![[Bild: c2cliveeel-Kopie.jpg]](https://i.ibb.co/hcH88Gb/c2cliveeel-Kopie.jpg)
LISBON!
![[Bild: C2-CLive25-Kopie.jpg]](https://i.postimg.cc/qMT3CTC6/C2-CLive25-Kopie.jpg)
findet statt in der MEO Arena vor 12,500 Zuschauern in Lissabon, Portugal.
![[Bild: meoarena.png]](https://i.ibb.co/60HmBXmD/meoarena.png)
Die letzte Kamera ist optimal platziert und auch der letzte reservierte Platz besetzt. Die c2c Show kann losgehen! Gleich zu Beginn explodiert ein buntes Feuerwerk auf der Stage und motiviert die anwesenden Fans zu großem Jubel und Chants. In der Mitte des aufwendig gebauten Wrestlingrings steht Matthew Rehwoldt schon mit einem Mikrofon bereit um die anwesenden Fans hier in der heutigen Show zu begrüßen.
![[Bild: matt.jpg]](https://c2c-wrestling.com/4images/data/media/312/matt.jpg)
Matthew Rehwoldt: "My dear Ladies.. my dear Gentlemen.. my name is Matthew Rehwoldt and it is I, your DRAAAAAMAAA KIIIIINGGG... welcoming you to... COAST.. to COAST... WRESTLINGGGGGG!"
Kaum hat Rehwoldt die Ansage zuende gebracht gibt es einen kleinen Jubel für seine Ansage und auch wegen der Vorfreude auf den Verlauf des Abends. Matthew verbeugt sich einmal kurz und geht dann auch aus dem Ring heraus. Auch die knallenden Geräusche des Feuerwerks erlischen langsam und geben die Bühne somit für ihre Akteure frei. Bevor dies jedoch in Kraft tritt, werden die Zuschauer daheim vor ihren Fernsehgeräten von Pat MacAfee, Cathy Kelly & Wade Barrett begrüßt.
![[Bild: v2z7jzv.jpg]](https://i.ibb.co/7nMs2S3/v2z7jzv.jpg)
Pat McAfee: "Willkommen und guten Abend zu c2c LIVE Lisbon!"
Cathy Kelley: "Ein traumhaftes Wetter und auch heiß her geht es im Ring. Mit Matches wie Roman Reigns gegen Jey Uso."
Wade Barrett: "Und nicht zu vergessen, dass im World Title Picture ein Mann mitspielt. Bryan Keith und der scheint heute etwas verkünden zu wollen. Bleibt dran, denn das wollt ihr nicht verpassen!"
Ein Tag vor der Show in Lissabon
Coast2Coast Wrestling live in Lissabon und auch diese Show warf bereits einen gewaltigen Schatten voraus. Und nicht nur das Main Event sollte die Stimmung der zahlreichen Fans nochmals elektrisieren. Zur späteren Stunde am Abend vor der Show waren kaum Athleten an der Halle vertreten, während die Roadies tüvhtig ihrer Arbeit nachgingen. Etwas abseits der Hauptkorridore stellte die Kompanie selbst ‘on the Road’ immer einen improvisierten Trainingsraum zur Verfügung. Vereinzelte Worker nutzten ihn gerne, um sich auf ihre Matches vorzubereiten, eine letzte Trainingseinheit einzulegen oder um sich einfach abzureagieren, falls der Abend nichts ganz Plan verlief.
Halogenscheinwerfer werfen lange, harte Schatten über den schwarzen Mattenboden des hauseigenen Road-GYM der C2C. Dieser kleine Fitnessraum hat alles, was man für ein kurzes Training benötigt. Ohne ein Teil der Matchcard zu sein, nutzte Becky Lynch die Gelegenheit für eine nächtliche Trainingseinheit. Oder war es bei ihr mehr eine etwas andere Art der Therapiesitzung? Die Irin nutzt alles, was ihr zur Verfügung stand. Sie hämmerte auf den Sandsack ein, als gäbe es keinen Morgen, wuchtete Hanteln, die sie an ihre Grenzen führten und legte Cardio-Sessions ein, bis sie Sterne vor den Augen flimmern sah.
Becky taumelte regelrecht zu Boden, während ihr Atem sich überschlug und sie nach Luft rang. Das war kein sporadisches Workout für eine kleinen Pump, das war Selbstzerstörung auf einer anderen Ebene. Schweißgebadet lag sie minutenlang auf dem Boden, bis sich ihre Atmung einigermaßen wieder reguliert hatte. Ihr Puls knallte noch an die Schläfen, aber zumindest konnte sie wieder aus den Augen schauen.
BECKY LYNCH: "Uff…das… war etwas viel…"
Stammelte sie leise vor sich her, mit einer Erkenntnis, die nicht überraschend sein sollte. Langsam richtet sie sich wieder auf und lehnte sich mit dem Rücken gegen die kühlende Wand. Ihr weißes Top war komplett durchnässt und selbst die Boxbandagen an den Händen, würden jeden Moment von ihren Händen fallen. Becky hatte alles gegeben. Etwas erholt, starrte sie einfach ins Leere, ließ die Gedanken schweifen und für einen kurzen Moment waren sie ausnahmsweise mal nicht erdrückend. Den Kopf erschöpft nach hinten gelegt, umgab sie eine angenehme Schwere.
Plötzlich knarrt die aufgehende Tür. Schwere Schritte hallen auf dem Linoleum, werden aber weicher, als sie die Matten erreichen. Becky bewegt sich nicht. Sie weiß, wer es ist. Der Geruch von seinem teuren, schweren Parfum und dieser metallische Beigeschmack von Gefahr, der ihn neuerdings umgibt, verraten ihn. Einige Meter entfernt blieb Seth vor ihr stehen.
SETH ROLLINS: "Du trainierst zu viel. Sogar für deine Verhältnisse."
Rau und tief klangen die Worte aus seinem Munde. Seth selbst erschien müde, ohne dass er sich sportlich betätigt hatte. Die letzten Wochen, ja gar Monate, zerrten an beider Substanz. Komplett in schwarz gekleidet mit Jogging Pants und einem ebenso schwarzen Shirt, wirken seine Locken ungezähmt, wie er sie leicht zusammengebunden hatte. Der Bart war wild und ein Stück weit ungepflegt. Becky lacht kurz und trocken auf, ohne ihn anzusehen.
BECKY LYNCH: "Irgendwas muss den Lärm in meinem Kopf übertönen, Seth. Gewichte heben ist leiser als wenn wir uns anbrüllen oder du deinem inneren Zorn trachtest."
Stille dehnt sich zwischen ihnen aus. Eine unbehagliche Stille, welche Becky leicht scharfzüngiger Bemerkung zustimmte. Langsam näherte sich Seth ihr an und setzte sich ebenso auf den Boden. Nicht direkt neben sie, aber nah genug, dass sie seine Körperwärme spüren kann. Er lehnte sich genau wie sie an die kühle Wand. Dabei starrt er auf seine eigenen Hände, die nicht aufhören, ganz leicht zu zittern.
SETH ROLLINS: "Ich habe es gesehen. Dein Match. Du warst... Du warst brillant. Wie immer. Doch dieser eine Moment, nach dem Manhandle-Slam… du hast gezögert als wolltest du mehr, aber du hast es nicht getan. Ich hab es gesehen, ich habe es in deinen Augen gesehen, was dir alles durch den Kopf gegangen ist. Und für einen Bruchteil… das war nicht 'the Man', das warst nicht du."
Wenn man sich so lange und innig kennt, kam es schonmal vor, dass man den anderen wie ein offenes Buch lesen konnte. Seth tat dies hier mit Becky, doch sprach sie mit einer Ruhe in der Stimme an, die er lange nicht mehr durchklingen ließ. Auch wenn Becky es gerne mit ihm machte und ihn analysierte, gefiel es ihr gar nicht, wenn er es bei ihr tat. So sah sie ihn scharf von der Seite an, mit hochgezogener Augenbraue.
BECKY LYNCH: "Und was ist mit dir? Ist das hier der echte Seth? Der in dunklen Ecken seinen eigenen Gedanken erliegt und vor der Kamera nicht mehr weiß wer er sein will? Aber ja, es stimmt… ich sah auf Mei herab und habe kurz überlegt, ob ich all das, was in mir brodelt an ihr auslasse. Für einen kurzen Moment wollte einfach nachempfinden, dass nachempfinden was du vielleicht gespürt hast. Aber… nein, das will ich nicht."
Seth erwidert ihren Blick nicht. Kurz malten seine Zähne aufeinander, man sah es wie sein Kiefer arbeitete, aber er löste sich darauf wieder. Er wirkt für einen Moment nicht wie der Wahnsinnige, der einen Brawl nach dem nächsten provozierte. Er wirkt einfach nur... zerbrochen.
SETH ROLLINS: "Manchmal fühlt es sich an, als würde ich ertrinken, Becks. Und jedes Mal, wenn ich versuche, nach oben zu schwimmen, ziehe ich dich mit runter. Deshalb habe ich die Ohrfeige auch verdient. Deshalb lasse ich dich gehen. Ich will nicht, dass du in meiner Dunkelheit verbrennst."
Beckys Blick wird weicher. Der harte Panzer, den sie sich seit London mühsam aufgebaut hat, bekommt winzige kleine Risse. Sie sieht seine zitternden Hände. Ohne groß darüber nachzudenken, streckt sie ihre bandagierte Hand aus und legt sie ganz vorsichtig über seine. Seth erstarrt bei der Berührung. Er atmet zittrig ein, als wäre dieser kleine menschliche Kontakt ein Elektroschock für sein System.
BECKY LYNCH: "Du hast mich nicht gehen lassen, Seth. Du hast mich weggestoßen, nachdem ich dich ein ums andere Mal versucht habe, vom Gegenteil zu überzeugen. Es… es war mein einziger Ausweg mit einer Wirkung, die es brauchte. Auch… auch wenn es verdammt weh tut."
Sie lässt ihre Hand auf seiner liegen. Für einen Moment verschwindet der Wahnsinn aus seinen Augen. Er dreht seine Hand um und verschränkt seine Finger mit ihren, ganz leicht, fast zerbrechlich, als hätte er Angst, sie könnte jeden Moment wieder verschwinden.
SETH ROLLINS: "Ich weiß nicht, wie ich den Weg zurück finde. Alles, was ich höre, ist das Lachen von Dijak... und diese verdammte Stimme in meinem Kopf. Sie wird leiser, sie wird seltener. Aber wenn sie spricht, ist sie stark."
BECKY LYNCH: "Dann hör auf mich. Nur für eine Minute. Hör’ auf meine Stimme."
Sie rückt ein Stück näher, ihre Schulter berührt seine. Es ist kein Kuss, keine große Versöhnung, aber es ist eine kleine Allianz der Erschöpften.
BECKY LYNCH: "Ich vergebe dir nicht, was du in London getan hast. Noch nicht. Aber ich werde nicht zulassen, dass sie dich komplett zerstören. Du bist ein verdammter Idiot, Seth Rollins... aber du bist mein verdammter Idiot. Irgendwo da drin."
Seth neigt seinen Kopf und lehnt ihn für einen kurzen Moment gegen ihren. Ein tiefer, befreiender Atemzug entweicht ihm. In diesem dunklen Trainingsraum, weit weg von den Fans und den Storylines, sind sie für einen Wimpernschlag einfach nur zwei Menschen, die versuchen, nicht unterzugehen.
SETH ROLLINS: "Versprich mir eins, Bex. Wenn ich das nächste Mal die Kontrolle verliere... hör nicht auf mit einer Ohrfeige. Schlag mich nieder. Bring mich zurück."
Becky drückt seine Hand fest, fast schmerzhaft. Aber es tat verdammt gut diese Worte von ihm zu hören. Es zeigte, dass er zurück wollte. Zurück zu dem, der er mal war und zurück zu ihr.
BECKY LYNCH: "Verlass dich drauf. Ich bin 'The Man', erinnerst du dich? Ich bin verdammt gut darin, Leute zu Boden zu bringen."
Ein winziges, echtes Lächeln stiehlt sich auf Seth’ Lippen, das erste seit Wochen. Er lässt ihre Hand los und steht langsam auf. Er weiß, dass er noch nicht geheilt ist. Er weiß, dass die Dunkelheit morgen wieder da sein wird. Aber der Kontakt hat ihm eine Leine ausgeworfen.
SETH ROLLINS "Gute Nacht, Rebecca."
Er geht zur Tür, ohne sich noch einmal umzusehen. Becky bleibt zurück. Sie schaut auf ihre Hand, die noch immer die Wärme seiner Finger spürt. Leise, fast nur flüsternd zu sich selbst kamen die letzten Worte von ihr.
BECKY LYNCH: "Gute Nacht, Seth. Komm bald ganz zurück."
Sie schließt die Augen. Die Annäherung ist minimal, ein vorsichtiger Tanz auf dünnem Eis, aber das Feuer ist noch nicht ganz erloschen. Becky blieb noch eine ganze Weile so sitzen. Sie schloss die Augen und atmete tief ein. Ein einzelnes, leises Schluchzen entkam ihr, halb Lachen, halb Weinen. Zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit keimte etwas Hoffnung auf, die nicht ausschließlich von ihr ausging.
Die Kameras schalten in den Backstagebereich der Arena - genauer gesagt in das Büro der General Managerin.
Ein Raum, der irgendwo zwischen professioneller Organisation und kontrolliertem Wrestling-Chaos pendelt.
An den Wänden hängen mehrere gerahmte Poster vergangener c2c-Events, dazwischen eingerahmte Matchcards und Fotos großer Momente der Liga. Auf einem Sideboard stehen Produktionsunterlagen, mehrere Ordner stapeln sich ungeordnet übereinander und auf dem großen Schreibtisch liegen ausgedruckte Ablaufpläne der heutigen Show, halb geleerte Kaffeebecher und verschiedene markierte Notizzettel verstreut.
An einer Wand laufen mehrere Monitore gleichzeitig.
Livebilder der laufenden Show.
Backstagekameras.
Produktionsfeeds.
Typisches Dauerchaos einer Wrestlingproduktion.
Doch trotz all dieser Betriebsamkeit fällt eine Sache sofort auf:
Bayley selbst ist gar nicht im Raum.
Stattdessen sitzt jemand anderes erstaunlich entspannt in ihrem Bürostuhl.
Ethan Page.
Der Westcoast Championship liegt locker quer über seiner Schulter, während Ethan sich auffällig bequem zurückgelehnt hat. Die Beine leicht übereinandergeschlagen, in einer Hand eine geöffnete Flasche Limonade, daneben mehrere Snacks auf dem Schreibtisch verteilt, als hätte er sich hier längst häuslich eingerichtet.
Auf einem der Monitore läuft gerade ein Match der laufenden Show. Die Kamera fängt nur undeutliche Bewegungen und vereinzelte Aktionen ein, konkrete Personen lassen sich nicht erkennen - doch Ethan scheint bestens unterhalten zu werden.
Ein leises Knacken ertönt, als er sich gemütlich ein paar Chips nimmt.
Dann ein kurzes, trockenes Lachen.
Nicht laut.
Nicht übertrieben.
Eher diese Art von amüsiertem Schmunzeln eines Mannes, der sich in seiner eigenen Meinung gerade wieder einmal bestätigt fühlt.
Ethan schüttelt langsam den Kopf, nimmt noch einen Schluck aus der Flasche und lehnt sich weiter zurück, während auf den Monitoren weiter hektisch die Show abläuft.
Dann öffnet sich plötzlich die Bürotür.
Bayley betritt den Raum.
Und sofort verändert sich die Atmosphäre leicht.
Nicht hektisch.
Nicht angespannt.
Aber definitiv...unangenehm.
Ethan dreht den Kopf langsam zur Tür, bleibt dabei vollkommen entspannt im Stuhl sitzen und hebt die Limonadenflasche leicht an - fast wie ein höflicher Toast.
Auf seinem Gesicht erscheint augenblicklich dieses selbstzufriedene Schmunzeln.
Ethan Page:
"Hey Boss."
Ein kurzer Blick wandert durch den Raum.
Dann wieder direkt zu Bayley.
Ethan Page:
"Ich hoffe, es stört dich nicht...aber irgendjemand musste hier ja den Überblick behalten."
![[Bild: Ethan-Smile-Backstage.png]](https://i.ibb.co/VYD0fQzM/Ethan-Smile-Backstage.png)
Während Ethan Page Lachen zu Mute ist, ist bei seiner Chefin das genaue Gegenteil der Fall. Mit verschränkten Armen ist sie alles andere als erfreut über diesen Anblick.
Bayley
"Oh doch es stört mich und das sogar sehr. Und jetzt runter von meinem Stuhl oder die Security schmeißt dich eigenhändig hier raus."
Die General Managerin scheint wohl keinen Spaß zu verstehen. Anscheinend sind ihr solche Respektlosigkeiten mittlerweile zu viel.
Bayley
"Mein Büro ist für dich tabu wenn ich nicht da bin. Du kannst kommen, wenn du einen Gesprächstermin vereinbart hast."
Ethan reagiert nicht sofort.
Für einen kurzen Moment bleibt er einfach vollkommen entspannt in Bayleys Stuhl sitzen, die Limonadenflasche locker in der Hand, während sein Blick ruhig auf der General Managerin liegen bleibt.
Dann wandert sein Blick langsam durch den Raum.
Zu den Monitoren.
Zu den Unterlagen auf dem Tisch.
Zu den laufenden Bildern der Show.
Erst danach lehnt er sich langsam nach vorne, stellt die Flasche beinahe demonstrativ vorsichtig auf dem Schreibtisch ab und steht schließlich ohne jede Hast auf.
Kein Widerstand.
Keine Diskussion.
Und genau das macht es fast noch provokanter.
Der Westcoast Championship wird ruhig wieder über seine Schulter gelegt, während Ethan das Sakko mit einer beiläufigen Bewegung glattzieht.
Dieses arrogante kleine Schmunzeln verschwindet dabei keine Sekunde.
Ethan Page:
"Siehst du...das ist genau der Unterschied zwischen uns beiden."
Langsam macht Ethan ein paar Schritte vom Schreibtisch weg, bleibt aber weiterhin mitten im Büro stehen, als würde er sich dort trotzdem vollkommen zugehörig fühlen.
Ethan Page:
"Du siehst jemanden in deinem Büro sitzen und denkst sofort an Respektlosigkeit. Sei doch lieber froh, dass ich hier bin und dass du mal jemanden zum Reden hast."
Ein kurzer Blick zu den Monitoren.
Dort läuft weiterhin die Show.
Irgendwo hört man dumpf die Crowd durch die Lautsprecher der Produktionsfeeds.
Ethan Page:
"Ich sehe eine Show, die Woche für Woche im Chaos versinkt...und frage mich langsam, ob ich nicht anfangen sollte, mir Sorgen um die Zukunft dieses Ladens zu machen."
Ein leises Schnauben folgt.
Nicht aggressiv.
Nicht wütend.
Fast schon enttäuscht.
Dann sieht Ethan Bayley wieder direkt an.
Ethan Page:
"Raven verliert den Verstand, während er die Neuen trainieren soll. Seth Rollins verliert sich selbst. Die Hälfte des Rosters wirkt emotional instabil...und ganz ehrlich?"
Ein kleines Schulterzucken.
Ethan Page:
"Irgendjemand hier sollte vielleicht anfangen, professionell zu arbeiten."
Bayley macht den Eindruck als würde sie ernsthaft zuhören. Verzieht dabei so gut es geht keine Miene. Sie geht einmal um ihren Schreibtisch herum und macht es sich auf ihrem Stuhl gemütlich.
Bayley
"Tja was soll ich sagen? … Danke! Ich weiß deinen Input wirklich zu schätzen. Ich habe eine Idee. Wie wäre es wenn du all deine Anmerkungen zu Papier bringst und dann schmeißt du das Ganze in den Kummerbriefkasten herein."
Kummerbriefkasten? Davon hört man zum ersten Mal. Bevor man rätseln kann was es damit auf sich hat lehnt sich das Role Model etwas nach unten um etwas unter ihrem Schreibtisch zu ergreifen. Und dann hebt sie es hoch. Einen Papierkorb. Provokant schüttelt sie diesen wodurch die Papierknäuel darin rascheln. Das ist also besagter Kummerbriefkasten.
Bayley hebt den Papierkorb leicht an und schüttelt ihn noch einmal demonstrativ, sodass die zerknüllten Blätter darin hörbar gegeneinander rascheln.
Für einen kurzen Moment entsteht Stille.
Dann wandert Ethans Blick langsam von dem improvisierten „Kummerbriefkasten“ hoch zu Bayley.
Und plötzlich muss er lachen.
Nicht laut.
Nicht gespielt.
Dieses kurze, trockene Lachen eines Mannes, der gerade endgültig beschlossen hat, jemanden nicht mehr ernst zu nehmen.
Ethan senkt kurz den Blick, fährt sich mit Daumen und Zeigefinger über die Lippen und nickt langsam vor sich hin, als hätte Bayley ihm gerade unbeabsichtigt exakt das bestätigt, was er ohnehin schon dachte.
Ethan Page:
"Wow..."
Langsam tritt Ethan wieder etwas näher an den Schreibtisch heran. Sein Blick bleibt dabei auf dem Papierkorb liegen, während sich dieses arrogante Schmunzeln langsam wieder auf seinem Gesicht ausbreitet.
Ethan Page:
"Das erklärt tatsächlich eine Menge."
Er deutet locker mit zwei Fingern auf den Papierkorb.
Ethan Page:
"Jetzt verstehe ich zumindest, warum hier alles ständig kurz davor ist auseinanderzufallen."
Ein leises Schnauben folgt.
Nicht aggressiv.
Fast schon enttäuscht.
Ethan Page:
"Raven verliert komplett den Verstand, Seth Rollins zerlegt sich emotional Woche für Woche selbst, Drew wirkt permanent kurz davor irgendwem den Schädel einzuschlagen...und deine große Lösung dafür ist ein Papierkorb unter deinem Schreibtisch?"
Ethan lehnt den Kopf leicht zur Seite und betrachtet Bayley einige Sekunden schweigend.
Fast schon prüfend.
Dann verändert sich sein Ausdruck minimal.
Das arrogante Schmunzeln bleibt - aber plötzlich wirkt sein Ton beinahe...verständnisvoll.
Ethan Page:
"Weißt du was? Eigentlich kann ich's dir nicht mal übel nehmen, Bayley."
Bayley dürfte diese Wendung vermutlich am allerwenigsten erwartet haben.
Ethan geht langsam um den Schreibtisch herum, wirft einen kurzen Blick auf die Monitore der laufenden Show und nickt leicht vor sich hin.
Ethan Page:
"Ganz ehrlich...das muss unglaublich anstrengend sein."
Ruhig gesprochen.
Fast schon ernst.
Ethan Page:
"Raven. Seth. Drew. Dieses komplette emotionale Chaos jede einzelne Woche...dann dein Match gegen Rhea vor kurzem..."
Ein kleines, beinahe mitleidiges Lächeln huscht über sein Gesicht.
Ethan Page:
"Du siehst ehrlich gesagt aus, als könntest du dringend mal durchatmen."
Und genau in diesem Moment greift Ethan langsam in die Innentasche seines Jacketts.
Keine hektische Bewegung.
Alles bleibt ruhig. Kontrolliert.
Schließlich zieht er einen gefalteten Umschlag hervor und legt ihn langsam auf den Schreibtisch vor Bayley.
Ethan Page:
"Deshalb dachte ich mir...ich helfe dir ein bisschen."
Ethan tippt leicht mit dem Finger auf den Umschlag.
Ethan Page:
"Spa-Wochenende. Komplett organisiert."
Langsam schiebt Ethan den Umschlag ein Stück weiter über den Schreibtisch in Bayleys Richtung.
Das arrogante Schmunzeln auf seinem Gesicht wird dabei sichtbar breiter.
Nicht aufdringlich.
Nicht überdreht.
Viel mehr diese selbstzufriedene Art eines Mannes, der sich gerade ernsthaft für außergewöhnlich aufmerksam hält.
Ethan lehnt sich leicht gegen den Schreibtisch und deutet beiläufig auf den Umschlag.
![[Bild: SPA.jpg]](https://i.ibb.co/0VJJpfVz/SPA.jpg)
Ethan Page:
"Irgendein luxuriöses Wellness-Resort außerhalb von Mailand. Massagen, Thermalbereich, Ruhe, keine schreienden Wrestler, keine zusammenbrechenden Main Events...einfach mal ein Wochenende ohne komplettes Chaos."
Ein kurzes trockenes Lachen folgt.
Dann hebt Ethan leicht die Schultern, als wäre das Ganze die offensichtlich vernünftigste Idee überhaupt.
Ethan Page:
"Und nächste Woche in Mailand übernehme ich hier einfach mal für einen Abend."
Kurze Pause.
Fast beiläufig hebt Ethan die Schultern.
Ethan Page:
"Nicht dauerhaft natürlich. Ich will dir deinen Job ja nicht wegnehmen."
![[Bild: Screenshot-2025-04-30-001143.png]](https://i.ibb.co/TM0pNxjQ/Screenshot-2025-04-30-001143.png)
Das alleine sitzt schon unangenehm genug.
Doch Ethan redet einfach weiter, als wäre das hier die vernünftigste Idee der Welt.
Ethan Page:
"Aber komm schon...ein Abend ohne Drama, ohne Zusammenbrüche, ohne irgendwelche psychisch instabilen Wrestler, die die Show ruinieren?"
Ein kurzes trockenes Lachen.
Ethan Page:
"Klingt ehrlich gesagt wie genau das, was du gerade brauchst."
Bayley sieht sich den Umschlag an. Die Fotos versprechen einen traumhaften Aufenthalt. Und wenn man Bayley so ansieht, scheint sie das gar nicht so verkehrt zu finden. Dann aber sieht sie wieder zu Ethan Page.
Bayley
"Okay zwei Fragen: Warum sollte ich die Kontrolle hier abgeben? Und warum sollte ich sie ausgerechnet dir geben?"
Eine berechtigte Frage und die Kalifornierin ist schon gespannt wie Ethan sie beantworten wird.
Ethan beobachtet Bayley einen kurzen Moment ganz genau.
Und allein die Tatsache, dass sie sich den Umschlag überhaupt angesehen hat, scheint ihn bereits innerlich zu bestätigen. Dieses kleine arrogante Schmunzeln verschwindet keine Sekunde von seinem Gesicht, während er langsam den Kopf leicht zur Seite neigt.
Als hätte Bayley gerade exakt die Fragen gestellt, mit denen er gerechnet hat.
Ethan Page:
"Weil Kontrolle nur dann wirklich etwas wert ist, wenn man sie auch mal abgeben kann, ohne dass sofort alles auseinanderfällt."
Ruhig gesprochen.
Fast schon erstaunlich sachlich.
Ethan richtet das Sakko leicht an den Ärmeln, bevor sein Blick kurz zu den laufenden Monitoren im Hintergrund wandert.
Ethan Page:
"Und ganz ehrlich? Wenn du mir diese Show nicht anvertrauen könntest...dann wäre das wahrscheinlich ein deutlich größeres Problem für diese Company als alles, worüber wir gerade gesprochen haben."
Ein leises Schnauben folgt.
Nicht aggressiv.
Eher amüsiert.
Dann sieht Ethan Bayley wieder direkt an.
Ethan Page:
"Und warum ausgerechnet ich?"
Jetzt wird das Schmunzeln wieder etwas breiter.
Selbstsicher.
Fast schon provokant selbstverständlich.
Ethan Page:
"Bayley...ich bin aktuell wahrscheinlich der einzige Mensch in dieser gesamten Liga, der Woche für Woche genau das liefert, was er ankündigt."
Langsam hebt Ethan den Westcoast Championship leicht mit einer Hand an.
Ethan Page:
"Keine emotionalen Zusammenbrüche. Kein Chaos. Keine Ausreden. Keine peinlichen öffentlichen Krisen. Während alle anderen damit beschäftigt sind, sich selbst zu verlieren, halte ich diesen Titel auf einem Niveau, das der Rest des Rosters momentan nicht einmal mehr erreicht."
Die Worte kommen vollkommen selbstverständlich aus ihm heraus.
Nicht wie Angeberei.
Sondern wie eine objektive Tatsache.
Ethan Page:
"Du brauchst nächste Woche niemanden, der beliebt ist. Du brauchst jemanden, der die Kontrolle behält...und zufälligerweise schaust du ihn gerade an."
Bayley liest sich gerade ein paar der Details durch, die auf dem Umschlag geschrieben stehen.
Bayley
"Das Massageangebot ist ja überwältigend."
Dann aber legt sie den Zettel wieder auf dem Tisch und blickt in Richtung Ethan Page.
Bayley
"Okay das klingt ja alles sehr einleuchtend. Und ich kann eine kleine Erholung vertragen. Meine Antwort lautet daher: NEIN!"
Und dann schmeißt Bayley Ethan den Zettel entgegen.
Bayley
"Für was für ein Dummchen hältst du mich, dass du mich mit so einem Angebot aus dem Weg räumen willst? Ich habe Energie um dies noch jahrelang zu machen und wenn ich die Kontrolle hierüber abgeben müsste, dann bist du weit hinter in der Liste der Kandidaten, die ich dafür vorsehe. Und das ist das Ende des Diskussion."
Doch bevor sie All Ego hier wegschickt hat sie noch etwas zu sagen.
Bayley
"Wenn ich dich noch einmal dabei erwische, dass du dir mutwillig Zugang in mein Büro verschaffst ohne mein Einwilligung, dann vakantiere ich den Westcoast Championship schneller als dein Ego das überhaupt realisieren kann. Schönen Abend noch."
Mit einer abwinkenden Handgeste schickt sie Ethan Page nach draußen.
Der Umschlag landet wieder auf dem Schreibtisch.
Ethan betrachtet ihn einen kurzen Moment, bevor er langsam die Hände hebt, als würde er sich geschlagen geben. Dieses kleine arrogante Schmunzeln verschwindet dabei trotzdem keine Sekunde von seinem Gesicht.
Ethan Page:
"Sehr schade."
Ruhig greift er nach seiner Limonade, nimmt die Snacktüte unter den Arm und schnappt sich beiläufig auch den Spa-Umschlag wieder vom Tisch.
Ethan Page:
"Dabei wollte ich heute tatsächlich einfach mal nett sein."
Dann wandert sein Blick noch einmal ruhig durch das Büro.
Zu den Monitoren.
Zum Schreibtisch.
Zum Papierkorb unter Bayleys Tisch.
Schließlich sieht er die General Managerin noch einmal direkt an.
![[Bild: Ethan-berrascht.png]](https://i.ibb.co/fYYjy46K/Ethan-berrascht.png)
Ethan Page:
"Und ganz ehrlich? Wenn wirklich niemand hier rein soll...dann solltest du vielleicht anfangen, abzuschließen."
Mehr sagt Ethan nicht mehr.
Keine Diskussion.
Keine Rechtfertigung.
Er dreht sich einfach zur Tür, öffnet sie und verlässt langsam das Büro. Die Tür fällt hinter ihm ruhig ins Schloss.
Draußen auf dem Flur bleibt Ethan noch einmal stehen.
Die Arena wirkt hier draußen deutlich lauter. Dumpf dröhnt die laufende Show durch die Wände, während irgendwo Mitarbeiter hektisch an ihm vorbeiziehen. Ethan selbst bewegt sich keinen Zentimeter. Der Westcoast Championship ruht über seiner Schulter, die Snacktüte locker in einer Hand, während sich langsam wieder dieses selbstzufriedene, fast gefährliche Grinsen auf seinem Gesicht ausbreitet.
Dann hebt er die Limonade leicht an, fast wie einen kleinen stillen Toast Richtung Bürotür.
Ethan Page:
"Im Moment glauben sie noch, ich wäre nur Champion."
![[Bild: Ethan-Smile-Backstage-Suit.png]](https://i.ibb.co/TJ31FyX/Ethan-Smile-Backstage-Suit.png)
Mit diesen Worten setzt Ethan sich wieder in Bewegung und verschwindet langsam den langen Korridor der Arena hinunter, während die Kamera ihm noch einige Sekunden folgt.
Ruhig.
Kontrolliert.
Als würde er längst anfangen, sich in dieser Company wieder wie zuhause zu fühlen.
OPENER
BRYAN KEITH HAS SOMETHING TO SAY
![[Bild: bryankeithpromo.png]](https://i.ibb.co/FkHC3m6c/bryankeithpromo.png)
Writer: ???
Cathy Kelley: "Nun ist es also gleich soweit. Es wurde vor der Show angekündigt das Bryan Keith etwas zu sagen hat. Ich bin gespannt was es sein wird.!"
Pat McAfee: "Ich hoffe das er mal seinen Arsch in der Hose findet und endlich seinen Koffer einlöst."
Wade Barrett: "Das Spielfeld auf das er sich begeben hat ist nicht das einfachste. Er hat es ja bereits probiert, aber weder Kenny noch Roman dürfen in dieser Situation unterschätzt werden.!"
Das Theme des aktuellen One Shot at Glory Kofferträgers ertönt und die Fans recken ihre Hälse gen Stage um einen Blick auf Bryan Keith zu erhaschen. Kommt dieser zu Fuß oder auf dem Pferd in den Ring. Diese Frage wird im nächsten Augenblickt beantwortet...
Matthew Rehwoldt: "Please welcome, from the Wild West, he is the Bounty Hunter and our Mr. One Shot at Glory, Bryan Keith!"
...auf dem Pferd! In seiner Cowboy Montur kommt der Bad Apple auf einem Pferd in die Halle geritten. Um seinen Hals hängt ein Lasso, in der einen Hand hält er die Zügel und in der anderen seinen Koffer. Schnell hat er die Distanz zum Ring hinter sich gebracht. Er steigt vom Pferd ab und begibt sich in den Ring. Hier rückt er sich seinen Cowboyhut zurecht und lässt sich von außerhalb des Ringes ein Mikrophon geben.
Bryan Keith: Howdy!
Eine typische Cowboy Begrüßung an dieser Stelle. Die Fans in Lissabon scheinen dieser aber eher wortlos entgegen zu nehmen. Cowboys sind in diesem Teil des Landes eher weniger ein Ding. Aber das ist ja deren Problem und nicht das Problem von Bryan Keith. Dieser reckt kurz den Koffer in die Höhe und deutet auf eine Stelle des selbigen. Dort ist eine leichte Beule zu sehen.
Bryan Keith: Seht ihr das? Dort wo diese Beule ist hat der Koffer den Kopf von Kenny Omega getroffen. Hart, unnachgiebig und präzise. So wie Cowboys eben arbeiten. Wir erlauben uns keine Fehler, wir dürfen uns keine Fehler erlauben. Denn wenn wir das tun sind wir der Rinderherde gegenüber im Nachteil. Auf verlorenem Posten auf der Weide zu sein ist ein Todesurteil!
Manch ein Fan ahnt wo die Analogie hinführen soll die der Bounty Hunter hier aufmacht. Ob sie so sinnig sei ist mal dahin gestellt. Während er spricht stellt der Bad Apple sein Ticket zu einer möglichen World Heavyweight Championship Regentschaft auf den Boden. Kurz hält er inne, atmet ein und spricht dann weiter.
Bryan Keith: Ich wurde von vielen Seiten vor der Show gefragt was ich heute zu erzählen habe. Schwöre ich Rache an Roman Reigns, immerhin hat er mir den Cash In verwehrt. Ja, meine Rache wir kommen. Aber deswegen bin ich heute nicht hier. Roman leidet an Größenwahn. Er wird schneller fallen als er gucken kann. Er hatte seine Chance auf den Titel und konnte sie nicht nutzen. Vielleicht gewinnt er heute gegen Jey Uso. Aber das ist mir ehrlich gesagt egal!
Er zuckt mit den Schultern. Während er spricht läuft er ein wenig auf und ab im Ring. Man kann ihm ansehen das er ein wenig nervös ist. Er bleibt jedoch wieder vor seinem Koffer stehen und fixiert diesen mit seinem Blick.
Bryan Keith: Ich habe einen Fehler gemacht und aus diesem gelernt. Roman ich lasse mich nie wieder von dir von hinten angreifen! Beim nächsten mal bin ich es der an der richtigen Stelle zuschlägt. Was mich zu der nächsten Person bringt. Kenny! Ich weiß du spürst meinen Atem! Du willst wissen wann schlage ich zu. Aber das verrate ich dir nicht. Ich kann dir nur eins sagen. Das nächste Special! Ich werde da sein. Vielleicht werde ich Teil deines Matches werden. Vielleicht sage ich auch danach Hallo. Entscheidet ist nicht wann, aber ich kann dir sagen das Lasso wird zuschlagen!
?: Komm' hol' das Lasso raus...wir spielen Cowboy und Cleaner...
...ertönt es plötzlich singend aus den Boxen. Bevor noch jemand an der Stage erscheint, schreien die ersten Fans in Lissabon auf...man erkennt diese Stimme! Und ja...sie gehört zum amtierenden World Heavyweight Champion. Also dem Mann, den Bryan Keith gerade angesprochen hat. Ganz lässig gekleidet, mit Jeans, Shirt und Sakko, und dem Belt umgeschnallt, zeigt sich Kenny Omega der Masse und hat schon ein Mic in den Händen. Da wollte der Kanadier spontan sich wohl äußern und verzichtet sogar auf einen anständigen Einzug mit Musik. Kurz bleibt die Destiny Flower auf dem harten Metall stehen und nickt den portugiesischen Fans zu. Langsam gleitet sein Blick zum Ring und fixiert den Kofferträger.
Kenny Omega: Bryan...mein lieber Bryan! Schön dich mal mal wieder anzutreffen, hm? Ist lange her!
Seit Paris, um genau zu sein! Kenny bekam, nach John Cena's Fehlentscheidung beim Special, den Titel zurück und in diesem Chaos wollte Keith seine Chance nutzen, was Roman Reigns verhindert hat.
Kenny Omega: Ich spüre also deinen Atem, wie? Hm, das würde natürlich erklären, warum es hinter mir ständig nach Bohnen, Speck, Whiskey und Pferdeanus riecht! Danke für die Info, jetzt weiß ich endlich Bescheid!
Lächelnd hält der Cleaner einen Daumen in die Höhe, als wolle er Keith für diese "Auflösung" danken. Langsam setzt er einen Fuß vor den anderen und läuft auf den Ring zu. Hier und da klatscht er mit Fans ab und deutet auf das ein oder andere Zeichen in der Menge, die ihm gefallen.
Kenny Omega: Beim Special, also? Joa, ist nett, mein werter Red Dead Redemption Cosplay Freund, dass du mich und den Rest des großen und weiten c2c Universe in Kenntnis setzt, wann du gedenkst deinen Koffer loszuwerden. Aaaaber...das war es auch schon! Mach' damit, was du willst. Komm' mit zum Ring oder komm' erst danach! Meiner einer bleibt entspannt.
Um mal im "Fachjargon" zu bleiben - für den Cleaner ist es nicht das erste Rodeo! Und er hat auch schon Erfahrung mit diesen berühmt-berüchtigten Koffern, von denen schon einmal einer gegen ihn eingesetzt wurde. Am Ende des Tages liegt es nicht in seinen Händen. Daher will der Master of the Dark Hadou sich nicht verrückt machen lassen. Bryan Keith soll auch ja nicht im Ansatz glauben können, dass er einen psychologischen Krieg gegen den Kanadier gewinnen kann.
Kenny Omega: Ich gebe zu, dass ich in Paris Glück hatte! Aber ich stehe immer noch hier, als World Heavyweight Champion! Und das wird sich weder durch Roman Reigns, noch durch dich ändern!
Endlich steigt der Cleaner die Ringtreppe hoch und gesellt sich zum Bounty Hunter in den Ring. Schmunzelnd lässt Kenny das Mikro wieder sinken. Während er auf die Antwort von Bryan wartet, fällt sein Blick auf das Pferd. Man sieht dem King of the Anywhere Match an, dass seine Gedankengänge anfangen zu rattern.
Bryan Keith: Diese Arroganz...
Wirklich überrascht scheint der Bounty Hunter über das Auftreten von Kenny Omega nicht zu sein. Seine krampft etwas um den Griff des Koffers. Soll er zuschlagen? Hier und jetzt? Der Cleaner hat sich auf sein Spielfeld begeben.
Bryan Keith: Es ist traurig zu sehen das du eine Nacht am Lagerfeuer bei Mondschein mit einer schönen Flasche Whiskey, Bohnen und Speck direkt aus der Pfanne nicht wert zu schätzen weißt. Das ist das einfache Leben was wir Cowboys pflegen....
Der Bad Apple schüttelt seinen Kopf. Als würde er es wirklich schade finden das Kenny Omega das einfache Leben nicht kennt. Aber was ja nicht ist kann ja noch werden. Oder so. Vermutlich aber eher weniger.
Bryan Keith: ...aber schon klar. Der World Heavyweight Champion ist sich für so ein Leben zu fein. Ich denke aber bald wirst du...
Seinen Satz spricht der Mann mit dem Hut nicht komplett zu Ende. Denn urplötzlich lässt er sein Mikrophon fallen, greift mit beiden Händen um den Koffer und geht zunächst zum Angriff über. Zunächst setzt es einen Tritt in den Magen von Kenny Omega, dann folgt eine flüssige Bewegung in Richtung des Kopfes des World Champions. Dieser hat jedoch noch genug Reaktionszeit und kann dem Schlag ausweichen. Damit rechnet der Bounty Hunter nicht und schlägt ins leere. Er dreht sich um, etwas wackelig auf den Beinen und ist mit einem Kenny Omega konfrontiert der zum Gegenangriff über geht. Dieser tritt dem völlig überraschten Bryan Keith den Koffer aus den Händen. Kurz überlegt der Cleaner ob er Keith überrumpeln soll. Er entscheidet sich jedoch für etwas anderes. Er greift den Koffer und schmeißt diesen in Richtung der Time Keeper Area wo dieser knapp neben der Ringglocke einschlägt und aus dem Bild fliegt. Es folgt eine kurze Wink Bewegung des Champions und dieser rollt sich aus dem Ring. Bryan Keith reißt die Augen auf, lässt Kenny ohne Gegenaktion aus dem Ring und rollt sich seinerseits aus dem Ring um sich in Richtung seines Koffers zu begeben. Als er beim Koffer angelangt ist und diesen wieder in seinem Besitzt hat dreht er sich um und sieht wie Kenny Omega vor seinem Pferd steht.
Kenny Omega: Du hast ein schönes Hottehüh da stehen! Ich bin heute schon den ganzen Tag auf den Beinen und würde daher mal ein wenig reiten. Du hast doch bestimmt nichts dagegen...
Da wirft er das Mic weg, nimmt die Zügel des Pferdes und führt es mit sich! Will Kenny Omega etwa das Pferd vom Kofferträger klauen? Als Rache dafür, dass Bryan ihn hier angegriffen hat. Wobei der Cleaner hat schon ein Blick auf das Tier geworfen hatte, bevor Keith zur Attacke ansetzte. Jedenfalls führt er das Pferd, das einfach so mitgeht, ein paar Schritte nach vorne...und steigt dann auf den Sattel. Tatsächlich hat der Cleaner Erfahrung mit Reiten, so dass er sich nicht ganz doof anstellt. Bevor Bryan Keith sie erreichen kann, will die Best Bout Machine lieber schnell davonkommen. Also gibt er dem Tier die sprichwörtlichen Sporen. Ein Wiehern später und das Pferdchen trabt los.
Bryan Keith: STOPPT DEN PFERDNAPPER!
Keith schreit, doch niemand scheint Kenny Omega und das Pferd aufzuhalten. Warum auch? Einem Pferd welches in Bewegung ist sollte man sich nicht in den Weg stellen. Mit dem Koffer in der Hand rennt Keith dem Pferd und Kenny Omega hinter her. Ob er die beiden einfangen kann steht auf einem anderen Blatt.
Nicht mehr lange und das erste Match des heutigen Abends wird beginnen. Xia Brookside wird eine Rückkehr in die c2c feiern und dabei auf eine Landsfrau treffen – Bobbi Tyler! Zweitere sieht man nun, wie sie sich backstage auf den Auftritt vorbereitet. Sie trägt bereits ihr Ringgear, die olivefarbene Jacke und hat ihr blondes Haar zu einem Zopf geflochten. Gerade zupft sie den fingerlosen Handschuh an der rechten Hand zurecht. Bobbi wirkt konzentriert – fast schon verkrampft! Innerlich ist die 29jährige noch unruhiger! Zwar hatte sie keinen Nervenzusammenbruch wie letzte Woche im Hotelzimmer in Madrid, aber dennoch hat sie die letzte Nacht nicht gut geschlafen. Einmal mehr wurde die Britin von ihrem Albtraum heimgesucht, der sich noch „realer“ angefühlt hat als die letzten Male.
bobbi.tyler: Ach, fuck off!
Irgendetwas passt ihr am Handschuh nicht, weswegen sie diesen von der Hand reißt und auf den Boden pfeffert. Mit zitternden Fingern streicht sie durch ihre Haare und plustert die Backen auf. Jap, Bobs ist ordentlich gereizt. Langsam kommt sie wirklich an den Punkt, wo sie sich fragt, ob es eine gute Idee war zur c2c zurückzukehren. Vom Gefühl her sind die Albträume stärker und schlimmer geworden, seit sie bei Bayley einen neuen Vertrag unterschrieben hat. Aber auf der anderen Seite ist da immer noch der Wunsch nach einem „normalen“ Leben und der Möglichkeit ihren Traum nochmals zu erfüllen. Das will sich die ehemalige Stevie Turner einfach nicht nehmen lassen…nur ist es gerade verdammt schwer den Fokus zu halten.
bobbi.tyler: Konzentriere dich auf Xia! Sie steht dir heute im Weg! Du musst sie besiegen! Und du wirst gegen sie gewinnen!
Bobbi atmet einmal tief durch. Sie scheint ruhiger zu werden…aber das Gesicht wird auch finsterer! Sie wird wütend auf Xia…fühlt sich einfacher an, als sich mit ihren eigenen Problemen auseinanderzusetzen. Wobei Bobs sehr mit dem Gedanken spielt nach der Show ihre Therapeutin zu kontaktieren…
Kayla Braxton: "Bobbi Tyler, hast du einen Moment!“
Plötzlich erscheint Kayla Braxton aus dem Nichts und spricht Bobbi an. Bewaffnet mit einem Mic was heißt, dass sie in ihrer offiziellen Funktion als Interviewerin hier ist. Tyler zuckt dabei zusammen und keucht überrascht auf. Als sie erkennt, wer sie hier so überfallartig anspricht, zieht Bobbi eine säuerliche Fratze und wirft Kayla einen vernichtenden Blick zu.
bobbi.tyler: Jetzt nicht!
…bellt sie Kayla unfreundlich an! Es ist nicht so, dass die Blondine eine Plattform ablehnen würde, auf der sie sich präsentieren kann. Nur hier und jetzt, wo sie emotional aufgeladen ist, kann sie das überhaupt nicht brauchen.
Kayla Braxton: "Bobbi, es ist nur eine kurze Frage. Ich…“
bobbi.tyler: ICH HABE GESAGT…JETZT…NICHT!
Ok, jetzt wird die Blonde richtig ungehalten. Drohend hebt sie einen Zeigefinger in die Höhe, was Kayla auch als letzte Mahnung verstehen könnte. Braxton schluckt einmal und sieht zu, dass sie lieber wieder Land gewinnt. Bobs sieht ihr hinterher und seufzt einmal auf. Auch so will sie sich eigentlich nicht präsentieren. Brummend hebt sie ihren Handschuh auf und geht weiter, in Richtung Gorilla Position. Die Kamera bleibt bei Tyler, die wieder in sich gekehrt wirkt…zumindest für ein paar Schritte. Da kreuzt sich ihr Weg mit der einer anderen Person. Genervt schnaubt Bobbi auf als sie sieht, wer es dieses Mal ist. Das Schicksal empfindet wohl großen Spaß daran, sie wieder mit Fallon Henley clashen zu lassen. Das Country Girl trägt auch schon ihr Gear mit der braunen Weste darüber. Ähnlich wie Tyler verzieht auch Fallon das Gesicht. Die Wiedersehensfreude hält sich auch bei ihr stark in Grenzen.
bobbi.tyler: Bloody hell…stalkst du mich jetzt? Oder warum trittst du mir ständig vor die Füße?
Die angesprochene Amerikanerin rollt nur mit den Augen und verschränkt ihre Arme vor dem Brustkorb.
Fallon Henley: Ich weiß nicht, was du so für Fantasien hast, aber ich habe keine Lust mehr, mich mit dir beschäftigen zu müssen. Lass‘ mich einfach durch und du musst mich dann heute nicht mehr sehen! Okay?
Auch Fallon hat genug eigene Probleme. Heute hat sie das erste Match seit der Trennung von Drew und zudem tritt ihr Ex nachher mit seiner neuen Freundin offiziell als Team auf. Da weiß das Country Girl noch nicht, wie sie das verkraften wird die Beiden gemeinsam zu sehen…und ob es ihre Entscheidung beeinflussen wird, ob sie mit ihnen befreundet bleiben möchte oder nicht. Davon abgesehen hat Henley auch sprichwörtliche Augen im Hinterkopf, da jederzeit Rhea Ripley um die nächste Ecke springen könnte. Da wäre ein weiterer Streit mit Bobbi nur eine unnötige Belastung für sie.
bobbi.tyler: Okay!
…antwortet die Blonde kurz und knapp und tritt tatsächlich zur Seite. Fallon wirkt leicht überrascht, dass Bobbi sie einfach so durchlässt, nimmt es aber an und geht an ihr vorbei. Tyler sieht sie ernst an und meint zu spüren, dass es Fallon emotional nicht gut geht. Auch die Britin weiß inzwischen, dass Drew Fallon mit Liv Morgan betrogen hat. Durch ihre eigene Lage fühlt sie da plötzlich mit der Amerikanerin mit. Bobbo kaut auf der Unterlippe und scheint mit sich selbst zu ringen. Soll sie etwas sagen…oder nicht?
bobbi.tyler: Fallon?
…hört man dann plötzlich von ihr, wobei Bobbis Stimme leicht piepsig wird. So als würde es ihr schwer fallen zu sagen, was ihr in den Sinn kommt. Nämlich dass es ihr leid tut, was Fallon durchmachen muss und was für ein Idiot McIntyre doch ist. Das Country Girl bleibt tatsächlich stehen und wirft einen Blick zurück über die Schulter, wobei sie ihre Stirn runzelt.
bobbi.tyler: …
Der Mund ist zwar offen, die Stimme versagt aber! Nach ihrer bisherigen, gemeinsamen Historie fühlt es sich irgendwie falsch an, plötzlich auf die emotionale Ebene kommen zu wollen. Außerdem wäre da noch der eklige Teil ihres Selbst, der ihr verbietet auch nur ein nettes Wort gegenüber dem Country Girl zu sagen. So lässt es Bobs zu, dass sie arrogant lächelt und Fallon einen abschätzigen Blick zuwirft. Kip Sabian, zumindest der, den sie damals kannte, wäre jetzt sicher stolz auf sie.
bobbi.tyler: Also ich setze mein Geld heute auf Tay! Die wird dir bestimmt ordentlich in den Arsch treten!
Fallon lacht freudlos und tonlos auf. Für einen ganz kurzen Moment dachte sie, Bobbi würde etwas Nettes sagen wollen. Henley weiß selbst nicht, was sie sich da eingebildet hat. Ihr liegt es auf der Zunge, zurück zu pöbeln…aber das schluckt sie runter. Wie gesagt, Henley hat genug andere Sachen, mit denen sie klarkommen muss. So missachtet sie die Provokation der Blonden, schüttelt nur einmal den Kopf und geht davon. Bobbi atmet aus und ihr Gesicht strahlt einen Hauch von schlechtem Gewissen aus. Warum hat sie das gesagt? Hätte sie dann nicht einfach stumm bleiben können? Bobs schlägt die Hände vor dem Gesicht zusammen und versteht nicht, was eigentlich mit ihr los ist. Tja, die Frage muss sie später erörtern…jetzt geht es um das Match gegen Xia Brookside! So geht auch Tyler ab und das Bild blendet aus.
A NEW BET!
Die Show hat gestartet und mit der Ankündigung unseres One Shot at Glory Kofferträgers haben wir bereits viel Versprechendes erlebt, auch wenn die Fans vor Aufregung auf das erste Match nur so zerrissen werden und endlich Action erleben wollen. Doch bevor es dazu kommt, schalten wir wieder backstage und unterbrechen damit das Getuschel der Fans, die bereits untereinander über die angekündigten Matches der Show reden, mit einer Aufnahme, die sich am Backstageeingang der Halle abgespielt hat.
Raven:
„„Puuuh, Ernsthaft jetzt? Kann ich denn nicht erstmal ankommen, bevor Sie mich bereits nerven wollen?"“
Die Worte kommen nicht mit der gewohnten Schärfe, die man von ihm kennt. Stattdessen wirken sie müde, fast schon halbherzig, als würde ihm selbst die Energie fehlen, sich richtig aufzuregen. Seine Stimme ist rau, leicht verwaschen, als müsste er sich selbst erst sammeln, um überhaupt Worte zu formen. Langsam und leicht schwankend kommt die bekannte Gestalt der ECW-Legende Raven ins Bild. Sein Blick ist schwer und seine Bewegungen träge, als hätte die Nacht ihren Tribut gefordert. In seiner Hand hält er einen kleinen Flachmann, aus dem er sich gerade noch einen letzten Schluck gönnt. Für einen kurzen Moment blickt er auf das Metall in seiner Hand…
![[Bild: a1172ba2-2f96-49c6-a71a-e51696bc0a7d.png]](https://i.ibb.co/8LWwhDm2/a1172ba2-2f96-49c6-a71a-e51696bc0a7d.png)
und wirft es dann achtlos zur Seite, sodass es klirrend über den Boden rutscht. Ein leises, genervtes Ausatmen folgt. Sein Ziel scheint klar zu sein: einfach hinein, einfach Ruhe. Keine Menschen, keine Fragen und auch keine Gespräche. Man kann förmlich sehen, wie sich in seinem Gesicht sofort dieser genervte Ausdruck breitmacht. Raven lehnt sich leicht gegen den Türrahmen, reibt sich kurz über das Gesicht und schnaubt leise, bevor er schließlich den Kopf schief legt und die Person vor sich mit halb offenen Augen mustert. Er fährt sich durch die Haare, schüttelt leicht den Kopf und bleibt einfach im Türrahmen stehen, als wäre selbst der nächste Schritt schon zu viel Aufwand.
Dann tritt die Person auch näher an Raven heran. Obwohl man erst nur die Kehrseite der Person, identifiziert man anhand der lila Haare direkt, dass es sich um die General Managerin Bayley handelt. Und die ist nicht grundlos an Raven herangetreten, denn sie hat Raven kurzerhand seinen Flachmann aus der Hand gerissen. Sie öffnet kurz den Flachmann um herauszufinden, was sich der Veteran da wieder genehmigt.
Bayley
"Was trinkst du da schon wieder?"
Eine große Expertin in Spirituosen ist das Role Model nicht und kann deswegen mutmaßen, doch eines hat sie auf jeden Fall bemerkt. Den Alkohol und genau aus diesem Grund konfisziert die GM auch den Behälter. Dafür wird Raven jetzt begutachtet.
Bayley
"Immerhin stinkst du nicht so nach Alkohol wie letzte Woche. Jetzt stinkst du einfach nur so. Hast du noch irgendwas versteckt?"
Ohne vorher zu fragen greift die Kalifornierin an der Jacke von Raven und durchwühlt deren Taschen.
Raven:
„„Hey, hey, hey, was zum Teufel soll das werden, wenn es fertig ist?"“
Völlig überrascht tritt Raven einen Schritt zurück, aber das hilft ihm nicht dabei, dass Bayley damit aufhört, in seinen Jackentaschen herumzuwühlen. Die Fans scheinen das Ganze recht witzig zu finden, da man aus dem Inneren der Halle ein lautes Lachen vernehmen kann, doch Raven selbst ist völlig überfordert mit der ganzen Situation. Er verdreht sich und zappelt wild herum, ehe er es schafft, mehrere Schritte von Bayley hinfort zu kommen, sodass sie ihn nicht mehr berühren kann. Doch dabei fallen einige Klopfershots aus dem Inneren seiner Jacke herunter auf den betonierten Boden. Diese wollte sich Raven wohl heute noch während der Show geben, wie es scheint. Doch was viel interessanter ist, sind die kleinen Fläschchen, die mit auf den Boden gefallen sind. Schnell bückt sich Raven herunter und hebt alles wieder auf, um es sich wieder in seine Jackentasche zu stecken, sodass man durch die Kameras nicht direkt erkennen konnte, um was es sich dabei handelt, doch wie Alkohol sah das nicht aus.
Raven:
„„Ich hab es ja ganz gern, wenn Frauen mich berühren, aber ich finde, für uns beide wäre das heute noch etwas zu früh, also lassen Sie Ihre Griffel von mir!"“
Sonderlich zufrieden sieht Raven hier bei dieser überraschenden Begrüßung nicht aus. Eher im Gegenteil, ihm ist jetzt schon wieder absolut alles hier zu viel.
Bayley
"Du machst es einem echt nicht einfach…"
Genervt schüttelt Bayley den Kopf. Das war kein einzigartiger Vorfall letzte Woche, sondern das hier zeigt ein Gewohnheitsmuster beim Veteranen an. Die Frage ist, wie geht Bayley damit um?
Bayley
"Dieser exzessive Alkoholkonsum … Das geht nicht. Anders Chefs würden dich aus der Arena schmeißen. Vielleicht reicht denen das ja auch schon für eine Kündigung… Hör zu Raven. Ich will dich nicht verlieren. Du bist ein hervorragender Trainer, aber wir müssen etwas hiergegen tun… Möchtest du mit jemandem reden?"
Bayley bietet Raven wohl einen Psychiater an, wobei sie sich schon im Kopf ausmalt wie erfolglos das zu sein scheint, doch es war die erste Idee, die ihr einfiel. Sie will auf jeden Fall das Problem des Trainers aus der Welt schaffen.
Raven:
„„Ich trinke den Alkohol, weil ich verletzt bin. Er lindert Schmerzen und löscht Gedanken, wissen Sie? Ich denke, ich sollte ihn gut genug vertragen, damit ich Ihnen keinen Ärger mache. Meinen Job mache ich gut, oder nicht? Ich habe nicht mal Bock, mir selber beim Reden zuzuhören, da brauche ich niemand anderen dafür. Und wenn Sie mir jetzt sagen, ich solle meditieren oder auf mein inneres Chakra hören oder Globuli schlucken oder so ein Zeug, dann halten Sie besser den Mund. So einen Scheiß brauche ich nicht!"“
Wow! Das war … überraschend ehrlich von dem Death Fighter. Hat er seiner Chefin hier gerade gesagt, dass er seelische Schmerzen hat und dass irgendetwas in seinem Kopf an ihm nagt? Vielleicht war die Idee der Huggerin gar nicht so schlecht, dass er mal mit einem Psychologen sprechen sollte. Nur leider sieht es so aus, als wäre die Mauer im Inneren Ravens doch noch nicht ganz niedergerissen. Und um ehrlich zu sein … dadurch, dass es eben Raven ist, kann man sich nicht mal sicher sein, ob das, was er hier gerade von sich gegeben hat, überhaupt der Wahrheit entspricht. Vielleicht war es auch ganz einfach nur wieder irgendein ausgedachter Scheiß, damit sich Bayley zufriedengibt. Doch zur großen Freude der Zuschauer hier aus Lissabon gibt sich Bayley nicht so schnell zufrieden mit einem bloßen Nein. Und Ravens schroffe, ungenierte Art wird ihm da sicher auch nicht viel weiterhelfen.
Raven:
„„Ich bin nicht süchtig, diese Sorge kann ich Ihnen nehmen. Ich trinke nur, damit ich anständig leben kann, und mir geht es gut damit."“
Und mit diesen Worten geht Raven wieder einige Schritte näher auf Bayley zu und … versucht, an ihr vorbei in das Innere der Halle zu kommen. Wie als wäre das Gespräch für ihn in diesem Moment bereits beendet.
Dass Raven keine Lust hat mit jemandem zu reden hat Bayley schon erwartet. Dementsprechend nimmt sie es gefasst aus. Aber zufrieden ist sie auf keinen Fall.
Bayley
"Du machst deinen Job NOCH gut. Schon geringe Mengen von Alkohol erhöhen das Unfallrisiko und davon sind wir weit entfernt. Am Ende verletzt du dich oder einer deiner Schüler."
Bayley kommt sich dumm vor, dass überhaupt erklären zu müssen. Doch dieser Zustand von Raven kann einfach nicht beibehalten werden.
Bayley
"Wenn du wirklich der Meinung bist, dass du nicht süchtig, dann beweise es. Und ich gebe dir sogar etwas Motivation. Wenn du aufhörst zu trinken, dann werde ich dich auch nicht mehr in irgendwelche Matches booken."
Dass Raven es hasst in Matches zu kämpfen weiß die Kalifornierin zu gut. Und vielleicht ist das ja etwas wo sie den Death Fighter kriegt.
Raven:
„„Uuhh, das ist ja eine ganz tolle Idee! Reizen wir den armen alten Mann mit seinen Schmerzen einfach dazu, von dem Mittel herunterzukommen, was diese lindert, indem wir ihn dazu zwingen und erpressen. Ich finde es bemerkenswert, wie gut Sie Ihre Mitarbeiter führen können."“
Es sollte Bayley eigentlich klar gewesen sein, dass sie Raven niemals so einfach zu etwas bringen kann, was sie möchte. Mit Raven zusammenzuarbeiten ist wie eine Mücke im Zimmer zu haben, wenn man gerade nachts schlafen möchte. Unfassbar nervig und lästig.
Raven:
„„Ignorieren wir doch einfach den Fakt, dass mein Körper komplett im Arsch ist und mein Leben langweilig und beschissen. Das ist ja sowieso alles nur ein falsches Spiel, was ich an den Tag lege. Eigentlich geht es mir jeden Tag so unfassbar gut, dass die regenbogenbunte Sonne aus meinem Arsch scheint. Das erkennt man nur nicht, weil ich meine Hello-Kitty-Schuhe der Freude immer nur außerhalb der Arbeit trage!"“
Ok, das war jetzt dann doch wohl etwas übertrieben. Sein Blick geht erneut auf den Flachmann, der neben ihm auf dem Boden liegt, und richtet sich dann wieder auf Bayley. Er steht direkt vor ihr und versucht nicht mehr, an ihr vorbeizukommen in das Innere der Arena. Diesen Weg scheint sie ja komplett blockiert zu haben. Und er weiß, dass auch Bayley mindestens genauso lästig sein kann wie er.
Raven:
„„Warum wollen Sie, dass ich nichts mehr trinke, huh? Ich halte mich auf einem normalen Level, wie ein jeder andere auch, der sein Feierabendbier genießt. Ich trinke nicht zu viel, außer es muss so sein."“
Nun … dieses „außer es muss so sein“ sollte wohl eine Ausrede für Ausnahmen sein. Aber wenn diese Ausnahmen quasi tagtäglich auftreten, hinterlässt es wohl keine so erfolgreiche Wirkung. Vor allem nicht bei Bayley, die sich das Ganze bereits seit einiger Zeit angucken durfte. Klar, Raven macht seinen Job gut, keine Frage … aber wer weiß, wie lange noch, wenn sein Leben so weitergeht. Es dauert sicher nicht mehr lange, ehe auch hier der erste unangenehme Fall auftritt und Raven beim Training ankommen wird wie ein Jeff Hardy bei TNA Victory Road.
Bayley
"Du meinst so wie letzte Woche? Als du vollkommen benebelt auf dem Boden lagst und nicht mal mitbekommen hast was um dich herum passiert ist? In einem Brandfall wärst du nicht einmal in der Lage dich selbst zu retten. Das Verantwortungsvollste was ich tun kann wäre dich aus dem Gebäude zu schmeißen. Denn du bist ohnehin nicht arbeitsfähig und dadurch erfüllst du auch nicht die Bedingung aus deinem Vertrag. Dementsprechend keine Bezahlung."
Ob das Raven abgeschreckt. Sie will das nicht tun müssen, aber wenn Raven nicht kooperiert, dann bleibt der Kalifornierin keine andere Wahl.
Bayley
"Dann müssen die Übel an der Wurzel packen. Wir schicken dich zum Doc, Physio. Wir kriegen dieses Problem gelöst."
Wieder schaltet die Kamera auf Raven und fokussiert sein Gesicht. Und tatsächlich erkennt man wirklich eine Veränderung. Zwar keine direkt abschreckende, sondern vielmehr eine eher zornige, aber immerhin eine Veränderung. Nur allein von so einem Gespräch ganz hinten am Hintereingang der Halle.
Raven:
„„Ggrr, inzwischen sind Sie mein lästigstes Übel! Was machen Sie überhaupt hier? Sollten Sie nicht lieber wieder Ihre bezaubernden Hupen vor der Kamera herumwackeln und Zuschauer dazu bringen, hier … naja … zuzuschauen, anstatt hier hinten herumzuängeln?"“
Sehr charmant ausgedrückt, aber zeigt diese Reaktion nur, dass Bayley ihn tatsächlich im Netz hat. Klar kann das die Beziehung der beiden völlig ruinieren und es ist schwer, sich hier auf eine Seite zu stellen und zu sagen, wer recht hat. Denn klar stimmt es, was Bayley sagt, dass Alkohol am Arbeitsplatz definitiv niemals gut ist und Raven komplett nüchtern hier erscheinen soll.
Raven:
„„Ich mache meinen Job gut und Sie können nichts dagegen sagen. Ich habe hier noch nie für ernsthafte Probleme gesorgt, für die andere Superstars nicht auch sorgen könnten, und das schon seit Monaten. Ich will von meinem Alkoholkonsum nicht wegkommen, weil das einfach zu schmerzhaft für mich wäre, also können Sie ja zeigen, dass Sie wirklich eine liebe Chefin sind und damit einverstanden sein."“
Aber auf der anderen Seite stimmt es auch, was Raven sagte, von wegen, dass er bisher keinen Fehler bei der Arbeit begangen hat, seinen Job gut leistet und dass es ohne scheinbar nicht geht. Das einzig Gute ist, dass Bayley immerhin noch versucht, eine gesündere Alternativlösung für ihn zu finden. Fragt sich nur, wie erfolgreich das werden wird.
Die freche Bemerkung kann Bayley überraschend gut wegstecken. Diesen Umgangston ist sie vom Death Fighter zu sehr gewohnt.
Bayley
"Du sagst du bist nicht süchtig und doch sprichst du davon, dass du den Alkohol brauchst um deine Schmerzen zu verkraften. Das ist eine Abhängigkeit!"
So Leid es Bayley tut, dass Raven Schmerzen leidet, ist sein Ansatz einfach falsch, doch das will ihr Gegenüber nicht verstehen.
Bayley
"Wenn du es schaffst 2 Wochen trocken zu bleiben, dann kriegst du einen Monat lang kein Match. Wenn du nicht süchtig bist, dann beweise es mir. Und wenn es um die Schmerzbehandlung geht, können wir uns gerne andere Möglichkeiten ansehen."
Das ist eigentlich ein ziemlich gutes Angebot von Bayley. Damit will sie ihm wohl beweisen, dass er eben doch süchtig ist … oder? Jedenfalls scheint es leider auf taube Ohren zu stoßen, denn das Einzige, worauf Raven reagiert, ist das, was Bayley zuerst gesagt hatte, und das negiert er natürlich direkt.
Raven:
„„Ich brauche ihn, um meine Schmerzen zu ertragen. Das ist keine Sucht, das ist eine Therapie. Mir geht’s nicht darum, betrunken zu sein, mir geht’s darum, normal zu sein. Außerdem liebe ich es, aktiv in den Shows zu sein. Tja, ich fürchte, Sie werden wohl nie erfahren, wie ich sein werde, wenn ich keinen Alkohol zu mir neh…"“
Dass das Schwachsinn war, was er sagte, sollte wohl jedem klar sein. Es gibt kaum etwas, was Raven mehr hasste, als aktiv in Shows dabei sein zu müssen. Aber viel interessanter ist es, dass er seinen Satz gar nicht beenden konnte, weil er scheinbar gerade einen Geistesblitz bekommen hat. Wobei das nicht gerade das richtige Wort ist. Viel mehr scheint bei ihm der Groschen gefallen zu sein und mit einem etwas erhöhten Ping kam nun doch endlich Bayleys Angebot bei ihm an.
Raven:
„„Sagten Sie einen Monat?"“
Zwei Wochen kein Alkohol und dafür einen Monat frei bekommen? Einen Monat Urlaub? Und er muss nur zwei Wochen lang nichts trinken. Das klingt eigentlich wie das beste Angebot, was man nur bekommen könnte. Aber meint Bayley das wirklich ernst? So, wie sie guckt, scheint es ihr voller Ernst zu sein. Und man kann sehen, wie gerade mehrere Zahnräder in Ravens Kopf arbeiten und er sichtlich darüber nachdenkt. Irgendwo da muss es doch einen Haken geben, oder will Bayley wirklich, dass er von dem Alkoholkonsum wegkommt, weil sie es einfach nicht ausstehen kann? Aber warum? All die Dinge, die sie sagte, sind doch eigentlich kompletter Schwachsinn … und wer sagt, dass Raven nach den zwei Wochen nicht einfach weiter trinken kann? Alles an dem gesamten Angebot ist schwachsinnig und Raven hätte seine Chefin eigentlich für schlauer eingeschätzt. Aber er hat ja schließlich nichts zu verlieren, also … spielt er mit und wirft sein Blatt noch nicht ab.
Raven:
„„Ach verdammt! Hier! Lassen Sie sich halt zulaufen!"“
Natürlich gibt er sich genervt, als er seine Jacke auszieht und sie Bayley in die Hand drückt. Die Jacke, in der sich sein ganzer heutiger Vorrat an weiterem Alkohol befindet. Doch scheint er so angefixt zu sein, diese Wette zu gewinnen, dass es ihn viel eher freut. Das ist eine Wette, die er gar nicht verlieren kann, und Bayley hat ihm hier dieses Geschenk gemacht, als wäre heute Weihnachten und Ostern auf demselben Tag. Ruckartig begibt sich Raven dann endlich ohne seine Jacke und ohne all den Alkohol in das Innere der Halle und die Wette wurde ohne Händedruck angenommen. Bayley schaut ihm noch mit einem zufriedenen und siegreichen Grinsen hinterher, ehe sie ebenfalls im Inneren der Halle verschwindet. Irgendetwas wird die Huggerin doch geplant haben … oder? Der Kameramann hingegen bleibt damit als Einziger außerhalb der Halle vor der Tür zurück, als das Bild dann ausfadet und wir mit der Show weitermachen können.
MATCH 2
SINGLES MATCH
Bobbi Tyler vs. Xia Brookside
![[Bild: bobbixia.png]](https://i.ibb.co/3mgfnH0T/bobbixia.png)
Writer: Alex
Schon die ersten Töne verraten uns dass ein Sonnenschein die Halle betritt. Wer es dort nicht bereits begriffen hat den zeigen die Bilder auf dem Titantron das es sich dabei um Xia Brookside handelt. Der kleine britische Wirbelwind kommt unter den jubelnden Fans auf die Rampe und präsentiert sich so ihren Anhängern. Mit einer "fliegenden Geste" angedeutet läuft Xia dann den Gang herunter. Xia entert den Ring und peitscht noch einmal die Fans an das diese richtig Stimmung machen sollen.
Matthew Rehwoldt: "Making his way to the Ring... from Leicaster, UK.... weighing in at 110 pounds.. XIIIAAA BROOOKSIDE!"
Im Ring lässt die kleine Britin sich noch einmal nach unerlaubten Gegenständen untersuchen, bevor sie auf ihre Gegnerin oder den Ringgong wartet.
"Iiiii Miss the Misery!"
Die markante Stimme von Elizabeth „Lzzy“ Hale kündigt die Dame aus London an - Bobbi Tyler! Zielstrebig marschiert die blonde Britin auf die Stage. Über ihrem Gear trägt sie eine olivegrüne Jacke, die fast einen Ticken zu groß wirkt. Auf der Nase sitzt eine Sonnenbrille mit ovalförmigen Gläsern. Sie dreht sich leicht zur Seite, legt den Kopf in den Nacken und greift erst mit der linken und dann mit der rechten Hand hinter ihren Rücken. Symbolisch holt sie ihre "Waffen" hervor, die natürlich nur von ihren Händen dargestellt werden. Diese "feuert" sie in Richtung der Kamera vor ihr ab, wobei sie den rechten Arm ausgestreckt lässt und grinst als wolle sie "Hah! Hab' dich!" sagen.
Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring... from London, England... BOBBI TYLER!"
Von den Rängen gibt es recht gemischte Reaktionen. Tyler scheint aber alles um sich herum auszublenden. Der Ring und der Weg dahin ist das Einzige, was sie im Moment interessiert. Dort ignoriert sie die Treppe und geht einmal nach rechts, um die erste Ecke herum. Schwungvoll hievt sich Bobs auf das Apron. Sie geht zur Ringecke zurück, hält sich dort mit beiden Händen fest, stellt einen Fuß auf das untere Turnbuckle, drückt sich dort ab und kann sich so in das Innere schwingen. Schnell geht die Britin auf eine weitere Ecke zu und besteigt auch diese, mit einem Fuß auf dem mittleren und einem auf dem oberen Seil. Grinsend sucht sie mit ihren Augen die nächste Kamera. Die Arme streckt sie aus und präsentiert sich so in ganzer Pracht den Zuschauern. Paar Sekunden später hüpft die Blonde auf die Matte zurück und sucht die Mitte. Dort lässt sie sich auf die Knie fallen, greift erneut hinter ihren Rücken und präsentiert ein weiteres Mal die, mit den Händen geformten, "Pistolen". Eine davon hält sie gegen den eigenen Kopf und zeigt ein Lächeln, das nur schwer zu deuten ist. Ihre Theme verstummt langsam. Bobbi legt Sonnenbrille und Jacke ab. Bis es offiziell losgeht zieht sich Tyler in eine Ringecke zurück und geht leicht in die Hocke.
Warnung! Spoiler!
Zitat:
| Rückblick | 19.05.2026 | After the Bell: Madrid |
Da ist die Bombe geplatzt. Kenny hat es also so eingefädelt, dass Roman und Jey gegeneinander antreten müssen. Und der Sieger darf den Cleaner herausfordern. Wie wird da die Bloodline reagieren? Für einen kurzen Moment sagt niemand etwas. Die Worte von Kenny Omega hängen wie eine Explosion in der Luft. Selbst im Hintergrund scheinen die Geräusche der Crew plötzlich dumpfer zu wirken. Ein Match zwischen Roman Reigns und Jey Uso. Cousin gegen Cousin... Tribal Chief gegen "Main Event“... Und der Sieger bekommt eine Chance auf den c2c World Heavyweight Championship Titel. Paul Heyman blinzelt mehrfach. Man sieht ihm an, dass selbst er mit vielem gerechnet hat aber nicht damit. Der Wise Man fährt sich langsam mit der Hand über den Mund und sammelt sichtbar seine Gedanken. Sein Blick wandert erst zu Roman… dann zu Jey. Beide Männer reagieren vollkommen unterschiedlich. Roman bleibt äußerlich ruhig und Jey hingegen hebt den Kopf etwas mehr an. Trotz der Schmerzen in den Rippen erkennt man sofort diesen Stolz in seinem Blick. Dieses Feuer genau das scheint Heyman Sorgen zu bereiten und schließlich spricht er.
Paul Heyman
"Mister Omega… Sie verstehen offenbar wirklich nicht, was Sie hier gerade angerichtet haben. Denn Sie glauben vermutlich, dass Sie damit die Bloodline spalten. Dass Roman Reigns und Jey Uso sich gegenseitig zerstören werden, nur damit Sie am Ende lachend mit Ihrem Titel dastehen können. Aber genau hier unterschätzen Sie beide Männer gewaltig."
Nun blickt Heyman direkt zu Jey Uso. Der "Main Event“ richtet sich langsam etwas gerader auf, obwohl die Schmerzen deutlich sichtbar bleiben.
Paul Heyman
"Jey Uso wird sich niemals einfach hinlegen."
... direkt danach schaut er zu Roman Reigns. Die Aura des Tribal Chiefs wirkt inzwischen beinahe erdrückend.
Paul Heyman
"Und Roman Reigns akzeptiert nichts anderes als totale Dominanz. Das bedeutet, dass Sie nächste Woche nicht zwei Familienmitglieder im Ring sehen werden… sondern zwei Männer, die alles geben werden. Und wenn ich Sie wäre, Mister Omega… würde ich mir weniger Gedanken darüber machen, ob die Bloodline daran zerbricht… und deutlich mehr darüber, welcher dieser beiden Männer danach zu Ihnen kommt. Einer dieser beiden Männern wird es sein entweder "Main Event" Jey Uso oder "Tribal Chief" Roman Reigns!"
Nicht nur Heyman beobachtet die beiden Männer...auch Kenny tut es! Und auch dem Cleaner fällt dieses Feuer im Blick von Jey auf. Nein, der Cleaner kann es sich nicht vorstellen, dass Uso sich diese Chance einfach so entgehen lassen wird. Genauso wenig wie er es sich vorstellen kann, dass Roman Gegenwehr von seinem Cousin dulden wird. Heyman mag versuchen die Wogen zu glätten und die Bloodline als Einheit zu präsentieren, der dieses Match nichts anhaben kann - Kenny glaubt nicht, dass sich alles in Wohlgefallen auflösen wird. Lächelnd zuckt er schließlich mit den Schultern.
Kenny Omega: Mehr will ich doch gar nicht! Ich freue mich immer über gute Herausforderer, die mich an mein Limit bringen. Dann bin ich seeehr auf dieses Match gespannt. Oh, ich werde es mir aus nächster Nähe ansehen...aber lasst euch davon nicht einschüchtern. Ich beiße nicht...zumindest nicht vor 22 Uhr! Also dann...meine Herren...
So, reicht dann auch! Kenny wollte nur die Bombe platzen lassen und der Bloodline einen "angenehmen" Abend bescheren. Zum Abschiedsgruße tippt sich der King of the Anywhere Match mit dem Zeige- und dem Mittelfinger der rechten Hand gegen die Stirn. Ohne auf weitere Reaktionen zu achten dreht er sich um und geht davon.
Kenny Omega: Das wird ein Spaß!
...murmelt er vor sich hin und kichert leise auf. Die Kamera zeigt noch, wie der Kanadier hinter der nächsten Ecke verschwindet.
Pat McAfee
"Ladies and Gentlemen… die Stimmung hier in Lissabon ist sowieso schon elektrisch… aber was wir später heute noch bekommen werden, könnte die komplette c2c verändern."
Cathy Kelley
"Roman Reigns gegen Jey Uso. Cousin gegen Cousin. Und der Sieger wird neuer Number One Contender auf Kenny Omegas World Heavyweight Championship."
Wade Barrett
"Und glaubt mir… innerhalb der Bloodline ist seit letzter Woche absolut nichts mehr in Ordnung."
Die Kamera zeigt noch einmal die lautstarke Crowd in der ausverkauften MEO Arena. Überall leuchten Smartphones durch die Halle, während die Fans lautstark diskutieren und spekulieren, was heute Abend passieren wird. Dann schaltet die Kamera in den Backstagebereich und sofort verändert sich die Atmosphäre. Ein langer, abgedunkelter Korridor erscheint auf den Bildschirmen. Schwarze Transportkisten stehen an den Seiten, Crewmitglieder huschen hektisch vorbei… doch in der Mitte des Ganges steht eine Gruppe von Männern, die jede Aufmerksamkeit automatisch auf sich zieht... The Bloodline.
Allen voran Roman Reigns... Der Tribal Chief steht regungslos im Zentrum des Bildes... Schwarzes Shirt und schwarze Hose. Die Arme hinter dem Rücken verschränkt. Sein Blick wirkt kalt, fokussiert und beinahe einschüchternd ruhig. Keine Emotion ist aus seinem Gesicht abzulesen. Links hinter ihm steht Paul Heyman. Der Wise Man hält sein Smartphone und ein paar Dokumente fest an seine Brust gedrückt und nervös wandert sein Blick immer wieder zwischen Roman und Jey Uso hin und her. Und rechts daneben "Main Event“ Jey Uso... Jey lehnt leicht gegen eine der Kisten. Die Folgen des Spears aus Madrid sind noch sichtbar. Zwar wirkt er fit genug für den heutigen Main Event… doch die Anspannung in seinem Gesicht spricht Bände. Immer wieder fährt er sich nachdenklich über den Bart, während sein Blick fest auf den Boden gerichtet bleibt.
Pat McAfee
"Oh man… das ist unangenehm. Das ist richtig unangenehm."
Cathy Kelley
"Normalerweise kontrolliert Paul Heyman jede Situation… aber selbst er wirkt heute nervös."
Wade Barrett
"Weil er genau weiß, was heute passieren könnte. Jey Uso wird sich niemals freiwillig für Roman Reigns hinlegen."
Die Kamera bleibt weiter auf die Bloodline gerichtet. Noch immer sagt keiner der drei Männer ein Wort. Die Spannung zwischen Roman Reigns und Jey Uso ist beinahe greifbar. Paul Heyman merkt das natürlich ebenfalls. Nervös räuspert sich der Wise Man und versucht die unangenehme Stille irgendwie zu durchbrechen und langsam tritt Heyman einen kleinen Schritt zwischen beide Männer... Aber gerade genug, um zumindest symbolisch als Vermittler zu wirken.
Paul Heyman
"Meine Herren… bitte…"
Roman reagiert nicht und Jey ebenfalls nicht. Beide starren weiterhin geradeaus fast so, als wollten sie bewusst vermeiden, den jeweils anderen anzusehen. Heyman atmet tief durch und bleibt die Ruhe selbst.
Paul Heyman
"Das hier ist genau das, was Kenny Omega wollte. Er wollte Zweifel säen. Spannungen erzeugen. Er wollte aus Familie Gegner machen."
Nun hebt Jey langsam leicht den Kopf und der Tribal Chief bleibt regungslos und Jey schnaubt leise durch die Nase. Eine kleine Reaktion… aber genug, damit Heyman merkt, dass wenigstens zugehört wird. Der Wise Man Paul Heyman spricht sofort weiter.
Paul Heyman
"Aber heute Abend darf es nicht um Stolz gehen… nicht um Egos… und nicht um vergangene Fehler."
Bei dem Wort "Fehler“ wandert Jeys Blick ganz kurz zu Roman und das nur für einen Augenblick doch Heyman bemerkt es sofort. Und auch Roman scheint diese Bewegung wahrgenommen zu haben. Die Atmosphäre wird direkt wieder schwerer.
Paul Heyman
"Heute Abend geht es darum, die Kontrolle zu behalten."
Endlich bewegt sich Roman leicht und ganz langsam dreht der Tribal Chief seinen Kopf zur Seite… direkt in Richtung "Main Event" Jey Uso... Die Kamera zoomt näher heran und Jey erwidert den Blick diesmal. Respekt... und womöglich keine Unterordnung. Es besteht nur dieses gefährliche Feuer in den Augen des "Main Event“ doch Heyman wird sofort nervöser.
Paul Heyman
"Roman… Jey…"
Doch plötzlich taucht eine weitere Person im Bild auf... Renee Young. Mit Mikrofon in der Hand nähert sich die Backstage Interviewerin vorsichtig der Gruppe. Bereits beim Näherkommen merkt man ihr an, dass selbst sie die Spannung spürt. Sie bleibt kurz stehen und dann setzt sie ihr professionelles Lächeln auf.
Renee Young
"Entschuldigt die Unterbrechung…"
War das Glück? Sofort richtet sich die Aufmerksamkeit auf sie. Heyman wirkt darüber fast erleichtert. Renee schaut erst zu Roman und darauf dann zu Jey.
Renee Young
"Später heute Abend steht nicht nur ein Number One Contender Match an… sondern ein Match zwischen zwei Mitgliedern der Bloodline... Meine Frage lautet daher… wie soll die Bloodline dieses Match überhaupt überstehen?"
Renee Young hält das Mikrofon vorsichtig etwas höher. Man merkt ihr an, dass sie beinahe mit allem rechnet. Ein Ausbruch von Roman... Eine aggressive Antwort von Jey oder vielleicht sogar völliges Schweigen... doch stattdessen setzt sich plötzlich Paul Heyman in Bewegung. Der Wise Man tritt langsam einen Schritt nach vorne und stellt sich bewusst leicht zwischen Renee und die beiden Mitglieder der Bloodline. Sofort setzt er dieses kontrollierte, professionelle Auftreten auf, für das er seit Jahrzehnten bekannt ist. Jedoch trotz seiner ruhigen Haltung erkennt man die Nervosität in seinen Augen.
Paul Heyman
"Renee… zunächst einmal muss ich sagen, dass Ihre Frage absolut nachvollziehbar ist... Jeder Mensch in dieser Arena stellt sich momentan genau dieselbe Frage. Wie kann die Bloodline dieses Match überstehen? Wie kann Familie gegeneinander antreten, ohne dass dabei etwas zerbricht?"
Kurz blickt er nach links zum "Tribal Chief" Roman Reigns darauf nach rechts zu "Main Event" Jey Uso. Die Spannung zwischen beiden Männern ist weiterhin deutlich spürbar und Heyman atmet tief durch.
Paul Heyman
"Aber genau hier vergessen die Menschen etwas ganz Entscheidendes über diese Familie. Die Bloodline wurde nicht aufgebaut, weil alles immer harmonisch war. Die Bloodline wurde aufgebaut, weil diese Familie stärker ist als Konflikte. Stärker als Druck... Stärker als jeder einzelne Gegner, der versucht hat, sie auseinanderzureißen... Kenny Omega glaubt, er hätte hier einen genialen Schachzug gemacht. Er glaubt, er hätte Roman Reigns und Jey Uso in eine Situation gebracht, die die Bloodline zerstören könnte. Aber was Kenny Omega nicht versteht ist… dass beide Männer heute Abend alles geben werden."
Nun deutet Heyman erst auf Roman.
Paul Heyman
"Roman Reigns IST der Tribal Chief. Der Mann, der diese Familie getragen hat. Der dominanteste Superstar dieser Generation."
Danach richtet sich sein Blick auf Jey Uso.
Paul Heyman
"Und Jey Uso ist längst nicht mehr nur der Cousin des Tribal Chiefs. Er ist längst nicht mehr nur ein Tag Team Wrestler. Er ist Main Event Jey Uso. Und genau deshalb wird sich heute Abend niemand freiwillig ergeben. Niemand wird nachgeben. Niemand wird sich einfach hinlegen. Und wenn zwei Männer wie Roman Reigns und Jey Uso aufeinandertreffen… dann gibt es keinen halben Einsatz. Kein Zurückhalten. Keine Kompromisse."
Der Wise Man atmet noch einmal tief durch. Dann folgt der Satz, der die Stimmung endgültig kippen lässt.
Paul Heyman
"Kenny Omega glaubt, er hätte heute Abend einen Herausforderer erschaffen… doch möglicherweise erschafft er gerade etwas sehr viel Gefährlicheres."
Renee Young blinzelt mehrfach überrascht. Man sieht ihr deutlich an, dass sie mit vielem gerechnet hatte… aber nicht mit dieser ungewohnt offenen und beinahe besorgten Seite von Paul Heyman. Für einen kurzen Moment senkt sie sogar leicht das Mikrofon und schaut den Wise Man einfach nur an... dann sammelt sie sich wieder.
Renee Young
"Wow… also… Paul… ich glaube, viele Menschen hätten erwartet, dass Sie heute Abend versuchen würden, die Situation herunterzuspielen."
Heyman reagiert nicht sofort. Renee blickt kurz zwischen Roman und Jey hin und her. Die Spannung zwischen beiden Männern ist weiterhin deutlich spürbar. Dann richtet sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf Heyman.
Renee Young
"Aber stattdessen sprechen Sie darüber, wie gefährlich dieses Match wirklich werden könnte. Sie sprechen darüber, dass niemand nachgeben wird… dass Stolz gegen Stolz kämpft. Deshalb muss ich Sie das jetzt direkt fragen…"
Der Wise Man bleibt ruhig stehen doch sein ernster Blick verrät bereits genug. Renee atmet einmal tief durch bevor sie die nächste Frage stellt... Die Kamera zoomt näher heran.
Renee Young
""Was passiert… wenn Jey Uso heute Abend Roman Reigns besiegt?"
SOFORT verändert sich die Atmosphäre. Die Fans in der Arena reagieren lautstark. Jey Uso hebt langsam den Kopf und der Tribal Chief bewegt minimal seinen Kiefer. Und selbst Paul Heyman scheint für einen kurzen Augenblick die Sprache zu fehlen. Renee merkt direkt, wie schwer diese Frage eingeschlagen hat doch sie geht noch weiter. Paul Heyman steht regungslos da. Doch diesmal sieht man ihm deutlich an, dass Renee Young ihn mit dieser Frage direkt getroffen hat. Der Wise Man presst kurz die Lippen zusammen und blickt langsam zu Roman Reigns… danach zu Jey Uso zwischen beiden Männern herrscht weiterhin absolute Spannung. Heyman atmet tief durch dann richtet er seinen Blick wieder auf Renee.
Paul Heyman
"Renee… wissen Sie, warum diese Frage so gefährlich ist? Weil sie überhaupt gestellt werden kann."
Die Crowd reagiert sofort laut. Heyman fährt sich langsam mit der Hand über den Mund und spricht dann weiter.
Paul Heyman
"Vor nicht allzu langer Zeit hätte niemand diese Frage gestellt. Niemand hätte es überhaupt für möglich gehalten, dass irgendjemand innerhalb dieser Familie Roman Reigns gefährlich werden könnte. Roman Reigns hat die Bloodline aufgebaut. OTC hat diese Familie an die Spitze geführt. Roman Reigns ist nicht einfach nur der Tribal Chief Roman Reigns IST die Bloodline."
Roman bleibt vollkommen regungslos doch allein seine Aura verändert sofort den gesamten Korridor. Heyman schluckt kurz darauf blickt er langsam zu Jey Uso.
Paul Heyman
"Aber… Jey Uso hat sich verändert."
Die Fans jubeln laut. Jey hebt den Kopf etwas höher.
Paul Heyman
"Dieser Mann hier ist nicht mehr derselbe Jey Uso von früher. Nicht mehr nur die rechte Hand seines Cousins. Nicht mehr nur Teil eines Tag Teams."
Heymans Stimme klingt nun beinahe respektvoll.
Paul Heyman
"Er hat sich seinen eigenen Namen aufgebaut. Seine eigene Identität. Seine eigene Präsenz."
Der Wise Man schaut kurz zu Boden fast so, als würde ihm das Eingeständnis schwerfallen.
Paul Heyman
"Und genau deshalb kann ich Ihnen keine einfache Antwort geben."
Renee wirkt überrascht... Die Kamera zoomt näher heran. Heyman spricht nun noch direkter und ehrlicher.
Paul Heyman
"Denn wenn Jey Uso heute Abend Roman Reigns besiegt… dann wird sich etwas verändern."
Sofort blickt Renee überrascht auf. Die Crowd explodiert beinahe... Jey schaut nun direkt zu Roman und Roman erwidert den Blick langsam.
Heyman redet trotzdem weiter.
Paul Heyman
"Vielleicht nicht öffentlich... nicht sofort. Aber innerhalb dieser Familie…"
Er deutet zwischen beide Männer.
Paul Heyman
"…würde danach niemand mehr so tun können, als wäre alles noch wie vorher."
Absolute Stille nur das entfernte Raunen der Fans ist zu hören. Dann folgt Heymans wohl ehrlichster Satz des gesamten Abends.
Paul Heyman
"Denn Roman Reigns erwartet Loyalität… aber Jey Uso verlangt inzwischen Respekt."
Die Crowd in der Arena reagiert ohrenbetäubend laut und direkt danach zeigt die Kamera Roman Reigns. Der Tribal Chief bewegt sich noch immer nicht doch sein Blick allein wirkt jetzt gefährlicher als zuvor. Die Kamera bleibt noch einige Sekunden auf Roman Reigns gerichtet. Der Tribal Chief bewegt sich weiterhin keinen einzigen Zentimeter. Neben ihm steht Jey Uso… ebenfalls regungslos… doch zwischen beiden Männern scheint die Spannung inzwischen beinahe körperlich spürbar zu sein. Paul Heyman wirkt, als würde er innerlich bereits das Schlimmste befürchten. Dann plötzlich… Ein anderer Raum erscheint auf den Bildschirmen... gedimmtes Licht. Ein einzelner Monitor flackert im Hintergrund und davor steht... Kenny Omega. Der c2c World Heavyweight Champion lehnt entspannt gegen einen Produktionscase, den Championship Belt locker über der Schulter. Leicht verschwitzt, aber vollkommen ruhig beobachtet der Cleaner das Geschehen backstage über einen großen Bildschirm. Genau die Bilder von "tribal Chief" Roman Reigns... "Main Event" Jey Uso... und "Wiseman" Paul Heyman und den Spannungen innerhalb der Bloodline. einige Sekunden sagt Kenny absolut nichts. Er starrt einfach nur auf den Monitor. Dann… zieht sich langsam ein Grinsen über sein Gesicht. Dieses selbstzufriedene beinahe gefährlich amüsierte Grinsen des "Best Bout Machine“. Kenny schüttelt leicht belustigt den Kopf.
Kenny Omega: War ich ein böser Bube, da ich das Match vorgeschlagen habe? Oh, moa ist wahrlich ein schlimmer Finger!
Leise lacht der Cleaner vor sich hin. Das nicht laut oder arrogant eher schon genießerisch. Dann hebt er langsam den World Title etwas höher auf seine Schulter und blickt weiter auf den Bildschirm.
Kenny Omega: Roman Reigns gegen Jey Uso! Was für ein Match.
Es folgt eine kurze Pause und das Grinsen wird breiter.
Kenny Omega: Und das Beste? Egal wer gewinnt...am Ende wartet der größere Gegner...
Er tippt mit zwei Fingern leicht gegen seinen Titelgürtel.
Kenny Omega: Das bin ich! Ohja...iiiiiiich!
Der Cleaner zwinkert noch einmal selbstzufrieden in die Kamera.
MATCH 3
MIXED TAG TEAM MATCH
Drew McIntyre & Liv Morgan vs. Johnny Gargano & Candice LeRae
![[Bild: mixedtag.png]](https://i.ibb.co/ZjvjVXq/mixedtag.png)
Writer: Michi
Candice LeRae und Johnny Gargano befinden sich bereits im Ring
Die Halle wird leicht verdunkelt und durch diese Dunkelheit erklingt das Geräusch von aufeinanderprallendem Metall...wie Schwerter, welche sich gerade duellieren. Für die Fans in der Arena ist klar, was das bedeutet...
Matthew Rehwoldt: "Making his way to the Ring... from Ayr, Ayrshire, Scotland... weighing in at 275 pounds...The scottish Warriorrrrr... DREWWWW MMMCINTYREEEEEE!"
![[Bild: drewent1.png]](https://c2c-wrestling.com/4images/data/media/1356/drewent1.png)
Mit Erscheinen des Schotten kann man die Fans jubeln hören. Sie sind überwiegend positiv auf McIntyre eingestimmt und er lässt dies auch auf der Stage kurz auf sich wirken. Einige Schritte weiter auf der Stage nimmt er seine erste Pose ein und ein Flammenmeer strömt aus dem Boden hervor, welches das Feuer in dem Herzen eines kämpfenden Schotten symbolisiert. Er saugt diesen Moment auf und setzt seinen Weg, begleitet von dem Feuer, auf der Stage fort. Bereit für den Kampf, welcher im Ring wartet.
![[Bild: drewent4.png]](https://c2c-wrestling.com/4images/data/media/1356/drewent4.png)
Mit eisernen Blick auf den Ring gerichtet, wird der Weg fortgesetzt. Man sieht Ihm an, das er bereit ist, bereit seinen Gegner nach Claymore Country zu schicken. Über die Ringtreppe wird der Ring betreten, ein kurzer Blick durch die Fanreihen und er erklimmt die Ringecke und lässt die Fans erneut lauter jubeln.
![[Bild: drewent5.png]](https://c2c-wrestling.com/4images/data/media/1356/drewent5.png)
Kurz darauf fixiert sein Blick seinen Gegner erneut und stellt Ihm sich mit Abstand gegenüber. Ein prüfender Blick folgt, während er darauf wartet, das der Ref endlich den Gong ertönen lässt. Der innere Psychopath ist bereit für die Schlacht.
Watch Me
Gleich als das Gelächter einsetzt und durch einer weiblich kräftigen Stimme ‘Watch me’ durch die Halle schallt, kommt Liv auch gleich auf die Bühne. Neben der Titan Thron steht XoXo Liv geschrieben, soll damit ihren Einmarsch persönlicher gestalten. Ihr erscheinen löst lauten Jubel in den Zuschauerrängen aus, was die Blondine sichtlich freut. Mit einem Lächeln wirft sie ihre Rechte Hand in die Höhe, knickt den Ellenbogen so ein, dass sie ihre Hand neben ihr Gesicht halten kann, und spreizt die Finger, sodass ihre komplette Handinnenseite zu sehen ist. Im bunten Ring-Gear macht sie sich schließlich zum Ring auf. Dabei wackelt die mit der Schulter, um die Fans zu pushen sie noch mehr zu unterstützen.
![[Bild: liv-morgan-wwe-entrance-g8f3lknq2sbogj0l.webp]](https://gifdb.com/images/high/liv-morgan-wwe-entrance-g8f3lknq2sbogj0l.webp)
Leicht grinsend sucht die Jersey Rose den Weg zum Ring. Dabei klatscht sie ein paar Hände jener Fans ab, die sie ihr hoffnungsvoll entgegenstrecken. Am Ring angekommen, geht sie rechts herum und springt mittig an Ring hoch. Dort setzt sie sich auf das mittlere Seil und winkt den Fans nochmal zu, bevor sie in das Innere des Ringes klettert.
![[Bild: tenor.gif]](https://c.tenor.com/MP9m5GawvwwAAAAd/tenor.gif)
Dort präsentiert sie sich nochmal mittig und wartet schließlich, bis das Match beginnt.
Warnung! Spoiler!
Es geht auch direkt weiter hier in Lissabon. Die Kameras schalten wieder Backstage und zeigt den Trubel hier in Lissabon. Die europäischen Fans zeigen erneut, das sie anders sind als die amerikanischen. Mehr Energie und vor allem lassen sich die europäischen Fans nicht beeinflussen und zeigen ihre Zuneigung und Abneigung direkt und laut. Das macht diese Fankultur aus. Was die Stimmung angeht, ist es aber einmalig und nach gerade mal zwei Matches konnte man hören und sehen, das die Fans in der Arena verdammt gut gelaunt waren.
Aber warum schaltet die Kamera Backstage? Vermutlich war dies rein zufällig. Denn auf den ersten Blick gab es hier keine Superstars, die man einfangen konnte. Einzig einige Mitarbeiter liefen hin und her. Die Kamera bewegt sich dann auch im Korridor weiter vorwärts. Doch bevor man um die nächste Ecke wandern konnte, kamen zwei Superstars um eben diese Ecke hervor, die noch Teil des letzten Matches waren. Nicht überraschend konnte man Jubel hören, als schließlich Drew McIntyre und Liv Morgan um die Ecke gebogen waren. Drew wurde bei den europäischen Fans eh immer verdammt positiv willkommen geheißen, während Liv Morgan ebenfalls ein hohes Ansehen bei den Fans hatte.
Beide hatten vorhin zusammen ein Mixed Tag Team Match gegen Johnny Gargano und Candice LeRae bestritten und konnten den Sieg für sich verbuchen. Das war das erste gemeinsame Match, nach der Trennung von Drew mit Fallon. Vielleicht diente es auch als Ablenkung. Was man aber sagen konnte war, das Beide verdammt gut funktioniert hatte. Dies war zumindest ein positives Zeichen, denn genau so etwas war wichtig, diese neue Beziehung zu festigen. Johnny konnte Drew mit seiner Technik durchaus hier und dort ein wenig ärgern, während die beiden Mädels sich ebenfalls einen guten Fight geliefert hatten. Dennoch war die Power am Schluss too much für Johnny und Candice.
Die beiden waren noch immer gezeichnet vom Match. Drew hielt sich seinen Nacken, während Liv ebenfalls anzusehen war, das sie einiges zu tun hatte. Die zwei stoppten dann an einer Ansammlung an Kisten, wo sich Drew gegen eine von ihnen anlehnte. Was beim Match besonders hervorzuheben war ist, das Kali sich in diesem Match nicht einmal gezeigt hatte. Ein positives Zeichen. Vermutlich, weil es nicht um Tiffy ging. Die Kamera kommt dne Zwie näher und so konnten wir auch mit anhören, was man sich zu sagen hatte. Doch bevor Drew was sagen konnte, legt er seine Hand auf die Schulter von Liv und er nickt dieser zufrieden zu.
Drew McIntyre
„Also ich muss schon sagen, das wir Beide gut zusammen funktionieren. Denke das wir einfach noch Zeit brauchen um uns an die neue, naja, Situation zu gewöhnen. Aber dafür bin ich echt zufrieden wie es gelaufen war.“
Auch Liv war zufrieden mit ihrer Performance. Natürlich...immerhin steht sie auf der Gewinner Seite. Verbesserungsmöglichkeiten gibt es immer. Und man musste mit einfließen lassen, dass sie gegen ein Pärchen angetreten sind, die sich wie aus der Westentasche kennen. Immerhin sind sie verheiratet und dazu erfahrene Wrestler.
Liv Morgan:
Hier und da hat es noch gehakt. Wir sollten uns entsprechende Zeichen für bestimmte Situationen überlegen. Wenn ich mit den Fingern ein V zeige, dann muss ich wechseln, oder so.
Schlug sie vor, um die Kommunikation etwas besser zu machen.
Ihre Blicke gingen stets nach rechts und links. Kali hatte Tiffany Stratton verärgert. Und das Buff Barbie Doll könnte zu jeder Zeit um die Ecke biegen und einen kleinen Rachenfeldzug wagen. Und leider wird sie auch nicht vor einem Hünen wie Drew McIntyre zurückschrecken. Mit der Blondinen muss man ständig rechnen, obwohl sie immer noch verletzungsbedingt ausfällt. Vielleicht ist dies der Grund für die derzeitige Ruhe.
Liv Morgan:
Wir sollten für das nächste Mal bessere Gegner wählen. Welche, die die c2c kennen.
Besser oder nicht...Liv will sich gegen die verschiedensten Gegner-Typen versuchen. Umso besser werden sie als Team. Und der Ansatz war gar nicht mal so verkehrt gedacht. Das Drew das heutige Match ansetzen hat lassen diente auch dafür, das die Bindung zwischen Ihm und Liv weiter gestärkt würde. Die Trennung von Fallon war natürlich noch sehr frisch. Auch wenn Drew bereits klargestellt hatte, das seine Gefühle sich nun um Liv drehen und Sie jetzt seine bessere Hälfte wird, war das Match Heute wichtig. Denn wenn man es schaffen konnte, als Team im Ring perfekt zu harmonieren, wären die Beiden durchaus eine Gefahr für nahezu jeden Superstar in c2c. Der Schotte nickt dann Liv zustimmend zu.
Drew McIntyre
„Die Idee, das wir uns Zeichen überlegen, ist gar nicht mal so schlecht. Da können wir uns ja mal zusammensetzen. Und was deinen Gegnerwunsch angeht. Ich kann beim nächsten Mal Bayley fragen, ob Sie uns da etwas organisieren kann. Es ist nur für unseren Vorteil.“
Drew stimmte also Livs Vorschlag zu. Wichtig war, das es zu keiner Ablenkung von Kali kam. Vielleicht lag es einfach daran, das Tiffany noch keine Freigabe bekommen hatte, sich wieder in c2c zeigen zu dürfen. Anscheinend liegt der Fokus Kalis zur Zeit einzig nur auf die Womans Championesse. Natürlich war Liv der Gefahr bewusst, das Tiffy auf Rache aus war und das die Barbie Doll sich auch nicht darum kümmern würde, wenn Drew an Livs Seite steht, wenn Tiffy zuschlagen will. Es wäre aber ein unüberlegter Move, denn Drew war Tiffy überlegen, körperlich als auch kräftemäßig. Isla konnte Drew damals mit einem Baseballschläger ausschalten. Aber würde Tiffy auch soweit gehen, Drew hinterrücks zu attackieren, nur um an Liv, oder besser gesagt Kali heranzukommen? Egal was passiert, solange Drew an Livs Seite war, würde dieser Liv auch schützen, egal ob er dafür selber einstecken muss. Kurz blickt Drew zu Boden und dann wieder zu Liv. Es wirkte schon komisch, jetzt nachdem Fallon nicht mehr die Frau in Drews Leben war. Aber dies war nun Drews neuer Weg und es brauchte einfach Zeit.
Drew McIntyre
„Liv, ich...Ich weiß das die letzten Tage und Wochen pures Chaos waren. Meine Trennung von Fallon, dein anhaltender Twist mit Kali und dem damit verbundenen Problem mit Tiffany. Und ich kann auch verstehen, wenn das ganze für dich noch immer sehr komisch wirkt und du auch Zeit brauchst dich an das hier, an uns zu gewöhnen, als das, was wir jetzt sind. Aber ich möchte das du weißt, egal was passiert, das du dich auf mich verlassen kannst und ich jeder Zeit eingreifen werde, sollte Kali wieder Stress machen oder...sollte Tiffany versuchen, Hand an dich zu legen...“
Einen kleinen Vorgeschmack dessen, das Drew jederzeit ein Auge auf Liv hatte, konnte man auch im Match zuvor sehen. Denn in der Endphase des Matches war es Drew, der Liv vor einem Superkick von Gargano bewahrt hatte. Auch, wenn man noch immer nicht genau wusste, warum Johnny diesen Kick überhaupt gegen Liv ansetzen wollte, traf der Schotte Johnny Wrestling mit der Claymore, was dann schließlich auch das Ende des Matches eingeläutet hatte. Morgan hatte gar nicht mitbekommen, das Johnny zum Kick ausholen wollte und dementsprechend war auch ihre Reaktion auf den "Safe" Drews.
Das Gefühl war schon sehr komisch. Nicht nur Drew jetzt näher zu sein, sondern auch alles drumherum. Nachdenklich schaut die Jersey Rose zum Boden und runzelt die Stirn.
Liv Morgan:
Ich kann es Tiffany nichtmal Übel nehmen. Sie ist deshalb verletzt und war sogar im Krankenhaus. Sie kann also nicht antreten. Deshalb erwarte ich sie auch heute nicht. Aber es ist nur eine Frage der Zeit. Und sie wird sich für dich schon was einfallen lassen, da bin ich mir sicher.
Es muss ja nicht einmal sein, dass Tiffany sich selbst revanchiert. Möglich, dass sie jemanden beauftragen wird. Die Gefahr war deshalb vermutlich größer, als der Schotte sich vorstellen wird.
Die Unachtsamkeit im Match war für Morgan natürlich ein größeres Problem als es auf den ersten Moment wirkt. Das sie Gargano nicht hat kommen sehen, nimmt sie sehr mit. Das hätte schief gehen können.
Liv Morgan:
Danke das du Gargano aufgehalten hast. Das wäre Übel ausgegangen. Aber ich verstehe nicht, wie das passieren konnte.
Drew hört sich die Worte Livs genau an und natürlich konnte er verstehen, das Liv sich weiterhin mit Tiffany beschäftigt, obwohl es Kali war, die dort deutlich gemacht hatte, das Tiffany Titel in großer Gefahr ist. Drew kannte es leider aus eigener Haut viel zu gut, wenn das Alter Ego einen in große Schwierigkeiten bringen würde. Liv könnte sogar Recht damit haben, das Tiffany auch versuchen wird, Drew irgendwie in seine Schranken zu verweisen, um an Liv heranzukommen.
Drew McIntyre
„Soll sie machen. Isla hatte schon versucht, mir Stolpersteine in den Weg zu legen, als ich dich aus deiner Gefangenschaft befreit hatte. Sie hatte versagt und egal, was Tiffy versuchen wird, ich werde meine Augen offen halten. Wenn sie wirklich Rache will...dann soll sie es mit Kali klären und nicht mit dir. Für diesen einen Moment ist Kali wohl die richtige Wahl.“
Auch wenn er es ungern gesagt hatte, stimmte er hier sogar zu, das Kali sich um Tiffany kümmern sollte. Er war kein Fan davon, Kali von der Leine zu lassen, das wusste Liv natürlich. Aber im Fall von Tiffany gab es wohl keine andere Möglichkeit. Als sich Liv dann bei Drew dafür bedankt hatte, das er Johnny abwehren konnte, musste Drew kurz lächeln.
Drew McIntyre
„Ich habe dir versprochen, das ich jeden Moment im Auge habe. Es war kein Fehler von dir, du warst mit Candice beschäftigt. Keine Ahnung was in Johnny gefahren ist und warum er dir den Superkick verpassen wollte...wenn er getroffen hätte, dann hätte ich für nichts mehr garantieren können. Vielleicht wurde er ja auch von Tiffany bestochen, wer weiß? Niemand legt seine Hand an dich und genau darauf werde ich achten.“
Lächelt Drew ganz kurz in die Richtung von Liv. Was passieren konnte, wenn man ausgerechnet die Personen attackiert, die Drew wichtig sind, musste auch Ethan Page erfahren, als dieser damals Fallon hinterrücks attackiert hatte. Liv gehört logischerweise auch zu diesen Personen, jetzt noch mehr wie vorher. In diesem Moment konnte man das Vertrauen sehen, welches Liv in Drew haben kann.
Liv Morgan:
Tiffany hat...
Ja...? Sie hat? Auf einmal bricht Liv ab. Ihre Atmung wird immer schneller. So schnell, dass es quitschig klingt. Alles beginnt sich zu drehen, sodass sie ihre Augen schließt. Tiffany's Name ist natürlich für jemand ganz bestimmten ein rotes Tuch. Und wer das ist, kann man jetzt gut erkennen. Die Blonden Haare der Jersey Rose färben sich leicht Rot, als wenn kleine rote Strähnchen eingearbeitet werden. Ganz offensichtlich will Kali sich einmischen. Diese wird eine ganz andere Meinung haben.
Kali:
Gargano wird dafür büßen. Und Tiffany's Tage als Championesse werden bald gezählt sein. Und ich brauche dich dafür nicht! Ich schaffe das allein!
Schnell dreht sie ihren Kopf zu Drew. Damit sollte klar sein, wen sie meint. Kali war noch nie ein großer Freund vom Hünen. Und offenbar will sie ihr eigenes Ding durchziehen. Mit einem hastigen Ruck löst sie sich von McIntyre und wirft ihn einen bösen Blick zu.
Es ging alles gerade verdammt schnell. Denn noch während Liv sich zu Tiffany äußern wollte, wirkte sie von hier auf jetzt wieder abwesend. Nur ihre Atmung wurde schneller und schneller und sofort wusste Drew, was hier passierte. Dementsprechend sah er dann auch sehr besorgt aus. Er hatte seine Hand noch auf Livs Schulter als er bemerkte, das sich ihre Haare wieder rot färbten. Kali schien sich wieder an die Oberfläche zu kämpfen.
Drew McIntyre
„Liv...lass Sie nicht...“
Doch dann war es zu spät und Kali war da. Drew wollte noch auf Liv einreden, aber Kali war schneller und konnte sich von Drew lösen. Ihr Blick war kalt und man könnte meinen das Kali Drew mit diesem Blick töten möchte. Zu einem unpassenden Zeitpunkt erscheint Kali und genau jetzt musste Drew abschätzen, wie er fortfahren sollte. Er nahm seinen Blick nicht von Kali, die hier erneut klarstellt, das Sie nie etwas mit Drew anfangen konnte.
Drew McIntyre
„Alleine? Interessant...ohne Liv würdest du erst gar nicht existieren. Also brauchst du die Hilfe von Liv. Du nutzt ihre Schwäche aus...Mir geht es nicht mal darum, das du Tiffy etwas antun willst...vielleicht hat sie das auch verdient...Aber ich lasse nicht zu, das du dich auf Kosten von Livs Gesundheit in deinen persönlichen Krieg wirfst...“
Drew versuchte es diplomatisch und dennoch wirkte er ruhiger als damals. Mittlerweile musste man zu jeder Zeit damit rechnen, das Kali getriggert wird. Tiffany und der Womans Title sind da genau die Dinge, die eben jene Kali hervorrufen. Auch, wenn Kali bedrohlich wirkte, ging es für Drew hier um Liv und er würde es Kali nicht so einfach machen. Kali ging auf Abstand, behielt Drew im Auge.
Drew McIntyre
„Du bist feige Kali...nur dann, wenn Liv Schwäche zeigt, trittst du hervor...Ohne Sie bist du Nichts und das weißt du ganz genau...“
Während Drew seine Worte an Kali richtet, versucht er dabei den Abstand zu ihr wieder zu verringern. Er lässt sie dabei nicht aus dem Auge. Er wusste, das Kali eine große Schwäche hatte. Er wusste, das Er für Kali schon immer ein Dorn im Auge war und immer wenn Liv von Ihm sprach oder an ihn denken musste, gefiel es Kali überhaupt nicht. Und dann gab es da noch etwas, was sie hasste: Nähe. Und genau da versuchte Drew nun den nächsten Schritt. Kali sah den Schotten tief in die Augen während dieser weiter näher kam. Sie nahm eine Abwehrhaltung ein und dann sah er seine Chance. Mit einer schnellen Bewegung packt er Kali am Arm und zieht diese zu sich heran. Dabei achtet er natürlich darauf, das es nicht zu fest war, immerhin wollte er Liv nicht verletzen. Er legt seinen Arm um Kali und diese versuchte zumindest sich freizukämpfen, allerdings war Drew dieses mal besser vorbereitet. Es gab jetzt nur eine Chance, Liv dazu zu bringen, Kali wieder zurückzudrängen.
Drew McIntyre
„Liv...ich weiß das du mich hören kannst. Achte nur auf meine Stimme und lasse nicht zu das Kali dich wieder kontrolliert. Sie verursacht nur Schmerzen, die du nicht verdient hast...Kämpfe dagegen an. Ich werde nicht gehen bevor du deine Stärke zeigst...Tue es für mich, Liv....Denke an Uns...“
Drew spielte hier genau das aus, was Kali so hasste. Nähe, Freundschaft, Liebe...alles was Kali nie selber erfahren durfte und genau das war es, was Sie aus der Bahn werfen würde. Kali hatte immer leichtes Spiel mit Liv gehabt, da es selten Jemanden gab, der sich so um sie gekümmert hatte, wie Drew es jetzt tat.
Als Drew Kali packt und zu sich zog, versuchte sie sich sofort zu wehren. Sie ruckelte und schlug ihn gegen die Brust. Kali hasste es bedrängt zu werden und die Worte des Hünen machten es nicht besser.
Kali:
Du hast keine Ahnung davon, was feige bedeutet. Du hast Angst vor mir! Du glaubst ich wäre etwas schlechtes. Aber bin ich das wirklich, Drew? Du wünscht dir etwas, weil du es so willst. Ungeachtet davon, ob du weißt, was wirklich das Beste ist.
Kühl kommen diese Worte über ihre Lippen. Letztendlich befreit sie sich von McIntyre mit einem letzten Ruck. Ein böser Blick folgt, als Kali sich abwendet, um zu gehen. Damit will sie andeuten, dass alles nur so geschieht, weil Drew es so will. Doch ist es der richtige Weg? Woher soll er wissen, wer besser ist? Ist es tatsächlich Liv? Oder Kali?
Kali:
Du bist ein Witz! Du willst Liv nur kontrollieren! Nichts anderes! Deswegen nutze ich nicht ihre Schwäche, sondern nutze sie um zu leben. Macht Liv denn etwas anderes? Nein!
Die Rothaarige wählt beabsichtigt harte Worte gegen den Schotten. Immerhin will Kali ihn loswerden und zum nachdenken bewegen. Doch diese Worte triggern natürlich auch Liv. Diese kämpft. Und zwar erfolgreich. Die Atmung wird wieder schneller und nach und nach verschwindet das Rot wieder aus den Haaren. Die Jersey Rose kämpft sich zurück und wirkt geschwächt, als sie den Kampf gewinnt. Erschöpft fällt sie auf die Knie und nuschelt ein...
Liv Morgan:
Tut mir leid!
...über die Lippen. Kali ist eine starke Persönlichkeit. Sie sagte etwas entscheidendes...welches Ego am besten für den Moment ist, kann Drew gar nicht einschätzen. Er handelt nur nach seinen Wünschen. Das war Livs Gegenwart. Aber war es auch das Beste für Liv?
Kali zeigte genau die Reaktion, die Drew erwartet hatte. Er konnte sie soweit triggern, das sie erneut keinen Hehl daraus macht, das der Hüne für Kali nichts anderes als ein Hindernis ist. Der Schotte hielt Livs Körper weiter in seinen Armen, denn er wusste, das genau das Liv helfen würde, wieder gegen Kali anzugehen. Doch für einen Moment, als sich Kali losreißen kann, wirkte es so, als wäre Kali zu stark für Liv. Drew war auch ein wenig überrascht, das Sie sich losreißen konnte, da hatte Drew einmal nicht aufgepasst.. Sein Blick bleibt auf Kali die wieder auf Abstand ging. Doch ihre Worte ließen Drew dann tatsächlich einmal kurz nachdenklich wirken. Ein kurzer Blick zur Seite zeigte deutlich, das Kalis Worte in Drews Kopf nachhallten. Was meinte sie damit? Das Drew glaubt, Kali sei schlecht? Was war wirklich das Beste?
Kali wendet sich ab und will die Szene verlassen, doch sie wirkte dann wie versteinert. Dann sah Drew genau, das die roten Strähnen sich wieder langsam zurückziehen. Kali hatte Liv soweit getriggert, das diese kämpfte und sie schaffte es, Kali zu bezwingen, auf Kosten ihrer Kraft. Als die Blondine auf die Knie fällt und ihre letzten Worte sehr leise von sich gab, zögerte Drew keine Sekunde und kniete sich neben seine Freundin. Er legt seinen Arm um sie, drückt sie sanft gegen sich, als Zeichen das er da war.
Drew McIntyre
„Ich lasse dich nicht im Stich...wir schaffen das...zusammen...“
Dem Hünen war wichtig, das Liv das Gefühl der Geborgenheit bekam. Ihm war bewusst, das die stätigen Kämpfe gegen Kali ihren Körper schwächen. Dazu noch das ganze Theater rund um Tiffany. Ein Kuss auf Livs Stirn folgt, ehe Drew wieder recht nachdenklich wirkte. Es waren die Worte Kalis, die ihn beschäftigten. Er musste sich in Ruhe darüber Gedanken machen. Doch jetzt zählte nur Liv für Ihn.
Pat McAfee: "Mir tut Liv echt leid. Der Kampf gegen Kali, der ausweglos erscheint...Sie muss verdammt große Schmerzen haben. Sie kann schon froh sein, Drew zu haben."
Cathy Kelley: "Schon, aber ich habe das Gefühl, das Kali etwas gesagt hat, was Ihn kurz aus dem Konzept gebracht hatte. Ich weiß nicht was, aber anscheinend weiß Kali mehr wie wir."
Wade Barrett: "Ich kenne Drew sehr gut. Ich konnte Ihm ansehen, das ihn etwas bewegt hatte..."
SCHACHTHAUSEN!
Die Kamera schwenkt über die Köpfe der Fans und zeigt uns die gesamten Menschen hier inmitten der MEO Arena. Und der Grund dafür ist, weil man die Reaktionen auf ihren Gesichtern sehen will, bevor sie gleich etwas erleben, womit garantiert niemand gerechnet hätte. Noch ist hier alles still und ruhig, sodass es schon fast unnatürlich und gar etwas bedrückend wirkt, als das Licht der Halle ausgeht. Ein fürchterliches Gefühl, das sich wie ein Schleier über alles legt. Der Titantron wird angeschaltet und zeigt uns ein flackerndes Licht einer einzelnen Neonröhre in einem schmalen Gang, welches immerhin den Stage-Bereich in ein kaltes, unangenehmes Weiß beleuchtet. Schatten tanzen an den Wänden … und irgendwo tropft es leise. Und dort … am Ende dieses Ganges … kauert er. Der amtierende Eastcoast Champion of the World, der in den letzten Wochen sichtliche Probleme hat. Danhausen sitzt hier zusammengekauert, die Knie eng an den Körper gezogen, die Arme darum geschlungen, als würde er versuchen, sich selbst irgendwie zusammenzuhalten. Seine Augen sind weit aufgerissen und zucken immer wieder panisch und rastlos von einer Ecke zur nächsten, während sein Atem viel zu schnell ein und ausgeht.
DANHAUSEN : „Nein nein nein! Lillybellhausen wird Danhausen hier nicht finden. Danhausen ist hier sicher! Danhausen ist hier sicher! Sehr sicher in dieser sehr ungemütlichen Position, in der er bereits seit 40 Minuten sitzen und warten muss.“
Doch auch wenn er das sagt … glaubt er es nicht wirklich selbst. Langsam und nur, um sicherzugehen, dass er wirklich sicher ist, schaut er mit seinem Kopf nach rechts und anschließend nach links … und anschließend noch einmal nach rechts, weil er wohl vergessen hatte, dass er bereits in diese Richtung gesehen hat. Plötzlich hört man ein lautes Geräusch, was wie das Gröhlen einer finsteren Bestie klingt und welches Danhausen erstarren lässt. Langsam hebt sich sein Kopf und seine Augen wandern zur Seite … zu einer Stelle, an der … eigentlich nichts sein sollte. Doch dieses Nichts hat plötzlich eine Tür erscheinen lassen. Eine Randy-Orton-Tür, die komplett out of nowhere kam und vorher ganz sicher noch nicht dort war. Sie steht etwas schief in der Wand, besteht aus leicht aufgequollenem Holz und der Griff zum Öffnen ist bereits etwas rostig. Und doch … steht sie jetzt da und lässt Danhausen mehrmals hektisch blinzeln.
DANHAUSEN : „Oh nein! Nein nein nein! Was … was soll das! Diese Tür war vorher noch nicht da. Oder? Danhausen glaubt nicht, nein! Das ist ein Trick! Das ist ein böser Trick! Vielleicht ist sie gar nicht da. Vielleicht ist alles nur in Danhausens Kopf … ja … ja, das klingt logisch … aber Danhausen traut Danhausen nicht…“
Danhausen bleibt einfach sitzen und versucht, das Erscheinen dieser Tür, deren Aura die Atmosphäre gefrieren lässt, einfach zu ignorieren. Leider vergeblich, denn plötzlich erscheint ein weiteres Geräusch, was sich dieses Mal allerdings wie ein ganz normales Klicken anhört. Es war das Schloss der Tür, die sich hier wie von Zauberhand scheinbar von alleine öffnet! Danhausen schluckt einmal stark. Stärker als je zuvor. Mindestens so stark, wie er hier am Zittern ist. Doch irgendetwas … zieht ihn dorthin. Langsam, unsicher und fast schon gezwungen richtet er sich auf und setzt einen Schritt nach vorne. Dann noch einen. Und noch einen, bis er schließlich an der Tür angelangt ist. Mit zitternder Hand greift er nach dem Griff und öffnet die Tür.
„KRRRRRRRREEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEAAAAAAAAAAAAAAKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKKRRRRRRRRRRRRRRRCHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH…“
Danhausen zuckt so heftig zusammen, dass er fast umkippt, während er sich die Ohren zuhalten muss.
DANHAUSEN : „WARUM IST DIESE TÜR SO LAUT?! DAS IST EINE SEHR UNHÖFLICHE TÜR!!!“
Jup … diese Tür benötigt definitiv etwas WD-40, wenn sie beim Öffnen solche Geräusche macht. Doch was sich hinter dieser Tür befindet, lässt Danhausen abermals sehr hart erstarren. Es handelt sich um einen riesigen Raum, der wahrlich für diese Arena unnatürlich groß ist. Die Wände sind grau und kalt und scheinen endlos nach oben und unten gestreckt zu sein. Und in der Mitte befindet sich ein riesiges, gewaltiges schwarzes Loch, als würden wir uns hier in „Der Schacht“ befinden! Dem Gefängnis der Verwaltung „Vertikales Zentrum für Selbstverwaltung“ aus der dystopischen Zukunft des namensgebenden Filmes! Nur dass es hier etwas anders wirkt, denn die eben noch so grauen Wände zeigen plötzlich, wenn man genauer drauf schaut, etwas vollkommen anderes. Sie sind voll. Überall komplett gefüllt. Es gibt wirklich keinen Millimeter, der nicht bedeckt wird von mehreren Bildern. Bildern von natürlich Alexa Bliss’ Puppe Lilly, die Danhausen schon seit Wochen heimsucht. Hunderte. Tausende. Jedes einzelne leicht anders. Mal lächelnd. Mal verzerrt. Mal … mit Augen, die direkt aus dem Bild herauszusehen scheinen. Langsam tritt Danhausen in den Raum hinein und macht damit den wohl größten Fehler, den er jemals in seiner Karriere begangen hat. Er tritt in sein eigenes Verderben, da die Tür hinter ihm wie von Zauberhand plötzlich ganz von alleine wieder zufällt. Sofort dreht sich Danhausen schnell zur Tür hin um und … sie ist weg? Die Tür ist einfach verschwunden! Sie ist nirgendwo mehr zu sehen! So schnell, wie sie gekommen ist, ist sie einfach wieder weg!
DANHAUSEN : „…oh … das ist schlecht … das ist sehr schlecht … das ist … sehr sehr sehr schlecht … Danhausen möchte hier raus … bitte … jemand…“
Obwohl sein Gesicht mit der weißen Schminke bereits aussieht, wie als hätte Sheamus mit Toto Braunstein ein Kind bekommen, kann man ihm trotzdem ansehen, wie seine Haut vor Angst regelrecht erblasst. Sein Atem überschlägt sich und sein Gesicht zeigt nichts als Panik. Pure Panik, gemischt mit Verwirrtheit, Neugierde und Angst, und das alles zur selben Zeit, alle vier zusammen. Doch dann ertönt erneut ein Geräusch, und dieses Mal stammt es nicht von einer Tür, sondern von dem großen schwarzen Loch in der Mitte des Raumes. Dort kommt von oben ein metallisches Rattern und langsam senkt sich etwas in die Mitte des Raumes. Das ist eine Plattform! Wie eine Essensplatte sieht sie aus und kommt langsam den Schacht herunter, bis sie schließlich genau vor Danhausen stehen bleibt. Dieser zögert etwas, bevor er dann doch vorsichtig näher tritt und es dann sieht. Die gesamte Platte ist voller verschiedener Speisen, die wahrlich köstlich aussehen, aber das, was Danhausen direkt in die Augen fällt, ist etwas anderes.
![[Bild: d5d95dc9-f3f2-4fb2-a313-d7c941cfac72.png]](https://i.ibb.co/WWtBGCnW/d5d95dc9-f3f2-4fb2-a313-d7c941cfac72.png)
Das ist eine Danhausen-Puppe! Sie sieht aus wie Lilly, aber trägt das Gesicht des Mischief Makers! Langsam bewegt sie ihren Kopf und schaut Danhausen direkt in die Augen, bevor sich ihre ausgestickten Lippen anfangen zu bewegen.
Puppe
"Danhausen muss keine Angst haben … Danhausen kann kämpfen … Danhausen kann sich verteidigen …"
Diese Puppe … scheint auf Danhausens Seite zu sein? Seine Augen weiten sich, als sie diese Worte sagt, und langsam … ganz langsam … verändert sich sein Ausdruck. Er sagt zwar nichts, und das Ganze passiert so langsam, dass man nur darauf wartet, dass die Puppe anfängt zu sagen, dass das Ganze hier eine Promo ist und wenn Danhausen der Big Dog sein möchte, er anfangen sollte zu lernen, wie man diese führt, aber auch wenn die Angst in ihm zwar bestehen bleibt … passiert darunter … etwas anderes! Darunter erkennt man plötzlich etwas ganz anderes … etwas … Feuriges!
DANHAUSEN : „Dollhausen hat recht! Danhausen ist nicht schwach! Danhausen ist Champion! Danhausen ist very evil … very strong!“
Es ist Kampfgeist. Er hat zwar weiterhin Angst, aber er zeigt, dass er unser amtierender Champion ist! Er lässt sich nicht unterkriegen. Er schaut die Puppe zwar erstmal nur an … und das für eine wirklich lange Zeit, wie als hätte er vergessen, wie es weitergeht … voller Energy schaut er sich um und greift zittrig nach einem alten Holzknüppel, der auf der Platte liegt, und den er entschlossen an sich hebt. Zwar zuerst falsch herum, aber relativ schnell dreht er ihn, sodass er richtig in seinem festen Griff verankert ist. Das hat er auch im wohl perfekten Moment getan, denn erneut dürfen die Fans als auch Danhausen hier ein lautes Geräusch vernehmen. Von oben, von wo die Platte eben heruntergefahren kam, hört und sieht man plötzlich mehrere Bewegungen. Mit einem lauten Klick fährt die Platte in der Mitte plötzlich wieder herunter, aber die Kamera ist viel mehr auf das fokussiert, was gerade über Danhausen zugeht. Es sieht aus, als würden irgendwelche Insekten von oben an der Decke heruntergekrochen kommen. Sind das Spinnen? Oder … Blutegel? Nein, es ist gar noch schlimmer … das sind … hunderte Lilly-Puppen, die wie ein Regenschauer hier herunterfallen. Die meisten fallen durch das Loch nach unten, aber einige schaffen es, auf dem Boden der Etage zu landen, auf der sich Danhausen hier befindet! Und diese Ebene wird so langsam komplett von diesen eingenommen. Sie sind einfach überall! Oben, an den Seiten, krabbelnd, fallend, starrend, es ist die Hölle! Doch Danhausen lässt sich davon nicht zurückdrängen. Oh nein, er hat das Gold hier in der Liga nicht umsonst. Er ist niemand, der sich von jemandem besiegen lässt, der selbst Hornswoggle nur bis zum Knie geht.
![[Bild: d5d95dc9-f3f2-4fb2-a313-d7c941cfac72.png]](https://i.ibb.co/wNkv482k/d5d95dc9-f3f2-4fb2-a313-d7c941cfac72.png)
DANHAUSEN : „Danhausen ist … bereit … oder? Uhm ja, ganz sicher … JAAAAA!!!“
Danhausen schreit auf und schlägt zu, um den Holzknüppel einer Lilly sowas von heftig in die Fresse zu schlagen, dass ihr Schädel einen Homerun macht … naja oder gegen die Betonwand abprallt, aber das mit dem Homerun hörte sich schon irgendwie minimal cooler an. Und er schlägt nochmal zu und nochmal und nochmal und nochmal! Das Holz kracht auf Stoff, auf Plastik, auf irgendetwas, das sich falsch anfühlt, aber es kommen einfach immer mehr Puppen an und immer mehr von denen fällt von oben herunter. Doch Danhausen … kämpft. Wild und chaotisch und auch panisch, aber er kämpft. Jede einzelne Puppe wird von ihm kaputtgeschlagen und auch der Boden unter seinen Füßen muss einige Schläge erleiden, weil Danhausen einfach wie ein wildes Tier herumwirbelt. Und … er überlebt. Danhausen schafft es, diesen Kampf hier gegen die fürchterliche Lilly und ihre Schattendoppelgänger zu überleben und so langsam kehrt dann auch tatsächlich wieder etwas Ruhe ein. Schwer atmend steht er da und ist nun umgeben von dutzenden zerstörten Puppen. Langsam lässt Danhausen seinen riesigen, mindestens 20 cm Knüppel sinken und sein Blick wandert fast schon erotisch zu der kleinen Danhausen-Puppe, die ihm hier quasi den Mut gegeben hat, nicht aufzugeben. Er hebt sie vorsichtig auf und …
DANHAUSEN : „Huah, Danhausen hat gewonnen! Huah huah huah, Danhausen ist unbesiegbar! Vielen lieben Dank, kleiner Dollhausen! Warum trifft Danhausen dich erst jetzt?“
Vielleicht hat sich hier ein neues Tag Team gefunden. Mit jemandem wie Dollhausen an der Seite könnte es der Eastcoast Champion auch schaffen, gegen die beängstigende Lilly anzukommen und sie endlich nach Schleswig-Holstein zu verbannen … oh nein, bitte nicht nach Schleswig-Holstein! Doch auch wenn ihm dieser Gedanke äußerst zusagt und er dadurch wieder jede Menge Mut erlangt hat, hält er dennoch plötzlich inne, als ihm irgendetwas Merkwürdiges auffällt. Sein Blick verengt sich etwas, er greift langsam an das Gesicht der beschminkten Puppe! Doch oh my gaaaaawd, die Puppe ist gar nicht geschminkt. Dieser Dollhausen hat keine Schminke im Gesicht. Er ist … oh nein! Es liegt hier nicht mal irgendwo Stroh rum und trotzdem hat diese Puppe eine Maske auf! Danhausen zieht diese langsam ab und …
![[Bild: 025c2988-84d9-423c-afdc-cae12543482d.png]](https://i.ibb.co/tMQxM14b/025c2988-84d9-423c-afdc-cae12543482d.png)
Das ist … Moxly, die Mörderpuppe O.O!11!1!11!elf!
DANHAUSEN : „Oh … du bist gar nicht Dollhausen? Ohoh…“
Er bemerkt es zwar, dass nun etwas ganz, ganz, ganz, also wirklich GAAANZ Schlimmes folgen wird, doch leider sind seine Reaktionen nicht schnell genug! Für Danhausen ist es wohl zu spät, denn die Puppe bewegt sich plötzlich ruckartig, springt von Danhausen ab, legt ihre wolligen Beine um Danhausens Hals und schleudert ihn mit ihrem gesamten Körpergewicht über sich drüber, um ihn genau mit einem sensationellen Frankensteiner hinter sich den Schacht hinunter zu werfen! Voller Wucht fliegt Danhausen diesen herunter und … fällt weiterhin, ehe er dann irgendwann … noch immer fällt … es scheint ein wirklich tiefer Schacht zu sein, denn als man plötzlich das laute Rums hört … stellt man fest, dass es bloß ein Fan war, der sein Handy hat fallen lassen, denn Danhausen fällt noch immer die Dunkelheit herunter. Erst nach ungefähr 2 ½ Minuten knallt Danhausen plötzlich unten auf den Boden in der Dunkelheit auf und muss erstmal keuchen, bevor er sich überhaupt irgendwie bewegen kann. Sensationell, dass er sich überhaupt nach so einem Fall bewegen kann, aber schließlich ist er ja auch über 9 feet tall. Doch fände er es wahrscheinlich etwas besser, wenn er sich nicht bewegen könnte, denn als die Kamera, um hier unten etwas zu sehen, plötzlich in den Nachtsichtmodus wechselt, sodass das Bild auf dem Titantron so aussieht, wie als würde man gerade eine Runde Outlast spielen, sieht man voller Horror überall die Gesichter von tausenden verschiedenen Puppen. Sie krabbeln, klettern und fallen dann alle zur selben Zeit über ihn her, sodass Danhausen keinerlei Chance hat, sich noch irgendwie dagegen wehren zu können. Man kann nur noch dieses verzweifelte Schreien hören, was ihm die letzte Lebenskraft aus der Seele herauspresst, ehe er von den Puppen nahezu komplett bedeckt und verschlungen wird, wie als wäre sein Name Jean-Baptiste Grenouille.
![[Bild: b916ebe8-4ecd-4ee4-9f90-0753e7e6c582.png]](https://i.ibb.co/jv9fs78v/b916ebe8-4ecd-4ee4-9f90-0753e7e6c582.png)
Und so wie es aussieht, wird man ihn wohl genauso wie John Cena nie wieder zu sehen bekommen. Das Letzte, was man von ihm hört … Ist bloß dieser einzige, durch Mark und Bein gehende Schrei.
DANHAUSEN : „Wollen wir nicht nochmal versuchen, darüber zu reden? AAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHHH!!!“
Nun … dieses Gespräch scheint wohl recht kurz zu werden. Die Kamera hält noch für einige wenige Sekunden drauf, ehe eine der Lilly-Puppen ihre babypoweiche Hand so formt, dass sie der Kamera direkt ihren Mittelfinger gegen die Linse drückt und das Bild sich somit schwarz verfärbt. Danhausen hat gut gekämpft, aber so wie es scheint, abermals verloren. Die wichtigste Frage, die sich nun jedoch stellt, ist … was passiert mit seinem Match heute Abend? Schafft er es, gegen LA Knight besser darzustehen? Wir werden sehen … hier wird die Szene jedoch erstmal beendet und die Kamera fadet off.
MATCH 4
SINGLES MATCH
Fallon Henley vs. Tay Conti
![[Bild: fallonconti.png]](https://i.ibb.co/XfHSQT1c/fallonconti.png)
Writer: ???
Leichter Country Flair weht durch die Halle, als Fallon Henley zu den Klängen ihrer Theme die Halle betritt. Über ihrem Gear trägt sie eine braune Weste, an der einige Fransen angebracht wurden. Lächelnd schnalzt sie mit der Zunge und zwinkert den Fans zu, die ihr einen warmen Empfang bereiten.
Matthew Rehwoldt: "Making her way to the ring... from Chelsea, Michigan... FALLON HENLEY"
Selbstbewusst stapft sie los und beginnt die letzten Meter zu sprinten, so dass sie gekonnt unter den Seilen in den Ring sliden kann. Sofort hüpft das Country Girl wieder auf und steigt auf ein Turnbuckle. Der linke Fuß bleibt auf dem mittleren Seil, während sie den anderen auf das obere stellt. Die Weste rutscht von ihren Schultern, wird einmal über ihren Kopf im Kreis gewirbelt und dann nach draußen geworfen, wo ein c2c Mitarbeiter das Kleidungsstück entgegen nimmt. Fallon springt auf die Matte zurück und ist bereit zu kämpfen.
Matthew Rehwoldt: "And her opponent...from Rio de Janeiro, Brazil...TAY CONTI!"
Während die energiegeladene Theme der Brasilianerin aus den Boxen dröhnt, dreht Fallon ihre Kreise durch den Ring und sieht dabei auf die Matte. Sie weiß, dass im direkten Kampf davor, Drew und Liv als Team gekämpft haben. Daran darf sie gar nicht denken. Einfach nur auf sich selbst und ihr Match konzentrieren. So verbringt sie ein paar Sekunden...bis sie merkt, dass irgendwie nichts passiert. Sollten die Fans nicht schon längst auf Tay reagieren. Etwas verwundert sieht das Country Girl auf...aber von Conti fehlt jede Spur. Die Musik läuft und läuft...aber sie ist nicht zu sehen. Fallon fragt auch den Ref, was da los ist. Doch dieser zuckt nur mit den Schultern. Obwohl...da tut sich etwas am Entrance...
Pat McAfee: "GOTT...DAS IST RHEA RIPLEY!"
Cathy Kelley: "Und sie hat jemanden auf ihrer Schulter. Ist...ist das Tay Conti?"
Ja, das ist The Eradicator, in ihrer vollen Pracht! Rhea trägt eine bewusstlose Person, mit langen, blondierten Haaren, die wie ein nasser Sack über ihrer Schulter hängt. Anhand des Gears und den flüchtigen Blicken, die wir auf das Gesicht erhaschen können, lässt sich die Identität von Tay Conti feststellen! Hat Rhea etwa Fallon's heutige Gegnerin attackiert? Sieht ganz so aus!
Wade Barrett: "Das ist eine klare Botschaft von Rhea an Fallon! Sie hatte ja angekündigt, Henley ganz langsam quälen und fertig machen zu wollen. Sie will wohl mit Fallon's Matches anfangen."
Es zeigt durchaus Wirkung, als man das geschockte Gesicht vom Country Girl zeigt, die ein paar Sekunden braucht, um diese neue Situation zu begreifen. Mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht stapft die Australierin vergnügt zum Ring und trägt Tay mit sich, als wäre es das Normalste der Welt. Dort angekommen legt Rhea Tay auf dem Apron ab und klopft sich zufrieden den Staub von den Händen und ihrer Kleidung. Mit ihrem typischen frechen Lächeln, welches zeitgleich bedrohlich wirkt, winkt sie Fallon Henley zu. Diese antwortet mit einem wütenden Blick und deutet der Australierin an, dass sie doch in den Ring kommen soll. The Eradicator winkt nur ab und dreht Fallon den Rücken zu. Ihr reicht es, dass sie das Match der Amerikanerin ruiniert hat und so einen kleinen, psychologischen Erfolg verbuchen konnte. So schlendert sie davon, wie eine Katze, die erfolgreich eine Maus gefangen und diese nun auf einer Fußmatte abgelegt hat. Das war Rhea's erster Schlag gegen das Country Girl und es werden sicher noch zig weitere folgen. Henley wird sich die nächsten Wochen warm anziehen müssen. Sie sieht Rhea hinterher, sieht aber davon ab ihr zu folgen. Ihr moralischer Kompass gibt ihr vor, sich um Tay zu kümmern. Conti kann für diese ganze Situation nichts und war wohl leider einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Medizinisches Personal eilt auch schon herbei. An ein Match ist hier definitiv nicht mehr zu denken!
Die Kamera lief und wir schalten live in den Backstage Bereich direkt hin zu einer strahlenden Renee Young. Und wenn Renee Young unterwegs im Backstage Bereich ist, befindet sie sich meistens auf der Suche nach einem interessanten Gesprächspartner. Heute ist auch mal wieder fündig geworden und begrüßt in ihrer kleinen Lounge niemand geringeres als Becky Lynch. Ganz freudestrahlend wie die blonde Reporterin zeigt sich Becky selbstverständlich nicht. Ihr erfolgreiches Match aus der Vorwoche war nur ein kleines Schaulaufen. Ihr eigentliches Augenmerk lag nach wie vor auf dem Shine Titel und damit auf Skye Blue. Diese Fehde ging mittlerweile weit über ein sportliches Kräftemessen hinaus, es wuchs in mehreren, harten Akten zu etwas Persönlichem und einer bitteren Krise für die Irin. Becky selbst zeigte sich stark, doch es gab immer wieder Momente, in denen alles in ihr zusammenbrach.
Man sah es der Interviewerin an, sie wollte die Stimmung etwas auflockern und lächelte Becky herzlich an. Ohne jede Chance. Die Hände in die Taille gestemmt, die lockig roten Haaren lagen ihr wild über die Schulter. Doch das eigentliche war dieser konsternierte Blick. Becky wirkte angespannt, man sah es, dass es in ihr brodelte.
Renee Young: “Becky, schön dich heute sprechen zu dürfen. Die meisten haben sich in der letzten Woche mit dir gefreut, als du einen souveränen Sieg gegen Mei Suruga eingefahren hast. Doch dein eigentlicher Fokus liegt ja ganz woanders. Was geht gerade in dir vor, nach allem, was in den letzten Wochen mit Skye Blue und Dijak passiert ist?”
Die Fragestellung war jetzt keine Überraschung und bei allem was sich derzeit um Becky ereignete, war es einfaches Spiel für jeden Interviewer. Die Frage war nur, ob Becky jetzt hier so genügsam das Frage-Antwort-Spiel auch mitspielte? Sogleich senkt sie ihren Blick. Sie biss sich auf die Zähne, dass ihre Kiefermuskulatur nur so arbeitete. Eine Moment, den sie sich nahm, um die Gedanken zu ordnen. Ihre Stimme war rau, kontrolliert und man hörte förmlich ihre unterdrückte Wut die immer wieder aufkam wenn sie nur an Skye und Dijak dachte.
BECKY LYNCH: “Was in mir vorgeht? Ich bin es leid, Renee. Ich bin es leid, dass diese kleine, kranke Psychopathin mit meinem Titel herumläuft und denkt, sie könnte mich brechen. Es war nur der Bruchteil eines Augenblicks, einen kurzen Augenblick der Schwäche, den sie gnadenlos ausnutzen. Bei jedem andere so kontroversen Ergebnis, hätte es direkt in der Show danach ein Re-Match gegeben… Aber es geht ihr doch gar nicht um ein Match. Sie will Chaos… Sie will alles aus den Angeln heben was mir irgendwie wichtig war. Sie hat meinen Titel. Sie hat mich und Seth mehr denn je entzweit und ihn in die komplette Dunkelheit gestürzt. Und jetzt wiegt sie das Gold und nennt es immer wieder beim Namen meiner Tochter… immer wieder… Roux?”
Sie spuckte den Namen ihrer Tochter regelrecht giftig aus und ballte ihre Hände zu Fäuste. Den Blick, den Becky in die Kamera richtete, möchte man allgemein nicht abbekommen. So voller Hass und Abscheu.
BECKY LYNCH "Sie wagt es, den Namen meiner Tochter zu benutzen, um mich zu provozieren. Als wäre das irgendein Spiel für sie. Ich habe versucht, professionell zu bleiben. Ich habe versucht, mich auf den Ring zu konzentrieren. Aber langsam…langsam ist es genug. Skye Blue, wenn du zuschaust… und ich weiß, dass du das tust,..., dann merk dir eines: Ich komme dich holen. Und wenn ich dich in die Finger kriege, dann wirst du nicht mehr kichern. Oh, du wirst schreien… ich weiß, dass dir das gefällt und ich werde so lange weitermachen und alle meinen Frust loswerden, der sich über all die Wochen aufgestaut hat, bis auch dir dieses alberne Kichern vergeht.”
Die Worte hingen noch schwer in der Luft. Renee Young wollte gerade nachhaken, als sich plötzlich ein langer Schatten hinter Becky abzeichnete. Die blonde Interviewerin wollte noch einen Ton der Warnung abgeben, aber ihr versagte die Stimme, während sie erschrocken zurückweicht. Auch Becky drehte sich daraufhin langsam um. Zuerst erschien Dijak. Riesig, still, bedrohlich. Er stand einfach nur da, die Arme verschränkt, das Gesicht noch halb im Schatten.
?: "Du redest wieder viel zu viel, Becky! Wo bleiben die Taten? Hihi..."
Natürlich, wo Dijak ist, kann sie nicht weit sein...Skye Blue! Der massige Körper hat sie zunächst verdeckt, so dass sie hinter ihm heraustreten muss, um sich zu zeigen. Die schwarzhaarige Frau trägt ein schwarzes Kleidchen, auf dem in silberner Schrift zigfach abwechselnd "Seth" und "Roux" geschrieben steht - natürlich als weitere Provokation gedacht. Die Frisur wurde zu einem Zopf zusammengebunden. Auch den Shine Championship hat sie nicht vergessen. Diesen hält sie liebevoll, wie eine kleines Kind, in ihren Armen. Lächelnd geht sie unerschrocken auf Becks zu und leckt sich einmal über die violett geschminkten Lippen-
skye blue: "Warum denn so ernst? Warum kann man nicht einfach dieses Leben genießen und ein Spiel daraus machen? Hihihi...spielen wir und jede wird eine Siegerin sein. Du entdeckst wie gut die Dunkelheit in dir tut, vor allem wenn man sie endlich umarmt. Und ich bekomme aaaaaalles was ich mir wünsche. Mmmhhhh...du und ich könnten gemeinsam viel erreichen! Du könntest deine Königin der Nacht sein und ich deine treue Dienerin, die von deiner Hand geführt wird."
Erneut leckt sie sich die Lippen, dieses Mal sehr genussvoll, und erschaudert am ganzen Körper. Kurz sieht sie zu Renee Young und etwas blitzt in den Augen des Dark Phoenix auf, was der Kanadierin wohl nicht so gefallen sollte.
skye blue: "Was für ein hübsches Gesicht! Ich werde mich nachher darauf setzen!"
Keine Frage, kein Wunsch, kein Flirten - ein Besitzanspruch! Dazu berührt sie Renee an der Wange, was die Blonde erschrocken zurückweichen lässt. Sie ist sichtlich überfordert mit dem, was Skye von sich gibt. Renee's "Glück", dass sich Blue mehr für die Irin an ihrer Seite interessiert. Mit großen Augen stolziert sie direkt vor The Man...und geht vor dieser in die Knie. Den Titel hält sie dabei auf ihrer Schulter.
skye blue: "Schau, ich gehe vor dir auf Knie. Ich akzeptiere deine Stärke und deine Macht. Demütige mich! Lass deine dunkelsten und grausamsten Fantasien an mir aus! Ich will dich auf und in mir spüren, Becky! Lass...mich...schreien! Und vielleicht kichere ich dann auch nicht mehr...hihihi..."
Blue legt noch einen Zeigefinger an ihren Mund und beißt sanft auf die Fingerkuppe. Die Luft im Backstage Bereich war plötzlich zum Schneiden dick. Skye Blue kniete direkt vor Becky, den Shine Championship auf ihrer Schulter, das Gesicht mit diesem kranken, verzückten Lächeln nach oben gerichtet. Ihr schwarzes Kleidchen mit den aufgedruckten Namen „Seth“ und „Roux“ glänzte im Licht. Dijak stand wie ein dunkler Monolith zwei Schritte hinter ihr, die Arme verschränkt und regungslos. Eine stumme, tödliche Drohung. Becky starrte auf die kniende Frau hinunter. Ihre Fäuste waren so fest geballt, dass die Knöchel weiß hervortraten. In ihr tobte ein Sturm. Ein Teil von ihr wollte ihr jetzt sofort das Gesicht eintreten. Einfach nur zuschlagen. Immer und immer wieder, bis dieses widerliche Kichern endlich aufhört. Aber sie tat es nicht.
Sie spürte Dijaks Präsenz wie einen eisigen Schatten im Rücken. Ein falscher Schritt, eine unkontrollierte Reaktion und er würde sie zerlegen. Genau wie er Seth vor Wochen zerlegt hatte. Und genau das wollte Skye. Sie wollte, dass Becky die Kontrolle verlor. Dass sie in die Dunkelheit taumelte, die sie ihr so verlockend anbot. Becky atmete tief ein, ihr Kiefer mahlte. Man sah ihr den inneren Kampf deutlich an. Die Wut, die sie kaum zurückhalten konnte, und die kalte Vernunft, die sie zurückhielt.
BECKY LYNCH: "Steh auf."
Ihre Stimme war leise, gefährlich ruhig. Fast ein Knurren. Und sogleich kam es ihr wieder vor, als würde sie dieses widerwärtige Kichern von Skye hören. Unterdrückt und doch so nervtötend.
BECKY LYNCH: "Ich sagte: Steh. Auf."
Sie machte keinen Schritt nach vorne. Ihre Hände zitterten vor unterdrückter Rage, doch sie hielt sich zurück. Renee Young stand ein paar Meter entfernt, sichtlich verunsichert und bereit, jeden Moment wegzulaufen. Becky schaute kurz zu Dijak, diese stille Bedrohung im Schatten war allgegenwärtig. Dann sah sie wieder hinunter zu Skye. Ihre Stimme wurde etwas lauter, aber sie blieb stehen.
BECKY LYNCH: "Du denkst wirklich, du kannst hier vor mir auf die Knie gehen, meinen …Mann und meine Tochter im Munde führen und ich falle darauf rein? Dass ich dich hier und jetzt angreife, während dein großer, hässlicher Schoßhund direkt hinter dir steht?"
Ein humorloses, bitteres Lachen kam ihr hoch. Doch dieses konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass Becky, bevor sie Seth als ihren Mann beschrieb, kurz ins Stocken geriet.
BECKY LYNCH: "Ich bin nicht dumm, Skye. So sehr du mich auch provozierst… so sehr du mich in den Abgrund ziehen willst. Ich werde dir nicht den Gefallen tun, blindlings in deine Falle zu tappen. Nicht heute."
Becky trat einen halben Schritt näher, schaute aber weiterhin wachsam zu Dijak. Ihre Augen brannten vor Hass, doch ihre Körperhaltung blieb kontrolliert, noch.
BECKY LYNCH: "Du willst meine Dunkelheit? Du willst sehen, wie tief ich wirklich fallen kann? Dann warte bis Berlin. Dort werde ich dir zeigen, was in mir steckt. Aber nicht, weil du es willst. Sondern weil ich es will. Und wenn ich dich dann endlich in die Finger bekomme… dann wird niemand da sein, der dich beschützt."
Sie beugte sich leicht nach vorne. Ihre Hände zitterten merklich, so sehr kämpfte sie mit sich selbst, um nicht doch noch die Kontrolle zu verlieren. Ihre Stimme wurde zu einem gefährlichen Flüstern.
BECKY LYNCH: "Und jetzt nimm meinen Titel, nimm deine kranken Fantasien und verzieh dich aus meinem Blickfeld. Bevor ich doch noch vergesse, dass dein Bodyguard hier steht."
Skye nimmt jede Gefühlsregung, jedes böse Worte und jedes Zittern bei der Irin war. Mit einem Blick, als würde sie Becky gerne mit Haut und Haar verschlingen wollen, wuchtet sich die kleine Frau wieder nach oben. Die Shine Championship hält sie dabei immer noch fest in ihren Händen.
skye blue: "Du kannst Dijak nicht als Ausrede dafür benutzen, dass du zu ängstlich bist, um den letzten Schritt zu gehen. Vielleicht wird er Nichts tun...vor allem da er weiß, wie groß meine Sehnsucht nach deiner körperlichen Nähe ist...hihi! Aber...wer weiß? Ich selbst habe auch keine Ahnung, was er tun wird!"
Kurz dreht sich der Dark Phoenix um und sieht Dijak mit einem sanften Lächeln an. Klar, es wird wahrscheinlich auch der Versuch sein sie Beide zu triggern...aber Becky und auch Seth werden wohl nie verstehen, wie die Beziehung zwischen Skye und Dijak genau abläuft. Dann ist es eben so! Davon lässt sich die Schwarzhaarige nicht beeindrucken. Als sie wieder zu Lynch sieht, zeigt sie ihre Zunge und gluckst vergnügt auf.
skye blue: "Du willst mir in Berlin zeigen, was in dir steckt? Oh, ich hoffe, dass ich das sein werde!"
Und da ist mal wieder so ein freches Augenzwinkern. Schamlos bleibt Skye auf einem vulgär angehauchten Level, um möglichst im Kopf der Irin zu bleiben.
skye blue: "Becky, du wehrst dich nur gegen das Unausweichliche! Die Dunkelheit hat schon Besitz von deinem Herzen und deiner Seele ergriffen. Du klammerst dich noch verzweifelt an dein altes Leben, das du schon hinter dir gelassen hast. Aber...beeile dich, dein neues Ich zu akzeptieren. Seth ist doch schon weiter! Er genießt es, komplett zügellos zu sein. Wer weiß, vielleicht war ich ja schon bei ihm und habe genossen, wie er Besitz von mir ergriffen hat. Vielleicht genieße ich es, wie mein ganzer Körper schmerzt, da er mich wie eine Puppe benutzt hat! Vielleicht hat er es ja genossen, dass ich ihn "Daddy" genannt habe und so viel mehr bieten konnte...mehr als du!"
Was will Skye damit andeuten? Dass sie und Seth...? Nein, kann man sich nicht vorstellen! Egal wie sehr sich Rollins in letzter Zeit verändert hat. Das wird nicht passiert sein...oder? Die Shine Championesse wird nur versuchen Becky bis aufs Blut zu reizen. Leise kichernd dreht sie Becky den Rücken zu und wackelt auffallend mit ihrem Hinterteil.
skye blue: "Na, willst du mal nachsehen, ob man die Handabdrücke deines...Mannes noch sieht? Hihi!"
Die letzten Worte von Skye hallten noch wie ein Echo in Beckys Ohren nach.
Erstarrt stand sie da, ihr Atem ging schwer, die Brust hob und senkte sich schnell. In ihrem Kopf schrie eine Stimme, sie solle ruhig bleiben. Nicht hier. Nicht jetzt. Das ist genau das, was Skye nur will. Ihre Fingernägel gruben sich schmerzhaft in ihre Handflächen. Sie wollte sich zurückhalten. Wirklich. Sie hatte sich geschworen, nicht in Skyes Spiel einzusteigen. Nicht in diesem Backstage Bereich. Nicht, solange Dijak wie ein Schatten der Gewalt hinter ihr stand. Doch dann kam dieser eine, letzte Satz. Etwas in Becky zerbrach regelrecht. Die Andeutung, dass Seth...ihr Seth, Skye angefasst habe, dass er sie benutzt haben könnte, während sie selbst mit ihrer Ehe kämpfte… das war zu viel. Ihre Augen weiteten sich. Das Gesicht verzerrte sich vor blanker, unkontrollierter Wut. Ohne Vorwarnung explodierte sie.
BECKY LYNCH: "WAG ES NICHT, NOCH EINMAL SO ÜBER SETH ZU SPRECHEN, DU KRANKES MISTSTÜCK"
Ihre Stimme war nur noch ein tiefes, animalisches Knurren von einem Aufschrei. Ohne weitere Vorwarnung explodierte Becky. Sie packte Skye brutal an ihrem Zopf, riss sie mit voller Wucht zu sich und rammte ihr das Knie direkt ins Gesicht. Skye taumelte zurück, lachte aber gleichzeitig wie verrückt, Blut lief ihr aus der Nase. Sofort entstand ein wilder und chaotischer Brawl, den man so lange nicht mehr in den Shows gesehen hatte. Becky stürzte sich auf sie, schlug mit harten, unkontrollierten Fäusten auf Skye ein. Wilde Schwinger zum Kopf oder in die Rippen, ganz egal wohin. Skye kreischte vor Lust und Schmerz, versuchte aber gleichzeitig zurückzuschlagen, kratzte mit ihren Nägeln über Beckys Arme und Gesicht. Beide Frauen krachten gegen eine Equipment-Kiste, rissen sie um und rollten über den Boden.
BECKY LYNCH: "DU HAST KEIN RECHT! DU HAST KEIN VERDAMMTES RECHT!"
Becky saß nun rittlings auf Skye und drosch weiter auf sie ein. Die Wut der letzten Wochen, die Demütigungen, die Angst um Seth, die ständigen Provokationen, alles brach jetzt aus ihr heraus. Skye lachte nur hysterisch, spuckte Blut und versuchte, Becky an den Haaren zurückzuziehen. Im Hintergrund hörte man Renee Young entsetzt aufschreien und sah wie sie weiter zurückwich. - Dann kam DIJAK!
Der riesige Mann bewegte sich erschreckend schnell. Er packte Becky von hinten mit beiden Händen, riss sie hoch, als würde sie nichts wiegen und schleuderte sie brutal gegen die nächste Wand. Becky prallte hart mit dem Rücken dagegen und sackte kurz zusammen. Dijak gab ihr keine Sekunde. Er stapfte auf sie zu, packte sie am Hals und drückte sie mit brutaler Kraft gegen die Wand hoch, ihre Füße baumelten in der Luft. Becky röchelte, schlug verzweifelt auf seinen Arm ein, doch es war, als würde sie gegen Stahl schlagen. In der Zeit rappelte sich Skye lachend und blutend vom Boden auf, wischte sich das Blut vom Kinn und schaute mit leuchtenden, wahnsinnigen Augen zu.
skye blue: "Siehst du? Da ist sie ja… deine Dunkelheit! Hihihi… Lass sie atmen, Dijak. Noch. Ich will, dass sie in Berlin noch viel mehr davon zeigt.“
Dijak starrte Becky noch einen langen, eiskalten Moment an, dann ließ er sie fallen. Sie sackte hustend und nach Luft ringend auf die Knie. Skye tänzelte näher, ging erneut vor der am Boden knienden Becky in die Hocke und strich ihr fast zärtlich eine rote Locke aus dem blutigen Gesicht.
skye blue: "Berlin wird so schön… Ich kann’s kaum erwarten, dich endlich ganz zu brechen, Mommy.“
Skye küsste ihre eigenen blutigen Finger und drückte sie Becky spielerisch auf die Lippen, bevor sie sich lachend erhob. Dijak stellte sich schützend neben sie. Gemeinsam verschwanden sie im Gang, während Skye ihr irres Kichern durch den Backstage Bereich hallen ließ. Becky blieb auf allen Vieren zurück, schwer atmend, mit blutenden Kratzern im Gesicht und brennender Wut in der Brust. Renee Young traute sich erst nach einigen Sekunden wieder näher.
Renee Young: "Becky… oh mein Gott…"
Becky starrte mit leerem, hasserfülltem Blick in die Kamera. Ihre Stimme war nur noch ein heiseres Flüstern mit einem tiefen irischen Akzent.
BECKY LYNCH: "Ich schwöre bei Gott, ich werde sie umbringen! FOCK!"
Später am Abend.
Die Show in Lissabon läuft weiterhin.
Dumpf dröhnt die Crowd selbst bis in die hinteren Bereiche der Arena. Mitarbeiter mit Headsets bewegen sich zügig durch die Korridore, irgendwo diskutieren Producer über Abläufe, während auf mehreren Monitoren parallel verschiedene Kamerabilder der laufenden Show flackern.
Der typische Zustand kontrollierter Unordnung.
Mitten durch diesen Bereich bewegt sich ein Mann, der davon vollkommen unberührt wirkt.
Robin. Christopher. Fohrwerk.
Dunkler Mantel.
Perfekt sitzender Anzug.
Ruhige Schritte.
Er läuft nicht wie jemand, der nach etwas sucht.
Eher wie jemand, der bereits weiß, was er vorfinden wird.
Die Kamera folgt ihm einige Sekunden durch den Produktionsbereich, ehe er schließlich vor einer Seitentür stehen bleibt.
"PRODUCTION / EXECUTIVE ACCESS"
Ein Security-Mitarbeiter bemerkt ihn sofort.
"Sir, dieser Bereich ist nur für autorisiertes Personal."
Fohrwerk hebt den Blick langsam zu ihm.
Keine Irritation.
Keine Diskussion.
Lediglich ein kurzer Blick auf das Schild neben der Tür.
R.C.F.:
"Dann ist die Zugangskontrolle zumindest sichtbar gekennzeichnet."
Der Security-Mitarbeiter wirkt einen Moment irritiert, unsicher, ob das überhaupt eine Antwort war.
Fohrwerk hingegen bleibt vollkommen ruhig.
Sein Blick wandert kurz durch den Raum hinter der geöffneten Tür. Monitore. Ablaufpläne. Mitarbeiter, die sich gegenseitig Anweisungen geben. Mehrere Bildschirme zeigen parallel Szenen der laufenden Show.
Für einige Sekunden beobachtet Fohrwerk das Ganze schweigend.
Dann greift er langsam in die Innentasche seines Mantels und zieht eine schlichte schwarze Mappe hervor.
Kein Logo.
Keine Beschriftung.
Lediglich ein kleiner weißer Vermerk auf der Vorderseite:
Chairman Office
Er reicht die Unterlagen dem Mitarbeiter.
R.C.F.:
"Bitte weiterleiten."
Der Mann nimmt die Mappe entgegen, sichtbar vorsichtiger als zuvor.
Für einen kurzen Augenblick fällt der Blick der Kamera auf die oberste Seite innerhalb der Unterlagen.
Keine Bewerbung.
Keine persönliche Nachricht.
Sondern mehrere sachlich formulierte Notizen.
![[Bild: Chairman-Mappe.png]](https://i.ibb.co/Dg731Y6q/Chairman-Mappe.png)
--------------------------------------------------------------------
Wiederholte öffentliche Kontrollverluste innerhalb des aktiven Rosters
Emotionale Eskalationen beeinflussen zunehmend die Außendarstellung der Company
Fehlende interne Struktur wird Teil der öffentlichen Wahrnehmung
Darunter lediglich ein einzelner Satz.
"Instabilität bleibt selten intern."
Und darunter:
R.C.F.
------------------------------------------------------------------
Der Security-Mitarbeiter hebt den Blick wieder an.
"Soll ich...jemandem Bescheid geben?"
Fohrwerk betrachtet ihn einen Moment.
R.C.F.:
"Nein."
Eine kurze Pause. Beide tauschen Blicke aus.
R.C.F.:
"Falls Interesse besteht, wird man sich melden."
![[Bild: Fohrwerk.png]](https://i.ibb.co/27k3nZ2h/Fohrwerk.png)
Mehr sagt er nicht.
Fohrwerk setzt sich bereits wieder in Bewegung und verschwindet langsam den langen Korridor entlang, während hinter ihm weiterhin die dumpfen Reaktionen der laufenden Show durch die Arena hallen.
Kurz bevor die Kamera ausblendet, bleibt sie noch einmal auf der schwarzen Mappe in den Händen des Mitarbeiters liegen.
Still.
Ordentlich.
Fast fehl am Platz zwischen all dem Chaos der laufenden Produktion.
CO - MAIN EVENT
SINGLES MATCH
Danhausen vs. LA Knight
![[Bild: danhausenlaknight.png]](https://i.ibb.co/TBd5c1nx/danhausenlaknight.png)
Writer: ???
L ... A ... Knight
Die Theme von LA Knight wird den Menschen in der Halle mit voller Dröhnung um die Ohren gehauen. Dementsprechend laut jubeln die Fans, als sich Knight in voller Pracht präsentiert. Pants und Boots sitzen eh schon wie angegossen, dazu trägt er noch eine farblich abgestimmte Weste. Der Dunkelhaarige marschiert schnurstracks in Richtung des Ringes. Dabei nimmt er die Reaktionen um sich herum wahr. Knight weiß zu schätzen, dass die Fans hinter ihm stehen, auch wenn man das seiner stoisch-fokussierten Miene nicht unbedingt ansieht.
Matthew Rehwoldt: "The following Countest is getting for one Fall" ONE FALL! "Introducing first... from Los Angeles, Calofornia... weighing in at 240 pounds... L...A...Knight!"
Fans: YEAH!!!
Am Ring angekommen springt er auf das Apron, rutscht dort ein paar Zentimeter auf dem Knie zurück und steht in einer flüssigen Bewegung wieder auf. So entert der ehemalige Eli Drake den Turnbuckle und setzt sich auf die Polsterung. Die Arme gehen zum Posing in die Höhe, bevor er Dunkelhaarige den Ring betritt. Ohne zu zögern steuert er die gegenüberliegende Ecke an und besteigt auch diese. Jetzt hat er die Zuschauer fest im Blick und auch im Griff. Hier gibt Knight ihnen vor, was sie tun und sagen müssen. Wie ein Dirigent schwingt er seinen Finger...und die Menschen in der Halle reagieren darauf...
LA Knight: WITH EVERBODY SAYIN'...
Fans: L...A...KNIGHT! YEAH!
LA Knight: Yeeeeaaaah!
Zufrieden nickt er dem Auditorium zu und springt auf die Matte. Die Weste legt er ab und zeigt sich bereit für das kommende Match.
Und damit ertönt eine Musik, die beängstigend wirkt. Die Lichter der Halle werden abgedunkelt und auf der Stage erscheint … niemand? Es dauert einen Moment, ehe die Lichter der Halle wieder angehen, und einen kurzen weiteren Moment, ehe die Musik ausgestellt wird. Aber von Danhausen ist noch immer keinerlei Spur zu sehen. Auch der Referee im Ring scheint etwas verwundert darüber zu sein und spricht sich mit Matthew Reynolds ab, der allerdings ebenfalls keine Information hat. Das letzte Mal, als wir ihn sahen, ist er einen riesigen Schacht hinunter in den Abgrund gefallen und wurde dort von mehreren Hunderten Jon-Moxley-Puppen attackiert und überwältigt. Doch so, wie das alles ausgesehen hat, war das nicht real, sondern einfach nur irgendein cinematisches Video gewesen. Es ist unmöglich, dass Danhausen wirklich von Hunderten Puppen in einem kilometerweiten Schacht angegriffen wurde … oder? Auf alle Fälle würde es erklären, warum er hier nicht auftaucht. Und da scheinbar niemand eine Information hat, wo sich unser amtierender Eastcoast Champion of the World befinden könnte, bleibt dem Ringsprecher auch nichts anderes übrig, als die Entscheidung des Referees zu verkünden.
Matthew Rehwoldt: „Ladies and Gentlemen, da Danhausen nicht erschienen ist, kann das Match nicht stattfinden und durch No Contest und Nichterscheinen geht der Sieg somit an LA Knight!“
Das hätte definitiv anders laufen können…und auch sollen! Wenig amüsiert zwängt sich LA Knight durch den Vorhang und stapft zügig durch die Gorilla Position hindurch. Am finsteren Gesichtsausdruck und dem geschüttelten Haupt erkannt man, dass er doch angefressen ist. Endlich hatte er mal wieder ein Match und hätte den leichten Mief, der ihm nach der Raven Niederlage noch nachgeht, endgültig abschütteln können. Tja, nur ist sein heutiger Gegner nicht aufgetaucht. Danhausen ist einfach nicht angetreten. Warum auch immer! Knight interessiert es nicht, was mit Dan passiert ist. Ihm stinkt es nur, dass er im Ring stehen gelassen wurde.
Damit er seinen Unmut auch verbalisieren kann, wurde Renee Young vorgeschickt, die sich dem Megastar in den Weg stellt. LA reagiert zwar nicht gerade euphorisch. Dennoch ist es ihm ganz recht, dass die blonde Kanadierin ihm gleich die ein oder andere Frage stellen wird.
Renee Young: "LA Knight, kein Match heute für dich! Was sind deine Gedanken dazu?“
Ja, wie sehen diese wohl aus? Schnaubend schließt der ehemalige Eli Drake kurz die Augen und sieht Renee daraufhin mit einem ernsten Blick an.
LA Knight: Okay, okay! Lemme talk to ya! Meine Lust, wieder gegen Danhausen in den Ring zu steigen, hat sich in Grenzen gehalten. So ehrlich muss ich sein! Ich habe auch Verständnis dafür, dass dieser Clown sich keine weitere Abreibung vom Megastar LA Knight abholen wollte. Yeah!
Ja, man kann sich noch an die monatelangen Reibungen zwischen Danhausen und LA Knight, die sich dann noch auf Mandy Rose, AJ Lee, Tiffany Stratton und Logan Paul ausgebreitet haben, erinnern. Gerade Knight war heilfroh, dass er und Mandy das letzte Match in diesem Krieg für sich entscheiden konnten. Dass es früher oder später wieder zu einem erneuten Fight kommen kann, war eigentlich abzusehen.
LA Knight: Aber weißt du, was mir noch viel mehr auf die Nerven geht? Ich habe die letzten Tage trainiert, habe mich akribisch auf das Match vorbereitet, bin zum Ring gegangen, um mich den c2c Fans hier in Portugal zu präsentieren…und dieser Freak hat die Nerven, mich einfach stehen zu lassen? Nah Nah! So springt man mit mir nicht um! Früher oder später gibt es da noch Konsequenzen. I promise that! Dann zeige ich ihm sehr gerne, wie viel Respekt gegenüber mir angebracht ist. Yeah!
Okay, was das wohl heißt? Irgendwann ein weiteres Match, wo Danhausen für heute büßen soll? Soweit lässt Knight das offen. Vielleicht musste er auch einfach nur etwas Dampf ablassen. Renee gibt sich dabei neutral und zeigt keine großen Reaktionen. Eigentlich auch nicht angebracht so lange man nicht weiß, warum Dan nicht erschienen ist.
Renee Young: "Abseits von deinem Match heute haben wir die letzten Wochen immer wieder gesehen, dass du mit Jey Uso aneinandergeraten bist. Möchtest du darüber noch ein paar Worte verlieren?“
Knight grinst ganz leicht und stemmt die Arme an die Hüften. Es ist ihm, als würde sein Kinn schmerzen…an der Stelle, wo er beim vergangenen Special von einem Superkick getroffen wurde. Natürlich nur eine Einbildung – aber eben auch eine prägende Erfahrung, die Knight mit Uso verbindet.
LA Knight: Ach ja…Jey Uso, hm? Bud‘, ich muss sagen…ich bin dann doch beeindruckt! Du lässt deinen Worten Taten folgen und bietest deinem geliebten Tribal Chief die Stirn, da sich für dich eine große Chance ergibt. Gut, wenn ich richtig informiert bin, wurdest du quasi von Kenny Omega dazu genötigt…aber dennoch! Ich bin gespannt, ob gleich der Druck zu groß sein wird, oder ob du wirklich bereit bist Mister „Main Event“ zu sein. Nur…und so fair will ich sein Jey „Yeet“ Uso…ich hab‘ DAS immer noch nicht vergessen!
Dabei deutet der Dunkelhaarige auf sein Kinn, wo beim Special die Sohle von Jey gelandet ist.
LA Knight: Ich habe dir schon gesagt, dass man sich nicht so einfach mit mir anlegt und dann glaubt, dass nichts passieren wird! Heißt, ich werde mir gaaaanz genau dein Match gegen Roman ansehen. Und was dann geschieht? Only a Megastar will know! Yeah! Aber am Ende des Tages wird dir, Roman, Kenny Omega oder wem auch immer eins klar sein…Who’s game is it? It’s always, and will ever be, L…A…Knight’s game! Yeah!
Punkt! Knight nickt Renee nochmal zu und lässt sie dann links liegen. Hier hat der ehemalige Eli Drake gesagt, was ihm gerade noch auf der Seele gebrannt hat. Was seine Aussage für den heutigen Main Event, die in ein paar Minuten beginnt, bedeuten wird? Da muss man sich überraschen lassen. Er zieht hier weiter und verschwindet hinter der nächsten Ecke. Fade off.
REMATCH?
Bisher läuft der Abend ziemlich unbefriedigend für ihn. Ausgerechnet heute musste er ein Match haben, an welchem er nicht teilnehmen konnte, weil er zuvor umgebracht wurde. Der arme und scheinbar seit kurzem selbst verfluchte Danhausen! Wer hätte gedacht, dass sich Jon Moxley einen so grauenvollen Partner zur Hilfe sucht. Wobei es wohl niemandem vorher klar gewesen sein könnte, dass Danhausen nur alleine durch die Puppe Lilly von Alexa Bliss so ehrfürchtig ist und Probleme erleidet. Seit Wochen schon quält er sich mit Furcht, Albträumen und grauenvollen Ereignissen, die ihm von Lilly in seinem Kopf vorgespielt werden. Und das wahrscheinlich, ohne dass weder Lilly noch Alexa etwas davon wissen. Das Ganze geht sogar so weit, dass er seine Matches entweder gar nicht bestreitet oder aber einfach aus dem Match schreiend davonrennt und sich auszählen lässt. Die Kamera schaltet in einen völlig anderen Bereich der Arena. Hier herrscht absolute Stille und weder der Jubel der Fans noch der Lärm der Arbeiter im Backstagebereich ist hier hinten zu hören. Wir befinden uns hier ausschließlich in einem engen, schlecht beleuchteten Abstellraum irgendwo tief im Backstagebereich, in welchem das flackernde Licht einer alten einzelnen Neonröhre den Raum in ein unruhiges, kaltes Weiß tauchen lässt, in dem jede Bewegung noch unangenehmer wirkt. Und hier, zwischen alten Kisten, zusammengefalteten Kabeln und abgestellten Requisiten … sitzt … wobei nein, das passt nicht … kauert? Ja, das ist viel besser … kauert der beschriebene Danhausen!
![[Bild: 1e4b5a7a-3232-4d9f-bf3b-dafc1ef865dc.png]](https://i.ibb.co/Fk8xRtr6/1e4b5a7a-3232-4d9f-bf3b-dafc1ef865dc.png)
Zusammengekauert in der Ecke, die Knie eng an den Körper gezogen, die Arme fest darum geschlungen, als würde er versuchen, sich selbst irgendwie zu schützen. Sein Körper zittert sichtbar. Nicht leicht … sondern so, als würde jede Faser in ihm unter Spannung stehen. Seine Augen sind weit aufgerissen und ständig hektisch in Bewegung, als würde er in jeder dunklen Ecke etwas sehen, das gar nicht da ist. Schnell … viel zu schnell ist er am Atmen und wenn das so weitergeht, wird er am heutigen Abend wohl zum zweiten Mal sterben.
DANHAUSEN : „N-Nein … nein, nein, nein … geh weg! Sie ist nicht real … Sie ist nicht real … Sie ist nicht real …“
Seine Stimme ist kaum mehr als ein brüchiges und panisches Flüstern. Er schüttelt den Kopf immer wieder leicht, als würde er versuchen, Bilder aus seinem Kopf zu vertreiben … Bilder, die sich scheinbar immer wieder aufdrängen. Bilder von kurzen, schnellen Schritten in einem dunklen Raum! Bilder von einem leisen Kichern und dazu noch diese Augen! Diese grauenvollen Augen von dieser fürchterlichen kleinen Puppe, die sich selbst Lilly nennt! Danhausen presst die Augen für einen Moment fest zusammen, doch es bringt nichts. Die Angst verschwindet nicht. Sie sitzt tiefer. Viel tiefer. Seine Finger krallen sich in seine eigenen Arme, als würde er sich selbst festhalten müssen, um nicht völlig die Kontrolle zu verlieren.
DANHAUSEN : „Lillabellhausen bekommt Danhausen nicht … nein, nein … Danhausen versteckt sich … Danhausen ist hier sicher … Nein … nein, nein, nein, nein … bitte … verschwinde … leave Danhausen alooohooohooohoooooneeeeeeee …“
Fleht er in flüsterndem, fast schon weinerlichem Ton ganz leise. Doch selbst während er das sagt, wandert sein Blick langsam zu dieser Tür. Dieser verdammten Tür. Die kleine, unsichere Tür mit diesem einfachen Griff auf viel zu dünnem Holz lässt seinen gesamten Körper anspannen. Sie reicht aus, um das Innere dieses Raumes in absolute Stille zu tränken, aber selbst diese Stille ist viel zu unheimlich. Man hört nur seinen Atem … dieses unruhige, schnelle Ein- und Ausatmen … und irgendwo in der Ferne ein dumpfes Geräusch aus der Arena, das hier unten kaum noch ankommt. Doch dann plötzlich vernehmen die Fans und auch Danhausen selbst dieses grauenvolle, leise Knacken, das ihn abermals erstarren lässt. Sein Blick schießt sofort zur Tür und seine Augen werden noch größer, falls das überhaupt noch möglich ist. Sein Körper rutscht noch ein kleines Stück weiter in die Ecke, als könnte er sich irgendwie unsichtbar machen. Als könnte er einfach … verschwinden. Doch das kann er nicht. Langsam wird der Knauf an der Tür gedreht und Danhausens Atem stockt komplett. Kein Geräusch mehr von ihm.
![[Bild: 596da3d5-1c44-4f62-a79c-9312cb97daee.png]](https://i.ibb.co/YFwhzRLD/596da3d5-1c44-4f62-a79c-9312cb97daee.png)
Nur diese pure, nackte Angst in seinem Blick. Diese Angst, die ihn eingeholt hat, denn langsam öffnet sich die Tür und davor kommt …
... NICHTS! Die Tür steht nur einen kleinen Spalt offen. Das flackernde Licht aus dem Abstellraum fällt hinaus in den dunklen Gang, während Danhausen regungslos in seiner Ecke kauert. Und dann ganz langsam eigentlich schon viel zu langsam schiebt sich etwas Weißes unten durch den Türspalt... Ein kleiner Stoffarm... Die Tür knarzt weiter auf und dort sitzt sie... Lilly... Still! Die Puppe von Alexa Bliss mit diesem grotesken Grinsen im Gesicht und den weit aufgerissenen Augen direkt auf Danhausen gerichtet. Die Puppe bewegt sich keinen Zentimeter und genau DAS macht es noch schlimmer. Denn plötzlich hört man aus dem Flur eine Stimme. Eine bekannte Stimme zuerst gedämpft und weiter entfernt.
???
"Lillyyyy?“
Wieder erklingt die Stimme doch diesmal näher begleitet von langsamen Schritten über den Betonboden.
???
"Lilly, wo bist du denn?“
Die Schritte stoppen direkt vor der Tür und ein paar Sekunden lang passiert gar nichts. Nur das nervöse Summen der Neonröhre und dann greift plötzlich eine Hand an den Türrahmen. Alexa Bliss tritt höchstpersönlich in den Raum. Die Fans in der Arena reagieren sofort lautstark, doch hier unten wirkt alles seltsam gedämpft. Alexa bleibt einen Moment im Türrahmen stehen und schaut verwundert in den Raum hinein. Ihr Blick wandert zuerst zu Lilly und dann zu dem völlig zusammengebrochenen Danhausen in der Ecke. Sofort hebt Alexa leicht eine Augenbraue.
Alexa Bliss
"... ... Ähm!“
Sie schaut kurz zu Lilly herunter. Alexa greift schließlich nach Lilly und hebt die Puppe langsam auf ihren Arm. Für einen kurzen Augenblick mustert sie das groteske Grinsen der kleinen Stofffigur, ehe sie leicht den Kopf schüttelt.
Alexa Bliss
"Und warum genau bist du wieder alleine unterwegs, hm?“
Sie hebt Lilly ein kleines Stück höher an, als würde sie tatsächlich eine Antwort erwarten.
Alexa Bliss
"Weißt du eigentlich, wie lange ich dich gesucht habe?“
Natürlich bleibt Lilly vollkommen regungslos. Dieses breite aufgenähte Lächeln verändert sich keinen Zentimeter. Doch genau das macht die gesamte Situation irgendwie noch unangenehmer. Alexa seufzt leise...
Alexa Bliss
"Ja okay … du bist heute wieder ganz besonders gesprächig.“
Erst jetzt hebt Alexa ihren Blick langsam vom Arm der Puppe und schaut sich genauer in dem kleinen Raum um. Ihr Blick wandert über die alten Kisten Über die zusammengefalteten Kabel... das flackernde Neonlicht und dann bleibt sie schließlich an Danhausen hängen. Alexa blinzelt überrascht für einen Moment sagt sie gar nichts, als würde sie versuchen zu verstehen, warum dieser Mann aussieht, als hätte er gerade den Tod persönlich gesehen.
Danhausen schüttelt nur panisch den Kopf, zeigt mit zitternder Hand auf Lilly. Für ihn ist sie nicht bloß eine Puppe. Für ihn … ist es etwas ganz anderes. Und genau dieser Unterschied lässt die Szene noch unangenehmer wirken.
DANHAUSEN : „Schaf… schaff diesen Dämon weg von Danhausen! Sie hat sich bewegt! Sie will Danhausen umbringen! Sie ist böööööseeeeeee!“
Beginnt Danhausen in zitternder Tonlage zu schreien und es wäre doch etwas verwunderlich, wenn irgendjemand verstehen könnte, was mit ihm aktuell los ist. Ein erwachsener Mann… ein… ein Wesen, das bei der c2c unter Vertrag steht, hat Angst vor einer ganz normalen Puppe? Wann hat es so etwas schon einmal gegeben? Und vor allem ist es ein Champion der Liga! Dieser Mann dort ist amtierender Eastcoast Champion of the World! Amtierender Eastcoast Champion, der hier vor lauter Angst nicht einmal mehr mit Alexa Bliss reden möchte!
DANHAUSEN : „Lass Danhausen in Frieden!“
Zitternd dreht Danhausen seinen Kopf weg und hält Alexa die flache Hand entgegen, um Lilly nicht mehr sehen zu können. Er denkt wohl, wenn er sie nicht sieht, dann sieht sie ihn auch nicht, wodurch er sicher wäre. Naja, ob das was wird. Vielleicht hat er ja Glück und Alexa geht einfach…
Alexa bleibt zunächst noch im Türrahmen stehen und betrachtet Danhausen mit einer Mischung aus Verwirrung … und ehrlicher Skepsis. Ihr Blick wandert langsam von seinem zitternden Körper zu der ausgestreckten Hand, mit der er verzweifelt versucht, Lilly auszublenden. Dann wieder zurück zu seinem Gesicht und je länger sie ihn ansieht, desto mehr scheint sie sich innerlich dieselbe Frage zu stellen... Ist das hier gerade wirklich ein erwachsener Mann oder einfach ein völlig verängstigtes Kind? Kurz presst Alexa die Lippen leicht zusammen, ehe sie vorsichtig einen Schritt nach vorne macht. Dann noch einen weiteren langsam und Bedacht als würde jede hektische Bewegung Danhausen endgültig explodieren lassen. Doch selbst dabei hält sie noch deutlichen Abstand. Gut zehn Meter entfernt bleibt sie schließlich stehen, während das flackernde Neonlicht unruhige Schatten über ihr Gesicht zieht. Lilly hängt weiterhin regungslos in ihrem Arm... Zumindest scheinbar und Alexa hebt die freie Hand leicht an.
Alexa Bliss
"Hey... ganz ruhig, okay? Danhausen Lilly ist nur eine Puppe... Okay eine Puppe mit einem vielleicht leicht fragwürdigen Eigenleben.“
Kaum sind diese Worte ausgesprochen, beginnt die Neonröhre über ihnen plötzlich wieder unruhig zu flackern. Das Licht wird kurz dunkler. Alexa verdreht leicht die Augen und sie hebt Lilly ein kleines Stück an und betrachtet das grinsende Gesicht der Stofffigur. Alexa betrachtet Lilly noch einige Sekunden lang schweigend. Dieses unnatürlich breite Stoffgrinsen wirkt im flackernden Licht plötzlich noch viel unangenehmer als zuvor. Erst dann hebt sie langsam den Blick wieder zu Danhausen. Und diesmal verschwindet das amüsierte Lächeln aus ihrem Gesicht ein kleines Stück. Denn egal wie verrückt das hier gerade wirkt... Danhausen spielt nicht er hat echte Angst... Alexa atmet leise durch und verlagert ihr Gewicht leicht auf ein Bein, während sie Lilly weiterhin im Arm hält.
Alexa Bliss
"Das hier ist nicht mal das erste Mal, dass sowas passiert... Hin und wieder verschwindet sie einfach. Ich lege sie irgendwo hin … und ein paar Stunden später sitzt sie plötzlich an einem komplett anderen Ort. Nein. Nein nein nein jetzt hör mir erstmal zu. Ich weiß selber nicht, wie sie manchmal an gewisse Orte kommt, okay?“
Kurz schaut sie wieder zu Lilly herunter. Diesmal allerdings nicht mehr ganz so entspannt wie zuvor.
Alexa Bliss
"Einmal lag sie plötzlich mitten in meiner Umkleidekabine, obwohl ich sie vorher definitiv im Tourbus vergessen hatte.“
Für einen kurzen Moment bleibt Danhausen einfach regungslos in seiner Ecke sitzen, die Knie weiterhin eng an den Körper gezogen, die Arme darum geschlungen, als wären sie das Einzige, was ihn noch irgendwie zusammenhält. Seine Augen bleiben starr auf Lilly gerichtet. Dieses breite, unnatürliche Stoffgrinsen scheint sich förmlich in seinen Kopf einzubrennen. Das Zittern vor Angst wird immer stärker. Es sind nicht nur seine Hände betroffen, nein, sein ganzer Körper beginnt leicht zu beben. Langsam, ganz langsam, hebt Danhausen den Kopf ein kleines Stück an. Seine Augen wandern von Lilly … zu Alexa … und wieder zurück, ehe er ganz leicht den Kopf schüttelt und zögernd eine Hand anhebt … als würde er etwas erklären wollen … doch kaum bewegt sich Lilly auch nur minimal im Arm von Alexa durch das Flackern des Lichts … zuckt Danhausen sofort wieder zusammen. Mit ungewohnt leiser und brüchiger, fast schon flüsternder Stimme schreit er Alexa sofort an, dass sie Unrecht hat. Nichts von dem sonst so selbstsicheren, absurden Tonfall, den man von ihm kennt. Stattdessen klingt er, als würde er jeden Moment die Kontrolle verlieren … oder hat sie bereits verloren.
DANHAUSEN : „Nein! Nein nein nein! Das ist nicht bloß eine Puppe! Bewege sie nicht! Lass sie nicht auf Danhausen gucken! Kein Augenkontakt! Durch Augenkontakt holt sie sich einen Zugang in dein Inneres!“
Seine Finger krallen sich wieder fester in seine eigene Hose, während er sich noch ein Stück weiter in die Ecke drückt … obwohl da eigentlich kein Platz mehr ist, um noch weiter zurückzuweichen. Das einzelne Licht flackert erneut und ganz sicher ist Lilly der Grund dafür, weil ihre böse Ader selbst die Glühbirnen zu zittern bringt. Und in diesem Flackern des Lichtes wirkt es für den Bruchteil einer Sekunde fast so, als würde Lillys Kopf … plötzlich minimal anders stehen als zuvor. Danhausen erstarrt komplett und sein Atem stockt regelrecht. Seine Stimme kippt jetzt komplett und man kann ihm die echte, rohe Panik deutlich ins Gesicht geschrieben sehen.
DANHAUSEN : „DA! Sie hat sich bewegt! Sie hat sich definitiv bewegt! Danhausen hat es genau gesehen! Das ist kein normales evil! Das ist fortgeschrittenes evil!“
Doch gleichzeitig passiert etwas anderes. Ganz langsam … ganz vorsichtig … beginnt sich sein Ausdruck zu verändern. Die Angst ist noch da … absolut … aber darunter mischt sich etwas anderes. Etwas Dunkleres. Etwas, das man von ihm kennt. Seine Augen verengen sich leicht. Er hebt den Kopf ein kleines Stück weiter an … dieses Mal etwas kontrollierter. Ein leichtes, schiefes Grinsen zieht sich für einen Moment über sein Gesicht … völlig fehl am Platz in dieser Situation. Er deutet ganz langsam, mit zitterndem Finger, auf Lilly.
DANHAUSEN : „Danhausen kennt evil … Danhausen ist selbst very nice and very evil … aber das … das ist anderes evil! Kein cursed evil! Das ist … ganz … finsteres … evil!“
Er schluckt schwer und richtet seinen Blick wieder auf Alexa. Diesmal direkter, aber immer noch vorsichtig, wenn auch fokussierter. Ein kurzes, nervöses Lachen entweicht ihm … doch es klingt gezwungen … fast schon kaputt. Dann wird er plötzlich wieder still und sein Blick wandert langsam wieder zurück zu Lilly. Das Flackern des Lichtes hört nicht auf und diesmal … flüstert er nur noch.
DANHAUSEN : „Warum behältst du sie in deinem Besitz? Warum würde irgendwer dieses … dieses … Ding bei sich behalten wollen? Verbrenne es! Oder vergrabe es! Oder besser … schenke es jemandem, den Danhausen nicht ausstehen kann … schenke sie Bookhausen oder so … whaaaa, sie schaut mich an … nimm sie weg, nimm sie weg, nimm sie WEEEEEEEEG!!!“
Alexa bleibt erstaunlich ruhig zumindest äußerlich. Nachdem Danhausen sie beinahe anschreit und sich immer weiter in die Ecke drückt, verändert sich ihre Haltung kaum. Sie beobachtet ihn nur aufmerksam... dieses zittern... diese Panik... diese vollkommen echte Angst in seinen Augen. Und gleichzeitig versteht sie es einfach nicht denn für sie ist Lilly zwar … seltsam... Ja oder sogar manchmal ein bisschen unheimlich. Aber niemals so auf diese Art. Langsam hebt Alexa eine Augenbraue...
Alexa Bliss
"Danhausen … ich glaube wirklich, du steigerst dich da ein kleines bisschen rein.“
Doch kaum hat sie das ausgesprochen flackert die Neonröhre erneut. Der Raum versinkt für den Bruchteil einer Sekunde in Dunkelheit. Als das Licht zurückkehrt, steht Alexa noch immer ruhig da. Alexa seufzt leise... Dann hebt sie Lilly langsam etwas höher an, bis die Puppe fast auf Augenhöhe mit ihr ist.
Alexa Bliss
"Okay … jetzt schauen wir uns dich mal genauer an.“
Sie kneift leicht die Augen zusammen und betrachtet Lillys Gesicht genauer. Ihr Blick wandert langsam über die aufgemalten Augen über das breite Grinsen und plötzlich runzelt sie irritiert die Stirn.
Alexa Bliss
"Moment mal …“
Sie dreht die Puppe leicht zur Seite uns dann wieder zurück. Ihre Stirn legt sich langsam in Falten.
Alexa Bliss
"Seit wann sieht dein Gesicht denn so komisch aus?“
Das Flackern der Neonröhre wird unruhiger. Alexa hebt vorsichtig eine Hand an das Gesicht der Puppe. Sehr langsam fast schon zögerlich und plötzlich bleibt ihr Finger an etwas hängen... an etwas, das dort eigentlich nicht sein dürfte. Alexa blinzelt verwirrt...
Alexa Bliss
"Das ist doch nicht…“
Langsam greift sie fester zu und dann zieht sie plötzlich mit einem Ruck an Lillys Gesicht und Alexa erstarrt augenblicklich. In ihrer Hand befindet sich plötzlich keine Lilly mehr sondern eine völlig andere Puppe... Eine Jon Moxley Puppe die schon letzte Woche eine Rolle spielte mit zerzausten schwarzen Stoffhaaren. Einer winzigen Lederjacke und diesem völlig idiotischen kleinen Stoffgesicht mit angenähtem Bart. Die Neonröhre scheint plötzlich leiser zu summen und Alexa starrt die Puppe einfach nur an. Dann langsam die abgezogene "Lilly-Maske“ in ihrer anderen Hand und wieder zurück.
Alexa Bliss
"Was zur Hölle? Wo ist Lily... ist das schon wieder ein Spiel? Verstecken spielen oder Schnitzeljagd?“
Alexa schaut hektisch in den Raum und zum ersten Mal wirkt selbst sie wirklich verunsichert.
Alexa Bliss
"Okay nein... nein nein nein... wer macht sowas?“
Sie dreht sich sofort zur Tür um doch der Gang draußen ist leer. Und genau da fällt ihr plötzlich etwas auf... Lilly ist weg einfach komplett verschwunden. Alexa blickt sofort wieder hinunter auf die Moxley-Puppe in ihren Händen darauf langsam zurück zu Danhausen. Zum ersten Mal seit Betreten dieses Raumes verschwindet jede Gelassenheit aus ihrem Gesicht.
Alexa Bliss
" Okay... jetzt wird’s langsam wirklich creepy.“
Und genau in diesem Moment erklingt hinter den alten Kisten im hintersten Teil des Raumes plötzlich ein leises Kinderkichern. Es ist nicht laut auch nicht hektisch sondern langsam verspielt. Und es ist definitiv nicht von Alexa Bliss. Wer mag das sein? Lily die spielen möchte... man erinnert sich och an ihrer Party mit der Einladung für Jon Moxley doch das ist Vergangenheit.
Doch noch bevor Alexa herausfinden kann, woher das lachende Geräusch stammt, passiert es plötzlich … Danhausen, der die ganze Zeit wie versteinert in seiner Ecke kauert, zieht plötzlich ruckartig den Kopf zur Seite. Seine Augen reißen sich noch weiter auf, als wäre das überhaupt noch möglich. Sein Blick fixiert einen Punkt direkt neben sich … neben der alten, halb zerfallenen Holzkiste, an die er sich eben noch gedrückt hat. Und genau dort sieht er es … Direkt neben ihm auf der Kiste sitzt sie. Lilly!
![[Bild: image.png]](https://i.ibb.co/N8YTPND/image.png)
Nicht in Alexas Arm oder irgendwo sonst im Raum. Nein, sie befindet sich genau neben ihm. Der Kopf leicht schief gelegt … dieses breite, leblose Stoffgrinsen … und für einen Moment … wirkt es fast so, als würden ihre Augen Danhausen direkt ansehen. Dieser erstarrt komplett und auch sein Atem setzt aus. Sein gesamter Körper friert ein, als hätte man ihn in genau diesem Moment eingefroren. Keine Bewegung und auch das Zittern ist spurlos verschwunden. Er ist vollkommen versteinert, während seine Augen auf dieser verdammten Puppe liegen, die hier ihre Mindgames spielt und dieses leise, kaum hörbare Kichern von sich gibt, was vielleicht auch nur in Danhausens Gedanken hörbar sein könnte. Doch dieses Kichern alleine genügt, dass Danhausen nun komplett explodiert!
DANHAUSEN : „AAAAAAAHHHHHH!!! NEIN NEIN NEIN NEIN!!! SIE IST HIER!!! SIE IST DIREKT HIER!!! SIE WILL DANHAUSEN!!! SIE HAT IHN GEFUNDEN!!! LAUF!!! LAUF!!! LAAAAAUUUUUF!!!“
Mit einem panischen Aufschrei springt er förmlich aus seiner Ecke auf, stolpert dabei halb über sich selbst, reißt eine der Kisten um, die laut scheppernd auf den Boden kracht, und schlägt sich dabei fast den Ellenbogen an der Wand an. Doch das interessiert ihn nicht. Wirklich überhaupt gar nicht. Er schaut nicht mehr zurück, sondern rennt einfach nur so schnell er nur kann. Blind vor Angst und völlig außer Kontrolle stürmt Danhausen quer durch den Raum, stößt dabei gegen einen alten Metallständer, der krachend zur Seite kippt, während er mit wild fuchtelnden Armen durch die Tür hinausrennt in den Gang außerhalb des Raumes, in welchem sich Alexa befindet.
![[Bild: c1502788-32d0-4aae-b349-d8d4179f905b.png]](https://i.ibb.co/NdZ3bBsB/c1502788-32d0-4aae-b349-d8d4179f905b.png)
Seine panischen Schreie hallen noch einige Sekunden durch den Flur, während er immer weiter rennt, bis er plötzlich gegen etwas stößt … oder gegen jemanden!
Die Kamera bleibt noch auf Danhausen drauf, während dieser versucht zu realisieren, das er hier gerade in eine weitere Person hineingerannt war. Natürlich hat er das, denn so, wie wie Dan hier die Füße in die Hand genommen hatte, hatte dieser keine große Kontrolle über seinen eigenen Körper mehr. Alexa hatte anscheinend ganze Arbeit geleistet, Danhausen komplett aus dem Konzept zu bringen. Danhausen fällt auf die Knie und blickt langsam an der Person nach oben und die Kamera zoomt dann auch langsam heraus. Die Fans jubeln auf, als man dann Jon Moxley erkennt. Der Lunatic hatte eine gewisse Zusammenarbeit mit Alexa eingegangen, um Danhausen ein wenig das Leben schwer zu machen. Doch mittlerweile geht das ganze Theater von Danhausen Jon aber auch sehr auf die Nerven. Kurz schüttelt Jon den Kopf und packt Dan an seinen Armen und "hilft" diesem auf die Beine.
Jon Moxley
"Endlich habe ich dich gefunden, ich fing schon an meine Geduld zu verlieren. Hör zu, Danny, ich habe die Schnauze voll von deinen ganzen Spielchen..."
Kurz stoppt Jon und blickt an Danhausen vorbei. Denn Alexa erscheint dann im Türrahmen des Raumes, wo Dan gerade wie ein Berserker herausgerannt war und sich das Schauspiel anschaut. Sie wirkte anders, fast schon nachdenklich. Immerhin wusste Jon natürlich nicht, was hier eben passiert war und das die Puppen anfingen, ein Eigenleben zu entwickeln. Was sie natürlich nicht wirklich taten, denn das ist alles eine Sache der Wahrnehmung.
Jon Moxley
"Ich verstehe noch immer nicht, wie ich den Titel gegen Jemanden wie dich verlieren konnte...Aber ich werde es nicht auf mich sitzen lassen. Ich will ein Rematch um das Gold, nächste Woche in Mailand... und ich warne dich, wenn du wieder versuchst abzuhauen...Dieser Kindergarten hier geht mir so dermaßen auf den Sack..."
Mit diesen Worten schubst Jon dann Danhausen wieder etwas in Richtung Alexa und natürlich zuckt Hausen wieder zusammen als er die Blondine sah. Jon drängt Danhausen immer weiter in die Enge und so wie es ausschaut, akzeptiert der Lunatic nur ein Ja von Danhausen. Die Frage war, ob dieser überhaupt mitbekommen hatte, was Jon von Ihm wollte.
Als Danhausen zurückgetaumelt ist, kann man ihm deutlich ansehen, dass ihm das Erscheinen von Mox nicht sonderlich viel geholfen hat. Eher im Gegenteil. Er dreht sich um und sieht abermals die grauenvolle Lilly in Alexas Armen sitzen, das lässt ihn sofort aufspringen und auf Moxley zustürzen, den er festhält und ihm bettelnd vorredet.
DANHAUSEN : „Aaahhh nein, lass Danhausen durch. Lass Danhausen weg von dieser scheußlichen Bestie, ich tue auch alles, was du willst.“
Laut schreit Danhausen diese Worte mitten in Moxleys Ohr, der das Ganze wohl lauter als die Fans in der Halle mitbekommen hat, da sich der Mischief Maker direkt vor ihm befindet. Oder wohl eher direkt um ihn, so wie er an Moxley geklammert ist. Er will hier einfach nur noch weg. Weg von diesem Monster. Weg von dieser fürchterlichen Lilly. Und Moxley ist ihm, seitdem die zweite Puppe aufgetaucht ist, die aussieht wie er, auch nicht mehr so geheuer, deswegen wird er ihn wohl kaum um Hilfe bitten. Allerdings hat er wohl gerade, ohne es selbst mitzubekommen, einem Titelmatch zugestimmt für die Show nächste Woche … oder?
Jon Moxley
"Gut, dann sehen wir uns nächste Woche. Danhausen gegen Moxley um den Titel."
Mit diesen Worten tritt Mox zur Seite, so das Danhausen theoretisch die Flucht ergreifen könnte. Da Jon nun auch das hat was er haben wollte, gibt es für Ihn hier auch nicht mehr weiter zu sagen. Sein Blick wandert dabei kurz zu Alexa herüber, die sich weiterhin alles genau anschaut, während Danhausen dann wirklich laut schreiend davon rennt.
MAIN EVENT
SINGLES MATCH
#1 Contender Match for the World Heavyweight Championship
Jey Uso vs. Roman Reigns
![[Bild: jeyroman.png]](https://i.ibb.co/RTMqzNTy/jeyroman.png)
Writer: Mark
Pat McAfee
"Ladies and Gentlemen… wir sind offiziell angekommen. Main Event Zeit hier in Lissabon!"
Die Kamera fährt noch einmal durch die ausverkaufte MEO Arena. Tausende Fans stehen bereits von ihren Sitzen auf. Überall leuchten Smartphones durch die Halle. Die Atmosphäre wirkt elektrisierend. Jeder weiß, was jetzt bevorsteht.
Cathy Kelley
"Roman Reigns gegen Jey Uso… Cousin gegen Cousin… und der Sieger wird Number One Contender auf Kenny Omegas c2c World Heavyweight Championship."
Auf dem Titantron werden noch einmal Bilder aus Madrid eingeblendet. Der versehentliche Spear von Roman gegen Jey. Kenny Omegas Sieg. Die angespannte Konfrontation backstage. Paul Heymans Worte. Die Fans reagieren lautstark bei jeder Szene.
Wade Barrett
"Und genau DAS ist der Punkt. Es geht heute Abend längst nicht mehr nur um den Number One Contender Spot."
Die Kamera schaltet zurück zu den Kommentatoren. Barrett lehnt sich leicht nach vorne.
Wade Barrett
"Das hier ist persönlich geworden. Sehr persönlich. Roman Reigns fühlt sich von Kenny Omega provoziert. Jey Uso fühlt sich durch den Spear aus Madrid gedemütigt. Und irgendwo dazwischen versucht Paul Heyman verzweifelt die Bloodline zusammenzuhalten."
Pat McAfee
"Aber ich sage euch was… ich habe Jey Uso noch nie so fokussiert erlebt wie heute."
Pat zeigt in Richtung Kamera.
Pat McAfee
"Dieser Mann hat jahrelang im Schatten anderer gestanden. Heute Abend könnte er den größten Sieg seiner Karriere holen."
Cathy nickt zustimmend.
Cathy Kelley
"Und genau deshalb ist dieses Match so gefährlich. Weil Jey Uso heute Abend nicht als Familienmitglied in dieses Match geht sondern als Main Event Superstar."
Die Fans beginnen bereits laut „YEET!“-Chants durch die Arena zu schicken. Pat McAfee bekommt sofort Gänsehaut.
Pat McAfee
"OH BOY… hört euch diese Crowd an!"
Die Chants werden lauter. "YEET! YEET! YEET!“ Barrett verschränkt die Arme.
Wade Barrett
"Und Roman Reigns wird genau das hören. Jede einzelne Reaktion. Jede Unterstützung für Jey Uso."
Die Arena liegt beinahe vollständig im Dunkeln. Nur vereinzelte Lichter der Smartphones flackern durch die ausverkauften Zuschauerränge. Die Spannung ist greifbar. Tausende Fans erheben sich von ihren Sitzen und richten den Blick gespannt auf die Entrance Stage. Dann ertönt plötzlich ein markanter Beat durch die Lautsprecher. Ein gewaltiger Jubel bricht los.
Auf den riesigen LED-Wänden erscheint in grellen Buchstaben nur ein einziges Wort...
MAIN EVENT & YEET
Die Blitze zucken über die Stage, Nebel schießt aus den Seitenkanonen hervor und die Musik von Jey Uso erfüllt die gesamte Arena. Sofort beginnen die Fans rhythmisch mit den Armen zu wippen. Die Halle verwandelt sich innerhalb von Sekunden in ein Meer aus Bewegung dann tritt er hinaus... "Main Event" Jey Uso! Mit schwarzer Sonnenbrille, weißes Shirt und energischem Blick erscheint Jey Uso auf der Bühne. Die Ketten um seinen Hals glänzen im Scheinwerferlicht, während er langsam den Kopf hebt und die Reaktion der Zuschauer genießt. Ein selbstbewusstes Grinsen zieht über sein Gesicht.
"YEET!“
Die Fans schreien das Wort beinahe geschlossen zurück. Jey nickt zufrieden, dreht sich kurz zur Seite und breitet die Arme aus, als würde er die Lautstärke der Halle regelrecht aufsaugen. Pyrotechnik explodiert hinter ihm in die Höhe und taucht die gesamte Stage in rote und weiße Lichtblitze. Der "Main Event“ setzt sich schließlich langsam in Bewegung.
![[Bild: maxresdefault.jpg]](https://i.ibb.co/CKPMyY1v/maxresdefault.jpg)
Mit seinem typischen Bounce im Schritt marschiert Jey die Rampe hinunter, während er immer wieder mit den Fans interagiert. Rechts und links streckt er die Hände aus, klatscht mit Zuschauern ab und feuert die Menge weiter an. Die Energie in der Halle steigt mit jedem Meter, den er Richtung Ring zurücklegt. Immer wieder zeigt Jey mit beiden Händen auf sich selbst, während die Fans lautstark seinen Namen rufen. Er wirkt vollkommen in seinem Element locker, charismatisch und voller Ausstrahlung. Genau deshalb trägt er den Spitznamen "Main Event“. Auf halber Strecke bleibt er plötzlich stehen.
Er blickt durch die Arena, atmet tief durch und nickt anerkennend in Richtung der Zuschauerreihen. Die Kamera fährt nah an sein Gesicht heran. Konzentration. Fokus. Aber auch pure Freude darüber, vor diesem Publikum auftreten zu dürfen. Er schlägt sich zweimal mit der Faust gegen die Brust.
"YEET!“
Wieder antwortet die Halle geschlossen. Schließlich erreicht Jey den Ringbereich. Mit einem schnellen Satz springt er auf den Apron, hält sich kurz am obersten Seil fest und blickt noch einmal durch die Arena. Die Fans stehen mittlerweile nahezu geschlossen. Dann steigt er durch die Seile in den Ring. Sofort klettert Jey auf die zweite Ringecke, breitet die Arme aus und schreit erneut laut in die Menge.
![[Bild: 3vs16kaw80se1.jpg]](https://i.ibb.co/1fMJrDCG/3vs16kaw80se1.jpg)
Die Zuschauer reagieren mit einer ohrenbetäubenden Lautstärke, während seine Musik weiterhin durch die Halle dröhnt. Das Licht fokussiert sich vollständig auf ihn. Der „Main Event“ ist angekommen genau gesagt Jey Uso. Er steigt vom Seil und macht sich bereit und kann es kaum abwarten und wartet auf den Tribal Chief...
Die Arena ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Menschen drängen sich Schulter an Schulter, jedes Gesicht ist nach vorn gerichtet, jede Stimme vibriert vor Erwartung. Eine elektrische Spannung liegt in der Luft kaum greifbar, fast lähmend. Niemand weiß, was gleich geschehen wird. Doch alle wissen, wer gleich erscheinen wird. Dann ohne Vorwarnung kippt die Atmosphäre. Das Licht erlischt schlagartig das nicht sanft, nicht allmählich, sondern abrupt, als hätte jemand mit der Faust die Sonne ausgeschlagen. Ein kollektives Raunen geht durch die Menge, begleitet von schrillen Rufen, Pfiffen, ersten Chants, die in der Dunkelheit verhallen. Einige zücken instinktiv ihre Handys. Andere erstarren doch nichts bewegt sich. Nur ein einziger, dumpfer Schlag hallt durch die Stille. Kein Musikton und kein Effekt nur dieser eine, tiefe, vibrierende Ton wie der Herzschlag der Erde. Und dann setzt sie ein die Roman Reigns Entrance Theme.
Diese klingt düsterer, langsamer, tribalistischer. Tiefe Trommeln rollen heran wie fernes Donnergrollen. Der Bass brummt schwer, dunkle Stimmen singen im Hintergrund, als kämen sie aus der Unterwelt. Ein einzelner Lichtkegel durchschneidet den aufsteigenden Nebel und trifft die Mitte der Stage. Dort steht eine Silhouette... breit gebaut, unbewegt, mit gesenktem Kopf. Und dann tritt er hervor die Silhouette höchstpersönlich ..."Der Original Tribal Chief" Roman Reigns.
![[Bild: images-q-tbn-ANd9-Gc-Rkx-Co-Cll-Zpl-Cy5-...n-Iw-s.jpg]](https://i.ibb.co/5hjYQVYH/images-q-tbn-ANd9-Gc-Rkx-Co-Cll-Zpl-Cy5-P9a-VB59s2-D20i5ekt3-Pn-Iw-s.jpg)
Keine Weste... Keine Begleiter... Nur er! In schwarzer Ringhose, mit nacktem Oberkörper und der Schweiß auf seinem tätowierten Brustkorb glänzt im Licht. Die tribalischen Muster auf seiner Schulter wirken wie Runen aus einer anderen Zeit. Seine Muskeln sind hart und präzise gezeichnet, seine nassen Haare liegen streng zurück. Einzelne Strähnen hängen ihm in den Nacken. Roman sein Gesicht zeigt nichts.. keine Wut, keine Freude sondern nur pure Entschlossenheit und völlige Ruhe doch er steht da und bewegt sich nicht.
Die Kamera fährt nah an sein Gesicht heran – jedes Zucken, jeder Atemzug ist sichtbar. Dann holt er tief Luft und beginnt zu gehen... Schritt für Schritt... Wie ein König, der in den Krieg zieht... Oder ein Henker, der keine Eile kennt. Die Musik dröhnt weiter doch die Pyrotechnik fehlt.. Keine Animationen... Nur Nebel... Licht... Und The Tribal Chief Roman Reigns. Er bewegt sich mit der Ruhe eines Mannes, der keine Zweifel kennt. Als er an den Zuschauern vorbeigeht, heben sich unzählige Smartphones. Einige schreien und manche beleidigen. Aber niemand wagt es, ihn zu berühren. Denn Roman Reigns ist nicht nur ein Wrestler. Nicht in diesem Moment. Jetzt ist er ein Monument... Eine lebende Legende...
![[Bild: rr2.jpg]](https://c2c-wrestling.com/4images/data/media/1554/rr2.jpg)
An der Ringtreppe bleibt er stehen. Nur für einen Moment. Dann steigt er langsam hinauf – Stufe für Stufe. Oben auf dem Apron verweilt er kurz, schweift mit dem Blick durch die Arena, ohne jemanden wirklich anzusehen.
Matthew Rehwoldt: "Making his way to the Ring... from Pensacola, Florida... weighing in at 265 pounds.. THE ORGINAL TRIBAL CHIEF... "OTC"... ROOMMMAAAN REEEIIIGGGNNS!"
Dann stieg er durch das zweite Seil in den Ring. Die Musik verebbte langsam. Das Licht in der Arena dimmte noch weiter, bis nur noch ein einziger, kalter Lichtkegel den Ring erleuchtete. Alle anderen Lichter waren aus. Die Halle ist dunkel und still. Roman Reigns steht in der Mitte des Rings. Breitbeinig, aufrecht, ruhig. Der Blick geradeaus, in die Hardcam. Seine Brust hob und senkte sich leicht. Er bewegte sich kein Stück. Die Kamera zog langsam heran, von der Seite, dann von vorne. Seine Augen blickten direkt ins Objektiv... kalt, klar, fokussiert. Er kann es kaum erwarten bis das Match startet und spricht vor sich her um sich zu motivieren.
Pat McAfee
"Okay… jetzt wird’s interessant. Die große Frage lautet doch: Wer gewinnt dieses Match überhaupt?"
Die Kamera zeigt noch einmal die tobende Crowd in der MEO Arena. „YEET!“-Chants hallen lautstark durch die Halle, während gleichzeitig vereinzelte „ROMAN! ROMAN!“-Rufe zu hören sind.
Cathy Kelley
"Rein emotional betrachtet könnte heute Abend tatsächlich Jey Usos Nacht werden."
Cathy blickt kurz zu Pat und Wade.
Cathy Kelley
"Er hat das Momentum der Fans. Er hat den emotionalen Antrieb. Und vielleicht zum ersten Mal überhaupt steht Jey Uso nicht nur neben dem Tribal Chief…"
Kurze Pause.
Cathy Kelley
"…sondern ihm direkt gegenüber."
Pat nickt energisch.
Pat McAfee
"EXAKT! Genau das meine ich! Jey Uso hat heute nichts zu verlieren!"
Pat zeigt mit dem Finger auf den Tisch.
Pat McAfee
"Der Druck liegt komplett auf Roman Reigns. Denn stellt euch mal vor… stellt euch nur EINMAL vor… Jey Uso pinnt heute Abend den Tribal Chief mitten im Ring!"
Die Crowd reagiert sofort laut.
Pat McAfee
"Das würde alles verändern!"
Wade Barrett hebt jedoch langsam die Hand.
Wade Barrett
"Moment mal. Jetzt drehen wir hier aber komplett durch. Bei allem Respekt für Jey Uso… wir sprechen hier immer noch von Roman Reigns."
Die Kamera zoomt leicht näher heran.
Wade Barrett
"Von DEM Tribal Chief. Von einem Mann, der seine gesamte Karriere darauf aufgebaut hat, Drucksituationen zu kontrollieren.Und wenn Roman Reigns das Gefühl bekommt, dass seine Position innerhalb der Bloodline bedroht wird dann wird er gefährlicher als jemals zuvor."
Die Atmosphäre wirkt inzwischen fast greifbar. Cathy meldet sich erneut zu Wort...
Cathy Kelley
"Aber genau das macht dieses Match so unberechenbar. Beide Männer MÜSSEN gewinnen."
Sie zählt an den Fingern ab.
Cathy Kelley
"Roman Reigns darf seine Dominanz nicht verlieren. Jey Uso will endlich aus dem Schatten treten. Und Kenny Omega sitzt irgendwo backstage und genießt jede einzelne Sekunde davon."
Pat lehnt sich nach vorne... Die Fans werden lauter und können es kaum abwarten
Pat McAfee
"Ich weiß nur eins nach heute Abend wird innerhalb der Bloodline nichts mehr so sein wie vorher. Jetzt kann es endlich los gehen..."
Roman Reigns lockert noch seine Arme und Jey motiviert sich doch plötzlich...
ARE YOU READY FOR THIS?
Kenny Omega! Der Mann, der für dieses besondere Match verantwortlich ist. Klar dass er es sich nehmen lassen möchte, das Resultat seiner Tat aus nächster Nähe zu betrachten. Lässig gekleidet und weiß-roten Jordans, Jeans, Shirt und rotem Sakko spaziert der Kanadier gemütlich auf die Stage. Ein Schelm der Böses denkt und dem Cleaner unterstellt, er habe mit seinem Auftritt absichtlich bis kurz vor dem Ertönen der Ringglocke gewartet. Den World Heavyweight Title trägt er über die rechte Schulter. Kurz wird nach rechts und links geschaut, um den Fans in Madrid "Hallo" zu sagen.
Pat McAfee
"Kenny Omega ist hier! Das kann dem Match nochmal extra Würze verleihen."
Cathy Kelley
"Ich habe erwartet, dass er sich irgendwie zeigen wird. Gerade kam auch die Nachricht von der Regie, dass er sich wohl zu uns setzen möchte."
Wade Barrett
"Oh, da wird ja mein großer Traum endlich wahr, dass ich EINMAL ein Match mit Kenny Omega zusammen kommentieren darf!"
Klingt, nur ganz leicht, sarkastisch von Wade! Aber er und Kenny sind seit gemeinsamen United Empire Tagen Freunde, daher darf man das mit einem Augenzwinkern betrachten. Der Cleaner hat inzwischen den Ring erreicht und umrandet diesen, ohne dabei groß Jey und Roman zu würdigen. Tatsächlich ist sein Ziel das Kommentatorenpult. Ein Mitarbeiter hat einen weiteren Stuhl organisiert und direkt neben Barrett geschoben. Dieser erhebt sich auch als Erster und umarmt den Master of the Dark Hadou. Auch Pat und Cathy werden freundlich begrüßt. Schnell noch den Belt abgelegt und natürlich so auf dem Pult präsentiert, dass die beiden Männer im Ring diesen immer im Blick haben können. Lächelnd setzt sich der Kanadier ein Headset auf und wirkt so, als würde er sich über seinen temporären "Nebenjob" freuen.
Kenny Omega: Uuuhhh...so fühlt es sich also an hier zu sitzen! Dann wollen wir mal loslegen, was?
Derweil verstummt Kenny's Theme und der Kampf kann endlich beginnen. Der Referee stellt sich nun zwischen beide Männer. Roman Reigns steht regungslos in seiner Ecke. Die Arme locker neben dem Körper. Der Blick fest auf Jey Uso gerichtet. Jey dagegen federt leicht auf den Beinen und versucht die Energie der Fans regelrecht aufzusaugen. Kenny Omega lehnt sich am Kommentatorenpult entspannt zurück und grinst breit. Roman wirft nur einen kurzen Blick nach draußen zu Kenny. Dieser eine Blick allein reicht aus, um die Atmosphäre sofort wieder kippen zu lassen.
Warnung! Spoiler!
![[Bild: newlogo9qu4w.png]](https://i.ibb.co/F34ZcfJ/newlogo9qu4w.png)

![[Bild: networkjdkvi.jpg]](https://c2c-wrestling.com/images/networkjdkvi.jpg)
![[Bild: livwinafgnasbgna.png]](https://i.ibb.co/1YzpHk7d/livwinafgnasbgna.png)
![[Bild: dchisd1346-01-ntwk-rev-1-e2e3590a4688cb5...a3ebd2.jpg]](https://i.ibb.co/dschzjRr/dchisd1346-01-ntwk-rev-1-e2e3590a4688cb5b564d8e2851a3ebd2.jpg)
![[Bild: 2219084074-large-cropped-2.jpg]](https://i.ibb.co/FL8nyB39/2219084074-large-cropped-2.jpg)
![[Bild: 20230805-Summer-Slam-Tribal-Combat-8fe71...9e0b52.jpg]](https://i.ibb.co/84657dmW/20230805-Summer-Slam-Tribal-Combat-8fe718e469a9438de7410933d69e0b52.jpg)
![[Bild: Roman-Reigns-Usos-MITB-678x381.jpg]](https://i.ibb.co/YFnrjjWy/Roman-Reigns-Usos-MITB-678x381.jpg)
![[Bild: roman-reigns-1-163220966316x9.jpg]](https://i.ibb.co/MxQsnb6d/roman-reigns-1-163220966316x9.jpg)
