaucht war, fehlt von Liv weiterhin jede Spur. Selbst Bronson Reed war verschwunden, aber dies war Drew völlig egal. Noch immer recht erschöpft bleibt sein Blick auf Isla. Selbst als sie näher kommt, bleibt Drew standhaft. Erstaunlicherweise schien es Isla keine Probleme zu machen, über Drews Wange zu streichen, obwohl dieser mit Blut übersäht war. Aber genau das, was sie dann sagte schien den Schotten erneut ein klein wenig zu triffern. Er verzieht sein Gesicht und packt dann Islas Handgelenk, was von den Fans sogar kurz bejubelt wurde. Der Blick fixiert die Augen von Dawn. Hier agiert nicht Drew, hier agiert sein inneres Ich.
Drew McIntyre „Wir hatten eine Abmachung, Isla....“
Der Arm von Isla wird dann mit Nachdruck von sich gestoßen. Der Blick Drews zeichnet sich mit voller Wut aus, er tritt an Isla heran, so dass diese an Ihm hochschauen musste.
Drew McIntyre „Ich habe Bronson besiegt und somit hast du unseren Deal verloren. Also...Isla...letzte Chance...Wo ist Liv!!??“
Er war direkt und sein Blick sagte genau das, was man vermuten würde. Er war nicht in der Verfassung, auf weitere Spielchen einzugehen. Der Deal war klar. Drew hat gewonnen und hat somit Livs Freilassung erkämpft und gleichzeitig bleibt der Koffer bei der Blondine. Der Schotte mag durch das Match geschwächt sein, aber sein Fokus war klar.
Kurz geschockt, feiert Isla die Reaktion von Drew sogar. Sie schaut den Hünen an und grinst. Teuflisch, als wenn Satan persönlich aus ihr sprechen könnte. Unkontrolliert schwingen ihre Arme nach oben und greifen sogar kurz ins rote Haar. Ein Gelächter bricht aus. Schrill, hexenartige und böse.
Worüber Dawn spricht, sollte jeder wissen. Und während sie sich schelmisch auf die Zungenspitze beißt, schauen die Fans gespannt in den Ring. Wird Drew sich der Hexe anschließen? Manche pfeifen. Andere buhen. Stört Isla nicht im geringsten. Währenddessen kommen aber auch Nami und Buggy auf die Bühne. Liv hat immer noch das Hundehalsband um und wird von Nami geführt. Doch sie bleiben auf der Stage stehen. Somit kann sich Isla noch das Spielchen erlauben und auf die Bühne zeigen.
Isla Dawn: ”Daaa iiist siiie doch! Üüüberleg eees diiir. IIIhhhr kööönntet das Pääärchen aus der Höööölle weeerden!"
Nun ja, Isla geht nicht davon aus, dass es klappt. Aber ein Versuch ist es wert.
Ihr Zeigefinger deutet auf die Stage, damit klar sein sollte, dass Liv dort steht.
Erneut zeigt sich, das Isla skrupellos war. Drew hatte das Match gewonnen, ist an seine Grenzen gegangen und vor allem: Hatte seinen inneren Psychopathen hervorgeholt, um mit allen Mitteln dieses Match zu gewinnen. Der Einsatz war klar und deutlich abgemacht und erneut zeigt Isla, das Sie sich weiter im Vorteil sieht. Der Moment, als Nami und Buggy auf der Stage erschienen und Liv weiterhin an der Leine halten, ließ Drew eine Wut durch seinen Körper schießen, das dieser erneut anfing, schwer zu atmen und kurz trat er sogar einen Schritt vor. Am liebsten würde er dort die Stage hinauf rennen, Buggy und vermutlich auch Nami ausknocken, um Liv von dieser Kette zu befreien. Aber er hielt sich selber davon ab weil er wusste, das Isla darauf aus war, das Drew hier komplett ausrastet und genau dann wäre der Erfolg im Match für die Katz.
Doch auch die letzten Worte Islas schienen etwas in Drew zu bewegen und kurz spürte er sogar, wie sich sein inneres Ich bemerkbar machte, jetzt nachdem er "Ihn" nach dem Sieggong wieder zurückgeschoben hatte. Es war ein Bild, was man sich kaum vorstellen konnte. Aber was wäre, wenn Liv den Kampf gegen Kali verliert und Drew sich ebenfalls seiner dunklen Seite ergeben musste? Kali und der Scotish Psychopath...vereint, als Paar aus der Hölle, wie Isla es beschrieben hatte. Kali hatte schon vorher bewiesen, zu was Sie fähig war und Drews inneres Ich geht ebenfalls über Leichen. Drew wäre die Power, Kali wäre das Chaos. Zusammen wären sie nahezu unaufhaltsam und vor allem...spürte Drew hier erneut, das Liv in Ihm etwas bewegte.
Drews blick blieb auf die Stage fokussiert. Der Anblick war grausam und eigentlich hätten es Isla, Nami und Buggy verdient, hier und jetzt zur Rechenschaft gezogen zu werden. Liv blickte dann ganz kurz zum Ring, ihr Blick traf den von Drew. Der Schotte nickte kurz in Ihre Richtung, ein Stummes Zeichen, das Sie Hoffnung haben sollte. Dann blickte er wütend zurück zu Isla.
Drew McIntyre „Wir hatten einen Deal...und ich verlange das du diesem auch folgst. Sehe es ein, Isla...du hast verloren...Du hast bis nächste Woche Zeit, Liv freizulassen und dann hältst du dich von Ihr fern. Solltest du dem nicht nachkommen, dann schwöre ich hier und jetzt, das ich all meine Privilegien vergessen werde und du dann hautnah Zeuge wirst was es heißt, einem Psychopathen gegenüber zu stehen...und selbst du solltest so schlau sein, das du dieser Möglichkeit aus dem Weg gehst...“
Betrachtet man diese Aussage mit dem blutverschmierten Gesicht des Schotten, birgt diese Aussage verdammt viel Gefahrenpotenzial. Drews inneres Ich ist das wohl unbequemste, was man gegen sich haben wollte und ja, die Gefahr, das es dabei dreckig werden würde, war gegeben, wenn nicht sogar sicher. Drew blickt weiter Isla tief in die Augen.
Drew McIntyre „Lass Liv frei...“
Die Fans jubeln auf und standen vollkommen hinter Drew und wie er seine Loyalität zu Liv wieder spiegelt. Ein letzter Blick und Drew tritt an Isla vorbei. Er wischt sich einmal etwas vom Blut aus seinem Gesicht und verlässt den Ring. Doch kaum auf der Stage, bleibt er erneut stehen. Sein Blick wandert die Stage hinauf zu Nami, Buggy und Liv. Erneut der Drang, einfach durchzugreifen, doch er durfte jetzt nicht diesen Fehler machen. Diese sieben Tage musste Liv noch aushalten. Kurz erfolgt der Blick über seine Schulter zurück zum Ring.
Dort steht Dawn, mit den Armen unkontrolliert wedelnd, bis die Hände in ihre Haare greifen.
Ihr lautes schrilles Hexengelächter, teuflisch wie noch nie, schallt durch die Halle und übertönt sogar die Pfiffe der Fans. Ihren Kopf hat sie dafür in den Nacken geworfen. Doch auf einmal, verfinstert sich die Halle erneut. Und schlagartig endet auch das gruselige Lachen. Ein Raunen geht durch die Arena. Nur Sekunden, bis es wieder hell wird. Und da waren sie weg. Isla und Co. Wie sie plötzlich gekommen waren. Die Worte der Unholy Enchantress hörten sich allerdings so an, als ob sie Liv Freilassen wollte. Ob Drews Worte klever waren? Wird Isla sie tatsächlich frei lassen? Kurz flackert das Licht noch, bevor die Kameras wieder auf McIntyre gerichtet sind.
Drew blickt sich um, Niemand war mehr da, außer die Fans, die Ihn wieder bejubeln. Noch immer gezeichnet vom brutalen Match atmet der Hüne mehrfach tief durch. Wir können gespannt sein, ob wir nächste Woche das Happy End sehen und ob das alles hier auch wirklich von Erfolg gekrönt war. Langsam, mit Schmerzen am ganzen Körper, macht sich Drew auf, die Rampe Richtung Vorhang zu gehen. Die Fans standen nahezu geschlossen hinter Ihm. Aber er richtete seinen Blick nicht mehr zurück und verschwindet schließlich hinter dem Vorhang.
Pat McAfee:"Was für eine Schlacht...Bronson hat Drew an seine Grenzen gebracht, aber am Ende hat Er Islas selbsternannten Vollstrecker besiegen können."
Cathy Kelley:"Drew hat gezeigt, das er hier nicht für Sich kämpft, sondern für Liv und ich hoffe, das Sie ebenfalls zugeschaut hat. Denn dieser Einsatz von Drew war einfach verdammt ehrenvoll und er hat seine Gesundheit aufs Spiel gesetzt. Islas Plan ging nicht auf und ich würde mich sehr freuen, wenn wir Liv nächste Woche wiedersehen. Wenn Isla Wort hält."
Wade Barrett:"Sie sollte es. Sie hat den Deal verloren und ist in der Bringschuld. Ich möchte nicht wissen, was Drew macht, wenn Isla ihn die ganze Zeit an der Nase herumgeführt hatte...Dieser Mann tut alles für Liv, das hat er Heute bewiesen."
Die Lichter in der Arena gehen auf einmal aus. Ein erwartungsvolles Raunen geht durch die Fans, jeder weiß, dass jetzt etwas Großes passiert. Die Sekunden dehnen sich, dann ein Feuerwerk explodiert über dem Ring, grelles Weiß und schimmerndes Gold reflektieren von der Decke. Das Publikum brüllt, Klatschen hallt wie Donner und auf dem Titantron erscheint das legendäre „CENA“-Logo, begleitet von einer epischen, motivierenden Musik. Ein Gänsehautmoment, der die Fans elektrisiert.
Die Kamera fährt zum Eingang. Ein einzelner Scheinwerfer schneidet durch die Dunkelheit, und plötzlich... John Cena tritt hervor und sein Gesicht leuchtet vor Energie und Freude. Kein Hauch von Arroganz nur pure Begeisterung. Er hebt beide Arme in die Luft, winkt der Menge zu lächelt breit und die Fans reagieren mit einem ohrenbetäubenden Jubel. Jeder „CENA!“-Ruf scheint die Halle zum Beben zu bringen. Cena trägt ein leuchtendes, eng anliegendes T-Shirt, das seine Figur zeigt und ihn als energiegeladenen Helden erscheinen lässt. Dazu klassische Baggy-Jeans, die locker sitzen, und weiße Sneakers mit farbigen Akzenten, die seine Bewegungen noch dynamischer wirken lassen. Die Cap sitzt gerade auf dem Kopf, und seine ikonischen „Never Give Up“-Armbänder blitzen im Licht, als Zeichen für Hoffnung und Motivation. Er salutiert...
Er beginnt die Rampe hinunterzulaufen. Jeder Schritt ist voller Energie. Cena springt auf die Absperrung, streckt die Arme aus, klatscht Hände ab, gibt Fans High-Fives einzelne Fans schreien seinen Namen und er reagiert, als würde er jeden persönlich begrüßen. Kinder halten ihre Hände in die Höhe, Cena klatscht mit ihnen ab und zeigt ein großes, herzliches Lächeln. Er macht kleine Sprünge, wirft motivierende Gesten in die Menge, und seine Augen strahlen Begeisterung aus.
Die Kamera fängt die Reaktionen der Fans ein... Menschen stehen auf jubeln schwenken Schilder. Einige halten handgemalte Banner mit "Never Give Up!“ oder „CENA!“, andere winken einfach enthusiastisch. Cena wirft jedem ein kurzes, freundliches Nicken zu hebt Daumen hoch und zeigt immer wieder das berühmte "You Can’t See Me!“-Handzeichen, das die Halle zu einem Chor aus tausenden Stimmen macht.
Matthew Rehwoldt "Making his way to the Ring... from West Newbury, Massachusett... WELCOME BACK... JOOOOHN CEEEEEENA!"
Als Cena den Ring erreicht springt er einmal elegant auf die Ringecke. Die Menge brüllt, als er beide Arme in die Luft reckt, sich verbeugt und ein strahlendes Lächeln zeigt. Dann steigt er vorsichtig vom Turnbuckle, dreht sich einmal um 360 Grad, und winkt den Fans noch einmal zu. Kinder auf den vorderen Rängen schreien seinen Namen, er nickt ihnen zu und deutet auf sie... Bevor er sich vorbereitet geht Cena noch einmal durch die Menge. Er zeigt, dass er jeden einzelnen Fan respektiert.. High-Fives... kurze Umarmungen für klene Kinder, Daumen hoch und motivierende Gesten. Mit jeder Bewegung steigert sich die Energie der Arena und die Fans spüren... Cena ist nicht nur hier um sich zu präsentieren sondern auch etwas zurück zu geben. Schließlich tritt Cena in den Ring, steht in der Mitte, die Musik verhallt langsam und er deutet auf die Fans.
Er streckt beide Hände aus..., Das Licht fokussiert ihn, die Fans jubeln unaufhörlich und John Cena steht da der strahlende Held der Arena mit Herz, Energie und unerschütterlichem Optimismus. Cena greift nach dem Mikrofon das ein Mitarbeiter ihn überreicht. Er bleibt einen Moment still stehen und lässt die Reaktionen auf sich wirken. Die Fans jubeln weiter, einige klatschen rhythmisch, andere rufen laut seinen Namen. Cena lächelt senkt kurz den Kopf und nickt anerkennend als würde er all das erst einmal in sich aufnehmen wollen. Er hebt das Mikro langsam an den Mund, wartet noch einen Herzschlag lang, bis die Halle etwas ruhiger wird.
John Cena "Coast 2 Coast Universe... Fans an den Bildschirmen bei Amazon Prime... Mexikoooo... THE CHAMP IS HEREEEEEEE!"
Cena senkt das Mikro kurz, während die Reaktionen explodieren. "THE CHAMP IS HERE“-Chants branden durch die Arena vermischen sich mit Applaus. Er lächelt breit schüttelt ungläubig den Kopf und hebt beschwichtigend die Hand um die Fans langsam herunterzufahren.
John Cena "Wow... wow... Coast 2 Coast Universe... das hier fühlt sich verdammt gut an.“
Er dreht sich langsam im Kreis lässt den Blick über die Ränge schweifen, deutet auf die Fans in der ersten Reihe, dann auf die oberen Tribünen.
John Cena "Ihr habt keine Ahnung, wie oft ich mir vorgestellt habe wieder genau hier zu stehen. In diesem Ring... unter diesen Lichtern... mit dieser Energie. Ich habe viel gesehen draußen in der Welt... Große Bühnen... große Worte... große Rollen aber nichts und ich meine NICHTS kommt auch nur ansatzweise an das hier ran. Denn dieser Ring... der hat mich geformt. Diese Fans die haben mich getragen. Und Coast 2 Coast... das fühlt sich an wie nach Hause kommen.“
Cena grinst leicht... Cena lässt das Grinsen langsam verblassen. Er atmet einmal tief durch senkt kurz den Blick auf die Ringmatte. Die Stimmung in der Arena verändert sich von Euphorie hin zu gespannter Aufmerksamkeit. Man merkt... Jetzt wird es persönlich...
John Cena "Aber wenn man nach Hause kommt dann muss man auch ehrlich sein. Vor 41 Tagen am 29.12.25 stand ich in einem Ring und habe alles gegeben was ich hatte. Ich stand Roman Reigns gegenüber. Ein Mann der dieses Business dominiert. Ein Mann, der stärker war denn umsonst ist er nicht Coast 2 Coast Eastcoast Champion. Und an diesem Abend habe ich verloren und mich geschlagen geben. Ich habe verloren weil Roman Reigns an diesem Abend besser war."
Cena hebt beschwichtigend die Hand als vereinzelte Buhrufe gegen Reigns aufkommen.
Er tippt sich mit dem Finger an die Schläfe. Cena schaut in die Menge wartet einen Moment bis er wieder das Mikro hebt.
John Cena "Nein... hört mir zu. Respekt gehört dazu... Immer... Aber wisst ihr, was diese Niederlage mit mir gemacht hat? Sie hat mich nicht gebrochen... sondern wach gerüttelt. 41 Tage lang habe ich darüber nachgedacht... über diesen Moment... über diesen Ring... über das, was John Cena wirklich bedeutet. Ich habe gemerkt solange ich hier stehen kann... solange ich kämpfen kann... solange ihr da draußen meinen Namen ruft... bin ich noch lange nicht fertig! Diese Niederlage gegen Roman Reigns war kein Ende... Sie war ein verdammt lauter Weckruf."
Die Arena explodiert vor Jubel. "NEVER GIVE UP!"-Chants setzen ein. Cena hebt das Mikro erneut an diesmal langsamer bedachter. Die Jubelrufe verebben als die Fans merken... Jetzt kommt etwas Wichtiges. Er geht ein paar Schritte zur Ringmitte, steht kerzengerade unter dem Spotlight.
John Cena "Coast 2 Coast Universe... ich bin nicht einfach so zurückgekommen. Ich bin nicht hier, um alte Momente zu wiederholen. Ich bin zurückgekommen, weil ich euch etwas schulde. Und als ich vor 41 Tagen gegen Roman Reigns verloren habe... da hätte ich einfach verschwinden können. Aber das mache ich nicht."
Cena tippt sich erneut auf die Brust. Cena hebt das Mikro wieder an sich die "NEVER GIVE UP!“-Chants verebben langsam. Sein Blick wird fokussierter und ernster. Man merkt... Jetzt kommt die große Ankündigung.
John Cena "Coast 2 Coast Universe... jetzt hört mir ganz genau zu. Denn sehr bald... wird genau dort oben etwas hängen.“
Die Kamera schwenkt instinktiv nach oben. Ein gespanntes Raunen geht durch die Arena.
John Cena "Ein Koffer..."
Cena lässt die Worte wirken bis er wieder das Mikro hebt.
John Cena "Aber nicht irgendein Koffer... Dieser Koffer hat eine verdammt große Bedeutung. Denn wer diesen Koffer gewinnt... der bekommt eine garantierte Chance auf den World Championship."
Er macht einen Schritt nach vorne, seine Stimme wird eindringlicher.
John Cena
„Einen Shot... Einen Moment... Eine einzige Gelegenheit... auf Unsterblichkeit. Aber glaubt bloß nicht, dass man diesen Koffer einfach so bekommt. Um diesen Koffer zu erreichen um sich dieses Recht zu verdienen… muss man Sprosse für Sprosse die Leiter erklimmen und das ONE SHOT AT GLORY MATCH gewinnen. Ein Match in dem es keine Abkürzungen gibt. Keine Ausreden... Keine zweite Chance... Kein Morgen... Nur du... deine Grenzen... und dieser Koffer."
Er blickt entschlossen Richtung Entrance zur Umkleide.
John Cena "Dieses Match wird zeigen wer wirklich bereit ist, alles zu riskieren. Denn Ruhm bekommt man nicht geschenkt.“
Er hebt die Stimme, kraftvoll, klar und brüllt fast ins Mikro.
John Cena "Man nimmt ihn sich...“
Die Fans stehen und können es kaum fassen und geben ihn das mit tosender Applaus wieder.
John Cena ... bei ONE SHOT AT GLORY. Wenn JOHN CENA DEN KOFFER IN DEN HÄNDEN HÄLT UND IHN IN DIE HÖHE HEBT...“
Cena senkt das Mikro hebt die Faust in die Luft und zeigt erneut "You Can’t See Me!“. Die Theme von ihm ertönt und Cena lässt sich feiern...
Pat McAfee "John Cena kehrt nach 41 Tagen zurück und lässt eine Bombe platzen!"
Cathy Kelley "Er kündigt sich als erster Teilnehmer zum One Shot at Glory Match an."
Wade Barrett "Er darf doch teilnehmen, denn er trägt kein Gold!"
Der Theme song Joe Gacys kündigt das nächste Match an nach dem sich nicht sein Theme verändert hat kommt er auch in einer neuer gear raus weg mit dem Hemd und der langen Hose. Er trägt eine kurze Hose und eine Weste mit Kaputze die er sich vom Kopf reißt und mit seinem blauen Augen in die Halle schaut. Den Fans wird zwar noch die Hand gegeben aber er klatscht vermehrt die Hände ab und schüttelt sie nicht wie es sonst üblich bei ihm war. Er macht sich auf dem Weg in den Ring
Matthew Rehwoldt:"Making his way to the Ring... from Franklinville, New Jersey... weighing in at 249 pounds.. JOE GACY!"
Joe stellt sich an die Seile und hebt seine Hand zum Victory Zeichen mit einem bedrohlichen Lächeln
Das Licht in der Halle wird ein wenig gedimmt. Aufgeregt schnappen sich die anwesenden Zuschauer ihre Kameras oder ziehen hastig ihre Smartphones aus den Hosentaschen. Den folgenden Moment wollen sie festhalten. Daher ist es wenig verwunderlich, dass von allen Seiten ein Blitzlichtgewitter auf die Entrance Stage prasselt. Die Boxen springen an...
ARE YOU READY FOR THIS?
Nachdem das gewohnte Intro der Kenny Omega Theme langsam angefangen und immer mehr an Fahrt aufgenommen hat, betritt der Cleaner die Bühne. Er trägt lange schwarze Pants, auf denen in weiß „Best Bout Machine“ abgedruckt ist. Der Oberkörper wird von einer ärmellosen Weste bedeckt, auf deren Rücken ein einzelner Flügel angenäht wurde...passend zu seinem Finisher. Den Titel hat sich der Kanadier um die Hüfte geschnallt. Lächelnd nimmt er die positiven Reaktionen der Fans wahr und taucht regelrecht in diese ein. Mit geschlossenen Augen beugt er sich nach vorne...nur um sich gleich wieder langsam aufzubauen und die Arme in die Höhe zu strecken. Wie aufs Stichwort wird rechts und links neben dem Kanadier die Pyrotechnik aktiviert...
Matthew Rehwoldt:"Making his way to the ring... from Winnipeg, Manitoba, Canada... weighing in at 203 pounds... he is the c2c World Hevyweight Champion... the Cleaner... KENNY OMEGA!"
Die Kamera folgt ihm direkt die ersten Schritte. Kenny nutzt das aus, um ein paar Worte an den heutigen Kontrahenten und über sich selbst zu verlieren. Aufgrund der Hintergrundgeräusche kann man aber nicht wirklich etwas verstehen. Als er schließlich beim Ring angekommen ist, wählt er den Weg über die Treppe und durch die Seile. Innerhalb der Ropes positioniert er sich mittig im Ring, geht kurz in sich, winkelt seinen rechten Arm so an, dass er seine eigene Faust küssen kann…langsam streckt Kenny den Arm aus und spreizt den Daumen und den Zeigefinger ab, so dass er seine patentierte Pistolengeste zeigen kann. Seine Entrance Theme verstummt. Der Canadian X entledigt sich noch der Weste und nimmt den World Titel ab, bevor er diesen in sichere Hände abgibt. Bevor der Kampf nun starten kann, macht Omega ein paar Lockerungsübungen und ist damit bereit…
Warnung! Spoiler!
*Ding Ding*
Und los geht es! In der Hoffnung, dass die Beiden nicht schon wieder von dieser ominösen Druidenfigur gestört werden, machen die Fans hier in Mexiko ordentlich Lärm. Gacy und Omega saugen die Stimmung ein paar Sekunden auf, bevor sie sich aufeinander zu bewegen. Langsames Abtasten...und dann wird das Tempo angezogen. Gacy, der sicher motiviert ist seine zweite Chance zu nutzen, kann seine Power einsetzen, um dem Champ zunächst das Leben schwer zu machen. Nach einem brutalen Backbreaker kann Joe sogar einen Nearfall einfahren. Doch das ist auch der Weckruf für den Cleaner, der sich in Folge in das Match zurückkämpft. So geht es weiter hin und her. Kenny kann sogar den Aoi Shoudou durchziehen. One, Two...aber auch da ein knapper Kickout, was den Kanadier etwas fassungslos zurücklässt. Joe ist ein zäher Gegner. Aber sehr unterhaltsam für die Fans, die den offenen Schlagabtausch feiern. Nach einem etwas unkontrollierten Gerangel fasst Gacy Kenny in die Augen. Wobei das sicher unabsichtlich gemeint war. Primär erblindet taumelt die Destiny Flower durch den Ring. Als er spürt, dass Gacy wieder nach ihm greift, fährt Omega instinktiv sein Bein zu einem Kick aus. Dabei streift er Joe leicht an der Schulter. Dieser beginnt zu grinsen...und lässt sich auf die Matte fallen, als wäre er direkt am Kinn getroffen und ausgeknockt worden. Das sorgt für Irritationen beim Ref und auch bei den Fans. Derweil schüttelt sich Kenny einmal und blinzelt mit den Augen, bis er einigermaßen wieder sehen kann. Er sieht nur, wie Gacy am Boden liegt und geht davon aus, dass er diesen richtig erwischt hat. Ohne zu zögen schmeißt er sich auf seinen Gegner und hakt ein Bein ein. One, Two, Three!
*Ding Ding*
Here is your winner by pinfall and STILL the World Heavyweight Champion: KEEENYYYY OOOMEEEEGAAAAAA!
Aus und vorbei! Kenny Omega hat seinen Titel verteidigt...irgendwie! Außer dem Cleaner selbst sind die Leute noch aufgrund von Joe's Verhalten durcheinander. Da merkt selbst der Canadian X, dass etwas nicht so ganz stimmt. Gerade als er den Ref fragen möchte, was los ist, gibt es große Unruhe in der Audienz. Der Druide ist wieder da! Die verhüllte Gestalt steht ruhig auf dem Apron und zieht die Aufmerksamkeit von Kenny auf sich. Er geht langsam auf diese zu. Zwar hat sie dieses Mal, bisher, nichts gemacht, aber nicht umsonst hat Omega zwei Wochen nach ihr gesucht.
Kenny scheint auf die Person einzureden und sie greift langsam nach der Kapuze und es kommt Evie zum Vorschein sie ist zurück doch was soll das hier ? Warum Griff sie Kenny Omega an fragen über Fragen die wohl unbeantwortet bleiben hinter Kenny steht nun Joe Gacy grinsend und schlägt von hinten in den intim Bereich des Champs. Die Fans starten sofort mit lauten buh rufen. Was soll das ? Warum hilft Gacy hier nun Evie ? Oder war es alles nur ein großes Schauspiel und alle diese Sachen in den letzten Monaten waren wieder einmal Teil des komplizierten Spiels von Joe Gacy? Der Mann zeigte dies nicht zum ersten Mal wie viele hat er schon damit zermürbt Kip Sabian, Ricky Starks, Christian Cage und das neue Opfer ist wohl Kenny Omega. Evie steigt langsam in den Ring und wird von Gacy umarmt bevor sie ihm ein Mikrofon gibt .
Gacy: Kenny... Kenny Kenny ... Das gerade hat mir weh getan als dir auch wenn du es nicht glaubst. Doch bitte lassen sie es mich erklären. Sie erinnern sich an Vincent und Dutch die Righteous? Nun es ist offensichtlich das diese zwei Männer nichts als waren als Lügner die für ihre Vorteile sie meine Damen und Herren belogen . Ich hingegen möchte ihnen die Wahrheit mitteilen. In meinem letzten Buch schrieb ich über den alten Baum Schism und das seine Wurzeln alt sind und unsere Gesellschaft zusammen halten doch während die alten Wurzeln stabil sind werden neue zerstört von selbstsüchtigen Verhalten und gefährdenden den Baum und einer dieser Schädlinge sind sie Kenny Omega. Evie hier erkannte die Wahrheit und kämpft erhalt des Baumes Schism unter dem die Arbeit liegt von Menschen die sagen Moralisch für Gerechtigkeit stehen doch die Wahrheit ist viel benutzen das als Entschuldigung für ihre Taten ich möchte nicht das sie mir verzeihen was ich gleich tun werde sondern verstehen warum ich es tun muss . Wir sind The True Righteous und sie alle die sich am way of Gacy befinden seit Jahren sind auf ein guten Weg auch moralisch den richtigen Weg einzuschlagen... Thank you for Open your mind
Gacy lässt das Mic fallen den Omega kommt langsam wieder auf die Beine als Joe in die Seile rennt und Kenny mit seiner Handspring Lariat trifft von der Omega wieder zu Boden geht und Evie Gacy den World Titel reicht den er langsam in die Luft hebt mit einem Lächeln bevor er das Gold auf Kenny fallen lässt und den Champ zurück lässt während wir hier Wohl gerade die Geburt eines neues Bündnis erlebt haben welches sich The True Righteous nennt.
In den letzten Wochen ist es etwas ruhiger um Tiffany Stratton geworden. Das ganze letzte Jahr 2025 war sie in beinahe jeder Show zu sehen gewesen. Sie wurde längste und beste Shine Championesse ever. Und krönen wollte sie dieses Jahr mit dem Gewinn des Women's World Championchip. Über das Jahr schlug sie die Championesse Toni Storm des Öfteren. Aber genau dann, als der nächste Sieg ihr den Title bescheren sollte, war nicht mehr als ein Draw drin. Toni Storm behielt den Title und Tiffany's ganzes Jahr schien auf einmal umsonst gewesen. Das Risiko eben, welches sie einging, als sie den Shine Title abgab, um neue Women's World Championesse zu werden. All ihre Erwartungen verpuffen an einem Abend. Und dabei hatte sie doch noch nicht einmal verloren. Das störte das Buff Barbie Doll sehr. Ein Hauch von Wut kombinierte sich mit Traurigkeit und Wehmut. Eine Kombination, die sehr gefährlich für sie war. Es bestand die Möglichkeit, dass sie ins nichts verschwinden würde. Wie viele ihrer Kolleginnen, deren Druck zu hoch wurde. Doch was war der Grund? War sie vielleicht erschöpft? Mitgenommen vom ganzen Jahr? Haben ihre Gegnerinnen sie durchschaut? Fragen, die die Millionärstochter schon seit Wochen beschäftigen, doch bislang eine Antwort fehlte.
Die Kamera schwenkt einmal durch die Halle der Auditorio GNP Seguros in Puebla. Die Hello-Mexico-Tour findet mit dem Special beinahe einen Abschluss. Die anschließende Show in Mexico City ist eine prima Gelegenheit, sich als Championesse zu verkünden und zu verabschieden und die anschließende Japan-Tour zu beginnen. So zumindest erträumt es sich Tiffany Stratton, die uns nun mit in ein Segment nimmt. Die Kamera fliegt deshalb nur kurz über die Köpfe der vielen mexikanischen Fans hinweg, mit dem Ziel, auf die Titan Thron zuzufliegen. Für die Zuschauer zu Hause fühlt es sich an, als wenn das Bild in die Leinwand fliegt und die TV-Geräte genau dieselben Bilder zeigen, wie es die Titan Thron in der Arena ausstrahlt.
Zunächst fährt pinke Schrift auf schwarzem Hintergrund über die Leinwand und zieht somit alle Augen auf sich. ~ Breaking News ~ Breaking News ~ Breaking News ~ fließt von links nach rechts, bevor es verschwindet und eine weiße Schrift auf pinkem Hintergrund zu sehen ist. May, the First of 2005, Tiffany's 6th Birthday. Gleichzeitig blendet unten rechts das Tiffy-TV-Logo ein.
Nur wenige Sekunden liefert das Bild uns diese Information, bevor ein Kinderzimmer gezeigt wird. Farbtechnisch in Pink und Weiß gehalten, deutet es auf ein Mädchenzimmer hin. Viele Puppen, Plüsch-Tiere und Bilder im weißen Rahmen stechen neben den weißen Möbeln hervor. Vorne an steht die Bewohnerin dieses Zimmers. Blonde wellige Haare, rosa Shirt und blaue kurze Jeans zeigen ein strahlendes Mädchen, das posiert.
anunknownmalevoice: ”Lächeln Sie einmal in die Kamera, kleine Prinzessin! Alles Liebe zum Geburtstag!”
Die Zuschauer dürfen eine Rückblendung sehen. Beziehungsweise ist es ein Ausschnitt von Tiffany Stratton’s 6. Geburtstags. James, der Battler der Millionärsfamilie, nimmt dieses Video zu Ehren des Tages auf. Das Mädchen war bereits gewöhnt, dass ihre Eltern nicht oft zu Hause waren. Auch für ihre Geburtstage, gab es keine Ausnahme. Dafür bemühte sich James umso mehr. Professionell sprach er auch die Tochter mit Sie an. Befremdlich für das junge Mädchen. Aber er tat das, was man von einem Battler verlangte. Also reichte er der jungen Tiffany noch einen Teller, worauf ein Stück Torte lag und sogar eine Kerze steckte. Das kleine Flämmchen wartete nur darauf ausgepustet zu werden.
James: ”Na los! Pusten Sie die Kerze aus und wünschen Sie sich etwas!”
Ohne groß zu fackeln, tritt Tiffany vor und pustet die Kerze aus. Dann schaut sie zu einem Poster, das links in der Wand hängt. Zu sehen ist eine Wrestlerin mit einem Title in der Hand. Welche, das kann man nicht erkennen. Der Winkel ist dafür zu schräg. Doch das Mädchen wippt aufgeregt auf ihren Füßen.
The Young Tiffany Stratton: ”Ich wünschte ich würde einmal werden wie sie.”
Sagt sie aufgeregt und kann den Blick gar nicht mehr vom Poster nehmen. Sie wirkt aufgeregt. Mit dem Ziel im Blick. Doch die Hoffnungen sollen von James schnell vernichtet werden. Der Wunsch der Millionärstochter besteht schon seit Monaten. Seit dem Tag, wo sie zufällig ins Wohnzimmer kam und ihr älterer Bruder Bryce Wrestling im TV schaute. Sie sah unbemerkt zu und entdeckte damit ihren bis heute anstehenden Traum. Women's World Championesse werden.
James: ”Aber das ist doch keine Zukunft für ein zielstrebiges und anständiges Mädchen. Sie sind gut im Turnen. Sie sollten dort Ihre Träume finden.”
Ja, Tiffany war gut. Eine außergewöhnliche Turnerin, wie wir heute wissen. Und dem Turnen hat sie es auch soweit zu verdanken, dass sie heute einer der besten Wrestlerinnen der c2c ist. Mit sehenswerten Auftritten und natürlich damit auch den Move, womit sie ihre Gegnerinnen erledigt: Bekannt als The Prettiest Moonsault ever!
Doch die blonde kleine Tiffany schüttelt wild mit dem Kopf und verschränkt die Arme. Etwas beleidigt und unglücklich. Enttäuscht schaut sie auch noch zur Seite. Beinahe schon eingeschnappt.
The Young Tiffany Stratton: ”Dad hat gesagt, ich kann alles werden, was ich will! Und die Zukunft liegt mir offen! Ich muss nur hart arbeiten.”
Ja, so war ihr Vater. Genau so ein Typ. Fast nur am arbeiten. Und damit dient er als gutes Vorbild für seine Kinder. Er hat sich eine Menge aufgebaut. Eine Villa. Teure Autos. Seinen Kindern fehlte nichts und sie konnten sogar vom Homeschooling profitieren und nachmittags am Pool verbringen. Das Homeschooling ist übrigens James Vermutung, warum Tiffany egal war, was mit anderen Menschen passierte und nur sie selbst im Fokus stand. Es fehlten einfach soziale Kontakte. An dieser Stelle springt das Bild, zu einer Werbung, um.
Wie zuletzt oft, nutzt die selbsternannte Miss Future Legend ihre Beiträge auch für Werbung. Man merkt, dass sie nicht nur eine ehrgeizige Wrestlerin ist, sondern auch eine gute Geschäftsfrau.
Die Location ändert sich. Am unteren Rand des Bildes erscheint nun der Hinweis, dass wir uns nur noch ein paar Tage vor dem Special befinden. ~ a few days before Mexican Standoff ~
Dieses Mal befinden wir uns wieder im Hause Stratton. Jedoch nun bei Tiffany Stratton zu Hause. Viel ist von der Villa nicht zu sehen. Nur das Badezimmer, wo die Blondine vor dem Spiegel steht und das Gesicht schminkt. Gekleidet ist sie im silbern-glitzernden Bra und einem schwarzen Faltenrock aus Leder. Ihre Haare fallen über die Schulter. Da von der Seite aus gefilmt wird, ist beinahe offensichtlich, dass diese Aufnahmen mit Smartphone gemacht werden. Das Tiffy-TV-Logo steht dabei immer noch unten in der Ecke.
Tiffany Stratton: ”Wie ihr gesehen habt, begannen meine Vorbereitungen schon als Kind darauf, Women's World Championesse zu werden. Habt zunächst geturnt, mit dem ganz klaren Ziel, besser zu werden als alle anderen. Und ich wurde besser! Ich wurde besser als alle anderen! Ich wurde besser als Roxanne Perez, Saraya und wurde Two-Time Shine Championesse! The longest and best Shine Championesse for all time!”
Ja, das wurde sie. Und jeder weiß es. Immerhin konfrontiert sie das c2c-Universe gefühlt jede Woche mit dieser Leistung. Wer glaubt, dass sie damit schon zufrieden ist, der irrt. Das Buff Barbie Doll will mehr! Sie will sich einen Legendenstatus erarbeiten! Tiffany will Women's World Championesse werden! Um jeden Preis! Und deshalb war das Draw im Championchip Match gegen Toni Storm verdammt ärgerlich. So sehr, dass sie nicht abstreiten könnte, sich immer noch darüber zu ärgern.
Während sie die letzten Worte sprach, war ihre Stimme ruhig. Das liegt daran, dass wir das Rich Girl beobachten dürfen, wie sie mit Mascara ihre Wimpern dunkel färbt. Kaum sind diese bemalt, dreht sie ihren Kopf, um ihr Gesicht von allen Seiten im Spiegel begutachten zu können. Da sie damit zu Frieden scheint, redet sie weiter.
Tiffany Stratton: ”Das Jahr 2025 war das Jahr von Tiffany Stratton! Ich habe alle geschlagen! Ja, 2 Matches gegen Fallon Henley verloren. Aber nur diese. Und später schlug ich sie auch. Ich habe diesen Fehler ausgebügelt. Ich schlug Größen wie Saraya. Wie Becky Lynch. Toni Storm. Shanna. All eure Lieblinge! Und die Liste ist lang und wird immer länger! Wer, außer mir, hat es verdient, Women's World Championesse zu werden? Sagt es mir? Toni…sag es mir! Du hast gesagt, dass eher andere Kolleginnen verdient hätten, ein Title Match zu bestreiten. Doch Namen hast du nie genannt. Wer ist es? Oder war es mal wieder eine Ausrede, wie schon so viele in den letzten Monaten? Honey, ich sehe deine Verzweiflung! Deinen eisernen Willen, den Tiffy-Express aufzuhalten. Mit mentaler Kraft wehrst du dich gegen meinen Ansturm auf die Spitze der Division. Dabei stehe ich dort schon seit längerem. An der Spitze des Power Rankings! Woche für Woche und Monat für Monat. Du kämpfst gegen Fakten, die du nicht aufhalten kannst. Wehrst dich mit letzten Kräften, um den Status als Championesse zu behalten…”
Das Draw fühlt sich für Stratton als verloren an, weil die Australierin aus dem Draw einen Sieg formte. Die Millionärstochter hat es deshalb mehrmals auf den Punkt gebracht: Sie hat den ersten Versuch von Tiffany knapp abgewehrt. Aber die Strong Zero City Lady hat die jüngere Blondine sicherlich nicht aufgehalten. Deshalb fand sie auch einen Weg, um eine erneute Chance zu erzwingen. Und dieses Mal soll nichts mehr anbrennen.
Die selbsternannte Miss Future Legend klimpert zufrieden mit den Augen und greift nun in eine Tasche, um einen Lippenstift hervorzuholen. Fein säuberlich beginnt sie, die Lippen zu schminken, während die freie Hand auf Schulterhöhe fliegt, als wenn sie ein kleines Flügelchen bräuchte, um das Gleichgewicht zu halten. Ihren Oberkörper beugt sie nämlich leicht nach vorn, um besser im Spiegel beobachten zu können, wie das Ergebnis ihrer Arbeit aussehen wird.
Tiffany Stratton: ”Wir wissen beide, dass Tiffany Epiphany die wahre Championesse ist! I’m the Star of the c2c! The most beautiful Wrestler! Miss Future Legend!...”
Und plötzlich holt sie tief und quitschend Luft, schaut leicht nach oben, um mit hoher und nerviger Stimme sich noch weiter zu profilieren.
Tiffany Stratton: ”Yes!!!…the Center of the Universe! I'm going to the Tiffy-Top!”
Ja, mit genau diesen Worten kennt man sie. Auf der anderen Seite sind es genau diese Worte, warum viele sie nicht mögen. Obwohl es ihr gleichgültig ist, ob sie gemocht wird oder nicht.
Sie zieht die letzten Striche Lippenstift auf, bringt ihren Oberkörper in die Geraden und plustert stolz ihre Brust auf. Dabei schwingt sie auch die andere Hand auf Schulterhöhe und knickt die Hand wie ein Flügelchen ab. Zufrieden ist sie anscheinend aber noch nicht. Schnell ist ein Pinsel in die Hand genommen und noch etwas Rouge aufgetragen. Anschließend stützt sie sich am Rand des Waschbeckens ab und mustert sich nochmals, bevor sie sich abdreht.
Ob sie zufrieden ist, zeigt sie nicht. Aber unzufrieden wird sie auch nicht sein. Denn Tiffany schnappt sich ihr Smartphone und verlässt das Badezimmer. Durch die Aufzeichnung des Smartphones können wir die Blondine auf ihrem Weg begleiten. Sie geht durch einen engen Korridor, dessen Wände in Babyblau gestrichen sind. Dabei hält sie das Smartphone über dem Kopf, sodass sie sich von oben filmt. Die andere Hand baumelt auf Schulterhöhe bei jedem Gang mit.
Tiffany Stratton: ”Ob Toni ihre Frau zu Hause auch beschimpft und beleidigt? Ihr Kosewort ist bestimmt: fucking Bitch! ÜÜÜÜrrrrggghhh…diese asoziale Art. Beschämend, oder? Ich kann bis heute nicht verstehen, warum ihr Toni Storm feiert. Warum? Weil sie bis zum Schluss kämpft und fightet? Sweethearts, das mache ich auch. Ich muss mich damit nur nicht profilieren. Das habe ich nicht nötig, weil das doch wohl klar sein sollte! Sie verhält sich wie so eine Cracknutte von der Straße. Gossen-Sprache. Kleidung ohne Stil. Dreckig und stinkend. Und anscheinend hat sie auch nicht alle Sinne beisammen. ÜÜÜÜrrrgh…!”
Angewidert rümpft sie die Nase. Und weil das noch nicht genug ist, rollt Tiffany auch noch genervt mit ihren braunen Reh-Augen. Oft wurde sie von Toni beleidigt. Das ist halt Storms Charakter und viele lieben sie, wie sie ist. Das Rich Girl jedoch kommt eben aus einem anderen Haus. Fein. Edel. Luxuriös. Da gab es keine Beleidigungen. Zumindest nicht auf direkter Art. Deshalb: ein No-Go in ihren Augen, auch wenn sie soeben auch eine Beleidigung nicht für sich behalten konnte.
Plötzlich hört man lautes Klatschen im Hintergrund. Manche lassen ein sexy Pfeifen hören. Andere wiederum rufen ganz laut “Tiffyyyyy”. Zu Ehren des Specials, hat sie zu einer Pressekonferenz bei ihr zu Hause eingeladen. Letzte Fragen, bevor es nach Mexiko geht, um als Championesse nach Japan zu fliegen. Tiffany filmt sich selbst, wie sie nach draußen in den Garten kommt. Ausgewählte Journalisten und Freunde saßen auf schwarzen Klappstühlen, die aufgereiht neben dem Pool standen. Kleine Palmen lieferten etwas Schatten vor der Sonne. Und natürlich ließ die Millionärstochter Champagner und das feinste Essen springen. Viele Gäste sitzen mit gefüllten Gläsern und Tellern auf den Stühlen.
Ruft sie in die Runde und wirft dabei ihren Arm in die Luft, um von der Hand ihren Zeigefinger auszufahren. Damit macht sie sich nicht nur aufmerksam, sondern versucht die Stimmung mitzunehmen. Sie selbst setzt sich hinter einem kleinen Pult, wovor Werbung ihrer Tiffy-Barbie aufgebaut ist. Das Rosa-Gestrichene Haus, wird von einem Beamer angestrahlt und wirft Konturen eines Barbie-Hauses auf die Wand. Das Bild switcht nun um. Sie legt das Smartphone an die Seite und ein Kameramann im Garten übernimmt.
Tiffany Stratton: ”Ich besiegte Toni Storm zweimal. Ist sie überhaupt eine richtige Championesse? Gut im Ring…ist sie jedenfalls nicht!”
So beginnt sie und lehnt sich fies grinsend zurück. Ihre beiden Hände schwingt sie wieder auf Schulterhöhe.
Tiffany Stratton: ”Bla Bla Bla…ich musste ja auf unfaire Mittel zurückgreifen, um ein Title Match zu bekommen. Eine unberechtigte Beschwerde, findet ihr nicht? Sie ist doch selber Schuld! Wie oft habe ich gesagt, dass Liebe und Freundschaften angreifbar machen? Sie wollte nicht hören und wollte lieber fantasieren, warum ich keinen weiteren Shot verdient hätte. Nun sitzt sie wahrscheinlich zu Hause bei ihrer Pris und heult sich die Augen blutig, wie unfair ich doch bin. Naaaw…die arme arme Toni Storm.”
Natürlich glaubt Tiffany nicht daran, dass die Australierin zu Hause sitzt und Trübsal bläst. Toni wird ihre Strategie haben. Und Tiffany glaubt auch, dass Storm bewusst einen weiteren Kampf hinausgezögert hat, um die Jüngere zu reizen. Das hat tatsächlich geklappt. Man spürt, wie sehr das Buff Barbie Doll die derzeitige Championesse verachtet. Wie viel Wut in ihr steckt. Wie sehr sie Toni hasst. Es wird Stratton eine Freude sein, ihr den goldenen Title abzunehmen.
Doch es gibt auch noch ein anderes Thema. Seit letzter Woche weiß sie auch, dass Isla Dawn einen grauenhaften Plan verfolgt. Sie will mit Liv Morgan's One Shot of Glory Koffer ein Title-Match erwirken. Nach dem Special. Und die Schottin ist eine unangenehme Gegnerin. Übrigens genauso wie Liv Morgan, die Tiffany stets auf dem Schirm hat. Durch ihre Gefangenschaft kann sie Gott sei Dank nicht im Match einschreiten und den Koffer einlösen.
Tiffany Stratton: "Und dann wäre da noch Liv Morgan und Isla Dawn. Unsere Gefangene One Shot of Glory. Natürlich habe ich sie auf dem Schirm. Und Isla…pffff…als wenn die mir mit einer Drohung Angst machen würde?!”
Isla Dawn ist gefährlich. So gefährlich, dass selbst die selbsternannte Miss Future Legend nichts mit ihr zu tun haben möchte. Sollte sie Championesse werden, wird sie sicherlich mit der Hexe zu tun haben.
Jedoch kaum ausgesprochen, kommt ein junger Mann im Anzug zu ihr und überreicht einen schwarzen Umschlag. Schwarz. So schwarz, dass Tiffany bereits ahnt, dass es nichts Gutes verheißen mag. Der junge Mann zeigt auf eine Person seitlich der Stühle. Und Stratton bekommt einen Schock. Da war sie…Isla Dawn. Kaum zu übersehen mit dem roten Haar, dem breiten Grinsen und dem schwarzen Outfit. Tiffany's Herz schlägt plötzlich schneller. Ihr Gesicht zeigt deutlichen Schock. So sehr, dass alle anderen Leute im Garten dadurch den Blick auf Isla richten.
Beinahe hastig öffnet Stratton den Umschlag und holt ein weißes Blatt Papier hervor. Es ist mit schwarzem Stift bemalt, als würde ein dreijähriges Kind malen. Erschreckend ist jedoch der Text. Rot. Verlaufen. Sieht nach keiner Farbe aus, sondern mit dem Finger gezeichnet. Der Text selbst ist eine Drohung: Das ist Liv's Blut. Jetzt hole ich mir deins!
Kurz schaut die ehemalige Championesse auf den Zettel und will dann wieder zu Isla schauen. Doch diese ist auf einmal weg. Die schnelle Suche nach ihr bringt auch keinen Erfolg. Tiffany springt deshalb verängstigt auf und eilt in das Haus zurück. In Sicherheit, wie sie hofft. Sie sollte sich schnell auf den Weg nach Mexiko machen. Es ist unheimlich genug, dass Isla sie hier gefunden hat. Bevor das ganze hier aufgelöst werden kann, blendet das Bild off.
Pat McAfee:"Jemand muss Tiffy helfen! Die Irre…Isla tut ihr etwas an!" Cathy Kelley:"Ob das wirklich das Blut von Liv Morgan war? Unvorstellbar! Wie widerlich ist Isla bitte? Obwohl Tiffany es nicht anders verdient hat. Diese arrogante Art ist genauso widerlich." Pat McAfee:”Ich hoffe, Tiffy hat es geschafft, gesund nach Mexiko zu kommen.” [COLOR=silver]Wade Barrett:"Du und deine Tiffy. Sieh es doch ein, dass du ihr egal bist! Ich bin gespannt, ob sie heute unsere neue Women's World Championesse werden kann. Vielleicht verhindert es ja auch schon Isla Dawn."
Was an diesem Abend in Puebla geschah, war mehr als nur ein weiteres Kapitel. Es war ein Bruch... Das Auditorio GNP Seguros kochte. 10.500 Zuschauer, laut, emotional, elektrisiert von der besonderen Atmosphäre dieses dritten Mexican Standoff-Specials. Schon vor dem Main Event lag etwas in der Luft... dieses Gefühl, dass Geschichte nicht angekündigt wird sondern passiert. Der Eastcoast Championship Belt stand auf dem Spiel. Roman Reigns gegen Jon Moxley... Zwei Alphatiere... Zwei völlig unterschiedliche Definitionen von Macht. Und wer kam zum Coast 2 Coast Ring? Solo Sikoa. Der Enforcer... Der Vollstrecker... Der Mann, der bislang niemals gezögert hatte, wenn es um den Schutz des Tribal Chief ging. Bis zu diesem Moment. Das Match war intensiv brutal und körperlich. Moxley brachte Roman an seine Grenzen, zwang ihn mehrfach in Situationen, aus denen er sich nur mit purer Willenskraft befreien konnte. Das Publikum war gespalten laut gnadenlos ehrlich. Dann kam der Moment... Roman taumelte und Moxley setzte nach. Der Titel war greifbar nah. Solo stand auf dem Apron... 10.500 Augen richteten sich auf ihn. Roman drehte sich und suchte den Blickkontakt, Sicherheit und suchte Loyalität. Und was geschah? Solo Sikoa drehte sich zum Tribal Chief und verpasste ihn den Samoan Spike. Der Einschlag war klar... Unmissverständlich... Kein Versehen... Kein Zögern... Ein kollektives Einatmen ging durch die Halle gefolgt von einem Schrei, der zwischen Schock und Unglauben schwankte. Roman Reigns ging zu Boden und der Eastcoast Championship Belt wankte. Die Ordnung der Bloodline zerbrach. Nur mit letzter Kraft und vielleicht mit dem letzten Rest dessen, was von seiner Aura übrig war... konnte Roman verhindern dass Moxley den Titel in diesem Moment gewann. Doch der Schaden war angerichtet. Die Kamera schaltet noch vor dem offiziellen Main Events abrupt in den Backstagebereich.
Ein langer enger Gang erscheint im Bild. Betonwände... Kaltes Licht... Der Lärm der 10.500 Zuschauer aus dem Auditorio GNP Seguros dringt nur gedämpft durch die Wände wie ein fernes Grollen, das jederzeit näherkommen könnte. Mitten im Gang stehen zwei Männer... "The Enforcer" Solo Sikoa und "The Wiseman" Paul Heyman. Solo lehnt leicht an der Wand. Der Schweiß vom Licht ist noch nicht getrocknet. Das Tape um seine Daumen ist verschoben, dunkle Spuren ziehen sich über seine Hände. Sein Blick ist nach vorne gerichtet nicht auf die Kamera und nicht auf Heyman. Er wirkt ruhig... Beunruhigend ruhig... Wie jemand der eine Entscheidung nicht gerade erst getroffen hat sondern sie schon lange mit sich herumträgt. Der Wiseman ist außer Atem. Nicht körperlich sondern innerlich. Die Schultern sind angespannt, die Hände ineinander verschränkt, als müsse er sich selbst festhalten. Zum ersten Mal an diesem Abend wirkt er nicht wie der Architekt der Tat. Einen Moment sagt niemand etwas... Die Kamera hält drauf und lässt die Stille arbeiten. Heyman räuspert sich schließlich und seine Stimme ist leiser als sonst.
Paul Heyman "Solo warum?“
Solo reagiert nicht sofort. Er bleibt an der Wand, der Blick weiterhin nach vorne gerichtet. Man sieht, wie sich sein Kiefer kurz anspannt, wie sich seine Finger einmal langsam schließen und wieder öffnen. Das entfernte Grollen der Zuschauer schwappt durch den Gang als würde die Arena selbst auf eine Antwort warten. Heyman wagt einen kleinen Schritt näher... Nicht fordernd... oder bittend. Seine Stimme ist ruhig aber darunter liegt Dringlichkeit. Und etwas das man bei ihm selten hört... Unsicherheit.
Paul Heyman "Ich muss es verstehen, Solo... Ich muss es Tribal Chief erklären können.“
Solo stößt sich langsam von der Wand ab. Kein abruptes Abdrücken eher ein kontrolliertes lösen. Er dreht sich halb zu Heyman, dass sie sich ansehen können aber nicht vollständig. Als wolle er noch einen Teil von sich zurückhalten. Seine Stimme kommt tief ruhig ohne jede Emotion. Gerade das macht sie gefährlich...
Solo Sikoa "Er hat mich nicht mehr gesehen. Der Tribal Chief geht seinen Weg und Solo Sikoa ist keine Marionette mehr.“
Heyman reagiert sichtbar auf diese Worte... nicht mit Wut oder Lautstärke sondern mit einem leichten zucken, als hätte ihn etwas Unerwartetes getroffen. Für einen Moment sagt er nichts. Die Kamera bleibt eng auf den beiden fast unangenehm nah. Man hört ein entferntes Klirren, irgendwo schlägt eine Metalltür zu. Das Grollen der 10.500 Zuschauer schwillt kurz an, dann ebbt es wieder ab wie ein Atemzug der Arena. Solo richtet sich nun vollständig auf. Er steht nicht mehr an der Wand. Er steht im Raum. Heyman versucht die Kontrolle zurückzuholen. Die Schultern straffen sich minimal und die Stimme wird fester professioneller.
Paul Heyman "Solo… alles, was Roman Reigns aufgebaut hat, alles, was du aufgebaut hast – das kann nicht einfach so enden. Die Bloodline ist größer als...“
Solo hebt langsam die Hand... Keine aggressive Geste nur ein stilles Stoppsignal. Paul Heyman verstummt sofort. Sikoa tritt einen Schritt nach vorne. Dann noch einen... Jetzt sind sie auf Augenhöhe. Der Gang wirkt enger und die Luft schwerer. Die Stimme bleibt ruhig beinahe sachlich als würde er eine Tatsache erklären und nicht eine Drohung aussprechen.
Solo Sikoa "Alles ändert sich, weil es musste. Jahrelang war ich der Schatten... Der hinter ihm stand. Der zugeschlagen hat, wenn er es wollte. Der gefallen ist, damit er stehen konnte. Und irgendwann... hört ein Mann auf, sich selbst zu sehen, wenn er nur noch spiegelt.“
Heyman atmet tief ein. Man sieht, wie er sich innerlich sammelt, wie er zu dem Mann zurückfindet, der schon ganze Imperien mit Worten gelenkt hat. Die Schultern gehen leicht nach hinten, die Hände lösen sich voneinander. Die Kamera bleibt eng... Kein Schnitt und auch keine Flucht.
Paul Heyman "Solo… hör mir jetzt sehr genau zu. Du hast heute nicht irgendeinen Mann attackiert. Du hast den Tribal Chief vor 10.500 Menschen in Puebla gedemütigt. Einen Mann... der Macht nicht vergisst. Der Respekt nicht verzeiht. Der Tribal Chief Roman Reigns wird reagieren. Nicht impulsiv und auch nicht chaotisch. Roman reagiert... endgültig.“
Solo verzieht keine Miene... Heyman fährt fort doch jetzt mit mehr Nachdruck...
Paul Heyman "Du hast heute Abend eine Kraft geweckt... Die eine fordert Loyalität und die andere Durchhaltevermögen...“
Solo atmet langsam aus. Dann hebt er den Blick direkt zu Heyman. Kein Zorn... Keine Provokation... Nur Klarheit...
Solo Sikoa "Dann soll sie kommen. Roman wird kommen um seine Krone zu verteidigen als Tribal Chief... Ich werde hier sein. Nächste Woche wird sich einiges ändern...“
Die Kamera bleibt auf den beiden, während Solo einen letzten Atemzug nimmt. Er steht einen Moment still, ganz ruhig, wie ein Mann, der genau weiß, dass jede Bewegung von Bedeutung ist. Das Licht über dem Gang reflektiert sich auf seinem Gesicht, wirft Schatten auf die kantigen Linien seines Kiefers. Dann dreht er sich um... Jeder Schritt scheint kalkuliert, jeder Winkel seiner Bewegung strahlt Kontrolle aus. Die Betonwände des Ganges scheinen den Schall zu fangen, nur das leise Geräusch seiner Stiefel hallt zurück. Solo schreitet Schritt für Schritt nach vorne. Der Gang wird länger, die Distanz zwischen ihm und Heyman wächst, doch seine Präsenz bleibt überwältigend. Heyman bleibt zurück, allein im Gang. Seine Augen folgen Solo, doch er weiß, dass jede Bewegung, jedes Wort jetzt bedeutungslos ist. Die Hände sinken langsam, die Schultern entspannen sich minimal, doch seine Augen bleiben auf den entfernenden Rücken des Enforcers gerichtet
Schallt eine weiblich nervige Stimme aus den Boxen der Arena. Während anschließend die Theme eingespielt wird, wird gleichzeitig auf der Titan Thron das Entrance Video gezeigt.
Nach der Ankündigung weiß jeder, wer nun die Halle betritt...das Buff Barbie Doll Tiffany Stratton. Natürlich wird sie von Pfiffen und Buh-Rufen empfangen. Diese stören die Blondine jedoch überhaupt nicht. In weiß-rosanen Bra und passender Panties kommt sie auf die Stage und breitet die Arme aus.
Arrogant nickt sie in alle Richtungen. Kurzzeitig fährt sie ihre Hüfte aus und stemmt eine Hand daran. Ihr arrogantes Grinsen verrät, dass ihr die Situation gefällt.
Kaum die Pose beendet, geht sie Richtung Ring. Langsam stolziert sie die Rampe hinunter, schaut weiterhin in alle Richtungen und genießt die Atmosphäre. Dabei lässt es Tiffany langsam angehen und zeigt auf ihre Armbanduhr. It's Tiffy-Time! ruft sie dabei und grinst erneut.
Matthew Rehwoldt:"The following Countest is the Main Event of the Evening and its gonna be for the Coast 2 Coast Womans Wooooorld Champiiiooonshiiiiiiiip... Introducing first... The Challonger...from Prior Lake, Minnesota, USA...Miss Future Legend…TIFFANY STRATTON!!!"
Davor angekommen geht die Blondine rechts am Ring entlang, bis sie in der Mitte angekommen ist. Dort steigt sie hoch, legt sich mit den Rücken auf das mittlere Seil und hält sich mit einen Arm am oberen Seil fest. Mit der anderen Hand wirft sie einen Luftkuss in die Zuschauerränge. Diese beherzigen die Geste nicht. Weiterhin bringen sie ihr Heat entgegen. Mit einen Grinsen beendet die Blondine die Action und richtet sich vor den Ringseilen wieder auf.
Nach kurzer präsentation, klettert sie hinein und stellt sich in die Mitte. Dort posed Tiffany erneut.
Kaum passiert stellt das Buff Barbie Doll ihren linken Fuß auf das unterste und den rechten Fuß auf das mittlere Seil. Anschließend wirft das Rich-Girl einen Arm in die Luft, um sich nochmals der Gegenseite arrogant zu zeigen. Schließlich geht sie zurück in den Ring.
"It's just one of those days when you don't wanna wake up
Everything is fucked, everybody sucks
You don't really know why, but you want justify rippin' someone's head off
No human contact, and if you interact your life is on contract
Your best bet is to stay away, motherfucker
It's just one of those days"
Die harten, rockigen Töne von "Break Stuff" dröhnen aus den Boxen. Hier in der c2c steht der Song für eine junge Dame, die in der Liga schon so einiges erlebt, aber auch einiges gegeben hat....Toni Storm! Jubelnd empfangen die Zuschauer die junge Australierin. Energisch und von der puren Lust am Wrestling angetrieben betritt sie die Stage und verweilt dort für einen Augenblick. Zusätzlich zu ihrer komplett in schwarzem Leder gehaltenen Ringgear trägt sie eine schwarze Lederjacke, die auf den Schultern mit silbernen Spikes bestickt wurde und eine ihrer Cappys, die sie sich verkehrt herum aufgesetzt hat. Natürlich darf die "Kriegsbemalung", der berühmt-berüchtigte schwarze Strich im Gesicht nicht fehlen. Auf der rechten Schulter ruht der Women's Championship, den sie sanft, aber auch fest zugleich fixiert. In einer fließenden Bewegung nimmt sich Toni die Sonnenbrille von der Nase und schiebt sich diese in einer Jackentasche.
Matthew Rehwoldt:"And her Opponent... she is the c2c Women's Champion... from Gold Coast, Australia... TONI STORM!"
Die positiven Rufe werden noch lauter, als Matthew Rehwoldt den Namen der Australierin laut ausspricht. Die Blondine ist auf jeden Fall nach wie vor eine der Publikumslieblinge. Grinsend sieht sich Toni in der Halle um. Ihr Herz pocht, immer mehr Adrenalin wird durch ihren Körper gepumpt… diesen Moment liebt sie einfach. Die Blondine ist extrem heiß und will den Zuschauern die beste Performance am heutigen Abend liefern. Jauchzend lässt sie einen kurzen Schrei von sich hören und setzt sich in Bewegung. Zielgerichtet legt die Strong Zero City Lady den Weg zum Ring hinter sich, wobei sie mit vielen Fans abklatscht und dort einmal den Squared Circle umkurvt. Die Ringtreppe ignorierend hüpft die Blondine auf das Apron und steigt durch das untere und das mittlere Seil hindurch. Dabei muss sie den Titel fest an sich drücken, damit dieser nicht runterrutscht. Im Ring positioniert sich Storm breitbeinig in der Mitte und reißt den rechten Arm mitsamt des Belts empor. So genießt sie für einen Moment die vollkommene Aufmerksamkeit aller anwesenden Menschen, bis sie ihre Haltung wieder lockert. Langsam wird die Theme ausgeblendet. Toni gibt ihren Belt behutsam ab, positioniert sich in eine der Ringecken und geht kurz in die Hocke. In dieser Haltung horcht sie kurz in sich, bevor sie sich wieder an den Seilen hochzieht und sich ihrer Cap und der Jacke entledigt. Damit kann es losgehen.
Das ausverkaufte Pay-Per-View-Stadion bebt bereits, lange bevor die Ringglocke überhaupt erklingt. Überall blitzen Kameras, Fans stehen auf den Rängen, Plakate werden in die Höhe gehalten. Es liegt dieses besondere Knistern in der Luft, das Gefühl, dass heute etwas Großes passieren wird. Der C2C Women’s World Championship steht auf dem Spiel, und im Ring treffen zwei Frauen aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch genau deshalb perfekt füreinander gemacht scheinen. Und für den Beginn des Matches scheint alles bereit zu sein, und so startet die letzte Schlacht am heutigen Abend hier in Mexiko!
DING DING DING
Für einen Moment passiert nichts. Ein intensiver Staredown, Auge in Auge, Championesse gegen Herausforderin. Tiffany bricht das Schweigen mit ihrer provokanten „Tiffy Time“-Geste, grinst höhnisch und spielt mit dem Publikum. Doch Toni reagiert nicht mit Worten. Sie tritt einen Schritt vor und verpasst Tiffany eine schallende Ohrfeige, die durch die Arena hallt. Ein Raunen geht durch die Fans. Tiffany taumelt kurz zurück, fängt sich aber sofort, rollt sich elegant ab und zeigt einen beeindruckenden Handspring-Backflip quer durch den Ring, nur um Toni mit einem spöttischen Winken zu verhöhnen. Athletik trifft auf Erfahrung, und keiner von beiden ist gewillt, auch nur einen Zentimeter nachzugeben. Als Tiffany erneut nach vorne kommt und einen Lock-up sucht, schlägt Tonis technische Klasse zu. Blitzschnell dreht sie den Ansatz um, greift den Waist-Lock und zieht Tiffany gnadenlos an sich. Was folgt, ist eine Lehrstunde im Grappling. Toni hebt ihre Gegnerin mehrfach aus und lässt sie mit einer Serie harter Snap-Suplexes auf die Matte krachen. Jeder einzelne sitzt präzise, kontrolliert, fast schon klinisch. Tiffany verzieht schmerzverzerrt das Gesicht, rollt sich zur Seite, doch Toni bleibt dran, hält den Druck hoch und macht klar: Hier wird nicht gespielt. Doch Tiffany wäre nicht „The Center of the Universe“, wenn sie sich so leicht unterkriegen ließe. Als der Ringrichter kurz abgelenkt ist, nutzt sie den Moment gnadenlos aus, sticht Toni in die Augen und reißt das Momentum brutal an sich. Der Ton des Matches ändert sich schlagartig. Tiffany schleudert Toni mit voller Wucht in die Ringecke, sprintet los und trifft sie mit einem perfekt getimten Handspring Back Elbow. Der Aufprall ist hart, Tonis Körper sackt kurz zusammen, und Tiffany setzt sofort nach. Sie genießt es, die Kontrolle zu haben, posiert arrogant und lässt keinen Zweifel daran, dass sie bereit ist, jedes Mittel einzusetzen. Nun öffnet Tiffany das ganz große Arsenal. Sie rollt sich aus dem Ring, greift unter den Apron und zieht erst einen Stuhl, dann eine Mülltonne hervor. Der Ringrichter protestiert, doch Tiffany ignoriert ihn. Sie bringt die Gegenstände in den Ring, platziert die Mülltonne über Tonis Oberkörper und steigt entschlossen auf das oberste Seil. Die Fans ahnen, was kommt, und genau deshalb hält die Arena den Atem an. Tiffany springt ab und landet mit einem krachenden Double Stomp auf dem Metall. Ein ohrenbetäubender Knall, Toni krümmt sich vor Schmerz, und Tiffany posiert über ihr, als hätte sie das Match bereits gewonnen. Und tatsächlich scheint sie nicht verloren zu haben, da sie nicht mit der Tonne zugeschlagen hat. Somit gilt diese Aktion nicht als Angriff mit einer Waffe und der Referee hat kein Recht dazu, Tiffany zu disqualifizieren. Das war eine ganz normale, schwächere Version eines Coast to Coast… nur eben, dass es nur an einer Küste gewesen ist. Tiffany will den Sack zumachen. Sie zieht Toni hoch, setzt zum Alabama Slam an, hebt sie bereits an, doch in diesem Moment zeigt sich die Erfahrung der Championesse. Toni windet sich, rollt sich über Tiffanys Rücken ab und rammt ihr einen wuchtigen Headbutt ins Gesicht. Beide Frauen taumeln, stehen kurz benommen im Ring, doch der Schlag wirkt wie ein Weckruf für Toni Storm. Das Publikum spürt es, erhebt sich von den Sitzen, als Toni plötzlich explodiert.
Mit neuer Energie verpasst Toni Tiffany einen starken Punch, peitscht sie in die Seile, stürmt hinterher und trifft sie mit einem krachenden Hip Attack in der Ecke. Ohne Pause folgt ein German Suplex, dann noch einer und noch einer, bis Toni eine Brücke ansetzt und Tiffany in ein Cover zwingt, welches sie ihre gesamte Kraft aufzubringen zwingt.
ONE
TWO
Kickout!
Tiffany lebt noch, aber man sieht ihr an, dass sie an ihre Grenzen kommt. Der Kampf verlagert sich nach draußen. Tiffany rollt sich aus dem Ring, reißt einen Tisch hervor und baut ihn mit demonstrativer Langsamkeit auf. Es ist eine klare Ansage, und es kommt einem fast so vor, als wäre dies hier ein Extreme Rules Match. Sie packt Toni, will sie durch das Holz jagen, doch erneut ist es Toni, die den entscheidenden Moment erkennt. Sie kontert, zieht Tiffany zu sich und hämmert sie mit einem DDT auf den Hallenboden. Beide liegen erschöpft da, das Publikum tobt, während der Ringrichter zählt. Mit letzter Kraft schaffen es beide zurück in den Ring. Toni erklimmt das oberste Seil, doch Tiffany reagiert blitzschnell. Mit unglaublicher Sprungkraft springt sie hinauf und zeigt einen mächtigen Superplex. Kaum ist Toni aufgeschlagen, rollt Tiffany durch und lässt eine Rolling Senton folgen, die der Championesse die Luft aus den Lungen presst. Doch sie ist noch nicht fertig. Tiffany klettert erneut nach oben, richtet sich aus und springt mit einer perfekt ausgeführten Prettiest Moonsaul Ever.
Das Cover folgt sofort.
ONE
TWO
T
Doch Toni reißt die Schulter hoch! Das Stadion explodiert. Tiffany kann es kaum fassen. Wütend, aber fokussiert zieht sie Toni auf die Beine, legt sie auf den inzwischen in den Ring geschobenen Tisch und klettert auf den Pfosten. Sie steht da oben, breitet die Arme aus, ein letztes selbstverliebtes Grinsen, dann springt sie zum Prettiest Moonsault Ever ab. Doch im allerletzten Bruchteil einer Sekunde rollt sich Toni weg. Tiffany kracht durch den Tisch, Holz splittert, der Ring erzittert. Die Regel zeigt sich erneut: Wer einen Tisch aufstellt, ist meistens derjenige, der durch genau diesen Tisch fliegt. So war es schon immer und so wird es auch immer wieder sein. Benommen versucht Tiffany aufzustehen.
Warnung! Spoiler!
Toni ist bereits da. Sie greift zu, setzt zum Storm Zero an, doch Tiffany kontert in der Bewegung, rollt Toni ein.
ONE
TWO
THREEEE
Die Glocke läutet. Das Stadion explodiert in einem Mix aus ungläubigem Raunen und lauten Reaktionen. Tiffany Stratton kniet im Ring, schwer atmend, aber mit einem triumphierenden Lächeln im Gesicht, während sie den C2C Women’s World Championship Titel an sich reißt und ihn in die Höhe stemmt.
Neben ihr liegt Toni Storm reglos auf der Matte, erschöpft, geschlagen, aber nicht entwertet. Sie hat bis zum letzten Atemzug gekämpft, doch heute war es nicht genug. Dieses Match hat alles offenbart: Tiffanys extreme Risikobereitschaft, ihre überragende Athletik, ihre Rücksichtslosigkeit und ihren unerschütterlichen Glauben daran, dass sich die Welt um sie dreht. Gleichzeitig hat es Tonis Herz, ihre Erfahrung und ihre Fähigkeit gezeigt, selbst im größten Chaos nicht zu zerbrechen. Es ist ein Match, das in Erinnerung bleiben wird. Ein Kampf, der endgültig beweist, dass Tiffany Stratton nicht nur die Zukunft ist, sie ist die Gegenwart. Und dass selbst eine „Timeless“ Ikone irgendwann einem neuen Zentrum des Universums weichen muss.
Warnung! Spoiler!
Match 2: Becky Lynch vs Sol Ruca
Votes: 3:2 (1 Draw, 1 KI Vote)
Main Event: Tiffany Stratton vs Toni Storm
Votes: 2:1
findet statt in der Arena Potosi vor 20,000 Zuschauern in San Luis Potosi, Mexico.
Die letzte Kamera ist optimal platziert und auch der letzte reservierte Platz besetzt. Die c2c Show kann losgehen! Gleich zu Beginn explodiert ein buntes Feuerwerk auf der Stage und motiviert die anwesenden Fans zu großem Jubel und Chants. In der Mitte des aufwendig gebauten Wrestlingrings steht Matthew Rehwoldt schon mit einem Mikrofon bereit um die anwesenden Fans hier in der heutigen Show zu begrüßen.
Matthew Rehwoldt:"My dear Ladies.. my dear Gentlemen.. my name is Matthew Rehwoldt and it is I, your DRAAAAAMAAA KIIIIINGGG... welcoming you to... COAST.. to COAST... WRESTLINGGGGGG!"
Kaum hat Rehwoldt die Ansage zuende gebracht gibt es einen kleinen Jubel für seine Ansage und auch wegen der Vorfreude auf den Verlauf des Abends. Matthew verbeugt sich einmal kurz und geht dann auch aus dem Ring heraus. Auch die knallenden Geräusche des Feuerwerks erlischen langsam und geben die Bühne somit für ihre Akteure frei. Bevor dies jedoch in Kraft tritt, werden die Zuschauer daheim vor ihren Fernsehgeräten von Pat MacAfee, Cathy Kelly & Wade Barrett begrüßt.
Pat McAfee:"Guten Abend und herzlich Willkommen zu c2c LIVE!"
Cathy Kelley:"Wir sind eine Woche entfernt von Mexican Standoff."
Wade Barrett:"Die meisten Matches stehen an und heute kann man nochmal Selbstbewusstsein tanken."
Pat McAfee:"Eine Entscheidung steht noch aus. Wer trifft auf Sol Ruca um den Shine Belt? Becky Lynch oder Kenzie Paige?"
Cathy Kelley:"Stimmt. Das ist unser heutigen Main Event also bloß nichts verpassen."
Der Titan Tron springt an und die Fans jubeln! Warum? Darum...Kenny Omega ist zu sehen, wie er im Backstage Bereich unterwegs ist. Vor einer Woche kam der Cleaner nach einer Zwangspause zurück und wollte das World Title Match gegen Joe Gacy nachholen, dem er schon letztes Jahr den Shot zugesagt hatte. Das Match zwischen den Beiden hielt seinen Versprechungen stand...bis eine mysteriöse Gestalt in einem weißen Druidenumhang eingriff und den Kanadier mit einem brutalen Stuhlschlag angriff. Schon direkt davor drohte diese Person dem King of the Ring 2025, was dieser da nicht so zu 100 Prozent ernst. Jetzt, gezwungenermaßen, nimmt es die Destiny Flower sehr ernst. Klar, dass er wissen möchte, wer ihm sein Comeback Match so versaut hat...und vor allem warum? Da Omega heute kein Match hat, will er dieser Frage nachgehen.
Doch zuvor hat Kenny noch eine andere Mission - mit Joe Gacy reden! Dieser hatte ihm nach dem Matchabbruch geholfen und verhindert, dass Omega Opfer von weiteren Stuhlschlägen wurde. Und der Cleaner muss zugeben, dass er diese Einsatz seitens Joe nicht unbedingt erwartet hat. Umso mehr will er sich erkenntlich. Durch einen Tipp weiß er, wo sich Joe gerade aufhalten soll...und da findet er ihn schließlich auch. Heute schlicht gekleidet in weißem Shirt, Jeans und einem dunkeln Sakko und den Titel umgeschnallt, macht Omega auf sich aufmerksam, während er auf Gacy zusteuert.
Kenny Omega:Hey Joe, der Mann den ich suchte und nun offensichtlich gefunden habe. Iiiich wollte mich nur nochmal dafür bedanken, dass du mir letzte Woche geholfen hast. Das hättest du nicht tun müssen...umso mehr weiß ich das zu schätzen. Also...danke!
Freundlich lächelnd streckt der World Champ dem ehemaligen Eastcoast Champ die rechte Hand entgegen. Der ehemalige Champion erwidert das Lächeln des World Champion der und erwidert ebenfalls dem Handschlag des Kanadier
Gacy: Mister Omega ich bitte sie . Hätte ich einfach zusehen sollen wir eine unbekannte Person sie angreift ? Zu einem hätten alle gesagt das ich damit zu tun hätte und zum anderen kostete mir diese Person meine faire Chance die zu besiegen. Dennoch weiß ich ihre Anerkennung zu schätzen.
Faires und klares Statement von Gacy, was dem Cleaner ein hochachtungsvolles Nicken abringt. Und klar...Joe ist natürlich ebenfalls unglücklich über diesen Eingriff. Auch wenn er nicht niedergeschlagen wurde, ist er dennoch ein weiteres Opfer. Aber auch deswegen sucht die Best Bout Machine das Gespräch mit Gacy auf.
Kenny Omega:Gute Einstellung mein Lieber. Aber hätte ich an deiner Stelle auch nicht anders gemacht. Keine Ahnung wer das war...doch das werde ich noch herausfinden. Jedenfalls war ich gerade bei Bayley und hab' sie darum gebeten, dass wir unser Title Match wiederholen. Ich meine, ist ja nicht dein Vergehen, dass du letzte Woche beraubt wurdest. Und da Miss Bayley ein vernünftiges GMlein ist...und ich eben charmant wie sonst was bin...hat sie zugestimmt. Also, wenn du dabei bist heißt es nächste Woche erneut Kenny Omega vs Joe Gacy um den c2c World Heavyweight Championship!
Das sind doch mal News. Da hat sich der Cleaner nicht lumpen lassen und mitgedacht. Dann muss Joe Gacy nur noch zustimmen und er bekommt beim Special nächste Woche einen weiteren Titleshot.
Und da ist es dieses glänzen in Gacy Augen . Ist es das was er sich erhofft hat oder haben die Kritiker Recht und es ist alles wieder ein dunkles Spiel was Joe Gacy hier spielt ? Es ist fraglich doch lächelt er nun Kenny an .
Gacy: Mister Omega ich danke ihnen für diese Chance und werde ihre Chance gerne annehmen und nächste Woche bei Mexican Standoff gegen sie um den Titel antreten.
Dann ist das in trockenen Tüchern. Das freut auch Kenny, der dann auch kein schlechtes Gewissen mehr haben muss. Jetzt muss nur ein weiterer Eingriff verhindert werden. Der Champ ist mal optimistisch, dass er die Täterin noch finden wird, bevor er nochmal gegen Joe Gacy antritt.
Kenny Omega:Ausgezeichnet! Dann sieht man sich nächste Woche!
Im Vorbeigehen klopft der Cleaner seinem neuen und alten Herausforderer auf die Schulter und zieht weiter. Man bleibt noch kurz bei ihm, bis er aus einer Tasche seine Sakkos eine Mütze herauszieht. Es ist ein so genannter Deerstalker Hut. In der Popkultur wird diese Mütze am ehesten mit dem berühmten Detektiv Sherlock Holmes in Verbindung gebracht. Will da jemand ermitteln.
Kenny Omega:Ich werde dich finden. Egal wer und wo du bist! Und dann unterhalten wir uns gaaaaaaaaaanz ausführlich.
Eine leise, aber ernste Drohung in Richtung der mysteriösen Druidengestalt. Schnell wird der Hut über das Hupt gezogen und der Cleaner macht sich ganz offiziell auf die Suche. Fade off.
Mit leisen Schritten kommen wir dem nächsten Special, dieses Mal im schönen Mexico City, näher. Wobei, leise, trifft es nicht wirklich. Denn die Fans haben die letzten Wochen gezeigt, wie temperamentvoll die südamerikanischen Fans sein können. Aber dennoch konnte man sagen, das man sehr gut in Richtung Special unterwegs war und sich so einiges abzeichnet. Aber wie sagt man so schön? Vor dem Special ist nach dem Special und wir haben noch die heutige Show hier in San Luis vor uns. Den Fans erwarten viele spannende Duelle und eines davon ist unter anderem das Match zwischen dem ehemaligen World Champion, Drew McIntyre, und Logan Paul.
Man könnte natürlich sagen, das Logan sehr gute Chancen hatte, immerhin hatte der Schotte derzeit seinen Kopf ganz woanders. Und ein Sieg gegen den ehemaligen Champion und, laut Bayley selber, weiterhin Aushängeschild dieser Company, würde Paul einen verdammt großen Push geben. Aber ob das auch passiert, musste man zunächst abwarten. Denn bevor die Show mit dem ersten Match überhaupt richtig loslegen will, schaltet die Kamera in den Parking Lot. Und wie von Zauberhand biegt dann auch ein Fahrzeug auf diesen Parking Lot ein.
Ein freier Platz wird auch gefunden aber es vergehen dann doch einige Augenblicke, bis sich etwas rührt. Dann, als der Fahrer aussteigt, hört man den Jubel der Fans und man kann wetten, das dieser Jubel dieser Person verdammt gut tun würde. Denn zum Vorschein kommt Drew McIntyre, der ja bekanntlich die letzten Wochen durch eine emotionale Hölle ging. Der Hüne hatte nur eine Mission, und diese war, eine der wichtigsten Personen für den Schotten, aus der Gefangenschaft von Isla Dawn irgendwie zu befreien. Liv Morgan befindet sich nun schon seit Wochen in den Fängen der Schottin und Drew fand einfach keinen Weg, Liv gezielt zu befreien.
Demzufolge wirkte Drew auch, wie so oft, abwesend, als er den Kofferraum seines Wagens öffnet. Sein Match gegen Logan Paul war nur Nebensache, aber er musste es irgendwie hinter sich bringen. Letzte Woche hatte er seinen Standpunkt deutlich gemacht und Isla die Pistole auf die Brust gesetzt. Seine Jagd war also eröffnet. Aus dem Kofferraum wurde seine Sporttasche hervorgeholt, doch dann fixierte er seinen Blick wieder in den Kofferraum, wo er dann kurz verharrte. Dann griff er erneut hinein und Livs Koffer kam zum Vorschein. Seit einiger Zeit auch Drews ständiger "Begleiter", welcher mit allen Mitteln geschützt wurde. Er blickt auf den Koffer, auch etwas, was man zuletzt oft von Ihm gesehen hatte. Seine Verbindung zu Liv schien deutlich höher zu sein, als man es vermuten würde. Doch dann wird er aus seinem Tagtraum herausgerissen, als man eine weibliche Stimme aus dem Off vernahm.
?:Drew? Ich muss mit dir reden!
Eine Stimme, die man inzwischen recht zügig zuordnen kann...zu Toni Storm. Die Women's Championesse tritt nun langsam näher. Sie ist schon eine Weile an der Halle und hat sich in ihrer Kabine bereits eingerichtet, weswegen sie nur den Women's World Title bei sich hat, der sich um ihre Hüften schmiegt. Tatsächlich hat die Blonde hier auf den Schotten gewartet, nachdem sie erfahren hatte, dass er noch nicht da ist. Worüber sie mit McIntyre reden möchte, sollte nach letzter Woche klar sein. Da wurde die Australierin Zeuge davon, wie Liv wie eine gefangenes Tier von Isla und deren Handlanger durch den Backstage Bereich geführt wurde. Zwar hatte Toni daraufhin Fallon Henley eine Nachricht auf die Mailbox gesprochen, aber keine Reaktion darauf erhalten. Darum möchte sie nochmal direkt mit Drew sprechen.
Toni Storm:Es geht um Liv. Ich...ich hab' sie letzte Woche gesehen. Sie war in der Halle.
Ohne großes Geplänkel kommt sie gleich auf den Punkt, da sie dem Schotten auch nicht allzu viel Zeit stehlen möchte. Storm kann es sich ja vorstellen, dass er gleich wissen möchte, was los ist. Zunächst dachte sich Drew nicht so viel dabei, das er die Stimme von Toni wahrnahm. Er war mit ihr auf einer positiven Ebene, versuchte Sie immerhin damals die Oblivion Schwestern ausfindig zu machen. Aber als die Championesse dann direkt Liv ansprach, zuckte der Schotte sichtbar zusammen. Seine Körperhaltung war starr, der Koffer fest in seiner Hand. Die Aussage, das Liv angeblich in der Arena war, ließ Drew aufhorchen. Er blickt zu Toni.
Drew McIntyre „Was meinst du damit? Was soll das heißen, Liv war in der Arena?“
Er war geschockt aber gleichzeitig nahm er die Aussage Tonis nicht so ernst. Er hätte es doch mitbekommen. Er war ebenfalls vor Ort. Ja er wusste, das Isla ein Match hatte aber selbst diese lief Ihm nicht über den Weg. Er dreht sich dann mit seinem Körper zu Toni und jedes falsche Wort könnte den Schotten nun aus der Fassung bringen. Aber die Wahrheit würde wehtun.
Die erste Reaktion von Drew zeigt Toni, dass ihre Mailbox Nachricht an Fallon wohl nicht angekommen ist. Vielleicht hatte das Country Girl auch Probleme mit dem Handy, wer weiß. Wie dem auch sei, dann muss sie dem Scottish Warrior eben jetzt reinen Wein einschenken. Auch wenn sich die Strong Zero City Lady dabei nicht gut fühlt, dem Hünen einen so unangenehme Nachricht zu überbringen. Der Blonden ist es klar, dass Drew das weh tun wird. Aber es muss eben sein...auch der Gesundheit von Liv Morgan zuliebe.
Toni Storm:Ja, das war sie. Stratton wollte mir mal wieder auf den Sack gehen...dann is' plötzlich Isla aufgetaucht. Mit so einer anderen Tussi und so 'nem Clown. Hab' das erst nicht gecheckt...dann aber gesehen, dass sie Liv mit sich geführt haben. An...an einer fuckin' Kette! Wie eine Gefangene.
Storm muss kurz schlucken und dann nochmal ansetzen. Obwohl ihre Beziehung zu Liv nie so eng war, wie zu Shotzi oder Rosemary, hatte sie verdammtes Mitleid mit der Jersey Rose. Da hofft Toni wirklich, dass Isla für diese ganze Aktion noch bestraft wird.
Toni Storm:Liv hat auch nicht reagiert, als ich sie direkt angesprochen habe, als wäre sie nicht wirklich anwesend. Fuck, sie sah nicht gut aus! Isla will wohl auch den Koffer und den Titleshot für sich erpressen. Sie scheint sich fuckin' unantastbar zu fühlen und glaubt, sie könnte dich verarschen. Vielleicht ist sie ja heute wieder hier.
...schiebt Storm am Ende noch hinterher. So sicher, wie sich die Witch gefühlt hat, kann es ja sein, dass sie Morgan heute wieder in der Halle gefangen hält. Einfach nur, weil sich die Schottin dabei toll fühlt, mit McIntyre zu spielen. Aber wenn dem so wäre, könnte das eine Chance für den ehemaligen World Champion sein. Jetzt gibt die Australierin dem Langhaarigen erst einmal kurz Zeit, diese, für ihn, neue Info zu verarbeiten.
Die Frage war, wie Drew diese Info wirklich aufnahm. Denn er blickte zwar Toni weiter an, allerdings war sein Gesichtsausdruck leer. Isla spielte mit dem Schotten, das war Ihm bewusst. Aber das Sie sich so verdammt sicher fühlte, das ärgerte den Hünen sehr. Sie hielt sich nicht im Hintergrund, sie war vor Drews Nase, die ganze Zeit. Überraschenderweise wirkte Drew ruhig. Er schmunzelte kurz und drehte sich dann wieder zu seinem Wagen. Er schließt den Kofferraum und stützt sich auf diesen ab. Sein Kopf senkt sich und er scheint die Worte Tonis noch einmal durchzugehen. Doch es wirkt alles so unnormal. Drew blieb ruhig, was ein negatives Zeichen war.
Drew McIntyre „Sie war...die ganze Zeit in der Arena...ich hätte Sie vor Ort retten können...doch stattdessen führt Isla sie an einer Kette umher?“
Wiederholte er dann leise die Worte Tonis. Doch dann begann Drew schwerer zu atmen, seine Gesichtszüge veränderten sich in Wut, das sogar Toni kurz einen Schritt zurückgeht. Seine Hände bilden sich zu Fäusten.
Drew McIntyre „Diese verdammte....BITCH!!!!“
Und mit diesem Aufschrei holt Drew aus und schlägt mit seiner Faust direkt auf die Heckscheibe seines eigenen Wagens und das Glas zersplittert mit einem lauten Geräusch. Die pure Wute und rohe Gewalt Drews kamen hier komplett zum Vorschein. Oder war es sogar "Jemand" anderes? Denn man musste es erstmal schaffen, das eine Scheibe eines Kraftfahrzeugs mit nur einem Schlag zerberstet. Zum Glück schien der Schotte dies so schnell gemacht zu haben, das seine Hand zumindest keinen sichtbaren Schaden davongetragen hatte, dennoch schüttelt er diese kurz aus. Schmerzen waren anscheinend doch da. Aber diese Info von Toni war einfach zu viel für den Hünen. Seit Wochen versucht er Liv zu befreien und Isla hat nichts anderes zu tun, Liv als ihren persönlichen Pokal zur Schau zu stellen.
Drew McIntyre „Ich werde Sie auseinander nehmen...ich werde sie für alles, was SIe Liv antut, büßen lassen...“
Drew geht dann paar Schritte auf und ab, er merkt, wie er innerlich damit kämpfen muss, nicht völlig auszurasten. Toni konnte natürlich nichts dafür und immerhin hatte sie Mut genug, Drew diese Infos zu geben. Trotzdem hatte es auch das Ergebnis, das er getriggert wird. Er versucht kurz, seine Fassung zu bewahren, als er Toni wieder ansieht.
Drew McIntyre „Warum...warum hat mir keiner bescheid gesagt? Liv ist keine verfickte Trophäe, die man Jedem vorführen kann...Warum haben du oder Tiffany nicht versucht, Liv zu befreien?“
Seine Stimmlage ist rau und laut und für diesen Moment bekam Toni halt ein wenig seiner Wut ab, auch wenn Sie wie gesagt nichts dafür konnte. Drew war wie im Tunnel und blendet dabei komplett aus, das er Toni hier mehr oder weniger zur Sau macht. Aber all das ist seinem derzeitigen Gemüt anzurechnen und vermutlich ist das auch der Grund, warum Toni weiterhin hier bleibt. Sie wusste, das er es nicht so meinte, aber er war jetzt gerade schwer zu bändigen.
Toni Storm:Glaubst du, ich hab' mir das nicht überlegt? Aber was hätte ich alleine gegen eine durchgeknallte Hexe und ihre Freaks ausrichten sollen? Nicht jeder von uns is' ein 2 Meter Hüne, der wie eine Abrissbirne durch jeden durchrauschen kann. Nachher hätte ich Liv damit noch mehr geschadet und geholfen. Und vor allem wenn ich dann noch 'ne fuckin' Stratton im Nacken habe, die mir dann wahrscheinlich auch noch eine mitgegeben hätte.
Ja, Toni fühlt Drew und kann verstehen, warum er hier so ausrastet...auch wenn sie sich schon sehr mulmig dabei gefühlt hat, als der Schotte das halbe Auto zusammenschlägt. Egal, sie ist ja hier, um ihm zu helfen. Und was Tiffany angeht...auch wenn sie vor einer Woche das Gefühl hatte, dass Stratton lieber Liv befreien würde, als Isla den Koffer zu überlassen, glaubt sie inzwischen nicht mehr daran, dass das Rich Girl aktiv geholfen hätte. Wie auch immer...Storm konnte es sich dennoch nicht verkneifen, sich hier zu wehren. Auch wenn sie Drew's Vorwurf nicht persönlich nimmt. Da muss die Blonde nur daran denken wie sie schon abgegangen ist, wenn auch nur jemand ansatzweise Priscilla Kelly gedroht hat.
Toni Storm:Isla hält sich für so besonderes...is' aber auch nicht besser als fuckin' Stratton, Alexa Bliss oder eine Sasha Banks! Die Bitches sind alle gleich und haben aber auch die gleichen Schwächen. Ich bin mir sicher, dass sie heute Liv wieder in die Halle geschleppt hat und wahrscheinlich extrem unvorsichtig wird. Das könnte deine Chance sein sie heute noch zu finden.
Die Women's Championesse hebt zunächst kurz die Arme als wolle sie sagen "Alles gut!" und versucht nüchtern zu bleiben. Den Schotten will sie ja nicht weiter reizen...bringt ja, außer einer kurzen "Erleichterung" nichts auf die Dauer. Immerhin weiß die Witch nicht, dass Drew es nun weiß...zumindest geht Storm davon aus. Wenn McIntyre also seine Augen offen hält und bewusst durch den Backstage Bereich läuft...wer weiß, ob Isla mit Anhang nicht wieder unterwegs ist. Und dann würde es definitiv anders laufen, als mit Toni und Tiffany von vor sieben Tagen.
Drew McIntyre „Du hast Recht...“
Kam es nüchtern vom Schotten. Er merkte langsam, das seine Wut hier ein wenig seine eigene Kontrolle verloren lassen hatte. Aber konnte man es Ihm verübeln? Seit Wochen kämpfte er dafür, Morgan zu befreien und jedes Mal fehlte der letzte Schritt. Was, wenn Isla tatsächlich Heute wieder mit Liv in der Arena war? Isla hatte gezeigt, das Sie keine Angst hatte, auf Drew zu treffen. Sie fühlt sich im Vorteil, aber Toni hat es gut erläutert. Wenn Isla einen Fehler macht, musste Drew diesen ausnutzen.
Drew McIntyre „Wenn ihr versucht hättet, Liv zu retten, hätte das vielleicht wirklich negative Auswirkungen und ich wäre wieder bei Null...“
Kurz warf er einen Blick zurück zur zerstörten Heckscheibe und auch der Schmerz in seiner Hand wurde etwas intensiver, aber er verdrängte dies. Der Schotte durfte einfach nicht zulassen, das Isla sich so stark in seinen Kopf verankern würde. Sobald Er Schwäche zeigen würde, dann nutzt Isla dies eiskalt aus. Wobei die selbsternannte Hexe mit Liv bereits das wohl beste Druckmittel in der Hand hatte gegen den Hünen. Sie wusste, das er für Liv alles versuchen würde und ab einem gewissen Zeitpunkt würde man zu viel wollen.
Drew McIntyre „Du hast gesagt, Liv sah nicht gut aus...war Sie verletzt? Irgendetwas äußerliches?“
Diese Frage kam dann mit einem sehr besorgtem Unterton einher. Er erinnerte sich noch an die Bilder, als man Ihm das Tapeband in den Locker schob. Da sah Liv schon geschwächt aus, zeigte aber immerhin noch Gegenwehr, so wie er Liv auch kannte. Aber wenn es soweit war, das Sie sich an einer Kette umherführen ließ, war das ein Zeichen das sie langsam davor stand, gebrochen zu werden.
Toni lächelt matt und nickt Drew zu, als dieser sich etwas beruhigt und ihr zustimmt. Wie gesagt, sie versteht ihn ja auch und wird es ihm daher auch nicht übel nehmen. Als der Langhaarige sich konkreter nach Liv's Zustand erkundigt, verzieht Storm das Gesicht und seufzt hörbar auf. Wird ihm nicht gefallen, was sie nun sagt...aber die Australierin möchte natürlich ehrlich sein.
Toni Storm:Sie war...dreckig. Abgeranzte Klamotten, keine Schuhe. Aber viel mehr Sorgen hat mir bereitet, dass sie eben so abwesend gewirkt hat. Hat nur auf den Boden geschaut, nichts gesagt. Kein Plan, ob Liv überhaupt realisiert hat, dass ich oder Tiffany in der Nähe waren. Fast so...als wäre sie...fuck...schon halb gebrochen.
Das kommt schwer über die Lippen, vor allem wenn man es einer Person erzählt, die so mitfühlt und mitleidet. Aber wie gesagt, die Blonde will dem Schotten ja nichts vorspielen. Es muss auf jeden Fall schnell gehandelt werden, bevor es zu spät ist. Storm weiß ja um die verschiedenen Persönlichkeiten im Körper der Jersey Rose. Gerade mit Kali hatte Toni letztes Jahr schon das "Vergnügen" gehabt.
Toni Storm:Falls du das wissen willst...ich denke, dass sie trotzdem noch Liv war. Ich will gar nicht wissen, was die Arme da in der Gefangenschaft alles durchmachen musste.
Drew beruhigte sich dann doch tatsächlich, allerdings sah man Ihm an, das Ihm jede Info die Toni ihm gab, emotional traf. Es war ein Mix aus Wut und Angst. Denn Ihm wurde immer mehr bewusst dadurch, das jede Minute die verging, Liv immer mehr zusetzen würde. Natürlich wusste der Schotte, das Morgan stark war, aber auch Ihre Kraft würde irgendwann schwinden und dann hatte Kali freie Bahn. Er musste was unternehmen, musste aber dennoch vorsichtig sein.
Drew McIntyre „Ich hoffe es...wenn Isla gewinnt, mache ich mir Vorwürfe...ich bin die einzige Person, die Liv helfen kann, die Liv helfen muss...“
Erneut blickt Drew zu Boden. Es war schon komisch mit anzusehen, das die ganze Sache rund um Liv den Hünen so fertig machte. Aber er war von Natur aus eine Person, welche sich für seine Freunde einsetzte und diese auch beschützte. Seine Loyalität hieß, auch seinen Schutz genießen zu können aber genau da hatte er bei Liv versagt, aber er wollte die Blondine nicht einfach so aufgeben. Er packte sich dann seine Sporttasche als auch Livs Koffer und geht einen Schritt an Toni heran.
Drew McIntyre „Sobald du etwas mitbekommst...sag mir bitte Bescheid. Ich gebe nicht auf, bis ich Liv dort rausgeholt habe und wenn es das letzte ist was ich tue.“
Kurzer Blickkontakt als der Hüne dann, sichtbar betroffen, seinen Weg in die Arena antritt. Wie lange konnte Drew diesem Druck noch Stand halten? Was würde Isla als nächstes tun, um weiter mit dem Schotten zu spielen?
Toni Storm:Das werde ich, versprochen! Und du wirst sie retten können, davon bin ich überzeugt.
...ruft die Strong Zero City Lady dem Schotten noch hinterher. Seufzend bleibt Storm zurück. Ihr geht es selbst nicht so gut dabei, dass sie Drew so leiden sieht. Aber es musste ja sein, damit auch er weiß, was Sache ist. Natürlich wird die Blonde darauf achten, ob sie was von Isla oder Liv mitbekommt. Trotzdem muss sie ihren Kopf auch wieder freibekommen und sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern...dem Title Match gegen Tiffany Stratton in sieben Tagen! Das darf die Australierin nicht vernachlässigen...und wird sie auch nicht. Toni richtet sich nochmal auf, fährt sich einmal durch die Haare und verlässt dann ebenfalls den Parking Lot. Fade off.
2 weeks ago – c2c Live: Monterrey
Ein kleiner Rückblick auf die vorletzte Show also! Genauer gesagt werden wir direkt in die Action geschickt, in ein spezielles Match! Jacy Jayne vs Sol Ruca! Zwei Frauen, die in der Vergangenheit ihre Probleme miteinander hatten und nun um einen Spot kämpfen, der sie dem Shine Championship ein gutes Stück näherbringt. Jacy will Ruca in die Ringecke schleudern. Doch die freiheitsliebende Blondine riecht den Braten, bremst ab und schickt den selbsternannten Rockstar auf eine eigene Reise.
“Sol, siehst du die Welt mit den anderen Augen?“
Plötzlich gefriert das Bild für gut zwei Sekunden ein und wird dabei leicht verzogen…fast wie eine Art Glitch. Eine dunkle, aber weibliche Stimme kommentiert etwas zu Sol. Kaum hat sie die Frage ausgesprochen, geht es weiter. Jacy knallt gegen die Ringecke und wird durch die Härte des Aufpralls wieder zurückgedrückt. Die Blondine nimmt ebenfalls Anlauf und nutzt das Turnbuckle quasi als „Trampolin“ für ihren spektakulären Finisher…SOL…wieder eine kurze Unterbrechung…
“Sol, bist du wirklich so frei, wie du glaubst?“
…SNATCHER! Boom! Jacy wird getroffen und liegt ausgeknockt auf der Matte! Ruca rollt ihre Gegnerin schnell auf den Rücken und setzt zum Cover an…On, Two, Three!
*Ding Ding*
Geschafft! Damit steht die Surferin im kommenden Title Match! Voller Freude lässt sich Sol von den Fans feiern. Der Ref hebt einen Arm in die Höhe und die Kamera fängt dabei Ruca aus der Nähe ein. Da stockt das Bild erneut. Obwohl es jetzt anders ist als bei den ersten Malen. In einem fast fließenden Übergang scheint sich ein Filter darüber zu legen…und wir sehen die Siegespost plötzlich als Foto. Langsam wird zurück gezoomt, so dass man erkennt, dass dieses auf einem roten, leicht in die Jahre gekommenen Teppich liegt.
“Mmmhhhmmm…Soool…so stark! So wunderschön! So…anders! Obwohl…bist du so…anders? Oder versuchst du krampfhaft anders als gewöhnliche Frauen…wie Jacy Jayne oder Tiffany Stratton…zu sein, dass du dich in eine Rolle begeben und deinem wahren Ich komplett entsagt hast? Hihi…wir werden es sehen…“
Eine zierliche, tätowierte Hand krabbelt ins Bild. Die schwarz lackierten Fingernägel kratzen über Sol’s Antlitz. Nach einem Schwenk der Kamera erkennt man mehr von der Umgebung. Obwohl…naja…die Lichtverhältnisse sind recht bescheiden. Der Raum wirkt groß…aber auch wieder nicht. Dunkelheit verschlingt so einiges, weswegen man nicht sagen kann, wo die Wände aufhören…oder ob die Leere die einzige Grenze ist. Schemenhaft sind Regale zu erkennen, auf denen verstaubte Bücher und groteske Skulpturen stehen. Es scheint auch sowas wie Fenster zu geben, die aber durch dicke, schon etwas ramponierte Vorhänge verdeckt sind. Hinter dem Teppich ist ein Kamin in die Wand eingelassen, in dessen Inneren rote und kräftige Flammen miteinander tanzen und so für einen gewissen Radius sorgen, in dem man etwas erkennen kann. So sieht man eine Person, in einen dünnen Vorhang gehüllt, die vor dem Foto kniet. Vermutliche die Frau, die schon die ganze Zeit zu uns redet. Sie hebt das Köpfchen und lüftet die Kapuze…Skye Blue! Der Dark Phoenix kehrt bei der heutigen Show zurück, nach dem wir sie für mehrere Wochen nicht gesehen haben. Macht also auch Sinn, dass Skye über Sol Ruca spricht, da sie gegen die Surferin wrestlen wird. Mit ihren wachen Augen sieht die Schwarzhaarige direkt in die Kamera und zwinkert uns als Zuschauer einmal zu. Die Lippen und die Augen sind ebenfalls schwarz geschminkt, wobei das Make Up doch zusätzlich dazu verwendet wurde, um sinnbildliche „Tränen“ auf die Wangen zu bringen. Konträr dazu grinst Blue über beide Backen und zeigt ihre weißen Zähne, die sie genussvoll mit ihrer Zunge abfährt.
skye blue:“c2c…habt ihr mich vermisst? Hihihi…ihr fragt euch sicher, wo ich war? Nun…ich war nicht weg, wisst ihr? Nur weil mich niemand gesehen hat, heißt das nicht, dass ich nicht da war. Hihi… „Er“ wollte, dass ich für eine gewisse Zeit beobachte. Also habe ich das gemacht. Wer weiß…wer weiß, was ich in der Zeit alles gesehen und studiert habe. Vielleicht war in Toni Storm’s Hotelzimmer. Und während sie sinnliche und erotische Träume von ihrer lieben Ehefrau Priscilla Kelly hatte, saß ich im Schrank und habe mir ausgemalt wie es wäre sie zu fesseln und zu quälen…einfach so aus…hihihihi…Spaß…hihihihihi…“
Okay, die unkontrollierten und manischen Lachanfälle hat Skye immer noch. Sie wirft ihren Kopf zurück und lässt ihrem Wahnsinn freien Lauf. Nun, die Frau aus Chicago wehrt sich nicht dagegen. Es wird zugelassen und genossen, wie ihr Körper für ein paar Sekunden quasi wie fremdgesteuert ist. Paar Sekunden später beruhigt sie sich wieder, auch wenn Skye sichtlich schwer atmet. Die Augen sind leicht glasig, während das Lächeln nun eine bedrohliche Note bekommt.
skye blue:“Vielleicht…hihi… war ich auch stets im Schatten von Becky Lynch und habe jeden ihrer emotionalen Ausbrüche mitbekommen…und es genossen. Naaaaw…Becky denkt auch so oft an ihre kleine Tochter. Ich kann der Kleinen ja auch mal Hallo sagen…hihi! Oooder…jedes Mal wenn Logan Paul geduscht hat, habe ich durch den Türspalt geschielt, mir jeden…einzelnen…Muskel eingeprägt und mir ausgemalt, wie er mich mit diesen starken Armen bestraft. Hhhmmm…hihi, jaaa! Ist das passiert? Möglich…oder auch nicht…“
Wieder zwinkert Skye in die Kamera. Keine angenehme Vorstellung, dass sie in den letzten Wochen ihre Kolleginnen und Kollegen gestalkt haben soll. Wenn das so stimmt. Wie dem auch sei…der Dark Phoenix legt sich auf den Teppich und hebt dabei das Foto von Sol Ruca in die Höhe.
skye blue:“Sol…was ich von dir bisher gesehen habe, ist durchaus faszinierend. Du lebst nach deinen eigenen Regeln, bereist die Welt mit deinem alten Bus und genießt das Leben. Wobei…folgst du der Lüge, dass das Leben schön und wundervoll ist? Oder hast du schon hinter die Fassade gesehen und die Abgründe erkannt und gelernt, wirklich nur auf dich zu schauen? Nun…beim letzten Schritt kann ich dir gerne helfen, wenn du mich lässt…hihihi! Ich möchte wissen, wie weit du gehen würdest, wenn dich jemand soweit pusht, dass du deine eigenen Grenzen durchbrechen musst, Sol! Wie ist das, wenn du gegen eine Frau kämpfst, die keine Skrupel kennt und tief in deine Seele blickt? Die dir die Hölle auf Erden bereitet…weil sie es eben kann? Wie wirst du reagieren, wenn die Schmerzen immer größer werden und dein ganzes Innere aufwühlen? Oder du immer mehr Wunden und blaue Flecken an deinem Körper bekommst? Und du merkst, wie die Leichtigkeit und das falsche Lächeln verfliegen und dir die bittere Einsicht kommt, dass das real ist! Bist du dann wie ein verwundetes Tier, das man in eine Ecke drängt und du wehrst dich mit fauchen und kratzen? Oh…oder beißt du? Mmmmhhhmmmm…biiiiitte sag‘ mir, dass du dann beißt…“
Alleine die Vorstellung, dass sie im Ring eine Sol Ruca soweit bringen kann, dass sie sich mit Kratzen und Beißen zur Wehr setzen muss, turnt Skye Blue an. Während eine Hand sich am dünnen Stoff festkrallt, beißt sich die Schwarzhaarige sanft auf die Unterlippe.
skye blue:“Ich werde jeden Biss wie eine Auszeichnung trage…hihi! Und wenn du dann auf den Geschmack kommen solltest…mmhhmm, wir können dann sehr gerne ein Re-Match in privaten Gemächern veranstalten, wo du nochmal versuchen darfst mich auf den Boden zu drücken oder mich zur Aufgabe zu bringen. Ich bin gespannt…enttäusche mich nicht, Sol!“
Aufreizend klimpert Blue mit den Augen und legt das Foto wieder auf den Teppich an. Sie rollt sich auf den Bauch und stützt das Kinn auf beiden Händen ab, während sie die Beine, überkreuzt, in die Luft streckt.
skye blue:“Oh und Drew McIntyre…ich habe dich nicht vergessen! Mein armer, armer Drew…wie sehr musstest du doch leiden die letzten Wochen. Deine geliebte Liv ist der bösen Isla Dawn ausgeliefert und hofft darauf, dass ihr Held in der strahlenden Rüstung sie endlich rettet. Und du…du kommst einfach keinen Schritt voran! Das muss doch so…frustrierend sein, oder? Ich habe gesehen, wie die Wut und der Frust dich immer häufiger heimsuchen. Man sah, was du versuchst zu verstecken…und es gefällt mir! Uuhh, all diese Kraft und der Zorn…jaaaa, wenn du mal einen Punchin‘ Ball brauchst, wirst du mich finden. Ich kann dir soviel Last abnehmen und deinen Blick wieder klarer werden lassen. Lass‘ es zu, Drew! Dann wirst du auch Liv besser helfen können…versprochen!“
Und wieder versucht Skye Blue Drew McIntyre um den Finger zu wickeln. Oder sie hat einfach Spaß daran, den Schotten noch mehr zu triggern. Weiß man bei der Schwarzhaarigen nicht so genau. Wobei sie sicher begeistert wäre, wenn der Langhaarige wirklich seinen Frust bei ihr ablassen würde. Obwohl sie ja nun komplett aus seinem Radar verschwunden ist, nachdem klar wurde, dass Skye mit der Entführung rund um Liv Morgan nichts zu tun hatte. Nicht, dass der Dark Phoenix nicht auch mit dem Gedanken gespielt hat, um endlich freie Bahn zu Kali zu bekommen. Isla Dawn und ihre Schergen waren einfach schneller gewesen. Einerseits bewundert Blue die Arbeit der Witch, andererseits ärgert sie auch dieses „Dazwischenfunken“. Dennoch bleibt sie neugierig, ob Isla wirklich Kali befreien kann. Bis dahin schaut sie eben, wo sie ihren Spaß herbekommt…wie mit dem Spielen mit Drew oder dem Match gegen Sol Ruca.
skye blue:“Wir sehen uns sicher bald wieder, mein Drew! Ich hoffe, du wirst dabei zusehen, was ich mit Sol mache…hihihi…“
Mit einem Ruck richtet sich Skye komplett auf und stapft davon. Schnell ist sie im Dunkel des Raumes verschwunden und nur ihr leises Lachen hallt ein wenig nach. Dann verstummt auch dieses. Fade off.
OPENER SINGLES MATCH
LA Knight vs. Lexis King Writer:???
Als die Musik startet The World belongs to me starten buh rufe aus dem Publikum obwohl es sich um ein komplett neuen Wrestler mit neuen Theme handelt. Doch Lexis hat es angekündigt das dies nun sein theme ist und ihm sein " Vater" von der Hölle aus zusehen kann wie er sein eigenes Leben lebt. Auf ein Thron fährt er auf die Stage und erhebt sich langsam dabei tut er so als würde er ausschau halten ob ihn jemand zu sieht von oben was er mit einen Lachen beendet.
King: Nobody from heaven is watch me.
Mit diesen Worten in die Kamera begibt er sich zum Ring.
Matthew Rehwoldt:"Making his way to the Ring... from Erlanger, Kentucky... weighing in at 205 pounds.. LEXIS KING!"
Auf dem weg zum Ring reißt King ein Fan das Plakat aus den Händen das die Aufschrift Pillman > King hatte und zerreißt es bevor er sich in den Ring rollt auf das mittlere Seile einer Ecke steigt und ruft THE WORLD BELONGS TO ME
Wieder laute buh rufe als er auf die matte springt und sich in seine Ecke geht und sich seiner jacke entledigt damit ist er auch schon bereit für sein Match
L ... A ... Knight
Die Theme von LA Knight wird den Menschen in der Halle mit voller Dröhnung um die Ohren gehauen. Dementsprechend laut jubeln die Fans, als sich Knight in voller Pracht präsentiert. Pants und Boots sitzen eh schon wie angegossen, dazu trägt er noch eine farblich abgestimmte Weste. Der Dunkelhaarige marschiert schnurstracks in Richtung des Ringes. Dabei nimmt er die Reaktionen um sich herum wahr. Knight weiß zu schätzen, dass die Fans hinter ihm stehen, auch wenn man das seiner stoisch-fokussierten Miene nicht unbedingt ansieht.
Matthew Rehwoldt:"Making his way to the Ring... from Los Angeles, Calofornia... weighing in at 240 pounds... L...A...Knight!"
Fans:YEAH!!!
Am Ring angekommen springt er auf das Apron, rutscht dort ein paar Zentimeter auf dem Knie zurück und steht in einer flüssigen Bewegung wieder auf. So entert der ehemalige Eli Drake den Turnbuckle und setzt sich auf die Polsterung. Die Arme gehen zum Posing in die Höhe, bevor er Dunkelhaarige den Ring betritt. Ohne zu zögern steuert er die gegenüberliegende Ecke an und besteigt auch diese. Jetzt hat er die Zuschauer fest im Blick und auch im Griff. Hier gibt Knight ihnen vor, was sie tun und sagen müssen. Wie ein Dirigent schwingt er seinen Finger...und die Menschen in der Halle reagieren darauf...
LA Knight:WITH EVERBODY SAYIN'...
Fans:L...A...KNIGHT! YEAH!
LA Knight:Yeeeeaaaah!
Zufrieden nickt er dem Auditorium zu und springt auf die Matte. Die Weste legt er ab und zeigt sich bereit für das kommende Match.
Warnung! Spoiler!
Nach dem BFT ist dieses Match vorbei und L.A Knight kann seinen Gegner zum Sieg schultern. YEAH! (4.21 Minutes)
Here is your winner by pinfall: L.AAAAAAAA KNIIIIIIIIGHTTTTTTT!
First C2C WRESTLING SPECIAL PERFORMANCE CENTER TRAINING 2!
Izzy Moreno! Eine Frau mit Durchhaltevermögen! Eine Frau mit unfassbarem Talent. Eine Frau, die Raven extrem auf die Nerven geht! Denn obwohl er sagte, dass er sie brechen möchte, sodass sie das Training unter ihm freiwillig aufgibt, blieb dies bisher ergebnislos. Izzy macht einfach weiter und ist auch nach letzter Woche wieder ins Performance Center gekommen. Vorhin konnten wir Raven sehen, wie er die beiden männlichen Schüler unter seine Fittiche genommen, trainiert und belehrt hat, und nun befinden wir uns mitten im Training der Frauen. Anders als bei den Männern befinden wir uns hier aber bereits mitten drin. Als die Kamera uns ins Performance Center schleudert, sind wir in einem Wrestlingring und können Izzy auf dem dritten Seil der Ringecke sehen, wie sie mit dem Rücken darauf in Richtung Leva Bates im Ring steht. Leva trägt ein schwarzes, figurbetontes Shirt mit einem großen Red Dead Redemption-Motiv darauf, das sofort an ihre Cosplay-Wurzeln erinnert, ohne unpraktisch zu sein.
Ihre hellen Jeansshorts sind ebenfalls funktional gewählt, als hätte sie selbst im Training ein Auge fürs Gesamtbild. Über den Knien hat sie etwas Tape befestigt, und an den Handgelenken befinden sich verschiedene Bänder, die zeigen, dass auch bei ihr die Arbeit real ist. Ihre Haare sind zu einem hohen Zopf gebunden, der bei jeder Bewegung mitschwingt, manchmal ergänzt durch ein farbiges Band in ihren Haaren, das ihr Training nicht behindert, aber sie unverkennbar macht. Anders als letzte Woche scheint es dieses Mal Izzy zu sein, die die Moves durchführen kann, und Leva muss ihr assistieren. So springt Izzy ab und kommt mit einem Moonsault genau auf Leva geflogen, die sie perfekt auffängt und mit ihr zu Boden geht, obwohl Izzy irgendwie komisch ihre Beine dabei gespreizt hatte.
Raven:
„„Nun… das war ja fast gut, wenn es nur nicht so scheiße gewesen wäre. Du solltest dich seitwärts drehen. Ein Moonsault Crossbody.““
Kam von Raven, der den beiden Damen bei ihrem Training intensiv zuschaut. Ein Moonsault Crossbody? Also wie so eine Art Corkscrew Crossbody? Das ist keine besonders leichte Aktion. Viele Superstars können nicht einmal einen normalen Moonsault, und nun will Raven hier in der zweiten Stunde, dass Izzy eine Moonsault-Variation zeigt, die es so bisher kaum jemals zu sehen gab? Nicht unbedingt ein guter Trainingsplan. Aber wenn sie dies beherrschen sollte, dann hätte sie immerhin eine powervolle Aktion im Repertoire!
Raven:
„„Ich weiß, in deinen jungen Jahren hat man es noch nicht so gut mit dem Zuhören, aber komm schon, die Hälfte nur? Ich wiederhole den zweiten Teil gern noch etwas intensiver für dich!““
Leider versucht Raven natürlich weiterhin, Izzy den Willen zu brechen. Sie zum Aufgeben zu drängen. Was bei so einer Aufgabe hier nicht sonderlich schwer fallen sollte, weil diese Aktion wirklich hart aussieht. Sie muss quasi den Moonsault zur Hälfte machen und dann ihr Gewicht so verlagern, dass sie seitlich auf den Gegner fliegt. Selbst einige highflybegabte Luchadors hier aus Mexiko würden so eine Aktion nicht hinbekommen können.
Raven:
„„CHROOOSSBOOOOODYYYYYYYY!!!““
So wie Izzy aussieht, wird sie es schon beim ersten Mal verstanden haben, und auch dem Blick Levas zu urteilen, scheint sie nicht unbedingt zufrieden mit Ravens Verhalten zu sein. Aber er ist der Lehrer. Die Mädchen müssen darauf hören, was er zu sagen hat, und müssen es respektieren, denn er hat die komplette Macht hier. Und Bayley sagte zu Izzy ja auch, dass sie unter Raven trainieren soll. Demnach bleibt den beiden nichts anderes übrig.
Und da sie man Izzy oben auf der Turnbuckle. Mit dem Rücken zu Leva im Ring. Sie springt ab und während der Rückwärtssaltos dreht sie sich während sie zu Leva springt, die sie auffangen will. Doch wo sie seitlich hätte gegen sie aufkommen sollen, steht sie fast aufrecht. So hatte Leva Bates es nicht erwartet und hat gar keine richtige Möglichkeit Moreno aufzufangen. Durch die Kollision der Beiden fallen beide auf die Matte. Izzy ist besorgt, dass sich Leva Bates verletzt hat und erkundet sich unverzüglich um ihr Wohlbefinden.
Izzy Moreno "Entschuldige. Alles in Ordnung?"
Nachdem sie eine Bestätigung von ihrer Kollegin bekommen hatte setzt sich Izzy auf. Mit einer Faust schlägt sie auf den Boden. Sie sieht entschlossen aus und will den Move hinbekommen. Dem Scheiß auf ihrer Stirn zu urteilen versucht sie sich schon seit einer Weile an diesem Move.
Izzy Moreno "Ich hab schon verstanden was du willst und wie es aussehen soll. Das brauchst du nicht die ganze Zeit schreien. Ich hab schon eine Ahnung wie es gelingt. Ich muss beim Absprung etwas mehr Power auf einem Bein reinstecken, doch dafür muss ich erst ein Gefühl für kriegen."
Wie sagt man so schön? Übung macht den Meister und das ist es, was Izzy hiermit meinst. Vielleicht braucht sie 100 Versuche bis es überhaupt gelingt, doch sie scheint schon zu wissen wie sie ihr Ziel erreichen will. Izzy zieht sich an den Seilen hoch. Dass sie dabei ihr Gesicht verzieht verrät, dass sie unter Schmerzen leidet, doch sagt sie Raven nichts. Sie reicht Leva Bates die Hand um ihr beim Aufstehen zu helfen.
Leva Bates: „Danke sehr!“
Es ist nicht so, als hätte sich Leva verletzt. Sie konnte sich zwar nicht auf den Beinen halten, hat aber ihr Bestes gegeben, um Izzy so gut wie nur möglich aufzufangen. Leider wohl nicht perfekt, ohne dass die Landung für Izzy schmerzhaft war. Aber beim nächsten Mal wird sie es besser machen!
Strickland: Hey! Wie läuft das Training?“
Kommt es plötzlich vom Eingang der Halle aus. Das sind Strickland und Lykos! Die beiden männlichen Schüler von Raven kommen in die Halle rein und joinen wohl die beiden Mädchen!
Raven:
„„was macht ihr denn hier? Hab ich euch erlaubt, eine Pause zu machen?““
Antwortet Raven bloß auf die Begrüßung, und wie man es seiner rauen Stimme entnehmen kann, scheint er nicht sonderlich erfreut von der überraschenden Anwesenheit der Männer zu sein. Wie wir es vorhin noch sehen konnten, hat Raven ihnen bereits das heutige Training, welches sie durchgehen sollen, gegeben. Es ist unmöglich, dass sie damit so schnell fertig sein könnten, weshalb hier natürlich der Gedanke aufkommt, dass sie einfach schwänzen. Doch sollte man nicht immer so negativ denken.
Strickland: Das nicht, aber die Bauarbeiter von draußen brauchen den zweiten Trainingsraum für ein paar Minuten, weil sie irgendwas an den Fenstern machen wollen. Daher sind wir hergekommen!“
Raven:
„„Na toll! Dann könnt ihr euch ja direkt hier als nützlich erweisen. Los, ihr beide! Ich versuche unserem Kleinkind gerade, einen Moonsault Crossbody beizubringen. Zeigt ihr mal, wie das gemacht wird!““
Es ist ein wenig paradox, dass es ausgerechnet von jemandem wie Raven kommen muss, dass Pausen unerlaubt sind. Er will, dass seine Schüler sich zu Tode schuften und immer weiter trainieren, obwohl er es doch eigentlich ist, der die meiste Zeit absolut gar nichts tut. Doch wenn man bedenkt, dass sowohl Kid Lykos als auch Shane Strickland außerordentlich talentierte Highflyer sind, kann man sich schon denken, dass die Idee mit diesem neuen Wrestling-Move, den es so nur selten im Fernsehen zu sehen gibt, äußerst zusagt. Vor allem bei den Briten!
Kid Lykos: ’„Moonsault Crossbody? Das klingt interessant, aber so was hab ich auch noch nie gemacht. Einen normalen Crossbody mit einer Rückwärtsdrehung verstärken, das ist kein leichter Move, aber ich find ihn geil. Los, Shane, lass es uns tun, haha!“
Und damit betreten die beiden Männer den Ring und gehen direkt in die Ecke zu den beiden Frauen. Diese machen etwas Platz, während sich Strickland im Ring platziert und Kid Lykos sofort auf das dritte Seil springt. Lykos setzt an, springt ab und fliegt, ohne auch nur einen Blick auf Strickland zu werfen, genau auf ihn zu. Nach der Moonsault-Drehung führt er direkt beim ersten Mal eine perfekte Körperdrehung durch, sodass er Strickland mit einem Crossbody trifft. Und so stark es Strickland auch versucht, schafft er es nicht, sich auf den Beinen zu halten, und wird von Lykos umgehämmert. Da beide Männer aber direkt wieder aufstehen, scheinen sie beide unversehrt zu sein. Das zeigt nicht nur, wie blind sich diese beiden Kameraden vertrauen, sondern auch, wie verdammt gut diese beiden im Ring sind. Vor allem Lykos muss dies sein, wenn man bedenkt, dass er diese Woche gegen niemand Geringeren als den amtierenden East-Coast-Champion Roman Reigns antreten muss.
Das war in der Tat eine beeindruckende Vorführung und das spiegelt sich im Gesicht der Zuschauer wieder. So ist der Fokus auf Izzy, die wirklich beeindruckt von diesem Sprung ist. Sie tritt an Lykos heran.
Izzy Moreno "Das war erstaunlich. Und du lässt das so einfach aussehen. Was ist dein Trick? Ich will das auch können."
Jemand der so einen Trick mit solch einer Bravour bewältigen kann hat doch sicherlich ein paar brauchbare Tipps für sie. Zumindest erhofft sich das Everybody´s Favorite BFF.
Hier zeigt es sich mal wieder, dass es immer gut ist, Kontakte zu haben. Denn wenn es um Highflying-Moves geht, gibt es wohl kaum jemanden bei c2c Wrestling, der Izzy so gut beraten könnte wie Kid Lykos. Vielleicht noch Axiom, aber ansonsten wird es eng. Und auch wenn Lykos selbst eine schwere Aufgabe hat, um die er sich mit vollster Konzentration kümmern muss und die den Namen Tribal Chief Roman Reigns trägt, lässt er seine neue Kameradin natürlich nicht im Regen stehen. Oh nein, er gibt ihr Trainingstipps, die sie von Raven bisher noch nicht bekommen hat und die ihr außerordentlich gut weiterhelfen könnten.
Kid Lykos: ’„Hehe, lass dich nicht beirren. Das ist keineswegs einfach. Ich würde sogar sagen, diese Aktion ist ziemlich hart!“
Das könnte Izzy immerhin etwas Hoffnung machen. Wenn selbst so ein britischer Luchadore wie Kid Lykos sagt, dass dieser Move besonders schwer ist, dann ist es klar, dass Izzy es nicht auf Anhieb schafft. Dafür kann sie mit Sicherheit auch einige Aktionen, die Lykos nicht so leicht beherrschen könnte. Doch sollte sie sich jetzt nicht in solchen Gedanken verlieren, denn plötzlich steht Lykos genau vor ihr und packt Izzy an der Hüfte!
Kid Lykos: ’„Einen normalen Moonsault kannst du, richtig? Du musst quasi, während du dich in der Luft drehst, auf deinen gesamten Unterkörper konzentrieren und während du kopfüber bist bereits dein gesamtes Gewicht in den Beinen und in den Hüften in eine Seite schwenken. Das schafft man nicht so leicht. Da hast du noch einige Wochen zu trainieren, haha!“
Wie ein Vater drückt er vorsichtig ihre Hüfte zur Seite, sodass Izzy aufpassen muss, nicht gleich umzufallen. Genau so muss sie ihren Körper verrenken und ihr Gewicht verlagern, wenn sie kopfüber in der Luft ist. Ob sie das hinbekommt?
Izzy glaubt jedenfalls was Lykos ihr sagt. Warum sollte sie das nicht tun, denn er hat es gerade perfekt hingekriegt und vielleicht lag ich Fokus vorhin einfach falsch. Sie muss es noch einmal ausprobieren. Doch bevor sie die Turnbuckle erklimmt stellt sie sicher, dass Leva Bates bereit ist. Diese nickt ihr zu und so klettert die Jüngste die Seile hoch. Sie versucht sich zu konzentrieren. Sie versucht sie an die genaue Bewegung von Lykos zurückzuerinnern. Es ist alles eine Sache von den Beinen und der Hüfte. Sie atmet einmal tief ein und dann aus und dann springt sie ab. Ganz so elegant sieht das nicht wie bei der Vorlage, die Lykos gegeben hatte und dann kommt der entscheidene Punkte. Die Kollision mit Leva Bates. Ein Crossbody ist das nicht. Dafür fehlen noch 35°. Doch dieses Mal ist Leva Bates gefasster und kann sie auffangen und so landen Beide unbeschadet auf der Matte. Dass es nicht beim ersten Mal klappt war zu erwarten.
Strickland: Hah, sie macht es besser. Aber der Move ist nichts für so ein junges Ding. Sie wird das bestimmt niemals in einem Match bringen!“
Während sich die Mädchen im Ring zusammen mit Lykos freuen, schaltet die Kamera zurück zu Raven und Strickland, die sich außerhalb des Rings befinden und ihnen zugeschaut haben. Es stimmt, durch Lykos’ Hilfe hat Izzy hier enorme Schritte nach vorne machen können. Doch jetzt wäre vielleicht erst einmal eine kleine Pause gut. Und in dieser kleinen Pause bekommen wir zu hören, dass Strickland wohl genauso wenig von dem jungen Nachwuchstalent hält wie Raven!
Raven:
„„Oh, wenn du dich da mal nicht irrst. Sie will der Welt zeigen, was sie draufhat!““
Strickland: Was?“
Oder doch nicht? Was waren das für Worte? Definitiv welche, die Raven niemals offen vor Izzy sagen würde, aber … kann es sein, dass er stolz ist auf die 18-Jährige?
Raven:
„„Was ist? Hast du Lust auf ein Spielchen?““
Strickland: Was für ein Spiel?“
Ein Spiel? Interessant! Was kommt jetzt von Raven? Es ist spektakulär, wie schnell sich die gesamte Aufmerksamkeit hier in diesem Segment von einem harten Training im Ring zu einem albernen Gespräch dahinter verändern konnte. Aber genau dieser Wechsel schafft es, die Spannung durchgängig oben zu halten, sodass es den Zuschauer niemals langweilig wird.
Raven:
„„100 Mäuse, dass sie in ihrem ersten Match hier in der C2C diesen Move bringt!““
Strickland: 100 Mäuse? Hah! Die Wette nehme ich an!“
Raven:
„„Und Volltreffer! Keine Sorge, ich bin mir sicher, sie werden den Monat trotzdem irgendwie über die Runden kommen!““
Strickland: Hah, ich wette um 200!“
Eine Wette, dass Izzy Moreno diesen Move, den sie noch nicht einmal richtig beherrscht, in ihrem ersten Match zeigen wird oder nicht? Im ersten Moment hört sich das schwachsinnig an. Aber für Raven! Denn man weiß nicht, ob sie diesen Move überhaupt bis zu ihrem ersten Match beherrschen wird und wann ihr erstes Match überhaupt sein wird. Und außerdem weiß man auch nicht, ob dieses Match überhaupt die Möglichkeit bieten wird, diesen Move zu zeigen! Es steht quasi alles gegen Raven, und dennoch hat er Vertrauen darin, dass er die Wette gewinnen wird. Oder macht er das alles nur, um seinen Schüler ein wenig zu sticheln? Egal, was der letztendliche Grund ist und wie das alles verlaufen wird – es bringt auf alle Fälle jede Menge neue Spannung, die die Fans an den Bildschirmen einfängt!
Raven:
„„Oh, Sie sind ja richtig eifrig. Haha, deshalb mag ich Sie. Ich nehme a…““
Leva Bates: „Wie wäre es mit sechs?“
Raven:
„„Huh, was?““
Ganz genau … bitte was? Als Izzy und Lykos im Ring sich noch etwas miteinander unterhalten, ist Leva in der Zwischenzeit zu Raven und Strickland gekommen und scheint das Gespräch der beiden mitgehört zu haben. Doch was um alles in der Welt war das gerade für eine Frage von ihr? Selbst Raven scheint etwas schockiert davon zu sein, und man hat selten zuvor einen so verwirrten Ausdruck in seinem Gesicht sehen können.
Raven:
„„Uhm … ich meine, wir wetten eigentlich nur um Geld. Und das könnte auch etwas kompliziert werden. Ich meine … ich bin schließlich ihr Trainer und ich bin viel älter, aber ich kann verstehen, dass Sie solche Kinks haben.““
Leva Bates: „Gott, ich meine sechshundert!“
Oh Gott … aber um fair zu bleiben, das war alles andere als gut ausgedrückt von der Cosplay-Queen! Vor allem, wenn der Gesprächspartner jemand ist wie Raven, der sich auf so etwas wirft wie ein hungriges Raubtier auf seine Beute. Breit grinsend bleibt sein Blick auf Leva.
Raven:
„„Hah, gut rausgeredet!““
Nun, so gut rausgeredet war es ja jetzt nicht, wenn sie von Beginn an schon etwas anderes meinte und es einfach falsch aufgenommen wurde. Doch das Grinsen in Ravens Gesicht bleibt bestehen, und er sieht sich schon jetzt als Gewinner, der bald eine fette, fette Party machen wird.
Raven:
„„Okay, also ihr beide gegen mich! Treffen wir uns in der Mitte. 400! Wenn sie den Move nicht zeigt, dann bekomme ich von euch beiden insgesamt 800, und wenn doch, gebe ich euch beiden jeweils 400! Die Wette gilt!““
Klingt wie ein faires Geschäft. Die Frage ist nur … wie wird es enden? Diese Frage können wir uns wohl so lange stellen, bis wir die junge Izzy Moreno endlich mal im Ring aktiv sehen werden. Doch wann dies so weit sein wird, bleibt bisher noch geheim. Um die Wette zu besiegeln, wird noch mit jedem eingeschlagen, und mit diesen Bildern verabschieden wir uns nun in die Werbung!
Es ist irgendwie ruhig im Backstage Bereich…vielleicht sogar zu ruhig. Die Kamera zeigt einen langen und gut beleuchteten Gang, der aber gerade wie leer gefegt ist. Nur paar einzelne Kisten stehen herum, flankiert von ein paar Leuchtern und Rohren.
Ddd
Plötzlich, aus dem Nichts ist die legendäre Pink Panther Musik zu hören. Aber woher? Es sind keine Boxen weit und breit zu sehen. Darüber kann man sich später noch Gedanken machen. Eine Person kommt ins Bild, die unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht. Dieser Mann geht gebückt. Er hat eine übergroße Lupe in der Hand und sucht den Boden vor sich ab…ganz genau. Dabei scheint er sich im Takt der Melodie zu bewegen. Auf dem gelockten Haar sitzt eine Mütze, wie man sie von Sherlock Holmes kennt. Ja, da ist Kenny Omega, den man vorhin bereits dabei gesehen hat, wie er Joe Gacy ein weiteres Title Match fürs Special nächste Woche zugesagt hat. Nun ist der King of the Anywhere Match unterwegs, um den Angreifer aus der Vorwoche ausfindig zu machen. Zwar weiß nicht Kenny wo suchen…aber mit der Lupe ist doch ein Anfang gemacht, oder?
Kenny Omega:AHA!
Oh, ein Hinweis? Die Musik verstummt so schnell, wie sie gekommen ist. Der Cleaner greift auf den Boden und hebt etwas. Die Kamera muss dabei sehr nahe heranzoomen, um irgendetwas erkennen zu können. Zwischen dem Daumen und dem Zeigefinger seiner linken Hand hält er ein dünnes Streifchen aus Stoff…aus weißem Stoff.
Kenny Omega:Es sieht weiß aus! Es…
Einmal wird an dem Stoff gerochen…
Kenny Omega:…riecht weiß! Es…
Vorsichtig streckt der Canadian X seine Zunge raus und dippt einmal gegen den Stoff…
Kenny Omega:…hhhmmm…schmeckt auch weiß! Mit einem leichten Hauch an Druidenschweiß!
Woher er auch immer wissen möchte, wie der Schweiß eines Druiden schmeckt. Kenny betrachtet das Stück Stoff…sieht angestrengt in die Ferne…sieht wieder zum Stoff…wieder in die Ferne…und wirkt dann überzeugt!
Kenny Omega:Kombiniere…ich bin auf der richtigen Spur! Hah, michse sein echt gut. Bald habe ich dich!
Sonst trägt ja niemand weißen Stoff und auch sonst sind keine Vorhänge, Umhänge oder sonstiges in dieser Farbe gehalten. Nein, da ist der Cleaner total überzeugt, dass das vom noch unbekannten Angreifer sein muss. Also weiter den Weg gehen. Omega sieht wieder durch die Lupe und betrachtet den weiteren Boden. Langsam schleicht er sich davon, während die Kamera zurückbleibt. Fade off.
Eine Woche nach der anderen hat Coast 2 Coast Wrestling mexikanischen Boden erschüttert. Die Going on a Journey Tour – Hello Mexico ist mehr als nur eine Abfolge von Shows sie ist ein Prüfstein für Macht... Präsenz und Bedeutung. Alles begann in Monterrey vor 17.599 Fans eine brodelnde Arena und eine klare Botschaft. Der Tribal Chief ist zurück. Roman Reigns und Paul Heyman dominierten nicht nur den Abend sie setzten den Ton für die gesamte Tour. Worte wurden gewählt wie Waffen, Blicke wie Urteile. Jon Moxley wurde adressiert und nicht angegriffen. Gewarnt sowie nicht provoziert. Und die Bloodline machte unmissverständlich klar, dass Aufmerksamkeit allein noch keine Einladung ist. Weiter ging es nach Torreón. Die Stimmung blieb angespannt. Die Nachwirkungen aus Monterrey waren spürbar. Wrestler, Offizielle, Fans alle warteten auf den nächsten Schritt. Keine Eskalation... kein Angriff sondern Kontrolle. The Tribal Chief zeigte einmal mehr, dass er nicht hetzen muss. Dass Zeit auf seiner Seite ist. Dass jede Bewegung kalkuliert ist wenn man an der Spitze steht. Und nun… San Luis Potosí. Arena Potosí. Die letzte Weekly Show vor dem großen Coast 2 Coast Special: Mexican Standoff III.
Ein Special, das unter besonderer Beobachtung steht. Denn der Blick geht unweigerlich zurück auf das Dezember-Special. Ein Event, das viele Erwartungen weckte und am Ende doch nur einen einzigen Titelkampf bot. Einen Kampf der alles überstrahlte.
Roman Reigns vs. John Cena.
Eastcoast Championship.
Das Ergebnis ist Geschichte. John Cena trat an als Legende... als Name... als Mythos... Er ging als weiterer Beweis dafür, dass Namen allein nicht ausreichen um eine Ära zu brechen. Roman Reigns verließ den Abend als das, was er bis heute ist... Coast 2 Coast Eastcoast Champion doch Mexican Standoff III soll anders werden. Größer... Konsequenter... Bedeutender. Die Company steht an einem Scheideweg... mehr Titel... mehr Entscheidungen sowie mehr Verantwortung. Jedoch über allem schwebt die Frage... Wer tritt hervor, wenn Roman Reigns bereits an der Spitze steht? Becky Lynch? Jon Moxley? Reha Ripley? San Luis Potosí ist nicht nur der letzte Halt vor dem Special. Es ist der letzte Moment der Ruhe bevor Geschichte geschrieben wird.
Cathy Kelley "So mit der Show soll es weitergehen. Aber kommen wir mal zum Thema The Tribal Chief. Er soll heute angekündigt sein, doch gesehen wurde er noch nicht."
Wade Barrett "Vor der Show war er Backstage noch nicht anwesend. Er nimmt sich wohl das Recht wie damals Edge. Er kam und ging wann er wollte. Das gefiel dem Office überhaupt nicht!"
Pat McAfee "Mein Tribal Chief kann tun und lassen was er möchte. Er ist nicht umsonst der Kopf und das Gesicht der Company. Da kann man sich sein Recht nehmen... Roman Reigns ist mein Tribal Chief und das wird er auch bleiben."
Wade Barrett "Naja in den letzten vier Wochen war er nur zweimal vor Ort."
Cathy Kelley "Anwesenheit hin oder her, das wichtigste ist nächste Woche. Beim Special wird der Tribal Chief sein Eastcoast Championship Belt auf's Spiel setzen. Das wird kein Zuckerschlecken... Jon Moxley!"
Wade Barrett "Ich denke dazu sollte man sich noch einmal äußern. Ein bisschen Feuer in die Wunde streuen."
Die Kamera schwenkt abrupt von den Kommentatoren weg. Buhrufe... Pfiffe... Gemischte Reaktionen von den Rängen. Kein Rauch, kein Lichtspiel und keine Inszenierung für einen Mann. Er geht langsame Schritte auf der Stage. Ein perfekt sitzender Anzug. Ein Mikrofon locker in der rechten Hand. Der Blick bleibt ruhig... wach und berechnend. Die Rede ist von "The Wiseman" Paul Heyman tritt ins Licht. Roman Reigns ist nicht bei ihm und genau das macht diesen Moment gefährlich. Heyman bleibt auf der Stage stehen. Er geht keinen Schritt weiter denn er kalkuliert erst einmal die Arena. Kein Titel wird gezeigt und Tribal Chief steht nicht hinter ihm. Paul Heyman setzt sich nun langsam in Bewegung. Es ist kein Entrance denn es ist ein Gang zur Aussage. Die Kamera folgt ihm seitlich und das leicht von unten. Der Anzug sitzt makellos und keine Falte verrutscht. Das Mikrofon hängt locker an seiner Seite als wäre es im Moment noch bedeutungslos. Heymans Blick wandert über die Ränge aber nicht suchend. Er nimmt die Stimmung auf wie ein Anwalt die Reaktion einer Jury. "You suck" - Chants und vereinzelte "ACKNOWLEDGE HIM" - Rufe. Heyman reagiert auf nichts davon. Er erreicht die Stahltreppe und bleibt einen Augenblick stehen. Legt den Kopf minimal schief als lausche er, ob diese Arena bereits versteht, wer heute nicht erscheinen muss um präsent zu sein. Dann setzt er den Fuß auf die erste Stufe dann auf die zweite sowie die dritte... Heyman steigt in den Ring. Er geht zur Ringmitte und bleibt stehen. Die Arena tobt, doch im Ring wirkt alles plötzlich isoliert. Heyman dreht sich einmal langsam um die eigene Achse. Er sieht jede Seite der Arena und lässt die Buhrufe an sich abperlen. Dann hebt er das Mikrofon aber spricht noch nicht. Die Kamera zoomt näher heran. Man sieht das leichte Zucken im Mundwinkel. Eher... Zufriedenheit über die aktuelle Situation. Als die Lautstärke ihren Höhepunkt erreicht hebt Heyman die freie Hand leicht an. Keine Geste der Bitte doch eine Geste der Kontrolle. Und tatsächlich... Die Buhrufe werden nicht leise aber sie strukturieren sich. Man hört ihn wieder und Heyman atmet tief ein.
Paul Heyman "LADY'S AND GENTLEMAN...! My… name… is… PAAAAAUL… HEYMAAAAN!“
Nach einer kurzen Pause spricht er weiter.
Paul Heyman "San... Luis... Potosí... es ist immer wieder faszinierend, wie laut eine Arena werden kann... In Monterrey hat der Tribal Chief gesprochen und hat seine Macht im Main Event bewiesen. Ihr redet vom Main Event als wäre es ein Platz auf der Card. Als wäre es ein Zeitfenster. Als wäre es ein Privileg, das man sich verdienen kann und muss. Der Main Event ist kein Spot. Der Main Event ist ein Zustand und Roman Reigns der Tribal Chief IST dieser Zustand. In Monterrey stand Roman Reigns nicht im Main Event, weil er dort angesetzt wurde. Er stand dort weil jede Geschichte... jede Entscheidung... jede Konsequenz dieses Abends auf ihn hinauslief."
Heyman hebt den Zeigefinger.
Paul Heyman "Roman Reigns hat diesen Main Event nicht gewonnen, weil er härter war. Auch nicht weil er schneller war... nicht einmal, weil er gefährlicher war. NEIN! NEIN!“
Eine kurze Pause.
Paul Heyman "Er hat ihn dominiert weil alles um ihn herum funktioniert. Der Main Event ist Planung... Der Main Event ist Geduld... Der Main Event ist Struktur und genau deshalb konnte John Cena, Sting oder sonst wer kommen mit einem Namen... mit einem Mythos sowie mit einer Vergangenheit und und trotzdem scheitern. Denn der Tribal Chief dominiert den Main Event nicht für einen Abend. Er kontrolliert was danach übrig bleibt. Und jetzt fragt ihr euch ob Jon Moxley nächste Woche eine Chance hat."
Heyman lächelt dünn. Der Wiseman Paul Heyman nickt langsam doch sein Tonfall wird kälter.
Paul Heyman "Aber der Main Event überlebt man nicht mit Chaos, lautstärke auch nicht mit Applaus von der Seitenlinie. Der Main Event gehört Roman Reigns. Und nächste Woche wird Jon Moxley lernen was so viele vor ihm gelernt haben... Man kann im Main Event stehen ohne ihn jemals zu beherrschen."
Heyman senkt das Mikrofon. Der Tribal Chief ist nicht hier oder kommt er doch noch an? Eine kurze Pause und Paul Heyman hebt das Mikrofon erneut... Er schaut zur Hardcam, dann kurz zur linken Seite der Arena dann zur rechten. Als würde er abwägen ob diese Wahrheit überhaupt für alle Ohren bestimmt ist doch seine Stimme ist nun leiser.
Paul Heyman "Und damit... kommen wir zu Jon Moxley."
Ein Raunen geht durch die Halle. Heyman nickt langsam als hätte er genau das erwartet.
Paul Heyman "Jon... du wirst gefeiert für dein Durchhaltevermögen... für deine Härte oder deine Fähigkeit immer weiterzugehen. Das egal wie viel Blut oder egal wie viel Schmerz. Aber lass mich dir eine Frage stellen, die dir hier niemand stellt... nicht die Fans... nicht das Office... nicht einmal du selbst. Hast du das Durchhaltevermögen, dich einer Macht zu stellen, die du nicht besiegen kannst? Denn wir reden hier nicht von einem Gegner. Wir reden nicht von einem Match. Wir reden nicht einmal von Roman Reigns allein."
Heyman hebt eine Hand nicht um sie zu stoppen, sondern um sie einzuordnen und eine Stimme wird fester.
Paul Heyman "Wir reden von einer Macht, die stärker ist als jeder General Manager... stärker als jede Entscheidung des Offices... stärker als diese Company selbst. Wir reden von einer Macht, die nicht verwaltet wird... sie wird geführt. Und Jon... der Tribal Chief wird nicht versuchen, dich zu ändern. Er wird nicht versuchen, dich zu zähmen. Er wird das Dunkle aus dir herausholen nicht das, was du spielst oder was du vermarktest... sondern das, was du selbst kaum kontrollierst.“
Heyman zeigt mit dem Finger direkt in die Kamera.
Paul Heyman "Du kannst das Office täuschen... du kannst diese jämmerlichen Zuschauer täuschen, die Chaos mit Ehrlichkeit verwechseln. Du könntest sogar deine eigene Mutter täuschen, indem du ihr erklärst, dass all das hier notwendig ist. ABER... du täuschst nicht den Tribal Chief.“[/b]
Der Parkplatz des Backstagebereichs liegt im Halbdunkel. Kalte Flutlichter spiegeln sich auf nassem Asphalt... Kein Lärm aus der Arena ist hier zu hören nur das tiefe Brummen eines Motors. Ein schwarzer SUV rollt langsam ins Bild. Der schwarze SUV steht nun vollkommen still. Der Motor läuft noch. Dieses tiefe, gleichmäßige Brummen wirkt wie ein Herzschlag langsam, kontrolliert und dominant. Die Kamera fährt näher heran und die hintere Tür öffnet sich diesmal vollständig. Ein schwarzer Stiefel setzt zuerst auf den Asphalt. Langsam... Bewusst... und kein Zögern und dann erhebt er sich aus dem Fahrzeug.
Der Tribal Chief Roman Reigns ist in San Luis Potosí angekommen.
Pat McAfee "Mein Tribal Chief hat es wie angekündigt doch verspätet noch geschafft. Die heutige Ausgabe kann jetzt nur besser werden."
Kein Titel über der Schulter und auch kein Hoodie. Ein schlichtes dunkles Shirt mit seinem Bloodline Logo. Die breiten Schultern und der gerader Rücken. Der Blick nach vorne gerichtet, als gäbe es auf diesem Parkplatz nichts was seine Aufmerksamkeit wirklich verdient. Der Tribal Chief bleibt einen Moment stehen... nicht um sich zu sammeln sondern um den Raum einzunehmen. Er geht zwei Schritte nach vorne und die Tür fällt hinter ihm ins Schloss. Die Arena explodiert denn jetz sind nur Buhrufe zu vernehmen. Die Kamera schneidet kurz zurück in den Ring. Paul Heyman hat sich nicht bewegt nur diese stille Gewissheit das der Tribal Chief angekommen ist. Zurück zum Parkplatz... Roman Reigns richtet den Blick langsam zur Kamera, sass nicht aggressiv sondern prüfend. Als würde er Jon Moxley durch die Linse hindurch ansehen. Er geht langsam los. Jeder Schritt hallt über den Asphalt.
Die Crewmitglieder treten instinktiv zur Seite... Gespräche verstummen und die Blicke senken sich. Niemand spricht ihn an oder hält ihn auf. Die Kamera folgt ihm von vorne, leicht von unten der Tribal Chief wirkt größer, als er ohnehin schon ist. Roman bleibt kurz stehen, als sich vor ihm die große Backstage-Tür zur Gorilla Position öffnet und das Licht fällt auf sein Gesicht. Der Tribal Chief geht darauf Richtung Vorhang und wie vermutet ertönt seine Theme...
Ein tiefer bedrohlicher Ton. Die Trommeln in seiner Theme sind zu vernehmen... Langsam... Schwer und Unverkennbar. Die Musik des Tribal Chiefs setzt ein. Die Reaktion kommt verzögert wie eine Welle, die erst begreift was sie gerade trifft. Die Kamera richtet sich auf den Entrance-Bereich. Die LED-Wand zeigt nur ein Symbol... Schlicht und natürlich sehr dominant. Dann tritt er hervor... The Tribal Chief... Head of the Table... Coast 2 Coast Eastcoast Champion Roman Reigns!Sehr langsam tritt er hervor. Natürlich mit der Selbstverständlichkeit eines Mannes, der weiß dass dieser Moment ihm gehört. Das ist egal wie lange er sich Zeit lässt. Roman Reigns bleibt einen Augenblick auf der Stage stehen. Die Musik läuft weiter er bewegt sich keinen Schritt. Er lässt die Arena auf sich reagieren. Die Kamera fährt langsam näher heran, leicht von unten sodass er größer wirkt als die Bühne selbst. Das Licht fällt hart von vorne auf ihn zeichnet klare Linien über Schultern, Brust und Kiefer. Keine Pyrotechnik... Kein Feuer und keine Ablenkung. Er ist die Inszenierung mehr auch nicht.
Die Arena reagiert jetzt vollends. Buhrufe branden auf vermischt mit vereinzelten Jubelschreien. Der Blick des Tribal Chief wandert langsam über die Ränge das nicht suchend und auch nicht provozierend. Es ist der Blick eines Mannes der prüft was ihm bereits gehört. Dann ganz ruhig setzt er sich in Bewegung. Ein Schritt nach vorne und darauf der nächste. Jeder Schritt ist schwer nicht träge sondern bewusst. Die Trommeln in der Theme synchronisieren sich mit seinem Gang, als wären sie für ihn geschrieben worden und nicht umgekehrt. Die Kamera wechselt in eine seitliche Perspektive, fängt die Spannung seiner Haltung ein. Die Schultern breit und der Oberkörper aufrecht. Kein Titel um die Hüfte und auch kein Gürtel auf der Schulter. Er braucht ihn nicht um Champion zu sein. Heyman macht instinktiv einen halben Schritt im Ring zurück und senkt leicht den Kopf. Keine Verbeugung eher ein stilles Eingeständnis der Hierarchie. Roman schenkt ihm keinen Blick. Keine Geste und auch kein Zeichen. Die Beziehung ist geklärt lange bevor sie sichtbar wird. Die Fans werden lauter, je näher Roman dem Ring kommt. Die Emotionen überschlagen sich doch The Tribal Chief bleibt unverändert. Am Ring angekommen bleibt er stehen... Die Kamera folgt ihm in einer langen Einstellung. Er betrachtet jede Seite der Arena nicht neugierig, sondern bewertend. Als würde er Besitz markieren die Coast 2 Coast Company. Er bleibt an der Stahltreppe stehen und wartet sekundenlang bis er die Treppe erklimmt. Jetzt legt er eine Hand auf das oberste Seil. Die andere ruht locker an seiner Seite. Roman richtet sich auf und blickt erneut in die Menge. Die Kamera fängt sein Gesicht in Nahaufnahme ein emotionslos... ruhig und absolut überzeugt. Kein Zorn... Kein Triumph... Gewissheit! Reigns beugt sich vor und steigt durch die Seile in den Ring. Im Ring angekommen bleibt er stehen. Er geht nicht sofort zur Mitte denn richtet sich erst auf. Dann ein paar Schritte nach vorne genau bis zur Mitte des Rings. Dort bleibt er stehen und streckt den Zeigefinger in die Höhe. Darauf geht die Pyrotechnik sofort los. Die Musik klingt langsam aus, doch die Trommeln hallen noch nach. Als würden sie sich in die Wände der Arena eingebrannt haben. Paul Heyman bleibt aber bewusst einen Schritt hinter Roman. Nicht neben ihm und nicht vor ihm das wäre für Wiseman fatal. Die Kamera fährt langsam um ihn herum, während die Crowd weiter tobt. OTC hebt nun ganz langsam den Kopf und blickt direkt in die Hardcam. Der Blick ist fest... kühl... kontrolliert... Paul Heyman tritt nun einen halben Schritt nach vorne. Er richtet das Mikrofon langsam nach oben wartet einen Moment bis die Reaktionen der Arena sich überschlagen haben.
Paul Heyman "Heute Abend habe ich nicht das Privileg... nicht die Ehre sondern die unumstößliche Verpflichtung. Den Mann vorzustellen, der nicht um Anerkennung bittet... der sie nicht fordert... sondern sie voraussetzt. Er ist nicht nur der Main Event... er definiert, was ein Main Event überhaupt bedeutet.“
Heyman hebt nun das Mikrofon ein letztes Mal etwas höher. Die Stimme wird kraftvoller getragen von absoluter Überzeugung.
Paul Heyman "Er ist... DER TRIBAL CHIEF... THE HEAD OF THE TABLE... The reigning... defending... undisputed... COAST 2 COAST... EASTCOAST CHAAAAAMPIOOOON...“
Ein letzter Atemzug.
Paul Heyman "ROMAN... REIGNS!“
Die Crowd explodiert. Roman Reigns hebt nun langsam den Kopf. Paul Heyman bleibt noch einen Moment hinter Roman Reigns stehen. Die Explosion der Crowd ebbt nicht ab sie wird lauter und aggressiver. Roman hebt den Kopf nun vollständig doch sagt nichts. Allein seine Präsenz reicht um den Ring zu kontrollieren. Heyman räuspert sich leise hebt das Mikrofon erneut an den Mund. Der Ton ist jetzt endgültig präzise und unerbittlich.
Paul Heyman "Jon Moxley wenn du jetzt irgendwo da draußen stehst mit geballten Fäusten und mit diesem Blick der sagt... Ich bin anders… dann hör mir ganz genau zu. Du glaubst, dass du etwas Einzigartiges bist weil du leidensfähig bist. Weil du Chaos erträgst. Weil du Schmerz suchst anstatt ihm auszuweichen.“
The Wiseman macht eine kurze Pause. Er deutet mit der flachen Hand auf Roman Reigns nicht präsentierend sondern bezeugend.
Paul Heyman "Dieser Mann hat Muster geschaffen und jedes Muster endet gleich.“
Er hebt den ersten Finger.
Paul Heyman "Im Oktober 2025 trat Will Ospreay an. Ein Mann der flog während andere noch gingen. Ein Mann der glaubte dass Geschwindigkeit Macht schlagen kann. Es hing um den Eastcoast Belt den Ospreay trug aber er verließ den Ring ohne Championship. Und mit der Erkenntnis, dass Tempo bedeutungslos ist wenn dir Struktur gegenübersteht. Im November 2025 kam Vincent... roh... Unnachgiebig... Ein Mann der dachte, dass Wille allein reicht. Das Ergebnis kennen wir. Er lernte, dass Wille ohne Kontrolle nur Selbstzerstörung ist. DANN... Dezember 2025. John Cena... Nicht ein Mann… eine Ära... nicht ein Gegner... ein Mythos! Und selbst er konnte diesen Tribal Chief nicht brechen. The Tribal Chief beendet keine Karrieren denn er ordnet sie ein.“
Heyman dreht sich nun leicht zur Hardcam und der Blick wird scharf...
Paul Heyman "Dieser Mann hat Muster geschaffen und jedes Muster endet gleich. Jon Moxley du wirst denselben Schmerz fühlen. Aber nicht weil du schwach bist oder weil du unfähig bist. NEIN... NEIN... sondern weil alle gleich sind, wenn sie versuchen eine Macht zu stürzen die über ihnen steht.“
Die Arena ist noch immer laut, doch es ist kein chaotischer Lärm mehr. Es ist ein gespannter, nervöser Klang als würde jeder Atemzug der Fans auf den nächsten Moment warten. Paul Heyman steht weiterhin einen Schritt hinter Roman Reigns. Das Mikrofon hängt locker in seiner Hand. Er hat ausgesprochen, was ausgesprochen werden musste. Aber dann passiert es. Der Eastcoast Champion Roman Reigns bewegt sich... nicht abrupt... nicht aggressiv. Es ist nur ein minimaler Dreh des Oberkörpers. Langsam wendet der Tribal Chief den Kopf zu seinem Wiseman. Der Blick ist ruhig und unmissverständlich. Kein Befehl wird ausgesprochen denn das ist nicht nötig. Roman streckt die Hand aus... ruhig und fordernd. Diese eine Bewegung reicht denn die Hierarchie ist klar ausgelegt... Heyman erstarrt für den Bruchteil einer Sekunde. Das nicht aus Angst sondern aus Respekt und Verständnis. Die Kamera fängt sein Gesicht in Nahaufnahme ein. Er schluckt und ein winziges Nicken folgt. Ohne ein Wort zu sagen hebt Paul Heyman das Mikrofon mit beiden Händen leicht an, als würde er etwas Heiliges überreichen. Dann legt er es vorsichtig in die ausgestreckte Hand des Tribal Chiefs. In genau diesem Moment wird die Arena spürbar leiser. Es wird nicht still jedoch aber kontrolliert. Roman schließt langsam die Finger um das Mikrofon. Er zieht es nicht sofort zu sich. Er lässt es einen Moment in der Hand ruhen als müsse selbst das Mikro erst begreifen, wem es jetzt gehört. Wiseman macht instinktiv einen halben Schritt zurück. Der Abstand ist klein aber symbolisch gewaltig. Roman richtet sich wieder zur Hardcam aus. Der Blick geht über das Mikro hinweg, direkt durch die Linse, als würde er nicht zu einer Arena sprechen sondern zu einem Mann. Roman Reigns hebt das Mikrofon nun langsam an den Mund. Er spricht nicht sofort denn er lässt den Moment wirken. Der Tribal Chief lässt die Arena verstehen, dass jetzt nicht mehr geredet wird um zu unterhalten sondern um etwas festzulegen. Die Buhrufe verebben nicht ganz, doch sie verlieren ihre Schärfe. Es bleibt diese gespannte Stille zwischen den Lauten. Der Tribal Chief atmet ruhig ein dann senkt er leicht den Kopf nicht unterwürfig sondern gesammelt. Wenige Sekunden vergehen und hebt ihn wieder.
"The Tribal Chief" Roman Reigns "San... Luis... Potosí... Mexico! Coast... 2... Coast... Universe! ACKNOWLEDGE ME!"
Er lässt den Namen der Stadt hängen als würde er ihn abwiegen. Roman Reigns senkt das Mikrofon einen Hauch gerade genug um die Reaktion der Arena wie ein Echo auf sich zurückfallen zu lassen. Buhrufe... Pfiffe... und vereinzelte Jubelrufe. Alles vermischt sich doch nichts davon bringt ihn aus der Ruhe. Der Tribal Chief hebt langsam den Blick. Das wirkt nicht hektisch sondern so, als würde er über all dem stehen. Dann spricht er weiter.
"The Tribal Chief" Roman Reigns "Ihr ruft meinen Namen als wäre ich Teil dieser Show. Der Tribal Chief ist nicht Teil der Show. Roman Reigns ist der Maßstab, an dem diese Show gemessen wird. Diese Company redet gerne von Struktur... von Führung... von Verantwortung! Euer Eastcoast Champion Tribal Chief Romam Reigns lebt sie. Wenn Coast 2 Coast Wrestling ein Gesicht hat dann schaut ihr es gerade an. OTC ist das Vorbild, an dem sich jeder misst, der hier reinkommt und glaubt, er könne etwas verändern."
Er dreht sich langsam im Kreis lässt den Blick über die Fans gleiten.
"The Tribal Chief" Roman Reigns "Ich bin das Bild das diese Company nach außen trägt nicht weil ich darum gebeten habe. Warum? weil es niemand sonst tragen kann. Andere reden von Freiheit... von Chaos... von Rebellion. Ich rede von Ordnung... Denn Ordnung ist das, was übrig bleibt wenn alle anderen versagt haben. Das Office mag Verträge unterschreiben. General Manager mögen Matches ansetzen. Aber ich entscheide was Bedeutung hat."
Roman lehnt den Kopf leicht zur Seite. Er hebt den Zeigefinger.
"The Tribal Chief" Roman Reigns "Aber ich entscheide was Bedeutung hat. Wenn ich hier stehe, dann nicht um Zustimmung zu suchen. Der Tribal Chief steht hier um klarzumachen, dass alles was sich nächste Woche entfaltet durch mich hindurch muss. „Ich stehe über jedem Namen... über jedem Titel... selbst über dem, den ich trage... denn Titel kommen und gehen. Der Tribal Chief bleibt...“
Ein Atemzug... Tief und kontrolliert. Die Arena hält den Klang und keiner will den Moment stören. Der Tribal Chief hebt das Mikrofon erneut an den Mund. Der Blick ist nun nicht mehr weit oder übergeordnet denn er ist präzise. Wie ein Urteil das längst gefällt wurde.
"The Tribal Chief" Roman Reigns "Wisst ihr was das Lustigste an all dem ist? Es gab unzählige, die geglaubt haben sie seien der Eine. Newcomer... hungrig... laut... voller Versprechen. Talente... gefeiert... gepusht... als die Zukunft verkauft und ja... sogar Legenden. Männer und Frauen mit Namen, die größer waren als diese Arena. Alle mit derselben Idee. Das Vorzeigebild dieser Company vom Thron zu stoßen. Und wisst ihr, was sie gemeinsam haben?“
Roman wartet und zählt innerlich Sekunden. Der Coast 2 Coast Eastcoast Champion lässt die Spannung steigen
"The Tribal Chief" Roman Reigns "SIE SIND ALLE GESCHEITERT!“
Die Worte fallen hart... Unverrückbar und Knallhart...
"The Tribal Chief" Roman Reigns "Nicht, weil sie keinen Mut hatten... nicht weil sie kein Talent hatten... sondern weil sie nicht verstanden haben, was sie angreifen. Sie wollten einen Mann stürzen. Aber sie standen einer Institution gegenüber. Sie wollten den Champion schlagen. Aber sie trafen auf den Mann, der entscheidet wer Champion sein darf. Jede Generation hat ihren Auserwählten geschickt. Und jede Generation ist mit derselben Lektion gegangen. Der Thron ist nicht da um gestürmt zu werden. Er ist da um verteidigt zu werden. Und solange ich hier stehe... wird Coast 2 Coast Wrestling genau dieses Bild tragen.“
Roman Reigns hebt das Mikrofon erneut an. Diesmal ohne jede Verzögerung... ohne Spielraum. Der Moment der Einordnung ist vorbei. Jetzt kommt die Festlegung. Die Kamera bleibt eng auf seinem Gesicht.
"The Tribal Chief" Roman Reigns "Und genau deshalb kommen wir jetzt zu Mexican Standoff III... Ein Special... Ein Abend an dem ihr glaubt dass alles offen ist. Aber ich bin nicht hier um euch Hoffnung zu verkaufen. Der Tribal Chief ist hier um euch die Realität zu erklären. Mexican Standoff bedeutet, dass jeder glaubt er habe eine Chance. Dass jeder denkt, ein einziger Moment könne alles ändern. Aber Standoffs enden nicht fair denn sie enden mit Kontrolle.“
Roman atmet einmal tief durch... dann fällt der Name.
"The Tribal Chief" Roman Reigns "JON... MOXLEY...“
Ein spürbares Raunen geht durch die Halle. Roman Reigns lächelt nicht denn er verzieht keine Miene.
"The Tribal Chief" Roman Reigns "Du bist nicht hier weil du ruhig bist. Du bist nicht hier weil du strukturiert bist. Du bist hier weil du Chaos bist. Und Chaos ist unterhaltsam. Aber Chaos regiert nicht. Du hast dir diesen Spot nicht genommen. Er wurde dir gewährt... von mir. Mexican Standoff III wird kein Kampf zwischen Gut und Böse. Es wird Ordnung gegen Selbstzerstörung. Du willst mich in dein Chaos ziehen? Aber ich werde dich zwingen in meiner Struktur zu kämpfen.“
Der Tribal Chief und Eastcoast Champion Roman Reigns dreht sich leicht zur Seite, als würde er Moxley neben sich erwarten.
"The Tribal Chief" Roman Reigns "Jon Moxley kann ruhig Blut, Gewalt mitbringen, was ihn definiert. Jedoch nimmst du es gegen den Tribal Chief auf. Mexican Standoff III wird kein Moment sein, an den du stolz zurückdenkst. Es wird der Abend sein, an dem du verstehst... warum ich an der Spitze stehe. Der Eastcoast Championship wird nicht verteidigt. Er wird bestätigt...“
Als diese letzten Worte fallen ertönt auch die Theme auf die jeder gewartet hatte. Jetzt kommt es wohl zu diesem Face to Face zwischen Roman Reigns und Jon Moxley.
Cathy Kelley "Heute ist es soweit... Jon Moxley und Roman Reigns stehen sich das erste Mal gegenüber. Der Champion und der Herausforderer."
Pat McAfee "Mein Tribal Chief fürchtet sich kein bisschen... Es ist Moxley's Fehler hier aufzutauchen."
Wade Barrett "Ja Pat! Wir wissen alle das du dem Tribal Chief folgst. Aber du bist hier in einer anderen Tätigkeit anstatt so ein Fangirl darzustellen!"
Mit eintreten der Theme des Lunatics sind die Fans auch wieder positiver gestimmt. Es dauert auch nicht lange als Jon sich dann zeigt. Wie immer bahnt er sich den Weg durch das Publikum, seine Körpersprache deutete ein wenig auf eine Mischung von Entschlossenheit und Unterhaltung. Hier und da wird mit einigen Fans abgeklatscht und schließlich überwindet er die Absperrung. Sein Blick auf Reigns im Ring gerichtet, umrandet Jon den Ring. Nach der ersten Runde lässt er sich im Vorbeigehen ein Mikro reichen. Kurz lächelt er und rollt sich in den Ring. Die Fans kommentieren das mit lauten Jubel, immerhin ist es nun das erste Mal, das Jon und Roman sich in einem Ring befinden. Die Anspannung ist zu spüren und Jon hat auch keine Angst, dem Tribal Chief gegenüberzustehen, warum sollte er auch?
Jon Moxley "Ich denke, ich tue hier Jedem einen Gefallen, wenn ich sage...meine Großmutter möchte ihre gesprungene Schallplatte wiederhaben, die bei dir seit Wochen und Monaten im Plattenspieler liegt."
Sofort großer Jubel und auch einige Lacher sind zu hören. Auch wenn man sich fragen könnte, warum Jon genau diese Worte gerade gewählt hatte. Der Lunatic mustert kurz Roman, ignoriert dabei komplett Heyman. Es geht hier nur um Reigns und Moxley.
Jon Moxley "Ich weiß nicht, ob du es selber merkst, aber jedes Mal wenn du deinen Mund aufmachst, kommen von dir immer nur die selben Dinge aus deinem Mund...Wiederholungen über Wiederholungen. Wird dir das nicht auch mal langweilig? Egal, wen du besiegst und ich gebe zu, die Liste deiner Opfer ist beachtlich, es kommt immer die gleiche Leier von dir..."
Jon hat hier die Fans definitiv auf seiner Seite. Mox verringert dann noch einmal den Abstand zum Tribal Chief. Der Lunatic hatte auf jeden Fall keine Angst und stellt sich dieser Herausforderung, die vermutlich beim Special auf ihn warten wird.
Jon Moxley "Du kennst mich, Roman. Du kennst mich sehr gut und ich sehe dir ganz genau an, das du dir nicht eingestehen willst, was wirklich auf dich zukommt, wenn du mit mir in den Ring steigst. Ich bin kein Vincent, ich bin kein Cena...Ich bin anders...Und genau das unterschätzt du."
Roman Reigns reagiert nicht sofort. Kein Zucken im seinem Gesicht. Man sieht kein lächeln und auch kein Stirnrunzeln. Jon Moxley steht nur wenige Schritte vor ihm, das Mikro noch erhoben, die Crowd laut hinter ihm doch Roman schaut durch ihn hindurch und, nicht auf ihn. Als wäre genau das hier längst einkalkuliert gewesen. Paul Heyman bewegt sich kein Stück. Er weiß es längst schon. Der Tribal Chief senkt langsam den Blick, dann hebt er ihn wieder. Ein kaum wahrnehmbares Nicken. Keine Anerkennung sondern nur eins und das ist Bestätigung. Roman hebt das Mikrofon an. Sehr ruhig... präzise gefährlich und leise.
"The Tribal Chief" Roman Reigns "Du hast recht, Jon. Der Tribal Chief ist nicht überrascht. Du bist genau da, wo der Tribal Chief dich erwartet hat. Glaubst du bist hierhergekommen, weil du mutig oder anders bist? NEIN!
Roman neigt den Kopf leicht. Ein kurzes Ausatmen durch die Nase. Der Tribal Chief dreht sich minimal zur Hardcam, spricht nun gleichzeitig zu Moxley und zur Welt.
"The Tribal Chief" Roman Reigns "Der Tribal Chief hat seit Wochen damit verbracht, Brotkrumen zu legen.
Ein Finger hebt sich.
"The Tribal Chief" Roman Reigns "Worte in Monterrey."
Ein zweiter.
"The Tribal Chief" Roman Reigns Stille in Torreón."
Ein dritter.
"The Tribal Chief" Roman Reigns "Geduld hier in San Luis Potosí."
Roman schaut Moxley direkt an.
"The Tribal Chief" Roman Reigns "Nicht um dich zu provozieren sondern um dich zu führen."
Roman tritt nun so nah an Moxley heran, dass zwischen beiden kaum noch Luft bleibt. Kein Staredown sondern ein reines Machtgefälle.
"The Tribal Chief" Roman Reigns "Du nennst dich anders. Aber du hast genau das getan, was sie alle getan haben... REAGIERT!!! Vincent... John Cena... Will Ospreay... Legenden... Newcomer... und jetzt DU! Du bist nicht in diesen Ring gekommen, um mir etwas zu sagen... Du bist gekommen, weil du etwas fühlen wolltest... und genau das ist die Falle."
Die Kamera zoomt näher. Roman Reigns spricht nun fast ruhig als fälle er ein Urteil
"The Tribal Chief" Roman Reigns "Du bist kein Ratte, Jon... du bist ein Instinkt... Und Instinkte laufen immer in dieselbe Richtung. Die Falle ist nicht Mexican Standoff III sondern dass du glaubst, du hast eine Wahl. Du wolltest das Face to Face und jetzt steht Jon Moxley darin.“
Roman Reigns macht keinen Angriff und keine Bewegung der Gewalt. Man konnte spüren, das es eine gewisse Anspannung zwischen diesen Beiden gab. Roman war allgegenwärtig als Champion, eine nahezu unbesiegbare Macht. Jon dagegen stand seid seinem Comeback zur c2c nie wirklich im großen Mittelpunkt. Die Schlacht gegen Sting war das wohl größte Programm, welches der Lunatic hier hatte und auch dort war er als Verlierer rausgegangen, aber Sting hatte gemerkt, was für ein Kaliber Mox war. Jon hörte sich jedes Wort ganz genau an und als Roman dann auch fertig war konnte man ein kleines, aber breites Grinsen beim Lunatic erkennen.
Jon Moxley "Bist du fertig?"
Kam es dann kurz und knapp und die Fans jubeln Mox zu. Es war bemerkenswert, wie cool der Lunatic hier agierte. Roman könnte Recht damit haben, das er es war, der Jon zu diesem Face to Face gebracht hatte, aber Mox ließ sich hier nicht wirklich aus der Reserve locken. Immerhin war Mox es schon immer, der nichts zu verlieren hatte, egal, gegen Wen er in den Ring stieg.
Jon Moxley "Ich bin hier nicht raus gekommen, um mit dir einen großen Dialog zu führen. Für so etwas fehlt mir einfach die Geduld. Ich lasse nicht meine Worte für mich sprechen, sondern meine Taten und genau das werde ich bei Mexican Standoff zeigen. Denn ich werde es sein, der den großen Tribal Chief an seine Grenzen bringen wird, Grenzen, die du anscheinend noch nicht wirklich erleben durftest seitdem du diesen Titel trägst. Also warum sollen wir uns groß mit vielen Worten herumschlagen?"
Jon ließ kurz vom Mikro ab und sein Blick wandert zum Titelgürtel. Die Fans sind heiß wie Frittenfett und wollen dieses Duell endlich auch in einem Ring sehen. Jon war nie auf der Jagd nach Titelgold gewesen. Er war nie an vorderster Front, wenn es um Gold ging. Aber wenn man Ihm diese Chance gab, dann würde er natürlich annehmen. Genau wie bei Sting damals.
Jon Moxley "Lass es uns doch endlich offiziell machen, Roman. Du siehst dich doch eh als die dominante Kraft hier in der Company und ich bin anscheinend für dich nur eine kleine Nebenquest. Nächste Woche, Mexican Standoff III, der Tribal Chief, Roman Reigns gegen den Lunatic, den Streetdog, Jon Moxley...um deinen EastCoast Title...Denn ich bin doch eh nur ein kleiner Fisch in deiner großen Story, oder?"
Wenn Roman etwas nicht darf, ist es den Lunatic auf die leichte Schulter zu nehmen. Das wäre der größte Fehler, den selbst ein Roman Reigns nicht machen durfte. Jon zeigte hier nun seine Präsenz. Knapp, aber effektiv. Er lässt Jon Moxley reden. Er lässt ihn lächeln. Er lässt ihn glauben, dass er gerade die Kontrolle übernommen hat. Die Kamera fängt Roman in einer ruhigen Nahaufnahme ein. Die Augen halb gesenkt, der Kiefer angespannt – nicht vor Wut, sondern vor Konzentration. Paul Heyman bewegt sich weiterhin keinen Zentimeter. Dann hebt Roman langsam das Mikrofon wieder an.
"The Tribal Chief" Roman Reigns "Jon… Der Tribal Chief unterschätzt niemanden, der bereit ist, alles zu verlieren. Aber hier ist der Unterschied zwischen uns. Du hast nichts zu verlieren, weil du nie etwas aufgebaut hast, das größer ist als du selbst. Der Tribal Chief hingegen… trage alles. Diese Company... Diesen Titel... Diese Verantwortung. Und genau deshalb wirst du bei Mexican Standoff III nicht verlieren, weil du schwächer bist. Du willst es offiziell? Es ist offiziell, seit ich deinen Namen ausgesprochen habe.“
Roman Reigns dreht sich zuerst von Jon Moxley weg. Als wäre das Gespräch beendet lange bevor Jon sein letztes Wort gesprochen hat. Paul Heyman tritt sofort neben ihn, leicht versetzt hinter ihm. Die Hierarchie ordnet sich neu, ohne dass jemand sie ausspricht. Roman bleibt einen Moment stehen, dreht den Kopf noch einmal leicht über die Schulter. Dann verlässt Roman Reigns den Ring... Langsam... Bewusst... Jon Moxley bleibt zurück während der Tribal Chief mit seinem Wiseman die Rampe hinauf geht.
First C2C WRESTLING SPECIAL PERFORMANCE CENTER TRAINING 1!
Die C2C bietet heute eine besonders große Card, wie man sie sonst nur bei Specials zu sehen bekommt. Die heutige Ausgabe von Coast 2 Coast Live hat beinahe schon den Flair einer Großveranstaltung, hier mitten in San Luis Potosí, Mexiko! In der Arena Potosí erleben wir heute sagenhaft gute Matches, wie zum Beispiel den ehemaligen World Heavyweight Champion Drew McIntyre, der gegen den unbeliebten Influencer Logan Paul ran muss, oder im heutigen Main Event das Number-1-Contender-Match für den Shien Championship, in dem Kenzie Paige gegen The Man Becky Lynch antreten muss. Doch erleben wir heute scheinbar nicht nur große Stars, die wir jede Woche zu sehen bekommen. Nein, der große Bildschirm in der Halle schaltet sich ein, und wir können ein Match zwischen John Cena und Mr. Kennedy beobachten!
Dieses Match fand bei der WWE vor fast 20 Jahren statt, aber warum wird es uns hier gezeigt? Nun, das ist schnell erklärt, wenn man auf die Leute achtet, die sich eben dieses Match gerade anschauen. Zu sehen ist das gesamte C2C Performance Center Team, bestehend aus Kid Lykos, Shane Strickland, Leva Bates, Raven und natürlich dem neuesten Mitglied Izzy Moreno, welche sich allesamt in einem abgedunkelten Vorführraum befinden und die Augen auf einen großen Bildschirm gerichtet haben. Dort schauen sie sich das Match an, welches trotz seines Alters so beängstigend aktuell wirkt. Raven sagt nichts. Er sitzt leicht zurückgelehnt, die Arme verschränkt, der Blick fest auf den Bildschirm geheftet. Doch nach einem ganz bestimmten Moment steht er langsam auf und tritt einen Schritt zurück, weg vom Bildschirm. Das Match läuft weiter, aber für ihn ist der entscheidende Moment längst vorbei. Gekleidet ist er hier heute in einem schwarzen, ärmellosen Top und einer dunklen Trainingshose. Seine grauen Haare fallen ihm ins Gesicht, während sich zwischen seinen Lippen ein Lolli zeigt.
Strickland: Hmm… irgendwas stimmt mit Cenas Schulter nicht! Das kann aber nur ein Work sein!“
Tatsächlich! Es sieht so aus, als hätte sich Cena hier in diesem Match irgendwie an der Schulter verletzt! Aber auch wenn es ein Work gewesen sein soll … wann ist es passiert? Nirgendwo gab es auch nur eine Aktion, bei der irgendetwas an seine Schulter gekommen ist. Nicht einmal ein Tackle oder so etwas! Doch da, wo weder die Zuschauer noch die beiden Schüler etwas sehen können, kann der große weiße Raven natürlich sofort einen weiteren Blick beweisen.
Raven:
„„Okeay, gut! Aber nehmen wir mal an, das Gegenteil ist der Fall! Wer kann erkennen, woher die Schmerzen kommen?““
Naja, obviously aus seiner Schulter! Die Frage wäre wohl viel mehr, was passiert ist, dass Cena die Schulter so weh tut. Aber keiner der beiden ist ein Mediziner. Lykos und Strickland wollen doch viel eher Wrestler werden, also warum stellt Raven ihnen hier so eine Aufgabe? Die Antwort darauf ist recht simpel. Irgendetwas scheint in diesem Match passiert zu sein. Irgendetwas, worauf Lykos und Strickland wohl in Zukunft achten sollten, damit ihnen nicht so etwas passiert. Je sicherer man im Ring ist, desto besser ist es. Klar werden die Fans am meisten durch halsbrecherische Aktionen gehookt, aber wenn man diese lang genug übt, kann man auch die so sicher wie nur irgend möglich durchführen, ohne dass einem etwas passiert! Sowohl Lykos als auch Strickland schauen sich das gesamte Match noch einmal intensiv an und versuchen, irgendwo die Lösung zu finden.
Kid Lykos trägt seine charakteristische silberne Wolf-Maske, an den Rändern leicht aufgerissen vom harten Training, und ein enganliegendes graues Kompressionsshirt über seinem tätowierten Oberkörper. Seine schwarzen Tights sind an den Seiten mit weißen Kratzmustern versehen, und über seinen Ringerschuhen sitzen abgewetzte Kickpads, mit Klebeband festgezurrt. Um seinen Hals hängt eine schlichte Kette mit einem einzelnen Ring, der wie ein persönlicher Talisman wirkt. Strickland neben ihm ist locker gekleidet in einem weinroten, ärmellosen Tanktop mit ausgefransten Säumen und einer schwarzen Mesh-Trainingshose, während seine Dreadlocks zum Teil hochgesteckt sind und von einem schwarzen Band gehalten werden. Um die Handgelenke trägt er abgenutzte Bandagen und an den Füßen mattschwarze High-Top-Sneaker, fest geschnürt und trotzdem beweglich.
Kid Lykos: ’„Kennedy hat die Schulter nicht angegriffen.“
Strickland: Er ist auch nicht ungünstig drauf gefallen!“
Kid Lykos: ’„Es sieht auch nicht so aus, als würde der Schmerz woanders herkommen!“
Intensiv gehen sie beide detailliert alles durch, was sie sehen können, doch eine Antwort auf die Frage, woher die Verletzung und der Schmerz in der Schulter John Cenas kommen könnten, lässt sich nicht finden für die beiden Schüler. Doch lassen sie sich nicht beirren. Sie wirken zwar etwas überfordert, aber sie geben nicht auf, die Lösung dieser Frage zu finden. Irgendwo muss sich John Cena verletzt haben.
Intensiv suchen sie nach der Lösung oder einem Hinweis darauf, wo sich diese befinden könnte. Vielleicht hilft ihnen Raven dabei etwas aus?
Raven:
„„Das stimmt. Wenn er Schmerzen hat, werden sie aus dem Bereich der Schulter kommen!““
Vielleicht suchen sie auch einfach nur falsch! Oder aber die Lösung ist so versteckt, dass es unmöglich ist, sie mit bloßem Auge zu sehen. Daher probiert Lykos nun etwas anderes!
Kid Lykos: ’„So wie er seinen Arm bewegt, scheinen die Schmerzen da zu sein, aber ihn nicht so stark zu beeinflussen. Ich tippe darauf, dass er sich einen Muskel gerissen hat, als er Kennedy in den STFU genommen hat!“
Raven:
„„Excellent! Sehen Sie, was er gerade getan hat, Strickland? Er hat aus einem kleinen Anhaltspunkt eine mutige Schlussfolgerung zur Lösung der Frage gezogen!““
Wow! Lykos scheint damit recht zu haben und sich damit wohl einen Pluspunkt bei Raven sichern zu können. Wobei man sagen muss, dass diese Frage auch ziemlich gemein gewesen ist. Woher soll man so etwas bitte sehen? Und vor allem: Wie soll man sich auf so etwas vorbereiten, damit es einem nicht selbst passiert? Cena wird seinen Finisher so gut beherrschen können wie kein anderer Wrestler auf dieser Welt. Und wenn jemandem wie Cena das schon passiert, dann ist es wohl unmöglich, dass einem das nicht auch passieren kann … oder?
Strickland: Aber er sieht so aus, als hätte er die Schmerzen schon, bevor er Kennedy in den STFU genommen hat.“
Raven:
„„In der Tat. Das stimmt. Lykos hat auch ziemlichen Schwachsinn erzählt.““
… Whut? Eben noch hat Lykos ein Kompliment für seine Antwort erhalten, und jetzt auf einmal ist diese falsch? Was geht hier vor? Was will Raven hier eigentlich? Nicht verwunderlich, dass auch Strickland jetzt zu Raven schaut und gar nicht verstehen kann, was hier abgeht!
Strickland: Und welchen Punkt meinen Sie dann bitte?“
Raven:
„„Er wusste durch meine Frage, dass ich euch etwas suchen lasse, also dachte er, da müsste etwas sein, und hat geraten! Und das ist clever … jämmerlich, aber clever!““
Aus Raven spricht eine gewisse Form von Enttäuschung, aber zeitgleich auch eine gewisse Anerkennung. Es geht ihm scheinbar nicht darum, einfach blind anzugreifen oder aufzugeben, sondern das gesamte Spiel zu durchschauen. Lykos hat durchschaut, dass da etwas im Busch ist, einfach weil die Frage gestellt wurde. Und obwohl es nur ein Versuch ins Blaue war, war es ein kluger. Nicht edel, nicht beeindruckend, aber effektiv. Genau wie ein kleiner Zug im größeren Spiel, der nicht die ganze Rechnung begleicht, aber schmerzt.
Kid Lykos: ’„Und woher stammt die Verletzung nun?“
Scheint Lykos nicht ganz zufrieden damit zu sein, dass er nicht auf die Lösung gekommen ist. Daher gibt er nun doch auf?
Raven:
„„Nun, sie haben nicht ganz unrecht. Es ist ein Muskelriss. Aber was glaubt ihr, welcher Muskel wo gerissen ist?““
Und der nächste Hinweis von Raven, der ein Aufgeben nicht zulässt. Er wird so lange warten, bis einer von beiden die Lösung findet, und wenn er die ganze Nacht hier bleiben muss. Wobei … er wird sicherlich pünktlich Feierabend machen. Strickland und Lykos werden es eher sein, die die ganze Nacht hierbleiben müssen.
Kid Lykos: ’„Ich würde sagen die Schulter, darüber waren wir uns doch schon einig!“
Raven:
„„Bei Gott, schauen wir uns hier dasselbe Match an?““
Doch je mehr falsche Versuche von den beiden kommen, desto mehr reißt so langsam auch Ravens Geduldsfaden. Sie wissen jetzt schon, was die eigentliche Verletzung ist. Damit hat Raven ihnen die Frage schon zur Hälfte beantwortet. Die Frage, die sich jetzt nur noch stellt, ist, wo die Verletzung genau liegt und wann Cena sie wie bekommen hat. Weiterhin schauen Lykos als auch Strickland intensiv das gesamte Match an, solange, bis Lykos wieder einen Antwortversuch wagt.
Kid Lykos: ’„Da, bei dem Hip Toss! Ab da bewegt sich sein Arm anders. Er hat sich den Brustmuskel gerissen!“
Für einen kurzen Moment blickt Raven seinen Schüler, der diese Show gegen den amtierenden Eastcoast-Champion Reigns in den Ring treten muss, an. Mindestens so intensiv, wie er mit Strickland das Match eben die ganze Zeit angeschaut hat. Er scheint ebenfalls nach etwas zu suchen und ist sich wohl nicht ganz sicher, ob er das gefunden hat. Aber seine Augen sind wesentlich schärfer als die der beiden Jünglinge. Und demnach fragt er Lykos direkt.
Raven:
„„Ist das schon wieder geraten von Ihnen?““
Kid Lykos: ’„… … Ja!“
Und Volltreffer. Raven hat genau ins Schwarze getroffen, und Lykos konnte ihm nichts vormachen. Er hat gar nichts gesehen und hat nur die erstbeste Antwort genommen, die ihm durch den Kopf ging und die passen könnte. Eben hat es auch funktioniert, um Raven ein, wenn auch falsches, Kompliment herauszuschlagen. Er will einzig Pluspunkte bei seinem Trainer sammeln. Leider bisher mit nur wenig Erfolg!
Raven:
„„Schade, Sie haben nämlich vollkommen recht. John Cena hat sich bei diesem Hip Toss den gesamten rechten Brustmuskel vom Knochen gezogen und hatte seitdem im ganzen Match starke Schmerzen auf der rechten Seite seines Körpers.““
Wow, was? Lykos hatte recht! Das war die Lösung, nach der Raven die beiden hat suchen lassen. Das heißt … wenn Lykos einfach gelogen hätte und gesagt hätte, dass er sich zu 100 % sicher war, das gesehen zu haben, dann hätte er seinen Pluspunkt hier geholt! Der junge Brite scheint noch einiges zu lernen zu haben. Er ist noch lange nicht da, wo Raven ihn haben will. Aber dafür ist dieses Performance-Programm ja auch gedacht. Diese Schüler sollen die Besten werden und dann, wenn sie im Roster der C2C richtig durchstarten, direkt die Qualität der Shows in die Höhe steigen lassen. Etwas enttäuscht seufzt Raven etwas aus, redet dann aber weiter über dieses ehemalige Match von vor 20 Jahren und auch über seinen Respekt, den er vor einem Superstar wie John Cena hegt.
Raven:
„„Aber er hat einfach weitergemacht und hat den Schmerz ertragen. Daran könnt ihr sehen, wie ein richtiger Kämpfer aussieht. Jetzt meine Frage … denkt ihr, ihr könntet das auch?““
Strickland: Wofür sollten wir so etwas können? Chris Jericho sagte einst, dass wir keine Stuntmänner sind, sondern Wrestler. Man sollte im Ring immer so sicher wie möglich agieren, sodass es zu keinen Verletzungen kommt. Wenn ich einen Hip Toss ausführe, dann passiert mir so etwas nicht.“
Wrestling is not fake! It’s predetermined entertainment. We are real-life stuntmen going out there with one take and no safety net. There is nothing fake about what we do. Yes, it’s predetermined. Yes, it’s entertainment. Am I really trying to kill the guy I’m wrestling? Of course not. But I can get hurt at any time. It happens! Das war der Satz, den Jericho in einem Interview vor 25 Jahren brachte, in welchem er auch genau die Aussage brachte, die Strickland hier zitiert hatte. Wrestling ist gefährlich, aber man kann sicher handeln. Man kann sich verletzen, sollte aber immer sein Bestes geben, sich davor zu bewahren. Doch was Strickland hier nicht versteht, ist: Verletzungen sind leider immer möglich. Es ist unmöglich, sich vor diesen zu bewahren. Auch wenn Jericho wohl einer der Topstars ist, die man hier nehmen kann, denn ist er einer der Legenden, die so wenig Verletzungen wie nur möglich hatten. Er war immer so sicher, wie man nur sein kann. Strickland jedoch stuft dies als Pflicht ein. Nie eine Verletzung haben, und du bist der Beste. Raven jedoch hat nur wieder einen dummen Spruch darauf zu geben.
Raven:
„„Ach, wen interessiert schon Chris Benoit? Der hat seine Frau und Kinder erschossen.““
Kid Lykos: ’„Uhm … er sagte Jericho, nicht Benoit!“
Raven:
„„Oh, Jericho? Ja, den mochte ich. Ich habe gern seine Gifts getrunken!““
Oh Gott, da kann man nur mit dem Kopf schütteln. Immerhin kommt von einigen Fans der Halle nun ganz laut der Spruch „Drink it in, maaaaaan!“ gerufen, was für ein wenig Gelächter bei den Fans sorgt. Doch hier im Performance Center sieht das Ganze noch immer etwas ernster aus. Hier wird nicht gelacht! Nicht, solange Raven als Trainer agiert!
Raven:
„„Es ist scheißegal, wie sicher du im Ring bist. Verletzen kannst du dich immer. Und entweder lässt man das Match dann abbrechen und die Fans sind enttäuscht, oder man macht weiter und kann am Ende fröhlich mit Luftballons und Kindern feiern, während dein Körper komplett zerstört wird. Aber immerhin fröhlich, und jeder mag dich … vielleicht bekommst du dann auch einen Clown an die Seite, der dich bespaßt … yeai!““
Raven geht es hier nicht um Stimmung oder Zustimmung, sondern um das Verständnis für die Mechanismen, die im Hintergrund wirken. In diesem Fall geht es darum, dass nicht alles nach Plan laufen muss und dennoch läuft etwas. Wenn andere sich entziehen oder Spiele spielen, bleibt am Ende oft nur die Entscheidung, ob man weitermacht, egal wie es einem geht. Man steht trotzdem da, im Spotlight, verletzbar und allein mit der Wahl: abbrechen oder durchziehen. Und genau das spiegelt sich in Ravens Worten wider, der bittere Zynismus darüber, dass man selbst dann weitermacht, wenn alles schmerzt, einfach weil es das ist, was von einem erwartet wird. Egal, ob echte Unterstützung kommt oder nur ein Clown zum Trösten. Wichtige Aussage, die Raven hier versucht, seinen Schülern zu erklären. Und das überrascht selbst die Fans. Er ist eben doch ein guter Lehrer!
Raven:
„„Ich will, dass ihr heute alle grundlegenden Wrestlingwürfe übt. Hip Toss, Backbreaker, Facebuster, Catapult, DDT, Spinebuster, Monkey Flip, Powerslam, Suplex und so weiter. Perfektioniert diese Aktionen, sodass ihr nicht wie dieser Krüppel endet, der sich selbst vier Monate seiner Karriere gekostet hat.““
Und doch scheint Raven Strickland zuzustimmen. Am besten ist man, wenn man im Ring sicher agiert, sich keine Verletzungen zufügt. Und wenn doch, dann soll man gefälligst die Eier haben, weiterzumachen. Verletzungen sind gang und gäbe, aber wenn man das, was man tut, perfektioniert, dann treten sie seltener auf, als wenn man ein armseliger Amateur wie eine Elayna Black ist, die man hier in den Shows kaum sieht, weil sie immer in der Verletzungspause ist. Er will, dass seine Schüler entschlossen an die Sache herangehen und als Meister wieder herauskommen. Das Feuer muss in ihnen brennen, und im Endeffekt soll es nur zu ihrem Besten sein.
Raven:
„„Ich bin dann für den Rest des Tages bei den Mädchen. Wenn ihr Fragen habt, stellt sie nächste Woche!““
Als Raven mit verschränkten Armen den Raum verlässt, bleibt ein Moment der Stille zurück. Die Tür fällt hinter ihm zu, und ein Hauch von Anspannung bleibt in der Luft hängen. Es ist dieser typische Nachklang, wenn ein Mentor einen klaren Befehl gibt und sich dann entzieht, fast schon eine Prüfung für die Zurückgelassenen. Inmitten dieser Stille ist es Lykos, der sich vorsichtig nach vorne beugt und mit dem Training beginnen will. Strickland wirkt ein wenig erzürnt von Ravens Verhalten, aber er muss sich ebenfalls daran halten. Das kann ein sehr anstrengender Trainingstag für die beiden hier werden, auch wenn es nur klassische Moves der Wrestling-Grundlagen sind. Sanft erklimmt der Brite den Ring und wartet lächelnd auf Strickland, damit dieser ihm joint. Diese zarte Geste des Lächelns scheint auch zu wirken. Für einen Moment weicht der Zorn in Stricklands Blick, und die Wut auf Raven verliert an Gewicht, verschwindet aber nicht ganz. Mit einem schweren Atemzug lässt er die Anspannung ein Stück weit los, geht ebenfalls zu Lykos in den Ring und schenkt ihm auch ein Lächelt, etwas gequält, aber ehrlich.
MATCH 2 SINGLES MATCH
Sol Ruca vs. Skye Blue Writer:???
Die Lichter in der Halle werden gedimmt. Ein paar Sekunden passiert nichts...bis sich eine sanfte Stimme aus den Boxen meldet. Nur ein paar Sekunden nimmt die Musik an Fahrt auf...
Langsam und erhaben stolziert Skye Blue auf die Stage. Über ihr Ring Gear trägt sie einen schwarzen, leicht durchsichtigen Umhang aus Seide, den sie mit ihren Armen wie ein Cape aufspannt. Auf dem schwarzen Haar sitzt ein blau glitzerndes Krönchen. Mit eiskaltem Blick scannt sie die Zuschauer und scheint sich nichts darum zu scheren, was diese gerade von ihr halten. Wie eine Königin, die ihren Thron besteigen möchte, bringt sie die restlichen Meter zum Ring hinter sich.
Matthew Rehwoldt:"Making her way to the Ring... she is the Dark Phoenix... from Chicago, Illinois... SKYE BLUE!"
Gekonnt schwingt sie sich aufs Apron, wobei sie für einen Moment auf dem rechten Knie ruht und das linke Bein ausstreckt. Mit einer Hand löst sie den Umhang, der zu Boden gleitet. Der Ring wird betreten. Ein Bein stellt sich auf das unterste Seil und schwingt das andere über das obere. So beugt die junge Frau ihren Oberkörper leicht nach vorne. Da blitzt ein kurzes Lächeln auf den Lippen auf, das von einem Augenzwinkern begleitet wird. Normalerweise sind das Gesten, die einen positiven Aspekt haben sollen. Hier verheißt es aber nichts gutes....zumindest nicht für Skye's Gegnerin. Langsam verstummt die Theme. Der Dark Phoenix lockert einmal die Handgelenke und ist bereit für das Match.
Pat McAfee:Das zweite Match an diesem Abend steht uns bevor. Hier trifft Skye Blue auf Sol Ruca. Cathy Kelley:Ich bin gespannt Pat, denn steht Sol nicht bereits an Herausforderin auf den Shine Titel fest? Wade Barrett:In der Tat und mit einem weiteren Sieg heute, wird sie sich etwas Respekt verschaffen können. Sollte… ja wirklich sollte, aber Skye Blue heute die Nase vorne haben, dann sieht das Title-Picture auf einmal wieder ganz anders aus. Pat McAfee:Du kennst dich aus Wade und ausnahmsweise bin ich hier deiner Meinung. Warten wird es ab…
Das Theme von Sol Ruca dröhnt aus den Boxen. Es dauert nur wenige Sekunden und dann erscheint die Blonde Frau aus Kalifornien auch auf der Bildfläche. Breit grinsend steht sie da, gekleidet in ihr Ringoutfit und blickt in die Reihen der Fans. Sie streckt ihren Arm aus, ballt die Hand zu einer Faust und spreizt den Daumen und den kleinen Finger zur Seite ab. Der Surfergruß! Im Ring erhebt Matthew Rehwoldt sein Mikrophon.
Matthew Rehwoldt:"Introducing next, from Ontario, California, weighting tonight in at 138 pounds, Sol Ruca!"
Die Surferin hat sich in Bewegung gesetzt und marschiert auf den Ring zu. Vor selbigen biegt sie nach rechts ab und mit einem geschickten Sprung springt sie auf dem Apron und landet auf selbigem mit einem Spagat. Mit einer flüssigen Drehung kommt sie aus der Spagat Position in eine entspannte Sitzposition, lehnt sich mit dem Rücken am untersten Ringseil an und legt ihre Unterarme auf selbige. Dann steht sie auf, greift mit beiden Händen in das oberste Ringseil, holt Schwung und mit einem Sprung der in eine Rolle Vorwärts übergeht fliegt sie in den Ring. Hier geht sie in einer flüssigen Bewegung in einen Handtand, rotiert, senkt die Arme und mit einem Kip Up landet sie auf ihren Knien. Das ist die Athletik einer ehemaligen D1 College Athletin! Erneut folgt der Surfer Gruß. Sie ist bereit für Skye Blue.
Ding Ding Ding
Die Glocke läutete scharf und hallend, die beiden Frauen umkreisten sich wie Raubtiere in einem Käfig. Sol streckte die Hand aus für einen fairen Shake, aber Skye schlug sie weg, ein spöttisches Lächeln auf den Lippen. Stattdessen startete Skye mit einem schnellen Wristlock, ihre Finger gruben sich in Sols Handgelenk, drehte es mit einem Ruck, der Sol ein scharfes Keuchen entlockte. Sol konterte geschickt, rollte sich vorwärts und verwandelte den Hold in einen Armdrag, der Skye über ihre Schulter schleuderte. Skye landete auf den Füßen, wirbelte herum und versuchte einen Cartwheel Uppercut – eine akrobatische Drehung, bei der ihr Arm wie ein Aufwärtshaken nach oben schnappte. Sol kann sich noch rechtzeitig zur Seite wegdrehen und spürte den Luftzug an ihrer Wange. Sie nutzt Skye’s movement aus, reißt sie einfach zu Boden und kontert mit einem Standing Moonsault: Sie sprang hoch, drehte sich in der Luft zu einem perfekten Rückwärtssalto und landete mit ihrem Körper quer über Skyes Brust. Der Aufprall ließ die Matte erzittern. Der Referee ist sofort zum Count da: "1… 2…!" Skye kickte aus, ihre Augen blitzten vor Wut.
Die ersten Minuten waren ein Wirbel aus Tempo und Technik. Skye eroberte die Oberhand, indem sie Sol in die Ecke drängte. Mit einem harten Enzuigiri – einem Tritt, der von ihrem Bein wie ein Blitz ausfuhr und Sols Schläfe traf – ließ sie Sol taumeln. Sol schüttelte den Kopf, Sterne tanzten vor ihren Augen, aber Skye gab keine Pause. Sie rannte an, sprang hoch und landete einen Running Hip Attack, ihr Hüftknochen krachte gegen Sols Brustkorb, presste die Luft aus ihren Lungen. Sol sackte in der Ecke zusammen, und Skye nahm unterdessen wieder Anlauf, spring ab und bringt eine Missile Dropkick gegen die Ringecke an.
Cathy Kelley:Das war brutal! Pat McAfee:Ich hoffe einfach, dass es heftiger klang, als es letzten Endes war.
Skye zog Sol hoch und setzt zum Swinging Neckbreaker – sie hakte ihren Arm um Sols Hals, drehte sich und ließ beide zu Boden krachen. Sols Kopf prallte hart auf, und Skye ihrerseits mit dem Cover: "1... 2 … Nein! " Sol kickte aus, im allerletzten Moment. Man sieht ihr an, dass die letzten Aktionen Spuren hinterlassen haben.
Aber Sol war keine, die sich unterkriegen ließ. Mit der Energie der Wellen kämpfte sie sich zurück. Sie nutzte die Seile als Sprungbrett, katapultierte sich in einen Springboard Splash – ein Flug durch die Luft, bei dem sie wie eine Welle über Skye brach. Das Publikum explodierte in Jubel. Sol rollte durch, stand auf und beschleunigte: Sie rannte erneut die Seile entlang, sprang auf das mittlere Rope und landete einen Springboard 450 Lariat – der Skye fast den Kopf… im aller letzten Moment wich Skye aus, rollte sich zur Seite. Aber Sol blieb dran. Sie packte Skye am Arm, hob sie hoch und landete einen Sitout Facebuster Wieder ein Cover: "1... 2..." Skye kickte aus, wieder nur der Two-Count.
Die erste Hochphase des Matches ebbte etwas ab und so folgte eine hoch psychologische Phase. Skye, nun sichtlich frustriert, ihre Lippen zu einer schmalen Linie gepresst, ging aggressiver vor. Sie täuschte einen Schlag an, duckte sich unter Sols Konter hindurch und landete einen Cazadora Armdrag, der Sol gegen den Ringposten schleuderte. Der Metallpfosten dröhnte, und Sol schrie auf, als ihr Schulterblatt den Aufprall absorbierte.
Wade Barrett:Uff, schon wieder der Ringpfosten!
Dennoch Sol rappelte sich wieder auf,und nutzte den Augenblick den Skye Blue ihr gab. Sie verschaffte sich mit einem einfach Low Kick etwas Platz, gefolgt von einer Clothesline. Sie kletterte in die Ecke, balancierte auf dem Seil und landete einen Corner Slingshot Somersault Leg Drop – ein Salto vorwärts, bei dem ihr Bein wie ein Hammer auf Skyes Brust nieder kam. Getroffen, stand Skye taumelnd auf und wollte das Momentum nicht aufgeben, in dem sie konterte mit einem Superkick: Ihr Fuß schoss hoch, traf Sols Kinn mit einem Knall, der wie ein Peitschenhieb klang. Sol wankte, und Skye schrie "It's over!", zog sie hoch für ihren Skye Fall – einen Swinging Neckbreaker, der Sol wirbeln lassen sollte. Aber diese hatte die Körperbeherrschung den Move nahezu an sich verpuffen zu lassen.
Warnung! Spoiler!
Blitzschnell sprang Sol auf das mittlere Seile, drehte einen Springboard Moonsault – ein Rückwärtssalto, der sie direkt auf Skye krachen ließ. Beide gingen zu Boden, die Matte bebte. Etwas wacher als ihre Kontrahentin, die auch das ganze Impact einsteckte, stand Sol Ruca wieder. Sie zerrte Skye auf die Beine, ein Blick… Maß genommen… und Sol bringt ihren Sol Snatcher an. Zwei schnelle Schritte zum Turnbuckle, der Absprung vom zweiten Seil und der Vorwärtssalto in den Cutter. Das Publikum ist außer sich und das Cover folgt: 1…2.. …Nein! Skye Blue schafft tatsächlich noch den Kick out in aller letzten Sekunde. Sol kann es gar nicht begreifen und die Halle kocht vor Entsetzen. Skye ergreift die Chance, zerrt Sol auf die Beine, verpasst ihr einen Lowkick, diese beugt sich vor… dabei holt Skye in den Seilen den nötigen Schwung und setzt zu ihrem Code Blue an. Rollt über Sol’s Rücken, hakt ein und bringt die Sunset Flip Powerbomb durch. Ihrerseits das Cover: 1… 2…3!
Ding Ding Ding
Der Ringrichter zählt durch und lässt das Match beenden. Skye Blue hat es geschafft und eine Woche vor dem Mexican Standoff die Karten neu gemischt. Skye Blue hat sich als harte, im Moment als zu harte Gegnerin für Sol Ruca herausgestellt und das aktuelle Title-Picture deutlich aufgelockert. Während sie sich vom Ringrichter als Siegerin erklären lässt, verkündet Matthew Rehwoldt das offizielle Ergebnis.
Matthew Rehwoldt: "Here is your Winner… Skye Blue!"
Was nach c2c LIVE: TORREÓN passierte:
Coast 2 Coast Wrestling Tour durch Mexiko baute sich immer mehr zu einem medialen Ereignis aus und warf allmählich seine Schatten bis zum großen Mexican Standoff. Alte Fehden entbrannten, Titel wollten neu vergeben werden und hier und da musste das Office wieder eine Richtung vorgeben. Wer in diesen Tagen Fan dieser Kompanie war, kam auf jeden Fall auf seine Kosten. Ein Aufreger der Show hier in Coliseo Centenario, Torreón, Mexiko bot auch wieder Becky Lynch, wenn auch nicht unbedingt im positiven Sinne.
Hatte sie ihr Match gegen Maritza Janett weitestgehend unter Kontrolle und bot einen soliden Eindruck, sollte das Finish alles wieder über Bord schmeißen. Gerade als sie ihre Gegnerin zum Man-Handle-Slam packte, erstarrte sie. Wie aus dem Nichts blickte sie in die Ränge der Arena und ließ ihre Chance verstreichen. Es war ein surrealer Anblick, von dem sich Becky auch nicht erholte. Stattdessen bekam sie einen harten Ellenbogen gegen die Schläfe und musste sich nach dem Finisher Maritza Janet geschlagen geben.
Für die Irin schien auf einmal alles ganz weit weg. Sie reagierte nicht mehr, kein Aufbäumen, kein Ärger. Nur noch blanke Erschöpfung, umhüllt von Entschäuschung. Die Zuschauer stellen sich die Fragen, was sie da gesehen hat oder was in ihr diesen Blackout auslöste, obwohl sie das Match doch im Griff hatte. Zum ersten Mal sah man Becky in einer akzeptablen Verfassung und es keimte zunehmend die Hoffnung auf. Aber nein. Es war eine gefühlte Ewigkeit, in der Becky ihre Gegner in dem Ansatz hielt und abwesend, erschrocken wirkte.
Zurück in ihrem Locker Room saß Becky wie ein Häufchen Elend auf der Bank. Der Kopf dröhnte, mehr als sonst. Ihre Gedanken waren das reinste Wirrwarr und kamen zu einem neuen Höhepunkt, denn sie zweifelte ihre Sinne an. Dies war nicht nur ein Blackout, bei dem sie vergessen hatte, was sie eigentlich tun wollte, dies war der Schock, etwas zu sehen, das nicht da sein konnte. Zumindest nahm sie dies so wahr. Weiter hielt sie sich den Eisbeutel im Nacken, mit der Hoffnung, etwas Linderung zu verspüren, während sie verzweifelt ihre Gedanken Fragmente versuchte zu ordnen.
Becky Lynch: Ich… ich habe sie gesehen. Wie sonst auch. Als würden sie da stehen. Roux auf Seth’ Schultern, wie sie sich mit ihren kleinen Händchen in seinen Haaren festhält und… Aber es kann doch gar nicht sein, oder? Ich meine… wenn…
Es fiel ihr schwer, das vermeintlich Gesehene wirklich ordnen zu können. Es erschien ihr so real und dennoch waren viel zu viele Zweifel dabei. Könnte es wirklich sein, dass Seth Rollins dort mit ihrer Tochter im Publikum stand? Sicherlich wäre es nicht das erste Mal gewesen, aber hier und heute? Gerade als Becky ihre Gedanken versuchte zu ordnen, hörte man bereits, wie sich Schritte auf dem Korridor annähern. Sie musste nicht wirklich Hellsehen können, um zu wissen, dass man zu ihr wollte. Ohne anzuklopfen oder auf irgendeine andere Weise sich bemerkbar zu machen, flog die Tür auf und der Raum schien sich abrupt zu verdunkeln. Herein trat ein Koloss von einem Mann. Nahezu zwei Meter groß, korpulent, mittleren Alters und in einem dunkelblauen Anzug, recht konservativ gekleidet. Schleppend und mit ein paar Schmerzen begleitet, stand Becky unverzüglich auf. Ein Restfunke Höflichkeit oder mehr die böse Befürchtung, was auf sie zukommen würde? Hinter dem großgewachsenen Mann positionierte sich ebenso Jeff Miller, Chef Producer der C2C und einer der wenigen, mit denen Becky eine regeren Kontakt pflegte. Der Mann vor ihm, musterte Lynch von Kopf bis Fuß und erhob das Wort mit tiefer Stimme.
…: Bist du in Ordnung? Soll der Arzt nach dir sehen? Ich will dich nicht lange aufhalten. Mein Name ist Jonathan Downs und ich bin hier Controller wie auch im Assistenten Team von Shane McMahon. Meine Aufgabe ist es in der Regel nicht mit den Talenten zu sprechen, allerdings wünscht das Office dir die Angelegenheit klar zu vermitteln.
Das Office mal wieder und Becky ahnte sogleich woher der Wind wehte. Ihre Miene verfinsterte sich mit jedem weiteren Wort, welches sie vernahm. Die Frage nach ihrem Befinden überging sie gekonnt, denn wie sollte es ihr schon gehen? Becky war physisch und psychisch am Ende. Sollte sie jetzt von ihrem Gesehenen berichten? Sie wusste, niemand würde ihr glauben, auch Jeff nicht.
Jonathan Downs: Becky, was ist heute Abend da draußen passiert?
Er wollte es wissen, er wollte es in ihren Worten hören. So wie sie es formulieren würde. Aber die Rothaarige haderte. Ehrlich gesagt fehlten ihr auch die Worte um das Geschehen in passender Art wiederzugeben. Nervös wanderte ihr Blick in der Kabine umher, sie vermied es allerdings, den Blickkontakt mit dem Assistenten aufzubauen. Etwas hilflos fanden Ihre Augen letztlich auf Jeff Miller, mit einem fragenden, fast schon flehenden Blick. Dieser blieb stumm, signalisierte nur, dass sie ruhig bleiben sollte. Einem Rat, dem sie nur schwer folgen konnte.
Becky Lynch: Ich hatte alles unter Kontrolle… habe meinen Matchplan umgesetzt und war eigentlich dabei, das Ding zu gewinnen. Dies war keine große Sache… aber… Als ich zu meinem Finish ansetzte… sah ich… ich meine… Ich weiß es nicht. Aber sie waren da, es sah so real aus, so wie Ihr gerade vor mir steht. Ich weiß… Jetzt weiß ich, dass es nicht sein kann, oder?!
Sie fuhr sich mit den Händen durch die rote Mähne und suchte verzweifelt nach einer plausiblen Erklärung oder der geringen Chance, verstanden zu werden. Der Herr im Anzug sah sie verwundert an. Meinte sie das gerade ernst? Sollte es wirklich in diese Richtung gehen?
Jonathan Downs: Was kann nicht sein? Was hat dich in diese Schockstarre versetzt, dass du dein Match, diesen sicher geglaubten Sieg aus der Hand gibst?
Nein, wirklich nachvollziehen konnte dies niemand. Und wenn Becky ganz ehrlich zu sich selbst war, unter normalen Umständen würde sie es auch nicht glauben. Ein spöttischer Spruch ein kurzes Lachen und das Ganze wäre als verrückt abgetan. Doch jetzt ging es ihr so und irgendwie wollte sie sich auch erklären, zumindest den Versuch wagen. Sie setzte neu an, atmete tief durch und begann auf ein Neues.
Becky Lynch: Ich… ich habe sie gesehen, leibhaftig. Genau in der Mitte der Halle, ungefähr in der achten bis zehnten Reihe, stand Seth und hatte Roux auf den Schultern. So wie bereits des Öfteren, wenn sie mir zugesehen haben. Es… es sah so real aus… dass…
Ihr versagte die Stimme. Sichtlich aufgewühlt ringt Becks mit ihren Emotionen. Verzweiflung, Scham und Hilflosigkeit setzen ihr gemeinsam zu. Wie und vor allem was sie schilderte, konnte man nur schwer fassen. War man jetzt noch komplett rational gestimmt, erschien die junge Frau komplett wie von Sinnen. Jonathan Downs ließ einen Moment vergehen, er legte die Stirn in Falten und wandte sich zu Jeff Miller herum. Nur ein fragender Blick… Dieser erwiderte, ohne dass Becky es sah, mit einem leichten Kopfschütteln und verneinte.
Jonathan Downs: Becky, ich muss ehrlich sein. Deine Aktion in Los Angeles ließ uns aufhorchen. Doch seitdem? Mit Verlaub, du siehst furchtbar aus? Du siehst aus, als hättest du seit Wochen nicht geschlafen – und das merkt man. Du stehst komplett neben dir und wenn du ehrlich zu dir selbst bist, siehst du das auch so. Jeder normale Mensch nimmt dich aus dem Betrieb. Ich weiß nur nicht, ob dir ein Urlaub gut tun würde oder wirklich ein Aufenthalt in einer Tagesklinik. Dies mag jetzt härter klingen, als ich es vielleicht meine, aber… bekomm deinen Scheiß auf die Reihe! - Du könntest im Handumdrehen der Top Draw der Liga sein. Dabei kannst du froh sein, dass Shane und auch Bayley an dir festhalten wollen, wenn es nach mir ginge, hätte ich dich jetzt suspendiert. Eine solche Aktion im Ring, lässt unsere Glaubwürdigkeit anzweifeln und mindert das Produkt, wofür diese Kompanie steht.
Becky versuchte die Fassung zu wahren. Man sah ihr an, wie ihre Kiefermuskulatur arbeitete, während ihre Zähne aufeinander mahlten. In ihr tobte ein Krieg, doch sie wollte sich hier keine Blöße geben. Krampfhaft versuchte sie jede Träne zu blockieren. Ihr Atem wurde schneller, ihre Anspannung stieg in unsermeßliche, aber vor Jonathan Downs aufgeben, nein, dies kam für sie nicht in Frage. Dieser Satz, dieser eine Satz hallte ihr nach. “Bekomm deinen Scheiß auf die Reihe!” Wenn das so einfach wäre, würde Becky es im Handumdrehen tun, nur um ansatzweise wieder die Alte zu sein.
Jonathan Downs: Du kannst dich ebenso bei Lilith Clarkson bedanken. Durch…
Producer Jeff Miller: No… no… Jonathan… nicht… das ist kein gutes Thema!
Gerade als Jonathan Downs fortfahren wollte und ein vermeintlich neues Thema anschnitt, kam die Stimme aus dem Hintergrund dazu. Jeff Miller schob sich an seinem korpulenten Kollegen vorbei und unterbrach ihn umgehend. Etwas, was auch Becky irritierte, hatte sie den Zusammenhang noch nicht verstanden. Sie machte einen Schritt auf beide zu und intervenierte.
Becky Lynch: Was ist hier kein gutes Thema und wer ist Lilith Clarkson, dass ich mich bei ihr bedanken müsste?
Für Jonathan war die Sache scheinbar sehr offensichtlich und zeigte sich mehr verwundert darüber, dass Becky offensichtlich keine Ahnung hatte. Jeff wusste ebenso mehr als die geschundene Irin, was sie wiederum irritierte. Nur gegen den höhergestellten Downs wollte Jeff auch nicht zu energisch agieren und winkte resignierend ab…
Jonathan Downs: Du kennst sie nicht? Das verwundert mich etwas, schließlich ist, dies die Dame, der du an die Kehle wolltest und die dich bereits zweimal vor der Halle provoziert hat. Lilith Clarkson ist eine freie Reporterin für jegliches Klatsch und Tratsch Magazin der Boulevard Presse. Ihre Artikel sind meistens spitz bis hart und sind nur darauf aus… in unserem Jargon würden wir von billigem Heat sprechen. Sie hat die Welle von Tweets und Posts über dich, deine familiäre Situation und auch deine Tochter Roux in die Welt gesetzt. Dies ist eigentlich eine Art der Presse die wir nicht haben wollen, denn wie du am eigenen Leibe erfährst, ist dies nichts Produktives. Aber die Ratings sprechen eine andere Sprache. Die Zuschauer lieben Chaos und wenn etwas vor ihnen zerbricht. Und andere Fans hängen gerade zu an deinen Lippen. Wir haben mit dir daher einen doppelten, dreifachen Boden. Kontroversen generieren nun mal Geld. Und zuletzt vergiss bitte nicht, was für einen Vertrag du hier unterzeichnet hast. Es gibt nicht viele Talente, die aus Stamford, Connecticut kommen und deren Vertrag eins zu eins übernommen werden.
Der ungläubige Blick nahm mit jedem Satz von Jonathan Downs bei Becky zu. Natürlich ging es um das Große und Ganze, was das Produkt, die Show, letztlich erzeugen sollte, nämlich eine starke Reaktion bei den Zuschauern und Geld. In Becky keimte eine neue Art der Wut, der ihr die Galle hinauf trieb.
Becky Lynch: Mich interessiert das Geld nicht! Aber dass ihr nur euren Profit aus meinem Leid, aus meinem Leben, das gerade zusammenbricht, schlagen wollte, interessiert mich sehr wohl. Ich bin also nur eine Nummer, die ihr einschmeißen wollt, wenn ihr gerade den dramatischen Spannungsbogen verliert? Cén sort cac atá oraibh?
Die Worte kamen hart und kurz aus ihr. Und wie meistens, wenn Becky vor Wut nur schäumte, schloss sie auch hier mit tiefstem Gälisch ab. Man musste nichts zwangsläufig übersetzen, was sie sagen, allein der Wortlaut reichte aus. An Downs prallten die Worte aber scheinbar ab, denn seine Reaktion war gelinde gesagt, kaum vorhanden. Er wartete bis Lynch fertig war und erhob seinerseits das Wort:
Jonathan Downs: Nun, uns interessiert Geld sehr wohl, aber das ist ein anderes Thema. Wie du den Rest darstellst, klingt es wahrlich sehr herzlos, so sind wir aber nicht. Oder wurdest du in irgendeiner Form schlecht behandelt? Wie ich merke, ist der gute Jeff sehr bemüht, dir aus deinem Tief zu helfen. Was die Show angeht… Ja, dein Leid besitzt derweil eine gewisse Dramatik, die die Leute sehen wollen. Aber ich muss dir doch nicht sagen, wie dies zu nutzen wäre. Dir steht alles frei.
Von völliger Hilflosigkeit übernahm erstmals diese giftige Wut in ihr, die sie lange nicht mehr spürte. Sie schloss die Hand zu einer Faust bis die Knöchel weiß wurden, ihr Kiefer malte regelrecht. So entsetzt Becky auch über die Ausführung von Jonathan Downs war, keimte etwas ihn ihr, was sie lange glaubte, verloren zu haben. Sicherlich wurde ihre Situation nicht leichter, aber Downs gab ihr eine gewisse Macht, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Es kehrte eine Moment diese unwohle Stille ein, eh Jeff Miller sie auflöste.
Producer Jeff Miller: Gut, ich glaube wir haben hier unseren Standpunkt angebracht. Mister Downs, wir sollten Becky sich nun ausruhen lassen. Was das im Ring auch immer war, es hat Spuren hinterlassen.
Mit diesen Worten deutete der Producer in Richtung der Tür und ließ Jonathan Downs den Vortritt. Er selbst sah recht besorgt zu Becky hinüber, als auch er ohne ein weiteres Wort ihren Locker Room verließ. Sie selbst stand recht konsterniert dort, aber einen klitzekleinen Funken an Selbstvertrauen hatte Becky zurückbekommen und gab noch eine leise Botschaft mit.
Becky Lynch: Ihr werdet noch sehen, was ich mit dieser Freiheit anstellen werde.
Nach einer kleinen Werbepause geht es sofort zurück in den Backstage Bereich. Dort wird der c2c Zuschauer schon von Kayla Braxton erwartet, die vor einem großen Bildschirm, auf dem ein farbenfrohes Logo der Promotion flackert, Stellung bezogen hat. Freundlich, wie man die Dame eben kennt, nickt sie in die Kamera und hebt das Mikro zum Mund.
Kayla Braxton:"Ladies and Gentlemen…LA Knight!"
Unter dem Jubel der Fans in der Halle tritt der Megastar zu Kayla ins Bild. Noch etwas gezeichnet von seinem Match heute zeigt sich Knight mit einem typischen, stoischen Blick und wartet zunächst auf eine Frage.
Kayla Braxton:"Herzlichen Glückwunsch zu deinem Sieg gegen Lexis King heute. Aber ich möchte dich zur letzten Woche befragen, als sich Logan Paul in dein Match gegen Danhausen eingemischt hat und was du heute darüber denkst."
Da atmet der Dunkelhaarige einmal durch, spitzt die Lippen und sieht kurz nach oben. Gut, was soll er darüber denken? Dass er nicht besonders glücklich darüber ist, dürfte auf der Hand liegen. Andererseits hat das der ehemalige Eli Drake selbst auch schon getan. Ist es also „fair“, dass sich Paul revanchiert hat? Nun, LA wird uns seine Sichtweise sicher jetzt mitteilen. Ernst sieht er zu Kayla.
LA Knight:Ok, lemme talk to ya! Ich weiß, was einige Leute denken werden. Dass das, was letzte Woche in meinem Match passiert ist, einfach nur Karma war! Karma dafür, dass ich mich letztes Jahr in das Match zwischen Logan Paul und Danhausen eingemacht habe. Da sage ich…Nah Nah! So einfach ist das nicht. Bei mir war das eine Reaktion auf Logan Paul’s Aktion! Unser Möchtegern Prince Charmin‘ hat mich bei einem fairen Wettbewerb niedergeschlagen und sieht das noch als Sieg an. Nein, das gibt eben Konsequenzen. Yeah! Sein Eingreifen letzte Woche…DAS war einfach nur dumm! Das zeigt, dass Logan Paul rein gar nichts gelernt hat und er deswegen bald…kann ich helfen?
Mitten in seinem Satz bemerkt Knight, dass noch eine dritte Person dazu gestoßen ist und ihn eindringlich beobachtet. Das kann der Mann aus LA nicht unbedingt ab, vor allem wenn er gerade etwas zu sagen hat. Natürlich will man wissen, wer das ist und dementsprechend zoomt man zurück. Da steht Kenny Omega, immer noch mit bester Sherlock Holmes Mütze auf dem Kopf. Die übergroße Lupe hat er sich hinten zwischen Hose und Gürtel geklemmt. Der Belt liegt um die Hüfte geschnallt. Ruhig winkt der Cleaner Kayla und dann Knight zu, obwohl er von Beiden schon längst wahrgenommen wurde.
Kenny Omega:Ach alles gut, mein Ritterchen! Ich schau‘ nur und überlege mir, wie du in so einem weißen Umhang aussehen würdest. Aber wenn wir uns gerade schon so nett unterhalten…was hast du denn letzte Woche so gemacht? Genauer gesagt…vor und während des Main Events, als unser absolut gut aussehender World Heavyweight Champion so hinterhältig und gemein attackiert wurde?
Jap, der Cleaner ist noch auf der Suche nach dem mysteriösen Druiden, der ihm letzte Show einen Stuhl übergezogen hat, während er seinen Belt eigentlich gegen Joe Gacy verteidigte. Knight hebt beide Augenbrauen und braucht einen Moment, um das zu verarbeiten. Dann wird ihm klar, worauf Kenny hinaus möchte. Ungläubig lacht er auf, verschränkt beide Arm vor der Brust und geht einen Schritt auf Omega zu.
LA Knight:Du meinst, ob ich dieses kleine Persönchen war, dass dich letzte Woche niedergeschlagen hat? Dein Ernst, Kenny? Und glaubst du wirklich, ich hätte es nötig, mich mit so einem stinkigen Umhang zu verkleiden? Bud‘, wenn ich ein Problem mit dir gehabt hätte, hättest du das gleich gewusst.
Irgendwie einleuchtend…oder? LA Knight hat zwar kein Problem sich in andere Matches einzumischen…aber dann zeigt er sich zumindest als sich selbst. Und wenn er sich mit dem World Champion hätte anlegen wollen, wäre es wohl wahrscheinlicher gewesen, dass er Kenny direkt herausfordert. Die Destiny Flower scheint aber nicht zu 100 Prozent überzeugt zu sein. So bewegt er eine Handfläche hin und her, als würde er die Worte von Knight abwägen.
Kenny Omega:Naja, vielleicht bist du einfach ein guter Verkleidungskünstler und beherrscht alle möglichen Täuschungen. Vielleicht hast du ja auch irgendwelche Spiegel benutzt oder bist auf den Knien gelaufen. Es gibt nichts, was es nicht gibt, du gut gebauter Scharlatan. Aaaber…ich bin mal so frei und glaube dir. Vorerst! Bleib‘ aber in der Stadt, falls ich noch Fragen habe, ja?
Der Cleaner deutet auf seine Augen und dann auf LA Knight…als wolle er diesem sagen, dass er ihn im Auge hat. Damit zieht sich Kenny wieder zurück und lässt den Megastar augenrollend und kopfschüttelnd zurück. Was das jetzt genau für ein Auftritt war, kann Knight sich nicht erklären.
LA Knight:Wenn du mich das nächste Mal so störst frage ich mal zurück…mit der Faust, direkt ins Gesicht. Yeah!
Da wendet er sich wieder Kayla zu und deutet in die Richtung, in die Omega verschwunden ist.
LA Knight:Und das soll unser World Hevyweight Champ sein? Ein schlechter Witz, oder? Nun, wenn ich mit meinen aktuellen Problemen durch bin, kümmere ich mich mal darum, dass es in dieser Liga endlich einen vernünftigen Champ gibt. Aber bis dahin sehe ich mir das Match zwischen Logan Paul und Drew McIntyre ganz genau an. Und Logan sollte sich dabei nicht ganz so sicher fühlen…was nicht nur an seinem Gegner liegt. Yeah!
Heißt…er will ins Match eingreifen. Könnte ein schwieriges Unterfangen werden, da McIntyre sicher auch nicht so begeistert davon wäre. Gut, würde Knight nicht stören. Man wird sehen, was der Megastar hier genau plant. Fürs Erste reicht es ihm und er verabschiedet sich von Kayla. Diese sieht ihm noch hinterher, bis das Bild wegschaltet.
MATCH 3 SINGLES MATCH
Drew McIntyre vs. Logan Paul Writer:Michi
Die Titan Thron springt an und zu sehen ist Logan Paul, wodurch sich alle Fans zusammen tun und laut im Chor buhen. So laut, dass er es selbst in Backstage Bereich hört. Sein Lächeln schelmisch und übergrinst somit die Meinung der Fans. Im Gold-Schwarzem Dress, wozu auch ein Stirnband zählt, geht er durch die Gorilla Position und kommt dann schließlich vor der Stage an.
Eeeeeeeeey Yooooo
Schallt es durch die Arena, als die Titan Thron anspringt. Somit ist es auch sein Startzeichen auf die Stage zu gehen. Nochmals geben sich alle Mühe ihre Abneigung gegen Paul anhand buhen zu demonstrieren. Doch auch hier grinst er es einfach zur Seite und klopft sich mehrmals auf die Brust. Um es noch schlimmer zu machen, zieht er sein Smartphone aus der Tasche und macht ein Selfie. Das kommt natürlich nicht gut an.
Dann geht er über die Rampe zum Ring. Bei den Fans stoppt er und hält sich, abermals grinsend, die Hand ans Ohr. Natürlich Provokation. Und diese erreicht er. Zwischen den buhen schleichen sich Loser-Rufe. Mittlerweile ist auch Werbung auf die Stage gehuscht. Eine blaue Prime Dose läuft mittlerweile neben ihn und fordert die Menschen auf Prime zu trinken.
Am Ring angekommen, geht er langsam und provokant zur Stahltreppe, geht diese hoch und lehnt sich mit den Rücken an die Seile. Seine Blicke gehen in alle Richtungen und saugt die Anti-Chants auf. Als erneut ein paar Loser-Rufe folgen, zeigt er mit dem Zeigefinger auf sich. Fragend und unverständlich. Als Antwort gibt es wieder ein breites Grinsen.
Schließlich steigt er in den Ring und stellt sich mittig auf, präsentiert sich dort nochmal und entledigt sich seiner Jacke.
Dann wartet The Maverick, dass das Match beginnt.
Die Halle wird leicht verdunkelt und durch diese Dunkelheit erklingt das Geräusch von aufeinanderprallendem Metall...wie Schwerter, welche sich gerade duellieren. Für die Fans in der Arena ist klar, was das bedeutet...
Matthew Rehwoldt:"Making his way to the Ring... from Ayr, Ayrshire, Scotland... weighing in at 275 pounds... The scottish Warriorrrrr... DREWWWW MMMCINTYREEEEEE!"
Mit Erscheinen des Schotten kann man die Fans jubeln hören. Sie sind überwiegend positiv auf McIntyre eingestimmt und er lässt dies auch auf der Stage kurz auf sich wirken. Einige Schritte weiter auf der Stage nimmt er seine erste Pose ein und ein Flammenmeer strömt aus dem Boden hervor, welches das Feuer in dem Herzen eines kämpfenden Schotten symbolisiert. Er saugt diesen Moment auf und setzt seinen Weg, begleitet von dem Feuer, auf der Stage fort. Bereit für den Kampf, welcher im Ring wartet.
Mit eisernen Blick auf den Ring gerichtet, wird der Weg fortgesetzt. Man sieht Ihm an, das er bereit ist, bereit seinen Gegner nach Claymore Country zu schicken. Über die Ringtreppe wird der Ring betreten, ein kurzer Blick durch die Fanreihen und er erklimmt die Ringecke und lässt die Fans erneut lauter jubeln.
Kurz darauf fixiert sein Blick seinen Gegner erneut und stellt Ihm sich mit Abstand gegenüber. Ein prüfender Blick folgt, während er darauf wartet, das der Ref endlich den Gong ertönen lässt. Der innere Psychopath ist bereit für die Schlacht.
Warnung! Spoiler!
DING DING DING
Der Ringrichter gibt das Signal, und sofort ist die Spannung greifbar. Beide umkreisen sich, Drew deutlich größer und kräftiger, Logan schneller auf den Füßen, jederzeit bereit auszuweichen. Der erste Lock-up folgt: Drew nutzt seine rohe Kraft, drückt Logan mühelos in die Ringecke. Der Referee zählt an, Drew löst den Griff, doch Logan nutzt den Moment, schlüpft unter Drews Arm hindurch und verpasst ihm einen schnellen Forearm an den Hinterkopf. Drew taumelt einen Schritt nach vorn, dreht sich wütend um, doch Logan ist bereits wieder auf Distanz. Man konnte Drew anmerken, das es in Ihm loderte. Vor allem nachdem er von Toni Storm früher am Abend die Info bekommen hatte, das Isla Dawn Liv letzte Woche in der selben Arena dabei hatte, wo auch Drew anwesend war. Logan musste hier verdammt gut aufpassen und seine Chancen, die er bekommen sollte, nutzen.
Logan versucht es mit schnellen Kicks gegen Drews Beine, will das Powerhouse schwächen. Ein Low Kick und noch einer. Doch Drew grunzt, bleibt aber standhaft. Mit einem plötzlichen Ausfallschritt packt er Logan am Hals und schleudert ihn mit einem gewaltigen Biel Throw quer durch den Ring. Logan schlägt hart auf der Matte auf, rollt sich hustend zur Seite. Hier konnte man die Wut, welche sich im Schotten ansammelte, deutlich spüren. Drew setzt nach, hebt Logan hoch und lässt mehrere harte Chops auf Logans Brust krachen, was zur Folge hatte, das Logans Brust sich recht schnell rot färbte.
In der Ringecke versucht Drew einen Splash, doch Logan reißt im letzten Moment die Beine hoch. Drew prallt gegen die Knie Logans, hält sich den Bauch. Logan sieht seine Chance, springt auf das zweite Seil und trifft Drew mit einem schnellen Blockbuster. Das Cover folgt!
ONE...TWO...Kickout von Drew!!
Drew reißt die Schulter hoch. Die Fans reagieren lautstark. Logan wird aggressiver, bearbeitet Drew mit schnellen Punches und einem Running Senton. Er versucht, das Tempo hochzuhalten, zwingt Drew immer wieder in die Defensive. Ein Punkt im Match, wo man durchaus beeindruckt von Logan sein konnte. Ein Irish Whip in die Seile. Logan duckt sich für einen Back Body Drop, doch Drew stoppt abrupt, packt Logan und hämmert ihn mit einem wuchtigen Spinebuster auf die Matte. Drew richtet sich langsam auf, seine Augen brennen vor Intensität. Er zieht Logan hoch, setzt zum Vertical Suplex an, hält ihn lange in der Luft, lässt seine Kraft sprechen und knallt ihn schließlich zu Boden. Drew geht ins Cover.
ONE...TWO...Kickout von Logan Paul!
Doch Logan schafft es kurz vor drei auszukicken. Drew wirkt nun richtig angefressen. Er steigt aufs Top Rope, etwas untypisch für ihn, doch Logan ist schnell wieder auf den Beinen und stößt Drew aus dem Gleichgewicht. Drew landet hart auf dem Turnbuckle, Logan nutzt die Situation und trifft einen Springboard Crossbody, gefolgt von einem schnellen Standing Moonsault. Wieder das Cover.
ONE...TWO...Kickout von Drew!
Logan diskutiert kurz mit dem Referee, frustriert, dass Drew einfach nicht liegen bleibt. Diese Sekunde der Unachtsamkeit reicht. Drew richtet sich hinter ihm auf. Logan dreht sich um und läuft direkt in einen brutalen Glasgow Kiss. Logan sackt benommen zusammen, taumelt in die Seile. Drew packt ihn, schleudert ihn mit einem heftigen Overhead Belly-to-Belly Suplex quer durch den Ring. Jetzt ist die Crowd voll da, laute „Drew! Drew!“ Chants erfüllen die Halle.
Langsam und bedrohlich stellt sich Drew in die Ringecke. Der Blick fest auf Logan gerichtet, der sich mühsam an den Seilen hochzieht. Drew klatscht in die Hände, stampft mit dem Fuß auf die Matte, die Anspannung steigt ins Unermessliche. Logan dreht sich schwankend um, gerade noch rechtzeitig, um Drew auf sich zustürmen zu sehen. Doch Drews Vorhaben wird plötzlich von flackernden Arenalichtern unterbrochen.
Pat McAfee:"Was ist das jetzt? Wurde wieder versäumt, die Stromrechnung zu bezahlen?"
Cathy Kelley:"Wäre nicht das erste Mal. Ich denke, es wird gleich weiter gehen."
Wade Barrett:"Das gibt jetzt natürlich Logan einen Vorteil. Drew wollte gerade zur Claymore antreten. Aber...Moment, seht mal dort auf dem Titantron. Was ist das?"
Auch der Titantron spielt verrückt. Drew, der Ref aber auch Logan schauen ein wenig verwirrt drein. Drew blickt in Richtung der Stage als dann auf dem Titantron das Flackern langsam in ein etwas klareres Bild übergeht.
Cathy Kelley:"Oh nein...ist das...?"
Wade Barrett:"Sie ist es...Liv..."
Sofort geht ein lautes Raunen durch die Arena und auch Drew sieht aus, als hätte er einen Geist gesehen. Auf dem Titantron sehen wir Liv Morgan, gefesselt, genau wie vor einigen Wochen, an einem Stuhl. Im Gesicht konnte man das verschmierte Makeup erkennen, Dreck ziert ihr Gesicht, ihre Haare. Ihre Klamotten an einigen Stellen zerrissen. Um den Hals exakt das gleiche Hundehalsband, welches Sie letzte Woche trug, als sie an der Seite von Isla, Nami und Buggy in der Arena war. Liv blickt in die Kamera, wirkt eingeschüchtert. Ein Bild, welches Drew nicht mögen wird. Der Schotte blickt weiter auf den Tron, im Gesicht kann man erkennen, das ihm dieses Bild hier verdammt nahe geht. Livs Augen sind glasig, gezeichnet durch Tränen in den Augen. Sie blickt sich dann unkontrolliert um und...spricht plötzlich.
Liv Morgan: Drew...Ich...Ich habe nur ein paar Minuten, bis Isla wieder kommt...Ich...Bitte, Drew...hilf mir! Ich weiß nicht wie lange ich es noch schaffe durchzuhalten...Sie ist stark...zu stark für mich...oder...Kali....
In ihrer Stimme konnte man Angst spüren. Ein Bild, in dem Livs Stärke beginnt zu bröckeln. Sie unterdrückt gezielt ihre Tränen, schaut wieder zur Seite und wieder ins Bild.
Liv Morgan: Wir...wir sind wieder hier, in dieser Arena...Korridor B...Bitte...Shit...Sie kommt wieder...Hilf mir Drew...BITTE!!!!
Und genau in diesem Moment bricht die Übertragung ab, das Licht in der Arena hellt wieder auf und die Zuschauer waren entsetzt. Drew atmet schwer, blickt wild um sich. Auch ihm kann man ansehen, das das, was er eben gesehen hatte, an die Nerven ging. Der Ref blickt zu Drew, das dieser das Match fortführt. Doch dann rollt sich Drew schnell aus dem Ring und rennt die Rampe hinauf, begleitet durch die Anfeuerung der Fans. Liv meinte, das Sie hier in der Arena wären, da ist es kein Wunder, das Drew sofort den Weg zum erwähnten Korridor nimmt. Auch Logan schien kurz geschockt, merkt dann aber, das das Match noch immer aktiv war. Er schrie den Ref an, das dieser anfangen sollte, den Schotten auszuzählen. Der Ref hatte keine andere Wahl.
ONE...TWO...THREE...FOUR...FIVE...
Logan ließ sich in die Ringecke fallen, noch immer von den letzten Treffern des Schotten gezeichnet und beginnt zu grinsen. Der Ref zählt einfach weiter.
SIX...SEVEN...EIGHT...NINE...TEN!!!
DING DING DING
Here is your winner by countout: LOOOGAN PAUUUUUUULLLLLL!
Unter Buhrufen lässt sich Logan feiern. Er hat den ehemaligen World Champion besiegt und vermutlich ist Ihm der Umstand, wie es dazu kam, völlig egal. Dennoch waren viele noch immer geschockt von dem, was man eben gesehen hatte und man konnte Drew schon verstehen, das Ihm dieses Match in dem Moment total egal war.
Pat McAfee:"Okay, ähm...Glückwunsch an Logan würde ich sagen, oder?"
Cathy Kelley:"Sieg ist Sieg, aber was passiert jetzt? Noch habe ich keine Infos bezüglich Drew und...könnte es wirklich sein, das Liv in dieser Arena ist?"
Wade Barrett:"Oder es ist wieder ein Trick von Isla. Aber Drews Gesichtsausdruck hat mehr wie tausend Worte gesagt. Was ich euch sagen kann, diesen Korridor B...den gibt es hier wirklich..."
Direkt nach dem Match von Drew McIntyre und Logan Paul wird in die Gorilla Position geschaltet. Logan kommt gerade euphorisch durch den Vorhang getreten. Klar, nach dem Sieg gegen Drew McIntyre. Auch wenn es nicht ganz sauber war. Isla Dawn hat für Ablenkung gesorgt.
Seine Theme schallt noch durch die Halle. Klar, er hat diese gerade erst als Gewinner verlassen. Mit großem Grinsen schaut er jedoch überraschend in das Gesicht von LA Knight. Auch wenn er nicht weiß, was dieser hier macht, verliert er sein Grinsen nicht.
Logan Paul: ”Jo, hast du dem Meister bei der Arbeit zugesehen? SO macht man das.”
Provoziert er und verschränkt lässig die Arme vor der Brust.
LA Knight:Meister? Yeah...guter Witz!
Ironisch lächelnd streckt LA dem Jüngeren beide empor gestreckte Daumen entgegen, bevor er den Kopf schüttelt. Er trägt noch seine Ring Gear. Ist kein Zufall, dass sich Knight dazu entschlossen hat, bis zu diesem Match noch zu warten. Wie bereits von ihm angekündigt, wollte der Megastar es nicht auf sich sitzen lassen, dass Logan letzte Woche in das Match gegen Danhausen eingeriffen hat. Kurz hat es sich der ehemalige Eli Drake überlegt, direkt im Fight aufzutauchen. Doch aufgrund von Isla's "Eingreifen", entschied sich Knight dafür, den Maverick eben direkt im Backstage Bereich abzufangen.
LA Knight:So macht man das? Darauf hoffen, dass der große, böse Schotte abgelenkt ist und abhaut? Uh, was für ein großartige Leistung, Kleiner! Yeah, kannst wirklich stolz darauf sein. Naja, ich würde ja nur zu gerne weiter mit dir plaudern, aber ich bin wegen was anderem hier. Reaktion auf deine Aktion letzte Woche, Dummy!
*Zack*! Ohne weitere Vorwarnung holt LA mit der rechten Hand aus und schlägt einmal zu.
Natürlich ging McIntyre einfach aus dem Ring. Trotzdem gewann eben Logan Paul. Der Maverick kann den Sieg gebrauchen und dementsprechend, will er diesen auch nicht abwerten. Bayley sprach zuletzt von Vincent und dem Westcoast-Title. Und Paul wäre dumm, sich für einen Shot nicht zu empfehlen. Der Titel könnte ihm gut tun. Aber deshalb interessiert ihn die Meinung von Knight auch nicht wirklich.
Das er hier direkt die Rechte vom ehemaligen Eli Drake abbekommt, damit hat er nicht gerechnet. Kein Wunder also, dass er zurückschwanger, aber noch abwehrend die Arme nach oben werfen kann.
Logan Paul: ”Pah! Du haust wie ein kleines Mädchen! Moment..."
Mit seinem Augen mustert er den Angreifer, kann sich ein erneutes Grinsen nicht verkneifen.
Logan Paul: ”...du bist ja ein Mädchen! Ein hässliches dazu! Tja...sorry Sis, aber in diesem Fall mache ich Mal eine Ausnahme, dass man Mädchen nicht schlagen soll."
Logan ist dich sicher, dass er mit diesen Worten das Ego von LA getroffen hat. Wie aber schon angekündigt, holt er aus und verpasst den Gegenüber ebenfalls eine Rechte.
Ähnlich wie Logan wird auch Knight zurückgedrückt, wobei auch er gerade noch die Arme hochreißen kann, um den Schlag irgendwie abzufedern. Nun ist es der Ältere, der sich ein Grinsen nicht verkneifen kann. Jap, es nervt ihn, dass Logan gleich wieder unter die Gürtellinie und damit auf sein Ego gehen will...aber das kann der Megstar auch.
LA Knight:Haha...große Worte für so einen kleinen Mann, der offensichtlich nur nach außen hin Muskeln hat. Ist da überhaupt was drin? Oder nur heiße Luft, wie in deinem viel zu großen Schädel, Bud'? Reicht vielleicht um die Schuhe von Tiffany Stratton zu lecken...aber wenn du mit dem Megstar mithalten willst? Nah Nah! Da musst du schon mehr zeigen...komm' schon!
Das lässt sich Logan nicht zweimal sagen und so stürzen sich die beiden Streithähne aufeinander, um sich miteinander zu prügeln. Das könnte sehr schnell ausarten, wenn da keiner dazwischen geht.
Und tatsächlich kommt jemand dazwischen, der die Prügelei der beiden fürs Erste unterbricht. Oder viel mehr … fliegt? Doch es ist kein Vogel und auch nicht The Hurricane … nein, es ist …
Danhausen? Danhausen kommt hier einfach von oben herab heruntergeflogen und klatscht mitten neben LA Knight und Logan Paul, die sich gerade noch geprügelt haben, auf den Boden wie ein nasser Sack. Wo um alles in der Welt kommt er her? Die Fans in der Halle sind natürlich lauthals am Jubeln, auch wenn Danhausen diesen Auftritt wohl weniger angenehm fand.
DANHAUSEN : „argh!“
Den lauten Schrei zu urteilen, war der Aufprall wohl genauso schmerzhaft, wie er ausgesehen hat. Dennoch schafft es Danhausen relativ zügig, wieder auf die Beine zu kommen und sich aufzurichten.
DANHAUSEN : „Mist, das Seil ist gerissen!“
Das Seil? Was um alles in der Welt geht hier vor? Die Stimmung der Fans bleibt auf alle Fälle weiterhin auf einem hohen Level, als sich der very nice and very evil Guy dann in die Gesichter der beiden Männer blickt, die er gerade unterbrochen hat, und in Windeseile, als wäre nie etwas geschehen, beide Arme anhebt, um sowohl LA Knight als auch Logan Paul gleichzeitig zu verfluchen.
Sein Outfit ist so, wie man es von ihm gewohnt ist: bestehend aus einem überwiegend schwarzen Oberteil mit langen Ärmeln, das locker, aber nicht schlabberig sitzt. Auffällig sind die roten, grob wirkenden Ziernähte, die sich wie grobe Stiche quer über den Stoff ziehen. Diese Nähte verlaufen schräg über den Oberkörper und an den Ärmeln entlang und erinnern bewusst an zusammengenähte Stoffteile, was den Eindruck verstärkt, als sei das Kleidungsstück absichtlich unperfekt und verstörend gestaltet. Der Schnitt wirkt asymmetrisch, was dem Outfit zusätzlich eine unruhige, fast chaotische Optik verleiht. Unterhalb des Oberteils sind schwarze Hosen zu sehen, die ebenfalls eng anliegen und mit feinen, hellen Linien versehen sind, die das Gesamtbild weiter auflockern, ohne die dunkle Grundstimmung zu brechen. Diese Details wirken funktional und dekorativ zugleich, passen sich dem düsteren Gesamtkonzept an und verstärken den Eindruck einer bewusst inszenierten, fast comicartigen Gruselfigur.
DANHAUSEN : „Hahaaaa, damit habt ihr bestimmt nicht gerechnet. Der aus dem Nichts kommende Danhausen hat euch jetzt verflucht, hahahaaaa! Das ist der Sieg, Danhausen hat es geschafft!“
Also … war das alles geplant? Hat Danhausen hier irgendwo auf einem Gerüst über der Gorilla Position darauf gewartet, dass Logan Paul von seinem Match zurückkommt, um ihn … zu verfluchen? Und dadurch, dass auch LA Knight hier erschienen ist, hat er gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Die Frage ist nur: Seit wann befand sich Danhausen bereits dort oben?
Damit war natürlich nicht zu rechnen. Paul zuckte etwas zusammen, als Danhausen vom Gerüst fiel und neben ihm landete. Während er immer noch aufpassen muss, dass er sich gegen LA Knight verteidigen kann, schaut er mehrmals nach oben und überlegt, wo Dan denn überhaupt hergekommen ist. Und dann auch noch dieser lächerliche Auftritt. Verflucht? Der Blonde runzelt die Nase und schüttelt leicht den Kopf, als würde er träumen. Oder hatte der ehemalige Eli Drake so feste zugeschlagen, dass er fantasierte? Nochmal genau hingeguckt zeigt, dass er nicht träumte.
Logan Paul: ”Hast du denn selbst damit gerechnet?"
Fragt Logan zurück und spielt hier eher darauf an, dass Danhausen nicht gelandet war, wo er landen wollte.
Logan Paul: ”Und indem du mich verflucht, verflucht du dich selbst! Du willst dich nicht mit mir anlegen! Genauso wenig wie dieser Haufen von Shit vor mir. Also geh zu Pepsigirlhausen und lass dich von ihr...ach...ich will es gar nicht genau wissen, was ihr macht."
Auch LA Knight zuckt zusammen, als Dan so ungelenk neben ihm einschlägt. Da rückt die Schlägerei mal kurz in den Hintergrund. Mit leicht offenem Mund und gerunzelter Stirn sieht er nach oben, dann wieder zu Danhausen und dann wieder hoch. Kopfschüttelnd deutet Knight in die Höhe und tippt mit dem Zeigefinger der anderen Hand gegen die Schläfe. Und nein, damit will er nicht die Gewitztheit vom ehemaligen Westcoast Champion anerkennen, sondern eher sein geistige Verfassung in Frage stellen.
LA Knight:Junge, du bist wirklich durchgeknallt. Du brauchst definitiv professionelle Hilfe, Dummy!
Ungläubig schüttelt Knight den Kopf und stemmt beide Arme an die Hüften. Was nun? Will Dan nun mitmischen? Oder soll er sich wieder auf Logan stürzen und es einfach gekonnt ignorieren, dass er gerade "verflucht" wurde?
LA Knight:Wie wäre es damit? Ich verpasse Tiffy's kleinem Toy Boy noch die Lektion seines Lebens, dann könnt ihr beiden Kinder miteinander spielen und dieser Megastar hier kümmert sich wieder um wichtigere Sachen, als sein Leben mit euch beiden Clowns zu vergeuden? Yeah, cool?
DANHAUSEN : „Huh? Wa… warum könnt ihr euch noch bewegen? Danhausen hat euch verflucht! Was… wie… aaarrgghh!“
Danhausen scheint einfach alles, was sowohl Logan Paul als auch LA Knight hier sagen, zu ignorieren und ist vielmehr darüber verwundert, dass diese beiden überhaupt noch etwas sagen können. Dabei realisiert er scheinbar, dass sein allmächtiger Fluch keine Wirkung gezeigt hat. Diese beiden werden mit Sicherheit irgendeinen Schutzzauber gewirkt haben. Aber dies müsste ein sehr mächtiger gewesen sein. Hergestellt von einem Alchemisten, der eine Nat 20 gewürfelt hat, mindestens. Um gegen Danhausens Fluch anzukommen, müsste er eigentlich eine 35 gewürfelt haben, was mit einem 20-seitigen Würfel kaum möglich ist. Aber sei es drum! Wenn der legendäre Fluch des Kid Georgous nichts bewirkt, muss man eben zu anderen Mitteln greifen.
DANHAUSEN : „Dann muss es eben anders gemacht werden. AUF IN DEN KAAAAAMPF!!!“
Und damit holt Danhausen unter seinem Umhang eine… eine Axt hervor!
Sind wir hier jetzt doch in einem Pen-&-Paper-Abenteuer gelandet? Denn diese Axt sieht so aus, als würde sie aus genau so einem kommen! Doch es ist keine Spielzeugaxt aus Gummi oder so. Oh nein, das ist garantiert eine echte, mit der Danhausen hier zornig auf die beiden Männer zugeht! Was um alles in der Welt hat dieser Verrückte hier bitte vor? Eben war sein Auftritt noch belustigend oder zum Fremdschämen peinlich, aber jetzt sieht es aus wie das komplette Gegenteil vom Lachen. Mit beiden Händen an der Axt sieht dieser Creep so aus, als würde er gleich damit auf LA Knight und Logan Paul zuschlagen!
LA Knight:Was zur Hölle?
Okay, jetzt eskaliert es gleich komplett. Das kommt sowohl für Knight als auch bestimmt für Logan mehr als überraschend. Als Danhausen wie der letzte Bezerker auf sie zustürmt, schrecken die beiden Anderen zurück. Hat aber auch zur Folge, dass Dan sie nicht direkt treffen kann und dabei wohl ganz kurz aus dem Takt kommt. Geistensgegenwärtig wirft Knight seine Hände nach oben, kann den Stil der Axt greifen und diese dem ehemaligen Westcoast Champion aus den Fingern schlagen. Die Waffe schlägt auf den Boden auf. LA sieht Dan mit großen Augen an und würde diesen alleine für diese Aktion einfach nur grün und blau schlagen.
LA Knight:BIST DU VON ALLEN GUTEN GEISTERN VERLASSEN? DAFÜR WERDE ICH...
Ja, was wird er denn? Kann der ehemalige Eli Drake nicht mehr sagen, da auf einmal Logan anstürmt und ihn und Danhausen zeitgleich tackelt. Und so geht es wieder los...nur zu dritt. Alle Männer lassen Fäuste fliegen und versuchen den Anderen soviel Schaden wie möglich zuzufügen. Wie soll das nur enden?
Es dauert nicht lange, dass die Drei die volle Aufmerksamkeit in der Umgebung bekommen. So erscheinen einige Mitarbeiter und auch Security Kräfte um die Streithähne auseinander zu bringen. Wobei dies die Wrestler nicht davon abhält weiter anzugreifen bis plötzlich …
Bayley "… Okay das reicht jetzt!"
Die General Managerin tritt ins Geschehen und ihr lauter Ausruf sorgt dafür, dass sich die drei erstmal zurückhalten lassen, da sie durch die Mitarbeiter sowieso nicht mehr an die anderen rankommen. Sie positioniert sich in die Mitte. Dort wo sich die Axt auf dem Boden befindet. Diese wird von dem Role Model konfisziert.
Bayley "Wir wollen uns doch nicht gegenseitig umbringen. So eine Waffe will ich hier nicht nochmal sehen… Ich halte euch nicht zurück, weil ich nicht scharf auf einen Showdown zwischen euch wäre. Im Gegenteil ich würde das gerne sehen und die Zuschauer wollen auch nichts davon verpassen. Wenn ihr euch also unbedingt an die Gurgel gehen wollt, dann sollen alle etwas davon haben. Ihr drei trefft bei Mexican Standoff aufeinander. Ich will euch bei 100% sehen und aus diesem Grund lasst ihr bis dahin die Finger voneinander. Verstanden?"
Ermahnend dreht sich die Kalifornierin herum um jedem der drei in Gesicht zu sehen um sicherzustellen, dass diese wirklich verstanden haben.
Es zerrte Logan an den Kräften. Immerhin hatte er soeben ein Match bestritten. Gegen Drew McIntyre. Ein Hüne in dem jede Menge Wut schlummerte. Und diese Auseinandersetzung gegen Knight und Danhausen, macht es nicht viel besser. Natürlich versucht er es vor den anderen nicht zu zeigen...aber es ist ein ungünstiger Zeitpunkt, um auf Danhausen und dem ehemaligen Eli Drake zu treffen. Und sei es nicht schon genug, taucht auch noch eine Axt auf. Danhausen und sein unberechenbares Brain. Am liebsten hätte er ihn dafür in die nächste Ecke geprügelt. Zum Schluss dann auch noch der Auftritt der General Managerin.
Logan Paul: ”Jo, Bay Bay. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was diese beiden Kasper überhaupt machen. Aber ich habe andere Ziele! Der Westcoast Championchip wartet auf einen würdigen Halter. Und...hier steht er! Logan Paul! Soeben den ehemaligen World Champion Drew McIntyre geschlagen! Warum sollte ich mich mit Goofy und Donald hier rumschlagen?"
Na klar. Der Westcoast Championchip. Er nutzt die Chance seinen Namen in die Runde zu werfen. Warum nicht? Aber ob er aus dieser Nummer hier raus kommt? Eher nicht. Er verschränkt die Arme vor der Brust und würdigt Knight und Dan keinen Blick.
Logan Paul: ”Darüber solltest du nachdenken, Bay Bay. Spätestens nachdem ich das Match nächste Woche gewonnen habe, solltest du darüber mal nachdenken."
Heißt wohl, dass er dieses Match akzeptiert. Unfreiwillig. Aber er hat genug und verlässt den Showort damit. Cool und mit einem kleinen Grinsen auf den Lippen.
Nachdem sich die Situation hier wieder etwas beruhigt hat, verschwinden auch wieder einige der Worker, die gekommen waren, um die drei Männer voneinander abzuhalten und herunterzubringen. Die Axt von Danhausen bleibt im Besitz von Bayley, denn schließlich wollen wir nicht, dass es hier wirklich noch Tote geben wird. Das könnte einer der Gründe sein, weshalb Danhausen hier aktuell noch etwas wütend wirkt. Wobei wütend der falsche Ausdruck ist. Viel mehr … aufgebraust!
DANHAUSEN : „Oh, Danhausen hat keine Angst vor euch. Ihr werdet fertig gemacht und VERFLUCHT1!!!!1!!“
Und dieses „verflucht“ bringt Danhausen ganz besonders laut und bedrohlich heraus. Und bedrohlich ist da vielleicht gar der richtige Ausdruck, denn wenn man bedenkt, dass dieser Freak hier gerade versucht hat, die beiden mit einer Axt zu attackieren, wer weiß, was passieren wird, wenn Danhausen mit den beiden in einem Match ohne Disqualifikation antritt! Auf alle Fälle können wir schon jetzt wissen, dass dieses Match anders werden wird. Nicht schlecht, aber definitiv eine willkommene Abwechslung! Zumal man so absolut gar nicht vorausschauen kann, wer von den dreien am Ende als Sieger herausgehen wird. Jeder braucht den Sieg und würde alles dafür tun, diesen zu bekommen. Logan Paul will die Westcoast Championship haben. AJ Lee will, dass Danhausen den World Heavyweight Championship bekommt, und LA Knight hat mit Sicherheit auch irgendwelche goldenen Intentionen, die ihn den Sieg brauchen lassen werden. Dieses Match ist bereits jetzt ein absolutes Highlight des Specials nächste Woche!
DANHAUSEN : „Wenn Believehausen es so will, dann kämpft Danhausen auch gegen euch beide, pha!“
Baylievehausen? Wegen Bayley, weil der Name so ähnlich klingt wie das Wort „believe“? Versteh einer diesen verrückten Kerl!
Also ein Triple Thread? Hat ja so kommen müssen. Knight kneift seine Augen zusammen und hört der Ansage von Bayley konzentriert zu. Danach lässt er Logan und Danhausen ihren Senf zur Sache abgeben, bevor der Dunkelhaarige selbst mit den Schultern zuckt. Dann sei es eben so. Nicht unbedingt seine Pläne für eine, endlich, erfolgreiche c2c Zeit...aber Knight nimmt es eben, wie es kommt. Wenn man mal jegliche persönliche Antipathie zur Seite schiebt...ein Match gegen zwei ehemalige c2c Champs zu gewinnen kann dem Ex von Sasha Banks einen ordentlichen Aufwind geben. Und da ja alle Drei beteiligt sind, verringert sich dieses Mal die Gefahr eines Eingriffes von außerhalb.
LA Knight:Ok, fein! Dann zeige ich den beiden Dummies nächste Woche, dass jedes Märchen einmal sein Ende findet. Ihr habt euch den falschen Typen zum Feind gemacht und beim Special bezahlt ihr beide dafür. Über diesem Triple Threat schimmert nur ein einziger Name...der des einzig wahren Siegers...L...A...Knight! Yeah! Und du...
Auf Danhausen bezogen, dem er den Axtangriff definitiv nicht verziehen hat und dementsprechend drohend in dessen Richtung zeigt.
LA Knight:...wenn du mir noch einmal mit so einem Mist zu nahe kommst, schwöre ich dir, dass ich dir deine geschminkte Visage samt deinem Schädel von deinem knochigen Körper abreißen und schön als Geburtstagsgeschenk verpackt an AJ Lee verschicken werde. Yeah!
Nein, natürlich wird Knight nicht soweit gehen. Vielleicht schindet es dennoch genug Eindruck, damit Dan ihn bei zum kommenden Montag in Ruhe lässt. Oder auch nicht! Wie auch immer, LA hat genug gesehen und mitgemacht. Danhausen wird ignoriert und Bayley nur mit einem kurzen Zunicken beschenkt. Damit zieht sich auch der Megastar zurück.
Erleichtert atmen die Fans auf, als sich die Szene langsam wieder beruhigt. Nach all dem Chaos wirkt selbst eine so absurde Drohung von LA Knight wie pure Entspannung im Vergleich zu dem, was sich gerade hier zwischen den Dreien abgespielt hat. Die Drohung des Megastars war zwar heftig, fast schon übertrieben, doch vielleicht war genau das nötig, um Danhausen in seine Grenzen zu weisen. Immerhin sieht man es nicht oft, dass jemand mit einer Axt auf jemanden zugeht, und so etwas kann selbst im Wrestling nicht einfach ignoriert werden. Doch wie es schon Logan Paul bei seinem Match gegen Drew McIntyre feststellen durfte, manchmal ist nicht das Chaos selbst entscheidend, sondern wie man danach damit umgeht. Und so wie McIntyre, bleibt auch Danhausen nichts anderes übrig, als sich fürs Erste geschlagen zu geben, zumindest für den Moment ... oder?
DANHAUSEN : „Ach ja? Na warte! Danhausen wird dich de...“
Doch weiter kommt Danhausen leider nicht mehr, denn plötzlich flackert das Bild, es rauscht einmal laut, und der Bildschirm wird schwarz. Keine Musik, kein Kommentar, einfach nur Stille. Niemand erfährt, was Danhausen eigentlich sagen wollte. Das Segment bricht ab, so abrupt, wie es begonnen hat. Und wir dürfen gespannt sein, wie das ganze nächste Woche zwischen den Dreien hier ablaufen wird.
So langsam neigt sich die Show dem Ende zu. Die Zuschauer sind zufrieden und gut unterhalten. Immerhin wird ihnen noch etwas geboten. Als nächstes geht es mal wieder in den Backstage Bereich geschaltet. Ohne Umschweife wird direkt die Women’s World Championesse Toni Storm gezeigt, die auf einer großen Kiste sitzt. Ihre Beine lässt sie locker in der Luft baumeln, während die Hände ihren Belt umklammern, den sie genau betrachtet. Vorhin hatte sie ja Drew McIntyre erzählt, dass sie gesehen hatte, wie Isla Dawn in der Vorwoche Liv Morgan an einer Kette durch den Backstage Bereich zog. Klar, dass der Schotte emotional heftig reagierte. Storm hatte ihm dann noch versprochen, dass sie ihre Augen offenhält und ihm gleich Bescheid sagt, sollte sie Isla und Liv nochmal sehen. Dem war bisher nicht so. Inzwischen gab es ja neue Entwicklungen. McIntyre hat sein Match gegen Logan Paul freiwillig verlassen, da eine Botschaft von Liv eingespielt wurde. Wie es danach weiterging weiß Toni nicht…wobei sie natürlich hofft, dass Drew Morgan befreien konnte oder ihrer Rettung zumindest ein gutes Stück nähergekommen ist. Beide Daumen sind auf jeden Fall gedrückt. Vielleicht fragt die Blondine nachher mal vorsichtig nach, wie es aussieht.
So oder so muss die Championesse den Kopf für ihre eigene Angelegenheiten frei bekommen. Sprich – das Title Match gegen Tiffany Stratton nächste Woche beim Special. Und egal wie das Ergebnis aussehen wird soll es danach einen Schlussstrich geben. Selbst bei einem erneuten Draw!
Toni Storm:Ich gebe dich nicht einfach so her! Ich werde alles dafür geben, damit diese hinterfotzige Bitch dich nicht in ihre Finger bekommt! Versprochen!
…flüstert sie vor sich hin, während sie mit ihrem rechten Zeigefinger über die Platte des Titels fährt. Storm weiß, dass die letzten Tage als Champ anbrechen können. Man muss sie nicht mehr daran erinnern, dass sie bereits zweimal gegen das Rich Girl verloren hat. So sehr sie Tiffy auf menschlicher ebene hasst, so sehr respektiert sie diese als Athletin. Stratton kann nicht darauf hoffen, dass Storm das Match auf die leichte Schulter nimmt. Die Australierin muss nur endlich einen Matchplan finden, wie sie den „Fluch“ durchbricht und die ehemalige Shine Championesse endlich besiegt. Und das wird sie – zumindest redet sie sich das nun ein! Energisch schüttelt sie den Kopf und vertreibt so sämtliche aufkeimenden Zweifel.
Toni Storm:Du wirst sie besiegen! Du kannst das und du wirst das!
Wahrscheinlich wird es das schwerste und vielleicht auch wichtigste Title Match ihrer c2c Karriere sein. Aber Toni Storm hat sich jeder Aufgabe und jeder Herausforderung gestellt, egal wie die Voraussetzungen waren. Auch wenn Tiffany nicht müde wird und ständig Toni unterstellt sie hätte Angst und würde lügen. Inzwischen kann Storm nur darüber die Augen rollen, wenn ihre Gegnerin zum x-ten Mal behauptet, Storm wäre ja keine Australierin, sie würde sich nur verstecken und es wäre ja Verzweiflung, dass Toni wieder Limp Bizkit als Entrance Theme benutzt. Im Endeffekt sind das nur psychologische Spielchen, mit denen Tiffy unter ihre Haut möchte. Man könnte es auch anders sehen – dies gebetsmühlenartigen Wiederholungen könnten auch ein Indiz dafür sein, dass der jüngeren Blonden nichts mehr einfällt, wie sie noch an den Titel kommen soll und selbst langsam verzweifelt ist. Naja, darauf will sich Toni nicht verlassen. Sie schaut auf sich und wird sich bis zum nächsten Montag intensiv vorbereiten. Obwohl – eine Sache gibt es, die Storm bisher auf jeden Fall sehr ernst genommen hat und ernst nimmt. Die Sache, weswegen sie sich temporär für kurze Zeit zurückziehen musste um darauf klar zu kommen. Tiffany hatte das Title Match auch damit erpresst, dass sie Toni damit drohte ihrer Ex-Freundin Catherine etwas anzutun. Toni gab schließlich nach – mit er Bedingung, dass Cathy nichts passiert. Ansonsten wäre Stratton aus dem Titelrennen wieder raus. Bisher hat sich das Rich Girl daran gehalten – aber man weiß ja nie. Die zweifache Titelträgerin greift daraufhin nach ihrem Smartphone, welches neben ihr auf der Kiste liegt. Schnell ist eine Nummer gewählt – Mailbox!
Toni Storm:Jo Charlie, Toni hier! Du bist gerade sicher beschäftigt, da will ich auch eh nichts lange stören. Wollte nur fragen, ob bei Catherine alles in Ordnung is‘. Ich weiß, ich weiß…du sagst mir sofort Bescheid, wenn etwas nicht stimmt. Aber…naja, ich mach‘ mir halt Gedanken, weißt du? Naja, sorry für die Störung. Wenn du Bock hast, können wir uns nachher auf ein Bier zum Feierabend an der Hotelbar treffen. Kannst dich ja melden, bis dann!
Charlie, ein Kumpel der seit Jahren als Roadie für die c2c arbeitet und selbst noch Kontakt zu Catherine hat, die früher eine Arbeitskollegin von ihm war. Das ist Toni’s Verbindung zu ihrer Ex, wodurch sie weiß, ob es dieser gut geht. Seufzend rutsch Storm von der Kiste und steckt das Handy in eine Hosentasche. Bis zum Ende der Show wird sie noch bleiben, falls sie doch noch etwas zu Liv mitbekommt. Das ist sie Drew McIntyre schuldig. Erstmal zurück in die Kabine und dann…
Toni Storm:AAAAAHHH! FUCK!
Plötzlich zuckt die Blonde zusammen und erschrickt sich. Ein Überdimensionales Auge starrt sie an. Gut, auf den zweiten Blick ist es ein normales Auge, das durch eine sehr große Lupe vergrößert ist. Und der Typ dahinter – Kenny Omega! Ja, der World Champion der Männer ist immer noch auf der Suche nach der geheimnisvollen Person in der weißen Druidenkutte, die ihn vergangene Woche im Main Event attackiert hat. Bis jetzt ohne Erfolg! Der Cleaner nimmt die Luppe zur Seite, richtet einmal die Deerstalker Mütze auf seinem Kopf und nimmt eine Pfeife aus hellblauem Plastik aus seinem Sakko. Langsam schiebt er diese in den Mund, während er Toni, ohne ein Wort zu sagen, ansieht. Unter einem lautem Blubbergeräusch treten einige Seifenblasen aus der, offensichtlichen, Spielzeug Pfeife. Das sorgt für noch mehr Irritation bei Storm, die nach dem Schreck ihre Atmung wieder in den Griff bekommt.
Toni Storm:WAS?
…knurrt sie den Master of the Dark Hadou an. Auf irgendwelche Albernheiten des Kanadiers hat sie nun wenig Lust. Als sie ihn das letzte Mal getroffen hatte, saß Kenny auf einem Dreirad und hatte eine Polizeisirene auf den Schädel geschnallt. Das hat Storm fürs Erste eigentlich gereicht.
Kenny Omega:Eine echte Tonica Stormica in freier Wildbahn. Faszinierend!
Unbeeindruckt von Toni’s schroffer Reaktion macht der Canadian X nochmal einige Seifenblasen und lächelt leicht. Ob er etwa glaubt, Storm könnte die geheimnisvolle Angreiferin sein. Von der Statur her würde sie natürlich besser passen als LA Knight.
Kenny Omega:Sag mal…trägst du in deiner Freizeit gerne so laaaange weiße Kutten mit Kapuzen? Ich frage für einen Freund!
Lange, weiße Kutten mit Kapuzen? Storm runzelt die Stirn. Da sie gedanklich zu sehr bei dem Title Match, dem Wohlbefinden ihrer Ex und Liv steckt, denkt sie gar nicht an letzte Woche und was Kenny zugestoßen war. So ist diese Frage für sie sehr random und aus dem Nichts.
Toni Storm:Lange, weiße Kutten? Ne, sowas trage ich nicht. Was soll der Scheiß hier?
Omega deutet mit dem Mundende der Pfeife auf die Australierin und grinst über beide Backen.
Kenny Omega:Na gut, ich glaube dir! Aber…ich werde wissen, wenn du doch weiß trägst. Ich weiß, wenn jemand weiß trägt. Das werde ich gewissenhaft wissen, weißt du? Man sieht sich, Miss Storm!
Nein, der amtierende King of the Ring glaubt nicht wirklich daran, dass Toni die Täterin ist. Aber er muss halt auf Glück suchen, da er keinerlei Ansatzpunkte hat. Außer eben, dass es eigentlich eine Frau war. Mit einem letzten, intensiven Blick verabschiedet er sich und geht an Storm vorbei. Man hört nur das Blubbergeräusch und ein paar Blasen schweben aus dem Off ins Bild zurück.
Toni Storm:Ich hoffe nicht!
Toni winkt in Richtung des Cleaners ab und will diesem nicht mehr Aufmerksamkeit schenken, als es nötig wäre. Wie gesagt, sie hat ihre eigenen Ziele, auf die sie sich nun fokussieren. So geht auch sie aus dm Bild und die Szenerie wird gecuttet.
Die Kameras schalten backstage. Der Lärm der Arena dringt nur gedämpft durch die Wände, als würde dieser Ort bewusst vom Chaos der Show abgeschirmt sein. Coast-2-Coast-Banner säumen den Hintergrund, das Licht ist ruhig, kontrolliert, fast klinisch.
Dann tritt Ethan Page ins Bild.
Kein Ringgear. Kein Schweiß.
Ein dunkler, maßgeschneiderter Anzug, offen getragen. Eine teure Sonnenbrille verdeckt seinen Blick.
Ethan steht entspannt, die Hände locker ineinandergelegt, als hätte er alle Zeit der Welt.
Er hebt langsam den Kopf in Richtung Kamera.
Ethan Page: "San Luis Potosi. Eine weitere Station auf dem Weg zu etwas, das längst überfällig ist."
Ethan macht einen Schritt nach vorne, ruhig, selbstsicher.
Ethan Page: "Seit meiner Rückkehr wird viel darüber gesprochen, was ich vorhabe. Was ich mir erarbeiten will. Was angeblich noch vor mir liegt."
Ein kurzes, kontrolliertes Schmunzeln.
Ethan Page: "Dabei ist die Wahrheit deutlich einfacher: Ich bin nicht hier, um mir etwas aufzubauen. Ich bin hier, um etwas zu übernehmen."
Ethan lehnt sich leicht gegen einen der Equipment-Cases hinter ihm, wirkt dabei vollkommen entspannt.
Ethan Page: "Der Westcoast Championship steht für Los Angeles. Für Träume. Für dieses Versprechen, dass alles möglich ist, wenn man nur lange genug daran glaubt."
Seine Stimme wird ruhiger, ernster.
Ethan Page: "Ich bin nicht aus diesem Traum entstanden."
Ethan nimmt langsam die Sonnenbrille ab
und blickt direkt in die Kamera.
Ethan Page: "Ich habe diese Liga von außen besser verstanden,
als ihr alle sie von innen geführt habt."
Ethan lässt seinen Blick wandern, er versinkt kurz für ein paar Sekunden im Moment, atmet tief durch und
setzt die Brille wieder auf.
Ethan Page: "Und genau deshalb stehe ich jetzt hier.
Nicht um Teil davon zu sein -
sondern um Verantwortung zu übernehmen.
Ich komme aus Kanada. Aus einem Land, in dem dir nichts versprochen wird. In dem du nicht darauf wartest, entdeckt zu werden - sondern dir jeden einzelnen Schritt selbst erarbeitest."
Ethan nickt langsam, fast zustimmend zu seinen eigenen Worten.
Ethan Page: "Und genau deshalb bin ich der Richtige für diesen Titel. Gute Entscheidung von Bayley an der Stelle."
Er richtet sich wieder vollständig auf.
Ethan Page: "Denn dieser Gürtel darf kein Traum bleiben. Er muss Verantwortung tragen. Er muss Gewicht haben. Vincent hält diesen Titel nur, weil er an der Reihe war. Weil die Liga keinen Besseren Fand und es für sie ja IMMER einen Champion geben muss..."
Ethan verschränkt die Arme.
Ethan Page: "Ich werde ihn tragen, weil ich der bin, der ihn definieren wird. Nicht weil er einfach einen Träger brauch."
Langsam hebt Ethan eine Hand und schiebt die Sonnenbrille minimal nach unten, gerade genug, um seine Augen sehen zu lassen.
Ethan Page: "Puebla wird kein Traum."
Er setzt die Brille wieder auf.
Ethan Page: "Puebla wird ein Abschluss."
Ethan dreht sich ohne Hast aus dem Bild. Die Kamera verweilt einen Moment auf dem leeren Bildausschnitt, während aus der Arena erneut lauter Jubel zu hören ist.
Fade out.
CO - MAIN EVENT SINGLES MATCH
Roman Reigns vs. Kid Lykos Writer:???
Das Licht in der Halle erlischt schlagartig. Ein kurzer Moment völliger Dunkelheit. Dann ertönt das Adrenalin bringende Schlagen der Beats von "A Day To Remember", ehe sie in den droppenden:
~GO~
enden! Auf dem Titantron flackern Bilder: Halsbrecherische Flugaktionen, krasse Stunts, unglaubliche Sprünge und ein junger Mann, der mit der gesamten Liga nur eines machen möchte: Taking it Ovah!
Dazwischen befindet sich das rot leuchtende Symbol eines stilisierten Wolfskopfes, zusammengesetzt aus geometrischen Linien und elektrischen Impulsen. Dann ein kurzer Stromausfall und plötzlich schießen grüne Laserblitze in alle Richtungen, wie elektrische Entladungen. Das Licht flackert in kaltem Weiß auf, begleitet von einem lauten Bassschlag, während die Musik zu ihrem Refrain kommt: Ein bombastischer, lauter Gesang, der die Fans von ihren Plätzen reist und wie eine kämpferische Sinfonie abgeht, die absolut alles zum explodieren bringt. Inmitten des blinkenden Lichts tritt Kid Lykos hervor. Er trägt sein typisches Lykos-Outfit, jedoch überarbeitet, als wäre es aus der Zukunft geflohen:
Eine schwarze, zerrissene Jeansjacke, über und über mit schwarzem Öl und kryptischen Formeln bemalt. Darunter trägt er eine taktisches Wrestling-Hose in Neon-rot mit schwarzen Blitzen, die aussehen, als würden sie elektrische Energie speichern. An seinem Gürtel hängt ein kleiner Wolfskopf, der hin und wieder Hin und Her wackelt. Sein Gesicht ist mit der Klassischen Lykos-Maske überdeckt die hier in einem feuerrotem Licht leuchtet. Er kommt langsam aus dem Nebel, einen Metallstab in der Hand, der aussieht wie ein Kendo Stick, den man auf der Straße verwendet.
Mit einem lauten Schrei hebt er diesen in die Lüfte, woraufhin die Zuschauer nur ohrenbetäubend laut johlen. Er wirft den Stab hinter sich auf die Stage und lacht wahnsinnig in die Kamera, bevor er auf den rRng deutet und die Fans den Yubel nur noch stärker, noch pulsierender, noch unregelmäßiger ertönen lassen. Er geht langsam die Rampe hinunter, als würde er ein Raubtier sein mit übertriebener Gestik. Seine linke Hand zuckt leicht, als würde er seinen Gegner bereits jetzt zerfleischen. Das Genie ist nur einen Wimpernschlag vom Wahnsinn entfernt!
Matthew Rehwoldt:"The following Countest is getting for one Fall!" ONE FALL!!! "Introducing first... From Cambridge, Cambridgeshire, England... Weighting in at 205Pounds... The Neeew Problem Child Of Professional Wrestling... KIIID LYYYYYKOOOOOOOOSSS!!!"
Im Ring angekommen, stellt sich Kid Lykos in die Mitte, lässt seine rechte Hand rotieren und schlägt dann mit voller Wucht seine Faust auf die Matte. Ein greller Lichtblitz durchzuckt den Ring, Rauch steigt auf, und als er sich legt, steht Lykos breit grinsend auf dem Tournbuckle! Kopf leicht geneigt, die Zunge zwischen den Zähnen und die Augen weit aufgerissen. Sein Atem ist schnell, aber kontrolliert, wie ein verrückter junger Superstar, der kurz vor dem Durchbruch steht.
Er springt vom dritten Seil wieder ab und lässt sich im ring auf die Knie fallen, schlägt sich mit der Faust gegen die Brust und lacht hysterisch, während der Ring in kaltem grünen Licht erleuchtet wird. Dann steht er langsam wieder auf, reißt die Arme hoch und die Musik bricht mit einem letzten metallischen KNALL ab. Das Publikum tobt, halb begeistert, halb verunsichert, ob sie gerade einen Wrestler oder eine durchgedrehte Bestie sehen. Die Kamera zoomt auf Lykos’ Maske, während er die Zunge rausstreckt und mit beiden Händen eine imaginäre Explosion nachahmt und auf seinen Gegner wartet.
Die Arena ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Menschen drängen sich Schulter an Schulter, jedes Gesicht ist nach vorn gerichtet, jede Stimme vibriert vor Erwartung. Eine elektrische Spannung liegt in der Luft kaum greifbar, fast lähmend. Niemand weiß, was gleich geschehen wird. Doch alle wissen, wer gleich erscheinen wird. Dann ohne Vorwarnung kippt die Atmosphäre. Das Licht erlischt schlagartig das nicht sanft, nicht allmählich, sondern abrupt, als hätte jemand mit der Faust die Sonne ausgeschlagen. Ein kollektives Raunen geht durch die Menge, begleitet von schrillen Rufen, Pfiffen, ersten Chants, die in der Dunkelheit verhallen. Einige zücken instinktiv ihre Handys. Andere erstarren doch nichts bewegt sich. Nur ein einziger, dumpfer Schlag hallt durch die Stille. Kein Musikton und kein Effekt nur dieser eine, tiefe, vibrierende Ton wie der Herzschlag der Erde. Und dann setzt sie ein die Roman Reigns Entrance Theme.
Diese klingt düsterer, langsamer, tribalistischer. Tiefe Trommeln rollen heran wie fernes Donnergrollen. Der Bass brummt schwer, dunkle Stimmen singen im Hintergrund, als kämen sie aus der Unterwelt.
Ein einzelner Lichtkegel durchschneidet den aufsteigenden Nebel und trifft die Mitte der Stage. Dort steht eine Silhouette... breit gebaut, unbewegt, mit gesenktem Kopf. Und dann tritt er hervor die Silhouette höchstpersönlich ..."Der Original Tribal Chief" Roman Reigns.
Keine Weste... Keine Begleiter... Nur er! In schwarzer Ringhose, mit nacktem Oberkörper und der Schweiß auf seinem tätowierten Brustkorb glänzt im Licht. Die tribalischen Muster auf seiner Schulter wirken wie Runen aus einer anderen Zeit. Seine Muskeln sind hart und präzise gezeichnet, seine nassen Haare liegen streng zurück. Einzelne Strähnen hängen ihm in den Nacken. Roman sein Gesicht zeigt nichts.. keine Wut, keine Freude sondern nur pure Entschlossenheit und völlige Ruhe doch er steht da und bewegt sich nicht.
Die Kamera fährt nah an sein Gesicht heran – jedes Zucken, jeder Atemzug ist sichtbar. Dann holt er tief Luft und beginnt zu gehen... Schritt für Schritt... Wie ein König, der in den Krieg zieht... Oder ein Henker, der keine Eile kennt. Die Musik dröhnt weiter doch die Pyrotechnik fehlt.. Keine Animationen... Nur Nebel... Licht... Und The Tribal Chief Roman Reigns. Er bewegt sich mit der Ruhe eines Mannes, der keine Zweifel kennt. Als er an den Zuschauern vorbeigeht, heben sich unzählige Smartphones. Einige schreien und manche beleidigen. Aber niemand wagt es, ihn zu berühren. Denn Roman Reigns ist nicht nur ein Wrestler. Nicht in diesem Moment. Jetzt ist er ein Monument... Eine lebende Legende...
An der Ringtreppe bleibt er stehen. Nur für einen Moment. Dann steigt er langsam hinauf – Stufe für Stufe. Oben auf dem Apron verweilt er kurz, schweift mit dem Blick durch die Arena, ohne jemanden wirklich anzusehen.
Matthew Rehwoldt:"Making his way to the Ring... from Pensacola, Florida... weighing in at 265 pounds.. THE ORGINAL TRIBAL CHIEF... "OTC" EASTCOAST CHAMPION... ROOMMMAAAN REEEIIIGGGNNS!"
Dann stieg er durch das zweite Seil in den Ring. Die Musik verebbte langsam. Das Licht in der Arena dimmte noch weiter, bis nur noch ein einziger, kalter Lichtkegel den Ring erleuchtete. Alle anderen Lichter waren aus. Die Halle ist dunkel und still. Roman Reigns steht in der Mitte des Rings. Breitbeinig, aufrecht, ruhig. Der Blick geradeaus, in die Hardcam. Seine Brust hob und senkte sich leicht. Er bewegte sich kein Stück. Die Kamera zog langsam heran, von der Seite, dann von vorne. Seine Augen blickten direkt ins Objektiv... kalt, klar, fokussiert. Er kann es kaum erwarten bis das Match startet und spricht vor sich her um sich zu motivieren.
Roman bewegt sich sofort. Kein Zögern und kein Abtasten. Er geht auf Kid Lykos zu wie ein Mann, der etwas klarstellen muss. Lykos reagiert instinktiv, weicht aus nutzt seine Geschwindigkeit und trifft mit einem schnellen Kick gegen das Bein, springt sofort wieder zurück. Roman schlägt wütend nach, doch die Faust trifft nur Luft. Ein weiterer Dropkick von Lykos zwingt den Tribal Chief tatsächlich einen Schritt zurück. Roman wischt sich langsam über den Mund. Sein Blick verhärtet sich. Dann explodiert er nach vorne. Mit einem einzigen Schritt überbrückt er die Distanz, packt Lykos am Oberkörper und schleudert ihn mit brutaler Wucht in die Ringecke. Der Aufprall hallt durch die Arena. Roman ist sofort da, rammt ihm die Schulter in den Magen, hält ihn fest, lässt keinen Raum. Noch einmal... Und noch einmal... Lykos sackt zusammen und ringt nach Luft während Roman dicht vor ihm stehen bleibt. Roman tritt einen halben Schritt zurück und mustert Kid Lykos, der in der Ecke zusammengesackt ist. Kein Spott, kein Zögern nur diese kalte berechnende Ruhe. Dann greift Roman zu zieht Lykos am Arm aus der Ecke und hebt ihn mühelos an. Ein kurzer Moment des Schwebens, dann kracht Lykos mit einem harten Samoan Drop auf die Matte. Der Ring bebt... Roman geht sofort ins Cover, presst sein Gewicht auf den Oberkörper.
One...
Lykos reißt die Schulter hoch. Roman reagiert nicht verärgert. Er richtet sich langsam auf, als hätte er genau damit gerechnet. Er packt Lykos am Nacken, zieht ihn hoch und treibt ihn mit kurzen, harten Schlägen zurück in die Ringmitte. Jeder Treffer sitzt, nicht überhastet, sondern gezielt. Roman zwingt ihm sein Tempo auf, hält ihn nah am Körper, arbeitet mit seinem Gewicht. Ein wuchtiger Tritt in den Rücken schickt Lykos erneut zu Boden. Roman zieht ihn wieder hoch, drückt ihn in die Seile und fängt ihn beim Zurückfedern mit einem kraftvollen Uranage ab. Lykos bleibt kurz liegen, rollt sich instinktiv zur Seite, sucht Abstand, doch Roman lässt ihn nicht entkommen. Ein harter Running Boot trifft ihn seitlich am Kopf und dreht ihn auf den Rücken. Roman setzt sich auf die Brust von Lykos und hämmert kontrollierte, schwere Schläge auf ihn herab, bis der Referee ihn ermahnt. Langsam hebt Roman die Hände, steht auf nur um Lykos im selben Moment mit einem weiteren Tritt wieder auf die Matte zu drücken. Die Botschaft ist klar... Es gibt keine Pause. Lykos kriecht Richtung Seile zieht sich mühsam hoch. Roman kommt von hinten packt ihn an der Hüfte und schleudert ihn mit einem Release German Suplex quer durch den Ring. Lykos landet hart rollt sich vor Schmerz auf die Seite. Roman bleibt stehen atmet ruhig beobachtet jede Bewegung seines Gegners. Als Lykos erneut auf ein Knie kommt, explodiert Roman aus den Seilen. Ein lauter Ruf hallt durch die Arena, als er heranstürmt doch im letzten Moment wirft sich Lykos zur Seite. Roman kracht in die Ringecke. Für einen Augenblick wirkt er verwundbar. Lykos nutzt diese Sekunde. Ein schneller Kick gegen die Schulter, ein weiterer gegen den Oberschenkel, dann ein verzweifelter Tornado DDT, der Roman tatsächlich auf die Matte schickt. Die Fans werden laut. Lykos sammelt all seine Kraft, springt vom zweiten Seil und trifft mit einem Springboard Splash. Das Cover folgt sofort...
One...
Roman kickt aus.
Warnung! Spoiler!
Lykos sitzt neben ihm schwer atmend der Blick zwischen Hoffnung und Unglauben. Er weiß dass solche Chancen selten sind. Er zieht Roman hoch, setzt zum nächsten Angriff an doch Roman packt ihn plötzlich am Hals und zieht ihn brutal an sich heran. Der Guillotine Choke ist angesetzt... Blitzschnell... Präzise. Lykos schlägt mit der Faust gegen Romans Arm tritt wild um sich versucht das Gleichgewicht zu halten. Mit letzter Kraft stemmt er sich auf die Beine taumelt drückt Roman rückwärts in die Ecke. Einmal... Zweimal... Beim dritten Aufprall löst sich der Griff. Beide gehen auseinander. Roman ist der Erste, der reagiert. Ein harter Headbutt trifft Lykos frontal. Sein Körper sackt zusammen. Roman packt ihn hebt ihn hoch stößt ihn in die Seile
SPEAR...
Der Einschlag ist brutal. Roman hakt das Bein ein und das Cover folgt sofort...
One... Two... Three...
Roman Reigns rollt sich langsam von Kid Lykos herunter und bleibt einen Moment kniend neben ihm. Kein Jubel und kein Triumphgestus.
Here is your winner by pinfall: ROMAN REIGNS!
irgendwann nach dem lykos match in der show wso platz ist
THE IZZY BET!
Es folgt ein Einspieler in den Backstagebereich und das selbstverständlich nicht ohne Grund. Dort kann man zum bereits dritten Mal am heutigen Abend ein allseits bekanntes Gesicht erkennen: den Death Fighter und derzeitigen Trainer im C2C Performance Center, Raven. Anders als bei den beiden vorherigen Aufnahmen scheint diese hier auch keine Rückblende, sondern tatsächlich von heute zu sein. Das ist live! Er trägt ein unauffälliges, leicht ausgewaschenes schwarzes T-Shirt ohne Logo, eine dunkle Cargohose und abgetragene, aber saubere schwarze Sneaker. Des Weiteren wird sein Oberkörper noch von einem dünnen, ebenfalls schwarzen Hoodie bedeckt, und seine zerzausten Haare auf dem Kopf zeigen, dass er seinem Aussehen keine sonderlich große Beachtung geschenkt hat, als er heute die Halle betrat. Und so wie es aussieht, ist er nicht einmal zum Arbeiten hierhergekommen, denn während die Kamera ihn zeigt, sehen wir ihn bloß in der Kantine sitzen und eine Quesadilla essen.
Raven:
„„Das ist der einzigste Grund, warum man eine Wrestlingshow in Mexiko halten sollte. Diese Teile schmecken tausendmal besser als diese billigen Sandwiches, die sie dir hier in Amerika servieren!““
Wer jetzt denkt, dass Raven Selbstgespräche hält, der irrt sich, denn tatsächlich kann man nach einem kurzen Umschwenk erkennen, dass sich neben ihm noch jemand am Tisch in der Kantine befindet. Jemand, der trotz Sitzposition kleiner ist als Raven. Er trägt eine Maske und eine T-Shirt. Die Maske ist unverkennbar die von Axiom.
Axiom "Das mag zwar mexikanisch sein, aber woher hat die mexikanische Kultur ihren Ursprung. Aus meiner Heimat."
Da zeigt sich der Nationalstolz des Spaniers, wobei man hier natürlich immer vorsichtig sein sollte heutzutage. Gerade für den Kolonialismus wird Europa geächtet. Doch ist der Maskierte Stolz sein Heimatland zu vertreten. Und nicht nur die mexikanischen Luchadoren tragen eine Maske, sondern auch er. Wobei er diese gerade etwas hochzieht um seinen Mund freizumachen um etwas zu trinken.
Raven:
„„Hhmm… nur weil etwas irgendwo angefangen hat, heißt das nicht, dass es dort stehen geblieben ist. Sonst wärst du heute immer noch ein großgewachsenes Kind… oh warte! Das ist der Beweis, dass die Evolution auch mal Pausen macht! Ich bewundere dich!““
Dieser Spruch sollte wohl auf Axioms vergangenes Gimmick A-Kid anspielen. Ein Name, bei dem die meisten Fans gar nicht wissen, warum er diesen überhaupt gewählt hatte. Er sollte darauf hindeuten, dass er eine gar jugendliche Geschwindigkeit an den Tag legt, und er sollte zeigen, dass er ein junger, aber schneller und gefährlicher Underdog ist. Doch so zufrieden Raven über seinen Spruch auch ist, so schnell wandelt sich seine Zufriedenheit nun direkt wieder gen null, als er etwas erblickt, worauf er nur eine Sache zu sagen kann.
Raven:
„„Ach verdammte Scheiße!““
Die Kamera dreht sich langsam um und erblickt am Eingang der Kantine niemand Geringeren als die General Managerin der C2C, Bayley!
Raven:
„„Einer der Gründe, warum ich selten hier bei den Shows erscheine. Schon schlimm genug, dass ich sie so oft im Performance Center sehen muss!““
Mit der rechten Hand versucht Raven, irgendwie sein Gesicht zu verdecken, um sich so immerhin halbwegs unkenntlich zu machen. Er scheint nicht sonderlich viel Lust auf seine Chefin zu haben.
Raven:
„„Und da kommt sie auch schon!““
Ohne überhaupt hinsehen zu müssen, weiß er sofort, dass Bayley auf direktem Wege zu den beiden Männern marschiert. Die Stille, die nun herrscht, wird also in schon sehr kurzer Zeit von einem weiblichen Gast unterbrochen werden.
Axiom "So schlimm ist sie doch nicht. Sie hat dich schon so viel durchgehen lassen wofür dir andere in den Arsch getreten hätten. Du solltest froh sein, dass sie deine Chefin ist."
Wenn man sich daran zurückerinnert wie Raven an einem Tag sogar nur Zeitung gelesen hat anstatt seine Schüler zu trainieren hat Axiom sogar recht. Wobei sich hier die Frage stellt wie viel die General Managerin davon weiß. Doch auch Aktionen wie Ravens Abgang bei Izzys erstem Training waren so eine Aktion wo so manch ein Chef Raven eine Standpauke gegeben hätte. Doch bevor Raven auf die Worte des Spaniers reagieren kann ist die Frau mit den lila Haaren auch schon am Tisch angekommen und an ihrem Lächeln zu urteilen ist sie auch in bester Laune.
Bayley "Hallo die Herren. Schön euch zu sehen. Warum trägst du beim Essen deine Maske?"
Die Frage ging an Axiom. Dieser hatte schon vorher beim Trinken nur den unteren Teil seiner Maske hochgehoben. Es wäre wesentlich leichter die Maske auszuziehen hier beim Tisch, doch das scheint keine Option für den schnellsten Mann der Coast 2 Coast zu sein.
Axiom "Wir sind hier in Mexiko. Dem Land der Luchadoren. Wenn ich meine Maske abnehme, dann darf ich sie nie wieder aufsetzen."
Die Erklärung klingt plausibel und Bayley hinterfragt dies auch nicht. Sie zuckt mit der Schulter und nimmt es hin. Sie stellt sich nur vor wie es Privat läuft. Duscht er auch mit der Maske? Wobei die Regel mit der Maske vielleicht auch nur das Auftreten in der Öffentlichkeit betrifft. Sei es drum. Das Role Model richtet ihren Blick auf Raven. Sie sieht ihm an, dass er nicht sonderlich begeistert ist, doch kennt sie diesen Blick von ihm sehr gut.
Bayley "Und Raven? Wie läuft das Training? Wie machen sich alle?"
Auch wenn sie wahrscheinlich besonders neugierig darüber ist wie sich Izzy entwickelt will sie niemanden außen vor lassen und es soll auch nicht der Gedanke entstehen, dass Bayley sie bevorzugt. So erkundigt sie sich nach allen vier.
Ohne Bayley eines Blickes zu würdigen, legt Raven sein Quesadilla weg und nimmt einen Schluck seiner Cola. Die Dose wird anschließend wieder auf dem Tisch gestellt, bevor er in einer etwas beschämenden Stimme zu seiner Chefin spricht.
Raven:
„„Ich würde ja am liebsten sagen, dass ihre kleine Göre nichts geschissen bekommt, aber … sie ist tatsächlich besser als erwartet!““
Wow, was? Woher kommt das denn plötzlich? Beim letzten Training, das wir zu sehen bekamen, hat Raven sie noch regelrecht verbal fertiggemacht, und jetzt sagt er so etwas? Nun ja … er hat auch darauf gewettet, dass sie den Moonsault Crossbody in ihrem ersten Match hier bei c2c ausführen wird. Also ein wenig Zuversicht scheint er wohl doch in sie zu haben. Leider verfällt dieses tolle Gefühl schnell wieder, als er seinen Blick nun zum ersten Mal anhebt und Bayley aus nächster Nähe anschaut.
Raven:
„„Uuhh … genauso wie das Outfit, das sie da tragen. Entzückend! Wie wär’s, möchten Sie nicht mal mit zu mir ins Hotelzimmer kommen?““
Und zack, hat Raven all die tollen Worte, die er gerade brachte, wieder zunichtegemacht. Wer redet denn so mit seiner Chefin? Vor allem, wenn sie 25 Jahre jünger ist als man selbst!
Das Lächeln in dem Gesicht von Bayley schwindet. Die General Managerin hat viel Geduld. Sonst hätte sie wahrscheinlich niemals Ethan Page zur Coast 2 Coast zurückgeholt, doch das hier geht der Kalifornierin gehörig durch den Strich.
Bayley "Meinen Humor triffst du mit solchen Sprüchen nicht und wir kommen langsam an einem Punkt, wo eine Grenze überschritten wird."
Für die meisten wäre wohl schon längst die Grenze überschritten, doch hier zeigt sich mal wieder die gutherzige Seite der Kalifornierin. Von dem Spruch will sich die General Managerin nicht den Tag versauen lassen und außerdem hat sie sogar ja gerade etwas von Izzy gehört und das weckt ihre Neugier. Sie gesellt sich zu den zwei Herren. Axiom hüllt sich in Schweigen.
Bayley "Izzy stellt sich also gut an? Freut mich das zu hören. Was hast du so mit ihr gemacht?"
Die Neugier überschattet den Ärger. Zumindest jetzt. Raven sollte es allerdings nicht noch weiter ausreizen.
Die Drohung von Bayley, dass Raven die Grenze beinahe überschritten hat, trifft bei der ECW-Legende nur ins Leere. Im Gegenteil, es lässt sein Grinsen sogar noch viel höher steigen!
Raven:
„„Ich habe ihr bloß gezeigt, wie das Leben als professioneller Wrestler so aussieht!““
Doch immerhin hält er sich mit weiteren dummen Sprüchen etwas zurück. Klar, war diese Antwort jetzt auch noch ziemlich nichtssagend, aber immerhin sollte es genügen, um seine Chefin zufriedenzustellen. Alle kleinen Dinge muss sie ja auch nicht wissen.
Für Bayley hört sich diese Aussage nichtsagend an. Muss sie jetzt explizite Informationen aus ihm herauskitzeln oder wie?
Bayley "Und jetzt weiß sie, wie das ist?"
Irgendwie erhofft sich die Kalifornierin keine zufriedenstellende Antwort auf diese Frage.
Und da soll sie wohl recht behalten.
Raven:
„„Nun … ich würde sagen, das werden wir sehen, oder?““
Das kann Bayley wohl vergessen, hier Näheres durch Raven zu erfahren. Aber Raven will sicher auch nicht, dass Bayley beim Training direkt mit dabei ist und ihm zusieht. Es sei denn natürlich, sie übernimmt das Training wieder und er kann stattdessen in den Feierabend gehen. Ist das sein Plan?
Bayley "Wäre sie dann schon bereit für einen Auftritt im Ring oder würdest du davon abraten?"
Immerhin sind die anderen drei regelmäßig in Matches eingebunden. Reines Training ist das in der Coast 2 Coast nicht.
Und mit dieser Frage schafft es Bayley, auch Raven kurz ins Stocken zu bringen. Eine kurze Pause voller Stille! Denkt Raven, dass Izzy bereits im Ring aktiv mitmischen könnte? Für einen kurzen Moment lässt der Necro Warder seinen Blick kurz nach unten schwenken, als würde er auf die Zahnräder in seinem Kopf hören, bevor er zur Antwort ansetzt.
Raven:
„„Ob sie bereit wäre? Am besten nächste Woche schon, wenn du mich fragst!““
Das hörte sich doch sicherer an, als man es eigentlich gedacht hätte. Oder liegt das etwa an einem gewissen Geld, das Raven gewinnen könnte?
Bayley "Nächste Woche ist Mexican Standoff. Da stehen schon genug Matches an, aber wenn sie bereit ist kann ich vielleicht ein Match für die Woche darauf planen."
Das wäre dann c2c LIVE: Mexiko City!. Die letzte Show der Mexikotour.
Auch wenn Bayley Ravens Aussage, dass Izzy schon nächste Woche in den Ring steigen muss, abgelehnt hat, so bleibt Raven dennoch erheitert, wie man es seiner fröhlichen Tonlage entnehmen kann.
Raven:
„„Sie sind die Chefin! Sie werden es am besten wissen!““
Dann hat er immerhin noch eine weitere Woche Zeit, Izzy den Moonsault-Crossbody-Move einzutrichtern, damit diese ihn auch ganz sicher verwenden wird. Quasi spielt ihm diese Entscheidung voll und ganz in die Karten, damit er am Ende mit einem Batzen Geld aus der Wette herausgeht.
Bayley "Okay? ...."
Irgendwie scheint ihr dabei etwas faul zu sein. Diese Antwort klingt zu fügsam. Etwas, dass sie von Raven gar nicht kennt.
Bayley "Ich denke ich werde euch dann nicht weiter stören. Man sieht sich."
Und mit dieser Aussage macht sich die Kalifornierin bereit wieder aufzustehen und zu gehen.
Und während Bayley dann wieder kehrt macht und die beiden Männer alleine essen lässt, schaut Raven ihr mit einem überraschten Grinsen hinterher.
Raven:
„„Huh … das ist doch ganz gut verlaufen.““
Dann aber dreht er sich schnell wieder um, um seinen leckeren Quesadilla (hört sich irgendwie an wie so ein Pokémon) weiter zu verspeisen. Und dabei sagt er kein weiteres Wort. Nun ja, dass das ganze Gespräch hier gut gelaufen ist, darüber lässt sich streiten, aber solange Raven das Gefühl hat, ist doch alles gut. Axiom saß die ganze Zeit stillschweigend daneben und fragt sich wohl auch, in was für einen Kindergarten er hier nur gelandet ist. Und diese Frage scheint sich gleich noch stärker zu stellen.
Raven:
„„Auf alle Fälle bringt mir diese Entscheidung einige Vorteile bei der Wette!““
Genussvoll verschlingt er den letzten Happen seines Essens und schaut anschließend mit brennenden Augen auf seinen Partner hier am Tisch. Nicht bedrohlich, aber auch nicht freundlich gesinnt. Vielmehr mit einem brennenden Siegesfeuer in den Augen.
Raven:
„„Wie wär’s … willst du mit dabei sein?““
Axiom soll bei der Wette mitmachen? Wenn das so weitergeht, ist bald noch die halbe c2c dabei – und das alles hinter Izzys Rücken. Die Antwort vom Spanier bekommen wir leider nicht mehr zu hören, da die Kamera in diesem Moment schon wegschaltet, aber … macht Axiom jetzt mit oder nicht? Wir wollen es wissen! LOS!!!
Bevor es nun mit dem großen Main Event weitergeht, schaltet das Kamerabild fast schon ungeplant sofort wieder in den Backstagebereich. Der Kameramann rennt förmlich einen Gang entlang was es ein wenig schwer machte, dem Kamerabild auch zu folgen. Was man bereits im Hintergrund hören konnte, waren laute Schreie und hier und dort rumpelte es hörbar, als würden einige Utensilien durch die Gegend geworfen. Auch hört man einige Securitys, wie sie versuchen, Jemanden zu beruhigen. Die Kamera biegt dann um eine Ecke des Ganges und man kann eine Aufschrift erkennen: „Korridor B“.
Und da erinnern wir uns doch mal ganz schnell an das, was kurz vorm Matchende zwischen Drew und Logan Paul passierte. Und nun kam die Kamera auch deutlich näher an die Szenerie heran. Drei, vier Securitys waren dabei, den Schotten abzuhalten, hier zu randalieren. Plötzlich fliegt auch ein Mülleimer am Kameramann vorbei und einer der Securitys muss ebenfalls dran glauben und macht Bekanntschaft mit der Wand.
Drew McIntyre „HALTET EUCH FERN VON MIR.......ICH WERDE SIE FINDEN UND IHR HALTET MICH NICHT DAVON AB!!!!!“
Mit diesen lauten Worten packt sich Drew den nächsten Security und schleudert diesen förmlich durch einen Tisch, der sich hier im gang befand. Langsam merkten auch die übrig gebliebenden Sicherheitsleute, das es sinnlos zu sein scheint, Drew hier zu bändigen. Dieser tritt dann die nächste Tür ein, verschwindet kurz im Raum und kommt wieder hervor.
Drew McIntyre „LIV!!?? GIB MIR EIN ZEICHEN!!!“
Mit verdammt viel Wut im Bauch scheint der Schotte also die Bilder, die er zuvor gesehen hatte, sehr ernst zu nehmen. Natürlich bestand die Chance, das Isla ihn wieder an der Nase herumführen würde. Das sie Liv gezwungen hatte, eben genau das zu sagen, was sie gesagt hatte. Aber drew sah Liv an, das Sie Angst hatte und er konnte sich nicht vorstellen, das Liv ihn gezielt anlügen würde, auch nicht, wenn Isla sie zwingen würde. Der Hüne stampft dann weiter, die nächste Tür wird eingetreten, aber auch hier, kein Erfolg. Die letzten zwei Securitys folgten dem Schotten, mit sicherem Abstand. Während Drew seinen Weg fortsetzt, bleibt auch nichts wirklich unangetastet, was nicht festgenagelt war. Tische, Mülleimer...einiges wird achtlos und mit Wut im Bauch umher geschmissen.
Die nächste Tür wird dann auch angesteuert. Doch dann zögert Drew und schaut fragend die Tür an. Er tritt einen Schritt an diese und hält sein Ohr an die Tür, als hätte er etwas gehört. Einige Sekunden bleibt er zu stehen, doch sein Blick bleibt weiter fokussiert. Schließlich geht er wieder einen Schritt zurück und mit einem lauten Knall wird auch diese Tür eingetreten. Aber er tri nicht in den Raum, stattdessen blickt er zunächst nur in den Raum. Er schüttelt dann mit seinem Kopf.
Drew McIntyre „Nein, nein, nein, nein......!!!“
Während der Hüne in den Raum tritt, bleibt die Kamera bei ihm und fängt dnan ebenfalls den Raum ein. Drew stand vor einem leeren Stuhl, genau der Stuhl, auf dem Liv saß, als sie zu ihm über den Titan Tron gesprochen hatte. Aber genau das war es, was als einziges hier war. Der leere Stuhl und in diesem Moment realisiert Drew, das Isla entweder ihm wieder einen Streich gespielt hatte oder aber, das er, wie so oft, zu spät war. Und genau dieses Gefühl ließ die Wut auf sich selber weiter steigen und mit einem lauten Aufschrei packt er den Stuhl und pfeffert diesen gegen die Wand, so das dieser in seine Einzelteile zerfällt.
Drew McIntyre „FUCK!!!!!“
Drew packt sich an den Kopf, reißt förmlich an seiner eigenen Haarpracht und blickt auf den zerstörten Stuhl. Er war also wieder einen Schritt zu spät. Wenn Liv wirklich hier war, hätte er sie womöglich retten können, wenn er rechtzeitig hier gewesen wäre. Und genau das nervte Ihn gerade sehr. Er geht wie wild auf und ab, hat dabei keinen Blick mehr für seine Umgebung. Allerdings hatte er auch so nicht mitbekommen, was sich noch in diesem kleinen Raum befand. Denn die Kamera fing mehr ein, als er wahrgenommen hatte. Ein TV Bildschirmstand ein wenig verborgen in einer Ecke des Raumes, Lautsprecher hingen in den Deckenecken.
Plötzlich springt der TV wie von Geisterhand an, was auch Drew dazu bewegt, überrascht zum TV Bildschirm zu schauen. Es flimmert ein zunächst leeres Bild über den Bildschirm. Einzig eine Wand im Hintergrund ist zu sehen und dazu im unteren, rechten Eck des TV ein „Live“ Symbol.
Drew McIntyre „Was zum...“
Dann hörbare Schritte, die man durch die Lautsprecher deutlich vernehmen konnte. Drew blickte auf den Bildschirm und dann zu den Lautsprechern. Schließlich trat dann auch Jemand bekanntes ins Bild. Das Übel von all dem, Isla Dawn. Die Hexe beginnt mit einem schrillen Lachen, welches sich sogar über die Lautsprecher des Fernsehens furchtbar anhört. Außerdem flackert das Licht im Hintergrund, was die ganze Situation noch furchtbarer macht.
Na klar. Die Schottin ergötzt sich am Leid von McIntyre. Ihrem Landsmann. Einen Mann der gegen Dämonen kämpft. Und während viele diese Reaktion verachten, scheint Dawn sich darüber zu freuen. Die ganze Situation treibt Isla eh an die Spitze. Erst letzte Woche drohte sie Toni Storm und Tiffany Stratton die Siegerin beim Special anschließend herauszufordern. Mit dem Anspruch von Liv Morgan's One Shot of Glory Koffer. Dies hat Spuren hinterlassen. Aber es ist anzunehmen, dass die Rothaarige es ernst meint.
Isla Dawn: ”Dreeeew waaar zu langsaaaam..."
So singt sie spöttig und beißt sich grinsend auf die Zungenspitze. Natürlich, will sie McIntyre sein versagen unter die Nase reiben. "HAHA" schallt abermals über die Lautsprecher des TVs.
Isla Dawn: ”Ich keeenne keine Versaaaager meines Bluuuutes! Schoootten muussten schon iiimmer kääämpfen. Du sagst, du bist ein Kriiiieger, doch das bist du niiicht! Duuu bist eeeine bemittleidenswerte Gestalt! AAaaber, HAHA, weeeil duuu es bist, kööönnen wir eeeinen Deal machen. HAHAHA! Biiist du bereeit dich zu verkaaaaufen?!"
Zu verkaufen? Was soll das wieder heißen? Welche Schandtat wächst im Kopf der Hexe heran? Etwas Gutes wird es sicherlich nicht sein. Als Drews Landsfrau dann auf dem Bildschirm erschien, konnte man dem Schotten sehr gut ansehen, wie hoch seine Wut auf die gute Dame war. Er war voller Wut und Enttäuschung, das er hier Niemanden vorgefunden hatte und Isla genoss es förmlich, Ihm das immer mehr und mehr unter die Nase zu reiben. Während Drew den Worten Islas zuhörte, ballte er mit beiden Händen eine Faust, kurz davor zu stehen, erneut etwas zu Kleinholz zu verarbeiten.
Doch genau die letzten Worte waren es, welche Drew kurz zucken ließen und die Fans waren ebenfalls überrascht über diese Wortwahl. Drew soll sich verkaufen? Was meinte die Hexe damit? War dies wieder nur ein kleines, perfides Spiel, um Drew weiter gegen die Wand laufen zu lassen? Dawn war war durchaus bewusst, wie sehr sie den Hünen damit triggern konnte und sie fühlte sich sicher.
Drew McIntyre „Du genießt diesen Moment, nicht wahr? Du kannst froh sein, das ich dich letzte Woche verpasst habe...wenn du mir über den Weg gelaufen wärst, dann...Liv hat es nicht verdient, wie du sie behandelst...und wofür? Nur um mich leiden zu sehen?“
Nun, im inneren leidete Drew tatsächlich. Jede Erinnerung daran, Liv gefesselt zu sehen, wie Sie versucht, gegen Isla anzugehen, weiter dagegen zu kämpfen, das Kali freigelassen wird. Die Nachricht von Liv an Drew, bevor dieser Logan mit der Claymore ausschalten konnte, zu sehen, wie Sie ihn angefleht hatte, war noch immer präsent.
Drew McIntyre „Was gibt dir das Recht, in der Position zu sein, mir einen Deal vorzuschlagen? Wo ist Liv? Sie war hier...ich will Sie sehen, sofort!“
Gute Fragen. Doch Isla lacht nur schrill und fasst sich dabei, fast unkontrolliert, an die Haare. Sie wirkt verrückt, böse und düster zugleich. Die Antwort auf die Fragen dürften beantwortet sein, bevor sie irgendwelche Wörter benutzt hat.
Isla Dawn: ”HAHA! Waaas wäääre gewesen, weeenn du mich niiicht verpasst hättest, mh? HAHA! Niiichts! Du hääälst dich für muuutig und staaark. AAAber das bist du niiicht! Eiiiin Versaaaager! Denn schon wiiieder hast du Liv verpaasst! HAHAHA!"
Bei dem schrillen Lachen, wirft sie die Arme nach außen und den Kopf in den Nacken. Ihre Boshaftigkeit kommt gut zur Geltung. Doch dann schaut sie wieder in die Kamera. Ihre Augen funkeln schelmisch. Zusätzlich setzt sie noch einen Schmollmund auf. Extra für Drew. Isla hat etwas bestimmtes vor. Das merkte man ihr an.
Isla Dawn: ”Duuu wirst mich nieeemals aufhalten! HAHA! Abeeer ich weeerde eees dir leicht maaachen! Veraaanlasse, dass der Koffer miiiir gehööört und gebe mir zum AAAustausch deine Fallooon. Daaann ist Liiiiv wieder bei diiir, HAHAHAHA!!!"
Hinterhältig. Drängt die Hexe den ehemaligen Champion dazu sich zwischen Liv und Fallon zu entscheiden. Die Worte waren eindeutig. Und dazwischen immer dieses schrille hexenartige Gelächter. Und sei dies nicht schon genug, formt sie such hier einen Schmollmund.
Isla Dawn: ”EEEin fairer taaausch, mh? HAHAHA!"
Kurz wirkte Drew geschockt. Isla wusste ganz genau, welche Knöpfe sie beim Hünen drücken musste, um diesen au s der Bahn zu werfen. Sie wusste, wie wichtig Liv für den Hünen war und konnte genau das gegen In ausspielen. Das sie jetzt auch Fallon mit ins Gespräch bringt, war genau so ein wunder Punkt, wie die Blondine selbst. Aus dem Kontext heraus konnte er hören, das Isla es wohl auf den Koffer abgesehen hatte. Wollte die Schottin sich so ihren Weg Richtung Womans Title schlagen? Der Koffer war die beste Absicherung, die man haben konnte. Doch da gab es halt das Problem, das Drew nun im Besitz dessen war. WÜtend schüttelt McIntyre mit dem Kopf.
Drew McIntyre „Niemals...niemals würde ich Fallon in die Gefahr bringen, das Sie deine Sklavin oder was auch immer sein wird...ich habe gesehen, was du Liv antust...Lass Fallon da heraus...das ist eine Sache zwischen dir und mir...“
Er machte seinen Standpunkt klar und zeigte dabei sehr gut, das Fallon ihm ebenfalls wichtig war. Doch er spielte hier auch mit der Gefahr, das er durch diese Entscheidung sich sehr ins Abseits stellen würde, wenn es um Verhandlungen geht. Aber Isla wollte den Koffer und, auch wenn er nicht wusste warum, hatte Drew das Gefühl, das genau dieser Aspekt sein einziger Vorteil sein konnte. Isla könnte jetzt einfach gehen und Drew würde Liv wohl nie wieder sehen. Aber er musste pokern, ihm blieb nichts anderes übrig.
Drew McIntyre „Dir geht es hier nicht um Liv...du willst den Koffer. Den du mir damals überlassen hast und jetzt willst du diesen Fehler wieder ausbügeln...aber das gibt dir noch lange nicht das Recht, Liv so zu behandeln. Oder merkst du auch, das es nichts bringt, Liv zu manipulieren...Sie dazu zu bringen, Kali freizulassen? Sogar im geschwächten Zustand lässt sie es nicht zu und das nervt dich, nicht wahr?“
Interessante These. Drew versucht hier ein wenig das Spiel umzudrehen. Nami hatte damals im Keller Drew den Koffer dagelassen, um so die Rätsel weiterzugeben. Vielleicht hatte Isla dort noch nicht realisiert, das Sie mit dem Koffer durchaus einiges hätte anrichten können. Sie war davon besessen, Kali freizulassen, in der Hoffnung, das diese sich Ihr anschließt. Aber Morgan war stark aber sie wurde schwächer, das hatte Drew gesehen.
Drew McIntyre „Du willst den Koffer...Ich will Liv...Ich bin bereit einen Deal einzugehen, aber ich werde dir den Koffer nicht einfach so überreichen...dann schnappst du dir den Koffer und verschwindest mit Ihm und Liv...“
Für einen kurzen Moment wird es ruhig. Ein Kompromiss will McIntyre erzwingen. Natürlich nicht das, was sich Isla vorgestellt hatte.
Isla Dawn: ”Kaaali hier...Kaaali da...iiist es nicht nuuuur ein Naaaame? Stell dir vooor...Liiiiv...wiiie sie auuus der Duuuunkelheit hervooorstiiicht, HAHA! IIIhre blauen AAAuuugen leuchten zaaart im Dunkeln. IIIhre blonden Haaaaare schiiimmern im dünnen Liiicht. Sie bestraaaft aaalles! Duuu musst zugeeeben, Drew, dass Liv eeein Kiiind der Duuuunkelheit iiist! Ich will Kaaali niiicht. Ich will Liiiiv, mit Kaaaalis Charakter, HAHA!"
Lacht sie wieder schrill und streckt teuflisch die Zunge raus. Drew hat unrecht. Die Schottin will Kali nicht. Sie will Liv verändern. Sie bekennen. Sie böse machen. Für sich gewinnen.
Isla Dawn: ”IIIch gebe zuuu...die Bedeeeutung des Koooffers für miiich, war miiiir erst späääter klaaar. AAAber damaaals erschiiiien eees als ein Zeeeichen deeeiner Demüüütugung. Duuu wiiillst einen aaanderen Deshalb? HAHA, aaaber nuuuur, weeeil ich eeein Heeerz haaabe...!"
Isla weiß genau, was für ein Deal ideal wäre. Ein Risiko für sie selbst. Aber, was hatte sie zu verlieren? Zur Not würde sie sich eine andere Krallen. Vielleicht sogar Fallon Henley. Wer weiß?!? Ihr Grinsen macht jedenfalls deutlich, dass sie nichts gutes vorhat.
Isla Dawn: ”Duuu bestreeeitest eeein Maaatch gegen ein Gegner meeeiner Waaahl und meeeinen Reeegeln, HAHA! Beim Speeeecial! Gewiiiinnst duuu, kommt Liiiiv freeei. Verliiierst duuu, bleeeibt Liiiiv hiiier und iiiich bekomme den Kooooffer üüüberschrieeben..."
Wenn jemand sagen würde, das man bei einer Isla Dawn keine Gänsehaut bekam, dem würde man direkt unterstellen, das man lügt. Betrachtet man Isla einfach nur so, dann könnte man meinen, das Sie keine große Macht besitzen würde. Aber ihr großes Selbstbewusstsein und die Tatsache, das Sie sich immer ihrem Gegenüber einen Schritt voraus sieht, machte sie so verdammt gefährlich und hier hatte Sie alles in der Hand um Drew in die Enge zu treiben. Sie hatte die Macht, das merkten die Fans und das merkte auch Drew. Lässt man die letzten Wochen noch einmal Revue passieren, dann war Isla immer einen Schritt voraus und fühlte sich sicher, so sicher, das sie sogar nicht davon abschreckte, mit Liv an einer Hundeleine sich frei zu bewegen. Dinge, die zeigen, das Dawn als Gegenpol unberechenbar ist und das zeigt sie auch hier. Denn auch, wenn Drew es anscheinend geschafft hatte, Fallon hier aus dem Kreuzfeuer zu holen, ging ein hörbares Raunen durch die Arena, als Isla dann die nächste Forderung stellte und diese war mit einem sehr hohem Risiko verbunden.
Drew schluckte kurz sichtbar, als er diese Forderung hörte. Das Problem war, er hatte keine andere Wahl. Die Zeit tickte gegen Ihn und vermutlich würde er so Liv näher kommen, als die letzten Wochen. Man konnte erkennen, das es ihm nicht gefiel. Sein Blick wandert dann kurz vom Bildschirm weg, zu Boden um kurz darüber nachzudenken. Das Problem war weniger, das Isla Gegner und Matchart wählen konnte...der Einsatz war es, welcher es so emotional für Drew machte. Der Koffer als Einsatz für Livs Freilassung. Wenn Drew verlieren würde, ist nicht nur der Koffer futsch, sondern auch Liv Geschichte und diese wird dann unter Isla einbrechen. Denn die Vision, die Isla von Liv hatte, war durchaus sehr ernüchternd. Drew stand mit dem Rücken zur Wand, Ihm blieb nichts anderes übrig.
Drew McIntyre „Okay...Koffer gegen Livs Freilassung...“
Kam es dann, während er weiterhin zu Boden schaute. Isla hatte weiterhin die Oberhand. Drew wusste nicht welcher Gegner es war, er wusste nicht in was für ein Match Dawn ihn schicken würde. Sie könnte alles ausspielen, um Drew vor einer unüberwindbaren Prüfung zu stellen. Sein Blick wandert dann wieder langsam zum Bildschirm.
Drew McIntyre „Aber ich garantiere dir...egal wen du mir vorsetzt...Ich werde deine Wahl zerstören und ich werde dieses Match gewinnen...Du drängst mich in die Ecke, muss ich zugeben...Aber jeder weiß, was passiert, wenn man ein wildes Tier in die Enge treibt...“
Somit stimmte Drew der Forderung zu und somit lag das Schicksal Livs in seinen Händen. Die Frage war, ob er es schaffen konnte, Isla die ein oder andere Info heraus zu kitzeln.
Drew McIntyre „Bist du jetzt zufrieden?“
Zufrieden? Zufrieden war Isla sicherlich nicht. Aber es ist ein Spiel für sie. Ein Spiel, wo sie gewinnen aber auch verlieren kann. Und ziemlich sicher, wird sich die Schottin etwas einfallen lassen, wo die Chance höher ist zu gewinnen.
Isla Dawn: ”Neeeeiiin!"
Stellt sie deshalb klar und verliert sogar ihr teuflisch böses Grinsen. Ihr muss etwas einfallen. Etwas Gutes. Und Drew wartet auf ihre Antwort.
Isla Dawn: ”Abeeeer...soooo ist das Leeeben, HAHA! Duuu hast einen schweren Feeehler gemacht! Deeenn duuu wiiiirst in einem..."
Ja? Die rothaarige Hexe bricht ab. Mit Absicht. Denn sie will etwas Spannung aufbauen. Ihr Blick wird wieder Bösartig. Hinterlistig. Teuflisch.
Gegen wen? Das kann sie natürlich jetzt noch nicht wissen. Auch sie muss noch einen entsprechenden Gegner finden, dem sie such trauen kann. Deshalb blendet das Bild an dieser Stelle aus. Zusammen mit dem schrillen Lachen, dass wir bereits von ihr kennen.
Nun nahm diese Matchansetzung, wo es für Drew um alles ging, eine verdammt andere Richtung. Noch immer wusste er nicht, welcher Gegner es sein würde und so, wie Isla hier weiter in Rätsel spricht, konnte man sich gut vorstellen, das Sie sich für den Schotten Jemanden aussuchen würde, welcher Drew das Leben schwer machen würde und genau hier konnte man nur hoffen, das McIntyre nächste Woche verdammt fokussiert sein würde. Ein No Holds Barred Match gegen einen noch unbekannten Gegner mit einem hohen Einsatz: Liv Morgan. Drew musste es hinnehmen und er war mit purem Hass auf Isla innerlich zerfressen.
Drew McIntyre „Ich werde deinen perfiden Traum, den Koffer und Liv dein Eigen nennen zu können, zerstören...ich lasse es nicht zu, egal wen oder was du mir vorstellst...“
Er fixiert seinen Blick nun noch mehr auf den Bildschirm, wo Isla lachend und grinsend ihren eigenen Erfolg genießt. Sie weiß, das Sie den Vorteil hat, sie hat das Ass im Ärmel und genau das war es, was Drew diesen Hass nur größer werden ließ. Langsam ballen sich seine Hände zu Fäuste und dann, urplötzlich, tritt er denn TV Bildschirm mit seinem Fuß zu Bruch. Es war so viel Wucht dahinter, das dieser nahezu auseinanderfällt. Er hatte einfach genug von Isla und ihren Psychospielchen. Nächste Woche sollte es zum Ende kommen. Liv sollte gerettet werden, ein für alle mal. Drew blickt auf den zerstörten Bildschirm und die Kamera fadet langsam aus.
Pat McAfee:"Isla macht selbst mir Angst. Hoffentlich hat das bald ein Ende."
Cathy Kelley:"Das wird es beim Special. Drew wird alles reinwerfen was er hat. Ihm bedeutet Liv einfach zu viel, das er Sie im letzten Kampf im Stich lässt. Und das No Holds Barred Match könnte das wohl wichtigste in seiner Karriere werden."
Wade Barrett:"No Holds gegen Mr. X....ich ahne das Isla hier ein verdammt großes Kaliber für Drew bereitstellt...ich wünsche meinem Landsmann aber viel Glück."
Die Mexiko Tour von Coast 2 Coast Wrestling geht weiter. Mit dem dritten Stopp geht es weiter ins Landesinnere, nach San Luis Potosi. Die Großstadt im nördlichen Zentralmexiko gilt als Silberstadt und beherbergt zahlreiche Fabriken der Stahl- und Automobilindustrie. Für die direkten und umliegenden Bewohner dürfte somit eine Show der C2C eine willkommene Abwechslung sein. Auf Abwechslung beziehungsweise Ablenkung hatte auch Becky Lynch gehofft. Leider kam es für die Irin ganz anders. Seit dem Tourbeginn überschlagen sich die Ereignisse und ziehen Becky immer mehr in eine tiefe Abwärtsspirale. Seelsch nahezu am Abgrund, baut nun auch die Kompanie zunehmend Druck auf. Wurde sie nach den Vorkommnissen an Tag Eins unter Beobachtung gesetzt, nutzen die Offiziellen jetzt die persönliche negative Presse, um ihre Ratings zu sichern. Eigentlich genau das, was jeder Superstar anstreben würde, doch zu welchem Preis?
Becky’s mentaler Zustand war das reinste Dilemma. Seit Wochen hat sie nicht wirklich geschlafen und ihr Nervensystem war am Anschlag. Von willkürlichem Zittern bis zu temporären Panikattacken, hatte die Rothaarige bislang alles durchlebt und war jetzt auch noch gezwungen zu funktionieren. Ein Aussetzer wie in der vergangenen Woche durfte sie sich nicht noch einmal erlauben, denn sonst wäre ihr Stand innerhalb der C2C sicherlich gefährdet. Und was ist wenn…? Ein neuer Gedankenstrang, der sich zu Becky’s Wirrwarr gesellte und ja, auch die Option der Aufgabe ging immer wieder durch.
So saß sie in ihrem Locker Room. Frühzeitig, weitaus früher als es sonst der Fall war, hatte sie sich zumindest in ihr Ring Outfit begeben. Schwarz, komplett schwarz passend zu ihrem Gemütszustand. Die Boots eng geschnürt, schwarze Lederoptik aus Mesh und Langarmoberteil. Vielleicht würde das Outfit ihr helfen, sich auf das anstehende Match zu konzentrieren und wahrlich die Chance zu ergreifen, um den Shine Titel antreten zu dürfen? Eine Ehre sicherlich und hätte man Becky vor ihrem C2C Engagement darauf angesprochen, hätte sie es als logischen Schritt gesehen. Doch jetzt? Jetzt herrschte nur noch Leere, in ihr tobte ein Krieg voller gegensätzlicher Gedanken. - Mehr liegend als sitzend hing sie auf dem Stuhl. Die Beine ausgestreckt, die Hände herabhängend und den Kopf in den Nacken gelegt, die Augen geschlossen. Einen Moment der Ruhe und auch einen der wenigen Momente, in dem sie einmal Ruhe fand. Erst das rhythmische Summen der Vibrationsfunktionen ihres Handys holt sie wieder in die Gegenwart zurück. Ein kurzer, flüchtiger Blick und Becky zeigte sich schlagartig wacher.
Zitat:WhatsApp Nachricht:
Finn: Hey Bex, ich möchte dir alles Gute wünschen. Ich glaube an dich!
Finn? Ja genau, Finn Balór. Eben jener Finn, der ihr den Weg ins Wrestling ermöglichte, ihre erste große Liebe und mit dem sie immer noch eine innige Freundschaft verbindet. Seit Wochen war dies ein kleiner Lichtblick und entlockte Becky ein kleines Lächeln. Sie öffnete den Chat, der Cursor blickte und ihr Finger kreiste über die Tastatur, doch den richtigen Anfang zu finden vermochte sie nicht. Sie zögerte… atmet tief durch und tippt dann doch auf das Hörersymbol. Es klingelt, einmal, zweimal… ein kurzes Rauschen und Becky erstarrte.
Finn Balór: Hey Bex, schön, dass du anrufst. Ich wünsche dir alles Gute für heute Abend… denn es macht den Eindruck, als würdest du's gebrauchen können.
Becky Lynch: Hey Finn… ja, das brauche ich. Es tut gut, deine Stimme zu hören.
Finn Balór: Ich habe es verfolgt und gesehen, was passiert ist und… Es gefällt mir gar nicht, dich so zu sehen.
Becky Lynch: Mir gefällt es auch nicht, aber ich fühle mich wie gefangen in diesen endlosen Gedanken. Von allen Seiten bricht meine Welt gerade zusammen. Ich weiß nicht einmal, ob ich hier richtig bin? Alle sehen es als Flucht an und mittlerweile sehe ich es auch so.
Es war sicherlich eine Art Flucht, aber Becky Lynch ist immer noch ein haushoher Name in der Wrestling-Welt und es wäre schlichtweg egal, bei welcher Liga sie anfragen würde, sie hätte im Handumdrehen auch einen hochdotierten Vertrag. Aus ihrer Sicht war ein Tapetenwechsel notwendig, um eventuell ihre Beziehung mit Seth resetten und letztendlich auch retten zu können. Wie es letzten Endes kam, konnte sie beim besten Willen nicht ahnen.
Finn Balór: Darling, eine Flucht um Titel zu gewinnen? Jeder, wirklich jeder andere in dieser Situation würde blind wechseln und Stamford verlassen. Ist es nicht das, wofür wir alle so hart arbeiten? Ist es nicht das, was auch dich angetrieben hat, jeden Gott verdammten Tag mit diesem beschissenen Zug in meine Halle zu kommen. Und sieh dich jetzt an. Du bist Becky fuckin’ Lynch… die ganze Welt kennt dich, du hast dieses Business verändert. Ich könnte nicht stolzer auf dich sein.
Und es stimmte, was Finn hier voller Stolz von sich gab. Im zarten Alter von etwas über 15 Jahren stahl Becky sich Tag für Tag von Zuhause weg, um in Finn’s Wrestling Schule zu lernen und ihrem großen Traum nachzueifern. Eine einfache, kalte Halle mit vier Matten. Kein Ring, kein voll ausgestattetes Performance Center. Was sie angetrieben hat, war der unabdingbare Traum eines Tages in den großen Arenen zu stehen. Doch jetzt? Es ist wieder eine Phase, in der Becky dem Boden näher als dem Himmel scheint. Nur dieses Mal fühlte sie sich darin gefangen. Sie hielt inne. Auch die Gedanken an früher sahen sie nicht durch eine rosarote Brille.
Becky Lynch: Wir haben es weit gebracht… aber ich fühle es nicht mehr. In mir ist nichts mehr außer Schmerz. Ich fühle mich leer, abgestumpft und dennoch so aufgewühlt und dies hat nichts mit dem Wrestling zu tun. - Hast du Seth gesehen?
Dieser kurze abschließende Satz. Becky biss sich auf die Lippe, denn eigentlich wollte sie ihn nicht erwähnen, aber es platzte einfach aus ihr heraus. Finn und Seth waren eine kleine Geschichte für sich selbst. Finn sah in Seth immer noch den arroganten Überflieger, der er mal war. Und Seth… die immer noch tiefe Verbundenheit zwischen Becky und ihrer früheren großen Liebe dürfte ihm nicht gefallen, aber er hat es akzeptiert, denn diskutiert hatten sie es nie.
Finn Balór: Ähm ja… ja, ich sehe ihn täglich. Aber er ist sehr verschlossen und spricht wie es aussieht mit keinem. Auch an ihm nagt es sicherlich.
Becky Lynch: Hat… hat er Roux bei sich?
Es war die logische Frage, die folgen musste. Als sie mit ihrem Mann noch gemeinsam tourte, kam es regelmäßig vor, dass die kleine Roux mit bei den Shows war. Wie eine große Familie mit all den Onkeln und Tanten war sie im gesamten Backstage Bereich bekannt. - Allein die Frage nach ihrer Tochter tat Becky unheimlich weh. Der Stich ins Herz folgte und ihre Augen füllten sich. Finn ließ einen Moment vergehen und antwortete ruhig.
Finn Balór: Nein, er hat sie nicht bei sich. Diese Situation will er nicht, wenn Roux zu einem vertrauten Gesicht geht und fragen wo ihre Mammy ist? Dies würde für jeden herzzerreißend sein.
Die Tränen liefen ihr die Wangen herab. Becky hielt den Atem an, um keinen Laut von zu geben. Aber auch Finn kannte sie gut genug, um sie und ihre Situation einordnen zu können. Nur dieser Augenblick der Stille erschien wie eine Ewigkeit und war dabei Becky innerlich zu zerreißen. Sie kämpfte, aber Emotionen konnte sie alleine nicht kontrollieren.
Finn Balór: Bex… es ist alles gut. Dein Mädchen ist bestens versorgt. Bitte nimm dir jetzt einen Moment und versuch dich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Überleg mal welchen Impact es haben würde, wenn du jetzt triumphierend im Ring stehen würdest? Du würdest bei allen Kritikern das Momentum ändern und bei Seth… auch er würde anerkennen, dass nichts dich stoppen kann.
Die subtile Wandlung einer preisgekrönten Rocky-Story â la Becky Balboa? Aus der Ferne hatte Finn nicht so viele Möglichkeiten. Am liebsten würde er sie in den Arm nehmen und die ganze Nacht mit ihr den tiefen Schmerz aufarbeiten und bis früh morgens die Weinvorräte der nächsten Taverne auf die Probe stellen.
Becky Lynch: Kannst du hierher kommen?
Finn’s Versuch, sie zu motivieren, verpuffte. Zu sehr war Becky in ihrem Gedankenkarussell gefangen, als dass sie sich wirklich auf das Wesentliche konzentrieren konnte. Ein solch wichtiges Match fand derzeit bei ihr kaum Platz. Jemanden wie Finn an ihrer Seite zu haben, würde ihr sehr viel Last von den Schultern nehmen. Als ihr Ex-Freund kannte er sie besser als jeder andere. Doch eine Antwort ließ auf sich warten.
Finn Balór: Ich würde… Aber nein, ich kann nicht. Wir brechen morgen nach Edmonton, Kanada, auf für drei Shows. - Bex, ich bin immer für dich da. Sofern du reden möchtest, ruf an, egal welche Zeit. Fühl dich gedrückt.
Jeder Atemzug wurde schwerer in ihrer Brust, doch sie versuchte sich krampfhaft zu beruhigen. Finn hatte die Gabe, sie zu beruhigen und jede noch so missliche Lage zu relativieren. Bereits des Öfteren suchte sie seinen Rat und er half immer. Und dieses Mal? Er konnte nicht direkt helfen und verursachte zwischenzeitlich einen bösen Stich mit dem Dolch, doch irgendwo im Inneren war es für Becky der nötige positive Kontakt. Nur ein leises “Dank, das werde ich.” kam von ihr zurück, ehe sie das Gespräch beendete. Den Blick gesenkt und den Kopf in die Hände gestützt, sind es holprige Atemzüge, mit denen sie sich etwas beruhigen möchte. Eine große Wahl hat Becky für heute Abend nicht, irgendwie muss sie dieses Match überstehen und möglichst positiv abschließen, um nicht vollkommen unterzugehen.
MAIN EVENT #1 Contender Match for the Shine Championship
SINGLES MATCH
Becky Lynch vs. Kenzie Paige Writer:Becks
Die Arena in San Luis Potosí vibriert vor Spannung – eine Woche vor dem großen Mexican Standoff ist das hier der letzte große Test. Bunte Lichter flackern über die ausverkaufte Menge, mexikanische Flaggen und selbstgemachte „BECKY!"-Schilder dominieren die Ränge. Die Fans sind auf den Beinen, Chants hallen durch die Halle. Am Kommentatorentisch: Pat McAfee, Cathy Kelley und Wade Barrett, alle mit Headsets, bereit für den Höhepunkt der Show.
Pat McAfee: „San Luis Potosí, ihr seid unglaublich! Eine Woche vor dem Standoff – und das hier ist der Main Event, der alles verändern könnte, wir ermitteln die Nummer Eins Herausforderin für die Shine Championship!“
Cathy Kelley: „Becky Lynch ist in den letzten Wochen durch die Hölle gegangen – mentale Kämpfe, familiäre Krisen, Blackouts. Aber schaut sie euch an: Sie ist hier, und sie sieht hungrig aus. Kenzie Paige wird das nicht leichtfallen.“
Wade Barrett: „Kenzie Paige ist das aufstrebende Talent – schnell, technisch brillant, unerschrocken und mit der Unterstützung ihrer Schwester. Aber gegen eine Becky Lynch, die nichts mehr zu verlieren hat? Das könnte der Moment sein, wo Paige lernt, was es bedeutet, gegen eine Legende zu stehen.“
Die Arena-Lichter dimmen runter, und ein pulsierender, aggressiver Beat setzt ein – der Song „You Wanna Go“ dröhnt durch die Lautsprecher, ein Track voller Attitude und Arroganz. Sofort brechen Buhrufe aus: Die Fans pfeifen, rufen „You Suck!“ und wedeln abwertend mit den Händen. Die Schwestern sind hier nicht willkommen – ihre überhebliche Aura hat sie zu perfekten Heels gemacht.
Spotlights in grellem Pink- und Silbertönen flackern über die Stage. Kylie Paige tritt als Erste ins Licht: enger, glänzender Ringgear in Schwarz und Silber, die Haare zu einem perfekten, hohen Ponytail gebunden, ein selbstgefälliges Grinsen im Gesicht. Direkt dahinter Kenzie Paige: ähnlicher Outfit, aber mit mehr Bling – silberne Akzente, die bei jedem Schritt funkeln. Sie trägt eine verspiegelte Sonnenbrille, die sie langsam abnimmt, während sie die Buhrufe ignoriert.
Die Schwestern schreiten aufreizend langsam die Rampe runter – kein High-Five, kein Fan-Kontakt. Stattdessen wedeln sie abwertend mit den Händen, als würden sie lästige Fliegen verscheuchen. Kylie formt mit den Fingern ein „L“ an ihrer Stirn (Loser), richtet es direkt in die Menge. Kenzie lacht laut, deutet auf ein paar Fanschilder und tut so, als würde sie kotzen – pures Heat-Building.
Matthew Rehwoldt: „Ladies and Gentlemen, it's time for the Main Event of this evening! This Match is scheduled for one Fall and it is for the Number One Contendership of the C2C SHINE Championship!
Making her way to the Ring... from Sevierville, Tennessee... accompanied by her Sister Kylie… KENZIE PAIGE - PRETTY EMPOWERED!“
Die Buhrufe werden lauter, als die Schwestern den Ring erreichen. Kylie rutscht unter dem untersten Seil hindurch, springt sofort auf die mittlere Seilecke, breitet die Arme aus und formt wieder das „L“-Zeichen – diesmal dreht sie sich langsam im Kreis, um die ganze Arena zu beleidigen. Kenzie folgt gemächlich, steigt die Stufen hoch, wischt sich demonstrativ die Schuhe ab, als wäre der Ring schmutzig. Sie stellt sich neben Kylie, schaut angewidert in die Zuschauer, kreuzt die Arme und posiert mit einem übertriebenen, herablassenden Lächeln. Die Musik fade out, während die Schwestern in ihrer Ecke warten – Kylie flüstert Kenzie etwas zu, beide lachen spöttisch. Die Fans buhen weiter, aber Pretty Empowered genießt es sichtlich: Sie sind die Heels, die alle hassen, und genau das macht sie stark.
Dann… absolute Schwärze. Die Arena in San Luis Potosí pulsiert vor Erwartung, die Menge ist auf den Beinen, aber die Stimmung ist gemischt – teils aufgeregte „BECK-Y!“-Chants, teils besorgte Rufe. Die Lichter dimmen langsam runter, ein Orangener Schein breitet sich aus, eh es durch die Boxen dröhnt:
THE MAN HAS COME AROUND
Der vertraute Gitarrenriff von „Celtic Invasion“ setzt ein. Die Fans explodieren, doch der Jubel hat einen Unterton von Sorge – alle wissen, was Becky in den letzten Wochen durchgemacht hat.
Becky Lynch tritt ins Rampenlicht. Kein Feuerwerk, kein dramatisches Posieren. Sie trägt ihre schwarze Lederjacke “The Man"-Schriftzug prangt auf ihrem Rücken, darunter die engen schwarzen Ringgear, die roten Haare fallen wild über die Schultern. Ihre Schritte sind gemessen, fast zu kontrolliert – als müsste sie jeden einzelnen zwingen, voranzukommen. Sie hebt den Kopf, versucht in die Menge zu schauen, ein selbstbewusstes Nicken zu geben, aber ihre Augen flackern kurz. Die Hände ballen sich zu Fäusten, öffnen sich wieder – ein Kampf gegen das innere Zittern.
Sie atmet tief ein, presst die Lippen zusammen, als wollte sie die aufsteigenden Emotionen runterschlucken. Ein Fan ruft „We love you, Becky!“, und für einen Sekundenbruchteil bricht etwas in ihrem Gesicht – ein Zucken, als würde sie zusammenbrechen wollen, aber sie reißt sich zusammen, nickt nur knapp und geht weiter. Die Rampe fühlt sich endlos an; ihre Schultern sind hochgezogen, der Gang steif, als kämpfe sie gegen einen unsichtbaren Sturm.
Matthew Rehwoldt: „And her opponent… from Dublin, Ireland…THE MAN… BECKY LYNCH!“
Becky steigt die Stufen hoch, beugt sich unter dem untersten Seil hindurch – eine Bewegung, die normalerweise fließend ist, wirkt heute stockend. Sie zieht die Jacke aus, wirft sie in die Ecke, lehnt sich an die Seile und schließt für einen winzigen Moment die Augen, atmet durch. Dann richtet sie sich auf, dreht sich zur Menge – kein breites Grinsen, nur ein gezwungenes, hartes Lächeln, das niemand ihr abnimmt. Sie hebt die Faust, aber die Hand zittert leicht – sie ballt sie fester, um es zu verbergen. Die Fans chanten lauter, als wollten sie sie stützen, und Becky nickt, versucht, die Energie aufzusaugen, aber man sieht: Es fällt ihr schwer. Sie ist da, sie kämpft – aber der innere Krieg ist noch nicht vorbei. Auf der gegenüberliegenden Seite spotten die beiden Schwestern über sie, bevor Kylie den Ring verlässt und ihre Schwester anfeuert, dabei ruft sie spöttisch „Come on, Broken Becky!“.
Warnung! Spoiler!
Ding Ding Ding
Die Glocke läutet, und die Arena explodiert in Chants: „BECK-Y!“ vs. Buhrufe für Paige. Die beiden umkreisen sich langsam – Kenzie tänzelnd, leichtfüßig, mit einem arroganten Grinsen, Becky methodisch, ihre Schritte kontrolliert, aber mit einem leichten Zittern in den Händen, das sie sichtlich versucht zu unterdrücken. Erster Lock-up in der Mitte: Kenzie nutzt ihre Geschwindigkeit, drückt Becky in die Seile – sauberer Break auf Referee-Befehl. Kenzie posiert spöttisch, dreht sich zur Menge und formt das „L“-Zeichen – Heat pur, die Fans buhen lauter.
Pat McAfee: „Kenzie Paige startet mit Attitude! Sie will Becky aus dem Konzept bringen!“
Becky nickt nur, wischt sich übers Gesicht, als wollte sie den Zweifel abschütteln. Zweiter Lock-up: Becky dreht es um, rammt ein hartes Knie in Kenzies Bauch, folgt mit einer Serie von scharfen Forearm-Smashes – jeder Treffer knallt durch die Halle. Kenzie taumelt zurück, rollt sich aus dem Ring, atmet durch. Kylie eilt zu ihr, flüstert etwas – Kenzie nickt und klettert mit Bedacht zurück in den Ring.
Cathy Kelley: „Becky beißt sich fest – sie muss das hier gewinnen, um zu beweisen, dass sie noch da ist!“
Frühe Dominanz von Becky: Sie packt Kenzie am Arm, Irish Whip in die Ecke die anschließende Running Clothesline trifft, gefolgt von einem Bulldog. Cover: 1… Kickout bei 1. Becky zieht Kenzie hoch, setzt zu einem Suplex an – Kenzie blockt, kontert mit einem Armdrag, baut Speed auf und trifft einen Dropkick, der Becky in die Seile schickt. Kenzie folgt mit einem Hurricanrana – Becky landet hart, rollt aber durch und ist sofort wieder auf den Beinen, kontert mit einem Clothesline aus dem Nichts. Die Menge jubelt – „BECK-Y!“-Chants werden lauter.
Becky drückt vor: Sie treibt Kenzie in die Ecke, Serie von harten Chops – rote Flecken erscheinen auf Kenzies Brust, jeder Knall hallt wider. Kenzie keucht, wehrt sich mit einem Kick ans Knie, dreht das Momentum – Enzuigiri trifft, Becky wankt. Kenzie nutzt den Moment, springt auf die mittlere Seilecke – Springboard Crossbody! Sie landet sauber, Cover: 1…2… Kickout bei 2.
Wade Barrett: „Paige zeigt Klasse! Sie ist schnell, unerschrocken – aber Lynch absorbiert das und kommt zurück!“
Kenzie Paige versucht die Kontrolle zu übernehmen. Sie zieht Becky hoch, Serie von Kicks ans Bein, zielt auf die Knie ab, um Becky zu verlangsamen. Irish Whip in die Seile – Kenzie folgt mit einem Running Knee, trifft Becky im Magen. Becky geht runter, Kenzie steigt auf die Top Rope – Moonsault! Perfekter Landung, Cover: 1…2… Kickout bei 2.5! Die Fans halten den Atem an. Kenzie frustriert, zieht Becky hoch für einen schnellen Northern Lights Suplex – hält die Brücke: 1…2… Becky kickt aus.
Kenzie bleibt dran, lockt Becky in die Mitte – versucht ihren Finisher den Kenzie Cutter anzubringen. Sie hakt ein, will mit Wucht abspringen, aber Becky blockt den Cutter und wendet es ihrerseits zu einem Snap DDT. Beide krachen auf die Matte, die Arena bebt. Doch beide Athletinnen liegen nach dem Tempo des Matches angeschlagen im Ring, worauf der Ringrichter beginnt sie anzuzählen: 1… 2… 3… 4… Nur langsam schleppen sie sich jeweils zu den Seilen ...5 ...6 ...7... und zerren sich mit Hilfe dieser, schwer atmend auf die Beine.
Kenzie und Becky werfen sich von den gegenüberliegenden seilen aus Blicke zu, wie in einem 80er Jahre Actionfilm. Das hier ist noch nicht vorbei und es wird auch auf keinen Fall langsamer. Zwei Schritte jeweils aufeinander zu und eine wilde Schlägerei entsteht. Kenzie mit schnellen Kicks, Becky mit harten Punches – Becky gewinnt die Oberhand, treibt Kenzie zurück in Richtung der Ringecke mit einem European Uppercut, kurzerhand folgt dann ein Bexploder Suplex. Cover: 1…2… Kickout.
Becky signalisiert, hier geht noch mehr – zieht Kenzie hoch für einen zweiten Bexploder, aber Kenzie kontert mit einem Eye Peak, hier arbeitet sie wunderbar mit ihrer Schwester zusammen. Denn Kylie auf dem Apron weiß den Ringrichter abzulenken. Die Zuschauer beginnen laut zu buhen und auch Becky Reklamation findet keinen Anklang beim Offiziellen, da der es einfach nicht gesehen hat. Kenzie nutzt den Moment, rollt Becky ein für einen Possum-Pin: 1…2… Becky kickt aus bei 2.9! Near-Fall – die Menge flippt aus. Kenzie nutzt ihr Momentum, steigt durch die Seile auf die Apron und will mit einen Springboard Hurricanrana heranrauschen – Becky fängt sie ab, in einem reinsten Kraftakt, setzt sie ihrerseits zu einer Powerbomb an... es bleibt beim Versuch, Kenzie rutscht raus, kontert wiederum mit einen Superkick! Becky wankt, Kenzie baut Speed auf – Shining Wizard trifft! Cover: 1…2…2.8! Wieder Kickout.
Pat McAfee: „Was für ein Krieg! Kenzie Paige gibt alles – das ist Main-Event-Level!“
Kylie draußen hämmert auf die Matte, feuert ihre Schwester an. Kenzie zieht Becky hoch, setzt zu ihrem Finisher an –jetzt soll der Kenzie Cutter kommen! Sie hakt ein, flippt – trifft perfekt! Die Halle explodiert in Buhrufen und Schock. Cover: 1…2…2.99! Becky kickt aus im letzten Moment! Nein, noch nicht! Die Fans stehen auf, chanten „This is Awesome!“.
Kenzie frustriert beginnt mit dem Ringrichter zu argumentieren. Becky nutzt den Moment, atmet tief durch und bringt sich wieder auf die Beine – Kenzie dreht sich um, läuft direkt in einen Exploder Suplex! So schnell kann sich das Blatt wenden. Erstmals auch ein Zeichen der Euphorie bei Becky. Sie feuert sich selbst an, atmet tief, ignoriert den Schmerz – steigt auf die mittlere Seilecke, wartet ab… Diving Elbow Drop trifft! Cover: 1…2… Kickout bei 2.5!
Becky zieht Kenzie hoch – Kenzie kontert mit einem verzweifelten Kick, baut Speed über die Seile auf für einen Running Clothline. Becky duckt drunter weg und zieht Kenzie mit einer fließenden Bewegung in ihren Submission Move, den Dis-Arm-Her! Kenzie schreit, kämpft, streckt sich irgendwie in Richtung der Seile wo ihre Schwester wartet, sich ebenso ihr entgegenstreckt... noch Zentimeter... bis sich ihre Hände treffen. Und Kylie kann Kenzie hier knapp vor dem Tap Out retten, in dem sie sie an die Seile zerrt und den Ropebreak erzwingt. Becky lässt nicht sofort los und muss vom Ringrichter ermahnt werden. Erst dann lässt sie von ihrer Gegnerin ab, zieht sie aber sogleich wieder in die Mitte und bringt einen Bexploder Suplex an, dann ein zweiter, ein dritter! Die Menge zählt mit. Becky signalisiert das Ende, hakt den Arm ein – Man-Handle Slam! Dieses Mal auch durchgezogen und das Cover folgt: 1…2…3!
Ding Ding Ding
Here is your winner by pinfall and the NEW #1 Contender for the Shine Championship: BEEEECKYYY LYNNNNCHHHH!
Die Menge explodiert in Jubel – „BECK-Y!“-Chants überrollen die Arena. Sie selbst wirkt gefasst, was bereits ein enormer Fortschritt ist. Der Ringrichter hebt ihren Arm und präsentiert "The Man" als Siegerin.
Sie atmet schwer, schaut auf Kenzie runter, nickt respektvoll, dann hebt sie die Faust – diesmal ohne Zittern, der Sieg gibt ihr neuen Schwung. Kylie hilft Kenzie unter den Seilen hindurch, starrt Becky böse an. Sie verlässt dieses mal eigenständig den Ring, geht die Rampe hinauf und blick oben an der Bühne nochmal auf den Ring und in die Halle zurück.
Pat McAfee: „Was für ein epischer Main Event! Becky Lynch hat überlebt – und jetzt geht’s auf den Shine-Titel zu!“
Cathy Kelley: „Kenzie Paige hat ihr alles abverlangt – das war pure Intensität!“
Wade Barrett: „Eine Woche bis zum Mexican Standoff. Becky Lynch ist jetzt die Jägerin – und zumindest hat sie heute gezeigt, dass es weiter für sie gehen kann.“
Warnung! Spoiler!
Co-Main Event: Roman Reigns vs Kid Lykos
Votes: 2:0 (1 Vote KI)
findet statt in im Coliseo Centenario vor 11,500 Zuschauern in Torreón, Mexico.
Die letzte Kamera ist optimal platziert und auch der letzte reservierte Platz besetzt. Die c2c Show kann losgehen! Gleich zu Beginn explodiert ein buntes Feuerwerk auf der Stage und motiviert die anwesenden Fans zu großem Jubel und Chants. In der Mitte des aufwendig gebauten Wrestlingrings steht Matthew Rehwoldt schon mit einem Mikrofon bereit um die anwesenden Fans hier in der heutigen Show zu begrüßen.
Matthew Rehwoldt:"My dear Ladies.. my dear Gentlemen.. my name is Matthew Rehwoldt and it is I, your DRAAAAAMAAA KIIIIINGGG... welcoming you to... COAST.. to COAST... WRESTLINGGGGGG!"
Kaum hat Rehwoldt die Ansage zuende gebracht gibt es einen kleinen Jubel für seine Ansage und auch wegen der Vorfreude auf den Verlauf des Abends. Matthew verbeugt sich einmal kurz und geht dann auch aus dem Ring heraus. Auch die knallenden Geräusche des Feuerwerks erlischen langsam und geben die Bühne somit für ihre Akteure frei. Bevor dies jedoch in Kraft tritt, werden die Zuschauer daheim vor ihren Fernsehgeräten von Pat MacAfee, Cathy Kelly & Wade Barrett begrüßt.
Pat McAfee:"Willkommen zur zweiten Ausgabe unserer Mexiko City!"
Cathy Kelley:"Heute Abend melden wir uns aus Torreón."
Wade Barrett:"Wir haben einiges vor euch parat. Sage und schreibe acht Matches."
Pat McAfee:"Wisst ihr schon, wer der geheimnisvolle Superstars beim Contenders Match ist?"
Cathy Kelley:"Mexiko hat so viele großartige Wrestler und einen davon wird die Coast 2 Coast jetzt auspacken."
Wade Barrett:"Bleibt auf jeden Fall dran. Es lohnt sich."
DIGITAL BETRAYAL
Viva la Raza! Coast 2 Coast Wrestling ist mitten in ihrer Mexiko-Tour und befindet sich heute im wunderschönen Torreón. Wie jedem Wrestling-Fan bekannt sein sollte, ist Mexiko das Land des legendären Latino Heat Eddie Guerrero, der bis heute als einer der größten Heels aller Zeiten gilt. Doch hier geht es erst einmal um jemand völlig anderen. Die Kamera schaltet ein und bringt uns ins Büro der General Managerin Bayley, die hier anscheinend genauso wie letzte Woche abermals die Show startet, wenn auch dieses Mal wohl ungewollt und auch nicht live. Die Aufnahme, die uns hier gezeigt wird, stammt von letzter Woche und wird wohl mal wieder etwas sein, was nur wenig mit Wrestling zu tun hat. Denn Bayley ist anders als letzte Woche nicht alleine. Die Tür zu ihrem Büro wird aufgeknallt und herein kommt niemand Geringeres als der Death Fighter Raven, welcher wie so oft nicht sonderlich zufrieden aussieht.
Diesen bekommen wir heute Abend im Co-Main-Event gegen Drew McIntyre zu sehen, welcher wohl alles andere als ein leichter Gegner werden wird. Der ehemalige World Heavyweight Champion hat zurzeit zwar ganz andere Probleme, wenn man an die Geschichte mit Isla Dawn und Liv Morgan denkt, aber konnte man bereits letzte Woche sehen, dass er immer rücksichtsloser und gruseliger wird. Dass Liv Morgan noch immer als verschwunden gilt, macht ihn nicht glücklich, und so langsam erwacht ein Wesen in ihm, welches er wohl für immer verborgen lassen wollte. Ob Raven diese Begegnung überleben wird, ist noch fraglich, denn ja, er ist zwar eine Legende, und auch er kann wohl noch wesentlich grauenvoller und gefährlicher werden als ein Drew McIntyre, doch ist er nun mal auch nicht mehr der Jüngste und hat bereits einiges an seinen In-Ring-Talenten verloren. Dennoch bleibt das Match wohl spannend. Falls Raven denn überhaupt antreten wird. Denn wie man es an den ersten Worten, die er seiner Chefin um die Ohren wirft, erfahren kann, scheint seine Begeisterung dafür nicht gerade sehr hoch zu sein!
Raven:
„„Wieso stehe ich verdammt noch mal auf der Card? Ich habe keine Zeit für so einen Scheiß, ich muss meine Schüler trainieren! Entscheiden Sie sich doch endlich mal, was Sie wollen!““
Uuhh, ja, Raven scheint alles andere als glücklich zu sein. Auch wenn es wohl nichts an der Zeit ändern wird, die er mit seinen Schülern im Performance Center verbringt. Falls er überhaupt Zeit mit ihnen verbringt und sie nicht wie letzte Woche mit Kreuzworträtseln die Zeit vertreiben lässt, bevor er in den Feierabend geht.
Bayley bleibt seelenruhig auf ihrem Stuhl sitzen. Auf ihrem Schreibtisch liegen ihr Laptop und daneben ein Coffee-to-Go Becher. Immerhin brüllt der Trainer nicht so herein, während sie am Telefonieren ist. Dass die General Managerin so gefasst ist zeigt, dass dies nicht das erste Mal ist, dass sie derart angepöbelt wird.
Bayley "Freut mich auch dich zu sehen … Willst du dich setzen?"
Bayley bietet den Sitzplatz ihr gegenüber an. Eine freundliche Geste, wobei ihr Gesichtsausdruck eher genervt aussieht.
Bayley "Wie oft müssen wir dieses Thema noch durchkauen? Das ist der Vertrag, den du unterschrieben hast. Du hast dich als Superstar zur Verfügung gestellt und du bist als Trainer des Performance Centers verantwortlich. Für die zwei Sachen wirst du bezahlt."
Für Bayley liegt das Problem klar auf der Hand. Raven hat sich selbst in diese Bredouille gebracht, als er seinen Vertrag unterschrieben hat.
Auch wenn vor Bayleys Schreibtisch ein bequemer Stuhl steht, auf den sich Gäste der General Managerin bequem setzen können, geht Raven direkt an den Schreibtisch und bleibt, mit den Fäusten darauf abgestützt, vor Bayley stehen, während er ihr tief in die Augen starrt. So nah, dass man meint, Bayley müsste automatisch einen Schritt zurückweichen. Seine Schultern sind angespannt, der Blick dunkel, die Geduld längst aufgebraucht. Ein Match diese Woche und Training im Performance Center? Doppelte Arbeit. Und Raven hat schon auf halb so viel Arbeit absolut keine Lust, ganz zu schweigen davon, dass er sie ohnehin lieber schwänzt, als sie wirklich zu erledigen. Auf Bayleys Schreibtisch kann man einen großen Aktenordner liegen sehen. Offen. Darin Ravens Name, mehrfach markiert, mit Haftnotizen gespickt. Der Name des Mannes, der hier voller brodelnder Wut ist. Aber diese trifft auf etwas, das ihr gefährlich nahekommt: völlige Gelassenheit in einer fast schon unangenehm erdrückenden Stille hier im Büro. Es fühlt sich hier plötzlich nicht mehr wie eine richtige Beschwerde oder ein Angriff an, sondern glatt wie der Beginn eines Verhörs, bei dem Raven derjenige ist, der sich gleich erklären muss.
Raven:
„„Was wollen Sie eigentlich? Wollen Sie, dass ich der Liga neue Stars beschere, oder wollen Sie, dass ich für die Zuschauer selbst in den Ring steige?““
So wie es Bayley eben erwähnt hat, möchte sie scheinbar beides! Soll sie das noch mal wiederholen? Nun ja, das Wrestling kennt mit Stars wie Myles Borne auch schon 26-jährige Superstars, die Probleme mit dem Gehör haben, also ist das bei jemandem wie Raven alles andere als überraschend, möchte man meinen.
Raven:
„„Sie haben einen über 60-jährigen Mann dazu eingestellt, dass er doppelt so viel arbeitet wie Superstars, die nicht mal halb so alt sind wie ich! Merken Sie eigentlich, wie dämlich das klingt?““
Raven tritt einen Schritt zurück, als die eben noch so drückende Spannung im Raum einen feinen Riss bekommt. Ravens Laune, die eben noch kurz davor war zu explodieren, verändert sich. Nicht besser, aber anders. Er hat nicht damit gerechnet, dass Bayley ihm so ruhig, so unaufgeregt begegnet. Keine Rechtfertigung. Kein Gegenangriff. Nur diese Gelassenheit, die ihn mehr aus dem Konzept bringt als jedes laute Wort es könnte. Für einen kurzen Moment lenkt ihn das von dem eigentlichen Streit ab. Von dem Vertrag. Von dem Match. Vom Performance Center. Ein schiefes, beinahe schelmisches Grinsen huscht über die Gesichtszüge des Grauhaarigen, als würde ihm gerade klar werden, dass dieses Gespräch hier noch lange nicht vorbei ist und dass Bayley keineswegs vorhat, auch nur einen Zentimeter nachzugeben.
Bayley "Ja dein Vertrag stellt eine enorme Belastung dar. Mir wäre es auch lieber wenn ich jemand anderes an deiner Stelle habe, aber dadurch, dass dein Vertrag auch Ringauftritte ermöglicht, wirst du als Superstar behandelt und dein Gehalt wird vom Superstar Budget abgezogen. Also im Grunde genommen blockierst du einem potentiell neuem Star einen Platz in der Coast 2 Coast."
Dass dies als Begründung für Raven reicht, wagt das Role Model zu bezweifeln. Doch der Ärger ist nachvollziehbar. Das Role Model hat auch Vorgesetzte, die ihr feste Budgets vorsetzen und an diese hat sich die Kalifornierin zu halten. Nebenbei scrollt sie etwas auf ihrem Laptop.
Bayley "Und wenn es dich so sehr stört, warum bekomme ich dann eine Mail von dir, dass ich dich in ein Match packen soll?"
Die Sache mit der Bezahlung anzusprechen war ein relativ guter Konter, denn mit Sicherheit bekommt Raven dadurch, dass er sowohl als aktiver Superstar in den Shows als auch als Haupttrainer im Performance Center auftritt, mehr Gehalt als die meisten anderen c2c-Wrestler! Die aufgebrauste und wütende Fassade nun etwas ablegend, verschränkt Raven nun, vor Bayley stehend, die Arme und schaut sie mit noch immer ziemlich ernstem, aber dieses Mal auch leicht respektierendem Blick an.
Raven:
„„Jetzt die Geldkarte ausspielen? Tze, das ist billig!““
Doch was jetzt viel wichtiger ist, ist das, was Bayley zum Schluss gesagt hat. Eine E-Mail? Raven soll das Match gegen McIntyre gewollt haben? Sicher, die ECW-Legende liebt es, wenn es extrem zugeht, aber abgesehen davon gibt es absolut nichts, was ihn freiwillig zurück in den Ring bringen würde. Langsam begibt er sich um den Schreibtisch herum, um sich direkt neben die General Managerin zu stellen, und in seinem Gesicht bildet sich ein siegreicher Ausdruck. Er weiß, dass Bayley nur blufft, und so leicht lässt er sich nicht veralbern. Er wird das Büro hier heute als Sieger verlassen. Als Sieger, der am Montag nicht in den Ring steigen braucht.
Raven:
„„Und guter Witz, aber ich schreibe keine E-Mails!““
Sagte er zwar, doch als er sich vorlehnt und auf die Mail in Bayleys Postfach schaut, wird sein Blick plötzlich noch ernster, als er eben schon war, und man merkt richtig, wie die tausenden kleinen Zahnrädchen in seinem Kopf klappern. Er ist überrascht, denn tatsächlich können die Fans es auch in der Kamera sehen, dass die E-Mail wirklich von Ravens Account stammt. Hat er wirklich um das Match gebeten? Ohne ein weiteres Wort zu sagen, geht er in schnellen Schritten um den Tisch herum und verlässt direkt das Büro, genauso schnell wie er gekommen ist, ohne Bayley eines weiteren Wortes zu würdigen. Hat Raven jetzt aufgegeben? Aber was hat das alles zu bedeuten? Nun, das sollen wir recht schnell erfahren, denn nach nur einem kurzen Schnitt befinden wir uns im Performance Center der c2c.
Raven:
„„Liebe Bayley, ich hoffe, du hast einen tollen Tag! Ich wollte dich bitten, mir am Montag ein Match zu geben, da es gerade für Izzy und die anderen ein starkes Zeichen wäre, wenn ich ihnen nächste Woche am Montag mit einem richtig fordernden Match zeige, was es bedeutet, auf diesem Level zu performen. Ein Gegner, der mir wirklich alles abverlangt, könnte nicht nur mir selbst, sondern auch uns allen zeigen, wie wichtig Einsatz, Disziplin und Vorbildfunktion sind.““
Bekommen wir hier von Raven vorgelesen! Das scheint die E-Mail zu sein, die er angeblich an Bayley geschrieben haben soll. Doch wenn man sich diese so anhört, ist es doch arg unvorstellbar, dass dieser Text wirklich von Raven stammt. Das muss jemand anderes geschrieben haben, und so wie es aussieht, weiß Raven auch schon genau, wer der Schuldige ist. Die Kamera zoomt langsam etwas heraus und blickt direkt in das Gesicht einer zweiten Person, der Raven die E-Mail hier gerade vorgelesen zu haben scheint.
Leva Bates: „Ich kann das erklären!“
Das ist Leva Bates! Leva Bates, die letzte Woche noch für Raven sich um dessen E-Mails kümmern sollte. Natürlich muss die Nachricht von ihr stammen. Niemand sonst hätte eine bessere Möglichkeit gehabt, auf Ravens E-Mail-Postfach zuzugreifen, als sie.
Raven:
„„Was ist das bitte für ein mädchenhaftes Gelaber? „Ich hoffe, du hast einen tollen Tag?“ Bin ich Roxanne Perez oder was? Das ist doch ein schlechter Scherz!““
Das ist es, was den Death Fighter daran stört? Die Art und Weise, wie Leva Bates die E-Mail geschrieben hat? Nicht etwa, dass sie diese E-Mail überhaupt geschrieben hat? Ihm geht es vielmehr darum, wie sie es geschrieben hat? Okay… nun ja, allerdings macht das die schlechte Laune des Gatherers nicht weniger aufbrausend.
Raven:
„„Denken Sie, ich hab irgendwas? Ich bin in einer Midlife-Crisis und schreibe meine E-Mails wie kleine Schulmädchen?““
Also so wie Leva Bates? Will Raven damit sagen, dass sich die Cosplay-Queen wie ein kleines, noch unreifes Kind verhält? Und auch so schreibt? Harter Diss, aber das hat RX Leva wohl auch verdient.
Leva Bates: „Ich habe mir nur gedacht, dass es doch das Beste wäre für uns alle. Izzy konnte Sie bisher noch nicht im Ring sehen, das wäre doch perfekt, um ihr zu zeigen, dass Sie wirklich noch was auf dem Kasten haben.“
Raven:
„„Dann soll sie gefälligst die alten Shows der ECW schauen, wenn sie mich unbedingt im Ring sehen will.““
Natürlich wäre dies eine Lösung, um zu sehen, wie Raven im Ring ist. Allerdings widerspricht da die Tatsache, dass Raven zu seiner Glanzzeit in der ECW fast 30 Jahre jünger war, als er es jetzt ist. Die Frage, die sich doch eigentlich noch stellt, ist: Hat es Raven noch immer drauf, im Ring respektiert zu werden, oder ist er ein einfacher, armer, alter, gebrechlicher Mann geworden? Das sollte er der kleinen jungen Izzy beweisen. Er soll ihr zeigen, dass er ihr wirklich noch etwas beibringen kann. Etwas, womit sie auch noch in 50 Jahren aktiv im Ring stehen könnte.
Leva Bates: „Aber besser können wir doch nicht erkennen, wie wir im Ring performen sollen!“
In einem echten Match lernt man noch immer am besten. Und den eigenen Lehrer zu sehen, wie er ein solches Match bestreitet, kann wirklich sehr nützlich für das Training sein. Da hat Leva tatsächlich recht. Doch sieht Raven dies leider noch etwas anders.
Raven:
„„So langsam glaube ich, dass Ms. Moreno doch nicht die Unreifste hier ist.““
Tatsächlich verhält sich Leva wirklich sehr oft recht kindlich und unreif. Doch wollte sie hier bloß etwas Gutes für ihre junge neue Kollegin tun. Sie hätte es sich allerdings auch denken können, dass Raven alles andere als erfreut über diese Aktion sein wird. Ihn hier Feuer und Flamme auflodern zu lassen für das Match scheint unmöglich zu sein.
Leva Bates: „Jetzt seien Sie doch bitte nicht so. Ich gebe mein Bestes, damit ich und die anderen viel lernen, und Sie demütigen mich so!“
Oh, noch hat Raven gar nicht angefangen mit dem Demütigen. Auch Leva hat am Montag ein Match gegen Isla Dawn. Wer weiß, welche schauderhaften Ideen dem Necro Warder einfallen werden, um Leva wirklich demütigend zu bestrafen.
Raven:
„„Haben Sie Geschwister?““
Leva Bates: „Was? Wieso fragen Sie das?“
Das kommt jetzt tatsächlich überraschend. Raven bringt diese Frage wie aus dem Nichts hier in das Gespräch, und es fühlt sich wie ein Cut des gesamten Themas an. Kein Wunder, dass Leva völlig überfordert und überrascht davon wirkt. Doch Raven steht mit einem ernsten und fast schon tadelnden Ausdruck im Gesicht auf und schaut Leva so tief in die Augen, dass man denken könnte, er würde alles sehen, was sich in ihrem Kopf befindet.
Raven:
„„Ihnen ist es egal, was gut für die anderen ist. Haben Sie einmal mit denen gesprochen über diese Idee?““
Gerade weil Leva hier alleine ist und die anderen nicht anwesend sind, um mit ihr diese Bestrafung einzustecken und sie zu stützen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Leva dies nicht getan hat. Es scheint also wirklich nur eine gute Idee von der Cosplay-Queen gewesen zu sein, und sie dachte sich automatisch, dass, wenn es für sie gut wäre, es wohl auch für ihre Kollegen gut wäre. Deswegen hat sie diese als Begründung genutzt. Auch wenn die Fans ihr hier wohl zuerst zugestimmt haben, nimmt das Ganze jetzt doch eine etwas andere Richtung an, als man zuerst erwartet hätte.
Raven:
„„Sie fanden den Gedanken gut, mich im Ring zu sehen, weil Sie selbst denken, Sie würden davon am meisten lernen und das Meiste mit herausnehmen. Es geht Ihnen nur um sich!““
Aber ganz so hart darf man jetzt auch nicht sein. Denn bestimmt hat sie nicht nur an sich selbst gedacht. Wenn dem so gewesen wäre, hätte sie nicht ihre Mitschüler als Begründung genutzt. Doch spielt das hier wohl auch keine Rolle mehr, denn Raven… wirkt zufrieden?
Raven:
„„Das mag jetzt überraschend kurios klingen, aber ich finde es tatsächlich beachtlich, wie sehr Sie sich für Ihre eigenen Interessen einsetzen.““
Wie aus dem Nichts lächelt er Leva plötzlich ganz stolz an und scheint völlig zufrieden mit dieser Aktion zu sein. What the fuck? Es sieht so aus, als hätte sich alles hier gerade von jetzt auf gleich geändert. Denn nun wirkt Leva so, als würde ihr das Ganze nicht gefallen. Raven hat sie quasi outplayed. Es war ihre eigene Idee, und er verdreht sie so, dass sie sich schlecht dabei fühlt. Raven spielt mit Leva Bates, als wäre sie bloß eine leblose Puppe. Und sie kann absolut nichts dagegen tun!
Leva Bates: „Ich bin kein Einzelkind. Ich habe eine jüngere Schwester, und ich habe mich viel um sie gekümmert.“
Raven:
„„Schon gut! Ich mache das Match!““
Was? Raven stimmt dem Match zu? Aber warum jetzt auf einmal? Weil er es gut findet, wie egoistisch Leva Bates handelt? Oder um ihr ein schlechtes Gewissen zu machen, dass er genau deswegen das Match bestreitet? Um ihr ein schlechtes Gewissen zu machen, dass sie einen riesigen Fehler begangen hat mit dieser Idee und dass es genau zum gegenteiligen Ziel führt als das, welches sie sich eigentlich vorgestellt hatte? Mit breitem Grinsen im Gesicht geht er an seinem eigenen Schreibtisch vorbei und lässt somit auch Leva Bates hinter sich. Er betätigt den Knauf seines Büros hier im Performance Center und öffnet die Tür, um Leva nun komplett alleine zurückzulassen. Doch nicht, ohne noch ein paar letzte Worte zu erwähnen.
Raven:
„„Aber Sie haben ab sofort keinen Zugriff mehr auf meinen E-Mail-Account!““
Und damit verschwindet Raven. Leva jedoch bleibt sichtlich überfordert zurück. Was sollte das alles jetzt? Wenn Raven das Match ohnehin machen wollte, warum hat er sie hier überhaupt hergerufen? Und was sollte die Sache mit dem Einzelkind? Das ungute Gefühl, dass es ein riesiger Fehler von ihr gewesen ist, das Match anzusetzen, wird immer größer, und am liebsten möchte sie nun, dass Raven doch nicht am Montag in den Ring steigen wird. Aber das ist nun wohl zu spät. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als zu schauen, wie sich das Ganze am Montag entwickeln wird. Aber ob sie jetzt noch überhaupt irgendwelche Momente findet, in denen sie über ihre eigene Gegnerin Isla Dawn nachdenken und sich auf ihr eigenes Match vorbereiten kann, ist fraglich. Sie wurde mal wieder von Raven ausgespielt und mental fertiggemacht. Das ganze Segment ist nun auch fertig, weshalb die Kamera sich nun ausschaltet und uns mit großer Spannung auf eben diese beiden Matches zurücklässt.
OPENER SINGLES MATCH
Lady Shani vs. Jacy Jane Writer:???
Lady Shani steht bereits im Ring.
Unmut macht sich in den Zuschauerreihen breit. Jacy Jayne wird vom Publikum verteufelt und diese lassen es sie wissen. Das Hindert The Lady of Rock N Rumble aber nicht daran hier mit einem selbstgefälligen Grinsen auf der Stage zu erscheinen und das Lampenlicht auf sie strahlen zu lassen. Eine kleine Tanzeinlage darf zum Beginn ihrer Entrance auch nicht fehlen.
Matthew Rehwoldt:"Making her way to the Ring... from Tampa, Florida... weighing in at 135 pounds.. JACY JAYNE!"
Mit ausgebreiteten Armen macht sie sich auf den Weg zum Ring als ein Einspieler auf dem Titantron mit einer Videoeinspielung von Jacy Jayne startet.
Jacy Jayne "Ich wurde letzte Woche betrogen. Ich kam zur Show mit der Erwartung ein bedeutungsloses Match gegen Sol Ruca bestreiten zu müssen und dann kommt unsere unfähige General Managerin und entscheidet sich kurzerhand unser Match zu einem Contenders Match umzuändern. Ich hatte kein Zeit mich überhaupt darauf vorzubereiten und so wurde ich um dem den Shine Belt betrogen. Meine Wut kocht über und jemand muss dafür leiden."
Damit endet diese Videobotschaft von Jacy Jayne und dann schaltet man auch wieder zurück zu Jacy Jaynes Entrance wo sie mittlerweile am Ring angekommen ist. Mit einem Schwung springt sie auf den Appron. Dort wirft sie ihren Hut auf den Boden und entledigt sich ihrer Sonnenbrille. Beide braucht sie nicht für den Kampf. Mit ausgebreiteten Armen feiert sie sich im Ring. Dann deutet sie mit ihrer Hand eine Pistole an.
Sie feuert auf all jene, die sich ihr in den Weg stellen. In diesem Fall ihre Gegnerin.
Warnung! Spoiler!
Jacy Jane besiegt Lady Shani per Pinfall nach dem Discus Punch (4.21 Minutes)
Here is your winner by pinfall: JAAAACYYYYY JAANEEEEE!
Das Coliseo Centenario in Torreón, Mexiko, bildet die zweite Station in der großen Mexiko Tour von Coast 2 Coast Wrestling. Orientiert man sich an den Kick-Off der Tour vor einer Woche, können die Shows kaum noch größer werden. Es war laut, es war wild und es war herzzerreißend ehrlich. Becky Lynch nahm viel Raum der Veranstaltung ein und sollte auch noch danach eines heiß diskutierten Themen sein. Erneut wurde sie auf dem Parking Lot vor der Arena von Reportern verbal angegangen, die aus ihrem Privatleben die nächste Headline für ihr Clickbait erzeugen wollen. Nach der etwas rüden Aktion in Los Angeles hatte selbst c2c Wrestling Becky unter Beobachtung gestellt, weswegen sie sich dieses Mal etwas überlegter zur Wehr setzte. Doch der Schaden, den die Reporter verursachten, war angerichtet. Noch relativ gefasst schaffte es Becky in die Halle. Doch ihr Match gegen Indi Hartwell äußerte sich in einer ganz anderen Sprache. Kalt, kontrolliert und brutal ging The Man vor. Als wollte sie diese aufgestaute, innere Wut herauslassen. Sich selbst abreagieren und der Welt ein Zeichen setzen, dass sie so schnell nicht fallen wird. Die Leidtragende wurde leider ihre junge Gegnerin, die ihr nicht viel entgegensetzen konnte.
Hinter den Kulissen brach die Fassade endgültig – Becky zerbrach unter der Last, die sie seit Wochen allein trug. Sie hat versucht, "The Man” zu sein und das abzuliefern, was alle von ihr verlangen. Sie hat versucht, sie selbst zu sein, doch es endete in einem Desaster. Ein Match, welches sie so niemals hätte abhalten wollen, wurde zum düsteren Highlight vieler Zuschauer. Innerlich schämte sich Becky dafür, dies wurde ihr nicht gerecht. Nur sie konnte auch nicht anders. In ihr tobt ein Krieg, den sie nicht kontrollieren kann. So war es letztlich wieder Producer Jeff Miller, der ihr nach dem Match zur Seite stand und sie vor einem folgenschweren Fehler bewahrte.
Hier im sonnigen Torreón, Mexiko herrschte zunächst eine offene, warmherzige Stimmung, die auch Becky nicht übersehen konnte. So waren es zumindest immer wieder ein paar Momente, die sie erfolgreich ablenkten. Wie zum Beispiel das Catering vor jeder Veranstaltung. Es ist wahrlich nicht immer das Beste, aber je nach aktuellem Standort kann man hier und da schonmal ein paar lokale Spezialitäten abgreifen. Für Becky war es ein Becher Kaffee. Sah vielleicht nach nicht viel aus, aber dieses Ritual betrieb sie seit Jahren. Auf jeder Tour, in jeder Stadt setzte sie sich hin und probierte den Kaffee, vorzugsweise von kleinen Röstereien und Cafés. Sie saß an einem der kleinen Tische vor dem Catering-Buffet, der Becher Kaffee vor ihr und das Handy in der Hand.
Hier und da kamen ein paar Mitarbeiter vorbei und die ersten Superstars bedienten sich der kulinarischen Auswahl. Einer unter ihnen war auch Jeff Miller. Der fürsorgliche Producer kannte Becky wohl mittlerweile besser als ihre übrigen Kollegen und empfand stets, als müsse er ihr behilflich sein. Zumindest scheute er sich nicht, sie direkt anzusprechen und sich zu ihr zu setzen.
Producer Jeff Miller: Hey Becky, genießt du die mexikanische Röstung?
Ein müdes Lächeln huschte ihr kurz über die Lippen, als sie einen Schluck aus ihrem Becher nahm.
Becky Lynch: Schon, nur nach dem dritten Becher schmeckt auch dieser Kaffee wie jeder andere.
Producer Jeff Miller: Und wie viel hast du bereits getrunken?
Becky Lynch: Sechs.
Producer Jeff Miller: Ich muss dir ja nicht sagen, dass auch übermäßiger Kaffeekonsum nicht unbedingt gesund ist, oder? Becky… wann hast du das letzte Mal richtig geschlafen?
Jeff zeigte sich fürsorglich, aber er war nicht naiv. Natürlich weiß er, dass sie nicht in allerbester Verfassung ist, aber er wollte es von ihr hören. Becky’s Blicke wichen aus. Sie legte das Handy auf den Tisch und für den kurzen Moment, als das Display aufleuchtete, konnte man zahlreiche verpasste Anrufe erahnen. Ihre Hand zitterte und die Ränder unter ihren Augen sprachen Bände. Nur leise und ohne ihn direkt anzusehen, erwiderte sie seine Frage.
Becky Lynch: Ich… ich weiß es nicht mehr. Irgendwann vor Monterrey.
Becky starrt in den schwarzen Kaffee, als wäre dort eine Antwort versteckt.
Der Dampf steigt auf, kräuselt sich, löst sich auf – genau wie ihre Gedanken, die sie seit Wochen nicht mehr halten kann. Immer und immer wieder sind es dieselben Gedanken, die ihr durch den Kopf gehen, die sie nicht schlafen lassen und die an ihren Nerven zehren. Leise, fast nur zu sich selbst führt sie ihren Gedanken weiter aus, ohne Jeff dabei anzusehen.
Becky Lynch: Ich hab früher immer gesagt… Kaffee schmeckt nach Zuhause. Egal wo man ist, egal wie scheiße der Tag war, ein guter Kaffee und für fünf Minuten… ist alles okay.
Aber jetzt… jetzt schmeckt er einfach nur nach nichts mehr. Wie alles andere auch. Ich sitze hier, trink den sechsten Becher… und fühl mich, als würd ich mich selbst austrinken. Bis nichts mehr übrig ist.
Sie führt ein weiteres Mal den Becher an ihre Lippen und nimmt einen Schluck. Dieser schmeckt bitterer als die davor. Jeff schwieg einen Moment, denn auch ihm fiel es schwer, die richtigen Worte zu finden. Ein falsches Wort und dieses sensible Kartenhaus, dieser Bindung, die er zu ihr aufgebaut hatte, würde in sich zusammenfallen.
Producer Jeff Miller: Becky… was brauchst du wirklich? Nichts für die Show, nichts für deine Performance. Was brauchst du für dich?
Becky lacht – ein kurzes, ersticktes, trauriges Geräusch. Sie stellt den Becher ab. Zu laut in der Stille. Ihre Finger bleiben am Rand kleben, als wollte sie ihn nicht loslassen. Ihre Augen sind auf den Becher gerichtet und verlieren sich irgendwo in der Leere. Zwei gelockte Strähnen fallen ihr ins Gesicht und verdecken etwas ihren Blick. Schnaubend presst sie mit einem tiefen Atemzug die Luft aus ihren Lungen, als wolle sie etwas Zeit gewinnen, ihre Worte zu sortieren.
Becky Lynch: Ich brauche… eine Pause von mir selbst. Von diesem Druck, immer The Man zu sein. Von dem Gefühl, dass wenn ich mal nicht lächle, nicht kämpfe, nicht gewinne… dann bin ich nichts mehr. Von diesem geprägten Selbstzweifel nur gut genug zu sein. Ich bin nur eine Frau, die müde ist, die ihre Tochter vermisst und… ja, auch ihren Mann vermisst. Ich brauche jemanden, der mir sagt, dass es okay ist, wenn ich mal einfach… nur Rebecca bin. - Aber wenn du mich so direkt fragst, ich weiß es nicht. Denn eine tatsächliche Pause ist keine Option.
Langsam hebt sie ihren Blick. Zum ersten Mal hier sitzend sieht sie Jeff direkt an.
Ihre Augen sind gerötet, müde, aber da ist etwas Neues – ein winziger, verzweifelter Funke Ehrlichkeit. Becky spürte, dass es auch mal gut tat, sich etwas von der Seele reden zu können, doch die Worte und Gedanken schmerzten innerlich. Die ganzen Headlines und Storys in der Boulevardpresse und aus Socialmedia waren schließlich nicht ganz an den Haaren herbeigezogen.
Becky Lynch: Ich bin ein Stück weit hierher geflüchtet. Fern von dem, was mich erdrückte und nahezu in Scherben liegt, wollte ich hier einfach nur ich sein. Das tun, was mein Leben prägt und was eigentlich meine Passion ausmacht. Shane gab mir die Chance und ich ergriff sie. Es war vielleicht etwas schnell, etwas kurzfristig und kam nicht unbedingt gut an.
Producer Jeff Miller: …bei Seth?
Becky Lynch: Bei niemanden, den ich einweihen musste. Weil es nicht in deren Interesse war, es sind meine. Und ja, aktuell herrscht eine gewisse Eiszeit mit zwischenzeitlichen Speer-Angriffen. Es ist bisher so getimed, dass Seth und ich uns zuhause nicht sehen. Unsere Zeitpläne ergänzen sich dahin ganz gut. Aber ist das die Lösung? Nicht für ihn, nicht für mich, erst recht nicht für Roux. Er hat ein spanisches Kindermädchen eingestellt, für die Zeit, wo ich nicht da bin. Sie ist toll, keine Frage. Aber ich glaube, sie versteht nicht so wirklich, was bei uns ab geht. Hauptsache sie ist gut zu meinem Baby. Und als wäre das noch nicht genug, sind es diese Hyänen von Reportern, die mich in den Abgrund stoßen wollen für einen beschissenen Artikel. Ich war in meinem ganzen Leben noch nicht innerlich so zerrissen wie ich derzeit bin. Jeder erleidet mal Rückschläge, ich hatte einige davon. Aber meine Passion, das Wrestling, war immer mein Anker. Doch im Moment gehorcht mir nicht mal der eigene Körper.
Becky befindet sich in einer Phase, in der dieser tiefe seelische Schmerz sich auch physisch bemerkbar macht, von Schlaflosigkeit bis hin zu reellen Panikattacken wie in der vergangenen Woche. In jedem ruhigen Moment begannen ihre Hände zu zittern und ihr wurde eiskalt. Genau so kalt wie der letzte Schluck Kaffee. Bitter und nahezu ungenießbar. Etwas schleppend und zögerlich stand Becky von dem Stuhl auf, stellte den leeren Becher zur Seite und ging an Jeff vorbei. Sie legt kurz die Hand auf seine Schulter…
Becky Lynch: Ich muss dir noch danken. Du hast mich letzte Woche vor einem schweren Fehler bewahrt.
Es verschlag Jeff die Sprache. Eine so ehrliche Aussprache hatte er nicht unbedingt erwartet. Sie war roh, schmerzhaft und brutal. Ihm fielen keine Worte oder Floskeln ein, mit dem er auch nur im Ansatz Becky’s Schilderungen relativieren konnte, es ging einfach nicht. Sie zog ihre Hand von seiner Schulter und ging den nächsten Korridor des Backstage Bereich hinein.
Die Show ist noch am Anfang. Erst ein Match von den heutigen acht hat stattgefunden. Wir finden uns im Backstagebereich wieder wo ein Duo zu treffen ist, dass man in der vergangenen Woche zum ersten Mal erblickt hat: Izzy Moreno und die General Managerin Bayley. Die Veteranin hatte für Neuzuwachs beim Performance Center gesorgt, doch was macht Izzy dann hier in der Arena? Gut da sie schon einen Vertrag hat kann sie schon als vollwertiger Superstar angesehen werden, doch an ihrer Aufmachung kann man erahnen, dass sie nicht hier ist um zu kämpfen. Beide marschieren durch die Korridore der Arena. Dabei fällt auf, dass sie beide Becher in ihren Händen halten. Bei dem Role Model ist es ein Kaffee, während Izzy einen Smoothie gewählt hat.
Bayley "Lass mich wissen wie der Smoothie schmeckt. Vielleicht hole ich mir nächstes Mal auch einen."
Offenbar kommen die Beiden gerade vom Catering und haben sich etwas zu trinken besorgt. Bayley ist gerade dabei der Neuen ihre neue Heimat zu zeigen. Wer wäre da besser geeignet als die Chefin höchstpersönlich. Während sie vorbeigehen erblickt die Kalifornierin etwas und signalisiert stehen zu bleiben.
Bayley "Das gehört zwar nicht zu unserer Tour, aber darf ich dir eins unserer Aushängeschilder vorstellen …"
Izzy Moreno "… DREW MCINTYRE!"
Noch bevor Bayley aussprechen konnte sieht Izzy mit Begeisterung auf den ehemaligen World Champion und auch die Zuschauer kriegen einen Blick auf den Schotten. Doch obwohl sein Name gerade laut ausgesprochen wurde, reagiert Drew nicht darauf. Sein Blick bleibt stark fokussiert auf den Koffer, der ihn neuerdings begleitet. Vorsichtig treten die zwei näher an McIntyre heran. Izzy sieht Bayley nur fragend an was zu tun ist.
Bayley "Du musst ihn erst zur Begrüßung umarmen."
Sofort muss man an letzte Woche zurückdenken, als Bayley das Gleiche bei Raven gesagt hat. Dort hatte Izzy genau das befolgt und musste feststellen, dass sie Teil eines Streiches von Bayley gewesen ist. Doch erweckt Izzy nicht den Eindruck, dass sie folge leisten wird.
Izzy Moreno "Ich falle nicht nochmal darauf rein!"
Drew war auf dem guten Weg ein mentales Wrack zu werden, wenn es so weitergehen würde, wie es zuletzt der Fall war. Er war nach außen der Krieger, doch die Tatsache, das er zur Zeit komplett hilflos war, um irgendwelche Ideen zu finden, Liv helfen zu können, trafen ihn mehr als er es zugeben würde. Fallon wäre zur Zeit ein guter Gegenpol, nur ist Sie noch immer bei ihrer Mum. Jimmy tat in den letzten Wochen sein Bestes, aber nichts davon reichte. Der Schotte kam mit einer Mission zur heutigen Show. Er musste sich an Isla richten und er hat sich seine Worte perfekt zurecht gelegt. Aber genau das könnte der Zeitpunkt eines Krieges werden, welcher dreckig enden könnte.
Gekleidet noch immer in Zivil, saß er da. Sein Blick auf den Koffer von Liv gerichtet. Vor seinen geistigen Auge läuft immer wieder das Videomaterial von Isla und Liv. Es machte ihn fertig und es war zur Zeit wohl das Beste, wenn man ihm aus dem Weg gehen würde. Doch genau das Gegenteil war der Fall, als Bayley zusammen mit Izzy sich dem Hünen nährten. Bayley war mit Drew befreundet und ehrlich gesagt wusste Drew nicht mal, wie Bayley die ganze Situation rund um Drew sah. Vermutlich hätte Sie den Schotten auch eher so, wie man ihn kannte. McIntyre war so extrem abwesend, das er nicht mal bemerkte, das Bayley und Izzy noch näher kamen.
Doch dann zuckte Drew kurz auf, ließ seinen Blick vom Koffer ab und sah leicht nach oben zu Bayley und Izzy. Was die zwei miteinander geredet hatten, hatte er nicht mitbekommen. Er wandert zwischen Bay und Izzy hin und her. Izzy war das neuste Mitglied im PC und wurde anscheinend herumgeführt. Vielleicht war Drew ja sogar für die junge Izzy eine Attraktion, so wie er dort saß.
Drew McIntyre „Wenn du willst, das ich babysitte...falscher Zeitpunkt, Bayley...“
Kam es kurz und knapp vom Schotten und sein Blick ging wieder zum Koffer. Izzy hatte sich ihre erste Begegnung mit Drew McIntyre anders vorgestellt. Auch scheint sie die Worte von Drew falsch zu verstehen.
Izzy Moreno "… Ich brauche keinen Bab …"
Bevor Izzy hier zu Ende spricht interveniert Bayley und hält die Neue zurück.
Bayley "Das war nicht böse gemeint. Drew muss gerade einiges an Belastung ertragen."
Dann dreht sich das Role Model auch wieder zu Drew. Sie will hier keine erhitzten Gemüter.
Bayley "Entschuldige Drew. Wenn wir stören, dann können wir auch wieder gehen. Ich wollte nur Izzy hier alles zeigen. Sie ist übrigens deine neue Kollegen."
"Einiges an Belastung ertragen..." - So konnte man es durchaus nennen. Es brauchte ein paar Momente, bis Drew selber realisierte, das es falsch war, sich so Bayley und vor allem Izzy gegenüber zu äußern. Dabei sollte ihm klar sein, das Izzy als Neuling vielleicht gar nicht mitbekommen hatte, was um Drew wirklich herum alles passierte. Drews Blick wendet sich weiter von Bayley und Izzy ab.
Drew McIntyre „Tut mir leid...Es geht einiges durch meinen Kopf...“
Er atmet einmal tief durch, im Hinterkopf aber noch immer, das er später noch Isla konfrontieren wollte. Der Koffer wird dann ein wenig zur Seite geschoben, fast schon schützend, als wolle er verhindern, das auch nur irgendjemand Hand an diesen legen würde. Schließlich hebt er seinen Blick wieder und versucht zumindest für den Moment sich auf Bayley und Izzy zu konzentrieren, auch wenn es Ihm schwer fiel.
Drew McIntyre „Ist okay, Bayley. Willkommen in c2c....“
Zu mehr reichte es für den Moment nicht. Drew wirkte weiter abweisend, obwohl es vielleicht gar nicht mal so schlecht wäre, wenn sich der Schotte mal mit neutralen Personen unterhalten würde. Aber der Schmerz war zu fest in Ihm verankert. Immerhin saß hier der ehemalige World Champion vor Izzy, aber er war nicht mehr der Gleiche, wie vorher.
Izzy Moreno "Danke dir."
Mittendrin klingt ein Handy, doch die Frage ist wessen. Es ist das Smartphone der General Managerin, die es herauszückt und auf den Screen schaut.
Bayley "Ach verdammt. Da muss ich rangehen. Entschuldigt ihr mich für einen Augenblick?"
Und dann geht die Kalifornierin auch schon etwas weg um in Ruhe zu reden. Sie ist zwar noch in Sichtweite, aber von ihrem Gespräch bekommt man nicht viel mit.
So verbleiben Izzy und Drew alleine. Die zwei, die sich überhaupt nicht kennen und es herrscht betretenes Schweigen. Izzy will dieses Schweigen brechen, doch wie redet man mit jemandem, der gerade mit Problemen zu kämpfen hat? Dafür kennt sie ihn nicht gut genug. Vielleicht wäre es am besten ein ganz anderes Thema anzuschneiden. So ist es endlich Izzy, die das Schweigen bricht.
Izzy Moreno "Das soll jetzt nicht schleimig rüberkommen, aber ich fand du warst der beste World Heavyweight Champion der letzten Jahre gewesen."
Ob es eine gute Idee von Bayley war, Izzy mit Drew alleine zu lassen? Okay, man konnte nicht davon ausgehen, das Drew Izzy verbal angehen würde oder etwas dergleichen. Aber Drew war halt in einer derzeitigen Verfassung, wo man sehr behutsam ihm gegenüber treten musste. Man musste natürlich auch dazu sagen, das Izzy womöglich nicht viel davon mitbekommen hatte, was um Drew herum derzeit passierte. Daher wählte die junge Frau also den Weg des Smalltalks. Aber auch hier zeigte Drew zunächst keine große Reaktion. Bis er dann seinen Kopf doch wieder anhob.
Drew McIntyre „Danke...vielleicht wäre ich es auch Heute noch, aber mir war es wichtiger, Liv zur Seite zu stehen in ihrem Kampf gegen Kali...und ich bereue es nicht. Und jetzt braucht Sie mich mehr denn je...stattdessen sitze ich hier rum...überlege mir, wie ich Isla meine Meinung sagen kann...“
Als wäre es das normalste der Welt offenbart Drew Izzy Dinge, welche sie nicht wissen konnte. Aber genau das brauchte Drew gerade wohl am meisten. Fallon war nicht da, Jimmy war anderweitig beschäftigt. Natürlich lief Drew Gefahr, das er in Abgründe versinkt, welche er irgendwann bereuen würde. Aber schnell merkte der Schotte, das es falsch war, die junge Wrestlerin mit seinen Problemen zu belasten.
Drew McIntyre „Tut mir leid...ich wollte dich mit meinen privaten Problemen nicht nerven...“
Izzy kennt Drew noch nicht persönlich, aber sie merkt, dass dieser kein schlechter Kerl ist. Und Izzy fühlt sich sogar in gewisser Weise geehrt, dass Drew sie an seinen Problemen teilhaben lässt. Gut Probleme will keiner haben, aber nicht jeder will sich da mit einem austauschen.
Izzy Moreno "Ist schon okay. Ich sehe, dass dir Liv sehr wichtig ist. Sogar wichtiger als ein Titel. Das ist genau die Haltung, die jeder hier haben sollte."
Selbstlosigkeit ist das Wort, welches Izzy hier meint. Drew geht es weniger um Titel und dafür mehr um die Menschen, die ihm nahestehen.
Izzy Moreno "Du wirst das schon richtig machen. Ich sehe ja wie wichtig es dir ist und wenn du dich nicht zurückhältst und alles gibst …"
Erstaunlicherweise, obwohl Izzy noch so jung war und erst frisch zur c2c dazugestoßen war, hatte die junge Dame schon durchaus vor Augen, mit welch einer professionellen Haltung man hier Erfolg haben könnte. Sie hob Drews Vorhaben, Freundschaft über Titel zu stellen, sehr positiv hervor. Drew war dafür aber bekannt. Er würde seine Hand für jeden ins Feuer legen, der mit Ihm auf einer gewissen Ebene befreundet war. Also könnte diese kleine Unterhaltung wohl doch ein Vorteil sein, um Drew auf andere Gedanken zu bringen. Ohne etwas zu sagen blickte Drew Izzy an, zeigte sogar ein kleines, wenn auch schnelles Lächeln.
Doch dieses verschwand dann auch wieder genau so schnell, wie es gekommen war. Denn auch, wenn sie es nicht absichtlich gemacht hatte, nahm Drew ihre nächsten Worte anders auf. Als hätten Izzys gewählte Worte angefangen, in Drew langsam einen Schalter umzulegen. Ehe sie weiter reden konnte, fährt der Schotte Ihr ins Wort.
Drew McIntyre „...dann werde ich es schaffen, Liv zu befreien...Ist es das was du sagen wolltest?“
Kam es dann etwas direkter und tiefer vom Schotten, was Izzy kurz zusammenzucken ließ. Schnell richtet sich Drew auf und dreht sich von Izzy weg. Sichtlich gereizt blickt er zu Boden, zum Koffer, zurück zum Boden.
Drew McIntyre „Wenn das nur so einfach wäre...du verstehst nicht, wie oft ich mir Vorwürfe gemacht habe...als ich nicht verhindern konnte, das Isla sie entführt hatte...Ich habe so oft darin versagt...ich war immer einen Schritt zu spät...Ich darf Isla nicht gewinnen lassen...NIEMALS!!!“
In diesem Moment kam es aus Ihm heraus. Ohne das Izzy es vorsätzlich gemacht hatte, hatte sie den Schotten getriggert. Erneut beginnt Drew damit, schwer zu atmen, ein Zeichen, das er mit aller Macht versucht, sein Ego nicht ausbrechen zu lassen. Nicht jetzt. Langsam wird seine Atmung wieder kontrollierter, ein kurzer Blick über seine Schulter folgt.
Drew McIntyre „Ich glaube, es ist besser, wenn du gehst...vertrau mir...“
Izzy wird etwas mulmig und sie hört auf die Worte des Schotten. Doch es sind auch ein paar schnelle Schritte von woanders zu hören. Es ist Bayley welche sich schützend vor Izzy stellt.
Bayley "Izzy … Wie wärs wenn du schon mal vorgehst. Ich komme gleich nach."
Bestätigend nickt Izzy und macht sich dann auf den Weg. So verbleiben in dieser Szene nur noch Bayley und Drew in dieser Szene. Die Kalifornierin sieht besorgt zum Hünen.
Bayley "Es tut nicht gut dich so leiden zusehen."
Das tut es wirklich nicht. Bayley hatte schon in der Vergangenheit mit Drew McIntyre zu tun gehabt und die Zwei haben sich bisher immer super verstanden. Bayley hat den Schotten einmal sogar als ihren ausgewählten Stellvertreter für die Coast 2 Coast auserwählt, als Ethan Page aus einer anderen Promotion kam.
Bayley "Ich weiß nicht ob ich etwas tun kann um dir zu helfen oder es durch mein Eingreifen am Ende nur noch schlimmer wird. Die Situation mit Isla Dawn ist kompliziert. Du bist aber nicht allein. Und sei es auch nur um zu sprechen. Ich habe vollstes Vertrauen in dich und wenn du Rückhalt brauchst, dann werde ich dir diesen geben."
Bayley hält die Hand des Schotten in der Hoffnung dass dies ihn wieder etwas beruhigt. Es war aber eine gute Entscheidung gewesen, Izzy hier abzuziehen. Natürlich meinte Drew es nicht so wie es rüber kam. Aber sie würde es nicht völlig verstehen, auch wenn Sie gezeigt hat, das sie zumindest ein wenig von dem ganzen, mit dem Drew sich herumschlagen musste, aufgenommen hatte. Während sich Izzy also zurückzog, war es Bayley, die noch einmal versuchte, dem Schotten zu zu zureden. Drew beruhigte sich tatsächlich, denn Bayley war eine der Personen, zu denen er positiv stand. Doch sein Blick blieb kalt.
Drew McIntyre „Kompliziert? So willst du es nennen? Nein... Isla hat die letzte Grenze überschritten, die man überschreiten kann. Und ich werde es Isla wissen lassen...Heute. Ich werde ALLES dafür tun, Liv zu befreien...“
Er blickt Bayley an. In seinen Augen konnte man für diesen einen Moment sehen, das er entschlossen war, mehr wie sonst. Dem Schotten war alles andere egal, solange Liv in Islas Gewalt war, gab es für den Hünen nur ein Ziel.
Drew McIntyre „Hör mir zu...ich schätze es sehr, das du deine Hilfe anbietest. Aber ich will dich da nicht mit reinziehen. Es gibt Dinge im Leben, die man selber regeln muss...“
Ohne weiteren Blickkontakt wendet sich Drew dann von Bayley ab und verlässt das Kamerabild. Die Kamera bleibt auf Bayley fixiert dabei.
Bayley "Und wenn es auch nur der Gedanke ist. Du bist nicht allein."
Gibt das Role Model Drew auf dem Weg bevor er ganz aus der Hörreichweite verschwindet. Dann muss sich das Role Model auch sputen um Izzy nicht in der Arena zu verlieren.
A BRIGHT FUTURE!
Eine weitere Woche in Coast 2 Coast Wrestling, wo jedes Mal aufs Neue überraschende Dinge passieren. So auch letzte Woche, wo es zum ersten Mal in diesem Jahr ein weiteres Aufeinandertreffen zwischen LA Knight, Tiffany Stratton und dem very nice and very evil Danhausen gegeben hat. Dieses Treffen verlief jedoch nicht sonderlich gut, sodass es heute auf der Card direkt ein Match zwischen Danhausen und Knight geben wird. Etwas, was natürlich keineswegs so geplant gewesen ist, weshalb man hier auch eine weniger erfreute AJ Lee antrifft, die sowieso über den Jahreswechsel schon genügend Stress und Sorgen hatte aufgrund des Todes ihres geliebten Hundes. Dass Danhausen dann noch so eine Scheiße abzieht, setzt dem Jahresbeginn gleich die Krone auf. Wir befinden uns hier, als die Kamera einschaltet, mitten auf dem Blvd. Revolución, einer großen Hauptstraße hier in Torreón, Coah., Mexiko. Das Wetter ist etwas regnerisch, aber nicht so doll, es ist ein wenig am Nieseln, und die Stadt, die unser zweiter Veranstaltungsort der Mexiko-Tour ist, ist keineswegs mehr so schön anzusehen wie letzte Woche. Es kann an der Gegend liegen, wo die beiden sich gerade herumtreiben, aber die Bilder, die man hier zu sehen bekommt, sind wirklich viel eher geprägt von Slums in einem schlechten Zustand. Es sieht glatt so aus, als würde hier weiß Gott nicht das meiste Geld hineinfließen. Und dennoch scheint der Tourismus nicht gerade niedrig zu sein.
Nicht nur Mexikaner laufen hier herum. Man sieht auch einige Amerikaner, einige Samoaner und sogar einige Asiaten ihre Einkaufsbeutel nach Hause tragen. Doch so schlecht es hier auch aussehen mag, AJ Lee bekommt das alles gar nicht erst mit. Sie verweilt aktuell auch nicht in einer Oase der guten Laune. Nein, vielmehr ist das Gegenteil der Fall. Sie findet die jetzige Situation mit Danhausen gar nicht lustig, sondern vielmehr ernüchternd und kopfschmerzenverursachend. Eine andere Variante von komisch!
DANHAUSEN : „Das ist also der majestätische Ort, wo Danhausen Louisianahausen fertig machen wird. Ahahahaaa… ich hab’s mir ein wenig sauberer vorgestellt.“
„Was?“
Tatsächlich hätten das wohl alle Zuschauer, die sich heute dieses Event anschauen. Torreón ist eine riesige Metropole, die ursprünglich als ein Zentrum der Viehzucht bekannt war. Durch Bewässerung entwickelte sich die Stadt zu einem wichtigen Zentrum für Landwirtschaft und Baumwollverarbeitung in Mexiko, doch davon ist zumindest hier in der Gegend, wo Danhausen und AJ zu sehen sind, nichts zu erkennen. Aber immerhin spiegelt diese Aussage wider, dass sich Danhausen sicher ist, bei seinem heutigen Match keinerlei Probleme zu haben. Er wird sich LA Knight stellen und diesen fertig machen, egal wie unwichtig der Grund dafür wirkt. Für ihn ist es ein sehr wichtiger Grund, und wenn ihn jemand dafür auslachen will, dann bekommt er eine auf die Fresse… der Penner!
DANHAUSEN : „Oh, entschuldige, Pepsi-Girlhausen, ich meinte natürlich… oh, schau dir diese wundervolle Baukunst der Häuser an, das sieht aus wie Magie, die die Wände bestrichen hat!“
Ein Vergleich, der einem die Vorstellung gibt, dass die beiden hier im Disneyland umherwandern… oder im Aqua Nick Riviera Maya, dem mexikanischen Wasserpark von Nickelodeon. Aber keines von beidem ist der Fall. Vielmehr scheint der eben noch so selbstsicher wirkende Danhausen etwas Angst vor seiner Managerin AJ Lee zu haben, die ihn etwas erzürnt anblickt. Doch nicht etwa wegen seiner Aussage, dass die Gegend hier so schmutzig wirkt, sondern vielmehr wegen etwas ganz anderem.
„Die Baukunst der Häuser ist mir scheißegal! Es geht mir darum, dass du einfach so ohne mein Wissen LA Knight zu einem Match herausgefordert hast. Der Typ ist ein Monster. Wenn du das verlierst, dann stehen wir wieder ganz unten. Jetzt komm mal klar in deinem Kopf!“
Alles andere als ruhig regt sich AJ über das Thema auf, was wohl am logischsten für ihre schlechte Laune ist. Das Jahr 2026 hat bisher alles andere als gut für sie gestartet, und dann noch jemanden wie Danhausen an der Seite zu haben, den man wohl echt nicht einfach so alleine lassen kann, setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Wenn das alles so weitergeht, braucht es wohl eine Crowd, die ganz laut gemeinsam „Therapy“ schreit, damit es AJ wieder halbwegs besser geht. Das letzte Jahr verlief schon nur so semi für die beiden. Danhausen hat zwar endlich nach langer, langer Zeit sein Comeback feiern können, aber der Erfolg blieb daraufhin bisher noch aus. Und auch jetzt, in der ganzen Rauferei mit LA Knight und Logan Paul, sieht es nicht so aus, als würde etwas Goldenes auf dem Thron am Ende des Tunnels warten. Etwas Goldenes, was sich AJ natürlich wünscht… die Rede ist von einem Championship und nicht von einem Ring, ihr Banausen.
„Außerdem, was bitte für wundervolle Baukunst? Ich hätte Angst, hier in die Ecke zu scheißen! Das hier ist richtig widerlich und schmutzig! Eine Frechheit, dass man uns in so ein Ghetto holt!“
DANHAUSEN : „Ja, genau das sag ich ja, genau so. Selbst wer aus Dignity Village würde hier wieder ausziehen.“
Wer aus Dignity Village:
„Hey!“
Hört man irgendwo aus der Ecke gerufen von einem Mann, der anscheinend tatsächlich im Dignity Village in Amerika geboren ist und dessen Weg im Leben es nun hierhin verschlagen hat. Lustiger Zufall. Aber immerhin scheint es etwas Positives zu sein, dass die beiden, was den heutigen Veranstaltungsort angeht, einer Meinung sind. Was jedoch bei den hiesigen Fans nicht sonderlich für lauten Jubel sorgt, egal wie richtig die Aussagen der beiden sind. Doch ist Danhausen viel zu beliebt, als dass man ihn ausbuhen könnte. Die ganze Nörgelei von AJ jedoch wird damit nicht besser, denn diese ist noch immer wütend AF auf ihren Klienten.
„Da lässt man dich einmal alleine, und es passiert gleich so was. Du musst heute Abend gewinnen, Danhausen! Das ist, abgesehen von meiner Fußmassage später, das Wichtigste, was du heute tun musst, verstanden?“
DANHAUSEN : „Danhausen wird gewinnen, keine Sorge, Pepsi-Girlhausen. Und wenn nicht… diese eine Niederlage ist ja auch nicht schl—“
„Nicht so schlimm“ wollte er wohl sagen, aber dazu kommt er gar nicht, weil AJ diese Worte mit einer schallenden Ohrfeige direkt verstummen lässt. Ein Plan B existiert heute Abend nicht. Danhausen muss das Match gewinnen. Und wenn nicht, dann Gnade ihm Gott!
„Halt, Stopp! Was für nicht schlimm?! Komm endlich zu dir, Danhausen! Solche Worte will ich nie wieder hören, verstanden? Egal, was für eine Müllhalde das hier ist, du wirst gewinnen, damit wir so etwas nie wieder ertragen müssen. Du wirst nach dem heutigen Sieg nur noch in den strahlenden und schönsten Arenen der Welt auftreten. Und nicht mehr in solchen… solchen verhunzten Arenen, wo man sich fragt, ob das Geld, das die Liga verdient, wirklich in die Kanäle der Veranstaltungsorte reinfließt.“
Hey, aber das Coliseo Centenario sieht ja immerhin gar nicht so übel aus. Gut, die Umgebung ist etwas weit weg von der Zivilisation, und bis auf ein Industriegebiet, was ebenfalls ein wenig schmutziger wirkt, ist nichts im näheren Umfeld der Arena, aber dennoch gibt es auch schon viel schlechtere Orte auf unserer Welt. Danhausen jedenfalls bleibt weiterhin eher ruhig und locker und stimmt nur mit großer Zufriedenheit seiner Managerin zu… was den Veranstaltungsplatz angeht, nicht das heutige Match.
DANHAUSEN : „Hhmm… Danhausen würde sagen: Nee… es fließt sicher Geld hier in die Abgaskanäle… ähh… in die Abwasserkanäle, aber nicht hier in die… hier in die… nicht in den Putz!“
Etwas stotternd wollte Danhausen wohl einen coolen Spruch bringen, um die Stimmung auch bei AJ zu lockern, aber… na ja, war halt nur ein Versuch! Er hat es aber scheinbar immerhin geschafft, in AJ ein kleines Feuer zu entfachen, denn auch wenn sie wütend über diese grauenvolle Aktion ist, die Danhausen hinter ihrem Rücken mit LA Knight begangen hat, so steht sie dennoch zu 100 % hinter ihm.
„Wir müssen dafür sorgen, dass du heute der größte Star der Show bist. Und beim nächsten Mal wirst du im Main Event stehen! Du, und niemand anderes!“
Was etwas schwierig ist für Stars, die keinerlei Berührungspunkte mit den Coast-2-Coast-Titeln haben. Das letzte Mal, dass Danhausen ein Match mit einem Champion der C2C hatte, war es gegen den amtierenden East-Coast-Champion Roman Reigns, welches Danhausen selbstverständlich haushoch verloren hat. Demnach sieht es derzeit alles andere als positiv für ihn aus. So wird man es nur schwer schaffen, ins Main-Event-Picture zu gelangen. Das wird noch ein sehr holpriger Weg für Kid Georgeous werden. Und dennoch wird er auf diesem Weg von den Zuschauern geliebt wie kaum ein anderer. Dieser geschminkte Mann hier kann eine ganze Halle dazu bringen, seinen Namen zu jubeln. Kann sie dazu bringen, für ihn in Scharen zu klatschen und ihm beizustehen. Ob das heute Abend nach diesen ganzen Aussagen hier ebenfalls so ist, ist noch fraglich, aber wir werden sehen. Vielleicht kann AJ da ja noch etwas aushelfen. Unter anderem mit der Aktion, die sie hier nun vorhat.
„HEY, SIE DA!!!“
Ruft sie ganz laut durch die eher ruhige Gegend einem Mann zu, der einige Meter weiter vor den beiden gerade mit gesenktem Kopf und einer Bierflasche in der Hand entgegenkommt. Als dieser AJ etwas verwundert anschaut, ist noch nicht ganz so klar, was die Sexy Spider vorhat, aber soll es dem jungen Danhausen nur aushelfen, heute Abend eine legendäre Show abzuliefern.
„Haben Sie… sind Sie… ähm… guten Tag!“
Mann: „Uhm, guten Tag?“
So wirklich professionell beginnt dieses Gespräch hier ja nicht unbedingt. Hat sich AJ das alles gut durch den Kopf gehen lassen? Wenn ja, was überhaupt? Was hat sie hier vor?
„Sind Sie… heute Abend bei der Coast-2-Coast-Live-Veranstaltung mit dabei?“
Mann: „„Uhm…“
„Sie sehen so aus, als würden Sie mit dabei sein!“
Kurz fokussiert die Kamera den Mann genauer, und wenn man ihn sich so anschaut, sieht er nun nicht unbedingt so aus, als könne er sich überhaupt ein Ticket für C2C Live leisten. Er ist komplett in irgendwelche Lumpen gekleidet und riecht auch ganz unangenehm nach Kloake und sieht nicht einmal so aus, als würde er Geld für sein Abendessen haben. Doch macht er keinerlei Anzeichen dafür, dass es ihm missfällt. Er wirkt sogar irgendwie glücklich.
Mann: „Ich schaue es mir in einer Fernsehübertragung an, aber ich bin nicht live mit dabei. Wenn man von dem Hügel da hinten unter der Brücke direkt durch das Fenster des Hauses da drüben schaut, hat man einen super Blick auf den Fernseher, da kann man alles sehen, hahaha!“
Oh Gott, bitte was? Dieser Mann, den AJ hier gerade angehalten hat, ist bloß ein Obdachloser, der anderen durch die Fenster schaut. Da hätte sich die zweifache C2C Women’s World Championesse wesentlich bessere Leute aussuchen können, um sie anzusprechen. Doch für den Mann scheint heute ein richtiger Glückstag zu sein, da sich AJ von all den Dingen ihres gerade in der letzten Sekunde im Kopf zusammengewürfelten Plans nicht streitig machen lässt.
„Aha… ist auch egal! Hier, das ist ein Ticket für heute Abend. Du wirst kommen, und du wirst diesen Mann hier anfeuern, hast du das verstanden?“
Mann: „Uhm… ööhh… ok?“
Hat AJ Lee da gerade einem Obdachlosen ein Ticket für C2C Live geschenkt? Ob die Security ihn überhaupt in die Halle lässt, so wie er aussieht und so wie er müffelt? Hat sie sich das Ganze wirklich ausführlich durch den Kopf gehen lassen? Immerhin war der Mann leicht zu überreden, Danhausen anzufeuern, auch wenn das wohl nur wenig Überzeugungsarbeit benötigt. Doch legt AJ hier noch einmal eine weitere Schippe drauf, die das Ganze fast noch einmal überschäumen lässt.
„Hhmm… na gut… hier… viel Spaß… und…“
Bevor der Mann mit dem Ticket verschwindet, hält ihn AJ noch auf, um ihm seine „Bezahlung“ zu geben, damit er auch wirklich lauthals jubeln wird heute Abend. Als ob ein freies Ticket nicht schon genug wäre. Aber nein, AJ Lee greift den dreckigen Mexikaner am Kopf, kommt ihm immer näher und drückt ihre Lippen zu einem Kuss auf die seinigen. What the fuck? AJ Lee küsst hier tatsächlich den Obdachlosen, damit er auch wirklich alles gibt, heute Abend zu jubeln! Beinahe 30 Sekunden lang hält dieser Kuss an, ehe AJ die Lippen wieder trennt und wieder etwas Abstand gewinnt. Auch sie sieht etwas angeekelt von dem Geschmack aus, den der Kuss hatte, aber hey, in diesen sauren Apfel muss man wohl beißen… na ja, eigentlich nicht, aber so denkt die Geek Goddess wohl. Ein kurzer Anflug eines Lächelns erscheint dann wieder, und zufrieden über ihr Werk lässt sie den Mann, der sich nun wohl auf Wolke 7 befinden muss, abzischen.
„Also dann… bis heute Abend!“
Es ist unglaublich, was AJ Lee hier gerade getan hat, damit ihr Plan funktioniert, und dabei hat sie so unendlich viele Logiklücken weiterhin offengelassen. Die C2C-Security würde niemals einen stinkenden Obdachlosen in die Halle lassen, und außerdem: Was bringt es Danhausen bitte, wenn so jemand alleine ihn anfeuert? Zumal ihn sowieso jeder anfeuern würde, denn man mag es kaum glauben, aber Danhausen hat doch schon eine größere Beliebtheit als ein LA Knight. Nur reicht Beliebtheit leider nicht aus, um ein solches Match überhaupt zu gewinnen. Und ein jubelnder Fan reicht auch nicht aus, um Danhausen direkt nächste Woche schon gegen den World Champion um den Titel antreten zu lassen. Was jetzt allerdings das nächste Problem ist, das sich auf der Liste der Probleme einfindet, ist wohl Danhausen, der nicht nur den Mann, sondern auch seine Managerin AJ etwas neidisch anschaut.
DANHAUSEN : „Uhm… auch Danhausen hat kein Ticket für heute Abend und würde sich so laut es geht auch anfeuern!“
„Aha! Das ist ja sehr toll…“
Well… sieht so aus, als würde das nicht funktionieren… der arme Danhausen. Wer wünscht sich nicht einmal einen sinnlichen Kuss von AJ Lee auf die Lippen? Der Traum eines nahezu jeden Mannes. Schwer vorzustellen, dass derselbe Danhausen, der eben noch mit großen Augen beobachtet hatte, wie AJ Lee einem schmutzigen, völlig verdutzten Fan einen Kuss und ein Freiticket schenkte, nicht auch anders konnte und hier ebenfalls an den Lippen seiner Managerin interessiert ist. Doch genau hier lag der Punkt. AJ Lee bewegt sich mit dieser typischen Mischung aus Chaos, Kalkül und schamloser Manipulation durch die Szene. Sie wusste genau, was sie tat. Sie wusste, wen sie auf ihre Seite zieht. Und sie wusste ganz genau, dass Danhausen jede einzelne Sekunde davon registrierte.
Ihr wissender Blick wandert kurz zu ihm und prüft fast spöttisch seine Reaktion. Danhausen versucht, diese Geste zu deuten, doch ist sich unsicher, ob das Respekt oder Strategie sein soll. Oder einfach nur AJ, die Spaß daran hat, alle Figuren auf dem Brett gegeneinander auszuspielen? Falls Danhausen überhaupt so weit denken kann. Danhausen wollte verstehen, was hier gerade passierte. Wollte begreifen, warum ausgerechnet er nicht derjenige war, der diesen Moment bekam. Er nähert sich ihr, vorsichtig, beinahe höflich, ein Versuch, dieselbe Aufmerksamkeit zu erzwingen, denselben Funken. Doch was folgte, war kein klarer Kuss, kein eindeutiger Sieg. Eher ein halber Moment. Semi-erfolgreich. Bis eigentlich gar nicht. Daher ganz einfach noch einmal neu versuchen. Vielleicht bekommt Dan ja doch das, was er möchte.
DANHAUSEN : „Danhausen würde das wirklich machen!“
„Danhausen soll gefälligst alles machen, um heute Abend zu gewinnen.“
Was natürlich viel wichtiger ist für AJ. Aber den Kuss erhält Danhausen trotzdem nicht. Wie muss sich das wohl anfühlen, wenn AJ lieber einen stinkenden Obdachlosen küsst als Danhausen? Der arme Junge. Mit einem Ausdruck im Gesicht, der zeigt, dass AJ kämpfen will, um Danhausen den Jubel zu bescheren, den sie verlangt, stellt sie sich auf einen größeren Stein, der hier neben dem Fußweg platziert ist, und hält sich dabei an einem Straßenschild fest, damit sie nicht herunterfällt, bevor sie lauthals anfängt zu schreien, damit auch jeder sie hört.
„LEUTE, LEUTE, LEUTE!!! HEUTE ABEND BEI COAST 2 COAST LIVE WIRD DIESER JUNGE MANN HIER DEN KAMPF SEINES LEBENS HABEN. JUBELT IHN ZU UND SCHAUT, WIE WAHRES WRESTLING AUSSIEHT! DIESER MANN WIRD SCHON BALD DIE NUMMER 1 DER WELT WERDEN UND DER BESTE WRESTLER, DEN IHR JEMALS GESEHEN HABT!“
Mann am Fenster: „Halt die Schnauze!“
Kommt es direkt kurz und bündig aus einem Fenster der Nachbargebäude geschrien. Scheinbar wollen die Einwohner hier in Torreón lieber ihre Ruhe haben, als für Danhausen zu jubeln. Schwieriges Publikum. Doch wird Danhausen dennoch nicht aufgeben. Er wird neuer World Champion werden und die absolute Nummer 1 der Company… irgendwann ganz sicher. Und der erste Gegner, den er auf diesem Weg erledigen wird, heißt LA Knight! Danach verdient er sich den Kampf gegen den World Champion und hat dann im Jahr 2026 alle seine Träume in Erfüllung gebracht… na ja, oder viel eher alle Träume von AJ Lee.
DANHAUSEN : „Hhmm… ich glaube, die Leute hier wollen nicht. Die sind wahrscheinlich verheiratet.“
„Ja, gerade dann sollten sie zu dem Event kommen! Ach, scheiß drauf. Los, Danhausen, wir bereiten uns vor!“
DANHAUSEN : „Immer zur Stelle, Pepsi-Girlhausen!“
Und damit scheint all das hier wieder vergessen zu sein. AJ Lee hat bestimmt auch keine Lust, hier nun eine parfümartige Orgie zu starten, nur damit Danhausen neue Fans gewinnt. Da ist es wirklich wichtiger, Danhausen auf seinen heutigen Kampf vorzubereiten, damit der Sieg auch garantiert ist. Und wenn AJ ihm diese Garantie einprügeln muss. Mit diesem Ziel vor Augen ziehen die beiden dann von dannen, und die Szenerie endet mit einer Panoramasicht der Stadt.
MATCH 2 Number One Contender Match for Westcoast Championship TRIPLE THREAT MATCH
Eddie Kingston vs. The Big Show vs TBA Writer:???
„N.Y. State of Mind“ setzt ein und legt diesen schweren, gleichmäßigen Rhythmus über die Halle, während das Licht langsam dunkler wird und sich der Fokus Richtung Entrance verlagert.
Eddie Kingston tritt durch den Vorhang, schwarze Gear, abgenutzte Boots, der Blick geradeaus, und bleibt für einen Moment stehen, um die Halle zu mustern, während die Fans laut werden und ihm entgegenschreien. Er reagiert mit einem knappen Nicken, nicht mehr, dann setzt er sich in Bewegung.
Er geht die Rampe hinunter in konstantem Tempo, ohne zu zögern, nimmt vereinzelte Reaktionen aus dem Publikum wahr, klatscht hier und da eine Hand ab, bleibt aber ganz bei sich und beim Ring.
Am Apron hält er an, legt die Hand darauf, klopft zweimal, fast automatisch, bevor er unter dem untersten Seil hindurchgleitet und sich im Ring aufrichtet. Er lehnt sich in die Seile, schaut hinaus, ruhig, gesammelt, als würde er alles um sich herum ausblenden.
Matthew Rehwoldt: „Making his way to the ring… from Yonkers, New York… weighing in at 240 pounds…
‘The Last of a Dying Breed’… EDDIE KINGSTON!“
Kingston steigt auf die zweite Ecke, hebt die Faust und zieht dann langsam den Daumen quer über den Hals, ruhig und ohne Hast, mehr Ankündigung als Provokation, eher Feststellung als Drohung. Danach tippt er sich kurz an die Schläfe und zeigt in Richtung der Ränge, ein unauffälliges Zeichen, das weniger erklärt als anerkennt, bevor er wieder von der Ecke steigt.
Die Musik klingt aus.
Kingston steigt von der Ecke, stellt sich in die Ringmitte und wartet, bereit für das, was kommt.
Das Publikum beginnt zu unruhig zu werden. Ein tiefes Grollen erklingt, wie ein Donnerschlag, der durch die Lautsprecher rollt.
The Big Show tritt aus dem Schatten der Stage hervor. Keine Pose, kein Lächeln – nur ein kalter, verächtlicher Blick. Sein Gesicht ist halb im Schatten, die andere Hälfte vom blauen Licht geschnitten. Er trägt einen langen dunklen Mantel, der seine Masse noch imposanter wirken lässt.
Er bleibt oben auf der Stage stehen, schaut langsam von einer Seite der Arena zur anderen, als würde er prüfen, wem diese Welt ab jetzt gehört. Das Publikum reagiert mit Buhrufen, der Riese allerdings zeigt darauf keinerlei Regung. Kein Anflug von Emotion, lediglich eiskalte Dominanz.
Langsam hebt er eine riesige Hand und ballt sie zur Faust.
Matthew Rehwoldt:"Making his way to the Ring... from Tampa, Florida... weighing in at 500 pounds.. THE BIG SHOW!"
Er geht in einem brutalen, kontrollierten Tempo die Rampe hinunter. Jeder Schritt wirkt, als würde er die Bühne erschüttern. Er hält den Blick fest und konzentriert auf den Ring gerichtet.
Fans strecken die Hände aus, er ignoriert sie vollständig. Einige der Fans am Geländer buhen, er reagiert mit einem kurzen, verächtlichen Kopfnicken, als würden sie nur bestätigen, wie wenig sie im Vergleich zu ihm wert sind.
Er packt das Seil, zieht seinen gigantischen Körper mühelos hoch und steigt über das oberste Seil. Dann steht er im Ring: größer, imposanter, furchteinflößender als jeder Mann dort. The Big Show hebt eine Hand, wie man es aus früheren Tagen in den anderen großen Promotions dieser Welt gesehen hat:
Ein Theme welcher vom c2c Universum gefeiert wird. Denn dahinter steckt eine Person, die ein hohes Ansehen genießt. Es ist die General Managerin Bayley, die dann auch auf der Stage erscheint. Mit einem Lächeln im Gesicht begrüßt sie das mexikanische Publikum. Dann macht sie sich auf zum Ring.
Matthew Rehwoldt:"Please welcome the General Manager of Coast 2 Coast ... The Role Model ... BAYLEY!"
Die Rampe heruntergehend klatscht sie mit einigen Fans ab. Dann ist auch schon im Zentrum des Geschehens angekommen. Mit einem Mikrofon ausgestattet betritt das Role Model das Seilgeviert. Dabei hat sie einen noch besseren Überblick über all die Fans, die hier sind und sich an der Show beteiligen. Die Kalifornierin zieht einen Kreis im Ring um jeden Winkel der Arena zu begutachten. In der Zwischenzeit ist ihr Theme verstummt, doch ohnehin genießt Bayley es lieber die Crowd zu hören. Als sich Bayley in die Mitte der Matte begibt verstummt die Crowd langsam und Bayley erhebt ihr Mikrofon.
Bayley "Wie war die Show letzte Woche?"
Mit dieser simplen Frage schafft es Bayley direkt wieder die Menge aufjubeln zu lassen. Die vergangene Show war in der Tat die beste Show in diesem noch jungen Jahr gewesen. Die Kalifornierin hatte sich fest vorgenommen Besserung zu versprechen und sie hat ihr Wort gehalten. Dass die Crowd so positiv gestimmt ist macht die General Managerin sehr glücklich und so fährt sie fort.
Bayley "Wenn euch letzte Woche schon gefallen hat, dann legen wir heute nochmal ein Schippe drauf. Heute gibt es sage und schreibe acht Matches finden heute statt. Darunter auch ein Match zwischen Joe Gacy und Kenny Omega um den World Heavyweight Championship."
Auch hier hatte Bayley letzte Woche angekündigt, dass Kenny Omega und Toni Storm wieder in Aktion sein werden welche sehr vermisst wurden.
Bayley "Doch reden wir über den Plan, den ich letzte Woche für die Mexikotour angekündigt habe. Jede Woche ein Match bei dem etwas auf dem Spiel steht. Letzte Woche haben Sol Ruca und Jacy Jayne darum gekämpft um bei Mexican Standoff neue Shine Championess zu werden und Sol Ruca konnte sich durchsetzen. Doch Moment mal. Die Mexikotour endet gar nicht mit Mexican Standoff. Es findet noch eine weitere c2c Live Ausgabe in Mexico City statt und ich habe auch dafür eine Überraschung, die ich aber heute nicht verraten werde."
Noch eine Überraschung? Was hat die Kalifornierin nur so alles im Kopf? Doch wenn sie nicht hier ist um zu enthüllen was bei Mexican Standoff stattfindet, was will sie dann hier?
Bayley "Kommen wir zu der Überraschung, die heute stattfindet. Big Show und Eddie Kingston sind nicht die einzigen, die heute um eine Chance für den Westcoast Championship kämpfen. Eine weitere Person ist noch dabei. Und ihr hattet letzte Woche schon einen kleinen Tipp bekommen. Es ist jemand von dem ihr nie glauben werdet, dass ich ihn zurückholen werde. Ich hatte in der Vergangenheit mit ihm zu tun gehabt und sagen wir so: Es hat mir an manch einem Tag einiges an Bauchschmerzen bereitet. Und es zu ignorieren war einfach nicht möglich so präsent wie er gewesen war. Es war eine Rivalität, die mir bis heute gut in Erinnerung geblieben ist. Und sowas ist ein Qualitätsmerkmal für einen guten Rivalen. Denn genau darum geht es hier. Deswegen freut es mich ihn wieder bei uns willkommen zu heißen. Begrüßt mit mir: ALL EGO ETHAN PAGE!"
Bayleys Worte hallen noch durch die Arena, als sie das Mikrofon senkt. Ein kurzer Moment der Stille – dann verdunkelt sich die Halle.
Matthew Rehwoldt:"Making his way to the Ring... from Hamilton, Ontario, Canada ... weighing in at 225 pounds.. He is "Aaaaall Ego" ETHAN - PAGE!"
Die Reaktion kommt sofort. Kein Zögern. Kein Abtasten.
Ein Mix aus Jubel, Buhrufen und lauten ALL EGO!-Chants legt sich über die Arena, während auf der Stage Ethan Page erscheint.
Er bleibt einen Moment stehen. Kein großes Posieren. Kein übertriebener Gestus.
Nur dieser ruhige, selbstsichere Blick über die Menge, als würde er sie nicht begrüßen - sondern prüfen.
Langsam setzt er sich in Bewegung. Jeder Schritt kontrolliert. Kein Blickkontakt zu Bayley. Kein Gruß an die Kommentatoren.
Ethan Page ist nicht zurückgekommen, um sich einzugliedern.
Er ist zurückgekommen, um etwas zurückzufordern.
Im Ring angekommen nimmt er sich Zeit. Lehnt sich leicht in die Seile, betrachtet die Fans in den ersten Reihen - einige jubeln, andere buhen, viele zücken ihre Handys.
Ethan hebt das Mikrofon, lehnt sich für einen Moment locker in die Seile und lässt den Blick über die ersten Reihen wandern. Jubel und Buhrufe mischen sich, doch er reagiert nicht sofort. Erst als es ruhiger wird, richtet er sich auf und spricht.
Ethan Page: "Wow! Ist das schön hier! Hola, señores! Diese Liga hat sich sehr verändert, seit ich das letzte Mal hier war! Es gibt tatsächlich Fans im Gebäude! Wooo! Monate lang habt ihr gestanden, gesessen, eingeschaltet und euch eingeredet, dass Coast 2 Coast auch ohne mich funktioniert. Ihr habt Shows gesehen, Matches gefeiert, neue Namen bejubelt… und trotzdem hat ein Song gereicht, um euch wieder daran zu erinnern, wie sich echte Präsenz anfühlt! Ladies and Gentlemen...you're welcome!"
Ein kurzes, selbstsicheres Schmunzeln huscht über sein Gesicht, während er den Blick durch die Arena schweifen lässt.
Ethan Page: "Ich bin nicht zurückgekommen, weil ich irgendwen hier vermisst habe. Ich bin zurückgekommen, weil diese Liga eeeendlich gemerkt hat, dass etwas fehlt. Und ja - Bayley - danke dafür, dass du es endlich ausgesprochen hast."
Ethan lehnt sich leicht nach vorne, stützt den Arm auf dem obersten Seil ab. Seine Stimme bleibt ruhig, aber klar.
Ethan Page: "Man hat versucht, diese Lücke zu füllen. Mit großen Namen. Mit Vergangenheit. Mit Lautstärke. Mit austauschbaren Athleten. Aber eine Liga wird nicht getragen von Erinnerungen. Sie wird getragen von Verantwortung. Von jemandem, der bereit ist, mehr zu sein als nur der nächste Programmpunkt auf einer Card."
Er richtet sich wieder auf, der Blick wird ernster.
Ethan Page: "Big Show. Eddie Kingston. Zwei Männer, die hier stehen, weil sie Namen haben - nicht, weil sie diese Liga in den letzten Wochen nach vorne gezogen haben. Respekt für das, was war. Aber hier geht es um das, was jetzt kommt."
Ethan macht ein paar Schritte in die Ringmitte, blickt direkt in die Kamera.
Ethan Page: "Ich stehe hier, weil ich das kann. Weil ich es immer konnte. Und weil Coast 2 Coast genau jetzt jemanden braucht, der nicht ersetzt - sondern trägt."
Ein kurzer Atemzug, dann senkt er das Mikro leicht, ohne den Blickkontakt zu verlieren.
Ethan Page: "Dieses Contender Match ist kein Comeback. Es ist ein Test. Für euch, ob ihr bereit seid, diese Liga wieder ernst zu nehmen. Und für Coast 2 Coast - ob ihr begriffen habt, dass es ein Fehler war, mich gehen zu lassen. Bisher hast du dich gut geschlagen, Bayley. Chapeaux!"
Ethan hebt das Mikro ein letztes Mal, seine Stimme ruhig, aber endgültig.
Ethan Page: "Ihr könnt froh sein, dass ich zurück bin. Denn jemand muss diese Liga wieder nach vorne bringen. Und genau das übernehme ich jetzt."
Ein kurzes Grinsen. Selbstsicher. Wissend.
Ethan Page: "All Ego übernimmt."
Ethan senkt das Mikrofon langsam und lässt es auf die Matte fallen. Kein Knall - eher ein dumpfes Geräusch, das dennoch durch die Arena hallt. Er bleibt einen Moment reglos stehen, den Blick fest nach vorne gerichtet. Er wirkt wieder konzentriert wie zu seinen besten Zeiten
Dann richtet er sich um und blickt zu seinen beiden Gegnern.
Big Show steht bereits im Ring, stützt sich auf das oberste Seil und mustert Ethan mit ernster Miene. Kein Spott, kein Lächeln - nur ein langsames Nicken. Die Geste eines Mannes, der weiß, dass es hier nicht um Vergangenheit geht.
Eddie hingegen hat sich am Ringrand aufgerichtet. Er schlägt mit der flachen Hand gegen die Ringkante, murmelt etwas Unverständliches vor sich hin und steigt schließlich zwischen den Seilen hindurch. Sein Blick bleibt kurz an Ethan hängen hart, fokussiert, geladen.
Der Referee tritt zwischen die drei Männer und spricht ein paar letzte, kurze Worte. Die Spannung ist greifbar. Fans stehen von ihren Sitzen auf, Rufe hallen durch die Arena.
Ethan zieht sich in seine Ringecke zurück, legt die Arme locker auf das oberste Seil und lässt den Blick noch einmal durch die Halle schweifen. Kein Zeichen von Nervosität. Kein Zweifel.
Der Referee hebt die Hand.
DING! DING! DING!
Die Ringglocke ertönt und das Contender Match um den Westcoast Championship nimmt seinen Lauf!
Warnung! Spoiler!
Ethan Page kann sich in diesemn Match durchsetzen und Eddie Kingston nach dem All Ego pinnen (11.07 Minutes)
Here is your winner by pinfall: EEETHAAAAN PAAAAGEEEE!
11:03 AM
Weiter geht es mit einer Rückblende und wie die Uhrzeit verrät ist es noch Vormittag. Es ist ein strahlend blauer Himmel. Wir finden uns auf einer Straße wieder. Nichts sticht hier hervor. Keine markanten Gebäude oder andere Orte im Hintergrund. Lediglich eine Bushaltestelle erkennt man hier gut, doch die gibt es hier wie überall sonst auch in der Stadt. Nach einigen Sekunden fährt ein Bus diese Haltestelle an und jemand steigt aus. Eine junge Frau, die das c2c Universum letzte Woche zum ersten Mal zu Gesicht bekommen hat. Es ist Izzy Moreno. Der Neuzuwachs für das Performance Center. Und wenn man sich ihre Kleidung ansieht scheint sie auch hier zu sein um trainieren. Izzy macht sich auf den Weg zu dem Gebäude in ihrer Nähe. Es ist ein Gym. Hier wird sie ihr heutiges Training absolvieren. Die Anfängerin wirkt enthusiastisch. Warum auch nicht. Sie ist an dem Ort von dem sie immer geträumt hat. Sie geht zur Tür und muss feststellen, dass diese geschlossen ist. Argwöhnisch rüttelt Izzy an der Tür, doch ändert das wenig. Sie betätigt eine Klingel und klopft an der Tür.
Izzy Moreno "Hallo?!"
Doch es erfolgt keine Reaktion. Sie geht zu einem Fenster in der Nähe um ins Gebäude hinenzuspähen. Alle Lichter sind aus. Hier ist keine Sterbensseele. Das kam unerwartet für die Frau aus Florida. Sie zückt ihr Smartphone hervor und schreibt jemanden.
~ 30 Minutes later
Izzy ist immer noch an der Eingangstür des Gyms. Eine halbe Stunde wartet sie nun um hineinzukommen. Mittlerweile hat sie sich auf den Boden gesetzt und lehnt an der Wand des Gebäudes. Dann klingelt ihre Handy.
Izzy Moreno "Gott sei Dank rufst du zurück. Hast du Raven erreichen können?"
Man kann ihr Telefonat selbst nicht mithören, doch man kann ahnen wer sich an der anderen Leitung befindet, denn bisher kennt Izzy nur eine Person in der Coast 2 Coast: Bayley. Und sie ist bestimmt auch eine der wenigen, die eine Nummer hat um Raven kontaktieren zu können. Offenbar hat Everybody´s Favorite BFF erwartet, dass Raven schon hier ist und hofft jetzt, dass sie Klarheit dadurch bekommt. Doch auch wenn man die Antwort im Telefonat nicht hört spricht der Bedrückte Gesichtsausdruck bei Izzy dafür, dass die Antwort negativ ausgefallen ist.
Izzy Moreno "Aber das Training ist um 12?"
Offenbar ist das Training zu dem Izzy heute erscheinen wollte um 12 Uhr angesetzt was bedeutet, dass sie schon eine Stunde zu früh da ist. Wobei Moreno davon ausgegangen ist, dass Raven schon vor dem Training da ist.
Izzy Moreno "Gut ich warte. Danke dir …"
Seufzend ist das Telefonat beendet. Den Kopf lehnt sie gegen die Wand und starrt in die Luft.
~ 20 Minutes later
Es ist schon fast eine Stunde vergangen und Izzy sitzt immer noch an der Stelle. Sie hat Glück, dass die Sonne heute nicht so knallt, sonst hätte sie sich in der Zeit einen Sonnenbrand holen können. Doch jetzt steht sie mit einem Ruck auf und macht große Augen.
Izzy Moreno "Endlich!"
???:
„„Huh? Hast du hier geschlafen oder was?““
… hört man eine raue männliche Stimme sagen, und man braucht keine Sekunde, um bereits zu realisieren, wem diese Stimme gehört. Doch für die, die hinterm käsigen Mond leben, dreht sich die Kamera dennoch um und zeigt uns niemand Geringeren als den Death Fighter Raven, welcher hier heute die Rolle des Trainers von Izzy und den anderen drei des c2c Performance Centers annimmt. Wenig verwunderlich scheint er nicht sonderlich viel Freude zu verstrahlen. Viel mehr wirkt er wie ein Obdachloser, den man gerade aus dem Schlaf gerissen hat und der dringend einen Kaffee benötigt. Er hat ganz sicher keinen Bock auf das Training, und Izzy wird hier wohl den ersten weniger angenehmen Trainingstag im Performance Center miterleben können. Anders als letzte Woche, als sich Bayley dieser Rolle angenommen hat. Hoffentlich übersteht der Jüngling das.
Raven:
„„Du hättest erst in sieben Minuten hier erscheinen brauchen. Was machst du hier?““
… fügt er hinzu und geht wohl davon aus, dass es Allgemeinbildung ist, dass, wenn gesagt wird, dass die Arbeit um 12 startet, man auch erst um 12 in der Firma zu sein hat. Rechtlich liegt Raven damit zwar korrekt, aber es zeigt seine „absolut keinen Bock“-Einstellung nur noch besser. Er wäre jetzt wohl lieber irgendwo auf den Bahamas am Strand, dort in aller Ruhe die Sonne zu genießen, als hier in dieser zwar großen und gut ausgestatteten, aber dennoch weniger entspannenden Trainingshalle den Tag verbringen zu müssen. Zusätzlich dazu, dass er wohl denkt, dass aus der jungen Izzy ohnehin nie etwas wird und sie sofort weinend nach Hause rennt, wenn ihr der Fingernagel reißt, zeugt das nicht von der besten Trainingserfahrung, die die 18-Jährige hier heute bekommen wird. Doch hoffen wir mal, dass es nicht so schlimm wird. Raven hat schon oft beweisen können, dass er ganz… ganz… also wirklich ganz tief in seinem Inneren ein gutes Herz versteckt hat.
Izzy Moreno "Bayley meinte du wärst wohl schon um 11 Uhr hier. Ich dachte ich könnte dir etwas helfen bei der Vorbereitung für heute."
Izzy hält sich am Rücken. So lange so ungemütlich zu sitzen ist wohl nicht das Beste für sie gewesen. Offenbar wollte Izzy hier guten Willen vor ihrem neuen Trainer zeigen. Sie ist noch unsicher wie dieser drauf ist, nach dieser Hugangelegenheit von letzter Woche.
Izzy Moreno "Ist ja auch egal …"
Dass Raven Izzy nicht einmal ansatzweise Anerkennung dafür zeigt, dass sie extra eine Stunde früher erschienen ist, weil sie helfen wollte. Vorbereiten. Etwas beitragen. Zeigen, dass sie es ernst meint. Ist schon hart! All das scheint an Raven komplett abzuprallen. Für ihn ist sie nicht mehr als ein störender Anhang. Ein Kind, das nichts weiß, nichts kann und dessen bloße Anwesenheit bereits nervt. Dass Izzy sich diese Stunde Wartens freiwillig angetan hat, wertet er nicht als Einsatz, sondern eher als weiteres Zeichen dafür, dass sie nichts versteht. Und das zeigt er hier auch deutlichst.
Raven:
„„Vorbereitung? Tze!““
Etwas, was nur für Angeber ist, die sich hochschlafen wollen. Wenn sich Izzy auf etwas vorbereiten sollte, dann wäre es erst einmal auf die Abschlussprüfung der Highschool, die dieses kleine Kind mit Sicherheit noch nicht hat. Doch zum Glück des 2024er Rookie of the Year muss sie nicht länger alleine im Fadenkreuz des grimmigen Trainers stehen, denn genau in diesem Moment hört man ein paar weitere Stimmen, die gerade hier beim Performance Center erscheinen.
Kid Lykos: ’„Heeaayy, Izzy! Was geht ab? So früh schon hier?“
Das sind Kid Lykos, Shane Strickland und Leva Bates, die sich wohl schon vorher irgendwo getroffen hatten und jetzt gemeinsam hier kurz vor 12 angekommen sind. Letzte Woche konnten die vier bereits zusammen ihre erste Trainingsstunde abhalten, und auch wenn man nicht sehen konnte, wie diese verlief, so scheint Izzy da bereits gute Bekanntschaft mit den dreien gemacht zu haben, mit denen sie wohl nun längere Zeit zusammen abhängen wird. Sie ist wie die neue Mitschülerin einer bereits bestehenden Klasse. Es ist nie leicht, doch man lebt sich irgendwann schon ein, vor allem, wenn die neuen Klassenkameraden sie mit so offenen, warmen Armen annehmen und begrüßen!
Izzy versuchte erstmal gar nichts mehr zu Raven zu sagen. Sie hat immer noch keinen Draht zu Raven gefunden. Das früher kommen war ein Versuch Raven kennenzulernen, der aber fehlschlug. So freute sie sich eher darüber, dass ihre Kollegen jetzt bei ihr sind.
Izzy Moreno "Hey! Ja ich bin etwas zu früh hier gewesen. Nächste Mal schließe ich mich besser euch an."
Dass es eine glatte Stunde war behält die Anfängerin für sich selbst. Sie will die letzte Stunde am liebsten vergessen. Jetzt ist das Trainings angesagt und gemeinsam betreten sie das Gebäude. Nicht unbedingt das luxuriöseste Gym, doch es erfüllt seinen Zweck. Es ist sogar ein Ring aufgebaut. Mehr braucht es doch auch nicht.
Izzy Moreno "Ich bin schon gespannt wie das Trainings sein wird. Ich hatte bisher schon das Vergnügen mit Funaki gehabt. Könnt ihr euch das vorstellen?"
Tatsächlich war der legendäre Japaner Kung Funaki, welcher heute als Kommentator bei der WWE arbeitet, Izzys Trainer vor einigen Jahren. Und mit Sicherheit ist dieser Mann einer von vielen, denen die junge Izzy versprochen hat, eine erfolgreiche Profi-Wrestlerin zu werden. Und hier im c2c Performance Center bei Raven kann sie diesen Traum verwirklichen. Hoffentlich. Zumindest ihre Kollegen scheinen sie bereits herzlich aufgenommen zu haben. Leva Bates tritt schnell an sie heran und zeigt ihr dies auch direkt mit einem großen Grinsen.
Leva Bates: „Funaki? Uuhh, ich habe ihn vor über zehn Jahren in der NWA kennenlernen dürfen. Du glaubst gar nicht, was für eine unfassbare Manga-Sammlung er hat, haha!“
Anders als sonst hat Leva heute ihr Outfit noch relativ schlicht gehalten. Sie ist nicht in einem Cosplay zu sehen oder Ähnlichem, nein, sie zeigt sich hier in einem einfachen schwarzen Call of Duty: Modern Warfare 2-Tanktop und einer oliv-goldenen, eng anliegenden Palazzo-Hose. Unerwartet, aber man kann nicht behaupten, dass ihr ein solches Outfit nicht steht. Sie sieht tatsächlich ziemlich gut aus. Und tatsächlich waren sowohl sie als auch der genannte Funaki damals vor über zehn Jahren Mitglieder im Roster der National Wrestling Alliance, was bedeutet, dass sie bereits miteinander gearbeitet haben. Doch Näheres dazu bekommen wir nicht mehr zu hören, da es nun einen Schnitt gibt, der uns und die Zuschauer einige Minuten in die Zukunft befördert. Wir befinden uns nun im Inneren des Performance Centers, und alle Schüler haben bereits ihre Trainingsuniformen angezogen. Natürlich alle bis auf Raven, der ganz sicher nicht vorhat, hier heute aktiv im Ring zu werden. Schon schlimm genug, dass er am Montag ein Match hat. Doch schweifen wir nicht ab. Die endlich mal gerade Gruppe aus vier Schülern wird in zwei Teile gespalten, in welchen Kid Lykos mit Strickland und Leva Bates mit Izzy Moreno trainieren dürfen. Und dieses Training scheint auch direkt loszugehen, wenn man sich den grimmigen Raven anschaut, wie er hier gerade zu den beiden jungen Damen kommt.
Raven:
„„Also gut. Die beiden Männer haben ihre Aufgaben bereits bekommen. Das heißt, nun seid ihr beiden dran, meine lieben Mädels! Und glaubt bloß nicht, dass ich so liebevoll wie Bayley sein werde, hehehe!““
Das sagte er natürlich direkt mit den Augen auf Izzy gerichtet. Leva weiß ja bereits, wie Raven beim Training sein kann, aber für Izzy wird das hier heute das erste Mal. Hoffentlich ist sie darauf vorbereitet, denn nach allem, was letzte Woche passiert ist, kann es sehr gut sein, dass Raven ihr nun die Hölle auf Erden zeigen wird. Allzu viele böse Dinge wird er nicht tun können, das ist Raven bekannt. Leva führt sich in Anwesenheit von Izzy auf wie eine schützende ältere Schwester, daher wird sie natürlich ihr Bestes geben, damit Izzy den heutigen Tag überlebt. Aber Raven weiß auch, dass sich Leva nicht wirklich stark gegen ihn wehren kann. Das heißt, irgendwann wird Izzy doch in die Dunkelheit blicken. Fragt sich nur, wie lange die beiden Mädchen das Ganze aushalten, bis sie durch Ravens Hände beide gebrochen werden!
Raven:
„„Ms. Moreno! Sie werden heute die Rolle des Enhancement Talents für Ms. Bates einnehmen. Das heißt, Miss Bates wird ihre Aktionen an Ihnen üben, und Sie müssen Ihr Bestes geben, damit sie stark aussieht. Verstanden?““
Enhancement Talent? Also… ein Jobber? Das heißt, dass Izzy hier nur einstecken soll, während Leva die Einzige sein wird, die Moves austeilt? Aber… was soll das denn für ein ungerechtes Training sein? Normalerweise tauscht man sich doch immer ab?
Izzy Moreno "Ich brauche nicht mit Seidenhandschuhen angefasst werden. Ich trainiere schon seit ein paar Jahren."
Izzy hinterfragt nicht, dass sie hier nur einstecken soll. Vielleicht will Raven einfach nur wissen, wie gut die Anfängerin einen Move sellen kann. Man erinnere sich an eine über 20 Jahre alte Tough Enough Trainingssession mit Triple H wo dieser sagt „Take a bump“. Sie stellt sich Leva Bates entgegen. Sie vertraut Leva Bates in dieser Hinsicht vollkommen.
Izzy Moreno "Bereit wenn du es bist."
Bereit scheint Leva zu sein, doch wirklich zufrieden mit dem gesamten Setting ist sie nicht. Jede Aktion, die sie ansetzt, führt sie kontrolliert, sauber und vorsichtig aus. Sie achtet darauf, Izzy sicher zu Boden zu bringen, ihre Griffe weich zu halten, ihr genug Raum zum Atmen zu lassen. Zu viel Raum vielleicht. Izzy nimmt jede Aktion, so wie es ihre Aufgabe ist. Sie steckt ein, verkauft die Moves, sellt den Schmerz, darf selbst nichts zeigen, nichts kontern, nichts versuchen. Einfach nur da sein. Fallen. Liegen. Aufstehen. Und wieder fallen. Doch genau dieses behutsame Vorgehen von Leva bleibt nicht lange unkommentiert.
Raven:
„„Was um alles in der Welt soll das denn werden? Sie sollen sie nicht betätscheln, sie sollen sie fertig machen! Denken Sie, dass Sie so im Ring jemals etwas gewinnen können?““
Ravens Stimme schneidet durch die Halle, scharf und genervt. Er steht am Rand des Rings, die Arme verschränkt, der Blick eisig auf Leva gerichtet. Die hält dadurch auch inne. Man sieht ihr an, dass sie zögert. Dass sie Izzy kurz, fast entschuldigend anschaut. Sie wollte helfen. Wollte schützen. Wollte vermeiden, dass die Jüngere gleich am ersten richtigen Trainingstag zerbricht. Doch Raven interessiert das nicht. Für ihn zählen nur das Resultat, der Eindruck und die Härte. Izzy richtet sich langsam wieder auf, wischt sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und nickt stumm. Sie hat gehört, was gesagt wurde. Und sie weiß, dass es nicht um Leva geht. Es geht um sie. Um das, was sie aushält. Um das, was sie verkaufen kann. Um das, was sie irgendwann selbst sein soll. Leva atmet tief durch und positioniert sich neu, dieses Mal ohne Zögern. Und Izzy macht sich bereit, erneut einzustecken. Leva setzt an, lässt Izzy einmal fallen und nimmt sie dann schließlich ganz sanft in eine Art Double-Fujiwara-Armbar. Sie sitzt auf der Jüngeren und hat beide ihre Arme nach hinten in einem Fujiwara-Armbar genommen. Doch selbst jetzt bleibt sie zu vorsichtig. Ihr Körpergewicht liegt kaum auf der Jüngeren, der Griff ist sauber angesetzt, aber ohne echte Intensität. Mehr eine Umklammerung als ein schmerzhafter Griff. Natürlich abermals etwas, was dem Raven nicht so sehr gefällt.
Raven:
„„Setzen Sie sich nicht so umarmend auf sie. Du musst Druck aufbauen!““
Izzy verzieht leicht das Gesicht. Ein klein wenig kitzelt es tatsächlich, auch wenn sie weiterhin keine wirklichen Ambitionen verspürt, sich aus dem Hold zu befreien. Sie weiß, dass sie nichts tun darf. Sie soll liegen bleiben. Aushalten und verkaufen. Dennoch schießt ihr ein Gedanke durch den Kopf: Wie lange wird sie hier eigentlich noch bezahlt, wenn sie nichts weiter ist als eine Trainingspuppe? Ein Körper, an dem andere üben? Ein wenig hilflos zuckt sie mit den Schultern, soweit der Griff es zulässt, und versucht, den Schmerz größer wirken zu lassen, als er tatsächlich ist. Raven schnaubt nur verächtlich. Für ihn ist das alles viel zu weich und viel zu ekelhaft nett. Er kann hier wohl lange darauf warten, dass endlich jemand begreift, was er meint, wenn er von Härte spricht. Raven beobachtet das Training mit zusammengekniffenen Augen. Keine Regung im Gesicht, kein Kommentar, zumindest für einen Moment. Dann schüttelt er langsam den Kopf, sichtbar enttäuscht. Dieses Zögern, diese Rücksichtnahme, dieses ständige Abfedern jeder Aktion geht ihm gegen den Strich. Ohne ein weiteres Wort tritt er in den Ring hinein und bleibt direkt neben Leva stehen.
Raven:
„„Mehr.““
Sagt er knapp und drückt mit der Hand so auf Leva Bates drauf, dass der Haltegriff automatisch fester und stärker wird. Leva zögert nur einen Herzschlag lang und kann durch den Druck nicht anders, als den Griff enger und tiefer anzuziehen. Diesmal ist es kein Umarmen mehr. Kein Schonprogramm. Izzy zieht scharf die Luft ein, ihr Körper spannt sich unwillkürlich an, und der Schmerz ist nun nicht mehr gespielt. Sie presst die Zähne zusammen, versucht ruhig zu atmen, versucht zu sellen, während ihr klar wird, dass Raven genau das sehen wollte. Keine Sicherheit. Keine Komfortzone. Nur purer Druck. Raven nickt minimal. Endlich geschieht hier mal was.
Raven:
„„Ich glaub, so langsam haben Sie alles wieder vergessen, was ich Ihnen beigebracht habe! Das ist ja grauenvoll!““
Izzy bleibt in der Armbar gefangen. Ihr Körper zittert leicht, die Muskeln stehen unter Spannung, und der Schmerz zieht nun deutlich tiefer als zuvor. Trotzdem beißt sie die Zähne zusammen. Kein Klopfen. Kein Aufgeben. Sie konzentriert sich auf ihren Atem, darauf, ruhig zu bleiben, auch wenn jeder Impuls in ihr schreit, dass es reicht. Sie gibt ihr Bestes, genau das zu tun, was von ihr verlangt wird: aushalten, verkaufen, durchhalten. Leva merkt es, spürt die Anspannung unter sich, doch der Blick zu Raven bleibt ihr verwehrt. Der Necro Warder hat sich bereits wieder abgewandt. Für ihn ist die Lektion erteilt. Er verlässt den Ring, verschränkt draußen die Arme und bekommt kurz einen Begleitpartner, der sich neben ihn stellt und schweigend das Geschehen verfolgt. Das ist Lykos, der sich zuerst kommentarlos die ganze Sache hier anschaut. Wie ein stiller Beobachter sagen seine Augen mehr als eintausend Worte, könnte man meinen. Während Izzy weiter im Griff bleibt und versucht, nicht zu zeigen, wie sehr es inzwischen brennt, liegt über der gesamten Szene ein ungutes Gefühl. Als würde sich etwas zusammenbrauen, das keiner so wirklich ausgesprochen hat, aber jeder spürt.
Kid Lykos: ’„Hey, wie gibt sich Izzy?“
Sind dann doch die ersten Worte von Lykos, die er seinem Lehrer fragt, und dieser rollt daraufhin nur mit den Augen. Er hatte gehofft, hier mehr spaßige Bilder erleben zu können, aber stattdessen kommt er sich so vor wie ein Babysitter im Kindergarten. Doch immerhin gefallen ihm die Bilder, die er nun zu sehen bekommt.
Raven:
„„Sie gibt einen guten Sound ab, wenn sie hinfällt. Ich mag es, wie sie so stöhnend am Boden liegt!““
War ja klar, dass dieser alte Kerl das Ganze wieder so respektlos sexualisieren muss. Doch im Ring bleibt die Zeit nicht stehen. Plötzlich geht ein Ruck durch Izzys Körper. Aus dem Aushalten wird Bewegung. Aus dem Stillhalten ein explosiver Moment. Mit einer Kraft, die man ihr in diesem Augenblick kaum zugetraut hätte, stemmt sie sich hoch, dreht die Hüfte und wirft Leva von sich herunter. Alles geschieht blitzschnell, fast instinktiv. Noch bevor Leva richtig realisieren kann, was passiert ist, hat Izzy bereits den Arm gepackt, kippt zur Seite und zieht sie sauber in eine Izzybar.
Ohne jegliches Chaos oder irgendein Stolpern sitzt der Haltegriff, der Finisher der jungen Nachwuchswrestlerin, perfekt, fest und technisch korrekt. Und vor allem: entschlossen. Für einen kurzen Moment scheint die Zeit stillzustehen. Raven dreht seinen Kopf abrupt wieder auf das Geschehen im Ring. Sein Blick, eben noch gelangweilt und kritisch, hebt sich schlagartig. Die Augen verengen sich, nicht vor Ärger, sondern vor Überraschung. Neben ihm blickt auch Lykos überrascht auf die beiden Damen im Ring. Das beiläufige Zuschauen ist verschwunden, stattdessen liegt echte Aufmerksamkeit in seinem Gesicht. Damit hatte keiner von beiden gerechnet. Nicht jetzt. Nicht von Izzy. Nicht nach all dem Einstecken. Im Ring hält Izzy den Griff, atmet schwer, der Schmerz noch immer präsent, aber überlagert von purem Willen. Leva klopft nicht sofort ab, sondern schaut nur überrascht, fast schon stolz auf Izzy, doch der Punkt ist gemacht. Laut und unübersehbar. Dass das Training unter Raven nicht ganz so normal verläuft und immer für Überraschungen sorgt, konnte man sich denken, doch das hier ist genau das Chaos, das dem Wrestling seine besondere Würze verleiht. Und genau dieses Chaos hat Izzy Moreno gerade mitten im Training entfesselt.
Kid Lykos: ’„Oh Gott!“
Der Haltegriff sitzt. Dieses Mal gibt es kein Zögern, kein Zurücknehmen. Izzy zieht den Arm enger an sich heran, verlagert ihr Gewicht sauber, setzt den Hebel tiefer an und verstärkt den Druck deutlich. Man sieht sofort, dass es Leva nun nicht mehr nur unangenehm ist, es tut weh. Richtig weh. Ihr Gesicht verzieht sich, der Körper spannt sich, sie versucht noch, den Griff zu drehen oder etwas Raum zu schaffen, doch Izzy lässt es nicht zu. Sie hat Blut geleckt. Mehr Stärke im Submission Move, als Leva es selbst aufbringen kann. Sekunden vergehen, die sich endlos anfühlen, bis Leva schließlich keine andere Wahl mehr hat. Sie klopft ab. Ein deutliches, unmissverständliches Tappen auf der Matte. Am Ringrand ist Kid Lykos wie erstarrt. Ihm fallen beinahe die Augen aus dem Kopf. Vor Staunen und auch vor Schock, doch zeigt er auch ein ungläubiges Grinsen, alles zugleich. Er schaut zu Raven, dann zurück in den Ring, als müsste er sich vergewissern, dass das gerade wirklich passiert ist. Raven selbst sagt nichts. Noch nicht. Aber sein Blick verrät, dass sich in diesem Moment etwas verschoben hat. Erwartungen. Einschätzungen. Ja, vielleicht sogar Respekt.
Raven:
„„Und wie es aussieht, scheint sie etwas begabter zu sein als Ms. Bates.““
Dann klatscht Raven einmal laut in die Hände und gibt den beiden Mädchen damit zu verstehen, dass sie aufhören sollen. Es ist etwas überraschend, dass er nicht wütend darüber ist, dass Izzy einfach seine Anweisungen missachtet hat und zurückgeschlagen hat. Aber andererseits, wenn man mal so genau drüber nachdenkt, wer sich im Wrestling den Anweisungen anderer untersetzt, der wird es nie zu etwas schaffen. Man muss zurückschlagen und kämpfen können. Wer immer nur ein speichelleckender Mitläufer ist, wird es nie zu etwas bringen. Daher war dies wohl der richtige Move, den Izzy hätte tun können. Der richtige Move, um bei Raven zu punkten.
Raven:
„„Okay, genug. Das reicht fürs Erste. Wir machen ’ne kurze Pause! Los, raus aus dem Ring!““
Mit einem Lächeln steht Izzy dann auf und hilft Leva sogar auf die Beine. Natürlich schmerzt der Cosplay-Queen der Arm immer noch, und man kann deutlich erkennen, dass Izzy versucht, sich bei ihr dafür zu entschuldigen. Aber man erkennt auch deutlich, dass Leva mit einem großen Lächeln im Gesicht ebenfalls stolz auf die junge Nachwuchswrestlerin ist. Mit einem erheiterten Klopfen auf die Schulter verlässt sie zusammen mit der 18-Jährigen den Ring, um während der Pause ihre Lungen etwas mit kaltem Wasser zu ölen. Und wir gehen damit auch weiter mit der Show, während die Kameras hier nun langsam ausfaden. Wir dürfen noch gespannt sein, wie sich Izzy in Zukunft weiter hier schlägt, doch so wie das hier aussah, war der zwar etwas sehr holprige Anfang am Ende ein riesiger Erfolg.
MATCH 3 SINGLES MATCH
Danhausen vs. LA Knight Writer:???
Und damit ertönt eine Musik, die beängstigend wirkt. Die Lichter der Halle werden abgedunkelt und auf der Stage erscheinen die Black Widows AJ Lee und ihr Schützling, The Bizzare One Danhausen! Und dieser Entrance alleine schon ist so bizarr, dass die Fans nicht verstehen können, was sie hier erwartet. Eine Musik, die ein dunkles Dark Gimmick andeutet, ein Superstars, der als lustiges Comedy Gimmick durchgeht und eine Managerin, die ein verrücktes Heel Gimmick hat. Eine Mischung, die es so noch nie zuvor im Wrestling gegeben hat und die auch wohl kaum jemand hier versteht. Deshalb ist die Halle auch still, wie als wäre die Show schon vorüber. Doch nicht aus Respekt vor Danhausen, sondern viel mehr weil sie keine Ahnung haben. Sollen die Fans jetzt yubeln oder sollen sie buhn? Sollen sie erfreut sein, den lustigen Danhausen hier zu sehen, der sich als absoluter Publikumsliebling herausstellt oder sollen sie sich unwohl fühlen, weil jemand wie AJ Lee heraus gekommen ist, die keinerlei Freude von den Fans erhält. Oder sollen sie Angst haben oder aufgeregt sein, weil die Musik so düster wirkt? Was ist hier die Situation?
Matthew Rehwoldt:"The following Countest is getting for one Fall ONE FALL!!!"Introducing first... From Someplace faaar awaaay... Claiming to be 6Feet 7Inches Tall and weighing over 300 Pounds... Accompanied by the Sexy Spider AJ Lee... He is very Nice! Very Evil! DAAAAANHAAAUUUSEEEEEEEEN"
Mit ausgebreiteten Armen, die in der einen Hand ein Glaß voll dutzende Zähne und in der anderen Hand einen riesigen Nagel halten, präsentiert sich Danhausen auf der Stage und beginnt seine Schritte in Richtung Ring.
Und direkt an seiner Seite hoppelt, wie Matthew bereits angekündigt hat, seine bezaubernde und süße Managerin AJ Lee. Doch weis jeder hier in der Halle, dass dieser Schein sehr stark täuscht. Denn auch wenn hier AJ Lee aussieht, wie das süße kleine Mädchen und Danhausen wirkt, wie der finstere Lord der Unterwelt, den man nicht über den Weg laufen möchte, weis jeder Zuschauer der C2C, dass es genau anders herum ist. AJ Lees Herz ist so dreckig, wie der Schmelz auf den Zähnen in Danhausens Glaß, während er selbst der mit Abstand größte Publikumsliebling des hiesigen Rosters ist. Doch ob sich dieser Liebling heute Abend auch im Ring beweisen kann, werden wir noch sehen.
Während AJ einen der Worker dazu auffordert, Danhausens Umhang zu nehmen, weil sie so etwas garantiert niemals selbst machen würde, besteigen die beiden anschließend den Ring. In der Mitte posiert Danhausen noch für die Billionen Fanhausens dort draußen, die jeden Tag zu ihm aufsehen und ihn lieben wie Omas Mandarinenkuchen, während AJ Lee ihm noch einige Taktiken und Tipps ins Ohr zu spricht, worauf er in diesem Match aufpassen muss. Dann erlischt so langsam die Musik und die Beleuchtung wird wieder etwas heller!
L ... A ... Knight
Die Theme von LA Knight wird den Menschen in der Halle mit voller Dröhnung um die Ohren gehauen. Dementsprechend laut jubeln die Fans, als sich Knight in voller Pracht präsentiert. Pants und Boots sitzen eh schon wie angegossen, dazu trägt er noch eine farblich abgestimmte Weste. Der Dunkelhaarige marschiert schnurstracks in Richtung des Ringes. Dabei nimmt er die Reaktionen um sich herum wahr. Knight weiß zu schätzen, dass die Fans hinter ihm stehen, auch wenn man das seiner stoisch-fokussierten Miene nicht unbedingt ansieht.
Matthew Rehwoldt:"And his Opponent... from Los Angeles, Calofornia... weighing in at 240 pounds... L...A...Knight!"
Fans:YEAH!!!
Am Ring angekommen springt er auf das Apron, rutscht dort ein paar Zentimeter auf dem Knie zurück und steht in einer flüssigen Bewegung wieder auf. So entert der ehemalige Eli Drake den Turnbuckle und setzt sich auf die Polsterung. Die Arme gehen zum Posing in die Höhe, bevor er Dunkelhaarige den Ring betritt. Ohne zu zögern steuert er die gegenüberliegende Ecke an und besteigt auch diese. Jetzt hat er die Zuschauer fest im Blick und auch im Griff. Hier gibt Knight ihnen vor, was sie tun und sagen müssen. Wie ein Dirigent schwingt er seinen Finger...und die Menschen in der Halle reagieren darauf...
LA Knight:WITH EVERBODY SAYIN'...
Fans:L...A...KNIGHT! YEAH!
LA Knight:Yeeeeaaaah!
Zufrieden nickt er dem Auditorium zu und springt auf die Matte. Die Weste legt er ab und zeigt sich bereit für das kommende Match.
DING DING DING
Danhausen tänzelt um Knight herum, hebt beschwichtigend die Hände, als wolle er einen Test of Strength anbieten. Knight schaut ihn kurz an, schnaubt – und schlägt Danhausen eiskalt mit einem Forearm nieder. Danhausen kracht auf die Matte, rollt sich sofort nach draußen und schaut empört zurück in den Ring. Knight lehnt sich lässig in die Seile. Danhausen steigt wieder in den Ring, diesmal vorsichtiger. Er versucht erneut, Knight mit kleinen Mindgames zu provozieren, Fingerbewegungen, übertriebene Mimik, ein Flüstern Richtung Knight. Doch dieser lässt sich nicht beirren. Plötzlich explodiert Knight nach vorne, Clothesline! Danhausen geht erneut zu Boden. Knight hebt ihn hoch, wirft ihn in die Ecke, folgt mit einem Running Knee, dann ein Snapmare und ein Running Elbow Drop. Frühes Cover.
ONE
TWO
Kickout!
Knight nickt anerkennend, bleibt aber dominant. Danhausen findet ins Match! Knight setzt Danhausen mit einem Headlock zu, zieht ihn immer wieder auf die Matte. Danhausen windet sich, nutzt schließlich einen schnellen Jawbreaker, der Knight zurücktaumeln lässt. Danhausen nutzt den Moment: Low Dropkick ans Knie! Noch einer! Knight stolpert. Danhausen springt auf das zweite Seil, Missile Dropkick! Die Crowd reagiert laut. Danhausen setzt nach, schlägt mit offenen Handflächen auf Knights Brust ein, feuert sich selbst an und zeigt einen Basement Dropkick, der Knight erneut zu Boden schickt. Cover!
ONE
TWO
Kickout!
Danhausen schaut kurz zum Referee, dann zur Crowd, als wolle er sagen: „Fast!“ Momentumwechsel! Danhausen versucht, Knight hochzuziehen, doch Knight explodiert plötzlich mit einem Short-Arm Clothesline, der Danhausen beinahe den Kopf abreißt. Knight schüttelt den Arm aus, zieht Danhausen hoch: Russian Leg Sweep! Leaping Elbow Drop! Knee Drop direkt ins Gesicht! Knight stellt sich breitbeinig über Danhausen. Er hebt Danhausen hoch für den BFT, doch Danhausen rutscht heraus, stößt Knight in die Seile! Sunset Flip!
ONE
TWO
Knight kickt aus und rollt direkt durch! Beide Männer kommen hoch, Big Boot von Knight! Danhausen geht zu Boden, bleibt liegen. Knight spürt, dass das Match sich dem Ende nähert. Chaos kündigt sich an Knight hebt Danhausen erneut hoch, hebt ihn auf die Schultern, Fireman’s Carry, doch Danhausen rutscht erneut heraus, tritt Knight gegen das Knie und rollt ihn blitzschnell ein!
ONE
TWO
KICKOUT!
Knight springt wütend auf. Der Referee steht zwischen beiden. Plötzlich verändert sich die Stimmung in der Halle. Ein Raunen geht durch die Crowd. Die Kamera schwenkt zur Stage. LOGAN PAUL ERSCHEINT! Logan Paul kommt mit schnellen Schritten die Rampe herunter. Kein Mikrofon. Kein großes Gehabe. Nur ein kalter Blick Richtung Ring. Der Referee dreht sich um und schreit ihm entgegen, er solle zurückbleiben. Knight steht in der Ringmitte, ruft Logan etwas zu, Danhausen richtet sich langsam in der Ecke auf. Logan springt plötzlich auf den Apron. Der Referee versucht, ihn aufzuhalten. UND DANN, Logan stößt sich ab. DOUBLE FLYING DROPKICK!!! Logan Paul fliegt durch die Luft und trifft LA Knight und Danhausen gleichzeitig, reißt beide brutal von den Beinen! Beide krachen auf die Matte. Die Halle explodiert, Buhrufe, Schreie, Chaos. Double Disqualification! Der Referee ruft sofort nach der Glocke, zeigt auf Logan Paul und signalisiert das Ende.
DING DING DING
Der Ringsprecher bestätigt: Dieses Match endet durch DOUBLE DISQUALIFICATION! Logan Paul steht grinsend im Ring, breitet die Arme aus und blickt auf die beiden gefallenen Männer hinab. Knight rollt sich wütend aus dem Ring, hält sich den Rücken. Danhausen sitzt aufrecht, starrt Logan fassungslos an,
Neid, Wut und Frustration im Gesicht. Logan verlässt den Ring, während Offizielle herbeieilen. Danhausen und LA Knight haben sich nicht besiegt. Doch beide wurden beraubt. Und eines ist klar: Diese Geschichte ist noch lange nicht vorbei.
Die Kamera fährt einmal quer durch die Arena hier in Torreon und zeigt die impulsiven, mexikanischen Fans, die mit ihrem südamerikanischen Flair das gewisse Etwas verbreitet. Die Fans sind schon gespannt auf das, was als nächstes kommt und lange müssen die Fans auch nicht warten, denn Sekunden später erklingen bekannte Klänge von aufeinanderprallenden Schwertern, was nur eines bedeuten konnte.
Die Fans springen von ihren Sitzen auf und jubeln direkt los, als die Theme des schottischen Kriegers, Drew McIntyre erklingt. Letzte Woche in Monterrey war der Schotte nicht vor Ort und Niemand wusste so genau, wo sich dieser befand. Allerdings konnte man ihm nicht böse sein, wenn man bedenkt, was Drew vor zwei Wochen erfahren hatte. Die Entführer von Liv Morgan hatten ein Gesicht bekommen: Isla Dawn schien Diejenige zu sein, die Liv verschleppt hatte. Vielen Fans, auch hier in Mexiko, werden diese Bilder noch immer im Kopf geblieben sein, wie Liv, gefesselt, gezeichnet, versuchte, Isla Kontra zu geben. Aber genau diese Bilder waren es, welche Drew trafen und es kamen Gerüchte auf, das McIntyre kurz davor stand, etwas in sich zum Leben zu erwecken, was dieser für immer verschlossen halten wollte. Doch das war jetzt erst mal Nebensache, denn nun erschien der Hüne auch auf der Stage, was dazu führte, das die Fans überwiegend positive Gesänge für den Schotten übrig hatten.
Matthew Rehwoldt:"Ladies and Gentlemen...please welcome...The scottish Warriorrrrr... DREWWWW MMMCINTYREEEEEE!"
Erneuter Jubel hallt durch die Arena und Drew blieb zunächst auf der Stage stehen. In seiner Hand hatte er, wie zuletzt auch, den One Shot at Glory Koffer von Liv und sein Blick wandert durch die Arena. Kein Lächeln, keine Reaktionen...nur dieser kalte, tunnelartige Blick, der nichts gutes verheißen sollte. Er war geladen, das konnte man Ihm ansehen. Dann geht sein Blick wieder in Richtung Ring und mit schnellen Schritten machte er sich auf, die Rampe hinunter. Kein Blickkontakt mit Fans, kein abklatschen. In diesem Moment war es besser, den Schotten nicht zu nahe zu treten.
Im Ring angekommen lässt er sich sofort ein Mikrofon reichen. Doch zunächst blieb er still. Nur der Jubel der Fans war weiter zu hören. Sein Blick richtet er dann auf den Koffer von Liv, ehe er diesen zu Boden stellt. Sein Kopf nach unten gerichtet. Schwer atmend blickte er auf den Ringboden, bis er dann doch das Mikro langsam erhebt.
Drew McIntyre „Isla Dawn...“
Die Erwähnung dieses Namens reichte schon, das die Fans dies mit Buhrufen kommentierten. Anscheinend kommt es auch bei den Fans nicht gut an, was die Landsfrau von Drew getan hatte. Aber alleine schon am Tonfall, wie Drew diesen Namen sagte, zeigte deutlich, was er von Isla hielt. Langsam hob Drew seinen Kopf und blickte sofort mitten in die Kamera, sein Blick versprühte eine gewisse Dunkelheit, was kurz ein Raunen durch die Arena folgen ließ.
Drew McIntyre „Ich hoffe, du schaust in diesem Moment ganz genau zu...denn ich habe dir einiges zu sagen...Du hast einen Fehler gemacht. Einen gewaltigen Fehler. “
Eine kurze Pause folgte, man konnte Drew ansehen, das sein Atmen schwerer und schwerer wurde. Er kämpfte mit sich und seinen Gefühlen. Doch hier und jetzt wollte er keine Schwäche zeigen. Er wollte Isla deutlich machen, das Sie etwas bei Ihm erreicht hatte.
Drew McIntyre „Du hast nicht nur Liv entführt...sondern auch jemanden, wen ich als eine wichtige Person für mich ansehe. Und warum? Weil du mit Mächten spielen willst, denen du selber nicht gewachsen bist...aber genau das merkst du selber nicht...Liv hat mehr Kriege in ihrem Inneren geführt, als du jemals verstehen wirst...Und jetzt glaubst du ernsthaft, das du der Hexenmeister sein wirst, der darüber entscheidet, wann Jemand seine inneren Dämonen erwachen lässt? “
Drews Blick bleibt weiter auf die Kamera fixiert, als wolle er Isla durch diese Kamera durchbohren. Ob Sie ihm zuschaute, wusste er nicht. Aber etwas in Ihm sagte Ihm, das es der Fall sein würde. Man hört sein Atmen durch das Mikrofon, und trotzdem bleibt seine Stimmlage ruhig und dennoch gab es da etwas, was man nur schwer definieren konnte.
Drew McIntyre „Du willst Kali sehen? Du willst Liv brechen, sie zwingen, etwas loszulassen, wofür sie jeden einzelnen Tag gekämpft hat, um es unter Kontrolle zu halten? Liv hat ihr ganzes Leben mit Angst gelebt. Mit Stimmen im Kopf. Mit Schatten in der Seele. Mit einem Dämon namens Kali, der jeden Tag an ihre Tür klopft und fragt, ob heute der Tag ist, an dem sie aufgibt.“
Erneut eine Pause, ein kurzes Lächeln, gefolgt von einem Kopfschütteln. Es ist für Drew verdammt schwer gerade, nicht komplett auszurasten, das konnte man Ihm sehr gut ansehen. Er sucht die richtigen Worte, Worte, die Ihn selber nicht direkt triggern.
Drew McIntyre „Aber weißt du, was sie getan hat? Sie hat Nein gesagt. Immer wieder hat Sie Kali die Stirn geboten. Und jetzt kommst du und glaubst, das du Diejenige bist, die entscheidet, wann Liv bricht? Du willst Kali entfesseln? Du willst sehen, was passiert, wenn Liv die letzte Kette sprengt? Du willst Liv brechen, sie zwingen, etwas loszulassen, wofür sie jeden einzelnen Tag gekämpft hat, um es unter Kontrolle zu halten?“
Seine Stimme bleibt weiter direkt und tief. Sein Blick wandert nicht von der Kamera weg. Er will sicher gehen, das Isla Ihm genau zusieht.
Drew McIntyre „Wenn das passiert...dann hast du, Isla, Blut an deinen Händen. Ich gebe dir hier diese eine Chance. Liv gehört zu den wichtigsten Menschen für mich und für diese gehe ich durch die Hölle. Lasse Liv frei, unversehrt, ungebrochen, unverletzt. Oder ich verspreche dir…der Dämon, den du heraufbeschwören willst, wird nicht Kali sein. “
Ein weiteres Rauen geht durch die Arena als Drew die letzten Worte von sich gab. In seinem Gesicht ist Wut zu erkennen, er atmet noch schwerer wie zuvor, eine leichte Röte zeichnet sich in seinem Gesicht ab ehe er noch einen weiteren Schritt näher an die Kamera herangeht.
Drew McIntyre „Sondern etwas, was übrig bleibt, wenn man MICH dazu zwingt, ein Monster zu werden.“
Mit Nachdruck kommen diese Worte aus der Kehle des Hünen und jedem Fan dürfte klar sein, was dieser damit gemeint hatte. Er wollte es unterdrücken, doch anscheinend sieht Drew keine andere Wahl, als seine inneren Grenzen zu überschreiten, um sein Ziel, Liv Morgan zu retten, zu erreichen. Er senkt das Mikro, blickt wütend in die Kamera. In diesem Moment sollte Niemand auf die Idee kommen, den Schotten blöd von der Seite anzumachen. Er greift sich den Koffer und will den Ring verlassen, doch er stoppt, blickt auf den Koffer und wieder zurück zur Kamera.
Drew McIntyre „Und Liv…Falls du das hier siehst oder sie dich zwingt zuzuhören. Hör mir zu... Isla will, dass du glaubst, du wärst zerbrochen. Dass Kali stärker ist als du.
Dass du nachgeben musst, um zu überleben... Das ist eine Lüge. Du hast jeden Tag bewiesen, dass du stärker bist als die Dunkelheit in dir.“
Diese Worte waren sanfter als eben und dennoch trafen Ihn diese Worte innerlich. Er baut sich wieder vor der Kamera auf, seine Körperhaltung wirkt fast schon beschützend. Ein Zeichen in Richtung Liv.
Drew McIntyre „Was auch immer sie dir zeigt. Was auch immer sie dir zuflüstert. Was auch immer sie versucht, aus dir herauszuzwingen…Halte durch, kämpfe und gebe NIEMALS nach!“
Kurze Pause und die Fans lassen Jubel hören, die Drews Worte unterstützen. Denn auch den fans scheint Liv zu fehlen und Drew war bisher der Einzige, der den Kampf starten will, die Blondine zu retten.
Drew McIntyre „Denn ich komme um dich zu retten. Und ich schwöre dir, Liv...Bevor Kali je wieder die Kontrolle bekommt oder bevor Isla auch nur glaubt, sie hätte gewonnen...werde ICH zwischen dir und der Dunkelheit stehen. Und das ist nicht nur ein Versprechen...das ist eine Garantie!“
Und mit diesen Worten wirft er das Mikro mit Wut beiseite und die Fans honorieren diese Ansprache mit lautem Jubel. Die Theme des Schotten wird eingespielt und McIntyre verlässt den Ring mit einem klaren Ziel in seinen Augen: Liv Morgan aus den Fängen der Hexe Isla Dawn zu befreien. Die Spielchen sind vorbei und genau dies hat Drew hiermit klar gemacht.
Pat McAfee:"Also das nenne ich mal eine Ansprache...und ich möchte nicht in Islas Haut stecken."
Cathy Kelley:"Auch wenn ich es nicht gut heißen kann, hat Drew wohl keine andere Möglichkeit. Er muss Feuer mit Feuer bekämpfen und er hat keine Lust mehr auf irgendwelche Spielchen..."
Wade Barrett:"Verletzte niemals die Ehre eines Briten, das müsste Isla am besten wissen."
MATCH 4 SINGLES MATCH
Jon Moxley vs. Christian Cage Writer:Michi
Die Halle verdunkelt sich, während ein bedrohlicher Beat durch die Lautsprecher dröhnt. Plötzlich durchzuckt ein grelles Licht die Dunkelheit, und der charakteristische Schriftzug "Christian Cage" flackert auf den LED-Wänden. Die Menge bricht in Jubel aus, als die Gitarrenriffs von Christians unverkennbarem Theme "My Last Breath" ertönen.
Durch den Rauch hindurch tritt Christian Cage hervor, gekleidet in seinem charakteristischen Outfit, das Stil und Coolness ausstrahlt. Turtlenecks, kommen nie aus der Mode. Die Fans erheben sich, während er selbstbewusst die Rampe entlangschreitet, mit einem fokussierten Blick auf den Ring. Sein Gesichtsausdruck zeigt Entschlossenheit und die Bereitschaft für das Bevorstehende.
Christian macht vor dem Ring Halt, hebt seine Hände zu den berühmten "CC" und lässt den Moment auf sich wirken. Die Menge, angeheizt durch die Energie des Moments, singt den Refrain seines Themes mit. Christian setzt seinen Weg zum Ring fort, nimmt die Treppen mit einer Selbstverständlichkeit, die Jahre Erfahrung repräsentiert, und betritt dann den Ring.
Matthew Rehwoldt:"Making his way to the Ring... from Toronto, Ontario, Canada... weighing in at 227 pounds.. he is the instant classic.. CHRISTIAAAAAAAAAAAN CAAAAAAAAAAAGE!"
Im Ring steht Christian Cage, bereit für die Herausforderung, die vor ihm liegt. Die Menge jubelt weiter, und Christian nimmt sich einen Moment, um die Energie der Fans aufzusaugen. Sein Blick ist auf die Rampe gerichtet, und die Spannung steigt. Das charakteristische Theme verblasst langsam, während Christian sich vorbereitet.
Mit dem folgendem Video kündigt sich auch gleich ein Superstar an, welcher nicht unberechenbarerer sein kann. Die Fans verhalten sich durchaus positiv und fangen auch stellenweise an zu jubeln. Die Kamera schwenkt durch die Arena, denn jeder weiß, das MOX nicht den üblichen Weg zum Ring wählen würde. Schließlich erkennt die Kamera den Superstar, wie er seinen Weg durch die Fanreihen bahnt und dabei die Stufen mit schnellen Schritten hinter sich bringt.
Matthew Rehwoldt:"Making his way to the Ring... from Cincinnati, Ohio... weighing in at 225 pounds.. JONNNNNNN MOXLEYYYYYYYYY!!"
Mit einigen Fans klatscht er dann auch ab und kommt langsam aber sicher an die Absperrung an, welche er locker überspringt und noch einmal um den Ring marschiert, ehe er sich in diesen hineinrollt. Eine der Ringecken wird bestiegen und kurz werden die Fans noch einmal angeheizt.
Nun konzentriert er sich aber auf seinen Gegner, welcher noch unwissend ist, was hier auf ihn zukommen könnte.
Warnung! Spoiler!
DING DING DING
Schon beim Ertönen des Gongs liegt Spannung in der Luft. Christian Cage geht das Match taktisch an, bleibt auf Distanz und zwingt Jon Moxley, ihm hinterherzulaufen. Immer wieder zieht Christian sich aus dem Staub, lässt Moxley ins Leere schlagen und nutzt jede Öffnung für gezielte Treffer gegen Kopf und Knie. Ein schneller Roll-up und ein harter DDT bringen Christian früh einen ersten Two-Count und zeigen, dass er hier nicht als Opfer angetreten ist, sondern als ernstzunehmender Gegner.
Moxley wirkt zunehmend gereizt. Nach einem weiteren unfairen Trick, als Christian den Lunatic an der Hose zu Boden reißt, explodiert er förmlich. Mit einer Serie von Lariats und harten Shoulder Tackles reißt er das Momentum an sich. Christian wird in die Ecke gedrängt, frisst Chops und Forearms, bis er sich nur noch mit letzter Kraft aus dem Ring retten kann. Doch selbst dort findet er keine Pause, denn Moxley folgt ihm gnadenlos und schleudert ihn mit voller Wucht gegen die Ringtreppe. Die Fans feuern den Lunatic lautstark an, während Jon Cage weiter bearbeitet.
Zurück im Ring übernimmt Christian erneut die Kontrolle, indem er Moxleys Aggressivität gegen ihn nutzt. Ein gezielter Neckbreaker, gefolgt von einem Inverted DDT, lässt die Fans kurz den Atem anhalten. Es war natürlich klar, das Christian kein leichter Gegner werden wird. Christian setzt nach, arbeitet weiter am Nacken, offenbar mit dem klaren Ziel, den Paradigm Shift unmöglich zu machen. Denn mit einem lädierten Nacken, lässt es sich nicht so einfach kämpfen. Nach einem harten DDT ein weiterer Pinversuch:
ONE...TWO...Kickout von Moxley!
Das Match kippt endgültig, als Christian zu lange zögert und Moxley ihm aus dem Nichts mit einem brutalen Elbow Smash ins Gesicht fährt. Beide stehen wackelig, tauschen Schläge im Zentrum des Rings aus, bis Moxley die Oberhand gewinnt. Ein Suplex, ein Knee Strike und schließlich ein Spinebuster, recht selten bei Jon Moxley zu sehen, bringen die Halle zum Kochen. Christian versucht verzweifelt, sich erneut in einen Killswitch zu retten, doch Moxley blockt, dreht sich heraus und zieht ihn gnadenlos zu Boden. Mit einem letzten, entschlossenen Ruck setzt Moxley den Paradigm Shift durch. Kein Zögern, dafür sofort das Cover.
ONE...TWO...THREEEEEE!!!!!
DIING DING DING
Jon Moxley besiegt Christian Cage via Pinfall nach dem Paradigm Shift (8:31 Min)
Here is your winner by Pinfall: JON MOXLEYYYYY!
Jon Moxley kniet nach dem Match schwer atmend im Ring, gezeichnet vom Kampf, aber eindeutig als Sieger. Christian Cage bleibt regungslos liegen, geschlagen von der rohen Intensität seines Gegners. Während Moxley unter lautem Jubel aufsteht, ist klar: Dieser Sieg war nicht schön, nicht sauber aber es war ein Zeichen in Richtung Roman Reigns und die Bloodline.
Pat McAfee:"Glückwunsch an Mox, ein beeindruckender Sieg und wichtig um Roman ein Signal zu senden."
Cathy Kelley:"Definitiv. Ich denke, das Roman sich dieses Match angeschaut hat. Jon zeigt seine Präsenz, das ist wichtig."
Wade Barrett:"Ich hoffe ja, das diese Beiden beim Special endlich sich gegenüberstehen werden. Jon könnte durchaus eine ernste Gefahr für den Tribal Chief werden."
Here is your winner by xyz: XYZ!
Die Luft roch nach Metall, Schweiß und dem billigen Desinfektionsmittel, das die Roadies überall versprühten. Becky stand mit dem Rücken zum Gang gewandt an einer der großen schwarzen Equipment-Boxen, die Lederjacke über den Schultern, aber nicht richtig zugezogen – als hätte sie vergessen, den Reißverschluss hochzuziehen. Das schwarze Ring-Outfit darunter saß perfekt, die Boots glänzten noch, als hätte jemand sie vorhin poliert. Nur ihre Hände passten nicht ins Bild. Sie sah aus, als hätte sie seit Tagen nicht geschlafen – was stimmte.
Sie hielt das Handy mit beiden Händen, Daumen schwebend über dem Display. Der Chat mit Seth war offen – oder besser: die endlose Liste von Entwürfen. Kein einziger versendet. Seit Wochen. Manche Nachrichten waren nur ein Satz lang, andere brachen nach drei Zeilen ab, als hätte sie mittendrin die Kraft verloren.
„Ich weiß nicht mehr, wie ich das machen soll, wir müssen reden.“
„Sag unserem Baby bitte… .“
„Unsere endlosen Diskussionen führen zu nichts und ich bin es satt… ich …“
„Ich hab heute jemanden zerstört. Und ich hab mich danach noch mehr gehasst.“
Der Cursor blinkte in der neuesten, unvollendeten Nachricht. Ihr Daumen wanderte zum Papierkorb-Symbol. Sie zögerte. Der Atem ging flach, als würde sie sich selbst dabei erwischen, etwas Verbotenes zu tun. - Ein dumpfer Schlag gegen ihre Schulter. Becky fuhr herum – zu schnell, zu ruckartig. Das Handy rutschte fast aus ihren Fingern.
Die Backstage Area war wie bei einer Rush Hour in einer Großstadt. Die Show war voll in Gange und trotzdem sah man einige Mitarbeiter eilig durch den Korridor rennen. Hier und dort sah man Superstars, welche die Heute keine große Rolle auf der Card spielten oder welche die noch ihre Matches haben würden. Vier Matches waren bereits rum und die mexikanischen Fans machten eine verdammt gute Stimmung. Dann fing die Kamera auch einen Superstar ein, der gerade ein Match hinter sich hatte und die Fans begannen zu jubeln, als man diesen auch sah. Jon Moxley hatte sich gegen Christian Cage durchgesetzt und hatte so auch gleichzeitig eine stumme Nachricht an Roman Reigns und die Bloodline gerichtet.
Letzte Woche war Jon nicht vor Ort, dafür aber der Tribal Chief, der einige interessante Worte an Jon gerichtet hatte. Normalerweise sollte Jon diese Worte ernst nehmen, was er auch tat, aber nicht so, wie man es gedacht hätte. Er wirkte sehr locker, als er die Arena früher am Abend betrat. Vielleicht lag es daran, das er Roman verdammt gut kannte. Im Grunde war es ein Kampf gegen Windmühlen. Jon war alleine, die Bloodline war in der Überzahl. Aber etwas in Ihm sagte, das Roman, falls Jon und Er sich tatsächlich bald im Ring gegenüberstehen würden, auf die Hilfe der Bloodline verzichten würde. Und genau dieses Gefühl ließ den Lunatic lockerer wirken. Nicht das er Angst hätte, immerhin reden wir hier vom Lunatic.
Es nervte Jon schon ein wenig, das Roman und Er sich Woche für Woche nie wirklich über den Weg liefen. Er würde sich schon einmal mit dem großen Tribal Chief unterhalten, bevor man in die Schlacht ziehen würde. Lange war es nicht mehr zum nächsten Special. Jon musste nun also warten. Während der Lunatic also durch den Korridor lief, wurde er von einem Mitarbeiter angesprochen. Die Folge war, das Jon dabei rückwärts weiter den Gang entlanglief.
Das hatte dann leider zur Folge, das er nicht sah, was hinter ihm passierte oder wer in diesem Fall in seinem Weg stand. Es kam wie es kommen musste und er rempelte dabei, natürlich ungewollt, eine weiter Person an. Sofort dreht er sich natürlich auch um und kann dann im Augenwinkel erkennen, das er der Person das Smartphone dabei fast aus der Hand geschlagen hätte. Mit einem schnellen Reflex konnte Jon verhindern, das es auf dem Betonboden landete.
Jon Moxley "Woah...das war verdammt knapp....tut mir leid, war keine Absicht..."
Dabei sah er dann auch, das er mit einer alten Bekannten aneinander gerempelt war. Das Handy wurde der Dame dann wieder gereicht. Ja, Becky und Er hatten schon ein kleines Gespräch in einem Gym gehabt und dem Lunatic ist auch nicht entgangen, was Becky letzte Woche mit Indi angestellt hatte. Die Irin stand neben sich, mental, und trotzdem wich Jon nicht zurück. Kurz musterte er Lynch, dabei fiel ihm deutlich auf, das Becky auch Heute nicht unbedingt so fit aussah.
Jon Moxley "Verdammt, Becks...man könnte meinen, du hast eine Woche durchgemacht...."
Mit Mox’ Hilfe fing Becky das Handy gerade noch auf, bevor es wirklich zu Boden gehen konnte. Rasch nahm sie es wieder entgegen. Ihr Puls raste – nicht wegen des Stoßes, sondern weil sie in genau diesem Moment den Entwurf fast gelöscht hätte. Der Bildschirm war noch hell, der halbfertige Satz an Seth starrte sie an wie eine offene Wunde.
Sie hob den Kopf langsam, die Lederjacke rutschte ein Stück von der Schulter. Ihr Blick huschte nur kurz über den von Jon, als wolle sie verbergen, was er längst schon wusste. Es war leider unübersehbar, dass die letzten Tage, Wochen und vor allem Nächte ihre Spuren hinterlassen haben. Selbst das beste Make-Up konnte ihre rot entzündeten Augen nicht verbergen.
Becky Lynch: Ich… ich weiß. Die letzten Tage und Nächte waren zermürbend. Es fühlt sich alles so weit weg an und…
Sie stoppte und ließ ihren Satz ausklingen. Die Lippen presste sie zusammen, als hätte sie bereits zu viel gesagt. Dabei war Jon Moxley kein Unbekannter für sie, nicht hier und auch sonst nicht. Schließlich war Jon jemand, der über viele Monate mit Seth tourte und eben auch beide Seiten von freakin’ Rollins kannte. Doch Becky fühlte sich nicht wohl, ihn mit ihren Problemen zu behelligen, auch wenn diese offensichtlich waren.
Becky Lynch: Du bist bereits fertig für heute und konntest das gewünschte Zeichen setzen? Habe vernommen, dass Roman sehr stark letzte Woche seinen Platz untermauert hat. - Er ist einer der wenigen, die auch Seth respektierte. Ich meine, wenn er normal drauf war, so wie ich ihn eigentlich kannte. Ich vermute, im Inneren ist er immer noch…
Zum ersten Mal sprach Becky es ansatzweise aus, was sie zunehmend vermutete und unterteilt Seth in zwei Seiten. Die fürsorgliche, ruhige, behutsame Seite, so wie sie ihn kannte und liebte. Und eben die Seite vor ihr, eine Seite von Seth die alles andere als behutsam, ruhig oder gar fürsorglich war. Denn von verschiedenen Stimmen hörte sie immer wieder, wie egoistisch er war und wie oft er sogar Freundschaften riskierte.
Jon konnte sich nur grob vorstellen, was zur Zeit bei Becky auf privater Ebene alles so vorgehen würde. Zumal er selber kaum noch Kontakt zu Seth hatte, da Jon seit seinem Comeback zu c2c sich hier in der Company durchschlägt. Nicht an vorderster Front, um großes Gold, eher so an der Seitenlinie, abwartend, was auf ihn zukommen kann. Nun war es Reigns und seine Bloodline, die Jon ins Auge genommen hatte. Doch noch fehlte der letzte Kick, damit es zwischen Jon und Reigns implodieren würde.
Jon Moxley "Nun, ich würde lügen, wenn ich nicht hoffen würde, das Roman zugeschaut hat. Ich habe die Aufmerksamkeit der Bloodline und ich wollte zeigen, das man die Bloodline trotzdem gegenüberstehen kann. Ich muss halt warten ob Roman diese Vorlage nutzen wird. Wäre zu schade, sollte ich nicht die Möglichkeit bekommen, gegen Ihn anzutreten..."
Jon zuckt kurz mit seiner Schulter und Ihm blieb halt nichts anderes übrig, als zu warten, ob von Roman eine weitere Reaktion kommen würde. Jon war mutig genug, um sich der Übermacht zu stellen. Es sollte ein Zeichen sein, das man sich vom Tribal Chief nicht einschüchtern lassen sollte.
Jon Moxley "Eines muss ich dir lassen...obwohl du neben dir stehst, erfüllst du deinen Job. Auch wenn ich sagen muss, das das, was du mit Indi letzte Woche gemacht hast...naja. Es ist das eine, wenn man gereizt ist...wie man es rauslässt das andere. Ich kenne das nur zu gut, wenn ich auf meine Zeit zurückblicke, als ich damals hier war in c2c..."
Ausgerechnet ihr Match gegen Indi Hartwell nahm Jon zum Anlass ihr gut zu heißen, wie sie sich durchkämpfte? Das Match aus der Vorwoche nagte noch, wie sie vieles an Becky. Sie entschuldigte sich öffentlich bei Indi und was danach folgte… war ein kompletter Zusammenbruch. Eine Welle von Selbstzweifel, Kontrollverlust stieß sie einmal mehr in ein bodenloses Loch. Allein bei den aufkommenden Gedanken, fühlte sich Becky wieder so hilflos. Sie vergrub die Hände in ihren Jackentaschen, um das wiederkehrende Zittern zu verbergen. Auch ihr Blick wich dem von Mox aus.
Becky Lynch: Das Match gegen Indi, ja… es… es tut mir leid. Ich habe das so nicht gewollt. Es war nicht gut, nicht richtig und das bin ich nicht. Ich habe mit Indi kein Problem. Es war so surreal, ich fühlte rein gar nichts. Kein Schmerz, kein Adrenalin, es war so, als stünde ich komplett neben mir und würde alles von außen betrachten. Und danach… nein, ich habe mich nicht besser gefühlt, ganz im Gegenteil. Ich wollte den Schein wahren, als wäre alles normal… aber ich kann es nicht mehr, nicht so. Sieh mich an, ich bin ein Wrack. Ich hoffe nur ich kann gleich gegen Maritza es soweit hinbekommen, dass es für alle normal aussieht. Ein normales Match ohne große Besonderheit, einfach schnell über die Bühne bringen. Und…
Sie stockte mitten im Satz, “Und… dann?” Was war dann? Dabei realisierte auch Becky, dass danach leider immer noch alles so war wie jetzt auch. Die gleichen Probleme, dieselben Gedanken und dieselbe endlose Rad von absoluter Überforderung.
Es war schon ein komisches Gefühl, Becky so zu sehen. Vor allem, wenn man Sie auch privat kannte, so wie es Jon tat. Vielleicht brauchte die Irin einfach auch mal nur Ablenkung von all dem ganzen Stress. Aber sie musste nun mal ihrem Vertrag nachkommen. Das sie versuchen wollte, gegen Maritza einfach nur so abzuliefern, ohne das man danach wieder über Sie reden würde, als wäre sie ein Fremdkörper, war schon sehr beachtlich. Jon wusste, das Lynch im Ring eine Gegnerin war, die man respektieren musste und das sie Traummatches hinlegen konnte...aber das ging nur wenn Becky Becky war und nicht dieses, wie sie sich selber nannte, Wrack, was nun vor Jon stand.
Jon Moxley "Auf Dauer wird es deinen Ruf schädigen, wenn du das alles nicht in den Griff bekommst. Das klingt hart und du weißt das selber auch...Du bist ein wichtiges Puzzlestück für die Division hier bei c2c...Dies darfst du dir nicht verspielen."
Auch wenn Jon es nur nett meinte, waren dies Ratschläge, die Becky wohl selber schon durch den Kopf gegangen waren. Der Lunatic hatte selber solche Phasen durchgemacht, sei es damals bei c2c oder auch nachdem er die Liga verlassen hatte und irgendwo in den Indys umhergetingelt war. Er konnte sich bisher immer fangen und war jetzt in der besten Form seines Lebens. Lebensmüde war er aber immer noch, immerhin hat er der gesamten Bloodline den Krieg erklärt.
Jon Moxley "Pass auf...ich habe später nichts weiter vor. Roman und seine Stiefellecker sind Heute eh nicht hier. Vielleicht brauchst du einfach mal Ablenkung. Mein Angebot an dich: Wir treffen uns später im Parking Lot und suchen uns eine nette Bar, hier wird es schon die ein oder andere Bar geben, die man unsicher machen kann. Geht dann auch auf mich. Deal?"
Eine Ablenkung? Es war ein nett gemeinter Vorschlag von Mox, den man ihm so fast gar nicht zugetraut hätte. Nur für Becky sollte das gesamte C2C Abenteuer eine Ablenkung werden und es zog sie in einen unnachgiebigen Strudel des Chaos’. Hürden, die sie nicht einfach abarbeiten konnte. Jeder einzelne Punkt, und es waren mittlerweile viele Punkte, waren dabei, sie zu zermürben. So kam es nicht überraschend, dass sie ihren Blick senkte, ein trauriges Lächeln flog ihr über die Lippen.
Becky Lynch: Danke, aber… ich kann nicht mal mehr trinken, ohne alles hochkommen zu lassen.
Mit einem leichten, kaum zu bemerkenden Kopfschütteln lehnte sie die gut gemeinte Einladung ab. Nicht dass sie damit seine Gesellschaft ablehnte, sondern die Furcht, sie würde nach zwei kleinen Bier wieder komplett zerbrechen.
Becky Lynch: Ich glaube, mein Ruf ist bereits geschädigt, wenn du so willst. Aber das ist mir egal. Ich würde alles dafür tun, alles aufgeben, wenn ich die Zeit um nur ein halbes Jahr zurückdrehen könnte. Leider kann ich das nicht. In der Zeit wurden Dinge gesagt, getan und geschrieben, die man nicht zurücknehmen kann und aktuell…
War es wirklich vor einem halben Jahr besser? War dies der alte, der geläuterte Seth, war sie zu der Zeit glücklich und voller Selbstvertrauen bei dem, was sie tat? Becky zögerte, denn so wirklich konnte sie sich nicht daran erinnern, ob es wirklich besser war. Sie verwarf den Gedanken wieder und wollte sich gerade an Jon vorbei schieben, um nur dieser Situation zu entkommen. Es wurden zwei langsame Schritte von ihm weg, als sie sich nochmal zu ihm umdrehten.
Becky Lynch: Warst du schon mal in einer ähnlichen Situation? Das alles, über dich zusammenzubrechen droht, ohne dass du dich retten kannst? Du siehst wie alles bröckelt, doch dir fehlt die Kraft und die Möglichkeit es zu ändern. Diese fuckin’ Leere und Hilflosigkeit… ich glaube, ich habe in meinem Leben zu viele Rückschläge erlebt, die mich immer wieder an allem zweifeln lassen.
Es war eine mutige Frage, die sie offen an eine Kollegen stellte. Nur mit Jon Moxley hatte sie irgendwie das Gefühl, er könne sie zumindest ansatzweise verstehen. Und genau da hatte Sie sogar Recht. Viele erinnerten sich noch an den Moxley, als er seinen ersten Run in dieser Liga hatte, er war der harte Kerl, der gemieden wurde, weil man Angst hatte, das er jeder zeit ausflippen konnte. Heute war er der gleiche Lunatic wie damals, war aber mehr menschennah als sonst und zeichnete sich sogar darin aus, das er ein offenes Ohr hatte. Dies zeigte er zuletzt bei Giulia und deren Visionen rund um Myles. Leider ist die Japanerin derzeit außer Gefecht. Als Becky dem Lunatic dann diese Frage stellte, musste dieser nur schmunzeln.
Jon Moxley "Ich habe schon aufgehört zu zählen, wie oft ich in so einer Situation war, ehrlich. Aber wie du siehst, bin ich noch immer dieser kleine Bastard wie man mich kennt...aber ein Bastard mit einer kleinen, feinen Note, wenn du verstehst."
Jon hatte kein Problem damit, über sich selber zu scherzen. Er drehst seinen Körper wieder frontal zu Becky. Er konnte Ihr ansehen, das Sie einfach Probleme mit sich selbst hatte und er konnte sich durchaus vorstellen, das die Irin alles versuchen würde, um alles, was sie belasten würde, einfach beiseite werfen zu wollen. Aber er wusste von sich selbst, das dieses Vorhaben verdammt schwer, wenn nicht sogar unmöglich ist.
Jon Moxley "Ich habe viel durchgemacht...all die ganzen Deathmatches haben Narben bei mir hinterlassen, nicht nur äußerlich. Ich bin sehr oft auf die Schnauze gefallen...bin aber immer wieder aufgestanden und bin meinen Weg gegangen...vielleicht bin ich tatsächlich ein, zwei mal zu oft auf die Fresse gefallen, denn ich lege mich freiwillig mit der Bloodline an...das machen nur Leute, die den Sinn des Lebens vergessen haben."
Grinsend zuckt der Lunatic mit seinen Schultern. Er war nun mal wie er war, aber auch er musste aus Fehlern lernen, aus Stolpersteinen, die seinen Weg versperrten, musste er Lösungen finden, wie man diese umgehen konnte. genau das musste Becky jetzt auch tun.
Jon Moxley "Du darfst nur nicht zulassen, das dich deine Probleme langsam zermürben. Ich kenne dich sehr gut, Becks und ich weiß das du es schaffen wirst. Mein Angebot bleibt bestehen, wenn du irgendwann mal den Kopf frei haben möchtest. Ich bin immer erreichbar, außer ich bin gerade dabei der Bloodline in den Arsch zu treten."
Lächelt er in Richtung der Irin und nickt dieser noch einmal kurz zu. Er akzeptiert es, das Becky seine Einladung abgelehnt hatte, aber Sie sollte genau so merken, das Jon jederzeit ein offenes Ohr für Sie hatte. Fürs erste trennen sich die Wege dann auch der Beiden, als Jon sich mit einer Handgeste verabschiedet. Für Becky stand noch ein Match auf dem Programm während Jon sich einen netten Schlachtplan für Roman ausdenken lassen musste.
Pat McAfee:"Also es ist echt erstaunlich. Jon befindet sich mitten in den Kopfspielchen mit Roman, hat aber noch genug Raum, um Anderen zuzuhören."
Cathy Kelley:"Wenn man bedenkt, das es noch immer Mox ist, ist das ganze auch irgendwie komisch mit anzusehen."
Wade Barrett:"Nur weil man ein Bad Guy ist, heißt das nicht, das man sich um seine Mitmenschen kümmern kann."
Nach dem sich Jon Moxley mit Christian Cage auseinander setzen durfte, geht es Schlag auf Schlag weiter. Jetzt zeigt die Regie einen Ausschnitt aus dem Backstage Bereich. Dabei bleibet die Kamera gleich in Bewegung, da einer laufenden Person gefolgt wird. Es ist eine Frau in braunen Boots, einer schwarzen Jeans, einem dicken Gürtel und braunen, langen Haaren, die leicht wellig über Schultern und Rücken liegen. Langsam holt das Bild auf und umrundet sie. In der Halle ist kurz Jubel zu hören, als man eine Wrestlerin erkennt, die gut einen Monat nicht mehr bei Coast 2 Coast Wrestling zu sehen war. Fallon Henley ist zurück! Das Country Girl hatte sich eine Zeit zurückziehen müssen, da ihre Mum ihre Unterstützung gebraucht hatte. An sich kein Thema, da die Familie immer vorgeht. Andererseits musste sie Drew und Jimmy bei der Suche nach Liv alleine lassen, weswegen sie durchaus ein schlechtes Gewissen hat. Doch sie hat eine Entscheidung fällen müssen und steht auch dazu. Nun ist sie zurück und will noch helfen, wo sie helfen kann.
Eigentlich wollte sie ihren Freund in dessen Kabine aufsuchen, hat dann aber dessen sehr leidenschaftliche Promo mitbekommen, die McIntyre an die Entführerin, Isla Dawn, gerichtet hat. Dass Drew dabei emotional reagiert, kann Henley nachfühlen. Doch die ein oder andere Aussage macht der Brünetten durchaus Sorge. Immerhin kennt sie ja die Vorgeschichte des ehemaligen World Champions. Und was in diesem schlummert. Da muss sie mit ihm reden. Dank eines Tipps einer Mitarbeiters weiß Fallon, wo Drew zuletzt gesehen wurde. Und ja, genau da findet sie ihn auch.
Fallon Henley:Das war mal eine Ansage, hm? Wie geht es dir?
Die Promo die der Schotte vorhin gehalten hatte, spürte man noch immer. Viele Mitarbeiter gingen einen großen Bogen um Drew, denn in dieser Promo konnte man durchaus erkennen, das der Schotte eine tickende Zeitbombe war. Aber das war kein Zeichen, das man Ihn verachtet, eher konnten Ihn viele sogar verstehen. Es wirkt aber noch immer surreal, das so ein Hüne so verdammt zerbrechlich wirkte zuletzt. Und all das bedingt durch die Tatsache, das Isla Dawn Liv entführt hatte und Drew weiterhin die Hände gebunden waren. Er wusste nicht mal ob Isla überhaupt Kenntnis nehmen würde von seiner Ansprache. Aber für Ihn war klar: Er konnte nicht mehr einfach nur so rumsitzen, er musste tätig werden und er hat Isla deutlich gemacht, was er von Ihr verlangte.
trotzdem brauchte Drew nun seine Ruhe und zog sich zurück. An einen Ort wo kaum Jemand sich aufhalten würde. Er saß auf einer Kiste, ließ seine eigene Promo immer wieder durch seinen Kopf gehen. Der Koffer von Liv stand neben ihm, in seiner Hand der Armreif. Liv war stark, ja, aber die Zeit lief gegen Ihn. Er hatte Heute noch einen Fight gegen Raven und er versuchte zumindest für den Moment seinen inneren Dämonen wieder zurückzutreiben. Trotzdem würde man ihm weiter ansehen, das es in Ihm arbeitete.
Er wusste nicht, das er nicht lange alleine bleiben würde. Vielleicht war es doch ein Fehler, einem Mitarbeiter zu sagen wo er war. Eigentlich war dies nur ein Notfallplan, sollte er wirklich ausrasten und sich dabei sogar selber verletzen würde. Während er also weiter auf das Armband starrte, vernahm er eine weibliche Stimme. Eine bekannte, die er lange nicht mehr gehört hatte. Er hebt seinen Kopf und blickt in die Richtung von Fallon, seiner Freundin, welche zuletzt bei ihrer Mum war. Man konnte sagen das es zum Glück Fallon war, denn jeder Andere wäre in diesem Moment wohl zu einer falschen Zeit am falschen Ort. Er blickt wieder zu Boden, der Armreif fest in seiner hand.
Drew McIntyre „Ich...konnte einfach nicht mehr nur zusehen...ich muss handeln...sofort...“
Seine Stimme war leise, aber bestimmend. Man konnte sehr gut heraushören, das er brodelte. Dennoch gab es da etwas, was Ihn bisher, zum Glück, davon abhielt, einfach alles kurz und klein zu schlagen. War es die eigene Angst, das er vielleicht sogar Liv damit in Gefahr bringt? Der Hüne atmet tief durch, schaut kurz zur Seite, wieder zu Fallon. Auch wenn man es Ihm nicht gleich ansah, war er froh, das Henley wieder da war. Schließlich versuchte er die Aufmerksamkeit von sich abzuwenden. Ob es klappt, naja...
Drew McIntyre „Wie gehts deiner Mum?“
Fallon versucht sich nicht anmerken zu lassen, dass sie besorgt ist und setzt ein sanftes Lächeln auf. Sie geht zu Drew und setzt sich zu ihm auf die Kiste. Gut zwei Sekunden schweigt sie, bis sie eine Hand auf Drew's Pranken, und damit auch den Armreif. Mit ihrem Kopf lehnt sie sich an seine starke Schulter an. Einerseits weil sie die Nähe zu ihrem Freund vermisst hat - und andererseits weil sie das Gefühl hat, er könnte das jetzt gut gebrauchen.
Fallon Henley:Ihr geht es soweit gut und wieder besser. Auf der Farm läuft auch wieder alles seinen geregelten Gang. Ich soll dich auch lieb von ihr grüßen.
Dem ist sie nun nachgekommen. Wieder schweigt die Brünette für paar Sekunden. Ihren Oberkörper richtet sie nach vorne aus, um dem Schotten besser ins Gesicht sehen zu können. Jetzt kann sich Fallon nicht mehr gegen eine besorgte Miene währen. Natürlich könnte sie weiter darüber plaudern, wie die letzten Wochen bei ihr warn. Und sie hat den Eindruck, dass das Drew hier und jetzt vielleicht sogar lieber wäre. Doch Henley kann die Promo von vorhin nicht unerwähnt lassen. Auch, wenn man es pragmatisch sieht, sonst Zeit verloren gehen könnte, um Liv zu finden.
Fallon Henley:Also Isla Dawn, hm? Gut, dann hatte ich das mit den roten Haaren wohl richtig gesehen.
Wir erinnern uns - nach einem Match gegen Skye Blue wollte sich Fallon mit Liv treffen, die aber nicht mehr aufzufinden war. Das Country Girl hatte nur ein schreckliches Lachen gehört und gerade noch so eine Person mit roten Haaren gesehen. Nun weiß sie, dass es Isla Dawn war, die Morgan gerade eben entführt hatte.
Fallon Henley:Ich finde es gut, dass du Isla ganz offen die Stirn bietest. Sie soll ruhig Gegenwind spüren. Aber...schau, dass du dich dabei nicht selbst verlierst. So sehr es dich belastet...du brauchst trotzdem einen klaren Kopf. Wir brauchen einen klaren Kopf. Und wenn du nachgibst, dann...dann hat Isla schon halb gewonnen. Vielleicht ist es ja genau das, was sie möchte...dich so zu triggern.
Die Nähe zu Fallon war schon immer ein wichtiger Bestandteil für Drew gewesen. Das Country Girl schaffte etwas, was nicht viele schaffen konnten. Sie konnte Drew alleine durch ihre Präsenz beruhigen. Vielleicht kam sie zu einem richtigen Zeitpunkt zurück, wobei man aber Drew während seiner Promo angesehen hatte, das dieser bereit war, diesen Krieg zu führen. Er spürte die Nähe Fallons, ihre Berührungen. Ein schweres Atmen des Hünen ist zu hören.
Drew McIntyre „Auch, wenn es viele nicht verstehen oder verstehen wollen, warum ich mich so für Liv einsetze...Kaum einer weiß, warum Sie für mich so wichtig ist. Sie hatte sich damals nicht von mir abgewendet...Sie hat mir damit geholfen, das sie mir zugehört hatte und ich habe ihr geholfen, irgendwie mit Kali klar zu kommen. Meine Loyalität ihr gegenüber ist weiter vorhanden und ich muss sie aus den Fängen von Isla befreien...schaffe ich es nicht...will ich nicht wissen, was dann passiert. Jeder hat gesehen, zu was Kali im Stande ist...und auch, wenn du es nicht gerne hörst...bleibt mir wohl nichts anderes übrig..."Ihn" frei zu lassen...wenn auch nur für diese eine Aktion...aber genau das ist es mir wert...Wenn ich dadurch Liv befreien kann, nehme ich in Kauf, das "Er" toben darf...“
Natürlich wusste man, wovon Drew gerade sprach. Isla machte es Drew nicht einfach aber anscheinend gab es keine andere Möglichkeit. Ja, Fallon hatte Recht, denn die Gefahr war da, das Drew sich wirklich verlieren würde. Aber der Schotte wusste, auch wenn es schmerzen würde, das er alles dran setzen würde, das sein inneres Ich Ihn nicht von innen heraus zerstören wird. Zu sehr war er an Jimmy, Fallon und auch Liv gebunden. Alleine diese drei Personen waren es Wert, zu kämpfen. Aber natürlich blieb da auch die Frage: Aber was passiert, wenn Drew diese Kontrolle verliert?
Drew McIntyre „Ich...bin froh das du wieder da bist...und das du mich verstehst...“
Ja, Fallon versteht ihn. Sie weiß selbst wie wichtig einem Menschen werden können, die einen durch schlimme Zeiten begleitet haben. Auch deswegen hatte sie sich in den Schotten verliebt - weil er da war, als es kein Anderer war. Er war da und hatte sie aufgefangen, als es ihrer Oma immer schlechter ging und diese dann schließlich verstarb. Für Drew würde sie alles machen. Und Fallon muss zugeben, dass sie wohl selbst zur Furie werden könnte, sollte McIntyre mal in ernsthafter Gefahr schweben. Nur mit dem Unterschied, dass sie ihr inneres Gemüt wohl eher im Zaum halten könnte.
Fallon Henley:Natürlich! Ich weiß, was Liv für dich getan hat und wie viel sie dir bedeutet. Was Andere darüber denken, ist auch egal. Du weißt es, ich weiß es, Jimmy weiß es. Das reicht! Keiner von uns Drei will, dass Liv noch mehr passiert. Das werden wir verhindern...versprochen! Kali wird keine Möglichkeit bekommen, sich wieder ganz zu entfalten. Ich bin auch froh, wieder bei dir zu sein und dass ich wieder helfen kann.
Fallon rutscht von der Kiste runter und stellt sich direkt vor ihren Freund. Eine Hand legt sie auf eines seiner Knie, während sie mit der anderen vorsichtig über seine Wange streichelt. Die Brünette möchte ihm weiter Zuversicht schenken, auch wenn sie weiß, dass es natürlich nicht so einfach wird. Sie brauchen einen guten Plan...am besten so pragmatisch und nüchtern, wie es nur geht. Auch wenn das aus emotionaler Sicht viel verlangst ist. Jedoch kann sich das Country Girl vorstellen, dass gerade damit Isla am wenigsten rechnet. Nur...wie genau soll das aussehen. Seufzend hebt Fallon kurz die Schulter, konzentriert sich dann aber gleich wieder auf Drew.
Fallon Henley:Drew, sei bitte ehrlich. Wenn du "ihn" freilässt...schaffst du es dann auch wieder, ihn...naja, einzusperren? Kannst du dann wieder die Kontrolle erlangen?
Auch hier versteht sie den Schotten, dass er an einen Punkt angekommen ist, wo er kaum einen anderen Ausweg sieht. Doch sie befürchtet auch, dass Drew, vor lauter Sorge um Liv, innerlich zu vernagelt ist, um sich über die möglichen Konsequenzen seiner Entscheidungen klar zu sein. Daher fragt sie ihn mit Nachdruck, wie gut er einen möglichen Ausbruch kontrollieren könnte.
Diese Szene zeigte deutlich, wie wichtig Fallon für für Drew auf der emotionalen Ebene war. Die letzten Wochen, wo das Country Girl nicht in c2c anwesend war, hatte bei Drew deutliche Spuren hinterlassen. Einzig Jimmy konnte den Hünen noch einigermaßen davor bewahren, das McIntyre komplett den Verstand verloren würde. Aber auch Jimmy hatte gemerkt, das es wohl der beste Weg sein würde, wenn Drew sein inneres Ich freilässt, was die ganze Sache aber noch gefährlicher machte.
Fallon zeigte wieder sehr gut, das Sie ihren Freund verstand. Sie wusste, wie Drew zu Liv stand, sie hatte auch damals alles größtenteils mitbekommen und das Drew der Blondine seine ganze Loyalität zugesagt hatte, war kein Geheimnis. Aber auch Fallon hatte dann einige Zweifel hören lassen, sollte Drew wirklich im Kampf um Liv seinen inneren Dämonen freilassen. Besorgt schaute Drew dann zu Fallon hoch, ehe er dann Sekunden später aufstand. Eine Hand legte er auf Fallons Schulter.
Drew McIntyre „Ich werde dich nicht belügen...Ich kann dir auf diese Frage keine klare Antwort geben. Vielleicht schaffe ich es, vielleicht auch nicht. Aber ich habe keine andere Wahl...Isla muss spüren, das sie einen großen Fehler begangen hat...Aber eines kann ich dir versprechen...selbst wenn ich die Kontrolle verliere, werde ich weder dich, oder Liv oder Jimmy leiden lassen. Auch wenn "Er" meinen Verstand übernimmt, habe ich das Gefühl, das ich diejenigen, die mir etwas bedeuten, nicht verletzen werde...Lieber lasse ich es an mir selber aus, als euch da mit reinzuziehen...“
Hm, nicht unbedingt die Antwort, die Fallon beruhigt. Doch sie weiß es zu schätzen, dass Drew ihr gegenüber ehrlich bleiben möchte. Die Brünette spürt, dass er sich eben in diesem Zwiespalt befindet und eben diese Option wählt, die er als aller letzten Ausweg ansieht. So legt sie eine Hand auf Drew's, sieht ihn bitter lächelnd an und schüttelt einmal den Kopf. Mag sein, dass "Er" die Leute nicht verletzt, die dem Schotten so wichtig sind. Aber kann man sich da sicher sein? Wie war das mit Stephen? Und vor allem heißt das nicht, dass Henley es zulässt, dass McIntyre selbst darunter leiden will. So hebt sie den freien Zeigefinger, als wolle sie ihrem Freund drohen.
Fallon Henley:Wehe du kommst auf die Idee, dich dann selbst verletzen zu lassen! Dann kriegen wir Beide Ärger miteinander.
Sollte vielleicht auch als halber Spaß rüberkommen. Nur wirkt ihr Ton da eher bitter. Klar, sie möchte nicht, dass sich ihr Freund selbst in Gefahr begibt. Doch er hat sich etwas in den Kopf gesetzt, was er durchziehen möchte und auch durchziehen wird. Außer sie schaffen es irgendwie davor Liv zu befreien. Daran kann sich das Country Girl klammern. Vielleicht redet sie noch mit Jimmy und der hat noch eine Idee.
Fallon Henley:Gut, ich vertraue dir! Das weißt du! Aber wenn du "ihn" nicht stoppen kannst, dann mach' ich das! Dann hole ich dich wieder zurück!
So ambitioniert. Aber Fallon sieht Drew entschlossen in die Augen. Sie wird ihn da nicht alleine lassen. Aber dennoch wusste Fallon, das die nächsten Wochen womöglich sehr anstrengend werden würden. Nicht nur für Sie, auch für Drew. Drew blickt Fallon in die Augen. Er konnte ihre Angst erkennen, Angst, welche Sie nicht offen zeigte. Schließlich umarmte Drew Fallon, auch als Zeichen des Danks, das das Country Girl an seiner Seite war. Aber eine Frage blieb noch immer offen: Wie weit würde Drew tatsächlich gehen, um Liv aus den Händen Islas zu befreien, ohne dabei Morgan selber in große Gefahr zu bringen?
Pat McAfee:"Es ist ein verdammt großer Druck, der auf Drews Schultern lastet..."
Cathy Kelley:"Es wird ihm aber helfen, jetzt wo Fallon wieder an seiner Seite ist. Er braucht in seiner Situation einfach Jemanden, auf den er sich blind verlassen kann. In wie fern Sie dabei helfen kann, Liv zu befreien, muss man schauen."
Wade Barrett:"Wenn der Tag des Finales kommt, hoffe ich einfach, das Niemand großen Schaden nimmt."
MATCH 5 SINGLES MATCH
Becky Lynch vs. Maritza Janett Writer:Becky
Pat McAfee:"Kommen wir zu unserem nächsten Match an diesem Abend. Nach der systematischen Zerstörung von Indi Hartwell, müssen wir heute um Maritza Janett angst haben?" Cathy Kelley:"Nein Pat, das glaube ich nicht. Ich sehen es eher umgekehrt, dass wir uns Sorgen um Becky Lynch machen müssen. Die Frau ist nervlich am absoluten Limit. " Wade Barrett:"Das sehe ich auch so. Doch vielleicht kann sie sich mit diesem Match etwas ablenken. Und bei aller Liebe, auch eine halbe Becky Lynch sollte mit Maritza fertig werden."
Die Arena vibrierte noch vom vorherigen Match, als Maritza Janett bereits im Ring stand. Die junge Mexikanerin trug ihr typisches rot-weißes Outfit, die Haare zu einem hohen Pferdeschwanz gebunden, und pumpte die Menge mit beiden Armen hoch. Die Fans antworteten mit lautem Jubel – Heimvorteil pur. Matthew Rehwoldt kündigte sie an, die Crowd skandierte „¡Maritza! ¡Maritza!“.
Matthew Rehwoldt: “The following contest is scheduled for one fall. At first… from Los Angeles, California…the Serpent of Evil… MARITZA JANETT!”
Gebürtig in den Vereinigten Staaten, aber man merkte ihr an, dass ihre Wurzeln ganz klar südlich ihren Ursprung haben. Ihre Familie stammte aus breiten Teilen Mexikos und die Zuschauer wussten es. Sie bescheren der jungen Athletin einen donnernden Applaus und würden sie auch während des Matches gebührend unterstützen. - Dann dimmt sich das Licht herunter. Nur die ersten, vertrauten Akkorde von „Celtic Invasion“ fluten die Halle und die Menge reagierte sofort – ein Mix aus „BECK-Y!“-Chants und unsicheren, besorgten Rufen, bis hin zu vereinzelten Buhrufen erzeugte Becky mit ihrer bloßen Anwesenheit das komplette Spektrum an Reaktionen. Die Scheinwerfer bündelten sich auf der großen Bühne und fanden Becky Lynch.
Sie stand da, die Lederjacke über den Schultern, schwarzes Outfit darunter, die roten Haare wild und ungezähmt. Kein Grinsen. Kein High-Five auf dem Weg zum Ring. Keine Pose. Sie ging einfach die Rampe hinunter – langsam, fast mechanisch. Die Fans streckten die Hände aus, aber sie berührte keine davon.
Matthew Rehwoldt: “And her opponent… from Dublin, Irland… The Man… BECKY LYNCH!“
Becky stieg durch die Seile, ohne Eleganz, ohne Show. Sie zog die Jacke endgültig aus, warf sie achtlos in die Ecke und stellte sich in ihre Ecke. Kein Blick zur Crowd. Kein Arm hochreißen. Nur ein tiefer Atemzug, als müsste sie sich selbst daran erinnern, warum sie hier war.
Warnung! Spoiler!
*Ding Ding Ding*
Maritza kam sofort aggressiv. Sie wusste, dass Becky nicht in Bestform war – jeder in der Liga hatte die letzten Wochen gesehen. Ein schnelles Dropkick-Versuch, Becky duckte sich weg, konterte mit einem harten Forearm-Smash, der Maritza zurück taumeln ließ. Die Crowd keuchte auf – das war die Becky, die sie kannten. Präzise. Hart. Unnachgiebig.
Becky ließ nicht locker. Sie trieb Maritza in die Ecke, ein paar kurze, aber brutale Chops, dann ein Snap Suplex, der die Mexikanerin hart auf die Matte schmetterte. Kein Trash-Talk. Kein Grinsen. Nur Arbeit. Die Menge reagierte geteilt – Jubel von denen, die „The Man“ sehen wollten, besorgte Stille von denen, die spürten, dass etwas nicht stimmte.
Maritza versuchte ein Comeback – ein überraschender Hurricanrana aus der Ecke, Becky landete hart, rollte durch und war sofort wieder auf den Beinen. Ein Clothesline, dann ein Bexploder Suplex. Maritza blieb liegen. Becky stand darüber, atmete schwer – nicht vor Erschöpfung, sondern vor Anstrengung, sich selbst zusammenzuhalten.
Sie zog Maritza hoch, hakte den Arm ein, drehte sich einmal um die eigene Achse und traf einen kurzen Armdrag, der Maritza quer durch den Ring schleuderte. Die Menge jubelte auf – Becky war drin. Sie folgte sofort nach, zog Maritza wieder hoch, setzte einen kurzen DDT, dann einen zweiten. Maritza lag flach, Becky stieg auf das zweite Seil – ein kurzer Diving Elbow Drop landete sauber auf der Brust. Eins… zwei… Maritza kickte aus.
Becky zog sie sofort wieder hoch. Keine Pause. Kein Zögern. Sie drehte Maritza um, hakte beide Arme ein – ein Tiger Suplex mit Brücke. Die Brücke hielt. Eins… zwei… wieder Kickout. Die Crowd war jetzt voll dabei – „BECK-Y!“-Chants mischten sich mit „¡Vamos Maritza!“.
Becky stand auf, schüttelte kurz den Kopf, als wollte sie etwas abschütteln. Sie zog Maritza in die Mitte des Rings, schneller als ihre Gegnerin kam der Lowkick, Maritza fiel ihr geradezu entgegen und fand sich im Ansatz zum Man-Handle-Slam wieder. Becky agierte bislang wie im Autopilot und auch ihren Finisher dürfte sie problemlos ausüben können. Doch sie zögerte. Ihr Blick fixierte einen Punkt in der Menge. Genau auf Höhe ihres Blickfeldes, die mittleren Reihen des Untergangs, ließ sie versteinern. Eine gefühlte Ewigkeit hielt sie Maritza in dem Ansatz…
Pat McAfee:"Was ist los mit ihr? Warum wartet sie so lange?" Cathy Kelley:"Oh Becky tu es endlich, beende das Match." Wade Barrett:"Ich glaube hier geht gerade was anderes vor…"
Es vergeht viel Zeit, zu viel Zeit, als dass sich Maritza Janett nicht wehren würde. Sie realisiert ihre Chance und verpasst Becky einen harten Elbow Schlag gegen den Schläfe, einen zweiten und sogleich einen dritten hinterher. Lynch taumelt, hält sich den Kopf und gibt Maritza somit die einmalige Chance. Sie greift sich Becky und zieht ihren Janett Driver durch. - brutale Variante des Canadian Destroyer. Das Cover folgt direkt: 1…2…3!
*Ding Ding Ding*
Das Match ist aus und die gefühlte Lokalmatadorin konnte gegen einen der größten Namen im Business gewinnen. Die Ringglocke hallt noch nach, als die Menge an den Rängen wie eine Explosion ausbricht. Ein Jubel, als hätte sie gerade den World Titel gewonnen. Unterdessen verkündet Matthew Rehwoldt das offizielle Ergebnis.
Here is your winner by pinfall: MAAARITZA JANETTTTTT!
Währenddessen kümmert sich der Ringrichter um Becky Lynch. Sie liegt regungslos auf der Matte und starrt wie Weggetreten an die Hallendecke. Keine Bewegung. Kein Versuch, aufzustehen. Die Augen offen, aber leer. Ihre Gegnerin, mit der sie über das ganze Match hinweg kaum Probleme hatte, setzte zur Siegerrunde an, während Becky zurückblieb. Zurück im Staub, abgeschlagen, fern von allem.
Der Referee hatte bereits die Ärzte herbeigerufen, welche sogleich in den Ring eilten. Becky bewegte sich nicht. Nur ein leises, kaum hörbares Flüstern kam über ihre Lippen, als der Arzt sich über sie beugte:
Becky Lynch: …sie waren da… sie waren wirklich da…
Die Kamera zoomte langsam raus. Becky blieb liegen, umgeben von Lichtern und Lärm, die sie nicht mehr zu erreichen schienen.
MATCH 6 SINGLES MATCH
Isla Dawn vs. Leva Bates Writer:???
Warnung! Spoiler!
Isla Dawn gewinnt via Submission nach dem Witch´s Coven (9:53 Min)
Here is your winner by submission: ISLA DAWN!
CO - MAIN EVENT SINGLES MATCH
Drew McIntyre vs. Raven Writer:???
Raven steht bereits im Ring.
Die Halle wird leicht verdunkelt und durch diese Dunkelheit erklingt das Geräusch von aufeinanderprallendem Metall... wie Schwerter, die sich in einem gnadenlosen Duell treffen. Für die Fans in der Arena ist sofort klar, was das bedeutet…
Matthew Rehwoldt:"And his Opponent... from Ayr, Ayrshire, Scotland... weighing in at 275 pounds... Accompanied by the Mouth of the South Jimmyyy Hart...The scottish Warriorrrrr... DREWWWW MMMCINTYREEEEEE!"
Die Arena bebt! Die Fans springen von ihren Sitzen, während Drew McIntyre langsam und voller Stolz die Stage betritt – an seiner Seite Jimmy Hart, der wie ein wild gewordener Terrier mit seinem legendären Megafon umherfuchtelt. Jimmy feuert Drew lautstark an, brüllt in sein Megafon und hyped die Crowd, als wollte er ihnen persönlich befehlen, noch lauter zu werden. Auch Jimmy erntet hier durchaus sehr positive Reaktionen, denn er war jetzt kein Butler mehr, er war das, was er am Besten konnte: Ein Manager mit Herzblut. Drew bleibt auf der Stage stehen, blickt einmal entschlossen in die Kamera, während Jimmy neben ihm aufgeregt hin- und herspringt. Dann nimmt Drew seine erste imposante Pose ein, und in diesem Moment schießt ein gewaltiges Flammenmeer aus dem Boden – das Symbol des unbändigen Feuers, das in diesem schottischen Krieger brennt. Jimmy klatscht begeistert in die Hände, während Drew entschlossen weiter auf den Ring zuläuft.
Mit eisernem Blick richtet Drew seine Augen auf den Ring, bereit, den heutigen Kampf für sich zu entscheiden. Jimmy Hart läuft neben ihm, weiter das Megafon auf volle Lautstärke gestellt. Über die Ringtreppe betritt Drew den Ring. Jimmy bleibt draußen am Apron, brüllt weiter durch sein Megafon und heizt so weiter die Fans ein. Old School Jimmy Hart!
Drew klettert in der Zwischenzeit auf die Ringecke, reißt seine Arm in die Höhe und lässt die Fans eskalieren.
Zurück im Ring fixiert Drew seinen Blick auf seinen Gegner. Kein Lächeln, keine Spielchen, nur pure Entschlossenheit. Neben dem Ring steht Jimmy Hart, der ununterbrochen ins Megafon schreit und seinen Schützling noch einmal bis aufs Äußerste pusht. Drew ballt die Fäuste, sein Blick verengt sich, sein Atem wird schwerer. Der Scottish Warrior ist bereit. Jimmy Hart ist bereit. Doch ist sein Gegner auch bereit für das, was gleich kommt? Eines stand fest: Die Fans stehen hinter dem Schotten
Warnung! Spoiler!
In einem Klasse Match kann sich keiner der beiden durchsetzen und dieses endet am Ende in einem Time Limit Draw.
Due to the end of the Time Limit this match is a: DRAW!
Ein Thema überschattet die c2c schon seit einiger Zeit. Die Entführung von Liv Morgan. Erst gerade eben hatte Drew McIntyre zur erneuten Freilassung der blonden ehemaligen Championesse aufgerufen. Seine Ringansage fanden sicherlich so einiges Gehör. Die Frage ist nur, ob es die richtigen Ohren erreichte. Isla Dawn sollte diejenige sein, die zur Besinnung gebracht werden soll. Die kommenden Bilder werden uns aber genau das Gegenteil beweisen.
adarkwitch: ”HAHAHAHA…!”
Ein schrilles Hexenlachen schallt durch den Korridor des Backstage Bereichs. Doch dies ist längst noch nicht das Gruseligste. Das Licht beginnt zu flackern. Und je länger wir das Schauspiel beobachten, desto länger wird der Part der Dunkelheit. Bis es soweit ist, dass in der Dunkelheit einige Blitze dafür sorgen, dass wir folgende Szenen überhaupt verfolgen können.
Die roten Haare sind unverkennbar. Isla Dawn ist die Verursacherin dieser Atmosphäre. Ein schwarzes, Ärmelloses Oberteil aus Leder und ein grau-schwanz-roter Faltenrock fallen direkt an ihr auf. Schwere schwarze Boots mit roten Schuhbändern komplettieren das Outfit. Hinter ihr tauchen noch weitere Personen auf. Die orangehaarige Nami geht als erstes voran. Ihre Gesichtszüge wirken emotionslos und kühl. Es kann wohl mit Sicherheit gesagt werden, dass sie nicht freiwillig an der Seite der Schottin ist. Außerdem geht Buggy der Clown daneben. In seiner Hand hält er eine Leine. Und folgt man dieser Leine, so findet man niemand geringeres als Liv Morgan. Sie trägt einen verdreckten Jogginganzug. Auch ihre Haare sind verdreckt. Schuhe trägt sie keine. Die Blondine muss Barfuß den Weg gehen.
Isla Dawn: ”Diiiieser Drewww, HAHA!? Eiiiin Narr! Ich haaabe doch gesagt, Nami, er haaaat es nicht kapieeeert. EEEr nennt mich Heeeexenmeister, HAHAHA.”
Damit ist wohl klar, dass die Rothaarige die In-Ring Promo von Drew McIntyre soeben gesehen hat. Verängstigt wirkt Dawn jedoch nicht. Und, dass sie ihre Gefangene heute mit hier her bringt, damit hat auch niemand gerechnet. Hätte es die Runde gemacht, so hätte Drew versucht, sie zu befreien, statt im Ring mit Worten zu jonglieren. The Unholy Enchantress liebt es, mit Menschen zu spielen. Und damit will sie dem ehemaligen World Champion ein schlechtes Gewissen bereiten. Seine Liv war im Gebäude und er hat nichts getan, um ihr zu helfen…naaaw.
Der zweite Grund ist aber eine Frau namens Leva Bates. Ein Match, worin die Hexe eine Machtrolle demonstrieren möchte. Isla möchte nicht nur gewinnen, sie will ihre Gegnerin demütigen.
Isla Dawn: ”Wiiiie der dumme AAArsch guckeeen wiiiird…! Kööööstlich…! HAHA! Naaach der Deeemütigung an Leeeva, spaaazieren wir einfach wiiieder mit seiner Liebsten hier raaaaus…!”
Wenn es dabei bleiben wird, dass der Landsmann nicht checkt, dass Morgan hier ist. Und, wenn er sie nicht nach ihrem Match abfängt. Gut ist, dass Drew direkt nach ihr selbst ein Match hat. Somit hat er dafür keine Zeit.
Doch auf einmal bleibt sie stehen und alle machen es ihr nach. Isla legt den Kopf schief und beißt sich frech auf die Zungenspitze. Als die Kamera umschwenkt, sehen auch die Zuschauer den Grund. Women's World Championesse Toni Storm und Herausforderin Tiffany Stratton laufen gerade zufällig aufeinander zu.
Tiffany Stratton: ”ÜÜÜrrrgh…die baldige ehemalige Women's World Championesse! Gott sei Dank sind wir dich bald los…!”
So beginnt das Gespräch, worin eine gewisse Spannung entnommen werden darf. Für Isla ein willkommenes Fressen. Sie geht vor und gesellt sich dazu. Gefolgt von Nami und Buggy. Und natürlich Liv, unfreiwillig.
Isla Dawn: ”IIIch wüüürde mich nicht zu früüüüh freuen! Ich haaabe den Koffer, HAHA! IIIhhhr seid die nääächsten…!”
Hat Dawn tatsächlich vor, den Koffer der obLIVion Schwester einzusetzen? Oder spielt sie wieder nur? Schwer zu erahnen. Sie fuchtelt wild mit den Armen und greift sogar in ihr Haar. Es wirkt verrückt unkontrolliert. Und das breite Grinsen auf die schwarz bemalten Lippen weisen auf nichts Gutes hin.
Kameraschwenk auf das Gesicht der Women's Championesse. Schlimm genug, dass sie hier mal wieder Tiffany begegnen muss. Jetzt kommt auch noch Isla Dawn dazu, inklusive Anhang. Irritiert runzelt Toni Storm die Stirn und weiß zunächst nicht, wie sie reagieren soll. Schließlich sieht sie zunächst zu Tiffany - mit einer eiskalten Miene! Den Titel hält sie dabei fest auf der rechten Schulter.
Toni Storm:Jajaja...blaaaa...blaaaa! Spar die dein beschissenes Gelaber. Wir sehen uns beim Special, bis dahin muss ich deine Fresse nicht mehr sehen.
Gut, das ist mehr Wunschdenken von der Strong Zero City Lady, die einfach genug vom Rich Girl hat. Mit dieser will sie sich bis zum Match nicht mehr rumschlagen müssen, auch wenn Toni ahnt, dass das nicht so einfach wird. Die zwei Wochen können noch lange werden. Gut, also zu Isla Dawn, die sie nochmal genau in Augenschein nimmt. Da die Blonde die Promo von McIntyre gesehen hat, weiß auch sie, wer Liv Morgan entführt hat. Dementsprechend kann Isla nicht damit rechnen, dass Storm ihr irgendwie wohlgesonnen ist.
Toni Storm:Und was willst du jetzt hier? Einen Scheiß hast du! Erstens is's Liv die verdammte Kofferträgerin und zweitens hat Drew das Ding gerade bei sich. Apropos...so angepisst, wie er dank dir ist, würd' ich nicht so frei rumlaufen. Solltest vielleicht lieber...
Gerade wollte die Australierin dazu ansetzen Dawn aufzufordern, Liv einfach gehen zu lassen...da fällt ihr auf, dass hinter Buggy und Nami ja noch jemand steht. Und das ist doch Morgan! Toni reißt die Augen auf und macht einen Schritt nach rechts, um noch besser sehen zu können.
Toni Storm:Liv? Liv bist du das? Gott, alles ok? Wie geht es dir?
Selbst das Buff Barbie Doll hebt fragend die Augenbrauen, als der Name Liv fällt. Und jetzt kann man erleben, wie zwei Feindinnen, wie Toni und Tiffany für einen kurzen Moment zusammenrücken. Auch die Millionärstochter dreht sich zu Isla und mustert Liv im Hintergrund. Es ist so, dass Isla eine Bedrohung für alle sein kann. Und mit Liv kommt jemand zurück, die die Macht hatte, ihr in die Quere zu kommen. Und wenn Dawn in der Lage ist diesen Koffer einzusetzen, könnte der Plan zum Special in Gefahr sein.
Tiffany Stratton: ”Ja! Ist alles in Ordnung, Liv? Können wir dir...helfen?"
Diese Worte aus dem Mund von Tiffany Stratton? Doch es wirkt echt. Sie schaut sogar für einen Moment zu Storm. Ob sie sich sogar für diese Sache hier zusammen tun? Bedrohlich genug, sollten sie für Isla schon sein. Doch Morgan antwortet nicht. Keine Worte. Keine Reaktion. Liv's Blick richtet sich Richtung Boden. Sucht nichtmal Blickkontakt. Für Isla die Bestätigung, dass sie alles richtig macht. Es sorgt für Aufsehen, die Blondine als Gefangene durch den Backstage Bereich zu schleifen.
Isla Dawn: ”UUUnd iiiiich habe Liiiiv...!"
Flüstert die Schottin, nachdem sie näher an Storm und Stratton getreten ist. Gerade so laut, dass sie es verstehen können. Und natürlich lacht sie hinterher. Laut, schrill und böse, dass es der ganze Backstage Bereich hören sollte. Dann beugt sie ihren Oberkörper leicht nach vorn. Die beiden Arme Dawns, dienen nun dafür, das Gleichgewicht zu halten. Gleichzeitig wedelt sie aber so stark damit herum, dass es gruselig wirkt. Das flackernde Licht unterstützt den Gruselfaktor zusätzlich.
Isla Dawn: ”Also haaabe ich auch den Kooooffer! Waaas wollt iiihr schon dagegen uuuunternehmen? HAHA!!! Dreeeew steht gleich im Riiiing und hat leeeeeider niiiicht die Zeit Liiiiv zu reeeetten. Naaaaw!? Deeer aaarme Dreeeew!"
Tja. Aber auch sie selber hat gleich ein Match. Im Prinzip ist die Witch auf den Weg zur Gorilla Position und den Kampf gegen Leva Bates. Ein Fight, den Isla gewinnen möchte. Allein, um Dominanz zu zeigen.
Isla Dawn: ”Abeeer...HAHA...aaall das ist nuuuur der Anfang! Liiiiv hat es verstaaaanden. UUUUnd als nächstes seeeid iiiihr dran! HAHA!"
Wie war das? Toni dreht ihren Kopf ruckartig um und fängt so den Blickkontakt mit Tiffany ein. Eigentlich sollte man davon ausgehen, dass es das Rich Girl nicht kümmert, was mit einer Liv Morgan passiert...oder sie sich darüber noch lustig macht. Dementsprechend scharf blitzen Toni's Augen zuerst auf...bis sie Stratton ansieht, dass diese es weder gehässig noch provozierend gemeint hat. Das lässt die Australierin eher irritiert zurück. Plötzlich Sympathie für Liv? Oder sieht die No1 Contenderin Isla als größere Gefahr an? Storm weiß es nicht nur einzuschätzen und nickt Tiffy nur stumm zu, was aber mehr automatisch als gewollt passiert. Dann zieht die Witch ihre Aufmerksamkeit auf. Das schrille Lachen und die wilde Gestik sind definitiv einschüchternd. Toni zuckt leicht zusammen, bleibt aber stehen. Dabei wirft die Blonde einen Blick zu Morgan...sieht schlimm aus sie so zu sehen.
Toni Storm:Dafür also das ganze Theater? Weil du an den Koffer willst, den du nicht einmal hast und der dir nicht einmal gehört? Fuck, was für ein Bullshit! Ich hass' solche Leute wie dich, die einfach so andere Menschen ins verdammte Unglück stürzen und sich dabei einen freuen. Und glauben, sie könnten tun und lassen was sie wollen und gibt keine Konsequenzen.
Wie passend, dass ja immer noch Tiffany hinter ihr steht, der Toni schon ähnliche Worte hingeknallt hat. Aber um das Rich Girl geht es jetzt gerade nicht. Storm richtet nochmal den Belt und drückt die Augen etwas zusammen. Ähnlich wie bei Stratton würde sie Isla nie unterschätzen und weiß auch, wie gefährlich die Witch sein kann. Und Toni hält es für nicht unwahrscheinlich, dass Drew, und damit auch Liv, den Koffer und den Titleshot hergeben könnten, damit die Jersey Rose wieder frei kommt. Dann wäre die Schottin die Kofferträgerin und eine Macht und Gefahr. Ja, das sollt verhindert werden...auch wenn die Australierin noch gar nicht weiß, ob das nach dem Special überhaupt ihr Problem ist.
Toni Storm:Auch wenn Drew vielleicht gleich in den Ring steigt...wer sagt denn, dass er nicht gleich um die nächste Ecke biegt? Und dann? Glaubst du die Tussi da und der fuckin' Clown können dich beschützen?
Tolle Worte, die für Isla keine Rolle spielen. Natürlich verfolgt sie einen Plan. Und dabei ist der Koffer nur ein zusätzliches Schmankerl. Was sie sich davon verspricht? Eine Menge.
Die Blicke der Hexe wandern zwischen Toni Storm und Tiffany Stratton hin und her und darf beobachten, wie Stratton näher an die Australierin rückt. Sollte es hier Probleme geben, steht sie auf der Seite der Championesse. Ein seltenes Bild, welches so wohl auch nie wieder zu sehen sein wird. Doch Dawn amüsiert es. Sie grinst und schaut zu Nami und Buggy, weil Storm soeben noch auf diese abgesprochen hat.
Isla Dawn: ”Maaaach dir keine Soooorgen, Toooni, HAHA! Die beeeeiden hatten Dreeeew schon eeeeinmal in der Haaand. IIIIch braaauche keinen Schutz! AAAber was noch wiiichtiger ist...Dreeeew hat keeeine Ahnung, dass Liiiiv hiiier ist! EEEr wiiird es mitten im Maaatch erfahren, daaamit er seine kooonzentration verliiiert! HAHA!"
Und natürlich als kleine Warnung. McIntyre hat gedroht. Und Isla antwortet mit ihrer ganz eigenen Art. Und natürlich steht hier jetzt noch ein anderes Thema im Raum. Der Koffer, um die Chance zu erhalten Championesse zu werden. Die Schottin hat schon Interesse daran. Und sie will diesen Vorteil für sich ausspielen. Dafür muss Liv nur auf die Rothaarige übertragen und schon kann es los gehen. Zusätzlich liebt sie die Gesichtsausdrücke der beiden Kolleginnen, die beim Special gegeneinander antreten werden, um den höchsten Damen-Title unter sich auszumachen.
Isla Dawn: ”Liiiiv wird miiiir das Symbooool des Koooffers übertraaagen, HAHAHA! IIIhr glaaaubt, dass daaarfür der Koffer nöööötig ist? HAHAHAHA!!"
Das schrille Lachen schallt durch den Korridor und lässt Tiffany zumindest zusammenzucken. Isla wirft dabei den Kopf in den Nacken und lässt die Arme rechts und links tanzen. Nami und Buggy regen sich im Hintergrund nicht.
Als das Gelächter verklingt, setzt sich Dawn in Bewegung. Trotzdem hat sie noch ein paar Worte für Toni und Tiffany parat.
Isla Dawn: ”Naaach dem Speeeecial...weeerde ich diiiejenige deeemütigen, die Chaaampionesse ist! HAHA!"
Eine Drohung, die man ernst nehmen sollte. Wenn es Isla tatsächlich gelingt, dass Liv ihr die Chance erteilt, um den Title anzutreten, könnte sich einiges in der Women's Division ändern. Mit ihren kleinen Grüppchen, geht sie dann weiter und lässt Storm und Stratton zurück. Auch wenn Tiffany noch ein paar Worte übrig hat.
Tiffany Stratton: ”Das werden wir ja noch sehen!"
Toni Storm:Ja!
...pflichtet Storm der anderen Blonden noch bei. Dabei sieht sie dem besonderen Grüppchen hinterher und empfindet natürlich vor allem für Liv großes Mitleid. Aber jetzt versuchen sie gewaltsam zu befreien hätte ordentlich nach hinten losgehen können, vor allem zum Nachteil der Jersey Rose. Trotzdem will die Australierin was machen.
Toni Storm:Ich ruf' Fallon an, die soll Drew gleich Bescheid geben. Vielleicht können sie dann Liv heut noch retten. Dann hat Isla kein fuckin' Druckmittel mehr und wird auch keinen Koffer bekommen.
Ob sie das Tiffany erklärt oder mehr zu sich selbst sagt, wird nicht offensichtlich. Storm zückt ihr Smartphone und geht zwei Schritte weiter. Schnell sind die Kontakte aufgerufen und der Name von Fallon Henley taucht auf. Dass das Country Girl heute wieder in der Halle ist, weiß die Strong Zero City Lady. Daher geht die Championesse davon aus, dass Henley bestimmt bei ihrem Freund, also Mr McIntyre, sind wird.
Toni Storm:Ah fuck, Mailbox...Ja, Fallon, ich bin's, Toni! Ich hab' gerade Liv gesehen, sie wir hier von Isla Dawn und ihren komischen Handlangern rumgeführt. Sag' schnell Drew Bescheid, vielleicht erwischt ihr sie noch, bevor sie wieder abhauen.
Brummend legt Storm wieder auf und hofft, dass Fallon ihr Handy schnell abhört.
Während Toni versucht Fallon zu kontaktieren, schaut das Buff Barbie Doll weiterhin Isla nach. Sollte die dagegen etwas unternehmen? Um Liv zu befreien, geht es ihr nicht vorrangig. Eher, um weder Isla noch Liv als Herausforderin vor sich stehen zu haben, sollte das Rich Girl tatsächlich beim Special den Women's World Championchip erkämpfen. Isla Dawn wäre eine unangenehme Herausforderin, so viel steht fest. Und Tiffany geht lieber zuvor schon auf Angriff, bevor die selbst als Ziel eines Angriffs erwählt wird.
Tiffany Stratton: ”Naaaw...! War Mami nicht da, um Papi bescheid zu sagen?! Was soll der dumme McIntyre denn auch schon dagegen unternehmen?!"
Die selbsternannte Miss Future Legend formt einen Schmollmund und legt den Kopf schief. Die Reaktion der Australierin findet sie irgendwie lächerlich. Natürlich gibt sie Toni Recht, dass man Liv helfen sollte. Aber sicherlich nicht so. Bis Drew hier ist, ist die Gruppe um Isla Dawn wieder verschwunden.
Tief atmet Tiffany ein und wirft dann ihre beiden Arme auf Schulterhöhe. Die dazugehörigen Hände knickt sie seitlich, zu kleinen Flügelchen, ab.
Fügt sie noch an und geht dann in die Richtung wohin Isla verschwunden ist. Und wie ihre eigene Art aussehen wird, kann man sich vorstellen. Niemand glaubt wohl, dass sich die Millionärstochter die Hände selbst dreckig machen wird. Kurz filmt die Kamera Stratton nach, bevor die Szene endet.
Pat McAfee:"Liv ist hier? Warum unternimmt niemand etwas?" Cathy Kelley:"Isla treibt es zu weit und zieht immer mehr Leute gegen sich. Vielleicht bietet sich eine Chance Liv zu befreien, während Dawn ihr Match gegen Leva Bates bestreitet!" Wade Barrett:"Sie ist unberechenbar! Selbst Drew McIntyre sollte vorsichtig sein. Isla wird mit einem Befreiungsversuch rechnen! Vielleicht ist es eine Falle! Eine Falle, wo Tiffany gerade hineinläuft."
It's time for the Main Event! Und was für einer! World Heavyweight Champion Kenny Omega kehrt zurück und verteidigt seinen Belt gegen Joe Gacy. Ein Fight, den es eigentlich schon beim letzten Special hätte geben sollen. Aufgrund von Krankheit und privaten Problemen musste der Cleaner aussetzen. Letzte Woche meldete er sich zurück und bot Gacy an das Match nachzuholen. So kommt es jetzt auch.
Man sieht Kenny, bereits komplett in Gear und und Entrance Weste gehüllt, mit dem World Title um die Hüfte geschnallt, wie er einen längeren Gang entlang geht. Er ist natürlich auf dem Weg in Richtung Gorilla Position, um auf seinen Einsatz zu warten. Obwohl jetzt einiges auf dem Spiel steht und der Kanadier weiß, welch harter Brocken auf ihn wartet, hat er ein Lächeln auf den Lippen. Ist einfach schön, wieder in den Ring steigen zu können. Natürlich weißt die Best Bout Machine auch, dass er nach einem holprigen Start in seine vierte Regentschaft als Weltschwergewichtsmeister mehr liefern muss. Auch deswegen wollte er gleich an diesem Montag den Belt verteidigen. So geht er weiter...bis er plötzlich inne hält. Hat sich da was im Halbdunkel bewegt? Oder war das nur ein...Vorhang? Kenny scheint es, als habe er flatternden Stoff wahrgenommen.
Kenny Omega:Hm, da hat sich doch eine Präsenz präsentiert und schien ganz präsent. Sollte ich mich der Präsenz präsentieren um zu sehen, ob wirklich eine Präsenz präsent ist?
Sehr...poetisch? Jedenfalls zögert der mehrfache c2c Champion nicht und schielt über die Schulter, ob er wirklich jemanden gesehen hat.
Tatsächlich da bewegt sich was eine Gestalt in Weiß! Diese Gestalt trägt ein Druied Umhang die Kapuze ist tief ins Gesicht gezogen doch kann man rein an der Körperform schließen das es sich um eine eher zierliche Frau handelt die hier um Kenny schleicht dabei hebt die Person nie den Kopf bis sie vor ihm stehen bleibt und weithin ihre Identität nicht Preis gibt .
Druide: Du ! Weder du noch eine andere Person verdienen den Ruhm den du bekommst du bist moralisch falsch .
Moralisch falsch aufgestellt? Was soll das denn nun heißen?
Huch? Kenny hebt beide Augenbrauen, als er tatsächlich jemanden hinter sich sieht. Klar, kurz vor dem Match wäre ihm natürlich lieber keine Ablenkung zu haben. Doch der Canadian X hört natürlich genau zu und runzelt die Stirn. Dass er den Ruhm nicht verdient hat man dem Kanadier schon häufiger um die Ohren geschlagen. Moralisch falsch zu sein ist zumindest mal was anderes. Schlussendlich holt Omega Luft, wobei er mit dem linken Zeigefinger auf und abfährt, als wolle er das Druidenoutfit bewerten.
Kenny Omega:Weiß, huh? Schick, schick! Ist mal was Anderes, als diese tristen und trüben Farben.
Ist eben auch seine Art zu zeigen, dass man ihn nicht so leicht verunsichern kann. Trotzdem würde der King of the Anywhere Match schon gerne wissen, wer das ist und was das werden soll. Mit einem Lächeln, das dennoch eine gewisse Ernsthaftigkeit transportiert, auf den Lippen fährt der World Champion fort.
Kenny Omega:Weißt du, Miraculix, prinzipiell ist es meiner bescheidenen Wenigkeit ziemlich wumpe, ob andere Leute glauben, ich hätte den Ruhm nicht verdient. Aaaaber...da ich von Natur aus ein äußerst interessierter und neugieriger Bursche bin, darfst du mich gerne erläutern. Also...warum verdiene ich den Ruhm nicht? Warum bin ich moralisch falsch? Warum sind meine güldenen Locken jeden Tag so glänzend und versprühen Freude und Wohlgefallen? Michse seien sehr gespannt, was duse darauf antworten tun.
Die druidin hält ihr Kopf weiter gesenkt und schaut nicht hoch es scheint das sie wirklich ein Geheimnis aus ihrer Identität machen wollen würde.
Druide: Auch du wirst gereinigt werden so wie wir alle den leben bedeutet durch die Hölle zugehen und niemals das Lächeln zu verlieren doch bald wirst du es verlieren
Kenny Omega:Ha! Ich muss nicht gereinigt werden! Ich habe vorher extra geduscht! Sogar mit mehr Seife als sonst! Und als Beweis habe ich mich dabei gefilmt!
Mit einem triumphalen Unterton posaunt er das ohne Scham heraus. Too much information? Jedenfalls streckt die Destiny Flower die Brust durch und stemmt die Arme an die Hüften. Das Lächeln hat jetzt etwas fast heroisches. Es verblasst leicht, als der Kanadier wieder zum Druiden sieht...aber es verschwindet nicht. Gerade nach dieser Drohung lässt der World Champ sich das nicht mehr nehmen. Obwohl er seine Witzchen treibt, nimmt Omega solche Drohungen durchaus ernst. Schließlich hat der Cleaner in seiner c2c Zeit schon genug mitgemacht. Doch er zeigt eben keine Angst und das soll die vermummte Person ruhig wissen.
Kenny Omega:Ich mag mein Lächeln! Sehr sogar! Ich habe nicht vor es zu verlieren. Trotzdem kann ich sehr gut auch sehr ernst sein...vor allem wenn mir Jemand drohen möchte. So wie...du! Mir zu drohen war noch für Niemanden eine gute Idee. Aber heeeey...vielleicht werde ich da ja überrascht sein! Tu', was du tun willst. Ich warte!
Dabei zuckt der King of th Ring 2025 mit beiden Schultern. Irgendwie ist ja die Neugierde geweckt, was das hier werden soll.
Die Gestalt in weiß dreht sich leicht weg
Druide: Du wirst noch sehen was du davon hast den ein wahres Lächeln bleibt selbst wenn man durch die Hölle geht und sein Schicksal entgegen schaut .
Was zur Hölle meint die Person und warum kommt dir so vertraut vor ?Das sind wohl fragen die der cleaner sich später stellen muss den jetzt ist das Main Event während diese Druiden hafte gestaltet genauso schnell verschwand wie sie auftauchte .
Der Theme song Joe Gacys kündigt das nächste Match an nach dem sich nicht sein Theme verändert hat kommt er auch in einer neuer gear raus weg mit dem Hemd und der langen Hose. Er trägt eine kurze Hose und eine Weste mit Kaputze die er sich vom Kopf reißt und mit seinem blauen Augen in die Halle schaut. Den Fans wird zwar noch die Hand gegeben aber er klatscht vermehrt die Hände ab und schüttelt sie nicht wie es sonst üblich bei ihm war. Er macht sich auf dem Weg in den Ring
Matthew Rehwoldt:"Making his way to the Ring... from Franklinville, New Jersey... weighing in at 249 pounds.. JOE GACY!"
Joe stellt sich an die Seile und hebt seine Hand zum Victory Zeichen mit einem bedrohlichen Lächeln
Das Licht in der Halle wird ein wenig gedimmt. Aufgeregt schnappen sich die anwesenden Zuschauer ihre Kameras oder ziehen hastig ihre Smartphones aus den Hosentaschen. Den folgenden Moment wollen sie festhalten. Daher ist es wenig verwunderlich, dass von allen Seiten ein Blitzlichtgewitter auf die Entrance Stage prasselt. Die Boxen springen an...
ARE YOU READY FOR THIS?
Nachdem das gewohnte Intro der Kenny Omega Theme langsam angefangen und immer mehr an Fahrt aufgenommen hat, betritt der Cleaner die Bühne. Er trägt lange schwarze Pants, auf denen in weiß „Best Bout Machine“ abgedruckt ist. Der Oberkörper wird von einer ärmellosen Weste bedeckt, auf deren Rücken ein einzelner Flügel angenäht wurde...passend zu seinem Finisher. Den Titel hat sich der Kanadier um die Hüfte geschnallt. Lächelnd nimmt er die positiven Reaktionen der Fans wahr und taucht regelrecht in diese ein. Mit geschlossenen Augen beugt er sich nach vorne...nur um sich gleich wieder langsam aufzubauen und die Arme in die Höhe zu strecken. Wie aufs Stichwort wird rechts und links neben dem Kanadier die Pyrotechnik aktiviert...
Matthew Rehwoldt:"Making his way to the ring... from Winnipeg, Manitoba, Canada... weighing in at 203 pounds... he is the c2c World Hevyweight Champion... the Cleaner... KENNY OMEGA!"
Die Kamera folgt ihm direkt die ersten Schritte. Kenny nutzt das aus, um ein paar Worte an den heutigen Kontrahenten und über sich selbst zu verlieren. Aufgrund der Hintergrundgeräusche kann man aber nicht wirklich etwas verstehen. Als er schließlich beim Ring angekommen ist, wählt er den Weg über die Treppe und durch die Seile. Innerhalb der Ropes positioniert er sich mittig im Ring, geht kurz in sich, winkelt seinen rechten Arm so an, dass er seine eigene Faust küssen kann…langsam streckt Kenny den Arm aus und spreizt den Daumen und den Zeigefinger ab, so dass er seine patentierte Pistolengeste zeigen kann. Seine Entrance Theme verstummt. Der Canadian X entledigt sich noch der Weste und nimmt den World Titel ab, bevor er diesen in sichere Hände abgibt. Bevor der Kampf nun starten kann, macht Omega ein paar Lockerungsübungen und ist damit bereit…
Warnung! Spoiler!
*Ding Ding*
Endlich bekommt Joe Gacy das Match, was ihm schon fürs vergangene Special versprochen wurde. Beide Männer wirken aufeinander vorbereitet, weswegen es mit langsamen Abtasten losgeht. Doch es dauert nicht lange, bis der Fight an Fahrt aufnimmt und die Menschen in der Halle ordentlich begeistert. Sowohl Gacy als auch Omega können glänzen und den ein oder anderen Nearfall erringen. Etliche Minuten später kann der Cleaner Joe zu Boden ringen, der in den Seilen hängt. Perfekt für einen V-Trigger, der den Anfang vom Ende darstellen könnte. Kenny deutet auf ihn mit seiner Pistolengestik. Plötzlich ist ein Aufruhr im Publikum...es ist die Gestalt in der weißen Druidenkutte. Die gleiche Person, die dem Master of the Dark Hadou direkt vor dem Match gedroht hat. So steht sie vor dem Ring, mit einem Stuhl in der Hand. Der Druide schiebt sich in den Ring, gerade in dem Moment, als Kenny Schwung in den Seilen holen will...CHAIRSHOT!
*Ding Ding*
Here is your winner by disqualification and STILL the c2c World Heavyweight Champion: KEEEENYYY OMEEEEGAAAA!
Mit einem brutalen Stuhlschlag wird die Destiny Flower umgeknockt. Da bleibt dem Referee nichts anderes übrig, als das Match abzuläuten. Sehr zu Missfallen der Fans, die den Druiden hier ausbuhen. Ist der Person egal...sie ist hier, um Kenny zu bestrafen oder zu "reinigen". Der Stuhl wird nochmal angehoben. Ohje, das könnte fatal werden, da der Cleaner gerade hilflos ist. Doch da wird das Objekt aus den Händen gerissen. Es ist Joe Gacy, der den Druiden entwaffnet und sich schützend vor den World Champion schiebt. Das gibt wiederum Jubel aus den Fanreihen. Gacy, der sicherlich wenig glücklich darüber ist, dass der Druide ihm die Chance genommen hat Champ zu werden, zeigt sich hier dennoch als fairer Sportsmann. Die verhüllte Gestalt zögert kurz...lässt sich dann aber doch zu Boden fallen und verschwindet aus dem Ring. Joe sieht ihr hinterher, bis sie verschwunden ist und beugt sich dann zu Kenny, um nach diesem zu sehen. Der King of the Anywhere Match kommt langsam zu sich und hat noch nicht so richtig realisiert, was passiert ist. Da ist das letzte Kapitel noch nicht gesprochen.
Warnung! Spoiler!
Match 6: Isla Dawn vs Leva Bates
Votes: 1:0
Co-Main Event: Drew McIntyre vs Raven
Votes: 1:1 (1 Vote)
findet statt in der Arena Monterrey, vor 17,599 Zuschauern, in Monterrey, Mexico.
Die letzte Kamera ist optimal platziert und auch der letzte reservierte Platz besetzt. Die c2c Show kann losgehen! Gleich zu Beginn explodiert ein buntes Feuerwerk auf der Stage und motiviert die anwesenden Fans zu großem Jubel und Chants. In der Mitte des aufwendig gebauten Wrestlingrings steht Matthew Rehwoldt schon mit einem Mikrofon bereit um die anwesenden Fans hier in der heutigen Show zu begrüßen.
Matthew Rehwoldt:"My dear Ladies.. my dear Gentlemen.. my name is Matthew Rehwoldt and it is I, your DRAAAAAMAAA KIIIIINGGG... welcoming you to... COAST.. to COAST... WRESTLINGGGGGG!"
Kaum hat Rehwoldt die Ansage zuende gebracht gibt es einen kleinen Jubel für seine Ansage und auch wegen der Vorfreude auf den Verlauf des Abends. Matthew verbeugt sich einmal kurz und geht dann auch aus dem Ring heraus. Auch die knallenden Geräusche des Feuerwerks erlischen langsam und geben die Bühne somit für ihre Akteure frei. Bevor dies jedoch in Kraft tritt, werden die Zuschauer daheim vor ihren Fernsehgeräten von Pat MacAfee, Cathy Kelly & Wade Barrett begrüßt.
Pat McAfee:"Buenas noches und willkommen bei c2c LIVE hier in Mexiko Monterrey!"
Cathy Kelley:"Die Mexikotour hat begonnen und die wird von niemand anderem eingeleitet als unsere General Managerin Bayley persönlich."
Wade Barrett:"Wir haben zwei Neulinge, die zeigen wollen was sie drauf haben. Big Show trifft auf Eddie Kingston."
Pat McAfee:"Zu guter letzt trifft Roman Reigns im heutigen Main Event auf Axiom!"
Cathy Kelley:"Dann übergeben wir das Wort an Bayley."
Nachdem die Kommentatoren die Show geht es direkt mit dem ersten Segment der Show los und mit der schon in den sozialen Medien angekündigten Showeröffnung der General Managerin höchstpersönlich. Die Zuschauer reagieren positiv auf die Authoritätsfigur der c2c, die ihre Aufgabe gewissenhaft und eifrig ausführt. Da erscheint sie auch schon auf der Stage. Mit einer Lederjacke ist sie nicht so formal gekleidet wie sonst. Mit einem Lächeln im Gesicht fährt sie durch die Crowd und all den Leuten, die ihr zujubeln. Damit kann sie arbeiten und so macht sie sich auf den Weg zum Ring.
Matthew Rehwoldt:"Please welcome the General Manager of Coast 2 Coast ... The Role Model ... BAYLEY!"
Auf dem Weg zum Ring lässt sie es sich nicht nehmen mit den Zuschauer abzuklatschen. Schließlich ist die Kalifornierin am Ring angekommen. Dort lässt sich die GM ein Mikrofon übergeben mit welchem sie das Seilgeviert betritt. Im Zentrum der Arena hat sie einen perfekten Blick auf die ganze Tribüne. Mit so einer Crowd kann die Show nicht schief laufen. Langsam verstummt der Theme von Bayley und sie erhebt ihr Mikrofon.
Bayley "MONTERREY … Willkommen zu Coast 2 Coast LIVE!"
Eine simple Art und Weise um die Crowd zu begrüßen, doch die Reaktion der Menge spricht für sich. Diese wollen natürlich zeigen was sie drauf haben.
Bayley "Auch wenn ich in San Jose, Kalifornierin geboren und aufgewachsen bin, reichen meine Wurzeln bis hier nach Mexiko hin und deswegen ist es für mich eine große Freude die Mexikotour abzuhalten. Dieses Land hat einen besonderen Einfluss auf die Wrestlingwelt genommen und bringt einige der größten Persönlichkeiten hervor. Und selbstverständlich auch eine großartige Fangemeinde."
Wieder bringt Bayley die Menge zum Jubeln. Doch mit Schleimerei allein hat man die Zuschauer nicht unterhalten. Da muss mehr kommen und jetzt wo man diese Einführung beendet hat kann das Role Model zu dem eigentlichen Teil ihrer Ansprache kommen.
Bayley "Als General Managerin ist es mein Ziel euch ein unvergessliches Erlebnis zu geben. Um dies zu bewerkstelligen müssen wir etwas zurückblicken und reflektieren. Wenn ich mir die letzten Wochen der Coast 2 Coast ansehe, dann kann ich gut nachvollziehen, dass man nicht zufrieden mit dem Produkt gewesen ist. Man muss sich alleine unser letztes Special Final Chapter ansehen. Wir haben fünf Titel in dieser Promotion und nur ein einziger Stand auf dem Spiel? Ich kann gut verstehen wenn der ein oder andere enttäuscht gewesen ist. Neben guter Unterhaltung ist es das gesundliche Wohlbefinden meiner Superstars auch äußerst wichtig. Und so waren weder Kenny Omega, noch Toni Storm in der Lage gewesen ihren Titel zu verteidigen. Doch ich kann hier und heute mit Freuden sagen, dass beide wieder fit sind und wieder voller Teil unserer Shows sein werden."
Das ist doch mal ein Grund zu Jubeln. Beide World Champs sind absolute Publikumslieblinge und ihre Präsenz in den Shows wurde sehnlichst vermisst.
Bayley "Doch dann haben wir auch noch weitere Champions. Über Roman Reigns brauchen wir denke ich nicht sprechen und wir freuen uns schon darauf ihn beim heutigen Main Event in Aktion zu sehen. Dann wären da Giulia und Vincent und ihre Titel. Leider waren wir hier genauso unglücklich wie bei unseren World Champions gewesen. Und was Giulia betrifft steht ihre Rückkehr in den Ring noch in den Sternen. Ich mache dies nur sehr ungern, doch wie es heißt: „Die Show muss weitergehen“ muss auch die Geschichte des Shine Championship weitergehen. Aus diesem Grund sehe ich mich gezwungen den Shine Championship offiziell zu vakantieren."
Diese Botschaft nimmt das Publikum gefasst auf. Es ist keine Ankündigung die einen erfreuen soll, aber eine Nachricht, die nachvollziehbar ist.
Bayley "Damit haben also ein Fazit aus den letzten Wochen gezogen. Kommen wir also zur Zukunft und die ist unsere Mexikotour. Ich freue mich bekanntzugeben, dass am neunten Februar das Special Mexican Standoff III stattfindet. Dort wird Vincent seinen Eastcoast Titel verteidigen und die Women´s Division krönt eine neue Shine Championesse."
Das ist doch mal ein Grund sich zu freuen. Zwei Titelmatches sind für das kommende Special Mexican Standoff bestätigt. Doch die Frage bleibt mit wem?
Bayley "Ich weiß ihr genießt Matches die nicht nur zufällig angesetzt sind. Ihr wollt Matches sehen bei denen auch etwas auf dem Spiel steht. Wir haben drei Shows bis zu unserem Special und die werden wir nutzen. Und wir starten gleich heute. Sol Ruca und Jacy Jayne sind zwei Superstars, die schon seit einigen Monaten unter Vertrag stehen, doch keine von ihnen hat das große Rampenlicht bekommen. Deswegen werde ich ihnen das ermöglichen. Ihr heutiges Match wird ein Contendersmatch um den Shine Belt. Die Siegerin bekommt den ersten Spot bei Mexican Standoff.
Dann kommen wir zur nächsten Woche nach Torreón. Dort finden wir heraus, wer Vincent bei Mexican Standoff herausfordert. Ich möchte ein neues Gesicht sehen, welches um den Titel kämpft. Big Show und Eddie Kingston sind zwei unserer neuesten Superstars und ich werde mir genau ihren heutigen Showdown ansehen. Wer überzeugt kämpft nächste Woche in einem Contendermatch gegen einen Gegner, den ich geheim halten werde. Doch ich sage so viel: Ihr werdet überrascht sein, dass ausgerechnet ich ihn zurückbringe. Der Gewinner des Contenderrmatches trifft auf Vincent beim Special.
Dann bleibt nur noch eine Woche übrig. San Luis Potosi und wir haben noch einen Spot für das Shine Championship Match zu vergeben. Ich habe schon einen Namen, den ich für das Contender Match in der Woche vorgesehen habe: Becky Lynch. Wir werden hier wahrscheinlich keine Freunde werden, aber ich bin in der Lage ihre Leistungen anzuerkennen. Ich brauche noch eine Woche um eine passende Gegnerin in meinem Roster für The Man zu finden."
Eine Vorschau für die kommenden Wochen. Vielleicht etwas viele Informationen auf einen Schlag, doch sind diese ein Grund in den nächsten Wochen einzuschalten.
Bayley "Ich denke ich habe genug geredet. Ihr seid hier um Action zu sehen. Also lassen wir die Show beginnen!"
Mit lauten „Thank you Bayley“ Chants verabschiedet sich die Crowd von der General Managerin als diese den Ring verlässt.
Die erste Werbeunterbrechung des Abends ist zu Ende und die Zuschauer sind immer noch ziemlich aus dem Häuschen über die Ankündigung, die Bayley vorhin gemacht hat. Endlich wieder mehr Matches mit Bedeutung und lange vermisste Titel rücken in den Vordergrund. Den Anfang dafür machen am heutigen Abend auch schon Jacy Jayne und Sol Ruca, die dafür kämpfen, beim kommenden Special Mexican Standoff um den vakantierten Shine Titel zu kämpfen.
Die Show schaltet zu Beginn direkt in den Backstagebereich wo sich gerade Tumulte abspielen. Mehre Staffmember der Coast 2 Coast sind gerade dabei die Ruhe zu bewahren und das vor nur einer einzigen Person, die in der Mitte dieser Menge steht, Jacy Jayne.
Jacy Jayne "Lasst mich endlich durch. Ich muss mit Bayley sprechen!"
Eine ziemlich eindringliche Aufforderung und anhand des Tonfalls kann man vernehmen, dass The Rockstar ziemlich aufgebracht ist. Erfreut sie die Nachricht nicht, dass sie womöglich bald Shine Championess werden könnte? Vorausgesetzt sie sie gewinnt. Die Coast 2 Coast Angestellten bleiben standhaft und weichen nicht zur Seite. Auch dann nicht als die Frau aus Tampa wie eine Furie mit ihren Armen ausfährt.
Staffmember: "Bayley möchte im Moment nicht gestört werden. Sie hätten einen Sprechtermin mit ihr vereinbaren sollen. Doch so wie sie gerade drauf sind hätte ich sie auch dann nicht durchgelassen."
Man kann davon ausgehen, dass die General Managerin Bayley sich mittlerweile wieder in ihrem Büro eingefunden hat. Dieses Schauspiel welches die Zuschauer gerade zu sehen bekommen ist also nicht weit weg von diesem. Jacy Jayne ist immer noch fuchsteufelswild, doch sie sieht selbst ein, dass sie so nicht weiter kommt. Sie geht einen Schritt zurück und stößt dabei den Arm eines Angestellten weg, der sie noch gepackt hatte.
Jacy Jayne "Nimm bloß die Finger weg von mir! … Das ist wieder so lächerlich. Warum muss ich zwei Matches bestreiten um den Shine Titel zu kämpfen? Sollen sich doch Becky Lynch und Sol Ruca miteinander Prügeln und die Siegerin kämpft dann beim Special gegen mich."
Eine Frage, die keiner der hier anwesenden beantworten kann. Es ist auch keine Frage konkret an diese Männers. The Rockstar muss nur einfach ihren Unmut lautstark rauslassen. Doch macht ihre Äußerung auch klar, was Jayne so verärgert. Sie muss gleich zwei Matches um Shine Champion zu werden. Für The Lady of Rock N Rumble ist dies augenscheinlich ein Match zu viel.
Sol Ruca: Na na na, nicht so gehässig!
Aus dem Off ertönt eine weibliche Stimme. Die Kamera schwenkt herum und die Zuschauer bekommen eine Person zu sehen die sie schon das ein oder andere mal zu Gesicht bekommen haben. Sol Ruca! Der Freigeist aus Kalifornien scheint über die Aussagen von Jacy Jane nicht unbedingt erfreut zu sein. Die beiden hatten in der Vergangenheit bereits das ein oder andere Scharmützel miteinander. Danach ist es ruhig geworden. Um beide. Es scheint fast so als wären sie dazu auserwählt immer aneinander zu geraten.
Sol Ruca: Jacy du lernst auch nichts dazu, kann das sein? Drängst dich hier wieder in der Vordergrund, aber am Ende des Tages kommt von dir wieder nur ein Wipeout!In der Surfer Szene nennen wir jemanden wie dich ein Kook!
Surfen ist eines der größten Hobbys des Freigeistes Sol Ruca. Wenn sie nicht im Ring steht dann entweder auf dem Skate oder Surfboard. Dementsprechend wirft sie mit Surf Slang um sich. Fragt sich nur ob Jacy Jane auch versteht was man ihr hier gesagt hat.
Jacy Jayne "Ich werde hier aufgehalten und solche Idioten wie du können frei rumlaufen oder wie? Wenn du meinst in deiner kleinen Nerdsprache zu sprechen, dann hab ich auch was für dich."
Doch anstatt was zu sagen deutet Jacy auf ihrer Hand mit ihrem Daumen und dem Zeigefinger ein L an.
Jacy Jayne "Das bedeutet Loser. Warum tust du uns nicht beiden einen Gefallen und gibst das heutige Match einfach auf. Ich hab sowieso keine Lust für ein sinnloses Match anzutreten und du … dir erspart es eine Menge Demütigung … Oh und auch eine Menge Schmerzen"
Als könnte sie nicht glauben was der Rockstar ihr da gerade entgegen gebracht hat reißt Sol Ruca ihre Augen sowie den Mund auf und hält sich ihre flachen Hände an die Wangen. Ein Ausdruck des Entsetzen. Natürlich stark überspitzt da gestellt hält Ruca so für ein paar Sekunden inne, ehe sie sich ein Lachen nicht verkneifen kann.
Sol Ruca: Uhh diese Geste trifft mich aber hart. Wurde klein Taylor damals in der High School immer Looser genannt bevor man sie in den Spind gesperrt hat? Würde jedenfalls einiges erklären!
Die Surferin spricht ihre Gegenüber hier bewusst nicht mit ihrem Namen der Wrestling Persona an, sondern mit dem gebürtigen Namen. Das dürfte Jacy vermutlich noch weniger gefallen als ohnehin schon. Das scheint Sol aber zu wissen und es ist ihr auch egal.
Sol Ruca: Ich hab auch echt kein Bock mehr auf dich Jacy. Aber im Gegensatz zu dir versuche ich mich nicht aus einer Herausforderung irgendwie heraus zu winden!
Jacy sieht sichtlich genervt aus von dieser Begegnung. Wenn es jetzt schon so schlimm ist wie wird es sein, wenn sie im kämpfen?
Jacy Jayne "Das kannst du überhaupt nicht verstehen. Im Gegensatz zu mir hast du etwas zu beweisen. Ich nicht."
Von oben nach unten mustert Jacy ihre heutige Gegnerin. Dabei sieht diese nicht beeindruckt aus.
Jacy Jayne "Sieh dich doch an. Du bist kein Championship Material. Wenn du den Titel hältst, dann hat dich jeder nach ein paar Wochen wieder vergessen. Genau wie die, die den Titel bis gerade getragen hat. Ihren Namen wollte ich mir jetzt nicht merken. Der Punkt ist: Der Titel braucht eine Person, die den Titel groß macht und das bin ich."
Die Frau aus Kalifornien rollt mir ihrem Augen als Jacy wie bei jedem Aufeinandertreffen der beiden der Meinung ist das Ruca nichts wert ist. Ja Jacy hatte sie schon mal besiegt, aber auch nur durch unfaires Eingreifen in Form von Jazmyn Nyx. In einem fairen Duell sähe das sicher anders aus.
Sol Ruca: Honey, ich mach das hier aus Spaß. Ich mach alles in meinem Leben aus Spaß. Surfen, Skaten, im Ring stehen. Das erfüllt mich. Du hingegen siehst nicht sonderlich erfüllt aus.
Sie zuckt mit den Schultern und wendet sich von ihrer Gesprächspartnerin ab. Für sie ist dieses Gespräch beendet. Eigentlich war es das schon bevor es angefangen hatte. Aber nun ja, manche Dinge kann man sich eben nicht aussuchen. Sie dreht sich noch einmal um.
Sol Ruca: Ich werde im Ring sein. Aber ich werde nicht auf dich warten...
Jacy winkt ihre Kollegin nur flüchtig ab.
Jacy Jayne "Das hast du dir nicht auszusuchen."
Jacy verschwindet in die andere Richtung. Immerhin scheint die Frau aus Florida nicht mehr hinter der General Managerin her zu sein, doch ringt sie sich jetzt durch dieses Match zu bestreiten. Wenn sie den Titel haben will hat sie keiner andere Wahl.
Sol Ruca: Bitch...
Kaum hörbar murmelt Sol Ruca diese Worte. Sie blickt Jacy zunächst noch hinter her, dann jedoch verschwindet sie in eine andere Richtung. Es wird Zeit sich für das Match vorzubereiten.
Rückblick: Was nach der Show in San Diego geschah
Der ersten Abend im Stottlight der Liga, das erste Match und natürlich setzte sich Becky selbst unter einen enormen Druck. Doch wäre dies nicht allein schon genug, waren es immer noch diese Nebenschauplätze die ihr jegliche Ruhe raubten. Negative Schlagzeilen ploppten seit Tagen auf und zeigten aus jedem erdenklichen Blickwinkel wie sie der Reporterin an den Hals sprang, als diese sie auf ihre Tochter Roux ansprach. Konnte dies wirklich niemand nachvollziehen? Becky war schon immer eine Kämpferin, weil sie es musste und ließ sich nur ungern vorschreiben, wie sie in der Öffentlichkeit zu sein hat. Ihre schwebende Streitigkeiten mit ihrem Mann Seth Rollins, einer scheinbar unvermeidlichen Trennung die im Raume stand, Selbstzweifel über Selbstzweifel und jetzt noch diese News-Lines? Es war viel was auf die Irin einprasselte und sie fühlte sich zunehmend an ihre alten Tage erinnern in denen sie am Rande einer Depression wanderte. Derjenigen der sie damals da raus holte, war Seth.
Die Show war bereits beendet und langsam wurden auch die letzten Scheinwerfer der Außenbeleuchtung abgeschaltet. Zuschauer waren bereits lange auf dem Heimweg und an den Seiteneingängen der Arena fand man nur noch ein paar Roadys die vereinzelte Equipment Boxen verluden. So schien es etwas ungewöhnlich zu dieser Stunde auch Becky an der Halle noch anzutreffen. Während die meisten Athleten direkt die Heimreise antraten, hatte sie keine Eile... leider auch keinen direkten Grund. Im Hotelzimmer nahe des Veranstaltungsortes fiel ihr nach Minuten bereits die Decke auf den Kopf und so entschied sie sich nochmal raus zu gehen. Es dauerte nicht sonderlich lange, als sie auf ihrem Weg an einer Bar vorbei kam. Als wäre es mal wieder ein positives Zeichen, war diese Eckkneipe, ein original Irish Pub, zumindest stand dies so auf dem Fassade beschrieben. Ein kühles Guinness, ein Murphy's Red oder doch irgendein irisches Stout, es entlocke Becks ein müdes Lächeln als sie Tür zur Bar aufstieß und hindurch ging.
Sofort konnte der Pub seinen ganz eigenen Charme versprühen und versetzte Becky in die schönen Abenden in ihrer Heimat. Holzverkleidete, tiefe Decken, unzählige Flaschen hinter der alten Bar und gemütlich wirkenden Polsterbänke die schon ein wenig in de Jahre gekommen waren. Es war nicht viele Gäste vor Ort und glücklicher Weise wurde Becks auch nicht weiter behelligt. Vorwiegend Ältere saßen hier, tranken ihr Bier und erzählten. Im Hintergrund spielte der Song „Rose Tattoo“ der irisch-amerikanische Folk-Punk-Band Dropkick Murphys, was sicherlich nicht ganz klassisch war, aber alles in allem doch bei Becky etwas Heimweh auslöste.
Mental einfach erschöpft und sichtlich Müde von den Strapazen der Show, setzte sie sich auf den letzten Hocker an der Theke. Sonderlich lange warten musste die Rothaarige auch nicht als bereits der jüngere Barkeeper sie ansteuerte und den Drink erfragen wollte. Bevor aber nur das Wort überhaupt an Lynch richten konnte, wurde er von seinem Chef merklich zurück gepfiffen. Der etwas korpulentere Mann mit lichtem Haar und rötlichem Schnurrbart stellte das letzte Glas zur Seite, welches er mit seiner Schürze polierte und schob sich an seinem Kollegen vorbei.
Barkeeper: I'll take care of her, fella.
Brummte er aus sich heraus und schob eine seiner Getränkekarten über den Tresen zu seinem neuen Gast. Ein Glas mit Erd- und Wasabinüssen folgten, eh er mit einem tiefen gälischen Akzent zumindest für diesen Augenblick Becky Abend versüßte.
Barkeeper: Was darf's denn sein young Lady. Alle Biere frisch, alle Biere vom Fass oder darf es doch ein Shot sein? Wir haben Whiskey in alle Variationen. Traditionell, modern oder wie er eben hier getrunken wird, ja... verdammt ich servieren ihn auch mit Eis wenn es sein muss.
Es war vielleicht das ehrlichste Schmunzel welches man Becky heute entlocken konnte. Diese erfrischende Art wie er zu ihr Sprach mit einem entfernten Klang ihrer Heimat und spöttisch zu gleich über alles was hier in den Staaten normal war. Lange musste Becky nicht überlegen und gab ihre Bestellung auf.
Becky Lynch: Ich hätte gerne ein Murphy's Red.
Barkeeper: Groß, klein oder im Pitcher?
Becky Lynch: Ich eigentlich nicht gekommen um nur ein Bier zu trinken, aber ich weiß auch, dass ich nach dem zweiten kein weiteres mehr runter bekomme... ein Pint bitte.
Der Barkeeper waltete seines Amtes und ließ das rötliche Stout in das frische Glas laufen. Behutsam, langsam das nicht zu viel Schaum aufstieg bis letztlich das perfekte irische Bier auf den Tablett stand und er es zu seiner jüngsten Kundin servierte.
Barkeeper: Sláinte! Möge der frische Geschmack dein Herz wieder erfreuen lassen.
Welch ein netter Toast des Barkeepers. Becks prostete ihm zu und nahm ihren ersten Schluck, einen verdammt großen Schluck. Das rote Stout ist deutlich leichter als das bekannte Guinness, was nicht heißen soll, dass es weniger Umdrehungen besaß. Der Barkeeper blieb verdächtig nah bei ihr stehen und schien doch auf einen kleinen Plausch aus zu sein. Aber ob da Becky in der richtigen Verfassung antraf? Zumindest ging sie ihm auf die Spur.
Becky Lynch: Ich dank dir, ein einfaches Bier tut manchmal verdammt gut und bringt mehr als jede Umarmung.
Barkeeper: Zurzeit, richtig?!
Becky Lynch: Zurzeit?
Barkeeper: Well... du siehst nicht aus wie eine Trinkerin, ich kenne meine Schafe. Und ja, ich habe zwar mit eurem Wrestling nicht viel am Hut, ich interessiere mich mehr für richtigen Fußball und die Premier League, aber selbst mir erscheinen stündlich Benachrichtigungen auf meinem Phone in denen meist du abgelichtet bist. Ich will dich nicht behelligen, Kleines... aber dass was ich gesehen habe und so wie du hier sitzt, wenn du reden willst, ist der Pub oft der bessere Ort.
Verstecken konnte sich Becky offensichtlich nicht. Etwas überrascht durchkämmt sie mit den Finger ihre rote Mähne und blickte sich vorsichtig um. Nein, die anderen, vorwiegend ältere Gäste schien es nicht zu interessieren. Einzig allein der aufmerksamen und irgendwie vertrauenerweckenden Mann hinter der Bar sprach sie direkt an.
Barkeeper: Ich bin Declan O'Malley, das hier ich mein bescheidener Pub, The Field. Es war immer mein Traum als wir in den späten 70er hier her kamen. Und zufolge was ich in den letzten so gesehen habe, musst du Lynch sein.
Declan O'Malley welch klangvoller Name für einen einfachen Wirt. Für einen Bruchteil von Augenblick überflog Becky Lippen ein kleines Lächeln, eh sie den nächsten Schluck aus ihrem Pint nahm und die ausgestreckte Hand von Declan entgegen nahm.
Becky Lynch: Sehr erfreut dich kennenzulernen, Declan... und ja, ich bin Lynch, Becky Lynch. Weniger erfreut es mich, dass selbst ein nicht in Wrestling interessierter Sports-Fan bereits über die Vorkommnisse Bescheid weiß. Weißt du, es war im Affekt. Ich wollte eigentlich meinen Teil der Show durchziehen, „Hey, hier bin ich!“ und alles wäre gut gewesen. Aber nein, sie warteten wie die Aasgeier nur darauf mich regelrecht zu überfallen und bombardierten mich mit Fragen die sie gar nichts angehen. Was ich mit Seth habe, ist nicht schön, aber bis dahin war es unsere private Angelegenheit, die mir schon genug zugesetzt hat. Dann noch dumme Kritik von Nash, gefolgt von einem Punsh den ich nicht habe kommen sehen: Wie es um mein Baby stünde? - Da sind bei mir ein paar Sicherungen durchgebrannt und ich musste mich zur Wehr setzen. Das ist meist effektiv und in unserem Business meist laut. Dass es jetzt diesen Presse Rummel mit sich zieht, habe ich nicht bedacht. Und jede dieser einzelnen Story nagt an mir... jeden verdammten Augenblick...
Becky hatte diesen unverwechselbaren, tiefen gälischen Akzent in ihrer Stimme, die ihre Betroffenheit merklich untermalte. Sie konnte es auch nicht mehr überspielen, zu erschöpft war sie von der Maskerade. Man spürte fast gegenwärtig, welche schier unmenschliche Last sie sich selbst auferlegte. Man musste kein Psychologe sein um Beckys Lage zu erkennen, bereits ein Hauch von Empathie reichte aus und Declan O'Malley besaß diese. Er hörte ihr aufmerksam zu und goss währenddessen zwei Gläser Whisky ein. Eines stellte er ihr hin, das andere hielt er in der Hand.
Declan O'Malley: Du bist ein 'Overthinker', hm?! 'Overthinker' haben eine verdammt gute Eigenschaft: du kannst sie nicht überraschen. Alle erdenklichen Möglichkeiten, Variationen, ob Gut oder Schlecht, haben sie bereits durchdacht und abgewogen und wenn es soweit ist, haben sie es in den meisten Fällen kommen sehen. Doch... die andere Seite ist, dass sie immer und immer wieder die selben Gedankenmuster durchlaufen. Wenn dies zu lange geschieht, wenn ihre Schleife nicht aufgebrochen wird, häuft sich so viel Last an, bis sie daran zerbrechen. My Dear, was ist, wenn deine Last zu viel wird und deine Welt zusammenbricht, wer ist dann für dich da?
Verdammt! Wie konnte das nur sein? Der Barkeeper dieses nächstbesten Pubs las Becks wie ein offenes Buch und blickte so tief in ihr aktuelles Seelenleben, dass es sie erschaudern ließ. Ihr Blick wurde starr und verlor sich schnell. Denn Declan lag mit allem richtig. Beckys Hände zitterten. Sie wollte was sagen, aber ihre Stimme brach und erste Tränen schossen ihr in die Augen, die sie nicht aufhalten konnten. Sie senkte ihren Kopf, die langen Haare fielen vor ihr Gesicht und schützten sie etwas, dabei war dies hier nicht nötig.
Becky Lynch: …Seth war da! Immer wenn ich in dieser Endlosschleife gefangen war, holte er mich da raus. Er konnte immer rational sein und richtete mich wieder auf. Immer wenn ich vor Selbstzweifel fast umkam, wie gelähmt war, baute er mich wieder auf. Er war mein Safe Place, meine Sicherheit und ein Stück weit auch das Fundament meines Selbstvertrauens.
Und wo war ihr Selbstvertrauen jetzt? Wieder rotierten Beckys Gedanken. War dies alles richtig? War Coast 2 Coast Wrestling die richtige Entscheidung? War sie überhaupt gut genug oder war ihre bisherige Erfolgswelle nur ein Produkt von aneinandergerieten Zufällen? Becks Blick raste, ihre Gedanken überschlugen sich. Letztlich war es ein tiefes „Hey!“ von Declan, der sein Whisky Glas erhob und ihr zuprostete.
Declan O'Malley: Trink. Trink langsam und lass einen Moment das brennen zu. Ich will dich gewiss nicht zum Trinken verleiten, aber manchmal schafft es Wunder. Und du musst dringend etwas entspannen, auf andere Gedanken kommen. Deine Probleme kann ich dir nicht nehmen, aber neue Ansätze kann ich dir geben. So viele Nachrichten, die ich über dich gesehen habe, sagt mir, dass du nicht irgendeine Nummer unter vielen wärst. Und demzufolge hast du eine Menge richtig gemacht. Und es war auch die richtige Entscheidung heute Abend hierher zu kommen. Denn in einem echten Pub werden so einige Probleme und Hürden im Leben neu geordnet.
Dieser alte irische Barkeeper überraschte mit einer verdammt guten Menschenkenntnis und dieser ruhigen, besonnenen Art eines Priesters. Für den Augenblick hatte sich Becky wieder beruhigt, aber sie schwieg. Declans Glas blieb erhoben, doch sie griff nicht danach. Stattdessen wanderte ihr Blick über die Bar, über die wenigen Gäste, die still in ihren Gesprächen verharrten, als wäre diese Kneipe ein Ort, an dem man Dinge ablegt, die draußen zu schwer geworden waren. Seth war weg. Nicht physisch vielleicht. Aber als Stimme, als Halt, als jemand, der die Gedanken ordnete, wenn sie zu laut wurden. Früher hatte ein Wort von ihm gereicht. Jetzt war da nur noch Stille. Becky schloss kurz die Augen. Keine Tränen mehr. Keine Fragen. Nur diese dumpfe Leere, die blieb, wenn man aufhörte, Antworten zu erwarten. Schließlich nahm sie das Whiskyglas, ließ die Flüssigkeit kurz kreisen und setzte es wieder ab, ohne zu trinken. Sie steht auf von ihrem Barhocker, kramte etwas in ihrer Jackentasche und legt ein paar Dollar aus die Theke. „Danke, Declan.“, sagte sie leise. Mehr nicht. Ohne sich noch einmal umzusehen, verließ sie den Pub. Draußen war die Nacht kühl, sternenklar und so unbeteiligt. Becky atmete tief durch – und ging weiter.
OPENER SINGLES MATCH
LA Knight vs. Matt Riddle Writer:???
Manchmal braucht es nicht viel um die Stimmung auf den Rängen in die Höhe schnellen zu lassen, da genügen ab und an ein paar Töne aus den Hallenboxen und schon ist Freude angesagt. Zumindest bei der bevorstehenden Ankunft des Superstars, der gerne Wörter in seine eigene Sprachform bringt. Ein weiteres Markenzeichen ist sicherlich das Gefährt mit dem dieser Herr stets zum Ring gecruist kommt, seinem „Matt Mobil“. So ist es natürlich auch heute der Fall. Als der King of Bros auf der Rampe zu sehen ist wird es noch ein Tacken lauter in der Arena. Viele Plakate die speziell für ihn gebastelt wurden sind auf den Rängen zu ersehen und die zahlreichen Hände die ihm entgegengestreckt werden, bekommen in großer Anzahl auch die erhoffte Berührung zu spüren. Dieser Typ ist einfach ein Mann des c2c-Volkes, so wie man es sich wünscht. Während er den Scooter zielstrebig zum Seilgeviert steuert, wird er von seinem Fast-Namenkollegen vorgestellt.
Matthew Rehwoldt:"Ladies and gentlemen... it is my pleasure to introduce to you… from Allentown, Pennsylvania... weighing in at 170 pounds... Coast 2 Coasts one an only Bro-totype… so make some noise for MAAAAAATTTT RIIIIIDDDDLLLLEEEE!"
Derweil hat der soeben angekündigte Roller-Fahrer sein Vehikel in der Nähe des Kommentatorenpulets abgestellt um nun sportlich, geschwinde in den Ring zu sliden. Dort angekommen stellt er sich in die Mitte, wirft kurz einen Blick nach rechts und links und springt dann mit einem dazugehörigen Pyro-Effekt in die Luft um sich dort seiner bis dato an den Füßen befindlichen Sandalen zu entledigen. Beim Publikum kommt dieser Move immer besonders gut an, so dass er dafür lauten Beifall und entsprechende Chants zu hören bekommt. Sichtlich zufrieden zieht er nun auch die restlichen Kleidungsstücke aus wie Jacke und Kappe um bereit für seinen anstehenden Kampf zu sein. Kurz darauf verstummt die Theme des langhharigen Spaßvogels, dessen Fokus nun auf seinen heutigen Gegner gerichtet ist.
L ... A ... Knight
Die Theme von LA Knight wird den Menschen in der Halle mit voller Dröhnung um die Ohren gehauen. Dementsprechend laut jubeln die Fans, als sich Knight in voller Pracht präsentiert. Pants und Boots sitzen eh schon wie angegossen, dazu trägt er noch eine farblich abgestimmte Weste. Der Dunkelhaarige marschiert schnurstracks in Richtung des Ringes. Dabei nimmt er die Reaktionen um sich herum wahr. Knight weiß zu schätzen, dass die Fans hinter ihm stehen, auch wenn man das seiner stoisch-fokussierten Miene nicht unbedingt ansieht.
Matthew Rehwoldt:"Making his way to the Ring... from Los Angeles, Calofornia... weighing in at 240 pounds... L...A...Knight!"
Fans:YEAH!!!
Am Ring angekommen springt er auf das Apron, rutscht dort ein paar Zentimeter auf dem Knie zurück und steht in einer flüssigen Bewegung wieder auf. So entert der ehemalige Eli Drake den Turnbuckle und setzt sich auf die Polsterung. Die Arme gehen zum Posing in die Höhe, bevor er Dunkelhaarige den Ring betritt. Ohne zu zögern steuert er die gegenüberliegende Ecke an und besteigt auch diese. Jetzt hat er die Zuschauer fest im Blick und auch im Griff. Hier gibt Knight ihnen vor, was sie tun und sagen müssen. Wie ein Dirigent schwingt er seinen Finger...und die Menschen in der Halle reagieren darauf...
LA Knight:WITH EVERBODY SAYIN'...
Fans:L...A...KNIGHT! YEAH!
LA Knight:Yeeeeaaaah!
Zufrieden nickt er dem Auditorium zu und springt auf die Matte. Die Weste legt er ab und zeigt sich bereit für das kommende Match. Beziehungsweise muss das noch kurz warten. LA lässt sich von außerhalb ein Mikro geben, mit dem er sich in der Ringmitte positioniert.
LA Knight:Lemme talk to ya!
Fans:YEAH!!!
LA Knight:Ich weiß, Wrestlerinnen und Wrestler werden gerne als Superhelden wahrgenommen, die unzerstörbar sind. Ganz egal wie groß der Sturz ist und wie schwer die Verletzung. Die Wahrheit ist aber auch, dass wir genauso Menschen sind wie ihr hier in der Halle und wie alle Zuschauer daheim an den Bildschirmen. Uns kann jederzeit etwas treffen und aus dem Leben reißen. Das habe ich am eigenen Leib zu spüren bekommen. Kurz vor Weihnachten habe ich mich seltsam müde und erschöpft gefühlt. Erst wollte ich das ignorieren, hab' mich dann aber, zum Glück, von Freunden überreden lassen ins Krankenhaus zu fahren. Gute Entscheidung, denn wie es sich herausgestellt hat, war mit meinem Blut etwas nicht in Ordnung. Ich will euch nicht mit Details langweilen, doch ihr sollt wissen, wo der Megastar LA Knight die letzten Wochen war.
Okay, das erklärt zumindest die Abwesenheit des Ex-Mannes von Mercedes Mone. Schien eine ernste Angelegenheit zu sein, bei dem nun der ein oder andere Zuschauer schlucken muss. Man sieht Knight auch an, dass es ihm nicht leicht fällt darüber zu reden. Bei Gelegenheit muss er das vielleicht nochmal für sich aufarbeiten. Aber sicher nicht hier in aller Öffentlichkeit. Ist einfach nur als Info gedacht, wo er war.
LA Knight:Wie dem auch sei, ich bin wieder gesund und fit und bereit loszulegen. Yeah! Der Megastar LA Knight ist zurück! Matt Riddle, ich habe nichts gegen dich, Bud'! Ich mag deine Art und deinen Style sogar ganz gerne. Nur bist du zu falschen Zeit am falschen Ort. Yeah! Ich habe etwas nachzuholen und warte nur darauf, den nächsten Namen auf meiner Liste abzuhaken. Also, schwing deinen Hintern hier rein und hol dir deinen wohl verdienten BFT ab. Oh und wenn du mir nicht glaubst, dann ruf' ich dir gerne in Erinnerung, wer hier das Heft in der Hand hat. Who's game is it? It's LA Knight's Game! Yeah!
Fans:YEAH!
Matt Riddle, der außerhalb des Ringes gewartet hatte, klettert nun zurück, während Knight das Mic wieder abgibt. Damit kann das Match beginnen.
Warnung! Spoiler!
*Ding Ding*
In einem zunächst ausgeglichenen Match kann sich LA Knight mehr und mehr durchsetzen. Nach einem BFT folgt der Pin...One, Two, Three!
*Ding Ding*
Here is your winner by pinfall: L.AAAA KNIIIIGHTTTTT!
Aus! Vorbei! LA Knight konnte sich eindrucksvoll gegen eine Kante wie Matt Riddle durchsetzen. Damit ist das Comeback nach der Zwangspause gelungen. Knight lässt sich da von den Fans feiern. Jetzt ist der Blick wieder ganz nach vorne und auf seine Karriere hier in der c2c gerichtet.
Yesterday 02:07 PM
Wie die Einblendung schon vorrät handelt es sich bei der Einspielung um etwas dass schon zur Mittagszeit heute stattgefunden hat. Wir befinden uns im Eingangsbereich einer Halle. Wer sich sogar genau erinnert erkennt, dass es sich um das Coast 2 Coast Performance Center handelt. Die Eingangstür öffnet sich, doch ist das nicht die Maske von einer der aufstrebenden Talente. Es ist die Maske von niemand anderem als Axiom. In Jogginghose und einer Trainingsjacke ist er zwar zivil unterwegs, doch die Maske trägt er noch weiterhin. Um seine Schulter trägt er Trainingstasche. Den Spanier durfte man schon häufiger im Performance Center sehen, weswegen er sich hier auch sehr gut auskennt. Er will dorthin wo die Action startet und so betritt er die große Halle wo ein Wrestler auf die große Bühne vorbereitet wird. Wobei gerade das nicht stattfindet. Irritiert bleibt Axiom stehen. Er sieht den leeren Ring und auch drum herum ist keine Menschenseele. Es herrscht Totenstille. Dann aber ertönt das Geräusch von Papier. Axiom dreht sich in Richtung des Geräuschs. Immerhin ein Lebenszeichen. Es ist Raven, der auch einem Stuhl Zeitung liest. Axiom winkt dem Veteranen zu, wobei das keine Reaktion hervorruft.
Axiom "Hallo?"
Mit einem fast schon genervten Blick hebt Raven seinen Kopf und lässt seine Augen von der Zeitung weg auf Axiom schwenken. Dabei bläst er einmal eine Kaugummiblase so stark auf, bis sie platzt, bevor er auf die Begrüßung des Maskierten antwortet.
Raven:
„„Bist du alleine?““
Freundlich wie eh und je. Das ganze Jahr schon glänzte Raven eher mit Abwesenheit, und jetzt, zum ersten Mal, wo wir ihn wieder sehen, sitzt er einfach nur hier und macht nichts? Hat er aktuell Urlaub? Und was ist mit seinen drei Schülern?
Axiom "Ja?"
Axiom breitet die Arme aus um Raven zu aufzufordern sich mal umzusehen. Es ist komplett tot hier. Der Spanier lässt seine Tasche erstmal auf dem Boden liegen und tritt etwas näher an Raven heran.
Axiom "Was machst du hier? Wo sind deine Schüler?"
direkt schon nachdem Axiom bestätigt hat, dass er alleine ist, senken sich Ravens Augen wieder zurück in die Zeitung, die er liest, und er wirkt wieder vollkommen entspannt am Kaugummi kauen.
Raven:
„„Bayley sagte nur, dass ich heute hier sein sollte. Und genau das bin ich, genau wie sie es befohlen hat. Von Training war keine Rede!““
Eine weitere Blase wird geplatzt, während Raven einmal umblättert. Wenn Bayley erfährt, dass sich Raven hier wieder einmal vor seiner Arbeit drückt, wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit alles andere als erfreut sein.
Würde Axiom nicht eine Maske tragen würde man wohl sehen, wie er gerade die Stirn runzelt. Er wird nicht schlau aus Raven.
Axiom "Wir müssen dringend etwas machen. Bayley hat mich hierher geschickt um zu checken, ob hier alles nach Plan läuft."
Ist Axiom jetzt der persönliche Laufbursche für die General Managerin um Raven auszuspionieren. Zumindest scheint diese Aussage den Veteranen noch nicht dazu bewegen von seinem Stuhl aufzustehen.
Axiom "Sie kommt hierher und … wie soll ich das sagen? Sie wirkte irgendwie aufgeregt. Sie hat zwar nicht gesagt um was es geht, aber es scheint ihr enorm wichtig zu sein. Deswegen sollten wir dafür sorgen, dass hier wirklich alles seinen gewohnten Gang nimmt."
Wenn das mal keine Motivation ist. Die Chefin selbst wird ihren Weg hierher suchen, doch was kann es sein, dass sie so Wichtiges hier im Performance Center will?
Direkt nach dieser Offenbarung stöhnt Raven erst einmal genervt auf, bevor er auf die nächste Seite seiner Zeitung blättert. Die letzte Seite. Das heißt, dass er sie immerhin fast durch hat. Damit könnte er vielleicht sogar noch Zeit dafür finden, hier für die General Managerin alles ordentlich aussehen zu lassen?
Raven:
„„Jupiduuu… sie wird wie immer herkommen und mir irgendwas Unnötiges in die Hand drücken, womit man die drei unnötig mit etwas beschäftigen kann, das wichtiger dargestellt wird, als es letzten Endes ist.““
Genauso wie das Event zu Weihnachten in Las Vegas oder das Training mit Axiom? Nun, mit diesem scheint sich Raven immerhin halbwegs gut zu verstehen. Auch wenn es ihm natürlich sichtlich auf die Nerven geht, dass er hier den Laufburschen der Huggerin spielt. Trotzdem lässt er sich von alledem nicht in die Ecke drängen.
Raven:
„„Zum Glück habe ich in 30 Minuten Feierabend. Mal schauen, vielleicht können sich die drei mit ihr herumschlagen. Leva scheint das ja zu mögen.““
Axiom ist ruhig. Für ihn steht hier nichts auf dem Spiel. Er ist nur hier um Informationen weiterzugeben und er tut Raven einen Gefallen und nicht andersrum.
Axiom "Du kannst machen was du willst. Ich kann und werde dich nicht aufhalten. Mit den Konsequenzen musst du leben."
Axiom sieht sich in der Arena um. Da hier bisher nichts gemacht wurde ist hier auf nichts was aufgeräumt werden müsste oder bereinigt. Nur eins stört: Diese Totenstille.
Axiom "Also wir müssen dringend Leva, Swerve, Lykos hier ranholen. Und dann ist natürlich die Frage wie schnell sie da sind. Ich überlasse es dir sie anzurufen. Ich würde gucken, dass ich Bayley hinhalten kann, um etwas Zeit zu verschaffen."
Klingt nach einer fairen Arbeitsteilung und es sollte im Interesse von Raven sein zu kooperieren.
Raven:
„„Immer eine Freude, dich zu haben, mein Freund.““
Kaum zu glauben, dass Raven diese Idee von Axiom sogar einfach so dankend annimmt. Aber wenn man genauer darüber nachdenkt, hat sich Axiom gerade freiwillig dafür angeboten, Raven den Arsch zu retten, damit Bayley ihn nicht bestrafen wird. Wer würde zu so etwas schon Nein sagen? Immerhin scheint es Axiom dadurch jedoch geschafft zu haben, den Necro Warder dazu zu bewegen, endlich aktiv zu werden. Denn mit der letzten Kaugummiblase, die platzt, schlägt Raven die Zeitung in seiner Hand zu und legt sie auf einem kleinen Tisch neben sich ab, bevor er sich erhebt und loslegen will.
Raven:
„„Es sollte auch ein Leichtes sein, sie schnellstens herzuholen. Leva zum Beispiel beantwortet nur eine Halle weiter gerade meine E-Mails. Sie ist also schnurstracks hier, wenn ich sie rufe.““
Bitte was? Er lässt die Frau, die er trainieren soll, eine professionelle Wrestlerin der c2c zu werden, seine E-Mails bearbeiten? Wie eine einfache Sekretärin? Was hat das denn mit Wrestling zu tun?
Axiom lässt dies unkommentiert. Dafür hat er auch keine Zeit. Er muss etwas anderes erledigen und muss sich dafür in Bewegung setzen.
Axiom "Bis gleich."
Mehr zu sagen braucht es auch nicht. Jeder hat eine Aufgabe zu erledigen und man darf gespannt sein ob alles erledigt ist bis die General Managerin erscheint.
Eine Woche ist vergangen doch die Nachwirkungen hallen weiter durch Coast 2 Coast Wrestling. Nach seinem öffentlichen Interesse an der Bloodline erhielt Jon Moxley eine eindeutige Antwort. Kein Angriff... Keine Konfrontation im Ring... Stattdessen ein Zeichen... Ein Paket... Absender kommt aus Samoa. Der Inhalt ist eine Botschaft. In einem düsteren Video aufgenommen an einem scheinbar friedlichen Strand sprach Paul Heyman direkt zu Jon Moxley. Sehr ruhig, berechnend und Unmissverständlich. Der Wiseman machte klar, dass es ein Fehler sei sich gegen die Bloodline zu stellen. Das Mut allein noch niemanden vor dem Urteil des Tribal Chief bewahrt hat. Er zog Vergleiche nannte Beispiele und erinnerte an John Cena... und daran was mit jenen passiert gegen eine Struktur antreten zu können die größer ist als jeder Einzelne. Paul Heymans Worte waren keine Drohung sondern sie waren eine Warnung. Doch die entscheidende Frage bleibt offen... Hat Jon Moxley die Warnung ernst genommen oder ist er bereit, der Nächste zu sein der den Preis zahlt?
Die Kamera fährt über die brodelnde Arena. Grüne weiße und rote Lichter tanzen über die Zuschauerränge. Die Fans sind laut rhythmische Chants hallen durch die Halle. Trommeln schlagen und Fahnen werden geschwenkt typisch für das fanatische Wrestling Land. An dem Bildrand erscheint die Einblendung... Coast 2 Coast Live Monterrey, Mexico!
Kühle Neonlichter... Grauer Beton... Ein langer breiter Gang gesäumt von Technik-Cases und Crewmitgliedern. ER IST WIEDER ZURÜCK! Der Coast 2 Coast Eastcoast Champion "The Tribal Chief" Roman Reigns bewegt sich mit langsamen selbstsicheren Schritten durch den Backstagebereich. Kein Titel um die Hüfte weil er ihn nicht tragen muss um ihn zu besitzen. Die Schultern breit... der Blick geradeaus einfach nur emotionslos. Jeder Schritt wirkt wie ein stiller Anspruch. Neben "The Wiseman" Paul Heyman. Eine Mappe unter dem Arm perfekt sitzender Anzug und der Blick wachsam. Er spricht leise fast flüsternd, doch Roman reagiert nicht sichtbar. Die beiden wirken wie ein eingespieltes System keine Worte sind wirklich nötig. Crewmitglieder treten instinktiv zur Seite. Gespräche verstummen und die Köpfe senken sich. Plötzlich tritt Renee Young ins Bild. Mikrofon in der Hand professionell aber sichtlich angespannt. Sie macht einen Schritt nach vorne.
Renee Young "Roman... Paul... einen Moment bitte."
Roman bleibt stehen... nicht abrupt oder auch nicht überrascht. Er dreht langsam den Kopf zur Seite und blickt Renee an. Kein Lächeln oder kein Nicken.... es ist einfach nur Präsenz. The Wiseman Paul Heyman lächelt sofort dieses bekannte höfliche gefährliche Lächeln.
Paul Heyman "Fräulein Young was für ein Vergnügen. Wie können wir dir helfen?“
Young sammelt sich und hält das Mikrofon etwas fester.
Renee Young "Letzte Woche hat eine Nachricht an Jon Moxley für viel Aufsehen gesorgt. Heute sind wir in Monterrey... 17.599 Menschen und alle wollen wissen... Wie blickt der Tribal Chief auf Jon Moxley und auf das, was er möglicherweise ausgelöst hat?"
Ein kurzer Moment Stille... Heyman schaut zu Roman doch der Blick des Tribal Chief nach vorne gerichtet. Stattdessen tritt er einen halben Schritt nach vorne näher an die Kamera. Der Blick geht direkt durch die Linse als würde er nicht Renee sondern die ganze Welt ansehen. Der Tribal Chief spricht ruhig... Tief und kontrolliert.
Roman Reigns "Wiseman...“
Ohne es in Frage zu stellen übernimmt Heyman die Frage die eigentlich für den Eastcoast Champion war.
Paul Heyman "Jon Moxley... hat zugeschaut... Zuschauen ist einfach... Klatschen ist einfach. Aber wenn jemand glaubt, er könne Teil der Welt des Tribal Chiefs werden… dann endet das immer gleich. Letzte Woche war keine Provokation. Es war eine Einladung zu verstehen, wie diese Welt funktioniert.“
Cathy schluckt kurz...
Renee Young "Und falls Jon Moxley diese Einladung ausschlägt?"
Roman Reigns antwortet sofort und zögert kein bisschen.
Roman Reigns "Dann wird er lernen.“
Er tritt wieder einen Schritt zurück. Das Interview ist vorbei weil Roman entschieden hat, dass es vorbei ist. Paul Heyman lächelt ein letztes Mal.
Paul Heyman "Genieß die Show, Renee Young.“
Roman Reigns setzt sich wieder in Bewegung und The Wiseman folgt ihm kommentarlos. Die Kamera bleibt zurück, fokussiert Cathy Kelley die einen Moment lang stehen bleibt und sichtbar nach Luft holt. Darauf folgt ihr Blick dann zur Kamera.
Renee Young "Die Botschaft ist klar... Monterrey ist heute nicht nur ein Stopp es ist ein Warnsignal."
Darauf gibt es CUT in eine andere Umkleide und zusehen ist Jon Moxley der alles in Ruhe betrachtet hat. Überrascht wirkt er nicht... Es waren nur wenige Sekunden doch die Kamera schaltet wieder zurück. Aber nicht zum Ring sondern zum Wiseman Paul Heyman und dem Tribal Chief Roman Reigns. Die Kamera fängt Roman Reigns und Paul Heyman erneut ein diesmal aus einer leicht erhöhten Perspektive. Der Gang zur Gorilla Position wirkt enger dichter fast erdrückend. Die Geräuschkulisse aus der Arena dringt nun ungefiltert durch die Wände dumpfe Chants rhythmisches Stampfen ein Meer aus Stimmen, das den Namen des Tribal Chiefs trägt gemischt mit Buhrufen und Ehrfurcht. Die Schritte vom Tribal Chief hallen auf dem Betonboden wider. Jeder Schritt wirkt wie ein Statement, als würde er mit jedem Meter Besitz von diesem Ort ergreifen. Die Schultern bleiben breit und der Kopf leicht erhoben. Kein Blick nach links sowie kein Blick nach rechts. Produzenten, Stagehands, Offizielle alle treten automatisch zur Seite. Manche senken den Blick und andere starren ihn an, als würden sie gerade an etwas Historischem vorbeigehen. Direkt hinter ihm The Wiseman Paul Heyman. Die Mappe nun fester unter den Arm geklemmt. Der Blick wandert ständig Monitore, Producer und Zeitpläne. Er nimmt alles wahr. Er kalkuliert schon im Voraus. Er sammelt Informationen. Ab und zu beugt er sich leicht vor und spricht leise zu Roman... Worte die von der Kamera nicht eingefangen werden. Roman reagiert nicht sichtbar... Kein Nicken... Kein Kommentar... Die Botschaft scheint angekommen zu sein das reicht schon. Sie erreichen den Bereich kurz vor der Gorilla Position mehr Monitore, Kabel und mehr Spannung. Auf einem der Bildschirme läuft noch einmal die Szene vom Strand. Heymans eigenes Bild... der leere Stuhl und das Meer... Die Warnung... Für einen kurzen Moment bleibt Heyman stehen und blickt auf den Monitor. Ein winziger Zug um seine Mundwinkel kein Lächeln sondern eher Zufriedenheit. Auf dem TV Bildschirmen wird ein Rückblick von letzter Woche übertragen.
Zitat:Rückblick: 12.01.2026 | c2c Live: San Diego
Aber allein seine Präsenz füllt das Bild und macht unmissverständlich klar... Das hier ist keine Urlaubsaufnahme. Das Rauschen des Meeres ist deutlich zu hören und Möwen kreischen im Hintergrund. Dann dieses typische leicht nervöse Lächeln. Heyman räuspert sich ehe seine ersten Wörter über die Lippen kommen. Das nervöse Lächeln auf Paul Heymans Lippen verblasst langsam. Er atmet tief ein verschränkt die Hände fester ineinander und lehnt sich minimal nach vorne. Sein Blick bleibt fest auf die Kamera gerichtet als würde er direkt durch den Bildschirm in Jon Moxleys Augen schauen.
Paul Heyman "Jon… es tut mir leid, dass ich heute nicht persönlich vor dir stehen kann... nicht, weil ich Angst hätte und auch nicht weil Roman Reigns Angst hätte. Warum?... weil manche Botschaften aus der Ferne besser wirken.“
Die Kamera zoomt minimal näher heran.
Paul Heyman "Du hast letzte Woche sehr selbstbewusst davon gesprochen, dass du dich für die Bloodline interessierst. Jon... Interesse ist der erste Schritt zur Fehlentscheidung. Du bist nicht der Erste, der glaubt er könne der Bloodline schaden. Sting... Vincent... Home Town Man und zuletzt eine Möchtegern Legende John Cena. Du wirst ganz sicher nicht der Letzte sein, der daran scheitert.“
Das Meeresrauschen wird lauter, als würde es den Satz unterstreichen. Heyman lehnt sich zurück, wirkt nun fast entspannt.
Paul Heyman "Lass mich dir ein aktuelles Beispiel geben... Jey Uso gegen Drew McIntyre... Drew ist stark. Drew ist erfahren. Drew glaubt, er sei vorbereitet als ehemaliger Coast 2 Coast World Heavyweight Champion... und trotzdem wird Drew McIntyre scheitern... nicht weil Jey besser ist sondern weil Jey Teil von etwas Größerem ist. “
Ein kurzer Blick zur Seite, dann zurück in die Kamera.
Paul Heyman "Das ist der Fehler, den Männer wie du immer machen... Jon! Ihr kämpft gegen Personen... während ihr euch mit einer Struktur anlegt. John Cena hat das gelernt... Schmerzhaft... und jetzt frage ich dich, Jon Moxley...“
Das Meeresrauschen scheint für einen Moment zu verstummen.
Paul Heyman "Willst du wirklich der Nächste sein? Er könne gegen die Bloodline bestehen nur um am Ende zu verstehen, dass Mut keine Rüstung ist? Denk darüber nach, Jon!“
Ein letztes dünnes Lächeln.
Paul Heyman "Denn die Bloodline... vergisst nichts.“
Das Bild friert für einen Sekundenbruchteil ein... dann wird der Bildschirm schwarz. Die Kamera bleibt auch zunächst auf dem schwarzen Bildschirm fixiert, ehe sie langsam zu Jon herumschwenkt, , der mit offenen Mund auf der Couch saß. Anscheinend hatte dieses kleine Filmchen seinen Nerv getroffen. Doch dann zeichnet sich ein Schmunzeln ab und Jon schüttelt mit dem Kopf.
Als die Aufzeichnung endet schalteen die Kameras zurück in die Halle und schwenkt über die mexikanischen Coast 2 Coast Fans. Wie es zu erwarten war ist jetzt der Zeitpunkt gekommen.
Der Sound schlägt ein wie ein Blitz. Die Lichter schneiden auf die Entrance-Rampe, rote und smaragdgrüne Balken blitzen... Nebelschwaden kriechen über den Boden und aus dem Rauch formt sich eine Silhouette. Auf der Stage her treten zwei Gestalten heraus... "The Wiseman" Paul Heyman in makellosem Anzug mit seinen typischen kontrollierten Schritten. An seiner Seite ziehen ihn magisch an "The Tribal Chief" Roman Reigns. Er bewegt sich nicht wie jemand der eine Arena betritt. Er bewegt sich wie jemand der Anspruch auf sie erhebt. Heyman trägt den Coast 2 Coast Eastcoast Championship so als halte er ein heiliges Relikt. Das Gold glänzt unter den Scheinwerfern, die Juwelen blitzen wie kleine Sternschnuppen. Er hält den Titel mit beiden Händen leicht vor der Brust als wäre er bereit ihn jederzeit über Romans Schulter zu legen oder jemandem auszuhändigen der sich zu sehr in Erinnerung schätzt. Die Kamera nimmt das Geklapper des Metalls auf lässt den Gürtel in Nahaufnahme rotieren. Jede Naht und jede Gravur wird sichtbar. Das Geräusch und der Blick auf das Gold erzeugen eine Art rituelle Schwere. Die zwei gehen langsam die Rampe hinunter. Jeder Schritt ist absichtsvoll und theatralisch. Heyman wirft einen kurzen kalkulierten Blick durch die Halle. OTC selbst steht leicht erhöht Kinn nach vorn und die Augen halb geschlossen. Der Blick ist nicht aggressiv sondern absolut überzeugt. Am Ring angekommen bleibt Heyman kurz auf der Treppe stehen. Im Scheinwerferlicht wirkt er wie ein Richter der das Gericht betritt. Er hebt den Championship an und hält ihn demonstrativ hoch.
Einen Sekundenbruchteil wird die Arena stiller selbst die Buh-Rufe scheinen zu stocken, weil die Visualisierung der Macht zu eindringlich ist. Roman schreitet die Stahltreppe hinauf. Heyman steigt vor kniet eine halbe Geste, die allerdings keinerlei Unterwerfung aussendet sondern rituelle Übergabe. Heyman geht zu einem Worker und bekommt ein Mikro übergeben. Die Kamera schwenkt langsam auf die Mitte des Rings. Roman Reigns steht dort wie eine Granitsäule unbeweglich, unantastbar, die Arme locker und ruhig. Paul Heyman steht an Romans rechten Seite leicht versetzt nach vorne den Eastcoast Championship über beiden Händen wie eine heilige Opfergabe. Die Arena dröhnt schon mit Buhrufen aber als Heyman das Mikrofon hebt wird es noch lauter. Er wartet... Die Lippen bleiben geschlossen aber seine Augen funkeln als würde er dieses Chaos einsaugen wie Nahrung. Er hebt die Hand leicht an nur zwei Finger ein stiller Befehl zur Aufmerksamkeit. Die Crowd gehorcht nicht aber die Kamera zoomt auf sein Gesicht. Heyman holt tief Luft und schließt die Augen.
Paul Heyman "LAAADY’S … AND … GENTLEMAAAAN…“
Die Worte schneiden durch die Arena wie ein Messer. Buhrufe branden sofort auf, Pfeifen, Pfiffe, wütende Rufe doch Heyman hebt das Mikrofon nicht höher. Er lässt es geschehen. Er genießt es und die Kamera bleibt eng auf seinem Gesicht, jede Falte, jede Spannung sichtbar. Heyman öffnet langsam die Augen. Der Blick ist ruhig, Kontrolliert fast ehrfürchtig nicht vor den Fans sondern vor dem Moment.
Paul Heyman "My… name… is… PAAAAAUL… HEYMAAAAN!“
Die Reaktion explodiert... Roman Reigns bewegt sich keinen Millimeter. Er steht da wie ein Monument, während Heyman einen halben Schritt nach vorne tritt, den Eastcoast Championship noch immer mit einer Hand haltend nicht präsentierend sondern beschützend. Heyman senkt die Stimme fast flüsternd doch jedes Wort trägt.
Paul Heyman "Und ich stehe heute Abend hier... nicht als Anwalt... nicht als Berater... sondern als der offizielle, autorisierte, unumstößliche Sprecher…“
Er dreht sich langsam zu Roman Reigns hebt den Titel minimal an sodass das Licht erneut über das Gold tanzt.
Heyman macht eine bewusste Pause. Die Arena tobt und dann mit messerscharfer Betonung spricht er die Worte, die alles bedeuten.
Paul Heyman "...meines Tribal Chiefs... ROMAN… REIGNS!"
Die Crowd explodiert erneut "ACKNOWLEDGE HIM!" mischt sich unter die Buhrufe. Roman hebt nun ganz langsam den Kopf... Kein Gestus... Keine Pose nur seine Präsenz. Heyman senkt das Mikrofon leicht atmet aus als wäre dieser Teil ein Ritual gewesen das vollendet werden musste. Dann lehnt er sich minimal vor und man spürt... Jetzt beginnt der eigentliche Grund.. Das Kapitel John Cena ist geschrieben... Die Warnung an Jon Moxley ist ausgesprochen...
Paul Heyman "Die letzten Wochen bei Coast 2 Coast Wrestling waren kein Zufall... sie waren kein Chaos... sie waren kein Glück. Sie waren eine Demonstration... Eine Offenbarung... Ein Beweis dafür, dass Macht nicht laut sein muss um absolut zu sein. Während andere hier Woche für Woche kämpfen, zweifeln, scheitern… während Legenden wie John Cena dachten, ein Name reiche aus… stand dieser Mann über allem. Das Kapitel John Cena wurde nicht beendet, weil es spannend war… sondern weil es unausweichlich war. Denn niemand überlebt ein System, das größer ist als sein Ego.“
Heyman beginnt langsam im Ring zu gehen immer in einem Halbkreis um Roman herum aber niemals vor ihm.
Paul Heyman "Jey Uso... Solo Sikoa... Die Bloodline... Entscheidungen wurden getroffen, Wege wurden geebnet und jede dieser Entscheidungen hatte ein gemeinsames Ziel... Roman Reigns an der Spitze zu unterstützen... und dann… dann glaubte jemand klatschen zu müssen. Jon Moxley hat zugesehen und wer zusieht denkt oft er versteht es. Aber Verständnis ohne Zugehörigkeit ist nichts weiter als Illusion. Die letzten Wochen haben eines bewiesen... mein Tribal Chief Roman Reigns muss niemanden jagen. Die Welt kommt von selbst zu ihm. Er trägt diesen Titel nicht, um sich zu beweisen. Er trägt ihn, weil er der Maßstab ist. Weil jede Entscheidung, jede Story, jede Konsequenz bei Coast 2 Coast Wrestling… durch ihn definiert wird.“
The Wiseman hebt den Championship nun höher, direkt neben Romans Schulter. Heyman lässt ihn nach wenigen Sekunden wieder senken und spricht weiter.
Paul Heyman "Das hier ist keine Regentschaft. Das ist eine Ära... für alle die in den letzten Wochen zugeschaut haben… die geklatscht haben… die nachgedacht haben… Denkt gut nach... Denn Roman Reigns… vergisst nicht... aber kommen wir zum nächsten Thema in der Ära Roman Reigns.“
Heyman senkt das Mikrofon vollständig. Roman Reigns hebt langsam den Kopf sein Blick geht über die Menge ruhig... unerschütterlich und endgültig. Paul Heyman hebt das Mikrofon erneut. Das Geräusch der Arena ebbt nicht ab aber es interessiert ihn nicht mehr. Der Blick verändert sich... Kein Lächeln, Theatralik nur kalte Präzision. Er dreht sich nicht zu Roman. Er bleibt frontal zur Kamera. Jetzt geht es um eine Person.
Paul Heyman "Jon... Moxley! Du wirst hier als Rebell gefeiert. Als Wahnsinniger als jemand, der keine Regeln kennt. Aber weißt du, was du wirklich bist? Du bist kein Krieger oder Visionär. Du bist ein Psychopath ohne Richtung. Ein Mann der Chaos mit Charakter verwechselt. Schmerz mit Identität. Lautstärke mit Bedeutung. Du hast dich nie nach oben gekämpft, Jon. Du hast dich hochgeschlafen… hochgezogen… hochgespült.“
Heyman zeigt mit dem Finger Richtung Kamera und das genau in Richtung Moxley.
Paul Heyman "Immer dort wo man dich gerade gebraucht hat. Immer dann, wenn jemand einen Verrückten brauchte, der Dinge tut, die andere nicht tun wollten. Das ist kein Selbstbewusstsein... das ist Leere. Du hast nie etwas aufgebaut, Jon. Du hast immer nur zerstört und gehofft, dass der Rauch dich größer aussehen lässt als du bist. Und dann siehst du ihn. Einen Mann, der kein Chaos braucht. Keine Ausreden... Keine Gewalt um sich selbst zu erklären. Du hast applaudiert weil du dachtest, du wärst anders. Weil du dachtest... Wahnsinn sei Mut. Aber Mut ohne Struktur endet immer gleich. Und Männer wie du enden ALLEIN!“
Heyman senkt kurz den Blick, sammelt sich dann wieder direkt in die Kamera.
Paul Heyman "Du bist kein Gegenpol zur Bloodline, Jon Moxley. Du bist ihr Studienobjekt. Und die Geschichte zeigt... Wenn Männer wie du glauben, sie könnten sich an einer Ära messen dann werden sie Teil einer Liste. Und diese Liste… endet nie gut.“
Paul Heyman führt das Mikrofon nach unten. Roman Reigns steht regungslos. Der Blick wandert langsam über die Arena kalt... unnahbar und endgültig. Paul Heyman hält das Mikrofon noch einen Moment gesenkt. Die Arena lebt, bebt, schreit doch im Ring ist es plötzlich stiller. Nicht leise sondern erwartungsvoll. Heyman dreht leicht den Kopf zu Roman Reigns. Kein Wort... Keine Frage... Nur ein kurzer Blick... Roman Reigns bewegt sich. Langsam hebt er die rechte Hand.
Kein hastisches Zeichen, keine Ungeduld. Nur ein klarer Anspruch. Paul Heyman reagiert sofort. Er tritt einen halben Schritt näher reicht das Mikrofon mit beiden Händen weiter nicht unterwürfig sondern zeremoniell. Wie die Übergabe einer Waffe. Roman nimmt das Mikrofon. Allein dieser Moment verändert die Atmosphäre. Der Tribal Chief steht nun im Zentrum. Schultern breit... Kopf leicht geneigt... Die Augen heben sich langsam und treffen die Menge. Er sagt noch nichts denn er lässt die Sekunden arbeiten... Sekunden vergehen bis er in Mikro spricht.
Roman Reigns "Monterrey... Mexiko... Coast 2 Coast Universe... ACKNOWLEDGE ME!"
Roman Reigns hält das Mikrofon weiterhin ruhig in der Hand. Er lässt den Lärm der Arena an sich abprallen, als existiere er außerhalb davon. Dann senkt er den Blick kurz nicht aus Demut sondern aus Kontrolle und beginnt zu sprechen. Langsam... Schwer... Jedes Wort sitzt.
Roman Reigns "Der Tribal Chief hat Coast 2 Coast Wrestling nicht betreten, um Teil von etwas zu sein. Man hat die Coast 2 Coast übernommen um sie zu formen. Entscheidende Matches... entscheidende Nächte... entscheidende Siege. Es wurden Männer geschlagen, die glaubten sie seien bereit. Der Tribal Chief hat Namen beendet, die größer klangen als sie waren. Jedes Mal hat euer Tribal Chief genau das getan, was er versprochen hat. Ihr seid laut... Ihr seid leidenschaftlich... Und ihr glaubt... ihr habt schon alles gesehen. Aber ihr schaut gerade auf etwas das nicht kommt... ihr schaut auf etwas, das da ist. Der Tribal Chief ist nicht hier um zu kämpfen, weil ihm danach ist... um mich zu erklären... sondern weil diese Liga entschieden hat um wen sich alles dreht. Der Tribal Chief hat nicht gewonnen weil er Glück hatte... sondern weil er vorbereitet war, während andere gezweifelt haben. Während andere nach Anerkennung schreien ist Roman Reigns der Maßstab, an dem sie gemessen werden. Das hier... ist kein Versprechen mehr! The ONLY TRIBAL CHIEF regiert Coast 2 Coast nicht laut. Er regiert weil alles funktioniert wenn er an der Spitze steht."
Dann verändert sich sein Tonfall. Etwas lauter und deutlicher...
Roman Reigns "Und jeder der zuschaut... jeder der klatscht... jeder der glaubt er hätte etwas erkannt... lernt früher oder später was Roman Reigns schon weiß. Der Tribal Chief ist nicht Teil der Geschichte. Roman Reigns ist die Geschichte... solange Roman Reigns diesen Ring betritt bleibt Coast 2 Coast sein Reich. Das Gold, das der Tribal Chief trägt ist kein Schmuck... Es ist ein Beweis... Roman Reigns regiert Coast 2 Coast weil jede Struktur funktioniert, wenn er an der Spitze steht. Und bisher...
ist jeder daran gescheitert."
Roman Reigns senkt das Mikrofon einen Moment... Die Arena tobt weiter, doch der Tribal Chief hebt langsam den Kopf. Der Blick ist nun fokussierter... Zielgerichtet... Persönlich... Er hebt das Mikrofon erneut an.
Roman Reigns "In drei Wochen findet das nächste Coast 2 Coast Special statt. Eine Nacht in der wieder viele glauben werden, sie hätten etwas zu beweisen. Und während diese Liga sich vorbereitet... während Namen laut werden... während Männer nach Aufmerksamkeit schreien... wird genau hingeschaut. Denn hier gibt es jemanden, der gerade sehr laut klatscht... JON MOXLEY!"
Buhrufe mischen sich unter die Reaktionen und jeder weiß... wer gemeint ist.
Roman Reigns "Dieses Klatschen ist kein Mut... Es ist kein Statement. Es ist das was passiert, wenn jemand nach Aufmerksamkeit sucht... wie ein Kind das nicht weiß wohin es gehört. Chaos wird hier oft verwechselt mit Bedeutung. Lautstärke mit Richtung... Und genau deshalb wird nichts überstürzt. In den nächsten Wochen wird genau gesehen, wer nur Lärm macht und wer versteht in wessen Reich er sich bewegt. Denn wenn Aufmerksamkeit gesucht wird dann entscheidet der Tribal Chief, wann sie beantwortet wird."
Kein Blick zu Heyman... Kein weiterer Kommentar... Paul Heyman tritt einen halben Schritt nach vorne, hält den Eastcoast Championship wieder sichtbar neben Romans Schulter. Die Kamera fängt beide ein das System und seinen Mittelpunkt. Roman Reigns steht weiterhin regungslos im Zentrum des Rings. Paul Heyman hält den Eastcoast Championship dicht an seiner Schulter, doch Roman hebt erneut langsam das Mikrofon. Die Geräuschkulisse ebbt nicht ab denn sie wird ignoriert. Der Tribal Chief spricht weiter.
Roman Reigns "Der Tribal Chief sieht es jede Woche. Namen kommen hierher... Männer betreten diesen Ring und jeder einzelne von ihnen versucht, sich am Tribal Chief hochzuziehen. Sie wollen Main Eventer sein... Sie wollen relevant sein... Und sie glauben der schnellste Weg nach oben... führt über Roman Reigns. Lasst mich euch etwas erklären. Der Tribal Chief ist nicht das Sprungbrett dieser Liga... nicht der Testlauf. Der Tribal Chief ist das Gesicht von Coast 2 Coast Wrestling. ...Main Eventer... Champion... Aushängeschild... nicht weil ich es mir genommen habe sondern weil alles hier funktioniert, wenn ich an der Spitze stehe... Dieses Gold ist kein Ziel sondern das Ergebnis. Jeder, der glaubt, er müsse nur laut genug sein… nur wild genug… nur verrückt genug… der irrt sich! Denn hier oben bleibt niemand, der sich nur an mir hochzieht. Hier oben bleibt nur, wer versteht… dass Roman Reigns nicht der Weg ist... Roman Reigns ist das Ziel...."
Der Tribal Chief senkt das Mikrofon. Paul Heyman tritt instinktiv einen halben Schritt näher und hält den Eastcoast Championship erneut sichtbar ins Bild. Die Kamera fängt beide ein den Champion und das Gesicht einer ganzen Company... COAST 2 COAST EASTCOAST CHAMPION ..."THE TRIBAL CHIEF" ROMAN REIGNS und sein WISEMAN PAUL HEYMAN!
MATCH 2 SINGLES MATCH
Big Show vs. Eddie Kingston Writer:??? MAX. 1 Segment pro Kopf
Das Publikum beginnt zu unruhig zu werden. Ein tiefes Grollen erklingt, wie ein Donnerschlag, der durch die Lautsprecher rollt.
The Big Show tritt aus dem Schatten der Stage hervor. Keine Pose, kein Lächeln – nur ein kalter, verächtlicher Blick. Sein Gesicht ist halb im Schatten, die andere Hälfte vom blauen Licht geschnitten. Er trägt einen langen dunklen Mantel, der seine Masse noch imposanter wirken lässt.
Er bleibt oben auf der Stage stehen, schaut langsam von einer Seite der Arena zur anderen, als würde er prüfen, wem diese Welt ab jetzt gehört. Das Publikum reagiert mit Buhrufen, der Riese allerdings zeigt darauf keinerlei Regung. Kein Anflug von Emotion, lediglich eiskalte Dominanz.
Langsam hebt er eine riesige Hand und ballt sie zur Faust.
Matthew Rehwoldt:"Making his way to the Ring... from Tampa, Florida... weighing in at 500 pounds.. THE BIG SHOW!"
Er geht in einem brutalen, kontrollierten Tempo die Rampe hinunter. Jeder Schritt wirkt, als würde er die Bühne erschüttern. Er hält den Blick fest und konzentriert auf den Ring gerichtet.
Fans strecken die Hände aus, er ignoriert sie vollständig. Einige der Fans am Geländer buhen, er reagiert mit einem kurzen, verächtlichen Kopfnicken, als würden sie nur bestätigen, wie wenig sie im Vergleich zu ihm wert sind.
Er packt das Seil, zieht seinen gigantischen Körper mühelos hoch und steigt über das oberste Seil. Dann steht er im Ring: größer, imposanter, furchteinflößender als jeder Mann dort. The Big Show hebt eine Hand, wie man es aus früheren Tagen in den anderen großen Promotions dieser Welt gesehen hat:
„N.Y. State of Mind“ setzt ein und legt diesen schweren, gleichmäßigen Rhythmus über die Halle, während das Licht langsam dunkler wird und sich der Fokus Richtung Entrance verlagert.
Eddie Kingston tritt durch den Vorhang, schwarze Gear, abgenutzte Boots, der Blick geradeaus, und bleibt für einen Moment stehen, um die Halle zu mustern, während die Fans laut werden und ihm entgegenschreien. Er reagiert mit einem knappen Nicken, nicht mehr, dann setzt er sich in Bewegung.
Er geht die Rampe hinunter in konstantem Tempo, ohne zu zögern, nimmt vereinzelte Reaktionen aus dem Publikum wahr, klatscht hier und da eine Hand ab, bleibt aber ganz bei sich und beim Ring.
Am Apron hält er an, legt die Hand darauf, klopft zweimal, fast automatisch, bevor er unter dem untersten Seil hindurchgleitet und sich im Ring aufrichtet. Er lehnt sich in die Seile, schaut hinaus, ruhig, gesammelt, als würde er alles um sich herum ausblenden.
Matthew Rehwoldt: „Making his way to the ring… from Yonkers, New York… weighing in at 240 pounds…
‘The Last of a Dying Breed’… EDDIE KINGSTON!“
Kingston steigt auf die zweite Ecke, hebt die Faust und zieht dann langsam den Daumen quer über den Hals, ruhig und ohne Hast, mehr Ankündigung als Provokation, eher Feststellung als Drohung. Danach tippt er sich kurz an die Schläfe und zeigt in Richtung der Ränge, ein unauffälliges Zeichen, das weniger erklärt als anerkennt, bevor er wieder von der Ecke steigt.
Die Musik klingt aus.
Kingston steigt von der Ecke, stellt sich in die Ringmitte und wartet, bereit für das, was kommt.
Warnung! Spoiler!
Recht schnell verlagert sich das Geschehen zwischen den beiden Kontrahenten vor den Ring wo diese dann ausgezählt werden (3.21 Minutes)
Due to a double count out this match is a: DRAW!
Die Theme von Samantha Smart ertönt. The IQ-Superior erscheint gemeinsam mit ihrem Schützling Kris Statlander und den beiden maskierten Damen, die schon bei Statlanders Match gegen Rhea Ripley in Erscheinung getreten sind, auf der Stage. Das Publikum scheint eher negativ gegenüber den vier Damen eingestellt zu sein. Vereinzelte Buhrufe sind zu hören als sich die WORLD DOMINATION INITIATIVE zum Ring begibt.
Matthew Rehwoldt:"Ladies and Gentlemen, please welcome! The IQ-Superior Samantha Smart and Kris Statlander ... The World Domination Initiative!"
Samantha Smart geht voran. Sie ist hier eindeutig die Anführerin der WORLD DOMINATION INITIATIVE. Dahinter folgen Kris Statlander in der Mitte und die beiden maskierten Damen an ihrer Seite. Dann betreten die Damen den Ring und platzieren sich direkt in der Mitte von diesem. Samantha Smart lässt sich von Matthew Rehwoldt das Mikrofon reichen. Dann wartet sie bis ihre Entrance-Theme verstummt. Die maskierten Damen platzieren sich nun ein wenig im Hintergrund, während Samantha Smart und Kris Statlander Seite an Seite stehen und direkt in die Kamera schauen. Smart wartet bis die vereinzelten Buhrufe verstummen und erhebt dann das Mikro.
Samantha Smart »¡Bienvenidos al inicio del Coast2Coast World Tour!«
Mit dieser spanischen Begrüßung versucht Samantha Smart wohl einige Pluspunkte beim Publikum zu sammeln. Ein leichtes Grinsen legt sich über ihre Lippen.
Samantha Smart »Oh! Bitte macht euch keine Illusionen! Ihr könntet uns nicht egaler sein. Und wir interessieren uns auch nicht dafür wo Coast2Coast ihre Shows austrägt. Ich wollte euch nur mitteilen, dass ich eurer Sprache mächtig bin. Ihr braucht also nicht zu denken, dass ich so blöd bin und eure lächerlichen Beleidigungen nicht verstehe. Und ihr braucht auch nicht so zu tun als würdet ihr der Englischen Sprache nicht mächtig sein. Ich weiß, dass ihr uns versteht. Immerhin würden die meisten von euch doch sowieso lieber in den USA leben. Nicht umsonst dürftet ihr schon mal erfolglos versucht haben über die Mauer zu klettern. Weil euch dort auch niemand haben will, sitzt ihr nun hier und dürfte euch an der World Domination Initiative erfreuen, die für jeden einen Platz bietet, sofern er würdig ist. Also, Pendejos, seid ruhig und hört, was ich zu sagen habe!«
Nein, Pluspunkte möchte Samantha Smart ganz gewiss nicht sammeln. Stattdessen legt sie sich jetzt auch noch mit dem Publikum an, weshalb sie noch lauter ausgebuht wird. Groß zu kümmern scheint sie dies aber nicht. Sie redet einfach weiter.
Samantha Smart »Wie ich schon erwähnte, beginnt heute die Coast2Coast World Tour. Oder die Going on a Journey-Tour, wie unsere erlauchte General Managerin diese Tournee durch zwei verschiedene Länder und Europa nennt. Normalerweise würde ich jeden Vorschlag der sogenannten General Managerin als Blödsinn abstufen. Aber scheinbar hat sie erkannt, dass mit dieser Tour auch die Reise und der Aufstieg der World Domination Initiative beginnt, selbst wenn Kris Statlander heute kein Match auf der Card hat. Doch wen wundert's? In dieser Company gibt es keine Hürde, die sie nicht schafft. Einige der Frauen dieser Company sind viel zu sehr damit beschäftigt sich irgendwelchen Schlappschwänzen an den Hals zu werfen oder spielen die Geisteskranke und erfinden 100 verschiedene Identitäten um ihr mangelndes Talent zu verbergen. Andere wiederum sitzen in ihren Logen und lassen sich fürstlich entlohnen, ohne auch nur einen Fuß in den Ring zu setzen, oder labern irgendwelchen Blödsinn in irgendwelchen bedeutungslosen YouTube-Shows, die von Menschen produziert werden, die zu dumm sind, um sich einen richtigen Job zu suchen. DAS ist die heutige Women's Division. Sie ist chaotisch, emotional und ineffizient. Die Women's Division braucht Kontrolle. Und die World Domination Initiative ist gekommen um diese Kontrolle zu erlangen. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten für euch: Entweder ihr schließt euch uns an oder ihr werdet beseitigt! Jeglicher Widerstand ist zwecklos. Wenn selbst die alte Garde, die in der Vergangenheit diese Women's Division geprägt hat, diese Frau nicht aufhalten konnten, was glaubt ihr wohl, was ihr für eine Chance habt. Seht euch an, was sie mit Beth Phoenix gemacht hat! Oder in der letzten Woche mit Dr. Britt Baker D.M.D. Und wenn euch das nicht reicht, fragt bei Rhea Ripley nach! Das waren nicht einfach nur Siege. Das waren Statements.«
Auch wenn der ein oder andere Sieg nicht ganz fair eingefahren wurde, so muss man sagen, dass Statlanders Leistungen im Ring durchaus vielversprechend waren. Sie ist auf jeden Fall eine Frau, die durchaus eine perfekte Kombination in Sachen Kraft und Technik bietet. Doch ist sie wirklich das, was Samantha Smart aus ihr macht? Kann Kris Statlander dem gerecht werden?
Samantha Smart »Kris Statlander ist der perfekte Prototyp für unser System. Sie ist bereit es mit jedem Female Talent und jeder Championesse dieses Rosters aufzunehmen. Sie vereint Kraft und Intelligenz. Und ihre Loyalität gegenüber dieser Sache ist unbestritten. Niemand kommt an sie heran. Dennoch würden wir nur all zu gerne sehen wie ihr es versucht. Es gibt so viele Damen in diesem Roster, die glauben alles würde sich nur um sie drehen. Also bitte traut euch nur! Zeigt mir, dass ihr nicht ganz so wertlos seid wie ich glaube! Nehmt diese offene Herausforderung an und lernt die Macht von wahrer Perfektion kennen!«
Samantha Smart senkt nun das Mikrofon. Nachdem sie fast das komplette Roster beleidigt und ihren Schützling Kris Statlander ins Unermessliche gelobt hat, richtet sie nun ihren Blick in Richtung Stage. Irgendjemand muss sich doch jetzt eigentlich blicken lassen. Einige nehmen solche Beleidigungen schließlich persönlich und fühlen sich an ihre Ehre gepackt. Sofern irgendjemand auch nur noch einen Funken Ehre besitzt, so dürfte diese Person auch gleich auftauchen. Dessen ist sich Samantha Smart eigentlich sicher. Ihre Menschenkenntnis hat sie noch nie im Stich gelassen. Und da passiert es auch schon ...
Es ist Rhea Ripley, die hier auf der Stage erscheint. Ausgerechnet jene Frau, die schon eine Niederlage gegen Kris Statlander einstecken musste. Es dürfte wohl allen klar gewesen sein, dass The Eradicator diese Niederlage nicht auf sich sitzen lassen würde. Zumal Statlander sie nur unter kräftiger Mithilfe von Samantha Smart und den beiden maskierten Damen besiegt hat. Die Australierin bewegt sich auf der Stage auf und ab und verweilt auch dort. Sie macht keine Anstalten auch nur einen Schritt näher in Richtung Ring zu gehen, geschweige denn ihn zu betreten. In der Vergangenheit hat Rhea schon die ein oder andere fragwürdige Aktion gebracht, die ihr meist mehr geschadet als geholfen haben. Auch hier wäre sie 3 zu 1 in der Unterzahl. Samantha Smart darf man ruhig ausklammern, weil sie nicht wirklich eine Wrestlerin ist. Es wird also Zeit, dass sie die Sache clever anzugehen. Vor allem da sie jetzt alleine ist und keinerlei Rückendeckung hat, außer den Fans, die natürlich auf ihrer Seite sind. Ihr Blick bleibt die ganze Zeit in Richtung Ring gerichtet. Mami hat auch schon ein Mikrofon dabei um ein paar Worte an Samantha Smart und Kris Statlander zu richten. Die Fans feuern sie unter lautstarken Mami-Chants an. Dieses erhebt sie schließlich, sobald ihre Theme und die Anfeuerungsrufe verstummt sind.
RHEA RIPLEY »Hm! Findet ihr nicht auch, dass es hier stinkt? Dieser Gestank ist ja kaum auszuhalten. Muss an dem Bullshit liegen, den du gerade hier von dir gegeben hast, Sam!«
Die Fans scheinen der Aussage von Rhea durchaus zuzustimmen und die Australierin grinst die Damen im Ring breit an. Offenbar hält sie nicht sonderlich viel von den Aussagen von Samantha Smart. Nein, sie scheint sie geradezu lächerlich zu finden. Auch wenn Rhea selbst deutlich Kritik an der Women's Division in der jüngeren Vergangenheit geübt hat.
RHEA RIPLEY »Weißt du, Sam, ich muss dir in einer Sache zustimmen. Die Women's Division ist durchaus nicht mehr das, was sie mal war. Und ja! Vielleicht habe ich auch einen Teil dazu beigetragen. Ich war auch davon besessen diese Division zu formen und sie zu einem 'besseren Ort' zu machen. Aber ich habe meine Lektion gelernt. Und dies auf durchaus schmerzhafte Art und Weise gelernt. Außerdem habe ich gelernt, dass man nichts erzwingen kann. Ja, einige labern Scheiße in irgendwelchen Internet-Shows. Ja, andere verarschen die Fans und den Rest des Rosters mit irgendwelchem Hokuspokus. Doch soll ich dir was sagen? Darum geht es beim freien Willen. Darum geht es bei der Freiheit. Du, dagegen, willst Kontrolle. Du willst jede einzelne Wrestlerin kontrollieren und sagen, was sie zu tun und zu sein hat, so wie du dies jetzt bei Kris tust. Wenn du mich fragst, dann bist du ein kleiner Kontrollfreak, Sam. Nicht mehr und nicht weniger. Keine Ahnung, warum du so bist wie du bist. Vielleicht bist du immer noch traumatisiert, weil du in deiner Kindheit zu oft von den anderen Mitschülern gemobbt wurdest. Vielleicht hast du auch einen Minderwertigkeitskomplex oder bist größenwahnsinnig. Vielleicht bist aber auch einfach nur jemand, der Angst vor einem freien Willen hat. Ich sage dir eines, Sam. Mir ist es scheißegal, was du mit der Women's Division vor hast. Ich bin nicht hier um irgendjemanden zu schützen oder für irgendjemanden zu kämpfen. Das habe ich längst aufgegeben. Aber ich verspreche dir eines, mich wirst du niemals kontrollieren. Ich zerreiße jedes System, welches mir sagt, was ich sein und was ich tun soll.«
Rhea Ripley macht hier deutlich, dass sie sich eindeutig gegen die WORLD DOMINATION INITIATIVE stellen wird.
RHEA RIPLEY »Und was unser letztes Aufeinandertreffen betrifft, dein großer Triumph über Rhea Ripley, du hattest verdammtes Glück, Kris. Nicht mehr und nicht weniger. Du hast Miss Klugscheißer plus Conquistadora una und Conquistadora dos gebraucht, um mich zu besiegen. Wirklich eine beeindruckende Leistung. Irgendwas sagt mir, dass dieses ganze Gelaber von Kontrolle und Übernahme nur viel Gerede ist. Wo wart ihr vor zwei Jahren, hm? Wo wart ihr als die Besten der Besten hier im Ring standen? Als noch echte Kriegerinnen die Coast2Coast Women's Division beherrscht haben. Da hättest du wirklich zeigen können, was du drauf hast, Kris.«
Plötzlich setzt sich die Australierin in Bewegung. Langsam geht sie die Stage entlang in Richtung Ring. Ihr Blick bleibt auf Kris Statlander gerichtet.
RHEA RIPLEY »Aber keine Sorge! Ich werde dir noch genügend Gelegenheiten geben dich zu beweisen. Wir zwei sind noch nicht fertig miteinander. ...«
Samantha Smart »... HA! Ich bitte dich, Rhea! Glaubst du wirklich, du hättest eine Chance gegen uns? Sieh dich doch mal um! Keine Alexa Bliss! Keine Shotzi Blackheart! Keine Rosemary oder Liv Morgan! Du bist alleine. Da sind keine Freunde oder Geliebte, die dir den Rücken decken. Niemand wird dir dieses Mal den Arsch retten. Und warum? Weil du es wirklich immer wieder schaffst jeden Menschen, der dir zu nahe kommt, von dir wegzustoßen. Und irgendwie bezweifle ich auch, dass dir dein ehemaliger Sidekick Bayley zur Seite springen wird. Die ist mit ganz anderen Dingen beschäftigt. Nein, du stehst alleine da.«
Was Samantha Smart, die hier Rhea Ripley einfach ins Wort fällt, sagt, ist nicht unbedingt falsch. Nachdem auch Shotzi Blackheart und Rosemary die Company verlassen haben, hat Rhea nicht wirkliche Verbündete im Coast2Coast Roster. Bayley ist zu sehr mit ihrer neuen Rolle als General Managerin beschäftigt. Liv Morgan war noch nie wirklich eine Verbündete oder Freundin. Zwar hat sie damals Rhea, gemeinsam mit Shotzi und Dominik, aus Kairi's Folterkeller befreit, doch dies war wohl mehr auf die Freundschaft zu Shotzi geschuldet. Nein! Rhea Ripley steht definitiv alleine da. Allerdings ist das für sie nichts Neues. Den Großteil ihrer Karriere hat sie alleine verbracht. Sie ist eben eine Einzelgängerin.
RHEA RIPLEY »Du scheinst ja einiges über meine Vergangenheit zu wissen, Sam. Gut! Dann solltest du nämlich wissen, dass ich bisher immer am gefährlichsten gewesen bin, wenn ich alleine unterwegs war. Ich brauche keine Armee oder irgendwelche Leute hinter denen ich mich verstecke oder die mir den Rücken decken. Ich gehe immer voran. Ich beobachte und schlage dann zu. So machen das Jägerinnen, wenn sie sich ihre Beute heraussuchen. Ihr seid meine Beute. Und ich werde nicht ruhen bis jeden einzelnen von euch erledigt habe. Keine Sorge! Es wird nicht heute sein, aber bald. Wir werden uns sehr bald wiedersehen, Kris.«
Vor dem Ring bleibt Rhea Ripley dann stehen. Auch die maskierten Damen bringen sich in Position. Sie und Kris Statlander rücken näher zusammen, ganz in der Erwartung, dass die Australierin in den Ring steigt und ein Brawl ausbricht. Doch ... nichts passiert. Rhea bleibt draußen und grinst die vier Damen nur an. Heute scheint nicht der Tag zu sein, an dem die Jägerin zuschlägt. Aber sie wartet auf ihre Gelegenheit und die wird sie bekommen. Rheas Blick bleibt dann bei Kris Statlander hängen. Ihr Ausdruck wird wieder etwas ernster. Die beiden Frauen liefern sich einen Staredown, während sich Samantha Smart langsam hinter den beiden maskierten Damen zurückzieht. Auch Rhea Ripley tritt dann langsam den Rückzug an. Ihr Blick bleibt bei Kris Statlander, die einfach nur im Ring steht und Rhea bei ihrem Abgang beobachtet. Dann verschwindet die Australierin im Backstagebereich.
Pat McAfee:"Sieht ganz so aus als ob dieses kleine Kapitel zwischen Kris Statlander und Rhea Ripley noch nicht vorbei ist. Ich bin gespannt, wann die beiden sich wieder im Ring gegenüberstehen." Cathy Kelley:"Vermutlich müssen wir gar nicht mehr so lange warten. Und wir können wohl davon ausgehen, dass auch der Rest WDI eine Rolle dabei spielen wird." Wade Barrett:"WDI?! Die World Domination Initiative. Sieht wohl so aus als müssten wir uns an eine neue Macht innerhalb von Coast2Coast gewöhnen. Ich frage mich, wer unter diesen Masken steckt."
Für einen ganz kurzen Moment bleiben die Bildschirme schwarz. Bevor der Zuschauer sich jedoch ansatzweis fragen kann, ob er sich ein neues Gerät zulegen muss, wird ein Filmchen eingespielt. Ohne große Einleitung sehen wir einen Ausschnitt aus einer scheinbar x-beliebigen Wohnung. Linksseitig führt eine Treppe in ein oberes Stockwerk. Rechts führt ein kleiner Flur in Richtung eines Wohnzimmers, was man ansatzweise an einem Kamin und einer Couchecke erkennt. An den Wänden wurden einige Fotos aufgehangen, die aber nur unscharf zu erkennen sind. Ruhig filmt die Kamera diese Szene für ein paar Sekunden, bis Schritte zu hören sind und immer näher kommen…bis die dementsprechende Person ins Bild tritt. Kenny Omega! Gekleidet in einem bunten Hemd und einem dunklen Sakko zeigt sich der World Heavyweight Champion nach einigen Wochen im c2c TV – wenn auch nur in diesem Einspieler. Durch Joe Gacy wussten die Fans ja schon, dass der Cleaner erkrankt war. Nun möchte er sich wohl selbst äußern. Seinen Titel hat sich der Canadian X um die Hüfte geschnallt. Mit einem Lächeln legt Kenny die Hände ineinander und nickt der Kamera einmal zu.
Kenny Omega:Bonjour, Hello und Grüß Gott! Wenn auch verspätet…euer World Heavyweight Champion und Mister „Iowa’s schönstes Lächeln 2003“ wünscht euch ein gutes…neues…motherfatherin‘…Jahr 2026! Ich weeeeiiiß…ich muss mich dafür entschuldigen, dass ich ein paar Wochen nicht anwesend war. Krankheitsbedingt hat es mich ordentlich erwischt und dann gab es im elterlichen Zuhause, wo ich mich immer noch befinde, ein paar Probleme, wo ich meine beruflichen Ambitionen mal zurückstellen musste und auch wollte.
Der Master of the Dark Hadou zuckt entschuldigend mit den Schultern. Im Wrestling Kosmos redet er nicht wirklich oft über seine Familie. Doch sie ist ihm wichtig, was dann auch einen Teil seiner Auszeit erklärt.
Kenny Omega:Explizit möchte sich meine Wenigkeit auch dafür entschuldigen, dass ich bei Last Chapter III nicht anwesend sein konnte, um meinen Titel zu verteidigen. Dabei entschuldige ich mich vor allem bei dem Mann, gegen den ich antreten wollte…Joe Gacy! Liebster Joe, ich weiß die Genesungswünsche zu schätzen und danke dafür. Ich habe aber auch gehört, dass du zu Interims-Champ gekrönt werden wolltest, bis ich zurück bin. Hm…nein, das wird nicht nötig sein!
Leicht schmunzelnd hebt die Destiny Flower die rechte Hand und bewegt den Zeigefinger hin und her, als wolle er Joe Gacy für diesen Einfall tadeln.
Kenny Omega:Bei mir ist wieder alles im grünen Bereich. Ich werde mich in ein paar Tagen in einen Flieger setzen und nach Mexiko reisen. Ohja, in Torreón kehrt euer liebster Lockenschopf zurück, um das zu machen, was er immer macht…die Show stehlen und der absolut beste Dr. Bester aller Allerbestesten zu sein. Also…gehen wir dabei aufs Ganze, nicht wahr Joe? Du und ich…nächsten Montag…One on One…um den World Havyweight Title! Ich bin bereit, du hoffentlich auch! Bayley wurde schon informiert und hat das abgesegnet. Wir sehen uns in Torreón! Und bis dahin bleibt mir nur noch zu sagen…Goodbye…and Good Night…Baaang!
Seitlich positioniert zum Bild streckt der Cleaner langsam den Arm aus, wobei der den Zeigefinger küsst und diesen dann, wie eine Pistole, ins Bild hält und zum Schluss „abdrückt“. Augenzwinkernd klopft sich auf die Platte des Belts und stiefelt dann die Treppe hoch. Es wurde hier auch alles gesagt, was er sagen wollte. Nächste Woche kehrt er zurück und möchte dann das Title Match gegen Joe Gacy nachholen. Obwohl Kenny Gacy noch nicht so zu 100 Prozent traut, so ist er diesem diesen Fight einfach schuldig. Damit endet dieser Einspieler auch wieder.
MATCH 3 SINGLES MATCH
Sol Ruca vs. Jacy Jayne Writer:??? KI Bewertet
Unmut macht sich in den Zuschauerreihen breit. Jacy Jayne wird vom Publikum verteufelt und diese lassen es sie wissen. Das Hindert The Lady of Rock N Rumble aber nicht daran hier mit einem selbstgefälligen Grinsen auf der Stage zu erscheinen und das Lampenlicht auf sie strahlen zu lassen. Eine kleine Tanzeinlage darf zum Beginn ihrer Entrance auch nicht fehlen.
Matthew Rehwoldt:"Making her way to the Ring... from Tampa, Florida... weighing in at 135 pounds.. JACY JAYNE!"
Mit ausgebreiteten Armen macht sie sich auf den Weg zum Ring. Mit einem Schwung springt sie auf den Appron. Dort wirft sie ihren Hut auf den Boden und entledigt sich ihrer Sonnenbrille. Beide braucht sie nicht für den Kampf. Mit ausgebreiteten Armen feiert sie sich im Ring. Dann deutet sie mit ihrer Hand eine Pistole an.
Sie feuert auf all jene, die sich ihr in den Weg stellen. In diesem Fall ihre Gegnerin.
Das Theme von Sol Ruca dröhnt aus den Boxen. Es dauert nur wenige Sekunden und dann erscheint die Blonde Frau aus Kalifornien auch auf der Bildfläche. Breit grinsend steht sie da, gekleidet in ihr Ringoutfit und blickt in die Reihen der Fans. Sie streckt ihren Arm aus, ballt die Hand zu einer Faust und spreizt den Daumen und den kleinen Finger zur Seite ab. Der Surfergruß! Im Ring erhebt Matthew Rehwoldt sein Mikrophon.
Matthew Rehwoldt:"Introducing next, from Ontario, California, weighting tonight in at 138 pounds, Sol Ruca!"
Die Surferin hat sich in Bewegung gesetzt und marschiert auf den Ring zu. Vor selbigen biegt sie nach rechts ab und mit einem geschickten Sprung springt sie auf dem Apron und landet auf selbigem mit einem Spagat. Mit einer flüssigen Drehung kommt sie aus der Spagat Position in eine entspannte Sitzposition, lehnt sich mit dem Rücken am untersten Ringseil an und legt ihre Unterarme auf selbige. Dann steht sie auf, greift mit beiden Händen in das oberste Ringseil, holt Schwung und mit einem Sprung der in eine Rolle Vorwärts übergeht fliegt sie in den Ring. Hier geht sie in einer flüssigen Bewegung in einen Handtand, rotiert, senkt die Arme und mit einem Kip Up landet sie auf ihren Knien. Das ist die Athletik einer ehemaligen D1 College Athletin! Erneut folgt der Surfer Gruß. Sie ist bereit für ihre Gegnerin!
Warnung! Spoiler!
Sol Ruca schafft es sich in diesem Match durchzusetzen und nach einem Sol Snatcher ihre Gegnerin bis 3 auf der Matte zu halten (16.21 Minutes)
Here is your winner by pinfall: SOOOOL RUUUUUUUUCAAAAA!
Monterrey wartet gespannt auf die nächste Action. Nicht mehr lange und das kommende Match wird angeläutet. Was dann wohl passiert? Wer wird gewinnen? Wird es einen fairen Ausgang geben? Diese Fragen beschäftigt die Fans, die darüber diskutieren, als plötzlich die Boxen anspringen und eine bekannte Theme eingespielt wird.
"It's just one of those days when you don't wanna wake up
Everything is fucked, everybody sucks
You don't really know why, but you want justify rippin' someone's head off
No human contact, and if you interact your life is on contract
Your best bet is to stay away, motherfucker
It's just one of those days"
Matthew Rehwoldt:"Ladies and Gentlemen... please welcome... the c2c Women's World Champion... TONI STORM!"
Toni Storm ist wieder da und wird jubeln in Empfang genommen. Mit festen Schritten begibt sich die Australierin auf die Stage. Da sie nicht offiziell auf der Card steht, präsentiert sich die 30jährige im Outdoor Look - blaue, zerrissene Jeans, schwarze Boots, ein weißes, bauchfreies Top, auf dem in schwarz "PK" und eine schwarze Rose abgebildet sind, schwarze Lederjacke, an der rechten Hand ein fingerloser Handschuh und eine schwarze Cap auf dem blonden Haar. Ihren Titel hält sie auf der rechten Schulter, während die linken Finger bereits ein Mic umklammern. Obwohl sie, wie gesagt, kein Match bestreitet, hat sie ihren schwarzen Make Up Strich im Gesicht. Als wäre sie dennoch hier, um in einen Krieg zu ziehen. Wenn man weiß, mit wem sich Storm derzeit herumschlagen muss, scheint das auch naheliegend zu sein.
Toni Storm:Cut the music!
Jawohl Chefin! Toni verweilt auf der Stage und scheint zügig loswerden zu wollen, was ihr auf der Seele liegt. Sichtlich grimmig starrt sie in die Kamera, winkt aber dennoch kurz den Fans zu, die sie anfeuern.
Toni Storm:Ich will mich hier kurz fassen und gleich zum fuckin' Punkt kommen...Tiffany Stratton...
Mit genug Abscheu in der Stimme rotzt die Strong Zero City Lady den Namen ihrer derzeitigen Konkurrentin heraus. Die Stimmung in der Halle verschlechtert sich auch für einen Moment und man hört deutliche Buh Rufe. Das kann Toni kurz erheitern...aber auch nur kurz. Man sieht ihr an, dass sie zu sehr wütend auf das Rich Girl ist. So geht sie paar Schritte auf und ab, bevor sie weiterspricht.
Toni Storm:Das Miststück sitzt in der Pat McAfee Show und bringt ihre ewig gleiche Leier, bei der ich inzwischen nur noch das Kotzen bekomme. Sie ist ja so toll...Tiffy hier...Tiffy da...blablabla! Und ich würde ja lügen, mich nur verstecken und sie würde ein Re-Match verdienen und haste nicht gesehen. Ihr habt den Scheiß ja selbst gesehen. WAS die Schlampe natürlich mal wieder nicht erwähnt ist, zu welchem hinterfotzigen Mitteln sie mal wieder greifen muss, nur weil die verwöhnte Göre nicht bekommt, was sie will. Dazu kurz als Einschub...Stratton, du kannst es so hindrehen, wie du willst. Du WARST die Herausforderin und hast es NICHT geschafft mir den Titel abzunehmen. Da ist es nur selbstverständlich, dass ich andere Frauen nun vorne sehe...eigentlich! Wahrscheinlich hätte ich dir dennoch eine weitere Chance gegeben, einfach weil ein Draw auch für mich nicht befriedigend ist. Das ist der einzige Punkt, in dem ich dir zustimme. Aber nein...du musst ja mal wieder deine ganz eigene Show abziehen und unschuldige Menschen in diesen Konflikt mit reinziehen. Fick dich dafür!
Da ist auch definitiv eine gewisse Verbitterung rauszuhören. Ein Schmerz huscht der Blondine übers Gesicht, weil sie weiß, über was sie gleich reden muss und auch reden will. Wobei, besser gesagt...über wen sie reden will. Wir müssen uns an die Situation erinnern, bei der wir Toni zuletzt gesehen haben. Sie wurde backstage von Tiffany konfrontiert, die Storm ein Bild in die Hand drückte und damit drohte, der Person darauf etwas anzutun. Man hat nicht gesehen, um wem es dabei ging. Priscilla Kelly war es nicht. Dennoch brachte es die Championesse ordentlich aus dem Konzept. Nun wird sie wohl Licht ins Dunkel bringen. Seufzend schüttelt sie einmal den Kopf und richtet ihren Blick wieder ernst nach vorne.
Toni Storm:Ihr wisst, zu was für einem Monster ich 2019 geworden bin und wie vielen Menschen ich dabei weg getan habe. Ich bin verdammt glücklich, dass ihr mir lange wieder vergeben habt und ich mit meinen damaligen Feinden Frieden schließen konnte und ein paar sogar zu Freunden geworden sind. Jetzt, durch meinen zweiten Title Run, konnte ich auch beweisen, dass ich das Gold halten kann, ohne dass ich mich selbst wieder verliere. Nur...eine einzige Sache gibt es, die ich nie wieder gut machen kann. Inzwischen habe ich akzeptiert, dass ich das mit ins Grab nehmen muss...und das ist okay. Dank Stratton muss ich dieses Faß nochmal aufmachen. Fans, die damals schon dabei waren, werden sich an Catherine erinnern...meine Ex-Freundin!
Dabei muss die Australierin kräftig schlucken. Es ist lange her, dass sie den Namen ihrer Ex ausgesprochen hat. Vor allem in aller Öffentlichkeit. Die Zuschauer werden dabei auch ruhig, da sie merken, wie es Toni belastet. Klar, Storm hatte sich damals auch gegen sie gewandt und Catherine im Ring verprügelt, nach dem diese ihr eigentlich einen Antrag gemacht hatte. Ein Verhalten, für dass sich Storm bis heute schämt. Wie sie selbst sagt, kann sie das nie wieder gut machen. Toni wollte bei Catherine auch keine alten Wunden mehr aufreißen. Wobei sie auch einfach viel zu feige war, es überhaupt zu versuchen. Und nun will Toni sich auch nicht mehr mit der Vergangenheit beschäftigen. Doch man bekommt nun eine Ahnung, wer auf dem Bild zu sehen war.
Toni Storm:Was ich ihr damals angetan hab', is' fuckin' widerlich. Ich hab' sie innerlich zerstört und das tut mir so verdammt leid. Durch einen gemeinsamen Freund, der zum Glück inzwischen wieder mit mit spricht, weiß ich, dass sie inzwischen einen festen Job hat und seit einer gewissen Zeit in einer glücklichen Beziehung steckt. Das freut mich für sie und ich gönne ihr das von ganzem Herzen. Nie hätte ich mir angemaßt über sie in aller Öffentlichkeit zu reden. Tja...dank Stratton muss ich das leider wieder! Miss Fotze hat gedroht, dass Catherine etwas zustoßen könnte, wenn ich ihr kein Re-Match gewähre.
Jetzt ist es klar, dass Tiffy der Strong Zero City Lady ein Foto ihrer Ex gezeigt hatte. Natürlich hat das Toni geschockt und sie hat auch erstmal gebraucht das zu verarbeiten. Storm hat sich auch mit Pris abgesprochen, so ehrlich wollte sie zu ihrer Frau sein. Jetzt ist sie zurück bei der c2c und weiß, was sie tun muss...beziehungsweise, dass sie nachgeben muss. Dass die ehemalige Shine Championesse durchaus ernst machen kann, weiß Storm. Bei aller Abneigung wird sie Tiffany niemals unterschätzen.
Toni Storm:Gut...du hast gewonnen! Ich gebe dir das Re-Match um den Titel! Im großen Rahmen, am 09.02. beim nächsten Special in Mexiko! Aber unter einer Bedingung, Stratton. Catherine geschieht nichts! Wenn ich mitbekomme, dass auch nur eine fremde Gestalt ihr einen Schritt zu nahe komme...und glaube mir, ich werde das herausfinden...bist du sofort raus! Dann wirst du niemals wieder eine Chance bekommen, ganz egal wie viel du dann schreien und strampeln wirst. Ich werde auch dafür sorgen, dass das selbst Bayley absichern wird. Hälst du dich daran, bekommst du das Match!
Das ist ihr erstmal das wichtigste, dass sie Catherine hier komplett raushalten kann. Zwar glaubt Toni nicht daran, dass sich das Rich Girl sonderlich für die Drohung interessieren wird. Aber die Hoffnung ist, dass ihre Ex uninteressant wird, da Tiffy nun ihren Willen bekommen hat.
Und wie es so kommen musste…diese Reaktion von Toni Storm bleibt nicht unkommentiert. Eine schrille Stimme informiert die Halle das nun eine ganz besondere Zeit ist: IT'S TIIIIFFYYYY TIIIIIME
Und ohne viel Zeit zu verlieren, hämmert auch schon die Theme von Tiffany Stratton aus den Boxen. Na klar, die Worte der Strong Zero City Lady will sie so nicht stehen lassen. Und so befindet sich die Championesse im Pink-Weißen Blitzlicht, während auf der Titan Thron das Video eingespielt wird.
Natürlich geht ein leichtes Buh-Konzert durch die Halle. Allerdings überschaubar. Das Buff Barbie Doll hat es geschafft, trotz ihrer vielen zweifelhaften Taten, bei vielen beliebt zu sein. Ihr Ehrgeiz im Ring und ihr Streben, immer besser zu werden, werden von den Fans honoriert. Im weißen bauchfreiem Oberteil, einer schwarzen Lederhose, die ihre Beine nur bis zu den Knöcheln bedeckt, und weiße Pumps stolziert Tiffany auf die Stage. Ihr Ziel, Toni Storm, der sie provokant das Mikrofon aus der Hand reißt. Die andere Hand wirft das Rich Girl auf Schulterhöhe, während ihr Fokus auf die Australierin gerichtet ist.
Die Theme endet, als sie das Mikro zum Mund fährt und sie Storm auf knapp einen Meter nahe kommt. Damit will sie der Championesse andeuten, dass sie keine Angst vor ihr hat. Immerhin sprach die ältere mehrere Drohungen aus. Ein kurzes Grinsen, den Kopf schief gelegt, und schon kann es losgehen.
Tiffany Stratton: ”Cut the Music…!?!”
Cut the music? Die Theme spielt doch gar nicht mehr. Doch da die beste Shine Championesse ever den Kopf wieder gerade macht, das Grinsen aber nicht verliert, ist es eindeutig, dass sie Toni nachgeäfft hat. Natürlich alles, um zu provozieren. Die Millionärstochter verzichtet auf Beleidigungen. Das hat sie nicht nötig. Dafür kann sie sehr gut auf andere Weise provozieren. Storm kann sicherlich davon ein Lied singen.
Tiffany Stratton: ”Besser ist es, Toni…Honey. Deine Theme ist uralt! Genauso wie du als Wrestlerin! Veraltet! You are not Twenty-Twenty-Six…Girl! Deswegen wirst du auch verlieren!”
Nun ja, das hat die Blondine vor dem letzten Title Match auch schon angekündigt. Und am Ende gab es ein Draw.
Zufrieden klimpert Stratton mit den Augenlidern. Ihr Grinsen bleibt bestehen. Ihre freie Hand gestikuliert in der Luft, während ihr Blick ihre Gegenüber abfällig mustert.
Tiffany Stratton: ”Und wieder einmal, hast du dein nicht vorhandenes Masterbrain eingesetzt, um zum falschen Entschluss zu kommen. Toni…ich habe nie in einer billigen Show wie die Pat McAfee-Show gesessen. Ich habe sie gesprengt! Das ist etwas ganz anderes! Und ich habe das erzählt, was ich erzählen musste! Wie sollen die Fans denn sonst erfahren, was für eine Person du wirklich bist? Du läufst durch die Gegend und beleidigst alles, was es zu beleidigen gibt. Bitch hier. Fucking da. Oh…und Schlampe nicht zu vergessen.”
Da wird das Gesicht von Tiffany grimmiger. Natürlich will das Buff Barbie Doll nicht beleidigt werden. Aber sie hat es akzeptiert, dass Toni ist, wie sie ist. Doch natürlich nutzt sie diese Eigenschaft gegen die Australierin ein. Genau das, was sie ausmacht und vielleicht beliebt ist.
Tiffany Stratton: ”Doch ich bin keine Schlampe! Ich bin die längste und beste c2c Shine Championesse aller Zeiten! Und ich wäre es immer noch, hätte ich ihn nicht freiwillig abgegeben. Abgegeben, um Women's World Championesse zu werden! Toni…ich habe die Women's Division gerockt! Dominiert! Ich habe sie alle geschlagen. Und ja…auch Fallon Henley…falls du darauf zurückkommen möchtest. Unter Anderem auch dich. Während du mich…ähm…ach stimmt…KEIN mal geschlagen hast! Aus der Not hast du dich in ein Draw geschleppt und läufst seither davon. Verzweifelt…wie eine Gazelle, die den Krallen einer Löwin nicht entkommen kann. Geflüchtet…auf einen Baum. Eine Patt-Situation erzwungen. Ein Draw. Doch du musst irgendwann von diesem Baum wieder runterkommen. Und dann warte ich da. Mit geschärften Krallen, um dich zu zerreißen. Du zögerst es nur in die Länge. Und deshalb habe ich nachgeholfen.”
Nachgeholfen mit der Drohung, Toni Storms Ex-Freundin wehtun. Keine schöne Geschichte. Aber notwendig, aus der Sicht vom Rich-Girl.
Ihre freie Hand fällt auf Hüfthöhe und wird als kleines Flügelchen zur Seite ausgeklappt.
Tiffany Stratton: ”Du siehst andere vor mir? Wen? Nenne mir einen Namen, der es mehr verdient hätte als Tiffany Stratton? Liv Morgan? Ist nicht da. Becky? Wohl eher nicht. Rhea? Auf keinen Fall! Wer ist es, Toni? Sag es! Es gibt Niemanden! Nur Ausreden! Und dann sagst du uns, dass du nicht Lügen würdest. Armselig!”
Ihr Gesicht ohne jegliche Emotionen, verkürzt Stratton den Abstand zur Strong Zero City Lady. Es trennen beide nur noch Zentimeter. Dafür entscheidet sich die Millionärstochter bewusst.
Tiffany Stratton: ”Aber etwas Wahres hat dein Theme-Song aus der Steinzeit. Break Stuff! Und ja, indem ich dir beim Special den Championchip nehme, werde ich dich brechen! Dich kaputt machen! Denn du bist nicht besser wie jede andere hier. Eine Zeit lang weg. Kommst, wenn du Bock hast. Wie Becky Lynch. Wie Saraya. Wie Anna Jay. Sitzt mit deinem fetten Hintern auf der Couch. Zugedeckt mit dem Title. Der Title, der in der Show sein sollte. Bei der, die die Women's stolz anführt! Zu mir! Beim Superstar der c2c! Miss Future Legend! Sag uns doch Mal…warum bist du beim letzten Special nicht schon angetreten? Angst? Planlos? Vielleicht beides? Wir sehen uns beim nächsten Special! Und sei dir sicher, dort wird es anders für dich enden! Du wirst verlieren!!!”
Grinsend setzt Tiffany nicht nur ab, sondern hält Storm noch das Mikrofon hin. Schlagartig ändern sich ihre Gesichtszüge aber und wirken ernst. Das Angebot, dass sie Toni das Mikro überreicht, damit diese nicht etwas sagen kann, erübrigt sich nun. Die jüngere lässt das Mikro vor die Füße der Australierin fallen. Die freie Hand schwingt sie wieder in die Höhe, sodass sie wieder auf Schulterhöhe ist.
Tiffany Stratton: ”Ups!”
Huscht ihr über die Lippen, bevor sie grinst. Toni hat die Wahl, sie ziehen zu lassen, oder das Mikro vom Boden aufzuheben und sich nicht nur vor Tiffany zu verbeugen, sondern auch angreifbar zu machen. Da dies wohl nicht passieren wird, dreht sich die jüngere zufrieden ab. Die Theme wird noch eingespielt. Doch bevor das Buff Barbie Doll verschwinden kann, schwenkt das Bild um.
Natürlich muss Tiffany gleich dazu kommen und ihren Senf abgeben. Und klar, dass sie den Triumph vollkommen auskostet und Toni noch mehr ärgern möchte. Storm's Gesicht gefriert ein, als die Jüngere ihr gegenüber tritt. Sie tut Stratton aber nicht den Gefallen, hier irgendeine Form der Schwäche zu zeigen oder gar einzubrechen. So hält sie dem Blick vom Rich Girl stand und zeigt ebenfalls keinerlei Formen der Angst. Eher im Gegenteil...umso mehr Stratton spricht, umso mehr blitzen Toni's Augen auf. Und trotzdem spürt sie, wie sie dabei müde wird und eigentlich auch gar keine Lust mehr hat auf die, ihrer Meinung nach, immer gleichen Vorwürfe zu reagieren. Vor allem dieser ständige Unsinn mit ihrer Theme. Gerade vor der ehemaligen Shine Championesse sieht es die Strong Zero City Lady nicht ein, sich irgendwie rechtfertigen zu müssen. Nein, wenn sie das macht, verliert sie sich komplett in den Netzen der gefährlichen Frau, was die Australierin nicht zulassen will. Doch ganz ohne Widerworte lässt sie Tiffy doch nicht ziehen. Bevor diese komplett wieder im Backstage Bereich verschwindet, habt Toni das Mic auf.
Toni Storm:Wir werden sehen was passiert. Ich hoffe, du bist besser vorbereitet als beim letzten Mal. Wenn du es wieder nicht schaffst...dann verlierst du alles! Dann sieht jeder, dass du nicht bereit bist für den großen Wurf. Dann sind all deine großen Worte rein gar nichts wert...so wie du als ganze Person! Wenn ich verliere, tue ich das erhobenen Hauptes. Dann hab' ich alles erreicht, was ich fuckin' erreichen wollte. Ich fall' dann nicht so tief, wie du!
Naja, natürlich möchte Toni nicht ein weiteres Mal gegen das Rich Girl verlieren und vor allem nicht dabei den Titel abgeben müssen. Das würde die Blonde lieber gegen Frauen machen, die sie mag und respektiert...wie eben Liv Morgan oder Rhea Ripley. Trotzdem würde ihr eine Pleite gegen Stratton nicht den Boden unter den Füßen wegziehen. Auch weil sie, wenn sie sich zwingt das Ganze auch mal nüchtern zu sehen, zugeben muss, dass Tiffany zwischen den Seilen eben verdammt gut ist. Und doch sieht sieht die Australierin da den Druck wirklich mehr bei ihrer jüngeren Herausforderin. Oder sie will es einfach so sehen, um sich selbst den eigenen zu nehmen. So oder so...es wurde genug zwischen ihnen gesprochen und beim Special will Toni die Geschichte abschließen. Wie auch immer das Ende dann aussehen wird.
Toni Storm:Und nochmal...wenn Catherine auch nur ansatzweise etwas zustößt, bist du raus, Bitch!
Nein, ganz ohne Beleidigung kommt Toni nicht raus. Gehört eben zu ihrem Naturell und da kann sie nicht anders. Selbst wenn sie damit Tiffany ein Stück in die Karten spielt. Es war ihr aber auch wichtig gerade den letzten Punkt nochmal anzusprechen, damit Stratton sich dem bewusst ist. Doch eine weitere Antwort von Tiffany kommt nicht mehr, da diese komplett verschwindet. Toni sieht ihr grimmig hinterher. Demonstrativ dreht sie sich nochmal in Richtung der Fans und streckt einmal den Titel in die Höhe. Dafür holt sich die Australierin nochmal den Jubel der Zuschauer ab, bevor auch sie in den Backstag Bereich zurückkehrt.
Im Backstagebereich fangen die Kameras nun Rhea Ripley ein. Die Australierin ist am heutigen Abend schon zu sehen gewesen als sie der World Domination Initiative die Stirn geboten hat. Irgendjemand musste es ja tun. Und da sie auch noch persönlich ein Hühnchen mit Kris Statlander zu rupfen hat, hat sich dies wunderbar angeboten. Seitdem hat sie allerdings nicht mehr viel von Statlander, Smart und Co. gesehen oder gehört. Scheinbar haben sie sich verzogen. Auf eine Attacke ist The Eradicator nämlich durchaus vorbereitet, sollte es noch dazu kommen. In der Zwischenzeit hat sich Rhea auf einer großen Kiste und blättert in einem Buch. Protector or Predator ist auf dem Cover zu lesen. Darunter ist auch ein Bild des Autors abgebildet. Dabei handelt es sich um keinen Geringeren als Coast2Coast Male Talent, Joe Gacy, der sich hin und wieder auch mal als Buchautor versucht. Texte, die motivieren sollen und kryptische Texte sind dabei sein Spezialgebiet. Rhea Ripley hat sich mehr oder weniger schon als Fan von Joe Gacy's Büchern geoutet. Hin und wieder helfen sie ihr auch dabei durch schwierige Phasen im Leben zu kommen. Das neueste Buch trifft es dabei besonders gut. Erneut steht die Australierin wieder an einem Punkt in ihrer Karriere, wo sie sich entscheiden muss. Ist sie der Protector, also die Beschützerin der Coast2Coast Women's Division, oder ist sie vielleicht doch der Predator, die Jägerin, die sich das nimmt, was ihr zusteht. Besonders im Hinblick auf ihren kleinen Konflikt mit der WDI eine sehr interessante Konstellation.
Rhea Ripley liest sehr vertieft in dem Buch. Sie scheint irgendwie alles um sich herum vergessen zu haben. So merkt sie nicht, dass jemand an ihre Seite tritt. Und das ist eigentlich genau das, was sie ursprünglich vermeiden wollte. Was ist, wenn Samantha Smart, Kris Statlander oder deren maskierte Anhängsel sie dabei entdecken wie sie völlig gedankenversunken in einem Buch blättert. Sie ist gerade ein leicht angreifbares Ziel. Doch wenn sich ihr wirklich gerade die WDI nähern würde, dann würde sie sich womöglich schon längst in einem Brawl befinden. Es handelt sich also nicht um das Damen-Quartett. Plötzlich scheint Rhea etwas zu merken. Sie schreckt hoch und klappt das Buch zu. Völlig entgeistert blickt sie in das breit grinsende Gesicht von ...
... JOE GACY! Ausgerechnet der Autor des Buches, welches sie gerade in der Hand hält. Nachdem sich die Australierin wieder gefangen hat, richtet sie das Wort an Joe.
RHEA RIPLEY »Boah! Junge! Schleich dich das nächste Mal bitte nicht so an mich heran! Hier bekommt man ja noch einen Herzkasper. Übrigens ... cooles Buch!«
Beruhigend hebt der Mann der beruhigend seine Hände hebt und lächelnd die Australierin anschaut von der er natürlich schon länger weiß das sie zumindest an den geschrieben Worten des Hobby Psychologen hängt so machte sie nie ein Geheimnis daraus die Bücher Gacys zu lesen. Joe der gerade erst aus einer Verletzungspause zurück gekommen ist hat auch direkt gezeigt warum er diese Frage stellt Prodector oder Predator den ist er aus dem Nichts nicht nur wieder aufgetaucht sondern wurde auch Nummer Eins Herausforderer auf Kenny Omega Titel in dem er einfach fragte .
Gacy: Vielen Dank Miss Ripley es bedeutet mir viel das sie gefallen an meinen Büchern finden in der ich meine Geschichte vom Toxischen wütenden Menschen starte in the Way of Gacy bis hin wo ich meine Rolle hinterfrage hier in meinem neuen Buch das sie gerade lesen . Wir hatten ja kurz die Freude und bei meiner signier Stunde uns zu begegnen doch ist mir aufgefallen das etwas beklemmt gewirkt haben und deshalb frage ich sie nun Miss Ripley sind sie glücklich mit ihrer Lage ?
Freundlich politisch wie immer formuliert Gacy sein Anliegen und will wohl hören wie es im Kopf der Australierin aussieht.
RHEA RIPLEY »Hm! Bin ich glücklich? Nun ...«
Die Australierin macht eine kurze Pause und überlegt. Ist sie wirklich glücklich? Also so richtig glücklich, ohne auch nur ein bisschen das Gefühl zu haben, dass ihr etwas im Leben fehlt. Dass sie dafür überlegen muss, das sagt eigentlich schon einiges aus.
RHEA RIPLEY »Ich formuliere es mal vorsichtig. Ich bin heute definitiv glücklicher als vor einem oder zwei Jahren, so viel steht fest. Natürlich wäre ich gerne glücklicher. Vor allem würde ich es als nicht schlecht empfinden, wenn man mir in dieser Company auch mal endlich den Respekt entgegenbringt, den ich verdiene. Andere bekommen Titel und Title Matches geradezu in den Arsch geschoben. Aber bei mir ist noch niemand vorbeigekommen und hat gesagt: Hey! Wir bewundern deine Arbeit und sind stolz auf dich für das, was du dieser Company gibst. Allerdings habe ich mich damit auch arrangiert. Auch dass ich gefühlt immer jemanden verliere, der mir nahe steht. Es soll eben einfach nicht sein, dass ich wirklich glücklich bin. Deswegen konzentriere ich mich wieder auf mich selbst und auf das, was ich habe. Und wenn dann noch jemand wie die World Domination Initiative auftaucht, dann ist das wieder die perfekte Gelegenheit für mich das zu tun, was ich am besten kann. Die Grenzen austesten und mich einfach nur gehen lassen.«
Gacy lächelt weiter auf der einen Seite hat Rhea seine Frage beantwortet doch hat er es auf eine andere Basis gemeint er weiß sehr wohl Shotzi die zuletzt Rhea verließ. Er legt seine Hand auf die Schulter der Australierin und schaut mit seinen Strahlen Augen sie an .
Gacy: Miss Ripley ich es auf eine andere Basis wissen sie wenn ein Feuer starten . Was geschieht dann ? Es brennt alles nieder was im Weg ist doch bringt es auch Tage ans Licht . Es zeigt uns was unter der Plane unserer Vorstellung liegt es zeigt uns was wirklich ist wie es sein soll und nicht von Gesellschaft gewollt oder geformt ist . Das beutet es was ich meine im Kapitel reveal in what you are ! Das sie unter dem Baum von Schism sind und sich selbst anzuzünden und mit einem Grinsen die Lügen entgegen nehmen während das Feuer sie reinigt und sich weiter großartig fühlen und wissen das sie Welt ändern
Ein Lachen entweicht Gacys Lippen das sind eher Worte die man vom ihm hörte bevor zurückgekehrt war . Doch behauptete er doch das diese Phase vorbei sei . Der ehemalige Champ nimmt wieder seine Hand vom Ripley und wartet ob Rhea versteht was er ihr sagen will .
RHEA RIPLEY »Mich selbst anzünden? Nun, um ehrlich zu sein, habe ich es bisher immer vermieden mich selbst in Brand zu stecken. Um mich innerlich zu reinigen und großartig zu fühlen, haben bisher immer eine Flasche Bundaberg und ein guter Fick gereicht. Den Rest hat die Dusche am Morgen erledigt. Und wenn ich irgendeiner Schnalle in die Fresse gehauen hab, dann hat sich definitiv die Welt verändert, zumindest ihre Welt.«
Jetzt entweicht auch Rhea ein leichtes Lachen, während sie sich von ihrer Sitzposition erhebt und sich direkt vor Joe Gacy platziert. Man könnte meinen, dass sie die Wort Gacy's nicht all zu ernst nimmt, aber das stimmt nicht. Würde sie sich nicht einiges davon zu Herzen nehmen, dann hätte sie wohl kaum seine Bücher gelesen.
RHEA RIPLEY »Du willst mir damit also sagen, dass weiterhin meinen Weg gehen soll, ganz egal, was man mir von außen sagen möchte. Dass ich jegliche Kontrolle durch andere vermeide. Dass nur das zählt, was ich im Hier und Jetzt tue und nicht was in der Vergangenheit war oder die Zukunft noch für mich bereithält. Und ganz egal, welche Hindernisse man mir in den Weg legt, The Eradicator wird das tun, was sie am besten kann: die Hindernisse aus dem Weg räumen und ungehindert weiter ihren Weg gehen.«
Klar bei Gacy klingt es immer etwas kritisch wenn er seine Ansichten formuliert doch heißt es das er falsch liegt dann damit ? Wenn es nach der Ansicht der Leute geht die seine Bücher kaufen ist die Antwort nein den Gacy sagt in deren Meinung durchaus oft was viele sich nicht trauen unangenehme Dinge zu sagen um herauszustehen.
Gacy: Genau Miss Ripley ich bin froh das sie verstehen was ich in meinen Buch Versuche zu verstehen. WIR können es in dieser Welt nicht allen Recht machen. Das ist wie wir funktionieren und es ist perfekt so doch sollten wir diesen Aspekt weniger ins negative nehmen und von einem entfernten Blickwinkel sehen . Es gibt Menschen die sagen sie sind zu muskulös zu tätowiert zu männlich! Doch ich sehe nur eine Person die ihr Leben führt wie sie sich wohlfühlt und zeigt was sie im tiefen Inneren ist eine starke selbstbewusster Frau und damit sind sie ein Vorbild für unsere kommende Generationen die sehen müssen das Selbstentfaltung etwas wunderbares ist ... Ich habe da etwas was sie vielleicht besuchen wollen in Zukunft eine Art Gruppe die genaue so fühlt wie sie wenn sie Interesse haben .
Will Joe Gacy sie etwa zu einer Gruppentherapie einladen? Normalerweise hält sie nicht von solchen Dingen. Doch vielleicht ist es ja auch etwas gänzlich anderes. Es könnte allerdings auch so eine Art Motivationsveranstaltung sein. Nicht, dass sie solche Veranstaltungen besuchen würde, aber was soll's? Ein Mal kann man sich sowas auch mal antun. Vielleicht lernt sie ja noch etwas über sich, was sie bisher noch nicht wusste.
RHEA RIPLEY »Klar! Ich bin ganz begierig darauf mich selbst neu zu erfinden. Wann und wo soll ich vorbeikommen?«
Es läuft ja fast alles als hätte Gacy diese treffen genau geplant der sichtlich zufrieden ist mit dem Ausgang
Gacy: Ich werde ihnen die Zeit und Ort zu kommen lassen und mich darauf ihre Weltsicht zu vergrößern
RHEA RIPLEY »Alles klar!«
Mit einem freundlichen Nicken verlässt dann auch Joe Gacy die Szene. Rhea Ripley schaut ihm hinterher und wendet sich dann wieder ihrem Buch zu. Die Regie bleibt noch kurz bei der Australierin, die weiter in dem Buch liest. Dann wird auch schon zurück in die Arena geschaltet.
Pat McAfee:"Was geht denn hier vor? Joe Gacy macht sich an Rhea Ripley ran? Habe ich irgendwas verpasst?" Cathy Kelley:"Du scheinst nicht zu wissen, dass Rhea Ripley ein großer Fan von Joe Gacy's Bücher ist. Ich kann es ihr nicht verdenken. Es gibt durchaus interessante Dinge darin zu lesen." Wade Barrett:"Nichtdestotrotz würde ich nicht behaupten, dass sich Joe Gacy hier an Rhea Ripley ranmacht. Vielmehr scheint es der Versuch zu sein sie irgendwie auf einen gewissen Pfad zu führen. Ich an Rheas Stelle wäre vorsichtig, dass sie sich nicht zu sehr von Gacy beeinflussen lässt."
Beim letzten Special schockte uns Raven mit einer fürsorglichen und perfekt durchdachten weihnachtlichen Geste, mit der er das Charity-Event der Kirche in Las Vegas zum Erfolg bringen konnte. Er hat örtliche Indy-Superstars rangeholt, die für die Besucher ein kostenloses Wrestlingevent in Weihnachtsstimmung absolviert haben und damit der Kirche dutzende neue Interessenten beschert. Doch seitdem hat man nichts mehr vom Death Fighter gehört, sodass heute der erste Tag des Jahres war, an dem man ihn wieder sehen konnte. Faul und desinteressiert wie sonst auch immer. Demnach weiterhin so träge findet die Kamera ihn zusammen mit dem maskierten Axiom im Performance Center, wo man die beiden vorhin verlassen hat. An den Klamotten hat sich in der Zwischenzeit nichts bei den beiden geändert. Das Einzige, was sich geändert hat, ist, dass seine drei Schüler Leva Bates, Swerve Strickland und Kid Lykos nun ebenfalls hier sind und regelrecht darauf warten, dass noch eine weitere Person die Halle betritt.
Laut Raven waren diese drei bisher sehr schwer beschäftigt gewesen, weshalb das Training für heute ausfallen musste. Ein kleiner Rückblick, der uns nun gezeigt wird, zeigt sogar, wie schwer sie beschäftigt waren. Die Kamera schwenkt einmal mehrere Minuten zurück in die Vergangenheit, und wir befinden uns in einem abgelegenen Pausenraum einer Nachbarhalle des Performance Centers. Hier sehen wir Kid Lykos und Swerve Strickland, wie sie gemeinsam an einem Tisch sitzen. Während Strickland bloß aus dem Fenster blickt und etwas gelangweilt wirkt, scheint Lykos eine Art Rätsel aus einer Zeitschrift zu bearbeiten.
Kid Lykos: ’„Hhmm… siebter WWE-Champion mit neun Buchstaben?“
Strickland: Superstar! Superstar Billy Graham, der den Titel damals von Bruno Sammartinos zweitem Reign gewann!“
Etwas überrascht blickt Lykos seinen Trainingskollegen an und scheint erstaunt zu sein, wie schnell diese Antwort von ihm kam. Er schaut einmal zurück auf das Kreuzworträtsel und tatsächlich! Das passt! Das könnte die Antwort sein! Strickland scheint so einiges an Wissen über die Wrestlinggeschichte zu haben. Aber viel wichtiger ist ja, was die beiden hier machen. Denn sie scheinen wirklich sehr beschäftigt zu sein, genau so, wie Raven es gesagt hat. Er hatte also einen guten Grund, weshalb das Training heute ausfallen musste. Bestimmt nicht nur, weil er selbst keine Lust darauf hatte. Die Kamera wechselt das Bild nach dieser kurzen Szene wieder ins Hier und Jetzt und zeigt uns perfekt das Logo des C2C Performance Centers hinter den Dreien hier im Performance Center, während diese drei Superstars der Zukunft fokussiert werden und die Aufmerksamkeit der Zuschauer direkt auf sich ziehen. Davon bekommen alle drei natürlich nichts mit, denn hier sind sie nur, um genau das zu tun, was ihr Lehrer Raven von ihnen verlangt. Wer gedacht hat, dass diese Performance-Center-Story nur wenige Wochen anhält und an Spannung verliert, der hat sich ganz stark geirrt. Denn Woche für Woche schon sind all die Abenteuer, die diese drei Stars, ihr Lehrer Raven, die General Managerin Bayley und der Aushilfstrainer Axiom hier erleben, einfach nur herzerwärmend und spannend. Aber auch teils ziemlich humorvoll. Die perfekte Zwischenpause einer ganz normalen c2c-Live-Ausgabe eben. Während Raven scheinbar desinteressiert an der Wand lehnt und Axiom mit verschränkten Armen daneben steht, wandert der Blick der Kamera unauffällig weiter an den Rand der Trainingshalle. Dort steht ein merkwürdiger Pappaufsteller, der so gar nicht in dieses raue, funktionale Umfeld passen will.
Ist das Axiom??? Eine riesige Action-Figur in grellen Farben, halb ironisch, halb provokant, offensichtlich eine alte Marketing-Requisite aus vergangenen Tagen, die eine gewisse Person, die sich besonders für so Kram interessiert, hier mitgebracht hat. Eine Person, die direkt darauf zugeht. Leva Bates bleibt kurz davor stehen und mustert die Figur mit breitem Grinsen im Gesicht. Soll das ein Geschenk für Raven sein? Lykos grinst nur schief, da er in der alten Figur etwas anderes sieht. Genau das, was Raven ihnen ständig predigt: Ruhm vergeht, Gimmicks verrotten, nur wer sich im Ring wirklich beweist, bleibt bestehen. Strickland hingegen schüttelt nur den Kopf. Für ihn ist dieser Aufsteller nichts weiter als peinliche Vergangenheit, die man besser längst entsorgt hätte. Raven wirft der Szene nur einen flüchtigen Blick zu, doch seine Augen verraten, dass er die Wirkung genau kennt. Er weiß, wie solche Bilder arbeiten. Wie sie zeigen, was aus Talenten wird, die sich zu sehr auf Vermarktung, Oberflächen und falsche Versprechen verlassen. Das hier ist keine Nostalgie, es ist eine Warnung, eine stille, aber gnadenlose. Und während Lykos und Strickland noch darüber tuscheln, ob dieses alte Teil nicht besser im Müll gelandet wäre, klatscht Leva einmal in die Hände und will das wöchentliche Training nun endlich starten. Wie als hätte dieser Aufsteller ihr die Energie gegeben, die sie benötigt, um im Ring erfolgreich zu sein. Um einen großen Fortschritt zu erlangen auf dem Weg, ein Star der größten Wrestling-Companie der Welt zu werden. Indem sie genau das tut, was Raven von ihnen verlangt. Denn hier im c2c Performance Center zählt am Ende nicht, wie man verpackt wird, sondern was man übriglässt, wenn alles andere längst zerfallen ist. Doch dauert es noch eine ganze Weile, ehe das Training nun wirklich beginnt. Falls es überhaupt beginnt. Denn wurden die drei nicht hierher gerufen, um zu trainieren, sondern nur, um es so aussehen zu lassen, für genau die Dame, die das Performance Center nun betritt und direkt die Aufmerksamkeit von jedem auf sich zieht.
Raven:
„„Hhmm … ein bisschen zu spät, meinst du nicht? Ich habe in fünf Minuten offiziell Feierabend!““
Raven lässt sich vom Besuch seiner Chefin nicht erstaunen. Wie eigentlich auch nahezu immer. Doch ob er hier in seinen so heiß ersehnten Feierabend kommt, ist tatsächlich fraglich, denn Bayley sieht nicht unbedingt so aus, als würde sie dies zulassen. Mit einer Mischung aus Arroganz und Genervtheit blickt Raven seine Chefin an und knickt nicht vor ihr ein. Für ihn ist sein Tag hier heute im Performance Center beendet. Mal schauen, wie Bayley dagegen ankommen will.
Bayley "DING DONG! Eure GM ist da!"
Also an Elan scheint es Bayley gerade nicht zu mangeln. Lautstark kündigt sie sich an als sie an PC Team herantritt. Mit einem Lächeln empfängt sie ihre Kollegin. Auffallend ist, dass die Kalifornierin hier wieder in Trainingsklamotten unterwegs ist. Will sie sich etwa wieder mit Leva Bates prügeln und dabei so ein Chaos veranstalten wie beim letzten Mal?
Bayley "Schön euch zu sehen. Ich hoffe das Training läuft gut?"
Nachdem sie das Trio begrüßt hat ist nun Raven an der Reihe. Auch wenn Raven es ihr nicht zurückgibt so kann das Role Model nicht anders als zu Lächeln.
Bayley "Wie ich sehe hast du den Laden hier im Griff. Die drei können von Glück reden, dass sie dich haben."
Ob Raven jetzt bei seinem eigentlichen Feierabend Lust auf Smalltalk hat ist zu bezweifeln. Das ist zwar nett, was die General Managerin hier zu sagen hat, doch ist sie bestimmt nicht hier um Nettigkeiten auszutauschen.
Eine lang gezogene Stille erfüllt das gesamte Performance Center, und es scheint keine Reaktion zu kommen. Raven rollt etwas genervt mit den Augen, ehe er ein kleines Grinsen auf sein Gesicht setzt. Ein kaum merkliches, aber demonstrativ tiefes Ausatmen ist das Erste, was Raven auf Bayleys Auftritt entgegnet. Der Death Fighter hatte sich in seinen inneren Feierabend schon längst verabschiedet, seine Gedanken vermutlich irgendwo zwischen Stille und kompletter Reizvermeidung vergraben. Bayleys Stimme, unüberhörbar, durchschneidet die träge Luft des Performance Centers wie eine übermotivierte Reality-Show-Moderatorin auf Koffein. Ohne sich groß zu bewegen, ohne eine Geste zu verschwenden, dreht Raven langsam den Kopf, gerade so weit, dass es als Reaktion durchgeht. Sein Blick bleibt leer, beinahe beleidigt von der bloßen Tatsache, dass man ihn anspricht. Die Arme verschränkt, das Gewicht lässig gegen die Wand gelehnt, wirkt er mehr wie ein überforderter Lehrer am Elternsprechtag als wie ein Trainer einer Elite-Wrestlingschule.
Die anderen im Raum zeigen sich mit gemischten Reaktionen: Leva latent euphorisch, Strickland misstrauisch wachsam und Lykos neugierig unruhig. Sie alle spüren, dass sich die Atmosphäre verändert. Bayleys bloße Präsenz zwingt das ganze Setting in eine Richtung, in die es sich gar nicht bewegen will. Es ist der Beginn von etwas. Vielleicht ein Gespräch. Vielleicht ein Streit. Vielleicht einfach nur der nächste Zwischenfall in dieser kuriosen Soap-Opera, die sich „c2c Performance Center“ nennt. Und während draußen irgendwo die Sonne untergeht, beginnt drinnen ein ganz anderes Licht zu flackern, das der unterschwelligen Spannung zwischen einem General Manager mit Plänen und einem Mentor, der längst andere Vorstellungen davon hat, wie man eine Legende formt.
Raven:
„„Das können sie wirklich. Aber nicht mehr heute. Ich habe Feierabend!““
Ein Satz wie ein Schlag mit offener Hand, höflich genug, um durchzugehen, aber deutlich genug, um nicht überhört zu werden. Mit triefendem Sarkasmus greift Raven die vermeintlich freundliche Atmosphäre auf, ohne auch nur den Versuch zu unternehmen, seine genervte Grundhaltung zu verstecken. Die Worte verlassen seine Lippen mit diesem typisch melodischen Unterton, den man von jemandem kennt, der ganz genau weiß, wie man passiv-aggressiv bleibt, ohne direkt unhöflich zu wirken. Während er spricht, zieht er seine Jacke fester um die Schultern, nicht weil ihm kalt ist, sondern weil er das Gespräch schneller beenden will, als es überhaupt begonnen hat. Die Kamera fängt den Moment ein, in dem sich Raven langsam von der Wand abdrückt, an der er sich zuvor beinahe dekorativ angelehnt hatte. Mit einem müden Lächeln, das eher einem mürrischen Lächeln ähnelt, mustert er Bayley von oben bis unten, als wolle er ihr Energie-Level erst einmal intern bewerten, bevor er überhaupt entscheidet, ob sich eine Reaktion lohnt. Das große Problem an der ganzen Sache ist wohl glasklar: Raven will hier nicht sein. Nicht jetzt. Nicht heute. Und schon gar nicht, wenn er sich gedanklich längst auf seinen Feierabend vorbereitet hatte. Etwas, das weitaus mehr Aufmerksamkeit verdient als eine unangekündigte GM-Stippvisite im Trainingszentrum. Und mit einem fast schon eleganten Schulterzucken dreht sich Raven wieder um, als wäre die Szene für ihn längst vorbei.
Raven:
„„Also! Bis nächste Woche!““
Versuchen kann man es ja mal. Doch sonderlich weit kommt der Trainer des Performance Centers nicht, da Bayley, wie schon erwartet, nicht vollkommen ohne Grund hier erschienen ist. Raven hatte schon bessere Ideen, sich vor seiner Arbeit zu drücken. Dagegen war das hier schon von Beginn an zum Scheitern verurteilt.
Bayley "Okay dann reden wir nicht weiter um den heißen Brei herum. Ihr habt großartiges geleistet im Performance Center. Und was passiert es wenn es gut läuft? Es wächst und wird größer. Aus diesem Grund bekommt hier und heute eine weitere Kollegin. Axiom? Wärst du so gut zur Tür zu gehen und sie reinzulassen?"
Mit einem Kopfnicken geht Axiom zur Tür um sie reinzuholen. Bayley steht schon aufgeregt neben Raven und dann tritt die Neuverpflichtung auch ein. Es ist eine sehr junge Frau. Schulterlanges glattes Haar. Ein T-Shirt mit der Aufschrift „Izzy Moreno“ verrät wohl ihren Namen. Mit einem Lächeln tritt sie in die Trainingshalle herein.
Die Neuverpflichtung scheint überwältigt von diesem Ort zu sein. So bleibt sie ein Moment stehen, doch Axiom bringt sie wieder auf die Spur als er sich zur Gruppe begibt.
Bayley "Darf ich vorstellen? Das ist Izzy Moreno!"
Damit ist der Name der Frau also geklärt, wobei womöglich nicht bei allen etwas klingelt was auch nicht verwunderlich ist so jung wie sie ist. Schließlich bleibt Izzy vor Raven und Bayley stehen.
Bayley "Izzy … Das ist dein Trainer, Raven."
Mit einem Lächeln sieht Izzy zu Raven und will ihm die Hand reichen.
Izzy Moreno "Es ist mir eine Ehre sie kennenzulernen."
Direkt folgt eine Intervention von Bayley.
Bayley "Warum auf einmal so förmlich? Wir sind hier eine Familie in der Coast 2 Coast. Umarme ihn. Er mag das."
Mit den Augen deutet Bayley in Richtung Raven. Izzy spurtet direkt los und umschlingt Raven in einer Umarmung.
Wie als würde es die Wrestlinglegende Bastion Booger sein, die den Hardcore-Wrestler hier gerade umarmt, wird Raven komplett steif und betet zu allen Göttern, an die in dieser Welt nur gedacht werden kann, dass dieses Gör ihn schnellstens wieder in Ruhe lässt. Er ist es nicht gewohnt, dass Leute mit so viel Freundlichkeit auf ihn zukommen. Ihn ekelt es regelrecht an. Und diese Überforderung kann man ihm auch deutlich ansehen.
Plötzlich ist es ein Lachen von Bayley, das hier für Verwunderung sorgt.
Bayley "Hahaha… Sorry! Das war nur Spaß gewesen."
Ruckartig löst Izzy die Umarmung und geht einen Schritt zurück. Da hat Bayley aber was angestellt und Izzy direkt in Verlegenheit vor Raven gebracht.
Als die junge Izzy die Umarmung wieder abbricht, wird Raven immerhin ein wenig lockerer. Auch wenn er die ganze Situation hier noch immer völlig abstoßend findet. Seine Hoffnung ist wohl, dass das alles hier nur ein schlechter Spaß von Bayley gewesen ist. Wieso wird er von der General Managerin so bestraft?
Raven:
„„Spaß, huh? Seit wann nimmt diese Liga Kinder an? Ist das nicht illegal?““
Nun, da hat Raven zwar recht. Kinderarbeit ist in Mexiko grundsätzlich verboten, allerdings wird sie dennoch recht häufig betrieben, da viele Familien in starker Armut leben, und außerdem gilt das nur für Kinder unter 14 Jahren. Und auch wenn die junge Izzy wirklich nicht wie eine Volljährige aussieht, so wird sie das 14. Lebensjahr definitiv schon überschritten haben. Und das wird dem Raben auch bewusst sein, nur will er dieses nervige Gör am liebsten so schnell wie möglich wieder von hier weghaben. Und wenn er sich, wie man ihn eben so kennt, als riesiges Arschloch zeigt, wird sie hoffentlich schnellstens die Lust wieder verlieren, hier zu sein.
Raven:
„„Hör zu, Kleines. Ich weiß, hier in Mexiko gibt es nicht sonderlich viele Freizeitaktivitäten, aber einige Blöcke weiter, dort hinten, gibt es so tolle Plätze wie den Amazonas-Dinopark oder eine mexikanische Ausstellung der Sesamstraße. Ich denke, diese Plätze wären besser für dich geeignet als das hier. Das ist Wrestling, hier kann man sich verletzen. Geh lieber mit deinesgleichen spielen!““
Und damit hat sich die Sache erledigt. Da Raven ohnehin weiterhin der festen Überzeugung ist, dass Bayley das Ganze hier gar nicht wirklich ernst meint, braucht er sich keine Gedanken zu machen. Demnach versucht er es nun bereits aufs Neue, seinen Weg aus dem Performance Center hinaus in seinen heiß ersehnten Feierabend zu bestreiten.
Diese harschen Worte nimmt Izzy nicht gerade mit Begeisterung auf, doch haben diese sie entmutigt? Nicht im Geringsten. Doch wie soll sie darauf reagieren? Mit einem Konter? Ausgeschlossen, schließlich soll er sie ja trainieren. Womöglich hat er durch diesen holprigen Start einfach nur einen falschen Eindruck von ihr bekommen, den sie bereinigen muss und so stellt sie sich Raven entgegen.
Izzy Moreno "Ich bin genau am richtigen Ort und ich weißworauf ich mich einlasse. Und ich bin bereit es zu beweisen."
In einem ernsten Tonfall will sie Raven vermitteln, dass das hier kein Spaß ist. Sie ist hier um zu trainieren und das auf der Stelle. An Leistungsbereitschaft fehlt es der jungen Frau nicht. Doch bevor Raven in irgendeiner Form reagieren kann ist es Bayley, die sich bei dieser Konfrontation dazugesellt. Dabei richtet sie sich zunächst an Everybody´s Favorite BFF.
Bayley "Hey, Izzy... Wie wärs, wenn du einmal mit deinen neuen Kollegen Bekanntschaft machst?"
Das ist eine freundliche Art und Weise mit der Bayley der Jüngeren sagen will, dass sie gehen soll. Diese fügt sich diesem Anliegen und geht zu dem Trio. So verbleiben in der näheren Umgebung nur noch Raven und die General Managerin, die ein Gespräch unter sich führen.
Bayley "Das kommt vielleicht etwas überraschend für dich, aber es ging ganz schnell mit ihr. Da waren keine Agenten involviert, die sie gescoutet haben. Ich habe die Initiative ergriffen und sie rekrutiert. Lass dich nicht von ihrem Äußeren täuschen. Sie ist schon seit ein paar Jahren am Trainieren, also fass sie nicht mit Samthandschuhen an. Sie ist eine eifrige Schülerin, die niemals das Handtuch schmeißt. In ihr fließt eine Passion, die man in diesem Business braucht. Und wenn du sie erstmal kennengelernt hast, dann wirst du es selbst merken."
Bayley scheint Izzy schon seit Jahren zu kennen und ist absolut überzeugt von ihr. Jetzt muss es nur noch Raven verstehen, doch wie Aufnahmefähig ist dieser überhaupt noch?
Bayley "Du musst das hier nicht als Tryout betrachten. Ich komme mit ihr gerade vom Büro wo wir ihren Vertrag fix gemacht haben. Sie ist ab heute ein Teil der Coast 2 Coast und du wirst sie trainieren. Oder sagen wir „wir“. Heute bin mit von der Partie."
Erst die Überzeugende Argumentation und jetzt die Arbeitsanweisung der General Managerin. Raven hat hier keinerlei Mitspracherecht und muss sich dem fügen.
Es ist kaum zu glauben, dass ein 18-jähriges Mädchen von der General Managerin Bayley direkt ohne Talent-Scout eingestellt wurde, um in der größten Fantasy-Wrestling-Liga der Welt aktiv mitmischen zu können. Das heißt quasi, dass der Vertrag, den Izzy hat, höher und besser ist als der, den die drei anderen Schüler von Raven haben. Hoffentlich steigt das der kleinen Namensvetterin der Dame nicht zu Kopf.
Raven:
„„Ui, toll. Sie ist also beharrlich und gibt alles für ihr Ziel.““
Bringt Raven daraufhin zur Antwort. Er geht gar nicht wirklich auf die Dinge ein, die Bayley zu ihm sagt, und hält sich weiterhin desinteressiert zu dieser Idee. Wenn Bayley sie unbedingt trainieren möchte, soll sie machen. Aber er wird dafür nicht bezahlt. In seinem Vertrag steht, dass er jede Woche drei Schüler trainiert, und das tut er auch, jedenfalls solange es Bayley mitbekommt. Die Kamera fokussiert auf sein Gesicht und kann zwar für einen kurzen Moment ein kleines Zucken darin erkennen, das durch das aufgesetzte Pokerface blitzt, aber generell bleibt die typische „Leck mich doch einfach an meinem dreckigen Arsch“-Einstellung im Blick Ravens weiterhin bestehen. Ein Ausdruck, der nur sehr schwer zu durchbrechen ist. Aber wenn Bayley ihren Job als General Managerin gut machen will, sollte sie es irgendwie hinbekommen. Sie muss es quasi hinbekommen.
Raven:
„„Nun, blöd nur, dass mir das egal ist. Wer beharrlich ist, verdient noch lange kein Interesse! Wenn Sie mich unbedingt dazu überreden wollen, lassen Sie sich was anderes einfallen. Wie wäre es mit erotischer Reizunterwäsche? Ich würd ja eigentlich das Mädchen danach fragen, aber ich will keine Probleme mit dem FBI haben daher... Sie würden sicher gut darin aussehen.““
Tatsächlich gibt es gar nicht mal so viele Bilder der 49-Jährigen in aufreizender Unterwäsche oder ähnlichen sexy Medien. Sie hält sich sehr professionell und bedeckt im Social-Media-Bereich, und auch hier vor den c2c-Kameras konnte man sie bisher kaum leicht bekleidet erkennen. Ob Raven der Erste sein könnte, der dies ändert? Nun, die meisten würden sagen: nein. Diese Fassade der General Managerin lässt sich wohl nur sehr schwer zum Einsturz bringen. Bayley würde doch mit Sicherheit niemals mit ihrem Körper bezahlen, damit ihre Untergebenen das machen, was sie verlangt, auch wenn die meisten männlichen Fans dies wohl gerne sehen würden.
Wie wird die General Managerin darauf reagieren? Mit einer Standpauke? Einer Ohrfeige? Sie sieht Raven neutral an und macht dann eine Drehung um 90 Grad in Richtung des Quartetts. Hier ändert sich die Miene des Role Models wieder zu freundlich.
Bayley "Seid ihr bereit für das Training?"
Bayley hat sich wohl dafür entschieden die Kommentare von Raven zu ignorieren. So geht sie auf die Schüler zu. Izzy ist bereit loszulegen. Doch spielt Raven hier mit?
Nun ja… wer das denkt, der kennt die ECW-Legende scheinbar ziemlich schlecht. Denn natürlich zeigt der Necro Warder vollkommen sichtbares Desinteresse gegenüber seiner Chefin und zuckt dabei träge mit den Schultern.
Immerhin eine Reaktion, die Bayley ihm wahrscheinlich schon als persönlichen Erfolg anrechnen muss. Dass sie ihm gerade eine neue Schülerin vor die Nase gesetzt hat, unterschlägt Raven bewusst. Ganz so, als würde er den Gedanken daran allein durch Ignoranz wieder aus der Realität verbannen können. Nichtsdestotrotz sollte er den Bogen nicht überspannen. Gerade weil Bayley es gewohnt ist, ihren Willen durchzusetzen, könnte er sich mit dieser Haltung mehr Ärger einhandeln, als ihm sein heißgeliebter Feierabend wert ist. Raven ist zwar vieles, zynisch, faul, brillant auf seine eigene verdrehte Art, aber dumm ist er nicht. Er weiß genau, dass Bayley nicht ohne Grund hier aufgetaucht ist. Man muss nur Leva, Strickland und Lykos fragen, wie schnell aus einer „kleinen Bitte“ eine wochenlange Tortur werden kann. Reicht doch schon, dass er offiziell drei Schüler am Hals hat, die er mehr verwaltet als trainiert. Aber als Trainer des Performance Centers trägt er nun einmal ein unsichtbares Fadenkreuz auf dem Rücken und muss sich mit allen möglichen Erwartungen herumschlagen. Da kann er Bayley ruhig zeigen, dass er vor ihren Ideen keine Angst hat. Vernünftig ist es dennoch nicht unbedingt… aber Raven war noch nie dafür bekannt, immer die kooperativsten Entscheidungen zu treffen. Und während Bayley bereits beginnt, das Training selbst in die Hand zu nehmen, dreht er sich mit einem fast schon beleidigt wirkenden Schulterzucken um und verschwindet einfach.
Raven:
„„Tun Sie doch, was Sie nicht lassen können!““
Der Trainer scheint innerlich bereits längst auf Durchzug geschaltet zu haben. Natürlich ist Raven bewusst, dass seine Gleichgültigkeit provozierend wirkt. Bayley ist nicht die Erste, die daran verzweifelt. Und doch passt es irgendwie zu ihm. Zu dieser lethargischen, unnahbaren Persönlichkeit, die ihn gleichzeitig unerträglich und auf seltsame Weise faszinierend macht. Es ist genau dieses Gesamtbild, das Raven nicht nur zu einer Legende, sondern auch zu einem ständigen Problemfall im Performance Center macht. Bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass er mit seinen Mitmenschen selten fair oder auch nur ansatzweise kooperativ umgeht. Raven schenkt dem Moment keine weitere Beachtung. Ohne ein letztes Wort, ohne einen Blick über die Schulter, dreht er sich um und verschwindet Richtung Ausgang, als wäre die gesamte Situation für ihn längst erledigt.
Bayley ist nicht entgangen, dass Raven sie hier hängen lassen will. Doch macht sie keine Anstalten ihn aufzuhalten. Sie zieht Axiom zu sich und damit sind es immerhin zwei Superstars, die hier den Rookies zur Seite stehen und ihnen alles beibringen.
Bienvenidos a México. Die ersten Shows des Jahres wurden erfolgreich abgehandelt, da stürzt sich Coast 2 Coast Wrestling in ein neues Abenteuer und beginnt mit ihrer Tour durch Mexiko, genau genommen mit dem Start in Monterrey. Rund drei Stunden von der Grenze entfernt und bei milden 21° Celsius, kann man es hier durchaus aushalten. Dabei ist nicht immer jeder der aufgebotenen Athleten glücklich über eine solche Tour. Je weiter es ins Landesinnere geht, umso umständlicher und womöglich auch seltener werden die Tage in den eigenen vier Wänden. Und so kommt es, dass der gesamte Tross für die Wochen gemeinsam in verschiedenen Hotels untergebracht ist. Was für manch eine Art Erinnerung an frühere College Reisen weckte, war für Becky Lynch einfach nur eine willkommene Abwechslung. Sie war für alles dankbar, was ihr etwas Ablenkung verschaffte, sodass ihre Gedanken mal nicht nur um dieselben Themen und Probleme kreisten. Doch es zerrt zunehmend an ihren Kräften. Sie schlief nur noch wenig, nachts schon mal gar nicht und jeder Tag wurde zur Zerreißprobe. Es gab Momente, in denen der innere Konflikt sie zu zerreißen drohte, während sie in anderen von einem furchtbaren Tinnitus heimgesucht wurde. Alles Anzeichen von viel zu viel Streß, die mittlerweile schon körperlich wurden. Dennoch wollte Becky unbedingt bei dieser Tour dabei sein. Für sich und auch um zu zeigen, dass sie so schnell nicht kapitulieren würde.
An der Arena angekommen, waren die Roadies und Technik Mitarbeiter bereits Stunden vorher damit beschäftigt, alles für die große Show herzurichten. Es baute sich daher eine kleine Menge an Fans am Parkplatz auf, um möglichst nah an ihre Idolen zu kommen. Und um hier und da ein Foto oder Autogramm zu ergattern. In dieser Menschenmasse mischten sich auch wieder vereinzelte Reporter. Manche waren auffälliger, andere hielten sich bedeckter. Als Becky Lynch letztlich ankam, hatte es doch etwas von einem Dejavue mit Signalwirkung. Sie hatte noch einige Meter, als sie kurz stehen blieb. Die Sonnenbrille verbarg etwas ihre Blicke, der lange schwarze Fellmantel tat seiniges dazu und dennoch schob sich Becky noch die Kapuze ihres Hoodies über den Kopf. Lediglich vereinzelte rote Strähne kamen unter dem Stoff hervor. Aber würde dies wirklich die Blicke der Fans abhalten? Nein, nicht bei The Man!
Erste Fanrufe keimen auf. Handys werden gezückt und es wird spürbar lauter. Dies ruft auch die anstehenden Mitarbeiter hervor. Waren es bis jetzt nur zwei Ordner der Arena, kommen weitere Security Mitarbeiter der Liga hinzu. Auch Producer Jeff Miller vernimmt die Szene und nähert sich der Menge etwas an. Und Becky? Sie hat leider keine andere Wahl und muss an den wartenden Zuschauern vorbei. Sichtlich unwohl senkt sie ihren Blick, ignoriert dieses mal die immer mehr werdenden “Becky-Rufe”. Doch unter diesen Fanrufe, die letztlich nur ein Selfie mit ihrem Star wollen, mischen sich Fragen der Reporter und Klatsch Presse.
„Becky! Ist die Mexiko-Tour nur ein Ablenkungsmanöver vor der Scheidung?“
Ein junger Mann brüllt ihr diese Frage entgegen und Becky stoppt. Nur zögerlich wendet sie ihren Blick in die Richtung und starrt genau in sein Handy mit dem er gerade aufnimmt. Sie konnte förmlich spüren, wie er versuchte, ihren Blick heran zu zoomen. Aber eine wirkliche Reaktion blieb aus. Eine andere Frau hinter dem besagten Mann, klinkt sich ein und versucht es mit der nächsten provozierenden Frage.
„Becky Lynch! Haben Sie sich bei Shane McMahon entschuldigt für den Ausraster in LA?“
Becky ging einen Schritt weiter. Zwischen den Security Mitarbeiter versuchten junge Fans an ihre Heldin zu kommen, strecken sich ihr entgegen und halten Plakate zum Signieren hin. Doch mittlerweile hat sich die Stimmung wieder gedreht. Es ging schon lange nicht mehr nur um ein Foto oder eine halbherzige Antwort. Gerade die Presseleute wollten Beckys Welt brennen sehen. Für ein paar mehr Klicks, mehr Reichweite und letztlich das Chaos, welches sie damit in Gang bringen. Für den Moment versuchte sich die Irin dem zu entziehen. Doch ein Satz änderte alles:
„Becky! Wie geht es Roux? Haben Sie Kontakt zu Ihrer Tochter oder ist das jetzt auch ein Tabuthema?“
Erneut? Sogleich stieg in Becky die Anspannung ins Unermessliche. Ihr Herz raste und es war so, als würde ihr kurz die Luft weg bleiben. Wieder dieselbe, grässlich hohe Stimme wie in Los Angeles. Becky riss sich die Sonnenbrille herab und zum Vorschein kamen ihre grünen Augen mit einer bedrohlichen Kälte. Die Sicherheitsmitarbeiter waren in heller Aufregung und positionierten sich zwischen Becky und der Reporterin. Noch einmal sollte es nicht zu Handgreiflichkeiten kommen. Es wurde zu einem einseitigen Staredown, dem die Reporterin nicht standhalten konnte. Ihr gehässiges Grinse wich allmählich. Becky erhob ihre Stimme, welche zunächst brach, nur um dann tiefer mit rauen gälischen Akzent aus ihr herauszukommen.
Becky Lynch: Ye really think ye can keep doin’ this, don’t ye? Habt ihr überhaupt eine Ahnung, was ihr da mir antut? Im Ernst? Ihr steht da mit euren kleinen Aufnahmegeräten, den perfekten Fragen für euren nächsten Dreck, eurem selbstgefälligen Grinsen … und ihr glaubt, das hier sei nur Unterhaltung? Denkt ihr wirklich ihr könntet mir jetzt auf Schritt und Tritt folgen und Woche nach Woche mir dieselben dummen Fragen stellen, nur um zu sehen, ob ich ausraste? Damit ihr wieder aus jedem Blickwinkel aufzeigen könnt, wie zerrüttet mein Leben wäre? - Aber filmt ruhig weiter. Filmt diese müden Augen. Ihr seht, wie ich leide, wie ich breche… aber glaubt mir, ihr werdet niemals sehen, wie ich aufgebe!
Ihre Worte waren an die Menge gerichtet und die Menge hörte zu. So wie es immer war, wenn The Man sprach. Dieses endlose Gefühl, sich beweisen zu müssen, aus der Underdog Position zu befreien und darum zu kämpfen, erhört und gesehen zu werden. All dies kannte Becks nur zu gut, ihr komplettes Leben lang. Sie ist stets daraus gestärkt hervorgegangen, doch dies hier war anders. Dies hier war schmerzend und traf sie im Innersten. - Aber fertig war sie noch nicht. Es kam etwas Leben in die Szene, als sich die Rothaarige an den Sicherheitsmitarbeiter vorbei drängen wollte und direkt die Reporterin ansteuerte, welche erneut ihre Tochter ansprach.
Becky Lynch: Jedes Mal, wenn Du ihren Namen nennst… jedes Mal, wenn Du meine Tochter zu einem Hashtag machst, verletzt du nicht nur mich. Du verletzt ein Kind, das sich das alles nicht ausgesucht hat. Ein Kind, das noch glaubt, dass Mama unbesiegbar ist. Ein Kind, das noch glaubt, die Welt sei gerecht. Und bei Gott ich werde alles dafür tun, dass sie dies so lange glauben kann, wie es nur geht. - Und nun höre mir ganz genau zu, sollte ich noch einmal den Namen meiner Tochter aus deinem Munde vernehmen, vergesse ich mich und vergesse auch jegliche Konsequenz, die folgen könnte.
Es war nur ein kurzer Moment, als Becky ihre Stimme wieder senkte, doch ihr Blick sprach Bände. Der Kiefer mahlte, so sehr biss sie die Zähne aufeinander. Als letztlich mit Jeff Miller der bekannte Producer einspringt. Er ging den zurückhaltenden Sicherheitskräften zur Hand und zog Becky nach hinten weg. Sie folgte der Bewegung und verließ mit ihm die Szenerie. Die Sonnenbrille setzt sie wieder auf, aber die aufkommenden Tränen mochte sie nicht verbergen.
CO - MAIN EVENT SINGLES MATCH
Becky Lynch vs. Indi Hartwell Writer:Becks herself
Die Arena ist elektrisiert. Nach dem Parking-Lot-Chaos vor der Show sind viele Fans spürbar verunsichert, was sie jetzt erwarten können. Die meisten Zuschauer haben Becky Lynch’s Leidensweg mitbekommen und zeigen sich besorgt. Soll dieses Match, als Co-Main Event angesetzt, wirklich stattfinden?
Pat McAfee: „Ladies and Gentlemen… Monterrey, Mexico! Wir haben gerade gesehen, wie Becky Lynch vor der Show fast zerbrochen ist, aber sie ist hier! Und sie ist nicht hier, um zu reden!“ Cathy Kelley: „Das war herzzerreißend, Pat. Diese Frau kämpft mit Dämonen, die wir uns nicht mal vorstellen können… und jetzt muss sie gegen Indi Hartwell antreten, die heute Abend einfach nur ihren Job machen will.“ Wade Barrett: „Job? Cathy, in diesem Zustand ist Becky Lynch keine Gegnerin mehr… sie ist eine Naturgewalt. Indi hat keine Ahnung, was auf sie zukommt.“
Die Arena verdunkelt sich schlagartig, kein dramatischer Fade, kein Countdown – einfach Schwärze. Ein bekannter, energiegeladener Gitarrenriff setzt ein – die Celtic Invasion kündigt Becky Lynch explosiv durch die Lautsprecher an. Die Crowd wird langsam etwas lebendiger, als die ikonische Voice-over-Legende ertönt:
„The Man has come around!“
Vereinzelte Fans singen im Chor die einschlägige Melodie mit, während andere bereits registriert haben, dass dies nicht die normale Becky ist. Zahlreiche „Becky...Becky“ Rufe werden hier und da hörbar durch vereinzelte Buh-Rufe unterbrochen.
Auf der Stage erscheint sie: Becky Lynch, „The Man“, in ihrem Signatare Look – Lederjacke mit Nieten, enge Hot Pants, die roten Haare wild und ungezähmt. Aber ein Grinsen oder den Hauch jeglicher Emotion sucht man vergebens.
Die Lichter pulsieren im Takt zu dem Hymnenartigen Melodie, rote und gelbe Strobes blitzen auf, als wollte die Bühne selbst explodieren. Kein Pyro heute im eigentlichen Sinne – die Energie reicht aus, um die Arena zum Beben zu bringen, einzig weiße, dichte Rauchsäulen erheben sich hinter der Athletin.
Matthew Rehwoldt:"At first making her way to the Ring... from Dublin, Irland... „The Man“... BECKY LYNCH!"
Das Set-up der Stage scheint wie immer, aber Becky ist wie versteinert. Sie versucht nicht einmal mit dem Publikum zu interagieren. Nein, es hat mehr den gegenteiligen Eindruck, dass sie am liebsten gar nicht hier wäre. Doch sie ist es und sie wird das Match bestreiten. Sie ignoriert die Fans komplett – keine High-Fives, kein „Come on!“, kein spielerisches Rempeln.
Wenn Hände ausgestreckt werden, geht sie einfach vorbei, als wären sie nicht da.
Ein paar Fans rufen „BECK-Y!“, aber es klingt unsicher, besorgt. Andere sind still. Die Stimmung in der Arena kippt – von Aufregung zu einer Art beklemmender Erwartung.
Am Ring angekommen, Sie schaut einmal über die Menge – kein Lächeln, keine Pose. Nur dieser kalte, durchdringende Blick. Dann schiebt sie die Lederjacke von den Schultern. Sie fällt schwer zu Boden wie eine abgestreifte Haut. Sie steigt durch die Seile, ohne Eleganz, ohne Show. Im Ring angekommen dreht sie sich einmal langsam um die eigene Achse – nicht triumphierend, sondern als würde sie die Arena vermessen, als wäre das alles nur ein Käfig.
Zuletzt bleibt sie stehen, Arme locker an den Seiten, Blick geradeaus in die Kamera. Ihr Blick kalt und mit völliger Leere. Nur leise flüstert sie, fast unhörbar, aber die Mikrofone fangen es ein: „…let’s get this over with.“ Die Menge reagiert geteilt: Ein Teil applaudiert zögerlich, ein Teil ist still. Man spürt es: Das ist nicht mehr die Becky, die die Arena erobern will. Das ist eine Frau, die kämpft, weil sie sonst nichts mehr hat.
Pat McAfee: „Hier ist sie, Becky Lynch. Eine Version von The Man, die mir auf Anhieb nicht gefällt. Ein wenig cooky, ein wenig verspielt arrogant würde mir besser gefallen.“ Cathy Kelley: „Ich glaube sie trägt gerade eine Last mit sich herum, die niemand haben möchte.“ Wade Barrett: „Um ein Match zu haben, benötigen wir zwei Kontrahentinnen und hier kommt sie… Indi Hartwell.“
Die Arena verdunkelt sich erneut, dann setzt die Musik ein – kraftvoll, treibend, voller Energie. Neon-Grüne und violette Lichter durchschneiden die Dunkelheit, während die Fans sofort reagieren.
Indi Hartwell betritt die große Bühne hier in Monterrey Mexiko und bleibt kurz stehen. Ein breites, ehrliches Lächeln auf den Lippen. Sie klopft sich einmal auf die Brust und zeigt in Richtung Publikum – Anerkennung, Dank, Verbindung. Der Applaus wird lauter.
Sie geht die Rampe hinunter, gibt Fans an der Absperrung High-Fives, nickt ihnen zu. Keine Arroganz, sondern pure Entschlossenheit. Man sieht: Sie genießt diesen Moment, aber sie ist hier mit einem Ziel. Am Ring angekommen rutscht sie unter dem untersten Seil hindurch, steht auf und streckt beide Arme nach oben. Die Musik peitscht die Halle weiter an. Indi dreht sich einmal im Ring, nimmt die Atmosphäre auf, atmet tief durch.
Matthew Rehwoldt:"And her opponent... from Melbourne, Australia… INDI HARTWELL!"
Sie steigt auf das zweite Ringseil, zeigt erneut auf die Fans und klopft sich auf das Herz – ein stummes Versprechen. Dann richtet sie den Blick nach vorne, fokussiert, kampfbereit.
Warnung! Spoiler!
*Ding Ding Ding*
Mit dem Verklingen der Musik wird das Match sogleich durch die Glocke gestartet und es wird still. Es herrscht eine merkwürdige Stimmung, nahezu gespenstig. Zumindest Indi Hartwell möchte dies ändern und beginnt rhythmisch zu klatschen, was ein paar der Zuschauer animiert mitzumachen. Von Becky Lynch geht weiterhin Eiseskälte aus. Sie fixiert ihre Gegnerin nur im Blick, macht sonst keine Anstalten, irgendwie anzugreifen. Es braucht wieder Indi die die Initiative ergreift. Mit ein paar Schritten nimmt sie etwas Geschwindigkeit auf und versucht Becky mit einem schnellen Armdrag zu überraschen. Ein klassischer Indi-Stil aber Becky blockt alles mechanisch, ohne Emotion. Sie lässt Indi kommen, weicht aus, kontert mit harten, präzisen Schlägen – aber ohne Show. Kein Trash-Talk. Kein Grinsen. Nur… Effizienz und einer Härte die man so von ihr nicht gewohnt ist.
Wade Barrett: „Das ist nicht die Becky Lynch, die wir kennen. Das ist ein verdammter Roboter. Kalt. Berechnend.Gefährlich.“ Pat McAfee: „Indi versucht, das Tempo hochzuhalten, aber Becky… Becky lässt sie einfach nicht atmen!“
Ein weiterer Schlag und Indi Hartwell geht abermals auf die Matte. Irgendwas muss sie ändern und sie versucht es. Sie will nicht erneut Becky in die Finger laufen. Sie versucht etwas Platz zu gewinnen, nimmt einen kurzen Anlauf in die nächstgelegenen Seile und kommt mit einem Springboard Crossbody hereingeflogen. Becky fängt den Impact, rollt durch und steht sofort wieder auf. Die Menge keucht auf. Indi schaut irritiert.
Becky wendet den Kopf langsam zu Indi. Kein Wort. Sie packt Indi am Handgelenk, dreht sie in einen Armhebel, dann rammt sie ihr Knie brutal in die Rippen – einmal, zweimal, dreimal. Nicht schnell. Nicht hektisch. Langsam. Absichtlich. Als würde sie jeden Schlag spüren wollen. Indi schreit auf, geht zu Boden. Becky lässt nicht los. Sie zieht Indi hoch, nur um sie wieder mit einem harten Short-Arm Lariat umzuhauen. Kein Cover. Sie steht darüber, atmet schwer – aber nicht vor Erschöpfung. Vor unterdrückter Wut.
Cathy Kelley: „Das ist… das ist brutal. Becky hat keinen Spaß daran. Aber sie bestraft Indi, als wäre sie diejenige, die ihr das alles angetan hat.“ Pat McAfee: „Ich hab Gänsehaut, Leute. Das ist kein Wrestling mehr. Das ist Therapie auf eine verdammt dunkle Art.“
Becky zieht Indi in die Ecke, setzt sie auf das mittlere Seil und beginnt mit einer Serie von harten Forearm-Smashes ins Gesicht – kontrolliert, methodisch, jedes Mal mit einer kurzen Pause dazwischen, als würde sie den Schmerz genießen… oder ihn brauchen. Indi versucht, sich zu wehren, landet einen verzweifelten Kick. Becky weicht zurück, gibt Hartwell die Möglichkeit zu einem befreienden Dropkick. Lynch taumelt in die Seile – und lächelt. Zum ersten Mal. Aber es ist kein fröhliches Lächeln. Es ist leer.
Becky fängt Indi bei ihrem nächsten Angriffsversuch ab, hebt sie hoch und lässt sie mit einem explosiven German Suplex auf die Matte krachen – hart. Dann noch einer. Und noch einer. Drei hintereinander. Die Arena bebt in einer merkwürdigen Atmosphäre. Ein Teil der Zuschauer feiert diese Härte und dieses stiffe Match. Der größere Teil aber hält sich bedeckt zurück.
Wade Barrett: „Das ist der Moment, in dem die meisten Gegnerinnen schon aufgeben würden. Aber Becky… Becky hört nicht auf.“ Cathy Kelley: „Ich weiß nicht, ob wir sie stoppen sollten.“
Becky zieht Indi hoch, legt deren Arm über ihre Schulter und setzt an zum – Manhandle Slam – aber statt direkt zu covern, hält sie einen Moment inne. Als würde sie die Kontrolle genießen. Dann doch das cover zum Pin. 1… 2… 3.
*Ding Ding Ding*
Here is your winner by pinfall: BEEECKYYYY LYYYYYNCHHHH!
Die Glocke läutet. Becky bleibt nach dem Pin neben Indi hocken. Keine Feier, kein Arm hoch. Sie starrt nur ins Leere. Die Menge ist geteilt: Ein Teil applaudiert zögerlich, der andere ist still. Indi liegt regungslos da, Trainer eilen in den Ring und kümmern sich um die benommene Australierin. Becky steht langsam auf. Sie schaut auf Indi hinunter – für eine Sekunde flackert etwas in ihren Augen. Reue? Mitleid? Aber es ist sofort wieder weg.
Sie verlässt den Ring ohne größere Emotionen, auch wie zu Beginn keine Interaktion mit den Zuschauern. Langsam geht sie wieder die Rampe hinauf. Sicherlich kein Match auf das sie stolz ist, aber es zeigt diesen inneren Krieg der in ihr herrscht.
REVENGEHAUSEN!
Zurück im Glück! So könnte man die Rückkehr von LA Knight betrachten, der nach mehrwöchiger Krankheit heute ein gutes Comeback hingelegt hat und dabei Matt Riddle besiegen konnte. Das war in mehrerer Hinsicht eine gute Probe, die sein Körper mit Bravour gemeistert hat. Klar, dass er recht plötzlich aus dem Leben gerissen wurde und er für eine gewisse Zeit nicht das machen konnte, was er wollte, wird ihm noch eine Weile hinterher hängen. Ist auch eine Lektion, dass man Nichts als selbstverständlich ansehen sollte. Wie dem auch sei...der Megastar hatte in seiner Karriere mit genug Hürden zu kämpfen und wird sich auch von dieser nicht kleinkriegen lassen. Ihm geht es wieder gut, er ist zurück und will sich endlich den Platz an der Sonne erkämpfen, den er schon so lange im Blick hat.
Wir sehen ihn nun, wie er im Backstage Bereich unterwegs ist. Noch in seinem Gear gekleidet, mit einem weißen Handtuch über die Schulter gelegt und eine Wasserflasche in der rechten Hand. Nach einem kräftigen Schluck drückt er sich durch die nächste Türe. Dabei verlangsamt sich plötzlich sein Gang. Die Stirn wird gerunzelt, die Augen ein wenig verengt. Was der Zuschauer noch nicht sieht ist, dass Knight Jemanden erblickt hat. Und dies Person wirkt so, als würde sie auf ihn warten.
LA Knight:Kann ich dir helfen?
Sagte LA Knight zu einem Mann, der sich ihm hier nun backstage genau in den Weg gestellt hat. Einen Mann mit schwarzem Zylinder auf dem Kopf und einer ebenso schwarzen Jacke und schwarzen Jeans. Darunter zeigt sich eine orangene Weste, die dem ganzen Outfit einen gewissen Style verleiht. Bei dieser Person handelt es sich um niemand Geringeren als Mr. Very Nice and Very Evil Danhausen!
DANHAUSEN : „ggrr hust hust aargghhuuhuu Danhausen hat sich verschluckt graaa.“
… und so schnell kann der versuchte Auftritt, der einschüchtern sollte, ruiniert sein. Vom eigenen Husten verschlucken wirkt nun nicht gerade bedrohlich. Doch davon lässt er sich natürlich nicht aufhalten. Zornig tritt er einen Schritt näher an Knight heran und schaut ihm in die Augen.
DANHAUSEN : „ggrr hallo Louisianahausen du Störenfried! Hast du dich schon darauf vorbereitet, verflucht zu werden?“
Verflucht? Was? Was hat Danhausen hier vor? Den Namen Louisianahausen hat er bestimmt nur wegen dem LA vor Knights Namen... Quasi Louisi und Ana...
"Louisiana...hausen?" kann man Knight's Mimik ablesen. Der braucht einen kurzen Moment, um diese Begegnung zu begreifen...und was diese Gestalt da vor ihm möchte. Klar, natürlich weiß er, dass er Danhausen vor sich hat. Nur was will er? Oh...da kommt dem Megastar wieder etwas in den Sinn. Bevor er seine Zwangspause einlegen musste, hatte er in ein Match eingegriffen. Eigentlich war es LA mehr um Logan Paul gegangen mit dem Knight noch ein Hühnchen zu rupfen hatte. Dabei ruinierte er jedoch auch das Match für Danhausen, der gemeinsam mit AJ Lee gegen Logan und dessen Partnerin Tiffany Stratton angetreten war. So gesehen macht es irgendwie auch Sinn, dass Dan hier noch sauer ist...und das wohl auf seine eigene Art und Weise ausdrücken will. Das muss sich auch der Dunkelhaarige eingestehen, auch wenn er nicht wirklich Lust darauf hat. Gut, einmal hörbar einatmen und dem Zylinderträger ebenfalls in die Augen.
LA Knight:Okay Bud'! Keine Ahnung, was für einn Stuss du gerade von dir gegeben hast...aber denke, ich weiß, worauf das hinaus läuft. Ich seh' schon, du bist noch sauer, weil ich da in dein Match letztes Jahr eingegriffen habe. Hey, hatte nichts mit dir persönlich zu tun. Mir ging es nur darum diesem Wannabe Prince Charmin' Logan Paul das dumme Grinsen aus dem Gesicht zu schlagen. Yeah! Dass es dabei auch dich getroffen hat ist...naja...dumm gelaufen. Manchmal gibt es in unserem Geschäft eben Collateral Damage, weißt du? Trotzdem...soll keiner sagen, dass der Megastar LA Knight nicht zu seinen Fehlern stehen würde. Also Danhausen...du bekommst etwas, was nur wenige Leute bekommen. Es...es tut mir leid! Sorry, dass ich mich in dein Match eingemischt habe. Wird nicht mehr vorkommen. Das nächste Mal, wenn du gegen Logan kämpfen solltest, halte ich mich zurück und feuere dich von ganz weit hinten an. Cool? Okay, dann entschuldige mich, ich muss weiter!
Ein paar warme Worte und das war es? Aus der Sicht von LA Knight soll das ausreichen. Er wüsste auch nicht, was er noch mehr tun soll. Obwohl er seine Zweifel hat, appelliert der ehemalige Eli Drake an Danhausen's Wrestler-Verstand, dass solche unglücklichen Ereignisse eben passieren können. So will sich LA verabschieden. Nur macht der mächtige Danhausen keine Anstalten, Knight einfach so ziehen zu lassen.
DANHAUSEN : „Oohh, echt? Na dann ist ja gut, super!“
Wow! Das scheint wirklich geklappt zu haben. Danhausen scheint überzeugt von LA Knights Entschuldigung zu sein... oder?
DANHAUSEN : „Moment, nein, warte! Hey!“
Plötzlich hört man den kleinen Kid Gorgeous aufschreien. Es scheint, als hätte er eine Art Geistesblitz erhalten, eine Erleuchtung! Erzürnt dreht sich Danhausen wieder zu dem gehenden Knight um und will ihn mit seinen Worten aufhalten. Ihn scheint noch immer etwas zu tangieren, was LA Knight nicht so leicht losbekommen wird.
DANHAUSEN : „Du glaubst doch nicht, dass Danhausen auf so etwas hereinfällt, du gemeiner Finsterling! Danhausen ist schon seit über 500 Jahren in Therapie, so einfach lässt Danhausen sich nicht abfrühstücken! Du bekommst deine Strafe, ob du willst und nicht!“
Allerdings jetzt wohl noch nicht. Die Strafe muss warten, denn aus dem Hintergrund ertönt eine schrille Stimme, die so machen bereits zur Weißglut gebracht hat. Toni Storm kann davon ein Liedchen singen.
abuffbarbiedoll: ”ÜÜÜÜÜrrrrrgggggghhhhh...."
Hört man bereits, bevor sie überhaupt zu sehen ist. Von der Seite kommt sie schließlich in Bild gelaufen. Ihre Nase ist gerümpft, wodurch ihr Gesicht angeekelt wirkt. Ihre Hände befinden sich auf Hüfthöhe und sind wie kleine Flügelchen nach außen geknickt. Sie hat heute kein Match, daher muss sie auch kein Ring Gear tragen. Stattdessen schmiegt sich an ihrem Körper eine schwarze Hose aus Leder und ein silberner Bra, der Glitzert. Die blonden Haare umranden ihr Gesicht und zeigen eine leichte wellung.
Tiffany Stratton: ”Entenhausen und Robin Hood. Gestalten einer Märchengeschichte...mehr nicht. Nicht wahr, LA Knight? Rächer der Hilfslosen?!? Mh...nur zu blöd, dass du selbst der Hilflose bist. Und Entenhausen? Mach dich nicht lächerlich und lass' den Scheiß. Verfluchen? Oh mein Gott! Mit den magic Fingern solltest du lieber zu irgendwelchen Cheerleader gehen. Dann kannst du Pepsigirlhausen auch gleich mitnehmen."
Na klar, erstmal beleidigen, damit auch jeder weiß, dass die richtige Tiffany Stratton vor ihnen steht und sich nicht geändert hatte. Ganz und gar nicht. Sie rollt genervt mit den Augen und schüttelt dabei den Kopf.
Tiffany Stratton: ”Knight, du mischt dich in Dinge ein, wovon du lieber Abstand nehmen solltest! Denn MICH schlägt niemand! Auch ihr beiden Armen Gestalten nicht. Wir könnten das auch in einem Match klären. Aber...naaaw...mit LA will ja keine Frau etwas zu tun haben. Berechtigterweise. Tja, damit fällt wohl ein Triple Mixed Tag Team Match aus."
Ein kleines Grinsen huscht in das Gesicht der Millionärstochter, zudem sie den Kopf schief legt. Die eine Hand wirft sie nach oben und umwickelt um den Zeigefinger eine Haarsträhne.
Beinahe hätte es geklappt. Doch Danhausen besinnt sich eines Besseren und droht direkt mit Strafe. LA bleibt stehen, stemmt die Arme an die Hüfte und schüttelt mit gerollten Augen den Kopf. Bevor er darauf antworten kann, meldet sich Tiffany Stratton zu Wort. Klar, sie arbeitet mit Logan Paul zusammen und war ja auch in dem Match gewesen, das Knight zu seiner One-Man-Show gemacht hatte. Wie man sie kennt, geht die Blondine direkt auf Konfrontationskurs und versucht den Dunkelhaarigen triggern. Im Inneren trifft ihn die Aussage, dass keine Frau mit ihm etwas zu tun haben möchte, mehr als es dem Mann aus LA lieb wäre. Doch er ist Profi genug, um das hinter einer stoischen Maske verstecken zu können. Mit einem sarkastischen Grinsen auf den Lippen sieht Knight direkt zum Rich Girl.
LA Knight:Oh, Miss Tiffany Stratton...was für eine riesengroße Freude! Hatte mich schon gefragt, wann Logan seine Mami vorschickt. Wie dem auch sei...mich interessiert das Kindergartentheater zwischen euch Vier nicht. Deswegen brauche ich auch kein Triple Mixed Tag Team Match oder was auch immer. Logan Paul sollte nur wissen, dass er nicht einfach so einen LA Knight verarschen kann, ohne dass es dafür Konsequenzen gibt. Nah Nah! Darum kannst du deinem Jungen gerne mitteilen, dass er sich lieber von mir fernhalten sollte. Sonst koste ich ihm mehr, als nur ein Match. Yeah! Und du...
Dabei wendet er ehemalige Eli Drake seinen Blick von Stratton ab und macht in ihre Richtung eine abweisende Handbewegung, als würde er eine lästige Fliege vertreiben wollen. Jetzt wieder zu Danhausen, den Knight mit ernstem Blick fixiert.
LA Knight:Strafe? Wirklich? Danhausen...was willst du machen? Mich schlagen? Dann nur zu! Aber dieser Megastar hier ist sicher kein barmherziger Samariter, der dir beide Wangen hinhält. Nah Nah! Nur zu und ich befördere dich direkt wieder in die Schattenwelt, oder wohin du auch immer gehörst. Yeah!
Klare Ansage an den ehemaligen Westcoast Champ. LA will eigentlich seine Ruhe und einfach darüber froh sein, dass er zurück ist. Aber das heißt nicht, dass er klein beigeben wird, wenn ihm jemand auf den Pelz rücken möchte. So versucht Knight genau darauf zu achten, welche Bewegung Danhausen als nächstes macht, um zur Not sich gleich wehren zu können. Auch wenn der Dunkelhaarige irgendwie nicht glaubt, dass Dan hier sofort eine Schlägerei anzetteln will. Aber man weiß ja nie.
DANHAUSEN : „Duuuu… Danhausen hat keine Ahnung, was Toodlehausen jetzt hier will, aber Danhausen wird dir schlimmere Dinge antun, als dich bloß zu schlagen. Danhausen wird…“
Doch weiter kann Danhausen gar nicht sprechen, denn eine Person, der die beleidigende Antwort von LA Knight wohl noch weniger zugesagt hat als dem Mischief Maker, war eben genau diese von Danhausen gern als Toodlehausen bezeichnete Tiffany Stratton.
Unerwartet grinst das Buff Barbie Doll, nachdem beide ihre Reaktionen auf sie gezeigt haben. Sie scheint zufrieden. So ist es aus ihrem Gesicht zu entnehmen. Beide Herren scheinen sich zu ärgern, dass sie aufgetaucht ist. Und natürlich freut dies das Rich Girl sehr.
Tiffany Stratton: ”Danhausen wird gar nichts! Danhausen ist nicht lebensfähig ohne AJ Lee. Sie wird dir sicherlich gleich das Fläschchen geben, wenn du nach Hause kommst. Wie ein Baby..."
Mehr will sie zu dem Geschminkten auch gar nicht sagen. Tiffany rollt dafür gekonnt mit den Augen und zeigt damit, wie genervt sie ist. Anschließend stemmt sie die eine Hand an die Taille, während sie die andere auf Schulterhöhe zu einem Flügelchen abknickt. Ihr Fokus liegt nun auf LA Knight.
Tiffany Stratton: ”Immer die selbe leier, was?"
Zeit ein kleines Gähnen zu spielen. Ladyhaft legt sie dafür die Hand vor den Mund, muss aber anschließend leicht Grinsen. Eine kurze Auszeit, währendessen Stratton Knight etwas näher kommt.
Tiffany Stratton: ”Wer hier der Megastar ist, liegt ja wohl auf der Hand! Tiffany Epiphany! Und du brauchst in keinem Triple Mixed Tag Team Match antreten, weil dir dafür eine Partnerin fehlt. Und nur ist egal, was du mit Logan hast! Du hast mich attackiert! Warum sollte ich mich nicht dafür rächen? Du hast also die Wahl! Option A: du trittst im Mixed Tag Team an. Oder Option B: Ich werde dir deine mittelmäßige Wrestling-Karriere zur Hölle machen! It's your choice!"
Meint die Blondine dies ernst? Sie will sich mit dem ehemaligen Eli Drake anlegen? Kräftemäßig deutlich unterlegen. Aber Tiffy hat des öfteren bewiesen, dass sie alle Hebel in Bewegung setzen kann, wenn sie möchte.
War etwas töricht zu glauben, dass Tiffany einfach wieder verschwinden würde. Knight sieht kurz zu Boden, lacht leise auf und wendet sich wieder der Blondine zu. Ihr gegenüber zuckt er beiläufig mit den Schultern und grinst selbst. Quasi sein gespieltes Gähnen.
LA Knight:Okay, Let me talk to ya, Little Girl! Hey, ich kann verstehen, dass du auf der Suche nach einem neuen Daddy, einem richtigen Daddy bist, dessen Namen du mit Wonne in das Dunkel der Nacht schreien kannst. Ist dir also nicht zu verübeln, dass du meine Nähe suchst. Aber keine Chance! Dieser Typ hier ist etwas zu viel Megastar für dich! Yeah!
Mit großen Augen und viel Ausdruck in der Stimme schmettert LA ihr das letzte "Yeah!" um die Ohren. Nicht sehr niveauvoll, aber Knight hat kein Thema damit den vorgegebenen Ton mitzugehen. Ihm ist natürlich bewusst, dass man Tiffy nicht zum kleinen Mädchen degradieren kann. Sie ist eine erwachsene Frau, die sehr gut für sich selbst sorgen und sich selbst durchsetzen kann. Wenn hier und da mit Methoden, die nicht bei allen Leuten gut ankommen. Aber genau deswegen hat der EX von Sasha Banks ein Problem mit ihr und respektiert die ehemalige Shine Championesse auch nicht. Und weil sie mit Logan Paul zusammenarbeitet.
LA Knight:Aber mir zu drohen? Uff...nein, keine gute Idee, Stratton! Ich bin verdammt zäh und stehe immer wieder auf, egal welche Steine man mir in den Weg legt. Und je öfter du versuchst mich stolpern zu lassen, umso wütender komme ich jedes Mal zurück. Aber gut, versuche es! Ich garantiere dir, dass du es bitter bereuen wirst. Ich habe genug Mittel und Wege, um mich zur Wehr setzen zu können.
Was er genau damit meint, lässt Knight noch offen. Klar ist, dass er sich hier keine Angst machen lässt. Wie gesagt, LA weiß, wer das Rich Girl ist und was sie kann. Nur zeigt er sich davon weiter unbeeindruckt. Genug Selbstvertrauen in sein eigenes Können hat er ja...und in die eigenen, angesprochenen "Mittel", die ihm zur Verfügung stellen. Die Herausforderung zum Mixed Tag Match lässt er unbeantwortet, da in dieser Konflikt weiter nicht juckt. Auffordernd sieht der Dunkelhaarige die Blondine an und vergisst dabei, dass er hier eigentlich noch mit Danhausen beschäftigt ist.
Oh man, für die ersten Sprüche und seinem großen Ego, hat die Millionärstochter nur ein Kopfschütteln übrig. Sollte das nicht reichen, rollen ihr braunen Reh-Augen genervt. Ihre beiden Arme verkreuzen sich unter der Brust. Mit derart Sprüchen wird Knight sie nicht aus der Reserve locken. Stattdessen findet es Tiffany nervig. Typisches Macho-Gehabe eines Mannes, der nach ihrer Meinung den Fuß nicht richtig in die Tür der c2c bekommen hat. Es fehlt ihm noch der große Erfolg.
Tiffany Stratton: ”ÜÜÜÜrrrggghhh...! Deine Nähe sucht nichtmal ein Stinktier freiwillig! Aber wenn das deine Antwort auf alles ist, dann ist es kein Wunder, dass du nur ein mittelmäßig und unbedeutender Wrestler der c2c bist. Du lebst nur davon, hin und wieder in Erscheinung zu treten. Wie die dumme Idee dich in ein Match einzumischen, wo Tiffany Stratton mitmischt."
Natürlich meint Stratton dies nicht so, wie sie es sagt. LA Knight hat beeindruckende Kämpfe geliefert. So auch heute. Dennoch ist es dem Buff Barbie Doll egal. Ist er ihr im Weg, wird sie versuchen ihn aus dem Weg zu räumen.
Tiffany Stratton: ”Ja, diese Worte habe ich schonmal gehört. Der selbe Mist, den Toni Storm auch erzählt. Habt ihr euch vielleicht sogar abgesprochen? Hast du den Zettel mit ihren Sprüchen geklaut? Aber es ist gut, wenn du nich unterschätzt. Das haben sie alle getan und haben am Ende dafür gebüßt."
Mehr muss und will Tiffany auch gar nicht sagen. Ihre Worte sollten klar genug sein. Sollte LA Knight sie unterschätzen, dann ist es sein Problem. Was er sonst noch dazu zu sagen hat, interessiert die Blondine erstmal nicht. Sie nimmt ihre letzten Worte zum Anlass, um den Ort zu verlassen. Arroganten Schrittes geht sie davon und lässt die beiden Herren stehen.
LA Knight:Hab' zwischen all dem "Mimimi" nichts verstanden...wird aber wohl, wie immer, uninteressant gewesen sein. See ya!
...ruft Knight ihr mit einem süffisanten Lächeln hinterher. Oh, er hat sie gut verstanden und glaubt ihr auch, dass sie ihn nun terrorisieren möchte. Juckt ihn nur weiterhin nicht. Soll Tiffany ruhig glauben, sie könnte ein schmutziges Spiel mit ihm treiben. Da geht der Dunkelhaarige auf jeden Fall mit. Sowas bringt LA nicht aus der Ruhe.
DANHAUSEN : „Hey… HEY!!! Ignoriert Danhausen nicht einfach so!“
Schlussendlich winkt er in die Richtung, in die das Rich Girl verschwunden ist, und dreht sich dann um, nur um festzustellen, dass Danhausen ja noch da ist.
LA Knight:Was für ‚noch da‘? Ich bin die ganze Zeit da! Danhausen hat es gar nicht gern, wenn er einfach so übergangen wird.
Mit einem äußerst zornigen Blick schaut Danhausen hoch auf den Greatest Orator in Professional Wrestling und wirkt alles andere als erfreut darüber, dass er hier eiskalt die ganze Zeit so ignoriert wurde.
DANHAUSEN : „Danhausen wird dir nicht verzeihen, Louisianahausen! Und Toodlehausen genauso wenig! Du wirst… du wirst…“
Der geschminkte Jüngling kneift die Augen zusammen und scannt LA Knight intensiv, während er versucht, darüber nachzudenken, was seine nächsten Worte sind, wie er diesem großschnäuzigen Typen eine Lektion erteilen kann. Eine Lektion, die er nie wieder vergessen wird. Und tatsächlich geht Danhausen sogar ein Licht auf. Er erhält einen Geistesblitz, der ihm sofort wie ein Kanonenschlag durch den Kopf donnert.
DANHAUSEN : „Du wirst gegen Danhausen in einem Match antreten. Nächste Woche! Du gegen Danhausen! Du wirst fertiggemacht werden und endlich feststellen, dass du dich nie in Danhausens Match hättest einmischen dürfen!“
Und genau das ist etwas, was die Zuschauer hier in der mexikanischen Halle lauthals zum Jubeln bringt. Danhausen vs. LA Knight hört sich zuerst nicht wie das große Main-Event-Match an, auf das man sich monatelang freut, aber trotzdem ist es ein Match, worauf die Fans einfach nur Bock haben. Diese beiden sind absolute Tiere in dem, was sie machen, und schaffen es immer, die Fans ins Staunen zu versetzen… oder zumindest ins Lachen! Jetzt stellt sich nur noch die Frage, ob sich LA Knight zu so etwas auch überreden lässt. Das werden wir wohl bei dem sehen, was jetzt kommt.
Ein Match nächste Woche? Nun zumindest besser, als wenn jetzt eine sinnlos Schlägerei beginnen würde, oder? Knight kratzt sich einmal an der Nase und sieht Danhausen kurz ungläubig an. Schlussendlich aber hebt er die Arme und nickt dem Geschminkten zu.
LA Knight:Okay, einverstanden! Nächste Woche...du und ich im Ring! Keine Ahnung, wie du dir vorstellst, wie das dann ablaufen soll. Ich kann das Märchen in deinem Kopf gleich beenden. Für Danhausen wird es kein traumhafter Ritt sondern eine Kollision mit der harten Realität. Eine Realität mit dem Namen...L...A...Knight! Ein BFT...One, Two, Three...und das Match ist overhausen für dich. Yeah!
Der Dunkelhaarige kann es sich nicht verkneifen Danhausen etwas aufzuziehen. Mit den Fingern deutet er zusätzlich den imaginären Pinfall an. Das Match selbst wird LA ernst nehmen...so wie er jedes Match ernst nimmt. Danhausen ist eigen...aber auch eine ehemaliger Champion, der oft genug bewiesen hat, dass er sich in der c2c durchsetzen kann. Es wird eine interessante Begegnung, auf die sich der Megastar nun in Ruhe vorbereiten kann. Gut, nachdem das Ganze steht, sieht Knight keinen Grund länger hierzubleiben und beginnt sich langsam zurückzuziehen.
Ohne Vorwarnung schreit Danhausen dann auf und zeigt sich wie der großartige Kämpfer und Redner, der er ist!
DANHAUSEN : „Ach ja! Na warte! Du wirst verFLUCHT!!1!“
… nun ja… immerhin hat er dem Match ebenfalls zugestimmt… obwohl es ja auch irgendwie seine Idee war… Hoffentlich geht das gut, denn nur allein, wenn man sich diese Paarung auf dem Papier so ansieht, würden die meisten wohl sagen, dass Danhausen absolut keine Chance haben wird. Aber der junge Klient von der sexy Spider AJ Lee hat es schon häufiger geschafft, die Fans eines Besseren zu belehren und zu überraschen. Wir dürfen gespannt sein, wie das nächste Woche ablaufen wird. Für Danhausen gibt es nur ein Ziel: zu zeigen, dass er respektiert werden sollte, und Rache an dem Eingriff von LA Knight zu nehmen. Er will das Match gegen ihn und wird ihm auch einiges abverlangen. Knight sollte nicht denken, dass dies ein Spaziergang wird, denn nicht umsonst ist der Bizarre One ein ehemaliger Westcoast-Champion! Da könnte Knight wirklich eine kleine Überraschung erleben, wenn er nächste Woche in den Ring steigt. Doch hier und jetzt scheint alles beendet zu sein, denn Danhausen dreht sich wie ein bockiges Kind um und geht dann ebenfalls seiner Wege, sodass Knight alleine zurückbleibt, während die Kamera ausfadet.
Monterrey, Mexiko - Die große Coast 2 Coast Wrestling Tour südlich den Vereinigten Staaten versprach viel und begann mit einer ereignisreichen Show. Zunächst der Zwischenfall auf dem Parking Lot, als Becky Lynch erneut von lauernden Reportern verbal attackiert wurde. Nur dieses Mal hielt sie sich zurück. Hatte sie dazu gelernt und richtete sich nach den Weisungen der Liga oder einfach weil sie nicht mehr konnte? Es war vielleicht eine Mischung aus beidem. Denn in der letzten Einstellung, als sie in den Backstage Bereich geführt wurde, konnte sie die Tränen nicht verbergen.
Hätten die meisten hier Becky von einem Match abgeraten, ließ sich die Irin nicht von ihrem Weg abbringen. Sie wollte in den Ring, für sich, für ihre Tochter Roux und um den Schmerz zu bekämpfen. Was sie zeigte, war vielleicht das dunkelste Kapitel, welches Becky Lynch in einem Ring jemals gezeigt hatte. Strikte, harte Moves ohne jegliche Theatralik, nahezu Wrestling-untypisch fertigte sie ihre Gegner, Indi Hartwell ab und verschwand ebenso nüchtern wieder. Ein kurzer Blick auf die am Boden liegenden Indi konnte man erhaschen, in dem Becks den Ansatz einer Regung zeigte, mehr aber auch nicht.
Backstage unmittelbar nach dem Match. Ein langer, schwach beleuchteter Korridor. Die Wände sind mit alten Show-Postern tapeziert, der Boden klebt noch von Schweiß und Bier vorheriger Veranstaltungen. Langsam geht die Irin den Gang entlang, doch sie wird merklich unruhiger. Die Hände zunächst in die Taille gestemmt, wandern in den Nacken und wieder zurück. Ihre Atmung wird deutlich schneller, sollte sie nicht eigentlich wieder abkühlen? Becky lehnt sich gegen die kühle Betonwand und atmet tief durch, die Augen kurz geschlossen. Und nein, ihr ging es nicht gut. Sie lehnt sich nach vorne, die Hände auf die Knie gestützt und den Kopf gesenkt. Die roten Haare fallen wie ein Vorhang vor ihr Gesicht.
Ganz unbemerkt blieb sie hier aber nicht lange. Tobte im Ring auch bereits der Main Event, kämpfte Becks hinter den Kulissen gegen einen ganz anderen Konflikt. Ihr mittlerweile gut bekannter Chef Producer Jeff Miller näherte sich ihr vorsichtig an. Das Headset noch am Ohr und Klemmbrett in der Hand, hat er bis gerade noch die Abläufe der Show geregelt. War er einer der wenigen der das komplette Ausmaß von Beckys Dilemma verfolgt hatten, sprach er sie an.
Producer Jeff Miller: Becky hey, das Match… das war… bist du okay? Was hast du da draußen gemacht? Ich will gar nicht davon sprechen, was wir uns eigentlich vorgestellt haben, aber das… das kannst du nicht machen.
Er steht unmittelbar vor ihr, klang hörbar verwundert und dennoch klar und deutlich. Becky reagiert nicht. Man sah, wie ihre Schultern leicht zitterten. Nur stoßweise atmete sie, als würde ihr die Luft in der Brust stecken bleiben. Bis sie leise, fast flüsternd akzentreich ein paar Worte ausspuckt.
Becky Lynch: Ye think really I’m okay? Ich habe gerade eine Frau da draußen zerlegt… weil ich nicht weiß, wie ich sonst atmen soll. Jeder Schlag… jedes Knie… das war nicht gegen Indi. Es tut mir leid. Das war gegen… gegen die Stimmen. Gegen die Fragen. Gegen die verdammte Leere, die mich jede Nacht auffrisst.
Einen Moment hebt Becky den Kopf und sieht zu Jeff auf. Ihre Augen sind rot unterlaufen und mit Tränen gefüllt. So will niemand Becky sehen, auch Jeff nicht und versucht irgendwie zu beschwichtigen. Er nähert sich einen Schritt weiter an und möchte irgendwie etwas Positives sagen.
Producer Jeff Miller: Becky, du hast gewonnen. Du hast es durchgezogen. Das war… das war stark. Aber du siehst aus, als würdest du jeden Moment zusammenbrechen.
Und das war nicht einmal gelogen oder übertrieben. Die Rothaarige war am absoluten Limit und für sie sogar einen Schritt darüber hinaus. Becky lacht – ein kurzes, bitteres, ersticktes Geräusch. Zumindest hatte sie ihm zugehört und versucht zu reagieren.
Becky Lynch: Stark? Das war nicht stark. Das war… das war das Einzige, was ich noch kann. Ich hab’s versucht. Ich hab versucht, The Man zu sein. Ich hab versucht, die Lederjacke anzuziehen, die Faust hochzureißen, die Crowd zu fühlen. Aber jedes Mal, wenn ich die Augen schließe… seh ich nur Roux. Wie sie mich anschaut und fragt: ‚Mammy, wann kommst du heim?‘ Und ich hab keine Antwort mehr. Ich hab… ich hab nichts mehr.
Ihre Stimme bricht und so auch Becky selbst. Ihre Schultern senken sich nach unten, sie rutscht langsam die Wand entlang, bis sie auf dem Boden sitzt. Ein Bein angewinkelt, die Amre darum geschlungen. Zuerst ist es nur ein Zittern. Dann ein leises, ersticktes Schluchzen. Nicht laut. Nicht dramatisch. Nur… roh. Tränen laufen über ihre Wangen, mischen sich mit dem Schweiß. Sie wischt sie nicht weg. Sie lässt sie einfach laufen. Mit gebrochener Stimme, kaum hörbar, spricht sie leise in sich hinein.
Becky Lynch: Ich wollte nur kämpfen. Nur wrestlen. Nur… wieder ich sein. Aber das bin ich nicht. Nicht so. Ich bin nur noch… müde. - Sag Shane… sag ihm…
Man kann nur erahnen, was Becky da in ihrem Schmerz von sich geben wollte. Jeff erkennt die Situation umgehend und greift ein, indem er ein kurzes und prägnantes “No...Stopp!” ausspricht. Er wendet sich von Becky ab, nur um ein eindeutiges Handzeichen zu geben, dass hier nun Schluss ist. Die Kamera zoomt langsam raus, lässt sie allein im Flur sitzen – eine kleine, zerbrechliche Gestalt in einer riesigen, kalten Arena. Sie schließt die Augen, lehnt den Kopf zurück gegen die Wand. Ein letzter, zitternder Atemzug.
MAIN EVENT SINGLES MATCH
Roman Reigns vs. Axiom Writer:??? MAX. 1 Segment pro Kopf
Die Arena ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Menschen drängen sich Schulter an Schulter, jedes Gesicht ist nach vorn gerichtet, jede Stimme vibriert vor Erwartung. Eine elektrische Spannung liegt in der Luft kaum greifbar, fast lähmend. Niemand weiß, was gleich geschehen wird. Doch alle wissen, wer gleich erscheinen wird. Dann ohne Vorwarnung kippt die Atmosphäre. Das Licht erlischt schlagartig das nicht sanft, nicht allmählich, sondern abrupt, als hätte jemand mit der Faust die Sonne ausgeschlagen. Ein kollektives Raunen geht durch die Menge, begleitet von schrillen Rufen, Pfiffen, ersten Chants, die in der Dunkelheit verhallen. Einige zücken instinktiv ihre Handys. Andere erstarren doch nichts bewegt sich. Nur ein einziger, dumpfer Schlag hallt durch die Stille. Kein Musikton und kein Effekt nur dieser eine, tiefe, vibrierende Ton wie der Herzschlag der Erde. Und dann setzt sie ein die Roman Reigns Entrance Theme.
Diese klingt düsterer, langsamer, tribalistischer. Tiefe Trommeln rollen heran wie fernes Donnergrollen. Der Bass brummt schwer, dunkle Stimmen singen im Hintergrund, als kämen sie aus der Unterwelt.
Ein einzelner Lichtkegel durchschneidet den aufsteigenden Nebel und trifft die Mitte der Stage. Dort steht eine Silhouette... breit gebaut, unbewegt, mit gesenktem Kopf. Und dann tritt er hervor die Silhouette höchstpersönlich ..."Der Original Tribal Chief" Roman Reigns.
Keine Weste... Keine Begleiter... Nur er! In schwarzer Ringhose, mit nacktem Oberkörper und der Schweiß auf seinem tätowierten Brustkorb glänzt im Licht. Die tribalischen Muster auf seiner Schulter wirken wie Runen aus einer anderen Zeit. Seine Muskeln sind hart und präzise gezeichnet, seine nassen Haare liegen streng zurück. Einzelne Strähnen hängen ihm in den Nacken. Roman sein Gesicht zeigt nichts.. keine Wut, keine Freude sondern nur pure Entschlossenheit und völlige Ruhe doch er steht da und bewegt sich nicht.
Die Kamera fährt nah an sein Gesicht heran – jedes Zucken, jeder Atemzug ist sichtbar. Dann holt er tief Luft und beginnt zu gehen... Schritt für Schritt... Wie ein König, der in den Krieg zieht... Oder ein Henker, der keine Eile kennt. Die Musik dröhnt weiter doch die Pyrotechnik fehlt.. Keine Animationen... Nur Nebel... Licht... Und The Tribal Chief Roman Reigns. Er bewegt sich mit der Ruhe eines Mannes, der keine Zweifel kennt. Als er an den Zuschauern vorbeigeht, heben sich unzählige Smartphones. Einige schreien und manche beleidigen. Aber niemand wagt es, ihn zu berühren. Denn Roman Reigns ist nicht nur ein Wrestler. Nicht in diesem Moment. Jetzt ist er ein Monument... Eine lebende Legende...
An der Ringtreppe bleibt er stehen. Nur für einen Moment. Dann steigt er langsam hinauf – Stufe für Stufe. Oben auf dem Apron verweilt er kurz, schweift mit dem Blick durch die Arena, ohne jemanden wirklich anzusehen.
Matthew Rehwoldt:"The following Countest is the Main Event of the Evening and its getting for One Fall" ONE FALL!!! "Introducing first... from Pensacola, Florida... weighing in at 265 pounds.. THE ORGINAL TRIBAL CHIEF... "OTC"... ROOMMMAAAN REEEIIIGGGNNS!"
Dann stieg er durch das zweite Seil in den Ring. Die Musik verebbte langsam. Das Licht in der Arena dimmte noch weiter, bis nur noch ein einziger, kalter Lichtkegel den Ring erleuchtete. Alle anderen Lichter waren aus. Die Halle ist dunkel und still. Roman Reigns steht in der Mitte des Rings. Breitbeinig, aufrecht, ruhig. Der Blick geradeaus, in die Hardcam. Seine Brust hob und senkte sich leicht. Er bewegte sich kein Stück. Die Kamera zog langsam heran, von der Seite, dann von vorne. Seine Augen blickten direkt ins Objektiv... kalt, klar, fokussiert. Er kann es kaum erwarten bis das Match startet und spricht vor sich her um sich zu motivieren.
Die Lichter in der Arena beginnen langsam zu flackern, als die letzten Klänge des vorherigen Themes verklingen. Ein leises Murmeln geht durch die Crowd, noch ahnt niemand, wer als Nächstes erscheinen wird. Dann, ein scharfes, digitales Rauschen. Als würde jemand ein Signal neu kalibrieren. Auf dem Titantron erscheinen geometrische Muster, leuchtende Linien, die sich wie ein komplexer Code über den Bildschirm ziehen. Dreiecke, Kreise, mathematische Formeln, alles pulsiert im Takt eines immer lauter werdenden Beats.
„CALCULATED. PRECISE. INEVITABLE.“
Die Worte blitzen in grellem Neonblau auf und in genau diesem Moment explodiert die Theme-Musik aus den Boxen. Ein Mix aus futuristischen Synths und treibenden Drums erfüllt die Halle. Das Publikum reagiert sofort mit lauten Cheers, einige springen bereits auf, noch bevor er überhaupt zu sehen ist.
Dann tritt er aus dem Backstage-Bereich. Axiom. Die Maske reflektiert das Scheinwerferlicht, als wäre sie selbst eine lebendige Energiequelle. Die scharfen Linien seines Outfits leuchten in kräftigem Gelb und Schwarz, während die LED-Stripes an seinen Ärmeln im Rhythmus der Musik pulsieren. Er bleibt für einen kurzen Moment auf der Rampe stehen, hebt den Kopf und scannt förmlich die Arena, als würde er jeden einzelnen Winkel, jeden Zuschauer, jede mögliche Variable berechnen.
Ein kurzes Nicken und dann sprintet er los. Nicht wie ein Mann, der zum Ring geht, sondern wie jemand, der bereits mitten im Match ist. Mit federnden Schritten erreicht er den Apron, springt mit einer fließenden Bewegung hinauf und greift das oberste Seil. Ein kurzer Blick ins Publikum, ein leichtes Lächeln unter der Maske, dann ein eleganter Sprung über das Seil hinweg in den Ring.
Die Kameras fangen jede Bewegung ein. Kein Gramm Energie wird verschwendet. Jeder Schritt, jede Drehung, jede Geste wirkt geplant, durchdacht, perfekt ausgeführt. Er läuft zur Ringmitte, schließt kurz die Augen und tippt sich mit zwei Fingern an die Schläfe, sein Markenzeichen.
Matthew Rehwoldt:"And his Opponent... from Madrid, Spane... weighing in at 154 pounds.. The Masked Hero... AAAAAXIIIOOOOOOOOM!"
Axiom zieht langsam die Handschuhe fester, dreht sich in Richtung Reigns und wartet auf den Beginn des Matches. Kein unnötiges Posieren, kein großes Gepose, nur fokussierte, ruhige Entschlossenheit. Als wüsste er längst, wie dieser Abend enden wird. Das Theme verklingt und der Algorithmus ist bereit.
Beide Superstars umrunden sich gegenseitig im Ring, noch bevor der Referee das Match begonnen hat. Als sie in der Mitte des Rings aufeinandertreffen, geht der Ref dazwischen, fragt beide, ob sie bereit sind, und lässt dann ein letztes Mal am heutigen Abend die Glocken zum Start des Matches läuten.
DING DING DING
Es dauert eine Zeit, ehe die erste Berührung der beiden folgt, doch geht es zum Beginn des Matches zuerst in einen leichten Lock-up, welchen Roman für sich entscheiden kann. Er drückt Axiom so weit durch den Ring, bis die beiden an den Seilen angelangt sind und der Referee dazwischengeht, um den Lock-up zu unterbrechen. Wirklich einen Schaden hat Axiom körperlich davon nicht erhalten, aber konnte der Tribal Chief immerhin damit zeigen, dass er körperlich einen sehr großen Vorteil hier hat. Gegen ein solches Muskelpaket wie Roman Reigns ist es nur sehr schwer, gegen anzukommen. Mit einem dreckigen Grinsen im Gesicht geht Reigns einige Schritte zurück, sodass auch Axiom wieder tiefer in den Ring kommen kann, und abermals umkreisen sich die beiden Superstars wie zwei Raubtiere, die gleich einander herfallen werden. Langsam kommen sie immer näher aneinander ran und nach fast einer Minute gegenseitiges Umkreisen schaffen sie es sogar, die Hand des jeweils anderen zu berühren und damit schon einmal einen ersten Griff zu erlangen. Roman will direkt zum zweiten Lock-up ansetzen und auch die zweite Hand Axioms greifen, doch dieser scheint das eher abzuwehren. Er lässt Reigns immer näher auf sich zukommen bei dem Versuch, einen zweiten Lock-up zu starten, und dann, im richtigen Moment, springt er auf den Samoaner zu und nimmt ihn in einen Side Headlock gefangen. Sofort geht Roman in die Seile und will mithilfe derer und dem von denen erlangten Schwung Axiom von sich wegschleudern und durch den Ring rennen lassen, doch löst Axiom den Haltegriff nicht, sondern lässt sich auf die Knie fallen, sodass er den Schwung abbremsen und Reigns weiterhin gefangen nehmen kann. Wenn er sich so nicht befreien kann, muss er sich etwas anderes einfallen lassen. Es dauert eine ziemliche Weile, wie Axiom den Tribal Chief hier im Headlock gefangen hält, bis Reigns dann mit seiner Faust ausholt und dem Europäer zwei starke Schläge mitten in die Seite verpasst, die bei einem Cruiserweight wie Axiom natürlich äußerst schmerzhaft sein müssen. Doch dieser antwortet bloß mit einem eigenen Schlag auf Reigns’ Stirn und behält den Head of the Table weiterhin im Griff. Wieder braucht es eine gewisse Zeit, ehe Reigns den nächsten Befreiungsversuch starten kann, und wieder hämmert er zweimal stark seine Faust in die Seite von Axiom, der jedoch erneut mit einem eigenen Schlag gegen Reigns’ Stirn antwortet. Das Match startet langsam. Überraschend langsam bei einem Luchadore wie Axiom, aber das macht es nicht langweiliger. Erst nach zwei ganzen Minuten, in denen Axiom hier den Headlock aufrecht erhalten konnte, greift Reigns nach den Armen des El Niño Anónimo und versucht es nun mit purer Muskelkraft. Etwas, worin er gegen Axiom weitaus überlegener ist. Er drückt Axioms Arme von seinem Schädel weg und zerreißt den Haltegriff mit purer Dominanz, sodass er es nun ist, der Axiom selbst in einen Side Headlock gefangen nehmen kann. Einen, der wohl wesentlich schlimmer schmerzt als der des Blood Brothers. Doch Axiom geht ebenfalls direkt, wie Roman zuerst, in die Seile und stößt Reigns von sich weg, sodass der Griff auch direkt wieder gelöst ist. Und anders als bei Reigns vorhin funktioniert dies sogar. Reigns rennt durch den Ring, geht in die Seile, kommt auf Axiom zurück und hämmert diesen mit einem wuchtigen Shoulder Tackle einfach zu Boden. Auch wenn er es geschafft hat, den Griff schnell zu lösen, so muss sich Axiom irgendetwas gegen diese verhasste dominante Macht einfallen lassen. Sofort kommt Axiom wieder hoch auf die Beine, wird aber direkt von Roman gegriffen und mit einem Whip-in in die Seile befördert. Doch schafft es Axiom zu reversen, lässt Reigns durch den Ring rennen, hält aber dessen Arm fest, sodass Reigns nicht weiter rennen kann, dreht sich um, nimmt den anderen Arm von Reigns und rollt den Bloodline-Leader mit einem Backslide Pin in das erste Cover dieses Matches, und der Ringrichter ist sofort zur Stelle.
ONE
Doch natürlich kann sich Roman Reigns blitzschnell daraus wieder befreien. Axiom zeigt hier, wie agil er ist. Doch benötigt es bisher wohl noch einiges mehr als nur Agilität, um gegen ein Monster wie Roman Reigns eine Chance zu haben. Sofort stehen beide Stars wieder auf, und direkt zeigt Axiom wieder seine überlegene Schnelligkeit und will Roman mit einem Drop Toehold zurück zu Boden schmeißen, aber der riesige Kämpfer bleibt stehen. Axiom gibt alles, um ihn auf die Matte zu befördern, doch hat er leichte Probleme dabei. Erst nachdem er noch mit seinen Armen zugegriffen und Reigns’ Beine weggezerrt hat, fällt dieser endlich nach vorne um, sodass Axiom aufstehen und seine Beine mit seinen Beinen verknoten kann, während er sich auf Reigns’ Oberschenkel stellt. Das sieht aus, als wolle Axiom hier einen Surfboard Submission zeigen. Er will nach Reigns’ Armen greifen, doch Reigns lässt einen lauten Schrei aus sich heraus und wirft Axiom nur mit seinen Beinen alleine nach hinten, sodass dieser durch den Ring rollt und Reigns wieder hochkommt. Was für eine bestialische Kraft, die dieses Monster hier zeigt. Schnell kommt Axiom wieder hoch und abermals nimmt das Match wieder etwas Ruhe an. Beide umkreisen sich, wobei Reigns nun wesentlich wütender wirkt als eben noch. Er drängt Axiom in die Ringecke, solange bis er wie eine kleine ängstliche Maus gefangen ist. Doch wenn man eine Maus in die Enge treibt, wird auch diese sich gegen die Katze wehren, und so attackiert Axiom mit einem schnellen Kick Romans Bein. Dieser zeigt zwar, dass es wehgetan hat, aber packt sich sofort Axiom am Kopf, zerrt ihn aus der Ecke durch den Ring und wirft ihn regelrecht in die nächste Ringecke hinein. Reigns kommt auf Axiom zugerannt, doch dieser kann sein Bein anheben, sodass Reigns direkt dort hineinläuft. Aber auch dasotselt der Undisputed Roman Reigns einfach und verpasst Axiom einen so intensiven Uppercut in der Ringecke, den der Spanier wohl nächste Woche noch spüren wird. Sofort fällt Axiom zu Boden, wo Reigns mehrere Male stark auf diesen eintritt, bevor er ihn wieder aufstemmt und mit einem Whip-in in die gegenüberliegende Ringecke befördert. Reigns rennt sofort hinterher, doch schafft es Axiom, auf die Ringecke zu springen und mit einer 360-Grad-Drehung über Roman Reigns zu fliegen, um hinter diesen sicher auf den Beinen zu landen. Blitzschnell rennt Axiom in die Seile, kommt auf Reigns zugerannt, schafft es, der Clothesline des Big Dogs durch Ducken auszuweichen, rennt wieder in die Seile, kommt wieder auf Reigns zu und dieser packt ihn sich und schleudert ihn mit einem atemberaubenden Tilt-a-Whirl Slam einfach auf die Matte, wo Axiom abermals liegen bleibt.
Seine Schnelligkeit scheint ihm nicht wirklich auszuhelfen hier, wie es so aussieht. Was kann er noch alles gegen den Tribal Chief machen, um am Ende eine Chance zu haben? Mit Hilfe der Seile schafft es Axiom wieder hochzukommen, aber Reigns kommt sofort auf ihn zugerannt und befördert ihn mit einer starken Clothesline über die Seile aus dem Ring heraus. Sofort folgt Reigns ihm nach draußen und da soll die Prügel für den jungen Whitewolf weitergehen. Reigns schnappt sich den Cruiserweight und hämmert ihn brutalst gegen die Barrikade und anschließend sogar auch noch gegen das Apron. Wie als wäre Axiom ein kleines Kind, schleudert Reigns ihn umher und wirft ihn ein zweites Mal gegen die Barrikade, bevor er ihn zurück in den Ring rollt. Langsam und mit breitem Grinsen im Gesicht folgt er seinem Gegner, der für ihn nur wie ein einfacher Jobber ist. Von einem Main Event hätte man etwas mehr erwartet. Doch als Reigns gerade durch die Seile geht, springt Axiom plötzlich schnell auf und verpasst dem Tribal Chief einen starken Kick erneut gegen das Bein, welcher Reigns in den Ring hineinfallen und anschließend etwas taumeln lässt. Sofort zerrt Axiom ihn wieder von den Beinen, wirft ihn zu Boden und nimmt ihn dort in einen Triangle Choke gefangen. Roman Reigns mit starken Submission Moves schwächen klingt nach einer Idee. Zu Beginn des Matches konnte man sehen, was für Schwierigkeiten Reigns hatte, sich zu befreien, und wenn Axiom das noch einige Male mehr so macht, könnte das bei Reigns tatsächlich einige Schäden verursachen. Abermals versucht es Reigns, sich mit einigen Schlägen gegen Axiom aus dem Griff zu befreien, doch genauso wie schon vorhin tun diese Schläge zwar weh, natürlich, aber Axiom löst den Haltegriff nicht. Erst als Reigns ausrastet und nun durchgängig wie verrückt mit seiner linken Faust auf Axiom einschlägt, kann er den Haltegriff nicht länger halten und muss Reigns daher wieder befreien. Auch wenn es ihn nicht rettet, denn Reigns schlägt weiter wie verrückt auf Axiom ein. Schnell steht das Powerhouse auf, stemmt Axiom hoch, doch dieser schafft es, sich aus Reigns’ Griff zu befreien und hinter ihm auf den Füßen zu landen. Reigns dreht sich um und bekommt direkt einen European Uppercut von Axiom ab, gefolgt von einem schnellen Kick wieder gegen das linke Bein, wie die ganze Zeit schon. Er packt sich Reigns’ Arm und befördert diesen mit einem Whip-in in die Seile, doch schafft es Reigns zu reversen, sodass Axiom in die Seile rennen muss. Axiom kommt zurück, doch Roman Reigns beugt sich etwas zu früh nach vorne, sodass Axiom rechtzeitig abbremsen und Reigns mit einem schnellen Kick begrüßen kann. Sofort geht Axiom wieder in die Seile, kommt auf Reigns zugerannt, doch dieser packt ihn sich einfach, stemmt ihn auf und lässt ihn mit einem Flapjack mitten auf die Seile knallen. Axiom taumelt durch den Aufprall etwas umher, bevor Reigns ihn aufstemmt und mit einem starken Samoan Drop wieder zurück auf die Matte befördert. Roman Reigns bleibt hier haushoch in Führung in diesem sehr eintönig wirkenden Match bisher. Dominant zerrt Reigns seinen Gegner wieder auf die Beine, und oh Gott: Axiom sieht alles andere als toll aus. Wie als wäre er nicht mehr bei Bewusstsein, spielt Reigns einfach nur mit ihm. Er wirft ihn mit einem Whip-in in die Seile, Axiom kommt zurück und rennt mitten in eine brachiale Clothesline, durch die er sich fast zwei ganze Male um die eigene Achse dreht, bevor er auf der Matte landet. Holy shit, die Clothesline from Hell ist ein Scherz gegen diese blutrünstige Aktion, die Reigns uns hier gerade gezeigt hat. Erneut stemmt er Axiom auf die Beine und wirft ihn erneut in die Seile, Axiom kommt zurück, und erneut zeigt er eine mindestens genauso brutale Clothesline, die Axiom hier nahezu aus dem Leben zerrt. Was um alles in der Welt geschieht hier nur? Das ist doch nicht mehr schön mit anzusehen. Wieder stemmt Reigns Axiom auf, und schon wieder wirft er ihn in die Seile. Schon wieder kommt Axiom auf Reigns zurück, und schon wieder folgt die… was? Nein! Axiom duckt sich unter der dritten Clothesline plötzlich ab, packt sich Roman Reigns und… rollt diesen in ein Cover ein??? What the fuck?
ONE
TW
NEIN
Was um alles in der Welt ist hier gerade passiert? Axiom hat Roman Reigns gecovert? Es waren keine drei, aber wo um alles in der Welt kam dieser Pin gerade her? Roman Reigns ist hier durchgehend am Dominieren und zerrt sämtliches Leben aus dem jungen, schmächtigen Körper des maskierten Spaniers heraus, und trotzdem hat dieser hier gerade den Pinversuch gemacht? Wie? Sofort stehen beide Superstars wieder auf, doch auch wenn Axiom eben durch diesen Pinversuch uns alle überraschen konnte, findet die qualvolle Dezimierung des Publikumslieblings weiterhin statt. Reigns umgreift ihn von hinten und befördert ihn direkt mit einem schnellen, aber kräftigen Gutwrench Suplex hinter sich auf die Matte. Doch er lässt Axiom nicht los. Nein, er bleibt bei dem Haltegriff, rollt sich ab und stemmt Axiom gleich noch einmal hoch, um ihn gleich ein zweites Mal mit einem Gutwrench Suplex auf die Matte zu donnern. Und wieder lässt Reigns Axiom nicht gehen. Das werden die gutwrenchenden Tres Amigos. Reigns rollt sich ab, stemmt Axiom hoch und ein Release Gutwrench Suplex, der dritte, folgt, während Axiom durch den gesamten Ring fliegt. Reigns hingegen, der rollt sich heraus. Er blickt einmal mit finsterem Grinsen auf Axiom, welcher etwas in den Seilen liegt, mit dem Kopf nach draußen schauend, und die Leute, die Reigns kennen, wissen sofort, was genau jetzt folgen soll. Ein Move, den man schon seit geraumer Zeit nicht mehr zu sehen bekam. Reigns stürmt los, kommt auf Axiom außerhalb des Rings zugerast, springt ab und Drive-by!!! Der Drive-by sitzt perfekt, wie als hätte Reigns nie was anderes gemacht. Schnell rollt sich Reigns wieder in den Ring hinein und platziert sich zum Ende des Matches in der Ringecke.
Er zeigt auf seine Faust und lädt sie auf, damit er nur noch abfeuern braucht. Er wartet darauf, bis der komplett zu Brei geschlagene Axiom aufsteht, und das… dauert! Fast eine ganze Minute vergeht, ehe es Axiom wieder geschafft hat, auf den Beinen zu stehen. Doch genau in der Sekunde, wo er hochgekommen ist, rennt Reigns bereits los und Superman Punch!!! NEIN!!! Axiom hat sich gedreht und Roman Reigns mit einem heftigen Spinning Back Kick abgefangen, der direkt in die Magengegend des Tribal Chiefs ging! Axiom konnte den Superman Punch kontern und scheint noch immer im Spiel zu sein. Was um alles in der Welt hält dieser maskierte Cruiserweight denn bitte alles aus? Sofort geht er zu Reigns, welcher hinter ihm in der Ecke nach Luft schnappt, stemmt diesen auf, sodass er oben auf dem dritten Seil sitzt, klettert mit hoch und verpasst ihm dort einige Schläge. Die Zuschauer zählen lauthals mit, und als er bei zehn angelangt ist, springt er ab, setzt sich auf Roman Reigns und will diesen mit einem einzigartigen Super Hurricanrunna vom dritten Seil in der Ringecke herunterschleudern. Doch Roman Reigns bleibt sitzen. Er lässt sich nicht mitschleudern, sondern hält den leichten Axiom einfach fest. Axioms Schwung war nicht stark genug, dieses Monster mit sich zu reißen. Und so richtet Reigns den jungen Spanier wieder auf, steht ebenfalls auf, springt ab und Super Powerbomb gegen Axiom, gefolgt von dem ersten Cover vom Tribal Chief, welches sofort vom Ringrichter gezählt wird.
ONE
TWO
TH
NEIN
Was? Axiom kann sich noch immer befreien? Axiom kann noch immer weiterkämpfen. What the fuck? Auch Reigns wird immer wütender und will dieses Match endlich beendet haben. Ruckartig zerrt er Axiom ohne Rücksicht vom Boden und wirft ihn in die Ringecke, wo er erstmal Dutzende Lariats in seine Fresse schlägt, bevor er ihn mit einem sehr starken Uppercut wieder zu Fall auf die Matte bringt und direkt in das nächste Cover geht. Doch auch dieses geht nur bis zwei. Auch wenn Axiom hier nicht in der Lage dazu ist, auch nur irgendeine Gegenaktion zu zeigen, so zeigt er sich dennoch unfassbar hartnäckig. Um diesen maskierten Jungen zu besiegen, muss sich Reigns etwas einfallen lassen, was er sonst nicht tut. Und genau das hat er sich, wie es scheint. Denn wir können nun sehen, wie Roman Reigns in die Ringecke geht und diese erklimmt. Roman Reigns steigt auf das dritte Seil in der Ringecke und will scheinbar fliegen. Er wartet einen Moment, in welchem Axiom langsam wieder hoch auf die Beine kommt, setzt dann an, macht sich bereit, springt ab, doch Axiom kommt ihm sofort entgegengesprungen, schnappt ihn sich in der Luft und fällt mit ihm zusammen auf den Boden, wo er ihn direkt wieder in einen überraschenden Triangle Choke gefangen nimmt. Axiom ist noch nicht besiegt. Axiom kämpft hier verbissen weiter und gibt alles, Roman Reigns zu besiegen. Doch lange hält dieser Griff nicht an, denn natürlich ist Roman Reigns noch weitaus fitter als der Spanier, und mit der überlegenen Muskelkraft gelingt es ihm langsam aufzustehen und Axiom sogar mit hochzuzerren, um ihn mit einer Powerbomb auf die Matte zu knallen und sich aus dem Haltegriff zu befreien. Doch was Roman Reigns an Muskelüberlegenheit hat, hat Axiom in seiner Flinkheit und seiner Agilität. Er fängt im Fall Reigns’ Kopf mit seinen Beinen und rollt ihn über sich drüber in das nächste Cover des Matches!
ONE
TWO
T
Doch auch hier schafft es Reigns noch rechtzeitig herauszukommen. Dennoch hat diese Aktion den Samoaner stark überrascht. Schnell springt Reigns wieder auf, taumelt etwas in die Ringecke, ehe er weiß, was gerade eigentlich passiert ist, doch da war es bereits zu spät. Auch wenn er bereits so viele Aktionen fressen musste, ist Axiom noch immer der Schnellere von beiden und schafft es so, Roman Reigns, noch bevor er überhaupt realisiert, was hier abgeht, mit einem Dropkick in die Ringecke zu schleudern. An dieser prellt Reigns ab, taumelt wieder einige Schritte vorwärts und bekommt direkt einen zweiten Dropkick von Axiom ab, der Reigns aus dem Ring heraus befördert.
Doch schafft es Reigns, sich an den Seilen festzuhalten und sicher auf dem Apron zu landen. Leider nützt ihm das nicht viel, denn Axiom springt sofort erneut in Windeseile ab und hämmert Reigns mit einem Running Enzuigiri über die Seile von dem Apron herunter, sodass Reigns draußen außerhalb des Rings landet. Lange bleibt Reigns nicht liegen, doch noch weniger lange bleibt Axiom auch ruhig stehen. Er rennt sofort in die Seile, kommt auf Reigns zu, springt ab und hämmert Reigns mit einem sensationellen Suicide Dive gegen die Barrikade. Blitzschnell stürmt Axiom wieder in den Ring, rennt erneut in die Seile, während Reigns wieder hochkommt, springt wieder über die Seile und zeigt einen zweiten Suicide Dive gegen den ehemaligen Shield-Leader! Und abermals stürmt Axiom sofort wieder in den Ring, rennt in die Seile und zeigt den dritten Suicide Dive in Folge gegen Roman Reigns. Doch dieses Mal war Reigns vorbereitet. Er fängt Axiom ab, genauso wie dieser vorhin Reigns abgefangen hat, umgreift ihn und befördert ihn mit einem zerstörenden Overhead Belly-to-Belly Suplex hinter sich auf den harten Boden der Halle, auf welchem Axiom auch regungslos liegen bleibt! Sofort steht Reigns wieder auf und brüllt einmal ohrenbetäubend laut in die Menge, so wie es nur eine Melina Perez hinbekommen könnte. Er wartet darauf, dass Axiom wieder hochkommt, stürmt auf diesen zu und SPEAR!!! NEIN! Axiom weicht in allerletzter Sekunde aus, sodass Reigns gegen die Ringtreppe knallt! Roman Reigns hat sich selbst getötet!
Warnung! Spoiler!
Sofort rollt Axiom Reigns wieder in den Ring hinein, folgt ihm, indem er von außen auf die Ringecke klettert, wartet ebenfalls einen kurzen Augenblick, bis Reigns wieder auf den Beinen steht, springt ab und SUPERMAN PUNCH!!! What the fuck? Roman Reigns fängt Axiom in der Luft mit einem traumhaften Superman Punch ab. Aber das, was alles andere als traumhaft war, war die Landung von Axiom auf der Matte. Das sah äußerst böse aus, und so wie Axiom nun wirklich regungslos daliegt, kann das böse Gedanken aufbringen. Sofort rennt der Referee zu dem Cruiserweight und schaut, ob alles in Ordnung ist. Doch da Axiom keinerlei Reaktion von sich gibt, sieht das leider nicht so aus, und somit lässt der Ref nun das Match endlich beenden, damit Axiom nicht noch ernsthafte Verletzungen davon trägt. Das heißt, dass Roman Reigns diesen Kampf durch TKO gewonnen hat.
Ein äußerst unschönes Ende für einen solchen Kampf, und mit Sicherheit wird das Axiom alles andere als gut gefallen, aber der Ref hat nur zu seinem Besten entschieden.
Here is your winner by TKO: ROOOMAAAAN REIIIIIIIGNSSSS!
Warnung! Spoiler!
Match 3: Sol Ruca vs Jacy Jane
Votes: 1:0 (KI Bewertung)
Es ist einige Zeit vergangen seit der letzten Ausgabe von coast 2 coast Wrestling und die Company hat in diesem Augenblick folgende Post-Match Interviews auf ihrem offiziellen YouTube Channel hochgeladen!
Das Main Event in der Pechanga Arena steuert gerade auf seinen Höhepunkt zu. Im Innenraum der Halle tobt die Ringaktion sowie die lauten Reaktionen der Zuschauer. Ganz so wie man sich eine Wrestling Show vorstellt. Backstage war davon nicht all zu viel zu hören. Vereinzelt hört man noch die harten Bumps im Ring, sowie die dröhnende Menge, doch hier kehrte auch langsam etwas Ruhe ein. So fand man Becky Lynch wie sie auf einer der metallischen Equipment Boxen saß und fast schon mechanisch das Tape von ihren Handgelenken entfernte. Die Lederjacke lag achtlos neben ihr, die roten Haare leicht zerzaust. Ihr Blick gesenkt und verlor sich irgendwo im Nichts. Die Schweißperlen rinnen ihr noch herab, während sich ihr Atem langsam wieder erholte. Das Match, ihr erstes Match für C2C Wrestling endete anders als erwartet und dennoch so passend im Chaos. Etwas geordnetes mündete in einer wilden Schlägerei und ohne klares Ergebnis, ganz so wie sich Becks seit Tagen fühlte. Diese permanenten, dumpfen Kopfschmerzen, sie konnte nicht einmal sagen, ob dies jetzt aus dem Match stammte, oder ihr gegenwärtigem Zustand geschuldet war. Das Geräusch des abreißenden Tapes, wurde plötzlich von näherkommenden Schritten abgelöst. Ins Bild kam wieder Producer Jeff Miller, der Becky bereits schon bekannt war und scheinbar auch direkt zu ihr wollte. Schnellen Schrittes erblickte er die Irin ehr überraschend aus dem Augenwinkel und blieb abrupt bei ihr stehen.
Producer Jeff Miller: Becky… genau zu dir wollte ich. Gutes Match draußen. Brauchst du Eis, geht es dir gut?
Einen Blick oder gar Augenkontakt konnte er ihr nicht abringen. Denn Becky reagiert zunächst gar nicht. Weiterhin knibbelte sie das störrische Tape von Ihren Handgelenken und schüttelte nur leicht den Kopf, was wohl auf die Frage mit dem Eis gemünzt war.
Producer Jeff Miller: Nun… ich komme gerade von… und… ähm…
Jeff geriet ins Stocken. Er hatte aus nächster Nähe miterlebt, was Becky in der vergangenen Woche widerfahren war, und auch bemerkte, wie schwer ihre Probleme ihr zusetzten. Dennoch musste er ihr hier diese Mitteilung weitergeben. Er versuchte es erneut und begann mit einem Räuspern.
Producer Jeff Miller: Ich… ich muss dir von Shane’s Assistentin mitteilen, dass du unter Beobachtung stehst. Mit dem Zwischenfall der letzten Woche haben wir ein sehr großes mediales Echo erlebt, welches einige Sponsoren verstimmt. Wir können uns diese Art der negativen Presse nicht erlauben und…
Becky reagierte nicht, nicht direkt. Mit einem festeren Ruck löste sie das Tape von ihrem linken Handgelenk und ließ es belanglos zu Boden fallen. Dies brachte Jeff so weit aus dem Konzept, dass er kurz innehielt, eh Becks das Wort ergriff.
Becky Lynch: … und ich zum Problem werde?! Wolltest du das sagen?
Jeff wurde sichtlich nervöser. Er musste jetzt einlenken und seine Mitteilung relativieren. Zum einen konnte er die Reaktion des Office nicht nachvollziehen, zum anderen wollte er sich auch die Gunst der Irin verspielen.
Producer Jeff Miller: So wollte ich das nicht sagen… Wir sehen nur…
Becky ließ sich von der Box herabgleiten und stand nun direkt vor ihm. Nur langsam hob sie ihren Blick, starr ohne jegliche Emotion in ihrer Mimik.
Becky Lynch: Ihr seht nur, dass ich derzeit nicht in euer vorgefertigtes Konzept passe, richtig? Oh ja, verpflichtet Becky, für ein paar offenen Slots reicht es! – Ich bin kein Lückenfüllen, falls ihr das erwartet habt. Ich kann größer als diese Show sein. Und weißt du was… ich bin besser, wenn man mich beobachtet.
Es war nicht unbedingt der Ausgang den Jeff erwartet hat, aber er nimmt ihm kommentarlos zur Kenntnis. Ein leichtes Nicke seinerseits, er hat verstanden und wird diese Antwort sicherlich weiterleiten. Becky war es schlichtweg egal. So wie sich Jeff von der Szenerie entfernte, setzte sie sich wieder auf die große Equipment Box und ließ sich nach hinten fallen, sodass nur noch ihre Beine vorne baumelten. Die äußere Anspannung löste sich etwas, aber innerlich tobte ein Krieg in ihr.
findet statt in der Pechanga Arena vor 16,100 Zuschauern in San Diego, California.
Die letzte Kamera ist optimal platziert und auch der letzte reservierte Platz besetzt. Die c2c Show kann losgehen! Gleich zu Beginn explodiert ein buntes Feuerwerk auf der Stage und motiviert die anwesenden Fans zu großem Jubel und Chants. In der Mitte des aufwendig gebauten Wrestlingrings steht Matthew Rehwoldt schon mit einem Mikrofon bereit um die anwesenden Fans hier in der heutigen Show zu begrüßen.
Matthew Rehwoldt:"My dear Ladies.. my dear Gentlemen.. my name is Matthew Rehwoldt and it is I, your DRAAAAAMAAA KIIIIINGGG... welcoming you to... COAST.. to COAST... WRESTLINGGGGGG!"
Kaum hat Rehwoldt die Ansage zuende gebracht gibt es einen kleinen Jubel für seine Ansage und auch wegen der Vorfreude auf den Verlauf des Abends. Matthew verbeugt sich einmal kurz und geht dann auch aus dem Ring heraus. Auch die knallenden Geräusche des Feuerwerks erlischen langsam und geben die Bühne somit für ihre Akteure frei. Bevor dies jedoch in Kraft tritt, werden die Zuschauer daheim vor ihren Fernsehgeräten von Pat MacAfee, Cathy Kelly & Wade Barrett begrüßt.
Pat McAfee:"Guten Abend und Willkommen zu einer neuen Ausgabe von Coast 2 Coast Live!"
Cathy Kelley:"Heute Abend hier in San Diego und ihr wisst gar nicht wie froh ich bin, dass wir momentan hier in Kalifornierin sind."
Wade Barrett:"Es ist ist hier definitif angenehmer als im Norden und abgesehen vom Wetter geht es auch im Ring heiß her."
Pat McAfee:"Tiffany Stratton ist mal wieder im Ring und sie will 2026 zu ihrem Jahr machen, doch Becky Lynch steht ihr im Weg."
Cathy Kelley:"Und im heutigen Main Event trifft Drew McIntyre auf Jey Uso. Ich würde sagen lassen wir mal keine Zeit verstreichen."
OPENER SINGLES MATCH
Sol Ruca vs. Penelope Ford Writer:???
Als die Musik des Superbad Girl no more erklingt, sind die Fans geteilter Meinung, aber offenbar scheint die Freude über das Erscheinen von Penelope ein bisschen größer zu sein. Das Lichtspiel ist wirklich atemberaubend und taucht die gesamte Arena in so etwas wie ein Farbenspiel. Dann kommt sie endlich auf die Stage und ist natürlich wie immer perfekt gestylt. Die obligatorische Sonnenbrille hat sie natürlich auf der Nase und ein breites Lächeln lässt einige Herzen dahin schmelzen. Nachdem sie kurz auf der Stage ein bisschen gepost hat, setzt sie sich dann in Bewegung und zieht dabei ihre Sonnenbrille von der Nase, um die Fans besser sehen zu können.
Sie klatsch sogar mit einigen Fans ab, was eindeutig neu ist für das Verhalten von der Blondine, welche sich offensichtlich an der Frontseite des Rings wieder findet und dort die nächste Pose zeigen möchte. Vorher aber kündigt Matthew Rehwoldt die Blondine entsprechend an.
Matthew Rehwoldt:"Making her way to the ring ... from Philadelphia, Pennsylvania ..... PENELOPEEEEEEEE FOOOOOOOORRRRDDD!"
Kurzes Anschwellen von Jubel, aber nichts signifikantes, wenn man ehrlich sein soll. Schnell hüpft Ford auf den Apron und stellt sich dann auf diesen vor die Seile, um sich ihrer Lederjacke zu entledigen, und kurz eine Pose zu zeigen.
Dann steigt sie in das Seilgeviert und dreht eine kurze Runde auf der Matte, damit auch wirklich alle sie sehen. Die Stimmung ist auf jeden Fall am Kochen und auch Penelope merkt, dass sie den Fans ordentlich einheizt. Dann springt sie in der Mitte des Rings in ihren ikonischen Spagat.
Den Fans gefällt das offenbar und nachdem sie aufgestanden ist, wartet sie der Dinge, die dort noch kommen werden.
Das Theme von Sol Ruca dröhnt aus den Boxen. Es dauert nur wenige Sekunden und dann erscheint die Blonde Frau aus Kalifornien auch auf der Bildfläche. Breit grinsend steht sie da, gekleidet in ihr Ringoutfit und blickt in die Reihen der Fans. Sie streckt ihren Arm aus, ballt die Hand zu einer Faust und spreizt den Daumen und den kleinen Finger zur Seite ab. Der Surfergruß! Im Ring erhebt Matthew Rehwoldt sein Mikrophon.
Matthew Rehwoldt:"Introducing next, from Ontario, California, weighting tonight in at 138 pounds, Sol Ruca!"
Die Surferin hat sich in Bewegung gesetzt und marschiert auf den Ring zu. Vor selbigen biegt sie nach rechts ab und mit einem geschickten Sprung springt sie auf dem Apron und landet auf selbigem mit einem Spagat. Mit einer flüssigen Drehung kommt sie aus der Spagat Position in eine entspannte Sitzposition, lehnt sich mit dem Rücken am untersten Ringseil an und legt ihre Unterarme auf selbige. Dann steht sie auf, greift mit beiden Händen in das oberste Ringseil, holt Schwung und mit einem Sprung der in eine Rolle Vorwärts übergeht fliegt sie in den Ring. Hier geht sie in einer flüssigen Bewegung in einen Handtand, rotiert, senkt die Arme und mit einem Kip Up landet sie auf ihren Knien. Das ist die Athletik einer ehemaligen D1 College Athletin! Erneut folgt der Surfer Gruß. Sie ist bereit für ihre Gegnerin!
Warnung! Spoiler!
Sol Ruca besiegt Penelope Ford per Pinfall nach dem Sol Snatcher (9.21 Minutes)
Here is your winner by pinfall: SOOOOOOOL RUUUUCAAAAA!
Für die Fans in der Halle verdunkelt sich nun die Umgebung. Grund ist, dass die Titan Thron anspringt und alle Aufmerksamkeit auf sich zieht. Auf weißen Hintergrund taucht zunächst eine Rosa Schrift auf: ”A Youtube-Video in Cooperation with coast2coast-Wrestling. Kaum ausgeblendet, wird der Hintergrund Weiß. Mittig der Leinwand taucht ein Fenster auf. Darüber steht klein YouTube geschrieben.
In der Mitte des Fensters ist der berühmte Pfeil, der dieses Video zum Abspielen bewegt. Und so ist es auch. Denn wie von Geisterhand, slidet von außen ein Cursor ins Bild. Ein kleiner weißer Pfeil, der den Startbutton des Videos betätigt. Kurz darauf erscheint ein runder drehender Kreis, der uns anzeigt, dass das Video geladen wird. Die Fans müssen maximal eine Sekunde warten, bis das Video beginnt. Aber wer kennt es nicht?! Gespannt wartet man auf den Anfang und wird dann mit Werbung vertröstet. Dies ist auch hier der Fall. Jedoch ist es nicht irgendeine Werbung. Es ist Werbung von Tiffany Stratton, die diese Quellen für sich nutzt, selbst wenn Weihnachten schon vorbei ist. Immerhin gibt es noch eine Menge Leute, die Geld oder Gutscheine geschenkt bekommen haben.
Wie in einem Fluss reihen sich die Werbungen aneinander, bevor das Bild umschwenkt. Zu sehen ist c2c-Kommentator Pat McAfee, was damit auch verdeutlicht, dass es eine Aufnahme ist. Eine ältere Aufnahme, direkt vor dem letzten Special. Denn McAfee sitzt hier und jetzt am Kommentatorenpult und begleitet die Show mit seinen Kommentaren.
Auch in der Aufnahme sitzt er hinter einem Pult und vor einer bunten Wand, worauf ‘Pat McAfee Show’ steht. Links steht eine Torte. Der Raum ist geschmückt mit den verschiedensten Sportartikeln. Besonders aus dem Football-Bereich. Er selbst hat lange und erfolgreich Football gespielt und ist natürlich immer noch selbst Fan. Außerdem liegen überall Pokerchips verteilt, Golfbälle und Preise.
Natürlich liegen die Pokerchips nicht umsonst auf dem Pult. Die c2c war wieder in Las Vegas, zum letzten Special des Jahres. Und in der Sphäre standen wieder Championchips auf dem Spiel. Eines davon sollte der Women's World Title von Toni Storm sein. Herausforderin: Niemand Geringeres als die Frau, die soeben den Kanal als Werbung nutzte - Tiffany Stratton. Doch leider kam es dazu nicht. Ein Statement steht noch offen.
Pat McAfee: ”Hallo und Herzlich Willkommen zur Pat McAfee Show, direkt aus Las Vegas."
Begrüßt er mit einem sympathischen und ehrlichen Lächeln. Ohne viel gesehen zu haben, freut es ihn sehr, hier eine kleine Show haben zu dürfen, womit dieses Special - The Last Chapter lll eröffnet werden konnte. Zumindest als kleine Pre-Show.
Seine Arme liegen locker auf dem Tisch, während er die Blicke zur Kamera richtet.
Pat McAfee: ”Wahnsinn wie schnell das Jahr verflogen ist. So viel ist passiert. Und doch kann sich das ganze Blatt nochmal vor Jahreswechsel ändern. Und zu Beginn möchte ich auf ein Match zu sprechen kommen, wovor es reichlich Feuer gab. Toni Storm gegen ihre “Freundin” Tiffany Stratton.”
Das Wort Freundin packt er in Gänsefüßchen und verdeutlicht dies, indem er beide Hände auf Kopfhöhe hebt und mit Zeige- und Mittelfinger die Gänsefüßchen in der Luft zeichnet. Es weiß wohl jeder, dass diese beiden Frauen wohl nie Freundinnen werden und aktuell ganz bestimmt nicht sind. Spätestens, nachdem das Buff Barbie Doll der Australierin gedroht hat, einen geliebten Menschen aufzusuchen, sollte sie einem erneuten Championchip-Match nicht zustimmen, dürfte das Thema Freundschaft aus der Welt sein.
Pat McAfee: ”Die Fehde der Beiden, geht ja nun schon über Monate. Eigentlich schon, während Tiffany noch Shine Championesse war. Schon dort provozierte sie Toni Storm, seit sie den Belt von Kali gewann. Und dies erfolgreich. Denn Stratton schlug Storm mehrmals und verdiente sich später ein Title-Match zurecht. Allerspätestens nach dem gewonnenen Queen of the Ring Turniers. Das Title Match endete aber leider im Draw, womit Toni Championesse blieb. Jedoch alles andere als zufriedenstellend, vor allem für Tiffany nicht. Diese musste die Championesse erneut überzeugen. Mit ihren ganz eigenen Mittel…”
Eine kleine nette Wiederholung der Geschehnisse der letzten Wochen. Doch das Video wird unterbrochen. Es stoppt auf einmal, als wenn das Internet versagt oder neu gepuffert werden muss. Doch schnell stellt sich heraus, dass es kein Fehler ist. Seitlich des Bildes wird ein neues YouTube-Fenster ins Bild geschoben. Der Cursor drückt auch hier auf den Play-Button und öffnet somit das Video. Natürlich ist die Atmosphäre in der Halle unruhig. Und ein lautes Buh- und Pfeifkonzert beginnt, als niemand geringeres als die Millionärstochter höchstpersönlich im Video erscheint. Mit einem Hauch von nichts rückt die Blondine ins Bild. Eine schwarze Hot-Pants aus Leder, Schuhe gleicher Farbe, die bis beinahe an die Knie reichen, und ein schwarzer Sports-Bra, umhüllt von einem “Tüchlein” von Dolce & Gabbana, soll reichen, um das wichtigste abzudecken. Um den Hals trägt sie zwei silberne Ketten mit Kruzifixen. Ihre blonden Haare umranden ihr Gesicht und fallen über die Schulter. Ihr Blick wirkt ernst. Not amused. Vielleicht auch ein Stück weit genervt, was bei der selbsternannten Miss Future Legend aber nichts Neues sein dürfte.
Tiffany Stratton: ”Danke für diese sehr grobe Zusammenfassung, Pat.”
Beginnt sie, wenig dankend und eher genervt. Ihre Hände hat sie auf den Rücken geschoben. Dies ändert sich aber schnell, als sie ihre Worte nun weiter ausholen möchte. Dafür wirft sie die linke Hand auf Schulterhöhe, wobei ihre Handinnenseite nach außen zeigt. Die rechte Hand findet den Weg an die Taille. Etwas genervt rollt das Rich Girl ihre Pupillen in die Ecke ihrer Augen, bevor sie weiter spricht.
Tiffany Stratton: ”Nur mit einem hat Toni Storm Recht. Was vergangen ist, ist vergangen. Für das jeweilige Match bedeutet die Vergangenheit nichts. Und genau das sah man im letzten Title Match. Toni rettete sich in ein schäbiges Draw. Ein Ergebnis ohne Siegerin. Und damit war das Thema für sie erledigt. Wochenlang erzählte sie uns, dass sie eine Kämpferin sei und keiner Aufgabe aus dem Weg geht. Und plötzlich…macht sie dicht? Versteckt sich hinter diesem Draw? Ein Ergebnis, womit sie selbst nicht zufrieden sein kann. Aber anscheinend wohl muss, weil sie sonst keinen Weg findet, um mich aufzuhalten.”
Natürlich stimmt dies so nicht. Die Blondine aus Minnesota schätzt Toni Storm sehr und das Championchip-Match war hart, sodass selbst die Millionärstochter Tage brauchte, um sich zu erholen. Die Strong Zero City Lady hat bis zum Umfallen gefightet und das schätzt Tiffany besonders. Die anschließende Reaktion der Australierin, macht Stratton allerdings wütend. Das soll es gewesen sein? Eine Ablehnung für ein klärendes Match?
Die Atmung des Buff Barbie Dolls wird schwerer. Aus Wut. Gut daran zu erkennen, weil die Brauen ihre Augen verengen. Beinahe beleidigt, streift sie, mit den Fingern, durch eine Haarsträhne und wirft diese anschließend über die Schulter.
Tiffany Stratton: ”Und was ist ihre Begründung?”
Es folgt abermals ein genervtes Augenrollen, bevor sie angeekelt ihre Nase rümpft und beide Arme nach vorn wirft. Die Innenseite der Hände zeigen ablehnend nach vorn. Wer Tiffy kennt, weiß was nun kommt. Mit schriller und nerviger Stimme verdeutlicht sie ihren Zorn.
Tiffany Stratton: ”ÜÜÜÜÜrrrgghhhh…! Sie sagte, ich hätte an Strahlkraft verloren! Hier ist nur die Frage, wen sie mit dieser Lüge mehr bestraft. Mich? Oder sich selbst? Wo ist Toni Storm, wenn sie nicht zufällig mal in den Ring steigen muss, weil man es von ihr als Championesse verlangt? Während ich meine Fühler sogar über diese Auseinandersetzung hinausstrecke, verweilt sie in ihrem Kokon. Ich habe nicht nur Storm in Visier!? Ich will nicht nur Women's World Championesse werden!? Ich verstecke mich auch nicht vor ekelhaften…üüüürgh…Leuten wie Danhausen und AJ Lee.”
Ihre nach vorn gestreckten Arme fliegen schnell zur Seite. Angeekelt streckt sie auch dort die Handinnenseite nach außen, runzelt die Nase und knickt zart mit den Knien. Ihren Kopf wirft sie dabei nach links und betont damit ihren Verabscheuung so gut es geht. Nein, Danhausen kann sie nicht leiden. In ihren Augen eine nervige Kreatur. Und da Logan Paul um ihre Hilfe gefragt hatte, wird es darauf hinauslaufen, dass sie mit dem Maverick zusammen gegen Danhausen und AJ Lee antreten wird. Und das am liebsten als c2c Women's World Championesse. Eine kleine Krux ist jedoch schon dazugekommen: LA Knight. Er mischte sich in das letzte Match ein und verhinderte einen Sieg von Stratton/Paul. Zumindest sieht es die Queen of the Ring Siegerin so. Ihre Anti-Liste ist seither um eine Person gewachsen.
Schnell dreht sie ihren Kopf wieder so, dass sie in die Kamera blicken kann.
Tiffany Stratton: "Halten wir also fest, dass Toni Storm gar nicht das ist, was wir all die Jahre gedacht haben! Straight! Cool! Mit einem Kämpferherz! Nein…sie ist eine Lügnerin! Erzählt uns, sie sei Australierin! Erzählt uns, ich würde an Strahlkraft verlieren und hätte somit keine weitere Chance verdient. Die Wahrheit ist, dass Toni Storm jedes Mittel recht ist, um dem Re-Match aus dem Weg zu gehen. Sie versteckt sich! Armselig! Ohne weiteren Plan! Nur um so lange Championesse zu bleiben, wie möglich. Ohne sich die Hände dreckig machen zu müssen! Ist DAS eine WAHRE Championesse? Und wer hat ihr dazu geraten? Priscilla? Ihr starkes Rückgrat?”
Fragend hebt Tiffany ihre Augenbrauen. Dabei knickt sie ihre Hüfte von der linken zur rechten Seite und stemmt die Hand dagegen. Die andere Hand fliegt auf Schulterhöhe und wird leicht abgeknickt. Ihre Gesichtszüge verziehen sich zeitgleich und wirken erneut genervt. Geschuldet dem Thema Ehepaar Toni Storm und Priscilla Kelly.
Tiffany Stratton: ”Kotz…! Ich kann mir das Geweine und das Geschwulze nicht mehr antun! Was zum Teufel ist das hier? Ein Kindergarten? Ein Hollywood-Liebesroman? Der gleiche Mist, den wir seit Jahren ertragen müssen. Sei es von Storm/Kelly als von Anna Jay und Saraya. Doch, auch wenn Hollywood’s worst Actor ever, John Cena, in der c2c angestellt ist, so ist es mittlerweile einfach nur noch nervig, dieses schlechte Schauspiel mit anzusehen. Was ist es, was wir hier machen? DAS oder das, wofür Tiffany Stratton steht? The prettiest Moonsault ever! The Star of c2c? The Center of the Universe! Miss Future Legend?”
Sich in den Vordergrund zu erzählen, kann die Millionärstochter gut und macht sie immer wieder gerne. Die Geschichte der letzten Monate, soll natürlich niemand vergessen. Ein zufriedenes Lächeln huscht ihr ins Gesicht. Ihre Hände wirft sie beide auf Hüfthöhe und zeigt wieder damit deutlich, dass sie viel gestikulieren muss.
Doch schnell wird sie wieder ernst und begibt sich in die alte Pose.
Tiffany Stratton: ”DAS, Pat McAfee, sind Fragen, die ihr euch stellen solltet! Tiffany Epiphany is the longest and best Shine Championesse of all time! Queen of the Ring! The most feared female Wrestler! The most dominated Wrestler! Und ich werde auch in Zukunft gefürchtet bleiben! Die Zukunft ist bereits geschrieben! Ihr wisst es nur noch nicht! Ich werde als Women's World Championesse vorangehen. Überall präsent sein! To be the best Women's Championesse of all time! I have say it…it is Tiffy-Time! And nobody can stop me!”
Wer glaubt, Tiffany würde ihre Gegnerin unterschätzen, der irrt sich. Sie hat großen Respekt vor der Strong Zero City Lady. Und auch Danhausen und AJ Lee sind keine Kollegen, die man nebenbei wegklatschen könnte. Doch sie glaubt an sich selbst. An ihre Stärken. Zeigt keine Angst und stellt sich allen Herausforderinnen. Sie gilt zurecht als Buff Barbie Doll. Doch ihre Motivation zeigt deutlich, dass sie nur äußerlich ein Püppchen ist.
Tiffany Stratton: ”Danhausen…AJ…der Tiffy-Express rollt unaufhaltsam auf euch zu! Nachdem ich mit Toni fertig bin, lege ich meinen ganzen Fokus auf euch beide! Ihr habt ja bereits kleine Geschmacksproben erhalten. Und glaubt mir…es wird euch weiterhin nicht schmecken! Nutzt die Gelegenheit, um euch zu regenerieren. Denn ab nächster Woche werdet ihr bereuen, uns herausgefordert zu haben!”
Eine deutliche Warnung als Schluß dieser Einblendung. Sie atmet tief und quietschend ein und schaut leicht nach oben. Wir wissen alle, was dies heißt. Sie will sie erneut profilieren. Immer im Mittelpunkt. Holt sich, was sie will. Kein Wunder, dass sie selbst bereit war, Toni Storm mit ihrer Ex-Freundin zu erpressen, um das Championship Match zu erzwingen.
Tiffany Stratton: ”Tiffany Epiphany is the Center…of c2c!”
Kaum ausgesprochen, rückt Logan Paul ins Bild. Im weißen Muskelshirt wirkt er motiviert.
Logan Paul: ”Wir sind das beste und gefährlichste Team der c2c! Dan…lass dir schonmal einen neuen Namen für mich einfallen. Championhausen passt! Primehausen und Toodleshausen werden die Ärsche von dir und Pepsigirlhausen treten. HAHA…yooo, Baaabyyyy!!!”
Frech streckt er die Zunge raus und legt einen Arm um die selbsternannte Miss Future Legend. Damit will er zeigen, dass sie unschlagbar sind und zusammenstehen.
Das Video endet damit und bleibt plötzlich stehen. Seitlich fährt wieder ein Cursor ins Bild und klickt das Video, auf dem Kreuz oben rechts, weg. Zurück ins Video zu Pat McAfee wird nicht gegeben. Da es eine Aufnahme ist, kann er darauf eh nicht antworten. Dafür wird er kurz eingeblendet, wie er hinter dem Kommentartorenpult sitzt. Nicht sehr Happy. Aber es scheint für ihn okay zu sein. Immerhin ist er ein kleiner Fan der ehemaligen Shine Championesse.
Pat McAfee:"Ach ja…was soll ich dazu sagen? Ich kann Tiffy einfach nicht böse sein! Obwohl meine Sendung echt interessant ist!" Cathy Kelley:"Heul leise! Tiffany ist in Fahrt. Es wird für Toni Storm schwer werden, sie aufzuhalten!" Wade Barrett:"Toni ist immer für eine Überraschung zu haben! Ich kann mir vorstellen, dass Tiffany das Match unterschätzt. Aber ich gebe dir Recht…es wird für Storm noch schwerer werden! Jetzt sollte Tiffany aber erstmal zusehen, ihr Match gegen Becky Lynch zu gewinnen! The Man ist, wie wir wissen, auch eine harte Nuss."
MATCH 2 SINGLES MATCH
Kris Statlander (/w Samantha Smart) vs. Brit Baker Writer:Andrea
Als Erstes ertönt die Theme von Britt Baker. Unter frenetischem Jubel begibt sich die Dame aus Pittsburgh, Pennsylvania zum Ring. Seit langer Zeit hat sie mal wieder einen Auftritt bei Coast2Coast Wrestling und die Fans haben sie allem Anschein nach auch vermisst.
Matthew Rehwoldt:"Making her way to the ring! From Pittsburgh, Pennsylvania! Doctor ... Britt Baker ... D ... M ... D!"
Im Ring posiert die Zahnärztin nochmals für die Fans. Dann ertönt auch schon das Theme ihrer heutigen Gegnerin.
Kris Statlander's Entrance Theme ertönt und die Frau aus Long Island, New York erscheint gemeinsam mit ihrer Managerin und der Gründerin der World Domination Initiative, Samantha Smart. Statlander posiert auf der Stage und begibt sich dann auf den Weg zum Ring.
Matthew Rehwoldt:"Making her way to the ring ... accompanied by SAMANTHA SMART ... representing the WORLD DOMINATION INITIATIVE ... from Long Island, New York ... KRIIIIS STAAAATLAAAANDEEEER!"
Auf ihrem Weg zum Ring begleiten die beiden Damen laute Buhrufe. Samantha Smart trägt ein langes Lineal bei sich. Dieses benutzt sie wahrscheinlich nicht um irgendwas am oder im Ring zu messen. Dies ist eine Waffe, auf die sie im Notfall wohl zurückgreifen wird, wenn die Lage etwas angespannter wird. Am Ring angekommen bleibt Samantha Smart außerhalb stehen, während Kris Statlander diesen betritt und nochmals für die Fans in der Arena und den TV-Bildschirmen posiert. Von außen gibt Smart letzte Instruktionen. Dann bereitet sich Statlander auf ihr heutiges Match vor.
Warnung! Spoiler!
Die ersten Minuten dieses Schlagabtauschs sind äußerst ausgeglichen. Während Kris Statlander hauptsächlich mit ihrer Kraft zu glänzen weiß, setzt Dr. Britt Baker ihre Cleverness und Technik ein. Trotz der vielen harten Aktionen von Kris gegen Britt, gelingt es Dr. Baker einen Finisheransatz von Kris Statlander auszukontern und ihren eigenen Finisher, den LOCKJAW, anzusetzen. Dieser Aufgabegriff war allerdings nicht von Erfolg gekrönt, da es Statlander im letzten Moment gelungen ist, sich ins Seil zu retten, so dass Britt Baker den Griff lösen musste. Einen darauffolgenden Versuch Bakers Statlander mit dem Stomp zu besiegen, konnte wiederum die New Yorkerin auskontern. Ein harter Big Boot, gefolgt von dem BIG BANG THEORY läutete schließlich das Ende des Matches ein. Das Cover von Kris Statlander an Dr. Britt Baker DMD war am Schluss nur noch Formsache. (8:53 Minuten)
Here is your winner by pinfall: KRIIIIIIIIS STAAAAAAATLAAAANDEEEER!
Während sich Kris Statlander noch für ihren Sieg "feiern" lässt, betritt plötzlich Samantha Smart mit einem Mikrofon den Ring. Die Fans buhen laut. Trotz des sauberen Sieges von Kris Statlander scheinen die beiden - zumindest The Smartest Woman on the Planet - nicht sonderlich beliebt beim Publikum zu sein. Doch Samantha Smart macht sich nicht viel daraus. Für sie sitzen im Publikum sowieso nur Neider. Schon immer sind Leute auf ihren außergewöhnlichen Verstand und ihre Intelligenz neidisch gewesen. Sie hat sich daran gewöhnt. Für sie sind die Buhrufe lediglich eine Bestätigung, dass sie alles richtig macht und dass die Menschen in ihr eine Gefahr sehen. Und mit Kris Statlander an ihrer Seite wird sie es an die Spitze dieser Company schaffen. Irgendwann wird sie diejenige sein, die das Geschehen bei Coast2Coast Wrestling bestimmen wird. Die Buhrufe werden leiser und Samantha Smart erhebt das Mikrofon, während Kris Statlander sich langsam an ihre Seite begibt.
Samantha Smart »Liebes Coast2Coast-Universum, ich wünsche euch ein frohes und gesundes neues Jahr. Ich hoffe, dass ihr bereit für 2026 seid, denn dies ist das Jahr, in dem die World Domination Initiative die Macht in dieser Company an sich reißen wird. Und statt zu buhen, solltet ihr jubeln. Wie lange musstet ihr jetzt schon dieses Trauerspiel ertragen? Paper-Champions, die mehr mit Abwesenheit glänzen und sich auf ihrem Erfolg ausruhen. Unqualifizierte dumme Leute, die hier noch dümmere Entscheidungen treffen, die diese Company immer mehr in Richtung Abgrund befördern. Frauen, die Wrestlerinnen schimpfen, sich aber wie Nutten irgendwelchen Waschlappen an den Hals werfen. Die Company war einst das Aushängeschild in diesem Business, mit der Coast2Coast Women's Division als Sperrspitze. Und jetzt seht euch an, was daraus geworden ist. Minderwertige Möchtegern-Superstars liefern eine minderwertige Performance und minderwertigem Entertainment ab. Dass ein Nichtsnutz wie diese Bayley die Shows leitet, das ist nur die Spitze des Eisbergs.«
Samantha Smart denkt gar nicht daran hier irgendeiner Person, die hier in den Coast2Coast-Shows auftritt bzw. leitet, auch nur einen Hauch von Respekt und Anerkennung zu schenken. Sie meint jedes einzelne Wort genau so wie es sagt. Und auch Kris Statlander scheint den Äußerungen von Samantha Smart zuzustimmen. Sie steht daneben und grinst ihr nickend zu.
Samantha Smart »Ich habe in der Vergangenheit so einige Personen gesehen, die etwas ändern wollten. Sie haben geglaubt etwas ändern zu können, in dem man dieser Company bzw. der Führung den Krieg erklärt. Sie haben geglaubt, dass man mit glorreichen Schlachten etwas verändern könnte. Aber all diese Schlachten haben doch Coast2Coast Wrestling erst dorthin geführt, wo sie jetzt steht. Am Rande des Abgrunds. Diese Company ist an einem Punkt angekommen, wo sie entweder in den Sprung ans rettende Ufer schafft oder endgültig untergeht. Zum Glück gibt es Personen wie mich, die nicht ganz so blöd sind wie eure General Managerin oder der Rest der Führungsebene dieser Company. Diese Company wird keinen weiteren Krieg überleben. Die Mauer liegen bereits in Trümmern. Stattdessen werde ich, und meine Freundin Kris Statlander natürlich, diese Company übernehmen. Natürlich wird es engstirnige Individuen in dieser Company geben, die sich dazu berufen fühlen ihr Veto dagegen einlegen. Entweder weil sie Veränderungen verabscheuen und uns jede Woche die gleiche Laier vorgaukeln wollen oder weil sie einfach nur dumm sind. Doch die werden damit nur ihren eigenen Niedergang beschleunigen. Wir sind so fair und bieten jedem eine Gelegenheit sich uns anzuschließen. Nur gemeinsam kann man aus den Trümmern etwas Neues aufbauen. Seit deshalb schlau! Denn wer dies nicht tut, der wird es schon sehr schnell bereuen. Kris Statlander ist jederzeit bereit euch für eure Dummheit und Ignoranz zu bestrafen. Für alle anderen, die noch unschlüssig sind oder meinen sich heraushalten zu müssen, ihr werdet gar keine andere Möglichkeit haben als euch an einem bestimmten Punkt zu entscheiden. Und merkt euch: wer nicht für uns ist, ist gegen uns!«
Samantha Smart senkt das Mikrofon. Dann blickt sie nickend zu Kris Statlander und die beiden verlassen gemeinsam unter lauten Buhrufen den Ring. Wie Smart angekündigt hat, soll das Jahr 2026 also ganz im Zeichen einer Übernahme stehen. Die World Domination Initiative möchte Coast2Coast Wrestling übernehmen. Wird sich jemand dem Duo Smart-Statlander anschließen? Und wer wird sich den beiden entgegenstellen?
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Eine Woche später. Coast2Coast Wrestling gastiert für Ihre live Show in der Pechanga Arena in San Diego. Die Halle ist nahezu ausverkauft und rund 14.000 Fans fiebern dem Spektakel entgegen. Im Innenraum ist die Luft angereichert mit Bier, Popcorn und jeder menge Vorfreude. Im Backstage Bereich ist sie dagegen phasenweise ruhig, zu ruhig.
Das neuste Mitglied im Roster der Kompanie sitzt in Ihrem Locker Room, Becky Lynch. Heute Abend soll die gebürtige Irin ihr erstes Match für C2C bestreiten, nachdem sie bereits in der vergangenen Woche eins gefordert hatte. Verdächtig ruhig sitzt Becks auf dem Stuhl tief eingesunken, die Beine ausgestreckt. Das Ring Outfit sitzt soweit. Das Oberteil aus Mesh und Lederoptik komplett in schwarz, die knappen Hot Pants und Netzstrümpfe zieren ihre Beine. Auf einem Stuhl neben Ihr liegt die obligatorische Lederjacke und Ihre Boots. Sie macht gerade wenig anstellten ihr Outfit zu komplettieren. Stattdessen hält sie ihr Handy in den Händen, der Bildschirm schwarz und gesperrt. Immer wieder dreht sie das Phone zwischen Daumen und Zeigefinger von oben nach unten und wieder zurück, immer und immer wieder. Ihr ist dabei starr und verliert sich irgendwo im Nirwana des Raumes. Unter dieser fast schon abwesenden Oberfläche brodelte es gewaltig in ihr. „War dies letzte Woche zu viel, habe ich eventuell die Kontrolle verloren?“ Dieser Gedanke stand gerade über allen und ein klein wenig fühlte es sich so an. Ihre Ehe zu Seth Rollins stand mehr als auf der Kippe. Jetzt noch diese zahlreichen Clips im Internet wie sie auf die Reporterin los geht. Becky atmete tief durch, vor ihrem inneren Auge sah sie bereits die Schlagzeilen die minütlich mehr wurden:
„Becky Lynch greift Reporterin an – Karriereende?“
„The Man verliert die Kontrolle: Ist das Privatleben schuld?“
„Seth Rollins schweigt zu Trennungsgerüchten.“
Doch das schlimmste daran, auch ihre Tochter wurde involviert. Bilder von Roux aus alten, persönlichen Beiträge wurden gepostet und herausgeschnitten mit Kommentaren versehen die sie nicht lesen wollte, aber zum größten Teil gelesen hat. Und dann, dann war da noch diese Videonachricht von Seth. Becky entsperrte ihr Handy, WhatsApp war noch geöffnet und startete das Video zum wiederholten Male.
Videonachricht von Seth Rollins: „Du hast es wieder vermasselt, und dieses Mal 'Big Time'! Kommt dir bekannt vor, Ja, sollte es auch. Jeder beschissene Reporter, jeder Dreikäsehoch aus seinem fuckin' Kinderzimmer berichtet, postet und tweetet über uns. Und Dating-App?... Fuck Becks, ist das dein Ernst?! Du flüchtest zu Shane McMahon in diese Amateur Liga, hinterlässt hier Asche und Scherben und begräbst uns unter dieser Welle von Bullshit!“
Es kamen noch ein paar Flüche und wirklich unschöne Anschuldigungen von Seth geflogen. Aber Becky sah nur regungslos zu. Dieser Seth war schon länger nicht mehr der Mann den sie liebte, dem sie vertraute oder bei dem sie sich geborgen fühlten, wenn ihre Welt mal wieder in Schieflage geriet. Dies war mehr eine unschöne Facette des Architekten den man nicht sehen wollte. Wie er zum Beispiel hier aus ihrem noch gemeinsamen Wohnzimmer diesen Monolog hielt. Doch mit einem Mal stoppte Becky das Video, lehnte sich vor und fuhr den Regler weder ein Stückchen zurück. Sie hatte diese Datei schon so oft angesehen, aber scheinbar nicht wirklich aufmerksam. Denn hier, ganz in der Ecke, hinter Seth am Sofa war, ihre Tochter Roux, wie sie mit einem selbstgebastelten Plakat spielte, welches sie so liebevoll mit Daddy anfertigte. Ein Überbleibsel aus besseren Zeiten, denn hier prangerten noch die Letter mit „GO MOMMY!“.
Schlagartig schossen Becky die Tränen in die Augen. Sofort schließt sie das Handy und schmiss es auf die nächstgelegene Kommode neben ihr. Den Kopf legt sie weit in den Nacken und atmete tief durch. Sie versuchte die Tränen zurückzuhalten, schließlich hatte sie ihr Make Up für diesen Abend schon aufgelegt. Ein beherztes „Fock!“ in einem tiefen gälische Akzent brach aus ihr heraus, während sie an die Decke sah und kurz mit den Fingern ihre Wimperntusche prüfte. In dem Moment klopfte es der Tür und die Info folgte prompt: „Noch fünf Minuten, Becky!“. Man will gar nicht wissen welche Flüche ihr hier durch den Kopf gingen, aber es war gut so um sie wieder ins Hier und Jetzt zu befördern. Sogleich zog sie ihre Boots an und stand erstmals wieder auf. Zwei, drei tiefe Atemzüge und Becky blickte in den großen Spiegel an der Seite. Zurück starrte „The Man“ mit verdammt müden Augen. Einen Sonnenbrille würde vielleicht noch auf der Bühne helfen, aber im Ring? Die sonst so hochprofessionelle Becky Lynch musste sich hier und heute etwas einfallen lassen.
Becky Lynch: Komm schon Rebecca, komm schon! Dies ist nur ein gewöhnliches Match. Ich gehe da raus, wie ich es bereits hunderte Male getan habe, überlasse es meinem Instinkt und werde auch mit Tiffany fertig. Es muss nicht schön oder besonders werden. Nur erledigt... nur einfach, erledigt!
Ob ihr dies so einfach gelingen mag? Die Rothaarige blickte auf ihre Hände und sah, wie diese ununterbrochen zitterten. Dies hatte nichts mit einer gesunden Aufregung zu tun, sonder lag daran, dass Becks komplett am Limit war. Ihr Nervensystem gab permanente Warnungen ab, welche sie aber gekonnt ignorierte. Sie rieb sich die Hände, reine Ablenkung. Noch einmal von vorne. Ein, zwei tiefe Atemzüge. Irgendwie muss sie dieses Gedankenkarussell stoppen, nur eine Weile nur für dieses Match. Aber wieder gelangte sie zum Ausgangspunkt ihres Übels.
Becky Lynch: God, damn it! Seth zerlegt alles in Stücke, was wir uns mühselig aufgebaut haben und jeder Einzelne von uns gräbt sich immer tiefer in die Scheiße. Ich hab ihr versprochen… ich hab Roux versprochen, dass Mammy immer nach Hause kommt. Dass Mammy immer gewinnt. Und jetzt… jetzt weiß ich nicht mal mehr, wo verdammt nochmal zu Hause ist.
Ein kleines, ersticktes Geräusch entweicht ihr – kein richtiges Schluchzen, mehr ein kurzer, scharfer Atemzug, der in der Kehle hängen bleibt. Becky senkte den Kopf, noch einmal stieß sie die Luft aus, leerte ihre Lunge nur um einen ebenso tiefen Atemzug zu nehmen. Denn sie wusste, sie musste sich aus diesem Loch schnellstmöglich heraus holen oder der Abend würde in einem Desaster enden.
Becky Lynch: Habe ich mir so den ersten Abend hier vorgestellt? Ganz bestimmt nicht!
Hatte Becks zuvor recht leise und mit Bedacht gesprochen, kam ihre Stimme nun deutlich stärker daher mit ihrem unverwechselbaren gälischen Akzent. Nahm man ihr diesen Wechsel an Emotion ab als würde sie einen Schalter umlegen können, nein ganz sicher nicht. Doch irgendwie musste sie es bewerkstelligen jetzt ein solides Match abzuliefern.
Becky Lynch: Sie können alle da draußen schreiben, posten und bloggen was sie wollen. So schlimm kann es nicht gewesen sein, sonst hätte mich Shane bestimmt schon vor die Türe gesetzt. Aber nein, das genaue Gegenteil ist der Fall, ich bekomme mein Match. Nicht gegen irgendwen oder was, sondern gegen die ehemalige Titelträgerin Tiffy „ich liebe Selbstbräuner, Daddy's Money und bin Unbesiegbar“ Stratton. Weißt du am Ende des Tages hast du mehr zu verlieren als ich. Für dich bin ich nur die Neue, eine unbedeutende Randnotiz. Nervlich am Ende und kurz vor dem Brechen... Es wäre ein einfacher Sieg für dich, eine weitere Nummer in deinen Stats und vielleicht der Weg zurück an die Spitze dieser Kompanie. Und genau das wollen die Leute sehen. Nun, vielleicht nicht unbedingt dich mit Gold über der Schulter, aber dieses Chaos welches ich ihnen gerade biete. Dieser Hauch von Unberechenbarkeit... Denn seien wir mal ehrlich, unter absolut idealen Voraussetzungen, wären wir beide heute Abend im Main Event und diese Show stünde nur unter einem Slogan: „Big Time!“
Dies klang schon eher nach „The Man“ und auch Becky spürte es. Für einen kurzen Moment keimte dieses innere Feuer in ihr auf, als würde ich grünen Augen aufleuchten. Ein minimales Grinsen huschte ihr über die Lippen, den dies war eigentlich ihr Element in dem sie sich der Liga präsentieren wollte.
Becky Lynch: Du weißt genau, dass ich Recht habe, Tiff. Nicht zum ersten Mal kreuzt sich unser Weg, nur dass du hier den Platzhirsch markieren darfst. Wenn Gold die schmücken darf und stets dein Arm nach dem Match in die Höhe gereckt wird, fühlst du dich am wohlsten. Doch was ist wenn nicht? Die meisten und ich rate dir nicht den selben Fehler zu begehen... dürften ganz klar gegen mich setzen. Ein kurzes, ein schnelles Match und alles bleibt wie es war. Für dich eine weitere Kerbe die du dir zuschreiben kannst und für mich? Ich war schon immer ein 'Overthinker' jemand der ins Grübeln gerät und von Selbstzweifel geplagt wurde. Ich hatte es vielleicht verdrängt und musst mich lange nicht damit auseinandersetzen, aber ich bin immer wieder da raus gekommen und habe ganz oben meine Platz eingenommen. Bist du meine erste Stufe um dem Coast2Coast Thron zu erklimmen? - Wir werden es sehen!
Becky zuckte kurz mit den Schulter, als würde sie diese Frage offen lassen wollen. Was merklich auffallender war, wie sich ihr Blick während der Worte änderte. Sie wurde selbstsicherer, ein Hauch von „The Man“ versprühte sie, wenn auch noch etwas gedämpft. Alles abgeschüttelt, auf keinen Fall. Doch für den Augenblick holt sie diesen inneren Kampfgeist hervor. Womit sie sich letztlich die Lederjacke überstreift und Reißverschluss zuzog als wäre es ihre Rüstung. Alles nur für den Moment im Ring, wo es nur sie gab und die Matte. Vielleicht nicht der typische Happy Place, aber ein Rückzugsort der etwas anderes Art. Und irgendwo tief in ihr, unter all dem Schmerz, all der Scham, all der Angst, flüstert eine winzige, sture, irische Stimme immer noch dasselbe wie früher:
Becky Lynch: One more time, Rebecca. Just one more bloody time.
MATCH 3 SINGLES MATCH
Becky Lynch vs. Tiffany Stratton Writer:Becky
Die Arena verdunkelt sich schlagartig, nur das wilde Flackern der roten und gelben Lichter auf der LED-Wand tanzt durch den Innenraum. Ein bekannter, energiegeladener Gitarrenriff setzt ein – die Celtic Invasion kündigt Becky Lynch explosiv durch die Lautsprecher an. Die Crowd tobt bereits, als die ikonische Voice-Over-Legende ertönt:
„The Man has come around!“
Die Fans brüllen mit, Tausende Stimmen vereinen sich zu einem ohrenbetäubenden Chor. Zahlreiche „Becky...Becky“ Rufe werden hier und da hörbar durch vereinzelte Buh-Rufe unterbrochen.
Auf der Stage erscheint sie: Becky Lynch, „The Man“, in ihrem Signature Look – Lederjacke mit Nieten, enge Hot Pants, die roten Haare wild und ungezähmt. Sie trägt ein breites, selbstsicheres Grinsen, die Augen voller Feuer. Langsam hebt sie den rechten Arm, ballt die Faust und streckt sie in die klassische „The Man“-Pose nach oben.
Die Lichter pulsieren im Takt zu dem Hymnenartigen Melodie, rote und gelbe Strobes blitzen auf, als wollte die Bühne selbst explodieren. Kein Pyro heute im eigentlichen Sinne – die Energie reicht aus, um die Arena zum Beben zu bringen, einzig weiße, dichte Rauchsäulen erheben sich hinter der Athletin.
Matthew Rehwoldt:"Making her way to the Ring... from Dublin, Irland... „The Man“... BECKY LYNCH!"
Becky nickt rhythmisch mit dem Kopf zum Song, schlägt sich mit der Faust auf die Brust und marschiert die Rampe hinunter. Sie ignoriert weitestgehend die ausgestreckten Hände der Fans – rempelt spielerisch einen Typen an der Barrikade an, welcher auch an der Theke im Pub stehen könnte und ruft ihm ein freches „Come on!“ zu. Jeder Schritt strahlt pure Arroganz und Charisma aus: Sie ist nicht nur hier, um zu kämpfen – sie ist hier, um zu dominieren.
Am Ring angekommen, springt sie geschmeidig auf die Apron, dreht sich zur Crowd um und posiert noch einmal: Arme weit ausgebreitet, Kopf in den Nacken geworfen, als wollte sie sagen: „Das hier gehört mir.“
Sie schlüpft durch die Seile, dreht eine Runde im Ring, hebt die Faust hoch über den Kopf und brüllt in die Kamera: „I’m The Man!“ Die Menge explodiert endgültig. Becky Lynch ist bereit – und wehe dem, der heute gegen sie antritt.
Pat McAfee:"Und hier ist sie, zum aller ersten Mal in einem C2C Ring, herzlich willkommen, Becky Lynch!" Cathy Kelley:"Oh Pat, so schön es ist sie hier im Ring zu sehen, denkt ihr sie ist heute bereit? " Wade Barrett:"Das werden wir gleich sehen. Von der eigentlichen Klasse her, Ja. Aber ob sie mental bereits ist, sehen wir gleich. "
IT'S TIIIIFFYYYY TIIIIIME
Schallt eine weiblich nervige Stimme aus den Boxen der Arena. Während anschließend die Theme eingespielt wird, wird gleichzeitig auf der Titan Thron das Entrance Video gezeigt.
Nach der Ankündigung weiß jeder, wer nun die Halle betritt...das Buff Barbie Doll Tiffany Stratton. Natürlich wird sie von Pfiffen und Buh-Rufen empfangen. Diese stören die Blondine jedoch überhaupt nicht. In weiß-rosanen Bra und passender Panties kommt sie auf die Stage und breitet die Arme aus.
Arrogant nickt sie in alle Richtungen. Kurzzeitig fährt sie ihre Hüfte aus und stemmt eine Hand daran. Ihr arrogantes Grinsen verrät, dass ihr die Situation gefällt.
Kaum die Pose beendet, geht sie Richtung Ring. Langsam stolziert sie die Rampe hinunter, schaut weiterhin in alle Richtungen und genießt die Atmosphäre. Dabei lässt es Tiffany langsam angehen und zeigt auf ihre Armbanduhr. It's Tiffy-Time! ruft sie dabei und grinst erneut.
Matthew Rehwoldt:"Making her way to the Ring...from Prior Lake, Minnesota, USA...Miss Future Legend…TIFFANY STRATTON!!!"
Davor angekommen geht die Blondine rechts am Ring entlang, bis sie in der Mitte angekommen ist. Dort steigt sie hoch, legt sich mit den Rücken auf das mittlere Seil und hält sich mit einen Arm am oberen Seil fest. Mit der anderen Hand wirft sie einen Luftkuss in die Zuschauerränge. Diese beherzigen die Geste nicht. Weiterhin bringen sie ihr Heat entgegen. Mit einen Grinsen beendet die Blondine die Action und richtet sich vor den Ringseilen wieder auf.
Nach kurzer präsentation, klettert sie hinein und stellt sich in die Mitte. Dort posed Tiffany erneut.
Kaum passiert stellt das Buff Barbie Doll ihren linken Fuß auf das unterste und den rechten Fuß auf das mittlere Seil. Anschließend wirft das Rich-Girl einen Arm in die Luft, um sich nochmals der Gegenseite arrogant zu zeigen. Schließlich geht sie zurück in den Ring. Der Ringrichter begibt sich zu deinem Athletinnen in die Ecke und ermahnt sie kurzum sauber zu agieren. Die letzten Klänge von Tiffy's Theme enden in der Weite der Arena, während enthusiastisch Fans wieder übernehmen.
Warnung! Spoiler!
*Ding Ding Ding*
Der Ring ist freigegeben für Becky Lynch und Tiffany Stratton. Die eine auf einer emotionalen Achterbahnfahrt auf der Sucher nach Ihrer Stärke, die andere witterte Chance auf einen weiteren wichtigen Sieg der wieder wieder ins Title-Picture katapultieren könnte. So banal dieses Match hier angepriesen ist, umso wichtiger ist es für beiden Kontrahentinnen aus ihre unterschiedlichste Weise.
Beide Wrestlerinnen umkreisen sich wie Raubtiere, ein scharfer Blick, ein nicht so nettes Wort und ab geht es mit dem Lock Up. Lynch energischer, will hier gleich ein Zeichen setzen... aber Stratton weiß um ihre Stärke und kann Becky schlichtweg überpowern, drängt sie ihrerseits in die gegenüberliegenden Seile, bis der Referee eingreifen muss und beide trennt. Beide stehen sie gegenüber, eh Becky mit einer schallenden Ohrfeige Tiff attackiert. Die hat man bis in die hinteren Reihen gehört. Stratton zeigt sich aber weniger beeindruckt, kontert ebenso mit einer Ohrfeige, greift Becky an Kopf und Haaren und whiped sie in die nächste Ringecke. Nimmt zwei Schritte Anlauf, will Becky mit einem Turnbuckle Clothline attackieren doch diese weicht kurzerhand aus. Sodass Tiffany jetzt in der Ecke steht... Becky springt auf das zweite Seil und kommt mit einem Springboard Dropkick durch. Tiffy taumelt nach vorne, ohne zu umzukippen. In der Zeit erklimmt Becks den Turnbuckle und springt direkt mit einem Diving Crossbody ab, der auch Tiff letztlich auf die Matte bringt.
Pat McAfee:"Ein vielversprechender Anfang." Cathy Kelley:"Becky Lynch scheint ihren Autopiloten gefunden zu haben." Wade Barrett:"Der Autopilot fährt aber nur so weit, bis nichts unerwartetes auftaucht. Ich bin gespannt was Tiffany noch vorbereitet hat."
Becky schnauft kurz durch und slidet unter den Seilen nach draußen. Ein kurzer Smalltalk mit dem erstbesten Zuschauer und genügend Zeit für Tiffany sich den nächsten Zug zu überlegen. Diese folgt ihrer Gegnerin nach draußen. Dreht Becky zu sich um, verpasst ihr einen Low Kick und bringt sogleich einen Snap Suplex auf den Betonboden durch. Der Ringrichter ermahnt beiden, beginnt mit dem Count 1... 2... 3... 4... 5... Tiffany lässt sich davon nicht beirren, steigt auf die anstehend Ringtreppe und bringt dort aus einen Moonsault durch der Becky so gleich wider zu Boden bringt.
Tiffany posierte sofort auf dem Apron, warf die Haare zurück und rief: "That’s what a REAL champion looks like!" Die Buhrufe wurden lauter, aber Tiffany genoss es sichtlich. Becky, benommen, rollte sich zurück in den Ring, unterbricht den Count und verlagert das geschehen wieder in den Ring. Tiff mit der Oberhand, packt sich Lynch und verpasst ihr eine Headbutt gegen den Ringpfosten. Benommen sackt Becky zusammen und hält sich das Gesicht, eine Platzwunde tat sich nicht auf. Sichtlich angeschlagen kommt sie wieder auf die Beine, als Tiffany direkt mit einem Missile Dropkick heran kommt. Becky federt gegen die Seile... zurück in den Ring und die Blonde kommt mit ihrem Signature Catwheel Elbow heran geflogen. Sie trifft, befördert Becky durch den halben Ring und ihrerseits Zeit gebührend zu posieren. Wieder rappelt sich Lynch auf, Wut keimt in ihrem Blick eh sie aus dem Nichts eine Running Clothline anbringt, eine Salbe aus Schlägen, der Low Kick und letztlich ihren Bex-ploder Suplex durchbringt.
Wade Barrett:"Wendet sich hier das Blatt?" Pat McAfee:"Unterschätze niemals unsere ehemalige Championesse!"
Das Match steigerte sich in der Mitte zu einem wahren Spektakel. Lynch wollte nachsetzen, doch erneut kontert Stratton mit ihrer Power und einem Spinebuster aus dem nichts.
Tiffany, entschlossen jetzt ihren Signature-Move wirkungsvoll zu landen, kletterte auf die Top Rope für den "Prettiest Moonsault Ever". Sie sprang – elegant, fast poetisch – doch Becky rollte sich im letzten Moment weg. Tiffany krachte auf die Matte, und Lynch nutzte den Moment: Sie versuchte den Man-Handle Slam, aber Tiffany rutschte geschickt durch ihre Beine, konterte mit einem Handspring Back Elbow und einem Rolling Senton. Sie pinnte Becky: Eins… Zwei… Becky kickte aus, die Schulter hoch! Die Fans hielten den Atem an.
Cathy Kelley:"Here we go Guys!" Pat McAfee:"Wow, was eine Abfolge."
Tiffany hat weiterhin die Kontrolle über das Geschehen im Ring. Fassungslos wie Becky hier noch raus gekommen ist, zerrt sie diese gleich wieder an den Haare hoch. Doch die Irin reagiert schneller, ein Low Kick, setzten zum Man-Handle Slam an, Tiff hält dagegen, will ihrerseits mit einem Suplex kontern, den kann wiederum Becky abwehren und ihrerseits den Suplex durchbringen. Hier geht es jetzt hin und her. Ein Brawl entsteht und beide Kontrahentinnen fliegen aus dem Ring. Dabei kommen sie unglücklich auf dem harten Boden auf und niemand der beiden schafft es vor dem Ten Count zurück in den Ring.
Due to a double count out this match is a: DRAW!
Und es geht ohne Umschweife weiter hier in San Diego mit der heutigen Show. Wir wurden bereits Zeuge von zwei Damen Matches und ein drittes steht auch schon förmlich in den Startlöchern. Ja, die Damen der c2c scheinen Heute das Zepter in der Hand zu haben, zumindest wenn es darum geht, mehr Matches als die Männer zu haben. Die Kamera zeigt dann auch den Backstagebereich und zeigt unter positiven Reaktionen den Lunatic Jon Moxley, der später noch im Co-Main Event gegen Carmelo Hayes stand.
Mit lockeren Schritten schlendert er durch den Gang und man konnte Ihm ansehen, das er einigermaßen gut gelaunt war. Letzte Woche hatte er eine sehr interessante Unterhaltung mit Paul Heyman, in welcher Jon deutlich gemacht hat, das er sich sehr für die Bloodline und Roman Reigns interessieren würde. Es lag jetzt an der Bloodline, auf das zu reagieren, was letzte Woche passiert war. Und in den Augen der Fans ist Jon auf jeden Fall eine gute Wahl, um zumindest zu versuchen, der Bloodline ein wenig Schaden zu verpassen, immerhin reden wir hier noch immer vom Lunatic.
Nach wenigen Minuten kommen wir auch vermutlich am Locker Jons an. Auch wenn es kein Namensschild an der Tür gab, öffnete Mox die Tür wie selbstverständlich und betritt den Raum. Die Tür wird geschlossen und Jon dreht sich um, nur um wieder stehen zu bleiben. Sein Blick scheint auf etwas gerichtet zu sein, was sich außerhalb des Kamerabildes befand. Er legt seinen Kopf zur Seite und geht dann langsam nach vorne und die Kamera schwenkt mit. Ein kleines, nettes Paket lag auf dem Tisch vor dem Lunatic. Dieses wird vom Lunatic inspiziert und als er das Versandlabel sah musste er schmunzeln.
Jon Moxley "Uhh, ein Paket aus Samoa...wusste gar nicht, das ich dort Verwandte habe."
Er lächelte, denn er wusste ganz genau, auf wessen Mist dieses Paket gewachsen war. Er öffnete es und was er vorfand war einfach nur eine kleine BluRay Hülle. In dieser befand sich ein Rohling, unbeschriftet. Jons Blick wanderte zum TV Regal, welches sich im Locker befand und zum Glück bot dieser auch einen geeigneten Player.
Jon Moxley "Schade das ich kein Popcorn dabei habe. Ich bin gespannt, was für ein netter Film mich erwartet."
Er schiebt die Disc ins Laufwerk ein und wirft sich fast schon mit einer gewissen Vorfreude auf die Couch und startet die Wiedergabe. Gezeigt wird eine weite beinahe schon idyllische Einstellung eines samoanischen Strandes. Feiner heller Sand erstreckt sich bis zum Horizont unberührt, nur vereinzelt von Fußspuren durchzogen. Das Meer rollt in ruhigen, gleichmäßigen Wellen an den Strand begleitet von einem stetigen tiefen Rauschen, das fast schon beruhigend wirkt. Die Sonne steht tief genug, um das Wasser in goldenen und türkisfarbenen Nuancen schimmern zu lassen, während eine leichte Brise die Palmen im Hintergrund sanft wiegen lässt. Langsam beginnt die Kamera zu schwenken. Weg von der natürlichen Schönheit des Strandes, hin zu etwas, das hier eigentlich fehl am Platz wirkt. Ein kleines, bewusst schlicht gehaltenes Filmset kommt ins Bild. Kein großes Hollywood-Spektakel sondern reduziert auf das Wesentliche. Ein einzelner dunkler Stuhl fest im Sand platziert. Davor eine Kamera auf einem stabilen Stativ, exakt ausgerichtet als wäre jeder Winkel zuvor minutiös geplant worden. Seitlich davon steht ein kleines Filmteam kaum im Fokus fast anonym man erkennt nur schemenhafte Bewegungen jemanden mit Kopfhörern, einen anderen der noch letzte Handzeichen gibt.
Die Kamera richtet sich nun ausschließlich auf den Stuhl. Der Strand, das Meer, selbst das Filmteam verschwinden aus dem Bild. Für einen Moment passiert… nichts. Nur das Rauschen der Wellen ist zu hören verstärkt durch diese unheimliche Stille, die sich über die Szene legt. Der leere Stuhl wirkt plötzlich schwer bedeutungsvoll als würde er auf jemanden warten. Ein Schatten fällt ins Bild. Langsam mit bedachten Schritten tritt Paul Heyman von der Seite ins Sichtfeld. Perfekt gekleidet als würde er gleich ein Boardmeeting leiten und nicht am Strand stehen. Ein dunkler Anzug, makellos sitzend, die Krawatte akkurat gebunden. Er bleibt einen Augenblick stehen blickt nicht in die Kamera, sondern scheinbar über sie hinweg als würde er sich sammeln, als würde er genau wissen welche Wirkung dieser Moment haben soll. Dann setzt er sich. Nicht hastig, nicht beiläufig. Kontrolliert... Bedacht... Als gehöre dieser Stuhl seit jeher ihm. Kaum hat er Platz genommen, verschränkt er die Hände ineinander und richtet seinen Blick langsam, fast genüsslich, direkt in die Kamera. Das Meeresrauschen bleibt im Hintergrund, doch nun wirkt es weniger beruhigend, mehr wie ein stetiger Puls, der Spannung aufbaut. Paul Heyman sagt noch kein Wort. Warum auch denn es besteht kein Grund... Aber allein seine Präsenz füllt das Bild und macht unmissverständlich klar... Das hier ist keine Urlaubsaufnahme. Das Rauschen des Meeres ist deutlich zu hören und Möwen kreischen im Hintergrund. Dann dieses typische leicht nervöse Lächeln. Heyman räuspert sich ehe seine ersten Wörter über die Lippen kommen.
Das nervöse Lächeln auf Paul Heymans Lippen verblasst langsam. Er atmet tief ein verschränkt die Hände fester ineinander und lehnt sich minimal nach vorne. Sein Blick bleibt fest auf die Kamera gerichtet als würde er direkt durch den Bildschirm in Jon Moxleys Augen schauen.
Paul Heyman "Jon… es tut mir leid, dass ich heute nicht persönlich vor dir stehen kann... nicht, weil ich Angst hätte und auch nicht weil Roman Reigns Angst hätte. Warum?... weil manche Botschaften aus der Ferne besser wirken.“
Die Kamera zoomt minimal näher heran.
Paul Heyman "Du hast letzte Woche sehr selbstbewusst davon gesprochen, dass du dich für die Bloodline interessierst. Jon... Interesse ist der erste Schritt zur Fehlentscheidung. Du bist nicht der Erste, der glaubt er könne der Bloodline schaden. Sting... Vincent... Home Town Man und zuletzt eine Möchtegern Legende John Cena. Du wirst ganz sicher nicht der Letzte sein, der daran scheitert.“
Das Meeresrauschen wird lauter, als würde es den Satz unterstreichen. Heyman lehnt sich zurück, wirkt nun fast entspannt.
Paul Heyman "Lass mich dir ein aktuelles Beispiel geben... Jey Uso gegen Drew McIntyre... Drew ist stark. Drew ist erfahren. Drew glaubt, er sei vorbereitet als ehemaliger Coast 2 Coast World Heavyweight Champion... und trotzdem wird Drew McIntyre scheitern... nicht weil Jey besser ist sondern weil Jey Teil von etwas Größerem ist. “
Ein kurzer Blick zur Seite, dann zurück in die Kamera.
Paul Heyman "Das ist der Fehler, den Männer wie du immer machen... Jon! Ihr kämpft gegen Personen... während ihr euch mit einer Struktur anlegt. John Cena hat das gelernt... Schmerzhaft... und jetzt frage ich dich, Jon Moxley...“
Das Meeresrauschen scheint für einen Moment zu verstummen.
Paul Heyman "Willst du wirklich der Nächste sein? Er könne gegen die Bloodline bestehen nur um am Ende zu verstehen, dass Mut keine Rüstung ist? Denk darüber nach, Jon!“
Ein letztes dünnes Lächeln.
Paul Heyman "Denn die Bloodline... vergisst nichts.“
Das Bild friert für einen Sekundenbruchteil ein... dann wird der Bildschirm schwarz. Die Kamera bleibt auch zunächst auf dem schwarzen Bildschirm fixiert, ehe sie langsam zu Jon herumschwenkt, , der mit offenen Mund auf der Couch saß. Anscheinend hatte dieses kleine Filmchen seinen Nerv getroffen. Doch dann zeichnet sich ein Schmunzeln ab und Jon schüttelt mit dem Kopf.
Jon Moxley "Gott ist das unfair...die dürfen schön Urlaub machen und ich muss ich hier mit Melo herumschlagen. Aber zugegeben, der Strand sah verdammt gut aus. Ich weiß, wo ich meinen nächsten Urlaub buchen werde."
Der Lunatic steht auf und packt dann die Disc wieder in die Hülle, als würde ihn es nicht weiter interessieren, was er dort eben gesehen hatte. Aber wer Ihn kannte der wusste, das er sehr genau zur Kenntnis genommen hatte, was Paul ihm hier mitgeteilt hatte. Die Frage war nur, wie Jon darauf reagieren würde. Sein Blick wandert dann wieder zu dem Paket, wo er die Hülle mit der Disc herausgeholt hatte und warf die Hülle mit einem gezielten Wurf zurück ins Paket.
Jon Moxley "Boom....3 Punkte. Ich habe es immer noch drauf. Ach was freue ich mich schon darauf, mit Roman in den direkten Körperkontakt zu treten...Das wird verdammt gut. Und irgendwie glaube ich, das mit sein Gold viel besser stehen könnte haha."
Sichtbar grinsend geht Mox dann zur Tür und verlässt seinen Locker. Die Kamera zeigt noch einmal die Hülle mit der Disc im Paket ehe das Bild ausfadet.
Pat McAfee:"Ich bin beeindruckt, wie locker Jon damit umgeht. Als fühle er sich jetzt schon sicher."
Cathy Kelley:"Das ist nun mal Mox...das ist seine Art. Auch wenn ich hoffe, das er es nicht zu sehr auf die leichte Schulter nimmt."
Wade Barrett:"Die Frage ist aber auch, ob er Roman wirklich gefährlich werden kann."
CO - MAIN EVENT SINGLES MATCH
Jon Moxley vs. Carmelo Hayes Writer:???
Cus I'm the greatest, ain't no hatin' I'm the best here!
You want your shot, well I guess you wait till next year
Unter gemischten Reaktionen, schiebt sich der arrogante Wrestler durch die Vorhänge. Nebelschwaden, die unaufhörlich auf die Stage gepumpt werden, nehmen ihm die Sicht dabei nicht weniger, als das teure Paar Sonnenbrillen auf der Nase. Zielstrebig beginnt Hayes, die Rampe herunterzustampfen. Den Fans, die die Hände nach ihm ausstrecken oder ihn zu provozieren versuchen, schenkt er keinen einzigen Blick. Stattdessen dehnt er die Schultern und badet im Licht - die Aufmerksamkeit der gesamten Welt dabei auf den Besten, der sich je im Catchen versucht hat, gerichtet.
Matthew Rehwoldt:"Making his way to the Ring... from Boston, Massachusetts... weighing in at 210 pounds.. CAAARMELOOO HAAAAAYES!"
Ohne Umschweife stolziert er die letzten Meter auf den Ring zu. Seine Jacke streift er dabei vom Körper und wirft sie achtlos auf den Boden. Sollte sie dreckig werden, kauft er sich einfach eine neue, teurere. Mit etwas Anlauf rutscht er über den Apron und Carmelo zieht sich an den Seilen auf die Beine. Nach einem kurzen Schwenk durch das Publikum und dem Anspannen seines Bizeps, klettert er durch das Seilgewirrt auf die Matte. Er steigt auf den Turnbuckle und breitet seine Arme aus. Nach kurzer Zeit, springt er zurück auf den Boden und wirft auch seine Sonnenbrille aus dem Ring, um sich auf den Kampf vorzubereiten.
They say success will either mangle him or make him
I'm the best to ever do it, go against me you stupid
Mit dem folgendem Video kündigt sich auch gleich ein Superstar an, welcher nicht unberechenbarerer sein kann. Die Fans verhalten sich durchaus positiv und fangen auch stellenweise an zu jubeln. Die Kamera schwenkt durch die Arena, denn jeder weiß, das MOX nicht den üblichen Weg zum Ring wählen würde. Schließlich erkennt die Kamera den Superstar, wie er seinen Weg durch die Fanreihen bahnt und dabei die Stufen mit schnellen Schritten hinter sich bringt.
Matthew Rehwoldt:"Making his way to the Ring... from Cincinnati, Ohio... weighing in at 225 pounds.. JONNNNNNN MOXLEYYYYYYYYY!!"
Mit einigen Fans klatscht er dann auch ab und kommt langsam aber sicher an die Absperrung an, welche er locker überspringt und noch einmal um den Ring marschiert, ehe er sich in diesen hineinrollt. Eine der Ringecken wird bestiegen und kurz werden die Fans noch einmal angeheizt.
Nun konzentriert er sich aber auf seinen Gegner, welcher noch unwissend ist, was hier auf ihn zukommen könnte.
Warnung! Spoiler!
Jon Moxley besiegt Carmelo Hayes in dem er ihn nach dem Death Rider erfolgreich schultern kann (11.01 Minutes)
Here is your winner by pinfall: JOOOOOON MOOOOOOOXLEYYYYYY!
Nur noch zwei Matches stehen auf dem Plan und diese beiden Matches haben es verdammt in Sich. Jon Moxley bekommt es mit Carmelo Hayes zu tun während im Main Event Drew McIntyre gegen Jey Uso ran musste, der immerhin die Bloodline hinter sich hatte und somit eine große Gefahr für den Schotten darstellte. Vor allem in dessen jetzigen Verfassung war Drew einfach eine leichte Zielscheibe, oder, wenn man sich an letzte Woche erinnerte, eine tickende Zeitbombe. Denn der Schotte hatte zumindest gezeigt, das es in Ihm brodeln würde.
Die Bloodline wird den Main Event wohl genau verfolgen, um Jey zu helfen. Aber auch hier musste man abwarten, wie Drew Heute gefühlstechnisch zu gegen war. Sollte es sich bewahrheiten, das sich sein inneres Ich blicken lässt, hätte selbst die Bloodline seine Probleme, den Schotten zu bändigen. Die Hoffnung, die Drew hatte, war, das die Bloodline ein wenig mehr mit Jon Moxley zu tun hatte, da sich dieser anscheinend in Position gebracht hatte, sich Roman Reigns und somit auch der gesamten Bloodline, zu stellen.
Da wir aber gerade von Drews Gefühlslage sprechen, können wir uns davon selber ein Bild machen. Denn die Kamera schaltet in den Locker des Schotten, wo man Ihn zuletzt sehr oft antreffen konnte. Letzte Woche hatte Jimmy Ihn auf etwas in dem Bild aufmerksam machen können, was die ganze Sache rund um Livs Verschwinden weiter verstricken würde. Der Schotte stand vor dem Tisch, auf dem sich erneut der Koffer befand. Daneben das Bild aus dem "Traum" und ein Blatt mit eben jenen kryptischen Hinweis, welchen Jimmy im Bild erkennen konnte, nur in vergrößerte Version.
Drew hat die Arme verschränkt vor seiner breiten Brust und blickt nachdenklich auf das Blatt mit dem Symbol. Gerade kein Zeichen eines Vulkanausbruchs seines Alter Egos. Einzig der kaputte Spiegel im Hintergrund erinnert an das Ende der letzten Woche. Das war wohl auch der Grund warum Drew an der rechten Hand einen kleinen Verband trug. Beobachtet man Drew genauer, konnte man sehr gut erkennen, das Ihm die letzten Wochen verdammt zugesetzt hatten. Es verging kein Tag, an dem er an Liv dachte und die Tatsache, das er nicht erneut versagen wollte. Vielleicht war Liv auch einfach stärker in seinem Gedanken verankert, als er es wollte. Dennoch war er gezeichnet von der ganzen Situation.
Drew McIntyre „Ich habe mir dieses Symbol so oft angeschaut...auch wenn du Recht haben könntest, Jimmy, kann es alles bedeuten. Ich bin alle Möglichkeiten durchgegangen, wenn man davon ausgeht, das der Buchstabe T eine wichtige Rolle spielte...einzig Vincent blieb da übrig, aber auch das machte keinen Sinn...er war mit Skye verbunden ja. Aber, auch wenn er ein komischer Vogel ist...ich traue Ihm nicht zu, das er Liv entführt hat.“
Eine erstaunliche Aussage von Drew. Aber betrachtet man es logisch, hatte Vincent auch keinen Grund, Liv zu entführen. Dazu war er nicht so stark auf Drew fixiert. Skye Blue schon und diese blieb zumindest für Drew weiter im Kreis der Verdächtigen, auch wenn dieses Symbol mit Blue nahezu nichts gemein hatte. Da der Schotte aber Jimmys Namen erwähnt hatte, schien er nicht alleine im Locker zu sein. Nicht untypisch, war Jimmy zur Zeit die letzte Person, auf die Drew bauen konnte.
Leicht geduckt befindet sich Jimmy wie fast immer direkt hinter seinem Client Drew und hat seine Schultern so stark hochgezogen, dass er wahrlich wirkt wie ein kleiner, bescheidener, aber alter Butler. Hätte Drew seinen Namen nicht gesagt, wäre er wohl so unsichtbar, dass man ihn hier gar nicht bemerkt hätte. Dabei wirkt er zusätzlich auch heute ein wenig fahriger als sonst, die Finger spielen nervös mit dem Saum seines Jacketts, und jedes Mal, wenn aus der Halle ein dumpfer Bass oder ein fernes Pyroknallen zu hören ist, zuckt er leicht zusammen. Auch als Drew seinen Namen sagte, ist er kurz etwas zusammengezuckt, als wäre er erschrocken. Aber er fängt sich ziemlich schnell wieder. Langsam tritt er näher an Drew und den Tisch inmitten des Raumes heran und mit einem leisen, fast schüchternen Räuspern findet er die Kraft zu sprechen.
Jimmy Hart: „Lord Drew… ich… ich weiß, Sie denken, dieses Zeichen ist zu vage, zu… bedeutungslos. Aber ich bin mir sicher, dass Sie es schaffen. Das ist kein Buchstabe, den man einfach so irgendwohin kritzelt. Das ist… das ist absichtlich dort. Schauen Sie… die Form… das ist kein sauberes T. Sehen Sie diese kleine Kerbe? Das ist kein normaler Strich. Das ist fast wie… wie ein umgedrehtes Kreuz. Oder… wie das Ende eines Namens, der nicht vollständig gezeigt werden soll.“
Sein Blick hebt sich langsam zu Drew, und für einen Moment sieht man in seinen Augen dieses gefährliche Funkeln, diese heimliche Hoffnung, dass Drew doch noch die Kontrolle verlieren möge. Doch er schluckt es herunter. Heute nicht. Heute braucht Drew Stärke, nicht Chaos. Jimmy beugt sich ein wenig vor und seine Stimme wird leiser.
Jimmy Hart: „Schade, dass diese Rosemary nicht mehr hier ist. Sie hätte man um Hilfe fragen können. Niemand kennt sich so gut wie sie mit einem unter der Erde abgeschiedenen Verlies aus, in dem Fräulein Morgan gerade in Qualen leiden muss. Wir bräuchten jemanden, der sich mit Ruinen auskennt. Mit dunklen Symbolen, mit Dingen, die besser im Schatten bleiben sollten?“
Als man dann von draußen außerhalb des Lockers einige Mitarbeiter hören kann, die gerade wohl an dem Locker backstage vorbeigegangen sind, schreckt Jimmy plötzlich sichtbar auf und schwenkt seinen Blick unruhig zur Tür, als könne jeden Moment jemand hereinstürmen. Vor irgendetwas scheint das Mouth of the South heute äußerste Angst zu haben. Jedenfalls muss es ja einen Grund geben, warum er hier so nervös wirkt. Ist es wegen Drew?
Das Jimmy so nervös war, merkte Drew erst gar nicht. Der Schotte war mehr damit beschäftigt, Jimmys Erklärungen zu diesem Symbol irgendwie zusammen zu fügen. Alles, was Hart sagte, hatte irgendwie Hand und Fuß. Es könnte alles bedeuten aber Drew ging nun die Möglichkeiten durch, die man dank der Erklärung Jimmys nutzen konnte. Aber so sehr sich Drew auch darauf konzentriert, das Symbol als etwas zu deuten, was ein Name sein konnte, welcher einfach anders dargestellt wurde...die Antwort die er brauchte, fand er noch immer nicht. Es war einfach zu wenig, was man am Symbol sehen konnte. Es kann ein T sein, es kann ein N sein.
Drew McIntyre „Ich wünschte, ich könnte es deuten, Jimmy. Deine Einfälle sind nicht schlecht...aber ich habe das Gefühl, das ich mehr von diesem Symbol brauche...“
Erst bei der Erwähnung von Rosemary musste Drew kurz schlucken. Wie Recht Jimmy in diesem Moment hatte. Oblivion, Rosie und Shotzi, wären in diesem Moment wohl die beste Wahl, um Hilfe zu bitten. Aber Beide waren nicht mehr Teil von c2c und selbst wenn, würden Sie Drew wohl nicht helfen. Immerhin haben sich Oblivion von Liv abgewandt, als diese Ihr Comeback gefeiert hatte. Zwar meinte Liv zum Schotten, das Oblivion immer ihre Schwestern bleiben würden, aber es wirkte einfach so, als würde sich Oblivion ohne Liv sehen.
Drew McIntyre „Oblivion wäre wohl die beste Wahl, ja...aber auch du weißt, das es nicht möglich ist. Ich wüsste auch keinen, der uns dort wirklich so sehr helfen könnte, um weiter zu kommen. Ich...habe einfach Angst, je länger ich brauche, das Rätsel zu lösen, das es Liv nur noch mehr Schaden zufügt...Ich weiß, das sie stark ist, aber für wie lange noch?“
Drew dreht sich kurz von Jimmy weg. Da war es wieder. Dieser Moment, wo der Schotte zu sehr an Liv denken musste. Es war kein Geheimnis, das die Blondine dem Schotten viel bedeuten würde. Aber war da womöglich noch mehr als das? Sekunden später nahm Drew tief Luft und hoffte, das Jimmy nicht mitbekommen hatte, das der Schotte wieder tiefer im Gedanken an Liv war. Mit einem durchaus hoffnungsvollen Blick geht er wieder auf seinen Manager zu.
Drew McIntyre „Jimmy...ich möchte das du dich umhörst...ob Jemand was mitbekommen hatte, egal was...solange es Sachen sind die mir helfen können. Ich muss einen Weg finden, diesem...wie Liv Ihn oder Sie genannt hatte, Puppenspieler, einen Schritt voraus zu sein...Finde heraus, wo ich diese Nami und Buggy finden kann...Sie sind fester drin verstrickt, ich weiß es...“
Kurz funkelte in Drews Augen Ehrgeiz und Stärke auf. Jimmy war der Einzige, der dem Schotten helfen konnte. Die Managerlegende musste einfach versuchen, seine Kontakte spielen zu lassen, seine Reichweite. Alles kann hilfreich sein. Vielleicht tat es Jimmy auch gut zu wissen, das Drew ihn brauchte. Der Hüne stützte sich dann auf dem Tisch ab, sein Blick durchbohrt förmlich das Bild mit dem Symbol, in der Hoffnung etwas zu finden, was er suchte. Was aber Beide zunächst nicht mitbekommen haben war, das etwas erneut unter der Türschwelle hindurch in den Locker geschoben wurde. genau wie damals, als Drew den Brief mit dem Rätsel bekam.
Und erneut zuckt Jimmy hart zusammen, als das leise Schaben unter der Tür durch den Raum hallt. Es ist kein lautes Geräusch. Nur dieses dumpfe, trockene Geräusch von einem USB-Stick auf Beton. Aber in der angespannten Stille des Lockers klingt es wie ein Donnerschlag. Langsam dreht sich Jimmy um. Sein Herz hämmert ihm förmlich bis in die Kehle. Für einen Moment bleibt er einfach nur stehen, die Augen auf den schmalen Spalt unter der Tür geheftet, als würde er erwarten, dass gleich eine Hand hindurchgreift.
Jimmy Hart: „Ha... haben… haben Sie das gehört, Lord Drew…?“
Er tritt vorsichtig näher an die Tür, deutlich zögerlicher als sonst. Kein übertriebenes Pathos. Keine großen Gesten. Nur nackte Angst. Er geht in die Hocke, greift nach dem Stick, der dort liegt, und zieht ihn langsam zu sich heran, mit aller Vorsicht, als wäre dieser mit dutzenden Glasscherben bestückt. Seine Hände zittern, als er den Stick zu Drew bringt und ihn vor ihn auf den Tisch legt, zwischen den One-Shot-at-Glory-Koffer und das Bild. Er schluckt hart, dann richtet er sich auf und versucht, wieder diese gewohnte unterwürfige Haltung einzunehmen, aber seine Stimme verrät ihn.
Jimmy Hart: „Sie spielen weiter mit uns… Lord Drew, hören Sie mir zu… heute Abend ist nicht nur Jey Uso da draußen. Heute Abend ist die Bloodline. Und… und diese Leute hier, diese Schatten, diese… Puppenspieler… sie sind näher, als wir glauben. Ich werde für Sie suchen. Ich werde reden, fragen, Leute nerven, Türen öffnen, von denen man nicht mal wusste, dass es sie gibt. Aber…“
Er hebt die Hände leicht, fast flehend. Eine kurze Pause. Da befindet sich noch immer etwas, was Jimmy genauso fertig zu machen scheint, wie Livs Entführung Drew fertig macht.
Jimmy Hart: „Kann ich das nicht lieber wann anders machen? Zu einem Zeitpunkt, an dem da draußen nicht Leute sind, die es auf Sie abgesehen haben? Keine Entführer von Liv Morgan? Keine Bloodline? Irgendwann, wo die Leute sich wieder daran erinnern, warum Drew McIntyre einmal als der gefährlichste Mann galt. Bitte entschuldigen Sie, Lord Drew!“
Hat Jimmy Hart etwa Schiss, dass auch er zum Opfer werden kann? Natürlich hat er das! Das hatte er schon damals, als Drew in den Keller zu Nami und Buggy gestiegen ist. Und jetzt, wo er es gegen einen Mann wie Jey Uso zu tun hat, der mit Roman Reigns unter einer Decke steckt, wird es immer gefährlicher hier backstage für ihn. Das erklärt so einiges, warum Jimmy die ganze Zeit hier so schreckhaft ist.
Zugegeben hatte Drew nicht wirklich mitbekommen, das etwas unter der Tür durchgeschoben wurde. Zumal das Geräusch dazu verdammt leise war, aber irgendwie hatte Jimmy es doch hören können. So sehr das dieser sogar kurz zusammenzuckte. Der Schotte war auch zu sehr auf das Symbol fixiert und sah erst dann, wie Jimmy einen USB Stick auf den Tisch legte, welcher sofort die Blicke vom Hünen trafen. War das erneut eine dieser mysteriösen Nachrichten oder Rätsel wie damals? Sein Blick wandert zu Jimmy, der noch immer ängstlich wirkte und es auch deutlich machte warum. Allerdings hört Drew Ihm nur mit einem halben Ohr zu, denn seine Hand greift sich den USB Stick. Schließlich nickt Drew nur kurz Jimmy zu.
Drew McIntyre „Ja...Ja...Jimmy, alles gut...Ich...will schauen was das hier wieder ist...“
Drew wirkte irritiert, fast schon vorsichtig. Er holte sich einen Laptop dazu, stellte diesen auf den Tisch und steckte den USB Stick ein. Es dauerte einige Sekunden bis sich etwas tat und schließlich klickte der Schotte die unbekannte Datei an, währen der Hüne vor dem Laptop saß. Zunächst blieb das Bild schwarz bis man dann doch bewegte Bilder vernahm, die zumindest für Fans der letzten Woche bekannt vorkamen.
Zitat:Leichtes Flackern von Kerzenlicht schimmert mitten im Raum und verdrängt die Dunkelheit für einen kleinen Radius. Inmitten dieses Radiuses schimmert ein Gesicht hervor. Blonde Haare, leicht verdreckt und zerzaust, umrandet ein Antlitz voller Sorgen und Schmerz. Die Lippen stechen mit einem knalligen Rot hervor. Die mit Liebe aufgetragenen Smokey Eyes sind verlaufen. Perlen von Tränen trugen sie ab und zeichneten kleine Spüren bis auf die Wange. Ihre blauen Augen schimmern im dünnen Licht. Und doch werden manche Fans sie als Liv Morgan identifizieren können.
Es ist nicht mehr als ein leises Stöhnen zu hören, als die Fans diese schrecklichen Bilder sehen. Liv ist eingesperrt. In einem dunklen Raum. Und auch wenn ein schrilles Hexenlachen zu hören ist, so ist sie dennoch allein. ”HAHAHAHA!”
Liv zuckt zusammen und formt die Augen zu schlitzen, um in der Dunkelheit etwas sehen zu können. Doch sie kann nichts erkennen, bis eine rothaarige Frau zart im Lichte erscheint: Isla Dawn. Die Schottin grinst breit und scheint sich an diesem Bild am erfreuen.
Isla Dawn: ”HAHA! Dein Freeeeund, suuucht nach der Faaaalschen…!”
Sagt Isla gehässigt zu der Blonden und beißt frech auf die Spitze ihrer Zunge. Schließlich kommt sie ihr dann etwas näher.
Isla Dawn: ”Er verdäääächtigt nur Skye Blue. Wiiiiie traurig. Damit muuuuss Livilein noch lääänger bei uns verweilen.”
Ist das so? Und was heißt “wir”? Nachdem sich der Kopf der Hexe dem Licht und damit Morgan genähert hatte, verschwindet sie nun wieder im Dunkeln. Aufgelegt mit einem kleinen Schmollmund.
Liv hingegen will keine Schwäche zeigen. In ihren Augen sieht man Wut.
Liv Morgan: Und du glaubst, dass ist etwas Positives? Sicherlich nicht! Warte es ab, bis ich hier raus bin, Schlampe!
In diesen Worten hört man schließlich auch die Wut in ihrer Stimme. Verärgert schnauft sie aus und versucht, Isla in der Dunkelheit zu erblicken. Wer weiß, was sie vorhat? Ein Angriff von hinten ist gut möglich.
Liv Morgan: Wie lange willst du das durchziehen? Bis Drew mich gefunden hat?
Was sicherlich noch lange dauern kann. Und Morgan sieht zum jetzigen Zeitpunkt schon nicht gut aus. Doch auch über diese Worte kann Isla nur lachen. Schrill und böse hallt es im Hintergrund hervor.
Isla Dawn: ”Du muuuusst sie nur freilaaaasseeeen! Kaaaali! HAHA!”
Darum weht der Wind? Doch warum? Was könnte Dawn dadurch gewinnen? Kali ist unberechenbar gewesen und sicherlich will sie sich nicht mit der Hexe verbünden.
Die Hand der Rothaarigen fährt über den Kopf von Morgan. Durch die Haare, bis schließlich über die Wangen zum Hals. Leicht legen sich die Hände an die Kehle. Eine gefährliche Situation.
Isla Dawn: ”Ooooder du wiiiirst hier drinnen steeeerben…!”
Sterben? Heißt das, es gibt nur eine Antwort auf ihre Freilassung? Ihr böses ich? Liv sträubt sich mit jeder Phase ihres Körpers, Kali freizulassen. Kein Wunder also, dass die Blonde schwer atmend mit dem Kopf schüttelt. Morgan kann dem nicht nachkommen. Zu lange hat sie gebraucht, um Kali zu besiegen und zu unterdrücken.
Liv Morgan: Und was hast du davon? Glaubst du, Kali wird dir folgen? Da täuscht du dich!
Nein, Kali ist die gebührende Anführerin. Und sicherlich wird sie sich nicht irgendeiner Irren Hexe anschließen. Sie wird mehr sein als das. Denn sie wird Leid zufügen und verletzen. Und vor allem wird sie Liv verletzen. Deshalb kann die ehemalige Championesse nicht zulassen, was von ihr verlangt wird.
Liv Morgan: Sie wird dich zerstören. Genauso, wie sie mich zerstören wollte! Es hat also keinen Zweck! Sie wird dir nicht folgen!
Ob diese Warnung angekommen ist? Doch auf einmal ist es still. Zu still, wenn es nach Liv geht. Angst durchführt ihren Körper und sie schaut hastig in alle Richtungen, um etwas zu erkennen. Doch sie sieht nichts. Allein das hexenartige schrille Lachen gleitet ein letztes Mal durch den Raum, bevor ein paar letzte Worte antworten.
Kaum ausgesprochen hört man eine quietschende Türe öffnen. Kaum Sekunden vergehen, bis diese wieder zufällt. Damit ist Liv dann wieder allein. Mit einem unzufriedenen ausschnaufen endet die Szene dann.
Während diese Bilder über den Bildschirm des Laptops flimmerten konnte man Drew ansehen, das ihm das, was er sah, sichtlich zunahm. Es ist das erste Mal, das er bewegte Bilder von Liv sah. Bilder, die er sich nicht gewünscht hatte. Liv war an einen Stuhl gefesselt, in ihrem Gesicht konnte man erkennen, das Sie schlimme Zeiten hinter sich hatte. Als sich dann Isla Dawn zeigte, musste Drew schlucken.
Drew McIntyre „Isla?“
Fassungslos verfolgte Drew die Szene weiter. Also war es nicht Skye Blue, sondern Isla Dawn, die Liv entführt hatte? Den Grund dafür konnte man aus dem Video heraus erkennen und hören. Es ging hier um Kali, welche Isla anscheinend um jeden Preis freilassen wollte. Drew konnte seinen Blick nicht vom Bildschirm lassen. Seine Augen wanderten von Liv zu Isla und zurück. Auch Jimmy hatte sich nun neben den Schotten gestellt und sah nun ebenfalls die Bilder. Drew fing dann an leicht vor und zurück zu wippen, dabei den Kopf schüttelnd. Es machte Ihn fertig, Liv so zu sehen, obwohl Sie dennoch versuchte, Isla Kontra zu geben. Etwas, was Drew immer in Liv sah: Stärke. Die einzige Hoffnung, die der Schotte hatte.
Drew McIntyre „Isla...jetzt habe ich ein Gesicht...Jimmy, siehst du das? Liv zeigt Stärke aber ich kann ihr ansehen, das sie schwächelt...Ich weiß jetzt, wer dahinter steckt...und ich weiß, wo ich jetzt anfangen muss...“
Drew stoppte mit seiner Aussage und legte seine Hand auf den Bildschirm, genau in dem Moment wo er dachte, das Liv Ihn ansah. Er hatte noch Hoffnung, das Liv Ihm Zeit verschaffen könnte. Sie bot Isla die Stirn, da Sie wusste, das es ein Fehler sein würde, Kali wieder die Oberhand gewinnen zu lassen. War Isla sich bewusst, was Sie da genau bezwecken wollte? Die Hand wandert dann wieder langsam zurück und Drew stoppt das Video. McIntyre blickte in Livs Gesicht und begann schwerer zu atmen. Es war dieses typische Atmen, wo Drew versuchte etwas zu unterdrücken und man konnte ahnen, was dies war. Er ließ dann das Video weiterlaufen. Und in dem Moment wo der Bildschirm schwarz wurde und Drew gerade aufgestanden war, flimmerte ein Symbol über den Bildschirm.
Drew als auch Jimmy wurden davon überrascht, allerdings bewirkte es beim Schotten nur, das er wieder mit sich haderte. Wer sich mit dem, was dort zu sehen ist, auskannte, der könnte wissen, das es sich um eine Rune handelte. Das Hagalaz Runen Zeichen, dieses H mit einem schiefen Zwischenstrich, hatte viele Bedeutungen...unter anderem auch "Zerstörung". Etwas, auf das auch eine Kali aus war und genau das wollte Isla damit bezwecken. Drew klappt den Laptop zu und starrte zunächst ins Leere, bis er seinen Kopf zu seinem Manager drehte. Er hatte jetzt Anhaltspunkte, auch wenn Ihm noch einige wichtige Punkte fehlten.
Drew McIntyre „Die Jagd hat begonnen...“
In Drews Augen konnte man ein gewisses Feuer erkennen. Die Frage war nur, welche Art von Feuer es war. Aber jetzt, wo er wusste, wer dahinter steckte, gab es nur einen Weg: Den Weg nach vorn, die Konfrontation.
Als er ebenfalls sieht, dass es Isla Dawn ist, die hier Liv Morgan gefangen hält, fallen Jimmy Hart beinahe die Augen aus dem Kopf!
Jimmy Hart: „Jaaa! Isla Dawn! Es war von Anfang an Isla Dawn. Schauen Sie, Lord Drew!“
Sofort scheint Jimmy etwas zu googeln und zeigt dann seinem Klienten Drew ein Bild, das dieser mit Sicherheit auch schon einmal gesehen hat.
Jimmy Hart: „Darauf hätte ich direkt kommen müssen, ich Idiot! Oh, wenn ich dieses Miststück in die Hände bekomme…“
Tatsächlich passt das Ende des Wortes Dawn zu dem mysteriösen Zeichen zusammen, von dem die beiden bisher dachten, dass es ein „T“ sei. Aber nein – es war von Anfang an Isla Dawn!
Jimmy Hart: „Sie sollten sich Gedanken über Ihr Match heute Abend machen, Lord Drew! Und danach lassen Sie alles aus sich heraus und machen diese ******* fertig!“
Jimmy wirkt hier plötzlich wie ausgewechselt. Vielleicht, weil er weiß, dass der eigentliche Gegner nun „nur“ eine Frau ist und nicht irgendein böser, großer, starker Mann, der ihn mit nur einem Schlag niederstrecken könnte? Na ja, obwohl es für Isla bestimmt ebenfalls ein Leichtes wäre, den Wimp zu besiegen. Aber so weit scheint der Manager der eintausend Gesichter wohl nicht zu denken. Er hält sich nun für überlegen und will, dass er und Drew die ganze Sache endlich beenden, sodass man sich wieder auf wichtigere Dinge konzentrieren kann – Dinge wie Kenny Omega!
Drew McIntyre „Liv hat oberste Priorität...mein Match werde ich schnell beenden. Ich habe keine Zeit, mich großartig mit dem unnützen Fußvolk von Roman abzugeben. Wenn ich mit Jey fertig bin...werde ich mir überlegen, wie Ich an Isla rankomme...wie ich bereits sagte...Die Jagd hat begonnen...“
Mit diesen Worten verlässt Drew dann auch seinen Locker. Bereit, mit Jey kurzen Prozess zu machen und sich auf das zu konzentrieren, was in diesem Moment wichtiger wie alles andere war: Die Befreiung von Liv. Die Kamera schwenkt auf Jimmy um, welcher durchaus zufrieden zu sein scheint, wie sich sein Klient hier geäußert hatte. Die nächsten Wochen könnten sehr interessant und vermutlich auch dreckig werden.
Pat McAfee:"Es brodelt richtig in Drew, das konnte man Ihm ansehen. Sein Fokus wird auf Liv liegen und er wird alles tun, um Ihr zu helfen."
Cathy Kelley:"Wir wussten es ja bereits, das es Isla war und ich kann es noch immer nicht glauben. Drew darf aber nichts überhastet angehen."
Wade Barrett:"Glaube mir, Cathy. Wenn es um eine Frau geht, dann wissen wir Männer, was zu tun ist."
MAIN EVENT SINGLES MATCH
Jey Uso vs. Drew McIntyre Writer:???
Jey Uso steht nach einer Werbepause bereits im Ring.
Die Halle wird leicht verdunkelt und durch diese Dunkelheit erklingt das Geräusch von aufeinanderprallendem Metall... wie Schwerter, die sich in einem gnadenlosen Duell treffen. Für die Fans in der Arena ist sofort klar, was das bedeutet…
Matthew Rehwoldt:"And his Opponent... from Ayr, Ayrshire, Scotland... weighing in at 275 pounds... Accompanied by the Mouth of the South Jimmyyy Hart...The scottish Warriorrrrr... DREWWWW MMMCINTYREEEEEE!"
Die Arena bebt! Die Fans springen von ihren Sitzen, während Drew McIntyre langsam und voller Stolz die Stage betritt – an seiner Seite Jimmy Hart, der wie ein wild gewordener Terrier mit seinem legendären Megafon umherfuchtelt. Jimmy feuert Drew lautstark an, brüllt in sein Megafon und hyped die Crowd, als wollte er ihnen persönlich befehlen, noch lauter zu werden. Auch Jimmy erntet hier durchaus sehr positive Reaktionen, denn er war jetzt kein Butler mehr, er war das, was er am Besten konnte: Ein Manager mit Herzblut. Drew bleibt auf der Stage stehen, blickt einmal entschlossen in die Kamera, während Jimmy neben ihm aufgeregt hin- und herspringt. Dann nimmt Drew seine erste imposante Pose ein, und in diesem Moment schießt ein gewaltiges Flammenmeer aus dem Boden – das Symbol des unbändigen Feuers, das in diesem schottischen Krieger brennt. Jimmy klatscht begeistert in die Hände, während Drew entschlossen weiter auf den Ring zuläuft.
Mit eisernem Blick richtet Drew seine Augen auf den Ring, bereit, den heutigen Kampf für sich zu entscheiden. Jimmy Hart läuft neben ihm, weiter das Megafon auf volle Lautstärke gestellt. Über die Ringtreppe betritt Drew den Ring. Jimmy bleibt draußen am Apron, brüllt weiter durch sein Megafon und heizt so weiter die Fans ein. Old School Jimmy Hart!
Drew klettert in der Zwischenzeit auf die Ringecke, reißt seine Arm in die Höhe und lässt die Fans eskalieren.
Zurück im Ring fixiert Drew seinen Blick auf seinen Gegner. Kein Lächeln, keine Spielchen, nur pure Entschlossenheit. Neben dem Ring steht Jimmy Hart, der ununterbrochen ins Megafon schreit und seinen Schützling noch einmal bis aufs Äußerste pusht. Drew ballt die Fäuste, sein Blick verengt sich, sein Atem wird schwerer. Der Scottish Warrior ist bereit. Jimmy Hart ist bereit. Doch ist sein Gegner auch bereit für das, was gleich kommt? Eines stand fest: Die Fans stehen hinter dem Schotten
Warnung! Spoiler!
In einem schönen Main Event ist es am Ende Drew McIntyre der sich durchsetzt. Nach einem Claymore Kick kann er den erfolgreichen Pin ansetzen (14.21 Minutes)
Here is your winner by pinfall: DREEEEEEEW MCIIINTYYREEEEE!
Es war ein episches Jahr für das Buff Barbie Doll. 2025 war ihr Jahr. Ihr Aufstieg zu den großen der Liga. Und nebenher mutierte sie zur Merchandise-Queen. Überall wo man hinsah, war der Name Tiffany Stratton Programm. Werbungen in den Shows. Stände im Backstage Bereich oder gar kleine YouTube-Filmchen. Für manch einen fühlte es sich so an, als wenn die Millionärstochter die c2c eingenommen hätte. Kurz vor Weihnachten wurde es dann aber ruhig um die Blondine. Vor allem war der Grund dafür, dass Toni Storm nicht beim Special antreten konnte. Vielleicht wollte sie es auch gar nicht. Eine Erklärung dazu steht noch offen. Jedenfalls war Stratton überhaupt nicht amused. Doch dann blies sie vor kurzem mit einem Social Media Post zum Angriff. Neues Jahr. Und natürlich soll es so weitergehen, wie im letzten Jahr.
Was Tiffany zudem gut kann, ist dich in den Mittelpunkt zu drängen. So auch heute. Denn im Korridor ließ sie einen großen Stand errichten, um ihr Merchandise verkaufen zu lassen. Und tatsächlich steht dort eine riesige Schlange vor dem Stand, als sie sich nähert. Im pinken Dress zieht sie natürlich die Aufmerksamkeit direkt auf sich.
Tiffany Stratton: ”It’s Tiiiiffy Tiiime!”
Ruft sie, damit auch die letzten Tiffy-holics mitbekommen, dass sie da ist. Kein Wunder, dass eine Handvoll Fans die Schlange verlassen, um zu ihr zu gehen, um sich vielleicht sogar ein Selfie abzuholen. Und selbstverständlich kommt sie diesen nach. In den verschiedensten Posen. Die Tour 2026 ist damit eingeläutet. Und natürlich will sie diese Tour mit einem Sieg über Becky Lynch beginnen.
Mitarbeiter: Chef, sieh dir das an? Wenn ich richtig liege, macht sie das seit zwei Stunden.
Etwas erstaunt blickte dieser Mitarbeiter in das hauseigene Road-GYM der C2C. Dieser kleine Fitnessraum hat alles was für ein kurzes Training benötigt. Manche Worker nutzen gerne für einen schnellen Pump vor dem Auftritt oder das abendliche Workout, wenn man selbst keinen Auftritt hat. Von daher war es sicherlich nichts ungewöhnliches, wenn ein Athlet sich hier verausgabte. Was ihn mehr verwunderte, war die Art und Weise. Sein Chef, den er dazu holte, war Producer Jeff Miller, für den das Bild direkt sehr klar wurde. Was er hier zu sehen bekam, war Becky Lynch, wie sie störrisch trainierte. Mit dicken Beats Kopfhörer auf, spulte sie mit eiserner Miene ein Programm ab, das auf den ersten Blick nicht gesund aussah. Sicherlich ist sie Profisportlerin und trainierte nahezu jeden einzelnen Tag, aber hier sah jeder Laie, dass sie nicht an ihrer Fitness arbeitete.
Bereits während die Show noch lief, hatte Jeff einen kurzen, aber intensiven Kontakt mit ihr und verstand ansatzweise was in ihr vorging. In ihr brodelte es. Frust. Wut. Vielleicht Enttäuschung. Etwas, das sie nicht in Worte fassen wollte – oder konnte.
Mitarbeiter: Sollen wir die Kollegen aus der Sicherheit holen?
Producer Jeff Miller: Um sie aus dem GYM zu schmeißen, während sie trainiert? Nein, sie bekämpft hier Schmerz mit Schmerz. Wir sollten hier etwas behutsamer vorgehen. Schau mal, wer hier in der Nähe ist, vielleicht jemand, der gut mit ihr kann.
Der junge Mitarbeiter ging sofort los und verschwand den Gang zu seiner Rechten. Jeff beobachtete das Geschehen noch und vergewisserte, dass er mit seiner Vermutung richtig lag.
Becky griff nun nach den 60-Pfund-Hanteln – schwer, selbst für sie. Mit einem leisen, gepressten Ausatmen wuchtete sie sie auf ihre Oberschenkel, setzte sich auf die Hantelbank und katapultierte das Gewicht in Schulterhöhe. Dann begann sie die Presses. Auf. Runter. Auf. Runter. Präzise, aber ohne Pause. Ihr Blick war leer, nur ihr Kiefer arbeitete; die Zähne fest aufeinander gebissen, die Muskeln traten hervor. Was das allgemeine Training anging, war Becky als Workhorse bekannt, aber sie ging für gewöhnlich etwas strukturierter vor und riskierte nicht ihre Gesundheit.
Ob sie bereits ahnte, was hinter ihr vorging? Über den großen Spiegel ihr gegenüber hätte sie sicherlich den ein oder anderen Blick vernehmen können, wie beide Mitarbeiter über sie sprachen. Doch ihr Blick verriet, dass sie in ganz anderen Sphären unterwegs war. Es dauerte eine Weile, aber letztlich kam der Mitarbeiter zurück, in seiner Begleitung...
[F4A]
Vielleicht jemand der wirklich gut mit Becky kann
Oder jemand an dem ein Therapeut verloren gegangen ist.
Für SL Ideen bis ich immer offen, gerne via PN.