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Normale Version: [SHOW] c2c Live: NORFOLK! vom 13.07.2026
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NORFOLK!

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findet statt im Norfolk Scope vor 10,253 Zuschauern in Norfolk, Virginia.

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Die letzte Kamera ist optimal platziert und auch der letzte reservierte Platz besetzt. Die c2c Show kann losgehen! Gleich zu Beginn explodiert ein buntes Feuerwerk auf der Stage und motiviert die anwesenden Fans zu großem Jubel und Chants. In der Mitte des aufwendig gebauten Wrestlingrings steht Matthew Rehwoldt schon mit einem Mikrofon bereit um die anwesenden Fans hier in der heutigen Show zu begrüßen.

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Matthew Rehwoldt: "My dear Ladies.. my dear Gentlemen.. my name is Matthew Rehwoldt and it is I, your DRAAAAAMAAA KIIIIINGGG... welcoming you to... COAST.. to COAST... WRESTLINGGGGGG!"

Kaum hat Rehwoldt die Ansage zuende gebracht gibt es einen kleinen Jubel für seine Ansage und auch wegen der Vorfreude auf den Verlauf des Abends. Matthew verbeugt sich einmal kurz und geht dann auch aus dem Ring heraus. Auch die knallenden Geräusche des Feuerwerks erlischen langsam und geben die Bühne somit für ihre Akteure frei. Bevor dies jedoch in Kraft tritt, werden die Zuschauer daheim vor ihren Fernsehgeräten von Pat MacAfee, Cathy Kelly & Wade Barrett begrüßt.

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Pat McAfee: "Willkommen zu c2c LIVE: NORFOLK!"

Cathy Kelley: "Wir sind nur noch zwei Wochen entfernt von unserem Special!"

Wade Barrett: "Doch die Frage ist wo geht es hin. Roman Reigns hat ungeklärte Angelegenheiten mit dem World Champion, aber auch mit LA Knight und Solo Sikoa. Wo geht die Reise hin?!"

Pat McAfee: "Ich denke wir werden schon sehr bald eine Antwort darauf erfahren, also bleibt dran."

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Schwupps, da war der nächste Sieg an Land gezogen. Gegen Lana war es der dritte in Folge. So langsam hatte man das Gefühl, dass Tiffany Stratton wieder auf Erfolgskurs kommt. Die Niederlage gegen Liv Morgan schmerzte unheimlich. Und immer noch hadert das Buff Barbie Doll mit sich selbst. Das hätte nicht passieren dürfen. Das Re-Match beim nächsten Special ist so gut wie sicher. Die Vereinbarung ist getroffen. Jetzt muss sie nur noch hoffen, dass Liv Morgan sich an diese Absprache halten wird.
Die Kameras fahren durch den Backstage-Bereich und fangen die Blondine ein, wie sie vor dem TV-Gerät die Promo von Becky Lynch aus der Vorwoche anschaut. Von hinten fährt das Bild immer näher an die heran. Pinke Hot Pants, weißes Top kleiden ihren Körper. An den Füßen trägt sie weiße Boots. Ob sie zum trainieren hier ist? Immerhin hat die selbsternannte Miss Future Legend heute gar kein Match. Ihre Blonden Haare sind zu zwei Zöpfen gebunden, die einmal zur rechten und die andere zur linken Seite herabfallen. Diese schwenken wild mit, als der Blondschopf ungläubig den Kopf schüttelt, als sie den Worten der Irin lauscht. Das beste der c2c? Mit Sicherheit nicht. Niemals würde sich das Rich Girl derart Aussage gefallen lassen. Sie ist das Non Stop Ultra dieser Liga.

Tiffany Stratton:
“Oooohhh meeein Gooott! Sowas von creepy die Alte!”

Die Hände fliegen nach außen, als hätte sie kleine Flügelchen. Und wenn man es sehen könnte, würde man ihre rollenden Augen betrachten können. Nur eines stimmt irgendwie nicht…die Stimme. Das Tiffy-TV Logo wird eingeblendet, als sich die ehemalige Shine und Women's Championesse umdreht. Doch jeder, der sie jetzt ansieht, würde überrascht wirken. Grüne Augen stechen hervor. Die Gesichtszüge sind etwas anders. Und tatsächlich kennen wir sie bereits. Zumindest beim Aussehen. Immer mal wieder war sie Backstage zu sehen, lief dann aber weg, als Tiffany ihr zu nahe kam. Und jetzt ist es niemand geringeres als Fallon Henley, die sie fast umläuft. Erschrocken atmet sie quietschen ein und mustert das Country Girl.

???:
“UUUpsi…hähä…”

Äußerte sie sich und wirft eine Hand an die Hüfte, während die andere auf Brusthöhe fliegt, damit die pink lackierten Fingernägel betrachtet werden können.

Fallon Henley: Och ne, nicht schon wieder. Letzte Woche hat mir echt gereicht, ich...

In Gedanken versunken ist Fallon Henley durch den Backstage Bereich gewandert. Sie will ja immer noch mit Drew McIntyre sprechen und ihn vor den finsteren Absichten Kali's warnen. Es wird sicher nicht einfach, auch weil der Schotte die Lage unterschätzen könnte. Da muss ihr klar sein, wie sie ihre Worte wählt. Während sie noch über eine gute Einleitung nachdenkt, kollidiert sie beinahe mit einer Person. Blinzelnd registriert sie zunächst die blonden Haare und dieses extrovertierte Outfit, was man eben von einer Tiffany Stratton kennt. Seufzend rollt das Country Girl mit den Augen. Das Streitgespräch letzten Montag hat wirklich gereicht! Aber dann sieht sie ins Gesicht...und bemerkt, dass es eben nicht das Rich Girl ist, welches sie vor sich hat.

Fallon Henley: Öhm...hallo? Kennen wir uns?

Was anderes fällt ihr als Opener nicht ein. Nein, Tiffany Stratton hat den "Girlie" Style nicht für sich gepachtet. Ist dennoch irritierend, wie sehr diese Frau der ehemaligen Women's Championesse gleicht. Henley weiß nicht so recht, wie sie das beurteilen soll.
Ob man sich kennt? Die Unbekannte lässt schockiert due Kinnlade fallen. Fragend schaut sie das Country Girl an. Anscheinend stellt sich für sie diese Frage gar nicht. Zeit, dass die Stellung der Arme sich erneut ändert. Jetzt verkreuzen sie sich unter der Brust. Dadurch wirkt due Blonde etwas beleidigt.

???:
“Das hoffe ich doch! Wir treten doch demnächst 3 mal hintereinander an, weil du auf dieser blödsinnigen Statistik rumreitest.

Die Unbekannte wirkt genervt und rollt deshalb mit den Augen. Zusätzlich schüttelt sie leicht mit dem Kopf. Doch was redet sie da überhaupt? Statistik? 3 Matches? Das klingt alles ganz stark nach Tiffany Stratton. Doch wieso? Selbst die Verwirrung scheint hier verwirrt zu sein. Die Blonde spielt ihren Part trotzdem weiter durch, knickt ihre Hüfte nach rechts, um darauf ihre Hand abzulegen.

???:
“Doch vorher werde ich Liv Morgan ausschalten und dieser Becky beweisen, dass sie noch lange nicht mehr die Nummer 1 ist! Das kann nur ich sein!"

Ähm...ja. Auch wenn sie nun die Augenbrauen hochzieht und sehr selbstsicher wirkt, ist das doch alles sehr verrückt.
Also ahmt sie Tiffany Stratton definitiv nicht! Zudem muss sie Fallon und die echte Tiffy letzte Woche belauscht haben. Sonst wüsste sie nichts von diesem "dreimal hintereinander antreten". Aber was soll die Scharade? Hat sie ein Fan Girl vor sich, die das Rich Girl 1 zu 1 kopieren möchte? Oder ist es jemand, die Stratton bewusst durch den Kakao ziehen möchte? Ein paar Sekunden denkt die Brünette nach, bevor sie wieder das Wort ergreift und leicht ihren Kopf schüttelt.

Fallon Henley: Mädchen, keine Ahnung, warum du gerade SIE nachahmst! Wenn sie für dich ein Vorbild ist...ganz schlechte Wahl, ok?

Wenn diese Blondine ein Fan ist, wird sie sich sicher nicht umstimmen lassen. Aber dennoch ist das Country Girl nun schon ein wenig neugierig, was das soll. Sie sieht die Fremde ganz genau an und mustert ihr Gesicht, ob es ihr nicht doch irgendwie bekannt vorkommt. Nein, scheint keine Frau zu sein, die sie in diesem Biz jemals gesehen hat. Macht das ganze nur noch mehr mysteriöser.

Fallon Henley: Und jetzt? Willst du für sie Matches bestreiten oder wie habe ich mir das vorzustellen? Und was sagt sie dazu?

Fallon kann sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass die echte Tiffany davon so begeistert ist, dass jemand versucht so zu sein wie sie. Egal was der Grund dafür ist.
Ist das Buff Barbie Doll ja auch nicht. Die ehemalige Championesse versteht das ganze ja eh nicht. Und was die Unbekannte sich davon verspricht, steht in den Sternen. Sie kann sich warm anziehen, sollte Stratton sie erwischen.

???:
“Nachahmen? Mädchen? Verarschen kannst du dich selbst! Ich bin Tiffany Stratton! Also warum sollte jemand anderes etwas dagegen haben? Bist du schon Mal auf den Gedanken gekommen, dass die andere sich unter einem falschen Namen ausgibt?"

Wie unwahrscheinlich war das bitte? Aber die anwesende Blondine spielt ihre Rolle überzeugend. Darin immer wieder zu erkennen, wie sie Fallon von oben bis unten mustert und hin und wieder die Nase rümpft.

???:
“Natürlich nicht! Sie hat sich einfach meine Identität geklaut. Und die hole ich mir nun wieder!"

Doch plötzlich fällt die Unbekannte aus ihrer Rolle. Grund ist die wahre Tiffany Stratton, die von weiten herbeigeeilt kommt. Ohne zu zögern dreht sich das Double um und verschwindet in die andere Richtung.

Tiffany Stratton:
“Halte sie auf!"

Bittet das reale Rich Girl, indem sie vom weiten ruft. Natürlich ist es ihr ein Anliegen, die Frau zur Rede zu stellen. Wer will auch schon eine Doppelgängerin haben? Leider muss Tiffany zusehen, wie diese schnell verschwindet.

Tiffany Stratton:
“Toll, Henley! Du bist auch für nichts zu gebrauchen!"

Genervt rollt das Buff Barbie Doll mit ihren braunen Rehaugen und atmet genervt aus. Die Situation triggert sie schon sehr. Zumal sie den Kopf frei haben möchte, um sich den Titel von Liv Morgan wiederzuholen. Außerdem will sie, wie angekündigt, die Statistik gegen das Country Girl drehen.
Natürlich hätte Fallon versuchen können die Doppelgängerin aufzuhalten. Wenn sie schnell reagiert hätte, wäre das sogar möglich gewesen. Aber warum sollte das Country Girl das tun? Um Tiffany einen Gefallen zu tun? Nein, ganz sicher nicht! So sehr diese ganze Unterhaltung weird und zum Stirne runzeln war - es ist nicht Fallon's Problem! So zuckt sie nur amüsiert mit den Schultern.

Fallon Henley: Ach, ich wollte gerade nach ihr greifen...aber dann dachte ich mir, dass die große und tolle Tiffy das schon alleine schafft! Warst du wohl nicht schnell genug!

Man muss sicher nicht erwähnen, wie viel Ironie dabei mitschwingt. Fallon sieht sich schon um und kundschaftet aus, in welche Richtung sie weitergehen möchte. Das Gespräch mit der falschen Stratton war schon genug...jetzt noch das Original an der Backe zu haben ist nichts, worüber die Brünette sich freut. Viel mehr will sie endlich Drew McIntyre aufsuchen und ihn wegen Kali warnen. Und nochmal mit Bobbi Tyler reden, um die nun gute Verbindung weiter zu verstärken.

Fallon Henley: Scheinst ja einen großen Fan gefunden zu haben...schätze ich! Sie macht das schon recht gut...nerven wie das Vorbild kann sie schon! Wenn das mit der so weitergeht brauchen wir dich bald gar nicht mehr.

...spottet das Country Girl weiter. Tiffany die Wichtigkeit absprechen scheint für Henley eine große Angriffsfläche zu sein, auf sie gerne zurückgreift.
Tja...Volltreffer. Für Tiffany ist wohl nichts schlimmer als ihr das Spotlight zu nehmen. Und das sich jemand anderes ausgerechnet in ihrem stellen möchte, damit kommt die Millionärstochter überhaupt nicht klar.

Tiffany Stratton:
“Der Unterschied zwischen uns beiden ist, dass man dich nie gebraucht hat. Was hast du hier schon bewirkt, wenn du dich an eine alte Statistik klammern musst, um überhaupt etwas in der Hand zu haben?"

Ein Konter, womit Fallon eigentlich hätte rechnen müssen. Trotzdem merkt man der selbsternannten Miss Future Legend an, dass sie nicht so euphorisch ist, wie sonst. Stratton hat sich das alles ganz anders vorgestellt. Eigentlich sollte sie noch World Women's Championesse sein. Die Tiffy-Mania noch weiter ankurbeln. Die Tiffy-holics weiter verwöhnen. Sie hat das Gefühl an Glanz verloren zu haben. Genau das will sie sich nun wieder holen. Koste es, was es wolle.

Tiffany Stratton:
“Geschweige denn...üüüürgh..., dass jemand so sein möchte wie du!? Aber du wirst sehen! Tiffany Epiphany ist sehr bald wieder on the top! Der Stern der Liga! Das Aushängeschild der Women's Division!"

Laut quietschend holt sie Luft und schaut leicht nach oben. Ihre Hände fliegen auf Bauchhöhe, sodass die Handflächen nach vorn zeigen, als würden sie sagen...'warte mal'.

Tiffany Stratton:
“Tiffany Stratton is Miss Future Legend! Und niemand wird mich dabei stoppen! Toodles!"

Oh, der Abschiedsgruß heißt, dass die Brünette es geschafft hat. Die Anwesenheit des Püppchens muss sie nicht weiter ertragen. Diese winkt nur kurz mit den Fingern und geht dann dem Double nach. Umso eher die diese stoppt, umso besser.
Ja, mit dem Konter war natürlich zu rechnen. Schnaubend schüttelt Fallon den Kopf und verschränkt freudlos lächelnd die Arme. Auch wenn sie sich selbst eigentlich nicht als egoistischen Menschen ansieht, hat dennoch Jeder in diesem Biz ein gewisses Ego. So fuchst es die Brünette schon, dass in ihrer c2c Vita die ganz großen Siege noch fehlen und sie ihre bisherigen Chancen auf Gold nicht nutzen konnte. Klar, sie konnte sich oft mit anderen Sachen ablenken...wie mit der Geschichte mit Bobbi Tyler, den alten Konflikten mit dem Rich Girl oder mit allem rund um Drew McIntyre und Liv Morgen! Aber dennoch...da ist eben die Sache, die Tiff' ihr voraus hat. Nichtsdestotrotz sieht Henley hier ein weiteres Anzeichen dafür, dass es die Blonde durchaus stört, dass sie Fallon bisher nie in einem One on One besiegen konnte.

Fallon Henley: Eine alte Statistik, die dich trotzdem verfolgt und nervt, nicht wahr? Du kannst es klein reden, wie du möchtest, Stratton! Aber es ist wie es ist!

...ruft sie der ehemaligen Championesse hinterher, so lange diese in Hörweite ist. Trotz allem will das Country Girl die Jüngeren nicht mit dem Gefühl ziehen lassen, sie hätte Fallon hier verbal fertig gemacht.

Fallon Henley: Der Unterschied zwischen uns ist, dass du die Aufmerksamkeit, den Glamour und die Titel unbedingt brauchst, um dich selbst wichtig fühlen zu können und ich auch ohne das zufrieden und mit mir selbst im Reinen sein kann. Ja, vielleicht werde ich hier nie einen Titel gewinnen, weil ich nicht so verdorben und so niederträchtig wie du bin. Aber trotzdem habe ich dann keine Angst vor einer Bedeutungslosigkeit, sollte meine Zeit im Scheinwerferlicht irgendwann zu Ende sein.

Ui...das Fallon ihr diese Worte noch hinterher schickt, damit hat Tiffany nicht gerechnet. Nicht nachdem sie den Showplatz schon verlassen hat. Nur so eben hört sie noch die Worte des Country Girls, die durch den Korridor schallen. Tja, da muss sie ihre Verfolgung nach dem Double nochmal unterbrechen und sich halb umdrehen.

Tiffany Stratton:
“Falsch! Ich hole mir die Titel, weil ich es kann. Das ist der eigentliche Unterschied zwischen uns! Und ja...das macht mich zufrieden, weil ich es mir selbst erarbeitet habe!"

Warum sollte sie darauf auch verzichten wollen, wenn die Möglichkeit gegeben ist? Doch damit widmet die Millionärstochter sich wieder ihrer eigentlichen Weg.
Das Country Girl lässt sie nun, ohne ein weiteres Wort von sich zu geben, ziehen. Genervt brummt Fallon auf und winkt in Richtung der Blondine ab. Sie hat für heute eh Anderes, was für sie derzeit auch wichtiger ist, im Sinne. So geht dann auch die Brünette aus dem Bild. Fade off.

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OPENER
SINGLES MATCH
Izzy Moreno vs. Lady Frost

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Writer: ???

Lady Frost ist bereits im Ring.



Das Licht in der Arena erlischt komplett Auf dem Titantron flackert ein körniges Video aus dem Jahr 2015 auf Man sieht ein kleines Mädchen mit einem Bayley-Shirt und einem bunten Stirnband, das am Absperrgitter von NXT steht und weint, als Sasha Banks ihr das Haargummi klaut Dann ein Schnitt: Das Mädchen strahlt, während sie ihr Idol Bayley umarmt Die Worte "10 YEARS IN THE MAKING" erscheinen in schlichter, weißer Schrift auf dem schwarzen Bildschirm Ein sanfter, fast nostalgischer Klavier-Akkord ertönt, der plötzlich in einen treibenden, modernen High-Energy-Pop-Rock-Track übergeht Der Bass setzt hart ein, während die Lichter in der Arena synchron zum Rhythmus in Lila und Gold aufblitzen Und dann kommt sie! Izzy Moreno tritt durch den Vorhang

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Sie bleibt auf der Rampe stehen und atmet tief durch, während sie kurz die Augen schließt, als würde sie den Moment aufsaugen, von dem sie acht Jahre lang geträumt hat Sie trägt ein modernes Gear, das dezent an die Farben ihrer Anfänge erinnert, aber deutlich athletischer und professioneller wirkt Sie rennt nicht zum Ring Sie geht mit einer Mischung aus Ehrfurcht und neu gewonnenem Selbstbewusstsein Als sie an den Fans vorbeiläuft, klatscht sie nicht wahllos ab; sie sucht gezielt den Augenkontakt zu den jüngeren Fans in der ersten Reihe, ein stilles Nicken, wie als wolle sie dem jungen Mädchen zeigen, dass jeder es schaffen kann, eines Tages mal hier in diesem Ring zu stehen!

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the ring ... from Orlando, Florida... Weighing in at 114Pounds... She is everybody's favorite BFF... Izzy MOOOREEEEENOOOOOOOO!!!"

Am Ring angekommen springt Izzy auf den Apron und zieht sich mit einem flüssigen Sprung über das oberste Seil Sie geht in die Mitte des Rings und breitet die Arme aus, während lila Pyrotechnik hinter ihr in die Höhe schießt.

Warnung! Spoiler!
Izzy Moreno besiegt Lady Frost via Submission nach der Izzy Bar (7:43 Min)

Here is your winner by submission: Izzy Moreno!

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Irgendwo zwischen all dem unbarmherzigen Trubel, den minutiös durchgetakteten Matches und dem permanenten Chaos des wuseligen Backstage-Bereichs fand man sie dann doch: diese seltenen, stillen Momente für einen schnellen Snack oder die erste richtige Nahrungsaufnahme des ganzen Tages. So schlenderte auch Becky Lynch ein gutes Stück abseits des lauten Catering-Bereichs durch einen der ruhigeren Gänge. In den Händen hielt sie eine dieser weniger schönen, typischen Kunststoff-Schalen der Arena und aß gemächlich im Gehen, was auch immer sie sich da zusammengestellt hatte. Es wirkte absolut ungeplant, als sie beiläufig nach links blickte und sah, wie Seth auf sie zukam. Seinem Atem und dem Outfit nach zu urteilen, hatte er gerade eine intensive Training-Session im mobilen GYM hinter sich gebracht. Schweißnass, das Handtuch noch locker um den Nacken gelegt, trat er an Becky heran. Diese blieb stehen, hielt die Schale fest und betrachtete ihn mit einem relativ nüchternen, fast schon distanzierten Blick.

SETH ROLLINS: "Hey Babe… was… was hast du da?"

Sein Blick fiel augenblicklich auf die Schüssel, aus der sie gerade genüsslich das nächste Stück Hähnchen auf piekste und die Gabel zum Mund führte. Mit einem unübersehbaren Anflug von Skepsis wanderte Beckys rechte Augenbraue prompt nach oben.

BECKY LYNCH: "Dies hier?"

SETH ROLLINS: "Ja, genau das… kann ich was abhaben?"

Dieser kleine, instinktive Argwohn von Becky war im Ehealltag durchaus berechtigt. Seth wollte grundsätzlich immer das haben, was sie sich gerade zubereitet, abgeholt oder bestellt hatte. Es spielte absolut keine Rolle, ob er überhaupt wusste, was es war, oder ob es seinem Geschmack entsprach. Zudem gehörte er zu der Sorte Mensch, die wie ein Staubsauger aßen. Er konnte Massen an Nahrung ohne mit der Wimper zu zucken in Sekundenschnelle verschlingen.

BECKY LYNCH: "Oh, das hier ist ein Chicken-Pasta-Salad mit Teriyaki-Sauce und einem kräftigen Schuss Sriracha. Es schmeckt wirklich umwerfend. Wenn eine einzige Sache hier in dieser Company verdammt noch mal verlässlich gut ist, dann ist es das Catering. Dieser Salat ist fantastisch. Und… nein, du kannst nichts abhaben."

Auch wenn der Salat köstlich sein mochte, schwang in ihrer plötzlichen kulinarischen Euphorie ein gewaltiger Unterton von Ironie und kalkulierter Abweisung mit. Der gute Seth hatte es wahrlich nicht leicht; er wollte schließlich nur einen winzigen Haps von ihrem Salat und keine Niere. Etwas zögerlich wischte er sich ein paar Schweißperlen von der Stirn und fragte sich innerlich, an welcher Kreuzung er jetzt schon wieder in Ungnade gefallen war. Doch er gab nicht so schnell auf und versuchte es mit Charme.

SETH ROLLINS: "Nicht einmal einen einzigen Bissen? Vielleicht… vielleicht willst du es ja mit dem hier herunterspülen?"

Ein schiefes Grinsen stahl sich auf sein Gesicht, als er einen Shaker hinter seinem Rücken hervorzog und ihn ihr wie eine Friedenspfeife hinhielt. Ein eiskaltes Isolat mit Elektrolyten und einem erfrischenden, tropischen Geschmack wäre in diesem Moment vielleicht sein perfekter Joker gewesen. Doch die Realität sah anders aus. Ungläubig sah Becky ihn an, während ihr Blick langsam zwischen seinen Augen und dem Shaker hin und her wanderte.

BECKY LYNCH: "Was ist das… Vanille?!"

SETH ROLLINS: "Ja. Wir trinken doch immer Vanille nach dem Training."

BECKY LYNCH: "DU trinkst immer Vanille, Seth. Und es ist sterbenslangweilig. Also: NEIN!"

Dieses kleine, fast schon ritualisierte Ratespiel kam nicht von ungefähr. Wann immer Seth und Becky in gesunden Zeiten zusammen trainiert hatten, teilten sie sich danach treu ihren Shake. Auch wenn das in den letzten turbulenten Wochen quasi gar nicht mehr vorkam, war der klassische Vanille-Shake, den Seth eigenhändig zubereitete, ihr Standard gewesen. Doch abgesehen davon, dass Vanille absolut grauenhaft zu asiatischer Teriyaki-Sriracha-Sauce passte, mischte sich nun eine Schärfe in Beckys Worte, die Seth nicht mehr einfach weglächeln konnte. Seth ließ den Arm mit dem Shaker langsam sinken. Das schiefe Grinsen auf seinen Lippen starb, und zurück blieb der ungeschönte, ernste Blick des Mannes, der seit Wochen versuchte, eine Brücke über einen reißenden Fluss zu bauen.

SETH ROLLINS: "Es geht gar nicht um den verdammten Salat, oder Becks?"

Becky hielt mitten in der Bewegung inne. Die Gabel schwebte nur Zentimeter über der Plastikschale. Sie sah ihn nicht an, starrte nur auf das Essen, während die geschäftige Kulisse des Backstage-Gangs, das ferne Rollen von Flightcases, das Murmeln von Producern, nun komplett in den Hintergrund trat.

BECKY LYNCH: "Ich habe Hunger, Seth. Und ich habe heute Abend noch einiges vor. Ich habe keine Zeit für deine Psychoanalysen im Vorbeigehen."

SETH ROLLINS: "Ich analysiere dich nicht. Ich versuche nur… verdammt, ich versuche einfach nur zu reden. Normal zu reden. Wie wir es früher getan haben. Bevor wir angefangen haben, uns in den Hallen wie zwei Fremde zu behandeln, die zufällig dasselbe Kind haben."

Die Worte saßen. Becky stellte die Kunststoff-Schale mit einem etwas zu lauten Klacken auf ein nahes Case. Als sie sich zu ihm umdrehte, war die Rüstung von The Man wieder fest verankert, doch hinter der eiskalten Fassade brodelte es.

BECKY LYNCH: "Du wolltest Zeit, Seth. Du wolltest Ruhe. Du hast mir unmissverständlich klar gemacht, dass du auf meinem Weg gerade kein Soldat sein kannst. Also gebe ich dir genau das. Ich gehe vorwärts, mit Ethan und hole mir, was mir zusteht. Und du machst deine… deine Vanille-Shake-Pausen. Wo genau ist also das Problem?"

Seth trat einen Schritt näher, ignorierte die kühle Distanz, die sie ausstrahlte. Seine Stimme sank zu einem rauen, eindringlichen Flüstern.

SETH ROLLINS: "Das Problem ist, dass du mich komplett ausschließt, Becks. Du tust so, als wäre ich Luft. Du hältst Promos, schaust in die Kameras und tust so, als gäbe es uns nicht mehr. Wenn du wütend auf mich bist… gut! Schrei mich an, verpass mir eine schallende Ohrfeige, tu was auch immer du tun musst! Aber straft mich nicht mit dieser eisigen Verachtung. Das habe ich nicht verdient. Nicht von dir."

Becky sah ihn an. Für einen winzigen Wimpernschlag zitterte etwas in ihrem Blick. Die Erinnerung an ihren heftigen Streit in London, das schmerzhafte, leise Klicken der Tür, als sie gegangen war, es war alles noch viel zu frisch. Sie wollte hart bleiben, sie musste stark sein, um in diesem Haifischbecken zu überleben, besonders jetzt, wo alle auf eine Schwachstelle von ihr lauerten.

BECKY LYNCH: "Ich verachte dich nicht, Seth. Aber ich kann nicht anhalten. Jedes Mal, wenn ich stehen bleibe, um auf dich zu warten, höre ich dieses verdammte Kichern in meinem Kopf. Ich brauche diesen Fokus. Wenn ich jetzt weich werde… dann bricht das Ganze zusammen."

Ihre Stimme klang plötzlich leiser, fast ein wenig erschöpft. Seth sah sie lange an. Er verstand ihre Angst, er kannte die Dämonen, die Skye Blue gepflanzt hatte, nur zu gut. Und diese harmonierten unglücklicherweise sehr gut mit ihren eigenen Dämonen, die sie ohnehin mit sich herumträgt. Er hob langsam die Hand, zögerte, und ließ sie dann doch lieber sinken, um sie nicht wieder zu verschrecken.

SETH ROLLINS: "Ich verlange nicht, dass du weich wirst, Becks. Ich will nur nicht, dass du vergisst, wer dir den Rücken freihält, wenn die Kameras aus sind. Ethan Page nutzt dich nur als Sprungbrett, das weißt du ganz genau. Und wenn er dich fallen lässt… bin ich derjenige, der dich auffängt. Ob du es willst oder nicht."

Bei seinen Worten spannte sich Beckys gesamte Körperhaltung schlagartig an. Die Erschöpfung in ihren Zügen wich einer lodernden, unbändigen Intensität. Sie machte einen aggressiven Schritt nach vorn, verkürzte den Abstand zwischen ihnen radikal und funkelte ihn mit einer Mischung aus verletztem Stolz und absolutem Machtanspruch an.

BECKY LYNCH: "Ein Sprungbrett?! Du verstehst es einfach immer noch nicht, oder? Du denkst, Ethan benutzt mich? Niemand benutzt mich! Ich bin nicht die Nebenrolle in Pages Story und ich bin verdammt noch mal nicht das Anhängsel in deiner Erholungsphase! Ich will nicht einfach nur ein Match auf der Card, Seth. Ich will nicht mitschwimmen. Ich will der absolute, unangefochtene Main Character dieses gesamten, verdammten Business sein! Die Kameras, die Schlagzeilen, die Main Events, das alles gehört mir. Und weißt du was? Ich habe es mir verdammt noch mal verdient! Ich habe mir die Seele aus dem Leib gekämpft, während andere sich ausgeruht haben. Wenn ich mit Ethan die Company brennen sehen muss, um ganz oben auf dem Thron zu sitzen, dann tue ich das. Weil es mein Platz ist. Mein Geburtsrecht."

Ihre Stimme war lauter geworden, vibrierend vor einer tief sitzenden Überzeugung, die keinen Widerspruch duldete. Seth erwiderte ihren Blick, doch anstatt zu kontern, schwieg er. Er sah die tiefe Verbundenheit zu ihren eigenen, inneren Dämonen, die aus jedem ihrer Worte sprach. Er drehte den Shaker langsam in seinen Händen, blickte kurz darauf und sah ihr dann noch einmal tief in die Augen.

SETH ROLLINS: „Was den Shake angeht… vielleicht ist Vanille langweilig. Aber es ist verlässlich. Es schmeckt morgen noch genau wie gestern. Und manchmal ist Verlässlichkeit genau das, was man braucht, wenn um einen herum alles brennt.“

Ohne auf eine Antwort zu warten, stellte er den Shaker direkt neben ihre Salatsschale auf das Case. Er klopfte ihr zweimal sanft auf die Schulter. Eine flüchtige, aber zutiefst vertraute Berührung, die sie wie ein elektrischer Schlag durchfuhr. Er drehte sich um und ging mit langsamen Schritten den Gang hinunter, das Handtuch über der Schulter.

Becky blieb allein zurück. Sie starrte ihm hinterher, bis er um die Ecke bog. Dann wanderte ihr Blick zu dem Shaker, der einsam neben ihrem Salat stand. Sie atmete tief aus, nahm die Kunststoff-Schale wieder in die Hand, blickte auf den Shake… und ein kaum wahrnehmbares, bittersüßes Lächeln stahl sich für den Bruchteil einer Sekunde auf ihre Lippen, bevor sie die Maske wieder schloss. Die Mauern standen noch, aber das Fundament hatte gerade gewackelt.

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THE FINAL FAREWELL!

Die Show heute hier in Norfolk ist noch ganz frisch, hat uns jedoch bereits mit Izzy Moreno gegen Lady Frost einen sensationellen Start gezeigt. Auch wenn sie noch immer im Performance Center ist, so zeigt Izzy doch jede Woche, dass man sie nicht unterschätzen sollte und dass sie immer besser und besser wird. Etwas, wo ihre Kollegen sich noch etwas reinhängen müssen. Lykos hatte sein letztes Match vor zwei Wochen verloren und hat heute das Rematch gegen Axiom. Dieses jedoch nur, weil sein Vater meinte, dass Lykos in seinem aktuellen Zustand keine Chance gegen den Spanier hat. Das lässt sich das Problem Child des Wrestlings natürlich nicht einfach so sagen. Er wird seinem Erzeuger das Gegenteil beweisen. Und dafür wird er alles geben. Wie wir es hier auch hören dürfen, denn die Männer im Produktionstruck schalten uns wie fast jede Woche mehrere Tage in die Vergangenheit. Wir befinden uns wieder in der Trainingshalle, die die C2C als Performance Center angemietet hatte in New York City. Scheinbar wurde die Halle eine Woche länger gemietet, sodass die Stars erst in den letzten zwei Tagen hier nach Norfolk gekommen sind. Doch scheint das Training hier bereits beendet zu sein. Wir können eben jenen angesprochenen Kid Lykos sehen, wie er gerade umgezogen aus der Umkleidekabine herauskommt.

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Er trägt recht lässige Straßenklamotten, was wohl zeigt, dass wir hier gerade zum Ende des Trainings einschalten. In schnellen Schritten verlässt Lykos die Arena, da er wohl keine Lust hat, noch einmal so etwas zu erleben wie letzte Woche. Doch leider spielt das Schicksal ihm da gegen den Strich, denn genau als er aus der Tür der Halle herausgeht, tritt ihm mal wieder genau wie letzte Woche eine Person in den Weg. Doch dieses Mal ist es keine männliche über 60-Jährige. Nein, es ist weder Lykos’ Vater noch sein Trainer Raven. Es ist dieses Mal Leva Bates! Die Cosplay-Queen steht hier, gekleidet in ein weißes Oberteil mit langen blauen Ärmeln und einen kurzen gelben Rock mit silbernen Kreisen an der Seite drauf, die wie Ringe wirken. Jetzt müsste sie nur noch rot-orangene Haare haben und sie würde als perfekte Nami aus One Piece durchgehen.

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Aber ist ihr Ziel nicht eine Weltkarte zu zeichnen, sondern vielmehr hier ein ernstes Gespräch mit ihrem Kollegen zu führen, der sich auch heute wieder im Training nicht ganz fokussiert verhalten hat.

Leva Bates: „Hey Lykos. Was ist los?“

Kurz und knapp stellte Leva diese Frage, doch wirkt sie dabei erschreckend bedrückt. Das ist aber auch klar, denn schließlich macht sie sich Sorgen um Lykos.

Leva Bates: „Dein Vater wirkt so, als wolle er sich mit dir verstehen. Meinst du nicht, er hätte eine Chance verdient?“

Als die Kamera nach dieser Frage auf das noch immer maskierte Gesicht des Briten schwenkt, bekommen einige Fans in der Halle jedoch Angst. Lykos reagiert weder bestätigend oder wütend auf Leva. Nein, er reagiert fast schon gar nicht. Er wirkt kalt wie ein Eisbär. Wie als würden selbst die mitfühlenden Worte seiner Partnerin ihm scheißegal sein. Nicht mal Raven konnte so wirken, als er mit Leva Bates private Gespräche geführt hat. Was um alles in der Welt geht hier nur mit Lykos ab? Ist er so versessen davon, seinen Vater zu hassen und ihn zu widerlegen, dass er absolut nichts an sich ran lässt, was seine Meinung ändern könnte?

Kid Lykos: ’„Wenn du so geil darauf bist, dass er sich besser fühlt, dann schlaf doch mit ihm!“

Die Fans geben ein Raunen von sich, denn auch das war ein Spruch, der 1 zu 1 genauso hätte eher von Raven kommen können und nicht von jemandem wie Kid Lykos. Das Problem Child, das immer glücklich ist und das nie eine Chance auslässt zu lachen. Das hier ist nicht mehr der Mann, den man einst kannte. Den Leva einst kannte. Das hier ist ein Mann, der sein Herz voll und ganz in Finsternis verschlossen hat und es dort, solange sein Vater hier ist, auch nicht mehr rausholen will. Aber nachdem wir letzte Woche erfahren durften, warum Lykos seinen Vater so sehr hasst, kann man es ihm nicht einmal wirklich übel nehmen. Dieser Mann war quasi dafür verantwortlich, dass Lykos’ gesamte Jugendzeit ruiniert wurde. Und trotz allem hat es der Brite geschafft, professioneller Wrestler zu werden. Vielleicht ist das ein Punkt, an dem Leva es mal versuchen könnte, um Eintritt in sein Herz zu erlangen. Aber sie hat viel eher eine ganz andere Idee. Wenn Lykos schon mit einem dummen Spruch probiert, kann sie ja genauso dumm darauf antworten.

Leva Bates: „Ach, halt die Klappe. Du willst mich doch nur Mami nennen. Aber mir würde ein Rhea-Cosplay nicht stehen.“

Das Eis scheint sie damit wohl noch immer nicht gebrochen zu haben. Lykos bleibt weiterhin so kalt und emotionsarm. Die Stimmung hier wirkt regelrecht bedrückend. Und so eine bedrückende Stimmung mag Leva überhaupt nicht. Daher geht sie einen Schritt näher an ihren Kollegen heran und versucht, ihn nun in nächster Nähe ins Herz zu sprechen und die ganze Sache endlich ad acta zu legen, damit jeder wieder glücklich und zufrieden sein kann, wie es so sein sollte.

Leva Bates: „Komm schon, Lykos. Er ist dein Vater. Er hat dich zur Welt gebracht und ihr habt euch schon seit Jahren nicht mehr gesehen. Wenn er nicht irgendetwas ganz Grauenvolles getan hat, dann solltest du seine Entschuldigung annehmen!“

Kid Lykos: ’„Dem stimme ich zu. Danke dir!“

Es wird Zeit, nun endlich Tacheles zu reden. Aber mehr als ein stummes Nicken, welches weiterhin völlig ohne Emotionen ist, bekommt Leva auch hier nicht aus Lykos heraus. Und das regt sie auf. Klar, Lykos bleibt ruhig und freundlich, aber er könnte immerhin etwas zeigen. Leva fühlt sich hier, wie als würde sie mit einer Wand reden. Was geht ab im Kopf des Briten? Irgendetwas Zuneigung zu seinem Vater muss da doch noch vorhanden sein. Familie ist etwas Besonderes und das sollte man bei sich behalten, solange man nur kann. Eine stärkere Bindung als sich das eigene Fleisch und Blut zu teilen, existiert doch nicht auf dieser Welt. Doch scheinbar nicht in der Familie Lykos. Die Kamera zoomt schnell wieder auf Leva, die nun so langsam die Schnauze voll hat und sich Lykos noch einmal in den Weg stellt, als dieser versucht hatte, an ihr vorbei zu gehen und endlich zu verschwinden. Dabei verschränkt sie ihre Arme und schaut ihren Trainingspartner streng an.

Leva Bates: „Na gut...“

Sie bleibt zwar ruhig, aber man kann es ihr deutlich ansehen, dass sie sich nun in eine Welt begibt, wo sie eigentlich nicht drin sein möchte. Dass sie so viel Kontakt zu Raven hatte, hilft ihr etwas dabei. Dadurch konnte sie solche Welten schon gut kennenlernen und sich daraus die wohl schlimmsten Fantasien herausholen, die man sich vorstellen könnte. Und mit eben jenen Fantasien bewirft sie nun Lykos, in der Hoffnung, dadurch endlich etwas mehr Einsicht erhalten zu können.

Leva Bates: „Er hat dich als Kind misshandelt! Und deine Mutter hat er verprügelt!“

Mit einer fast schon zuckersüßen Stimme spricht Leva hier solche Vermutungen heraus, um zu hoffen, dadurch irgendeine Reaktion aus Lykos zu bekommen. Sie will wissen, was der Grund ist, warum dieser seinen Vater so sehr hasst, und deswegen rattern die Rädchen in ihrem Kopf auf der Suche nach den schlimmsten Dingen, die sie sich vorstellen könnte. Das ist... eine Taktik. Ob das jedoch wirkt, kann man bisher noch nicht erkennen. Vielleicht ist es ja auch gar nicht so schlecht, wenn Lykos so still und emotionslos bleibt. Er scheint all die ganze Wut bloß in sich hinein zu fressen. Und wenn er diese gleich in seinem Match gegen Axiom rauslässt, könnte das wie ein Vulkanausbruch werden, gegen den selbst der Spanier nicht ankommt. Aber Leva denkt gar nicht erst so weit. Sie versucht es weiter und geht dabei immer schlimmere Vorstellungen durch.

Leva Bates: „Er hat dich als Kleinkind arbeiten lassen! Und deine Mutter hat er auf dem Strich verkauft!“

Man sieht es Leva an, dass es ihr sichtbar unangenehm ist, solche Gedanken zu haben und diese auch noch laut auszusprechen. Das passt nicht zum lieben kleinen Mädchen, was sie sonst normalerweise ist. Aber sie möchte doch nur helfen. Was soll sie denn machen? Sie möchte nur, dass es Lykos besser geht und dass dieser keinen Fehler macht. Und so dämlich es auch klingt, sie hat es mit dieser Idee immerhin tatsächlich geschafft, eine Reaktion auf Lykos’ Gesicht hervorzubringen. Er bleibt zwar weiterhin ruhig, aber man kann seine Gesichtszüge deutlich schwanken sehen und eine unbeschreibliche Wut ausstrahlen. Er schaut Leva mit einem Blick an, der töten könnte.

Kid Lykos: ’„Hör auf! Ich warne dich!“

Leva hat es wohl scheinbar etwas zu weit getrieben. Das war eine deutliche Drohung von Lykos und diese sollte Leva auch ernst nehmen. Normalerweise würde man so etwas nicht glauben, aber hier in seiner jetzigen Verfassung sieht Lykos so aus, als könne er wirklich auch eine Frau... eine gute Freundin zusammenschlagen, ohne an die Konsequenzen zu denken. Dieser Mann ist nicht mehr der Lykos, den Leva einst gekannt hat. Dieser Mann ist nur noch von bloßer Wut und Zorn getrieben. Aber dennoch gibt sie nicht auf. Sie hört zwar auf, Lykos zu reizen, aber sie bleibt standhaft und verbissen.

Leva Bates: „Nun sag schon, was es war. Warum hasst du ihn so sehr!“

Sie lässt sich von der Drohung nicht zurückstoßen. Sie will eine Antwort und sie wird Lykos so lange nerven, bis dieser ihr eine gibt. Und warum? Ja, warum eigentlich? Das scheinen wir nun zu erfahren.

Leva Bates: „Ich kenne dich immer nur mit einem großen Grinsen und viel Freude im Gesicht. Diese ganze Wut, die du hier zeigst, macht alles nur hässlich. Die tut weh. Nicht nur dir, sondern auch mir!“

Es tut ihr weh, Lykos so zu sehen? Leva steht ihm weiterhin gegenüber, ihre Haltung ist offen, fast schon verletzlich, während sie ihn mit einem Blick mustert, den man in den letzten Wochen so gar nicht mehr an ihr gewohnt war. Es ist keine Kritik, die aus ihr spricht, sondern eine ehrliche, fast schmerzhafte Beobachtung. Lykos versteift sich bei ihrer Aussage. Das „Problem Child“ des Wrestlings ist es in letzter Zeit gewohnt, mit Härte zu kontern, mit Zynismus zu antworten oder einfach die Maske der Wut aufzusetzen, um keine Schwäche zu zeigen. Doch dieser direkte Appell an sein früheres Ich, an den Jungen, der mit einem Lächeln den Ring betrat, trifft ihn völlig unvorbereitet. Er öffnet den Mund, um etwas Scharfes zu entgegnen, doch die Worte bleiben ihm im Hals stecken, als würde die Realität dieser Aussage wie ein Schlag in die Magengrube wirken. Man sieht förmlich, wie die Wut in ihm kurz gegen die nackte Erschöpfung kämpft. Die Stille zwischen ihnen ist nicht mehr ruhig; sie ist mit einer unausgesprochenen Geschichte geladen. Leva sieht ihn an, als würde sie hinter die aggressive Fassade blicken wollen, dorthin, wo Lykos selbst am meisten Angst hat hinzusehen. Lykos senkt den Blick, seine Schultern sacken für einen winzigen Sekundenbruchteil nach vorne, ehe er sich wieder aufrichtet, doch scheint der Funke der Erkenntnis wieder erloschen zu sein. Denn er wirkt wieder genauso kalt wie die ganze Zeit schon.

Kid Lykos: ’„Dann lass mich doch einfach alleine. Dann spürst du sie nicht und musst sie auch nicht sehen!“

Trocken und kalt wie die ganze Zeit schon. Wenn es Leva wehtut, ihn so zu sehen, soll sie halt einfach weggucken. Wenn sie ihn nicht anschaut, tut es ihr auch nicht weh und damit sind alle Probleme gelöst. Er wird die Wut gegenüber seinem Vater weiterhin behalten und er wird einen Scheiß tun, diese irgendwie los zu werden. Wenn Leva damit nicht einverstanden ist, dann ist es halt so. Und damit sie es endlich versteht, sagt er es ihr auch noch ein letztes Mal mitten ins Gesicht, bevor er sich umdreht und endlich verschwindet.

Kid Lykos: ’„Ich habe weder vor, mich mit diesem Mann zu vertragen, noch habe ich vor, ihn überhaupt nochmal wieder zu sehen. Er kann sich aus meinem Leben am besten einfach nur verpissen und nie wieder kommen. Im Ersteren ist er gut. Zweiteres muss er besser machen.“

Und damit ist Lykos verschwunden und Leva wird alleine zurückgelassen. Doch das Segment scheint noch nicht beendet zu sein. Denn die Kamera fährt zwar etwas raus und schwingt allmählich von Leva weg. Jedoch wird das Bild nicht schwarz. Nein, wir werden in das Innere der Trainingshalle geschwenkt und bleiben dort auf der anderen Seite der Tür stehen, wo ein Mann die ganze Zeit die beiden belauscht hat bei ihrem Gespräch. Und dieser Mann ist niemand Geringeres als Lykos’ Vater!

[Bild: e5265ed0-2e6e-4663-99be-51c18f922669.png]

Hatte er Leva beauftragt, damit hier mit Lykos zu sprechen, nachdem das Gespräch mit ihm und seinem Sohn letzte Woche nicht so gut lief? Oder ist das hier wieder nur zufällig gewesen, dass er das Gespräch gehört hat. Obwohl es schon irgendwie verdächtig ist, dass dies gleich zwei Wochen in Folge passiert. Letzte Woche das Gespräch mit Raven und diese Woche mit Leva. Es kann schon irgendwie traurig sein. Klar, tut sein Vater nicht wirklich viel, um Lykos zurück zu gewinnen und sicher hat er wirklich enorm viele Fehler gemacht. Er hat Lykos’ Kindheit geraubt. Aber trotzdem möchte man es einfach nicht sehen, wie eine Familie so zu Bruch geht. Aber er muss wohl damit leben. Dies war die letzte Woche, dass die C2C hier in New York City ist, da sie diese Woche nun hier in Norfolk ihre Tour weiterführt. Und da wird Lykos’ Vater sicher nicht mehr mit dabei sein. Das heißt nächste Woche wird er seinen Sohn schon nicht wieder sehen. Und da dieser scheinbar keine Liebe mehr für ihn übrig hat, muss er wohl eingestehen, dass er ihn verloren hat. Deswegen scheint er nun mit all seinen gepackten Sachen auch bereit dafür zu sein, zu verschwinden und sich nie wieder vor den Kameras der C2C zu zeigen. Er schnappt sich seinen Rucksack, setzt sich diesen auf den Rücken und...

Raven:
„„Sie verlassen uns schon? Geht’s zu dem Ringen-Wettbewerb?"“

Doch genauso wie Leva Lykos aufgehalten hat, als dieser verschwinden wollte, scheint es nun Raven zu sein, der seinen Vater aufhält. Will er sich etwa noch bei diesem verabschieden? Raven scheint ja derjenige gewesen zu sein, der sich am meisten darüber gefreut hatte, dass er mit hier war und bei dem Training ausgeholfen hat.

Daddy Lykos: ’„Huh? Oh ja. Ist nur das Training. Wir haben noch eine Abendstunde heute. Hoffentlich bleib ich nicht zu lange wach.“

Gut gefüllter Tag, den Lykos’ Vater da hat. Vom Wrestling-Training zum Ringen-Training. Er scheint ein viel beschäftigter Mann zu sein und das trotz seines hohen Alters. Doch Raven scheint sein Lächeln, welches er eben noch aufgesetzt hatte, sofort wieder wegzuwischen. Er ist nicht nur zum Verabschieden hier her gekommen. Er hat dieses Gespräch aus einem ganz bestimmten Grund gestartet und genauso wie Leva gibt es auch etwas, was er herausfinden will. Oder bereits schon herausgefunden hat?

Raven:
„„Hören Sie auf damit. Ich weiß, dass es keinen solchen Wettbewerb gibt. Und auch kein Training?"“

Streng schaut der Death Dealer Daddy Lykos an, welcher ihm nur mit einem überraschten, aber auch verwirrten Blick antwortet.

Daddy Lykos: ’„Wa... was meinen Sie bitte?“

Natürlich versteht der ältere Mann nicht direkt, von was Raven hier spricht. Will Raven etwa sagen, dass Daddy Lykos gelogen hätte und gar nicht wegen einem Ringen-Wettbewerb hier in New York City ist? Aber wenn dem so ist, wegen was ist er dann hier? Weiß Raven da etwa mehr als wir? Anscheinend, denn er blickt den Vater weiterhin mit strengem Blick an, wie sie von Leva eben nicht besser kommen konnten und zeigt ihm gleich, was Phase ist. Er lässt sich nicht mit sich spielen. Wenn er Dinge sagt, dann werden diese auch verstanden und gemacht. Man braucht gar nicht damit anfangen, Raven für blöd verkaufen zu wollen.

Raven:
„„Sie können das Schauspiel ablegen. Sie haben mir letzte Woche alles erzählt."“

...sagte Raven und kneift dabei streng seine Augen etwas zu. Und Lykos’ Vater... der wirkt geschockt! Geschockt und verwundert. Er hat Raven letzte Woche alles erzählt? Was denn? Und wenn er das getan hat, warum wirkt er hier dann so verwirrt, wie als hätte er keine Ahnung, von was Raven hier redet? Irgendetwas stimmt hier doch nicht. Wurde Raven verarscht?

Daddy Lykos: ’„Wirklich? Aber... wieso? Wieso hab ich Ihnen das gesagt?“

Hat Raven Lykos’ Vater unter Drogen gesetzt, damit dieser Dinge preisgibt, die er sonst eigentlich geheim halten möchte? Zuzutrauen wäre es ihm wohl. Und schließlich muss es ja irgendeinen Grund dafür geben, dass Lykos’ Vater hier nicht weiß, dass er mit Raven über ein Geheimnis letzte Woche gesprochen hat. Raven wird wohl kaum in einem Paralleluniversum mit ihm gesprochen haben, sodass seine Gestalt in diesem Universum nichts von diesem Gespräch weiß. Oder aber es ist ganz anders und Raven hat gar nicht mit ihm gesprochen? Raven bekommt wieder ein kleines hinterlistisches Lächeln in sein Gesicht, als er Daddy Lykos ansieht, wie als hätte er gerade im Jackpot gewonnen.

Raven:
„„Haben Sie nicht! Jedenfalls nicht mit Worten."“

Daddy Lykos: ’„Was?“

Das war alles nur ein Bluff. Raven hat ihn outplayed. Er hat so getan, als hätte Lykos’ Vater ihm sein Geheimnis verraten, und durch die Reaktion, die er daraufhin gebracht hat, weiß Raven nun, dass es ein Geheimnis gibt. Aber... das klingt selbst in der Theorie wie eine dämliche Idee. Warum sollte sich Lykos’ Vater nicht daran erinnern können, mit was er über Raven spricht? Das wäre doch nur zum Scheitern verurteilt... es sei denn...

Raven:
„„Mir ist es heute aufgefallen, als ich Sie im Training gesehen habe. Sie wirkten, wie als wäre es das erste Mal, dass Sie bei einem solchen Wrestling-Training mit dabei sind. Dabei waren Sie letzte Woche auch schon hier. Auch die Gespräche, die ich zwischendurch mit Ihnen geführt habe, haben es gezeigt. Ich habe viele Punkte angebracht, die ich 1 zu 1 genauso auch schon letzte Woche gesagt habe und Sie haben ganz normal darauf reagiert, wie als hätten Sie es zum ersten Mal gehört. Und Ihre Reaktion jetzt hat es ganz bewiesen."“

Raven hatte bereits eine Vorahnung und hat sie nun mit seinem Spiel bewiesen. Das war kein einfacher Bluff. Das war nur ein Zug, um zu zeigen, dass er recht hatte. Er kannte das Blatt seines Gegners bereits und konnte ihn lesen wie ein offenes Buch. Er wollte nur auf Nummer sicher gehen. Ganz einfach!

Raven:
„„Aber hey, ich kann es verstehen. Sie mussten sich irgendetwas ausdenken. Wäre ja grauenvoll, wenn Sie Ihrem Sohn gesagt hätten, dass Sie nur wegen ihm hier nach New York geflogen sind. Das wäre ja dumm!"“

Auch wenn er hier bierernst mit Lykos’ Vater spielt und ihn regelrecht ausquetscht, ohne dass dieser überhaupt auf seine Aussagen antworten muss, lässt es sich Raven nicht nehmen, seine dummen Sprüche mit hinein zu bringen. Die ganze Geschichte mit dem Schüler, der bei einem Ringen-Wettbewerb mitmacht, war eine bloße Lüge. Sein Vater kam wegen Lykos selbst hier nach New York, weil er feststellen konnte, dass die C2C drei Wochen in Folge hier verweilen wird. Nur hat dieses Treffen nicht sonderlich hübsche Blüten getragen, wie es scheint. Doch auch wenn Raven eben noch so dumme Sprüche gebracht hat, endet er das Gespräch nun wieder in eine etwas ernstere Richtung und stellt den Vater in ruhiger Tonlage eine wichtige Frage.

Raven:
„„Was ist es?"“

Eine Frage, mit der viele Fans auf Anhieb jetzt nichts anfangen können. Was ist was? Der Grund, warum er hier nach New York geflogen kam? Oder von was redet Raven? Doch als man die Antwort von Lykos’ Vater vernimmt, der ebenfalls sehr betroffen wirkt, weil Raven ihn hier so sehr durchschaut hat, der so wirkt, wie als hätte er sich geschlagen gegeben und würde aufgeben, da fällt einem plötzlich sämtliche Groschen von den Augen, die einen bisher nur geblendet haben. Durch diese Frage wird nun endlich alles erklärt, was hier vor sich geht. Zwar auf ziemlich schmerzhafte Art und Weise, aber immerhin wird es erklärt. Lykos’ Vater muss einmal tief durchatmen, bis er sich in der Lage fühlt, Raven mit einer Antwort zu preisen.

Daddy Lykos: ’„Parkinson! Mit einer kortikobasalen Degeneration des Hirnvolumens!“

Oh mein Gott. Das erklärt wirklich alles. Das gesamte Verhalten von Lykos’ Vater. Dass Raven damit durchkommen konnte mit diesem schlechten Bluff und dass Daddy Lykos nicht wusste, was er Raven gesagt haben soll. Aber... er wirkt so vollkommen normal und gesund? Wie kann das sein?

Daddy Lykos: ’„Bisher stört es mich nur bedingt. Ich vergesse einige kleinere Sachen, die mir passieren und kann sie mir nicht mehr merken. Egal was es war. Egal ob wichtig oder unwichtig. Aber die Ärzte können nichts dagegen machen, außer mir Medikamente geben, mit denen man das Absterben der Nervenzellen etwas verlangsamen kann. Aber in spätestens sechs Monaten wird es bereits so ausgeprägt sein, dass ich nicht mehr sprechen kann und wohl auch nicht mehr leben ohne Pflege. Bis ich dann irgendwann nicht mehr aufwachen werde.“

Das ist ja grauenvoll. Die Parkinson-Krankheit lässt sich am besten als eine Störung der Kommunikation im Gehirn verstehen, die man sich wie eine große Fabrik vorstellen kann, in der Informationen durch einen Botenstoff namens Dopamin von einer Abteilung zur nächsten geleitet werden. Dieses Dopamin ist entscheidend dafür, dass unsere Bewegungen geschmeidig, geplant und kontrolliert ablaufen, doch bei Parkinson gehen genau die Zellen, die diesen Stoff herstellen, nach und nach verloren. In der Folge gerät die Steuerung der Bewegungen ins Stocken, was sich typischerweise durch ein Zittern in den Händen, eine allgemeine Verlangsamung der körperlichen Abläufe, eine spürbare Muskelsteifheit und eine zunehmende Unsicherheit beim Gleichgewicht äußert. Es ist, als würde die interne Software des Gehirns nicht mehr flüssig arbeiten, weshalb die körperliche Hardware nur noch verzögert oder ruckartig reagiert.

Daddy Lykos: ’„Ich wollte meinen Sohn nur noch ein letztes Mal sehen. Das nächste Mal werde ich wahrscheinlich nicht mehr wissen, dass er überhaupt mein Sohn ist.“

Im Gegensatz dazu ist die kortikobasale Degeneration, kurz CBD, eine deutlich seltenere und aggressivere Erkrankung, die zu den sogenannten atypischen Parkinson-Syndromen zählt. Der Begriff der kortikobasalen Degeneration des Hirnvolumens beschreibt dabei einen fortschreitenden Prozess, bei dem Nervenzellen in der Großhirnrinde sowie in tiefer liegenden Arealen absterben, was physikalisch zu einem messbaren Schrumpfen, also einem Volumenverlust, dieser betroffenen Hirnareale führt. Während Parkinson meist gut auf eine medikamentöse Behandlung mit Dopamin-Ersatz anspricht, zeigt die CBD kaum Reaktionen auf solche Therapien. Die Symptome sind bei der CBD zudem häufig sehr ungleichmäßig verteilt, sodass eine Körperseite meist viel stärker betroffen ist als die andere. Zudem treten neben den reinen Bewegungsstörungen oft komplexere Probleme auf, wie Schwierigkeiten bei der Planung gezielter Handlungen, Sprachstörungen oder kognitive Einschränkungen, die weit über das klassische Bild der Parkinson-Krankheit hinausgehen und den gesamten Abbau von Gehirnsubstanz verdeutlichen. Doch Raven findet das alles andere als traurig oder bemitleidenswert. Sicher schaut er etwas wehmütig rein, aber auch... irgendwie wütend. Vielleicht hat er mit einem anderen Ergebnis gehofft als diesem? Wer weiß.

Raven:
„„Gut, dass Sie es dann für sich behalten haben. Schließlich wäre es ja schlimm, wenn Sie ihn mit so einer unwichtigen Information über seinen gehassten Vater genervt hätten. Ich werde es ja schließlich sein, der ihn bei sich hat, wenn er hört, dass sein Vater gestorben ist."“

Oh Gott, das kommt hier so rüber, als würde sich Raven als Vaterfigur für Lykos sehen! Als würde er sich schon Gedanken machen, wie es aussehen wird, wenn Lykos erfährt, dass sein eigentlicher Vater gestorben ist. Wie er damit umgehen wird. Wie Raven ihn... trösten könnte? Moment... wir reden hier über Raven? Irgendwas ergibt da absolut keinen Sinn... oder?

Daddy Lykos: ’„Er ist nur Ihr Schüler. Sie sind nicht verpflichtet dazu, sich um seine privaten Probleme zu kümmern.“

Auch wenn Daddy Lykos hier scheinbar Raven irgendwie helfen wollte, wirken diese Worte schon abgrundtief schrecklich. Sodass man irgendwie auch verstehen kann, warum Lykos seinen Vater so sehr hasst. Und irgendwie scheint Raven es ebenfalls so langsam verstehen zu können. Anstatt alles dafür zu geben, noch die letzten paar Monate eine glückliche Zeit mit seinem Sohn zu verbringen, hat er ihn nur belogen und ungeniert behandelt die ganze Zeit, wie er hier war. Sicher hat er versucht, die Beziehung etwas zu verbessern, aber hat er sich kein bisschen geöffnet. Er hat versucht, eine bessere Beziehung mit Lykos aufzubauen, während sein Herz hinter einer dicken Mauer verschlossen war. Das war doch von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Aber hat er natürlich nicht Unrecht. Raven ist nicht Lykos’ Vater. Er ist nur sein Trainer. Mehr nichts. Und deswegen kann Raven auch nicht anders, als ihn mit einem Nicken zu antworten. Auch wenn seine Stimme ziemlich verletzt wirkt.

Raven:
„„Ja, das stimmt."“

Denkt Raven hier gerade wirklich darüber nach, Lykos etwas zu geben, was er nie hatte? Das kann man sich nun wirklich nicht vorstellen. Aber konnte man schon einige Male erkennen, dass sich Raven, so ein strenges Arschloch er auch zu sein scheint, sich um seine Schüler sorgt. Er zeigt das zwar nicht, aber er hat sie alle irgendwo in seinem Körper verschlossen, wo bei einigen Menschen ein Herz sein sollte.

Daddy Lykos: ’„Also dann... Sie sind ein toller Trainer. Er kann froh sein, sie zu haben. Aber er ist eben nur ihr Schüler. Merken sie sich das. leben Sie wohl.“

Und mit diesen Worten setzt sich Daddy Lykos seinen Hut auf und verschwindet. Das war wohl das letzte Mal, dass wir ihn zu sehen bekommen haben. Und Raven... Raven weiß gar nicht mehr, ob er dieses Spiel hier wirklich gewonnen hat oder nicht. Anfangs sah es noch so aus, aber es wirkte irgendwie, als würde Lykos’ Vater entspannter aus dem Gespräch herausgehen als er. Weil er mit seinen Gedanken nur noch in der Zukunft hängt. In einer dunklen und wirklich grauenvollen Zukunft. Ein letztes Mal blickt er Ravens Vater hinterher, ehe er sich dann auch umdreht und das Bild verlässt. Was eine krasse Vater-Sohn-Geschichte, die wir hier zu sehen bekommen haben. Traurig, absolut schrecklich, aber auch irgendwie interessant und spannend. Genauso spannend wie wohl das Match von Lykos jetzt gleich gegen Axiom werden wird. Denn dieses kommt direkt als nächstes. Fade off.

[Bild: trenner-Kopie.jpg]

MATCH 2
SINGLES MATCH
Kid Lykos vs. Axiom

[Bild: kidlykosaxiom.png]
Writer: ???



Das Licht in der Halle erlischt schlagartig. Ein kurzer Moment völliger Dunkelheit. Dann ertönt das Adrenalin bringende Schlagen der Beats von "A Day To Remember", ehe sie in den droppenden:

~GO~

enden! Auf dem Titantron flackern Bilder: Halsbrecherische Flugaktionen, krasse Stunts, unglaubliche Sprünge und ein junger Mann, der mit der gesamten Liga nur eines machen möchte: Taking it Ovah!
Dazwischen befindet sich das rot leuchtende Symbol eines stilisierten Wolfskopfes, zusammengesetzt aus geometrischen Linien und elektrischen Impulsen. Dann ein kurzer Stromausfall und plötzlich schießen grüne Laserblitze in alle Richtungen, wie elektrische Entladungen. Das Licht flackert in kaltem Weiß auf, begleitet von einem lauten Bassschlag, während die Musik zu ihrem Refrain kommt: Ein bombastischer, lauter Gesang, der die Fans von ihren Plätzen reist und wie eine kämpferische Sinfonie abgeht, die absolut alles zum explodieren bringt. Inmitten des blinkenden Lichts tritt Kid Lykos hervor. Er trägt sein typisches Lykos-Outfit, jedoch überarbeitet, als wäre es aus der Zukunft geflohen:

[Bild: ce6f789a-511f-49b0-b778-f2c27bbd5380.png]

Eine schwarze, zerrissene Jeansjacke, über und über mit schwarzem Öl und kryptischen Formeln bemalt. Darunter trägt er eine taktisches Wrestling-Hose in Neon-rot mit schwarzen Blitzen, die aussehen, als würden sie elektrische Energie speichern. An seinem Gürtel hängt ein kleiner Wolfskopf, der hin und wieder Hin und Her wackelt. Sein Gesicht ist mit der Klassischen Lykos-Maske überdeckt die hier in einem feuerrotem Licht leuchtet. Er kommt langsam aus dem Nebel, einen Metallstab in der Hand, der aussieht wie ein Kendo Stick, den man auf der Straße verwendet.

[Bild: 0a1a18e0-a337-4e02-8809-f549df016e5e.png]

Mit einem lauten Schrei hebt er diesen in die Lüfte, woraufhin die Zuschauer nur ohrenbetäubend laut johlen. Er wirft den Stab hinter sich auf die Stage und lacht wahnsinnig in die Kamera, bevor er auf den rRng deutet und die Fans den Yubel nur noch stärker, noch pulsierender, noch unregelmäßiger ertönen lassen. Er geht langsam die Rampe hinunter, als würde er ein Raubtier sein mit übertriebener Gestik. Seine linke Hand zuckt leicht, als würde er seinen Gegner bereits jetzt zerfleischen. Das Genie ist nur einen Wimpernschlag vom Wahnsinn entfernt!

Matthew Rehwoldt: "The following Countest is getting for one Fall!" ONE FALL!!! "Introducing first... From Cambridge, Cambridgeshire, England... Weighting in at 205Pounds... The Neeew Problem Child Of Professional Wrestling... KIIID LYYYYYKOOOOOOOOSSS!!!"

Im Ring angekommen, stellt sich Kid Lykos in die Mitte, lässt seine rechte Hand rotieren und schlägt dann mit voller Wucht seine Faust auf die Matte. Ein greller Lichtblitz durchzuckt den Ring, Rauch steigt auf, und als er sich legt, steht Lykos breit grinsend auf dem Tournbuckle! Kopf leicht geneigt, die Zunge zwischen den Zähnen und die Augen weit aufgerissen. Sein Atem ist schnell, aber kontrolliert, wie ein verrückter junger Superstar, der kurz vor dem Durchbruch steht.

[Bild: dg890yu-92d53feb-688d-4fab-8dde-674c5ed74fab.png]

Er springt vom dritten Seil wieder ab und lässt sich im ring auf die Knie fallen, schlägt sich mit der Faust gegen die Brust und lacht hysterisch, während der Ring in kaltem grünen Licht erleuchtet wird. Dann steht er langsam wieder auf, reißt die Arme hoch und die Musik bricht mit einem letzten metallischen KNALL ab. Das Publikum tobt, halb begeistert, halb verunsichert, ob sie gerade einen Wrestler oder eine durchgedrehte Bestie sehen. Die Kamera zoomt auf Lykos’ Maske, während er die Zunge rausstreckt und mit beiden Händen eine imaginäre Explosion nachahmt und auf seinen Gegner wartet.

Die Hallenbeleuchtung erlischt schlagartig. Stille. Nur ein rhythmisches, leises Pulsieren ist zu hören, wie ein digitaler Herzschlag, der langsam in der Geschwindigkeit zunimmt. Auf dem Titantron erscheint kein Video, sondern ein einfacher, flackernder Cursor auf tiefschwarzem Grund. Ein grüner Code beginnt in rasender Geschwindigkeit über den Bildschirm zu laufen, mathematische Formeln, binäre Datenströme und geometrische Muster (Fraktale), die sich ineinander verschlingen.



Nach etwa zehn Sekunden setzt ein treibender, industrieller Synthie-Beat ein, der durch die Arena hämmert. Die Musik ist technoid, präzise und unaufhaltsam. Passend zum Rhythmus der Musik blitzen synchron weiße Stroboskop-Lichter in der ganzen Arena auf. Jeder Blitz scheint eine neue Variable in Axioms "Gleichung" zu definieren. Die Musik erreicht ihren ersten Höhepunkt. Plötzlich explodieren die Pyros an der Rampe, allerdings keine gewöhnlichen Flammen, sondern vertikale, weiß-blaue „CO2-Jets“, die wie digitale Laserstrahlen in den Hallenhimmel schießen. Der Titantron wechselt von der binären Flut zu einem hochauflösenden, animierten Modell von Axioms Maske, die sich 3D-artig rotiert und in geometrische Einzelteile zerlegt, bevor sie wieder in einem gleißenden weißen Licht verschmilzt.

[Bild: axiom-entrance.gif]

Axiom tritt aus dem Schatten des Backstage-Bereichs hervor. Er bewegt sich nicht einfach nur zum Ring, er gleitet fast, jede Bewegung ist choreografiert und absolut präzise. Er trägt seine typische, technisierte Maske, die im weißen Licht der Strahler reflektiert.

Matthew Rehwoldt: "And his Opponent... From Madrid, Spain... Weighting in at 154Pounds... The Masked Heeeroooo ... AAAAAAAAXIIIIIOOOOOM!!!"

Er blickt nicht nach links oder rechts; sein Fokus liegt zu 100 % auf dem Ring, seinem „Problem“, das es heute zu lösen gilt. Auf halbem Weg zum Ring bleibt er stehen. Er hebt beide Arme in einem exakten 90-Grad-Winkel, die Finger in einer präzisen Pose. In diesem Moment hört die Musik für einen Herzschlag auf, nur um dann mit einem ohrenbetäubenden Bass-Drop wieder voll einzusetzen. Er sprintet den Rest der Rampe hinunter, eine Demonstration seiner explosiven Athletik und rutscht mit einer flüssigen Bewegung unter dem untersten Ringseil hindurch in das Quadrat. Im Ring angekommen, springt er auf das zweite Seil, breitet die Arme aus und blickt direkt in die Kamera, die ihn in einer Nahaufnahme einfängt.

[Bild: tabaxi.png]

Sein Blick hinter der Maske wirkt analytisch, fast schon kühl. Er lässt sich wieder auf den Boden fallen und geht in seine Kampfposition, während die Musik zu einem unheilvollen, tiefen digitalen Summen ausblendet. Die Gleichung steht, jetzt muss er sie nur noch lösen.

Beide Männer stehen im Ring und wirken bereit, sodass der Ringrichter direkt seine Hände hebt und den Start des Matches durch die Ringglocke ertönen lässt.

DING DING DING

Die Atmosphäre in der Halle ist elektrisierend, doch während Axiom wie gewohnt konzentriert und analytisch im Ring herum hüpft, ist Kid Lykos das pure Abbild ungebremster Aggression. Lykos stürmt sofort vor, doch Axiom ist vorbereitet. Mit einer mathematischen Präzision weicht er dem ersten Ansturm aus, taucht unter Lykos’ wuchtiger Lariat hindurch und kontert mit einer schnellen Kombination aus Armdrags und einem präzisen Dropkick gegen das Knie seines Gegners. Axiom lässt Lykos keine Zeit, seinen Zorn zu kanalisieren, und zeigt eine Serie von flüssigen Übergängen in eine Armbar. Lykos wirkt sichtlich frustriert, als Axiom ihn mit technischem Können in die Enge treibt. Lykos schafft es schließlich durch rohe Kraft, die Submission zu unterbrechen, doch Axiom bleibt gefährlich. Er nutzt die Seile für einen Springboard Crossbody und zeigt Sekunden später einen perfekten Moonsault vom zweiten Seil, der Lykos voll trifft. Die Fans feiern Axiom, der in diesem Moment wie der sicherere Sieger wirkt. Doch die Wut in Lykos wächst durch diesen Rückstand. Als Axiom erneut Anlauf nimmt, greift Lykos tief in die Trickkiste der Gemeinheiten: Er zieht den Ringrichter in die Schusslinie, sodass Axiom im letzten Moment abstoppen muss. Diese Sekunde der Unachtsamkeit reicht Lykos. Lykos will Rache für die bittere Niederlage vor zwei Wochen und lässt Axiom keinen Raum zum Atmen. Er schlägt wild um sich, blockt Axioms technisches Ringen mit purer roher Kraft und reißt ihn schließlich mit einer wuchtigen Lariat von den Beinen. Lykos’ Gesicht ist zu einer Maske aus Zorn verzerrt. Jeder Move wirkt, als wolle er Axiom nicht nur besiegen, sondern physisch brechen. Er zeigt einen harten Guillotine Slam, doch statt in das Cover zu gehen, tritt er weiter auf den am Boden liegenden Axiom ein. Der Ringrichter muss Lykos mehrfach ermahnen, sich zurückzuhalten. Axiom versucht immer wieder, mit schnellen Kicks und Kontern das Momentum zu drehen, doch Lykos ist heute wie entfesselt. Nach einem spektakulären Handspring-Back-Elbow von Axiom, der Lykos kurzzeitig ins Wanken bringt, schlägt das „Problem Child“ blitzschnell zurück: Ein Brainbuster direkt auf die Ringmatte erschüttert das Fundament des Rings.

[Bild: a06cee3d02783107-365x500-1.png]

Lykos hat Axiom in der Ringecke festgesetzt und lässt eine Serie von harten Chops auf seine Brust niedergehen, die den Maskierten tief in die Polsterung treiben. Axiom, der versucht, sich mit schnellen Tritten gegen die Brust von Lykos zu befreien, wird von seinem Gegner abgefangen. Mit einem brutalen Griff packt Lykos ihn bei der Ringhose und schleudert ihn mit einem wuchtigen Irish Whip mit voller Wucht in die entgegengesetzte Ringecke. Axiom prallt hart auf, federt kurz zurück, doch bevor er sich sammeln kann, stürmt Lykos heran. Er visiert ihn mit einer Wucht an, die eher an ein wildes Tier als an einen Wrestler erinnert. Lykos verpasst ihm einen knallharten Corner-Dropkick, der Axiom fast über das oberste Seil befördert hätte. Axiom hängt halb über dem Seil, den Oberkörper nach draußen geneigt, während die Ringseile unter seinem Gewicht ächzen. Lykos lässt ihm keine Sekunde, um wieder Gleichgewicht zu finden. Er greift Axiom an der Maske und zerrt ihn mit einem Ruck vollends über die Seile nach draußen. Doch Lykos stoppt nicht bei diesem einfachen Rauswurf. Er springt mit einem Satz hinterher, landet hart auf dem Betonboden der Arena und stürzt sich sofort wieder auf den am Boden liegenden Axiom. Er greift in dessen Maske und hämmert seinen Kopf gegen die Seite des Rings, ein dumpfes Klatsch-Geräusch hallt durch die Halle, als Axioms Stirn gegen das harte Metall des Aprons schlägt. Jetzt gibt es kein Halten mehr. Lykos packt Axiom am Gürtel, zerrt ihn vom Ring weg und wirft ihn mit einer einzigen, flüssigen Bewegung über die Absperrung, direkt in den Bereich der ersten Zuschauerreihen. Der Schutzwall aus Stahlrohr biegt sich unter dem Gewicht der beiden Athleten. Lykos klettert über die Absperrung, das Adrenalin lässt ihn die Umgebung völlig ausblenden; er will Axiom dort draußen, fernab der schützenden Ringmatte, auf dem kalten Beton der Arena endgültig zermürben. Die Sicherheit des Rings ist vergessen, jetzt geht es nur noch darum, wer in diesem Chaos der Straße überlebt. Doch Axiom weicht einem wütenden Schlag von Lykos, der in die Ringabsperrung kracht, geschickt aus und nutzt die Distanz. Als Lykos sich gerade wieder aufrichten will, schnellt Axioms Fuß wie ein Peitschenhieb aus dem Nichts hervor: Ein Superkick trifft Lykos präzise am Kinn und lässt dessen Kopf nach hinten schnellen.

[Bild: e5265ed0-2e6e-4663-99be-51c18f922669.png]

Der Aufprall klingt wie ein trockener Peitschenknall in der Arena und lässt Lykos für einen Moment komplett die Orientierung verlieren. Axiom atmet tief durch, doch er lässt seinem Gegner nicht einmal die Zeit, das Kinn zu reiben. Er sieht, dass Lykos auf dem Hallenboden zusammengebrochen ist, und sein analytischer Geist schaltet sofort in den Angriffsmodus. Er springt flink auf das Treppengeländer, balanciert kurz, eine Demonstration purer Körperbeherrschung und lässt sich dann mit einem Diving Senton fallen. Sein gesamtes Körpergewicht trifft Lykos mit voller Wucht im Rückenbereich. Die Wucht ist so groß, dass beide Athleten über den harten Boden des Zuschauer-Bereichs der Arena rutschen. Die Zuschauer sind außer sich; Axiom hat die rohe Gewalt von Lykos mit einer Kombination aus purer Geschwindigkeit und kalkulierter Präzision neutralisiert. Während Lykos keuchend am Boden liegt und versucht, wieder Luft in seine Lungen zu bekommen, steht Axiom bereits wieder, seine Atmung kontrolliert, die Augen fest auf den angeschlagenen Lykos fixiert. Für einen Moment scheint das Pendel des Matches komplett in seine Richtung auszuschlagen. Man merkt, wie Lykos in diesem Augenblick das erste Mal an seiner eigenen Strategie zweifelt, denn Axiom hat nicht nur gekontert, er hat dominiert. Es ist ein Glanzmoment der Athletik, der das Match wieder auf Augenhöhe bringt und zeigt, dass Axiom nicht bereit ist, sich einfach von Lykos’ Wut überrollen zu lassen. Beide stehen wieder auf und Lykos weicht Axioms Attacke aus, schleudert ihn gegen die Absperrung, zerrt ihn über den Hallenboden und wirft ihn schließlich gegen den Ringpfosten. Axiom wirkt angeschlagen; seine sonst so präzisen Bewegungen leiden unter den harten Angriffen von Lykos. In einem Moment der absoluten Verzweiflung nutzt Lykos die Umgebung: Er rammt Axiom immer wieder gegen den Apron und unterbindet jeden Versuch des Maskierten, wieder auf die Beine zu kommen. Doch der Referee macht viel mehr Probleme: Dieser hat die ganze Zeit, als die beiden hier draußen waren, gezählt, und somit muss sich Lykos so schnell er kann in den Ring hineinrollen und...

TEN!

Axiom erreicht die Ringmatte nicht mehr rechtzeitig, als der Referee den Count beendet und damit auch das Match.

Ding Ding Ding!

Der Ringrichter lässt die Glocke läuten. Axiom bleibt entkräftet außerhalb des Rings liegen. Lykos hat das Match gewonnen, nicht durch Pin oder Submission, sondern durch pure psychische und physische Zerstörung. Er lässt sich feiern, doch sein Blick bleibt finster!

[Bild: roman-reigns-png-roman-reigns-2016-new-p...16-564.png]

Er hat zwar seine Rache gegen Axiom bekommen, doch die Wut gegen seinen Vater ist noch immer dieselbe. Sie ist nicht verflogen; sie scheint durch diesen Sieg nur noch weiter angefacht worden zu sein.

[Bild: 4.jpg]

Wohl jeder, der einen Blick auf die Card geworfen hat, dürfte eine kleine Überraschung gefunden haben: Isla Dawn. Die Schottin war nach dem verlorenen World Women's Championship gegen Tiffany Stratton verschwunden. Dies ist jetzt auch schon eine Weile her und es gab wohl kaum jemanden, der sie vermisst hatte. Auf ihre brutale Art können die Kolleginnen und Kollegen gern verzichten.
In Norfolk wird sich diese Ruhe wieder ändern. Und natürlich haben sich nun auch noch die Bedingungen geändert. Nicht Tiffany Stratton ist Championess, sondern Liv Morgan. Um sich in das Spiel um das Gold mit einzubringen, braucht es aber auch Anwesenheit. In der Halle ist die Atmosphäre ein wenig abgeflacht, nachdem gerade erst noch im Ring eingeheizt wurde. Doch viele und besonders lange Pausen wird den Zuschauern nicht gegönnt. Dafür aber ein anderes Spektakel. Das Licht beginnt zu flackern. Anfänglich nur schwach. Doch es wird immer stärker, bis es eine Zeitlang ganz verschwindet. In der Halle ist es stockduster. Nur die Notlichter und Warntafeln spenden etwas Helligkeit.

”HAHAHAHAHA…”

Das schrille und böse Lachen schallt durch den Raum und vermittelt den Fans, dass etwas über ihren Köpfen geschieht. Dabei steht die Schottin schön längst im Ring.

Isla Dawn:
”...IIIsla Daaaawn is Baaaack! HAHA!”

Hört man die Worte sprechen, bis das Licht wieder die Halle durchflutet. Nicht ganz so stark wie es sein müsste. Schwach und hin und wieder flackert es. Doch Isla ist nun für jeden zu erkennen. Sie steht im Ring und beißt sich, frech grinsend, auf die Zungenspitze. Ihre roten Haare stechen deutlich hervor. Ihre Haltung zeigt eindeutig, dass sie etwas vor hat. Dass sie ihre heutige Gegnerin nicht nur besiegen, sondern auch zerstören möchte. Kris Statlander ist des Opfers Name und soll dafür sorgen, dass die Schottin wieder Angst und Schrecken verbreitet.

Isla Dawn:
”Kriiiis…HAHA…du wuuuurdest ausgewääählt! Deeeeine Seele an miiiich vermaaacht! Deeein Kööörper leblos weggeworfen. Ihr aaaalle habt geglauuubt, dass IIIsla Daaaawn weeeg ist. Doooch da habt ihr euch geschniiiitten! IIIch haaabe euch beobachteeet, HAHA! IIIch keeeenne eeeure Schwäächen! Eure Seeehnsüchte! Eure Wüüünsche! Und ich weeeerde sie euuuch zerstööören! HAHAHAHA!”

Drohungen, welche man durchaus ernst nehmen sollte. Wenn man Isla etwas zugute halten muss, dann, dass sie nie gelogen hat. Klar wird sein, dass sie Kris Statlander nicht nur besiegen will, sondern zerstören, um der c2c eine Warnung mitzuteilen. Isla ist immer noch da. Und sie wird auf der Lauer liegen. Natürlich kommt dies bei den Fans noch weniger gut an, als schon zuvor nicht. Eine Heat-Welle schallt durch das Gebäude. Buhen, Pfeifen und Beleidigungen. Isla schließt jedoch kurz die Augen und genießt nicht nur diese Stimmung, sondern inhaliert sie förmlich.

Isla Dawn:
”Statlaaander wiiird baaald Geschichteee sein! Waaas hat sie schon erreeeicht? EEEs wiiiird keeeein groooßer Veeeerlust bedeeeuten! AAAbeer ich habe gehööört, was Beeecky Lynch im der leeetzten Woche saaagte. Skye Blue eine Heeeexe? HAHAHAHA! Sie iiiist eiiin Niiichts…Genauuuu wie du seeeelbst, Beeecky! Niiiemand brauuuucht diiiiich! Die c2c niiicht! Die Faaans niiiicht! Die Weeelt niiicht! Und iiich werde es dir beweeeisen, HAHA!”

Natürlich hat die Hexe verfolgt, was in der c2c passiert. Becky Lynchs Promo stuft die Schottin als Gejammer ab und einen Ruf nach Aufmerksamkeit. Diese hat sie nun. Mit Sicherheit nicht nur von Dawn.
Das Grinsen der Rothaarigen wird immer größer. Ihre unkontrollierten Bewegungen innerhalb des Ringes wirken gruselig, zeitgleich aber auch verrückt.

Isla Dawn:
”Die c2c wiiird sich veräääändern! Sie wiiird verschluuuckt von der Dunkelheit, HAHA!”

Nach den Worten folgt nicht nur ein lautes Buhen von den Rängen, sondern auch wieder komplette Dunkelheit. Ein paar Sekunden müssen es die Fans aushalten, bis es wieder an geht. Doch, wie erwartet, ist Isla verschwunden. Das Buhen erreicht seinen Höhepunkt, bis die Crowd die Kenntnis genommen hat, dass Dawn nicht mehr abwesend ist.

[Bild: 151.jpg]

Dunkelheit! Mehrere Sekunden lang! Nach und nach beginnt das Bild sich zu erhellen und zu flackern. Erst ganz leicht, dann immer heftiger! Ein dumpfes Gemurmel bricht durch die Stille hindurch. Undefinierbare Farbkleckse schlängen sich durch die dunklen Ecken und kämpfen mit diesen um die Vorherrschaft. Das ist weit entfernt von abstrakter Kunst, die man noch irgendwie genießen könnte. Nein, dafür ist dieses Schauspiel zu hektisch und zu aufwühlend! Was ist hier nur los?

“… Hrmpfpf… Hrmpfpf… Hnrmipfp…Neimpfpf…Nein…NEIN!“

Das Gemurmel wird immer lauter und deutlicher! Eine Stimme…einer Frau? Klingt so, wenn es auch schwer zu sagen ist. Sie klingt verzweifelt, ängstlich!

“Aufhören! Bitte!“

…fleht sie! Auch wenn es leicht verzerrt und roboterhaft klingt, geht es dennoch durch Mark und Bein! Die Farbklekse werden auch klarer. Fast wirkt es so, als würde man zwei Menschen erkennen, die miteinander ringen oder kämpfen! Die Konturen bleiben dabei sehr schwammig. Gesichter oder andere körperliche Merkmal sind partout nicht zu erkennen.. Man kann es eben nur erahnen.

“HAHAHAHA! Hhhhmmmm…“

Eine zweite Stimme…rau und dunkel! Als würde sie aus den Tiefen der Hölle stammen! Die Gestalt, zu der das gruselige Lachen gehört, scheint oben auf zu sein. Die Partikel im oberen Bereich setzen sich immer mehr zusammen….und ergeben ein Gesicht, das uns sehr vertraut vorkommt! Das ist Bàlor! Obwohl die Ränder seine Kopfes sich weigern klare Linieren zu formen und die Augen mehr wie schwarze Flämmchen wirken, ist es unverkennbar die Fratze des Dämons…

“Hilfe! Bobbi, hilf mir!“

Wieder dieses Flehen! Nur hört man es klarer als zuvor. Aber das ist doch nicht ihre eigene Stimme. Sie ist fremd, aber doch irgendwie vertraut.

“Dein Verstand gehört mir! Dein Körper gehört mir! DU gehörst mir!“

Balor’s furchteinflößende Drohungen fühlen sich an wie eine bevorstehende Apokalypse. Sie kann kaum atmen, ist wie erstarrt! Bàlor sieht sie direkt an, bleckt die "Zähne", die mehr wie tanzende Zacken aussehen...oder auch wie die Reißzähne eines Raubtieres! Seine Hand, die sich klauenartig verformt, kommt langsam näher und näher...

“Lass mich dich berühren! Lass mich dich spüren!"

Die Finger lösen sich zu Rauchschwaden auf, die sie blitzschnell umhüllen und in tiefe Dunkelheit ziehen. Sein Lachen halt wie ein entferntes Echo in ihren Ohren.

“Ich will in dir sein! Auf immer und ewig! Hhhmmm...spürst du es auch! Obwohl davor..."

Weiter kommt der Traum Bàlor nicht, da Bobbi Tyler schreiend aus ihrem Albtraum aufschreckt! Sie schnappt nach Luft und ist voller Panik! Ihre Wangen glänzen vor Schweiß, während sich die schwarz lackierten Fingernägel in die Polsterung des Sofas krallen, auf dem sie nur etwas zur Ruhe kommen wollte. Nicht schon wieder dieser furchtbare Albtraum! Stöhnend keucht die Britin auf und schafft es nicht sich zu beruhigen. Obwohl sie weiß, dass sie in Sicherheit ist und sie sich in ihrem heutigen Locker Room befindet, ist sie noch wie in Trance! Die Beleuchtung im Raum sorgt für alle möglichen Schatten, die auf Bobs skurril wirken. Das ist doch SEINE Fratze an der Wand! Ist das seine Hand, die nach ihr greifen will. Bobbi kreischt vor Angst auf und kommt gar nicht mehr klar! Weg! Raus hier! Sie fällt beinahe vom Sofa herunter, als sie die Flucht anstrebt. Schnurstracks zur Türe, die sie aufstößt, so dass diese gegen den kleinen Stopper knallt, der eine Kollision mit der Wand verhindern soll. Wohin nun? Ziellos schaut sich die Blondine um und verliert komplett die Orientierung! Sie greift sich in ihre Haare. Erste Tränen fließen die Wangen herunter. Ohne nachzudenken will sie wegrennen...und wäre beinahe in eine andere Person gerannt, wenn ihre Beine nicht nachgegeben hätte. Tyler sackt auf die Knie. Sie stützt sie mit ihren Händen auf den Boden ab und lässt den Kopf, leise schluchzend hängen.

?: Bobbi? Was ist los?

Eine vertraute Stimme! Es ist Fallon Henley, gegen die die Britin beinahe geknallt wäre. Das Country Girl hat ihr Gespräch mit der doppelten Tiffany hinter sich und ist eigentlich immer noch auf dem Weg zu Drew McIntyre, um diesen zu warnen. Plötzlich rast ihr dieser blonde Wirbelwind vor die Füße und sackt zusammen. Schnell erkennt sie die ehemalige Stevie Turner und ist gleich besorgt. Vor ein paar Wochen hätte hier der nächste Konflikt entstehen können. Aber seit sie sich letzte Woche komplett ausgesprochen haben, stehen keine negativen Gefühle mehr zwischen ihnen.

Fallon Henley: Bobbi, was ist passiert?

Behutsam hakt das Country Girl nochmal nach und beugt sich nach unten, um der Blonden eine Hand auf die Schulter zu legen. Bobs zuckt zusammen...aber als sie sieht, wer mit ihr spricht, fühlt sie eine Erleichterung! Fallon strahlt eine Wärme und Herzlichkeit aus, die sie etwas beruhigen kann. Sie blinzelt ein paar Mal, um wieder eine bessere Sicht zu haben und wischt sich mit einem Handrücken grob über ihr Gesicht. Da sie sich heute gegen Make Up entschieden hat, kann sie auch nichts verwischen.

bobbi.tyler: I-i-ich ha-hatte einen Traum...ei-einen Albtraum! Von...von der Sache...d-du weißt...schon...hab' ich sch-schon seit Monaten! Wird...wird gefühlt immer schlimmer. Langsam ka-kann ich nicht mehr...

Jap, Henley weiß sofort, um welche "Sache" es dabei geht! Da Bobs nun weiß, dass Fallon im Bilde ist und sich dabei einfühlsam gezeigt hatte, vertraut Tyler ihr auch an, dass sie schlimme Träume davon hat. Die Amerikanerin keucht auf und fühlt, wie sich in ihr alles zusammenzieht! Das arme Ding! Nicht nur, dass ihr so etwas furchtbares angetan wurde...sie wird auch noch von ihrem eigenen Verstand gequält. Kein Wunder, dass Bobbi in den letzten Monaten so oft müde, gereizt und abwesend gewirkt hatte. Für Fallon ist das die Erklärung für so einiges!

Fallon Henley: Das tut mir so leid, Süße!

Das "Süße" ist ihr vor lauter Mitgefühl rausgerutscht. Ist nicht unbedingt passend...aber das Henley auch egal. Instinktiv schlingt sie ihre Arme um die Britin und drückt diese an sich heran. Bobs keucht einmal auf und ist kurz verwirrt. Damit hätte sie jetzt nicht gerechnet! Aber es ist schön! Sie lässt es zu und atmet erleichtert auf. Auch die Blonde umarmt die Brünette und schließt ihre Augen. Und wie gut sie riecht! Welches Parfüm Fallon auch benutzt...Bobbi mag es! So verharren sie für eine gewisse Zeit. Irgendwann ist es Henley, die sich leicht löst und Tyler ins Gesicht sieht. Kurz überlegt sie und nickt der ehemaligen Women's Championesse entschlossen zu!

Fallon Henley: Okay, du kommst jetzt mit mir mit!

...bestimmt die Brünette einfach mal. Sie greift unter Bobbi's Arme und zwingt diese nach oben. Widerstandslos lässt die Engländerin das über sich ergehen. Fragend sieht sie die Ältere an.

bobbi.tyler: Wohin gehen wir?

Fallon Henley: Zu mir, in meine Kabine! Ich lass' dich so heute nicht alleine! Wir können quatschen, ein wenig Spaß haben oder einfach nur zusammensitzen! Ich kann die Kaffee oder Tee machen...und paar Kekse, die meine Mum mir geschickt hat, habe ich auch noch!

Henley lächelt Bobs sanft und unterstreicht damit, dass es ihr ernst ist. Jap, sie muss immer noch mit Drew reden! Aber jetzt muss sie sich um Tyler kümmern! Das ist dem Country Girl nun genauso wichtig...wenn nicht sogar wichtiger!

bobbi.tyler: Oh! Okay...also...Tee und Kekse klingt gut!

Zaghaft lächelt die Blonde zurück und ist einverstanden. Zufrieden deutet das Country Girl mit dem Kopf die Richtung an, in die sie gehen müssen.

Fallon Henley: Dann komm'!

So gehen die beiden Frauen weiter und wirken so, als wären sie schon seit Ewigkeiten beste Freundinnen! Bobbi ist happy und dankbar, dass Henley sie hier aufgelesen hat und ihr Halt gibt. Fallon freut sich, dass Bobs sich ihr inzwischen öffnet und ihr vertraut! Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung gewesen wegen Tyler's Vergangenheit bei Toni Storm nachzufragen und die Blondine damit zu konfrontieren. So haben sie nicht nur ihre Probleme aus der Welt schaffen können, sondern sind auch dabei sich eine Freundschaft aufzubauen! Fade off!

[Bild: 8484.jpg]

MATCH 3
SINGLES MATCH
Isla Dawn vs. Kris Statlander

[Bild: krisstatlanderisladawn.png]
Writer: ???

Beide Gegnerinnen stehen bereits im Ring.

Warnung! Spoiler!
Isla Dawn bringt Kris Statlander mit dem Witches' Coven zur Aufgabe (4.01 Minutes)

Here is your winner by submission: IIISLAAAA DAAAWNNN!

[Bild: 2.jpg]

Bevor Jon Moxley die Fans in Wallung bringen kann, werfen wir nochmals einen Blick hinter die Kulissen. Ort des Geschehens ist die Kabine, in der heute Fallon Henley anzutreffen ist. Obwohl sie kein Match hat, steht für die Brünette heute einiges auf dem Programm...wenn das meiste auch ungeplant war. Vorhin traf sie auf die Fake Tiffany Stratton, bevor sie sich mit dem Original abgeben musste. Und es steht immer noch das Gespräch mit dem ihrem Ex-Freund an, den sie vor dem dunklen Plan von Kali warnen möchte. Aber aktuell kümmert sich die Brünette um die Frau, die sie vorhin vom Boden aufgelesen hat und wieder mental aufpeppeln wollte - Bobbi Tyler! Die blonde Britin wurde einmal mehr von einem ihrer Albträume geplagt und rannte panisch davon...bis sie auf Fallon traf! Diese tröstete ihre einstige Rivalin und schleppte diese mit sich, damit die ehemalige Stevie Turner nicht alle mit ihrem Schmerz sein muss.

Nun sehen wir Bobs auf einem Sessel sitzend, die Füße an den Körper gezogen. Sie wirkt wieder frischer und lockerer als vorhin. Sie konnte sich in Fallon's Locker etwas frisch machen und hat sich auch ein Haargummi vom Country Girl geliehen, um ihre langen Haare zu einem Pferdeschwanz binden zu können. Außerdem kann sie auch wieder lächeln, was auch an der dampfenden Tasse Tee in ihren Händen und den restlichen Keksen, die vor ihm auf einem silbernen Teller auf einem Tischchen stehen, liegt. Zufrieden brummt Bobs auf und sieht zur ihrer Gastgeberin, die ihr gegenüber auf einem Hocker sitzt und erleichtert zu sein scheint, dass sie Tyler helfen konnte.

bobbi.tyler: Puh, das hat gut getan! Verdammt, habe ich das gebraucht! Fallon...danke! Du bist eine echte Lebensretterin! Keine Ahnung was ich gemacht hätte, wenn ich dir nicht begegnet wäre.

Fallon klopft sich lächelnd auf die Schulter, was natürlich nur als Spaß gemeint ist. Ernst gemeint ist das Zunicken und das "Sehr gerne!", was sie Bobbi mit sanfter Stimme entgegenbringt. Sie nimmt einen Schluck aus ihrer eigenen Tasse, setzt diese vor sich ab und verschränkt die Hände hinter ihm Kopf. Fallon beißt sich leicht auf die Unterlippe und überlegt, was sie tun soll. Wie gesagt...da ist noch Drew und die Liv/Kali Thematik! Aber sie will sich doch nun um Bobbi kümmern. Naja, nicht lange hin und her überlegen...einfach ehrlich mit der Britin sein! Ja, wenn sie ein gutes Verhältnis zu dieser aufbauen möchte, will die die Karten auch offen legen. Also lehnt sich Fallon etwas nach vorne und sieht Tyler mit einem verlegenen Lächeln an.

Fallon Henley: Bobbi...ich muss dir noch was sagen!

bobbi.tyler: Okay?

Bobs wird hellhörig und richtet sich auf. Was kommt nun? Sie spürt, dass Fallon noch etwas auf dem Herzen liegt und da will sie zuhören.

Fallon Henley: Ich hatte mir für heute etwas vorgenommen. Also, ich...öhm, ich fange nochmal anders an. Du weißt ja, dass Drew McIntyre mein Ex-Freund ist und er hinter meinem Rücken Liv Morgan geküsst hat, mit der er nun zusammen ist. Ich...ich möchte dennoch mit Beiden befreundet bleiben! Mir ist klar, dass das merkwürdig klingt und du das wahrscheinlich nicht verstehst. Was auch okay ist...ich verstehe es selbst nicht so ganz! Aber es ist nun mal so, dass mir die Beiden auf freundschaftlicher Ebene noch etwas bedeuten!

Bobbi bleibt ruhig und unterbricht sie nicht. Sie verbietet es sich auch sich irgendwie dazu zu äußern, dass Fallon noch Kontakt zu ihrem Ex möchte. Von den Umständen weiß Tyler, auch weil sie damals die öffentliche Ansage von Henley angehört hatte. Und ehrlich gesagt - Bobbi kann es nicht verstehen, warum Fallon den Typen, der sie betrogen hat, nicht komplett zum Teufel gejagt hat und Liv gleich dazu! Aber die Brünette wird ihre Gründe haben, warum sie noch zum Schotten und zur Jersey Rose steht! Außerdem ist das Country Girl heute ihr persönlicher Schutzengel, weswegen Bobs ihre Entscheidung nicht hinterfragen wird. Lieber Support geben und ihr lächelnd zunicken! Henley kann sich denken, wie Tyler dazu steht. Umso mehr weiß sie es zu schätzen, dass die ehemalige Stevie Turner sie nicht verurteilt!

Fallon Henley: Wie dem auch sei...Drew ist in Gefahr! Zumindest glaube ich das...und bin mir sicher! Er ist nicht dumm...aber keine Ahnung ob ihm klar ist, was da auf ihn zukommen könnte.

Fallon redet ein wenig um den heißen Brei herum. Nicht weil sie Bobs die Details nicht anvertrauen möchte. Sondern weil sie noch überlegt, wie sie es ihr genau sagen soll. Durch Toni weiß die Brünette, dass sich Finn's böse Seite Bobbi aufgezwungen hatte! Und hier geht es um die, so genannten, bösen Seiten von Drew und von Liv Morgan. Da möchte das Country Girl nicht, dass das die Britin irgendwie triggern könnte.

Fallon Henley: Ich wollte daher mit ihm heute reden und ihn warnen! Nur...jetzt möchte ich mich um dich kümmern und dich nicht alleine lassen! Ich...könnte das Gespräch mit Drew auch verschieben!

Das würde sie für Bobbi wirklich tun! Überrascht reißt die Blonde die Augen auf und schluckt einmal. Sie weiß zwar noch nicht, von welcher Gefahr Henley spricht...aber es scheint wichtig zu sein. Und jetzt meint sie, sie würde den Mann, der ihr freundschaftlich noch etwas bedeutet, für Tyler zurückstecken? Das berührt und rührt die junge Britin. Sie will nicht schon wieder Tränchen vergießen und unterdrückt diese daher. Ihre Bäckchen glühen dabei aber rosig und sie freut sich einfach nur, dass sie nach so kurzer Zeit für das Country Girl schon wichtig ist. Und das ist ein kleiner, gemeiner Teil on Tyler, der sich denkt "Scheiß auf Drew!" und Henley ganz für sich einnehmen möchte. Der Hauptteil von Bobbi bleibt aber geerdet. McIntyre bedeutet der Blonden nichts! Aber Henley hat sich nun einen Platz im Herzen der Britin ergattert und daher möchte sie ihr helfen.

bobbi.tyler: Fallon, du hast heute schon viel für mich getan! Weitaus mehr, als du hättest tun müssen! Dafür bin ich dir sehr dankbar! Aber wenn es dir wichtig ist Drew zu warnen...und es hört sich auch dringend an...dann solltest du das tun! Heute noch! Ja, ich gebe zu, dass ich heute nicht alleine sein möchte. Also...komm' ich einfach mit!

...beschließt sie einfach so spontan! Sie nimmt noch einen großen Schluck auf ihrer Tasse und stellt sie auf dem Tisch ab. Entschlossen steht Bobbi Tyler auf!

Fallon Henley: Öhm...also...ok! Gut!

Etwas überrumpelt hadert die Brünette kurz mir sich, ob sie das der ehemaligen Stevie Turner zumuten soll. Aber dann ist sie einverstanden! So kann sie zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen! Sie hat Bobs bei sich und kann auf sie aufpassen, falls sie wieder Panik bekommt...und sie kann Drew warnen. Und je nachdem wie es läuft kann dann Tyler eine moralische Unterstützung für sie sein. Auch wenn sie nicht möchte, dass die Blonde sich mehr zumutet, als sie heute verkraften kann. Sollte Kali auftauchen oder gar Drew's andere Seite durchschimmern, wird Fallon Bobbi auf jeden Fall beschützen! Das nimmt sie sich felsenfest vor!

Fallon Henley: Dann lass' uns gehen! Auf dem Weg zu ihm kann ich dir mehr erzählen!

Fallon hat eine Idee bekommen, wie sie Bobbi schonend an das Thema näher bringen kann. Die Blonde nickt ein weiteres Mal und zusammen verlassen sie Fallon's Kabine. Fade off.

[Bild: ef.jpg]

MATCH 4
JON MOXLEY IN ACTION
[Bild: moxleyinaction.png]
Writer: Maxi

Drei Matches haben wir bereits hinter uns und es stehen noch einige interessante Fights an, wo die Fans hier in Norfolk sehr viel Spaß dran haben werden. So richtig weiß man aber nicht, ob das nächste Spektakel überhaupt ein Match wird. Denn als nächstes ist "Jon Moxley in Action". Dies kann alles bedeuten. Aber man konnte davon ausgehen, egal, wo Mox auftaucht, dort ist Chaos vorprogrammiert. UNd eigentlich war man doch sehr gespannt, denn der Lunatic hatte seit letzter Woche enormes Momentum tanken können, denn er konnte seinen Erzfeind, Danhausen, ein für allemal aus seinem Leben kicken. Danhausen verlor gegen Jon Moxley und musste seien aktive Karriere bei c2c beenden. Und wie es der Zufall will ertönt auch direkt die Theme vom Lunatic und die Fans jubeln lautstark auf.



Matthew Rehwoldt: "Ladies and gentleman... please welcome... from Cincinnati, Ohio... weighing in at 225 pounds... he is the C2C EAAAAASTTTCOAST CHAMPIONNNNNN... JONNNNNNN MOXLEYYYYYYYYY!!"

Die Kamera fängt Jon dann, wie üblich, mitten im Treppengang zwischen den Fanreihen ein und er wirkte tatsächlich glücklicher als die letzten Wochen, als wäre ihm eine verdammt große Last vom Rücken gefallen. Die einzige "Last" die er nur noch trägt ist sein EastCoast Title. Er klatscht dann mit den Fans ab, während er sich weiter den Weg herunter in Richtung Ring bahnt. Die Barrikade stellt kein Hindernis dar und Jon rollt sich schließlich in den Ring, wo er noch einmal lautstark bejubelt wurde. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht lässt er sich auch ein Mikro reichen. Der Titel wird dabei über seiner Schulter präsentiert.

Jon Moxley
"Vermutlich ist es euch schon aufgefallen, aber ich habe eine verdammt gute Laune und Jeder der mich kennt weiß, das ich meine gute Laune nur sehr selten nach Außen hin zeige...aber...Heute ist ein sehr schöner Tag, denn letzte Woche habe ich es geschafft, die wohl größte Nervensäge der Welt aus meinem Leben zu verbannen...Danhausen ist kein Teil mehr dieser Promotion und ich kann jetzt wieder in Ruhe schlafen...Ein schönes Gefühl!"

Die Fans reagieren recht gemixt auf diese Aussage. Die einen jubeln erneut auf während andere dann doch buhen, immerhin war Danhausen, auch wenn er den Leuten auf die Nerven ging, durchaus bei vielen Fans beliebt. Das wusste natürlich auch Jon, weshalb er sogar einmal kurz entschuldigend seine Hand hebt.

Jon Moxley
"Ja ich weiß...aber er hatte ebenfalls die CHance gehabt mich in Rente zu schicken...der Bessere hat gewonnen. Aber seht es mal aus meiner Sicht. Für das, was er die letzten Wochen mit mir angestellt hatte...hat er es schon verdient und er wird seinen Weg finden, da bin ich mir sicher..."

Natürlich stimmt das die Danhausen Fans nicht unbedingt zufrieden, aber im Endeffekt musste man nun mit der Situation klarkommen. Die Welt drehte sich also weiter und Jon ließ die Jubel als auch Buhchants auf sich wirken, hinderte ihn aber nicht daran, das sein Grinsen weiter Bestand hatte.

Jon Moxley
"Ich will aber nicht untätig sein und möchte einfach zur Feier des Tages Norfolk etwas geben. Ich habe mit Bayley gesprochen und nachdem jetzt Danny Boy nicht mehr hier ist braucht mein Titel einen neuen Herausforderer. Und nach langer Diskussion habe ich mich mit unserer GM auf etwas geeinigt, was euch gefallen wird. Denn hier und jetzt wird ein neuer Contender auf dieses Gold hier bestimmt. Das einzige was ich weiß ist, das ich mich einer Reihe an Gegner stellen muss...in einem Old School Gauntlet Match! Ich weiß nicht wie viele diese Chance annehmen aber...Norfolk...Ich bin ready...Bring it on!!!"

Die Fans jubeln sofort auf, denn sie bekamen nicht nur ein Match sondern gleich ein ganzes Gauntlet Match. Während sich ein Ref nun zu Jon in den Ring gesellt ist Mox mehr wie bereit. Er weiß, das dort im Backstagebereich einige Superstars diese Chance nutzen wollen.



Und damit beginnt das Gauntlet Match und die Scheinwerfer in der Arena erlöschen schlagartig und tauchen die tosende Halle in ein tiefes, leidenschaftliches Karmesinrot. Der erste Teilnehmer brennt darauf, sich den ultimativen Nummer-1-Herausfordererspot für den prestigeträchtigen Eastcoast Championship zu sichern. Ein ohrenbetäubender Mix aus lauten Buhrufen der traditionellen Wrestling-Fans und schrillen, kreischenden Jubelschreien seiner weiblichen Anhänger bricht los, als die markanten, feurigen Klänge von Angel Garzas Theme die Halle erschüttern. Auf der gigantischen LED-Leinwand erstrahlt sein Name in eleganten, goldenen Lettern und dann tritt er ins Rampenlicht. Angel Garza verharrt für einen Moment auf der Stage, badet regelrecht in den Scheinwerfern und atmet die aufgeladene Atmosphäre tief ein. Er trägt eine maßgeschneiderte, glänzende weiße Weste mit goldenen Verzierungen, die offen über seiner durchtrainierten Brust hängt, und die langen, eleganten Tear-Away-Hosen, die sein Markenzeichen geworden sind. Ein selbstgefälliges, unwiderstehliches Lächeln breitet sich auf seinem Gesicht aus, während er sich langsam durch die Haare fährt und mit den Augen die ersten Zuschauerreihen fixiert.

[Bild: f6d3710d-b61a-4e58-967c-375956ecc647.png]

Mit dem langsamen, rhythmischen Takt der lateinamerikanischen Musik setzt er sich in Bewegung. Jeder Schritt auf der Rampe ist pures Kalkül, ein eleganter Catwalk voller Arroganz und Charisma. Auf halbem Weg zum Ring bleibt Garza stehen, fixiert eine sichtlich begeisterte Zuschauerin in der ersten Reihe und schenkt ihr ein Augenzwinkern, das die Kameras in perfekter Großaufnahme einfangen. Er greift an seine Weste, streift sie mit einer fließenden Bewegung von den Schultern und wirft sie lässig in die Zuschauer, ohne den Blick vom Ring abzuwenden.

Matthew Rehwoldt: "Making his Way to the Ring... The Lethal Lothario... Angeeel Gaaaaarzaaaaaaaa!"

Am Ring angekommen, schreitet Garza die Treppenstufen empor und steigt auf das Ringapron. Er stellt sich direkt vor die Seile, blickt hinab auf die kreischenden Fans und breitet die Arme weit aus. Jetzt folgt der Moment, auf den alle gewartet haben: Mit einem theatralischen Ruck packt er die Klettverschlüsse seiner langen Hose an den Hüften. Das Publikum hält kollektiv den Atem an. Mit einem einzigen, schwungvollen Riss reißt er sich die Hosen vom Leib, wirft sie mit einem arroganten Lächeln mitten in die Zuschauermenge und steht nun in seiner traditionellen, detailreich verzierten Wrestling-Trunk im Ring. Moxley schüttelt im Hintergrund nur angewidert den Kopf und spuckt auf den Ringboden, für ihn ist das alles nur billiger Zirkus. Garza hingegen springt auf das zweite Seil der verbleibenden Ringecke, wirft den Kopf in den Nacken und breitet erneut die Arme aus, während das rote Licht der Arena in ein gleißendes Gold wechselt. Er springt zurück auf die Matte, klopft sich selbstbewusst auf die Brust und signalisiert dem Ringrichter, dass er bereit ist. Er fixiert Jon Moxley, formt mit den Lippen die Worte „My Title“ und macht unmissverständlich klar, dass er nicht hier ist, um nur eine gute Show abzuliefern, sondern um sich das Gold zu holen.

Der Ref schaut beide Männer noch einmal an und fragt sie, ob sie bereit sind, und mit einem Nicken von beiden kann das Match auch sofort losgehen und die Ringglocken ertönen.

DING DING DING

Sofort geht es in einen Lock-up der beiden, welcher sogar beachtlicherweise ziemlich ausgeglichen wirkt. Beide Männer geben alle Kraft, die sie haben, und schaffen es dabei nicht, den jeweils anderen von sich wegzudrängen. Erst als Garza Moxley an der Jeans packt, ihn aufstemmt und mit einem beeindruckenden Gourdbuster vor sich auf die Matte schleudert. Wow, dieses Gauntlet Match scheint doch ausgeglichener zu sein, als man es anfangs erwartet hätte. So leicht wird Moxley hier anscheinend seine Gegner nicht wegbekommen. Sofort packt sich Angel Garza Moxley wieder hoch, verpasst ihm einen Punch auf den Rücken und einen Schlag mitten ins Gesicht, bevor er sich Moxley am Arm packt und ihn mittels Whip-in in die Seile befördert.

[Bild: f6d3710d-b61a-4e58-967c-375956ecc647.png]

Doch Moxley reversiert, sodass Garza in die Seile rennt. Garza kommt auf Moxley zurück, der sich jedoch etwas zu früh nach vorne beugt, sodass Garza rechtzeitig abspringen kann, über Moxleys Rücken drüberrollt, ihn sich an den Beinen packt und ihn in ein erstes Cover dieses Matches rollen will. Doch Moxley bleibt standhaft stehen, greift sich Garzas Beine, setzt sich hin und nimmt ihn stattdessen in ein Cover, welches der Referee sofort zählt.

ONE
TWO
THREE

WAS? Das war's! Jon Moxley hat den ersten Herausforderer besiegt. Angel Garza ist nach kürzester Zeit raus! Wow! Anscheinend wird Moxley doch mit Leichtigkeit seine Gegner überrollen. Vor allem nun, als das nächste Theme abgespielt wird und sich damit der nächste Gegner zeigt.

Wade Barrett: "Meine Güte... Angel Garza hatte überhaupt keine Chance."

Cathy Kelley: "Das ist wirklich erschreckend! Moxley hat kaum Energie verloren und bereits den ersten Gegner ausgeschaltet. Wer soll ihn heute überhaupt noch stoppen?"



Cathy Kelley: "Moment... WAS?!"

Wade Barrett: "Das... kann doch jetzt nicht sein..."

Pat McAfee: "HAHA! Genau darauf habt ihr alle gewartet! Jetzt wird's endlich interessant! Macht Platz für den eigentlichen Main Event!"

Cathy Kelley: "Pat... du bist Kommentator! Was machst du denn da?!"

Pat McAfee: "Nicht heute! Heute bin ich der Mann, der Jon Moxley zeigt, wie ein richtiger Superstar aussieht!"

Wade Barrett: "Pat... da steht Jon Moxley im Ring. Bist du dir wirklich sicher, dass das eine gute Idee ist?"

Pat McAfee: "Natürlich! Seht ihn euch doch an! Der Mann hat bereits ein Match hinter sich. Er ist müde, angeschlagen und vollkommen ausgelaugt. Ich dagegen? Frisch. Ausgeruht. Unglaublich attraktiv. Das hier ist praktisch ein Handicap-Match... zu meinen Gunsten!"

Cathy Kelley: "Ich weiß wirklich nicht, ob ich deinen Mut bewundern oder schon einmal den Notarzt rufen soll."

Pat McAfee: "Mut? Cathy... das nennt man Selbstvertrauen! In wenigen Minuten werde ich der Mann sein, der Jon Moxley im Alleingang gestoppt hat. Die Schlagzeilen schreiben sich von ganz alleine!"

Wade Barrett: "Ich kenne dich nun schon viele Jahre, Pat... aber ich kann beim besten Willen nicht sagen, ob das gerade unglaublich mutig oder unfassbar dumm ist."

Pat McAfee: "Du wirst mich gleich 'Number 1 Contender' nennen, Wade! Pass gut auf!"

Und damit nimmt Pat McAfee sein Headset ab und legt es demonstrativ auf das Kommentatorenpult. Anschließend marschiert er selbstbewusst vorwärts, zeigt auf Moxley und slidet in den Ring hinein.

Cathy Kelley: "Er macht das tatsächlich... Ich kann es kaum glauben. Ich hoffe wirklich, dass er weiß, worauf er sich da eingelassen hat..."

Wade Barrett: "Und Jon Moxley... der bewegt sich keinen Zentimeter. Er starrt Pat einfach nur an. Das ist wahrscheinlich die gefährlichste Reaktion, die man von Moxley bekommen kann."

Der Referee schaut beide an und lässt sofort erneut die Glocke ertönen für Runde 2.

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DING DING DING

Sofort geht Pat auf Moxley drauf und schlägt wie wild auf diesen ein und tatsächlich kann er ihn zurückstoßen. Moxley taumelt in die Seile, kommt auf McAfee zurück und bekommt einen starken Uppercut ab, der ihn zu Boden befördert. Was Pat erstmal jubeln lässt. Moxley steht in der Zwischenzeit wieder auf, rennt auf McAfee zu, der sich jedoch rechtzeitig abduckt, umdreht und hämmert Moxley einen starken Big Boot mitten in die Fresse.

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Holy Shit, was geht hier ab? Pat McAfee sieht wirklich so aus, als hätte er eine Chance gegen den amtierenden Eastcoast-Champion! Kann sich Pat McAfee wirklich einen Sieg hier holen? Er wäre der erste C2C-Kommentator, der jemals ein Wrestlingmatch gewonnen hätte. Erneut fällt Moxley in die Seile, bleibt aber auf den Beinen stehen, kommt auf McAfee zurückgetaumelt, der ihn abermals mit einem starken Schlag abfängt, doch Moxley bleibt daraufhin nur ruhig stehen, dreht langsam seinen Kopf zu Pat um und dieser realisiert nun erst, gegen was für ein Monster er hier im Ring gegenübersteht. Nun erst realisiert er, dass Jon Moxley kein normaler Mensch, sondern eine grauenvolle Bestie ist. Er will fliehen, doch Moxley packt ihn sich direkt, greift ihn am Schädel, setzt an und PARADIGM SHIFT! Das Cover ist nur noch reine Formsache und der Referee zählt.

ONE
TWO
THREE

Und das war's. Pat McAfee hat sich besser geschlagen, als man es für möglich gehalten hätte, aber am Ende war er doch kein Gegner für den Lunatic Champion! Moxley hat ihn praktisch überrollt und Pat liegt regungslos im Ring, während Sanitäter und Offizielle nach ihm sehen.

Wade Barrett: "Das war leider genau das Ergebnis, mit dem viele gerechnet haben. Pat McAfee ist Entertainer, Kommentator und gelegentlich Wrestler... aber Jon Moxley gehört zu den gefährlichsten Männern dieses Sports."

Cathy Kelley: "Ich hoffe wirklich, dass Pat in Ordnung ist. Vor wenigen Minuten hat er hier noch Witze gemacht... und jetzt muss ihm aus dem Ring geholfen werden."

Wade Barrett: "Man kann Pat seinen Mut nicht absprechen. Aber Mut allein gewinnt keine Kämpfe."

Cathy Kelley: "Jon Moxley sieht dabei nicht einmal erschöpft aus... Er wirkt, als hätte das gerade kaum Kraft gekostet."

Wade Barrett: "Und genau das sollte jedem weiteren Teilnehmer Angst machen. Moxley hat Pat McAfee in kürzester Zeit abgefertigt und wartet bereits auf den nächsten Gegner. Dieser Mann befindet sich heute Abend in einer erschreckenden Verfassung."

Cathy Kelley: "Ich glaube, Pat wird sich in Zukunft zweimal überlegen, ob er sein Kommentatorenpult noch einmal freiwillig verlässt..."

Wade Barrett: "Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir ihn nächste Woche wieder hier neben uns sitzen haben... allerdings vermutlich mit einigen blauen Flecken und etwas mehr Respekt vor Jon Moxley."



Die Arena wird plötzlich in tiefes Rot getaucht. Dumpfe, bedrohliche Gitarrenriffs erfüllen die Halle, während auf dem Titantron in riesigen Buchstaben nur ein Name erscheint: LUTHER REIGNS.

Matthew Rehwoldt: "And next... Big Time Luuuuutheeeeeeeer Reeeiiigns!"

Ohne jede Emotion tritt der massige Hüne auf die Stage. Mit verschränkten Schultern und einem eiskalten Blick mustert er den Ring, in dem Jon Moxley bereits ungeduldig auf seinen nächsten Gegner wartet. Reigns trägt einen schwarzen Mantel über seiner Ringgear, den er langsam von den Schultern gleiten lässt, bevor er sich mit schweren, entschlossenen Schritten auf den Weg zum Ring macht.

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Jeder seiner Schritte wirkt wie eine Kampfansage. Er schenkt dem Publikum nicht mal einen flüchtigen Blick, sein einziges Ziel ist der Mann im Ring. Am Apron angekommen, steigt Luther Reigns ohne jede Hast über das oberste Seil in den Ring und richtet sich vor Moxley zu seiner vollen Größe auf. Die beiden Muskelpakete stehen sich Auge in Auge gegenüber, während der Ringrichter vorsichtig Abstand hält. Ohne ein einziges Wort zu verlieren, knackt Reigns noch einmal demonstrativ mit dem Nacken, bereit, den wohl härtesten Kampf des Abends zu beginnen.

Der Ref schaut beide Männer an und lässt keine Zeit verlieren, den dritten Kampf in diesem Gauntlet Match endlich zu beginnen, und die Glocken läuten.

DING DING DING

Sofort stürmt Luther auf Moxley zu und hämmert ihn mit einem blitzschnellen Forearm-Block zu Boden, packt ihn sich in Windeseile und hämmert ihn mit den Schultern voraus in die Ringecke. Das ist endlich mal ein Gegner, der Moxley etwas mehr zusetzen kann. Ein Gegner, der das Match etwas spannender gestalten kann. Er greift sich Moxley in der Ringecke, zerrt ihn heraus, dreht sich einmal um die eigene Achse mit ihm, nur um ihn ein weiteres Mal mit den Schultern voraus in die Ecke zu schleudern, in die Moxley hart knallt, nur um anschließend von Luther gepackt und auf die Ringecke gesetzt zu werden. Langsam streckt Luther seine Arme in die Höhe und lässt sich von den Zuschauern bejubeln, die ihm jedoch viel eher mit einem lauten Buhkonzert antworten.

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Er will nach Moxley auf der Ecke greifen, doch Moxley springt über ihn drüber, landet hinter ihm mit einer Sprungrolle auf der Matte, dreht sich zu Luther um und bekommt einen blitzschnellen Superkick von diesem ab, der Moxley abermals zurücktaumeln lässt. Moxley taumelt in die Ringseile, federt von diesen auf Luther zurück und zeigt seine Lunatic Reborn Lariat, mit der er den Riesen sofort zu Boden befördert! Das war eine Aktion, die man von Moxley schon seit Längerem nicht mehr gesehen hat, aber die definitiv zu seinem Moveset gehört. Schnell steht Moxley wieder auf, packt sich Luther, setzt an und der Paradigm Shift geht durch, und sofort folgt das Cover.

ONE
TWO
THREE

Und das war's auch für Luther Reigns! Jon Moxley bleibt ungeschlagen und es steht noch immer nicht fest, wer der neue Number 1 Contender werden wird.

Cathy Kelley: "Jon Moxley hat sich in diesem Gauntlet Match bisher wie eine absolute Naturgewalt durchgeprügelt! Er sieht erschöpft aus, aber dieser Mann ist einfach nicht kleinzukriegen. Wer verdammt noch mal kommt als Nächstes durch diese Vorhänge?!"



Plötzlich erlöschen die Lichter in der Arena und ein völlig unbekanntes Theme dröhnt aus den Lautsprechern. Ein maskierter Mann erscheint auf der Stage, der sich seltsam behäbig zum Ring schlängelt, unter dem untersten Seil hindurch slidet und mitten im Ring stehen bleibt.

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Moxley baut sich drohend vor ihm auf, als der Kommentator dessen Namen verkündet.

Matthew Rehwoldt: "Introducing Next... Directly from the Golf of Danhausen... El Daaaaan de la Haaauuuseeeeeeeeen!"

Wade Barrett: "Was?! El Dan de la Hausen? Du willst mich doch verarschen. Das ist unmöglich! Danhausen hat letzte Woche das Loser Leaves Match gegen Moxley verloren und wurde damit hochkant aus dieser Liga geworfen! Er hat hier Hausverbot! Er hat keinen Vertrag mehr! Security, schafft diesen Mann hier raus!"

Cathy Kelley: "Schau dir das Publikum an, die Halle kocht! Die Fans lieben es! Danhausen ist zurück und er schaut Moxley direkt in die Augen! Ja, er darf laut Vertrag eigentlich gar nicht mehr hier sein, aber er ist es! Er ist hier, um sich an dem Mann zu rächen, der seine C2C-Karriere zerstört hat!"

Wade Barrett: "Cathy, das ist unhandfester Skandal! Völlig egal, wie sehr die Fans in der Bude hier durchdrehen: Danhausen ist ein illegaler Eindringling! Wenn Moxley ihn jetzt windelweich prügelt, ist das sein gutes Recht. Er dürfte rein rechtlich überhaupt nicht in diesem Ring stehen!"

Cathy Kelley: "Recht hin oder her, Wade! Das hier ist nicht Danhausen. Das ist der völlig neue Star El Dan de la Hausen, der nichts mit dem ehemaligen Eastcoast-Champion zu tun hat."

Und obwohl er nichts mit Danhausen zu tun haben soll, hebt er genau wie dieser seine Finger, zeigt auf Moxley und verflucht diesen! Moxley ist cursed! Der Ringrichter schaut sich das Ganze nur verwirrt an und lässt die vierte Schlacht beginnen.

DING DING DING

Jon Moxley ist rasend vor Wut über den illegalen Auftritt von dem mysteriösen El Dan de la Hausen und fackelt nicht lange. Wie ein angeschossener Stier stürmt er nach vorne und verpasst El Dan de la Hausen einen krachenden Big Boot, der den schmalen Entertainer direkt von den Beinen reißt. Moxley brüllt ihn an, packt ihn grob an der Maske und schleudert ihn mit voller Wucht in die Ringecke. Es folgen harte, rücksichtslose Forearms gegen das Gesicht.

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Moxley will hier kein Match gegen diese Lachnummer bestreiten, er will ein Exempel statuieren. Er zieht El Dan de la Hausen heraus, klemmt dessen Kopf unter den Arm und signalisiert den nächsten Paradigm Shift. Doch El Dan de la Hausen nutzt Moxleys unbändige Wut aus. Genau in dem Moment, als Moxley ihn für den logischen Finisher ausheben will, lässt sich Danhausen wie ein nasser Sack komplett schwer machen. Moxley vererliert für den Bruchteil einer Sekunde das Gleichgewicht und taumelt leicht nach hinten. Blitzschnell reagiert El Dan de la Hausen, streckt die Hand aus und verpasst dem überraschten Moxley einen gezielten, schmerzhaften Eyepoke mitten ins Gesicht! Moxley stöhnt auf, greift sich an die Augen und ist für einen Moment komplett blind. El Dan de la Hausen nutzt das kurze Zeitfenster, schlüpft hinter den Champion, greift ihm von hinten tief an die Hose und lässt sich mit all seinem Gewicht nach hinten fallen und zeigt einen perfekten und blitzschnellen Schoolboy-Roll-up! Der Ringrichter wirft sich sofort auf die Matte und zählt:

ONE
TWO
THREEEEE

Die Ringglocke ertönt und die Arena explodiert förmlich. Der geheimnisvolle und mysteriöse unbekannte Lucha-Libre-Star El Dan de la Hausen hat es geschafft, Jon Moxley hier in diesem Gauntlet Match zu besiegen, und ist damit neuer Number 1 Contender auf den Eastcoast Championship! Er hat das Unmögliche geschafft. Bevor der fassungslose Moxley überhaupt realisieren kann, was gerade passiert ist, rollt sich der geheimnisvolle Cruiserweight flink wie ein Wiesel aus dem Ring und flüchtet mit einem hämischen Grinsen durch die Zuschauerränge, während ein tobender Moxley im Ring die Seile zertrümmern will. Und die Frage, die sich wahrscheinlich ein jeder Zuschauer hier stellt, ist... Wer ist dieser geheimnisvolle El Dan de la Hausen nur?

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In der Coast 2 Coast Company gibt es aktuell nur ein Gesprächsthema... "The Tribal Chief" Roman Reigns, die Bloodline und World Heavyweight Champion Kenny Omega. Eine Rivalität, die längst mehr ist als nur ein Kampf um einen Titel. Beide Superstars haben bereits Geschichte geschrieben. Angefangen beim gescheiterten One Shot at Glory Cash-In, der die Dynamik zwischen Champion und Herausforderer komplett veränderte, bis hin zum brutalen Three Stages of Hell Match innerhalb von Hell in a Cell, das beide Männer körperlich und mental an ihre absoluten Grenzen brachte doch als wäre das nicht genug gewesen, betrat plötzlich Solo Sikoa die Bühne. Der Samoaner sorgte für einen Schockmoment, als er aus dem Nichts Jimmy Uso attackierte und damit erneut die Frage aufwarf, welche Pläne die Bloodline tatsächlich verfolgt. Während sich Kenny Omega weiterhin als kämpfender World Heavyweight Champion präsentiert und Roman Reigns jede Bewegung genau beobachtet, gibt es seit mittlerweile zwei Wochen ein weiteres Mysterium, das die gesamte Coast 2 Coast Company beschäftigt. Mit wem telefoniert Roman Reigns?

Immer wieder wurde der Tribal Chief dabei beobachtet, wie er sich im Hintergrund in mysteriöse Telefonate vertieft. Nie wurde ein Name genannt und nie war eine Stimme zu hören. Jedoch jedes einzelne Gespräch scheint Teil eines größeren Plans zu sein. Die Gerüchteküche brodelt. Ist es ein ehemaliges Mitglied der Bloodline? Holt Roman Reigns einen weiteren Samoaner zurück an seine Seite? Handelt es sich um einen neuen Verbündeten, der die Machtverhältnisse in der Coast 2 Coast Company komplett verändern könnte? Oder steckt sogar jemand dahinter, mit dem absolut niemand rechnet? Fans diskutieren in den sozialen Medien ununterbrochen über die Identität der geheimnisvollen Person. Namen werden in den Raum geworfen, Theorien entstehen täglich neu doch bislang gibt es keine Antworten. Roman Reigns selbst schweigt doch wird sich dies heute ändern?

Die Kameras schalten aus der tobenden Norfolk Scope Arena direkt in den Backstagebereich. Sofort verändert sich die Atmosphäre. Statt der ohrenbetäubenden Reaktionen der Fans herrscht hier eine angespannte, fast schon unheimliche Ruhe. Nur vereinzelt sind Stimmen von Mitarbeitern zu hören, während im Hintergrund das Summen der Beleuchtung und das Klappern von Rollcontainern die Stille durchbrechen. Die Kamera fährt langsam durch einen der langen, schmalen Gänge der Arena. Links und rechts stapeln sich große schwarze Transportkisten, auf denen die Logos der Coast 2 Coast Company prangen. Mehrere Kabeltrommeln liegen ordentlich am Rand des Flurs, dicke Strom- und Kamerakabel ziehen sich quer durch den Korridor und verschwinden hinter den Kulissen der heutigen Show. Flightcases, Beleuchtungs-Equipment und zusammengeklappte Absperrgitter lassen erkennen, wie viel Arbeit hinter den Kulissen einer Großveranstaltung steckt. Immer wieder huschen Produktionsmitarbeiter, Kameraleute und Stagehands durchs Bild, jeder mit einer klaren Aufgabe. Einige tragen Headsets und sprechen hektisch in ihre Mikrofone, während andere letzte Vorbereitungen für die kommenden Segmente treffen. Trotz der geschäftigen Betriebsamkeit liegt eine spürbare Spannung in der Luft als würde jeden Moment etwas Unvorhergesehenes passieren. Die Kamera wird schließlich langsamer und richtet ihren Fokus auf einen Abschnitt des Ganges, als würde sie gezielt nach jemandem suchen. Für einen kurzen Augenblick ist niemand zu sehen. Lediglich das leise Echo von Schritten hallt durch den langen Flur und lässt die Fans gespannt darauf warten, wer als Nächstes ins Bild treten wird...

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... The Bloodline... "Main Event" Jey Uso... Jimmy Uso... "The Wiseman" Paul Heyman und "The Tribal Chief" Roman Reigns! Vieles ist noch nicht ausgesprochen, denn der Tribal Chief hat noch nicht die Usos in seinem Plan eingeweiht.

Mit jedem einzelnen Schritt wächst die Spannung. Wie ein perfekt eingespieltes Rudel bewegt sich die Bloodline durch den langen Backstagekorridor. Niemand sagt ein Wort. Das rhythmische Auftreffen ihrer Schuhe auf dem kalten Betonboden hallt durch den Gang und übertönt für einen Moment selbst das hektische Treiben der Mitarbeiter. An der Spitze marschiert Roman Reigns. Der Tribal Chief wirkt so gelassen wie eh und je. Sein Blick ist starr nach vorne gerichtet, seine Mimik verrät keinerlei Emotionen. Jede Bewegung strahlt Dominanz und Selbstverständlichkeit aus, als gehöre ihm nicht nur dieser Korridor, sondern die gesamte Coast 2 Coast Company. Er läuft mit erhobenem Kopf, ohne auch nur einen einzigen Mitarbeiter eines Blickes zu würdigen. Nur einen halben Schritt hinter ihm befindet sich Paul Heyman. Der Wiseman hält wie gewohnt den Undisputed Tribal Chief dicht im Auge. Mit beiden Händen umklammert er nervös sein Smartphone und wirft immer wieder kurze Blicke zu Roman hinüber. Normalerweise ist Heyman derjenige, der jede Situation kontrolliert und stets die passenden Worte parat hat. Heute jedoch wirkt selbst er ungewöhnlich angespannt. Fast so, als wüsste er mehr, als er preisgeben darf. Direkt dahinter folgen die Usos...

Jimmy Uso trägt sein gewohnt selbstbewusstes Grinsen im Gesicht. Immer wieder nickt er einzelnen Mitarbeitern zu, die der Bloodline respektvoll aus dem Weg gehen. Für ihn scheint der gemeinsame Marsch reine Routine zu sein doch ganz anders wirkt hingegen Jey Uso. "Main Event" Jey Uso bleibt ungewöhnlich ruhig. Sein Blick wandert immer wieder zu Roman Reigns. Seit der überraschenden Attacke von Solo Sikoa sind zahlreiche Fragen offen geblieben. Fragen, auf die selbst Jey bislang keine Antwort erhalten hat. Denn eines ist offensichtlich der Tribal Chief hat einen Plan doch dieses Mal kennt ihn nicht einmal seine eigene Familie. Die Kamera fängt mehrere Nahaufnahmen ein. Roman bleibt unbeeindruckt. Paul Heyman schluckt hörbar. Jimmy wirkt entspannt, während Jey immer skeptischer erscheint. Innerhalb der Bloodline herrscht Geschlossenheit zumindest nach außen. Doch unter der Oberfläche beginnt es zu brodeln.

Je näher die Gruppierung der Gorilla Position kommt, desto hektischer wird das Umfeld. Producer eilen an ihnen vorbei, Kameraleute beziehen ihre Positionen und Stagehands geben letzte Anweisungen über ihre Headsets. Sobald Roman Reigns den Bereich betritt, tritt jedoch augenblicklich Ruhe ein. Mitarbeiter weichen respektvoll zur Seite und senken teilweise sogar den Blick. Niemand möchte dem Tribal Chief im Weg stehen. Die Kamera fährt rückwärts vor der Bloodline her und hält jeden einzelnen Schritt fest. Es wirkt weniger wie der Gang einer Gruppierung, sondern vielmehr wie der Einmarsch eines Königs mit seinem engsten Hofstaat. Doch trotz dieser beeindruckenden Präsenz bleibt eine Frage unbeantwortet... mit wem hat Roman Reigns in den vergangenen Wochen telefoniert? Und noch viel wichtiger... wann wird der Tribal Chief endlich seine Karten auf den Tisch legen? Die Bloodline erreicht schließlich die Gorilla Position... Roman Reigns bleibt abrupt stehen für einige Sekunden herrscht absolute Stille. Niemand sagt ein Wort oder wagt es, den Tribal Chief anzusprechen. Alles deutet darauf hin, dass Roman Reigns den nächsten Zug bereits geplant hat. Aber der nächste Schritt ist klar der Coast 2 Coast Wrestling Ring!



Für einen kurzen Augenblick herrscht absolute Dunkelheit in der Norfolk Scope Arena. Dann...

"ACKNOWLEDGE ME!"

Die markante Stimme hallt mit voller Wucht durch die Lautsprecher. Im selben Moment explodiert die Arena in einem ohrenbetäubenden Mix aus Jubel und Buhrufen. Tausende Fans springen von ihren Sitzen auf, während die ersten goldenen Lichteffekte über die Halle tanzen. Der gewaltige Titantron erstrahlt und zeigt das unverkennbare Logo der Bloodline. Die Musik des Tribal Chiefs setzt ein. Als Erstes tritt Paul Heyman auf die Stage. Der Wiseman blickt kurz nach links und rechts, ehe er mit einem stolzen Lächeln einige Schritte zur Seite macht. Fast ehrfürchtig richtet er seinen Blick zurück auf den Eingangsbereich. Einen Augenblick später erscheint Roman Reigns. Der Tribal Chief lässt sich Zeit. Mit erhobenem Kinn und völlig regungsloser Miene bleibt er zunächst auf der Stage stehen. Sein Blick schweift langsam durch die ausverkaufte Norfolk Scope Arena. Er genießt den Moment, nimmt jede einzelne Reaktion des Publikums wahr und wirkt dabei vollkommen unantastbar. Ganz gleich, ob die Fans ihn ausbuhen oder seinen Namen rufen Roman Reigns zeigt keinerlei Reaktion. Für ihn existiert nur eine Wahrheit... Er ist der Tribal Chief. Direkt hinter ihm betreten Jimmy Uso und "Main Event" Jey Uso die Bühne. Beide positionieren sich jeweils links und rechts hinter Roman, wodurch das vertraute Bild der Bloodline entsteht. Jimmy wirkt gelöst und voller Selbstvertrauen. Ein breites Grinsen zieht sich über sein Gesicht, während er den Fans einige provokante Gesten entgegenwirft. Jey hingegen wirkt deutlich ernster. Sein Blick wandert nicht ins Publikum, sondern immer wieder zu Roman Reigns. Die Ereignisse der vergangenen Wochen scheinen ihn noch immer zu beschäftigen. Die Attacke von Solo Sikoa, die geheimnisvollen Telefonate und das auffällige Schweigen des Tribal Chiefs lassen ihn nicht los. Dennoch stellt er sich loyal an Romans Seite und lässt sich nichts anmerken. Die Kamera liefert spektakuläre Nahaufnahmen. Zunächst Roman Reigns mit seinem kalten, emotionslosen Blick. Danach Jimmy Uso, dessen Selbstbewusstsein kaum größer sein könnte. Anschließend Jey Uso, dessen Miene zwischen Loyalität und Zweifel schwankt. Schließlich zoomt die Kamera auf Paul Heyman, der den Tribal Chief mit beinahe ehrfürchtigem Blick ansieht. Die Musik dröhnt weiterhin durch die Arena, während goldene Lichtstrahlen die Stage in Szene setzen.

Dann streckt Roman Reigns langsam seinen rechten Zeigefinger in die Höhe das unmissverständliche Symbol des Tribal Chiefs. Keine Sekunde später folgen Jimmy Uso, Jey Uso und Paul Heyman seinem Beispiel. Vier erhobene Zeigefinger ragen in den Himmel der Norfolk Scope Arena und bilden das ikonische Bild der Bloodline. Die Kamera fängt die Formation aus mehreren Perspektiven ein. Erst eine Totale der gesamten Stage, anschließend eine Nahaufnahme von Romans regungslosem Gesicht, bevor sie langsam zurückzoomt und die komplette Gruppierung in Szene setzt. Mit einem gewaltigen Knall schießen auf beiden Seiten der Stage meterhohe goldene Pyrofontänen in die Luft. Funken regnen herab, während weitere Explosionen den Eingangsbereich erschüttern und die Arena in ein gleißendes Gold tauchen. Dichte Rauchschwaden ziehen über die Bühne, während die Lichtreflexe die Silhouetten der Bloodline eindrucksvoll umrahmen. Die Fans reagieren mit einem ohrenbetäubenden Lärm. Jubel und Buhrufe vermischen sich zu einer gewaltigen Geräuschkulisse, die die Halle bis in ihre Grundfesten erzittern lässt. Smartphones werden in die Höhe gehalten, unzählige Blitzlichter flackern auf den Tribünen und halten diesen ikonischen Moment fest doch keiner der vier Männer bewegt sich.

Roman Reigns steht regungslos im Zentrum der Formation, den Blick unbeirrbar auf den Ring gerichtet. Jimmy Uso grinst selbstbewusst in die Zuschauermenge, während Jey Uso trotz erhobenem Finger ernst bleibt und Roman aus dem Augenwinkel beobachtet. Paul Heyman blickt voller Ehrfurcht zu seinem Tribal Chief auf, als wäre dieser weit mehr als nur der Anführer der Bloodline. Erst als die letzten Pyrofontänen erlöschen und sich der Rauch langsam verzieht, senkt Roman Reigns seinen Arm wieder. Ohne Eile setzt sich der Tribal Chief in Bewegung.

Roman Reigns übernimmt wie selbstverständlich die Spitze der Formation. Mit langsamen, kontrollierten Schritten schreitet der Tribal Chief die Rampe hinunter. Jeder einzelne Schritt wirkt bewusst gesetzt, jede Bewegung strahlt dieselbe unerschütterliche Autorität aus, die ihn seit Jahren zur dominierenden Figur der Coast 2 Coast Company macht. Sein Blick bleibt stur nach vorne gerichtet. Weder die Buhrufe noch die vereinzelten "Roman!" Rufe aus den Zuschauerrängen scheinen ihn auch nur im Geringsten zu interessieren und dicht hinter ihm folgt Paul Heyman. Der Wiseman trägt ein zufriedenes Lächeln auf den Lippen, während er immer wieder einen beinahe ehrfürchtigen Blick auf seinen Tribal Chief wirft. Seine Haltung macht deutlich, dass er Roman Reigns nicht nur begleitet, sondern ihm mit jeder Faser seines Körpers Loyalität entgegenbringt.

Links hinter Roman marschiert Jimmy Uso. Selbstbewusst klatscht er sich mit einigen Fans an der Absperrung ab, ehe er grinsend auf die lautstarken Buhrufe reagiert. Für Jimmy scheint jede Reaktion des Publikums lediglich eine weitere Bestätigung dafür zu sein, dass die Bloodline das Gesprächsthema Nummer eins ist. Auf der anderen Seite läuft "Main Event" Jey Uso. Im Gegensatz zu seinem Bruder bleibt er ernst. Seine Miene verrät keinerlei Emotionen. Immer wieder wandert sein Blick unauffällig zu Roman Reigns. Die offenen Fragen der vergangenen Wochen scheinen ihn weiterhin zu beschäftigen. Dennoch hält er seine Position innerhalb der Formation ohne zu zögern und demonstriert nach außen absolute Geschlossenheit. Die Kamera fährt vor der Bloodline rückwärts die Rampe hinunter und hält die gesamte Gruppierung in einer eindrucksvollen Frontaufnahme fest. Dahinter sorgt der riesige Titantron weiterhin für ein goldenes Lichterspiel, während die Theme des Tribal Chiefs durch die Arena dröhnt.

Am Ende der Rampe angekommen, bleibt Roman Reigns für einen kurzen Augenblick vor dem Ring stehen. Langsam hebt er den Kopf und betrachtet den Squared Circle, als würde er sein persönliches Königreich mustern. Seine Lippen verziehen sich zu einem kaum erkennbaren, selbstsicheren Lächeln. Paul Heyman eilt sofort nach vorne und tritt an die Ringtreppe. Mit einer höflichen Geste deutet er Roman den Weg, bevor der Tribal Chief ohne Hast die stählernen Stufen hinaufsteigt. Auf dem Apron angekommen, bleibt Roman erneut stehen. Er blickt ein letztes Mal durch die Arena, während die Kameras jede seiner Bewegungen einfangen. Anschließend greift er mit beiden Händen an das oberste Ringseil, zieht dieses leicht auseinander und betritt langsam den Ring. Jimmy Uso folgt unmittelbar danach und schwingt sich mit einer flüssigen Bewegung zwischen den Seilen hindurch. Jey Uso steigt ebenfalls auf den Apron, verharrt für einen kurzen Moment neben Roman, bevor auch er den Ring betritt. Als Letzter steigt Paul Heyman vorsichtig durch die Ringseile und positioniert sich sofort neben seinem Tribal Chief. Die vier Männer stellen sich in der Ringmitte auf. Roman Reigns steht im Zentrum. Zu seiner linken Seite Jimmy Uso, zu seiner rechten "Main Event" Jey Uso. Paul Heyman nimmt leicht versetzt hinter Roman seinen Platz ein und hält das Mikrofon bereits fest umklammert. Die Musik klingt langsam aus... Doch in der Norfolk Scope Arena wird es keineswegs leiser. Die Fans warten gespannt auf die ersten Worte des Tribal Chiefs. Denn jeder in der Halle spürt, dass Roman Reigns heute nicht nur gekommen ist, um seine Präsenz zu zeigen. Er ist gekommen, um den nächsten Schritt seines Plans einzuleiten...

Roman Reigns zeigt keinerlei Reaktion. Mit verschränkten Armen und erhobenem Kinn blickt der Tribal Chief durch die Reihen der Zuschauer, als gehöre ihm nicht nur der Ring, sondern die gesamte Arena. Jimmy Uso lehnt entspannt in einer Ringecke und grinst selbstgefällig in die Menge. "Main Event" Jey Uso bleibt aufmerksam an Romans Seite stehen und beobachtet sowohl die Fans als auch seinen Tribal Chief. Paul Heyman hingegen wirkt ungewöhnlich konzentriert. Er hält das Mikrofon zwar weiterhin in der Hand, scheint jedoch auf etwas oder jemanden zu warten. Nach einem kurzen Blick aus dem Ring entdeckt Heyman schließlich einen Mitarbeiter der Coast 2 Coast Company am Zeitnehmerbereich. Der Wiseman hebt sofort seine freie Hand und gibt ihm ein deutliches Zeichen. Der Mitarbeiter zögert keine Sekunde. Sichtlich nervös eilt er zur Ringseite und stellt sich unterhalb des Aprons auf. Mit respektvollem Blick schaut er zu Heyman hinauf und wartet auf dessen Anweisung. Heyman beugt sich leicht über das oberste Ringseil und spricht mit gedämpfter Stimme einige Worte zu dem Mitarbeiter. Von den Kameras ist nicht zu erkennen, worum es geht. Der Angestellte nickt mehrmals hastig, als hätte er einen klaren Auftrag erhalten. Ohne weitere Fragen dreht sich der Mitarbeiter um und verschwindet schnellen Schrittes wieder in Richtung Backstagebereich. Paul Heyman richtet sich langsam wieder auf und wirft einen kurzen Blick zu Roman Reigns. Der Tribal Chief reagiert nicht. Dennoch scheint Heyman genau die Bestätigung erhalten zu haben, die er gebraucht hat. Mit einem zufriedenen Lächeln hebt der Wiseman schließlich das Mikrofon langsam an seine Lippen, während die Fans gespannt darauf warten, dass endlich das Schweigen der Bloodline gebrochen wird.

Paul Heyman
"Ladies... and Gentlemen..."


Sofort branden gemischte Reaktionen auf. Heyman unterbricht sich bewusst, genießt jede einzelne Sekunde und wartet, bis die Lautstärke noch weiter ansteigt.

Paul Heyman
"My name... is Paul Heyman. I am the Wiseman... the Special Counsel... and the only man, der würdig ist, an der Seite des größten Tribal Chiefs aller Zeiten zu stehen..."


Erneut erfüllen laute Buhrufe die Arena. Roman bleibt regungslos und seine Miene verändert sich nicht einmal ansatzweise. Heyman setzt jetzt seinen Monolog unbeirrt fort.

Paul Heyman
"Seit Jahren hört ihr dieselben Geschichten. Seit Jahren versuchen Menschen, die Geschichte der Bloodline zu schreiben... aber niemand kennt die Wahrheit besser als wir. Die Bloodline war niemals nur eine Gruppierung. Sie war niemals nur eine Familie. Die Bloodline war... und ist... Macht."


Er zeigt mit ausgestreckter Hand zuerst auf Jimmy Uso, dann auf Jey Uso und schließlich auf Roman Reigns.

Paul Heyman
"Gemeinsam haben diese Männer Karrieren beendet. Sie haben Legenden gestürzt. Sie haben Titel gewonnen. Sie haben Main Events dominiert. Sie haben Rekorde gebrochen und jeder einzelne Superstar musste irgendwann akzeptieren, dass es nur einen Platz an der Spitze gibt. Ihr habt erlebt, wie sich ganze Locker Rooms gegen die Bloodline gestellt haben. Ihr habt gesehen, wie Gegner glaubten, sie könnten dieses Imperium zum Einsturz bringen. Woche für Woche. Monat für Monat. Jahr für Jahr und was ist passiert? Nichts! Die Bloodline steht noch immer hier! Ihr erinnert euch an all die Namen, die glaubten, sie könnten Roman Reigns entthronen. Ihr erinnert euch an all die selbsternannten Helden, die versprochen haben, das Ende des Tribal Chiefs einzuläuten. Doch sie alle scheiterten. Nicht weil ihnen Talent fehlte... sondern weil sie einem Mann gegenüberstanden, der nicht einfach nur ein Champion oder Anführer ist."


Heyman tritt direkt neben Roman Reigns... mit beiden Händen deutet er auf den Tribal Chief.

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Paul Heyman
"Dieser Mann... ist keine Legende geworden, weil man es ihm geschenkt hat. Dieser Mann steht hier nicht, weil er Glück hatte. Roman Reigns hat sich seinen Platz an der Spitze gegen die größten Namen dieser Company verdient. Immer und immer wieder. Erinnert ihr euch an Will Ospreay? Der Mann, den viele von euch als das größte Wrestling-Genie seiner Generation bezeichnet haben. Der Mann, von dem behauptet wurde, niemand könne mit seiner Geschwindigkeit, seiner Technik und seinem unerschöpflichen Kampfgeist mithalten. Und was geschah, als er Roman Reigns gegenüberstand? Der Tribal Chief nahm ihm alles, worauf er so stolz war. Er nahm ihm seinen Momentum, seinen Traum und schließlich auch den Sieg und den Eastcoast Belt ab. Denn wenn die größte Glocke läutet, wenn der Druck unerträglich wird und wenn Geschichte geschrieben wird... dann steht Roman Reigns am Ende immer noch aufrecht."


Die Buhrufe werden lauter, doch Heyman genießt jede einzelne Sekunde. Er dreht sich nun langsam zur anderen Seite des Rings.

Paul Heyman
"Oder sprechen wir über John Cena... Der ewige Held. Das Gesicht einer ganzen Generation. Der Mann, der niemals aufgab und den Millionen Menschen als unbesiegbar betrachteten. Auch John Cena musste akzeptieren, dass es einen Mann gibt, den selbst er nicht überwinden konnte. Einen Mann, dessen Vermächtnis größer ist als jede Schlagzeile, größer als jede Championship und größer als jede Karriere. Und Vincent... Ein Mann, der überzeugt war, Roman Reigns aufhalten zu können. Ein Mann, der glaubte, er hätte die Antwort auf den Tribal Chief gefunden. Doch am Ende musste auch Vincent dieselbe Lektion lernen wie jeder andere vor ihm. Es spielt keine Rolle, wie groß dein Name ist. Es spielt keine Rolle, wie viele Titel du gewonnen hast oder wie laut die Fans deinen Namen rufen. Wenn du Roman Reigns gegenüberstehst, gibt es nur zwei Möglichkeiten. Du erkennst den Tribal Chief an... oder du wirst dazu gezwungen."


Mit einem breiten Grinsen senkt Heyman das Mikrofon wieder. Roman Reigns bleibt weiterhin vollkommen regungslos. Kein Lächeln und auch kein Nicken. Nur die unerschütterliche Aura eines Mannes, der jede einzelne Erinnerung an vergangene Siege als Beweis dafür stehen lässt, warum die Bloodline noch immer über der Coast 2 Coast Company thront. Paul Heyman lässt den Jubel und die Buhrufe noch einen Moment auf sich wirken. Ein selbstgefälliges Lächeln huscht über sein Gesicht, ehe seine Miene langsam ernster wird. Er senkt das Mikrofon kurz, atmet tief durch und richtet seinen Blick zunächst auf Jimmy Uso. Die Kamera zoomt sofort auf Jimmy. Das Grinsen verschwindet für einen kurzen Augenblick aus seinem Gesicht. Anschließend wandert Heymans Blick zu Jey Uso. Auch Roman Reigns bleibt regungslos, den Blick weiterhin geradeaus gerichtet. Nicht einmal eine Regung ist im Gesicht des Tribal Chiefs zu erkennen. Erst dann erhebt Heyman wieder seine Stimme.

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Paul Heyman
"Aber... jede große Dynastie... jede einzelne... wird irgendwann geprüft. Ihr alle habt zugesehen. Ihr alle habt die Videos gesehen und habt euch dieselbe Frage gestellt. Warum? Warum tauchte Solo Sikoa plötzlich wieder auf? Warum griff er ausgerechnet Jimmy Uso an? Warum entschied sich der Enforcer der Company genau für diesen Moment? Seit einer Woche höre ich dieselben Spekulationen. Die Experten glauben, sie hätten Antworten. Die Fans glauben, sie hätten die Wahrheit erkannt. Jeder sogenannte Journalist meint zu wissen, was in den Köpfen der Bloodline vorgeht doch sie wissen... gar nichts.Sie behaupten, die Bloodline würde auseinanderbrechen."


Er blickt zu Jimmy.

Paul Heyman
"Sie behaupten, Solo Sikoa hätte sich gegen seine eigene Familie gestellt. Sie behaupten, innerhalb dieser Familie gäbe es Misstrauen... Zweifel... vielleicht sogar Verrat. Das Lustigste an all diesen Theorien ist... dass niemand von euch versteht, wie Roman Reigns denkt. Wenn der Tribal Chief eine Entscheidung trifft... dann geschieht sie nicht aus Wut... nicht aus Hass und schon gar nicht aus Zufall."


Heyman senkt das Mikrofon für einen Augenblick und blickt erneut zwischen Jimmy und Roman hin und her. Die Spannung im Ring ist nun deutlich spürbar. Jeder wartet darauf, ob Paul Heyman endlich erklären wird, weshalb Solo Sikoa Jimmy Uso attackierte oder ob dieses Geheimnis weiterhin Teil des größeren Plans des Tribal Chiefs bleiben wird. Paul Heyman schließt für einen Moment die Augen und lässt das Mikrofon langsam sinken. Die Norfolk Scope Arena ist erfüllt von lauten Zwischenrufen. Als er das Mikrofon wieder anhebt, ist seine Stimme deutlich ernster als zuvor.

Paul Heyman
"Jetzt... sprechen wir über den Mann, dessen Name seit einer Woche auf den Lippen eines jeden Fans liegt... Solo... Sikoa. Ja... Solo Sikoa. Der Enforcer. Der Mann, der einst Seite an Seite mit Roman Reigns marschierte. Der Mann, der versprach, seine Familie über alles zu stellen doch was tat Solo? Hat er seinen Tribal Chief anerkannt? Hat er seine Familie beschützt? Hat er den Namen der Bloodline mit Stolz getragen? Nein. Solo Sikoa entschied sich gegen seine Familie. Er entschied sich gegen sein eigenes Blut. Er entschied sich gegen den Mann, der ihn an die Spitze führte... gegen den Tribal Chief, der ihm einen Platz in der Bloodline gab."


Die Kamera schwenkt auf Roman Reigns. Der Tribal Chief bleibt vollkommen regungslos. Keine Wut... Zorn... nur ein eiskalter Blick doch Heyman fährt fort.

Paul Heyman
"Und als wäre dieser Verrat nicht genug gewesen... suchte Solo Sikoa neue Verbündete. Er stellte sich an die Seite des World Heavyweight Champions Kenny Omega... und er schloss sich LA Knight an. Drei Männer, die glauben, sie könnten das Vermächtnis der Bloodline erschüttern. Drei Männer, die sich eingeredet haben, dass Loyalität bedeutungslos sei und Verrat der schnellste Weg an die Spitze wäre."


Der Wiseman bleibt direkt neben Roman Reigns stehen mit ausgestreckter Hand deutet er auf den Tribal Chief.

Paul Heyman
"Solo hat nicht nur Roman Reigns... Jimmy Uso... Jey Uso den Rücken gekehrt. Er hat seiner gesamten Familie den Rücken gekehrt."


Jimmy Uso schüttelt den Kopf und wirkt sichtlich verärgert. Jey Uso bleibt ernst und starrt auf die Ringmatte, während Roman Reigns weiterhin keine erkennbare Regung zeigt. Heyman senkt seine Stimme.

Paul Heyman
"Aber Solo Sikoa hat einen entscheidenden Fehler gemacht. Er glaubt, er kenne Roman Reigns doch niemand... absolut niemand... kennt den nächsten Zug des Tribal Chiefs. Nicht Kenny Omega nicht LA Knight und ganz sicher auch nicht Solo Sikoa."


Der Wiseman senkt langsam das Mikrofon und blickt zu Roman Reigns. Der Tribal Chief steht regungslos im Zentrum des Rings sein Gesicht bleibt ausdruckslos. Doch genau diese Ruhe wirkt bedrohlicher als jede noch so laute Drohung.

L ... A ... Knight



Lauter Jubel durchdringt die Halle, als die Musik von LA Knight ertönt! Noch ohrenbetäubender werden die Bekundungen, als der Megastar auf die Stage tritt. Für sein späteres Match im Main Event ist er schon gekleidet und hat sich, für die Zeit bis zum Moment der Momente, noch ein ärmelloses Shirt übergeworfen. Mit seinem bekannten Pokerface lässt er seinen Blick über die Halle schweifen und nickt hier und da. Als er die Bloodline entdeckt, zucken die Mundwinkel nach oben und die Augen verengen sich. Nein, Respekt hat LA definitiv keinen vor dieser Gruppierung. Er freut sich auf den Rückkampf gegen Jey, da er da noch das ein oder andere gerade rücken möchte...



ARE YOU READY FOR THIS?

Zuvor begrüßen wir aber noch den amtierenden World Heavyweight Champion, Mister Kenny Omega! Ähnlich euphorisch wie Knight wird auch der Kanadier aufgenommen. Leger mit Shirt, Jeans und Sakko gekleidet und den Titel um die Hüfte geschnallt, tänzelt die Best Bout Machine auf das harte Stahlgerüst und schnipst mit einer Hand im Takt seiner Musik. Eine lässige Drehung um die eigene Achse später, auf die Kenny einfach Bock hatte, steht er neben Knight, wobei eine auffallende Distanz zwischen den beiden Männern herrscht. Nein, das soll nicht sinnbildlich dafür stehen, wie das Verhältnis zwischen Knight und Omega aussieht. Hier fehlt ja noch jemand...



Schwere Beats, die Unheil ankündigen. Und da ist er...der (einstige) Enforcer! Mit schweren Schritten, als würde er eine große Last auf seinen Schultern tragen, erscheint Solo Sikoa! Ganz in schwarz gekleidet und einem Goldkettchen um den Hals gelegt! Die Haare wirken frisch frisiert, das Gesicht ist dagegen ernst und beinahe versteinert. Solo verschränkt die Arme locker vor dem Brustkorb. Ein Blick zu Knight...gegenseitiges Zunicken! Ein Blick zu Kenny...gegenseitiges Zunicken! Geschlossen schreiten sie weitet. Sikoa ist einen Schritt voraus! Nicht weil er sich zum Anführer dieses Teams ernannt hat. Nein, hier geht es zunächst vor allem um ihn. Warum hat er sich gegen seine Familie gestellt? Eine Antwort auf diese Frage werden wir wohl erhalten. Zumindest hoffen die Fans das, die den abtrünnigen Samoaner zwar freundlich, aber auch skeptisch begrüßen. Am Ring angekommen drückt ein Mitarbeiter den drei Männern je ein Mikro in die Hände. So schreiten sie nach oben...erst Solo, dann LA, dann der Cleaner! Schlussendlich begegnen sich die Fronten im Ring. Langsam verstummt die Theme von Solo. Schweigend betrachten sich die Bloodline und die Männer, die einen Gegenpol einnehmen. Nur die Zuschauer machen ordentlich Stimmung und Lärm. Es fühlt sich wie ein großer Moment an. Solo sieht seine Brüder an...keine Regung in seinem Gesicht! Dann sieht er Roman Reigns an...kurz huscht eine finsterer Schatten über seine Augen. Dann fällt da Blick auf Paul Heyman...und da beginnt Solo zu lächeln. Kein fröhliches Lächeln voller Wiedersehensfreude. Eher und gläubig und gar in Ablehnung getränkt.

Solo Sikoa: Paul...für einen "Wiseman" redest du sehr viel und weißt verdammt wenig! Du verdienst diese Auszeichnung nicht!

Während Solo diese Message bierernst delievert, johlt Kenny im Hintergrund auf, hält sich eine Faust vor den Mund und rüttelt mit der anderen Hand an Knight's Oberarm, als hätte Sikoa den Burn des Jahrtausends gebraucht. Der ehemalige Eli Drake hebt nur beide Augenbrauen an und atmet tief durch. Nur weil sie nun ein Team sind heißt das nicht, dass er von Kenny's Gehabe begeistert sein muss. Solo bekommt davon nichts mit, da er rein auf seine Familie, und Paul Heyman, fixiert ist.

Solo Sikoa: Paul Heyman behauptet, Solo Sikoa hätte sich gegen seine Familie...sein eigenes Fleisch und Blut entschieden! Ich hätte meiner gesamten Familie den Rücken zugekehrt! Nun...Nein! Genau das Gegenteil ist der Fall! Ich habe mich bewusst FÜR meine Familie entschieden!

Ja, ist das so? Seine Taten von letzter Woche sprechen eine andere Sprache. Dass er mit den beiden derzeit größten Gegnern der Bloodline zum Ring kommt, spricht eine andere Sprache. Dem Blondierten ist bewusst, dass überall zig Fragezeichen aufploppen. Mit einer Handbewegung macht er klar, dass man ihn erst anhören soll.

Solo Sikoa: Meine Familie ist von Tradition geprägt! Wir lieben Traditionen...ich liebe Traditionen! Dazu gehören auch Regeln, die wichtig sind, um ein harmonisches und erfülltes Miteinander genießen zu können. Ja, einen starke Persönlichkeit zu haben, die die Familie anführt, ist Teil davon. Ein...Tribal Chief! Jemand, der die Bürde tragen kann! Jemand, der auch mal unbequeme Entscheidungen treffen muss und bereit ist, sich den Unmut Anderer aufzulasten! Jemand, der der geborene Anführer ist! Und du Roman...du warst genau dieser Mann! Zumindest habe ich an dich geglaubt! Ich bin dir blind gefolgt und hätte alles für dich getan! Verdammt...ich HABE alles für sich getan!

Sikoa tritt einen Schritt näher, um seinem Cousin direkt ins Gesicht sehen zu können. Seine Stimme wird finsterer, verhärtet sich. Man kann schon Enttäuschung aus seinen Worten hören. Mit der freien Hand zeigt Solo auf den OTC. Wobei es fast so wirkt, als würde er eine Pistole auf diesen richten. Kenny Omega und LA Knight halten dabei die Usos im Blick. Man weiß ja nie, wann das nächste Chaos losgetreten wird.

Solo Sikoa: Ein Tribal Chief ist aber auch voller Herzlichkeit und Güte! Ein Tribal Chief sorgt sich um seine Familie und will, dass es ihnen gut geht! Ein Tribal Chief muss es sich zur Hauptaufgabe machen, die Mitglieder seiner Familie zu begleiten, ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und sie soweit zu pushen, bis sie besser und besser werden! Im Idealfall übertreffen sie den Tribal Chief eines Tages! Wenn das eintritt, hat er alles richtig gemacht! Und da Roman...da hast du versagt! Du stellst deine eigenen Bedürfnisse und Ziele über die Familie! Du benutzt sie nur, um deine eigene Machtposition zu halten und um dein Ego zu befriedigen! Ob Jey oder Jimmy ihre eigenen Wege gehen, interessiert dich nicht! Du siehst nicht ihre Persönlichkeiten und willst auch nicht, dass sie sich weiterentwickeln! Du siehst in ihnen nur Werkzeuge und Soldaten, die du benutzen kannst! So wie du mich nur noch als deinen Wachhund wahrgenommen hast! Du hast mich nicht mehr gesehen, Roman! Deswegen habe ich die Bloodline verlassen und war nicht mehr bereit dir zu folgen!

Ja vor einigen Monaten stelle sich Solo schon gegen Reigns und die Familie. Seit dem war er aber nicht mehr zu sehen...bis eben zum letzten Montag. Langsam macht Sikoa einen Schritt zur Seite...und sieht dann zu seinen Brüdern! Er atmet aus und seine Züge scheinen für einen Moment weicher zu werden.

Solo Sikoa: Jimmy...Jey...ich liebe euch! Ja, ich weiß, dass sich das gerade wie eine sehr große Lüge anhören muss! Aber es ist wahr! Ich liebe euch und möchte nur euer Bestes! Ich erwarte auch nicht, dass ihr sofort versteht, was ich letzte Show getan habe! Ich verlange auch nicht, dass ihr vergebt! Um es klar zu stellen...ich entschuldige mich auch nicht! Ich habe überlegt, ob ich mit euch reden soll, versuchen euer Gewissen zu erreichen. Nein...das hätte nicht funktioniert! Dafür kenne ich euch zu gut! Ihr habt euren sturen Kopf und habt eure Entscheidung gefällt! Das respektiere ich! Aber...es nötigt mich dazu zu stärken Mitteln zu greifen! Wir müssen uns die Köpfe einschlagen, sogar Krieg miteinander führen...dann seid ihr hoffentlich bereit mit zuzuhören! Dann können wir vielleicht gemeinsam die Traditionen unserer Familie in die neue Zeit hieven!

Nein, Solo geht es nicht darum seine Brüder vorzuführen oder gar fertig zu machen. Er will sie erreichen, ist aber der Ansicht, dass das nur auf die harte Tour funktioniert.

Solo Sikoa: Diese beiden Gentlemen hier...

Damit sind Kenny und Knight gemeint, denen Solo nun Aufmerksamkeit schenkt. Er geht zu ihnen zurück und deutet auf sie. Der Cleaner grinst von Ohr zu Ohr und wirft sich in Pose, während LA stoisch auf seinem Kaugummi kaut.

Solo Sikoa: ...brauchen Hilfe in ihrem Kampf gegen die Bloodline. Da kamen sie auf mich zu! Für mich war es keine Frage dieses Bündnis einzugehen. Ich weiß, dass ich alleine die Strukturen in meiner Familie nicht aufbrechen kann und daher selbst Hilfe brauche. So werden wir uns gegenseitig unterstützen...und Kenny und LA Knight können sich auf meine Loyalität verlassen!

Der Blondierte betont das bewusst um klar zu machen, dass der Cleaner und der Megastar auf ihn zählen können. Und auch um den Anderen zu zeigen, dass er sehr wohl weiß, was Loyalität bedeutet. Bevor Sikoa sich wieder zwischen seine Partner eingliedern wird, hält er inne. Seine wachen Augen springen nochmal zu Paul Heyman.

Solo Sikoa: In einer Sache hast du auf jeden Fall Recht, Paul! Niemand kennt den nächsten Schritt von Roman Reigns! Er ist unberechenbar...und alleine das disqualifiziert ihn als Tribal Chief! Aber...Roman kannte auch nur den Gefolgsmann und Soldaten Solo Sikoa! Er kennt nicht den freien Mann Solo Sikoa!

Solo ist nun einmal seit Monaten alleine unterwegs und wird sich daher auch verändert haben. Wer weiß, ob Team Omega das auch zum Vorteil nutzen kann.

Paul Heyman schüttelt langsam den Kopf. Ein fast mitleidiges Lächeln legt sich auf seine Lippen, während er Solo Sikoa einige Sekunden schweigend mustert. Die Fans werden unruhig. Einige jubeln Solo zu, andere warten gespannt darauf, wie der Wiseman auf diese Worte antworten wird. Roman Reigns hingegen bleibt vollkommen regungslos. Nicht ein Muskel in seinem Gesicht bewegt sich. Seine Arme bleiben vor der Brust verschränkt, sein Blick ist fest auf Solo gerichtet. Es ist kein Blick voller Wut. Keine Spur von Überraschung. Vielmehr wirkt es, als hätte der Tribal Chief jedes einzelne Wort bereits erwartet. Jimmy Uso dagegen kann sich kaum noch zurückhalten. Immer wieder schüttelt er den Kopf und läuft unruhig einige Schritte im Ring auf und ab. Seine Hände wandern immer wieder in die Luft, als wolle er Solo am liebsten sofort antworten. Mehrmals zeigt er mit ausgestrecktem Finger auf seinen Bruder und ruft ihm hörbar etwas entgegen, was in den lautstarken Reaktionen der Fans jedoch untergeht. Jey Uso steht nur wenige Meter daneben. Der "Main Event" hat den Blick keine Sekunde von Solo abgewandt. Seine Kiefermuskeln spannen sich sichtbar an. Immer wieder presst er die Lippen fest zusammen. Anders als Jimmy reagiert Jey nicht impulsiv. Stattdessen wirkt er innerlich hin- und hergerissen. In seinen Augen liegt Enttäuschung aber auch die Erkenntnis, dass Solo jedes seiner Worte ernst meint. Entschlossen löst sich Jey von seiner Position an Romans rechter Seite und marschiert mit energischen Schritten auf die Ringseile zu. Jimmy Uso verfolgt seinen Bruder aufmerksam und runzelt leicht die Stirn. Selbst Paul Heyman hebt überrascht eine Augenbraue, sagt jedoch kein Wort. Jey steigt zwischen den Ringseilen hindurch auf den Apron und beugt sich leicht nach vorne. Am Zeitnehmerbereich entdeckt er einen Mitarbeiter der Coast 2 Coast Company, der das Geschehen aufmerksam verfolgt. Jey streckt sofort seinen Arm aus. Der Mitarbeiter reagiert augenblicklich. Sichtlich nervös greift er unter den Zeitnehmertisch, nimmt eines der bereitliegenden Funkmikrofone an sich und eilt zur Ringseite. Jey wartet keine Sekunde. Er kniet sich auf dem Apron hinunter, streckt seinen Arm zwischen den Seilen hindurch und nimmt dem Mitarbeiter das Mikrofon direkt aus der Hand. Ein kurzes Nicken genügt als Dank, bevor der Angestellte sich hastig wieder zurückzieht. Langsam richtet sich Jey wieder auf und mit festem Griff umklammert er das Mikrofon. Sein Blick wandert zunächst zu Solo Sikoa anschließend zu Kenny Omega und darauf zu LA Knight. Schließlich dreht er sich langsam zu Roman Reigns und für einen kurzen Moment treffen sich ihre Blicke. Der Tribal Chief sagt nichts doch sein ausdrucksloses Gesicht verrät Jey alles, was er wissen muss. Jey nickt kaum merklich und nimmt seinen Platz neben Roman Reigns ein. Die Arena wird zunehmend lauter. Die Fans erheben sich von ihren Sitzen, weil sie genau wissen, was dieser Moment bedeutet. Nach Wochen des Schweigens hält "Main Event" Jey Uso endlich ein Mikrofon in der Hand. Und alles deutet darauf hin, dass er jetzt etwas sagen wird, das die Geschichte der Bloodline verändern könnte. Sein Blick ruht unverändert auf Solo Sikoa. Für einen langen Moment sagt er kein einziges Wort. Die Spannung wird beinahe unerträglich. Jimmy schaut seinen Bruder erwartungsvoll an. Paul Heyman verschränkt zufrieden die Hände vor seinem Körper. Roman Reigns bleibt vollkommen regungslos schließlich hebt Jey langsam das Mikrofon.

Jey Uso
"Solo... Du erzählst hier etwas von Familie... von Tradition... von Liebe... und eine Woche zuvor hast du Jimmy hinterrücks niedergestreckt.Du willst mir erzählen, dass das Liebe war? Du willst mir erzählen, dass genau DAS der Weg ist, unsere Familie zu retten? Ich weiß ganz genau, wie es sich anfühlt, zu zweifeln. Ich weiß ganz genau, wie es sich anfühlt, sich zu fragen, ob der Weg des Tribal Chiefs wirklich der richtige ist. Aber weißt du, was der Unterschied zwischen uns beiden ist? Ich habe meine Probleme mit meiner Familie gelöst... ich bin nicht zu zwei Männern gegangen, die nichts mit unserer Familie zu tun haben. Du redest davon, unsere Tradition zu beschützen..."


Er deutet auf Kenny.

Jey Uso
"Ein Mann, der Roman seit Wochen auf die Nerven geht. Der damit nicht klar kommt wer das Gesicht der Company ist."


Dann auf LA Knight.

Jey Uso
"Ein Mann, der seit Monaten gegen unsere Familie kämpft."


Jey schüttelt den Kopf.

Jey Uso
"Und genau DIE sollen dir plötzlich wichtiger sein als dein eigenes Blut? Du hast gesagt, du liebst uns. Dann hör auf, uns zu bekämpfen und dich selbst nicht zu belügen... Du behauptest, Roman hätte dich nicht mehr gesehen. Vielleicht stimmt das. Aber weißt du, was ich sehe? Ich sehe meinen kleinen Bruder... der so sehr beweisen will, dass er seinen eigenen Weg gehen kann, dass er bereit ist, gegen seine eigene Familie in den Krieg zu ziehen. Du sagst, wir sollen dir zuhören...Heute habe ich dir zugehört. Jetzt hör du mir zu... Du wirst immer mein Bruder bleiben... aber solange du Seite an Seite mit Kenny Omega und LA Knight gegen deine eigene Familie kämpfst... stehst du auf der falschen Seite des Rings."


[Bild: 01kgbhz92cgbh6txp5nd.jpg]

Doch Jey senkt das Mikrofon nicht vollständig stattdessen hebt er es langsam wieder an. Die Fans verstummen augenblicklich und sein Blick löst sich von Solo und wandert für einen Moment zu Kenny Omega und LA Knight, bevor er wieder seinen Bruder fixiert.

Jey Uso
"Nein... ich bin noch nicht fertig."


Lauter Jubel brandet auf... Jimmy grinst breit und nickt seinem Zwillingsbruder zustimmend zu. Paul Heyman verschränkt zufrieden die Arme. Roman Reigns bleibt dagegen vollkommen regungslos. Jey macht einen weiteren Schritt nach vorne...

Jey Uso
"Du hast eben gesagt, Roman würde uns nicht sehen... Aber weißt du, wer heute noch viel weniger sieht? DU! Du siehst nur noch deinen Schmerz. Du siehst nur noch deine Enttäuschung. Aber du siehst nicht mehr dein eigenes Herz. Glaubst, du kämpfst für uns. Aber jede Entscheidung, die du getroffen hast... hat uns weiter voneinander entfernt. Du hast Jimmy angegriffen und du hast Roman genau das gegeben, was er niemals wollte... Einen Krieg innerhalb unserer Familie. Du behauptest, wir müssten uns gegenseitig bekämpfen, damit wir endlich zuhören. Nein, Uce... das ist nicht unsere Tradition. Unsere Tradition ist, dass Familie füreinander einsteht... selbst wenn sie sich nicht einig ist. Du bist mein Bruder. Und genau deshalb hoffe ich, dass du irgendwann erkennst, dass der größte Kampf deines Lebens nicht gegen Roman Reigns geführt wird... sondern gegen den Zorn in deinem eigenen Herzen."


Mit diesen Worten lässt Jey das Mikrofon langsam sinken. Er weicht keinen Zentimeter zurück. Die beiden Brüder starren sich schweigend an, während die Norfolk Scope Arena in tosenden Reaktionen explodiert. Roman Reigns bewegt sich keinen Millimeter, während der tosende Lärm der Norfolk Scope Arena langsam wieder abebbt. Die Fans skandieren abwechselnd "Uce!", "Solo!" und "Roman!", während die sechs Männer im Ring wie eingefroren wirken. Jeys Worte hängen noch immer schwer in der Luft und Jimmy atmet tief durch. Und Roman bewegt sich endlich. Ganz langsam löst der Tribal Chief einen Arm aus seiner verschränkten Haltung. Keine hektische Bewegung... Zorn... Emotion. Er streckt lediglich seine rechte Hand zur Seite aus und Paul Heyman versteht rd augenblicklich. Der Wiseman tritt respektvoll einen halben Schritt nach vorne, senkt leicht den Kopf und legt Roman das Mikrofon nahezu ehrfürchtig in die Hand. Für einen Moment sagt Roman überhaupt nichts. Er betrachtet lediglich das Mikrofon dann hebt er langsam den Blick nicht zu Solo... Kenny... LA Knight sondern zu Jey. Lange und regungslos... Sekunden herrscht absolute Stille sondern selbst die Fans beginnen nervös zu flüstern. Darauf erhebt Roman langsam das Mikrofon doch wenige Sekunden später senkt er es wieder. Der Tribal Chief sagt... nichts. Er hebt das Mikrofon nicht einmal an stattdessen fixiert er Solo Sikoa mit einem eiskalten Blick. Kein Blinzeln oder Regung. Fast eine halbe Minute vergeht in absoluter Stille. Roman Reigns hebt das Mikrofon langsam an seine Lippen. Sein Blick bleibt ununterbrochen auf Solo Sikoa gerichtet. Die beiden Männer stehen sich regungslos gegenüber, während die Zuschauer gespannt auf das erste Wort des Tribal Chiefs warten. Roman atmet ruhig durch, ehe er schließlich zu sprechen beginnt.

"Tribal Chief" Roman Reigns
"Solo Sikoa... Roman Reigns hat jedes einzelne Wort gehört. Roman Reigns hat zugehört, ohne zu unterbrechen. Denn Roman Reigns wollte wissen, welche Geschichte Solo Sikoa sich selbst erzählt, um jede einzelne Entscheidung der vergangenen Monate zu rechtfertigen. Solo Sikoa spricht von Familie... Tradition... Liebe! Große Worte... Worte, die sich gut anhören. Aber Worte verlieren ihren Wert, wenn die eigenen Taten ihnen widersprechen. Solo Sikoa behauptet, Roman Reigns hätte seine Familie aus den Augen verloren. Roman Reigns hätte Jimmy Uso und Jey Uso nur als Werkzeuge gesehen. Das ist die Geschichte, die Solo Sikoa erzählen möchte. Aber Roman Reigns erinnert sich an etwas völlig anderes. Roman Reigns erinnert sich an einen Mann, der an der Seite seines Tribal Chiefs stand. Einen Mann, der bereit war, jede Schlacht zu kämpfen. Einen Mann, der stolz darauf war, Teil der Bloodline zu sein. Dieser Mann wusste, was Loyalität bedeutet. Dieser Mann wusste, dass Familie nicht nur in guten Zeiten zusammensteht, sondern gerade dann, wenn es schwierig wird. Und dann kam der Tag, an dem Solo Sikoa glaubte, Roman Reigns herausfordern zu können. Solo Sikoa wollte beweisen, dass er bereit wäre, den Platz des Tribal Chiefs einzunehmen. Solo Sikoa glaubte, stark genug zu sein. Solo Sikoa glaubte, klug genug zu sein. Solo Sikoa glaubte, die Bloodline ohne Roman Reigns führen zu können."


Er schüttelt langsam den Kopf. Die Fans reagieren laut und Roman geht noch einen Schritt näher an Solo Sikoa heran.

[Bild: intro-1776187048.jpg]

"Tribal Chief" Roman Reigns
"Aber am Ende stand Solo Sikoa genau dort, wo Roman Reigns ihn zurückgelassen hat... auf dem Boden... besiegt... nicht durch Glück oder durch Zufall sondern weil Solo Sikoa an diesem Abend erfahren musste, wie groß der Unterschied zwischen einem Soldaten... und einem Tribal Chief wirklich ist. Und trotzdem... obwohl Roman Reigns Solo Sikoa besiegt hat... hat Roman Reigns Solo Sikoa niemals verstoßen. Die Tür zur Familie wurde niemals geschlossen. Aber was hat Solo Sikoa getan? Solo Sikoa kam zurück... und der erste Mensch, den Solo Sikoa angegriffen hat... war Jimmy Uso... nicht Kenny Omega... LA Knight... Ausgerechnet der eigene Bruder musste hinterrücks niedergeschlagen werden. Aber nicht in einem ehrlichen Kampf... von Angesicht zu Angesicht sondern aus dem Hinterhalt. Und danach stellt sich Solo Sikoa hier in diesen Ring... und spricht von Liebe. Liebe schlägt den eigenen Bruder nicht nieder. Liebe benutzt die Familie nicht als Mittel zum Zweck. Liebe erklärt keinen Krieg gegen das eigene Blut. Solo Sikoa behauptet, Roman Reigns hätte die Familie verraten. Dabei war es Solo Sikoa, der gegangen ist. Niemand hat Solo Sikoa hinausgeworfen. Niemand hat Solo Sikoa gezwungen. Diese Entscheidung wurde allein getroffen.


Roman hebt leicht das Kinn.

"Tribal Chief" Roman Reigns
"Und heute steht Solo Sikoa nicht mit seiner Familie im Ring. Heute steht Solo Sikoa neben Kenny Omega. Heute steht Solo Sikoa neben LA Knight. Das sind die Männer, denen Solo Sikoa heute mehr Vertrauen schenkt als seiner eigenen Familie. Und trotzdem versucht Solo Sikoa, Roman Reigns zu erklären, was Loyalität bedeutet. Das ist beinahe amüsant. Solo Sikoa sagt, Roman Reigns kenne nur den alten Solo Sikoa... Vielleicht stimmt das. Denn Roman Reigns erkennt diesen Mann kaum wieder. Der Solo Sikoa, den Roman Reigns einst kannte, hätte niemals Jimmy Uso hinterrücks angegriffen. Der Solo Sikoa, den Roman Reigns kannte, hätte niemals seine Brüder verlassen, um Schulter an Schulter mit Kenny Omega und LA Knight gegen die eigene Familie zu stehen. Solo Sikoa wollte frei sein... Dann genieße diese Freiheit. Aber Freiheit bedeutet auch, die Verantwortung für jede Entscheidung zu tragen. Und wenn diese Entscheidungen dazu führen, dass Solo Sikoa der Bloodline gegenübersteht... dann wird Solo Sikoa auch mit den Konsequenzen leben müssen."


Roman senkt das Mikrofon langsam. Sein Blick bleibt ohne jede Regung auf Solo Sikoa gerichtet, während im Hintergrund Jimmy Uso, Jey Uso und Paul Heyman regungslos hinter ihrem Tribal Chief stehen. Die Spannung im Ring ist greifbar, als würde jeder auf Solos nächste Reaktion warten doch der Tribal Chief spricht weiter. Roman Reigns senkt das Mikrofon nicht stattdessen zieht sich ein kaum erkennbares Lächeln über sein Gesicht. Die Reaktionen der Fans schwellen erneut an, doch der Tribal Chief wartet geduldig, bis die Lautstärke etwas abebbt. Sein Blick bleibt fest auf Solo Sikoa gerichtet.

"Tribal Chief" Roman Reigns
"Aber Solo Sikoa hat noch immer nicht verstanden, worum es eigentlich geht. Solo Sikoa spricht von einem Tribal Chief, der seine Familie groß machen soll. Solo Sikoa spricht davon, dass die Familie eines Tages stärker sein müsse als ihr Anführer. Das klingt schön. Das klingt ehrenhaft. Aber genau daran erkennt Roman Reigns, dass Solo Sikoa niemals verstanden hat, was diese Rolle wirklich bedeutet. Ein Tribal Chief wird nicht gewählt, weil jeder glücklich sein soll. Ein Tribal Chief trägt keine Krone, damit jeder seinen eigenen Weg geht. Ein Tribal Chief trifft Entscheidungen, die sonst niemand treffen kann. Entscheidungen, die manchmal hart sind. Entscheidungen, die manchmal weh tun. Entscheidungen, die den eigenen Brüdern nicht gefallen. Aber genau deshalb gibt es nur einen Tribal Chief aber nicht jeder kann diese Last tragen. Solo Sikoa glaubt, Stärke bedeute, sich gegen Roman Reigns zu stellen. Stärke bedeute, alles infrage zu stellen. Stärke bedeute, die Familie zu verlassen und anschließend zurückzukommen, um allen zu erklären, wie Familie funktioniert."


Er schüttelt langsam den Kopf.

"Tribal Chief" Roman Reigns
"NEIN. Wahre Stärke zeigt sich in Loyalität. Wahre Stärke zeigt sich darin, Verantwortung zu übernehmen. Wahre Stärke zeigt sich darin, neben seiner Familie stehen zu bleiben, selbst wenn der Weg schwer wird."


Was für eine Ansage! Sowohl von Jey Uso, als auch von Roman Reigns! Die Fans Sind total aus dem Häuschen! Durch Solo's Involvierung bekommt dieser Krieg noch eine emotionale Komponente, die den Konflikt auf ein neues Level. Während vor allem Uso sein Herz ausschüttet, zeigt die Kamera hin und wieder einen lächelnden Kenny Omega. Der Cleaner ist davon überzeugt die richtige Entscheidung getroffen zu haben auf Sikoa zuzugehen. Sonst bleibt er erstaunlich ruhig, wie auch LA Knight. Den beiden Männern brennen stets dafür der Bloodline Kontra zu geben. Hier überlassen sie aber weiterhin Solo das Wort. Vermutlich auch eine vorherige Absprache.

Solo lässt eine Verwandten aussprechen. Jey trifft ihn mitten ins Herz. Gerade als er die Liebe spürt, die sein Bruder immer noch für ihn hat, sieht er über seine Schultern...erst zu Knight, dann zu Omega. Für den Bruchteil einer Sekunde überlegt er sich, ob er den besten Weg eingeschlagen hat. Es wäre kein Problem dem Cleaner einen Samoan Spike und LA einen Superkick zu verpassen! Einen Wimpernschlag später wischt er die leichte Sehnsucht nach dem Schoß der Familie zur Seite. Nein, die beiden Männer neben ihm werden nie wie Familie für ihn sein. Aber er sieht sieht als Mittel zum Zweck, um zumindest Jimmy und Jey die Augen zu öffnen...beziehungsweise seiner Meinung nach die Augen zu öffnen. Daher werden sich der Kanadier und der ehemalige Eli Drake die nächsten Wochen seiner Loyalität sicher sein.

Solo Sikoa: Jey...du und Jimmy bleibt meine großen Brüder, denen ich dafür dankbar bin, was sie mir beigebracht haben! Glaubt es mir oder nicht...aber ich liebe euch! Was ich Jimmy angetan habe tut mir im Herzen weh! Doch, wie gesagt, musste es so sein. Ein Anfang ist gemacht, oder nicht? Jetzt stehen wir uns von Angesicht zu Angesicht gegenüber und ich habe deine Aufmerksamkeit! Du hörst dir an was ich zu sagen habe! Auch wenn du mich...noch...nicht verstehst, nimmst du mich dennoch ernst! Und dafür danke ich dir, mein Bruder! Jedoch muss ich dich fragen...hätten wir diese Konversation auch geführt, wenn ich dich angerufen und um ein Gespräch gebeten hätte? Hättest du den Hörer abgenommen? Hättest du mir eine Chance gegeben?

Fragen, auf die man nun wohl keine ehrlich Antwort mehr bekommen wird. Egal was Jey dazu sagen wird...oder nicht! Im Hintergrund sieht man Knight die Stirn runzeln. Ihm ist das noch zu positiv gegenüber Jey Uso, was Solo von sich gibt. Omega deutet dem Amerikaner aber an, dass er sich beruhigen soll. Er hat volles Vertrauen in seinen blondierten Verbündeten.

Solo Sikoa: Du sagst, du weißt wie es ist, den Tribal Chief zu hinterfragen! Du hast gesehen, was ich gesehen habe, nicht wahr? Wer Roman wirklich ist! Du bist ausgebrochen, hast dein eigenes Ding gemacht...und das mit Erfolg! Jey, du BIST "Main Event" Jey Uso! Nicht weil Roman Reigns dich dazu gemacht hat...nein! Wegen DIR alleine, mein Bruder! Die Fans haben begonnen dich zu lieben, weil sie endlich gesehen haben, dass du so viel mehr bist außerhalb der Bloodline!

Solo lässt da bewusst das Mikro für einen Moment sinken. Und die Fans lassen ihn nicht im Stich! Jubel und laute "Yeet!" rufen schallen durch das Rund. Sikoa hebt seine Augenbrauen und deutet um sich herum. Es blitzt auch Hoffnungen in seinen Augen auf. Auch wenn die Fronten verhärtet sind und es definitiv zu einem großen Kampf kommen wird...zumindest Jey macht ihm Hoffnungen, dass sie sich in Ruhe zusammensetzen können, sobald das alles vorbei ist.

Solo Sikoa: Und genau deswegen verstehe ich nicht, warum du zurückgekehrt bist! Die Probleme sind gelöst? Sind sie das, Jey? Ist all das, weswegen du dein eigenes Ding durchziehen wolltest, wirklich gelöst? Du musst mir das nicht beantworten...zumindest nicht hier und jetzt! Aber frage dich das und sei zumindest dir gegenüber ehrlich!

Am liebsten würde Solo den "Main Event" gerne kurz und kräftig an sich drücken! Aber das würde Jey sicher ablehnen. Und da will Sikoa seinen Teamkollegen nicht vor den Kopf stoßen. So bleibt es bei einem kurzen Lächeln und zunicken. Ob Jey Uso wirklich in sich gehen wird? Solo hofft es! Für den Moment zieht er weiter...und sieht erneut zum OTC! Die Liebe, die er dennoch gegenüber Jey zeigen wollte, erlischt wieder komplett! Vielleicht hat Uso ja Recht und es ist der Hass in seinem Herzen, der Solo antreibt!

Solo Sikoa: Roman, ich will dich nicht aus der Familie vertreiben. Nein, ich wünsche mir den Cousin zurück, der mit uns aufgewachsen ist und wie ein weiterer Bruder für uns war. Wenn dieser Mensch, den ich immer noch liebe, noch hinter diesem Monster vor mir lauter, will ich auch ihn retten! Und wenn er schon tot ist...naja, dann soll die restliche Familie nicht mehr darunter leiden!

Der Tribal Chief macht einen langsamen Schritt nach vorne. Seine Augen bleiben fest auf Solo Sikoa gerichtet es ist kein Zorn ist in seinem Gesicht zu erkennen nur absolute Kontrolle.

"Tribal Chief" Roman Reigns
"Solo Sikoa... Roman Reigns hat jedes einzelne Wort gehört. Roman Reigns hat zugehört, ohne dich zu unterbrechen, weil Roman Reigns wissen wollte, was nach all den Monaten wirklich in deinem Kopf vorgeht. Und jetzt versteht Roman Reigns etwas... aber ganz bestimmt nicht das, was du dir erhofft hast. Du behauptest, Roman Reigns habe seine Familie aus den Augen verloren. Du behauptest, Roman Reigns habe nur sich selbst gesehen. Du behauptest, Roman Reigns hätte dich lediglich als Werkzeug benutzt. Dann beantworte Roman Reigns eine einzige Frage. Wer hat dich überhaupt in diese Position gebracht? Wer hat dafür gesorgt, dass jeder einzelne Mensch in dieser Company deinen Namen kennt? Wer hat dich beschützt, als du noch nicht bereit warst? Wer hat dir vertraut, obwohl andere in dir nichts weiter als den kleinen Bruder gesehen haben? Es war Tribal Chief... Roman Reigns."


Roman Reigns bleibt relativ gelassen doch wirkt weiterhin sehr dominant...

"Tribal Chief" Roman Reigns
"Du redest von Loyalität, als hätte Roman Reigns sie nie verstanden. Dabei war es Roman Reigns, der dir seinen Rücken anvertraut hat. Es war Roman Reigns, der dich in die Bloodline aufgenommen hat. Es war Roman Reigns, der dich wie einen Bruder behandelt hat. Und trotzdem stehst du heute dort drüben und erzählst dieser Arena, du hättest deine Familie gerettet. Nein, Solo Sikoa... du hast deine Familie nicht gerettet. Du hast sie verlassen. Und das Erstaunlichste daran ist, dass du glaubst, dein Verrat würde plötzlich ehrenhaft wirken, nur weil du ihm schöne Worte gibst. Du kannst von Liebe... Tradition... Familie sprechen. Aber deine Taten sprechen lauter als jedes einzelne Wort."


Langsam richtet sich sein Blick zu Jimmy Uso.

"Tribal Chief" Roman Reigns
"Roman Reigns hat gesehen, wie Jimmy Uso auf dem Boden lag. Roman Reigns hat gesehen, wer Jimmy Uso hinterrücks angegriffen hat. Das waren nicht Kenny Omega. Das war nicht LA Knight... das war Solo Sikoa. Und dann stellst du dich hier hin und erwartest Verständnis. Du erwartest Mitgefühl. Du erwartest, dass Jimmy Uso und Jey Uso glauben, all das wäre nur geschehen, weil du sie liebst. Liebe schlägt seinem Bruder nicht... Liebe hinterlässt keine Zweifel. Liebe zwingt ihre Familie nicht dazu, Krieg gegeneinander zu führen. Das, was du getan hast, war keine Liebe. Es war eine Entscheidung. Du hast gesagt, ein Tribal Chief müsse seine Familie besser machen. Genau das hat Roman Reigns getan. Jimmy Uso wurde stärker. Jey Uso wurde stärker. Du wurdest stärker. Jeder einzelne von euch hat gelernt, unter Druck zu bestehen, weil Roman Reigns niemals zugelassen hat, dass Schwäche über diese Familie bestimmt. Und jetzt behauptest du, Roman Reigns hätte versagt. Nein, Solo Sikoa. Roman Reigns hat nicht versagt. Roman Reigns steht noch immer hier. Roman Reigns führt diese Familie noch immer an. Roman Reigns trägt diese Last noch immer auf seinen Schultern. Derjenige, der versagt hat... bist du."


Roman Reigns senkt langsam das Mkro
Oh, die Worte haben getroffen! Vor allem der letzte Satz trifft Solo in Mark und Bein! Unruhig tigert er auf und ab und fährt sich mit der freien Hand über das Gesicht. LA Knight und Kenny Omega werfen sich fragende Blicke zu. Schlussendlich greift der Cleaner nach vorne und legt Solo eine Hand auf die Schulter. Innehaltend sieht der Blondierte den King of the Anywhere Match an und nickt einmal. Ja, er hat seine Gefühlswelt dennoch unter Kontrolle, da müssen sich seine Verbündeten nicht sorgen. Sikoa will es nicht zulassen, dass der OTC dauerhaft unter seine Haut gelangen kann.

Solo Sikoa: Versagt! Versagt? Oh, wenn es mir nicht gelingt die Familie zu erreichen und sie in eine Richtung zu lenken, wo es zwischen uns wirkliche Liebe und Gerechtigkeit gibt, dann habe ich versagt! Bis dahin bist du es, der versagt hat! Du sagst, dass du Jimmy stärker gemacht hast? Nein...Jimmy hat Jimmy stärker gemacht! Er ist lustig, charismatisch, kann Leute begeistern und ist einer der lernwilligsten Menschen, die ich kenne! Und all das sind Eigenschaften, die von ihm selbst kommen! Eines Tages wird er ein Champion sein...ob nun hier oder in einer anderen Liga! Wenn es soweit ist, werde ich Tränen in den Augen haben und stolz auf ihn sein. Ganz egal, ob er dann noch etwas von mir wissen möchte oder nicht! Du sagst, du hast Jey stärker gemacht? Du glaubst, er ist wegen dir "Main Event" Jey Uso? Nein, wie ich schon gesagt habe, hat er das alleine geschafft! Hast du die Menschen in den Hallen dazu gebracht "Yeet" zu schreien, bis uns allen die Ohren bluten? Nein, das war ER selbst! Für ihn war nur noch der Himmel die Grenze! Aber er hat sich selbst wieder die Ketten angelegt...VERDAMMT NOCHMAL!

Nun zeigt er sich doch gegenüber einen Brüdern, vor allem Jey, wütend. Finster sieht er zu den Usos und schüttelt ganz langsam den Kopf. Nein, es will nicht in den Kopf des Blondierten, warum Jey sich wieder in die Bloodline integriert hat. Da kann "Main Event" sich vor ihm rechtfertigen, wie er möchte...Solo Sikoa begreift es nicht!

Solo Sikoa: Und was mich angeht...

Plötzlich wird seine Stimme ruhiger. Sikoa schweigt mitten im Satz und sieht RR direkt in die Augen. Er kann nicht leugnen, was der Head of the Table für ihn getan hat. In Roman's Aussagen stecken durchaus etliche Funken an Wahrheit. Aber...es gibt da ein "Aber"...

Solo Sikoa: ...ich weiß, was du für mich getan hast! Und verstehe mich nicht falsch, dafür bin ich dankbar! Wegen dir kennt man den Namen von Solo Sikoa! Ohne dich wäre die c2c nie auf mich aufmerksam geworden. Aber...zur Wahrheit gehört auch, dass du mich nur bis zu einem bestimmten Level gepusht hast. Eben so weit, wie es dir genehm war! So weit, wie du mich noch kontrollieren konntest! Du hast mir vertraut weil du dachtest, ich werde für immer ein Gefolgsmann bleiben, der dich nie hinterfragen wird! So wie du Jimmy und Jey immer gesehen hast...und weiterhin siehst! Oder warum bekommt Jey nicht die Chance Omega herauszufordern, obwohl du, Roman Reigns, das Three Stages of Hell Match verloren hast?

Fast synchron applaudieren Knight und Omega, wobei der Cleaner Jey grinsend zunickt. Der Canadian X war einige Wochen lang sogar ein Fan von "Main Event" gewesen und hätte ihm gerne eine Chance gegeben. Nur hat sich da Roman wieder zwischen sie geschoben. Und inzwischen hat Uso wieder sämtlichen Respekt verloren, die die Destiny Flower für ihn hatte.

Solo Sikoa: Und bitte Roman...tu' nicht so, als würdest du nie die Hand gegenüber einem Familienmitglied erheben. Oder muss ich jeden hier an dein Match gegen Jey erinnern, wo du einen Stuhl gegen ihn eingesetzt hättest, wenn Kenny es nicht verhindert hätte? Du wärst bereit gewesen brutal gegen Jey vorzugehen, nur weil er aus deinem Schatten treten wollte. DAS wirst du mir nicht mit Liebe und Respekt verkaufen können! Nicht ich bin Schuld, dass es Krieg in unserer Familie gibt...du bist es! Ich würde dich ja bitten, dich mal selbst zu hinterfragen...aber das wird dieser Roman Reigns nicht tun. Er redet ja lieber davon, was Roman Reigns sagt und was Roman Reigns tut und was auch immer...und unterstreichst damit nur meinen Punkt, dass du nur dich siehst! Aber gut...dann werde ich dir eben deinen Egoismus und deine Überheblichkeit eigenhändig aus Leib und Seele prügeln!

Als wäre das sein Schlusswort nickt Solo seiner Familie entschlossen zu und tritt zurück, so dass er zwischen Knight und Omega steht. Roman Reigns hebt das Mikrofon langsam an seine Lippen. Für einen langen Moment sagt er kein einziges Wort. Sein kalter Blick ruht ununterbrochen auf Solo Sikoa. Die Arena wird mit jeder Sekunde unruhiger, doch der Tribal Chief lässt sich davon nicht beeinflussen. Schließlich beginnt er mit ruhiger, kontrollierter Stimme zu sprechen.

"Tribal Chief" Roman Reigns
Solo Sikoa behauptet, Roman Reigns hätte die Familie nicht gesehen. Solo Sikoa behauptet, Roman Reigns hätte nur an sich selbst gedacht... Wie interessant. Nachdem Solo Sikoa gegangen war... wer hat die Familie wieder zusammengeführt? Roman Reigns. Wer musste Jimmy Uso wieder aufrichten, nachdem Solo Sikoa ihn mit seinen Entscheidungen verletzt hatte? Roman Reigns. Wer musste Jey Uso davon überzeugen, dass diese Familie noch immer einen gemeinsamen Weg hat? Roman Reigns. Solo Sikoa war nicht da. Solo Sikoa war verschwunden aber Roman Reigns blieb. Während Solo Sikoa seinen eigenen Weg gesucht hat... hat Roman Reigns jede einzelne Wunde heilen müssen, die Solo Sikoa hinterlassen hat. Der Tribal Chief musste dafür sorgen, dass diese Familie nicht endgültig zerbricht... musste Misstrauen beseitigen... die Zweifel auslöschen und die Brüder wieder an dieselbe Seite bringen. Und jetzt steht Solo Sikoa hier... als wäre niemals etwas geschehen. Nein! So einfach funktioniert Verantwortung nicht. Solo Sikoa spricht von den Fehlern des Tribal Chiefs. Aber Solo Sikoa spricht niemals über die eigenen Fehler. Wer hat diese Familie verlassen? Wer hat Jimmy Uso angegriffen? Wer stellt sich heute Seite an Seite mit Kenny Omega und LA Knight gegen das eigene Blut? Solo Sikoa."


Der Tribal Chief nickt langsam und lächelt ein wenig bis er wieder Ernst hinein blickt.

"Tribal Chief" Roman Reigns
Und trotzdem versucht Solo Sikoa, Roman Reigns einzureden, dass Roman Reigns derjenige ist, der die Familie verraten hat. Das ist keine Wahrheit. Das ist Schuld, die auf einen anderen geschoben werden soll. Solo Sikoa glaubt heute, den richtigen Weg zu gehen und erkennt das. Roman Reigns erkennt auch den Zorn. Die Enttäuschung... Stolz. Aber irgendwann wird dieser Tag kommen. Irgendwann wird Solo Sikoa erkennen, dass nicht Roman Reigns den Namen der Familie beschmutzt hat. Solo Sikoa wird erkennen, dass jeder Schritt gegen die Bloodline... jeder Angriff auf Jimmy Uso... jede Allianz mit Menschen, die diese Familie zerstören wollen... den Namen der Familie beschmutzt hat. Und an diesem Tag wird Solo Sikoa verstehen, dass Roman Reigns die Familie nicht verloren hat. Die Familie hat versucht, Solo Sikoa festzuhalten. Aber Solo Sikoa hat sich selbst losgerissen. Es gibt einen Unterschied zwischen einem Mann, der glaubt, Recht zu haben... und einem Mann, der tatsächlich Verantwortung trägt. Roman Reigns trägt diese Verantwortung seit Jahren. Solo Sikoa wird eines Tages erkennen, welchen Preis diese Entscheidungen wirklich haben. Und wenn dieser Tag kommt... wird Roman Reigns nicht sagen... Ich habe es dir gesagt. Roman Reigns wird Solo Sikoa nur ansehen... und wissen, dass die Wahrheit immer ihren Weg findet."


Roman Reigns blickt Solo Sikoa tief in die Augen und senkt das Mikro. Der Tribal Chief übergibt das Mikro Paul Heyman und steigt mit der gesamten Bloodline aus dem Ring. Roman Reigns, Jey Uso, Jimmy Uso und Paul Heyman lassen Solo Sikoa, Kenny Omega und LA Knight zurück im Ring. Die Bloodline stolziert die Rampe hinauf ohne Sikoa, Omega und Knight aus den Augen zu verlieren.

[Bild: 8484.jpg]

CO - MAIN EVENT
SINGLES MATCH
Ethan Page /w Becky Lynch vs. Grayson Waller

[Bild: graysonethan.png]
Writer: beckS

Das nächste Talent macht sich schon hinter den Vorhängen bereit und jeder weiß, das es sich dabei um den Australier Grayson Waller. Dieser ist anfangs noch gemischt empfangen worden, doch bevor überhaupt seine Theme ertönt kann man schon einige Buhrufe hören, die aber erst so richtig laut werden, als es dann wirklich losgeht und wir Waller gleich endlich zu Gesicht bekommen.



Matthew Rehwoldt: “The following contest is scheduled for one Fall.
Making his Way to the Ring, from Sydney, Australia, weight in 224 pounds, GRAYSON WALLER!"


Melissa Santos hat ihn angekündigt und im selben Moment kam er auch hinaus und anstatt er enttäuscht ist über die Reaktion der Fans ist trägt er sogar ein Lächeln im Gesicht und freut sich darüber. Er scheint damit sogar auch noch die Fans zu befeuern, die sich davon natürlich provozieren lassen. Grayson zeigt auch eine Pose was etwas von einem Boxer hatte der den ersten Treffern der Fans spielerisch ausweicht.

[Bild: grayson-waller-entrance.gif]

Dann schreitet Waller voran Richtung Ring, dabei interagiert er natürlich mit den Fans, die ihn anfeinden, Waller hingegen nimmt das fast mit einem Dank, aber auf jeden Fall mit sehr guter Laune an. Dennoch ist er schnell an der Seite des Ringes angekommen und animiert weiter die Fans nochmal nachzulegen, die der Bitte nur zu gerne nachkommen. Er badet darin und hüpft über die Ringseile, zeigt ein paar Schritte auf der Stelle, wo er auch tief in die Knie geht und anschließt wieder eine Pose für die Fans.

[Bild: grayson-waller-entrance.gif]

Weiter können ihn die Fans nicht leiden, aber das Lächeln verschwindet nicht mit dem er auch die Leute im Ring bedenkt und darauf wartet, dass das Match endlich losgehen kann.

Die Scheinwerfer der Arena verdunkelten sich im Bruchteil einer Sekunde auf ein atmosphärisches Minimum, ehe ein tiefer, markerschütternd pulsierender Beat durch das Fundament der Halle hämmerte. Auf dem gigantischen Titantron flammte ein massives, goldenes Ego-Logo auf, das sich träge und majestätisch um die eigene Achse drehte. Dann, mit dem ersten harten Drop der Musik, explodierte die gesamte Stage in einem fast schon blendenden, gleißenden Meer aus goldenem Licht.

E-E-E-G-G-G-O-O-O
KILL ‘EM WITH THE RHYTHEM
KILL ‘EM WITH A SSmileILE




Der obligatorische Vorhang wurde beiseite gerissen, und Ethan Page trat ins Scheinwerferlicht, den C2C Westcoast Championship stolz und unübersehbar um die Hüfte geschnallt. Doch an diesem Abend gehörte die Kamera nicht ihm allein. Direkt hinter ihm, mit bewusst, präzisen Schritten, folgte ihm Becky Lynch in den grellen Kegel der Verfolgerscheinwerfer.

Am oberen Ende der Rampe stoppte Page abrupt. Er breitete die Arme weit aus, warf den Kopf in den Nacken und genoss es sichtlich, wie die Hitze der Lichter und die gewaltige, von Buhrufen und ungläubigem Raunen durchsetzte Reaktion des Publikums über ihm zusammenschlugen. Becky trat direkt neben ihn. Mit einem müden Lächeln, mit der unnahbaren Aura einer Generalin, reckte sie symbolisch und absolut synchron ihren SHINE Championship Belt in die Höhe. Zwei Champions, doppeltes Gold, ein Bild, das pure Dominanz ausstrahlte.

[Bild: e9454af5caf0ac4f69dfcf336cbd4c0b345b3a51.pnj] [Bild: 5e2751240a82979829ee577f0d506e5b6e2c96e6.pnj]

Ein unerträglich überhebliches, breites Grinsen schnitt in Pages Gesicht, als er seinen Marsch die Rampe hinunter fortsetzte. Jeder einzelne Schritt war kalkuliert langsam, aufreizend arrogant und absolut dominant. Er trug seine schwarze Trainingsjacke lässig offen über dem Ringoutfit, sodass das Gold an seiner Hüfte bei jeder Bewegung im Licht blitzte. Während er den Weg zum Ring passierte, dachte er gar nicht daran, auch nur eine einzige Hand der ausgestreckten Fans abzuklatschen. Stattdessen fixierte er einzelne Zuschauer in den vorderen Reihen mit dem Zeigefinger, schüttelte spöttisch den Kopf und zollte ihnen ein mitleidiges Lächeln – als wären sie alle seiner puren Anwesenheit schlichtweg nicht würdig. Becky flankierte ihn dabei wie ein eiskalter Schatten, den Blick starr nach vorne gerichtet, unempfänglich für die Rufe der Crowd.

Matthew Rehwoldt: "Making his way to the Ring... accompanied by the C2C SHINE Champion… BECKY LYNCH…
from Hamilton, Ontario, Canada ... weighing in at 225 pounds... He is the C2C WESTCOAST CHAMPION... He is "All Ego" ETHAN PAGE!"


Am Ring angekommen, schritten die beiden nacheinander die stählernen Stufen zum Apron hinauf. Page stoppte kurz, streifte sich demonstrativ und mit gespielter Gründlichkeit die Stiefel am Ringrand ab, ehe er sich ganz Gentleman-Like auf das mittlere Seil setzte, um Becky den Durchgang zu erleichtern.

Erst nachdem sie den Ring betreten hatte, folgte er ihr und steuerte ohne Umwege das absolute Zentrum des Rings an. Mit einem schnellen Griff löste er den Westcoast Championship von seiner Hüfte, packte das schwere Leder mit beiden Händen und riss den Titel triumphal hoch über seinen Kopf. Er drehte sich in einer langsamen, theatralischen Kreisbewegung, damit auch wirklich jeder in dieser ausverkauften Arena das Gold glänzen sehen musste. Unterdessen steuerte Becky zielsicher die Ringseile an. In ihrer unverkennbaren, ikonischen Manier sprang sie auf das zweite Seil, lehnte sich weit nach vorne und präsentierte der tobenden Halle unter einem gellenden Pfeifkonzert ihren eigenen Titel. Die blendende Beleuchtung in der Arena normalisierte sich langsam wieder, während die treibenden Beats von Pages Theme im Hintergrund leiser wurden und schließlich ganz ausklangen. Für einen Moment übernahm der Ringrichter das Geschehen, trat respektvoll an den Champion heran und nahm von Ethan den Westcoast-Titel entgegen. Eine kurze, obligatorische Unterweisung an die Akteure und das Match konnte beginnen.

Warnung! Spoiler!
DING DING DING

Der Ringgong ertönt. Grayson Waller verliert keine Zeit. Mit seinem typisch süffisanten Grinsen tänzelt er durch den Ring, klatscht höhnisch in die Hände und fordert Page auf, sich zu bewegen.

Grayson Waller: „Na los, Hollywood-Ethan! Zeig den Leuten doch mal, ob hinter den Muskeln auch echtes Talent steckt, Champ!“

Ethan Page bleibt wie eine Statue stehen, die Augen verengten sich voller Argwohn. Beide umkreisen sich langsam zum Lock-Up in der Ringmitte. Waller nutzt das Momentum, schlüpft flink unter Pages Arm durch und nimmt ihn sofort in einen engen Side Headlock. Page kontert kraftvoll, treibt Waller zurück und schiebt ihn mit einem harten Stoß in die Seile. Beim Rebound zeigt Waller seine Athletik: Er taucht unter Page weg, springt beim nächsten Seilkontakt elegant per Leapfrog über ihn hinweg, landet perfekt auf den Füßen und wirft sich sofort in eine arrogante Pose. Die Arena jubelt über den Konter. Waller verbeugt sich übertrieben theatralisch in Richtung der Zuschauer. Draußen am Ring verdreht Becky Lynch genervt die Augen und schlägt gegen den Apron.

Erneuter Lock-Up. Diesmal fackelt Page nicht lange. Er fängt Wallers Ansatz ab und schleudert ihn mit einem blitzschnellen, krachenden Arm Drag auf die Matte. Waller spritzt sofort wieder auf die Beine, wird aber direkt von einem zweiten Arm Drag erwischt. Bevor Waller überhaupt realisieren kann, wo er ist, federt Page in die Seile und nagelt ihn mit einem perfekt exekutierten Dropkick direkt gegen das Kinn nieder!

Waller rollt sich, das Gesicht schmerzverzerrt, nach draußen auf den Hallenboden, um das Pacing zu unterbrechen. Becky Lynch tritt langsam an ihn heran und beginnt hämisch zu applaudieren. Waller rutscht zurück in den Ring, doch die Ablenkung war fatal. Ethan Page erwartet ihn bereits. Eine Serie von krachenden European Uppercuts drängt Waller unbarmherzig in die Ringecke. Page lässt einen peitschenden Knife Edge Chop folgen, der durch die gesamte Arena hallt. WUUUOH! Noch einer!
Page packt Waller am Handgelenk zum Irish Whip in die gegenüberliegende Ecke. Waller prallt hart ab, federt zurück und läuft genau in einen brutalen Running Shoulder Block von Page. Waller geht zu Boden. Page hakt sofort das Bein ein.

„ONE...“

Kickout von Waller bei Eins. Page bleibt ohne Pause aggressiv. Er zieht Waller hoch, packt ihn sich zum Vertical Suplex, hält ihn sekundenlang in der Luft, um seine Kraft zu demonstrieren, und lässt ihn auf die Matte krachen. Sofort hinterher zieht er Waller am Haarschopf hoch und verpasst ihm einen krachenden Side Slam.
Waller schnappt nach Luft, er ist sichtlich angeschlagen. Als Page ihn jedoch für den nächsten Slam aufrichten will, findet Waller seinen Fokus wieder. Jawbreaker! Wallers Kopf rammt gegen Pages Schädel. Page taumelt zurück. Waller schaltet blitzschnell um bringt einen SUPERKICK an. Direkt an die Schläfe von Page.
Page schwankt wie ein gefällter Baum. Waller mobilisiert die letzten Kraftreserven: Running Clothesline! Page steht wieder auf, doch Waller fängt ihn ab und hämmert ihn mit einem modifizierten Neckbreaker auf die Bretter! Die Fans sind komplett zurück im Match und peitschen Waller nach vorne.

Cathy Kelley: "Was für ein Comeback von Grayson Waller! Er nutzt jede winzige Lücke, die Page ihm lässt.“

Waller nutzt das neu gewonnene Momentum. Er läuft heiß: Running Forearm in die Ecke! Er nimmt Anlauf zum Corner Splash! Waller federt erneut ab, wirft sich nach hinten und verpasst Page den Rolling Flatliner! Blitzschnelles Cover von Waller! „ONE... TWO...“

Wade Barrett: "NEIN! Kickout von Page!“

Waller schlägt frustriert mit der Faust auf die Matte. Er will es jetzt beenden. Er signalisiert den Rolling Stunner. Waller springt aufs Seil, wirft sich zurück, doch Ethan Page hat den Braten gerochen! Er fängt den herannahenden Waller mitten in der Luft ab. Unglaubliche Kraftdemonstration… POWERSLAM mitten in der Luft!
Beide Männer krachen brutal auf die Matte und bleiben regungslos liegen. Der Ringrichter beginnt sofort mit dem Ten-Count.

„ONE... TWO... THREE... FOUR...“

Bei Fünf bewegen sich beide. Bei Sieben stehen sie sich, gestützt auf die Seile, keuchend gegenüber. Es entwickelt sich ein brutaler, offener Schlagabtausch in der Ringmitte. Eine Rechte von Waller, gefolgt von einer Linke von Page. Ein harter Forearm von Waller, gefolgt von einem donnernden European Uppercut von Page.
Die Fans quittieren jeden einzelnen Treffer mit lauten Rufen. Die Erschöpfung ist spürbar, doch keiner will nachgeben. Schließlich gewinnt Page durch seine physische Überlegenheit die Oberhand. Er verpasst Waller einen heftigen Kniestoß in den Magen und schickt ihn mit einem Irish Whip in die Seile. Waller kommt zurück… BIG BOOT von Page! Waller dreht sich um die eigene Achse. Page schaltet sofort in den nächsten Gang. Er greift sich Waller. Der Ansatz zum Ego's Edge! Nein! Waller rutscht im letzten Moment hinter Pages Rücken herunter. Blitzschneller Einroller! Schoolboy! „ONE... TWO...“

Page kickt im allerletzten Moment aus! Beide Männer schnellen gleichzeitig wieder nach oben. Page schaltet schneller…DISCUS LARIAT! Waller wird regelrecht von den Beinen gerissen, doch die Wucht des Aufpralls knockt auch Page selbst aus. Beide Männer liegen erneut flach.

Während der Ringrichter sich besorgt über die beiden ausgeknockten Kontrahenten beugt, sieht Becky Lynch draußen, dass ihre Hilfe benötigt werden könnte. Denn bevor Page sich wieder merklich regte, erhebt sich Waller wieder. Wie eine Raubkatze schleicht Becky um den Ring herum. Keiner sieht es, bis auf die Zuschauer. Gerade als Grayson Waller zu einem Cover ansetzt will, greift Becky unter dem untersten Seil hindurch, packt Ethans Fuß und legt ihn strategisch perfekt auf das unterste Ringseil. Der Ringrichter sieht das Cover, holt zum Pin aus… und noch bevor er den One-Count macht, deutet er auf die Seile und den unfreiwilligen Ropebreak.

Cathy Kelley: "Moment mal! Habt ihr das gesehen? Becky legt Ethans Bein aufs Seil! Das ist illegale Hilfe von außen!“
Wade Barrett: "Wo kein Kläger, da kein Richter, Cathy! Der Ringrichter hat die Augen überall, nur nicht da, wo er sie brauchen sollte. Das ist taktische Meisterklasse!“
Cathy Kelley: "Genau deshalb hat Page sie dabei. Sie ist seine Lebensversicherung.“

Für die Akteure im Ring war die Situation so unspektakulär wie auch undurchsichtig. Es braucht einen Moment, bis Weller überhaupt versteht, was hier gerade passiert ist. Denn es war denkbar knapp und schon hätte er unter Umständen den Champion zu Fall gebracht. Er ist außer sich vor Wut. Er kriecht zum Ringrichter und brüllt ihn an, während er auf Becky zeigt.

Grayson Waller: "Sie hat eingegriffen! Verdammt noch mal, wie kannst du das nicht bemerken?! Sie manipuliert das Match!"

Becky Lynch nutzt die Aufregung eiskalt aus. Sie steigt seelenruhig auf den Apron, hebt ihren SHINE Championship demonstrativ in die Höhe und funkelt Waller mit einem hämischen Grinsen an. Waller verliert komplett die Beherrschung. Er vergisst Page, stürmt auf Becky zu und baut sich drohend vor ihr auf.
Der Ringrichter sprintet sofort dazwischen, stellt sich zwischen Waller und Becky und gestikuliert wild, dass Becky den Apron verlassen soll. Becky hebt unschuldig die Hände, beginnt eine lautstarke, völlig absurde Diskussion mit dem Offiziellen und bindet seine gesamte Aufmerksamkeit an sich.
Während der Ringrichter und Waller komplett durch Becky abgelenkt sind, robbt sich Ethan Page von hinten heran. Exakt im toten Winkel des Offiziellen holt Page aus und verpasst Waller einen krachenden LOW BLOW mitten zwischen die Beine!

Wade Barrett: "Oh, kommt schon! Nicht so! Das war ein billiger Tiefschlag!“

"BUUUUUUUUUUUUUUH!" Die gesamte Arena explodiert in einem gellenden Pfeifkonzert. Wallers Augen weiten sich vor Schmerz, er sackt langsam auf die Knie und hält sich den Unterleib. Page grinst dreckig. Er kommt langsam auf die Beine und zieht den wehrlosen Waller nach oben. Auf dem Apron blickt Becky Lynch kalt auf das Geschehen herab und ruft Ethan zu, dass es beenden soll. Page nickt nur kurz. Er wuchtet den wehrlosen Waller hoch. EGO'S EDGE! Mit maximaler Wucht schlägt Waller im Zentrum des Rings auf. Erst jetzt bricht der Ringrichter die Diskussion mit Becky ab und dreht sich um. Page wirft sich schwer auf Waller ins Cover.

„ONE...“
„TWO...“
„THREE!“

DING DING DING

Here is your winner by pinfall: ETHAAAN PAAAAAGE!

[Bild: 8d19a7038910025a8ff8cb6eb2240fd54d37d29d.pnj]

Noch während die Ringglocke ertönt, rutscht Becky Lynch triumphierend unter den Seilen hindurch. Sie fackelt nicht lange, greift sich die Arme von Ethan Page und reißt einen davon energisch und siegreich in die Luft. Die Buhrufe sind ohrenbetäubend, doch Becky ignoriert sie komplett. Sie geht zu Ethan Page und legt ihm anerkennend die Hand auf die Schulter. Mit der anderen Hand streckt sie ihren SHINE Championship-Gürtel ein letztes Mal provokant in den Arena-Himmel, während auch Ethan sein Gold zurück erhält. Im Hintergrund des Rings sitzt Grayson Waller völlig fassungslos und vom Tiefschlag gezeichnet in der Ringecke. Er starrt ins Leere, wissend, dass er das Match eigentlich im Griff hatte, aber gegen dieses taktische Teamwork Becky und Ethan chancenlos war. Unter einem letzten, massiven Heat-Gewitter verlassen Becky und Ethan die Arena, während Waller ihnen frustriert hinterherblickt.

[Bild: 151.jpg]

So, auf geht es zu Drew McIntyre! Wir sehen zwei Damen, die zum Locker des Schotten möchten. Gut, nur Eine, Fallon Henley, möchte das aktiv! Die Andere, Bobbi Tyler, kommt als Begleitung mit! Irgendwie ist es merkwürdig die Amerikanerin und Britin so zusammen zu sehen, nach dem sie monatelang ihre Probleme miteinander hatten. Das gehört der Vergangenheit an. Letzten Montag konnte Fallon das Eis brechen und Bobbi ihr Mitgefühl aussprechen. Der Blondine bedeutete das viel. Fast noch wichtiger ist der heutige emotionale Support, den Fallon ihr gibt! Ohne die herzliche Wärme der Brünetten wäre Bobs nach ihrem Albtraum durchgedreht! Inzwischen hat sie sich wieder beruhigt, doch die Angst vor dem nächsten, emotionalen Rückschlag ist vorhanden. Daher wirkt sie etwas anhänglich und begleitet Fallon, obwohl sie mit der ganzen Sache rund um Drew und Liv Morgan, beziehungsweise Kali, nichts zu tun hat. Für das Country Girl ist das kein Thema. Sie hatte vorhin versprochen, dass sie Tyler heute nicht alleine lassen wird und nimmt sie daher auch hierhin mit.

Bobbi läuft leicht schräg hinter Fallon und berührt immer mal wieder ihren Arm. Das braucht die Blonde gerade. Ist auch so lange her, dass sie jemanden hat, an den sie sich anlehnen kann. Plötzlich rutscht Tyler's Hand nach unten...und greift nach der vom Country Girl. Überrascht sieht die Brünette sie an. Da wirkt die Britin fast wie ein scheues Reh! So hat Fallon sie bisher noch nie gesehen.

bobbi.tyler: Sorry, ich...ich bin heute wirklich durch den Wind! Ist...ist es ok, wenn ich deine Hand halte?

Fallon spürt, wie sich Bobbi's Finger zwischen ihre legen. Es ist ein lockerer Griff, der aber fest genug ist, um der ehemaligen Stevie Turner ein gutes Gefühl zu geben. Irgendwie ist es weird wenn man bedenkt, dass sie sich vor zwei Wochen fast noch im Ring geprügelt hätten, da Bobs Fallon's Kumpeline Lainey Reid nach dem Match weiter attackiert hat. Und jetzt...das? Sie fangen doch gerade erst an freundschaftliche Bande zu knüpfen. Aber Henley muss zugeben, dass es ihr gefällt! So lächelt sie Bobbi sanft an und nickt ihr nur zu. Tyler grinst über beide Backen und es ist schön sie so zu sehen. Die Geste bedeutet der Blonden sehr, sehr viel! Erneut merkt sie, wie sehr ihr so ein Mensch in den letzten Jahren in ihrem Leben gefehlt hat. Da ist sich, auf der anderen Seite, die Amerikanerin sicher, dass sie das wahre Ich der Jüngeren kennenlernt. So gehen sie weiter...und Fallon muss zugeben, dass das auch ihrer Seele gut tut. Ja, es ist eine freundschaftliche Geste um Bobbi emotionalen Support zu geben. Doch es ist auch gefühlt lange her, zumindest aus ihrer Wahrnehmung, dass sie jemanden so nahe war. Der Letzte war ihr Ex-Freund...zu dem sie, pikanterweise, nun wollen.

Nach ein paar weiteren Schritten sind sie an Drew's Locker angekommen. Fallon atmet einmal durch und sieht Tyler ernst an.

Fallon Henley: Also...ich habe vor Drew schon erwähnt, dass ich mich so langsam mit dir besser verstehe. Trotzdem werde ich ihm kurz erklären, warum du bei mir bist. Keine Sorge, er weiß keine Details und dabei wird es auch bleiben.

Bobbi hätte auch so Fallon vertraut, zeigt sich dennoch erleichtert. Sie kennt Drew nicht wirklich und hat daher kein Interesse daran, dass dieser genau über ihr Traum informiert ist.

bobbi.tyler: Alles gut! Ich halte mich auch zurück und falls es hilft, gehe ich wieder vor die Türe!

Fallon soll ja in Ruhe mit dem Schotten über die Sache mit Kali sprechen können. Zudem hält sich Bobs die Option offen wieder zu gehen, falls ihr das Gerede über zweite, böse Persönlichkeiten zu viel wird. Gerade damit hat sie ja ihre schlimme Erfahrung gemacht. Henley nickt ihr einmal zu und dreht sich zur Türe. Tyler löst dabei ihre Hand, auch wenn ihr das schwer fällt. Aber sie ab jetzt keine Ablenkung für das Country Girl sein. Diese klopft an und wartet auf eine kurze Rückmeldung aus dem Inneren des Raumes. Als diese kommt, öffnet Henley die Türe.

Fallon Henley: Hey Drew! Ich hoffe, ich störe nicht?

...fragt sie vorsichtig, während sie die Türe komplett öffnet, so dass McIntyre auch Bobbi Tyler sehen kann. Bevor der Langhaarige fragen kann, setzt Henley schnell an.

Fallon Henley: Also, falls du dich wunderst...Bobbi und ich haben unseren Frieden geschlossen! Wir sind uns heute zufällig begegnet und sind dabei uns besser kennen zu lernen. Ich habe sie gebeten mitzukommen, da ich ein schwieriges Thema mit dir besprechen muss und ich ein wenig emotionale Unterstützung gebrauchen konnte.

Fallon flunkert, ohne rot zu werden, auch wenn es streng genommen nicht gelogen ist. Oder etwas untertrieben war. Aber dass Bobbi, voller Panik, Fallon schreiend in die Arme gelaufen ist tut hier nichts zur Sache. Und geht den Scottish Warrior auch nichts an. Bobs bleibt ruhig und strengt sich an ein Pokerface aufzusetzen. Innerlich ist sie Henley dankbar, wie sie sie hier quasi verteidigt.

bobbi.tyler: Öhm...hi! Alles klar?

Unschlüssig hebt Bobs die Hand zum Gruße und bleibt zurück, als Fallon auf Drew zugeht. Ist nicht ihr Thema! Davon abgesehen...obwohl er ein Kollege ist, ist Drew McIntyre für die Britin ein fremder Mann! Deswegen wird sie eine gewisse Distanz einhalten! Und deswegen sieht sie ihm auch nicht wirklich in die Augen!

Fallon Henley: Drew...ich muss mit dir reden! Naja...besser gesagt...ich muss dich warnen! Es geht um Kali!

Drew saß alleine in seinem Locker, da er nicht wirklich wusste, wann und ob Liv überhaupt noch den Locker aufsuchen würde. Der Schotte freute sich noch immer für die Blondine, das Sie es geschafft hatte, Tiffany um das Gold zu erleichtern. Natürlich gab es immer wieder die Diskussion darüber, ob Sie es jetzt verdient hätte oder nicht, denn es war ja immerhin Kali die gegen Tiffy angetreten war. Liv könnte Drew aber niemals von seiner Meinung ablenken. Ging es nach Liv, hätte Sie es nicht verdient. Dennoch liebte Drew die Blondine, auch wenn man nicht immer einer Meinung war.

Als es dann an seiner Tür klopfte wurde ihm zumindest klar, das es nicht Liv war. Denn Sie hatte das Privileg, auch ohne an die Tür klopfen zu müssen, einzutreten. Auch wenn es nicht Liv war, freute sich Drew dennoch über den Besuch. Fallon trat mit Bobbi an ihrer Seite in den Locker und der Schotte stand dann auch direkt auf. Es freute Ihn das Fallon weiterhin mit Ihm und Liv befreundet bleiben wollte, nach allem, was passiert war. Drew lächelt Fallon an und blickt dann auch kurz zu Bobbi. Mit einem Nicken in ihre Richtung begrüßt er auch diese. Doch das Lächeln schwindet, wenn auch nur kurz, von Drews Lippen, als Fallon deutlich machte, warum sie mit ihrem Ex Freund reden wollte.

Drew McIntyre
„Vor Kali warnen? Warum? Hat sie Tiffany wieder attackiert? Mittlerweile blicke ich Kali ein klein wenig mehr und ich denke, das Liv durchaus Kali im Griff hat. Das einzige wo ich mir Sorgen mache ist, das ich von Liv noch immer nicht weiß, was Sie mit ihrem Titel machen will.“

Fallon ist froh, dass Drew ihre kurze und leicht überhastete Erklärung zu Bobbi hinnimmt und Tyler auch freundlich begrüßt. Die Blonde rückt für den Schotten aber auch gleich wieder in den Hintergrund, was Henley natürlich nachvollziehen kann. Etwas unschlüssig lächelnd seufzt die Brünette auf. Wenn es das wäre, was McIntyre vermutet, wäre die Ausgangslage vielleicht etwas einfacher.

Fallon Henley: Nein, es geht nicht um Tiffany...und auch nicht wirklich um Liv. Naja...zumindest nicht ganz!

Wenn es um Kali geht, geht es immer um Liv Morgan. Anders kann man das gar nicht handhaben. Kali will die Jersey Rose ja auch in einen Dornröschenschlaf schicken, um dann freie Hand zu haben. Und ohne Liv, die im Hintergrund aufpasst, könnte es erst recht gefährlich werden.

Fallon Henley: Es geht...um dich! Weißt du, als du letzte Woche los bist um dein Match zu bestreiten, wollte ich noch ein wenig mit Liv plaudern. Bevor ich überhaupt reagieren konnte sind ihre Haare rot geworden und Kali kam zum Vorschein. Naja, sie hat nicht lange gefackelt und mir brühwarm erzählt, dass sie dich umpolen möchte. Sie will "ihn" zum Vorschein bringen und Liv dazu benutzen, dass du ihr Zugang gewährst!

Die Info lässt das Country Girl kurz wirken. Drew wird das erst aufnehmen müssen. Derweil schielt Fallon kurz zu Bobbi. Die Amerikanerin will nicht, dass diese sich mies fühlt, wenn es um zweite Persönlichkeiten geht. Die Britin runzelt aber nur irritiert die Stirn, was an der Erwähnung von Liv's Haaren liegt. Hat sie das richtig verstanden, dass diese einfach rot geworden sind? Bobs wird das später nochmal nachfragen, jetzt bleibt sie weiterhin ruhig. Henley schenkt ihr ein weiteres Lächeln, was Tyler ein gutes Gefühl geben soll. Daraufhin sieht sie wieder zu ihrem Ex-Freund.

Fallon Henley: Sie klang sehr selbstsicher, als hätte sie einen klaren Plan! Ich denke, dass man das auf jeden Fall ernst nehmen sollte...dass du das ernst nehmen solltest!

Drew war natürlich sofort aufmerksam als er die Worte von Fallon hörte. Er bekam logischerweise letzte Woche nicht mit, was Fallon und Liv, oder in diesem Fall Kali, noch ausgetauscht hatten. Fallon klang sehr besorgt und ihre Worte waren sehr direkt und Drew glaubte seiner Ex-Freundin natürlich. Zumal es mit Kali immer wieder zu kleinen Streitgesprächen und das Kali andere Superstars bedroht war auch völlig normal. Der Schotte hörte sich aber Fallons Worte ganz genau an. Er geht sogar noch mal die letzte Woche in seinem Kopf durch. Es gab eigentlich keine Anzeichen, das Kali die Kontrolle übernahm. Oder Drew hatte nur einmal nicht genau hingesehen.

Drew McIntyre
„Und du bist dir ganz sicher? Ich meine, selbst Jimmy versucht immer wieder diese Seite an mir hervorzurufen...Aber bei Jimmy weiß man nie ob er es ernst meint oder nicht. Bei Kali ist das etwas ganz anderes...“

Kurz stoppt Drew mit seinen Worten und denkt tatsächlich kurz nach. Natürlich sah er die Gefahr, die von Kali ausging. Für Kali war er immer ein Dorn im Auge wenn es um Liv ging. Daher war es überraschend, das Kali anscheinend plötzlich doch Gefallen am Schotten finden würde, auch wenn es da eher um sein anderes Ich ging. Denn dieses Ich spiegelte genau das wieder, was Kali so liebte: Chaos und Brutalität. Vielleicht war es deshalb, das Drew wirklich über die Worte von Fallon nachdachte.

Drew McIntyre
„Ich gebe zu, das es durchaus beängstigend klingt...“

Er stoppt erneut und geht dann einen Schritt auf Fallon zu und legt seine Hand auf ihre Schulter. Es fühlte sich fast wie damals an, nur das es jetzt andere Voraussetzungen gab. Er sah Fallon ruhig an.

Drew McIntyre
„...aber vertraue mir. Liv wird es schon zu verhindern wissen. Abgesehen davon kenne ich Kali mittlerweile ein wenig besser und Sie weiß, das ich nicht leicht zu knacken bin. Ich habe mein anderes Ich so oft verdrängen können und Kali wird da auch keinen Erfolg haben.“

Ja, Fallon ist sich natürlich sicher. Solche Informationen würde sie nicht einfach so, ohne doppelten Boden, preisgeben. Zumindest hört Drew ihr zu und nimmt es auch ernst. Aber er scheint sich dennoch sehr sicher zu sein, dass er den Spielchen von Kali Stand halten kann. Fallon kennt ihren Ex-Freund und hat auch mitbekommen, wie er seine böse Seite unter Kontrolle hat. Wie damals vor dem Match gegen Bronson Reed, als der Schotten "ihn" von der Leine ließ und danach wieder anleinen konnte. Aber das waren auch andere Voraussetzungen, vor allem auf psychischer Ebene. Matt lächelnd zuckt Henley leicht mit den Schultern und spürt dabei umso mehr die schwere Pranke des Schotten.

Fallon Henley: Ich vertraue da natürlich auf deine Fähigkeiten...wie ich auch Liv vertraue! Du meintest ja selbst, dass Liv mit sich hadert, da Kali Tiffany besiegt hat und nicht sie! Vielleicht ist sie auch einfach nur müde und Kali merkt, wie der Widerstand schmilzt. Ich meine...ich habe keine Ahnung wie man mit so einem ständigen, inneren Kampf lebt! Was das auf Dauer mit einem Menschen macht! Jedenfalls will Kali sie in einen, wie sie sagt, Dornröschenschlaf schicken! Keine Ahnung wie sie das genau meint und was sie da vorbereitet!

Das Country Girl kann sich denken, dass Drew das nicht gerne hören wird. Aber er muss jedes Detail wissen, um sich dementsprechend vorbereiten zu können. Fallon sieht ihn ernst, aber dennoch unterstützend an. Kurz schielt sie zu seiner Hand und für einen Augenblick wirkt es wie früher. Das ist aber nur ein temporäres Gefühl, was sofort weggeweht wird. Nicht nur wegen der ernsten Lage! Auch die Anwesenheit von Bobbi Tyler gibt Fallon Kraft, sich gegen traurige und emotionale Gefühle wehren zu können.

Fallon Henley: Du hast dich gegen Skye Blue und Isla Dawn wehren können, die dich auch mental nicht brechen konnten. Von einem Velveteen Dream oder einem Ethan Page will ich da erst gar nicht anfangen. Aber Kali ist durch ihre Verbindung mit Liv ein ganz anderes Kaliber! Sie wird dich inzwischen auch gut kennen und wissen, dass du nicht mehr rational denken kannst, wenn Liv in Gefahr ist! Ich will natürlich glauben, dass Kali da einfach nur scheitern wird. Aber wie gesagt...ich denke, du solltest es ernst nehmen und noch mehr aufpassen!

Zugegeben, es klang schon sehr verängstigend. Kali will Liv in den Dornröschenschlaf schicken. Der Einwand, das Livs Stärke schwindet, da diese müde sei, war nicht mal so abwegig. Immerhin passierte auch um Liv sehr viel in den letzten Wochen und das Kali da ihre Chance sieht, war logisch. Hätte Liv nicht Drew an ihrer Seite, hätte Kali wohl schon die volle Kontrolle übernommen. Der Schotte ist sowas wie Livs Fels in der Brandung, Fallon hatte das in ihrer Beziehung zu Drew selber spüren dürfen. Der Hüne tut alles, damit die Leute um ihn herum sich wohl fühlen. Seine Hand nimmt Drew dann wieder von Fallons Schulter.

Drew McIntyre
„Das Liv erschöpft ist, verüble ich ihr nicht mal. Kali ist bekannt dafür, die richtigen Momente abzupassen. Aber ich werde alles tun, das das nicht passiert. Wenn Liv mit mir zusammen unterwegs ist, denkt sie nicht an Kali und wenn Kali ignoriert wird, dann gefällt ihr das überhaupt nicht. Also keine Sorge. Ich verspreche dir, das ich es ernst nehme und ich werde auch auf Liv aufpassen. Sie wird Kali wohl nie wirklich loswerden, das verstehe ich. Aber sie hat meine volle Unterstützung beim Kampf gegen Kali. Es tut weh, den Kampf gegen etwas zu führen, was in einem schlummert...aber manchmal muss man die Schmerzen auf sich nehmen, um Erfolg zu haben.“

Drew tritt dann einen Schritt von Fallon weg, blickt an ihr vorbei zu Bobbi, die weiterhin im Hintergrund stand.

Drew McIntyre
„Bobbi, es war mir eine Ehre. Und Fallon? Mach dir keine Sorgen um mich oder Liv. Wir werden das schon hinbekommen und wenn Kali wirklich versuchen sollte, den Keil zwischen mir und Liv zu treiben, dann werde ich freuen, dabei zuzusehen, wie sie scheitert. Ich habe noch einen Termin. in meinem Kühlschrank stehen noch einige Getränke, ihr dürft euch ruhig bedienen. Es hat sich nichts daran geändert, das du dich weiterhin hier frei bewegen darfst.“

Mit einen kurzen Lächeln blickt er noch mal zwischen Fallon und Bobbi hin und her ehe er sich dann in Richtung Tür bewegt. Fallon hatte noch immer das Privileg, das er Drews Locker nutzen konnte. Er nickt noch einmal in Fallons Richtung und verlässt dann seinen Locker. Die Kamera schwenkt dann wieder zu Fallon. Sie sah noch immer besorgt aus. Drew hatte aber ihre Worte durchaus ernst genommen, das konnte Sie Ihm ansehen.

Fallon musste auf Drews Worte und Erfahrung vertrauen. Aus eigener Erfahrung wusste das Country Girl, das Drew alles tun würde, damit seine Freundin sicher war. Mehr wie warnen konnte Sie Drew nicht. Ohne ein Wort blickt Fallon und möchte gerade zum Kühlschrank gehen, als man dann plötzlich aus dem Korridor laute Geräusche hörte, was dazu führte das beide Damen erschrecken. Das Geräusch von Metall, was auf dem Boden fällt hallt durch den Gang und kurz zögert Fallon, ob Sie nachschauen sollte. Schließlich deutet Sie zu Bobbi das diese hierbleiben soll und Henley verlässt dann den Locker, um dem Ganzen nachzugehen. Augenblicke später war Sie geschockt, das Kamerabild fängt ein, wie sie die Hand vor ihren Mund wirft.

Sekunden später schwenkt die Kamera um und zeigt das Bild, was Fallon so geschockt dastehen lässt. Etliche Metallrohre lagen auf dem Boden verteilt, Kisten mit Utensilien standen quer im Gang. Auf dem Boden eine deutlich sichtbare Blutlache, aber keine Person, der man diese zuordnen konnte. Kurz darauf kommen auch einige Mitarbeiter von c2c dazu und wissen selber nicht, was hier passiert war. Allerdings fiel Fallon dann etwas auf, was neben der Blutlache lag. Zögernd ging Fallon darauf zu: Es war das Armband, welches Drew Liv damals geschenkt hatte, als Dankeschön, das Sie Ihm in Chiba zugehört hatte...

Fallon Henley: Was zur Hölle ist hier passiert? DREW? DREEEW?

...ruft sie in den Raum und sieht sich nach allen Seiten um. Er kann sich doch nicht plötzlich in Luft aufgelöst haben, oder? Was geht hier vor? Natürlich kommt Fallon sofort Kali in den Sinn, alleine schon wegen dem Armband. Aber die Rothaarige hatte doch auch "nur" die körperlichen Kräfte von Liv Morgan...oder? Henley schießen so viele Gedanken in den Kopf, mit denen sie zunächst klar kommen muss. Irgendetwas ist ihrem Ex zugestoßen. Das ist klar! Okay, zunächst greift Fallon nach dem Armband und steckt es ein, bevor es komplett irgendwo verschwindet. Dann muss sie sich um Bobbi kümmern. Sie hat der ehemaligen Stevie Turner versprochen gehabt sie heute nicht alleine zu lassen. Aber da war ihr noch nicht bewusst gewesen, dass sie am späteren Abend mit so einer extremen Situation konfrontiert wird. Je nachdem, wie emotional gefestigt die Britin ist, kann sie Fallon beim Suchen helfen. Sonst wird Henley sie in ihre Kabine bringen oder in ein Taxi setzen, damit sie schon mal ins Hotel vorfahren kann. Auf jeden Fall muss sie der Sache noch nachgehen...nicht dass Drew schwer verletzt in irgendeiner Ecke liegt. So wuchtet sich das Country Girl nach oben und verschwindet wieder in Drew's Kabine, um sich mit Bobs abzusprechen, wie es weitergeht. Fade off.

[Bild: 4.jpg]

Die Luft im Locker Room war dick, fast greifbar. Vier Wochen waren seit den dramatischen Ereignissen in Berlin vergangen, doch von dem triumphalen Frieden, den man zelebriert hatte, war in diesen vier Wänden nichts zu spüren. Becky Lynch wanderte unruhig auf und ab. Ihre Schritte waren schwer, das leise Klacken ihrer Sneaker auf dem PVC-Boden der einzige Rhythmus in der drückenden Stille. In der Ecke des Raumes, tief in einem schweren Ledersessel vergraben, saß Ethan Page. Er strahlte eine kalkulierte, fast schon beleidigende Langeweile aus. Arrogant hatte er die Beine übereinandergeschlagen, betrachtete seine gefeilten Fingernägel und winkte schließlich mit einer demonstrativen, abfälligen Bewegung ab.

Ethan Page: "Der sieht gar nichts mehr! Hat er vielleicht auch nie. Egal, du musst zugeben Becky, er hat im Gegensatz zu dir das Feuer verloren."

Spottete Page und seine Stimme tropfte vor süffisantem Zynismus. Diese Bemerkung ging eindeutig in die Richtung von Seth Rollins. Dieser saß auf dem Sofa. Vorgebäugt, die Arme auf die Knie gestützt. Sein Blick zu Boden gerichtet, während die langen Haare sein Gesicht verbargen. Er sagte keinen Ton, keine Regung ging von ihm aus, als er hier regelrecht in ein Kreuzverhör genommen wurde. Denn auch Becky schlug in dieselbe Kerbe. Wenn auch weit weniger bösartig als Page, getrieben von einer ambitionierten, fast verzweifelten Vision. Sie blieb kurz vor ihm stehen und verschränkte die Arme.

BECKY LYNCH: "Komm schon Seth. Es kann nicht alles aus absoluter Wut und Zerstörung herausgehen. Du hattest nicht nur einmal, eine deutlich bessere Version von dir selbst. Und mehr wollen wir doch gar nicht. Nun sieh mal, zusammen… mit ihm, mit uns, stehen uns hier alle Türen offen."

Es war eine vage, aber verlockende Andeutung auf eine neue, dominante Allianz. Aber ganz falsch liegt Becky natürlich nicht. Und ganz unrecht hatte die Shine Championesse nicht: Ein Seth Rollins in Topform, mit einer fokussierten Becky Lynch und einem skrupellosen Ethan Page an der Seite, könnte die Machtverhältnisse der Company binnen einer einzigen Nacht komplett auf den Kopf stellen. Es wäre der direkte Weg an die absolute Spitze. Doch dazu müsste der einstige Visionary auch mal wieder etwas sehen. Seth selbst hielt sich weiterhin bedeckt. Das Haupt tief gesenkt, folgten nur seine Augen durch den Vorhang seiner Haare den unruhigen Schritten seiner Frau. Dass er hier nicht dieselbe Euphorie versprühte, legte sich wie eine zentnerschwere, bedrückende Decke über die drei. Plötzlich bewegte er sich und das Schweigen brach.

SETH ROLLINS: "Es kann nicht alles aus Wut und Zerstörung bestehen…huh? Du verlangst von mir eine Version zu haben, damit ich euch führen kann? Das Einzige, worum ich gebeten habe, war Zeit… nur etwas Zeit. Ich hatte eine Psychose. Ich habe den Bezug zur Realität vorübergehend verloren. Und nach einer Woche Frieden, einem weniger erholsamen Ausflug zum Strand soll ich wieder so tun, als wäre nichts gewesen?"

Seth‘ Stimme klang erschreckend ruhig. Ein tiefes, heiseres Grollen, das tief in seiner Brust vibrierte. Das gefährliche Geräusch eines Vulkans, Sekunden vor der Eruption. Mit der Eindeutigkeit wie er es benannte, hatte Becky nicht unbedingt gerechnet. Wie versteinert bleib sie stehen und sah ihn an. Als wüsste sie nicht für welche Richtung sie sich entscheiden sollte. Die letzten Monate waren eine mentale Hölle und Seth drohte dabei sich komplett zu verlieren. Er streift sich die Haare zurück und sieht mit einem eisigen Blick zu ihr auf.

SETH ROLLINS: "Du hast doch der pursten, realsten Version von mir in die Augen geschaut. Wie ich durch das halbe Roster gepflügt bin und alles und jeden auf diesem Wege zerstört habe. Es fühlte sich nicht unbedingt richtig an… aber es war wohltuend, ich war frei. Und ich erinnere dich an genau diesen Moment. Du hast vor mir gekniet! Du hast gefleht, du hast gebettet, dass ich aufhöre! Ich solle auf den rechten Pfad zurückkehren… Wie verzweifelt deine Blicke waren, diese nackte Panik, diese tiefe Enttäuschung in deinen Augen. Willst du das wirklich wieder? Willst du diesen Seth zurück?"

Becky erstarrte. Sie schluckte schwer, während ihr der Atem stockte. Die Erinnerung traf sie härter als erwartet. Für einen schrecklichen Moment war sie nicht mehr in diesem sterilen Locker Room in New York… sie war wieder in Liverpool. Sie spürte die kalten Fliesen des Backstage-Gangs unter ihren Knien, sah ihre eigenen tränennassen Augen im Spiegel und fühlte wieder diese lähmende, grausame Angst, ihren Ehemann endgültig an die Dunkelheit verloren zu haben. Ihre Hände ballten sich so fest zu Fäusten, dass ihre Knöchel weiß anliefen.

BECKY LYNCH: "Nein… das will ich nicht wieder."

Ihre Stimme war leise und sie zitterte merklich. Sie holte tief Luft, überwand die Distanz zwischen ihnen und machte einen Schritt auf ihn zu. Langsam ging sie vor dem Sofa in die Hocke, bis sie auf Augenhöhe mit ihm war. Ihre roten Locken fielen ihr ins Gesicht, sie suchten die Nähe zu ihm.

BECKY LYNCH: "Ich will nicht den Mann zurück, der komplett die Kontrolle verloren hat. Aber ich will verdammt auch nicht den Seth, der nur noch… leer ist. Der sich versteckt. Der nach drei Wochen immer noch so tut, als wäre alles in Ordnung, wenn es das offensichtlich nicht ist."

Am Rande des Raumes stöhnte Ethan Page theatralisch auf. Er lehnte sich tiefer in seinen Sessel, warf den Kopf in den Nacken und winkte erneut demonstrativ ab, als wäre dieses tiefschürfende Ehedrama für ihn nur mäßig unterhaltsam.

Ethan Page: "Genau das meine ich. Der Visionary ist verschwunden. Zurück bleibt nur… der Ehemann. Der brave Vater. Respekt… wirklich, ganz rührend. Aber wisst ihr was? Das bringt uns keine Titel und das bringt uns keine Dominanz. Das bringt uns nur langweilige Familienfotos am Strand vor eurer Haustür."

Seth hob langsam den Kopf. Seine Augen wurden gefährlich dunkel, die feine Narbe über seinem Nasenrücken rötete sich vor aufsteigendem Zorn. Er sah Becky lange an, hielt ihre Augen fest, bevor sein Blick langsam, fast schon angewidert zu Ethan Page hinüberwanderte.

SETH ROLLINS: "Du redest ziemlich viel für jemanden, der nur hier sitzt, weil er denkt, er könnte von meiner Frau und mir profitieren, Page."

Ethan grinste nur schief. Unbeeindruckt zuckte er mit den Schultern, die Arroganz wie eine zweite Haut tragend.

Ethan Page: "Hey, ich bin ehrlich. Ihr zwei seid gerade das heißeste Ding in der Company. Das Shine Gold. Das Feuer. Ich hab kein Problem damit, mich dranzuhängen… solange du wieder der Kerl wirst, der ganze Hallen im Alleingang auseinandernimmt."

Mit einem frustrierten Seufzen stand Becky auf. Sie fuhr sich mit beiden Händen durch die roten Haare, ging wieder ein paar Schritte hin und her, ehe sie sich erneut zu Seth umdrehte.

BECKY LYNCH: "Seth… ich habe dich damals angefleht, weil ich Angst hatte, dich komplett zu verlieren. Nicht, weil ich den alten Seth hasse. Ich will nur… ich will den Mann zurück, der kämpft. Der ein Visionär ist, der Momente schafft die für Jahre halten. Der nicht nur überlebt, sondern regiert. Zusammen mit uns. Mit mir. Mit ihm."

Sie deutete kurz auf Ethan, der nur amüsiert eine Augenbraue hochzog. Seth atmete tief und schwer ein. Er lehnte sich langsam in die Polster des Sofas zurück, strich sich die Haare endgültig aus dem Gesicht und blickte die beiden einen unendlich langen Moment lang schweigend an. Die Stille, die nun im Raum stand, war so drückend, dass man das Summen der Scheinwerfer hören konnte.

SETH ROLLINS: "Ihr versteht es nicht… Ich brauche keine neuen Kriege. Ich brauche keine Allianz, die nur darauf wartet, dass ich wieder durchdrehe und für euch die Drecksarbeit mache. Ich habe eine Psychose gehabt. Ich habe Dinge gesehen… Dinge getan… die mich fast meine Familie gekostet haben."

Seine Stimme war wieder leiser geworden, verletzlich, aber von einer unumstößlichen Härte untermauert. Er schaute Becky direkt tief in die Augen, seine Stimme wurde etwas sanfter, aber immer noch rau.

SETH ROLLINS: "Ich versuche gerade verdammt noch mal einfach nur, wieder klarzusehen, Becks. Nicht für ihn. Nicht für die Fans. Für mich. Und für Roux. Wenn ihr das nicht akzeptieren könnt… dann müsst ihr diese glorreiche Reise ohne mich fortsetzen."

Becky öffnete den Mund. Ein Wort lag ihr auf der Zunge, ein Argument, ein Flehen. Doch sie schloss ihn wieder und brachte keinen Laut heraus. Ethan Page erhob sich langsam aus seinem Sessel. Er streckte sich ausgiebig, klopfte sich mit einer herablassenden Bewegung imaginären Staub von der Schulter und ging langsamen Schrittes auf die Tür zu. Kurz vor dem Ausgang hielt er inne, drehte sich noch einmal um und ließ dieses unerträgliche, schiefe Grinsen aufblitzen.

Ethan Page: "Tja… das war dann wohl ein ‚Nein‘. Schade. Hätte episch werden können."

Er ging Richtung Tür, drehte sich aber noch einmal um und grinste.

Ethan Page: "Falls du deine Meinung doch noch änderst, Visionary… die Tür steht offen. Aber nicht ewig."

Er zuckte mit den Achseln. Mit diesen Worten verließ er den Locker Room und ließ Becky und Seth allein zurück. Becky starrte noch einen Moment auf die geschlossene Tür. Das Adrenalin der Diskussion verrauchte langsam und hinterließ nur eine tiefe Erschöpfung. Sie drehte sich um, ging auf das Sofa zu und setzte sich wortlos neben Seth. Ganz vorsichtig, fast schüchtern, lehnte sie ihren Kopf an seine starke Schulter.

BECKY LYNCH: "Ich will dich nicht drängen… aber ich habe Angst, dass wir diese Chance verpassen. Sie ist einmalig und eigentlich genau das, was du dir immer vorgestellt hast. Und glaube mir… ich werde dich nerven, ich werde dir so sehr auf den Sack gehen, bis du keine andere Wahl mehr hast."

Es klang schon fast beiläufig, als würde sie es nur zu sich selbst sagen. So wie sie sich an ihn lehnte, regelrecht seine Nähe suchte und doch diese kleine, klitzekleine Warnung aussprach. Seth antwortete nicht sofort. Das Schweigen kehrte zurück, doch es war anders als zuvor. Er hob langsam den Arm, legte ihn um ihre Schultern und zog sie fest an sich, vergrub sein Gesicht in ihren roten Locken. Er gab ihr keine Antwort, keine Zusage, kein Versprechen. Die lähmende Spannung im Raum blieb bestehen. Ungelöst, schwer und schwanger mit all den Fragen, auf die keiner von beiden eine Antwort wusste.

[Bild: HIST.jpg]

MAIN EVENT
SINGLES MATCH
LA Knight vs. Jey Uso

[Bild: jeyusolaknight.png]
Writer: ???

L ... A ... Knight



Die Theme von LA Knight wird den Menschen in der Halle mit voller Dröhnung um die Ohren gehauen. Dementsprechend laut jubeln die Fans, als sich Knight in voller Pracht präsentiert in Begleitung von Solo Sikoa und dem World Heavyweight Champion Kenny Omega. Pants und Boots sitzen eh schon wie angegossen, dazu trägt er noch eine farblich abgestimmte Weste. Der Dunkelhaarige marschiert schnurstracks in Richtung des Ringes. Dabei nimmt er die Reaktionen um sich herum wahr. Knight weiß zu schätzen, dass die Fans hinter ihm stehen, auch wenn man das seiner stoisch-fokussierten Miene nicht unbedingt ansieht.

Matthew Rehwoldt: "Making his way to the Ring... from Los Angeles, Calofornia... weighing in at 240 pounds... L...A...Knight!"

Fans: YEAH!!!

Am Ring angekommen springt er auf das Apron, rutscht dort ein paar Zentimeter auf dem Knie zurück und steht in einer flüssigen Bewegung wieder auf. So entert der ehemalige Eli Drake den Turnbuckle und setzt sich auf die Polsterung. Die Arme gehen zum Posing in die Höhe, bevor er Dunkelhaarige den Ring betritt. Ohne zu zögern steuert er die gegenüberliegende Ecke an und besteigt auch diese. Jetzt hat er die Zuschauer fest im Blick und auch im Griff. Hier gibt Knight ihnen vor, was sie tun und sagen müssen. Wie ein Dirigent schwingt er seinen Finger...und die Menschen in der Halle reagieren darauf...

LA Knight: WITH EVERBODY SAYIN'...

Fans: L...A...KNIGHT! YEAH!

LA Knight: Yeeeeaaaah!

Zufrieden nickt er dem Auditorium zu und springt auf die Matte. Die Weste legt er ab und zeigt sich bereit für das kommende Match gegen Jey Uso. Die Arena liegt beinahe vollständig im Dunkeln. Nur vereinzelte Lichter der Smartphones flackern durch die ausverkauften Zuschauerränge. Die Spannung ist greifbar. Tausende Fans erheben sich von ihren Sitzen und richten den Blick gespannt auf die Entrance Stage. Dann ertönt plötzlich ein markanter Beat durch die Lautsprecher. Ein gewaltiger Jubel bricht los.



Auf den riesigen LED-Wänden erscheint in grellen Buchstaben nur ein einziges Wort...

MAIN EVENT & YEET

Die Blitze zucken über die Stage, Nebel schießt aus den Seitenkanonen hervor und die Musik von Jey Uso erfüllt die gesamte Arena. Sofort beginnen die Fans rhythmisch mit den Armen zu wippen. Die Halle verwandelt sich innerhalb von Sekunden in ein Meer aus Bewegung dann tritt er hinaus... "Main Event" Jey Uso und neben ihm sein Bruder Jimmy Uso! Mit schwarzer Sonnenbrille, weißes Shirt und energischem Blick erscheint Jey Uso auf der Bühne. Die Ketten um seinen Hals glänzen im Scheinwerferlicht, während er langsam den Kopf hebt und die Reaktion der Zuschauer genießt. Ein selbstbewusstes Grinsen zieht über sein Gesicht.

"YEET!“

Die Fans schreien das Wort beinahe geschlossen zurück. Jey nickt zufrieden, dreht sich kurz zur Seite und breitet die Arme aus, als würde er die Lautstärke der Halle regelrecht aufsaugen. Pyrotechnik explodiert hinter ihm in die Höhe und taucht die gesamte Stage in rote und weiße Lichtblitze. Der "Main Event“ und sein Bruder setzt sich schließlich langsam in Bewegung.

[Bild: maxresdefault.jpg]

Mit seinem typischen Bounce im Schritt marschiert Jey und Jimmy die Rampe hinunter, während er immer wieder mit den Fans interagiert. Rechts und links streckt er die Hände aus, klatscht mit Zuschauern ab und feuert die Menge weiter an. Die Energie in der Halle steigt mit jedem Meter, den er Richtung Ring zurücklegt. Immer wieder zeigt Jey mit beiden Händen auf sich selbst, während die Fans lautstark seinen Namen rufen. Er wirkt vollkommen in seinem Element locker, charismatisch und voller Ausstrahlung. Genau deshalb trägt er den Spitznamen "Main Event“. Auf halber Strecke bleibt er plötzlich stehen.

Er blickt durch die Arena, atmet tief durch und nickt anerkennend in Richtung der Zuschauerreihen. Die Kamera fährt nah an sein Gesicht heran. Konzentration. Fokus. Aber auch pure Freude darüber, vor diesem Publikum auftreten zu dürfen. Er schlägt sich zweimal mit der Faust gegen die Brust.

"YEET!“

Wieder antwortet die Halle geschlossen. Schließlich erreicht Jey den Ringbereich. Mit einem schnellen Satz springt er auf den Apron, hält sich kurz am obersten Seil fest und blickt noch einmal durch die Arena. Die Fans stehen mittlerweile nahezu geschlossen. Dann steigt er durch die Seile in den Ring. Sofort klettert Jey auf die zweite Ringecke, breitet die Arme aus und schreit erneut laut in die Menge.

[Bild: 3vs16kaw80se1.jpg]

Die Zuschauer reagieren mit einer ohrenbetäubenden Lautstärke, während seine Musik weiterhin durch die Halle dröhnt. Das Licht fokussiert sich vollständig auf ihn. Der „Main Event“ ist angekommen genau gesagt Jey Uso. Er steigt vom Seil und macht sich bereit und kann es kaum abwarten gegen LA KNight anzutreten.

Nach einem intensiven Staredown läutet der Ringrichter das Match an. Beide beginnen vorsichtig und liefern sich zunächst ein technisches Kräftemessen. LA Knight setzt Jey mit einem Side Headlock unter Druck, doch Jey befreit sich mit einem Whip-In. Knight kommt aus den Seilen zurück und reißt Jey mit einer harten Shoulder Tackle zu Boden. Selbstbewusst posiert Knight kurz für die Zuschauer, doch Jey springt sofort wieder auf die Beine und antwortet mit einem schnellen Arm Drag, gefolgt von einem Dropkick, der Knight aus dem Ring befördert. Jey nimmt Anlauf und landet einen spektakulären Suicide Dive durch die Ringseile. Beide krachen gegen die Absperrung, während die Fans laut jubeln. Jey rollt seinen Gegner zurück in den Ring und erzielt den ersten Near Fall nur bis zwei. Knight übernimmt nun langsam die Kontrolle. Mit mehreren harten Schlägen gegen den Rücken stoppt er Jeys Offensive. Ein Snap Suplex folgt, anschließend ein Running Knee Drop. Knight setzt einen Sleeper Hold an und versucht, seinem Gegner die Luft zu nehmen. Jey kämpft sich unter lautstarken "YEET!"-Chants zurück auf die Beine. Mit Ellbogenstößen löst er den Griff, weicht einem Clothesline aus und trifft Knight mit einer schnellen Kombination aus Punches und einem Samoan Drop. Sofort geht Jey aufs oberste Seil.

Uso Splash doch im letzten Moment zieht Knight die Knie an. Beide Männer bleiben erschöpft am Boden liegen. Nachdem sie sich langsam wieder aufrichten, entwickelt sich ein offener Schlagabtausch. Jeder Treffer wird vom Publikum lautstark begleitet. Knight gewinnt die Oberhand und trifft einen Swinging Neckbreaker. Er bereitet seinen BFT vor, doch Jey stößt ihn weg und landet einen Superkick. Knight taumelt in die Seile, kommt zurück und erwischt Jey mit einer harten Clothesline. Wieder versucht Knight den BFT, doch Jey kontert mit einem Roll-Up. 1... 2... Kickout! Nun erhöht sich das Tempo deutlich. Jey trifft einen Spear aus dem Nichts. 1... 2... Knight reißt im allerletzten Moment die Schulter hoch. Die Fans stehen mittlerweile komplett hinter beiden Superstars. Jey steigt erneut auf das oberste Seil und will den entscheidenden Uso Splash zeigen. In diesem Moment springt Knight auf die Seile und bringt Jey ins Wanken. Beide liefern sich einen gefährlichen Schlagabtausch auf dem Turnbuckle.

Gerade als sich LA Knight und Jey Uso auf dem obersten Ringseil einen erbitterten Schlagabtausch liefern, wird die Halle plötzlich von der Theme des World Heavyweight Champions Kenny Omega erfüllt. Die Fans reagieren mit einer Mischung aus lauten Buhrufen und überraschten Rufen. Alle Blicke richten sich auf die Stage. Kenny Omega erscheint mit dem World Heavyweight Championship über der Schulter. Sein selbstsicheres Grinsen verrät, dass er genau weiß, was er tut. Doch er ist nicht allein. Direkt hinter ihm marschiert Solo Sikoa mit eiskaltem Blick die Rampe hinunter. Ohne Zeit zu verlieren, beschleunigen beide ihren Schritt und sprinten in Richtung Ring. Der Ringrichter bemerkt die beiden und versucht noch, sie aufzuhalten, doch Omega stößt ihn mit einem kräftigen Schubser zur Seite. In diesem Moment springt LA Knight vom Turnbuckle zurück in den Ring, während Jey Uso noch auf den Seilen steht. Solo Sikoa nutzt die Gelegenheit sofort aus. Er stürmt auf Jey zu, zieht ihn mit voller Wucht vom obersten Seil herunter und lässt ihn mit einem krachenden Aufprall auf der Ringmatte landen. Noch bevor Jey überhaupt reagieren kann, prasseln harte Tritte auf ihn ein.

Kenny Omega steigt in den Ring und blickt auf den angeschlagenen Jey Uso herab. Ein kaltes Lächeln zeichnet sich auf seinem Gesicht ab, bevor er sich zu Solo Sikoa stellt. Gemeinsam treten beide immer wieder auf Jey ein und lassen ihm keine Gelegenheit, sich zu erholen. LA Knight richtet sich langsam wieder auf und packt Knight Jey am Arm, zieht ihn hoch und schleudert ihn direkt in einen brutalen Superkick von Solo Sikoa. Die Fans reagieren schockiert, als Knight Jey anschließend mit mehreren harten Schlägen bearbeitet. Offenbar verfolgt er nur ein Ziel... Jey Uso endgültig auszuschalten!

Omega grinst zufrieden. Gemeinsam umzingeln die drei Jey Uso. Solo hämmert mehrere Headbutts gegen ihn, bevor Omega mit einem krachenden V-Trigger nachsetzt. Jey geht erneut zu Boden und kann sich kaum noch bewegen. Plötzlich ertönt die Musik von Jimmy Uso. Unter lautem Jubel stürmt Jimmy die Rampe hinunter und gleitet ohne zu zögern in den Ring. Sofort wirft er sich auf LA Knight und deckt ihn mit harten rechten Händen ein. Knight gerät ins Straucheln, während Jimmy anschließend Omega mit einem Superkick erwischt. Die Fans explodieren vor Begeisterung. Solo Sikoa versucht Jimmy von hinten zu attackieren, doch Jimmy bemerkt ihn rechtzeitig und landet auch gegen ihn einen Superkick. Für einen kurzen Augenblick scheint sich das Blatt zu wenden doch die Überzahl macht sich schnell bemerkbar.

LA Knight kommt wieder auf die Beine und trifft Jimmy mit einer harten Clothesline. Im selben Moment hämmert Omega einen V-Trigger gegen Jimmys Schläfe. Noch bevor Jimmy zu Boden fällt, rammt Solo ihm einen Samoan Spike in den Hals. Jimmy sackt regungslos neben seinem Bruder zusammen. Nun liegen beide Usos bewegungslos auf der Matte. Die drei Angreifer stellen sich über ihre Opfer und setzen die Attacke erbarmungslos fort. Omega dirigiert das Geschehen mit Gesten, während Solo und Knight die Brüder immer wieder mit Tritten und Schlägen bearbeiten. Da ertönt plötzlich eine Musik, die die gesamte Arena zum Beben bringt... vom Tribal Chief Roman Reigns. Die Fans springen geschlossen von ihren Sitzen auf. Roman erscheint mit entschlossenem Blick auf der Stage und marschiert ohne zu zögern zum Ring. Seine Augen sind nur auf Kenny Omega, Solo Sikoa und LA Knight gerichtet. Roman gleitet in den Ring und schlägt sofort auf LA Knight ein. Mit mehreren harten Clotheslines schickt er Knight in die Ringecke. Anschließend trifft er Solo Sikoa mit einem Uppercut und stößt ihn durch die Ringseile nach draußen. Die Zuschauer glauben an das Comeback des Tribal Chiefs. Roman dreht sich um und will Kenny Omega attackieren, doch der Champion weicht geschickt aus. In diesem Moment zieht Solo Reigns am Bein, wodurch Roman kurz das Gleichgewicht verliert. Diese Sekunde reicht aus. Omega sprintet los... V-Trigger! Das Knie trifft Roman mit voller Wucht am Kopf.

Roman geht auf ein Knie, versucht aber sofort wieder aufzustehen. Er weigert sich, aufzugeben und schlägt weiter um sich. Mit einem gewaltigen Schlag bringt er LA Knight erneut ins Taumeln und stößt Solo gegen die Ringseile doch erneut schlägt die Überzahl zu. Solo packt Roman von hinten fest. Knight trifft ihn mit einem harten Running Knee in den Bauch. Im nächsten Moment rast Omega heran und trifft den Tribal Chief mit einem zweiten V-Trigger. Roman geht zu Boden, versucht sich aber noch immer hochzustemmen. Solo stellt sich direkt vor ihn... Samoan Spike! Der Treffer sitzt perfekt. Roman sackt benommen auf die Knie. Kenny Omega nutzt die Gelegenheit sofort, hebt Reigns auf seine Schultern und zeigt unter lautstarken Buhrufen den One Winged Angel. Mit voller Wucht kracht Roman Reigns auf die Matte. Omega, Solo Sikoa und LA Knight stehen gemeinsam über Roman Reigns sowie den ausgeschalteten Usos. Keiner der drei Brüder kann sich noch bewegen. Gerade als Kenny Omega, Solo Sikoa und LA Knight triumphierend über den regungslos am Boden liegenden Roman Reigns sowie den Usos stehen, ertönt plötzlich eine Musik, die die Arena erneut erschüttert.



Die Theme von Jacob Fatu hallt durch die Halle. Die Zuschauer springen erneut von ihren Sitzen auf. Während einige laut jubeln und andere fassungslos reagieren, richtet sich der Blick aller auf die Stage. Jacob Fatu erscheint mit einem entschlossenen, beinahe wütenden Blick. Seine Augen sind ausschließlich auf den Ring gerichtet. Ohne eine einzige Sekunde zu verschwenden, sprintet der "Samoan Werewolf" die Rampe hinunter. Kenny Omega bemerkt ihn als Erster. Der World Heavyweight Champion grinst kurz und gibt Solo Sikoa ein Zeichen. Gemeinsam mit LA Knight verlassen die drei sofort den Ring und stellen sich davor auf. Keiner von ihnen scheint bereit zu sein, Jacob direkt entgegenzutreten. Alle drei stehen vor dem Kommentatorenpult und beobachten Fatu doch Jacob bremst nicht ab. Mit voller Geschwindigkeit gleitet er durch die Ringseile in den Ring und kniet sich sofort neben Roman Reigns. Er überprüft den Zustand des Tribal Chiefs und blickt anschließend zu Jey und Jimmy Uso, die ebenfalls regungslos auf der Matte liegen.

Langsam erhebt sich Jacob wieder und sein Gesichtsausdruck verändert sich. Aus Sorge wird blanke Wut. Er fixiert Kenny Omega, Solo Sikoa und LA Knight mit einem eiskalten Blick. Omega lächelt nur provokant und klatscht höhnisch in Jacobs Richtung. LA Knight lehnt sich grinsend gegen die Ringabsperrung und ruft ihm spöttisch ein lautes "YEAH!" entgegen. Solo Sikoa hingegen bleibt vollkommen regungslos. Er liefert sich einen intensiven Blickkontakt mit Jacob, ohne auch nur eine Miene zu verziehen. Die Spannung in der Arena ist greifbar. Jacob geht langsam bis an die Ringseile. Er scheint jeden Moment nach draußen stürmen zu wollen. Omega macht sogar einen Schritt nach vorne, als wolle er den Kampf annehmen. Doch bevor es dazu kommt, hält Solo den Champion mit ausgestrecktem Arm zurück. Omega versteht die Geste sofort.

Anschließend hebt er seinen World Heavyweight Championship demonstrativ in die Höhe und zeigt mit der freien Hand auf die am Boden liegenden Roman Reigns sowie die Usos. Die Botschaft ist eindeutig... Dies war eine Machtdemonstration. LA Knight beginnt lautstark zu lachen und klatscht Omega anerkennend auf die Schulter. Gemeinsam treten die drei langsam den Rückzug an und gehen rückwärts die Rampe hinauf, ohne Jacob Fatu auch nur für einen Augenblick aus den Augen zu lassen. Im Ring bleibt Jacob zurück. Er hilft zunächst Jimmy Uso dabei, sich aufzusetzen, bevor er sich um Jey kümmert. Schließlich stellt sich Roman Reigns hin und begutachtet LA Knight, Samoan Enforcer Solo Sikoa und World Heavyweight Champion doch plötzlich betritt eine Person auf der Stage die für Recht und Ordnung sorgt. Die Rede ist von der General Managerin Bayley.

Bayley
" Wir alle verfolgen diese Geschichte hier mit großer Begeisterung. Auch schon vor diesem Match, als ihr einem Wortgefecht aneinander getreten seid. Dort hatte Roman Reigns von jenem Tag gesprochen wo Solo Sikoa die Konsequenzen tragen muss. Jener Tag… Ich denke ich bin nicht die einzige, die besagten Tag nicht länger abwarten kann. Wir alle wollen den Tag der Abrechnung sehen. Dieser Konflikt ist so groß geworden und hat eine solche Intensität. Er übersteigt alles. Dieser Konflikt verdient eine besondere Bühne. Die größte Bühne, die die Coast 2 Coast zu bieten hat: Every Empire Falls XI! Dort wird alles entschieden. Und jeder von euch wird hier beteiligt sein. Die Bloodline gegen das Team das sich um unseren World Heavyweight Champion Kenny Omega gebildet hat. Und ich setze noch eins drauf. Besseres ihr bringt euer A-Game in zwei Wochen, denn euer Konflikt endet in: WAR GAMES!

Diese zwei laut ausgesprochenen Wörter sorgen für laute Furore bei den Zuschauern, die gar nicht mehr zum Special warten können.


[Bild: newlogo9qu4w.png]
[Bild: allrightsrcblv.png]

Showtime! Das Sommerloch schlägt zu. Nutzt die nächste Woche noch um eure Fehden Voranzubringen, denn in zwei Wochen findet Every Empire Falls XI statt.

Wie immer Danke an alle, die etwas zur Show beigetragen haben. Habt Spaß mit der Show und wie immer könnt ihr gerne ein Feedback zurücklassen. c2c schild

[b]Man of the Night:[/B] 
[b]Woman of the Night:[/b] 
[b]Match of the Night:[/b] 
[b]Segment of the Night:[/b] 
[b]Beste Storyline:[/b] 
[b]Überraschungen / Highlights:[/b] 
[b]Sonstiges / das könnte man besser machen:[/b] 
[b]Fazit:[/b] ?/10
ja gut hier zu dieser show muss man auch mal nen feedback geben... is ja was besonderes XD

Man of the Night: nuja... war nichts so groß herausstechendes hier wie ich finde... drews story find ich ziemlich spannend was was seth mit becky macht hat auch was aber ansonsten gabs hier keinen mann der besonders groß an der spitze gekratzt hat

Woman of the Night: die frauen zeigen sich da schon bissl stronger... am liebsten würde ich den titel hier isla geben einfach weil ich das gimmick liebe aber leider gabs hier doch nur relativ wenig von ihr... fallon spielt hier mit ihrer story weit oben mit und ich feier die tag team konstelation mit ihr und bobby aber auch wenn von tiffany nur wenig zu sehen war liebe ich auch ihr gimmick und sie zeigt einfach jedes mal aufs neue zurecht warum sie die nummer 1 frau im roster ist hier XD

Match of the Night: joar gut der mainer war natürlich nicht schlecht aber für mich sadly bissl zu chaotisch und schwer zu lesen... das sollte er wahrscheinlich auch sein... aber ich würde diesen punkt hier dann doch ethan gegen waller geben

Segment of the Night: fand das bobbi fallon drew teil ziemlich nett aber für mich war die nummer 1 hier in der show dass tiffany fallon seggi zu beginn... das war super XD

Überraschungen / Highlights: joar die war games ankündigung hats hier schon ziemlich gerissen in der show

Sonstiges / das könnte man besser machen: diggah was zum teufel sollte das hier? das 10 jährige c2c wrestling jubeleum und dann nur so eine normale weekly ohne irgendwas besonderes? also das ist schon echt ne schwache leistung... kein wunder dass ich das erst jetzt gemerkt habe dass das die 10 year jubeleumsfolge c2c live gewesen war... also echt schwach hömma... sow genügend kritik für die woche XD

Fazit: 3/10