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[SHOW] c2c Live: SAN ANTONIO! vom 14.09.2026

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[SHOW] c2c Live: SAN ANTONIO! vom 14.09.2026
 [Gast] Elias
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#1
14.09.26, 17:28 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.09.26, 20:51 von c2c Live.)
[Bild: c2cliveeel-Kopie.jpg]

SAN ANTONIO!

[Bild: C2-CLive25-Kopie.jpg]

findet statt im Frost Bank Center vor 18,418 Zuschauern in San Antonio, Texas.

[Bild: frostbankarena.png]

Die letzte Kamera ist optimal platziert und auch der letzte reservierte Platz besetzt. Die c2c Show kann losgehen! Gleich zu Beginn explodiert ein buntes Feuerwerk auf der Stage und motiviert die anwesenden Fans zu großem Jubel und Chants. In der Mitte des aufwendig gebauten Wrestlingrings steht Matthew Rehwoldt schon mit einem Mikrofon bereit um die anwesenden Fans hier in der heutigen Show zu begrüßen.

[Bild: matt.jpg]

Matthew Rehwoldt: "My dear Ladies.. my dear Gentlemen.. my name is Matthew Rehwoldt and it is I, your DRAAAAAMAAA KIIIIINGGG... welcoming you to... COAST.. to COAST... WRESTLINGGGGGG!"

Kaum hat Rehwoldt die Ansage zuende gebracht gibt es einen kleinen Jubel für seine Ansage und auch wegen der Vorfreude auf den Verlauf des Abends. Matthew verbeugt sich einmal kurz und geht dann auch aus dem Ring heraus. Auch die knallenden Geräusche des Feuerwerks erlischen langsam und geben die Bühne somit für ihre Akteure frei. Bevor dies jedoch in Kraft tritt, werden die Zuschauer daheim vor ihren Fernsehgeräten von Pat MacAfee, Cathy Kelly & Wade Barrett begrüßt.

[Bild: v2z7jzv.jpg]

Pat McAfee: "Willkommen zu einer neuen Ausgabe von c2c LIVE!"

Cathy Kelley: "Das Special ist vorbei, doch reden die Leute nicht etwa über die Titelmatches. Man redet über die Entlassung, die Vince McMahon getätigt hat."

Wade Barrett: "Und die Frage, die man sich jetzt stellt ist, wen trifft es als Nächstes?"

Pat McAfee: "Es ist doch offensichtlich wen Vince loswerden wiil."

Cathy Kelley: "Aber genug der Spekulationen. Finden wir es heraus."

[Bild: ef.jpg]

The Doctor will see you now



Kaum kündigt eine weibliche Stimme mit dem Spruch die Wrestlerin an, schallt auch schon die Theme aus den Boxen der Arena. Heute, in Zivil, kommt sie mit weißem Oberteil und schwarzer Hose auf die Stage. Dabei redet sie, wie immer, auffällig Richtung Kamera. Man kann nicht hören, was sie sagt, aber vermutlich ist es eine Ansage Richtung Gegnerin.

[Bild: brittdmdxycnso.png]

Baker breitet die Arme aus, geht die Rampe ein Stück hinunter, dreht sich und geht dann wieder ein paar Schritte rauf. Und Zack, dreht sie sich wieder um und geht wieder Richtung Ring.

Matthew Rehwoldt: ”Making her way to the Ring…from Pittsbuuuurgh, Pennsylvaniaaaa…DOCTOR BRITT BAKER D…M…D!!!"

Beim DMD hebt die Brünette aus Pittsburgh den Arm, formt einen Zeigefinger und zeigt nach unten, als würde sie auf jeden einzelnen Buchstaben zeigen. Laut schallt DEEE EEEM DEEE durch die Arena, bevor Britt weiter die Rampe hinunter geht. Die Zuschauer jubeln, während sie selbst die Atmosphäre genießt. Um die Atmosphäre noch anzuheizen, zieht sie ein gelbes Tuch hervor. Nicht in dem Moment zu sehen, steht darauf The Terrible Towel - A Pittsburgh Original, ein Rallye-Handtuch der Pittsburgh Steelers, eine amerikanische Football-Mannschaft der National Football League. Jedoch auch ein gewisses Zeichen. Diese Fahne hat eine gewisse Beliebtheit gewonnen und Britt nutzt diese, um an ihrer Herkunft stolz zu erinnern und allen die dort herkommen.

[Bild: britent12131rdcasfadsvdsd.png]

Über die Stahltreppe geht sie in den Ring, wozu sie zwischen den Ringseilen hertauchen muss. Im Ring angekommen, lässt sie sich ein Mikro geben und nachdem ihre Theme verklingt, beginnt die such zu sprechen.

Dr. Britt Baker DMD:
”Houston!...”

Ein kurzes Grinsen folgt, weil immer noch vereinzelte Dee Eem Dee-Rufe durch das Publikum gehen. Man hat die Doktorin gut aufgenommen. Man feiert ihre Rückkehr. Ihre Standhaftigkeit gegenüber Liv Morgan und Drew McIntyre. Ihre Persönlichkeit. Und tatsächlich war das früher Mal anders. Aber es tut ihr gut. Vor allem, nachdem sie nun viel einstecken musste, als Drew McIntyre und Liv Morgan 2 Mal attackierten.
Sie hebt die Hand und formt ein Zeigefinger. Achtung! Sie hat etwas zu sagen.

Dr. Britt Baker DMD:
”Es gibt eine Angelegenheit, die ich einfach nicht tolerieren kann. Menschen, die glauben, sie hätten das Recht zu machen, was sie wollen. Schmerzen zuzufügen. Feige zu attackieren. Sendezeit auf anderer Menschen Kosten zu generieren.”

Über wen Baker spricht, kann man sich denken, auch wenn die Namen noch nicht gefallen sind. Sie setzt kurz ab. Ihre Blicke schweifen durch die Fan-Reihen und lässt die Worte wirken. Durch das Warten werden die Fans ungeduldig. ‘Baker! Baker!’ -Chants sind inzwischen zu hören und demonstrieren dadurch, auf ihrer Seite zu stehen. Und natürlich, dass sie weiter spricht.

Dr. Britt Baker DMD:
”Schaut mich an! Mein Auge Blutunterlaufen! Meine Rippe angebrochen, weil ein Affe meint, er könnte mich durch einen Tisch werfen! Und? Lasse ich mich davon von irgendetwas abhalten? Bin ich abgehauen? Nein! Und wisst ihr warum? Weil Schmerzen vergehen! Aber wenn dir Jemand deinen Stolz, deine Ehre oder gar deine Motivation nimmt, dann bist du nichts mehr als ein Wrack. Und genau das ist es doch, was gewollt wird. Dass man seine Kollegen bricht. Ihren Stolz nimmt! Seine eigene Stärke demonstriert. Aber ist es das? Ist es Stark, wenn ein Hüne eines Drew McIntyre, der mehr als doppelt so schwer ist und 25 Zentimeter größer ist, mich hochhebt und durch einen Tisch wirft? Oder ist es eher… ein Armutszeugnis? Ist es Fair, dass eine Verrückte mit einem Baseballschläger durch die Korridore rennt und alles kurz und klein haut, was sie erwischen kann?”

Fragend zuckt Britt mit der Schulter. Trotz allem hat sie heute ein Match. Sie will sich nicht verstecken. Aber unkommentiert will sie es auch nicht lassen.
Nachdem erneut ein paar Schritte durch den Ring gelaufen wurde, hebt sie wieder das Mikrofon zum Mund und schaut selbstbewusst zur Entrance. Dabei lehnt sie lässig ihre Arme auf dem obersten Ringseil ab.

[Bild: brittmicacsbn.png]

Dr. Britt Baker DMD:
”Liv und Drew…ihr seid armselige Wichte, dessen Bodenlosigkeit nicht zu übertreffen ist. Eure Stärken sind Muskeln und Skrupellosigkeit. Tugenden, die es nicht wert sind gehört zu werden. Ihr fragt euch sicher, warum ich nicht einfach weggerannt bin. Warum ich nicht einfach gesagt habe, ‘Scheiß drauf. Hauptsache ich komme heil aus der Sache raus’. Doch es ist so sicher wie das Amen in der Kirche, dass ich euch den Zahn ziehen werde. Einen ungesunden Zahn, der euch mit Karies ummantelt und Schmerzen bereitet. Bei jedem Biss, bei jedem Schluck…quält er euch. Doch es wird euch danach besser gehen. Und das wird es eurer Seele auch!”

Ob das so ist? Kann die brünette Zahnärztin aus Pittsburgh wirklich den erkrankten Zahn finden und ziehen? Kann sie den beiden helfen, obwohl sie es gar nicht wollen?

Dr. Britt Baker DMD:
”Also seid nicht das Produkt von Wahnsinn, sondern kommt wieder zur Besinnung! Ihr wollt mit Attacken und Chaos auffallen. Dabei seid ihr vorher deutlich mehr aufgefallen.”

Die Worte erzählt, geht jedoch das Licht aus. Ein Raunen schallt durch die Halle gefolgt von einem Pfeifen. Natürlich weiß jeder, was hier nun passieren wird. Liv und Drew sind ganz in der Nähe und nutzen die Dunkelheit aus, um sich zu positionieren. Ein verrücktes Lachen verrät sie sogar. HAHA!
Das Licht geht wieder an und dann stehen sie dort, im Ring. Direkt vor Britt Baker. Liv eigentlich wie immer gekleidet, mit einer Hommage an Harley Quinn. Ihr Blondes Haar aufgeteilt in zwei Zöpfen, dessen Spitzen getunkt in Rot und Blauer Farbe. Ein weißes Oberteil, worauf Daddy's little Monster geschrieben steht. Und eine schwarze Hot-Pants, dazu die Stiefel. Wie do oft wirkt die frech. Die Zungenspitze zwischen den Zähnen geklemmt beweist sie eindeutig, wie sehr Schelm sie ist.
Mit einer plötzlichen Bewegung reißt sie Baker das Mikro aus der Hand.

Liv Morgan:
Armselige Wichte!?

Wiederholt sie und legt den Kopf schief. Ihr Blick wirkt fragend, obwohl sie gar keine Antwort darauf haben will.

Liv Morgan:
Doctor Britt Baker ist zurück und du glaubst, dass irgendjemanden interessieren würde, dass es so ist? Oh no...das tut es nicht! Ihr macht auf Geheimnisvoll! Der Geheimnisvolle Mann...uuuuhhh...ich fürchte mich bereits jetzt schon. Dabei ist es ganz einfach! Du warst mehrmals zur falschen Zeit an falschen Ort! Tja, wärst du einfach zu Hause geblieben. Wärst Du einfach nicht zurückgekommen. Denn du wirst nichts aufhalten. Du wirst nichts ändern. Nur weiterhin ein Opfer sein, wie alle anderen auch.

Schnell ist eine Schmolllippe geformt, bis sie sich durch den Ring bewegt. Dabei geht sie aber nicht, sie hüpft förmlich, was sehr verrückt wirkt.

Liv Morgan:
Und du machst jede Woche den gleichen Fehler! Du suchst uns! Du willst uns! Und glaubst auch noch, du könntest gewinnen und standhaft bleiben?! Das ist...Dumm! Und ich dachte, Zahnärzte sind schlau?

Es war tatsächlich dieses typische "zur falschen zeit am falschen Ort", anders konnte man es nicht sagen. Britts Wagen war Teil der Zerstörungstour von Liv und Drew, es war nie geplant, Baker als offizielles Ziel festzulegen. Denn bisher waren alle, die dem Power Couple zum Opfer gefallen waren, nur ein Zufall. Das Britt es nicht auf sich sitzen ließ, attackiert zu werden, war logisch, auch wenn sie sehr stark mit dem Feuer spielte. Drew hatte letzte Woche deutlich gemacht, das er auch nicht davor zurückschreckt, das weibliche Geschlecht auseinander zu nehmen. Etwas, was man vom Schotten niemals gedacht hätte. Aber seine neue, raue und skrupellose Attitude war beängstigend. Vermutlich hätte man sich mit der Zahnärztin nie wirklich weiter beschäftigt, doch anscheinend ist es der Tatsache gewidmet, das Britt nun weiter die Konfrontation sucht, das Liv und Drew nun ein Ziel haben.

Der Hüne stand schräg hinter Liv, überragte dabei Liv als auch Baker und wirkte wie ein stiller Beobachter. Anders als der noch immer unbekannte Mann, den man an der Seite von Britt sah und der sich letzte Woche ein kleinen Staredown nach der Attacke mit Drew geliefert hatte, positionierte sich der Schotte nicht schützend vor Liv. Denn das hatte die Blondine nicht nötig, immerhin zeigte auch Sie durchaus neue, aggressive Arten von sich, die keinen Schutz nötig hatten. Drew hatte Baker weiter in seinem Blick, als er schließlich nach dem Mikro greift, welches diese gerade noch aus Britts Hand gerissen hatte.

Drew McIntyre
„Du bist mutig, das muss man dir lassen. Anscheinend hat dir die Abreibung letzte Woche nicht gereicht. Aber da du anscheinend danach bettelst...können wir dort weitermachen, wo wir letzte Woche aufgehört hatten...wo dein Bodyguard dich vor noch schlimmeren bewahrt hatte.“

Die Worte von Liv und Drew treiben der Zahnärztin ein Grinsen ins Gesicht. Es sind die typischen Antworten, die von ihnen immer kamen. Mit wenig Inhalt und einfach nur Drohungen. Mit ernsten Blick reißt Britt dem Schotten das Mikrofon wieder aus der Hand und geht ein paar Schritte durch den Ring.

Dr. Britt Baker DMD:
”Wow, habt ihr eure Sprüche aufgenommen und hört sie euch vor jeder Show nochmal an? Oder warum sind es immer die gleichen?"

Sie zuckt mit der Schulter und schaut Liv und Drew abwechselnd an. Ein kurzer Blick ins Publikum und dann geht es weiter.

Dr. Britt Baker DMD:
”Ja, wir haben euch gehört! Woche für Woche! Live on Prime! For Millions of Fans...!"

Und auch für Baker unerwartet, bekommt sie Unterstützung von einer kleiner Gruppe aus den Publikum, die "and Millions" rufen und für so sehr Erstaunen sorgen, dass Britt kurz absetzen muss. Natürlich kann sie sich ein Grinsen nicht verkneifen.

Dr. Britt Baker DMD:
”Es liegt eine Zeit zurück. Die Sonne ist Währenddessen zu oft auf und untergegangen. Da stand ich hier! In front of Millions..."

einen Versuch ist es Wert. Baker versucht es erneut. Hat sie tatsächlich die Fans hinter sich stehen? Und es klappt. Dieses Mal steigen sogar mehrere ein und "AAAnd Millions..." Schallt durch die Halle.

Dr. Britt Baker DMD:
”...of Fans, als Championesse! Ich habe die c2c entscheidend mit verändert. Das sie mehr ist als einem in die Fresse zu hauen oder Chaos zu stiften. Und ihr glaubt, ich lasse es zu all dies zu verändern? Weil ihr beide herumlaufen wollt wie Bonnie und Clyde on Crack? Come on! Da müsst ihr euch mehr einfallen lassen als diese armseelige Nummer!"

Wieder geht sie durch den Ring und schaut zum Boden. Sie will wenig Angst zeigen, obwohl erneute Attacken des Pärchens für wahrscheinlich sind.

Dr. Britt Baker DMD:
”Also...wenn ihr mich attackieren wollt, dann müsst ihr das machen. Aber jeder Schlag, würd sich rächen und eure Strichliste ist schon laaaang..."

Mit Provokationen kann Liv nicht wirklich umgehen. Sie schaut zu Drew und dann wieder zu Britt. Sie will die Brünette bestrafen. Unbedingt. Auch wenn es heißt, dass Mister Unbekannt kommen wird.

Liv Morgan:
Wenn du schon so lieb darum bittest...

Schelmisch beißt Liv wieder auf die Zungenspitze und schaut erwartungsvoll zu ihrem Partner. Schließlich ist es aber sie selbst, die aus dem Ring rollt und unter diesem einen Klappstuhl hervor holt. Immer mit einem Grinsen im Gesicht. Schließlich rollt sie sich wieder in den Ring und fackelt auch nicht lange. Sie holt aus und stürmt auf Baker zu.

Liv Morgan:
...Dummheit muss bestraft werden!

So ihre Ausrede. Doch als sie zuschlagen wollte, wird der Stuhl festgehalten. Eine Hand greift den Stuhl und verhindert damit die Attacke. Britt kann dadurch einen Schritt zurück gehen und scheint erleichtert, obwohl sie ihre Hilfe schon gesehen hatte. Mit einem Ruck zieht er den Stuhl aus den Händen von Liv, vermeidet aber zuzuschlagen. Er hat wohl den Anstand keine Frauen zu attackieren, wenn er es nicht muss. Zudem kann er den besser gegen den Hünen gebrauchen. Und bevor es hier eskaliert, deutet Liv Drew an einen Rückzieher zu machen. Die Stimmung in der Halle wird laut. DEEE EEEM DEEE schallt durch die Halle. Für Liv und Drew ist hier heute nix zu holen. Langsam geht sie rückwärts und schließlich wieder aus dem Ring.

[Bild: trenner1.jpg]

OPENER
SINGLES MATCH
Dr. Britt Baker D.M.D vs. Xia Li

[Bild: brittxia.png]
Writer: ???



Die Arena verdunkelt sich, nimmt dazu ein grelles Blau an. Hierzu fügen sich Blitze, die den Zuschauer ein Blinzeln entlocken. Währenddessen betritt Xia Li die Halle.

[Bild: intro-importeuebm.jpg]

Sie zeigt mit ihrem Schwert einige Kampftechniken, welche bei ihren zahlreichen und namenhaften Kampfsportmeistern erlernt wurden. Im Hintergrund beginnt der Ringsprecher mit der Vorstellung der Chinesin

Matthew Rehwoldt: "Making his way to the Ring... from Chongqin, China... Xia Li!"

Über die Ringtreppe besteigt Li den Ring zwischen den Seilen hindurch und stellt sich kampfbereit in die Mitte des Rings. Das Publikum reagiert verhalten oder ist fasziniert dieser ihnen befremdlichen Art. Das Schwert wird abgelegt und es folgt die Pose mit ihren Kampfsternen

The Doctor will see you now



Kaum kündigt eine weibliche Stimme mit dem Spruch die Wrestlerin an, schallt auch schon die Theme aus den Boxen der Arena. Mit einem gelb-schwarzen Mantel kommt die Doktorin auf die Stage, der an einen Arztkittel erinnert und entsprechend verziert ist. Dabei redet sie auffällig Richtung Kamera. Man kann nicht hören, was sie sagt, aber vermutlich ist es eine Ansage Richtung Gegnerin.

[Bild: britent12131rdcf.png]

Sie dreht sich mit dem Rücken zu den Fans und man kann sehen, dass auch ein Backenzahn entsprechend auf die Rückseite gestickt wurde. Baker breitet die Arme aus, geht die Rampe ein Stück hinunter, dreht sich und geht dann wieder ein paar Schritte rauf. Und Zack, dreht sie sich wieder um.

Matthew Rehwoldt: ”Making her way to the Ring…from Pittsbuuuurgh, Pennsylvaniaaaa…DOCTOR BRITT BAKER D…M…D!!!"

Beim DMD hebt die Brünette aus Pittsburgh den Arm, formt einen Zeigefinger und zeigt nach unten, als würde sie auf jeden einzelnen Buchstaben zeigen. Laut schallt DEEE EEEM DEEE durch die Arena, bevor Britt weiter die Rampe hinunter geht. Die Zuschauer jubeln, während sie selbst die Atmosphäre genießt. Um die Atmosphäre noch anzuheizen, zieht sie ein gelbes Tuch hervor. Nicht in dem Moment zu sehen, steht darauf The Terrible Towel - A Pittsburgh Original, ein Rallye-Handtuch der Pittsburgh Steelers, eine amerikanische Football-Mannschaft der National Football League. Jedoch auch ein gewisses Zeichen. Diese Fahne hat eine gewisse Beliebtheit gewonnen und Britt nutzt diese, um an ihrer Herkunft stolz zu erinnern und allen die dort herkommen.

[Bild: britent12131rdcasfadsvdsd.png]

Über die Stahltreppe geht sie in den Ring, wozu sie zwischen den Ringseilen hertauchen muss. Im Ring angekommen, legt sie den Mantel ab, präsentiert sich nochmals den Fans, indem sie auch dort die Arme nach außen wirft und nach oben winkelt. DMD geht einmal auf und wieder ab und redet dabei in Richtung Kamera. Leider hören wir auch hier nicht was. Die Theme endet, als sie in ihre Ecke geht und dort wartet, bis das Match beginnt.

Warnung! Spoiler!
Die Zahnärztin zieht ihrer Gegnerin hier ganz schnell den Zahn und bringt sie mit dem Lockjaw zur aufgabe (3.21 Minutes)

Here is your winner by submission: DR. BRIIIIIIIT BAAAAAAAKEEER DMD!

[Bild: 45.jpg]

Folgende Szene ereignete sich zum Ende des Specials im Houston

Es war das Highlight des Abends, kein anderes Thema beherrschte derart die Medienlandschaft rund um das Wrestling Business. Für einen Abend, nur für dieses eine Match, würden sich Roman Reigns, Seth Rollins und Jon Moxley wieder zusammenfinden für The Shield. In einem erbitterten Kampf gegen die Bloodline hat das Trio tatsächlich bewiesen, dass sie auch noch zusammen agieren können. Es war ein Wrestling Fest für jeden Zuschauer. Ein glorreicher Abend, ein fantastischer Abschluss der Show… wäre da nicht Seth Rollins gewesen.

Während seine Shield Brüder den Sieg feierten, die komplette Arena jubelte, erschien der Geist einer früheren Welt. Seth nahm den schwarzen Stahlstuhl, setzte nahtlos an und schmetterte ihn quer über den Rücken von Roman Reigns. Selbst dieser Berg von einem Mann sackte abrupt zu Boden, ehe Seth ein weiteres Mal ausholte und unter den schockierenden Blicken von Jon Moxley und den Tausenden Zuschauern erneut zuschlug. Dies war kein blinder Angriff, dies war eine öffentliche Hinrichtung.

Zurück in seinem gemeinsamen Locker Room mit Becky, herrschte eine beängstigende Stille. Auch Becky hatte eine ungemütlichen Abend hinter sich, als sie von Thekla gleich mehrfach angegriffen wurde. Auch hier kam ein hinterhältiger Angriff zum Einsatz, gefolgt von einem chaotischen Brawl und ein Schlag mit ihrem eigenen Titel. Beide saßen hier auf jeweils gegenüberstehenden Sofas. Becky saß etwas eingesunken in dem Mobiliar und hielt sich den Eisbeutel an Kopf und Schulter. Saß Seth ihr gegenüber, nach vorne gebeugt, während ihm die langen Haare vor das Gesicht fielen. Bereitete sich bei Becky zunehmend der Schmerz nach ihrem Match aus, flachte bei Seth allmählich das erste Adrenalin ab. Neben dem monotonen Summen der Lüftung fielen von seinem nassen Haar immerzu kleine Tropfen herab. Die Stimmung zwischen ihnen wirkte schwer und geladen.

SETH ROLLINS: "Wie… wie geht es dir?"

Simpel. Ein einfacher Versuch, wenn man eigentlich nicht wusste, was man sagen sollte? Sicherlich, irgendwo im Inneren war er schon interessiert, wie es seiner Frau ginge, aber im Moment wollte er nur die Stille durchbrechen und irgendwie ihr eine Regung entlocken. Ohne wirklich zu Becky hinüber zu sehen, verharrte Seth in seiner Position.

BECKY LYNCH: "Fock Seth… was hast du bloß getan?"

Ihre Stimme war belegt und dieser raue gälische Akzent schlug durch. Dies war nie ein gutes Zeichen, wenn es dann auch noch um emotionale Themen ging. In den letzten Woche hatte Becky durchaus ihre eigenen Probleme und sah sich immer wieder mit der rücksichtslosen Art von Thekla konfrontiert. Und dennoch versuchte sie Seth zu helfen, seine Vergangenheit zu kitten und Vertrauen aufzubauen, welches er binnen Sekunden zunichte machte.

BECKY LYNCH: "Du hast mir vorgehalten, ich könne keinen Frieden schließen und selbst… was war das eben? Wir haben alles dafür getan, dass the Shield wieder zusammenkommt und ihr die Bloodline bezwingen könnt und im selben Moment, machst du dasselbe wie vor zehn Jahren und fällst deinen Brüdern in den Rücken? Warum, Seth?... Warum?"

Es war fast nur ein leises Flüstern, welches von Becky ausging? Doch die Ernsthaftigkeit, Dringlichkeit und vor allem Enttäuschung hörte man ihr in jeder Silbe an. Becky selbst hatte es vor Woche noch dargestellt, The Shield war groß und allgegenwärtig. Selbst heute noch, nach all den Jahren, hatte das Trio seine Wirkung nicht verloren. Es brauchte nor einen ersten Akkord des Militär Alphabets und tausende von Menschen stehen jubelnd auf ihren Plötzen in jeder Arena dieser Welt. Seth rührte sich keinen Millimeter. Er sah nicht einmal auf.

SETH ROLLINS: "I… ich… ich musste… Ich weiß, wie das aussieht. Aber… ich musste es tun!"

Ein Flüstern, mehr nicht. Nur zögerlich kamen diese Silben aus seiner Kehle. So ruhig, dass sie kaum zu vernehmen waren. Auf der anderen Seite des Lockers, regte sich etwas mehr. Als Becky den Eisbeutel, den sie bisher an ihre Schläfe hielt, zur Seite schmiss. Die Blicke, die sie Seth entgegnete, waren voller Fragen und Abscheu.

BECKY LYNCH: "Du musstest es tun? Weshalb? Für den dramatischen Schlusspunkt? Aber siehst du nicht, was du damit anrichtest, was du alles damit zerstörst? Wir gehen zu Jon und sprechen über Vertrauen… und dann, das?"

Man spürte förmlich die Enttäuschung in Becky's Worten. Sie hatte wirklich alles getan, was irgendwie in ihrer Macht stand, um das Verhältnis zwischen Moxley und Seth zu verbessern. Zumindest um es soweit hin zu bekommen, dass sie heute Abend zu dritt im Ring standen. Und ausgerechnet Seth ist es, der damit auch ihr in den Rücken fällt?!

SETH ROLLINS: "Du kennst es doch, oder? Du weißt es doch am Besten, wie sowas abläuft?! Hätte ich jetzt mit ihnen anstoßen sollen und so tun, als wäre nichts gewesen? Ich bin nicht wegen The Shield hier…"

Die Intensität in Seth’ Worten stieg allmählich. Aus dem vorsichtigen Flüstern wurde ein tieferer, brummiger Tonfall. Doch er zeigte, dass er nun genau wusste, was er sagte. Tief schnaubend, strich er sich durch die langen Haare und sah erstmal zu Becky hinüber. Die Blicke, die sie dabei austauschen, waren bereits Kriege für sich.

BECKY LYNCH: "Oh, da irrst du dich gewaltig! Ich habe nie um Gnade gewinselt, dabei von Vertrauen gesprochen und meine Mitstreiter derart hintergangen. Ich mache es von vorne, gerade heraus und muss dann nicht um mein Ansehen fürchten. Wer soll dir jetzt noch trauen?"

Die Frage des Vertrauens traf Seth wie ein Schlag mit der Abrissbirne. Man sah es in seiner Regung. Die seichten Bewegungen stockten und für den Bruchteil eines Moments verharrte vollkommen. Er biss sich sichtlich auf die Zähne und erwiderte diesen feindseligen Blick, den Becky ihm entgegen warf.

SETH ROLLINS: "Mir trauen? Warum sollte dies nun anders sein als vorher? Dies war von Anfang an etwas zwischen mir und Roman. Du brauchst dir um deinen Mox keine Sorgen zu machen, mit ihm hat das nichts zu tun. Ich will Roman Reigns, ein für alle Male… Und niemand… NIEMAND auch du nicht, werde mir diesen Moment streitig machen. Keine Bloodline, keiner aus seiner Familie, keine alten Geschichten um The Shield und auch keine Vertrauensfrage werde ich mehr dulden. Hierbei geht es nur um ihn und mich!"

Was folgte, war eine dröhnende, schwere Stille. Kein sofortiger Widerspruch, kein verächtliches Schnauben, kein wütendes Kontra. Selbst das monotone, tiefe Summen der Lüftung im Backstage-Bereich schien verstummt zu sein, als würde die Raumluft nicht ausreichen, um die klirrende Kälte zwischen den beiden zu füllen. Becky starrte ihn an. Lange. Viel zu lange. Doch in ihren Augen brannte nicht der Zorn, den Seth gewohnt war. Es war nicht die explosive, unberechenbare Wut, die sie sonst so gefährlich machte. Das eigentliche Drama lag in dem, was an die Stelle des Zorns getreten war. Eine tief sitzende, lautlose Enttäuschung, die Seth deutlich schwerer ertragen konnte als jeden wütenden Ausbruch. Sie senkte langsam den Blick. Ihre Finger glitten spürbar zitternd über den zerknitterten Stoff ihres Trainingsanzugs, ehe sie den Eisbeutel langsam von ihrer lädierten Schulter nahm. Das schmelzende Eiswasser tropfte in qualvoller Regelmäßigkeit auf den Vinylboden. Seth beobachtete sie unruhig. Zum ersten Mal bröckelte seine sonst so eiserne Entschlossenheit; seine Haltung wirkte plötzlich nicht mehr wie die eines unantastbaren Visionärs. Er versucht erneut anzusetzen, mit ruhigem Ton. So ruhig, wie es die aufgeheizte Stimmung nur hergab.

SETH ROLLINS: "Becky…"

Doch sie hob sofort eine Hand. Nicht hektisch, nicht aggressiv, einfach nur bestimmt genug, um jedes weitere Wort in seinem Keim zu ersticken. Es folgte nur ein einzelnes Wort. Ruhig, fast erschreckend ruhig.

BECKY LYNCH: "Nein."

Langsam, jede Bewegung abwägend, stand sie vom abgewetzten Sofa auf. Der stechende Schmerz in ihrem Knie ließ sie für den Bruchteil einer Sekunde zusammenzucken, doch sie biss die Zähne zusammen und überging ihn einfach. Ihr Blick wanderte zu der SHINE Championship, die auf dem kleinen Beistelltisch direkt neben der Tür lag. Sie trat heran, griff nach dem schweren Leder und hob den Titel behutsam an. Ihre Finger strichen über das kühle Gold. Genau wie damals. Damals, als sie nach einem weiteren Angriff Thekla’s das Blut von ihren Händen über die Platten gezogen hatte. Doch diesmal blieb das Metall sauber, nur ein Gedanke quälte sie.

BECKY LYNCH: "Wenn es nur um ihn und dich ging… es immer dein Ziel war, nur Roman in die Finger zu bekommen. Wie würdest du handeln, wenn ich zwischen dir und etwas größeren stehen würde… zum Beispiel den World Title? Würdest du mich auch verraten, um an dein Ziel zu kommen?"

Die harten Schatten des kalten Lichtes schnitten tief in ihr Gesicht. Sie schlug sich den Gurt routiniert über die unverletzte Schulter. Erst dann wandte sie sich wieder zu Seth um. Sein Kiefer spannte sich extrem an, die Muskeln an seiner Halspartie traten hervor. Es arbeitete in ihm und Becky wusste ihn jeden Moment zum Explodieren zu bringen.

SETH ROLLINS: "Ich tue das nicht aus Spaß, Becks! Diese Geschichte hat sich von Tag Eins in diesem Business abgezeichnet und ich habe entschieden, dass es jetzt zu Ende gehen wird. Nur er und ich… nur noch Roman Reigns und Seth Rollins. Dass es dabei nicht um den Titel geht, ist ganz allein seine Schuld."

Stieß er mit voller Bitterkeit hervor. Es war wieder dieser harte, drückend ruhige Tonfall. Kein direktes Anschreien, keine lautstarken Vorwürfe. Nur Nackte, ungeschminkte Wahrheit. Becky wandte sich ab und machte den ersten Schritt in Richtung Ausgang. Dann blieb sie stehen. Ohne sich noch einmal wirklich zu ihm umzudrehen, sprach sie weiter.

BECKY LYNCH: "Als wir vor ein paar Wochen bei Mox waren, hast du ihm gesagt, dass Worte nicht mehr reichen. Und dann hast du ihm beteuert, dass Vertrauen vielleicht doch wieder wachsen kann…"

Seth schloss für einen kurzen Moment schmerzhaft die Augen. Becky sprach es nur zögerlich aus. Ohne direkt hinzusehen, wusste sie, wie diese Worte bei ihm treffen würden. Sie machte einen weiteren Schritt. Ihre Hand legte sich kalt auf den metallischen Türgriff. Das Einzige, was für diesen kurzen Moment im Raum noch zu hören war, war das schwere, kontrollierte Atmen der beiden.

BECKY LYNCH: "Und heute…hast du bewiesen, wie schnell du es wieder im Keim ersticken kannst. Du hast heute Abend nicht nur Roman den Stuhl in den Rücken geschlagen. Du hast den einzigen Beweis zerstört, dass Menschen sich wirklich ändern können."

Seth hielt es nicht mehr auf dem Sofa. Er sprang auf, die Adern an den Schläfen getreten. Becky drehte den Kopf nur ein kurzes Stück zur Seite, gerade weit genug, damit er die scharfe Kontur ihres Profils im Schein der Türöffnung sehen konnte. Die Ruhe, die sie dabei ausstrahlte, hatte etwas Eisiges an sich. Die Worte trafen ihn mit der Wucht eines Vorschlaghammers. Seth öffnete den Mund, um etwas zu erwidern, um sich zu verteidigen, doch es kam kein Laut über seine Lippen. Sie drückte den Türgriff nach unten und öffnete des Locker Rooms. Noch einmal verharrte sie auf der Türschwelle, ohne ihn direkt anzusehen. Dann ging sie. Die Tür fiel hinter ihr ins Schloss.

Seth blieb völlig regungslos im Raum zurück. Die spartanische Umkleide wirkte plötzlich doppelt so groß, doppelt so leer und erdrückend kalt. Sein leerer Blick wanderte von der geschlossenen Türe langsam hinunter auf den Boden, direkt auf die kleine Pfütze aus Schmelzwasser, die von Beckys Eisbeutel getropft war. Mit einer verzweifelten Bewegung fuhr er sich mit beiden Händen durch das nasse Gesicht und die feuchten Haare. Er atmete schwer, die Brust hob und senkte sich stoßweise. Seine Lippen bewegten sich leicht. Leise, fast unhörbar für die Außenwelt.

SETH ROLLINS: "Es musste so sein… es musste!"

Er wiederholte den Satz noch einmal. Diesmal klang er nicht mehr nach felsenfester Überzeugung, sondern wie das Flehen eines Mannes, der verzweifelt versucht, seine eigene Lüge zu glauben. Die Kamera verharrte unbarmherzig noch einen Moment auf Seth Rollins. Ganz allein. Mit feuchten Haaren, zitternden Händen und der verschlossenen Tür im Hintergrund.

[Bild: 65.jpg]

MATCH 2
SINGLES MATCH
Izzy Moreno vs. Tessa Blanchard

[Bild: izzytessa.png]
Writer: ???



This Time I want it all schallt zunächste melantonisch aus den Boxen und geht dann zum Sprechgesang über. Es ist die Theme von La Unica Tessa Blanchard. Während Nebel auf die Stage gesprüht wird, kommt sie fast unauffällig…gekleidet in goldener Hot-Pants und goldendem ärmelloseTop...auf die Bühne. Ihre schwarezen Haare fallen glatt hinunter. Auf der Nase sitzt eine Sonnenbrille und in der Hand hält sie den goldenen Baseballschläger.
Mit dem Rücken stellt sie sich zu den Fans, welche sie mit lauten Pfiffen und Buh-Rufen empfangen. Blanchard ist alles andere als Beliebt, und das zeigen die Fans ihr auch. The Queen of the Carolinas dreht derweil nur den Kopf, zwinkert dem Publikum und schwingt ihren Allerwertesten von links nach rechts, bevor sie sich umdreht. Mit einem breiten Grinsen schreitet sie los…die Rampe hinab bis zum Ring. Dort angekommen slidet sie direkt in den Ring hinein und richtet sich auf. Dort breitet sie die Arme aus und präsentiert sich der Menge. Die Sonnenbrille zieht sie lässig von der Nase. Den Baseballschläger hält sie in der Hand, bis sie von außerhalb aufgefordert wird, diesen abzugeben. Natürlich wird dies mit lauten Anti-Chants kommentiert. Hier endet ihre Themen und sie stellt sich in eine Ringecke.

Warnung! Spoiler!
Izzy Moreno gewinnt dieses Match nach dem sie erfolgreich die Izzy Bar gegen ihre Gegnerin zeigen kann (5.09 Minutes)

Here is your winner by pinfall: IIIZYYYYY MOOORENOOOO!

[Bild: 4.jpg]

Folgende Szene ereignete sich nach Ende des Specials im Houston

Die Moody Arena im Rücken war noch nicht gänzlich verlassen, aber so langsam wurden die Spuren einer ereignisreichen Veranstaltung verwischt. Selbst hier draußen, im tiefen Schatten der Betonpfeiler und den gigantischen Silhouetten der schwarzen Nightliner, lag diese geladene, ungesunde Elektrizität in der Luft. Eine Frequenz, die unter die Haut kroch. Türen wurden mit dumpfen Scheppern ins Schloss geworfen. Metallene Road Cases knallten über den rauen Asphalt, gefolgt vom hektischen Rufen der Crew, die das Equipment so schnell verladen wollte, als gäbe es hier nach der Show etwas zu befürchten. Die Dieselmotoren der Trucks brummten im schmutzigen Leerlauf, ein monotones, tiefes Vibrieren, das man eher im Brustkorb spürte als in den Ohren. Für Becky Lynch fand all das hinter einer gefühlten Wand aus Panzerglas statt. Die Geräusche drangen nur matt zu ihr durch, verzerrt und irrelevant. Jeder ihrer Schritte hallte hohl über den kalten Boden des Parkplatzes. Die Hand in ihrer Jackentasche umklammerte den Autoschlüssel des Leihwagens so fest, dass das Metall scharf in ihre Handfläche schnitt.

Sie wollte nicht mehr warten. Nicht, als die Ringglocke das Chaos beendete. Nicht backstage, wo der Geruch von Schweiß, Adrenalin und verbranntem Gummi noch in den Fluren hing. Nicht nach diesem einen furchtbaren Moment, dem Scheppern des Stahlstuhls auf Romans Rücken, dem stumpfen Aufschlag des Körpers und dem eiskalten, fremden Blick in Seth’ Augen danach. Nicht nach den vagen Rechtfertigungen, die er ihr entgegen warf. Sie ist einfach gegangen. Weil sie wusste, dass jedes Wort, das jetzt aus ihrem Mund kam, entweder in einem vernichtenden Schrei oder in einer Dammbruch aus Tränen geendet hätte. Und beides wollte sie ihm nicht schenken. Sie blieb neben ihrem Wagen stehen. Die Finger ruhten bereits auf dem kühlen Türgriff, bereit, fluchtartig einzusteigen.

…: "Allein unterwegs?"

Die Stimme zerschnitt die Dämmerung wie eine Rasierklinge. Becky schloss für einen langen, zähen Atemzug die Augen. Ihre Schultern sackten ein Stück ab, bevor sich jede Faser ihres Körpers wieder augenblicklich anspannte. Sie ahnte es… nein, sie wusste bereits, wer auf sie wartete. Zögerlich, wie in Zeitlupe drehte sie sich um. Lilith Clarkson lehnte drüben an einer der massiven Stützsäulen, fast vollständig im Schatten verschlungen. Die Hände tief in den Taschen ihres dunklen Mantels vergraben. Keiner ihrer typischen Entourage war bei ihr. Kein Aufnahmegerät, keine Kamera, kein rotes Aufnahmelicht. Nur dieses beinahe höfliche, unfassbar distanzierte Lächeln.

BECKY LYNCH: "Wenn das ein Interview werden soll, spar dir die Mühe. Heute nicht mehr!"

Murmelte Becky mit rauer und erschöpfter Stimme ihr entgegen. Lilith stieß sich mit einer fließenden Bewegung von der Säule ab. Der schwere Stoff ihres Mantels raschelte leise mit ihren bewussten Schritten.

Lilith Clarkson: "Heute bin ich ausnahmsweise nicht wegen einer Schlagzeile hier."

BECKY LYNCH: "Dann wird's ja vielleicht sogar ein produktiver Abend."

Entgegnete Becky ihr forsch und bitter zugleich, ohne dabei die Arme von der Brust zu nehmen. Ein kurzes, spöttisches Schmunzeln huschte über Lilith' Lippen.

Lilith Clarkson: "Du klingst wütend."

Becky lachte trocken auf, ein freudloses, kurzes Geräusch. Geprägt von Verachtung und der Resignation, dass es keine sonderlich schwere Erkenntnis war.

BECKY LYNCH: "Ich hatte gerade einen beschissenen Abend, Lilith. Geh mir einfach aus dem Weg."

Lilith legte den Kopf leicht schief und fixierte sie mit raubtierhafter Ruhe.

Lilith Clarkson: "Ja… den Eindruck hatte ich auch. Ich habe Seth beobachtet."

Sogleich spannte sich Beckys Kiefer spürbar an. Ihre Augen verengten sich zu schmalen prüfenden Schlitzen. Innerlich stieg wieder diese aufgestaute Wut auf und all das, was sie sich vorhin noch verkniffen hatte.

BECKY LYNCH: "Dann such ihn. Er feiert sicher gerade irgendwo seinen großen Coup."

Mit einem müden Lächeln auf den Lippen, welches bei ihr irgendwie auch missgünstig wirkte, schüttelte Lilith langsam den Kopf.

Lilith Clarkson: "Nein, ich bin wegen dir hier!"

Zwischen ihnen dehnte sich die Stille aus, drückend und schwer wie Blei. Das entfernte Dröhnen der Hallenlüftung war das einzige Geräusch. Dann griff Lilith langsam in ihre Manteltasche. Der Bewegung lag keine Hektik inne. Sie zog weder ein Mikrofon noch ihr Smartphone heraus, sondern einen schlichten, unbedruckten braunen Umschlag. Das Papier schimmerte matt im schwachen Licht der gelblichen Neonröhren. Sie machte zwei Schritte auf Becky zu und hielt ihn ihr entgegen.

Lilith Clarkson: "Der ist für dich."

Becky rührte sich keinen Millimeter. Ihre Blicke wanderten von dem Umschlag hoch zu Lilith’ Gesicht.

BECKY LYNCH: "Was soll das sein?"

Lilith Clarkson: "Etwas, das du verdient hast zu sehen."

BECKY LYNCH: "Von wem?"

Lilith Clarkson: "Das spielt absolut keine Rolle."

Becky verzog angewidert das Gesicht und wandte sich halb ab.

BECKY LYNCH: "Du erwartest ernsthaft, dass ich irgendeinen anonymen Müll von dir annehme? Ich kenne deine Spiele, Lilith."

Lilith Clarkson: "Nicht von mir, von der Wahrheit."

Lilith’ Stimme sank ab, wurde eisig, fast unheimlich präzise. Ein verächtliches Schnauben entwich Beckys Kehle.

BECKY LYNCH: "Die Wahrheit? Ausgerechnet aus deinem Mund?"

Lilith Clarkson: "Interessant, nicht wahr? Vor nicht einmal einer Stunde hast du noch dabei zugesehen, wie Seth den Mann verraten hat, dem er Blindheit als Loyalität verkauft hat. Und trotzdem klingt das Wort Wahrheit für dich plötzlich wie eine Beleidigung."

Lilith machte keinen Schritt zurück, ihr Blick blieb felsenfest. Ihr letzter Satz traf. Er hinterließ keine sichtbare Wunde, aber Becky erstarrte kurz. Die Worte bohrten sich tief rein, exakt in den Riss, den der heutige Abend hinterlassen hatte. Mit einer zackigen, fast trotzigen Bewegung streckte Becky schließlich die Hand aus. Nicht, weil sie überzeugt war. Sondern weil sie genervt genug war, dieses verdammte Psychospiel an Ort und Stelle zu beenden. Sie riss den Umschlag an sich.

BECKY LYNCH: "Jetzt zufrieden?"

Liliths Lächeln erlosch. Es machte einer beängstigenden Ernsthaftigkeit Platz. Sie trat bereits den ersten Schritt rückwärts, den Blick dabei auch Becky haltend. Doch sie zog sich stetig zurück, zurück in die Schatten der Arena und den Trucks der Crew.

Lilith Clarkson: "Nein, noch nicht. Öffne ihn erst, wenn du allein und nur… nur wenn du wirklich bereit bist!"

Noch ein Schritt zurück. Ihre Gestalt begann bereits mit der Dunkelheit zu verschmelzen. Becky rief ihr nach, doch ihre Stimme klang dünner, als sie es gewollt hatte.

BECKY LYNCH: "Bereit, wofür?"

Lilith blieb ein allerletztes Mal stehen. Die Konturen ihres Gesichts waren im Halbdunkel kaum noch zu erkennen, aber ihre Augen brannten förmlich.

Lilith Clarkson: "Herauszufinden, ob Roman heute wirklich der Einzige war, der verraten wurde."

Dann drehte sie sich um und ging. Kein Geräusch von Absätzen. Keine Hast. Sie löste sich zwischen den parkenden Kolossen und den langgezogenen Schatten der Nacht einfach auf. Becky blieb allein zurück. Der braune Umschlag in ihrer Hand wirkte unscheinbar, fast wie Abfall. Doch mit einem Mal schien er Tonnen zu wiegen. Die Kanten des dicken Papiers fühlten sich scharf an. Sie drehte sich um, riss die Fahrertür ihres Wagens auf und stieg ein. Die Tür fiel mit einem satten, metallischen Geräusch ins Schloss und sperrte die Außenwelt augenblicklich aus.

Totenstille, endlich! Kein tobendes Publikum. Keine brüllenden Kommentatoren. Keine Einmarschmusik. Kein Seth. Nur das flache Geräusch ihres eigenen Atems. Sie warf den Umschlag auf den Beifahrersitz. Er lag da wie ein fremdes Gewächs auf dem Leder. Sie starrte ihn an. Fünf Sekunden, zehn Sekunden... es wirkte wie eine gefühlte Ewigkeit. Das Scheinwerferlicht eines vorbeifahrenden Wagens huschte über die Armaturen und warf lange, bedrohliche Schatten durch den Innenraum.

BECKY LYNCH: "Ach, scheiß drauf…"

Flüsterte sie sich selbst zu, ihre Stimme zitterte dabei leicht. Mit klammen Fingern griff sie nach dem Umschlag, fuhr unter die getrocknete Lasche und riss das Papier auf. Das Geräusch des reißenden Kartons wirkte im geschlossenen Auto unangenehm laut. Ihre Hand glitt hinein. Glattes, kühles Fotopapier. Sie zog den Stapel heraus und drehte das oberste Bild ins schwache Restlicht des Straßenlaternen. Ihr Blick krallte sich an dem Motiv fest. In demselben Bruchteil einer Sekunde wich jede einzelne Nuance von Farbe aus ihrem Gesicht. Ihre Lippen öffneten sich leicht, aber es kam kein Ton heraus.

BECKY LYNCH: "...Nein."

Das Wort war nicht mehr als ein hauchdünner Luftzug, erschlagen vom Entsetzen. Mit zitternden Fingern schob sie das erste Foto nach hinten, um das zweite zu sehen. Dann das dritte. Ihre Hände fingen an zu beben. Zuerst kaum merklich, dann in diesem feinen, unkontrollierbarem Zittern, das entsteht, wenn das Gehirn sich weigert, zu verarbeiten, was die Augen sehen. Ihr Atem stockte komplett. Die Luft brannte in ihrer Lunge. Noch einmal riss sie das erste Foto nach vorne. Sie starrte darauf. Intensiver. Verzweifelter. Als könnte sie durch bloße Willenskraft die Pixel verschieben. Als hätte sie sich verlesen, als wäre das hier eine optische Täuschung, ein schlechter Scherz, eine Fotomontage. Aber die Details waren zu klar. Die Szene auf den Bildern war absolut echt.

Ihre Blicke wurden schlagartig glasig. Heiße Tränen sammelten sich in ihren Augenwinkeln, liefen ihr spurlos über die Wangen, ohne dass sie überhaupt merkte, dass sie weinte. Das Fundament, auf dem sie jahrelang ihr gesamtes Leben, ihre Ehe, ihr Vertrauen aufgebaut hatte, löste sich in genau diesem Augenblick in Staub auf. Sie presste die freie Hand gewaltsam gegen den Mund, um den Laut zu unterdrücken, der sich aus ihrer Kehle kämpfte. Ein ersticktes, gebrochenes Schluchzen entkam ihr trotzdem, tief aus der Brust. Draußen dröhnte in diesem Moment einer dieser schweren Trucks an ihrem Wagen vorbei. Der LKW ließ die Scheiben ihres Autos mit einer dröhnenden Gewalt erzittern. Doch hier drinnen, isoliert von der Welt, auf dem Fahrersitz ihres Wagens…brach im selben Augenblick ein ganzes Leben lautlos zusammen.

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Nachdem Raven live vor Millionen Zuschauern eine explosive Pipebomb gegen Vince McMahon abgelassen und ihn öffentlich blamiert hatte, wurde er nun im Schleichgang backstage von dem fassungslosen Chairman abgefangen. Nachdem Raven zuvor öffentlich gegen McMahon geschossen hatte, versuchte der Death Fighter hier überraschend kleinlaut, die Wogen wieder etwas zu glätten. Er erklärte Vince, dass Leva Bates nicht länger Teil seines Performance Centers sei, entschuldigte sich sogar halbherzig für seine vorherigen Aktionen und hoffte offensichtlich darauf, damit endlich einen Schlussstrich unter die ganze Angelegenheit ziehen zu können. Doch Vince hatte ganz andere Pläne. Da McMahon den Death Fighter aufgrund des Schutzes von Bayley offenbar nicht einfach selbst feuern kann, stellte er ihm stattdessen ein unmissverständliches Ultimatum: Raven soll freiwillig kündigen oder Vince wird dafür sorgen, dass ihm sein weiteres Leben bei Coast 2 Coast Wrestling zur Hölle gemacht wird.Zum ersten Mal seit Beginn dieses Konflikts wirkte Raven dabei tatsächlich so, als hätte Vince ihn in die Enge getrieben. Doch eine Frage blieb unbeantwortet:Wird Raven heute tatsächlich mit seinen Entlassungspapieren in Vinces Büro erscheinen... oder findet der Death Fighter doch noch einen Weg, sich gegen McMahon zu stellen?

Vince McMahon: „Guten Abend, Bayley!“

Als sich das Bild des Titantrons plötzlich erhellt, hören wir die Stimme von Vincent Kennedy McMahon, wie er hier das Büro von der General Managerin Bayley betritt und etwas Wichtiges mit dieser zu besprechen hat. Und dass es hier um eben Raven gehen wird, steht quasi schon fest. Ohne auf eine Antwort von ihr zu warten, nimmt er vor ihr am Schreibtisch Platz und richtet den Kragen seines Hemdes, damit er immerhin gut aussieht.

Vince McMahon: „Wie Sie, denke ich, wissen, hielt Raven vor 2 Wochen eine Promo in der Show! Eine Promo, auf die ich mich nun revanchieren möchte!“

Revanchieren? Nur inwiefern? Es kann nichts Gutes sein, so viel steht fest. Aber was will Vince jetzt hier in Anwesenheit mit Bayley bewirken?

Vince McMahon: „Am Ende sind wir alle nur das Endprodukt unserer schlechtesten Entscheidungen. Und ich möchte Ihnen gerne einige von Raven mitteilen!“

Von Ravens schlechten Entscheidungen? Oh Junge, das kann lange dauern. Raven vollzieht gefühlt jede Woche ein Dutzend falscher Entscheidungen, weil er selbst auf absolut alle Regeln scheißt und immer nur das macht, worauf er Bock hat, ohne auf andere zu achten. Er könnte mit allem, was er in einer Woche tut, bereits 5-mal entlassen werden, gefühlt, und manchmal verstehen es auch die Zuschauer der Show nicht, warum Bayley ihn weiterhin beschäftigt. Auch wenn man Vince nicht ausstehen kann, so muss man leider doch sagen, dass es ziemlich verständlich ist, warum er möchte, dass Raven entlassen wird. Es gibt kaum einen Superstar im hiesigen Roster, der so viel Chaos stiftet wie die ECW-Legende.

Vince McMahon: „Er hat, wie bereits angesprochen, ohne jede Genehmigung eine Liveübertragung gekapert, um Mitglieder der Geschäftsführung öffentlich zu beleidigen. Er hat mir vor laufenden Kameras mit dem Tod gedroht. Als die Security ihn anschließend von der Bühne entfernen sollte, hat er mehrere Sicherheitskräfte angegriffen und einen davon mit seinem Finisher niedergestreckt. Er terrorisiert seine eigenen Schüler regelmäßig mit der Drohung, ihre Verträge und Karrieren zu beenden, er hat einem seiner Schüler praktisch damit gedroht, seine Karriere zu zerstören, indem er ihm das Training verweigert, und seine Vorstellung von Personalführung besteht offenbar daraus, junge Talente gegeneinander auszuspielen und anschließend zu beobachten, wer zuerst zusammenbricht. Er hat Sie in eine große Torte geschubst und er weigert sich ständig, seine Matches zu bestreiten. Er hat Sponsoren der Liga belästigt und heruntergezogen und er sieht in Frauen nur reine Sexobjekte. Und irgendwie schafft er es dennoch, sich für das Opfer zu halten!“

Eine unangenehme Stille legt sich über das Büro, nachdem Vince seine Aufzählung beendet hat. Und wenn man all diese Vorfälle einmal derart trocken und ohne Ravens übliche Rechtfertigungen, seinen Sarkasmus oder irgendwelche Ausreden direkt hintereinander hört, zeichnet das tatsächlich kein sonderlich gutes Bild vom Trainer des Performance Centers. Vince lehnt sich in seinem Stuhl ein Stück zurück und lässt seine Worte ganz bewusst einige Sekunden im Raum stehen. Er muss gar nichts mehr hinzufügen. Jeder einzelne Punkt spricht aus seiner Sicht bereits für sich. Sein Blick bleibt dabei fest auf Bayley gerichtet, als wolle er genau beobachten, welche Wirkung diese Liste auf die General Managerin hat. Schließlich ist sie diejenige, die Raven trotz all seiner Eskapaden immer wieder geschützt und ihm Freiheiten eingeräumt hat, die vermutlich kaum einem anderen Angestellten dieser Company zugestanden worden wären. Die Kamera schwenkt langsam von Vince hinüber zu Bayley und fängt dabei die angespannte Atmosphäre zwischen den beiden ein.

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Auf ihrem Schreibtisch liegen Unterlagen verstreut, irgendwo dazwischen befinden sich vermutlich genügend Dokumente, die Bayley täglich daran erinnern, dass sie nicht bloß Ravens Freundin oder seine gelegentliche Schutzpatronin ist, sondern die General Managerin dieser Liga. Und genau an diese Verantwortung scheint Vince gerade appellieren zu wollen. Denn unabhängig davon, wie Bayley persönlich zu Raven steht, lässt sich nur schwer bestreiten, dass dessen Verhalten in den vergangenen Wochen immer weiter eskaliert ist. Einzeln könnte Raven vermutlich für jeden dieser Vorfälle irgendeine Erklärung finden. Zusammengenommen entsteht jedoch eine Liste, die selbst für seine Verhältnisse gewaltig ist. Vince sagt zunächst nichts weiter. Stattdessen wartet er einfach ab und überlässt Bayley für einen Moment diese unangenehme Sammlung an Tatsachen. Denn genau darum scheint es ihm hier zu gehen. Er möchte Raven dieses Mal nicht selbst verurteilen und Bayley anschließend vor eine vollendete Tatsache stellen. Er möchte, dass sie sich diese Liste anhört. Dass sie darüber nachdenkt, wie viele dieser Dinge sie Raven bereits hat durchgehen lassen. Und vor allem möchte er offenbar wissen, ob es für die General Managerin irgendwann einen Punkt gibt, an dem selbst ihre Geduld mit dem Death Fighter ein Ende findet.

Bayley
"Ich muss sagen ich bin ein wenig verwirrt. Ich verstehe nicht so ganz was das hier soll? Sind sie jetzt hier um mit mir die weiteren Schritte zu besprechen? Weil sie mich als General Managerin respektieren und Verantwortliche respektieren?"

Irgendwas will die Kalifornierin hinterfragen, doch noch rückt sie nicht mit der Wahrheit raus. Sie will erst erfahren, ob der alte WWE Eigentümer etwas dazu sagen möchte.

Bayley
"Was ich mich allerdings Frage ist, wo war dieses Gespräch in der letzten Woche, als sie auf eigene Faust entschieden haben einer meiner Superstars zu entlassen?"

Dass es weitaus mehr als nur einer war, verschweigt Vince lieber, auch wenn es eher unwahrscheinlich ist, dass Bayley davon nichts weiß. Aber das heißt nicht, dass er klein beigibt. Oh nein, er lässt sich von Bayley nicht weichdrücken. Er hat noch einige gute Punkte, um auch ihre sturen Augen zu öffnen. Und während er diese bringt, lehnt er sich etwas nach vorne, wobei seine Stimme zunehmend schärfer wird.

Vince McMahon: „Weil es in der letzten Woche nichts zu besprechen gab, Bayley! Ich habe Entscheidungen getroffen, die längst überfällig waren. Entscheidungen, die Sie schon vor Wochen hätten treffen müssen! Sie nennen Raven einen Ihrer Superstars? Ich nenne ihn ein verdammtes Problem! Dieser Mann respektiert Sie nicht, er respektiert mich nicht, er respektiert diese Company nicht und er respektiert überhaupt nichts, was ihm nicht gerade in den verdammten Kram passt!“

Während er das sagt, fokussiert die Kamera sein Gesicht genauestens und man kann sehen, dass er, trotz dass er ziemlich ruhig bleibt, doch innerlich wie ein Vulkan brodelt. Bayley hat in den letzten Wochen gezeigt, dass sie als General Managerin noch recht unerfahren ist, würde Vince sagen. Und er hat ihr so gut er nur konnte unter die Arme gegriffen. Jetzt sollte es an der Zeit sein, dass sie zeigt, dass sie diesen Laden hier leiten kann. Denn wenn nicht, dann wird die c2c noch vor Ende dieses Jahres zugrunde gehen.

Vince McMahon: „Und wissen Sie, was das eigentliche Problem ist? Sie lassen ihn damit durchkommen! Jedes einzelne Mal! Raven überschreitet eine Grenze und Sie finden eine Erklärung. Er widersetzt sich einer Anweisung und Sie nennen es seine Persönlichkeit. Er beleidigt seine Vorgesetzten und plötzlich sollen wir Verständnis dafür haben, weil Raven nun einmal Raven ist. Nein! So funktioniert dieses Geschäft nicht! Irgendwann muss jemand diesem Mann zeigen, dass auch für ihn Regeln gelten. Gegen Raven gibt es mehr Beschwerden als gegen jeden einzelnen Superstar, den Coast 2 Coast Wrestling jemals unter Vertrag hatte, und da gab es schon einige schlimme.“

Ist dem wirklich so? Es gab wirklich schon sehr schlimme Gestalten hier in der Liga, die regelrecht Verbrechen getan haben. Der Hall of Famer Noam Dar ist nur ein schlimmes Beispiel von ihnen. Allein die Vorstellung, dass Raven mehr Beschwerden angesammelt haben soll, ist unfassbar. Was für Dinge werden uns bitte nicht vor laufender Kamera gezeigt? Nun, das wissen wohl nur die beiden.

Vince McMahon: „Er ist drogensüchtig, erscheint angetrunken zur Arbeit und verweigert jegliche Hilfe, die man ihm anbietet. Er blamiert diese Liga auf Kosten des Budgets.“

Nun... leider muss man schon sagen, dass alle Dinge, die Vince hier anspricht, teils schon der Wahrheit entsprechen. Aber Raven hat auch vieles Gutes getan. Er ist ein herausragender Trainer, auch wenn man das erst beim zweiten Hinsehen erkennt. Aber im Performance Center hat er tatsächlich schon einige Wunder vollziehen können. Doch will Vince davon scheinbar gar nichts hören.

Bayley
"Vince … Sie haben hier eine Beraterfunktion. Nur eine Beraterfunktion. Wie viel Kontrolle sie früher über das Wrestlingbusiness hatten ist vollkommen irrelevant. Sie können mir gerne mitteilen, welche Superstars sie in der Coast 2 Coast und welche nicht. Doch was deren Vertrag anbelangt, geht das nur über mich. Ich bin diejenige, die das letzte Wort hat. Sie treffen hier keine Entscheidung und selbst wenn sie noch so belanglos und klein für sie scheint."

Für Bayley ist die Entlassung von Axiom keine kleine Entscheidung, doch kennt sie die Vergangenheit von Vince McMahon, der immer große muskulöse Männer bevorzugt hat. So scheint ein Axiom absolut nicht ins Muster des Vaters des Wrestlings zu fallen.

Bayley
"Doch sie haben in einer Hinsicht recht. Es gibt ein Respektproblem das dringend behoben werden muss und es gibt einige längst überfällige Entscheidungen."

Vince McMahon: „Ich stimme Ihnen zu. Sehr wohl sogar. Es gibt definitiv ein Respektproblem. Aber ich fürchte, Sie biegen gerade einen falschen Weg ab. Wrestling ist ein Geschäft und es muss auch wie eines behandelt werden. Und Menschen, die schädlich für das Geschäft sind, gehören entfernt.“

Die Worte Bayleys klangen ziemlich bedrohlich und die meisten hätten wohl bei so etwas bereits klein beigegeben und alles getan, um sie nicht zu erzürnen, aber Vince McMahon hat schon gegen so unendlich viele Feinde gekämpft, dass er sich keineswegs von Bayley einschüchtern lässt. In seinen Augen kann sie ihm gar nichts und das scheint er hier auch mit einer beängstigend ruhigen Art ihr weitermachen zu wollen. Er versucht sie quasi wie eine Marionette zu lenken in die Richtung, in der er sie haben will. Doch sollte er nicht bedenken, dass er hier gerade mit der Frau spricht, die seinen Vertrag in der Hand hat. Und so, wie man die Huggerin kennt, hasst sie es ungemein, wenn man einfach von oben herab auf sie hinabblickt und nicht ihre Autorität respektiert. Raven macht dies zwar ziemlich oft, sodass Bayley schon mehr als nur einmal regelrecht ausgerastet ist. Aber er hat es nur selten so straight in ihr Face getan wie Vince hier gerade. Und er hatte auch nie so böse Absichten wie der Demon of Wrestling.

Vince McMahon: „Um mich einmal kurz zu fassen, bevor Sie noch einen Fehler tun. Lassen Sie mich Ihnen eine Wahl geben.“

Als er diese Worte sagt, lehnt er sich abermals ganz nah an Bayley heran und senkt seine Stimme, sodass es nur noch bedrohlicher wirkt, was er ihr zu sagen hat.

Vince McMahon: „Entweder Raven verschwindet oder ich verschwinde. Und mit ich meine ich meinen Einfluss und meine 2 Milliarden Dollar, die ich der Liga zur Verfügung gestellt habe. Haben Sie mich verstanden? Ich verlange die sofortige Kündigung von Raven!“

2... wie viel? 2 Milliarden Dollar? Das ist... wohl auch für die c2c ein ordentliches Vermögen. Im letzten Jahr hat die Liga zwar einen guten Gewinn von insgesamt rund 650 Millionen Dollar gemacht, aber das ist im Vergleich zu 2 Milliarden doch noch ein gewaltiger Unterschied.

Bayley
"So läuft das Spiel also. Diese 2 Milliarden Dollar werden mir immer vorgehalten bei jeder Entscheidung die ich in Zukunft treffen muss."

Dass Bayley nicht unter diesem Vorwand arbeiten will kann man gut nachvollziehen. Es würde sie selbst stark in ihrer Freiheit einschränken.

Bayley
"Sie wollen sich mit diesen 2 Milliarden Dollar in die Führung der Coast 2 Coast reinkaufen. Sie denken sie tun uns damit einen Gefallen, doch die Coast 2 Coast kam schon 10 Jahre ohne sie zurecht. Die Liga hat ihre 2 Milliarden Dollar nicht nötig. So viel Einfluss sie im Wrestlingbusiness auch hatten, hat ihr Ruf in den letzten Jahren sehr gelitten. 2 Milliarden Dollar könnten den Imageverlust vielleicht kompensieren …"

2 Milliarden Dollar sind ein enormes Vermögen. Da kann man nicht einfach nein zu sagen.

Bayley
"… aber sie wollen, dass ich eine Entscheidung treffe. Von daher treffe ich jetzt auch eine Entscheidung. Vincent Kennedy McMahon … YOU´RE FIRED!"

Keiner kann diese Line so ikonisch rüberbringen wie Vince selbst, doch hat das Role Model alles getan, um zumindest etwas daran zu kommen.
In diesem Moment dürfte selbst einem Vince McMahon für einige Sekunden die passende Antwort fehlen. Nicht, weil er Bayley die Entscheidung nicht zutraut, sondern weil dieses Ergebnis in seinem Kopf überhaupt nicht Teil der möglichen Szenarien gewesen ist. Vince wollte Raven aus der Liga drängen. Er wollte Bayley mit einer Summe unter Druck setzen, die viel zu gewaltig erscheint, als dass irgendein vernünftig handelnder General Manager bereit wäre, darauf zu verzichten. Die zwei Milliarden Dollar waren für ihn keine ernst gemeinte Alternative zwischen zwei Möglichkeiten. Sie waren ein Druckmittel. Eine Pistole auf der Brust, bei der Vince fest davon ausgegangen ist, dass Bayley nur eine einzige vernünftige Entscheidung treffen kann. Und jetzt hat sie tatsächlich abgedrückt. Das selbstgefällige Grinsen verschwindet aus Vinces Gesicht und seine Augenbrauen ziehen sich zusammen, während er Bayley einige Sekunden vollkommen regungslos anstarrt. Fast wirkt es, als würde er darauf warten, dass sie anfängt zu lachen und erklärt, dass das gerade nur irgendein schlechter Scherz gewesen ist. Doch nichts dergleichen geschieht. Langsam öffnet Vince den Mund, schließt ihn wieder und blickt kurz zur Seite. Man kann regelrecht dabei zusehen, wie es hinter seiner Stirn arbeitet.

Vince McMahon: „...Excuse me? Sie... feuern MICH? Haben Sie überhaupt verstanden, was ich Ihnen gerade gesagt habe? Ich habe Ihnen nicht angeboten, zwischen Raven und mir zu wählen! Ich habe Ihnen erklärt, was passieren wird! Raven sollte verschwinden! RAVEN! Nicht ich!“

Mehr bekommt er zunächst tatsächlich nicht heraus. Vince deutet mit dem Zeigefinger auf seine eigene Brust und lässt anschließend ein kurzes, ungläubiges Lachen hören. Nicht dieses triumphierende Lachen, das man sonst von ihm kennt. Es klingt vielmehr wie die Reaktion eines Mannes, der gerade versucht zu begreifen, wie jemand eine seiner Meinung nach vollkommen idiotische Entscheidung treffen konnte. Und da ist sie schließlich, die Wut. Die zuvor noch so erschreckend ruhige Stimme wird mit jedem Wort lauter, während sein Gesicht zunehmend rot anläuft. Offenbar ist ihm gerade selbst aufgefallen, dass sein vermeintliches Ultimatum einen entscheidenden Fehler hatte: Bayley hat es tatsächlich als Ultimatum behandelt.

Vince McMahon: „ZWEI MILLIARDEN DOLLAR! Wissen Sie überhaupt, wie viel Geld das ist?! Wissen Sie, was ich mit diesem Geld für diese Company hätte tun können? Größere Arenen! Größere Verträge! Größere Stars! Ich hätte aus Coast 2 Coast die mächtigste Wrestling-Promotion auf diesem verdammten Planeten machen können! Und Sie werfen das alles weg... für RAVEN?!“

Bei der letzten Aussprache dieses Namens ist die Verachtung kaum zu überhören. Genau das scheint Vince an Bayleys Entscheidung beinahe noch mehr zu stören als seine eigene Kündigung. In seinem Kopf hat Raven gerade irgendwie gegen ihn gewonnen, obwohl dieser nicht einmal im Raum steht. Wochenlang hat Vince versucht, diesen Mann loszuwerden, hat seine Schüler unter Druck gesetzt, seine Position angegriffen und zuletzt sogar zwei Milliarden Dollar in die Waagschale geworfen. Und das Resultat? Vince McMahon muss gehen und Raven darf bleiben. Für einen Mann mit einem Ego wie dem seinen dürfte es kaum eine schlimmere Niederlage geben. Doch plötzlich hält Vince inne. Die Wut verschwindet nicht aus seinem Gesicht, aber seine Stimme wird wieder leiser. Er richtet langsam sein Jackett und fährt mit beiden Händen über das Revers seines Anzugs. Offenbar versucht er verzweifelt, wenigstens einen Rest seiner Würde und Kontrolle zurückzugewinnen. Wenn Bayley glaubt, ihn hier als gebrochenen alten Mann davonziehen zu sehen, dann möchte er ihr diesen Triumph zumindest nicht gönnen. Dieses Mal schreit er nicht. Beinahe flüsternd kommen seine nächsten Worte über die Lippen.

Vince McMahon: „Okay... okay. Sie wollen es wirklich so haben? Dann bekommen Sie es so. Aber machen Sie nicht den Fehler zu glauben, Sie hätten gerade gewonnen. Sie haben zwei Milliarden Dollar verbrannt, um einem Mann den Arsch zu retten, der Ihnen nicht einmal genug Respekt entgegenbringt, um Sie anzusehen, wenn Sie mit ihm reden. Wenn Raven Ihnen das nächste Mal ins Gesicht lacht... wenn er Ihre Autorität untergräbt... wenn er Ihnen und dieser Company das nächste Problem beschert... dann erinnern Sie sich an diesen Moment. Erinnern Sie sich daran, dass Sie zwei Milliarden Dollar und mich zur Tür hinausgeschickt haben, damit ER bleiben konnte. Und wenn Ihnen dieser Laden irgendwann um die Ohren fliegt, kommen Sie nicht zu mir und bitten mich, die Scherben aufzusammeln.“

Für einige Sekunden herrscht absolute Stille. Vince fixiert Bayley mit einem Blick, der wohl töten könnte, ehe er langsam innehält. Denn eine Sache kann er unmöglich einfach so stehen lassen. Vince richtet sich zu seiner vollen Größe auf, zieht die Schultern zurück und zeigt mit ausgestrecktem Finger auf Bayley.

Vince McMahon: „Wollen Sie wirklich diesen Fehler begehen und diese Schande vom Wrestling weiterhin schützen?“

Und ausgerechnet jetzt bekommt Bayley noch einmal einen letzten Blick auf genau den Vince McMahon, den die Wrestlingwelt seit Jahrzehnten kennt. Das Gesicht knallrot, die Halsschlagader hervortretend und die Stimme durch den gesamten Raum donnernd. Bayley hat an sich die richtige Entscheidung getroffen, denn wenn sie Vince wirklich das gegeben hätte, was er verlangt, dann hätte sie nicht nur sich, sondern auch die gesamte c2c an ihn verkauft. Doch hier hat sie die wohl letzte ehrliche Wahl getroffen, die sie hier in der Liga noch hatte.

Bayley
"Denken sie ernsthaft es geht mir um Raven? Sie haben es ja gerade selbst als sie fragten, was sie mit diesen 2 Milliarden machen könnten. Sie wollen sich die Kontrolle in diese Liga einkaufen. Es fängt mit Axiom an, geht mit Raven weiter und hört auch da nicht auf. Ich beschütze die Coast 2 Coast vor ihnen. Es hat einen Grund, wieso ihr Produkt am Ende ihrer Amtszeit gelitten hat. Ihre Führung ist aus der Zeit gefallen und ihr Geschmack ist nicht mehr zeitgemäß. Das Wrestlinguniversum hat sie nach ihrem Abgang sehr schnell wieder vergessen, denn sie braucht sie nicht. Bleiben sie im Ruhestand, denn die Wrestlingwelt braucht sie nicht mehr."

Und mit diesem abschließenden Worten verlässt Vince McMahon auch den Raum und beendet dieses Segment.

[Bild: 8484.jpg]

MATCH 3
SINGLES MATCH
Fallon Henley vs. Skye Blue

[Bild: skyevsfallon.png]
Writer: Alex

Die Lichter in der Halle werden gedimmt. Ein paar Sekunden passiert nichts...bis sich eine sanfte Stimme aus den Boxen meldet. Nur ein paar Sekunden nimmt die Musik an Fahrt auf...



Langsam und erhaben stolziert Skye Blue auf die Stage. Über ihr Ring Gear trägt sie einen schwarzen, leicht durchsichtigen Umhang aus Seide, den sie mit ihren Armen wie ein Cape aufspannt. Auf dem schwarzen Haar sitzt ein blau glitzerndes Krönchen. Mit eiskaltem Blick scannt sie die Zuschauer und scheint sich nichts darum zu scheren, was diese gerade von ihr halten. Wie eine Königin, die ihren Thron besteigen möchte, bringt sie die restlichen Meter zum Ring hinter sich.

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring... she is the Dark Phoenix... from Chicago, Illinois... SKYE BLUE!"

Gekonnt schwingt sie sich aufs Apron, wobei sie für einen Moment auf dem rechten Knie ruht und das linke Bein ausstreckt. Mit einer Hand löst sie den Umhang, der zu Boden gleitet. Der Ring wird betreten. Ein Bein stellt sich auf das unterste Seil und schwingt das andere über das obere. So beugt die junge Frau ihren Oberkörper leicht nach vorne. Da blitzt ein kurzes Lächeln auf den Lippen auf, das von einem Augenzwinkern begleitet wird. Normalerweise sind das Gesten, die einen positiven Aspekt haben sollen. Hier verheißt es aber nichts gutes....zumindest nicht für Skye's Gegnerin. Langsam verstummt die Theme. Der Dark Phoenix lockert einmal die Handgelenke und ist bereit für das Match.



Leichter Country Flair weht durch die Halle, als Fallon Henley zu den Klängen ihrer Theme die Halle betritt. Über ihrem Gear trägt sie eine braune Weste, an der einige Fransen angebracht wurden. Lächelnd schnalzt sie mit der Zunge und zwinkert den Fans zu, die ihr einen warmen Empfang bereiten.

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the ring... from Chelsea, Michigan... FALLON HENLEY"

Selbstbewusst stapft sie los und beginnt die letzten Meter zu sprinten, so dass sie gekonnt unter den Seilen in den Ring sliden kann. Sofort hüpft das Country Girl wieder auf und steigt auf ein Turnbuckle. Der linke Fuß bleibt auf dem mittleren Seil, während sie den anderen auf das obere stellt. Die Weste rutscht von ihren Schultern, wird einmal über ihren Kopf im Kreis gewirbelt und dann nach draußen geworfen, wo ein c2c Mitarbeiter das Kleidungsstück entgegen nimmt. Fallon springt auf die Matte zurück und ist bereit zu kämpfen.

Warnung! Spoiler!
*Ding Ding*

Wie letzte Woche schenken sich die Frauen nichts. Am Ende kann Fallon einen Code Blue Versuch abwehren und zeigt ihrerseits den Hoedown! Cover folgt…One, Two, Three!

*Ding Ding*

Here is your winner by pinfall: FAAALOOOON HEEENLEEEEY!

Henley ist die Revanche gelungen! Nur eine Woche nach der bitteren Niederlage hat sie sich gegen Skye durchsetzen können. Wobei sie immer noch betrübt wirkt. Klar, Bobbi Tyler hat sich immer noch nicht gemeldet und ob das Country Girl durch die Konfrontationen mit dem Dark Phoenix etwas erreicht hat, weiß sie nicht. So fällt das Lächeln etwas matt aus, als der Ref ihren Arm in die Höhe hebt. Plötzlich gibt es einen Aufschrei! Kurz nach dem sie geschlagen wurde, hat sich Skye Blue aus dem Ring gerollt und sich recht zügig erholt. Ohne weiteres schaut sie unter die Ringabdeckung und zieht einen Kendostick hervor. Mit diesem slidet sie in den Ring zurück und bezieht hinter Fallon Henley Stellung…

*Zack*

Ein harter Schlag, den man sicher bis in die letzten Reihen der Halle gehört hat, trifft die Amerikanerin, die sich vor Schmerzen krümmt und auf die Knie sagt. Skye lacht auf und leckt genüsslich über den Stick, bevor sie diesen bedrohlich in der Luft kreisen lässt. Dass sie verloren hat, stört die Schwarzhaarige nicht unbedingt. Hauptsache sie dann noch für etwas Chaos sorgen. So hat der Dark Phoenix keinerlei Bedenken das Country Girl zu quälen. Und niemand da, der Fallon helfen könnte…



Oder vielleicht doch? San Antonio springt auf, als die Theme von Bobbi Tyler ertönt! Drei Wochen hat man die Britin nicht mehr gesehen…und heute ist sie zurück? Ja…ist sie! In weißen Turnschuhen, einer schwarzen Ballonhose und einem roten Top zeigt sich Tyler auf der Stage. Ihr langes, blondes Haar fällt ihr heute wellig über die Schultern. Auffallend ist eine hellblaue Strähne im Haar, die definitiv neu ist. Obwohl sie die positiven Reaktionen der Zuschauer durchaus wahrnimmt, hat die ehemalige Stevie Turner nur Augen für den Ring. Kurz hält sie dann inne…und spurtet los! Skye, die nur grinst, hält den Kendostick in beiden Händen. Kaum ist die Engländerin bei ihr im Ring, schwingt Blue den Stab. Bobs duckt sich aber darunter hinweg, holt Schwung in den gegenüberliegenden Seilen…Big Boot! Gekonnt reißt die Blonde ein Bein in die Höhe und trifft Skye damit punktgenau im Gesicht. Getroffen geht die Schwarzhaarige zu Boden und lässt auch den Kendostick fallen. Bobbi sieht auf diesen und hebt ihn auf. Ein dunkler Schatten schwebt über ihrer Mimik, als sie wieder zu Skye Blue blickt…und zuschlägt! Mehrere Schläge prasseln erbarmungslos auf den Dark Phoenix nieder, die es nicht schafft aufzustehen. Endlich hält die Britin kurz inne. Ächzend und hustend kann sich Skye auf die Knie wuchten. Mit einem leicht benebelten Blick sieht sie zu Bobbi hoch…und beginnt sie anzulächeln.

skye blue: “Hihi…fühlt sich gut an, sich so vom Hass leiten zu lassen, hm? Du kannst noch soooo viel mehr mit mir machen…hihhi…“

Lachend breitet Skye die Arme aus und erwartet, dass Bobbi sie weiter bestrafen möchte. Bobs sieht auf den Kendostick…und wirft diesen dann zur Seite.

bobbi.tyler: Halt‘ deine Fresse, du Fotze!

…spuckt sie Skye entgegen, bevor sie diese nach oben zerrt. The Fractured! Kurz und schmerzlos zieht Tyler ihren Finisher durch, der bei Skye alle Lichter ausknipst. Danach sieht Bobs kurz auf der Matte und atmet einmal durch. Hey, sie fühlt sich schon besser! Währenddessen hat sich Fallon Henley zu den Seilen rollen und dort hochziehen können. Kaum dreht sich Bobbi um, treffen sich die Blicke der Frauen, die sich eigentlich so nahestanden! Die Zeit scheint für den Moment einzufrieren. Fallon wischt sich etwas Schweiß von der Stirn und sieht die Jüngere ernst an. Diese schielt auf den Boden und beginnt etwas nervös mit einer Haarsträhne zu spielen. Man merkt, dass es Bobbi richtig unangenehm ist. Genauer gesagt ist es ihr peinlich, dass sie Henley ein paar Wochen, quasi, im Stich gelassen hat. Endlich traut sie sich ein paar Schritte auf die Brünette zuzugehen. Erst als sie fast in diese reinläuft, hebt Tyler den Kopf an. Ihre Augen werden schon feucht, auch wenn sie sich tapfer gegen Tränen wehrt. Sie stammelt ein paar Worte in Richtung von Henley, die wir aber nicht verstehen kann. Es scheint so, als wüsste sie nicht, wie sie anfangen soll. Plötzlich schüttelt die Amerikanerin mit dem Kopf. Ein schlechtes Zeichen? Ist sie enttäuscht von Bobbi und wird nun mit ihr brechen?

Nein! Fallon’s Mimik wird wieder sanfter, fast schon erleichtert. Richtig glücklich strahlen ihre Augen auf. Ohne weiter zu warten, breitet Henley die Arme aus und zieht Bobbi in eine feste Umarmung. Die Zuschauer freut dieser Akt der Versöhnung, vor allem als Tyler diese erwidert. Nun kullern beiden Frauen ein paar Tränchen über die Wangen…aus Freude! Aus Bobbi sprudeln die Worte nur so heraus. Irgendwie will sie sich erklären! Fallon hört sich das an, nickt nur lächelnd…und knuddelt die Jüngere erneut! So verharren sie noch für ein paar Augenblicke, bis sie, eng umschlungen, gemeinsam den Ring verlassen und in den Backstage Bereich zurückkehren.

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A Tiffy-TV Production

Diese Wörter erscheinen, nachdem die Titan Thron an geht. Zeitgleich wissen wir auch schon, wer die nächste Hauptdarstellerin der folgenden Szenen sein wird - niemand geringeres als die Women's World Championesse herself.
Heutiger Showort? Stratton Industries. Es ist bereits eine Zeitlang her, dass Tiffany ihrem Dad die Firma abgenommen hatte. Skrupellos, wie sie war und teilweise noch ist, nutzte sie die Gelegenheit eines kleinen Fehltrittes ihres Vaters und konnte damit Geschäftsführerin werden. Diese Aufgabe war kaum noch ein Fan bewusst. Und doch müssen auch diese Geschäfte laufen. Und während sie nicht anwesend sein kann, weil die c2c ihr Gesicht verlangten, hat ihr Bruder Bryce und ihr Vater sich um alles gekümmert. Sowohl Tiffany sich auch nur um ihre Tiffy-Barbie Produktion interessiert und alles, was sie selbst vermarkten. Uhren, T-Shirts, Barbie-Häuser.
Auf einem Stuhl sitzt die Blondine sehr gelangweilt. Kein gewöhnlicher Stuhl. Ein hochwertiger. Sie selbst geht dabei fast selbst unter.

Tiffany Stratton:
”Laaaangweilig!”

Äußert sich das Rich Girl, welche sich weit zurücklehnt und die Hände hinter den Kopf verschränkt. Dieser Termin geht schon seit einiger Zeit. Der Zweck? Neue Ideen, um sie selbst zu vermarkten. So, wie das Tiffy-TV-Logo, welches unten rechts in der Ecke auftaucht. Bisher jedoch scheint die Blondine keine Idee zu befriedigen.

Tiffany Stratton:
”Ich bin die c2c Women’s Championesse! Das Gesicht der c2c! Und das ist alles, was ihr für mich habt? Wofür bezahlt man euch?”

Schiebt sie gefrustet und enttäuscht nach. Die Sitzung geht bereits etwas länger. Viele Ideen wurden vorgelegt und demonstriert. Aber nichts war dabei, womit sich Tiffany identifizieren kann. Es braucht etwas einzigartiges. Etwas Neues. Etwas, wodurch Stratton wieder mehr in den Vordergrund kommt.

Tiffany Stratton:
”Ich bin ein Vorbild! Nicht nur das Gesicht der c2c, sondern auch eines, was Amerika präsentiert! Über mich wird in Zeitschriften geschrieben! Dokus im Fernsehen gebracht! Der Weg zu einem aufstrebenden Sternchen. Ich habe also meine Arbeit gemacht. Und ihr zeigt mir Stifte, worauf Tiffy-Time steht?”

Womit wir dann auch endlich wissen, worum es geht. Werbung für Tiffany Stratton. Ideen, um ihre Präsenz weiter in den Fokus zu setzen.

Tiffany Stratton:
”Ich will Glamour! Ich will, dass alle anderen neidisch sind! Ich will, dass es keinen Zweifel mehr daran gibt, dass Tiffany Epiphany die beste Wrestlerin der c2c Geschichte ist!”

Womit sie alle Leistungen anderer Kolleginnen deutlich schmälert. Natürlich weiß sie, dass es echte Größen in der c2c gab und auch jetzt noch gibt. Gegen eine von ihnen hat sie erst beim Special noch gegen gekämpft. Alexa Bliss gehört definitiv dazu. Aber auch diese hat Stratton geschlagen. Und so langsam wollen die Optionen ausgehen. Es wird also Zeit etwas zu unternehmen. Also zückt sie ihr Smartphone und öffnet die App zur Kamera, um ein Video zu machen. Das Bild fährt quasi in das Smartphone hinein, sodass wir quasi die Aufnahmen sehen können.

Tiffany Stratton:
”Ceeee two Ceeeeeheeee??? Was ist looooos mit euuuuch?”

Ist ihre schrille und quitschige Stimme zu vernehmen und versucht dadurch die richtige Aufmerksamkeit zu gewinnen.

Tiffany Stratton:
”Es ist erstaunlich, wie wenig Ehrgeiz ihr besitzt. Ist es nicht uncool, wenn ich euch erinnern muss, dass es Title zu gewinnen gibt? Brennt es euch nicht auf der Seele, die Title halten zu wollen? Oder ist es die Tatsache, dass ihr euch eh keine Chancen gegen mich ausrechnet?”

Letzteres würde ihr natürlich gefallen. Aber damit steht sie nicht im Mittelpunkt. Und das wiederum möchte sie auch nicht zulassen. Also braucht es eine neue Gegnerin. Eine neue Aufgabe. Und deshalb muss sie sich etwas einfallen lassen. Genau deshalb hält sie nun eine Stoff-Puppe in die Kamera. Keine Gewöhnliche, sondern Lily - die Puppe von Alexa. Meghan hatte ihre diese vor dem PPV entwendet.

Tiffany Stratton:
”Guck mal, was ich noch habe, Alexa! Komm’ und hole sie dir!”

Lily ist natürlich ein guter Grund, um Bliss dazu zu zwingen, in ein erneutes Match gegen Tiffany zu gehen. Damit sollte Alexa sich wohl eigenständig bei der aktuellen Championesse melden. Mit einem Grinsen kann sie deshalb mit einem kurzen Video leben.

Tiffany Stratton:
”Ansonsten könnte sie leiden.”

Ein Blick zu einer Kerze sollte reichen, um zu wissen, was sie damit meint. Und mit dieser und einem Grinsen, beendet das Buff Barbie Doll mit einem schrillen:

Tiffany Stratton:
”Toodles!”

Kurz mit den Fingern provokant gesunken, beendet die Blondine die Aufnahme.

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Normalerweise war Becky Lynch jemand, die einen Raum mit ihrer Präsenz füllte. Wenn sie einen Raum betrat, gehörte er ihr. Die Blicke, die allgemeine Aufmerksamkeit, ja sogar das Summen der Scheinwerfer, das ferne Dröhnen der Arena und diese knisternde Backstage Atmosphäre, alles drehte sich für gewöhnlich um ihre Achse, sobald sie auch nur in der Nähe war. Heute allerdings wirkte sie nur wie eine verblasste Projektion ihrer selbst.

Sie schlenderte nicht einmal wirklich. Sie schlich den langen Korridor entlang. Die dunklen Schatten unter ihren Augen lagen wie Brandflecken einer durchwachten Nacht. Der Lärm der Arena drang nur gedämpft durch das dicke Mauerwerk, doch für Becky fühlte sich die Luft zäh an, fast erstickend. Mehrmals verlangsamte sie den Schritt, als wollte ihr Körper den Dienst verweigern, nur um sich mit einem stummen, verbissenen Ruck wieder vorwärts zu zwingen. Ihr Atem ging flach. Die Realität um sie herum begann an den Rändern zu verschwimmen, überlagert von Stimmen, die Tage zurücklagen und doch laut wie ein Peitschenknall in ihrem Kopf hallten.

Zitat:BECKY LYNCH: "Fock Seth… was hast du bloß getan?"

SETH ROLLINS: "…Du brauchst dir um deinen Mox keine Sorgen zu machen, mit ihm hat das nichts zu tun."

BECKY LYNCH: "... Würdest du mich auch verraten, um an dein Ziel zu kommen?"

SETH ROLLINS: "... ich musste es tun!"

BECKY LYNCH: “...Wer soll dir jetzt noch trauen?”

BECKY LYNCH: "Du hast den einzigen Beweis zerstört, dass Menschen sich wirklich ändern können."


Einzelne Fragmente aus ihrem Streitgespräch mit Seth unmittelbar nach seinem Verrat an Roman Reigns sputen wieder in ihrem Kopf. Nie ganze Sätze, nur diese Schlüsselelemente in ihrer ganzen Härte. Seit Tagen, genau genommen seit diesem Abend in Houston, machte Becky kaum noch ein Auge zu. In jedem ruhigen Moment kamen diese Gedanken wieder und begannen zu rotieren… ein endloses Karussell, von dem man nicht abspringen konnte.

Zudem kam noch dieser greislich stechende Schmerz hinter der Stirn und sogleich sprangen ihre Gedanken zu dem, was ihre ganze Welt auf den Kopf stellte. Ein Umschlag von Lilith Clarkson, dessen Inhalt nur für Becky bestimmt war und sie ohne jede Vorwarnung härter traf als der Schlag. Dies alles rotierte wie ein zäher Sumpf eines einzigen Albtraums, aus dem sie schleunigst aufwachen wollte. Für einen Moment raubte es ihr gar den Atem. Becky hielt sich an der rauen Betonwand fest, versuchte ihren Atem zu regulieren und ihre Gedanken irgendwie wieder zu ordnen, zumindest so weit, dass sie sich wieder auf das hier und jetzt ansatzweise konzentrieren konnte. Nur langsam, fast schon, als würde ihr jede Bewegung schmerzen, richtet sie sich wieder auf und ging die nächsten Meter. Mit sichtlich weichen Knien, Schritt für Schritt.

BECKY LYNCH: "Mir war noch nie so schlecht wie jetzt. Aber ich muss es tun… ich will es… Er soll nicht denken, ich sei wie… wie er."

Krampfhaft versuchte Becky sich irgendwie zu regulieren. Sie richtete sich aus, straffte etwas ihre Schultern und wischte die verschwitzten Hände an ihrem Top ab. Ihr Atem ging flach und unregelmäßig, aber sie zwang sich die letzten Meter nach vorne und klopfte an. Erst auf dem zweiten Blick sah man, vor welcher Türe sie stand: JON MOXLEY.

Die Fans jubeln kurz auf als das Namensschild gezeigt wurde. Das Special war für viele Fans, die damals bereits The Shield verfolgt hatten, fast schon wie ein verfrühtes Weihnachten. Nach all den Jahren taten sich Seth, Roman und Jon zumindest für einen Abend wieder zusammen, um die Bloodline in ihre Schranken zu weisen. Es war pure Nostalgie, eines der größten Stables der Wrestling Geschichte wieder vereint zu sehen. Der Moment, als die Bloodline besiegt wurde war für die Fans unvergesslich und vermutlich hatte man bereits zahlreiche Möglichkeiten im Kopf gehabt, wie es wäre, wenn The Shield die c2c übernehmen würde. Doch all das wurde mit nur einem Verrat zunichte gemacht. Ein Verrat, der schon damals die Wrestling Welt erschüttern sollte, und es tat es erneut. Der Moment, als Seth den Stuhl in Romans Rücken rammte...es wirkte unreal. Doch etwas war anders. Denn Seth attackierte nur Roman und nicht Jon, nicht noch einmal.

Das ganze erwischte Jon natürlich auch überraschend und trotzdem blieb eine Frage offen: "Warum?" Warum hat Seth den erneuten Weg des Verrats gewählt und warum ließ er Jon dabei außen vor? Fragen auf die wir wohl so schnell keine Antworten bekommen würden. Noch bevor man drüber nachdenken konnte, öffnete sich die Tür und Jon erschien im Kamerabild, was sofort für Jubel sorgte. Mox blickte kommentarlos zu Becky. Zur Irin hatte Jon schon immer einen guten Draht und sie war auch ein wenig der Grund, warum Jon sich überhaupt Roman und Seth angeschlossen hatte. Allerdings blieb es weiterhin still. Einzig ihre Blicke trafen sich, ehe Jon die Tür dann weiter öffnete und beiseite trat. Dies war ein stummes Zeichen für Becky, das Sie eintreten sollte.

Jon Moxley
"Seth nicht dabei?"

Kam es dann als Frage von Jon, während er dabei zu Boden sah. In seiner Stimme lag nicht einmal so viel Enttäuschung. Eher wirkte es, als wäre der Lunatic nicht wirklich überrascht.

Und der Name traf sie. Nicht so laut, wie die Wucht eines Schlages. Eher wie eine feine, eiskalte Klinge, die haargenau dieselbe Wunde noch einmal aufschnitt, die in den letzten Tagen nie wirklich aufgehört hatte zu bluten. Für den Bruchteil einer Sekunde erstarrte Becky völlig. Ihr Atemzug geriet ins Stocken. Ihre Finger krampften sich unbewusst um den harten Metallrahmen der offenstehenden Tür, so fest, dass die Knöchel unter der blassen Haut weiß hervortreten. Ihr Blick sackte abrupt nach unten, weg von Jon, weg von der Realität, ehe sie hastig versuchte, die Fassade wieder aufzubauen. Ein flüchtiges, fast panisches Blinzeln. Ein kaum hörbares, brüchiges Einatmen durch die Nase. Wahrscheinlich zu spät, Jon dürfte es gesehen haben. Seine Augen verengten sich minimal, als er jede einzelne dieser winzigen Regungen sezierte. Becky zwang sich zu einem schwachen, fast unmerklichen Kopfschütteln.

BECKY LYNCH: "Nein."

Mehr kam zunächst nicht. Ein einziges Wort und doch klang es so unfassbar schwer. Als hätte sie jeden Buchstaben einzeln gegen einen ganzen Berg an Schuldgefühlen stemmen müssen. Sie trat langsam an Jon vorbei tiefer in den Raum. Die schwere Backstagetüre fiel hinter ihr mit einem dumpfen, endgültigen Klicken ins Schloss und sperrte das ferne Gedröhne der Arena aus. Für einen Moment herrschte drückende, bleierne Stille. Becky verschränkte die Arme eng vor der Brust. Nicht trotzig, nicht schutzsuchend im klassischen Sinn. Sondern als würde sie sich selbst zusammenhalten müssen, um nicht bei jedem Atemzug drohen zu zerreißen. Ihr brennender Blick wanderte ruhelos durch den spartanisch eingerichteten Umkleideraum, glitt über Bänke und Sporttaschen, ohne irgendwo wirklich hängen zu bleiben.

BECKY LYNCH: "Ich..."

Sie brach sofort wieder ab. Ein schweres, schmerzhaftes Schlucken fuhr ihre Kehle hinab. Sie ballte die Hände zu Fäusten, ehe sie sich mit aller Restkraft zwang, die Worte herauszubringen.

BECKY LYNCH: "Ich musste mit dir reden."

Erst jetzt hob sie den Blick. Zum ersten Mal sah sie Jon direkt an. In ihren sonst so unerschütterlichen, klaren Augen lag etwas, das man bei Becky Lynch fast nie zu Gesicht bekam, eine tiefe, nackte Unsicherheit.

BECKY LYNCH: "Ich wollte nicht, dass du denkst... dass ich davon wusste. Von all dem, wie es passiert ist."

Ihre Stimme gewann an Tempo, wurde schneller, fast gehetzt. So, als müsste sie verhindern, dass ihre dunklen Gedanken sie wieder einholten und ihr das eigene Wort abschnitten.

BECKY LYNCH: "Ich… ich hatte keine Ahnung. Ich sah Roman fast mehr als Bedrohung und fürchtete einen Hinterhalt für euch… aber wenn das von Anfang sein Plan war… dann…"

Sie vermied es bewusst, seinen Namen auszusprechen, denn es würde ihr im Halse stecken bleiben. Die Luft entwich ihr. Sie presste die Lippen kurz so fest aufeinander, dass sie jede Farbe verloren. Becky atmete hörbar aus. Es klang wie das Ausströmen der allerletzten Energiereserven. Die Schläge der vergangenen Tage hatten jede Schärfe, jede selbstbewusste Kante aus ihrer Stimme geschliffen. Was blieb, war eine raue Ehrlichkeit.

BECKY LYNCH: "Du hast mir immer vertraut, Jon. Und ich könnte es schlicht nicht ertragen, wenn du glaubst, ich hätte dich genauso hintergangen. Ich wusste nichts von alle dem… und kann es schlichtweg immer noch nicht glauben… aber wenn sich allmählich ein düsteres Bild abzeichnet."

Eine kurze, quälende Pause entstand. Sie hielt seinem forschenden Blick endlich stand. Kein Ausweichen mehr. Sie wollte es ehrlich handhaben. Kein Verstellen und dennoch ein stummes Flehen um ein Quäntchen Verständnis.

BECKY LYNCH: "Ich bin nicht hier, um… Seth zu verteidigen. Ich bin hier, weil ich nicht will, dass du mich mit seiner Entscheidung in einen Topf wirfst. Denn… das bin ich nicht und will ich auch nicht sein. Er hat das wenige Vertrauen, was noch da war, ausgenutzt und nur seinen eigenen Plan verfolgt…"

Die Worte kamen diesmal fester, getragen von einer plötzlichen Bitterkeit. Nach diesem letzten Satz erstarb der Nachhall ihrer Stimme im Raum. Wieder senkte sich die Stille über sie. Becky schlug den Blick nieder, das Kinn leicht gesenkt. Völlig unbewusst glitt ihre rechte Hand nach unten, an den Saum ihrer Jacke, direkt zur Tasche. Dorthin, wo der knitternde Papierumschlag noch immer verborgen lag. Für einen flüchtigen, gefährlichen Moment spannte sich ihr Gesicht erneut an, als würde das Papier durch den Stoff hindurch Brandwunden auf ihrer Haut hinterlassen. Dann, wie vom Blitz getroffen, zog sie die Hand hastig wieder zurück und presste sie an ihre Hüfte. Als dürfte Jon oder irgendwer niemals erfahren, welche zweite, noch viel zerstörerische Last sie seit dieser regnerischen Nacht in Houston mit sich herumträgt.

Es war fast schon komisch mit anzusehen, das Jon, trotz allem was beim Special passiert war, nahezu komplett ruhig blieb. Natürlich konnte man es jetzt damit begründen, das Seth deutlich gemacht hatte, das er kein Problem mit Jon hatte und dieser deshalb verschont blieb. Aber dennoch müsste Mox zumindest ein wenig verärgert sein, immerhin wurde er, theoretisch, auch nur benutzt, um den Shield zurückzubringen, nur um damit Seths Plan, Roman zu hintergehen, durchzusetzen. Aber Jon ließ es nicht so stark an sich heran. Trotzdem hörte er Becky ganz genau zu.

Jon Moxley
"Ich hatte nie vor, dich auf Seths Level zu stellen. Ich kenne dich Becks. Wenn du mich anlügen würdest, dann würde ich das merken. Das du hier bist, ohne Seth, zeigt mir, das du schon immer die stärkere Person bei euch warst."

Jons Worte sind ruhig, er wollte Becky damit beruhigen. Ob es helfen würde, war er sich noch nicht sicher. Allerdings schien die Irin sehr mitgenommen zu sein. Der Lunatic musterte Becky genau und er konnte durchaus erkennen, das Becky einiges auf dem Herzen lag. Man kann es ihr nicht übel nehmen. Immerhin hat Seth mit seiner tat beim Special ja auch Becky in einer Art und Weise hintergangen. Nach allem, was die Beiden zuvor durchgemacht hatten, war dies der nächste Schlag in den Nacken der Irin. Wie Sie weiterhin zu Seth nach dem Verrat steht, konnte Jon nur mutmaßen.

Jon Moxley
"Also hilft es dir, wenn ich dir sage, das zwischen uns alles okay ist? Ich sehe dich noch immer als das, was du für mich bist. Eine gute Freundin eines egoistischen Idioten. Aber trotzdem beschäftigt dich etwas, nicht wahr?"

Für den Bruchteil einer Sekunde schloss Becky die Augen. In ihrer Brust breitete sich ein bitteres Gemisch aus Dankbarkeit und tiefer Erschöpfung aus. Sie rechnete ihm hoch an, wie feinfühlig Jon in all seiner kühlen, stoischen Art sein konnte. Er kannte sie. Er las zwischen den Zeilen, wo andere nur eine unerschütterliche Fassade sahen. Aber sie konnte es ihm nicht sagen. Noch nicht und nicht hier.

Doch die Gegenfrage schlug wie ein Pendel in ihrem Verstand ein. Ihre Gedanken überschlugen sich, verschwammen und verzweigten sich in ein undurchdringliches Labyrinth. Was wusste sie wirklich? Was hatte sie schwarz auf weiß auf diesem verdammten, knitternden Papier gesehen und was war nur das Gespenst einer paranoiden Ahnung, geboren aus den unzähligen schlaflosen Nächten seit Houston? Liliths Worte… Seths Blick… die Puzzleteile passten so erschreckend gut zusammen und doch weigerte sich jede Faser ihres Verstandes, das Gesamtbild zu akzeptieren. Wenn ihr Verdacht stimmte, war der Verrat an Roman nur die Spitze eines Eisbergs, der alles ineinander brechen würde. Aber was, wenn sie sich irrte? Was, wenn die Erschöpfung ihren Verstand vergiftete und sie Gespenster sah, wo keine waren? Die Grenze zwischen knallharter Realität und schleichender Paranoia war in den letzten Tagen vollkommen verschwommen.

Ihre Wimpern zuckten leicht, als sie die Augen langsam wieder öffnete. Jon stand immer noch vor ihr, geduldig, sein Blick sezierend und doch ohne jeden Druck. Becky atmete tief durch. Ein brüchiges, leises Ausatmen, das ihre Brust spürbar senkte. Sie straffte die Schultern, auch wenn jede Faser ihrer Muskeln dagegen protestierte, und versuchte, die aufkeimende Panik gewaltsam zurückzudrängen.

BECKY LYNCH: "Du… du hast keine Ahnung, wie viel mir das bedeutet, Jon. Wirklich."

Ihre Stimme klang leiser jetzt, aber etwas gefasster. Sie mied für einen Moment seinen direkten Blick und sah stattdessen auf ihre eigenen, leicht zitternden Hände, die sie fest ineinander verschränkte, um das Beben zu verbergen.

BECKY LYNCH: "Und du hast recht. Es… es läuft gerade verdammt viel ab. Mehr, als ich überhaupt greifen oder in Worte fassen kann. Aber…"

Sie hielt inne, schluckte schwer und zwang sich schließlich dazu, ihm wieder direkt in die Augen zu sehen. Darin lag kein Ausweichen mehr, sondern die ehrliche Bitte, es dabei zu belassen.

BECKY LYNCH: "Nicht jetzt. Bitte. Ich… ich muss erst selbst begreifen, was hier eigentlich passiert. Was davon echt ist und was nur… der absolute Wahnsinn in meinem Kopf. Wenn ich jetzt darüber rede, verliere ich komplett den Boden unter den Füßen."

Ein schwaches, fast freudloses Schmunzeln stahl sich für einen Wimpernschlag auf ihre Lippen, ehe es sofort wieder verschwand. Ein kläglicher Versuch, die äußere Darstellung zu wahren.

BECKY LYNCH: "Ich musste einfach nur wissen, dass zwischen uns nichts steht. Dass ich zumindest hier nicht auf Trümmern stehe."

Sie trat einen halben Schritt zurück in Richtung der Tür, als würde der Raum selbst ihr langsam den Atem rauben.

BECKY LYNCH: "Danke, Jon. Lass mich… lass mich einfach versuchen, diesen Knoten in meinem Kopf irgendwie zu lösen. Wenn die Zeit reif ist… bist du der Erste, dem ich es sage."

Jon blieb weiter ruhig und ließ Becky den Raum, auszusprechen. Er akzeptierte, das Becky nicht über das reden möchte, was er ihr durchaus angesehen hatte. Mox machte der Irin gegenüber deutlich, das zwischen Ihr und Ihm nichts negatives stand und genau das schien für Becky sehr wichtig zu sein. Während Becky zur Tür geht, folgt Jon dieser. Der Lunatic öffnet diese.

Jon Moxley
"Du weißt wo du mich findest."

Kam es kurz und knapp ehe Becks dann den Raum verließ und Jon die Tür wieder schloss. Die Kamera blieb auf Mox, dem man ansehen konnte, das er nachdenken würde. Würde er Seth oder auch Roman noch mal aufsuchen? Eigentlich könnte Jon es links liegen lassen, denn Ihn betraf es nicht. Er sah noch einmal zur Tür. Vielleicht sollte er zumindest für Becky das Gespräch mit Seth suchen. Jon kannte Seth und Roman seit Jahren. Ob er Seth auf die richtige Bahn bringen könnte?

[Bild: 8484.jpg]

Innerhalb von sieben Tagen zweimal gegen eine Skye Blue anzutreten ist eine Herausforderung für sich. Fallon Henley hat das recht ordentlich überstanden. Letzte Woche, beim Special, hatte sie das Nachsehen – auch wenn Skye dabei nicht fair gespielt hatte. Dafür hat das Country Girl vor ein paar Minuten gewinnen können. So steht es nun 1 zu 1. Oder insgesamt gesehen…2 zu 2. Heißt das, dass es irgendwann ein fünftes Match geben wird? Wahrscheinlich schon. Spielt nur jetzt für die Amerikanerin absolut keine Rolle. Viel wichtiger ist, dass Bobbi Tyler, nach drei verdammt langen Wochen, in ihr Leben zurückgekehrt ist und ihr dabei auch noch den berühmt-berüchtigten Arsch gerettet hat.

Wir sehen die beiden Frauen, wie sie inzwischen in den Backstage Bereich zurückgekehrt sind. Eng beieinander, Arme um die jeweils andere geschlungen. Mit der freien Hand lässt Fallon gerade die Haarsträhne ihrer Kumpeline durch die Finger gleiten und lächelt dabei.

Fallon Henley: Sieht wirklich gut aus! Die Farbe steht dir!

Bobs reagiert sichtlich zufrieden darauf und errötet auch leicht im Gesicht.

bobbi.tyler: Danke Fallon! Weißt du, ich hatte das Gefühl, dass ich eine Kleinigkeit ändern muss, um die Kraft zu finden, zurückzukommen. Und da ich früher mir gerne mal blaue oder grüne Töne in die Haare geklatscht habe, kam es dazu. Bin glücklich damit! Und dass es dir auch gefällt, macht es noch besser! Aber…

Die Stimmung ändert sich leicht und Tyler wirkt betrübter. Sie rutscht aus Fallon’s Umarmung heraus, um direkt vor ihr stehen zu können. Dabei greift Bobs aber gleich nach den Händen der Brünetten und hält diese sanft in ihren. Mit ihren Daumen streicht sie über Fallon’s Handrücken, was der Älteren einen leichten Schauer über den ganzen Körper verpasst.

bobbi.tyler: …es…es tut mir so leid, was ich getan habe. Also…was ich dir mit meinem Verschwinden angetan habe. Meine Sicherungen sind mit mir durchgebrannt und ich hab‘ dich doof angemacht, obwohl du mir nur helfen wolltest. Ich wollte dich von mir stoßen, um dich vor mir zu „schützen“! Aber das war nur unfair von mir und eigentlich nicht zu entschuldigen und…

Fallon legt Bobbi einen Finger auf den Mund…natürlich ganz sanft. Reicht aber, dass die Blonde verstummt. Die Amerikanerin ist einfach nur froh, dass die Jüngere wieder bei ihr ist. Diesen Quasi-Streit von vor ein paar Wochen möchte sie eigentlich nur vergessen.

Fallon Henley: Bobbi, du musst dich dafür nicht entschuldigen! Skye hat dich mit deinem Trauma getriggert, du warst emotional komplett belastet. Verständlich, dass du da nicht mehr klar denken konntest und einfach nur wegwolltest! Es ist okay, dass du…

bobbi.tyler: Nein!

Jetzt ist es Bobbi, die unterbricht! Zwar etwas energischer, aber dafür mit einem fürsorglichen Ton in der Stimme. Seufzend sieht die Britin nach unten und sammelt sich kurz.

bobbi.tyler: Nein, es ist eben NICHT okay, dass ich mich so verhalten habe. Dass ich mental seit Jahren so gefickt bin und es reicht, dass diese Schlampe Skye nur einmal…seinen Namen nennt und ich dann durchdrehe, ist nicht deine Schuld! Es…es wird nicht mehr vorkommen!

An dieses Versprechen wird und will sich die Engländerin halten. Für sie ist es ein großes Glück, dass sich zwischen ihr und Fallon so eine gute Beziehung entwickelt hat. Sie weiß es sehr zu schätzen, dass das Country Girl ihr das nicht übelgenommen hat. Noch einmal will Bobbi das nicht aufs Spiel setzen. Henley sieht sie nur an und ist sich nicht ganz sicher, was sie direkt antworten soll. Eigentlich will sie nach vorne blicken und möchte daher nicht, dass Bobs sich zu sehr damit quält. Aber genauso möchte sie Bobbi und ihre Bedenken ernst nehmen. Zügig fällt sie dann doch eine Entscheidung und drückt die Blonde erneut fest an sich.

Fallon Henley: Ich kann dir nicht versprechen, dass der Schmerz jemals komplett verschwinden wird. Aber ich verspreche dir, dass ich immer da sein werde, egal ob es dir gut geht oder auch nicht. Ich werde alles dafür tun, damit du ein gutes Leben führen und nach vorne schauen kannst. Skye will dich auf etwas reduzieren, was dich prägt. Ja! Aber du bist so viel mehr als das…du bist lustig, stark, fürsorglich…wunderschön! Du gibst mir Halt! Genauso werde ich dir immer auch so einen geben.

Bobbi merkt, wie ihr Herz immer mehr höherschlägt, je wärmer und schöner die Worte der Amerikanerin werden. Vor allem bei „wunderschön“ errötet Tyler im Gesicht – was Fallon so nicht sehen kann. Als Dankbarkeit drückt die Engländerin ihr einen Kuss auf die Wange und drückt sich noch mehr an ihre, nun wieder, beste Freundin.

bobbi.tyler: Danke, Fallon…

…haucht sie Fallon ins Ohr, wobei sie selbst überrascht ist, wie samtig ihre Stimme dabei klingt.

bobbi.tyler: Du hast mir so gefehlt! Auch wenn ich keine Kraft hatte auf deine Nachrichten zu antworten…ich hab‘ dich so vermisst!

Nein, das ist kein Gelaber, sondern ehrlich gemeint. Das merkt Fallon sofort. Wobei…sie will es natürlich auch so sehen.

Fallon Henley: Du hast mir auch so sehr gefehlt, Bobs! Jeder Tag ohne dich war kacke!

Eine Aussage, die durchaus Gewicht hat. Einerseits tut es Bobbi Tyler weh, dass sie so von Fallon vermisst wurde und sie nicht für das Country Girl da war. Anderseits ist es schön zu hören, wie viel sie der Brünetten bedeutet.

bobbi.tyler: Ok, lass uns mal in die Kabine gehen. Da kannst du dich frisch machen und mich auf den neusten Stand bringen, was in den letzten drei Wochen los war.

Bobs löst sich etwas aus der Umarmung, auch wenn sie da nicht stundenlang verharren könnte. Aber Fallon hatte ja ein Match und der Schweiß klebt ihr noch am Körper. Sie soll auch die Möglichkeit haben zu duschen und so weiter. Henley nickt der Blonden zu.

Fallon Henley: So machen wir das!

Sie sehen sich dabei an und fühlen sich einfach nur wohl in der Gegenwart der anderen Person. Irgendwie fühlt sich Fallon sehr zur Britin hingezogen. Etwas irritiert darüber lächelt sie nur. Klar, sie ist doch einfach nur froh darüber, dass Bobbi zurück ist. Wenn sie nur wüsste, dass es Tyler ähnlich geht. Bobs hat so ein flaues Gefühl im Bauch…aber auf eine gute Art und Weise. Hatte sie schon lange nicht mehr. Aber ja, auch die Jüngere schiebt es auf die große Wiedersehensfreude. Schließlich gehen die Freundinnen ab, wobei sich ihre Hände ineinander „verkeilen“. Fade off.

[Bild: 8484.jpg]

CO - MAIN EVENT
NON TITLE SINGLES MATCH
Tiffany Stratton © vs. Maritza Janett

[Bild: tiffymaritza.png]
Writer: ???

Ruhige, melodische Klänge, die fast beruhigend wirken, dröhnen durch die Box und lassen erahnen, wer gleich auf die Stage treten wird. Langsam mischt sich eine weibliche Stimme dazu, die einen Chorgesang imitiert bis sie schließlich zu singen beginnt.



baby do you know why I act so dirty in your mind. 'cause when I kiss you I-
leave your lips stained with fear like..

everything you're feeling when you overdose. speeding in a porsche and then you lose control.
I'ma make you pray to see another day. I'ma fuck you till you cry and beg for MORE.




In vollkommener Ruhe und Eleganz betritt die Frau mit den zwei Haarfarben, die Stage. Kurz wandert ihr Blick zur Seite, während sich tatsächlich ein leichtes Grinsen auf ihre Lippen schleicht. Die Menge scheint noch nicht genau zu wissen was sie von ihr halten sollen, weswegen die Reaktionen verhalten sind. Das stört sie jedoch nicht. Ohne die Zuschauer groß zu würdigen stolziert sie zum Ring und betritt diesen über die Ringtreppe, während der Ringsprecher seiner Arbeit nachgeht:

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring... from ORLANDO, FLORIDAA... - MAAAARITZAAAA JANETT"

Maritza streift die Füße auf dem Apron ab, bevor sie zwischen den zwei Seilen hindurch klettert. Im Ring posiert sie für die Kameras, steigt sogar auf eine Ringecke um ihre eigene Einzugsmusik vollkommen auszukosten. Als diese endet, ist Janett bereit fürs Match und steht ohne ihren Mantel in der Ringmitte.

IT'S TIIIIFFYYYY TIIIIIME

Schallt eine weiblich nervige Stimme aus den Boxen der Arena. Während anschließend die Theme eingespielt wird, wird gleichzeitig auf der Titan Thron das Entrance Video gezeigt.



Nach der Ankündigung weiß jeder, wer nun die Halle betritt...das Buff Barbie Doll Tiffany Stratton. Natürlich wird sie von Pfiffen und Buh-Rufen empfangen. Diese stören die Blondine jedoch überhaupt nicht. In weiß-rosanen Bra und passender Panties kommt sie auf die Stage und breitet die Arme aus.

[Bild: tiffany-stratton-hollywood-30-ans.jpg]

Arrogant nickt sie in alle Richtungen. Kurzzeitig fährt sie ihre Hüfte aus und stemmt eine Hand daran. Ihr arrogantes Grinsen verrät, dass ihr die Situation gefällt.
Kaum die Pose beendet, geht sie Richtung Ring. Langsam stolziert sie die Rampe hinunter, schaut weiterhin in alle Richtungen und genießt die Atmosphäre. Dabei lässt es Tiffany langsam angehen und zeigt auf ihre Armbanduhr. It's Tiffy-Time! ruft sie dabei und grinst erneut.

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring...from Prior Lake, Minnesota, USA...Miss Future Legend…TIFFANY STRATTON!!!"

[Bild: Tiffyent2.png]

Davor angekommen geht die Blondine rechts am Ring entlang, bis sie in der Mitte angekommen ist. Dort steigt sie hoch, legt sich mit den Rücken auf das mittlere Seil und hält sich mit einen Arm am oberen Seil fest. Mit der anderen Hand wirft sie einen Luftkuss in die Zuschauerränge. Diese beherzigen die Geste nicht. Weiterhin bringen sie ihr Heat entgegen. Mit einen Grinsen beendet die Blondine die Action und richtet sich vor den Ringseilen wieder auf.
Nach kurzer präsentation, klettert sie hinein und stellt sich in die Mitte. Dort posed Tiffany erneut.

[Bild: tiff-2.jpg]

Kaum passiert stellt das Buff Barbie Doll ihren linken Fuß auf das unterste und den rechten Fuß auf das mittlere Seil. Anschließend wirft das Rich-Girl einen Arm in die Luft, um sich nochmals der Gegenseite arrogant zu zeigen. Schließlich geht sie zurück in den Ring.

Warnung! Spoiler!
Tiffany Stratton zeigt warum sie die Womens Championess ist und besiegt ihre Gegnerin nach dem Prettiest Moonsault ever (9.09 Minutes)

Here is your winner by pinfall: TIIIFAAANYYYY STRAAATOOOOON!

[Bild: 151.jpg]

Backstage - Die Kamera schneidet nicht einfach um, sie zieht den Zuschauer mitten in ein kalkuliertes Chaos. Das Echo der Halle vibriert noch als dumpfer, basslastiger Puls in den Betonwänden, doch hier drinnen herrscht eine geordnete Hektik. Fast ein normales, reges Treiben einer wöchentlichen Show. Doch irgendwie spürt man es, da ist noch mehr. In der Luft liegt eine Anspannung, die man nur schwer greifen kann. Die Ereignisse des Specials wirken nach und je nachdem, was man betrachtet, bereitet es einem ein brodelndes Unbehagen in der Magengegend. So wirkt hier nahezu alles normal. Rollkisten knallen gegen metallene Türrahmen, irgendwelche Mitarbeiter verrichten ihre Arbeit. Und in Mitten dieser Unruhe steht Renee Young. Sie wirkt alles andere als routiniert. Ihre Hand umklammert das Mikrofon so fest, dass die Knöchel weiß hervortreten. Ihr Blick ist unruhig, gefangen zwischen professioneller Haltung und echtem Unglauben.

Renee Young: "Ladies and Gentlemen… ich stehe hier im hinteren Trakt und… Gott, ich versuche ehrlich gesagt selbst gerade zu begreifen, was wir letzte Wochen erleben mussten. Ich stehe hier mit dem Mann, über den ab jener Sekunde die gesamte Wrestling-Welt sprechen wird."

Sie hält inne, atmet tief durch. Aber nichts täuscht über ihre leicht brüchige Stimme hinweg. Dennoch bemüht sie sich die Fassung zu bewahren.

Renee Young: "Nach dem unbegreiflichen Angriff auf Roman Reigns… nach dem endgültigen, vernichtenden Kollaps von The Shield… Seth Rollins!"

Sie wendet sich langsam zur Seite. Die Kamera folgt ihrer Bewegung in einem engen Schwenk. Und da steht er, als wäre es ein ganz normaler Tag wie der andere: Seth Rollins. Völlig regungslos. Er lehnt nicht an der Wand, er zappelt nicht. Er wirkt fast schon wie eine Statue der Ruhe in der Hektik des Flurs. Perfekt geschnittener, pechschwarzer Anzug, schwarzes Hemd, der oberste Knopf offen, keine Krawatte. Das dunkle Haar liegt ihm lockig über die Schultern. Über seiner linken Augenbraue ziert ihn ein leichter roter Cut. Nur ein schwaches Andenken aus dieser Geschichtsträchtigen Nacht.

Und dann ist da dieses Lächeln. Es ist kein spöttisches Grinsen. Kein arrogantes Siegerlächeln. Es ist vollkommen deplatziert. Ein flaches, mechanisch korrektes Lächeln, das seine Augen nie erreicht. Hinter seinen Pupillen liegt eine schwere, unheimliche Distanz, als würde er durch Renee, durch die Kamera und durch die Realität selbst hindurchsehen. Renee hebt zögernd das Mikrofon. Ihre Hand zittert minimal.

Renee Young: "Seth… die Frage ist so einfach wie tiefgreifend. Aber alle fragen sich, warum? Warum nach all dieser Zeit? Warum er?"

Totenstille im Korridor. Selbst die hektische Geräuschkulisse im Hintergrund scheint für einen Augenblick zurückzuweichen. Seth bewegt sich nicht. Er schaut sie nicht an. Sein Blick haftet starr auf einem unscheinbaren Riss in der Wand hinter der Kamera. Die Stille dehnt sich aus, bis sie unerträglich wird. Dann bricht das Lächeln auf, ein kurzes, trockenes Entweichen von Luft über seine Lippen.

SETH ROLLINS: "H-ah…!"

Er schüttelt den Kopf mit einer fast schon mütterlichen Nachsicht, als hätte Renee ihm gerade das Konzept von Ebbe und Flut infrage gestellt. Mit Ruhe, ja beinah ein flüstern erwidert er so sanft scheinend, dass es aufgrund der gesehenen Szenen erschreckend wirkt.

SETH ROLLINS: "Warum…? Nein… nein nein nein, Renee…"

Plötzlich zuckt sein Kopf herum. Die Bewegung ist so abrupt, dass Renee unwillkürlich einen halben Schritt zurückweicht. Seine Augen sind weit aufgerissen, glasig, glänzend von einer kalten, inneren Hitze. Seth wirkt überzeugend und als würde mit einem Mal den kompletten Raum einnehmen können.

Seth Rollins: "Die Frage ist nicht warum. Die Frage, die sich jeder da draußen stellen müsste, wenn ihr nur ein einziges Mal das Hirn einschalten würdet… ist: Warum hat es verdammt noch mal so lange gedauert? Alle, die sich jetzt noch wundern, sehen es nicht… sie sehen das Große und Ganze nicht. Nicht Moxley… nicht einmal meine Frau… und schon gar nicht Roman Reigns selbst?"

Das Lächeln kehrt zurück. Breiter und gefährlicher als zuvor.

SETH ROLLINS: "Versteht ihr das wirklich nicht? Ist das wirklich so schwer zu begreifen?"

Er macht einen Schritt auf sie zu. Seine Haltung verändert sich augenblicklich. Von der Erstarrung in eine unruhige Dynamik. Fast schon ungläubig.

SETH ROLLINS: "Jahrelang… Jahrelang musste ich mir das ansehen. Roman Reigns… Die Bloodline… Die Krone dieses Business…. Dieser heilige, unantastbare Stammbaum. Sie haben ihn darin begraben! Sie haben den Mann erstickt! Nicht mit Dreck…mit ihren Erwartungen! Mit ihrer verdammten familiären Pflicht! Mit einer Illusion von Loyalität, die so lächerlich ist, dass es mich zum Kotzen gebracht hat! Und er… er selbst glaubte es noch. 'Acknowledge Me… Acknowledge Me…' Ja, ja ja… wir haben es irgendwann verstanden, wir erkennen den Quatsch an und strecken all unsere kleinen klebrigen Finger in die Luft."

Ein verächtliches Schnauben beendet diesen letzten Satz seiner angewiderten Parodie auf den Roman Reigns. Bis ein krankhaftes, falsches Lachen aus ihm ausbricht, als hätte er sich nochmals seine Worte vor Augen geführt und nun doch für witzig erachtet. Hallend wird dieses Lachen von den Betonwänden zurückgeworfen. Dann... von einer Millisekunde auf die andere bricht das Lachen ab. Seine Gesichtszüge frieren ein. Die Stimme fällt in eine messerscharfe, flüsternde Ruhe.

SETH ROLLINS: "Alle haben es geschluckt. Die Fans, die Offiziellen, ja… er selbst sogar am meisten. Alle haben diese Lüge gefressen."

Er tippt sich mit zwei Fingern präzise und hart an die Schläfe.

SETH ROLLINS:: "Ich nicht. Ich habe das Muster gesehen. Ich habe den Ausweg gesehen. Schon vor Monaten, vor Jahren! Roman muss alles verlieren, Renee. Alles. Die Titel. Den Schutz. Seinen Stamm. Und vor allem die Illusion der unantastbaren Lichtgestalt. Weil nur dann……nur wenn du alles abbrennst, kommt der echte Roman Reigns zurück."

Er hebt andächtig den Zeigefinger. Als würde er auf seine Worte verweisen, dass dies soeben die wichtigste Stelle in seinem Vorhaben war. Seine Stimme wird dabei zu einem Hauch. Renee versucht, dazwischen zu gehen. Doch anstelle von Erkenntnis, ist es mehr ein Entsetzen dieser Darbietung.

Renee Young: "Du willst uns also allen Ernstes verkaufen, dass die gesamte Wiedervereinigung von The Shield, all die Tränen, das Vertrauen… nur ein~"

SETH ROLLINS: "GEPLANT!"

Wie aus dem Nichts brüllt Seth ihr direkt ins Gesicht. Das Wort knallt wie ein Peitschenhieb durch den Flur, worauf Renee erschrocken zuckt zusammen. Eine Sekunde vergeht. Seth schließt die Augen. Atmet tief durch die Nase ein. Und als er die Augen wieder öffnet, ist da wieder dieses sanfte, irre Grinsen. Dabei wird er nun wieder leise, sanft in seiner Stimme.

SETH ROLLINS: "…natürlich war es geplant."

Er beginnt, langsam vor ihr auf und ab zu patrouillieren. Ein Raubtier im Maßanzug. Die Kamera schwenkt mit, hält ihn im Nahbereich.

SETH ROLLINS: "Als wir wieder da standen… als wir die Fäuste zusammengelegt haben… als die Hallen geschrien haben und den Leuten die Tränen über die Wangen gelaufen sind… weißt du, was ich gefühlt habe? Ich habe bereits das Metall knallen gehört. Ich wusste in genau dieser Sekunde, in dieser perfekten, romantischen Sekunde… wie diese Geschichte enden muss. Mit einem Stuhl. Mitten in seinen Rücken."

Er schweigt und lässt die Worte stehen. Dabei sieht man es ihm regelrecht an, wie er seine eigenen Worte genießt und wie schwer sie dabei in der Luft liegen. Nicht nur Renee unmittelbar neben ihm, nein… die ganze Wrestling Welt klebt an seinen Lippen und niemand wusste dies gerade besser als Seth Rollins selbst.

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SETH ROLLINS: "Das ist das Amüsante an euch allen. Ihr sitzt zu Hause, ihr heult in eure Kissen und tippt in eure Telefone: 'Seth hat The Shield verraten!' Gott verdammt, habe ich nicht. Ich habe Shield nicht verraten. Ich habe es vollendet"

Er schüttelt mitleidig den Kopf. Seine Stimme nimmt dabei eine fast religiöse, predigthafte Tonalität an. Er hebt die Hände leicht an, wie ein Priester vor der Gemeinde, der die Ungläubigen versucht einzufangen.

SETH ROLLINS: "The Shield war nie dafür gedacht, ewig zu existieren. Es war keine Kuscheldecke für gescheiterte Helden. The Shield war ein Werkzeug. Ein Katalysator. Dazu erschaffen, Roman von allem Ballast der Welt zu isolieren… bis am Ende des Tages nur noch zwei Dinge auf diesem Planeten übrig bleiben. Er und ich. Immer. Immer… und immer wieder."

Mit einer blitzschnellen Bewegung greift er nach Renee. Seine Hand schließt sich um ihren Unterarm, nicht um ihr wehzutun, aber mit einer eisernen, unnachgiebigen Festigkeit. Renee keucht kurz auf, die Kamera zoomt hart auf Seth’ Gesicht. Seine Stimme fällt in ein brüchiges, tiefes Flüstern. Der Atem geht schnell.

SETH ROLLINS: "Hör mir ganz genau zu, Renee. Das hier… das ist größer als jegliches Blech und Gold. Größer als jeder Titel jemals sein könnte. Größer als seine verdammte Bloodline. Größer als Kenny Omega, größer als Jimmy, Jey und den Rest seiner armseligen Sippschaft, größer als all diese Millionen von bedeutungslosen Gesichtern auf den Rängen."

Er deutet scharf mit dem Kinn Richtung Arena. Er hebt zwei Finger direkt vor das Objektiv der Kamera, so nah, dass sie unscharf werden. Ein breites, verzerrtes Lächeln schiebt sich über sein Gesicht. Seine Augen funkeln im harten Licht der Korridors. Renee Young zieht langsam, Zentimeter für Zentimeter, ihren Arm aus seinem Griff. Ihre Stimme ist kaum mehr als ein Hauch.

Renee Young: "Seth… er hat dir vertraut. Er hat dir nach all den Jahren wieder geglaubt…"

Für den Bruchteil einer Sekunde, für einen einzigen Wimpernschlag, bricht das Lächeln ein. Seine Mimik stirbt komplett ab. Die Züge werden eisig, flach und völlig leblos. Nur der leichte Ansatz eines Nickes wird erkenntlich. Er nickt einmal, zweimal… ganz langsam.

SETH ROLLINS: "Ja… das hat er und es war fantastisch. Es hat sich alles genau so gefügt, wie ich es brauchte. Denn was die meisten immer noch nicht sehen, ist die Größe der eigentlichen Geschichte und das letzte finale Bild. Denn jetzt… jetzt ist der Weg frei… und alle werden den wahren Roman Reigns erleben. Genau so musste es sein. Denn jetzt… jetzt wird er mich nicht mehr bekämpfen, weil es die Matchcard so will. Er wird mich nicht mehr bekämpfen für ein Programm in irgendeiner Show. Jetzt… wird er mich hassen. Hassen aus dem tiefsten, dunkelsten Winkel seiner Seele!"

Es wirkte verstörend, wie Seth über seine Gräueltat sprach. Dabei wandelte er von verrückter Manie bis zu einer boshaften Ernsthaftigkeit, die einem an seinem Verstand zweifel ließ. Immer wieder, an den unpassendsten Momenten, keimte dieses wilde Lachen auf, eh im nächsten Moment davon nichts mehr zu sehen war.

SETH ROLLINS: "Und jetzt für alle, die das Szenario immer noch nicht durchschaut haben. Jon, Becky… Roman… Was ist der Tribal Chief, was ist der Stammeshäuptling ohne seinen Stamm? Richtig, gar nichts! Er ist nichts mehr und er wird es einsehen müssen, dass ich ihm Stück für Stück alles nehmen werde, was ihn ausmacht. Sodass am Ende nichts mehr von dieser erdachten Geschichte um Roman Reigns übrig ist."

Er zieht tief die Luft durch die Nase ein, schließt die Augen und genießt den Moment, als wäre es der Duft eines teuren Parfüms. Doch diese toxische Vision zieht bereits jetzt soviel Unheil mit sich, dass auch jemand so Fanatisches wie Seth Rollins, dies eigentlich nicht ignorieren kann. Er richtet sich nochmals um seine volle Größe auf. Seine Stimme explodiert, hallt durch die gesamten Katakomben der Arena:

SETH ROLLINS: "ICH WILL DEN MANN… DER MIR BEREITS MEINE GESAMTE KARRIERE IM WEG STEHT!"

Sein Brüllen verhallte langsam in dem Echo der hohen Betonwände. Stille legt sich wie eine schwere Decke über den Flur. Niemand wagt es, sich zu bewegen.Seth’ Atemfrequenz wird wieder ruhiger. Das Entsetzen auf Renees Gesicht ignoriert er vollkommen. Ein sanftes, fast schon friedliches Lächeln kehrt auf seine Lippen zurück. Er greift an sein Jackett, streicht ordnungsbewusst das Revers glatt. Mit der rechten Hand streicht akkurat über den linken Ärmelaufschlag, um einen imaginären Staubpartikel zu entfernen. Die Geste ist von einer beängstigenden Normalität geprägt.

SETH ROLLINS: "Jetzt… jetzt ist der Tisch endlich sauber. Keine Brüder mehr. Keine Loyalität. Keine Ausreden. Nur noch Du… und ich."

Er schaut nicht mehr zu Renee. Er blickt glasklar, scharf und direkt in die Linse. Seine Stimme wirkt samtweich, fast schon friedlich und komplett konträr zu seiner schreienden Forderung. Er macht eine kurze Pause. Ein winziges, kaum hörbares Schlucken entweicht seiner Kehle.

SETH ROLLINS: "Roman… ich habe dich erlöst, ich habe dich befreit von deinen Fängen. Es ist unausweichlich, es wird groß und es wird fantastisch… das letzte Kapitel unserer Geschichte."

Ein letzter, eiskalter Blick. Seth dreht sich auf dem Absatz um. Ohne Hektik, mit ruhigen, gemessenen Schritten geht er den langen, schwach beleuchteten Flur hinunter. Die Kamera bleibt starr auf seiner Rückansicht. Das leise, unregelmäßige Lachen hallt im Betongang nach.

SETH ROLLINS: "Hah… ha… ha…"

Mitarbeiter weichen ihm ehrfürchtig aus. Seth geht weiter, bis das Licht des Gangs schwächer wird und die Schatten ihn langsam verschlingen.

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LOSSES!

Es ist genau eine Woche her, seitdem das letzte Special Watch the Throne 10 abgespielt wurde, und oh Junge, war das eine krasse Show. Die Titel blieben zwar allesamt bei den reigning Champions und wir haben keinen neuen erleben dürfen, aber dennoch hat Coast 2 Coast Wrestling wieder einmal gezeigt, was für eine krasse Liga sie sind und was für sensationell starke Shows sie abliefern können. In Austin, Texas, wurde an diesem Tage Geschichte geschrieben. Unter anderem auch wegen Vincent Kennedy McMahon und seiner kleinen Streiterei gegen Raven, die hier heute Abend in San Antonio ein Ende gefunden hat. Nach so vielen Wochen hat Raven diesen Krieg endlich überstanden. Wenn auch nicht durch eigene Kraft, sondern vielmehr durch Bayley. Wer hätte gedacht, dass sie es letzten Endes sein wird, die Raven den Arsch rettet? Die Ketten, die ihn wochenlang in die Enge getrieben hatten, sind mit einem Schlag zersprungen. Monatelang versuchte der Chairman, den Dark Savior mit bürokratischen Schikanen, leeren Drohungen und psychischem Terror aus der Liga zu drängen, bis der Krieg nun sein abruptes Ende fand, ohne dass Raven den finalen Schlag selbst ausführen musste.

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In einem engen, stickigen Backstageraum, der sonst nur als Gerümpellager für alte Absperrgitter und Monitore dient, brennt ein fahles Licht. Auf einer umgedrehten Holzkiste stehen billiger Bourbon und halb leergetrunkene Bierdosen. Raven sitzt auf einem alten Stuhl, den schweren Ledermantel abgelegt, das zerrissene Marilyn-Manson-Shirt verschwitzt, während er sich wortlos ein Glas einschenkt. Die Anspannung der letzten Wochen ist greifbar, auch wenn der Sieg einen schalen Beigeschmack von Passivität hat. Neben ihm stößt Swerve Strickland mit einem spöttischen, breiten Grinsen an und klopft gegen eine der Dosen.

Strickland: Man muss schon sagen, Raven. Du hast den Krieg nicht gewonnen, weil du ihn niedergekämpft hast – du hast gewonnen, weil Bayley dem alten Mann einfach die Papiere in die Hand gedrückt hat, bevor du überhaupt wusstest, wie dir geschieht. Aber hey, tot ist tot, oder?“

Raven hebt langsam den Blick, ein mattes, fast ungläubiges Lächeln huscht über sein Gesicht, als er die Flasche erhebt. Insgesamt 7 Wochen musste er sich jetzt den ganzen Stress mit Vince antun. Da stört ihn jetzt, nachdem es vorbei ist, auch so ein lausiger Kommentar von Strickland nicht weiter. Zusätzlich neben den beiden befinden sich auch noch Kid Lykos und selbst Axiom hier im Raum, die beide mit großer Freude ebenfalls anstoßen und den Abend hier feiern, als gäbe es keinen nächsten.

Raven:
„„Jaja, machen Sie sich nur lustig. Aber es steht fest, dass Bayley einfach unglaublich ist, haha! Sie schreibt einfach Millionen an Dollar ab, nur um unsere Ärsche zu retten."“

Das stimmt schon. Auch wenn die meisten Fans die Entscheidung der General Managerin sehr für gut heißen, so darf man nicht vergessen, dass mit Vince auch wirklich sehr viele Geldscheine gehen. Geldscheine, die die c2c wirklich gut hätte gebrauchen können. Aber muss man halt auch leider sagen, dass, wenn man Vince einfach so weitermachen gelassen hätte wie zuvor, dann hätte man die Liga regelrecht an ihn verkauft, und das wollte man einfach nicht. Weder die Fans noch Bayley selbst.

Raven:
„„Heeaayy, da ist sie ja sogar. Bayley! Die Frau, die ein Engel gesendet hat!"“

Kid Lykos: ’„Hey, Bayley. Hier!“

Und tatsächlich ist das die Huggerin, die nun ebenfalls hier in dieses Räumchen gelaufen kommt. Sofort springt Lykos auf und holt ein kleines Partyhütchen hervor, welches er Bayley aufsetzt, während die anderen Männer sie glücklich und voller Zufriedenheit begrüßen. Sie hat es wirklich geschafft, hier etwas zu bringen, was niemand sonst hätte bringen können. Sie hat Vince McMahon aus der Liga geworfen und jeden vor seiner Schreckensherrschaft, muss man schon regelrecht sagen, befreit. Sie hat hier heute gezeigt, dass sie hier in der Liga für Recht und Ordnung sorgt.

Bayley scheint aber überhaupt nicht in Feierstimmung zu sein. Den Partyhut, den sie aufbekommen hat, setzt sie ab und legt ihn zurück auf den Tisch. So plant die Kalifornierin nicht sich zu dieser Runde zu gesellen. Sie stellt sich an den Tisch und blickt in Richtung Raven.

Bayley
"Damit eins klar ist: Ich bin nicht dein Schutzengel. Ich habe das nicht aus Nächstenliebe getan oder um einen Beliebtheitswettbewerb zu gewinnen. Vince hat meine Autorität untergraben. Er hat mich bei einer wichtigen Entscheidung übergangen und dabei ignoriert dass ich diejenige bin, die die Kontrolle hat. Nur aus diesem Grund ist er weg."

Die gemütliche Partystimmung scheint in diesem Moment zu kippen. Wobei eigentlich nur Raven derjenige ist, der gerade von der General Managerin konfrontiert wird.

Bayley
"Es sind Momente wie mit dir, die meine Autorität als General Managerin in Frage stellen. Und genau das kann ich nicht länger hinnehmen. Merk dir eins: Wenn ich dafür sorgen konnte, dass Vince McMahon von hier verschwinden musste, dann wird dein Abgang ein Kinderspiel."

Droht das Role Model dem Death Fighter gerade mit einer Kündigung. Dem Tonfall nach zu urteilen meint sie dies völlig ernst. Bayley scheint vollkommen anders zu sein als sie es sonst war.
Ravens Reaktion daraufhin ist jedoch keineswegs so, wie Bayley es sich wohl wünscht.

Raven:
„„Vielen Dank... Misses Spielverderber."“

Und die anderen... nun ja, die sind wohl besser still und lassen die beiden alleine reden. Aber es stimmt wohl... die Partylaune ist im Eimer.

Ob Bayley ein schlechtes Gewissen hat, dass sie die Stimmung derart gekippt hat? Sie macht nicht den Anschein, auch weil sie die anderen momentan ausblendet.

Bayley
"Wir sehen uns nächste Woche in meinem Büro. Dann besprechen wir deinen neuen Vertrag."

Damit scheint die Kalifornierin alles gesagt zu haben für diese Woche. Sie wendet sich ab, doch schaut noch einmal in die Runde.

Bayley
"Genießt eure Freizeit. Morgen müsst ihr ja wieder trainieren."

Ist das wirklich Bayley, die hier mit den Leuten spricht? Das Role Model wendet sich schließlich und lässt die Gruppe hinter sich. Es herrscht betretenes Schweigen bis die General Managerin außer Hörreichweite ist.

Axiom
"Das war mal was anderes …"
sagte Axiom, doch Raven scheint es nicht so sehr mitzunehmen.

Raven:
„„Hhmm... sie ist bestimmt nur so wegen dem Geld von McMahon. Die wird wieder! Also los, stoßen wir an, haha!"“

Erst als Raven nach seiner Flasche greift und mit den anderen anstoßen will, diese jedoch etwas bedrückt dasitzen und Raven mit ernster Miene anschauen, scheint auch dieser zu bemerken, dass Vince zwar besiegt, die Schlacht aber keineswegs vorüber ist. Bayley scheint es ernst gemeint zu haben und anscheinend soll sich wirklich hier in der Liga so einiges ändern, was eine Feierlaune eher schwächen lässt. Vince McMahon hätte sehr viel Gutes für die Liga tun können und jetzt ist er weg. Doch hat er auch sehr viel in Bayleys Kopf einpflanzen können, was sie tatsächlich verändert zu haben scheint. Die Jungs sollten hier ihre Drinks genießen. Denn wer weiß, wann sie dies jemals wieder tun können.

[Bild: HIST.jpg]

MAIN EVENT
NON TITLE SINGLES MATCH
Kenny Omega © vs. Alex Shelley

[Bild: omegashelley.png]
Writer: ???



Gedämpfte Schüsse dröhnen durch die Halle, kurz bevor auch die harten Riffe der dazu gehörigen Theme erklingen. So gut wie jeder Zuschauer in der Halle weiß sofort auf wen sie sich freuen können und dementsprechend geht lauter Jubel durch die Reihen. Lange lässt der Technical Messiah auch nicht auf sich warten. Ohne große Gesten tritt er auf die Rampe und wischt sich lieber die Haare aus dem Gesicht. Sein Blick ist ruhig, konzentriert und doch kann man eine gewisse Vorfreude erkennen.

Matthew Rehwoldt: "Making his way to the Ring... from DETROIT, MICHIGAN... weighing in at 205 pounds..the technical messiah - ALEEEEEEX SHEEEELLEEEY!"



Im Ring angekommen wird auf dem Turnbuckle noch mit der Kamera geflirtet und eine Waffe angedeutet, bevor sein Theme langsam ausklingt und er sich für das anstehende Match bereit macht.

Das Licht in der Halle wird ein wenig gedimmt. Aufgeregt schnappen sich die anwesenden Zuschauer ihre Kameras oder ziehen hastig ihre Smartphones aus den Hosentaschen. Den folgenden Moment wollen sie festhalten. Daher ist es wenig verwunderlich, dass von allen Seiten ein Blitzlichtgewitter auf die Entrance Stage prasselt. Die Boxen springen an...



ARE YOU READY FOR THIS?

Nachdem das gewohnte Intro der Kenny Omega Theme langsam angefangen und immer mehr an Fahrt aufgenommen hat, betritt der Cleaner die Bühne. Er trägt lange schwarze Pants, auf denen in weiß „Best Bout Machine“ abgedruckt ist. Der Oberkörper wird von einer ärmellosen Weste bedeckt, auf deren Rücken ein einzelner Flügel angenäht wurde...passend zu seinem Finisher. Den Titel hat sich der Kanadier um die Hüfte geschnallt. Lächelnd nimmt er die positiven Reaktionen der Fans wahr und taucht regelrecht in diese ein. Mit geschlossenen Augen beugt er sich nach vorne...nur um sich gleich wieder langsam aufzubauen und die Arme in die Höhe zu strecken. Wie aufs Stichwort wird rechts und links neben dem Kanadier die Pyrotechnik aktiviert...

Matthew Rehwoldt: "Making his way to the ring... from Winnipeg, Manitoba, Canada... weighing in at 203 pounds... he is the c2c World Hevyweight Champion... the Cleaner... KENNY OMEGA!"

Die Kamera folgt ihm direkt die ersten Schritte. Kenny nutzt das aus, um ein paar Worte an den heutigen Kontrahenten und über sich selbst zu verlieren. Aufgrund der Hintergrundgeräusche kann man aber nicht wirklich etwas verstehen. Als er schließlich beim Ring angekommen ist, wählt er den Weg über die Treppe und durch die Seile. Innerhalb der Ropes positioniert er sich mittig im Ring, geht kurz in sich, winkelt seinen rechten Arm so an, dass er seine eigene Faust küssen kann…langsam streckt Kenny db]en Arm aus und spreizt den Daumen und den Zeigefinger ab, so dass er seine patentierte Pistolengeste zeigen kann. Seine Entrance Theme verstummt. Der Canadian X entledigt sich noch der Weste und nimmt den World Titel ab, bevor er diesen in sichere Hände abgibt. Bevor der Kampf nun starten kann, macht Omega ein paar Lockerungsübungen und ist damit bereit…

*Ding Ding*

Die Fans in San Antonio können sich gleich von Anfang an auf ein unterhaltsames Match einstellen. Shelley zeigt, dass er in seiner c2c Abwesenheit nichts verlernt hat und stellt den Champ vor eine durchaus harte Aufgabe. Doch Kenny Omega wäre nicht Kenny Omega, wenn er sich dem nicht stellen würde und selbst zurückschlagen kann. Nach einem guten Hin und Her wird es im Publikum auf einmal unruhig. Eine weitere Person erscheint auf der Stage und marschiert langsam zum Ring…

Pat McAfee: "Saints! Da ist Ricky Saints! Was macht der denn hier?“

Wade Barrett: "Kann mir gut vorstellen, dass er seine Niederlage nicht akzeptieren kann!“

Cathy Kelley: "Naja, fairerweise muss man sagen, dass Julia Hart ihn abgelenkt hatte!“

Das stimmt! Letzte Woche beim Special war Julia Hart aufgetaucht und hatte Ricky Saints ein gemeinsames Foto aus glücklicheren Tagen gezeigt. Der Stroke Daddy war dadurch so abgelenkt gewesen, dass Kenny leichtes Spiel hatte und den World Title verteidigen konnte. Der Cleaner hatte Julia zwar vor dem Match darum gebeten, dass er sich alleine um den Absolute One kümmern wird…aber das hatte die Blondine nicht interessiert. So hat der Erfolg vom letzten Montag einen gewissen Beigeschmack. Der Canadian X hatte schon damit gerechnet, dass Ricky sich nicht so einfach zufrieden geben wird. Und tja…kommt jetzt die Retourkutsche. Omega bemerkt Saints zwar im Augenwinkel, kann aber nicht wirklich auf diesen achten, da Alex ihn in einen weiteren Lock Up zwingt und in die nächste Ringecke drückt. Die Kamera fokussiert sich daraufhin auf den Stroke Daddy, der den Ring komplett ignoriert und weitergeht. Sein Ziel ist der Tisch des Zeitnehmers, auf dem der World Title liegt. Ricky betrachtet das Gold ganz genau und leckt sich dabei leicht über die Lippen. Was hat er vor? Will er den Gürtel klauen, um Omega eins auszuwischen? Die Möglichkeit wäre vorhanden, da Kenny abgelenkt ist. Da hebt Saints eine Hand…die aber in eine Hosentasche wandert. Aus diesen zieht er einen Zettel hervor, an dem schon ein kleines Stück Tesa klebt. So kann er das Papier auf der polierten Platte befestigen. Matt lächelnd dreht sich der ehemalige Ricky Starks um und kehrt dorthin zurück, wo er hergekommen ist. Ohne Kenny Omega auch nur eines Blickes zu würdigen.

Wade Barrett: "Was war das denn? Was für einen Zettel hat Ricky auf den Titel geklebt?“

Pat McAfee: "Ich weiß es nicht…aber die Action im Ring geht weiter!“

Genau in diesem Moment sehen wird en Cleaner in einer der Ecken hängen. Shelley nimmt Anlauf, springt ab…und landet quasi im Nichts. Im letzten Moment ist der King of the Anywhere Match ausgewichen. Alex taumelt zurück, wo Omega ihn empfängt und schultert…One Winged Angel! Cover…One, Two, Three!

*Ding Ding*

Lautstark dröhnt „Battle Cry“ aus den Boxen und San Antonio jubelt dem Sieger zu. Dieser hat aber keine Zeit sich darüber zu freuen. Wie gesagt, der Cleaner hat durchaus mitbekommen, dass Ricky Saints anwesend war. Daher muss Kenny schauen, ob mit dem Belt alles in Ordnung ist. Ja, der ist noch da! Da fällt dem Kanadier aber der Zettel auf. Kenny reißt diesen ab, um ihn danach aufzufalten. Die Kamera zoomt nahe heran, so dass auch die Zuschauer sehen können, welche Botschaft hinterlassen wurde. Es ist ein ausgedruckter Screenshot von einem Tinder-Match. Zwischen Ricky Saints…und Brandi Lauren? Kenny’s Augen weiten sich sofort, als er das Profilbild seiner ehemaligen Schülerin sieht. Aber das ist noch nicht alles. Darunter steht eine kurze, aber klare Botschaft.

“Lass‘ Julia aus dem Spiel, sonst…“

Mehr muss das nicht ausgeführt werden. Die Destiny Flower versteht! Auch wenn er Kontakt zu Brandi komplett abgebrochen ist und Lauren die Liga verlassen hat, will Kenny nicht, dass ihr etwas passiert…selbst wenn es „nur“ Ricky Saints wäre, der die Rothaarige verführen möchte, um Omega zu schaden. Gut, der Cleaner wollte er Julia nicht weiter reinziehen…aber diese Entscheidung wurde dadurch unterstrichen! Brummend zerknüllt Kenny den Zettel und nimmt den Gürtel an sich. Auch wenn er das Match gewonnen hat, fühlt sich der Kanadier nun wie ein „Geschlagener“ an. Und er kann dem Stroke Daddy nicht einmal böse sein, dass dieser nun Brandi benutzt. Kenny hatte mit Julia ja angefangen. Diesen kleinen Triumph wird er Saints lassen. Nächste Woche sehen sie, wie es weiter geht. So klatscht der Cleaner mit ein paar Fans ab, während er langsam in Richtung Backstage Bereich verschwindet.

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Der Main Event ist Geschichte doch wir sind noch nicht am Ende der Weekly Show denn es wird ein Video eingespielt.

Zitat:Rückblick | 07.09.2026 | c2c Special #89: WATCH THE THRONE X!

Seth fixiert Moxley. Sein Gesicht ist eine reglose Maske. Dann wendet er sich wieder Roman zu. Das Bild fährt extrem nah an Seth’ Gesicht heran. Seine Augen schimmern feucht im Scheinwerferlicht. Es ist kein Hass darin zu sehen. Keine frenetische Wut. Es ist die eiskalte, schmerzhafte Klarheit einer unweigerlichen Entscheidung, die er jetzt treffen muss. Ganz langsam hebt sich der Stuhl. Höher. Bis auf Schulterhöhe. Roman bemerkt die Bewegung im Augenwinkel, beginnt gerade erst, sich umzudrehen, als…

KRRAAANG!

[Bild: d27df1cd4dc179ce96b30041eeaffe51576d960e.pnj]

Der Stahl knallt mit brutaler Gewalt in Romans ungeschützten Rücken. Der Sound des Einschlags klingt wie ein Pistolenschuss, der durch die gesamte Arena peitscht. Der Wucht des Schlags reißt Roman die Beine unter dem Körper weg. Er schlägt hart auf die Knie, die Luft entweicht seinen Lungen in einem hohlen Keuchen. Die Arena... erstirbt. Keine Buhrufe. Kein Schock-Schrei. Nichts. Es ist die absolute, lähmende Stille von fünfzigtausend Menschen, die das Atmen vergessen haben. Moxley reißt die Augen weit auf, das Blut weicht ihm aus dem Gesicht. Roman versucht krampfhaft, sich mit den Armen abzustützen. Er hebt den Kopf, das Gesicht verzerrt vor ungläubigem Schmerz. Er versteht es nicht, oder hat er es geahnt? Seine Augen suchen den Boden, als würde er nach einer Antwort suchen. Seth tritt langsam einen Schritt näher, direkt hinter ihn. Der Stuhl schwingt locker in seiner Hand. Seth atmet tief durch die Nase ein. Roman dreht den Kopf mühsam über die Schulter. Ihre Blicke treffen sich ein allerletztes Mal. Roman sieht nicht nur den Schmerz des Schlags… er sieht den Verrat. Und Seth holt erneut aus.

KRRAAANG!

[Bild: 7c5e4ad1e641de2aed36eda483a1602b0b882959.pnj]

Der zweite Schlag trifft Roman voll am Hinterkopf und Nacken. Roman bricht komplett zusammen, knallt ungebremst mit dem Gesicht voran auf die Ringmatte und bleibt reglos liegen. Erst jetzt bricht das Chaos in den Rängen aus. Hände fliegen an die Köpfe, Menschen springen entsetzt auf, ein ohrenbetäubendes, fassungsloses Raunen zieht wie eine Welle durch den Innenraum. Moxley macht einen halben, automatischen Schritt nach vorne und hält inne. Er starrt Seth an. Seine Fäuste ballen sich, doch die Attacke bleibt aus.

Seth erwidert den Blick. Er geht nicht in Kampfhaltung, er hebt den Stuhl nicht gegen Mox. Er steht einfach nur da, schaut ihn an und gibt ihm mit einem einzigen, kaum merklichen Blick die Antwort auf die nie gestellte Frage: Nein, nicht du. Nie du. Moxley versteht, zumindest scheint es so. Das war kein Amoklauf, das war kein Verrat am Shield im eigentlichen Sinne. Es war das Begleichen einer ganz persönlichen, zehn Jahre alten Rechnung. Der Verrat galt Roman und nur allein Roman Reigns.




Plötzlich ertönt die Musik des Tribal Chiefs. Der erste Ton hallt durch die Arena wie ein Donnerschlag roh und unmissverständlich für den Bruchteil einer Sekunde scheint die Zeit stillzustehen. Ein kollektives Innehalten, ein gemeinsames Luftholen des gesamten Coast-2-Coast-Universums. Dann bricht das Chaos los... Die Arena explodiert förmlich in gnadenlosen Jubelrufen. Sprechchöre schießen aus der Menge empor. Die Musik des Tribal Chiefs kämpft gegen den Lärm des Publikums an. The Tribal Chief Roman Reigns tritt durch den Vorhang. Er bleibt sofort stehen am oberen Ende der Rampe. Kein Schritt zu viel denn alles durchdacht. Der Blick ist kalt leer und emotionslos als würde das Chaos um ihn herum schlicht nicht existieren. Kein Zucken im Gesicht und auch kein Anzeichen von Ärger oder Trotz. Es ist der Blick eines Mannes, der jahrelang gelernt hat sich über jede Reaktion zu erheben selbst dann, wenn sie ihm mit voller Wucht entgegenschlägt. Neben ihm wirkt The Wiseman Paul Heyman wie ein nervöses Gegenstück. Der Blick wandert hektisch durch die tobende Menge von Schild zu Schild von Gesicht zu Gesicht. Jede Regung im Publikum scheint er aufzusaugen zu analysieren und zu bewerten. Doch anders als früher wirkt er nicht überrascht. Im Gegenteil... Man sieht es ihm an. Er kennt dieses Business... Er weiß wie schnell sich Stimmungen drehen können... Er weiß wo der Frosch die Locken hat... Und genau dieses Wissen scheint ihn anzutreiben. Nicht lähmen sondern zu fokussieren. Heyman weiß dass Chaos eine Chance ist wenn man es zu nutzen versteht.

Roman Reigns bleibt noch immer stehen. Er hebt leicht das Kinn, sein Blick gleitet langsam über die Arena hinweg. Er mustert das Chaos, die Ablehnung, die Wut ohne erkennbare Reaktion. Dann beinahe beiläufig setzt er sich in Bewegung. Schritt für Schritt setzt er den Weg die Rampe hinunter fort.

[Bild: https-s3-newsifier-ams3-digitaloceanspac...01-wwe.jpg]

Die Jubelrufe werden lauter mischen sich mit Sprechchören einzelne Stimmen schreien sich die Kehle aus dem Leib. Doch Roman Reigns reagiert nicht. Paul Heyman bleibt dicht hinter ihm, wirft immer wieder kurze Blicke zur Seite, als rechne er jederzeit mit einer Eskalation. Seine Lippen bewegen sich als wolle er etwas sagen doch er schweigt. Vielleicht weiß selbst der Wiseman, dass es Momente gibt in denen Worte nichts mehr ausrichten. Am Ende der Ringtreppe bleibt Roman Reigns abrupt stehen. Einen kurzen Moment scheint selbst der Lärm der Arena an Intensität zu verlieren nicht weil das Publikum leiser wird, sondern weil dieser Stillstand Aufmerksamkeit erzwingt. Der Tribal Chief steht regungslos vor der Stahltreppe den Blick gesenkt. Die Brust hebt und senkt sich langsam sondern kontrolliert. keine Hast... keine Unsicherheit... nur Kalkül... Er hebt den Kopf. Der Blick wandert einmal um den Ring herum, dann hinauf in die Ränge. Die Buhrufe prasseln weiter auf ihn ein, doch Roman Reigns nimmt sie nicht als Angriff wahr sondern als Bestätigung. Bestätigung dafür, dass er noch immer der Mittelpunkt ist. Dass alles, was hier passiert sich um ihn dreht.

[Bild: Hq720.jpg]

Dann setzt er den Fuß auf die erste Stufe der Ringtreppe. Metall klirrt unter seinem Gewicht. Ein dumpfes kaltes Geräusch das perfekt zur Stimmung passt. Stufe für Stufe steigt er hinauf. Langsam... Bedacht... Jeder Schritt wirkt wie eine bewusste Machtdemonstration. Er lässt sich Zeit zwingt der Arena sein Tempo auf. Oben angekommen bleibt er erneut stehen stellt einen Fuß auf den Ringrand und blickt ein letztes Mal hinaus ins Coast-2-Coast-Universum. Hinter ihm folgt Paul Heyman. Der Wiseman wirkt noch angespannter als zuvor. Vorsichtig steigt er die Treppe hinauf wirft einen schnellen Blick über die Schulter, dann wieder zu Roman. Seine Position ist klar immer in Reichweite seines Tribal Chiefs immer bereit einzugreifen oder sich hinter ihm zu verstecken. Roman Reigns betritt den Ring. Er greift das oberste Seil zieht es leicht nach unten und steigt kontrolliert durch die Seile in den Squared Circle. Kaum steht er im Ring richtet er sich auf und bleibt stehen genau in der Mitte. Paul Heyman schlüpft hastig durch die Seile und positioniert sich sofort leicht hinter Roman Reigns. Sein Blick wandert durch die Arena, seine Lippen bewegen sich unruhig als würde er innerlich bereits eine Rede formulieren, die er vielleicht gleich halten muss. Seine Nervosität ist unübersehbar. Einzelne Fans schreien sich die Kehle aus dem Leib doch Roman Reigns steht unbewegt im Ring. Er hebt langsam den Kopf. Sein Blick ist jetzt klarer und noch schärfer. Eine Ernsthaftigkeit liegt in seinen Augen, die man selten bei ihm gesehen hat. Keine Arroganz... Kein Spott... Nur die kalte Präsenz eines Mannes der weiß dass sich etwas verändert hat. Der Tribal Chief steht im Ring... Paul Heyman bewegt sich als Erster. Ein kaum merklicher Schritt nach vorne, dann ein kurzes Zögern. Der Blick des Wiseman wandert zu Roman Reigns, als wolle er sich vergewissern, dass dieser Moment tatsächlich gekommen ist. Roman reagiert kein Stück... Kein Nicken... Kein Blick... Keine Erlaubnis aber auch kein Verbot für jemanden wie Heyman ist das ausreichend. Der Wiseman dreht sich zum Ringrand und winkt hektisch einen Coast-2-Coast-Mitarbeiter heran. Seine Handbewegung ist bestimmt fast fordernd. Das Publikum registriert es sofort. Die Jubelrufe schwellen erneut an als der Mitarbeiter hastig ein Mikrofon durch die Seile reicht. Heyman greift danach... Er hebt das Mikrofon doch bevor er sprechen kann wird er übertönt... OTC... OTC... OTC... Der Chant brandet durch die Arena wie eine Welle. Heymans Lächeln gefriert kurz. Seine Augen verengen sich doch er wartet und lässt die Rufe laufen. Er zählt innerlich die Sekunden. Dann hebt er die freie Hand leicht an... eine Geste die früher ausgereicht hätte um die Menge zum Schweigen zu bringen. Heyman senkt langsam die Hand wieder, schüttelt kaum merklich den Kopf und setzt das Mikrofon schließlich an die Lippen.

"The Wiseman" Paul Heyman
"Lady's and Gentlemaaan... Lady's and Gentlemaaan my name isss Paaaul Heeeyman."


Paul Heyman senkt das Mikrofon nach seiner berühmten Vorstellung nur für einen kurzen Augenblick. Die letzten Silben seines Namens verhallen noch zwischen den Rängen, während die Zuschauer weiterhin lautstark reagieren. Der Wiseman lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Ganz im Gegenteil. Ein breites, selbstzufriedenes Lächeln zieht langsam über sein Gesicht. Heyman dreht sich zunächst zu einer Seite des Rings und beginnt anschließend, langsam durch den Squared Circle zu stolzieren. Dabei hält er das Mikrofon locker in einer Hand. Seine Schritte sind bewusst langsam gewählt. Er genießt diesen Moment. Er weiß genau worauf sie warten auf... Roman Reigns Aussagen zu diesem Vorfall. Heyman bleibt schließlich vor den Ringseilen stehen und blickt hinaus in die Zuschauer.

"The Wiseman" Paul Heyman
"Sehen Sie sich diese Menschen an... 18,418 Menschen sitzen heute Abend hier im Frost Bank Center. 18,418 Menschen haben Eintritt bezahlt, um die größten Superstars dieser Generation zu sehen. Sie sind gekommen wegen der Matches. Sie sind gekommen wegen der Titel. Sie sind gekommen wegen der Rivalitäten. Sie sind gekommen wegen der spektakulären Momente. Aber vor allem... sind sie wegen IHM hier... Roman Reigns... The Tribal Chief... The Original Tribal Chief. Und ich werde Ihnen heute Abend etwas erzählen, das Sie vielleicht längst vergessen haben. Roman Reigns ist nicht erst seit gestern ein Teil der Geschichte dieser Company. Er hat nicht einfach irgendwann beschlossen, dass er der Mittelpunkt von Coast 2 Coast Wrestling sein möchte. Nein... Nein... Nein... Er hat sich diesen Platz genommen. Jahrelang hat dieser Mann diese Company getragen. Er stand in Main Events. Er hat Championships gewonnen. Er hat Männer besiegt, von denen heute kaum noch jemand spricht. Er hat Gegner überlebt, die überzeugt waren, sie könnten seinen Platz einnehmen. Und jedes einzelne Mal, wenn jemand glaubte, Roman Reigns wäre am Ende... stand er wieder auf."


Die Fans reagieren laut und Heyman tritt nun wieder neben seinen Tribal Chief.

"The Wiseman" Paul Heyman
"Das ist der Unterschied zwischen einem Superstar und einer Legende. Ein Superstar braucht Siege, um relevant zu bleiben. Eine Legende kann verlieren... und trotzdem verändert sich die gesamte Landschaft dieser Company, sobald sie wieder einen Fuß durch diesen Vorhang setzt. Und genau deshalb stehen wir heute hier. Nicht um Ihnen eine Entschuldigung zu geben oder um Ihnen eine Erklärung zu liefern. Und schon gar nicht, um irgendjemanden um Vergebung zu bitten. Wir sind hier, weil die Geschichte von Roman Reigns noch nicht beendet ist. Und glauben Sie mir... wenn Roman Reigns eine Geschichte noch nicht beendet hat, dann sollte jeder Mann in dieser Umkleidekabine sehr genau darüber nachdenken, welche Rolle er darin spielen möchte."


Heyman senkt langsam das Mikrofon doch Roman Reigns bleibt regungslos. Jedoch nun dreht der Tribal Chief langsam seinen Kopf und blickt direkt zu Paul Heyman. Paul Heyman sein Blick wandert in Richtung Stage.

"The Wiseman" Paul Heyman
"Doch wissen Sie, was mich an diesem Abend besonders amüsiert? Es gibt da draußen einen Mann, der offenbar der Meinung ist, dass diese gesamte Geschichte plötzlich von IHM handelt. Ein Mann, der jede Kamera sucht. Ein Mann, der jede Gelegenheit nutzt, um seinen Namen in den Mittelpunkt zu stellen. Ein Mann, der glaubt, dass ein einziger Blick, ein einziges Wort oder ein einziger Angriff ausreicht, um seine eigene Bedeutung zu vergrößern... Seth Rollins."


Ein lauter Schwall aus Reaktionen geht durch die Arena. Heyman wartet bewusst und er lässt den Namen wirken. Dann beginnt er langsam zu lächeln.

[Bild: sddefault.jpg]

"The Wiseman" Paul Heyman
"Der Mann, der glaubt, er könne sich in jede Geschichte hineinschreiben, nur weil er irgendwann einmal ein Teil davon war. Seth Rollins hatte seine Zeit... Momente... Siege. Er hatte seine großen Niederlagen. Er hatte seine Chance, sich ein Vermächtnis aufzubauen. Und trotzdem steht er heute hier und versucht verzweifelt, sich erneut in den Mittelpunkt zu spielen. Er behauptet, er kennt Roman besser als jeder andere. Er behauptet, er hätte Roman verschont und hätte Roman nach WarGames nicht besiegt, weil Roman angeblich nicht in seinem besten Zustand gewesen sei. Was für eine wundervolle Geschichte, Seth. Du möchtest, dass die Welt glaubt, du hättest Roman Reigns aus Respekt verschont. Aber vielleicht sollten wir einmal darüber sprechen, warum Seth Rollins überhaupt so verzweifelt versucht, Roman Reigns zu besiegen."


Heyman bleibt nun stehen und sein Blick wird schärfer.

"The Wiseman" Paul Heyman
"Vielleicht liegt die Antwort nämlich nicht im Ring. Möglicherweise liegt die Antwort in Seth Rollins' Leben außerhalb dieses Rings. Denn wenn wir ehrlich sind, was besitzt Seth Rollins eigentlich noch? Seine Karriere? Ja... Seine Erinnerungen? Natürlich. Aber eine stabile Bindung zu der Frau an seiner Seite? Nein. Denn während Roman Reigns hier draußen seine Familie, sein Vermächtnis und seine Zukunft verteidigt, scheint Seth Rollins nicht einmal in der Lage zu sein, seine eigene Welt zusammenzuhalten. Und genau deshalb braucht Seth diese Rivalität. Er braucht Roman Reigns denn solange Seth Rollins über Roman Reigns spricht, muss er nicht darüber sprechen, was in seinem eigenen Leben schiefgelaufen ist. Seth möchte uns erzählen, dass Roman seine Vergangenheit ist aber vielleicht ist Roman Reigns für Seth das Einzige, was ihm noch das Gefühl gibt, überhaupt irgendwo dazuzugehören."


Heyman tritt nun wieder neben Roman und richtet sein Jackett.

"The Wiseman" Paul Heyman
"Du willst Roman Reigns besiegen, Seth? Dann hör auf, so zu tun, als wäre das hier deine Geschichte. Denn das hier... ist die Geschichte von Roman Reigns. Und wenn Seth Rollins unbedingt ein Kapitel darin sein möchte... dann sollte er sehr genau darauf achten, wie seine Geschichte endet."


Roman Reigns hebt daraufhin zum ersten Mal deutlich den Blick und das direkt zur Hardcam. Sein Gesicht bleibt vollkommen ausdruckslos doch in seinen Augen liegt eine klare Botschaft. Paul Heyman beendet seinen letzten Satz und lässt das Mikrofon langsam von seinen Lippen sinken. Für einen kurzen Augenblick bleibt der Wiseman einfach stehen. Sein Blick wandert durch die ausverkaufte Arena. Jubel und vereinzelte Rufe nach dem OTC vermischen sich zu einem einzigen, kaum kontrollierbaren Klangteppich. Heyman scheint noch etwas hinzufügen zu wollen. Er hebt das Mikrofon bereits wieder leicht an. Doch dann... spürt er die Bewegung neben sich. Roman Reigns hat sich kaum merklich verändert. Der Tribal Chief steht weiterhin vollkommen aufrecht. Keine hektische Bewegung... Kein sichtbarer Ärger... Kein Zeichen von Nervosität lediglich seine rechte Hand hebt sich langsam und bewegt sich in Richtung des Mikrofons. Paul Heyman bemerkt die Geste sofort. Der Wiseman verstummt mitten in seiner Bewegung. Heyman sein Blick wandert zunächst auf Romans Hand und anschließend langsam in das Gesicht seines Tribal Chiefs. Für einen kurzen Moment sagt Heyman nichts. Er kennt diese Geste. Er kennt die Bedeutung dahinter. Roman Reigns fordert das Mikrofon nicht aggressiv oder wütend. Es ist keine Bitte denn es ist eine Entscheidung. Heyman schluckt kurz darauf nickt er kaum merklich. Mit beiden Händen hält er das Mikrofon zunächst vor seinem Körper. Anschließend dreht er sich langsam zu Roman. Dabei wirkt die Übergabe beinahe zeremoniell. Heyman tritt einen halben Schritt näher an seinen Tribal Chief heran und streckt ihm das Mikrofon entgegen. Roman bewegt seine Hand keinen Millimeter weiter. Er wartet und Heyman versteht es sofort... Langsam legt er das Mikrofon in Romans ausgestreckte Hand.

Die Finger des Tribal Chiefs schließen sich ruhig um den schwarzen Schaft doch Roman zieht es nicht sofort an sich. Für einen Moment halten beide Männer das Mikrofon gemeinsam fest. Paul Heyman blickt Roman direkt in die Augen und Roman erwidert den Blick doch kein Wort wird gesprochen. Darauf lässt Heyman das Mikrofon vollständig los. Roman Reigns besitzt nun das Wort. Heyman tritt unmittelbar einen Schritt zurück. Seine Hände verschränkt er vor seinem Körper. Sein Kopf senkt sich für einen kurzen Augenblick, ehe er wieder aufblickt. Ein kaum wahrnehmbares Lächeln zeichnet sich auf seinen Lippen ab. Er kennt seinen Platz und er weiß, dass jetzt der Mann sprechen wird, dessen Worte in dieser Arena wesentlich schwerer wiegen als seine eigenen. Roman senkt zunächst den Blick auf das Mikrofon in seiner Hand. Dann hebt er langsam den Kopf. Der Blick wandert durch die Reihen der Frost Bank Center. 18,418 Menschen... Jeder einzelne wartet darauf, was der Tribal Chief zu sagen hat. Die Rufe nach dem OTC werden wieder lauter. Roman lässt sie gewähren. Er hebt lediglich die rechte Hand ein kleines Stück aber nicht, um die Fans zum Schweigen zu bringen sondern um ihnen zu zeigen, dass er sie hört. Dass er weiß, dass sie da sind und noch immer der Mittelpunkt dieses Moments ist. Langsam führt Roman Reigns das Mikrofon an seine Lippen. Eine lange Sekunde vergeht und darauf spricht der Tribal Chief.

"The Orginal Tribal Chief" Roman Reigns
"SAN ANTONIO... TEXAS... ACKNOWLEDGE ME!"


[Bild: maxresdefault.jpg]

Ein gewaltiger Jubel bricht daraufhin durch das Frost Bank Center. Die Rufe nach dem OTC werden immer lauter. Roman Reigns lässt die Reaktion der Zuschauer jedoch vollkommen ruhig über sich ergehen. Er steht regungslos in der Mitte des Rings, das Mikrofon fest in seiner rechten Hand. Sein Blick wandert langsam durch die ausverkaufte Arena, bevor er schließlich direkt in die Hardcam schaut. Eine lange Sekunde vergeht und darauf beginnt der Tribal Chief zu sprechen.

"The Orginal Tribal Chief" Roman Reigns
"Wissen Sie... im Wrestling kann es ganz schnell gehen."


Roman macht eine kurze Pause und sein Blick bleibt nach vorne gerichtet.

"The Orginal Tribal Chief" Roman Reigns
"Heute Morgen kann ein Mann noch davon überzeugt sein, dass alles unter Kontrolle ist. Er kann davon überzeugt sein, dass sein Platz sicher ist. Er kann davon überzeugt sein, genau zu wissen, wer neben ihm steht, wem er vertrauen kann und wie seine Zukunft aussehen wird.Und dann reicht manchmal ein einziger Moment. Ein einziger Schlag. Eine einzige Entscheidung und plötzlich... ist alles anders. Das ist dieses Geschäft. Das ist Wrestling. Es gibt keine Garantie dafür, dass das, was heute gilt, auch morgen noch Bestand hat. Ein Mann kann heute ganz oben stehen und morgen feststellen, dass sich die gesamte Landschaft unter seinen Füßen verändert hat. Ein Mann kann heute glauben, dass er den perfekten Plan besitzt. Er kann glauben, dass er den entscheidenden Moment geschaffen hat. Er kann glauben, dass ein Angriff ausreicht, um eine Geschichte zu beenden. Aber genau dort machen sich viele Männer einen Fehler. Sie verwechseln einen Moment mit dem Ende."


Lauter Jubel kommt aus den Reihen der Fans.

"The Orginal Tribal Chief" Roman Reigns
"Seth Rollins hatte seinen Moment... Seth Rollins hat Roman Reigns mit einem Stahlstuhl getroffen. Seth Rollins hat Roman Reigns zu Boden geschickt. Seth Rollins hat geglaubt, damit eine Rechnung beglichen zu haben doch Seth Rollins sollte eines verstehen. Ein Moment macht noch keine Geschichte. Denn wenn dieses Geschäft eines bewiesen hat, dann ist es genau das... Die Dinge können sich innerhalb weniger Sekunden verändern. Der Mann, der heute zuschlägt, kann morgen derjenige sein, der auf dem Boden liegt. Der Mann, der heute glaubt, die Kontrolle zu besitzen, kann morgen feststellen, dass er selbst die Kontrolle verloren hat. Und der Mann, der heute glaubt, einen Gegner endgültig zu Fall gebracht zu haben... kann sehr schnell feststellen, dass dieser Gegner bereits wieder hinter ihm steht. Roman Reigns kennt dieses Geschäft... die Höhen und die Tiefen. Roman Reigns weiß, wie es sich anfühlt, wenn eine ganze Welt darauf wartet, dass Roman Reigns fällt. Der Tribal Chief weiß auch, was passiert, wenn dieser Moment vorbei ist doch steht wieder auf... Das ist der Unterschied."

Die Fans beginnen lautstark „OTC“ zu rufen. Roman wartet, bis die Rufe etwas abebben.

[font=Trebuchet MS]"The Orginal Tribal Chief" Roman Reigns
"Ein Superstar kann durch einen einzigen Moment zerstört werden. Eine Karriere kann sich innerhalb von Sekunden verändern. Ein Bündnis kann innerhalb eines Augenblicks zerbrechen. Ein Mann kann innerhalb eines Moments vom Helden zum Bösewicht werden.
"


Ein gewaltiger Jubel geht durch die Arena. Paul Heyman beobachtet seinen Tribal Chief aufmerksam. Roman hingegen bleibt vollkommen ruhig.

"The Orginal Tribal Chief" Roman Reigns
"Ein Superstar kann durch einen einzigen Moment zerstört werden. Eine Karriere kann sich innerhalb von Sekunden verändern. Ein Bündnis kann innerhalb eines Augenblicks zerbrechen. Ein Mann kann innerhalb eines Moments vom Helden zum Bösewicht werden. Aber eine Legende... eine Legende versteht, dass ein Moment niemals größer sein darf als das Vermächtnis, das über Jahre aufgebaut wurde. Seth Rollins hatte seinen Moment. Jetzt darf Seth Rollins abwarten, wie schnell sich dieser Moment verändern kann. Denn im Wrestling... kann es ganz schnell gehen."


Roman lässt das Mikrofon langsam sinken. Sein Blick bleibt auf die Stage gerichtet, während die Zuschauer erneut mit einem donnernden "OTC! OTC! OTC!“ einsetzen. Paul Heyman steht hinter seinem Tribal Chief und nickt zufrieden, denn jeder in dieser Arena dürfte inzwischen verstanden haben, dass Roman Reigns diese Angelegenheit keineswegs als beendet betrachtet.

"The Original Tribal Chief" Roman Reigns
"Und wenn Sie schon davon sprechen, wie schnell sich die Dinge in diesem Geschäft verändern können... dann gibt es noch etwas, das Roman Reigns an diesem Abend erwähnen muss."


Roman Reigns hält für einen Moment inne. Sein Blick wandert nicht mehr zur Hardcam, sondern langsam durch die Reihen des Frost Bank Center. Die Atmosphäre verändert sich. Noch immer sind die Zuschauer laut, doch die Aufmerksamkeit richtet sich spürbar auf den Tribal Chief. Roman hebt das Mikrofon wieder an, während Paul Heyman hinter ihm aufmerksam stehen bleibt.

"The Original Tribal Chief" Roman Reigns
"Jon Moxley!!!"


Sofort geht ein deutliches Raunen durch die Arena. Einige Fans reagieren mit Jubel, andere mit Buhrufen. Roman lässt diese Reaktion bewusst einige Sekunden bestehen.

"The Original Tribal Chief" Roman Reigns
"Roman Reigns war überrascht, Jon Moxley bei diesem Match zu sehen. Sehr überrascht sogar. Denn wenn es einen Mann gibt, mit dem Roman Reigns nicht unbedingt gerechnet hat, dann war es Jon Moxley jedoch nicht, weil Jon Moxley nicht in dieses Geschäft gehört oder weil Jon Moxley kein großer Name ist. Und ganz sicher nicht, weil Roman Reigns vergessen hätte, wer Jon Moxley ist. Ganz im Gegenteil... Der Tribal Chief weiß ganz genau, wer Jon Moxley ist der Mann, der Roman Reigns den Eastcoast Championship abgenommen hat. Dieser Gürtel, den Roman Reigns getragen hat. Dieser Titel, den Roman Reigns verteidigt hat. Dieser Titel, den Roman Reigns nicht einfach irgendwann bekommen hat, sondern für den Roman Reigns gekämpft hat. Und Jon Moxley war der Mann, der ihn Roman Reigns genommen hat. Deshalb wäre es wohl gelogen zu behaupten, dass Roman Reigns diesen Namen einfach hört und dabei nichts empfindet. Aber Roman Reigns ist nicht hier, um alte Rechnungen auf jede erdenkliche Weise neu aufzuwärmen. Roman Reigns ist hier, weil Roman Reigns eine Verantwortung besitzt."


Einige Fans beginnen wieder mit „OTC“-Rufen.

"The Original Tribal Chief" Roman Reigns
"Eine Verantwortung gegenüber den Menschen, die hier sitzen. Den Menschen, die ihre Zeit investieren die Eintritt bezahlen. Die Roman Reigns Woche für Woche sehen wollen ihre Stimmen erheben, wenn Roman Reigns durch diesen Vorhang kommt. Und genau deshalb hat Roman Reigns dieses Match absolviert."

Der Tribal Chief nimmt sich eine kurze Pause und schnauft durch.

"Aber nicht, weil Roman Reigns Jon Moxley vergessen hätte und plötzlich vergessen hätte, was damals passiert ist. Und schon gar nicht, weil der Eastcoast Championship für Roman Reigns keine Bedeutung gehabt hätte. Der Tribal Chief ist angetreten um seine Fans nicht enttäuschen wollte. Das ist der Unterschied. Ein anderer Mann hätte vielleicht gesagt... Dieser Gegner passt Roman Reigns nicht. Dieser Mann hat Roman Reigns bereits geschlagen. Warum sollte Roman Reigns dieses Risiko eingehen? Aber Roman Reigns funktioniert nicht so. Wenn die Menschen hier ihre Tickets kaufen, wenn sie ihre Stimmen erheben und wenn sie erwarten, dass der Tribal Chief seinen Platz in diesem Ring einnimmt, dann nimmt er diesen Platz ein auch wenn Jon Moxley dort steht. Wenn dieser Name Erinnerungen zurückbringt. Auch wenn dieser Mann Roman Reigns den Eastcoast Championship abgenommen hatte. Roman Reigns hat nicht gezögert und ist angetreten denn genau das bedeutet es, der Tribal Chief zu sein. Ein Champion kann einen Gürtel verlieren. Ein Match kann verloren werden. Ein Gegner kann einen Moment bekommen. Aber die Verantwortung gegenüber den Menschen, die hinter diesem Mann stehen... die verschwindet nicht einfach. Jon Moxley hat Roman Reigns den Eastcoast Championship abgenommen. Das ist Geschichte aber das steht in den Geschichtsbüchern. Das kann niemand verändern. Aber Jon Moxley sollte ebenfalls verstehen, dass ein Sieg über Roman Reigns nicht bedeutet, dass Roman Reigns aus der Geschichte verschwunden ist."


Der Tribal Chief hat damit nicht vergessen, was Jon Moxley ihm angetan hat. Aber er hat ebenso deutlich gemacht, warum er trotz dieser Vergangenheit angetreten ist wegen der Menschen, die ihn sehen wollten. Wegen seiner Fans und weil ein Tribal Chief seine Verantwortung nicht abgibt, nur weil die Vergangenheit plötzlich wieder vor ihm steht.

"The Original Tribal Chief" Roman Reigns
"Und vielleicht sollte Roman Reigns an dieser Stelle noch etwas erwähnen. Etwas, das vielleicht viel mehr über die vergangenen zwei Monate aussagt als jedes Match, jeder Titel und jeder einzelne Angriff. In den vergangenen zwei Monaten hat Roman Reigns mit Verrätern gearbeitet. Aber nicht mit einem oder mit zwei. Mit einer ganzen Reihe von Männern, die irgendwann entschieden haben, dass ihre eigenen Interessen wichtiger sind als Loyalität. Jey Uso... Jimmy Uso... Solo Sikoa... Jacob Fatu. Und dann gibt es noch einen Namen, der in dieser Aufzählung nicht fehlen darf... Seth Rollins und OTC weiß das er diesen Namen erwähnt hatte, doch er muss noch einmal auf ihn eingehen."


[Bild: images-q-tbn-ANd9-Gc-Rp3-N70v-Lb-T6ph-VU...e-s-10.jpg]

Die Arena reagiert sofort mit einem gewaltigen Schwall aus Buhrufen. Roman zeigt keinerlei Reaktion. Er lässt die Zuschauer ihren Unmut herauslassen, während Paul Heyman hinter ihm aufmerksam den Blick über die Ränge schweifen lässt.

"The Original Tribal Chief" Roman Reigns
"Roman Reigns hat in diesen vergangenen zwei Monaten erlebt, wie schnell sich Menschen verändern können. Männer, mit denen Roman Reigns Seite an Seite stand, haben ihre Richtung geändert und denen Roman Reigns zumindest zeitweise vertraut hat, haben sich irgendwann dazu entschieden, den einfacheren Weg zu nehmen. Den Weg, auf dem sie nicht neben Roman Reigns stehen müssen, sondern versuchen können, Roman Reigns zu Fall zu bringen. Roman Reigns akzeptiert Entscheidungen. Was der Tribal Chief nicht akzeptiert, ist, wenn Männer glauben, dass ihre Entscheidung keine Konsequenzen besitzt. Denn genau das scheint der gemeinsame Fehler dieser Männer zu sein. Sie glauben, ein Angriff beendet eine Geschichte. Sie glauben, ein Verrat löscht Jahre aus. Sie glauben, ein paar Wochen auf der anderen Seite des Tisches würden alles verändern, was vorher gewesen ist. Das tut es nicht.Aber Seth Rollins... ist etwas anderes!"

Die Buhrufe werden lauter.

"The Original Tribal Chief" Roman Reigns
"Denn Seth Rollins ist nicht einfach irgendein Mann, der Roman Reigns irgendwann den Rücken gekehrt hat. Seth Rollins kennt Roman Reigns. Seth Rollins kennt die Geschichte. Er kennt die Männer, die damals nebeneinanderstanden. Seth Rollins weiß genau, was Roman Reigns geopfert hat, um an diesen Punkt zu kommen. Und trotzdem hat Seth Rollins sich entschieden, Roman Reigns mit einem Stahlstuhl niederzuschlagen aber nicht aus Versehen oder im Eifer des Gefechts. Seth Rollins hat darüber nachgedacht. Seth Rollins hat den Stuhl genommen und hat hinter Roman Reigns gestanden... und dann hat Seth Rollins zugeschlagen. Das macht ihn zur größten verlogenen Ratte unter diesen Männern. Denn Seth Rollins wollte nicht nur Roman Reigns verletzen. Er wollte Roman Reigns glauben lassen, dass zwischen zwei Männern, die eine gemeinsame Vergangenheit besitzen, noch so etwas wie Respekt existiert. Und während Roman Reigns vielleicht bereit gewesen wäre, diese Vergangenheit ruhen zu lassen, hat Seth Rollins bewiesen, dass er sie niemals loslassen konnte. Das ist der Unterschied zwischen Roman Reigns und Seth Rollins. Roman Reigns hat gelernt, weiterzugehen. Seth Rollins lebt von dem, was einmal war. Und vielleicht ist genau das der Grund, warum Seth Rollins Roman Reigns nicht loslassen kann."


Roman senkt langsam das Mikrofon und einige Sekunden lang sagt er nichts. Dann hebt er es ein letztes Mal an.

"The Original Tribal Chief" Roman Reigns
"Jey Uso, Jimmy Uso, Solo Sikoa, Jacob Fatu und Seth Rollins... jeder dieser Männer hat Roman Reigns in den vergangenen zwei Monaten etwas gezeigt. Nämlich, dass Verrat schnell passiert. Aber die Konsequenzen... die dauern wesentlich länger und werden schmerzhafter."


Roman lässt das Mikrofon langsam sinken. Paul Heyman nickt hinter ihm, während aus den Rängen erneut die „OTC! OTC! OTC!“-Rufe aufsteigen. Roman Reigns steht unbewegt in der Mitte des Rings und blickt zur Stage. Er lässt einige Sekunden schwinden und hebt wieder das Mikro.

"The Original Tribal Chief" Roman Reigns
"Seth verstecke dich nur denn der Tribal Chief wird dich finden und dann wird Seth Rollins ihn den Tribal Chief anerkennen!"


Roman Reigns lässt das Mikro fallen und seine Theme certönt. Die Kamera blickt genau ins Gesicht vom Tribal Chief ehe die Coast 2 Coast Live Ausgabe aus San Antonio Texas endet.

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 Bayley
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14.09.26, 20:54
Showtime! Danke an jeden der was zur Show beigetragen hat. Viele tolle Segmente. Vergisst nicht, dass wir als nächstes Special One Shot at Glory machen wollen. Wir hätten gerne so viele Teilnehmer wie möglich dabei.

Habt Spaß mit der Show und wie immer könnt ihr gerne ein Feedback zurücklassen. c2c schild

[b]Man of the Night:[/B] 
[b]Woman of the Night:[/b] 
[b]Match of the Night:[/b] 
[b]Segment of the Night:[/b] 
[b]Beste Storyline:[/b] 
[b]Überraschungen / Highlights:[/b] 
[b]Sonstiges / das könnte man besser machen:[/b] 
[b]Fazit:[/b] ?/10
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Es ist der: 14.10.26, 09:32 Deutsche Übersetzung: MyBB.de, Powered by MyBB, © 2002-2026 MyBB Group.
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