![[Bild: c2cliveeel-Kopie.jpg]](https://i.ibb.co/hcH88Gb/c2cliveeel-Kopie.jpg)
FAIRBANKS!
![[Bild: C2-CLive25-Kopie.jpg]](https://i.postimg.cc/qMT3CTC6/C2-CLive25-Kopie.jpg)
findet statt im Carlson Center vor 6,539 Zuschauern in Fairbanks, Alaska.
![[Bild: fairbanks.png]](https://i.ibb.co/TDFgNjrr/fairbanks.png)
Die letzte Kamera ist optimal platziert und auch der letzte reservierte Platz besetzt. Die c2c Show kann losgehen! Gleich zu Beginn explodiert ein buntes Feuerwerk auf der Stage und motiviert die anwesenden Fans zu großem Jubel und Chants. In der Mitte des aufwendig gebauten Wrestlingrings steht Matthew Rehwoldt schon mit einem Mikrofon bereit um die anwesenden Fans hier in der heutigen Show zu begrüßen.
![[Bild: matt.jpg]](https://c2c-wrestling.com/4images/data/media/312/matt.jpg)
Matthew Rehwoldt: "My dear Ladies.. my dear Gentlemen.. my name is Matthew Rehwoldt and it is I, your DRAAAAAMAAA KIIIIINGGG... welcoming you to... COAST.. to COAST... WRESTLINGGGGGG!"
Kaum hat Rehwoldt die Ansage zuende gebracht gibt es einen kleinen Jubel für seine Ansage und auch wegen der Vorfreude auf den Verlauf des Abends. Matthew verbeugt sich einmal kurz und geht dann auch aus dem Ring heraus. Auch die knallenden Geräusche des Feuerwerks erlischen langsam und geben die Bühne somit für ihre Akteure frei. Bevor dies jedoch in Kraft tritt, werden die Zuschauer daheim vor ihren Fernsehgeräten von Pat MacAfee, Cathy Kelly & Wade Barrett begrüßt.
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Pat McAfee: "Willkommen zu c2c LIVE: FAIRBANKS!"
Cathy Kelley: "Wir sind in Alaska und ich vermisse schon direkt das herliche Wetter in Hawai."
Wade Barrett: "Hier merkt man, dass der Herbst sich anbahnt!"
Pat McAfee: "Doch genug vom Wetter. Heute Abend fordern sich Kenny Omega und Ricky Saints gegenseitig heraus mit mysteriösen Gegnern."
Cathy Kelley: "Außerdem ist unsere Womens Champion Tiffany Stratton im Ring. Also bleibt dran das wollt ihr nicht verpassen."
Plötzlich ertönt die Musik des Tribal Chiefs. Der erste Ton hallt durch die Arena wie ein Donnerschlag roh und unmissverständlich für den Bruchteil einer Sekunde scheint die Zeit stillzustehen. Ein kollektives Innehalten, ein gemeinsames Luftholen des gesamten Coast-2-Coast-Universums. Dann bricht das Chaos los... Die Arena explodiert förmlich in gnadenlosen Jubelrufen. Sprechchöre schießen aus der Menge empor. Die Musik des Tribal Chiefs kämpft gegen den Lärm des Publikums an. The Tribal Chief Roman Reigns tritt durch den Vorhang. Er bleibt sofort stehen am oberen Ende der Rampe. Kein Schritt zu viel denn alles durchdacht. Der Blick ist kalt leer und emotionslos als würde das Chaos um ihn herum schlicht nicht existieren. Kein Zucken im Gesicht und auch kein Anzeichen von Ärger oder Trotz. Es ist der Blick eines Mannes, der jahrelang gelernt hat sich über jede Reaktion zu erheben selbst dann, wenn sie ihm mit voller Wucht entgegenschlägt. Neben ihm wirkt The Wiseman Paul Heyman wie ein nervöses Gegenstück. Der Blick wandert hektisch durch die tobende Menge von Schild zu Schild von Gesicht zu Gesicht. Jede Regung im Publikum scheint er aufzusaugen zu analysieren und zu bewerten. Doch anders als früher wirkt er nicht überrascht. Im Gegenteil... Man sieht es ihm an. Er kennt dieses Business... Er weiß wie schnell sich Stimmungen drehen können... Er weiß wo der Frosch die Locken hat... Und genau dieses Wissen scheint ihn anzutreiben. Nicht lähmen sondern zu fokussieren. Heyman weiß dass Chaos eine Chance ist wenn man es zu nutzen versteht.
Roman Reigns bleibt noch immer stehen. Er hebt leicht das Kinn, sein Blick gleitet langsam über die Arena hinweg. Er mustert das Chaos, die Ablehnung, die Wut ohne erkennbare Reaktion. Dann beinahe beiläufig setzt er sich in Bewegung. Schritt für Schritt setzt er den Weg die Rampe hinunter fort.
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Die Jubelrufe werden lauter mischen sich mit Sprechchören einzelne Stimmen schreien sich die Kehle aus dem Leib. Doch Roman Reigns reagiert nicht. Paul Heyman bleibt dicht hinter ihm, wirft immer wieder kurze Blicke zur Seite, als rechne er jederzeit mit einer Eskalation. Seine Lippen bewegen sich als wolle er etwas sagen doch er schweigt. Vielleicht weiß selbst der Wiseman, dass es Momente gibt in denen Worte nichts mehr ausrichten. Am Ende der Ringtreppe bleibt Roman Reigns abrupt stehen. Einen kurzen Moment scheint selbst der Lärm der Arena an Intensität zu verlieren nicht weil das Publikum leiser wird, sondern weil dieser Stillstand Aufmerksamkeit erzwingt. Der Tribal Chief steht regungslos vor der Stahltreppe den Blick gesenkt. Die Brust hebt und senkt sich langsam sondern kontrolliert. keine Hast... keine Unsicherheit... nur Kalkül... Er hebt den Kopf. Der Blick wandert einmal um den Ring herum, dann hinauf in die Ränge. Die Buhrufe prasseln weiter auf ihn ein, doch Roman Reigns nimmt sie nicht als Angriff wahr sondern als Bestätigung. Bestätigung dafür, dass er noch immer der Mittelpunkt ist. Dass alles, was hier passiert sich um ihn dreht.
Dann setzt er den Fuß auf die erste Stufe der Ringtreppe. Metall klirrt unter seinem Gewicht. Ein dumpfes kaltes Geräusch das perfekt zur Stimmung passt. Stufe für Stufe steigt er hinauf. Langsam... Bedacht... Jeder Schritt wirkt wie eine bewusste Machtdemonstration. Er lässt sich Zeit zwingt der Arena sein Tempo auf. Oben angekommen bleibt er erneut stehen stellt einen Fuß auf den Ringrand und blickt ein letztes Mal hinaus ins Coast-2-Coast-Universum. Hinter ihm folgt Paul Heyman. Der Wiseman wirkt noch angespannter als zuvor. Vorsichtig steigt er die Treppe hinauf wirft einen schnellen Blick über die Schulter, dann wieder zu Roman. Seine Position ist klar immer in Reichweite seines Tribal Chiefs immer bereit einzugreifen oder sich hinter ihm zu verstecken. Roman Reigns betritt den Ring. Er greift das oberste Seil zieht es leicht nach unten und steigt kontrolliert durch die Seile in den Squared Circle. Kaum steht er im Ring richtet er sich auf und bleibt stehen genau in der Mitte. Paul Heyman schlüpft hastig durch die Seile und positioniert sich sofort leicht hinter Roman Reigns. Sein Blick wandert durch die Arena, seine Lippen bewegen sich unruhig als würde er innerlich bereits eine Rede formulieren, die er vielleicht gleich halten muss. Seine Nervosität ist unübersehbar. Einzelne Fans schreien sich die Kehle aus dem Leib doch Roman Reigns steht unbewegt im Ring. Er hebt langsam den Kopf. Sein Blick ist jetzt klarer und noch schärfer. Eine Ernsthaftigkeit liegt in seinen Augen, die man selten bei ihm gesehen hat. Keine Arroganz... Kein Spott... Nur die kalte Präsenz eines Mannes der weiß dass sich etwas verändert hat. Der Tribal Chief steht im Ring... Paul Heyman bewegt sich als Erster. Ein kaum merklicher Schritt nach vorne, dann ein kurzes Zögern. Der Blick des Wiseman wandert zu Roman Reigns, als wolle er sich vergewissern, dass dieser Moment tatsächlich gekommen ist. Roman reagiert kein Stück... Kein Nicken... Kein Blick... Keine Erlaubnis aber auch kein Verbot für jemanden wie Heyman ist das ausreichend. Der Wiseman dreht sich zum Ringrand und winkt hektisch einen Coast-2-Coast-Mitarbeiter heran. Seine Handbewegung ist bestimmt fast fordernd. Das Publikum registriert es sofort. Die Jubelrufe schwellen erneut an als der Mitarbeiter hastig ein Mikrofon durch die Seile reicht. Heyman greift danach... Er hebt das Mikrofon doch bevor er sprechen kann wird er übertönt... OTC... OTC... OTC... Der Chant brandet durch die Arena wie eine Welle. Heymans Lächeln gefriert kurz. Seine Augen verengen sich doch er wartet und lässt die Rufe laufen. Er zählt innerlich die Sekunden. Dann hebt er die freie Hand leicht an... eine Geste die früher ausgereicht hätte um die Menge zum Schweigen zu bringen. Heyman senkt langsam die Hand wieder, schüttelt kaum merklich den Kopf und setzt das Mikrofon schließlich an die Lippen.
"The Wiseman" Paul Heyman
"Lady's and Gentlemaaan... Lady's and Gentlemaaan my name isss Paaaul Heeeyman."
Paul Heyman senkt das Mikrofon nach seiner berühmten Vorstellung nur für einen kurzen Augenblick. Die letzten Silben seines Namens verhallen noch zwischen den Rängen, während die Zuschauer weiterhin lautstark reagieren. Der Wiseman lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Ganz im Gegenteil. Ein breites, selbstzufriedenes Lächeln zieht langsam über sein Gesicht. Heyman dreht sich zunächst zu einer Seite des Rings und beginnt anschließend, langsam durch den Squared Circle zu stolzieren. Dabei hält er das Mikrofon locker in einer Hand. Seine Schritte sind bewusst langsam gewählt. Er genießt diesen Moment. Er weiß genau worauf sie warten auf... Roman Reigns Aussagen zu diesem Vorfall. Heyman bleibt schließlich vor den Ringseilen stehen und blickt hinaus in die Zuschauer.
"The Wiseman" Paul Heyman
"Aber kommen wir zum eigentlichen Grund, warum Roman Reigns heute Abend hier steht. Kommen wir zu dem Mann, der offensichtlich glaubt, dass er das Recht besitzt, die Geschichte von Roman Reigns nach seinen eigenen Vorstellungen umzuschreiben... Seth Rollins! "
Paul Heyman bleibt vor den Ringseilen stehen und dDas Mikrofon liegt fest in seiner Hand. Sein Blick wandert langsam durch die Arena, doch diesmal sucht er nicht nach einer bestimmten Person. Er lässt die Zuschauer bewusst warten. Lässt ihnen Zeit, sich daran zu erinnern, was nach dem Six-Men Tag Team Match geschehen ist. Darauf verändert sich sein Gesichtsausdruck. Das selbstzufriedene Lächeln verschwindet und übrig bleibt ein ernster, beinahe kalter Blick. Heyman dreht sich langsam in Richtung Roman Reigns. Der Tribal Chief steht noch immer regungslos in der Mitte des Rings. Der Wiseman nickt leicht und hebt er das Mikrofon erneut.
"The Wiseman" Paul Heyman
"Doch bevor Roman Reigns heute Abend überhaupt über Seth Rollins sprechen muss... bevor Roman Reigns diesem Mann auch nur eine einzige Sekunde seiner Aufmerksamkeit schenkt... sollten wir uns daran erinnern, was tatsächlich passiert ist. Wir sprechen über das Six-Men Tag Team Match. Ein Match, in dem Seth Rollins gemeinsam mit seinen Partnern in diesem Ring stand. Ein Match, in dem jeder einzelne Mann wusste, worauf er sich eingelassen hatte. Ein Match, in dem es darum ging, als Team zu kämpfen. Und dann war dieses Match vorbei. Die Glocke hatte geläutet. Die Schlacht war beendet. Jeder andere Mann in dieser Arena hätte verstanden, dass der Wettbewerb vorbei war. Aber Seth Rollins... ...Seth Rollins war noch nicht fertig. Seth Rollins nahm einen Stuhl... nicht seine Fäuste... Wrestling-Fähigkeiten nicht das Talent, mit dem er sich selbst so gerne brüstet."
Roman bewegt sich noch immer nicht doch sein Blick wird härter und merkt es. Der Wiseman kennt seinen Tribal Chief gut genug, um zu wissen, dass Roman keine großen Gesten braucht, um seine Haltung deutlich zu machen. Heyman dreht sich wieder zur Kamera.
![[Bild: 122218994.png]](https://i.ibb.co/7Jz7wQX9/122218994.png)
"The Wiseman" Paul Heyman
"Verrat an dem Mann, der neben ihm gekämpft hat und letztendlich... Verrat an den Prinzipien, die Seth Rollins selbst immer wieder für sich beansprucht. Und genau deshalb, meine Damen und Herren, sollten Sie verstehen, warum diese Angelegenheit für Roman Reigns etwas völlig anderes ist denn my Tribal Chief hat im Laufe seiner Karriere viele Gegner gehabt. Viele Männer haben Roman Reigns attackiert... versucht Roman Reigns zu stürzen oder den Rücken gekehrt. Aber Seth Rollins ist nicht einfach irgendein Gegner denn Seth Rollins kennt Roman Reigns. Er kennt ihn besser als die meisten Männer, die jemals in diesem Ring gestanden haben. Und genau deshalb war dieser Angriff kein Zufall. Seth Rollins wusste ganz genau, was er tat. Er wusste, warum er es tat und er wusste, dass Roman Reigns den Verrat verstehen würde."
Paul Heyman lässt das Mikrofon langsam sinken. Jedoch Roman Reigns hebt nun zum ersten Mal leicht den Kopf und sein Blick wandert direkt auf The Wiseman. Einige Sekunden sagt keiner der beiden Männer etwas darauf dreht Heyman seinen Kopf langsam zurück zur Kamera. Ein kaum sichtbares Lächeln kehrt auf seine Lippen zurück.
"The Wiseman" Paul Heyman
"Seth Rollins wollte die Aufmerksamkeit von Roman Reigns? Dann hat Seth Rollins sie bekommen."
Paul Heyman hält das Mikrofon in Richtung Roman Reigns. Der Arm ist ausgestreckt. Der Wiseman sagt kein einziges Wort mehr und plötzlich wirkt die gesamte Arena anders. Die Zuschauer wissen genau, was jetzt passieren soll. Die ersten Rufe werden lauter... OTC... OTC... OTC... Zunächst vereinzelt und dann immer mehr von einer Seite der Arena zur nächsten... OTC... OTC... OTC... Roman Reigns steht weiterhin vollkommen regungslos in der Mitte des Rings. Der Blick ist auf Paul Heyman gerichtet. Kein Nicken... keine Geste... keine sichtbare Emotion nur dieser kalte, konzentrierte Blick. Paul Heyman hält ihm das Mikrofon weiterhin entgegen und für einen kurzen Moment scheint es, als würde Roman es überhaupt nicht nehmen wollen. Heyman senkt den Arm nicht. Er kennt diesen Mann er weiß, dass Roman Reigns keinen Moment überstürzen muss. Roman lässt sich Zeit dann bewegt sich schließlich seine rechte Hand. Langsam und kontrolliert ohne jede Hektik. Zuerst hebt sich nur der Unterarm dann öffnet Roman seine Hand die Finger nähern sich dem Mikrofon. Die Kamera zoomt näher heran und man erkennt jede einzelne Bewegung. Roman greift nicht sofort danach und seine Finger legen sich zunächst nur locker um den unteren Teil des Mikrofons. Heyman blickt Roman direkt an und Roman erwidert diesen Blick. Kein Wort fällt zwischen den beiden doch dieser kurze Blick sagt genug. Roman Reigns übernimmt das Mikrofon vollständig. Der Wiseman zieht seine Hand vorsichtig zurück. Aber nicht abrupt und auch nicht hastig fast schon ehrfürchtig. Roman Reigns hält das Mikrofon nun in seiner rechten Hand. Er lässt den Arm zunächst locker an seiner Seite hängen. Die Halle reagiert sofort und die Rufe werden lauter... OTC! OTC! OTC! Roman reagiert nicht doch er wartet bewusst. Er lässt die Zuschauer ihren Moment haben. Paul Heyman tritt einen halben Schritt zurück. Zum ersten Mal seit Beginn seiner Rede steht der Wiseman nicht mehr im Mittelpunkt. Jetzt gehört dieser Ring Roman Reigns. Der Tribal Chief hebt langsam den Kopf. Sein Blick wandert über die Zuschauer von links nach rechts. Er betrachtet die Fans in den ersten Reihen. Die Kamera fängt sein Gesicht ein. Keine Wut... kein Lächeln... kein Spott nur diese absolute Ruhe.
Roman hebt das Mikrofon ein kleines Stück doch er spricht noch immer nicht. Die Zuschauer merken, dass er sie warten lässt. Einige buhen und andere jubeln wieder andere stimmen erneut den OTC-Chant an... OTC... OTC... OTC... Roman senkt den Blick für einen kurzen Augenblick darauf hebt er ihn wieder. Diesmal direkt in Richtung Kamera direkt zu Seth Rollins. Als würde Seth irgendwo hinter dieser Kamera stehen. Als würde Roman nicht zur gesamten Arena sprechen sondern zu genau einem einzigen Mann. Roman macht einen langsamen Schritt nach vorne. Der erste Schritt seit der Übernahme des Mikrofons. Paul Heyman bleibt hinter ihm. Der Wiseman beobachtet seinen Tribal Chief aufmerksam. Roman bleibt stehen. Das Mikrofon befindet sich nun unmittelbar vor seinem Mund doch wieder vergehen einige Sekunden. Die Halle wird langsam ruhiger die Rufe sterben nicht vollständig ab. Aber sie verändern sich aus lautem Chaos wird gespannte Erwartung. Jeder wartet auf die ersten Worte und Roman atmet einmal tief durch. Langsam... Kontrolliert... dann hebt er das Mikrofon endgültig an. Der Blick bleibt auf die Kamera gerichtet und als er schließlich spricht, ist seine Stimme ruhig. Tief... klar ohne jede Eile.
"The Tribal Chief" Roman Reigns
"Fairbanks, Alaska... Coast 2 Coast Universe... ACKNOWLEDGE ME!"
Roman hebt das Mikrofon etwas höher und sein Blick wird härter. Einen Moment explodiert die Arena erneut. Die Reaktionen prallen von den Tribünen zurück, doch Roman Reigns wartet einfach. Er lässt den Lärm über sich hinwegziehen. Kein Lächeln... keine ausgestreckten Arme. Keine übertriebene Geste nur dieser unbewegliche Blick, der weiterhin auf die Kamera gerichtet ist. Dann senkt Roman das Mikrofon ein kleines Stück. Sein Kopf neigt sich leicht zur Seite als würde er über etwas nachdenken oder vielmehr... als hätte er längst eine Entscheidung getroffen. Die Halle wird langsam ruhiger und Roman hebt das Mikrofon erneut.
"The Tribal Chief" Roman Reigns
"Seth Rollins... hat nach Aufmerksamkeit verlangt. Er wollte dass Roman Reigns Sie sieht. Roman Reigns hat in diesem Geschäft Männer kommen und gehen sehen. Männer, die geglaubt haben, sie könnten Tribal Chief stürzen. Männer, die geglaubt haben, sie könnten Roman überraschen. Männer, die geglaubt haben, dass ein Angriff von hinten Roman Reigns verändern wird. Es verändert nur, was danach passiert. Seth Rollins hat Roman Reigns nach dem Match mit einem Stuhl angegriffen. Seth hat gewartet, bis der Kampf vorbei war und gewartet, bis der Moment gekommen war, in dem Roman seinen Rücken nicht mehr schützen musste. Und dann hat Seth Rollins zugeschlagen. Das war die Entscheidung von Seth Rollins. Aber jetzt kommt der Teil, den Seth offenbar vergessen hat. Jede Entscheidung hat seine Konsequenzen. Und dieser Verrat... wird Konsequenzen haben. Aber nicht morgen, weil Roman Reigns Rache sucht... sondern weil Sie eine Grenze überschritten haben. Und wenn Roman Reigns eine Sache gelernt hat... dann ist es diese. Man kann den Tribal Chief herausfordern. Man kann den Tribal Chief provozieren aber wenn man das tut... dann sollte man verdammt noch mal bereit sein für das, was danach kommt."
Die Arena steht und Roman lässt das Mikrofon langsam sinken. Der Blick bleibt noch einige Sekunden auf der Kamera gerichtet dann dreht er sich leicht zur Seite und schaut zu Paul Heyman. Der Wiseman nickt nur... kein Wort... keine weitere Erklärung. Denn beide Männer wissen, dass Roman Reigns gerade keine Drohung ausgesprochen hat. Er hat eine Konsequenz angekündigt. Für einige Sekunden sagt er nichts und sein Blick bleibt auf die Kamera gerichtet. Diese kalte Ruhe, die inzwischen deutlich macht, dass die Entscheidung längst gefallen ist. Darauf hebt Roman das Mikrofon wieder an.
![[Bild: images-q-tbn-ANd9-Gc-Rp3-N70v-Lb-T6ph-VU...e-s-10.jpg]](https://i.ibb.co/pjwCM7d8/images-q-tbn-ANd9-Gc-Rp3-N70v-Lb-T6ph-VUGh8ncj-Sa-U44-E-Oq4l-Ev1-YM7-ZUw-Rpu-k4-Ih4kc8de-Cme-s-10.jpg)
"The Tribal Chief" Roman Reigns
"Seth Rollins... Was nach diesem Match passiert ist, wird nicht einfach verschwinden. Der Stuhl... Der Hinterhalt... Der Moment, in dem Seth Rollins geglaubt hat, Roman Reigns wäre verwundbar. All das ist jetzt Teil dieser Geschichte. Und Roman Reigns beendet Geschichten nicht, bevor die Rechnung bezahlt wurde. Seth Rollins will diesen Krieg dann bekommt Seth Rollins ihn. Aber nicht mit einem weiteren Angriff aus dem Rücken. Nicht mit einem Stuhl oder mit einer Situation, in der sich jemand anschließend hinter irgendwelchen Ausreden verstecken kann. Wenn Roman Reigns Seth Rollins das nächste Mal gegenübersteht, dann gibt es nur noch zwei Männer in diesem Ring. Roman Reigns... und Seth Rollins. Und dann wird dieser Stuhl keine Rolle mehr spielen und wird niemand da sein, der Seth Rollins aus dieser Situation herausholt. Dann wird Seth Rollins für jeden einzelnen Schlag verantwortlich sein, den er ausgeteilt hat. Der Verrat ist passiert... Die Entscheidung ist gefallen. Jetzt fehlt nur noch der Moment, in dem Roman Reigns die Rechnung begleicht. Denn wenn dieser Moment kommt... wird es keinen Hinterhalt mehr geben... nur Konsequenzen."
Roman lässt das Mikrofon sinken. Paul Heyman steht hinter ihm und nickt langsam. Roman Reigns dreht sich nicht einmal zu ihm um.
Das Echo seines letzten Wortes „...nur Konsequenzen.“ hallt in den Stahlträgern der Carlson Center Arena nach und erstirbt langsam im dumpfen Raunen der Zuschauer. Für einen dehnenden, fast unerträglichen Augenblick herrscht absolute, bleierne Stille. Das Publikum in Alaska scheint den Atem anzuhalten. Dann...
"BURN... IT... DOWN."
Der ikonische Aufschrei peitscht durch die Arena wie ein Donnerschlag. Dichte Flammen Fontänen schießen empor, einzelne weiße Rauchsäulen säumen den Entrance Bereich. Die scheppernd schweren Gitarrenriffs, welche sofort von den eisigen, grellen Scheinwerferlicht umspült werden. Ein blendend weißer Kegel schneidet durch die abflachenden Flammen der Bühne und treffen den Vorhang wie eine Guillotine. Die Halle reagiert instinktiv. Ein Orkan aus Buhrufen bricht los, durchzogen von vereinzelten, fast verzweifelten „Seth! Seth!“-Rufen. Doch die Geräuschkulisse wirkt merkwürdig gedämpft, als würde die eisige Kälte Alaskas den Schall schlucken. Alle Blicke klammern sich an die Bühne. Nur langsam, mit einer beängstigenden, mechanischen Präzision, tritt Seth Rollins aus dem Schatten. Kein bunter Samt, keine extravaganten Federn, davon hat sich Seth bereits länger entfernt.
Er trägt ein tiefes, strukturiertes Schwarz. Der schwere Mantel fällt steil ab und bewegt sich im künstlichen Zugwind der Halle geschmeidig bei seinen Schritten. Seth bleibt oben an der Kante der Bühne stehen. Kein tänzelndes Wiegen zur Musik, kein ironisches Dirigieren der Zuschauermenge, kein schrilles Lachen… Nichts. Nur dieser eine, abgrundtiefe Blick, der sich wie ein Bohrer durch die Distanz schraubt, direkt in die Augen von Roman Reigns. Seth steht da wie ein Mann, der durch das Feuer gegangen ist und auf der anderen Seite verbrannt, aber klar erblickt hat, woraus die Welt besteht. Dann... zieht sich langsam, fast schmerzhaft, ein schmales Lächeln über seine Lippen. Es ist kein spöttisches Grinsen. Es ist nicht die Maske eines Narren. Es ist das feine, unheimliche Lächeln eines Mannes, der überzeugt ist, eine funktionierende Mathematik im Chaos erkannt zu haben, eine Wahrheit, für die alle anderen blind sind.
Seth setzt sich in Bewegung. Jeder Schritt auf der Rampe wirkt wie eine mathematische Notwendigkeit. Bewusst, als würde er einen Pfad beschreiten, den er in seinen Träumen schon tausendfach entlang gegangen ist. Der Tribal Chief rührt sich keinen Millimeter. Seine Kiefermuskeln mahlen, die Augen verengt. Neben ihm steht Paul Heyman und beim Anblick dieses fokussierten Seth Rollins spannt sich Heymans Körper sichtbar an. Seine Hände umklammern fest das Mikrofon, während sein Blick nervös zwischen Roman und der Herannahung der Gefahr pendelt.
Als er den Ring erreicht, bleibt er kurz vor den Stufen stehen, hebt langsam den Kopf und blickt nach oben. Auf den Rängen keimen allmählich die ersten “OTC!”-Rufe auf. Nicht unbedingt, weil alle bedingungslos hinter Roman Reigns stehen, sondern mehr, weil sie die Herangehensweise und Taten von Seth verabscheuen. Eine wirkliche Reaktion entlockt dies dem Mann aus Iowa nicht. Er atmet tief ein, als würde er diese Atmosphäre inhalieren wollen, bevor er mit Bedacht die Stahltreppen erklimmt. Ein behutsamer Schritt zwischen den Seile, ohne je den Blick wirklich von Roman zu nehmen. Der schwarze Anzug wird provisorisch gerichtet, während allmählich wieder dieses selbstgefällige Lächeln auf seinen Lippen Einzug erhält.
Auch Seth bekommt ein Mikrofon gereicht, unterdessen seine Musik langsam in den Weiten der Arena verklingen mag. So stehen sie sich gegenüber. Zum allerersten Mal seit der besagten Neuauflage des Verrats durch eben jenen, Seth Rollins. Dieser führt das Mikrofon an die Lippen. Als er zu sprechen beginnt, ist seine Stimme kein kehliges Kreischen, sondern ein leises, schneidendes Bariton. Beinahe zu ruhig für eine Arena dieser Größe. Aber genau deshalb verhallt jedes einzelne Wort wie ein Nadelstich.
SETH ROLLINS: "Hello… my little Brother!"
Und wieder kommt dieses gehässige Lächeln über seine Lippen. Es waren dieselben Worte, mit denen er auch Roman nach den War Games begrüßte. Womit sich leicht ablesen lässt, dass Seth den gesamten Weg bereits jeher geplant hatte?
SETH ROLLINS: "Weißt du, mein Bruder... das Amüsante an deiner kleinen Rede eben war nicht die Drohung. Es war nicht einmal der gewohnte Tonfall des Mannes, der glaubt, ihm gehöre die Welt. Es war dieser eine kleine Satz... die Vorstellung, dass du immer noch glaubst, diese Geschichte hätte an jenem Abend mit einem Stuhl angefangen."
Seth schüttelt kaum merklich den Kopf. Es ist kein spöttisches Kopfschütteln, sondern reine, nüchterne Korrektur. Die Korrektur eines Irrtums, welches durchaus mal passieren kann und er daher unweigerlich richtigstellen möchte. als hätte sie die ältere Kassiererin mit dem Wechselgeld vertan.
SETH ROLLINS: "Nein, Roman, die Geschichte begann nicht in Indianapolis und wiederholte sich auch nicht in Austin. Sie begann lange bevor einer von uns jemals Gold um die Hüfte getragen hat. Sie begann in stinkenden Highschool-Turnhallen, in denen wir vor zwanzig Leuten auf die Matte geschickt wurden, für fünfzig Dollar und eine kalte Pizza. Sie begann auf versifften Trainingsmatten, auf denen wir uns gegenseitig das Blut aus dem Gesicht wischten und den anderen aufgerichtet haben, wenn die Knochen geknackt haben. Wir wussten immer, dass es ein langer Weg werden würde, aber niemand… Niemand konnte uns davon abbringen, den Gedanken zu verlieren, jemals diese Arenen zu füllen und an der Spitze des gesamten Business zu stehen."
Er hält inne. Ein einziger, tief geführter Atemzug hallt leise über die Lautsprecher. Er geht einen halben Schritt nach vorne, das Leder der Stiefel knirscht auf der Matte. Die Halle wird spürbar stiller. Das vielschichtige Rauschen der Zuschauermenge weicht einer dichten Spannung.
SETH ROLLINS: "Ich erinnere mich an Iowa. Ich erinnere mich an dämmrige Turnhallen in Florida. Ich erinnere mich an die Anfänge von NXT. Ich erinnere mich an drei besessene Idioten, die geglaubt haben, sie könnten das Fundament dieser gesamten Industrie rausreißen und neu gießen. Es kam alles organisch. Ich verlor keinen Gedanken daran, was eventuell besser sein könnte und wie groß es zu diesem Zeitpunkt bereits war. The Shield... das war für mich nicht einfach ein Trademark auf irgendeinem Shirt. Es war kein cooles neues Konzept. Es war mein Herz, meine Idee… es war mein gesamtes Leben. Und immer… immer hegte ich den Gedanken, dass wir drei zusammen, gemeinsam an der Spitze stehen. Und da… da drin, ich muss es leider zugeben, lag der größte Trugschluss in meinem Leben."
Seine Stimme senkt sich langsam, als Seth doch nun einen Fehler einräumen möchte. Dass sie als Rookies einst ambitionierte Träume hatte, kann man ihnen sicherlich nicht verwerfen und irgendwie, habe sie dies auch in die Tat umsetzen können, wenn auch nicht ganz wie in ihren Vorstellungen zur damaligen Zeit.
SETH ROLLINS: "Ich war der Architekt. Ich war derjenige, der die Pläne gezeichnet hat. Ich habe die Brücken gebaut, auf denen wir drei gelaufen sind. Als wir durch die Zuschauerränge gekommen sind und den Tisch zertrümmert haben, war dies mein Entwurf. Als wir uns die Tag Team Titel geholt haben und somit den ersten Schritt unseres Traumes gesichert hatten. Ich habe Lösungen gefunden, wenn es brannte. Ich habe hinter den Kulissen gekämpft, damit wir als Einheit unantastbar bleiben. Und vor allem, Roman... habe ich Tag für Tag dafür gekämpft, dass DU funktionierst."
Seth legt den Kopf leicht schief und fixiert Roman mit schneidender Schärfe. Ein spürbares Raunen geht durch die Ränge, denn mit einem Mal erhält dieser Tiefgang in ihrer Vergangenheit eine ganz andere Facette. Nicht jeder kann hier Seth wahrscheinlich folgen, aber die Auflösung wird sicherlich noch nachgereicht.
SETH ROLLINS: "Na… erinnerst du dich noch daran, oder hast du diese Passage erfolgreich aus deinem Gedächtnis verdrängen können? Ich… ICH war dafür bestimmt auf Jahre, Jahrzehnte das Gesicht einer jeden Company zu sein, ich sollte der neune Megastar werden! Moxley und ich haben uns im Ring aufopfern müssen, um dich größer aussehen zu lassen, als du damals warst. Ich habe deine Fehler kaschiert. Ich habe dir beigebracht, wie man ein Match liest, wie man im Hauptkampf überlebt, wie man Ringpsychologie atmet. Ich habe dafür gesorgt, dass die Welt in Roman Reigns den Mann sieht, den sie sehen sollte. Und weißt du, was das absolut Verfluchte an der Geschichte ist? Es hat funktioniert. Gott verdamme es, es hat perfekt funktioniert."
Ein trockenes, völlig freudloses Lachen entweicht seiner Kehle. Ein langsames Nicken get von Seth, während er jedes einzelne seiner Worte geradezu auf den Lippen schmeckt, so bitte wie Galle aus dem übersäuerten Magentrackt.
SETH ROLLINS: "Die Leute fingen an zu glauben, der Enforcer der Gruppe wurde plötzlich zum Aushängeschild gemacht. Der stille Junge aus Samoa wurde zum Big Dog. Und der Big Dog wurde schließlich zum unantastbaren Tribal Chief. Und während sie dir eine Krone nach der anderen auf den Kopf gesetzt haben... stand ich daneben. Immer… Jedes…Verdammte…Mal!"
Die letzten Worte spricht er nicht laut aus, er stößt sie fast mit Abscheu aus. Seth hebt den Zeigefinger. Seine Hand beginnt minimal zu zittern. Nicht aus Furcht, sondern getrieben von einer unterdrückten, jahrelang angestauten Wut.
SETH ROLLINS: "Weißt du eigentlich, wie es sich anfühlt, vor diesem Vorhang zu stehen? Zu wissen... dieser Main Event gehört eigentlich mir? Wie oft ich genau wusste, dass ich die tiefere Connection zu den Fans hatte? Dass ich der bessere Wrestler war? Dass ich derjenige war, der diese Company Woche für Woche, Show für Show, auf seinen eigenen kaputten Knochen getragen hat? Und trotzdem... stand am Ende des Tages dein Name in den größten Buchstaben auf dem Poster. Jedes verdammte Mal. Du warst der Draw. Du warst das Gesicht. Du warst der Auserwählte, dem man alles auf einem silbernen Tablett serviert hat. Kannst du dir diesen Twist, diesen Schmerz in irgendeiner Weise überhaupt vorstellen? Nein, wahrscheinlich nicht, denn du… der große Roman Reigns hat dies niemals erfahren."
Er schüttelt langsam den Kopf, ein trauriges, feines Lächeln stiehlt sich auf seinen Lippen. Seth macht noch einen Schritt auf Roman zu. Die Distanz zwischen den beiden schrumpft auf eine Armlänge.
SETH ROLLINS: "Und ich? Ich sollte dankbar sein. Brav lächeln und dankbar dafür sein, dass ich überhaupt im selben Scheinwerferlicht stehen durfte? Roman... ich habe dich geliebt wie einen eigenen Bruder. Ich hätte für dich geblutet. Ich hätte meine gesamte Karriere für dich geopfert. Verdammt... ich HABE sie geopfert. Jedes Mal, wenn ich zurückgesteckt habe. Jedes Mal, wenn ich den härtesten Bump genommen habe. Jedes Mal, wenn ich mein eigenes Scheinwerferlicht gedimmt habe, nur damit DU im Ring strahlst... habe ich ein Stück meiner eigenen Seele im Doghouse zurückgelassen. Also nein, Roman, erzähl mir nicht noch einmal deine Legende vom Verrat. Der Stuhlschlag von Austin war nicht der Anfang, der Stuhlschlag war keine spontane Bösartigkeit."
Er hebt den Kopf wieder. Seine Augen glänzen, nicht wegen möglicher Tränen der Schwäche, sondern vor einer blanken, unerbittlichen Intensität. Seth hebt den Arm und zeigt mit ausgestrecktem Finger ohne ein Wackeln direkt auf Romans Brust.
SETH ROLLINS: "Der wahre Verrat war jedes einzelne Mal, dass sie dich gewählt haben... obwohl ich das Fundament gegossen und den Weg für dich gebaut habe. Der Stuhl war nur der Moment, in dem der Schmerz von Jahren endlich explodiert ist. Du hast eben gesagt... Jede Entscheidung hat ihre Konsequenzen und da gebe ich dir ausnahmsweise recht. Es ist das Grundgesetz von allem. Gott, es war ein Segen, dass deine verlauste Verwandtschaft darauf angesprungen ist. Die treue Bloodline und ihr Ehrempfinden auf eigene Erfolge. Mit dem dahin Drängen eines allerletzten SHIELD Matches hatte ich das perfekte Szenario. Wir schalten deine Cousins aus und es ist erstmals niemand mehr da, der Roman Reigns den Rücken stärkt. Und jetzt, mein Bruder… jetzt sprechen wir über Konsequenzen!"
Jede Theatralik schwindet. Kein sarkastisches Grinsen, kein gehässiger Blick und keine überzogenen Betonen. Mit den letzten klaren Worten, positioniert sich Seth direkt vor Roman Reings und blickt ihm direkt in die Augen. Zwischen all dem Wahnsinn und zu oft, manchmal zu laut inszenierten Art des Visionary’s erscheint dies als die reinste und purste Version von Seth Rollins.
Roman Reigns sagt zunächst kein Wort. Keinen Schritt nach vorne keine aggressive Geste nur dieses Schmunzeln. Ein kaum sichtbares, beinahe ungläubiges Lächeln legt sich auf die Lippen des Tribal Chiefs, während Seth Rollins noch immer unmittelbar vor ihm steht. Roman senkt für einen kurzen Augenblick den Blick, schüttelt langsam den Kopf und hebt ihn anschließend wieder. Er betrachtet Seth nicht wie einen ebenbürtigen Gegner. Nicht wie einen Mann, vor dem Roman Reigns zurückweichen müsste sondern wie jemanden, der gerade eine Geschichte erzählt hat, die in seinen eigenen Augen vollkommen logisch klingt. Und genau das scheint Roman beinahe amüsant zu finden. Die Zuschauer reagieren sofort auf dieses Schmunzeln. Ein Raunen zieht durch die Arena. Paul Heyman steht einige Schritte hinter Roman und beobachtet die Situation aufmerksam. Er kennt diesen Gesichtsausdruck. Er weiß, dass Roman nicht deshalb lächelt, weil Seth ihn beeindruckt hat. Roman hebt langsam das Mikrofon.
![[Bild: https-media-zenfs.jpg]](https://i.ibb.co/PZqpMRFh/https-media-zenfs.jpg)
"The Tribal Chief" Roman Reigns
"Wow... Seth... das war eine Menge. Eine Menge Vergangenheit... Opfer! Eine Menge Geschichten darüber, was Seth Rollins für Roman Reigns getan haben soll. Und weißt du, was daran das Interessanteste ist? In deiner gesamten Geschichte gab es eigentlich nur einen Mittelpunkt... Seth Rollins. Der Architekt... Der Visionär... Der bessere Wrestler... Derjenige mit der tieferen Verbindung... Derjenige, der angeblich alles aufgebaut hat... Derjenige, der angeblich immer im Schatten stand... Seth... hörst du dir eigentlich selbst zu? Du hast gerade zehn Minuten damit verbracht, der Welt zu erklären, warum du der wichtigste Mann in einer Geschichte bist, in der du dich selbst zum Mittelpunkt gemacht hast. Das ist kein Beweis dafür, dass du der Mittelpunkt bist. Das ist der Beweis dafür, wie sehr du daran glaubst, einer zu sein. Du redest davon, dass du die Brücken gebaut hast. Du redest davon, dass du Roman Reigns aufgebaut hast. Du redest davon, dass ohne Seth Rollins niemand hier stehen würde. Aber die Realität ist eine andere. Seth Rollins war ein Teil dieser Geschichte. Aber Seth Rollins war niemals die gesamte Geschichte."
Das Publikum reagiert erneut. Der Tribal Chief blickt kurz über die Zuschauerreihen und darauf wieder zurück zu Seth.
"The Tribal Chief" Roman Reigns
"Und genau da liegt dein Problem. Du hast irgendwann aufgehört, zwischen deiner Version der Realität und der Realität selbst zu unterscheiden. Du glaubst, weil du Ideen hattest, weil du Matches bestritten hast, weil du Opfer gebracht hast, weil du neben Roman Reigns und Jon Moxley in diesem Ring gestanden hast... deshalb müsste die Welt dir etwas schulden. Das tut sie nicht. Niemand schuldet Seth Rollins einen Main Event. Niemand schuldet Seth Rollins eine Krone und NIEMAND schuldet Seth Rollins den Platz an der Spitze und schon gar nicht Roman Reigns. Du nennst mich selbstverliebt? Seth Rollins steht hier seit Minuten und erklärt einer ganzen Arena, wie wichtig Seth Rollins für alles und jeden gewesen ist. Der Ironie entgeht wirklich niemandem. Dann erklär mir eines. Warum stehen wir beide heute Nacht hier? Warum reden wir über Roman Reigns? Warum hat Seth Rollins einen Plan über Jahre hinweg aufgebaut, nur um am Ende wieder hier vor Roman Reigns zu stehen? Vielleicht ist die Realität viel einfacher, als Seth sie gerne hätte. Roman Reigns ist nicht der Mittelpunkt der Erde. Aber offensichtlich dreht sich Seth Rollins' Welt immer noch um ihn. Das ist der Unterschied zwischen uns. Seth Rollins braucht diese Geschichte, damit die Welt endlich erkennt, wie wichtig Seth Rollins angeblich ist. Roman Reigns braucht keine Geschichte zu erfinden. Die Geschichte steht bereits da. Und wenn Seth Rollins wirklich glaubt, dass all das hier nur wegen ihm passiert... dann wird die Realität Seth Rollins sehr bald wieder einholen."
Roman lächelt kaum sichtbar und blickt Seth direkt an. Das Schmunzeln auf Romans Lippen verharrt noch für einen Moment im Gesicht des Tribal Chief, diese feine, gönnerhafte Herablassung, die Seth’ jahrelangen Schmerz mit einem einzigen Schulterzucken zu bloßem Selbstmitleid degradieren soll. Roman schaut auf ihn herab wie auf einen bockigen Untergebenen, der sich in Fantasien verliert, während die Realität ihn bald wieder einholen wird. Der Blick des Visionary verändert sich. Für den Bruchteil einer Sekunde verschwindet jedes verbliebene Lächeln aus Seth’ Zügen. Keine theatralische Grimasse. Keine übertriebene, manische Wutreaktion. Nur diese seltsame, unheimliche Ruhe, die gefährlicher und bedrohlicher wirkt als jede emotionale Explosion zuvor. Seth senkt langsam den Blick auf die dunkle Ringmatte. Ein leises, trockenes Schnauben entweicht ihm. Optisch etwas verlegen, reibt er sich mit dem Finger über den Mundwinkel, als würde er nach den richtigen Worten suchen. Dann hebt er den Kopf, er führt das Mikrofon wieder zum Munde.
SETH ROLLINS: "Da, ja genau da war es…"
Seth hebt den Kopf nun ganz. Ein schmales, feines Lächeln kehrt auf seine Lippen zurück. Es ist kein spöttischer Hohn und keine Maske des Wahns mehr. Es ist ein Lächeln der Erleichterung. Als hätte Roman in seiner schweigenden Überheblichkeit gerade selbst den unumstößlichen Beweis dafür geliefert, worum es Seth seit vierzehn Jahren geht.
SETH ROLLINS: "Du hast überhaupt nichts verstanden, Roman. Oder vielleicht... willst du es auch gar nicht verstehen. Weil das Fundament deiner Existenz einstürzen würde, wenn du es zuließest."
Seth macht einen langsamen, bewussten Schritt nach vorne. Die Distanz zwischen ihnen schrumpft auf ein Minimum zusammen. Jetzt stehen sich beide Hünen gegenüber, beinahe Stirn an Stirn gegenüber.
SETH ROLLINS: "Du hörst 'Ich'. Dein Ego lässt gar nichts anderes zu. Aber ich... ich höre 'Wir'. Ich habe nie behauptet, dass The Shield nur aus Seth Rollins bestand. Ich habe nie behauptet, ich hätte diese Schlachten allein geschlagen. Ich habe nur gesagt... dass The Shield ohne seinen Architekten irgendwann angefangen hat, von innen heraus zu verrotten."
Die Zuschauer auf den Rängen reagieren sofort. Eine Welle aus “SHIELD!”-Rufen bricht durch die Halle. So wie sie es immer tun, wenn dieses legendäre Trio erwähnt wird oder auch nur irgendeine Resonanz dazu ersichtlich wird. Seth hört die Rufe, doch er wendet den Blick nicht ab. Er nickt nur langsam, während seine Augen Romans Pupillen fixieren.
SETH ROLLINS: "Und jetzt willst du mir wirklich weiß machen, du siehst es nicht? Ich war der Erste. Erinnere dich verdammt noch mal daran! Ich war der allererste World Champion von uns dreien. Ich war der Erste, der der gesamten Welt bewiesen hat, dass einer von diesem Trio ganz oben auf dem Olymp stehen kann. Ich habe die Pionierearbeit geleistet. Und trotzdem... haben die Herren in den Maßanzügen da hinten irgendwann beschlossen, dass nicht der Erste ihre Zukunft sein sollte."
Er hebt langsam den Zeigefinger und zeigt unverwandt auf Roman. Sicherlich ist es etwas verzerrt, aber ganz von der Hand zu legen ist nun mal auch nicht. Seth Rollins war zu jener Zeit eine Naturgewalt in jedem Ring und kann dies bis heute sein, doch das große Spotlight fiel stets auf Roman Reigns.
SETH ROLLINS: "Sondern du."
Die letzten beiden Worte spricht Seth nicht laut aus. Er raunt sie fast bedauernd, wie ein trauriges Geständnis.
SETH ROLLINS: "Und weißt du, an welchem Punkt ich begriffen habe, dass es in jener Company niemals um Leistung, Schweiß oder Herzblut ging? Royal Crowning, NISSHOKU, Every Empire Falls… Gott ich könnte endlos weitere Premium Events aufzählen und dies waren nur nicht jüngsten. Jedes einzelne Mal... wenn die größte Bühne der Welt aufgebaut wurde, stand Roman Reigns im Mittelpunkt des Posters. Nicht, weil Roman Reigns sich diesen Platz an diesem Abend jedes Mal durch die beste Leistung verdient hatte. Sondern weil Roman Reigns von Tag eins an die Rolle des Auserwählten spielen sollte."
Ein trockenes, kurzes Lachen entweicht Seth’ Kehle. Mitleidig, fast sanft. Ausweichend, lehnt er den Kopf zur Seite und dehnt seinen Nacken bis es leise knackt. Doch er war noch nicht fertig. Er ließ seine Worte wirken, bis er sich die nächsten bereits zurecht legte.
SETH ROLLINS: "Du sprichst von Realität? Du willst mir etwas über die Realität da draußen erzählen, Roman? Die eiskalte Realität ist... dass du in deinem gesamten gepuderten Leben nie lernen musstest, mit dem zweiten Platz zu leben. Du kennst dieses Gefühl gar nicht. Ich schon. Wenn man einem wie dir nur so viele Chancen bereitlegt, reicht auch irgendwann ein Spear um den großen Wurf zu landen. Aber…"
Eine sehr bunte Metapher, die Roman wie eine Ohrfeige mit dem Fehdehandschuh vorkommen muss. Doch Seth nimmt eine große Portion der Schärfe heraus und revidiert nahezu mit seinem angefügten ‘Aber’. In der Arena wird andächtig ruhig. Das Rauschen der Menge erstirbt fast vollständig.
SETH ROLLINS: "...auch du wirst anerkennen müssen, dass alles… wahrlich ALLES unausweichlich zusammen hängt mit dir und mir. Ohne Seth Rollins gäbe es keinen Roman Reigns und ohne Roman Reigns würde es auch keinen Seth Rollins geben, zumindest nicht in dieser Form. Unsere Geschichte, unsere Legenden sind tief miteinander verflochten und jetzt… jetzt ist es endlich an der Zeit für das große Finale."
Große Worte, die Seth dafür ungewöhnlich ruhig ausspricht, fast schon nebensächlich. Sollte ihr Finale doch auch der finale Pinselstrich auf seiner Leinwand werden?! Er betrachtet sich jede einzelne Regung seines Gegenübers. Die Blicke werden fester, die Miene verhärtet sich und der Ton in seiner Stimme wird hörbar giftiger.
SETH ROLLINS: "Du glaubst in deinem grenzenlosen Wahn wirklich... ich brauche dich für mein Ego? Nein, Roman, ganz im Gegenteil. Ich brauche nur... dass du heute Abend hier vor all diesen Menschen endlich aussprichst, wer du in Wahrheit geworden bist."
Er tritt den letzten halben Schritt nach vorne. Die Stirnen der beiden trennen nur noch wenige Zentimeter. Man kann das kalte Knistern zwischen ihnen spüren. Paul Heyman macht hinter Roman instinktiv einen nervösen Schritt zur Seite, die Hände schützend angehoben. Roman hebt kaum merklich seine linke Hand nach hinten. Eine winzige, imperiale Geste, worauf Heyman auf der Stelle verharrt. Seth spricht nun beinahe flüsternd, doch jede Silbe trägt mit dem Gewicht von Blei bis in die allerletzte Reihe der Tribüne.
SETH ROLLINS: "Du warst der Big Dog für eine ganze Generation in unserem Business. Sie machten dich zum Tribal Chief und in jeder Arena auf diesem Kontinent… auf dem gesamten Globus erkennt dich an. Sie huldigen dir und nennen dich Head of the Table. Ich nenne dich..."
Eine lange, ausgedehnte, unerträgliche Pause entsteht. Das gesamte Carlson Center hält den Atem an. Seth wendet sich für einen Augenblick von Roman ab. Er dreht ihm den Rücken zu und macht ein paar Schritte wieder zu den Seilen hinter ihm. Fast andächtig bleibt er dann stehe, richtet sich komplett auf, atmet tief ein. Und blick über die Schulter zurück zu Reigns. Dann folgt der Satz, der wie ein gezielter Stich mitten ins Herz trifft.
SETH ROLLINS: "...meinen größten Fehler."
Absolute, erdrückende Stille. Als könne man eine Stecknadel fallen hören, sind alle Blicke andächtig auf die zwei Giganten im Ring gerichtet. Seine abschließenden Worte wirken schwer nach, doch Seth rührt sich keinen Millimeter. Fast schon provokant bleibt er mit dem Rücken zu Roman gewandt. Roman Reigns bewegt sich zunächst keinen Millimeter. Seth Rollins steht noch immer mit dem Rücken zu ihm. Den Kopf leicht über die Schulter gedreht, als würde er darauf warten, dass genau dieser eine Satz seine Wirkung entfaltet. „Meinen größten Fehler.“ Ein Satz, der eigentlich wie ein letzter Stich gedacht war. Wie der Höhepunkt einer Rede, die Seth über Minuten hinweg aufgebaut hat doch hinter Seth geschieht etwas, womit er möglicherweise nicht gerechnet hat... Roman Reigns lächelt aber nicht breit... spöttisch... kein Lachen und kein Kopfschütteln. Nur dieses kleine, beinahe amüsierte Schmunzeln, das bereits zuvor auf seinen Lippen gelegen hat. Roman senkt den Blick für einen Moment auf den Ringboden. Dann hebt er ihn wieder und betrachtet Seth Rollins mit einer Ruhe, die beinahe irritierender wirkt als jede aggressive Reaktion. Paul Heyman beobachtet seinen Tribal Chief aufmerksam. Roman hebt das Mikrofon langsam an.
"The Tribal Chief" Roman Reigns
"Wow... Ich muss Seth Rollins tatsächlich etwas zugestehen. Roman Reigns ist beeindruckt."
Ein Raunen geht durch die Arena doch weiterhin bleibt Seth stehen. Roman macht einen langsamen Schritt nach vorne.
"The Tribal Chief" Roman Reigns
"Nicht von der Geschichte auch nicht von der Wahrheit in dieser Geschichte. Und ganz sicher nicht von dieser Vorstellung, dass Seth Rollins der Architekt von allem gewesen sein soll. Roman Reigns ist beeindruckt von der Art und Weise, wie Seth Rollins gerade gesprochen hat. Das war eine verdammt gute Rede.
Wirklich! Eine verdammt gute Rede. Seth Rollins hat eine Geschichte genommen, jedes einzelne Ereignis miteinander verbunden, aus jedem Rückschlag ein Opfer gemacht, aus jeder Niederlage eine Ungerechtigkeit und aus jeder eigenen Entscheidung einen Teil eines großen Plans. Seth hat Gefühle hineingelegt. Schmerz... Enttäuschung... Wut... Verrat... Freundschaft... Bruderschaft... Seth Rollins hat eine Geschichte erzählt, bei der man für einen Moment tatsächlich vergessen könnte, dass hier nicht über eine objektive Wahrheit gesprochen wurde. Jedoch über die Wahrheit von Seth Rollins. Und genau deshalb... genau deshalb muss Roman Reigns etwas sagen, Seth."
Der Tonfall verändert sich weniger amüsiert doch deutlich ernster.
"The Tribal Chief" Roman Reigns
"Mit dieser Art von Rede tatsächlich eine Menge Menschen überzeugen. Ganz ehrlich... diesem Talent für Rhetorik, mit diesem Selbstvertrauen, mit dieser Fähigkeit, jedes einzelne Detail so lange zu drehen, bis es in das eigene Weltbild passt... Seth Rollins könnte damit wahrscheinlich sogar in der Politik ein ziemlich gutes Standbein haben. Denn genau das ist es, was Politiker seit Jahrzehnten versuchen. Sie nehmen die Wahrheit... schneiden die Teile heraus, die ihnen nicht gefallen... setzen andere Teile neu zusammen... geben der Geschichte einen Namen... geben ihr einen Schuldigen... und erzählen sie anschließend so oft, bis genügend Menschen glauben, sie hätten sie selbst erlebt. Seth Rollins könnte damit verdammt erfolgreich sein. Seth Rollins hat gerade genau das gemacht. Eine Geschichte erzählt, in der Seth Rollins immer derjenige war, der geopfert hat. Seth Rollins war derjenige, der alles aufgebaut hat. Seth Rollins war derjenige, der Roman Reigns besser gemacht hat. Seth Rollins war derjenige, der angeblich dafür gesorgt hat, dass die Welt überhaupt erkannt hat, wer Roman Reigns ist. Und je länger Seth Rollins gesprochen hat, desto mehr hat man beinahe vergessen, dass es in dieser Geschichte noch zwei andere Männer gab. Roman Reigns... Jon Moxley. Aber Seth Rollins hat daraus eine Geschichte gemacht, in der Seth Rollins gleichzeitig Opfer, Architekt, Held, Visionär, Märtyrer und schließlich auch noch derjenige ist, der all das schon seit vierzehn Jahren verstanden hat."
Roman senkt das Mikrofon für einen Augenblick
"The Tribal Chief" Roman Reigns
"Das ist beeindruckend. Aber es ist nicht wahr. Und genau da liegt der Unterschied zwischen Seth Rollins und Roman Reigns. Seth Rollins braucht seine Version der Geschichte, damit er sich selbst erklären kann. Roman Reigns braucht das nicht denn Roman Reigns muss nicht behaupten, dass er der Wichtigste war. Roman Reigns muss nicht behaupten, dass er alles aufgebaut hat. Roman Reigns muss nicht behaupten, dass er die Welt verändert hat. Die Menschen haben es gesehen. Die Geschichte steht bereits geschrieben. Und genau deshalb ist das, was Seth Rollins hier versucht, so faszinierend. Seth Rollins glaubt tatsächlich, dass er Roman Reigns mit Worten entthronen kann. Mit einer Rede... Mit einer Interpretation der Vergangenheit... Mit der Behauptung, Roman Reigns sei nur deshalb Roman Reigns geworden, weil Seth Rollins es zugelassen hat. Das ist der Teil, bei dem Roman Reigns wirklich beeindruckt ist doch nicht weil Seth recht hat sondern weil Seth es tatsächlich glaubt. Dieser Größenwahn... Dieser Irrglaube... Diese absolute Überzeugung, dass die eigene Wahrnehmung automatisch die Realität sein muss... Seth Rollins, wenn Roman Reigns ehrlich ist... Sie haben tatsächlich das Zeug dazu, mit genau so einem Mist Menschen zu überzeugen. Sie könnten irgendwo auf einer Bühne stehen. Einen Anzug tragen. Ein Mikrofon in der Hand halten. Hinter Ihnen ein paar Flaggen. Vor Ihnen Tausende Menschen. Und dann würden Sie ihnen zehn Minuten lang erklären, dass alles, was schiefgelaufen ist, die Schuld irgendeines anderen Menschen war. ihnen erzählen, dass Sie immer nur das Beste wollten... dass Sie immer für die Menschen gekämpft haben... dass Sie selbst jahrelang Opfer gebracht haben... dass Sie eigentlich immer derjenige waren, der die Welt hätte retten können. Und wahrscheinlich würden einige Ihnen sogar glauben aber der Tribal Chief Roman Reigns nicht."
Der Tribal Chief wartet einige Sekunden um die Worte sacken zu lassen.
"The Tribal Chief" Roman Reigns
"Denn Roman Reigns kennt den Unterschied zwischen einer guten Geschichte... und der Wahrheit. Seth könnte diese Geschichte so oft erzählen, wie Sie wollen... Seth könnte sie verändern... Seth könnte neue Kapitel hinzufügen... Seth könnte Roman Reigns zum Bösewicht machen und Seth Rollins zum Opfer... Seth könnte behaupten, Seth hätte Roman aufgebaut... Seth könnte behaupten, Sie hätten Roman Reigns zu dem Mann gemacht, der heute hier steht. Aber Seth konnte eines nicht die Realität verändern. Und die Realität ist... Seth Rollins hat Roman Reigns nicht erschaffen... nicht zum Tribal Chief gemacht... keine Krone auf den Kopf gesetzt... niemals kontrolliert. Seth Rollins WAR ein Teil meiner Geschichte. Aber war NIEMALS der Autor meines Lebens."
Ein lautes Raunen geht durch die Arena. Roman lässt den Satz wirken darauf senkt er das Mikrofon kurz bevor er es wieder hebt.
"The Tribal Chief" Roman Reigns
"Und vielleicht... ist genau das die Wahrheit, die Seth Rollins seit all den Jahren nicht akzeptieren kann... immer der Architekt sein... immer derjenige sein, der die Pläne zeichnet... immer derjenige sein, der entscheidet, wer auf welchem Platz steht und jetzt steht Seth Rollins hier... und muss feststellen, dass der Mann, dessen Geschichte Sie angeblich kontrolliert haben, längst seine eigene Geschichte geschrieben hat.
Roman lässt den Blick über die Arena schweifen.
"The Tribal Chief" Roman Reigns
"Das ist der Teil, den Seth Rollins nicht ertragen kann... nicht, dass Roman Reigns erfolgreich wurde... dass Roman Reigns zum Big Dog wurde... dass Roman Reigns zum Head of the Table wurde sondern dass Roman Reigns all das geworden ist... ohne Seth Rollins um Erlaubnis zu fragen."
Ein lautes Raunen und Jubelrufe gehen durch die Halle. Roman senkt das Mikrofon und für einen Moment sagt er nichts. Dann blickt er Seth mit einem fast schon bedauernden Ausdruck an.
"The Tribal Chief" Roman Reigns
"Seth hat gerade gesagt, Roman Reigns sei Ihr größter Fehler. Nein, Seth... Roman Reigns ist nicht Ihr größter Fehler. Ihr größter Fehler war zu glauben, dass Roman Reigns ohne Sie niemals Roman Reigns werden könnte. Und genau diesen Irrtum... wird Roman Reigns Ihnen persönlich nehmen."
Darauf lässt Roman Reigns das Miro fallen und es kommt zum Staredown!
OPENER
SINGLES MATCH
Dr. Britt Baker DMD vs. Bianca Belair
![[Bild: brittbelanca.png]](https://i.ibb.co/tp10Sh2x/brittbelanca.png)
Writer: ???
Das Theme der EST of Cee 2 Cee ertönt. Lauter Jubel bricht aus als Bianca Belair erscheint. Sie macht ein kleines Tänzchen auf der Stage. Dann macht sie sich auf ihren Weg zum Ring. Die Fans lieben sie. Die Afroamerikanerin hat schon oft genug in ihrer Karriere bewiesen warum man sie die Strongest, Fastest, Roughest, Toughest & Greatest, kurz The EST, nennt. Und dies möchte sie natürlich auch am heutigen Abend zeigen. Bianca Belair ist bei bester Laune und scheint ihrem kommenden Match entgegenzufiebern.
![[Bild: belent3.png]](https://i.ibb.co/HY3K80L/belent3.png)
Matthew Rehwoldt: "Making her way to the ring ... from Knoxville, Tennessee ... The EST of Cee 2 Cee ... BIIIIANCAAAA BEEEELAAAAIR!"
Während sie sich zum Ring begibt schwingt The EST ihren langen Pferdeschwanz, ihr Markenzeichen, welcher sich auch schon durchaus als hilfreiche Waffe erwiesen hat. Über den südlich Apron betritt Belair dann schließlich den Ring. Bevor sie die Ringseile passiert, schwingt sie auf dem Apron nochmals ihre Hüften und posiert dort für die Fans. Ein Blitzlichtgewitter geht durch die Zuschauerränge. Dann begibt sich Bianca Belair in die Mitte des Rings, wo sie sich ihrer Jacke entledigt und sich auf ihr Match vorbereitet.
The Doctor will see you now
Kaum kündigt eine weibliche Stimme mit dem Spruch die Wrestlerin an, schallt auch schon die Theme aus den Boxen der Arena. Mit einem gelb-schwarzen Mantel kommt die Doktorin auf die Stage, der an einen Arztkittel erinnert und entsprechend verziert ist. Dabei redet sie auffällig Richtung Kamera. Man kann nicht hören, was sie sagt, aber vermutlich ist es eine Ansage Richtung Gegnerin.
![[Bild: britent12131rdcf.png]](https://i.ibb.co/gZQzrx0H/britent12131rdcf.png)
Sie dreht sich mit dem Rücken zu den Fans und man kann sehen, dass auch ein Backenzahn entsprechend auf die Rückseite gestickt wurde. Baker breitet die Arme aus, geht die Rampe ein Stück hinunter, dreht sich und geht dann wieder ein paar Schritte rauf. Und Zack, dreht sie sich wieder um.
Matthew Rehwoldt: ”Making her way to the Ring…from Pittsbuuuurgh, Pennsylvaniaaaa…DOCTOR BRITT BAKER D…M…D!!!"
Beim DMD hebt die Brünette aus Pittsburgh den Arm, formt einen Zeigefinger und zeigt nach unten, als würde sie auf jeden einzelnen Buchstaben zeigen. Laut schallt DEEE EEEM DEEE durch die Arena, bevor Britt weiter die Rampe hinunter geht. Die Zuschauer jubeln, während sie selbst die Atmosphäre genießt. Um die Atmosphäre noch anzuheizen, zieht sie ein gelbes Tuch hervor. Nicht in dem Moment zu sehen, steht darauf The Terrible Towel - A Pittsburgh Original, ein Rallye-Handtuch der Pittsburgh Steelers, eine amerikanische Football-Mannschaft der National Football League. Jedoch auch ein gewisses Zeichen. Diese Fahne hat eine gewisse Beliebtheit gewonnen und Britt nutzt diese, um an ihrer Herkunft stolz zu erinnern und allen die dort herkommen.
![[Bild: britent12131rdcasfadsvdsd.png]](https://i.ibb.co/S4VFWnsS/britent12131rdcasfadsvdsd.png)
Über die Stahltreppe geht sie in den Ring, wozu sie zwischen den Ringseilen hertauchen muss. Im Ring angekommen, legt sie den Mantel ab, präsentiert sich nochmals den Fans, indem sie auch dort die Arme nach außen wirft und nach oben winkelt. DMD geht einmal auf und wieder ab und redet dabei in Richtung Kamera. Leider hören wir auch hier nicht was. Die Theme endet, als sie in ihre Ecke geht und dort wartet, bis das Match beginnt.
Warnung! Spoiler!
Die folgenden Szene ereignete sich Stunden vor der Show
Die Arena existierte in einem merkwürdigen, fast unheimlichen Zustand, den das Publikum nie zu Gesicht bekommt. Kein ohrenbetäubender Bass dröhnte durch die Halle, keine Pyrotechnik ließ die Luft nach Schwefel riechen und das tosende Meer aus zehntausend Stimmen bestand nur aus einer schweren Stille. Das Einzige, was den riesigen Raum erfüllte, war das vereinzelte, metallische Klirren von Werkzeug und das fern hallende, dumpfe Schaben von Boxen, die über den glatten Hallenboden geschoben wurde. Ganz unten, im staubigen Lichtkegel der spärlichen Arbeitsbeleuchtung, zogen Techniker mit eingespielten Handgriffen die Ringseile nach, während am Regiepult einzelne Scheinwerfer testweise in stechendem Weiß aufzuckten.
Noch gehörte diese Halle niemandem. Ganz oben, im Schatten der letzten Reihen des Unterrangs, saß Becky Lynch. Völlig isoliert von der Geschäftigkeit tief unter ihr. Die Beine hatte sie starr auf die Rückenlehne der Reihe vor ihr gelegt, während ihre Arme so brutal fest vor der Brust verschränkten waren, dass die Knöchel weiß hervortraten. Ihr Blick hing an der dunklen Matte des Rings weit unten. Doch sie nahm die Halle nicht weiter wahr. Vor ihrem inneren Auge spulte sich ein Gemisch verschiedener Szenen und Erinnerungen ab. Schmerzhafte Bilder aus einer schöneren Zeit Dabei ging es nicht um Thekla, selbst nachdem dies ihr ein sichtbares Veilchen am linken Augen verpasst hatte. Es war mittlerweile ein unerbittlicher Kampf um jeden Zentimeter. Keine der beiden gab nach und am Ende sollte es um das Gold gehen, welches Becky ihr Eigen nannte.
Gedanklich war sie ganz woanders. Sie erinnerte sich an die Zeit die sich mit Seth so aufregend und leicht anfühlte, als wäre alles richtig gewesen. Als gäbe es eine Zukunft abseits des Geschäfts, eine Realität, die größer war als Wrestling, größer als Titel und unbedeutender als all die kräftezehrenden Kämpfe, die sie Woche für Woche im Ring und abseits dessen austrug. Doch jetzt fühlt es sich so weit entfernt an. Jede einzelne Erinnerung Schnitt wie eine Rasierklinge ins Fleisch. Ungewollt schloss sie die Augen, als könne sie das Kopfkino so stoppen.
BECKY LYNCH: "Bitte Dad… gib mir ein Zeichen, irgendwas. Ich kann doch nicht so falsch gelegen haben?"
Schon der bloße Gedanke an ihren alten Herren schnürte ihr die Kehle zu und zog ihr jegliche Luft aus der Brust. Früher wäre er die erste Person gewesen, die sie angerufen hätte. Er hätte ihr zugehört, vermutlich irgendeinen trockenen, unspektakulären Spruch gebracht, nichts Weltbewegendes, aber es hätte die Welt, ihre Welt wieder ins Lot gerückt. „You’ll figure it out, Bec.“
Heute antwortete nur das Summen der Lüftung. Sie schluckte schwer gegen den Kloß in ihrem Hals an. ”Was mache ich hier eigentlich?” Äußerlich regte sich Becky nicht, aber innerlich tobte ein Krieg aus Gedanken, besseren Erinnerungen und der Versuch irgendwo zu erkennen, was sie womöglich übersehen hatte. Es brachte ihr nichts, außer erste Tränen, die sich in ihren Augen sammelten.
Ein leises Knarren von den naheliegenden Stufen der Tribüne riss sie aus den Gedanken. Jemand bewegte sich durch die Sitzreihen über ihr. Nicht hastig oder laut, sondern behutsam, vorsichtig, als wolle derjenige austesten, ob er hier überhaupt erwünscht war.
Producer Jeff Miller: "Ich hatte fast gehofft, dich hier oben zu finden."
Becky schlug die Augen auf, behielt den Blick aber starr nach vorne gerichtet. Jeff blieb zwei Schritte entfernt stehen. Er selbst betrachtete das rege Treiben der Mitarbeiter und seiner Techniker von hier oben. Die Hände leicht in den Hosentaschen verstaut, wandte er sich langsam wieder zu Becky. Er musterte sie. Der Blick in ihren Augen, ihre Haltung… man musste kein Experte sein, um zu erkennen, dass sie alles andere als gut dran war. Schließlich setzte sich Jeff mit genau einem freien Platz Abstand neben sie.
Producer Jeff Miller: "Die meisten verstecken sich vor einer Show unten im Locker Room."
BECKY LYNCH: "Ich verstecke mich nicht. Ich… ich brauchte nur einen Platz zum nachdenken."
Er nickte bedächtig, während sein Blick ins Leere schweifte. Der Satz lagerte sich wie dichter Nebel zwischen ihnen ab. Unten in der Halle schlug einer der Techniker mit einem schweren Gummihammer rhythmisch gegen den eisernen Ringpfosten. Ein metallischer, hohler Schlag nach dem anderen. Jeff stützte die Ellbogen auf den Knien ab und lehnte sich ihr etwas entgegen.
Producer Jeff Miller: "Seit Wochen fällt mir auf, dass etwas nicht stimmt. Und…ähm… ich meine, Thekla hat dir ordentlich eine mitgegeben und du ihr. Das ganze dauert auch schon viel zu lange und ihr verkeilt euch da in etwas, was nicht unbedingt gut ist. Doch…du sitzt hier oben nicht unbedingt, weil du über Thekla nachdenken willst, habe ich recht?!"
Man konnte ihm nicht sonderlich viel vor machen, zumindest nicht Becky. Hielt sie sich auch noch so verschlossen, las Jeff sie wie ein offenes Buch. Gerade wenn sie etwas verheimlichen oder mit sich selbst ausmachen wollte, wurde er geradezu hellhörig. Er sah ihr an der Nasenspitze an, dass etwas nicht stimmte. Becky versank immer mehr in ihrem Sitz. War es so offensichtlich?
BECKY LYNCH: "Du bist verdammt gut darin mich zu lesen, huh? Nein, es… es dreht sich nicht unbedingt alles um Thekla. Ich bin ja fast froh, dass ich ein wenig Aggression an dieser Bitch auslassen kann. Sie verträgt das scheinbar. Es…"
Zumindest räumte sie ihm ein, dass er auf der richtigen Fährte ist. Jeff hatte sie bereits durch so einige Tiefs begleitet. Diskret und meistens doch mit der nötigen Vernunft, um ihr einen richtigen Denkanstoß zu geben. Fiel es dem Rotschopf auch noch so schwer, sie wollte ihn nicht weiter anlügen oder gar für dumm verkaufen. Dies hatte er nicht verdient.
BECKY LYNCH: "Wie weit soll ich ausholen…?"
Untermalt von einem Schnauben, in dem sie nach Luft ringte, war diese Frage nicht einmal rhetorisch gemeint. Jeff hatte längst erkannt, dass es um weitaus mehr als nur um ihre Fehde mit Thekla ging. Er sah sie prüfend an, ganz so, als wollte er abschätzen, wie schwer es ihr fiel.
Producer Jeff Miller: "Ähm… so weit wie du ausholen magst?!"
Becky ließ den Blick wieder herabsinken, hinein in den riesigen, kühlen Krater der Halle. Unten spannte einer der Techniker mit geübter Routine das oberste Seil nach. Mit einem tiefen, hohlen Klang schnallte der Stahl zurück und das metallische Nachhallen schwang durch die Stille, ehe es sich im weiten, dunklen Rund der leeren Arena verlor. Ihre Finger verkrampften sich so fest ineinander, dass die Haut an den Knöcheln fast transparent wirkte. Ohne den Blick vom Ring zu nehmen, brach Becky das Schweigen und suchte die richtigen Worte zusammen.
BECKY LYNCH: "Weißt du… Ich habe die ganze Zeit versucht zu begreifen, wo das hier eigentlich angefangen hat."
Jeff sagte nichts. Er saß einfach nur da, die Schultern leicht vorgeschoben und nickte ein einziges Mal, ein stummes Signal, dass er zuhörte. Becky atmete flach und stoßweise aus. Ihre Brust hob und senkte sich unruhig.
BECKY LYNCH: "Ich glaube... es fing nicht erst mit Roman an. Und auch nicht mit dem Verrat gegen seine so genannten Brüder. Zumindest rede ich mir das seit Tagen ein."
Der Satz klang so leise, so brüchig, als hätte sie ihn vorher noch nie laut ausgesprochen, als würde er erst in dieser Sekunde, in dieser leeren Halle, zu einer realen Bedrohung werden. Sie versucht es, sie versucht krampfhaft alle Ereignisse zusammenzufügen und irgendwo den roten Faden zu erkennen. Ihre Stimme bekam einen suchenden, beinahe verzweifelten Unterton.
BECKY LYNCH: "Ich versuche ständig, irgendeinen Punkt in der Vergangenheit zu greifen. Irgendeinen Moment, an dem die Welt noch Sinn ergeben hat und für uns alles in Ordnung war. Aber je länger ich darüber nachdenke... desto mehr verschwimmt einfach alles."
Sie schnaubte spöttisch, doch in ihren Augen lag nicht der Hauch von Belustigung. Jeff verschränkte ruhig die Hände über den Knien und neigte den Kopf leicht zur Seite.
Producer Jeff Miller: "Was genau verschwimmt, Rebecca?"
Becky schluckte schwer. Man sah der Anspannung in ihrer Halsmuskulatur an, wie schwer ihr jedes einzelne Wort fiel. Ihre Stimme zitterte nun merklich.
BECKY LYNCH: "Die Erinnerungen. Früher waren es sichere Orte mit schönen Erinnerungen. Heute fühlen sie sich an, als würde ich mein ganzes Leben rückwärts anschauen. Und jedes Mal, wenn ich zurückblicke... entdecke ich irgendetwas, das ich damals einfach übersehen habe."
Ein müdes, freudloses Lächeln huschte für den Bruchteil einer Sekunde über ihre Lippen, ehe es wieder erlosch. Die Worte kamen jetzt schwerer, nur lose Brocken, die sie einzeln aus sich herauspressen musste.
BECKY LYNCH: "Ein falscher Blick im falschen Moment. Eine zu beiläufige Ausrede. Ein Abend, an dem er viel später nach Hause kam als sonst. Ein Satz, den ich damals einfach geglaubt habe, weil ich ihm vertraut habe…"
Sie schüttelte heftig den Kopf, als wolle sie die Bilder vertreiben, die vor ihrem inneren Auge auftauchten. Ihre Stimme hob sich zum ersten Mal deutlich, hallte brüchig von den VIP-Logen hinter ihnen wider.
BECKY LYNCH: "Und genau das macht mich verdammt noch mal fertig! Weil ich einfach nicht mehr weiß, ob ich gerade endlich die Wahrheit sehe... oder ob mein eigener Kopf mich langsam, Stück für Stück, kaputt macht."
Die Stille, die darauf folgte, legte sich wie eine Zentnerlast zwischen die beiden. Unten in der Arena schlug der Techniker ungerührt weiter mit dem Gummihammer gegen den eisernen Pfosten. Jeder Schlag drang wie ein dumpfer Herzschlag durch den Beton. Becky fuhr sich mit der flachen Hand kräftig über das Gesicht, drückte die Ballen gegen die Augenhöhlen, als könne sie die Gedanken so auslöschen.
BECKY LYNCH: "Und dann kam dieser verdammte Umschlag."
Murmelte sie hinter ihren Händen leise hervor. Allein das Wort schien physikalisches Gewicht zu haben. Seine bloße Erwähnung ließ ihre Schultern merklich absacken, als spürte sie die Erschöpfung der letzten Tage auf einen Schlag. Eigentlich wollte sie es für sich behalten. Doch jetzt drohte sie daran zu zerbrechen, ohne dass sich überhaupt etwas geändert hatte. Alles, wirklich alles grausame, was wie eine Zentnerlast über ihr lag, ist einzig ihren Gedanken entsprungen.
BECKY LYNCH: "Seit dieser Minute kriege ich ihn nicht mehr aus dem Kopf."
Sie ließ die Hände sinken und sah Jeff endlich direkt in die Augen. Ihre Stimme nahm einen beinahe flehenden, brüchigen Ton an.
BECKY LYNCH: "Ich habe ihn mir hundertmal angesehen. Hundert Male, Jeff. Ich habe versucht, irgendeinen logischen Fehler darin zu finden. Irgendein Detail, an dem ich mich festhalten kann, um mir zu sagen. Das ist Bullshit. Das muss eine Falle sein und kann in den Müll wandern. Ich habe gebetet, dass es irgendeinen verdammten Fehler gibt..."
Jeff hielt ihrem Blick stand. Er blieb vollkommen ruhig, drängte sich nicht auf und sparte sich jede billige Aufmunterung. Er schwieg bewusst, um ihr den Raum zu lassen. Becky warf ein kurzes, raues Geräusch aus, das vollkommen schmerzerfüllt klang.
BECKY LYNCH: "Weißt du, was das absolut Schlimmste an der ganzen Sache ist? Ich vertraue ihm immer noch. Oder zumindest... will ich es so verdammt dringend."
Sie rang hörbar nach Luft, als schnüre ihr das Korsett ihrer eigenen Gefühle den Brustkorb zu.
BECKY LYNCH: "Ich will dagegen ankämpfen und glauben, dass Seth niemals… er würde niemals…"
Der Satz brach mitten entzwei. Das letzte Wort verfing sich in ihrer Kehle und wollte nicht heraus. Sie nicht betrügen. Sie nicht belügen. Sie nicht hintergehen. Nichts davon spuckte sie aus. Stattdessen blieb nur ein bitteres, schweres Schweigen im Raum hängen. Jeff lehnte sich langsam ein Stück auf dem Plastiksitz zurück. Seine Haltung war entspannt, seine Stimme lag tief und ruhig in der Luft.
Producer Jeff Miller: "Hast du ihn direkt darauf angesprochen?"
Becky nickte kaum merklich, den Blick wieder auf ihre zitternden Hände gerichtet.
BECKY LYNCH: "Nicht so, wie ich es hätte tun müssen. Ich... ich habe einfach gehofft, er würde es von selbst merken. Dass er sieht, wie kaputt ich an diesem Schweigen gehe. Aber stattdessen sehe ich seit der Aktion gegen Roman einen Mann vor mir, den ich kaum noch wiedererkenne. Wir streiten uns über Verrat und stehen plötzlich auf gegenüberliegenden Seiten…?"
Ihre Augen füllten sich spürbar mit Tränen, die im kühlen Licht der Scheinwerfer glänzten. Sie dachte an Seth’ Blick aus den letzten Tagen. An die plötzliche Kälte in seinen Zügen. An diesen einen unheimlichen Moment, in dem etwas tief in seinem Wesen umgeschlagen war. Sie schloss spürbar schmerzhaft die Augen.
BECKY LYNCH: "Er ist wütend… Dunkler und unberechenbarer. Und jedes Mal, wenn er mich ansieht, frage ich mich... War das schon immer tief in ihm drin? Oder habe ich einfach all die Jahre blind weggesehen?"
Eine einzelne Träne löste sich aus ihrem Augenwinkel und zog eine kühle Spur über ihre Wangenknochen. Jeff wartete geduldig, bis sie die Lider wieder hob und den Kopf langsam aufrichtete. Er bot ihr keine schnellen Antworten an. Er stellte stattdessen eine Frage, leise, behutsam, aber mit einer Präzision, die genau den wunden Punkt traf.
Producer Jeff Miller: "Rebecca... was macht dir eigentlich mehr Angst? Dass der Inhalt dieses Umschlags wirklich die Wahrheit ist... oder dass du Seth irgendwann selbst dann nicht mehr glauben kannst, wenn er dir die absolute Wahrheit sagt?"
Becky erstarrte merklich. Die Erkenntnis traf Becky mit einer Wucht, die ihr regelrecht den Atem nahm. Für einen langen Moment sagte sie nichts. Sie starrte hinunter auf den Ring, doch sie sah ihn nicht mehr. Jeff hatte keinen Vorwurf ausgesprochen. Keine Behauptung aufgestellt. Und genau das machte es so unerträglich. Zum ersten Mal musste sie sich eingestehen, dass er recht haben könnte. Vielleicht ging es längst nicht mehr darum, ob der Umschlag log oder ob Seth die Wahrheit sagte. Vielleicht war bereits etwas viel Schlimmeres passiert. Ihre Lippen öffneten sich, doch es kam kein Wort heraus. Stattdessen schloss sie die Augen, als müsste sie gegen den Schmerz ankämpfen, der sich tief in ihrer Brust festgesetzt hatte. Jeff beobachtete sie einen Augenblick schweigend. Dann richtete er sich langsam auf seinem Sitz etwas gerader auf.
Producer Jeff Miller: "Weißt du... ich kenne dich jetzt lange genug, Rebecca. Du warst schon immer jemand, der mit dem Herzen kämpft. Genau deshalb hast du Menschen für dich gewonnen. Genau deshalb bist du immer wieder aufgestanden."
Er lächelte schwach, kein aufgesetztes Lächeln, sondern eines, das mehr Mitgefühl als Zuversicht in sich trug. Jeff machte eine kleine Pause, ehe seine Stimme noch ruhiger wurde.
Producer Jeff Miller: "Egal, wie schwer das hier gerade ist... hör auf dein Herz. Nicht auf deinen Verstand."
Becky verharrte regungslos, der Satz hallte in ihr nach. 'Hör auf dein Herz.' Früher hätte sie darüber gelacht. Früher wäre das genau die Art Rat gewesen, die ihr Vater ihr mit einem Schulterklopfen gegeben hätte. Heute fühlte sich dieser Gedanke an wie eine offene Wunde. Langsam hob sie den Blick zu Jeff. Ihre Augen waren glasig, rot unterlaufen und voller Erschöpfung.
BECKY LYNCH: "Und was ist… wenn das Herz bereits gebrochen ist?"
Ihre Stimme brach für einen Moment. Sie schluckte schwer. Ihre Worte verschwanden beinahe lautlos in der gewaltigen Leere der Arena. Jeff antwortete zunächst nicht. Unten wurde der Gummihammer erneut gegen den Ringpfosten geschlagen. Ein dumpfer Klang, wie ein Herzschlag aus Stahl. Jeff ließ den Blick für einen Augenblick auf den Ring wandern, bevor er Becky wieder ansah.
Producer Jeff Miller: "Dann hör nicht auf den Teil, der zerbrochen ist. Hör auf den Teil, der trotzdem noch schlägt."
Er deutete mit zwei Fingern leicht gegen ihre Brust, dann stand er langsam auf, strich sich die Hose glatt und schenkte Becky einen letzten, ruhigen Blick.
Producer Jeff Miller: "Und gib dir Zeit. Manchmal versucht der Verstand, dich vor weiterem Schmerz zu schützen. Aber manchmal baut er dabei Mauern um Menschen, die sie nicht verdient haben."
Mit diesen Worten ließ er sie allein zurück. Becky blieb sitzen, ihr Blick ruhte wieder auf dem Ring. Zum ersten Mal seit Tagen hatte sie keine Antwort gefunden. Aber zum ersten Mal hatte sie aufgehört, krampfhaft nach einer zu suchen.
Jubel brandet in der Halle auf. Der Grund dafür? LA Knight ist auf dem Titan Tron zu sehen. Der ehemalige Eli Drake war, nach wochenlanger Verletzungspause, in der vergangenen Woche zurückgekehrt und hatte dabei seine Schwester Maxxine Dupri vor weiteren Angriffen durch Skye Blue bewahrt. Heute wird er selbst in den Ring steigen. Sein Gegner ist MJF - ein echtes Brett! Immerhin ein ehemaliger Interims World Champ und ein (immer noch) junger Wrestler, mit einem enormen Potential. LA wird sich ordentlich strecken müssen, um gegen the Salt of the Earth zu bestehen. Aber wie man Knight kennt, so hat er den Glauben an sich selbst und wird sich auch dieser Aufgabe stellen.
Doch zuvor ist er im Backstage Bereich unterwegs. Bereits in sein Gear gekleidet, und nur ein Shirt übergeworfen, stapft er mit ernstem Blick umher. Sein Ziel ploppt am anderen Ende eines Ganges auf. Seine Schwester, Mrs Dupri! Er wusste, dass die Jüngere heute wieder anwesend sein wird...nur nicht, wo sie sich gerade herumtreibt. Also beschleunigt er seinen Gang, bis er Dupri erreicht hat.
LA Knight: Hey Max, hab' dich gesucht!
...begrüßt er sie freundlich und nickt ihr zu.
LA Knight: Alles gut? Letzte Woche verarbeitet?
Maxxine hatte lange überlegt, ob sie überhaupt zur heutigen Show kommen sollte. Skye Blue hat sie in einen gehörigen Schock versetzt. Damit hat Dupri so nicht gerechnet, obwohl sie natürlich wusste, wer ihre Gegnerin ist und wozu sie fähig sein kann. Das sich das Match aber so entwickelte, war doof. Max will wrestlen. Besser werden. Matches bestreiten. Nicht auszumalen was hätte passieren können, wäre ihr Bruder nicht gekommen. Doch, warum sollte sie sich nicht zeigen? Damit würde sie Skye Blue in die Karten spielen. Und wer weiß... vielleicht war es ha auch nur einmalig gewesen.
Maxxine Dupri:
”Danke nochmal! Was eine kranke Bitch! Ich glaube, dass kann man nicht so schnell vergessen. Ich habe das Gefühl, Skye steht hinter jeder Ecke oder verfolgt mich. Ich denke, dass ist genau ihr Ziel, nicht?"
Also nein. Max konnte die Szenen aus der letzten Woche noch nicht ablegen und auch nicht unbedingt bewerten.
Maxxine Dupri:
”Wie geht es dir? Bereit für das Match? Sicherlich keine einfache Aufgabe. Und ich hoffe mal, dass sich Skye raus hält."
Die Sorge gab es ja schließlich auch noch. Wir wissen, dass Blue nicht allein ist, weshalb es heute Dupri ist, die ein besonderes Auge auf das Match haben wird.
Es ist das eingetreten, was Knight befürchtet hat...Skye hat seine Schwester verunsichern können. Man kann es der Blonden nicht einmal übel nehmen. Der Dark Phoenix hat schon bewiesen, dass sie unberechenbar sein kann und es schafft, unter deine Haut zu kommen. Becky Lynch oder Bobbi Tyler können ein Lied davon singen. Aber LA ist hier, damit Maxxine sich eben nicht zu sehr in Grübelei verliert.
LA Knight: Ja, genau das wollen solche Grusel Dummies erreichen. Sie pieksen dich, wollen deine Psyche zerstören und dich in eine Ecke drängen, aus der du nicht mehr entkommen kannst. Das wird bei uns aber nicht passieren...bei dir nicht passieren! Nah Nah! Du bist immerhin meine Schwester und hast es damit in deiner DNA, dass du der Dunkelheit dreckig ins Gesicht lachen kannst! Yeah! Davon abgesehen...wenn Shorty Wednesday Blue dich nerven will, muss sie erst an mir vorbei. Und das wird nicht gut für sie ausgehen! Yeah!
Kurz schmunzelnd deutet Knight mit einem Daumen nach oben. Es ist nicht so, als würde er Dupri nicht zutrauen, dass sie sich nicht alleine verteidigen kann. Doch für jemanden wie Skye wäre etwas mehr Training und etwas mehr Sicherheit in dieser Umgebung sicher nicht verkehrt. Da will der Megastar der Jüngeren klarmachen, dass sie immer auf ihn zählen kann. Vielleicht wird das am Ende nicht notwendig sein und Blue wird sich eh ein neues Opfer aussuchen.
LA Knight: Mein Match? Come on, Sis'...ich bin immer bereit für meine Matches! MJF kann was, keine Frage! Hält sich für den Größten, ist ein guter Trashtalker und talentiert im Ring. Leider hat er ein Problem...that's my job! Yeah!
Ohne dabei eine Miene zu verziehen zuckt der Braunhaarige beiläufig mit der Schulter. Als würde er eine Stelle aus einem wissenschaftlichen Buch rezitieren.
LA Knight: Ich bin ganz auf das Match fokussiert. Skye kann mir nichts. Die soll mal ruhig in ihrer dunklen Ecke bleiben.
Kurz sieht man ein Lächeln im Gesicht von Max, als er Skye mit einer bekannten Persönlichkeit aus dem TV verglich. Aber eigentlich war die ganze Situation nicht zum lachen. Die Blondine war noch nicht soweit. Und für diese Psychospielchen schon gar nicht. Das kommt zu schnell. Sie hätte lieber noch ein paar Matches ohne Hindernisse gehabt, um besser zu werden.
Maxxine Dupri:
”Short Wednesday? Wer bin ich? Long Enid? Aber nein, beleidige Wednesday damit nicht."
Scherzte Max zurück und versank in Überlegungen. Leider war das ganze nicht so einfach, wie ihr Bruder ihr es vermitteln möchte. Angenehm ist es für Dupri nicht durch den Backstage-Bereich zu laufen. Hinter jeder Ecke könnte Gefahr lauern.
Maxxine Dupri:
”Vielleicht sollten wir uns Hilfe holen. Die Schlampe mit den selben Mitteln bekämpfen. Isla auf sie hetzen. Vielleicht gibt sie dann von allein auf."
Obwohl sie ja noch nichtmal wissen, ob Skye überhaupt Interesse an den Geschwistern hat. Die Vermutung ist aber sehr hoch, dass sie sich nochmal meldet. Das ihr Bruder aber sein eigenes Match so positiv gegenübersteht, kann sie nicht ganz verstehen.
Maxxine Dupri:
”Wie du immer so cool bleiben kannst. Das Rezept musst du mir Mal verraten. Wir müssen eh noch quatschen, was du so die letzten Jahre gemacht hast und wo du gewesen bist."
Dupri hatte LA gesucht und irgendwann herausgefunden, dass er Wrestler war. Auf einer merkwürdigen Art und Weise hat sie ihn damit konfrontiert. Aber natürlich gab es zu diesem Thema auch noch offene Fragen.
Bei der letzten Aussage runzelt Knight etwas die Stirn und verschränkt die Arme vor dem Brustkorb. Er lässt Maxxine noch aussprechen, bevor er den Zeigefinger anhebt und auf sich selbst deutet.
LA Knight: Ich war die letzten Jahren im Wrestling Biz unterwegs und stand in den verschiedensten Ligen vor der Kamera. Ist jetzt nicht so, als hätte ich mich groß versteckt gehabt. Ist dann eher die Frage, wo du so warst...und was du gemacht hast.
Tatsächlich wäre das ein Gespräch, das sie in Ruhe führen sollten. Zwar haben sie sich vor einer Weile wiedergefunden, aber nie groß darüber gesprochen, wie ihr Leben in den letzten Jahren so ausgesehen hat. Auch Knight möchte da mehr über seine Schwester wissen. War zuletzt immer viel los und Maxxine ist auch nicht zu jeder Show mitgereist. Könnte sich ja nun wieder ändern. Und dann kann man immer noch über alles reden.
LA Knight: Du willst...Isla auf Skye hetzen? Diese Isla Dawn? Also quasi Cholera mit Pest bekämpfen? Nö...Nah Nah! Du und ich brauchen da keine Hilfe. Wenn Skye Stress haben möchte, ist sie bei uns an der falschen Adresse. Max-xine Du-pri ist der nächste Megastar und wird jedes dunkle Sternchen strahlend übertreffen! Yeah!
Dabei legt er eine Hand auf Dupri's Schultern und deutet mit der anderen in die Luft auf ihren imaginären Namenszug. Daher betont er ihren Namen auch so, wie er sonst seinen eigenen pusht. Es bleibt dabei, dass LA viel von der Blonden hält.
Maxxine hebt die Augenbrauen, als ihr Bruder die Idee mit der Hilfe ablehnt. Im Prinzip, kann sie seine Meinung darüber verstehen. Immerhin muss man einer Person vertrauen, der man eigentlich nicht vertrauen kann, aber wohl unheimlich Spaß daran hätte Skye Blue aus der Liga zu entfernen. Andererseits ist das Vertrauen in die eigenen Stärken wohl am besten.
Maxxine Dupri:
”Ich mein ja nur, dann könnten sie die Drecksarbeit machen. Bei ihr würde Skye an ihre Grenzen kommen und wir machen nur den Todesstoß. Aber du hast Recht. Wir machen sie alle fertig!"
Würde man nun aber genau in das Gesicht von Dupri schauen, dann sieht man Zweifel daran. Max ist noch längst nicht soweit. Sie lernt zwar bereits aber muss noch viel lernen. Diese Aufgabe überfordert sie ungemein. Und wenn sie ehrlich ist, dann hat sie sogar etwas Angst davor.
Bei dem anderen Thema, hat sie sich sicherlich mehr als Antwort versprochen. Das sie hier darüber sprechen sollen, hat sie auch gar nicht gemeint. Aber es wird Zeit darüber zu sprechen.
Maxxine Dupri:
”Ich? Ich war so eine Art...ähm...Journalistin."
Wenn LA's Antwort so kryptisch ist, dann kann sie sich auch da anschließen. Allerdings müsste Max etwas Grinsen.
Maxxine Dupri:
”Hab's verstanden. Wir reden da drüber, wenn nicht soviel Publikum unterwegs ist und wo weniger Ohren sind."
Knight sieht der Blonden an, dass sie nicht ganz überzeugt wirkt und sich innerlich wohl auch Sorgen macht. Da werden seine Gesichtszüge etwas weicher und er legt, ganz brüderlich, einen Arm um sie. Sich mit einer Person wie Skye Blue auseinanderzusetzen ist nicht einfach und erfordert einiges an Kraft - auch auf mentaler Ebene.
LA Knight: Hey, wir werden nichts tun, wofür du dich nicht bereit fühlst, ok? Ich habe einfach großes Vertrauen in dich und sehe, wie viel Potential in dir steckt. Aber ich bin immer bei dir, egal was ist! Und was Isla angeht...wie gesagt, ich denke wir brauchen da keine Hilfe. Selbst wenn doch...dann sicher nicht sie!
LA nimmt es Maxxine nicht einmal übel, dass diese Isla Dawn für ihre Drecksarbeit verwenden möchte. Nur könnte man der Witch vertrauen? LA Knight glaubt nicht daran. Davon abgesehen wüsste er nicht einmal, wie man diese von einer Zusammenarbeit überzeugen könnte, ohne einen sprichwörtlichen Deal mit dem Teufel einzugehen.
LA Knight: Soso...eine quasi Journalistin? Nun, auch davon möchte ich einiges wissen. Hey, vielleicht nehmen wir uns nach der Show die Zeit und schauen mal, was wir so klären können? Irgendwo, wo wir zu zweit sind.
Da Beide sich langsam entfernen hört man nicht mehr, was Dupri darauf antwortet. So zeigt die Kamera das Geschwisterpaar, wie diese um die nächste Ecke biegen. Fade off.
MATCH 2
SINGLES MATCH
LA Knight vs. MJF
![[Bild: mjflaknight.png]](https://i.ibb.co/b524gxfP/mjflaknight.png)
Writer: ???
Ohne große Umschweife ballert diese Musik dem Zuhörer entgegen, was der dazugehörige Superstar von ihnen hält und wohl auch deswegen reagieren die Fans in der Arena mit ohrenbetäubenden Buhrufen auf den Song von 'These Wolves'. Natürlich gelten sie nicht der Band, sondern eher dem Mann, der sich mit deren Song ankündigt und das wird dann auch sehr deutlich, als M J F die Stage betritt. Mit erhobenen Kopf, obligatorischen Schal um den ansonsten nackten Hals und selbstsicheren Gesichtsausdruck, blickt Friedman süffisant ins Publikum, winkt den buhenden Massen zu und wirkt fast schon amüsiert, als er sich in Richtung Ring aufmacht.
![[Bild: MJF.jpg]](https://i.ibb.co/JvhKY07/MJF.jpg)
Matthew Rehwoldt: "Making his way to the Ring... from New York CIty... weighing in at 216 pounds...
..he is Wrestling manifested as a human being... Maaaxxweelll Jaacoooob Friieedmaaann - M J F!"
Immer wieder blickt Maxwell abschätzend in die Zuschauerreihen, aus denen daraufhin wütende Rufe kommen, bei denen Friedman verächtlich schnaubend abwinkt und somit natürlich nur noch mehr Unmut auf sich zieht. Er genießt den Hass den Menschen förmlich, badet darin und als er den Squared Circle endlich erreicht, bleibt er mit geschlossenen Augen vor diesem stehen, um die aufgeladene Atmisphäre aufzusaugen. Sein schiefes Lächeln wird zu einem noch schieferen Grinsen und als er seine Augen wieder öffnet, überwindet er die Stahltreppe mit einigen schnellen Schritten, um sich auf dem Apron in Pose zu schmeißen. Er breitet die Arme aus und optimal wäre es, würden die Fans mit Jubel reagieren, doch da MJF in den letzten Momenten nichts tat, um die Meinung der Menschen grundlegend zu ändern, können die Meisten ihn noch immer nicht stehen sehen. Daher wird die Heat sogar noch stärker, während das 'Salz der Erde' zwischen den Seilen hindurch den Ring betritt, diesen mit großen Schritten durchqquert und es sieht aus, als wolle Max das Turnbuckle zu erklimmen. Stattdessen schüttelt er den Kopf, entledigt sich seinen Schal, den er über das oberste Ringpolster legt und letzte Vorbereitungen für das Match trifft.
L ... A ... Knight
Die Theme von LA Knight wird den Menschen in der Halle mit voller Dröhnung um die Ohren gehauen. Dementsprechend laut jubeln die Fans, als sich Knight in voller Pracht präsentiert. Pants und Boots sitzen eh schon wie angegossen, dazu trägt er noch eine farblich abgestimmte Weste. Der Dunkelhaarige marschiert schnurstracks in Richtung des Ringes. Dabei nimmt er die Reaktionen um sich herum wahr. Knight weiß zu schätzen, dass die Fans hinter ihm stehen, auch wenn man das seiner stoisch-fokussierten Miene nicht unbedingt ansieht.
Matthew Rehwoldt: "Making his way to the Ring... from Los Angeles, Calofornia... weighing in at 240 pounds... L...A...Knight!"
Fans: YEAH!!!
Am Ring angekommen springt er auf das Apron, rutscht dort ein paar Zentimeter auf dem Knie zurück und steht in einer flüssigen Bewegung wieder auf. So entert der ehemalige Eli Drake den Turnbuckle und setzt sich auf die Polsterung. Die Arme gehen zum Posing in die Höhe, bevor er Dunkelhaarige den Ring betritt. Ohne zu zögern steuert er die gegenüberliegende Ecke an und besteigt auch diese. Jetzt hat er die Zuschauer fest im Blick und auch im Griff. Hier gibt Knight ihnen vor, was sie tun und sagen müssen. Wie ein Dirigent schwingt er seinen Finger...und die Menschen in der Halle reagieren darauf...
LA Knight: WITH EVERBODY SAYIN'...
Fans: L...A...KNIGHT! YEAH!
LA Knight: Yeeeeaaaah!
Zufrieden nickt er dem Auditorium zu und springt auf die Matte. Die Weste legt er ab und zeigt sich bereit für das kommende Match.
Warnung! Spoiler!
Der Soundtrack der Arena bricht ab, abgelöst vom dumpfen, mechanischen Klacken eines Videorekorders. Hässliche Streifen schieben sich durch ein grobkörniges, stark übersättigtes VHS-Bild. Elektrisierendes, tiefes Neonblau frisst sich in die Dunkelheit der Ränge. Aus den Lautsprechern ertönt kein orchestraler Theme Song, sondern das blecherne, nostalgisch angestaubte Jingle einer längst vergessenen lokalen Radiostation:
„89.3 FM – WSRQ, 'THE SQUAWK' – LIVE AUS JACKSON, GEORGIA!“
Bevor die Zuschauer realisieren können, was sie da sehen, setzt ein schwerer Synthesizer ein, der nach zwei Sekunden von einem rotzigen, schmutzigen Gitarrenriff zerfetzt wird. Und wir beginnen unseren Weg, langsame, fast intime Fahrt durch ein vollgestopftes, winziges Radiostudio. Der Raum riecht förmlich durch den Bildschirm nach kaltem Kaffee, verschüttetem Bier und dem muffigen Staub alter Vinyl-Hüllen. Ein vergilbtes Alice-Cooper-Poster blickt drohend von der Wand herab. Direkt daneben, nur durch ein Stück Klebeband gehalten, das kultige Cover eines Iron-Maiden-Albums. In einem abgesplitterten Kaffeebecher stecken zweckentfremdet zwei abgegriffene Drumsticks aus Holz. Eine verstaubte Discokugel an der Decke dreht sich träge und bricht das blaue Neonlicht in kleine, wandernde Splitter auf der alten Holzvertäfelung. Endlich schwenkt die Linse stufenlos hinab auf den zerkratzten Sendetisch. Und dort sitzt sie: Lizzy Rain.
Ein wilder, ungezähmter Mähne aus dunklem Haar fällt ihr ins Gesicht. Ihre müden Augen sind tief von dunklem Make-up umrahmt, das im Neonlicht beinahe glüht. Sie trägt ein schwarzes Crop-Top, bedruckt mit den Tourdaten von Alice Cooper und einem alten Flanellhemd, dazu ein paar Jeans Hot-Pants, sowie eine grobmaschige Netzstrumpfhose. In ihren Händen halten die Finger zwei Drumsticks. Unentwegt, mit einem perfekten, unterschwelligen Pulsieren, drummt sie auf die abgesplitterte Kante des Tisches. Ohne den Blick vom Regler zu nehmen, greift ihre Hand nach vorne. Ein gezielter Druck auf den massiven, roten Schalter: ON AIR. Ein mattes, rotes Leuchten erfasst ihr Gesicht. Die Mundwinkel verziehen sich zu einem verschmitzten, leicht gefährlichen Lächeln. Und so beginnt auch diese Nachtschicht für Lizzy wie die letzten Monate.
LIZZY RAIN: "Evening, weirdos..."
Sie hält kurz inne. Die Drumsticks kommen auf dem Holz zum Stillstand. Stattdessen schnellt ihre Hand zur Seite, direkt an das aufgehängte Gummi-Hühnchen und presst einen nervig, schrillen Laut aus dem Tier "QUAAAARK!" Sogleich lehnt sie sich wieder in ihren drehenden Stuhl zurück und spricht mit sanfter Stimme weiter.
LIZZY RAIN: "...oder Morning. Je nachdem, wann ihr die richtige Frequenz in eurem verdammten Kopf gefunden habt."
Mit zwei Fingern hebt sie eine alte, von Hand beschriftete Audiokassette ins Licht der Studiokamera. Die Kanten sind abgegriffen. Auf dem weißen Papierstreifen steht in krakeliger, schwarzer Edding-Schrift: RAIN MIX VOL. 1.
LIZZY RAIN: "Ich bin Lizzy Rain… falls ihr das nicht nicht mitbekommen habt."
Ihre Stimme ist nicht das glatt gebügelte Organ einer typischen Ansagerin, sondern hat ein rauchigen, tiefen Klang mit unverkennbarem britischen Akzent.
LIZZY RAIN: "Geboren im Regen von London, gelandet im Staub von Jackson. Und irgendwo auf dem Weg dazwischen habe ich beschlossen, dass Schlaf sowieso völlig überbewertet wird. Tagsüber suche ich nach dem nächsten Big-Metal-Hit der 70er und 80er… was für eine fantastische Zeit, als das Leben noch einfacher war. Nachts lege ich Platten auf oder ich haue Menschen auf die Matte. Ganz ehrlich? Beides endet meistens mit ziemlich viel Geschrei."
Mit dem Daumen schiebt sie einen der Regler ihres Mischpults nach oben. Für ein paar Sekunden explodiert der dreckige Gitarrenriff im Studio, verzerrt und voller Energie. Lizzy schließt für einen Herzschlag die Augen und nickt im exakten Takt der Musik mit.
LIZZY RAIN: "Mein Onkel, Clive Burr… hat Jahrzehnte hinter einem Schlagzeug gesessen. Iron Maiden. Wenn du als Kind mit diesem unerbittlichen Lärm aufwächst, lernst du verdammt schnell, dass ein menschlicher Herzschlag und eine Double-Bassdrum gar nicht so verschieden sind."
Lässig beginnt beginnt sie einen der Drumsticks mit gekonnter Eleganz zwischen ihren Fingern kreisen zu lassen. Sie führt die Holzspitze des Sticks an die Tischkante und tippt dreimal hart auf.
LIZZY RAIN: "Das ist der Sound, bevor irgendwas explodiert. Das ist die Stille vor dem Einschlag. Denn die Stille an sich ist gar keine Stille, sie ist der aufsteigende Puls und das heran eilende Adrenalin, bevor es passiert und der dritte Akkord übergeht."
Ihr Blick wird ruhiger, fokussierter. Die spielerische Leichtigkeit weicht einer unterschwelligen Intensität. Sie dreht sich leicht zur Seite, wo das zerknitterte Alice Cooper-Poster im Schatten hängt und deutet mit dem Stick darauf.
LIZZY RAIN: "Und Alice... Der Mann hat mir eine Sache fürs Leben beigebracht: Die Bühne gehört niemals dem Lautesten. Sie gehört immer dem Verrücktesten… Lucky me!“
Ein breites, schneidendes Grinsen erhellt ihr Gesicht. Plötzlich beginnt die Übertragung im Studio zu ruckeln. Ein ungemütliches, hochfrequentes Rauschen frisst sich in die Tonspur. Lizzy hält mitten in der Bewegung inne. Die Augenbrauen ziehen sich zusammen. Sie hebt eine Hand und drückt sich die Muschel ihres Kopfhörers fester ans Ohr. Ihre Blicke wandern ins Leere des dunklen Studios, als würde sie versuchen, in dem Rauschen etwas heraus zu hören… Sie dreht einen Regler etwas nach Rechts, schiebt einen anderen etwas zurück und weißt sich auch sogleich wieder zu entspannen, als das Rauschen anchlässt.
LIZZY RAIN: "Gosh… die heutige Technik wäre sicherlich etwas einfacher und wenig empfänglich für diese Störgeräusche. Aber… wir sind ja wieder da und ich hört mich kristallklar."
Sie wendet sich wieder der Kamera zu, diesmal noch näher, noch direkter. Lizzy stützt beide Ellbogen auf den Sendetisch und lehnt sich weit nach vorne. Das rote Licht der ON AIR-Anzeige spiegelt sich bedrohlich in ihren Pupillen wider. Ihre Stimme fällt eine Oktave tiefer, wird drängender, ernster.
LIZZY RAIN: "Coast 2 Coast Wrestling... Ich weiß ganz genau, wie das Spiel läuft. Noch kennt ihr meinen Namen nicht. Ihr kennt die etablierten Namen, die Champions des Sports. Ihr kennt die glänzenden Stars im Rampenlicht. Aber jede verdammte, legendäre Platte beginnt als ein dreckiges Demo in einer Garage. Und jede Legende da draußen musste irgendwann zum allerersten Mal das Mikro einschalten."
Ihre Hand greift nach dem Hauptregler. Mit einer fließenden Bewegung drückt sie den Fader bis zum Anschlag nach oben. Der Gitarrensound schwillt zu einer massiven Soundwand an und ebbt wieder an, als sie ihre Stimme dazwischen schiebt.
LIZZY RAIN: "Ich bin nicht hierhergekommen, um brav in eurer gemütlichen Playlist mitzuschwimmen! Ich will die Singleauskopplung des nächsten Debütalbums werden... den Song, den ihr drei Tage später immer noch im Kopf habt. Der Track, der euch nachts wach hält. Den ihr immer noch summt!"
Sie zwinkert der Kamera einmal kurz zu und die Drumsticks fliegen zu einem dumpfen Solo auf die Kante des Pultes. Sie tippt mit der Kuppe des Zeigefingers scharf an das Mikrofon vor ihrem Mund, sodass kurzes Knistern entsteht.
LIZZY RAIN: "Also merkt euch unsere Frequenz, brennt sie euch ein… 89.3 FM WSRQ. The Squawk. Ich begleite euch durch die Nacht nach einem anstrengenden Tag, für alle Nachtschwärmer oder die armen Seelen, die genau wie ich jetzt zu ihren Jobs fahren. Hier bekommt ihr eine Portion der 80er und die besten Tracks aus Metal und Rock. Und falls irgendein Anzugträger im C2C Office gerade meine Nummer sucht… haltet wenigsten eine Leitung frei, ich bin jeder Zeit bereit…"
Noch einmal blickt Lizzy in das auffallend rote Licht der ON AIR-Anzeige, um wirklich sicherzugehen, dass sie gehört würde. Liebte sie die Musik und das Schwelgen in den frühen 80er Jahre auch so sehr, war ihr Traum noch etwas größer auf der ganz großen Bühne des Wrestlings zu stehen. Sie verzieht keine Miene, sondern lässt nur ein kaltes, selbstbewusstes Lächeln über ihre Lippen gleiten. Nur kurz nimmt sie darauf einen Schluck ihrer Cherry Coke und greift zur Seite ins Plattenregal. Die Platten die eigentlich Kassetten waren und um einiges Handlicher als die eigentlichen Vinyls. Zog sie eine Kassette hervor und legte sie ein.
LIZZY RAIN: "Zum Abschluss haben ich noch eine der prägendsten Hymnen des 80er-Jahre-Glam-Metals. “Looks That Kill“ von Mötley Crüe erschien im September 1983 auf dem Durchbruchsalbum Shout at the Devil. Das ikonische und treibende Gitarrenriff stammt von Gitarrist Mick Mars. Ein Song über eine Frau, die gefährlicher aussieht, als sie jemals zugeben würde. Klingt irgendwie vertraut. Kommt gut durch die Nacht und denkt immer daran: Metal will never ever die!"
Ein schiefes Grinsen huscht über ihr Gesicht. Statt den Regler sofort herunterzuziehen, streckt sie noch einmal die Hand zur Seite aus. Ihre Finger umschließen das völlig überflüssige Gummihuhn, das seit der ersten Sekunde der Sendung neben dem Mischpult baumelt. Mit einem entschlossenen Schlag auf den gelben Bauch ertönt es wieder: "QUAAAARK!" Mit einem leisen Lachen im Hintergrund von Lizzy geht es nun endlich mit Mötley Crüe weiter. Ein sattes Klack und zumindest für die Zuschauer der C2C Show dimmt die rote ON AIR-Anzeige herunter. Das Licht erlischt und der Gitarrenriff wird vom vertrauten VHS-Rauschen verschluckt.
MATCH 3
SINGLES MATCH
Roman Reigns vs. Bron Breakker
![[Bild: reignsbreakker.png]](https://i.ibb.co/N6Pt1VnP/reignsbreakker.png)
Writer: ???
Die Halle ist gefüllt, es kann los gehen! Und kaum wurden die Kommentatoren ins Bild genommen, flattert der Big Screen auf. Ein Theme dröhnt durch die Boxen der Halle, jeder weiß wer hier jetzt kommt.
Es ist das Theme des Straight Edge Monsters – Bron Breakker! Sofort erscheint dieser auch auf der Stage und reißt die Arme in die Luft. Die Fans sind noch gespalten von dem, was Sie bisher von Breakker gesehen haben und demnach herrscht auch etwas Wirrwarr in der Halle. Einige Chanten, die anderen Buhen und einige halten sich ganz zurück. Während er seinen Weg über die Rampe in den Ring beginnt, spricht jemand ins Mikrofon.

Matthew Rehwoldt: " And now, Ladies and Gentlemen, please welcome with me the Straight Edge Monster... BROOOOONNN BREEEAAAKKEEEEEEEERRR!""
Im Ring angekommen begeht er einmal das Seilgeviert und hebt hier und da mal den Arm herauf, während er schlussendlich in einer Ringecke stehen bleibt und seine Arme auf den Seilen auflehnt.
Die Arena ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Menschen drängen sich Schulter an Schulter, jedes Gesicht ist nach vorn gerichtet, jede Stimme vibriert vor Erwartung. Eine elektrische Spannung liegt in der Luft kaum greifbar, fast lähmend. Niemand weiß, was gleich geschehen wird. Doch alle wissen, wer gleich erscheinen wird. Dann ohne Vorwarnung kippt die Atmosphäre. Das Licht erlischt schlagartig das nicht sanft, nicht allmählich, sondern abrupt, als hätte jemand mit der Faust die Sonne ausgeschlagen. Ein kollektives Raunen geht durch die Menge, begleitet von schrillen Rufen, Pfiffen, ersten Chants, die in der Dunkelheit verhallen. Einige zücken instinktiv ihre Handys. Andere erstarren doch nichts bewegt sich. Nur ein einziger, dumpfer Schlag hallt durch die Stille. Kein Musikton und kein Effekt nur dieser eine, tiefe, vibrierende Ton wie der Herzschlag der Erde. Und dann setzt sie ein die Roman Reigns Entrance Theme.
Diese klingt düsterer, langsamer, tribalistischer. Tiefe Trommeln rollen heran wie fernes Donnergrollen. Der Bass brummt schwer, dunkle Stimmen singen im Hintergrund, als kämen sie aus der Unterwelt.
Ein einzelner Lichtkegel durchschneidet den aufsteigenden Nebel und trifft die Mitte der Stage. Dort steht eine Silhouette... breit gebaut, unbewegt, mit gesenktem Kopf. Und dann tritt er hervor die Silhouette höchstpersönlich ..."Der Original Tribal Chief" Roman Reigns.
![[Bild: images-q-tbn-ANd9-Gc-Rkx-Co-Cll-Zpl-Cy5-...n-Iw-s.jpg]](https://i.ibb.co/5hjYQVYH/images-q-tbn-ANd9-Gc-Rkx-Co-Cll-Zpl-Cy5-P9a-VB59s2-D20i5ekt3-Pn-Iw-s.jpg)
Keine Weste... Keine Begleiter... Nur er! In schwarzer Ringhose, mit nacktem Oberkörper und der Schweiß auf seinem tätowierten Brustkorb glänzt im Licht. Die tribalischen Muster auf seiner Schulter wirken wie Runen aus einer anderen Zeit. Seine Muskeln sind hart und präzise gezeichnet, seine nassen Haare liegen streng zurück. Einzelne Strähnen hängen ihm in den Nacken. Roman sein Gesicht zeigt nichts.. keine Wut, keine Freude sondern nur pure Entschlossenheit und völlige Ruhe doch er steht da und bewegt sich nicht.
Die Kamera fährt nah an sein Gesicht heran – jedes Zucken, jeder Atemzug ist sichtbar. Dann holt er tief Luft und beginnt zu gehen... Schritt für Schritt... Wie ein König, der in den Krieg zieht... Oder ein Henker, der keine Eile kennt. Die Musik dröhnt weiter doch die Pyrotechnik fehlt.. Keine Animationen... Nur Nebel... Licht... Und The Tribal Chief Roman Reigns. Er bewegt sich mit der Ruhe eines Mannes, der keine Zweifel kennt. Als er an den Zuschauern vorbeigeht, heben sich unzählige Smartphones. Einige schreien und manche beleidigen. Aber niemand wagt es, ihn zu berühren. Denn Roman Reigns ist nicht nur ein Wrestler. Nicht in diesem Moment. Jetzt ist er ein Monument... Eine lebende Legende...
![[Bild: rr2.jpg]](https://c2c-wrestling.com/4images/data/media/1554/rr2.jpg)
An der Ringtreppe bleibt er stehen. Nur für einen Moment. Dann steigt er langsam hinauf – Stufe für Stufe. Oben auf dem Apron verweilt er kurz, schweift mit dem Blick durch die Arena, ohne jemanden wirklich anzusehen.
Matthew Rehwoldt: "Making his way to the Ring... from Pensacola, Florida... weighing in at 265 pounds.. THE ORGINAL TRIBAL CHIEF... "OTC"... ROOMMMAAAN REEEIIIGGGNNS!"
Dann stieg er durch das zweite Seil in den Ring. Die Musik verebbte langsam. Das Licht in der Arena dimmte noch weiter, bis nur noch ein einziger, kalter Lichtkegel den Ring erleuchtete. Alle anderen Lichter waren aus. Die Halle ist dunkel und still. Roman Reigns steht in der Mitte des Rings. Breitbeinig, aufrecht, ruhig. Der Blick geradeaus, in die Hardcam. Seine Brust hob und senkte sich leicht. Er bewegte sich kein Stück. Die Kamera zog langsam heran, von der Seite, dann von vorne. Seine Augen blickten direkt ins Objektiv... kalt, klar, fokussiert. Er kann es kaum erwarten bis das Match startet und spricht vor sich her um sich zu motivieren.
Warnung! Spoiler!
Die Pause war für Britt notwendiger als je zuvor. Klar, sie ist gerade erst wieder in der c2c angekommen. Aber die ersten Wochen waren intensiv. Attacken. Schmerzen. Arztbesuche. Davon braucht sie nicht noch mehr. Ihr Körper hatte sich erholt. Die blauen Flecken sind verschwunden. Und auch alle Wehwehchen haben das Weite gesucht. Drew McIntyre hatte ganze Arbeit geleistet. Ohne Rücksicht auf Verluste. Ohne Emotionen. Das Comeback hat sich die Zahnärztin sicher anders vorgestellt.
Verstecken will sie sich auch heute nicht. Sie bat sogar um ein Match. Opener. Nicht gerade das, was sie sich vorgestellt hatte, aber immerhin. Bianca Belair hieß die Gegnerin. Hieß? Ja genau! Als die Kameras Britt im Backstage-Bereich finden, ist das Match bereits gelaufen. Natürlich hätte sie gesiegt. Wie alle anderen Matches, die sie hatte. Baker ist angekommen. Bereit für mehr. Doch zunächst muss sie sich um das Problem Drew McIntyre und Liv Morgan kümmern. Allein? Nein! Es gibt Mister Unbekannt und bisher gibt es nur Spekulationen, um wen es sich handeln könnte. Bewusst? Mit Sicherheit! Gerade, nachdem dieser schmerzhafte Konflikt mit McIntyre und Morgan aufgetreten ist.
Im Backstage Bereich ist die brünette Wrestlerin unterwegs. Frisch umgezogen und bereits geduscht, trägt sie eine schwarze Jeans und eine rote Zip-Jacke. Ihre Blicke fliegen förmlich in jede Ecke und jeden Raum, wo die Türe offen steht. Nachdem sie weiß, dass Liv Morgan und Drew McIntyre es auf sie abgesehen haben, will sie vorsichtig sein. Sie hat keine Angst, aber auf einem Präsentierteller will sie sich auch nicht zeigen. Wie das Glück aber nunmal so ist, kommen jene Liv Morgan und Drew McIntyre entgegen. An Livs Bewegung kann sie schon erkennen, wie verrückt diese wieder drauf war. Nicht gut. Besser also stehen zu bleiben und abzuwarten was passiert.
Dr. Britt Baker DMD:
”Ihr seid wie zwei lästige Fliegen, die man nur zu gern mit einer Fliegenklatsche entfernen möchte. Nun ja, wegklatschen werde ich euch kurzfristig. Wir haben ja noch eine Rechnung offen.”
Ja, Baker zeigt immer wieder, wie tough sie ist. Da macht sie sich nicht halt vor dem Schotten.
Dr. Britt Baker DMD:
”Also? Was habt ihr euch dieses Mal einfallen lassen?”
Der Blick zu Liv, die wieder mal eine Kopie von Harley Quinn sein könnte. Der Baseballschläger schwingt bereits um sie. Das Grinsen ist breit und teuflisch.
Liv Morgan:
Das wirst du gleich sehen.
War frech die Antwort, somit das Wortgefecht quasi eröffnet ist. Während Liv den Abstand zu Britt immer mehr verringert, den Schläger dabei immer direkt einsatzbereit, war Drew schon immer Derjenige gewesen, der eher im Hintergrund die Situation beobachtete. Außer, Liv gab das Zeichen, das der schottische Hüne seinen Spaß haben durfte. Die letzten Wochen waren die pure Dominanz des Power Couples, Power und Chaos, der Leitsatz der Beiden, wurden hinterlassen.
Britt war nie ein Opfer, welches man sich gezielt ausgesucht hatte. Jeder, der bisher dem Couple zum Opfer fielen, sei es Superstars oder Mitarbeiter, waren zufällige Opfer, um das Statement zu hinterlassen, was nötig sein sollte. Dabei machte man keinen Unterschied. Mit der Demontage von Britt seitens Drew zeigte der Schotte auch eine Seite an sich, welche man niemals erwarten hätte können. Aber die Tatsache, das Baker nicht wie die anderen Opfer nach einem Beatdown, die Wunden lecken, ging Sie mehr oder weniger in die Offensive. Richtete gezielte Worte an Liv und Drew und genau das war der Punkt, warum die Zahnärztin für die Beiden mittlerweile interessanter wurde, als es geplant war.
Drew McIntyre
„Du bist mutiger als wir gedacht hatten. Das gebe ich dir. Aber du solltest langsam merken, das es für dich besser wäre, deine kleine Abreibung die ich dir gegeben hatte, zu akzeptieren. Wenn du immer wieder danach bettelst, dann haben wir auch kein Problem damit, deinen Wunsch zu erfüllen.“
Kurzweilig musste die Zahnärztin Grinsen. Ja, das diese Worte fallen, war so klar wie das Amen in der Kirche. Kalkulierbar. Aber dadurch ergibt sich eben auch eine Gute Möglichkeit selbst eine Überraschung zu planen.
Dr. Britt Baker DMD:
”Bewundernswert, wie viel Abwechslung ihr uns allen so bietet. Habt ihr nicht eine andere Schallplatte?"
Klingt nicht nur genervt, DMD ist auch genervt. Ehrlich gesagt langweilt sie diese Art des Power Couples. Warum Liv sich dann auch noch als eine Anti-Heldin verkleiden muss, bleibt Baker ein Rätsel. Es ist aber nunmal wie es ist. Drew und Liv wollen diesen Weg. Das böse ich zeigen, statt weiter dagegen anzukämpfen und den Erfolg zu haben, den sie früher hatten.
Brittany verschränkt die Arme.
Dr. Britt Baker DMD:
”Ach, ich akzeptiere so manches. Das muss ja nicht gleichzeitig heißen, dass es gut ist. Niemand interessiert sich für euch, nachdem ihr euren "bösen Ich" nachgegeben habt. Vielleicht solltet ihr das nochmal überdenken. Dann seht ihr auch nicht aus wie... Clowns!
Diese Aussage schien vor allem Liv ein wenig zu triggern. Man konnte erkennen, wie sich ihre Augen zu Schlitzen verengen würden und ihre Hand umfasst den Griff des Schlägers dabei nur noch fester. Britt spielt hier mit dem Feuer und genau das war verdammt verdächtig. Sie wusste, das Sie alleine keine Chance gegen das Power Couple hatte. Die Art und Weise ließ Drew kurz an Britt vorbeischauen, als würde er nun damit rechnen, das Mr. X erscheint oder gar Britts Pittsburgh Crew, welche Sie schon öfters erwähnt hatte. Aber nichts passiert. Liv will auch wieder auf Britt zugehen, wird aber von Drew zurückgehalten.
Drew McIntyre
„Babe, sie ist es nicht wert. Sie wird schon merken, das es ein Fehler war, sich uns entgegenzustellen. Allerdings hoffe ich sehr, deinen Unbekannten Sidekick näher kennenzulernen...Als Bodyguard taugt er ja anscheinend nicht viel...“
Drew lächelt, während er Britt dabei weiter anschaut. Die Zahnärztin wirkte dabei aber viel zu selbstsicher. Allerdings schien Sie sich es dann doch zu überlegen, weiter die Konfrontation zu suchen. Denn sie beginnt damit, sich mit einigen Schritten von Liv und Drew zu entfernen. Vielleicht auch die beste Entscheidung. Sie war noch immer von der letzten Attacke gezeichnet und ob ihr Körper erneut eine Attacke von Drew überstehen konnte, stand in den Sternen.
Ihr Blick blieb dabei aber auf Drew und Liv gerichtet und schließlich blieb sie dann doch noch einmal stehen. Sie lächelt in die Richtung des Couples. Sekunden später hört man dann einige unbekannte Geräusche und in diesem Moment fängt die Kamera ein, wie einige Liter Farbe direkt auf Drew und Liv herunterkommen. Drew bekam davon das meiste ab und Beide waren für den Moment wie in Stein gemeißelt. Der Schotte sah an sich herunter und zurück zu Britt. Seine Wut war deutlich zu sehen und auch Liv war alles andere als begeistert.
Britt hingegen muss Lachen, als die Farbe herunterfällt und Liv und Drew treffen.
Dr. Britt Baker DMD:
”Anscheinend taugt der Sidekick doch mehr als ihr glaubt. Steht euch gut!"
Eine kleine Rache ist der Doktorin damit wohl gelungen. Keine, die alle Taten von Drew und Liv gleichsetzen würde, aber immerhin ohne Gewalt. Sicherlich würde darauf Rache folgen. Aber Baker wird sich dafür was ausdenken. Zufrieden dreht sich Britt um und verlässt den Ort, womit die Szene auch endet.
MATCH 4
NON TITLE SINGLES MATCH
Tiffany Stratton © vs. Taynara Conti
![[Bild: taycontitiffy.png]](https://i.ibb.co/bRX07zHn/taycontitiffy.png)
Writer: ???
Ein Gemisch aus Samba und modernen Klängen kündigen auch schon die nächste Protagonisten in diesem Match an. Die zierliche Blondine lässt sich auch nicht lange bitten und erscheint mit einem breiten und zuckersüßen Grinsen, wie es ein Honigkuchenpferd nicht besser könnte, auf der Bühne und versprüht damit direkt gute Laune in den Reihen. Lädt dieses dümmliche Grinsen geradezu ein um es zu erwidern und obendrein stiftet es auch noch zur guter Laune an. So erst recht als die Blondine auch noch flott ihre Hüften kreisen und ein paar brasilianische Tanzmoves auspackt.
Während die Ringsprecherin ihres Amtes waltet ist nun auch Tay nachdem sie eine kleine Verbeugung vollführt hat in Richtung des Rings aufgebrochen. Fröhlich wird dem ein oder anderen zu gewunken. Nach kurzer Zeit ist der Ring auch schon erreicht und wird geentert. Im Ring führt ihr Weg sie direkt zu den Seilen. Dort hebt sie ein Bein über das zweite Ringseil und präsentiert sich ein letztes Mal Menge.
IT'S TIIIIFFYYYY TIIIIIME
Schallt eine weiblich nervige Stimme aus den Boxen der Arena. Während anschließend die Theme eingespielt wird, wird gleichzeitig auf der Titan Thron das Entrance Video gezeigt.
Nach der Ankündigung weiß jeder, wer nun die Halle betritt...das Buff Barbie Doll Tiffany Stratton. Natürlich wird sie von Pfiffen und Buh-Rufen empfangen. Diese stören die Blondine jedoch überhaupt nicht. In weiß-rosanen Bra und passender Panties kommt sie auf die Stage und breitet die Arme aus.
![[Bild: tiffany-stratton-hollywood-30-ans.jpg]](https://i.ibb.co/2txz9Ny/tiffany-stratton-hollywood-30-ans.jpg)
Arrogant nickt sie in alle Richtungen. Kurzzeitig fährt sie ihre Hüfte aus und stemmt eine Hand daran. Ihr arrogantes Grinsen verrät, dass ihr die Situation gefällt.
Kaum die Pose beendet, geht sie Richtung Ring. Langsam stolziert sie die Rampe hinunter, schaut weiterhin in alle Richtungen und genießt die Atmosphäre. Dabei lässt es Tiffany langsam angehen und zeigt auf ihre Armbanduhr. It's Tiffy-Time! ruft sie dabei und grinst erneut.
Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring...from Prior Lake, Minnesota, USA...Miss Future Legend…TIFFANY STRATTON!!!"
![[Bild: Tiffyent2.png]](https://c2c-wrestling.com/4images/data/media/1529/Tiffyent2.png)
Davor angekommen geht die Blondine rechts am Ring entlang, bis sie in der Mitte angekommen ist. Dort steigt sie hoch, legt sich mit den Rücken auf das mittlere Seil und hält sich mit einen Arm am oberen Seil fest. Mit der anderen Hand wirft sie einen Luftkuss in die Zuschauerränge. Diese beherzigen die Geste nicht. Weiterhin bringen sie ihr Heat entgegen. Mit einen Grinsen beendet die Blondine die Action und richtet sich vor den Ringseilen wieder auf.
Nach kurzer präsentation, klettert sie hinein und stellt sich in die Mitte. Dort posed Tiffany erneut.
![[Bild: tiff-2.jpg]](https://i.ibb.co/bsMgxbY/tiff-2.jpg)
Kaum passiert stellt das Buff Barbie Doll ihren linken Fuß auf das unterste und den rechten Fuß auf das mittlere Seil. Anschließend wirft das Rich-Girl einen Arm in die Luft, um sich nochmals der Gegenseite arrogant zu zeigen. Schließlich geht sie zurück in den Ring.
Warnung! Spoiler!
Es ist nicht mehr die c2c, die sie mal war. Tiffany wirkte in den letzten Wochen enttäuscht darüber, verschob gewisse Prioritäten in ihr Business. Die World Championesse ist ein wenig enttäuscht. Niemand hatte den Arsch in der Hose, um sie herauszufordern. Unzählige Promos halfen auch nicht, um den Rest der Promotion zu motivieren, das Buff Barbie Doll herauszufordern. Letztes Mal war es Alexa Bliss, die sich der selbsternannten Miss Future Legend stellte. Und nun? Anfragen gibt es gar keine. Wie Tiffany das sieht? Natürlich glaubt sie, dass es für die restliche Women's Division keine Chance gibt, es zu ändern. Tiffany scheint zu stark und wird deshalb so akzeptiert. Wie sollte es die Blondine auch anders deuten? Ein Match gegen Taynara Conti zeigt mal wieder, dass die c2c nichts im petto hat. Eine Gast-Wrestlerin. Und es ist nicht das erste Mal in den letzten Wochen. Ziemlich enttäuschend, auch wenn es besser ist, als gar nicht in den Ring zu steigen.
Das Match ist bereits zu Ende gegangen. Natürlich hat Tiffany wieder souverän gewonnen. Wie eigentlich immer. Zufrieden schaut sie dennoch nicht aus, auch wenn sie stolz durch den Backstage Bereich läuft. Der Title liegt dabei auf ihrer Schulter. Ihr Kinn angehoben. Arrogant. Stolz. Über allem erhaben. Das Ring-Gear in Lila ist übersät mit Glitzersteinen, damit sie auch bloß nicht zu übersehen ist. Die freie Hand hat sie hüfthoch zu einem Flügelchen ausgeklappt. Und wenn nicht schon eine potentielle Gegnerin die Chance nutzen möchte, dann zumindest eine Frau, die das Rich Girl so sehr anhimmelt, dass es unnormal erscheint - Meghan Walker. Aktuell war es so, dass Walker genau da war, wo Tiffany auch zu finden ist.
![[Bild: tiffymittitleascnspcn.png]](https://i.ibb.co/cBqrmGm/tiffymittitleascnspcn.png)
Tiffany Stratton:
”Was willst du schon wieder?”
Fagt Stratton genervt. Um ehrlich zu sein, hat die längste und beste Shine Championesse ever keine Lust darauf, sich Meghan anzunehmen. Und obwohl Stratton ihr mehr als klar macht und zeigt, dass sie gar kein Interesse an einer Zusammenarbeit mit der anderen Blondinen hat, bleibt diese an ihrer Seite. Für Walker war sie bereits ein Idol. Bereits eine Legende der c2c. Ihre Art und Weise weiterzukommen, fasziniert sie ungemein. Vor allem, da man es Tiffany anfangs nicht zugetraut hatte. Und nun? Nun gehört sie zu den gefürchtetsten Wrestlerin der Division.
Meghan Walker:
”Wir sollten an einem Plan basteln.”
Schlug die Jüngere vor und nickte aufgeregt. Die beiden Blondinen hatten einige Trümpfe in der Hand. Somit auch Lily, die Stoffpuppe von Alexa Bliss. Von dieser hatten sie seitdem auch nichts mehr gehört gehabt. Ob sie die Puppe gar nicht vermisst? Für Stratton völlig egal. Was ihr nicht egal ist, ist, dass es kaum noch Herausforderinnen gibt. Niemand, der ein Wort an sie richtete. Niemand, der sie herausforderte. Es ist ein wenig träge geworden. Etwas, was sie gerne ändern würde.
Tiffany Stratton:
”Einen Plan? Wieso wir? Ich glaube eher, dass ich der c2c einmal gehörig in den Hintern treten muss. Es ist, als wäre sie in einen Winterschlaf verfallen.”
Ein paar Wrestlerinnen gibt es schon noch, die ihren Weg an die Spitze suchen. Thekla ist sicherlich ein Name dafür. Britt Baker auch. Skye Blue wird eventuell auch ihren Weg zu Tiffy suchen.
Das Buff Barbie Doll rollt genervt mit ihren Rehbraunen Augen. Ihre Arme wirft sie nach außen, als müsste sie balancieren. Das muss sie natürlich nicht. Aber so kennen wir sie.
Tiffany Stratton:
”Was du hier machst, das weiß ich allerdings noch nicht. Weshalb bist du nochmal hier?”
Meghan Walker ist eher jemand, den Stratton akzeptiert, aber nicht wirklich schätzt. Die neue Blondine läuft ihr nach. Wie ein Hund. Manchmal auch zu oft, denn auch privat versucht der Neuling an ihrer Seite zu bleiben. Das Rich Girl empfindet das, zu Recht, etwas zu viel.
Meghan Walker:
”Ich helfe dir! Wir sollten ein Interview machen und einen klugen Schachzug bekannt geben.”
Einen klugen Schachzug? Interview? Tiffany runzelt die Stirn. Nein, da ist die Millionärin anderer Meinung.
Tiffany Stratton:
”Nein, ICH werde eine Ring-Promo machen. Und dann haben alle die Möglichkeit zu reagieren. Sollte das nicht helfen, dann werde ich wohl oder übel zum General Manager gehen müssen. Immerhin ist es ihre Aufgabe ihr Personal aufzuteilen.”
Die meiste Aufmerksamkeit bekommt aktuell sicherlich der Konflikt zwischen Becky Lynch und Thekla. Das schmeckt Stratton natürlich gar nicht. Vielleicht ist es Zeit, sich dort einzumischen. Immerhin sollte sich die Show um Tiffy drehen. Zumindest sieht sie das so und sie wird nicht locker lassen, bis dies wieder passieren wird.
Meghan Walker:
”Cool! Da bin ich bei! Ich werde an deiner Seite bleiben. Und vorher können wir ja noch trainieren.”
Da hat die selbsternannte Miss Future Legend wohl umsonst das “ICH” betont. Warum sollte sie Meghan mit in den Ring nehmen? Das ergibt keinen Sinn. Allein deshalb rollt sie erneut mit den Augen und atmet genervt aus. Eine Antwort gibt es darauf nicht. Etwas angepisst geht die Championesse einfach aus dem Bild. Es hatte wohl keinen Zweck darüber zu diskutieren. Vielleicht könnte sie Meghan ja noch anders abschütteln.
Meghan Walker:
”Warte, wo gehst du hin? Der Plan…wir…”
Doch Tiffany hört nicht mehr zu und entfernt sich weiter dem Geschehen. Keine paar Sekunden später eilt Walker ihr hinterher. Damit enden zunächst die Szenen.
Zitat:Ein kaum wahrnehmbarer Schatten zieht über ihr Gesicht. Becky macht den letzten verbleibenden Schritt. Die beiden stehen nun direkt von Angesicht zu Angesicht sich gegenüber. Die Halle tobt, Stimmen verfangen sich in der Akustik der Arena, doch für Becky beginnt die Geräuschkulisse zu verschwimmen. Der Lärm wird dumpf und rückt in die Ferne. Als würde jemand eine dicke Schicht Watte zwischen sie und den Rest der Welt stopfen. Sie starrt Thekla an, doch ihre Pupillen fixieren das Ziel kaum mehr. Ihre Gegenüber sieht sie mit fletschenden Zähnen an. Es ist dieses typische Lachen der Spider, als würde sie nur darauf warten, dass diese Kneipenschlägerei endlich losgehe. Doch in Beckys Kopf blitzen gerade ganz andere Fragmente der letzten Tage auf. Dieser verheerende Umschlag von Lilith Clarkson. Ein zitternder, stummer Atemzug im Dunkeln. Schlaflose Stunden, in denen der Zeiger der Uhr lautlos weiter wandert. Die bohrende, giftige Frage nach Seth, die sich tiefer und tiefer in ihre Gedanken frisst: Was, wenn alles wahr ist? Hätte dann das hier überhaupt noch einen Sinn? Becky blinzelt einmal kurz, fast schon taumelnd weicht sie einen wankenden Schritt von Thekla zurück. Das Bild verschwindet wieder von ihren Augen, aber der Druck in ihrer Brust bleibt. Vor ihr steht immer noch Thekla. Das Grinsen unverändert, dafür umso provokant.
THEKLA: Was ist nun, Schwester? BELUSTIGE MICH! Oder hat dir Seth schon lange die restlichen Gehirnzellen rausgefickt?
Während die blonde Österreicherin mit einem kehligen Gelächter den nächsten Schluck aus ihrer Getränkedose nimmt, verharrt Becky komplett vor ihr. Ihr Blick geht starr zur Seite und verliert sich irgendwo auf der Matte. Ein kurzes Zucken, fährt ihr übers Gesicht, als wäre dei Boten der jüngeren Vergangenheit wieder bei ihr. Ein schrilles Piepen in den Ohren, ein kurzweiliger Tinnitus. Es ist eine beängstigende, unnatürliche Ruhe. Sie hebt das Mikrofon langsam auf zum Munde. Nichts. Ihre Lippen öffnen sich ganz leicht, aber es kommt kein Ton, bis sie sie wieder schließt. Die Fans in den ersten Reihen verstummen Stück für Stück. Eine merkwürdige, fast beklemmende Stille legt sich über die Arena. Selbst Thekla zieht verwundert eine Augenbraue hoch, schüttelt ungläubig den Kopf.
Beckys Finger umklammern den weißen Ledergurt des SHINE Gürtels so fest, dass ihre Knöchel weiß anlaufen. Das Leder knarrt leise unter dem enormen Druck. Ihr Brustkorb hebt und senkt sich stoßweise. Ein Kiefermuskel zuckt unkontrolliert in ihrer Wange. Sie versucht es herunterzuschlucken. Einmal. Zweimal. Sie kämpft sichtbar gegen die Welle an, die in ihr hochsteigt. Und dann... lacht Thekla. Dieses kurze, spöttische, elendige Bellen direkt in ihr Gesicht. In diesem Sekundenbruchteil reißt etwas. Nicht laut, nicht auf dramatische Weise. Es ist das geräuschlose Zerbrechen ihrer aller letzten Selbstbeherrschung. Becky lässt das Mikrofon einfach aus der Hand gleiten. Das hohle Geräusch des Mikrofons auf dem Ringboden hallt durch die Arena. Die Halle hält kollektiv den Atem an. Thekla registriert die Veränderung in Beckys Blick nur eine halbe Sekunde zu spät. BOOM!
Beckys rechte Faust schlägt mit voller Wucht und ohne jede Ausholbewegung mitten in Theklas Gesicht. Die Dose fliegt in hohem Bogen durch die Luft und verteilt ihren klebrigen Inhalt weit über die Ringmatte. Thekla taumelt mehrere Schritte rückwärts, die Hand an ihrem Kiefer. Doch bevor sie auch nur ein Fältchen der Überraschung aus ihrem Gesicht wischen kann, überbrückt Becky die Distanz. Dies hatte wenig mit einem Wrestling Match zu tun, hier ging es um keinen Sieg…nur pure Aggression. Sie packt Thekla brutal am Nacken. Stirn voran wuchtet sie Theklas Kopf gegen das oberste Turnbuckle. Thekla schreit auf, aber Becky gibt ihr keine Luft zum Atmen. Sie reißt sie herum, schleudert sie in die Ringecke und deckt sie mit harten Schlägen ein. Jeder einzelne Treffer hallt Dumpf durch den Innenraum der Halle. Das Publikum geht mit jedem Schlag steiler mit. “ONE! TWO! THREE! FOUR!” Thekla versucht verzweifelt zu kontern, greift blind nach Beckys Haaren, um Distanz zu schaffen. Becky wischt ihren Arm einfach weg, greift durch und hebt sie ansatzlos aus den Stiefeln. EXPLODER SUPLEX! Thekla überschlägt sich beinahe komplett in der Luft und schlägt ungebremst auf der Matte auf. Die Zuschauer hält es nicht mehr auf den Sitzen. Thekla rollt sich keuchend und hustend auf die Seite, hält sich die Rippen und sucht instinktiv nach Orientierung. Normalerweise wäre das der Moment für die Championess, innezuhalten. Der Moment, um durchzuatmen oder sich auf dem Seil vom Publikum feiern zu lassen. Heute allerdings nicht. Becky stürzt augenblicklich hinterher. Sie lässt Thekla keine Sekunde zum Durchatmen. Bevor Thekla auch nur auf die Knie kommen kann, packt Becky ihren gestreckten Arm. Sie hebelt den Arm nach hinten, setzt ihr Bein über Theklas Nacken und lässt sich mit aller Härte nach hinten fallen. DIS-ARM-HER!
Die Halle bricht in einen ohrenbetäubenden Schrei aus. Es ist kein taktisches Ansetzen, um ein Match per Aufgabe zu beenden. Becky reißt den Arm mit einer beängstigenden Soziopathie nach hinten. Ihr Blick ist starr an die Hallendecke gerichtet, während sie den Hold immer weiter, immer fester anzieht. Man hört das Leder von Theklas Outfit knarren. Es gibt keine Ringglocke, die das hier stoppen könnte. Becky zieht noch fester. Ihre eigenen Zähne sind aufeinander gebissen, der Zug auf Theklas Schultergelenk ist gefährlich nah am Limit. Sie will Thekla nicht nur besiegen, sie will diesen Arm brechen. Sie will die Arroganz physisch aus diesem Körper herausreißen.
Erst jetzt schießen vier Ringrichter und Offizielle von allen Seiten durch die Seile! Sie stürzen sich auf Becky. Zwei versuchen verzweifelt, den Hebel an Theklas Arm zu lösen, während zwei weitere versuchen, Becky an den Schultern nach hinten zu ziehen.
Ringrichter: „VERDAMMT BECKY! LASS SIE LOS! DU BRICHST IHR DEN ARM! LASS LOS!“
Auf dem kleinen Monitor über der Kamera flackert noch das Replay aus Hawaii. Thekla provokant mit der Getränkedose. Becky, die mitten im Ring einfach erstarrte. Ein Blick voller gähnender Leere, wie eingefroren in der eigenen Ohnmacht, ehe der plötzliche, brutale Ausbruch folgte. Das Bild zeigt noch einmal den Dis-Arm-Her, das Verzweifeln der vier Offiziellen, den schrillen Schrei und Thekla, die sich gequält den Arm haltend die Rampe hoch taumelte, bevor die Szene wieder ins Live-Bild übergeht.
Renee Young steht Backstage mit dem Mikrofon in der Hand bereit. Neben ihr lehnt Becky Lynch an einer der massiven Transportkisten. Der SHINE Titel hängt nicht stolz über ihrer Schulter, er liegt eng an ihre linke Seite gepresst, von ihren Fingern mit einer fast krampfhaften Festigkeit umklammert, nicht als Trophäe, sondern wie ein Schild. Ihre Schultern sind hochgezogen, die Augen schattig und dunkel unterlegt von schlaflosen Nächten. Das Flackern des Monitors spiegelt sich kurz in ihren Pupillen wider. Ihr Kiefer arbeitet sichtbar, während sie die letzten Bilder der Aufzeichnung verarbeitet, als würde der Moment in diesem Augenblick noch einmal bitter durch ihren Mund sickern.
Renee Young: "Becky, wir haben gerade noch einmal die Bilder aus Hawaii gesehen. Besonders diese Sekunde, in der du vor Thekla stehen geblieben bist. Kein Wort und kein Schlag, einfach… nichts. Und dann dieser plötzliche, unkontrollierte Ausbruch. Vier Männer mussten eingreifen, bis du den Hebel gelöst hast. Wie blickst du mit einer Woche Abstand darauf zurück, hier in Fairbanks?"
Becky atmet tief durch die Nase aus. Es ist kein Durchatmen im eigentlichen Sinne, kein Erleichtern. Es ist das raue, schwere Entweichen aufgestauter Luft. Die Szene selbst hat sie eher nüchtern betrachtet, kein Schmunzeln oder verächtlicher Laut in Richtung Thekla.
BECKY LYNCH: "Ich seh eine Frau, die einen Moment zu lang in ihrem eigenen Kopf festgesteckt hat. Sie sprach, wie sie es immer tat. Über den Titel, der schon ihr eigen wäre. Über mich, die sie schon längst gebrochen hätte und über… ihn. Und irgendwann war da nur noch dieses taube Rauschen in meinen Ohren. Der Ring war auf einmal meilenweit weg. Und als er wieder da war… war er viel zu nah."
Ihre Stimme ist rau, leise, aber von einer messerscharfen, unerbittlichen Klarheit durchzogen. Becky’s Beschreibung des kurzen Blackouts kommt einer emotionalen Ohnmacht sehr nahe. Zu viele Baustellen, zu viele Themen, die sie belasten und dann eine Kontrahentin, die dies aufs bitterste ausnutzt.
Renee Young: "Du wirkst nicht so, als hättest du diese sieben Tage nutzen können, um durchzuatmen oder wieder zu dir zu kommen. Bist du emotional und körperlich überhaupt in der Verfassung, Thekla heute noch einmal gegenüberzutreten?"
Becky hebt langsam den Blick. Ihre Augen sind gezeichnet. Müde, von den Strapazen der letzten Wochen. Doch ihr Blick ist starr, fast beängstigend fokussiert. Sie weicht keinen Millimeter aus. Sie presst den Riemen des Titels einmal fest gegen ihre Hüfte, fast reflexartig, als müsste sie sich durch den physischen Druck vergewissern, dass das Gold tatsächlich noch da ist.
BECKY LYNCH: "Dies hier… dieses Gold ist immer noch meins und ich werde es mit allem, was ich habe, verteidigen. Thekla kann nach Matches schreien, so oft sie will. Sie kann mich vor den Kameras eine Feigling nennen, eine schlechte Championesse, eine Frau, deren Leben vor aller Augen auseinanderbricht. Das ändert verdammt nochmal nichts daran, dass sie Watch my Throne ohne diesen Titel verlassen hat. Und wir wissen beide, Renee… die ganze Wrestling Welt weiß, dass sie auch ohne ihre dreckigen Spielchen das Gold niemals gewonnen hätte. Thekla ist laut… Sie ist wild, sie will auffallen um jeden Preis und versprüht ihr Gift nach belieben. Aber genau das zeigt mir, wofür ich kämpfe… damit sie niemals diesen Titel in Händen halten wird."
Ein kurzes, trockenes Schnauben entweicht Beckys Lippen. Kein Lächeln, keine Spur von Belustigung. Nur die bittere Erkenntnis, wofür sie noch in den Krieg zieht. Dabei geht es wenig um Prestige, es ist ein Appell, an ihr Innerstes noch etwas zu besitzen, welches sie beeinflussen kann.
BECKY LYNCH: "Sie will die Angriffsfläche? Sie will in meinen klaffenden Wunden herum stochern… Soll sie ruhig. Und jedes Mal werde ich ihr eine Antwort wie letzte Woche liefern. Eine, mit der sie nicht gerechnet hat und mit der sie nicht umgehen kann. Sie sollte besser aufhören, davon zu träumen, mir den Titel abzunehmen… Und wenn ich ihr dafür im Ring das vorlaute Maul stopfen muss, damit sie es versteht… dann bekommt sie ihr Match. Hier… Heute oder nächste Wochen…Ist mir scheißegal wann. So wie ich es vor dem Special sagte, kämpfe ich für jeden einzelnen da draußen, der immer an mich geglaubt hat. Doch jetzt… Jetzt kämpfe ich für mich! Mallacht Dé air!"
Ihre Knöchel werden weiß, so fest krallen sich ihre Finger in das Leder des Gürtels. Gepaart mit einem inbrünstigen Fluch in tiefstem gälisch lässt Becky erstmals ihren aufgestauten Aggressionen freien Lauf. Als hätte man ihr neues Leben eingehaucht, auf eine provozierende, widerwärtige Art. Zum ersten Mal seit Wochen wirkt sie, als hätte sie wieder festen Boden unter den Füßen.
Renee möchte zu einer weiteren Frage ansetzen. Aber plötzlich...
*Boom*
Ein blondes Etwas rauscht ins Bild und befördert Becky mit voller Wucht gegen die Transportkiste. Der Hinterkopf der Irin knallt ungeschützt gegen das massive Material, wodurch ein dumpfer Ton entsteht, der die Zuschauer zusammenzucken lässt. Der Shine Championship gleitet ihr aus den Händen und rutscht zu Boden. Auch sie selbst verliert den sicheren Halt. Ihr Füße geben nach und so gleitet auch Becks nach unten. Derweil wird die Übeltäterin ins Visier genommen. Wenig überraschend...Thekla! Manisch grinsend und schwer atmend steht die Österreicherin über der Champ und breitet langsam beide Arme aus.
THEKLA: Ladies and Gentlemen...Dumb Bitches...der 20 Uhr Toxic Zug hat sein Ziel erreicht und punktgenau getroffen. Cho Cho, Bitch!
Renee Young bringt sich lieber in Sicherheit. Oder sie holt Hilfe, beziehungsweise jemanden, der eingreift. Thekla lässt die Kanadierin ziehen. Sie ist ihr egal. Es geht nur um den Belt und Becky Lynch. Die Toxic Spider schaut auf den Belt und leckt sich einmal über die Lippen. Langsam und fast schon bedrohlich beugt sie sich nach unten und umgreift mit einer Hand das Kinn der Irin. Ihre langen Fingernägel in die schweren Ringe werden sich dabei leicht in das Fleisch der Rothaarigen bohren.
THEKLA: Ohohoho...du hattest mich letzte Woche, das gebe ich dir! MEIN GOTT, WAS FÜR EINE EXPLOSION VON DIR...hahaha! Pew, Pew...ein wahres Feuerwerk der Emotionen. Nur gibt es da ein Problem...du hast den Job nicht beendet, Little Redhead! Wenn du diese EINE Chance hast, die Toxic Spider zu erledigen...DO IT! Reiß ihr die Beine aus, trete ihr den Kopf ein...stell' sicher, dass keine Faser ihres Körpers mehr zucken kann. Dann...und nuuuuuur dann...hast du gewonnen. Aber das hast du nicht gemacht, Becky! Du hast mich ein wenig geärgert...mich genervt...an meinem Netz gerüttelt! Oh, ich mag' es nicht, wenn man einfach so an meinem Netz rüttelt und dann nicht einmal zum Abendessen bleibt! Tja...dafür werde ich richtig aufdrehen und dir das Ding endgültig nehmen. Obwohl...so einen kleinen Gruß lasse ich dir noch da!
Kleiner Gruß! Thekla tätschelt Becks die Wange und wuchtet sich nach oben. Sie geht ein paar Schritte zurück, reißt dabei die Augen weit auf, grinst, wie nur sie grinsen kann...und rennt los! Mit einem Bein holt sie aus, als würde sie im Finale der Fußball Weltmeisterschaft den entscheidenden Elfmeter treten. Nein, sie will damit doch nicht etwa Becky Kopf treffen?
*Boom*
Im letzten Moment kommt wieder Leben in den Körper der Championesse und sie rollt sich zur Seite, so dass Thekla die Kiste trifft. Da schreit sie leicht auf und humpelt zurück. Irritiert hält sie sich den Fuß. Genug Zeit für The Man, um wieder selbst auf die Beine zu kommen.
Becky’s Atem geht stoßweise, als sie sich nach dem abrupten Ausweichmanöver wieder aufrichtet. Der Boden unter ihren Stiefeln vibriert fast vor Anspannung. Sie braucht keine Bedenkzeit, keine Sekunde der Orientierung. Der dumpfe Lärm der Halle verblasst für einen Augenblick zur Nebensache, ein gräßlicher Piepston schießt ihr durch den Kopf, doch dieser eiskalter Satz durchbricht ihren aufkeimenden Tinnitus: „Du hast den Job nicht beendet.“ Ihr Blick schießt nach oben. In ihren Augen brennt augenblicklich eine gefährliche, unberechenbare Wut. Jede Faser ihres Körpers steht unter Spannung. Dann bricht die Eruption aus ihr heraus.
BECKY LYNCH: "HALT DIE FRESSE!"
Mit einem Rauen, wütenden Aufschrei schnellt sie nach vorne und wirft ihr gesamtes Körpergewicht gegen Thekla. Der Aufprall klingt wie der Zusammenstoß zweier geladener Fahrzeuge bei voller Fahrt. Metall, Knochen und pure Energie, die unbarmherzig aufeinandertreffen. Thekla hat mit Gegenwehr gerechnet, doch nicht mit diesem unkontrollierten Ausbruch reinster Brutalität. Ohne Zögern reißt Becky ihre Rivalin am verletzten rechten Bein herum, hebelt sie aus der Achse und bricht ihre Balance. Die Spider gerät ins Straucheln.
Mit voller Wucht krachen beide Frauen seitlich in eine Reihe gestapelter, schwarzer Boxen. Das Wackeln der massiven Kisten lässt ein Stativ kippen, ein Kontrollmonitor schlägt mit einem hohlen, scheppernden Geräusch auf den Betonboden auf. Bündel von Kabeln peitschen über den kühlen Untergrund. Die Kameraführung bricht völlig ein, das Bild wackelt hektisch, versucht verzweifelt, das absolute Chaos einzufangen. Ein unübersichtlicher Tumult bricht hier im Backstagebereich herein.
Renee Young: "SECURITY! SECURITY! BITTEN HELFT IHR… HELFT MIR!"
Zwei Sicherheitskräfte stürmen aus den Seitengängen ins Bild, die Hände schützend erhoben, viel zu spät. Thekla bekommt Becky am Haaransatz zu fassen. Mit einem grausamen Ruck reißt sie den Kopf der Irin nach hinten, dass deren Nacken bedrohlich überstreckt wird. Doch Becky kennt in diesem Zustand keinen Schmerz. Sie antwortet ohne Bruchteil einer Sekunde Verzögerung mit einem krachenden Ellenbogen direkt ins Zentrum von Theklas Gesicht. Das Gewebe gibt nach, die Unterlippe der Spider platzt sofort auf. Ein dünner, dunkler Blutfaden zieht sich langsam über ihr breites, wahnhaftes Grinsen. Und genau dieser Schmerz, dieser Geschmack von Eisen im Mund, lässt Thekla nicht zurückweichen. Es lässt sie aus tiefster Kehle auflachen.
Mit erstaunlicher Kraft stößt sie Becky rücklings von sich weg. Diese krallt sich im Fallen an einem rollbaren Werkzeugwagen fest, der scheppernd nach hinten rollt. Schraubenschlüssel, Panzertape und Ersatzteile verteilen sich mit einem metallischen Klirren weiträumig auf dem Beton. Im Reflex greift Beckys Hand nach unten. Sie bekommt eine halbvolle Plastikwasserflasche zu fassen und schleudert sie ohne Hinzusehen mit voller Wucht ab. Das Geschoss trifft Thekla punktgenau mitten auf die Stirn, Plastik birst, Wasser spritzt auf ihre Haut. Doch die Spider weicht keinen einzigen Zentimeter zurück. Sie blinzelt nicht einmal. Langsam, fast genüsslich, wischt sie sich mit dem Handrücken das Wasser zusammen mit etwas Blut aus dem Gesicht. Die Situation gerät völlig außer Kontrolle. Jeff Miller stürmt als einer der ersten Offiziellen in die Schneise aus Trümmern.
Producer Jeff Miller: "BEIDE SOFORT AUSEINANDER! SCHLUSS JETZT MIT DEM SCHEISS!"
Vier Producer und sechs hochgewachsene Security-Mitarbeiter werfen sich dazwischen, versuchen Barrikaden aus ihren Körpern zu bilden. Es ist zwecklos. Becky stößt sich ab, hechtet mit einer explosionsartigen Bewegung über eine hölzerne Transportkiste hinweg und erwischt Thekla mit einem donnernden Flying Forearm mitten am Kiefer. Beide Frauen verknäulen sich erneut und rollen quer durch den eng gewordenen Gang. Ein Kameramann muss sich mit einem Hechtsprung zur Seite retten, um nicht überrollt zu werden, ein schwerer Scheinwerfer gerät ins Schwanken und wirft wilde, bedrohliche Schatten an die kahlen Betonwände. Über die Außenlautsprecher dringt der Lärm des Kampfes inzwischen bis nach draußen in den Innenraum. Die Menge spürt die ungeschminkte Gewalt. Ein Rhythmus keimt auf, der wie eine Welle aus der Arena durch die dicken Wände bis tief in den Backstagebereich schwappt: „LET THEM FIGHT!“ „LET THEM FIGHT!“
Inmitten dieser Kulisse kippt das Momentum. Und es passiert genau das, worauf die kalkulierende Spider nur gewartet hat. Becky wird emotional. Sie schlägt blind vor Wut, während Thekla eisern und präzise bleibt. Als Becky erneut nachsetzen will, um die Spider zu überrennen, setzt Thekla zu einem blitzschnellen, gezielten Tritt direkt gegen Beckys bereits angeschlagenes Knie an. Ein kurzer, stechender Schmerz schießt Becky durch das Bein. Ihr Knie gibt nach. Ein Wackler im Stand, mehr braucht Thekla nicht. Sie packt Beckys Arm, verdreht den Hebel mit geschulter Boshaftigkeit und reißt die geschwächte Irin mit voller Wucht gegen eine massive Metallstrebe der Hallenkonstruktion.
Der Ton hallt dumpf durch den Gang. Beckys Schulter prallt ungebremst gegen das Eisen. Das Gesicht schmerzverzerrt, sackt sie auf ein Knie zusammen. Thekla kennt keine Gnade. Sie nutzt den Moment rigoros aus und rammt ihr das Knie mit brutaler Härte in die Rippen. Einmal… Zweimal und auch ein drittes Mal.
Ein schmerzendes, keuchendes Geräusch geht von Becky aus, als die Luft aus ihren Lungen gepresst wird. Verzweifelt japst sie nach Atem. Doch Thekla gibt ihr keine Pause. Sie greift Becky wieder im Nacken, reißt sie hoch und schleudert sie kopfüber in einen Stapel aufgereiht stehender Absperrgitter. Die schweren Metallgitter kippen wie Dominosteine nacheinander um. Ein ohrenbetäubender, metallischer Lärm erfüllt den gesamten Korridor und begräbt das Licht unter aufgewirbelten Staub. Die Spider übernimmt die vollkommene Kontrolle. Sie tritt langsam heran und setzt herablassend einen ihrer schwer beschlagenen Boots direkt auf Beckys Brust, um sie am Boden zu fixieren. Nur zwei Meter entfernt liegt er auf dem schmutzigen Boden, der SHINE Title. Thekla beugt sich hinab und hebt den Gürtel langsam auf. Dann kniet sie sich nieder und hält das Gold direkt vor Beckys Schweiß überströmtes Gesicht. Sie drückt das kühle, schwere Leder des Gürtels unbarmherzig gegen Beckys Wange.
THEKLA: Der riecht schon langsam nach mir.
Draußen in der Arena bricht eine ohrenbetäubende Welle aus Buhrufen los, als die Videowände das Bild der Demütigung übertragen. Becky liegt am Boden, doch die Flut aus Schmerz und Hohn bricht ihren Geist nicht. Sie sammelt den Speichel in ihrem Mund und spuckt ein Gemisch aus Spucke und tiefrotem Blut direkt vor Theklas Stiefel. Ihr Blick ist schief, die Augen verengt. Und trotz der angeschlagenen Rippen und der schmerzenden Schulter stiehlt sich ein feines, unnachgiebiges Grinsen auf ihre Lippen.
BECKY LYNCH: "Dann komm... und hol ihn dir, Bitch!"
Thekla hält für einen Moment inne, ehe sie schrill und laut auflacht. Das Lachen hallt gehässig von den Betondecken wider. Unter ächzenden Lauten stemmt sich Becky mit letzter Kraft über den zitternden Armen nach oben. Die nächsten Offiziellen eilen herbei und versuchen verzweifelt, sie am Arm zu packen und auf Distanz zu halten. Mehrere Security-Mitarbeiter bilden bereits eine menschliche Mauer vor Thekla. Doch die Irin denkt nicht daran, sich beruhigen zu lassen. Mit einem Ruck reißt sie sich los. Ein schmaler Blutstropfen läuft langsam aus ihrem Mundwinkel über das Kinn. Sie hebt den Zeigefinger und zeigt unvermittelt, haarscharf an den Köpfen der Sicherheitskräfte vorbei, direkt auf Theklas Lächeln. Ihre Stimme überschlägt sich vor Adrenalin.
BECKY LYNCH: "DU WILLST MICH BRECHEN?!"
Sie macht einen aggressiven Schritt nach vorne, die Ader an ihrem Hals treten Wutentbrannt hervor. Der Sicherheitsmitarbeiter weicht zunächst verunsichert zurück, ehe er mit seinem Kollegen doch nach vorne tritt und die Irin zurückschiebt.
BECKY LYNCH: "KEINE AUSREDEN MEHR UND KEINE REGELN… HARDCORE! NO DISQUALIFICATION! UM DEN SHINE TITLE!... NÄCHSTE WOCHE!"
Mit der geballten Faust schlägt sich Becky zweimal wuchtig gegen die eigene Brust, dass es dröhnt. Das Videobild schaltet in die Halle und das Publikum explodiert regelrecht. Der Gebrüll der Fans schlägt wie eine Welle über die Trennwände hinweg. „YES!“ „YES!“ „YES!“ Thekla breitet die Arme weit aus, legt den Kopf in den Nacken und genießt die akustische Detonation der Menge. So soll es noch einmal zum alles entscheidenden Match kommen.
CO - MAIN EVENT
SINGLES MATCH
Ricky Saints vs. Kenny's Choice
![[Bild: kennychoicerickysaints.png]](https://i.ibb.co/Rp87nyj1/kennychoicerickysaints.png)
Writer: ???
In wenigen Augenblicken ist es soweit. Der nächste Wrestler wird die Halle betreten. Doch wer wird es sein? Die Fans sind schon ganz gespannt. In der Halle herrscht ein mittlerer Geräuschpegel, eigentlich unterhalten sich nur ein paar Leute. Die Gespräche werden jedoch urplötzlich beendet und das von einem Sound der aus den Boxen kommt. Gitarrenriffe dröhnen dort heraus.
THE REVOLUTION IS TELEVISED!
Das ist die Musik von Ricky Saints! Es dauert nur wenige Sekunden und dann kommt dieser in die Halle herein. Bekleidet lediglich in seiner Hose in der er in den Ring steigt, sowie seinen Boots und der Kette um seinen Hals. Die Gitarrenriffs seiner Entrances Theme begleitet er mit einem kleinen und kurzen Luftgitarren Solo. Bei seiner Mimik merkt man, dass er seine Musik fühlt. Im Ring erhebt Matthew Rehwoldt sein Mikrophon.
Matthew Rehwoldt: "Introducing first, from New Orleans, Louisiana, weighting tonight in at 195 pounds, he is Absolute, he is Ricky Saints!"
Seine Ankündigung durch Matthew Rehwoldt begleitet Ricky Saints, in dem er auf der Stage stehen bleibt und kurz seine Arme ausbreitet. Wie ein Bogenschütze zeigt er mit seinen beiden Armen zunächst in die eine Richtung und schenkt mit selbigen dann in die andere Richtung. Anschließend hält er sich die flache Hand an die Stirn und dreht sich ein wenig zur Seite. Zum Ende dieser Geste hin, spannt er noch einmal kurz seine Muskeln an und macht sich dann auf den Weg zum Ring. Über die stählerne Treppe gelangt er auf das Apron wo er sich kurz die Sohle seiner Füße abwischt und dann zwischen den Seilen hindurch in den Ring gelangt. Hier nimmt er eine Ringecke ins Visier und klettert auf diese. Hier wird noch einmal die Luftgitarre ausgepackt, ehe er seine Hände in die Luft streckt und abwechselnd erst sein rechtes, dann sein linkes Handgelenk küsst. Aus voller Inbrunst geht er ein letztes mal das Gitarrensolo mit, ehe er von der Ringecke herab springt. Er öffnet seine Kette und gibt diesen dem Referee, welcher diese dem Zeitnehmer zur Verwahrung übergibt. Ricky Saints ist bereit! Zumindest so weit man bereit sein kann, wenn man seinen Gegner nicht kennt.
ARE YOU READY FOR THIS?
Gleich werden er und wir Zuschauer mehr erfahren. Kenny Omega erscheint auf der Stage. Der World Champion trägt schon seine Pants und Boots und hat sich den Gürtel umgeschnallt. Schließlich wird er direkt nach dem Stroke Daddy in den Ring steigen müssen und dann dessen Zeit schlagen. Sofern Saints das Match auch gewinnen kann. Man sieht schon, dass der Cleaner ein Mikro in den Händen hält. Dennoch posiert er auf der Stage und wartet, bis die Pyros rechts und links in die Höhe schießen. Langsam schreitet der Kanadier weiter, klatscht mit ein paar Fans ab…und kommt schlussendlich am Ring an. Dort fixiert er Ricky und schenkt ihm ein sarkastisches Zuwinken, was der Absolute One cool an sich abprallen lassen. Schließlich deutet der Canadian X an, dass man seine Theme cutten soll, so dass er in Ruhe sprechen kann.
Kenny Omega: Werte Gesellschaft…ich habe zu verkünden, welchen Recken ich gegen den Rickster in den Ring schicken werde. Nun…lange hat moa darüber nachgedacht. Soll ich einen alten Weggefährten fragen? Finde ich Leute aus Ricky’s Vergangenheit, die noch eine Rechnung mit ihm offen haben? Oder nehme ich jemanden, der mir selbst auf den allerwertesten Sack ging und ich die Freude nun Saints spüren lassen möchte? Jaaa…das Letztere hat mir durchaus gefallen! So habe ich Kontakt mit einem Mann aufgenommen, mit dem ich vor ein paar Jahren große Probleme hatte und der mir eine meiner größten Niederlagen zugefügt hat.
Okay? Eine interessante Wahl! Ein Raunen geht durch die Reihen. Wer könnte damit gemeint sein? Kenny’s Mimik wirkt etwas verkrampft. Nein, ihm selbst gefällt es nicht, wen er da ins Rennen schickt. Aber für so eine Beat the Glock Challenge muss man eben auch mal in die Trickkiste greifen.
Kenny Omega: Überraschenderweise war er offen für meinen Vorschlag…vor allem als ich ihm einige Scheinchen geboten habe. Wie dem auch sei…hier ist der Gegner von Ricky Saints…The Maverick…Logan Paul!
Das ist wirklich eine dicke Überraschung! Vor ein paar Jahren hatte Kenny Omega versucht „seinen“ Eastcoast Championship vom Maverick zurückzugewinnen. Daran ist er gescheitert. Und heute soll ausgerechnet dieser Logan Paul ihn vertreten?
Die Titan Thron springt an und zu sehen ist Logan Paul, wodurch sich alle Fans zusammen tun und laut im Chor buhen. So laut, dass er es selbst in Backstage Bereich hört. Sein Lächeln schelmisch und übergrinst somit die Meinung der Fans. Im Gold-Schwarzem Dress, wozu auch ein Stirnband zählt, geht er durch die Gorilla Position und kommt dann schließlich vor der Stage an.
Eeeeeeeeey Yooooo
Schallt es durch die Arena, als die Titan Thron anspringt. Somit ist es auch sein Startzeichen auf die Stage zu gehen. Nochmals geben sich alle Mühe ihre Abneigung gegen Paul anhand buhen zu demonstrieren. Doch auch hier grinst er es einfach zur Seite und klopft sich mehrmals auf die Brust. Um es noch schlimmer zu machen, zieht er sein Smartphone aus der Tasche und macht ein Selfie. Das kommt natürlich nicht gut an.
![[Bild: loganent1.png]](https://i.ibb.co/B20b4hF8/loganent1.png)
Dann geht er über die Rampe zum Ring. Bei den Fans stoppt er und hält sich, abermals grinsend, die Hand ans Ohr. Natürlich Provokation. Und diese erreicht er. Zwischen den buhen schleichen sich Loser-Rufe. Mittlerweile ist auch Werbung auf die Stage gehuscht. Eine blaue Prime Dose läuft mittlerweile neben ihn und fordert die Menschen auf Prime zu trinken.
![[Bild: loganent2.png]](https://i.ibb.co/V0tZdg5g/loganent2.png)
Am Ring angekommen nimmt er seine Sonnenbrille ab und stellt sich dem Cleaner gegenüber. Beide Männer können sich immer noch nicht leiden. Aber ein Geschäft ist ein Geschäft und wenn man es richtig verstanden hat, bezahlt Kenny den Blonden sogar dafür, dass er für ihn kämpft. Logan nickt Kenny zu und reicht ihm die Hand. Seufzend erwidert Omega erst das Nicken und dann den Handschlag. Daraufhin geht Paul langsam und provokant zur Stahltreppe, geht diese hoch und lehnt sich mit den Rücken an die Seile. Seine Blicke gehen in alle Richtungen und saugt die Anti-Chants auf. Als erneut ein paar Loser-Rufe folgen, zeigt er mit dem Zeigefinger auf sich. Fragend und unverständlich. Als Antwort gibt es wieder ein breites Grinsen.
Schließlich steigt er in den Ring und stellt sich mittig auf, präsentiert sich dort nochmal und entledigt sich seiner Jacke.
![[Bild: loganent3.png]](https://i.ibb.co/939pqhdT/loganent3.png)
Dann wartet The Maverick, dass das Match beginnt.
Warnung! Spoiler!
![[Bild: newlogo9qu4w.png]](https://i.ibb.co/F34ZcfJ/newlogo9qu4w.png)

![[Bild: kennyrickschoice.png]](https://i.ibb.co/TxcR70t4/kennyrickschoice.png)
