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Normale Version: [SHOW] c2c Live: MADRID! vom 18.05.2026
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Coast 2 Coast Wrestling
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findet statt in der Madrid Arena vor 10,276 Zuschauern in Madrid, Spain.

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Die letzte Kamera ist optimal platziert und auch der letzte reservierte Platz besetzt. Die c2c Show kann losgehen! Gleich zu Beginn explodiert ein buntes Feuerwerk auf der Stage und motiviert die anwesenden Fans zu großem Jubel und Chants. In der Mitte des aufwendig gebauten Wrestlingrings steht Matthew Rehwoldt schon mit einem Mikrofon bereit um die anwesenden Fans hier in der heutigen Show zu begrüßen.

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Matthew Rehwoldt: "My dear Ladies.. my dear Gentlemen.. my name is Matthew Rehwoldt and it is I, your DRAAAAAMAAA KIIIIINGGG... welcoming you to... COAST.. to COAST... WRESTLINGGGGGG!"

Kaum hat Rehwoldt die Ansage zuende gebracht gibt es einen kleinen Jubel für seine Ansage und auch wegen der Vorfreude auf den Verlauf des Abends. Matthew verbeugt sich einmal kurz und geht dann auch aus dem Ring heraus. Auch die knallenden Geräusche des Feuerwerks erlischen langsam und geben die Bühne somit für ihre Akteure frei. Bevor dies jedoch in Kraft tritt, werden die Zuschauer daheim vor ihren Fernsehgeräten von Pat MacAfee, Cathy Kelly & Wade Barrett begrüßt.

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Pat McAfee: "Willkommen zu einer neuen Ausgabe von c2c LIVE!"

Cathy Kelley: "Wir sind heute in Spanien und haben einiges für euch ausgefahren."

Wade Barrett: "Der Westcoast Title steht heute auf dem Spiel."

Pat McAfee: "Women´s Action mit Bobbi Tyler und Jacy Jayne."

Cathy Kelley: "Und unser großes Finale heute Abend: Jey Uso gegen Kenny Omega. Also bleibt dran. Es wird eine sehenswerte Show."

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Ein reges Treiben war Backstage zu vernehmen. Zahlreiche Akteure wanderten durch die Korridore umher. Manche in größerer Eile, hier und da ein paar Techniker. Die Show in Madrid war bereits in vollem Gange, als man Becky Lynch etwas zurückgezogen in eine der Nischen auffinden konnte. In der Nähe ihres Locker Rooms hatte sie sich bereits auf den Flur begeben. Rein äußerlich war sie die Ruhe selbst, doch in ihr tobte ein Krieg, den niemand sah. Die Auseinandersetzungen mit Skye Blue und Dijak, die gegenwärtige Trennung mit Seth und vor allem diese elende Selbstzweifel, fraßen sie innerlich auf. Hätte sie nicht vielleicht anders reagieren sollen, war es hier doch ihr Temperament, was mit ihr durchging? Wirkte Becky gerade in der letzten Woche durchaus tough, spürte sie in solchen Momenten, als sie Skye und Dijak gegenüberstand, doch wie sehr Seth ihr fehlte. Nicht nur rein als Backup, sondern vor allem emotional als Anker und der sie vielleicht hier und da wieder auf andere, gesündere Gedanken brachte.

Sie stand wie angewurzelt an die Wand angelehnt, die Arme verschränkt und ihr Blick schier zu Boden gerichtet. Irgendwo hier verloren sich Ihre Gedanken und kreisten immer und immer wieder um die unschönen Dinge, die sie seit Wochen quälten. Dabei wäre es doch so einfach… nur dieses eine Mal ihre irische Sturheit bei Seite packen und ein ruhiges Gespräch mit Seth führen? Jeder Angst vor Ablehnung zum Trotz und einmal über den eigenen Schatten springen?! Erneut durchwühlte sie ihre Gedankenstränge, als sie letztlich aus ihrer Melancholie herausgerissen wurde.

Producer Jeff Miller: "Hey Becks, zehn Minuten bis zu deinem Match."

Raus aus den Gedanken und wieder zurück in die Gegenwart. Becky schreckte kurz auf, als sie die Stimme von Jeff Miller vernahm. Der Chef Producer persönlich, gab sich bei ihr persönlich die Ehre, an den Timeslot zu erinnern und sah so auch gleichzeitig mal nach dem Rechten.

Producer Jeff Miller: "Ist alles in Ordnung, bis du bereit raus zu gehen?"

In Ordnung war rein gar nichts, aber das änderte jetzt auch nichts mehr. Vielleicht war es ja ganz gut, dass Becky in den Ring konnte, um mal den Kopf frei zu bekommen. Sie brauchte sichtlich einen Augenblick, um sich wieder in der Gegenwart einzufinden. Langsam stieß sie sich von der Wand ab und nahm ihre Lederjacke auf, welche sie bisher neben sich deponiert hatte.

BECKY LYNCH: "J… ja, sicher doch!"

Etwas kurz angebunden, wich sie den fragenden Blicken aus. Mittlerweile hatte Jeff ihr schon einige Male gedanklich auf die Sprünge geholfen. Sein recht neutraler Blick auf die Geschehnisse rund um die Irin war manchmal eine willkommene Abwechslung. Doch die aktuelle Situation und wie er ihr ihren schwer angeschlagenen Mann zeigte, hat sie doch etwas mehr zum Grübeln gebracht als gewünscht.

Ein paar Sekunden passiert gar nichts.

Dann ertönen langsame Schritte auf dem Flur.

Nicht hektisch.
Nicht laut.
Kontrolliert.

Jeff hebt den Blick zuerst, noch bevor Becky überhaupt reagiert. Und alleine der kurze Ausdruck in seinem Gesicht reicht bereits aus, damit klar wird, wer dort gerade näherkommt.

Wenig später tritt Ethan Page in das Bild.

Der Westcoast Championship ruht locker über seiner Schulter, das dunkle Sakko sitzt wie immer perfekt, während Ethan die Situation vor sich mit diesem ruhigen, fast schon abschätzenden Blick mustert.

Sein Augenmerk liegt dabei nicht auf Jeff.

Nicht einmal wirklich auf der Umgebung.

Sondern direkt auf Becky.

Für einen kurzen Moment sagt Ethan nichts. Er bleibt einfach stehen, betrachtet sie einige Sekunden, als würde er versuchen herauszufinden, ob sie überhaupt wirklich wahrnimmt, was um sie herum passiert.
Dann zieht sich langsam ein kaum sichtbares Schmunzeln über sein Gesicht.

Ethan Page:
"Das sieht nicht unbedingt nach jemandem aus, der bereit für ein Match ist."

Jeff räuspert sich leicht, offensichtlich nicht begeistert darüber, dass Ethan genau in diesem Moment auftaucht.

Producer Jeff Miller: "Sie ist gleich dran, Ethan."

Doch Ethan reagiert darauf kaum. Stattdessen bleibt sein Blick weiterhin auf Becky liegen.

Ethan Page:
"Ja ja...weiß ich doch..."

Ein kurzer Moment Stille folgt.
Dann macht Ethan langsam ein paar Schritte näher.

Nicht provokant.
Nicht aggressiv.
Fast schon ruhig interessiert.

Ethan Page:
"Schon verrückt, oder?"

Sein Blick wandert für einen Moment zur Seite, bevor er weiterspricht.

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Ethan Page:
"Vor ein paar Wochen warst du noch Champion. Jetzt stehst du hier irgendwo auf einem Flur in Madrid und wirkst, als würdest du seit Tagen kaum schlafen."

War dies so offensichtlich? Während Ethan noch sprach, zog sie sich die Jacke über und warf ihre rote Mähne über den Kragen. Zugegeben, die letzten Nächte waren nicht sonderlich erholsam und dass ständig der Kopf an war, tat sein Übriges dazu. Jeder sah es, jeder bemerkte es, aber dass nun der Westcoast Champions sie persönlich darauf ansprach? Im ersten Moment wusste Becky nicht, ob sie ehren oder kränken sollte. Würden die meisten Leute, denen sie begegneten, dies doch eher gekonnt ignorieren, um nur ja kein unschönes Gespräch zu beginnen. Immer schön oberflächlich bleiben. Ethan Page dagegen stach hinein in die offene Wunde. Hatte er doch erst in der Vorwoche sogar Seth in den Ring gerufen. Ein letztes Mal rückte Becky ihre Jacke zurecht und sah ihr Gegenüber an.

BECKY LYNCH: "Und in ein paar weiteren Wochen, werde ich wieder Champion sein. Wer sagt nicht, dass du dann, so wie ich hier stehst…? Etwas angeschlagen, müde, erschöpft… ohne… Titel?"

Gerade die letzten Worte kamen etwas zögerlich, verspielt über ihre Lippen. Es sollte gewiss kein Angriff sein, nur ein hypothetisches Mutmaßen über das, was sein könnte. Becky hatte durchaus gesehen, wie Ethan in der letzten Woche noch Seth in den Ring gerufen hat. Dabei überraschten sie gleich zwei Dinge. Zum einen, dass Seth überhaupt herauskam und zum anderen, dass Page dessen Verfassung nicht gnadenlos ausnutzt. Prüfend sah Becky zunächst nach Rechts, dann nach Links den Gang hinunter.

BECKY LYNCH: "Aber genug mit den vermeintlichen Annahmen… für heute Abend wird es reichen und vielleicht, vielleicht macht es auch mal den Kopf frei, in den Ring zu steigen?"

Eine Theorie, die Becky hoffentlich mit Bedacht annahm. Als sie das letzte Mal in einer ähnlichen Lage war, endete ihr Match gegen SAKI darin, dass zahlreiche Trainer und Mitarbeiter sie aus dem Ring führten und sie anschließend zu Bayley zum Rapport musste. Dieser Trouble sollte ihr nach heute Abend hoffentlich erspart bleiben.

BECKY LYNCH: "Mir… ist nicht entgangen, dass du letzte Woche Seth herausgerufen hast. Es hat mich zwar überrascht, dass er wirklich kam, aber noch mehr, dass du es nicht ausgenutzt hast, wie so manch anderen Hyänen es getan hätten. Auch wenn er es eventuell jetzt nicht sagen kann oder will… ich weiß das zu schätzen."

Sicherlich eine andere Art der Anerkennung, aber eine, die auch Ethan nicht unterschätzen sollte. Diese war frei von jeglicher Stellung, vermeintlicher Rangordnung oder verbalen Übertreffen. Sondern einfach nur ein 'Danke'. Doch in Becky Blick lag dennoch eine gewisse Neugier. Auch wenn es erfrischend war, wie Ethan sich gab, es bestand keinen Grund, dass der Westcoast Champion sich so fürsorglich zeigte.

Für einen Moment bleibt Ethan still.

Nicht irritiert.
Nicht überrascht.

Fast eher interessiert darüber, dass Becky ihm tatsächlich dankt.

Das kleine Schmunzeln auf seinem Gesicht verändert sich leicht, wird kontrollierter, schwerer zu lesen. Sein Blick bleibt auf ihr liegen, beinahe prüfend, als würde er versuchen herauszufinden, ob Becky das wirklich ernst meint oder ob sie einfach nur versucht, Haltung zu bewahren.

Dann atmet Ethan leise durch.

Ethan Page:
"Ich glaube nicht, dass Seth im Moment besonders viel zu schätzen weiß."

Ruhig gesprochen.
Fast beiläufig.
Ethan lehnt den Kopf minimal zur Seite, während seine Finger kurz über die goldene Platte seines Titels streichen.

Ethan Page:
"Und ehrlich? Das dürfte wahrscheinlich noch das geringste Problem sein."

Kurz wandert sein Blick den Flur hinunter. Einige Mitarbeiter laufen in der Entfernung vorbei, doch Ethan scheint sie kaum wahrzunehmen. Als er Becky wieder ansieht, liegt dieses ruhige, unangenehm aufmerksame Interesse noch immer in seinem Blick.

Ethan Page:
"Das Gefährliche ist nicht, wenn jemand angeschlagen ist. Das passiert jedem irgendwann."

Ein kleines Schulterzucken folgt.

Nicht dramatisch.
Auch nicht mitleidig.

Fast eher wie eine nüchterne Tatsache.

Ethan Page:
"Das Gefährliche ist, wenn jemand anfängt zu vergessen, wie gut er eigentlich mal war."

Die Worte bleiben einen kurzen Moment zwischen ihnen hängen.
Dann taucht langsam wieder dieses arrogante, beinahe mitleidige Schmunzeln auf seinem Gesicht auf.

Ethan Page:
"Und ich kann mir vorstellen, dass es ziemlich frustrierend sein muss, dabei zuzusehen."

Ein paar Sekunden sagt Ethan nichts mehr.
Sein Blick senkt sich kurz auf den Westcoast Championship über seiner Schulter, bevor er ihn mit einer ruhigen Bewegung etwas höher zurechtrückt.

Ethan Page:
"Vor allem heute Abend."

Jetzt taucht dieses kleine arrogante Schmunzeln wieder auf. Selbstsicher. Fast schon arrogant selbstverständlich.

Ethan Page:
"Denn wenn ich später mit Will Ospreay in diesem Ring stehe...dann erinnert das die Leute vielleicht mal wieder daran, wie dieses Geschäft aussehen sollte."

Dieses kleine arrogante Schmunzeln hatte Ethan nahezu perfektioniert und bei ihm schien es noch herablassender herüber zu kommen, als bei irgendwem anders. Auch Becky war dies nicht entgangen. So manch einer hätte ihm jetzt Kontra gegeben und würde sich aufspielen, wer größer, wichtiger oder einflussreicher für die Kompanie war oder einen höheren Selbstwert besaß? Aber Nein, danach war Becky gewiss nicht zu Mute. Allerdings hatte Ethan durchaus recht mit der Ansicht, dass Seth derweil andere Probleme hatte… allerhand Probleme.

BECKY LYNCH: "Um etwas schätzen zu können, müsste man erkennen, was gerade gut wäre. Und… ich denke, dass Seth augenblicklich weit weg von irgendwas gutem ist. Ob er dabei weiß wie gut er wirklich mal war? Du hast ihm im Ring gegenübergestanden, aber das war nicht er… nicht so wie ich ihn kenne."

Sie senkte ihren Blick und wich Ethan’s damit aus. Nicht aus Verlegenheit, es war mehr eine Prüfung ihrer eigenen Emotionen. Auch weiterhin fiel es ihr schwer, über Seth zu sprechen, ganz egal in welchem Kontext es auch gemeint war. Für den Augenblick fing sie sich. Becky atmete tief durch, richtete sich und sah auch ihr Gegenüber wieder mit festem, sicheren Blick an.

BECKY LYNCH: "Frustrierend ist es zu sehen, wie viel wir auf’s Spiel gesetzt haben und dabei sind… … oder bereits alles verloren haben. Ich meine keine Titel oder Main Events, ich meine uns… wir haben uns verloren. Und ich bin mir sicher, gemeinsam kommt alles weitere von ganz allein."

Es war ein sehr optimistischer Gedanke, der mir sehr viel Hoffnung angereichert war. Nur blieb Becky was anderes übrig? Sie hatte nicht viele Optionen. Alleine sich gegen Skye und Dijak stellen war ein verdammt gefährliches Unterfangen und Seth aufgeben… somit ein Stück weit ihr Leben aufgeben, dazu war Becky nicht bereit. So blieb ihr momentan nur ein Rest an Hoffnung.

BECKY LYNCH: "Jetzt tue ich das, was ich am besten kann. Ich gehe da raus, zeige allen wozu The Man fähig ist und vielleicht… vielleicht erinnert dies auch den ein oder anderen daran, wie es sein könnte."

Dies war auch eine Eigenschaft, die Becky auszeichnete, immer geradeaus. Und wenn stur mit dem Kopf durch die Wand, sie ging weiter. Das Ergebnis war manchmal schmerzhaft, aber es brachte sie bisher auch immer weiter. So wird es auch heute sein. Schultern gestrafft, Blick gefestigt, schiebt sie sich ein Stück weit an Ethan vorbei. Den goldenen Titel kurz ins Augen gefasst, um sich daran zu erinnern, auch den SHINE Titel wieder zurückzuholen. Einen Moment verharrte Becky, fuhr sich mit der Zunge über die Vorderzähne, eh sie nochmal das Wort erhob.

BECKY LYNCH: "Viel Erfolg gleich wenn du in den Ring musst… vielleicht erinnert dies wirklich jemanden daran, nicht alles niederzubrennen."

Auf wen sie dabei anspielte, war unmissverständlich. Eventuell könnte Ethan doch der benötigte Auslöser sein, um Seth aus seiner Dunkelheit zu zerren.

Ethan hört Becky bis zum Ende zu, ohne sie ein einziges Mal zu unterbrechen.

Kein spöttisches Reinreden.
Keine billigen Kommentare.

Und genau das macht seine Reaktion fast unangenehmer.
Während Becky davon spricht, dass sie und Seth sich verloren hätten, bleibt Ethan einfach stehen und beobachtet sie. Dieses kleine arrogante Schmunzeln verschwindet nie ganz von seinem Gesicht - wird höchstens schwächer, kontrollierter. Fast so, als würde er jedes einzelne Wort aufnehmen, es analysieren...und innerlich bereits auseinandernehmen.

Erst als Becky geendet hat und sich die kurze Stille zwischen ihnen ausbreitet, senkt Ethan langsam den Blick auf den Titel über seiner Schulter.

Seine Finger streichen kurz über das Gold der Platte.
Dann hebt er den Kopf wieder.
Der Blick trifft Becky direkt.

Ethan Page:
"Das ist das Interessante an Leuten wie euch."

Ruhig.
Kontrolliert.
Fast schon zu ruhig.
Ethan macht einen kleinen Schritt zur Seite, lehnt sich dabei minimal gegen die Wand neben sich, als hätte er alle Zeit der Welt.

Ethan Page:
"Egal wie schlimm es wird...egal wie offensichtlich alles längst auseinanderfällt...ihr redet euch trotzdem noch ein, dass am Ende wieder alles irgendwie Sinn ergibt."

Ein leises Schnauben folgt.

Nicht laut genug, um wie offener Spott zu wirken.
Eher wie ehrliches Unverständnis.

Sein Blick wandert für einen kurzen Moment über Becky hinweg den Flur entlang, wo hektisch Mitarbeiter an ihnen vorbeiziehen, bevor er sie wieder fixiert.

Ethan Page:
"Vielleicht ist genau das euer Problem."

Die Worte hängen einen Moment zwischen ihnen.
Dann greift Ethan langsam in die Innentasche seines Jacketts.
Keine hektische Bewegung.
Alles an ihm bleibt ruhig. Kontrolliert.

Schließlich zieht er eine einzelne schwarze Karte hervor.

Front Row.

Westcoast Championship Match.
Ethan Page gegen Will Ospreay.

Ethan betrachtet das Ticket selbst einen kurzen Augenblick, bevor er es Becky entgegenhält.

Ethan Page:
"Hier."

[Bild: skiujhgvftrjkg.png]

Das arrogante Schmunzeln kehrt langsam vollständig zurück.
Selbstsicher.
Überlegen.
Fast schon unangenehm selbstverständlich.

Ethan Page:
"Gib's Seth...falls er sich traut zuzusehen."

Kurze Pause.
Ethans Blick wandert kurz über Becky hinweg, als würde er sich Seth tatsächlich irgendwo hinter ihr vorstellen.

Ethan Page:
"Vielleicht erinnert ihn das daran, wie dieses Geschäft aussieht, wenn jemand noch die Kontrolle über sich selbst hat."

Dann sieht Ethan Becky wieder direkt an.

Das Schmunzeln bleibt.

Ethan Page:
"Oder behalt es selbst...falls du mal wieder echte Leistung sehen willst."

Die Line sitzt.

Nicht aggressiv.
Nicht laut.

Viel schlimmer:
Komplett überzeugt von sich selbst.

Ethan drückt Becky das Ticket schließlich leicht gegen die Handfläche, bevor er sich bereits wieder von ihr löst und an ihr vorbeigeht.

Dabei bleibt er noch einmal kurz neben ihr stehen.
Nur für einen Augenblick.
Gerade lange genug, damit seine letzten Worte noch einmal schwerer wirken.

Ethan Page:
"Und glaub mir...nach heute Abend erinnert sich jeder daran, warum ich Champion bin."

Dann setzt Ethan seinen Weg den Flur hinunter fort.

Ruhig.
Selbstsicher.
Ohne ein einziges Mal zurückzusehen.

Als hätte dieses Gespräch genau so enden müssen.
Zurück bleibt eine etwas perplex drein blickende Becky Lynch. Es muss schön sein, so wenig Probleme zu haben, um eine solche Überheblichkeit verkörpern zu können. Einen Moment betrachtete sie diese schwarze Karte, kommentiert mit einem müden, verächtlichen Lächeln. Dieses war dabei aber noch mehr auf Seth bezogen, denn ihn würde sie sicher nicht treffen wollen.

BECKY LYNCH: "Sieh zu, wie ich auch an meinem Tiefpunkt immer noch besser bin als die meisten anderen. Du wirst dir nicht ausmalen können, zu was ich fähig bin, wenn ich in Hochform bin."

Ob er es noch vernahm? Es war ihr egal, sie wollte es nur loswerden. Die Karte verschwand irgendwo in der Jackentasche, eh sich Becky durch die rötlichen Locken fuhr. Schnell konzentrieren, schnell den Fokus finden und es ging ab ins Match gegen Mei Suruga. Nicht auszudenken, wenn der Westcoast Champion noch zu viel Staub aufgewirbelt würde.

[Bild: HOGAN.jpg]

Die Kamera schaltet abermals in die Madrid Arena und zeigt uns eine Szene, die sich bereits vor Beginn der heutigen Show abgespielt hat. Dabei handelte es sich um keine jubelnden Fans oder das geschäftige Treiben hinter den Kulissen … sondern um ein Bild, das sofort eine ganz andere Stimmung erzeugt. Ein abgelegener Bereich nahe der Backstage-Zone, welcher von dem kalten, leicht durch die Blätter der Bäume flackernden Licht der spanischen Sonne beleuchtet wird und eine schon fast unangenehme Ruhe ausstrahlt. Und genau dort liegt er. Der Death Fighter Raven! Ausgestreckt auf dem Boden, halb an ein dickes Kabel gelehnt, das quer über den Betonboden verläuft, als hätte er sich einfach irgendwann dort fallen lassen … oder wäre gefallen. Sein Körper wirkt schwer und leblos, als hätte er seit Stunden keine Bewegung mehr gemacht. In seiner rechten Hand hält er noch immer eine leere Rotweinflasche, locker umklammert, als wäre selbst das Loslassen zu viel Aufwand.

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Und um ihn herum herrscht regelrechtes Chaos. Mindestens fünf weitere leere Flaschen liegen verstreut auf dem Boden, einige umgekippt, andere noch stehend, als hätten sie stumm beobachtet, wie die Nacht ihren Lauf genommen hat. Dunkle Flecken auf dem Boden lassen erahnen, dass nicht jede Flasche unversehrt geblieben ist, und der Geruch von Alkohol scheint förmlich durch den Bildschirm zu kriechen. Seine Kleidung ist zerknittert und ungeordnet, und von der sonst so kontrollierten, düsteren Präsenz, die man von ihm kennt, ist in diesem Zustand absolut gar nichts mehr zu sehen. Seine Haare hängen ihm ins Gesicht, er wirkt vollkommen ungepflegt, während sein halb verlorener Blick irgendwo ins Nichts geht. Für einen kurzen Moment passiert … nichts. Keine Musik und auch keine Stimmen sind zu hören, sondern einzig und allein dieses Bild. Dieses Bild eines Trainers, einer Legende für viele im Performance Center. Und jetzt? Ein Mann, der aussieht, als hätte ihn die Nacht komplett zerlegt. Die Kamera fährt langsam näher heran … bleibt kurz auf seinem Gesicht stehen … und genau in diesem Moment zuckt seine Hand leicht. Wahrscheinlich, weil gerade eine weitere Person auf den Platz gekommen ist, die sich ein solches Bild mit Sicherheit nicht vorgestellt hat.

Die Person, die der ECW Legende näher kommt ist ihm nur allzu bekannt. Seine Chefin selbst, das Role Model Bayley. Die scheint noch nicht das ganze Ausmass von dem hier aufgefangen zu haben, doch den Gerucht hat die Kalifornierin schon vernommen, weswegen sie sich die Nase zuhält.

Bayley
"Was riecht es hier wie in einer Destillerie?"

Die ganzen leeren Flaschen fallen der GM als nächstes auf. Jetzt zu fragen, ob er die selbst getrunken hat ist überflüssig. Viel wichtiger ist es zu wissen, ob es Raven noch gut geht. Ist er überhaupt ansprechbar? Das Role Model kniet sich herunter und ist nur unmittelbar im Blickfeld des Death Fighter.

Bayley
"Raven? Hörst du mich?"

Für einen Moment bleibt Raven regungslos liegen und gibt kein unmittelbares Zeichen darauf, dass er die Worte seiner Vorgesetzten überhaupt wahrnimmt. Nur dieses flache, unregelmäßige Atmen hebt und senkt seine Brust kaum sichtbar. Die Kamera bleibt nah auf seinem Gesicht, fängt jedes kleine Detail ein… und dann bewegt sich plötzlich seine Lippe leicht, als würde er versuchen, etwas zu sagen, doch es kommt zunächst kein Ton heraus. Erst nach einigen Sekunden zieht er schwer die Luft ein, ein raues, kratzendes Geräusch, das zeigt, wie trocken seine Kehle ist. Seine Finger zucken erneut, diesmal etwas deutlicher, und die leere Flasche rutscht ihm schließlich aus der Hand und rollt mit einem dumpfen Geräusch ein paar Zentimeter über den Beton.

Raven:
„„hhhhaaarrggghhhhhh… zu… laut…"“

Seine Stimme ist kaum mehr als ein heiseres Flüstern. Kaum verständlich, aber ausreichend, um Bayley zu zeigen, dass er bei Bewusstsein ist. Das hier ist wohl nicht mehr nur ein unangenehmer Anblick… sondern ein ernsthaftes Problem. Langsam blinzelt Raven, seine Augen öffnen sich nur halb, als würde selbst das Licht ihn bereits überfordern. Sein Blick findet Bayley nicht sofort. Stattdessen wandert er ziellos über den Boden, auf dem noch immer diese Dutzenden Flaschen und die Kabel verstreut sind… bis er schließlich bei ihr hängen bleibt. Und selbst dann wirkt es nicht so, als würde er sie wirklich erkennen. Eher… als würde er durch sie hindurchsehen. Ein trockenes, fast schon bitteres, kurzes und kraftloses Lachen entweicht ihm.

Raven:
„„arggh, wieso zum Teufel ist es hier so still?"“

Still? Eben sagte er noch, es sei zu laut und hat sich darüber beschwert! Er versucht sich minimal zu bewegen, doch schon das Anspannen seiner Muskeln scheint ihm sichtbar Schmerzen zu bereiten. Sein Körper gibt ihm keine wirkliche Antwort mehr. Stattdessen bleibt er einfach liegen, den Kopf leicht zur Seite gedreht, während seine Augen jetzt endlich etwas klarer werden… zumindest ein kleines bisschen.

Bayley schüttelt bei diesem Anblick vor ihr nur den Kopf.

Bayley
"Wo bin ich hier nur wieder gelandet?"

Für sowas fehlt der Kalifornierin die Energie, doch kann sie den Mann ja nicht einfach da liegen lassen.

Bayley
"Kannst du aufstehen?"

Doch bevor Raven die Frage überhaupt beantworten kann greift sich das Role Model die Hand des Betrunkenen und beginnt damit ihn hochzuziehen.
Während Bayley versucht, den älteren Mann aufzuhelfen, reden die beiden kein Wort und es bleibt still für einen weiteren Moment. Ganz langsam hebt Raven seinen Kopf vom Boden und lässt sich von Bayley hochhelfen, was sich aber als schwerer herausstellt als gedacht, da Raven nahezu gar nichts dazu beiträgt. Sofort lässt er sich wieder nach unten fallen, da ihm wohl sein eigener Körper zu schwer ist und es viel zu viel für ihn ist, diesen zu bewegen. Doch antwortet er dann am Boden liegend auf Bayleys Frage.

Raven:
„„aarrghhh… ja, natürlich kann ich das."“

Die Antwort kommt trocken, aber dafür direkt und ohne jegliche Form von Emotionen, wie man es von Raven normalerweise auch kennt. Nur ganz langsam schafft es Raven, hochzukommen und sich endlich in eine stehende Position zu bringen. Bayley hat ihm natürlich etwas dabei geholfen, wenn auch nicht viel, was Raven direkt mit einigen herabwürdigenden Worten kommentiert.

Raven:
„„tolle Hilfe, danke!"“

Er schließt kurz seine Augen und versucht, das Gleichgewicht zu behalten. Scheinbar ist noch ein wenig Restalkohol in seinem Blut, was erst einmal abgebaut werden muss. Doch bevor die heutige Show beginnt, sollte er das hinbekommen haben. Sogar schneller, als man meinen möchte, denn als er die Augen wieder öffnet, wirkt er plötzlich klarer und auch wacher. Plötzlich ist da wieder ein Hauch von dem Mann zu sehen, den man kennt.

Raven:
„„was machen Sie hier überhaupt? Sie reden viel zu viel! Hat die Show schon angefangen?"“

Ein schwaches, fast schon spöttisches Grinsen zieht über sein Gesicht. Kaum sichtbar, aber es ist da, während er Bayley kurz in die Augen blickt, als wolle er sie verspotten. Doch merkt er wohl selbst, dass dies nicht der richtige Moment dafür ist. Er sollte sich wohl viel mehr bei ihr bedanken, nur ist dies wohl schwieriger, als man meinen möchte. Er weiß, dass das hier gerade etwas aus dem Ruder gelaufen ist und dass er am besten nicht mehr betrunken zur Arbeit kommen sollte. Er bewegt sich nicht und bleibt still an derselben Position stehen, und das für mehrere Sekunden. Und wenn man sich seine Hände genau anschaut, bemerkt man, dass er stark am Zittern ist. Scheinbar ist ihm kalt, was nach einer großen Menge Alkohol wohl ganz normal ist. Jeder einzelne Muskel scheint sich dagegen zu wehren, hier den Tag zu beginnen. Doch Stück für Stück kommt er so langsam wieder zu sich und schafft es, sich fortzubewegen. Es ist kein eleganter Moment und auch kein stolzer für die Legende. Viel mehr ist es ein wahrer Kampf eines Mannes… gegen sich selbst. Und während die Kamera diesen Moment einfängt, wird eines klar: Das hier… ist mehr als nur ein schlechter Morgen.

Dass Raven jetzt in aufrichter Position ist sorgt nur dafür, dass der Death Fighter in Richtung von Bayley atmet und ihr somit der Gerucht von Alkohol eindringlicher in die Nase geht. Aus diesem Grund geht Bayley auch direkt ein paar Schritte zurück.

Bayley
"Wir werden miteinander reden. Aber nicht in diesem Zustand."

Offenbar will sie sich Raven vorknüpfen, doch macht sie sich wenig Hoffnung, dass Raven in diesem Zustand ein guter Gesprächspartner ist. Darüber hinaus erträgt sie den Geruch auch nicht weiter. Sie zuckt ihr Smartphone hervor und ruft jemanden an.

Bayley
"Hey! Ich brauche sofort ein paar Leute zur Personenbegleitung am Südwesteingang. … Perfekt! Bis gleich."

Hat Bayley hier gerade die Security angerufen? Es scheint ganz so. Wer sonst wäre zur Personenbegleitung zu rufen? Doch auch wenn sie jemanden anruft der sich um Raven kümmern soll, lässt die Kalifornierin Raven nicht alleine.
Der Ältere hört natürlich, was Bayley da gerade eben gesagt hat, und auch wenn er ein wenig verkatert ist, ist er doch bereits so gut bei Sinnen, dass er für sich selbst entscheiden kann. Daher antwortet er direkt ruppig seiner Chefin und wendet sich von ihr ab.

Raven:
„„Personenbegleitung? Scheiß doch auf sowas, das brauch ich nicht."“

Na, ob das stimmt. So wie Raven aussieht, ist es überhaupt fraglich, ob er überhaupt Zutritt in die Halle bekommt. Aber Bayley wird sich bestimmt darum kümmern, dass er dies schafft. Langsam hebt er seinen Arm und setzt die Weinflasche, die sich die ganze Zeit in seiner Hand befindet, so an, dass er einen weiteren Schluck nehmen kann. Jedoch stellt er schnell mit Bedauern fest…

Raven:
„„Verdammt, die ist ja leer. Na was soll's… ich geh in der Umkleide duschen. Sie können gern mitkommen, wenn Sie mögen, aber ich denke, Sie werden bestimmt Wichtigeres zu tun haben."“

Und damit lässt Raven die leere Flasche achtlos neben sich auf den Boden fallen und wendet sich ohne ein weiteres Wort von Bayley ab. Ganz langsam und beinahe schwankend setzt er sich in Bewegung, als hätte er sich gerade erst daran erinnert, wie man überhaupt geht. Seine Schritte sind unsicher, aber zielgerichtet, während er sich eine Hand über das Gesicht fährt und kurz innehält, als würde er versuchen, wieder einen klaren Gedanken zu fassen. Für einen Moment bleibt er stehen, blickt auf die Flasche hinab und schüttelt nur leicht den Kopf, fast schon enttäuscht. Dann hebt er den Blick wieder an, ohne sich noch einmal umzudrehen. Seine Worte hallen noch nach, doch seine Körpersprache sagt etwas ganz anderes. Langsam setzt er seinen Weg fort, verschwindet Schritt für Schritt aus dem Blickfeld der Kamera, während im Hintergrund bereits erste Stimmen der Security zu hören sind, die hier zu spät erscheinen. Ein leises Raunen geht durch die Zuschauerreihen, während Raven durch die Tür in das Innere der Halle geht.

Der erste Wachmann ist dann auch schon beim Role Model. Wobei er hier natürlich nicht sieht, wen er hier aus dem Weg schicken soll. Mit einem Fragezeichen über seinem Kopf wendet er sich an die General Managerin.

Bayley
"Behalte Raven im Auge. Schmeiß ihn aber nicht raus. Wenn irgendwas passieren sollte kontaktierst du mich. Er ist gerade da durch gegangen."

Um Raven nicht zu verlieren eilt der Angestellte und nimmt die Verfolgung auf. Bayley geht auch ihrer Wege wobei sie nur den Kopf schütteln kann bei dem was sie gerade erlebt hatte.

[Bild: trenner1.jpg]

OPENER
SINGLES MATCH
Becky Lynch vs. Mei Suruga

[Bild: beckymei.png]
Writer: Becky Lynch

Die Lichter in der ausverkauften Madrid Arena von flackerten dramatisch auf, als Ringsprecher Matthew Rehwoldt die erste Match-Ankündigung an diesem Abend übernahm. Die Menge tobte bereits, denn dieses Duell verspricht Kulturen-Clash und unterschiedliche Wrestling-Stile auf höchstem Niveau.

Matthew Rehwoldt: “The following Contest scheduled for One Fall.”

Dichter Nebel legt sich über den oberen Bereich der Bühne, als Rotes und Weißes Flashlight aufgeblitzt und sogleich eine energiegeladene Stimmung erzeugt. Die ersten Beats eines schnellen K-Pop Songs mit vereinzelten klassischen Klängen aus Fernost zeigen die Wurzeln der Athletin auf. Mit einem strahlenden, fast kindlichen Lächeln winkte sie energisch in alle Richtungen, die Arme weit ausgebreitet. Sie klatschte Fans ab, die sich über die Absperrung lehnten, und machte dabei kleine Hüpfer. Plötzlich blieb sie stehen, zeigte mit beiden Zeigefingern auf die Kamera und rief laut „Mei-chan desu!“ – was die Arena sofort mit „Mei-chan!“-Rufen erwiderte.

Matthew Rehwoldt: “At first… making her way to the Ring… from Kyoto, Japan… The Apple Girl… MEI SURUGA ”

Ihre Bewegungen waren schnell, quirlig und voller positiver Energie. Doch wer genau hinsah, bemerkte das gefährliche Funkeln in ihren Augen. Hinter dem süßen Lächeln lauerte eine echte Killerin. Am Ring angekommen, blieb sie kurz stehen, breitete die Arme aus und drehte sich einmal langsam im Kreis, damit alle ihr Outfit bewundern konnten. Dann nahm sie Anlauf, sprang hoch, packte das oberste Seil und vollführte einen perfekten Springboard Salto über die Seile hinweg. Sie landete federnd im Ring, rollte sich einmal vorwärts ab und sprang sofort wieder auf die Beine, die Arme triumphierend in die Höhe gerissen.

[Bild: 76318b3f6961e2368afa7686baab9a749a2dc217.pnj]

Pat McAfee: “Unser Gast aus Japan, herzlich willkommen Mei Suruga.”
Cathy Kelley: “Müssen wir Angst um sie haben? Das letzte Mal als Becky in einer ähnlichen Verfassung war, hat SAKI regelrecht zerstört. ”
Wade Barrett: “Die selbe Verfassung würde ich nicht sagen. Damals kochte sie vor Wut, doch heute erscheint sie am Rande des Abgrunds.”

Die Arena stürzt erneut in Dunkelheit, nur das unstete, fiebrige Flackern von blutrotem und giftgelbem Licht huscht über die Tribünen wie ein Fiebertraum. Ein schmutziges Gitarren-Feedback kriecht durch die Boxen, vermischt mit einem tiefen, aggressiven Bass-Puls, die Halle hält den Atem an. Plötzlich schneidet die Stimme durch die Finsternis, kalt und überheblich:

„THE MAN HAS COME AROUND.“

Und auch hier in Spanien explodiert die Arena förmlich. Über Großbritannien hat Becky wieder zu den Fans zurückgefunden und nun ist sie wieder the Man of the Masses. Die aktuellen Geschehnisse tragen natürlich dazu bei, dass man mit ihr mitfühlt, mit kämpft und sie wieder nahbar ist.



Auf der Stage materialisiert sich ihre Silhouette. Becky tritt hervor. Sie trägt ihr klassisches schwarzes Ring-Outfit aus Leder und Mesh, darüber die abgewetzte Lederjacke wie eine Rüstung. Die roten Haare hatte sie zu einem lockeren Pferdeschwanz gebunden, ein paar nasse Strähnen klebten ihr im Gesicht. Sie versuchte aufrecht zu gehen, die Schultern gestrafft, das Kinn hoch. The Man. Die Frau, die niemals brechen will und doch mehr als gebrochen ist. Wer genau hinsah, bemerkte unverkennbar die kleinen Risse. Ihre Schritte waren etwas schwerer als sonst. Ihre Augen wirkten müde, die Wangen ein wenig blasser. Sie lächelte, versuchte es, aber ihre Augen erzählten eine andere Geschichte. Es war das Lächeln einer Frau, die sich mit aller Kraft zusammenriss und die Crowd spürte es. Der Chant wurde noch lauter, noch wärmer. Viele Fans streckten die Hände aus, nicht nur um sie zu berühren, sondern um ihr zu zeigen: Wir sind hier. Wir sehen dich. Wir sind für dich da. Während die Lyrics exakt ihre Story wiedergeben:

I’M SPITTING BLOOD, I’M STARING DOWN A BROKEN NOSE
I’M SICK TO DEATH OF STANDING IN THE BITTER COLD
THEY’LL RUE THE DAY THEY LET ME HIT A NEW LOW


Rote und gelbe Strobes zucken hektisch im Takt, weißer, dichter Rauch quillt hinter ihr hervor und kriecht die Rampe hinunter wie giftiger Nebel. Nichtsdestotrotz bleibt sie am oberen Ende der Rampe stehen und streckt den rechten Arm in die Höhe, die Man-Pose. während Matthew Rehwoldt sie gebührend ankündigt.

Matthew Rehwoldt: “And her Opponent… from Dublin, Ireland… „The Man“… BECKY LYNCH!“

Der Ringsprecher weiß auf seine ganz eigene Art nochmal die Menge anzuzünden. Abermals schallen die Jubelstürme durch ihre Musik hindurch, während Becky den Ring betritt. Sie steuert sogleich die Mitte der Ring Umrandung an und steigt in die Seile. Auch hier fliegen ihr die Arme und Hände der meisten Fans entgegen, doch ein Lachen können sie dem Rotschopf nicht entlocken. Mit dem Verklingen der letzten Töne, normalisiert sich auch wieder die Beleuchtung in der Halle.

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Die beiden Frauen standen sich gegenüber. Becky überragte Mei um einige Zentimeter und musterte die Japanerin mit einem starren Blick. Kein Spott, keine Überheblichkeit. Mei grinst ihr entgegen und streckt ihr die Zunge raus. Eine klare Herausforderung, welcher Becky nicht abgeneigt ist. Der Ringrichter schickt beide zurück in die Ecken, während er das Zeichen an den Zeitnehmer gibt, es kann beginnen.

DING DING DING

Beide gingen sofort wieder in die Mitte, umkreisten sich. Becky streckte die Hand für einen klassischen Collar-and-Elbow-Lock aus. Mei nahm an und wurde sofort von Beckys Kraft nach hinten gedrückt. Doch die kleine Japanerin duckte sich blitzschnell weg, schlüpfte hinter Becky und setzte einen schnellen Waist-Lock an. Sie versuchte, Becky hochzuheben, doch „The Man“ blockte ab, stemmte sich gegen die Seile und stieß Mei nach hinten. Suruga rollte sich elegant ab und kam sofort wieder auf die Beine.

Becky lachte kurz auf und winkte sie heran. Mei griff erneut an, diesmal mit schnellen Chop-Kicks gegen Beckys Oberschenkel. Klatsch! Klatsch! Klatsch! Die Menge zählte mit. Becky verzog das Gesicht, packte dann aber eines von Meis Beinen und drehte sie in einen Dragon Screw Leg Whip. Mei krachte hart auf den Rücken. Becky war sofort dran. Sie zog Mei hoch und verpasste ihr zwei harte European Uppercuts unters Kinn, gefolgt von einem kurzen Arm-Drag. Mei landete auf allen Vieren. Becky wollte nachsetzen, doch Suruga rollte sich zur Seite, sprang hoch und traf Becky mit einem präzisen Dropkick direkt gegen die Brust. Becky taumelte zurück in die Ecke. Mei folgte mit einem Running Corner Splash, sprang dann auf das zweite Seil und drehte sich mit einem Moonsault Press von den mittleren Seilen herunter. Sie landete perfekt auf Becky, setzt unverzüglich das Cover an.
Eins… Zwei… Der Ringrichter zählte, doch Becky kickte energisch aus.

____________________ Währenddessen in der Gorilla Position ____________________

Während im Ring das Match im vollen Gange ist, sehen wir hinter den Kulissen ein deutlich ruhigeres Bild, wenn auch nicht weniger angespannt. Etwas abseits des obligatorischen Vorhangs hingen mehrere Bildschirme, die das aktuelle Match aus jeglicher Kameraperspektive direkt übertrug. Sofern die Gegebenheiten der Halle es hergaben, waren hier auch Sessel und Sofas platziert, in dem die wenigen interessierten Athleten die Matches der Kollegen und Kontrahenten verfolgen konnten.

Während die Matches liefen, hatte Chef Producer Jeff Miller ausnahmsweise etwas weniger zu tun. Die Technik lief und die Uhr hatte er im Blick. Mit einem erfrischenden Schluck des Energiedrinks, sah er in die Ecke, die er als verweist glaubte. Doch zu seiner Überraschung stand dort ein Mann. Groß, schwarze Jogginghose, schwarzer Hoodie und die Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Seine Haltung und Regung schien ihn zu verraten. Unmittelbar vor einem dieser Bildschirme stand er, Seth Rollins. Getarnt im Schatten des dunklen Umgebung, sah er Beckys Match aufmerksam an und ging jeden größeren Move leicht mit. Ohne ihn dabei stören zu wollen, näherte sich Jeff gemächlichen Schrittes an, doch Seth hatte ihn bereits vernommen.

SETH ROLLINS: "Siehst du… den Dropkick hätte sie vermeiden können. Den European Uppercut macht sie wie niemand anderes, aber bei dem Arm Drag kann sie ihre Hüfte mehr eindrehen, um mehr Schwung zu bekommen."

Das war eine durchaus nüchterne Analyse einer noch frühen Match-Sequenz. Eben jenes Match von der Frau, die ihn vor gut vier Wochen verlassen hat, deren gemeinsames Match in einem Desaster endete und jeder weiß, dass beide wie Hunde leiden. Zumindest für Jeff Miller war dies klar und umso erschreckender fand er Seth kühle Haltung. Aber immerhin hatte er überhaupt eine. Der Producer hörte die unterschwellige Anspannung, den Stolz, der mit etwas anderem, Schmerzlicherem kämpfte. Jeff blieb neben ihm stehen und schaute ebenfalls auf den Monitor. Becky hatte gerade einen harten Forearm-Smash gelandet und die Menge jubelte.

Producer Jeff Miller: "Sie sieht gut aus da draußen. Scharf. Fokussiert."

Seth nickte langsam, ohne den Blick vom Bildschirm zu nehmen. Seine Kiefermuskeln arbeiteten sichtbar.

SETH ROLLINS: "Sie ist immer gut. Auch wenn sie innerlich kaputt ist… sie geht trotzdem raus und gibt alles. Das hat sie schon immer getan."

Er machte eine kurze Pause, als Becky einen Snap Suplex ansetzte und die Gegnerin hart auf die Matte warf. Für einen winzigen Moment huschte ein stolzes, fast zärtliches Lächeln über Seths Gesicht, das erste seit langer Zeit. Nur mit leiser Stimme sprach er darauf weiter zu Jeff.

SETH ROLLINS: "Schau dir das an… selbst jetzt, wo sie mit all dem Scheiß kämpft, den ich ihr eingebrockt habe, ist sie noch immer besser als fast alle anderen da draußen."

Jeff warf ihm einen Seitenblick zu. Er spürte die tiefe Zerrissenheit in Seths Worten. Doch am liebsten würde er ihm die Getränkedose an den Kopf werfen und ihn gnadenlos anbrüllen: "Komm zur Vernunft, du dummer Hund!” Aber er tat es nicht, traute sich vielleicht auch nicht. Stattdessen schlürfte er den nächsten Schluck seines Energiedrinks und sieht sich weiter Beckys Match an.

Producer Jeff Miller: "Du klingst fast so, als wärst du stolz auf sie? Wie sieht es umgekehrt aus?"

Beiläufig im Nebensatz, untermalt von einem weiteren Schlürfen aus der Dose und einem Hauch von Zynismus. Eben der Schlag in den Nacken, auf etwas andere Art. Seth ließ abrupt den Kopf sinken, mit den Fäusten stützte er sich am montierten Bildschirm ab und sah mit giftigem Blick zu Jeff.

SETH ROLLINS: "Natürlich bin ich stolz auf sie. Aber was gibt es derzeit, auf das sie stolz sein könnte? Ich bin der Trottel, der alles verbockt hat und weshalb sie da draußen alleine ist und auch allein gegenüber Skye oder Dijak steht."

Producer Jeff Miller: "Hat die Ohrfeige nicht laut genug geklatscht?"

Jeff legte es jetzt drauf an. Ein gut gemeinter Rat half scheinbar nicht mehr, also musste er zu triftigeren Dingen greifen, zum Beispiel: Konfrontation. Wahrlich jeder der Roadies, Mitarbeiter und das halbe Roster haben Seth’ und Beckys Streit nach dem Tag Team Match zum ‘Battle Coliseum’ mitbekommen und eben auch diese schallende Ohrfeige, die sie ihm aus inbrünstiger Wut verpasste. Einzig giftiger und verletzender waren die anschließenden Worte beider. Seth kam es so vor, als würde er immer noch ihre Hand spüren, wie sie ihm durch das Gesicht zog. Kurz darauf hob er die Hand zu seiner linken Gesichtshälfte, ließ aber sogleich wieder davon ab.

SETH ROLLINS: "Und was hätte ich in dem Moment tun sollen? Ich war blind vor Hass, taub von den Stimmen in meinem Kopf… Ich habe nur diesen Riesen gesehen und bin drauf los, um eben etwas wie in Tokyo zu verhindern. Sie hat verdamt nochmal recht, aber ich habe… ich wollte es nicht sehen. Diese Matches zuvor… Gott, ich weiß jetzt auch, dass es falsch war, die Jungs derart auseinander zu nehmen. Ich bin zu dem selben dunklen Monster geworden wie Dijak. Und sieh mich an?! Hast du mich so schon mal gesehen? Ich bin ein Schatten meiner selbst. Gar jemand wie Ethan Page erkennt das."

Es war nicht der richtige Zeitpunkt, aber immerhin ein Zeichen in die richtige Richtung, als Seth in der letzten Woche zu Ethan in den Ring kam. Leider offenbarte er dabei auch seinen körperlichen wie mentalen Zustand. Sichtlich angefressen von sich selbst, wandte er sich wieder dem Bildschirm zu und sah, wie Becky gerade mit einem Lariat verfehlte und einen Head Kick einstecken musste. Unwillkürlich zuckte Seth zusammen.

Producer Jeff Miller: "Bist du immer noch zerfressen von Hass? Du machst auf mich hier gerade einen sehr… reumütigen Eindruck. Jetzt stell dich ein wenig cleverer an und suche das Gespräch. Ein erstes Gespräch und dann seht ihr weiter. Verdammt, ich hasse euch so zu sehen…"

Jeff hatte immer einen guten Riecher, wenn es um Menschenkenntnis ging und versuchte hier nur gutmütig zu vermitteln. Allerdings stieß er im Moment noch auf Granit und das bei beiden. Bei Seth, der nicht wusste, wie er es anstellen könnte und Becky die stur wie ein Esel war. Ob es doch etwas an Wirkung zeigte? Für den Augenblick reichte es. Jeff entfernte sich und steuerte auf der anderen Seite seine Kollegen an, während auch Seth nichts mehr von ihm hören wollte. Er zog die Kapuze tiefer ins Gesicht und starrte weiter auf den Monitor. Man durfte aber sicher sein, sobald Becky zurückkäme, wird Seth verschwunden sein.

____________________ Zurück in den Ring ____________________

Im Ring ist das Match währenddessen weitergegangen und Becky fand in ihrem Element. Sie zog Mei hoch, einen kurzen Low Kick zum Ansatz, gefolgt von einem sauberen Vertical Suplex. Beide hingen einen kurzen Moment in der Luft, bevor Becky sie hart auf den Rücken warf. Ohne Pause folgte ein weiterer Suplex, diesmal ein German Suplex mit der direkten Brücke und das Cover. „Eins… Zwei…“ Nein, noch nicht! Mei kam gerade noch heraus.

Wenn dies bisher nicht gereicht hat, mussten jetzt schwerere Geschütze aufgerufen werden. Mei Suruga war nicht umsonst für ihre Zähigkeit bekannt und genau um die ging es jetzt auf die Probe zu stellen. Becky positionierte sich hinter Mei, wartete bis diese allmählich wieder auf die Beine kam und setzte unverzüglich zu ihrem Man-Handle-Slam an. Die deutlich kleinere und leichtere Asiatin hat dem nicht viel entgegenzusetzen und wird mit Wucht auf die Matte gedonnert. Für heute sollte dies ausreichen. Becky setzte das Cover an, hakt das Bein ein… Eins… Zwei… und… Drei!

DING DING DING

Becky stand langsam auf, hielt sich den schmerzenden Rücken und blickte auf die am Boden liegende, tapfere Mei Suruga hinunter. Sie reichte ihr die Hand und half der Japanerin auf die Beine. Die beiden Frauen verbeugten sich kurz voreinander, Respekt zwischen zwei Kriegerinnen unterschiedlicher Welten. Die Madrid Arena feierte beide mit Standing Ovations für einen gelungenen Einstand an diesem Abend.

Matthew Rehwoldt: “Here is your Winner by PinFall… BECKY LYNCH!“

Pat McAfee: “Ein kurzes Match, schnelles Match und vor allem ein sauberes Match.”
Cathy Kelley: “Ja, das war clean. Mei hat gezeigt, dass sie durchaus mithalten kann. Aber mit Becky Lynch traf sie auch direkt auf eine der besten der Welt.”
Wade Barrett: “Das ist richtig. Dennoch ist auch dieser vermeintlich einfache Sieg für Becky wichtig in Hinsicht auf Skye Blue und das Shine Title Picture.”
Cathy Kelley: “Doch nicht wegen dem Title-Picture, dies ist längst so persönlich, hier geht es nicht um Gold. Dieses Match heute war da, um den Kopf zumindest für eine Zeit lang zum Schweigen zu bringen. Mehr nicht.”

[Bild: 45.jpg]

A SURPRISING OFFER!

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Tuesday, Mai 12th
 L'Arpège
84 Rue de Varenne, 75007 Paris, Frankreich


Mit den folgenden Kamerabildern sehen wir das vegetarische Pariser 3-Sterne-Restaurant L'Arpège, in welchem man das Beste der französischen und vegetarischen Gourmetwelt, durch den Sternekoch Alain Passard zubereitet, bekommt und genießen kann. Natürlich sind die meisten spanischen Fans zuerst überrascht, warum wir hier etwas aus der französischen Hauptstadt zu sehen bekommen, doch wer sich noch an letzte Woche erinnert, wird schnell feststellen, dass folgende Szenen hier wohl nach der letztwöchigen c2c-Ausgabe in Paris stattgefunden haben. In genau dieser c2c-Live-Ausgabe durften die Fans ein Gesicht zu sehen bekommen, das man so bei c2c Wrestling noch nie sah. Das Gesicht des Promoters und CEOs von Combat Zone Wrestling, DJ Hyde, der sich auch als ehemaliger Trainer des Performance-Center-Stars Swerve. Strickland herausstellte. Als dieser seinen ehemaligen Schüler backstage getroffen hatte, schien dies jedoch einige Triggerpunkte bei seinem jetzigen Lehrer Raven gezündet zu haben. Denn dieser schien von dem ganzen Treffen alles andere als begeistert. Doch spielt diese Tatsache erst einmal keine Rolle. Die Kamera fährt in das Innere des Gourmetkellers dieses wahrhaft traumhaften Ortes.

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Hier hat jede Zutat ihren eigenen Pass und ihre eigene Herkunft, von erfahrenen Gärtnern, Käseherstellern und so weiter. Jeder Geschmack erlebt hier seinen eigenen Weg! Und wir befinden uns hier heute zur absolut besten Jahreszeit, denn hier erlebt man den Frühling in seiner absoluten Blütezeit. Hier lernt man, dass der Frühling ein Treffen mit einer Erbse, einem Spargel, einer Ackerbohne, einem Radieschen, Rhabarber und einer Erdbeere zugleich ist. Das schönste Kochbuch hat die Natur geschrieben. Welch ein Genuss, im Sommer den Durst mit einem Tomaten-Senf-Gazpacho oder einem Gurken-Minz-Salat zu stillen! Welch ein Vergnügen, sich im Winter mit einem Selleriegratin mit Sahne oder einer Lauch-Kartoffel-Suppe aufzuwärmen! Ein perfekter Ort, um ein solches Wiedersehen zwischen ehemaligem Lehrer und Schüler zu feiern. Auch wenn die Feier etwas gedrückt wird, da Strickland sein Match gegen Bron Breakker letzte Woche verloren hatte. Dennoch treffen wir die zwei Männer hier an einem Tisch in der Ecke des Restaurants. Und Strickland ist nahezu perfekt für ein solches Treffen gekleidet. Ganz anders, als man es je von Raven erwarten könnte.

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Er trägt einen maßgeschneiderten, tiefschwarzen Anzug, dessen Sakko perfekt auf den Schultern sitzt, leicht tailliert, mit einem dezenten Glanz im Stoff, der im warmen Licht des Restaurants subtil schimmert. Darunter kein langweiliges Hemd mit Krawatte, sondern ein offenes, schwarzes Seidenhemd, zwei Knöpfe gelöst, sodass es lässig wirkt, aber trotzdem teuer. Die Hose fällt sauber und schmal, endet exakt auf einem Paar polierter, minimalistischer Lederschuhe und wird von keinem Gürtel gehalten. Um seinen Hals glänzt eine schlichte Goldkette, die genau im richtigen Moment auffällt, und an seiner Hand trägt er zwei schlichte goldene und keineswegs übertriebene Ringe sowie eine hochwertige Uhr. Sein Haar ist sauber gestylt, der Bart perfekt getrimmt und seine Augen funkeln mit einem ruhigen, kontrollierten, aber auch leicht arroganten Blick. Langsam fährt die Kamera näher an die beiden Männer heran, um zu horchen, was sie hier in diesem luxuriösen Plätzchen miteinander zu besprechen haben.

DJ. Hyde: Mit Shlak und Gage sind wir wieder voll auf Fahrt und dadurch, dass Havoc dieses Jahr bei uns in die Hall of Fame gekommen ist, haben wir auch wieder viele Fans der damaligen Zeit zurückgewinnen können. Der Liga geht es also besser als je zuvor. Wir halten unsere alten Fans und bekommen trotzdem ständig neue Fans dazu wegen der neuen Stars, die wir haben, haha.

Erzählt der Promoter der CZW stolz. Und tatsächlich wirkt Combat Zone Wrestling wieder etwas lebendiger als noch vor ein paar Jahren. Also dem Lariat God scheint es derzeit richtig gut zu gehen.

Strickland: „Wow! Du scheinst das Schiff ja gut segeln zu können.“

Was natürlich auch dem Man Who Never Misses gut gefällt, denn schließlich kann man schon sagen, dass die beiden Männer hier gut miteinander befreundet sind. Selten konnten wir Strickland so erfreut und glücklich sehen wie hier. Woran genau das lag, weiß er selbst nicht einmal so richtig. Klar versteht er sich super mit Hyde, aber mit Lykos, Izzy oder Leva versteht er sich doch auch ganz gut… oder?

DJ. Hyde: Ach was. Das ist doch alles nur unwichtiger Kram, den ich mache. Die wahren Erfolge kommen von den Wrestlern!

Stricklands ehemaliger Trainer scheint ziemlich bescheiden zu sein. Wenn man das nun mit seinem jetzigen Trainer vergleicht, ist das… na gut, denken wir lieber nicht darüber nach. Wir wollen hier nicht Raven schlechter machen, als er ist. Er hat schon seine Nachteile, aber auch seine positiven Eigenschaften und Vorteile. Wie zum Beispiel… nun ja… er hat… er kann… manchmal da… oh guck mal, da kommt der Kellner und bringt den beiden ihr Essen an den Tisch.

Kellner:
Blühende Rote Bete à la moutarde ancienne, Diamants Allians und Premières Zucchini & Zuckererbsen Risotto! Bon appétit!

Die beiden Teller werden abgestellt und die Kamera fährt direkt nah an die beiden Gerichte heran. Das erste ist ein sehr kunstvoll inszeniertes Gemüsegericht, wie man es aus der gehobenen Küche kennt. Die Rote Bete wird dabei so geschnitten und angerichtet, dass sie optisch wie eine Blume wirkt.

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Geschmacklich bringt sie eine erdige, leicht süßliche Note mit. Die „moutarde ancienne“, also ein grobkörniger französischer Senf, sorgt für einen würzigen, leicht scharfen und säuerlichen Kontrast, der die Süße der Rote Bete ausbalanciert. Dazu wurde der Teller noch mit kleinen, edel angerichteten Garnituren, die das Gericht optisch und geschmacklich abrunden, veredelt. Insgesamt ist das ein leichtes, elegantes Gericht, das stark auf Präsentation, Balance und feine Aromen setzt.

MR. Strickland and DJ. Hyde:
Danke.“

Das zweite Gericht ist ein klassisches Risotto, das mit besonders jungen, frischen Zucchini und Zuckererbsen zubereitet wird.

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Bei dem verwendeten Gemüse handelt es sich um die erste, besonders zarte Ernte, was bedeutet, dass das Gemüse sehr mild, leicht süßlich und knackig ist. Das Risotto selbst ist cremig und weich, da der Reis langsam in Brühe gegart und ständig gerührt wird, bis er eine schlotzige Konsistenz bekommt. Die frischen Zucchini und Zuckererbsen bringen eine leichte Frische und einen sanften Biss hinein, wodurch das Gericht trotz seiner Cremigkeit nicht zu schwer wirkt. Insgesamt entsteht ein ausgewogenes, eher sanftes und harmonisches Gericht, das durch seine Einfachheit und die Qualität der Zutaten überzeugt, aber dennoch typisch für gehobene Küche fein abgestimmt ist. Aber ist das Essen, auch wenn es natürlich unfassbar gut aussieht, nicht unbedingt wichtig hier. Viel wichtiger ist vielmehr das, worüber die beiden Männer sprechen.

Strickland: „Du machst dich wie immer viel zu unwichtig! Du verdienst es auch mal gelobt zu werden, du machst deinen Job wirklich super, Hyde!“

Ja, das kommt einem wirklich so vor. Nicht nur war dieser Mann es, der die CZW damals vor dem Untergang gerettet und wieder vollkommen neu aufgebaut hat, kurz bevor alles zum Bankrott floss, sondern scheint er auch wie ein sehr bodenständiger und angenehmer Zeitgenosse zu wirken. Er hat mit seinen Ideen die damalige Deathmatch-Liga der Wrestlingwelt eröffnet und auch Fans vom normalen Wrestling mit dorthin geführt. Quasi das, was große Ligen wie AEW schon seit Jahren versuchen. Nur macht die CZW es viel besser. Der einzige Unterschied natürlich ist, dass große Ligen wie AEW viel mehr Geld haben, das sie nutzen können, weshalb so große Stars wie ein Adam Page oder ein Lance Archer oder ein MJF niemals in der CZW auftreten würden. Und dennoch scheint Hyde vollkommen glücklich zu sein, wie es seiner Liga geht, und auch Strickland scheint diese Freude mitzufühlen.

DJ. Hyde: Ach, ich hab wirklich nur Glück. So viel musste ich nicht machen, die Liga war schon immer ein Diamant. Die Tickets verkaufen sich quasi von selbst. Du weißt doch, wie das früher war, als du noch bei uns warst.

Nun ja… es stimmt schon. Wenn es vor allem um Hardcore- und Deathmatch-Wrestling geht, gibt es nur wenige amerikanische Ligen, die so etwas anbieten, und die meisten, die es tun, sind irgendwelche Backyard-Wrestling-Ligen, die kaum Talent haben oder Ähnliches und nur in irgendwelchen Kleingärten oder auf Spielplätzen stattfinden. Die CZW ist die einzige größere amerikanische Liga, wo man so etwas noch zu sehen bekommt. Damit haben sie definitiv ein Alleinstellungsmerkmal, was ihnen viele Fans einbringt. Wobei es da natürlich auch viele Konkurrenzligen gibt, die ebenfalls immer größer werden und die die CZW irgendwann auch wieder einholen können. Aber hoffen wir mal auf das Beste für Hyde und seine Company. Doch gibt es da auch noch etwas ganz anderes, woran sich Strickland erinnert, wenn er an seine Zeit damals in der CZW denkt.

Strickland: „Oh ja… vor allem der teure Alkohol!“

Ein Thema, das heute schon einmal in der Show angesprochen wurde. Alkohol scheint vor allem im Performance Center äußerst beliebt zu sein. Wobei es hier wohl nur auf Raven zutrifft. Aber wie wir bereits vor einigen Wochen zu sehen bekamen, scheint Strickland eine relativ große Ähnlichkeit mit Raven zu haben. Das könnte zwar nur ein neckischer Diss von Leva Bates gewesen sein, aber ab und an zeigt sich in Strickland schon ein kleiner Raven. Vielleicht hatte er also auch mal Alkoholprobleme. Hoffentlich bleibt es dabei, dass es früher war und wir sehen den Hitmaker nicht auch irgendwann so in der Ecke herumliegend auf einem Platz im Freien, überschüttet von leeren Alkoholflaschen, wie ein dreckiger Penner.

DJ. Hyde: Und genau das hat sich nicht geändert. Darum mach ich den Job überhaupt. Nur alleine wegen dem teuren Tropfen und den Wellness-Spas!

Nun… vielleicht nicht gerade die besten Gründe, aber man kann es ihm nicht verübeln. In der Professional-Wrestling-Branche bekommt man wirklich unfassbar viel Gehalt im Vergleich zu Normalsterblichen. Und dieses Gehalt ist für viele auch der Grund, warum sie Wrestler werden wollen.

DJ. Hyde: Aber genug von mir. Was ist mit dir? Bist du gern hier in der c2c? Wie ist Raven so?

Das ist eine gute Frage. Wie ist die c2c so? Strickland ist ja nun bereits seit einigen Monaten hier und auch wenn vieles nicht so wirklich gut gelaufen ist… also wirklich sehr, sehr vieles… so wird es doch bestimmt auch das ein oder andere geben, was ihm gefällt… oder?

Strickland: „Naja… er ist… speziell, würde ich sagen…“

Gut, Raven selbst ist jetzt vielleicht nicht gerade das Thema, das man bei Strickland ansprechen sollte, da er ja quasi der Einzige ist, der nahezu jede Woche Stress mit seinem Trainer hat. Er sagte selbst, dass er Raven ersetzen und alles, was dieser macht, wesentlich besser hinbekommen könnte. Man kann ihm ansehen, dass er mit der Frage etwas zu hadern scheint und dass ihm selbst keine direkte Antwort darauf einfällt, während er einen Bissen von seinem Teller nimmt. Da muss Hyde tatsächlich selbst einmal kurz durchatmen und scheinbar wirkt auch er etwas enttäuscht von dieser Antwort und Reaktion seines ehemaligen Schülers. Aber ist da auch noch irgendetwas anderes…

DJ. Hyde: Ach komm schon, Swerve. Wrestling ist ein Beruf, wo man Spaß haben sollte. Wenn man keinen Spaß hat, geht man hier nur zugrunde! Wenn man sein ganzes Leben nur damit beschäftigt ist, durch die halbe Welt zu reisen, dann braucht man auf der Arbeit Spaß.

Klingt zwar sehr direkt, aber ist das etwas, was man tatsächlich nicht nur zum Wrestling, sondern eigentlich zu jeder einzelnen Berufung sagen sollte. Egal, was für einen Job man macht, er sollte einem Spaß machen, denn ohne Spaß geht man daran zugrunde. Man sollte keine Arbeit annehmen, die einem keinen Spaß macht. Sicher gibt es viele Menschen, denen keine andere Möglichkeit bleibt, aber alles in allem muss man schon sagen, dass die Menschen, deren Job ihnen keinen Spaß macht, schon teils selbst daran schuld sind. Klar gibt es auch Situationen, wo man sich erst einmal hocharbeiten muss, ehe man einen Job bekommt, der einem wirklich gefällt, aber das gehört ja mit dazu, und wenn man daran keinen Spaß hat, dann ist der gewünschte Job einfach nicht das Richtige für einen. Die einzige Ausnahme ist es, wenn man wirklich keine Möglichkeit findet, seinem Traumberuf nachzugehen, da man von niemandem genommen wird, aber dann liegt die Schuld ebenfalls bei einem selbst, weil man dann einfach nicht gut genug dafür ist. Dann sollte man sein Bestes geben, so schnell wie möglich besser zu werden, damit die Firmen keine andere Möglichkeit haben, als einen zu nehmen. Also joar, der Schreiber dieses Segmentes bleibt dabei, dass es die eigene Schuld ist, wenn man keinen Spaß an seiner Arbeit hat.

DJ. Hyde: Hhmm… ich hab dieses Restaurant ausgesucht, weil es überall als so besonders gut beworben wurde. Aber 90 € für so ein bisschen Gemüse ohne Fleisch, was sättigend ist? Das ist doch einfach nur eine Frechheit!

Kommentiert Hyde dabei trocken, sachlich und leicht genervt. Sicher hat er nichts gegen vegetarisches oder veganes Essen, solange es seinen Zweck erfüllt und einen sättigt und gut schmeckt. Aber solche kleinen Portionen für einen 90–120 € Preis, das ist wirklich schlechter Service. Schmecken tut es, aber er selbst könnte 10 solcher Teller essen, ehe er auch nur den Ansatz an Sättigung verspürt. Das nächste Mal sollten die beiden sich lieber in irgendeinem Burgerladen treffen.

Strickland: „Jaaa, ich finde auch, die hätten die Teller etwas mehr füllen können. Immerhin schmeckt es.“

Und natürlich stimmt Strickland ihm da zu. Etwas, was er bei Raven nur in den allerseltensten Fällen macht. Aber Hyde scheint genauso zu ticken. Kein Wunder also, dass Strickland sich hier so zufrieden öffnet. Jedenfalls… mehr als man es sonst von ihm sieht.

DJ. Hyde: Pah, das erste und das letzte Mal… aber gut, weg von den miesen Themen… wie sieht’s aus? Hast du eine Freundin?

Normalerweise hält sich Strickland immer stark zurück, was Informationen über sein Privatleben angeht, und jedes Mal, wenn Raven versucht, etwas darüber herauszufinden, rastet Strickland förmlich aus. Aber hier bei Hyde ist das etwas anderes, weil dieser… ja, wie schon gesagt, fast wie ein Kumpeltyp ist. Die beiden verstehen sich super und er ist ein atemberaubend guter und freundlicher, kompetenter Trainer. Da kann Strickland quasi nicht anders, als seine Frage ehrlich zu beantworten.

Strickland: „Haha, naja, kann man so sagen, ja.“

Man merkt Strickland an, dass ihm das Thema etwas unangenehm ist, aber Hyde findet das natürlich äußerst spannend und will gleich noch mehr erfahren. Etwas, was Raven sicher auch gern würde, aber bei Hyde lässt es Strickland immerhin zu.

DJ. Hyde: Uuhh, ist es eine Kollegin oder eine private Bekanntschaft? Sind schon Hochzeitspläne vorhanden?

DJ Hyde lehnt sich mit einem breiten Grinsen ein Stück weiter nach vorne, die Augen neugierig funkelnd, als hätte er gerade das interessanteste Thema der Welt entdeckt. Für ihn ist das hier kein Verhör, sondern eher dieses typische, lockere Nachhaken unter Freunden, die man schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen hat, das irgendwo zwischen Interesse und freundschaftlichem Necken liegt. Und genau das ist es, was die Situation für Strickland so ungewöhnlich macht. Normalerweise hätte er an dieser Stelle längst dichtgemacht. Jeder Versuch, auch nur ansatzweise in sein Privatleben vorzudringen, wurde in der Vergangenheit von ihm sofort abgeblockt, manchmal ruhig und manchmal auch deutlich aggressiver. Es ist ein Bereich, den er streng für sich behält. Doch hier… ist es anders. Hyde hat nicht diesen unterschwelligen Druck, nicht dieses manipulative Interesse, das Raven oft mitbringt. Bei ihm wirkt alles ehrlich, fast schon zu ehrlich. Wie bei einem Kumpel, der einfach neugierig ist, ohne Hintergedanken und ohne Spielchen. Und vielleicht ist es genau das, was Strickland für einen Moment dazu bringt, die Mauern ein kleines Stück zu senken. Trotzdem bleibt da diese leichte Unsicherheit. Man sieht es ihm an. Die Art, wie er kurz zur Seite schaut, bevor er antwortet, wie seine Körpersprache ein kleines bisschen angespannter wird, als ihm lieb ist.

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Es ist kein Thema, über das er gerne spricht. Weder öffentlich noch im Training, eigentlich gar nirgendwo. Und doch hat er es jetzt angesprochen. Oder besser gesagt: zugelassen, dass es angesprochen wird. Hyde hingegen geht darin völlig auf. Für ihn ist das hier gerade Gold wert. Nicht, weil es ihm um irgendwelche Schlagzeilen geht, sondern weil er die Dynamik genießt. Dieses lockere Hin und Her, dieses kleine Stück Normalität in einer Umgebung, die sonst von Druck, Leistung und ständiger Bewertung geprägt ist. Er verschränkt kurz die Arme, nickt langsam und kann sich ein weiteres Grinsen nicht verkneifen, als er Stricklands Reaktion mustert. Da ist dieses leichte Zögern, dieses minimale Unbehagen, und genau das macht es für ihn nur noch interessanter. Man könnte fast meinen, dass er sich schon die nächsten Fragen zurechtlegt, während er noch auf die erste Antwort reagiert. Und tatsächlich lässt er ihm kaum Zeit, wirklich durchzuatmen, bevor er direkt weiter nachhakt. Wobei die Hochzeitsfrage schon sehr weit vorausgenommen hat. Aber antwortet Strickland darauf mit einem doch ziemlich ehrlich klingenden Lachen.

Strickland: „Haha, nein, sowas noch lange nicht. Wir kennen uns noch nicht so lange. Bisher haben wir nur online miteinander geschrieben.“

Strickland hat also eine Onlinebekanntschaft erlangt? Nun, so fangen im 21. Jahrhundert die meisten Beziehungen an. Doch hört man auch an der Art, wie er spricht, dass es ihm etwas unangenehm ist. Wie als hätte er gerade ein wenig zu viel preisgegeben. Für einen kurzen Moment entsteht eine kleine Pause im Raum. Keine unangenehme Stille, eher dieses kurze Innehalten, in dem die Anwesenden die Information verarbeiten. Hyde lässt den Blick kurz über ihn wandern, als würde er versuchen, zwischen den Zeilen zu lesen. Da ist dieses leichte Grinsen, das andeutet, dass er mehr daraus macht, als Strickland vielleicht lieb ist. Für ihn ist das kein großes Drama, sondern eher ein spannendes Detail. Etwas, worüber man scherzen kann, ohne es ins Lächerliche zu ziehen. Und während Strickland sich wieder etwas sammelt, die Schultern minimal lockert und versucht, das Thema nicht größer werden zu lassen, als es ist, bleibt doch ein Gedanke im Raum hängen. Eine Verbindung, die bisher nur aus Worten besteht. Kein Treffen, kein direkter Kontakt… nur Nachrichten. Etwas, das also klein wirkt und vielleicht sogar unbedeutend ist. Aber oft sind es genau diese kleinen Dinge, aus denen später etwas entsteht, das man nicht mehr so leicht kontrollieren kann.

DJ. Hyde: Hhmm, wenn daraus etwas Festes werden sollte, würde es Ihnen bestimmt besser kommen, wenn Sie nicht so oft in der ganzen Welt herumfliegen, sondern fest in Amerika arbeiten, meinen Sie nicht? Rund 90 % unserer Shows finden in Pennsylvania statt!

Warte, was? Hat… hat Hyde da gerade eben…

Strickland: „Ist… ist das ein Jobangebot?“

Ja! Will Hyde hier gerade seinen ehemaligen Schüler wieder zurückbekommen? Will er Strickland dazu überreden, die c2c zu verlassen und wieder zurück zur CZW zu kommen? War das etwa von Anfang an sein Plan? War Raven deswegen so komisch drauf, als er ihn gesehen hat? Aber die beiden kennen sich doch gar nicht! Gab es irgendetwas, wodurch Raven schon von Beginn an gesehen und gewusst hat, dass Hyde genau das versucht hier umzusetzen? Dass Hyde ihm seinen Schüler wegnehmen möchte? Nun, wenn man genau darüber nachdenkt, scheint es für Strickland ja nahezu perfekt zu sein. Weil mit Hyde scheint er sich ziemlich gut zu verstehen und mit Raven… nun… na ja… darüber braucht man wohl besser keine Worte zu verlieren. Aber what the fuck! Wo kommt das auf einmal her, so ganz out of nowhere?

DJ. Hyde: Nun ja, viele der Leute von damals sind nicht mehr bei uns, aber einige wirst du noch kennen. Und die vermissen dich bestimmt genauso, wie du sie vermisst.

Er hat halt wirklich den perfekten und überraschendsten Moment abgewartet und dieses Angebot dann gebracht wie ein absoluter Meistergeschäftsmann. Er wusste, dass wenn er es direkt backstage bei der Show machen würde, dass da viel zu viel dazwischen kommen könnte, was Strickland davon abhält, Ja zu sagen. Seine Kameraden, die Liga, der Gedanke daran, bei der größten Fantasy-Wrestlingliga der Welt mit dabei sein zu können. Das war schon immer sein größter Traum. Aber hier haben sie jetzt in einem Gourmetrestaurant darüber gesprochen, dass es geldlich bei der CZW unheimlich gut aussieht und Strickland auch den Spaß seines Lebens haben könnte. Es klingt also wie der absolut beste Job, den Strickland jemals haben könnte.

DJ. Hyde: Und wenn es dir hier bei der c2c nicht gefällt, was hält dich davon ab?

Unfassbar, wie gut DJ Hyde ist. Er versucht hier tatsächlich, Strickland abzuwerben und hat an seiner Angel den wohl perfekten Köder für den wohl mit Abstand perfektesten Moment befestigt. Kein Wunder also, dass Strickland so unfassbar nervös wirkt. Das klingt zu schön, um wahr zu sein. Und er ist sich selbst unsicher, was er darauf antworten soll.

Strickland: „Ha… hahaha… ähm… ich…“

Es kann doch eigentlich nur Ja sein, oder? Naja, aber… er ist ja extra zur c2c gekommen, weil es die größte Company ist. Hier sind die besten Stars und hier ist man quasi ganz oben beim Marktführer. Klar ist es anstrengender, aber man hat es geschafft. Hier verdient man mehr als in einer kleinen Indy-Liga und hier hat man auch die Möglichkeiten, sich stark zu verbessern und irgendwann eine absolute Legende zu sein. Wenn man jetzt die Legenden bei CZW mit den Legenden der c2c vergleicht, stellt man schnell fest: Ein Kenny Omega ist definitiv bekannter als ein Nick Gage! Also stellt sich die Frage… will Strickland wirklich seinen großen Traum, ganz oben mitzuspielen, fallen lassen, um lieber wieder zurück in eine Welt zu gehen, wo es ihm definitiv besser gefallen wird? Das ist schwierig. Aber andererseits… vielleicht hätte er die Möglichkeit, wenn er dort länger aktiv ist und eine gute Leistung zeigt, dass er dann auch einen vollwertigen c2c-Vertrag erhält, ohne dass er dieses Training im Performance Center mit Raven absolvieren müsste. Damit wären alle Probleme ja ebenfalls gelöst. Aber es wäre auch risikoreich. Was also soll Strickland hier tun?

Strickland: „Ich glaube, ich muss darüber erst einmal nachdenken.“

Verständliche Antwort. Und auch Hyde empfindet dies so. Er kennt Strickland ja schließlich und er weiß, dass dieser Junge kein spontaner Mensch ist, der Dinge einfach ohne darüber nachgedacht zu haben entscheidet. Er weiß, dass bei Strickland alles perfekt durchgeplant abläuft. Immer und in jeder Situation. Er lächelt seinen ehemaligen Schüler und vielleicht auch zukünftigen Arbeitnehmer an, um ihm zu zeigen, dass er vollkommen fein mit dieser Entscheidung ist.

DJ. Hyde: Ja, keine Sorge, kein Stress. Ich fliege morgen wieder zurück in die USA. Wenn du dich entschieden hast, kannst du dich jederzeit bei mir melden, Swerve!

Elegant zückt DJ Hyde eine seiner Visitenkarten hervor und streckt sie Strickland entgegen. Er hat seinen Schachzug also wirklich gemacht und es wird sicherlich nicht auf so viel Freude treffen, wenn Raven oder gar Bayley davon erfahren. Sicher, Strickland ist nur ein Performance-Center-Star, aber dennoch wurde er mit Sicherheit nicht ohne Grund dafür ausgewählt. Die c2c erhofft sich noch so einiges von ihm.

Strickland: „Hah… da… danke… Hyde!“

Es ist wirklich schwierig. Für was soll sich Strickland entscheiden? Dass dieses Treffen hier heute so verlaufen würde, damit hätte er und wahrscheinlich auch niemand auf dieser Welt je gerechnet. Dass Hyde ausgerechnet zur c2c gekommen ist, um seinem alten Schüler diese Möglichkeit zu bieten, zeigt, wie viel er von Strickland hält. Und er hat es in der CZW auch schon geschafft, mit zu den Besten zu gehören, als er dort die World Heavyweight Championship gewann. Allerdings bedeutet dies ja auch, dass er dort bereits alles geschafft hat, was es zu schaffen gilt, oder? Nein, natürlich nicht. Die CZW ist besonders für das legendäre Tournament of Death bekannt, welches jedes Jahr die mit Abstand brutalsten und härtesten Deathmatch-Wrestler ganz Amerikas hervorbringt. Solch ein Turnier hat Strickland bisher noch nie gewonnen. Gut, er hat auch noch nie daran teilgenommen, weil er selbst nicht wirklich ein Deathmatch-Wrestler ist, aber… als CZW-Legende müsste er dies schon gewinnen. Die größten Deathmatch-Wrestler Amerikas haben dieses Turnier bereits für sich entschieden. Egal ob der Japaner Jun Kasai, der Deutsche Thumbtack Jack oder die Legende selbst, Sick Nick Mondo. Sie alle haben ihre Namen nur alleine durch dieses eine Turnier gemacht. Aber vielleicht will Strickland ja auch etwas ganz anderes. Aber das werden wir wohl in sehr naher Zukunft erfahren. Hier lassen wir die beiden erst einmal ihre Mahlzeit zu Ende genießen, während das Bild langsam ausblendet.

[Bild: 65.jpg]

A few days ago

Ein Hotel, irgendwo in Madrid! Das Zimmer, welches nun gezeigt wird, ist recht gemütlich eingerichtet. Aquarelle, die hauptsächlich Landschaftsaufnahmen zeigen, schmücken die Wand und ergänzen sich mit zwei größeren Topfpflanzen, die in einem saftigen Grün erstrahlen. Auf einem dunkelbraunen Mahagoni Tisch, der an eine Wand geschoben wurde, steht ein großer Fernseher. Gegenüber ist ein Himmelbett aufgebaut worden, auf dem der Gast in diesem Zimmer herumgammelt. Dabei handelt es sich um Bobbi Tyler. Sie trägt ein übergroßes, schlicht weißes T-Shirt und ebenso farbige Socken. Die blonden Haare sind zu einem lockeren Dutt hochgebunden, wobei einige Strähnen herunterhängen. Da Bobs gerade keinerlei Make Up trägt, sind Augenringe sichtbar. Wirklich gut hat sie nicht geschlafen, da sie mal wieder von ihrem Albtraum über Bálor und ihr Trauma heimgesucht wurde. Zumindest schafft sie es, sich aktuell davon abzulenken. Ihre Beine hat sie im Schneidersitz angezogen. Auf dem Schoß liegt ein I-Pad. Bobbi sieht sich gerade ein Wrestling Match an. Keines ihrer eigenen. Sondern eines ihrer kommenden Gegnerin Jacy Jayne. Ein pikantes Detail: Jacy fightet dabei gerade gegen Fallon Henley, mit der Bobbi seit ihrem c2c Comeback ja immer wieder aneinandergeraten ist.

bobbi.tyler: Ooookay…Jacy ist schnell und kann kräftig zuschlagen. Sie kämpft mit fiesen Tricks und versucht dich mit ihrem Gelaber während des Matches aus der Bahn zu bringen. Tja…das alles kann ich auch!

Grinsend rutscht Bobbi auf ihren Rücken und hält mit ihren Händen das I-Pad in die Höhe. Das rechte Bein zieht sie an und legt das linke, abgewinkelt, auf diesem ab. Die Britin scheint den selbsternannten Rockstar analysieren zu wollen. Schadet ja nicht sich schon vorher mit der nächsten Gegnerin auseinanderzusetzen. Wie man gerade gehört hat, scheint die Engländerin ein paar Parallelen zwischen ihr und Jayne zu sehen. Sie sieht dem Match durchaus mit einer gewissen Vorfreude entgegen. Auch wenn Jacy bisher noch keine Titel gewinnen konnte, hat sie sich durchaus in der c2c etabliert. Sie zu besiegen würde durchaus Eindruck hinterlassen.

bobbi.tyler: Ach, wenn sogar bloody Fallon Henley mit der fertig wird, pack‘ ich sie doch mit links…haha…

Da überkommt die Blonde ein Arroganz Anfall. Eine Eigenschaft, die sich Bobs damals antrainiert hat, als sie mit Kip Sabian (quasi) zusammen war und es sich bis heute nicht wieder abgewöhnen wollte. Trotz aller negativer Erlebnisse und Rückschläge in den letzten Jahren. Sie spürt nur, wie es sich falsch anfühlt, Fallon in einem negativen Kontext zu erwähnen. Das Gefühl schiebt sie schnell wieder in die hinterste Ecke ihrer Seele. Sie ist doch Bobbi Tyler, verdammt nochmal! Sie ist nur zurückgekommen, um das Vergangene zu begraben und um sich ihren Traum zurückzuholen. Ersteres scheint schwieriger zu werden als gedacht. Zweiteres rückt aber immer mehr in greifbare Nähe. Jeder weitere Sieg spült sie nach vorne, bis sie an vorderster Front steht und um den Women’s Championship antreten kann. Ja, daran klammert sich die ehemalige Stevie Turner weiterhin fest.

bobbi.tyler: Pf, wer bitte ist schon Jacy Jayne! Die Trulla kann mir das Wasser nicht reichen. Sie hat nicht das durchgemacht, was ich durchmachen musste, um an diesen Punkt zu kommen. Ich bin in jeder Hinsicht besser als sie. Bobbi Tyler ist immer zwei Level über dir und dir immer zwei Schritte voraus!

Gut, Bobs muss das nicht unbedingt laut aussprechen, um das zu glauben. Das tut sie auch so! Mit einem zufriedenen Lächeln schließt sie die App und legt das Pad zur Seite. Brummend reibt sie sich die Augen und blinzelt einige Male. Jap, sie ist definitiv müde. Aber es ist noch heller Mittag und später hat sie noch einen Termin in einer lokalen Radiostation, den sie wahrnehmen muss, um die Show am Montag zu hypen. Wirklich Bock hat die Blondine nicht…aber es gehört eben zum Job dazu. Vielleicht kann sie dennoch noch ein wenig entspannen, bevor sie sich richten muss. Ein wenig vom Fernseher berieseln lassen? Gute Idee! Schnell wird nach der Fernbedienung gegriffen, die neben ihr auf dem Nachttischchen liegt. Gut dass sie schon weiß, dass sie hier auch englischsprachige Sender empfängt. Und selbst wenn nicht, dann wird sie schon die Unterhaltung finden, um den Kopf freizubekommen. So zappt die 29jährige ein wenig ziellos durch die Kanäle und gibt sich dabei jeweils ein paar Sekunden Zeit um zu begreifen, was gerade läuft. Da Nachrichten, hier eine Telenovela, da läuft ein Fußballspiel, wieder Nachrichten…und auf einmal richtet sie sich kerzengerade in ihrem Bett aus. Die Atmung wird schneller, die Augen größer. Auf dem Bildschirm läuft eine spanische Show, wo es um Garten und Blumen zu gehen scheint. Ein älterer Herr mit schütterndem Haar und einer blauen Latzhose erzählt etwas, was sich für Bobs wie ein unverständlicher Wörter-Brei anhört. Darum geht es aber nicht. Der Typ schneidet gerade einen Bund Rosen zusammen…schwarze Rosen! Als würde sie unter PTBS leiden, sieht sie bruchstückhaft Fetzen von damals…von Bálor und der Sache damals, die sie wegen ihm erleiden musste. Ihr Angst und Panik von damals holt sie wieder ein. Seine Stimme ertönt in ihrem Ohr…wie im Traum als er sie dreckig auslacht und sie verbal verletzen möchte. Aber warum kommt das plötzlich? Die schwarze Rose ist DAS Symbol des Dämonen Bálors gewesen. Sofort erinnert sich ihr Verstand an ihn…so sehr sich Tyler dagegen auch wehrt. Er hatte damals eine für sie zurückgelassen, um sie noch mehr zu demütigen. Und leider fühlt die Blonde sich wieder genauso…

bobbi.tyler: Nein…

…haucht sie schwach in das Zimmer. Sie schaltet den Fernseher wieder aus, rutscht vom Bett herunter und geht zu einem der Fenster. Ihre Kehle ist wie zugeschnürt. Bobbi beginnt sogar schon leicht zu schwitzen. Sie will das Fenster öffnen…aber das scheint verkeilt zu sein, so dass sie es nicht sofort aufbekommt. Plötzlich schreiend schlägt sie wütend gegen die Scheibe. Schnaubend geht Tyler ein paar Schritte weiter und erblickt ein Glas auf einem Tisch, aus dem sie vorhin erst getrunken hat. Jetzt bekommt sie Lust ihren Frust abzuladen und etwas kaputt zu machen. Die Blondine sieht rot! Das Glas wird fest in die Hand genommen, in die Höhe gehoben…und fest gegen den Tisch geschlagen…

*Klirr*

Da walten rohe Kräfte bei der Engländerin. Sofort zerspringt das Glas in lauter Einzelteile. Bobbi merkt zwar, dass sie einen weiteren Schrei loslässt, um ihre gequälte Seele zu entlasten…aber sie hört nur ein piepsendes Geräusch in ihrem Ohr. Taumelnd hangelt sie sich zur nächsten Wand, drückt sich dagegen und rutscht nach unten. Die Beine zieht sie an und umschlingt diese. Nach ein paar Sekunden kommt sie wieder zu sich. Ihr Gehör nimmt wieder mehr Impressionen war und sie spürt, wie sie am ganzen Körper zittert. Dazu fühlt Bobbi einen stechenden Schmerz in einer ihrer Hände. Mit dieser hatte sie das Glas zerstört und dabei hat sie sich wohl geschnitten. Ein sichtbarer Cut in der Handinnenfläche, aus der Blut heraustritt, verrät das. Obwohl es höllisch schmerzt ist das gerade nicht das Schlimmste, was sie empfindet.

bobbi.tyler: Aua…

Kann sie mit tränenerstickter Stimme von sich geben. Sie starrt nur auf ihre blutende Hand, während sie seine grässliche Fratze vor dem inneren Auge sieht.

bobbi.tyler: Geh‘ aus meinem Kopf raus! Lass‘ mich endlich in Ruhe! LASS‘ MICH IN RUHE!

Er kann dich doch nicht hören! Aber was macht man nicht alles aus Verzweiflung? Bobbi hämmert dabei ihren Hinterkopf zweimal gegen die Wand. Scheint doch zu helfen, da sein Gesicht langsam wieder verblasst. Bobs atmet durch…endlich wieder. Dann hört sie, wie etwas auf den Teppich tropft. Shit, ihr Blut, das von der Hand rinnt! Tyler hievt sich nach oben, um irgendwie die Hand zu verarzten. Und dann mal schauen, wie sie den Teppich sauber bekommt. Sofern sie das nicht einfach so lässt. Innerlich aufgewühlt hält sie die verletzte Hand mit der Innenseite nach oben und trottet in Richtung des Bads. Die Knie fühlen sich wackelig und weich an. Im Gesicht ist sie kreidebleich. Wenn selbst das Abbild der bestimmten Pflanze sie so ausrasten lässt…wie soll das nur weitergehen? Bobs ist klar, dass sie vor der Show zumindest mal ihrer Therapeutin schreiben muss. So verschwindet sie im Bad, während die Kamera zurückbleibt. Fade off.

[Bild: das.jpg]

MATCH 2
c2c WESTCOAST CHAMPIONSHIP
SINGLES MATCH
Ethan Page © vs. Will Ospreay

[Bild: ospreayego.png]
Writer: ???



Das Licht in der Halle wird gedimmt. Wie aufs Stichwort ziehen die Fans ihre Handys aus den Taschen und sorgen mit der individuellen Beleuchtung für eine besondere Atmosphäre. Leichte Klaviermusik ist zu hören, die der Vorbote für den Mann ist, der sich gleich die Ehre geben wird. Plötzlich stoppt die Musik und die pompösen Takte von "Elevated" setzen ein! Dichter Nebel steigt am Entrance empor und nach wenigen Sekunden schält sich eine Gestalt aus dieser. Es ist der Aerial Assassin, Will Ospreay! Neben seinen Boots und der Hose trägt der Brite einen dicken Mantel, der mit einem Kragen aus Kunstfell bestickt ist. Auch sonst ist das Kleidungsstück opulent geschmückt, zum Beispiel mit bunten Strasssteinen oder kleinen, britischen Flaggen.

Matthew Rehwoldt: "Making his way to the ring... from Essex, England... weighing in at 231 pounds... he is the Aerial Assassin... WILL OSPREAY!"

In einer astreinen Superhelden Pose geht der Kingpin in die Knie und drückt die rechte Faust gegen den kalten Stahl der Stage. So verharrt er kurz, bevor er sich hochmotiviert aufbaut und die Arme in die Höhe streckt, wobei beide Hände ein Zeichen formen, was an ein "W" erinnert, wobei die Daumen sich ebenfalls berühren. Ein Signature, was er schon in Japan verwendet hat. Wie die Fans auf ihn reagieren, bekommt Ospreay nur am Rande mit. Mental befindet er sich in einem Tunnel, der ihn direkt zum Ring und damit zum Match führen wird. Der rechte Zeigefinger deutet gen Himmel...da sieht der Billy G.O.A.T. sein "Limit"! Die restlichen Meter zum Ring sind innerhalb kurzer Zeit bewältigt. In den Seilen angekommen hüpft Will auf eines der vier Turnbuckle und deutet erneut sein Hand Signature an. Diesen Moment lässt er Engländer doch auf sich wirken. Seine Theme verstummt langsam. Will legt den Mantel ab und deutet an, dass er bereit ist.



Matthew Rehwoldt: "Making his way to the Ring... from Hamilton, Ontario, Canada ... weighing in at 225 pounds.. He is "All Ego" ETHAN - PAGE!"

[Bild: Intro-1698794724.jpg]

Warnung! Spoiler!
Ethan Page besiegt Will Ospreay via Pinfall nach dem Ego´s Edge

Here is your winner by pinfall and still the c2c Westcoast Champion: ALL EGO ETHAN PAGE!

[Bild: 4.jpg]

STRICKLANDS DEPARTURE?

Das nächste Segment der Show beginnt und dieses entführt uns wieder einmal in die Vergangenheit und außerhalb der Arena nach draußen. Um genau zu sein zu einer kleinen Halle, die von der c2c für diese Woche als Performance Center angemietet wurde und die sich mitten im südlichen Teil der Innenstadt von Madrid befindet. Hier wurden letzte Woche Freitag die Schüler von Raven trainiert und haben ihre wöchentliche Unterrichtsstunde absolviert. Doch zu dem Zeitpunkt, zu dem uns das Video hierhin bringt, ist dieses Training bereits vorüber und es sieht so aus, als würden sich die Schüler bereits verabschieden. Vor der Halle kann man Kid Lykos und Swerfed Strickland stehen sehen, wie sie kurz davor sind, nach Hause zu gehen. Und es dauert gar nicht lange, da kommen auch Izzy Moreno und Leva Bates fertig umgezogen heraus, sodass die vier sich nun voneinander verabschieden können. Jedoch hätten wir ganz bestimmt nicht hierhin geschaltet, wenn es nicht noch eine wichtige Sache zu besprechen gäbe. Eine wichtige Sache, die wir vorhin erst ebenfalls zu sehen bekamen. Und bevor Strickland damit zu Raven oder gar zu Bayley geht, möchte er sich erst einmal die Meinung seiner engsten Kollegen dazu holen. Aus diesem Grund sagt er auch nicht auf Wiedersehen, sondern fängt verständlicherweise nun hier vor der Halle mit genau diesem Thema an. Auch wenn es ihm sichtlich schwerfällt und er anfangs damit hadert.

Strickland: „Ich… ich hab von Hyde ein Jobangebot bekommen! Ich könnte sofort bei der CZW anfangen, wenn ich will!“

Stellt sich nur die Frage… was will Strickland jetzt hören? Was für eine Antwort erwartet er von seinen Kollegen? Dass sie völlig perplex und zufrieden für ihn sind oder dass sie versuchen, ihm das auszureden? Er weiß ja selbst nicht einmal, was genau er davon halten soll. Er weiß nicht, ob er das Angebot annehmen soll oder nicht doch lieber hier bleiben sollte. Daher kann er wohl auch die Frage, die direkt von Leva daraufhin gestellt wird, nicht direkt beantworten.

Leva Bates: „Wow… wirst du es annehmen?“

Strickland: „Ich… ich weiß nicht!“

Strickland verschränkt seine Arme und ist weiterhin stark am Zweifeln, während Leva ihn mit überraschend desinteressierten Augen ansieht. Die Aufregung darüber scheint weniger groß zu sein als erwartet. Bei keinem der dreien sieht man, dass sich die Augen groß erweitern oder dass sie erstaunt sind über diese News. Wie als wäre es auch den dreien schon klar gewesen, dass es so kommt! Auch Kid Lykos nimmt das Ganze recht locker und versucht, Strickland sogar davon zu überzeugen.

Kid Lykos: ’„Es ist zwar nur eine Indyliga, aber Hyde scheint ein verdammt guter Chef zu sein! Und ihr scheint euch ja auch gut zu verstehen!“

Izzy Moreno
"Bayley ist aber auch eine tolle Chefin…"

Auch wenn sie dies hier rauslassen musste ist sie sich nicht sicher ob das so zündet, denn die Beziehung zwischen ihr und Bayley ist komplett anders als die Beziehung der Drei zu Bayley.
Daraufhin muss Strickland leicht lachen, da gleich noch viel mehr preisgegeben wird, was wir nicht zu sehen oder zu hören bekamen bei dem gemeinsamen Essen zwischen den beiden. Aber das ist auch klar, weil das Bild bereits abgeschaltet war, noch bevor die beiden überhaupt fertig waren. Aber stellt sich natürlich dann die Frage… warum ist sich Strickland noch immer unsicher?

Strickland: „Und vor allem hat er mir direkt ein Langzeitangebot gemacht. Ich bekomme mehr als hier im Performance Center! Mehr Geld, einen eigenen Firmenwagen, mir wird ein neues Apartment bezahlt, ich bekomme eine sichere Rentenversicherung und arbeite mit Leuten zusammen, die Respekt vor mir haben. Es klingt eigentlich ziemlich perfekt.“

Das klingt nach einem absoluten Traumjob! Warum sollte man ein solches Angebot nicht annehmen? Das versteht auch Leva Bates nicht so ganz.

Leva Bates: „Was machst du dann noch hier?“

Strickland stockt kurz etwas und denkt scharf nach. Eine Antwort auf die Frage hat er nicht wirklich… oder?

Strickland: „Nun ja… es ist nicht die c2c!“

Kann man natürlich als Begründung so stehen lassen, allerdings ist es Lykos, der daraufhin zuerst seine Augen verdreht. Das nimmt er nicht als plausible Begründung an. Klar, die c2c ist die größte Liga, aber man kann auch woanders Erfolg haben. Es gibt auch viele Stars auf dieser Welt, die niemals in ihrem Leben zur WWE wollen.

Kid Lykos: ’„Junge, scheiß doch auf die c2c!“

Izzy Moreno
"Die CZW ist nicht schlecht und wenn du dich dort gut schlägst, steht dir die Tür hier bestimmt wieder weit offen. Vielleicht sogar mit mehr Möglichkeiten."

Leva Bates: „Raven würde dich sicher mit Freuden gehen lassen!“

Wahrscheinlich stimmt das sogar. Das ist ein Realitycheck von allen dreien, die hier dafür sind, dass Strickland das Angebot annimmt. Warum sollte er auch nicht? Es gibt nichts, was ihn hier halten würde. Strickland sollte endlich mal seine Augen öffnen und der Wahrheit ins Gesicht blicken.

Strickland: „Oder aber er tut alles, damit ich hier bleibe, nur damit er mich weiter fertig machen kann! Wie ist eure Meinung? Würdet ihr so ein Angebot annehmen und alles hier fallen lassen?“

Nun… sicher kann das passieren. Man weiß nie genau, was der Death Fighter als Nächstes vorhat. Aber das waren die falschen Augen, die geöffnet wurden. Strickland scheint viel zu sehr auf Raven fixiert zu sein. Niemand kann ihn hier festhalten, wenn er wirklich gehen möchte. Und da er das Angebot bereits hat von Hyde, könnte er auch einfach etwas tun, wodurch er von Bayley gefeuert werden muss. Auch wenn das wohl nicht notwendig ist, da Bayley ihn wohl, wenn er sie danach fragen würde, definitiv gehen lassen würde. Und Bayley steht noch immer über Raven, das darf man nicht vergessen. Lykos selbst lacht auf die Frage kurz auf und kommt direkt mit einer Antwort, die Strickland jedoch nicht groß helfen tut. Und bei den beiden Mädels scheint es ganz ähnlich zu sein.

Kid Lykos: ’„Alle Vorteile, die du genannt hast, brauche ich nicht. Ich habe genügend Geld, ich mache das Ganze hier aus persönlichen Gründen.“

Izzy Moreno
"Für mich ist die Coast 2 Coast mit meinem Vorbild als Chefin wohl der perfekte Clou gelungen. Wobei das eher weniger relevant für dich ist."

Leva Bates: „Anders als du mag ich Raven, also ich würde auch hier bleiben!“

Daraufhin zuckt Strickland kurz auf und schaut seine Kollegen mit einem etwas fraglichen Ausdruck an. Wie als würde er nicht verstehen, was die gerade gesagt haben.

Strickland: „Warte… ihr habt alle nichts gegen Raven? Ihr habt keine Probleme mit ihm? Wie er euch jede Woche behandelt? Wie er seinen Job macht? Wie scheiße er ist?“

Wenn man an einige Szenen zurückdenkt, dann ist das tatsächlich etwas fraglich, aber andererseits… Raven hat auch ab und zu seine Momente, wo er wirklich wie eine Vaterfigur für die Schüler hier wirkt. Manchmal gibt er wirklich alles, damit sie ihre Ziele erreichen können. Und aus diesem Grund stehen die drei wohl auch voll und ganz auf seiner Seite.

Kid Lykos: ’„Er kennt unsere Meinung zu ihm und er trainiert uns dennoch weiter.“

Strickland: „Trainiert? Es geht hier um unsere Rechte! Er behandelt uns wie Dreck! Wir interessieren ihn einen Scheiß, er macht das Ganze hier nur, um Bayley aus der Nähe auf den Arsch schauen zu können!“

Je länger das Gespräch andauert, desto wütender wird Strickland. Er kann es nicht fassen, dass seine Kollegen noch immer auf Ravens Seite stehen und ihn schützen. Es stimmt schon. Gegenüber Bayley kommt der ältere Mann oftmals mit ziemlich respektlosen und auch sexistischen Aussagen, aber das wird nicht der Grund sein, warum er hier ist. Warum genau er hier ist, ist sogar ziemlich unklar. Er sagt fast jede Woche, dass er keinen Bock auf das alles hat, und dennoch macht er es und haut nicht ab. Irgendetwas gibt es also, was ihn hier hält. Und das ist ganz bestimmt nicht Bayley… oder?

Leva Bates: „Was erwartest du bitte von ihm? Dass er herzlicher ist? Dass er gefeuert wird? Dass er dich weinend in den Arm nimmt und sich bei dir entschuldigt für alles, was er getan hat?“

Izzy Moreno
"Bayley selbst hält ihn für einen unbelehrbaren, ungehobelten Griesgram, aber sie weiß, was er alles auf den Kasten hat und wie viel Ahnung er hat. Und so unangenehm es manchmal mit ihm ist kann ich das bestätigen."

Die Spannung hier in der Luft wird unerträglich. Dass das Ganze hier so eskaliert, damit konnte man nicht rechnen. Und klar muss ein Trainer immer eine gewisse Strenge an den Tag legen, sonst respektieren ihn seine Schüler nicht mehr, aber… irgendwie hat Strickland auch nicht ganz so unrecht. Raven ist kein wirklich guter Trainer. Strickland kann nicht anders, als seinen Kopf zu schütteln, so erschüttert ist er von den Reaktionen seiner Kameraden.

Strickland: „Gott, ja! Ja, genau das erwarte ich! Ich erwarte, dass er mehr wie ein Mensch und nicht wie ein maschineller Bastard ist! Und dass er verdammt nochmal Angst davor hat, was seine Taten für Folgen auslösen können!“

Daraufhin muss Lykos wieder in ein lautes Lachen ausbrechen, als er Strickland genau darauf antwortet, um den Beweis zu liefern, dass Raven doch nicht so scheiße ist.

Kid Lykos: ’„Haha, nun… seine Taten werden Folgen haben! Er gibt gerade alles dafür, dass ich von Bayley ein neues Match gegen Drew McIntyre bekomme. Und mit dem Training, das wir die letzten Wochen über machen, werde ich diesen definitiv fertig machen können. Das schwöre ich!“

Leva Bates: „Und bei dir wird es ähnlich aussehen, Izzy, stimmt’s?“

Izzy Moreno
"Das Rivalentraining war tatsächlich richtig gut und das obwohl ich anfangs Zweifel hatte. Thekla kann gerne kommen."

Die Kamera fängt daraufhin wieder Stricklands Gesicht ein und man erkennt, dass er die Antworten der drei für völligen Blödsinn empfindet. Daher ist seine Antwort darauf auch in einem ziemlich genervten Tonfall.

Strickland: „Ach komm. Gegen jeden anderen würdet ihr dennoch verkacken. Das ist kein Training, das ist Schwachsinn, was er mit uns hier macht.“

Doch das Grinsen im maskierten Gesicht von Lykos bleibt bestehen. Es wirkt sogar etwas überheblich, als wolle er Strickland jetzt hier und jetzt herausfordern. Er hat Selbstvertrauen durch das Training bekommen.

Kid Lykos: ’„Schwachsinn, der uns zu Gewinnern macht. Du wirst schon sehen.“

Strickland: „Hört zu. Ich will nur, dass er ein wenig Demut lernt. Er soll merken, dass er nicht der fucking Größte ist und uns wie richtige Menschen behandelt.“

Man kann schon sagen, dass Strickland nicht unrecht hat. Es wäre wirklich schön, wenn Raven seinen Job etwas ernster nimmt und die vier etwas netter behandelt. Denn so wie er manchmal wirkt, kümmert er sich wirklich einen Scheiß um sie. Das ist eine Sache, die Strickland brutal auf die Nerven geht. Doch sollte er vielleicht vorsichtiger sein mit dem, was er sagt, denn genau jetzt entdecken die Zuschauer, dass sich plötzlich wie aus dem Nichts genau hinter Strickland eine fünfte Person befindet. Und wie es der Zufall so will, handelt es sich dabei natürlich genau um den besagten Raven!

Raven:
„„Ich hab die Matches. Moreno, Lykos! Sie beide werden nächste Woche in der Show auftreten! Herzlichen Glückwunsch. Ich hoffe, wir können einen guten Auftritt von Ihnen sehen!"“

Sofort dreht sich Strickland erschrocken um und sieht in das Gesicht der ECW-Legende, die ihn nur mit einem überheblichen Grinsen anschaut! Wie lange steht er schon hier? Was hat er alles von dem Gespräch mitbekommen? Das werden wir wohl niemals erfahren. Dabei handelt es sich um ein Blatt Karten, das er für sich behalten und ganz sicher nicht aufdecken wird. Raven nutzt diese Situation voll und ganz für seine Mindgames mit Strickland aus, und dieser… dieser wird heute Nacht wohl kein Auge zubekommen können. Doch war’s damit dann auch direkt wieder mit dieser Übertragung. Und wir dürfen gespannt sein, ob Lykos und Izzy nächste Woche wirklich zeigen können, dass das Training etwas gebracht hat.

[Bild: 151.jpg]

In ein paar Minuten gibt es das zweite Match in der Women’s Division. Dabei wird Jacy Jayne auf Bobbi Tyler treffen. Eine der beiden Frauen sehen wird nun im Backstage Bereich. Es ist Bobbi, die die Gorilla Position aufsuchen möchte, um dort auf ihren Einsatz zu warten. Sie trägt natürlich ihr Gear und die olivegrüne Jacke. Ihre Haare sind, wie schon in der letzten Woche, zu zwei langen Zöpfen gebunden. Die Britin wirkt ruhig und in sich gekehrt. Als Außenstehender wird man sich da eher weniger wundern. Direkt vor einem wichtigen Match ist es nicht unüblich, dass eine Wrestlerin konzentriert und fokussiert ist. Der äußere Schein mag da täuschen. Innerlich ist die Blonde noch aufgewühlt, da der Ausraster im Hotelzimmer nachwirkt. Daran erinnert auch der Verband um ihre linke Hand, den Bobs mit einem schmerzvollen Blick ansieht. Sie hat extra eine Schmerztablette genommen, damit sie im Kampf gegen Jacy nicht unnötig gehandicapt ist. Obwohl der seelische Schmerz nicht einfach so weggeht. Wie konnte sie wegen einer doofen Blume so die Fassung verlieren? Naja, da diese Blume sie an das schlimmste Trauma ihres Lebens erinnert…

Trotzig ballt Bobs die Hand und schüttelt den Kopf. Nein, es geht weiter…immer weiter! Bleibt dabei, dass sie die Flucht nach vorne anstrebt. Jetzt zählt nur der Fight gegen Jacy Jayne! Da kann sie Frust abbauen…auch wenn Tyler aufpassen muss, dass es ihr nicht wieder über den Kopf wächst. Innerlich spricht sie sich selbst gut zu und beschleunigt ihren Gang. Nach ein paar Schritten bleibt Bobbi auf einmal ruckartig stehen. Da hat sie doch jemanden entdeckt. Die Kamera folgt ihrem Blick, den sie zur Seite wirft…und fängt dabei Fallon Henley ein, die mit verschränkten Armen gegen eine Wand lehnt. Nein, das Country Girl hat hier nicht auf die Engländerin gewartet. Es ist Zufall, dass sie gerade jetzt hier steht. Fallon fühlte sich etwas verloren und wusste nicht wohin. In ihrer Kabine hatte sie das Gefühl, dass ihr die Decke auf den Kopf fällt, weshalb sie sich unter die Leute mischen wollte. Auf eigene Gefahr, da sie jederzeit Drew McIntyre oder Liv Morgan in die Arme laufen könnte. Das möchte sie eigentlich vermeiden, da sie zunächst auf Abstand zu den Beiden gehen will. Aber bisher hatte sie Glück…oder Drew und Liv haben penibel darauf gedachtet ihr aus dem Weg zu gehen.

Bobbi sieht die Frau, mit der sie seit ihrem Comeback ihre Probleme hatte, nachdenklich an. Inzwischen weiß auch Tyler, dass Fallon mit Drew Schluss gemacht hat, da dieser wohl Liv küsste. Das erklärt Fallon’s Verhalten und Zustand am vergangenen Montag. Bobs wollte ihr da nur mitteilen, dass sie nicht mit Rhea Ripley’s Eingriff beim Special einverstanden war und deswegen ein weiteres Match vorschlagen möchte. Henley, die eben emotional aufgeladen war, bekam das in den falschen Hals, reagierte empfindlich…und es gab den nächsten Streit zwischen den beiden Frauen. Nun könnte Bobbi es richtig auskosten und Fallon dafür auslachen, dass sie so verarscht wurde. Aber irgendwie…kann sie das gerade nicht! Irgendwie hat sie mehr Mitleid mit dem Country Girl, trotz der letzten Wochen. Das Gefühl alles verloren zu haben und einfach nur allein zu sein, kennt die Blonde nur zu gut. Sie könnte Henley Trost zu sprechen und sich gar mit ihr versöhnen. Da wird sie von einem anderen Teil in ihrem Inneren blockiert, der Bobbi eindringlich daran erinnert, dass sie sich doch nicht mehr um die Gefühle anderer Menschen scheren wollte. Und dass Fallon es doch verdient hat.

Just in diesem Moment sieht das Country Girl auf. Kaum sieht sie Bobbi verfinstert sich ihr Gesicht. Nein, auf die Britin hat sie jetzt definitiv keinen Bock. Brummend stößt sich Fallon von der Wand ab und zeigt Bobs einen Mittelfinger – so wie sich diese von ihr letzte Woche verabschiedet hat.

bobbi.tyler: Fick dich!

Eigentlich will sie das Fallon hinterherrufen, doch Bobbi bekommt es nur flüsternd heraus. Fühlt sich doch nicht so richtig an, die Ältere hörbar zu beleidigen. Henley dreht ihr den Rücken zu und geht von dannen. Bobs sieht der Amerikanerin hinterher, mit einer Mischung aus Spott, Wut und Mitgefühl. Brummend zwingt sie sich nach vorne zu sehen. Mit einer Hand holt sie ihre Brille mit den getönten Gläsern aus einer Jackentasche hervor und setzt sich diese auf die Nase. Jetzt geht es um das Match…und nur um das Match! Punkt. Aber warum tut ihr Fallon immer noch leid?

?: Bobbi, kommst du? Du bist dran!

Bobs hört die Stimme einer Mitarbeiterin und sieht diese an. Die braunhaarige Frau im „Crew“ Shirt ist Maisy, die man durch ihre Begegnungen mit Kenny Omega bereits kennt. Jetzt koordiniert sie wohl, dass die Stars von Coast 2 Coast Wrestling rechtzeitig an Ort und Stelle sind. Tyler nickt ihr dankend zu und drängt sich an ihr vorbei. Auf zum Ring und diese Begegnung vergessen. Fade off.

[Bild: 8484.jpg]

MATCH 3
SINGLES MATCH
Bobbi Tyler vs. Jacy Jane

[Bild: jacybobbi.png]
Writer: ???



"Iiiii Miss the Misery!"

Die markante Stimme von Elizabeth „Lzzy“ Hale kündigt die Dame aus London an - Bobbi Tyler! Zielstrebig marschiert die blonde Britin auf die Stage. Über ihrem Gear trägt sie eine olivegrüne Jacke, die fast einen Ticken zu groß wirkt. Auf der Nase sitzt eine Sonnenbrille mit ovalförmigen Gläsern. Sie dreht sich leicht zur Seite, legt den Kopf in den Nacken und greift erst mit der linken und dann mit der rechten Hand hinter ihren Rücken. Symbolisch holt sie ihre "Waffen" hervor, die natürlich nur von ihren Händen dargestellt werden. Diese "feuert" sie in Richtung der Kamera vor ihr ab, wobei sie den rechten Arm ausgestreckt lässt und grinst als wolle sie "Hah! Hab' dich!" sagen.

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring... from London, England... BOBBI TYLER!"

Von den Rängen gibt es recht gemischte Reaktionen. Tyler scheint aber alles um sich herum auszublenden. Der Ring und der Weg dahin ist das Einzige, was sie im Moment interessiert. Dort ignoriert sie die Treppe und geht einmal nach rechts, um die erste Ecke herum. Schwungvoll hievt sich Bobs auf das Apron. Sie geht zur Ringecke zurück, hält sich dort mit beiden Händen fest, stellt einen Fuß auf das untere Turnbuckle, drückt sich dort ab und kann sich so in das Innere schwingen. Schnell geht die Britin auf eine weitere Ecke zu und besteigt auch diese, mit einem Fuß auf dem mittleren und einem auf dem oberen Seil. Grinsend sucht sie mit ihren Augen die nächste Kamera. Die Arme streckt sie aus und präsentiert sich so in ganzer Pracht den Zuschauern. Paar Sekunden später hüpft die Blonde auf die Matte zurück und sucht die Mitte. Dort lässt sie sich auf die Knie fallen, greift erneut hinter ihren Rücken und präsentiert ein weiteres Mal die, mit den Händen geformten, "Pistolen". Eine davon hält sie gegen den eigenen Kopf und zeigt ein Lächeln, das nur schwer zu deuten ist. Ihre Theme verstummt langsam. Bobbi legt Sonnenbrille und Jacke ab. Bis es offiziell losgeht zieht sich Tyler in eine Ringecke zurück und geht leicht in die Hocke.



Unmut macht sich in den Zuschauerreihen breit. Jacy Jayne wird vom Publikum verteufelt und diese lassen es sie wissen. Das Hindert The Lady of Rock N Rumble aber nicht daran hier mit einem selbstgefälligen Grinsen auf der Stage zu erscheinen und das Lampenlicht auf sie strahlen zu lassen. Eine kleine Tanzeinlage darf zum Beginn ihrer Entrance auch nicht fehlen.

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring... from Tampa, Florida... weighing in at 135 pounds.. JACY JAYNE!"

[Bild: jacy.png]

Mit ausgebreiteten Armen macht sie sich auf den Weg zum Ring. Mit einem Schwung springt sie auf den Appron. Dort wirft sie ihren Hut auf den Boden und entledigt sich ihrer Sonnenbrille. Beide braucht sie nicht für den Kampf. Mit ausgebreiteten Armen feiert sie sich im Ring. Dann deutet sie mit ihrer Hand eine Pistole an.

[Bild: jacyent2.png]

Sie feuert auf all jene, die sich ihr in den Weg stellen. In diesem Fall ihre Gegnerin.

Warnung! Spoiler!
Bobbi Tyler besiegt Jacy Jayne via Pinfall nach dem Code Red (7:18 Min)

Here is your winner by pinfall: BOBBI TYLER!

[Bild: 5.jpg]

Soeben ging das Match zwischen Bobbi und Jacy zu Ende und die spanischen Fans haben noch einige Matches, auf die Sie sich freuen konnten. Wir gehen auch ohne Umschweife wieder in den Backstagebereich. Besser gesagt finden wir uns in einem der vielen Locker Rooms wieder, wo man zwar nur den Rücken eines Superstars sehen konnte, aber die Einrichtung des Lockers und der beachtliche Körperbau ließ keine Zweifel offen, wo wir uns befinden. Die Fans jubeln auf, denn wir sind im Locker des Scotish Warriors, Drew McIntyre. Dieser scheint in den letzten Vorbereitungen für das kommende Match gegen Alex Shelley zu stecken. Die Kamera fährt um den Hünen herum, der letzte Woche gegen "Sick" Nick Mondo gewonnen hatte, eines der zuletzt seltenen Matches des Schotten.

Er drückt das Tapeband an seinen Handgelenken fest. Dennoch wirkt er abwesend. Der Grund dafür könnte simpel sein. Letzte Woche hatte er Fallon gestanden, das es zwischen Ihm und Liv Morgan zum Kuss kam und das ebenfalls Gefühle vorhanden waren. Das Fallon das natürlich nicht gut aufnahm war klar und im Endeffekt musste Mondo schließlich dafür herhalten, das Drew all seine Enttäuschung über sich selbst an seinem Gegner ausgelassen hatte. Das folgende Gespräch zusammen mit Liv und Fallon offenbarte nicht unbedingt was positives. Drew konnte man dort auch ansehen, das alles, was letzte Woche passiert war an ihm innerlich nagte. Liv versuchte zumindest, Fallon weiter das Gefühl zu geben, das diese dennoch für Fallon da war. Aber das Country Girl brauchte natürlich Zeit, um das alles auf sich wirken zu lassen.

Drew und Fallon haben sich also getrennt. Liv war somit die neue Frau an der Seite vom Schotten aber selbst da befand man sich noch am Anfang. Dazu kam, das Drew auch mitbekommen hatte, das Liv, oder besser gesagt Kali, Tiffany brutal attackiert hatte und somit machte sich der Hüne natürlich auch Sorgen um Liv. Egal wie er es drehen und wenden wollte, Drew wird so schnell keinen klaren Kopf mehr bekommen. Abseits des Kamerabildes hört man dann auch die Tür zum Locker sich öffnen. War es Liv, die Drew aufsuchte? Nein, denn als die Kamera etwas herauszoomt konnte man Jemanden erkennen, der ebenfalls zu Drews loyalen Gefolgsleuten gehörte, aber zuletzt nur sehr sporadisch zu sehen war. Aber vielleicht war genau diese Person jetzt genau die richtige, um Drew abzulenken.
Die Tür fällt mit einem leichten Knacken wieder ins Schloss, während die Schritte bewusst langsam durch den Raum hallen. Kein hektisches Hereinstürmen und auch kein lautes Auftreten… sondern dieses typische, selbstzufriedene Gleiten, als würde derjenige genau wissen, dass er hier gerade genau richtig ist. Und das lässt er auch mit seiner lauten, schrillen Stimme sofort verstehen.

[Bild: bryan-keith.png]

Jimmy Hart: „Wuuuuh Lord Drew mein Krieger, was geht? Haben sie gesehen, wie geil die Frauen hier in Madrid gekleidet sind? Da draußen läuft fast jede im Bikini rum, das ist ein wahres Paradies hier!“

Ein breites Grinsen zieht sich über das Gesicht des Mouth of the South Jimmy Hart, während er sich die Hände reibt und Drew von oben bis unten mustert. Kein Mitgefühl in seinem Blick und auch keine Spur von Sorge. Ganz im Gegenteil… er wirkt sogar ziemlich zufrieden. Fast schon stolz. Entweder hat die Managerlegende nichts von letzter Woche mitbekommen oder aber er lässt sich davon nicht beeindrucken. Schnell kommt er noch ein paar Schritte näher an seinen Klienten heran und lehnt sich locker an einen der Spinde, als würde er gerade eine Show genießen.

Jimmy Hart: „ich hoffe, sie sind bereit für ihr Match gleich und sind nicht noch immer im Trübsal versunken wegen... ihr!“

Bei dem „ihr“ winkt Jimmy fast schon abwertend ab. Man kann es ihm ansehen, dass er ziemlich genervt davon ist, dass Drew nicht voller Zufriedenheit strahlt. Dass Jimmy in Liv Morgan schon immer die bessere Partnerin für Drew sah, war schon häufiger erkennbar. Mit der ehemaligen Women’s World Championesse Kali an der Seite könnte Drew wieder eine absolut dominante Macht werden in der c2c. Jetzt muss nur noch sein Alter Ego herauskommen und die beiden könnten die Liga ohne Gegenwehr regieren und leiten. Das ist es, was Jimmy Hart will. Das ist es, was sich Jimmy Hart schon immer erträumt hat. Wen interessiert ein Roman Reigns oder ein Kenny Omega? Drew McIntyre sollte ganz oben dabei sein. Genauso wie früher.

Auch, wenn es schön zu sehen war, das Jimmy trotz seines hohen Alters so verdammt fröhlich und zuversichtlich war, konnte man durchaus erkennen, das Drew einige von Jimmy Worten nicht unbedingt positiv aufnahm. Jimmy war nie der richtige Mann wenn es darum ging, sich mit diesem über private Dinge zu unterhalten. Er war ein Mann, der seine Arbeit und natürlich auch die seiner Klienten in den Vordergrund schob. Die leichte, sexistische Ader tat da sein übriges. Drew sah Jimmy dann auch etwas ernster an, denn er verstand die Geste, die Jimmy hier gemacht hatte und an wen diese gerichtet war.

Drew McIntyre
„Ich möchte nicht, das du so über Fallon redest, okay? Man könnte schon meinen, das du ihr gegenüber immer nur vorgespielt hast, das du sie magst. Du weißt selber, wie wichtig Fallon für mich war und selbst jetzt hoffe ich, das Sie über das hinweg kommt, was passiert war...“

Ein letzter Check des Tapebands erfolgt, dabei unterbrach er seine Worte kurz. Schließlich atmet der Hüne einmal hörbar tief aus und wendet seinen Blick wieder zu Jimmy. Er schätzte die Legende dafür, das er als Manager das wohl beste war, was einem Superstar passieren könnte. Aber als Mensch war er manchmal sehr empathielos unterwegs, was nicht Jeder wirklich handhaben konnte.

Drew McIntyre
„...aber es ist wie es ist. Ich kann es eh nicht mehr rückgängig machen. Liv ist nun die Frau, für das sich mein Herz entschieden hat. Aber genau um Liv mache ich mir gerade wirklich Sorgen. Ich habe erfahren, das Sie...oder besser gesagt Kali, Tiffany letzte Woche attackiert hatte, nicht gerade sanft...Ich hoffe einfach, das ich ihr jetzt, wo wir näher verbunden sind, mehr helfen kann, Kali einzudämmen. Ich möchte Liv an meiner Seite haben, nicht Kali...“

Das Jimmy aber genau das Gegenteil will, wusste Drew natürlich nicht und es wäre auch keine gute Idee, dem Schotten dies genau so zu kommunizieren. Das Jimmy es auch lieber sehen würde, das Drews psychopathisches Ich, in diesem Fall sogar zusammen mit Kali, auf c2c losgelassen wird, würde beim Schotten nicht gut ankommen. Denn dieser will dafür sorgen, das eben genau dieses Ich weder bei Ihm noch Livs Alter Ego Kali freie Hand haben würden.
Schnell stellt die Managerlegende hier fest, dass er gerade zu locker gesprochen hatte. Er darf nicht ohne nachzudenken drauflosreden, sonst kann er sich Drew selbst noch zum Feind machen, und das möchte er natürlich keineswegs. Außer vielleicht, wenn ein Kenny Omega ihm anbietet, sein Client zu sein. Aber darüber wollen wir jetzt mal nicht nachdenken. Jimmy setzt direkt wieder seine untergebene Maske auf und versucht wieder, seinem Lord Drew Honig ums Maul zu schmieren.

Jimmy Hart: „oh… ähm… en… entschuldigen Sie bitte, Lord Drew, ich… ich… ich habe das nicht so gemeint…“

Langsam geht er mit gebeugtem Haupt näher an den Schotten heran und schaut sich seinen Clienten an. Er ist nicht mehr das, was er war, als er Jimmy aufgenommen hatte. Vom damaligen World Heavyweight Champion sieht man nahezu nichts mehr. Dieser Mann, der hier vor ihm steht, schenkt seinen privaten Problemen mehr Aufmerksamkeit als den Problemen, die er im Wrestling hat. Aber Jimmy weiß, dass tief in ihm drin dieses Wesen, das damals alles zerstört und alles dominiert hat… das damals Ethan Page in einem Ambulance Match zur Strecke gebracht hat… dieses Wesen lebt noch in ihm, und Jimmy wird alles versuchen, diesen Drew wieder zurück ans Tageslicht zu bringen… ihn wieder zu erwecken!

Jimmy Hart: „nun… vielleicht… vielleicht sollten Sie selbst einmal die Initiative ergreifen und auf Tiffany losgehen und sie zu einem Gespräch zwingen… Sie wissen schon, ihr quasi klar machen, dass alles zwischen ihr und Lady Liv in geregelten Formen ablaufen soll… dass die beiden sich im Ring treffen und nirgendwo sonst. Ein finales Match, das die Entscheidung zwischen den beiden Frauen bringt – damit wäre dieses Problem aus der Welt geschafft, oder nicht?“

Nun… das klingt immerhin wie ein gar nicht so dummer Vorschlag. Die Frage ist nur… Jimmy wird sich dabei doch etwas gedacht haben… nur was? Nun ja, egal was es ist, Drew wird es heute mit Sicherheit nicht mehr schaffen. So denken jedenfalls die meisten Fans, denn da der Schotte gleich noch ein Match gegen den Student of the Game Alex Shelley haben wird, stehen Drew noch so einige Verpflichtungen im Weg am heutigen Abend. Jimmy hofft natürlich, dass er den Baby Bear genauso fertig machen wird wie die Deathmatch-Legende Sick Nick Mondo letzte Woche, aber das werden wir ja gleich sehen. Auf alle Fälle kann man sich gut vorstellen, dass, wenn Drews inneres Ich wieder herauskommt, wir Shelley die nächsten paar Wochen definitiv nicht mehr zu sehen bekommen. Wenn wir ihn überhaupt jemals wiedersehen nach dem Match!

Drew McIntyre
„Das würde nichts bringen...“

Murmelte der Hüne dabei mehr zu sich selber als in die Richtung von Jimmy. Sicher, auf dem Papier klang dieser Rat verdammt gut. Ein Gespräch mit Tiffy könnte das erwünschte Ergebnis hervorholen. Doch das Problem dabei war, das der Hass zwischen Tiffany und Liv oder in diesem Fall Kali viel zu hoch war, als das man die beiden Damen dazu bringen könnte, sich bis zu einem finalen Match aus dem Weg zu gehen. Zumal Jimmy da eben einen Punkt vergessen würde: Kali. Denn die Attacken gehen nicht von Liv aus. Sie überlässt Kali das Feld, die Blondine hatte Drew schon das ein oder andere mal gesagt, das Sie Kali wohl notgedrungen von der Leine lassen musste, auch wenn sie es ungern tat.

Drew McIntyre
„Kali zu kontrollieren ist schwer. Wenn sie erstmal die Oberhand hat, dann wirst du Sie nicht dazu bringen, sich von Tiffy fernzuhalten. Nur Liv kann das...Aber selbst Sie schafft es nicht, Kali völlig zu isolieren. Und genau deshalb mache ich mir Sorgen um Sie. Wenn es zum Finale zwischen Tiffy und Kali kommt, dann wird es sehr dreckig werden...und ich kann nicht mal was dagegen tun, ohne dabei Gefahr zu laufen, auch Liv zu verletzen. Ich mag Tiffany nicht, aber wenn ich ehrlich bin, will ich auch nicht sehen, wie Kali Tiffy in der Luft zerreißt...“

Erneut kommt der Manager der eintausend Gesichter, der früher auch als Frontsänger der Rockband The Gentrys bekannt war, einen Schritt auf Drew zu und reibt sich dabei etwas hinterlistig die Hände. Jedenfalls sieht es so aus. Er hat ganz bestimmt nur positive Gedanken und vor, seinem Clienten auf die bestmögliche Art und Weise zu helfen.

Jimmy Hart: „hhmm… wie wäre es dann damit!“

Sagt er und setzt sich direkt neben Drew auf die Armlehne der Couch, welche sich neben ihm befindet. Er schaut Drew mit einem ernsten Ausdruck in seinem gar nicht mehr so jungen Gesicht an und will ihm einreden, was der wohl beste Weg aktuell wäre.

Jimmy Hart: „Sie lieben doch Lady Liv! Und Sie würden absolut alles für sie tun! Genauso wie Lady Liv absolut alles für Sie tun würde, Lord Drew! Aber Madame Kali hingegen… nun ja, sie steht völlig alleine da. Sie hat niemanden, auf den sie sich verlassen könnte. Sie ist ein wildes Raubtier. Sie ist genauso wie Ihr Alter Ego, Lord Drew!“

Damit hat Jimmy offenbar recht. Das ist wahrscheinlich auch ein Grund, warum sich Liv und Drew so gut miteinander verstehen. Weil sie beide teils im selben Boot sitzen. Was ist hier also die super Idee, auf die der Ghandi des 21. Jahrhunderts gekommen ist?

Jimmy Hart: „Ich verlange jetzt nicht, dass Sie Ihr Alter Ego ebenfalls freilassen, aber was halten Sie von der Idee, zu versuchen, Madame Kali ebenfalls etwas… nun ja… Liebe zu zeigen? Ihr zu zeigen, dass sie eben keine unerwünschte Bestie ist. Ihr zu zeigen, dass man sie… sie mag! Und dass sie nicht wie wild umhermetzeln muss.“

Er sollte vorsichtig sein, was er sagt, denn vor allem Jimmy sollte doch verstehen, wie empfindlich Drew bei dem Thema seines inneren Selbst ist. Aber Jimmy will sich davon nicht abhalten lassen.

Jimmy Hart: „Die Sache ist halt nur… nun ja, Sie sind mit Lady Liv zusammen… und die beste Möglichkeit wäre es wohl, wie ich finde, wenn Ihr Alter Ego dies macht. Damit könnte man gleich beide Probleme, die von Ihnen und von Lady Liv ausgehen, aus der Welt schaffen. Aber ich kann mir vorstellen, dass Sie dies nicht wünschen. Daher bräuchten wir vielleicht jemand anderen Passenden… vielleicht könnte ich mit Madame Kali ja ein Gespräch führen, oder was meinen Sie?“

Wobei es hier irgendwie auch fraglich ist, ob Jimmy wirklich Böses im Sinn hat. Er selbst will mit Kali sprechen? Damit bringt er sich doch nur selbst in Gefahr. Warum sollte er so etwas tun wollen? Da wäre es doch besser, wenn Drew das Ganze macht, oder nicht? Dieser kann sich immerhin wehren, wenn es sein muss. Aber… würde Drew jemals an Liv Morgan seine Hand anlegen?

Drew McIntyre
„Ich schätze deine Hilfe sehr, Jimmy. Aber für dich ist es besser das du dich von Kali fernhältst. Sie kann dich in Sekunden in der Luft zerreißen. Ich habe schon einmal versucht, mit Kali zu reden, ohne Erfolg und ich denke, das Sie nicht auf mich hören wird oder auf mein Alter Ego. Ich denke, ich muss es anders versuchen...einen richtigen Moment abwarten. Ich möchte Liv nicht in unnötige Gefahr bringen. Ich könnte es mir nicht verzeihen, wenn Ihr etwas passiert, nur weil ich nicht nachgedacht habe.“

Drew würde niemals Liv in ernsthafte Gefahr bringen. Das war schon bei Fallon so gewesen. Damals als Ethan Page Fallon attackiert hatte, da konnte sich Drew dies schon nicht verzeihen. Und er würde niemals freiwillig die Personen in Gefahr bringen, die Ihm nahe standen. Vielleicht hatte Drew auch deshalb die Idee gleich abgesprochen, das dieser sich mit Kali unterhalten konnte. Mit Liv wäre dies kein Problem, solange Kali sich nicht zeigen würde. Da dies aber jederzeit passieren konnte, wollte der Schotte es nicht riskieren.

Drew McIntyre
„Daher mein Rat an dich, Jimmy. Halte dich von Kali fern oder sobald du bemerkst, das Liv sich verändert. Ich muss wie gesagt nur den richtigen Moment abpassen, was schwer genug wird. Wenn Tiffany dafür ins Visier von Kali gerät und Schaden nimmt dann ist das, auch wenn es komisch klingen mag, ein Kollateralschaden...“

ja, das klang sehr hart. Aber für Drew sah es danach aus, das man Kali gewähren musste, um eben genau das Ziel zu erreichen, Kali zu besiegen. Die nächsten Wochen würden zeigen, was passiert. Für Drew stand jetzt aber gleich noch ein Match an, weshalb sich der Schotte dann von Jimmy verabschiedet. Bevor er aber den Locker verlässt, blickt er noch einmal zu seinem Manager.

Drew McIntyre
„Und da ich dich schon lange genug kenne...Tue nichts unüberlegtes.“

Drew nickt dann Jimmy zu und verlässt seinen Locker. Jimmy hätte wirklich Probleme, wenn er wüsste, das Jimmy sehr gerne das Alter Ego von Drew erleben würde. Dennoch hatte der Schotte Recht. Kali musste man gut überlegt entgegentreten, um schlimmeres zu verhindern. Die Kamera bleibt noch kurz auf Jimmy, ehe das Bild dann langsam ausfadet.

[Bild: ef.jpg]

MATCH 4
SINGLES MATCH
Drew McIntyre vs. Alex Shelley

[Bild: drewshelley.png]
Writer: ???



Gedämpfte Schüsse dröhnen durch die Halle, kurz bevor auch die harten Riffe der dazu gehörigen Theme erklingen. So gut wie jeder Zuschauer in der Halle weiß sofort auf wen sie sich freuen können und dementsprechend geht lauter Jubel durch die Reihen. Lange lässt der Technical Messiah auch nicht auf sich warten. Ohne große Gesten tritt er auf die Rampe und wischt sich lieber die Haare aus dem Gesicht. Sein Blick ist ruhig, konzentriert und doch kann man eine gewisse Vorfreude erkennen.

Matthew Rehwoldt: "Making his way to the Ring... from DETROIT, MICHIGAN... weighing in at 205 pounds..the technical messiah - ALEEEEEEX SHEEEELLEEEY!"



Im Ring angekommen wird auf dem Turnbuckle noch mit der Kamera geflirtet und eine Waffe angedeutet, bevor sein Theme langsam ausklingt und er sich für das anstehende Match bereit macht.

Die Halle wird leicht verdunkelt und durch diese Dunkelheit erklingt das Geräusch von aufeinanderprallendem Metall... wie Schwerter, die sich in einem gnadenlosen Duell treffen. Für die Fans in der Arena ist sofort klar, was das bedeutet…



Matthew Rehwoldt: "And his Opponent... from Ayr, Ayrshire, Scotland... weighing in at 275 pounds... Accompanied by the Mouth of the South Jimmyyy Hart...The scottish Warriorrrrr... DREWWWW MMMCINTYREEEEEE!"

[Bild: drewent1.png]

Die Arena bebt! Die Fans springen von ihren Sitzen, während Drew McIntyre langsam und voller Stolz die Stage betritt – an seiner Seite Jimmy Hart, der wie ein wild gewordener Terrier mit seinem legendären Megafon umherfuchtelt. Jimmy feuert Drew lautstark an, brüllt in sein Megafon und hyped die Crowd, als wollte er ihnen persönlich befehlen, noch lauter zu werden. Auch Jimmy erntet hier durchaus sehr positive Reaktionen, denn er war jetzt kein Butler mehr, er war das, was er am Besten konnte: Ein Manager mit Herzblut. Drew bleibt auf der Stage stehen, blickt einmal entschlossen in die Kamera, während Jimmy neben ihm aufgeregt hin- und herspringt. Dann nimmt Drew seine erste imposante Pose ein, und in diesem Moment schießt ein gewaltiges Flammenmeer aus dem Boden – das Symbol des unbändigen Feuers, das in diesem schottischen Krieger brennt. Jimmy klatscht begeistert in die Hände, während Drew entschlossen weiter auf den Ring zuläuft.

[Bild: drewent4.png]

Mit eisernem Blick richtet Drew seine Augen auf den Ring, bereit, den heutigen Kampf für sich zu entscheiden. Jimmy Hart läuft neben ihm, weiter das Megafon auf volle Lautstärke gestellt. Über die Ringtreppe betritt Drew den Ring. Jimmy bleibt draußen am Apron, brüllt weiter durch sein Megafon und heizt so weiter die Fans ein. Old School Jimmy Hart!

[Bild: 53191-belhaven-scottish-ale-033-fl.png]

Drew klettert in der Zwischenzeit auf die Ringecke, reißt seine Arm in die Höhe und lässt die Fans eskalieren.

[Bild: drewent5.png]

Zurück im Ring fixiert Drew seinen Blick auf seinen Gegner. Kein Lächeln, keine Spielchen, nur pure Entschlossenheit. Neben dem Ring steht Jimmy Hart, der ununterbrochen ins Megafon schreit und seinen Schützling noch einmal bis aufs Äußerste pusht. Drew ballt die Fäuste, sein Blick verengt sich, sein Atem wird schwerer. Der Scottish Warrior ist bereit. Jimmy Hart ist bereit. Doch ist sein Gegner auch bereit für das, was gleich kommt? Eines stand fest: Die Fans stehen hinter dem Schotten

Warnung! Spoiler!
Drew McIntyre besiegt Alex Shelley nach dem Claymore (10:53 Min)

Here is your winner by pinfall: DREW MCINTYRE!

[Bild: 5.jpg]



Aus den Boxen in der Madrid Arena ertönt die Theme vom Country Girl...besser bekannt als Fallon Henley! Man ist durchaus überrascht, da die Amerikanerin heute kein Match bestreiten wird. Das hindert die spanischen Fans nicht daran sie mit ordentlich Applaus zu begrüßen. Nicht nur, weil sie beliebt ist. Sondern vor allem deswegen, was bei ihr letzter Woche los war. Drew McIntyre hatte ihr gebeichtet, dass er nicht nur Liv Morgan geküsst, sondern auch Gefühle für die Jersey Rose hat. Das hat Henley ordentlich getroffen. Später versuchten Drew und vor allem Liv nochmal mit ihr zu reden, auch um ihr zu zeigen, dass sie immer noch mit Fallon befreundet sein wollen. Das Country Girl hat sich diese Option noch offen gelassen, will aber zunächst auf Abstand gehen, um mit ihren eigenen Gefühlen und Emotionen klar zu kommen. Einen Cut hat sie zumindest gemacht und die Beziehung zum Schotten offiziell beendet.

Das heißt nicht, dass sie sich komplett zurückzieht. Der normale Alltag unter dem Dach von Coast 2 Coast Wrestling geht weiter. Dazu zählt auch sich unter das Volk zu mischen und zu den Fans zu sprechen. Fallon bemüht sich zu lächeln und mit einigen Fans abzuklatschen, während sie zum Ring marschiert. Man sieht ihr an, wie schwer es ihr noch fällt und wie sie es ihr nachgeht, was am letzten Montag passiert ist. Die Amerikanerin ist halt auch nur ein Mensch. Was auffällt...sie hat sich einige blonde Strähnchen in ihr Haar machen lassen. Dass man, nach dem Ende einer Beziehung, nach Veränderungen strebt, ist nicht ungewöhnlich. Henley hat sich aber nicht getraut einen radikaleren Schritt zu gehen, auch weil sie ihre Haare mag, wie sie sind. Aber so ein kleines, neues Extra...warum nicht?

Schließlich kommt sie am Ring an, nimmt dann die Treppe und huscht durch die Seile hindurch. Kurz winkt sie mit einem etwas gequälten Lächeln den Zuschauern zu. Ein Mitarbeiter von außerhalb reicht der jungen Frau ein Mikro, so dass sie zu allen sprechen kann. Gerade wegen letzter Woche haben sie viele Nachrichten erreicht - vor allem bei den sozialen Medien. Bevor sie ständig damit konfrontiert wird, möchte sie in aller Öffentlichkeit etwas dazu sagen.

Fallon Henley: Hola, Madrid. Öhm...Cómo estás?

Sie geht kurz in sich, um sich daran zu erinnern, was sie vorhin nachgeschlagen hatte. Sicher auch von der Aussprache her ausbaufähig...aber alleine die Mühe wird honoriert. Fallon lächelt schüchtern und schiebt sich eine Strähne hinter das Ohr. Dann wird sie aber wieder ernst. Kurz ein paar Sekunden Nachdenkpause...und weiter geht es.

Fallon Henley: Wisst ihr, ich würde viel lieber darüber reden, gegen welche Frauen ich gerne in den Ring steigen würde. Oder wie ich wieder in die Nähe eines Titels kommen möchte. Und alles was privat abläuft, bleibt auch privat. Naja, das ist leider Wunschdenken, vor allem als Person, die in der Öffentlichkeit steht. Mich haben in den letzten Tagen einige Nachrichten erreicht, auf die ich nun eingehen muss. Es geht, wir ihr euch vielleicht denken könnt, um Drew und mich und um Liv. Nun...

Fallon setzt das Mikro nochmal kurz ab und muss einmal schlucken. Es ist eigentlich noch zu frisch, um schon unbeschwert darüber reden zu können. Die Zuschauer spüren das und jubeln dem Country Girl zu, um ihr wieder Kraft zu geben. Das scheint durchaus zu helfen.

Fallon Henley: Ja, es stimmt...Drew und ich sind nicht mehr zusammen. Wir sind seit dem letzten Montag kein Paar mehr. Er und Liv haben zueinander gefunden, haben Liebe füreinander entwickelt...und joa, ich bin wohl die letzte Person, die das gemerkt hat. Trotzdem will ich nicht mehr Schmutz werfen und auch keine Schlammschlacht beginnen. Trotzdem will ich weder Drew noch Liv etwas schlechtes. Ich brauche einfach Zeit um das zu verarbeiten und um damit klar zu kommen. Was dann kommt, wird sich zeigen. Ist natürlich komisch, wenn man auf einmal alleine anreist, alleine die Halle betritt und, hauptsächlich alleine den Abend verbringt. Das ist eine Umstellung, auf die ich mich noch einlassen muss. Klar, irgendwann wird mir das auch leichter fallen, aber bis dahin...naja...

Klar ist das Country Girl auch früher alleine zu Shows gereist. Aber ist jetzt eine andere Situation wenn sie weiß, dass Drew und Liv auch da sind und wohl gemeinsam Zeit verbringen, während sie nicht bei ihnen ist. das wollte Fallon ja so...dennoch darf sie sich bei dem Gedanken mies fühlen. Nur eine Woche, nach dem sie alles erfahren hat, kann sie nicht zu ihnen gehen und so tun, als wäre nichts passiert. Das geht nicht! Vielleich in ein paar Wochen. Irgendwo würde sich Fallon das wünschen, dass sie den Absprung in die "Friendzone" packt und es ihr nichts mehr ausmacht. Aber hier und jetzt kann sie das natürlich nicht sagen.

Fallon Henley: Bitte versteht, dass ich dazu öffentlich nicht mehr sagen möchte, als es unbedingt notwendig wäre. Ich...

Da wird sie plötzlich mitten im Satz unterbrochen.



Die Theme von Rhea Ripley ertönt und es gibt lauten Jubel von den Rängen als die Australierin auf der Stage erscheint. Seit der letzten Woche scheint es Rhea wieder deutlich besser zu gehen. Sie humpelt nicht mehr so stark und auch die Blessuren sind weg. In den Ring steigt sie diese Woche allerdings noch nicht. Dafür scheint sie sich aber ein neues "Opfer" auserkoren zu haben. Bereits in der letzten Woche konnte man sehen wie Rhea Ripley Fallon Henley beim Verlassen der Arena beobachtet hat. Und bei Battle Coliseum VII hatten die beiden auch schon miteinander zu tun. Nachdem sich Fallon Henley bei einem Interview mit Rhea Ripley direkt vor dem Special hat blicken lassen und es zum Streit zwischen beiden kam, bei dem Fallon Rhea sogar eine Ohrfeige verpasst hat, hatte sich Rhea kurzum dazu entschlossen ins Match von Fallon gegen Bobbi Tyler einzugreifen und sie zu attackieren und ihr den Sieg zu kosten. Dies wiederum rief Fallon Henley auf den Plan und Rhea in ihrem Match gegen Bayley zu attackieren. Es scheint also als sei zumindest The Eradicator noch nicht fertig mit dem Country Girl.

[Bild: Rhea005.png]

Rhea Ripley scheint bei bester Laune zu sein. Mit einem breiten Grinsen bleibt sie auf der Stage stehen. Sie bereits ein Mikrofon mitgebracht. Also möchte sie auch ein paar Worte in Richtung Fallon Henley loswerden. Doch die Australierin hat nicht nur ein Mikro mitgebracht. Sie hat auch den Vorschlaghammer dabei, der ihr schon gegen Bayley zum Sieg verholfen hat und der sie auch selbst immer daran erinnert, was sie selbst schon alles verloren hat. Langsam verstummt die Theme und das Publikum von Madrid startet lautstarke "Rhea"-Chants. Seit die Australierin sich wieder auf den Pfad der Zerstörung begeben hat, ist das nicht alltäglich. Doch man kann davon ausgehen, dass sie schon bald dem Publikum wieder einen Grund gibt, damit es sich gegen The Eradicator wendet. Rhea erhebt das Mikro und geht auf der Stage langsam auf und ab.

RHEA RIPLEY
» Well, well, well ... ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, Fallon. Ich könnte mich jetzt hier hinstellen und dir sagen: Verdammt, Girl! Ich habe es dir doch gesagt! Und ... scheiße! Ich habe es dir gesagt. Und was hast du gemacht? Du hast mir eine geknallt. Erinnerst du dich? Du hast mir unterstellt, dass ich eine Lügnerin bin. Ich finde, du solltest dich dafür eigentlich bei mir entschuldigen. Nein! Ich verlange sogar, dass du dich dafür bei mir entschuldigst. «


Rhea legt den Vorschlaghammer über ihre Schulter, so dass ihn jeder - und vor allem auch Fallon Henley - sehr gut sehen kann.

RHEA RIPLEY
» Andererseits ... vergessen wir doch die Entschuldigung gleich wieder! Ich hätte viel lieber eine Erklärung. Was ist das Ding eigentlich zwischen euch allen und dieser Trailor-Park-Schlampe? Ich habe es damals bei Shotzi schon nicht verstanden. Sie verarscht euch nach Strich und Faden, verkaspert euch mit ihren angeblichen 35 Persönlichkeiten und hat dir ja ganz offensichtlich den Freund ausgespannt. Schon schlimm genug, dass du nichts gemerkt hast als sie es vor deiner Nase getrieben haben. Doch jetzt, wo du zu 100% Gewissheit hast, da kommt in dir nicht der Gedanke hoch, dass du ihr die Fresse polieren oder sagen wir mal, wenigsten Drews Eier zerquetschen willst? Die beiden haben dir die Ehre genommen und du unternimmst nichts? Du nimmst das einfach so hin? Du willst das verarbeiten und damit klarkommen? Nur damit ich das richtig verstehe. Du haust mir in die Schnauze, weil ich das Offensichtliche festgestellt habe und Liv, die den Schwanz deines Freundes in ihrem Mund hatte, kommt einfach so davon? Ich hoffe, ich bin nicht die einzige hier, die das nicht versteht. Alleine für diese Tatsache, sollte man fast schon sagen, dass du es verdient hast. Weißt du, es mag dich vielleicht überraschen, aber ich bin nicht so eine Person, die anderen wünscht, dass sie ein solches Unglück erfahren. Ich vermiese einigen Leuten vielleicht gerne die Tour und mache ihnen das Leben zur Hölle, doch niemand verdient es verarscht zu werden, außer er lässt es zu. Und du bist gerade dabei diesen Fehler zu tun. «


Welches Spielchen treibt Rhea hier? Warum interessiert sie sich plötzlich so für das Wohlergehen von Fallon Henley? Vor ein paar Wochen hat die Australierin noch den Anschein gemacht als wolle sie sich nur noch um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern. Jetzt scheint plötzlich wieder dieser "Mutterinstinkt" in ihr erwacht zu sein. Vielleicht verfolgt die Australierin aber auch ein ganz anderes Ziel.

RHEA RIPLEY
» Ich sage dir etwas, Fallon, du wirst niemals damit klarkommen. Es wird dich jedes Mal verfolgen, wenn du im Backstagebereich unterwegs bist. Jedes Mal, wenn du diesen Idiot und diese Schlampe im Ring oder sonstwo gemeinsam sehen wirst. Und irgendwann wirst du dich fragen, warum du das zugelassen hast. Und dann wirst du dich irgendwann dafür hassen, dass du nichts unternommen hast als du etwas hättest unternehmen können. Aber was weiß ich schon? Ich bin ja Rhea Ripley. The Eradicator. The Bully. Die Gefühlslose. Der Eisklotz. Girl, ich sage dir was, schau mich ja nicht so an als wüsste ich nicht von was ich rede. All das, was du gerade erlebst, habe ich selbst schon durchgemacht. Und ich bereue es absolut nicht, dass ich diesem Schlappschwanz damals zurück in die Wüste geschickt zu haben. Doch dass ich die Schlampe, die ihn mir damals wegnehmen wollte nicht in die Finger bekommen habe, das verfolgt mich noch heute, egal wie sehr ich versucht habe damit klarzukommen. Deswegen versuch es erst gar nicht! Mein Vorschlag daher: Schnapp sie dir am besten gleich! Und mach es so schmerzhaft wie es nur geht! «


In der Tat hat sie ähnliches erlebt. Damals als sie im Koma lag und sich ihr damaliger Freund, dessen Name sie nur noch ungerne ausspricht, Dominik Gutièrrez sich anderweitig vergnügen wollte. Als Rhea das mitbekommen hatte, war das Vertrauen weg. Es hat sich vieles für sie geändert. Wäre sie damals bei Bewusstsein gewesen, sie hätte Penelope Ford in Grund und Boden gestampft. Leider ging das nicht.
Rhea Ripley! Bei dem ganzen Schmerz, der sie letzte Woche überrollt hat, war Fallon beinahe entfallen, dass sie ja noch etwas mit der Australierin zu klären hat. Jetzt ist diese präsent und ruft sich ins Gedächtnis. Sie ist sofort angespannt, vor allem als Rhea den Vorschlaghammer präsentiert. Inzwischen weiß man ja, dass die Dunkelhaarige nicht davor zurückschreckt diesen auch einzusetzen. Da kann man noch so oft behaupten, dass man keine Angst vor dem Eradicator hat. Spätestens in dieser Kombo sollte man es haben! Wie es scheint hat das Country Girl "Glück", da Rhea wohl "nur" reden möchte. Jedoch sitzen die kleinen Nadelstiche ziemlich gut. Fallon's Kiefergelenke mahlen aufeinander, während sie mit finsterem Blick in Richtung der Stage sieht. Als Ripley sich plötzlich einfühlsam zeigt und Fallon animieren möchte sich zu rächen, wirkt die Amerikanerin überrascht. Doch schnell fängt sie sich wieder und lächelt bitter. Nein, sie glaubt nicht daran, dass Rhea plötzlich so etwas wie Mitleid für sie hat, auch wenn sie wohl ähnliches erleben musste.

Fallon Henley: Okay...okay! Ja, du hattest wohl Recht! Andere Frauen wie Isla Dawn oder Skye Blue hatten wohl auch Recht! Drew hat hinter meinem Rücken Liv geküsst und ich habe Nichts gemerkt! Damit muss ich leben! Genauso wie ich mit Hohn und Spott leben muss. Nur zu, lass' es raus, Rhea! Aber damit eins klar ist...eine Entschuldigung hättest du von mir eh nie bekommen. Alleine schon dafür, wie du mit Izzy umgesprungen bist, hattest du die Ohrfeige mehr als verdient gehabt!

Da spricht auch eine gehörige Portion Trotz aus ihr heraus. Und eben der Wille sich irgendwie herauszuwinden, um sich eben nicht bei der Australierin entschuldigen zu müssen. Egal wie viel "Recht" Ripley auch hatte das bei der letzten Konfrontation anzusprechen...aus Fallon's Sicht hat sie nicht das "Recht" sich so in ihr Privatleben einzumischen. Henley wollte ihr beim Special nur den Kopf waschen, weil Ripley Izzy Moreno hintergangen hatte, um Bayley eins auszuwischen. Jetzt findet sie sich in dieser Situation wieder und wird dazu gedrängt sich zu erklären.

Fallon Henley: Wie du damals mit deiner Situation umgegangen bist, ist deine Sache. So wie es meine Sache ist, wie ich jetzt mit meiner umgehe. Du kannst eine Erklärung fordern, auch wenn ich dir keine schulde! Ich erwarte nicht, dass du, oder jemand Anderes, versteht, warum ich keinen Drang verspüre mich an Liv und Drew zu rächen. Selbst ich verstehe das nicht zu 100 Prozent! Aber...was würde mir Rache am Ende bringen? Ich würde alles...wirklich ALLES verlieren, was mir lieb und wichtig wäre. Inklusive mir selbst und meinem großen Wunsch in einer Liga wie der c2c zu wrestlen. Was hat es dir denn gebracht? Du bist verbittert geworden, bist jetzt alleine und kannst dich nur damit helfen, mit einem Vorschlaghammer auf Andere losgehen zu wollen. Will ich so werden wie du? Oh nein...ganz bestimmt nicht! Mag sein, dass ich es irgendwann nicht mehr ertragen kann die Beiden zu sehen. Vielleicht wird der Schmerz doch noch zu groß, um damit klar zu kommen. Dann finde ich eine andere Lösung...werde mir dabei aber dennoch treu bleiben. Das wird jetzt für dich überraschend sein, Rhea...aber man kann so etwas auch erwachsen lösen. Ohne dabei eine blutige Spur hinter sich herzuziehen! Ich habe Drew und Liv gesagt, was ich empfinde und was sie mir angetan haben. Ob es für mich mit ihnen weitergeht? Keine Ahnung, kann ich jetzt noch nicht sagen! Wie gesagt, ich weiß nicht, wie ich das verkraften werde. Aber ich glaube an mich, dass ich das schaffe!

Gerade beim letzten Satz versucht das Country Girl so überzeugt zu klingen, wie sie nur kann. Nein, sie weiß wirklich nicht, wie es ihr in den nächsten Wochen gehen wird. Kann sein, dass sie doch irgendwann das Verlangen bekommt, Drew zwischen die Beine zu treten oder Liv zu erwürgen. Das wird sie aber anders verarbeiten und wenn es am Ende heißt, dass sie die c2c verlässt. Soweit möchte das Country Girl noch nicht denken. Sie versucht irgendwie noch optimistisch zu bleiben und daran festzuhalten, dass sie es schaffen wird. Vielleicht auch eine Freundschaft zu ihrem Ex und seiner, vermutlich, neuen Freundin! Fallon hatte ja auch selbst gemerkt, dass ihre Gefühle für den Schotten schwächer wurden. Auch deswegen hat sie es sicher gefasster aufgenommen, als man es erwarten würde. Die Info geht Rhea wirklich nichts an, weswegen Henley das für sich behält.

Fallon Henley: Was genau willst du eigentlich, Rhea? Als ob dich mein Schicksal in irgendeiner Art und Weise berührt. Und von dir manipulieren lasse ich mich nicht. Du kannst dich darüber freuen, dass du Recht hattest. Du hast mir das Match gegen Bobbi gekostet, während ich Bayley am Ende leider nicht helfen konnte. Gut für dich, ok? Jetzt kannst du deiner Wege gehen und ich gehe meine. Einverstanden?

Eigentlich will Fallon da nicht einknicken. Vor allem nicht vor Rhea. Aber aktuell hätte sie keine Kraft, sich ständig mit der Australierin auseinanderzusetzen. So hofft Henley, dass sich The Eradicator nun anderen Zielen zuwendet und sie erst einmal in Ruhe lässt.

[Bild: Rhea004.png]

RHEA RIPLEY
» Nein! Wozu sollte ich einfach meiner Wege gehen? Du hast doch das Ganze angefangen, oder nicht? Warst du nicht diejenige, die sich zuerst in eine Sache eingemischt hat, die sie absolut nichts angeht? Oder habe ich da etwas verpasst? Die Sache zwischen Bayley, Izzy und mir hatte absolut nichts mit dir zu tun. Ich habe dir angeboten weiterzugehen und dich um deinen Kram zu kümmern. Und in Anbetracht, was dir in der letzten Woche widerfahren ist, hättest du das auch besser getan. Aber nein! Du wolltest dich ja unbedingt einmischen. Jetzt hast du mich an der Leine. Deswegen werde ich jetzt nicht einfach meiner Wege gehen. Du und ich werden die Sache zu Ende bringen. «


Damit dürfte klar sein, dass Fallons Hoffnung, dass sich Rhea anderen Zielen widmet, umsonst sein dürfte. Wenn sich die Australierin ein Ziel ausgesucht hat, dann wird sie das auch gnadenlos verfolgen und zu Ende bringen. Sie hat sich dazu entschieden wieder diese Person zu sein. Sie würde sich unglaubwürdig machen, wenn sie jetzt wieder einen Rückzieher macht. Außerdem wird sie vom Rest des Roster doch sowieso wie eine Tyrannin angesehen. Respekt bekommt sie keinen. Dann wird sie eben dafür sorgen, dass man sie fürchtet.

RHEA RIPLEY
» Wie du schon selbst herausgefunden hast, ist mir dein Schicksal in der Tat absolut scheißegal. Von mir aus können Drew McIntyre und Liv Morgan direkt vor deinen Augen ficken. Es juckt mich nicht. Aber ich muss meine Minderwertigkeitskomplexe ausgleichen, wie du so schön gesagt hast. Oder was hast du mir sonst noch so vorgeworfen? Hmmm ... ach ja! Ich habe gerade so ein Verlangen nach Aufmerksamkeit und ich kann es einfach nicht ertragen, wenn du mir nicht auf die Nerven gehst. Das waren doch deine Worte, oder? Also du siehst, ich kann nicht einfach so verschwinden. Außerdem stifte ich gerne Chaos. Und nichts erfüllt mich mehr, wenn ich deinen inneren Dämon wecke, der sich förmlich nach Rache sehnt. Sieh es von der Seite! Wir haben beide etwas davon. Für dich wird der Kampf gegen deinen inneren Dämon die reinste Qual werden. Und ich erfreue mich daran. Klingt für mich nach einem guten Deal, findest du nicht? «


Nein, für Fallon klingt das nicht nach einem guten Deal. Sie hätte damit rechnen müssen, dass Rhea sich nicht einfach so abschütteln lässt. War also blauäugig darauf zu hoffen. Unter anderen Umständen würde sich Henley für den nächsten Krieg wappnen und auch der Australierin unerschrocken die Stirn bieten - selbst wenn das Country Girl weiß, dass Ripley ihr in vielerlei Hinsicht eigentlich überlegen ist. Aber in der aktuellen Situation ist das eher schwierig. Fallon könnte sich doch zurückziehen, ein paar Wochen verschwinden, bis es Rhea zu langweilig wird. Bestimmt hätte Bayley dafür Verständnis. Nur wäre das Country Girl dann mit den eigenen Gedanken und Gefühlen alleine...und will sie das? Seufzend tippt sie sich ein paar Mal mit der Stirn gegen das Mikro. Würde sie jetzt gehen, würde Rhea das sicher als "Sieg" annehmen. Will sie einem "Bully" das zugestehen?...Nein!

Fallon Henley: Okay! Dann eben auf diese Tour! Tue, was du nicht lassen kannst! Viel Erfolg dabei meine inneren Dämonen beschwören zu wollen...du wirst daran scheitern! Dass du Freude daran hast jemanden zu quälen, dem es gerade schlecht geht, sollte wirklich keinen überraschen. Sagt genug über dich aus! Egal, du scheinst darauf ja noch stolz zu sein. Dann musst du auch mit dem Echo leben, das du für deine Taten bekommst. Dann musst du weiterhin damit leben, dass sich Menschen in deine Angelegenheiten einmischen. Wer weiß, wenn andere Frauen sehen, dass ich mir von dir nichts gefallen lasse, werden sie vielleicht dazu animiert, es genauso zu machen. Gibt dann mehr und mehr Widerstand für den Eradicator...bis es selbst der großen, mächtigen und bösen Rhea Ripley zu viel wird!

Wobei die Australierin wahrscheinlich noch Freude daran hätte sich auf das "Ich gegen den Rest der Welt" einzulassen. Fallon benutzt diese Ansprache auch nicht, da sie glaubt Ripley einschüchtern zu können. Nein, es ist mehr eine Selbst-Motivation. Sie sicht nach Gründen warum es richtig ist, sich jetzt dem Eradicator entgegen zu stellen. Auch wenn es dem Country Girl mental nicht gut geht. Zumindest die Fans nehmen das wohlwollend auf und präsentieren Henley ihre Unterstützung.

Fallon Henley: Lass' dich nicht davon täuschen, dass ich gerade durch dieses Tal muss. Ich bin kein leichtes Ziel, kein Opfer zum spielen! Du glaubst du bist hart, weil du ein Koma überstanden hast? Ethan Page hat mich in ein solches geprügelt und ich musste wochenlang in einem portugiesischen Krankenhaus verbringen. Trotzdem stehe ich jetzt hier und heule nicht rum, wie gemein doch alle zu mir waren. Du glaubst du hast das Recht alle zu hassen, weil du von Menschen verlassen wurdest, die dir wichtig waren? Ich weiß sehr gut, was Verlust bedeutet! Und damit meine ich nicht nur Drew und Liv! Trotzdem bin ich nicht zu einer verbitterten Sadistin mutiert und werde das auch nie werden! Ich sage nicht, dass du ein einfaches Leben hast...ganz und gar nicht! Aber tue nicht so, als wärst du die Einzige, die wüsste, was Schmerzen und Leid bedeutet. Also...wie soll es ablaufen? Kurz und schmerzlos? Lang und quälend? Ich bin für alles bereit!

Entschlossen geht Fallon zu den Seilen, lehnt sich gegen diese und sieht ernst zur Stage. Gut möglich, dass sie es in spätestens ein paar Wochen bereuen wird. Trotzdem ist sie bereit sich mit der Australierin zu messen.

RHEA RIPLEY
» Nur nicht heute, meine Liebe! «


Das Publikum buht die Australierin daraufhin aus. Diese quittiert das mit einem breiten Grinsen. So als wolle sie sagen: Was habt ihr Idioten denn erwartet? Dann wendet sie sich wieder an die kämpferische Fallon Henley.

[Bild: Rhea006.png]

RHEA RIPLEY
» Du kannst dir doch die Frage bestimmt selbst beantworten, Fallon. Natürlich werde ich mir mit dir Zeit lassen. Ich werde jede einzeln Sekunden auskosten. Und je mehr du dich wehrst, desto mehr Spaß wird es machen. Ich bin doch nicht zur Sadistin mutiert, weil ich etwas verloren habe. Verloren habe ich etwas, weil ich dachte, ich könne so sein wie ihr. Ich habe mich von Sentimentalität und Gefühlsduselei anstecken lassen. Ich wurde schwach. Das hier ist mein wahres Ich. Ich habe zu alter Stärke zurückgefunden. Hass treibt mich an. Er ist meine Waffe um euch - um dir - wehzutun. Also komm ja nicht auf die Idee, dass wir beide irgendwas gemeinsam hätten. Wenn ich mit dir fertig bin, dann wirst du ein völlig anderer Mensch sein. Das verspreche ich dir. Wir sehen uns schon bald wieder. «


Rhea Ripley senkt ihr Mikrofon und geht langsam wieder zurück in den Backstagebereich. Zu einer physischen Konfrontation wird es heute nicht kommen. Aber man kann davon ausgehen, dass es nicht lange dauern wird bis es erneut dazu kommt. Die Kameras bleiben noch etwas bei Fallon Henley und schalten dann zu den Kommentatoren.

Pat McAfee: "Tja! Ich würde sagen, dass Fallon Henley jetzt die ganze Aufmerksamkeit von Rhea Ripley hat. Das sollte sie von ihren kleinen Beziehungsproblemchen ablenken."
Cathy Kelley: "Nicht, wenn Rhea ständig darauf herumreitet."
Wade Barrett: "Was nur zu verständlich ist. Schließlich macht sich Fallon damit angreifbar. Und eine Frau wie Rhea nutzt sowas direkt um ihre Gegnerin zu verunsichern."

[Bild: 2.jpg]

Die Kameras schalten langsam von der tobenden Crowd in der ausverkauften Madrid Arena weg. Über 10.276 Fans in Madrid, Spanien sorgen bereits zu Beginn von Coast 2 Coast LIVE für eine elektrisierende Atmosphäre. Überall sind Schilder zu sehen. Einige tragen "ACKNOWLEDGE HIM", andere wiederum "OMEGA SURVIVED". Die Ereignisse der letzten Show hängen noch immer schwer über der gesamten Arena.

Dann blendet die Kamera zu den Kommentatoren.

Pat McAfee
"Willkommen zu Coast 2 Coast LIVE aus MADRID, Spanien! Nach dem absoluten Chaos der letzten Woche steht heute alles auf dem Kopf!"

Cathy Kelley
"Roman Reigns ist völlig eskaliert… Bryan Keights Cash-In wurde verhindert… Kenny Omega konnte den Titel gerade so retten… und wir wissen bis jetzt nicht einmal, wie es John Cena geht!"

Wade Barrett
"Und genau deswegen fühlt sich heute alles anders an. Niemand weiß, in welchem Zustand Roman Reigns heute hier auftauchen wird."

Kaum hat Wade den Satz beendet, schaltet die Kamera plötzlich hektisch in den Backstagebereich. Ein lautes Motorengeräusch hallt durch die Tiefgarage der Arena. Ein schwarzer SUV rollt langsam ins Bild und sofort entsteht Spannung. Security-Mitarbeiter stellen sich automatisch gerader hin. Einige Mitarbeiter verlassen sogar hastig den Bereich. Die Atmosphäre verändert sich augenblicklich. Der SUV kommt langsam zum Stillstand und die Kamera zoomt näher heran. Die hintere Tür öffnet sich zuerst und heraus steigt "The Wiseman" Paul Heyman Der Wiseman wirkt angespannt. Dunkle Augenringe zeichnen sich unter seinen Augen ab. Sein sonst so kontrolliertes Auftreten wirkt heute deutlich nervöser. Er blickt sich sofort hektisch um… fast so, als hätte er Angst vor dem, was gleich folgt. Dann geht Heyman einen Schritt zur Seite. Die Halle in Madrid explodiert plötzlich in laute Buhrufe, denn langsam steigt "Tribal Chief" Roman Reigns aus dem SUV. Der Tribal Chief trägt einen schwarzes Shirt... eine Sporthose und wie immer Sneakers. Jetzt hat er kein Titel mehr über seiner Schulter.... Keine Bloodline im Rücken... Keine Gesten und keine Emotion sind nicht zu erkennen... nur dieser Blick... Kalt... leer... und gefährlich. Roman bleibt neben der geöffneten Tür stehen und blickt langsam durch die Garage und sein Kiefer spannt sich leicht an, während die Kamera ganz nah auf sein Gesicht zoomt.

[Bild: HDkqoi-Vb-EAQp8s-H.jpg]

Die Fans in der Arena reagieren sofort. Ein gewaltiger Mix aus Buhrufen und nervösem Raunen donnert durch Madrid.

Crowd
"ROMAN SUCKS! ROMAN SUCKS!"


Paul Heyman versucht sofort zu sprechen.

Paul Heyman
"My Tribal Chief… wir sollten direkt ins Office gehen. Wir müssen erst—"


Roman hebt langsam eine Hand und sofort verstummt Heyman. Der Tribal Chief sagt kein einziges Wort stattdessen marschiert Roman einfach los... sein Ziel sollte klar sein... Gorilla Position und das der Coast 2 Coast Ring. Aber mit einer Präsenz, die die gesamte Atmosphäre der Halle verändert. Heyman schluckt hart und folgt ihm sofort. Die Kamera begleitet beide durch den Backstagebereich... Mitarbeiter gehen automatisch aus dem Weg und niemand wagt es, Roman direkt anzusehen. Dann bleibt Roman plötzlich stehen und sein Blick wandert langsam nach rechts. Die Kamera schwenkt mit und dort hängt ein riesiges Poster. Kenny Omega... mit dem World Heavyweight Championship Belt über der Schulter. Darunter steht groß...

"THE CLEANER ERA"

Die Crowd rastet aus. Roman bewegt sich keinen Zentimeter doch man sieht sofort, wie sich seine Atmung verändert. Der Kiefer spannt sich noch stärker an und seine Augen werden dunkler. Paul Heyman bemerkt es sofort und genau in diesem Moment wird die Stimmung backstage mit einem Schlag brandgefährlich. Roman Reigns starrt weiter auf das riesige Poster von Kenny Omega... "THE CLEANER ERA" Diese drei Worte scheinen sich regelrecht in seinen Kopf zu brennen. Die Fans in Madrid werden immer lauter.

Crowd
"OMEGA! OMEGA! OMEGA!"


Paul Heyman merkt sofort, dass etwas kippt. Der Wiseman hebt vorsichtig beide Hände.

Paul Heyman
"Roman… Roman, bitte… nicht jetzt…"


Jedoch Roman reagiert nicht und seine Atmung wird schwerer. Die Kamera zoomt näher heran und man sieht förmlich, wie die Wut hinter dieser kalten Fassade immer stärker hochkocht. Die rechte Hand ballt sich langsam zu einer Faust. Mit voller Wucht schlägt Roman plötzlich gegen das riesige Werbe-Display neben dem Poster. Das Metall kracht laut durch den gesamten Gang. Einige Mitarbeiter zucken erschrocken zusammen. Heyman weicht sofort einen Schritt zurück. OTC dreht jetzt langsam den Kopf zu ihm. Dieser Blick ist schlimmer als jede Explosion zuvor... Dann marschiert der Tribal Chief plötzlich los direkt Richtung Gorilla Position. Die Kamera muss beinahe hinterherlaufen, um mitzuhalten. Mitarbeiter springen panisch zur Seite, sobald Roman an ihnen vorbeirauscht. Security schaut sich nervös an, traut sich aber nicht einzugreifen.

Pat McAfee
"Oh nein… oh nein… Roman Reigns ist auf dem Weg zum Ring!"

Cathy Kelley
"Das ist kein normaler Roman Reigns mehr… seit er diesen Titel verloren hat, wirkt er vollkommen verändert!"

Wade Barrett
"Und jetzt stellt euch nur eine Frage… was passiert, wenn Roman heute tatsächlich auf Kenny Omega trifft?"

Backstage erreicht Roman jetzt die Gorilla Position und mehrere Producer stehen dort. Einer versucht sofort zu sprechen.

Producer
"Roman, warte bitte! Du bist nicht eingeplant für ein Ring In Segm..."


Roman läuft einfach weiter. Der Producer packt ihn leicht am Arm. RIESIGER FEHLER. Roman bleibt abrupt stehen und langsam dreht er den Kopf zur Seite. Der Producer lässt sofort los. Die komplette Gorilla Position wird augenblicklich still. Man hört nur noch das dumpfe Geräusch der Crowd aus der Arena. Roman tritt einen Schritt näher an den Producer heran. So nah, dass dieser sichtbar nervös wird.

Roman Reigns
"Move."


Der Producer geht sofort aus dem Weg. Roman blickt nun direkt durch den schmalen Vorhang hinaus in die Arena und seine I'm Greatness Entrance Theme ertönt.



Die Arena in Madrid bebt förmlich, als plötzlich die ersten düsteren Klänge von Romans Theme durch die Halle schneiden. Sofort explodieren die Reaktionen der Fans. Ein ohrenbetäubender Mix aus Buhrufen, Schreien und nervösem Raunen rollt durch die gesamte Arena. Die Kameras schwenken hektisch zur Stage. Dann bewegt sich der Vorhang langsam zur Seite. Und dort erscheint er... "TRINAL CHIEF" ROMAN REIGNS. Kein Titel mehr über der Schulter... Keine Bloodline mehr neben ihm nur noch The Wiseman nur pure Präsenz. Der Tribal Chief bleibt direkt auf der Stage stehen... Der Blick vollkommen leer aber genau diese Leere wirkt gefährlicher als jede Wut. Hinter ihm tritt langsam Paul Heyman hervor. Der Wiseman wirkt angespannt wie noch nie zuvor. Heyman seine Augen wandern nervös zwischen Roman… der Crowd… und dem Ring hin und her. Die Kamera fährt tief nach unten und filmt Roman leicht von unten nach oben. Dadurch wirkt der Tribal Chief noch bedrohlicher. Das Licht der Arena färbt sich dunkelblau. Weiße Lichtstrahlen zucken durch die Halle. Die Fans in Madrid werden sofort noch lauter. Der Tribal Chief steht mitten im Kamerabild und sein Blick fixiert schon sein Ziel... Coast 2 Coast Ring. Roman Reigns sein rechter Arm hebt sich und zeigt den Zeigefinger in die Höhe.

[Bild: 2248297093-large-cropped-5.jpg]

Pat McAfee
"Das ist unheimlich… schaut euch Roman Reigns an! Kein Titel… keine Bloodline… ich habe ihn noch NIE so erlebt!"

Cathy Kelley
"Er wirkt nicht wie jemand, der reden will… er wirkt wie jemand, der heute jemanden zerstören möchte."

Wade Barrett
"Und genau das macht Roman Reigns ohne Titel vielleicht gefährlicher als jemals zuvor."

Roman läuft weiter die Rampe hinunter. Fans direkt an der Barrikade schreien ihn an. Einige strecken die Hände aus und andere filmen ihn hektisch mit ihren Handys doch Roman schaut niemanden an. Der Blick von ihm bleibt starr auf den Ring gerichtet. Heyman wischt sich währenddessen nervös über die Stirn. Als Roman die Hälfte der Rampe erreicht, wird die Stimmung plötzlich noch angespannter. Denn jetzt beginnen die Fans lautstark Kenny Omegas Namen zu chanten.

Crowd
"OMEGA! OMEGA! OMEGA!"


Die Kamera fängt Nahaufnahmen seines Gesichts ein. Der Schweiß glänzt leicht auf seiner Stirn und seine Kiefermuskeln arbeiten permanent. Dieser Mann steht sichtbar kurz davor, den Ringbereich zu erreichen. Er bleibt direkt vor dem Apron stehen und langsam hebt er den Blick zum Ring. Die Crowd wird ohrenbetäubend laut. Dann geht Roman einmal um die Ringtreppe herum… ohne den Blick vom Ring zu nehmen. Heyman folgt ihm sofort weiter und schaut sich nervös um, als hätte er Angst, dass Kenny Omega jeden Moment auftauchen könnte... Roman erreicht die Ringtreppe. Er bleibt erneut kurz stehen und seine Musik läuft weiter. Darauf steigt der Tribal Chief langsam Stufe für Stufe nach oben. Oben angekommen bleibt Roman auf dem Apron stehen. Die Kamera zeigt ihn von hinten, während tausende Fans in Madrid ihn ausbuhen. Das Licht spiegelt sich auf dem schwarzen Shirt wider. Dann hebt Roman langsam den Kopf und steigt durch das mittlere Seil in den Ring. Darauf füllt sich die Halle erneut mit Buhrufen und geht langsam in die Mitte des Rings. Er steht einfach nur da... still... gefährlich ruhig. Paul Heyman betritt nun ebenfalls den Ring und bleibt leicht hinter Roman stehen. Der Wiseman wirkt extrem nervös. Roman senkt langsam den Kopf dann schließt er für einen kurzen Moment die Augen. Und plötzlich beginnt er ganz leicht zu grinsen. Kein normales Grinsen sondern dieses kalte gefährliche Lächeln, das nichts Gutes verheißt. Paul Heyman bemerkt es sofort… und schluckt hart. Paul Heyman steht weiterhin leicht hinter Roman Reigns und beobachtet den Tribal Chief ganz genau. Dieses kalte Grinsen verschwindet langsam wieder aus Romans Gesicht… doch genau das macht die Situation noch unangenehmer. Die Madrid Arena bebt weiterhin unter den massiven Buhrufen der Fans. Roman hebt langsam den Blick in Richtung der Zuschauerreihen. Keine Emotion... Keine Reaktion... nur dieser starre Blick.

Paul Heyman wischt sich erneut nervös über die Stirn. Dann dreht er sich hektisch zur Ringside Area und winkt einem Worker zu. Sofort eilt dieser nervös zum Ringrand und hält ein Mikrofon nach oben. Heyman beugt sich durch die Seile und schnappt sich das Mikro beinahe hastig aus dessen Hand. Die Musik von Roman Reigns verstummt jetzt endgültig. Und plötzlich wird die Stimmung in der Arena noch unangenehmer. Denn jetzt herrscht keine musikalische Untermalung mehr. Heyman bleibt zunächst still stehen. Das Mikrofon zittert leicht in seiner Hand. Seine Augen wandern vorsichtig zu Roman… als wolle er prüfen, ob er überhaupt sprechen darf. Der Tribal Chief bewegt sich nicht. Roman steht weiterhin mitten im Ring… den Kopf leicht gesenkt… die Arme locker neben dem Körper… vollkommen regungslos dann
Dann hebt Heyman langsam das Mikrofon an und sofort wird die Crowd noch lauter.

Crowd
"ROMAN SUCKS! ROMAN SUCKS!"


Paul Heyman schließt kurz die Augen und atmet tief durch. Darauf beginnt der Wiseman zu sprechen.

Paul Heyman
"Ladies and Gentlemen…"


SOFORT donnern massive Buhrufe durch die Arena und Heyman stoppt kurz dann versucht er weiterzureden.

Paul Heyman
"My name… is Paul Heyman…"


Die Fans buhen noch lauter und Roman hebt dabei ganz leicht den Kopf... nicht viel... nur minimal. Aber sofort merkt man, wie die Spannung im Ring ansteigt. Die Fans in Madrid lassen Paul Heyman kaum zu Wort kommen. Gewaltige Buhrufe donnern durch die Arena. Einige Zuschauer zeigen demonstrativ auf Roman Reigns und andere halten ihre "OMEGA ERA"-Schilder hoch doch Heyman versucht weiterzusprechen

Paul Heyman
"Letzte Woche… in Paris… Letzte Woche musste Roman Reigns die schwerste Entscheidung seiner gesamten Karriere treffen… Eine Entscheidung… die ihm AUFGEZWUNGEN wurde! "


Die Crowd reagiert sofort mit lauten "NO!“-Rufen. Roman bewegt sich weiterhin keinen Zentimeter nur seine Brust hebt und senkt sich inzwischen deutlich schwerer.

Pat McAfee
"Aufgezwungen? Roman Reigns hat letzte Woche die komplette Arena zerstört!"

Cathy Kelley
"John Cena wurde durch einen Kommentatorentisch gebombt! Kenny Omega wurde attackiert! Das war völliges Chaos!"

Wade Barrett
"Ja aber schaut euch Roman an. Ich glaube nicht, dass wir letzte Woche seine endgültige Reaktion gesehen haben."

Heyman läuft jetzt langsam im Ring hin und her. Dabei versucht er sichtbar, die Kontrolle über die Situation zu behalten. Paul Heyman bleibt für einen Moment stehen. Die Buhrufe der Fans prallen wie eine Wand auf ihn ein. Der Wiseman atmet tief durch… dann fährt er sich langsam mit der freien Hand über die Krawatte. Roman Reigns steht weiterhin regungslos hinter ihm. Der Tribal Chief hebt den Kopf inzwischen etwas höher und blickt kalt durch die tobende Madrid Arena. Heyman beginnt erneut zu sprechen.

Paul Heyman
"Ihr alle redet über Paris… ihr alle redet über Chaos… über Gewalt… über Eskalation…"


Die Crowd buht sofort wieder lautstark.

Paul Heyman
"Aber niemand… NIEMAND spricht über die Wahrheit!"


Sofort schallen laute „WHAT?!“-Chants durch die Halle. Roman bewegt sich weiterhin keinen Zentimeter doch seine Augen wandern jetzt langsam durch die Crowd als würde er jeden einzelnen Fan persönlich verachten. Heyman zeigt plötzlich energisch mit dem Finger auf die Zuschauer.

Paul Heyman
"Bei Battle Coliseum stand John Cena als offizieller Special Referee in diesem Ring!"


Die Fans reagieren gemischt. Einige jubeln bei Cenas Namen.

Paul Heyman
"UND JOHN CENA… hat den Pinfall gezählt!"


Heyman hämmert mit voller Wucht auf seine eigene Handfläche.

Paul Heyman
"ONE… TWO… THREE!"


Die Crowd buht lautstark weiter.

Paul Heyman
"John Cena erklärte Roman Reigns zum World Heavyweight Champion!"


Jetzt hebt Roman ganz langsam den Kopf vollständig an. Die Kamera zoomt sofort nah auf sein Gesicht. Keine Emotion nur pure Kälte.

Pat McAfee
"Oh come on! Jetzt versucht Heyman wirklich alles umzuschreiben!"

Cathy Kelley
"Aber technisch gesehen… hat Cena den Count wirklich durchgezogen…"

Wade Barrett
"Und genau DAS wird Heymans Argument sein."

Paul Heyman läuft jetzt langsamer durch den Ring. Seine Stimme wird tiefer… kontrollierter.

Paul Heyman
"Ob Kenny Omegas Fuß das Seil berührt hat… oder nicht… SPIELT... KEINE... ROLLE..."


[Bild: paul-heyman-wwejpg-1.jpg]

Massive Buhrufe erschüttern die Arena. Roman schließt kurz die Augen und plötzlich erscheint wieder dieses kalte Grinsen auf seinem Gesicht.

Paul Heyman
"Denn der Offizielle in diesem Match war JOHN CENA! Und John Cena erkannte Roman Reigns als den rechtmäßigen… offiziellen… UND unangefochtenen World Heavyweight Champion an! Und dann… dann kam General Managerin Bayley… Eine Entscheidung wurde getroffen hinter verschlossenen Türen OHNE Roman Reigns… OHNE Anhörung… OHNE Respekt gegenüber dem Mann, der diese Company jahrelang getragen hat! Und genau deshalb… ist mein Tribal Chief heute hier."


Zum ersten Mal reagiert Roman sichtbar darauf. Langsam dreht der Tribal Chief den Kopf in Richtung der Fans und sein Blick wird sofort dunkler. Die Chants werden aber nur noch lauter.

Pat McAfee
"Ohhhh nein… jetzt kippt die Stimmung komplett."

Paul Heyman bleibt mitten im Ring stehen. Die Buhrufe der Fans prasseln weiter gnadenlos auf ihn ein. Der Wiseman schluckt schwer… doch jetzt verändert sich sein Blick. Aus Nervosität wird plötzlich Arroganz. Langsam hebt Heyman das Mikrofon wieder an seine Lippen und schüttelt leicht den Kopf.

Paul Heyman
"Aber wisst ihr, was das wirklich Lächerliche an all dem ist? Ihr behandelt Kenny Omega wie irgendeinen Helden… Dabei wissen wir doch alle ganz genau, was wirklich passiert ist. Vielleicht… vielleicht ist Kenny Omega direkt nach Battle Coliseum ins Office gerannt… vielleicht hat er sich dort beschwert wie ein kleiner Jammerlappen…"


Ein gewaltiges Raunen geht durch die Halle.

Pat McAfee
"Oh come ON!"

Heyman läuft jetzt langsam weiter durch den Ring. Seine Stimme trieft inzwischen vor Sarkasmus.

Paul Heyman
"Bayley… Bayley please… Roman hat mir mein Gold weggenommen… Bayley bitte rette mich…‘"


Die Crowd explodiert sofort in lauten Buhrufen.

Crowd
"F*CK YOU HEYMAN!"

Roman bewegt sich weiterhin kaum doch seine Augen wirken inzwischen komplett schwarz vor Wut.

Paul Heyman
"Vielleicht hat Kenny Omega sogar Bayleys Füße geküsst, damit sein kleiner Wunsch erfüllt wird!"


SOFORT detoniert die Halle förmlich vor Buhrufen.

Cathy Kelley
"Okay… jetzt überschreitet Heyman definitiv eine Grenze."

Wade Barrett
"Nein… das ist Absicht. Heyman versucht Kenny Omega bewusst herauszulocken."

Paul Heyman bleibt weiter in Bewegung. Langsam… kontrolliert… wie ein Anwalt, der glaubt, den gesamten Gerichtssaal auf seiner Seite zu haben. Die Crowd überschüttet ihn weiterhin mit Buhrufen, doch der Wiseman beginnt inzwischen beinahe zu grinsen. Roman Reigns steht weiterhin regungslos im Hintergrund. Die Arme locker neben dem Körper. Der Blick vollkommen leer. Und genau diese Ruhe macht alles nur noch bedrohlicher.

Heyman hebt das Mikro erneut an.

Paul Heyman
"Das Office… Ohhhh ja… sprechen wir doch einmal über das Office. Diese sogenannten Verantwortlichen… diese Leute in ihren schicken Büros… diese Leute, die Roman Reigns jahrelang BENUTZT haben! Benutzt?! Roman Reigns hat diese Company dominiert! Wenn diese Company Rekorde wollte… wenn diese Company ausverkaufte Arenen wollte… haben sie Roman Reigns gerufen. Wenn diese Company jemanden brauchte, der dieses gesamte Business auf seinen Schultern trägt dann haben sie IMMER meinen Tribal Chief gerufen! Aber in dem Moment… IN DEM MOMENT, als Kenny Omega angefangen hat zu weinen… plötzlich hatte das Office Mitleid. Kenny Omega verliert einen Titel… und plötzlich bricht alles in PANIK aus!"


Heyman zeigt plötzlich direkt in die Kamera. Heyman imitiert jetzt spöttisch hektische Stimmen.

Paul Heyman
"Oh nein! Kenny Omega ist traurig! Schnell! Holt Bayley! Holt Anwälte! Holt Paragraphen! Holt Taschentücher!"


Die Crowd explodiert in massiven Buhrufen.

Cathy Kelley
"Das wird hier komplett persönlich."

Wade Barrett
"Und Roman Reigns genießt jede einzelne Sekunde davon."

Die Kamera zoomt jetzt nah auf Roman. Und tatsächlich ganz leicht zieht sich wieder dieses kalte Grinsen über sein Gesicht. Heyman läuft nun direkt zur Ringmitte zurück.

Paul Heyman
"Das Office hat Angst vor Kenny Omega gehabt. Aber wisst ihr, vor wem sie WIRKLICH Angst haben?... Vor IHM... Denn solange Roman Reigns existiert… wird Kenny Omega niemals ruhig schlafen können."


Heyman bleibt stehen und dann bewegt sich Roman Reigns. Zum ersten Mal seit Beginn dieses Segments setzt der Tribal Chief langsam einen Schritt nach vorne. Sofort verändert sich die Atmosphäre in der gesamten Halle. Die Fans werden augenblicklich lauter. Kameraleute springen hektisch näher heran. Paul Heyman verstummt sofort.

Die Kamera zeigt Reigns eine Nahaufnahme seines Gesichts. Die Augen wirken inzwischen vollkommen schwarz vor Wut. Der Kiefer arbeitet ununterbrochen und Heyman beobachtet jede Bewegung seines Tribal Chiefs ganz genau. Roman bleibt direkt vor ihm stehen. Dann hebt Roman langsam seine rechte Hand. Keine Worte nur diese Geste. Der Wiseman zögert für einen ganz kurzen Moment ehe er Roman das Mikrofon beinahe ehrfürchtig überreicht. Die Spannung in der Madrid Arena erreicht jetzt einen vollkommen neuen Höhepunkt. Paul Heyman steht regungslos vor Roman Reigns und hält ihm das Mikrofon mit beiden Händen entgegen… beinahe so, als hätte er Angst davor, es nicht schnell genug abzugeben. Roman greift langsam danach und die Crowd reagiert sofort mit ohrenbetäubenden Buhrufen. Der Tribal Chief nimmt das Mikrofon… aber spricht nicht sofort stattdessen bleibt er einfach stehen. Die Augen fest auf die Zuschauer gerichtet. Die Buhrufe werden immer lauter. Paul Heyman tritt vorsichtig einen Schritt zurück und senkt respektvoll den Blick. Roman hebt langsam das Mikrofon doch erneut Stille vom TRIBAL CHIEF. Diese Ruhe wirkt schlimmer als jede Explosion zuvor dann bewegt sich sein Kiefer leicht. Die gesamte Arena wartet gespannt auf die ersten Worte des Tribal Chiefs. Roman Reigns steht vollkommen regungslos mitten im Ring. Das Mikrofon direkt vor seinem Mund. Die Buhrufe der Fans hallen weiterhin ohrenbetäubend durch Madrid doch Roman bewegt sich nicht. Langsam wandert sein Blick durch die Zuschauerreihen. Als würde er jeden einzelnen Fan persönlich verurteilen und kurz darauf spricht er endlich.

Roman Reigns
"Coast 2 Coast Office... Coast 2 Coast Universe... Madrid... Spanien!... ACKNOWLEDGE ME!


[Bild: 20231017-playlist-572589f00f3affbf32ed7762c8e1890e.jpg]

Roman beginnt jetzt langsam durch den Ring zu laufen. Jeder einzelne Schritt wirkt kalkuliert kontrolliert...

Roman Reigns
"Coast 2 Coast Office... diese Leute glauben tatsächlich glaubt wirklich es könnte über Roman Reigns bestimmen


Sofort brechen erneut massive Buhrufe durch die Arena. Roman bleibt jedoch vollkommen ruhig. Der Tribal Chief läuft langsam weiter durch den Ring. Sein Blick wandert kalt durch die Zuschauermengen von Madrid. Paul Heyman steht regungslos im Hintergrund und beobachtet jede Bewegung seines Tribal Chiefs beinahe ehrfürchtig. Roman Reigns bleibt plötzlich stehen und dann hebt er langsam das Mikrofon erneut an.

Roman Reigns
"Dieses Office sitzt den ganzen Tag hinter Schreibtischen... versteckt sich hinter Verträgen... hinter Paragraphen... hinter Anwälten... während Roman Reigns jede einzelne Woche da rausgeht... Roman Reigns trägt diese Company auf seinen Schultern... Roman Reigns IST Coast 2 Coast Wrestling."


Die Crowd explodiert sofort wieder in Buhrufen.

Crowd
"OMEGA! OMEGA! OMEGA!"

Doch Roman reagiert nicht einmal darauf. Stattdessen zieht sich langsam dieses kalte arrogante Grinsen über sein Gesicht.

Roman Reigns
"Oh jetzt wollt ihr plötzlich Kenny Omega chanten?... Jetzt wollt ihr so tun als wäre ER der Grund warum diese Company existiert? Wo wart ihr alle... als die Hallen leer waren?... Wo war dieses sogenannte Coast 2 Coast Office als niemand Tickets kaufen wollte?... Roman Reigns erinnert sich ganz genau. Als Roman Reigns nicht bei den Weekly Shows war... sind die Einnahmen gefallen. Die Sitzreihen wurden leer. Die Zuschauerzahlen sind abgestürzt. Dieses Office hat PANIK bekommen... Denn Roman Reigns ist nicht irgendein Wrestler... Roman Reigns ist das Aushängeschild dieser gesamten Company. Das Gesicht auf jedem Poster. Der Name auf jedem Ticket. Der Grund warum Arenen überhaupt ausverkauft werden!"


Gewaltige Buhrufe donnern durch Madrid.

Pat McAfee
"Das Ego dieses Mannes kennt wirklich keine Grenzen mehr!"

Wade Barrett
"Ja... aber hört euch die Reaktion an. Ob sie ihn lieben oder hassen... niemand ignoriert Roman Reigns."

Roman läuft jetzt langsam zu den Ringseilen und blickt direkt in die Kamera.

Roman Reigns
"Das Coast 2 Coast Office sollte jeden einzelnen Tag auf die Knie gehen und dankbar sein... dankbar dafür... dass Roman Reigns überhaupt noch unter Vertrag steht. Denn ohne den Tribal Chief... wäre diese Company längst bankrott gegangen."


SOFORT explodiert die Halle komplett.

Crowd
"FCK YOU ROMAN! FCK YOU ROMAN!"

Roman schließt kurz die Augen. Dann atmet er langsam tief durch... und plötzlich beginnt er leicht zu lachen. Kein normales Lachen. Es klingt kalt... beinahe verächtlich. Paul Heyman grinst jetzt ebenfalls breit im Hintergrund.

Roman Reigns
"Und trotzdem haben sie versucht Roman Reigns zu hintergehen wegen Kenny Omega... Kenny Omega versteckt sich hinter dem Office... hinter Bayley... hinter Regeln... hinter Anwälten... weil Kenny Omega genau weiß dass er Roman Reigns niemals stoppen kann. Kenny Omega..."


Roman bleibt plötzlich stehen... Vollkommene Ruhe im Ring und die Kamera fährt langsam um den Tribal Chief herum während die Crowd sofort lautstark buht.

Crowd
"OMEGA! OMEGA! OMEGA!"


Roman senkt langsam den Kopf und seine Lippen verziehen sich dabei ganz leicht zu einem kalten Grinsen. Dann hebt er das Mikrofon erneut an.

Roman Reigns
"Hört euch das an... hört euch diese Menschen an... Diese Menschen glauben immer noch Kenny Omega wäre das Opfer... Aber Roman Reigns sieht die Wahrheit. Kenny Omega kann eine Niederlage nicht akzeptieren."


Die Crowd reagiert sofort mit massiven Buhrufen.

Pat McAfee
"Oh come on! Kenny Omega wurde betrogen!"

Roman ignoriert die Reaktionen komplett und langsam beginnt der Tribal Chief wieder durch den Ring zu laufen.

Roman Reigns
"Kenny Omega hatte ALLES. Er hatte seine Fans... er hatte das Office... er hatte John Cena als Special Referee... er hatte jede einzelne Kamera auf sich gerichtet... Und trotzdem konnte Kenny Omega Roman Reigns nicht besiegen."


Cathy Kelley
"Roman blendet komplett aus, was nach dem Match passiert ist!"

Roman schüttelt langsam den Kopf.

Roman Reigns
"Der Tribal Chief hat Kenny Omega in der Mitte dieses Rings gebrochen und anstatt die Niederlage wie ein Mann zu akzeptieren ist Kenny Omega zum Office gerannt. Der Tribal Chief kennt Männer wie Kenny Omega. Solange Kenny Omega gewinnt... solange Kenny Omega im Rampenlicht steht... solange alle seinen Namen schreien ist alles gut. Aber in dem Moment... IN DEM MOMENT... in dem Kenny Omega verliert kann er die Wahrheit nicht akzeptieren! Roman Reigns hat den World Heavyweight Championship Belt verdient und hat ihn nicht gestohlen. Kenny Omega will von Ungerechtigkeit sprechen? Ungerechtigkeit ist es wenn Roman Reigns diese gesamte Company auf seinem Rücken trägt... und das Office trotzdem versucht den Tribal Chief kleinzuhalten... nur damit ihre kleine Marionette Kenny Omega weiter glänzen kann."


Die Fans buhen jetzt ohrenbetäubend laut.

Wade Barrett
"Roman Reigns glaubt wirklich, dass ihm diese gesamte Company etwas schuldet."

Roman bleibt wieder mitten im Ring stehen. Seine Augen funkeln jetzt voller Wut.

Roman Reigns
"Kenny Omega du wirst Roman Reigns anerkennen. Du wirst anerkennen... dass Roman Reigns der verdiente World Heavyweight Champion ist. Und wenn Kenny Omega das nicht akzeptieren kann dann wird der Tribal Chief Kenny Omega so lange zerstören bis selbst das Office ihn nicht mehr retten kann."


Die Buhrufe in der Madrid Arena reißen überhaupt nicht mehr ab. Roman Reigns steht weiterhin regungslos an den Ringseilen während Paul Heyman im Hintergrund beinahe stolz grinst. Roman atmet langsam durch. Dann dreht sich der Tribal Chief wieder zur Ringmitte. Seine Augen wirken inzwischen vollkommen kalt.

Roman Reigns
"Aber jetzt sprechen wir über das nächste Opfer der nach Aufmerksamkeit sucht..."


Die Crowd wird sofort wieder lauter. Roman beginnt langsam durch den Ring zu laufen.

Roman Reigns
"Bryan Keight... Ohhhh boy... Bryan Keight dachte wirklich er könnte Roman Reigns überraschen. Dieser Junge stand dort mit seinem kleinen One Shot of Glory Koffer und Bryan Keight glaubte tatsächlich... der größte Moment seiner Karriere wäre gekommen. Der Tribal Chief konnte es in seinen Augen sehen... Hoffnung... Dummheit. Bryan Keight dachte... Roman Reigns wäre unachtsam... Bryan Keight dachte... nachdem Kenny Omega gefallen war könnte er einfach herauskommen... und dem Tribal Chief DAS hier wegnehmen. Bryan Keight hatte jedes Recht dazu! Dafür hat er den Koffer gewonnen! Recht? Roman Reigns interessiert sich nicht für Rechte."


Die Crowd wird sofort noch lauter... Roman macht jetzt einige langsame Schritte Richtung Ringmitte. Paul Heyman beobachtet ihn vollkommen fasziniert.

Roman Reigns
"Bryan Keight hatte einen Vertrag aber Roman Reigns hat Macht. Und genau deshalb hat der Tribal Chief den Referee niedergeschlagen. Was sollte Roman Reigns tun? Zusehen... wie irgendein opportunistischer kleiner Kofferträger versucht den Tribal Chief auszunutzen?"


Die Crowd schreit lautstark zurück.

Crowd
"YES!"


Roman schüttelt nur langsam den Kopf.

Roman Reigns
"Nein... Der Referee lag am Boden und der Tribal Chief stand immer noch."


Heyman beginnt jetzt begeistert zu applaudieren.

Wade Barrett
"Das ist Wahnsinn... Roman Reigns versucht hier tatsächlich jede einzelne Aktion zu rechtfertigen."

Roman geht jetzt langsam zu den Ringseilen und blickt direkt in die Kamera.

Roman Reigns
"Bryan Keight... du hattest deine Chance... Und der Tribal Chief hat sie dir genommen."


Die Crowd explodiert erneut in massiven Buhrufen während Roman den Zeigefinger langsam nach oben hebt und Paul Heyman im Hintergrund zufrieden nickt. Darauf lässt OTC das Mikro fallen und seine Theme ertönt.

[Bild: 3.jpg]

SAWHAUSEN!

Die Kamera schaltet sich ein, aber der Titantron bleibt dennoch fürs Erste bloß schwarz und dunkel. Es ist ein ruhiges, aber zugleich verstörendes Bild. Kein Himmel, keine Straßen, kein Licht von draußen. Stattdessen nur ein kalter, abgeschlossener Raum, tief unter der Oberfläche, irgendwo zwischen Beton, Rost und stillstehender Luft. Die wenigen Neonröhren an der Decke flackern unregelmäßig und tauchen alles in ein kränkliches, grünliches Licht. Der Boden ist feucht, übersät mit dunklen Flecken, deren Ursprung sich nicht sofort erkennen lässt. Ein dünner Film aus Wasser zieht sich über die Fliesen und spiegelt das flackernde Licht verzerrt wider. Die Wände sind alt, rissig und von dicken Rohren durchzogen, aus denen in unregelmäßigen Abständen Tropfen fallen. Jeder einzelne hallt laut durch den Raum und verstärkt die unangenehme Stille. Ein rostiger Spiegel hängt schief an der Wand, sein Glas ist gesprungen und verzerrt alles, was sich darin spiegelt. In der Mitte des Raumes steht eine alte, verlassene Badewanne, gefüllt mit trübem, schmutzigem Wasser. Daneben liegen verstreut alte Werkzeuge, Ketten und ein kleiner, verrosteter Schlüssel, der im schwachen Licht kaum auffällt. Ein abgestandener Geruch liegt in der Luft. Eine Mischung aus feuchtem Beton, Metall und etwas Süßlichem… fast schon unnatürlich. Etwas, das nicht hierher gehört und doch den Raum komplett erfüllt.

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Es ist still. Fast schon zu still. Doch dann hört man plötzlich etwas. Auf dem Boden, halb im Schatten liegend, regt sich eine kleine, dunkle Gestalt. Langsam öffnet er die Augen. Sein Blick ist verschwommen und sein Körper wirkt schwer, als würde er gerade erst realisieren, wo er sich befindet, während Wasser leise von seiner Stirn tropft. Als die Kamera nahe an ihn heranfährt, erkennen wir plötzlich, um wen es sich dabei handelt. Das ist der amtierende Eastcoast Champion of the World Danhausen! Seine Präsenz wirkt fehl am Platz und doch irgendwie passend in dieser bizarren Szenerie. Die dunklen Augen, das seltsame Lächeln… als würde er den Raum verstehen, bevor selbst die Fans es überhaupt begreifen, wo wir hier sind. Das Rauschen des Fernsehers wird lauter. Das Licht flackert und ein tropfendes Geräusch hallt durch den Raum. Plitsch… platsch… plitsch… platsch…

DANHAUSEN : „aahh… was… was ist das hier? Ist… ist Danhausen tot?“

Lilly
"oh nein, noch nicht, hihihi!"


Danhausen schaut sich panisch um. Der Raum ist eng, schmutzig, alte Rohre laufen an den Wänden entlang und Ketten liegen auf dem Boden. Außerdem muss es ziemlich kalt sein, da sein Atem sichtbar in der Luft ist und seine Hände etwas frieren. Doch viel wichtiger ist das laute Klicken, das wir zu hören bekommen haben, kurz bevor diese weibliche Stimme dem Mischief Maker antwortete. Neben der Stimme ist noch ein leises Rauschen zu vernehmen, und als die Kamera umschwenkt, zeigt man den Fans dieses verzerrte Bild auf dem alten Fernseher an der Wand, in welchem diese finstere Puppe auf einem kleinen Dreirad hervorgefahren kommt und Danhausen direkt anschaut. Das ist Lilly! Alexas kleine Lilly ist hier am anderen Ende des Fernsehers. Die Lichter in dem Raum werden plötzlich heller und Danhausen realisiert, wo er sich hier befindet. Ein Realisieren, das ihm nicht gerade zusagt.

DANHAUSEN : „waaah, oh nein, ein Schulklo. Danhausen hat keine schönen Erinnerungen an Schulklos!“

Lilly
"und sie werden noch schlimmer, muhahahahaha! Hallo, Danhausen! Ich möch…"


DANHAUSEN : „hallo!“

Lilly
"ggrr… hallo, Danhausen! Ich m…"


DANHAUSEN : „ja, hallo!“

Lilly
"jetzt sei still! Hal… aarrgghh! Ich möchte ein Spiel mit dir spielen! Du hast dein Leben damit verbracht, nichts zu hinterfragen und lebst in deiner kleinen Welt ohne Verantwortung und ohne Konsequenzen. Doch heute wirst du lernen, was es bedeutet, Entscheidungen zu treffen. Diese Toilette wird in 69 Sekunden mit einem giftigen Gas besprüht, welches du nur aufhalten kannst, wenn du den Schalter an der Wand hinter dir betätigst! Aber um dies zu machen, musst du erst einmal den Schlüssel dafür finden. Wo ist er bloß? Ich gebe dir einen Hinweis, hihihi!"


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Dieses Bild ist es, was auf dem Bildschirm des Fernsehers gezeigt wird, und das bedeutet wohl, dass sich der Schlüssel in Danhausens Kopf befinden soll? Was um alles in der Welt geht hier vor sich? Ist Alexas Lilly jetzt plötzlich der Jigsaw-Killer? In viel zu ruhiger Tonlage spricht Lilly hier mit Danhausen und sagt ihm, dass er sterben wird. Doch ist Danhausen wohl nun der Letzte, den man in einem solchen Killerspiel erwartet, und das hat auch seine Gründe. Denn nachdem Lilly ihm hier alles erklärt hat, kratzt er sich nur etwas fragend am Kopf und scheint etwas überfordert mit der ganzen Situation zu sein.

Lilly
"möge das Spielchen beginnen, muhahahahaha!"


DANHAUSEN : „uhm… ok… der… Schlüssel ist… uhm… hier irgendwo im Raum versteckt?“

Lilly
"dein Ernst? Vielleicht hilft dir das ja!"


Und mit diesen Worten erscheint aus der Wand eine kleine metallische Truhe. Langsam geht Danhausen zu der Truhe hin. Nicht vorsichtig, aber immerhin rennt er nicht. Er packt sich die Truhe, schaut sie etwas verwirrt an, schlägt sie gegen die Wand beim Versuch, sie zu öffnen, bis sie ganz zufällig wirklich aufgeht und daraus ein kleines Skalpell herunterfällt. Er bückt sich, hebt es auf und… scheint noch immer genauso verwirrt zu sein wie zuvor.

DANHAUSEN : „oh Schreck… du willst… dass Danhausen bei irgendwem eine OP durchführt?“

Lilly
"das sollte wohl klar sein, ja!"


DANHAUSEN : „soll Dan Boozerhausen aufschneiden?“

Lilly
"wen? Nein, natürlich nicht!"


So langsam kann man es an der Stimme hören, dass Lilly etwas genervt wird. Wie schon gesagt, Danhausen ist wohl nicht wirklich für ein solches Spielchen geeignet. Hoffen wir nur, dass er mit Boozerhausen nicht Moxley meint, weil das doch schon ein wenig beleidigend wäre.

DANHAUSEN : „soll Dan sich selbst den Magen aufschneiden?“

Lilly
"nein, verdammt, der Schlüssel ist in deinem Schädel, okay?"


DANHAUSEN : „aahh, na wenn das so ist, ist doch alles gut.“

Daraufhin packt sich Danhausen an seinen Kopf und… öffnet ihn einfach wieder, als wäre auch dieser nur eine einfache Schatulle! WTF? Er greift hinein und holt tatsächlich etwas aus dem Inneren seines Schädels heraus. Und das ist der Schlüssel, den Lilly darin versteckt hat. Der Kopf wird wieder geschlossen und alles ist genauso wie zuvor, bloß dass Danhausen an den Schlüssel gekommen ist. Wie zum Teufel hat er das gemacht? Ist das eine seiner Secret-Vampirfähigkeiten?

DANHAUSEN : „Ich hab ihn! Ich hab ihn! … glaub ich… oder ist das ein Keks?““

Er beißt einmal hinein, aber stellt dann schmerzhaft fest, dass es wohl wirklich der Schlüssel und kein Keks ist, den er gerade aus dem Inneren seines Schädels herausgeholt hat. Schnell begibt er sich zu dem Schalter an der Wand, steckt den Schlüssel hinein, dreht das Schloss auf und betätigt den Schalter, damit er nicht in wenigen Sekunden durch Giftgas sterben muss. Danhausen hat gewonnen! Doch dann hört er wieder die Stimme der kleinen Lilly:

Lilly
"uhm… ok… aber… uhm… nicht alles wird so einfach für dich sein, das Spiel ist noch nicht zu Ende."


Die Kamera schwenkt wieder auf Danhausen, der seinen Blick nach unten wirft und sieht, dass sein Bein mit Ketten gefesselt wurde. Er versucht, sich nach vorne zu beugen und die Ketten loszubekommen, verliert aber sofort das Gleichgewicht und platscht mit dem Gesicht ins Wasser auf dem dreckigen Boden. Daraufhin ertönt ein leises mechanisches Geräusch und die Ketten… ziehen sich langsam enger. Aber anstatt vor Angst auszurasten, scheint Danhausen gar ziemlich ruhig zu bleiben.

DANHAUSEN : „aach, Danhausen wird das schon schaffen. Wie damals, als er versucht hat, einen Fernseher ohne Strom zu reparieren. Gut, das war zwar nicht erfolgreich, aber Danhausen hatte immerhin Spaß dabei. Okay, Danhausen muss irgendwie diese Kette loswerden.“

Laut lachend steht Danhausen wieder auf und versucht, diese lästige Kette zu öffnen und loszuwerden. Er verflucht sie sogar, aber es scheint nichts zu bringen. Eine Säge, mit der er sich sein Bein absägen kann, findet er auch nirgends. Was soll er nur tun? Nun, das wird Lilly ihm bestimmt nun mitteilen, da sich ihre Stimme wieder meldet.

Lilly
"hihihihi… manchmal ist der offensichtliche Weg… nicht der richtige. Schau vor dich! Das ist eine Platte mit 5 Kilo gebratenem Brokkoli. Erst wenn du diesen Teller aufgegessen hast, öffnen sich die Fußfesseln und du bist frei, hahahaha!"


Die Kamera schaut auf die Platte, von der Lilly sprach, und tatsächlich ist da ein gewaltiger Berg an gebratenem Brokkoli auf einem riesigen Teller vor Danhausen. Seine Augen weiten sich und zum ersten Mal kann man so etwas wie Furcht in seinem Gesicht erkennen.

DANHAUSEN : „oh nein! Danhausen hasst Brokkoli! Nein, das darf nicht sein! Aaaaaaaahhhhhhhhhh!“

Mit diesem lauten Schrei wird das Bild schwarz und wir können Danhausen fallen sehen. Er fällt in die Finsternis und es scheint nicht aufzuhören. Die Ketten… die sind weg. Danhausen fällt nur noch, bis er irgendwann im großen Nichts verschwindet.

Lilly
"deine Seele wird für immer mir gehören, du bist verbannt in das Reich der Schatten, muhahahahahahahaha!"


Das sind die letzten Worte, die wir von der Puppe Lilly zu hören bekommen, während Danhausen wohl auf ewig gefangen ist in der Dunkelheit, wo jeder Tag ein wahrer Albtraum der schlimmsten Dinge ist, die man sich nur vorstellen kann… War das das letzte Mal, dass wir unseren Eastcoast Champion zu sehen bekamen?

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CO - MAIN EVENT
SINGLES MATCH
Roman Reigns vs. Darby Allin

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Writer: ???



Die Theme des Skate Devils ertönt und sorgt für gemischte Reaktionen aus dem Publikum, die auch relativ ausgewogen verteilt sind, obwohl die Buhrufe gefühlt etwas in der Überzahl sind. Als Darby dann einige Sekunden später die Stage betritt, werden die Zuschauerreaktionen noch lauter und auch die Heat nimmt zu, was aber eher an Cody Rhodes liegt, der direkt nach seinem Schützling durch den Vorhang tritt. Während dieser die Rampe zum Ring langsam mit seinem Skateboard entlangrollt.

Matthew Rehwoldt: "Making his way to the ring ...
... from Seattle, Washington, weighing at 170 pounds... DAAARRBBBYYY AAALLLLIIINNN!"


Allin ist aufgrund seines rollenden Untersatzes recht schnell am Ring angekommen, lässt sein Board vor diesem stehen und überwindet die Stahltreppe mit einigen schnellen Schritten. Er springt über oberste Seil, durchquert den Squared Circle und springt auf eines der Turnbuckle, wo er unter den lauterwerdenden Publikumsreaktionen die Arme ausbreitet. Schließlich springt er zurück auf die Matte, entledigt sich seiner dunklen Kapuzenjacke, die er aus dem Ring wirft.

Die Arena ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Menschen drängen sich Schulter an Schulter, jedes Gesicht ist nach vorn gerichtet, jede Stimme vibriert vor Erwartung. Eine elektrische Spannung liegt in der Luft kaum greifbar, fast lähmend. Niemand weiß, was gleich geschehen wird. Doch alle wissen, wer gleich erscheinen wird. Dann ohne Vorwarnung kippt die Atmosphäre. Das Licht erlischt schlagartig das nicht sanft, nicht allmählich, sondern abrupt, als hätte jemand mit der Faust die Sonne ausgeschlagen. Ein kollektives Raunen geht durch die Menge, begleitet von schrillen Rufen, Pfiffen, ersten Chants, die in der Dunkelheit verhallen. Einige zücken instinktiv ihre Handys. Andere erstarren doch nichts bewegt sich. Nur ein einziger, dumpfer Schlag hallt durch die Stille. Kein Musikton und kein Effekt nur dieser eine, tiefe, vibrierende Ton wie der Herzschlag der Erde. Und dann setzt sie ein die Roman Reigns Entrance Theme.



Diese klingt düsterer, langsamer, tribalistischer. Tiefe Trommeln rollen heran wie fernes Donnergrollen. Der Bass brummt schwer, dunkle Stimmen singen im Hintergrund, als kämen sie aus der Unterwelt.

Ein einzelner Lichtkegel durchschneidet den aufsteigenden Nebel und trifft die Mitte der Stage. Dort steht eine Silhouette... breit gebaut, unbewegt, mit gesenktem Kopf. Und dann tritt er hervor die Silhouette höchstpersönlich ..."Der Original Tribal Chief" Roman Reigns.

Keine Weste... Keine Begleiter... Nur er! In schwarzer Ringhose, mit nacktem Oberkörper und der Schweiß auf seinem tätowierten Brustkorb glänzt im Licht. Die tribalischen Muster auf seiner Schulter wirken wie Runen aus einer anderen Zeit. Seine Muskeln sind hart und präzise gezeichnet, seine nassen Haare liegen streng zurück. Einzelne Strähnen hängen ihm in den Nacken. Roman sein Gesicht zeigt nichts.. keine Wut, keine Freude sondern nur pure Entschlossenheit und völlige Ruhe doch er steht da und bewegt sich nicht.

Die Kamera fährt nah an sein Gesicht heran – jedes Zucken, jeder Atemzug ist sichtbar. Dann holt er tief Luft und beginnt zu gehen... Schritt für Schritt... Wie ein König, der in den Krieg zieht... Oder ein Henker, der keine Eile kennt. Die Musik dröhnt weiter doch die Pyrotechnik fehlt.. Keine Animationen... Nur Nebel... Licht... Und The Tribal Chief Roman Reigns. Er bewegt sich mit der Ruhe eines Mannes, der keine Zweifel kennt. Als er an den Zuschauern vorbeigeht, heben sich unzählige Smartphones. Einige schreien und manche beleidigen. Aber niemand wagt es, ihn zu berühren. Denn Roman Reigns ist nicht nur ein Wrestler. Nicht in diesem Moment. Jetzt ist er ein Monument... Eine lebende Legende...

[Bild: rr2.jpg]

An der Ringtreppe bleibt er stehen. Nur für einen Moment. Dann steigt er langsam hinauf – Stufe für Stufe. Oben auf dem Apron verweilt er kurz, schweift mit dem Blick durch die Arena, ohne jemanden wirklich anzusehen.

Matthew Rehwoldt: "Making his way to the Ring... from Pensacola, Florida... weighing in at 265 pounds.. THE ORGINAL TRIBAL CHIEF... "OTC"... ROOMMMAAAN REEEIIIGGGNNS!"

Dann stieg er durch das zweite Seil in den Ring. Die Musik verebbte langsam. Das Licht in der Arena dimmte noch weiter, bis nur noch ein einziger, kalter Lichtkegel den Ring erleuchtete. Alle anderen Lichter waren aus. Die Halle ist dunkel und still. Roman Reigns steht in der Mitte des Rings. Breitbeinig, aufrecht, ruhig. Der Blick geradeaus, in die Hardcam. Seine Brust hob und senkte sich leicht. Er bewegte sich kein Stück. Die Kamera zog langsam heran, von der Seite, dann von vorne. Seine Augen blickten direkt ins Objektiv... kalt, klar, fokussiert. Er kann es kaum erwarten bis das Match startet und spricht vor sich her um sich zu motivieren.

Warnung! Spoiler!
Roman Reigns besiegt Darby Allin nach dem Spear (6:31 Min)

Here is your winner by pinfall: ROMAN REIGNS!

[Bild: 151.jpg]

Die Türen des Aufzugs im Grand Hyatt’s öffneten sich mit einem leisen „Ding“, worauf Becky zusammen schreckte. In der kurzen Zeit des Fahrstuhls, irgendwo zwischen der dritten und nun fünften Etage sind ihr die Augen von Müdigkeit zu gefallen. Dabei waren es nicht einmal Unzeiten, zu denen sie sich im Hotel einfinden konnte. Die Show müsste jetzt in den letzten Zügen liegen und mit dem Sieg über Mei Suruga konnte Becky ihr Match positiv gestalten. Match Eins nach London und dem dramatischen Titelverlust gegenüber Skye Blue.

Sie trat aus dem Fahrstuhl heraus, jeder Schritt eine kleine Herausforderung. Ihr Körper fühlte sich an, als wäre er durch einen Fleischwolf gedreht worden. Das Match gegen das junge, hungrige Talent hatte sie zwar klar gewonnen, aber sie hatte es sich alles andere als leicht gemacht. Hier und da merkte man Becks den Frust und den emotionalen Ballast der letzten Wochen an. Der ein oder andere Strike war ein bisschen härter, der Suplex ein wenig schneller und der Knee Strike eventuell etwas höher. Doch letztlich behielt Becky ihre Nerven und brachte den erwarteten Sieg nach Hause. Ein milder Tropfen Balsam auf ihre geschundene Seele.

Über ihrer Schulter hing eine schwere Sporttasche, in der rechten Hand zog sie einen großen Rollkoffer hinter sich her. Die weite Hose im Fallschirmspringer Stile rauschte bei jedem Schritt und das weiße Top klebte noch immer leicht an ihrer Haut unter dem Blouson. Ihre roten Haare waren zu einem unordentlichen Zopf gebunden, einzelne Strähnen hingen ihr ins Gesicht. Ein junger Hotelpage in dunkler Uniform ging neben ihr her, nahm ihr höflich den Koffer ab und führte sie den langen, gedämpft beleuchteten Flur entlang.

Hotelpage: "Zimmer 548, Ma’am. Wir haben alles so vorbereitet, wie gewünscht."

Becky nickte nur müde. Sie war zu erschöpft, um zu widersprechen oder nachzufragen, was genau „vorbereitet“ bedeuten könnte. Ihre Gedanken kreisten ohne Unterlass. Skye Blues widerliches Kichern hallte noch in ihrem Kopf, immer wieder, wie diese den Namen ihrer Tochter mit einbezog, nur um Becky auch den letzten Nerv zu rauben. Und dann war da natürlich noch Seth. Eben jener Mann, den sie zum Teufel gejagt hatte, oder hat er dies bereits selbst getan? Becky haderte mit ihren Entscheidungen. War es richtig, ihm die Ringe zurückzugeben und ihn in dieser schweren Phase allein zu lassen? War die Szene nach dem Tag Team Match und dem verlorenen Titel richtig? Hätte sie sich hier nicht besser erst beruhigt und dann mit ihm gesprochen? Es tat ihr leid, so viel war sicher. Aber nun entschuldigen? Ihre durchaus berechtigte Anschuldigung revidieren und das Geschehene auf sich nehmen? Ihre Gedanken rotierten immer weiter, als würden all diese Szenarien miteinander kämpfen und nie zu einem Ergebnis kommen.

Der Hotelpage zog die Keycard durch den Schlitz, öffnete die Tür und ließ Becky zuerst eintreten. Er schob den Koffer hinein und schaltete das sanfte Licht an. Becky blieb wie angewurzelt im Eingang stehen und traute ihren Augen nicht. Das Zimmer war wunderschön und jemand hatte es in eine regelrechte Oase verwandelt. Auf dem großen Bett lagen drei üppige Sträuße tiefroter Rosen, so frisch, dass man ihren Duft bereits im Flur wahrnehmen konnte. Auf dem Esstisch stand ein edler Korb mit irischer Schokolade. Cadbury Dairy, die irische, die echte, wie sie immer betonte und nicht die mit Zucker zugesetzte für den amerikanischen Markt. Darunter ihre absolute Lieblingssorte: dunkle Minzschokolade aus Dublin, Mint Crispy. Daneben eine hochwertige Feuchtigkeitsmaske, eine gekühlte Eismaske für die geschwollenen Augen, eine Flasche eisgekühlter Champagner in einem silbernen Kühler und mehrere Dosen ihres Lieblings-Sparkling Waters. Becky starrte auf die Szene. Ihre Tasche rutschte ihr von der Schulter und fiel mit einem dumpfen Geräusch zu Boden. Ungläubig wandte sie sich zu dem Page, wobei ihre Stimme fast versagte.

BECKY LYNCH: "Wer… hat das alles angeordnet?"

Der Hotelpage lächelte höflich und zuckte leicht mit den Schultern. Er wusste sicherlich mehr, aber seine Diskretion machte es unmöglich, dass es dies nun verraten würde.

Hotelpage: "Es tut mir leid, Ma’am. Der Anrufer hat ausdrücklich um Anonymität gebeten. Ich weiß nur, dass die Bestellung heute Nachmittag eingegangen ist. Mit der Anweisung, alles genau so herzurichten, bevor Sie zurückkommen. Des Weiteren ist noch eine Ganzkörper-Massage in unserem SPA-Bereich für Sie reserviert. Sie können diese heute Abend noch in Anspruch nehmen oder morgen früh, bitte einfach die Rezeption ansprechen."

Langsam trat sie näher ans Bett heran. Sie nahm eine der Rosen in die Hand, drehte sie zwischen den Fingern und atmete ihren Duft ein. Ihre Unterlippe zitterte leicht. Nein, der Page musste gewiss seine Diskretionslinie nicht überschreiten, sie wusste genau, von wem dies alles kam. Leise, flüsternd zu sich selbst, war sie sich dem sicher.

BECKY LYNCH: "Du verdammter Idiot…"

Ihre Stimme brach. Die Erschöpfung der letzten Wochen, das Match von heute Abend, die psychologische Kriegsführung von Skye Blue und die andauernde, schmerzhafte Ungewissheit mit Seth, alles brach in diesem Moment über sie herein. Sie setzte sich schwer auf die Bettkante, hielt die Rose noch immer in der Hand und ließ die Tränen kommen. Nicht laut, nicht dramatisch. Nur stille, erschöpfte Tränen, die über ihre Wangen liefen. Dabei flüsternd nur zu sich, mit brüchiger Stimme.

BECKY LYNCH: "Ich versuche so sehr, stark zu sein… und du machst es mir so verdammt schwer, dich zu hassen."

Der Page zog sich diskret zurück und schloss leise die Tür hinter sich. Becky blieb allein zurück, umgeben von Rosen, Schokolade und kleinen Gesten, die zeigten, dass Seth sie trotz allem noch immer kannte, besser als die meisten Menschen auf dieser Welt. Sie griff nach ihrem Smartphone und öffnete den Chat mit ihm. Seit Wochen waren hier keine Nachrichten mehr zwischen den beiden geflossen.

Zitat:Die Rosen sind wunderschön.
Die Minzschokolade war ein Tiefschlag.
…Danke. Ich… /

Die ersten Sätze kamen noch flüssig, dann stockte sie. Immer wieder begann sie mit “Ich…” Der Cursor blinkt nervös, als sollten endlich die passenden Zeilen folgen. Aber nein, Becky kämpfte noch. Ein Dankeschön war sicherlich angebracht, aber dies musste ja nicht sofort erfolgen, oder? Sie schickte die Nachricht nicht sofort ab. Stattdessen hielt sie das Handy in der Hand, starrte noch einen Moment darauf. Dann löschte sie den Text wieder komplett. Mit einem Lächeln auf den Lippen, einem echten Lächeln, nimmt sie die Rose wieder auf und riecht an der frischen Blüte. Es war ein erster Versuch von Seth, der aus der richtigen Richtung kam.

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THE LAST CONVERSATION!

Nun ist es also soweit und die Show hat nur noch ein Match für uns parat. Den großen Main Event of the Evening, auf den jeder Fan hier in der Arena schon sehr gespannt ist. Unser World Heavyweight Champion Kenny Omega trifft auf den neuen Stern, der am Aufsteigen ist: Main Event Jey Uso! Ein Kamerad des Mannes, der ihm den World Heavyweight Championship genommen hat und an dem sich Kenny definitiv rächen möchte. Doch bevor wir zu dieser Rache kommen, schaltet die Kamera erst einmal in den Backstagebereich, wo uns kurz vor Ende der Show noch eine ganz andere Geschichte erzählt wird, die hier nun vielleicht endlich zu einem Ende geführt wird. Wir sehen niemand Geringeren als Swerfed Strickland. Einen Mann, den wir heute schon mehrere Male in Aufnahmen der letzten Woche zu sehen bekommen haben. Doch das, was uns hier gezeigt wird… das geschah erst vor wenigen Stunden. Etwas angespannt läuft Strickland vor einer Tür hin und her, bis er sich schließlich entscheidet, hineinzugehen. In einen kleinen abgelegenen Raum der Arena, in welchem sich niemand Geringeres als die ECW-Legende Raven befindet und auf einem kleinen Fernsehgerät an der Wand eine Folge BoJack Horseman schaut.

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Eine Serie, die auf den ersten Blick wie ein kindlicher Cartoon wirkt, aber in Wahrheit extrem düster, selbstzerstörerisch und zynisch ist und somit wohl perfekt zu Raven passt, da er die emotionale Ehrlichkeit sehr feiert. Demnach ist dies wohl nicht der beste Augenblick, um Raven hier zu stören. Und wahrscheinlich auch nicht der beste Tag, denn nach allem, was am Anfang der heutigen Show mit Bayley passiert ist, wird er garantiert nicht bei bester Laune sein. Dennoch muss Strickland mit ihm sprechen. Darüber, was mit Hyde passiert ist. Darüber, dass er wahrscheinlich kurz davor ist, die Liga zu verlassen und das Performance-Center-Programm hinter sich zu bringen. Nur wie soll er das ansprechen? Ist er sich überhaupt sicher, dass er wirklich gehen will? Nun, die Entscheidung ist eigentlich ganz einfach, denn was hat ihm der Vertrag bei c2c Wrestling bisher groß gebracht? Nichts als Unwohlsein, Niedergeschlagenheit und Wut. Er hasst es, unter Raven sein zu müssen, und er weiß nicht, wie lange er das noch schafft. Daher kann die Aussage von Leva Bates ja ebenfalls nicht stimmen, da es ja heißt: „Gleich und gleich gesellt sich gern“, was demnach bedeutet, dass die beiden doch ziemlich unterschiedlich sein müssen. Aber bevor wir jetzt die Gedanken in solch unnütze Gegenden verlieren, sollten wir lieber zurück ins Hier und Jetzt gehen und darüber nachdenken, wie Strickland das Gespräch starten soll. Bevor er zu Wort kommt, dürfen wir uns derweil noch anhören, wie Raven diese wundervolle Cartoonserie findet. Immerhin etwas, womit es endlich starten kann.

Raven:
„„Es ist schön, jemanden zu sehen, der intelligent genug ist zu wissen, dass er selbst sein Leben zerstört. Er ist nicht depressiv, weil die Welt schlecht ist. Er ist depressiv, weil er weiß, dass er selbst das Problem ist. Er ist ehrlich und weiß, dass das, was er macht, sein Leben zerstört. Und er tut es trotzdem. Es ist wie jeder Montag in meinem Leben! Klasse geschrieben, die Serie!"“

Interessante Bezeichnung dieser Serie. Aber tatsächlich kann man wirklich sagen, dass es gewisse Ähnlichkeiten gibt zwischen Raven und BoJack Horseman! Beide Figuren sind hochbegabt in ihrem jeweiligen Bereich. Raven ist eine wahre Legende des Wrestlings, die zu den besten der Geschichte gehört, während BoJack einst ein erfolgreicher Schauspieler war und durchaus Talent besitzt. Trotzdem stehen sie sich selbst permanent im Weg. Ihr Können bringt ihnen Anerkennung und Möglichkeiten, doch sie schaffen es immer wieder, diese durch ihr eigenes Verhalten zu zerstören. Es ist fast so, als wären sie nicht in der Lage, langfristig etwas Gutes aus ihrem Talent zu machen. Ein zentraler Punkt, der beide verbindet, ist ihr Umgang mit Schmerz. Sowohl Raven als auch BoJack leiden innerlich, wenn auch auf unterschiedliche Weise. Beide versuchen, ihren emotionalen Ballast und ihre schmerzlichen Probleme mit Alkohol und Drogen zu verdrängen. In beiden Fällen sind diese Süchte nicht nur ein Symptom, sondern auch ein Verstärker ihrer Probleme. Sie helfen kurzfristig, verschlimmern aber langfristig alles. Was besonders auffällt, ist ihr zynischer und oft verletzender Umgang mit anderen Menschen. Beide sind extrem sarkastisch, stoßen andere bewusst vor den Kopf und wirken nach außen hin kalt oder gleichgültig. Doch dieser Zynismus ist weniger ein Zeichen von Gefühllosigkeit als vielmehr ein Schutzmechanismus. Sie haben Schwierigkeiten, echte Nähe zuzulassen, und greifen deshalb lieber an, bevor sie selbst verletzt werden können.

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Ein besonders spannender Aspekt ist die Kombination aus Selbstbewusstsein und Selbstverachtung. Beide wissen, dass sie intelligent oder talentiert sind und treten oft auch entsprechend arrogant auf. Gleichzeitig haben sie jedoch ein extrem negatives Bild von sich selbst. Sie sehen ihre eigenen Fehler sehr klar, sind sich ihrer Probleme bewusst, aber schaffen es nicht, daraus auszubrechen. Dieses Spannungsfeld macht sie zu tragischen Figuren, weil sie nicht einfach unwissend oder naiv sind, sondern genau verstehen, was mit ihnen nicht stimmt. Letztlich sind Raven und BoJack keine Figuren, die man einfach als gut oder schlecht einordnen kann. Sie sind komplex, widersprüchlich und zutiefst menschlich in ihren Schwächen. Beide zeigen auf ihre eigene Weise, wie schwer es sein kann, sich selbst zu ändern, selbst wenn man genau weiß, dass es notwendig wäre.

Strickland: „Entschuldigen Sie, Raven! Haben Sie kurz Zeit?“

Raven:
„„Ich bin 61 Jahre alt. Was denken Sie, wie viel Zeit habe ich noch?"“

Meint er lediglich und schaut dabei von dem Programm weg auf Strickland. Nun ja, er gehört nicht mehr zu den Jüngsten und weiß das auch, aber eine freie Minute für ein kleines Gespräch mit einem seiner Schüler sollte er ja wohl noch haben. Daher nimmt er auch schnell die Fernbedienung und schaltet den TV aus, damit er Strickland besser zuhören kann.

Raven:
„„Egal… was gibt’s?"“

Strickland: „Nun… ich wollte Sie darüber informieren, dass ich von Hyde ein Jobangebot für die CZW erhalten habe. Ich könnte sofort dort anfangen.“

Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, droppt Strickland hier direkt diese Bombe vor seinem Trainer. Direkt schlägt ihm Strickland den Grund für das Gespräch, ohne mit der Wimper zu zucken, entgegen. Etwas, was selbst einen Raven kurz erstaunen lässt. Mit etwas geweiteten Augen schaut er seinen Schüler an, muss selbst einmal schlucken, bevor er sich sein klassisches Pokerface wieder aufsetzt und ihm voller Gelassenheit kurz antwortet.

Raven:
„„Aahh, Sie wollen uns also verlassen?"“

Strickland: „Ne… nein, das meinte ich so nicht… es… es ist nur… ich merke plötzlich, seitdem ich ihn getroffen habe letzte Woche, wie… wie anders es in der CZW war.“

Mit diesen Worten versucht sich Strickland zu erklären, aber anhand, wie er hier bereits leicht ins Stottern kommt, merkt man schnell, dass Raven die Führung in diesem Gespräch wieder an sich gerissen hat. Raven scheint interessiert daran zu sein, weshalb sich Strickland dafür entscheidet, auch wenn dies noch gar nicht wirklich geschehen ist. Strickland ist sich noch immer etwas unsicher, ob er den Wechsel wirklich eingehen soll oder nicht. Vielleicht hat er das Gespräch hier mit Raven jetzt nur angefangen, um von ihm die richtige Entscheidung zu hören? Was aber auch irgendwie komisch wäre, weil ist Raven der Letzte, der eine ernste Miene aufsetzen würde und von dem man es gewohnt ist, ein intensives und ernstes Gespräch führen zu können? Außerdem, wer fragt schon seinen eigenen Chef, ob man nicht in eine Konkurrenzliga gehen sollte? Allerdings hat Raven ja auch selbst keinen Bock auf diesen Job… also wie würde da wohl seine Antwort ausfallen? Wir dürfen gespannt sein.

Raven:
„„Wie anders es da war? Du meinst… dass er immer alles versucht hat, Sie wie ein glückliches Kindchen zu behandeln, damit Sie ja nicht anfangen zu weinen? Jap, das ist wirklich anders. Mir ist es scheißegal, wie Sie sich fühlen. Ich behandle Sie wie einen erwachsenen Mann! Ich bin nicht so demütig, wie er es ist! Das wollen Sie doch! Dass ich Demut zeige, huh? Wenn Sie Ihre Sachen packen wollen, dann machen Sie es jetzt!"“

Strickland: „Was? Wenn Sie jetzt so angepisst sind wegen dem, was am Freitag passiert ist, dann ist es nicht meine Schuld. Ich wusste nicht, dass Sie mich hören konnten. Man belauscht nicht einfach seine Kollegen!“

Hier geht es um die Story, die wir vorhin in der Show sehen durften. Als Strickland letzte Woche Freitag nach dem Training mit seinen Kollegen über dasselbe Thema gesprochen hat und Raven plötzlich hinter ihm stand und genau hören konnte, was er sagte. Und so wie es hier aussieht, wird es gleich wieder so kommen, dass Stricklands Temperament mit ihm durchgeht und er sauer wird. So behält man seine Schüler nicht bei sich im Team. Kann das wirklich das letzte Mal sein, dass wir Strickland in einer c2c-Show zu sehen bekommen? Raven atmet einmal aus und lacht dabei sogar ein wenig. Ein Zeichen, dass er das alles hier nicht sonderlich ernst nimmt. Aber eben sah es noch ganz anders aus. Noch vor weniger als einer Minute sah es so aus, als würde ihn das ganze Thema ziemlich schockieren. Wie also spielt er das jetzt noch aus?

Raven:
„„Das Witzige ist ja, dass Hyde wirkliche Deathmatch-Wrestler trainiert und trotzdem so demütig ist? Dass ich nicht lache! Das ist doch alles nur ein falsches Spiel, das er an den Tag legt, und Sie fallen auch noch herein!"“

Strickland: „Ich weiß, dass Sie ein genialer Mann sind. Dass Sie ein atemberaubend guter Wrestler sind. Aber das ist Hyde auch!“

Wow! Strickland scheint trotz alledem noch jede Menge Respekt vor Raven zu haben. Während Raven natürlich mit keinerlei Respekt vor DJ Hyde ankommt. Schnell schüttelt er kurz den Kopf und atmet wieder etwas lachend aus.

Raven:
„„Aahhw, womit habe ich solch schöne Worte nur verdient? Danke, danke! Allerdings würde ich das „beide“ rauslassen aus diesem Satz. Weil Sie gegen Hyde mit Leichtigkeit siegen könnten in einem Match. Gegen mich hätten Sie jedoch absolut keine Chance!"“

Strickland: „Gegen einen Bron Breakker habe ich verloren, ja, aber gegen Sie…“

Wow, wow, wow, was soll das hier werden? Fordern die beiden sich jetzt gegenseitig zu einem Match heraus? Strickland kann seinen Satz gar nicht zu Ende bringen, da wird er bereits von Raven unterbrochen. Fast so, als wolle Raven Strickland davon abhalten, auf die dumme Idee zu kommen, ihn herauszufordern. Aber wahrscheinlich nur, weil Raven selbst keine Lust darauf hätte.

Raven:
„„Was meinen Sie? Ist Hyde besser als ich?"“

Strickland: „Das ist doch scheißegal, oder wollen Sie Ihr Selbstwertgefühl gepumpt bekommen?“

Ist halt die Frage: Geht es hier wirklich nur um das eigene Selbstwertgefühl? Ist es Raven wirklich so wichtig zu wissen, wer von den beiden der bessere Wrestler wäre? Er oder DJ Hyde? Nun ja, warum sonst sollte Raven eine solche Frage stellen? Wenn man nur von den Erfolgen ausgeht, dann steht Raven ganz weit über Hyde. Aber wenn man von Strickland ausgeht, könnte man meinen, dass er in Hyde mehr sieht als in Raven. Will er das etwa von Strickland hören? Aber warum und wofür? Was ist Ravens Plan in diesem Gespräch hier?

Raven:
„„Geben Sie mir eine Antwort! Mein Ego wird nicht darunter leiden, keine Sorge! Das Einzige, was leiden würde, wäre meine Meinung zu Ihnen, aber Ihr Ego wird das mit Sicherheit auch gut wegstecken können… ähm, wo war ich? Huh… keine Ahnung! Aber wenn Sie denken, dass er der bessere Trainer für Sie wäre, dann nehmen Sie den Job an! Und wenn nicht, dann sollten Sie sich am besten noch einmal zum nostalgischen Abendessen einladen lassen, versuchen, so viele Geschenke wie möglich aus ihm herauszupressen und dann das Angebot dankend ablehnen!"“

Wow. Das ist wohl die beste Antwort, die Strickland von jemandem bekommen hat hier. Er muss sich selbst entscheiden, ob er bleiben möchte oder nicht. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet Raven so gute Antworten bringen könnte. Aber was etwas beängstigend ist, ist, dass er sich null darum kümmert, dass Strickland wirklich hier bleibt. Er mischt sich quasi nicht ein. Er sagt, was ihm durch den Kopf geht, aber nicht mit dem Willen, dass Strickland sich besser fühlt, sondern nur wie einer, der gar nicht beteiligt ist an dem Ganzen. Das scheint es zu sein, was Strickland nur noch wütender macht. Denn eine direkte Antwort auf die Frage bringt er natürlich nicht.

Strickland: „Ist das für Sie so simpel? Ignorieren Sie doch einfach Ihre eigenen Gefühle und bleiben Sie hier, egal wie beschissen Sie jede Woche behandelt werden und wie dreckig Sie sich hier fühlen!“

Raven:
„„Also wirklich, wann behandle ich Sie denn mal schlecht?"“

Strickland: „Wann tun Sie es mal nicht? Wenn ich mal einen Fehler mache…“

Raven:
„„Dann mache ich Sie dafür verantwortlich, und weiter?"“

Strickland: „Hyde ist gnädig mit einem! Er toleriert Fehler und hilft einem, es besser zu machen!“

Erneut weiten sich Ravens Blicke etwas und er scheint wieder überrascht. Nun ja, selbst die Fans müssen sagen, dass die Art und Weise, wie Raven seine Schüler behandelt, oftmals etwas… na ja, schwierig ist. Da sah es bei DJ Hyde wirklich angenehmer und besser aus. Es ist also nicht von der Hand zu weisen, dass man sich bei Hyde wirklich viel besser fühlt als bei Raven. Aber stellt sich da die Frage… ist das auch wirklich besser für einen selbst?

Raven:
„„Da liegen Sie mal sowas von falsch!"“

Strickland: „Als ich gegen Bron Breakker verloren habe und ihn sah…“

Raven:
„„Da hat er Ihnen nicht gesagt, dass er es toleriert, dass Sie verloren haben. Ich war dabei! Er sagte, es war nicht Ihre Schuld!"“

Strickland: „Ja, und das ist doch dasselbe?“

Nun ja, das stimmt nicht direkt. Wenn man sagt, dass etwas nicht die Schuld einer Person war, dann spricht man in erster Linie über die Verantwortung. Man bewertet also die Situation und kommt zu dem Schluss, dass die Ursache des Problems nicht bei dieser Person liegt, sondern vielleicht an äußeren Umständen, fehlenden Informationen oder anderen Beteiligten. Das kann eine faire und wichtige Einschätzung sein, vor allem wenn jemand in eine schwierige Lage geraten ist, die er selbst kaum beeinflussen konnte. Einen Fehler zu tolerieren bedeutet hingegen, dass man akzeptiert, dass etwas schiefgelaufen ist, ohne daraus Konsequenzen zu ziehen oder etwas daran zu verändern. Es geht also weniger um die Frage, wer schuld ist, sondern darum, wie man mit dem Ergebnis umgeht. Man kann also durchaus sagen, dass jemand keine Schuld trägt und trotzdem erwarten, dass sich etwas verbessert oder dass gemeinsam eine Lösung gefunden wird, damit derselbe Fehler in Zukunft nicht wieder passiert. Der entscheidende Unterschied liegt also darin, dass die Aussage „es war nicht deine Schuld“ eher Mitgefühl oder eine sachliche Einschätzung ausdrückt, während das Tolerieren eines Fehlers bedeutet, dass man das Problem einfach hinnimmt und nichts daraus macht. Deshalb ist es durchaus möglich, beides voneinander zu trennen: Man kann Verständnis zeigen und gleichzeitig darauf achten, dass aus der Situation gelernt wird. Aber im Endeffekt ist beides quasi nicht wirklich gut. Man sollte einfach am besten eine Lösung für die Fehler suchen und sich nicht darüber aufregen, ruhig bleiben und gemeinsam versuchen, sie aus der Welt zu schaffen. Sie nicht einfach tolerieren oder nach dem Schuldigen suchen. Das bringt einem gar nichts.

[Bild: df9574e6-c4dd-457f-942b-70ec98cca7f2.png]

Raven:
„„Ist es nicht, es war vollkommen Ihre Schuld. Nur alleine Ihre Schuld! Wer soll sonst daran schuld gewesen sein, dass Sie verloren haben? Nur Sie selbst, weil Sie nicht gut genug waren in dem Match. Daran war niemand anderes schuld, es war einzig und alleine Ihre Schuld, weil Sie noch viel zu lernen haben! Sie haben ein absolut gutes Match geleistet und auch geile Aktionen und Angriffe gegen Breakker gebracht. Sie haben verloren, aber Sie haben ihn richtig mitgenommen und auf die Knie gezwungen. Es war ein sensationelles Match und Sie sollten sich toll fühlen, dass Sie Teil davon waren. Aber Sie sollten sich auch scheiße fühlen, eben weil Sie es nicht gewonnen haben. Und genau das ist der Unterschied zwischen ihm und mir. Er denkt, wir bestreiten Matches und was passiert, das passiert eben. Ich denke, es ist zwar geil, wenn das Match gut ist, aber man fühlt sich nur großartig, wenn man am Ende auch als Gewinner herausgeht! Es bringt nichts, der Beste zu sein, wenn man jede Woche nur verliert. Man muss sich selbst bis an die letzte Grenze bringen und sein Allerbestes geben, um der Allerbeste zu sein. Wenn Sie sich auf einem hohen Ross ausruhen, dann stürzen Sie in Ihr eigenes Verderben!"“

Wer hätte gedacht, dass Raven mal so einen riesigen Monolog erzählt, der auch noch helfend ist. Selbst Strickland kann darauf nichts erwidern, weil die Räder in seinem Kopf selbst am Rattern sind. Es stimmt irgendwie, was Raven sagt. Und irgendwie bemerkt er selbst, dass er falsch lag, aber das könnte er niemals zugeben. Was soll er also nun tun? Was? Vielleicht bringt Raven die Antwort auf diese Frage genau jetzt!

Raven:
„„Bei Hyde werden Sie ein angenehmeres Leben haben. Aber wenn Sie der Beste sein wollen, dann sollten Sie das nicht! Als Bester sollte Ihr Leben die Hölle sein, weil Sie sich nie ausruhen können. Das ist der Fluch der absoluten Topstars. Entweder verkraften Sie diesen Fluch und sind der, für den ich Sie gehalten habe, oder Sie bleiben ein namenloser Niemand in irgendwelchen Indyligen, die ihre Shows in Turnhallen aufführen."“

Raven wusste natürlich, was seine Worte bei Strickland bewirken. Er wusste, dass er ihn komplett ausspielen und auf seine Seite holen kann. Und genau das hat er geschafft. Er hat Strickland verbal so ausgespielt, dass er seinen Mann nicht verloren hat. Spiel, Satz und Sieg. Sicher kann er sich noch nicht sein, aber so wie Strickland hier am Zweifeln ist, sieht es schon stark so danach aus, als würde er gerade seine gesamte Meinung überdenken. Als würde er gerade die Idee überdenken, einen Rückzieher zu machen. Als würde er überdenken, jemals fort von hier zu gehen. Raven hat ihn wie eine Spinne in seinem Netz gefangen und lässt ihn quasi nicht mehr heraus. Das ist ja aber bekanntlich nicht aufgeschoben. Kurz klopft Drew Joe auf die Schulter.

Raven:
„„Und jetzt verschwinden Sie… Swerfed! Wir sehen uns nächste Woche!"“

Das „Swerfed“ hat er natürlich nur gesagt, um Strickland zu necken, da Hyde ihn ebenfalls so nennt. Aber bei Hyde ist es etwas anderes, da die beiden ja befreundet sind, während sich Raven und Strickland so absolut gar nicht miteinander verstehen. Aber scheinbar ist es Raven klar, dass Strickland wirklich hier bleiben wird, weshalb er ihn nun wegschickt. Und tatsächlich verschwindet Strickland auch wieder ohne ein weiteres Wort zu sagen aus dem Raum und die Übertragung wird beendet. Was ist hier gerade passiert? Hat es Raven wirklich geschafft, Strickland zu überzeugen? Wir werden es wohl spätestens nächste Woche zu sehen bekommen.

[Bild: HIST.jpg]

MAIN EVENT
NON TITLE SINGLES MATCH
Kenny Omega © vs. Jey Uso

[Bild: jeykenny.png]
Writer: ???

Pat McAfee
"Es ist endlich soweit... der Main Event von Coast 2 Coast Live Madrid. Kenny gegen Jey Uso doch nicht um den World Heavyweight Championship Belt. Diese Chance hatte Roman Reigns in London. Das er mehr oder weniger gewann."


Cathy Kelley
"Damals war London heute ist Madrid, daher ist das Vergessenheit."


Wade Barrett
"Als World Champion musst du dich mit allen rumschlagen. "


Die Arena liegt beinahe vollständig im Dunkeln. Nur vereinzelte Lichter der Smartphones flackern durch die ausverkauften Zuschauerränge. Die Spannung ist greifbar. Tausende Fans erheben sich von ihren Sitzen und richten den Blick gespannt auf die Entrance Stage. Dann ertönt plötzlich ein markanter Beat durch die Lautsprecher. Ein gewaltiger Jubel bricht los.



Auf den riesigen LED-Wänden erscheint in grellen Buchstaben nur ein einziges Wort...

MAIN EVENT & YEET

Die Blitze zucken über die Stage, Nebel schießt aus den Seitenkanonen hervor und die Musik von Jey Uso erfüllt die gesamte Arena. Sofort beginnen die Fans rhythmisch mit den Armen zu wippen. Die Halle verwandelt sich innerhalb von Sekunden in ein Meer aus Bewegung dann tritt er hinaus... "Main Event" Jey Uso! Mit schwarzer Sonnenbrille, weißes Shirt und energischem Blick erscheint Jey Uso auf der Bühne. Die Ketten um seinen Hals glänzen im Scheinwerferlicht, während er langsam den Kopf hebt und die Reaktion der Zuschauer genießt. Ein selbstbewusstes Grinsen zieht über sein Gesicht.

"YEET!“

Die Fans schreien das Wort beinahe geschlossen zurück. Jey nickt zufrieden, dreht sich kurz zur Seite und breitet die Arme aus, als würde er die Lautstärke der Halle regelrecht aufsaugen. Pyrotechnik explodiert hinter ihm in die Höhe und taucht die gesamte Stage in rote und weiße Lichtblitze. Der "Main Event“ setzt sich schließlich langsam in Bewegung.

[Bild: maxresdefault.jpg]

Mit seinem typischen Bounce im Schritt marschiert Jey die Rampe hinunter, während er immer wieder mit den Fans interagiert. Rechts und links streckt er die Hände aus, klatscht mit Zuschauern ab und feuert die Menge weiter an. Die Energie in der Halle steigt mit jedem Meter, den er Richtung Ring zurücklegt. Immer wieder zeigt Jey mit beiden Händen auf sich selbst, während die Fans lautstark seinen Namen rufen. Er wirkt vollkommen in seinem Element locker, charismatisch und voller Ausstrahlung. Genau deshalb trägt er den Spitznamen "Main Event“. Auf halber Strecke bleibt er plötzlich stehen.

Er blickt durch die Arena, atmet tief durch und nickt anerkennend in Richtung der Zuschauerreihen. Die Kamera fährt nah an sein Gesicht heran. Konzentration. Fokus. Aber auch pure Freude darüber, vor diesem Publikum auftreten zu dürfen. Er schlägt sich zweimal mit der Faust gegen die Brust.

"YEET!“

Wieder antwortet die Halle geschlossen. Schließlich erreicht Jey den Ringbereich. Mit einem schnellen Satz springt er auf den Apron, hält sich kurz am obersten Seil fest und blickt noch einmal durch die Arena. Die Fans stehen mittlerweile nahezu geschlossen. Dann steigt er durch die Seile in den Ring. Sofort klettert Jey auf die zweite Ringecke, breitet die Arme aus und schreit erneut laut in die Menge.

[Bild: 3vs16kaw80se1.jpg]

Die Zuschauer reagieren mit einer ohrenbetäubenden Lautstärke, während seine Musik weiterhin durch die Halle dröhnt. Das Licht fokussiert sich vollständig auf ihn. Der „Main Event“ ist angekommen genau gesagt Jey Uso. Er steigt vom Seil und macht sich bereit und kann es kaum abwarten.

Das Licht in der Halle wird ein wenig gedimmt. Aufgeregt schnappen sich die anwesenden Zuschauer ihre Kameras oder ziehen hastig ihre Smartphones aus den Hosentaschen. Den folgenden Moment wollen sie festhalten. Daher ist es wenig verwunderlich, dass von allen Seiten ein Blitzlichtgewitter auf die Entrance Stage prasselt. Die Boxen springen an...



ARE YOU READY FOR THIS?

Nachdem das gewohnte Intro der Kenny Omega Theme langsam angefangen und immer mehr an Fahrt aufgenommen hat, betritt der Cleaner die Bühne. Er trägt lange schwarze Pants, auf denen in weiß „Best Bout Machine“ abgedruckt ist. Der Oberkörper wird von einer ärmellosen Weste bedeckt, auf deren Rücken ein einzelner Flügel angenäht wurde...passend zu seinem Finisher. Den Titel hat sich der Kanadier um die Hüfte geschnallt. Lächelnd nimmt er die positiven Reaktionen der Fans wahr und taucht regelrecht in diese ein. Mit geschlossenen Augen beugt er sich nach vorne...nur um sich gleich wieder langsam aufzubauen und die Arme in die Höhe zu strecken. Wie aufs Stichwort wird rechts und links neben dem Kanadier die Pyrotechnik aktiviert...

Matthew Rehwoldt: "Making his way to the ring... from Winnipeg, Manitoba, Canada... weighing in at 203 pounds... he is the c2c World Hevyweight Champion... the Cleaner... KENNY OMEGA!"

Die Kamera folgt ihm direkt die ersten Schritte. Kenny nutzt das aus, um ein paar Worte an den heutigen Kontrahenten und über sich selbst zu verlieren. Aufgrund der Hintergrundgeräusche kann man aber nicht wirklich etwas verstehen. Als er schließlich beim Ring angekommen ist, wählt er den Weg über die Treppe und durch die Seile. Innerhalb der Ropes positioniert er sich mittig im Ring, geht kurz in sich, winkelt seinen rechten Arm so an, dass er seine eigene Faust küssen kann…langsam streckt Kenny den Arm aus und spreizt den Daumen und den Zeigefinger ab, so dass er seine patentierte Pistolengeste zeigen kann. Seine Entrance Theme verstummt. Der Canadian X entledigt sich noch der Weste und nimmt den World Titel ab, bevor er diesen in sichere Hände abgibt. Bevor der Kampf nun starten kann, macht Omega ein paar Lockerungsübungen und ist damit bereit…

Die Kamera fährt noch einmal durch die ausverkaufte Halle in Madrid. Die Fans stehen bereits komplett hinter ihren Favoriten. Auf der einen Seite der selbsternannte "Main Event“ Jey Uso… auf der anderen Seite der amtierende c2c World Heavyweight Champion Kenny Omega. Der Referee stellt sich zwischen beide Männer, erklärt die letzten Regeln doch beide hören kaum hin. Die Blicke sprechen bereits Bände. Jey beginnt leicht auf der Stelle zu tippeln und zeigt mit beiden Händen auf Omega.


Jey Uso
"YEET!"


Die Fans antworten sofort lautstark. Kenny dagegen bleibt völlig ruhig. Ein leichtes Grinsen liegt auf seinen Lippen, während er den Titelgürtel noch ein letztes Mal ansieht, ehe dieser aus dem Ring gebracht wird.

DING! DING! DING!

Pat McAfee
"HERE WE GO! Madrid ist komplett ausgerastet!"


Cathy Kelley
"Das fühlt sich nicht wie ein Weekly Main Event an… das fühlt sich wie ein Pay-Per-View Match an."


Wade Barrett
"Zwei absolute Superstars. Zwei komplett unterschiedliche Mentalitäten."


Beide Männer umkreisen sich langsam. Die Fans skandieren lautstark "YEET!“ gefolgt von "KENNY! KENNY!“. Schließlich folgt der erste Lock-Up in der Ringmitte. Sofort versucht Omega die Kontrolle zu übernehmen und dreht Jey technisch sauber in einen Side Headlock... doch Jey stemmt ihn gegen die Seile... WHIP IN! Omega kommt zurück SHOULDER BLOCK VON KENNY! Jey geht zu Boden... Der Cleaner federt sofort weiter in die Seile, springt elegant über Jey hinweg… doch Uso kommt schnell wieder hoch und verpasst Omega einen brutalen Arm Drag! Die Fans jubeln laut auf. Omega rollt sich direkt zurück auf die Beine und blickt überrascht zu Jey. Dieser nickt nur selbstbewusst. Doch dann explodiert das Tempo. Omega mit einem schnellen Kick gegen den Oberschenkel! Noch einer! Noch einer! Jey versucht zu antworten, doch Kenny duckt sich unter einem Schlag hinweg und zeigt einen Snap Dragon Suplex! Jey kracht hart auf Nacken und Schultern.

Pat McAfee
"OH MY GOD! Kenny Omega bewegt sich wie eine verdammte Maschine!"


Wade Barrett
"Nicht umsonst nennt man ihn die Best Bout Machine."


Jey rollt sich hustend in die Ecke. Kenny nimmt sofort Anlauf... V-TRIGGER... NEIN! Jey zieht sich blitzschnell zur Seite und Omega kracht mit dem Knie gegen das Turnbuckle. Sofort nutzt Uso den Moment... SUPERKICK! Kenny taumelt... NOCH EIN SUPERKICK! Omega sackt auf die Knie. Die Fans stehen jetzt komplett. Jey läuft in die Seile sofort RUNNING HIP ATTACK IN DIE ECKE! Omega wird regelrecht zusammengedrückt. Jey schlägt sich auf die Brust.

Jey Uso
"YEET!... YEET!... YEET!..."


Das Publikum macht komplett mit. Uso zieht Omega nach oben und versucht direkt den Uso Splash vorzubereiten. Er steigt aufs oberste Seil… blickt durch die Arena… SPRINGT DOCH OMEGA ZIEHT DIE KNIE AN! Jey kracht mit voller Wucht hinein und hält sich sofort den Magen. Kenny robbt sich angeschlagen in die Ecke und zieht sich langsam hoch. Seine Haare hängen ihm ins Gesicht, doch in seinen Augen ist plötzlich pure Entschlossenheit zu erkennen. Omega wartet... Jey kommt langsam hoch... V-TRIGGER!!! Der Treffer sitzt perfekt. Die Halle explodiert.

Cathy Kelley
"OH NO!"


Pat McAfee
"HE TOOK HIS HEAD OFF!"


Kenny sackt selbst kurz auf die Knie, völlig erschöpft. Dann packt er Jey erneut… ONE WINGED ANGEL NEIN! JEY RUTSCHT HINTER IHN! SUPERKICK AUS DEM NICHTS! Omega taumelt benommen nach vorne. SUPERKICK NUMMER ZWEI! Kenny fällt in die Seile, kommt zurück... SPEAR VON JEY USO!!! COVER! ONEEEEEEEEE!! TW... KICKOUT!! Die gesamte Halle kann es kaum glauben. Jey sitzt schwer atmend auf der Matte und starrt den Referee an. Langsam richtet sich Jey wieder auf. Er spürt, dass Omega angeschlagen ist. Uso stellt sich in die Ecke. Er wartet auf den finalen Moment. Omega zieht sich langsam hoch… SUPERKICK... OMEGA FÄNGT DAS BEIN! DRAGON SCREW!Jey kracht auf die Matte... sofort zieht Kenny ihn hoch... CROYT'S WRATH! Direkt in den Cover!

ONEEEEEEEEE!! TWOOOOOOOOOO!!

KICKOUT!!! Jetzt ist es Omega, der fassungslos wirkt. Der Cleaner fährt sich durch die Haare und beginnt langsam zu grinsen... nicht arrogant sondern beeindruckt. Er zieht Jey erneut hoch. Dann der nächste Versuch... ONE WINGED ANGEL DOCH JEY SCHLÄGT WILD AUF DEN KOPF EIN! Er kann sich befreien, landet hinter Omega und schubst ihn in die Seile... SAMOAN DROP! Beide Männer bleiben erschöpft liegen. Die Fans applaudieren lautstark. Madrid erlebt gerade ein absolutes Wrestling-Spektakel. Der Referee beginnt beide Männer anzuzählen.

ONE!

TWO!

THREE!

FOUR!

Langsam ziehen sich beide gleichzeitig an den Seilen hoch. Die Blicke treffen sich erneut dann schlagen beide gleichzeitig zu. Die Halle reagiert auf jeden Schlag. Jey feuert eine rechte Gerade ab. Omega antwortet mit einem Knife Edge Chop. Jey mit einem Uppercut... Omega mit einem Kick gegen die Brust. Dann plötzlich SUPERKICK VON JEY! V-TRIGGER VON OMEGA GLEICHZEITIG!!! BEIDE MÄNNER GEHEN ZU BODEN! Die Fans springen komplett aus ihren Sitzen. Der Referee zählt erneut beide Männer an...

ONE!

TWO!

THREE!

FOUR!

FIVE!



Plötzlich wird die Halle in ein Meer aus gemischten Reaktionen gehüllt. Die Theme von Roman Reigns kracht durch die Arena und sofort explodiert Madrid. Die Kamera schwenkt hektisch zur Entrance Stage und tatsächlich erscheint der Tribal Chief dort. Schwarzer Hoodie. Kalter Blick. Langsame Schritte. Hinter ihm folgt Paul Heyman mit nervösem Gesichtsausdruck.

Pat McAfee
"OH COME ON! NICHT JETZT!"


Cathy Kelley
"Roman Reigns hat hier überhaupt nichts zu suchen!"


Wade Barrett
"Oder vielleicht doch? Roman glaubt noch immer, dass ihm dieser Titel zusteht."


Im Ring richten sich Jey und Kenny langsam wieder auf, beide komplett erschöpft. Jey blickt fassungslos zur Stage. Roman ignoriert sämtliche Reaktionen der Fans und marschiert zielstrebig die Rampe hinunter. Kenny beobachtet das Ganze aufmerksam aus der Ecke heraus, während Jey sichtbar verwirrt ist. Roman steigt schließlich auf den Apron. Der Referee versucht sofort ihn davon abzuhalten in den Ring zu steigen doch Reigns stößt den Offiziellen einfach zur Seite. Die Halle wird lauter Roman steigt durch die Seile. Jey tritt langsam auf ihn zu zwischen beiden herrscht sofort eine unglaubliche Spannung. Plötzlich schießt Kenny Omega aus dem Hintergrund hervor und versucht Roman mit einem V-Trigger zu überraschen DOCH REIGNS WEICHT AUS! Kenny landet unsauber auf den Beinen und taumelt direkt in die Seile zurück. Roman dreht sich blitzschnell um. Er explodiert regelrecht aus dem Stand heraus... SPEAR!!!... DOCH IM LETZTEN MOMENT SPRINGT KENNY OMEGA ZUR SEITE!! ROMAN REIGNS ERFASST STATTDESSEN JEY USO MIT VOLLER WUCHT!!! Die Halle erstarrt. Jey wird regelrecht zusammengefaltet und kracht hart auf die Matte. Roman bleibt selbst geschockt auf den Knien sitzen.

Pat McAfee
"NO WAY!! NO WAY!! ROMAN HAT JEY GETROFFEN!"


Cathy Kelley
"OH MY GOD... DAS WAR NICHT GEPLANT!"


Roman blickt fassungslos auf seinen Cousin hinunter. Für einen kurzen Moment scheint selbst der Tribal Chief nicht zu wissen, was er tun soll doch Kenny Omega denkt gar nicht erst nach. Der Cleaner packt sofort zu... V-TRIGGER GEGEN ROMAN REIGNS! Der Tribal Chief taumelt benommen durch die Seile nach draußen und landet hart neben dem Kommentatorenpult. Die Fans rasten komplett aus... Omega dreht sich sofort wieder zu Jey Uso um, der sich kaum noch bewegt. Kenny hebt ihn langsam hoch... ONE... WINGED... ANGEL!!! mit voller Wucht kracht Jey Uso auf die Matte. Kenny rollt sich direkt ins Cover.

ONEEEEEEEEEEEEE!!

TWOOOOOOOOOOOO!!

THREEEEEEEEEEEEE!!

DING! DING! DING!

Matthew Rehwoldt:
"Here is your winner... by pinfall... KEEEENNY OMEEEEGA!"

Die Fans reagieren mit lauten Buhrufen gegen Roman Reigns, während Kenny Omega erschöpft aber grinsend den World Title entgegennimmt. Außerhalb des Rings stützt sich Roman langsam am Apron hoch.

[Bild: newlogo9qu4w.png]
[Bild: allrightsrcblv.png]

It´s Showtime. Schöne viele Segmente dabei. Ihr hattet gute Angaben gemacht wo eure Segmente platziert werden sollen was den Showaufbau sehr erleichtert hat. Auch gut ist, dass nicht zu viele Segmente am Anfang der Show stattfinden, wodurch das Segment Match Verhältnis zu jedem Zeitpunkt sehr balanced ist.

Gab nichts zu bewerten. Deswegen einfach ein Danke an alle, die etwas zur Show beigetragen haben. Habt Spaß mit der Show und lasst gerne ein Feedback zurück. c2c schild

[b]Man of the Night:[/B] 
[b]Woman of the Night:[/b] 
[b]Match of the Night:[/b] 
[b]Segment of the Night:[/b] 
[b]Beste Storyline:[/b] 
[b]Überraschungen / Highlights:[/b] 
[b]Sonstiges / das könnte man besser machen:[/b] 
[b]Fazit:[/b] ?/10
Man of the Night:
Roman Reigns
Gerade in Kombination mit Heyman als Wiseman, kommt das schon sehr authentisch und dominant rüber. Von der Promo bis hin zum unabsichtlichen Spear auf Jey Uso im Main Event strahlte er eine dunkle, unberechenbare Präsenz aus. Dabei ist es auch schön, dass das Eingreifen ins Match schiefging, was somit auch Omega stärkt und die Story um den WHC weiterhin hoch hält.

Raven / Strickland
Diese Darstellung von Raven als alten, etwas verbitterten, schrulligen Säufer/Veteranen gefällt mir schon ohnehin sehr gut. Wenn jetzt noch weiter Zwietracht unter den PC Membern geschürt wird, gerade mit Strickland’s Gedanken evt die C2C zu verlassen, kann man noch eingen so klasse Szenen erwarten.

Woman of the Night:
Fallon Henley / Rhea Ripley
Ein In-Ring Promo-Schlagabtausch kann simpel aber auch schön sein.
Ich fand dieses Segment sehr dicht und brachte beide ein Stückchen weiter. Auch wieder mit noch vielen Möglichkeiten zur Wendung. Fallon finde ich noch recht gefasst, fast schon zu ruhig für die Geschehnisse um sie herum… daher gehen ich davon aus, dass da noch etwas kommen könnte ^^

Bobbi Tyler
Das Trauma-Segment im Hotelzimmer mit der schwarzen Rose war intensiv und hat ihre Verletzlichkeit spürbar gemacht. Auch in dem Part wo sie vielleicht den Gedanken hegt, sich mit Fallon zu versöhnen und dann doch nicht, wirkt sie insgesamt wie eine Wrestlerin, die mit echten inneren Dämonen kämpft. Sehr gute Charakterarbeit.

Match of the Night:
Kenny Omega vs. Jey Uso
Das klar beste Match der Show. Tempo, gute Nearfalls, starke Schlagabtäusche und ein dramatischer Abschluss durch Romans Interference. Der V-Trigger/Spear/One Winged Angel-Finish hat das Main Event schon aufgewertet und auch die Story gepusht. Hieraus entstehen wieder neue Möglichkeiten für die kommenden Wochen.

Segment of the Night:
Swerve Strickland’s Zukunft (Raven vs. Hyde)
Der Konflikt zwischen den beiden Trainern und Swerves innere Zerrissenheit ist sehr interessant. Das Restaurant-Segment mit DJ Hyde und das spätere Gespräch mit Raven zeigten zwei komplett unterschiedliche Philosophien. Ravens langer Monolog am Ende war einer der besten Momente der Show. Hart, ehrlich und motivierend auf seine eigene verdrehte Art.

Roman Reigns Promo mit Paul Heyman
Seine allgemeine Darstellung finde ich bisher immer sehr gelungen, wie bereits oben erwähnt.

Beste Storyline:
Nach wie vor ist die WHC noch die stärkste Story und für die Liga auch eine der wichtigsten Storys. Hier halten alle Beteiligten das Momentum hoch und bauen einen immensen Hype für die Special Show auf.

Ebenso stark fand ich diese Woche (wie o. erwähnt) Raven / Strickland Story.
Wenn diese jetzt konsequent weitergeführt wird, kann es was verdammt gutes werden.

Überraschungen / Highlights:
- Danhausen in einem Jigsaw/Lilly-Horror-Szenario. Komplett irre und passend zu beiden Charakteren
- Roman's Spear auf Jey Uso, sehr schöner, unvorhergesehener Spot

Sonstiges / das könnte man besser machen:
Mein Match mit dem Wechsel zum Backstage Segment, kommt irgendwie nicht gut rüber. Das Match hätte länger sein müssen und mit kürzeren Wechseln sein… leider hatte ich keine Zeit mehr, um nachzubessern.


Fazit: 7,5/10