![[Bild: c2cliveeel-Kopie.jpg]](https://i.ibb.co/hcH88Gb/c2cliveeel-Kopie.jpg)
HAWAII!
![[Bild: C2-CLive25-Kopie.jpg]](https://i.postimg.cc/qMT3CTC6/C2-CLive25-Kopie.jpg)
findet statt im Aloha Stadium vor 22,500 Zuschauern in Halawa, Hawaii.
![[Bild: alohastadion.png]](https://i.ibb.co/bgRVfsPh/alohastadion.png)
Die letzte Kamera ist optimal platziert und auch der letzte reservierte Platz besetzt. Die c2c Show kann losgehen! Gleich zu Beginn explodiert ein buntes Feuerwerk auf der Stage und motiviert die anwesenden Fans zu großem Jubel und Chants. In der Mitte des aufwendig gebauten Wrestlingrings steht Matthew Rehwoldt schon mit einem Mikrofon bereit um die anwesenden Fans hier in der heutigen Show zu begrüßen.
![[Bild: matt.jpg]](https://c2c-wrestling.com/4images/data/media/312/matt.jpg)
Matthew Rehwoldt: "My dear Ladies.. my dear Gentlemen.. my name is Matthew Rehwoldt and it is I, your DRAAAAAMAAA KIIIIINGGG... welcoming you to... COAST.. to COAST... WRESTLINGGGGGG!"
Kaum hat Rehwoldt die Ansage zuende gebracht gibt es einen kleinen Jubel für seine Ansage und auch wegen der Vorfreude auf den Verlauf des Abends. Matthew verbeugt sich einmal kurz und geht dann auch aus dem Ring heraus. Auch die knallenden Geräusche des Feuerwerks erlischen langsam und geben die Bühne somit für ihre Akteure frei. Bevor dies jedoch in Kraft tritt, werden die Zuschauer daheim vor ihren Fernsehgeräten von Pat MacAfee, Cathy Kelly & Wade Barrett begrüßt.
![[Bild: v2z7jzv.jpg]](https://i.ibb.co/7nMs2S3/v2z7jzv.jpg)
Pat McAfee: "Willkommen zu c2c LIVE HAWAI!"
Cathy Kelley: "Das fühlt sich hier schon fast wie Urlaub an!"
Wade Barrett: "Es ist nicht nur draußen warm. Auch im Ring geht es heiß her, also bleibt dran. Das wollt ihr nicht verpassen!"
THE REASON WHY?
Vor 2 Wochen hatten wir das große Special Whatch the Throne 10, was uns nicht nur viel versprochen, sondern mindestens auch genauso viel gegeben hat. Wir hatten atemberaubende Matches, spannende Segmente und unheimlich viel Drama, Baby. Doch das liegt nun alles hinter uns. Wir befinden uns heute auf Hawaii und starten direkt durch auf die Road to One Shot at Glory! Ein neues Chapter in der c2c. Und dies ist es vor allem jetzt, wo der große Tyrann, der die Liga wochenlang in Furcht getränkt hat, endlich verschwunden ist. Vincent Kennedy McMahon wurde letzte Woche endlich von Bayley gefeuert, auf eine nahezu epische Art und Weise, die sich gewaschen hat. Dutzende Superstars musste die Liga wegen ihm entlassen. Und der, der wohl den meisten Schaden abbekommen hat, ist der Mann, den wir hier nun zu sehen bekommen. Die Kamera bringt uns einige Tage zurück in die Vergangenheit.
![[Bild: 01c97e09-0c00-4e37-a1f1-d5026bca7436.png]](https://i.ibb.co/HpgNgh4g/01c97e09-0c00-4e37-a1f1-d5026bca7436.png)
Wir befinden uns noch irgendwo in Amerika und können niemand Geringeren sehen als den Trainer des c2c Performance Centers, Raven. Wirklich zufrieden jedoch sieht er nicht unbedingt aus. Er wirkt viel mehr so, als hätte er sich hier gezwungenermaßen am helllichten Tage in die Gesellschaft gedrängt, auf der Suche nach einem ganz bestimmten Ziel. Gekleidet ist er in einem etwas dunkleren, gedeckteren Leinenanzug, dessen Farbe irgendwo zwischen gebrochenem Beige, verwaschenem Sand und einem leicht schmutzigen Creme liegt. Das Material ist zwar hochwertig, wirkt aber bewusst nicht vollkommen glatt und makellos. Einige natürliche Falten an den Ärmeln, rund um die Hüfte und an den Knien sorgen dafür, dass der Anzug nicht aussieht, als wäre er gerade frisch aus der Auslage eines Luxusgeschäfts gekommen. Vielmehr hätte er etwas Eingetragenes und Lässiges an sich, während das Sakko maßgeschneidert, aber keineswegs hauteng ist. Es liegt locker über seinen Schultern und lässt ihm genügend Bewegungsfreiheit, während Raven es selbstverständlich offen trägt, weil ein ordentlich zugeknöpftes Sakko bei ihm vermutlich schon wieder nach zu viel gesellschaftlicher Anpassung aussehen würde. Unter dem hellen Sakko setzt sich ein tiefschwarzes Hemd zur Schau, dessen oberste ein oder zwei Knöpfe geöffnet sind. Keine perfekt sitzende Fliege und auch keine auffällig rote Business-Krawatte, die ihn wie irgendeinen wohlhabenden Geschäftsmann aussehen lässt. Stattdessen bloß eine dünne silberne Kette, die aber die Aufmerksamkeit der Augen nicht von der Hose nimmt, die aus demselben sandfarbenen Leinenstoff gefertigt ist wie das Sakko und trotzdem nicht messerscharf gebügelt ist und nur an seinen Beinen herunterfällt.
![[Bild: 1cd2653b-e11f-4f86-9252-7453476d71d6.png]](https://i.ibb.co/5h5TXKd0/1cd2653b-e11f-4f86-9252-7453476d71d6.png)
Um seine Hüfte liegt ein schwarzer Ledergürtel mit einer schlichten, leicht abgenutzten silbernen Schnalle. Bei den Schuhen trägt Raven schwarze Chelsea Boots aus Leder, die im Vergleich zu allem anderen an seinem Körper nagelneu und glänzend wirken. Besonders auffällig ist jedoch, dass er auf dem Kopf einen breitkrempigen Panama-artigen Hut in einem hellen Sandton trägt, umgeben von einem breiten schwarzen Stoffband. Der Hut sitzt nicht vollkommen akkurat auf seinem Kopf, sondern leicht nach hinten, während darunter seine langen, dunkelgrauen Haare hervorkommen. Einige Strähnen fallen seitlich unter dem Hut hervor und reichen bis auf den Kragen seines Sakkos. Vor seinen Augen sitzt eine schwarze Sonnenbrille mit relativ breiten, dunklen Gläsern. Keine extravagante Designerbrille mit riesigem Logo, sondern eine klassische, fast schon zeitlose schwarze Sonnenbrille, hinter der sich sein Blick vollkommen verstecken lässt, und an seinen Händen befinden sich zwei seiner typischeren silbernen Ringe, die er aber gelangweilt versteckt mit der dazugehörigen Hand in seiner Hosentasche vergraben hält. Und auch wenn dieses Outfit so 0 zu dem Mann passt, den wir kennen, passt es beim zweiten Hinschauen doch irgendwie zutreffend gut. Sommerlich und elegant auf den ersten Blick, aber beim genauen Hinsehen dunkel, leicht heruntergerockt, unangepasst und gerade unordentlich genug, dass niemand auch nur eine Sekunde vergessen könnte, wer da unter dem Panama-Hut steckt. In diesem Outfit betritt er nun einen überraschend ruhigen, freundlichen und beinahe idyllischen Vorgarten eines relativ großen, zweistöckigen amerikanischen Einfamilienhauses, das vor allem durch seine persönliche Gestaltung auffällt.
![[Bild: c3cadef7-b825-4939-8fcc-89de45ae4117.png]](https://i.ibb.co/nMFDB2Ct/c3cadef7-b825-4939-8fcc-89de45ae4117.png)
Das Haus selbst ist in einem sehr hellen, leicht warmen Weiß gestrichen, während das große, mehrfach abgewinkelte Dach mit dunkelgrauen Schindeln gedeckt ist. Das Gebäude wirkt gepflegt, aber nicht steril oder wie ein Musterhaus, in dem niemand wirklich lebt. Überall entdeckt man kleine Details, Pflanzen und Dekorationen, die deutlich machen, dass sich hier jemand sein Zuhause genau so eingerichtet hat, wie es ihm gefällt. Bevor Raven überhaupt die Haustür erreicht, führt der Weg zunächst durch den Vorgarten. Der Rasen ist zwar ordentlich gehalten, wird aber an mehreren Stellen von geschwungenen Blumenbeeten unterbrochen. Weiße Hortensien stehen dort neben rosa und violett blühenden Pflanzen, kleineren Sträuchern und einzelnen dunkelroten Ziergehölzen. Die Beete sind mit Natursteinen eingefasst, wodurch sie nicht vollkommen geometrisch wirken, sondern sich relativ natürlich in den Garten einfügen. Gerade das macht den Vorgarten lebendiger. Zwischen den größeren Pflanzen findet man immer wieder kleinere Blumen, sodass es kaum eine Stelle gibt, die vollkommen leer aussieht. Gleichzeitig wurde darauf geachtet, dass der Garten nicht vollkommen überwuchert wirkt. Man erkennt eindeutig, dass hier regelmäßig jemand gießt, zurückschneidet und neue Pflanzen einsetzt, ohne daraus einen penibel perfekten englischen Garten machen zu wollen.
![[Bild: c3cadef7-b825-4939-8fcc-89de45ae4117.png]](https://i.ibb.co/twFNRkkp/c3cadef7-b825-4939-8fcc-89de45ae4117.png)
Durch diesen Vorgarten verläuft ein gepflasterter Weg aus hellgrauen Natursteinplatten. Er beginnt nahe der Einfahrt, zieht sich zunächst gerade auf das Haus zu und führt schließlich über einige breite, flache Stufen hinauf zur Veranda. Schon während man diesen Weg entlanggeht, wird das Haus zunehmend von der großen überdachten Veranda dominiert, die sich über einen beträchtlichen Teil der Vorderseite zieht. Weiße Holzpfosten tragen das darüberliegende Dach und dazwischen befindet sich ein klassisches weißes Geländer. Die Veranda liegt nur leicht erhöht über dem Vorgarten, wodurch sie nicht wie ein abgetrennter Bereich wirkt, sondern beinahe wie eine Verlängerung des Gartens. Mehrere Blumentöpfe und kleinere Pflanzkübel stehen zwischen den Pfosten und entlang des Geländers. Einige Pflanzen hängen sogar von oben herunter, sodass einzelne grüne Ranken und Blüten in den Bereich der Veranda hineinragen. Je näher man der Eingangstür kommt, desto deutlicher werden die kleinen verspielten Details. Die eigentliche Haustür bildet einen starken Kontrast zur Fassade, denn sie ist sehr dunkel anthrazitfarben und rechts und links davon befinden sich klassische schwarze Außenlampen mit warmem Licht, die insbesondere am Abend wahrscheinlich dafür sorgen würden, dass der gesamte Eingangsbereich ausgesprochen gemütlich aussieht.
![[Bild: 9fe742ed-9199-4136-9f41-011e0e7e5e04.png]](https://i.ibb.co/nqRfbHwL/9fe742ed-9199-4136-9f41-011e0e7e5e04.png)
An der Tür hängt ein farbenfroher Blumenkranz, der die ansonsten sehr zurückhaltende Farbkombination aus Schwarz, Weiß und Grau bewusst durchbricht. Direkt davor liegt eine Fußmatte, die nicht irgendeinen neutralen Begrüßungsspruch trägt, sondern bereits erkennen lässt, dass hinter dieser Tür jemand mit einem gewissen Humor lebt. Auch kleinere Figuren und Dekorationen stehen seitlich des Eingangs zwischen den Blumentöpfen. Dabei bewegt sich die Gestaltung irgendwo zwischen niedlich, nerdig und leicht eigenartig, ohne dass der Hauseingang dadurch wie ein überladener Merchandise-Shop aussieht. Hier wohnt jemand, der sein Zuhause nicht danach gestaltet hat, was andere für stilvoll halten, sondern danach, worin er sich selbst tatsächlich wohlfühlt. Und genau bei dieser Person klingelt Raven nun und es dauert auch gar nicht lange, da öffnet sich die Türe.
Raven:
„„Schön, dass Sie noch wach sind!"“
Schön, dass Sie noch wach sind? Das ist die Begrüßung, die sich Raven einfallen lassen hat? Als die Kamera umschwenkt, dürfen wir auch entdecken, wen er hier besuchen kommt. Wir scheinen bei dem privaten Zuhause von niemand Geringerem als der Cosplayqueen Leva Bates zu sein. Die Leva Bates, die vor 3 Wochen bei Raven gekündigt hat und seitdem kein Teil der c2c mehr ist. Die Leva Bates, die der bisher schlimmste Kollateralschaden vom Krieg gegen Vince McMahon gewesen ist. Gekleidet ist sie in einen weißen Bademantel, wo auf der Brust groß das Logo des Bates Motel draufsteht, welches natürlich absolut perfekt zu einer Frau passt, die den Namen Leva Bates trägt. Und anhand ihrer nassen Haare, die über die Schulter gelegt hängen, kann man wohl erkennen, dass sie gerade frisch aus der Dusche kommt. Doch selbst wenn sie straight von einer Müllhalde gekommen wäre, würden die Fans ihren ohrenbetäubend lauten Jubel nicht abstellen können. Sie freuen sich, die Lucha Sister wieder vor laufender Kamera sehen zu können. Anders als bei anderen Stars, die von Vince McMahon gefeuert wurden. Ein wenig verwirrt wirkt sie dennoch. Sie hätte mit Sicherheit niemals damit gerechnet, ihren... ehemaligen... Trainer hier vor ihrer privaten Haustür anzutreffen. Was will er von ihr? Und vor allem... was sollte dieser Spruch?
Leva Bates: „Wir haben es nicht mal 15 Uhr!“
Ihre Stimme ist zwar sanft, aber auch etwas aus der Puste. Wie als hätte sie sich ganz schnell etwas überwerfen müssen, um hier zur Tür zu kommen. Sie weiß nicht, wie sie mit diesem überraschenden Besuch umgehen soll. Raven ist eigentlich kein Mensch, der von sich aus auf andere Menschen zugeht. So gut kennt sie ihn. Aber was will er hier? Und vor allem, warum denkt er, dass sie am helllichten Tag einfach schlafen würde? Ihr scheint es nicht schlecht zu gehen. Obwohl sie nur ein Mitglied des Performance-Center-Programms der c2c war, scheint sie hier gut leben zu können. Wir befinden uns hier mitten in Millenia in Orlando, Florida, unmittelbar an einem Gewässer von Shingle Creek.
![[Bild: 9fe742ed-9199-4136-9f41-011e0e7e5e04.png]](https://i.ibb.co/3y8qPMnR/9fe742ed-9199-4136-9f41-011e0e7e5e04.png)
Die Gegend wirkt auf den ersten Blick deutlich abgelegener, als sie tatsächlich ist. Man hat enorm viel Grün und Wasser vor der Tür und keine dichte Innenstadtbebauung. Gleichzeitig befindet man sich aber in einem größeren Wohngebiet mit einer Mischung aus Apartments/Condos und Einfamilienhäusern und stellt demnach ein perfektes gemischtes Wohngebiet der unteren bis gehobenen Mittelschicht mit Mietern, Eigentümern, Paaren, Familien und Singles dar. Hier bekommt man ein bisschen das Gefühl, am Rand der Natur zu wohnen, obwohl man sich mitten im Großraum Orlando befindet. Gleichzeitig ist die Lage für Orlando relativ zentral und die Millenia-Gegend bietet viele Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten. Hier zu wohnen bietet also eine ziemlich interessante Mischung aus Natur direkt vor der Haustür + typischem amerikanischem Vorstadtwohnen + Nähe zu einer Großstadt. Die größten Pluspunkte wären Wasser, Grün, relative Ruhe und trotzdem Orlando in unmittelbarer Umgebung. Die größten Nachteile wären Autoabhängigkeit, Floridas Klima und Wetterrisiken sowie die Tatsache, dass die Qualität innerhalb solcher Wohnanlagen stark vom konkreten Gebäude bzw. der jeweiligen Community abhängen kann. Leva geht’s hier also ziemlich gut.
Raven:
„„Es hat sich trotzdem als Spruch geeignet, um das Eis zu Beginn zu brechen. Jetzt nehmen Sie nicht alles so ernst, was ich sage."“
Antwortet Raven ohne jegliche Ernsthaftigkeit. Etwas, was man wohl von ihm gewohnt ist. Was soll Leva jetzt darauf antworten? Das weiß sie scheinbar auch nicht direkt. Etwas verwundert kratzt sie sich am Hinterkopf, während ihr Blick sich nach unten senkt. Sie ist etwas nervös. Wie oft kommt es auch schon vor, dass der ehemalige Arbeitgeber einen zu Hause besucht? Doch dabei fixieren ihre Augen etwas, was helfen könnte, die Situation hier nicht noch unangenehmer zu machen, als sie bereits ist. Sie wischt sich ihr Haar etwas zur Seite, damit es nicht in ihrem Gesicht liegt, und hebt ihren Blick wieder auf Raven.
Leva Bates: „Neue Schuhe?“
Fragt sie zaghaft ihren ehemaligen Trainer. Sonderlich viele Worte fallen in diesem Gespräch bisher nicht, was die ganze Sache nur noch unangenehmer macht, aber irgendwie versuchen die beiden das Beste daraus zu machen. Wobei noch nicht einmal feststeht, was das überhaupt sein soll, weil wir noch immer nicht wissen, was hier geschehen soll. Etwas nervös blickt auch Raven herunter, um seine Schuhe anzuschauen und eine passende Antwort zu finden.
Raven:
„„Uhm, ja! Man sagte mir, ich sähe größer darin aus. Sie wie High-Waist-Hosen."“
Doch sonderlich helfend, das Gespräch endlich auf eine neue Stufe zu bringen, tut das auch absolut nicht. Es wird Zeit, dass endlich mal jemand von den beiden den nötigen Schritt tut, diese Tür zu öffnen. Da Raven hier derjenige war, der Leva besucht hat, möchte man ja eigentlich meinen, dass dies seine Aufgabe wäre, aber Leva kennt die ECW-Legende gut und weiß, dass er absolut nicht dazu in der Lage ist, starke Kommunikationen mit fremden Individuen zu wirken, die nicht darauf aus sind, diesen fertigzumachen. Deswegen will sie nun endlich zum Punkt kommen.
Leva Bates: „Was wollen Sie von mir?“
Genau das ist die Frage straight heraus, die wir alle wissen wollen und die uns alle interessiert. Was will Raven hier? Man könnte Vermutungen aufstellen, doch würden diese Vermutungen zu einem Mann wie Raven passen? Da kann man nur hoffen. Doch könnten diese Hoffnungen recht schnell zerstört werden, da Raven eben einfach nur Raven ist. Für Lachen bei den Fans kann er sorgen, aber für Jubel... das ist tatsächlich schwieriger.
Raven:
„„Vince McMahon ist gestorben!"“
Moment, wtf? Raven sagt diese Worte mit einer Reaktion, in der Trauer und ein wenig Fürsorge liegt, und tatsächlich schafft er es damit, mehrere fragende und ungläubige Gesichter in den Reihen der Fans zu bringen. Aber... diese Aufnahme hier ist nicht live. Diese Meldung kann doch nicht stimmen, sonst wäre die schon durch das gesamte Internet geflogen. Auch Leva wird hier von einem regelrechten Schock nur so direkt ins Schwarze getroffen.
Leva Bates: „Bitte was? Aber... wie?“
Meint Raven das hier wirklich ernst? Oder hatte er nur wieder irgendeinen komischen Traum? Nun, die Antwort bekommen wir ziemlich schnell, auch wenn sie den Fans wohl gar nicht so gut gefallen wird.
Raven:
„„Auch hier haben Sie es wieder zu ernst genommen. Das war auch nur ein Spruch."“
Wie soll man eine solche Aussage auch bitte anders verstehen? Da gibt es keinen anderen Weg! Es gibt keine andere Bedeutung, die ein solcher Spruch haben kann. Und das Gespräch lockern tut er auch nicht unbedingt. Wer weiß, wie lange sich Leva diese ganze Scheiße hier noch antun möchte. Aber da die Zwischentexte hier in diesem Segment bisher schon allesamt viel zu lang gewesen sind, wollen wir es nun einmal etwas kürzer halten und direkt weitermachen mit diesem katastrophalen Gespräch der beiden.
Raven:
„„Er wurde nur gefeuert, aber trotzdem ist die Tyrannei unter ihm in der c2c nun vorbei. Mr. Tu, was ich von dir verlange, und lutsch mir den Schwanz, sonst bist du gefeuert, ist für immer weg! Das heißt, dass alles wieder so sein kann, wie es zuvor gewesen ist."“
Und warum konnte Raven das nicht direkt so sagen? Sicher ist diese Information Leva noch nicht klar gewesen, da sie nichts davon mitbekommen hat, aber dennoch ist es verständlich, dass sie erst einmal ihre Augen schließen und einmal schlucken muss, um den Schock zu verdauen. Den Schock, den sie vollkommen unnötigerweise hatte. Raven sagt, dass alles genauso werden kann wie zuvor. Doch das stimmt wohl nicht. Denn Leva ist nicht mehr Teil der Liga. Und außerdem... war es vor Vince so viel besser?
Leva Bates: „Es war auch ohne ihn schon ziemlich sonderbar!“
Sonderbar! Eine interessante Bezeichnung! Raven muss gar nicht einmal so lange über diese Aussage nachdenken, um direkt mit einer passenden Antwort zu kommen.
Raven:
„„Hmm, son... derbar find ich ganz gut!"“
Was auch sonst. Wenn alles klassisch, Standard und normal wäre, wäre es auch ziemlich langweilig. Sonderbar ist ein positives Attribut, wie etwas sein kann. Nur die sonderbarsten Superstars schaffen es an die Spitze zu kommen. Wäre ein Kenny Omega nicht so sonderbar, dann würde er viel weniger Fans haben, und wenn Tiffany Stratton... ja, okay, reden wir nicht über die, sonst geht der Text wieder zu lange. Doch bevor wir länger darüber nachdenken können, ändert sich Levas Gesichtsausdruck wieder direkt und sie schaut Raven erneut ziemlich ernst an.
Leva Bates: „Warum sind Sie hier? Ganz ohne Schnickschnack!“
Ob Raven so etwas bringen kann, ist natürlich fraglich. Von ihm eine ernsthafte Antwort zu bekommen, ist etwas, was man nur sehr, sehr selten hat. Doch irgendwas wird Raven hier ja gewollt haben. Und wenn er das bekommen will, was er will, dann muss er wohl in den sauren Apfel beißen und Levas Voraussetzungen erfüllen. Deswegen senkt er kurz seinen Kopf, bevor er ihn wieder erhebt und ruhig und direkt sagt, was er will.
Raven:
„„Ich will Sie! Zurück in der Liga!"“
Überraschend kam diese Aussage aus dem Munde des Death Dealers und die Fans können ihren Jubel nicht zurückhalten. Die meisten haben damit gerechnet, dass es darauf hinauslaufen wird, aber niemand hat wohl je damit gerechnet, dass Raven es wirklich offen heraus sagen wird. Er will Leva Bates zurück in seinem Team haben. Sie und niemand anderen. Jetzt fehlt es nur noch, dass Leva voller Freude in die Arme ihres Lehrers fällt und glücklich und zufrieden Ja sagt, und wir haben unser klassisches Performance-Center-Team wieder zusammen. Nur leider kommen die Dinge eben nicht so, wie wir sie erhoffen.
Leva Bates: „Warum?“
Fragte Leva einfach nur kühl auf Distanz bleibend und reagiert keineswegs begeistert oder erleichtert. Sie bleibt in ihrem Türrahmen stehen und begegnet Ravens zynischem Charme mit einer ruhigen, durchdringenden Ernsthaftigkeit. Es gibt bei ihr keine sichtbare Genugtuung über den Sieg gegen Vince, stattdessen beobachtet sie, während diese Frage keineswegs zögerlich getätigt wurde, sondern bewusst emotional zugespitzt, womit sie die Machtverhältnisse geschickt verschiebt. Leva kennt Ravens Schutzhülle aus Zynismus nur zu gut und weiß genau, dass er Menschen primär nach ihrem rein praktischen Nutzen bemisst.
Raven:
„„Och, kommen Sie schon. Jetzt seien Sie nicht so verschlossen. Das hier ist Ihr privates Zuhause. Wenn Sie mir so verschlossen entgegentreten, dann werde ich ganz gestresst, und ich sage Ihnen, das wollen Sie nicht erleben!"“
Nur läuft sie damit dann doch so ziemlich gegen eine Wand. Raven bleibt weiterhin in seiner alles andere als ernsten Rolle und geht lieber darauf ein, dass Leva ihre Arme vor ihm verschränkt und somit in eine abblockende defensive Haltung geht. Nicht, dass er nicht wüsste, wie er diese durchbrechen kann, aber es diente vielmehr als gutes Schlupfloch, um der Frage auszuweichen, die sie gestellt hat. Wenn er nur noch eine Sekunde länger gewartet hätte, hätte er dieses Schlupfloch gar nicht erst suchen müssen, da er just in diesem Moment auf seinem Mobiltelefon angerufen wird. Jedoch scheint er dies gar nicht erst zu bemerken, da er keine Umstände macht, überhaupt nach dem Handy zu gucken.
Leva Bates: „Sie werden angerufen!“
Raven:
„„Das ist bloß Bayley. Das kann warten. Die Show findet erst am Montag statt."“
Leva Bates: „Bayley ist Ihr Boss, Sie sollten rangehen.“
Raven:
„„Ich sollte erst einmal hier fertig werden, darauf kann sie ja wohl warten!"“
Leva Bates: „Warum sollte ich zu Ihnen zurückkommen?“
Mit ihrer Gegenfrage verweigert sie ihm die gewohnte Abkürzung und zwingt ihn dazu, seine unnahbare Maske für einen Moment abzulegen. Sie fordert absolute Ehrlichkeit ein und will von ihm hören, ob er sie nur als funktionierendes Werkzeug im Performance Center zurück will oder ob er ihren individuellen Wert als Wrestlerin erkennt und sie als Mensch vermisst hat. Gleichzeitig setzt Leva mit dieser Gegenfrage neue Grenzen für ihre zukünftige Beziehung. Sie ist nicht mehr bereit, zu den alten Bedingungen zurückzukehren, in denen Raven ihre Loyalität als selbstverständlich ansieht und ihre Gefühle ignoriert. Indem sie ihn zur Rechtfertigung zwingt, übernimmt sie erstmals die Kontrolle über die Dynamik zwischen ihnen.
Raven:
„„Weil Sie eine gute Wrestlerin sind!"“
Klingt wie eine logische Antwort. Raven hatte sich zwar schon oft darüber aufgeregt, dass Leva im Ring viel zu viel Fürsorge für ihre Gegner zeigt und deswegen nicht 100 % gibt, was sie schlecht macht, aber wenn sie doch mal aus sich herauskommt, ist sie eine wirklich phänomenale Frau im Ring. Das hatte man gesehen bei dem Match gegen Izzy Moreno, welches sie aufgrund eines TKO-Sieges gewonnen hat. Ihr hat der Sieg zwar nicht gefallen, aber man konnte dadurch feststellen, dass, wenn Leva sich nicht zurückhält, sie wirklich gefährlich werden kann. Es dauert nur den Bruchteil einer Sekunde, wie Leva ihren ehemaligen Trainer anschaut und ihm abermals eine Gegenfrage stellt.
Leva Bates: „Aus keinem anderen Grund?“
Eine Frage, die jedoch auch ein wenig Verwunderung aufwirft. Aus welchem Grund sollte Raven sie denn noch zurückwollen? Das Performance Center will doch gute Superstars haben, um sie zu den besten Wrestlerinnen aller Zeiten zu trainieren. Und wenn Leva so gut ist, ist sie nun mal perfekt dafür geeignet. Oder will Leva, dass Raven hier ehrlich ist und ihr sagt, dass er sie zurückhaben will, weil sie immer ohne Widerrede alle Drecksarbeit für ihn gemacht und ihn vor Bayley beschützt hat? Raven scheint es nicht ganz zu kapieren, er hatte seinen Standpunkt bereits geäußert, was also möchte sie noch? Was braucht sie noch, um wieder zurückzukommen? Das ist das große Rätsel und deswegen schaut er hier die Cosplayqueen nur fragend an.
Raven:
„„Das genügt ja, oder nicht?"“
Möchte man meinen, aber Leva scheint da anderer Meinung zu sein.
Leva Bates: „Nein, keineswegs!“
Die ganze Situation hier wirkt so unfassbar seltsam. Das Gespräch, die Antworten, die ellenlange Totenstille dazwischen und dass die beiden hier stehen wie bestellt und nicht abgeholt. Leva scheint auf irgendetwas raus zu sein, was Raven nicht versteht, aber sie erklärt sich auch nicht und Raven ist sowieso komplett lost, was eine solche Interaktion angeht. Für Leva scheint die ganze Thematik allerdings wieder beendet zu sein. Den Zuschauern scheint es nicht zu gefallen, aber dennoch scheint Leva hier abzulehnen und nicht wieder zurück ins Performance Center gehen zu wollen. Da Ravens Smartphone noch immer klingelt und Bayley anscheinend hartnäckig bleibt, richtet sie die Thematik lieber wieder darauf zurück, um das ganze Gespräch somit zu beenden.
Leva Bates: „Sie sollten an Ihr Handy gehen!“
Sagte sie in einem recht trockenen und ruhigen Ton, während Raven sie tatsächlich etwas ungläubig anschaut. Was soll das? Nicht mal er kann es fassen, dass sie dieses Angebot hier einfach so ablehnt. Was soll er tun? Er muss erst mal schlucken und... nickt dann. Er stimmt ihr zu und dreht sich um, um sie zu verlassen. Heißt das, dass Leva tatsächlich nicht mehr ein Teil des Performance-Center-Programms sein wird? Langsam schließt sie die Tür wieder und zeitgleich wandelt sich das Bild auch in eine dunkle Schwärze, die uns zeigt, dass das Segment damit beendet ist. Beendet wie anscheinend auch die Karriere von Leva Bates bei Coast 2 Coast Wrestling!
OPENER
SINGLES MATCH
Killshot vs. Baron Corbin
![[Bild: baronkillshot.png]](https://i.ibb.co/Q3g7SFGj/baronkillshot.png)
Writer: ???
Laute buh rufe ertönen mit dem tiefen Mönch Gesang der den Theme von Corbin startet doch als Corbin mit einem Mic heraus kommt wird die crowd noch auch Matthew geht nicht in den Ring den verbat der Lone Wolf es ihm in anzukündigen unter Ohren betäubenden buh rufen macht sich der Most hated Man in Wrestling auf den Weg zum Ring wo er länger wartet das diese Parasiten endlich leise werden bevor er sich seiner Weste entledigt und bereit für sein Match ist.
Die Halle ist in Dunkelheit getaucht. Kein Jubel, kein Pfeifen, nur das leise Summen der Lautsprecher, gefolgt von einer schrillen, rhythmischen Polizeisirene, die sich leise durch die Boxen zieht, bevor die Melodie schließlich zum feiern anregt.
Auf dem Titantron flackern Bilder, keine typischen Wrestling-Grafiken, sondern alte, verrauschte Aufnahmen. Nebel. Tänze. Einfach pure gute Laune. Dann ertönt die Stimme des Bruders von Miley Cyrus, der die Fans mitsingen lässt. Der Drop fliegt und die Fans Können sich nicht länger auf den Plätzen halten, sondern fangen allesamt direkt an, zu dancen. Dann beginnen auch noch zeitgleich die Lichter richtig abzugehen. Die ganze Halle verwandelt sich in eine tiefe Undergroun-Disco, bei der nichts als Party auf dem Hauptprogramm steht. Stroboskoplichter flackern im Takt, als dichter, grauer Rauch aus der Entrance-Rampe steigt. Langsam, Schritt für Schritt, tritt Killshot aus dem Nebel.
![[Bild: bilder-2-Wiederhergestellt-Wiederhergest...ellt-W.png]](https://i.ibb.co/kV2GLHKq/bilder-2-Wiederhergestellt-Wiederhergestellt-Wiederhergestellt-Wiederhergestellt-Wiederhergestellt-W.png)
Doch dieser Killshot ist nicht mehr der hochfliegende, halsbrecherische Luchadore aus alten Zeiten! Nein, das hier ist ein Mann, der genau weis, was er will und der alles dafür gibt, dies zu erreichen: Ein disziplinierter Taktiker, dessen ganze Erscheinung wirkt, als wäre er aus der Dunkelheit selbst zusammengesetzt worden.
![[Bild: Hot-Metal3-Wiederhergestellt-Wiederherge...stellt.png]](https://i.ibb.co/hJbF6K92/Hot-Metal3-Wiederhergestellt-Wiederhergestellt-Wiederhergestellt.png)
Er trägt eine taktische Kampfweste aus schwarzem Kevlar mit einem dunkelgrünen Tarnmuster, auf der Brust prangt ein großer Zielfernrohr-Aufnäher! Seine Hose ist olivgrün mit gepolsterten Knien, die Stiefel schwer und militärisch. Die Maske, ikonisch wie eh und je, wurde überarbeitet: Statt dem typischen Luchadore-Stoff wirkt sie nun wie eine Hybridmaske aus Leder und Carbon, mit einem integrierten Visor aus dunklem Glas über den Augen. Zwei rote Linien ziehen sich von der Stirn über die Wangen, wie Laserziele. Killshot bleibt auf der Rampe stehen, nimmt die Haltung eines Soldaten ein und salutiert langsam in Richtung des Rings, aber nicht respektvoll. Sein Salut wirkt wie eine Warnung. Dann senkt er die Hand, dreht leicht den Kopf, und sein Blick bleibt kalt, fokussiert und fast entmenschlicht. Raven wollte einen Soldaten, keinen Tänzer. Und Killshot will dies liefern. Der Mann kämpft jetzt nicht mehr für Applaus. Er kämpft für Perfektion.
Matthew Rehwoldt: "The following Countest is getting for one Fall!" ONE FALL!!! "Introducing first... From Tacoma, Washington... Weighting in at 220Pounds... The Maaan Who Never Misses... KIIIIILSHOOOOOOOOTTT!!!"
Killshot marschiert in gleichmäßigen, mechanischen Schritten zum Ring. Kein Blick nach links, kein Nicken zu den Fans, nichts. Er geht die Stahltreppen hoch, wischt sich mit dem Daumen über das Metall der obersten Ringseile, als würde er prüfen, ob sie „sicher“ sind. Dann steigt er in den Ring, ohne Pose, ohne Show, nur Effizienz. Im Ring angekommen, kniet er sich in die Mitte, zieht ein symbolisches Dog Tag aus der Weste und legt es auf den Boden. Darauf steht sein Name: “Killshot, Swerve Strickland.” Er blickt kurz darauf, greift dann nach dem Tag, zerbricht es in zwei Teile und wirft sie aus dem Ring. Disziplin und Chaos… zwei Seiten derselben Kugel, die wir hier heute entdecken dürfen. Killshot steht wieder auf, die Musik blendet aus und nur das Yubeln der Fans bleibt.
![[Bild: 9331ceda-9c4a-44bc-be0d-6b52129eccb1.png]](https://i.ibb.co/Q7kGyTPj/9331ceda-9c4a-44bc-be0d-6b52129eccb1.png)
Dann greift er in die Luft, als würde er eine unsichtbare Waffe ziehen, zielt auf die Kamera und macht eine lautlose Schussgeste. Das Licht geht schlagartig aus, bis auf der Stage die Music seines heutigen Gegners beginnt zu spielen.
Warnung! Spoiler!
Der Backstagebereich der Arena glich einem pulsierenden Organismus kurz vor dem Erstickungsanfall. Helles, unbarmherziges Neonlicht erhellte die fensterlosen Gänge, spiegelte sich auf den abgescheuerten Stoßkanten der Equipment Boxen. Harte Schatten wurden an die schmutzweißen Wände geworfen und niemand musste sich über aufziehenden Kopfschmerzen wundern. Das dumpfe, rhythmische Wummern der Halle, dieses unverkennbare Beben von Tausenden Füßen und Stimmen jenseits der Katakomben, drang wie ein stetiger Herzschlag durch den Stahlbeton. Road Agents schossen mit ihren Klemmbrettern aneinander vorbei, fuchtelten mit Stiften umher und gaben mit gepresster Stimme Anweisungen, während Techniker im Laufschritt Kabelrollen über den kühlen Boden zogen. Und mitten durch dieses kontrollierte Chaos bewegte sich Becky Lynch.
Sie schlenderte nicht, sie ging auch nicht locker, sie funktionierte irgendwie und schleppte sich vorwärts. Jeder Schritt war auf eine fast schmerzhafte Art präzise gesetzt, die Schultern straff nach hinten gezogen, das Kinn hochgezogen, wie sie es Jahre lang vor Kameras gelernt hatte. Eine perfekt inszenierte Rüstung aus Disziplin. Doch wer den Blick nur etwas genauer auf die kleinen Details richtete, sah das brüchige Fundament darunter.
Die tiefen, dunklen Schatten unter ihren müden Augen. Ein blasses, freudloses Gesicht. Austin war Tage her, doch der Schlaf war mit der Nacht für immer gegangen. Wann immer sich jemand aus der Crew näherte, senkte sie den Kopf ein Stück weit tiefer, wich dem Blickkontakt aus und fixierte einen Punkt irgendwo auf den abgescheuerten Linoleum.
Producer Jeff Miller: "Hey Becky!"
Die Stimme war nicht laut, besaß aber eine Unaufgeregtheit, die das hektische Grundrauschen des Korridors für einen Moment zum Stillstand brachte. Becky fror in der Bewegung ein. Ihre Handballen krampften sich kurz in den Taschen ihrer Jacke zusammen, wo die scharfe, unnachgiebige Kante des Papierumschlags stumm gegen ihre Knöchel drückte. Sie zwang sich, das Atmen nicht zu vergessen und drehte sich um.
Jeff Miller stand da. Der Chef-Producer hatte die Arme vor der Brust verschränkt, das Headset am Ohr stumm geschaltet. Seine Stirn lag in tiefen Falten. Jeff hatte Becky durch Titelgewinne, blutige Nasen und schier unüberwindbare, schmerzhafte Phasen ihrer Zeit inder C2C begleitet. Man konnte ihm vieles vorspielen, aber nicht den eigenen Zerfall. Er trat einen Schritt näher, hielt jedoch respektvoll Abstand. Sein Blick war kein bohrendes Verhör. Es war schlichte, ehrliche Besorgnis.
Producer Jeff Miller: "Du siehst aus, als hättest du seit Tagen nicht geschlafen."
Sagte er bewusst leise, damit die umliegenden Kollegen es nicht unbedingt vernahmen. Dabei war es keine Floskel, keine aufgesetzte Höflichkeit, sondern eine reine Feststellung. Becky spürte, wie die Kälte in ihren Wangen aufstieg. Sie zog die Mundwinkel nach oben, zwang ihre Lippen zu einer Kontur, die aus der Entfernung wie ein Lächeln aussehen musste. Es war aber alles andere als dieses.
BECKY LYNCH: "Ich seh schlimmer aus, als es ist."
Schoss sie zurück und winkte mit der Hand ab. Die Stimme klang rau, fast belegt. Jeff hob langsam eine Augenbraue und bewegte sich nicht einen Millimeter weiter.
Producer Jeff Miller: "Das kauf ich dir nicht ab. Was ist los?"
Hakte er unerbittlich nach. Das Getöse des Flurs zog an ihnen vorbei. Ein Ringrichter lief mit Schnelligkeit vorbei, nickte Jeff kurz zu, doch der Producer würdigte ihn keines Blickes. Die Stille zwischen ihm und Becky dehnte sich aus, schwer und zäh. Becky sah an seiner Schulter vorbei, fixierte ein rotes Warnlicht an der Decke.
BECKY LYNCH: "Nichts, Jeff. Es ist wirklich nichts…."
Ein banale Floskel wie ein einfacher Satzbaustein, wenn man ohne jegliche Aussage platziert. Und selbst dieser kam ihr nur schwer über die Lippen. Es wirkte so holprigt, dass es sie mehr verriet als alles andere.
Producer Jeff Miller: "Rebecca, ich kenne dich lang genug. Irgendwas frisst dich von innen auf"
Er nutzte ihren bürgerlichen Namen nicht oft. Es war das Werkzeug, das er auspackte, wenn das Scheinwerferlicht aus war und die Realität einzog. Er fuhr ruhig fort, seine Stimme eine Nuance tiefer. Beckys Kehle zog sich zusammen. Sie schluckte. Ein trockenes, schweres Schlucken, das zu lange dauerte und ihren Blick für Sekundenbruchteile flackern ließ. Ihre Fingernägel bohrten sich durch den Stoff ihrer Jackentasche tief in die Pappe des Umschlags. Nicht hier. Nicht jetzt.
Jeff beobachtete das feine Muskelspiel in ihrem Kiefer. Er suchte nach Puzzleteilen im Kontext der letzten Wochen, ging die Shows durch, die Matches, die Belastungen. Nach zwei langen Sekunden nickte er langsam, als hätte er die Formel gelöst.
Producer Jeff Miller: "...Thekla?"
Der Name schwebte zwischen ihnen wie ein unerwarteter Rettungsanker im stürmischen Meer. Ein plausibler Grund. Eine physische, greifbare Erklärung für die Narben auf ihrer Seele. Die Fehde war hart gewesen, grenzwertig und kräftezehrend. Becky spürte, wie die Lüge ihr den Hals zu drückte, doch der Fluchtweg war zu verlockend. Sie griff danach, mit beiden Händen.
BECKY LYNCH: "Ja…ja… Sie… sie geht mir einfach nicht aus dem Kopf."
Hauchte sie zögerlich zurück. Die Zuspitzung ihrer Stimme ließ ihre Worte fast in der Hektik des Flurs untergehen. Sie ließ den Kopf etwas sinken. Es war keine Lüge im engeren Sinn. Thekla verlangte ihr alles ab. Aber es war nur der Schatten der Wahrheit. Die echte Dunkelheit lag in der Tasche ihrer Jacke. Jeffs Schultern entspannten sich ein Stück weit. Er nickte mit dem typischen, verständnisvollen Blick eines Mannes, der das Geschäft seit Jahrzehnten verstand.
Producer Jeff Miller: "Die Fehde hat Spuren hinterlassen. Das passiert den Besten, Becky. Aber du musst das nicht allein mit dir ausmachen."
Für den Bruchteil einer Sekunde glätteten sich die Züge in Beckys Gesicht. Ein winziger Hauch von Erleichterung durchzuckte sie, die Illusion, für einen Moment sicher zu sein. Dann fiel ihr Blick über Jeff’ Schulter weiter den Korridor hinunter. Und die Welt blieb stehen. Jegliche Farbe, jede verbliebene Wärme wich schlagartig aus ihrem Gesicht. Die Lippen wurden blass, die Pupillen verengten sich. Jeff spürte den Temperatursturz in ihrer Haltung augenblicklich.
Producer Jeff Miller: "Was…?"
Er drehte sich um, doch es war bereits zu spät. Seth Rollins bog um die Ecke. Er trug bereits sein Ring Outfit, komplett schwarz, die Haare noch leicht feucht vom Styling. Er wirkte gelöst, die Schultern entspannt, das Gesicht von jener natürlichen Ruhe erfüllt, die er nur dann hatte, wenn die Kameras ausgeschaltet waren. Als er Becky sah, hellten sich seine Züge abermals auf. Ein ehrliches, ungefiltertes Lächeln breitete sich auf seinen Lippen aus. Kein Zynismus, keine Arroganz, kein 'Visionary'-Auftritt wie in der Vorwoche, nur ihr Ehemann.
SETH ROLLINS: "Da bist du ja. Ich hab dich gefühlt überall gesucht."
Seine Stimme trug eine schlichte, Erleichterung ausstrahlende Wärme, die man von ihm so gar nicht erwartet hätte, zumindest nicht nach den letzten Eindrücken. Er schritt auf sie zu. Seine Bewegungen waren von einer selbstverständlichen Vertrautheit geprägt. Der Vertrautheit eines Mannes, der absolut keine Ahnung hatte, dass die Welt um ihn herum vor Tagen in Schutt und Asche gelegt worden war. Becky stand wie angewurzelt. Das Blut rauschte in ihren Ohren wie ein wütender Wasserfall, übertönte das Lärmen der Arena. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals, so fest, dass es im Brustkorb schmerzte.
Gegen ihren Willen brachen die Bilder wieder durch in ihrem Kopf. Das Fotopapier. Das grelle Licht des Hotelzimmers. Das fremde Lächeln. Die unstrittigen Beweise in der braunen Papiertasche. Ein stummes Entsetzen krampfte ihren Magen zusammen. Sie erblindete für eine Sekunde vor innerem Schmerz. Er wusste nichts von alledem. Er stand einfach nur da.
Sie hasste ihn nicht. Gott half ihr, sie konnte ihn nicht hassen. Aber die nackte Angst vor dem, was sie wusste, vor der endgültigen Zerstörung all dessen, was sie aufgebaut hatten, stieg wie eine Welle aus Feuer in ihr auf. Seth war nun direkt vor ihr. Er bemerkte ihre Starre nicht, deutete die Abwesenheit in ihren Augen als Müdigkeit. Seine rechte Hand hob sich ganz automatisch, ein geübter Bewegungsablauf aus Jahren der Ehe. Er wollte sie am Hinterkopf berühren. Sie kurz an sich ziehen. Ein schneller Kuss, wie sie es immer taten. Doch bevor seine Fingerspitzen ihren Stoff berühren konnten, weichte Becky zurück.
Es war keine Hysterie, kein panisches Wegducken. Es war ein kontrollierter, aber unmissverständlicher Schritt nach hinten. Ein Abstand von genau einem Meter, der sich plötzlich wie ein unüberwindbarer Abgrund zwischen ihnen auftat. Seth’ Hand blieb mitten in der Luft hängen. Seine Fingerspitzen krümmten sich leicht ins Leere. Das warme Lächeln auf seinen Zügen fror ein, zersprang in Unverständnis.
SETH ROLLINS: "Honey?"
Entfuhr es ihm leise. Sie schaffte es nicht, den Blick auf seinem Gesicht zu halten. Nicht jetzt. Nicht mit den Fotos vor dem inneren Auge, die sich unbarmherzig über sein echtes Gesicht legten.
BECKY LYNCH: "Nicht."
Entgegnete sie flüsternd. Das Wort war so leise, dass es vom Dröhnen eines vorbeifahrenden Equipment-Carts fast verschluckt wurde. Aber es traf Seth wie ein Peitschenhieb. Er runzelte die Stirn, die Verwirrung schlug in Sorge um.
SETH ROLLINS: "Was ist denn…?"
Endlich zwang sie sich, die Augen zu heben. Ihre Blicke trafen sich. Der Ausdruck in ihren Augen war eisig, aber es war nicht die Kälte von Zorn. Es war die Kälte eines Schocks. Ein tiefer, blutender Schmerz, der hinter einer Wand aus purem Selbstschutz gefangen war. Sie hielt ihn auf Abstand, weil jede Berührung, jedes liebevolle Wort sie in diesem Moment vor seinen Augen in tausend Teile zerbrechen lassen würde.
BECKY LYNCH: "Ich… ich will dich gerade nicht sehen!... Bitte!"
Jedes einzelne Wort war ein eigener, zäher Kampf. Jede einzelne Silbe kratzte in ihrer Kehle, als müsste sie Steine hervorbringen. Dabei war es keine Erklärung und keine Anschuldigung, die ihm die Chance gegeben hätte, sich zu verteidigen. Nur eine unumstößliche, grausame Grenze. Ohne auf seine Reaktion zu warten, drehte Becky sich ab. Sie machte einen weiten Bogen um ihn, streifte ihn nicht einmal mit dem Stoff ihrer Jacke. Kein Blick zurück. Keine beiläufige Berührung im Vorbeigehen, es war eine Flucht. Der dunkle Flur verschluckte ihre Silhouetten, bis nur noch ihre schnellen Schritte zu hören waren und dann gar nichts mehr. In dem Korridor blieb eine drückende, bleierne Stille zurück. Jeff Miller stand wie versteinert da. Seine Augen wanderten langsam von dem leeren Gang zu Seth. Dann zurück zur Ecke, um die Becky verschwunden war. Schließlich fixierte er den Mann neben sich wieder.
Producer Jeff Miller: "Okay…Was zur Hölle war das?"
Brach Jeff das Schweigen. Er atmete einmal tief durch die Nase aus, während ihm in Ansatz dämmerte, dass das vorangegangene Gespräch mit Becky bei weitem nicht das war, wofür er es gehalten hatte. Seth schüttelte langsam den Kopf. Die Bewegung war rein mechanisch. Seine Augen starrten starr auf den Punkt im Raum, an dem Becky gestanden hatte.
SETH ROLLINS: "Ich… ich habe keine Ahnung!"
Ein kurzes, freudloses Lachen entwich seiner Kehle. Es war der Klang eines Mannes, der nach einem festen Haltegriff suchte und nur in die Leere griff. Seine Stimme verkam zu einem Flüstern. Jegliche Dominanz, jegliches Selbstbewusstsein, das ihn sonst auszeichnete, verflog in der dünnen Luft des Backstage Bereiches. Er fuhr sich mit beiden Händen durch das feuchte Haar, zog die Strähnen nach hinten und ließ die Hände im Nacken liegen.
SETH ROLLINS: "Ehrlich, Jeff. Ich hab keine Ahnung. Seit dem Special in Austin weicht sie mir aus. Sie antwortet kaum noch auf Nachrichten. Und jedes Mal, wenn ich versuche, mit ihr zu reden, verschwindet sie. Sie spricht von Terminen… hat sich ein anderes Zimmer gebucht und… Gott, sie muss doch nur verstehen…"
Er brach ab. Die Stimme versagte ihm. In diesem Moment wirkte Seth Rollins nicht wie der kühle Taktiker, nicht wie der Mann, der Roman Reigns jagte und das gesamte Business auf den Kopf stellte. Er wirkte schlicht wie ein Ehemann, der fassungslos vor der Trümmerlandschaft seiner Ehe stand und nicht einmal wusste, wann das Erdbeben eingesetzt hatte. Vor ihm ragte eine gigantische Mauer auf und er verstand nicht, wer sie erbaut hatte. Jeff beobachtete ihn stumm. Er hatte in diesem Geschäft unzählige Lügen, Ausreden und geschauspielerte Erklärungen gesehen. Aber das hier war anders. Die Verwirrung in Seth’ Augen war echt. Die Panik darunter ebenfalls und er glaubte ihm. Irgendetwas war passiert. Irgendein unsichtbares Gift sickerte durch die Adern dieser Beziehung. Und während Seth noch immer im Nebel starrte, wusste Becky bereits, dass ihre Welt verbrannt war.
Endlich hat es geklappt! Endlich ist er weg! Vince McMahon wurde von Bayley gefeuert und alles kann wieder genauso abgehen wie zuvor. Raven hat den Krieg haushoch gewonnen. Klar musste er einige Verluste einstecken, aber damit kann er leben. Die Kamera schaltet ein, als wir Raven durch den Backstagebereich laufen sehen können. Die Fans jubeln dem alten Trainer des Performance Centers laut zu. Vor allem, als er plötzlich stehen bleibt und direkt auf die Tür zum Büro unserer General Managerin Bayley schaut. Ein einzelner Blick in sein Gesicht und den Ausdruck, den er darin zeigt, lässt uns wissen, dass er so absolut gar keinen Bock hat, heute hier ein Gespräch mit dieser führen zu müssen. Und deswegen lässt er es auch ganz einfach sein und dreht sich sofort wieder um, um einen anderen Weg zu gehen.
Raven:
„„Ach, vergiss es. Ich hab keinen Bock, mich jetzt mit noch einem Vince Jr. anlegen zu müssen."“
Sind die Worte, mit denen er seine Kehrtwende erklärt. Gekleidet ist der Death Dealer hier in einer dunkel olivgrünen, beinahe schon ins Graugrüne gehenden Outdoorjacke aus einem robusten, leicht verwittert wirkenden Stoff, die relativ schlicht geschnitten ist, bis knapp über die Hüfte reicht und an den Ärmeln, den Nähten und rund um die Taschen bereits leichte Gebrauchsspuren zeigt, als hätte er sie schon seit Jahren und würde überhaupt keinen Grund darin sehen, sie auszutauschen, solange sie ihren Zweck noch erfüllt. Der Reißverschluss ist nicht vollständig geschlossen, sodass darunter ein dunkelblauer Kapuzenpullover hervorschaut, dessen Kragen etwas ungeordnet unter der Jacke sitzt. Einen auffälligeren Farbakzent würde lediglich ein dunkelrotes, leicht ausgewaschenes Halstuch setzen, das Raven locker um den Hals gebunden hat und dessen Enden teilweise unter der Jacke verschwinden. Dazu trägt er eine einfache graue Jeans, deren Farbe irgendwo zwischen verwaschenem Anthrazit und hellem Steingrau liegt und die weder besonders eng noch übermäßig weit geschnitten ist und an seinen Füßen befinden sich flache schwarze Boots mit einer festen Sohle, die ebenfalls bereits einige Kilometer hinter sich zu haben scheinen und an seinen Händen trägt er einen alten Ring. Ein vollkommen bodenständiger, leicht verwahrloster und dennoch auf eine sehr eigene Weise markanter Look, der ihm jedoch in dieser Situation keineswegs weiterhilft. Denn noch bevor er überhaupt um die nächste Kurve abbiegen kann, wird sein Weg von mehreren riesigen Securityguards versperrt, die ihn einfach grob am Arm packen und zu Bayley ins Büro hinein zerren.
![[Bild: 5a543b73-189d-4007-9921-eeae51e39887.png]](https://i.ibb.co/Kx1Hf4hM/5a543b73-189d-4007-9921-eeae51e39887.png)
Raven:
„„Hey! Was soll das? HEY! Lasst mich los. Aaarrgghh!"“
Mit einem lauten Schrei wird die Tür zum Büro geöffnet und Raven wird hineingestoßen, während die Tür hinter ihm wieder geschlossen wird und er nun im Spinnennetz gefangen zu sein scheint. Das war ein Auftritt, den man vor seiner Chefin nicht zeigen wollen möchte. Und doch kam es für Bayley wahrscheinlich ziemlich überraschend, weil sie es wohl war, die diese Securityguards angeheuert hat.
Bayley
"Ah Raven. Perfekt! Ich hab schon alles vorbereitet. Hier sind die Unterlagen von von der Vertragsauflösung für dich und dein Scheck."
An der Seite ihrer Schreibtisches liegen Papiere, die sie in Richtung Raven schiebt. Dieser scheint höchstwahrscheinlich gar nicht zu wissen wie ihm gerade geschieht.
Bayley
"Entschuldige, dass die Herren so grob zu dir waren, aber die Security muss bei Unbefugten reagieren. Wobei ich ihnen bei dir gesagt habe, dass sie dich hierher bringen sollen anstatt dich rauszuschmeißen. So können wir über deinen neuen Vertrag reden."
Es blieb also leider nicht aus, dass Raven heute das Innere des Büros von Bayley sieht. Ein neuer Vertrag? Das wird ihm wohl keineswegs gefallen. Wobei er Bayley scheinbar gar nicht richtig zugehört hat, da seine Aufmerksamkeit eher auf etwas anderem gelegen hat.
Raven:
„„Oh, ich versichere Ihnen, hätte ich vorher gewusst, dass Sie hier Ihre Bazongas so freizügig zeigen, dann wäre ich sofort freiwillig hier reingesprintet."“
Für einen nur kurzen Moment dreht sich die Kamera damit herum und fokussiert tatsächlich den Bereich unter Bayleys Kopf und so, wie es aussieht, trägt sie heute einen etwas größeren Ausschnitt. Aber dennoch sieht sie professionell gekleidet aus. Also so freizügig ist sie gar nicht, was wohl nur provokativ von Raven gemeint war, um seine Chefin etwas auf die Schippe zu nehmen. Vielleicht nicht der beste Augenblick für so etwas, aber Bayley sollte das ja bereits von ihm gewohnt sein.
Raven:
„„Ich bin mir sicher, das Gespräch können wir doch auch wann anders führen, oder nicht? Muss das unbedingt heute sein?"“
Für einen kurzen Moment bleibt es vollkommen still im Büro der General Managerin. Raven steht noch immer einige Schritte von Bayleys Schreibtisch entfernt und schaut sie mit genau diesem Gesichtsausdruck an, mit dem ein Schüler seinen Lehrer anschaut, nachdem er bereits entschieden hat, dass die Antwort auf die gestellte Frage vollkommen irrelevant ist. Für ihn scheint die Angelegenheit damit tatsächlich geklärt zu sein. Heute passt es ihm nicht. Also redet man eben nächste Woche darüber. Oder übernächste. Oder idealerweise niemals. Dass draußen mehrere Securityguards stehen, die ihn überhaupt erst gegen seinen Willen hier hineingebracht haben, scheint für den Death Dealer dabei kein ausreichend deutlicher Hinweis darauf gewesen zu sein, dass Bayley seinen Terminkalender heute möglicherweise nicht zur Verhandlungsgrundlage machen möchte. Und vielleicht ist genau das Ravens größtes Problem. Vince McMahon ist weg. Der Krieg, den Raven über Wochen gegen den Chairman geführt hat, ist vorbei und am Ende war es tatsächlich Vince, der dieses Gebäude verlassen musste. Für Raven dürfte damit eigentlich alles erledigt sein. Er hat gewonnen. Das Performance Center ist noch da, seine Position sollte wieder sicher sein und die Person, die ihm das Leben zur Hölle machen wollte, besitzt keine Macht mehr über ihn. In Ravens Kopf müsste man also eigentlich nur den ganzen Scherbenhaufen zusammenkehren, so tun, als wären die vergangenen Wochen nie passiert, und anschließend wieder zu dem Alltag zurückkehren, den man vor Vince hatte. Nur scheint Bayley diese Vorstellung nicht unbedingt zu teilen.
![[Bild: 08dc7bbc-6798-4d5a-b6dd-2ebacac4c44b.png]](https://i.ibb.co/LdhBFW4d/08dc7bbc-6798-4d5a-b6dd-2ebacac4c44b.png)
Sie hat ihn nicht hierherbringen lassen, um ihn zu fragen, ob er heute vielleicht fünf Minuten Zeit für sie übrig hat. Vor allem ist das hier auch nicht irgendein belangloser Termin, den man einfach in die nächste Woche verschieben kann. Raven hat während seines Krieges gegen Vince Grenzen überschritten, Entscheidungen getroffen und Dinge gesagt, die nicht plötzlich aus der Realität verschwinden, nur weil sein Gegner am Ende verloren hat. Gleichzeitig hatte Vince selbst dafür gesorgt, dass Ravens berufliche Zukunft innerhalb der c2c alles andere als eindeutig geworden ist. Wenn Raven also wirklich glaubt, nach Vinces Entlassung einfach wieder durch die Gänge des Performance Centers marschieren und weitermachen zu können, als wäre nie etwas geschehen, dann liegt vor ihm gerade vermutlich der schriftliche Beweis dafür, dass die Sache nicht ganz so einfach ist. Und trotzdem macht Raven keinerlei Anstalten, Bayley auch nur zuzuhören. Stattdessen deutet er mit einer kleinen Bewegung seines Kopfes wieder in Richtung Tür, als müsste Bayley lediglich bestätigen, dass er gehen darf.
![[Bild: e6b5a6f8-bdde-40e9-a628-3903d01e3188.png]](https://i.ibb.co/qhy6vyh/e6b5a6f8-bdde-40e9-a628-3903d01e3188.png)
Vielleicht hofft er sogar darauf, dass sein respektloser Kommentar gerade ausgereicht hat, damit sie selbst keine Lust mehr auf dieses Gespräch hat. Eine Strategie, die bei nahezu jedem normalen Vorgesetzten wahrscheinlich vollkommen wahnsinnig wäre. Bei Raven könnte man allerdings fast glauben, dass genau das der Plan dahinter gewesen ist. Nur ist Bayley ebenfalls nicht erst seit gestern seine Chefin. Sie kennt diesen Mann. Sie kennt seine Art, jedes ernsthafte Gespräch mit Sarkasmus zu sabotieren, unangenehmen Themen mit irgendeinem vollkommen unangebrachten Kommentar auszuweichen und so lange den Eindruck zu vermitteln, als wäre ihm alles vollkommen egal, bis sein Gegenüber irgendwann entnervt aufgibt. Aber innerhalb dieses Büros sitzt noch immer die Frau, deren Unterschrift am Ende darüber entscheidet, unter welchen Bedingungen er überhaupt weiterhin für diese Liga arbeitet. Und genau deshalb dürfte Ravens Hoffnung auf ein schnelles Ende dieses Gesprächs ungefähr dieselbe Lebenserwartung besitzen wie ein Myles Born als C2C World Champion.
Bayley
"Ich weiß zwar nicht was deine Pläne sind, aber eins stelle ich klar: Du bist momentan kein Teil der Coast 2 Coast. Wenn du durch diese Tür gehst, dann wird dich die Security aus dem Gebäude führen. Du bekommst keinen Zugang zur Arena, zum Performance Center und allen Trainingseinrichtungen der Liga."
Falls sich Raven also mit irgendwem treffen wollte, dann muss er dieses Treffen außerhalb des Gebäudes tun, denn ohne Vertrag ist er hier nur ein Fremdkörper. Bayley überlässt Raven selbst die Wahl ob er das tun möchte, doch seine Entscheidung hat Konsequenzen.
Raven jedoch rollt bei alledem nur genervt mit den Augen. Als ob Bayley ihm wirklich damit drohen würde, ihn für immer aus der Liga zu werfen. Jemandem wie Vince hat Raven das zugetraut, aber Bayley. Bayley ist ja wohl froh, dass sie Raven an ihrer Seite hat. Sie würde ihn niemals gehen lassen. Dennoch spielt er das kleine Spielchen mit und wandelt seine Gesichtsmimiken in eine ruhige und gelassene Stimmung, um Bayley nicht noch mehr aufzuregen, aber auch um ihr zu zeigen, dass sie hier keineswegs auf der siegreichen Zielgeraden läuft. Raven bleibt eine Nummer zu hoch für sie.
Raven:
„„Und Sie glauben wirklich, dass Sie wen anderes finden, der die Schüler unterrichtet?"“
Nun ja, Lehrer wird es wie Sand am Meer geben. Gut, hier auf Hawaii wird man da mit der Suche wohl kleinere Probleme haben, aber nur in den USA alleine gibt es derzeit insgesamt 767 registrierte offizielle Pro- Wrestlingschulen, in denen es insgesamt über 1500 verschiedene Trainer gibt, die einem das Pro Wrestling beibringen. Schon alleine in Washington, wo das nächste Special One Shot at Glory stattfinden wird, gibt es mit der Grit City Wrestling School eine Wrestlingschule, an der ganze 4 verschiedene Wrestlingtrainer aktuell eingestellt sind. Doch lässt sich Raven von diesen Gedanken nicht beirren. Regelrecht arrogant legt er seine Beine nach oben und lehnt sich genervt zurück, um Bayley machen zu lassen. Er ist halt ein guter Junge, der darauf hört, was seine Chefin ihm sagt.
Raven:
„„Na gut, ich will mal nicht so sein. Wo ist mein Vertrag, den ich unterschreiben soll?"“
Eine sehr gute Frage, aber wahrscheinlich auch eine, die sich nicht so einfach beantworten lässt. Denn mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wird dieser Vertrag, den Raven hier von Bayley erhält, einige spezielle Extrapunkte beinhalten, die ihm keineswegs gut gefallen werden.
Bayley holt aus dem Stapel ihrer Unterlagen auch schon die zwei Kopien des Vertrages. Einen für ihr Unterlagen und den anderen für Ravens Unterlagen, wenn Raven sowas wie Unterlagen haben sollte.
Bayley
"Erstmal habe ich mich darum gekümmert, dass du jetzt nur noch als Trainer in der Coast 2 Coast eingestellt bist. Du hast sowieso keine Lust zu kämpfen. Ich habe dir damit einen Gefallen getan."
So will Bayley es also verkaufen. Als einen Gefallen. Doch was ändert sich noch so deswegen?
Offenbar eine ganze Menge. Doch Raven scheint diesen ersten Punkt zunächst nicht einmal als sonderlich dramatisch wahrzunehmen. Für einen kurzen Moment wandert sein Blick von Bayley hinunter auf den Vertrag, ehe sich seine Mundwinkel beinahe unmerklich nach oben ziehen. In dem vertrag steht geschrieben dass er nur noch als trainer für die coast 2 coast aktiv sein wird. Das heist er muss keine matches mehr bestreiten. Kein lästiges Umziehen, kein Aufwärmen, nichts, auf das er ohnehin keine Lust hat, und vor allem keine Verpflichtung mehr, sich von irgendeinem übermotivierten Jungspund durch einen Tisch werfen zu lassen, nur weil irgendein Booker glaubt, das wäre „Best for Business“. Wenn Bayley tatsächlich glaubt, ihn damit bestrafen zu können, hat sie sich vielleicht den vollkommen falschen Punkt ausgesucht. Fast schon zufrieden hebt Raven eine Augenbraue.
Raven:
„„Sie kürzen meine Arbeitszeit und erwarten jetzt, dass ich darüber sauer bin? Sie werden langsam richtig gut in diesem Chef-Ding haha. Das mit dem weniger geld hätten sie aber getrost weglassen können. Ich wüsste nicht wo das ein gefallen sein soll."“
Natürlich ist das nur die Hälfte der Wahrheit. Denn auch wenn Raven tatsächlich niemals den Eindruck vermittelt hat, als würde sein Herz daran hängen, regelmäßig selbst in den Ring zu steigen, bedeutet diese Klausel gleichzeitig, dass Bayley ihm einen Teil seiner bisherigen Freiheit nimmt. Er kann nicht mehr spontan entscheiden, dass irgendein Konflikt am besten dadurch gelöst wird, dass er selbst seine Stiefel schnürt. Er ist nun ein Trainer und kein wrestler mehr. Punkt. Und offenbar geht damit noch etwas anderes einher was das kleine Grinsen aus ravens gesicht dann doch für einen Moment verschwinden lässt. Raven richtet seinen Blick langsam wieder auf Bayley. Nicht schockiert oder empört aber er sieht sie an, als hätte sie gerade mitten in einem vollkommen vernünftigen Gespräch behauptet, die Erde wäre eine Scheibe. Einige Sekunden sagt er überhaupt nichts. Dann nimmt er die Beine vom Tisch und beugt sich etwas nach vorne. Doch sauer wirkt er dabei nicht. Er wirkt viel mehr... interessiert? Aber an was? Was auch immer es ist es kann für raven nur unangenehm werden. Er neigt beim lesen des vertrages sogar seinen kopf etwas zur seite weil da wohl ein punkt drin steht den er nict ganz versteht.
![[Bild: 6f08fd3e-3292-4065-b8fd-93d62b6ce342.png]](https://i.ibb.co/B5Vg3B2q/6f08fd3e-3292-4065-b8fd-93d62b6ce342.png)
Für einige zeit wird das büro von einer starken stille eingehüllt. Nicht diese unangenehme Stille von gerade eben. Nein. Es ist diese ganz besondere Form der Stille, in der man Raven regelrecht ansehen kann, wie sein Gehirn versucht herauszufinden, ob er die klausel in dem vertrag richtig verstanden hat oder ob das alles hier nur ein witz sein soll. Seine Lippen öffnen sich bereits, vermutlich um genau den Kommentar abzugeben, der ihn nach diesem neuen Vertrag unmittelbar Geld kosten könnte. Doch dann hält er inne und... schließt seinen mund wieder ohne etwas zu sagen. Die Augen verengen sich und raven hebt langsam einen Finger.
Raven:
„„ich muss eine geldstrafe bezahlen wenn ich ihnen gegenüber respektlos bin? Definieren Sie respektlos."“
Bayley lehnt sich zurück und runzelt die Stirn. Das ist eine schwierige Frage. Nicht, dass Bayley sie nicht erklären könnte. Eher, dass es schwierig ist es so zu erklären, dass Raven es kapiert und genau das ist das problematische.
Bayley
"Das ist schwierig. Ich denke unsere Auffassungen von Respektlos driften weit auseinander. Machen wir es wie beim Baseball. Du hast beim ersten Mal drei Strikes. Dass heißt zweimal kannst du dir was erlauben. Ich sag dir wann die Grenze überschritten hast und vielleicht kriegst du dann ein Gefühl dafür wann du mal wieder Mist gemacht hast."
Klingt dann doch sehr fair. Hat Bayley ihm gerade zwei Freibriefe für Respektlosigkeit erteilt? Es scheint so, doch bei dem was die Kalifornierin in der Vergangenheit schon hören musste ist sie vermutlich schon abgestumpft dagegen.
Bayley
"Versuch vor allem die sexuelle Belästigung zu vermeiden. Der Spruch mit den Bazongas. Dafür hättest du schon doppelt draufzahlen müssen."
Raven:
„„Nein, nein, nein. Das ist ja ganz nett mit diesen Strikes, aber wenn Sie Geld von mir wollen, brauche ich Definitionen. Ist Sarkasmus respektlos? Augenrollen? Wenn ich Ihnen sage, dass eine Idee dämlich ist, obwohl sie objektiv wirklich dämlich ist? Was ist mit konstruktiver Kritik? Was ist, wenn ich Sie nur gedanklich beleidige? Haben Sie dafür inzwischen auch eine Abteilung? Das Ganze ist doch bloß Diskriminierung gegen meine Persönlichkeit."“
Und da ist er wieder. Der Raven, den Bayley vermutlich mit genau dieser Klausel unter Kontrolle bringen möchte. Noch hat er den Vertrag allerdings nicht unterschrieben, weshalb er offenbar die letzten kostenlosen Minuten seiner Respektlosigkeit auskosten möchte. Doch egal wie es kommt, Raven wird am Ende nichts anderes übrig bleiben, als diesen Vertrag zu unterzeichnen, wenn er weiterhin hier arbeiten und für sein Performance Center zuständig sein will. Er kann versuchen, noch etwas aus Bayley herauszuhandeln, allerdings sieht es nicht so aus, als würde da sonderlich viel gehen. Langsam nimmt er seine Sonnenbrille ab und schaut Bayley über den Tisch hinweg direkt an. Sein Blick fällt wieder auf den Vertrag und anschließend erneut auf Bayley, bevor er wieder auf dem Vertrag halt macht. All das hier verbessert seine Situation in der Liga jetzt, nachdem Vince weg ist, nicht unbedingt, das dürfte selbst Raven bewusst sein. Er hat gehofft, es ist jetzt alles vorbei und er hat wieder alle Freiheiten wie zuvor auch, aber dass es jetzt ausgerechnet Bayley sein muss, die hier solchen Stress macht, hätte er nicht gedacht. Genervt atmet die ECW-Legende aus und legt seine Sonnenbrille nun auf dem Tisch vor sich ab.
Raven:
„„Na schön. Dann werde ich Ihnen ab jetzt eben ausschließlich professionell mitteilen, wenn Ihre Kleidung..."“
Bevor er diesen Spruch beendet, stoppt er ein wenig, denkt sichtlich nach und das für eine ungewöhnlich lange Zeit, bis endlich die Worte aus seinem Munde herauskommen:
Raven:
„„... für pubertierende Teenyboys besonders ansehnlich ausgewählt ist."“
Vielleicht funktioniert diese besondere Klausel tatsächlich, auch wenn dieser Kommentar jetzt schon wieder etwas grenzwertig war. Aber es ist eine Besserung. Zum ersten Mal seit Jahren hat Raven offenbar einen inneren Filter entdeckt. Doch sind wir damit noch lange nicht fertig mit dem Vertrag und seinen zusätzlichen Regeln. Anfangs wirkte es wie irgendeine Formalität, die Raven nur unterschreiben muss, doch je länger er hier ist, wirkt das Papier vor ihm mehr wie ein Minenfeld, bei dem jeder weitere Absatz nur darauf wartet, ihm finanziell oder persönlich um die Ohren zu fliegen.
Bayley
"Sei lieber froh, dass du nur zu mir so sein musst. Du hast mir aber hier keine Wahl gelassen und ich muss dem endlich einen Riegel vorschieben."
Verhandeln will Bayley in diesem Punkt gar nicht. Raven muss sich einfach zusammenreißen.
Bayley
"Du solltest dir auch den nächsten Punkt ausführlich durchlesen. Dieser betrifft deine Nüchternheit am Arbeitsplatz!"
Diesmal kommt keine unmittelbare Antwort. Raven lehnt sich langsam zurück und verschränkt die Arme vor der Brust. Seine Zunge fährt kurz über die Innenseite seiner Wange, während er Bayley schweigend ansieht. Tatsächlich steht im Arbeitsvertrag drin, dass Raven zu jeder Zeit nüchtern am Arbeitsplatz zu sein hat und wann immer es Bayley verlangt, darauf kontrolliert werden kann. Quasi eine Art, persönlicher Wellness Policy Test. Das ist offensichtlich ein Punkt, den er wesentlich weniger lustig findet als irgendwelche Vorschriften darüber, welche Kommentare er seiner Chefin gegenüber machen darf. Denn hier geht es nicht nur um Geld. Hier gibt Bayley sich selbst die Möglichkeit, jederzeit zu überprüfen, ob Raven nüchtern zur Arbeit erscheint, und ihn unmittelbar vor die Tür setzen zu lassen, wenn das nicht der Fall ist.
Raven:
„„Sie wollen mich jederzeit testen lassen, ob ich Alkohol im Blut habe? Zu jeder Zeit? Auch wenn Sie einfach nur 'nen schlechten Tag haben oder so? Wenn ich 'nen Kaffee trinke und Sie plötzlich denken: Wissen Sie was? Heute möchte ich Raven in einen Becher pinkeln sehen? Wollen Sie mich verarschen?"“
Raven kneift die Augen zusammen, doch Bayley meint das vollkommen ernst. Und langsam scheint selbst Raven zu begreifen, dass das hier kein Machtspiel ist, bei dem sie darauf wartet, dass er irgendeinen cleveren Ausweg findet. Oh nein, sie meint es genauso, wie es dort steht. Raven greift nach dem Vertrag und beginnt nun tatsächlich, ihn weiter durchzublättern. Nicht mehr dieses gelangweilte Überfliegen von gerade eben. Er liest ihn sich wirklich intensiv durch und seine Augen wandern über die einzelnen Absätze, während sich seine Stirn zunehmend in Falten legt.
Raven:
„„Weniger Geld. Keine Matches. Ich darf Sie nicht beleidigen. Ich darf Sie erst recht nicht sexuell belästigen und Sie dürfen mich jederzeit auf Alkohol und Drogen testen. Ist das ein Arbeitsvertrag oder haben Sie einfach eine Liste mit allem geschrieben, was Ihnen an mir nicht gefällt?"“
Kurz schweigt er, bevor er den Vertrag etwas vor sich anhebt. Wahrscheinlich ist es ein bisschen von beidem, aber so etwas benötigt Bayley auch, um diesen Mann kontrollieren zu können. Doch das Entscheidende daran ist, dass Bayley Raven dieses Mal nicht hinterherläuft. Sie bittet ihn nicht, zu bleiben. Sie droht ihm nicht einmal wirklich. Der Vertrag liegt vor ihm. Der Stift liegt daneben. Er kann unterschreiben oder er kann aufstehen und gehen. Und wenn er geht, dann ist es ab dem Moment nicht mehr sein Performance Center. Dann sind die Trainingsräume nicht mehr sein Arbeitsplatz. Dann hat er keinerlei Befugnis mehr, einfach durch die Gänge zu marschieren und sich mit seinen bisherigen Schülern zu treffen, wann immer es ihm gefällt. Raven schaut auf den Stift und direkt im Anschluss wieder auf Bayley. Und genau jetzt scheint erstmals ein winziger Riss durch seine arrogante Selbstsicherheit zu gehen. Denn natürlich könnte er gehen. Er könnte Bayley sagen, sie solle sich ihren Vertrag sonst wohin stecken. Er könnte behaupten, dass sie innerhalb weniger Wochen angekrochen kommen würde, sobald sie merkt, dass irgendein gewöhnlicher Wrestlingtrainer Raven nicht ersetzen kann. Aber was, wenn sie es nicht tut? Was, wenn sie ihn tatsächlich gehen lässt? Nach allem, was in den letzten Wochen passiert ist, würde er dann nicht nur seinen Job verlieren. Er würde auch noch den einzigen Ort verlieren, an dem die wenigen Menschen zusammenkommen, für die er entgegen jeder Behauptung offenbar doch irgendeine Form von Verantwortung empfindet. Und genau deshalb hasst Raven diesen Vertrag vermutlich so sehr. Nicht wegen des Geldes oder wegen der Strafen. Sondern weil Bayley ihm zum ersten Mal keine Illusion darüber lässt, wer hier tatsächlich entscheiden kann, ob er bleiben darf. Raven greift nach dem Stift, dreht ihn einmal zwischen seinen Fingern und schaut Bayley mit zusammengekniffenen Augen an.
Raven:
„„Nur damit wir uns richtig verstehen: Wenn ich unterschreibe, bedeutet das nicht, dass Sie gewonnen haben. Es bedeutet lediglich, dass ich Ihre katastrophalen Vertragsbedingungen aus rein pädagogischer Verantwortung akzeptiere. Die Kinder brauchen mich."“
Sagte er, bevor er diese Worte noch für einen kurzen Moment durch das Büro schallen lässt. Es geht natürlich nur um seine Schüler. Denkt an die Kindadada dadada und so weiter. Ganz bestimmt liegt es nur an seinen Schülern und an nichts weiter. Raven setzt die Spitze des Stiftes bereits auf das Papier, hält jedoch unmittelbar vor seiner Unterschrift noch einmal inne.
Raven:
„„Und diese Respektlosigkeitsstrafe gilt wirklich erst NACH der Unterschrift, richtig?"“
Vielleicht sollte Bayley darauf besser nicht antworten.
Bayley
"Ich habe keine schlechte Laune und lasse dich dann einen Alkoholtest machen, sondern nur, wenn ich Zweifel an deiner Nüchternheit habe."
Sagt Bayley jetzt, doch wer weiß wie es danach aussieht
Bayley
"Jetzt gerade bist du kein Teil der Coast 2 Coast. Du bist nichts verpflichtet. Wir dir aber auch nicht."
Raven:
„„Diese Worte höre ich gerne! Dann sollte es ja kein Problem darstellen, wenn ich mal überprüfe, wie standhaft die Waffen der Chefin sind."“
Und mit diesen Worten beugt sich Raven nach vorne und… greift nach Bayleys Brüsten! Raven greift wirklich ohne jegliche Hemmungen direkt nach Bayleys Brüsten und knetet sie durch, solange, bis diese ihn von sich wegstubst und ihm sogar einen Schlag verpasst. Doch Raven lacht nur lauthals.
Raven:
„„Hahaha, das hat aber gedauert! Hier ist die Unterschrift. Jetzt bin ich offiziell Teil der Liga! Das heißt, ab jetzt muss ich mich benehmen. Und wie es die Königin so will, werde ich das natürlich auch, hahaha!"“
Bayley
"Idiot! Bevor du abhaust. Einer Deiner Schüler nimmt an One Shot At Glory teil."
Wie ein treuer Untergebener verbeugt sich Raven vor der Huggerin, bevor er den Vertrag unterzeichnet und auf den Schreibtisch platziert. What the fuck war das hier gerade? Es stimmt schon, der Vertrag zählte noch nicht, aber das war mehr als nur sexuelle Belästigung, was er hier gerade getan hat. Er hat Bayley einfach begrapscht. Die General Managerin der Company. Laut láchselnd verlässt er dann, nachdem der Vertrag unterschrieben wurde, das Büro und lässt es gar nicht zu, dass Bayley irgendwie darauf reagieren kann.
Bayley
"Idiot! Bevor du abhaust. Einer Deiner Schüler nimmt an One Shot At Glory teil."
Doch genau vor dem Büro kommen plötzlich ein paar Leute auf Raven zu gelaufen, die man ebenfalls gut kennt. Das sind die Schüler des Performance Centers: Strickland, Lykos und Izzy.
Strickland: Hey! Wie sieht's aus? Wurden Sie gefeuert?“
Sagte Strickland direkt und denkt wohl, dass Bayley endlich die Nase voll von Raven hatte. Nun ja, so ganz falsch liegt er damit nicht, daher auch der neue Vertrag, und nach der Aktion, die Raven jetzt gerade erst gemacht hat, hätte er die Auflösung dieses Vertrages auch ganz sicher wieder verdient. Aber nein, er ist immer noch ein offizielles Mitglied des Performance-Center-Programms und hat jetzt sogar noch weniger zu tun als zuvor schon. Da könnte man glatt neidisch drauf werden. Die negativen Punkte seines Vertrages behält er jedoch lieber für sich.
Raven:
„„Das hätten Sie wohl gern. Nein, ich werde weiterhin Ihr Trainer bleiben."“
Mit einem breiten Grinsen erzählt er die freudige Kundgebung und schaut seine drei Schüler zufrieden an. Die Tonlage, in der er hier spricht, könnte man schon als regelrecht nervig betiteln, doch seine Hände kribbeln wohl noch immer von den Schätzen, die er gerade ergreifen konnte. Das war es ganz sicher wert. Aber er muss seine Aufmerksamkeit auch auf die Arbeit legen, denn es ist gut, dass seine Schüler hier nun angedackelt kamen. Er hat nämlich direkt einen Job für sie.
Raven:
„„Und Sie werden heute keinen freien Tag genießen dürfen. Bayley hatte die glorreiche Idee, dass einer von ihnen bei dem nächsten Special ins One-Shot-at-Glory-Leitermatch darf. Keine Ahnung warum, wahrscheinlich fehlt der Liga einfach nur die Star-Power. Zu schade, dass so viele Superstars entlassen werden mussten."“
Vince hatte zwar einige Superstars entlassen, aber das Roster der C2C wollte dennoch gut gefüllt sein, um zwei solche Elitermatches gut zu gestalten. Dennoch stellt sich die Frage, ob das überhaupt was bringt, denn der One-Shot-at-Glory-Koffer ist in den letzten paar Jahren tatsächlich ziemlich stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Bei den Frauen gab es durch den One-Shot-at-Glory-Koffer 2022 das letzte Mal einen Cash-in, der erfolgreich eingelöst werden konnte, und in der zwischenzeit musste der Koffer sogar zweimal neu vergeben werden, weil der Träger kein Teil mehr des Roster war, und bei den Männern ist es sogar noch schlimmer. Da war der letzte erfolgreiche Cash-in 2020 und in den darauffolgenden Jahren wurden die meisten Koffer einfach gar nicht eingelöst. Die Liga hatte schon sehr, sehr lange keinen One-Shot-at-Glory-Gewinner mehr, der wirklich etwas Großes mit seinem Koffer gemacht hätte, was natürlich sehr traurig ist. Die Frage, die sich allerdings stellt, ist… kann einer der drei Schüler hier wirklich eine furchterregende Gefahr darstellen, wenn er den Koffer hat, und haben sie überhaupt die Chance, so ein Leitermatch überhaupt zu gewinnen? Diese Frage scheint auch Raven gelöst haben wollen. Denn es gibt Hausaufgaben für die Schüler, wobei die diese viel mehr heute hier in der Arena zu lösen haben und nicht zu Hause.
Raven:
„„Auf alle Fälle werden sie sich heute im Trainingsbereich der Arena auf dieses Leitermatch vorbereiten und mir später eine Taktik vortragen, wie genau sie sich vorstellen, so ein Leitermatch gewinnen zu können."“
Damit ist die Aufgabe gestellt und die zwei wissen, was sie zu tun haben… Moment… die zwei? Aber… wir haben hier Strickland, Izzy und Lykos… das sind doch drei oder? Theoretisch ja, aber als sie sich umdrehen und verschwinden wollen, stellt sich Raven plötzlich vor einen von denen und scheint noch etwas Letztes zu sagen zu haben.
Raven:
„„Alle bis auf Sie, Mr. Lykos. Sie werden sich jedes einzelne One-Shot-at-Glory-Leitermatch, was es in der Geschichte dieser Company gegeben hat, anschauen und mir jeden einzelnen Move, der darin aufgeführt wurde, von jedem einzelnen Superstar detailliert auf mehreren Blättern Papier aufschreiben!"“
Kid Lykos: ’„Bitte was? Das werden Tausende sein!“
Raven:
„„Dann würde ich recht schnell anfangen, wenn ich Sie wär. Diese Arbeit kann ziemlich öde werden. Man könnte fast meinen, ich würde Sie wegen irgendetwas bestrafen."“
Oh Gott. Natürlich ist das eine Bestrafung und man kann es sich auch gut denken warum. Nur weil Lykos Raven verraten und auf Vinces Seite übergegangen ist, kommt jetzt Raven und zeigt ihm, wie man ein Leben in dieser Company zur Hölle machen kann. Lykos hat sich quasi sein eigenes Grab geschaufelt und dieses mal hat er niemanden mehr hinter sich stehen, der ihm den Arsch retten kann. Und zeitgleich hat er mit Raven einen der wohl gefährlichsten Feinde, die man sich nur vorstellen könnte. Oh Gott, hoffentlich wird Lykos das überleben! Aber gut, er ist auch irgendwie selbst dran schuld. Und während Raven sich hier mit einem breiten Grinsen im Gesicht davonmacht, bleibt die Kamera auf dem entsetzten Kid Lykos stehen, während das Bild so langsam ausfadet.
MATCH 2
SINGLES MATCH
Thekla vs. Xia Brookside
![[Bild: xiathekla.png]](https://i.ibb.co/sphBxD5s/xiathekla.png)
Writer: ???
Schon die ersten Töne verraten uns das ehemaliger Sonnenschein die Halle betritt. Wer es dort nicht bereits begriffen hat den zeigen die Bilder auf dem Titantron das es sich dabei um Xia Brookside handelt.
Der kleine britische Wirbelwind kommt unter den buhenden Fans auf die Rampe und präsentiert sich so ihren Anhängern. Mit einer "fliegenden Geste" angedeutet läuft Xia dann den Gang herunter. Xia entert den Ring und peitscht noch einmal die Fans an das diese richtig Stimmung machen sollen, was eher ins negative ausschlägt
Matthew Rehwoldt: "Making his way to the Ring... from Leicaster, UK.... weighing in at 110 pounds.. XIIIAAA BROOOKSIDE!"
Im Ring lässt die kleine Britin sich noch einmal nach unerlaubten Gegenständen untersuchen, bevor sie auf ihre Gegnerin oder den Ringgong wartet.
Die Lichter in der Halle werden abgedunkelt und die Stage in ein düsteres Rot getaucht. Langsam beginnt die unheilvolle Musik, bis der Beat richtig eingesetzt. Irgend etwas erscheint merkwürdig...als wäre das Bild auf den Kopf gedreht? Als sich eine Gestalt aus dem aufsteigenden künstlichen Nebel schält, dreht sich die Kamera blitzschnell um 180°, so dass der Zuschauer am heimischen Bildschirm wieder eine "normale" Sicht hat. Diese Gestalt entpuppt sich als die Toxic Spider Thekla! Über ihr Gear trägt sie einen schwarzen Mantel mit Kunstpelz. Obwohl sie auf der Nase eine Sonnenbrille trägt, kann man ihren manischen Blick erkennen, mit dem sie die Kamera vor ihr fixiert.
THEKLA: Time to kill someone...ahahahaha...
Noch einmal die Zunge ausgestreckt und die Österreicherin wandert weiter.
Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring... from Vienna, Austria... The Toxic Spider... THEKLA!"
Mit ausgestreckten Armen stolziert Thekla auf der Stage umher und gibt sich so, als würde der ganze Laden ihr gehören. Seitlich stehend positioniert sich die Blonde. Kurz geht sie in die Knie, hievt sich ruckartig nach oben und vollzieht dabei eine Throat-Cut Geste! Glühend-heiße Flammen schießen neben und hinter ihr in die Höhe und sorgen für ein ansehnliches Spektakel. Wie ein Raubtier auf der Jagd pirscht sich die Österreicherin in einem leicht wippenden Gang heran. Am Ring hüpft sie auf das Apron und rutscht unter den Seilen hindurch. Nach ein paar Schritten geht die Blondine auf die Knie und beugt ihren Oberkörper nach hinten. Dazu gehen erneut die Feuerfontänen an der Stage in die Höhe. Die Toxic Spider reißt ihren Körper nach vorne und krabbelt plötzlich blitzschnell auf die Kamera zu, die erschrocken zurückweicht. Grinsend steht die Österreicherin auf. Langsam verstummt die Theme und die Lichter erreichen die gewohnte Strahlkraft. Mantel und Sonnenbrille werden abgelegt und Thekla ist bereit für das Match
Warnung! Spoiler!
Nach einer kleinen Werbepause sind wir wieder zurück bei der Show. Ohne Umschweife wird in den Backstage Bereich geschaltet. Vor einem riesigen Bildschirm, auf dem das Logo der c2c flimmert, hat Kayla Braxton Stellung bezogen. Freundlich lächelnd hält sie ein Mikro in der Hand und setzt sofort an.
Kayla Braxton: "Ladies and Gentleman…Kenny Omega!“
Der World Heavyweight Champion meldet sich also zu Wort. Beziehungsweise wird er zum Gespräch gebeten. Mit weißem Sakko, pinkem T-Shirt und weißer Leinenhose wirkt er so, als würde er an einer 80er Jahre Party teilnehmen wollen. Dazu noch eine verspiegelte Sonnenbrille auf der Nase, die aber gleich runtergezogen wird. Den Belt hat der Cleaner auf seiner Schulter abgelegt, wo dieser wie ein wertvoller Schatz ruht. Höflich nickt der Kanadier der Interviewerin zu und spitzt die Ohren.
Kayla Braxton: "Kenny, du hast darum gebeten ein paar Worte zu Ricky Saints sagen zu dürfen. Geht es darum was beim Special und auch letzte Woche geschehen ist?“
Wir erinnern uns – beim Special verteidigte Kenny Omega seinen Titel erfolgreich gegen Ricky Saints. Dabei profitierte er von Julia Hart, die am Ring auftauchte und den Stroke Daddy erfolgreich ablenkte. Letzte Woche hatte der Cleaner ein Match gegen Alex Shelley. Ricky ließ sich dort blicken und klebte einen Zettel auf den Titel des Canadian X. Es handelte sich um einen Screenshot einen Tinder Matches zwischen Ricky Saints und Brandi Lauren – einer (ehemaligen) Schülerin und guten Freundin von Kenny Omega. Der Master of the Dark Hadou hat die Botschaft verstanden…und will sich nun dazu äußern. Vorsichtig lächelnd nimmt er sich ein paar Sekunden Zeit, bevor er antwortet.
Kenny Omega: Zunächst einmal möchte ich mich entschuldigen. Meiner einer möchte sich dafür entschuldigen, dass ich Julia Hart in diese Geschichte gezogen habe. Ja, ich wollte Ricky-Boy zeigen, dass er nicht der Einzige ist, der Kopfspielchen betreiben kann. Als ich mit Julia das erste Mal telefoniert hatte, hatte ich aber auch das Bedürfnis bekommen ihr zu helfen. Ich dachte, wenn ich ihr die Bühne biete sich darüber zu äußern, was Saints ihr angetan hat, könnte sie sich besser fühlen. Nun…wie es scheint, hat sie das Ganze noch nicht so sehr verarbeitet, wie ich gedacht hatte. Dass sie beim Special aufgetaucht ist und sich in mein Match eingemischt hatte, obwohl ich sie darum gebeten hatte es nicht zu tun…nun, das spricht Bände für sich. Wie dem auch sei…Julia soll die Möglichkeit haben wieder gesund zu werden. Das kann sie nur, wenn sie sich von diesem Ort hier und vor allem Ricky fernhält. Das habe ich ihr schon geschrieben. Und mit Bayley ist abgestimmt, dass Mrs Hart in nächster Zeit keinen Besucherausweis mehr bekommen wird. Mister Sainty Saints hat also bekommen, was er wollte. Gratulation der Herr!
In Richtung der Kamera schauend verbeugt sich Kenny mit einem ironischen Unterton und spricht so direkt zum Stroke Daddy.
Kenny Omega: Was du dem Mädel angetan hast, ist ekelhaft, Saints! Du hast sie in ihr psychisches Verderben geschickt für…was eigentlich? Dein viel zu großes Ego? Deinen zu klein geratenen Stroke Daddy? Dass es dich angemacht hat, ein junges Ding so um den Finger wickeln zu können? Naja…Julia wird irgendwann komplett über dich hinweg sein und ein viel besseres Leben ohne dich haben. Dennoch…du wirst sie nicht mehr sehen müssen. So lange du dann Brandi in Ruhe lässt und wir uns auf das Wesentliche kümmern können, nicht wahr?
Kenny’s Worte schneiden sich wie ein scharfes Messer durch die Luft und machen so auch Platz für die unterschwelligen Drohungen. Auch wenn Omega keinen Kontakt mehr zu seiner ehemaligen Schülerin hat, so wird er dennoch Mittel und Wege finden und herausfinden, ob Saints versucht sich an Brandi ranzumachen. Und in dem Fall könnte der Canadian X durchaus ungemütlich werden. Aber im Endeffekt hat der ehemalige Ricky Starks ein klares Ziel. Und darauf möchte Kenny die Aufmerksamkeit lenken! Das Gold. Er greift an seinen Belt und hebt diesen ein paar Zentimeter an.
Kenny Omega: DAS möchtest du doch haben, richtig? Klar, ich könnte, trotz der widrigen Umstände, darauf pochen, dass du verloren hast und nach vorne schauen. Aber ich gebe zu…ich mag diesen fahlen Beigeschmack nicht, der durch Julia’s Eingreifen entstanden ist. Darum möchte ich das klären, ohne Wenn und Aber! Du und ich…ein weiteres Mal…19. Oktober…One Shot at Glory X!
Entschlossen nickt Kenny dabei Kayla zu, die überrascht die Augen aufreißt. Damit, dass der King of the Anywhere Match hier, quasi zwischen Tür und Angel, ein Rematch „verschenkt“, hatte sie wohl nicht gerechnet. Aber das ist noch nicht alles! Kenny deutet an, dass mehr kommt…
Kenny Omega: Aber wir Beide scheinen ja Spielchen zu lieben, richtig? Was meinst du, Rickster…wollen wir noch einen kleinen Twist einbauen? Moa hat das schon eine absolut fabulöse Idee! Nächste Woche…eine Beat the Clock Challenge! Du gegen einen Gegner, den ich aussuche…und ich gegen einen Gegner deiner Wahl! Derjenige, der sein Match schneller gewinnt, oder überhaupt gewinnt, darf die Stipulation entscheiden? Na, ist das was?
Ricky Saints ist nicht anwesend und kann daher keine direkte Antwort geben. Aber Kenny glaubt irgendwie daran, dass der Absolute One sich einverstanden zeigen wird. Alleine schon um Omega vorführen zu können. Aber in die andere Richtung könnte es genauso funktionieren.
Kayla Braxton: "Dann danke für deine Zeit, Kenny!“
Kenny verabschiedet sich von ihr und setzt sich langsam die Sonnenbrille wieder auf. Man wird also sehen, ob Ricky Saints sich darauf einlassen wird. Aber wahrscheinlich erleben wir am kommenden Montag eine Beat the Clock Challenge. Fade off.
MATCH 3
SINGLES MATCH
Seth Rollins vs. Karrion Kross
![[Bild: karrionrollins.png]](https://i.ibb.co/sdB38hsy/karrionrollins.png)
Writer: Becks
Pat McAfee: “Wir steuern auf das dritte Match an diesem Abend zu. Karrion Kross trifft auf Seth freakin’ Rollins. Was haben wir zu erwarten?”
Cathy Kelley: “Ähm… ich bin unschlüssig Pat. Nach dem wie er sich in der vergangenen Woche gab und da eben? Das waren zwei unterschiedliche Menschen. Und Seth sah… er sah wirklich getroffen aus.”
Wade Barrett: “Mit Karrion Kross hat er jedenfalls ein Schwergewicht als Gegner vor sich. Hier darf es keine Zurückhaltung geben, insbesondere nicht wenn er damit auf Roman Reigns zusteuern möchte.”
Pat McAfee: “Wir sind gespannt und es darf losgehen. Kross gegen Rollins!”
Das Licht in der Arena verdunkelt sich und färbt sich rot als die Theme von Karrion Kross ertönt. Es gibt lautstarke gemischte, zum größten Teil allerdings negative Reaktion für The Final Prayer. Es zeigt aber auch, dass nicht alle Fans den Mann aus der Sin City verabscheuen. Seine treuen Anhänger halten weiterhin zu ihm. Die Nebelmaschinen auf der Stage tun ihr bestes um sie mit diesem einzuhüllen. Zuerst erscheint Scarlett in einem ihrer aufreizenden Outfit. Kurz darauf erscheint Karrion Kross und die Reaktionen werden nochmal um einiges lauter. Mit einem überlegenen Grinsen blickt Kross zu den Zuschauermaßen rechts und links von ihm. Dann macht sich The Devil, angeführt von seinem Angel of Doom, auf dem Weg zum Ring.
![[Bild: Karrion007.png]](https://c2c-wrestling.com/4images/data/media/1663/Karrion007.png)
Matthew Rehwoldt: “The following contest is scheduled for One Fal… At first, making his way to the ring ... accompanied by SCARLETT ... from the Sin City ... weighing 264 pounds ... KAAAARRIIIIOOOON KROOOOSS!”
Als erstes betritt Scarlett den Ring. Sie singt den Text der Einzugsmusik ihres Mannes mit und bewegt ihren Körper zu den rhythmischen Klängen der Musik. Dann folgt Karrion Kross, während der Ring nun in rotem Licht eingehüllt wird. Er brüllt die ganze Anspannung heraus und schlägt sich auf die Brust. Er ist bereit das Alte in der c2c zu vernichten und etwas Neues aufzubauen. Sein heutigen Gegner soll der nächste Kontrahent auf der Liste sein, welchen er klarmachen möchte, dass die Zeit abgelaufen ist.
![[Bild: Karrion008.png]](https://c2c-wrestling.com/4images/data/media/1663/Karrion008.png)
Kross posiert dann gemeinsam mit seiner Frau Scarlett für die Fans in der Arena. Ein Blitzlichtgewitter geht durch die Reihen der Arena. Dann geht Kross im Ring auf und ab, während seine Theme langsam verstummt und in der Arena wieder normale Helligkeit herrscht. Dann bricht ein lauter Fall-and-Pray-Chant aus. Karrion Kross und Scarlett erwarten das Erscheinen von Kross' heutigem Gegner.
Erneut legt sich die Arena in völlige, erdrückende Dunkelheit. Kein Lichtstrahl durchbricht die Schwarz der Halle. Die gewohnte Energie eines Live-Events baut sich weiterhin auf, unterstützt durch eine nervenaufreibende, beklemmende Stille. Das Bild fängt schemenhaft die Reaktionen der Zuschauer ein. Die einstigen Jubelrufe sind verschwunden, die Plakate in den Händen der Zuschauer sprechen eine eindeutige Sprache. Wo früher "Visionary" oder "Burn It Down" stand, sieht man jetzt hastig übermalte Pappschilder mit: "TRAITOR", "WHY SETH WHY?" und "WE BELIEVED IN YOU". Die Enttäuschung hat sich in puren Groll verwandelt. Ein einzelner, eiskalter Weißlicht-Spot flackert auf der Stage auf. Das Licht pulsiert einmal und dann zerreißt die gewohnte Stimme die Stille:
"BURN... IT... DOWN!"
Normalerweise folgt auf diesen Schrei eine Explosion aus Pyro, Licht und kollektiver Euphorie. Doch in diesem Moment bricht kein Jubel aus, es detonierte roher Hass. Eine ohrenbetäubende Wand aus Pfiffen und Buhrufen schlägt der Stage entgegen, so laut, dass das Metal-Riff seines Theme Songs fast unter der akustischen Gewalt der Menge vergraben wird. Und dann geschieht das, was diesen Entrance so grausam macht. Die Fans beginnen zu singen. "Oooooohhhh... Oooooohhhh..."
Doch es ist kein Feiern mehr. Es gibt kein Lächeln in den Rängen, kein rhythmisches Mitspringen. Es ist ein höhnisch zischender Chor aus tausenden Kehlen, ein spöttisches Tribunal. Die Zuschauer nutzen seine eigene Hymne, um ihn zu verurteilen. Sie nehmen ihm nicht nur die Liebe, sondern entreißen ihm sein eigenes Vermächtnis und schleudern es ihm als Spott entgegen.
Cathy Kelley: “ „Hör dir das an... Das ist kein Mitsingen mehr. Das ist eine akustische Hinrichtung.“
Pat McAfee: “Das ist irre, Cathy. Sie singen seine Melodie... aber sie spucken ihm jedes Wort virtuell ins Gesicht. Sie richten ihn mit seinem eigenen Ritual.“
Wade Barrett: “Vor wenigen Wochen war dieser Gesang seine größte Kraftquelle. Jetzt ist er das Urteil über seinen Verrat.“
Ganz langsam tritt Seth Rollins aus dem Schatten auf die Stage. Er trägt ein komplett schwarzes Outfit. Tiefschwarze Pants, mit vereinzelten Carbon Applikationen, sowie einen auffälligen Ledermantel, der sich im Stile zwischen The Shield und den Matrix Filmen anlehnt. Seth selbst zeigt kein spöttisches Grinsen, kein manisches Lachen, kein wiegender Tanz auf der Bühne. Er wirkt wie ausgewechselt. Seine Körpersprache ist frei von jeder Show, er wirkt stoisch, kalkuliert und gefährlich. Sein Gesicht ist wie aus Stein gemeißelt. Er bleibt an der Kante der Stage stehen und blickt kalt hinab in das Meer aus zornigen Gesichtern. Als die Menge sieht, wie unberührt er wirkt, schlägt die Welle der Feindseligkeit erst richtig um. “SHIELD! SHIELD! SHIELD!"
Matthew Rehwoldt: “And his opponent…from Davenport, Iowa… weighing in at 217 pounds… he is the Visionary… the Revolutionary…he is: SETH… FREAKIN’… ROLLINS!”
Bei den Sprechchören rund um ihre Gruppierung zuckt für einen winzigen Bruchteil einer Sekunde ein Muskel in Seth’ Kiefer. Es ist die einzige emotionale Regung, die er zugesteht. Ein minimaler Riss in der Rüstung, der sofort wieder verschwindet. Dann setzt er sich in Bewegung. Jeder Schritt die Rampe hinab wirkt präzise und unerbittlich. Die Kameras begleiten ihn in einer dichten Nahaufnahme. Fans an den Absperrungen brüllen ihm ihre Wut entgegen, strecken ihm die Mittelfinger entgegen. Ein Mann in der ersten Reihe hält ihm direkt auf Augenhöhe ein handgemaltes Schild entgegen: "They trusted you." Seth bleibt stehen. Er dreht den Kopf langsam zu dem Schild. Für einen kurzen Augenblick sieht es so aus, als würde die menschliche Komponente in ihm durchbrechen, als würde die Kritik ihn treffen.
Doch dann verändern sich seine Züge. Ein Lächeln stiehlt sich auf seine Lippen. Es ist kein warmes Lächeln und auch nicht das verrückte Gelächter der letzten Jahre. Es ist eiskalt, schneidend und voller Mitleid für die Naivität der Fans. Ohne ein Wort zu sagen, wendet er den Blick ab und geht weiter. Die Reaktionen kochen über: "ASSHOLE! ASSHOLE! ASSHOLE!" Am Ring angekommen, nutzt Seth nicht die Treppe und springt nicht auf den Apron, um die Arme auszubreiten. Stattdessen umrundet er das Geviert langsam von außen, wie ein Raubtier, das sein Territorium abmisst. Er fixiert die Zuschauer in den ersten Reihen nicht als Fans, die es zu unterhalten gilt, sondern als Feinde, die es zu dominieren gilt.
Pat McAfee: “Ich habe Seth Rollins über Jahre beobachtet... Ich habe mit ihm gesprochen, ich habe seine Erfolge kommentiert. Aber der Mann, der da gerade um den Ring geht... den kenne ich nicht. Da ist nichts Menschliches mehr in seinen Augen.“
Seth steigt schließlich durch die Seile. Die Musik läuft weiter durch die Lautsprecher. Früher hätte er jetzt im Zentrum des Rings gestanden, die Arme gen Decke gerissen und das Publikums dirigiert. Heute bleibt er einfach starr in der Mitte des Seilgevierts stehen. Den Kopf gesenkt, die Hände fest an seinen Seiten zur Faust geballt. Die Arena singt die Melodie weiter, doch der Gesang bricht schlussendlich unter der Last der schieren Wut zusammen. Das Mitsingen geht fließend in ein ohrenbetäubendes Pfeifkonzert über. Langsam hebt Seth den Kopf. Die Regie schaltet auf eine extreme Nahaufnahme seines Gesichts. Seine Augen sind dunkel, fokussiert und völlig frei von Reue. Dann entweicht seinen Lippen ein Geräusch. Ein leises, fast unhörbares Lachen. Kein wahnsinniges Grinsen, sondern ein tiefes, gefährliches Lachen, das ihm eine Bedrohlichkeit verleiht, die man so von ihm noch nie gesehen hat. Die Atmosphäre in der Arena brennt. Seth steht stoisch im Ring und blick auf seinen Gegner, getaucht in das giftige Pfeifkonzert der Halle, das ihn wie ein Gerichtsurteil umgibt.
Warnung! Spoiler!
Etwas unsicher steht sie vor einem großen Spiegel und betrachtet sich. Einmal die linke Flanke ansehen…dann die rechte! Bobbi Tyler ist backstage unterwegs und muss ihr Outfit noch einmal checken. Ihr langes Haar ist heute lockig und wirkt durch extra Extensions noch voluminöser als sonst. Beim Make Up hat sie sich für den Cat-Eye-Look entschieden, so dass ihre Augen optisch noch mehr hervorgehoben werden. Ein hellblaues Oberteil, das kurz über ihrem Bauchnabel endet, mit einem großzügigen Dekolleté punktet und generell ihre Oberweite hervorhebt. Dazu ein weißer, kurzer Rock und weiße Stiefel mit Absätzen, die sie größer wirken lassen. Bobbi streift sich über den Bauch und runzelt ihre Stirn. Gefühlt hat sie schon lange nicht mehr so viel Haut gezeigt. Seit der Ankunft an der Halle hat sie durchaus auch einige Blick von männlichen Backstage Mitarbeitern zu spüren bekommen – was ihr auf mentaler Ebene nicht so gut getan hat. Trotzdem drückt sie aufkommende Panik beiseite. Es ist ihre bewusste Entscheidung gewesen sich heute so zu kleiden und so zu schminken. Das hat die Britin für eine einzige Person gemacht – Fallon Henley! Diese hatte die Blonde mit einer Ausrede vorgeschickt, um sich in Ruhe im Hotel fertig machen zu können. Die Brünette soll überrascht werden. Hoffentlich gefällt Fallon dieser Look! Unschlüssig beißt sich Bobs auf die untere Lippe und wird leicht hibbelig. Warum macht sie das eigentlich? Das Country Girl hat sie genauso lieb, wenn Bobbi mit Gammelklamotten, ungeschminkt und mit fettigen Haaren vor ihr steht. Aber es war und ist ihr ein Bedürfnis, sich für die Amerikanerin hübsch zu machen.
bobbi.tyler: Hoffentlich gefällt es Fallon!
Seufzend schiebt sich Bobs ein paar Strähnen hinter ihre Ohren und schultert die große Umhängetasche, die sie mitgenommen hat. Eigentlich ist die Britin schon sehr von sich selbst überzeugt, wenn es um ihr Können zwischen den Seilen angeht. Aber sonst kann sie sehr unsicher sein, gerade wenn es um ihr Äußeres geht. Leider auch eine Nachwirkung von damals, als Bàlor sich ihren Körper mit Gewalt genommen hatte. Sie fühlte sich lange zu einem Objekt degradiert und sah sich nicht in der Lage, jemals wieder einem Menschen so gefallen zu wollen, dass sie sich voll und ganz öffnen kann. Selbst als Stevie Turner war sie nie so 100 Prozent befreit gewesen. Aber jetzt hat sie Fallon Henley als beste Freundin in ihrem Leben…und so einiges fühlt sich ganz anders an. Diese ist der große Anker für Bobbi geworden…ihr Lieblings-Mensch! Umso mieser fühlt sich Tyler, da sie Fallon drei Wochen, mehr oder weniger, geghostet hatte. Da hilft es auch nichts, dass die Amerikanerin ihr schon lange verziehen hatte. Wahrscheinlich hat sie auch deswegen das Gefühl, dass sie gegenüber dem Country Girl einiges leisten muss.
Bobbi bringt ihr Gedankenkrausell unter Kontrolle und lächelt trotzig ihr Spiegelbild an. Dabei streckt sie ihre Zunge leicht nach draußen. So fühlt man sich doch schon besser. Noch einmal durchatmen…und weiter geht es. Ihr Gang wirkt eleganter als sonst, was vermutlich an den Absätzen liegt. Nache ein paar Schritten kommt sie an der Kabine an, die sie sich mit Fallon teilen wird. Diese wird bestimmt auf Bobs warten. Also Augen zu und durch! Ohne weiter nachzudenken drückt Bobbi die Türe auf…und erstarrt augenblicklich. Sie sieht Fallon Henley, die auf einem Sofa sitzend ihre Beine angezogen und den Blick nach unten gerichtet hat. Die Brünette schluchzt hörbar auf. Sofort sind Bobbi ihre eigenen Probleme scheißegal. Es zählt nur sich um Fallon zu kümmern. Hastig stackst sie auf die Amerikanerin zu und setzt sich neben ihr auf das Sofa.
bobbi.tyler: Um Gottes Willen! Fallon…was ist denn los? Was ist passiert?
Behutsam spricht die Blonde auf die Ältere ein und legt eine Hand auf ihre Schulter. Henley hebt den Kopf, so dass man ihre geröteten und wässrigen Augen sehen kann. Kaum registriert sie die Engländerin, fällt sie dieser um den Hals.
Fallon Henley: Oh Bo…Bobs…
…haucht sie ihrer besten Freundin entgegen, bevor die Stimme versagt. Tyler fragt nicht weiter nach. Sie hält die Amerikanerin still in ihren Armen und streicht sanft über Fallon’s Rücken. Dabei steigt Bobbi der Duft von Fallon’s Parfüm in ihre Nase, den sie so sehr liebt. Aber davon kann sie sich jetzt nicht ablenken lassen. Sie gibt Henley einen Kuss auf die Wange und als diese sich etwas zu erholen scheint, traut sich Bobs sie etwas nach vorne zu ziehen, um sie ansehen zu können. Vorsichtig lächelnd legt sie beide Hände auf Fallon’s Wangen und streichelt mit beiden Daumen über die weiche Haut der Country Frau.
bobbi.tyler: Hey, magst du mir erzählen, was los ist?
Ein Angebot sich zu öffnen! Bobbi würde Fallon nie dazu zwingen ihr etwas erzählen zu wollen. Wenn die Brünette schweigen möchte und einfach nur körperliche Nähe braucht, wird die Britin ihr das geben. Aber die Amerikanerin wischt sich ein paar Tränen aus dem Gesicht und holt einmal tief Luft.
Fallon Henley: Mei…mei…sorry…meine Nachbarin von daheim hat vorhin angerufen. Meine Mum ist heute morgen wohl zusammengeklappt, als sie sich um die Tiere auf dem Hof gekümmert hat. Die Nachbarin hat das zufälligerweise gleich gesehen und sofort den Notarzt gerufen. Ich habe auch schon im Krankenhaus angerufen. Mum geht es so weit wieder besser und sie ist stabil. Es ist nur…Gosh, ich war schon nicht daheim, als meine Oma gestorben ist. Wenn Mama auch nicht was passiert…fuck…
Da kommen die nächsten Tränen und Fallon muss einmal kräftig schlucken. Ja, der körperliche und geistige Verfall ihrer Oma, der schließlich in ihrem Tod mündete, war ein großes Thema, als Fallon vor knapp zwei Jahren zur c2c zurückgekehrt war. Vor allem das Ableben, während sie mit der Liga auf Tour war, hatte das Country Girl schwer getroffen. Damals war Drew McIntyre ihr Fels in der Brandung gewesen. Der Schotte ist inzwischen nicht mehr der, der er war. Aber dafür hat sie ja nun Bobbi Tyler! Die Blonde kann sich denken, dass ihre beste Freundin nun große Angst hat, dass auch ihrer Mutter etwas passiert, während sie nicht bei ihr sein kann.
bobbi.tyler: Oh, Fallon, das tut mir so leid. Scheiße!
Bobbi drückt Henley nochmal ganz fest an sich. Fallon Hände krallen sich dabei regelrecht in Bobbi’s Oberteil fest, als würde sie einfach nur Halt suchen.
Fallon Henley: Ich…ich muss zu ihr! So schnell es geht. A-aber…ich kann gerade einfach keinen klaren Kopf finden…
Kaum hat sie das ausgesprochen, weiß Tyler sofort, was sie tun muss. Entschlossen sieht sie Fallon direkt in die Augen.
bobbi.tyler: Okay, hier ist der Plan! Du gehst ins Bad, machst dich etwas frisch und schaust, ob du durchatmen kannst. Dann packst du alles zusammen, was du dabei hast! Ich schau inzwischen nach einem Flug, den ich für dich buchen kann. Vielleicht sogar noch heute Abend. Dann bist du schnell bei deiner Mum und dann wird sicher alles gut. Das weiß ich!
Fallon sieht die jüngere mit großen Augen an…und ist verdammt froh, dass Bobbi hier ist und vor allem für sie das Denken übernimmt. Ja, das klingt gut! Das macht dem Country Girl gleich wieder Hoffnung. Da kann sie sogar wieder schwach lächeln.
Fallon Henley: J-ja…so…so machen wir das! Da-danke…danke Bobs! Tausend Dank! Du bist die Allerbeste!
Etwas stürmisch beugt sie sich nach vorne und will der Blonden einen Kuss auf die Stirn drücken. Dabei rutscht sie jedoch leicht ab und trifft die Nase der Engländerin. Bobbi errötet im Gesicht und wirft den Blick leicht zur Seite. Mit einer Hand spielt sie nervös mit ihren Haaren. Warum wirft sie das gerade so aus der Bahn?
bobbi.tyler: Öhm…klar doch! Dafür sind beste Freundinnen doch da…
Die Blonde versucht fokussiert zu bleiben und greift in ihre Handtasche. Sie zieht ihr Handy hervor, auf dem sie gleich nach passenden Flügen sehen möchte. Derweil reißt sich Fallon zusammen und wuchtet sich nach oben. Paar Schritte in Richtung des Badezimmers schafft sie…dann bleibt Henley wieder stehen.
Fallon Henley: Bobs?
Sofort sieht die Angesprochene auf. Fallon wirkt ungewohnt schüchtern, als sie ihre Hände fest gegeneinanderdrückt und Tyler mit großen Rehaugen anschaut.
Fallon Henley: Kommst…kommst du mit? Begleitest du mich…bitte? I-ich zahle dir auch dein Flugticket…
Bobbi hält inne. Daran hatte sie jetzt gar nicht gedacht. Und eigentlich war sie auch der Ansicht gewesen, dass Fallon alleine nach ihrer Mum sehen möchte.
bobbi.tyler: Oh,ich…öhm…möchtest du dann nicht lieber die Zeit mit deiner Mum verbringen? Ich…ich will da nicht stören!
Da runzelt das Country Girl die Stirn und wirkt fast schon „verärgert“, wobei sie den Kopf schüttelt.
Fallon Henley: Du störst mich nie, Bobbi! Nein…ich weiß nicht, was mich genau erwarten wird und ob ich das packe! Ich würde mich so viel sicherer fühlen, wenn du mitkommen würdest. Du bist neben meiner Mum der Mensch, der mir am meisten bedeutet! Sie möchte dich eh gerne mal kennen lernen. Und außerdem…naja, ich hab‘ in ein paar Tagen Geburtstag und den möchte ich sowieso mit dir verbringen!
Ohja, stimmt! Bobbi hat nicht vergessen, dass Fallon bald Geburtstag hat. Sie hat auch schon ein Geschenk vorbereitet, was sie noch fertig stellen muss. Aber auch so ist es der Brünetten verdammt wichtig, dass Bobbi mit ihr auf die heimische Farm reisen wird. Gerade die Aussage, dass sie Fallon am meisten bedeutet, rührt die Britin sehr.
bobbi.tyler: Naaaw, wie könnte ich da noch „Nein“ sagen? Natürlich komme ich mit! Und du musst mir kein Ticket zahlen, das mache ich schon selbst! Aber dann brauch‘ ich einige Minuten im Hotel, um mich umzuziehen! Ist nicht gerade das beste und bequemste Outfit für einen langen Flug!
Grinsend deutet sie auf ihre Klamotten. Henley lacht leise auf…nimmt sich dann aber noch kurz Zeit anzuerkennen, wie gut Tyler heute eigentlich aussieht.
Fallon Henley: Eigentlich schade! Du siehst darin verdammt hot aus und wunderschön. Wobei Letzteres bist du immer!
Und wieder wird Tyler rot im Gesicht! Nun von einem dicken Grinsen begleitet. Genau darauf hatte sie ja gehofft, dass sie Fallon gefällt. Alleine dafür hat es sich gelohnt, sich so zu kleiden. Wobei es Bobs wichtiger ist, dass die Amerikanerin wieder besser gelaunt ist. Und wenn sie gemeinsam reisen, kann sie Fallon bei Allem unterstützen, was die nächsten Tage so anstehen sollte. Vielleicht geht es ihrer Mum bis dahin wieder besser, so dass sie unbeschwert den Geburtstag von Fallon feiern können.
bobbi.tyler: Ich…ich könnte das an deinem Geburtstag nochmal anziehen!
Fallon Henley: Ja, sehr gerne!
Falllon lächelt sie noch einmal an und dreht sich dann um, um im Bad zu verschwinden. Bobbi sieht ihr nach, bis die Brünette die Türe hinter sich schließt und sie den geöffneten Wasserhahn plätschern hört. Was wollte sie machen? Achja…nach den Flugtickets suchen! Tickets für zwei! Während Bobbi Tyler also recherchiert, zieht die Kamera sich langsam zurück. Fade off.
CO - MAIN EVENT
NON TITLE SINGLES MATCH
El Dan Del a Hausen vs. A former Champion
![[Bild: eddlhmystery.png]](https://i.ibb.co/WN2Rs9v3/eddlhmystery.png)
Writer: ???
Als ehemaliger Champion stellt sich hier Bobby Roode heraus, der einmal vor sehr langer Zeit Westcoast Champion gewesen ist.
Und damit ertönt eine Musik, die beängstigend wirkt. Die Lichter der Halle werden abgedunkelt und auf der Stage erscheinen die Black Widows AJ Lee und ihr Schützling, The Bizzare One Danhausen! Und dieser Entrance alleine schon ist so bizarr, dass die Fans nicht verstehen können, was sie hier erwartet. Eine Musik, die ein dunkles Dark Gimmick andeutet, ein Superstars, der als lustiges Comedy Gimmick durchgeht und eine Managerin, die ein verrücktes Heel Gimmick hat. Eine Mischung, die es so noch nie zuvor im Wrestling gegeben hat und die auch wohl kaum jemand hier versteht. Deshalb ist die Halle auch still, wie als wäre die Show schon vorüber. Doch nicht aus Respekt vor Danhausen, sondern viel mehr weil sie keine Ahnung haben. Sollen die Fans jetzt yubeln oder sollen sie buhn? Sollen sie erfreut sein, den lustigen Danhausen hier zu sehen, der sich als absoluter Publikumsliebling herausstellt oder sollen sie sich unwohl fühlen, weil jemand wie AJ Lee heraus gekommen ist, die keinerlei Freude von den Fans erhält. Oder sollen sie Angst haben oder aufgeregt sein, weil die Musik so düster wirkt? Was ist hier die Situation?
Matthew Rehwoldt: "Making his Way to the Ring... From Someplace faaar awaaay... Claiming to be 6Feet 7Inches Tall and weighing over 300 Pounds... Accompanied by the Sexy Spider AJ Lee... He is very Nice! Very Evil! DAAAAANHAAAUUUSEEEEEEEEN"
Mit ausgebreiteten Armen, die in der einen Hand ein Glaß voll dutzende Zähne und in der anderen Hand einen riesigen Nagel halten, präsentiert sich Danhausen auf der Stage und beginnt seine Schritte in Richtung Ring.
Und direkt an seiner Seite hoppelt, wie Matthew bereits angekündigt hat, seine bezaubernde und süße Managerin AJ Lee. Doch weis jeder hier in der Halle, dass dieser Schein sehr stark täuscht. Denn auch wenn hier AJ Lee aussieht, wie das süße kleine Mädchen und Danhausen wirkt, wie der finstere Lord der Unterwelt, den man nicht über den Weg laufen möchte, weis jeder Zuschauer der C2C, dass es genau anders herum ist. AJ Lees Herz ist so dreckig, wie der Schmelz auf den Zähnen in Danhausens Glaß, während er selbst der mit Abstand größte Publikumsliebling des hiesigen Rosters ist. Doch ob sich dieser Liebling heute Abend auch im Ring beweisen kann, werden wir noch sehen.
![[Bild: aj-lee-wwe.gif]](https://media.tenor.com/b_Zkzf7A-eUAAAAC/aj-lee-wwe.gif)
Während AJ einen der Worker dazu auffordert, Danhausens Umhang zu nehmen, weil sie so etwas garantiert niemals selbst machen würde, besteigen die beiden anschließend den Ring. In der Mitte posiert Danhausen noch für die Billionen Fanhausens dort draußen, die jeden Tag zu ihm aufsehen und ihn lieben wie Omas Mandarinenkuchen, während AJ Lee ihm noch einige Taktiken und Tipps ins Ohr zu spricht, worauf er in diesem Match aufpassen muss. Dann erlischt so langsam die Musik und die Beleuchtung wird wieder etwas heller!
Warnung! Spoiler!
PRAISE IS NOT A PRIZE!
Einmal mehr wird der Backstage-Bereich gezeigt und die Kamera filmt routiniert einen langen Gang entlang, auf welchem zuerst nichts Besonderes zu sehen ist, außer den obligatorischen Kisten und anderen Materialien, die als Ersatz bereitstehen, falls etwas kaputt gehen sollte. Langsam fährt die Kamera alles detailliert ab, bis sie plötzlich mehrere Personen antrifft: insgesamt drei an der Zahl, die sich hier scheinbar Backstage getroffen haben. Ein zierliches, kleines Mädchen, ein dunkelhäutiger Mann, der stramm dasteht wie ein General, und ein etwas zurückhaltender Maskierter, der etwas eingeschüchtert und genervt wirkt. Die Rede ist natürlich von niemand Geringerem als dem C2C-Performance-Center-Team, das nach dem heutigen Training wieder hier in einem kleinen Aufenthaltsraum zusammengefunden hat. Strickland ist dabei gekleidet in ein locker und leicht oversized geschnittenes T-Shirt in einem schmutzigen, ausgewaschenen Off-White, dessen schwerer Baumwollstoff breit über seinen athletischen Oberkörper fällt und ein gutes Stück unterhalb seines Gürtels endet, während die relativ weiten Ärmel ungefähr bis zur Mitte seiner Oberarme reichen.
![[Bild: f8a3faa8-c11a-4b65-9e3d-c75df5ee3389.png]](https://i.ibb.co/YBMpnMRn/f8a3faa8-c11a-4b65-9e3d-c75df5ee3389.png)
Auf der rechten Brust dieses Shirts befindet sich in schwarzen Buchstaben klein das Wort „KILLSHOT“, ergänzt durch eine nüchterne Seriennummer, und auf dem Rücken ist derselbe Schriftzug nur wesentlich größer drauf, während einzelne Stellen des Shirts leicht ausgefranst sind und der Stoff dezente graue und sandfarbene Verfärbungen aufweist, ohne dass es vollkommen heruntergekommen aussieht. Dazu trägt Swerve eine schwarze, weit geschnittene Cargo-Shorts, die ungefähr bis zu seinen Knien reicht, mit mehreren flachen Taschen, schwarzen Reißverschlüssen und kleineren Schlaufen, an denen ein kurzer schwarzer Stoffriemen herunterhängt. An seinen Füßen trägt er komplett schwarze, relativ massive Sneaker, und schwarze kurze Socken verschwinden beinahe vollständig darin. Im Gesicht sitzt vor seinen Augen eine schmale, tiefschwarze Sonnenbrille, hinter deren dunklen Gläsern sein Blick überhaupt nicht zu erkennen ist. Um ein Handgelenk trägt er eine massive schwarze Tactical-Watch, während seine Hände teilweise von schwarzen fingerlosen Handschuhen bedeckt sind. Um den Hals trägt er außerdem eine dünne schwarze Dog-Tag-Kette, deren Anhänger teilweise unter dem Shirt verschwindet, während Lykos neben ihm ein verwaschenes dunkelgraues T-Shirt trägt, dessen Stoff weich und mehrfach gewaschen wirkt und auf dessen Brust sich eine große, leicht ausgebleichte, mittelalterlich anmutende Illustration eines Wolfskopfes befindet, die ein bisschen aussieht, als stamme sie von irgendeiner obskuren Metalband, einem Fantasy-Rollenspiel oder einem alten Pub.
![[Bild: c22179d3-0d45-4745-b156-dc2a21af6092.png]](https://i.ibb.co/r2jK0sJD/c22179d3-0d45-4745-b156-dc2a21af6092.png)
Um den Wolf herum verlaufen ornamentale Linien und kleinere Schriftzüge, und untenrum zeigt er sich in einer rostbraunen Chino-Hose, die einen herrlich merkwürdigen Kontrast zum dunklen Shirt bildet und die Aufmerksamkeit keineswegs von der bekannten Wolfsmaske in seinem Gesicht herunterzieht. Diese ist selbstverständlich das zentrale Element des gesamten Looks. Diese trägt Lykos heute in überwiegend schwarzen und dunkelgrauen Farben, mit silbergrauen beziehungsweise weißen Details rund um Augen und Schnauze und den charakteristischen Wolfselementen. An den Füßen trägt er schlichte schwarze Skate-Sneaker mit heller Sohle, während an seinem Handgelenk ein schwarzes Stoffarmband sitzt und aus seiner Hosentasche ein Schlüsselband herausschaut.
Raven:
„„Aahh, die Gruppe hat sich wieder versammelt. Wie schön!"“
Und da kommt direkt der Vierte im Bunde. Raven, welcher heute erst seinen neuen Vertrag unterschrieben hat, kommt auf seine drei Schüler zu und macht mit herabblickenden Worten auf sich aufmerksam. Die drei scheinen sich hier versammelt zu haben, um genau auf ihren Trainer mit den grauen Haaren zu warten, also scheint dieses Treffen hier geplant zu sein. Strickland ist der Erste, der sich einen Schritt vorbegibt, um mit Raven zu reden.
Strickland: Wir haben bis eben pausenlos trainiert. Ich denke, das reicht für heute.“
Dabei nimmt er wieder eine Position an, die ein wenig so wirkt, als wäre er der Anführer der gesamten Truppe hier. Doch Raven beachtet ihn gar nicht direkt. Vielmehr neigt er seinen Kopf etwas zur Seite und schaut direkt auf Lykos, welcher sich im Hintergrund befindet.
Raven:
„„Was machen Sie hier? Sind Sie schon fertig mit der Liste?"“
Kid Lykos: ’„Uhm... ich... ne... nein, aber Strickland sagte, ich solle mitherkommen.“
Die nun folgenden Worte können einem das Blut in den Adern gefrieren lassen. Raven richtet sich auf, schaut Lykos mit einem Blick an, der töten könnte, und spricht in einer so ernsten und strengen Stimme, dass es angsteinflößend wirkt.
Raven:
„„Aha, und ist Strickland Ihr Boss oder bin ich es?"“
Das stimmt natürlich. Wenn Raven Lykos eine Aufgabe erteilt hat, dann sollte sich Lykos davon nicht abbringen lassen, nur weil Strickland ihm etwas anderes sagt. Zum Glück des Dritten jedoch scheint Raven ihn nicht zu bestrafen. Dieser wütende Tadel sollte fürs Erste genügen. Seine Aufmerksamkeit richtet er vielmehr wieder den anderen beiden zu.
Raven:
„„Also... habt ihr während des Trainings auch was gelernt? Was wäre eure Taktik, wenn ihr in dem One-Shot-at-Glory-Leitermatch wärt? Schließlich wird es einer von euch sein!"“
Ohne irgendwie eingeschüchtert von Ravens eben noch so grimmigem Auftreten zu sein, ist es Strickland, der voller Zuversicht seine Taktik, die er sich überlegt hat, rausspricht und scheinbar mehr als nur bereit dafür ist, bei dem nächsten One-Shot at Glory Leitermatch mit dabei zu sein.
Strickland: Nun, ich denke, es wäre ein Fehler, es am Anfang direkt zu versuchen, die Leiter hochzuklettern. Das macht fast jeder in diesem Match. Da hängt ein Koffer über dem Ring und plötzlich vergessen erwachsene Menschen, dass noch fünf andere Leute neben ihnen stehen, die exakt dasselbe wollen. Einer stellt die Leiter auf, klettert hoch und wundert sich anschließend, wenn ihn jemand aus drei Metern Höhe wieder runterholt. One Shot at Glory ist kein Leitermatch. Die Leiter ist nur das Werkzeug. Das eigentliche Match ist Ressourcenmanagement. Sechs Männer, ein Ziel und jeder einzelne von ihnen kann dich daran hindern, es zu erreichen. Also reduzierst du die Variablen. Einer nach dem anderen. Man muss niemanden pinnen und man muss niemanden zur Aufgabe bringen. Man braucht sie nur für ungefähr dreißig Sekunden aus dem Ring raus zu befördern.“
In völliger Ruhe erzählt er diese Worte Raven direkt ins Gesicht und grinst dabei nicht einmal. Er meint es völlig ernst. Aber das ist auch gut so, denn so gesehen war alles, was er sagte, die pure Wahrheit. Er verschränkt seine Arme vor der Brust und schaut Raven dabei an, als wäre die Antwort eigentlich so offensichtlich, dass ihn vielmehr wundert, warum niemand anderes darauf kommt. Und er ist sogar direkt auf den Punkt. Es kommt kein Trash Talk oder Sonstiges. Klar, die Zuschauer werden eine solche Antwort sicher nicht gutheißen, aber dass es eine schlaue Taktik ist, dagegen kann man absolut nichts sagen. Kurz wandert Stricklands Blick nach oben, als würde dort bereits der imaginäre Koffer hängen, bevor er weiterredet.
Strickland: Und ich würde die Leiter auch nicht selbst aufstellen, solange ich es vermeiden kann. Warum sollte ich die Arbeit machen? Lass jemand anderen sie holen. Lass ihn sie aufstellen und dafür kämpfen, den Ring freizubekommen. Und wenn er glaubt, dass er endlich alleine ist... nehme ich ihm den Platz weg. Die meisten würden wahrscheinlich sagen, das sei feige. Aber das sind meistens dieselben Leute, die nach dem Match mit Eis auf dem Rücken sitzen und erklären, dass sie ‚fast‘ gewonnen hätten. Mich jedoch interessiert ‚fast‘ nicht. Wenn du im Krieg als Erster blind durch die Tür rennst, bekommst du keinen Bonus dafür, mutig gewesen zu sein. Du bekommst höchstens als Erster eine Kugel in den Kopf.“
Er zuckt leicht mit seinen Schultern, bevor sich ein ziemlich selbstsicheres Grinsen auf seinem Gesicht zeigt.
Strickland: Also wäre meine Taktik ziemlich einfach: Ich lasse alle anderen das One-Shot-at-Glory-Match bestreiten. Und wenn sie damit fertig sind, gewinne ich es.“
Kid Lykos: ’„Das ist aber grottenlangweilig. Da stimmst du mir doch zu, Izzy, richtig? Man muss auch eine Show liefern. Wir kämpfen schließlich auch für die Fans. Wenn da draußen jemand auf einem Tisch liegt, muss man von der Leiter herunterspringen und ihn mit einer epischen High-Flying-Aktion durch den Tisch hämmern. Scheiß auf Verletzungen oder ähnliches, man muss eine Show abliefern.“
Eine kurze Pause entsteht in dem Raum, als Lykos plötzlich mitten in das Gespräch reingesprungen kommt und versucht, mit seiner Taktik einen besseren Eindruck bei Raven zu hinterlassen. Er nickt zufrieden mit dem Kopf und klingt, während er das alles sagt, überraschend vernünftig – beinahe zu vernünftig für Kid Lykos. Doch bringt ihm das absolut gar nichts, denn für Raven hat er seinen Plan wahrscheinlich schon jetzt vollkommen ruiniert. Dieser schaut Lykos vollkommen entgeistert an, so als würde dieser mit seinem Kopf in einem vollkommen absurden Alternativuniversum herumschwirren und ihm gar nicht erst zuhören.
Kid Lykos: ’„Oder noch besser! Man stellt zwei Leitern nebeneinander, springt von der einen auf die andere und von dort dann ans oberste Seil und dann...“
Doch als er dann plötzlich den Ausdruck bemerkt, mit dem Raven ihn anschaut, hält er plötzlich inne und wird wieder still. Das sind die Augen, die einem regelrecht ins Gesicht schreien, dass man nicht nach dessen Meinung gefragt hat. Raven grenzt Lykos hier vollkommen aus dem gesamten Team aus, was natürlich verständlich ist nach der ganzen Thematik mit Vince. Doch die Fans achten da nur wenig drauf, denn was sie mehr interessiert, ist die Antwort, die die junge Izzy Moreno hätte, die noch nie in ihrem Leben in einem Leitermatch mitgemacht hat.
Izzy Moreno
"Ich finde beides klingt nicht richtig. Du machst zu wenig Swerve und du machst eindeutig zu viel. Ladder Matches sind sehr angestrengend und du willst Kopf und Kragen riskieren? Und bei so vielen Teilnehmern. Da ist es einfach unmöglich den richtigen Zeitpunkt abwzuwarten. Man kann nicht alles im Blick behalten. Und wer wartet wird am Ende nur sehen wie jemand anderes den Preis abhängt."
Klingt erst so als würde Izzy nicht Partei ergreifen wollen, aber sie erklärt auch wieso.
Izzy Moreno
"Man muss das Spiel mitspielen. Ich würde zu jeder Zeit mitmischen. Denn nur so erhöhe ich meine Chancen keine Gelegenheit platzen zu lassen."
Völlig unterschiedliche Antworten. Normalerweise würde da noch eine vierte dazu kommen, aber seitdem Leva Bates kein Teil mehr des Performance Centers ist, fehlt ihre Meinung. Das naht noch immer an Raven, auch wenn er es nicht zeigen wird. Aber trotzdem muss er sich hier wohl für jemanden entscheiden. Etwas fürsorglich schaut er Izzy an, um jedoch auch ihre Antwort, die von allen dreien am intelligentesten wirkte, zu korrigieren.
Raven:
„„Schlaue Antwort. Aber Lykos hat nicht ganz unrecht. Es muss auch extrem zugehen."“
Wie ein strenger Lehrer stellt sich Raven vor den dreien auf, um ihnen zu sagen, was ihr Fehler war. Oder auch, wo sie richtig lagen. Denn Izzys Weg schien gar nicht so falsch gewesen zu sein, nur hätte sie ihn etwas mehr erweitern sollen.
Raven:
„„Man muss in diesem Match seine Gegner fertig machen, bis diese sich keinen Millimeter mehr bewegen können. Erst dann sollte man nach dem Koffer klettern. Normales Wrestling wird da nicht viel bringen. Ihr müsst an eure Grenzen gehen und eure Gegner ausnahmslos an ihre Grenzen bringen. Aber ihr dürft das natürlich nicht alleine machen. Manchmal müsst ihr auch verschnaufen und den anderen die Arbeit machen lassen. Und ihr müsst auf Kosten eurer eigenen Gesundheit Moves machen, die geisteskrank wirken, um am Ende zum Sieg zu kommen."“
Aber so wie das klingt, war es Lykos, der am nächsten an der richtigen Antwort lag. Heißt das, dass Raven ihm nun die Chance gibt? Er schaut ihn direkt auf die Maske und sein Blick wirkt, als könne er dadurch und bis hin in Lykos’ Seele schauen. Es gefällt ihm nicht, dass es ausgerechnet der Brite war, der hier die beste Antwort lieferte, so dämlich sie auch anfangs klang. Aber es gefällt ihm, wie er denkt. Und genau das gefällt ihm ebenfalls nicht. Aber er kann daran nichts ändern – außer den anderen beiden ebenfalls solche Gedanken in die Köpfe hineinzuprügeln.
Raven:
„„Daher: Gute Antwort, Lykos!"“
Wer hätte gedacht, dass Raven Lykos auch noch lobt? Stolz blickt Lykos auf Raven und die Anderen und fühlt sich hier nun wie der König der Gott verdammten Welt. Überlegen und besser als jeder andere. Wie ein kleines Kind, was ein Lob vom Klassenlehrer erhalten hat. Also steht es wohl fest: Kid Lykos wird am diesjährigen One-Shot-at-Glory-Leitermatch teilnehmen, und wenn er es gewinnen sollte, wäre er der erste Superstar, der keinen direkten C2C-Vertrag hat, der das One Shot at Glory wur...
Raven:
„„Moreno! Ich schenke Ihnen die Chance, bei dem Leitermatch mitmachen zu können! Zeigen Sie, was Sie drauf haben!"“
Kid Lykos: ’„Warte, was? Ich dachte, dass meine Antwort gut war. Warum darf sie dann mitmachen und nicht ich?“
Raven:
„„Ich denke mal, Sie haben noch einige Moves, die Sie sich aufschreiben, und einige Matches, die Sie sich anschauen müssen!"“
Oh Gott. Das ist wohl die Strafe dafür, dass er Raven ein Messer in den Rücken gerammt hat. Raven bestraft ihn richtig. Und weil wohl Moreno die zweitbeste Antwort lieferte, bekommt sie die Chance jetzt. Ihr erstes Leitermatch ihrer Karriere und dann direkt ein One-Shot-at-Glory-Match? Das kann ja was werden.
´Izzy Moreno
"Nicht, dass ich mich nicht freue, aber Lykos verdient es auch. Wieso kann nur einer von uns teilnehmen?"
Natürlich hat Izzy mit diesem Kommentar recht, allerdings wird sie wohl auch nicht wissen, dass es Lykos war, der die ganze Zeit mit Vince zusammengearbeitet hat. Aber Raven verrät ihn auch nicht, so überraschend das auch klingt. Er ist keine Snitch, das beweist er hier ganz gut. Das Einzige, was er auf Izzys Frage antwortet, ist der Grund, warum nur einer die Chance bekommt.
Raven:
„„Tja, das solltest du deine Frau Mama fragen. Die hat die Regeln gemacht. Ich führe sie nur aus."“
Damit meint Raven selbstverständlich Bayley, die er hier provokanterweise als Izzys Mama bezeichnet. Dass weder Bayley noch Izzy diesen Spruch so entzückend finden, kann man sich denken, aber von Raven gab es auch schon viel schlimmere Sprüche zu hören. Außerdem wird sich Izzy wohl auch immerhin teils freuen, die große Chance erhalten zu dürfen, beim nächsten Special im wohl größten Leitermatch des Jahres mitmachen zu dürfen.
Raven:
„„Aber für heute könnt ihr nach Hause gehen, ihr habt Feierabend. Wir sehen uns am Freitag wieder wie üblich zum Training."“
Und damit scheinen die drei Schüler entlassen zu sein. Sie dürfen nach Hause gehen und ihren Feierabend genießen; als Nächstes geht es Freitag wieder los für sie bei einem beinharten Training. Doch als die drei sich in Bewegung setzen, um von hier zu verschwinden, landet Ravens Hand auf der Brust eines seiner Schüler, den er wieder zurückdrängt. Und es ist nicht Izzy – das wäre wohl selbst für Raven ein etwas zu gewaltiger Altersunterschied. Aber nein, er hält Kid Lykos zurück und schaut ihn wieder einmal streng an.
Raven:
„„Du nicht... Wie bereits gesagt, hast du noch einige Moves und Matches, die du dir ansehen und notieren musst. Und wenn du die ganze Nacht dafür hier bleiben musst. An dir arbeite ich, Jungchen!"“
Okay, das ist hart. Jetzt muss Lykos auch noch hier bleiben und seine brutale Aufgabe beenden? Das kann noch Stunden dauern. Soll er wirklich die ganze Nacht hier in der Halle bleiben und weiterhin die One-Shot-at-Glory-Matches der letzten Jahre anschauen? Das ist doch Sadismus. Aber er hat es sich eigens ausgesucht. Wenn er Raven nicht hintergangen hätte und auf die Seite des Feindes übergewandert wäre, dann müsste er diese Strafe hier nicht auslöffeln. Irgendwie kann einem der Brite dennoch leid tun. Das ist ein hartes Los, das er gezogen hat. Während die anderen dann allesamt aus dem Bild heraussstolzieren, bleibt Lykos alleine zurück, bevor die Kamera ausfadet.
MAIN EVENT
SINGLES MATCH
Skye Blue vs. Maxxine Dupri
![[Bild: skyebluemaxxine.png]](https://i.ibb.co/k2NMV1P9/skyebluemaxxine.png)
Writer: [i]Alex/i]
Die Lichter in der Halle werden gedimmt. Ein paar Sekunden passiert nichts...bis sich eine sanfte Stimme aus den Boxen meldet. Nur ein paar Sekunden nimmt die Musik an Fahrt auf...
Langsam und erhaben stolziert Skye Blue auf die Stage. Über ihr Ring Gear trägt sie einen schwarzen, leicht durchsichtigen Umhang aus Seide, den sie mit ihren Armen wie ein Cape aufspannt. Auf dem schwarzen Haar sitzt ein blau glitzerndes Krönchen. Mit eiskaltem Blick scannt sie die Zuschauer und scheint sich nichts darum zu scheren, was diese gerade von ihr halten. Wie eine Königin, die ihren Thron besteigen möchte, bringt sie die restlichen Meter zum Ring hinter sich.
Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring... she is the Dark Phoenix... from Chicago, Illinois... SKYE BLUE!"
Gekonnt schwingt sie sich aufs Apron, wobei sie für einen Moment auf dem rechten Knie ruht und das linke Bein ausstreckt. Mit einer Hand löst sie den Umhang, der zu Boden gleitet. Der Ring wird betreten. Ein Bein stellt sich auf das unterste Seil und schwingt das andere über das obere. So beugt die junge Frau ihren Oberkörper leicht nach vorne. Da blitzt ein kurzes Lächeln auf den Lippen auf, das von einem Augenzwinkern begleitet wird. Normalerweise sind das Gesten, die einen positiven Aspekt haben sollen. Hier verheißt es aber nichts gutes....zumindest nicht für Skye's Gegnerin. Langsam verstummt die Theme. Der Dark Phoenix lockert einmal die Handgelenke und ist bereit für das Match.
Kaum ertönt die Theme von Maxxine Dupri, kommt diese auch schon auf die Stage. Ihr Ring-Gear, bestehend aus Sportsbra und passender Pants in Schwarz und Lila, wirkt sie bereit für ihre kommende Aufgabe. Kaum ein paar Meter gegangen lächelt die Blondine, wirft die Arme nach rechts und links und dreht sich einmal um die eigene Achse. Einen kurzen Stopp macht sie dabei, als sie mit dem Rücken zu den Fans steht und lächelt über die Schulter hinweg.
Kaum fertig gedreht, geht sie dann auch los Richtung Ring. Mit entschlossenem Blick, geht sie die Rampe hinunter und schlägt dort ein paar Hände ab, die ihr hingehalten werden.
Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring... from Phoenix, Arizona...MAXXIIINE DUUUPRIII!"
![[Bild: maxent.png]](https://i.ibb.co/YFRyZqrM/maxent.png)
Kaum am Ring angekommen, geht sie zur Ringtreppe und geht diese hinauf. Zwischen dem untersten und mittleren Seil, entert sie das Innere. Mittig stellt sie sich auf, bevor sie, wo sie nochmals die Arme nach außen wirft und sich im Kreis dreht. Anschließend geht Maxxine in ihre Ecke und wartet bis das Match beginnt.
Warnung! Spoiler!
![[Bild: newlogo9qu4w.png]](https://i.ibb.co/F34ZcfJ/newlogo9qu4w.png)

