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WATCH THE THRONE X!
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findet statt im Moody Center vor 16,223 Zuschauern in Austin, Texas
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Die letzte Kamera ist optimal platziert und auch der letzte reservierte Platz besetzt. Die c2c Show kann losgehen! Gleich zu Beginn explodiert ein buntes Feuerwerk auf der Stage und motiviert die anwesenden Fans zu großem Jubel und Chants. In der Mitte des aufwendig gebauten Wrestlingrings steht Matthew Rehwoldt schon mit einem Mikrofon bereit um die anwesenden Fans hier in der heutigen Show zu begrüßen.
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Matthew Rehwoldt: "My dear Ladies.. my dear Gentlemen.. my name is Matthew Rehwoldt and it is I, your DRAAAAAMAAA KIIIIINGGG... welcoming you to... COAST.. to COAST... WRESTLINGGGGGG!"
Kaum hat Rehwoldt die Ansage zuende gebracht gibt es einen kleinen Jubel für seine Ansage und auch wegen der Vorfreude auf den Verlauf des Abends. Matthew verbeugt sich einmal kurz und geht dann auch aus dem Ring heraus. Auch die knallenden Geräusche des Feuerwerks erlischen langsam und geben die Bühne somit für ihre Akteure frei. Bevor dies jedoch in Kraft tritt, werden die Zuschauer daheim vor ihren Fernsehgeräten von Pat MacAfee, Cathy Kelly & Wade Barrett begrüßt.
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Pat McAfee: "Willkommen zu unserem Special Watch The Throne!"
Cathy Kelley: "Wir haben einige Banger Matches für euch auf Lager."
Wade Barrett: "Titel stehen auf dem Spiel. Da bringt jeder Superstar sein A Game. Tiffany Stratton und Kenny Omega werden ihr bestes tun um ihre Titel zu verteidigen."
Die Zeit verstrich zunehmend und plötzlich war der Moment gekommen. Schlagartig schrumpft die Welt auf diesen einen Raum zusammen. Die tosende Kulisse der Arena, das gedämpfte Wummern des Basses und das Geschrei zehntausender Fans verstummen hinter der massiven Isolierung. Stille breitet sich aus. Schwer und dicht. Das einzige Geräusch, das die fast sakrale Ruhe durchbricht, ist das leise, rhythmische Klacken von Metall auf Metall. Seth Rollins steht schweigend vor seinem offenen Spind. Komplett in schwarz verschließt er gerade den Gürtel der taktischen Cargo-Pants, dann die Schnallen zum Bein. Mit eisernen, fast mechanischen Bewegungen greift er nach dem ersten Lederhandschuh, zieht stramm und verschließt auch diesen. Eine fest verankerte Routine, ein Ritual, das sein Körper selbst nach all den Jahren nicht verlernt hat.
Auf der Bank neben dem Spind liegen die restlichen Ausrüstungsgegenstände bereit. Die schwere Combat Weste und die Maske. Auf dem obligatorischen Ledersofa im Schatten des Raumes sitzt Becky Lynch. Sie beobachtet ihn seit Minuten, ohne ein Wort zu sagen. In ihren Augen liegt keine Freude, kein spitzer Kommentar, kein sonst so typischer, herausfordernder Blick. Nur eine tiefsitzende, dunkle Sorge, die sich in feine Falten auf ihrer Stirn gräbt.
BECKY LYNCH: "Du hast sie also wirklich aufgehoben…“
Durchbricht sie schließlich die Stille. Ihre Stimme ist leise, aber eisern. Seth hält für einen Bruchteil einer Sekunde in der Bewegung inne und wirft ihr über die Schulter einen kurzen, unlesbaren Blick zu.
SETH ROLLINS: "Ich hab nie gedacht, dass ich sie nochmal tragen würde."
Murmelt er ruhig vor sich hin. Er wendet sich wieder dem Spind zu und greift nach dem zweiten Handschuh.
BECKY LYNCH: "Vielleicht hättest du genau das dabei belassen sollen."
Entgegnet Becky rasch. Seth antwortet nicht. Er zieht den zweiten Handschuh über die Finger, streift das Leder stramm und wiederholt den Vorgang wie zuvor mit der rechten Hand. Die Stille zwischen ihnen wird drückender. Becky erhebt sich langsam vom Sofa. Mit bedachten Schritten tritt sie näher an ihn heran, bis sie knapp hinter ihm steht. Sanft fährt sie ihm mit der Hand über den Rücken. Ihre Stimme bleibt ruhig, fast belehrend, doch unter der Oberfläche schwimmt purer Ernst.
BECKY LYNCH: "Seit Wochen erzählst du jedem, der es hören will, dass Roman dein Problem ist. Dass niemand außer dir das Recht hat, ihn zu brechen. Und jetzt ziehst du los… um ihn zu retten?"
Sie macht einen Schritt zur Seite, um sein Profil zu sehen. Seth schließt die breiten Klettverschlüsse an seinen Handgelenken. Das raue Geräusch hallt durch den Raum.
SETH ROLLINS: "Ich rette ihn nicht, wir wurden beide angegriffen. Ich verhindere nur, dass jemand anderes mir das nimmt, was mir gehört."
Sagt er kühl und knapp, ohne sie dabei anzusehen. Becky nickt langsam. Sie kennt diese kalkulierte, kühle Antwort. Sie hat sie in seinen Augen gelesen, lange bevor er sie ausgesprochen hat. Doch genau diese Sturheit ist es, die ihr Angst macht.
BECKY LYNCH: "Ist das wirklich der Grund?"
Fragt sie nach und fixiert ihn. Seth hält inne. Nur für einen winzigen Augenblick stockt seine rechte Hand an der Weste. Becky nutzt genau diese Lücke in seiner Deckung.
BECKY LYNCH: "Oder hoffst du insgeheim… dass für einen einzigen Abend alles wieder so sein könnte wie früher?"
Die Worte treffen wie ein Wirkungstreffer. Seth’ Blick schweift ab, an ihr vorbei, hinein ins Leere. Er blickt ihr nicht in die Augen. Stattdessen wandert sein Blick hinab auf den Brustpanzer der Weste. Auf die matten Konturen des alten, eingestickten SHIELD-Logos. Fast unmerklich, getrieben von einem längst vergrabenen Impuls, fährt seine Hand vorsichtig über den Stoff.
BECKY LYNCH: "Du weißt, was mich daran am meisten zum Grübeln bringt? Du bist einer der wenigen Menschen in diesem Business, der genau weiß, wie sich Verrat anfühlt. Nein, noch schlimmer. Du bist derjenige, der ihn perfektioniert hat. Und jetzt gehst du da raus… gegen die Uso Brüder, gegen Jacob Fatu und womöglich auch gegen Roman? Denn was hast du von ihm? Sein Wort? Oder war es doch nur das von Paul Heyman? Denk drüber nach Seth… aber sei nicht überrascht, wenn du in dein Verderben rennst."
Becky setzte nach. Ihre Stimme bekam einen scharfen Klang als sie unverblümt Seth’ größte oder auch schlimmste Tat ansprach. Je nachdem wie man das Ganze sah. Er schließt schlagartig die Augen. In der Dunkelheit hinter seinen Lidern flammt es auf. Die Erinnerung. Das kalte metallische Klatschen eines Stahlstuhls. Der Schmerz im Rücken von Roman. Das entgeisterte, fassungslose Gesicht von Jon. Der Schrei der Menge. Der Moment, in dem die Welt zerbrach. Alles blitzt für einen grausamen Sekundenbruchteil wieder vor seinem inneren Auge auf.
SETH ROLLINS: "Ich erinnere mich an jede einzelne Sekunde. Jeden Schlag. Jeden Blick. Ich brauche keine Lektion über Verrat, Rebecca. Denkst du, es war damals leicht? Das war es nämlich nicht und dennoch… dennoch war es das Beste."
Zischt Seth ihr entgegen. Er reißt die Augen wieder auf und wendet sich zu ihr herum. Seine Kiefermuskeln mahlen. Becky erwiderte ohne zu zögern. Sie tritt noch einen Schritt näher an ihn heran.
BECKY LYNCH: "Dann hör auf so zu tun, als wäre das unmöglich! Jimmy, Jey… Jacob… oder wer auch immer wirklich hinter den Kulissen die Fäden zieht… Vielleicht rechnen sie genau damit! Vielleicht brauchen sie gar keinen Roman. Vielleicht brauchen sie nur dich. Den Mann… der niemals wegsehen kann, wenn irgendwo das Wort Bruderschaft fällt. Eventuell legen sie es direkt darauf an, dass du etwas gerade rücken willst."
Zum ersten Mal stockt Seth spürbar. Seine Lippen formen ein Wort, das er nicht ausspricht. Er antwortet nicht sofort. Becky hat nicht nur einen Nerv getroffen, sie hat genau die Wunde freigelegt, die er seit Jahren zu überspielen versucht. Ein paar lange, zähe Sekunden verstreichen. Erst jetzt sieht er Becky wieder direkt in die Augen. Der Blick ist eiskalt, doch darin liegt eine kompromisslose Entschlossenheit.
SETH ROLLINS: "Vielleicht hast du recht. Vielleicht ist das eine Falle. Vielleicht wartet heute Abend der größte Fehler meiner Karriere auf mich. Aber wenn Roman Reigns heute da draußen steht… und die ganze Welt erwartet, dass Seth Rollins ihn im Stich lässt… dann werde ich genau das Gegenteil tun."
Er macht einen langgezogenen Schritt auf sie zu, bis nur noch wenige Zentimeter sie trennen. Er senkt die Stimme zu einem tiefen, rauen Rascheln. Mag sein Vorhaben auch schon ritterlichen Anmut in sich tragen, brodelte in Becky's Gedankenwelt etwas anderes.
SETH ROLLINS: "Nicht, weil ich ihm vergeben habe. Nicht, weil wir wieder Brüder sind. Sondern weil The SHIELD… mehr war als irgendwelche drei Männer. Es war ein Versprechen. Und ich werde selbst entscheiden, wann dieses Versprechen endgültig stirbt.“
Er blickt noch einmal flüchtig hinab auf die Brust der Weste. Mit einer flüssigen Bewegung greift er nach der Maske, die auf der Ablage des Spinds liegt. Er dreht sie in den Händen, setzt ihn jedoch noch nicht auf. Becky sieht ihn an. Die Härte in ihren Zügen schmilzt für einen kurzen Moment dahin und macht einer tiefen, ehrlichen Verletzlichkeit Platz. Sie tritt ganz nah an ihn heran, hebt die Hand und legt ihre Handfläche sanft an seine Wange.
BECKY LYNCH: "Dann versprich mir wenigstens eines, ja? Egal was da draußen passiert, du tust nichts Unüberlegtes, was du eventuell später bereuen würdest. Und… komm wieder zurück."
Ihre Stimme war nur ein ruhiges Flüstern. Ein intimer Moment, der noch aus so viel mehr bestand als nur ihren Worten, denn das viel wichtigere war das, was Becky nicht sagte. Seth blickt auf sie herab, gefangen im Blick ihrer grünen Augen. Ein kaum wahrnehmbares, melancholisches Lächeln huscht über seine Lippen. Ein Schatten des Mannes, der er einmal war.
SETH ROLLINS: "Ich komme immer zurück."
Darauf wendet sich Seth ab, greift nach der Türklinke und zieht die schwere Sicherheitstür auf. Das dröhnende Gebrüll der Arena brandet für einen kurzen Augenblick wie eine Sturmwelle in den Raum, ehe die Tür hinter ihm wieder ins Schloss fällt. Das Bild bleibt zurück im Raum, wandert langsam zu Becky, die unbeweglich mitten im Raum steht und auf das kühle Metall der geschlossenen Tür starrt. Ein leiser Atemzug entweicht ihren Lippen. Fast flüsternd, unhörbar für die Welt da draußen, sagt sie nur…
BECKY LYNCH: "Das hast du beim letzten Mal auch geglaubt."
???: „Raven… ich… ich muss mit dir reden. Ich komme direkt von der Regie… Ich habe mir deine Promo eben noch einmal ganz genau auf den Monitoren angesehen.“
...
schallt es über den riesigen Titantron in die Arena und als die Kamera anspringt, zerschneidet ein steriles, summendes, weißes Licht die Dunkelheit der Arena. Zu sehen ist niemand Geringeres als der Death Fighter Raven, der in seinem Locker auf einer massiven, verkratzten Holzbank sitzt, die Ellbogen auf seine Knie gestützt und die Hände vor dem Gesicht verschränkt, während sein schwerer Mantel stumm hinten herunterhängt. In seinem Kopf hallt noch immer das Echo seiner eigenen Worte nach, das Echo dieser harten, unerbittlichen Pipebomb, mit der er Vince McMahon und dieses korrupte System letzte Woche vor laufenden Kameras in der Luft zerrissen hat. Er hat dem ehemaligen WWE-Chairman die Maske heruntergerissen und ihm ins Gesicht gesagt, was er für ein machtbesessener, sexistischer Parasit ist. Doch dieser Mann, der hier die letzten Wochen wie ein Diktator durch den Backstagebereich marschiert ist, steht nun hier vor Raven und wirkt absonderlich schüchtern. Raven hebt langsam den Kopf und blickt auf Vince. Aber es ist nicht der Vince McMahon, den wir oder Raven kennen. Keine aufrechte, bedrohliche Haltung, kein eisiger, arroganter Blick. Vince wirkt gebückt, die Schultern hängen herab, der teure Anzug sitzt plötzlich viel zu weit an seinem Körper, und in seinen Augen liegt ein fast schon rührseliger, kindlicher Glanz von tiefer, zerknirschter Reue.
![[Bild: ac39d017-a76f-4cfb-8240-604b3399f1ef.png]](https://i.ibb.co/DgKGtKWV/ac39d017-a76f-4cfb-8240-604b3399f1ef.png)
Mit langsamen, vorsichtigen Schritten nähert er sich dem Trainer des Performance Centers, schluckt schwer und ringt sichtlich nach Luft, als würde jede Silbe ihn unendliche Überwindung kosten. Raven rührt sich nicht, sondern mustert ihn nur mit diesem eiskalten, durchdringenden Blick, den er sonst für die erbärmlichsten Kreaturen dieses Business aufspart. Sein Gesicht bleibt eine unbewegliche Maske, während Vince näher tritt, die Hände flehend vor der Brust zusammenfaltet und fassungslos den Kopf schüttelt. Tränen schimmern fast in seinen Augenwinkeln, als er mit einer brüchigen, ja fast schon weinerlichen Stimme zu dem Gatherer spricht.
Vince McMahon: „Du hattest ja so recht. In allem. Jedes verdammte Wort… es war die pure, ungeschminkte Wahrheit. Ich bin ein Monster, Raven. Ich bin ein von Macht zerfressener, miserabler Mensch, der seine eigenen Leute ausbeutet, der die Seele dieses Sports verkauft hat, nur um seine eigene Eitelkeit zu befriedigen. Ich habe Menschen wie Dreck behandelt… deine Schüler, dich, all die Jungs und Mädels, die sich hier Tag für Tag die Knochen kaputtlaufen.“
Vince lässt sich schwer auf einem Stuhl gegenüber von Raven sinken, die Ellbogen locker nach unten hängend und den Blick flehend auf den Dark Savior gerichtet. Seine Stimme bricht fast ab.
Vince McMahon: „Ich bewundere dich, Raven. Das meine ich ernst. Du bist das moralische Gewissen dieses Ladens. Du bist der Einzige hier, der den Mut hat, sich hinzustellen und die Wahrheit auszusprechen, während wir alle anderen uns für ein paar Scheine verkauft haben. Ich möchte mich entschuldigen. Bei dir. Bei deinen Schülern und bei der ganzen Welt. Ich trete zurück. Ab heute werde ich dieser Company keinen Schaden mehr zufügen. Du… du sollst hier das Sagen haben. Du solltest Bayleys Posten als General Manager haben. Du bist der Einzige, der diesen Laden retten kann, weil du ein unglaublich guter, selbstloser und gerechter Mensch bist…“
Vince atmet tief aus, ein Ausdruck von fast schon erlösender Demut breitet sich auf seinem gealterten Gesicht aus, während er auf eine Reaktion wartet. Doch Raven starrt ihn erst mal nur an und glaubt selbstverständlich keine Sekunde lang diesem Theater. In seinen Augen spiegelt sich nicht einmal Überraschung, nur pure, unendliche Verachtung für diese lächerliche, absurde Illusion. Ein kalter, fast schon mitleiderregender Zug spielt um Ravens Mundwinkel, als er sich langsam nach vorne beugt und mit dieser unverkennbaren, trockenen und völlig emotionslosen Grabesstimme antwortet:
Raven:
„„Du suchst keine Sühne, Vince. Du suchst nur eine Bühne, auf der du der tragische Märtyrer sein kannst. Du bist nicht reuig. Du hast einfach nur eine schwere paranoide Größenwahn-Psychose, kombiniert mit fortgeschrittener Demenz. Du gehörst nicht dort raus, du gehörst in die geschlossene Psychiatrie."“
Vince’ Gesichtszüge erstarren mitten in seiner demütigen Pose. Der Ausdruck von gespielter Reue bricht in sich zusammen wie ein Kartenhaus.
Raven:
„„Oder ins Grab. Und genau dorthin werde ich dich bringen, du alter faltiger Wurm!"“
Und mit diesen Worten springt Raven auf, packt sich Vince am Hals und würgt ihn hier regelrecht! Er packt Vince in einen Sleeperhold und würgt ihn so lange, bis sein Kopf blau anläuft. Was um alles in der Welt passiert hier bitte? Irgendjemand muss Vince aufhalten, sonst... oh Gott, was sonst?
Vince McMahon: „Aaahhhrrrggg Raven... lassen Sie mich los. Hören Sie auf. Raven... RAVEN...“
Strickland: RAVEN!“
Und in diesem Bruchteil einer Sekunde, noch während Vince den Mund offen hat, reißt der Albtraum entzwei und die Szene flimmert und löst sich in harten, grauen Schatten auf, während Raven hochschreckt, die Augen weit aufreißt und zurück in die brutale, unbarmherzige Realität des echten Lebens irgendwo in der hintersten Ecke der Arena in einem kleinen Requisitenraum gezerrt wird, wo die Wände aus Beton sind, die Luft zum Schneiden dick ist und Vince McMahon da draußen immer noch genau der skrupellose Tyrann ist, der er immer war. Dort, wo eben noch Vince stand und von Raven das Leben aus allen Poren gewürgt bekam, steht nun Strickland, der seinen Lehrer Raven wütend anschaut.
![[Bild: 676b6e64-bd69-411d-adca-f217b2a8fd7f.png]](https://i.ibb.co/SX2Bt91T/676b6e64-bd69-411d-adca-f217b2a8fd7f.png)
Als die Kamera sich wendet, können wir Raven auf einigen Matratzen sehen, wie er scheinbar bis eben ein Nickerchen genossen hatte. Also... war das alles gerade nicht echt? Sondern nur ein Traum, den Raven hatte? Das würde so einiges erklären und die Szene wieder logischer gestalten, als sie war. Zum Glück. Wobei es andernfalls leider auch etwas schade ist.
Strickland: Jetzt wachen Sie endlich auf!“
Etwas ermüdet reibt sich der Necro Warden seine Augen, um den Sand dort herauszustreichen, bevor er sich von den Matten aufrappelt und mit leicht zerzausten Haaren dasitzt. Neben Strickland befindet sich auch noch Lykos hier in diesem kleinen Zimmer, den man bis eben gar nicht entdecken konnte. Doch Raven wirkt gar nicht überrascht davon, dass die beiden ihn hier gefunden haben.
Raven:
„„Ach fuck... sorry... glaub, die Nutte, die ich vorhin hier hatte, war zu gut in ihrem Job!"“
… das sind jetzt nicht unbedingt die Bilder, die wir uns im Kopf vorstellen wollten. Immerhin lassen sich die beiden Schüler nicht groß davon beeindrucken, da sie ohnehin wissen, dass es nur ein weiterer dummer Spruch vom Palm Beach Heart Throb ist. Diese sind sie bereits gewohnt. Lykos stellt dann auch die Fragen, die uns viel mehr interessieren.
Kid Lykos: ’„Was machen Sie hier? Wieso sind Sie nicht in Ihrem Locker? Und wieso waren Sie nicht zum Training am Freitag?“
Das Training letzte Woche Freitag ist ausgefallen? Das ist eine interessante Info. Hat es etwas mit Vince zu tun und mit der Promo, die Raven gebracht hat? Nun, auf die eine Frage erhalten wir immerhin direkt eine Antwort von der ECW-Legende.
Raven:
„„Weil an dem Locker mein Name steht und wenn die geilen Fangirls mich da finden, könnte das Stöhnen zu laut für die anderen Kollegen hier werden. Das wird Tod durch Snusnu!"“
Wenn auch wohl keine ehrliche. Raven scheint heute nicht sonderlich gewillt dazu zu sein, ein vernünftiges Gespräch zu führen. Wer weiß, vielleicht ist er auch nur schon wieder betrunken. Wer weiß, was er hier alles getan hat, seitdem er hier in diesem Raum ist. Leere Flaschen sind immerhin nicht aufzufinden. Aber zum Glück der Fans muss der Ally auch gar nichts sagen, da Strickland ihn scheinbar überraschend gut lesen kann.
Strickland: Oder aber, weil Sie Schiss haben, dass Vince Sie finden könnte! Wie erbärmlich!“
Große Worte vom Man Who Never Misses, der aber seinem Namen alle Ehre macht, denn er scheint mit dieser Theorie genau ins Schwarze getroffen zu haben. Aber das kann man auch verstehen. Besser, Raven versteckt sich, solange er nur kann, vor Vince, dann kann ihm auch nichts passieren. Jedenfalls denkt er so.
Raven:
„„Nun, ich kann es nun mal nicht ausstehen, wenn Leute, die aussehen wie mein linker Hodensack, mich fertigmachen wollen. Ich sehe da nichts Erbärmliches dran."“
… nette Beschreibung. Aber Strickland weiß genau, wie man darauf reagieren muss.
Strickland: Denken Sie, wenn er Sie nicht findet, dass Sie nicht gefeuert werden und dass Sie uns nicht feuern müssen? Da werden Sie nicht drum herumkommen. Sie können sich nicht ewig vor ihm verstecken!“
Aber man muss schon sagen, dass es Strickland überraschend ruhig nimmt. Er sagt hier direkt heraus, dass Vince ihn definitiv feuern wird und er nimmt das einfach so hin. Wie als hätte er sich schon Pläne gemacht, was er nach seiner Karriere hier im Performance Center macht. Geht er zur WGL oder was ist sein Plan? Oder doch zurück zur CZW, falls das Angebot seines damaligen Trainers noch aktiv ist. Raven jedoch sieht es mindestens genauso locker wie Strickland.
Raven:
„„So lange wird es gar nicht brauchen. Der hat sowieso nicht mehr so lange zu leben."“
Wer denkt, dass man hier ein ernsthaftes Gespräch mit Raven führen kann, der hat sich mal gewaltig geirrt.
Strickland: Zur Sicherheit hab ich trotzdem schon mal einen Blumenstrauß bestellt für Ihre Beerdigung.“
Und da zeigt Strickland mal wieder, warum ihn die Leute damit aufziehen, dass er genauso ist wie Raven. Auch er kann solche Sprüche aus sich herausbringen. Er lernt wirklich sehr viel von der alten ECW-Legende und wird immer mehr wie er. Doch wollen wir so langsam einmal wegkommen von den ganzen dummen Sprüchen und zu wichtigeren Dingen schwenken. Denn so unterhaltsam dieses kleine Wortgefecht vielleicht sein mag, so wenig darf man vergessen, dass hinter all dem eine Situation steckt, die deutlich ernster ist, als Strickland sie mit seiner gewohnt lockeren Art gerade erscheinen lässt. Und vielleicht ist genau das auch der Grund, warum er sich überhaupt hinter solchen Sprüchen versteckt. Es ist schließlich wesentlich einfacher, einen dummen Kommentar abzugeben, als offen auszusprechen, was einem wirklich durch den Kopf geht. Eine Eigenschaft, die er sich ebenfalls hervorragend bei Raven abgeschaut haben könnte. Gefühle zeigen? Bloß nicht. Schwäche eingestehen? Noch schlimmer. Lieber einen Spruch drücken, das Gegenüber provozieren und anschließend so tun, als wäre einem die gesamte Situation vollkommen egal. Doch genau das scheint hier nicht mehr wirklich zu funktionieren. Für einen kurzen Moment verschwindet dieses selbstgefällige Grinsen aus Stricklands Gesicht und macht einem deutlich ernsteren Ausdruck Platz. Seine Haltung bleibt zwar locker und auch die Hände verschwinden beinahe demonstrativ in den Hosentaschen, doch seine Augen verraten wesentlich mehr, als ihm wahrscheinlich lieb wäre.
![[Bild: d14107a9-0c1b-4ace-8a3d-e090ec39f54e.png]](https://i.ibb.co/gbvvTTmz/d14107a9-0c1b-4ace-8a3d-e090ec39f54e.png)
Er beobachtet sein Gegenüber ganz genau, als würde er jede noch so kleine Reaktion analysieren wollen, bevor er selbst entscheidet, wie viel er von seinen eigenen Gedanken tatsächlich preisgibt. Auch das erinnert erschreckend stark an seinen Trainer. Raven würde vermutlich behaupten, dass man seinem Gegenüber niemals freiwillig eine Waffe in die Hand drücken sollte, und nichts anderes wären Ehrlichkeit und offen gezeigte Unsicherheit in einer solchen Situation. Strickland scheint diese Lektion mittlerweile ziemlich gut verstanden zu haben. Vielleicht sogar ein wenig zu gut. Denn anstatt sofort weiterzureden, lässt er einige Sekunden verstreichen und gibt der entstandenen Stille damit beinahe mehr Gewicht als jedem seiner vorherigen Sprüche. Erst dann atmet er leise durch und richtet sich ein wenig auf. Jetzt scheint es endgültig vorbei zu sein mit den Spielchen. Zumindest vorerst. Denn wenn Strickland eines von Raven gelernt hat, dann wohl, dass selbst das ernsteste Gespräch jederzeit wieder zu einem verdammt unangenehmen Spiel werden kann.
Strickland: Wissen Sie, wo Leva und Izzy sind?“
Bei dieser kurzen Frage fällt natürlich der Gedanke sofort wieder auf letzte Woche, wo wir Leva Bates sehen konnten, wie sie bei Raven gekündigt hat. Auch jetzt, eine Woche später, weinen ihr noch einige Fans hinterher und für den Hauch einer Sekunde kann man auch in Ravens Gesicht ein wenig Leid ansehen. Welches er jedoch in kürzester Zeit wieder perfekt überdeckt und wegwischt, um die Frage auf eine für ihn klassische Art und Weise zu beantworten.
Raven:
„„Moreno wird irgendwo bei Bayley rumhängen. Wer weiß, was für perverse Mutterspielchen die da treiben. Und Bates..."“
Doch muss er kurz innehalten. Er scheint nachzudenken, wie seine nun folgenden Worte formuliert sein sollten. Oder aber es schmerzt ihn zu sehr, darüber zu sprechen. So genau kann man es nicht erkennen, aber es macht definitiv etwas mit ihm, was man so nur selten zu sehen bekommt. Aber letzten Endes entscheidet er sich, es einfach nur trocken rauszuhauen.
Raven:
„„Nun ja, sie hat letzte Woche gekündigt! Zu schade!"“
Doch Strickland lässt das nicht einfach so stehen. Er hat mit vielem gerechnet, aber damit? Oh nein, ganz sicher nicht damit. Seine Reaktion ist regelrecht ungläubig und schockiert. Er glaubt Raven in diesem Moment kein einziges Wort und geht sofort davon aus, dass Raven mal wieder lügt oder die volle Verantwortung für das Rausschmeißen trägt. Denn schließlich steht jeder von ihnen zu dem Zeitpunkt ohnehin unter extremer Anspannung, weil Vince sie gefeuert haben möchte. Aber kann Strickland dagegen auch nichts machen, denn schließlich ist es so, wie Raven gesagt hat, und daran lässt sich nichts mehr ändern. Auch Lykos kann das irgendwie nicht glauben. Aber anders als Strickland hält er sich etwas zurück und fragt nur, ob er es richtig verstanden hat.
Kid Lykos: ’„Leva ist gegangen?“
Eine Antwort auf diese schon irgendwie berechtigte Frage erhält der Brite jedoch nicht, da für Strickland das ganze Thema zu viel wird. Er lässt Raven nicht so einfach daraus kommen. Oh nein, er weiß genau, was abgegangen ist.
Strickland: Wollen Sie mich verarschen? Haben Sie Leva rausgeschmissen, weil Sie zu feige waren, einmal etwas Gutes zu tun?“
Der Blick von Strickland wird regelrecht finster, als er Raven hier anschaut und sich bildlich vorstellt, wie beschissen sich Leva wohl im Moment fühlen muss. Und nicht nur sie. Auch Izzy, denn schließlich waren sie und Leva fast wie Schwestern. Es wird der jungen Nachwuchswrestlerin das Herz brechen, wenn sie das erfährt. Falls sie es nicht bereits schon weiß. Kein Wunder also, dass Strickland hier vor Wut auf Raven kocht. Und dass dieser dann darauf auch noch mit seinen klassischen unpassenden Sprüchen antwortet und die gesamte Situation ins Lächerliche zieht, macht die Sache gar nicht mal besser.
Raven:
„„Ach, Sie wollen mir einen Kaffee bringen? Ausgezeichnete Idee. ’Nen Sandwich aus der Kantine nehm ich auch gern noch mit dazu. Aber bitte ohne Tomaten. Die machen mein Gesicht nur so rot."“
Auch wenn er dies in eher belustigendem Tonfall sagt, so konnte man es heraushören, dass dies keine Frage war, sondern vielmehr als Befehl durchging.
Raven:
„„Na los, hopp, hopp, worauf wartet ihr?"“
Bestätigend dazu schlägt er jetzt in die Hände und sagt den beiden, dass sie sich verpissen sollen.
Kid Lykos: ’„Ohne Milch, richtig? Ich beeile mich!“
Immerhin scheint Lykos Gehorsamkeit zu zeigen und geht sofort los. Strickland weigert sich anfangs zwar etwas, aber verschwindet dann ebenfalls, um mit Lykos wieder zurück in den Main-Bereich der Halle zu gehen. Doch der Weg dahin wird nicht wirklich ruhig werden, wie es scheint.
Strickland: Na, wie sitzt das Halsband? Ich hoffe, es ist nicht zu eng!“
Strickland lässt ein kurzes, arrogantes und genervtes Schnaufen zu hören, das durch den kühlen Flur hallt, während er neben Kid Lykos hergeht, der den Auftrag mit fast schon unterwürfiger Eile ausführt, um dem unberechenbaren Raven bloß nicht weiter zu schaden. Lykos prüft im Gehen noch einmal die genauen Details der Bestellung, als würde sein Leben davon abhängen, während Strickland mit einer Mischung aus Häme und schierem Unverständnis den Kopf schüttelt. Es ist faszinierend zu beobachten, wie der Mann mit der Wolfsmaske sich hier so bereitwillig zum Laufburschen machen lässt, denn Swerve selbst käme niemals auf den Gedanken, sich von irgendjemandem, egal ob Raven oder McMahon, derartig herumkommandieren zu lassen. Für Strickland ist Pro Wrestling längst kein blinder Gehorsam mehr und schon gar keine Glaubensfrage, sondern ein reines Business, eine Bühne für Status, Luxus und unbestrittenen Reichtum. Und dennoch holt er hier das Sandwich für Raven. Verrückter Junge. Er zieht sich die Snapback-Mütze noch etwas tiefer ins Gesicht und wirft Lykos einen schrägen Blick zu, während die schweren, eisbesetzten Diamanten an seiner Kette bei jedem Schritt leicht gegen seine Brust schlagen.
![[Bild: 26f1a696-0714-49b0-8751-4f28f7524a36.png]](https://i.ibb.co/2760hP01/26f1a696-0714-49b0-8751-4f28f7524a36.png)
Im Grunde teilt Swerve nicht einmal Ravens verbitterte, fast schon philosophische Rebellion gegen das System, denn während Raven sich an dem verdorbenen Machtapparat und den kaputten Strukturen abarbeitet, will Strickland diesen Apparat schlichtweg ausnutzen, um ganz nach oben zu kommen. Sie unterscheiden sich in ihrer Grundhaltung fundamental, und auch wenn Lykos glaubt, mit seinem Kadavergehorsam das Überleben seiner Gruppe zu sichern, sieht Strickland darin nur pure Zeitverschwendung für jemanden mit echtem Talent. Sie biegen um die nächste Ecke Richtung Catering-Bereich, bereit, den geforderten Kaffee zu holen, doch die elektrische Spannung in der Luft zeigt ihnen deutlich, dass dieses Gespräch noch lange nicht vorbei ist und die nächste Konfrontation schon im Anschlag steht.
Kid Lykos: ’„Was für ein Halsband?“
Antwortet Strickland relativ ruhig und verwirrt. Er scheint nicht ganz zu verstehen, was Strickland zu ihm sagen will. Er bleibt abrupt auf dem halben Weg stehen, die metallenen Schnallen seines Outfits klimpern leise in der sterilen Atmosphäre des Flurs, während er den Kopf schieflegt und Strickland aus den dunklen Augenlöchern seiner Maske heraus irritiert mustert. Er hat diesen Spruch nicht kommen sehen, und für einen Moment setzt der sonst so eilige Befehlsausführer aus. Strickland bleibt ebenfalls stehen, breitet die Arme lässig aus und lässt ein trockenes, amüsiertes Schnauben hören. Für Swerve ist das hier alles ohnehin nur ein schlechter Witz... diese ganze pseudo-deepe Unterwürfigkeit, die Raven von seinen Leuten verlangt, während die Company im Chaos versinkt. Und das lässt er jetzt voll und ganz an Lykos aus.
Strickland: Na, das von deinem Herrn und Meister!“
Lykos starrt ihn an und hat seine Zähne hinter der Maske aufeinandergepresst. Er teilt vielleicht nicht Swerves lockere, geschäftsmäßige Arroganz, aber er weiß genau, dass Strickland recht hat und genau das macht es so unerträglich.
Kid Lykos: ’„Herr und was? Spinnst du? Hätt ich Raven jetzt fertigmachen sollen oder was? Was soll das bitte bringen? Denkst du, er geht nackt zu Vince und entschuldigt sich und Vince holt Leva wieder?““
Man kann es deutlich hören, dass Lykos die Worte von Strickland ganz und gar nicht schmecken. Aber wie Raven jetzt nude Vince beglückt, das sind nun Bilder, an die man nun wirklich nicht gern intensiver denken wollen würde. Doch muss man leider auch gestehen, dass Strickland mit seinen Worten nicht ganz unrecht hat. Aber was will Lykos bitte machen? Er hängt hier sowieso am seidenen Faden durch die Aktion mit Vince.
Strickland: Wenn ein Kind Scheiße baut, behandelst du ihn doch nicht so, als hätte er gerade das Rad neu erfunden, stellst sie ins Regal und nennst es ein Kunstwerk. Nein, du sorgst dafür, dass es versteht, warum du gerade angepisst bist und dass so eine Scheiße nie mehr passiert.“
Komischer Vergleich, aber man weiß, was Strickland meint. Und man muss halt auch sagen, dass Raven sprichwörtlich Scheiße gebaut hat, indem er angetrunken die unautorisierte Promo gegen Vince und Bayley gehalten hat. Das war ein Fehler, für den Leva nun büßen musste. Und für den auch noch viele weitere büßen müssen. Doch lässt sich Lykos auch von solch einem Kommentar nicht aus der Fassung bringen, er dreht sich wieder um und geht schnellen Schrittes weiter, während er Strickland schnell und selbstsicher antwortet.
Kid Lykos: ’„Kinder können lernen und schlau werden. Raven kann dies nicht!“
Und diese Antwort hat sogar gut gesessen, weil Lykos damit vielleicht sogar recht haben könnte. Raven verhält sich manchmal schon wirklich wie ein kleines Kind, wenn nicht gar noch schlimmer. Aber hat Strickland dennoch einen passenden Endkommentar dazu.
Strickland: Du bist einfach nur ein Waschlappen!“
Nicht so sonderlich elegant, aber es reicht Strickland aus. Mit diesen Worten dreht er dann auch um und betritt die Cafeteria, wo die beiden nun angekommen sind. Aber nicht bevor Lykos ihm noch eine passende Antwort hinterherwirft.
Kid Lykos: ’„Ach, halt die Fresse, du Penner!“
Klassische Worte, die in einem männlichen Gespräch unter Männern so umherfliegen eben. Und damit betritt auch Lykos die Cafeteria und das Bild schaltet sich so langsam aus.
OPENER
SINGLES MATCH
Fallon Henley vs. Skye Blue
![[Bild: skyevsfallon.png]](https://i.ibb.co/LzBQd447/skyevsfallon.png)
Writer: Alex
Leichter Country Flair weht durch die Halle, als Fallon Henley zu den Klängen ihrer Theme die Halle betritt. Über ihrem Gear trägt sie eine braune Weste, an der einige Fransen angebracht wurden. Lächelnd schnalzt sie mit der Zunge und zwinkert den Fans zu, die ihr einen warmen Empfang bereiten.
Matthew Rehwoldt: "Making her way to the ring... from Chelsea, Michigan... FALLON HENLEY"
Selbstbewusst stapft sie los und beginnt die letzten Meter zu sprinten, so dass sie gekonnt unter den Seilen in den Ring sliden kann. Sofort hüpft das Country Girl wieder auf und steigt auf ein Turnbuckle. Der linke Fuß bleibt auf dem mittleren Seil, während sie den anderen auf das obere stellt. Die Weste rutscht von ihren Schultern, wird einmal über ihren Kopf im Kreis gewirbelt und dann nach draußen geworfen, wo ein c2c Mitarbeiter das Kleidungsstück entgegen nimmt. Fallon springt auf die Matte zurück und ist bereit zu kämpfen.
Die Lichter in der Halle werden gedimmt. Ein paar Sekunden passiert nichts...bis sich eine sanfte Stimme aus den Boxen meldet. Nur ein paar Sekunden nimmt die Musik an Fahrt auf...
Langsam und erhaben stolziert Skye Blue auf die Stage. Über ihr Ring Gear trägt sie einen schwarzen, leicht durchsichtigen Umhang aus Seide, den sie mit ihren Armen wie ein Cape aufspannt. Auf dem schwarzen Haar sitzt ein blau glitzerndes Krönchen. Mit eiskaltem Blick scannt sie die Zuschauer und scheint sich nichts darum zu scheren, was diese gerade von ihr halten. Wie eine Königin, die ihren Thron besteigen möchte, bringt sie die restlichen Meter zum Ring hinter sich.
Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring... she is the Dark Phoenix... from Chicago, Illinois... SKYE BLUE!"
Gekonnt schwingt sie sich aufs Apron, wobei sie für einen Moment auf dem rechten Knie ruht und das linke Bein ausstreckt. Mit einer Hand löst sie den Umhang, der zu Boden gleitet. Der Ring wird betreten. Ein Bein stellt sich auf das unterste Seil und schwingt das andere über das obere. So beugt die junge Frau ihren Oberkörper leicht nach vorne. Da blitzt ein kurzes Lächeln auf den Lippen auf, das von einem Augenzwinkern begleitet wird. Normalerweise sind das Gesten, die einen positiven Aspekt haben sollen. Hier verheißt es aber nichts gutes....zumindest nicht für Skye's Gegnerin. Langsam verstummt die Theme. Der Dark Phoenix lockert einmal die Handgelenke und ist bereit für das Match.
Warnung! Spoiler!
Wie in jeder Multifunktionsarena, erschien auch die Moody Arena hier in Austin Texas eine ganz eigene Charikatistik zu zeigen. Die heutigen Arena wurden immer größer, die Produktionen immer umfangreicher und in den zahlreichen Gängen wimmelte es nur so vor Mitarbeiter, Techniker und hier und da mal ein Akteur. Man konnte den Eindruck gewinnen, dass das ganze Gebäude leben würde und dabei hat man noch nicht einen Fuß in den gefüllten Innenraum gesetzt, wo tausende an Zuschauern auf einen warten würden. Das Geschehen verlief sich in den langen Korridoren und endlos wirkenden Fluren, bündelte sich um die Gorilla Position und wurde wie ein Nadelöhr durch den obligatorischen Vorhang zur Stage gefiltert. Dies war gewiss kein Ort, an dem man einen ruhigen Gedanken fassen oder sich auf sich selbst konzentrieren konnte.
Irgendwo seitlich der überfüllten Wege und etwas abseits in den verzweigten Katakomben der Halle, weitab von den Scheinwerfern, schnitt ein schmaler Flur durch das Fundament des Gebäudes. Das einzige Leben hier war das monotone, sterile Summen einer flackernden Neonröhre an der Decke. Das Bild gleitet langsam vorwärts, fast schwebend, wie ein lautloser Beobachter durch das kühle, feuchte Dunkel. Am Ende des Ganges, auf einem Flightcase mit abgewetzten Kanten aus schwarzem Holz und Aluminium, saß Becky Lynch.
Der prunkvolle rote Pelzmantel, welchen sie über Monate hinweg zu ihrem Markenzeichen machte, fehlt. Stattdessen hängt hinter ihr, diese abgegriffene schwarze Lederjacke, deren Leder die Spuren unzähliger Schlachten trägt und ein Symbol früherer Tage war. Sie selbst trägt bereits ihr Ring Gear. Komplett in schwarz gehalten, aus Leder und Mesh, saß es wie angegossen an ihr. Quer über ihren Oberschenkeln ruht die SHINE Championship. Das Schwere des Goldes wiegt spürbar auf ihr. Sie blickt auf den Gürtel hinab, doch in ihren Augen liegt kein Stolz, keine triumphale Freude. Es ist ein fahler, fast nachdenklicher Blick. Ihre Fingerspitzen fahren langsam, fast behutsam, über die kalten Gravuren und geschwungenen Kanten der Hauptplatte. Dann bricht sie die Stille. Ihre Stimme ist leise, rauchig, ohne dass sie den Blick vom Gold wendet.
BECKY LYNCH: "Weißt du..."
Sie lässt die Worte im Raum hängen. Eine lange, bleierne Pause vergeht, in der nur das Summen des Lichts zu hören ist. Ein trockenes, freudloses Lächeln stiehlt sich auf ihren Lippen, doch in ihren Augen zeichnet sich die Schwere ihrer Gedanken ab.
BECKY LYNCH: "Ich habe früher wirklich geglaubt... irgendwann wird es leichter. Ich dachte: Irgendwann hast du diesen Titel. Irgendwann hast du dir deinen Namen in Stein gemeißelt. Irgendwann kennen die Leute Becky Lynch...Und dann hört dieses ständige Kämpfen endlich auf."
Langsam, Zentimeter für Zentimeter, hebt sie den Kopf. Ihre Augen fixieren die Linse. Der Blick ist scharf, eingebrannt von Jahren harter Arbeit. Ein müdes Lächeln und ein bitteres Kopfschütteln folgt.
BECKY LYNCH: "Verdammt... was für ein verfluchter Irrtum. Weißt du, was wirklich passiert, wenn du oben ankommst? Du kämpfst nicht weniger. Du kämpfst mehr… Jeden einzelnen Tag.“
Der schwere Titel bleibt noch für einen Moment fest in ihren Händen verankert, ihr Blick schweift über das Gold der gegenwart, doch Gedanklich ist Becky zurück in jener Zeit als sie noch jeden Tag als ein neues Abenteuer sah und doch fürchtete es könne im Handumdrehen wieder vorüber sein.
BECKY LYNCH: "Früher habe ich gekämpft, um überhaupt gesehen zu werden. Um einen Platz an der Sonne zu bekommen. Heute... heute kämpfe ich dafür, dass niemand das zerstört, was ich mit meinem eigenen Blut aufgebaut habe. Ich hatte immer dieses Ziel vor Augen… irgendwann… irgendwann einmal auf dem Ringpfosten zu stehen und das Gold in den Himmel zu heben, weil ich es endlich geschafft habe. Dieses Bild war so klar vor meinem inneren Auge, ich habe es jeden Tag regelrecht manifestiert… Doch die Realität sah damals anders aus.
Ich habe alles gegeben. In jedem Training und jedem Match, in jedem noch so kleinen und unwichtig erscheinenden Auftritt, habe ich alles gegeben, um wahrhaftig gesehen zu werden. Es funktionierte, bedingt. Die Fans haben mich gesehen und ich spürte es. Die Rufe wurden lauter, die Grüße und Umarmungen wurden herzlicher. Doch im Ring sah es anders aus. Andere bekamen ihr Titel Match, andere bekamen ihr Spotlight welches ich ihnen bereitet habe und andere ernteten den Ruhm."
Es war eine schmerzliche Erfahrung, die sie damals durchleben musste. Ein Trugschluss, dass tapfere, harte Arbeit irgendwann zum erdachten Erfolg führen würde. Nein, man musste nur laut genug sein und dem Bild entsprechen, welches gerade gern gesehen wurde. Es war wie die starre Hand, die sich um ihre Kehle legte und die Luft zum Atmen nahm. Gewiss nicht das Leitbild, welchem Becky Lynch folgen wollte.
BECKY LYNCH: "Ich verstehe dich Thekla… ich kann wahrlich nachvollziehen, wie du dich fühlen magst. Und das einfachste wäre wirklich gewesen, wenn du einfach gefragt hättest. Eine einfache Frage… Kann ich ein Titel-Match haben? Und ich hätte nicht einmal abgelehnt. Aber nein, du willst es laut, du willst es brutal… du willst es auf deine Art machen. Du willst dieses verdammte Gold an dich reißen mit der Hoffnung, dass man dich dann akzeptiert oder gar fürchtet? Was soll es werden? Thekla’s Regentschaft des Schreckens einer entfernten Dystopie? Gott, Kindchen… wir wissen doch alle, wenn man etwas mit einem solchen Krampf erzwingen will, wird es nie etwas und so wirst auch du mir nicht diesen Titel abnehmen können."
Zum ersten Mal spricht sie den Namen aus. Nicht geschrien, nicht voller Hass, sondern fast schon sanft, mit einem zynischen Unterton, den man nicht überhören konnte.
BECKY LYNCH: "Du hast in den letzten Wochen etwas geschafft, das nicht vielen gelingt. Du hast mich bluten lassen. Du hast mich versucht zu überraschen. Du hast mir mitten ins Gesicht gespuckt... und du hast versucht, mich vor der ganzen Welt lächerlich zu machen. Und weißt du, was das eigentlich Verrückteste daran ist? Du hast allen Ernstes geglaubt, das wäre neu für mich. Dieses Gold... hat noch nie aufgehört, seinen Preis zu verlangen. Jede verdammte Delle. Jede Narbe auf meiner Haut. Jeder einzelne Tropfen Blut, den ich auf den Matten dieser Welt gelassen habe... Sie gehören dazu. Sie sind der Preis. Ich bezahle diesen Preis seit Jahren. Du... du zahlst ihn gerade zum allerersten Mal."
Sie tippt mit dem Knöchel ihres Zeigefingers hart gegen die metallene Frontplatte. Das Klacken hallt von den Betonwänden wider. In ihrem Blick lag kein blinder Zorn, nur die kalte, fokussierte Entschlossenheit einer Frau, die nichts mehr zu beweisen hat, aber alles zu verteidigen bereit ist.
BECKY LYNCH: "Während das alles für dich neu ist und du wahrlich gehofft hast, mich vor ganz neue Herausforderungen zu stellen, muss ich dich auch hier leider enttäuschen. Nicht weil ich schon so verdammt viel erlebt habe… sondern ganz einfach weil ich es habe kommen sehen. Das hat nichts mit hellsehenden Fähigkeiten zu tun… Diesen Hokuspokus überlasse ich anderen. Aber ich überdenke alles… jeder noch so kleine Moment. Ich zerlege jede Möglichkeit in ihre Einzelteile. Ich kalkuliere jeden Fehler, jede Reaktion, jeden einzelnen Ausgang. Deshalb weiß ich auch ganz genau... was heute da draußen passieren kann. Vielleicht trittst du mir wieder mit voller Wucht gegen den Kopf. Vielleicht bringst du mich wieder zum Bluten. Vielleicht schaffst du es heute Abend sogar, mich auf die Bretter zu schicken. Alles möglich. Alles einkalkuliert."
Der Fokus rückte näher an Becky heran. Sie zuckt nahezu belanglos mit den Schultern, als wäre ihr all diese Eventualitäten schon egal. Ein zustimmendes Nicken geht von ihr aus. Der Blick kurz gesenkt, als müsste sie sich noch einmal hervorholen, auf was sie sich heute einlässt. Doch als sie den Blick wieder anhob, loderte diese spürbare Flamme in ihren grünen Augen. Dann passiert etwas im Raum. Ihre Haltung strafft sich, die Luft scheint kälter zu werden. Ihre Stimme fällt in eine tiefere, ruhigere und weitaus gefährlichere Frequenz.
BECKY LYNCH: "Aber weißt du, was ich in keinem meiner Szenarien jemals einkalkuliere?"
Sie stoppt abrupt. Der Blick trifft mit einem fast schon diabolischen Wimpernaufschlag die Linse wie ein Schlag. Ihre Antwort auf diese rhetorische Frage folgte unmittelbar.
BECKY LYNCH: "Aufzugeben."
Totenstille. Mit einer fließenden, gewohnten Bewegung nahm Becky den weißen Belt auf und hob ihn andächtig empor. Ein Zeichen, eine Symbolik, dass niemand ihr so leicht dieses Gold mehr nehmen wird.
BECKY LYNCH: "Weil ich längst etwas begriffen habe, dass du bis heute nicht verstehst. Champion zu sein bedeutet nicht, nie zu fallen. Champion sein bedeutet... immer und immer wieder aufzustehen."
Mit dem Zeigefinger tippt Becky noch einmal auf das Gold, welches mittlerweile auf ihrer Schulter ruhte. Sie atmet tief durch die Nase ein. In diesem Moment bricht die Isolation des Flurs auf: Ganz fern, gedämpft durch dicke Betonschichten, dringt erstmals die Außenwelt herein. Das dumpfe Dröhnen tausender Tausend Köpfe, rhythmische Gesänge, das metallische Beben von entfernten Pyrotechnik-Explosionen. Die Welt außerhalb der Katakomben erwacht.
BECKY LYNCH: "Du glaubst immer noch es geht dabei einzig um diesen Gürtel aus Leder und Gold… Nein. Ich verteidige jede schlaflose Nacht. Jeden verdammten Rückschlag. Jeden Zweifel, der mich nachts aufgefressen hat. Jeden einzelnen Menschen, der mir ins Gesicht gesagt hat, ich wäre nicht gut genug."
Sie blickt leicht den Gang entlang, genau in die Richtung, aus dem der Lärm der Arena wie ein stetiges Meeresrauschen herüber schallt. Damit erhob sie sich von der Equipmentbox und griff nach ihrer alten Lederjacke.
BECKY LYNCH: "Und ich verteidige jede einzelne Person da draußen… die irgendwann einmal geglaubt hat, sie müsse erst perfekt werden, bevor sie es verdient hat, gesehen zu werden. Denn auch ich musste es lernen und mir bewusst machen, dass ich nur aufhören muss, mich dafür zu entschuldigen, Becky Lynch zu sein."
Ein Lächeln stiehlt sich auf ihr Gesicht, ohne jegliche Bitterkeit. Sondern nur ehrlich, stolz und unnachgiebig. Ein gekonnter Schwung und schwarze Lederjacke schmiegte sich an ihren Körper. Dieses Mal war es nicht zwangsläufig als Symbol der Rüstung zu sehen, sondern mehr zurück zu einer Zeit als Becky selbst erst lernen musste, unbiegsam zu werden. Der goldenen SHINE Gürtel wanderte auf ihre Schulter und gemächlichen Schrittes setzte sie sich den Gang entlang in Bewegung.
Das Bild folgt ihren Schritten, holt sie ein und setzt sich auf eine Höhe neben sie. Ein neckisches Lächeln folgt, worauf sogleich eine Reaktion aus der Halle zu vernehmen ist. Sie erreicht das Ende des Flurs. Vor ihr ragt die schwere, matt-schwarze Stahltür zur Gorilla Position auf. Sie bleibt davor stehen, hebt die rechte Hand und legt die Finger auf die kalte Querverriegelung. Ein kurzer Druck und die mechanische Türe öffnet sich langsam. Die Kamera bleibt stehen, wartet im Schatten. Becky dreht den Kopf noch einmal leicht zurück, ein letzter, durchdringender Blick über die Schulter direkt in die Linse.
BECKY LYNCH: "Glaubst du wirklich, du hättest mich gebrochen, Thekla? Glaubst du allen Ernstes, ein bisschen Blut und ein paar blaue Flecken würden jemanden wie mich ins Wanken bringen?"
Ein trockenes, hartes Lachen entfährt ihr. Sie schüttelt den Kopf, tritt einen Schritt auf die Kamera zu und schiebt ihr Gesicht direkt in die Linse. Der Blick ist eiskalt und fokussiert.
BECKY LYNCH: "Ich bin durch die Hölle gegangen und habe mir dort mein eigenes Fundament gegossen! Du willst mein Gold? Dann hol es dir! Aber sei verdammt noch mal bereit, alles dafür zu bezahlen! Denn im Ring steht dir kein Opfer gegenüber, wie du es sonst gewohnt bist. Dir steht die Frau gegenüber, die dieses Game aufgebaut hat. Ich werde dich nicht nur besiegen, Thekla... ich werde dir jeden einzelnen Knochen in deinem Körper spüren lassen, warum mein Name ganz oben steht!"
Becky Lynch zögert keinen Millimeter. Sie tritt durch den Lichtkegel nach draußen. Die schwere Tür fällt langsam und mit einem dumpfen, satten Klacken hinter ihr ins Schloss. Das Licht wird verschluckt.
Skye Blue hat gewonnen! Ein schwerer Schlag für Fallon Henley, die sich viel vorgenommen hatte. Vor allem sollte es eine Botschaft an Bobbi Tyler sein, damit diese wieder zurückkehrt oder sich endlich bei Fallon meldet. Durch die Niederlage hat das Country Girl Sorge, die Britin könnte so Vertrauen in sie verlieren und sich komplett zurückziehen. Auch wenn das vielleicht Schwachsinn ist…aber diese Gedanken hat die Brünette, als sie, wie ein geprügelter Hund, durch die Gorilla Position schleicht und einfach nur weg möchte. Brummend hält sie sich den Kopf, der beim Finish ordentlich in Mitleidenschaft gezogen wurde…
Fallon Henley: Oh Bobs…hoffentlich geht es dir gut!
Und trotzdem ist ihre größte Sorge, wie es ihrer eigentlich besten Freundin geht. Henley vermisst die Britin schmerzlich und kann nicht aufhören an sie zu denken.
?: “Ooohhh…hihi…bestiiiiimmt geht es ihr gaaaanz gut! Spätestens wenn sie wieder ihre Beinchen für Bálor spreizt…hihi…“
Als hätte sie heute nicht schon genug angerichtet, erscheint Skye, wie aus dem Nichts, vor Fallon. Zwar ist die Schwarzhaarige ebenfalls vom Match gezeichnet, was aber ihrer Laune keinen Abbruch tut. Im Gegenteil…je mehr Schmerzen und blaue Flecken sie mitnimmt, umso zufriedener ist ist. Grinsend verschränkt die ihre Arme hinter ihrem Rücken und sieht Henley frech an. Diese braucht einen Moment um das zu realisieren…ballt eine Faust und…
*Punch*
…schlägt plötzlich zu. Skye schließt gerade noch die Augen und lässt es geschehen. Sie wird im Gesicht getroffen und geht zu Boden. Fallon atmet schwer und knurrt dabei auf. Es ist nicht die Niederlage, die diesen Kurzschluss hervorgerufen hat. Es ist wieder diese Provokation in Richtung von Bobbi. Dazu das angeknackste Nervenkostüm…und das Country Girl konnte nicht anders. Wobei sie es schon wieder bereut, da sie weiß, dass Skye genau diese Reaktion aus ihr herauskitzeln wollte. Dennoch ist sie wütend und sieht drohend auf den Dark Phoenix herab…
Fallon Henley: Ja, du hast verloren! Auch wenn du betrogen hast, warst du heute die schlauere Frau von uns Beiden! Auch wenn es mir schwer fällt…ich akzeptiere diese Niederlage! Aber ich werde immer für Bobbi kämpfen und nicht zulassen, dass du sie so in den Dreck ziehst!
Skye, die sich inzwischen in der sitzenden Position befindet, hält sich lächelnd das Gesicht und scheint sehr erfreut zu sein, wie dieses „Gespräch“ verläuft.
skye blue: “Naaaaw…und was willst du dagegen machen, huh? Etwas nochmal gegen…hihi…mich kämpfen?“
Da kichert sie auf und leckt sich einmal über ihre Lippen. Mit einer Hand streichelt Skye gefährlich nahe an ihrem eigenen Intimbereich herum. Etwas, was Fallon kurz aus dem Konzept bringt, sie aber dann gekonnt ignoriert? Also…nochmal kämpfen? Henley lässt das auf sich wirken…und ist dann entschlossen!
Fallon Henley: Ja! Dann möchte ich nochmal gegen dich kämpfen! Gleich nächste Woche! Und wenn es sein muss die Woche danach auch nochmal…und die danach! So lange, bist du endlich deinen verdammten Mund hälst…auch wenn ich dabei noch hundert weitere Male verlieren werde. Ich werde nicht aufhören, bis du diese wundervolle und wunderschöne Frau ein für allemal in Ruhe lässt! VERSTANDEN?
…schreit sie Skye an, bis sie stutzig wird. Was hat sie gerade über Bobbi gesagt? Und das ausgerechnet vor Skye Blue? Diese wird ganz hellhörig…und klatscht vergnügt in die Hände, während sie gleichzeitig mit den Füßen auf den Boden trampelt.
skye blue: “Uuuuiiiii…wunderschöööön und wundervooooll! Hahaha…Fallon liiiiiieeebt Bobbi! Hihi…es ist Liiiiieeebe! Fallon und Bobbi sitzen auf ´nem Baum…k-ü-ssend, man glaubt es kaum…hahahahaha…“
Der Dark Phoenix verfällt dabei in einen kindlichen Sing-Sang, der sich aus ihrem Mund aber recht bedrohlich anhört. Fallon plustert die Backen auf und schüttelt energisch den Kopf. Fast schon trotzig will sie diese „Behauptung“ nicht an sich ranlassen. Sie soll Bobbi…lieben? Nun, die blonde Britin bedeutet ihr viel und es ist durchaus mehr da als eine einfache Freundschaft. Aber deswegen sieht Henley sie auch als ihre beste Freundin an. Ja…mehr ist es doch auch nicht! Ist doch vollkommen in Ordnung seine beste Freundin als „wunderschön“ und „wundervoll“ zu bezeichnen. Was weiß diese durchgeknallte Irre schon? Die will sie doch nur erneut aus dem Konzept bringen. Aber…warum bohrt sich dieser Gedanke mehr in ihre Gefühlswelt? Genug! Henley wehrt sich dagegen und fokussiert sich ganz auf die gackernde Schwarzhaarige vor ihr.
Fallon Henley: Spar‘ dir deine Sprüche! Was ist nun? Kämpfen wir nächste Woche? Oder muss ich dich dazu zwingen?
Der Brünetten ist es sowas von ernst. Das merkt auch Skye, die augenblicklich mit dem Lachen aufhört. Ruhig – fast schon zu ruhig – lehnt sich Blue nach hinten und stützt sich mit beiden Händen ab. Mit ihren großen Augen mustert sie das Country Girl…und etwas Verschlagenes blitzt in ihren Augen auf.
skye blue: “Gut…Einverstanden! Aber unter EINER Voraussetzung!“
War ja klar, dass da so etwas kommt! Skye bleckt die Zähne und legt ihren Kopf auf die linke Schulter.
skye blue: “Wenn ich dich nochmal besiege…dann gehörst du mir! Dann schenkst du mir seine Seele und lässt mich rein…auf jede Art und Weise…hihihihi…“
Zack, da ist die Ansage! Fallon vergisst kurz zu atmen und spürt, wie ein unangenehmer Schauer über ihren Rücken läuft. Etwas ähnliches hatte es ja schon zwischen Skye und Becky Lynch gegeben…und The Man hatte dann gewonnen. Jetzt versucht es Skye erneut…dieses Mal eben mit dem Country Girl! Ob das der Plan war? Ob Fallon, ohne es zu wissen, in ihr Netz gelaufen ist? Henley verzieht ihr Gesicht und runzelt die Stirn…aber sie will es machen! Als müsste sie sich, jetzt erst Recht, Bobbi Tyler beweisen!
Fallon Henley: Deal! Aber ich werde nicht noch einmal verlieren! Das verspreche ich dir!
Da zeigt sie sich auf jeden Fall kämpferisch. Nein, sie wird nicht verlieren! Sie darf es nicht! Ohne den Dark Phoenix weiter zu beachten dreht sich Fallon um und geht weiter. In ihrem Kopf schreien zig Emotionen auf einmal auf und kämpfen um die Vorherrschaft. Henley muss darauf klar kommen. Im Hintergrund hört man das schrille Lachen von Skye Blue, dass der Brünetten durch Mark und Bein geht. Nein, nicht darauf achten! Skye hat das Match gewonnen…aber die Schlacht will Fallon für sich und für Bobbi entscheiden. Oh, hoffentlich hört sie bald von Tyler, sonst wird sie noch verrückt und muss gar nicht erst nächste Woche antreten. Fade off.
Match 2
c2c SHINE CHAMPIONSHIP
SINGLES MATCH
Becky Lynch © vs. Thekla
![[Bild: theklabecky.png]](https://i.ibb.co/p6hz3XBH/theklabecky.png)
Writer: Becky
Pat McAfee: Leute… ich schwöre euch, das hier fühlt sich nicht an wie irgendein Title Match. Das fühlt sich an wie Krieg. Becky gegen Thekla. Shine Title. WATCH THE THRONE X. Und ich kann euch sagen: Die beiden haben sich in den letzten Wochen so sehr ineinander verkeilt, dass ich mir nicht sicher bin, ob am Ende überhaupt noch jemand stehen kann.”
Cathy Kelley: “Absolut, Pat. Becky ist die Championesse. Sie hat diesen Titel mit Zähnen und Klauen verteidigt. Technisch sauber, unglaublich zäh, und sie hat dieses gewisse Etwas, wenn die Lichter am hellsten brennen. Aber Thekla… Thekla ist eine andere Hausnummer. Die Frau bringt eine Roheit mit, die man nicht einfach weglächeln kann. Die will diesen Gürtel nicht nur gewinnen…sie will Becky brechen.”
Wade Barrett: “Und genau das macht dieses Match so gefährlich. Becky kann technisch die bessere sein, keine Frage. Aber Thekla hat diese Fähigkeit, den Schalter umzulegen und plötzlich komplett die Kontrolle über die Härte zu übernehmen. Wenn Becky zu lange braucht, um Thekla unter Kontrolle zu bringen, wird das hier richtig hässlich. Ich erwarte keinen Schönheitswettbewerb. Ich erwarte Blut, Schweiß und absolut keine Gnade.”
Pat McAfee: “Wade, du redest mir aus der Seele. Ich hab beide im Backstage gesehen. Becky ist fokussiert wie ein Laser. Thekla? Die sieht aus, als würde sie jeden Moment jemanden durch eine Wand schicken. Und der Shine Title… der hängt da drüben und glänzt. Beide wissen, was auf dem Spiel steht. Das hier ist kein normales Match. Das ist eine Aussage.”
Cathy Kelley: “Und die Atmosphäre hier drin ist schon jetzt absolut elektrisch. Die Leute wissen, dass das hier eskalieren kann. Becky wird versuchen, das Match technisch zu kontrollieren. Thekla wird versuchen, es in einen Straßenkampf zu verwandeln. Und irgendwo dazwischen liegt die Wahrheit über den Shine Title.”
Wade Barrett: “Genau. Und wenn Thekla erst einmal anfängt, die Regeln zu dehnen… dann wird es richtig ungemütlich. Becky muss von der ersten Sekunde an präsent sein. Denn wenn sie auch nur einen Moment die Kontrolle verliert, könnte Thekla diesen Gürtel mit nach Hause nehmen. Auf die eine oder andere Art.”
Pat McAfee: “Also gut, Leute… Matthew Rehwoldt steht bereit. Becky. Thekla. Shine Title. Und ich hab das Gefühl, wir werden das hier noch lange nicht vergessen. Lasst uns das Ding anzünden.”
Die Lichter in der Halle werden abgedunkelt und die Stage in ein düsteres Rot getaucht. Langsam beginnt die unheilvolle Musik, bis der Beat richtig eingesetzt. Irgend etwas erscheint merkwürdig...als wäre das Bild auf den Kopf gedreht? Als sich eine Gestalt aus dem aufsteigenden künstlichen Nebel schält, dreht sich die Kamera blitzschnell um 180°, so dass der Zuschauer am heimischen Bildschirm wieder eine "normale" Sicht hat. Diese Gestalt entpuppt sich als die Toxic Spider Thekla! Über ihr Gear trägt sie einen schwarzen Mantel mit Kunstpelz. Obwohl sie auf der Nase eine Sonnenbrille trägt, kann man ihren manischen Blick erkennen, mit dem sie die Kamera vor ihr fixiert.
THEKLA: Time to kill someone...ahahahaha...
Noch einmal die Zunge ausgestreckt und die Österreicherin wandert weiter.
Matthew Rehwoldt: “The following contest is scheduled bs One Fall and it is for the C2C SHINE CHAMPIONSHIP!
At first the Challanger, making her way to the Ring... from Vienna, Austria... The Toxic Spider... THEKLA!”
Mit ausgestreckten Armen stolziert Thekla auf der Stage umher und gibt sich so, als würde der ganze Laden ihr gehören. Seitlich stehend positioniert sich die Blonde. Kurz geht sie in die Knie, hievt sich ruckartig nach oben und vollzieht dabei eine Throat-Cut Geste! Glühend-heiße Flammen schießen neben und hinter ihr in die Höhe und sorgen für ein ansehnliches Spektakel. Wie ein Raubtier auf der Jagd pirscht sich die Österreicherin in einem leicht wippenden Gang heran. Am Ring hüpft sie auf das Apron und rutscht unter den Seilen hindurch. Nach ein paar Schritten geht die Blondine auf die Knie und beugt ihren Oberkörper nach hinten. Dazu gehen erneut die Feuerfontänen an der Stage in die Höhe. Die Toxic Spider reißt ihren Körper nach vorne und krabbelt plötzlich blitzschnell auf die Kamera zu, die erschrocken zurückweicht. Grinsend steht die Österreicherin auf. Langsam verstummt die Theme und die Lichter erreichen die gewohnte Strahlkraft. Mantel und Sonnenbrille werden abgelegt und Thekla ist bereit für das Match
Pat McAfee: “Okay… was war das bitte gerade? Die Kamera dreht sich um 180 Grad, Thekla kommt aus dem Nebel wie aus einem Horrorfilm, Sonnenbrille, Mantel, dieses manische Grinsen… und dann dieses ‚Time to kill someone‘. Die Frau ist nicht hier, um ein Titelmatch zu bestreiten. Die ist hier, um Chaos zu verbreiten.”
Cathy Kelley: “Das war absichtlich unangenehm. Dieses langsame Krabbeln auf die Kamera zu, die Throat-Cut-Geste, die Flammen… Thekla will nicht nur gesehen werden. Sie will, dass man sich unwohl fühlt. Sie stilisiert sich als etwas, das man nicht kontrollieren kann. Und genau das macht sie so gefährlich für diesen Titel.”
Wade Barrett: “Absolut. Das war keine klassische Ringvorstellung. Das war eine Ansage. Thekla hat gerade der gesamten Arena gesagt, dass sie nach ihren eigenen Regeln spielt. Kein Respekt vor der Tradition, kein Interesse an einem ‚fairen‘ Match. Sie will den Shine Title… und sie will ihn auf die hässlichste Art und Weise.”
Die Arena versinkt für einen kurzen Moment in Dunkelheit. Das Dröhnen der Menge wird für einen Moment von einem tiefen, vibrierenden Bass unterbrochen, der durch die Betonwände kriecht. Das schleichende Geräusch einer dunklen Rückkopplung, bevor die Stimme von Dan Campbell die rauschende Stille durchbricht.
"THE MAN HAS COME AROUND"
Und die Menge reagiert, wie sie reagieren sollte. Ein genetischer Aufschrei übertönt die Musik. Der Schulterschluss der Vorwochen. Das Bewusstwerden, von wo sie eigentlich her kommt, dies alles trägt dazu bei, dass Becky hier und heute die komplette Arena auf ihre Seite gezogen hat. Nicht weil sie so besonders ist, sondern weil sie eine von ihnen ist. ‘The Man of the Masses!’
Dichte weiße Strobes schießen mit einem Knall den dichten Rauch zwischen die gelben und roten Spotlights. Ein gleißendes Licht legt sich über die Bühne, als Becky nun hervortritt. Der Title Belt liegt ihr schwer über die Schulter, ein immenser Druck, den ihr Thekla auferlegt hat. Dass dies heute kein Schaulaufen wird, darüber ist sich Becky sehr bewusst. Mit einem konzentrierten Blick schreitet sie die Rampe hinunter. Zahlreiche Fans recken sich ihr über die Absperrung entgegen, andere machen nur eine Schnappschuss oder halten ihre Schilder empor. Dies ist ein Empfang, wie er der Championesse gebührt.
Matthew Rehwoldt: “And the Champion… Making her Way to the Ring, from Dublin, Ireland... the C2C SHINE CHAMPION... The Man... BECKY LYNCH!”
Voller Inbrunst vibriert die Stimmer von Ringsprecher Matthew Rehwoldt über die Lautsprecher der Arena und lassen die jubelnde Reaktion der Zuschauer nochmals hochkochen. Becky ist derweil fast schon gelassen am unteren Ende der Rampe angekommen. Ihr Blick wandert mit einem aufblitzenden Lächeln auf ihren Lippen über die rumorende Fan Reihen. Unzählige Schilder mit “The Man” werden hochgehalten und The Man hat wieder Einzug erhalten.
Am unteren Ende der Rampe bleibt sie stehen, nimmt für einen Herzschlag den Gürteln ihrer Schulter nur um diesen energisch mit der rechten Hand in die Höhe zu recken. Mit dem erhobenen Titel und den fixierten Augen auf Thekla gerichtet, geht Becky die letzten Meter zum Ring. Über die Stahltreppen erklimmt sie den Apron, putzt sich die Ringboots ab, wie es sich für eine Athletin aus Großbritannien gehört. Ohne den Blick dabei von Thekla zu nehmen, steigt Becky in den Ring und steuert die nächsten Seile auf der Gerade an. Auch hier lässt sie es sich nicht nehmen… steigt auf die Seile und präsentiert den SHINE Belt in all seiner Pracht.
Pat McAfee: “Boah… das war kein Entrance. Das war eine Ansage ohne ein einziges Wort. Becky Lynch kommt da raus wie jemand, der schon zu oft alles verloren hat, um noch Angst zu haben. Kein Lächeln, kein Winken, kein Circus. Nur dieser Blick und der Titel auf der Schulter. The Man has come around!”
Cathy Kelley: “Genau das macht sie so gefährlich heute Abend. Das war nicht die laute, freche Becky, die das Publikum abfeiert. Das war die Version, die weiß, was auf dem Spiel steht. Die Lederjacke, das schwarze Ring Gear, der Gürtel… alles wirkt schwerer als sonst. Sie trägt diesen Titel nicht wie eine Trophäe. Sie trägt ihn wie eine Verantwortung.”
Wade Barrett: “Und genau das wird Thekla provozieren. Becky hat gerade die gesamte Arena spüren lassen, dass sie nicht hier ist, um zu unterhalten. Sie ist hier, um etwas zu verteidigen, das sie sich mit Blut und ihrer Seele aufgebaut hat. Wenn Thekla jetzt mit ihrer üblichen Aggression reinkommt, könnte das nach hinten losgehen. Oder… es könnte genau der Funke sein, der dieses Match komplett eskalieren lässt.”
Der Ringrichter streckt die Hand aus, um die beiden Kontrahentinnen in ihren jeweiligen Ecken zu trennen. Seine Stimme geht im ohrenbetäubenden Lärm der ausverkauften Arena komplett unter. Doch keine der beiden Frauen schenkt ihm auch nur einen Blick. Becky Lynch steht tief im Stand, die Kiefermuskeln so fest aufeinandergepresst, dass sich die Sehnen an ihrem Hals abzeichnen. Ihre Hände sind bereits geöffnet, die Finger leicht gekrümmt, bereit zu greifen, zu reißen, bereit für alles, was ihr entgegenkommt. Ihr gegenüber wirkt Thekla fast unnatürlich still. Der Kopf leicht zur Seite geneigt, die Haare hängen ihr strähnig im Gesicht. Ein verlassener, leerer Blick, getragen von einem schiefen Lächeln, das keinerlei Wärme besitzt. Es ist das Lächeln von jemandem, der nicht gekommen ist, um ein Match zu gewinnen, sondern um Schaden anzurichten.
Warnung! Spoiler!
Gott, was war da gerade geboten? Die Bilder vom chaotischen Ende des Shine Championship Matches sind noch taufrisch. Thekla schlug mit dem Titelgürtel zu und sorgte damit für eine Disqualifikation. Becky Lynch aber zeigte, einmal mehr, ihr riesengroßes Kämpferherz und schlug ordentlich auf die Österreicherin ein. Man kann sich vorstellen, dass das nur das erste Kapitel in dieser Geschichte war und die heißblütigen Frauen noch nicht miteinander abgeschlossen haben…
?: BEEEEEEEECKY!
…hört man eine weibliche Stimme schreien. Nur paar Sekunden später stapft Thekla durch den Backstage Bereich. Der Schweiß klebt an ihrem ganzen Körper und am Mund ist das Blut angetrocknet. Der Kopf muss dröhnen und ihr ganzer Körper schmerzen…aber die Toxic Spider ist noch voller Adrenalin und könnte glatt weitermachen. Mit großen Augen und einem manischen Grinsen ist sie auf der Suche nach ihrer großen Rivalin.
THEKLA: KOMM‘ RAUS! Komm‘ raus, little Redhead! Wir waren doch gerade soooo schön am spielen! Ich warte immer noch auf die großen Eier, die „The Man“ auf den Tisch klatscht! Das gerade war rein gaaaar nichts!
…giftet sie umher, ohne eine Reaktion zu erhalten. Anzunehmen, dass Becky bewusst in eine andere Richtung gedrückt wurde, damit es eben keine weitere Eskalation gibt. Unzufrieden brummt Thekla auf und stößt eine Doppeltüre auf, um in den nächsten Bereich zu gelangen. Die Kamera bleibt aber zurück, macht einen kleinen Schwenk…und fängt im Hintergrund eine weitere Person ein. Kenny Omega! Der amtierende World Heavyweight Champion macht gerade ein paar Übungen, um seine Muskeln zu lockern und aufzuwärmen. Später will er bei 150 Prozent sein, um den Titel gegen Ricky Saints verteidigen zu können. Als Thekla rumbrüllt sieht der Cleaner auf und beobachtet diese, bis sie wieder verschwunden ist.
Kenny Omega: Ohje Becks, welchen Ärger hast du dir jetzt wieder eingefangen?
Milde lächelnd schüttelt die Destiny Flower den Kopf. Früher hätte sich Kenny nun weitaus mehr Gedanken darum gemacht, was nun mit Becky sein wird. Auch wenn es ihn nicht kalt lässt, dass die Irin nun ein Problem mit einer wild gewordenen Spinne zu haben scheint…generell hat er mit Lynch weitgehend abgeschlossen. Sowieso hat er seine eigenen Probleme, die ihn auf Trab halten. Joe Gacy und Evie, Roman Reigns und die Bloodline, Ricky Saints…langweilig wird dem King of the Anywhere Match nicht…
?: Hi Kenny!
…hört er plötzlich hinter sich. Omega zuckt zusammen und entdeckt eine Blondine, die ihn neugierig ansieht. Nein, es ist nicht Thekla, die sich hinter den Kanadier gebeamt hat. Für Kenny’s Gesundheit ist das eine gute Erkenntnis. Nein, es ist Julia Hart, die plötzlich vor ihm auftaucht. Mit pinken Turnschuhen, Hotpants und einem weißen, übergroßen Shirt wirkt sie eher wie eine Besucherin oder Touristin. Um ihren Hals baumelt ein Besucherausweis…was erklärt, warum sie sich hier aufhalten darf. Julia richtet den pinken Haarreif in ihrer blonden Mähne und lächelt Kenny an.
Julia Hart: Na, alles klar? Bist du bereit diesem Penner in den Arsch zu treten?
Mit „Penner“ meint Hart Ricky Saints…ihren Ex-Freund! Dabei rollt sie genervt mit den Augen. Ja, ihre Wut auf den Stroke Daddy ist noch groß. Letzte Woche war sie, auf Kenny’s Einladung hin, bei der Show anwesend und hatte sich über den Absolute One ausgekotzt. Ricky war zwar erschienen…aber bis auf Julia’s Namen konnte er kein Wort über die Lippen bringen. Also kann man sagen, dass der Plan des Cleaners aufgegangen ist und er sich einen Vorteil im Bereich der psychologischen Kriegsführung ergattern konnte. Nur hatte der Canadian X schon ein schlechtes Gewissen gegenüber der jungen Amerikanerin, sie dafür zu „missbrauchen“. Daher hatte er sie letzte Woche verabschiedet und wollte sie daraufhin in Ruhe lassen. Und jetzt steht sie auf einmal vor ihm? Kenny runzelt die Stirn…gibt sich dann aber ebenso freundlich.
Kenny Omega: Oh, hey Julia! Was für eine Überraschung! Was machst du denn hier?
Julia atmet hörbar aus und grinst, wobei sie auf den Titel zeigt, der neben ihnen auf einer Kiste thront.
Julia Hart: Ich will direkt dabei sein, wenn du das Gold gegen Ricky verteidigst und ihn dabei von seinem hohen Ross herunterstößt. Ich will ihn fallen und versagen sehen!
Ihre Stimme wird dabei merkwürdig rau, während sich ihre Finger zusammenziehen. Kenny beobachtet, wie sie kurz verkrampft und bemerkt, dass sie immer noch auf Vergeltung aus ist. Als Ricky damals mit ihr Schluss gemacht hat, ist Julia in ein großes, mentales Loch gefallen und ließ es zu, dass ihr Herz und ihre Seele jahrelang in Finsternis getaucht wurden. Inzwischen scheint es ihr wieder besser zu gehen, wobei sie die Vergangenheit immer noch verfolgt. Der Master of the Dark Hadou legt eine Hand auf Julia’s Schulter. Zwar nur für ein paar Sekunden…aber Hart beobachtet diese Geste ganz genau. Wirkt nicht so, als hätte sie etwas dagegen gehabt.
Kenny Omega: Verstehe! Also…ich werde dir den Gefallen tun und alles daran setzen, dass ich Ricky heute besiege. Aber…ist das eine gute Idee? Also für dich…glaubst du, es tut dir gut, wenn du ihn siehst? Nicht, dass das alte Wunden bei dir aufreißt…
Julia legt den Kopf leicht in die Schräge und kneift die Augen zusammen als wolle sie sagen: „Dein Ernst?“. Klar, eine direkte Konfrontation mit Saints wird wohl sehr hart für sie. Aber darauf ist sie eingestellt…man könnte auch sagen, dass sie auf Krawall gebürstet ist.
Julia Hart: Ob das eine gute Idee ist? Jap, sogar eine sehr gute! Kenny…ich brauch‘ das! Dieser Mistkerl hat mein Leben ruiniert. Ich denke immer noch an ihn und steigere mich viel zu oft in den Hass auf ihn rein. Das muss endlich aufhören! Ich brauche einen Abschluss, um ihn zu vergessen und endgültig heilen zu können. Und mir wird es helfen zu sehen, wie sein arrogantes Grinsen verschwindet, endlich mal etwas nicht an ihm abprallt und er zu Boden gebracht wird. Davon abgesehen…du schuldest es mir, Kenny! Mir ist klar, dass du mich nicht aus reiner Selbstliebe angerufen hast, um mir zu helfen. Nö, du wolltest Ricky vor eurem Match ordentlich schaden.
Da hat die Kandidatin 100 Punkte. Klar, Julia ist auch nicht dumm…sie hat das schon durchschaut. Verlegen kratzt sich der Cleaner am Hinterkopf und ist sich nicht sicher, was er darauf am besten antworten soll. Aber überraschenderweise bleibt die Blondine recht ruhig und scheint es ihm gar nicht mal so übel zu nehmen.
Julia Hart: Das ist okay! Ich bin da gar nicht sauer auf dich. Ich weiß, wie das Biz läuft. Du hast mir dennoch die Möglichkeit gegeben, dass ich mich mal auskotzen kann. Trotzdem ist das Mindeste, was du tun kannst, mich dabei sein zu lassen, wenn du ihn besiegst!
Gut, was kann der Kanadier da groß dagegen sagen? Irgendwo „schuldet“ er ihr schon etwas. Andererseits möchte er sie nicht direkt am Ring haben. Das könnte auch komplett schief gehen und zum Bumerang werden. Vor allem da Kenny absolut nicht einschätzen kann, welche Wirkung das auf Saints haben wird.
Kenny Omega: Du hast Recht…du solltest dabei sein dürfen. Aber…sei mir da bitte nicht böse…ich möchte, dass du dann im Backstage Bereich bleibst. Ich habe mit dem Rickster eh noch ein Hühnchen zu rupfen…vor allem nach unserem Match damals. Ich will das in einem Rahmen klären, wo es nur um ihn und um mich geht. Ohne äußere Einflüsse, die Ricky dann auch nicht als Ausrede verwenden kann, falls er dann gegen mich verloren hat. Verstehst du das? Und ich will nicht, dass er nachher noch auf dich losgeht.
Gerade die letzten Sätze fügt er noch schnell an, um Julia zu besänftigen. Auch wenn er nicht glaubt, dass der Stroke Daddy wirklich handgreiflich gegenüber seiner Ex werden wird, so weiß man ja nie, wie Menschen in extremen Situationen reagieren. Tatsächlich wirkt die Blonde nachdenklich und sieht kurz auf den Boden. Sie hadert mit sich selbst…eigentlich wollte sie den Cleaner sogar zum Ring begleiten. Aber andererseits möchte sie auch nicht der Grund dafür sein, dass Ricky am Ende triumphiert. Schließlich seufzt sie auf und gibt nach.
Julia Hart: Naaa gut…okay! Ich werde aber direkt bei der Gorilla Position sein und von dort zuschauen.
Dagegen ist nichts einzuwenden…und verbieten könnte Kenny es ihr eh nicht. Daher nickt er ihr zu und greift nach seinem Belt, den er gekonnt auf die rechte Schulter schwingt.
Kenny Omega: Ja, mach das! Ich…ich hoffe wirklich, dass du dann mit dem Thema abschließen kannst. Ich weiß noch, was für eine tolle und sympathische Ausstrahlung du früher hattest und wie viel Talent in dir steckt. Hoffentlich erleben wir bald wieder so eine Julia Hart zwischen den Seilen.
Ob es jemals wieder diese Version der Amerikanerin geben wird, kann keiner sagen. Aber Kenny meint es ehrlich, als es Julia da nur das Beste wünscht. Das kommt auch so bei Hart ein, die im Bereich der Nase leicht rot wird.
Julia Hart: Danke, Kenny! Ich will einfach nur wieder ganz sein und mir mit selbst im Reinen.
Omega versteht, was sie damit meint. Aufmunternd nickt er den Jüngeren zu.
Kenny Omega: Das wirst du schaffen! Ganz bestimmt!
Da ballt er eine Faust und streckt ihr diese entgegen. Die Blondine zögert kurz…erwidert dann aber den Fist Bump.
Julia Hart: Gut, ich schau‘ mal, ob ich noch ein paar bekannte Gesicht von damals treffe. Wir sehen uns dann später.
Damit verabschiedet sich Julia und geht von dannen. Kenny sieht ihr nach. Das Lächeln verliert an Stärke, je weiter sie sich entfernt. Hoffentlich war das jetzt klar und sie wird sich daran halten. Naja, der Cleaner muss darauf bauen. Fürs Erste reicht es ihm hier und er geht ebenfalls weiter. Erneut bleibt die Kamera zurück und macht einen weiteren Schwenk…und wir sehen Julia, der um eine Ecke schielt und ihrerseits Omega beobachtet, wie dieser sich entfernt. Die Blonde lächelt…aber das Lächeln hat einen merkwürdigen Vibe, den man gar nicht zuordnen kann. Kaum ist er aus ihrem Sichtfeld verschwunden, zieht sie sich auch ganz zurück. Was das zu bedeuten hat? Man wird sehen.
MATCH 3
COAST 2 COAST CHAMPIONSHIP
TWO ON ONE HANDICAP MATCH
John Cena vs. El Dan De La Hausen © & A Legend by People´s Choice
![[Bild: mysterylegendmatch.png]](https://i.ibb.co/2Y6Y7GPH/mysterylegendmatch.png)
Writer: Maxi
Die Halle wird komplett dunkel. Ein Moment der Stille. Und dann—FLASH!—ein Feuerwerk bricht auf der Bühne aus, das die Arena mit grellen weißen und goldenen Blitzen erleuchtet. Cenas berühmtes Logo erscheint auf der Titantron.
Die Fans reagieren ein Mix aus Buhrufen und einigen Jubeln. Die Kamera schwenkt zur Bühne, wo ein einziger Scheinwerfer auf den Eingang gerichtet ist und Cena sich oben auf der Rampe zeigt. Er steht da, stolz, mit einer arroganten Haltung, als ob er der König des Ortes wäre. Cena hat ein grinsendes, selbstgefälliges Gesicht und blickt in die Menge.
Eine lockere, übergroße schwarze Basketball-Jersey, mit „Thuganomics“ in fetten Graffiti-Buchstaben auf der Vorderseite. Baggy Jeans, die tief unter der Hüfte hängen und die Haltung von Cena unterstreichen. Weiße Sneakers mit schwarzen Akzenten, perfekt für seinen Street-Look. Eine schwarze Cap, schief auf dem Kopf getragen, was zu seiner rebellischen Aura passt. Die charakteristischen „Never Give Up“ Armbänder, aber jetzt trägt er sie ironisch. John Cena tritt zurück und salutiert...
![[Bild: 95SV.gif]](https://i.gifer.com/95SV.gif)
Cenas Gesichtsausdruck ist voller Arroganz. Er weiß genau, dass er hier nicht nur ist, um zu kämpfen, sondern um eine klare Botschaft zu senden. Er dreht sich mit einem selbstbewussten Grinsen nach der Menge, gibt dabei deutlich zu erkennen, dass ihm die Reaktionen der Fans nicht viel bedeuten.
Matthew Rehwoldt:
"The following Countest is an Handycap Match and its gonna be for the Coast 2 Coast Chaaaaampiiiooonshiiiiiiiip... Introducing first... The Challonger... from West Newbury, Massachusett... weighing in at 251 pounds.. JOOOOHN CEEEEEENA!"
Nachdem er den Ring betreten hatte stellt er sich auf den Turnbuckle. Jeder Superstar würde sich feiern lassen jedoch nicht Cena. Darauf steigt Cena vom Turnbuckle und ist bereit sein Match zu bestreiten.
Die Arena bebt unter einem ohrenbedeutenden, schier grenzenlosen Lärm, als plötzlich die Lichter in der gesamten Halle schlagartig erlöschen und die Zuschauermassen in ein tiefes, bedrohliches Schwarz stürzen. Ein einzelner, greller Spotstrahl schneidet durch den dichten Nebel und wirft ein surreales, gespenstisches Licht direkt auf die Stage.
Aus den Lautsprechern dröhnt sofort eine epische, ruhige und unverkennbar, schleppende Theme, vermischt mit dem schrillen Zischen von dunkler Magie und dem klappernden Sound von fallenden Knochen. Die Fans springen ekstatisch von ihren Sitzen auf und recken ihre Hände in die Höhe, denn der ungekrönte Herrscher des Bizarren betritt das Gebäude. Langsam, mit einer Mischung aus feierlicher Arroganz und absoluter Absurdität, schält sich eine schlaksige Gestalt aus den rauchenden Schwaden. Die mexikanische Lucha Libre Legende El Dan de la Hausen schreitet voran, gekleidet in ein maßgeschneidertes, blutrotes und pechschwarzes Anzug-Ensemble, das mit unzähligen kleinen, goldenen Zähnen bestickt ist, die im Scheinwerferlicht unheimlich glitzern.
![[Bild: 3367af79-860a-4cfd-9872-1c5cd6fc5638.png]](https://i.ibb.co/xRvPrBW/3367af79-860a-4cfd-9872-1c5cd6fc5638.png)
Auf seinem Gesicht prangt wie immer die im scheinwerferlicht hell leuchtende Lucha Libre Maske über dem perfekt aufgetragenen, makabren Make-up, während in seiner Rechten stolz der gewaltige Championship-Gürtel thront, den er wie eine heilige Reliquie vor sich her trägt.
Matthew Rehwoldt:
"And his Opponent... From the Golf of Danhausen... He is the Reigning Coast 2 Coast Unifiiieeed Chaaaaaaaampiiiiiooooon... The Lucha Libre Legend... EL DAN DE LAAAAA HAAAUUUSEEEEEEEEN!!!"
Er erreicht die Mitte der Stage, bleibt dort abrupt stehen, dreht sich langsam um und blickt mit einem durchdringenden, gruseligen Blick direkt in die vorderen Reihen. Mit einer theatralischen Geste hebt er die freie Hand und deutet mit dem Zeigefinger auf den riesigen Titantron über der Halle. Plötzlich flackern die Monitore wild auf. Ein lautes, elektronisches Tonsignal ertönt, und eine gigantische Grafik baut sich auf dem Bildschirm auf. Das interaktive Abstimmungs-Interface leuchtet in grellen Neonfarben auf:
![[Bild: 676b6e64-bd69-411d-adca-f217b2a8fd7f.png]](https://i.ibb.co/DDsdfZfB/676b6e64-bd69-411d-adca-f217b2a8fd7f.png)
Die Halle brodelt. Die Fans wissen genau, was auf dem Spiel steht, und das Stimmungsbarometer schießt durch die Decke. Danhausen blickt selbstgewiss nach oben auf den Bildschirm, nickt anerkennend mit dem Kopf und verschränkt die Arme vor der Brust, während auf dem Titantron ein rasanter Countdown heruntertacktet. Die Prozentzahlen springen wild hin und her, bis der Countdown bei Null angelangt.
![[Bild: 9b4a0e06-ad2c-4a40-a0d4-ad805ca2b71a.png]](https://i.ibb.co/n8BcdhP8/9b4a0e06-ad2c-4a40-a0d4-ad805ca2b71a.png)
Ein lauter Gong schlägt ein. Die Grafik friert ein, und der Name des Gewinners brennt sich in riesigen, goldenen Lettern auf den Bildschirm: OPTION C – STONE COLD STEVE AUSTIN. Für eine Bruchteilsekunde herrscht absolute Stille in der Arena – gefolgt von einer seismischen Explosion der Begeisterung.
Aus den Boxen bricht sofort das unverkennbare, laute Glass Shatter durch den Raum, gefolgt von dem harten, treibenden Gitarren-Riff von Austins Theme. Die Pyro-Anlage an der Decke zündet ein gewaltiges, gleißendes Feuerwerk, das den Eingangsbereich in ein Meer aus roten und weißen Funken taucht. Und da ist er.
![[Bild: b692bdad-d67b-4ec3-b541-3067bb76be28.png]](https://i.ibb.co/35rR30hR/b692bdad-d67b-4ec3-b541-3067bb76be28.png)
Steve Austin marschiert mit fester, entschlossener Miene, einer schwarzen Lederweste und hasserfülltem Blick die Rampe hinab. Er bleibt kurz neben El Dan de la Hausen stehen, mustert den maskierten Champion von oben bis unten mit hochgezogener Augenbraue, während die Lucha Libre Legende ihn mit einem breiten, zahnenden Grinsen begrüßt. Es ist das absurdeste Tag-Team der Wrestling-Geschichte: Die eiskalte, biervernichtende „Texas Rattlesnake“ und der seltsame, fluchverteilende Fake Luchadore.
Matthew Rehwoldt:
"And his Tag Team Partner... From Austin, Texas... Weighing in at 255Pounds... The Bionic Redneck... STONE COLD STEVEEEEE AAAUUUSTIIIIIIIIN!!!"
Ohne große Worte nickt Austin dem Champion zu. Die beiden drehen sich gemeinsam um und setzen ihren Weg fort. Danhausen hstet mit raumgreifenden, fast schon tänzelnden Schritten neben dem stampfenden Austin her, während die beiden Champions die Rampe hinabmarschieren, um im Ring für absolute, unbarmherzige Zerstörung zu sorgen. Austin und El Dan erreichen das Ringseil, und der Kontrast könnte kaum größer sein. der Inbegriff roher, ungezähmter Attitude trifft auf pure, makabre Absurdität. Steve Austin packt das oberste Seil mit beiden Händen, drückt es mit einer rohen Bewegung nach unten und schlittert mit einer flüssigen, aggressiven Dynamik in den Ring, als wäre er bereit, jeden einzelnen Gegner im Raum auf der Stelle zu zerlegen. Er springt sofort wieder auf die Beine, reißt die Fäuste auf der Ringecke in die Höhe und baut sich in der Mitte des Squared Circles auf, während die Fans seinen Namen skandieren.
![[Bild: ac39d017-a76f-4cfb-8240-604b3399f1ef.png]](https://i.ibb.co/rRFxn5Nb/ac39d017-a76f-4cfb-8240-604b3399f1ef.png)
Der Champion hingegen hat es weit weniger eilig. Mit einer theatralischen Eleganz, die an einen alten Stummfilm-Bösewicht erinnert, krallt er sich an den Seilen fest. Anstatt einfach hindurchzuschlüpfen, steigt er mit peinlich genauester Vorsicht über das mittlere Seil, stets darauf bedacht, seinen wertvollen Championship-Gürtel nicht zu beschädigen und bloß keinen Schmutz an seine Lackschuhe zu lassen. Ein leises, fast unhörbares Fluchen entweicht seinen Lippen, als sein Cape kurz am Ringpfosten hängen bleibt, doch er befreit sich mit einem schnellen, verärgerten Zupfen. Drücken sich die beiden im Ring gegenüber, wird die surreale Realität dieses Bündnisses perfekt greifbar. Austin steht mit verschränkten Armen da, den Blick starr auf Cena gerichtet, und kaut unruhig auf seinen Zähnen, während er auf die Ringglocke wartet. Neben ihm steht El Dan de la Hausen, schlägt die Hacken zusammen, nimmt eine extrem steife, heroische Superhelden-Pose ein und zeigt mit dem Finger in Richtung Cena, gefolgt von einem kurzen, diabolischen Kichern, das im Lärm der Halle völlig untergeht.
Der Ringrichter schaut sich beide Seiten des Rings noch einmal an und fragt die Stars, ob sie bereit sind. Und nachdem sich El Dan und Steve Austin entschieden haben, dass der Champion das Match startet, scheint dem Beginn dieses auch nichts mehr im Wege zu stehen. Es geht los mit John Cena vs. El Dan de la Hausen um den Coast 2 Coast Championship!
Warnung! Spoiler!
…: "Sierra, Hotel, India…. A-ha-ha-ha! Wer hätte jemals gedacht, dass wir das wieder in den heiligen Hallen des Wrestling hören? Ha, ich nicht… Nein, ich bei weitem nicht. Aber ungewöhnliche Ereignisse erfordert ungewöhnliche Maßnahmen. Oder wieder das Schicksal so will… habt ihr Euch mit den falschen angelegt. Ihr wollt die Ketten sprengen und endlich frei sein… Ha-ha-ha-ha Say Hello to the Ghost from the Past! Wir machen keine Gefangenen, Jey… wir… löschen sie aus. Ein für alle Mal."
Etwas gekrächzt, etwas verzerrt, war es dennoch unverkennbar die Stimme von Seth Rollins, die durch die Dunkelheit schnitt und in einem hellen Echo wiederhallte. Nur ein flackerndes und undeutliches Bild flimmerte über den Äther, während sich schwarze Gestalten formierten. Der Kontrast wurde deutlicher. Ein schemenhafter Totenkopf zeichnete sich ab, eh langsam zu deuten war, dass es sich dabei um die Shield Maske handelte, welche Seth sich nun langsam abzog. Dies war keine Hochglanzproduktion der Kompanie, dies war eine eigenständige Aufnahme mit einem alten Videorecorder. Das Bild leicht undeutlich, etwas zu grell, dann wieder zu dunkel. Dennoch war jetzt zumindest zu erkennen, wie Seth die Video-Cam so platzierte, dass man etwas mehr erkennen konnte. Irgendwo tief in den Katakomben, in einem der gekachelten Versorgungsräumen grüßte der Geist einer fast vergessenen Vergangenheit.
Die Cargo Pants, die Weste der taktischen Ausrüstung, saß, als hätte er sie niemals abgelegt. Die langen, lockigen Haare fielen hinab. Doch das auffallendste an alledem war dieses gefährliche, ja fast schon gelöst wirkende Lächeln, welches auf seinen Lippen ruhte. Es konnte fast den Anschein erwecken, als würde er sich auf die anstehende Aufgabe freuen. Blieb nur offen, ob es sich dabei um die Arbeit mit Roman handelte oder die Schlacht gegen die Bloodline. Während Seth vor der Kamera hockt, erahnt man nur anhand schwarzer Schemen, dass eben jener Roman Reigns neben ihm steht. Ein kurzer Blick zur Seite, müdes Grinsen und er erhebt wieder die Stimme:
SETH ROLLINS: "Weißt du, was euer größter Fehler war, Jey? Ihr habt geglaubt, Geschichte wäre etwas, das hinter einem liegt. Etwas, das man begraben kann. Einen Namen vergessen, eine Weste verbrennen, ein Symbol auslöschen… und dann ist es vorbei...Nein! Geschichte wartet. Im Dunkeln. In den Gängen unter der Arena. Hinter jeder Tür, an der ihr vorbeilauft, ohne euch umzudrehen. Und irgendwann… klopft sie an. Die Bloodline nennt sich unantastbar. Ihr redet von Loyalität. Von Familie. Von Anerkennung."
Seine Stimme wurde spürbar kälter. Ein kurzes Stocken, eine andächtige Pause. Sein Blick wandert an der Linse vorbei und verliert sich für einen kurzen Augenblick in der finsteren Ecke irgendwo vor ihm.
SETH ROLLINS: "Weißt du Jey… es ist ein verdammter Unterschied zwischen dir und mir. Und der verhängnisvollste Unterschied ist, dass du dir deinem Glück nicht bewusst bist. Wir alle wurden geboren. Ich zum Beispiel von einer Mutter, die sich einen Scheiß um mich geschert hat. Einem Vater, der mir noch heute nicht in die Augen blicken kann. Wrestling war für mich nicht nur eine Leidenschaft, es war Ablenkung. Um nicht auf die schiefe Bahn zu geraten und nicht so zu enden, was du gerne vorgibst zu sein. Der Unterschied dabei ist, dass ihr in eine Dynastie hineingeboren wurdet. Ihr habt es mit der Muttermilch verabreicht bekommen. Von klein auf hattet ihr einen Fuß in dem Business, in dem ich mich jeden Schritt hart erkämpft habe. Und dann… dann steht ihr über Monate im Ring, neben eurem Cousin, der OTC?! Und der Mann wird nicht umsonst Tribal Chief genannt. Denn er hatte die Titel, die Main Events und stets eine Hand am großen Gold der Liga. Er verkörpert diese Dynastie, die eure Väter, Großväter und Onkels aufgebaut haben wie kein Zweiter. Ihr wart ein Teil davon… Ihr seid ein Teil seiner Geschichte… Aber es reicht Euch nicht! Denn hier kommt der Knackpunkt. Der Familie ist man immer Loyal gegenüber… zumindest so lange, wie der eigene Nutzen gegeben ist. Wirft man aber etwas mehr Anerkennung und das eigene Ego in den Topf, wird es schnell eine toxische Suppe daraus, die keiner auslöffeln will."
Es war ein überraschend tiefer Einblick in Seth' Vergangenheit. Aber vielleicht genau der richtige Teil, um zu verdeutlichen, woher er seinen Drang findet. Ihm wurde kein Silbertablett vorgesetzt, aus dem man sich die eigenen Highlights bereits raus picken konnte. Die Bloodline hatte diese Optionen und sie hätten einfach nur ruhig sein müssen und ihrem Tribal Chief folgen sollen.
SETH ROLLINS: "Für einen kurzen Augenblick kann man sicherlich noch die Wogen glätten, um den ganzen Scheiß zusammenzuhalten. Ich kenne es, Uce… Ich kenne jede einzelne Lüge, die man sich erzählt, um ein Imperium zusammenzuhalten. Ich habe selbst eines aufgebaut. Und… ich habe selbst eines zerstört. Genau deshalb weiß ich, wie eures enden wird."
Hinter ihm liegt weiterhin dieser dunkle, gekachelte Versorgungsraum. Nur das schwache Flackern der alten Aufnahme sorgt dafür, dass überhaupt etwas von der Umgebung zu erkennen ist. Darauf bewegt sich der schwarze Schatten neben Seth. Langsam... Bedächtig und Tribal Chief Roman Reigns tritt ins Bild aber nicht vollständig. Zunächst ist lediglich seine Schulter zu erkennen dann sein Gesicht. Der Tribal Chief steht direkt neben Seth Rollins und blickt mit diesem unbeweglichen, kalten Ausdruck in die Kamera. Der Mann, dessen Anwesenheit allein genügt, um die Atmosphäre augenblicklich zu verändern. Roman verschränkt langsam die Arme vor der Brust und sein Blick bleibt auf die Linse gerichtet. Einige Sekunden verstreichen darauf spricht er.
Roman Reigns
"Jey... Du hast immer behauptet, dass du frei sein willst. Du hast behauptet, dass du deinen eigenen Weg gehen willst. Dass du niemanden brauchst. Dass du nicht unter dem Schatten eines anderen Mannes stehen willst. Und weißt du was, Jey? Du hast deinen Wunsch bekommen. Du wolltest keine Familie, die dir sagt, was du zu tun hast. Du wolltest keine Regeln. Keine Hierarchie. Keine Verantwortung gegenüber dem Mann an der Spitze. Also hast du sie eingerissen. Eine Entscheidung nach der anderen. Du hast Jimmy gegen mich gestellt. Du hast dich gegen deine eigene Familie gestellt. Du hast Menschen auf deine Seite gezogen, die niemals Teil dieser Familie waren. Du hast aus Brüdern Gegner gemacht und aus Loyalität Misstrauen."
Ein kaum sichtbares Lächeln zeichnet sich auf Romans Lippen ab doch es ist kein freundliches Lächeln.
Roman Reigns
"Nein, Jey. Du bist nicht unabhängig... abhängig von den Konsequenzen deiner eigenen Entscheidungen. Du hast geglaubt, du könntest die Familie zerstören und anschließend einfach weitergehen. Du hast geglaubt, du könntest meinen Namen aus deiner Geschichte streichen. Du hast geglaubt, du könntest die Bloodline auseinanderreißen und danach behaupten, du hättest endlich Freiheit gefunden. Aber du hast etwas vergessen. Alles hat Konsequenzen... Entscheidung... Jede Lüge... Verrat. Und jeder Schlag, den du gegen deine eigene Familie geführt hast. Du wolltest wissen, wie es aussieht, wenn die Ketten gesprengt werden?"
Roman deutet mit einer kaum merklichen Bewegung auf Seth.
Roman Reigns
"Dann sieh genau hin."
Roman fährt fort.
Roman Reigns
"Du hast die Familie zerstört, Jey... Jetzt musst du mit dem leben, was danach kommt. Denn ich werde dir nicht hinterherlaufen. Ich werde dich nicht bitten, zurückzukommen. Und ich werde dir auch nicht vergeben. Du wolltest deinen eigenen Weg, Uce? Dann geh ihn. Aber beschwer dich nicht über das, was am Ende dieses Weges auf dich wartet."
Stille kehrt ein. Schwere, fast schon greifbare Stille legte sich über den gekachelten Versorgungsraum. Einzig das leise, monotone Summen einer sterbenden Neonröhre durchschnitt das Schweigen, während das alte Videoband hörbar knisterte, so spürbar auf Spannung getrimmt, als würde das Magnetband im Inneren der Kamera jeden Augenblick zerreißen. Seth senkte für einen kurzen Moment den Blick, schnaufte leise durch die Nase und schien die Worte kurz in der dunklen Luft hängen zu lassen. Neben ihm verharrte Roman Reigns. Kein Muskelzucken, nicht einmal ein Blinzeln. Einfach nur pure, unerschütterliche Präsenz. Dann hob Seth langsam wieder den Kopf. Seine Augen fixierten die kleine, staubige Linse der Camcorder-Kamera mit einer Intensität, die dem Zuschauer auf der anderen Seite des Bildschirms einen Kälteschauer über den Rücken jagen konnte.
SETH ROLLINS: "Hör mir gut zu, Bloodline... Ihr glaubt immer noch, das hier ginge um eine einfache Revanche, nicht wahr? Ihr denkt, wir sind hier, um alten Rechnungen nachzujagen... Aber das tun wir nicht. Denn eine Revanche endet schlicht mit einem Sieg. Und das hier? Das hier geht weit über Siege und Niederlagen hinaus. Das hier endet erst damit, dass ihr euch bis an das Ende eurer Tage jedes einzelne Mal voller Panik umdrehen werdet, wenn irgendwo tief in den Katakomben Metall auf Beton schlägt."
Ein schleichendes, fast schon wahnsinniges Grinsen steckte plötzlich auf seinen Lippen. Oh ja, dieses Seth Rollins ist wieder voll in seiner Rolle des Architekten. Prägend, unausweichlich und mit einem spürbaren Hang zum manischen Wahnsinn.
SETH ROLLINS: "Weil ihr ab heute nie wieder wisst... wer oder was hinter euch steht."
KLONG. Ein dumpfes, metallisches Geräusch hallte durch den kahl gefliesten Raum. Nicht einmal übertrieben laut. Nur wie ein einfaches Metallrohr auf den grauen Stein trifft. Seth’ Lächeln wurde breiter und gelöster. Ganz so, als hätte er exakt auf diese Millisekunde gewartet. Roman hingegen reagierte überhaupt nicht. Seine Mimik blieb völlig regungslos.
SETH ROLLINS: "Du kennst diesen Klang, Jey. Du hast ihn jahrelang verfolgt. Früher war es für dich ein Versprechen, dass etwas unausweichliches passieren wird... und heute…heute ist es dein Urteil."
Erneut legte sich eine drückende Stille über die Szenerie. Das Videobild flackerte heftig. Eine Welle aus Bildstörungen zog über den Äther, und für einen einzigen, flüchtigen Frame huschte tief im düsteren Korridor hinter den beiden eine weitere, hochgewachsene dunkle Silhouette durch den Schatten. Zu unscharf, zu schnell, um Gesichtszüge auszumachen, aber prägnant genug, um den Herzschlag schlagartig nach oben zu treiben. Seth drehte nicht einmal den Kopf. Er wusste genau, was um ihn herum passierte.
SETH ROLLINS: "Wir haben euch gewarnt... Bei 'Watch the Throne' geht das Licht nicht einfach aus, weil die Show vorbei ist. Es geht aus..."
Seth hielt inne und sah zu seinem Sitznachbarn. Roman vollendete den Satz, ohne den Blick auch nur einen Millimeter von der Kamera abzuwenden.
Roman Reigns
”...weil eure Zeit vorbei ist”
Beide blickten regungslos direkt in die Linse. Seth hob langsam wieder die Shield-Maske an und schob sie sich schweigend über das Gesicht. Roman neigte nur leicht das Kinn. Der stumme Befehl des Tribal Chiefs, der das Ende einläutete. Mit einem Knacken und Knistern, reißt das Band und das Bild wird schwarz.
Britt Baker ist wieder in der Spur. Ein Sieg, kurz vor dem Special, tut der Seele ungemein gut. Auch wenn sie letzte Woche noch mit Frust die Stadt Houston und dessen Arena verlassen hatte. Nach der feigen Attacke von Liv Morgan und Drew McIntyre auf sie selbst, brennt sie darauf, Rache zu nehmen. Zumindest aber wollte die Zahnärztin ein Zeichen setzen. Immerhin will niemand gern zum Zahnarzt gehen. Und genau das will sie hier auch vermitteln. Eine Extrabehandlung einer Zahnärztin kann seeeehr unangenehm werden. Liv und Drew sollten sich also vorsehen.
Etwas anderes, was im Raum steht, ist die Pittsburgh Zone. In ihrem letzten Gespräch mit Mister Unbekannt stachen diese Wörter immer wieder vor. Eine Gruppierung? Vielleicht! Immerhin war immer wieder die Sprache von Zusammenhalt und Unterstützung. Trotz allem dem ist DMD heute wieder allein unterwegs. Kein Match, aber das Special steht an und bei Watch the Throne könnte eine Menge passieren, was für die Brünette aus Pittsburgh gar nicht uninteressant sein könnte. Sowohl Becky Lynch als auch Tiffany Stratton hat sie fest im Blick. Das Special heißt eben auch Watch the Throne, also will Baker dies auch nicht leugnen.
Im Backstage Bereich unterwegs, geht sie an vielen Workern vorbei. Alle flitzen umher, damit die Show ein voller Erfolg wird. Und Brittany? Die bleibt Seelenruhig. Bis sie auf einmal auf 2 Gestalten trifft, wodurch sie durchaus beunruhigt sein darf.
Dr. Britt Baker DMD:
”Uhhhh…wen haben wir denn da? Donald und Daisy Duck! Verlaufen?”
Die wählt Provokation? Nachdem sie in der Parking Lot vor zwei Wochen so hart verprügelt wurde, ist das sicherlich mutig. Aber schon dort hat sie nicht klein bei gegeben. Äußere Wunden heilen. Die inneren eben nicht. Und deshalb macht sie sich keinen Rückzieher.
Trotz allem wird sie innerlich unruhig. Ihre Händen schwitzen leicht, weshalb sie diese über die Jeans gleiten lässt. Mit einer langsamen Atmung versucht sie sich zu beruhigen.
Dr. Britt Baker DMD:
”Oder müsst ihr wieder Größe markieren, indem ihr Kollegen verhauen müsst? Kaum vorstellbar, dass ihr dafür Respekt bekommt. Aber…macht, was ihr nicht lassen könnt. Es bleibt halt nur lächerlich.”
Auf dem weißen T-Shirt steht in Schwarz Daddy's Lil' Monster, während die schwarze Pants mit leichtem Glitzer versehen ist. Die Blonden Haare sind zu Zwei Zöpfen gebunden, einer rechts und der andere links. Die Spitzen der Zöpfe sind Rot und Blau, als hätte sie den jeweiligen Zopf in ein Pitt Farbe getaucht. In der Hand hält sie einen Baseballschläger, dessen Schlagseite locker auf der Schulter ruht. Auf ihrem Gesicht schmiegt sich ein schelmisches Grinsen. Ja, genau das ist die neue Liv Morgan. Irgendwie Süß und doch so skrupellos und Gefährlich. Das die Britt Baker treffen, dass ist kein Zufall. Zumindest nicht aus der Sicht von Liv und Drew. In der Doktorin haben sie ein Opfer gefunden, welches viel Stolz besitzt. Die Jersey-Rose will diesen Stolz brechen.
Liv Morgan:
Wenn du wüsstest, wie sehr wir uns nicht verlaufen haben.
Damit ist wohl klar, dass Britt hier Ärger hat. Den anderen Kommentar lässt sie links liegen und will gar nicht weiter auf den Vergleich mit Donald und Daisy eingehen. Stattdessen geht Liv lieber einen Schritt auf Baker zu
Liv Morgan:
Du bist Mutig. Na ja...du glaubst mutig zu sein. Doch du bist nur Dumm...Doctor. Die Pittsburgh Zone? Ja, wir haben davon gehört. Aber wer soll hier gleich um die Ecke kommen? Kurt Angle? Du weißt ja...he sucks.
Für die Fans wäre es wohl ein Träumchen, sollte der Olympic Medallist dazu kommen. Die Chancen sind jedoch sehr gering. Liv will auch nur wissen, was es genau mit der Pittsburgh Zone auf sich hat. Ansonsten will sie Baker nur unter Druck setzen und verängstigten.
Drew blieb, wie meistens, ruhig und beobachtet die Szene ganz genau. Er bewegte sich auch nicht, als Liv näher an Britt herantrat. Seine Arme sind vor seiner Brust verschränkt und dennoch wirkt seine Präsenz einschüchternd und auch eindrucksvoll. Zu was der Hüne und seine bessere Hälfte fähig sind, konnte man die letzten Wochen sehen. Das Power Couple hatte natürlich mitbekommen, was Britt letzte Woche von sich gegeben hatte. Auffällig ist, das Britt tatsächlich alleine war. Keine Spur von dem noch immer unbekannten Mann an ihrer Seite, der letzte Woche versucht hatte, auf Britt einzureden.
Drew McIntyre
„Du bist nervös, Doc.“
Kam es dann kurz und knapp vom Hünen. Er musterte Baker ganz genau und konnte die kleinen Hinweise erkennen, die Britt versuchte nicht zu zeigen. Sie war tough, allerdings verrät ihr Körper dann doch etwas anderes. War Baker zunächst nur zur falschen Zeit am falschen Ort, scheint das Ganze nun anders auszuschauen.
Drew McIntyre
„Ist es, weil du Angst hast, es aber nicht zugeben möchtest, oder ist es ein anderer Grund? Würde mich nicht wundern, wenn Liv und Ich in diesem Moment in einen Hinterhalt geraten...Wenn ich raten dürfte...Es ist ersteres, nicht wahr?“
Britt versucht ihre Verzweiflung mit einem leichten Grinsen zu überdecken. Jede Bewegung des Paares beobachtet sie genau.
Dr. Britt Baker DMD:
”Und was ist, wenn es gar nichts von alledem ist? Wenn niemand um die Ecke kommt. Wenn ich auch einfach keine Angst habe? Was dann?"
Kurz zuckt sie mit der Schulter und legt den Kopf schief.
Dr. Britt Baker DMD:
”Was ist, wenn alles davon stimmt? Wenn jetzt gleich jemand um die Ecke kommt? Wenn ich vielleicht doch Angst habe? Was dann?"
Fragt die Doktorin ganz unverblümt und mal ein paar Antworten von Liv und Drew rauszukitzeln. Was wäre denn, wenn es so wäre? Oder wenn es genau anders herum wäre?
Dr. Britt Baker DMD:
”Ihr beide könnt nur das, was ihr immer macht, ihr müsst eure Power demonstrieren. Doch es ist keine Power! Es ist Armseeligkeit!"
Liv tritt wieder einen Schritt vor. Armseeligkeit? Dieses Wort stört die Jersey Rose schon ein wenig. Die rechte Hand spielt mit dem Baseballschläger, indem sie diesen um die eigene Achse drehen lässt. Schließlich schickt sie einen Blick zu Drew und tritt dann nochmals einen Schritt vor. Immer wieder stoppt sie und wirkt eher, als wenn sie zum Altar schreiten würde.
Liv Morgan:
Wen interessierts?
Ist die Antwort auf die Fragen. Und tatsächlich interessiert es dem Couple auch nicht im geringsten, was Dr Britt Baker empfindet. Eher wohl, was die empfindet, wenn gleich der Baseballschläger auf den Kopf der Doktorin trifft.
Liv Morgan:
Eines ist sicher, Britt, hihi. Du wirst für deine Taten bluten! Und zwar...jetzt!"
Frech beißt sich Morgan auf die Zungenspitze, bis sie einen weiteren bedrohlichen Schritt nach vorn bewegt. Dabei ist ihr Blick starr auf Baker gerichtet.
Liv Morgan:
Drew wird dir nun eine Lehre erteilen...nicht wahr, Honey?
Kurzer Blick zun Schotten folgt, ob dieser bereit für diese Mission ist.
Der Schotte hatte Britt die ganze Zeit beobachtet, auch die Umgebung hatte er gezielt analysiert. Nur für den Fall, sollte Britt tatsächlich einen Hinterhalt planen. Nur je mehr Minuten vergingen, umso sicherer war Drew sich, das Baker tatsächlich alleine hier war und da Liv in Power und Chaos Laune war, musste man abwarten, ob Britt hier unbeschadet herauskommen würde. Sie ließ sich aber nicht einschüchtern, auch wenn ihre Körpersprache sie hier und dort dann doch verraten würde, das Sie doch ein gewisses Maß an Angst und Respekt besaß. Als Liv dann über ihre Schulter zu Drew sah musste dieser schmunzeln.
Drew McIntyre
„Wenn du es so möchtest...dann kann man das durchaus einrichten...“
Mit langsamen Schritten umkreist Drew dann zunächst Liv und dann Baker. Seine Augen bleiben dabei auf die Zahnärztin fixiert und die Fans halten dann doch den Atem an. Drew war schon immer jemand gewesen, der sich eher schützend vor die Frauen gestellt hatte als diese zu attackieren. Doch eben genau dieser McIntyre war schon längst tot und die letzten Wochen haben gezeigt, das er skrupelloser geworden war. Für Liv und Ihn ging es nur darum, für Chaos zu sorgen.
Der Hüne schlendert weiter um Britt herum und vielleicht nutzt es Drew auch nur aus, um ihr ein wenig mehr Angst zu machen. Würde Drew tatsächlich über diese Grenze hinausgehen, die er niemals übertreten wollte? Schließlich kommt er nach seiner Umrundung wieder bei Liv, welche nun seine volle Aufmerksamkeit hatte. Er zieht Liv zu sich heran, gibt ihr einen Kuss auf die Stirn und blickt ihr tief in die Augen.
Drew McIntyre
„Würde es dir denn gefallen...wenn ich mich um Britt...kümmern würde?“
Für diesen Moment war Britt Nebensache. Sie hätte die Chance, unbemerkt das Weite zu suchen, aber das tat sie nicht. Während Drew weiter nur Augen für Liv hatte, lächelte diese fast schon spielerisch auf die Frage ihres Freundes und der Hüne erwiderte mit einem kurzen Nicken und lässt dann wieder von Liv ab und dreht Britt den Rücken zu. Anscheinend hat Drew seine Meinung geändert. Doch dann reagierte der Schotte blitzschnell und mit einer fließenden Drehung rennt er auf Baker zu. Diese konnte nicht rechtzeitig reagieren und ehe man sich versah, trifft Drew mit einer harten CLAYMORE Britt mitten am Kopf und sackt dann auch zu Boden.
Liv lachte laut auf und feierte diesen Treffer lautstark während Drew eiskalt neben Britt stand und auf diese hinabsah. Liv sah sich das ganze mit einem breiten Grinsen im Gesicht an und die Fans zeigten ihren lautstarken Unmut über diese Attacke. Doch Drew zeigte keine Reaktionen auf die lautstarken Buhrufe der Fans, im Gegenteil. Er grinst nur noch breiter, blickt zu Liv und dann fängt sein Blick noch etwas anderes ein. Morgan nickt ihrem Freund dann grinsend zu und der Schotte packt dann Baker und hebt diese locker wieder auf die Beine und zerrte sie dann in Richtung eines Tisches. Drew blickt vollkommen zufrieden zu Liv und die Fans werden Zeuge, wie McIntyre Baker mit einem harten SPINEBUSTER durch diesen Tisch befördert und das laute Geräusch von Holz welches zerbricht hallt durch die Luft. Baker bleibt regungslos liegen während Drew über ihr kniet.
Drew McIntyre
„Power und Chaos!“
Da war sie wieder, die typische Phrase der Beiden. Zufrieden mit seinem Werk steht Drew langsam auf und geht zurück zu Liv. Sein Arm legt er um Sie und sofort stürmen Sanitäter ins Kamerabild die sich um Baker kümmern. Zwei, drei Securitys schirmen diese ab, aber weder Drew noch Liv machen einen Anschein, weitere Attacken folgen zu lassen. Doch dann wandert Drews Blick am Geschehen rund um Baker und den Sanitätern vorbei und erneut zeichnet sich ein breites grinsen ab. Mit langsamen Schritten rückwärts entfernen sich Drew und Liv während die Kamera dann in die Richtung schwenkt, wo Drew eben hingesehen hatte.
Dort kommt ein Mann hergesprinntet. Zu spät, wie er direkt sehen kann. Sein Blick geht erst zu Drew, bis er schließlich zu Brittany schaut. Diese liegt bewegungslos in den zerbrochenen Tisch. Sanitäter kümmern sich bereits um sie.
Breit aufgestellt schaut der Unbekannte dann zu Liv und Drew. Greift er jetzt an? Er geht einen Schritt nach vorn, stoppt dann aber wieder. Er wählt dann doch den Weg zur Zahnärztin, um nach ihren Zustand zu schauen. Und damit gehen die Bilder dann offline.
Pat McAfee: "Schon wieder eine Attacke gegen Baker. Sie ist nicht zu beneiden."
Cathy Kelley: "Mein Gefühl sagt irgendwie, das es ein Fehler war sie anzugreifen. Ich bin gespannt wie der Unbekannte und Britt Baker reagieren werden. Und wer ist er?"
Wade Barrett: "Die nächsten Wochen werden sehr interessant werden, das steht fest."
MATCH 4
TAG TEAM MATCH
The Bloodline (Jacob Fatu, Jey Uso, Jimmy Uso) vs. The Shield (Roman Reigns, Seth Rollins)
![[Bild: shieldbloodline.png]](https://i.ibb.co/fzwCrHf6/shieldbloodline.png)
Writer: ???
Die Lichter im Stadion dimmen sich langsam ab, herunter auf ein tiefes, blutrotes Glühen, das die Arena in die Atmosphäre eines herannahenden Sturms taucht. Die gigantischen LED-Wände auf der Stage schalten schlagartig um. Wo sonst grelle Grafiken flimmern, prangt jetzt in massiven, wie in Stein gemeißelten Lettern nur ein einziger Schriftzug:
B L O O D L I N E
Ein schwerer, tiefer Bassfrequenz-Ton baut sich über die Soundanlage auf. Er ist so tief, dass das Fundament der Arena spürbar vibriert. Tausende Fans auf den Rängen spüren das Dröhnen im Brustkorb, noch bevor die Musik überhaupt einsetzt. Dann schlägt der Beat ein. Brachial, dominant und doch irgendwie schwungvoll. Die ersten Klänge der Uso’s sind und vernehmen. Rhythmisch, fast schon auflockernd… ehe die Kläge abrupt enden.
TASI
LUA
TOLU
FATU!
Die bedrohlich wirkende Musik von Jacob Fatu dröhnt durch die Lautsprecher, untermalt von den traditionellen, hawaiianisch-samoanischen Tönen. Aus dem Untergrund der Stage schießt ein dichter, tiefroter Nebelteppich empor, der sich wie flüssige Lava über die Rampe erstreckt. Aus dem Schatten des Nebels treten sie schließlich hervor. Drei Mann. Keine Hast. Keine Hektik. Reine, unerschütterliche Dominanz.
In der Mitte geht Jey Uso. Seine Aura hat nichts mehr vom tanzenden, publikumsnahen Favoriten der vergangenen Monate. Er ist zurück im Kreis der Familie… eben jene Seite der Familie, die sich nicht mehr dem Tribal Chief unterordnen möchte. Ernster, kompromissloser und mit einem arroganten, eisigen Lächeln auf den Lippen. Über der Schulter liegt locker ein roter Lei-Blumenkranz, seine Blicke scannen die Menge mit verächtlicher Gelassenheit.
Zu seiner Rechten marschiert Jimmy Uso. Sein Gang ist dynamisch, aggressiv, geladen mit einer unberechenbaren Energie. Er klatschen sich nicht mit den Fans ab, sondern starrt mit aufgerissenen Augen in die Menge, wie ein Kämpfer kurz vor dem Ausbruch. Er neigt den Kopf leicht zur Seite, spuckt spöttisch auf den Boden der Rampe und murmelt unhörbare Worte vor sich hin – die pure Gewissheit im Gesicht, dass die Familientradition unumstößlich ist.
Und links neben ihnen schleicht Jacob Fatu. Er geht nicht. Er lauert. Fatu wirkt wie ein angekettetes Raubtier, das nur darauf wartet, von der Leine gelassen zu werden. Seine massiven Schultern sind leicht nach vorne gebeugt, die Augen starr, umblinkend und eiskalt auf den Ring gerichtet. Sofern man dies überhaupt unter seiner schaurigen Werwolf Maske ablesen kann. Seine bloße physische Präsenz strahlt eine unberechenbare Gefahr aus, die der gesamten Gruppierung eine tödliche Schärfe verleiht.
Wade Barrett:
„Schaut euch diese drei an. Das ist keine einfache Gruppierung mehr... das ist eine Armee, gebunden durch Blut und unerbittliche Härte!“
Pat McAfee:
„Die Atmosphäre hat sich im Bruchteil einer Sekunde gedreht! Du kannst die Bedrohung förmlich greifen. Jey, Jimmy und das absolute Biest Jacob Fatu... sie sind nicht hier, um eine Show abzuliefern. Sie sind hier, um ihr Territorium zu verteidigen!“
Die drei umrunden die Stage im Gleichschritt und setzen ihren Weg über die Rampe fort. Das Scheinwerferlicht bricht sich in dem dichten Nebel hinter ihnen, wodurch ihre Silhouetten gewaltig und fast schon bedrohlich wirken. Am Ende der Rampe angekommen, stoppen sie synchron vor der Ringtreppe. Jey blickt kurz nach oben ins Stadiondach, ehe er langsam die rechte Hand hebt. Der Zeigefinger zeigt starr gen Himmel, die ultimative Bekundung der Vorherrschaft… und die Verspottung von Roman Reigns. Jimmy folgt der Bewegung mit einem grimmigen Kopfnicken. Jacob Fatu hingegen springt ohne den Umweg über die Treppe mit einer unglaublichen Leichtigkeit direkt auf den Apron und steigt geschmeidig durch die Seile. Im Ring angekommen, besetzen sie das Zentrum. Jey und Jimmy steigen auf die Seile zweier gegenüberliegender Ringecken und strecken ihre Fäuste hoch in die Luft, während die Arena in einer Mischung aus gellenden Buhrufen und respektvoller Ehrfurcht kocht. Jacob Fatu bleibt unten auf den Matten stehen. Er neigt den Kopf, fixiert den Eingangsbereich und hebt langsam die Maske ab.
Pat McAfee:
"Die Bloodline hat genau das erreicht, was sie wollte. Sie stehen bereits im Ring, kontrollieren das Schlachtfeld – und im Moment sieht es nach drei gegen zwei aus."
Wade Barrett:
"Und genau deshalb gefällt mir Jeys Grinsen überhaupt nicht. Er glaubt, dieses Match gewonnen zu haben, bevor überhaupt die erste Glocke geläutet hat!"
Cathy Kelley:
"Vergiss eines nicht, Pat. Jacob Fatu ist heute Abend der große Unbekannte. Roman Reigns kennt seine Cousins in- und auswendig aber der Samoan Werewolf verändert jede Gleichung."
Der Innenraum der Halle verfinsterte sich ruckartig, wie vor fast jedem einzelnen Einzug eines Athleten. Doch wer hier die Card aufmerksam gelesen und die letzten Wochen verfolgt hatte, wusste, dies war kein alltäglicher Aufmarsch… dies war die ersehnte Wiedervereinigung einer Bruderschaft. Die Arena-Boxen krächzten plötzlich verdächtig. Ein lautes, elektronisches Feedback-Geräusch schnitt durch die Gespräche, gefolgt von einem dumpfen, rhythmischen Rauschen. Dann schlug das weltbekannte Militär-Funkgerät an.
"Sierra"
"Hotel"
"India"
"Echo"
"Lima"
"Delta"
"S-H-I-E-L-D"
Ein kollektiver Atemzug ging durch die Menge der Fans. Ein Raunen, so laut und tief wie ein herannahendes Erdbeben, rollte durch die Ränge. Der gesamte Innenraum der Halle verdunkelte sich augenblicklich im Bruchteil einer Sekunde, während grelle, weiße Suchscheinwerfer hektisch und unruhig über die Zuschauerränge wanderten. Nur in den seltensten Fällen betrat das legendäre Trio die Halle über den üblichen, hell erleuchteten Weg der Bühne. Und auch am heutigen Abend schien sich etwas am oberen Ende des Oberrangs zu tun.
Erste gellende Aufschreie der Fans in den oberen Sektoren brachen los. Hunderte Arme und Smartphones gingen gleichzeitig in die Höhe. Zwei Gestalten drängten sich am obersten Punkt der Arena auf die schmale Betontreppe. Die Suchscheinwerfer rotierten noch wild im Kreis, bis sie sich schließlich wie ein Laser am Ort des Getümmels sammelten. Ein kollektiver Aufschrei entweicht, als sich Roman Reigns und Seth Rollins abzeichnen. In ihrer pechschwarzen Tactical-Montur bahnen sie sich den Weg durch die Fans. Ein regelrechtes Blitzlichtgewitter bricht los.
Matthew Rehwoldt: "And their Opponents… the team of Roman Reigns and Seth Rollins… THE SHIELD!"
Die Kamera schwenkt von hinten über ihre Schultern. Zwischen Roman und Seth klafft eine spürbare, fast physische Lücke auf. Ein schmaler, freier Streifen im Gang, exakt breit genug für einen dritten Mann. Auch in den Rängen bleibt diese Leere nicht unbemerkt. Das Muster der Rufen bricht auf. Der eingespielte Takt gerät ins Wanken und schlägt in neue, wütend-hoffnungsvollen Rufe der Fans um: „WE WANT MOX!“ Seth hört die Rufe genau. Die Ader an seiner Schläfe pulsiert, sein Kiefer spannte sich so hart an, dass die Knochen hervortreten. Doch er lässt sich nichts anmerken. Roman reagiert ebenso wenig, starrt stumm über die Köpfe der Fans hinweg. Am Ende des Gangs erreichen sie die gepolsterte Bande. Ohne auch nur den Takt zu verlieren, setzt Roman an und springt geschmeidig als Erster darüber. Seth folgt ihm im selben Moment mit einer flüssigen Bewegung. Gemeinsam umrunden sie das Geviert.
Der Ringrichter drinnen weicht unwillkürlich zwei Schritte zurück, gelähmt von der Aura, die das Duo ausstrahlt. Roman steigt mit einer beiläufigen Dominanz über die Seile. Seth gleitet wie ein Raubtier geschmeidig zwischen den Seilen hindurch. Die beiden SHIELD Ableger zeigen sich angespannt. Ihnen gegenüber zeigt Jey bereits ein breites Lächeln. Denn es ist offensichtlich, Drei gegen Zwei und diese Überzahl wird The Bloodline ungeniert ausnutzen. Seth und Roman beziehen die entgegengesetzte Ringecke. Lösen ihre Taktischen Westen und würdigen ihre Gegner keines Blickes. In dieser vorbereitenden Handhabe, lässt sich Seth beiläufig ein Mikrofon reichen. Waren auch letzten Klänge ihrer einprägsamen Musik verklungen, ist es sogleich die raue Stimme des Mannes aus Davenport, die durch die Halle schneidet.
SETH ROLLINS: "Seit Wochen höre ich dieselbe Frage.Wo ist der Dritte im Bunde? Kann The Shield überhaupt noch The Shield sein? Ihr da drüben... Oh ja Jey… dieses scheinheilige Grinsen. Freu dich, freu dich noch ein bisschen mehr… umso schöner wird es, wenn ich dir dein dreckiges Grinsen aus dem Gesicht wischen werde!"
Eine kurze, trotzige Kampfansage von Rollins? Ein trockenes Schnauben verlässt seine Lippen. Er dreht den Kopf kurz zu Roman. Der Tribal Chief bleibt regungslos in der Ecke stehen und beobachtet schweigend die drei Männer auf der gegenüberliegenden Seite. Für einen Augenblick wird es ungewöhnlich still in der Halle und die irritierten Blicke nehmen spürbar zu.
SETH ROLLINS: "Ihr habt euch eingeredet, dass Drei gegen Zwei reicht. Ich seh es in Euren Augen, ihr rechnet fest damit, dass es ein leichtes Spiel wird… wird es nicht. HOUSTON… ich glaube, es wird verdammt nochmal Zeit... den dritten Mann nach Hause zu holen!"
Eine Welle des Erstaunens geht durch die Zuschauermengen. Seth senkt das Mikrofon um einen einzigen Zentimeter. Auf seinen Zügen stiehlt sich zum allerersten Mal an diesem Abend ein winziges, kaum merkliches, eiskaltes Lächeln ein. Es ist nicht das irre Lachen des Visionary, es ist das Lächeln eines Mannes, der eine Falle gestellt hat und sieht, wie das Opfer hinein tappt. Dann spricht er den Namen aus. Ohne Zögern. Ohne Echo.
SETH ROLLINS: "JON…MOXLEY!"
Der Name schlägt wie eine Bombe in die Arena ein und hallt von den Deckenkonstruktionen wider. Einen langen, quälenden Moment passiert... absolut nichts. Auf der gegenüberliegenden Seite bricht Jey Uso als Erster in ein schallendes, gehässiges Gelächter aus. Er klatscht sich spöttisch auf die Oberschenkel, wendet sich grinsend zu Jimmy um und schüttelt ungläubig den Kopf. Jacob Fatu verzieht keine einzige Miene. Er steht da wie ein massiver Fels in der Brandung, die Arme verschränkt, als wäre ihm völlig egal, wer oder was da noch kommen könnte. Unter den Zuschauern breitet sich spürbare Unruhe aus. Das eben noch hoffnungsvolle, aufgekratzte Raunen kippt sekündlich in reine Unsicherheit. Tausende Köpfe drehen sich fast schon verzweifelt zur Stage. Doch die Bühne bleibt zunächst stumm.
Sogar im Ring geht ein Riss durch die Souveränität. Für einen winzigen Bruchteil einer Sekunde blinzelt selbst Roman Reigns irritiert. Der Tribal Chief löst sich minimal aus seiner starren Haltung, wirft Seth von der Seite einen zweifelnden, fast fragenden Blick zu. Hat er gerade wirklich geblufft? Seth Rollins reagiert nicht, er verzieht keine Miene, blickt nicht einmal nach vorne zu den lachenden Gesichtern der Bloodline. Stattdessen richtet sich sein Kopf langsam, Stück für Stück nach oben. Direkt hinein in die am dunkelsten gelegenen Blöcke der Unterranges. Roman bemerkt die Bewegung, folgt Seths Blick ins Nirgendwo und in den Augen des Tribal Chief blitzte plötzlich die erste Erkenntnis auf.
Die Kamera reißt hektisch nach oben, das Bild wackelt wild. Zunächst sieht man nur eine verwirrte Traube von Fans, die erschrocken auseinander weicht. Die Menge teilt sich, macht den schmalen Gang über die Treppe frei. Eine Gestalt schiebt sich rücksichtslos und ohne jede Vorwarnung zwischen den Absperrungen. Die schwarze Tactical Weste, eine dunkle abgewetzte Jeans. Der lässige Gang eines wilden Raubtiers, das ist er… JON MOXLEY. Im Blick zwischen gelangweilter Gleichgültigkeit und fester Entschlossenheit wandert er Meter für Meter dem Ring entgegen.
Matthew Rehwoldt: "And the third member of the Shield... JON MOXLEY!"
Im Ring verschlägt es Jey das Lachen augenblicklich. Sein Mund bleibt offen stehen, die Züge wie eingefroren. Jimmy macht unwillkürlich einen halben Schritt nach hinten. Jacob Fatu hebt zum ersten Mal schlagartig den Kopf höher, die Nackenmuskeln spannen sich an. Mox erreicht die gepolsterte Ringside Bande. Ohne das Tempo drosseln zu müssen, setzt er den Fuß auf die Abdeckung und stößt sich kraftvoll ab. Er landet mit einem Satz auf dem Mattenboden. Von ihm gehen keine Posen aus, keine Theatralik. Er marschiert direkt auf den Ring zu. Roman tritt entschlossen aus seiner Ecke nach vorne. Seth senkt langsam das Mikrofon. Die sichtliche Anspannung fällt für einen Herzschlag von seinen Schultern, schließlich hing Romans Bedingen noch daran. Und zum allerersten Mal an diesem Abend huscht ein ehrliches, trockenes, eiskaltes Lächeln über seine Lippen. Die ausgleichende Macht, ist wieder hergestellt.
Die Luft im Moody Center ist nicht nur warm, sie ist geradezu elektrisiert vor Spannung. Knapp 20.000 Menschen sitzen nicht mehr. Sie stehen, schreien, halten sich an den Barrikaden fest. Es herrscht eine ohrenbetäubende Geräuschkulisse die in jedem Körper vibriert. Unzählige Schlachtrufe hallen durch die Arena. Hört aus den meisten Ecken die altbekannten „SHIELD!“-Rufe, schallt zwischendurch ein „OTC!“ gefolgt von einem langgezogenen „UUUUCE!“. Die Gesänge schlagen wie Wellen in einem Sturm gegeneinander. Im Zentrum dieses Hurrikans stehen sechs Männer. Zwei Fraktionen, verflochten durch Blut, Verrat und zehn Jahre gemeinsamer Historie. Es ist der ultimativen Krieg zwischen einer Blutslinie und einer Wahlfamilie.
Roman Reigns zieht die Atemluft durch die Nase ein, die Brust hebt sich schwer. Sein Blick fixiert Jey Uso. Kein Blinzeln, kein Muskelzucken. Jey sieht zurück. In diesem einen stummen Augenkontakt liegt das gesamte Gewicht des Tribal Chief-Regimes, der emotionale Missbrauch, die Entfremdung und das unzerstörbare Band zweier Männer, die zusammen aufgewachsen sind. Neben Roman zieht Seth Rollins nervös an den Handgelenksbandagen, die Augen weit, der Verstand bereits drei Schritte voraus. Jon Moxley knirscht so hart mit den Zähnen, dass die Kiefermuskeln hervorstehen; er wirkt wie ein hungriger Hund, den man kaum an der Leine halten kann. Und auf der anderen Seite? Jacob Fatu. Der Samoan Werewolf grinst. Ein breites, irreales, gefährliches Lächeln. Er riecht bereits das Blut. Der Ringrichter dürfte der ärmste Offizielle des Abends sein, aber er wird sein Bestes geben. Zwischen diesen Bestien geht es nur ums Überleben, welcher Kampf jetzt beginnen soll. Er gibt das Zeichen und die Glocke läutet.
Ding Ding Ding
Die Entladung in der Arena ist wie ein Peitschenknall. Roman Reigns macht zwei schwere, entschlossene Schritte auf Jey zu. Er will die Rechnung sofort begleichen. Doch Jey weicht geschickt ab, schüttelt den Kopf und weicht in die Ecke aus. Jimmy Uso klatscht seinem Bruder hart auf die Brust. Ein schneller erster Tag.
Jimmy übernimmt. Die beiden kreisen im Ring. Jimmy eröffnet explosiv mit harten, platzierten Low Kicks gegen Romans Oberschenkel. Ein Kick, zwei Kicks. Roman verzieht keine Miene. Beim dritten Versuch fängt er Jimmy ab, klemmt das Bein ein und bearbeitet Jimmys Kiefer mit einem verheerenden European Uppercut. Jimmy taumelt zurück, die Augen kurz glasig. Roman setzt sofort nach, schlingt den Arm um Jimmys Kopf und zwingt ihn in einen brachialen Headlock.
Roman drückt zu, kontrolliert das Tempo. Jimmy stemmt sich mit aller Kraft dagegen, verlagert das Gewicht und stößt Roman in die Seile. Auf dem Rückweg greift Jey Uso hinter dem Rücken des Ringrichters ins Geschehen und verpasst Roman einen verdeckten, hinterhältigen Schlag in den Nacken. Das Publikum explodiert in einem Sturm aus Buhrufen.
Bevor Jey sich wieder auf den Apron zurückziehen kann, schießt Seth Rollins wie aus einer Kanone abgefeuert durch die Seile. Running Forearm! Jey fliegt meterweit durch die Luft und schlägt auf dem Hallenboden auf. Moxley wartet nicht einmal auf das Signal. Er hechtet über das oberste Seil hinterher, und binnen Sekunden bricht die Hölle los. Alle sechs Männer prügeln chaotisch, entfesselt und ohne Rücksicht auf Verluste aufeinander ein. Der Ringrichter schreit sich die Seele aus dem Leib, völlig machtlos.
Jimmy wird von Rollins über die Absperrung geworfen, Jey taumelt blutend an den Ringpfosten. Im Ring lichtet sich der Rauch. Nur noch drei Männer stehen: Roman Reigns und Jon Moxley auf der einen Seite... und Jacob Fatu auf der anderen. Moxley schaut kurz rüber zu Roman. Ein dreckiges, kurzes Schmunzeln. Keine Worte nötig. Beide nehmen gleichzeitig Anlauf, werfen ihr gesamtes Körpergewicht in den Anlauf und zimmern eine doppelte Clothesline gegen Fatus Brust. Der Impact dröhnt durch die ersten Reihen. Doch Jacob Fatu? Er bewegt sich keinen Millimeter. Er steht da. Er atmet ruhig. Er grinst. Mit einer einzigen, kranken Kraftanstrengung packt Fatu beide ehemaligen Champions an der Gurgel und schleudert sie gleichzeitig nach hinten weg.
Im Vorbeigehen klatscht Seth Rollins Roman hart auf die Schulter. Es ist wie das Umlegen eines alten Schalters. Roman greift Seth am Bündel, schleudert ihn mit maximalem Schwung in die Seile… Seth nutzt das Momentum, steigt auf das oberste Seil und fliegt mit einem atemberaubenden Flying Crossbody auf Jimmy Uso hinab, der draußen gerade versucht, wieder auf die Beine zu kommen. Ohne eine Sekunde zu verschwenden, schießt Moxley durch das zweite Seil. Suicide Dive! Wie ein menschliches Projektil trifft er Jey Uso und kracht gemeinsam mit ihm in die Bande zu den Zuschauer. Roman wartet im Ring. Jacob Fatu dreht sich langsam um. Roman nimmt Anlauf, lässt sich in die Seile fallen und zimmert seinen charakteristischen Drive-By Kick durch das untere Seil direkt gegen Fatus Kopf. 20.000 Menschen stehen auf den Stühlen. Am Kommentatorenpult brüllt Pat McAfee ins Mikrofon.
Pat McAfee
"Hier sehen wir warm The Shield nicht nur, irgendein verdammtes Team sind! Nach all den Jahren, all den Differenzen arbeiten sie wie ein Uhrwerk zusammen!"
Doch die Euphorie währt nur kurz. Jacob Fatu wischt sich das Blut von den Lippen. Seine Augen werden eng und es zeichnet sich diese innere Wut in ihnen. Seth Rollins rollt sich zurück in den Ring und will nachsetzen, doch er läuft direkt in eine verheerende, fast enthauptende Lariat von Fatu. Rollins überschlägt sich in der Luft um 360 Grad und schlägt ungebremst auf der Ringmatte auf. Jimmy Uso nutzt die Verwirrung, taggt sich ein. Superkick gegen Rollins! Jey folgt nahtlos mit einem blitzschnellen Enzuigiri. Fatu packt den völlig benommenen Rollins, hebt ihn mühelos auf die Schulter und schmeißt ihn mit einem brutalen Pop-Up Samoan Drop auf die Bretter. Das Holz unter der Matte bebt. Roman versucht verzweifelt einzugreifen, aber Jimmy klammert sich von draußen wie ein Ertrinkender an sein Bein, während Jey ihn hinter dem Rücken des Ringrichters mit dem Gesicht voran gegen den stählernen Ringpfosten zieht.
Nun demonstriert die Bloodline ihre kalte, taktische Überlegenheit. Blitzschnelle Blind Tags. Perfekt abgestimmte Isolationsarbeit. Wann immer Rollins versucht, sich zu seinem Eck zu robben, schneiden sie ihm den Weg ab. Moxley versucht immer wieder, den Ring zu stürmen und das pure Chaos zu entfachen, doch Fatu fängt ihn eiskalt ab und zimmert ihn mit einem brachialen German Suplex auf den Nacken. Moxleys Kopf schlägt hart auf, er bleibt benommen liegen.
Seth Rollins ist isoliert. Jimmy verpasst ihm einen schweren Leberhaken, gefolgt von einer Klatsche ins Gesicht. Rollins taumelt. Das Blut läuft ihm aus der Unterlippe. Doch plötzlich… Block! Rollins blockt den nächsten Schlag. Kontert mit einem Back Elbow! Kick in den Magen! Spinning Back Kick!
Mit letzter Kraft springt Rollins auf das zweite Seil und trifft den heranstürmenden Jey Uso mit einem perfekten Springboard Knee. Jey fällt wie ein gefällter Baum. Jimmy stürmt heran, doch Rollins weicht aus, nutzt den Schwung und brennt ein Feuerwerk an Manövern ab, das die Halle den Atem raubt. Den heran rauschenden Jimmy wehrt er direkt mit einem Slingblade ab, mit einem sofortigen Übergang zu einer Standing Shooting Star Press… Direkt beim Aufstehen packt er Jimmy zum Falcon Arrow, zieht ihn auf die Beine, hebt ihn an und lässt ihn mit vollem Impact auf die Matte rauschen!
Pat McAfee
"Rollins fliegt heute Abend! Er kämpft, als würde es um sein Leben gehen. Welch eine Kombination!"
Rollins sieht die Chance. Er wartet nicht einmal. Er klettert mit letzter Energie auf das oberste Seil der Ringecke, dreht dem Ring den Rücken zu und schießt in die Luft. Phoenix Splash! Die Landung ist perfekt, darauf geht er sofort ins Cover.
“ONE”
“TWO”
“THR…” Nein! Eine riesige, tätowierte Hand greift Rollins am Bein. Jacob Fatu reißt Rollins mitten im Three-Count wie eine Puppe von Jimmy herunter und schleudert ihn sprichwörtlich aus dem Ring. Die Fans in der Arena können nicht fassen, was sie gerade gesehen haben. Das Match bricht von seiner taktischen Struktur aus in tiefe, emotionale Abgründe. Jey Uso schleicht sich in den Ring. Er sieht Roman auf dem Apron stehen. Jey winkt ihn geradezu herein. „Komm her! Komm schon, Uce!“
Roman steigt über das Seil. Die Luft im Stadion brennt. Die Cousins stehen sich Brust an Brust gegenüber. Kein Wrestling-Hold. Kein versuchter Griff. Intensive Blicke und ein paar unschöne Worte fliegen umher, bevor das Unausweichliche beginnt…eine wilde Prügelei.
Forearm von Jey! Forearm von Roman! Jey trifft schneller, getrieben von jahrelanger Wut. Roman trifft härter, getrieben von dem Schmerz der Enttäuschung. Jey taumelt, Roman packt ihn aus dem Lauf, welch eine Kraftdemonstartion…Samoan Drop! Gleich das Cover hinterher…
“One!”
“Two!”
Jimmy rettet in allerletzter Sekunde und springt auf seine Cousins. Roman schießt hoch, schnappt sich Jimmy am Hals und verpasst ihm einen ansatzlosen Superman Punch, der Jimmy direkt aus dem Ring befördert. Doch als Roman sich umdreht, wartet Jey bereits. Superkick ins Gesicht! Roman bleibt stehen. Noch ein Superkick! Roman wankt, die Knie werden weich. Jey nimmt Anlauf in den Seilen… doch Roman fängt ihn mitten im Flug ab, stemmt ihn hoch und befördert ihn mit einer gewaltigen Powerbomb auf den Boden!
Das Stadion bebt. Roman bleibt auf den Knien. Er schaut auf Jey hinab. In Romans Augen liegt kein Hass, sondern eine tiefe, tragische Traurigkeit. Man spürt im ganzen Raum, jeden Schlag, den er gegen Jey führt, spürt Roman selbst im Herzen.
Jon Moxley hat genug. Er rappelt sich auf, wischt sich das Blut aus dem Gesicht und beschließt, jetzt ist Schluss mit dem Wrestling und es wird Zeit für eine Kneipenschlägerei. Moxley stürmt den Ring wie ein Besessener. Er schlägt Jimmy, ein Headbutt für Jey ins Gesicht, er haut Fatu mit wilden Ellbogenstößen in die Ecke. Dabei raunt und lacht er zugleich wie ein Wahnsinniger. Es ist das irre Lachen eines Mannes, der im Chaos zu Hause ist. Mit einer Running Clothesline befördert er sich und Fatu gleichzeitig über das oberste Seil auf den Hallenboden. Draußen richten sich die drei Shield-Mitglieder langsam auf. Sie stehen Nebeneinander. Roman Reigns. Seth Rollins. Jon Moxley. Sie blicken sich an, hier braucht es keine Worte. Nur ein einziges, synchrones Nicken reicht aus und die Hölle bricht los.
Roman Reigns nimmt Anlauf und befördert Jimmy mit einem Drive-By Kick gegen, drüber und durch die Absperrung neben dem Zeitnehmer. Währenddessen nutzt Seth die zwei Schritte die er gegenüber Jey hat und trifft mit einem Superkick, sodass dieser über die Bande in die Zuschauerreihen kippt. In der Zeit hat sich Moxley auf den nächsten Ringpfosten gestohlen… beobachtet das Geschehen und springt letztlich mit einem Flying Crossbody auf Jacob Fatu nach draußen. Die Halle explodiert in einem einzigen kollektiven Aufschrei.
Cathy Kelley:
"Ich stehe nur wenige Meter entfernt, ich kann die Einschläge bis hier spüren! Die Absperrung ist gerade auseinandergebrochen, Fans springen aus den Sitzen und überall bricht pures Chaos aus!"
Wade Barrett:
"Das ist der Unterschied zwischen diesen Teams. Die Bloodline kämpft als Familie… aber The Shield funktioniert wie eine militärische Einheit."
Pat McAfee:
"Und genau deshalb hat diese Gruppierung die Wrestling-Welt einmal regiert! Roman Reigns, Seth Rollins und Jon Moxley bewegen sich wieder, als hätten sie niemals aufgehört, zusammen zu kämpfen!"
Die Stimmung in der Arena ist aufgeheizt und The Shield bestimmt gerade das Geschehen. Eine durchaus gefährliche Mischung. Dies weiß das Trio ebenso. Vor dem Kommentatorenpult stehen sie gemeinsam. Wieder sind es nur Blicke die ausgetauscht werden… Jon Moxley zeigt es an, Daumen hoch und es soll aufwärts gehen. Seth deutet auf Jacob Fatu, das Schwergewicht der Bloodline, allerdings sieht Roman dies etwas anders. Mit der Hand auf der Schulter, stoppt er Seth. Er will den Übeltäter dieser familiären Revolter, es will Jey! Die drei diskutieren nicht, sie arbeiten wie ein Uhrwerk. Jon gib den Kommentatoren zu verstehen, sich von ihren Plätzen zu erheben, während Seth das Pult abräumt. Gemeinsam zerren sie Jey hinter der Bande her und werfen ihn seinem Cousin zum Fraß vor.
Roman setzt an, gemeinsam mit Rollins und Moxley hieven sie den wehrlosen Uso in schwindelerregende Höhen, haken ein… zur TRIPLE POWERBOMB durch das Kommentatorenpult! Jey kracht durch das Holz und bleibt benommen liegen. Die Erschütterung scheint durch das Fundament der Arena zu gehen. In den Trümmern des Tisches wird Jey achtlos liegen gelassen. Nur Roman scheint ihm ein paar Worte mit auf den Weg zu geben. Ob er diese überhaupt noch vernimmt, bleibt dabei offen.
Roman richtet sich langsam wieder auf. Sein Blick bleibt noch einen Augenblick auf Jey liegen, der reglos zwischen den Trümmern des Kommentatorenpults liegt. Moxley klopft Roman einmal gegen die Schulter. Ein kurzer Moment, doch gefühlt zu lange. Genau das nutzt Jacob Fatu aus. Mit einem markerschütternden Schrei schießt der Samoan Werewolf über die Absperrung. Wie ein Güterzug trifft er Roman mit einer brutalen Running Shoulder Tackle. Roman überschlägt sich förmlich und kracht gegen den Ringpfosten.
Pat McAfee:
"Jacob Fatu ist noch nicht fertig! Der Mann kennt kein Ende!"
Moxley stürzt sich sofort auf ihn, doch Fatu weiß um seine eigene Stärke. Er fängt Mox mitten im Lauf ab, hebt ihn auf seine Schultern und vollzieht in einer fließenden Bewegung eine Samoan Drop direkt auf den Hallenboden. Der Einschlag lässt selbst die erste Zuschauerreihe zusammenzucken. Im Ring hat inzwischen wieder Jimmy Uso Stellung bezogen. Blut läuft von seiner Augenbraue, doch er denkt nicht daran aufzugeben. Als Seth gerade wieder über die Seile zurücksteigen will, trifft ihn Jimmy mit einem blitz-sauberen Superkick. Rollins kippt wie angeschossen zurück und knallt unsanft auf den Hallenboden. Die Bloodline hat tatsächlich das Momentum zurückgewinnen können.
Fatu und Jimmy Uso eilen herbei. Mit vereinten Kräften buchsieren sie den angeschlagenen Rollins zurück in den Ring. Ein obligatorischer Tag folgt, sodass zumindest dem Anschein nach nun Jacob Fatu der offizielle Mann der Bloodline im Ring ist. Er packt Seth am Halse, zerrt ihn auf die Beine, zu einem Samoan Spike… Nein, er wuchtet auch diesen Shield Member auf die Schultern. Gibt einen inbrünstigen Kriegsschrei von sich zum Samoan Dro… NEIN… SPEAR. Aus dem Nichts fliegt Roman Reigns herbei und speart den Samoan Werewolf quer durch den Ring. Jacob Fatu wird von dem Spear beinahe in der Mitte des Rings entzwei gerissen. Beide Männer überschlagen sich förmlich über die Matte. Für einen Sekundenbruchteil bleibt alles stehen. Dann beginnt sich Fatu tatsächlich wieder zu regen. Ein ungläubiges Raunen geht durch das Moody Center.
Wade Barrett:
"Unfassbar... der Samoan Werewolf lebt immer noch!"
Roman liegt schwer atmend neben ihm. Jeder Atemzug schmerzt sichtbar. Auf der gegenüberliegenden Seite kriecht Seth Rollins langsam zu den Seilen und zieht sich mit letzter Kraft wieder hoch. Außerhalb des Rings bricht derweil das blanke Chaos aus. Jimmy Uso versucht, mit der zweiten Luft erneut einzugreifen. Doch diesmal wartet Jon Moxley bereits auf ihn. Ein irrsinniges Grinsen zieht über Moxleys blutverschmiertes Gesicht. Jimmy stürzt sich auf ihn, mit der letzten verzweifelten Energie die er noch besitzt. Mox antwortet mit einem wilden Headbutt, Jimmy taumelt zurück…und bekommt sogleich den nächsten Headbutt ab. Gefolgt von einem Forearm, einem European Uppercut und einem Standing Dropkick. Die beiden prügeln sich quer über den Hallenboden, bis Mox Jimmy am Hinterkopf packt und ihn mit voller Wucht gegen den Ringpfosten schleudert. KLANG! Mit dem hellen Klang sackt Jimmy benommen zusammen. Doch Mox gönnt ihm keine Sekunde. Er hakt den Arm ein und führt seinen PARADIGM SHIFT aus. Jimmy kracht kopfüber auf den dünn belegten Hallenboden. Jon bleibt kniend über ihm sitzen, stößt ein erschöpftes, beinahe wahnsinniges Lachen aus und schlägt mit der Faust auf den Boden.
Pat McAfee:
"Jimmy ist raus! Moxley hat ihn endgültig ausgeschaltet!"
Im Ring beginnt sich Jacob Fatu langsam wieder aufzurichten. Es hat schon etwas unmenschliches, wie sich der Samoan Werewolf erneut von den harten Angriffen erholen kann. Wie ein Monster aus einem Horrorfilm hebt er sich wieder auf die Beine und brüllt lauthals heraus. Eine bedrohliche Szene, die auch Roman und Seth nicht entgangen ist. Fatu scheint dabei Rollins ins Auge zu fassen und stürmt achtlos in dessen Richtung… als von der Seite Roman Reigns mit einem brachialen SUPERMAN PUNCH dazwischen kommt. Der Treffer lässt Fatus Kopf nach hinten schnellen und zum aller ersten Mal an diesem Abend verliert der Werewolf vollständig das Gleichgewicht und taumelt rückwärts in die Seile. In der gegenüberliegenden Ringecke hat sich derweil Seth in Stellung gebracht. Er wartet, lauert auf den richtigen Moment… Dies könnte der finale Stoß sein. Fatu windet sich angeschlagen aus den Seilen, geht nach vorne, kommt auf alle Viere, ebenso wie Seth ihn braucht… dieser läuft an, springt und… STOMP! Jacob’s Kopf wird hart auf die Matte gedonnert was den Samoaner auch zunächste ausknockt. Rollins geht ins Cover, Reigns legt sich zusätzlich auf ihn, während Mox den Rückraum klärt.
“One!”
“Two!”
“Three!”
*Ding Ding Ding*
Matthew Rehwoldt:
"Here are your winner... Jon Moxley, Seth Rollins and Roman Reigns...THE SHIELD!"
Der Count ist durch. Der Ringrichter schlägt das dritte Mal mit der flachen Hand auf die Matte, springt auf und signalisiert das Ende des Matches. Es ist vorbei. Ein für alle Mal sind Jimmy und Jey Uso gemeinsam mit Jacob Fatu aus der Bloodline verbannt, ausgestoßen aus ihrer eigenen, einst so unantastbaren Dynastie. Aus der schieren Not geboren, hat The Shield an diesem Abend bewiesen, dass Blut am Ende eben doch nicht dicker ist als Wasser. Diese Bruderschaft hielt. Sie stand wie eine Festung gegen das Chaos. In einem epischen, kräftezehrenden Krieg zeigten alle drei Männer noch einmal die absolute Weltklasse, die sie seit einem Jahrzehnt an der Spitze dieser Industrie hält. Die Arena kocht. Zehntausende Menschen reißen schlagartig die Arme nach oben, springen von ihren Sitzen und lassen die Arena in ihren Grundfesten erzittern.
"THIS IS AWESOME!"
"SHIELD! SHIELD! SHIELD!"
Die Sprechchöre rollen wie Donner durch das Rund, doch im Ring herrscht eine ganz andere, tonlose Realität. Drei Männer. Drei Überlebende. Roman Reigns stützt sich schwer auf Hände und Knie. Sein Atem geht rasselnd, Schweiß tropft in dicken Perlen von seiner Stirn auf die Matte und vermischt sich dort mit dem Staub und der Ringfarbe. Moxley sitzt schwerfällig in der Ringecke, den Hinterkopf gegen das Polster gepresst, die Augen halb geschlossen. Seine Brust hebt und senkt sich in kurzen, unregelmäßigen Stößen. Jedes Atmen eine Qual, aber sein Körper ist voller Adrenalin.
Und Seth Rollins… Seth steht. Nicht unbedingt stolz, nicht in Siegerpose. Er wankt lediglich auf den Beinen. Sein schwarzes Shirt klebt durchnässt an seiner Haut.. Ein feiner Faden Blut zieht sich von seiner aufgeplatzten Unterlippe über das Kinn hinab. Für einen langen, beinahe unheimlichen Moment spricht niemand. Die Regie schaltet auf die Totale, fängt die drei Männer in einem einzigen Bild ein. Ein Anblick, der noch vor wenigen Wochen völlig undenkbar schien. Die Geschichte dreier Brüder, die sich gegenseitig durch die Hölle geschickt hatten, schien für diesen einen Abend wieder vereint.
Langsam, Zentimeter für Zentimeter, kämpft sich Roman nach oben. Er richtet sich auf, das schwere Atmen hallt fast stumm im Lärm der Halle wider. Roman blickt zuerst rüber zu Moxley. Dann wendet er den Kopf und sieht Seth direkt in die Augen. Keine großen Gesten. Kein inszeniertes Pathos. Nur ein einziges, sachtes Nicken. Ein Nicken, das tonnenschwer wiegt. Es ist die stumme Quittung für eine Dekade voller Schmerz, Misstrauen und Narben. Es ist die vergebene Absolution.
Moxley stößt sich mit einer zähen Bewegung aus der Ecke und tritt einen Schritt näher. Sein Blick wandert skeptisch, aber gelöst zwischen den beiden hin und her. Ein müdes, fast ungläubiges Grinsen stiehlt sich auf seine Lippen. Als könne er selbst kaum fassen, dass diese explosive Mischung aus drei Egos tatsächlich überlebt hat, ohne zu explodieren. Die Fanmassen werden noch lauter, die Gesänge peitschen durch die Arena: "SHIELD! SHIELD! SHIELD!"
Roman wendet sich ab. Er dreht Seth den Rücken zu. Zum ersten Mal seit zehn Jahren lässt er die Deckung komplett fallen. Keine Skepsis mehr, keine Wachsamkeit. Er schenkt Seth bedingungsloses Vertrauen. In genau diesem Moment senkt Seth den Blick. Direkt vor seinen Stiefelspitzen liegt er, ein schwarzer Stahlstuhl. Das kalte, verbogene Metall liegt genau dort, wo es in der Schlussphase des Matches zu Boden gegangen war. Seth’ Finger beginnen zu zucken. Ganz langsam, fast reflexartig, wie von Geisterhand gesteuert. Er bückt sich. Seine Hand schließt sich um das kalte Eisen. Das Metall knarzt leise unter seinem Griff, als er das Gewicht des Stuhls in der Rechten spürt.
Roman hört das Scharren auf der Matte. Er dreht noch einmal kurz den Kopf über die Schulter. Ihre Blicke kreuzen sich für eine Millisekunde. Roman sagt nichts. In seinen Augen liegt nicht die geringste Spur von Verdacht. Er dreht sich wieder komplett um, blickt ins Publikum, atmet durch. Er ahnt nichts.
Moxley jedoch erstarrt. Sein Blick heftet sich auf Seth’ Hand und auf das Metall. Auf die Art und Weise, wie Seth’ Knöchel weiß anlaufen. Das müde Grinsen auf Moxleys Gesicht stirbt augenblicklich ab. Seine Stirn legt sich in tiefe Falten. Seine Körperhaltung spannt sich an, doch er macht keinen Schritt… Noch nicht. Seth dreht den Stuhl ganz langsam in seinen Händen. Seine Finger gleiten fast zärtlich über die Kante des Stahls. Es ist, als würde jede Unebenheit des Metalls eine uralte Erinnerung freisetzen. Den Knall von 2014. Den Schmerz. Die Gier. Den Masterplan. Eine merkwürdige, lähmende Stille breitet sich blitzartig in der Arena aus. Das Jubeln der Fans verweht, als würde das Publikum spüren, dass die Luft im Raum plötzlich zu Eis gefriert. Niemand kann genau sagen warum, aber ein kollektiver Schauer zieht durch die Ränge.
Seth hebt den Kopf. Vor ihm steht Roman Reigns. Der Tribal Chief. Der Mann, der jahrelang über das Business herrschte. Und er steht da mit völlig ungeschützten Rücken. Moxley schaut zwischen den beiden hin und her. Die Zeit scheint in Zeitlupe abzulaufen.
"Seth..." Das Wort entweicht Moxleys Kehle kaum hörbar. Es ist keine Warnung und keine Bedrohung. Es ist eine leise, verzweifelte Frage. Seth dreht den Kopf leicht zur Seite. Für einen winzigen Bruchteil einer Sekunde treffen sich die Blicke der beiden Brüder, Mox und Seth. In dieser einen Sekunde liegt das gesamte Jahrzehnt. Das Blut, das sie füreinander vergossen haben. Die Zweckbündnisse. Die Schlachten. Die verlorene Jugend. Moxley bewegt sich nicht. Er greift nicht ein. Er entscheidet sich in genau diesem einen, schicksalhaften Augenblick bewusst dagegen, die Distanz zu überbrücken. Weil ein Teil von ihm, der Teil, der an Wunder glaubt, krampfhaft hofft, dass Seth diesen verfluchten Stuhl gleich einfach auf die Matte fallen lässt. Er will glauben, dass die Geschichte nicht noch einmal von vorne beginnt.
Seth fixiert Moxley. Sein Gesicht ist eine reglose Maske. Dann wendet er sich wieder Roman zu. Das Bild fährt extrem nah an Seth’ Gesicht heran. Seine Augen schimmern feucht im Scheinwerferlicht. Es ist kein Hass darin zu sehen. Keine frenetische Wut. Es ist die eiskalte, schmerzhafte Klarheit einer unweigerlichen Entscheidung, die er jetzt treffen muss. Ganz langsam hebt sich der Stuhl. Höher. Bis auf Schulterhöhe. Roman bemerkt die Bewegung im Augenwinkel, beginnt gerade erst, sich umzudrehen, als…
KRRAAANG!
Der Stahl knallt mit brutaler Gewalt in Romans ungeschützten Rücken. Der Sound des Einschlags klingt wie ein Pistolenschuss, der durch die gesamte Arena peitscht. Der Wucht des Schlags reißt Roman die Beine unter dem Körper weg. Er schlägt hart auf die Knie, die Luft entweicht seinen Lungen in einem hohlen Keuchen. Die Arena... erstirbt. Keine Buhrufe. Kein Schock-Schrei. Nichts. Es ist die absolute, lähmende Stille von fünfzigtausend Menschen, die das Atmen vergessen haben. Moxley reißt die Augen weit auf, das Blut weicht ihm aus dem Gesicht. Roman versucht krampfhaft, sich mit den Armen abzustützen. Er hebt den Kopf, das Gesicht verzerrt vor ungläubigem Schmerz. Er versteht es nicht, oder hat er es geahnt? Seine Augen suchen den Boden, als würde er nach einer Antwort suchen. Seth tritt langsam einen Schritt näher, direkt hinter ihn. Der Stuhl schwingt locker in seiner Hand. Seth atmet tief durch die Nase ein. Roman dreht den Kopf mühsam über die Schulter. Ihre Blicke treffen sich ein allerletztes Mal. Roman sieht nicht nur den Schmerz des Schlags… er sieht den Verrat. Und Seth holt erneut aus.
KRRAAANG!
Der zweite Schlag trifft Roman voll am Hinterkopf und Nacken. Roman bricht komplett zusammen, knallt ungebremst mit dem Gesicht voran auf die Ringmatte und bleibt reglos liegen. Erst jetzt bricht das Chaos in den Rängen aus. Hände fliegen an die Köpfe, Menschen springen entsetzt auf, ein ohrenbetäubendes, fassungsloses Raunen zieht wie eine Welle durch den Innenraum. Moxley macht einen halben, automatischen Schritt nach vorne und hält inne. Er starrt Seth an. Seine Fäuste ballen sich, doch die Attacke bleibt aus.
Seth erwidert den Blick. Er geht nicht in Kampfhaltung, er hebt den Stuhl nicht gegen Mox. Er steht einfach nur da, schaut ihn an und gibt ihm mit einem einzigen, kaum merklichen Blick die Antwort auf die nie gestellte Frage: Nein, nicht du. Nie du. Moxley versteht, zumindest scheint es so. Das war kein Amoklauf, das war kein Verrat am Shield im eigentlichen Sinne. Es war das Begleichen einer ganz persönlichen, zehn Jahre alten Rechnung. Der Verrat galt Roman und nur allein Roman Reigns.
Pat McAfee:
"Ich kann das nicht glauben... Warum, Seth?! Warum ausgerechnet heute Nacht?! Ich habe verdammt nochmal Gänsehaut und mir ist schlecht zugleich!"
Wade Barrett:
"Weil die Geschichte niemals schläft, Pat. Manche Wunden heilen nicht. Manche Rechnungen lassen sich nicht durch einen einzigen Abend tilgen... Er hat uns alle getäuscht. Uns, die Bloodline... und Roman Reigns."
Cathy Kelley:
"Mir fehlen ehrlich gesagt die Worte. Man spürt das Entsetzen der Menschen bis in die Knochen. Tausende Fans hier im Moody Center haben Freudentränen vergossen, als diese drei zusammen im Ring standen. Und jetzt... Roman liegt hier auf der Matte, völlig reglos. Seth hat nicht nur eine Allianz zerschlagen – er hat genau in dem Moment zugeschlagen, als Roman ihm sein Herz und sein vollkommenes Vertrauen geschenkt hat. Das ist kein strategischer Schachzug... das ist eine menschliche Tragödie."
Die c2c nimmt Tiffany Stratton wieder nach und nach ein. Nachdem sie ein paar Wochen verletzt ausfiel, ist sie wieder in die Spur gekommen. Der Tiffy-Express rollt also wieder. Nächster Halt: Houston, Texas. Watch the Throne wird also in den Südstaaten der USA ausgetragen. Der Ort, wo Alexa Bliss ihre Chance wittert, den jüngeren Blondinen den World Women's Championship abzunehmen. Zunächst jedoch, werden die c2c-Fans auf etwas ganz Wichtiges hingewiesen. In der Halle springt die Titan Thron an, während für die Fans an den TV-Geräten das Bild umspringt. Und zwar für eine wichtige Werbung.
![[Bild: tiffyhimmelcasnaopn.png]](https://i.ibb.co/HDPJTxzG/tiffyhimmelcasnaopn.png)
It’s Tiffy-Time - The Movie. Ja, während alle Tiffy-holics wohl aus dem Häuschen sind, werden andere Leute wohl die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Tiffany Stratton bekommt ihren eigenen Film. Ob der Ort hier in Texas bewusst gewählt wurde? Ein Seitenhieb gegen Fallon Henley? Ja, der Millionärstochter ist klar, dass das Country Girl aus Michigan kommt. Einer kleinen Stadt kurz vor der kanadischen Grenze und gar nicht so weit von Minnesota entfernt, wie Tiffany es gerne gehabt hätte, aber immer noch weit genug, um einen halben Tag fahren zu müssen, um vom einen in den anderen Ort zu gelangen. Doch das ist nicht die Message dieser Werbung. Hier soll eine andere Seite des Buff Barbie Dolls gezeigt werden, was natürlich demnächst auf Prime abrufbar ist. Hier und heute, gibt es einen kleinen Einblick, nachdem das Rich Girl selbst Werbung für ihre Produkte Werbung gemacht hat.
![[Bild: tiffyshirtonsxaleacawc.png]](https://i.ibb.co/Lz5HkHv6/tiffyshirtonsxaleacawc.png)
Das Bild springt um und wir finden uns in einer großen Turnhalle wieder. Im Rot-Blauen Turn-Dress finden wir dort Tiffany Stratton wieder. Nun gut, man muss ein wenig genauer hin gucken. Sie ist sehr jung. Viel jünger als wir sie aus der c2c her kennen. Vor einem Barren sitzt sie auf einer kleinen Erhöhung, während sie für die Turn-Mannschaft in die Kamera lächelt, damit von jedem Mitglied ein Foto gemacht wurde. Das Lächeln sieht okay aus. Ein Lächeln, was ihr Leid verdeckt. Die junge Stratton hatte einen Arschloch als Trainer. Ein Mann, der aus ihr das gemacht hat, wofür sie heute bekannt ist. Eine ehrgeizige Frau, die über Leichen geht, um das zu erreichen, was sie haben möchte.
![[Bild: tiffyjungeathletincabcao9c.png]](https://i.ibb.co/MygC9M9s/tiffyjungeathletincabcao9c.png)
Kaum ist das Foto im Kasten, verschwindet das Lächeln auch wieder. Der Grund ist ihr Trainer, dem die Wut quasi im Gesicht geschrieben steht.
Trainer:
“DAS WAR ZU WENIG!”
Schreit der dunkelhaarige Mann im leicht erhöhten Alter. So laut, dass es die junge Blondine verschreckt.
Young Tiffany Stratton:
“A..A..Aber…”
Stottert die heutige c2c-Championesse. Sie selbst war zufrieden mit ihrem heutigen Auftritt. Kein Wunder, dass ihr die Tränen in die Augen steigen, sie etwas verängstigt wird und das Herz so schnell schlug, dass es beinahe weh tat.
Trainer:
“NEIN! SEI STILL…BEIM NÄCHSTEN MAL WIRST DU NOCH BESSER SEIN!”
Die Drohung setzt dem Mädchen zu. Sie kann es nicht abwenden, dass die Tränen langsam die Wangen hinunterkullern. Mit einem Blick, der nichts als die Frage stellt, warum er sie so dreckig behandelt, schaut sie zu ihm hoch. Mit der kommenden Aktion, hat Tiffany zu diesem Zeitpunkt nicht gerechnet. Der grauhaarige Trainer greift ihr so fest am Oberarm, sodass es sie schmerzt.
“Aua…” gibt sie jammernd von sich, während sie die Hand des Trainers im Rücken spürt, die sie in Richtung Halle schubst.
Trainer:
“Wie SCHWACH du bist! Dafür wirst du NACHSITZEN! GEH TRAINIEREN!!! SOLANGE BIS DU BESSER WIRST!!!”
Mit einem traurigen Blick zurück verschleiert die Szene in einem grauen Nebel. Es war ein kleiner Einblick in eine Vergangenheit, wo Miss Stratton noch andere Ziele verfolgte. Sie wollte einer der besten Turnerinnen des Landes werden. In der Nationalmannschaft der USA dabei sein. Und anhand des Trainers sieht man gut, weshalb ihr Ehrgeiz und Ego so groß geworden ist, wie wir sie heute kennen.
Als der Nebel über den Bildschirm gezogen ist, befinden wir uns in einer anderen Szene. Auch hier ist Tiffany noch jung, obwohl sie etwas älter zu sein scheint als noch in der Szene der Turnhalle und den furchtbaren Trainer. Mit einer schwarzen Tasche geschultert, steht die junge Blondine in einer modernen Halle, die zum Komplex der c2c gehört. Genau hier wurde sie ausgebildet. Zur Wrestlerin. Zur Championesse. Das war ihr zu dem Zeitpunkt aber noch nicht klar. Ihr Verhalten ist ein ganz anderes, als das wir heute von ihr kennen.
Young Tiffany Stratton:
“Ha…Hallo???”
Ruft sie etwas schüchtern und schaut zu allen Seiten. Hier muss doch jemand sein. In ihrem pinken Kleidchen und weißen Dress wirkt sie nicht gerade wie jemand, der Wrestlerin werden will. Aber sie präsentiert eben auch das Haus Stratton. Eine Millionärsfamilie der gehobenen Klasse. Also muss sie sich auch so präsentieren. Schon damals war die Presse auf sie fokussiert. Ob sie eine Art moderne Paris Hilton wird? Das Ganze hat sich früh zerschlagen. Tiffany war anders, auch wenn sie Daddy's Geld gerne ausgab.
Young Tiffany Stratton:
“Ist hier jemand?”
Ein paar Schritte nach links und ein paar Schritte nach rechts und schon kommt ein Mann um die Ecke.
???:
“Ahhhh…! Du musst Tiffany sein, Richtig?”
Die Blondine nickt einfach nur und gab ihm schüchtern die Hand.
???:
"Mein Name ist Paul und ich begleite dich in ein neues Leben als Wrestlerin. Die Verantwortlichen der c2c hast du ja bereits überzeugt. Eine Turnerin, Richtig? Das müssen wir ausnutzen. Außerdem müssen wir aus dir eine Persönlichkeit machen. Was zeichnet dich aus?”
Die Frage beantwortet die Millionärstochter nicht. Zumindest nicht sofort. Sie denkt darüber nach und schaut auf den Boden. Das alles war bei für sie. Und wie sollte die wissen, wie sie am besten auftreten sollte?
Paul:
“Ehrgeiz habe ich gehört. Genau das müssen wir nutzen! Du musst sehr viel selbstbewusster werden, sonst gehst du unter.”
Nut dieser Aussage tritt die Veränderung zu der Frau ein, die sie heute ist. Arrogant! Verwöhnt! Vielleicht ein bisschen zu ehrgeizig. Die Szene selbst wird vorgespult. Während im Hintergrund etwas Musik eingespielt wird, sehen wir Trainer Paul, wie er in verschiedenen Szenen mit dem Wrestling-Neuling arbeitet. Er zeigt ihr, wie sie stehen muss und drückt ihren Rücken gerade. In einer anderen Situation zeigt er ihr ein paar Moves. Wieder eine andere Szene zeigt, wie sie vor einem Fernseher stehen und Paul ein Wrestling Match erklärt. Worauf muss sie achten? Und schließlich, wie die ihre Moves aufbauen und trainieren werden. Das es verschiedene Szenen sind zeigt, dass beide immer etwas anderes abgezogen haben. Obwohl bei Tiffany schon das Pink auffällt.
Young Tiffany Stratton:
“Das kann ich nicht. Es ist etwas anderes, wenn unter die jemand liegt. Ein Moonsault von der Ringecken aus…ist riskant.”
Äußert die junge Frau aus Minnesota und muss schlucken. Es ist eine riesen Aufgabe. Riesiger, als sie es sich gedacht hatte. Die Ursprünge zu jener Frau, die sie heute ist, liegen hier verwurzelt. Mittlerweile ist sie nicht nur eine Wrestlerin, sondern sogar Unternehmerin. Geschäftsführerin von Stratton Industries. Nutzt diese Position natürlich auch, um sich selbst zu vermarkten.
Entscheidend sind dafür die folgenden Sätze ihres Trainers.
Paul:
“Wenn es richtig ausgeführt ist, dann nicht. Und du kannst das. Es wird dich zu etwas besonderem machen. Du bist eine gute Turnerin. Das sollten wir ausnutzen. Dadurch haben wir etwas Spielraum, um dich zu etwas Besonderem zu machen! Aber dafür brauchst du DIE gewisse Ausstrahlung. Du musst sie sein wie dein Trainer beim Turnen. So wie du es mir erzählt hast. Natürlich nur in Maßen.”
Aus dem Maßen wurde nun natürlich mehr, als Paul hier gemeint hat. Wenn man es sich Recht überlegt, ist Tiffany so geworden, wie es ihr Turnlehrer wollte. Nur eben in der falschen Sportart. Die c2c hatte ein gutes Händchen bewiesen und eine gute Wrestlerin hervorgebracht. Und jetzt? Jetzt brauchte sie Paul nicht mehr. Denn sie steht an der Spitze der Women's Division.
Wieder vernebelt das Bild und wir springen ins hier und jetzt. Eine kleine Kinderhand greift von oben ins Bild und setzt ihre Barbie vor die Kamera. Und natürlich ist es Tiffany Stratton. Diese Einspielung hatten wir ja schon des Öfteren gesehen und das Rich Girl macht hin und wieder mal Gebrauch davon aus dem Barbie-Land zu senden. Mit braunen Bra und Rock wurde sie heute vom Mädchen bekleidet.
![[Bild: tiffyposeadfscobno.png]](https://i.ibb.co/HLvTcTHn/tiffyposeadfscobno.png)
Der Championchip wird ihr erst jetzt, von der Kinderhand, um die Hüfte gelegt. Bevor sie jedoch sprechen darf, wird noch eine zweite Barbie ins Haus gestellt, besser bekannt als Meghan Walker. Die Blondine himmelt nicht nur die selbsternannte Miss Future Legend an, sondern sieht auch fast identisch aus.
![[Bild: tiffyhaareacsnocp.png]](https://i.ibb.co/Fb0vcGNr/tiffyhaareacsnocp.png)
Im roten Kleid wurde sie verpackt, wodurch sie direkt auffällt. Aber auch ihre blauen Augen schimmern im Lichte.
Tiffany schickt einen kurzen Blick zur anderen Blondinen und rollt mit den Augen. Irgendwie hat Walker es geschafft, sich in die Nähe von Tiffany zu begeben und akzeptiert worden zu sein. Obwohl man eher davon ausgehen kann, dass der Millionärstochter einfach nur die Arschkriecherei gefällt. Und Meghan hat eine ähnliche Geschichte wie Tiffany. Auch sie kommt aus dem Leichtathletik-Sport.
Tiffany Stratton:
”Abermals ist Tiffany Epiphany die Attraktion der Women's Division! Ein Blick auf die Card sagt eigentlich alles aus. Im Co Main Event des Specials ist Tiiiiffyyy Tiiiime! Im kleinen Preview konntet ihr sehen, wieso. Ich habe es mir erarbeitet! Habe dafür einiges einstecken müssen. Und doch bin ich drangeblieben.”
Meghan Walker:
”Drangeblieben!”
Tiffany Stratton:
”Das…!”
Stratton dreht sich etwas und präsentiert sich damit selbst. Aber auch umliegend das Barbie-Haus.
Tiffany Stratton:
”...ist es, was ihr glaubt, dass ich bin. Nichts weiter als eine Barbie. Und keiner von euch hätte jemals gedacht, dass diese Barbie World Women's Championesse werden wird. All meine Vorhersagen habt ihr gekonnt ignoriert.”
Meghan Walker:
”jaaa…ignoriert!”
Spricht Walker nach und unterstreicht die Worte ihres Idols. Das tut Tiffany natürlich besonders gut. Es ist ein Grund, warum sie nicht weiter abheben kann.
Tiffany Stratton:
”Und jetzt habt ihr das, was ihr nie haben wolltet….”
Laut quietschend atmet die Blondine ein und schaut leicht nach oben, als würde sie in die Sterne schauen wollen, um ihren eigenen Stern dort zu finden.
Tiffany Stratton:
”...I am definitely the Center of the Universe! The Star of c2c! Legendkiller! Miss Future Legend! The Face of c2c! The longest and best Shine Championesse and Women's Championesse!”
Na, diese Worte kennen wir ja bereits schon. Tiffany erwähnt ja immer mal wieder, in welcher Kategorie sie sich sieht. Darauf ist und kann sie ja auch stolz sein. Obwohl sie nun ein fragendes Gesicht formt, während sie die Augen zu kleinen Schlitzen kneift. Ihre Hände fliegen dabei auf Brusthöhe, die wie kleine Flügelchen nach außen geklappt werden.
Tiffany Stratton:
”Moment! So langsam ist Tiffany Stratton bereits eine Legende!?”
Meghan Walker:
”Legende!”
Während Meghan unterstützend zustimmt, huscht von oben des Bildes die Kinderhand in das Bild und schubst die beiden Blondinen an. Anscheinend möchte das Mädchen, dass die beiden weitergehen.
Tiffany Stratton:
”Ja…schon gut!”
Ist die Antwort der lebenden Barbie, bevor sie sich in Bewegung setzt, die Kamera aber nicht ignoriert. Das kann sie auch gar nicht. Daddy's little Princess muss im Rampenlicht stehen. Alle Aufmerksamkeit auf sie gerichtet. Es steht ja bald wieder ein Match an. Alexa Bliss heißt die Gegnerin. Und ganz bestimmt will Stratton nicht verlieren.
Tiffany Stratton:
"Montagnacht werde ich meinen Ziel, auch beste Women's Championesse zu werden, näher kommen! Das hat oberste Priorität! Und zudem…hat Tiffany Epiphany noch eine Rechnung mit Alexa Bliss offen!”
Ob es nun eine offene Rechnung ist, sei mal dahingestellt. Damals, es ist Jahre her, haben sich Alexa und Tiffany in der Parkgarage getroffen und Alexa hat nicht nur Tiffy sondern auch ihren Buttler bedroht. Zu allem Übel gewann Bliss abschließend knapp. Und selbst wenn Alexa nun ein anderes Wesen hat, besteht diese Rechnung weiterhin.
Meghan Walker:
”...besteht noch eine Rechnung!”
Meghan's Part ist sehr einfach gehalten. Sie unterstützt Strattons Wirte einfach nur. Ansonsten hält sie dich zurück. Es ist ja auch Tiffy-Time, was man deutlich an Tiffy-TV Logo unten rechts in der Ecke sehen kann.
Tiffany Stratton:
”Es ist eine Zeitlang her! Mittlerweile hat sich das Blatt gedreht. Doch du Alexa warst auf dem Weg, Women's Championesse zu werden. Und ich hätte dich fast besiegt. Mein Trip in der c2c habe ich damals begonnen. Doch was viel schlimmer war…du hast es zugelassen, James zu bedrohen. Weil du irre warst! Nun…heute bist du auch irre. Nur auf eine anderen Weise! Und weil es so war…guck mal wenn ich habe…?!”
Bzw Meghan hebt es nun hervor - die kleine Stoffpuppe Lily. Alexa's ein und alles. Und während sie das macht, wird unten im Bild nochmal Werbung für den Tiffy-Movie gemacht. Von links nach rechts fährt dieses durch das Bild It's Tiffy-Time, the Movie! Stream on Prime!
Tiffany Stratton:
”Die arme kleine Lily…”
Meghan Walker:
”Arme Lily!”
Schnell formen beide Blondinen einen Schmollmund. Dabei legt Tiffany den Kopf schief.
Tiffany Stratton:
”Wenn du sie wieder haben möchtest, solltest du dich auch wie eine liebe Alexa benehmen. Dann überlege ich mir es nochmal! Solange…bleibt sie hier im Barbie Land! Vielleicht nach deiner Niederlage am Montag! Toodles!”
Heute, mal etwas kürzer als sonst, beendet Tiffany an der Stelle. Aber im Prinzip ist alles gesagt worden. Deswegen wird an dieser Stelle ausgeblendet.
Die Fans sind mehr als nur gespannt darauf, was als Nächstes passiert, und freuen sich schon jetzt, während die Kameras über die Zuschauertribünen fliegen und uns zeigen, dass das Moody Center heute bis auf den letzten Platz ausverkauft ist. Viel hat man heute bereits gesehen und bis auf 2 Matches gibt es nichts mehr auf der heutigen Card. Doch schon nach nur kurzer Zeit springt der Titantron wieder an und bringt uns ein weiteres Mal in den Backstagebereich zu einem Locker Room.
Raven:
„„Ahh, hey, hier bist du. Ich hab dich schon gesucht!"“
Das ist Raven. Aber die Umkleidekabine gehört jemand anderem. Und selbstverständlich ist es eine Person, die wir schon häufiger mit Raven zusammen gesehen haben. Eine Person, von der wir nach den heutigen Ereignissen gedacht haben, dass wir sie nie wieder zu sehen bekommen. Die Rede ist von Axiom! Doch Raven selbst scheint von alledem nichts mitbekommen zu haben, da er gar nicht auf eine Reaktion zu seinem Erscheinen wartet, sondern direkt losredet.
Raven:
„„Hör mal, du kommst doch aus Europa und du kannst gut mit Zahlen. Ich brauch dich mal als Hilfe für das Performance Center. Was glaubst du, wie viel Geld die c2c durch Vinces Einfluss hier zusätzlich verdient? Schaffst du es, das herauszufinden? Du hast doch sicher irgendwelche super Finanzgurus, die an alle buchhalterischen Geheimnisse kommen, oder?"“
Die Frage ist gestellt. Der Krieg gegen Vince soll weitergeführt werden. Obwohl Vince ihn bereits schon gefeuert hat. Aber Raven gibt nicht so leicht auf, weil er weiß, dass er offiziell noch immer Teil der Liga ist. Ihm wurde zwar gedroht, dass Vince ihm das Leben zur Hölle machen wird, aber gefeuert wurde er noch nicht. Und ehe das nächste Woche passieren soll, will Raven alles dafür geben, um sich gegen dieses Schwein zur Wehr zu setzen.
Raven:
„„Und zum Teufel, was machst du hier, wo willst du hin?"“
Sagte er dann aber, als er bemerken muss, dass Axiom hier alle seine Sachen zusammengepackt hat und so aussieht, als wolle er die Halle bereits mit allem, was ihm jemals gehört hat, verlassen. Als wolle Axiom Urlaub machen oder eine kleine Pause vom Wrestling … oder als würde Axiom …
´Axiom
"Ich gehe. Meine Dienste hier werden nicht länger gebraucht."
Die Coast 2 Coast scheint nicht mehr länger auf Axiom angewiesen zu sein, weswegen man ihn gehen lässt. Raven hat Glück ihn noch zu erreichen, denn der Spanier scheint schon fast abreisebereit.
Axiom
"Und um deine Frage zu beantworten: Ich hab keine Ahnung wie viel Geld sie sparen. Für mich reicht das Budget aber offensichtlich nicht mehr. "
So wirklich glaubt Raven wohl nicht daran, dass es Axiom hier ernst meint. Daher bringt er bloß wieder irgendeinen dummen Spruch, anstatt Mitleid zu zeigen oder Ähnliches.
Raven:
„„Bitte was? Hast du Bayley unsittlich betatscht oder was ist passiert? Das wär nichts geworden, sie findet nur mich heiß. Was machst du für einen Scheiß?"“
Doch wie wir vorhin sehen durften, meint es Axiom wohl sicher ganz ernst. Ob er es da jetzt gebrauchen kann, hier so dämlich von Raven angemacht zu werden, ist fraglich. Was natürlich paradox ist, dass es so gesehen ausgerechnet Raven war, der die Schuld daran hatte, dass Axiom entlassen wurde.
Axiom
"Nicht so ganz. Ich will darauf nicht weiter eingehen. Ich beeile mich lieber, bevor die noch darüber nachdenken die Security einzuschalten."
Offenbar will Axiom nicht verraten, dass es damit zu tun, dass der Spanier mit Raven verkehrt, doch ist Axiom keiner, der einem sowas aufbürden will. Seine letzten Sachen hat er soeben gepackt und ist damit bereit abzureisen.
Doch so einfach lässt ihn Raven hier nicht die Flucht ergreifen. Scheiß auf die Security. Raven hat letzte Woche schon einige von denen windelweich geprügelt, dann wird er das diese Woche auch hinbekommen. Raven ist es scheißegal, was hier backstage gesagt wird. Er wird dieses Gespräch mit Axiom führen. Koste es, was es wolle.
Raven:
„„War das Vince?"“
Eine wirkliche Antwort darauf bräuchte Axiom eigentlich gar nicht zu geben, da sich Raven bereits kurz, nachdem er diese Worte ausgesprochen hat, vorstellen kann, dass es wirklich so gewesen ist. Er kann es sich denken, was hier abgeht.
Raven:
„„Hat Vince dich rausgeworfen, weil du mit dem Performance-Center-Programm zusammenarbeitest?"“
Nun, ganz so war es jetzt nicht, aber so verkehrt liegt Raven auch nicht. Viel eher hat Vince Axiom gefeuert, weil er mit Raven zusammenarbeitet. Das Performance Center war da nur Nebensache. Man merkt, wie immer weiter Wut in Raven ansteigt, aber er auch etwas schockiert ist. Denn wenn Axiom wirklich gefeuert wurde, dann ... weiß Raven auch nicht wirklich, was er tun kann. Es wirkt, als hätte Vince ihn vollkommen in die Ecke gespielt. Und als würde Vince seine Wut nicht nur an ihm, sondern auch an jedem in Ravens engstem Umkreis auslassen.
Axiom
"Ach Vince ist ein seniler alter Mann, dem seine frühere Macht fehlte. Nur deswegen ist er hier. Und jetzt bin ich seiner Laune zum Opfer gefallen."
Axiom will auf Teufel komm raus nicht verraten, warum Vince McMahon ihn wirklich gefeuert hat.
Axiom
"Aber der große Boss ist er nicht mehr. Nicht hier. Und ich werde Widerspruch einlegen. Jetzt heißt es aber erstmal für mich zu gehen."
Raven:
„„Ach, und selbst wenn nicht, ist das doch nicht so schlimm. Dann hast du immerhin ein wenig mehr Zeit jetzt und musst nicht mehr durch ganz Amerika fliegen. Und die Indys reißen sich bestimmt um dich."“
Na ja, so aufmunternd ist das jetzt nicht unbedingt, aber immerhin versucht es der sonst so herzlose Raven ein wenig. Das ist schon einmal wunderschön genug. Und wenn man genauer drüber nachdenkt, ist Axiom weder der Typ dazu, noch stehen sich die beiden überhaupt nah genug, um zu fordern, dass Raven ihn in den Arm nimmt und tröstet. Und da Axiom nicht sagt, dass Raven der eigentliche Grund ist, weshalb er seinen Job verloren hat, kann sich Raven auch gar nicht entschuldigen. Doch ist das alles kein Grund dafür, nun Folgendes zu bringen.
Raven:
„„Uhm… was die Sache mit dem Budget angeht… meinst du, du kannst das noch irgendwie für mich herausfinden?"“
Axiom wurde gerade gefeuert und Raven denkt trotzdem noch nur an die Bitte, die er an den Spanier hatte? Es wird irgendwas sein, mit dem er Vince schaden will, aber… einen toten Mann noch mit in die Schlacht zu schicken, ist nun wirklich unfassbar herzlos. Aber gut, so gesehen hat Axiom auch nichts mehr zu verlieren. Was bereits tot ist, kann nicht mehr sterben.
Axiom
"Was stellst du dir vor? Dass ich ins Headoffice einbreche und die Unterlagen der Finanzbuchhaltung klaue? Ich kann dir leider nicht helfen."
Axiom sieht sich die Hände gebunden in der Sache. Und er will hier auch erstmal raus. Der Ärger über die Entlassung sitzt immer noch tief im Spanier.
Axiom
"Wir sehen uns."
Damit macht sich der schnellste Mann der Coast 2 Coast auf den Weg. Raven muss diesen Kampf ohne ihn fortführen.
CO - MAIN EVENT
c2c WOMEN'S WORLD CHAMPIONSHIP
SINGLES MATCH
Tiffany Stratton © vs. Alexa Bliss
![[Bild: tiffyalexa.png]](https://i.ibb.co/rRmd7qWv/tiffyalexa.png)
Writer: ???
Die Arena ist in gedämpftes Licht getaucht. Ein leises Raunen geht durch die Menge während die Kameras über tausende Fans schwenken. Plötzlich wird die Halle komplett dunkel. Ein kurzes unheimliches Kinderlachen hallt durch die Lautsprecher. Dann ertönt die Entrance-Song "The Fury".
Auf der riesigen LED-Stage flackern Bilder wie aus einer alten Spieluhr verzerrte Animationen dunkle Farben über den Bildschirm. Ein Spotlight erscheint am oberen Ende der Rampe. Langsam tritt Alexa Bliss aus dem Schatten. Sie bleibt für einen Moment stehen. Ihr Blick ist ruhig fast leer während sie in die Menge schaut. Ein leichtes geheimnisvolles Lächeln erscheint auf ihrem Gesicht. Ihr charakteristisches Outfit glitzert im Licht der Arena, während das Publikum laut reagiert einige jubeln, andere buhen. Die Kamera zoomt näher... Alexa hebt langsam ihre Arme leicht zur Seite, als würde sie die Energie der Halle aufsaugen.
![[Bild: hq720.jpg]](https://i.ibb.co/h1y3Xg09/hq720.jpg)
Dann senkt sie den Kopf kurz nach unten. Als sie ihn wieder hebt wirkt ihr Blick plötzlich viel intensiver beinahe unheimlich. Das Licht der Stage wechselt zu einem dunklen Rot und Violett. Mit langsamen, selbstbewussten Schritten beginnt Alexa die Rampe hinunterzugehen. Jeder Schritt ist ruhig und kontrolliert, als würde sie genau wissen, dass alle Augen auf sie gerichtet sind. Fans strecken ihre Hände über die Barrikaden und manche rufen ihren Namen. Alexa ignoriert alles um sich herum etwa auf halber Strecke bleibt sie stehen. Sie dreht leicht den Kopf zur Seite und schaut in die Kamera. Ein kurzes schelmisches Grinsen huscht über ihr Gesicht. Dann geht sie weiter Richtung Ring... Am Ring angekommen bleibt sie vor der Treppe stehen. Sie schaut kurz nach oben zu den Ringseilen, als würde sie das Schlachtfeld mustern.
![[Bild: l-intro-1748661163.jpg]](https://i.ibb.co/LXFP84wm/l-intro-1748661163.jpg)
Matthew Rehwoldt: "Making her way to the ring... from Columbus, Ohio... Alexa Bliiiss"
Dann steigt sie langsam die Stufen hinauf und betritt den Apron. Alexa dreht sich zur Crowd. Die Kamera zeigt eine Nahaufnahme ihres Gesichts, während sie tief durchatmet. Dann greift sie das obere Seil, zieht sich elegant durch die Seile in den Ring und bewegt sich zur Mitte. Alexa stellt sich mitten in den Ring legt eine Hand auf ihre Hüfte und hebt die andere leicht an, während sie langsam eine Drehung macht und die gesamte Arena betrachtet. Ein letztes selbstsicheres Lächeln bevor die Musik verstummt. Alexa Bliss lehnt sich leicht in die Ringecke, bereit für das Match während die Fans weiter laut reagieren.
IT'S TIIIIFFYYYY TIIIIIME
Schallt eine weiblich nervige Stimme aus den Boxen der Arena. Während anschließend die Theme eingespielt wird, wird gleichzeitig auf der Titan Thron das Entrance Video gezeigt.
Nach der Ankündigung weiß jeder, wer nun die Halle betritt...das Buff Barbie Doll Tiffany Stratton. Natürlich wird sie von Pfiffen und Buh-Rufen empfangen. Diese stören die Blondine jedoch überhaupt nicht. In weiß-rosanen Bra und passender Panties kommt sie auf die Stage und breitet die Arme aus.
![[Bild: tiffany-stratton-hollywood-30-ans.jpg]](https://i.ibb.co/2txz9Ny/tiffany-stratton-hollywood-30-ans.jpg)
Arrogant nickt sie in alle Richtungen. Kurzzeitig fährt sie ihre Hüfte aus und stemmt eine Hand daran. Ihr arrogantes Grinsen verrät, dass ihr die Situation gefällt.
Kaum die Pose beendet, geht sie Richtung Ring. Langsam stolziert sie die Rampe hinunter, schaut weiterhin in alle Richtungen und genießt die Atmosphäre. Dabei lässt es Tiffany langsam angehen und zeigt auf ihre Armbanduhr. It's Tiffy-Time! ruft sie dabei und grinst erneut.
Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring...from Prior Lake, Minnesota, USA...Miss Future Legend…TIFFANY STRATTON!!!"
![[Bild: Tiffyent2.png]](https://c2c-wrestling.com/4images/data/media/1529/Tiffyent2.png)
Davor angekommen geht die Blondine rechts am Ring entlang, bis sie in der Mitte angekommen ist. Dort steigt sie hoch, legt sich mit den Rücken auf das mittlere Seil und hält sich mit einen Arm am oberen Seil fest. Mit der anderen Hand wirft sie einen Luftkuss in die Zuschauerränge. Diese beherzigen die Geste nicht. Weiterhin bringen sie ihr Heat entgegen. Mit einen Grinsen beendet die Blondine die Action und richtet sich vor den Ringseilen wieder auf.
Nach kurzer präsentation, klettert sie hinein und stellt sich in die Mitte. Dort posed Tiffany erneut.
![[Bild: tiff-2.jpg]](https://i.ibb.co/bsMgxbY/tiff-2.jpg)
Kaum passiert stellt das Buff Barbie Doll ihren linken Fuß auf das unterste und den rechten Fuß auf das mittlere Seil. Anschließend wirft das Rich-Girl einen Arm in die Luft, um sich nochmals der Gegenseite arrogant zu zeigen. Schließlich geht sie zurück in den Ring.
Warnung! Spoiler!
ANOTHER ONE BITES THE DUST!
Als wir in den Backstagebereich schalten, erkennen wir Raven, wie er langsam und sachte wie ein Ninja durch die Gänge schleicht, um ja von niemandem erwischt zu werden. Angezogen ist er in einem tiefschwarzen, extrem dünnen und leicht zerrissenen Nirvana-Shirt und einen schweren, knöchellangen Ledermantel, der an den Nähten leicht ausgefranst ist. Untenrum erkennt man eine tiefschwarze, eng anliegende Used-Look-Jeans, die an den Knien aufgeschlitzt ist und perfekt zu seinem rebellischen Anti-Establishment-Charakter passt, und darüber einen derben Patronengürtel, der locker um die Hüfte hängt. Ganz unten runden schwere, staubige Combat Boots das Outfit ab, tiefgeschnürt und bereit, jederzeit über das System und seine Gegner hinwegzutreten. Seine strähnigen, langen Haare hängen ihm dabei wie gewohnt tief ins Gesicht, sodass man, auch wenn man ihn entdeckt, 2-mal hinschauen muss, um ihn zu erkennen. In genau diesem Outfit schleicht Raven hier über den Backstagebereich, um, so wie es scheint, zum Ausgang zu kommen. Doch als er die nächste Abbiegung betritt und kurz vor dem Ziel ist, erscheint plötzlich wie aus dem Nichts genau der Mann, dem Raven keineswegs heute begegnen wollte. Das ist Vincent Kennedy McMahon, der Raven hier tatsächlich kurz zum Erschrecken bringt.
Raven:
„„Ach du Scheiße! Erschreck mich nicht so, du Mistke..."“
Sind die Worte, die Raven laut aus sich herausbrüllt, bevor auch er bemerkt, wer hier gerade vor ihm steht.
Raven:
„„Oohh... Mr. McMahon. Wie überraschend. Haha... ich... ich hab nach Ihnen gesucht, hehe."“
Das hat Raven mit Sicherheit nicht. Viel eher hat er nach einem Fernseher gesucht, um eine neue Folge Heels oder Total Divas zu schauen. Er möchte es zwar nicht zugeben, aber tatsächlich ist Raven ein Fan dieser WWE-Reality-Serie seit Folge 1 an. Aber spielt das hier gar nicht zur Sache, denn tatsächlich wirkt Raven etwas eingeschüchtert, was man so vom Death Fighter auch eigentlich nie zu sehen bekommt. Er scheint regelrecht Angst vor Vince zu haben. Nun... nach der Aktion letzte Woche wohl gar nicht so überraschend.
Raven:
„„Uhm... also... die Sache ist die... Sie wollten doch, dass ich einen von meinen Schülern feuern soll, richtig? Nun ja, das habe ich getan. Ich habe Leva Bates gefeuert."“
Nun ja, sie hat gekündigt, aber für Raven passt es so wohl besser. Dennoch ist es eher unwahrscheinlich, dass er damit Vince zufriedenstellen wird.
Raven:
„„Oh, und die Sache mit letzter Woche... die... die tut mir leid. Ich muss fairerweise zugeben, dass das bestimmt keine so tolle Aktion gewesen ist. Aber ich schwöre, so etwas wird nie wieder vorkommen, hehe."“
Dass er seinen Satz mit diesem schäbigen Kichern beendet, macht die Sache nicht gerade glaubwürdiger. Und vor allem bei einem Mann wie Raven kann man es nicht glauben, dass so etwas nie wieder vorkommen wird. Er hat einfach seiner Wut freien Lauf gelassen und das vor laufender Kamera und hat Vince vor Hunderttausenden Menschen auf der ganzen Welt lächerlich gemacht. Es gab Leute, die durch solche Aktionen schon ihr Leben verloren haben. Oder ihre Karriere, bis sie von AEW gesignt und wieder zurückgebracht wurden. Doch das wird bei jemandem wie Raven ganz sicher nicht so passieren, denn schließlich ist er nicht der Ehemann von AJ Lee.
Raven:
„„Aber gut... dann... also, Mrs. Bates ist entlassen, dann können wir ja ganz wie gewohnt unseren Arbeitsalltag weiterführen, richtig?"“
Irgendwie ist es beängstigend, wie Vince hier einfach nur stillschweigend vor Raven steht und absolut nichts zu ihm sagt. Er starrt ihn nur an mit diesem Blick, der regelrecht töten könnte. So wütend hat man den ehemaligen WWE Chairman selten gesehen, doch er bleibt ruhig. Er regt sich nicht auf und rastet nicht aus. Das macht die ganze Sache nur noch gefährlicher. Dass Vince so wütend ist, dass er nicht einmal losschreit, lässt einen die Hose schon wärmer werden. Und auch hier atmet Vince einfach nur ganz ruhig aus, bevor er endlich die ersten Worte zu Raven spricht.
Vince McMahon: „Ich erwarte Sie nächste Woche in meinem Büro mit Ihren Entlassungspapieren. Entweder Sie verschwinden oder ich werde Ihr Leben hier in der Liga zur absoluten Hölle gestalten! Haben Sie mich verstanden?“
Das war alles, was er zu sagen hatte, bevor er sich umdreht und aus dem Bild heraus verschwindet. Für Vince hat sich die Sache dann wohl erledigt. Er kann Raven nicht feuern, weil dieser von Bayley geschützt wird, aber Raven kann, wann immer er möchte, kündigen. Und mit dieser Drohung scheint Vince die ganze Scheiße beenden zu wollen.
Raven:
„„Hmm... also verstehe ich Sie damit richtig, dass es doch kein gewohntes Fortführen des Arbeitsalltags wird?"“
Kurz bleibt Vince stehen, als Raven ihm noch diese Worte zugeworfen hat, die natürlich den kompletten Ernst der ganzen Situation wieder etwas mehr ins Lächerliche gezogen haben, aber Vince verschwendet kein bisschen seiner Energie weiter mit diesem Mann. Er verschwindet, ohne ein weiteres Wort zu sagen, und lässt Raven alleine zurück. Und Raven scheint, auch wenn er es versucht zu verbergen, fertig zu sein. Er weiß nicht weiter. Er ist schachmatt gesetzt. Vince McMahon hat es geschafft, Raven zu besiegen, und hat diese Schlacht scheinbar gewonnen. Die Frage nur ist... will Raven herausfinden, wie es aussieht, wenn Vince ernst macht? Weil, wenn er jetzt schon damit gedroht hat, Raven das Leben zur Hölle zu machen, heißt das ja, dass er damit noch gar nicht angefangen hat. Und das soll schon was heißen, wenn man bedenkt, wie viele Wochen die beiden sich schon gegenseitig bekriegen. Wenn Vince die ganze Zeit bisher noch nicht ernst gemacht hat..., wie wird das dann wohl aussehen, wenn Raven nicht tut, was er sagt? Das werden wir vielleicht sehen. Entweder das oder das Ende von Ravens c2c-Karriere. Mal schauen, zu was es kommen wird.
MAIN EVENT
c2c WORLD HEAVYWEIGHT CHAMPIONSHIP
SINGLES MATCH
Kenny Omega © vs. Ricky Saints
![[Bild: rickykenny.png]](https://i.ibb.co/xtdDBypB/rickykenny.png)
Writer: Alex
In wenigen Augenblicken ist es soweit. Der nächste Wrestler wird die Halle betreten. Doch wer wird es sein? Die Fans sind schon ganz gespannt. In der Halle herrscht ein mittlerer Geräuschpegel, eigentlich unterhalten sich nur ein paar Leute. Die Gespräche werden jedoch urplötzlich beendet und das von einem Sound der aus den Boxen kommt. Gitarrenriffe dröhnen dort heraus.
THE REVOLUTION IS TELEVISED!
Das ist die Musik von Ricky Starks! Es dauert nur wenige Sekunden und dann kommt dieser in die Halle herein. Bekleidet lediglich in seiner Hose in der er in den Ring steigt, sowie seinen Boots und der Kette um seinen Hals. Die Gitarrenriffs seiner Entrances Theme begleitet er mit einem kleinen und kurzen Luftgitarren Solo. Bei seiner Mimik merkt man, dass er seine Musik fühlt. Im Ring erhebt Matthew Rehwoldt sein Mikrophon.
Matthew Rehwoldt: "Introducing first, from New Orleans, Louisiana, weighting tonight in at 195 pounds, he is Absolute, he is Ricky Saints!"
Seine Ankündigung durch Matthew Rehwoldt begleitet Ricky Starks, in dem er auf der Stage stehen bleibt und kurz seine Arme ausbreitet. Wie ein Bogenschütze zeigt er mit seinen beiden Armen zunächst in die eine Richtung und schenkt mit selbigen dann in die andere Richtung. Anschließend hält er sich die flache Hand an die Stirn und dreht sich ein wenig zur Seite. Zum Ende dieser Geste hin, spannt er noch einmal kurz seine Muskeln an und macht sich dann auf den Weg zum Ring. Über die stählerne Treppe gelangt er auf das Apron wo er sich kurz die Sohle seiner Füße abwischt und dann zwischen den Seilen hindurch in den Ring gelangt. Hier nimmt er eine Ringecke ins Visier und klettert auf diese. Hier wird noch einmal die Luftgitarre ausgepackt, ehe er seine Hände in die Luft streckt und abwechselnd erst sein rechtes, dann sein linkes Handgelenk küsst. Aus voller Inbrunst geht er ein letztes mal das Gitarrensolo mit, ehe er von der Ringecke herab springt. Er öffnet seine Kette und gibt diesen dem Referee, welcher diese dem Zeitnehmer zur Verwahrung übergibt. Ricky Starks ist bereit!
Das Licht in der Halle wird ein wenig gedimmt. Aufgeregt schnappen sich die anwesenden Zuschauer ihre Kameras oder ziehen hastig ihre Smartphones aus den Hosentaschen. Den folgenden Moment wollen sie festhalten. Daher ist es wenig verwunderlich, dass von allen Seiten ein Blitzlichtgewitter auf die Entrance Stage prasselt. Die Boxen springen an...
ARE YOU READY FOR THIS?
Nachdem das gewohnte Intro der Kenny Omega Theme langsam angefangen und immer mehr an Fahrt aufgenommen hat, betritt der Cleaner die Bühne. Er trägt lange schwarze Pants, auf denen in weiß „Best Bout Machine“ abgedruckt ist. Der Oberkörper wird von einer ärmellosen Weste bedeckt, auf deren Rücken ein einzelner Flügel angenäht wurde...passend zu seinem Finisher. Den Titel hat sich der Kanadier um die Hüfte geschnallt. Lächelnd nimmt er die positiven Reaktionen der Fans wahr und taucht regelrecht in diese ein. Mit geschlossenen Augen beugt er sich nach vorne...nur um sich gleich wieder langsam aufzubauen und die Arme in die Höhe zu strecken. Wie aufs Stichwort wird rechts und links neben dem Kanadier die Pyrotechnik aktiviert...
Matthew Rehwoldt: "Making his way to the ring... from Winnipeg, Manitoba, Canada... weighing in at 203 pounds... he is the c2c World Hevyweight Champion... the Cleaner... KENNY OMEGA!"
Die Kamera folgt ihm direkt die ersten Schritte. Kenny nutzt das aus, um ein paar Worte an den heutigen Kontrahenten und über sich selbst zu verlieren. Aufgrund der Hintergrundgeräusche kann man aber nicht wirklich etwas verstehen. Als er schließlich beim Ring angekommen ist, wählt er den Weg über die Treppe und durch die Seile. Innerhalb der Ropes positioniert er sich mittig im Ring, geht kurz in sich, winkelt seinen rechten Arm so an, dass er seine eigene Faust küssen kann…langsam streckt Kenny den Arm aus und spreizt den Daumen und den Zeigefinger ab, so dass er seine patentierte Pistolengeste zeigen kann. Seine Entrance Theme verstummt. Der Canadian X entledigt sich noch der Weste und nimmt den World Titel ab, bevor er diesen in sichere Hände abgibt. Bevor der Kampf nun starten kann, macht Omega ein paar Lockerungsübungen und ist damit bereit…
Warnung! Spoiler!
![[Bild: newlogo9qu4w.png]](https://i.ibb.co/F34ZcfJ/newlogo9qu4w.png)

![[Bild: 26f1a696-0714-49b0-8751-4f28f7524a36.png]](https://i.ibb.co/9mjCmg5j/26f1a696-0714-49b0-8751-4f28f7524a36.png)
![[Bild: aefb08c3-37b3-45d0-aa2d-849e92198e28.png]](https://i.ibb.co/fdyHR9Qb/aefb08c3-37b3-45d0-aa2d-849e92198e28.png)
![[Bild: d14107a9-0c1b-4ace-8a3d-e090ec39f54e.png]](https://i.ibb.co/SDYYtkx1/d14107a9-0c1b-4ace-8a3d-e090ec39f54e.png)

![[Bild: hq720.jpg]](https://i.ibb.co/ZBCGsQg/hq720.jpg)