![[Bild: c2cliveeel-Kopie.jpg]](https://i.ibb.co/hcH88Gb/c2cliveeel-Kopie.jpg)
MILANO!
![[Bild: C2-CLive25-Kopie.jpg]](https://i.postimg.cc/qMT3CTC6/C2-CLive25-Kopie.jpg)
findet statt im Forum di Milano vor 15,800 Zuschauern in Mailand, Italien.
![[Bild: forumdimilano.png]](https://i.ibb.co/Z1WHRcNM/forumdimilano.png)
Die letzte Kamera ist optimal platziert und auch der letzte reservierte Platz besetzt. Die c2c Show kann losgehen! Gleich zu Beginn explodiert ein buntes Feuerwerk auf der Stage und motiviert die anwesenden Fans zu großem Jubel und Chants. In der Mitte des aufwendig gebauten Wrestlingrings steht Matthew Rehwoldt schon mit einem Mikrofon bereit um die anwesenden Fans hier in der heutigen Show zu begrüßen.
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Matthew Rehwoldt: "My dear Ladies.. my dear Gentlemen.. my name is Matthew Rehwoldt and it is I, your DRAAAAAMAAA KIIIIINGGG... welcoming you to... COAST.. to COAST... WRESTLINGGGGGG!"
Kaum hat Rehwoldt die Ansage zuende gebracht gibt es einen kleinen Jubel für seine Ansage und auch wegen der Vorfreude auf den Verlauf des Abends. Matthew verbeugt sich einmal kurz und geht dann auch aus dem Ring heraus. Auch die knallenden Geräusche des Feuerwerks erlischen langsam und geben die Bühne somit für ihre Akteure frei. Bevor dies jedoch in Kraft tritt, werden die Zuschauer daheim vor ihren Fernsehgeräten von Pat MacAfee, Cathy Kelly & Wade Barrett begrüßt.
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Pat McAfee: "Willkommen und beste Grüße aus Italien."
Cathy Kelley: "Wir kommen immer mehr ins Zentrum von Europa. Heute in Italien haben wieder einige interessante Matchups für euch. Shine Champion Skye Blue tritt wieder in Aktion."
Wade Barrett: "Und wenn ein Titelmatch bevorsteht ist es sowieso immer spannend. Unser heutiges Main Event ist: Danhausen gegen Jon Moxley."
Es waren noch mehrere Stunden bis zum Beginn der Show. In der riesigen Arena herrschte die ruhige, aber geschäftige Atmosphäre eines Ortes, der sich langsam auf den Sturm vorbereitete. Roadies schoben schwere Equipment-Kisten über den Hallenboden, prüften Kabel und bauten die großen LED-Wände auf, während leise Anweisungen durch die Gänge hallten. Für die wenigen Athleten, die bereits so früh in der Halle eingetroffen waren, war der Catering-Bereich eine willkommene Oase. Hier roch es nach frischem Kaffee, gegrilltem Fleisch und warmem Essen. Manche holten sich nur einen schnellen Snack oder einen letzten Kaffee in Ruhe, bevor der Wahnsinn des Abends losging.
Seth Rollins saß allein an einem der hinteren Tische, etwas abseits von den wenigen anderen Anwesenden. Vor ihm stand ein deutlich überladener Teller: drei große gegrillte Putenbruststücke, eine ordentliche Portion Kartoffelgratin und etwas gedünstetes Gemüse. Es sah weniger nach einer Mahlzeit aus, eher nach jemandem, der seinen Körper mit Brennstoff vollpumpen wollte. Seth schaufelte das Essen regelrecht in sich hinein. Mechanisch, fast schon aggressiv, ohne großen Genuss. Die Gabel kratzte laut über den Teller. Er starrte dabei ins Leere, kaute schnell und nahm den nächsten Bissen, als wäre das Essen nur eine weitere Aufgabe, die er hinter sich bringen musste.
Sein Gesicht war ernst, die Augen müde. Die Blessuren aus den letzten Wochen waren noch deutlich sichtbar. Der verheilende Cut über der Augenbraue, die leicht geschwollene Lippe und das Tape, das unter seinem schwarzen Hoodie hervorlugte. Als er eine weitere überladenen Gabel gerade zu Munde führen wollte, sah er auf und stockte noch in seiner Bewegung, als Becky gerade auf ihn zusteuerte. Ebenso ausgestattet mit einem Teller, der weitaus weniger beladen war als seiner, hatte sie sich nur zu einem kleinen Stück Putenbrust und etwas Gemüse entschieden. Vorsichtig, fast schon zurückhaltend, ging sie auf ihn zu. Sie stellte den Teller auf dem gegenüberliegenden Platz ab, streifte sich eine fallende Strähne hinters Ohr und sprach ihn an.
BECKY LYNCH: "Hey… ich, ich bin Rebecca. Schön dich kennenzulernen."
Ihre Stimme war ruhig, fast schon schüchtern zurückhaltend. Seth hatte so viele Fragezeichen in den Augen, dass für eine kurzen Moment die komplette Stille einkehrte. Er schluckte den Bissen herunter, den er zuletzt genommen hatte und dabei dämmerte es ihm langsam. Er reichte ihr die Hand und konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.
SETH ROLLINS: "Oh… ähm… Ich bin Seth, schön auch dich kennenzulernen. Bitte setz dich. Sag mir, Baby, was ist deine Geschichte?"
Ob rein zufällig oder doch geplant, was Becky hier vorhatte, war nahezu exakt die Szene, wie sie sich vor Jahren das erste Mal begegnet waren. Damals war es halt noch die junge Becky, ein namenloses Fragment in der übergroßen Welt des Wrestling, die so viele Eindrücke sammelte, dass sie nahezu permanent vor einem Herzinfarkt stand. Bis sie auf Seth Rollins traf. Er gab sich ruhig, auf sein Essen konzentriert wie jetzt auch. Aber er strahlte etwas Geborgenes aus, was nicht unbedingt in diese hektische Szenerie passte. Ähnlich wie auch jetzt?! Becky setzte sich ihm gegenüber und sah ihm lange in die Augen. Als wolle sie sichergehen, dass es wirklich mehr der alte Seth ist.
BECKY LYNCH: "Nun… ich komme aus einer kleinen Stadt in der Nähe von Dublin. Seit meinem Teeny Alter faszinierte mich das Wrestling, dass ich mich bereits mit 14 davon gestohlen habe, um in einer Wrestling Academy trainieren zu können. Ich bin eigentlich eine ruhige Person… denke viel nach, sehr oft viel zu viel. Aber wenn ich Vertrauen finde und von den richtigen Menschen umgeben bin, kann ich die albernste Attraktion weit und breit sein. Ich kann unglaublich stur sein. Diese typische, irische Sturheit. Es geht sogar so weit, dass es mich selbst nervt, wenn ich so stur bin. Doch wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe, bringt man mich so schnell nicht mehr davon ab."
Recht nüchtern trug Becky ein paar Eckpunkte zu ihrer Person vor. Ihre Stimme war so ruhig und sanft, wie man sie nur selten vernommen hat. Seth hörte ihr aufmerksam zu. Nur noch langsam stocherte er in seinem Essen umher, während Becky ihres nicht einmal angerührt hatte.
SETH ROLLINS: "Diese Sturheit kann manchmal schmerzen, oder? Dich und vor allem denjenigen, der sie abbekommt. Aber sie hat dich auch weit gebracht, sonst wärst du vielleicht gar nicht hier und niemals so weit gekommen."
Wie recht Seth doch hatte, aber er durchbrach damit auch die Szenerie um ihr erstes Treffen. Ihre Blicke trafen sich, ein verlegenes Lächeln keimte auf ihren Lippen. Becky wich seinem Blick aus. Sie stocherte mit ihrer Gabel etwas durchs Gemüse und biss alibimäßig in eine der gedünsteten Prinzessbohnen.
BECKY LYNCH: "Diese Sturheit hat mir die Tür geöffnet. Mit neunzehn hatte ich in Deutschland ein Match vor vielleicht hundert Leuten. Ich bekam nur die Reisekosten. Ich kassierte einen Stuhlschlag… Blut lief mir übers Gesicht, mein Arm wurde taub, mein Bein knickte weg. Der Arzt danach meinte, es wäre keine Gehirnerschütterung, sondern ähnlich einem Schlaganfall. Ich dürfe nie wieder in einen Ring steigen. Sechs Jahre lang hatte ich kein offizielles Match mehr. Aber ich habe weitergemacht. Weil ich stur war. Und diese Sturheit… hat mich letztendlich auch zu dir geführt."
Ob alles anders gekommen wäre, wenn dieser Unfall damals nicht passiert wäre? Oder war ihr Weg einfach vorbestimmt? Für einen Augenblick schoss ihr diese recht metaphorische Frage durch den Kopf, ehe sie sich wieder ganz auf Seth konzentrierte.
BECKY LYNCH: "Wie sieht es bei dir aus? Was kannst du mir erzählen?"
Seth lehnte sich etwas zurück, legte die Gabel langsam auf den Teller und schaute Becky einen langen Moment an. Ein leichtes, melancholisches Lächeln umspielte seine Lippen. Er fuhr sich mit der Hand über den kurzen Bart und nickte nachdenklich.
SETH ROLLINS: „Ich hatte mal das ideale Mädchen an meiner Seite, weißt du…“
Er sagte es leise, fast als würde er mit sich selbst sprechen. Sein Blick wanderte kurz zur Seite, bevor er wieder zu ihr zurückfand. Ein kurzes, überlegtes Zögern, bevor er fortfuhr.
SETH ROLLINS: "Sie war nicht perfekt. Niemand ist das. Aber sie war… echt. Auf eine Art echt, die man nur ganz selten findet. Sie kam aus einer kleinen Stadt in Irland, stur wie ein Maulesel und zweimal so gefährlich, wenn man sie unterschätzt hat. Wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hatte, dann gab es kein Zurück mehr. Man konnte sie mit Argumenten, mit Vernunft oder sogar mit Drohungen nicht davon abbringen. Und genau das habe ich irgendwann geliebt."
Ein leises Lachen entkam ihm, während er den Kopf leicht schüttelte. Sogleich schossen ihm unzählige Momente vor sein geistiges Auge, in denen sie gemeinsam diskutierten und auf eine neckende Art stritten.
SETH ROLLINS: "Sie war laut, wenn sie wütend war. Und Gott, konnte die Frau wütend sein. Aber wenn sie gelacht hat… dann hat sich der ganze Raum verändert. Sie hatte diese Energie, diese Präsenz, die einen mitgerissen hat. Man stand neben ihr und hatte plötzlich das Gefühl, zusammen könnte man die ganze Welt anzünden und danach noch lachen, während sie brennt."
Seth machte eine kurze Pause, stocherte gedankenverloren in seinem Kartoffelgratin herum, ohne wirklich etwas zu essen. Es war so viel mehr als nur Liebe, was sie einst verbunden hatte.
SETH ROLLINS: "Sie war loyal bis zum Letzten. Hat für die Menschen gekämpft, die ihr wichtig waren, auch wenn es sie selbst kaputt gemacht hat. Und stur… verdammt stur. Manchmal so stur, dass es wehgetan hat. Aber genau diese Sturheit hat sie zu etwas Besonderem gemacht. Sie hat sich nie versteckt. Nie klein gemacht. Selbst wenn sie Blut im Gesicht hatte und ihre Nase gebrochen war, sie ist wieder aufgestanden. Immer wieder."
Er schaute Becky jetzt direkt in die Augen. Sein Blick war weich, aber voller Bedeutung.
SETH ROLLINS: "Sie war die Art von Frau, bei der man weiß… wenn du sie einmal hast, dann lässt du sie nie wieder los. Auch wenn es schwer wird. Auch wenn ihr beide Fehler macht. Auch wenn die ganze Welt um euch herum zusammenbricht. Man kämpft einfach weiter. Weil sie es wert ist. Weil sie… zu Hause ist."
Seth schwieg einen Moment, ließ die Worte zwischen ihnen hängen. Dann lächelte er leicht, fast schüchtern.
SETH ROLLINS: "Doch das wunderbarste an ihr, war ihr Blick. Wie sie mich einst angesehen hatte, mit ihren braun-grünen Augen. Es lag so viel Liebe in ihren Augen, dass es mich dahinschmelzen ließ. Ich… ich würde alles dafür geben, sie nochmals so zu sehen. Jedenfalls… so sah sie aus. Meine ideale Freundin."
Er nahm einen Schluck Wasser und schaute sie über den Rand des Glases hinweg an. Die Andeutung war klar. Er hatte nicht über irgendeine Frau gesprochen. Die Luft zwischen ihnen fühlte sich plötzlich noch schwerer an, voller unausgesprochener Dinge. Die Wochen nach London, nach all dem Schmerz, den Vorwürfen und der Distanz. Dies hier… dies war der echte Seth, Ihr Seth und Becky spürte es. Es schnürte ihr den Hals zu und erste Tränen stiegen ihr unweigerlich in die Augen.
BECKY LYNCH: "Und… und was ist mit ihr passiert?"
Es war die logische und alles entscheidende Frage, die nun die Eben der netten Vergangenheit verließ und beide unweigerlich zurück in ihre schwierige Gegenwart holte. Nur leise gingen die Worte von ihr aus, fast zögerlich. Sie hielt den Blick gesenkt, als hätte sie Angst vor der Antwort. Seth atmete tief ein. Das melancholische Lächeln verschwand langsam aus seinem Gesicht. Er legte die Gabel endgültig zur Seite und lehnte sich nach vorne, die Unterarme auf dem Tisch. Für einen Moment suchte er nach den richtigen Worten.
SETH ROLLINS: "Ich… ich hatte sie. Wir hatten uns. Doch… Sie, sie ist nicht gegangen… Ich habe sie dazu gebracht zu gehen. In einer Phase, in der ich nicht ich selbst war. Zumindest nicht vollends."
Seine Stimme war rau und deutlich leiser als zuvor. Er wich bewusst ihren Blicken aus, versuchte sich zu sammeln und die richtigen Worte zu finden. Aber das war gar nicht so einfach. Zu viel ist in der Zwischenzeit passiert. Zu viele Einzelheiten, die er nicht einmal wirklich beschreiben kann.
SETH ROLLINS: "Sieh… ich, ähm… ich war schockiert über das, was ich in Tokio gesehen hatte und dies hat mich aufgefressen. Das tut es ein Stück weit immer noch. Aber ich bin nicht sachlich daran gegangen. Ich konnte keinen Abstand gewinnen oder mit ihr darüber sprechen. Stattdessen habe ich diesen Druck, diese Wut in mir gehalten und immer größer werden lassen, bis ich nahezu den Verstand verloren habe. Sie hat versucht mir zu helfen… aber ich habe es nicht erkannt oder geschafft, diesen Kreislauf zu durchbrechen. Blind vor Wut trifft es ganz gut."
Er machte eine kurze Pause. Man sah, wie schwer ihm die Worte fielen, denn er versuchte wirklich, sein Verhalten und die Vorkommnisse zu reflektieren. Begonnen hatte alles in Tokio und zog sich wie ein unschöner roter Faden durch die gesamte Großbritannien Tour.
Seth Rollins: "Bis hin zu… der Ohrfeige von dir, die Schreie, die Worte, die wir uns an den Kopf geworfen haben… das alles war verdient. Ich habe dir nicht nur den Titel gekostet. Ich habe dir das Gefühl genommen, dass du dich auf mich verlassen kannst. Dass ich dein Partner bin. Dass ich dich verstehe."
Seth schluckte hart und fuhr mit belegter Stimme fort.
Seth Rollins: "Ich habe die Frau verloren, die ich gerade beschrieben habe. Weil ich in diesem einen Moment nicht der Mann war, den sie gebraucht hat. Ich war nicht ruhig. Ich war nicht bei ihr. Ich war nur noch Wut und Ego. Und das Schlimmste ist… ich kann es nicht ungeschehen machen. Egal wie oft ich es mir wünsche."
Er schaute sie lange an. In seinen Augen lag echte Reue, aber auch eine tiefe Erschöpfung. Für beide waren die letzten Wochen unglaublich hart und emotional zermürbend.
Seth Rollins: "Ich weiß nicht, ob sie mir jemals wieder so vertrauen kann wie früher. Und ich würde es verstehen, wenn nicht. Ich habe das Vertrauen kaputt gemacht. Ich habe sie enttäuscht. Und ich habe sie… verloren."
Seth lehnte sich langsam zurück. Seine Hände lagen jetzt ruhig auf dem Tisch, als würde er sich bewusst zurückhalten. Ein langer Moment und eine unangenehme Stille kehrte zwischen beiden ein. Becky saß einfach da, als müsse sie seine Worte sacken lassen. Sie schaute ihn an, suchte in seinen Augen nach etwas. Vielleicht nach einer Lüge, vielleicht nach der Wahrheit. Dann sprach sie leise, mit brüchiger Stimme.
BECKY LYNCH "Du hast mich nicht verloren, Seth… Aber du hast mich verdammt nah dran gebracht."
Seth nickte nur langsam, als würde er das Gewicht ihrer Worte spüren. Becky streckte vorsichtig die Hand aus und legte sie auf seine. Es war keine Umarmung, kein großer Moment, nur diese eine Berührung. Warm. Zögerlich. Zerbrechlich.
BECKY LYNCH: "Wir haben viel kaputt gemacht und es hat so unheimlich weh getan. Ich weiß noch nicht, ob ich dir wieder voll vertrauen kann. Aber… ich will es versuchen. Langsam."
Er drehte seine Hand und verschränkte seine Finger vorsichtig mit ihren. Beide sagten nichts mehr. Sie saßen einfach nur da, inmitten des leisen Klapperns von Geschirr und den fernen Geräuschen der Roadies. Zum ersten Mal seit Wochen fühlte es sich nicht mehr ganz so kalt an.
OPENER
SINGLES MATCH
Izzy Moreno vs. Millie McKenzie
![[Bild: izzymillie.png]](https://i.ibb.co/gZcZNdwZ/izzymillie.png)
Writer: ???
Das Theme von MillieMcKenzie hämmert durch die Halle und die junge Britin tritt nun auf die Rampe ins Licht hinaus. Kurz verharrt sie dort und langsam nimmt sie nun ihren Mundschutz zwischen ihre Lippen. Ja man sieht deutlich diese ist wirklich heiß darauf sich zwischen den Seilen mit ihrer Gegnerin zu messen.
![[Bild: r4xiAMU.png]](https://i.imgur.com/r4xiAMU.png)
Ganz langsam geht sie nun den langen Weg zum Ring herab und betritt nun die Matte, während sie nun angekündigt wird.
Melissa Santos: "Making her Way to the Ring... from Coventry, Uk... weighing in at 128 pounds.. Millie, the Suplexmaschine, Mc Kenzie!"
![[Bild: 4DYC6uS.png]](https://i.imgur.com/4DYC6uS.png)
Millie stellt sich nun auf die linke Ringecke und lockert noch einmal ihre Schultern und Hände, während sie nun auf den Ringgong oder auch Gegnerin wartet.
Das Licht in der Arena erlischt komplett. Auf dem Titantron flackert ein körniges Video aus dem Jahr 2015 auf. Man sieht ein kleines Mädchen mit einem Bayley-Shirt und einem bunten Stirnband, das am Absperrgitter von NXT steht und weint, als Sasha Banks ihr das Haargummi klaut. Dann ein Schnitt: Das Mädchen strahlt, während sie ihr Idol Bayley umarmt. Die Worte "10 YEARS IN THE MAKING" erscheinen in schlichter, weißer Schrift auf dem schwarzen Bildschirm. Ein sanfter, fast nostalgischer Klavier-Akkord ertönt, der plötzlich in einen treibenden, modernen High-Energy-Pop-Rock-Track übergeht. Der Bass setzt hart ein, während die Lichter in der Arena synchron zum Rhythmus in Lila und Gold aufblitzen. Und dann kommt sie! Izzy Moreno tritt durch den Vorhang.
![[Bild: 9b43be87-ee2d-43d7-9d2b-62d0c6b6649f.png]](https://i.ibb.co/rK21SSy6/9b43be87-ee2d-43d7-9d2b-62d0c6b6649f.png)
Sie bleibt auf der Rampe stehen und atmet tief durch, während sie kurz die Augen schließt, als würde sie den Moment aufsaugen, von dem sie acht Jahre lang geträumt hat. Sie trägt ein modernes Gear, das dezent an die Farben ihrer Anfänge erinnert, aber deutlich athletischer und professioneller wirkt. Sie rennt nicht zum Ring. Sie geht mit einer Mischung aus Ehrfurcht und neu gewonnenem Selbstbewusstsein. Als sie an den Fans vorbeiläuft, klatscht sie nicht wahllos ab; sie sucht gezielt den Augenkontakt zu den jüngeren Fans in der ersten Reihe, ein stilles Nicken, wie als wolle sie dem jungen Mädchen zeigen, dass jeder es schaffen kann, eines Tages mal hier in diesem Ring zu stehen!
Matthew Rehwoldt: "Making her way to the ring... from Orlando, Florida... Weighing in at 114Pounds... She is everybody's favorite BFF... Izzy MOOOREEEEENOOOOOOOO!!!"
Am Ring angekommen springt Izzy auf den Apron und zieht sich mit einem flüssigen Sprung über das oberste Seil. Sie geht in die Mitte des Rings und breitet die Arme aus, während lila Pyrotechnik hinter ihr in die Höhe schießt.
Warnung! Spoiler!
Earlier this day
Noch prasselt die freundliche Sonne auf Mailand und gibt den Menschen ein warmes und behagliches Gefühl. Das ist auch am Forum di Milano nicht anders, wo heute Abend Coast 2 Coast Wrestling gastiert. Bis die Show startet dauert es noch gut eine Stunde. Aber in der Halle selbst arbeiten die Männer und Frauen der Promotion daran, dass alles punktgenau fertig ist und man als Fan und Zuschauer den Abend einfach nur genießen kann. Auch die Wrestler*innen sind schon zum großen Teil angereist oder sind gerade dabei.
Eine der Personen, die gerade ankommen, wird nun gezeigt. Es ist Bobbi Tyler, die gerade über einen großen Parkplatz Bereich läuft. Den Temperaturen angemessen trägt sie eine Cropped Jeans, die am Oberschenkel einige, absichtliche, Risse aufzuweisen hat. Dazu weiße Stoffschuhe, ein weißes Shirt und eine schwarze Cappy auf dem blonden Schopf. Dazu hat sich Bobs eine Dr. Who Tasche umgeschnallt. Den Rest ihres Gepäcks hat sie im Hotel gelassen, da sie heute kein Match bestreiten wird. Mit der rechten Hand hält sie gerade ihr Handy ans Ohr.
bobbi.tyler: …und ja, mir geht es heute besser! Danke noch einmal, dass sie sich letzte Woche für mich Zeit genommen haben, Dr. Campbell! Mir ging es wirklich dreckig und ich hatte mir ernsthaft überlegt, hier wieder alles hinzuwerfen!
Auf den ersten Blick fragt man sich, warum es ihr letzte Woche schlecht ging. So hatte die Britin einen rechten überzeugenden Sieg gegen ihre Landsfrau Xia Brookside eingefahren, auch wenn sie dabei recht aggressiv und forsch kämpfte. Nun, auf dem zweiten Blick wirkt die Sachlage etwas mannigfaltiger. Bobbi hatte im Kampf ihren inneren Frust und die Narben der Vergangenheit nach außen getragen und Xia dafür büßen lassen. Nach ihrem Sieg hatte sie Brookside nochmal ihren Finisher verpasst und sich in dem Moment richtig gut gefühlt. Doch dann hörte sie eine Stimme in ihrem Inneren…SEINE Stimme! Er lobte sie sogar für ihre Taten! Das zog Bobbi, wieder einmal, den Boden unter den Füßen weg und griff ihre mentale Gesundheit an. Dementsprechend niedergeschlagen und aufgewühlt war sie und hatte ihre Entscheidung, zur c2c zurückzukehren, bereut. Daraufhin suchte Bobbi das Gespräch mit ihrer Therapeutin Dr. Campbell. Wie es scheint, hat diese Tyler wieder beruhigen und neuen Mut geben können. Sonst wäre diese heute nicht hier in Mailand.
bobbi.tyler: Jaja, ich werde versuchen an ihre Übungen zu denken, wenn ich wieder das Gefühl bekomme, dass es mich innerlich zerreißt! Ich werde hier nicht wieder hinschmeißen! Sonst hätte…er gewonnen und das will ich nicht.
Mit „er“ ist natürlich Bàlor gemeint. Bobbi schafft es immer noch nicht seinen Namen über die Lippen zu bekommen. Zumindest nicht ohne eine große Kraftanstrengung ihrerseits. Dennoch wirkt die Engländerin entschlossen, sich nicht noch mehr verunsichern zu lassen. Dr. Campbell hatte ihr erst dazu geraten, sich der Vergangenheit ein Stück weit zu stellen und wieder für den Traum zu kämpfen, der ihr damals brutal aus den Händen gerissen wurde.
bobbi.tyler: Ich…ich bin jetzt an der Halle! Ich hab‘ heute kein Match und werde mal die ganze Atmosphäre auf mich wirken lassen. Dann melde ich mich später wieder bei Ihnen, ok?...Gut, bis dann und danke nochmal!
Gespräch beendet und das Smartphone verschwindet in der Tasche. Bobbi schließt die Augen, atmet einmal durch…und setzt ihren Gang fort. Was genau sie heute hier machen wird weiß die Blondine noch nicht. Vielleicht sich einfach zeigen und präsentieren! Ablenkungen sollte es heute eigentlich nicht für die ehemalige Stevie Turner geben. Durch den Tweet von Fallon Henley weiß Bobs, dass das Country Girl heute nicht anwesend sein wird. Die Aufeinandertreffen mit Fallon haben sie auch gerne durcheinandergebracht. Also eine gute Sache, dann kann die Amerikanerin sie schon nicht nerven. Nur…warum fühlt Bobs dennoch ein Bedauern, dass sie Henley heute definitiv nicht sehen wird?
?: HEY PSYCHO!
Kurz bevor sie den Eingang der Halle erreicht, wird sie unsanft aus ihren Gedanken gerissen. Eine laute, vulgär klingende Stimme trifft auf sie und schneidet sich durch ihren Gehörgang. Bobbi zuckt kurz zusammen und dreht sich einmal um. Dort erscheint eine ihre Kolleginnen, um die es in den letzten gut zwei Wochen etwas ruhiger geworden ist…Thekla! Die Toxic Spider befindet sich derzeit eigentlich in einer Auseinandersetzung mit Samantha Smart, Kris Statlander und Alex Windsor – der WDI! Seit Madrid legt sich die Österreicherin auf die Lauer und hatte eigentlich einen Plan, wie sie sich an ihren derzeitigen Feindinnen rächen kann. Problem damit…diese lassen sich seitdem nicht mehr blicken. Frustriert die Spider, die einen Abschluss braucht! Zumindest hat sie mal wieder ein Match, da kann sie sich abreagieren. Aktuell trägt sie noch braune Stiefel, Hot Pants und ein bauchfreies Top. Eine dicke Sonnenbrille sitzt auf ihrer Nase, die sie auch nicht abzieht, als sie Bobbi gegenübertritt. Thekla hat hier noch eine geraucht und wollte gerade in die Halle zurück, als sie Tyler sieht. Warum sie die Engländerin anspricht, weiß sie selbst auch nicht so genau. Vielleicht einfach die Lust darauf zu pöbeln.
bobbi.tyler: Kann ich dir helfen?
…fragt Bobbi ruhig und kühl, während ihre Miene regelrecht einfriert. Dass Thekla sie als „Psycho“ bezeichnet stößt natürlich nicht gerade auf Gegenliebe bei der ehemaligen Women’s World Championesse. Jedoch will sie sich nicht provozieren lassen – zumindest noch nicht!
THEKLA: Das kannst du bestimmt, Schätzchen! Ich bräuchte einen neuen Fußabstreifer und du hast die perfekte Größe dafür! Aaaaber…du kannst mir sicher erklären, warum ein Psycho wie du ständig Chancen hast dich im Ring zu beweisen, während ich für Wochen aufs verdammte Abstellgleis gestellt werde.
Bobbi schnaubt auf, als Thekla sie erneut als „Psycho“ bezeichnet. Brummend schüttelt sie den Kopf. Die Arme verschränkt sie vor der Brust. Nicht nur als Zeichen der Abwehrhaltung, sondern auch als Signal dafür, dass sie hier standfest ist und nicht einknicken wird.
bobbi.tyler: Was weiß ich! Vielleicht weiß Bayley, wer der wahre Star ist und auf wen sie setzen sollte. Ich bin das Postergirl, das auf allen Plakaten, Trucks und Merchandise Artikeln abgedruckt werden sollte. Die Leute schalten wegen einer Bobbi Tyler ein…und sicher nicht wegen einer Thekla!
Oha, Bobs hält sich ebenso wenig mit giftigen Worten zurück. Kurz bleibt die Österreicherin still. Ihre Knöchel lässt sie knacken und die Kiefergelenke mahlen aufeinander. Doch dann reißt sie ihre Mundwinkel nach oben und lacht einmal heißer auf. Tyler’s Augenbrauen zucken nach oben. Nicht unbedingt die Reaktion mit der sie gerechnet hätte.
THEKLA: Ahahaha…dem kleinen Mädchen sind die paar Siege zuletzt wohl sehr zu Kopf gestiegen. Ja, schön und gut! Nur hattest du bisher noch keine Gegnerin wie…die…Toooxic…Spiiider…Theeeekla!
Grinsend spannt die Österreicherin ihre Muskeln an und streckt einmal die Zunge raus. Bobbi schüttelt nur den Kopf.
bobbi.tyler: Mhm…großartig! Soll ich mir jetzt vor lauter Angst in die Hose scheißen? Was denkst du von mir? Dass ich wie jede Andere mich vor dich fürchte, weil du im Ring so brutal und rücksichtslos bist? Newsflash Jackass…ich bin ebenso brutal und rücksichtslos!
Ja, vor allem nach letzter Woche könnte man Bobbi’s Aussage so unterstreichen. Klar, Tyler war da mit sich selbst in einem inneren Zwiespalt, ob das so angebracht war oder nicht. Aber die Toxic Spider geht das ja nichts an. Langsam greift diese nach ihrer Sonnenbrille und zieht diese ab. Mit einem stechenden Blick fixiert Thekla die etwas größere Britin und legt ihren Kopf leicht nach rechts. Jedoch grinst sie dabei hauptsächlich, was Bobbi doch ein wenig triggert. Tyler sieht zur Seite! Eben nicht weil sie von der Spider eingeschüchtert ist, sondern weil sie die Selbstkontrolle nicht verlieren möchte.
THEKLA: Da will ich dir nicht einmal widersprechen. Uuuhhh, das war sogar schön anzusehen, wie du die kleine, niedliche Xia gedemütigt hast. Auch wenn es für meinen Geschmack nicht weit genug ging…ahahaha! Nur…der kleine Unterschied zwischen uns Beiden ist der folgende…du bist brutal und rücksichtslos, weil du eine Schraube locker hast! Ich habe ziemlich den Eindruck, als wüsstest du nicht, was du da eigentlich tust. Auf der anderen Seite…weiß ich gaaaanz genau, was ich tue! Jeden Schlag, jeden Tritt, jeden Griff in die Augen, jeden Würgegriff der von mir ausgeht, mache ich bei klarem Verstand! Ich will sie ALLE leiden sehen! Ich stehe auf ihre Schmerzen und lache sie aus, wenn sie um Gnade winseln!
Ihr Blick dabei hat fast schon etwas verträumtes, während sie mit Bobbi ihre Gewaltfantasien teilt. Tyler zuckt dabei etwas zurück. Wirklich geheuer ist ihr die Toxic Spider nicht mehr. Diese Blonde hat keinerlei Skrupel und würde sich wohl sofort mit Bobbi hier prügeln. Dass Thekla nachher sie, mit dem Gesicht voran, auf den Boden tritt, muss nicht sein. Dieses Risiko will die ehemalige Stevie Turner ganz bestimmt nicht eingehen. Das würde sich mit ihren Zielen hier nicht vereinbaren lassen. Ändert nichts daran, dass sie dennoch jederzeit der Europäerin die Stirn bieten würde. So geht Bobs einen Schritt zurück und deutet an Thekla den Rücken zuzudrehen.
bobbi.tyler: Ach, weißt du was? Fick dich, Thekla! Ich habe besseres zu tun!
Das soll der Schluss hier sein. Bobbi will weiter, schnell die Halle betreten. Theka reagiert schnell, grabscht nach einem Handgelenk der Britin und hält es fest. Blitzschnell dreht sich Tyler wieder zu ihr um und bestraft die Ältere mit einem bitterbösen Blick.
THEKLA: Meinen Sieg heute werde ich genüsslich feiern. Mit Zigaretten, Alkohol, guter Musik…und wenn ich dann in Stimmung bin, ficke ich mich auch selbst! Aber davor ficke ich Candy und wenn es sein muss, ficke ich auch dich! Und zwar werde ich dich so hart rannehmen, dass dir Hören und Sehen vergeht! Dann hast du wirklich einen Grund mal heulend aus dem Ring zu rennen.
Frech zwinkert die Toxic Spider der Britin zu, die mit der freien Hand einmal ihr Gesicht berührt und fast die Beherrschung verliert. Aber auch nur fast! Gerade die indirekte Anspielung auf ihr Match gegen Evie und die Panikattacke, die Bobs damals bekommen hatte, tritt die Britin hart. Irgendwie schafft sie es dennoch sich im Zaum zu halten. Dabei kommt sie jedoch Thekla so nahe, dass sich ihre Stirn beinahe berühren. Die Spider bleibt dabei gelassen und cool.
THEKLA: Was? Willst du mich jetzt küssen? Hm, hätte ich das gewusst, hätte ich mich davor noch hübsch für dich gemacht…ahaha…
Beim Auflachen lockert Thekla ihren Griff, was Bobbi nutzt sich loszureißen. Brummend schüttelt sie ihre Hand aus.
bobbi.tyler: Glaubst du, dass das ein Spiel ist? Findest du es gut, dich über meinen Schmerz lustig zu machen? Gut…dann gebe ich dir die Chance mir direkt zu zeigen, wie krass du bist! Nächste Woche in Bern…du und ich…One on One!
Kurz kehrt Ruhe ein! Thekla hört auf zu lachen und sieht Bobbi wieder ernst an. Ob sich Tyler dabei so sicher ist und ob es so eine gute Idee ist, freiwillig einen Maniac wie die Toxic Spider herauszufordern? Jetzt ist es zu spät und Bobs sieht auch nicht ein sich da herausreden zu wollen.
THEKLA: Endlich reden wir mal die gleiche Sprache! Gut…einverstanden! Dann sehen wir uns nächste Woche, du dumme Bitch!
Bevor Bobbi auch nur annähernd reagieren kann, packt Thekla mit beiden Händen den Kopf der Engländerin, zieht ihn zu sich…und drückt Bobs einen Kuss auf den Mund. Das hat nichts neckisches oder gar gefühlvolles an sich…sondern ist provozierend und fast schon erniedrigend! Tyler ist wie erstarrt. Sie braucht ein paar Sekunden um zu begreifen, was da passiert ist. Dafür würde sie der Österreicherin nur zu gerne ins Gesicht schlagen. Damit wurde eine klare Grenze überschritten. Aber Bobs ist noch zu geschockt und kann sich nicht bewegen. Thekla lacht sie dafür aus und schlägt der Jüngeren noch die Cappy vom Kopf. So geht sie ab und lässt eine Bobbi Tyler zurück, die schwer atmet und verdammt wütend wird. Endlich erwacht sie aus der Starre. Knurrend bückt sich Bobs um nach ihrer Cappy zu greifen und wirft Thekla zornige Blicke hinterher. Das kann ja was werden, wenn die Beiden in Bern aufeinandertreffen. Fade off.
C2C WRESTLING SPECIAL PERFORMANCE CENTER TRAINING 2k26 WEEK 23!
Die Kamera zeigt die Innenstadt von Mailand mit einem langsamen Kameraschwenk über eine kleine Sportarena. Diese liegt nur schlappe 1,6 Kilometer vom Forum di Milano entfernt, wo heute die italienische Ausgabe von Coast 2 Coast Life stattfindet. Doch findet diese Aufnahme hier ein paar Tage vorher statt. Das Wetter hier in Mailand ist tatsächlich ziemlich angenehm. Zwar gibt es einen mäßigen Sturm mit starkem Gewitter und der Regen lässt die Straßen ziemlich nass wirken, aber zusammen mit der Temperatur von 27 Grad Celsius ist das trotz der starken Bewölkung ein ziemlich warmer Tag mit angenehmer Abkühlung durch den Regen. Doch was hier draußen passiert, interessiert uns nur wenig. Viel wichtiger ist das, was im Inneren dieser kleinen Fitnesshalle vor sich geht.
![[Bild: 14dc959c-fd67-4106-8471-f900cc2dd193.png]](https://i.ibb.co/pvYfJ0Vf/14dc959c-fd67-4106-8471-f900cc2dd193.png)
Denn diese wurde von der c2c diese Woche als Performance Center für die Stars der Zukunft angemietet. Doch anders als sonst herrscht hier keine wirkliche Struktur oder Ordnung. Raven mag zwar nie der freundlichste Trainer gewesen sein, doch seine Einheiten hatten stets einen Plan und eine Richtung, auch wenn man den Sinn meistens erst später verstanden hat. Doch scheint heute etwas anderes in der Luft zu liegen. Etwas schon fast Unangenehmes. Etwas, das selbst die vier Performance-Center-Schüler spüren können, noch bevor Raven überhaupt ein Wort gesagt hat. Diese stehen bereits vorbereitet in der Halle, eingeteilt in zwei Gruppen wie üblich. Kid Lykos trainiert mit Swerve Strickland zusammen und Leva Bates mit Izzy Moreno. Die Halle selbst ist gut ausgestattet mit zwei Trainingsringen, die nebeneinander dastehen, und drumherum mehreren verschiedenen Hantelbänken, Sandsäcken, Matten und Kraftgeräten, die sich allesamt über den gesamten Raum verteilen. Der perfekte Ort, wo neue Talente heranwachsen können.
![[Bild: 54baa829-b37c-4a75-90b1-d23278211926.png]](https://i.ibb.co/DHZJpFBQ/54baa829-b37c-4a75-90b1-d23278211926.png)
Doch heute wirkt alles eher wie eine Kaserne oder gar noch schlimmer wie ein Schlachthaus! Leva Bates sitzt auf einer der Ringkanten und bindet gerade ihre Stiefel, während Strickland mit verschränkten Armen neben einem Sandsack steht und die Szenerie beobachtet. Kid Lykos läuft nervös einige Schritte auf und ab und Izzy Moreno dehnt ihre Arme etwas zum Aufwärmen. Plötzlich knallt irgendwo eine Tür zu und alle Köpfe drehen sich sofort herum. In dem Moment betritt endlich Raven die Halle in langsamen Schritten. Sein langer schwarzer Mantel hängt über seinen Schultern und sein Gesicht ist absonderlich blass. Die Augen liegen tief in ihren Höhlen und jede Menge Schweiß glänzt auf seiner Stirn. Auch wenn er versucht, sie zu verstecken, kann man deutlich erkennen, dass seine Hände leicht am Zittern sind und Leva senkt sofort ihren Blick, als Raven in ihre Richtung schaut. Lykos hört auf herumzulaufen, Izzy steht stramm an der Stelle und selbst Strickland wirkt angespannter als gewöhnlich. Raven bleibt mitten in der Halle stehen, schaut einen Moment schweigend durch den Raum und beginnt dann plötzlich zu lachen. Aber auch nur kurz und ziemlich trocken klingend. Keineswegs fröhlich oder amüsiert, sondern eher wie jemand, der gerade etwas sieht, das sonst niemand sieht.
Raven:
„„Seht euch das an. Was für eine tolle Trainingshalle. Schöne Geräte, schöne Matten und auch schöne Sicherheitsvorkehrungen."“
Er breitet seine Arme aus, bevor seine Stimme plötzlich etwas lauter wird.
Raven:
„„Weiß einer von euch, wie viele Sicherheitsvorkehrungen wir damals in der ECW hatten? Dagegen wirkt diese Scheiße hier wie ein Kindergarten! Wie soll man hier gute Wrestler trainieren können?"“
Auch wenn er sich aufregt, zeigt er dennoch ein breites Grinsen im Gesicht.
Raven:
„„Genau deshalb war damals alles besser. Heute sind die Wrestler nur noch schwache B-Movie-Knirpse. Nicht wahr, Miss Bates, oder haben Sie ein Problem mit dem, was ich hier sage?"“
Dass Raven jetzt extra Leva angesprochen hat, lag wohl daran, weil sie für nicht einmal eine Sekunde ihre Augen verdrehte, als Raven so unzurechnungsfähig über seine Zeit damals in der ECW redete und damit zeitgleich die heutige Zeit verbal fertig machte. So wie es ein jeder Rentner tut. Nun, leider hat Raven dies wohl bemerkt, also scheint er wohl doch nicht so unzurechnungsfähig zu sein. Aber so wie er aussieht, kann man sich wohl sicher sein, dass er die Wette gegen Bayley ernst nimmt und jetzt wohl schon seit fast fünf Tagen keinen Schluck Alkohol mehr zu sich genommen hat. Er scheint es ziemlich gut wegzustecken, wie es aussieht. Leva zuckt sofort zusammen, als Raven sie angesprochen hat.
Leva Bates: „Uhm... ne... nein.“
Raven:
„„Gut. Denn heute werden wir richtiges Wrestling trainieren und nicht diese dämliche moderne TikTok-Scheiße, die in der c2c normal zu sein scheint, verstanden?"“
Und wieder zeigt er auf seinem Gesicht ein breites Grinsen, bevor er sich auf den Weg in Richtung der beiden Ringe macht. Dann marschiert er direkt zum Ring. Dort hält er an, macht eine kurze Pause, bevor er dann schließlich auf Lykos und auf Izzy zeigt.
Raven:
„„Lykos und Moreno!"“
Und anschließend zeigt er auch noch auf Leva und auf Strickland.
Raven:
„„Und Bates und sogar Sie, Strickland!"“
Langsam klettert er durch die Seile in den Ring hinein. Jedenfalls versucht er das. Denn wie man ihn ansehen kann, ist es nicht nur sein Alter, das ihm das als besonders schwierig in den Weg stellt, sondern wohl auch ein Teil des Alkoholentzugs, der ihn nicht mehr so klar wirken lässt wie sonst... also wenn er sonst mal klar war... aber definitiv klarer als jetzt. Das lässt Strickland etwas die Stirn runzeln, während er das sieht. Aber schließlich schafft es Raven in das Innere des Rings und stellt sich in der Ringmitte auf.
Raven:
„„Heute lernt ihr, wie Wrestling funktioniert."“
Strickland: „Ha, und wie genau soll das sein?“
Auch wenn dieser Kommentar von Strickland wohl nicht ganz ernst gemeint war und eher spöttisch klang, bleibt Raven ruhig und schaut ihn nur direkt in die Augen. Und dabei erscheint wieder unfassbar langsam ein kleines finsteres Grinsen in seinem Gesicht.
Raven:
„„Nun... indem ihr Schmerzen habt."“
Und das war ganz sicher keine Drohung. Oh nein, Raven meint hier absolut jedes Wort ernst, das er von sich gibt. Und die nächsten drei Stunden entwickeln sich zu einer absoluten Katastrophe für die vier, denn anstatt normaler Technikübungen müssen die vier Schüler ununterbrochen laufen, sprinten, Kniebeugen machen, fallen, noch mehr sprinten, noch mehr fallen und das alles immer und immer wieder und immer und immer schneller und immer und immer härter. Und jedes Mal, wenn jemand eine Pause braucht, rastet Raven beinahe aus. Die junge Izzy Moreno sitzt irgendwann völlig erschöpft auf der Ringkante und Raven schreit sie an, als hätte sie die Halle in Flammen gesetzt.
Raven:
„„Warum zum Teufel sitzt du?"“
Izzy Moreno
"Entschuldigung"
Izzy wagt es nicht zu widersprechen. Sie ist zwar schon richtig erschöpft, doch sie zwingt sich selbst weiterzumachen. Sie kneift die Augen zusammen und versucht sich mit Hilfe der Seile hochzuhieven. Für Everyone´s Favorite BFF ist das alleine schon ein Kraftakt, doch jetzt mit wackeligen Beinen setzt sie sich wieder in Bewegung bis sie langsam wieder ihren Rhythmus findet.
Raven:
„„Von der Entschuldigung kannst du auch kein großartiger Wrestler werden. JETZT MACHT WEITER!!!"“
Als Raven plötzlich anfing, Izzy so laut anzuschreien, bleiben plötzlich die anderen Schüler wie geschockt stehen und rühren sich kaum noch einen Zentimeter. Selbst Strickland wirkt erschrocken von dieser Reaktion Ravens. Es wirkt fast so, als würde Raven hier gleich auf das junge Mädchen losgehen und ihr irgendetwas antun, wenn sie nicht weiter trainiert. Was zum Teufel geht heute nur ab bei diesem Mann? Das ist doch kein Training mehr! Doch so schlimm es auch sein mag... man mag es kaum glauben, aber das Schlimmste ist noch gar nicht passiert! Nach rund zwei Stunden völliger körperlicher Belastung holt Raven plötzlich mehrere alte Tische aus einem Lagerraum und nicht nur das. Auch Klappstühle, Mülltonnen und Kendo-Sticks. Leva schaut sich das Ganze an und verliert dabei immer mehr Farbe im Gesicht.
Raven:
„„Es wird Zeit, dass wir nun mit dem richtigen Training anfangen."“
Leva Bates: „Aber wir haben doch schon seit zwei Stunden alles gegeben!“
Raven:
„„Oh nein! Wenn das wirklich alles war, dann könnt ihr gleich eure kleinen Mädchensachen packen und verschwinden! Jetzt beginnt das richtige Training!"“
Sagte er und wirft einige der Kendo-Sticks in die Ringe.
Leva Bates: „Das ist doch nicht Ihr Ernst.“
Raven:
„„Das ist nicht nur mein Ernst, sondern war auch der Ernst der ECW! Los, hör auf zu reden, schnapp dir einen Stick und zeige ein anständiges Match gegen Moreno!"“
Doch Leva rührt sich kein Stück. Sie bleibt eher wieder völlig geschockt im Ring stehen. Solange bis Raven das bemerkt und dann selbst in den Ring klettert.
Leva Bates: „Da... Das kann ich nicht machen!“
Diese Antwort kam wohl schneller aus ihrem Munde, als es eigentlich geplant war. Vielleicht hätte sie vorher noch etwas darüber nachdenken sollen. Denn Raven dreht sich daraufhin sofort zu ihr um und schaut sie mit einem Blick an, der regelrecht töten könnte. Da bemerkt auch Leva, dass diese Aussage wohl ein Fehler war. Mehrere Sekunden starrt Raven Leva einfach nur an und in ihr macht sich ein immer stärker werdendes unruhiges Gefühl breit, obwohl Raven absolut kein Wort aus sich herausbringt. Jedenfalls anfangs. Denn als er plötzlich in sehr leiser und beachtlich ruhiger Tonlage antwortet, zieht es Leva schon beinahe einen eiskalten Schauer über den Rücken.
Raven:
„„Das können Sie nicht machen? Das können Sie nicht machen?"“
Leva kann nicht anders, als den riesigen Kloß in ihrem Hals herunterzuschlucken. Doch bekommt sie daraufhin trotzdem kein Wort heraus. Dafür sitzt die Angst wohl zu tief. Doch Raven bleibt dennoch beachtlich ruhig. Er nickt nur.
Raven:
„„Das hab ich mir gedacht!"“
Doch bevor noch etwas passiert, was noch unschöner für die Kamera wäre, springt Strickland endlich aus seinem Ring in den Ring der Frauen hinein, um die ganze Sache schnell zu schlichten.
Strickland: „Ich denke, das reicht hier! Das Ganze hier bringt niemandem etwas.“
Sofort dreht sich Raven zu ihm um und schaut ihn an.
Raven:
„„Wie bitte? Das bringt niemandem was?"“
Strickland: „Ganz genau!“
Doch so stark Stricklands Auftritt hier auch sein mag... Raven scheint es nicht groß zu jucken. Denn dieser fängt nur wieder an, wie verrückt zu lachen. Und das sogar wirklich wie verrückt, denn er hört gar nicht mehr auf. Erst nach fast 30 Sekunden fängt er an, auf sich selbst zu zeigen und Strickland eine Antwort zu schenken.
Raven:
„„Aaahhh, natürlich. Dieser Typ hier, der Jahrzehnte an Wrestling überlebt hat und eine Erfahrung hat, von der ihr nur so träumen könntet, liegt falsch! Stattdessen stimmt natürlich alles, was dieser kleine Junge behauptet, der noch nicht mal als Jobber taugt und denkt, man braucht nur ein, zwei gute Moves und die Fans werden es lieben. Einfach dem Gegner Honig ums Maul schmieren und man wird der Beste sein, huh? Ihr seid wirklich armseliger, als ich gedacht hätte. Bates und Moreno... ihr werdet nächste Woche in der Show in einem First Blood Match gegeneinander antreten. Und jetzt verschwindet! Das Training ist vorbei!"“
Bitte was? Ein... ein First Blood Match? Woher kommt das denn plötzlich? Und... warum? Stricklands Kiefer spannt sich etwas an, weil das wohl nicht die Reaktion gewesen ist, die er sich erwünscht hätte, und weil er sich vielleicht auch ein wenig schuldig fühlt. Oder hat er einfach nur Wut auf Raven wegen dessen Verhalten hier? Wir wissen es nicht. Lykos, der im anderen Ring nun alleine steht, schaut einfach nur etwas nervös unter seiner Maske hin und her und hält sich lieber raus aus der Sache, und Izzy wischt sich den Schweiß von der Stirn und ist einfach nur erleichtert mal verschnaufen zu können, während Leva am liebsten gar nicht mehr hier sein würde. Und Raven? Nun... Raven sieht mittlerweile aus wie jemand, der gegen seinen eigenen Verstand kämpft. Sein Blick wirkt fahrig und er scheint hier etwas zu stark in der Vergangenheit zu hängen. Aber eines steht definitiv fest... das ist nicht mehr der Mann, mit dem die Schüler hier noch letzte Woche zusammen trainiert haben. Es wirkt fast so, als könne er sein Handeln und seine Gedanken nicht mehr kontrollieren und genau das macht die Situation hier so gefährlich. Das hier wirkte nicht wie ein Wrestling-Training. Oh nein, das wirkte eher wie ein Mann, der so langsam auseinanderfällt. Und während Raven die Halle verlässt, kann sich vor allem Strickland nicht mehr zurückhalten, die Sache selbst unter Kontrolle zu bringen.
Strickland: „Dieser Typ sollte hier verschwinden. Der dürfte so gar nicht mehr arbeiten.“
Noch immer schaut Strickland alles andere als erfreut über diese Situation. Schon fast regelrecht wütend.
Kid Lykos: ’„Wahrscheinlich geht es ihm einfach nur nicht gut heute. Wenn man ihm jedes Mal mit einer Kündigung drohen würde, wenn er verrückte Dinge tut, könnte man das Performance Center direkt schließen.“
Doch Lykos versucht, die ganze Sache nun ebenfalls etwas zu beruhigen und scheint sich sogar auf die Seite von Raven zu stellen.
Leva Bates: „Ich habe gehört, dass Bayley mit ihm eine Wette gemacht hat... er ist auf Alkoholentzug oder so.“
Während Leva nur wie eine besorgte Mutter auf die Tür schaut, durch die Raven verschwunden ist. Klar ist es äußerst schwierig für sie, da sie dieses Match garantiert nicht gegen Izzy machen möchte... aber sie hat wohl auch Angst, sich gegen Ravens Willen zu stellen.
Izzy wirkt auch direkt viel befreiter, als Raven sich durch die Tür verabschiedet.
Izzy Moreno
"Und das soll der Grund sein, wieso wir die Hölle auf Erden durchmachen müssen? … Hab ich da gerade richtig gehört, wir sollen gegeneinander kämpfen?"
Erst jetzt scheint sich Izzy langsam wieder zu sammeln. Und sie realisiert erst jetzt, was ihr da nächste Woche bevorsteht.
Strickland: „Ganz genau. Also mach endlich die Augen auf, Leva. Er hat dich gerade bedroht und dich mit Izzy in ein First Blood Match gesteckt. Was soll noch alles passieren, damit du ihn mal nicht in Schutz nimmst? Er ist nicht mehr bei Verstand. Er ist ein sichtlicher Alkoholiker und der Entzug ist wie eine Entgiftung. Er ist nicht mehr bei Sinnen!“
Strickland scheint so langsam die Schnauze voll zu haben. Von Raven, aber hier scheinbar auch von Leva, weil diese nicht genauso wie er vor Wut platzt. Was soll noch alles passieren, damit sie endlich mal damit anfängt, sich zu wehren?
Leva Bates: „Das mag schon sein, aber... was soll ich denn machen? Entweder wir machen das Match oder wir fliegen.“
Leva senkt, während sie antwortet, ihren Kopf. Sie weiß, dass es bestimmt nicht der richtige Weg war, den sie gegangen ist, aber sie weiß einfach nicht, was sie sonst tun soll. Diese Antwort lässt Strickland allerdings nicht dazu bringen, seine Wut zu senken. Oh nein, diese kocht einfach unberechenbar weiter. Selbst als Lykos sich wieder in das Gespräch mit einbringt, scheint sie nicht kälter zu werden.
Kid Lykos: ’„Ach hör doch auf. Raven wird dich nicht rausschmeißen. Er liebt dich! Und Izzy steht unter dem Schutz von Bayley, das heißt, euch beiden wird nichts passieren!“
Izzy Moreno
"First Blood?"
Izzy hält sich die Hand vor ihr Gesicht. Die Vorstellung, dass sie sich mit Leva Bates die Rübe einschlagen soll bis eine blutet bereitet ihr Horror. Sie muss an den Stomp von Thekla denken, der Izzy schwer getroffen hat und dabei hat sie da nicht einmal geblutet.
Leva Bates: „Keine Sorge, Izzy... ich werde dir definitiv nichts antun. Dieses Match wird nicht stattfinden... du meinst, Raven ist unzurechnungsfähig?“
Sagte sie und schaut dabei zuerst in Richtung Izzy und anschließend auf Strickland. So wie es bisher aussieht, wird das Match definitiv stattfinden, weil weder Leva noch Izzy oder irgendjemand sonst hier etwas dagegen tun kann. Doch sieht es irgendwie auch so aus, als würde Leva eine Idee haben, was sie tun könnte. Vielleicht eine Idee, die durch Lykos kam... oder doch durch Izzy? Vielleicht aber auch durch Strickland. Dieser antwortet immerhin erst mal auf Levas Frage und schenkt ihr die Bestätigung, auch wenn fraglich ist, wie subjektiv diese ist bei jemandem wie Strickland.
Strickland: „Zu 100 %.“
Sein Blick bleibt weiterhin streng auf Leva gerichtet, doch scheint er zufrieden zu sein, dass sie endlich die Wahrheit bemerkt. Sie scheint endlich ihre Augen zu öffnen und zu sehen, dass Corona nur Fake wa... äähh, dass Raven nicht mehr ganz dicht ist. Und das gar im wortwörtlichen Sinne. Doch scheint Lykos noch nicht ganz so überzeugt davon zu sein, denn dieser ist ganz anderer Meinung.
Kid Lykos: ’„Ich glaube, ihr solltet einfach keine Dummheiten machen. Raven wird schon wissen, was er tut. Macht das Match einfach und ihr werdet besser.“
Doch ohne ein weiteres Wort zu sagen, schaut Leva noch ein letztes Mal auf Izzy, nickt ihr zu und verlässt anschließend den Ring und auch direkt daraufhin die Halle, sodass die drei alleine zurückbleiben. Das wird noch nicht das Ende dieser Geschichte sein. Wir dürfen gespannt sein, wie das Ganze weitergehen wird und ob wir wirklich nächste Woche ein Match zwischen Izzy Moreno und Leva Bates unter First-Blood-Regeln zu sehen bekommen.
MATCH 2
SINGLES MATCH
Velveteen Dream vs. The Blade
![[Bild: dreamblade.png]](https://i.ibb.co/Kpr48Cj1/dreamblade.png)
Writer: ???
Als der Name the Blade im Theme ausgesprochen wird taucht Braxton Sutter auf der Stage auf in Ringgear Lederjacke und Maske ne eine verblüffende ähnlichkeit zur der hat die der Typ trägt der Allie nachstellt. Er bleibt kurz stehen schaut in die Luft während hinter ihm Pyro zündet danach geht weiter zum Ring.
Matthew Rehwoldt: "Making his way to the Ring... from Buffalo, New York ... weighing in at 201 pounds.. THE BLADE BRAXTON SUTTER!"
Sutter stellt sich in die Mitte des Ringes wo er noch mal in die Luft schaut bevor er sich die Maske vom Kopf zieht seine Lederjacke ausszieht und bereit ist für sein Match
Die Arena verdunkelt sich, ein leiser Beat setzt ein, begleitet von einem smoothen Hip-Hop-Beat. Kein hartes Gitarrenriff, kein episches Orchester – sondern ein Sound, der sofort nach Style, Attitüde und Selbstbewusstsein klingt. Die Arena erstrahlt in grellen Neonfarben: Pink, Gold und Lila flackern über die Leinwand, als wären sie Teil einer exklusiven Fashion-Show. Über den Titantron laufen Projektionen wie auf einem Catwalk: Blitzlichter, Kamerablenden, Silhouetten von Models in übertriebenen Posen. Plötzlich wird der Eingangsbereich in gleißendes Weiß getaucht. Nebel wallt auf, doch diesmal nicht wild und chaotisch, sondern gleichmäßig wie Dampf über einem Laufsteg. Aus diesem Nebel tritt, mit perfekt synchronisiertem Spotlight, Maria Kanellis!
![[Bild: 33e69dd7-8311-46ba-898e-1aab5b69f506.png]](https://i.ibb.co/Y4GRFhK0/33e69dd7-8311-46ba-898e-1aab5b69f506.png)
Gekleidet in einer schimmernden Abendrobe, die im Scheinwerferlicht funkelt. Sie hebt eine Hand, deutet in Richtung Stage, und genau in diesem Moment öffnet sich ein kunstvoll aufgebauter LED-Rahmen, der wie das Tor einer Modenschau wirkt. Und dann erscheint er: The Lord Velveteen Dream Experience!
![[Bild: Download-3-png.jpg]](https://i.ibb.co/QQTrL6m/Download-3-png.jpg)
Gekleidet in einem maßgeschneiderten, glänzenden Anzug in Pink und Silber, der eher nach Mailänder Fashion Week als nach Wrestling aussieht. In der Hand trägt er eine Sonnenbrille mit übergroßen Gläsern, die er langsam aufsetzt, während er die Rampe hinunterschreitet, als würde er einen Catwalk dominieren.
Matthew Rehwoldt: "Introducing first/And his Opponent... from Washington, District Of Columbia... Accompanied by the First Lady of C2C Maria Kanellis ... Weighing in at 227 pounds.. The Vainglorious Oneee... Lord Velveteeeeeeeen Dreeeaaam!"
Maria geht elegant voran, wie eine Managerin und Image-Coach in einem. Sie bleibt immer wieder stehen, hebt die Arme und präsentiert ihren Schützling, als wäre er die Krönung ihres Werkes. Dream folgt ihr mit übertriebener Eleganz, jede Bewegung einstudiert, ein Pose hier, ein langsames Drehen dort, so als ob jeder Schritt fotografiert werden müsste. Am Ring angekommen, dreht er sich einmal zur Kamera, fährt sich durch die Haare und posiert, ehe er übertrieben langsam und mit einer perfekten Pose auf das Apron klettert und durch das zweite Seil in den Ring gleitet.
![[Bild: giphy.gif]](https://media2.giphy.com/media/iCjwBjnjtIC1JqJ1p5/giphy.gif)
Im Ring nimmt Maria ihm die Sonnenbrille ab und hängt sie sorgfältig an die Ringecke, während Dream sich langsam das Sakko vom Leib zieht. Darunter trägt er eine Ringgear im Metallic-Look: enganliegend, modisch, beinahe schon zu edel für den Ring. Auf seiner Hose funkeln Strasssteine, die den Schriftzug „Dream Model“ bilden. Er wischt sich theatralisch über die Brust, streckt die Arme aus wie ein Supermodel auf dem Laufsteg und lässt sich von Maria die letzten Accessoires abnehmen, bevor er die Mitte des Rings einnimmt, sich dort im Kreis dreht und sich mit einem Signature-Pose-Move positioniert, während Maria an den Seilen steht, stolz klatschend und fast schon ehrfürchtig. Die Fans buhen laut, doch Dream lächelt nur arrogant in die Kamera, als würde er diese Buhrufe als Applaus eines neidischen Publikums hören.
Warnung! Spoiler!
Verletzt. Eine Situation, die dem Buff Barbie Doll überhaupt nicht gefällt. Gezwungen zu einem Sitzplatz außerhalb des Ringes. Gezwungen zu einer Pause. Während andere Kolleginnen die Chance nutzen, um sich im Ring zu zeigen, muss sie abwarten. Verlorene Zeit, wenn man zur c2c Legende werden will, auch wenn Tiffany auf einem guten Weg ist. Schuld? Schuld ist Liv Morgan, oder eher gesagt Kali. So zumindest nennt die Jersey Rose ihre schlechtere Seite. Die Millionärstochter hat keine Ahnung davon, wenn mehrere Seelen im Körper hausen. Auch nicht, wie das mit den jeweiligen Anteilen so ist. Für Tiffany ist es ganz klar…Liv Morgan ist schuld, dass sie jetzt nicht in Ring Gear zu sehen ist. Ziel ist, beim kommenden Special wieder verteidigen zu können. Heute ist die Blondine daher nur im Backstage Bereich unterwegs. Natürlich mit Title, der stolz auf ihrer Schulter zu finden ist. Gekleidet in Jeans Rock und Bra im selben Stoff, zeigt sie ziemlich viel Haut. Kleine pinke Rüschen und Schleifchen ziehen die Blicke förmlich an. Ihre Haare umranden das Gesicht.
![[Bild: tiffytittldfqd.png]](https://i.ibb.co/fLPQrZW/tiffytittldfqd.png)
Unten rechts im Bild erscheint das Tiffy TV-Logo. Zeitgleich bleibt sie stehen. Der Grund? Jene Liv Morgan, die ihr derzeit den letzten Nerv raubt. Kein Wunder also, dass sie ihre Brust aufplustert und ihr Kinn anhebt. Die freie Hand fliegt auf Hüfthöhe und seitlich zu einem kleinen Flügelchen ausgeklappt.
Tiffany Stratton:
”ÜÜÜrrrgh…! Ich hoffe du genießt, was du angerichtet hast. Es kommt die Zeit, da wird es ungemütlich werden!”
Entgegnet sie der anderen Blondinen und baldigen Gegnerin beim Special. Tiffany ist sich ihrer Sache sicher. Sie will gewinnen! Als Championesse wieder zur Tour in die USA und ihrer Heimat kommen, auch wenn sie nicht direkt nach Minnesota kommen werden.
Liv war in Gedanken versunken. In ihrem Gesicht eine kleine Schramme. Eine Folge ihrer letzten Auseinandersetzung mit Kali. Es war eine harte Angelegenheit. Voller Emotionen, die viel Kraft kosteten. Und dann war da noch die Sache mit Drew und Fallon, die in ihrer Seele brannten. So, wie es gekommen ist, wollte Liv es nicht kommen lassen. Sie fühlt sich schmutzig. Abgebrüht. Dumm. Das Gegenteil, was sie eigentlich sein will. Und der Anblick von Tiffany machte es nicht besser. Das Püppchen. Gefährlich, ehrgeizig und hinterlistig. Optisch gleicht sie vielleicht einer Barbie. Innerlich, aber eher dem Teufel.
Liv Morgan:
Ist die Zeit nicht schon längst da?
Antwortet die Jersey Rose und legt den Kopf schief. Frech beißt sie sich dabei auf die Zunge. Die Gegenüber braucht nicht wissen, womit sie sich gerade beschäftigt. All ihre Sorgen, welche das Rich Girl gegen sie verwenden könnte und es wohl auch machen wird, würde sie es, in irgendeiner Form, für ihren Vorteil verwenden können.
Liv Morgan:
Und…das war nicht ich, sondern Kali. Ich weiß, dass für dich die gleiche Person gegenüber steht. Ich erwarte auch nicht, dass du es verstehst. Ich erwarte nur das, was du immer bist. Oberflächlich und mit wenig Verständnis für andere Menschen. Dabei sollte es dir nicht egal sein. Denn Kali und ich sind unterschiedlich wie Tag und Nacht. Die Hülle ist nur gleich.
Na, ob diese Argumentation ausreicht, um das Buff Barbie Doll ruhig zu stimmen? Wahrscheinlich eher nicht.
Das tut es auch nicht. Tiffany wirft ihre freie Hand nach außen und tritt einen Schritt vor. Etwas beleidigt, was man an ihrem gekränkten Stolz ersehen kann.
Tiffany Stratton:
”Ich habe sowohl gegen Liv Morgan als auch gegen Kali gewonnen, falls dir das noch nicht entgangen ist. Das war doch Kali, beim letzten Aufeinandertreffen, oder? Kali…die Powerfrau. Angeblich in der Lage, Tiffany Epiphany aufzuhalten…”
Die Millionärstochter zeigt, dass sie hier keine Angst hat. Egal wer nun letztendlich im Ring gegenüberstehen wird. Erstmal war es wichtig, dass Tiffany überhaupt selbst im Ring stehen wird. Eine Ringfreigabe hat sie noch nicht erhalten. Bevor sie uns die nächsten Worte anvertraut, verändert sie wieder die Position ihrer freien Hand. Dieses Mal Brusthöhe und natürlich seitlich abgeknickt. Ein Zeichen, dass sie sich sehr selbstsicher fühlt.
Tiffany Stratton:
”I am the Star of this Company! The Women's World Championesse! The Center of the Universe! Ich habe jede Wrestlerin geschlagen, die in dieser Liga einen Vertrag haben. Zumindest jene, die glaubten, besser zu sein als ich! Und dich gleich mehrmals.”
Das Momentum steht ganz klar auf der Seite des Buff Barbie Dolls. Ungeschlagen seit langer Zeit. Auch wenn sie nun seit geraumer Zeit nicht mehr in den Ring gestiegen ist. Nicht unfreiwillig, sondern weil es jemand anderes so wollte. Genau die Person, die nun vor ihr steht. Ob nun Liv oder Kali…das spielt für sie tatsächlich keine Rolle.
Es ist die gleiche Leier wie immer. Kein Wunder, dass die Blonde aus New Jersey mit den Augen rollt und genervt ausatmet. Eine Unterhaltung mit dieser Frau hatte keinen Zweck und konnte sie sich auch eigentlich sparen. Zudem hatte sie auch besseres vor. Zum Duell wird es so oder so kommen. Und nur das alleine zählt.
Liv Morgan:
Klingt nach einer Platte, die ich schon öfters gehört habe. Und die nervige Stimme müsste auch die gleiche sein.
Fragend tippt sich Liv an das Kinn und schaut spielerisch zur Seite. Tiffany ist mittlerweile leicht zu lesen. Dieselben Sprüche. Auch wenn man ihr kaum widersprechen konnte. Besonders das letzte Jahr war ihr Jahr. Dort hat sie viel gelernt und sich den Status verdient, den sie jetzt hat.
Liv Morgan:
Wie wäre es, wenn du dich wieder in dein Barbie-Mobil setzt und dich nach Hause schieben lässt? Ehrlich gesagt, nervst du hier nur. Lass die Leute ihre Arbeit machen, die sie machen müssen. Und nach dem Special, wirst du dann klüger sein.
Das Letzte natürlich bezogen auf Liv oder Kali. Die Jersey Rose ist so erfahren, dass sie sich nicht auf diese Situationen einlässt. Mit einem Grinsen geht sie dann auch an Stratton vorbei. Sie weiß, dass sich Tiffany über diese Worte ärgern wird. Und das reicht ihr für heute.
Und Tiffany? In ihr brodelt es noch mehr als vorher. Wenigstens konnte sie sich noch einmal als Championesse präsentieren. Deshalb hebt sie auch ihren Title in die Höhe, als die andere Blondine an ihr vorbei geht. Das aufgesetzte Grinsen soll verdeutlichen, dass ihr Morgan's Worte egal sind. Dass dies nicht stimmt, braucht die Herausforderin ja nicht wissen.
Tiffany Stratton:
”Nach dem Special wird dieser Title…”
Laut quietschend holt sie plötzlich Luft und spielt, dass sie überrascht ist. Das ist sie natürlich nicht. Dafür ist die Millionärstochter zu selbstbewusst. Aber dieses Spielchen kennen die Fans und Kollegen ja. Sie zieht damit die Aufmerksamkeit auf sich und dafür würde sie fast alles tun.
Tiffany Stratton:
”...immer noch auf meiner Schulter sein!”
Ihre Augen und Mund weit aufgerissen, wirkt es, als wenn selbst die darüber überrascht ist. Tiffany geht natürlich davon aus auch weiter Championesse zu bleiben und ihre Verletzung überwunden zu haben. Mit diesem Blick gehen die Bilder allerdings erstmal offline.
MATCH 3
SINGLES MATCH
Skye Blue vs. Maya Yukihi
![[Bild: skyebluemaya.png]](https://i.ibb.co/JjtcjFth/skyebluemaya.png)
Writer: Becks
Die Arena verdunkelt sich leicht, bevor sanfte, traditionelle japanische Flötenklänge einsetzen, die sich langsam mit einem modernen, treibenden Beat vermischen. Auf dem Titantron erscheint ein schlichtes, elegantes Logo mit Kirschblüten, die im Wind tanzen, darunter in weißen Schriftzeichen ihr Name: MAYA YUKIHI.
Aus dem Vorhang tritt Maya Yukihi hervor. Sie trägt ein klassisches weiß-rotes Ringoutfit mit filigranen goldenen Akzenten, das an traditionelle japanische Kampfkunst erinnert. Ihr langes schwarzes Haar ist zu einem hohen, strengen Pferdeschwanz gebunden. Ihr Gesichtsausdruck ist ruhig und konzentriert, fast meditativ.
Sie bleibt einen Moment am oberen Ende der Rampe stehen, verbeugt sich tief und respektvoll in Richtung des Rings, dann in alle vier Himmelsrichtungen des Publikums. Die Geste ist würdevoll und traditionell, ein Zeichen von Respekt vor dem Sport und dem Publikum.
Matthew Rehwoldt: “The following Contest is a non Title Match and is scheduled for One Fall. At first making her Way to the Ring… From Chiba Japan, please welcome… MAYA YUKIHI”
Langsam geht sie die Rampe hinunter, jeder Schritt bewusst und kontrolliert. Sie hält den Kopf hoch, die Schultern gerade. Obwohl sie als Underdog in dieses Match geht, strahlt sie eine stille Entschlossenheit aus. Hin und wieder nickt sie einzelnen Fans in der ersten Reihe zu, die japanische Flaggen oder Schilder mit ihrem Namen hochhalten. Am Ring angekommen, steigt sie die Stufen hinauf, wischt sich die Füße am Apron ab und betritt den Ring durch die mittleren Seile. In der Mitte des Rings bleibt sie stehen, verbeugt sich erneut tief vor dem Publikum.
Maya richtet sich auf, ballt die Fäuste und hebt den Kopf. Ihr Blick wird scharf und fokussiert. Die ruhige, respektvolle Frau verwandelt sich sichtbar in die ernsthafte Kämpferin, die bereit ist, alles zu geben, auch wenn die Chancen gegen sie stehen.
Pat McAfee: “Dem kann man sich nur anschließen, herzlich willkommen, Maya Yukihi. Aber lernen unsere Gaststars nicht aus der Vergangenheit?”
Cathy Kelley: “Komm schon Pat, jede von Ihnen wollen sich auf unserer großen Bühne präsentieren.”
Pat McAfee: “Präsentieren? Die meisten haben ordentliches Lehrgeld gezahlt und sind mit ein paar Blessuren heim geschickt worden.”
Wade Barrett: “Kennst du jeden einzelnen asiatischen Wrestler? Wer weiß, vielleicht steckt in Maya deutlich mehr als wir wissen.”
Die Lichter in der Halle werden erneut gedimmt. Ein paar Sekunden passiert nichts...bis sich eine sanfte Stimme aus den Boxen meldet. Nur ein paar Sekunden nimmt die Musik an Fahrt auf...
Langsam und erhaben stolziert Skye Blue auf die Stage. Aus den aufkeimenden Rauchschwaden tritt der bedrohliche Schatten von Dijak auf. Ihr stetiger Begleiter.
![[Bild: Dijak1.png]](https://c2c-wrestling.com/4images/data/media/1676/Dijak1.png)
Über ihr Ring Gear trägt sie einen schwarzen, leicht durchsichtigen Umhang aus Seide, den sie mit ihren Armen wie ein Cape aufspannt. Der Titel Belt sitzt um ihre Taille, während das Gold je nach Bewegung in dem Spotlight reflektiert. Auf dem schwarzen Haar sitzt ein blau glitzerndes Krönchen. Mit eiskaltem Blick scannt sie die Zuschauer und scheint sich nichts darum zu scheren, was diese gerade von ihr halten. Wie eine Königin, die ihren Thron besteigen möchte, bringt sie die restlichen Meter zum Ring hinter sich.
Matthew Rehwoldt: “Making her way to the Ring... from Chicago, Illinois...she is the SHINE Champion… the Dark Phoenix… SKYE BLUE!”
Gekonnt schwingt sie sich aufs Apron, wobei sie für einen Moment auf dem rechten Knie ruht und das linke Bein ausstreckt. Mit einer Hand löst sie den Umhang, der zu Boden gleitet. Der Ring wird betreten. Ein Bein stellt sich auf das unterste Seil und schwingt das andere über das obere. So beugt die junge Frau ihren Oberkörper leicht nach vorne. Da blitzt ein kurzes Lächeln auf den Lippen auf, das von einem Augenzwinkern begleitet wird. Normalerweise sind das Gesten, die einen positiven Aspekt haben sollen. Hier verheißt es aber nichts gutes....zumindest nicht für Skye's Gegnerin. Langsam verstummt die Theme. Der Dark Phoenix lockert einmal die Handgelenke und ist bereit für das Match.
Warnung! Spoiler!
LAST CHANCE!
Zwei Matches haben wir bereits hinter uns gebracht und vor noch wenigen Minuten hatte der Lord Velveteen Dream...
Velveteen Dream: „Das bin ich hihihi!“
nach langer Zeit wieder einen Kampf, den er direkt gegen The Blade haushoch gewinnen konnte. Somit zeigte er wieder, dass er zu den wohl größten und besten Superstars gehört, die es in der gesamten Wrestlingwelt zu finden gibt. Ganz anders als bei der folgenden Person, die wir nun auf dem großen Titantron der Halle zu sehen bekommen. Denn die Cosplayqueen Leva Bates ist derzeit noch in Ausbildung und im Training, ein genau solcher Wrestler zu werden. Doch dieses Training stellte sich am Freitag als etwas schwieriger heraus, denn seitdem Raven keinen Alkohol mehr zu sich nimmt, scheint er etwas neben der Spur zu sein. Und genau das lässt die Atmosphäre hier ziemlich schwer und falsch wirken. Seit Tagen geht hinter den Kulissen praktisch kein Gespräch mehr an ihm vorbei. Jeder hat bemerkt, dass etwas mit ihm nicht stimmt. Seine Stimmung schwankt stärker als sonst. Seine ohnehin schon düstere Art ist aggressiver, unruhiger und auch gefährlicher geworden. Der sonst so kontrollierte Death Fighter wirkt, als würde sein eigener Kopf langsam gegen ihn arbeiten. Der Entzug, den er durchzieht, scheint ihn aktuell Stück für Stück zu zerstören. Der Mann, der normalerweise jede Situation unter Kontrolle hält, verliert diese Kontrolle langsam selbst. Schlaflose Nächte, zitternde Hände, gereizte Ausbrüche, Momente völliger Leere und dann wieder diese manischen Entscheidungen, die niemand nachvollziehen kann. Es soll zu einem First Blood Match nächste Woche zwischen ihr und Izzy Moreno kommen.
![[Bild: render-preview.png]](https://i.ibb.co/v474dVvb/render-preview.png)
Ein Match, auf welches sowohl Leva als auch Izzy mit Sicherheit liebend gerne verzichten würden. Doch was sollen sie bitte tun? Sie können nicht einfach die Anweisungen ihres Trainers missachten. Es sei denn natürlich, die Anweisungen, es zu missachten, kommen von noch weiter oben. Jeder weiß, was ein First Blood Match bedeutet. Und jeder weiß erst recht, was ein Hardcore Match bedeutet, wenn Raven seine Finger im Spiel hat. Blut, Gewalt, jede Menge Schmerzen und die völlige Aufgabe jeglicher Kontrolle. Für Izzy mag das vielleicht noch wie eine weitere Prüfung wirken. Eine Chance, sich zu beweisen. Doch Leva… Leva versteht sehr genau, was Raven dort eigentlich tut. Und genau deshalb hat sie Angst. Zwar respektiert sie ihn weiterhin, aber sie hat zeitgleich auch Angst vor ihm in dieser Situation. Sie fühlt sich unsicher. Die Kamera schaltet in einen der hinteren Korridore des Gebäudes. Die Atmosphäre wirkt schon fast unangenehm still. Man hört bloß das entfernte Summen der Lüftung und das dumpfe Klacken von Absätzen auf dem Boden. Die sonst so lebensfrohe, lockere Leva wirkt heute ungewöhnlich angespannt.
![[Bild: 7fa40fb9-8a7d-48a7-bf88-df9b57bdf220.png]](https://i.ibb.co/BVSMtRz6/7fa40fb9-8a7d-48a7-bf88-df9b57bdf220.png)
Ihre Arme sind vor dem Körper verschränkt, als wolle sie sich selbst irgendwie festhalten. Während sie durch den Gang läuft, blickt sie sich mehrfach nervös um, als hätte sie Angst, jemand könnte sie sehen. Oder schlimmer… Raven könnte sie sehen. Alleine der Gedanke scheint ihr Unbehagen auszulösen. Immer wieder fährt sie sich durch die Haare, atmet tief durch und zögert vor jeder Ecke erneut. Man merkt ihr sofort an, dass sie das hier eigentlich gar nicht tun will. Aber sie sieht keinen anderen Ausweg mehr. Schließlich bleibt sie vor einer Tür stehen und starrt einige Sekunden einfach nur auf das Namensschild dieser. Ihre Lippen pressen sich kurz zusammen, bevor sie schließlich langsam ihre Hand anhebt und vorsichtig dagegen klopft.
Leva Bates: „Entschuldigen Sie… ich… ich hoffe, ich störe nicht!“
Langsam öffnet Leva die Tür und tritt hinein. Alleine die Tatsache, dass Leva freiwillig zu dieser Frau kommt, sagt bereits genug aus.
Ein großer Schreibtisch ist das erste was man sieht und dann sieht man auch die Frau, die an diesem arbeitet. Es ist die General Managerin Bayley. Die Frau mit den lila Haaren lächelt Leva an als diese den Raum betritt.
Bayley
"Keinesfalls! Schön dich zu sehen. Überrascht mich, dass du mich mal besuchen kommst. Setz dich doch. Wie kann ich dir helfen?"
Einen freundlicheren Empfang kann Leva nicht bekommen. Bayley sieht, dass Bates etwas berückt wirkt und möchte es ihr auf diese Art leichter machen.
Die Frage, wie Bayley ihr helfen kann, wirkt ehrlich, als würde Bayley ihr wirklich gerne aus tiefstem Herzen helfen wollen. Jedenfalls fühlt es sich für Leva so an. Aber genau das scheint es für Leva nur noch unangenehmer zu machen. Kurz schaut sie zur Seite, als würde sie überlegen, ob sie sich nicht doch einfach wieder umdrehen soll. Doch dann schließt sich die Tür hinter ihr und es scheint zu spät für sie. Ihr Fluchtweg ist von einer geschlossenen Tür versperrt. Diese könnte Leva zwar mit Leichtigkeit einfach wieder öffnen, aber sie bleibt dennoch einige Schritte vor dem Schreibtisch stehen. Ein kurzer Moment der Stille entsteht, in dem Leva weiterhin sehr nervös wirkt. Ihre Finger spielen leicht an ihrem Ärmel herum, während sie einmal stark durchatmet, bevor sie zu sprechen beginnt.
Leva Bates: „Es geht um Raven… Nun, er will für nächste Woche ein Match ansetzen. Zwischen... mir... zwischen mir und Izzy. Ich... nun ja... ich denke, das ist keine so gute Idee.“
Bevor sie es schafft weiterzureden, muss sie einmal tief schlucken. Den Kloß, der sich in ihrem Hals breitmacht, direkt beseitigen, bevor er zu groß wird.
Leva Bates: „Ich weiß, dass er denkt, das würde uns stärker machen oder was auch immer gerade in seinem Kopf vorgeht, aber… nun ja... er... er ist momentan irgendwie nicht er selbst.“
Und genau dieser Satz trifft härter als alles andere. Denn auch wenn sie nur selten bis eigentlich nie wirklich auf demselben Nenner sind, so kennt Bayley die alte ECW-Legende doch besser als jeder andere hier im c2c-Roster. Niemand hier weiß besser, wie gefährlich Raven werden kann, wenn er innerlich auseinanderfällt. Die sonst so ruhige Stimme der Lucha Sister klingt mittlerweile deutlich unsicherer.
Leva Bates: „Er schläft kaum noch… er rastet wegen Kleinigkeiten aus… und manchmal schaut er uns an, als würde er uns gar nicht wirklich sehen. Izzy nimmt das, glaube ich, alles nur als Training. Ich glaube, sie denkt, sie muss einfach nur härter werden. Aber ich… ich glaube nicht, dass Raven gerade noch versteht, wo die Grenze liegt. Ich wollte ihm sagen, dass das Match falsch ist… aber…“
Ein bitteres kleines Lächeln huscht über ihr Gesicht.
Leva Bates: „Sie kennen ihn ja...“
Jup, das tut Bayley wohl. Vielleicht sogar besser, als sie selbst es möchte. Raven ist ein Mann, der nur sehr selten einen Widerspruch akzeptiert. Weder von seinen Schülern noch von gar irgendjemandem in seinem jetzigen Zustand. Und das Schlimmste ist: Irgendwie ist es ja sogar Bayleys Schuld, dass er sich momentan in genau diesem Zustand befindet. Leva senkt leicht den Blick.
Leva Bates: „Ich hab ehrlich gesagt Angst vor dem Match.“
Und das ist wahrscheinlich das erste Mal seit langer Zeit, dass Leva Bates so offen zugibt, Angst zu haben. Sie hat natürlich keine Angst vor ihrer Gegnerin Izzy. Dass die Freundschaft zu ihr durch dieses Match nicht brechen wird, darüber ist sich Leva sicher. Sie hat auch keine direkten Ängste vor den Schmerzen oder den Verletzungen, die sie durch dieses First Blood Match bekommen könnte. Viel mehr hat sie Angst vor den Dingen, die sie Izzy selbst antun könnte, und vor dem, was Raven aus ihr und Izzy machen will. Im Raum entsteht erneut Stille.
Bayley hört aufmerksam zu. Das ist selbstverständlich und wie die Kalifornierin schon vorhin anmerkte ist es das erste Mal, dass leva persönlich zu ihr kommt, daher geht sie davon aus, dass es etwas wichtiges ist.
Bayley
"Raven ist kompliziert und ja... Ich habe schon einiges gehört was er so von sich gegeben hat schon bevor er aufgehört … naja nicht so wichtig … Da es aber wie du sagst schlimmer geworden ist muss ich mir womöglich selbst ein Bild von dem machen. Ich versuche bei den nächsten Trainingssessions dabei zu sein. Ich glaube wenig daran, dass ihn meine Anwesenheit zügelt. Das hat es noch nie und wenn es wirklich untragbar ist wie du es beschreibst, dann habe ich immer noch das letzte Wort."
Schlimmer als das was sie bisher erlebt hat kann sich Bayley nur schwer vorstellen. Dass muss sie selbst erleben. Auch kann sie Leva dabei am besten unterstützen und gegebenfalls eingreifen wenn es zu schlimm wird.
Bayley
"Ich weiß, dass ein Match vor großem Publikum manchmal einschüchternd ist, aber ich habe Raven selbst gesagt, dass ich euch diese Bühne geben wollte. Und er soll entscheiden wann ihr dafür bereit seid. Sieh das doch eher als eine Anerkennung von Raven an, dass er dich bereit dafür sieht. Auch Izzy hatte mich schon angestubst, dass ich dir mehr Chancen geben soll. Oder macht dir das eher Sorgen gegen Izzy zu kämpfen? Glaub mir Izzy hat einfach Sportsgeist. Sie sieht dich nicht als Rivalin. Sie will einfach nur ein freundschaftliches Kräftemessen. Das wird nichts an eurer Freundschaft verändern. Du weißt gar nicht wie oft sie mich damit nervt, dass sie unbedingt gegen mich kämpfen will."
Lachend versucht Bayley Leva zu beruhigen. Sie versucht sich so gut es geht in Leva hineinzuversetzen um zu verstehen was das Problem mit dem Match ist. Allerdings ist der Kalifornierin nicht ganz bewusst, was für eine Stipulation sich die Hardcorelegende ausgesucht hat.
Natürlich versucht Bayley, Levas Ängste zu nehmen und fast schon mütterlich auf sie einzureden, aber irgendwie glaubt die Nerddiva nicht, dass ihre Chefin die Situation versteht. Sicher wäre es hilfreich, wenn sie nächste Woche bei dem Training mit dabei sein wird, aber... auch das hilft Leva nicht wirklich weiter. Es würde dabei bleiben, dass sie und Izzy diese Hölle erleben müssen. Klar stimmt sie den Worten Bayleys zu, wenn diese der Situation entsprechen würden. Wäre es ein ganz normaler Kampf, wie ihn Skye Blue und Maya Yukihi gleich haben werden, wäre das etwas anderes, aber hier kann sich Leva nicht mehr zurückhalten und muss es laut heraus sagen.
Leva Bates: „Aber doch nicht in einem First Blood Match!“
Diese Info hat Bayley bisher noch gefehlt und demnach ist es auch nicht verwunderlich, dass sie so reagierte, wie sie reagierte. Da kann Leva auch niemand anderem die Schuld in die Schuhe schieben außer sich selbst. Wäre sie gleich damit rausgekommen, wäre Bayleys Reaktion wohl anders verlaufen, wie man jetzt auch erkennen kann.
Als Leva Bates die Match Stipulation hört, wird die Kalifornierin hellhörig.
Bayley
"First Blood Match? … Das ist eine Matchstipulation, die nur noch selten zu besonderen Anlässen stattfindet. Mach dir keine Sorgen. Ich regel das."
Jetzt wo die General Managerin voll im Bilde ist, ist sie voll auf Levas Seite und verspricht hier zu intervenieren. Damit endet diese Szene wobei ein Cut aufgespielt wird mit einer Einblendung.
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20 Minutes later
Bayley ist hier wieder zu sehen, wobei sie diesmal nicht so freundlich aussieht, wie sie es noch bei Leva Bates tat.
Bayley
"Ich möchte mich hier nicht wiederholen. Es werden keine First Blood Matches angesetzt."
Offenbar ist Bayley direkt dabei die Sache für Leva Bates zu klären und damit ist auch klar, dass es sich um Raven handelt, mit dem sie hier am diskutieren ist.
Raven:
„„Es ist egal, was ich antworten werde, es wird sie wohl nicht beruhigen und zufriedenstellen. Und da absolut keine Aktion von Ihnen mich davon abhalten kann, das Match anzusetzen, werde ich, denke ich, einfach still bleiben und verschwinden!"“
...antwortet der Death Fighter seiner Chefin hier mitten in einem Backstagegang im Forum di Milano. Gekleidet ist er in einem langen schwarzen Mantel, der locker über seinen Schultern hängt und darunter ein dunkles Hemd zeigt, dessen oberste Knöpfe geöffnet sind, als hätte er sich nie die Mühe gemacht, es ordentlich zu schließen. Die Ärmel sind leicht hochgekrempelt und der Stoff wirkt alles andere als geschniegelt, sondern eher abgetragen, als hätte er das Hemd schon deutlich länger an als geplant. Dazu trägt er eine dunkle Jeans und an seinen Füßen schwere schwarze Lederstiefel, deren Sohlen schon viele Jahre und noch mehr schlechte Entscheidungen hinter sich gebracht haben. Einige silberne Ringe an den Fingern und die unvermeidlichen Bartstoppeln vervollständigen den Eindruck, dass Raven sich nur dann um sein Äußeres kümmert, wenn es absolut notwendig ist. Selbst seine Haare wirken leicht ungeordnet, als hätte er sie morgens einmal mit der Hand zurückgestrichen und beschlossen, dass das genügen muss.
![[Bild: 14dc959c-fd67-4106-8471-f900cc2dd193.png]](https://i.ibb.co/ks0xvQz7/14dc959c-fd67-4106-8471-f900cc2dd193.png)
Und trotzdem würde er zwischen all den elegant gekleideten Menschen Mailands nicht fehl am Platz wirken. Ganz im Gegenteil. Während andere versuchen würden, düster, geheimnisvoll oder rebellisch auszusehen, wäre Raven es einfach. Er würde wirken wie ein Mann, der schon längst aufgehört hat, andere beeindrucken zu wollen. Genau dadurch würde er eine gewisse Präsenz ausstrahlen, die man nicht kaufen oder nachahmen kann. Die Modejournalisten würden vermutlich irgendwelche komplizierten Begriffe für seinen Look erfinden und ihn als Verkörperung moderner Melancholie feiern, während Raven selbst nicht einmal verstehen würde, warum ihn überhaupt jemand fotografiert. Und doch sieht er alles andere als gut aus. Er versucht es zwar noch zu verstecken, aber allein durch das stark verschwitzte Gesicht und die kaum offenen Augen kann man erkennen, dass es ihm alles andere als gut geht. Bereits seit einer Woche ist der stark alkoholabhängige 61-jährige Mann ohne einen Tropfen Alkohol. Eigentlich etwas, was viele für sehr gut empfinden würden, doch so ein drastischer Entzug von dieser eigentlich von vielen als sehr harmlos angesehenen Droge kann brutale Nebenwirkungen haben, die alles andere als angenehm und manchmal auch stark gesundheitsschädigend sind.
Doch so schnell kommt der Death Fighter nicht davon. Die Kalifornierin ist jünger und schneller als dieser. Sie stoppt ihn nicht, aber bleibt ihn Hörreichweite.
Bayley
"Wenn wir solche Matches veranstalten dann nur zu speziellen Anlässen und es Bedarf einer Vorbereitung. So laufen die Dinge heutzutage. Das Wohlergehen unserer Wrestler hat höhere Priorität als in der Vergangenheit. Wenn sich Leva und Izzy da die Köpfe einschlagen um die andere blutig zu machen, dann erhöht das nur die Chance auf eine Gehirnerschütterung."
Ob das Raven beeindruckt. Für einen wie ihn klingt das nach einer lahmen Ausrede, denn er hat genau das durchgemacht. Bayley hat jetzt doch aufgeholt und versperrt Raven den Weg.
Bayley
"Es wird Zeit, dass du in der Gegenwart ankommst. ECW war eine Nische. Und das war auch der Grund, wieso sie sich nicht gehalten hat. Die Wrestlingwelt hat sich verändert. Sie respektieren das, was ihr in der Vergangenheit geleistet habt, doch das Wohlergehen der Wrestler ist sogar in den Augen der Zuschauer wichtiger geworden. Selbst nach 20 Jahren wird ein Eddie Guerrero sehnlichst vermisst. Den Leuten ist klargeworden was dieser Job einem abverlangt und das es Grenzen gibt. Chris Benoit ist auch einer deiner ECW Guys. Und so spektakulär seine Leistung im Ring war, hat es ihn im Kopf kaputt gemacht. Und was er getan hat wirft immer noch einen dunklen Schatten in diesem Business. Und wie viele Wrestler leiden unter extremen Schmerzen nachdem sie in den Ruhestand gehen. Ein Sabu litt unter starken Schmerzen durch all die Aktionen, die er vollführt hat. Es ist ungefähr ein Jahr her, dass er verstorben ist. War er nicht ein 64er Jahrgang so wie du es bist? Warum rede ich überhaupt über andere Wrestler? Du bist doch das perfekte Beispiel. Dein Körper ist doch nur noch ein Wrack."
So wie Raven aussieht, fragt man sich, ob er überhaupt auch nur ein Wort verstanden hat, was Bayley ihm hier sagte. Er ist kreidebleich und wirkt auch ziemlich dehydriert. Das sollte auch Bayley auffallen. Doch lächelt er all das bloß weg und verschränkt seine Arme, um seiner Chefin zu zeigen, dass er ihre Gedanken für fehlerhaft ansieht. Er geht ein paar Schritte zurück, um Bayley etwas Freiraum zu lassen. Nicht, dass er nicht gerne körperliche Nähe mit ihr haben wollen würde, aber in diesem Moment wäre es wohl besser, nicht zu stark ranzugehen.
Raven:
„„Das war eine wirklich tolle Rede und ja, Sie haben teils auch recht. Allerdings vergessen Sie, dass genau eben diese Zeit wieder zurückkommt, weil die Zuschauer sich eben nach genau diesem unberechenbaren Hardcore-Wrestling, das Leben zerstört, sehnen. Dass ihr versucht, Wrestling zu einem PG-Produkt zu machen, feiert niemand. Die Kinder vielleicht, ja, aber die sind auch schnell in einem Alter, wo sie es langweilig finden. Die Zuschauerzahlen gehen dadurch nur runter und mit genau so etwas kann man sie wieder steigern."“
Nun ja... da hat Raven zwar teils recht, aber... na ja, eben nur teils. Es gibt zwar einen Teil der Wrestling-Fans, der die Zeit von ECW, der Attitude Era oder allgemein härteres Hardcore-Wrestling verklärt und sich mehr Blut, mehr Gewalt und weniger Einschränkungen wünscht. Gerade langjährige Fans sprechen oft davon, dass Wrestling heute zu sauber, zu vorhersehbar oder zu familienfreundlich geworden sei. Daraus entsteht schnell der Eindruck, dass „alle“ Zuschauer wieder extremes Wrestling sehen wollen. Die Realität ist allerdings deutlich komplizierter. Die meisten großen Wrestling-Promotions haben ihre PG-Ausrichtung nicht eingeführt, weil sie Wrestling zerstören wollten, sondern weil sie dadurch deutlich mehr Sponsoren, Werbepartner und Fernsehverträge gewinnen konnten. Genau diese Einnahmen sind heute einer der wichtigsten Gründe dafür, dass die großen Unternehmen überhaupt so erfolgreich sind. Hardcore-Wrestling erzeugt Aufmerksamkeit, spricht aber oft nur einen Teil des Publikums an. Viele Zuschauer wollen vor allem gute Charaktere, spannende Geschichten, starke Matches und unterhaltsame Segmente sehen. Dafür braucht es nicht zwangsläufig Blut oder extreme Gewalt.
Raven:
„„Ja, Sie haben recht, mit solchen Matches geht man das Risiko ein, bleibende Schäden davon zu bekommen. Aber wenn man keine Risiken eingeht, kommt man nicht weiter und kann die Liga schon bald dichtmachen. Und da ich leider ziemlich gut Mathematik beherrsche, kann ich Ihnen sagen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass einer der beiden Frauen etwas Bleibendes durch das Match passiert, wesentlich geringer ist als die Wahrscheinlichkeit, dass die Fans irgendwann die Schnauze voll von den Shows haben, wenn es nicht mehr zu solchen Matches kommt. Sie müssen den Leuten geben, was sie wollen. Sie als General Manager sollten das doch eigentlich wissen."“
Auch die sinkenden oder steigenden Zuschauerzahlen lassen sich nicht allein auf PG-Wrestling zurückführen. Wrestling war Ende der 90er-Jahre ein riesiger Popkulturtrend, der mit vielen anderen Faktoren zusammenhing. Heute konkurriert Wrestling mit Streamingdiensten, YouTube, Videospielen, Social Media und unzähligen anderen Unterhaltungsangeboten. Wenn Zuschauerzahlen schwanken, liegt das meistens an einer Kombination aus Storyqualität, Starpower, Konkurrenzangeboten und Veränderungen im Medienkonsum und nicht einfach daran, ob eine Show PG ist oder nicht. Interessanterweise zeigen moderne Promotions sogar, dass beide Ansätze funktionieren können. Manche Fans lieben die familienfreundlichere Präsentation großer Ligen, während andere gezielt härtere Produkte suchen. Gleichzeitig gehören viele der erfolgreichsten Wrestler der letzten Jahre gar nicht zu den Hardcore-Wrestlern, sondern überzeugen durch Charisma, Storytelling und Ringqualität. Man kann also durchaus der Meinung sein, dass die ECW-Zeit spannender oder unterhaltsamer war. Man kann auch finden, dass Wrestling heute zu vorsichtig geworden ist. Die Behauptung, PG-Wrestling würde Wrestling grundsätzlich zerstören oder die Mehrheit der Fans wünsche sich wieder ausschließlich extreme Hardcore-Matches wie in der ECW, lässt sich jedoch nicht wirklich belegen. Die Fanlandschaft ist dafür viel zu unterschiedlich.
Bayley
"PG Wrestling? Wo zum Teufel sind wir PG Wrestling?"
Anscheinend ist Bayley ganz anderes Auffassung als Raven, was die Ausrichtung der Coast 2 Coast ist. Dabei fasst sich die Kalifornierin an den Kopf um die Strähnen von ihrer Stirn wegzuhalten. Dort offenbart sie eine Narbe, die noch relativ frisch ist.
Bayley
"Dies war in dem Match zwischen mir und Rhea Ripley passiert. Hast du das Match bei Battle Colliseum gesehen. Wir sind durch die Hölle gegangen und die Matte war blutüberströmt. Wir sind definitv nicht PG. Wir haben hier schon einige R-Rated Storylines gehabt. Und hier wird nicht jedes „Fuck“ und „Shit“ im Fernsehen albern zensiert. Der feine Unterschied bei meinem Match mit Rhea ist, dass wir beide schon erfahren sind und wussten was wir tun."
Unrecht hat die Kalifornierin nicht. Wenn man allein an die Storyline mit Brian Kendrick und Athena zurückblickt ist die C2C eigentlich überhaupt nichts für Kinder.
Bayley
"Izzy und Leva sollen die Basics perfektionieren. Und dann wenn sich beide wohl dabei fühlen kann man über weitere Schritte sprechen. Doch davon sind wir noch weit entfernt. Es ist in deiner Verantwortung, die Gesundheit deiner Schüler zu bewahren und wenn du so fahrlässig handelst dann sehe ich keine andere Wahl als dich zu suspendieren."
Anhand von Ravens Lippen und dem Zittern, das man an ihnen erkennt, kann man feststellen, dass er versucht, irgendetwas dagegenzubringen und zu sagen... aber ihm scheint nichts einzufallen. Ebenfalls etwas, was man nur sehr selten zu sehen bekommt. Dass die alte ECW-Legende mundtot gemacht wird. Aber das könnte auch nur ein weiteres Symptom sein, das beweist, dass es diesem Mann hier alles andere als gut geht. Sein Gesicht wirkt müde und eingefallen, die Haut erscheint fahl und vor allem seine Augen verraten, dass etwas mit ihm nicht stimmt, als hätte er bereits seit mehreren Tagen nicht mehr schlafen können, weshalb sich dunkle Schatten unter den Augen gebildet haben und sein Blick erschöpft, glasig und sogar leicht gerötet wirkt.
![[Bild: 403f4073-79c2-41ba-bdd3-8a14969c0ca7.png]](https://i.ibb.co/ccx4Vtcx/403f4073-79c2-41ba-bdd3-8a14969c0ca7.png)
Hinzu kommt diese ständige innere Unruhe, mit der Raven hier zu kämpfen hat. Selbst wenn er versucht, ruhig dazustehen, bemerkt man mehrere kleine Bewegungen wie ein leichtes Zittern an eben den Lippen als auch an seinen Fingern und die stark angespannte Haltung, die man deutlich erkennen kann. Zudem noch das ungewöhnlich starke Schwitzen, was man wohl auf die Temperatur hier schieben könnte, aber wenn man bedenkt, wie gut klimatisiert hier der Backstagebereich ist, liegt es wohl kaum an der Hitze. Man kann sich auf alle Fälle sicher sein, dass es Raven schlechter geht, als er zugibt. Seine Augen schweifen wild umher, als würde er sich nur schwer konzentrieren können, und all das scheint ihn besonders wütend werden zu lassen... aber hier... hier kommt plötzlich etwas, was man so noch nie bei Raven zu sehen bekommen hat.
Raven:
„„Sie haben Recht! Entschuldigen sie mich bitte!"“
Bitte was? Raven hat Bayley gerade zugestimmt! Was zum Teufel? Muss man sich diesen Tag einrahmen im Kalender? Jetzt sollte man sich so langsam wirklich Sorgen machen. Ohne ein weiteres Wort zu sagen, geht er stillschweigend weiter und verschwindet dann so langsam aus dem Bild, sodass Bayley alleine zurückbleibt. Aber mit dieser Aussage ist das Gespräch quasi auch schon beendet. Das gesamte Segment jedoch nicht, denn wieder erfolgt ein kleiner Schnitt und wir können Raven erneut sehen. Dieser steht in irgendeiner Sackgasse hier in den Backstagegängen, wo die Mitarbeiter mehrere Requisiten abgestellt haben und zu lagern scheinen. Und Raven... oh Gott, Raven sieht alles andere als gut aus. Sogar noch schlechter als eben schon im Gespräch mit Bayley. Kommt das alles nur wegen dem Entzug vom Alkohol? Kann das wirklich so schlimm sein? Dieser Mann hier kämpft gerade seit fast einer Woche mit starker Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, Angstzuständen, Depressionen und einem ständigen enormen inneren Druck. Er wirkt dadurch zwar nicht wirklich krank im klassischen Sinne, sondern eher wie jemand, der seit Tagen einen unsichtbaren Krieg gegen sich selbst führt und langsam die Kraft verliert, ihn zu gewinnen. Er stützt sich an einer Gasflasche ab und versucht, sich daran festzuhalten, um nicht umzukippen. Das zeigt, dass er wirklich keine Kraft mehr besitzt. Weder geistlich noch körperlich. Wobei... körperlich scheint er doch noch recht fit zu sein, denn nachdem er auch seinen zweiten Arm auf die Gasflasche legt, hebt er sie plötzlich hoch. Aber was hat er damit vor...?
![[Bild: 403f4073-79c2-41ba-bdd3-8a14969c0ca7.png]](https://i.ibb.co/tMqh4RvQ/403f4073-79c2-41ba-bdd3-8a14969c0ca7.png)
Er blickt die Flasche mit fast schon leblosen Augen an und grinst... Raven grinst, als er plötzlich die Flasche fallen lässt, sodass sie direkt auf seinen Fuß knallt. Holy shit! Das ist eine gefüllte 33-Kilogramm-Propangasflasche gewesen, die wohl hier in der Arena gelagert wurde für die Heizung oder so. Was zum Teufel macht Raven hier? So eine Flasche könnte seinen Fuß komplett brechen! Der Fuß ist doch ganz definitiv gebrochen und wird zu Tode anschwellen. Raven braucht sofort ärztliche Versorgung. Ihm muss es doch unheimlich schlecht gehen in diesem Mome...Raven lächelt. Er lächelt und sieht komplett entspannt aus. Als würden ihm gerade sämtliche Lasten von den Schultern fallen. Als würde er gerade auf Wolke 7 schweben. Was um alles in der Welt passiert hier? Mit diesen weirden Bildern wird die Kamera plötzlich ausgeschaltet und es geht weiter mit der Show. Was haben wir da gerade eben gesehen?
Die Kamera schaltet in einen ruhig gelegenen Bereich der Arena von Mailand.
Keine lauten Produktionsgeräusche.
Keine hektischen Mitarbeiter.
Stattdessen öffnet sich langsam die Tür zu einem modern eingerichteten Konferenzraum. Ein langer dunkler Tisch zieht sich durch die Mitte des Raumes, an den Wänden hängen mehrere Bildschirme mit laufenden Produktionsdaten der Show, während gedimmtes Licht dem Raum eine beinahe sterile Atmosphäre verleiht.
Am Ende des Tisches sitzt Robin Christopher Fohrwerk.
Perfekt gekleideter Anzug.
Aufrechte Haltung.
Die Hände ruhig ineinander gelegt.
Vor ihm ein geöffneter Laptop.
Auf dem Bildschirm läuft bereits eine Videokonferenz.
Die Stimme Fohrwerks ist bereits zu hören, noch bevor die Kamera ihn vollständig einfängt.
R.C.F.:
"...und ich freue mich natürlich darüber, dass Sie sich überhaupt die Zeit genommen haben, meine Anmerkungen ernsthaft zu betrachten."
Erst jetzt wird sichtbar, mit wem die Konferenz geführt wird.
Shane McMahon.
Der Chairman der c2c erscheint zugeschaltet auf dem Bildschirm. Im Gegensatz zur sterilen Atmosphäre des Konferenzraums wirkt sein Umfeld deutlich entspannter. Shane hört zu, macht allerdings nicht den Eindruck eines Mannes, der zum ersten Mal einen Verbesserungsvorschlag für seine Liga präsentiert bekommt.
Er lehnt sich leicht zurück.
Shane McMahon: "Mr. Fohrwerk, ich bekomme beinahe jede Woche Nachrichten von Leuten, die glauben, sie hätten die Lösung für sämtliche Probleme dieser Company."
Ein kurzes Schulterzucken.
Shane McMahon: "Normalerweise folgt danach die Bitte um einen Vertrag, einen Job oder irgendeine Form von Einfluss."
Fohrwerk reagiert nicht auf die Spitze.
Kein Lächeln.
Keine Rechtfertigung.
Lediglich ein ruhiger Blick.
![[Bild: Screenshot-2026-05-28-122738.png]](https://i.ibb.co/kgrwqNPp/Screenshot-2026-05-28-122738.png)
R.C.F.:
"Dann unterscheiden sich unsere Absichten bereits grundlegend, Mr. McMahon. Ich habe weder Interesse an einem Vertrag noch bewerbe ich mich auf eine Position innerhalb Ihrer Organisation."
Er öffnet eine schwarze Mappe vor sich.
![[Bild: Mappe-Analyse-Mailand-Segment.png]](https://i.ibb.co/bMT7yCf5/Mappe-Analyse-Mailand-Segment.png)
R.C.F.:
"Tatsächlich halte ich genau diese Denkweise häufig für den ersten Fehler. Die meisten Menschen betrachten Wrestling ausschließlich aus ihrer eigenen Perspektive. Wrestler denken an Matches. Fans denken an Momente. Verantwortliche denken an die nächste Show. Mich interessiert die Entwicklung des Gesamtprodukts."
Shane hört zu.
Noch immer skeptisch.
Doch Fohrwerk fährt unbeirrt fort.
R.C.F.:
"Wenn man die öffentlich zugänglichen Kennzahlen der letzten Monate betrachtet, erkennt man einige bemerkenswerte Entwicklungen. Die Aufmerksamkeit für die c2c ist keineswegs eingebrochen. Im Gegenteil. Über die Liga wird gesprochen. Allerdings entsteht zunehmend eine Diskrepanz zwischen Aufmerksamkeit und Bindung."
Er wirft einen kurzen Blick in seine Unterlagen.
R.C.F.:
"Die Zuschauerbindung Ihrer Wochenshows entwickelt sich rückläufig. Gleichzeitig steigt der Anteil von Inhalten, die sich um persönliche Krisen, interne Konflikte und emotionale Eskalationen drehen. Kurzfristig erzeugt das Reichweite. Langfristig entsteht jedoch ein anderes Problem: Die Marke wird abhängig von Instabilität."
Shane richtet sich langsam etwas auf.
Zum ersten Mal wirkt er wirklich aufmerksam.
Fohrwerk bemerkt es, lässt sich davon jedoch nicht beeinflussen.
R.C.F.:
"Dasselbe Muster lässt sich bei Merchandising- und Interaktionszahlen beobachten. Die Menschen verfolgen Ereignisse, investieren sich jedoch zunehmend weniger in das Produkt selbst. Das ist kein Problem einzelner Talente. Es ist ein struktureller Trend."
Jetzt legt Shane sein Smartphone zur Seite.
Keine große Geste.
Und gerade deshalb auffällig.
Shane McMahon: "Woher stammen diese Zahlen?"
![[Bild: Shane-O.jpg]](https://i.ibb.co/Tq4ry6wf/Shane-O.jpg)
R.C.F.:
"Aus öffentlich zugänglichen Berichten. Zuschauerentwicklungen. Merchandising-Auswertungen. Sponsorenkennzahlen. Nichts davon ist geheim."
Eine kurze Stille entsteht.
Fohrwerk schließt die Mappe wieder.
R.C.F.:
"Persönlichkeiten kommen und gehen. Champions wechseln. Geschichten enden. Die eigentliche Frage lautet, was bleibt, wenn all diese Dinge verschwunden sind."
Nun lehnt er sich erstmals leicht nach vorne.
Nicht aggressiv.
Nicht belehrend.
Sondern mit der Selbstverständlichkeit eines Mannes, der seine Analyse bereits abgeschlossen hat.
R.C.F.:
"Erfolgreiche Organisationen werden nicht daran gemessen, wie sie auf Probleme reagieren. Sie werden daran gemessen, wie selten dieselben Probleme überhaupt entstehen."
Wieder entsteht Stille.
Diesmal deutlich länger.
Die anfängliche Skepsis in Shanes Gesicht ist verschwunden.
Noch keine Zustimmung.
Aber Interesse.
Echtes Interesse.
Schließlich verschränkt der Chairman langsam die Hände vor sich.
Shane McMahon: "Angenommen, ich höre Ihnen weiter zu, Mr. Fohrwerk...was genau ist Ihr Punkt?"
Fohrwerk lehnt sich wieder leicht zurück.
Zum ersten Mal während des Gesprächs blickt er nicht auf seine Unterlagen.
Sondern direkt auf den Bildschirm.
Fast so, als sei genau diese Frage der eigentliche Grund für das Treffen gewesen.
R.C.F.:
"Mein Punkt ist nicht, dass die c2c scheitert, Mr. McMahon. Wäre das der Fall, würden wir dieses Gespräch nicht führen.
Während Shane zuhört, wandert Fohrwerks Blick kurz zu einem der Bildschirme im Konferenzraum. Dort laufen Bilder der aktuellen Show. Jubelnde Fans. Ein laufendes Match. Alles wirkt auf den ersten Blick vollkommen normal.
R.C.F.:
"Mein Punkt ist, dass eine Organisation selten an ihren offensichtlichen Problemen scheitert. Die erkennt jeder. Sie scheitert an den Entwicklungen, die lange genug ignoriert werden, bis sie zum Normalzustand geworden sind."
Shane sagt zunächst nichts.
Fohrwerk fährt ruhig fort.
R.C.F.:
"Nehmen wir als Beispiel die letzten Monate. Interne Konflikte werden öffentlich. Persönliche Krisen beeinflussen sportliche Entscheidungen. Autorität wird zunehmend diskutiert, statt akzeptiert. Und jedes einzelne Ereignis lässt sich isoliert betrachtet erklären."
Er verschränkt die Hände vor sich.
R.C.F.:
"Die eigentliche Frage ist daher nicht, ob diese Vorfälle problematisch sind. Die eigentliche Frage lautet, weshalb sie inzwischen regelmäßig stattfinden."
Zum ersten Mal verzieht Shane leicht die Miene.
Nicht ablehnend.
Eher nachdenklich.
Als hätte er sich dieselbe Frage bereits selbst gestellt. Fohrwerk bemerkt die Reaktion sofort. Lässt jedoch bewusst eine kleine Lücke entstehen, bevor er weiterspricht.
R.C.F.:
"Sie führen eine Wrestling-Organisation. Deshalb wird man Ihnen täglich sagen, welches Talent Champion werden sollte, wer einen Push verdient oder welches Match Geld einbringt."
Ein leichtes Kopfschütteln.
R.C.F.:
"Das sind wichtige Fragen. Nur nicht die, die ich mir stelle. Zumindest noch nicht."
Nun wird seine Stimme etwas ruhiger. Fast schon nüchtern.
R.C.F.:
"Mich interessiert zunächst, warum dieselben Probleme immer wieder an unterschiedlichen Stellen auftauchen."
Für einige Sekunden herrscht Stille im Konferenzraum. Diesmal wirkt sie nicht unangenehm. Sondern nachdenklich. Shane lehnt sich langsam nach vorne. Deutlich weiter als zuvor. Das anfängliche Desinteresse ist inzwischen vollständig verschwunden.
Shane McMahon: "Und Sie glauben, die Ursache gefunden zu haben?"
Die Frage bleibt einen Moment zwischen beiden Männern stehen. Fohrwerk antwortet nicht sofort. Stattdessen lehnt er sich leicht zurück und betrachtet Shane über den Bildschirm hinweg. Im Hintergrund laufen auf den Monitoren weiterhin Bilder der aktuellen Show. Jubelnde Fans, laufende Matches, all die Dinge, die eine Wrestlingliga nach außen ausmachen. Für einen Moment wirken sie jedoch beinahe nebensächlich.
R.C.F.:
"Nein."
Zum ersten Mal seit Beginn des Gesprächs fällt die Antwort ungewöhnlich kurz aus.
Shane hebt leicht eine Augenbraue. Noch bevor er nachfragen kann, greift Fohrwerk neben sich. Dort liegt nicht nur die schwarze Mappe mit den Kennzahlen, die er bislang verwendet hat. Langsam zieht er einen zweiten Ordner hervor. Deutlich dicker. Mehrere Registerkarten ragen an den Seiten hervor. Einzelne Markierungen und Notizzettel lassen erkennen, dass dieser Ordner nicht erst seit gestern existiert.
R.C.F.:
"Die Ursache wäre eine einfache Antwort auf ein komplexes Problem."
Mit ruhiger Bewegung legt er den Ordner vor sich auf den Tisch.
R.C.F.:
"Was ich gefunden habe...sind Muster."
Für einen Moment ruht seine Hand auf dem schwarzen Einband.
Während Shane schweigt, fährt Fohrwerk fort.
R.C.F.:
"Persönliche Konflikte werden zur Regel. Führungsstrukturen verlieren an Klarheit. Die Zuschauerbindung sinkt trotz hoher Aufmerksamkeit und sportliche Kontinuität wird zunehmend von kurzfristigen Entwicklungen verdrängt. Für sich genommen sind das einzelne Beobachtungen. Zusammengenommen ergeben sie jedoch ein System."
Langsam dreht er den Ordner über den Tisch.
Nicht dramatisch.
Nicht theatralisch.
Fast schon beiläufig.
Und genau deshalb wirkt die Bewegung schwerer, als sie eigentlich sein sollte. Die Kamera fährt langsam näher heran.
Auf dem schwarzen Einband steht lediglich eine schlichte Aufschrift:
c2c - Interne Analyse
Darunter:
Version 1.0
Shanes Blick bleibt auf dem Ordner hängen. Die Skepsis, mit der er das Gespräch begonnen hat, scheint längst verflogen zu sein. Noch immer ist er nicht überzeugt. Aber zum ersten Mal wirkt es, als wolle er tatsächlich hören, was als Nächstes kommt.
Fohrwerk bemerkt die Veränderung sofort.
Ein kaum wahrnehmbares Schmunzeln huscht über sein Gesicht.
R.C.F.:
"Ich bin nicht hier, um über einzelne Probleme zu sprechen, Mr. McMahon."
Sein Blick bleibt ruhig auf den Bildschirm gerichtet.
R.C.F.:
"Mich interessieren die Gründe, weshalb dieselben Probleme immer wieder entstehen."
Die Kamera verweilt noch einen Augenblick auf dem Ordner.
![[Bild: Analyse-Intern1-0.png]](https://i.ibb.co/PsN8t3QB/Analyse-Intern1-0.png)
Dann blendet die Szene langsam aus.
MATCH 4
SINGLES MATCH
Thekla vs. Candy Floss
![[Bild: candyflossthekla.png]](https://i.ibb.co/27wkVDYx/candyflossthekla.png)
Writer: ???
Als diese Theme aus den Boxen schallt, löst diese sofort Begeisterung bei den Fans aus. Manche springen sogar von den Sitzen und werfen die Arme in die Luft. Unter der lauthalsigen Stimmung betritt Candy Floss die Stage. Beschwingt hüpft sie auf den Entrancebereich und lässt sich erst einmal ausgiebig bejubeln. Immer wieder auf und ab hüpfend reisst sie dann auch die Arme in die Luft und dreht sich sogar einmal um den Fans alle ihre Schokoladenseiten zu präsentieren.
![[Bild: candy2.png]](https://c2c-wrestling.com/4images/data/media/427/candy2.png)
Schnell läuft die Pinkhaarige die Stahlrampe hinunter, lässt es sich nicht nehmen einige Hände der Fans abzuklatschen. Mit einen strahlenden Lächeln, geht sie weiter, um den Ring herum, zum Kommentartorenpult. Dort wartet eine Tasche auf sie. Kaum ist diese aufgenommen und geöffnet greift sie hinein und entnimmt Lollis und Bonbons, wirft sie, ganz Karnevals-Like, in die Menge der Fans. Einmal, um den Ring gelaufen, lässt sie die Tasche fallen und setzt sich auf den Rand des Ringes. Ihre Blick schweift über die Zuschauerränge, ehe sie aufspringt und den Ring entert. Dort springt sie auf die Ringecke und genießt nochmals den Jubel.
![[Bild: candy1_2.png]](https://c2c-wrestling.com/4images/data/media/427/candy1_2.png)
Anschließend hüpft sie zurück in den Ring und stellt sich für ihr Match bereit.
Die Lichter in der Halle werden abgedunkelt und die Stage in ein düsteres Rot getaucht. Langsam beginnt die unheilvolle Musik, bis der Beat richtig eingesetzt. Irgend etwas erscheint merkwürdig...als wäre das Bild auf den Kopf gedreht? Als sich eine Gestalt aus dem aufsteigenden künstlichen Nebel schält, dreht sich die Kamera blitzschnell um 180°, so dass der Zuschauer am heimischen Bildschirm wieder eine "normale" Sicht hat. Diese Gestalt entpuppt sich als die Toxic Spider Thekla! Über ihr Gear trägt sie einen schwarzen Mantel mit Kunstpelz. Obwohl sie auf der Nase eine Sonnenbrille trägt, kann man ihren manischen Blick erkennen, mit dem sie die Kamera vor ihr fixiert.
THEKLA: Time to kill someone...ahahahaha...
Noch einmal die Zunge ausgestreckt und die Österreicherin wandert weiter.
Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring... from Vienna, Austria... The Toxic Spider... THEKLA!"
Mit ausgestreckten Armen stolziert Thekla auf der Stage umher und gibt sich so, als würde der ganze Laden ihr gehören. Seitlich stehend positioniert sich die Blonde. Kurz geht sie in die Knie, hievt sich ruckartig nach oben und vollzieht dabei eine Throat-Cut Geste! Glühend-heiße Flammen schießen neben und hinter ihr in die Höhe und sorgen für ein ansehnliches Spektakel. Wie ein Raubtier auf der Jagd pirscht sich die Österreicherin in einem leicht wippenden Gang heran. Am Ring hüpft sie auf das Apron und rutscht unter den Seilen hindurch. Nach ein paar Schritten geht die Blondine auf die Knie und beugt ihren Oberkörper nach hinten. Dazu gehen erneut die Feuerfontänen an der Stage in die Höhe. Die Toxic Spider reißt ihren Körper nach vorne und krabbelt plötzlich blitzschnell auf die Kamera zu, die erschrocken zurückweicht. Grinsend steht die Österreicherin auf. Langsam verstummt die Theme und die Lichter erreichen die gewohnte Strahlkraft. Mantel und Sonnenbrille werden abgelegt und Thekla ist bereit für das Match
Warnung! Spoiler!
Backstage sehen wir unmittelbar hinter der Gorilla Position wie Seth Rollins vor einem Bildschirm steht. Auf diesem werden gerade die Highlight des Matches von Skye Blue gegen Maya Yukihi gezeigt. Wieder und wieder sah man das skurrile, fast kindliche Kichern der Shine Championess, während sie ihre japanische Gegnerin wie eine Puppe durch den Ring warf. Die arme Japanerin war wieder nur eine Gast Athletin die keinerlei Chance hatte, als würde sie den Haien zum Fraß vorgeworfen. Dann erschien Dijak auf dem Bildschirm. Riesig, stumm, bedrohlich. Eben jenes Ungetüm, nahe der zwei Meter groß und mit einer störrischer Ruhe die manch einen schon aggressiv werden lassen könnte. Eben jener Dijak, mit dem alles anfing.
Seth stand regungslos vor dem Monitor. Die Bilder flimmerten über den Äther. Mal schneller, mal in Zeitlupe. Zunächst auf Skye gerichtet, dann auf dieses Monster in dem Seth bislang sein Kryptonit fand. Mit verschränkten Armen stand er da und starrte auf die Bilder. Sein Blick aber verlor sich irgendwo dazwischen. Gedanklich war er ganz woanders und dies schien in diesem Moment überaus gefährlich zu sein. Er versuchte wirklich der Mann zu sein, der er einmal war, den Becky so liebte und der er auch sein wollte. Aber hier, spürte er genau wie er gegen diesen inneren Drang ankämpfen musste. Zum Glück hat man ja Freunde, die einem dabei helfen können? Ob es so eindeutig war, wie es sich für Seth in diesem Moment anfühlte, war nur schwer zu deuten. Doch wie er nahezu in Trance vor dem Bildschirm hing, rief seinen führsorglichen alten Freund Jeff Miller auf den Plan. Er hatte Seth von der gegenüberliegenden Seite beobachtet und wollte selbst sehen, wie dieser auf die Bilder reagieren würde.
Producer Jeff Miller: "Wie fühlst du dich, wenn du das siehst?"
Seth erschrak kurz, als Jeff ihn ansprach und die Hand auf seine Schulter legte. Ein eindeutiges Zeichen, dass er gedanklich gerade nicht anwesend war. Er blinzelte, holte sich wieder in die Gegenwart zurück, wendete sich aber nicht von dem Bildschirm ab. Es war so, als wollen diesen Szenen ihn quälen und auf die Probe stellen. Wieviel Dunkelheit loderte noch in ihm oder kann er wieder er selbst sein?
SETH ROLLINS: "Wie sollte ich mich denn fühlen? Wenn ich daran denke, was dieses Monster schon alles zerstört hat...Aber ich darf nicht. Ich darf mich nicht wieder da hinein ziehen lassen in diesen Drang mich rächen zu wollen. Ich bin immer gegen eine Wand gelaufen und hab noch mehr in den Abgrund gerissen, als es nötig war. Doch..."
Man hörte es deutlich heraus, seine Dämonen waren nicht verschwunden, vielleicht werden sie das auch nie. Aber zumindest konnte er sie für den Moment verdrängen. Bevor Seth seine Ausführung aber noch beenden konnte, bemerkte er den Schatten einer weiteren Person, die sich zu seiner Linken neben ihm gesellte.
Noch bevor Seth den Satz beenden kann, tritt die Person neben ihn vollständig ins Bild.
Ethan Page.
Der Westcoast Championship ruht locker über seiner Schulter, während Ethan zunächst selbst einige Sekunden schweigend auf den Monitor blickt. Das kindliche Lachen von Skye Blue hallt aus den Lautsprechern des Bildschirms, direkt gefolgt von den brutalen Szenen rund um Dijak.
Ein kleines Schmunzeln zieht sich über Ethans Gesicht.
Nicht begeistert.
Eher interessiert.
Ethan Page:
"Doch jedes Mal, wenn du sowas siehst, fängst du wieder an zu überlegen, ob du nicht doch lieber wieder Leuten den Kopf einschlagen solltest."
Jeff verzieht sofort leicht das Gesicht, offensichtlich wenig begeistert darüber, dass Ethan sich überhaupt einmischt. Ethan selbst ignoriert das vollkommen.
Sein Blick bleibt weiter auf dem Bildschirm.
Ethan Page:
"Und ehrlich? Ich glaube langsam, genau das macht dich gerade so fertig."
Kurz deutet Ethan mit dem Blick in Richtung Dijak.
Ethan Page:
"Der Typ da draußen denkt über gar nichts nach. Der wacht morgens wahrscheinlich einfach auf und entscheidet sich spontan dafür, Menschen durch Wände zu werfen."
Ein leises, trockenes Lachen folgt.
Dann sieht Ethan langsam zu Seth rüber.
Ethan Page:
"Du dagegen..."
Kurz wandert Ethans Blick über Seths Gesicht, beinahe prüfend.
Ethan Page:
"...stehst hier inzwischen schon wie dein eigener persönlicher Therapeut vor einem Fernseher und versuchst dich selbst davon zu überzeugen, kein schlechter Mensch zu sein."
Langsam drehte Seth den Kopf zu Ethan und schnaufte tief durch. Für einen Moment herrschte ein angespanntes Schweigen, denn mit der Andeutung wie Dijak Leute durch Wände wirft, dachte Seth unweigerlich an den Brawl den seine Frau in der letzten Wochen vom Zaune gebrochen hatte und Dijak ihn eben genau diese Weise beendet. Wieder einmal legte dieses Monster Hand an Becky an und er konnte rein gar nichts dagegen tun. Für einen winzig kleinen Augenblick sah sich Seth auch dabei, wie er über Dijak kniete und eine Salbe nach der nächsten auf ihn ein hämmerte… bis… Nein! Seth verdrängt den Gedanken bewusst. Becky ging es gut. Das gemeinsame Gespräch löste einige der aufgestellten Mauern zwischen den beiden. Wenn auch langsam, aber für den Moment muss dies genügen. Seth atmet nochmal tief durch, während sein Blick zwischen Monitor und Ethan wechselte. Ein kurzes Räuspern, sollte die Stimme und seine Worte sortieren.
SETH ROLLINS: "Und… du bist jetzt gekommen, um mir genau dies zu sagen? Den Therapeuten hätte ich vorher gebrauchen können. Damit er mich von meiner Methode abringt, die ähnelte mehr dem… Try and Error-Prinzip… eigentlich nur dem Error. Ob du es nun nachvollziehen kannst oder nicht… wohl eher nicht, wenn ich mir dich so ansehe… Der Gedanke an Rache und all den Frust herauslassen zu können, ist ungemein kraftvoll. Fast schon befreiend."
Mit etwas Abstand betrachtet, hatte es etwas Hilfloses an sich. Die damaligen Bilder aus Tokyo übermannten ihn und Seth wusste sich nicht zu helfen. Eins führte zum anderen, ein bisschen Feuer von außerhalb und schon befand er sich in einer endlosen Abwärtsspirale. zugegeben, diese wilden Prügeleien mit Dijak und übertrieben harte Matches übertönten den Schmerz, wenn auch nur für einen Augeblick. Danach war meistens alles schlimmer.
SETH ROLLINS: "Es klingt schon deutlich leichter, einfach morgens aufzustehen und was auch immer zu tun… anstatt sich bei jedem Schritt hinterfragen zu müssen, welche Konsequenzen es haben könnte. Ich habe mich in dem dunklen Scheiß verloren und bin genau zu dem geworden, was Skye und ihr Freak wollten. Mit jedem Schlag… mit jedem Tritt… habe ich was von mir zerstört und wurde zwangsläufig zu diesem Wrack, das dir im Ring gegenüber gestanden hat."
Ein letztes Mal sieht Seth auf dem Bildschirm, eh er sich dann doch vollends zu Ethan wendet. Ein wenig Anstand wollte er ihm auf jeden Fall entgegenbringen. Denn schließlich hätte der Westcoast Champion bei ihrem Intermezzo auch ganz anders reagieren können. Ein schneller Move, ein halbherziges Finish hätte ausgereicht und Seth in seiner damaligen Verfassung hatte ihm nichts entgegenzusetzen.
SETH ROLLINS: "Sieh Ethan… nicht viele hätten wohl wie du reagiert. In der Hinsicht hast du meinen Respekt und meinen Dank. Du hättest mit Leichtigkeit mich überwältigen können, ob Match oder auch nicht… und hättest damit prahlen können, wie einfach es wäre Seth Rollins zu besiegen."
Anerkennende Worte die Ethan bereits schon einmal in ähnlicher Form hörte. Der vorläufige Respekt aus dem Hause Lynch / Rollins sei ihm gesichert. Was Seth aber unterschwellig anbringen will und mit einem offensichtlichen Blick auf den Titel unterstreicht: Geändert hat sich seitdem Nichts! Ethan Page ist wohl der unangefochtendste Champion im gesamten Wrestling Business, aber leider nur, weil ihm die Konkurrenz fehlt.
Ethan hört Seth bis zum Ende zu. Das kleine Schmunzeln auf seinem Gesicht verschwindet dabei nie ganz.
Ethan Page:
"Weißt du, was ich an dir mag? Selbst wenn dein Leben gerade komplett aus den Fugen geraten ist, schaffst du es immer noch, zwischen den Zeilen auszuteilen."
Ein leises Lachen folgt.
Ethan Page:
"Und ja...vielleicht hast du sogar recht. Vielleicht fehlt es diesem Titel tatsächlich an Konkurrenz."
Sein Blick fällt kurz auf den Westcoast Championship.
Ethan Page:
"Aber das ist nicht mein Problem. Ich bin nicht dafür verantwortlich, wer mir gegenübergestellt wird. Ich bin nur dafür verantwortlich, dass am Ende immer noch mein Name auf dem Titel steht."
Nun sieht er Seth wieder direkt an.
Ethan Page:
"Und was unser Match angeht...du verwechselst da etwas. Ich habe dich damals nicht verschont."
Ein leichtes Schulterzucken.
Ethan Page:
"Ich habe einfach keinen besonderen Reiz darin gesehen, einen Mann zu besiegen, der bereits mit sich selbst beschäftigt war."
Das Schmunzeln wird wieder etwas breiter.
Ethan Page:
"Wenn ich Seth Rollins schlage, dann lieber den Mann, vor dem diese Company jahrelang Respekt hatte...und nicht den, der sich jede Woche aufs Neue erklären muss. Vielleicht solltest du daran erstmal arbeiten."
Ein müdes Lächeln zeichnet sich auf Seth’ Lippen ab, während er Ethan bei dessen Ausführungen zuhörte. Er schätzte sein Gegenüber, das meinte er so, wie er es sagte. Aber er würde auch einen Ethan Page niemals unterschätzen. Kam dieser auch überzeugend rüber, hieß dies nicht, dass er immer richtig lag.
SETH ROLLINS: "Erkläre tu’ ich mich schon lange nicht mehr. Das letzte Mal, als ich mich erklären wollte, habe ich so scheppernde Ohrfeige erhalten, deren Echo wohl immer noch durch das Wembley Stadium schallt. Danach habe ich aufgehört mich erklären zu wollen. Aber vielleicht hat es mir auch den Kopf wieder etwas gerade gerückt. Denn seitdem sehe ich ein paar Dinge wieder klarer und Selbst bestimmter."
Eine Theorie, von der man nur hoffen kann, dass er Recht behält. Seth selbst tat alles in den letzten Wochen, um wieder sein altes Leben zurückzubekommen. Ein Match wäre der nötige nächste Schritt.
SETH ROLLINS: "Ein gewisser Respekt ist sicherlich besser als Angst und Schrecken zu verbreiten, soviel steht schonmal fest. Ich konnte mir ja nicht einmal selbst in die Augen blicken… aber, ich kann es jetzt wieder. Jeden Tag flicke ich mich ein kleines Stückchen wieder zusammen. Und weißt du, was jetzt noch fehlen würde… ein Match. Ein sauberes Match. Kein Abschlachten von unterlegenen Gegnern, die keine waren.
Klingt das nach etwas mehr Anreiz für dich? Wenn ich dir sage, du trittst gegen so viel Seth Rollins an, wie in mir steckt?!"
War dies eine offizielle Herausforderung? Man musste es beiden lassen. Dafür, dass es hier womöglich um das Gold der Liga ging, fand diese in Unterhaltung in einer außergewöhnlich ruhigen Atmosphäre statt. Seth’ Blick war gefestigt auf Ethan gerichtet. Allein daran konnte man seinen Wandel und seine Besserung ablesen.
Für einen Moment mustert Ethan ihn einfach.
Diesmal länger als sonst.
Kein Schmunzeln.
Keine direkte Antwort.
Fast so, als würde er prüfen, ob Seth das wirklich ernst meint.
Dann hebt sich langsam ein Mundwinkel.
Ethan Page:
"Zum ersten Mal seit Wochen klingt das tatsächlich nach Seth Rollins."
Sein Blick wandert kurz zum Monitor, auf dem die Bilder inzwischen weiterlaufen.
Dann zurück zu Seth.
Ethan Page:
"Und plötzlich wird das Ganze tatsächlich interessant."
Das Schmunzeln wird etwas breiter.
Nicht freundlich.
Eher selbstzufrieden.
Ethan Page:
"Wäre nur schade, wenn du in ein paar Stunden wieder deine Meinung änderst, weil Becky einen anderen Plan hat."
Kurz richtet Ethan den Westcoast Championship auf seiner Schulter zurecht.
Ethan Page:
"Kläre das erstmal mit deiner Frau."
Dann dreht er sich bereits zum Gehen.
Nach wenigen Schritten bleibt er allerdings noch einmal stehen.
Ohne sich umzudrehen.
Ethan Page:
"Dann hoffe ich für dich, dass Becky das genauso sieht...denn ich glaube, wir haben gerade ein Match vereinbart."
Damit setzt Ethan seinen Weg fort und verschwindet schließlich den Korridor entlang.
Nicht hastig.
Nicht triumphierend.
Sondern mit der Gelassenheit eines Mannes, der überzeugt ist, dass er gerade die Antwort bekommen hat, auf die er seit Wochen gewartet hat. Seth sah ihm hinterher, bis die Schritte verhallten. Seine Meinung würde sich nicht ändern und um eine Erlaubnis musste er schonmal gar nicht bitten. Ein Match auf Augenhöhe war genau das, was Seth Rollins benötigte und somit war es für die kommende Woche angerichtet.
Thekla gegen Candy Floss ist soeben zu Ende gegangen und wir befinden uns mittig in der Show hier in Mailand. Die europäischen Fans zeigen weiterhin die Power, wie man es die letzten Wochen gewohnt war. Es war immer etwas besonderes, wenn man nach Europa kam, denn eben genau diese Fans sind sehr speziell und zeigen verdammt viel Einsatz, was man auch Heute während der Show erleben darf. Bevor wir aber mit dem nächsten Match weitermachen, schaltet die Kamera wieder Backstage. Viele Mitarbeiter gehen ihrem täglichen Verlauf nach, während der ein oder andere Superstar sich eine Pause gönnt.
In all diesem Trubel scheint die Kamera aber einen Superstar explizit als Ziel ausgemacht zu haben. Denn gezielt bewegt sich die Kamera vorwärts, weg vom Trubel in eine ruhigere Ecke des Korridors, wo wir dann einen Mann sehen, der von den europäischen Fans mit Jubel empfangen wird, obwohl er selber Heute kein Match hatte. Drew McIntyre saß auf einer der vielen Kisten, sein Blick auf den Boden gerichtet, nachdenklich. Letzte Woche hatte er zusammen mit seiner neuen Freundin Liv Morgan ein Tag Team Match gegen Johnny Gargano und Candice LeRae gewonnen, indem der Hüne Liv sogar vor einem Superkick Johnnys bewahrt hatte.
Doch was nach dem Match passiert war, schien den Hünen noch immer nachdenklich zu machen. Denn es kam erneut zu einem kurzen Intermezzo mit Kali, die kurze Zeit wieder die Kontrolle über Liv übernommen hatte. Kali hatte dann einige Interessante Worte für Drew übrig gehabt, die den Schotten in den letzten Tagen nicht mehr aus dem Kopf bekam. Denn anscheinend traf Kali einen Punkt, der den Hünen zum nachdenken brachte. So sehr, das er auch jetzt nicht mitbekam, das er nicht mehr lange alleine war. Sein Blick war weiter starr zu Boden gerichtet, während eine weitere Person sich ins Bild geschoben hatte, ohne von Drew bemerkt zu werden.
Es ist Liv Morgan. Ebenfalls nachdenklich. Das sie eben ausgerechnet auf Tiffany Stratton treffen musste, war wohl das Schicksal schuld. Es waren nur Worte. Doch auch damit konnte das Buff Barbie Doll gekonnt jonglieren. Aber damit hatte Liv gerechnet. Anfeindungen waren keine Seltenheit, wenn man mit Stratton zu tun hatte. Und während sie sich eine Strategie zurechtlegt, die Wochen bis zum Special zu überstehen, sah sie Drew auf den Kisten sitzen.
Liv Morgan:
Alles okay?
Fragt sie etwas besorgt und legt die Stirn in Falten. Um den Schotten war es in den letzten Wochen und Monaten ja auch etwas chaotisch gewesen. Viele Emotionen müssten verarbeitet werden und wer weiß, ob sein anderes Ich dabei nicht auch getriggert wurde. Kein Wunder also, dass Liv nicht nur besorgt, sondern auch ängstlich schaut. Drew verfügt natürlich über eine ganz andere Kraft, wogegen selbst Kali keine Chance hatte.
Liv Morgan:
Du siehst aus, als wäre dir eine Laus über die Leber gefahren!
Das Liv auf Tiffany traf, weiß Drew natürlich nicht. Also könnte man sagen, das für das frische Paar auf Beiden Seiten zuletzt viel zusammengekommen war. Liv kannte Drew mittlerweile sehr gut und sie würde spüren, das Ihn etwas innerlich bewegte. Daher erkannte man auch den besorgten Unterton in ihrer Stimme. Ihren ängstlichen Blick vernahm Drew zunächst noch nicht. Aber wurde wirklich in Drew etwas getriggert? Vielleicht und wenn dann nur minimal. Es waren einfach die Worte Kalis, die ihm Sorgen machten. Kali war stark und man stelle sich vor, wenn sich Kalis Kräfte mit denen von Drews Altem Ego bündeln würden. Man wäre eine Gefahr für jeden Superstar in c2c und genau davor versucht Drew natürlich schon immer, das sein Ego nicht ans Tageslicht kommt. Aber wie Kali ja sagte, sie braucht Drew nicht, oder doch? Erst als Liv ihre Stimmer erhob zuckt Drew kurz zusammen, denn erst in diesem Moment realisiert er, das er nicht mehr alleine war. Er blickt kurz zur Blondine hinauf.
Drew McIntyre
„Ja...ich war nur im Gedanken versunken, tut mir leid.“
Nun, so ganz überzeugend klang das nicht. Auch sein erneuter Blick auf den kalten Betonboden würden Liv verraten, das eben nicht alles okay wäre. Und genau das wurde Drew nun auch selber bewusst. Dazu kannten sich die Beiden mittlerweile auch schon viel zu lange und er richtet sich auf der Kiste mit seinem Oberkörper auf und schaut wieder zu Liv. Er rutscht auf der Kiste ein wenig zur Seite und machte so Platz für Morgan.
Drew McIntyre
„Mir ist einiges durch den Kopf gegangen. Und ich brauche einfach deine Meinung weil ich denke, das du dafür die wohl einzige Person bist, die mir dabei helfen kann. Du kennst Kali logischerweise besser wie kein Anderer...ich habe schon oft miterleben dürfen, wenn Sie die Kontrolle über dich gewinnt...Wenn sie das tut...bekommst du mit, was Sie sagt? Also ich meine damit nicht die Dinge die sie in deinem Inneren zu dir sagt, sondern was sie im Körper Kalis sagt...“
Drew kannte Livs Probleme mit Kali schon lange, aber bisher wusste er nie, ob Liv überhaupt mitbekommt, was Kali von sich gab, wenn diese die volle Kontrolle über Livs Verstand hatte. Daher tastete er sich natürlich auch langsam heran, denn er wollte verhindern, das Kali dadurch getriggert wird. Denn er brauchte die Hilfe von Liv bei diesem Anliegen und ihre reine, eigene Sicht der Dinge.
Drew McIntyre
„Denn Sie hat letzte Woche einiges gesagt, was mich tatsächlich zum Grübeln gebracht hatte...und ich will es nur richtig deuten, verstehst du?“
Das Kali etwas gesagt hatte, was Drew zum Grübeln bringt, hatte Liv nicht wahrnehmen können. Deshalb wirkt sie erst auch etwas perplex, dann aber auch traurig. Beabsichtigt setzt sie sich nicht neben den Hünen sondern bleibt stehen. Immerhin gibt es so keinen Größenunterschied. Und die Frage ist ja auch sehr gut. Liv muss überlegen, wie sie im Beschreibung konnte, wie sie Kali wahr nimmt.
Liv Morgan:
Weißt du...
Ein schwacher Beginn, um die Zeit zu füllen und nicht stumm zu wirken. Denn Morgan muss auf den Boden schauen und genau überlegen, was sie sagen möchte.
Liv Morgan:
...es ist wie ein rauschen. Als wenn jemand spricht, du aber unter Wasser bist und nur manches verstehen kannst. Ich kann sie aber fühlen. Ihren Schmerz, Wut, Freude. Und du bist ein Verbündeter von mir, der mich unterstützte sie zu unterdrücken.
Quasi ein Feind. Kali würde versuchen sich von diesen Leuten zu befreien. Und dazu gehört nunmal auch der Schotte.
Liv Morgan:
Was erwartest du also von ihr? Das sie dich mag, obwohl du gegen sie bist?
Der Schotte schaut kurz zu Liv, die den freigewordenen Platz ihres Freundes nicht einnimmt und wieder zurück zu Boden. Gab es bereits jetzt schon Probleme in der noch frischen Beziehung? Zumindest könnte man dies so deuten, aber wahrscheinlich ist dem nicht wirklich so. Eher wollte die Blondine so mehr auf Augenhöhe mit dem Hünen bleiben. Der Schotte atmet einmal tief aus, ehe er seinen Blick wieder zu Morgan richtet.
Drew McIntyre
„Wenn es danach geht, was ich von Ihr erwarte, ist es das sie dich komplett in Ruhe lässt. Aber mir ist klar, das das wohl nie passieren wird. ich erwarte auch nicht, das Sie mich mag. Sie hat letzte Woche deutlich gemacht, das Sie mich nicht braucht, aber ich brauche dich, Liv.“
Es war nie ein Geheimnis gewesen, das Drew sich Sorgen um Livs Wohlbefinden machte, immer wenn Kali allgegenwärtig war. Der Hüne hatte zumindest darüber nachgedacht, ob er Kali nicht sogar eine Chance geben sollte, immerhin wird diese wohl dauerhaft ein Teil von Liv bleiben und somit auch ein teil dieser Beziehung. Kurz lässt Drew nochmal die Worte Kalis von letzter Woche durch seinen Kopf gehen und dreht sich mit dem Oberkörper seitlich zu Liv.
Drew McIntyre
„Sie meinte, das ich dich nur kontrollieren will...dem ist nicht so, ich möchte das du das weißt. Ich mache mir nur Sorgen um dich das ist alles. Was mir aber am meisten zum Nachdenken gegeben hatte...Sie hat gesagt, das ich denke sie sei etwas schlechtes und ja, das glaube ich noch immer, aber Sie hat mir diese eine Frage gestellt. Ob sie wirklich etwas schlechtes wäre und das ich nicht weiß, was das Beste ist...Was meint sie damit, Liv? Es wirkt als wäre ich Kali doch nicht so egal, wie sie es nach Außen hin zeigt und ich will es nur verstehen...übersehe ich etwas?“
Eines stand fest, das Kali ihre Worte nicht unbewusst gewählt hatte. Sie wollte Drew zum Nachdenken bringen und genau das hatte Sie geschafft. Allerdings brauchte er Livs Hilfe, um genau diese Worte zu verstehen. Fragend blickt er seine Freundin an. Vielleicht interpretiert Drew auch zu viel darin und Kali will ihn wirklich nur loswerden, doch Kali weiß auch zu gut, das dieses Unterfangen verdammt schwer wird. Denn Drew wird Liv niemals fallen lassen, nicht freiwillig.
Liv Morgan:
Du bist parteiisch.
Sagt sie schnell darauf. Was auch logisch klingt. Drew liebt Liv und ist gegen Kali. Doch ein wirkliches Urteil, kann er sich doch gar nicht von ihr bilden. Immerhin will er ja auch die Liv bei sich haben, in der er dich verliebt hat. Kali will ihm genau dies vor Augen führen und sagen, dass er nicht fair urteilen kann.
Liv Morgan:
Du urteilst über sie, obwohl du sie nicht kennst. Du willst Liv bei dir haben.
Beide können aber nicht gleichzeitig da sein. Die Jersey Rose legt den Kopf schief und ihre Hand auf seine Arm.
Liv Morgan:
Sie will damit sagen, dass du unter diesen Umständen nicht wissen kannst, was besser ist. Meine Art...oder ihre Art. Um das zu beurteilen, musst du Kali kennenlernen.
Kali besser kennenlernen? Das klang aus dem Mund Livs fast wie selbstverständlich doch für Drew klang dies sehr fragwürdig. Kein Wunder das er seine Freundin in diesem Moment fragend und auch überrascht anschaut. Das er parteiisch war, das würde er nicht mal abstreiten. Er mochte Liv, ihre Art und Weise wie sie sich gab. Besonders dann, wenn Kali mal nicht in der Nähe war. Denn Liv hatte immer wieder ihre Eigenarten, welche sie sympathisch machten. Ihre Vorliebe für Videospiele zum Beispiel. Und dann war da natürlich auch die dunkle Seite, die sich Kali nannte. Drew blickte kurz zu Liv hinauf, dann auf ihre Hand, welche nun sanft auf seinem Arm ruhte. Augenblicke später legte er seine Hand auf die von Liv.
Drew McIntyre
„Bei aller Liebe, Liv...ich denke das ich mir durchaus schon ein Bild von Kali gemacht habe. Ich habe oft mit erleben müssen, zu was Sie fähig ist. Sie ist das exakte Gegenteil von dir, kümmert sich nur um sich und nimmt dafür die Gesundheit anderer in Kauf...“
Und damit lag er nicht mal falsch. Kali hatte in der Vergangenheit bewiesen, das Sie durchaus eine brutale Ader hatte und dabei keine Rücksicht nahm. Diesen Fakt konnte Liv nicht mal wirklich leugnen. Trotzdem merkte Drew irgendwie, das Liv versuchte, ihm genau dabei zu helfen, Kali wirklich zu verstehen. Für Drew gab es nur Liv und es gäbe keinen Platz für Kali. Andererseits war Kali nun mal ein Teil von Liv und wird es immer bleiben. Seine Hand drückt dann sanft die seiner Freundin und er konnte in ihrem Blick erkennen, das er dem ganzen eine Chance geben sollte.
Drew McIntyre
„Ich...würde versuchen, ein Gespräch mit Kali zu führen, um Sie zu verstehen. Ich mache das aber nur für dich. Wobei ich aber glaube, das Kali sich selber gar nicht darauf einlassen würde. Sie hasst mich genauso wie ich Sie...die Einzige, die dieses Gespräch Zustande bringen kann, bist du...“
Drew war also bereit, sich Kalis Sicht anzuhören. Innerlich bezweifelt er aber, das es seien Sicht auf Kali ändern wird. Allerdings war es ein Versuch wert. Er liebt Liv und genau deshalb stimmt er dem Ganzen auch zu. Wohl war Ihm dabei aber dennoch nicht. Er wusste, das er für Kali schon immer ein Dorn im Auge war.
Liv Morgan:
Du musst das nicht tun. Vor allem nicht für mich. Ich sage dir nur, wie sie es meint. Und ich kann es ihr nichtmal versenken. Wenn du mir ihr sprechen willst, dann machst du das für dich. Nicht für mich. Kali ist anders. Aber es wäre ja auch komisch, wenn sie gleich wäre.
Für Liv muss Drew nicht mit Kali sprechen. Das hätte sowieso wenig Sinn. Der Schotte will die Blondine bei sich haben, nicht die Rothaarige. Die Frage ist, wer ist in manchen Situationen geeigneter? Wer kann sich den Women's Title holen?
Liv Morgan:
Die Frage ist nur, wer gegen Tiffany Stratton die besseren Chancen hat. Sie, mit ähnlicher eigensinniger Arrogant oder die freche Liv. Und wenn du jetzt Kali sagst, dann musst du ihr auch vertrauen. Vielleicht ist eine Kooperation doch einfach sinnvoll.
Mal Kali und ein anderes Mal soll Liv die Dinge in die Hand nehmen? Klingt nach einem sehr undurchdachten Plan. Ein Plan, der Drew nicht wirklich gefallen wird. Er hat sich in Liv verliebt, nicht in Kali und Kali hat schon sehr oft bewiesen, das es für Alle, die sich in ihrer Umgebung befanden, nicht gut ausgehen würde. Was, wenn der Schotte auf eine Kooperation eingeht und Kali dann den richtigen Moment abpasst um den letzten Keil zwischen Ihm und Liv zu treiben? Kurz wirkte der Schotte wieder nachdenklich, als würde er trotzdem eben genau das als eine Möglichkeit ansehen. Dann aber steht der Hüne auf und dreht sich zu Liv, die nun wieder zum Hünen aufschauen musste.
Drew McIntyre
„Ich denke, wir werden es in zwei Wochen sehen, wer besser geeignet ist, gegen Tiffany anzutreten. Auch wenn ich denke, das du, Liv, es verdient hast, das Gold zu gewinnen...Sage Kali, das wir uns in Berlin unterhalten werden...“
Somit bestätig Drew, das er das Gespräch mit Kali suchen will, aber erst beim Special. Er fühlte sich bei dem Gedanken nicht wohl neben Liv auch Kali an seiner Seite zu haben. Aber wie sagt man immer so schön? Die Medaille hat zwei Seiten und welche Seite hier gemeint war, dürfte jedem Fan klar sein. Der Hüne blickt Liv dann kurz an und geht einen Schritt weiter auf sie zu, ehe er seine Freundin umarmt. Stand die weitere Zukunft mit dem Gespräch Kalis auf dem Spiel? Man verharrte kurz in der Umarmung, als man plötzlich Drews Smartphone in seiner Jackentasche hörte, was die Umarmung dann auch unterbricht. Drew greift in seine Tasche und blickt auf das Display.
Drew McIntyre
„Eine Nachricht von Fallon...“
Er schwenkt leicht das Smartphone, damit die Blondine ebenfalls drauf schauen kann. Diese Chance nutzt auch der Kameramann und fängt das Display ein. Die Nachricht darauf war sehr interessant:
Zitat:Hey Drew,
ich habe diese Nachricht schon zigmal begonnen und immer wieder gelöscht. Irgendwie war ich nie zufrieden. Aber jetzt schreibe ich einfach darauf los und schicke es auf jeden Fall ab. Egal, was ich am Ende darüber denke!
Ist irgendwie weird dir so zu schreiben nach dem, was in Paris passiert ist. Wahrscheinlich ist es auch weird für dich von mir zu hören. Vorneweg will ich gleich ehrlich sein. Das hier ist keine "Alles vergeben und vergessen und lasst uns Freunde für den Rest unseres Lebens sein!" Nachricht. Es ist nur ein Schritt in diese Richtung. So sehr ich mich von euch Beiden hintergangen gefühlt habe, so sehr habe ich dich und auch euch vermisst - wenn nicht sogar mehr! Die letzten Wochen waren teilweise schon recht einsam.
Warum ich dir gerade jetzt schreibe? Keine Ahnung! Es hat sich einfach richtig angefühlt. Langsam merke ich, wie es mir damit besser geht. Und ich hatte dir da ja gesagt, dass ich mir zuletzt auch nicht mehr so richtig über meine Gefühle zu dir sicher war. Darum möchte ich es einfach versuchen wie es ist, wieder mit euch zusammen zu sein, mit euch zu reden und was sonst dazu gehört. Trotzdem wird es eine Weile dauern, bis ich euch ganz vergeben kann...wenn es mir jemals komplett gelingen sollte. Aber, um es nochmal zusagen, ein Versuch ist es doch wert, oder nicht?
Vielleicht hast du meinen Tweet heute gelesen. Ich werde auf jeden Fall nicht in Mailand sein. Ich habe Bayley darum gebeten, eine Show auszusetzen. War gerade alles etwas viel für mich...die Trennung von dir, der Ärger mit Rhea und dann clashe ich immer wieder mit Bobbi, obwohl ich versuche ihr aus dem Weg zu gehen. Auf jeden Fall war Bayley einverstanden und hat mich nach Deutschland geschickt, um ein wenig die Werbetrommel für das Special zu rühren. Genießt die Stadt, sie ist wunderschön! War tatsächlich vor gut drei Jahren mit meiner Mum dort und war begeistert!
Ich werde aber in Bern dabei sein. Vielleicht können wir uns da wieder treffen? Ganz ungezwungen während der Show. Und dann mal sehen, wie es so läuft? Du musst auch nicht gleich darauf antworten. Kannst es dir in Ruhe überlegen und auch gerne erst mit Liv darüber sprechen. Sag' ihr gerne liebe Grüße und dass ich mich auch darüber freuen würde sie wieder zu sehen.
Ok, dann habt eine gute Show und bis bald (?)
Fallon
Beide lesen sich diese Nachricht auch kurz durch als Drew dann das Smartphone wieder in seine Tasche steckt. Fallon kam auf Drew und Liv zu, was ein gutes Zeichen war. Überrascht wirkte Drew trotzdem.
Drew McIntyre
„Sieht so aus, als gibt Fallon uns noch einmal eine Chance und ich denke es ist fair, wenn wir uns mit ihr nächste Woche wirklich treffen. Ich schreibe ihr später zurück.“
Leicht lächelt Drew zu Liv, welche anscheinend nichts dagegen hatte. Vielleicht gab es ja doch noch eine Chance, das zwischen Liv, Fallon und Drew alles im guten Rahmen bleibt. Ob dem so sein wird, sehen wir dann nächste Woche. Während die Kamera noch kurz auf die Beiden draufbleibt, fadet das Bild dann doch langsam aus.
Pat McAfee: "Ob es eine gute Idee ist, mit Kali dieses Gespräch zu suchen?"
Cathy Kelley: "Man wird es sehen. Aber man muss eine Lösung finden. Eher finde ich es aber schön, das Fallon noch einmal mit den Beiden reden möchte."
Wade Barrett: "Das werden zwei harte Wochen für Drew, keine Frage."
In wenigen Augenblicken erleben wir das Comeback eines ehemaligen World, Eastcoast und Westcoast Champions! Der Ring General WALTER gibt sich mal wieder die Ehre. Ohne seine einstige Verlobte Scarlett, die sich zuletzt an der Seite von Karrion Kross gezeigt hatte. Wie dem auch sei…der Österreicher ist zurück! Wenn auch erst einmal nur für einen Abend! Sein Gegner dabei ist jemand, der sich inzwischen einen festen Platz in der c2c erarbeitet hat und gerade letzte Montag für einen ordentlichen Impact sorgte. Egal ob man diesen gut fand oder nicht. Die Rede ist von LA Knight, der vor sieben Tagen Jey Uso die Chance gestohlen hat, der neue No1 Contender auf den World Heavyweight Title zu werden.
Man sieht Knight, in seiner vollen In Ring Ausrüstung, wie er einen Gang entlangläuft. Wie immer ist er dabei sehr konzentriert und lässt sich nach außen hin nicht anmerken, was sein Match in ihm auslöst. Kann natürlich auch sein, dass er darüber nachdenkt, wie nun die Antwort von Jey aussehen wird. Dass Mister „Main Event“ sich nicht an Knight rächen möchte erscheint unrealistisch. So geht der Megastar ein paar Schritte weiter…bis sich ein menschliches Hindernis vor ihm aufbaut. Nein, es ist nicht Uso. Und auch auch nicht Roman Reigns, um ihm zu „danken“. Kenny Omega, der World Heavyweight Champion persönlich, tritt vor LA Knight und sieht diesen mit einem prüfenden Blick an. Der ehemalige Eli Drake hebt nur eine Augenbraue an. Die Menschen in der Halle jubeln auf, als sie hier die Best Bout Machine sehen.
LA Knight: Nun, was verschafft mir dir Ehre?
Hat nur einen ganz leichten, ironischen Unterton. Omega schmunzelt sanft und rückt einmal seinen Belt zurecht, der auf seiner Schulter ruht. LA kann dabei nicht anders, einen längeren Blick auf diesen zu werfen. Natürlich DAS Ziel, welches er hier verwirklichen möchte.
Kenny Omega: Hach, Knighty Knight…ich wollte einfach nur fragen, ob es das wert war, was du letzte Woche getan hast!
Der Angesprochene runzelt die Stirn und kratzt sich am Kinn. Dass ausgerechnet der Cleaner ihn als Erster darauf anspricht war nicht zu erwarten.
LA Knight: Warum? Hast du ein Problem damit, dass ich mitentschieden habe, wer dich herausfordert? Oder bist du sauer, weil ich dir den… leichteren Gegner genommen habe?
Naja, könnte man es dem King of the Ring 2025 übelnehmen, dass er über dieses Eingreifen Knight’s nicht sehr erfreut war? Hatte doch der Kanadier selbst Roman Reigns einen Stuhl entrissen, um für faire Verhältnisse zu sorgen. Zudem schien Kenny ja mehr auf der Seite von Jey gewesen zu sein und wollte auch dessen Sieg sehen. Oder hat LA recht und Kenny hätte in Uso den „einfacheren“ Herausforderer gesehen? Obwohl man Knight zu Gute halten muss, dass er das selbst nicht so sieht sondern nur dem King of the Anywhere Match diese Sichtweise unterstellt. Auch weil Omega im letzten Match gegen Reigns durchaus seine Probleme hatte.
Kenny Omega: Mitnichten! Eher im Gegenteil! Bei Roman weiß ich, was mich erwartet und worauf ich mich einstellen kann. Bei Jey…hui, schwieriger! Der wilde Knabe erscheint meiner Wenigkeit eeetwas unberechenbarer zu sein! Aber zugegeben…Jey hätte den Sieg meiner Meinung nach mehr verdient gehabt! Trotzdem werde ich mich Roman erneut mit dem größten Vergnügen stellen. Ich wollte eben nur wissen, ob es das für dich wert war! Jey wird sich das nicht bieten lassen, da bin ich mir sicher!
Das weiß auch LA Knight, der nur kurz schnaubend zur Seite sieht. Kühl lächelnd hebt er einen Zeigefinger in die Höhe und deutet damit auf die Destiny Flower.
LA Knight: Ich bin dir sicher keine Rechenschaft schuldig, Mister World Heavyweight Champion! Yeah! Ich sag‘ dir nur das, was ich auch Jey Uso gesagt habe…piss‘ mir nicht ans Bein! Daran hat er sich nicht gehalten und musste büßen. Mach‘ nicht den gleichen Fehler, Kenny! Nah Nah! Kümmere du dich um deinen Kram und schau, dass du dieses Mal den Belt gegen Roman verteidigen kannst, ohne dass Bayley danach dein Händchen halten muss! Ich kümmere mich um Jey! Und wenn wir Beide durch sind…oh boy…dann treffen wir uns wieder! Dann wird es Zeit, dass dieser hübsche Titel in die Hände des einzig wahren Megastars gerät…L…A…Knight! Yeeeaaah!
Knight fixiert Omega mit einem ersten Blick und geht schließlich unerschrocken an diesem vorbei. Der Cleaner lässt ihn passieren und sieht ihm kurz hinterher. Im Prinzip ist ihm der Stress zwischen Knight und Jey auch nicht so wichtig. Eigentlich findet der Master of the Dark Hadou es sogar besser, dass er nochmal gegen den OTC ran muss. So kann er die Geschehnisse vom Wembley Stadion rückgängig machen und muss sich kein Gejammer mehr anhören, dass Roman ungerecht behandelt wird. Und dann wäre auch klar, dass der Cleaner der unumstrittene und klare World Champion ist.
Kenny Omega: Was für ein sympathisches Kerlchen! Sollte ich jemals wieder Fantasy Wrestling betreiben, werde ich ihn auf jeden Fall spielen!
Schmunzelnd richtet sich der Champ die lockige Frisur und geht ebenfalls weiter seiner Wege. Wird sich zeigen, ob er heute noch mit Roman Reigns und/oder Paul Heyman clashen wird. Oder mit Bryan Keith, mit dem es Kenny am vergangenen Montag auch zu tun hatte. Nach einem kurzen Wortgefecht konnte Omega das Pferd vom Mister One Shot at Glory klauen und damit kurzzeitig aus der Halle reiten. Dort ließ er das Tier frei, da er es nicht länger als notwendig „missbrauchen“ wollte, um Keith zu triggern. Wahrscheinlich konnte der Cleaner auch deswegen in Ruhe das Main Event Match mit kommentieren, da Bryan Keith das Pferd wieder einfangen musste.
Kenny Omega: Hach, da wäre ich gerne dabei gewesen.
Grinsend stellt er sich vor, wie Bryan verzweifelt versucht ein Pferd wieder einzufangen. Vor allem eines was wohl nur geliehen war. So trabt der Canadian X fröhlich weiter, während die Kamera zurückbleibt.
CO - MAIN EVENT
SINGLES MATCH
LA Knight vs. WALTER
![[Bild: walterlaknight.png]](https://i.ibb.co/FkrVLtrm/walterlaknight.png)
Writer: Alex
Die Halle verdunkelt sich - jeder weiß, was die Klänge der Hymne der neuen Welt bedeutet: der Ring General WALTER ist da. Man kann deutlich merken wie die Stimmung in der Halle bis zum Platzen gespannt ist. Die Fans blicken zur Rampe und sehen dabei die Silhouette des österreichischen Hünen, der in seiner typischen Soldatenhaltung vor dem weißen Titantron steht, der die Spannung noch einmal weiter nach oben treibt. Keinerlei Bewegungen bei dem Ring General - er wirkt wie eine Statue. Alle Augen sind deshalb auf WALTER gerichtet, der sich erst bewegt als der Titantron von weiß auf sein entsprechend dazu erstelltes Video wechselt.
![[Bild: hj9Lz3V.png]](https://i.imgur.com/hj9Lz3V.png)
Er marschiert regelrecht die Rampe hinunter und sieht dabei stoisch in die Gesichter der Fans, bis er bei der Ringtreppe angekommen ist - ohne auch nur eine Gefühlsregung dabei von sich zu geben.
Matthew Rehwoldt: "Making his way to the ring from Vienna, Austria weighing in at 297 Pounds … The Ring General ........ WAAAAAAALTER!"
Kaum hören die Fans den Namen des Österreichers, werden schon die ersten WAAAALTER-Chants angestimmt. Den Ring General lässt das aber offensichtlich mehr als nur kalt. Seine Mimik verändert sich nicht. Er erklimmt die Ringtreppe und drückt sich durch die Seile hindurch. In Soldatenpose stellt er sich in die Mitte des Seilgevierts und lässt seinen Blick über die Masse der Fans gleiten.
L ... A ... Knight
Die Theme von LA Knight wird den Menschen in der Halle mit voller Dröhnung um die Ohren gehauen. Dementsprechend laut jubeln die Fans, als sich Knight in voller Pracht präsentiert. Pants und Boots sitzen eh schon wie angegossen, dazu trägt er noch eine farblich abgestimmte Weste. Der Dunkelhaarige marschiert schnurstracks in Richtung des Ringes. Dabei nimmt er die Reaktionen um sich herum wahr. Knight weiß zu schätzen, dass die Fans hinter ihm stehen, auch wenn man das seiner stoisch-fokussierten Miene nicht unbedingt ansieht.
Matthew Rehwoldt: "Making his way to the Ring... from Los Angeles, Calofornia... weighing in at 240 pounds... L...A...Knight!"
Fans: YEAH!!!
Am Ring angekommen springt er auf das Apron, rutscht dort ein paar Zentimeter auf dem Knie zurück und steht in einer flüssigen Bewegung wieder auf. So entert der ehemalige Eli Drake den Turnbuckle und setzt sich auf die Polsterung. Die Arme gehen zum Posing in die Höhe, bevor er Dunkelhaarige den Ring betritt. Ohne zu zögern steuert er die gegenüberliegende Ecke an und besteigt auch diese. Jetzt hat er die Zuschauer fest im Blick und auch im Griff. Hier gibt Knight ihnen vor, was sie tun und sagen müssen. Wie ein Dirigent schwingt er seinen Finger...und die Menschen in der Halle reagieren darauf...
LA Knight: WITH EVERBODY SAYIN'...
Fans: L...A...KNIGHT! YEAH!
LA Knight: Yeeeeaaaah!
Zufrieden nickt er dem Auditorium zu und springt auf die Matte. Die Weste legt er ab und zeigt sich bereit für das kommende Match.
Warnung! Spoiler!
Die vergangenen Wochen waren für Alexa Bliss alles andere als gewöhnlich gewesen. Und das will bei jemandem wie ihr bereits etwas heißen. Während andere Superstars sich mit Titelmatches, Rivalitäten oder den üblichen Machtspielchen innerhalb der Coast 2 Coast Company beschäftigen mussten … kämpfte Alexa mittlerweile gegen etwas deutlich Merkwürdigeres. Gegen etwas, das sie selbst nicht mehr vollständig erklären konnte. "Lily die unberechenbare Stoffpuppe." Die kleine Stoffpuppe, die ursprünglich nur als verstörende Begleiterin gedacht gewesen war, entwickelte mittlerweile ein Eigenleben, das selbst Alexa langsam nicht mehr ignorieren konnte. Und als wäre das nicht bereits genug, tauchten inzwischen auch noch andere Puppen auf. Mini Moxi... Mini Danhausen... Kleine groteske Stoffversionen ihrer realen Gegenstücke, die scheinbar immer dann auftauchten, wenn niemand hinsah. Vor allem niemand wusste, wer sie herstellte und niemand wusste, wer sie bewegte. Nicht zu vergessen vor allem wusste niemand, warum sie plötzlich überall auftauchten.
Diese Woche macht die Coast 2 Coast Company Halt im berühmten Forum di Milano in Mailand, Italien. Die Arena bebt bereits unter dem Jubel der italienischen Fans, doch die Kameras schalten nicht zu den Kommentatoren... Die Übertragung wechselt stattdessen tief in den Backstagebereich und dort öffnet sich langsam das Bild zu einer Umkleidekabine. Wobei "Umkleidekabine“ trifft es eigentlich kaum noch. Dieser Raum wirkt weniger wie ein Ort für Wrestler sondern vielmehr wie ein vollkommen verstörendes Kinderzimmer. Schon die Beleuchtung sorgt sofort für Unbehagen. Statt der üblichen grellen Neonröhren hängen mehrere kleine Lampen mit warmem, flackerndem Licht von der Decke. Die Schatten bewegen sich dadurch ständig leicht über die Wände und lassen den gesamten Raum unruhig wirken. Überall stehen Spielzeuge... Alte Puppenhäuser... Kleine Holzstühle... Kaputte Stofftiere... Ein riesiger Schaukelstuhl bewegt sich sogar leicht von alleine vor und zurück, obwohl niemand darin sitzt. An den Wänden hängen Kinderzeichnungen es sind jedoch keine fröhlichen Bilder. Die Zeichnungen zeigen schwarze Figuren mit langen Armen... Leere Augen und verzerrte Gesichter.
![[Bild: Chat-GPT-Image-31-Mai-2026-09-30-07.png]](https://i.ibb.co/gLnqChg1/Chat-GPT-Image-31-Mai-2026-09-30-07.png)
In der Mitte des Raumes sitzt Alexa Bliss auf einem alten, kreisförmigen Teppich. Das flackernde Licht der kleinen Lampen wirft lange Schatten über ihr Gesicht, während sie scheinbar vollkommen entspannt zwischen ihren kleinen Begleitern sitzt... zu ihrer Linken sitzt Mini Moxi. Die kleine Stoffversion von Jon Moxley trägt eine winzige Lederjacke, hat aufgestickte Narben im Gesicht und hält sogar einen kleinen Stoff-Baseballschläger in den Händen. Sein Kopf hängt leicht schief zur Seite, wodurch er wirkt, als würde er permanent irgendetwas beobachten. Zu Alexas Rechten sitzt Mini Danhausen. Die Stoffpuppe besitzt die typische Gesichtsbemalung, die kleinen roten Augen und ein viel zu breites Grinsen. Vor ihm liegen mehrere Spielkarten, die aussehen, als hätte er mitten in einer Partie einfach aufgehört zu spielen. Und direkt zwischen beiden sitzt natürlich Lilly... mit ihre bekannten Kleidung. Den großen Augen und dem unnatürlichen Lächeln.
Und genau diesem Blick, der es schafft, selbst als Stoffpuppe unangenehm zu wirken doch die eigentliche Überraschung des Bildes befindet sich hinter ihnen denn dort steht der große Schaukelstuhl und auf diesem Schaukelstuhl sitzt niemand Geringeres als Danhausen. Gefesselt... Mit mehreren bunten Springseilen und Stoffbändern an den Armlehnen festgebunden, als hätte irgendein vollkommen durchgeknalltes Kind beschlossen, sein Lieblingsspielzeug nicht mehr gehen zu lassen. Danhausen sieht alles andere als begeistert aus und seine Arme zerren erfolglos an den Fesseln doch seine Beine sind ebenfalls fixiert mit den Springseilen.
Eigentlich konnte einem Danhausen ja schon leid tun. Aber immerhin könnte man mit dem Argument kommen, das er es sich alles selber zuzuschreiben hatte. Die Frage war natürlich, ob es überhaupt zum Match im Main Event Heute kommen konnte, wenn Alexa Danhausen hier gefangen hielt und vor allem...was hält Mox davon? Denn auch wenn der Lunatic zum Match kommt, durch Countout hat er keine Möglichkeit den Titel zu gewinnen. Ironischerweise sehen wir in genau diesem Moment im Hintergrund, wie die Tür zu diesem Puppentheater (??) geöffnet wird und schließlich tatsächlich Moxley zu sehen mit einem überraschten Blick, welcher kurz durch den Raum wanderte.
Jon Moxley
"Gott...ich wollte doch nur aufs Klo...Anyway...dann zuerst das hier..."
Er zuckt kurz mit seinen Schultern und tritt dann in dieses Gruselkabinett ein. Die Tür fällt hinter ihm ins Schloss und er geht weiter in den Raum hinein und sofort sieht er Danhausen am Stuhl gefesselt. Dieser versucht mit Jon zu kommunizieren, was aber nicht möglich war war da diesem etwas in den Mund gestopft war. Jon fällt natürlich direkt auf, das es nicht wirklich der Danhausen war. Er nickt "Dan" zu und wendet sich dann zu Alexa, die weiterhin auf dem Teppich kniete. Der Lunatic blickt kurz auf die Puppen hinab, die von Woche zu Woche immer creepier werden, ehe er sich dann neben Bliss kniet.
Jon Moxley
"Lexi...ich finde es ja wirklich gut und nett von dir, das du mir bei meinem kleinen Problem, welches sich Danhausen nennt, hilfst...Aber denkst du nicht das du ein wenig übertreibst? Abgesehen davon denke ich das er all seine Angst vor dir oder diesen Puppen hier nur spielt. Er ist sehr gefährlich und ich mache mir ein wenig Sorgen, das du ernsthaften Schaden in dieser ganzen Sache nimmst."
Er wusste nicht mal ob Alexa ihm überhaupt zuhörte. Denn Bliss war einfach nur mit Lilly beschäftigt. Auf jeden Fall war die Zusammenarbeit zwischen Alexa und Jon schon sehr fragwürdig aber irgendwie passten die Beiden dann doch gut zueinander. Kurz wandert sein Blick wieder über seine Schulter zum gefesselten Danhausen und zurück zu Alexa.
Jon Moxley
"Und warum zum Teufel hast du jemanden wie Danhausen angemalt und gefesselt?"
Tja, auch Jon sah sofort das es nicht der echte Danhausen war. Doch anscheinend wusste Alexa das nicht oder wollte es nicht wissen. Alexa reagiert zunächst überhaupt nicht. Stattdessen sitzt sie weiterhin auf dem Teppich, die Beine unter sich verschränkt, während sie Lilly vorsichtig eine winzige Spielzeugtasse in die Stoffhände drückt. Daneben bekommt Mini Moxi einen kleinen Plastikbecher vor die Nase gestellt und Mini Danhausen wird mit übertriebener Sorgfalt eine weitere Spielkarte vorgelegt. Erst einige Sekunden später hebt sie langsam den Kopf. Ihre blauen Augen wandern zu Jon darauf zu dem gefesselten Danhausen im Hintergrund und wieder zu Lilly.
Alexa Bliss
"Pssst... nicht so laut, Jon... Wir spielen gerade
Alexa lächelt und streicht Lilly durch die blonden Stoffhaare.
Alexa Bliss
"Lilly mag es nicht, wenn jemand ihre Teeparty unterbricht. Jon du warst auch mal eingeladen doch bist nicht gekommen... Egal Vergangenheit! Seitdem holen wir uns die Gäste ob sie wollen oder nicht. Zur Not werden sie gezwungen!
Kurz blickt sie zu Mini Moxi... dann zu Mini Danhausen als würde sie tatsächlich auf eine Antwort der Puppen warten.
Alexa Bliss
"Nicht wahr?"
Natürlich antwortet niemand doch Alexa nickt dennoch zufrieden.
Alexa Bliss
"Siehst du?"
Erst jetzt richtet sie ihre Aufmerksamkeit vollständig auf Jon und ihr Lächeln wird etwas breiter sowie etwas seltsamer.
Alexa Bliss
"Und was Danhausen angeht..."
Langsam dreht sie sich um und betrachtet die Gestalt auf dem Schaukelstuhl. Der Gefesselte versucht erneut sich loszureißen und die bunten Springseile knarren. Der Schaukelstuhl bewegt sich leicht vor und zurück und Alexa neigt ihren Kopf.
Alexa Bliss
"Ich habe ihn gar nicht angemalt... so sah er schon aus. Und gefesselt habe ich ihn nur, weil Lilly gesagt hat, dass er ständig weglaufen wollte... Außerdem... Das ist gar nicht Danhausen... der echte Danhausen hat viel mehr Angst. Aber du hast recht, Jon. Danhausen ist gefährlich. Deshalb muss man ihn beobachten... möchtest du mitspielen?"
Sie hebt Mini Moxi hoch und hält die Stoffpuppe Jon entgegen.
Alexa Bliss
"Ich glaube Mini Moxi hat dich vermisst."
Jon blickt zwischen Alexa und den Puppen hin und her. Er wusste nicht wirklich, wie und warum Lexi sich mit den Puppen so dermaßen auseinandersetzen konnte. Diese waren leblos aber vermutlich in Alexas Bewusstsein hatten diese ihre eigenen Persönlichkeiten. Das war auch der Grund, warum es für Jon immer komisch war, wenn die Puppen in der Nähe war, obwohl er zugeben musste, das diese verdammt gut nachempfunden wurden. Er nahm dann die Mox Puppe an sich.
Jon Moxley
"Ich bin nicht unbedingt der richtige Typ dafür, mit Puppen zu spielen...liegt aber auch daran, das ich nicht diese Connection zu Ihnen habe wie du. Außerdem muss ich mich auch gleich zum Ring begeben. Ich will Danhausen endlich wieder das Gold abnehmen. Und nein...das da hinter mir ist NICHT Danhausen!"
Alexa bleibt einige Sekunden vollkommen regungslos sitzen. Mini Moxi hängt noch immer locker in Jons Hand, während das flackernde Licht der Lampen unruhige Schatten über die Wände tanzen lässt. Langsam senkt Alexa den Blick darauf auf die kleine Stoffpuppe von Jon. Schließlich wandern ihre Augen erneut zu dem gefesselten Danhausen auf dem Schaukelstuhl. Der Stuhl knarrt leise... vor... zurück... vor... zurück! Danhausen versucht erneut etwas zu sagen, doch das Stoffstück in seinem Mund verwandelt jedes Wort lediglich in unverständliches Gemurmel. Alexa beobachtet ihn einige Momente schweigend. Ungewöhnlich lange fast so, als würde sie etwas studieren... etwas analysieren... ist das ein Danhausen Double? Langsam hebt sie Lilly auf ihren Schoß. Die Stoffpuppe blickt mit ihrem starren Lächeln direkt zum Schaukelstuhl. Alexa neigt ihren Kopf leicht zur Seite genau dieselbe Bewegung, die auch Lilly ständig zu machen scheint. Ein seltsames Lächeln legt sich auf ihre Lippen.
Alexa Bliss
"Weißt du, Lilly... Vielleicht hat Jon recht... Vielleicht ist das wirklich gar nicht Danhausen..."
Ein leises Kichern entweicht ihr... nicht laut oder hysterisch. Es ist noch viel schlimmer denn völlig ruhig. Ihre Finger streichen durch Lillys blonde Haare darauf beugt sie sich leicht zur Puppe herunter. Als würde sie ihr ein Geheimnis verraten.
Alexa Bliss
"Oder vielleicht... möchte er einfach nur jeden täuschen."
Ihre Augen wandern wieder zum Schaukelstuhl. Der Gefesselte hört auf zu zappeln für einen kurzen Moment. Als hätte er verstanden, dass Alexa direkt über ihn spricht.
Alexa Bliss
"Vielleicht möchte er die Menschen verrückt machen... Vielleicht ist genau das sein Spiel."
Die Kamera fährt langsam näher heran. Alexa sitzt weiterhin mitten zwischen ihren Puppen. Mini Danhausen... Lilly... wie ein Kind in seinem eigenen kleinen Königreich nur dass an diesem Ort nichts kindlich wirkt. Alexa hebt Lilly schließlich vor ihr Gesicht. Die großen Stoffaugen füllen beinahe das gesamte Bild.
Alexa Bliss
"Was denkst du, Lilly?"
Natürlich antwortet die Puppe nicht zumindest nicht hörbar doch Alexa nickt langsam. Als hätte sie gerade eine Antwort erhalten. Eine Antwort, die nur sie hören konnte. Das Lächeln auf ihren Lippen wird noch etwas breiter. Dann blendet die Kamera langsam aus und zurück bleiben lediglich das leise Knarren des Schaukelstuhls... und das unangenehme Gefühl, dass vielleicht doch irgendetwas in diesem Raum geantwortet hat.
MAIN EVENT
SINGLES MATCH
c2c EASTCOAST CHAMPIONSHIP
Danhausen © vs. Jon Moxley[/b]
![[Bild: moxhausen.png]](https://i.ibb.co/0yq6Xp7P/moxhausen.png)
Writer: ???
Mit dem folgendem Video kündigt sich auch gleich ein Superstar an, welcher nicht unberechenbarerer sein kann. Die Fans verhalten sich durchaus positiv und fangen auch stellenweise an zu jubeln. Die Kamera schwenkt durch die Arena, denn jeder weiß, das MOX nicht den üblichen Weg zum Ring wählen würde. Schließlich erkennt die Kamera den Superstar, wie er seinen Weg durch die Fanreihen bahnt und dabei die Stufen mit schnellen Schritten hinter sich bringt.
![[Bild: moxent1.png]](https://i.ibb.co/MvygJwV/moxent1.png)
Matthew Rehwoldt: "The following Countest is the Main Event of the Evening and its gonna be for the C2C Eastcoooaaast Champiiiiioooooonshiiiiiiiiip... Introducing first... from Cincinnati, Ohio... weighing in at 225 pounds.. JONNNNNNN MOXLEYYYYYYYYY!!"
Mit einigen Fans klatscht er dann auch ab und kommt langsam aber sicher an die Absperrung an, welche er locker überspringt und noch einmal um den Ring marschiert, ehe er sich in diesen hineinrollt. Eine der Ringecken wird bestiegen und kurz werden die Fans noch einmal angeheizt.
![[Bild: moxent2.png]](https://i.ibb.co/ynWFB4KJ/moxent2.png)
Nun konzentriert er sich aber auf seinen Gegner, welcher noch unwissend ist, was hier auf ihn zukommen könnte.
Und damit ertönt eine Musik, die beängstigend wirkt. Die Lichter der Halle werden abgedunkelt und auf der Stage erscheint... oh nein, bitte nicht schon wieder! Die Musik läuft weiter und die Fans warten, doch genauso wie schon letzte Woche bleibt die Stage einfach leer und nichts passiert. Die Kamera richtet sich auf den Vorhang beim Eingangsbereich und slidet von dort aus über die gesamte Stage, ja sogar nach oben auf den Titantron selbst, aber nirgends ist die Spur von irgendeiner Lebendigkeit. Kein Danhausen, nicht einmal eine AJ Lee, absolut keine Bewegung ist zu sehen... einfach gar nichts. Die Musik läuft weiter für mehrere Sekunden, solange bis das Publikum so langsam beginnt, unruhiger zu werden. Einige hoffen sogar darauf, dass Danhausen hier irgendeinen absurden Auftritt plant und gleich vielleicht auf eine Art riesigem Dinosaurier auf die Stage geritten kommt oder so. Schließlich ist bei einem Danhausen ja wirklich alles möglich. Doch die Sekunden verstreichen weiter und nichts geschieht, während die Theme ebenfalls abgestellt wird. Eine unangenehme Stille überfüllt die Halle. Überfüllt die Zuschauer, die sich hier auf ein Hammer-Main-Event gefreut haben. Die Kamera fährt erneut über die Stage, doch diese bleibt weiterhin leer. Vollkommen leer. Genauso wie schon letzte Woche erscheint Danhausen nicht zu seinem Match. Jon Moxley wird genauso wie LA Knight einfach stehen gelassen. Letzte Woche hielt man es noch für einen merkwürdigen Einzelfall. Doch heute soll er seinen Titel verteidigen und das im Main Event! Und trotzdem... fehlt jede Spur von ihm. War das doch der echte Danhausen, den wir vorhin gefesselt bei Alexa sehen konnten? Die Zuschauer beginnen zu murmeln und auch die Kommentatoren wirken ebenfalls zunehmend ratlos. Selbst die Kamera scheint nicht zu wissen, wohin sie schalten soll. Als sie in den Ring schaltet, kann man erkennen, dass Jon Moxley regelrecht vor Wut kocht.
![[Bild: jon-moxley.gif]](https://media.tenor.com/b8-i5rW4-9YAAAAM/jon-moxley.gif)
Klar, das hier sollte sein heiß ersehntes Rematch sein. Schon beim letzten Mal hat Danhausen das Match ruiniert, indem er sich einfach auszählen lassen hat, aber hier erscheint er dieses Mal erst gar nicht? Sein Blick wird immer finsterer und auch die Zuschauer beginnen nun so langsam mit lauten Buh-Chants zu reagieren. Andere rufen laut nach Danhausen, sodass immer wieder einzelne Chants durch die Arena schallen. Doch sie bleiben unbeantwortet. Lediglich eine seltsame Leere, die von Minute zu Minute unangenehmer wird. Und während die Fans immer unruhiger werden und selbst Jon Moxley langsam die Geduld verliert, kommt Matthew Rehwoldt erneut wie schon letzte Woche mit der Nachricht, die keiner hier hören möchte.
Matthew Rehwoldt
"Ladies and Gentlemen, wir bitten vielmals um Entschuldigung, aber da Danhausen abermals nicht erschienen ist, kann das Match nicht stattfinden und durch No Contest und Nichterscheinen geht der Sieg somit an Jon Moxley! Der Titel wiederum bleibt bei Danhausen!"
![[Bild: newlogo9qu4w.png]](https://i.ibb.co/F34ZcfJ/newlogo9qu4w.png)

![[Bild: maxresdefault.jpg]](https://i.ibb.co/CKPMyY1v/maxresdefault.jpg)
![[Bild: 3vs16kaw80se1.jpg]](https://i.ibb.co/1fMJrDCG/3vs16kaw80se1.jpg)
![[Bild: l-intro-1710341838.jpg]](https://i.ibb.co/r2TFpHNk/l-intro-1710341838.jpg)
