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Coast 2 Coast Wrestling
LIVE! Special #87: ABSOLUTION X DAMNATION
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findet statt in der Uber Arena vor 13,500 Zuschauern in Berlin, Germany.
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Die letzte Kamera ist optimal platziert und auch der letzte reservierte Platz besetzt. Die c2c Show kann losgehen! Gleich zu Beginn explodiert ein buntes Feuerwerk auf der Stage und motiviert die anwesenden Fans zu großem Jubel und Chants. In der Mitte des aufwendig gebauten Wrestlingrings steht Matthew Rehwoldt schon mit einem Mikrofon bereit um die anwesenden Fans hier in der heutigen Show zu begrüßen.
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Matthew Rehwoldt: "My dear Ladies.. my dear Gentlemen.. my name is Matthew Rehwoldt and it is I, your DRAAAAAMAAA KIIIIINGGG... welcoming you to... COAST.. to COAST... WRESTLINGGGGGG!"
Kaum hat Rehwoldt die Ansage zuende gebracht gibt es einen kleinen Jubel für seine Ansage und auch wegen der Vorfreude auf den Verlauf des Abends. Matthew verbeugt sich einmal kurz und geht dann auch aus dem Ring heraus. Auch die knallenden Geräusche des Feuerwerks erlischen langsam und geben die Bühne somit für ihre Akteure frei. Bevor dies jedoch in Kraft tritt, werden die Zuschauer daheim vor ihren Fernsehgeräten von Pat MacAfee, Cathy Kelly & Wade Barrett begrüßt.
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Pat McAfee: "Guten Abend aus Deutschland zu unserem Special Absolution x Damnation!"
Cathy Kelley: "Unsere Europatour geht zu Ende und das mit einem Knall. Ein Geburtstagsparty und fünf Titelmatches. Mehr kann es heute nicht geben."
Wade Barrett: "Für die, die es verpasst haben. Unsere General Managerin hat heute Geburtstag."
Pat McAfee: "Passend zum Namen unseres Special könnten die Risiken nicht größer sein. So auch bei dem kampf zwischen Becky Lynch und Skye Blue wo am Ende auch die Seele von Becky auf dem Spiel steht."
Cathy Kelley: "Und ein Showdown den wir alle nicht vergessen werden. Roman Reigns und Kenny Omega einem Three Stages of Hell Match."
Wade Barrett: "Und wie wir es die letzten Wochen schon mitbekommen haben ist Bryan Keith nicht weit entfernt. Es wird ein denkwüridger Abend, also bleibt dran."
Backstage herrscht reger Betrieb. Mitarbeiter eilen durch die Korridore, Kameraleute bereiten die nächsten Segmente vor und aus der Arena sind die lauten Reaktionen der 13.500 Zuschauer zu hören. Die Kameras finden "Wiseman" Paul Heyman im Catering-Bereich der Arena. Vor ihm erstreckt sich ein großes Buffet für Talente, Offizielle und die Produktion. Während sich mehrere Wrestler an den Tischen unterhalten, steht Heyman etwas abseits. In seiner Hand hält er einen kleinen Teller. Er nimmt sich eine Weintraube vom Buffet und dann einen Schluck Wasser. Der Blick wandert dabei immer wieder durch die Halle, als wäre er gedanklich ganz woanders. Plötzlich vibriert sein Smartphone und Heyman zieht es aus seiner Jackentasche. Er liest wohl eine Nachricht und sofort verändert sich sein Gesichtsausdruck.Ein leichtes Lächeln erscheint blickt noch einmal auf das Display. Darauf steckt er das Handy wieder weg ohne seinen Teller mitzunehmen oder mit irgendjemandem zu sprechen. Er dreht sich um und verlässt den Catering-Bereich. Die Kameras folgen ihm durch die breiten Backstage-Gänge der Arena. Heyman geht zielstrebig als gewöhnlich schneller. Heyman ignoriert die Mitarbeiter, die ihm entgegenkommen. Er ignoriert die neugierigen Blicke und sein Ziel scheint bereits festzustehen. Nach mehreren Korridoren erreicht er schließlich einen Bereich im Inneren der Arena, der normalerweise für Anlieferungen, Produktionsfahrzeuge und die Ankunft von Talenten genutzt wird. Ein großer Parkplatz... Hier stehen mehrere schwarze SUVs, Produktionswagen und Transportfahrzeuge. Über ihnen hängen industrielle Deckenlampen, die den gesamten Bereich in helles Licht tauchen. Es riecht nach Gummi, Motoröl und kaltem Beton. Heyman bleibt in der Mitte dieses Bereichs stehen. Er blickt zur Einfahrtsrampe, die von außen in die Halle führt. Dann schaut er auf seine Uhr und wieder zur Rampe. Die Haltung wirkt sehr entspannt und das schon fast zufrieden. Als hätte er genau auf diesen Moment gewartet... Einige Sicherheitskräfte positionieren sich unauffällig entlang der Wände und niemand spricht oder stellt Paul Heyman Fragen. Die Atmosphäre wird mit jeder Sekunde angespannter.
Dann ist ganz langsam ein Motorengeräusch zu hören. Zunächst nur schwach ein tiefes Brummen, das durch die riesige Betonhalle hallt. Heymans Blick hebt sich sofort und die Sicherheitskräfte werden aufmerksam. Einige Mitarbeiter bleiben stehen und schauen ebenfalls zur Einfahrtsrampe. Das Geräusch wird lauter und die Scheinwerfer eines Fahrzeugs erscheinen oben an der Rampe. Zwei helle Lichtkegel schneiden durch die Halle und Heyman bewegt sich kein Stück. Der Blick bleibt fest auf die Einfahrt gerichtet. Langsam rollt ein schwarzer SUV die Rampe hinunter. Die Reifen knirschen leicht über den Betonboden. Die Scheinwerfer beleuchten die Fahrzeughalle und werfen lange Schatten über den Parkplatz. Meter für Meter nähert sich das Fahrzeug. Vorbei an den geparkten Transportern und an den Produktionsfahrzeugen. Direkt auf Paul Heyman zu und mittlerweile ist die Spannung nahezu greifbar. Selbst die Sicherheitskräfte wirken nervös... Heyman dagegen bleibt vollkommen ruhig und sein Gesichtsausdruck verrät lediglich Zufriedenheit. Als hätte sich ein Plan, der über Wochen oder sogar Monate vorbereitet wurde, gerade erfüllt. Es ist ein SVU der bewusst ganz langsam weiter... Fast so, als würde auch der Fahrer die Spannung genießen. Dann kommt das Fahrzeug schließlich direkt vor Paul Heyman zum stehen nur wenige Meter trennen ihn nun von dem Wagen. Der Motor läuft weiter und das tiefe Brummen erfüllt die gesamte Halle. Niemand sagt ein Wort oder bewegt sich und alle Augen richten sich auf die hintere Tür des SUVs.
Heyman richtet seine Krawatte dann streicht er sein Jackett glatt. Ein kleines Lächeln erscheint auf seinem Gesicht jedoch bleibt die Tür geschlossen. Es vergehen einige Sekunden und die Spannung wird beinahe unerträglich. Heyman macht einen einzelnen Schritt nach vorne und sein Blick bleibt unverändert auf die Tür gerichtet. Als wüsste er ganz genau, wer sich auf der anderen Seite befindet. Als würde er die Person bereits erwarten. Und dann bewegt sich der Türgriff. Der Türgriff bewegt sich. Ein kaum hörbares Klicken durchbricht die Stille der riesigen Halle. Und sofort richtet sich jede Aufmerksamkeit auf die hintere Tür des SUVs. Paul Heyman bewegt sich keinen Zentimeter doch sein Lächeln wird jedoch etwas breiter. Die Tür öffnet sich langsam. Dann erscheint ein schwarzer Sneaker auf dem Betonboden. Ein zweiter folgt... Die erste Person steigt aus... Die Kamera zoomt heran. Jedoch für einen kurzen Moment herrscht absolute Verwirrung. Dann explodiert die Reaktion aus der Arena... Es ist "Main Event" Jey Uso der heute gegen LA Knight ran muss. Jey richtet sich auf und schließt die Tür jedoch nicht. Stattdessen tritt er zur Seite und ein breites Grinsen liegt auf seinem Gesicht. Er schaut kurz durch die Halle und dann direkt zu Paul Heyman und Heyman nickt ihm lediglich zu. Jedoch nicht überrascht oder schockiert als hätte er genau damit gerechnet. Doch plötzlich wird klar, dass Jey nicht allein gekommen ist. Die Tür bleibt geöffnet und eine zweite Person steigt aus dem SUV. Die Arena wird erneut lauter und diesmal erscheint Jimmy Uso. Jimmy steigt aus dem Wagen und richtet seine Jacke. Er blickt sich kurz um und dann schaut er zu seinem Bruder. Die beiden tauschen ein kurzes Grinsen aus. Anschließend wandert Jimmys Blick zu Heyman.
Für einen Moment herrscht eine merkwürdige Stille denn alle Anwesenden wissen, welche Geschichte diese Männer miteinander verbindet. Welche Konflikte... Loyalitäten... Verrätereien. Und dennoch stehen sie nun hier unter demselben Dach. Auf demselben Parkplatz vor demselben SUV. Heyman bleibt vollkommen ruhig sagt kein Wort... Die Sicherheitskräfte schauen sich inzwischen nervös an. Einige Mitarbeiter treten unbewusst einen Schritt zurück... denn mittlerweile wird jedem klar... Jey Uso war nicht die Überraschung eher war es Jimmy Uso jedoch kommt noch jemand... Die hintere Tür steht weiterhin offen. Jey und Jimmy treten beide einen Schritt zur Seite. Als würden sie für jemanden Platz machen. Einen den Mann, der wirklich erwartet wurde und Paul Heyman richtet seine Krawatte ein weiteres Mal. Dann senkt er fast ehrfürchtig den Kopf. Die Kamera fängt jede Bewegung ein. Und dann erscheint ein weißer Sneaker und setzt ihn auf dem Betonboden auf. Dann ein zweiter und eine große Gestalt steigt aus dem Fahrzeug. Die Arena explodiert ohrenbetäubend... Die Reaktion ist so gewaltig, dass selbst durch die Betonwände der Fahrzeughalle das Dröhnen der 13.500 Zuschauer zu hören ist. Langsam richtet sich die Gestalt vollständig auf... Langes schwarzes Haar... Breite Schultern. Eine unverwechselbare Aura. Ein Blick, der den gesamten Raum einzunehmen scheint. Es ist der Tribal Chief Roman Reigns...
Die Halle scheint für einen Moment stillzustehen und Roman schließt die Fahrzeugtür hinter sich. Dann blickt er durch die Fahrzeughalle als würde ihm der gesamte Ort bereits gehören. Jey steht links von ihm und Jimmy rechts. Die drei Männer bilden automatisch eine Linie ein Bild, das Erinnerungen weckt. An Dominanz... Macht... an die Bloodline. Paul Heyman steht ihnen gegenüber und für einen Moment sagt niemand ein Wort. Die Spannung ist beinahe unerträglich darauf beginnt Heyman zu lächeln. Überhaupt nicht vorsichtig oder zurückhaltend sondern voller Stolz. Langsam geht er auf Roman Reigns zu. Jey und Jimmy beobachten jede Bewegung.
Heyman bleibt schließlich direkt vor Roman stehen. Die beiden Männer sehen sich an. Sekunden vergehen... niemand spricht oder bewegt sich. Dann neigt Heyman langsam seinen Kopf. Ein Zeichen von Respekt und ein Zeichen von Anerkennung. Roman blickt auf ihn herab. Das Gesicht bleibt vollkommen ausdruckslos... Schließlich hebt sich ein Mundwinkel und kaum sichtbares Lächeln mehr braucht es nicht. Heyman wirkt sofort erleichtert fast so, als hätte er wochenlang auf genau diesen Moment gewartet. Roman schaut kurz zu Jey darauf zu Jimmy... dann wieder zu Heyman. Seine tiefe Stimme durchbricht schließlich die Stille.
Paul Heyman
"Ich hoffe, alles ist vorbereitet.“
Heyman antwortet ohne eine Sekunde zu zögern.
Paul Heyman
"Mein Tribal Chief...“
Er lächelt.
Paul Heyman
"Berlin wartet auf Sie.“
Roman nickt langsam... Jey grinst und Jimmy verschränkt die Arme. Und während die vier Männer gemeinsam Richtung Arena-Innenbereich gehen, wird jedem Anwesenden klar... Paul Heyman hat nicht auf einen Superstar gewartet... Er hat auf die Rückkehr einer Macht gewartet. Und genau in diesem Moment marschieren die Bloodline und ihr Wiseman gemeinsam über den Parkplatz der Uber Arena als würden sie das Gebäude bereits besitzen. Die vier Männer setzen ihren Weg durch die riesige Arena-Innenbereich fort. Vorne geht Roman Reigns und direkt hinter ihm Paul Heyman. Links und rechts flankieren Jey und Jimmy Uso ihren Tribal Chief. Die Atmosphäre ist elektrisierend selbst die Mitarbeiter, die eben noch ihrer Arbeit nachgegangen sind, bleiben stehen und beobachten schweigend, wie die Bloodline durch über den Parkplatz marschiert. Jeder Schritt hallt durch die Betonhalle und jeder Blick folgt ihnen. Roman bewegt sich mit einer Selbstverständlichkeit, als würde ihm die gesamte Arena gehören. Heyman kann sich sein Grinsen mittlerweile kaum noch verkneifen. Nach all den Wochen voller Spekulationen... all den Geheimnissen... all den Andeutungen. Ist dieser Moment endlich Realität geworden doch plötzlich entsteht vor der Gruppe Bewegung. Eine Person drängt sich zwischen einige Produktionsmitarbeiter hindurch mit Mikrofon in der Hand. Entschlossen... schnellen Schrittes... Es ist die Coast 2 Coast Backstage Interviewerin Renee Young. Die bekannte Backstage-Interviewerin nutzt die Gelegenheit sofort. Sie positioniert sich direkt vor der Bloodline. Roman... Jimmy... Jey bleibt stehen und Heyman hebt leicht eine Augenbraue.
Renee Young
"Roman... ich glaube, ich spreche gerade für die gesamte Wrestling-Welt. Wochenlang gab es Gerüchte... Spekulationen... Fragen... Und jetzt sehen wir etwas, von dem viele geglaubt haben, dass es niemals wieder passieren würde. Jey Uso... Jimmy Uso... und Paul Heyman. Meine Frage ist einfach... Steht die Bloodline wieder zusammen?"
Paul Heyman
"Renee..."
Heyman lächelt nicht arrogant auch nicht spöttisch sondern wie ein Mann, der genau weiß, dass er die Antwort kontrolliert. Er richtet langsam seine Krawatte und schaut kurz zu Roman Reigns, bevor er sich wieder Renee zuwendet.
Paul Heyman
"Du stellst die falsche Frage."
Ein Raunen geht durch die Arena... Heyman hebt einen Finger.
Paul Heyman
"Die Wrestling-Welt fragt seit Monaten, ob die Bloodline zurückkommt."
Er schüttelt den Kopf.
Paul Heyman
"Aber niemand hat die wirklich wichtige Frage gestellt."
Renee blickt ihn aufmerksam an.
Renee Young
"Und welche Frage wäre das?"
Heyman grinst sofort.
Paul Heyman
"Warum sollte die Bloodline jemals verschwunden sein?... Menschen streiten sich... Brüder geraten aneinander... Familien gehen durch schwierige Zeiten... Aber Größe... wahre Größe... verschwindet niemals."
Renee lässt nicht locker. Sie macht einen kleinen Schritt nach vorne und hält Heyman das Mikrofon erneut entgegen. Die Kamera fängt Roman Reigns ein, der weiterhin vollkommen regungslos dasteht. Seine Arme hängen locker an den Seiten. Jey grinst weiterhin leicht, während Jimmy aufmerksam jede Reaktion beobachtet.
Renee Young
"Paul, das war keine Antwort auf meine Frage. Die ganze Welt sieht gerade, wie ihr vier gemeinsam durch diese Arena lauft. Roman Reigns... Jey Uso... Jimmy Uso... und sie Paul Heyman. Die gleichen Männer, die einst die dominante Kraft im Wrestling waren. Deshalb frage ich noch einmal ganz direkt... Ist die Bloodline offiziell wieder vereint?"
Heyman atmet tief durch. Sein Grinsen verschwindet langsam. Stattdessen wird sein Gesichtsausdruck ernster. Fast so, als würde ihn die Frage tatsächlich beleidigen.
Paul Heyman
"Renee... Du versuchst hier eine Schlagzeile zu bekommen und einen Moment zu erzeugen. Jedoch möchtest du, dass ich in dieses Mikrofon spreche und sage... 'Ja, die Bloodline ist zurück.'... Damit morgen jede Wrestling-Seite genau diese Worte abdruckt. Aber weißt du, was das Problem daran ist? Das hier ist größer als eine Schlagzeile. Du schaust hier auf den Tribal Chief. Den Mann, der diese Industrie über Jahre hinweg dominiert hat. Den Mann, dessen Name noch heute jede Arena erschüttert. Den Mann, der Generationen von Wrestlern dazu gebracht hat, sich zu fragen, ob sie jemals sein Niveau erreichen werden. Neben ihm steht Main Event Jey Uso. Ein Mann, der seinen eigenen Weg gegangen ist. Ein Mann, der bewiesen hat, dass er alleine bestehen kann und heute LA Knight in die Schranken weisen wird. Und dort steht Jimmy Uso. Ein Mann, der seiner Familie immer loyal geblieben ist. Also nein, Renee. Ich werde deine Frage nicht mit einem simplen Ja oder Nein antworten."
Sofort hakt Renee nach denn das reicht ihr nicht aus...
Renee Young
"Dann frage ich anders. Roman Reigns kämpft heute Abend gegen Kenny Omega um die World Heavyweight Championship. Werden Jey Uso und Jimmy Uso an seiner Seite stehen?"
Die Stimmung verändert sich sofort... Jey hört auf zu grinsen... Jimmy verschränkt seine Arme noch fester und Roman bewegt sich weiterhin keinen Millimeter. Heyman schaut Renee einige Sekunden schweigend an.
Paul Heyman
"Interessante Frage... Aber vielleicht solltest du lieber Kenny Omega fragen, ob er darüber besorgt ist... Vielleicht solltest du Kenny fragen, wie gut er heute Nacht schlafen konnte, nachdem er erfahren hat, dass Roman Reigns nicht alleine nach Berlin gekommen ist."
Die Fans reagieren laut und man hört ein bisschen die Fans bis zum Backstagebereich.
Renee Young
"Paul, das klingt fast wie eine Drohung."
Heyman lacht kurz und wird direkt wieder ernst.
Paul Heyman
"Nein, Renee. Eine Drohung ist etwas, das vielleicht passiert. Roman Reigns gewinnt... das ist keine Drohung. Das ist eine Tatsache."
Die Zuschauer explodieren förmlich. Renee erkennt, dass Heyman ihr keine klare Antwort geben wird. Deshalb richtet sie ihren Blick schließlich direkt auf Roman Reigns. Der Tribal Chief hebt langsam seinen Kopf und sofort wird die Geräuschkulisse wird noch lauter. Jey und Jimmy schauen sofort zu ihrem Cousin. Heyman tritt respektvoll einen Schritt zur Seite. Die Kamera zoomt direkt auf Roman... Renee Young erkennt sofort, dass dies der Moment ist, auf den alle gewartet haben. Sie richtet das Mikrofon direkt auf Roman Reigns nachdem sie ihre Frage gestellt hatte. Der Tribal Chief steht vollkommen regungslos da. Sein Blick ist fest auf Renee gerichtet. Hinter ihm stehen Jey Uso und Jimmy Uso Schulter an Schulter, während Paul Heyman zufrieden beobachtet, wie sich die Aufmerksamkeit endgültig auf seinen Tribal Chief richtet.
Renee Young
"Roman... heute Abend steht nicht irgendein Match auf dem Programm. Heute Abend steht ein Three Stages of Hell Match auf dem Programm. Wie sie sagen drei Stufen... drei verschiedene Kämpfe... drei verschiedene Möglichkeiten, einen Gegner zu brechen. Auf der anderen Seite steht Kenny Omega. Der World Heavyweight Champion. Ein Mann, der seit Monaten unbesiegt scheint. Ein Mann, den viele mittlerweile als den besten Wrestler der Welt bezeichnen.Deshalb möchte ich von Ihnen wissen... Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie wissen, dass Sie heute Abend vielleicht das brutalste Match Ihrer gesamten Karriere bestreiten?"
Mehrere Sekunden vergehen... Roman senkt kurz den Blick. Darauf hebt er langsam den Kopf und seine Stimme ist ruhig... tief sowie kontrolliert.
Roman Reigns
"Alle reden über die drei Stufen der Hölle... Alle reden über die Schmerzen... über das Leid. Aber niemand spricht darüber, wer die Hölle erschaffen hat. Kenny Omega glaubt, dass er heute Abend gegen einen Herausforderer kämpft... Nein! Er kämpft gegen den Mann, der dieses Geschäft über Jahre hinweg getragen hat... Er kämpft gegen den Tribal Chief Roman Reigns!"
Lauter Jubel kommt auf und Renee nutzt die Gelegenheit sofort.
Renee Young
"Dann lassen Sie mich noch etwas ansprechen, Roman. Es gibt noch einen weiteren Faktor heute Abend. Brian Keith besitzt weiterhin den Coast 2 Coast Championship Contract. Einen Vertrag, den er jederzeit einsetzen kann. Nehmen wir an, Sie und Kenny Omega zerstören sich gegenseitig in diesem Three Stages of Hell Match... nehmen wir an, einer von Ihnen gewinnt gerade den World Heavyweight Championship Titel... und dann kommt Brian Keith heraus und casht seinen Vertrag ein... ist das etwas, worüber Sie sich Sorgen machen?"
Zum ersten Mal erscheint ein kleines Lächeln auf Romans Gesicht. Es ist nicht nervös... unsicher eher fast beleidigt. Er schaut kurz zu Heyman darauf dann zu Jey und zu guterletzt zu Jimmy. Aber schließlich zurück zu Renee.
Roman Reigns
"Sorgen? Da fragst den falschen Mann nach Sorgen. Brian Keith sollte sich Sorgen machen. Wenn er diesen Vertrag einlösen will... dann soll er kommen. Wenn er glaubt, dass er einen angeschlagenen Champion vorfinden wird... dann wird er die größte Fehlentscheidung seiner Karriere treffen. Denn heute Nacht endet Kenny Omegas Geschichte. Und falls Brian Keith danach auftaucht... dann endet seine ebenfalls denn dann war für ihn der Koffer umsonst. BERLIN... KENNY OMEGA... BRIAN KEITH... ACKNOWLEDGE ME!"
Heyman lächelt zufrieden und Jey grinst... Jimmy verschränkt die Arme. Roman ignoriert langsam das Mikrofon, dreht sich um und setzt seinen Weg fort. Die Bloodline marschiert weiter Richtung Arena. Und Renee Young bleibt für einen Moment sprachlos zurück, während die Zuschauer bereits ahnen, dass der heutige Abend möglicherweise alles verändern wird.
Opening Match! Auch das hat seinen Reiz! Man tritt vor eine frische Crowd, die noch ganz hungrig nach Action ist und kann die Messlatte für den restlichen Abend ganz hoch anlegen. Es muss also nicht immer der Main Event sein, um sich als etwas besonderes zu fühlen. Heute fällt diese Aufgabe Thekla und Fallon Henley zu, die letzte Woche in Bern einen Clash miteinander hatten. Erst ein Streit im Backstage Bereich, an dessen Ende Thekla die Amerikanerin niederschlug. Danach verhinderte Fallon, dass die Toxic Spider Bobbi Tyler weiter verletzen kann. So kommt es zum heutigen Match.
Henley ist unterwegs in Richtung der Gorilla Position. Sie ist bereit sich der deutschen Meute zu stellen und vor allem um der War Bitch ordentlich in den Hintern zu treten. Komisch ist es schon irgendwie. Noch bis zum Beginn der Show am letzten Montag dachte das Country Girl, dass sie heute ein Match gegen Rhea Ripley haben wird. Aber seit die Australierin Fallon’s Match gegen Tay Conti zerstört hat, ist sie verschwunden. Was auch immer das heißen mag! Langsam wird es der Amerikanerin egal. Wenn Rhea Spielchen spielen will, soll sie das ruhig machen. Ansonsten lässt sie den Eradicator hinter sich und sieht nach vorne. Muss sie auch, da Thekla so schon schwer genug wird. In ihrem Kopf geht sie ein paar Ideen durch, wie sie die Österreicherin am besten überlisten kann. Bobs hatte ja gezeigt, dass man die Spider durchaus mit Köpfchen schlagen kann. Nur wird Fallon nicht unfair spielen, selbst wenn es heute verlockend sein sollte. Aber die Brünette vertraut sich selbst, dass sie einen Weg finden wird.
Da bemerkt sie, wie sich jemand in ihren Weg stellt. Fallon hält inne und hebt den Kopf langsam an. Bobbi Tyler! Natürlich muss sie mal wieder Bobbi Tyler begegnen. Seufzend rollt Fallon innerlich mit den Augen. Sagen tut sie aber noch nichts, auch weil ihr der Look der Britin auffällt. Die ehemalige Stevie Turner trägt eine weite, graue Jogginghose, ein bauchfreies, weißes Top und einen grauen Zipper Hoodie. Die langen Haare sind zu einem festen Dutt hochgebunden. Da Bobbi komplett auf Make Up verzichtet hat, sie man tiefe Augenringe und auch leicht rissige Lippen. Sie wirkt müde, gestresst und auch ein wenig traurig. Da hat selbst Henley Mitgefühl. Tyler wird einiges durchgemacht haben…anders kann sich das Country Girl das Verhalten der Blonden in den letzten Wochen nicht erklären. Was sie natürlich nicht wissen kann ist, dass Bobbi die letzten Nächte wieder von ihren Albträumen geplagt wurde. Ständig sieht sie das verzerrte Gesicht ihres Peinigers und hört sein hämisches Lachen. Gefühlt wurde letzte Nacht das komplette Leben aus ihrem Körper gesaugt und sie kann sich nur langsam erholen. Eigentlich hätte Bobs auch einfach im Hotel bleiben können und dort versuchen, irgendwie auf sich selbst klarzukommen. Jedoch wollte die Engländerin heute hier sein. Wegen einer bestimmten Person – Fallon Henley!
bobbi.tyler: Ich weiß, dass du letzte Woche nicht wegen mir zum Ring gerannt bist, sondern wegen Thekla. Trotzdem…ich will nicht undankbar wirken, weißt du? Ohne dich hätte es für mich übel ausgehen können. Das muss ich zugeben! Daher…danke!
Bobbi bedankt sich also doch noch für Fallon’s Hilfe? Das hatte letzte Woche direkt nach dem Match noch anders ausgesehen. Da hatte Tyler die Hand von Henley, die sie ihr als Friedensangebot entgegen gestreckt hatte, weggeschlagen und sie danach noch angerempelt. Offenbar hat sich die Britin eines Besseren belehrt. Das Country Girl bleibt aber noch vorsichtig und verschränkt zunächst wortlos die Arme vor ihrem Brustkorb. Da ist so ein Gefühl…
bobbi.tyler: Aber damit eins klar ist…ich habe dich nicht um deine Hilfe gebeten! Ich schulde dir also Nichts! Rein…gar…Nichts! Kapiert? Wenn du also heute von Thekla durch den Ring geprügelt wirst, brauchst du gar nicht darauf hoffen, dass ich dich da raushaue.
Das Gefühl hat sich also bestätigt! Fallon lächelt bitte auf. Auch wenn ein kleiner Teil in ihr gehofft hatte, dass Bobbi einen Schritt auf sie zugeht, war ihr doch klar, dass es ein „Aber“ gibt und Tyler wieder ihre eklige Seite zeigt. Für die Amerikanerin war das eine unnötige Aussage. Sie hätte eh nicht gewollt, dass sich Bobs heute einmischt. Sie überlegt sich, ob sie was darauf sagen soll…doch sie bleibt stumm! Ist für sie sinnlos und die Energie will sie sich sparen. So zuckt Fallon nur mit den Schultern, geht weiter…und gibt Bobbi im Vorbeigehen einen leichten Bodycheck mit. So wie es die ehemalige Stevie Turner am vergangenen Montag bei ihr gemacht hat. Bobbi lässt das über sich ergehen und brummt nur kurz auf. Auch sie verzichtet auf weitere, bissige Kommentare. Vermutlich auch weil sie weiß, dass ihr das recht geschieht. Sie sieht nur dem Country Girl hinterher, die Bobbi nicht mehr beachtet und um die nächste Ecke verschwindet.
bobbi.tyler: Mach‘ sie fertig!
…flüstert Bobbi ihr leise hinterher! Oha, neue Töne? Bobs ärgert sich, dass sie das nicht zu ihr direkt gesagt hat. Sie wollte eigentlich auch nicht arrogant auftreten…leider konnte sie wieder nicht aus ihrer Haut. Unschlüssig zieht sie eine Schnute. Ja, sie ist müde und sehnt sich nach Ruhe. Obwohl sie gerade regelrecht Angst davor hat schlafen zu gehen. Bitte nicht noch einen Albtraum erleben! Was dann? Bleiben und sich das Opening Match ansehen? Vielleicht braucht Fallon doch Hilfe und dann…
bobbi.tyler: Bloody Hell!
Fluchend unterbricht die Blonde ihren eigenen Gedanken. Naja, sie kann sich ja zumindest ganz unverbindlich das Match ansehen. So geht Tyler aus dem Bild und es wird weitergeschaltet.
OPENER
SINGLES MATCH
Fallon Henley vs. Thekla
![[Bild: GIFRoman-copy.gif]](https://i.postimg.cc/90sMQCs0/GIFRoman-copy.gif)
Writer: Alex
Die Lichter in der Halle werden abgedunkelt und die Stage in ein düsteres Rot getaucht. Langsam beginnt die unheilvolle Musik, bis der Beat richtig eingesetzt. Irgend etwas erscheint merkwürdig...als wäre das Bild auf den Kopf gedreht? Als sich eine Gestalt aus dem aufsteigenden künstlichen Nebel schält, dreht sich die Kamera blitzschnell um 180°, so dass der Zuschauer am heimischen Bildschirm wieder eine "normale" Sicht hat. Diese Gestalt entpuppt sich als die Toxic Spider Thekla! Über ihr Gear trägt sie einen schwarzen Mantel mit Kunstpelz. Obwohl sie auf der Nase eine Sonnenbrille trägt, kann man ihren manischen Blick erkennen, mit dem sie die Kamera vor ihr fixiert.
THEKLA: Time to kill someone...ahahahaha...
Noch einmal die Zunge ausgestreckt und die Österreicherin wandert weiter.
Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring... from Vienna, Austria... The Toxic Spider... THEKLA!"
Mit ausgestreckten Armen stolziert Thekla auf der Stage umher und gibt sich so, als würde der ganze Laden ihr gehören. Seitlich stehend positioniert sich die Blonde. Kurz geht sie in die Knie, hievt sich ruckartig nach oben und vollzieht dabei eine Throat-Cut Geste! Glühend-heiße Flammen schießen neben und hinter ihr in die Höhe und sorgen für ein ansehnliches Spektakel. Wie ein Raubtier auf der Jagd pirscht sich die Österreicherin in einem leicht wippenden Gang heran. Am Ring hüpft sie auf das Apron und rutscht unter den Seilen hindurch. Nach ein paar Schritten geht die Blondine auf die Knie und beugt ihren Oberkörper nach hinten. Dazu gehen erneut die Feuerfontänen an der Stage in die Höhe. Die Toxic Spider reißt ihren Körper nach vorne und krabbelt plötzlich blitzschnell auf die Kamera zu, die erschrocken zurückweicht. Grinsend steht die Österreicherin auf. Langsam verstummt die Theme und die Lichter erreichen die gewohnte Strahlkraft. Mantel und Sonnenbrille werden abgelegt und Thekla ist bereit für das Match.
Leichter Country Flair weht durch die Halle, als Fallon Henley zu den Klängen ihrer Theme die Halle betritt. Über ihrem Gear trägt sie eine braune Weste, an der einige Fransen angebracht wurden. Lächelnd schnalzt sie mit der Zunge und zwinkert den Fans zu, die ihr einen warmen Empfang bereiten.
Matthew Rehwoldt: "Making her way to the ring... from Chelsea, Michigan... FALLON HENLEY"
Selbstbewusst stapft sie los und beginnt die letzten Meter zu sprinten, so dass sie gekonnt unter den Seilen in den Ring sliden kann. Sofort hüpft das Country Girl wieder auf und steigt auf ein Turnbuckle. Der linke Fuß bleibt auf dem mittleren Seil, während sie den anderen auf das obere stellt. Die Weste rutscht von ihren Schultern, wird einmal über ihren Kopf im Kreis gewirbelt und dann nach draußen geworfen, wo ein c2c Mitarbeiter das Kleidungsstück entgegen nimmt. Fallon springt auf die Matte zurück und ist bereit zu kämpfen.
Warnung! Spoiler!
ARRIVING AT THE PARTY!
Raven:
„„Ich bin absolut brillant. Mein Freund, du wirst das absolute Highlight deines Lebens haben und das direkt ganz vorn in der ersten Reihe!"“
Mit dieser Aussage werden die Fans in der Halle in eine Szenerie geworfen, die sich backstage bei zwei Leuten abspielt, die sich wohl gleich auf den Weg zu Bayleys Party begeben wollen. Zwei ziemlich bekannte Männer, da man sie schon häufiger zusammen gesehen hat. Der eine ist Raven, der sich sogar für die Feier halbwegs schick gekleidet hat.
![[Bild: 01aa09db-d002-4cac-bfb9-d89207d28a9e.png]](https://i.ibb.co/CKc4f5R3/01aa09db-d002-4cac-bfb9-d89207d28a9e.png)
Im Mittelpunkt steht ein dunkles Sakko, das auf den ersten Blick durchaus elegant wirkt, jedoch nicht perfekt sitzt, und darunter trägt er ein hellblaues Hemd, dessen oberste Knöpfe geöffnet sind. Auf eine Krawatte wurde vollständig verzichtet, wodurch der Look deutlich lockerer und ungezwungener erscheint. Dazu kombiniert er eine dunkle Stoffhose, die grundsätzlich zu einem klassischen Anzug gehören könnte und dem Outfit einen seriösen Rahmen gibt. Besonders auffällig ist das Einstecktuch im Sakko, das zwar versucht, einen Hauch von Eleganz zu vermitteln, jedoch fast schon fehl am Platz wirkt. Die Hemdärmel schauen leicht unter dem Sakko hervor und das Hemd sitzt insgesamt etwas lockerer, während sich an den Füßen der größte Stilbruch befindet. Anstelle von eleganten Lederschuhen trägt er einfache, abgenutzte schwarze Turnschuhe, die eher zu einer Jeans als zu einem Anzug passen würden. Das gesamte Outfit strahlt daher eine Mischung aus formeller Eleganz, Trotz und lässiger Gleichgültigkeit aus, was aber im Vergleich zu seinen üblichen Kleidungen doch schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung ist, möchte man meinen. Und in diesem Outfit scheint er den Mann neben ihm gerade etwas hinzuhalten.
Raven:
„„Dies, mein Freund, sind zwei VIP-Premium-Pässe für das größte Event, das du jemals erleben wirst!"“
Diese scheinen aber, so wie sich das anhört, kein Geschenk für Bayley zu sein, sondern für jemand anderen?
Raven:
„„Wir dürfen die New York Yankees sehen, wie sie die Cincinnati Reds fertig machen, und das direkt am Spielfeld bei der Ersatzbank der Yankees. Wir dürfen in den Pausen zwischen den Spielen zuhören, wie der Trainer mit dem Team redet, und bekommen einen handsignierten Baseball samt Schläger von Aaron Judge! Dies sind Karten direkt in die Träume eines jeden Baseballfans!"“
Wow, bitte was? Für solche Tickets würden einige Menschen Tausende von Dollar hinlegen. Woher hat Raven die? Und so wie das hier aussieht, will er eines der beiden Tickets an jemanden verschenken, um mit ihm gemeinsam das Ganze erleben zu können. Wenn man so darüber nachdenkt, kann die zweite Person dann quasi nur noch einer sein, der bereits häufiger mit Raven alleine zu tun hatte. Und die Maske auf seinem Gesicht gibt uns direkt die Bestätigung.
Es ist Axiom, der sich die Karten ansieht. Unter der Maske ist der Spanier schwer zu lesen. Ist er erstaunt? Das ist schwer zu erkennen. Er scheint aber zu zögern Raven eine Antwort zu geben. Er hält sich die Hand am Hinterkopf und versucht eine passende Antwort zu geben.
Axiom
"Wow …. Uhm das klingt nach wirklich teuren Plätzen. Das klingt nach einem wahren Erlebnis. Selbst als nicht Baseballfan. Allerdings ist das Timing etwas unglücklich. Ich als Europäer bin ein Fussballfan und leider überschneidet sich das Spiel mit dem WM Spiel Spanien gegen Saudi Arabien für das ich schon Karten gekauft habe."
Axiom hat ganz andere Pläne für diesen Tag und damit macht er die Pläne des Death Fighters zunichte.
Axiom
"Also nicht dass ich mich nicht geehrt fühle, dass du mich dahin mitnehmen willst, aber etwas überrascht es mich schon, dass du mich dahin mitnehmen willst. Wir verstehen uns zwar gut, aber privat haben wir noch nie etwas miteinander unternommen und dann haust du direkt sowas großes raus?"
Das stimmt schon, dass die beiden sich nur beruflich kennen, und es ist etwas unüblich, dass ausgerechnet Raven das ändern möchte. Raven ist kein Typ für private Beziehungen, die tiefer gehen als über die Arbeit hinaus. Er ist auch definitiv kein Bro, mit dem man etwas unternehmen kann, wenn man Lust hat. Vielmehr wirkt es hier so, als würde er bloß verzweifelt nach einer Begleitung für eben dieses Baseballspiel suchen, damit er nicht alleine hingehen muss.
Raven:
„„Wen interessieren schon 22 Typen, die dumm einem Ball hinterherrennen? Bei Baseball sieht man echtes Talent, und wir können es direkt aus der ersten Reihe sehen. Du musst das Spiel absagen. Ich biete dir hier Karten, die so gut sind, dass kein Preis der Welt ihnen gerecht werden würde!"“
Das hingegen stimmt schon irgendwie. Selbst wenn man Tickets für ein Spiel der Fußball-WM hat, ist ein solches Ticket, das Raven hier anbietet, doch schon eine krassere Nummer. Ein Essen mit dem Team und das Betreten des Platzes vor dem Spiel sind in diesen Premiumtickets inklusive, und auch wenn man sich null für Baseball interessiert, so liegen die Preise für ein solches Ticket locker bei über 20.000 Dollar. Aber scheinbar sprechen bei Axiom noch andere Dinge dagegen, die ebenfalls mit keinem Geld der Welt bezahlt werden können. Unter anderem, dass es die Nationalmannschaft seiner Heimat ist, die er dort bei der WM spielen sehen kann.
Raven:
„„Wenn wir einen von den Spielern bespucken wollen, weil er Scheiße gebaut hat, dürfen wir das! Diese Tickets sind so heiß, dagegen ist jeder Stripclub in Amerika eine Kühltruhe! Du musst zu diesem Event kommen. Danach hast du alles in deinem Leben erreicht, was es zu erreichen gibt!"“
Aber so wie es scheint, kann Raven das Ganze so schön hochreden, wie er mag. Es ändert nichts daran, dass Axiom scheinbar keinerlei Interesse hegt.
Axiom
"Das klingt zwar verlockend, aber ich gehe schon mit ein paar meiner alten Freunde zu diesem Spiel. Und einige von ihnen sehe ich so selten. Ich kann das nicht absagen."
Weiterhin beharrt Axiom darauf, dass er diese Gelegenheit nicht wahrnehmen kann. Dem Spanier ist nicht entgangen, dass Raven seine Frage überhaupt nicht beantwortet hatte.
Axiom
"Hast du nicht ein paar alte Kollegen. Vielleicht von deinen ECW Tagen. Da würde einer doch bestimmt mitgehen wollen."
Für einen kurzen Moment bleibt es still zwischen den beiden Männern. Axiom wirkt weiterhin entschlossen und Raven erkennt schnell, dass weitere Überzeugungsversuche hier wohl wenig bringen werden. Obwohl sein Blick weiterhin auf den maskierten Spanier gerichtet ist, scheint der Death Fighter innerlich bereits woanders zu sein. Die Enttäuschung darüber, dass sein sorgfältig vorbereitetes Angebot ins Leere läuft, ist ihm deutlich anzumerken. Schließlich handelt es sich nicht um irgendein Baseballspiel. Für Raven ist dieses Event beinahe so etwas wie eine persönliche, Allerheiligste Kostbarkeit. Etwas, das man nicht einfach ablehnt. Zumindest nicht in seiner Welt. Langsam wandert sein Blick durch den Gang und bleibt über verschiedenen Requisiten, die an der Seite stehen, auf einer Gruppe Worker hängen, die sich am Ende miteinander unterhalten, und erst jetzt scheint ihm wieder einzufallen, dass Axiom mit seiner Frage möglicherweise gar nicht so unrecht hatte.
![[Bild: 42e68545-f073-4de3-8e4d-50ea97103a9b.png]](https://i.ibb.co/XfYyzMy9/42e68545-f073-4de3-8e4d-50ea97103a9b.png)
Die ECW liegt viele Jahre zurück. Einige der Leute von damals haben sich längst aus dem Geschäft zurückgezogen. Andere haben den Kontakt verloren. Wieder andere würden vermutlich lieber durch ein brennendes Fenster springen, als freiwillig mehrere Stunden mit Raven in einem Baseballstadion zu verbringen. Dennoch hebt sich langsam einer seiner Mundwinkel. Nicht weil Axiom ihn überzeugt hätte, sondern weil ihm gerade bewusst wird, dass die c2c mittlerweile ebenfalls voller Menschen ist. Menschen, die er vielleicht nicht unbedingt als Freunde bezeichnen würde. Aber Menschen, die zumindest verrückt genug sein könnten, um sich auf so etwas einzulassen. Langsam richtet sich sein Blick wieder auf den Spanier und man kann zwar erkennen, dass die Enttäuschung noch da ist, doch mittlerweile wird sie von einer ganz anderen Emotion verdrängt. Trotz. Ein Trotz, der für Raven beinahe genauso typisch ist wie seine düstere Art. Und genau in diesem Moment folgt schließlich die Antwort auf seine letzte Aussage.
Raven:
„„Da biete ich dir so ein wahres Heiligtum an und du lehnst es einfach ab? Ich kann es nicht fassen. Dann frag ich halt jemand anderen! Ich hab nicht nur Freunde aus den alten ECW-Zeiten, ich kenne auch hier einige Leute!"“
Der Ton und der Bruch in Ravens Stimme, als er diese Worte sagt, sind nicht zu überhören und deuten stark darauf hin, dass er in Wahrheit absolut keine Ahnung hat, wen er neben Axiom sonst noch fragen könnte. Es betrübt sogar ein wenig die Fans in der Halle, den alten Mann so dastehen zu sehen. Völlig alleine und niemanden an seiner Seite. Nur noch darauf wartend, dass die drei Geister der vergangenen, der gegenwärtigen und der zukünftigen Weihnacht ihn besuchen kommen. Aber gibt er das natürlich nicht offen zu. Das würde er niemals, weil das ein Zeichen von Schwäche wäre. Oh nein, er pokert einfach weiter.
Axiom bezweifelt nicht, dass Raven hier flunkert. Er geht davon aus, dass Raven die Wahrheit ausspricht. Und so beruhigt es ihn, dass die Legende nicht auf den Karten sitzen bleibt.
Axiom
"Bestimmt sind einige auf der Party von Bayley. Wo wir gerade davon sprechen. Ich muss schon sagen du hast dich ordentlich für die Feier rausgeputzt."
Von denen Schuhen mal abgesehen, doch die scheinen nicht so viel Beachtung von Axiom gekriegt zu haben.
Raven:
„„Siehst du, das klingt doch sogar nach einer guten Idee. Bayleys sexy Managerin wird da doch bestimmt auch mit dabei sein. Du weißt schon, ihre Assistentin mit den dunklen langen Haaren. Aileen!"“
Aileen? Nun ja, wir sehen Bayley relativ selten bei der Arbeit. Meistens bekommt man sie als normaler Fan nur zu sehen, wenn sie im Ring eine Promo führt oder irgendwelche Entscheidungen kundtut, die die Shows groß verändern. Bei ihrer Arbeit in ihrem Büro sieht man sie nur, wenn irgendein Superstar mal ein privates Gespräch mit ihr sucht. Daher weiß man nicht direkt, mit wem sie alles zusammenarbeitet.
Dass Raven die Assistentin von Bayley fragen möchte überrascht Axiom dann doch etwas. Er hatte eher damit gerechnet, dass er einer der männlichen Kollegen fragt.
Axiom
"Bist du nicht etwas zu alt für sie?"
Axiom hofft nur, dass er Raven damit nicht beleidigt hat.
Obwohl seine Aussage ja gar nicht mal so falsch gewesen ist. Die meisten Männer in diesem Alter denken nicht mehr so pervers wie es Raven tut. Wobei man generell sagen muss, dass sich Raven nie seinem Alter entsprechend verhält. Im Gegenteil. Manchmal, wenn man ihn sich so ansieht, wie distanziert er ist und trotzdem wie unreif und selbstzerstörerisch, könnte man denken, er sei ein Jugendlicher in der Midlifecrisis. Aber das hat zum anderen Teil auch seine Vorteile, dass er sich eben nicht so leicht von solchen Kommentaren beleidigen lässt.
Raven:
„„Ach was! Man ist nie zu alt, um sexuellen Spaß miteinander zu haben. Und bei diesem Arsch wäre ich erregter als ein Kaninchen auf Crystal Meth."“
Das war nun wirklich etwas, was wir nicht unbedingt wissen mussten. Aber es ist klar, dass ein solches Gespräch mit Raven mal wieder so stark abdriftet, dass es wahrlich unangenehm wird. Das findet auch die junge Dame, die sich hier gerade neben den beiden Herren befindet und die diese Aussage scheinbar mitbekommen hat.
???: Ähm... bitte?
Der Dame ist möglicherweise gar nicht klar, ob sie das gerade richtig verstanden hat, weshalb sich auf ihrem Gesicht ein Ausdruck zwischen Unglauben und Verwirrung zeigt. Ihre Augen weiten sich leicht, während sich die Stirn in Falten legt und sie Raven einige Sekunden lang betrachtet, als würde sie versuchen herauszufinden, ob das Ganze hier ein schlechter Scherz oder tatsächlich ernst gemeint war. Gleichzeitig fällt ihr Blick aber auch unbewusst auf Axiom, weil sie auch dessen Reaktion beobachten möchte, um einzuschätzen, ob sie die Einzige ist, die das hier seltsam findet. Doch als Raven sie erblickt, passiert direkt etwas, das wohl noch viel schockierender für die Dame ist.
Raven:
„„Oh hi. Hier, bringen Sie den bitte an die Garderobe. Danke vielmals. Los, komm, die Party fängt gleich an."“
Und damit legt er eine große Jacke direkt in die Arme der jungen Frau, was den Anschein macht, als würde er sie für eine Mitarbeiterin hier halten, die dafür beauftragt ist, sich um das Wohl der Gäste zu kümmern. Wie als wäre sie eine Dienerin oder so etwas. Man bekommt fast das Gefühl, dass dieses halbwegs schicke Outfit Raven zu Kopf steigt und er sich damit für etwas Besseres hält als andere. Nun ja, wobei er das wohl meistens so empfindet, egal welche Klamotten er trägt. Als die Kamera nah an die Jacke auf den Armen der Frau heranzoomt, bemerken die Fans jedoch noch etwas ganz anderes, was die Aufmerksamkeit viel mehr auf sich zieht. Die Frau trägt ein Namensschild an der Brust. Mit der Aufschrift „Assistant of Bayley: Aileen Russo“. Etwa die Aileen, von der Raven eben gesprochen hat? Nein, das kann nicht sein. Aber wie viele Aileens soll Bayley denn als Assistentin haben? Aber das heißt, dass Raven hier von einer Frau gesprochen hat, von der er nicht einmal weiß, wie sie aussieht? Oder warum soll er sie hier nicht erkannt haben? Nein, das hat nichts mit Erkennen zu tun, denn im letzten Augenblick, bevor die Aufnahme hier abschaltet, dreht sich Raven noch einmal um und blickt in direkte Richtung der Frau und zu Axiom, bevor er schließlich ins Innere der Party geht.
Raven:
„„Ich will nicht wissen, wie nervig die Mädchen werden, wenn ich zu spät komme."“
Das Opening Match ist vorbei! Thekla hat gegen Fallon Henley gewonnen und damit für ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt. Doch was nach dem Match noch passiert ist, bleibt den Fans wohl eher im Gedächtnis. Die Toxic Spider wollte Henley weiter attackieren, wurde dann aber von Bobbi Tyler gestoppt. Damit hat sich die Britin dafür revanchiert, was die Österreicherin ihr in Bern angetan hat und antun wollte. Gleichzeitig hat sie sich auch bei Fallon dafür revanchiert, dass diese ihr geholfen hat – auch wenn Bobs direkt vor dem Match noch zum Country Girl gemeint hatte, dass sie ihr nichts schulden würde. Im Endeffekt eine weitere Episode zwischen der Britin und der Amerikanerin, die irgendwie nie so richtig voneinander loskommen zu scheinen.
Bobbi hat es sich gut überlegt, ob sie Fallon zur Hilfe kommen soll oder nicht. Am Ende hat sie sich dafür entschieden…und weiß, dass diese Entscheidungen Konsequenzen nach sich ziehen wird. Thekla ist eh schon pissig auf sie, da die ehemalige Stevie Turner in Bern cheaten musste, um die Spider zu schlagen. Durch die Aktion gerade eben wird sich Bobs noch weiteren Unmut von Thekla zugezogen haben. Da will sie die Halle lieber vorzeitig verlassen. Wie man vorhin schon gesehen hat, ist Bobbi heute eher müde und erschöpft und hat ihre letzte Energie im Ring entladen. Einer direkten, körperlichen Konfrontation mit Thekla will sie entgehen. Bobbi hat es schlau gemacht…zumindest glaubt sie das! Sie hat ein paar Mitarbeitern mitgeteilt, dass sie sich in ihre Kabine zurückziehen wird, um dort die restliche Show zu verfolgen. Bestimmt wird die Toxic Spider das mitbekommen und sie aufsuchen. Bis dahin wird die Engländerin aber längst in ihrem Hotelzimmer sein. Selbstbewusst lächelnd nähert sich die Blonde einem der Hinterausgänge. Sie hat nur ihre Dr. Who Tasche dabei, die über ihrer Schulter hängt. So will sie schon nach der Klinke greifen…
*Klonk*
Was war das für ein Geräusch? Mit großen Augen sieht sich Bobbi um. War das Einbildung? Naja, bestimmt nichts, was sie beunruhigen wollte. Dennoch geht sie zwei Schritte zurück und kneift die Augen leicht zusammen. Ihr war, als hätte sie einen Schatten vorbei huschen gesehen…
?: Hey Bitch, hier bin ich!
Diese Stimmer erkennt Tyler sofort und dreht sich schnell um. Da ist es aber schon zu spät…SPEAR! Ein blonder Dampfhammer rennt Bobbi um und reißt sie brutal zu Boden. Mehr als unsanft knallt Bobs auf dem harten Stein auf und schreit auf. Neben ihr kniet ihre Angreiferin, schwer atmend und breit grinsend. Thekla!
THEKLA: Was geht, Miss „2 Levels above, 2 Steps ahead“? Tja, wolltest mich wohl auf die falsche Fährte locken, hm? Pech, Schätzchen! Du musst wissen, dass Thekla immer DREI Level über dir steht und dir immer DREI Schritte voraus ist. Hab‘ mir schon gedacht, dass du den Schwanz einziehen und dich schnell verpissen wirst. Ich musste nur erahnen, welchen Ausgang du nimmst…und Tadaaaa! Du bist genau in das Netz der Toxic Spider gelaufen, du dumme Bitch!
Heißer lacht die War Bitch auf und stellt noch einen Fuß auf Bobbi’s Kopf. Mit diabolischer Freude verstärkt die Österreicherin den Druck und genießt die Schmerzensschreie von Tyler und ihr Strampeln mit den Beiden. Sieht nicht gut aus…gar nicht gut! Und niemand in der Nähe, der Thekla davon abhalten könnte einen Schritt zu weit zu gehen.
THEKLA: Du willst mich um meinen Sieg betrügen? Du willst mich davon abhalten ein weiteres Statement an Fallon zu setzen? Ooohhh…wie kann man nur so viele DUMME Entscheidungen in so kurzer Zeit treffen? Du reihst dich bei den ganzen anderen dummen Bitches wie Henley, Statlander oder Windsor ein! Du hättest es echt verdient, dass ich dir den Schädel eintrete und deine ganze Gehirnmasse über den Boden verteile. Und das beste daran? Wahrscheinlich würde man mir dafür noch einen Orden verteilen, haha! Da du dich wie die letzte Fotze verhalten hast, mag dich eh kein Schwanz und niemand würde dich vermissen! Aaaaaber…ich habe gute Neuigkeiten für dich! Yaaaay…die kleine Bobbi hat Glück gehabt!
Übertrieben lächelnd klatscht die Spider in die Hände und nimmt den Fuß von Bobbi’s Kopf. Was hat das jetzt zu bedeuten?
THEKLA: Du wirst verschont…zumindest für heute! Ich muss einen Flieger bekommen, nach Österreich! Werde ein paar Tage bei meiner Familie sein…aus Gründen, die hier nichts zur Sache beitragen. Heißt auch, dass ich nächste Woche nicht da bin. Aber heute in zwei Wochen…da bin ich wieder dabei! Dann werden wir zwei Hübschen ein weiteres Match gegeneinander haben! Und dann wirst du sehen, wie TOXIC dein restliches Leben sein wird! Ahahaha!
Also zwei Wochen Galgenfrist für Bobbi Tyler bis zum Re-Match? Thekla lacht die Britin genüsslich aus, bevor ihr Blick finster wird und sie, voller Hass und Abscheu, der ehemaligen Stevie Turner ins Gesicht spuckt. Bobbi verzieht dieses und ächzt vor Schmerzen auf. Zufrieden reibt sich die Toxic Spider die Hände und geht davon. Die Kamera zoomt direkt auf die geschlagene Bobbi Tyler, die langsam nach ihrer Tasche greift. Langsam fadet das Bild aus.
MATCH 2
BAYLEY'S BIRTHDAY CELEBRATION
![[Bild: 7.gif]](https://i.postimg.cc/L5SSChdQ/7.gif)
Writer: ???
BAYLEY'S BIRTHDAY CELEBRATION!
Das bereits vorab beworbene Geburtstagssegment von Bayley ist an der Reihe. Dies ist aber keine Feier, die im Ring stattfindet, sondern die Zuschauer werden in einen Raum hinter den Kulissen geführt. Ein großer Raum, der für diese Festlichkeiten extra hergerichtet wurde. Bunte Girlanden spannen sich von einer Ecke des Raums bis zur anderen. Luftballons mit der Aufschrift „Best GM Ever“ sind verteilt in allen möglichen Farben. Es hängen Banner mit der Aufschrift „Happy Birthday Bayley“. An einer Wand sind mehrere Tische nebeneinander aufgestellt für ein Buffet, dass zu diesem Anlass hergerichtet wurde. Es läuft Musik von Paramore. Wer Bayley kennt, der weiß, dass es ihre Lieblingsband ist.
Die Anzahl der Gäste ist noch überschaubar, wobei man sieht das gerade erst ein paar Superstars hier auftauchen. Gerade sieht man Jacy Jayne hier vorbeigehen, wobei sie dann auch direkt wieder im Hintergrund verschwindet. Der Fokus fällt dann auf eine Person, die auffällt, denn sie scheint weniger im Partymodus zu sein, sondern viel mehr in Arbeit verwickelt. Die Rede ist von Izzy Moreno, die mit einem Klemmbrett vor sich etwas aufschreibt. Ihre Haare sind nach hinten zusammengesteckt und sie trägt ein langes grünes Kleid.
Izzy Moreno
"Das war der letzte Punkt. Perfekt wir haben alles."
Dem Dialog nach geht Izzy eine Liste durch. War sie es gewesen, die diese Party geplant hat. Bisher fehlt sowieso noch jede Spur vom Geburtstagskind, allerdings hat Izzy hier bestimmt nicht mit der Luft gesprochen.
Denn kaum hat sie den letzten Punkt auf ihrer Liste abgehakt, schwenkt die Kamera ein kleines Stück nach rechts und enthüllt eine weitere Person, die sich in den vergangenen Minuten offenbar ebenfalls intensiv mit den Vorbereitungen beschäftigt hat. Es ist die Cosplayqueen Leva Bates, die heute überraschend elegant gekleidet erscheint und gerade dabei ist, einige Geschenkboxen auf einem der Tische anzuordnen. Zwischen ihr und Izzy scheint eine deutlich entspanntere Atmosphäre zu herrschen als noch letzte Woche. Vielleicht liegt es daran, dass beide ihr Match herausragend gut bestritten hatten und es dabei keine Probleme gab. Vielleicht aber auch daran, dass sie ohnehin bereits eine gute Freundschaft zueinander aufgebaut haben.
Leva Bates: „Na endlich. Ich dachte schon, du findest noch irgendwo einen Luftballon, der exakt zwei Zentimeter zu weit links hängt. Wer hätte jemals gedacht, dass ausgerechnet wir beide einmal gemeinsam eine Geburtstagsfeier organisieren würden, haha.“
Ein leichtes Grinsen huscht über die Lippen der Lucha Sister, während sie wahrlich stolz aussieht über das, was sie und Izzy erreicht haben. Bayley mag als General Managerin nicht immer jeden glücklich machen, doch gerade in den letzten Monaten hat sie sich immer wieder für Talente eingesetzt, die andernorts möglicherweise längst übersehen worden wären.
Izzy Moreno
"Für Bayley würde ich alles tun. Danke dir für deine Unterstützung."
Das ist verständlich angesichts der Tatsache, dass Bayley ihre Heldin. Ohne sie hätte Izzy es vermutlich nie hierher geschafft oder erst in einigen anstrengenden Jahren. Aus diesem Grund will die Frau aus Florida auch etwas zurückgeben mit dieser Party. Sie lächelt Leva Bates an. Dann wirft sie einen Blick auf alles. Izzy ist zufrieden. Es ist das erste Mal, dass sie so eine Feier organisiert hat und sie ist stolz, dass es offenbar geklappt hat. Izzy blättert bei ihrem Klemmbrett ein Blatt nach hinten. Dort ist eine weitere Liste mit Namen zu sehen, die man allerdings aus der Entfernung nicht gut lesen kann. Sie prüft, ob alle da sind. Die Kamera schwenkt in diesem Moment ein Stück zur Seite und fängt Kid Lykos und Swerve Strickland ein, die ein paar Meter weiter an einem der Stehtische stehen, sich entspannt unterhalten, während sie das bunte Treiben aus der Ferne beobachten.
Izzy Moreno
"Die letzten trudeln gerade ein. Natürlich sehe ich wieder keine Spur von Raven."
Leva verschränkt kurz die Arme vor der Brust und schüttelt gespielt enttäuscht den Kopf.
Leva Bates: „Tja, hättest du mal auf mich gehört und ihm die falsche Uhrzeit gegeben. Du weißt doch, Raven kommt immer erst auf letzter Sekunde.“
Izzy Moreno
"Ich hatte befürchtet, wenn er dann mal pünktlich ist, dann kommt er uns nur wieder in die Quere."
Leva kann sich ein kurzes Lachen nicht verkneifen. Tatsächlich wäre dieses Szenario wohl alles andere als unrealistisch gewesen. Raven und Pünktlichkeit sind schließlich zwei Dinge, die in der c2c nur äußerst selten gemeinsam auftreten. Während die beiden Frauen noch miteinander sprechen, füllt sich der Raum langsam weiter. Immer mehr Mitglieder des Rosters betreten die Geburtstagsfeier. Einige bleiben sofort am Buffet hängen, andere suchen sich Gesprächspartner oder werfen neugierige Blicke auf die vielen Dekorationen, die den Raum inzwischen beinahe vollständig ausfüllen.
Leva Bates: „Weißt du, das Verrückteste ist eigentlich, dass ich ihm sogar zutrauen würde, dass er den Geburtstag vergisst und stattdessen irgendwo in einer Kneipe rumhängt. Aber keine Sorge! Wenn er heute irgendeinen Schwachsinn vor Bayley macht, werde ich persönlich dafür sorgen, dass er sich gewünscht hätte, es vergessen zu haben!“
Während Leva über Raven spricht, fährt die Kamera erneut durch den Raum. Mehrere Gäste sind mittlerweile eingetroffen. An einem Tisch kann man sogar einige Wrestler sehen, die keinen Vertrag bei der c2c haben, aber mit Bayley in der Vergangenheit bereits gut in Kontakt standen. An einem Tisch sieht man die Empress of Tomorrow Asuka und an einem anderen steht sogar die Fallen Goddess Athena! Es ist wirklich unglaublich, wer alles hier heute zu Bayleys Geburtstagsparty erschienen ist. Plötzlich hebt Leva jedoch fragend eine Augenbraue.
Leva Bates: „Wo ist eigentlich der Kuchen? Klar, das Buffet ist ziemlich gut geworden! Aber ein großer Geburtstagskuchen ist doch das Wichtigste.“
Langsam hebt Leva ihre Hände und schaut sich fragend in dem großen Raum um, ob sie den gesuchten Schatz entdecken kann. Oder hat Izzy dafür etwa eine besondere Überraschung geplant?
Allein der Gedanke, es könnte heute etwas schief gehen bereitet Izzy Bauchschmerzen. Dabei muss es nicht zwangsweise von Raven kommen. Hier sind so viele Leute, da könnte jedem ein kleines Malheur passieren. Doch daran will Izzy nicht denken.
Izzy Moreno
"Die Torte ist so ein Riesenteil, die kann man nicht auf einem Tisch abstellen. Aber keine Sorge. Sie ist auf einem Rollwagen, der reingefahren wird, sobald es soweit ist."
Izzy hat den Ablauf schon sorgfältig geplant. Man darf gespannt sein, wie die Torte aussieht.
Kaum hat Izzy diese Worte ausgesprochen, scheint sie selbst ein wenig ruhiger zu werden. Natürlich hatte sie an alles gedacht und die Torte war dabei selbstverständlich eines der wichtigsten Elemente gewesen. Leva nickt ihr langsam zu und ist sichtlich erfreut und beruhigt darüber, dass alles so perfekt scheint.
Leva Bates: „Gut. Für einen Moment dachte ich schon, wir hätten tatsächlich zu viel über Raven nachgedacht und dabei die wichtigste Sache vergessen.“
Und genau als das gesagt wurde, erklingt im Hintergrund eine Stimme, die Leva dann doch noch einmal eine Gänsehaut auf dem Rücken beschert.
Raven:
„„Zu viel über mich nachgedacht? Das ist interessant. Also nur damit ich das richtig verstehe... ich komme fünf Minuten zu spät und werde sofort beschuldigt, den Geburtstag vergessen zu haben, in einer Kneipe zu sitzen und die Feier zu ruinieren?"“
Sofort dreht Leva sich herum und tatsächlich steht dort der Death Fighter Raven höchstpersönlich. Vorhin konnte man ihn noch mit Axiom Backstage sehen und jetzt ist er hier. Die Reaktionen im Raum fallen gemischt aus. Einige Gäste wirken überrascht, andere beginnen sofort zu grinsen. Offenbar haben mehrere Anwesende die Unterhaltung der beiden Frauen zumindest teilweise mitbekommen. Besonders Kid Lykos senkt sofort den Blick und muss sich sichtbar ein Lachen verkneifen, während Strickland bereits ahnt, dass Raven unmöglich zufällig genau in diesem Moment aufgetaucht sein kann. Der Veteran lehnt mit einer Hand an einem Türrahmen, noch immer für seine Verhältnisse ziemlich fein gekleidet und mit dem Blick kurz auf Izzy und anschließend wieder genau auf Leva gerichtet, deren Augen nun auch deutlich größer werden.
Leva Bates: „Wie lange stehen Sie da schon? Uhm... Sie haben doch bestimmt gehört, dass ich nicht glaubte, dass Sie den Geburtstag vergessen haben!“
Ravens Mundwinkel heben sich und einige Gäste können sich tatsächlich ein kleines Lachen nicht verkneifen. Natürlich ist diese Situation für Leva äußerst unangenehm, da sie nicht weiß, wie viel ihr Lehrer von dem Gespräch mitbekommen hat. Aber sie hofft immerhin auf keine schlimme Reaktion hier kurz vor der großen Feier.
Raven:
„„Oh, ich bin bereits lange genug hier. Ihr Glaube an mich war tatsächlich mein Lieblingsteil von dem Gespräch."“
Wieder geht ein Lachen durch die Runde, da wohl einige Fans die ECW-Legende bereits sehen konnten, noch bevor die zwei Frauen ihn erspähten.
Raven:
„„Und nein, zu meiner Verteidigung. Ich war nicht in einer Kneipe. Es waren zwei. Leider haben sie mich beide rausgeworfen, weshalb ich jetzt hier bin, um weiter zu feiern!"“
Und mit diesem Kommentar versinkt die gesamte Örtlichkeit plötzlich in absolute Stille... Das Lachen ist vergangen und jeder, der das Gespräch mithören konnte, scheint nun etwas Angst zu verspüren, dass der crazy Hardcore-Wrestler hier betrunken aufgeschlagen ist und gleich anfängt, Stress zu machen. Klar, er ist nur ein alter Mann, der eigentlich bereits im Ruhestand sein sollte, aber jeder weiß wohl, dass Raven einen sehr schwierigen Charakter hat und dass es bei ihm sehr schnell sehr blutig werden kann. Vor allem, wenn er alkoholisiert ist. Leva hingegen schlägt sich nur mit ihrer Hand direkt gegen die Stirn.
Neben Raven erscheint jetzt eine weitere Person. Ein Mann, der oft mit Raven unterwegs ist. Die Maske ist unverkennbar die von Axiom, der sich in dieses Gespräch miteinbindet.
Axiom
"Ich habe gehört ihr zwei habt die Party organisiert. Ich muss schon sagen das ist sehr beeindruckend."
Da bekommt Izzy das erste Lob an diesem Abend zu hören. Das freut die Anfängerin dann sehr. Sie hat sich schließlich so viel Mühe gegeben.
Izzy Moreno
"Danke sehr. Ich kann es kaum erwarten, wie Bayley auf die Party reagiert. Sie müsste jeden Augenblick da sein. Alle haben sich rausgeputzt. Sogar sie …"
Dabei fällt der Blick von Izzy auf ihren Trainer Raven. Auch hier lässt man wohl die Schuhe aus dem Gespräch. Der Rest macht einen ordentlichen Eindruck. Wobei sie dann doch anfangen muss zu kichern.
Izzy Moreno
"Die Klamotten mit dem Stock. Fehlt noch ein Schnäuzer und ein Zylinder und wir haben das Monopoly Männchen."
Ein lautes Prusten geht durch die unmittelbare Umgebung, und vor allem Kid Lykos muss sich am Stehtisch festhalten, um nicht laut loszulachen, als er diesen Vergleich hört. Strickland schüttelt derweil nur schmunzelnd den Kopf, während er Raven mustert. Der Vergleich mit dem Monopoly-Männchen sitzt perfekt, und für einen kurzen Moment hält das gesamte Publikum den Atem an. Immerhin hat eine junge Aufsteigerin und Schülerin des Performance Centers gerade eine absolute Hardcore-Legende und ihren Trainer vor versammelter Mannschaft parodiert. Raven blickt langsam an sich selbst herunter, klopft mit der freien Hand ein unsichtbares Staubkorn von seinem feinen Sakko und stützt sich dann wieder schwer auf seinen Gehstock. Seine Augen verengen sich zu zwei schmalen Schlitzen, während er Izzy fixiert. Die anfängliche Sorge im Raum, er könnte betrunken randalieren, weicht einer greifbaren, fast schon filmreifen Spannung. Doch statt auszurasten, zuckt ein dünnes, sarkastisches Lächeln über seine Lippen.
Raven:
„„Das Monopoly-Männchen, hm? Ein interessanter Vergleich für jemanden, der in einem giftgrünen Kleid herumläuft und aussieht, als hätte sie sich im Farbtopf von Shrek verirrt. Aber keine Sorge, Kleines ... solange ich hier keine ‚Du kommst frei aus dem Gefängnis‘-Karte ziehen muss, wenn Bayley gleich sieht, was du hier veranstaltet hast, ist alles im ... ‚grünen‘ Bereich. Und keine Sorge ... das mit den Bars war ein Scherz."“
Ein erleichtertes Aufatmen geht durch die Menge, und Leva Bates lässt sichtlich entspannt die Schultern sinken. Sie wirft Axiom einen dankbaren Blick zu, und auch wenn es hier ein wenig giftig wirkt, zeigt genau diese Dynamik, dass trotz der harten Matches und des bitteren Entzugsdramas der letzten Wochen eine seltsame, aber funktionierende familiäre Bindung in diesem Team entstanden ist.
Izzy und Raven liefern sich einen Staredown als plötzlich jemand kommt um Izzy etwas ins Ohr zu flüstern und ihr ein Mikrofon in die Hand zu drücken. Sofort schaltet Moreno um. Sie wendet sich nun ich Richtung der Menge.
Izzy Moreno
"Meine Damen und Herren. Ich bitte um eure Aufmerksamkeit. Bitte begrüßt mit mit unsere General Managerin, unser Role Model, unsere Freundin und unser Geburtstagskind … einen kräftigen Applaus für Bayley."
Dann schaltet alles Fokus auf den Eingang des Raum wo die Kalifornierin gerade in diesem Moment erscheint. Die Menge klatscht Beifall als sie die Kalifornierin ihren Weg bahnt. Sie ist ebenfalls in einem Kleid unterwegs, wobei sie sich für die Farbe schwarz entschieden hat.
![[Bild: baykleidgeburtstag.png]](https://i.ibb.co/rRfWpNyz/baykleidgeburtstag.png)
Neben Izzy Moreno ist Platz und genau dahin zieht es Bayley hin. Izzy ist die erste mit der Bayley in Kontakt kommt und es eine Umarmung zur Begrüßung gibt. Dann bekommt die Huggerin das Mikrofon der Veranstalterin ausgehändigt. Noch immer bekommt die Kalifornierin lauten Beifall und man sieht ihr an, dass sie sehr gerührt deswegen ist.
Bayley
"Danke! … Danke! …. Ihr seid wirklich alle da… hmmmrph … Also ja wo fange ich an? Ich möchte mich zunächst bei Izzy bedanken, die diese Feier organisiert hat. Meine ursprüngliche Intention war es gewesen selbst etwas zu veranstalten und euch einzuladen, aber Izzy hat mir diese Last abnehmen wollen, damit ich mich ganz auf das Special heute konzentrieren kann. Und wenn ich mir das ganze hier so ansehe, dann muss ich sagen, dass sie das wirklich super gemacht hat. Ich habe ihr nur eine Liste mit Leuten gegeben und wenn ich so durch die Gesichter sehe, hat sie wirklich jeden von euch erreicht. Bitte einen herzlichen Applaus für unsere Veranstalterin Izzy Moreno!"
Daraufhin klatscht es Beifall nur diesmal für Izzy, die in diesem Moment sehr aufgeregt ist und versucht bescheiden zu wirken. Einen Moment gibt Bayley ihr bis die Klatscher langsam nachlassen.
Bayley
"Ich möchte aber auch danken, dass ihr so zahlreich hier erschienen seid. Einige von euch sehe ich jede Woche, andere habe ich das letzte Mal vor Jahren gesehen, doch mit jedem von euch habe ich eine denkwürdige Geschichte erlebt. Und wenn ich eure Gesichter so sehe, kommen diese auch gerade wieder hoch. Ich hoffe, dass wir noch viele weitere denkwürdige Momente miteinander erleben werden."
Und mit diesen Worten klatscht es erneut Beifall von den Gästen. Dann aber stimmt Izzy das Lied „Happy Birthday to you“ an wo alle anfangen mitzusingen. Als sie die Menge zum Singen eingestimmt hat, gibt Izzy ein Zeichen nach außerhalb. Es wird endlich Zeit für die Torte.
Die Tür zum Nebenraum schwingt weit auf, und ein Raunen geht durch die Menge der geladenen Gäste. Ein großer, silbern glänzender Rollwagen wird in das Zimmer gerollt, auf welchem die monumentale, mehrstöckige Geburtstagstorte thront.
![[Bild: a18e414a-f053-466f-8373-e9b12b365ff5.png]](https://i.ibb.co/ksYb5Qjb/a18e414a-f053-466f-8373-e9b12b365ff5.png)
Sie ist vollständig mit einer glatten, schneeweißen Buttercremeschicht überzogen, die keinerlei Unebenheiten erkennen lässt und der gesamten Konstruktion ein elegantes, beinahe königliches Erscheinungsbild verleiht. Die Übergänge zwischen den einzelnen Stockwerken werden von sorgfältig aufgetragenen weißen Cremeverzierungen eingerahmt, die sich wie feine Perlenketten um jede Ebene legen und der Torte zusätzliche Eleganz verleihen. Auf der obersten Ebene befinden sich zahlreiche lange, goldfarbene Geburtstagskerzen, die in einer nahezu perfekten Reihe angeordnet wurden. Sie strahlt gleichzeitig Eleganz, Wertigkeit und Feierlichkeit aus und wirkt groß genug, um problemlos alle Gäste zu versorgen, die sich hier langsam wie ein Halbkreis um den Rollwagen und das Geburtstagskind formieren. Der Fokus liegt ganz klar auf Bayley, Die GM holt tief Lust und doch schafft sie es nicht einem Ruck alle Kerzen auszupusten.
Doch die Kamera fängt auch die unmittelbare Umgebung ein. Direkt neben dem Rollwagen haben sich nämlich auch die Schüler des Performance Centers und Raven positioniert. Raven, der sich unverändert staatstragend und unnahbar auf seinen eleganten Gehstock stützt, blickt mit gewohnt finsterer, fast schon gelangweilter Miene auf die Torte. Neben ihm steht Lykos, der die Arme verschränkt hat, den Blick prüfend nach unten gleiten lässt und den Veteranen aus dem Augenwinkel fixiert. Lykos’ Augen wandern dabei gezielt zu Ravens Füßen ... genauer gesagt zu dem Fuß, der laut den Berichten der letzten Woche nach dem schweren Autounfall in Bern eigentlich zertrümmert und dick bandagiert sein müsste. Doch heute Abend, in diesem feinen Anzug, steht Raven vollkommen stabil auf beiden Beinen, ohne die geringste Schonhaltung einzunehmen oder eine Schmerzverzerrung im Gesicht zu zeigen. Lykos rückt ein Stück näher an Raven heran, hebt spöttisch eine Augenbraue und flüstert ihm mit schneidender Stimme zu, während das Roster die letzten Töne des Liedes feiert:
Kid Lykos: ’„Ist Ihr Fuß wieder verheilt? Ist das ein medizinisches Wunder? Letzte Woche sah es noch so schlimm aus, und heute wirken Sie wie der junge Frühling im Maßanzug. Das ist wohl verdammt schnell verheilt, oder?“
Raven starrt stur geradeaus zur Torte, seine Kiefermuskeln verkrampfen sich merklich, und er zischt nur leise durch die Zähne:
Raven:
„„Halten Sie den Mund, Lykos, und gehen Sie mir nicht auf die Nerven, wenn Sie keine bleibenden Schäden davontragen wollen."“
Kid Lykos: ’„Hey, hey, ich mache doch nur Scherze, haha! Ich weiß doch, dass solche kleinen Schrammen Sie nicht lange flachlegen. Schließlich sind Sie Raven!“
murmelt Lykos mit einem hämischen Grinsen. Doch während er das sagt, tritt er auch einmal ganz leicht gegen den vermeintlich gesunden Fuß mit der Stiefelspitze. Der Treffer sitzt genau auf der noch immer hochgradig verletzten Stelle, die Raven unter dem feinen Stoff und durch pure Willenskraft vor Bayleys Augen verbergen wollte. Ein markerschütternder, unterdrückter Schmerzensschrei entweicht Ravens Kehle, als sein Gesicht aschfahl anläuft. Durch den unerwarteten Schmerz verliert die ECW-Legende augenblicklich das Gleichgewicht. Der Gehstock rutscht auf dem glatten Hallenboden weg, und Raven stolpert mit voller Wucht unkontrolliert nach vorne ... direkt in den Rücken von Bayley, die in genau diesem Moment tief Luft geholt hat. Der heftige Stoß trifft die General Managerin völlig unvorbereitet. Ohne jede Chance, sich abzufangen, wird Bayley nach vorne katapultiert. Ein dumpfes, matschiges Geräusch ertönt, das die gerade einsetzende Partystimmung im Bruchteil einer Sekunde im Keim erstickt.
Da Bayley nach vorne geneigt stand um die Kerzen auszupusten, ist es ihr Gesicht welches zuerst mit der Torte kollidiert. Ein Raunen geht durch die Partygäste. Bayley zieht ihr Gesicht Gesicht zurück. Ihr Gesicht ist überwiegend bedeckt mit der weißen Creme der Torte. Auch auf ihrem Dekolleté sind Spuren der Torte verblieben. Es herrscht Stillschweigen um sie herum. Das erste was Bayley macht ist sie die Augen freizumachen. Noch immer geschockt über das was gerade passiert ist sieht sich die Kalifornierin um was ihr da gerade widerfahren ist. Den Übeltäter hat sie mit Raven auch schnell ausfindig gemacht.
Bayley
"Du …."
Welches Wort ihr gerade durch den Kopf geht bleibt wohl ein Geheimnis, doch gut sein lassen kann das Role Model es an dieser Stelle nicht. Sie greift sich ein großes Stück von der ruinierten Torte und wirft es in Richtung Raven, der dabei ziemlich sowohl am Kopf, als auch am Oberkörper getroffen wird.
Das klebrige, süße Chaos ist perfekt. Der feine Maßanzug von Raven ist im Bereich der Brust und Schulter mit dicker, weißer Buttercreme verschmiert, und ein dicker Klecks Torte klebt an seiner Schläfe, von wo aus die Creme langsam an seiner Wange hinunterläuft. Im Raum herrscht für eine Sekunde absolute Schockstarre und absolut niemand wagt es überhaupt zu atmen. Doch wer glaubt, dass die ECW-Legende sich diesen Affront vor versammelter Mannschaft einfach gefallen lässt, kennt Raven schlecht. Trotz des stechenden Schmerzes in seinem Fuß flammt in seinen Augen augenblicklich ein Kampfeswille auf. Seine Zähne knirschen hörbar und so wie es aussieht, will er diese "Schlacht" hier nicht verlieren, während er sich die Creme mit einer heftigen Bewegung aus dem Gesicht wischt.
Raven:
„„Ohh das bedeutet Krieg..."“
Ohne Rücksicht auf Verluste oder seinen angeschlagenen Fuß greift Raven mit beiden Händen tief in die verbliebenen Trümmer der monumentalen Geburtstagstorte. Er reißt ein gewaltiges, triefendes Stück heraus, holt weit mit dem Arm aus und schleudert das klebrige Geschoss mit voller Wucht in Richtung Bayley. Doch das Schicksal meint es heute nicht gut mit dem Mastermind. Im exakt selben Moment stolpert der ohnehin schon schmunzelnde Kid Lykos, der sich hastig aus der Gefahrenzone bringen wollte, über Ravens weggerutschten Gehstock. Sein unglücklicher Stolperer schneidet die Flugbahn der Torte und anstatt Bayley zu treffen, klatscht das riesige Kuchenstück mit einem weichen, perfekten „KLATSCH“ mitten in das Gesicht von... dem Mouth of the South Jimmy Hart!
![[Bild: f8bd0659-b294-434e-8673-dab8d7a7cb8f.png]](https://i.ibb.co/ymF5KDZd/f8bd0659-b294-434e-8673-dab8d7a7cb8f.png)
Jimmy, der bis eben noch völlig tiefenentspannt mit einem Drink am Stehtisch stand, verharrt mitten in der Bewegung. Langsam tropft die weiße Creme von seiner Stirn über seine markante Brille. Die Partygäste halten kollektiv den Atem an. Ein Raunen geht durch die Menge. Wild gehen Jimmys Arme instinktiv hoch, um sich das Gesicht freizuwischen und überhaupt erst zu begreifen, was gerade passiert ist. Fassungslos wischt er sich hektisch die Creme aus Augen, Mund und Haaren, während sein Mund weit offen steht und er lautstark protestiert. Seine Augen werden groß, sein Gesicht wechselt zwischen Empörung und Unglauben und er gestikuliert wirklich wild mit seinen Armen umher.
Jimmy Hart: „WAAAS?! Seid ihr völlig verrückt geworden?! Das ist ein maßgeschneiderter Anzug! Wisst ihr überhaupt, wie viel Haarspray ich heute Morgen verbraucht habe?! Oh mein Gott! Schaut mich an! Das ist ein Skandal, Baby! Ein absoluter Skandal!“
Das Pulverfass droht in dieser Sekunde endgültig zu explodieren. Einige Gäste im Hintergrund heben schon amüsiert ihr Smartphone, um das Spektakel zu filmen, während andere Superstars bereits unruhig von einem Bein auf das andere wechseln und das Buffet im Auge behalten, die Geburtsstunde einer epischen Backstage-Essensschlacht liegt in der Luft
Doch bevor es hier eskaliert schreitet auf einmal Izzy ein. Und sie ist nicht alleine da. Sie hat ein paar Security Männer bei sich. Mit dem Finger zeigt sie auf Raven.
Izzy Moreno
"Schmeißt ihn sofort raus!"
Ohne Umschweife greifen die zwei kräftigen Männer zur Tat und packen den alten Mann an den Armen um ihn von hier wegzutragen.
Raven, dessen mühsam aufrechterhaltene Fassade aus Stolz und Schmerzresistenz durch den Griff der Wärter endgültig Risse bekommt, versucht verzweifelt, sich aus der Umklammerung zu winden. Seine Stiefel rutschen auf den am Boden verteilten Cremeresten weg, und das Gesicht des sonst so unnahbaren Veteranen läuft rot an vor Anstrengung und blanker Wut.
Raven:
„„Lasst mich los, verdammt noch mal! Das war keine Absicht! Das war ein Unfall! Sie können mich nicht einfach von Ihrer beschissenen Party werfen lassen!"“
Er fletscht die Zähne und blickt wild um sich, sucht nach seinem Gehstock, doch der liegt unerreichbar weit weg unter einem der Stehtische. Seine feine Jacke verzieht sich unschön unter dem festen Griff der Sicherheitsleute. Kid Lykos hat sich währenddessen bereits klammheimlich hinter Strickland Und Izzy in Sicherheit gebracht, um bloß nicht wieder ins Visier des Death Fighters zu geraten. Doch die zwei bulligen Wärter fackeln nicht lange. Ohne Rücksicht auf Ravens lautstarken Protest und sein schmerzendes Bein ziehen sie ihn kurzerhand rückwärts über den glatten Hallenboden.
Raven:
„„Graaa lasst mich los! Ich kann alleine laufen!"“
Seine letzten Worte gehen unter, als einer der Security-Männer ihm im Eifer des Gefechts fast schon beiläufig die Hand vor den Mund hält, um das Geschreie zu dämpfen. Mit einem lauten „WUMMS“ fliegen die großen Backstage-Türen auf, Raven wird unsanft hindurchbefördert, und die Türen fallen krachend wieder ins Schloss. Drinnen verhallt das Echo seines Zorns, draußen bleibt er beachtlich ruhig im kahlen Korridor zurück. Im Partyraum kehrt eine seltsame, fast schon komische Stille ein. Das Paramore-Lied läuft im Hintergrund munter weiter, als wäre nichts gewesen und mit diesem bittersüßen, leicht chaotischen Bild einer unvergesslichen Geburtstagsfeier blendet die Kamera langsam ins Schwarze aus.
Die Show ist im vollen Gange und darf jetzt schon als absoluter Erfolg bewertet werden. Die Damen und Herren in Berlin machen auch gut Stimmung. Das wird sicher nicht das letzte Special gewesen, das in Deutschland stattfindet. Aber noch ist das Ende nicht in Sicht! Ohne länger zu warten zeigt man den Zuschauern einen weiteren Einblick in den Bereich, der den Normal Sterblichen sonst verwehrt bleiben würde - zurück in den Backstage Bereich! Besser gesagt in den Locker Rooms eines der Wrestler, die später noch in den Ring steigen werden. LA Knight! Yeah!
Die Fans in der Halle reagieren laut auf den Megastar und nicht wenige "Yeah!" Rufe sind zu hören. Er selbst trägt bereits sein Gear und befindet sich bereits im mentalen Tunnel, während er sein rechtes Handgelenk tapet. Im One on One mit Jey mag es zwar um keinen Titel gehen...aber es ist dennoch bedeutungsvoll! Es geht im Revanche, Respekt und vor allem, wer der bessere Mann von Beiden ist! Angefangen hat es beim letzten Special, als Knight und Jey darum stritten, dass LA nicht einfach so mit Roman Reigns sprechen darf. Später ließ sich Uso von seinen Emotionen leiten und verpasste dem ehemaligen Eli Drake einen Superkick. Vor ein paar Wochen folgte die Rache Knight's, als er dem Yeet-Man die Chance verbaute No1 Contender auf den World Heavyweight Title zu werden. Und nun sind sie hier!
*Knock Knock*
Plötzlich klopft jemand an die Türe! Knight horcht sofort auf! Wer das wohl sein wird? Jey, um Frieden zu verhandeln? Wohl kaum? Roman Reigns und/oder Paul Heyman, die für Jey einstehen wollen? Auch das sit zu bezweifeln! Sie haben Uso wie eine heiße Kartoffel fallen lassen und haben genug mit Kenny Omega und dem Three Stages of Hell Match zu tun. Jedenfalls geht der Dunkelhaarige zur Türe und reißt diese auf...
LA Knight: Du?
...fragt Knight überrascht! Er wirkt aber positiv gestimmt und anhand des Lächelns, was man nur selten in dieser ehrlich Form bei ihm sieht, erkannt man, dass er sich sogar freut.
LA Knight: Eine schöne Überraschung! Ich dachte, du würdest es nicht nach Deutschland schaffen. Komm' doch rein!
Die Kamera dreht sich um 180 Grad und wer kommt da ins Bild? Maxxine Dupri. Die Schwester des Megastars hatte tatsächlich erst nicht vor zum Special nach Berlin zu kommen. Aber wie es manchmal so ist, kommt es eben doch anders. Max war in Europa unterwegs. Freunde besuchen. Und irgendwie hatte die schließlich doch noch den Drang ihren Bruder zu unterstützen. Es soll ein harter Kampf werden. Ein Problem aus dem Weg räumen. Unterstützung ist da sicherlich nicht von Nachteil.
Maxxine Dupri:
”Peace!"
Mit einer schnellen Bewegung wirft sie ihr Handy auf Schulterhöhe und formt das Victory-Zeichen. Ein übertriebenes Grinsen bekommt Knight gratis dazu.
Der Aufforderung einzutreten nimmt die Blondine natürlich gerne an. Mit einen paar Schritten ist sie auch auch schon drin.
Maxxine Dupri:
”Wollte ich auch erst nicht. Aber dann habe ich nur gedacht, du könntest Unterstützung gebrauchen. Also...was kann ich machen? Wen soll ich für dich verhauen?"
Wie gesagt...eine schöne Überraschung! Und man sieht Knight auch offener als sonst. Galant tritt er zur Seite und bittet die Jüngere herein, bevor er hinter ihr die Türe wieder schließt. Dass Dupri gerade in Europa unterwegs ist wusste LA...nur dachte er nicht, dass sie extra herkommen würde. Tatsächlich stört ihn das kein bisschen, trotz des wichtigen Kampfes.
LA Knight: Hm, Heyman hätte sicher eine Abreibung verdient. Der hat zwar nichts mehr mit Jey am Hut, aber verdient hätte er es dennoch. Aber sonst...reicht es mir, dass du da bist. Gut, ich würde dich nicht davon abhalten auf Jey loszugehen, aber dann hätte ich ja schon Feierabend und das wäre langweilig.
...grinst er in seinen Bart. Ein wenig surreal den Megastar scherzend zu sehen. Was seine kleine Schwester nicht so alles in ihm auslöst?! Doch dann wird er auch wieder ernster.
LA Knight: Nein, freut mich echt, dass du da bist! Nur hoffe ich, du willst mich nicht dafür rügen, dass ich in Jey's Match gegen Roman eingegriffen habe. Er hat mich getreten, ich hab' ihm dafür eine Lektion erteilt! That's it! Yeah!
Das hört sich doch wieder mehr nach dem LA Knight an, den wir kennen.
Maxxine Dupri:
”Du willst mir doch nur zeigen, dass du besser bist als ich. Das kannst du dir gleich abschminken."
Max weiß natürlich, dass sie ihrem Bruder kräftemäßig unterlegen ist. Aber vor Duelle mit ihm, scheut sie sich ganz bestimmt nicht. Dupri war ehrgeizig und willensstark. Allein deshalb ist sie überhaupt Wrestlerin geworden. Vielleicht auch, weil sie wusste, dass ihr unbekannter Bruder Wrestler werden wollte. Die Chance war größer, dass sie sich hier wiedertreffen. Das es so schnell ging, damit hat die Blondine nicht gerechnet.
Die oben genannten Worte unterstreicht sie mit schütteln des Zeigefingers.
Maxxine Dupri:
”Du kannst Reigns und Jey so oft und feste treten wie du willst. Ihre Matches sind mir egal. Lektionen finde ich aber durchaus attraktiv. Ich sollte auch gewissen Leuten Lektionen erteilen. Wie ist dein Plan? Gesicht demolieren? Arm brechen? Sag schon..."
Natürlich sind die letzten Worte nicht ernst gemeint. Aber Maxxine findet, dass sie gerade gut zur Situation passen.
Nach den forschen Worten hält Knight kurz inne und hebt beide Augenbrauen an. Paar Sekunden später beginnt er zu grinsen und sieht sie, spielerisch, tadelnd an.
LA Knight: Hm, kann ich mir also abschminken? Wieso? Ich dachte es wäre schon klar, dass ich der Bessere bin! Es heißt ja schließlich auch...der Megastar L...A...Knight! Yeah! Den Status muss sich meine kleine Schwester erst noch erarbeiten.
Ein wenig sticheln und ein kleiner Konkurrenzkampf unter Geschwistern ist an sich nichts Ungewöhnliches. Doch LA freut es zu sehen, dass Maxxine bereits über ein gewisses Maß an Selbstvertrauen verfügt. Man muss ja merken, dass die Beiden Geschwister sind. Klar, Dupri ist einige Jahre jünger und hat dementsprechend noch nicht die Erfahrung wie ihr Bruder. Da hat sie noch einiges zu lernen, wobei der Dunkelhaarige sie auf einem echt guten Weg sieht. Dabei kann und möchte er ihr helfen.
LA Knight: Tja, ich finde Lektionen auch attraktiv! Deswegen habe ich Jey das auch spüren lassen. Mein Plan für heute ist ganz einfach und simpel...gewinnen, Uso auf seinen Platz verweisen und zeigen, warum ich der bessere Mann bin! Yeah! Ich zeige ihm von Anfang an die Power eines Megastars! Egal, ob er seit drei Wochen der große Fan Liebling ist oder nicht! Er muss sich erst die Sporen als Lone Wolf verdienen. Ich befinde mich schon weitaus länger auf dieser Straße! Yeah! Ob Jey sich dabei was bricht oder nicht, ist eigentlich sekundär. Er soll sich bewusst werden, dass er alles in diesen Kampf geworfen und es trotzdem nicht gereicht hat. Heute Abend kann es nur einen Sieger geben...L...A...Knight!
Ihn freut es irgendwie, dass Max zu ihm hält und ihm keine Vorwürfe bezüglich dem Umgang mit Jey Uso macht. Hätte er ihr auch nicht übel nehmen können. So ziehen die Geschwister an einem Strang und das gibt dem Megastar noch mehr Antrieb.
LA Knight: Und du willst gewissen Leuten ebenfalls eine Lektion erteilen? Wer ist es denn? Vielleicht kann ich dir dabei helfen!
Nun ist es Maxxine, die ihre Augenbrauen hebt und eine Antwort liefern muss. Gar nicht so leicht, wie sie findet. Ihr Bruder ist definitiv schlagfertiger. Und irgendwie stört es sue schon ein wenig. Das möchte sie sich aber nicht ansehen lassen. Deshalb grinst die Blondine schelmisch.
Maxxine Dupri:
”Ach ja? Mega bin ich schon. Fehlt nur noch der Star. Und daran arbeite ich jetzt."
Natürlich gibt es Ziele. Der Shine Title wäre sicherlich ein nettes Ziel. Es ist aber auch noch ein langer Weg bis dahin. Erstmal sollte sie sich etablieren. Praxis sammeln. Denn Max steht noch ziemlich am Anfang ihrer Karriere. Von ihr erwartet man noch nicht viel, weshalb sie alle Zeit der Welt hat. Bevor die darauf allerdings eingeht, schlägt sie Knight etwas vor. Dadurch könnte sie vielleicht auch schon profitieren. Aber es ist natürlich auch gefährlich.
Maxxine Dupri:
”Ich könnte ja mit zum Ring kommen. Als Unterstützung und gewisses... Ablenkungsmanöver."
Wie die zweiteres Teil meint, lässt sie mal offen. Aber Jey Uso könnte natürlich auch sie angreifen, womit Brüderchen mehr Arbeit hätte. Der Vorschlag hatte Vor- und Nachteile. Wie eben bei vielen anderen Dingen auch.
Dupri dachte nach. Die letzte Frage ihres Bruders war gar nicht so einfach zu beantworten. Letztendlich war sie Realistin. Und da brauchte sie bestimmt noch Unterstützung.
Maxxine Dupri:
”Ich wurde gerne das Ziel Shine Title setzen. Aber ich muss mich noch etablieren. Vielleicht sollte ich mir erstmal eine Gegnerin suchen, die ich ein wenig ärgern kann. Hast du eine Idee wen?"
LA Knight: Okay, gut! Mega bist du schon!
Ja, den Punkt lässt er ihr. Ist auch nicht gelogen. Knight findet es auch durchaus mega, dass seine Schwester den Weg zurück in sein Leben gefunden hat. Und er zweifelt auch nicht daran, dass sie sich auch das "Star" noch verdienen wird. Die Grundvoraussetzungen dafür sind vorhanden.
LA Knight: Versteh' mich da bitte nicht falsch, Max! Ich weiß dein Angebot und deine Unterstützung zu schätzen. Du kannst mich gerne ein anderes Mal begleiten und aus nächster Nähe staunen und lernen. Nur heute...da möchte ich das alleine erledigen! Sonst wird Jey rumheulen, dass du ihn ja abgelenkt hättest und und und! Das Gejammere will ich mir dann ersparen.
Er weiß, dass die Blonde es nur gut meint. Aber er möchte nicht, dass sie aktiv eingreift oder ablenkt. Eben weil er Jey Uso klar One on One besiegen und zeigen möchte, dass er über Mister "Main Event" steht. Wäre nur Wasser auf den Mühlen des Mannes mit samoanischen Wurzeln und diese Genugtuung will er Uso nicht geben.
LA Knight: Und Shine Championship? Klingt gut, würde dir auf jeden Fall stehen! Nur schauen wir erstmal, ob Becky den Titel zurückgewinnen kann.
Damit will der ehemalige Eli Drake nicht sagen, dass Becky Lynch die einfachere Gegnerin für Maxxine wär...ganz im Gegenteil! Nur ist Knight die amtierende Championesse Skye Blue nicht besonders geheuer und er möchte seine Schwester nicht dieser unberechenbaren Frau aussetzen, die die unerfahrene Dupri schnell an ihre Grenzen bringen könnte. Wem sie sich sonst stellen könnte? Gibt da einige gute Frauen, an denen Max wachsen könnte. Aber so spontan hat LA Knight da keinen Namen parat, der sich eignen würde.
LA Knight: Hm, die c2c hat viele, tolle Wrestlerinnen zu bieten. Vielleicht stellst du mal eine Open Challenge und schaust, was passiert? Oder bittest Bayley um eine Herausforderung, die dich weiterbringt?
Das LA Knight es allein klären möchte kann Maxxine natürlich verstehen. Es ist sein Kampf. Deshalb nickt die verständnisvoll und kommt lieber auf ihre eigenen Ziele zu sprechen. Dafür legt die den Kopf schief. Vor allem als er den Namen Becky Lynch nennt. Natürlich ist heute das Title Match, worin die Irin die Chance erhält Skye Blue den Title wieder abzunehmen. Aber am Ende ist ihr der Ausgang in diesem Match egal.
Maxxine Dupri:
"Ich sage ja auch nur, dass es ein Ziel ist. Muss ja nicht unbedingt sofort sein. Ich muss mich erstmal zurecht finden. Onboarding. Ein paar Matches mehr gemacht haben. Aber auf mittelfristiger Sicht, ist der Shine Title interessant und Wert sich darum zu bemühen."
Die Blondine will auf den Boden der Tatsachen bleiben. Auch wenn sie sich vorstellen kann, ein Match gegen Lynch oder Blue abzugehen. Ihr fehlt aber noch eine Menge Ringerfahrung. Zumindest in der c2c. Das sollte man nicht außer Acht lassen. Und sollte sie verlieren, könnte ihre Karriere in der c2c auch schnell wieder vorbei sein. Und das will sie ja auch nicht. Geduld heißt das Zauberwort.
Maxxine Dupri:
Vielleicht wäre eine Open Challenge ja tatsächlich interessant. Obwohl man ja nicht weiß wer als Gegnerin kommt. Glaubst du ich bin dafür schon soweit?"
Ein paar Zweifel gibt es schon. Es ist eben schwer sich auf ein Match vorzubereiten, wenn man nicht weiß wer es ist. Und verlieren will Max ja nun auch nicht.
Maxxine Dupri:
"Was ist, wenn es Stratton oder Lynch ist? Oder Isla Dawn...die Irre?!"
Dass Maxxine einerseits ehrgeizig ist, andererseits aber auch realistisch zu bleiben scheint, sagt dem Megastar zu. Für ihn ist das eine gute Mischung. Als sie ihre Sorgen um mögliche Gegnerinnen bei der Open Challenge äußert, legt Knight brüderlich einen Arm um seine Schwester. Isla Dawn wäre eine ähnliche Gefahr wie Skye Blue. Und Stratton wäre aus einer anderen Sicht ein ordentliches Brett für Dupri. Wobei es Knight in diesem Fall sehr reizen würde, Tiffany nochmal eins auszuwischen.
LA Knight: Klar glaube ich, dass du bereit dafür wärst! Aber wenn du dich sicherer fühlen würdest, könnten wir Bayley darum bitten, die erst andere Gegnerinnen zu geben. Vielleicht welche von den Mädels aus der Raven Gruppe. Und dann kannst du immer noch eine Open Challenge starten oder dich um den Shine Titel kümmern. Aber komm'...lass uns was in der Cafeteria trinken gehen. Ich hab' noch etwas bis zu meinem Match. Dann reden wir darüber, wie es mit dir weitergehen kann. Ok?
Maxxine wirkt einverstanden. So nimmt sich LA die Zeit, obwohl er das vor einem wichtigen Match sonst nie machen würde. Aber für seine Schwester tut er das. Gemeinsam gehen sie aus dem Bild. Fade off.
AFTER PARTY!
Leva Bates: „Hey!
...
Ihr Stock!“
Raven:
„„Danke!"“
Als der Titantron angeschaltet wird, kann man eine weibliche Stimme hören, die die gesamte Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich zieht. Die Show hat noch nicht einmal die Hälfte erreicht und trotzdem ist schon so viel passiert, dass die Fans es nie wieder vergessen werden. Und trotzdem schafft es die C2C, die Spannung weiterhin immer höher und höher steigern zu lassen. Championships müssen noch verteidigt oder gewonnen werden und ein brutales und bestialisches Three Stages of Hell Match steht im Main Event noch vor uns. Kenny Omega gegen Roman Reigns ist das absolute Highlight des heutigen Abends. Aber bevor wir dahin kommen, schauen wir zurück zu einem anderen Highlight, was in einem absoluten Chaos endete, so traurig es auch aussah. Die Geburtstagsparty von Bayley, welche ihr Gesicht vorhin in ihre eigene Geburtstagstorte gedrückt bekommen hat. Die eben erklungene weibliche Stimme kann man auch, bevor die Kamera auf die Person schaltet, genauestens Leva Bates zuordnen. Auch sie hat als direkte Partnerin von Izzy zu dieser Geburtstagsparty einiges an Arbeit hineingesteckt, um Izzy so gut wie möglich zu assistieren. Aber anders als Izzy hat sie das Chaos, welches ihr Trainer verursacht hat, nicht ganz so wütend aufgenommen. Mit einem etwas wehmütigen Blick kommt sie hier draußen in den Backstagebereich auf einen leicht niedergeschmetterten Raven zu, der auf einer Bank sitzt und dort scheinbar nicht wegkommt.
![[Bild: 4cdf6242-c3d4-4300-ad28-e8cd26320d59.png]](https://i.ibb.co/Wv59qYVz/4cdf6242-c3d4-4300-ad28-e8cd26320d59.png)
Sie hat bemerkt, dass seine Fußverletzung noch immer nicht geheilt ist und wusste wohl, dass er den Gehstock definitiv noch benötigen würde. Weshalb sie ihn hier herausgebracht hat.
Leva Bates: „Hören Sie... ich gebe zu, Izzys Reaktion war vielleicht ein wenig zu extrem, aber Sie müssen bedenken, dass sie wirklich alles dafür getan hat, dass diese Party heute ein Erfolg wird. Und... nun ja... da passt eben ein pragmatischer Mann, der das Geburtstagskind mit dem Gesicht voraus in eine Torte drückt, nicht wirklich dazu. Ich bin mir sicher, dass Sie das nicht mit Absicht getan haben, aber... bitte seien Sie nicht wütend auf Izzy, ja?“
Raven:
„„Wieso denken Sie, dass ich wütend sei? Sie macht ihren Job außerordentlich gut! Ich könnte es nicht besser machen als sie. Ich hätte sie auch rausgeworfen, wenn sie so eine Aktion durchgezogen hätte."“
Ob diese Antwort der Wahrheit entspricht oder nicht, ist schwer zu erkennen. Raven würde niemals im Leben offen zeigen, dass er enttäuscht darüber ist, wie das Ganze lief. Damit würde er ja zeigen, dass ihm etwas an Bayley liegen würde. Das wäre ja ein Zeichen von Schwäche. Nein, er nimmt es einfach so hin und lässt es wie einen ganz normalen Tag aussehen. Doch scheint ihm das gar nicht mal so leicht zu fallen...
Raven:
„„Wie geht’s Bayley?"“
Leva Bates: „Nun ja... sie ist nicht sauer. Ein wenig angepisst wirkte sie anfangs schon, aber sie hat schnell wieder zur Feierlaune gefunden und zum Glück ist nicht die ganze Torte ruiniert, sondern nur eine Hälfte. Es wirkte fast so, als hätte Izzy damit gerechnet, dass das passiert.“
Raven:
„„Hhmm, gut, gut. Dann ist ja alles gut. Vielen Dank, dass Sie mir meinen Stock gebracht haben. Dann kann ich ja jetzt gehen!"“
Immerhin eine positive Nachricht, dass die Party nicht ganz ruiniert wurde. Mit seinem Stock in der Hand schafft es Raven endlich aufzustehen und kann nun wirklich verschwinden. Am heutigen Abend gibt es ohnehin nichts mehr, was ihn hier halten würde. Langsam dreht er sich um und läuft ziemlich gebrechlich in den Backstagegang entlang. Noch immer kann man auf seiner Anzugjacke einige Stücke des Kuchens erkennen, die Bayley ihm vorhin ins Gesicht geschmissen hat. Wäre er nicht immer so ein Arsch, könnte einem Raven hier wirklich irgendwie leid tun.
Leva Bates: „Passen Sie auf sich auf, ja?“
Raven:
„„Das... ich bin..."“
Doch er bleibt plötzlich stehen. Er wirkt ein wenig... verzweifelt? Er wirkt, als hätte er Schmerzen. Aber keine körperlichen, sondern geistige. Wie als würde er gerade versuchen, stark dagegen anzukämpfen, keinen Fehler zu begehen, den er bis an sein Lebensende bereuen wird. Aber als würde er zeitgleich auch nicht einmal wissen, ob dies überhaupt ein Fehler ist. Das absolute Chaos, was vorhin bei der Party war, scheint hier nun gerade in seinem Kopf stattzufinden und Raven kämpft wie verrückt dagegen an, dass es sich ausbreitet. Doch scheint er dagegen zu verlieren.
Raven:
„„Sag mal, mögen Sie Baseball?"“
Bitte was? Will Raven hier etwa Leva Bates dazu einladen, zu dem Baseballspiel zu gehen, für welches er vorhin noch Axiom einladen wollte? Dies wirkt ein wenig wie ein verzweifelter Versuch, weil er sonst niemanden wüsste, den er einladen könnte. Er hatte ja gedacht, Bayley danach zu fragen, aber nach allem, was auf der Party passierte, hatte er keine Möglichkeit mehr dazu und so wie das alles verlaufen ist, wird es wohl auch kaum zu einem glücklichen Ende kommen, wenn er sie fragt. Raven wäre wohl der Letzte, mit dem Bayley auf so ein Event gehen wollen würde. Izzy würde ebenfalls ausfallen. Sie hat wohl mit Abstand am wenigsten Ahnung von Baseball und außerdem scheint sie nach dem heutigen Abend gegenüber Raven eher Hass als Freude und Respekt zu verspüren. Und Lykos oder Strickland... ja nee du. Lykos hat es erst dazu kommen lassen, dass die Party hier so ruiniert wurde und Strickland ist ohnehin ein Mann, mit dem Raven wohl nie auf einen Nenner kommen wird. Von allen Möglichkeiten, die Raven hätte, klingt Leva wirklich wie die beste Wahl. Jimmy Hart wäre wahrscheinlich auch noch eine gute Möglichkeit gewesen, aber... nun ja, nachdem Raven ihm die Torte ins Gesicht geklatscht hat, ist auch das eher unwahrscheinlich, dass er zugesagt hätte. Und da Leva hier so nett zu ihm wirkt, warum nicht?
Leva Bates: „Baseball? Uhm, ich kenne die Regeln nicht wirklich davon und hab das nie gesehen.“
Raven:
„„Ach was... hhmm... ich... ich hätte zwei Tickets! Für diesen Sonntag!"“
Als die Kamera in das Gesicht von Leva zoomt, kann man ihr ansehen, dass sie vollkommen sprachlos ist. Sie scheint gerade alles genauestens durch den Kopf gehen zu lassen und darüber nachzudenken, ob sie das wirklich richtig vernommen hat. Doch als sie dann realisiert, dass das wirklich gerade hier passiert, scheint sie irgendwie begeistert, aber auch misstrauisch zu sein. Warum will Raven ausgerechnet sie einladen? Was ist der Grund dafür? Sie weiß wohl nicht, dass Raven so langsam ziemlich verzweifelt zu sein scheint und scheint keine Ahnung zu haben, wie sein wahres Leben so aussieht. Deswegen versucht sie absolut jedes Detail zu analysieren, bevor sie eine Antwort abgibt. Aber besonders viel zu analysieren gibt es hier gar nicht. Jedenfalls erkennt sie nicht, was sie noch weiter analysieren könnte. Warum hat er sie ausgewählt? Warum wirkt er plötzlich so großzügig? Warum möchte er mit ihr zu... Moment! Ist das die Antwort? Kann es sein, dass Raven... nein, ganz bestimmt nicht... lieber vorher noch einmal nachfragen, ob sie es wirklich richtig verstanden hat.
Leva Bates: „Ist... ist das eine Einladung von Ihnen?“
Raven:
„„Jup... klingt das nicht gut?"“
Ihre Augen weiten sich, als würde sie tote Menschen sehen und ihr gelingt es nicht länger, ihren Mund geschlossen zu halten. Ihr Puls liegt gerade wahrscheinlich auf über 180 und ihre Körpertemperatur steigt ins Unermessliche. Kann es wirklich sein, dass Raven sie zu... zu einem... einem...
Leva Bates: „Also... la... laden Sie mich zu einem... einem Date ein?“
Raven:
„„Das kann man so sagen, ja... nur eben ohne Liebe und den ganzen Scheiß."“
Je mehr sie darüber nachdenkt, desto mehr steigert sie sich in die Idee hinein, dass Raven vielleicht tatsächlich Zeit mit ihr verbringen möchte. Gleichzeitig versucht sie aber auch verzweifelt, möglichst gelassen zu wirken, obwohl sie innerlich am absoluten Explodieren ist. Soll sie sich für das Spiel besonders vorbereiten, soll sie die Regeln lernen, wie sollte sie sich verhalten, damit Raven es gefällt, worauf sollte sie alles achten, soll sie Raven ein Geschenk mitbringen oder ist das wirklich bloß ein Treffen unter Freunden? Aber... sie sind doch gar keine Freunde. Sie sind nur Arbeitskollegen. Während sich Leva all diese Fragen auf einmal im Kopf stellt, liegt zwischen den beiden natürlich ein durchaus peinlicher Moment der Stille, in dem Raven wohl keine direkte Antwort mehr erwartet.
Raven:
„„Ach, ist auch egal. Gute Nacht!"“
Und damit dreht er sich wieder um und will verschwinden. Doch bei Leva scheint es genau dann plötzlich Klick zu machen.
Leva Bates: „Äähh nein, halt... ich... ich wollte... ich... ich meine... ja, ich komme liebend gerne mit!“
Sagte sie in etwas lauterer Tonlage und rennt Raven hinterher. Sie kommt mit! Sie nimmt die Einladung an? Raven und Leva haben also quasi wirklich ein Date? In einem VIP-Bereich eines New York Yankees Baseballspiels. Man kann es Leva ansehen, dass sie weiterhin nervös ohne Ende ist, aber Raven scheint endlich jemanden gefunden zu haben, mit dem er zu dem Event gehen kann. Er wirkt zwar so, als hätte er nur den letzten verbliebenen Spieler für sein Team erhalten, den niemand anderes haben wollte, aber es ist immerhin besser als nichts. Demnach nickt er Leva mit einem Lächeln zu und die Sache scheint gebongt zu sein.
Leva Bates: „Muss man sich dafür irgendwie besonders kleiden? Oder muss ich irgendetwas mitbringen?“
Und Leva scheint wirklich Freude auf das Spiel zu entwickeln. Die Kamera zoomt nochmal direkt auf Ravens Gesicht, der ein kleines Schmunzeln zeigt, bevor das Bild wieder komplett schwarz wird. Damit scheint die Szene hier beendet zu sein und wie es scheint, haben Raven und Leva Bates ein Date zusammen. Trainer und Schülerin. Das kann was werden!
MATCH 3
c2c WESTCOAST CHAMPIONSHIP
SINGLES MATCH
Ethan Page © vs. TBA
![[Bild: 2.gif]](https://i.postimg.cc/prmrvpG1/2.gif)
Writer: Schwugo
Die Kameras kehren nach einer kurzen Unterbrechung zurück in die ausverkaufte Arena von Berlin. Sofort brandet lauter Applaus durch die Halle. Die Spannung ist spürbar. Der Westcoast Championship steht auf dem Spiel.
Seit Monaten gehört der Titel einem Mann, der jede Herausforderung mit demselben Selbstverständnis angenommen hat, mit dem er heute Abend zum Ring kommen wird. Herausforderer kamen und gingen. Große Namen scheiterten. Neue Kandidaten rückten nach.
Doch am Ende blieb eine Konstante bestehen.
Ethan Page.
Heute Abend wartet die nächste Titelverteidigung auf den selbsternannten Mittelpunkt der c2c. Doch dieses Mal steht ihm kein bekannter Rivale gegenüber. Kein ehemaliger Champion. Keine Legende. Stattdessen hat Robin Christopher Fohrwerk einen Namen ausgewählt, von dem er überzeugt ist, dass er diese Gelegenheit verdient hat.
Während die Fans gespannt zur Stage blicken, stellt sich dieselbe Frage wie vor jeder Titelverteidigung:
Kann irgendjemand Ethan Page tatsächlich stoppen?
Die Lichter der Arena beginnen langsam zu flackern. Einige Zuschauer erheben sich bereits von ihren Sitzen. Dann wird die Halle dunkel. Wenige Sekunden später ertönt die Musik des Westcoast Champions.
![[Bild: Ethan-Entrance-Mit-Titel.png]](https://i.ibb.co/TxjGg7tc/Ethan-Entrance-Mit-Titel.png)
Kaum ertönt die Musik, schießt die Reaktion der Zuschauer durch die Arena. Die Kamera fängt den Westcoast Championship ein, der auf dem Titantron erscheint, ehe wenige Sekunden später Ethan Page selbst auf die Stage tritt.
Matthew Rehwoldt: "Ladies and gentlemen...please welcome the reigning c2c Westcoast Champion..."AAAAAALL EGO"...ETHAN...PAGE!"
Der Titel ruht wie selbstverständlich auf seiner Schulter.
Nicht als Trophäe. Auch nicht als Statussymbol.
Sondern als etwas, das ihm längst gehört.
Ein selbstbewusstes Grinsen liegt auf seinem Gesicht, während er die ausverkaufte Arena in Berlin mustert. Für einen kurzen Moment bleibt er auf der Bühne stehen und genießt die Reaktionen der Fans, ehe er sich langsam in Bewegung setzt.
Die vergangenen Monate haben Ethan Page an Orte geführt, von denen viele Herausforderer nur träumen können. Mexiko. Japan. Italien. Überall dieselbe Geschichte. Neue Gegner. Neue Versprechen. Dasselbe Ergebnis.
Der Westcoast Champion bleibt der Westcoast Champion.
Mit ruhigen Schritten erreicht Ethan schließlich den Ring, steigt durch die Seile und klettert auf die zweite Ringseilreihe. Den Titel hebt er kurz in die Höhe, bevor er wieder auf dem Turnbuckle Platz nimmt und sich von einem Mitarbeiter ein Mikrofon reichen lässt.
Die Musik verstummt.
Einige Buhrufe werden hörbar und Ethan grinst.
Ethan Page:
"Berlin...ich muss zugeben, ich freue mich wirklich heute hier zu sein."
Einige Fans jubeln. Andere reagieren skeptisch.
Ethan nickt anerkennend.
Ethan Page:
"Denn in den letzten Monaten durfte ich etwas tun, was nur sehr wenige Menschen in diesem Geschäft jemals von sich behaupten können."
Er legt den Titel auf seine Schulter.
Ethan Page:
"Ich habe diesen Titel in Mexiko gewonnen. Ich habe ihn in Japan gegen die lebende Legende Jushin Thunder Liger verteidigt. Ich habe in Italien den sogenannten Aerial Assassin zurück auf den Boden der Tatsachen geholt."
Das Grinsen wird breiter.
Ethan Page:
"Und heute Abend steht Deutschland auf dieser Liste."
Die Zuschauer reagieren sofort. Ethan blickt sich durch die Arena.
Ethan Page:
"Also sagt es mir, Berlin..."
Er lehnt sich leicht über das oberste Seil.
Ethan Page:
"Was genau habt ihr mir heute zu bieten?"
Die Fans antworten lautstark mit verschiedensten Namen. Keiner klar verständlich.
Ethan hört kurz zu.
Dann schüttelt er grinsend den Kopf.
Ethan Page:
"Nein, nein...ernsthaft jetzt."
Er zeigt auf seinen Titel.
Ethan Page:
"Ich habe mich auf mehreren Kontinenten bewiesen. Gegen Legenden. Gegen ehemalige Weltmeister. Gegen Männer, die überzeugt waren, dass genau sie die Antwort auf Ethan Page wären. Und heute Abend bekomme ich ein weiteres Talentprojekt präsentiert."
Einige Buhrufe werden lauter. Ethan zuckt mit den Schultern.
Ethan Page:
"Versteht mich nicht falsch. Ich begrüße Herausforderungen. Mittlerweile muss man sie ja regelrecht für mich organisieren."
Er tippt gegen die goldene Platte des Westcoast Championships.
Ethan Page:
"Also machen wir es einfach. Mein heutiger Gegner und sein Assistent können ruhig loslegen. Denn je schneller wir diesen Teil des Abends hinter uns bringen..."
Ethan blickt kurz auf den Titel und grinst.
![[Bild: Ethan-Better-Sideeye-With-Ring-Gear.png]](https://i.ibb.co/VYkn0Tdf/Ethan-Better-Sideeye-With-Ring-Gear.png)
Ethan Page:
"...desto schneller kann ich mich wieder den Dingen widmen, die einen Champion meines Kalibers tatsächlich interessieren."
Mit einem selbstzufriedenen Grinsen wirft Ethan das Mikrofon achtlos zur Seite.
Die Fans reagieren lautstark. Einige buhen. Andere zollen dem Champion widerwillig Respekt. Doch unabhängig von ihrer Meinung über Ethan Page bleibt eine Tatsache unumstritten:
Seit Monaten gehört der Westcoast Championship ihm.
Mexiko.
Japan.
Italien.
Nun Deutschland.
Wieder einmal steht ein Herausforderer bereit. Wieder einmal ist Ethan Page überzeugt, dass sich das Ergebnis nicht ändern wird.
Der Champion lehnt sich entspannt in seiner Ringecke zurück und richtet den Blick zur Entrance Stage.
Die Arena verdunkelt sich leicht.
Keine Pyrotechnik. Keine Explosionen. Keine spektakulären Spezialeffekte. Stattdessen erklingen tiefe orchestrale Klänge, vermischt mit modernen elektronischen Elementen. Die Musik wirkt kontrolliert, präzise und beinahe kalkuliert. Auf dem Titantron erscheinen keine Highlights, keine Statistiken und keine großen Versprechungen. Lediglich drei Buchstaben dominieren den Bildschirm.
R.C.F.
![[Bild: Screenshot-2026-05-07-001227.png]](https://i.ibb.co/Mxz5rhXG/Screenshot-2026-05-07-001227.png)
Unter gemischten Reaktionen der Zuschauer betritt Robin Christopher Fohrwerk die Stage. Perfekt sitzender Anzug, gerader Blick, ruhiger Schritt. Während viele Wrestler versuchen, die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich zu ziehen, wirkt Fohrwerk wie jemand, der davon ausgeht, sie ohnehin zu besitzen. In der Mitte der Bühne bleibt er stehen und lässt den Blick durch die ausverkaufte Arena schweifen. Berlin antwortet mit einer Mischung aus Neugier, Applaus und vereinzelten Buhrufen. Die vergangenen Wochen haben dafür gesorgt, dass die Fans inzwischen eine Meinung zu ihm entwickelt haben.
Langsam verstummt die Musik. Fohrwerk hebt das Mikrofon.
R.C.F.:
"Guten Abend, Berlin."
Die Reaktionen werden etwas lauter. Fohrwerk wartet geduldig, bis sie wieder abebben.
R.C.F.:
"In der vergangenen Woche wurde viel darüber diskutiert, wer Ethan Page heute Abend herausfordern darf. Einige hielten die Entscheidung für mutig. Andere für fragwürdig. Und wieder andere waren der Meinung, ein lokales Talent hätte eine solche Gelegenheit überhaupt nicht verdient. Interessanterweise stammen solche Urteile meistens von Menschen, die ihre Meinung bereits gebildet haben, bevor sie sämtliche Informationen kennen."
Ein leichtes Schmunzeln huscht über sein Gesicht, ehe er einige Schritte über die Bühne geht.
R.C.F.:
"Ich habe zahlreiche Athleten beobachtet. Zahlreiche Namen geprüft. Manche verfügten über Erfahrung. Manche über Talent. Manche über das richtige Timing. Am Ende blieb jedoch eine Entscheidung übrig, hinter der ich bereit bin zu stehen. Denn heute Abend geht es nicht darum, ob diese Entscheidung populär war. Heute Abend geht es darum, ob sie richtig war."
Die Zuschauer reagieren hörbar. Einige beginnen bereits zu ahnen, worauf das Ganze hinausläuft.
R.C.F.:
"Und genau deshalb freue ich mich, ausgerechnet hier in Deutschland den Mann präsentieren zu dürfen, dessen Entwicklung ich seit Monaten aufmerksam verfolgt habe. Einen Athleten, der diese Gelegenheit nicht geschenkt bekommen hat. Einen Athleten, der sie sich verdient hat. HEUTE wird Ethan Page seinem Herausforderer gegenüberstehen. Und ich bin überzeugt, dass viele Menschen schon sehr bald verstehen werden, weshalb die Wahl auf genau diesen Mann gefallen ist."
Fohrwerk senkt das Mikrofon und richtet den Blick zur Stage hinter sich.
R.C.F.:
"Berlin..."
Ein kurzes Schmunzeln erscheint auf seinen Lippen.
R.C.F.:
"Lernen Sie ihn kennen."
Kaum setzt die Musik ein, verändert sich die Stimmung in der Arena schlagartig. Aus vereinzelten Rufen wird innerhalb weniger Sekunden lautstarker Jubel. Immer mehr Zuschauer erheben sich von ihren Sitzen, während die ersten "AHURA!"-Chants durch die Halle hallen. Noch bevor überhaupt jemand die Bühne betreten hat, wird deutlich, dass die Fans genau wissen, wer gleich erscheinen wird.
Dann tritt AHURA durch den Vorhang.
Sofort schwillt die Lautstärke noch einmal an. Selbstbewusst und fokussiert bleibt er für einen Moment auf der Bühne stehen und blickt hinaus in die ausverkaufte Arena. Die Reaktion erinnert weniger an einen unbekannten Herausforderer und deutlich mehr an die Begrüßung eines Local Heroes. Auch wenn Ahura aus Frankfurt stammt, kennen viele Zuschauer in Berlin seinen Namen seit Jahren. Sie haben seine Entwicklung auf Deutschlands Independent-Bühnen verfolgt, seine Matches gesehen und seinen Aufstieg miterlebt. Für sie steht dort kein zufällig ausgewähltes Talent. Für sie steht einer der ihren.
Matthew Rehwoldt: "And his opponent...making his way to the ring...from Frankfurt am Main, Germany...he is 'Der König der Catcher'....AHUUUUUURAAAA!"
![[Bild: Screenshot-2026-06-14-194332.png]](https://i.ibb.co/7t99854P/Screenshot-2026-06-14-194332.png)
Die Kameras fangen jubelnde Fans ein, Schilder werden in die Höhe gestreckt und immer wieder hallt sein Name durch die Arena. Ahura genießt den Moment, ohne sich darin zu verlieren. Sein Blick bleibt auf den Ring gerichtet. Dort wartet Ethan Page. Dort wartet die größte Chance seiner bisherigen Karriere.
Neben ihm beobachtet Fohrwerk die Reaktionen aufmerksam. Zum ersten Mal an diesem Abend scheint er wirklich zufrieden zu sein. Nicht wegen der Lautstärke. Nicht wegen der Aufmerksamkeit. Sondern weil die Resonanz der Zuschauer bestätigt, was er selbst längst erkannt zu haben glaubt.
Für einen Moment stehen beide Männer nebeneinander auf der Stage. Der Mann, der die Gelegenheit geschaffen hat. Und der Mann, der sie nun nutzen soll.
Dann setzt Ahura sich in Bewegung. Mit jedem Schritt Richtung Ring werden die Reaktionen lauter. Fohrwerk folgt einige Schritte hinter ihm und überlässt seinem Schützling bewusst die Bühne. Heute Abend steht nicht seine Präsentation im Mittelpunkt. Heute Abend geht es darum, dass Ahura die Chance erhält, sich auf der größten Bühne seiner Karriere zu beweisen.
![[Bild: Screenshot-2026-06-14-194420.png]](https://i.ibb.co/LzNDzzYm/Screenshot-2026-06-14-194420.png)
Und während beide Männer ihren Weg zum Ring antreten, wird eines immer deutlicher:
Für Ethan Page mag dies lediglich die nächste Titelverteidigung sein.
Für Ahura könnte es der Abend sein, an dem sich seine Karriere für immer verändert.
Warnung! Spoiler!
Wenn die Schatten sich verschieben
Der Raum war klein, fensterlos und erdrückend. Es roch nach altem Beton, kaltem Schweiß und verbrauchter Luft. Die einzige Lichtquelle war eine nackte Glühbirne, die an einem rostigen Kabel von der Decke hing und ein schwaches, kränkliches Gelb in die Dunkelheit warf. Sie summte unheilvoll, als würde sie jeden Moment erlöschen. Dieses Summen wurde nur von einem langgezogenem Ausatmen unterbrochen. Unmittelbar, bevor jemand erneut tief Luft holte und seine Stimme erhob. Auch ohne direkt zu sehen, war der Klang unverkennbar, Seth Rollins.
SETH ROLLINS: “Ihr habt Dinge von mir gesehen, die ich normalerweise nicht tun würde. Schlimme Dinge. Hässliche Dinge. Und das schlimme daran… ich hatte es sogar angekündigt. Ich habe an dem Grab meines Schwiegervaters nach der Absolution gefragt. Damit ich davon los gesprochen werde, was ich erst noch tun würde. In Wahrheit war es nur ein verzweifelter Schrei nach Hilfe, nach einem Rat, weil ich mit meinem Latein am Ende war. Doch innerlich wollte ich gar nichts hören, von niemandem. Ich wollte den Schmerz, diese intrinsische Wut, die sich in mir aufgebaut hat. Und es fühlte sich kraftvoll an… nahezu befreiend. Was folgte war eine Schneise der Verwüstung ohne Sinn und Verstand. Ich rannte in meine Gegner und zerstörte sie. Gentleman Jervis, Zack Gibson.
Doch eigentlich rannte ich nur davon, um dem zu entkommen, was Dijak mir in Tokyo eingepflanzt hat. Diese eine Szene, immer und immer wieder. Diesen einen Schritt, den ich zu spät kam, um ihr zu helfen. Diesen einen Moment… in dem er mich ansah, wartete… Sie wehrte sich nach Leibeskräfte, ohne den Hauch einer Chance zu haben in seiner Pranke. Eh, dieser Chokeslam aus der Hölle folgte und zu meiner persönlichen Hölle wurde. Es zog langsam ein, wie ein dunkler Nebel. Ein kurzes, nächtliches Aufschrecken, ein kurzer Albtraum. Bis es letztlich in jeder ruhigen Minute mich heimsuchte. Sie konnte neben mir stehen und beteuern, dass alles wunderbar sei. Sobald ich die Augen schloss, kamen die Bilder wieder… immer wieder, immer schmerzlicher.”
Es war eine schmerzlich, ehrliche Szene als Seth am Grab von Becky’s Vater um Absolution bat. Bereits damals hätte man erahnen können, was folgen sollte. Aber wer hätte da gedacht, dass er zu dem im Stande war? Er bekämpfte seinen Schmerz mit Zerstörung und folgte dem Ruf in die Dunkelheit.
SETH ROLLINS: “Ich dachte, ich müsste wie sie werden, um sie zerstören zu können. Damit meine Gräueltaten diese verheerenden Bilder ersetzen. Aber stattdessen zerstörte ich alles um mich herum. Ich habe alles vergiftet und beinahe… um Haaresbreite auch sie verloren. Mit den physischen Schmerzen, die ich zunächst willkommen hieß, damit sie meine Gedanken zum schweigen bringen, fingen an mich zu zermürben. Und mit ihnen… kamen die Stimmen. Eine dunkle Stimme, eine verdammt klare Stimme die jeden Gedanken lenkte und diese Bilder erst recht zu einer Hölle werden ließ. Ich habe Dinge gesehen… die ich nicht einmal in Worte fassen kann. Ich weiß, dass sie nicht wahr sind, dies alles hat sich nur in meinem Kopf abgespielt. Aber wenn du es in diesem Moment siehst… es lässt dich an allem zweifeln. Und damit… hatten sie ihr Ziel erreicht. Sie wollen keine Matches gewinnen, keine Titel erringen. Dies ist nur ein Nebenprodukt ihrer Zerstörung… denn das eigentlich ist nur dieses Chaos. Sie wollten uns brechen. Und in einer gewissen Weise, haben sie es geschafft. Ich… ich habe nahezu den Verstand verloren. Getrieben von blindem Hass. Ohne jeglichen Ansatz überhaupt noch rational entscheiden zu können. So war es auch in unserem Tag Team Match. Es war dieses Gefühl, einschreiten zu müssen. Es sollte nicht wie in Tokyo enden… ich musste was tun und so kam es zu dem, wie es gekommen ist.”
Die ruhige Art, wie Seth sprach, verleiten seinen Worten eine unbehagliche Schwere. Seine gedämpfte Stimme in diesem dunklen Raum wirkte zunehmend erdrückend. Zwischen den Zeilen biss er sich angespannt auf die Zähne. Jeder Satz war wohl überlegt. Und zum ersten Mal hob er den Kopf so weit in das schwache Licht, dass man die Wunden der Vorwoche noch sehen konnte. Ein dunkel verkrusteter Cut quer über die Nase, mit einem tief violetten Hämatom, was sich zu seinem Jochbein ausdehnte. Ein stechender Blick in seinen braunen Augen, eh ein paar Strähnen ihm übers Gesicht fielen.
SETH ROLLINS: “Ich wollte zerstören, was uns Leid zugefügt hat. Getrieben von blinder Wut und diesen Stimmen in meinem kranken Kopf. Wie ein Besessener bin ich auf Dijak gerannt, der nur darauf gewartet hat, dass ich genau dies tun würde. Aber ich habe es erkannt, wenn auch spät. Ob zu spät, das müssen jetzt andere entscheiden. Waren es die zahlreichen Big Boots von diesem Monster oder doch eine schallende Ohrfeige, die mir auf der Seele brannte? Diese Dunkelheit… sie war kein Schutz. Sie war eine Falle. Ich habe gedacht, sie würde mich stärker machen. Stattdessen hat sie mich fast alles gekostet. Meinen Stolz. Meine Würde. Und beinahe die einzige Person, die mir je wirklich etwas bedeutet hat.”
Für einen kurzen Moment verstummte seine Stimme. Seth senkte langsam den Blick und ließ das Geschehene Revue passieren. Auch eine Art der Selbstreflektion muss gelernt sein, spätestens wenn die Auswirkungen über einen hereinbrechen. Was ließ ihn letztlich wieder hoffen? Diese schallende Ohrfeige von Becky? Ihre Trennung? Oder doch die Einsicht, mit jedem neuen Anlauf voller Hass und Wut gegen eine unverrückbare Wand zu rennen? So ganz konnte Seth es immer noch nicht benennen, aber musste er das jetzt noch?
SETH ROLLINS: “Ich habe angefangen, mich selbst zu hassen. Jeden Morgen im Spiegel sah ich einen Feigling. Einen Mann, der seine Frau nicht beschützen konnte. Und statt mich dem zu stellen, habe ich die Dunkelheit willkommen geheißen. Ich dachte, wenn ich selbst zum Monster werde, dann kann mich nichts mehr verletzen. Dann kann ich sie alle zerstören. Aber stattdessen habe ich alles vergiftet. Ich habe Becky weggestoßen. Ich habe sie angeschrien. Ich habe sie im Stich gelassen, als sie mich am meisten brauchte. Ich habe die einzige Person verletzt, die mir je bedingungslos zur Seite gestanden hat… und das Schlimmste ist: Ich wusste genau, was ich tat. Und ich konnte trotzdem nicht aufhören.”
Der letzte Satz verkommt zu einem leisen Zischen, voller Selbsthass und Reue. Seine Stimme vibrierte vor Zorn auf das, was er angerichtet hat, wozu er sich hat verleiten lassen.
SETH ROLLINS: “Ich habe beinahe alles verloren. Meinen Stolz. Meine Würde. Meine Familie. Und die Frau, die ich mehr liebe als mein eigenes Leben. Ich war kurz davor, sie für immer zu verlieren… und ein Teil von mir dachte sogar, dass sie ohne mich besser dran wäre. Aber ich bin es leid. Ich bin es leid, in dieser Dunkelheit zu ertrinken. Ich bin es leid, der Mann zu sein, der alles zerstört, was er liebt. Ich will nicht mehr der sein, der Becky wehtut. Ich will nicht mehr der sein, der seiner Tochter nicht mehr in die Augen schauen kann.”
Ein Geständnis, das Seth sichtlich weh tat. Zu erkennen und realisieren, was er alles zerstörte, war nahezu offensichtlich. Aber zu gestehen, dass er seiner kleinen Tochter nicht mehr in die Augen sehen konnte, ließen ihn auch hier wieder brechen. Er senkte sein Haupt, die Haare fielen vor sein Gesicht. Er haderte mit sich selbst, benötigte einen Moment, eh er wieder gestärkt aufsah. Die Miene ist nun hart, nahezu versteinert. Doch Seth schwieg.
Es kehrte eine bedrohliche Stille ein. Die einzelne Glühbirne über ihm summte leise, als würde sie jeden Moment durchbrennen. Dann, in der spärlichen, gelblichen Beleuchtung, erschienen zwei sanfte Hände aus dem Schatten hinter ihm. Langsam und liebevoll legten sie sich auf seine verkrampften, zitternden Schultern. Seine erkennbar schnelle Atmung verringerte sich schlagartig. Der tiefe Schatten ließ nur vermuten, dass diese beruhigenden Hände zu Becky gehörten, bis Seth es bestätigte.
SETH ROLLINS: “Das Spiel ist nicht beendet, wenn der König fällt!”
Eine eigenwillige Art der Schach-Metapher, aber auch nicht weniger wirkungsvoll. Becky blieb hinter ihm stehen. Ihre Hände ruhten weiterhin fest, aber liebevoll auf seinen Schultern. Sie spürte, wie seine Muskeln unter ihren Fingern zitterten. Ein Mischung aus Erschöpfung, Wut und Erleichterung. Sie beugte sich leicht vor, bis ihre Stirn sanft seinen Hinterkopf berührte. Ihre Stimme war leise, nur ein Flüstern für ihn bestimmt, voller unterdrückter Emotionen.
BECKY LYNCH: „Du bist kein gefallener König, Seth. Du bist ein verdammter Idiot, der sich selbst in den Abgrund gestürzt hat… und mich fast mitgerissen hat.“
Sie drückte ihre Hände etwas fester zusammen, als wollte sie ihn gleichzeitig halten und wachrütteln. Dann trat Becky einen Schritt nach vorn in das spärliche, gelbliche Licht. Ihre Züge waren gezeichnet von den Strapazen der letzten Wochen, doch die anfängliche Erschöpfung in ihren Augen war verflogen. Was dort glühte, war eine unerbittliche, fast beängstigende Kälte. Sie richtete ihren Blick direkt in die Kamera. Ihre Stimme war anfangs leise und rau, schwoll dann aber mit jeder Sekunde zu einer furchteinflößenden Intensität an.
BECKY LYNCH: „Der König steht nicht alleine. Nicht in dieser Hölle. Und erst recht nicht, wenn die Geier bereits über uns kreisen. Du hast gedacht, wir wären leichte Beute, nicht wahr?“
Sie nahm die Hände von Seth’ Schultern, trat ganz an seine Seite und starrte mit einem stechenden, fiebrigen Blick nach vorn, als stünde die amtierende Titelträgerin direkt vor ihr im Raum. Ihr Kiefer mahlte.
BECKY LYNCH: „Skye Blue… du Ausgeburt von einer opportunistischen Schlange! Du denkst, du hast mich genau da, wo du mich haben willst. Du hast gesehen, wie mein Fundament bröckelt. Du hast zugesehen, wie der Mann, der immer mein Fels war, in der Dunkelheit ertrinkt und anstatt wegzusehen, hast du dir feige die Hände gerieben! Du dachtest, das wäre deine Chance, mich endgültig zu brechen.
Du hast den Preis für ein Match um deinen kostbaren SHINE-Titel so pervers hoch angesetzt, wie es nur geht. Du wolltest nicht mein Blut, du wolltest nicht meinen Schweiß… du wolltest meine verdammte Seele! Du wolltest das Letzte, was mir in diesem verdammten Chaos überhaupt noch geblieben ist. Und weißt du was? Ich habe eingewilligt. Ich habe diesem verfluchten Pakt mit dem Teufel zugestimmt. Ich habe für meine Seele unterschrieben, weil ich wusste, dass ich dir dafür im Ring das Genick brechen darf!“
Sie ballte die Fäuste so fest, dass ihre Knöchel weiß anliefen. Ihre Stimme nahm eine gefährliche, bebende Schärfe an, die fast die Wände des kleinen Raums erzittern ließ.
BECKY LYNCH: „Glaubst du wirklich, deine kleinen Psychospielchen jagen mir Angst ein? Ja, ich lag nachts wach. Ja, ich habe diesen eisigen Wind gespürt und diesen gähnenden Abgrund, der darauf wartet, mich ganz zu verschlingen, wenn ich versage. Es hat mich von innen aufgefressen, Skye! Es hat mich schweißgebadet aufschrecken lassen, mit dem Geschmack von Blut und Asche im Mund. Du hast dich an meiner Verzweiflung ergötzt. Du hast dich mächtig gefühlt, während du auf eine am Boden liegende Becky Lynch herabgesehen hast.
Aber du hast einen monumentalen, einen fatalen Fehler gemacht: Du hast vergessen, mit wem verdammt noch mal du dich anlegst! Eine in die Enge getriebene Becky Lynch ist keine leichte Beute. Eine Becky Lynch, die nichts mehr zu verlieren hat, ist ein verdammt Todesurteil!“
Ein kaltes, freudloses und absolut bedrohliches Lächeln stahl sich auf ihre Lippen. Sie trat noch ein Stück näher an die Linse, sodass das kränkliche Licht der Glühbirne die harten Schatten in ihrem Gesicht betonte.
BECKY LYNCH: „Ich habe meine Seele verpfändet, ja – aber ich habe sie nicht aufgegeben! Ich werde sie verteidigen mit jedem letzten Tropfen Blut, mit jedem Knochen in meinem Körper, und wenn ich dir dafür das Fleisch von den Rippen reißen muss! Du wirst diese Seele nicht bekommen, Skye. Niemals!
Denn das psychologische Gift, mit dem du uns isolieren wolltest? Es hat seine Wirkung verloren. Schau uns an! Der Mann an meiner Seite ist wieder da. Der Nebel ist weg. Und was jetzt bleibt, ist nichts als purer, ungefilterter Hass auf das, was du uns angetan hast. Wenn ich für diesen Titel durch das Feuer gehen muss, dann brenne ich diesmal nicht allein. Wir holen uns zurück, was uns gehört. Und wenn ich mit dir fertig bin, Skye, wird von deinem kostbaren, feigen Imperium nichts mehr übrig sein. Wir werden dein gesamtes, verdammtes Königreich eigenhändig niederbrennen! Lauf, solange du noch kannst!“
Ihre Worte peitschten durch den Raum, voller Aggression und unbändiger Energie. Als ihre Stimme verklingt und sie schwer atmend die Kamera fixiert, erhebt sich Seth hinter ihr, wie ein gigantischer, dunkler Schatten, bereit, die Welt für sie brennen zu sehen.
MATCH 4
c2c EASTCOAST CHAMPIONSHIP
MIXED TAG TEAM LILLY IN A SHARK CAGE MATCH
Danhausen © & AJ Lee vs. Jon Moxley & Alexa Bliss
![[Bild: 3.gif]](https://i.postimg.cc/KjCz8xCG/3.gif)
Writer: Maxi
Mit dem folgendem Video kündigt sich auch gleich ein Superstar an, welcher nicht unberechenbarerer sein kann. Die Fans verhalten sich durchaus positiv und fangen auch stellenweise an zu jubeln. Die Kamera schwenkt durch die Arena, denn jeder weiß, das MOX nicht den üblichen Weg zum Ring wählen würde. Schließlich erkennt die Kamera den Superstar, wie er seinen Weg durch die Fanreihen bahnt und dabei die Stufen mit schnellen Schritten hinter sich bringt.
![[Bild: moxent1.png]](https://i.ibb.co/MvygJwV/moxent1.png)
Matthew Rehwoldt: "The following Countest is an Mixed Tag Team Match with Lilly in a Shark Cage and the additional Clause that the Eastcoast Championship may also change as a result of Disqualification or Count-Out... Introducing first... from Cincinnati, Ohio... weighing in at 225 pounds.. JONNNNNNN MOXLEYYYYYYYYY!!"
Mit einigen Fans klatscht er dann auch ab und kommt langsam aber sicher an die Absperrung an, welche er locker überspringt und noch einmal um den Ring marschiert, ehe er sich in diesen hineinrollt. Eine der Ringecken wird bestiegen und kurz werden die Fans noch einmal angeheizt.
![[Bild: moxent2.png]](https://i.ibb.co/ynWFB4KJ/moxent2.png)
Nun konzentriert er sich aber auf seinen Gegner, welcher noch unwissend ist, was hier auf ihn zukommen könnte.
Die Arena ist in gedämpftes Licht getaucht. Ein leises Raunen geht durch die Menge während die Kameras über tausende Fans schwenken. Plötzlich wird die Halle komplett dunkel. Ein kurzes unheimliches Kinderlachen hallt durch die Lautsprecher. Dann ertönt die Entrance-Song "The Fury".
Auf der riesigen LED-Stage flackern Bilder wie aus einer alten Spieluhr verzerrte Animationen dunkle Farben über den Bildschirm. Ein Spotlight erscheint am oberen Ende der Rampe. Langsam tritt Alexa Bliss aus dem Schatten. Sie bleibt für einen Moment stehen. Ihr Blick ist ruhig fast leer während sie in die Menge schaut. Ein leichtes geheimnisvolles Lächeln erscheint auf ihrem Gesicht. Ihr charakteristisches Outfit glitzert im Licht der Arena, während das Publikum laut reagiert einige jubeln, andere buhen. Die Kamera zoomt näher... Alexa hebt langsam ihre Arme leicht zur Seite, als würde sie die Energie der Halle aufsaugen.
![[Bild: hq720.jpg]](https://i.ibb.co/h1y3Xg09/hq720.jpg)
Dann senkt sie den Kopf kurz nach unten. Als sie ihn wieder hebt wirkt ihr Blick plötzlich viel intensiver beinahe unheimlich. Das Licht der Stage wechselt zu einem dunklen Rot und Violett. Mit langsamen, selbstbewussten Schritten beginnt Alexa die Rampe hinunterzugehen. Jeder Schritt ist ruhig und kontrolliert, als würde sie genau wissen, dass alle Augen auf sie gerichtet sind. Fans strecken ihre Hände über die Barrikaden und manche rufen ihren Namen. Alexa ignoriert alles um sich herum etwa auf halber Strecke bleibt sie stehen. Sie dreht leicht den Kopf zur Seite und schaut in die Kamera. Ein kurzes schelmisches Grinsen huscht über ihr Gesicht. Dann geht sie weiter Richtung Ring... Am Ring angekommen bleibt sie vor der Treppe stehen. Sie schaut kurz nach oben zu den Ringseilen, als würde sie das Schlachtfeld mustern.
![[Bild: l-intro-1748661163.jpg]](https://i.ibb.co/LXFP84wm/l-intro-1748661163.jpg)
Matthew Rehwoldt: "And his Tag Team Partner... from Columbus, Ohio... Alexa Bliiiss"
Dann steigt sie langsam die Stufen hinauf und betritt den Apron. Alexa dreht sich zur Crowd. Die Kamera zeigt eine Nahaufnahme ihres Gesichts, während sie tief durchatmet. Dann greift sie das obere Seil, zieht sich elegant durch die Seile in den Ring und bewegt sich zur Mitte. Alexa stellt sich mitten in den Ring legt eine Hand auf ihre Hüfte und hebt die andere leicht an, während sie langsam eine Drehung macht und die gesamte Arena betrachtet. Ein letztes selbstsicheres Lächeln bevor die Musik verstummt. Alexa Bliss lehnt sich leicht in die Ringecke, bereit für das Match während die Fans weiter laut reagieren.
Und damit ertönt eine Musik, die beängstigend wirkt. Die Lichter der Halle werden abgedunkelt und auf der Stage erscheinen die Black Widows AJ Lee und ihr Schützling... oder heute eher ihr Tag Team Partner, The Bizzare One Danhausen! Und dieser Entrance alleine schon ist so bizarr, dass die Fans nicht verstehen können, was sie hier erwartet. Eine Musik, die ein dunkles Dark Gimmick andeutet, ein Superstar, der als lustiges Comedy Gimmick durchgeht und seine Partnerin, die ein verrücktes Heel Gimmick hat. Eine Mischung, die es so noch nie zuvor im Wrestling gegeben hat und die auch wohl kaum jemand hier versteht. Deshalb ist die Halle auch still, wie als wäre die Show schon vorüber. Doch nicht aus Respekt vor Danhausen, sondern viel mehr weil sie keine Ahnung haben. Sollen die Fans jetzt yubeln oder sollen sie buhn? Sollen sie erfreut sein, den lustigen Danhausen hier zu sehen, der sich als absoluter Publikumsliebling herausstellt oder sollen sie sich unwohl fühlen, weil jemand wie AJ Lee heraus gekommen ist, die keinerlei Freude von den Fans erhält. Oder sollen sie Angst haben oder aufgeregt sein, weil die Musik so düster wirkt? Was ist hier die Situation?
Matthew Rehwoldt: "And theyr Opponents... From Someplace faaar awaaay... Claiming to be 6Feet 7Inches Tall and weighing over 300 Pounds... the Sexy Spider AJ Lee and DAAAAANHAAAUUUSEEEEEEEEN"
Mit ausgebreiteten Armen, die in der einen Hand ein Glaß voll dutzende Zähne und in der anderen Hand einen riesigen Nagel halten, präsentiert sich Danhausen auf der Stage und beginnt seine Schritte in Richtung Ring.
Und direkt an seiner Seite hoppelt, wie Matthew bereits angekündigt hat, seine bezaubernde und süße AJ Lee. Doch weis jeder hier in der Halle, dass dieser Schein sehr stark täuscht. Denn auch wenn hier AJ Lee aussieht, wie das süße kleine Mädchen und Danhausen wirkt, wie der finstere Lord der Unterwelt, den man nicht über den Weg laufen möchte, weis jeder Zuschauer der C2C, dass es genau anders herum ist. AJ Lees Herz ist so dreckig, wie der Schmelz auf den Zähnen in Danhausens Glaß, während er selbst der mit Abstand größte Publikumsliebling des hiesigen Rosters ist. Doch ob sich dieser Liebling heute Abend auch im Ring beweisen kann, werden wir noch sehen.
![[Bild: aj-lee-wwe.gif]](https://media.tenor.com/b_Zkzf7A-eUAAAAC/aj-lee-wwe.gif)
Während AJ einen der Worker dazu auffordert, Danhausens Umhang zu nehmen, weil sie so etwas garantiert niemals selbst machen würde, besteigen die beiden anschließend den Ring. In der Mitte posiert Danhausen noch für die Billionen Fanhausens dort draußen, die jeden Tag zu ihm aufsehen und ihn lieben wie Omas Mandarinenkuchen, während AJ Lee ihm noch einige Taktiken und Tipps ins Ohr zu spricht, worauf er in diesem Match aufpassen muss. Dann erlischt so langsam die Musik und die Beleuchtung wird wieder etwas heller!
Alle 4 Superstars scheinen mehr oder weniger bereits zu sein. Jon Moxley, die personifizierte Zerstörungswut, der den Kiefer mahlt und wie ein hungriger Wolf auf und ab schreitet. Seine Augen sind auf nichts anderes als das Gold um Danhausens Hüften gerichtet. Neben ihm steht Alexa Bliss, die ein diabolisches, fast hypnotisches Lächeln auf den Lippen trägt und immer wieder einen Blick nach oben zu ihrer im Käfig thronenden Puppe wirft. Auf der Gegenseite bietet sich ein völlig konträres Bild: Danhausen klammert sich regelrecht an das Ringseil, seine Knie schlottern spürbar unter seinem bunten Gewand, und sein geschminktes Gesicht ist starr nach oben gerichtet. Er starrt Lilly an, als blicke er dem leibhaftigen Teufel ins Gesicht. Seine Paranoia ist fast körperlich greifbar, ein Zittern durchläuft seinen gesamten Körper. AJ Lee hingegen, die personifizierte Fokussierung, packt ihren Tag-Team-Partner unsanft an den Schultern, schüttelt ihn energisch durch und schlägt ihm mit der flachen Hand auf die Brust, um ihn in die Realität zurückzuholen. Moxley fordert den Start und drängt Alexa mit einer kurzen, herrischen Geste zurück. Er will Danhausen. Er will ihn sofort filetieren. AJ Lee erkennt die Gefahr, atmet tief durch und signalisiert Danhausen, dass er im Ring bleiben muss, während sie widerwillig hinter die Seile tritt. Danhausen schluckt schwer, dreht sich langsam um und weicht sofort zwei Schritte zurück, als er in Moxleys eiskalte, mörderische Augen blickt. Und nachdem die Stars sich entschieden haben, wer dieses Match beginnt, können die Glocken auch sofort läuten.
Warnung! Spoiler!
![[Bild: 5.jpg]](https://i.ibb.co/676cT38J/5.jpg)
AMONG MADMAN!
???:„Ich habe mich mal selbst hereingelassen, wenn das in Ordnung ist!“
Diesen Satz bekommen wir zu hören, als die Kamera in einen Bereich schaltet, der normalerweise für die Zuschauer verborgen bleibt. Die Tür eines Locker Rooms gerät ins Bild, durch welche gerade der Besitzer eingetreten ist, und wie es das Namensschild an der Tür verrät, ist das die Umkleidekabine von Jon Moxley. Dieser wird heute Abend noch in einem ungewöhnlichen Mixed-Tag-Team-Shark-Cage-Match zusammen mit Alexa Bliss gegen Danhausen und AJ Lee antreten. Vier vollkommen unterschiedliche Persönlichkeiten, die heute Abend gezwungen sein werden, für einige Minuten gemeinsam in den Ring zu steigen und ihre Differenzen auf die einzig übliche Art zu klären. Wahrscheinlich hatte Moxley gehofft, hier vor seinem Match noch einige ruhige Minuten für sich zu haben, doch als die Kamera in den Locker Room hineinschwenkt, kann man erkennen, dass er hier einen überraschenden Gast hat. Auf einer der Bänke sitzt bereits eine Person, die sich entspannt zurückgelehnt und die Beine übereinandergeschlagen hat und mit einem Ausdruck im Gesicht, der irgendwo zwischen Unschuld und absoluter Dreistigkeit liegt, Moxley direkt anstarrt. Die sexy Spider AJ Lee, ihrerseits Managerin und heutige Tag-Team-Partnerin von Danhausen. Die Zuschauer in der Arena reagieren sofort auf das unerwartete Bild mit lautem Aufschrei, denn sicher ist es überraschend, dass sich die ehemalige Women's Championesse bereits vor Moxley Zutritt in dessen Gemach verschafft hat und dort schon seit einiger Zeit auf ihn zu warten scheint. Für einen kurzen Moment herrscht Stille, bis AJ schließlich leicht die Schultern hebt und unschuldig lächelt.
„Keine Sorge. Ich habe nichts angefasst. Nichts kaputt gemacht und auch nichts angezündet. Also deutlich weniger Chaos verursacht, als Dan wahrscheinlich verursacht hätte. Nein, ich wollte nur mit dir reden. Immerhin stehen wir uns heute Abend im Ring gegenüber. Und bevor da draußen irgendjemand versucht, jemand anderem den Kopf abzureißen, dachte ich mir, dass es vielleicht gar keine schlechte Idee wäre, wenn wenigstens die zwei Normalsten der Beteiligten vorher einmal miteinander sprechen. Meinst du nicht auch?"AJ lächelt Moxley mit einem Ausdruck an, der die Aussage von der Normalität schnell fraglich wirken lässt. Diese Augen zusammen mit diesem breiten Grinsen wirken, als würden sie vom Insane Icon Sting stammen, aber nicht von einer normalen jungen Dame, wenngleich diese trotz alledem versucht, absolut professionell zu sein. Sie versucht es wirklich, während sie im Locker Room von Jon Moxley auf der Bank sitzt. Dass man sie nicht unterschätzen sollte, das weiß man, wenn man in die Geschichtsbücher der c2c schaut. Zweimalige Women's Championesse, zweite Women's Championesse überhaupt sie und wahrlich your favourite woman's wrestler's favourite woman's wrestler! AJ Lee lässt sich von absolut niemandem einschüchtern oder herumschubsen, auch nicht von einem Mann wie Jon Moxley. Sie hatte in ihrer Karriere das Undurchstehbare durchgestanden! Verrat, zerstörte Freundschaften, Herzschmerz und blanke Bösartigkeit. Also vieles, was ihre Kolleginnen da draußen im Roster gar nicht erst zu befürchten haben. Wer sich für die Gute hält, ist aber nicht automatisch auch das, und genau mit diesem Gedanken im Hinterkopf fixiert sie Moxley, während sie auf eine Reaktion von ihm wartet.
Man rechnet mit allem, aber nicht unbedingt damit, das man eine fremde Person in seinem eigenen Locker zu Gesicht bekommt, nachdem man diesen selber durch die Tür betreten hatte. Das war dann auch der Grund warum Jon auch plötzlich im Türrahmen stehen blieb, während er AJ Lee in seinem Locker sah. Zugegeben, er hatte diesen nicht abgeschlossen, aber dennoch war es nicht unbedingt ein guter Move von AJ, nur weil die Tür nicht abgeschlossen war, sich einfach hier hinzusetzen und auf Jon zu warten. Jon blickte dann auch etwas genervt zu AJ, während er die Tür hinter sich ins Schloss fallen ließ.
Jon Moxley
"Normal ist immer Ansichtssache, nicht wahr? Aber zumindest gebe ich dir in dem Punkt Recht, das du deutlich normaler bist als Danhausen...und ich kann dir durchaus ansehen, das er selbst dir mit seinem Verhalten zuletzt sehr auf die Nerven geht...und es überrascht mich nicht mal wirklich..."
Kurz blickte sich Jon um, um sicherzugehen, das AJ tatsächlich nichts angefasst hatte. Nicht das Jon über Dinge verfügt, die er hinterher trauern würde, wenn diese rein zufällig kaputt gehen würden, aber selbst ein Jon Moxley würde es nicht mögen, wenn wildfremde Personen seine Sachen anfassen würden. Nach einem kurzen Check wendet er seinen Blick wieder zu AJ.
Jon Moxley
"Ich frage mich aber ehrlicherweise, worüber wir Beide uns noch unterhalten sollten?"
AJ Lee weicht dem durchdringenden Blick von Jon Moxley keine Sekunde lang aus. Ihr Lächeln verliert nichts von seiner verspielten, fast schon beunruhigenden Leichtigkeit, während sie ihren Kopf ein kleines Stück zur Seite neigt, sodass ein paar dunkle Haarsträhnen über ihre Schulter fallen. Sie lässt Moxleys Worte für einen kurzen Moment im Raum stehen, als würde sie die Atmosphäre in der Umkleidekabine genau austarieren, bevor sie sich von der Bank abstößt. Ihre Bewegungen sind fließend, beinahe lautlos, als sie einen Schritt auf ihn zumacht, die Hände lässig hinter dem Rücken verschränkt.
„Worüber wir uns unterhalten sollten? Oh, komm schon, Jon. Wenn du glaubst, dass das heute Abend ein ganz normales Wrestling-Match wird, dann unterschätzt du die Situation gewaltig. Wir müssen uns nicht über Haltegriffe oder Matchstrategien unterhalten. Du denkst vielleicht, dass ich hier drin sitze und mit dir reden will, weil ich Angst vor dir habe. Oder weil ich mir Sorgen um Danhausen mache. Aber die Wahrheit ist: Ich kenne dieses Business. Ich kenne Typen wie dich. Du willst Blut sehen, du willst Schmerz verteilen, und es ist dir völlig egal, wer am Ende auf der Matte liegen bleibt. Aber unterschätz mich nicht, Moxley. Ich habe mich mit Monstern angelegt, als die meisten Frauen in diesem Roster noch davon geträumt haben, überhaupt ein Mikrofon in die Hand zu bekommen."Sie macht eine kurze Pause, und in ihren Augen blitzt für einen winzigen Moment jene unberechenbare Schärfe auf, die sie so gefährlich macht. Das unschuldige Grinsen weicht einer fast schon gruseligen Ernsthaftigkeit, die beweist, dass hinter der Fassade der „Sexy Spider“ eine eiskalte Taktikerin steckt. Sie tritt noch ein Stück näher, ignoriert die spürbare, bedrohliche Aura, die Moxley umgibt, und blickt ihm direkt in die Augen. Ihr Atem geht ruhig, während sie die Stimme senkt, sodass ihre Worte fast wie ein vertrauliches Versprechen klingen.
„Ich habe betrogen, ich wurde betrogen, und ich habe überlebt. Wenn Danhausen da draußen seine Spielchen treibt und Alexa Bliss meint, ihre dumme Puppe jagen zu müssen... dann sind du und ich die Einzigen, die genau wissen, wie man in einem Krieg die Nerven behält. Ich bin heute Abend nicht hier, um um Gnade zu winseln. Ich bin hier, um dir einen guten Rat zu geben: Halt mir Danhausen vom Hals, wenn er anfängt, das Match zu sabotieren, und ich sorge dafür, dass Alexa nicht vergisst, wer ihre eigentliche Gegnerin ist. Lass uns den Fans geben, was sie wollen... puren, unverfälschten Schmerz. Aber lass uns das Ganze wie Profis beenden. Was sagst du, Jon? Können der härteste Hund der c2c und das verrückteste Girl im Ring eine implizite Vereinbarung treffen, oder muss ich heute Abend auch dir beweisen, warum ich die wohl beste und gefährlichste Wrestlerin aller Zeiten bin?"Sie verharrt in ihrer Position, das herausfordernde Grinsen kehrt langsam auf ihre Lippen zurück, während sie Moxley die Initiative überlässt und gespannt darauf wartet, ob der „Death Rider“ auf ihr Angebot eingeht oder die Situation eskalieren lässt.
Jon Moxley
"Du überraschst mich, AJ..."
Kam es zunächst kurz und knapp vom Lunatic, als dieser sich AJs Worte noch einmal kurz im Kopf durchgehen ließ. AJ ließ verlauten, das Sie keine Probleme damit hätte, auch Jon im Ring zu zeigen, das eine zierliche Dame wie Sie durchaus etwas einstecken konnte. Natürlich war Jon nicht darauf aus, aktiv seine Fäuste gegen AJ Lee zu heben. Danhausen war sein Ziel während Alexa sich um Lee kümmern sollte. Doch was, wenn es nicht anderes gehen würde? Was, wenn sich die Wege von Jon und AJ wirklich kreuzten? Denn es gab eine feste Regel, wenn es zu Mixed Tag Matches kam.
Jon Moxley
"Das wir uns in so einer Konstellation befinden, kann man nicht mehr ändern. Ich konzentriere mich auf Danhausen, denn Heute kann er nicht die Flucht ergreifen, ohne das er dabei das Gold verliert. Solange Lilly im Käfig ist, werde ich meine Chance nutzen. Aber sollte es wirklich dazu kommen, das Danny Boy dank Lilly oder Alexa anderweitig zu tun hat...werde ich jede Möglichkeit nutzen, um das Gold wiederzuholen...sollten sich unsere Wege im Ring kreuzen, dann soll es so sein. Wir haben einen Deal..."
AJs Grinsen wird ein klein wenig breiter, als sie die letzten Worte von Moxley hört. Nicht weil sie ihm vollkommen vertraut. Nein, das wäre töricht. Vielmehr deshalb, weil Jon Moxley gerade etwas getan hatte, das nur wenige Menschen schaffen. Er hatte ihr offen gesagt, woran sie bei ihm ist. Keine Spielchen, keine versteckten Drohungen und keine politischen Antworten. Einfach die Wahrheit. Und genau damit konnte AJ umgehen. Für einige Sekunden herrscht eine seltsame Ruhe zwischen den beiden, die fast schon unangenehm wirkt. Denn obwohl sie heute Abend auf entgegengesetzten Seiten stehen werden, wirkt es für einen Moment beinahe so, als hätten zwei Generäle gerade die Bedingungen für einen bevorstehenden Krieg ausgehandelt. AJ verschränkt langsam die Arme vor der Brust und schüttelt leicht mit ihrem Kopf.
„Weißt du, das ist wahrscheinlich die vernünftigste Unterhaltung, die ich seit Monaten mit irgendjemandem in diesem Business geführt habe. Und das ausgerechnet mit dir. Das hätte ich nicht auf meiner Bingo-Karte gehabt."AJ bemerkt, dass Moxley wirklich fast schon besessen ist von dem Gold, und sie sieht darin eine Gefahr. Denn sie wird alles versuchen, das Gold bei ihrem Schützling, ihrem Partner Danhausen, zu lassen. Daher muss sie sich da noch einen passenden Plan für überlegen.
„Mach dir übrigens keine Sorgen wegen Alexa. Nicht in dem Sinne. Ich meine nur ... ich habe absolut nichts gegen Alexa. Wirklich nicht. Sie ist verrückt. Ich bin verrückt. Danhausen ist verrückt. Eigentlich sind wir alle verrückt. Nur auf unterschiedliche Arten. Aber Alexa macht momentan denselben Fehler wie viele andere Leute vor ihr."Bei dieser Aussage hebt AJ jedoch direkt beschwichtigend ihre Hände, um darauf zu achten, dass Moxley nicht gleich auch seine verrückte Art direkt hier zeigt. Doch egal, wie Moxleys Reaktion sein wird, sie wird AJ nicht davon abhalten, weiterzureden. Langsam wandert AJ einige Schritte durch den Locker Room, während ihre Stimme dabei deutlich ruhiger und fast schon nachdenklich wird.
„Sie konzentriert sich auf das Falsche. Sie konzentriert sich auf Lilly. Die Leute glauben immer, Lilly wäre das Problem. Die Gefahr. Der Grund für alles. Aber das ist Unsinn. Puppen treffen keine Entscheidungen."Ein leichtes Grinsen erscheint auf ihren Lippen, während diese Aussage einen Moment zwischen den beiden hängen bleibt und sich AJ langsam gegen die Bank lehnt. Doch als AJ den Namen der Puppe sagt, scheint sofort eine andere Atmosphäre in den Raum zu kommen. AJ blickt kurz auf den Boden und anschließend wieder auf Moxley. Sie verdreht die Augen, bevor sie mit ihrem Finger auf sich selbst zeigt.
„Danhausen glaubt, ein Sieg gegen dich würde Probleme lösen. Alexa glaubt, Lilly würde Probleme lösen. Und ich glaube, dass die meisten Menschen ihre Probleme selbst erschaffen. Du eingeschlossen."Und mit diesen Worten wird der Finger dann schließlich auf Moxley gerichtet. Es war durchaus erstaunlich, das sich Jon als auch AJ hier einigen konnten. Im Grunde ist ja AJ auch nicht das Problem für Jon sondern einzig Danhausen. Das sich AJ nun mehr oder weniger mit eingemischt hatte, war dem Faktor Alexa geschuldet. Diese hatte Jon ihre Hilfe angeboten und da war es nicht überraschend das AJ ebenfalls ihrem Partner zur Seite stand.
Jon Moxley
"Ich bin es gewohnt, meine eigenen Probleme zu schaffen, das ist nichts neues für mich. Was Alexa und die Puppen angeht, glaube ich selber nicht an sowas, aber das weiß Alexa. Natürlich ist es schon creepy, wenn die Puppen ihr Eigenleben entwickeln, wie auch immer diese das machen, aber die Puppen sind mir sowas von egal...obwohl ich schon finde, das die Mox Puppe dem realen Vorbild sehr nahe kommt, das wäre so das einzige was ich positiv hervorheben würde."
Kurz musste Jon schmunzeln als er seine eigene Puppe erwähnt hatte. Doch dieses Schmunzeln ging genau so schnell wie es gekommen war. Denn immerhin vergisst Jon nicht, was Heute auf dem Spiel stand. Sein Blick wandert wieder zu AJ und diese hatte zumindest auch damit Recht, das jeder, der Teil dieses Matches war, in einer gewissen Weise crazy war.
Jon Moxley
"Wenn du mich jetzt aber entschuldigst. Ich muss mich noch auf unser Match vorbereiten. Solltest du Danny Boy nochmal vor dem Match treffen, richte Ihm schöne Grüße von mir aus und das er seine Zeit mit dem Gold noch genießen soll."
AJ hält Moxleys Blick noch für einen letzten, intensiven Moment stand. Als er die Grüße an Danhausen ausrichtet, verschwindet das nachdenkliche Element aus ihren Zügen und macht wieder diesem typischen, unberechenbaren AJ-Lächeln Platz. Sie stößt sich elegant von der Bank ab, streift im Vorbeigehen eine imaginäre Falte aus ihrer Kleidung und steuert gelassen auf die Tür des Locker Rooms zu. An der Klinke hält sie noch einmal inne, dreht sich halb zu ihm um und legt den Kopf schief.
„Ich werde es ihm ausrichten, Jon. Aber mach dir nicht zu viele Hoffnungen, dass er das Gold heute so einfach hergibt. Angst mag ihn lähmen, aber Paranoia macht ihn verdammt kreativ. Wir sehen uns da draußen im Ring."Mit einem kurzen, fast schon freundlichen Nicken verabschiedet sie sich und schlüpft durch die Tür, die anschließend mit einem dumpfen Klicken hinter ihr ins Schloss zurück fällt, und im selben Moment bricht auf den Monitoren im Backstage-Bereich wieder der tosende Lärm der Arena los. Moxley bleibt allein in der plötzlichen Stille seiner Kabine zurück. Das Vorgeplänkel ist vorbei und die Allianzen und Grenzen scheinen abgesteckt zu sein, während die Kamera langsam aus dem Raum herauszommt und das Bild zurück in die Halle schaltet, wo der stählerne Shark Cage bereits bedrohlich über dem Ring in Position gebracht wird.
Berlin is calling! Das Special hat begonnen! Absolution und Damnation fordert seinen Tribut. Die Card zeigt bereits, welche Tribute heute den Ring betreten. Darunter auch Liv Morgen. Für die Blondine steht heute viel auf dem Spiel. Nicht nur, dass sie heute das Duell mit Tiffany Stratton angehen wird. Nein…es geht auch noch um einen Preis, den Women's World Title. Obendrauf, dass Kali heute diese Aufgabe angehen soll. Kein Wunder, dass die Oblivion in zweifacher Hinsicht nervös ist. Ob es heute klappen wird? Sie? Erneut Women's Champion? Ein Vorteil ist sicherlich, dass ihre Gegnerin verletzt war. Vielleicht sogar noch ist. Ganz genau weiß Liv das gar nicht. Das Buff Barbie Doll hat sich nur wenig gezeigt. Sehr ungewöhnlich für die Millionärstochter. Und vor dem Match hofft sie, dass es so bleibt. Eine Konfrontation braucht Morgan sicherlich nicht. Vor allem, da gleich das Gespräch mit Drew ist. Und dieses soll nicht Liv führen, sondern Kali.
In ihrem Lockerroom läuft die Jersey Rose auf und ab. Aufgeregt. Nervös. Sogar etwas verzweifelt. Das Ring Gear hat sie bereits abgezogen und eigentlich bereit für die heutige Aufgabe. Hier wartet sie auf McIntyre. Ihren Freund. Der Mensch, womit sie ihr Leben teilt. Es ist ein Ort der Sicherheit. Wo Kali nicht viel verursachen kann, wenn sie ihr das Kommando übergibt.
Liv Morgan:
Du musst dich noch gedulden!
Sagt sie. Nicht zu sich selbst, sondern zum bösen ich Kali. Sie drängelt natürlich bereits und will ihre Aufgabe übernehmen und wenig Verständnis, dass Liv noch mit Drew sprechen möchte, bevor sich ihre Haare rot färben.
Liv Morgan:
Es wird nicht mehr lange dauern. Und du hältst dich nur an das, was wir besprochen haben. An die Regeln.
Regeln? Morgan kann nicht 100%ig sicher sein, dass sich Kali an Regeln hält. Aber Kali weiß auch, dass sie es zukünftig schwer haben wird, wenn sie es nicht befolgt.
Kali:
Es wird Zeit, Liv! ICH bin dran! Du hast mein Wort!
Eine Antwort, die Liv brauchte und dennoch zweifeln lässt. Doch noch lässt Liv es nicht zu. Erst wenn Drew hier ist. Erst, wenn er es sehen kann. Doch lange geht es nicht mehr gut. Kali zeigt sich stark. Als wenn sie die Ketten zerreißen möchte, womit sie noch zurückgehalten wird. Das kostet die Jerseyanerin eine Menge Kraft. Kraft, die sie eigentlich für das Match braucht.
Liv Morgan:
Gleich! Verdammt!
Für Liv war es Heute definitiv ein wichtiger Abend. Nachdem sie damals erfolglos ihren Koffer gegen Tiffany eingelöst hatte, war es Heute wohl die aller letzte Chance, sich das Gold wieder zu holen. Vielleicht war auch das der Grund, warum Liv sich dazu entschieden hatte, das Feld Kali für Heute zu überlassen. Kali war auch der Grund, warum Tiffany zuletzt verletzt ausgefallen war und Niemand weiß so richtig, ob die Barbie Doll komplett fit sein würde. Kali hatte dort erneut bewiesen, zu was Sie fähig war und genau das war ein Problem, vor allem für Drew, Livs Freund. Der Schotte akzeptierte Livs Wahl, das Sie Kali den Kampf gegen Tiffany bestreiten lassen möchte, begeistert war er davon natürlich nicht, denn die Gefahr, das Kali Liv dauerhaft verdrängt, was da.
Deshalb entschied sich der Hüne dazu, Heute mit Kali zu sprechen, bevor Sie von der Leine gelassen würde. Er wollte Kali verstehen, in einem ruhigen Gespräch. Vielleicht konnte er Kali ja überzeugen, das vielleicht doch Liv das Match bestreitet. Auch, wenn Liv ihm gesagt hatte, das es der beste Weg sei, machte er sich um Sie Sorgen. Während Liv Kali zunächst weiter zurückhält, was Ihr sichtlich Probleme bereitet, hoffte Sie natürlich, das Drew endlich auftaucht. Zum Glück hörte man dann im Hintergrund, wie sich die Tür zu Livs Locker öffnete und diese Sekunden später wieder ins Schloss fällt. Der Blick von Liv geht kurz in diese Richtung und schließlich tritt Drew ins Kamerabild, begleitet von Jubel der deutschen Fans. Er wirkt angespannt, immerhin war dieses Gespräch auch für Ihn wichtig. Er mustert kurz Liv und ihre Gear. Bisher kein Anzeichen für Kali.
Drew McIntyre
„Wie ich sehe, ist Kali noch nicht anwesend, richtig? Glaubst du wirklich es ist die richtige Entscheidung, Kali antreten zu lassen?“
Seine Stimme klang besorgt, seine Hand legt er dabei auf Livs Schulter. Ein Zeichen, was wir schon öfters in den letzten Wochen gesehen hatten. Er schaffte es, Liv dadurch zu beruhigen. Der schottische Krieger blickt Liv tief in die Augen und er konnte erkennen, das Liv etwas auf dem Herzen lag. Die Frage war, ob Kali es zulassen würde, das Liv noch einmal kurz mit Drew sprechen darf, bevor Kali sich Drew gegenüberstellt.
???:
Er hat Recht! Wieso lässt du dich immer an der Nase heranführen? Es wird Zeit sich einzuschalten.
Liv holt auf einmal tief und hörbar Luft und wirft ihre Hand vor den Mund. Jetzt ist wohl alles chaotisch. Ein innerlicher Radau entsteht, als wenn jemand gegen die Innenseite ihres Kopfes Boxen würde. Geschockt schaut die Blondine zum Boden und dann zu Drew. Ihr Ego Circe meldet sich seit längerem mal wieder.
Liv Morgan:
Circe?!?
Stößt sie aus und wirkt nervös. Ihr Gesicht wirkt verängstigt. Nicht wegen Circe. Die Puppenspielerin ist ihr deutlich lieber als Kali. Doch das bedeutet auch, dass in ihrem Inneren Krieg entsteht. Circe gegen Kali. Ein ungünstiger Zeitpunkt dafür.
Liv Morgan:
Drew...wir haben ein Problem...Circe...sie...
Liv bricht ab. Geschockt. Doch dann wird sie ruhig. Stolz schiebt sie die Brust raus. Der Grund ist klar. Die Haarspitzen färben sich langsam Rot. Kali tritt hervor und schaut den Schotten mit einen Grinsen an.
Kali:
Hallo Drew!
Für Liv wird dieser Abend nicht nur sportlich sondern auch gesundheitlich einiges auf dem Spiel haben. Denn der innere Kampf gegen Kali setzte Liv schon immer zu. Wie oft musste Drew miterleben, wenn sie wieder zusammengebrochen war, nur weil Kali mit aller Match wieder Livs Körper übernehmen wollte. Für Heute hatte Liv sich dazu entschieden, das Kali gegen Tiffany kämpfen wird. Nach dem Match würde sich zeigen, ob dies eine gute Idee war oder nicht. Der Schotte sah Liv an, das Sie mit Kali innerlich kämpfte. Doch dann schien überraschend Circe sich nach einer ewigen Zeit der Stille sich wieder zu melden, doch bevor Liv Drew sagen konnte, was Circe gesagt hatte, verfiel Liv wieder in einen Trancezustand. Dies kannte Drew bereits, dennoch war er sichtlich geschockt als Liv plötzlich für einige Augenblicke wieder regungslos vor Ihm stand.
Circe...Mit ihr hatte Drew nur sehr selten Kontakt und kannte Sie nur von Erzählungen von Liv selber. Doch Circe schien zumindest eines mit Drew gemein zu haben: Sie war ebenfalls nicht gut auf Kali zu sprechen und war somit rein theoretisch eine Verbündete für den Schotten. Doch leider schien Circe auch wieder sehr schnell still geworden zu sein. Denn der Hüne sah, wie Sich "Liv" wieder langsam bewegte. Ihr Brustkorb hob sich langsam und fast schon voller Stolz. Ihre Haare färbten sich langsam rot und in diesem Moment geht Drew einen Schritt zurück. Dann war Sie da: Kali. In ihrer vollen Pracht mit ihrem tief dunklen Blick und dem egoistischen Grinsen auf ihren Lippen.
Drew McIntyre
„Kali...ich denke, das Liv dir gesagt hat, das dieses Gespräch unter bestimmten Voraussetzungen stattfindet. Mir ist klar, das Ich für dich ein Fremdkörper bin. Aber bevor wir uns unterhalten möchte ich eines klarstellen...Ich respektiere Livs Entscheidung, das Sie dich später in den Ring schicken wird...Ich bin kein Fan davon, mir ist auch egal, was du mit Tiffy machst...aber ich warne dich, wenn du Liv dadurch schadest...“
Drew stoppt dann mit seiner Aussage und blickt kurz zu Boden. Er weiß wie er diesen Satz fortsetzen könnte, aber er hatte Liv versprochen, das er mit Kali auf einer neutralen Ebene reden würde. Er wollte Kali nicht reizen, immerhin gab es einiges, was Drew nur verstehen konnte, wenn er Kali darauf ansprechen würde. Er schüttelt kurz mit dem Kopf und blickt wieder zu Kali. Auch wenn er weiß, das dennoch Liv vor Ihm stand, hatte Kali eine andere Aura an sich. Diese tief schwarze in ihren Augen, dieser Drang dazu, Chaos zu stiften.
Drew McIntyre
„...Nein, ich habe es Liv versprochen...ich wollte dieses Gespräch und ich werde mich beherrschen...Also, Kali...sag mir, wie sieht dein Plan gegen Tiffany aus...“
Doch Kali grinst. Was hatte sie schon zu befürchten? Wohl nichts, ohne das der Schotte Liv auch bestrafen würde. Überheblich breitet sie die Arme aus, als sei sie unschuldig. Das ist sie nicht. Die Rothaarige hat Tiffany Stratton attackiert und geschwächt. Ihr Plan ist also schon im Gange.
Kali:
Was...dann?
Eine kurze und knappe Antwort reicht zunächst, um ihre Augen böse funkeln zu sehen. Kali schaut zu Drew. Willensstark und Stolz. Sie weiß ganz genau was sie will. Und dabei weiß sie auch, dass McIntyre sie nicht aufhalten wird. Nicht ohne Liv weh zu tun.
Kali:
Haust du mir dann eine in die Fresse, zeitgleiche ja dann Liv auch? Du stehst immer wie ein Baum vor Liv. Du glaubst, du kannst alles regeln. Kämpfen und mit jedem anlegen. Aber das kannst du nicht. Du kämpfst für das, was Liv sagt. Was du glaubst, dass ist richtig. Doch sind Liv ihre Mittel richtig? Wieso beurteilst du das? Ihr habt euch von Tiffany Stratton und Isla Dawn an der Nase herumführen lassen! Ihr habt eurer Freundin Fallon das Herz gebrochen. Ihr seid Lügner. Versteckt euch hinter einer Fassade. Der tolle Drew McIntyre!? Der ja alles so genau weiß!? Woher willst du wissen, was richtig für uns ist? Für Liv. Für Circe. Für mich? Du willst Liv, weil du dich in sie verliebt hast. Aber bist du objektiv? Nein! Du stehst hier, willst mit mir sprechen und drohst mir. Was unterscheidet dein Verhalten von meinem? Will ich nicht das Beste für uns? Ich will Erfolg! Genau wie ihr. Und von Tiffany Stratton habt ihr euch ebenfalls an der Nase herumführen lassen!
Harte Worte aber eigentlich genau das, was sie sagen will. Offen und ehrlich. Und zum Thema Stratton ist sie noch nicht ganz fertig.
Kali:
Meinen Plan habe ich schon begonnen. Die Attacke an Tiffany war berechnet. Weil sie geschwächt ist. Weil sie jetzt Respekt vor mir hat. Und sie hat Angst. Und genau mit dieser Angst werde ich spielen.
Kali spricht hier durchaus gute Punkte an, die gar nicht mal so verkehrt waren. Drew wusste, das es nicht leicht werden würde, ein Gespräch mit Kali zu führen und genau so kommt es in diesem Moment. Kali bleibt bei ihrem Kernstandpunkt. Sie zeigt weiterhin keine Angst oder Respekt vorm Schotten, stattdessen versucht Sie erneut, diesen davon zu überzeugen, das alles, was Drew gemacht hatte, falsch war. Kali hatte jeden Trumpf in ihrer Hand. Natürlich würde er Kali nicht schlagen, denn er wusste, das er gleichzeitig Liv verletzen würde. Aber die direkte Art und Weise, die Kali hier wählte, sorgte dafür, das Drew auf dem falschen Bein erwischt wurde und noch viel schlimmer war, das Kali genau mit diesen Worten noch etwas ganz anderes im Schotten triggern würde. Kali hinterfragt Drews Absichten bei Liv und genau das triggert Drews inneres Ich. Der Hüne hört genau zu und seine Mimik verändert sich dabei immer mehr und mehr. Langsam, aber sichtbar. Er blickt erneut zu Boden und kneift seine Augen dabei zusammen. Nicht jetzt, nicht gegenüber von Kali. Er schafft es, seinen inneren Drang zu unterdrücken.
Drew McIntyre
„Du willst Erfolg? Aber für welchen Preis? Du hast schon so oft gezeigt, das du Liv nur als Hülle nutzt. Liv ist dir doch egal. Ohne Sie würdest du nicht mal existieren! Wer sagt mir denn, das du diesen Erfolg nicht für dich alleine willst? Liv hat genau so einen Anteil an DEINEM Erfolg, das weißt du ganz genau. Du hast damals schon gezeigt, das alles um dich herum egal ist, du gehst über Leichen, um diesen Erfolg zu haben...wenn du wolltest, könntest du Liv für immer aus dem Weg räumen...aber du weißt ganz genau, das du Liv brauchst um zu leben...“
Drews Stimme war alles andere als ruhig. Er wurde innerlich getriggert, aber er schaffte es, sich zurückzuhalten. Dennoch konnte man ihm ansehen und vor allem hören, das es in ihm brodelte. SO war das Gespräch nicht geplant, aber Kali schien weniger Probleme damit zu haben. Trotzdem hatte nun Drew einen wichtigen Punkt. Denn Kali würde nicht existieren, ohne Liv und genau da hatte er mehr als Recht und das konnte Kali nicht mal leugnen. Sicher, Drew hatte sich in Liv verliebt und tat natürlich alles dafür, das er auch eben jene Liv ans einer Seite behalten würde. Ja, man hat Fallon das Herz gebrochen und vielleicht hatte man sich wirklich von Tiffany und Isla an der Nase herumführen lassen. Aber für Drew zählte nur eines und das war Liv.
Drew McIntyre
„Wenn du weißt, was gut für dich oder auch Liv ist...dann sage es mir. Was ist in deinen Augen denn das Beste für Liv? Was kannst du Liv geben, damit Sie glücklich ist? Und vor allem...was ist gut für dich? Du ernährst dich vom Chaos und dem Leid Anderer...“
Sie würde ohne Liv nicht existieren? Vielleicht. Aber das kann man eben auch anders sehen. Irgendwie muss sie ja entstanden worden sein. Warum sollte sie sonst hier sein und die Kontrolle übernehmen können? Deshalb zieht die Rothaarige fragend die Augenbrauen an, kann sich dabei ein Grinsen nicht verkneifen.
Kali:
Ist das so? Und weshalb bin ich dann hier? Weil sich Liv gewünscht hat mal zu sein wie ich es bin! So bin ich geboren! Du tust immer so, als hättest du die Antwort auf alles, dabei fischt du im trüben. Sag mir Drew...woher kommt dein anderes Ich?
Fragend legt Kali ihren Kopf schief, kommt dem Schotten dabei so nahe, dass sie ihm ihren Zeigefinger auf die Brust drücken kann. Ein deutliches Zeichen, dass sie sein anderes Ego meint. Immerhin schlummert in ihm ja auch eine zweite Seele.
Kali:
Liv ist deutlich zu lieb. Sie will selbst handeln. Nicht bevormundet werden. Dein inneres Ich! Das braucht sie! Stell dir vor, was wir erreichen könnten? Isla Dawn hätte Angst vor uns, statt wir vor ihr! Wir würden die Liga aufmischen! Du solltest darüber nachdenken!
Spätestens jetzt sollte klar sein, das dieses Gespräch einen deutlich anderen Weg nahm, als es Drew geplant hatte. Kali wusste ganz genau, wie Sie dem Hünen Parolie bieten konnte. Es war kein Geheimnis, das Sie nichts von Drew hielt. Aber anscheinend sah Kali hier und jetzt die richtige Chance, zu versuchen, dem Schotten die Augen zu öffnen und Sie bohrt immer tiefer in Drews Vergangenheit herum. Drew fühlt sich sichtlich unwohl dabei, wie offensive Kali hier vorging. Sie scheute keine Nähe zum Hünen und während sie mit ihrem Finger immer weiter auf seiner Brust herumtippte, konnte man erkennen, das Drews Stimmung immer weiter kippte.
Drew McIntyre
„Kali...du weißt nicht womit du hier spielst...es hat schon seinen Grund, warum ich es unterdrücke...Er war Schuld das Jemand sein Leben verloren hatte...“
In diesem Moment gingen Drew wieder die Momente durch den Kopf...damals in der Bar, als es zu dieser Schlägerei kam, wo eben jenes anderes Ich im Endeffekt schuld war, das einer von Drews besten Freunden das Leben verlor. Seitdem versucht er sein anderes Ich zu unterdrücken, aber Kali lässt nicht nach. In diesem Moment wünschte Drew sich Liv herbei, die vermutlich schlimmeres verhindern könnte, doch Kali hatte die Kontrolle fest in ihrer Hand. Der Schotte atmet schwer und schiebt Kali dann von sich, nur um sich mit dem Rücken zu dieser zu drehen. Er wollte nicht das Sie ihn weiter im Gesicht lesen konnte. Er schloss seine Augen, denn er merkte, das Kali sein Alter Ego wecken konnte. Dies war verdammt leicht, wenn man die richtigen Knöpfe drückte und genau das tat Kali.
Aber lag sie wirklich so falsch? Man stelle sich einmal vor: Kali und Drews Alter Ego, das genaue Gegenteil von Liv und Drew. Beide verfügten über enorme Kräfte, Kräfte die kaum einer handhaben konnte. Kalis Worte drangen noch immer durch Drews Kopf: "Wir könnten diese Liga aufmischen". Aber genau das war es, was Drew verhindern wollte. Damals gegen Bronson Reed musste Drew sein Alter Ego hervorholen, um Liv aus ihrer Gefangenschaft zu befreien, dort hatte Drew bereits gezeigt, was passieren kann, wenn sein Ego von der Leine gelassen wird. Aber er wollte dieses Leben nicht mehr führen zumal es heißen würde, das nicht Liv an seiner Seite war...oder doch? Er merkte, wie er wirklich nachdenklich wurde. Doch nun wäre es das Beste, alleine zu sein.
Drew McIntyre
„Du gehst jetzt besser...aber denke daran...wenn du später gewinnst, gehört auch Liv ein Teil dieses Sieges...“
Er widmet Kali keinen Blick, während er diese Worte sagt. Je länger Kali nun versuchen würde, Drew zu triggern, umso gefährlicher würde es werden. Daher kamen diese Worte sehr bestimmend vom Hünen. Allerdings würde eine Kali nicht so schnell aufgeben, wenn Sie eine Chance sieht.
Oh doch. Kali weiß genau wovon Drew spricht. Wenn das andere Ego zum Vorschein kommt und sich frei fühlt. Das war ja eben das gefährliche für den Schotten. Genau deshalb tritt sie auch vor, statt zu gehen. Ganz nah, sodass sich ihre Körper fast berühren. Denn Drew wird in Livs Gesicht gucken, trotz den rötlich angehauchten Haaren. Sie grinst gewitzt und blickt in seine Augen.
Kali:
Das ist Vergangenheit. Hast du noch nie einen Fehler gemacht? Come on, Drew. Zeige der Welt wozu du fähig bist! Wir könnten ein gutes Gespann werden! Und niemand würde uns auf der Nase herumtanzen.
Diese Worte beabsichtigt leise gewählt, nähert sie sich auch mit dem Kopf. Nahe an seinen. Sie weiß, dass er ihr nicht widerstehen kann. Und durch die leisen Worte würde sie ihn weiter triggern, da war sie sich sehr sicher.
Kali öffnet leicht den Mund und setzt zum Kuss an. Schwierig, denn der Hüne ist um einiges größer als Kali. Ihr Herz bebt und irgendwie baut sich gerade eine erotische Spannung zwischen beiden auf. Doch kurz bevor sich die Lippen berühren, bricht die Rothaarige ab und tritt zurück.
Kali:
Du weißt wo du mich finden wirst. Als neue Championesse.
Sind die letzten Worte, bevor sie sich umdreht und den locker verlässt. Das Match wartet und zuvor will Kali sich noch das richtige Ring Gear aussuchen. Bevor sie allerdings durch die Türe verschwindet, dreht sie sich nochmals um und zwinkert McIntyre zu.
Drew wusste, warum er Kali dazu bringen wollte, den Locker zu verlassen. Sie schaffte es, Drew unter die Haut zu fahren und es fehlte nicht mehr viel. Aber es war dann nicht überraschend, das Kali der Aufforderung des Schotten nicht direkt nachkam. Stattdessen geht sie um den Schotten herum und stellte sich wieder provozierend vor den Hünen, näher als zuvor. Drew sah Kali dann auch direkt in die Augen. Jedes ihrer Worte hallten in seinem Kopf nach und er hatte deutlich Probleme, die Ruhe zu bewahren. Er wusste, das es noch immer Liv war, die Frau, in die er sich verliebt hatte, aber er spürte auch, das es zwischen seinem Alter Ego und Kali ein wenig knisterte und genau dieses Gefühl war sehr gefährlich. Der Hüne konnte nicht mal darauf antworten.
Als sich Kali dann sogar gefährlich näherte spürte man genau das, was auch damals beim Kuss zwischen Drew und Liv zu spüren war. Sein Blick blieb auf Kalis gerichtet und anstatt Abstand zu nehmen war er fast wie versteinert als hätte Kali den Hünen unter Kontrolle. Sie öffnet ihren Mund, langsam und provozierend und Drew beugte sich dann tatsächlich langsam herunter. Im Gedanken war er bei Liv, aber hier war es Kali und man könnte sagen, das hier nicht Drew sondern tatsächlich sein anderes Ego ganz kurz die Oberhand hatte. Doch zum Kuss kam es nicht. Die rothaarige wich dann grinsend zurück. Der Schotte blickte Kali an, sagte aber kein Wort. Sei schien zufrieden zu sein als sie noch einmal zum Schotten zwinkert und schließlich den Locker verlässt. In dem Moment atmet Drew einmal tief durch, nur um dann einen kräftigen Kopfschmerz zu spüren. Sofort fässt er sich an den Kopf.
Drew McIntyre
„Halt dich zurück...Kali hat Unrecht und das weißt du.....argh....“
Zum ersten Mal erlebt man Drews Kampf mit seinem inneren Ich wieder hautnah und Kali schien durchaus einen Teilerfolg verbucht zu haben. Drew hatte in diesem Moment enorme Kopfschmerzen und er musste mit sich kämpfen, denn man konnte nur erahnen, wen Drew hier meinte, sich zurückzuhalten. Das Problem war, das Kalis Worte sich in Drews Kopf eingebrannt hatten. Bevor wir aber noch mehr von Drews Kampf gegen sich selber sehen, fadet das Bild plötzlich komplett aus.
Pat McAfee: "Ich glaube, das Titelmatch später wird einen großen Einfluss auf die frische Beziehung zwischen Drew und Liv haben. Kali scheint alles zu tun, um das zu erreichen, was Sie will."
Cathy Kelley: "Ich bin jetzt ehrlich ein wenig besorgt. Ich meine, Kali ist ein teil von Liv, aber Liv ist die Person, die Drew liebt. Kali scheint es aber geschafft zu haben, Drew aus dem Konzept zu bringen und genau das macht mir Angst. Drews gefährliches Ich und Kali als Team? Ich ahne schlimmes..."
Wade Barrett: "Tiffany sollte auf der Hut sein. Kali scheint sich sehr sicher zu sein und Drew wird vor der Wahl stehen. Denn ich denke, das Kali im Falle eines Sieges diesen Erfolg nur ungern teilen möchte..."
![[Bild: 8484.jpg]](https://i.ibb.co/YBtQmpkn/8484.jpg)
MATCH 5
SINGLES MATCH
LA Knight vs. Jey Uso
![[Bild: 4.gif]](https://i.postimg.cc/FzwRHNws/4.gif)
Writer: Maxi
L ... A ... Knight
Die Theme von LA Knight wird den Menschen in der Halle mit voller Dröhnung um die Ohren gehauen. Dementsprechend laut jubeln die Fans, als sich Knight in voller Pracht präsentiert. Pants und Boots sitzen eh schon wie angegossen, dazu trägt er noch eine farblich abgestimmte Weste. Der Dunkelhaarige marschiert schnurstracks in Richtung des Ringes. Dabei nimmt er die Reaktionen um sich herum wahr. Knight weiß zu schätzen, dass die Fans hinter ihm stehen, auch wenn man das seiner stoisch-fokussierten Miene nicht unbedingt ansieht.
Matthew Rehwoldt: "The following Countest is getting 4 one Fall" ONE FALL!!! "Introducing first... from Los Angeles, Calofornia... weighing in at 240 pounds... L...A...Knight!"
Fans: YEAH!!!
Am Ring angekommen springt er auf das Apron, rutscht dort ein paar Zentimeter auf dem Knie zurück und steht in einer flüssigen Bewegung wieder auf. So entert der ehemalige Eli Drake den Turnbuckle und setzt sich auf die Polsterung. Die Arme gehen zum Posing in die Höhe, bevor er Dunkelhaarige den Ring betritt. Ohne zu zögern steuert er die gegenüberliegende Ecke an und besteigt auch diese. Jetzt hat er die Zuschauer fest im Blick und auch im Griff. Hier gibt Knight ihnen vor, was sie tun und sagen müssen. Wie ein Dirigent schwingt er seinen Finger...und die Menschen in der Halle reagieren darauf...
LA Knight: WITH EVERBODY SAYIN'...
Fans: L...A...KNIGHT! YEAH!
LA Knight: Yeeeeaaaah!
Zufrieden nickt er dem Auditorium zu und springt auf die Matte. Die Weste legt er ab und zeigt sich bereit für das kommende Match.
Die Arena liegt beinahe vollständig im Dunkeln. Nur vereinzelte Lichter der Smartphones flackern durch die ausverkauften Zuschauerränge. Die Spannung ist greifbar. Tausende Fans erheben sich von ihren Sitzen und richten den Blick gespannt auf die Entrance Stage. Dann ertönt plötzlich ein markanter Beat durch die Lautsprecher. Ein gewaltiger Jubel bricht los.
Auf den riesigen LED-Wänden erscheint in grellen Buchstaben nur ein einziges Wort...
MAIN EVENT & YEET
Die Blitze zucken über die Stage, Nebel schießt aus den Seitenkanonen hervor und die Musik von Jey Uso erfüllt die gesamte Arena. Sofort beginnen die Fans rhythmisch mit den Armen zu wippen. Die Halle verwandelt sich innerhalb von Sekunden in ein Meer aus Bewegung dann tritt er hinaus... "Main Event" Jey Uso! Mit schwarzer Sonnenbrille, weißes Shirt und energischem Blick erscheint Jey Uso auf der Bühne. Die Ketten um seinen Hals glänzen im Scheinwerferlicht, während er langsam den Kopf hebt und die Reaktion der Zuschauer genießt. Ein selbstbewusstes Grinsen zieht über sein Gesicht.
"YEET!“
Die Fans schreien das Wort beinahe geschlossen zurück. Jey nickt zufrieden, dreht sich kurz zur Seite und breitet die Arme aus, als würde er die Lautstärke der Halle regelrecht aufsaugen. Pyrotechnik explodiert hinter ihm in die Höhe und taucht die gesamte Stage in rote und weiße Lichtblitze. Der "Main Event“ setzt sich schließlich langsam in Bewegung.
![[Bild: maxresdefault.jpg]](https://i.ibb.co/CKPMyY1v/maxresdefault.jpg)
Mit seinem typischen Bounce im Schritt marschiert Jey die Rampe hinunter, während er immer wieder mit den Fans interagiert. Rechts und links streckt er die Hände aus, klatscht mit Zuschauern ab und feuert die Menge weiter an. Die Energie in der Halle steigt mit jedem Meter, den er Richtung Ring zurücklegt. Immer wieder zeigt Jey mit beiden Händen auf sich selbst, während die Fans lautstark seinen Namen rufen. Er wirkt vollkommen in seinem Element locker, charismatisch und voller Ausstrahlung. Genau deshalb trägt er den Spitznamen "Main Event“. Auf halber Strecke bleibt er plötzlich stehen.
Matthew Rehwoldt: "And his Opponent... From San Francisco, Calofornia... Weighing in at 240Pounds... Main Event JEEEYYY UUUUUSOOOOOOOO!"
Er blickt durch die Arena, atmet tief durch und nickt anerkennend in Richtung der Zuschauerreihen. Die Kamera fährt nah an sein Gesicht heran. Konzentration. Fokus. Aber auch pure Freude darüber, vor diesem Publikum auftreten zu dürfen. Er schlägt sich zweimal mit der Faust gegen die Brust.
"YEET!“
Wieder antwortet die Halle geschlossen. Schließlich erreicht Jey den Ringbereich. Mit einem schnellen Satz springt er auf den Apron, hält sich kurz am obersten Seil fest und blickt noch einmal durch die Arena. Die Fans stehen mittlerweile nahezu geschlossen. Dann steigt er durch die Seile in den Ring. Sofort klettert Jey auf die zweite Ringecke, breitet die Arme aus und schreit erneut laut in die Menge.
![[Bild: 3vs16kaw80se1.jpg]](https://i.ibb.co/1fMJrDCG/3vs16kaw80se1.jpg)
Die Zuschauer reagieren mit einer ohrenbetäubenden Lautstärke, während seine Musik weiterhin durch die Halle dröhnt. Das Licht fokussiert sich vollständig auf ihn. Der „Main Event“ ist angekommen, genauer gesagt Jey Uso. Er steigt vom Seil und macht sich bereit und kann es kaum abwarten. Beide Männer stehen in ihrer jeweiligen Ringecke im Ring und schauen sich gegenseitig verbissen an. Man kann bei beiden das Feuer in den Augen erkennen. Das Feuer, mit welchem sie dieses heutige Special-Match gewinnen und ihren Gegner verbrennen möchten. Und mit diesem Feuer in den Augen steht dem Beginn des Matches auch nichts mehr im Wege und der Referee kann die Glocken läuten lassen.
Warnung! Spoiler!
A few days ago
Sengende Hitze, die Sonne steht hoch am Himmel. Gnadenlos strahlt sie herunter. Der Boden staubig, knochentrocken. Ein leichter Wind weht. Ein Tumbleweed weht durchs Bild. In etwas Entfernung sind zwei Cowboys zu sehen. Sie stehen Rücken an Rücken. Im Hintergrund hört man eine leichte Melodie. Sie erinnert an „Spiel mir das Lied vom Tod“. Man kann nicht in die Gesichter der Cowboys blicken. Dafür ist die Krempe des Hutes zu weit ins Gesicht gezogen. Als würde jemand ein unsichtbares Zeichen geben fangen sie an in ihre jeweilige Blickrichtung zu marschieren. Eine Hand dabei an ihrem Gürtel an dem sich eine Waffe zu befinden scheint. Als sie einige Schritte auseinander gegangen sind bleiben sie stehen. Gleichzeitig drehen sich beide um, zwei laute Knallgeräusche sind zu vernehmen. Einer der beiden sackt zusammen. Der andere steht. Hat er das Duell gewonnen? Plötzlich brandet Applaus auf. Der Fokus der Kamera wendet sich ab von den Cowboys und filmt zur Seite in eine Menschenmenge. Aus dem Hintergrund ist die Stimme eines Mannes zu vernehmen die scheinbar aus einem Lautsprecher kommt.
Mann: Und das war sie, unsere Westernshow hier im Filmpark Babelsberg...
Das erklärt natürlich einiges. Wir befinden uns nicht im Wilden Westen und dies ist auch kein richtiges Duell um Leben und Tod gewesen. Nein, wir befinden uns im Filmpark Babelsberg. Einem Stadtteil von Potsdam, einer Stadt die vor den Toren von Berlin liegt. Dort wo am Montagabend das nächste Special von Coast 2 Coast Wrestling über die Bühne gehen wird. „Absolution x Damnation“ wird es dann heißen. Man hört wie der Mann Luft holt um einen weiteren Satz zu sagen, doch mitten hinein in den Applaus ist ein weiterer Knall zu hören. Alle blicken sich um. Was war das? Der Cowboy der die Niederlage hat einstecken müssen und bis gerade eben noch so getan hat als wäre er tot öffnet seine Augen, hebt seinen Oberkörper und versucht zu identifizieren woher dieser Knall gekommen ist. Der Cowboy der gewonnen hat hat scheinbar die Quelle des Knalles ausgemacht und blickt in eine bestimmte Richtung. Dort ist ein weiterer Cowboy zu sehen. Auf einem Pferd. Er hält eine Waffe in der Hand. Diese ist auf den stehenden Cowboy gerichtet. Erschrocken tastet er seinen Oberkörper ab. All das was hier gerade passiert scheint nicht zu dem eigentlichen Schauspiel zu gehören. Doch zu seinem Glück scheint ihn keine Kugel getroffen zu haben. Aber das scheint in diesem Augenblick sein geringstes Problem zu sein. Denn der Mann auf dem Pferd setzt sich mit eben jenem Tier in Bewegung. Als er heran reitet kann man auch erkennen wer auf diesem Pferd sitzt. Es ist Bryan Keith! Der Bounty Hunter steckt die Waffe weg, schwingt sein Lasso und gekonnt wirft er es dem Schauspieler, der vermutlich kein echter Cowboy ist, um den Oberkörpr und zieht das Seil zu. Die Arme des Mannes sind gefesselt. Der Bad Apple bringt sein Pferd zum stehen und springt gekonnt von eben jenem herunter.
Bryan Keith: Keine Sorge, die ist nicht echt. Ich bin doch ein legaler Cowboy!
Damit scheint er seine Waffe zu meinen, die vermutlich maximal eine Schreckschusspistole ist. Wenn überhaupt. Seit Keith sein Debüt gegeben hat befindet sich Coast 2 Coast Wrestling auf einer Tour durch Japan und Europa. Schon mehrfach hat er zu verstehen gegeben das er zwar ein Cowboy ist, sich aber an die Bestimmungen des jeweiligen Landes hält. Also kein Gebrauch von scharfen Waffen. Ob sich das wohl ändert wenn c2c nächste Woche in die vereinigten Staaten zurück kehrt? Während sich der gefesselte Cowboy am Boden windet, hat der andere sich aufgerichtet. Er blickt kurz Keith an, zieht es dann aber vor das weite zu suchen. Auf einen körperlichen Kampf scheint er keine Lust zu haben. Ein Teil der Zuschauer hat unterdessen ebenfalls das weite gesucht. Ein anderer Teil hingegen blickt fasziniert zu was hier gerade passiert.
Bryan Keith: Das was ich hier gerade gesehen habt ist eine Versinnbildlichung von dem was Montagabend ganz am Ende passieren wird. Kenny, Roman, einer von euch wird euer Duell gewinnen. Aber am Ende des Tages komm ich in die Arena geritten und werde meinen Schuss präzise setzen!
Ob Schuss oder der Schwung des Lassos. Den Punkt den Bryan Keith hier macht wird definitiv deutlich. Er will seinen One Shot at Glory Koffer einsetzen. Roman Reigns und Kenny Omega werden in einem Three Stages of Hell Match gegeneinander antreten. Drei harte Matches werden beide am Ende des Tages in den Knochen haben. Könnte es jemals einen besseren Zeitpunkt geben sein Anrecht auf ein World Title Match einzulösen? Vielleicht, immerhin ist das letzte Match ein Hell in a Cell Match und Keith muss erst mal einen Weg in den Käfig hinein finden. Aber der Cowboy ist ja nicht auf den Kopf gefallen.
Bryan Keith: Der Name dieses Specials ist sehr gut gewählt. Erlösung und Verdammung. Das Problem ist nur, ihr beide werdet verdammt werden! Ich geht Hand in Hand in die Hölle und werdet dort sterben! In dem Augenblick wo ich den Koffer einlöse, setze ich meinen Hut ab und werde zu Charon!
Die Analogie die Bryan Keith hier aufmacht hat er bereits in seinem letzten verbalen Duell mit dem aktuellen World Heavyweight Champion und seinem Herausforderer aufgemacht. Dabei bezieht er sich auf eine Figur aus der griechischen Mythologie. Charon der Fährmann fährt in diesen Sagen die Verstorbenen über einen Fluss in die Unterwelt.
Bryan Keith: Dabei werde ich sogar gnädig zu euch sein. Ich werde euch über den Acheron setzen und werde nur einen einzigen Obolus verlangen. Ich denke der World Heavyweight Championship wird da reichen. Zwei Seelen zum Preis von einer. Bin ich nicht fair?
Der Acheron ist der Fluss der Trauer. Natürlich ist es passend das Keith seine beiden Widersacher über diesen Fluss fahren wird. Der Obolus der in den griechischen Sagen bezahlt wird ist eigentlich ein kleines Goldstück pro Person. Natürlich verzichtet der Bad Apple liebend gerne auf diese Bezahlung wenn er im Gegenzug etwas viel besseres bekommen kann.
Bryan Keith: Roman du denkst du seist das Zentrum dieses Universums. Dabei bist du nichts weiter als eine Karikatur deiner selbst. Wundert mich das Paul dir das bisher noch nicht gesagt hat, aber vermutlich hat er einfach zu viel Angst vor dir. Hart das du das dir das ein Cowboy sagen muss. Aber nach diesem Abend kannst du dich zurück ziehen und deine Wunden lecken. Geh zurück zu deinem Tribe und spreche dort von dir in der dritten Person wie toll du doch bist. Vielleicht glaubt es dir dort jemand. I doubt it!
Als Keith davon spricht das Roman hier die Wahrheit von einem Cowboy überbracht bekommt zwinkert er kurz in die Kamera. Man könnte natürlich die Frage stellen wer hier eigentlich eine Karikatur ist. Aber das ist ein anderes Thema. Während der Cowboy spricht hat er das Lasso los gelassen und geht ein paar Schritte umher. Das hat zur Folge das der gefesselte von einem Kollegen befreit wird und beide das weite suchen. Keith lässt dies geschehen. Wirklich verletzen wollte er hier scheinbar niemanden. Nur einen Punkt klar machen.
Bryan Keith: Kenny ich halte dich für Eloquenter als Roman Reigns. Das ist auch nicht schwer. Aber hier kommt das Problem. Du hältst dich für noch Eloquenter als du tatsächlich bist. Am Ende des Tages bist du nichts weiter als ein guter Wrestler der sich hinter Flachwitzen versteckt. Habe ich an sich kein Problem mit. Womit ich aber ein Problem habe ist Diebstahl! Du hast mein Miet Pferd geklaut und es frei gelassen. Damit hast du eine rote Linie überschritten. Du hast den Konflikt zwischen uns auf eine persönliche Ebene gezogen. Das ist dein Fehler gewesen! Ich bin mir sehr sicher das du gegen Roman als Sieger aus den drei Ebenen der Hölle gehen wirst. Aber du wirst die Hölle nicht verlassen. Dafür werde ich sorgen!
Der Blick von Bryan Keith wird sehr ernst als er davon spricht das die ganze Sache für ihn persönlich geworden ist als Kenny Omega vor wenigen Wochen sein Pferd entwendet hat. Seinem jetzigen Pferd wendet er sich nun zu, fasst sich kurz an die Krempe seines Hutes und nickt in die Kamera.
Bryan Keith: Alea Iacta est!
Die Würfel sind gefallen. Der Bad Apple schwingt sich auf sein Pferd und reitet in die gleiche Richtung wie er gekommen ist aus der Szenerie heraus,
MATCH 6
c2c SHINE CHAMPIONSHIP
SINGLES MATCH
Becky Lynch /w Seth Rollins vs. Skye Blue /w Dijak
![[Bild: 5.gif]](https://i.postimg.cc/0jhQyPh5/5.gif)
Writer: BeckS
Die ersten Takte von Seth Rollins’ Musik donnern durch die Arena wie das Grollen eines heraufziehenden Gewitters. Ein tiefes, vibrierendes Echo legte sich über die dicht gedrängten Zuschauerreihen, während das Hallenlicht schlagartig erlosch und die Arena in nahezu vollständige Dunkelheit stürzte. Nur die riesige Videowand auf der Bühne glomm in düsteren Rot- und Orangetönen, als würde sich hinter ihr ein gewaltiges, unaufhaltsames Inferno zusammenbrauen. Dann, ein markerschütternder Schrei durch die Stille:
„BURN IT DOWN!“
Im selben Augenblick explodierte die Bühne förmlich. Gewaltige Feuersäulen schossen in die Höhe und gleißende Flammen peitschten links und rechts der Rampe empor, die die gesamte Szenerie in ein Inferno tauchten. Die enorme Hitze der Pyrotechnik wanderte bis weit in die ersten Zuschauerreihen hinein, während dichter Rauch über den Boden quoll und sich mit den tanzenden Schatten des Feuers vermischte. Aus diesem flammenden Meer traten zwei Gestalten hervor.
An der Spitze stand Becky Lynch. Beinahe bedrohlich ruhig schritt sie aus dem dichten Qualm. Ihr langer, schwarzer Ledermantel bewegte sich sachte im künstlichen Luftzug und ihr leuchtend oranges Haar fing das Licht der Flammen ein, sodass es wie flüssiges Kupfer glänzte. Ihr Blick war starr nach vorne gerichtet. Kein Lächeln, keine Regung der Freude, in ihren Zügen lag lediglich eiserne Entschlossenheit. Sie wirkte bis in die Fingerspitzen angespannt, doch es war keine Furcht oder Unsicherheit, die sie lähmte, sondern ein absolut unerschütterlicher Fokus.
Direkt hinter ihr erschien Seth Rollins. Er trat aus den Flammen wie ein Krieger, der soeben aus einer erbitterten Schlacht zurückgekehrt war. Sein schwerer, schwarzer Mantel hing dunkel auf seinen Schultern. Das dunkle Haar lag ihm nass herunter, während seine Augen vor Intensität brannten. Mit einem lautstarken, befreienden Schrei riss Seth den Kopf in den Nacken. Die Arena antwortete augenblicklich: Tausende von Kehlen stimmten in seine Melodie ein und formten einen ohrenbetäubenden Chor, der die Halle in ihren Grundfesten erschütterte. Doch Rollins nahm die Kulisse kaum wahr; sein Blick war ausschließlich auf die Frau vor ihm gerichtet. Langsam breitete er die Arme aus, wie eine stumme, mächtige Geste des Schutzes. Es war die unmissverständliche Botschaft an die Welt, dass niemand an ihr vorbeikam, solange er hinter ihr stand.
Dann kam Bewegung in die Szene. Ganz langsam, fast feierlich, begann sie ihren rechten Arm zu heben. Zentimeter für Zentimeter vollendete sie ihre ikonische Man-Pose, während Seth unbeweglich hinter ihr verharre, die Arme noch immer weit ausgestreckt, den Blick prüfend über die Menge schweifend. Als ihr Arm vollständig ausgestreckt war, verstummte Seth’ Musik abrupt. Für den Bruchteil einer Sekunde herrschte absolute Stille, bevor die ersten, unverkennbaren Klänge einsetzten:
"THE MAN HAS COME AROUND!"
Die Reaktion des Publikums war markerschütternd. Die Halle explodierte förmlich vor Begeisterung. Seth senkte langsam die Arme, und zum ersten Mal stahl sich ein leises Lächeln auf seine Lippen. Becky hingegen blieb vollkommen fokussiert. Sie ließ den Arm sinken und setzte entschlossen den ersten Schritt nach vorne. Selbstbewusst, stolz und unaufhaltsam schritt sie voran, während Seth sich neben sie schob. Gemeinsam schritten sie die Rampe hinab, während im Hintergrund die Flammen weiter unter das Hallendach schlugen. Für die Fans war es ein spektakuläres Schauspiel, für ihre Gegner eine unmissverständliche Warnung. Für Becky Lynch und Seth Rollins jedoch war es das sichtbare Versprechen, dass sie gemeinsam alles überwinden können.
Matthew Rehwoldt: "The following Contest is scheduled for one fall…
and it is for the c2c SHINE CHAMPIONSHIP and for the Soul of Becky Lynch…
making her Way to the Ring, The Challenger, accompanied by Seth freakin’ Rollins…
from Dublin, Ireland… The MAN… BECKY LYNCH!”
Am Ring angelangt steigen sie nacheinander die vier Stufen hinauf und zwischen den Seilen hindurch. Die Anspannung ist beiden anzumerken, selbst als sie sich in gewohnter Manier dem Publikum präsentieren. Seth steuerte sogleich den hinteren Turnbuckle an und erklomm den Ringpfosten, während Becky in der Mitte der Seile auf die zweite Reihe stieg. Der Zuspruch der Fans war Ihnen sicher.
Pat McAfee: ”Seht euch Rollins an! Das ist kein Ehemann, der hinter seiner Frau hergeht ... das ist ein Mann, der bereit ist, gegen den Teufel persönlich zu kämpfen.”
Cathy Kelley: “Oh, dies ist so wichtig für Becky, dass sie Seth an ihrer Seite weiß ohne diesen Wahnsinn in seinen Augen.”
Wade Barrett: “Lobe den Tag nicht vor dem Abend. Auch sie muss ihr Match erstmal bestreiten und was ist wenn… was ist, wenn Seth gleich Dijak gegenübersteht.”
Pat McAfee: ”Ganz recht, Wade. In London war es ein Zucken im Bein und Dijak und Seth sah Rot. Seitdem wurde Becky durch den halben Korridor geschmissen und Seth’ Nase zu Brei geprügelt.”
Cathy Kelley: “Nicht auszudenken, wenn etwas Ähnliches passiert… ”
Das dröhnende Finale von Beckys Thema verhallte im weiten Rund der Arena, und für einige Sekunden lag die schwere, rauchgeschwängerte Luft wie eine Decke über den erwartungsvollen Zuschauermengen. Die Hitze des vorherigen Infernos stand noch immer im Raum. Doch die Atmosphäre schlug schlagartig um. Die Bildschirme der Arena erloschen, nur um Sekunden später in einem giftigen, pulsierenden Violett und düsteren Blautönen zu flackern. Ein tiefer, mechanischer Synthesizer-Bass setzte ein, unbarmherzig, rhythmisch, wie der Herzschlag einer gigantischen Maschine. Die Stage explodierte nicht in Flammen, sondern lag verborgen in einer wand aus dichtem Nebel, als er hervortritt: DIJAK
![[Bild: Dijak1.png]](https://c2c-wrestling.com/4images/data/media/1676/Dijak1.png)
Wie ein unbezwingbarer Monolith aus reinem Stahl und böser Absicht baute er sich auf der Rampe auf. Seine gewaltige Statur war in einen schweren, dystopischen Ledermantel gehüllt, dessen Metallschallen im kalten Scheinwerferlicht blitzten. Seine Augen waren hinter einer dunklen Sonnenbrille verborgen, doch die mahlenden Kiefermuskeln und die tiefe Furche auf seiner Stirn ließen keinen Zweifel daran, dass er bereit war, jeden zu vernichten, der sich ihm oder Skye Blue in den Weg stellte. Er war nicht hier, um gefeiert zu werden. Er war hier, um zu richten. Ein markerschütterndes Buhkonzert schlug ihm entgegen, doch Dijak zuckte mit keine Wimper. Langsam hob er die massiven Arme, ballte die Fäuste und deutete auf seine Augen. Ein stummer Befehl an die Masse: Seht her, was Zerstörung bedeutet. Doch er war nur die Vorhut. Das mechanische Hämmern der Musik verzog sich fließend in einen treibenden, rebellischen Rocksound, gemischt mit einem elektronischen Pop-Beat. Aus dem Schatten von Dijaks gewaltiger Silhouette trat sie ins Scheinwerferlicht: Skye Blue.
![[Bild: Skye1.png]](https://c2c-wrestling.com/4images/data/media/1504/Skye1.png)
Die Halle reagierte gespalten, eine explosive Mischung aus gellenden Pfiffen für die arrogante Attitüde und widerwilligen Respekt für die Frau, die an der Spitze der Division stand. Skye schritt mit einer lässigen, fast provozierenden Eleganz nach vorne. Ihr Blick war nicht starr wie der von Becky, sondern glitt mit einem überheblichen, siegessicheren Lächeln über die Ränge. In ihren Augen blitzte die pure Lust an der Provokation. Und dann hob sie den Arm.
Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring… accompanied by D I J A K…
from Chicago, Illinois… THE c2c SHINE CHAMPION…THE DARK PHOENIX…SKYE BLUE!”
In ihrer Hand glänzte das Gold, um das sich heute alles drehte: der Shine Championship Gürtel. Das edle Metall fing das grelle Neonlicht der Stage ein und funkelte wie ein Stern in der Dunkelheit. Skye hielt den Titel nicht ehrfürchtig, sie präsentierte ihn wie eine Trophäe, die ihr von Natur aus zustand. Sie klopfte mit den Fingernägeln triumphierend auf das Leder des Gürtels, strich sich eine Strähne ihres blau gefärbten Haares aus dem Gesicht und blickte direkt in die Hauptkamera.
Pat McAfee: ”Und hier ist Sie, in Begleitung von Dijak betritt Skye Blue den Ring.”
Cathy Kelley: “Dijak wirkt von mal zu mal größer. Dieser Mann ist angsteinflößend.”
Wade Barrett: “Man kann es spüren. Skye ist in ihrem Element und mit Dijak hinter ihr, fürchtet sie auch die Feuerfontänen von Seth Rollins nichts.”
Pat McAfee: ”Das ist es, Wade. Erstmals erleben wir hier ein Duell, bei dem scheinbar auch alle im vollen Besitz ihrer Kräfte sind. ”
Cathy Kelley: “Und im Bewusstsein worauf sie sich eingelassen haben.”
Das grelle, unbarmherzige Scheinwerferlicht der Berliner Uber Arena schnitt durch den dichten, künstlichen Nebel, der die Bühne noch eben in ein giftiges Violett tauchte. Die Kulisse war ohrenbetäubend, getragen von einer dichten, fast greifbaren Mischung aus purer, elektrisierender Vorfreude und nackter, lähmender Angst.
Unten am Ring war die Luft so dick, dass das Atmen schwerfiel. Jeder in der ausverkauften Halle spürte, dass dies kein normales Wrestling-Match war. Dies war ein moderner Hexenprozess unter den gleißenden Lichtern eines globalen Premium Live Events. Es ging um den geschichtsträchtigen Shine Championship, doch das schimmernde Gold
um die Hüften der Titelträgerin war in dieser Nacht fast zur Nebensache verkommen. Auf dem Spiel stand das Fundament von Becky Lynchs Existenz: ihre unsterbliche Seele. Eine sadistische, perfide Klausel, die die dämonisch Championess Skye Blue mit einem psychopathischen Lächeln erzwungen hatte, hing wie ein Damoklesschwert über dem Geviert.
Warnung! Spoiler!
Tiffany Epiphany…der Star der c2c? Genau das ist ihr Plan gewesen. Von Anfang an. Vom Tag an, an dem sie die c2c verlassen musste, weil der erste Run nicht gelang. Sie schwor sich zu ändern. Tiffany wollte hoch hinaus. Nach ganz oben. Es den Leuten beweisen, die sie als Püppchen abstempelten, als reich und verwöhnt, aber dies kein Hindernis sein sollte Erfolg zu haben. Heute wissen wir, dass auch ihr zweiter Run endete. Warum? Weil sie sich auf andere Menschen verlassen hatte. Ihnen vertraut hat. Von ihrer Erfahrung lernen wollte. War der Plan so schlecht? Nein! Und doch wurde sie enttäuscht! Enttäuscht von Mandy Rose, die sie in ein Stable nahm, welches sie mit Chelsea Green gründete. Eine Chance, die Tiffany wahrnehmen musste. Und doch wurde sie nur benutzt. Um Mandy zu helfen. In Form von Attacken. Sehr gut kann sie sich daran erinnern, wie die Toxic Attraction ihr den Auftrag gab, Saraya zu attackieren. Die verletzte Schulter zu demolieren. Alles, weil Rose unbedingt Shine Championesse sein wollte. Im zweiten Run war es schließlich Ethan Page, der sie in ein Stable zog. Ein Stable um Joe Gacy. Im Nachhinein betrachtet einer ihrer größten Fehler. Sie sackte ab. Und so kam sie zu der Entscheidung, das Vertrauen in Kollegen zur Seite zu schieben und ihr eigenes Ding zu versuchen. Alle guten Dinge sind ja bekanntlich Drei. Und nun steht sie hier. Als längste und beste Shine Championesse aller Zeiten! Als Women's World Championesse! Als kommende Legende! Tiffany hat es geschafft. Allein, indem sie hart trainiert und die Ellenbogen ausgefahren hat. Von Tag zu Tag besser wurde. Und nun? War sie nicht nur eine Wrestling-Prinzessin, sondern sogar eine Königin. Mandy Rose hinter sich gelassen. Joe Gacy gezeigt, dass er sich auf dem Holzweg befindet. Das Buff Barbie Doll hat sich ihren eigenen Weg geschaffen. Und dieser Weg hat noch lange kein Ende.
Wie beinahe Standard beim Special: Tiffany meets the Barbie World. Eigentlich ist es falsch ausgedrückt, denn die Millionärstochter befindet sich jeden Tag in dieser pinken Püppchen Welt. Tatsächlich gehört sie mittlerweile dazu. Es gibt sogar inzwischen Tiffany Barbies, wie sie ja in jeder Gelegenheit bewirbt. Das ist ihre Welt. Gemacht von ihren Kolleginnen, Fans und Presse. Verglichen mit einem Püppchen. Und alles, was Tiffany macht, ist es ihnen zu geben. Sie verwandelte einen Vorwurf in einen Vorteil. Und nun ist dieses Püppchen Championesse und ein Vorbild.
Das Barbie Haus erstrahlt in einem leuchtenden Pink, als die Zuschauer in genau dieser Welt abgeholt werden und unten in der Ecke des Bildes das Tiffy TV-Logo erscheint. Die Sonne scheint auf das weiße Dach, während Miss Stratton im oberen Stock des Hauses, zwischen dem Plastikbett, Stuhl und Tisch, hin und her läuft. Sie wirkt nachdenklich. Unzufrieden. Verärgert. In den letzten Wochen lief es nicht gut. Sie war verletzt. Ließ sich nur ab und wann im Backstage-Bereich blicken, um ihr Gesicht zu zeigen und der Welt mitzuteilen, dass sie immer noch da ist. Kein Match. Kein Training. Die selbsternannte Miss Future Legend geht im “kalten” Zustand in das Title-Match gegen Liv Morgan. Und wie sie mitbekommen hatte, muss sie gegen Kali antreten. Durchaus brutaler als Liv, wie sie selbst erleben musste. Kali schlug Tiffany nieder, wodurch ja erst die Verletzung entstand. Ihre derzeitige Gefühlslage ist also nachvollziehbar. Tiffany brennt nach Rache. Kontrolliert aber vorsichtig. Immerhin will sie weiterhin Championesse bleiben.
Plötzlich kommt von oben eine Kinderhand ins Bild, umgreift Tiffany und zieht diese aus dem Bild. Dieses blendet um, sodass eine Fitness-Halle zu sehen ist. In der Mitte steht ein Wrestling-Ring, außen herum eine Menge Geräte zum trainieren. Und genau mittig über den Ring fährt die Kinderhand wieder ins Bild und setzt die Blondine im Ring ab. Natürlich wirkt the Center of the Universe zunächst perplex, aber auch genervt. Sie nimmt sich Zeit, um sich umzuschauen. Doch als sie sich kurzweilig nicht rührt, kommt die Hand des Kindes wieder ins Bild gehuscht und schiebt Tiffany etwas an. Anscheinend geht es ihr nicht schnell genug.
Tiffany Stratton:
”Ja, ist ja schon gut! Ich mach ja…”
Faucht das Buff Barbie Doll und läuft durch den Ring, um ihn auf der anderen Seite zu verlassen. Im Grunde hatte das Kind Recht. Das Rich Girl muss sich vorbereiten. Nach einer längeren Verletzungspause. Also duckt sie sich zwischen den Ringseilen her und springt nach außen. Kaum dort angekommen, fährt die Hand abermals von oben ins Bild und setzt “ihrer Barbie” Kopfhörer auf und das Smartphone in die Hand.
![[Bild: tiffyactionfigur.png]](https://i.ibb.co/nML2tNfh/tiffyactionfigur.png)
Frisch aus der Werbung ihrer Produkte zurück, schaut sie auch gleich auf ihr Smartphone. Picture-Time!!! Also wird das süßeste Lächeln aufgelegt und die Hand unter das Kinn gelegt. So, dass die Oberseite der Hand auch nach oben zeigt und die Konturen des Gesichts unterstreicht. Das Foto ist immerhin Pflicht. Denn Stratton legt sehr viel Wert auf Social Media und noch mehr Wert auf Präsentation und Aussehen. Damit sie ihr Aussehen auch weiterhin mit Women's Title unterstreichen kann, geht sie nun zu den Kurzhanteln und nimmt jeweils eine in die jeweiligen Hände.
Tiffany Stratton:
”Weißt du Liv?! Wie oft eigentlich noch? Du erinnerst mich an Toni Storm, nur dass die Voraussetzungen etwas anders sind. Sie war Championesse und wollte es mit allen Mitteln bleiben. Sie hat stark gekämpft! Mit Ehrfurcht! Mit Leidenschaft! Mit Stolz! Aber den Tiffy-Express hat sie nicht aufhalten können! Am Ende musste sie einsehen, dass sie nicht gut genug war, um länger Championesse zu werden. Fressen oder gefressen werden, ist ein guter Spruch, um das auszudrücken. Jahrelang hat sie gefressen. Sich ihren Erfolg verdient. Und am Ende…wurde sie von mir gefressen! Wieder habe ich eine c2c-Legende in Rente geschickt. Die Aussichtslosigkeit war zu hoch. Statt ein Re-Match, hat Toni sich entschieden zu kündigen. Genau wie Saraya. Genau wie Lynch. Nun gut, letztere ist wieder da. Aber trotzdem habe ich das Privileg mich als Legenden-Killer zu betiteln.”
Na ja, mehr oder weniger. Sicherlich hat die Entscheidung der Australierin nichts mit Tiffany Stratton zu tun, sondern eher wegen ihres Privatlebens. Und doch weiß das Buff Barbie Doll, wie sie diese Entscheidung für sich nutzen kann. Marketing sozusagen. Darin ist sie besonders gut. Den Fokus auf sich ziehen und im Mittelpunkt stehen.
Erst Links, dann Rechts und dieser Prozess wiederholt sich immer wieder. Die Gewichte hebt sie abwechselnd an und schaut dabei zufrieden nach oben, indem sie ihre rehbraunen Augen in die Augenwinkel schiebt.
Tiffany Stratton:
”Storm ist Geschichte. Genauso wie dein kläglicher Versuch, den Koffer einzusetzen. Miss One Shot of Glory, pff. Ein Vorteil, den du leichtfertig verschenkt hast. Honey…du musst diesen auch einbringen, wenn niemand damit rechnet! Im Prinzip habe ich es gewusst. Ich habe mir gedacht, dass ich nicht nur gegen Isla Dawn, sondern mich auch gegen dich vorbereiten musste. Oder gegen Kali. Oder sonst wen. Und siehe da…ich bin immer noch Championesse. Und sorry…deine Attacke war Feige!”
Nach dem letzten Satz wird Tiffany's Blick ernst. Wütend kneift sie etwas die Augen zu schlitzen, vergisst aber nicht weiter zu trainieren. Ihre Blicke erfassen die Kamera. Dadurch sollen folgende Worte an Liv gerichtet werden. Nur sie allein soll sich dadurch angesprochen fühlen. Mit Worten, die auf ihrer Seele brennen. Sie wollen befreit werden. Morgan um die Ohren fliegen.
Tiffany Stratton:
”Das war dein bisher größter Fehler! Seltsamer Zeitpunkt. Und komisch…eine Tat, die man mir immer vorgeworfen hatte, als ich ein Statement setzen wollte. Die Böse Tiffy! Und nun? Bist du jetzt die böse Liv? Die böse Kali? Auf jeden Fall verfolgst du einen schlechten Plan! Der Zeitpunkt für eine Attacke war…seltsam. Kurz nach deiner Niederlage im letzten Title Match? Wieso? Damit ich beim nächsten Title Match wieder vollkommen fit bin? Das bin ich nämlich! Fit, um den Championchip zu verteidigen!”
Gegen Livs anderen Anteil Kali zu kämpfen, ist auf jeden Fall etwas anderes. Zwei unterschiedliche Charaktere. Wie Tag und Nacht! Während Liv gewitzt an die Sache heran geht, ist Kali konsequent und brutal. Beides Charaktere, womit Miss Future Legend Erfahrungen gesammelt hat. Auch zum Beispiel Roxanne Perez, Saraya oder Shanna versuchten Tiffany frech aus der Deckung zu ziehen. Isla Dawn hingegen ging extrem brutal vor. Und selbst Liv, als sie selbst oder Kali, konnten gegen die Championesse nicht punkten.
Einige Male stemmt die junge Blondine die Kurzhanteln an, legt sie aber dann wieder weg. Und weil das Kind so gut mit denkt, kommt die Kinderhand wieder ins Bild gefahren und legt ihrer Tiffany-Barbie ein weißes Handtuch über die Schultern.
Tiffany Stratton:
”Danke!”
Sagt sie, rechnet aber nicht damit, dass die Hand sie umgreift, anhebt und in den Ring zurück setzt. Eine sehr kurze Aufwärmrunde. Kinder sind eben sehr ungeduldig. Seltsamer wird es allerdings, als die Kinderhand verschwindet und nach Sekunden wieder mit einem Poster von Liv Morgan erscheint. Vorsichtig wird dieses auf den Ringboden geklebt, wofür extra eine zweite Hand mit Tesa-Film verwendet wird. Fragend schaut sich Stratton das Szenario an. Da weiß sie selbst nicht genau, was das werden soll. Doch als die Kinderhand sie erneut anschiebt, um zu handeln, wird sie sich etwas einfallen lassen müssen.
Tiffany Stratton:
”Ein Poster? Really? Was soll ich damit machen? Den Prettiest Moonsault Ever?”
Eine gute Frage. Ratlos geht das Rich Girl durch den Ring. Ihr Blick immer auf das Poster ihrer Gegnerin gerichtet. Dem Mädchen dauert dies aber anscheinend zu lange. Sie rückt erneut ins Bild und stellt eine weitere Barbie in den Ring. Zunächst ist sie eine Puppe. Doch dann verwandelt sie sich zu einer alten Bekannten - Roxanne Perez. Tiffany wirkt überrascht, breitet die Arme aus und schaut nach oben. Ein Zeichen, dass sie zum Mädchen sprechen möchte.
Tiffany Stratton:
”Roxanna??? Really?”
Natürlich spricht sie den Vornamen beabsichtigt falsch aus. So wie schon damals, als sie sich mit Perez battlete und sogar um den Shine-Titel kämpfte, zieht sie diesen Joker, um Roxanne zu provozieren. Was die Ganze, aus Kinderhand erdachte, Situation zu bedeuten hat, weiß sie bis jetzt nicht. Es wirkt doch alles sehr Strange.
Roxanne Perez:
”Roxanne!!!”
Korrigiert sie in Windeseile. Auch, wie damals schon. Irgendwie ist es mittlerweile ein Running Gag zwischen den beiden. Die Millionärstochter hingegen rümpft aber die Nase und atmet laut und genervt aus.
Tiffany Stratton:
”ÜÜÜrrrrggghhh…wen interessiert das schon?!? Es ist genau das eingetreten, was ich damals gesagt habe! Tiffany Stratton wird der neue Star der c2c, während du im Nichts verschwindest. Und hätte man dich mir nicht vor die Nase gestellt, hätte ich auch nicht mehr an dich gedacht.”
Das Duell mit Perez liegt immerhin etwas zurück und andere Kontrahenten standen im Fokus des Buff Barbie Dolls. Da war kein Platz mehr für Roxanne. Zumal ihre Wege sich tatsächlich wie eine Schere trennten. Plötzlich aber schießt die Hand des Kindes wieder ins Bild, wirft Roxanne auf den Rücken und schubst Tiffany, Richtung Ringecke, an. So fest, dass die Blondine beinahe fällt. Nur soeben kann sie sich auf den Beinen halten. Das kann eben nur eines bedeuten: sie soll den Prettiest Moonsault Ever üben.
Tiffany Stratton:
”Ist ja schon gut…”
Reagiert Tiffany und hüpft in der Ringecke die Drei Seile hoch, um schließlich den Looping in der Luft zu springen und sauber auf Roxanne zu landen. Kaum perfekt ausgeführt, wird die Schwarzhaarige auch schon aus den Ring genommen und eine andere dunkelhaarige Barbie wird in den Ring gesetzt. Kaum erweckt diese zum Leben, muss die Women's World Championesse wieder mit den Augen rollen. Es ist Saraya. Und im Gegensatz zu Roxanne beginnt diese zu provozieren. Die Britin schubst Tiffany mit einem kräftigen Stoß, sodass diese ein paar Schritte nach hinten machen muss und nur soeben auf den Beinen halten kann.
Tiffany Stratton:
”Was hast du hier verloren? Bist du nicht mit Anna unterwegs? Museen besuchen oder Bridge spielen oder sowas?”
Eindeutig will Tiffany damit sagen, dass Saraya mittlerweile zu alt und im Wrestling ausgelutscht ist. Man braucht die Frau, ihrer Ansicht nach, nicht mehr. Und das hat sie ja auch mehrfach gesagt. Aber auch die Anti-Diva ist schon lange nicht mehr gesehen worden.
Saraya:
Immer noch die Alte, mh? Aber…was ist, wenn ich dir sage, dass du schon ganz oben bist und nur noch fallen kannst? Du willst Rekorde halten…schon klar. Aber du bist jede Woche gleich. Und seit Wochen nicht gesehen worden. Die Tiffany von damals hätte es sich nicht gefallen lassen. Eine Attacke. Eine Verletzung. Was ist also los? Ruhst du dich auf deinen Lorbeeren aus?
Plötzlich lässt die Hand des Mädchens einen Fernseher fallen, der mitten im Ring landet. Zunächst natürlich Spielzeug in Schwarz. Aber schnell verwandelt sich dieser in einen realen TV und sogar ein Bild erscheint. Dort wird Tiffany etwas älter gezeigt. In Pinker Kleidung. Die blonden Haare zu einem Dutt aufgesteckt. Sie wirkt wesentlich älter. Doch der Knackpunkt ist, dass es kein pinkes Ring-Gear ist, welches sie trägt, sondern eine Jogging-Hose am Pool.
Saraya:
Das bist du! In etwa 30 Jahren. Zwar viel in der c2c erreicht. Aber Einsam. Alleine am Pool. Vielleicht Bridge-Spielend mit dir selbst. Warum? Weil du auf alles geschissen hast, was das Leben ausmacht! Tag für Tag kannst du an deiner Galerie vorbeigehen, wo all deine Titel und Rekorde stehen. Doch wem kannst du davon erzählen? Niemanden! Weil sich keiner für dich interessiert. Nicht mal die Presse. Deine Zeit ist um. Du bist allein! Niemand an deiner Seite. Roxanne war deine Vergangenheit. Mit ihr begann dein Run. Hier zeige ich dir auf, wie deine Zukunft aussieht, wenn du so weitermachst.
Tiffany scheint verwirrt und runzelt die Stirn. Im Fernseher verfolgt sie die Bilder des “zukünftigen” Ichs, bis sie wieder zu Saraya blickt.
Tiffany Stratton:
”Was ist das hier? Die Geschichte der Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart? Bin ich Ebenezer Scrooge, oder was? ÜÜÜrrrghhh…!”
Natürlich möchte sie nicht mit dem Griesgram aus der Weihnachtsgeschichte verglichen werden. Das Buff Barbie Doll sieht auch keine Parallelen. Natürlich nicht. Unbelehrbar eben. Angeekelt rümpft sie nicht nur die Arme erneut, sondern wirft auch ihre Hände auf Hüfthöhe. Die Handflächen nach unten, als seien sie kleine Flügelchen. Doch dann schaut sie plötzlich seitlich nach oben, atmet hörbar tief und quietschend ein und hält uns mit den folgenden Worten in Spannung. Obwohl…Tiffy-Fans wissen genau, welche Worte nun folgen.
Tiffany Stratton:
”Tiffany Epiphany is the Center of the Universe! The longest and best Shine Championesse ever! Miss Legendkiller! Miss Future Legend! Star of this Company and actually Women's World Championesse! Warum sollte mir das Wiederfahren?”
Mit quietschiger Stimme antwortet sie, die beinahe schon nervtötend ist. Aber mit der Antwort ist sie zufrieden und spiegelt ihr heutiges Ich wieder. Also stemmt sie die eine Hand an die Taille, während die andere auf Schulterhöhe fliegt und dort die typische Pose des Flügelchen einnimmt.
Saraya:
Du wirst es sehen! Du bist nicht mehr auf dem aufsteigenden Ast. Du bist oben. Du kannst nur fallen. Um dich da oben zu halten, musst du etwas ändern.
Ändern? Die selbsternannte Miss Future Legend verzieht die Mundwinkel. Mit ihrer Art und Weise ist sie immer gut gefahren. Natürlich ohne Rücksicht auf Verluste. Aber hatte man nicht immer eine Entscheidung zu treffen, um die beste Entscheidung zu wählen? Dieses Gespräch nervt Tiffany extrem. Aber man sieht auch, dass es sie zum Nachdenken bewegt. Unrecht hat Saraya ja nicht. Ewig wird es so nicht weitergehen können. Als Gedankenstütze sollte dies erstmal reichen. Sarayas Auftritt ist hiermit vorbei, wodurch sie sich wieder in eine Barbie verwandelt. Das kleine Händchen des Mädchens zieht sie wieder raus. Ist da so viel Wahres dran? Die blonde Championesse schaut nachdenklich zum Boden. Auf das Poster von Liv Morgan, welches vom Mädchen genau in der Mitte des Ringes geklebt wurde. Das ist ihre Gegenwart. Liv Morgan. Kali. Wer auch immer es sein wird…steht mit ihr in einen Ring in Berlin. Co-Main Event. Alle Augen sind auf sie gerichtet. Die Championesse mit einer frischen Ansage. Die Ansage einer neuen Ära. Eine Ära wo Tiffany Stratton die Women's Division der c2c dominieren will. Während unten im Bild Werbung für ein Tiffy-Produkt eingeblendet wird, sehen wir, wie sie selbst nachdenkt.
![[Bild: tiffybuynowdasf0.png]](https://i.ibb.co/vChCGPkh/tiffybuynowdasf0.png)
Muss sie tatsächlich die Strategie ändern? Sehen wir bald eine andere Tiffany Stratton? Tickt die Tiffy-Time bald anders? Ein Sieg muss her. Der Title verteidigt werden. Erst danach kann sie sich Gedanken darum machen. Entschlossen geht sie in die Ringecke, schaut zurück, um die Distanz zum Poster einzuschätzen und setzt erneut zum Prettiest Moonsault Ever an. Drei kleine Hüpfer und schon kann sie sich vom obersten Seil abspringen und mit einem Salto auf dem Poster von Liv Morgan landen. Die heutige Trainings-Session war etwas anderes. Weniger Kraftübungen, mehr zum nachdenken. Damit scheint das Kind zufrieden. Mit einem Handgriff zieht sie Tiffany aus dem Bild und somit auch aus dem Barbie Haus. Dafür switschen wir an einen anderen Ort. Die Straße von Barbie-World. Und natürlich wird die Millionärstochter in ihr pinkes Barbie-Mobil gesetzt und von der Hand des Mädchens mit einem lauten “Brumm Brumm” angeschoben.
Tiffany Stratton:
”Liv, ich bin bereit! Ich bin gesund! Und ich bin zu 100% fit. Du hast dich bereits schon verschätzt, als du den Koffer eingelöst hast und kläglich versagtest. Und genau das wirst du auch in Berlin! Egal ob du dich Liv oder Kali nennst. I am on the Way to be the greatest Championesse of all time! Es ist immer noch Tiffy-Time! Toodles!”
Mit ihren bekannten Abschiedsgruß blendet die Kamera dann aus. Doch nicht ohne noch an dem Schild vorbeizufahren, wo oben Berlin, mit Pfeil nach oben und unten Barbie-World durchgestrichen steht.
Pat McAfee: "Endlich wieder Tiffy-Time! Das wurde auch Zeit."
Cathy Kelley: "Und immer noch so eingebildet wie zuvor. Vielleicht hat sie ja in ihrer heutigen Trainings-Session was gelernt."
Wade Barrett: "Eine liebe Tiffany? Warum etwas erfolgreiches ändern? Sie hat doch ihren Weg gefunden. Ich bin gespannt, ob es heute auch wieder gegen Liv Morgan reichen wird."
Roman Reigns…Roman Reigns…Roman Reigns…Roman Reigns…Roman Reigns…
Wer hat das gesagt? Wo kommt das her? Ein Close Up auf geschlossene Augen! Schwerfällig stöhnend wird versucht die Lider anzuheben. Wie bei einem altersschwachen Rollladen dauert das aber seine Zeit! Gut endlich geschafft! Müde starrt jemand vor sich hin und versucht sich blinzelnd an das grelle Licht zu gewöhnen. Langsamer Zoom zurück. Kantige Linien, ein bärtiges Kinn und eine Lockenpracht, wie man es nur selten gesehen hat. Ja, das ist der derzeit amtierende Weltschwergewichts Titelträger der Männer von Coast 2 Coast Wrestling…Monsieur Kenny Omega! Der Cleaner wuchtet sich nach oben und hält kurz die Luft an, da sich alle dreht. Als es wieder besser ist, sieht er an sich herunter. Er trägt einen grauen Trainingsanzug, der mit ein paar glänzenden Elementen geschmückt wurde. Hat fast schon etwas Futuristisches an sich. Seine Hände krallen sich in das schwarze Leder der Liege, auf der er es sich gemütlich gemacht hatte. Obwohl…hat er das? Wie er hierher gelangt ist, weiß der Kanadier nicht. Wo ist er überhaupt?
Roman Reigns…Roman Reigns…Roman Reigns…Roman Reigns…Roman Reigns…
Da, wieder dieser Name, der ständig wiederholt wird! Für Kenny klingt er so vertraut! Vielleicht liegt es daran, dass sich sein Gehirn noch recht benebelt anfühlt…aber kennt er kennt doch diesen Namen? War das nicht der freundliche Pizzabäcker, der ihm immer ein Stück Knoblauchbrot extra in die Bestellung legt? Oh, nein…das ist doch ein Mitarbeiter der Stadtbibliothek aus seiner Heimat. Hatte der nicht Wurzeln in einem anderen Land? San Marino? Senegal? Naja, auf jeden Fall irgendetwas aus Skandinavien.
Roman Reigns…Roman Reigns…Roman Reigns…Roman Reigns…Roman Reigns…
Ach Gottchen, ja! DER Roman Reigns! Der Typ, der mit dem fleisch gewordenen Lorax an seiner Seite, ihm immer wieder was davon erzählen möchte, wie kontrollierend und dominant er doch ist. Und der Typ, der ihm in Berlin den World Heavyweight Title streitig machen möchte.
Kenny Omega: Hehe…Roman Reigns…klingt wie Roman Rains…it’s rainin‘ Romen, Hallelujah!
Noch etwas neben sich stehend kichert der King of the Anywhere Match über seinen eigenen Witz. Dann, mit einem Schlag, wird er wieder klar und schüttelt einmal kräftig den Kopf! Fokus Ken to the ny! Roman ist ein ordentlicher Brocken, was du nicht erst seit deinem Match gegen ihn im Wembley Stadion weißt! Okay, dann finde mal heraus, wo du bist und wie du da wieder herauskommst.
Er befindet sich in einem größeren, kreisrunden Raum. Die Wände sind kahl und glatt poliert. Aufmerksam sieht sich der Canadian X um. Wo geht es raus? Irgendwie ist er ja reingekommen…
Kenny Omega: …so wie bei deiner Mutter, hehe!
Öhm…ja! Wir tun mal so, als hätten wir das nicht gehört…oder nicht gelesen! Je nachdem von wo ihr uns gerade zuschaut! Jedenfalls…wo war ich?
Kenny Omega: Irgendwie bin ich reingekommen!
Achja, danke! Also…Kenny ist ja irgendwie reingekommen, also muss es auch die Möglichkeit zur Flucht geben. Gekonnt rutscht er von der Liege und geht ein paar Schritte in Richtung der Wände.
Roman Reigns…Roman Reigns…Roman Reigns…Roman Reigns…Roman Reigns…
Hastig sieht sich der Cleaner um. Wer säuselt ihm ständig den Namen seines Herausforderers zu? Niemand zu sehen und auch keine Lautsprecher sind zu erkennen.
Kenny Omega: Ja, ist ja gut jetzt! Hör‘ auf damit, sind behaupten Roman und Paulie wieder, ich würde ja nur ständig von Roman träumen und reden und so! Pf, als ob ich auch nur einen Gedanken an dieses makellose Gesicht verschwende, das mich so zum Träumen anlehnt. Oder dieser durch trainierte Hintern, den ich gerne als Rutsche für meinen nächsten Geburtstag mieten möchte. Pfff…als ob ich an Roman denke!
Kenny prustet auf und winkt mehrere Male ab. Ist auch wirklich albern von der Bloodline zu behaupten, Roman hätte sich im Kopf des Cleaners festgesetzt. Wie dem auch sei…raus hier! Omega legt seine Hände auf das überraschend eiskalte Stahl und zuckt sofort wieder zurück.
“Kenny Omega! Bist du bereit?“
Kenny Omega: Öhm…bereit bereit? Oder bereit im Sinne von „Ich brauch‘ aber noch fünf Minuten!“?
Langsam wird schon ein wenig unangenehm. Argwöhnisch betrachtet er seine nähere Umgebung. Da muss doch jemand sein, der ihn beobachtet. Bestimmt ist das wieder Paul Heyman, der gleich aus dem Boden springt und ihm zum hundertsten Mal vorjaulen wird, dass Roman ihn so sehr dominiert!
“STILL! Ruiniere mir nicht den Auftritt! Also…bist du bereit? Bereit für die drei Stationen der Hölle?“
Drei Stationen der Hölle? Wohl eher…Three Stages of Hell! Die Stipulation des Main Events! Damit es keine Kontroversen mehr gibt rund um Wrestler, die Referee spielen oder um Füße auf Seilen, die nicht gesehen wurden. Drei brutale Matches…und das direkt hintereinander! Bis es einen klaren Sieger gibt! Und damit einen klaren Champion, der Berlin mit dem Gold verlassen wird. Gut, außer Bryan Keith grätscht noch dazwischen. Mister One Shot at Glory darf nicht vergessen werden! Der Bounty Hunter hatte ja genkündigt, dass er beim Special anwesend sein wird. Wie und wann genau er dabei eincasht…das weiß nur er selbst!
HÖLLE
Ein Lied ertönt! Voller mystischer und fremder Klänge! Und es wird in einer Sprache gesungen, die dem Cleaner nicht vertraut ist. Wobei…ist das deutsch? Ja, das sicherlich deutsch! Enttäuscht seufzt Kenny auf. Er würde gerne deutsch verstehen und sprechen können! Oder auf Deutsch twittern, das wäre sicher auch spaßig! Obwohl es hier und da mal einen BOdenständigen Nutzer auf Twitter gab, der behauptet, Kenny würde schon auf Deutsch twittern. Was für ein Blödsinn!
Plötzlich hört der Master of the Dark Hadou ein lautes Zischen! Zwei Platten in der Wand werden leicht angehoben und öffnen sich wie eine geheimnisvolle Geheimtüre! Dichter und weißer Nebel steigt empor. Ehrfürchtig hält Kenny Omega den Atem an, als sich eine schattenhafte Figur aus dem Rauch schält. Nein, keine Begegnung der dritten Art und auch sonst keine extraterrestrische Lebensform. Es stellt sich als ältere Herr heraus, der den Kanadier freundlich ansieht. Er ist von hagerer Gestalt, hat graues, leicht gelocktes Haar und einen dementsprechenden Bart. Zudem trägt er ein weiß-schwarz kariertes Hemd, darunter ein schwarzes Shirt und blaue Jeans. Kenny legt den Kopf auf die rechte Seite und versucht die Situation einzuschätzen.
Kenny Omega: Mick Foley?
Ne, oder? So sehr hat sich die Hardcore Icon doch nicht verändert. Der Angesprochene lacht nur leise auf und schüttelt den Kopf.
?: Nein, nein! Ich bin der Wolfgang! Wolfgang Petry! Kannst mich auch „Wolle“ nennen. Ich bin ein berühmter Schlagersänger in Deutschland und DER Experte, wenn es um „Hölle“ gibt! Und da du eben in Berlin kämpfen wirst dachte ich mir, dass ich dich ein wenig darauf einstimmen könnte!
Klingt…plausibel! Ohne eine weitere Sache zu hinterfragen nickt der Kanadier diesem Wolfgang zu. Er wirkt so vertrauenswürdig!
“Wolle“ Petry: Du willst also dreimal durch die Hölle reißen und dich mit diesem Roman zu messen? Puh, ich hab‘ den Typen gesehen. Das ist ein ordentliches Kraftpaket mit ganz viel Power und Charisma. Wird schwierig, Kenny! Das wäre so, als würdest du hier in Deutschland Tim Wiese oder Thorsten Legat herausfordern!
Kenny Omega: Was? Nicht diese Beiden!
Der Cleaner hat keine Ahnung, von wem „Wolle“ hier spricht. Aber diese Namen haben etwas an sich, was den World Champion vor Ehrfurcht erschaudern lässt.
“Wolle“ Petry: Also komm‘, ich helfe dir! Ich führe dich durch drei Stufen der Hölle! Und wenn du diese überlebst, bist du gewappnet dich Roman Reigns zu stellen!
Der Deutsche dreht sich in Richtung des Tores und winkt Kenny mit sich. Der Kanadier folgt ihm durch den dunklen Eingang. Kurz ist er in komplette Dunkelheit gehüllt. Ein paar Sekunden…Nichts! Bevor aber Panik aufkommen können, hört man ein dumpfes Geräusch! Scheint Musik zu sein! Dazu viele Menschen, die jubeln und schreien. Nach und nach werden die Stäbe des dumpfen Käfigs gebrochen. Kenny muss nur einmal blinzeln und auf einmal steht er in Mitten einer Menge von feiernden Menschen! Sieht nach einem großen Club oder einer Disko aus. Der Beat wummert durch Mark und Bein. Auf einer Erhöhung steht ein DJ, der der lechzenden Meute die Wünsche erfüllt und sie dabei lenkt und leitet. Interessant dabei…der trägt eine Roman Reigns Maske, ausgeschnitten aus Pappe und mit einer Schnur um den Kopf befestigt. Nicht nur er…jeder Gast, egal welchen Geschlechts, trägt eine Roman Reigns Maske…
DJ: Na, ihr Romanmaniacs! Es wird mal wieder Zeit unserem großen Helden zu huldigen! Ihr wollt den großen Hit, hören, oder? Jaaaa…da ist er!
Llaala
Irritiert sieht Omega sich um, während die Anwesenden um ihn herum total abgehen.
“Rom-Rom-Roman Reigns
Hey-Man - Paul-Man - Hey-Man - Immer weiter!
Rom-Rom-Roman Reigns
Mein Tribal! – Mein Chief! – Mein Roman! – Liebe dich!
Lass‘ mich deine Eier knutschen (Ho, Ho, Ho, Ho)
Denn wir sind dir Untertan (Ha, Ha, Ha, Ha)
Und du kriegst uns früh genug!“
Während sonst jeder der Anwesenden den Spaß seines und ihres Lebens zu haben scheint, wirkt Kenny zunächst überfordert.
“Wolle“ Petry: Stell‘ dir vor, dass das so den ganzen Abend und den ganzen Tag geht! Ist doch soweit die Hölle, oder?
Plötzlich steht wieder Wolfgang hinter ihm. Oder stand er das die ganze Zeit? Der Cleaner zuckt kurz zusammen und sieht den Deutschen mit plötzlich leuchtenden Augen an.
Kenny Omega: O…M…G! Das ist hier voll…cool! Also wenn das hier die Hölle sein soll, dann...Mister Satan, ziehen Sie mich aus, legen sie mich in Ketten und machen mich zur Ihrer ganz persönlichen Bi-Atch! Uhuhu!
Mit einem koketten Blick schnipst der Cleaner zweimal und bewegt dabei seinen Kopf zackig hin und her. Derweil hat der DJ eine andere Platte aufgelegt…
Helene
DJ: UND JETZT ALLE…Roman Reigns, durch die Nacht…Tribal Chief der in mir erwacht…Roman Reigns, nimm‘ mich nun…bin wie Paulie ein treues Huhn…
Auch da hat Kenny seinen Spaß! Jauchzend hüpft er mit und scheint keinerlei Fremdscham oder derartiges zu fühlen. „Wolle“ lässt ihn ein paar Sekunden mitfeiern, bevor er ihm einen sanften Blick, mit passendem Lächeln, schenkt.
“Wolle“ Petry: Gut, ich glaube, du hast diese Stufe bestanden! Auf zur nächsten!
Mit einem festen Griff packt er Kenny an der Schulter, der innehält und plötzlich die Augen verdreht. Den Bruchteil einer Millisekunde später befinden sich Omega und Petry an einer ganz anderen Stelle. Anstatt eines pieke Pake vollen Clubs sieht man die gähnende Weite einer Prärie! Im Hintergrund ragen ein paar Berge in die Höhe, die aber in der Hitze der Sonne leicht zu wabern scheinen. Hier und da ein einzelner Kaktus! Da! Ein Strohballen, der durch das Bild huscht! Fehlt nur noch ein verschwitzter Cowboy, der Mundharmonika spielt. Obwohl es an sich brüllend heiß sein sollte, muss Kenny nicht schwitzen. Er kneift nur die Augen zusammen und hält eine Hand als „Dach“ an die Stirn. Hinter ihm scheint Wolfgang ebenfalls keine großen Probleme zu haben.
“Wolle“ Petry: Das hier steht stellvertretend für eine weitere Gefahr, die bei deinem Match wie ein Damokles Schwert über dir schweben wird. Euer Cowbody…ein Kopfgeldjäger…und Träger von diesem Koffer…Bryan Keith! Er kann gleich am Anfang euch stören, mittendrin dazustoßen…oder dem Sieger am Ende das hart erkämpfte Gold wegnehmen! Das solltest du stets im Kopf behalten, Kenny!
Klar, so ein Szenario würde man eben mit einem Cowboy in Verbindung bringen. Passend zu Mister One Shot at Glory eben! Omega hört sich das kurz an, sieht sich hier nochmal um…und winkt grinsend ab.
Kenny Omega: Aaaach, der Keith-Boy! Soll er doch machen und sich im Match einmischen! Das wird nichts daran ändern, dass ich als World Champion das Three Stages of Hell Match und die Halle in Berlin verlassen werde. Da kann er noch so oft mit seinem Lasso drohen oder sich wichtig machen. Am Ende ist er nur ein großes Baby, das…
Plötzlich bebet die ganze Erde! Monströse Schritte sind zu hören! Ein hünenhafter Schatten legt sich über Kenny und „Wolle“. Während der Deutsche nur beiläufig mit den Schultern zuckt…
“Wolle“ Petry: Da du ja gerade das mit dem großen Baby erwähnt hast…
…dreht sich Kenny um und hat da so ein ungutes Gefühl! Das ist ein Baby! Ein riesiges Baby, so groß wie ein Haus! Es trägt eine Windel, „kleine“ Stiefelchen und ein gelbes Hemd mit brauner Weste! Der Clou…das Baby hat das Gesicht von Bryan Keith! Kritiker würden sagen, dass man hier wohl AI zu Rate gezogen hat. Erstarrt bleibt die Best Bout Machine auf einem Fleck stehen, während die Augen beinahe herausploppen und die Kinnlade nach unten klappt. Baby Bryan gluckst vergnügt auf und scheint sofort Gefallen an Omega zu finden. Ein Patschehändchen wird ausgefahren, um nach dem Cleaner zu greifen…
Kenny Omega: Nein…nein…NNEEEEIIIIN! Nicht schon wiiiieeeeder!
Als wenn es noch etwas helfen würde, dreht sich der Kanadier weg und hält beide Hände schützend über sich. Keine Chance! Baby Bryan grabscht zu…und schiebt sich Kenny in den Mund! Nicht um ihm zu fressen…nein, nein! Sondern eher als Schnullerersatz! Glücklich und zufrieden plumpst das Baby auf den Hosenboden und nuckt am World Heavyweight Champion, dessen strampelnde Beine noch nach draußen ragen. In dieser misslichen Lage muss er noch ein paar weitere Momente verweilen, bis Wolfgang Petry ein Einsehen hat.
“Wolle“ Petry: Okay…okay! Das reicht! Komm‘ spuck‘ den Kenny wieder aus! Komm‘, sei ein braves Baby, Bryan!
*Puäh* und *Platsch*
Gesagt getan, Omega wird ausgespuckt und landet, in einem See aus Speichel, auf dem harten Boden. Das Baby robbt vergnügt und brabbelnd davon. Äußerst langsam rappelt sich der Cleaner wieder auf. Er ist überzogen mit einer schleimigen Schicht. Seine Haare sind zerzaust und stehen ab, der Blick ist leicht paralysiert.
Kenny Omega: Öhm…also…das…das hat mir jetzt mehr gefallen, als es mir wohl gefallen sollte! Aber…ich verstehe den Punkt! Nein, ich werde Bryan Keith ernst nehmen und bereit sein, wenn er gegen mich eincashen will!
Petry nickt vielsagend! Genau das wollte er wohl hören, damit der Cleaner auch diese Stufe übersteht. Kommentarlos lässt er das stehen und fasst, trotz des Speichels, Kenny nochmals an der Schulter an. Auf zur, vermutlichen, letzten Stufe! Natürliches Licht ist, wie im Club, Fehlanzeige! Die Beleuchtung ist recht spärlich. Man kann in diesem Raum quasi nur bis zur eigenen Hand sehen. Obwohl…eine krasse Lichtquelle gibt es schon! Stark wie ein Scheinwerfer, ohne dass man solch einen sieht, strahlt ein Kegel einen Spiegel an, der sicher um die 1,90 m bis 2 m groß ist. Petry erscheint wieder direkt hinter Kenny und zeigt auf den Spiegel!
“Wolle“ Petry: Hier musst du dich deinem größten Feind stellen! Der Person, die dir den Sieg im Three Stages of Hell Match kosten könnte.
Die Destiny Flower schluckt einmal und nickt stumm vor sich hin. Ein unangenehmer Schauer jagt ihm über den Rücken, wobei sich selbst die feinsten Härchen aufstellen. Er soll wohl in den Spiegel schauen! Wen er da sehen wird? Roman Reigns? Paul Heyman? John Cena, der nochmal der Special Referee sein wird? Oder jemand wie Riho oder Becky Lynch, um den Cleaner emotional ordentlich aufzuwühlen? Schritt für Schritt nähert er sich und will eigentlich gar nicht in den Spiegel schauen. Aber er muss…und es fühlt sich so an, als würde eine unbekannte Macht an ihm ziehen.
?: Hallo Kenny! Muhahahaha!
Plötzlich fällt eine gewisse Anspannung vom Master of the Dark Hadou ab. Mit gerunzelter Stirn sieht er…in sein eigenes Spiegelbild! Na, wer hätte das gedacht! Wobei der Spiegel Kenny autark zu sein und trägt einen feinen, hauptsächlich schwarzen Nadelstreifenanzug. Dazu hat er einen geschwungenen Schnurbart, den er, wie ein Old School Bösewicht, grinsend mit einer Hand zwirbelt. Unser Kenny wirkt da weniger beeindruckt.
Kenny Omega: Echt jetzt? Was soll das werden? Bist du jetzt mein böses Spiegelbild? Mit dem klischeehaften Bart?
Böser Kenny: Also erstens…der Bart ist toll, klar? Und zweitens…öhm…gibt es nicht! Denn ich BIN dein böses Spiegelbild! Muhahahahaha!
Der böse Kenny breitet die Arme aus, zieht die Finger krallenhaft an und lacht laut auf, wobei er wahnsinnig nach oben starrt. Der eigentliche Omega sieht schulterzuckend zu „Wolle“, der ihm aber nur andeutet weiter in den Spiegel zu schauen.
Böser Kenny: Iiiich spreche die unangenehmen Wahrheiten an! Ich erlaube dir das zu machen, was du immer unterdrückt hast! Ja, du darfst gelben Schnee essen! Ja, du darfst Kühe umschubsen! Ja, du darfst erst Milch und dann das Müsli in die Schüssel kippen! Muhahaha…lass‘ mich dich führen! Wir werden soooo gemein und soooo böse sein! Genau das brauchst du gegen Roman! Du weißt, es ist Glück, dass du als Champion nach Berlin gereist bist! In London hat Roman dich dominiert, dich durch den Ring geprügelt und die gezeigt, dass er besser ist als du! Warum? Weil er böse ist und sich an keine Regeln hält. Genau das musst du auch sein! Werde ruchlos, werde zum Teufel und zeige Roman, warum er ab nun dich anbeten soll! Iiiich helfe dir…muhahaha…
Kenny soll seine böse Seite entfesseln und diese gegen Roman in den Krieg schicken? Omega hält inne und betrachtet sein „Spiegelbild“ weiterhin dabei, wie dieser manisch lacht. Also den Liv Morgan weg gehen und seine „Kali“ entfesseln? Oder, passend zum Anzug, wie Finn seinem „Balor“ den Vorzug lassen? Überlegt sich der Cleaner ernsthaft dieses Angebot? Immerhin weiß er, dass an den Worten durchaus was Wahres dran ist. Ja, er bleibt dabei, dass Reigns ihn nie wirklich fair besiegt hat. Doch es war eine Tortur gegen den OTC zu kämpfen, der all seine Klasse und Gerissenheit ausgespielt hat. Roman ist auf jeden Fall nochmal eine ganz andere Herausforderung. Vor allem, wenn man sich dem Tribal Chief gleich dreimal stellen muss. Omega kann dagegen halten. Nur…wie weit muss er selbst dafür gehen?
Kenny Omega: Also…du hast bestimmt ganz wichtige Sachen gesagt! Es tut mir leid, ich hab‘ die ganze Zeit auf deinen Bart geachtet! Je länger ich den ansehe, umso cooler finde ich den! Und Anzug steht dir wirklich guuuut! Slay Queen!
Okay, wohl nicht so die Antwort, die sich der böse Kenny erhofft hatte! Also hat der Cleaner gar nicht wirklich zugehört? Entsetzt starrt das Spiegelbild ihn an. Doch plötzlich wird er ganz rot im Gesicht und verknotet, ganz verschämt, alle zehn Finger ineinander.
Böser Kenny: Gnihihi…danke, dass dir das aufgefallen ist! Den Bart zu pflegen ist gar nicht so einfach, wie man immer denkt! Vor allem damit er stets so schön glänzt! Und den Anzug liebe ich! Hat mir mein Bro Balor geschenkt! Unterstreicht meine Liebenswürdigkeit, findest du nicht?
Der böse Kenny wirft sich in verschiedene Posen und spannt dabei die Muskeln an. Unser Kenny applaudiert ihm dabei und nickt anerkennend!
Kenny Omega: Wow, was für hübscher Mensch du doch bist! Du solltest weniger die böse Seele mimen! Ich sehe dich eher auf den Laufstegen dieser Welt!
Böser Kenny: Du…du hast Recht! Ja, ich werde nun meinen Träumen folgen! Danke Kenny! Und das mit Roman…ach, machst du schon!
Ein letztes Mal winkt der böse Kenny der guten Version zu…und verschwindet dann in den Weiten der Spiegelwelt. Unser Omega schickt ihm einen Gruß hinterher und dreht sich lächelnd um. Vor ihm steht Wolfgang Petry, irgendwie ungläubig, aber auch irgendwie zufrieden. Seufzend löst er die Arme, die er ineinander geschoben hatte und klatscht in die Hände.
“Wolle“ Petry: Unkonventionell…aber gut! Du hast bestanden! Jetzt wirst du auch die Three Stages of Hell überstehen. Meine Arbeit ist damit getan! Komm‘, ich begleite dich nach draußen!
Er deutet hinter sich…und auf einmal erscheint da eine Türe aus grellem Licht. Gemeinsam gehen die Beiden durch diese und lassen alle Roman Feiernden, riesigen Byan Keith Babies und böse Spiegelbilder zurück. Fade off.
CO - MAIN EVENT
c2c WOMEN'S WORLD CHAMPIONSHIP
SINGLES MATCH
Tiffany Stratton vs. Liv Morgan
![[Bild: 6.gif]](https://i.postimg.cc/yx2d8s2s/6.gif)
Writer: Micha
Watch Me
Gleich als das Gelächter einsetzt und durch einer weiblich kräftigen Stimme ‘Watch me’ durch die Halle schallt, kommt Liv auch gleich auf die Bühne. Neben der Titan Thron steht XoXo Liv geschrieben, soll damit ihren Einmarsch persönlicher gestalten. Ihr erscheinen löst lauten Jubel in den Zuschauerrängen aus, was die Blondine sichtlich freut. Mit einem Lächeln wirft sie ihre Rechte Hand in die Höhe, knickt den Ellenbogen so ein, dass sie ihre Hand neben ihr Gesicht halten kann, und spreizt die Finger, sodass ihre komplette Handinnenseite zu sehen ist. Im bunten Ring-Gear macht sie sich schließlich zum Ring auf. Dabei wackelt die mit der Schulter, um die Fans zu pushen sie noch mehr zu unterstützen.
![[Bild: liv-morgan-wwe-entrance-g8f3lknq2sbogj0l.webp]](https://gifdb.com/images/high/liv-morgan-wwe-entrance-g8f3lknq2sbogj0l.webp)
Leicht grinsend sucht die Jersey Rose den Weg zum Ring. Dabei klatscht sie ein paar Hände jener Fans ab, die sie ihr hoffnungsvoll entgegenstrecken. Am Ring angekommen, geht sie rechts herum und springt mittig an Ring hoch. Dort setzt sie sich auf das mittlere Seil und winkt den Fans nochmal zu, bevor sie in das Innere des Ringes klettert.
![[Bild: tenor.gif]](https://c.tenor.com/MP9m5GawvwwAAAAd/tenor.gif)
Dort präsentiert sie sich nochmal mittig und wartet schließlich, bis das Match beginnt.
IT'S TIIIIFFYYYY TIIIIIME
Schallt eine weiblich nervige Stimme aus den Boxen der Arena. Während anschließend die Theme eingespielt wird, wird gleichzeitig auf der Titan Thron das Entrance Video gezeigt.
Nach der Ankündigung weiß jeder, wer nun die Halle betritt...das Buff Barbie Doll Tiffany Stratton. Natürlich wird sie von Pfiffen und Buh-Rufen empfangen. Diese stören die Blondine jedoch überhaupt nicht. In weiß-rosanen Bra und passender Panties kommt sie auf die Stage und breitet die Arme aus.
![[Bild: tiffany-stratton-hollywood-30-ans.jpg]](https://i.ibb.co/2txz9Ny/tiffany-stratton-hollywood-30-ans.jpg)
Arrogant nickt sie in alle Richtungen. Kurzzeitig fährt sie ihre Hüfte aus und stemmt eine Hand daran. Ihr arrogantes Grinsen verrät, dass ihr die Situation gefällt.
Kaum die Pose beendet, geht sie Richtung Ring. Langsam stolziert sie die Rampe hinunter, schaut weiterhin in alle Richtungen und genießt die Atmosphäre. Dabei lässt es Tiffany langsam angehen und zeigt auf ihre Armbanduhr. It's Tiffy-Time! ruft sie dabei und grinst erneut.
Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring...from Prior Lake, Minnesota, USA...She is the C2C WOMANSSS WORLDDDD CHAMPIONNNNN...Miss Future Legend…TIFFANY STRATTON!!!"
![[Bild: Tiffyent2.png]](https://c2c-wrestling.com/4images/data/media/1529/Tiffyent2.png)
Davor angekommen geht die Blondine rechts am Ring entlang, bis sie in der Mitte angekommen ist. Dort steigt sie hoch, legt sich mit den Rücken auf das mittlere Seil und hält sich mit einen Arm am oberen Seil fest. Mit der anderen Hand wirft sie einen Luftkuss in die Zuschauerränge. Diese beherzigen die Geste nicht. Weiterhin bringen sie ihr Heat entgegen. Mit einen Grinsen beendet die Blondine die Action und richtet sich vor den Ringseilen wieder auf.
Nach kurzer präsentation, klettert sie hinein und stellt sich in die Mitte. Dort posed Tiffany erneut.
![[Bild: tiff-2.jpg]](https://i.ibb.co/bsMgxbY/tiff-2.jpg)
Kaum passiert stellt das Buff Barbie Doll ihren linken Fuß auf das unterste und den rechten Fuß auf das mittlere Seil. Anschließend wirft das Rich-Girl einen Arm in die Luft, um sich nochmals der Gegenseite arrogant zu zeigen. Schließlich geht sie zurück in den Ring.
DING DING DING
Anders als viele erwartet hatten, war es zunächst Tiffany, die die Initiative ergriff. Sie wollte Kali gar nicht erst die Möglichkeit geben, ihre brutale Offensive aufzubauen. Sofort stürmte sie nach vorne und überraschte die Herausforderin mit einer Reihe schneller Schläge. Ein Dropkick traf Kali direkt am Kinn und brachte sie erstmals ins Taumeln. Tiffany setzte sofort nach um ihre Gegnerin mit einem Running Knee gegen die Seile zu befördern.
Kali wirkte zunächst überrascht. Tiffany nutzte diesen Moment gnadenlos aus. Mit ihrer enormen Athletik kontrollierte sie die ersten Minuten der Begegnung. Immer wieder zwang sie Kali dazu, ihrem Tempo zu folgen. Ein Arm Drag ging in einen weiteren Dropkick über, bevor Tiffany sogar einen spektakulären Springboard Crossbody zeigte, der Kali durch den halben Ring schleuderte.
Zum ersten Mal an diesem Abend musste Kali durchatmen. Dann aber blickt sie zu Tiffany und begann breit zu grinsen. Dieses Grinsen ließ selbst Tiffany kurz zögern und unterbrach ihre Offensive. Kali richtete sich auf und lachte in Richtung Tiffy, als würde Sie jeden Schlag, jeden Treffer der Championesse genießen. Als Tiffany erneut anlief, änderte sich das gesamte Match.
Mit brutaler Wucht fing Kali die Championess ab und schleuderte sie mit einem Spinebuster auf die Matte, ein Move welchen man bisher nie wirklich von Liv oder gar Kali gesehen hatte. Die Halle reagierte mit einem Raunen. Sofort war Kali über ihr. Harte Schläge trafen Tiffany im Gesicht. Anschließend packte sie deren verletzten Arm und verdrehte ihn auf schmerzhafte Weise. Dann versuchte Kali ein Coverversuch:
ONE...TWO...Kickout von Tiffany!!
Jetzt begann die eigentliche Strategie. Jede einzelne Aktion zielte auf die Schulter und den Rücken der Championess ab. Kali schleuderte Tiffany gegen die Ringecke. Die Schulter krachte gegen den Ringpfosten. Noch bevor sich die Championess erholen konnte, zog Kali sie wieder hervor und setzte einen harten Suplex nach. Tiffany schrie auf und griff sich sofort an die angeschlagene Schulter. Die Herausforderin ließ aber nicht locker.
Immer wieder setzte sie Submission Holds an, um die Verletzung weiter zu bearbeiten. Immer wieder trat sie gezielt gegen die Schulter oder rammte sie gegen die Matte. Es ging längst nicht mehr nur darum, Tiffany zu besiegen. Kali wollte sie brechen. Tiffany kämpfte jedoch weiter. Mehrfach gelang es ihr, sich aus schwierigen Situationen zu befreien. Einmal entkam sie nur wenige Zentimeter vor der Aufgabe den Seilen. Ein anderes Mal überraschte sie Kali mit einem schnellen Roll-Up:
ONE...TWO...Kickout von Kali!!
Die Championess zeigte unglaublichen Kampfgeist. Immer wenn Kali glaubte, die Kontrolle endgültig übernommen zu haben, fand Tiffany einen Weg zurück. Nach rund zehn Minuten entwickelte sich ein offener Schlagabtausch in der Ringmitte. Beide Frauen standen sich gegenüber und tauschten harte Treffer aus. Tiffany schien plötzlich neues Momentum zu entwickeln. Mit einem überraschenden Kick gegen den Kopf brachte sie Kali ins Wanken. Ein weiterer Running Dropkick schickte die Herausforderin in die Ecke. Die Fans spürten, dass Tiffany zurück war. Sie rennt auf Kali zu und trifft mit einem Handspring Elbow, gefolgt von einem Bulldog. Coverversuch:
ONE...TWO...Kickout von Kali!!
Kali befreite sich erneut. Die Frustration war Tiffany mittlerweile deutlich anzusehen. Und genau in diesem Moment erschien plötzlich Drew McIntyre auf der Stage. Die Fans reagierten lautstark, als der Schotte langsam seinen Weg zum fand. Er griff jedoch nicht ein oder sprach mit niemandem. Er stand einfach nur dort und beobachtete. Sein Blick galt ausschließlich Kali. Erinnerungen an ihr Gespräch vor dem Match schienen ihn nicht loszulassen. Und Kali bemerkte ihn sofort. Als sie sich nach einem weiteren Schlag von Tiffany kurz aufrichtete, trafen sich ihre Blicke. Ein wissendes Grinsen huschte über ihr Gesicht. Für den Bruchteil einer Sekunde verlor sie die Konzentration. Und Tiffany nutzte dies sofort aus.
Sie stürmte los, und nahm Kali auf ihre Schultern. Sekunden später lässt Sie Kali auf die Matte krachen und Jeder wusste, das dies die Vorbereitung zum Finish Tiffanys war. Sie springt auf das zweite Sein, dann auf das dritte und sie trifft mit einem perfekten Prettiest Moonsault Ever! Die Halle, die Fans explodierten und Tiffany setzt zum Cover an, das muss es sein:
ONE...TWO...Kickout von Kali!!
Kali riss die Schulter hoch und sorgte damit für überraschende Gesichter. Nicht nur bei Tiffany, sondern auch bei den Fans und selbst bei Drew McIntyre. Tiffany konnte es nicht fassen. Doch während die Championess zunehmend verzweifelte, schien Kali stärker zu werden. Immer wieder blickte sie nach draußen zu Drew, fast so, als würde sie beweisen wollen, dass ihre Worte richtig gewesen waren. Das Match wurde nun deutlich härter. Kali fing Tiffany bei einem Springboard Versuch ab und schleuderte sie mit voller Wucht gegen die Ringseile. Anschließend folgte ein Backbreaker. Die Championess schrie auf und blieb am Boden liegen. Langsam machte sich die Vorarbeit der letzten Wochen bemerkbar.
Tiffany kämpfte weiter, doch ihre Bewegungen wurden langsamer. Dann kam der entscheidende Moment. Tiffany wollte noch einmal alles riskieren. Während Kali weiter am Boden lag, wollte Tiffy zu einem zweiten PME ansetzen. Doch in dem Moment, wo Tiffy aufs Seil sprang, richtete sich Kali plötzlich schnell auf, fing Tiffany ab und riss sie brutal nach unten. Die Championess schlug hart auf der Matte auf. Tiffany versuchte sich aufzurichten. Doch Kali war bereits da und traf mit ihrem Knie den Kopf von Tiffany, gefolgt von einem zweiten Treffer. Dann packte sie Tiffany an den Haaren und zwang sie auf die Knie und flüsterte ihr etwas ins Ohr. Niemand konnte verstehen, was gesagt wurde. Doch Tiffanys Gesichtsausdruck verriet alles: Angst. Genau die Angst, von der Kali vor dem Match gesprochen hatte.
Warnung! Spoiler!
never really had much faith
Die Show neigte sich allmählich ihrem Ende zu, doch in den sterilen Backstage-Korridoren der Berliner Arena hing noch immer das schwere, elektrisierende Adrenalin dieser historischen Nacht. Das dumpfe Dröhnen der johlenden Zuschauermassen vibrierte wie ein donnernder Herzschlag in den Betonwänden.
Becky Lynch saß vollkommen allein auf einer schmalen, schwarzen Equipment-Box in einer abgelegenen, spärlich beleuchteten Lounge. Das Neonlicht über ihr flackerte in einem unregelmäßigen, nervösen Rhythmus und warf harte, kantige Schatten auf ihre Züge. Sie trug noch immer ihr volles Ring-Outfit. Das schwarze Kunstleder klebte schweißnass an ihrer Haut, gezeichnet von den Spuren des brutalen wie auch psychologischen Krieges, den sie soeben hinter sich gelassen hatte. Der SHINE-Title lag schwer und kalt auf ihrem Schoß, als würde sein reines Metall sie physisch nach unten drücken. Ihre Hände lagen leicht zitternd auf dem Gold, während ihr linker Daumen in einer monotonen, fast hypnotischen Bewegung immer wieder über ihren nackten Ringfinger strich.
Acht Wochen. Acht verdammte Wochen, in denen sie jeden einzelnen Morgen aufgewacht war und instinktiv nach der Stelle gesucht hatte, wo früher die Ringe gewesen waren. Wo früher er gewesen war. Sie hatte diese Trennung forciert, um sich selbst zu retten. Um nicht mit ihm unterzugehen. Und trotzdem fühlte es sich in diesem Moment des Triumphs an, als hätte sie sich damals ein Stück ihres eigenen Herzens mit roher Gewalt herausgerissen und es irgendwo zwischen den kühlen Lichtern von Tokio und den Hallen Londons zurückgelassen. Die schwere Tür am Ende des Ganges öffnete sich mit einem leisen, langgezogenen Knarren. Seth Rollins trat ein. Er hatte ihr den Weg bereitet. In einem Augenblick, der nicht länger gewesen war als jener in Tokio.
Er sah… anders aus. Der gebrochene, lethargische Mann der letzten Monate schien endgültig verschwunden. Seine langen Haare waren streng nach hinten gebunden, der Bart sauber gestutzt, und die Augen wirkten nicht mehr ganz so unendlich leer. Doch die Schatten darunter waren tief, eingebrannt wie bleibende Erinnerungen an seine persönliche Hölle. Er trug ein einfaches, schwarzes Shirt; die linke Schulter war bandagiert – ein Relikt von Dijaks brutalem Angriff, neben seiner gebrochenen Nase, die Becky gerichtet hatte. In seiner rechten Hand hielt er etwas Kleines, Festes. Er ballte die Faust so vehement darum, dass seine Knöchel weiß und blutleer hervortraten. Auf Abstand blieb er stehen.
Becky hob langsam den Kopf. Ihre Blicke trafen sich im fahlen Licht, und für einen unendlichen Herzschlag schien die Luft zwischen ihnen zu gefrieren, während gleichzeitig eine wohlige, vertraute Wärme durch den Raum schoss. Ihr Herz schlug umgehend so laut, dass das Pochen in den Ohren das ferne Summen der Arena komplett übertönte. Sie wollte etwas sagen. Etwas Starkes, etwas Freudiges, etwas Auflockerndes, etwas, das „The Man“ in dieser Situation tun würde, um die Kontrolle zu behalten. Stattdessen entglitt ihren Lippen nur eine leise, gebrochene Silbe.
BECKY LYNCH: „…Seth.“
Ihre Stimme zitterte unkontrolliert. Sie hasste es in diesem Moment. Sie hasste die Tatsache, dass sie nach all den qualvollen Wochen noch immer so intensiv auf seine bloße Präsenz reagierte. Dass der Schmerz über die Distanz nicht weniger geworden war, sondern nur… tiefer, schärfer, unerbittlicher. Seth schluckte sichtbar, sein Kiefer spannte sich an. Er machte einen vorsichtigen Schritt auf sie zu, dann noch einen, als hätte er panische Angst, sie könnte wie eine Fata Morgana vor seinen Augen zerfallen, wenn er sich zu schnell bewegte. Dann öffnete er langsam seine verkrampfte Faust und legte das, was er die ganze Zeit behütet hatte, behutsam auf den kleinen Tisch neben der Equipment-Box.
Die beiden Ringe. Ihr Verlobungsring und der Ehering. Das dünne Lederband, an dem er sie die gesamte Zeit über heimlich direkt über seinem Herzen getragen hatte, legte sich daneben wie eine kaputte, schmerzhafte Brücke ihrer gemeinsamen Vergangenheit. Becky starrte wie gelähmt auf das glänzende Metall. Ihre Unterlippe begann haltlos zu weichen. Tränen schossen ihr in die Augen. Sie versuchte verzweifelt, sie wegzublinzeln, doch eine erste, schwere Träne bahnte sich bereits den Weg über ihre Wange und tropfte leise direkt auf das kühle Gold des SHINE-Titels.
BECKY LYNCH: „Du… du hast sie wirklich die ganze Zeit bei dir gehabt?“
Ihre Stimme brach am Ende des Satzes komplett ein. Sie klang nicht mehr wie die unnahbare Frau, die ihm die Ringe einst voller Verzweiflung vor die Füße geworfen hatte. Sie klang wie eine Frau, die jeden einzelnen Tag dieser erzwungenen Distanz mit jeder Faser ihres Seins bereut hatte. Seth nickte stumm. Seine eigene Stimme war rau, fast heiser von den Anstrengungen der Nacht, vom letzten lauten Ruf im Ring und von dem ersten echten Gefühl der Befreiung seit Monaten.
SETH ROLLINS: „Jeden verdammten Tag, Becks. Ich habe sie mir jeden Morgen um den Hals gehängt und jeden Abend im Dunkeln wieder abgenommen. Weil ich verdammt noch mal nicht vergessen wollte, was ich durch meine Schwäche kaputt gemacht habe. Weil ich… weil ich dich jeden Tag vermisst habe. So sehr, dass es sich angefühlt hat, als würde ich mitten im tiefsten Ozean ertrinken. Aber ich habe das Schwarze bekämpft, Becks. Ich habe die verdammten Tabletten weggeworfen. Den Whisky. Ich habe endlich geredet, mit Jeff, mit Roux… und am Ende schonungslos mit mir selbst. Ich habe versucht, wieder zu dem Mann zu werden, den du damals geliebt hast. Nicht zu dem Wrack, das zu spät gekommen ist.“
Er sank langsam vor ihr auf die Knie. Nicht theatralisch, nicht wie in einem kitschigen Hollywood-Streifen, sondern einfach nur, um seine Augen auf exakt dieselbe, verletzliche Höhe mit ihren zu bringen. Seine Hände legte er offen auf seine Knie. Die Handflächen nach oben gerichtet. Keine fordernde Berührung. Noch nicht. Er überließ ihr die absolute Kontrolle.
SETH ROLLINS: „Ich weiß, dass ich dich eigentlich nicht mehr verdient habe. Nicht nach all der Scheiße. Nicht nach Tokio, nicht nach London und all dem, was danach über uns hereingebrochen ist. Nicht nach den einsamen Nächten, in denen ich dich emotional komplett allein gelassen habe. Aber ich weiß auch, dass wir zusammen eine unaufhaltsame Macht sind. Nach all den Fehlern schenkst du mir noch immer diese unglaubliche Liebe und Wärme… Du flickst diesen gebrochenen Hund Schritt für Schritt zusammen, Becks. Jede einzelne deiner Berührungen war für mich wie eine Heilung. Ich vermisse dich so sehr… dich wieder an meiner Seite zu wissen.“
Jetzt konnte Becky die aufgestauten Tränen nicht mehr zurückhalten. Sie flossen frei und ungehindert über ihr Gesicht, wuschen das Make-up und den Schweiß des Matches fort. Sie hob ihre zitternde Hand und berührte die Ringe mit den Fingerspitzen. Das Metall war nicht kalt; es war glühend warm von der Hitze seines Körpers. Sie schloss für einen kurzen Moment die Augen, und die Realität verschwamm. Für einen Herzschlag war sie wieder in der Suite in Tokio, spürte die frischen Narben auf seiner Haut, in jenem Moment, als zwar bereits alles in Trümmern lag, sie sich aber dennoch unendlich viel näher gewesen waren als in den letzten Wochen.
BECKY LYNCH: „Ich habe dich auch vermisst, Seth. So sehr, dass es an manchen Tagen wehgetan hat, einfach nur zu atmen. Ich habe mir jeden Tag eingeredet, dass ich stark sein muss. Dass ich ohne dich besser dran bin, um mich selbst zu schützen. Aber jede Nacht… jede verdammte Nacht habe ich im Schlaf nach deiner Seite des Bettes gegriffen und dort nur diese eiskalte, gähnende Leere gefunden. Ich habe gekämpft, Seth. Gegen jeden, gegen das gesamte Business, gegen diese manipulative Psychopathin Skye und vor allem gegen die Dunkelheit in mir selbst. Ohne diesen Kampf wäre ich längst am Boden zerstört. Jedes Mal, wenn ich mit Roux über FaceTime sprach und versuchte, für sie zu lächeln, bin ich innerlich ein Stück gestorben. Weil ich dachte, ich muss dich im Alleingang retten… und dabei habe ich uns beide fast umgebracht.“
Mit vorsichtigen Fingern nahm sie die Ringe vom Tisch. Ihre Hand schloss sich fest darum, als würde sie das kostbarste, zerbrechlichste Gut duplizieren. Doch Seth ließ es sich nicht nehmen. Mit einer unendlich sanften Bewegung öffnete er ihre Handfläche wieder, nahm die Ringe zurück und hielt sie ihr mit festem Blick entgegen. Becky streckte ihm die Hand entgegen, und man sah deutlich, wie sehr ihre Finger bebten. Zögernd, fast schon andachtsvoll und mit einer feierlichen Langsamkeit streifte er ihr die Schmuckstücke nacheinander über den Finger. Erst den Verlobungsring, dessen kleiner, weißer Brillant das Flackern des Neonlichts auffing, dann den etwas breiteren Ehering.
BECKY LYNCH: „Ich nehme sie zurück, Seth. Nicht, weil ab heute plötzlich wieder alles gut ist. Sondern weil ich… weil ich uns einfach nicht mehr aufgeben will. Weil ich verdammt noch mal sehen will, ob wir das zusammen noch können. Langsamer. Ehrlicher. Mit all den hässlichen Narben, die wir davongetragen haben. Aber ohne diese Dunkelheit, die uns fast lebendig gefressen hat.“
Seths Augen wurden augenblicklich feucht. Er blinzelte den Schleier nicht weg. Eine einzelne, schwere Träne löste sich und lief langsam über seine Wange. Die erste Träne, die sie seit Monaten bei ihm sah. Er erhob sich aus der Hocke, griff nach ihren Händen und zog sie sanft, aber bestimmend von der Equipment-Box nach oben, direkt in seine Arme. Es brauchte keine großen, lauten Worte mehr. Nur noch diese eine, erlösende Umarmung.
Becky vergrub ihr Gesicht tief an seiner breiten Brust, suchte den vertrauten Geruch, den sie so lange vermisst hatte. Ihre Schultern bebten heftig. Sie weinte jetzt nicht mehr leise oder kontrolliert; es war ein rohes, ungeschöntes, zutiefst befreites Schluchzen, das sich seinen Weg bahnte. Wochen des Schmerzes, der Isolation, der ohnmächtigen Wut und der Sehnsucht brachen in diesem einen Moment aus ihr heraus. Seth hielt sie fest, presste sie an sich, als würde er sie für den Rest seines Lebens nie wieder loslassen wollen. Seine Arme zitterten unter der mentalen Last, während seine Hand in beruhigenden Kreisen immer wieder über ihren Rücken strich. Als müsste er sich sekündlich vergewissern, dass sie wirklich hier war. Dass dies kein Traum war. Nach einer halben Ewigkeit löste sich Becky ganz langsam ein kleines Stück aus der engen Umarmung. Gerade genug, um ihn anzusehen. Ihre Gesichter waren nur noch wenige Zentimeter voneinander entfernt. Sie spürte seinen warmen, unregelmäßigen Atem auf ihrer Haut. Ihre Finger fanden seine Wange, die sich rau vom unrasierten Bart anfühlte und nass von seiner eigenen Träne war.
Seth umfasste ihr Gesicht nun mit beiden Händen. Seine Daumen strichen in sanften Bewegungen über ihre feuchten Wangenknochen, um jede Spur des Schmerzes wegzuwischen. Er fixierte ihre Augen, und in diesem Moment war da absolut nichts mehr von der bedrohlichen Dunkelheit zu sehen, die ihn so lange gefangen gehalten hatte. Da war nur noch er. Nur noch sie. Nur das unzerstörbare Fundament dessen, was sie einmal gewesen waren.
SETH ROLLINS: „Fela… Amo?“
Es waren nur diese zwei Worte. Leise, voller tiefem Gefühl, kaum mehr als ein gehauchtes Flüstern gegen die Stille des Raums. Beckys Herz begann schlagartig wie wild zu rasen. Neue Tränen stiegen ihr in die Augen. Doch es war nicht mehr dieser tiefe, zerfressende Schmerz der letzten Wochen, sondern die pure, ungefilterte Erleichterung der Liebe.
„Fela Amo“. Ihr privater Code. Ihr ganz persönliches Kryptonit. Sie dachte sofort zurück an ihr allererstes echtes Date damals, das Konzert von Bring Me The Horizon im Los Angeles Forum. Bei dem Song „Mother’s Tongue“, exakt bei diesen beiden Worten, hatten sie sich damals zum ersten Mal geküsst. Wie zwei Teenager, die den Rest der Welt um sich herum komplett vergessen hatten. Sie hatte bis heute scherzhaft behauptet, dass der Song eigentlich „Fela Amo“ heißen müsste. Es war das emotionale Bindeglied ihrer gesamten Beziehung. Das, was sie sich sagten, wenn ein einfaches „Ich liebe dich“ der Tragweite ihrer Gefühle nicht mehr gerecht wurde. Sie nickte kaum merklich, während ihre Lippen zitterten, und erwiderte das heilige Versprechen.
BECKY LYNCH: „Sag nicht, dass du mich liebst… Fela Amo!“
Dann küsste sie ihn. Es war kein perfekt inszenierter Filmkuss für die Kameras. Kein übertriebenes, leidenschaftliches Verschmelzen für die Fan-Reaktionen. Es war ein vorsichtiger, fast schon fragender Kuss. Ihre Lippen berührten die seinen zart, bebend, als müssten sie sich nach den Monaten der Isolation erst mühsam wieder daran erinnern, wie sich Geborgenheit anfühlte. Seth erwiderte den Kuss mit genau derselben Zärtlichkeit, genauso echt und intensiv.
Seine Hände blieben fest an ihren Wangen verankert, hielten sie, als sei sie das kostbarste und zerbrechlichste Gut auf dieser Welt. Der Kuss schmeckte nach dem Salz ihrer Tränen, nach den schmerzhaften Monaten, die sie verloren hatten, nach Sehnsucht und nach etwas Neuem, das endlich wieder frei atmen durfte. Als sie sich schließlich voneinander lösten, blieben ihre Stirnen aneinander gelehnt. Beide atmeten schwer, die Augen geschlossen. Keiner der beiden wagte es, das heilige Schweigen mit lauten Worten zu brechen. Da war nur das leise, synchrone Atmen zweier Seelen und das ferne, unbedeutende Echo der brodelnden Arena im Hintergrund. Leise, fast unhörbar, flüsterte sie direkt gegen seine Lippen.
BECKY LYNCH: „Lass uns einfach ins Hotel fahren, Seth. Ich will nur noch meine Sachen holen und dann zu dir. Ein ruhiger, ganz normaler Abend, ja?“
Seth lächelte das erste Mal seit Monaten ein ehrliches, tiefes Lächeln und drückte einen sanften Kuss auf ihre Stirn. Sie hatten allen Grund zu feiern, aber an eine Aftershow Party wollten sie erst gar nicht denken. Zu erschöpft, zu kraftlos waren sie nach all der langen Zeit des Schmerzes.
SETH ROLLINS: „Alles, was du willst, Becks. Ein Abend nach dem anderen.“
Sie hielten sich einfach nur fest, während die Ringe wieder fest und sicher an ihren Fingern saßen. Es gab kein gigantisches Pyro-Spektakel, kein großes, lautes Finale vor den Kameras. Nur zwei Menschen, die nach acht Wochen des Ertrinkens endlich wieder gemeinsam die Oberfläche erreicht hatten und atmen konnten. Und irgendwo dort, zwischen den verbliebenen Tränen und den tiefen Narben der Vergangenheit, fanden sie ihn wieder: einen winzigen, zerbrechlichen, aber unbezwingbaren Anfang.
Last Week
Im nächsten Segment finden wir uns im Backstagebereich wieder. Genauer gesagt vor einer Tür mit der Aufschrift Raven. Der Trainer des Peformance Centers hat seine eigenen Räumlichkeiten, doch wer da rauskommt überrascht einen doch sehr. Es ist eine seine Schüler Izzy Moreno. In ihrem Ring Gear unterwegs scheint sie es ziemlich eilig zu haben von hier zu verschwinden. In der einen Hand ihr Smartphone, dass aufleuchtet und um ihre Schulter eine Tasche, die ziemlich in die Jahre gekommen ist. Man würde nicht erwarten, dass diese zu Moreno gehört.
Izzy Moreno
"Okay ich habe sie. Habe ich genug Zeit?"
Bayley
"Jede Menge. Ich weiß, dass Raven so schnell nicht in seinen Locker zurückkehren wird."
Offenbar hat Izzy ihr Handy auf Lautsprecher gestellt und telefoniert mit der General Managerin höchstpersönlich. Offenbar geht es um irgendeine Angelegenheit, die Raven betrifft. Izzy sieht sich nervös um und sucht einen abgelegen Ort der Arena, wo sie die Tasche auf eine Kiste vor sich legt. Das Handy liegt daneben.
Izzy Moreno
"Ich schaue jetzt rein."
Damit meint Izzy offensichtlich die Sporttasche wo ihre Hand gerade Richtung Reißverschluss wandert.
Bayley
"Du brauchst nicht grob alles inspizieren. Ich will nur wissen, ob sich irgendwelche Flaschen Alkohol darin befinden."
Damit scheint klar zu sein, dass die Tasche Raven gehört. Bayley hat Izzy Moreno angestiftet die Tasche des Death Fighters zu untersuchen. Eine gefährliche Sache für Moreno, wenn Raven dies herausfinden sollte. Auf der anderen Seite macht sie dies im Auftrag von Bayley, die noch über der ECW Legende steht. Die Tasche ist jetzt offen, doch scheint Izzy nicht sehr angetan zu sein von der Aufgabe, die ihr bevorsteht. Sie sieht angewidert aus.
Izzy Moreno
"Das willst du nicht riechen. Das ist doch Schmutzwäsche… Ist das Blut?"
Nur sehr zögerlich geht Everyone´s Favorite BFF die Sachen durch. Sie scheint so angewidert zu sein, dass sie Angst hat irgendwas anzufassen. Hätte sie doch nur Handschuhe hierfür.
Bayley
"Guck einfach nur nach etwas, was sich wie eine Flasche anfühlt."
Izzy Moreno
"Ich hab was!"
Schließlich grabt Izzy etwas aus der Tasche heraus. Eine Dose. Ist das etwa Alkohol? Izzy sieht sich das Getränk an.
Izzy Moreno
"Okay Fehlalarm. War doch nur ein Energydrink."
Offenbar herrscht in der Tasche des Death Fighters das reinste Chaos. Die Zuschauer sind gespannt, was sich da drin noch so alles befindet. Eine Sache scheint Izzys Interesse geweckt zu haben. Ein zerknülltes Foto welches Izzy auseinanderknüllt.
Izzy Moreno
"Raven ist im Vergleich zu früher gar nicht wieder zu erkennen."
Moreno begutachtet eine Foto von Raven zu seinen ECW Zeiten mit zahlreichen alten ECW Legenden. Das weckt doch Nostalgie. Was Izzy nicht bemerkt ist, dass sie nicht mehr so alleine ist.
Eine junge Frau steht in der Tür hinter Izzy . Es ist definitiv niemand die zusehen war vorher hier und doch kennt man die von der Match Card die für bern die Matches angekündigt hat die Grünhaarige hört auf den Namen Airica Demia und schaut Izzy verwundert an . Ihr wurde gesagt das wäre der Ort wo sie PC Chef Raven findet doch jetzt sieht sie ein junges Mädchen die Sachen der Legende durchstöbern. Das ist doch eigentlich die perfekte Chance .
Airica: Stop du Schurke und lass alles langsam herunter.
Airica springt in den Raum mit ihrem fäusten an ihre Hüften sieht es fast aus als wolle sie eine Helden Pose machen .
Erschrocken lässt Izzy das Foto auf den Boden fallen. Panisch drückt sie auch auf den roten Button ihres Smartphones um das Telefonat zu beenden.
Izzy Moreno
"Es ist nicht das wonach es aussieht."
Langsam dreht sich Izzy um und erblickt dabei die Person, die sie gerade erwischt hat. Wobei Moreno ziemlich verwirrt dreinschaut wer ihr da gerade gegenübersteht.
Airica schaut die junge Frau gegenüber an sie sind fast im selben Alter augenscheinlich während Demia nun bei genaueren hinschauen doch etwas speziell angezogen ist Rock darunter eine Strumpfhose und ein Shirt .
Airica: Ich hoffe das es nicht ist wonach es aussieht. Diebstahl ist nämlich keine Eigenschaften die ein groß weiterbringt. Der große One For All wäre wahrscheinlich enttäuscht wenn er ein junges Mädchen beim stehlen erwischt doch ... Ich bin noch Heldin im Training... So Frage ich erstmal was du da tust bevor ich zu schnell ein Urteil fälle .
Izzy Moreno
"Ich wollte nichts klauen. Ich sollte nur was überprüfen. Es ist nur zu Ravens eigenen Sicherheit. Die Tasche wollte ich danach auch direkt wieder zurücklegen."
Schnell bückt sich Izzy um das Foto auf dem Boden aufzuheben und wieder zurück in die Tasche zu legen.
Izzy Moreno
"Dass ich an der Tasche war darf keiner erfahren … entschuldige. Ich kenne deinen Namen nicht."
Als Izzy Airica zur Geheimhaltung verpflichten wollte wird ihr klar, dass sie gar nicht den Namen der neuen Kollegin kennt.
Raven helfen ? Das rückt die Absicht von Izzy in eine andere Richtung als Demia dachte und denkt merklich nach .
Airica: Hmmm ihm helfen wie? Steckt dieser Raven den in Probleme oder ? Hmmm angenommen ich glaube dir wie könnten wir helfen . Ach so erm du kannst mich Airica nennen das ist mein Helden name .
Izzy Moreno
"Eine Heldin? So wie Axiom?"
Zumindest wurde Axiom so anfangs bezeichnet, doch läuft er so nicht mehr herum. Izzy packt die Tasche wieder zusammen und schließt sie zu.
Izzy Moreno
"Airica also. Freut mich dich kennenzulernen. Ich bin Izzy. Raven hat Probleme mit sich selbst. Ich sollte in seiner Tasche gucken, ob er Alkohol darin gebunkert hatte. Ich bin nicht diejenige, die für ihn verantwortlich ist. Tatsächlich war das eine Anfrage von oben, ob ich durch seine Tasche gucke. Das muss aber unser Geheimnis bleiben bitte."
Ob Airica weiß, dass sie mit oben die Chefetage und damit Bayley bleibt. Die Zuschauer selbst wissen, dass der Auftrag von Bayley ist, da sie bei der Inspektion die ganze Zeit mit am Telefon gewesen ist.
Die Grünhaarige hört sich an was Izzy ihm an und legt ihre Stirn in Falten.
Airica: Hmmm dann bist du sozusagen nur ein Werkzeug gewesen sozusagen. Das ist leider oft der Start zum Abstieg Izzy . Ich verstehe zwar die sorge darüber das Raven in den Alkohol Sumpf fallen könnte doch gibt es deutlich mehr heldenhaften Methoden ihn zu helfen denke ich wie ihn Lokale Termine oder Nummer für Hilfe Gruppen zu geben ohne in die Privatsphäre eines anderen Menschen zu verletzen.
Izzy ist bereit loszugehen. Je länger sie hierbleibt, desto höher ist die Chance, dass noch weitere Zeugen auftauchen.
Izzy Moreno
"Ja sicher. Als ob sie dieser Tattergreis zu sowas überzeugen lässt. Ich gehe jetzt und bring ihm alles zurück. Wenn er Wind davon bekommt, weiß ich ja, wer mich verraten hat."
Mit einem strengen Blick sieht Izzy Airica an. Soll das eine Warnung sein? Bevor Airica was sagen kann ist Izzy auf dem Weg die Tasche wieder dahinzubringen, wo sie ursprünglich gewesen ist.
MAIN EVENT
c2c WORLD HEAVYWEIGHT CHAMPIONSHIP
THREE STAGES OF HELL MATCH
Roman Reigns © vs. Kenny Omega
![[Bild: GIFRoman-Kopie.gif]](https://i.postimg.cc/GhGBjjMm/GIFRoman-Kopie.gif)
Writer: Mark
Wade Barrett
"Ladies and Gentlemen, wir sind nur noch wenige Augenblicke vom Main Event entfernt und was für ein Main Event uns heute erwartet. Der World Heavyweight Championship steht auf dem Spiel, wenn der amtierende Champion Kenny Omega seinen Titel gegen den Number One Contender Roman Reigns verteidigt. Ein Match, über das seit Monaten gesprochen wird. Ein Match, das längst persönlicher geworden ist als jede Championship-Rivalität der letzten Jahre."
Pat McAfee
"Wade, ich bekomme jetzt schon Gänsehaut. Wir reden hier nicht einfach über irgendein Titelmatch. Wir reden über zwei absolute Megastars. Auf der einen Seite Kenny Omega, der Mann, der den World Heavyweight Championship mittlerweile seit dem 17. November 2025 hält. Über 200 Tage an der Spitze dieser Company. Über 200 Tage voller Titelverteidigungen, großer Matches und unglaublicher Leistungen."
Cathy Kelley
"Und auf der anderen Seite steht Roman Reigns. Der Tribal Chief. Der Mann, der sich diese Chance mit einem Sieg über Jey Uso verdient hat. Doch dieser Sieg war alles andere als unumstritten. Die Ereignisse in Lissabon sorgen bis heute für Diskussionen. Eingriffe von Kenny Omega, das Auftauchen von LA Knight, Chaos außerhalb des Rings. Trotzdem war es am Ende Roman Reigns, dessen Hand offiziell zum Sieger erhoben wurde."
Wade Barrett
"Und genau deshalb ist Roman Reigns heute Abend hier. Viele mögen seine Methoden kritisieren, viele mögen die Bloodline kritisieren, aber am Ende des Tages bleibt eine Tatsache bestehen: Roman Reigns gewinnt. Seit Jahren definiert dieser Mann Erfolg auf einem Niveau, das kaum jemand in dieser Industrie jemals erreicht hat."
Pat McAfee
"Aber Kenny Omega ist auch kein gewöhnlicher Champion. Dieser Mann hat sich durch die gesamte Elite dieser Company gekämpft. Er hat Legenden geschlagen. Er hat ehemalige Champions geschlagen. Er hat Herausforderer aus jeder Richtung abgewehrt. Und ganz ehrlich? Er wirkt heute genauso selbstbewusst wie an dem Tag, als er den Titel gewonnen hat."
Cathy Kelley
"Vielleicht sogar noch selbstbewusster. Kenny Omega glaubt fest daran, dass Roman Reigns ihn zwar fordern kann, ihn aber nicht besiegen wird. Er hat in den vergangenen Wochen immer wieder betont, dass Roman lediglich der nächste Name auf seiner Liste sei."
Wade Barrett
"Roman Reigns sieht das natürlich vollkommen anders. Für ihn ist Kenny Omega lediglich ein Champion auf Zeit. Ein Mann, der seiner Meinung nach den Titel nur noch besitzt, weil beim letzten Aufeinandertreffen ein Fehler passiert ist."
Pat McAfee
"Und da sind wir bei dem Punkt, über den die gesamte Wrestling-Welt spricht. Roman Reigns hat Kenny Omega beim letzten Special tatsächlich besiegt. Der Pinfall wurde gezählt. Der Titel wurde ihm überreicht. Doch dann stellte sich heraus, dass Kenny seinen Fuß auf dem Seil hatte und John Cena diesen entscheidenden Moment übersehen hatte."
Cathy Kelley
"Daraufhin wurde die Entscheidung rückgängig gemacht. Roman verlor den Titel wieder, obwohl er bereits als Champion präsentiert worden war. Kenny Omega blieb Champion und genau dieser Vorfall hat die Fehde auf ein völlig neues Level gehoben."
Wade Barrett
"Für Roman Reigns war das ein gestohlener Moment. Für Kenny Omega war es lediglich die Korrektur einer falschen Entscheidung. Zwei Männer... zwei Sichtweisen und ein Championship."
Pat McAfee
"Und vergessen wir nicht Paul Heyman. Seit Wochen verkündet der Wise Man, dass Roman Reigns nicht nur Champion werden wird, sondern die gesamte Company übernehmen möchte. Heyman spricht davon, dass Berlin der Ort sein wird, an dem jede Diskussion endet."
Cathy Kelley
"Während Kenny Omega genau das Gegenteil behauptet. Er ist überzeugt, dass Berlin zum endgültigen Beweis wird, warum er der beste Wrestler der Welt ist."
Wade Barrett
"Es geht heute nicht nur um Gold. Es geht nicht nur um Prestige. Es geht um Vermächtnis. Es geht um die Frage, wer das wahre Gesicht von Coast 2 Coast Wrestling ist."
Pat McAfee
"Der längste amtierende Champion der Gegenwart gegen den dominantesten Herausforderer der letzten Jahre. Ehrlich? Größer geht es kaum."
Cathy Kelley
"Kenny Omega gegen Roman Reigns. Champion gegen Tribal Chief. Der World Heavyweight Championship steht auf dem Spiel."
Wade Barrett
"Und meine Damen und Herren, falls der World Heavyweight Championship allein nicht genug wäre, müssen wir über die vielleicht wichtigste Ankündigung dieser gesamten Rivalität sprechen. Denn heute Abend wird Kenny Omega nicht einfach seinen Titel gegen Roman Reigns verteidigen. Nein. Diese beiden Männer haben einer Herausforderung zugestimmt, die nur die Besten der Besten überleben können."
Pat McAfee
"Ohhh, jetzt wird's ernst! Wir sprechen vom Three Stages of Hell Match! Einer Matchart, die Karrieren definiert, Legenden erschafft und Menschen an ihre absoluten Grenzen bringt."
Cathy Kelley
"Und das Format könnte brutaler kaum sein. Um dieses Match zu gewinnen, müssen zwei von drei Matches gewonnen werden. Jede einzelne Stufe verlangt den Athleten etwas anderes ab. Jedes einzelne Match wird Körper und Geist auf eine völlig andere Weise zerstören."
Wade Barrett
"Die erste Stufe ist ein klassisches Singles Match. Keine Ausreden... Keine besonderen Regeln... nur Roman Reigns gegen Kenny Omega. Wrestling in seiner reinsten Form."
Pat McAfee
"Und genau das macht diese erste Runde so gefährlich! Beide Männer wissen, dass sie früh die Kontrolle übernehmen müssen. Wer die erste Stufe gewinnt, setzt den Gegner sofort unter enormen Druck."
Cathy Kelley
"Nachdem ersten Pinfall, geht es unmittelbar in das zweite Match."
Wade Barrett
"Falls Count Anywhere."
Pat McAfee
"Und da wird es chaotisch! Dann ist die gesamte Arena ein Schlachtfeld. Die Rampe, die Absperrungen, die Kommentatorenpulte, die Zuschauerränge, der Backstagebereich überall kann der entscheidende Pinfall erfolgen."
Cathy Kelley
"Kenny Omega hat in seiner Karriere zahlreiche Falls Count Anywhere Matches bestritten. Seine Kreativität macht ihn in solchen Situationen besonders gefährlich."
Wade Barrett
"Aber auf der anderen Seite steht Roman Reigns. Ein Mann, der physische Dominanz verkörpert. Je länger ein Kampf dauert, desto gefährlicher wird der Tribal Chief."
Pat McAfee
"Und jetzt kommt der Teil, der mir ehrlich gesagt Sorgen macht..."
Cathy Kelley
"Denn sollte nach zwei Matches immer noch keine Entscheidung gefallen sein..."
Wade Barrett
"Dann betreten wir die Hölle."
Pat McAfee
"HELL... IN... A... CELL!"
Cathy Kelley
"Eine gigantische Stahlkonstruktion wird den Ring umschließen. Keine Flucht. Keine Hilfe von außen. Kein Entkommen."
Wade Barrett
"Dort gibt es keine Strategie mehr. Keine Psychospielchen. Keine politischen Diskussionen. Keine Debatten darüber, wer der bessere Mann ist."
Pat McAfee
"Dort bleibt nur noch Überleben."
Cathy Kelley
"Und genau deshalb ist dieses Match so passend für diese Rivalität. Seit Monaten streiten Kenny Omega und Roman Reigns darüber, wer das wahre Gesicht dieser Company ist."
Wade Barrett
"Heute Abend werden sie drei verschiedene Schlachten führen."
Die Arena ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Tausende Zuschauer sitzen auf den Rängen und erzeugen ein ununterbrochenes Rauschen aus Gesprächen, Jubelrufen und gespannter Erwartung. Über dem Ring kreisen die Scheinwerfer, während Kameras jede Bewegung einfangen. Die Luft ist von Spannung erfüllt, denn jeder weiß, dass der nächste Auftritt etwas Besonderes werden wird. Plötzlich gehen sämtliche Lichter aus. Die Arena versinkt in völliger Dunkelheit. Und sofort verstummen viele Gespräche. Ein aufgeregtes Raunen geht durch die Zuschauermenge. Überall richten sich Blicke zur Bühne. Niemand weiß genau, was als Nächstes passiert, doch jeder wartet gespannt auf den ersten Hinweis. Dann erklingt ein tiefer Ton aus den Lautsprechern. Der Klang hallt durch die gesamte Arena und lässt die Zuschauer aufhorchen. Wenige Sekunden später folgt ein weiterer Ton, noch kraftvoller als der erste. Die Spannung steigt mit jedem Augenblick. Dichter Nebel beginnt über den Eingangsbereich zu ziehen gleichzeitig schießen helle Lichtstrahlen durch die Dunkelheit und tauchen die Bühne in ein beeindruckendes Schauspiel aus Licht und Schatten.
Sofort explodiert die Arena in gemischten Reaktionen. Jubelrufe und Buhrufe vermischen sich zu einer gewaltigen Geräuschkulisse. Die ersten Lichtstrahlen durchbrechen die Dunkelheit und beleuchten die Bühne. Dichter Nebel breitet sich über den Eingangsbereich aus und verleiht der Szenerie eine beinahe königliche Atmosphäre. Langsam erscheint zuerst Paul Heyman aus dem Nebel.
Ein selbstzufriedenes Lächeln liegt auf seinem Gesicht. In seinen Händen hält er das Mikrofon und blickt stolz in die Zuschauermenge. Er bleibt kurz stehen und betrachtet die Arena, als wolle er jeden einzelnen Zuschauer daran erinnern, wessen Ankunft unmittelbar bevorsteht. Dann tritt hinter ihm "Tribal Chief" Roman Reigns aus dem Nebel hervor. Sofort wird die Reaktion der Zuschauer noch lauter. Roman bleibt regungslos am oberen Ende der Rampe stehen. Sein Gesicht wirkt ernst und konzentriert. Seine Haltung strahlt absolute Kontrolle aus. Er schaut nicht nach links und nicht nach rechts. Sein Blick ist direkt auf den Ring gerichtet. Paul Heyman stellt sich leicht seitlich hinter ihn und betrachtet ihn mit sichtbarer Bewunderung.
![[Bild: l-intro-1738654341.jpg]](https://i.ibb.co/pj6J6Wth/l-intro-1738654341.jpg)
In seinen Augen wirkt Roman nicht wie ein gewöhnlicher Wrestler, sondern wie ein Herrscher, der sein Reich betritt. Roman hebt langsam sein Kinn und die Scheinwerfer richten sich vollständig auf ihn. Einen Augenblick scheint die gesamte Arena stillzustehen darauf setzt er sich in Bewegung. Paul Heyman folgt ihm sofort.
Gemeinsam schreiten sie langsam die Rampe hinunter. Roman geht mit ruhigen, kontrollierten Schritten voran, während Heyman einige Schritte hinter ihm bleibt. Immer wieder blickt Heyman zu Roman auf, als wolle er sicherstellen, dass jeder Zuschauer die Bedeutung dieses Moments versteht. Die Fans entlang der Absperrungen strecken ihre Arme aus und rufen lautstark nach Roman. Einige halten Schilder in die Höhe. Andere filmen den Einzug mit ihren Smartphones. Roman reagiert überhaupt nicht warum auch? Er bleibt vollkommen fokussiert und sein Blick verlässt den Ring keine einzige Sekunde. Die Musik hallt durch die Arena, während die riesigen Bildschirme Nahaufnahmen seines Gesichts zeigen. Mit jedem Schritt wächst die Spannung weiter. Auf halber Strecke bleibt Roman plötzlich stehen. Paul Heyman bleibt sofort ebenfalls stehen. Roman blickt langsam durch die Arena und die Zuschauer reagieren augenblicklich. Ein gewaltiger Lärm erfüllt die Halle.
Heyman lächelt zufrieden und nickt mehrfach, als würde er die Reaktion der Menge genießen. Er hebt beide Hände leicht an und präsentiert Roman den Fans wie eine unangefochtene Legende. Nach einigen Sekunden setzt Roman seinen Weg fort. Die letzten Meter zum Ring wirken beinahe feierlich. Die Arena bebt unter den Reaktionen der Zuschauer schließlich erreichen Roman und Paul Heyman die Ringtreppe. Roman bleibt vor den Stufen stehen und blickt zum Ring hinauf. Paul Heyman stellt sich neben ihn für einen Moment betrachten beide schweigend den Ring. Dann steigt Roman langsam die Treppe hinauf und Paul Heyman folgt ihm unmittelbar. Oben angekommen betritt Roman den Apron und bleibt erneut stehen. Die Musik erreicht ihren Höhepunkt. Die Scheinwerfer konzentrieren sich vollständig auf ihn. Roman dreht sich zur Zuschauermenge... Tausende Menschen blicken zu ihm auf und langsam hebt er einen Arm. Die Arena explodiert vor Lautstärke.
![[Bild: roman-reigns-april-20-b-1024x576.jpg]](https://i.ibb.co/RpzH7ZBy/roman-reigns-april-20-b-1024x576.jpg)
Paul Heyman steht hinter ihm und lächelt stolz. Er nickt immer wieder und scheint jede Sekunde dieses Augenblicks zu genießen. Roman senkt seinen Arm wieder, greift nach dem obersten Ringseil und betritt den Ring. Paul Heyman folgt ihm durch die Seile und gemeinsam gehen sie einige Schritte in Richtung Ringmitte dort bleibt Roman stehen. Paul Heyman positioniert sich leicht hinter ihm und blickt aufmerksam durch die Arena. Roman steht regungslos in der Mitte des Rings. Seine Brust hebt und senkt sich ruhig, während sein Blick über die Menschenmenge wandert. Paul Heyman lächelt voller Stolz für ihn gibt es keinen Zweifel daran, wer hier die Kontrolle hat. Und für die gesamte Arena ist in diesem Moment klar... Kenny Omega kann kommen denn der Tribal Chief ist angekommen.
Pat McAfee
"Jetzt fehlt nur noch der World Champion."
Cathy Kelley
"Ich kann es kaum abwarten..."
Das Licht in der Halle wird ein wenig gedimmt. Aufgeregt schnappen sich die anwesenden Zuschauer ihre Kameras oder ziehen hastig ihre Smartphones aus den Hosentaschen. Den folgenden Moment wollen sie festhalten. Daher ist es wenig verwunderlich, dass von allen Seiten ein Blitzlichtgewitter auf die Entrance Stage prasselt. Die Boxen springen an...
ARE YOU READY FOR THIS?
Nachdem das gewohnte Intro der Kenny Omega Theme langsam angefangen und immer mehr an Fahrt aufgenommen hat, betritt der Cleaner die Bühne. Er trägt lange schwarze Pants, auf denen in weiß „Best Bout Machine“ abgedruckt ist. Der Oberkörper wird von einer ärmellosen Weste bedeckt, auf deren Rücken ein einzelner Flügel angenäht wurde...passend zu seinem Finisher. Den Titel hat sich der Kanadier um die Hüfte geschnallt. Lächelnd nimmt er die positiven Reaktionen der Fans wahr und taucht regelrecht in diese ein. Mit geschlossenen Augen beugt er sich nach vorne...nur um sich gleich wieder langsam aufzubauen und die Arme in die Höhe zu strecken. Wie aufs Stichwort wird rechts und links neben dem Kanadier die Pyrotechnik aktiviert...
Matthew Rehwoldt: "Making his way to the ring... from Winnipeg, Manitoba, Canada... weighing in at 203 pounds... he is the c2c World Hevyweight Champion... the Cleaner... KENNY OMEGA!"
Die Kamera folgt ihm direkt die ersten Schritte. Kenny nutzt das aus, um ein paar Worte an den heutigen Kontrahenten und über sich selbst zu verlieren. Aufgrund der Hintergrundgeräusche kann man aber nicht wirklich etwas verstehen. Als er schließlich beim Ring angekommen ist, wählt er den Weg über die Treppe und durch die Seile. Innerhalb der Ropes positioniert er sich mittig im Ring, geht kurz in sich, winkelt seinen rechten Arm so an, dass er seine eigene Faust küssen kann…langsam streckt Kenny den Arm aus und spreizt den Daumen und den Zeigefinger ab, so dass er seine patentierte Pistolengeste zeigen kann. Seine Entrance Theme verstummt. Der Canadian X entledigt sich noch der Weste und nimmt den World Titel ab, bevor er diesen in sichere Hände abgibt. Bevor der Kampf nun starten kann, macht Omega ein paar Lockerungsübungen und ist damit bereit…
Der Referee präsentiert noch einmal den World Heavyweight Championship in der Ringmitte. Roman Reigns steht in seiner Ecke, die Arme hinter dem Rücken verschränkt, den Blick fest auf Kenny Omega gerichtet. Auf der gegenüberliegenden Seite federt Omega locker auf den Fußballen, versucht die Nervosität abzuschütteln und bleibt dennoch fokussiert. Paul Heyman lehnt sich draußen gegen den Apron und lächelt selbstsicher. Die Fans werden immer lauter.
Warnung! Spoiler!
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