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Normale Version: [SHOW] c2c Live: PARIS! vom 11.05.2026
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PARIS!

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findet statt in der Paris La Défense Arena vor 30,681 Zuschauern in Nanterre, France.

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Die letzte Kamera ist optimal platziert und auch der letzte reservierte Platz besetzt. Die c2c Show kann losgehen! Gleich zu Beginn explodiert ein buntes Feuerwerk auf der Stage und motiviert die anwesenden Fans zu großem Jubel und Chants. In der Mitte des aufwendig gebauten Wrestlingrings steht Matthew Rehwoldt schon mit einem Mikrofon bereit um die anwesenden Fans hier in der heutigen Show zu begrüßen.

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Matthew Rehwoldt: "My dear Ladies.. my dear Gentlemen.. my name is Matthew Rehwoldt and it is I, your DRAAAAAMAAA KIIIIINGGG... welcoming you to... COAST.. to COAST... WRESTLINGGGGGG!"

Kaum hat Rehwoldt die Ansage zuende gebracht gibt es einen kleinen Jubel für seine Ansage und auch wegen der Vorfreude auf den Verlauf des Abends. Matthew verbeugt sich einmal kurz und geht dann auch aus dem Ring heraus. Auch die knallenden Geräusche des Feuerwerks erlischen langsam und geben die Bühne somit für ihre Akteure frei. Bevor dies jedoch in Kraft tritt, werden die Zuschauer daheim vor ihren Fernsehgeräten von Pat MacAfee, Cathy Kelly & Wade Barrett begrüßt.

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Pat McAfee: "Guten Abend und Willkommen zu c2c Live: PARIS!"

Cathy Kelley: "Die Stadt der Liebe. Hier feiern wir unsere Liebe für Wrestling."

Wade Barrett: "Battle Colliseum ist eine Woche her und heute feiern wir einen neuen World Heavyweight Champion."

Pat McAfee: "Erinnere mich nicht daran. Ich ärgere mich immer noch darüber, dass Cena nicht gesehen hat, dass der Pin irregulär war."

Cathy Kelley: "In diesem Sport muss man immer vorwärts schauen und ein jeder Wrestler muss mit dem Blatt auskommen, dass er hat. Wenn Kenny gut ist, dann kann er sich den Titel wiederholen, aber das sehen wir ja auch heute."

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Folgende Szenen ereigneten sich Stunden vor der Show

Der Catering-Bereich der Paris La Défense Arena war relativ ruhig. Nur das leise Klappern von Geschirr und das Summen der Kaffeemaschine waren zu hören. Becky Lynch saß etwas abseits an einem kleinen Tisch direkt am Fenster. Sie trug eine dunkle Sonnenbrille, obwohl drinnen nur gedämpftes Licht herrschte, und hielt eine große Tasse Café au Lait mit beiden Händen umklammert. Den Kaffee hatte sie kaum angerührt, der Schaum war längst zusammengefallen. Ihr Blick war leer und verlor sich irgendwo in die Ferne, während ihre Gedanken unaufhörlich kreisten.

Sie seufzte leise und fuhr sich mit der Hand über das Gesicht. Die Trennung, die Niederlage in London, der Streit backstage, alles lastete schwer auf ihr. Immer wieder tauchte Seth’ Gesicht vor ihrem inneren Auge auf. Mal der alte Seth, der sie lachend im Arm gehalten hatte. Mal der dunkle, kalte Mann, der sie mit leerem Blick angestarrt hatte. Sie kam zu keinem Ergebnis. Nur zu einem dumpfen, schmerzhaften Kreisen. Plötzlich fiel ein Schatten über ihren Tisch.

Producer Jeff Miller: "Hey… ist hier noch frei?"

Becky schaute langsam auf. Jeff stand neben ihr, einen Becher Kaffee in der Hand und ein vorsichtiges, warmes Lächeln im Gesicht. Sie nickte nur schwach und deutete auf den Stuhl gegenüber. Jeff setzte sich, ohne sie zu drängen. Er nahm einen Schluck und wartete einen Moment, bevor er leise sprach.

Producer Jeff Miller: "Du siehst aus, als würde der Kaffee dir gleich eine Antwort geben, wenn du ihn nur lange genug anstarrst."

Becky antwortete nicht sofort. Sie schob die Sonnenbrille ein Stück höher auf die Nase und starrte weiter in die Tasse. Jeff war in der Zeit bei C2C zu einem guten Freund geworden und hatte meistens eine guten Rat an der Hand. Doch hierbei? Es verging ein langer, unbehaglicher Moment, in dem Becky nicht einmal die richtigen Worte fand.

BECKY LYNCH: "Du… du hast unseren Streit im Backstage Bereich mitbekommen?"

Die Frage musste hypothetisch gemeint sein?! Ihr Tag Team Match endete dramatisch in einem brutalen Brawl zwischen Seth und Dijak, worauf Skye Blue sie übertölpelte und zum Sieg einrollte. Somit hatte sie es nun offiziell. Der Dark Phoenix war keine Diebin mehr im eigentlichen Sinne, denn jetzt trägt der Shine-Titel ihren Namen. Doch war im Anschluss im Backstage Bereich folgte, schockierte die meisten umstehenden Mitarbeiter weitaus mehr als das der Match Ausgang. Becky und Seth fauchten, schrien sich gegenseitig an und Becky verpasste ihm in ihrer blanken Wut eine schallende Ohrfeige.

Producer Jeff Miller: "Ward ihr so in Rage, dass ihr nicht gesehen habt, wie der halbe Locker Room stillstand? Ich frage mich immer noch, wie eine so kleine Hand eine solche Energie erzeugen kann?! Wow, das hat ja vielleicht geknallt."

Jeff’s Beschreibung wurde von einem leicht zynischen Unterton begleitet. Er wollte Becky nicht verurteilen und sah ihr direkt an, dass es ihr ein Stück weit peinlich war. Sie ließ sich in ihrem Stuhl etwas herab rutschen und wollte am liebsten im Erdboden versinken. Nein, dass nahezu alle Worker und Mitarbeiter es mitbekommen hatten, war ihr nicht ganz bewusst.

Producer Jeff Miller: "Und wie fühlst du dich jetzt? Mit etwas Abstand meine ich, wie denkst du darüber? Tut es dir leid?"

Dies war gerade die alles entscheidende Frage für Becky. Tat es ihr wirklich leid? Sollte es ihr denn überhaupt leid tun? Nervös umspielten ihre Finger die Tasse mit dem immer kälter wandernden Kaffee. Im Grunde seit dem Abend der Special Show kreisten ihren Gedanken um nichts anderes. Dieser verdammte Titel, dieses unglückliche Match, Seth’ unüberlegter Angriff und eben wie sie nach dem Match aneinander gerieten. Hätte sie vielleicht ihre Wut und Enttäuschung runterschlucken sollen? Es arbeitete wieder in ihr, genau jetzt in diesem Moment.

BECKY LYNCH: "Ja… Nein… ich meine… ich werde mich nicht dafür entschuldigen, warum sollte ich auch. Jeff, ich habe… Fuck! Nein… ich will mich nicht dafür entschuldigen. Vielleicht war es etwas hart, aufgrund der Emotionen… aber ich… ja,verdammt… Es tut mir leid. Von der beschissenen Nacht in Tokio bis jetzt. Wir hätten es nicht so kommen lassen müssen. Je öfter ich darüber nachdenke, umso mehr Ecken sehe ich, wo wir hätten anders abbiegen können. Weißt du, was ich meine? Hier und da einfach mal einen Schritt zurück und uns sammeln."

Aus Becky’s dahin stammelnden Worten spürte man deutlich ihre innere Zerrissenheit und auch ein klein wenig ihre Sturheit. Es gibt sicherlich Momente, in denen alles mal raus muss, aber meistens sagt man dann auch Dinge, die man eventuell nicht zurücknehmen kann. Jeff ließ ihr die Zeit, ihre Gedanken zu ordnen. Nur wirklich einstimmig kam Becky auch jetzt nicht auf einen Nenner.

Producer Jeff Miller: "Also du bereust es? Hast du es ihm gesagt?"

BECKY LYNCH: "Nein."

Producer Jeff Miller: "Habt ihr überhaupt seither miteinander gesprochen?"

BECKY LYNCH: "Nein."

Producer Jeff Miller: "Habt ihr vor, miteinander zu sprechen?"

Jeff begab sich auf sehr gefährliches Terrain. So schnell wie Becky mit einem klaren ‘Nein’ erwiderte, wollte sie eigentlich nicht weiter darauf eingehen. Die Kommunikation mit Seth war seit letzter Woche geradezu bei Null. Und die Wahrscheinlichkeit, dass er nun geläutert auf einmal vor ihr stehen würde, war verschwindend gering. Natürlich könnte jetzt Becky über ihren Schatten springen und ihn irgendwie kontaktieren… aber wäre dies nicht auch ein Stück ein Eingeständnis? Ihr Schweigen wurde länger und länger, während Jeff sie erwartungsvoll ansah.

Producer Jeff Miller: "Keine Antwort ist auch eine Antwort, eine sehr deutliche sogar. Aber es löst eure Probleme nicht. Ganz im Gegenteil, eure Fronten verhärten sich gerade. Weil jetzt auch so etwas wie gekränkter Stolz und falsche Erwartungen hinzu kommen."

Es wurde immer eindeutiger, es war ihre irische Sturheit, die ihr ein Stück weit im Weg stand. Es gab nur wenige Dinge, die Becky ihr gesamtes Leben schon nicht ausstehen konnte und ganz oben auf der Liste stand, sich zu entschuldigen. Denn damit bittet man nicht nur um Verzeihung, sondern gesteht auch ein, dass man zuvor falsch gelegen hatte. Beckys Blick wurde immer nachdenklicher. Sie fuhr sich mit der Zunge über die Schneidezähne, etwas was sie immer tat, wenn sie sich in die Ecke gedrängt fühlte. Denn sie konnte es nicht von der Hand weisen, dass ihre Situation jetzt komplett erstarrt war. Jeff wartete, er wartete lange, aber seine Mimik blieb unverändert ruhig. Als hätte er gewusst, wie sie regieren würde.

Producer Jeff Miller: "Okay… lass uns einen kleinen Ausflug machen, ja? Komm mal mit."

Einen Ausflug hier und jetzt? Der Producer sah auf seine Uhr und erhob sich von seinem Stuhl. Völlig selbstverständlich deutete er Becky an, sie sollte doch aufstehen und mit ihm kommen. Ob dies etwas mehr Dynamik in ihr Gespräch brachte? Was sollte schon passieren und genügend Zeit hatten beide noch.

BECKY LYNCH: "Wohin soll es gehen?"

Producer Jeff Miller: "Och, ich möchte dir nur was zeigen."

Einträchtig gingen sie den nächsten Korridor entlang, weiter in den Innenraum der Halle. Vorbei an den ersten Locker Rooms, der Make-Up Area, dann linke den Weg entlang und noch einmal links. Zugegeben, Jeff Miller kannte so ziemlich jeden Weg in nahezu jeder Arena auf diesem Planeten. Es schien, als wären sie fast einmal um das komplette Areal gegangen, als Jeff auf eine offen stehende Tür deutete. Sie standen vor einem Teil der improvisierten Medical Räume. So weit vor der eigentlichen Show trifft hier eigentlich niemand an. Doch der Stimmen zu Urteilen nach, war hier bereits jemand in Behandlung.

…: "Urgh.. damn it… FUCK! Doc muss das sein?"

Becky erkannte ihn am ersten Schnaufen, es war Seth Rollins. Vorsichtigen Schrittes näherte sie sich der Türe an und warf einen Blick herein. Seth lag auf der leicht erhöhten Behandlungsliege und stöhnte bei jedem Handgriff von Dr. med. Robert Maddox schmerzverzerrt auf. Der Arzt nahm seinen linken Arm und öffnete ihn langsam nach hinten zur Seite. Je weiter er die Schulter an denhnte, schrie Seth auf.

Dr. med. Robert Maddox: "Ich weiß es nicht… ich weiß es einfach nicht? Wie kann man eine zunächst so gut verheilte Schulter wieder derartig schrotten? Das Gelenk vorne ist entzündet. Prellungen am Thorax und Hämatom am Jochbein. Cut über der linken Augenbrauen ist jetzt zunächst mal zu."

Jeff und Becky standen bislang unbemerkt draußen. Der Raum war so angerichtet, dass Seth auch mit dem Rücken zur Türe lag und sie nicht sehen konnte. Der Doktor bemerkte seine Zuschauer dagegen schon und stockte bei seine Ausführung über Seth’ Schlachtfeld. Becky war zu sehr mit ihren Gedanken beschäftigt, dass sie es nicht einmal bemerkte. Nur Jeff im Hintergrund verneinte dem Arzt mit einem deutlichen Handzeichen.

SETH ROLLINS: "Was ist da los, Doc?"

Dr. med. Robert Maddox: "Ach, ähm… nichts, ich dachte nur, meine nächste Patientin bereits gesehen zu haben."

SETH ROLLINS: "Gibt es etwas noch mehr, die so kaputt sind wie ich?"

Dr. med. Robert Maddox: "Du glaubst gar nicht wie sehr und oft stehen sie dir näher als du es glauben magst."

Was wie eine ferne Metapher klang, war eigentlich der benötigte Wink mit dem Zaunpfahl.
Becky erstarrte. Ihr Herz schlug hart gegen die Rippen. Sie wollte einen Schritt nach vorne machen, doch ihre Beine gehorchten nicht. Der Stolz hielt sie zurück wie eine unsichtbare Kette. Was soll ich sagen? Tut mir leid? Nachdem ich dir eine geknallt habe und gesagt habe, du sollst mir fernbleiben? Sie ballte die Fäuste, die Fingernägel gruben sich in ihre Handflächen. Tränen stiegen ihr in die Augen, doch sie blinzelte sie wütend weg. Jeff schaute Becky von der Seite an. Er sah, wie ihre Fassade Risse bekam. Ihre Schultern sackten leicht nach unten, das Kinn zitterte kaum merklich. Leise sprach er zu ihr.

Producer Jeff Miller: "Becky... Du musst nicht reingehen, wenn du nicht bereit bist. Aber du kannst auch nicht so weitermachen."

Becky schluckte schwer. Ihre Stimme war nur noch ein raues Flüstern, als die Worte endlich herausbrechen. Sie wischte sich hastig über die Augen.

BECKY LYNCH: "Ich… ich kann das nicht, Jeff. Ich sehe ihn da sitzen, so kaputt… und ich weiß, dass ein Teil davon meine Schuld ist. Ich habe ihn weggestoßen. Ich habe ihm gesagt, er soll mir fernbleiben. Und jetzt… Verdammt, ich hasse das. Ich hasse es, schwach zu sein. Ich hasse es, dass ich ihn so sehen muss und trotzdem nicht den ersten Schritt machen kann. Mein Stolz… er frisst mich auf."

Sanft legte Jeff eine Hand auf ihre Schulter. Er sah, wie es in ihr rumorte, sie arbeitete gegen ihre Emotionen.

Producer Jeff Miller: "Dein Stolz hat dich zur Champion gemacht. Aber er darf dich nicht kaputt machen. Weder dich noch ihn. Ihr seid besser zusammen als getrennt, das habt ihr letzte Woche im Ring bewiesen, auch wenn es nicht ganz nach Plan verlief."

Ein Appell an ihre Vernunft, aber war Becky überhaupt empfänglich? Sie starrte weiter in den Behandlungsraum und wie Seth bei der Prozedur litt. Sie machte einen halben Schritt nach vorne, blieb dann aber doch stehen. Die Angst, zurückgewiesen zu werden, war größer als der Drang, zu ihm zu gehen. Stattdessen lehnte sie sich gegen die Wand, schloss kurz die Augen und atmete tief durch.

BECKY LYNCH: "Ich will den Titel zurück. Aber noch mehr… will ich nicht, dass er so leidet. Nicht meinetwegen. Ich weiß nur nicht, wie ich das sagen soll, ohne dass es wieder im Streit endet. Ich weiß nicht, ob das mein Seth ist… Gib mir noch einen Moment, Jeff. Nur einen Moment… dann…"

Jeff nickte verständnisvoll und blieb neben ihr stehen. Die Spannung hing schwer in der Luft. Unausgesprochene Worte, verletzter Stolz und der leise Wunsch, die Sache wieder in Ordnung zu bringen. Seth saß weiterhin ahnungslos auf der Liege, während Becky nur wenige Meter entfernt mit ihren inneren Dämonen rang. Doch noch war sie nicht bereit, über ihren Schatten zu springen.

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Weitere Impressionen aus dem Backstage Bereich werden gezeigt. Schnell fokussiert man sich auf einen Mann, der schnellen Schrittes über einen Gang läuft, ohne nach rechts und links zuschauen. In der Halle freut man sich LA Knight zu sehen - der Megastar ist wohl auch in Frankreich beliebt. Mit einer Sonnenbrille auf der Nase und dem gewohnten Pokerface marschiert Knight zielstrebig voran. In seinem Inneren macht er sich deutlich mehr Gedanken. Seine Schwester Maxxine wird heute ihr Debüt geben. Hoffentlich behält sie ihren Fokus und wird bereit sein. Knight hat gesehen, wie viel sie in den letzten zwei Wochen (und vor allem die vergangenen Tage) trainiert hat. Die Motivation und der Wille ist definitiv da. Ob das gegen eine erfahrene Gegnerin wie Tessa Blanchard reichen wird? Naja, LA will mal optimistisch bleiben und auf jeden Fall für sie da sein.

Davor gibt es noch etwas Anderes, was ihn umhertreibt. Vergangene Woche hat er einen hitzigen Austausch mit Jey Uso, der später, während des Main Events, sogar körperlich wurde, als Jey seine Wut am ehemaligen Eli Drake ausgelassen hat. Den Superkick fühlt er heute noch. Kann er das dem Bloodline Mitglied durchgehen lassen? Nein, nicht wirklich!

LA Knight: HEY USO!

Wie es Gevatter Zufall so will, entdeckt Knight eben jenen Jey! Schnell überbrückt er die Distanz, um direkt vor ihm aufzutauchen. Ruckartig reißt er sich die Sonnenbrille vom Gesicht und starrt seinen Gegenüber mit diesen hellen und durchdringenden Augen an-

LA Knight: Ich hatte dich gewarnt, dass es eklig wird, wenn du mir auf den Senkel gehst! Tja, nach letzter Woche willst du wohl Stress, hm? Kannst du gerne haben, Kiddo!

Den Bruchteil einer Sekunde hebt sich überrascht eine Augenbraue im Gesicht des Samoaners doch diese Überraschung weicht sofort einem genervten Schnauben. Die Halle reagiert lautstark, als beide Männer nun wieder Auge in Auge stehen. Jey trägt heute keine Bloodline-Shirts oder Ringgear. Schwarzer Hoodie, lockere Jogginghose, Sneakers. Eigentlich wirkt er entspannt doch bei Knights Tonfall verändert sich seine Körpersprache sofort. Der Blick wird härter und die Schultern spannen sich an. Und langsam tritt Jey selbst einen Schritt näher.

"Main Event" Jey Uso
"There he is... Der Megastar persönlich... L.A. GOOD NIGHT! Du bellst heute aber ganz schön laut für jemanden, der letzte Woche am Boden lag."

Diese Worte sagt er absichtlich provokant. Anscheind ganz bewusst doch das weiß nur Jey selber. Der Superkick sitzt offenbar nicht nur körperlich noch nach. Jey deutet mit dem Finger gegen Knights Brust.

"Main Event" Jey Uso
"Du wolltest Stress, remember? Du hast meinen Cousin Tribal Chief Roman Reigns respektlos behandelt. Und dann hast du gedacht, ich lass das einfach stehen? Aber ich geb’s zu... DU HAST EIER, KNIGHT! Die meisten Leute halten lieber den Mund, wenn die Bloodline vor ihnen steht. Du dagegen rennst freiwillig ins Feuer. Also was jetzt? Willst du wieder große Reden schwingen oder willst du diesmal wirklich was machen?"

Die Frage der Fragen...zumindest in diesem Fall! Wird er dieses Mal etwas machen? Knight sieht auf den Finger, den Jey in seine Richtung deutet und lächelt freudlos. Schnell befeuchtet die Zunge die Lippen, bevor der Staredown erneut intensiv wird. Ähnlich wie letzte Woche, nur dass dieses Mal Roman Reigns und Paul Heyman nicht im Hintergrund lauern. Nur Jey und Knight.

LA Knight: Interessant! Dir ging es also nur darum, dass ich Roman respektlos behandelt habe? Yeah? Und was ich zu dir gesagt habe, ist egal? Oder habe ich da den ein oder anderen Nerv getroffen? Siehst also selbst ein, dass du nur der Laufbursche von Reigns bist...sein Werkezeug! Nichts anderes, hm? Listen Bud'...ich hab' ja schon gesagt, dass es deine Sache ist, wie du dich herumschubsen lässt! Aber der Kick letzte Woche...damit kommst du mir nicht so leicht davon! Nah Nah! LA Knight vergisst da nicht so schnell. Keine Sorge, ich werde schon was machen. Vielleicht jetzt gleich, vielleicht in einer Stunde, vielleicht nächste Woche...dann, wenn du am wenigsten damit rechnest, Dummy! Yeah!

Klar, Knight könnte hier eine Faust ballen und Jey eins mitgeben. Wenn er schnell genug reagiert, kann er Uso bestimmt überrumpeln. Aber wenn der Megastar eins aus seinem Scharmützel mit Logan Paul und Danhausen gelernt hat...man sollte immer die Fäden in der Hand haben und für den ein oder anderen Überraschungsmoment sorgen. Am besten so, dass Jey Uso stets einen Blick über die Schulter werfen muss, wenn er durch die Gänge der c2c läuft.

LA Knight: Ja, du hast mich letzte Woche zu Boden befördert...das lasse ich dir! Du hast den Job aber nicht beendet, da ich jetzt vor dir stehe! Das war ein Fehler, Uso! So hast du ein Problem an der Backe kleben, was du so schnell nicht los wirst. Ein Problem namens L...A...Knight! Yeah!

Grimmig bleckt der Megastar die Zähne und deutet nun seinerseits auf die Brust des Samoaners.

Jey Uso blickt erst auf den Finger, den LA Knight gegen seine Brust drückt dann wieder hoch in dessen Gesicht. Und plötzlich fängt er an zu lächeln das auch nicht gespielt wirkt. Dieses kurze raue Lachen eines Mannes, der tatsächlich Gefallen an der Situation findet. Er schüttelt langsam den Kopf und tritt keinen Millimeter zurück.

"Main Event" Jey Uso
"Aight... aight... jetzt versteh ich langsam, warum du so ’n großes Maul hast. Du bist tatsächlich verrückt genug, das alles zu glauben.“

Jey tippt nun selbst mit zwei Fingern gegen Knights Brust... nicht hart aber provozierend.

"Main Event" Jey Uso
"Problem? Hah! Probleme sind dafür da, gelöst zu werden. Aber mal ernsthaft... liegt dir die Sonnenbrille vielleicht zu eng auf der Nase? Du klingst nämlich langsam wie jemand, der sich selbst ein bisschen zu sehr feiert. Megastar hier... Megastar da... L-A-Knight... YEAH... Du redest echt gern über dich selbst, huh?"

Jetzt wird der Blick des Samoaners wieder ernster.

"Main Event" Jey Uso
"Aber weißt du, wo der Unterschied zwischen uns beiden liegt? Wenn ich jemandem verspreche, dass ich ihn ausschalte… dann passiert das auch.“

Jey Uso hält den Blickkontakt mit LA Knight weiterhin eisern aufrecht. Dieses Grinsen verschwindet langsam wieder aus seinem Gesicht, während er die Worte des Megastars scheinbar tatsächlich verarbeitet. Dann nickt er plötzlich einmal...

"Main Event" Jey Uso
"Aight… weißt du was? Bei einer Sache hast du vielleicht sogar recht. Yeah... ich war der Laufbursche. Der Typ, der Befehle ausführt. Der Typ, der für andere kämpft. Der Typ, der immer hinter jemandem steht. Aber das wird sich ändern... Ich geh meinen eigenen Weg, Uce. Und weißt du, warum? Weil ich keine Herausforderung meide. Ist mir egal, wer da kommt... Danhausen... Kenny Omega... Jon Moxley... oder sogar der Tribal Chief persönlich.“

Die letzten Worte spricht er deutlich ruhiger aus. Aber genau deshalb wirken sie umso schwerer. Jey schüttelt langsam den Kopf und grinst nun leicht schief.

"Main Event" Jey Uso
"Du denkst, nur du willst beweisen, dass du anders bist?“ Ich hab genauso die Nase voll davon, unterschätzt zu werden. Deswegen versteh ich dich vielleicht sogar besser, als du glaubst. Main Event Jey Uso nimmt jede Herausforderung an auch eine mit Sonnenbrille und zu großem Ego.“

Nun ist es wieder Knight, der gegen die Brust von Jey tippt. Das ist, neben der verbalen Scharmützelei, ein weiterer "Kraftvergleich" der Beiden. Aber dafür lässt er Uso aussprechen und hört genau zu. Und man muss festhalten, dass der ehemalige Eli Drake durchaus überrascht ist, als Jey plötzlich davon spricht kein Laufbursche mehr sein zu wollen. Damit hatte LA nicht unbedingt gerechnet.

LA Knight: Mhm, jemand der sich "Main Event" nennt behauptet ich hätte ein zu großes Ego. Ist klar, Dummy!

Kurz grinst der Dunkelhaarige hämisch, bis die Mimik wieder stoisch wird. Bewusst legt LA paar Sekunden Pause ein, in denen er dem Samoaner all seinen Fokus schenkt und es so scheint, als wolle er diesen in Grund und Boden starren.

LA Knight: Ich rede gerne über mich? Korrekt! Was ist so verkehrt daran, Bud'? Gerade in unserem Beruf ist es das A und O, dass du dich selbst in Szene setzen musst. So hinterlässt du einen Eindruck und die Leute erinnern sich daran, wer der Megstar ist...L...A...Knight! Yeah! Anders ist es, wenn man nur seinen Cousin huldigt und man nur vom Tribal Chief hier und Tribal Chief dort spricht. So erinnern sich die Fans an den OTC...und nicht an Jey!

Kann man sicher so oder so sehen. Der Megastar lässt sich jedoch nicht davon triggern, dass man ihm Egoismus unterstellt. Knight weiß, dass er gerne ein übersteigertes Selbstwertgefühl an den Tag legt. Ist für ihn, wie er selbst angedeutet hat, kein Problem und auch keine schlechte Eigenschaft. Schmunzelnd legt er eine Hand an das Kinn und sieht Jey nun nachdenklich an.

LA Knight: Aber ich muss schon sagen... Mister "Main Event"...du überrascht mich! Sind die über Nacht mal Eier gewachsen und du stehst endlich selbst für dich ein? Kompliment, wurde auch mal an der Zeit! Dann verstehen wir uns doch noch, wie?

Gut, der Schluss ist eher sarkastisch gemeint. So leicht ist der Superkick nicht vergessen, dass sie nach ein paar Worten plötzlich Buddies werden. Dennoch findet es Knight nicht verkehrt, wenn Jey sich wirklich vom OTC lossagen würde.

LA Knight: Aber würdest du dich wirklich gegen Roman stellen, wenn es hart auf hart kommt? Wärst du wirklich bereit das zu tun?

Jey Uso bleibt ganz dicht vor LA Knight stehen. Kein Grinsen mehr. Keine lockeren Sprüche. Stattdessen wirkt der Samoaner plötzlich ungewohnt ehrlich. Fast so, als würde er zum ersten Mal seit langer Zeit wirklich als Jey Uso sprechen… und nicht als Teil irgendeiner Gruppierung. Die Halle wird merklich lauter, als er langsam nickt und Knights Frage direkt beantwortet.

"Main Event" Jey Uso
"YEET… ich würd mich sogar gegen den Tribal Chief stellen.“


Ein Raunen geht durch die Arena. Jey lässt den Satz bewusst wirken. Seine Augen bleiben fest auf Knight gerichtet.

"Main Event" Jey Uso
"Aber nicht für irgendeinen Bullshit. Nicht einfach so und nicht für die goldene Ananas. Wenn ich in den Ring steig dann muss es um was gehen. Um Bedeutung, Respekt und um das Gold."


Langsam hebt Jey die Hand und zählt mit den Fingern ab.

"Main Event" Jey Uso
"Westcoast Title… Eastcoast Title… World Heavyweight Championship… ist mir egal welcher Gürtel. Ich hab mein ganzes Leben damit verbracht, andere Leute groß zu machen. Die Familie und immer ging’s darum, dass jemand anderes glänzt. Aber irgendwann schaust du in den Spiegel und fragst dich… ‘Wann bin ich endlich dran?’“


Jey tritt noch einen halben Schritt näher. Inzwischen sind die beiden fast Stirn an Stirn.

"Main Event" Jey Uso
"Und glaub mir… ich hab keinen Bock mehr darauf... Ich will meinen eigenen Namen groß machen. Main Event Jey Uso... MEIN Weg durch die Coast 2 Coast Company. Vielleicht bist du deshalb überhaupt noch interessant für mich, Knight. Weil du wenigstens Eier hast, Leuten direkt ins Gesicht zu sagen, was du denkst. Die meisten hier spielen Politik... Du nicht das respektier ich irgendwo aber Freunde sind wir dadurch nicht. Ganz im Gegenteil!"


Das Grinsen verschwindet wieder.

"Main Event" Jey Uso
"Aber verwechsel Respekt nicht mit Freundschaft, Uce. Wenn zwischen uns beiden irgendwann ein Titel steht… oder die Chance auf den Main Event… dann tret ich dir genauso den Kopf weg wie letzte Woche... ohne zu zögern KNIGHT!"


Die Spannung zwischen beiden bleibt greifbar doch diesmal ist es anders weniger pures Anfeinden… mehr zwei Männer, die sich gegenseitig erkennen. Zwei Egos... Zwei Kämpfer, die beide beweisen wollen, dass sie mehr sind als das, worauf andere sie reduzieren.
Man muss keine Sorge haben, dass Knight hier plötzlich eine Bromance starten möchte. Nein, dass sie deswegen keine Freunde sind steht für ihn außer Frage. Dennoch ändert sich auch bei ihm ein wenig die Grundhaltung. Jey's Worte haben Hand und Fuß...und Knight kann den Wunsch, endlich selbst an vorderster Front zu stehen, sehr gut nachvollziehen. Wäre da nicht der Superkick gewesen, hätte Knight Uso vielleicht sogar noch viel Glück für das Vorhaben sich aus dem Schatten seines Cousins zu lösen, gewünscht.

LA Knight: IOh, hell no! Freunde sind und werden wir Beide sicher nicht. Aber...ich respektiere ebenfalls, was du vorhast. Du bist dein eigener Herr und Meister und brauchst nicht die dreckige Arbeit für Familienmitglieder mit einem Götterkomplex machen. Gibt da genug Speichellecker. Wenn es einen weniger gibt, der dafür auch mal ansagt was Sache ist...nehme ich! Yeah!

Knight überlegt, ob er mit seinen Worten letzte Woche dazu beigetragen hat, dass Uso sein Leben hinterfragt. Würde dem Megastar, ehrlicherweise, schon gefallen, wenn er so ein "Influencer" wäre. Aber wie gesagt...es ändert nur bedingt etwas an der Beziehung der beiden Männer. So bleibt auch Knight's Mimik eher hart und distanziert.

LA Knight: Wenn irgendwann ein Titel zwischen uns stehen sollte...egal welcher...wirst du gar keine Chance haben mir nochmal den Kopf wegzutreten, Bud'! Einmal ist dir das gelungen...ein weites Mal wird es nicht passieren! Nah Nah! Da wirst du eher meine Hände an deinem Kopf spüren, bevor du den BFT fühlst. One, Two, Three...just that easy! And that's just a fact of life. Yeah!

Da kommt natürlich auch sein eigenes Ego wieder zum Vorschein. Knight kann den Superkick so schnell nicht vergessen und will klar machen, dass es so nicht nochmal laufen kann. Kurz lächelt er schmallippig und tippt sich gegen die Stirn.

LA Knight: Aber gut...wir können das gerne auf einer neutral-respektvollen Ebene austragen. Sofern du wirklich irgendwann Mister "Main Event" werden kannst. Nur davor...habe ich noch einen bei dir gut. Und das löse ich auch ein...Versprochen! Yeah!

Wie und wann auch immer das vom Megastar umgesetzt werden soll. Hier zieht er sich erstmal einen Schritt zurück. Vorerst wurde alles gesagt und Knight möchte ja noch mit seiner Schwester sprechen, bevor diese ihr erstes Match bestreitet.

[Bild: HOGAN.jpg]

Die Show in Paris läuft bereits seit einiger Zeit, doch fernab der Arena herrscht ein völlig anderer Rhythmus. Keine Musik. Keine Kommentatoren. Kein Lärm der Crowd. Nur das dumpfe Summen der Klimaanlage und vereinzelte Schritte, die durch die langen Gänge des Backstagebereichs hallen.
Zwischen Produktionskisten, Kabeln und halb geöffneten Türen bewegt sich das Personal geschäftig durch die Korridore der Arena. Mitarbeiter mit Headsets laufen aneinander vorbei, Producer diskutieren über Abläufe, irgendwo wird hektisch eine Kamera verschoben.
Und mitten durch dieses Chaos bewegt sich jemand, der wirkt, als würde ihn all das überhaupt nicht interessieren.
Ein Mann im dunklen Mantel.
Saubere Lederschuhe.
Perfekt sitzender Anzug.
Die Hände locker hinter dem Rücken verschränkt.

R.C.F. Robin. Christopher. Fohrwerk.

[Bild: Screenshot-2026-05-10-171612.png]

Seine Schritte sind ruhig. Kontrolliert. Fast schon entschleunigt im Vergleich zur Hektik um ihn herum. Während andere Menschen durch die Gänge eilen, als würden sie dringend irgendwo gebraucht werden, bewegt sich Fohrwerk wie jemand, der längst dort angekommen ist, wo er sein wollte.
Schließlich bleibt er vor einer abgesperrten Seitentür stehen.
Daneben ein Security-Mitarbeiter der c2c.
Der Mann hebt sofort die Hand.

"Sir, hier kommen nur autorisierte Personen durch."

Fohrwerk bleibt stehen.
Keine sichtbare Irritation. Kein genervtes Seufzen. Tatsächlich wirkt es fast so, als hätte er genau mit dieser Unterbrechung gerechnet.
Langsam wandert sein Blick erst zur Tür… dann zu dem Mann davor.
Ein höfliches, beinahe verständnisvolles Lächeln folgt.

R.C.F.:
"Natürlich."


Seine Stimme ist ruhig. Gepflegt. Fast schon angenehm.

R.C.F.:
"Dann liegt offensichtlich ein Missverständnis vor."


Der Security-Mitarbeiter bleibt professionell, auch wenn man merkt, dass ihn die ruhige Art seines Gegenübers leicht aus dem Konzept bringt.

"Haben Sie eine Akkreditierung?"

Fohrwerk antwortet nicht sofort. Stattdessen mustert er den Mann einen kurzen Augenblick, als würde er abschätzen, wie viel Erklärung hier überhaupt notwendig ist.

Dann greift er langsam in die Innentasche seines Mantels.
Zum Vorschein kommt eine schlichte schwarze Karte.

Keine Logos.

Keine Beschriftung.

Nichts, was auf den ersten Blick erkennen lässt, wofür sie überhaupt steht.

Fohrwerk hält sie dem Mann lediglich entgegen.
Der Security-Mitarbeiter nimmt die Karte entgegen und wirft zunächst nur einen flüchtigen Blick darauf.

Dann noch einen.

Seine Stirn legt sich leicht in Falten.
Der Blick wandert erneut zur Karte.

Dann zurück zu Fohrwerk.

Dann wieder zur Karte.

Und plötzlich verändert sich seine Haltung sichtbar.
Die anfängliche Sicherheit weicht Nervosität.

"Einen… einen Moment bitte."

Fast schon hektisch tritt der Mann zur Seite, öffnet die Tür und hält sie auf.

"Entschuldigen Sie, Sir."

Fohrwerk nimmt die Karte ruhig wieder entgegen, richtet den Blick kurz auf den Mann und nickt langsam.

R.C.F.:
"Kein Problem."


Er setzt sich wieder in Bewegung, bleibt beim Vorbeigehen jedoch noch einmal kurz stehen ohne den Security-Mitarbeiter direkt anzusehen.

R.C.F.:
"Die meisten Türen wirken verschlossen...bis man versteht, wer wirklich darüber entscheidet."


[Bild: Screenshot-2026-05-10-171630.png]

Ein kurzer Moment Stille.

Dann geht Fohrwerk einfach weiter den Gang entlang.
Die Kamera bleibt noch einige Sekunden auf dem Security-Mitarbeiter, der ihm sichtbar irritiert hinterherschaut, bevor das Bild langsam ausfadet.

[Bild: trenner1.jpg]

OPENER
SINGLES MATCH
Killshot vs. Bron Breakker

[Bild: breakkerkillshot.png]
Writer: ???

Die maßgeschneiderte Anzughose war pünktlich zum Event fertig. Feuerrot ist das Hemd, dessen Saum unterm Hosenbund gelegt wurde, zu einer klobigen Gürtelschnalle, die in Großbuchstaben den Namen BRON preist, seiner neuen Modemarke. Sorgfältig polierte Schuhe, eine teure Uhr, eine frische wie ausgeruhte Erscheinung. Wer das Fashionmekka Paris besucht, muss auch optisch liefern. Dies ist ein besonderer Tag, für ihn, für das Publikum, die Organisation – wem soll etwas vorgemacht werden: der gesamten Welt des Pro Wrestlings. Bron Breakker ist hier! »Bonjour, Baguette! Ça va, Croissant?!«
Amüsiertes Gelächter geht jubelndem Geschrei voraus. »Coast 2 Coast also! Seht ihr diesen Gürtel? Geil, oder? Für 199,99 Euronen gibt es das Teil auf bronbreakker-fanshop.com, verstanden? Bronbreakker-fanshop.com! Heute mit fünf Euro Rabatt, da Verkaufsstart, also 195,99 Euro. Bron Breakker minus Fanshop dotcom. Paris, zeigt dass ihr Geschmack habt und kauft euch das Prachtstück! Mit der Ankündigung habe ich nur euretwegen gewartet! Warum? Weil ihr es mir wert seid! Hundertfünfundneunzig Euro und neunundneunzig Cent, unfassbar, oder?« Bron Breakker strahlt über die gesamte Miene, aber das Publikum scheint irritiert.
Es ist sein erster Auftritt im neuen Zuhause, daher wird der bescheidene Einstand schnell verziehen. »Wir haben Großes vor! Ich habe Großes vor! Aber eins nach dem anderen, wir haben es nicht eilig. Heute kümmern wir uns um das Organisatorische! Die Grundlagen – ein paar Regeln, dass es in Zukunft gut miteinander funktioniert!« Die ersten Buhrufe sind zu hören, niemand mag Regeln. Bron Breakker lächelt, und er versucht zu beschwichtigen. »Ihr müsst wissen, die WWE hat mich zerstört. Vollständig kastriert. Alles an mir haben sie angepasst. Sie haben aus mir etwas gemacht, das ich nicht bin, das ich niemals sein wollte und womit ich mich niemals identifizieren konnte. Hier ist es anders! Ich habe den Vertrag bei Coast 2 Coast unterzeichnet, weil ich endlich Ich sein möchte! Ich bin Bron Breakker, ein Steinersohn, das Erbe einer Legende, kein Verkaufsprodukt einer sich selbst immer mehr vergessenden Liga!« Die Halle bebt vor Freude. »Bron Breakker, merkt euch diesen Namen! Von diesem Tag an, live in Paris, bis in alle Zeiten! Ich bin hier, um zu erobern! Zu brechen, zu vernichten, zu zerstören – und vor allem, zu gewinnen, Champion zu werden! Holt euch diesen Gürtel auf bronbreakker-fanshop.com und werdet zu meinen Early Access Simps!«
Die Stimmung schlägt schlagartig um, Bron Breakker hat es auf ganzer Linie vermasselt. Vom Reden abhalten tut ihn das nicht: »195,99€! Die Zahlen lügen nicht, fünf Euro Rabatt! WAS SOLLEN DIE BUHRUFE?!« Das Empörorchester wird lauter, Bron Breakker fasst sich ans Herz und setzt ein Lächeln auf. »Egal, alles halb so wild! Dies ist mein erster Tag und er soll schön bleiben.« Eine tiefe Atemausführung später, setzt er wieder zum Mikrofon an: »Ich werde euch noch richtig erziehen, macht euch darüber keine Sorgen. Wir fangen also mit Regeln an! Erste Regel! Ich hasse Hunde! Ich habe sie schon immer gehasst – ich bin ein Katzenmensch! Euer Gebelle könn-« Hundelaute unterbrechen den nun zornigen Wrestler. »Hey! Euer Gebelle könnt ihr euch sonst wo hinstecken! Ich will Katzengeräusche, süße Katzengeräusche! Gebt mir ein Miau, ihr Pussies!«
Nichts als Hundegebelle wird erwidert und krampfartig verzieht sich das Gesicht des Mannes. All das läuft nicht wie erwartet, wie gehofft und wie geplant. Bron Breakker ist wütend, aber weil er Guten Willens ist, sammelt er nochmals seine Geduld um zum Sprechen anzusetzen, als...



Eine eher selten zu hörende Melodie abgespielt wird, die die Zuschauer hier in Frankreich sofort laut aufjubeln lässt. Das ist der Man Who Never Misses Killshot! Das Alter Ego vom Performance-Center-Talent Swerve(d) Strickland! Lauthals begrüßt ihn das gesamte c2c-Universum, welches voll und ganz hinter ihm steht, und empfängt ihn hier mit offenen Armen. Er ist der heutige Gegner vom Neuling Bron Breakker und scheinbar möchte er, dass das Match schneller stattfindet, als es eigentlich geplant war.

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Schnellen Schrittes begibt er sich direkt in Richtung Ring, während er die atemberaubende Atmosphäre der jubelnden Fans hier in der Halle in sich aufnimmt. Ein Gefühl, woran er sich wohl erst noch gewöhnen muss. Aber irgendwann wird es soweit sein, dann darf er genau dieses Gefühl Woche für Woche aufs Neue erleben. Und er wird alles dafür geben, damit das so schnell wie möglich passiert. Am Ring angekommen, springt er sofort auf das Apron und betritt ihn durch die Seile. Dort wird ihm von einem Mitarbeiter ein Mikro in die Hand gedrückt und scheinbar dürfen wir The New Flavor zum ersten Mal im Ring eine Promo hören. Heute ist der Tag der ersten Male! Er schwenkt noch einmal seinen Blick durch das gesamte Publikum, während seine Musik verstummt. Jeder einzelne Platz der Halle wurde heute gebucht und die Paris La Défense Arena ist komplett ausverkauft. Die Musik mag zwar nun aus sein, aber das Publikum ist noch immer ohrenbetäubend laut und kann es kaum erwarten, wie dieser heutige Opener aussehen wird … hoffentlich besser als der letztwöchige. Sein Blick wirkt müde … aber gleichzeitig genervt, während The Realest langsam sein Mic erhebt und mit seinen ersten Worten beginnt!

Killshot: Ich mein … ich weiß ja, dass ich hier selber noch ganz am Anfang stehe, ja? Ich bin kein Main Eventer, ich bin kein Champion … ich bin nicht mal ansatzweise da, wo ich sein will.“

Er lässt das Mic kurz sinken und lässt diese Worte stehen. Dabei kratzt er sich leicht am Kinn, als würde er überlegen, ob sich das hier überhaupt lohnt. Doch das Publikum scheint es richtig zu feiern. Strickland hätte wohl niemals damit gerechnet, dass er so gut bei den Fans ankommt. Sicher wissen die Zuschauer hier, dass er noch immer kein fester c2c-Superstar ist … anders als es Bron Breakker zu sein scheint, aber sie wissen, dass der Junge einiges drauf hat im Ring. Hier und da gibt es natürlich noch einige Anfängerfehler, aber das wird wohl der Grund sein, warum er der erste Gegner vom Neuling Bron Breakker werden soll. Killshot zuckt leicht mit den Schultern, als wieder etwas Ruhe einkehrt und die Zuschauer leiser geworden sind, um direkt weiterzusprechen.

Killshot: Aber selbst ich weiß, wann man besser einfach die Klappe hält. Du stehst hier seit gefühlt fünfzehn Minuten und versuchst, Leuten irgend ’nen Merch anzudrehen … bevor du auch nur einen einzigen Grund geliefert hast, warum irgendwer überhaupt deinen Namen kennen sollte.“

Erneut gibt es leichte Reaktionen aus der Crowd, während Strickland langsam einige Schritte durch den Ring geht. Strickland weiß, dass dieser Mann mit Sicherheit ein absolutes Monster werden kann, aber lässt er sich nicht von seinen großen Muskeln und seinem kolossalen Auftreten einschüchtern. Wenn man Breakker mit Raven vergleicht, dann sieht man in dem Steiner eher einen kleinen, süßen Labradoodle und keinen Big Dawg!

Killshot: Und das ist das Traurige, weißt du? Nicht, dass du neu bist. Nicht, dass du noch nichts erreicht hast … das sind viele hier … ich eingeschlossen.“

Sagte er, während er mit seinem eigenen Finger auf sich selbst zeigt. Erneut lässt er das Mic für einen Moment sinken, um den Jubel der Fans ausklingen zu lassen und die Spannung hier im Ring zu erhöhen. Er scheint einiges von seinem Training gelernt zu haben. Er zeigt uns keine Genesis of McGillicutty, nein, Strickland zeigt uns hier eine wahrhaft perfekt klingende Promo! Ein leicht schiefes Grinsen huscht über sein Gesicht.

Killshot: Aber du tust so, als wärst du schon irgendwer. Und das ist … ehrlich gesagt … ein bisschen erbärmlich.“

Er bleibt stehen und verschränkt kurz die Arme, als würde er das ganze Auftreten von Breakker analysieren. Dann fällt sein Blick wieder zur Crowd, ehe er weiterspricht.

Killshot: Ich hab noch nichts geleistet. Du auch nicht. Der Unterschied ist nur … ich tu wenigstens nicht so, als hätte ich’s schon geschafft. Die Leute hier wollen kein Verkaufsgespräch hören. Die Leute hier wollen sehen, ob du überhaupt irgendwas kannst.“

Während die Fans wieder lauthals am Jubeln sind, bewegt sich Strickland wild im Ring hin und her. Erst als er fertig mit dem Sprechen ist, bleibt er direkt vor Breakker stehen, senkt leicht seinen Kopf, schaut sich den Riesen von unten bis oben komplett an und spricht dann, mit seinem Blick direkt in Breakkers Augen gerichtet, weiter.

Killshot: Und ich würd das ehrlich gesagt auch ganz gern wissen … bevor ich meine Zeit weiter verschwende. Also wie wär’s …“

Langsam kommt er noch einen Schritt näher an Breakker heran und hat hier seine Augen hoffentlich nicht größer als seinen Mund.

Killshot: … du hörst auf, so zu tun, als wärst du schon angekommen … und wir finden einfach raus, wie gut du wirklich bist.“

Und nach dieser Kampfansage schmeißt Killshot sein Mic weg und behält seinen Blick jedoch weiterhin fest und intensiv auf Bron Breakker gerichtet. Er versucht sich nicht hinter irgendwelchem Merch zu verstecken und zeigt sich hier als halbe Lachnummer. Nein, er zeigt bloß das heiße Feuer in seinen Augen und den Willen, für die Fans hier in Frankreich einen Kampf hinzulegen, den sie nie wieder vergessen werden. Und so wie es aussieht soll diesem kampf nun nichts mehr im Wege zu stehen!

Warnung! Spoiler!
Bron Breakker gelingt der Sieg per Pinfall nach einem massiven Spear (5.21 Minutes)

Here is your winner by pinfall: BROOOON BREAAAAKEEEEER!

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NEW COMPETITION?

Die Lichter in der Halle dimmen sich langsam, während der große Titantron über der Stage angeschaltet wird. Erneut bekommen die Fans in der Halle eine Geschichte erzählt, die die Menge vor Spannung nur so stöhnen lässt.

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Eine Geschichte, die nicht bloß den 23.182 Zuschauern in der Paris La Défense Arena hier in Nanterre, Frankreich gefallen wird, sondern auch den Abertausenden zu Hause vor den Empfangsgeräten. Selten gab es hier in dieser Ortschaft so viele Fans bei einem Wrestling-Event und sie alle werden heute zufrieden und beglückt nach Hause gehen dürfen. Und einer der Gründe dafür erblickt nun auf dem großen Monitor das Licht der Welt. Schon noch bevor die eigentliche Show begonnen hat, gab es hier bereits an der Halle große Mengen an Fans, die verzweifelt versucht haben, ein Bild oder ein Autogramm von ihren Helden zu erlangen. Eine Gruppe, die dabei sogar mehr Aufmerksamkeit erhalten hat, als man es eigentlich gedacht hätte, waren auch die Stars des c2c Performance Centers. Die jungen Talente, die zukünftigen Gesichter dieser Liga, umringt von neugierigen Blicken, vorsichtigen Fragen und einer Mischung aus Respekt und Skepsis. Einige Fans wissen bereits genau, wen sie da vor sich haben… andere sehen in ihnen nur Namen, die irgendwann vielleicht einmal Bedeutung haben werden. Doch genau das ist der Punkt. Hier beginnt alles. Hier entstehen Karrieren, hier werden Fehler gemacht, hier wird gelernt… und manchmal auch gebrochen. Die Kamera fängt noch einmal die Eindrücke draußen ein, bevor das Bild langsam umschneidet. Ein enger Raum. Keine große Halle, keine lauten Fans, kein Spotlight. Stattdessen graue Wände, einfache Bänke, Sporttaschen, die achtlos in Ecken geworfen wurden.

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Ein Ort, der nichts mit dem Glanz draußen zu tun hat. Hier sitzen sie… die 3 Performance-Center-Schüler namens Kid Lykos, Leva Bates und Izzy Moreno. Die Geräusche der Arena dringen gedämpft durch die Wände, wie ein fernes Echo dessen, was sie noch nicht ganz erreicht haben. Die Tür bleibt zunächst geschlossen und für einen kurzen Augenblick tritt tatsächlich ein kleiner Moment der Stille ein, ehe dann doch ein dumpfes Geräusch diese Stille durchbricht. Die Klinke bewegt sich langsam und herein kommt niemand Geringeres als der Trainer der 3 Jünglinge, der Death Fighter Raven! Keine große Geste, keine Begrüßung, kein Blick, der durch den Raum wandert, um irgendjemanden besonders hervorzuheben. Er tritt einfach ein, als würde dieser Raum ihm gehören… als würde alles hier ihm gehören. Die Tür fällt hinter ihm ins Schloss, ein leises, endgültiges Geräusch. Seine Schritte sind ruhig, fast schon schwer, während sein Blick kurz durch die Runde geht. Jedoch nicht suchend… sondern viel eher prüfend. Die 3 Schüler richten sich unbewusst etwas auf.

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Niemand sagt etwas, denn Raven versprüht wie von ganz allein eine Art Präsenz, die den Raum direkt mit einem gewissen Druck füllt. Jeder weiß, vor diesem Mann sollte man sich fürchten und besser Respekt haben. Jedoch ist da irgendwie auch noch etwas anderes... Raven bleibt schließlich stehen und verschränkt langsam die Arme vor der Brust. Ein kurzer Moment vergeht, in dem absolut nichts passiert… und genau dieser Moment wirkt länger, als er eigentlich ist. Und während draußen die Show weiter an Fahrt aufnimmt, während die Crowd lauter wird und die ersten großen Momente ihren Lauf nehmen… sitzen Lykos, Izzy und Leva bloß hier herum, beobachten, was da draußen im Ring passiert und warten auf neue Dinge, die sie lernen können. Oder zumindest… versuchen sie es. Richtig? Als die Kamera kurz umschwenkt und die 3 auf der Bank sitzend zeigt, fällt einem schnell auf, dass sie alles andere als eingeschüchtert wirken. Sie wirken jedoch auch nicht wirklich konzentriert. Viel mehr sind sie... am Kichern? Sie versuchen alle 3 ihr Lachen zu verkneifen, aber wie man es gut erkennen kann, funktioniert das nicht so erfolgreich.

Raven:
„„Was ist hier los? Was gibt’s so zu lachen?"“

Für einen kurzen Moment antwortet niemand. Die drei Schüler sitzen noch immer auf der Bank, versuchen sichtbar ernst zu bleiben, doch genau das macht die Situation nur noch schlimmer. Levas Schultern zucken leicht, Izzy starrt Löcher in die Luft und selbst Kid Lykos hält demonstrativ den Kopf gesenkt, als würde er den Boden plötzlich unglaublich interessant finden. Die Stimmung im Raum wirkt vollkommen fehl am Platz. Draußen läuft eine der größten Shows des Jahres hier in der Pariser Gegend, die Arena explodiert beinahe vor Energie… und hier drinnen sitzen drei Nachwuchstalente und benehmen sich wie Kinder kurz vor einem Lachanfall im Unterricht! Ravens Blick wandert langsam von einem zum nächsten. Ruhig und kontrolliert, ja fast schon unangenehm ruhig. Kein sofortiger Ausraster und auch kein Anschreien. Genau das macht es irgendwie schlimmer. Denn diese Art von Stille wirkt bei ihm nie entspannt… sondern eher wie die letzten Sekunden vor irgendetwas Unschönem. Die dumpfen Geräusche der Arena dröhnen weiterhin durch die Wände. Irgendwo draußen scheint gerade ein großes Match seinen Höhepunkt zu erreichen, denn selbst hier hinten hört man das ferne Aufbrüllen der Crowd, was die Vermutung aufstellen lässt, dass diese Aufnahme mitten während des heutigen Openers passiert ist. Doch davon lässt sich Raven nicht ablenken. Sein Fokus bleibt vollkommen auf den dreien vor ihm.

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Leva schafft es schließlich als Erste, halbwegs wieder Luft zu bekommen. Sie räuspert sich kurz und versucht krampfhaft, ernst auszusehen, Izzy macht es etwas geschickter und hustet einmal und hält sich die Hand vor ihrem Mund um ihr Grinsen zu verdecken. Selbst Lykos scheint kurz davor zu sein, loszuprusten. Es ist eine absurde Situation. Eigentlich sollten sie nervös sein. Konzentriert, ja vielleicht sogar eingeschüchtert. Stattdessen wirkt dieser kleine Raum gerade beinahe wie das komplette Gegenteil von dem kontrollierten Druck, den Raven normalerweise erzeugt. Und genau das scheint ihn sichtbar zu irritieren. Nicht wütend… eher verwundert darüber, warum ausgerechnet seine Schüler hier sitzen wie eine Gruppe Jugendlicher, die heimlich über ihren Lehrer lästert. Langsam hebt Raven eine Augenbraue etwas weiter an. Seine Arme bleiben verschränkt, während sein Blick nun deutlich schärfer wird.

Raven:
„„Okay… entweder ich hab irgendwas verpasst… oder ihr drei habt kollektiv den Verstand verloren."“

Für einen kurzen Augenblick bleibt es erneut still. Das dumpfe Dröhnen der Arena liegt weiter in der Luft, vermischt mit den entfernten Reaktionen der Fans draußen, doch hier drinnen scheint alles wie eingefroren. Kid Lykos presst die Lippen fest zusammen und schaut weiterhin demonstrativ auf den Boden, Izzy versucht verzweifelt an etwas anderes zu denken. Leva hingegen atmet einmal tief durch… und verliert den Kampf endgültig. Ein kurzes Schnauben entweicht ihr. Nicht laut und auch nicht absichtlich, aber definitiv genug, um sie zu outcallen. Sofort sackt sie leicht nach vorne und schlägt sich selbst die Hand vor den Mund, Izzy kann ihr breites Grinsen jetzt nicht mehr verstecken. Selbst Lykos schafft es nicht mehr, ernst zu bleiben, und schüttelt nur ungläubig den Kopf, als könnte er selbst nicht fassen, wie dumm diese Situation gerade geworden ist.

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Und Raven? Der bewegt sich noch immer keinen Zentimeter. Die Kamera zoomt langsam näher heran. Seine Augen wirken müde. Nicht genervt im klassischen Sinn… eher wie jemand, der sich innerlich fragt, warum genau er sein Leben damit verbringt, solche Menschen trainieren zu müssen. Seine Finger tippen langsam gegen seinen eigenen Oberarm, während das ferne Jubeln der Crowd erneut durch die Wände dröhnt. Das könnte das Finish des Matches gewesen sein. Doch in diesem kleinen Raum scheint das komplette Gegenteil einer professionellen Wrestling-Ausbildung stattzufinden. Warum um alles in der Welt lachen die 3 so? Was war so lustig? Leva versucht sich schließlich wieder halbwegs zu sammeln. Mehr schlecht als recht. Noch immer grinsend hebt sie kurz die Hände hoch, als wolle sie sich verteidigen, bevor Raven überhaupt reagieren kann.

Leva Bates: „Bitte entschuldigen Sie, Raven... die Sache ist nur... sie... sie haben Besuchihihihi.“

Raven bemerkt es sofort. Natürlich bemerkt er es sofort. Seine Augen verengen sich leicht, während die Neonröhre über ihnen kurz flackert und harte Schatten durch den Raum zieht. Für einen Moment wirkt es beinahe so, als würde er jetzt endlich die Geduld verlieren. Doch dann hebt Leva plötzlich lachend den Arm und zeigt mit dem Finger hinter sich, wo um die Ecke plötzlich etwas geschieht. Nicht hektisch und auch nicht panisch, sondern eher wie jemand, der einfach nicht glauben kann, dass das hier gerade wirklich passiert. Raven reagiert, als sich sein Blick minimal verändert. Nur ganz leicht und zusätzlich dazu lässt er noch ein kaum sichtbares Seufzen aus seiner Kehle fliehen und seine Schultern anheben, bevor er langsam die Augen schließt, als hätte er plötzlich verstanden, warum hier gerade niemand ernst bleiben kann. Die Kamera fährt langsam in die Richtung, in die Leva gerade gezeigt hatte und dort steht tatsächlich jemand. Ein Mann in der typischen Kleidung eines Dieners? Oder Postboten?

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Dunkle Schuhe. Eine leicht altmodische Uniformjacke. Eine kleine Umhängetasche. Selbst die Mütze sitzt beinahe perfekt geschniegelt auf seinem Kopf. Doch genau dieses perfekte, fast schon übertrieben saubere Auftreten wirkt vollkommen fehl am Platz in diesem engen, grauen Raum voller verschwitzter Nachwuchswrestler. Der junge Mann steht kerzengerade da. In den Händen hält er einen zusammengefalteten Umschlag. Und auf seinem Gesicht liegt ein fast schon unangenehm freundliches Lächeln. Raven dreht sich langsam halb zu seinen Schülern zurück und reibt sich kurz mit zwei Fingern über die Stirn, als würde er sich innerlich bereits für alles entschuldigen wollen, was jetzt gleich passieren wird.

Raven:
„„…was zum Teufel soll das hier werden?"“

Seine Stimme klingt dabei nicht genervt, sondern viel eher resigniert. So, als wäre dies nicht das erste Mal, dass in seinem Leben vollkommen absurde Dinge passieren. Der junge Mann räuspert sich plötzlich übertrieben laut, zieht den Umschlag hervor und tritt einen Schritt nach vorne. Sofort beginnen die beiden Mädchen wieder sichtbar zu zittern vor unterdrücktem Lachen, während selbst Kid Lykos nun endgültig den Kopf wegdrehen muss. Mit voller Ernsthaftigkeit öffnet der Mann den Umschlag und der gesamte Raum wird still. Nicht weil irgendjemand Respekt hätte… sondern weil wirklich niemand glauben kann, dass das hier real ist. Der Bote hebt den Blick leicht an und beginnt mit vollkommen professioneller Stimme vorzulesen.

Bote: „Einen wundervollen guten Abend, Sir Raven. Ich bin heute hierher gekommen, um Ihnen ein singendes Telegramm zu überreichen von einer geheimen Verehrerin!“

…What? Ein... ein Telegramm? Ein Bote, der eine mündliche Nachricht von einem Ort zu einem anderen liefert? In welcher alten Zeit sind wir denn hier jetzt wieder gelandet? Das war selbst zu Ravens Kindheit bereits altmodisch. Wer um alles in der Welt kommt denn auf eine solche Idee? Hat ein Möchtegern-Big-Show Raven mit dem Undertaker verwechselt? Allerdings sieht dieser Bote hier keineswegs so aus wie Brian Kendrick! Auch Raven versteht noch nicht so ganz, was hier abgeht und so hebt er etwas fragend und auch ein wenig ungläubig den Kopf und schaut den kleinen Mann vor ihm streng an. Was soll hier jetzt bitte passieren? So wie die Kamera auf die beiden Männer zeigt, kann man einen gewaltigen Größenunterschied gut erkennen. Der Typ ist vielleicht gerade einmal so 1,67 Meter oder so groß... six/seven höhöhö! Raven wirkt dahingehend schon nahezu übermächtig. Die Geräusche, die man im Hintergrund von der Halle vernehmen kann, ignoriert Raven vollkommen. Stattdessen legt er hier tatsächlich seine gesamte Aufmerksamkeit auf den kleinen Mann vor ihm, der ihm scheinbar nun die Nachricht vorträgt. Oder... vorsingt? Die anderen 3 hier im Raum schaffen es nicht und müssen ihre Blicke wieder Richtung Boden lenken, damit sie nicht direkt in einem lauten Lachanfall ausbrechen. Stammt dieser Bote etwa von denen?

Bote: „gggrrraaagraaahusthusthust... oh mein liebster Mister Raven…
du großer Wrestlingmann mit deinem verzaubernden Gesicht.
Wenn ich dich im Fernseher sehe, dann vergess ich sogar mein Abendlicht.
Dein langer Mantel und dein grimmiger Blick,
ach herrje… da werd selbst ich ganz hibbelig.
Du schaust zwar immer so grantig drein,
aber tief im Herzen musst du ein ganz Lieber sein.
Wenn du durch diese Hallen stampfst so schwer,
dann klopft mein altes Herz gleich doppelt so sehr.
Dein Bart ist stoppelig wie der meines Mannes früher war,
aber bei dir sieht das viel schöner aus, das ist doch klar!
Und wenn du deine jungen Wrestler trainierst und anschreist so laut,
denk ich mir trotzdem nur: „Mei, ist der Mann geschniegelt und gebaut.“
Oh Raven, du düsterer Kämpferdrachen,
ich würd dir so gern mal einen warmen Kakao machen.
Und wenn deine Knochen vom Wrestlingen weh tun ganz doll,
dann deck ich dich mit einer Häkeldecke zu… jawoll.
“

Für einen kurzen Moment herrscht absolute Stille, doch schon nach nur kurzer Zeit bricht Leva erneut komplett zusammen vor Lachen. Das Lachen von Leva hat auch Izzy angesteckt, die sich auch nicht halten kann vor lachen und selbst Lykos lehnt sich mit geschlossenen Augen gegen die Wand, weil er sichtbar versucht, nicht ebenfalls loszuprusten. Und Raven? Der steht einfach nur regungslos da. Die Augen geschlossen. Den Kopf leicht gesenkt. Als würde er ernsthaft darüber nachdenken, ob er einfach die Halle verlassen und nie wieder zurückkommen sollte.

Kid Lykos: ’„Hahaha wir wussten gar nicht, dass Sie eine neue Freundin haben hahahahaha!“

Izzy Moreno
"Und dann ist sie auch noch so eine Poetin."

Leva Bates: „Hahaha also ich find das ja schon irgendwie romantisch hahahaha!“

Die Nachricht kam also von Kenny Omegas Oma, die Raven vor 2 Wochen im Backstagebereich kennenlernen durfte. Langsam öffnet er seine Augen und sieht, wie sich seine Schüler mit tosendem Gelächter über ihn lustig machen. Aber zu deren Verteidigung... wenn man eine solche Story eigens miterlebt, dann kann man einfach nicht anders, als wohl wirklich im absoluten Lachen zu versinken.

Raven:
„„Hhmm was lacht ihr denn? Hattet ihr noch nie ein Girl oder einen Boyfriend? Oder verwundert euch das Alter? Nun auf alten Schiffen lernt man segeln und ich finde es geil, wenn die Löcher bereits schon abgenutzt und knusprig sind. Nyam!"“

…und damit hat es Raven von jetzt auf gleich mit nur einem Versuch direkt geschafft, dass sämtliches Gelächter hier im Raum sofort wieder verstummt ist. Stattdessen wirken nun die Gesichter der 3, als müssten sie sich gleich übergeben und als würden sie gerade Bilder in ihren Köpfen sehen, die der einzig wahren Hölle gleichkommen und die man am liebsten so schnell wie möglich wieder vergessen möchte. Eben war es noch witzig, aber jetzt hat es Raven geschafft, den ganzen Spaß zu einem abartigen Bild zu formen, das man einfach nur noch gelöscht haben möchte. Aber muss man auch sagen, dass er es von jetzt auf gleich, ohne auch nur überhaupt lauter werden zu müssen, geschafft hat, sich wieder seinen Ernst in die Situation zurück zu erkämpfen. Die Kamera fährt auf die 3 Schüler und zeigt uns deren Reaktion.

Kid Lykos: ’„Das... ist ja abartig!“

Izzy Moreno
"Oh Gott ..."

Leva Bates: „Okay das war jetzt echt nicht nötig!“

Paul Heyman hält das Mikrofon fest umklammert, hebt es langsam an und setzt mit einem übertrieben tiefen Atemzug an. Er dreht sich leicht zur Hardcam, die Schweißperlen auf seiner Stirn glänzen im Scheinwerferlicht, während die Fans ihn mit Buhrufen überschütten. Doch Heyman lächelt. Es ist dieses selbstgefällige Lächeln, das sofort signalisiert. Er genießt jeden einzelnen Tropfen Hass.

Raven:
„„Was ist denn los bei euch? Wisst ihr nicht, dass wir über 60-Jährigen auch noch sehr gerne sexuell aktiv sein wollen? Jetzt hab ich endlich einen Engel gefunden, der an meiner kräftigen Johnsonville-Wurst herumkaut und ihr findet das komisch?““

Die Johnsonville ist eine Rostbratwurst aus Amerika, die Raven hier als Vergleich mit etwas ganz anderem dienen sollte, was Kenny Omegas Oma in den Mund nimmt. Das macht die Bilderhölle, die die Leser gerade im Kopf haben, nicht besser. Man kann selbst mehrere Fans in der Halle hören, die gerade verzweifelt versuchen, nicht solche Bilder in den Kopf zu bekommen, aber diese Versuche sind wohl vergeblich. Die Kamera zoomt erneut mitten auf Ravens Gesicht und man erkennt, dass er der ganzen Situation tatsächlich einiges an Humor herausnehmen konnte. Aber auf die unschöne Art für die anderen 3. Er hat den gesamten Spieß quasi mit Leichtigkeit umdrehen können. Der Telegrammbote hält den Umschlag, aus welchem er gerade eben vorgelesen hatte, noch immer mit übertriebener Ernsthaftigkeit in den Händen, als hätte er gerade eine königliche Botschaft überbracht. Doch bevor Raven auch eine Antwort an den kleinen Mann geben kann, öffnet sich hinter ihm die Tür des Raumes erneut und zwar ziemlich hastig. Die Tür fliegt beinahe gegen die Wand, so schnell wird sie aufgestoßen und sofort zucken Izzy, Leva und selbst Kid Lykos leicht zusammen. Der Telegrammbote verstummt mitten in seiner Pose. Und Raven? Der schließt einfach nur für einen kurzen Moment die Augen, doch auch er kann definitiv nicht wissen, wer das ist, der gerade durch die Tür kommt... das ist... der Lariat God DJ Hyde!

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Die Indylegende aus Amerika DJ Hyde, die besonders dafür bekannt ist, dass er der Besitzer der amerikanischen Indyliga Combat Zone Wrestling ist. Groß und breit gebaut stampft diese rohe, beinahe einschüchternde Präsenz eines Mannes, der aussieht, als hätte er sein gesamtes Leben in heruntergekommenen Hallen voller Blut, Schweiß und Stacheldraht verbracht, in den Raum und schon allein seine Anwesenheit verändert sofort die Atmosphäre hier. Keine verspielte Absurdität mehr. Kein Kichern. Nicht einmal Leva scheint noch zu wissen, ob sie überhaupt weiter lachen darf. DJ Hyde bleibt einen Moment direkt im Türrahmen stehen. Sein Blick wandert langsam durch den Raum. Erst zu den Schülern. Dann zu dem Telegrammboten. Und schließlich direkt zu Raven. Eine unangenehme Stille entsteht. Selbst die dumpfen Geräusche der Arena wirken plötzlich weiter entfernt. Der Telegrammbote räuspert sich vorsichtig und hebt den Umschlag wieder leicht an, als wolle er noch irgendetwas sagen, doch DJ Hyde wirft ihm bloß einen kurzen Blick zu und allein dieser Blick reicht aus, damit der arme Mann sofort wieder verstummt. Raven hingegen bewegt sich keinen Zentimeter. Seine Arme bleiben verschränkt, während er DJ Hyde einfach nur ansieht. Zwei Männer, die wirken, als würden sie sich seit Jahren kennen… und gleichzeitig jederzeit bereit sein, sich gegenseitig den Schädel einzuschlagen. Langsam tritt DJ Hyde schließlich vollständig in den Raum hinein. Die Tür fällt hinter ihm dumpf ins Schloss. Seine schweren Schritte hallen über den Boden, während sein Blick weiterhin fest auf Raven liegt. Und erst jetzt… beginnt sich langsam ein leichtes Grinsen auf seinem Gesicht zu bilden.

DJ. Hyde: Hey, Sie müssen Raven sein! Ich habe schon viel von Ihnen gehört! Schade, dass wir uns erst jetzt mal treffen.

Nur wenige Fans in der Halle sind hier lauthals am Schreien. Sehr viele bleiben eher still, weil der Name DJ Hyde nicht jedem etwas sagt. Wrestlerisch ist er auch bis auf Hardcore-Deathmatches jetzt nicht unbedingt der größte Stern am Ringhimmel, aber man muss sagen, war er derjenige, der die CZW gerettet, aber auch stark verändert hat. Seit seiner Übernahme wird der Fokus nicht mehr sooo extrem auf Deathmatch-Wrestling gelegt, sondern ist etwas schwächer geworden, aber dadurch blieb die Liga auch am Leben. Aber die Frage, die sich hier nun stellt, ist... was will er hier?

DJ. Hyde: Ich bin der ehemalige Trainer von Strickland! Ich war heute hier in der Nähe und habe mir gedacht, dass ich meinem ehemaligen Schüler mal zuschaue, wie er sich so gemausert hat. Und dabei hörte ich, dass nun Sie sein Lehrer sind. Also was halten Sie von ihm? Er ist doch großartig, nicht wahr?

Bitte was? DJ Hyde war der Trainer von Swerfed Strickland? Nun, das könnte durchaus sein, da der junge Strickland seine Karriere relativ schnell in der CZW begann. Aber das müsste auch heißen, dass der Besitzer dieser Liga seine Schüler selbst trainiert? Unfassbar, was DJ Hyde für ein Mann ist. Raven hingegen scheint weniger beeindruckt davon zu sein. Im Gegenteil, er wirkt eher ein wenig angepisst!

Raven:
„„Das könnten Sie auch ganz einfach von den Zuschauertribünen dort draußen in der Halle. Ich denke mal, von da sieht man die Matches wesentlich besser als hier backstage, meinen Sie nicht?““

Nun ja... damit hat Raven natürlich recht, aber wenn man schon die Möglichkeit hat, backstage bei einer C2C-Show zu sein, dann nimmt man diese natürlich an. Und außerdem hat Hyde somit auch die Möglichkeit, seinen ehemaligen Schüler zu treffen und mit ihm einige Worte auszutauschen. Und diese sollten schneller kommen, als man es erwartet hätte. Denn noch bevor Hyde überhaupt eine Antwort auf diese ziemlich schnippige Aussage Ravens bringen kann, geht abermals die Tür zu dem Raum auf und es tritt eine weitere Person hinein.

Strickland: „Argh, was ist das denn für eine Versammlung hier?“

Das ist Strickland, der gerade zurück von seinem Match kommt!

DJ. Hyde: Na sieh mal einer an, wer da ist?

Strickland: „Hyde? Hyde, was machst du denn hier? Wow, komm her, schlag ein!“

Eben noch komplett niedergeschlagen voller Schmerzen durch das Match gerade eben, welches Strickland leider verloren hat, und jetzt scheint er wie ein kleines glückliches Kindlein zu sein. Sofort schlägt er mit dem Lariat God ein und die beiden umarmen sich, als wären sie zwei alte Freunde, die sich seit mehreren Jahren nicht mehr gesehen haben... was ja auch teils so ist. Doch dann zuckt Strickland doch etwas zusammen und muss sich etwas nach vorne beugen.

Strickland: „Aarrgghh... sorry... ich glaub, ich hab mir ein paar Rippen geprellt oder so. Ich hab leider das Match verloren... tut mir leid, Raven!“

Das stimmt wohl. Strickland hat sich zwar gut gegen den Dog geschlagen, wurde aber am Ende von einem bestialischen Spear weggeschlagen und besiegt. Klar liegen die Chants der Fans weiterhin hinter dem Trainee des Performance Centers, aber diese Niederlage war schon unschön anzusehen. Aus diesem Grund wurde Breakker wohl sofort gesigned, während Strickland nur einen Azubivertrag bekam. Doch ist das doch alles nicht so schlimm. Sofort kommt sein alter Trainer nach vorne und spricht ihm ein paar freundliche Worte zu, um ihn aufzumuntern... etwas, was Raven wohl niemals tun würde.

DJ. Hyde: Ach hey, Swerfed, du hast dein Bestes gegeben. Niederlagen gehören dazu! Das war nicht deine Schuld!

Raven:
„„Stimmt, wenn dann war's ja wohl meine Schuld, da ich Sie nicht gut genug trainiert habe, was?““

Zwei Männer, die 1 zu 1 dasselbe tun und jüngeren Talenten Wrestling beibringen und trotzdem sind sie so abnormal verschieden? Hyde ist fürsorglich, interessiert sich für Swerfed und duzt ihn sogar, während Raven ihn immer nur stichelt, einen Scheiß um ihn gibt, ihn scheiße behandelt und siezt. Vielleicht sollte Bayley versuchen, Hyde als Trainer einzustellen. Damit könnte hier bestimmt einiges besser laufen.

DJ. Hyde: Das stimmt doch gar nicht. Hey Swerfed, weißt du, dass die Männer bei mir in der Liga alle immer nach dir fragen? Sie vermissen dich ziemlich hart!

Strickland: „Haha cool, wie ist es so? Wie läuft die Liga? Ich hoffe doch gut!“

Raven:
„„Aahh, was für ein entzückendes Wiedersehen. Gleich zwei romantische Begebenheiten hintereinander. Es ist fast, als wäre heute Valentinstag. Ich denke, ich lass euch beide dann mal alleine über vergangene Tage sprechen. Ihr Match ist ohnehin vorbei, Sie können in den Feierabend... Swerfed!““

Und damit verschwindet Raven aus dem Raum und lässt seine Schüler wieder alleine zurück... nun und den Telegrammboten, aber der ist nur noch ein Uwe und ist auch mit dabei. Viel interessanter ist es doch, wie Raven hier reagiert hat. Wie als... als empfindet er Hydes Auftreten hier wie eine starke Konkurrenz, gegen die er nichts entgegenwirken kann, wie als würde er sich verletzlich fühlen. Und vor allem... was sollte das „Swerfed“? Raven hat Strickland noch nie mit Vornamen angesprochen! Das passt gar nicht zu ihm! Das kann noch eine interessante Geschichte werden hier! Wir dürfen gespannt sein, wie das Ganze weitergehen wird.

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Immer wieder fasste sich Tiffany an den Hinterkopf und untersuchte anschließend ihre Hand, ob daran noch Blut saß. Mit einer Mischung aus Wut und Besorgnis, sitzt sie auf einer Krankenhaus-Liege. Ihr blondes Haar ist am Hinterkopf Blutverschmiert. Die Attacke von Kali hat also gesessen. Mit letzten Kräften verteidigte Stratton ihren Title gegen Evie, merkte aber im Match schon, dass es ihr nicht gut ging. Schnell war klar, dass eine Untersuchung her musste. Und so suchte die Millionärstochter nach dem Match sofort ein Krankenhaus auf. Während das Buff Barbie Doll auf einen Arzt wartet, nimmt sie diese Bilder selbst auf. Das Smartphone hält sie so, dass sie sich selbst aufnehmen kann, bewirkt aber, dass das Bild leicht ruckelt.

Tiffany Stratton:
”Ups, da hat Liv Morgan wohl ihr wahres Gesicht gezeigt. Seit Monaten wird MIR vorgeworfen, dass ich zu hart war. Mit allen Mitteln kämpfe, um an mein Ziel zu kommen. Aber wer…macht das nicht? Wir alle suchen unsere Vorteile…”

Nun ja…Stratton würde jetzt sagen, dass sie einfach ihre Ellenbogen ausgefahren hat, um nach ganz oben zu kommen. Man musste das einfach. Das Business ist hart. Nichts wird einem geschenkt. Warum auch? Tiffany ist jedoch der Meinung, dass sie den Platz an der Sonne trotzdem verdient hat.
Hier, bei ihrer Selbstaufnahme, wirkt sie gefasst und sehr ernst.

Tiffany Stratton:
"Aber ich…ich stehe dazu. Ich habe Gründe dafür, um meine Ellenbogen auszufahren. Ich habe mich damit nach ganz oben gekämpft. Aber Liv? Welche Berechtigung hat sie, um mich zu attackieren?”

Ja, das Rich Girl weiß, dass es Liv gibt, aber auch Kali. Zwei Persönlichkeiten, die sich einen Körper teilen. Doch warum sollte Tiffany hier einen Unterschied machen? Fakt ist, dass sie Liv geschlagen hat. Ob nun mit oder ohne ihr zweites Ich. Und damit hat sich Stratton durchgesetzt. Die Attacke von Kali war unbegründet.
Wartend auf den Arzt, rollt Tiffany mit ihren haselnussbraunen Augen.

Tiffany Stratton:
”Heute kann ich deshalb aber deshalb nicht bei euch sein. Ihr dürft euch dann mit langweiligen Matches beschäftigen. Ohne den Star of the Show! The Center of the Universe! Women's World Championesse…”

Kurz macht sie eine Pause. Dies aber mit einem bestimmten Zweck. Leicht quietschend, holt sie Luft und schaut leicht nach oben. Ihre Hand fliegt nach oben und gleitet durch die Luft, als wenn dort ein unsichtbares Schild hängen würde.

Tiffany Stratton:
"…Tiffany Epiphany!”

Betont sie sehr genau und schaut dann wieder in Richtung der Kamera. Natürlich wackelt diese dabei ungewohnt oft. Aber die Blondine gibt sich Mühe, damit es so wenig wie möglich wackelt. Ihr Blick wirkt nun aber wütender. Gefallen lassen will sie es sich nicht, dass Morgan sie niedergestreckt hatte. Immerhin hätte sie dadurch auch ihr Match verlieren können.

Tiffany Stratton:
"Liv! Ich werde mit revanchieren! Mir ist egal, wer du gerade bist. Was Du bist, weiß ich sehr wohl…ein kleines Opfer! Also bis bald…Toodles!”

Sagt sie und beendet dann die Aufnahme, weil im Hintergrund ein Arzt in den Raum kommt. Die schnelle Verabschiedung ist genau deshalb geschuldet. Damit wird dann auch direkt weitergegeben.

[Bild: das.jpg]

MATCH 2
SINGLES MATCH
Alex Windsor (/w Samantha Smart & Kris Statlander) vs. Trish Stratus

[Bild: alextrish.png]
Writer: Alex / Andrea

Nach einer Werbepause stehen beide Damen bereits im Ring.

Warnung! Spoiler!
Alex Windsor gewinnt via Pinfall nach (10:35 Min)

Während des Matches kam es vermehrt zu Eingriffen von Kris Statlander, während Samantha Smart den Referee abgelenkt hatte. Trish konnte auch ihren Chick Kick erfolgreich durchbringen, doch auch hier ist es der WDI gelungen den Sieg der Kanadierin abzuwenden. Kris Statlander verhindert zum Schluss des Matches noch, dass Trish Stratus den Stratusfaction erfolgreich durchbringen kann. Zum Schluss gelingt es Alex Windsor den Rivertain Driver auszuführen und Trish Stratus erfolgreich zu pinnen.

Here is your winner by pinfall: ALEEEEX WIIIINDSOOOOR!

Das Match ist vorbei. Doch scheinbar sind Alex Windsor und Kris Statlander noch längst nicht mit Trish Stratus fertig. Die WDI will hier wohl ein Exempel statuieren und wieder einmal zeigen, dass sie die dominante Kraft der Coast2Coast Women's Division sind. Auch Samantha Smart hat den Ring betreten. Kris Statlander schnappt sich Trish Stratus und hält sie fest, während sich Samantha Smart ein Mikrofon schnappt und sich dann direkt vor der Kanadierin platziert.

[Bild: Smart06.png]

SAMANTHA SMART
» Trish! Trish! Trish! Warum kommt ihr sogenannten Ikonen und Legenden immer und immer wieder hierher zurück, hm? Wann wird euch endlich klar, dass ihr mit der New Generation of C2C Talents nicht mehr mithalten könnt? Eure Zeit ist vorbei! Frauen wie Alex Windsor und Kris Statlander sind jetzt am Zug. Also tut euch selbst und diesen Fans einen Gefallen und bleibt endlich Zuhause. Glaubt mir, das ist besser für euch und tut euch weniger weh. Da ich allerdings bezweifle, dass ihr es in euren dummen Schädel bekommt, müssen wir euch zeigen, dass wir es ernst meinen. Alex?! Kris?! Wenn ich darum bitten darf. «


Dann schlägt Alex Windsor auf Trish Stratus ein, die keine Chance hat sich irgendwie zur Wehr zu setzen, weil sie immer noch von Kris Statlander festgehalten wird. Und Kris ist ihr kräftemäßig durchaus überlegen. Nach einer Weile lässt Kris Trish los und prügelt ebenfalls auf die Kanadierin ein. Samantha Smart steht mit einem breiten Grinsen daneben. Das Publikum buht die drei Damen lautstark aus.

Pat McAfee: "Die WDI setzt hier ein eindeutiges Statement. Sie sind nicht bereit sich ihr Spotlight von irgendwelchen ehemaligen Topstars wegnehmen zu lassen."
Cathy Kelley: "Das ist doch lächerlich. Die Drei können froh sein, wenn sie zusammen mal halb so viele Erfolge sammeln wie eine Trish Stratus. Irgendjemand muss das stoppen!"
Wade Barrett: "Trish Stratus ist dieser Übermacht nicht gewachsen. Ganz egal was für eine großartige Athletin sie mal war oder ist."



Synchron drehen sich alle WDI Köpfe zur Stage, als auf einmal die Theme von Thekla ertönt. Da wird Trish Stratus mit einem Mal uninteressant. In der Halle schreien die Fans, aber vermutlich mehr, weil jemand der Kanadierin zur Hilfe kommt. Die Toxic Spider, gekleidet in schwarzer Lederhose, Boots und weißem Shirt, stolziert auf die Stage. In ihren Händen ein Baseball Schläger. Diesen sieht sie mit "verliebten" Augen an und schwingt diesen durch die Luft. Bis sie den Schläger dann als Verlängerung ihres Armes ansieht und damit auf den Ring deutet. Oder besser gesagt auf Samantha Smart, Kris Statlander und Alex Windsor. Nein, Thekla hat nicht vergessen, was im Wembley Stadion passiert ist und dass Windsor ihr das Match gegen Stat gekostet hat. Ob jetzt die erste Phase ihrer Rache eingeleitet wird. Ohne weiteres spurtet die Blonde los und slidet am Ring unter den Seilen hindurch. Die WDI zieht sich geschlossen zurück...gerade noch rechtzeitig, bevor eine von ihnen von Thekla getroffen wird. Zwar springt die Österreicherin ihnen noch hinterher und holt einmal mit dem Schläger aus. Aber sie trifft niemanden mehr. Smart, Statlander und Windsor sammeln sich außerhalb des Ringes wieder und treten geschlossen den Rückzug an. Thekla stellt ein Bein auf das unterste Seil und sieht ihren Feindinnen mit einem gehässigen Grinsen hinterher. Dabei ruft sie den Frauen noch ein paar unschöne Worte entgegen und Drohungen, dass man sich bald wieder sehen wird. Als die WDI weit genug entfernt ist, dreht sich die Blonde um...und steht auf einmal Trish Stratus gegenüber. Die Legende hat sich ein wenig vom überfallartigen Angriff nach dem Match erholt und steht ihrer Retterin gegenüber. Zwar hält sich die Kanadierin mit einer Hand den Kopf und hat beim Atmen Schmerzen...aber dennoch zwingt sie sich zu einem Lächeln durch und nickt der Spider zu. Die freie Hand wird zum Handshake ausgestreckt. Thekla, die den Schläger locker auf ihrer linken Schulter hält, sieht die Hand an, hebt ihrer eigene an...und zeigt Stratus den Mittelfinger!

THEKLA: That wasn't for you, you old, dumb Bitch!

Nein, Trish ist der Österreicherin scheißegal. Sie wollte einfach nur der WDI in die Suppe spucken und klar machen, dass diese nun von ihr gejagt werden. Trish schüttelt nur enttäuscht den Kopf, während die Toxic Spider grinsend den Ring wieder verlässt.

Pat McAfee: "Thekla scheint kein Fan von Trish zu sein. Sie hat ihr nicht aus Gefälligkeit geholfen, sondern sie wollte nur Statlander, Smart und Windsor in die Finger bekommen."
Cathy Kelley: "Denen ist aber die erfolgreiche Flucht gelungen. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass Thekla weiter Jagd auf sie macht."
Wade Barrett: "Jagd?! Sorry, aber noch steht es hier 3 gegen 1. Thekla sollte die Sache cleverer angehen, statt einfach blind auf sie loszustürmen. Das kann schnell nach hinten losgehen."

[Bild: 4.jpg]



Die Entrance-Theme von Rhea Ripley ertönt und lauter Jubel bricht in der Arena aus. Scheinbar hat die Australierin nach ihrer Schlacht gegen Bayley bei Battle Coliseum VII wieder einige Sympathien beim Publikum zurückgewonnen. Dieses Match kann man auch nur als "Schlacht" bezeichnen. Es ist viel Blut geflossen und beide Kontrahentinnen haben Verletzungen davongetragen. Dies wird nochmal deutlich als Rhea Ripley auf der Stage erscheint. Sie trägt eine Sonnenbrille um das blaue Auge zu verbergen. Auf ihrer Stirn klebt ein riesiges Pflaster. Und um ihr linkes Knie trägt sie eine Schiene, die ihren Gang stabilisieren soll. Obwohl sie so mitgenommen ist, scheint die Australierin bei guter Laune zu sein. Mit einem leichten Grinsen in ihrem Mundwinkel humpelt sie die Stage herunter zum Ring.

Matthew Rehwoldt: "Ladies and Gentlemen! Please welcome ... RHEEEEAAAA RIIIIPLEEEEY!"

Die Australierin geht langsam um den Ring und lässt am Kommentatorenpult ein Mikrofon geben. Sie tauscht mit den Kommentatoren noch einige Worte aus. Vor allem bei Cathy Kelley verweilt sie etwas länger. Pat McAfee applaudiert The Eradicator lautstark zu. Rhea nimmt dies zur Kenntnis und humpelt dann langsam die Treppe hinauf und betritt den Ring. Dort präsentiert sie sich dem Publikum in der Arena und den Fans vor den Bildschirmen. Dann verstummt ihre Theme allmählich und die Australierin bleibt in der Mitte des Rings stehen.

[Bild: Rhea011.png]

Es folgen lautstarke Reaktionen von den Rängen. Viel Jubel, aber auch nicht zu überhörende Buhrufe. Für Rhea mehr als ein einfacher Beweis, dass sie immer noch wichtig genug in dieser Company ist. Die Fans reagieren auf sie. Sie nehmen sie wahr. Und einige würden ihr sogar aus der Hand fressen. Langsam erhebt Rhea das Mikrofon und führt es zu ihrem Mund.

RHEA RIPLEY
» Now you notice me again, do ya? «


Rhea stellt diese Frage in den Raum, als ob man sie die ganze Zeit nicht mehr wahrgenommen hat. Dabei ist sie all die Jahre eine feste Größe bei Coast2Coast Wrestling gewesen. Für die Fans ist schon immer DIE Rhea gewesen. Einzig und allein die General Managerin dieser Company hat sie in Frage gestellt.

RHEA RIPLEY
» Bei Battle Coliseum VII haben sich zwei Frauen eine Schlacht geliefert wie es sie schon seit langem nicht mehr in dieser Company gegeben hat. Wie man es von mir erwarten darf, habe ich alles in dieses Match hineingeworfen. Und ich denke, ich kann behaupten, dass auch meine Gegnerin das getan hat. Ich meine, seht mich nur an! Dieses Match hat vermutlich wieder einige Monate, vielleicht sogar Jahre, meiner Karriere gekostet. Aber das war es mir definitiv wert. Nach allem was ich mir in den letzten Wochen und Monaten anhören musste, war es an der Zeit wieder ein Statement zu setzen und zu zeigen, dass ich - egal ob Titel oder nicht - die unangefochtene Nummer eins der Coast2Coast Women's Division bin. Ich hoffe, dass du das jetzt endlich auch eingesehen hast, Bayley. Ich bin zu allem bereit. Ich treibe mich und meine Gegnerinnen immer an die Grenze. Und wenn es sein muss auch darüber hinaus. Ich denke, jetzt sollte dir und allen anderen hier klar sein, was es bedeutet, wenn man es sich mit Rhea Ripley verscherzt. Wenn du mir jetzt immer noch nich den Respekt zollst, den ich verdiene; wenn zwei Schläge mit dem Hammer noch nicht genug waren; wenn dir diese Tracht Prügel nicht die Augen geöffnet haben, zu was ich fähig bin; solltest du immer noch an mir zweifeln, dann bin ich jederzeit bereit erneut gegen dich in den Ring zu steigen. Anyplace! Anytime! «


Sie macht eine kurze Pause und humpelt leicht auf und ab. Man kann deutlich sehen, dass dieses Match Rhea Ripley einiges abverlangt hat. Sie wird wohl keine längere Pause benötigen, aber es dürfte wohl zwei bis drei Wochen dauern bevor sie wieder in den Ring steigen kann.

RHEA RIPLEY
» Bayley, bei Battle Coliseum warst du endlich wieder du selbst. Du hast gezeigt, dass du es immer noch drauf hast. Du hast wirklich alles getan um mich zu besiegen. Du hast es geschafft, dass ich dich wieder ein Stück weit mehr respektieren kann. Als Kämpferin wohlgemerkt. Nicht als General Managerin. Doch letzten Endes war alles umsonst. Du konntest den Job nicht erledigen. Am Ende bin ich diejenige, die noch steht. Ich habe das Match gewonnen, in dem so vieles gegen mich gelaufen. Eine Ringrichterin, die aus irgendeinem Grund nicht wollte, dass ich dieses Match gewinne. Die Tatsache, dass man keine Ersatz-Ringrichterin geschickt hat als sie benötigt wurde bzw. so lange gewartet hat, um einen Ersatz zu schicken. Eine Fallon Henley, die sich scheinbar sehr nach meiner Nähe und Aufmerksamkeit sehnt und sich in meine Angelegenheiten mischen muss. All DAS konnte nicht verhindern, dass ich Battle Coliseum als Gewinnerin verlassen habe. «


Rhea Ripley entledigt sich nun ihrer Sonnenbrille und blickt in die Kamera, während das Publikum sie mit einigen Sprechchören feiert.

Pat McAfee: "Ich bin mal gespannt wie Bayley diese Art der Manipulation rechtfertigen möchte. Sie hat ganz klar von Anfang an versucht den Matchausgang zu beeinflussen."
Cathy Kelley: "Du hast doch selbst gesehen, dass sie das Verhalten von Jessika Carr noch während des Matches unterbunden hat. Ich bin sicher, dass sie auch nach dem Match nochmal mit ihr geredet hat."
Wade Barrett: "Was auch immer Bayley deswegen tat oder tun wird, ich glaube kaum, dass Rhea Ripley das einfach so auf sich beruhen lässt. Man hat gesehen wie nachtragend sie sein kann."

[Bild: Rhea013.png]

RHEA RIPLEY
» Weil es an meinem erwarteten Sieg nicht geändert hat, so glaube ich dir mal, dass du in Sachen Ringrichterin nichts damit zu tun hattest, Bayley. Aber das bedeutet nicht, dass ich das so einfach auf mir sitzen lassen. Entweder du tust etwas dagegen oder ich werde sie bestrafen. Also, Jessika Carr, ich werde dich im Auge behalten. Du hast nicht nur versucht dieses Match zu manipulieren. Du hast auch versucht mich zu verarschen und mich um den Sieg zu bringen. Es ist mir egal, dass du nur eine Ringrichterin bist. Gerade von euch wird erwartet, dass ihr nach den Spielregeln spielt. Du hast dieses Bett gemacht, jetzt wirst du darin schlafen. Niemand legt sich mit mir an und kommt dann ungestraft davon. Ich verspreche dir, die Gerechtigkeit wird auch dich einholen. «


Das hört sich nicht gut an. Vor allem wenn man Ringrichterin ist und Jessika Carr heißt. Vielleicht stand sie unter enormen Druck. Vielleicht hat Bayley sie manipuliert. Es gibt einige Gründe, warum sie so gehandelt haben könnte wie sie dies tat. Es ist aber anzunehmen, dass eine Rhea Ripley keinen davon als Entschuldigung akzeptieren wird. Plötzlich legt sich ein überhebliches und fiesen Grinsen über die Lippen der Australierin.

RHEA RIPLEY
» Habe ich noch jemanden vergessen? Ach ja, richtig! Da wäre ja noch Fallon Henley. Well, I know something you don't ... yet! «


Mit diesen Worten lässt Rhea das Mikrofon fallen und verlässt unter ihrem Theme und großer Mühe den Ring. Sie mag zwar nicht fit sein, doch das hindert sie nicht daran sich nicht schon das nächste Opfer herauszusuchen und mit diesem Kopfspielchen zu spielen. Langsam geht Rhea Ripley wieder die Rampe zur Stage hinauf. Dort bleibt sie kurz stehen und dreht sich nochmal mit einem Grinsen zum Publikum. Dann verschwindet sie hinter dem Vorhang.

Pat McAfee: "Ein recht kurzer Auftritt von Rhea. Aber das kann man ihr auch nicht verdenken. Die Fans sollten froh sein, dass sie in ihrem Zustand überhaupt hier ist. Sie ist eben eine wahre Kämpferin und sie hat auch nicht vor lange zu ruhen. Sie scheint bereits darauf zu warten, dass sie Fallon Henley ihre heimtückische Aktion heimzahlen kann."
Cathy Kelley: "Heimtückisch? Rhea hat ihr zuvor das Match gekostet. Es war nur logisch, dass sie sich daraufhin revanchiert. Allerdings bereitet etwas mir ein wenig Sorgen. Was genau weiß Rhea jetzt schon, was Fallon noch nicht weiß?"
Wade Barrett: "Keine Ahnung, Cathy! Aber ich bin mir sicher, dass Rhea irgendwas im Schild führt. Sie wirkt so als hätte sie sich bestens für eine Konfrontation mit Fallon Henley gewappnet."

[Bild: 151.jpg]

Endlich war es soweit. Das erste Match für Maxxine Dupri. Gegnerin ist Tessa Blanchard. Eine Frau mit Charakter. Mit Stil. Und sicherlich nicht einfach zu schlagen. Ihre Gegnerin will sich beweisen, hat nichts zu verlieren. Max schon. Die Blondine und Schwester von LA Knight will sich einen Platz in der c2c einnehmen und vielleicht sogar in Lauerstellung treten, wenn es um den Shine Title geht.
Ihr Herz pochte schnell, als sie in der Gorilla Position auf und ab ging. Sie war aufgeregt. Seeehr aufgeregt. Ihre Atmung wurde schneller und immer wieder schaute sie an sich herunter, ob ihr Ring-Gear saß. Im Kopf ging sie ihr Moveset durch…war sie tatsächlich schon bereit? Dieses Match muss sitzen.

Maxxine Dupri:
”Ich muss es einfach schaffen! Ich muss…”

Sagt sie immer wieder. Natürlich ist es ein riesiger Schritt für sie. Ein Match vor dieser großartigen Kulisse. Viele Augen, die darauf schauen, was sie anzubieten hat. Ist Dupri große Konkurrenz? Tief atmet sie ein und presst die ganze Luft wieder aus den Lungen. Anschließend dreht sie sich um und steht vor jemanden ganz besonderen.

Maxxine Dupri:
”Nanu?!”

Ja, LA Knight ist rechtzeitig da, bevor Maxxine zum Ring muss. Obwohl er sich vorher die Zeit genommen hat, um sich nochmal mit Jey Uso anzulegen, kann und will er sich dieses Match nicht entgehen lassen. Mit einem sanften, kaum sichtbaren Lächeln auf den Lippen mustert er seine Schwester und nickt ihr zu. Jap, sie wirkt wie eine wachechte Wrestlerin auf ihn.

LA Knight: Und wie fühlst du dich? Bereit gegen Blanchard in den Ring zu steigen? Denke auch an alles, was wir in den letzten Tagen so besprochen haben, ja?

Natürlich hatte der Megastar sie bei den Vorbereitungen unterstützt. Da er nicht nur einige Jahre älter ist als sie, sondern auch dementsprechend mehr Erfahrung hat, hat er sich das Recht herausgenommen Dupri dementsprechende Tipps zu geben. Knight hofft, dass sie sich an diese halten wird.
Beim auf und abgehen nickt Maxxine wild. Ja, natürlich will sie daran denken. Aber beim laufenden Match war es eben schwer. Die Situationen konnte man nicht planen und das macht die Blondine nervös.

Maxxine Dupri:
”Im Kopf ist alles gespeichert. Aber in den richtigen Situationen einsetzen...woran merke ich das?"

Vermutlich Erfahrung, was sie nicht hat. Max muss sich also instinktiv wehren. Die richtigen Moves finden. Die gegnerischen Attacken abwehren.

Maxxine Dupri:
”Ich muss wohl auf meine Chance warten. Egal wie lange es dauert. Und ruhig bleiben."

LA Knight: Naja, das lernt man nach und nach. Also...Erfahrung!

Da bestätigt der Dunkelhaarige die Vermutung. Aber so ist es eben. Auch wenn er ihr eben Tipps geben konnte Es gibt keine Schablone oder Blaupause, die man auswendig lernen kann und dann sofort jeder einzelne Situation und wie man darauf antwortet gewachsen ist. Da musste er durch und da muss auch Max. Doch das wird sie schon schaffen, davon ist ihr Bruder überzeugt.

LA Knight: Es klingt jetzt sicher doof...aber du wirst ein Gefühl dafür entwickeln, wann du dich wie verhalten musst. Gerade heute wirst du einiges einstecken müssen. Tessa ist sehr erfahren...aber lass dich davon nicht verunsichern, ja? Wie du es schon angesprochen hast, musst du auf den richtigen Moment und deine Chance warten. Das schaffst du, ich glaube an dich!

Sanft lächelnd, wie man den Megastar eher selten sieht, legt er vorsichtig beide Hände auf die Schultern der Blondine und sieht ihr eindringlich in die Augen. Kurz vor dem Match kann er nicht mehr viel machen. Außer ihr die Unruhe nehmen...so gut es eben geht.

LA Knight: Hey, du bist gut, du hast Talent und wirst es noch weit bringen, wenn du am Ball bleibst. Aber wenn heute noch nicht alles klapp wie du es dir vorstellst, ist das noch nicht das Ende des Wegs! Du bist schon jetzt eine Gewinnerin, alleine weil du es hierher geschafft hast. Nicht weil ich dein Bruder bin! Sondern weil du den Willen und die harte Arbeit dafür aufgebracht hast.

Maxxine wusste, dass Knight Recht hatte. Aber im ersten Match stand man immer unter Druck. Natürlich will sie gewinnen. Zeigen, dass sie zurecht einen Vertrag in der c2c bekommen hat. Und gerade gegen einen "Gast-Kämpfer" darf sie nicht verlieren. Welchen Grund sollte man sonst haben, sie weiter zu beschäftigen und die Gegnerin nicht unter Vertrag zu nehmen? Abermals atmet sie tief ein und wieder aus. Sie schaut ihrem Bruder in die Augen und versucht sich dadurch zu beruhigen.

Maxxine Dupri:
”Ich darf einfach nicht viel zulassen. Aber zu passiv darf ich auch nicht sein, sonst kann ich auch nicht gewinnen."

Genau so sieht es wohl aus. Mit dem ehemaligen Eli Drake hatte sie einige Schwächen von Tessa Blanchard gesehen. Schwächen, die die Blondine ausnutzen möchte. Klar, ihre Gegnerin wird versuchen zu verhindern, dass Max die Schwächen gegen sie verwenden kann. Und Dupri war nunmal auch noch sehr angreifbar. Dieses Problem muss sie die nächsten Wochen immer weiter schließen. Und dabei wird sie auch sicherer werden.
Kurz schaut sie über die Schulter hinweg, zum Eingang in die Halle. Das hätte sie nicht machen dürfen, weil sie dadurch noch nervöser wird.

Maxxine Dupri:
”Ich weiß, ich weiß...das Match wird mir Möglichkeiten bieten. Ich muss sie nur erkennen."

Kaum ausgesprochen, kommt auch schon ein Worker auf die Beiden zu und gibt ein Zeichen. Heißt...es geht jetzt los. Maxxine nickt nur und versucht mit Atemübungen sich ein wenig zu beruhigen.

Maxxine Dupri:
”Okay, drück mir die Daumen!"

Mit der rechten Hand drückt er nach unten, als wolle er sie damit noch mehr beruhigen. Als der Worker kommt spürt er die extra Anspannung. Dennoch hat der ehemalige Eli Drake weiter Vertrauen in die Blonde. So zeigt er beide Daumen nach oben und nickt ihr sichtlich zu. Max kann sich darauf verlassen, dass ihr großer Bruder hinter den Kulissen zuschauen wird und für sie da ist...egal wie das Match ausgeht.

LA Knight: Auf jeden Fall, mache ich! Und jetzt geh' raus und zeige Tessa, dass eine Knight mehr auf dem Kasten hat als eine Blanchard.

Naja, Maxxine trägt jetzt nicht den Namen "Knight", weswegen der Vergleich holprig ist. Aber sie wird wohl dennoch wissen, was LA damit aussagen möchte. So lässt er sie dann auf jeden Fall gehen. Maxxine nickt nur und atmet nochmal tief ein und wieder aus. Dann dreht sie sich ab und geht zum Worker, der sie zum richtigen Zeitpunkt in die Halle schicken wird. Noch einmal schaut sie über die Schulter, ob ihr Bruder noch anwesend ist. Als sie ihn sieht, konnte sie die Anspannung noch ein wenig reduzieren.

[Bild: 8484.jpg]

MATCH 3
SINGLES MATCH
Maxxine Dupri vs. Tessa Blanchard

[Bild: maxxinetessa.png]
Writer: ???



Kaum ertönt die Theme von Maxxine Dupri, kommt diese auch schon auf die Stage. Ihr Ring-Gear, bestehend aus Sportsbra und passender Pants in Schwarz und Lila, wirkt sie bereit für ihre kommende Aufgabe. Kaum ein paar Meter gegangen lächelt die Blondine, wirft die Arme nach rechts und links und dreht sich einmal um die eigene Achse. Einen kurzen Stopp macht sie dabei, als sie mit dem Rücken zu den Fans steht und lächelt über die Schulter hinweg.
Kaum fertig gedreht, geht sie dann auch los Richtung Ring. Mit entschlossenem Blick, geht sie die Rampe hinunter und schlägt dort ein paar Hände ab, die ihr hingehalten werden.

Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring... from Phoenix, Arizona...MAXXIIINE DUUUPRIII!"

[Bild: maxent.png]

Kaum am Ring angekommen, geht sie zur Ringtreppe und geht diese hinauf. Zwischen dem untersten und mittleren Seil, entert sie das Innere. Mittig stellt sie sich auf, bevor sie, wo sie nochmals die Arme nach außen wirft und sich im Kreis dreht. Anschließend geht Maxxine in ihre Ecke und wartet bis das Match beginnt.



This Time I want it all schallt zunächste melantonisch aus den Boxen und geht dann zum Sprechgesang über. Es ist die Theme von La Unica Tessa Blanchard. Während Nebel auf die Stage gesprüht wird, kommt sie fast unauffällig…gekleidet in goldener Hot-Pants und goldendem ärmelloseTop...auf die Bühne. Ihre schwarezen Haare fallen glatt hinunter. Auf der Nase sitzt eine Sonnenbrille und in der Hand hält sie den goldenen Baseballschläger.
Mit dem Rücken stellt sie sich zu den Fans, welche sie mit lauten Pfiffen und Buh-Rufen empfangen. Blanchard ist alles andere als Beliebt, und das zeigen die Fans ihr auch. The Queen of the Carolinas dreht derweil nur den Kopf, zwinkert dem Publikum und schwingt ihren Allerwertesten von links nach rechts, bevor sie sich umdreht. Mit einem breiten Grinsen schreitet sie los…die Rampe hinab bis zum Ring. Dort angekommen slidet sie direkt in den Ring hinein und richtet sich auf. Dort breitet sie die Arme aus und präsentiert sich der Menge. Die Sonnenbrille zieht sie lässig von der Nase. Den Baseballschläger hält sie in der Hand, bis sie von außerhalb aufgefordert wird, diesen abzugeben. Natürlich wird dies mit lauten Anti-Chants kommentiert. Hier endet ihre Themen und sie stellt sich in eine Ringecke.

Warnung! Spoiler!
Maxxine Dupri gewinnt dieses Match nach dem sie Tessa Blanchard nach dem Straight Jacket Electric Chair Suplex Pin pinnen kann (6.01 Minutes)

Here is your winner by pinfall: MAXXXXINEEEE DUUUUUUPRIIIII!

[Bild: 5.jpg]

Pat McAfee: “Content de te revoir! Willkommen zurück zu C2C Live in Paris, Show Eins, nach Battle Coliseum in London und wir haben einiges aufzuarbeiten.”
Cathy Kelley: “So auch der dramatische Titelwechsel zwischen Becky Lynch und Skye Blue. Eingeleitet wurde das Chaos durch eine waghalsige Aktion von Seth Rollins.”
Wade Barrett: “Ich wusste nicht, dass ein Mensch so weit fliegen kann. Wow! Seth sprang über Becky und Skye hinweg, während sie die Brünette fest im Dis-Arm-Her hatte.”
Pat McAfee: “Glaubst du nicht, dass Dijak da nicht noch eingegriffen hätte? ”
Wade Barrett: “Wenn das von Dijak eine Finte war, wäre es ein genialer Move gewesen. Den letzten Endes hat es funktioniert.”
Cathy Kelley: “Schauen wir uns die Entstehung nochmal an…”

Zitat:”Entscheidende Szene des Tag Team Matches”

(...)Dijak auf dem Apron sah seine Partnerin in Not. Er machte Anstalten, illegal in den Ring zu steigen, um Skye zu helfen. Bewusste Hilfe oder nur reine Provokation seines Gegenübers? Ganz egal, denn es zeigte Wirkung. In diesem Augenblick rastete Seth Rollins komplett aus.
Er sprang über die Seile in den Ring, nahm Anlauf und flog regelrecht über Becky und Skye hinweg, um Dijak mit einem fulminanten Suicide Dive vom Apron zu fegen. Beide Männer krachten hart auf den Betonboden außerhalb des Rings.

[Bild: 684cde67b6fac5efe46031a9cbfcb53d8d8aa449.pnj]

Die Security und der Ringrichter schrien sofort, doch es war zu spät. Was folgte, war pure, ungezügelte Wut. Seth Rollins war wie von Sinnen. Er rammte Dijak mit voller Wucht gegen die Absperrung, schlug ihm mit harten Forearms ins Gesicht und schrie dabei unkontrolliert. Dijak antwortete mit brutaler Power! Er hob Seth hoch und warf ihn mit einem Powerslam auf den harten Hallenboden. Der Aufprall war so laut, dass die ersten Reihen zusammenzuckten.

Die Schlacht tobte weiter. Seth blutete inzwischen aus einer Platzwunde an der Stirn, doch das schien ihn nur noch mehr anzustacheln. Er schleuderte Dijak gegen die Stahlstufen, kletterte auf den Kommentatorentisch und sprang mit einem Diving High Knee auf den liegenden Hünen. Dijak konterte sogleich mit einem Big Boot, welcher Seth gegen den Ringpost krachen ließ. Beide Männer rollten sich über den Boden, tauschten schwere Schläge aus, krachten gegen Barrieren und rissen Kabel mit sich.

Die Emotionen kochten über. Die Menge war völlig außer sich. Einige jubelten, andere waren schockiert von der Intensität. Security versuchte einzugreifen, wurde aber von beiden Männern einfach zur Seite gestoßen. Die wilde Schlacht dauerte an, ein Chaos aus Fäusten, Körpern und unbändiger Wut, während im Ring das Schicksal des Titels entschieden wurde.

Es wird vielleicht die Szene des Abends sein, wie Seth Rollins in seiner blinden Wut über Skye und Becky hinweg flog und mit seinem Suicide Dive Dijak vom Apron holte. Nicht nur die Fans waren in heller Aufruhr, auch Becky konnte ihren Augen nicht trauen. Sie war so kurz davor, Skye zur Aufgabe zu zwingen… noch einmal legte sie alles hinein. Doch außerhalb des Ringes tobte das Chaos. Seth stürzte sich wie ein Wahnsinniger auf Dijak und deckte ihn, mit harten, unkontrollierten Schlägen ein. Die beiden Männer wälzten sich über den Boden, eine wilde, chaotische Schlacht fernab des Rings. In dem Moment löste Becky wie in Trance ihren Submission Move und ging voller Sorge und Entsetzen an die Seile.

BECKY LYNCH: „SETH… NEIN!… nicht schon wieder…“

Sie machte einen Schritt weiter an die Seile, die Hand ausgestreckt, als wollte sie ihn zurückholen. Genau in diesem Moment lauerte Skye Blue hinter ihr. Der Dark Phoenix hatte sich leise aufgerappelt, das irre Lächeln wieder im Gesicht. Sie wartete den perfekten Moment ab und nutzte ihn gnadenlos. Als Becky sich gerade wieder umdrehen wollte, sprang Skye von hinten auf sie zu, schlang die Beine um Beckys Körper und zog sie mit einem schnellen Roll-up zu Boden.

…1!

Becky versuchte sich zu wehren, doch Skye hatte die Beine fest verschränkt und hielt Beckys Schultern mit aller Kraft nach unten.

…2!

Becky strampelte verzweifelt, die Augen weit aufgerissen. Sie schaute panisch nach draußen zu Seth, der immer noch mit Dijak kämpfte und nichts von dem mitbekam, was im Ring passierte.

…3! AUS!

Noch einmal wurde die entscheidende Szene wiederholt. Skye Blue war weit entfernt von allen Seilen, in Becky Submission Move fixiert und wer ansatzweise diesen Griff kennt, weiß dass es nur eine Frage der Zeit gewesen wäre, bis sie abgeklopft hätte. Umso schmerzhafter, wie die Irin besorgt nach Seth sah und sich dann vorführen ließ. Perfekt ausgenutzt und ideal umgesetzt, um ihr den Titel auf ganz legale Weise zu entreißen. Doch damit war es noch nicht geschehen, denn das eigentliche Spektakel ereignete sich außerhalb des Ringes und ging noch Minuten weiter, als das Match bereits beendet war. Seth und Dijak verwickelten sich in einen unerbittlichen Kampf. Harte Schläge, wilde Tritte und Einsatz der Stahltreppe und Barrieren. Erst als eine Schar von Sicherheitskräften herbei eilte, konnte man die zwei Männer voneinander zerren. Die Ereignisse überschlagen sich und gipfelten schließlich Backstage auf privater und unschöner Ebene zwischen Becky und Seth. Lautstark schrien sie sich an, eine klatschende Ohrfeige und Worte, die beide eventuell bereits bereuten.

Sorgten die gezeigten Szenen bei den anwesenden Zuschauer bereits für Gesprächsstoff, verdunkelte sich der Innenraum der Arena erneut an diesem Abend. Angesichts der thematisierten Bilder, war es keine Überraschung, dass sich zumindest Becky Lynch nicht nehmen ließ, vor die Fans zu treten.

„THE MAN HAS COME AROUND.“

Wir befinden uns nicht mehr in Großbritannien, was becky gerade in den letzten Wochen viel Kraft gegeben hatte. Doch auch hier auf dem europäischen Festland ist die Irin ein gern gesehener Gast. Entsprechend warmherzig fällt der Empfang des Publikums aus, wenn auch nicht ganz so überwältigend wie 470 Kilometer weiter nördlich.



Auf der Stage materialisiert sich ihre Silhouette, bis schließlich Becky hervortritt. Ihre Schritte sind recht zögerlich. Ihre Augen, verborgen hinter einer großen Sonnenbrille, kann man nur erahnen, wie sie die Reihen taxiert. Doch das Publikum ist gnädig mit ihr. Hier und da keimen mal ein paar Buhrufe auf, doch große Maße im weiten Oval dürften auf ihrer Seite sein.

I’M SPITTING BLOOD, I’M STARING DOWN A BROKEN NOSE
I’M SICK TO DEATH OF STANDING IN THE BITTER COLD
THEY’LL RUE THE DAY THEY LET ME HIT A NEW LOW


Ohne ihre Signature Lederjacke oder den langen Pelzmantel, zeigt sich Becky heute sportlich leger in einer weißen Top und einer braunen Lederhose. Casual entspannt oder zeigt es einfach, wie sporadisch ihr Erscheinen hier ist? Nichtsdestotrotz bleibt sie am oberen Ende der Rampe stehen und streckt den rechten Arm in die Höhe, die Man-Pose.

[Bild: b9e4f4a32e3c7b48fcd178d8e24b4d3ad8f9df99.pnj]

Die Fans honorieren es mit lautstarkem Jubel, will man die Lass Kickerin doch auch lieber kämpferisch sehen. Gemächlichen Schrittes schlender Becky regelrecht die Rampe hinunter, als wollte sie ihre Gedanken noch einmal sortieren. Hier und da schlägt sie bei ein paar Fans ein, bis sie letztlich am Ring angelangt ist und über die Treppe den Apron betritt. Hier nimmt sie erstmals ihre Sonnenbrille ab und ihre Augen erzählen eine ganz eigene Geschichte. Ein müder Blick, wenig Schlaf und immer wieder quälende Gedanken.

Matthew Rehwoldt: „Please welcome… from Dublin, Ireland… „The Man“… BECKY LYNCH!“

Ringsprecher Matthew Rehwoldt weiß auf seine ganz eigene Art nochmal die Menge anzuzünden. Abermals schallen die Jubelstürme durch ihre Musik hindurch, während Becky den Ring betritt. Sie steuert sogleich die Mitte der Ring Umrandung an und steigt in die Seile. Auch hier fliegen ihr die Arme und Hände der meisten Fans entgegen, doch ein Lachen können sie dem Rotschopf nicht entlocken. Mit dem Verklingen der letzten Töne, normalisiert sich auch wieder die Beleuchtung in der Halle und der Spott wird auf Becky gerichtet. Sie lässt sich von Matthew Rehwoldt ein Mikrophone aushändigen und begibt sich langsam zurück in die Mitte des Ringes.

BECKY LYNCH: “Eine verfluchte Sekunde… eine kleine beschissene Sekunde, ein winziger Moment und ich habe alles verloren. Zuerst mein Fokus, dann das Match, den Titel und zu guter Letzt auch meine Beherrschung. Es war kein leichter Abend in London, wie ihr wisst. Das Match hatte noch nicht einmal begonnen und es tobte bereits ein Krieg in mir. Seit Wochen… Auch ich bin es zum Teil schuld und hadere jeden Moment mit meiner Entscheidung. Aber es einfach rückgängig zu machen? Jetzt, nach alledem? Manche Dinge können eben nicht mit einem “Sorry, mein Fehler!” behoben werden. Und… ich bin mir nicht einmal wirklich sicher, dass es falsch war. Es ist hart und ich leide wie ein Hund, das habe ich mir sicher anders vorgestellt. Doch der Schritt gegenüber Seth war nicht falsch.”

Oh Becky, verrennst du dich gerade nicht? Leiden war wirklich noch untertrieben, wenn man sie in den letzten Wochen gesehen hat. Jeden Tag wandelte sie auf der Schwelle zum absoluten Zusammenbruch und versuchte, sich immer wieder selbst aufzubauen. Die Distanz zu Seth und rein gar keinen Einfluss mehr auf ihn zu haben, zerriss sie ein ums andere Mal. Ihr Treffen kurz vor dem Tag Team Match war ein Hauch von Balsam, aber wirklich geholfen hat es nicht.

BECKY LYNCH: “Eine verfluchte Sekunde… und ich hätte sie gehabt. Ich habe es gespürt, ich habe es gehört wie Skye sich gegen das Unvermeidliche gestellt hat und eigentlich wusste, dass sie keine Chance mehr hatte. Und dann kam das, was die meisten unter Euch als den Move des Abends betrachten. Seth stürmte wie von Sinnen los. Getrieben von einem unbändigen Hass in seinen Augen und dem Willen Dijak zerstören zu wollen. Doch zerstört hat er nur unser Match und meinen Sieg. Ich war… ich bin entsetzt und habe kurz darauf… eventuell… etwas die Beherrschung verloren. Das tut mir leid für alle, die es mit ansehen mussten und bildete den Tiefpunkt zum Abschluss eines beschissenen Tages in London.”

Becky senkt das Mikrofon und atmet schwer aus. Sie weicht ihren Blick bewusst von der Kamera ab und geht ein paar willkürliche Schritte durch den Ring. Sie hat zwar durchblicken lassen, dass es ihr irgendwie leid tun würde, aber eine direkte Entschuldigung kam nicht. Man spürt, wie sie mit sich hadert. Der lautstarke Streit und die klatschende Ohrfeige kursiert über jede Social Media Plattform, aber eben auch die abschließende Worte von ihr an Seth, wie auch umgekehrt.

BECKY LYNCH: “Es gibt ein paar Dinge die ich im Leben hasse, wie nichts anderes. Leider zählt auch, sich zu entschuldigen darunter. Und nein, ich… ich bin noch nicht so weit. Ich weiß nicht, ob es kommt oder wann es kommen mag, aber noch bin ich nicht so weit. Das weitere was ich im Leben absolut nicht ausstehen kann, ist es zu verlieren und erst recht einen Titel. Zugegeben, ich hätte die SHINE Championship auch mehr ehren können, denn wie wir alle wissen, “The Man makes the Titel!”. Und ich weiß auch, dass jemand wie Skye Blue sich rein gar nichts aus diesem Gold macht. Bereits ihr Diebstahl in Tokio war nicht aus Habgier, ihr Motiv liegt tiefgründiger. Sie will die Welt… und gerade leider meine Welt in Flammen sehen. Sie will mich brechen, vorführen und so lange piesacken bis ich jegliches Benehmen, Regeln und gesellschaftliche Konfessionen vergesse und jede Art der Zurückhaltung ignoriere. Aber du vergisst dabei, ich war diejenige, die bisher die Regeln und Gesetze in diesem Business verschoben hat, nicht du… und du wirst es auch niemals sein.”

Auch wenn es Becky immer wieder schwer fiel, ein gewisses Feuer kann sie jedes Mal aufleben lassen. Hier und jetzt ging es gerade auch mal nicht um ihre Beziehung zu Seth, nicht um die Auseinandersetzung mit Dijak, sondern einzig und allein um Sie selbst und Skye Blue. Es konnte auch etwas befreiendes haben, sich nur um ein Problem zu kümmern. So legte the Man nach und wurde präziser in ihrer Vorstellung.

BECKY LYNCH: “Auf eine gewisse Art und Weise hast du mich gebrochen… Ihr habt uns gebrochen. Gerade als diese Moment der Hoffnung aufkeimen, habt ihr es geschafft und mit eurem martialischen Handwerk uns so weit zu entzweien, dass wir leichtes Spiel für Euch waren. Chapeau, für diese heimtückische und hinterhältige Vorgehensweise einer feigen Ratte. Aber Skye… ich weiß doch, was du eigentlich willst. Es ist kein Gold, kein Titel und auch kein Ruhm, der dich begehrt. Du willst es dreckig und ich will meinen Titel wieder… also ist es doch ganz einfach. Du gegen mich, wann immer du willst. Ohne Seth, ohne Dijak ohne irgendwas… Nur du gegen mich… So komm schon, schwing deinen kleinen Hintern hier raus und nimm zumindest diese Herausforderung von vorne an.”

[Bild: 078aef6f2076c61f61a84bc5d803fad8130c1f35.pnj]

War das eine Anspielung, wie es damals in Tokio mit der Open Challenge gelaufen war? Skye und Dijak haben ihren perfekten Moment ausgenutzt und die Hölle über Becky und Seth einbrechen lassen. Etwas, wovon die beiden heute noch zehren, doch von dort an wurden Seth und Becky immer tiefer in ihre eigene Abwärtsspirale gezogen. Ein einfaches Titelmatch, wie es Becky nun fordert, ohne jegliche Beteiligung von Dijak oder eben Seth wäre schonmal ein Fortschritt, zumindest für sie. - Nur es tat sich zunächst gar nichts! Während jeder einzelne Anwesende in der Halle seinen Blick auf die Bühne richtete und die frisch gekürte SHINE Championesse erwartete, wurde er mit jedem verstrichenen Moment zunehmend enttäuschter. Auch Becky zeigte sich ungeduldiger…

BECKY LYNCH: “God damn it… ich hasse nichts mehr als sinnloses Warten. Also komm schon Skye… nimm deinen erbeuteten Schatz und zeig dich, du diebische Elster. Die Zeit rennt… oder ich komme und hol dich… Tick…Tock…Tick…Tock…

Sie ließ das Mikrofon sinken, starrte noch einen langen, eisigen Moment in Richtung der Bühne, aber es passierte weiterhin nichts. Becky trat genervt gegen das unterste Seil und blickte ins Publikum. Es könnte alles einfacher sein, war es letztlich aber nicht. Sie stieg durch die Seile hindurch und marschierte schnurstracks die Rampe hinaus. Eine Frau, ein Wort… die nicht mehr nur ihren Titel zurück wollte, sondern blutige Rache.

[Bild: 2.jpg]

Das Special ist also vorbei und die Europatour geht weiter. In Paris, der Stadt der Liebe versucht man nun die Ereignisse der letzten Woche auf sich wirken zu lassen. Mit Dupri gegen Blanchard ist bereits das zweite Damen Match über die Bühne gegangen und der Abend hat noch einiges auf dem Papier. Der amtierende Kofferträger und Kopfgeldjäger Bryan Keith bekommt es gleich mit Sami Callihan zu tun während wir dann später im Co Main Event ein seltenes Match von Drew McIntyre zu sehen bekommen. Der Schotte hatte sich zuletzt durchaus aus dem aktiven Geschehen zurückgezogen. Als ehemaliger World Champion merkte man natürlich, das seine Starpower durchaus fehlte. Aber es hatte immerhin einen Grund, warum der Hüne sich vom Ring größtenteils fernhielt.

Denn die letzten Wochen waren geprägt vom Drama rund um Liv und Fallon, die mit Drew zu tun hatten. Während Fallon zuletzt von Bobbi Tyler auf Trab gehalten wurde, verlor das Country Girl letzte Woche das Match gegen jene Bobbi, nachdem Rhea Ripley Fallon nun als Ziel auserkoren hatte. Während Drew versuchte, Fallon beizustehen, um den Twist gegen Bobbi zu klären, gab es da natürlich noch Liv Morgan, die ebenfalls eine wichtige Rolle in den letzten Wochen spielte. Und die Fans erinnern sich an genau einen Moment vor ein paar Wochen, welcher dafür sorgte, das Drew für nichts anderes mehr einen Kopf hatte. Es gab einen Kuss zwischen Drew und Liv. Nicht nur das, denn Liv hatte auch ihre Gefühle für den Schotten preisgegeben, welche dieser auch erwidert hatte. Somit hätte Drew Fallon eigentlich direkt danach schon beichten sollen, was passiert war. Aber er tat es nicht. Heute sollte der Tag kommen, in Paris, in der Stadt der Liebe. Der wohl unpassendste Ort um seiner Freundin zu sagen, das man mit einer anderen Frau geküsst hatte.

Die Kamera zeigt dann auch den Backstagebereich und Drew biegt im gleichen Moment in den Korridor ein. In voller Kampfmontur ist er bereit, später gegen Nick Mondo anzutreten. Körperlich war Mondo unterlegen, allerdings trug er den Zusatz "Sick" Nick Mondo nicht umsonst. Dazu war Drew bestimmt eingerostet. Aber vielleicht erleben wir hier Heute ja auch das große InRing Comeback des Schotten für die nächsten Wochen? Er wirkt angespannt, während er den Korridor entlang geht. Doch seine Bewegung wird dann gestoppt und sein Blick wandert nach vorne. Er blickt auf den Boden und man konnte sehen, wie er einmal tief ausatmet. Schließlich setzt er seinen Weg fort.

Drew McIntyre
„Erst Bobbi und jetzt Rhea, mh? Wie gehts dir?“

Da hatte er Fallon gefunden...oder diese ihn! Wie es der Zufall so geplant hat, wollte das Country Girl zu ihrem Freund. Anders als der Schotte trägt sie einfach nur Jeans Boots und ein weißes Top. Dazu die Haare offen. Sie hat heute kein Match und kann daher, sprichwörtlich, die Wunden aus der Vorwoche lecken. Dass sie gegen Bobbi Tyler verloren hat, ist nicht mal unbedingt das große Problem. Wäre das fair geschehen, hätte Henley es tapfer ertragen. Hauptsache einen Haken hinter die Tyler Geschichte setzen. Aber das Eingriff von Rhea verkompliziert die Angelegenheit und sorgt für nicht gerade gute Laune bei der Amerikanerin. Sie hatte zwar versucht sich zu rächen und griff ihrerseits in Ripley's Match gegen Bayley ein. Aber ohne Wirkung, da die Australierin dennoch gewann. Jetzt muss Fallon schauen, wie es da weitergeht. Sie hat da so ein Gefühl, dass sie in nächster Zeit häufiger mit Ripley clashen könnte.

Fallon Henley: Joa, mit tut der Körper bei bestimmten Bewegungen noch weh, ich hab' da einen hässlichen Kratzer auf der Stirn, den ich nur mit gaaanz viel Make Up überdecken konnte und jetzt muss ich mich noch mit einer durchgeknallten Gothic Tante aus Australierin beschäftigen. Hui, könnte ja sonst langweilig werden, hm?

...meint sie mit einem leeeiiicht ironischen Unterton! Lächelnd zuckt sie mit den Schultern. Sie ist erstmal froh, dass sie Drew sieht. Und er hat heute mal wieder ein Match, worauf er sich konzentrieren sollte. Das Mindeste, was Henley da machen kann ist, ihm da heute eine Stütze zu sein. Ist ja schon wieder eine Weile her, seit dem er sich das letzte Mal in einem Match bewiesen hat.

Fallon Henley: Und du? Bereit für das Match gegen Mondo? Ach, was frage ich? Du wirst das rocken...wie immer!

Das ist die Brünette sehr zuversichtlich. Selbst wenn McIntyre eine Weile nicht im Ring aktiv war, wir das seiner Klasse keinen Abbruch tun. Danach können sie bestimmt einen schönen Abend in der Pariser Innenstadt haben. Dass sie vor kurzem mal wieder Zeit zu zweit hatten, fand das Country Girl recht schön. Und gerade hier kann sie doch bestimmt ihre Gefühle für Drew wieder ankurbeln.

Drew McIntyre
„Rhea ist verdammt gefährlich. Du hast gesehen, zu was Sie im Stande ist. Ich fühle mich unwohl dabei.“

Es war natürlich sehr unpassend, das nach Bobbi mit Rhea sich die nächste Fallon annehmen wollte, um dieser das Leben schwer zu machen. Eigentlich wäre es für den Schotten besser gewesen, wenn Fallon gegen Bobbi gewonnen hätte und alles wäre völlig okay. Drew blickte kurz zu Boden, schien mit sich zu hadern. Er wollte nicht, das Fallon sich noch mehr einen Kopf machen musste, da ihre ganze Konzentration Rhea gelten sollte. Früher oder später würde das Country Girl Drews Hilfe benötigen. Aber er hatte Liv ebenso versprochen, das er Fallon Heute alles sagt.

Drew McIntyre
„Fallon, ich...ich weiß das es jetzt vielleicht zum unpassenden Zeitpunkt kommt. Aber du kannst dich doch daran erinnern, als ich dringend etwas sagen musste. Vor ein, zwei Wochen oder?“

Natürlich hatte Fallon das nicht vergessen und irgendwie war ihr klar gewesen, das Drew damit gezögert hatte, da Fallon genug um die Ohren hatte. Der Schotte geht einen Schritt auf Fallon zu. Er wirkte anders als sonst, angespannter, so kannte Fallon ihn sonst nie. Vor allem nicht wenn ein Match anstand. Er blickt Fallon an, dann wieder zur Seite und wieder zurück. Seine Hand platziert er ruhig auf ihrer Schulter.

Drew McIntyre
„Es gibt da etwas, was du wissen musst. Ich...kann es nicht länger vor mich ehrschieben und du verdienst die Wahrheit. Vor ein paar Wochen...als ich mich mit Liv unterhalten hatte...wegen Kali...und...“

Drew bricht ab. Es war doch schwerer als gedacht. Denn er wusste nicht, wie Fallon die folgende Info aufnehmen würde. Liv hatte aber Recht, das er es Ihr sagen musste. Es blieb ihm nur eine Möglichkeit und das war die Flucht nach vorne, ohne zu zögern.

Drew McIntyre
„...Liv und ich...wir haben uns geküsst. Sie hat mir offenbart, das Sie Gefühle für mich hat, welche sich bereits seit Wochen anscheinend bei ihr entwickelt haben...und...ich...habe ebenfalls Gefühle für Sie...“

Nun war es raus und Drew stellte sich nun auf alle möglichen Szenarien ein. Aber er musste es Ihr sagen. Er könnte Fallon nicht mehr länger etwas vorspielen.
Zunächst lächelt Fallon sanft, als Drew seine Sorge bezüglich Rhea äußert. Ja, so war er eben und das weiß sie zu schätzen. Die Stimmungslage ändert sich jedoch schnell, als der Schotte plötzlich so angespannt und zögerlich wirkt. Sie kann sich natürlich daran erinnern, dass McIntyre ihr vor kurzem etwas sagen wollte. Da dachte sie aber, dass es nichts dringendes wäre. Offenbar hat sich die Brünette getäuscht. Mit großen Augen hört sie ihm zu...und als die Bombe platzt, durchfährt sie ein Schauer, der sie regelrecht erstarren lässt.

Fallon Henley: Wa-wa-was?

...hört sie sich selbst mit piepsiger Stimme sagen. Sie hat jedes einzelne Worte ganz genau gehört und kann diese auch in komplette Sätze zusammenbringen. Doch inhaltlich macht das für das Country Girl so gar keinen Sinn! Ihr Drew, der immer so eine große Stütze für sie war, gerade als es ihr nach dem Tod ihrer Oma so verdammt schlecht ging, soll Liv...geküsst haben? Eine Frau, die Henley als Freundin ansieht. Und er hat auch Gefühle für sie? Nein, da muss sie sich verhört haben. Bestimmt ein schlechter Scherz...ganz bestimmt!

Fallon Henley: A-also wenn das ein Scherz ist, dann ist...ist der sehr schlecht! Nicht witzig, Drew!

Irgendwie merkt sie, dass das todernst gemeint war, auch wenn sie darauf hofft, dass der Schotte nur einen üblen Prank mit ihr machen möchte. Dabei geht sie einen Schritt auf Abstand, so dass Drew's Hand von ihrer Schulter rutscht.

Fallon Henley: Sag', dass das nicht wahr ist! Bitte sag' mir, dass das nicht wahr ist!

Es ist nicht überraschend, wie Fallon hier reagiert. Als Drew nur leicht mit dem Kopf schüttelt und damit deutlich macht, das es kein Scherz ist, wendet sich Fallon ab. Verständlich, denn dies traf das Country Girl eiskalt. Der Schotte blickt zum Boden und wieder zu Fallon. In seinem Gesicht kann man erkennen, das er es nur sehr ungerne gesagt hatte, aber er ist Niemand, der alles geheim halten würde. Fallon anzulügen hat diese nicht verdient. Drew musste nun mit dem klarkommen, was passieren würde und er war bereit, es auch zu ertragen.

Drew McIntyre
„Fallon...ich...es...ich weiß das ich es nicht rückgängig machen kann. Ich hasse mich auch dafür, aber...es ist die Wahrheit. Es tut mir leid...es hat sich einfach ergeben...und ich habe nicht mal Ahnung, warum ich die gleichen Gefühle für Liv habe wie sie für mich...“

Das Problem wäre wohl schneller gelöst, wenn Drew eben nicht diese Gefühle für Liv hätte. Aber er konnte es nicht leugnen. Sie waren da. Der Schotte musste immer an Liv denken, damals als Isla sie entführt hatte. Auch nachdem der Schotte Derjenige war der Liv aus der Gefangenschaft befreit hatte. Liv war ihm anscheinend noch wichtiger, als es sein sollte. Er tat jetzt gut darin, alles auf Fallon wirken zu lassen. Ein falsches Wort oder eine falsche Berührung würde alles nur noch schlimmer machen.

Fallon Henley: Das kann nicht wahr sein! Das kannst nicht wahr sein! Das kann nicht wahr sein!

In einem kleineren Radius läuft Fallon im Kreis, greift sich in die Haare, während sie wiederholt den Kopf schüttelt. Hier bricht gerade eine kleine Welt zusammen. Da kann sich Drew noch so viel entschuldigen und betonen, dass es sich "einfach so" ergeben hat. Das dringt nur noch bedingt zum Country Girl durch...und wenn doch, trägt es nicht gerade zur Linderung der seelischen Schmerzen bei. Ja, Henley hat ja selbst zuletzt mit den Gefühlen für den Schotten gehadert. Aber irgendwie hatte sie ja noch die Hoffnung, dass es wieder besser wird. Und vor allem tut es so weh, dass das hinter ihrem Rücken passiert ist.

Fallon Henley: Dann...dann hatten sie alle Recht! Skye, Isla und letzte Woche auch Rhea! Alle hatten Recht damit, dass du und Liv mich verarscht! Und ich dumme Kuh stelle mich denen entgegen und behaupte, dass bei uns alles gut ist und es nichts gibt, was sie machen können, um unserer Beziehung zu schaden. Dabei war ich nur eins...eine dumme Kuh!

Fallon bleibt stehen, den Rücken Drew zugewandt, und lässt Kopf und Schultern hängen. Sie kämpft gegen aufsteigende Tränen an. Ihr ist gleichzeitig kalt und heiß! Und vor allem fühlt sie sich so verdammt einsam in diesem Moment!

Fallon Henley: Und jetzt?

...fragt sie ihren Freund (?) mit schwacher Stimme, ohne ihn dabei anzusehen. Ja, gute Frage! Wie soll es nach diesem Geständnis weitergehen? Eine Frage, die auch Drew wohl jetzt durch den Kopf geht. Fallon stand mit dem Rücken zu Ihm, verletzt. Irgendwie hofft Drew natürlich, das es sich doch noch irgendwie zum guten wandelt. Es ist einfach eine verdammt beschissene Situation und natürlich hofft er, auch wenn es wohl aussichtslos ist, das es ein Happy End gibt. Das er gleich noch ein Match hatte, machte die Sache nur noch beschissener. Denn er hatte jetzt nicht mal die Zeit, zu versuchen, es ausführlicher zu erklären.

Drew McIntyre
„Das stimmt nicht, Fallon...du bist keine dumme Kuh...ich...ich bin dir dankbar für alles, was du mir gegeben hast...es ist einfach nur...auch für mich...keine leichte Situation...Es tut mir leid, wirklich...aber...vielleicht solltest du trotzdem mit Liv sprechen, bitte...“

Vielleicht würde es ja helfen, wenn Fallon auch mit Liv über die Sache spricht. Er wollte die Freundschaft zu Fallon und die Freundschaft zwischen den Beiden damit nicht gefährden. Da Fallon aber weiter mit dem Rücken zu Ihm stand, konnte er nicht mal erkennen, ob Fallon die letzten Worte des Schotten überhaupt wahrgenommen hatte. Am liebsten würde Drew all das rückgängig machen, aber es ist wie es ist. Die Fans konnten Drew ansehen, das auch er sich unwohl fühlte aber vermutlich war es jetzt das Beste, Fallon alleine zu lassen. Immerhin muss Drew sich für sein Match fertig machen. Mit einem letzten Blick zu Fallon bewegt sich der Hüne langsam an ihr vorbei. Das Country Girl zeigt keine Reaktion und Drew musste mit der Erkenntnis, das er gerade seine (Ex)-Freundin das Herz gebrochen hatte, in sein Match gehen.
Oh, Fallon hat die letzten Worte von Drew durchaus wahrgenommen...mehr, als es ihm vielleicht lieb ist. Denn diese machen Henley vor allem eins: Wütend! Ihr ganzer Körper beginnt zu zittern. Sie hebt ihren Kopf wieder an und schenkt Drew Blicke, die sonst maximal einer Jacy Jayne oder einer Tiffany Stratton gegeben hat. Voller Zorn! Wobei hier noch ihre Enttäuschung mitschwingt. Für das Country Girl ist es wie ein weiterer Schlag in die Magengrube, als er sie noch darum bittet mit Liv zu sprechen. Auch wenn der Langhaarige gute Intentionen hat und retten möchte, was kaum noch zu retten ist, klingt das wie Hohn in ihren Ohren.

Fallon Henley: Was? Ich soll noch mit Liv sprechen? Und dann noch am besten noch freundlich lächeln, oder wie! Wie kannst du es noch wagen? Ich...

*Klatsch*

Ihr gehen die Worte aus und die Stimme versagt! Reflexartig fährt sie eine Hand aus und donnert dem Schotten eine. Die hat auf jeden Fall gesessen! Besser fühlt sich die Brünette dadurch nicht, aber es musste einfach sein! Ohne darauf zu warten, ob er dazu was sagt oder darauf reagiert, stürmt Fallon an ihm vorbei und rennt davon. Einfach nur weg! Dabei fließen nun ungehemmt die Tränen, so dass Henley nicht einmal sieht, wohin es geht. Selbst bei klarer Sicht wüsste sie nicht, wohin sie flüchten soll. Man sieht noch, wie sie durch die nächste Türe verschwindet und lassen sie dabei in erstmal in Ruhe. Fade off.

[Bild: ef.jpg]

MATCH 4
SINGLES MATCH
Bryan Keith vs. Sami Callihan

[Bild: keithcallihan.png]
Writer: ???

Matthew Rehwoldt: "The following contest is scheduled for one fall...”



Das Theme des aktuellen One Shot at Glory Kofferträgers ertönt und die Fans recken ihre Hälse gen Stage um einen Blick auf Bryan Keith zu erhaschen. Kommt dieser zu Fuß oder auf dem Pferd in den Ring. Diese Frage wird im nächsten Augenblickt beantwortet...

Matthew Rehwoldt: "Introducing first, from the Wild West, weighting tonight in at 189 pounds, he is the Bounty Hunter, Bryan Keith!"

...auf dem Pferd! In seiner Cowboy Montur kommt der Bad Apple auf einem Pferd in die Halle geritten. Schnell hat6 er die Distanz zum Ring hinter sich gebracht. Er steigt vom Pferd ab und begibt sich in den Ring.

In wenigen Augenblicken ist es soweit und das nächste Match steht an. Die Fans sind schon ganz gespannt wer hier als nächstes die Arena betreten wird. Matthew Rehwoldt hat sich bereits im Ring eingefunden und ist bereit den nächsten Wrestler anzukündigen.



Es ist der amtierende Westcoast Champion! Sami Callihan! Dessen Musik ertönt und die Resonanz darauf ist zum großen Teil negativ. Das schlägt sich vor allem in Pfiffen und Buh Rufen nieder. Sicherlich gibt es auch den ein oder anderen der hinter den Aussagen des Hackers steht. Doch das gibt man lieber nicht öffentlich zu.

Matthew Rehwoldt: "Introducing next, from Cleveland, Ohio, weighting tonight in at 210 pounds, he is a Hacker, Sami Callihan!"

Während der Ringsprecher eben jenen Westcoast Champion ankündigt hat dieser sich bereits in der Halle eingefunden. Er trägt einen schwarzen Einteiler welcher seine Ringgear ist und hat seine Championship über den Rücken geschmissen. Schnell rollt er sich in den Ring hinein, übergibt den Gürtel an den Referee. Er ist bereit!

Warnung! Spoiler!
Der Dust Devil Driver tut in diesem Match sein übriges und nach dieser Aktion kann Bryan Keith seinen Gegner per Pinfall besiegen (9.42 Minutes)

Here is your winner by pinfall: BRYAAAAAAAN KEIIIIIIITH!

[Bild: 5.jpg]

Die Lichter in der Arena dimmen sich leicht, während sich eine gespannte Erwartung durch die Halle zieht. Gespräche verebben, Blicke richten sich geschlossen zur Stage. Dieses Gefühl, dass gleich etwas passiert, liegt greifbar in der Luft.



Die Theme von Ethan Page durchschneidet die Stille, sofort begleitet von lauten Buhrufen, die durch die Arena rollen. Ethan tritt auf die Stage, den Westcoast Championship über der Schulter, bleibt einen Moment stehen und betrachtet die Menge, als würde er sie nicht nur sehen, sondern einordnen.

[Bild: Ethan-Entrance-Blumen-Sakko-Stage.jpg]

Ohne Hast geht er die Rampe hinunter, steigt über die Treppe in den Ring und lässt sich ein Mikrofon reichen. Einen Moment sagt er nichts. Er steht einfach da, hört den Reaktionen zu, als würden sie ihn nicht stören, sondern bestätigen.

Ethan Page:
"Paris..."

Ethan lässt den Blick langsam durch die Arena wandern, nimmt sich bewusst einen Moment, bevor er weiterspricht.

Ethan Page:
"Wenn man sich das hier anschau...also wirklich anschaut...dann ist es schon fast beeindruckend. Eine ausverkaufte Halle, tausende Menschen, die Geld bezahlt haben, um heute hier zu sein, Millionen, die das Ganze von zuhause verfolgt haben...und je länger dieser Abend ging, desto deutlicher konnte man sehen, wie sich diese Erwartung langsam in etwas anderes verwandelt hat."

Ein kaum merkliches Schmunzeln legt sich auf sein Gesicht, während er ein paar Schritte durch den Ring geht.

"Nicht in das, was euch versprochen wurde. Nicht in das, was ihr euch erhofft habt...sondern in das, was diese Liga im Moment tatsächlich ist."

Er lässt den Blick kurz zur Hardcam gleiten.

"Und wisst ihr, was das Interessanteste daran ist? Ich musste nicht einmal Teil davon sein, um genau das zu erkennen. Ich musste mich nicht durch diesen Abend kämpfen, ich musste mich nicht in dieses Chaos stellen und so tun, als hätte das hier irgendeine Form von Größe...ich konnte einfach zusehen."

Ein leises, fast trockenes Lachen.

"Und mit jeder Minute wurde mir klarer, dass es die beste Entscheidung dieses Abends war, nicht auf dieser Card zu stehen."

Er bleibt stehen, hebt das Mikro etwas an, ohne den Fluss zu verlieren.

"Denn wenn man sich diesen Pay-Per-View wirklich anschaut...nicht nur das, worüber danach geredet wird, nicht nur die großen Momente, die sich gut verkaufen lassen...sondern das, was dazwischen passiert ist...dann wird ziemlich schnell klar, dass das hier kein Abend war, an dem irgendjemand gewachsen ist."

Ein kurzer Moment.

"Es war ein Abend, an dem Dinge sichtbar geworden sind, die längst da waren...nur dass sie dieses Mal niemand mehr ignorieren konnte."

Langsam setzt er sich in Bewegung, seine Schritte ruhig, seine Stimme konstant.

Ethan Page:
Da steht jemand im Ring, der hier als Trainer gilt, als jemand, der anderen erklären soll, wie dieses Geschäft funktioniert...und entscheidet sich, ein Match nicht zu bestreiten, sondern es zu beenden, bevor es überhaupt begonnen hat. Nicht, weil er musste...sondern weil er nicht wollte."

Ein leichtes Kopfschütteln folgt, mehr Feststellung als Emotion.

"Und das wäre vielleicht sogar noch nachvollziehbar...wenn es wenigstens ehrlich wäre. Wenn man sich hinstellt und sagt: Ich kann das nicht mehr. Ich will das nicht mehr. Aber genau das war es ja nicht."

Sein Blick hebt sich leicht.

"Was wir später gesehen haben, war kein Mann, der mit diesem Geschäft abgeschlossen hat… sondern jemand, der verzweifelt versucht, sich selbst davon zu überzeugen, dass er es getan hat."

Er lässt die Worte kurz wirken, bevor er weitergeht.

"Da sitzt jemand, den er gerade noch mit einem Baseballschläger niedergestreckt hat...und dieser Mann versteht ihn besser als er sich selbst. Er sieht die Art, wie er sich bewegt, wie er spricht...die Müdigkeit, die Abnutzung...und erkennt sofort, was wirklich los ist."

Ethan bleibt stehen.

"Und Raven steht da und redet davon, dass Wrestling ein Drecksjob ist, dass er keine Lust mehr hat,während er gleichzeitig nicht in der Lage ist, es loszulassen. Der Typ trainiert den Nachwuchs. Sollte er das überhaupt noch nach solchen Aktionen? Ist es das, was ihr von Wrestlern sehen wollt?"

Für einen kurzen Moment entsteht Stille...als würden die Fans die Frage erst verarbeiten.

Dann kommt die Antwort.

Erst vereinzelt, dann immer geschlossener:

NO! - NO! - NO!

Die Rufe werden lauter, breiten sich durch die Halle aus, greifen von Block zu Block über. Mehr und mehr Fans steigen ein, einige schütteln den Kopf, andere zeigen deutlich in Richtung Ring oder Stage - die Botschaft ist klar.

[Bild: Fans-Site-Chant.webp]

Ethan bleibt stehen und hört sich das Ganze einen Moment an.
Dann zeichnet sich ein leichtes, fast zufriedenes Schmunzeln auf seinem Gesicht ab.
Kein großes Grinsen, kein übertriebenes Reagieren - nur dieses kleine, bestätigende Nicken, als hätte er genau diese Antwort erwartet.

Langsam hebt er das Mikro wieder.

Seine Stimme wird etwas klarer.

"Das ist kein Statement. Das ist kein Protest. Das ist jemand, der so tief drin steckt, dass er nicht mehr weiß, wie er da rauskommt...und sich deshalb einredet, dass er nie wirklich drin war."

Ein kurzer Atemzug.

Ethan Page:
"Ich hoffe wirklich, dass Bayley - sobald sie sich von ihrer eigenen Niederlage gegen Rhea Ripley wieder gesammelt hat - sich genau anschaut, was da passiert ist. Denn wenn das hier der Standard wird... oh Mann, dann haben wir kein Problem einzelner Leute mehr."

Ein kurzer Blick durch die Arena.

"Dann haben wir ein Problem mit dem Fundament."

Ohne den Fluss zu verlieren, setzt Ethan seinen Weg durch den Ring fort.

"Und während das passiert...verliert Becky Lynch ihren Titel. Nicht, weil sie nicht gut genug ist...sondern weil sie für einen Moment den Fokus verloren hat. Weil sie sich um etwas gekümmert hat, das sie nicht kontrollieren konnte...und auf diesem Level reicht genau das."

Ein kurzer Blick in die Kamera.

"Ein Moment - und alles kippt."

Er atmet ruhig durch.

Ethan Page:
"Und natürlich der beliebte World Title. Kenny Omega verliert. Roman Reigns gewinnt. Neue Schlagzeilen, neue Spitze, aber wenn man ehrlich ist, fühlt sich nichts wirklich anders an...weil sich das Grundproblem nicht verändert hat."

Sein Blick wird fokussierter.

"Die Leute hier verlieren sich. In Emotionen. In Chaos. In Dingen, die sie nicht kontrollieren können..Und genau in diesen Momenten zeigt sich, wer hier wirklich funktioniert...und wer einfach nur reagiert."

Ethan bleibt stehen.
Die Stimme wird ruhiger - aber schwerer.

Ethan Page:
"Ich habe letzte Woche bei Battle Coliseum jemanden gesehen...nicht in einem Match, nicht in einem dieser Momente, in denen alles noch eine Rolle spielt...sondern danach, als genau das alles weggefallen ist."

Ein kurzer Atemzug.

"Und was ich gesehen habe, war kein Mann, der sich auf seinen nächsten Gegner vorbereitet… es war auch niemand, der darüber nachgedacht hat, was als Nächstes kommt...es war jemand, der versucht hat, etwas in sich selbst unter Kontrolle zu bringen, das längst nicht mehr auf ihn hört."

Die Crowd reagiert spürbar.

Ethan hebt langsam den Blick zur Stage.

"Und das ist der Punkt, an dem es interessant wird...weil es ab diesem Moment nicht mehr darum geht, ob du kämpfen kannst...sondern ob du überhaupt noch weißt, wofür du kämpfst."

Ein kurzer Moment Stille liegt über der Arena.

Dann, ruhig, klar und ohne jede Hast:

"Seth..."

Ein Atemzug.

"Seth Rollins...komm raus!"

[Bild: Screenshot-2025-07-11-202142.png]

Ob er weiß wofür er kämpft und das in diesen Tagen mit Seth Rollins zu assoziieren ist mehr als treffend. Interessanter wäre hier die Frage, welche Absichten Ethan Page verfolgt. Der aktuelle Westcoast Champion ist nicht unbedingt dafür bekannt, als Samariter unterwegs zu sein. Die angespannte Stille in der Halle wird von einem erwartungsvollen Raunen der Zuschauer durchbrochen. Die Blicke richten sich gespannt zur Bühne. Die Musik setzt ein. Ein schwerer, bedrohlicher Industrial-Track mit tiefen, verzerrten Gitarren, dröhnenden Drums und einem langen, verzerrten Schrei, „BURN… IT… DOWN…", das wie ein Todesurteil klingt.



Die wenigen verbliebenen Lichter flackern unruhig in einem kalten Ton. Auf dem gewaltigen LED-Tron erscheint ein verstörendes Video-Package: schwarze Flammen, die alte Aufnahmen von Seth Rollins verbrennen, zerbrochene Titelgürtel, verratene Partner, blutige Gesichter von Gegnern. Dazwischen blitzen verzerrte Bilder auf: Rollins’ Augen, die vor Hass glühen, und der immer wiederkehrende Schriftzug in zerrissener Schrift: „BURN IT ALL DOWN… “

Schließlich trat er tatsächlich auf den Ruf von Ethan Page hervor, Seth Rollins… oder zumindest das, was von ihm übrig geblieben ist. Seth blieb einen langen Moment oben an der Rampe stehen. Kein explosiver Sprung. Kein wildes Gestikulieren. Er stand einfach da, die Schultern leicht hängend, den Blick gesenkt. Sein Gesicht war gezeichnet. Ein frischer Cut über der linken Augenbraue, ein dunkler Bluterguss am Kiefer. Das Kinesiotape zieht sich noch bis in den Nacken hoch. Trotz des schwarzen Hoodies und der hochgezogene Kapuze sah man die medizinischen Versuche, ihm zu helfen. Die letzten Wochen haben tiefe Spuren hinterlassen. Körperlich. Mental. Emotional.

Langsam setzte er sich in Bewegung. Jeder Schritt wirkte schwer, fast widerwillig. Die Menge reagierte mit einer Mischung aus Jubel und besorgten Rufen. Manche skandierten „Seth! Seth!“, andere spürten sofort, dass etwas nicht stimmte. Seth ging die Rampe hinunter, ohne die Fans wirklich anzusehen. Kein High-Five. Kein Grinsen. Er zog den Hoodie etwas zurecht, als wollte er die sichtbaren Blessuren verstecken oder als würde ihm selbst die eigene Haut zu schwer. Als er den Ring erreichte, stieg er langsam durch die Seile, blieb einen Moment in der Ecke stehen und atmete tief durch, bevor er sich Ethan Page zuwandte.

Der Westcoast Champions stand da, tadellos. Ja fast schon erhaben und Seth ahnte in welche Richtung es gehen könnte. Ethan war augenscheinlich das komplette Gegenteil von ihm selbst. Seth nahm sich das Mikrofon, das ihm gereicht wurde. Er wog es einen Moment in der Hand, als wäre es schwerer als sonst. Dann hob er den Blick und schaute Ethan direkt an. Seine Stimme klang rau, tiefer als gewohnt, mit einer spürbaren Erschöpfung.

SETH ROLLINS: "Du rufst mich raus, Ethan… und ich bin tatsächlich gekommen. Nicht weil ich Lust darauf habe. Sondern weil ich es leid bin, dass alle Welt über mich redet, ohne dass ich selbst etwas dazu sage."

Er machte einen Schritt nach vorne, verzog kurz das Gesicht, als ein stechender Schmerz durch seine Rippen fuhr. Die Menge wurde leiser.

SETH ROLLINS: "Du hast recht mit einer Sache. Die letzten Wochen… die haben mich nicht unberührt gelassen. Ich sehe es jeden Morgen im Spiegel. Ich spüre es bei jeder Bewegung. London hat nicht nur Spuren auf meinem Körper hinterlassen."

Er berührte kurz die Platzwunde an seiner Stirn.

SETH ROLLINS: "Dijak hat ganze Arbeit geleistet. Aber das war nicht das Schlimmste. Das Schlimmste war der Moment danach. Der Streit. Die Ohrfeige. Die Worte, die man nicht mehr zurücknehmen kann. Und dann diese verdammte Stille die ganze Woche über."

Seth lachte leise, aber es klang bitter und müde.

SETH ROLLINS: "Ich bin rausgegangen und habe versucht, alles zu retten. Ich habe gesehen, wie dieser Riese in den Ring steigen wollte, und in mir ist etwas gerissen. Ich habe nicht nachgedacht. Ich bin einfach… explodiert. Und ja, ich habe damit vielleicht das Match gekostet. Ich habe Becky vielleicht den Titel gekostet. Und ich habe uns… ich weiß nicht mal, was genau ich uns gekostet habe."

Er schaute kurz zu Boden, dann wieder hoch zu Ethan. In seinen Augen lag eine tiefe Schwere, aber auch ein Rest des alten Feuers.

SETH ROLLINS: "Du stehst hier mit deinem Westcoast Titel und hältst große Reden über Leute, die sich selbst verlieren. Über Fundamente, die bröckeln. Über Männer, die nicht mehr wissen, wofür sie kämpfen. Schön für dich, Ethan. Wirklich. Aber lass mich dir eines sagen…"

Seth trat näher an ihn heran, die Stimme wurde etwas fester, auch wenn die Erschöpfung deutlich blieb.

SETH ROLLINS: "Ich weiß genau, wofür ich kämpfe. Ich kämpfe dafür, wieder klar im Kopf zu werden. Ich kämpfe dafür, die Dinge mit Becky wieder geradezubiegen… auf welche Art auch immer das noch möglich ist. Und ich kämpfe dafür, mir selbst wieder in die Augen schauen zu können, ohne diesen verdammten Selbsthass zu spüren, der mich seit Tokyo jeden Tag begleitet."

Er machte eine kurze Pause, atmete schmerzhaft ein.

SETH ROLLINS: "Du siehst einen gebrochenen Mann vor dir? Vielleicht hast du recht. Aber gebrochene Männer sind gefährlich, Ethan. Weil sie nichts mehr zu verlieren haben. Also sag mir… warum genau hast du mich hierher gerufen? Willst du mir eine Lektion erteilen? Willst du mich demütigen? Oder willst du einfach nur sehen, ob noch genug von 'dem alten Seth' übrig ist, um dir gefährlich zu werden?"

Seth ließ das Mikrophon sinken und starrte Ethan Page direkt an. Die Spannung im Ring war greifbar. Die Menge reagierte mit lauten Rufen, teils unterstützend, teils unsicher. Rollins’ Augen waren dunkel und müde, als würde er eigentlich nicht viel darum geben, was Page wollte.

Ethan hat Seths Worte ruhig aufgenommen, ohne ihn ein einziges Mal zu unterbrechen. Kein Lächeln, kein sichtbarer Spott – nur dieser prüfende Blick, der auf ihm liegen bleibt, als Seth endet. Einen Moment sagt er nichts, als würde er die Stille bewusst wirken lassen, bevor er das Mikro langsam hebt.

Ethan Page:
"Weißt du...genau das ist doch der Punkt."

Er geht ein paar Schritte durch den Ring, den Blick weiterhin auf Seth gerichtet.

Ethan Page:
"„Du stehst hier, redest darüber, wie kaputt du bist, wie sehr dich das alles auffrisst, wie du versuchst, dich selbst irgendwie wieder zusammenzusetzen...und während du das sagst, erwartest du ernsthaft, dass ich dich als Bedrohung wahrnehme?"

Ein leises, fast amüsiertes Lachen.

"Das Einzige, was ich gerade sehe, ist ein Mann, der sich selbst erklären muss, warum er überhaupt noch hier draußen steht."

Er bleibt stehen, hebt leicht den Titel an.

"Und genau das macht das hier so unterhaltsam...weil du dir einredest, dass dich das gefährlich macht."

Ein leichtes, selbstsicheres Schmunzeln.

Ethan Page:
"Denn wenn jemand wie du hier rauskommt, in diesem Zustand, mit allem, was gerade auf deinen Schultern liegt...jemand, der offensichtlich wirklich ganz unten angekommen ist und wirklich nichts mehr hat, auf das er auch nur ansatzweise stolz sein kann...und sich dann trotzdem in diesen Ring stellt, dann bedeutet das nur eins: irgendwo da drin ist immer noch genug übrig, um gefährlich zu sein."

Er bleibt stehen, hebt den Titel leicht an.

"Und genau das will ich sehen."

Ein kurzer Blick durch die Crowd, dann wieder direkt zu Seth.

"Ich will sehen, ob da wirklich noch irgendetwas übrig ist...oder ob das hier einfach nur der Moment ist, in dem alle merken, dass der große Seth Rollins nichts weiter ist als ein Mann, der sich selbst verloren hat und jetzt verzweifelt versucht, so zu tun, als hätte er noch alles unter Kontrolle."

Ein kleines, kaltes Grinsen.

"Also lass uns das doch ganz einfach machen..."

Er deutet auf den Titel.

Ethan Page:
Du bekommst genau das, was du offensichtlich suchst - einen klaren, sauberen Kampf, ohne Ablenkung, ohne Chaos, ohne irgendetwas, hinter dem du dich verstecken kannst...nur du und ich, damit wir beide herausfinden, ob hinter all dem Gerede noch irgendetwas steckt."

[Bild: Screenshot-2025-05-18-184213.png]

Ein kurzer Moment, in dem die Spannung steigt. Seth Rollins starrte Ethan Page lange an. Die Arena wartete gespannt, doch statt der erwarteten Wut oder dem alten Feuer blieb sein Gesicht eine Maske aus Erschöpfung und Bitterkeit. Er atmete schwer, verzog leicht das Gesicht, als die Rippen bei der Bewegung protestierten, und hob das Mikrofon schließlich langsam an.

SETH ROLLINS: "Du willst mich, Ethan? Du willst einen sauberen Kampf… nur du und ich, um das Gold da? Warum ich, warum jetzt? Weil mein Name ihn wieder relevant macht, deinen Titel und vielleicht auch dich? Oder glaubst du ich wäre jetzt der erwartet leichte Gegner?"

Er lachte leise, aber es klang nicht amüsiert, es klang müde. Erschöpft. Fast resigniert. Wahrscheinlich würde niemand aus dem C2C Roster so reagieren.

SETH ROLLINS: "Weißt du… vor ein paar Monaten hätte ich dich dafür ausgelacht. Hätte dir gesagt, dass ich dich mitten in Paris auseinandernehme und danach mit deinem Westcoast Title tanze. Aber heute… heute stehe ich hier und kann nicht einmal mehr so tun, als wäre ich dazu in der Lage."

Seth senkte den Blick für einen Moment auf den Boden des Rings, dann schaute er wieder hoch. Seine Augen wirkten dunkel und leer.

SETH ROLLINS: "Ich bin kaputt, Ethan. Nicht nur körperlich. Dijak hat mir die Rippen und den Kopf bearbeitet, aber das war noch das Einfachste. Das Schwierigste sind die Dinge, die danach kamen. Die Ohrfeige von Becky. Die Worte, die wir uns an den Kopf geworfen haben. Die Stille danach. Die Stimmen in meinem Kopf. Ich schlafe kaum noch. Ich sehe jeden Morgen in den Spiegel und erkenne den Mann nicht mehr, der da zurückschaut."

Er machte einen kleinen Schritt zurück, weg von Ethan.

SETH ROLLINS: "Du siehst einen gebrochenen Mann und denkst, das macht mich gefährlich. Aber ich sage dir die Wahrheit: Im Moment macht es mich einfach nur… unbrauchbar. Ich weiß gerade selbst nicht, wer ich bin. Und solange ich das nicht weiß, werde ich ganz sicher nicht in diesen Ring steigen und gegen jemanden wie dich antreten."

Die Menge reagierte mit überraschtem Raunen und vereinzelten enttäuschten Rufen. Seth schüttelte langsam den Kopf und fuhr fort, die Stimme rau und schwer.

SETH ROLLINS: "Ich lehne ab. Nicht weil ich Angst vor dir habe. Sondern weil ich gerade genug damit zu tun habe, nicht komplett auseinanderzufallen. Ich muss erst wieder herausfinden, was von mir übrig ist… und ob Becky und ich noch irgendetwas retten können. Dein schöner, sauberer Kampf? Den bekommst du nicht. Nicht heute. Nicht jetzt."

Er trat noch einen Schritt zurück und schaute Ethan direkt in die Augen. Für einen kurzen Moment flackerte etwas von dem alten Seth auf, nicht genug für ein Match, aber genug für eine Warnung.

SETH ROLLINS: "Und wenn du denkst, das macht dich stärker oder mich zu einer leichten Beute… dann irrst du dich gewaltig. Denn wenn der Tag kommt, an dem ich wieder klar im Kopf bin… dann komme ich zu dir. Doch nein… Nein… Du kommst zu mir. Zeigst was dein Wort wert ist. Und du bekommst dein sauberes Match, ohne Chaos, ohne Ablenkung."

Langsam ließ er das Mikrofon herab. Hier entstand kein Mic-Drop-Moment, keine Punchline die man morgen auf Social Media sehen würde. Hier sah man einen schwer gezeichneten Mann, der nur darum kämpfte, sich selbst zu finden.
Ethan bleibt noch einen Moment direkt vor Seth stehen. Der Blick wandert kurz über die Blessuren in dessen Gesicht, über das Tape an seinem Körper, bevor sich langsam dieses arrogante, fast mitleidige Schmunzeln auf seine Lippen legt.

Ethan Page:
"Siehst du...genau das meine ich. Du stehst kaum noch gerade, aber trotzdem glaubst du noch, Bedingungen stellen zu können."

Ein leises Schnauben.

Ethan Page:
"Wenn ich entscheide, dass du bereit bist...dann bekommst du dein Match."

Die Worte bleiben kurz in der Luft hängen. Dann greift Ethan langsam in die Tasche seiner Jacke, zieht etwas heraus und drückt es Seth beim Vorbeigehen beiläufig gegen die Brust.

Ethan Page:
"Bis dahin...konzentrier dich erstmal darauf, nicht auseinanderzufallen."

Ohne weiter stehen zu bleiben geht Ethan an ihm vorbei, steigt durch die Seile und macht sich langsam auf den Weg die Rampe hinauf.

Erst einige Sekunden später senkt sich Seths Blick auf das, was Ethan ihm gegeben hat.

Eine kleine Dose Painkiller.

Oben auf der Stage bleibt Ethan noch einmal kurz stehen, den Westcoast Title über der Schulter, während sich dieses selbstzufriedene Grinsen erneut auf seinem Gesicht zeigt.

Dann verschwindet er hinter dem Vorhang und die Kameras blenden aus.

[Bild: 3.jpg]

Der Titan Tron springt wieder an und zeigt neue Impressionen aus dem Backstage Bereich. Dieses Mal wird eine Frau gezeigt, die gerade unterwegs ist. Letzte Woche hatte sie noch ein Match im Wembley Stadion, während sie heute eine Pause bekommt. Bobbi Tyler, meine Damen und Herren! Die Reaktionen in der Halle sind gemischt, wobei die negativen Rufe in der Überzahl zu sein scheinen. Man merkt, dass wir nicht mehr in England sind, wo Bobs die letzten Wochen einen Heimvorteil genossen hat. Entweder hört die Blondine die Fans nicht oder sie ignoriert diese gekonnt. Seelenruhig geht sie ihren Weg. Sie trägt Cargohosen im Camouflage Look und ein Oversized Shirt, auf dem das Logo der Band „The Ramones“ abgebildet ist. Die langen, blonden Haare sind zu zwei festen Zöpfchen gebunden. Augen und Lippen sind violett geschminkt. In der rechten Hand hält Bobbi ihr Smartphone fest und wirft immer wieder einen Blick auf das Display.

Tyler sucht hier jemanden. Eine Person, mit der sie eigentlich vergangene Woche abschließen wollte, es aber nicht geht. Die Rede ist von Fallon Henley, mit der sie, seit ihrem Comeback, Probleme hatte und diese in ihr Match mündeten. Eigentlich sollte Bobbi froh sein, dass sie gewonnen hat. ABER…direkt nach dem Match hatte sie gesehen, dass Rhea Ripley hinter Bobbi’s Rücken Fallon niedergeschlagen hatte. Das nervt die Blonde, da sie sich so um ihren Wembley Moment betrogen fühlt. Rhea deswegen zu konfrontieren kam der Britin noch nicht in den Sinn. Aufgrund der Vergangenheit zwischen Ripley und Stevie Turner scheut sie sich ein wenig davor. Zudem erscheint es ihr wichtiger die Angelegenheit mit ihrer letztwöchigen Gegnerin zu klären.

Durch den Tipp eines Backstage Mitarbeiters weiß Tyler, wo sich das Country Girl aufhalten soll. Und siehe da…sie biegt an einer Kreuzung ab und kommt in einen etwas größeren Raum, in dem mehrere große Kisten stehen. Auf einer dieser sitzt Fallon. Zumindest vermutet Bobbi, dass das brünette Häufchen Elend, das zusammen gekauert da sitzt und die Hände vor das Gesicht hält, Henley sein muss.

bobbi.tyler: Oi, Henley!

…ruft sie der Amerikanerin entgegen und zuckt kurz zusammen, als diese sie anstarrt. Fallon’s Haare sind zerzaust, die Augen gerötet und leicht aufgequollen. Henley muss kurz blinzeln, aber als sie erkennt, wer nach ihr ruft, verzieht sie ihr Gesicht.

Fallon Henley: Was willst du? Verzieh dich!

…zischt sie der Engländerin entgegen. Diese hebt nur beide Hände in die Höhe. Dass sich Fallon nicht gerade über Auftauchen freuen würde, war Bobbi klar. Aber sie hätte nicht gedacht, dass sich Henley in so einem Zustand befindet.

bobbi.tyler: Woah, alles gut? Hast du geweint? Doch nicht wegen dem Match letzte Woche?

Was die ehemalige Stevie Turner natürlich nicht weiß: Vorhin hatte Drew McIntyre Fallon endlich gebeichtet, dass er Liv Morgan geküsst hat. Das hatte das Country Girl den Boden unter den Füßen weggezogen und sie ordentlich „gefickt“. Wütend hatte sie dem Schotten eine geknallt und war dann weggelaufen. Jetzt wissen wir, wo die Brünette gelandet ist.

bobbi.tyler: Okay, auch egal! Ich kann mir gerade auch schöneres vorstellen, als mit dir zu labern. Aber es muss sein und ich halte mich auch kurz. Gut, geht um unser Match und um den Eingriff von Rhea, der…

Fallon Henley: Ach, darum geht es also? Willst du mir noch unter die Nase reiben, wie toll du und deine Kumpeline Rhea mich hinters Licht geführt haben?

Mit einem recht schroffen Unterton in der Stimme unterbricht Fallon die Blondine, wobei sie diese dazu bitterböse ansieht. Da macht sich das Country Girl schnell ein Bild und bringt Bobbi und Rhea unter einen Hut. Sie weiß, dass Bobbi, beziehungsweise, Stevie damals mit Ripley abhing und sogar Teil ihres War Games Teams von vor zwei Jahren war. Daher alles klar! Bestimmt war Rhea die Verbindung eh recht, da Fallon sich paar Stunden davor mit der Australierin angelegt hatte. So einfach ist es aber nicht, was man auch am Ausdruck der Britin erkennen kann, die pikiert wirkt.

bobbi.tyler: Was? Nein, nein, nein! Da verstehst du was falsch! Ich hab‘ mich ganz bestimmt nicht mit Rhea abgesprochen. Ich hatte keine Ahnung, dass sie eingreift und…

Wieder wird Tyler mitten im Satz unterbrochen, da Fallon auflacht. Komplett ohne Freude und voller Sarkasmus.

Fallon Henley: Klaaaaar! Natürlich! Wem willst du hier solche Märchen auftischen? Ich soll dir glauben, dass du nicht wusstest, dass Rhea auftauchen wird? Verarschen kann ich mich alleine. Ich…ich…verpiss‘ dich endlich, ja?

Bobbi hatte zumindest kurz für eine „willkommene“ Ablenkung gesorgt. Dann kommt mit einem Schwung wieder der ganze Schmerz hoch. Drew, die Beichte und dieses absolut miese Gefühl, plötzlich ganz alleine zu sein. Fallon bemüht sich die Tränen zu unterdrücken. Gerade vor Bobbi Tyler will sie diese Schwäche nicht zeigen. Sie dreht sich sogar etwas von der Britin weg und will dieser signalisieren, dass sie eigentlich nicht weiter mit ihr reden will. Nur zeigt die Jüngere da nicht so großes Verständnis. Hörbar atmet sie aus und rollt mit den Augen. Das hatte sich Bobs leichter vorgestellt…und so langsam ist sie von Fallon’s abblockender Art genervt.

bobbi.tyler: Hrmpf…nochmal! Ich wusste NICHTS von Rhea’s Plänen. Ich bin nur hier um…

Fallon Henley: MIR EGAL, WARUM DU HIER BIST!

Da platzt es aus dem Country Girl heraus. Voller Wut und Schmerz, den Frust abbauend. Auch wenn Bobbi nichts für die Drew/Liv Thematik kann, muss sie nun als Blitzableiter herhalten. Interessant wenn man bedenkt, dass das ein Spiegelbild zu den ersten Treffen der beiden Frauen ist. Da war es Bobbi, die ihre innere Wut an Fallon ausgelassen hat.

Fallon Henley: Pf, wahrscheinlich hast du Rhea auch um Hilfe gebeten, damit du nicht wieder ein Match verlässt, weil du irgendeine Panikattacke bekommst.

Uuuuuhhh, das hat gesessen! Bobbi’s Augen weiten sich und ein Schauer durchfährt ihren Körper. „Irgendeine Panikattacke“ klingt in ihren Ohren so verdammt abwertend. Da reagiert die Britin sofort empfindlich, da sie das als Verharmlosung ihrer Vergangenheit ansieht. Auch wenn das schwachsinnig ist, da Fallon wiederrum nicht wissen kann, was in der Blonden vor sich geht. Bobs presst die Lippen zusammen und atmet durch die Nase ein und aus. Ihre Hände verkrampfen sich, wobei sich die seitlichen Knöpfe ihres Handys in ihre Haut bohren. Gerne würde sie Fallon dafür eine verpassen und auf sie losgehen. Aber soweit kann sie sich zusammenreißen. Nein, das ist es ihr nicht wert. Das ist Henley ihr nicht wert!

bobbi.tyler: Ganz ehrlich? Fick dich, Fallon! Du redest von Sachen, von denen du keine Ahnung hast, was sie mit mir gemacht haben. Nächstes Mal schlage ich dir dafür alle Zähne aus!

Wäre Fallon voll bei der Sache, würde sie darüber nachdenken, von welchen „Sachen“ Bobbi hier redet und das dahinter steckt. Gerade will sie sich nur weiter in ihr Schneckenhäuschen verkriechen. So zieht sie beide Beine an sich heran und legt das Kinn auf den Knie ab.

bobbi.tyler: Ich wollte einfach nur sagen, dass ich wirklich nicht wusste, dass Rhea eingreift und dass mich das selbst extrem nervt. Und ich wollte dir ein weiteres Match vorschlagen, wo wir, ohne Eingriffe von außerhalb, alles klären. Aber da du ja lieber so zickig und trotzig bist, nehme ich das zurück! Jetzt stehe ich zu diesem Sieg und genieße ihn in vollen Zügen. Ist es mein verdammtes Problem, dass du dumm genug bist, um dich mit Rhea bloody Ripley anzulegen? Nope, is‘ nicht mein verdammtes Problem! Leb‘ damit! Ich hab‘ dir nur noch eins zu sagen…LOOOOOOOOOOOOOOOOSER! HAHAHA!

Die Blondine beugt sich mit dem Oberkörper leicht nach vorne und formt mit der freien Hand ein „L“, das sie an ihre Stirn hält. Hämisch lacht sie Fallon noch aus. Diese ist schon so verletzt genug, so dass noch mehr weh tut, als es sonst wohl der Fall wäre. Hätte sie etwas in greifbarer Nähe, würde sie das nach Tyler werfen. Dem ist nicht so. Henley kann langsam nicht anders und weitere Tränchen bilden sich in den Augen. Wieder denkt sie an Drew und was er hinter ihrem Rücken getan hatte. Sie zieht sich noch mehr zusammen und schluchzt auf. Bobbi grinst über beide Ohren und fühlt sich auch noch gut bei diesem Anblick. Sie zeigt Fallon noch einen Mittelfinger, auch wenn diese das nicht mehr realisiert. So dreht die Blondine ab und geht langsam davon. Jedoch, umso weiter sie sich von Henley entfernt, umso schwächer wird das Grinsen und umso geringer wird die Schadenfreude. Nochmal ein paar Schritte weiter sieht Bobs über die Schulter. Das Country Girl hatte offensichtlich seelische Schmerzen, die wohl nicht unbedingt etwas mit dem Wembley Match und Rhea Ripley zu tun haben. Oh, Bobbi Tyler kann sich sehr gut vorstellen, wie sich Fallon nun wohl fühlt. Warum macht sie sich darüber Gedanken? Sie wollte sich doch gar nicht mehr um die Gefühle anderer Menschen scheren.

bobbi.tyler: Komm‘ schon, kann dir doch egal sein, was mit ihr ist.

Da rügt sie sich selbst. Aber ist es ihr so egal? Warum wird sie, wenn auch nur ganz kurz, von einem Gefühl besucht, nochmal zu Henley zu gehen, um sich für ihr Verhalten zu entschuldigen?

bobbi.tyler: Gosh Bobs! Du bist wohl zweimal zu oft auf den Kopf gefallen.

Man kann auch mal über sich selbst den Kopf schütteln. Da zwingt sie sich, den Blick endgültig von Fallon zu lösen. Vielleicht macht sie schon Feierabend und chillt lieber auf ihrem Hotelzimmer. Ja, ist gerade gar nicht so verkehrt. Bobbi geht schließlich weiter, während die Kamera nochmal die traurige Fallon zeigt. Fade off.

[Bild: 3.jpg]

Becky Lynch stürmte durch die engen Gänge der Pariser Arena wie eine Frau auf dem Kriegspfad. Ihre Schritte waren schnell und entschlossen, die Fäuste geballt. Die weiße Top klebte leicht an ihrer Haut, die braune Lederhose raschelte bei jeder Bewegung. Sie hatte das Mikrofon längst weggelegt, aber die Wut aus ihrer Promo brodelte noch immer heiß in ihrer Brust. „Wo zur Hölle bist du, du feige Bitch?“, murmelte sie vor sich hin, während sie Türen aufriss und in verschiedene Räume schaute. Einige Crew-Mitglieder wichen ihr hastig aus. Niemand wagte es, sie anzusprechen. Sie bog um eine Ecke in den Produktionsbereich, schaute hinter ein paar Equipment-Kisten und in einen leeren Catering-Raum. Nichts. Skye Blue blieb verschwunden. Knurrend hallte ihre Stimme durch die Gänge wie ihre Schritte.

BECKY LYNCH: "Komm schon… zeig dich. Ich weiß, dass du hier irgendwo bist. Du kannst dich nicht ewig hinter deinem großen Haustier verstecken."

Sie ging weiter, tiefer in den weniger beleuchteten Teil des Backstage-Bereichs. Die hellen Neonlichter wurden spärlicher. Hier lagerten alte Kulissen, Kabelrollen und vergessene Requisiten. Die Luft war kühler, fast stickig. Becky verlangsamte ihre Schritte kaum. Ihr Herz schlug hart, aber nicht vor Angst, vor purem Adrenalin und dem brennenden Verlangen, Skye Blue gegenüberzustehen.

[Bild: 8ad51e707ac39310625bc987331306f4d392f736.pnj]

Sie bog scharf nach links in einen schmalen, nur schwach beleuchteten Korridor ein. Die Deckenlampen flackerten leicht, eine von ihnen war defekt und warf unruhige Schatten an die Wände. Hier hinten war es deutlich dunkler. Die Geräusche der Arena drangen nur noch gedämpft herüber. Becky blieb kurz stehen und schaute sich um. "Skye!", rief sie laut. Ihre Stimme hallte unheilvoll von den Wänden wider.

BECKY LYNCH: "Ich weiß, dass du hier bist! Komm raus und stell dich wie eine Frau!"

Keine Antwort. Sie ging tiefer in den Korridor hinein. Ihre Sneaker quietschen auf dem glatten Betonboden. Die Schatten wurden länger, jetzt nahm auch sie ihre Sonnenbrille ab.. Am Ende des Ganges schien eine Tür zu sein, halb offen. Becky kniff die Augen zusammen und ging entschlossen darauf zu. Plötzlich, nur wenige Meter vor ihr, löste sich eine riesige, dunkle Silhouette aus dem Schatten: Dijak.

Der zwei Meter große Mann stand vollkommen regungslos da, die Arme verschränkt, das Gesicht halb im Dunkeln. Nur seine Augen reflektierten das schwache Licht der flackernden Lampe. Er trug seine Ringklamotten, die Schultern wirkten in dem engen Gang noch massiger und bedrohlicher. Becky blieb abrupt stehen. Nur wenige Schritte trennten sie voneinander. Für einen kurzen Moment sagte keiner ein Wort. Die Spannung war greifbar, fast erdrückend. Becky hob langsam das Kinn, zeigte keine Angst, auch wenn ihr Puls raste und sie instinktiv zurückweichen wollte. Sie starrte direkt in Dijaks kalte Augen. Ihre Stimme war leise, aber scharf wie eine Klinge.

BECKY LYNCH: "Na sieh mal einer an… das Schoßhündchen persönlich.
Wo ist sie, Dijak? Wo versteckt sich deine kleine Diebin? Sag ihr, sie soll rauskommen. Ich habe keine Lust mehr auf dieses Katz-und-Maus-Spiel. Ich will meinen Titel zurück und ich will es jetzt.
"

Dijak bewegte sich keinen Millimeter. Er schaute einfach nur auf sie herunter, ein leichtes, fast amüsiertes Zucken um seine Mundwinkel. Die Stille zog sich in die Länge. Man hörte nur das leise Summen der defekten Lampe und Beckys kontrollierte Atemzüge. Sie machte einen halben Schritt nach vorne, trotzig, provozierend.

BECKY LYNCH: "Was ist? Willst du mich auch noch aufhalten? Willst du mir drohen? Dann mach schon. Ich habe keine Angst vor dir. Nicht heute. Nicht nach allem, was ihr beiden mir genommen habt."

Sie ballte die Fäuste fester, ihre Augen funkelten gefährlich.

BECKY LYNCH: "Aber eins sag ich dir… wenn du oder deine Partnerin denkt, dass ich einfach so aufgebe, dann kennt ihr The Man schlecht. Ich werde nicht ruhen, bis ich diesen Titel zurück habe. Und wenn ich dafür durch dich hindurch muss… dann werde ich das verdammt nochmal tun."

Dijak neigte leicht den Kopf. Ein tiefes, leises Knurren kam aus seiner Brust, kein echtes Wort, eher eine Warnung. Die Luft im Korridor schien noch dicker zu werden. Becky wich keinen Zentimeter zurück. Sie stand weiterhin direkt vor dem riesigen Mann, das Kinn hoch erhoben, bereit für alles, was kommen mochte. Gedanklich schrie sie sich regelrecht an, wollte Intuitiv Abstand gewinnen. Und genau in diesem Moment realisierte sie, dass sie alleine war. Mochte er auch noch so hitzköpfig und verloren sein, aber er war nicht da. Kein Seth und somit auch kein Backup für Becky.

Dijak ließ seinen Blick nicht von Becky ab. Wenn der Hüne könnte, könnte er Becky sehr einfach zusetzen. Aber dafür hatte er keinen Grund. Die Irin wirkte nach Außen hin tough, zeigte keine Angst. Aber Dijak konnte spüren, das es im Inneren der Irin alles andere als wohlig war. Letzte Woche beim Special hatte Becky ihren Shine Titel an Skye verloren, in einem Tag Team Match. Neben dem Titel hatte sie auch Seth verloren und ohne Rollins an ihrer Seite wirkte Sie sehr angreifbar. Dijak sagte kein Wort, eher fing er an, Becky langsam von oben nach unten zu mustern. Erst dann konnte man ein kurzes Schmunzeln beim Hünen erkennen. Dann tritt er einen Schritt auf Becky zu, die in diesem Moment kurz zusammenzuckt.

Dijak
"Du willst zu Skye? Was hindert dich daran? Sie ist hier, sie sieht dich. Aber du kannst sie nicht sehen. Wie fühlt es sich an, Dinge zu verlieren, die einem wichtig sind?"

Dijak stand nun direkt vor ihr, viel zu nah. Sein massiger Körper schien den ohnehin schon engen Korridor noch enger zu machen. Becky spürte die Wärme, die von ihm ausging. Ihr Puls raste, doch sie zwang sich, nicht zurückzuweichen. Sie hob das Kinn noch höher, starrte ihm direkt in die Augen und lachte ihm kalt ins Gesicht. Ein Lachen, das eher wie ein Knurren klang.

BECKY LYNCH: "Ach, jetzt redest du plötzlich? Wie süß. Der große, stumme Riese hat eine Stimme."

Sie trat noch einen halben Schritt näher, obwohl jede Faser ihres Körpers sie anschrie, Abstand zu halten. Der zynische, bissige Kommentar. Eine typische Art, wenn Becky nur so vor aufgestauter Wut sprudelte. Ihre Stimme wurde leiser, giftiger.

BECKY LYNCH: "Du fragst mich, wie es sich anfühlt, Dinge zu verlieren, die einem wichtig sind? Ernsthaft?"

Becky stieß ihm mit dem Zeigefinger hart gegen die Brust. Einmal. Zweimal. Es fühlte sich an, als würde sie gegen eine Wand schlagen. Fast unmenschlich, welche bedrohliche Ausstrahlung Dijak versprühte. Die wenigen Worte, die er äußerte, trafen wie Giftpfeile.

BECKY LYNCH: "Ich habe letzte Woche in London alles verloren, was mir etwas bedeutet hat. Meinen Titel. Meinen Stolz. Und den einzigen Menschen, der mir in diesem ganzen verdammten Chaos noch etwas gegeben hat. Und das nur, weil du und deine kleine blaue Schlampe genau im richtigen Moment zugeschlagen habt."

Ihre Augen brannten vor Wut, aber darunter lag etwas Dunkleres, dieser tiefe Schmerz.

BECKY LYNCH: "Also spar dir dein billiges Psychogerede. Du bist kein Philosoph. Du bist nur der große, dumme Bodyguard, der für sie die Drecksarbeit macht. Und jetzt sag mir, wo sie ist, bevor ich wirklich die Geduld verliere."

?: "Ich bin hier!"

Da ertönt eine "zuckersüße" Stimme aus der entgegen gesetzten Richtung, so dass sich The Man umdrehen muss. Da steht sie nun - Skye Blue! Die Haare sind zu einem strengen Zopf gebunden, dazu ein schwarzes Korsett und ein Rock, der knapp unter ihrem Hintern endet. Dazu schwere, schwarze Boots. Am auffälligsten ist das goldene Ding, was sie auf ihrer Schulter hält - der c2c Shine Championship! Zunächst hatte Skye Blue diesen gestohlen und bei sich aufbewahrt. Nun, seit dem vergangenen Montag, darf sie ihn ganz offiziell mit sich rumtragen. Sie hatte das Chaos im Tag Team Match schamlos ausgenutzt und konnte Lynch pinnen. Jetzt ist die Irin aufgebracht und will den Belt zurück. Skye genießt die bisherige Show und freut sich darüber, dass Becks ihre Wut so angestaut hat.

skye blue: "Hihihi...ich würde ja wirklich gerne sehen, wie du du Geduld verlierst. Am besten hier und jetzt...meinst du nicht auch! Du willst doch loswerden, was in dir brodelt. Willst deinen Gelüsten nachgeben, nicht wahr? Nur zu...ich werde mich nicht wehren! Vielleicht ein wenig beißen und kratzen, wenn es dir gefällt."

Da wirft sie der Irin noch einen Luftkuss zu und leckt sich die Lippen. Man kann es ihr sogar glauben, dass sie sich wirklich nicht zu Wehr setzt, sollte sich Becky nicht mehr unter Kontrolle haben. Ob das für Dijak auch gilt? Das abzuwägen macht die Situation nicht gerade leichter für The Man. Der Dark Phoenix gibt sich hier selbstbewusst und wenig besorgt. Lächelnd stapft sie weiter auf Becks zu. Zärtlich streichelt sie über den Titel und leckt auch einmal die kühle Platte. Klar, das soll Lynch weiter provozieren.

skye blue: "Ich pass' auf unser Baby auf, keine Sorge! Ich nenne es...Roux! Hihihi! Wie findest du den Namen für das goldene Schätzchen."

Ganz unschuldig kichert Syke vergnügt in den Raum hinein und erwähnt mal so nebenbei, dass sie das "Baby", also den Titel, ganz zufällig so wie Becky's Tochter nennen möchte. Ohje, die Irin soll definitiv hart an ihre Grenzen gepusht werden. Becky starrte sie an. Ihr gesamter Körper war zum Zerreißen gespannt. Ihre Halsschlagader pulsierte. Für einen kurzen Moment sah es so aus, als würde sie gleich explodieren und Skye einfach anspringen und selbst den langersehnten Brawl vom Zaune brechen. Doch… dann atmete sie tief ein, ballte die Fäuste so fest, dass die Knöchel weiß hervortreten und die Finger knacken. Ein kaltes, gefährliches Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus.

BECKY LYNCH: "Du bist wirklich so eine armselige, kleine Psychopathin, oder? Stehst da mit dem Titel auf der Schulter und führst dich auf wie ein billiger Horrorfilm-Verschnitt."

Einen weiteren schritt machte Becky letztlich auf Skye zu, bedrohlich schnell. Kurz blickte sie über die Schulter, ob das Unheil hinter ihr irgendwelche Ansätze wagte, aber Dijak blieb störrisch ruhig stehen. Ihre Aufmerksamkeit wandte sich wieder zu Skye… Nein, genau genommen zu dem goldenen Titel aus weißem Leder, eh sie erst dann wieder ihr gegenüber fixierte mit den Augen einer Raubkatze.

BECKY LYNCH: "Du nennst ihn ‚Roux‘? Ernsthaft? Du wagst es, den Namen meiner Tochter in den Mund zu nehmen, während du diesen Titel, meinen Titel, wie eine Trophäe spazieren trägst?"

Ihre Stimme wurde leiser, aber jedes Wort schnitt wie eine Rasierklinge durch die Luft. Die Kombination von Skye’s Darbietung machte es gerade für Becky unheimlich schwer. Oh, sie wollte sich vergessen. Sie wollte alles tun, um diese innere Wut loszuwerden. Hier, im Ring, ganz egal wo… Es war der letzte Funken an Vernunft, der sie noch zurückhielt und davon abhielt eventuell so zu werden wie Seth gerade?

BECKY LYNCH: "Weißt du, was dein Problem ist, Skye? Du bist nicht mutig. Du bist nur ein feiges, kleines Mädchen, das sich stark fühlt, weil ein Riese hinter ihr steht. Du brauchst Dijak, damit er dir den Rücken freihält. Du brauchst Ablenkungen. Du brauchst Chaos. Weil du tief in deinem Inneren genau weißt, dass du in einem fairen Match keine drei Minuten gegen mich überleben würdest."

Becky trat noch näher an Syke heran. Ein letzer Schritt, bis nur noch eine halbe Armlänge zwischen ihnen lag. Sie senkte die Stimme zu einem bedrohlichen Flüstern und sah ihr direkt in die Augen.

BECKY LYNCH: "Du willst, dass ich die Kontrolle verliere? Dass ich dich hier und jetzt attackiere, damit du wieder als armes, unschuldiges Opfer dastehen kannst? Vergiss es. Ich bin nicht mehr die Frau aus London. Ich bin nicht mehr ablenkbar."

Sie streckte die Hand aus und tippte mit dem Zeigefinger hart gegen die goldenen Center Plate des Titels auf Skyes Schulter.

BECKY LYNCH: "Dieses Gold da? Das kommt zurück zu seiner rechtmäßigen Besitzerin. Und wenn ich es mir holen muss, indem ich zuerst dich und danach deinen Schoßhund durch diese Arena prügle, dann werde ich genau das tun. Aber nicht heute. Nicht hier im Dunkeln, wo du dir deine kleine perfide Show abziehen kannst."

Becky lächelte kalt und trat einen Schritt zurück, den Blick fest auf Skye gerichtet. Dabei strahlte sie eine Mischung aus Verachtung und purer Entschlossenheit aus.

BECKY LYNCH: "Genieß die Zeit mit 'Roux'. Genieße die Zeit die du mit träumen verbringst, wie ich über dir liege und… Sie ist kurz. Und wenn ich mit dir fertig bin, wirst du nicht mehr lächeln. Dann wirst du nicht mehr kichern. Dann wirst du nur noch wissen, wie es sich anfühlt, wenn The Man dir wirklich alles nimmt."

Andere wären jetzt sicher verängstigt oder zumindest verunsichert. Eine Becky Lynch in diesem Modus ist für Jede und Jeden eine Gefahr. Da sollte man zukünftig lieber zweimal über die eigene Schulter schauen. Skye jedoch...ist wieder Skye! Vergnügt wippt sie auf ihren Ballen auf und ab und leckt sich mit der Zunge über ihre Zähne, während sie Becks zuhört. Eine Freude blitzt in ihren Augen auf. Ohja, so möchte sie ihre Becky Lynch haben. Jede zornige Blicke, jede Drohung durchfährt Blue wie ein Blitz. Und der Dark Phoenix liebt das! Mit der freien Hand streicht sie erneut über den Titel und fährt weiter bis zu Becky's Gesicht. Dort hält sie kurz an, streckt den Zeigefinger aus...und berührt mit einem "Yoink!" die Nase der Irin Kichernd zieht sie die Hand wieder zurück.

skye blue: "Hihihi...ich möchte wirklich wissen wie es sich anfühlt, wenn The Man mich nimmt! Und zwar so richtig...hihihi! Hhhhmmmm...mir gefällt diese wilde Raubkatze, die bereit ist ihre Krallen in mich zu rammen! Jaaa...dann halte ich definitiv keine drei Minuten durch, bis ich auf Wolke 7 schwebe!"

Da steckt weiteres Kalkül dahinter, dass sie Drohungen von Becky aufnimmt und diese als eigene, psychologische Waffe einsetzt. Skye muss sich etwas strecken, so dass sie noch näher an die Rothaarige herankommt. Und zwar so, dass ihr Mund fast direkt neben Becky's Ohr auftaucht.

skye blue: "Du kannst mich gerne armselig nennen...oder feige! Bitte...beleidige mich! Nenne mich Miststück, Schlampe oder Schlimmeres! Leg mich in Ketten, behandle mich wie deine Leibeigene! Bestrafe mich...belohne mich! Gib mir ein Halsband und mach' mich zu deinem Haustier! Zwing mich dazu, deinen Namen ehrfürchtig in die Nacht zu schreien! Mach' mit mir, was immer du willst! Biiiiiitte...ich flehe dich an! Ich will mich schwach fühlen, während dein Zorn über mich hereinbricht! Nur...tue es und rede nicht nur! Sonst muss ich zu meiner zweiten Leidenschaft übergehen!"

Ihre zweite...Leidenschaft? Der Tonfall in Skye's Stimme ändert sich. War er zunächst samtig und bittend, wird er nun dunkel und drohend! Blue zieht ihren Kopf wieder zurück und legt diesen leicht auf die rechte Seite! Ihre Mimik ist kalt, wie eingefroren.

skye blue: "Ja, ich sehne mich nach Schmerzen und Unterdrückung! Ich will die eine Person finden, die mich als Besitz an sich reißt! Nur...ich liebe es auch, andere Menschen leiden zu lassen und sie zu quälen! Und so langsam weckst du auch dieses Verlangen in mir, Becky! Schau'...du stehst zwischen mir und dem großen und mächtigen Dijak! Sonst ist Niemand da, der dir helfen oder dich retten könnte! Selbst dein Seeeeeeth nicht, naaaaw! Keiner wird deine Schreie hören...oder deine Knochen, wie sie brechen, während sich deine Lunge mit Blut füllt. Auf jeden Fall...einer von uns Beiden wird dich gehen lassen, ohne dass dir etwas passiert! Der Andere...oder die Andere...wird es nicht tun! Dann wird Niemand wissen, was mit Becky Lynch passiert ist. Ich sage nicht, wer wer ist! Hihi!"

Wieder kichert der Dark Phoenix...doch es klingt weitaus gefährlicher und bedrohlicher als zu vor. Skye beißt sich sanft auf den rechten Zeigefinger und zuckt mit den Schultern. So langsam sollte sich die Irin auf das Schlimmste einstellen. Vielleicht spielt die Shine Championesse mit ihr. Vielleicht meint sie das auch ernst! Blue geht einen Schritt zurück und breitet die Arme aus, wobei der Titel regelrecht auf ihrer Schulter kleben bleibt.

skye blue: "Oder vielleicht lassen wir dich so oder so gehen, da ich sonst den Spaß zwischen uns vermissen würde! Hihihi...ich weiß selbst noch nicht, was ich in zwei Minuten tue! Aber eins weiß ich...wenn dir etwas zustoßen wird, Becky, dann verspreche ich dir, dass ich Seth eine gute Frau sein werde. Und der anderen Roux eine gute Mutter! Jaaaa...ich werde sie auch ganz fest an mich drücken und ihr beibringen, dass man die Dunkelheit umarmen muss!"

Symbolisch drückt Skye den Belt fest an sich und grinst über beide Ohren, als wolle sie sich für den neuen "Smile" Film bewerben. Sie kann es einfach nicht lassen Becky mit ihrer eigenen Tochter zu triggern. Becky stand regungslos da. Ihr Körper war zum Zerreißen gespannt, der Kiefer hart angespannt, wie sie die Zähne aufeinander biss. Sie spürte, wie das Blut in ihren Ohren rauschte. Skyes Worte hallten in ihrem Kopf wider, besonders der Teil mit ihrer Tochter, Roux, mal wieder. Das war zu weit gegangen. Für einen kurzen, gefährlichen Moment flackerte pure, blinde Wut in ihren Augen auf. Ihre rechte Hand zuckte, die Finger krümmten sich, als wollten sie Skye am Zopf packen und gegen die Wand schleudern. Und… Nein. Nein, damit wäre sie in dieselbe Falle wie Seth geraten und wäre ihnen tatsächlich ausgeliefert. Becky atmete langsam und kontrolliert aus. Ein kaltes, berechnendes Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus. Sie neigte leicht den Kopf, fast amüsiert, und musterte Skye von oben bis unten, als wäre sie ein lästiges Insekt.

BECKY LYNCH: "Wow… du bist wirklich krank im Kopf, oder? Du stehst hier und bettelst förmlich darum, dass ich dich fertig mache. Dass ich dich demütige. Dass ich dich zu meinem 'Haustier' mache."

Leise lachte Becky auf. Ein dunkles, gefährliches Lachen, welches tief aus ihrer Brust kam. Selten ist sie auf eine solch manipulative, falsche Gestalt getroffen, wie Skye sie verkörperte.

BECKY LYNCH: "Weißt du, was wirklich traurig ist, Skye? Du redest von Ketten und Schmerz und wie sehr du es willst… aber in Wirklichkeit hast du panische Angst davor, dass ich dich in einem fairen Match einfach nur demontiere. Und die ganze Welt sieht, wie klein und schwach du eigentlich bist, wenn du nicht deinen großen Schatten hinter dir hast."

Sie trat noch einen halben Schritt näher, bis ihre Gesichter nur noch wenige Zentimeter voneinander entfernt waren. Skyes Drohung lag noch in der Luft, doch Becky verdrängte jeden einzelnen Gedanken daran. Die Wut war stärker in ihr und es war tatsächlich nur noch ein einziger seidener Faden, an dem ihre Vernunft sie zurückhielt. Becky senkte die Stimme zu einem eisigen Flüstern.

BECKY LYNCH: "Wie gerne würde ich dir den Gefallen tun und hier und jetzt über dich herfallen und dich mit allem, was ich habe… mit allem, was in mir brodelt, bearbeiten. Für jedes einzelne Mal, wenn du den Namen meiner Tochter in deinen verrotteten Mund genommen hast. Für jedes einzelne Mal, dass du Seth erwähnt hast und für jedes Mal, in dem du mir drohst… Es zeigt aber immer noch, dass du mich unterschätzt."

Langsam hob Becky die Hand und fuhr mit der Fingerkuppe leicht über die Erhebungen der goldenen Plate des Titels. Einzelne Fragmente reflektierten im flackernden Licht der defekten Neonröhren. Für eine Moment kehrte Ruhe zwischen den beiden Frauen ein. Jegliches Lächeln, mochte es auch noch so falsch sein, verschwand wieder.

BECKY LYNCH: "Dieses Gold hier, nenne es ruhig Roux, mach es zu deinem Baby. Bette es auf Samt, sei gut zu ihm, als wäre es dein eigenes Fleisch und Blut… umso grausamer wird es dann, wenn ich es aus deinen blutigen Krallen reiße. Oder ist das jetzt ein Kompliment für dich? Es wird nicht heute sein und auch nicht morgen. Nicht wenn du es dir so sehr wünschst. Sondern es wird passieren, wenn es dich am meisten zerstört. Wenn die ganze Welt zusieht und du dir dachtest, du hättest das Chaos im Griff."

skye blue: "Ich wurde bereits zerstört und neu geformt. Es gibt Nichts, mit dem du mir noch schaden könntest, Becky!"

Ein kleiner, indirekter Hinweis darauf, dass der Schwarzhaarigen etwas zugestoßen ist, was sie zu dieser Kreatur gemacht hat. Man erinnert sich kaum noch daran, dass es mal eine andere Skye gab...bis sie entführt wurde und nach längerer Zeit so, wie wir sie jetzt erleben, zurückkam. Blue lächelt weiterhin und gibt sich unbeeindruckt. Becky kann ihr weiter drohen...es wird den Dark Phoenix nur noch weiter antreiben. Auch dass Lynch hervorhebt, dass Skye ohne Dijak nichts wert wäre, entlockt dieser nur ein müdes Grinsen. Sie war schon Fallon Henley, Liv Morgan oder Drew McIntyre entgegen getreten, bevor Dijak die Hallen der c2c betreten hatte. Egal ob mit oder ohne Begleitung...die Irin muss Skye Blue stets auf der Rechnung haben.

skye blue: "Du redest und redest dich um Kopf und Kragen und glaubst, du könntest mich damit berühren oder mir gar Angst machen. Ein Jammer...wir hatten schon eine sooooo schöne Zeit miteinander und du verstehst es immer noch nicht! Trotzdem...mein Neugierde ist geweckt. Ich möchte wissen, wie du mich überraschen willst! Du darfst gehen...unbeschadet! Auf dass unser Wiedersehen für uns Beide umso schmerzhafter wird!"

Blue weicht leicht zur Seite und deutet Becks den Weg. Sie spricht da nur für sich. Sollte Dijak dennoch das Verlangen haben, Becky zu attackieren, wird die Schwarzhaarige ihn nicht daran hindern. Sein Weg, seine Entscheidung. Aber ein Blick zum Hünen reicht aus um zu wissen, dass auch er die Rothaarige gehen lassen wird. Ihre Blicke waren kalt und hart. Der Art von Staredown, den jeder Producer eigentlich im Ring sehen will. Nur dies hier war keine Hochglanz-Produktion, sondern etwas persönliches. Schließlich wendete sich Becky von Skye ab. Ein giftiger Blick ging zu Dijak rüber, eh sie sich an dem Dark Phoenix verbeischob. Ihre Schritte waren ruhig und kontrolliert zurück in den nächsten dunklen Korridor. Ohne jegliche Eile, es war keine Flucht, sondern ein Statement. Erst als sie um die nächste Ecke bog und außer Sichtweite war, lehnte sie sich gegen die kalte Wand, schloss die Augen und atmete zitternd aus. Ihr Herz raste immer noch. Die Wut war noch da, aber jetzt war sie kalt. Präzise. Tödlich. Die Frage war nur, lief Becky ebenso blindlings in ihr Verderben oder hatte Skye Blue gerade den größten Fehler ihres Lebens begangen?

[Bild: 2.jpg]

Das Coast 2 Coast Battle Coliseum liegt jetzt eine Woche zurück, und je mehr Zeit vergeht, desto klarer wird... Es war ein Abend voller großer Momente aber auch einer, der bewusst Fragen offen lässt. Das zentrale Gesprächsthema bleibt natürlich das Coast 2 Coast World Heavyweight Championship Match zwischen Kenny Omega und Roman Reigns. Auf dem Papier steht ein sauberer Sieg für Reigns, den "Tribal Chief". Doch wer das Match gesehen hat, weiß... Ganz so eindeutig war die Angelegenheit nicht.
Reigns hat einmal mehr seine größte Stärke ausgespielt... Kontrolle über das Chaos. Das Match war intensiv, physisch und von psychologischen Spielchen geprägt. Omega brachte seine typische Mischung aus Tempo, Technik und Risikobereitschaft ein und hatte mehrere Phasen, in denen er klar dominierte. Besonders seine Comeback-Sequenzen wirkten wie potenzielle Wendepunkte.

Aber genau hier liegt das Problem... Der Finish-Moment des Main Events! Je nach Interpretation war er mindestens "diskussionswürdig". Ob es der ein Griff von Jey Uso war oder das Bein auf dem Seil. Eine Grauzone im Regelwerk war viele Fans und Beobachter zweifeln, ob Omega wirklich klar besiegt wurde oder ob Reigns einmal mehr von äußeren Umständen profitiert hat. Paul Heyman hatte auch seinen Anteil daran, dass dieses Match nie wirklich ein "reines" Single Match blieb. Seine ständigen Versuche, Einfluss zu nehmen, haben das Geschehen subtil und manchmal ganz offen verschoben. Und genau das passt ins Bild, das man seit Jahren von Roman Reigns kennt... Dominanz im Ring aber immer mit einem Netzwerk, das im entscheidenden Moment den Unterschied machen kann. Eine Woche später ist die Lage deshalb alles andere als eindeutig. Auf dem Papier steht ein klarer Sieg gegen Kenny Omega. Kein Disqualifikations-Finish... kein Abbruch... ein sauber gezählter Pinfall durch den Special Referee John Cena und genau das macht die Situation so kompliziert. Kurz und Knapp hat London Geschichte geschrieben...

Diese Woche macht Coast 2 Coast Halt in der beeindruckenden Paris La Défense Arena vor ausverkauften 30.681 Zuschauern in Nanterre, Frankreich. Die größte Indoor-Arena Europas bebt bereits vor Beginn der Show, während Fans aus aller Welt angereist sind, um die nächste Weekly-Ausgabe live mitzuerleben. Besonders im Fokus des heutigen Abends steht der neue Coast 2 Coast World Heavyweight Champion, Roman Reigns. Der "Tribal Chief" wurde offiziell für die Show angekündigt doch bislang fehlt von ihm jede Spur. Noch hat ihn niemand in der Arena gesehen… aber der Abend ist jung, und die Spannung steigt mit jeder Minute. Die Kameras fangen die elektrisierende Atmosphäre ein und schwenken durch die tobende Crowd, die mit Bannern, Chants und purer Energie für Gänsehaut sorgt. Darauf schwenkt die Kameras zu den Kommentatoren Pat McAfee, Wade Barrett und die bezaubernde Cathy Kelley.

Cathy Kelley
"Das Special Battle Coliseum hat ohne Zweifel Geschichte geschrieben aber das Ende sorgt noch immer für hitzige Diskussionen. Roman Reigns ist zwar offiziell der neue World Heavyweight Champion… doch dieser Sieg wirft Fragen auf. In den Wiederholungen ist klar zu erkennen... Kenny Omegas Bein lag auf dem Seil. Das hätte den Pin unterbrechen müssen. John Cena hat trotzdem durchgezählt. War es ein Fehler? Hat er es einfach nicht gesehen? Oder wurde Omega in diesem entscheidenden Moment tatsächlich um seine Chance gebracht? Ich persönlich habe große Zweifel an diesem Finish."


Wade Barrett
"Also ich denke das wird nicht so stehen bleiben. Kenny wird nicht einfach so liegen lassen und wird sich revanchieren. Wenn man überlegt hat der Tribal Chief noch vor fünf Wochen den Eastcoast Belt verloren. Und heute ist er World Champion und das unverdient..."


Pat McAfee
"Es ist aktuell egal denn mein Tribal Chief ist Champion."


Wade Barrett
"Aber ich höre wir schauen noch einmal darauf zurück..."


Rückblick | c2c Battle Coliseum | Roman Reigns vs. Kenny Omega

Zitat:Kenny Omega liegt regungslos auf der Matte. Kein Widerstand mehr. Keine Bewegung. Nur sein Brustkorb hebt sich kaum sichtbar nach diesem verheerenden Spear. John Cena starrt beide Männer für einen kurzen Moment an. Das Wembley Stadium hält kollektiv den Atem an. Dann wirft sich Cena auf die Matte.

"ONE!!!"

Die Fans schreien sofort laut durcheinander. Einige feuern Omega verzweifelt an, andere können kaum glauben, was sie gerade sehen.

"TWO!!!"

Kenny Omega zuckt schwach mit der Hand... doch sein Körper reagiert nicht mehr KENNY OMEGA LEGT SEIN BEIN AUF DAS UNTERE SEIL! John Cena hebt die Hand ein letztes Mal...

"THREE!!!"

DING! DING! DING!


Pat McAfee
"Okay… okay, ich sehe es! Ich sehe es doch auch! Sein Bein ist auf dem Seil… aber hört mir zu das ändert nichts am Ergebnis! Der Ref hat es nicht gesehen! John Cena hat gezählt und damit ist Roman Reigns der Champion! So funktioniert dieses Business!"

Wade Barrett
"Nein, genau DAS ist der Punkt, Pat! Es hätte gesehen werden MÜSSEN! Das ist kein kleines Detail das ist matchentscheidend! Kenny Omega war nicht besiegt! Dieser Pin hätte niemals durchgehen dürfen!"

Cathy Kelley
"Man sieht es hier wirklich glasklar… genau in dem Moment, bevor die Drei fällt. Das Bein liegt eindeutig auf dem Seil. Das bedeutet... Rope Break. Das Match hätte weitergehen müssen. Es gibt eigentlich keinen Interpretationsspielraum."

Pat McAfee
"Aber Cena ist auch nur ein Mensch! Das ging alles so schnell, das Chaos, die Intensität… er war nah dran, aber vielleicht war der Winkel schlecht! Ihr könnt ihm doch jetzt keinen Betrug unterstellen!"

Wade Barrett
"Ich unterstelle ihm keinen Betrug... ich sage, es war ein schwerer Fehler! Und dieser Fehler hat Kenny Omega den Titel gekostet! Punkt!"

Cathy Kelley
"Und genau deshalb wird uns dieses Thema noch lange beschäftigen. Denn egal, was offiziell entschieden wurde… für viele fühlt sich dieser Titelgewinn von Roman Reigns alles andere als sauber an."

Die hitzige Diskussion am Kommentatorentisch ebbt kaum ab… doch plötzlich wechselt das Bild. Die Kameras schalten abrupt in den Backstagebereich. Ein langer schwach beleuchteter Gang. Betonwände... Leicht flackerndes Licht und die Geräuschkulisse der Arena ist hier nur dumpf im Hintergrund zu hören. Und dann stehen sie im Bild... "Tribal Chief" Roman Reigns... der Coast 2 Coast World Heavyweight Champion. Der Tribal Chief steht regungslos mitten im Gang. Über seiner Schulter liegt der Championship Belt. Sein Blick ist nach vorne gerichtet… kalt… fokussiert… beinahe emotionslos. Schweiß glänzt noch immer auf seiner Stirn wegen der Beleuchtung die so strahlt. Er wirkt nicht wie ein Mann, der feiert… sondern wie jemand, der noch lange nicht fertig ist. Vor ihm steht sein Cousin Jey Uso der einfach LA Knight attackierte. Jedoch wie ein nichts wendet sich Reigns zur Kamera...

[Bild: images-q-tbn-ANd9-Gc-Qc-LKgnliwme-UM44-Y...op-Q-s.jpg]

Roman Reigns
"PARIS WORLD HEAVYWEIGHT CHAMPION ROMAN REIGNS IS HERE... ACKNOWLEDGE ME!"

Die Worte hallen noch durch den kalten Beton-Gang nach… ein Echo von purer Dominanz. Roman Reigns senkt den Titel langsam wieder auf seine Schulter, sein Blick bleibt unbeirrt geradeaus gerichtet. Keine Reaktion auf Jey Uso. Kein Nicken. Kein Zeichen von Anerkennung. Nur diese eiskalte Präsenz des Tribal Chief. Jey steht noch einen Moment regungslos da… als würde er auf irgendeine Reaktion warten. Jedoch kommt sie nicht... Stattdessen tritt Paul Heyman langsam ins Bild. Ein breites fast schon ehrfürchtiges Grinsen liegt auf seinem Gesicht, während er sich leicht neben Roman positioniert. Dann… setzt er sich in Bewegung... langsam... dominant und Unaufhaltsam. Roman marschiert den Gang entlang in Richtung Gorilla Position. Jeder Schritt hallt dumpf auf dem Betonboden wider. Heyman folgt ihm sofort, fast schon ehrfürchtig einen halben Schritt hinter ihm. Jey Uso bleibt zurück...

[Bild: images-q-tbn-ANd9-Gc-RMre-PTXKWbmgd-OPvl...Yp-A-s.jpg]

... sein Blick folgt Roman… ein Mix aus Respekt, Frustration und vielleicht sogar Zweifel und für einen kurzen Moment scheint es, als wolle er etwas sagen… doch er tut es nicht. Die Kamera bleibt noch einen Augenblick auf Jey… bevor sie wieder zurück auf Roman schwenkt, der sich der Gorilla Position nähert. Das Licht wird heller… die Geräusche der Arena werden lauter… das Dröhnen der Fans ist jetzt deutlich zu hören. Roman bleibt kurz stehen. Ein letzter Blick nach vorne dann tritt er durch den Vorhang zurück in die Arena und die Theme ertönt.



Ein dumpfer Bass erfüllt plötzlich die Arena… dann wird das Licht schlagartig gedimmt. Die Gespräche im Publikum verstummen für einen kurzen Moment… bevor eine gewaltige Welle an Buhrufen durch die Paris La Défense Arena rollt. Die ersten ikonischen Töne von Roman Reigns’ Theme schlagen durch die Halle wie ein Donnerschlag. Die Kamera fährt sofort zur Stage... nichts nur Nebel und das pulsierende Licht. Dann tritt er heraus. "The Tribal Chief" Roman Reigns langsam… kontrolliert… mit absoluter Präsenz. Über seiner Schulter liegt der Coast 2 Coast World Heavyweight Championship Belt, das Gold glänzt im Licht der Scheinwerfer. Jeder Schritt wirkt schwer… bedeutungsvoll… als würde die gesamte Arena unter seinem Gewicht nachgeben.

Neben ihm… leicht versetzt… schreitet Paul Heyman. Ein breites, fast schon ehrfürchtiges Grinsen zieht sich über sein Gesicht, während er den Blick immer wieder zwischen Roman und der tobenden Menge wechseln lässt. Die Crowd reagiert sofort... Ein Orkan aus Buhrufen… Pfiffen… aber auch vereinzelten respektvollen Reaktionen. Die Emotionen überschlagen sich und Roman Reigns bleibt auf der Stage stehen. Langsam hebt er den Kopf… lässt seinen Blick über die gesamte Arena schweifen. Tausende von Fans… doch keiner von ihnen scheint für ihn wirklich zu existieren. Dann hebt er den Titel mit einer Hand. Das Gold reflektiert das Licht… während die Buhrufe noch lauter werden... und die Pyro Raketen schießen in die Luft.

[Bild: images-q-tbn-ANd9-Gc-SSMu4-Hqzff-ZJFy1-O...-AVA-s.jpg]

Roman senkt den Titel wieder auf seine Schulter… dreht sich minimal zur Seite… und setzt sich dann in Bewegung... langsam und dominant. Jeder Schritt perfekt gesetzt... Keine Hektik... Keine Unsicherheit nur absolute Kontrolle. Die Kamera geht in eine Nahaufnahme und Schweiß glänzt noch immer leicht auf seiner Stirn… sein Blick ist eiskalt… fokussiert… beinahe schon emotionslos. Es ist nicht der Blick eines Mannes, der gerade Champion geworden ist. Es ist der Blick eines Mannes, der überzeugt ist… dass ihm alles gehört. Heyman läuft dicht neben ihm… immer wieder deutet er auf Roman, auf den Titel… spricht in Richtung Kamera, völlig in Ekstase doch es ist kaum ein Wort zu verstehen. Roman erreicht die Rampe und bleibt kurz stehen. Darauf schaut nach links… dann nach rechts… nimmt die Reaktionen der Fans in sich auf… oder ignoriert sie vollkommen. Dann marschiert er weiter. Am Ring angekommen bleibt er erneut stehen. Er blickt auf den Ring hinab… als wäre es sein Königreich. Langsam geht er die Ringtreppe hinauf. Schritt… für Schritt… dann steigt er durch die Seile. Im Ring angekommen bleibt er stehen und die Kamera kreist um ihn. Roman geht langsam zur Ringmitte… bleibt stehen… und zieht den Titel von seiner Schulter. Er hebt langsam den Belt erneut in die Luft. Die Buhrufe erreichen ihren Höhepunkt. Paul Heyman steht neben ihm… die Arme erhoben… als würde er eine Gottheit präsentieren. Roman senkt den Titel langsam wieder dann schaut er direkt in die Kamera. Ein kaltes… fast schon überlegenes Funkeln in seinen Augen. Roman Reigns steht unbeweglich in der Ringmitte… der Titel liegt schwer über seiner Schulter, während die Buhrufe der Crowd wie eine konstante Wand aus Lärm durch die Arena donnern. Sein Blick bleibt kalt… unerschütterlich… direkt nach vorne gerichtet und neben ihm wirkt Paul Heyman wie elektrisiert. Der Wiseman schaut sich hektisch um… dann entdeckt er außerhalb des Rings einen Worker. Sofort eilt er zur Seilseite, beugt sich hinaus und reißt dem verdutzten Mitarbeiter förmlich ein Mikrofon aus der Hand. Heyman dreht sich um und sein Gesicht ist voller Emotion… seine Augen weit aufgerissen… als würde er gleich explodieren. Langsam geht er zurück in die Ringmitte… bleibt neben Roman stehen… und hebt das Mikrofon an die Lippen und die Theme von Roman Reigns verstummt

Heyman schließt kurz die Augen… atmet tief ein… dann explodiert er.

Paul Heyman
"LADIES… AND GENTLEMEN!!!"


Die Crowd reagiert sofort mit noch lauteren Buhrufen. Heyman grinst nur breiter... Er dreht sich leicht zu Roman… dann wieder zur Hardcam.

Paul Heyman
"My name… is Paul… Heyman!"


Er hebt dramatisch eine Hand.

Paul Heyman
"And I have the absolute… undescribable… UNMATCHED honor… of serving as the special counsel… to the reigning… defending… undisputed… Coast 2 Coast… WORLD… HEAVYWEIGHT… CHAMPION!!!"


Die Crowd wird immer lauter. Heyman steigert sich weiter hinein und tritt einen Schritt zur Seite… präsentiert Roman mit ausgestrecktem Arm.

Paul Heyman
"The Head of the Table… the Needle Mover… the Tribal Chief…"


Heyman schreit jetzt fast.

Paul Heyman
"ROOOOOOMAN… REEEEEEEIGNS!!!"


Die Arena explodiert in einem Sturm aus Buhrufen. Der Tribal Chief bewegt sich keinen Zentimeter. Langsam hebt er nur den Titel ein Stück an… sein Blick bleibt eiskalt auf die Kamera gerichtet. Heyman senkt das Mikrofon langsam… sein Grinsen wird noch breiter. Paul Heyman geht langsam einige Schritte durch den Ring… das Mikro fest in der Hand, während die Buhrufe der Fans einfach nicht abebben wollen. Doch genau das scheint ihn nur noch mehr anzutreiben. Er bleibt stehen… dreht sich zur Hardcam… und beginnt mit ruhiger, fast schon bedrohlich kontrollierter Stimme zu sprechen.

Paul Heyman
"Am 29.06.2025… betrat ein ganz besonderer Superstar diese Company…"


Die Crowd reagiert sofort laut. Heyman nickt langsam… als würde er jeden einzelnen Ton genießen.

Paul Heyman
"Diesem Mann wurde ein Versprechen gegeben… Ein Versprechen… dass er erfolgreich sein wird… Ein Versprechen… dass er World Heavyweight Champion wird…"


Die Buhrufe werden lauter... Heyman lächelt darauf hebt er die Stimme.

Paul Heyman
"Und meine Damen und Herren… dieses Versprechen… wurde eingehalten."


Die Crowd reagiert explosiv und Heyman steigert sich weiter hinein.

Paul Heyman
"In nur… 310 Tagen… wurde Geschichte geschrieben!"


Er zeigt direkt auf Roman.

Paul Heyman
"MY… TRIBAL CHIEF… ROMAN… REIGNS… IST EUER… COAST 2 COAST… WORLD HEAVYWEIGHT CHAMPION!!!"


Die Arena explodiert erneut in Buhrufen. Roman Reigns hebt langsam den Titel über seinen Kopf… sein Blick bleibt kalt… dominant… unantastbar. Heyman steht neben ihm… schwer atmend… völlig im Moment versunken. Und der Tribal Chief? Er sagt kein Wort das muss er auch nicht. Roman Reigns senkt den Titel langsam wieder auf seine Schulter. Kein Lächeln sowie keine Emotion nur diese unerschütterliche Aura von Kontrolle. Neben ihm atmet Paul Heyman noch schwer… völlig aufgekratzt… fast schon überwältigt von dem Moment. Doch dann fängt er sich wieder. Langsam hebt er das Mikrofon erneut an die Lippen… sein Blick wird schärfer… berechnender. Er beginnt langsam im Ring auf und ab zu gehen.

[Bild: paul-heyman-wwejpg-1.jpg]

Paul Heyman
"Meine Damen und Herren… lassen Sie uns einen Moment innehalten… Lassen Sie uns einen Moment zurückblicken… auf das, was wir alle beim Battle Coliseum erlebt haben Ein Match das physischer nicht hätte sein können brutaler nicht hätte sein können… größer nicht hätte sein können! Und im Zentrum dieses historischen Moments stand mein Tribal Chief! Aber ich wäre nicht ehrlich wenn ich nicht auch über einen weiteren Mann sprechen würde. Den Special Referee John… Cena. Ein Mann… dessen Integrität… dessen Vermächtnis… dessen Name… über jeden Zweifel erhaben ist. Ein Mann, der in diesem Business ALLES gesehen hat… Und genau dieser Mann…hat den Pinfall gezählt! ONE... TWO... THREE!"


Er zählt mit den Fingern mit.

Paul Heyman
"Keine Verschwörung… keine Ausreden… keine 'Was wäre wenns'. Der Offizielle… hat entschieden! Und das Resultat ist UNBESTREITBAR!"


Paul Heyman steht wieder direkt neben Roman Reigns… deutet mit ausgestrecktem Arm auf den Titel über dessen Schulter. Die Buhrufe sind ohrenbetäubend… doch Heyman hebt nur leicht das Mikrofon… wartet… bis er wieder durchkommt dann ändert sich sein Ton. Es wirkt schon respektvoll...

Paul Heyman
"Und bei all dem bei ALL dem Gerede… bei all den Diskussionen gibt es eine Sache die selbst ich nicht ignorieren werde…"


Die Crowd wird etwas leiser… neugierig und Heyman nickt langsam.

Paul Heyman
"Kenny Omega! Ein Kämpfer… ein Athlet… ein Mann, der alles in diesen Ring gelegt hat… Ein Mann, der sich geweigert hat liegen zu bleiben und genau DESHALB… verdient er Respekt. Aber… Respekt bedeutet nicht Gleichwertigkeit. Respekt bedeutet nicht dass er auf demselben Level steht…Denn wenn es darauf ankam konnte Kenny Omega dem Tribal Chief nichts entgegen setzen. Er hat gekämpft… oh ja… Aber am Ende lag er genau dort besiegt… ausgezählt… und übertroffen. Und das… meine Damen und Herren… ist der Unterschied zwischen groß und LEGENDÄR."


Roman Reigns bewegt sich noch immer keinen Zentimeter und langsam hebt er nur minimal das Kinn… blickt direkt in die Kamera. Paul Heyman senkt langsam das Mikrofon… sein Blick wandert ehrfürchtig zu Roman Reigns als hätte er soeben ein endgültiges Urteil gesprochen. Die Buhrufe der Crowd sind weiterhin ohrenbetäubend doch im Ring herrscht eine fast greifbare Spannung. Roman bewegt sich noch immer nicht dann ganz langsam hebt der Tribal Chief seine rechte Hand. Keine Hektik und auch keine Emotion wie man es vom Tribal Chief kennnt nur eine klare… dominante Geste. Heyman versteht sie sofort... sein Gesicht verändert sich schlagartig… fast ehrfürchtig… fast unterwürfig. Ohne auch nur eine Sekunde zu zögern, tritt er einen Schritt näher… und übergibt das Mikrofon mit beiden Händen an Roman Reigns… als würde er etwas Heiliges überreichen. Die Crowd reagiert sofort ein gewaltiger Mix aus Buhrufen und Spannung liegt in der Luft. Roman nimmt das Mikro langsam kontrolliert ohne den Blick von der Kamera abzuwenden. Die Buhrufe sind ohrenbetäubend ein konstantes Dröhnen doch Roman Reigns? Er reagiert nicht... Kein Zucken... Kein Blinzeln... Nur dieser kalte durchdringende Blick. Er hebt das Mikrofon langsam an. Ein kurzer Moment vergeht dann stille in seiner Präsenz.

Roman Reigns
"PARIS... FRANCE... C2C UNIVERSE... ACKNOWLEDGE ME!..."


Die Buhrufe der Crowd schwellen sofort wieder an, doch Roman Reigns senkt das Mikrofon keinen Millimeter. Sein Blick bleibt eiskalt, während er langsam durch die Menge schaut… als würde er jeden Einzelnen persönlich herausfordern. Dann hebt er das Mikro erneut und seine Stimme ist ruhig tief aber jede Silbe trägt durch die gesamte Arena.

Roman Reigns
"Roman Reigns hört euch sieht den Zweifel… die Ausreden… die Angst davor, die Wahrheit zu akzeptieren… Denn die Wahrheit ist einfach "Tribal Chief" Roman Reigns steht über allem. John Cena… Danhausen… Sting… Vincent… Will Ospreay… Sie alle hatten ihre Chance… sie alle wollten den Thron… sie alle wollten den Tribal Chief stürzen. Und sie alle sind gefallen. Dann kam Kenny Omega… Der Beste… der Auserwählte… der Mann, von dem ihr geglaubt habt, er würde Geschichte schreiben. Roman Reigns hat ihm diese Illusion genommen. Ihr redet über Seile… ihr redet über Entscheidungen… ihr sucht nach Gründen…Roman Reigns braucht keine Gründe denn er ist der Grund. Das hier… beweist alles."


[Bild: HG9-V-B4bo-AALEfn.jpg]

Roman hebt den Titel jetzt vollständig an darauf senkt er ihn langsam wieder… und seine Stimme wird leiser aber noch bedrohlicher.

Roman Reigns
"Und solange Roman Reigns steht… wird sich nichts ändern."


Er senkt das Mikro leicht… blickt durch die Arena… komplett emotionslos. Die Buhrufe reißen nicht ab… doch Roman Reigns bleibt vollkommen unbeeindruckt. Langsam hebt er das Mikro wieder an sein Blick ist leer fast schon überheblich ruhig.

Roman Reigns
"Roman Reigns wurde nicht für diesen Moment gemacht denn er wurde in dieses Business geboren. Während andere kämpfen mussten, um hierher zu kommen… während andere hoffen… träumen… und scheitern war es für den Tribal Chief immer nur eine Frage der Zeit. Eine Frage der Zeit… bis dieser Titel genau dort landet, wo er hingehört... in den Händen des Tribal Chief. Roman Reigns IST nicht nur ein Champion… er ist DAS Gesicht dieser Company. Jeder Moment… jeder Main Event… jede Schlagzeile… sucht Anerkennung. "


Die Buhrufe halten an wie ein nicht enden wollender Sturm doch Roman Reigns steht weiterhin regungslos im Ring. Sein Blick bleibt fest auf die Hardcam gerichtet. Langsam hebt er das Mikro wieder an seine Stimme ruhig kontrolliert beinahe schon kalt berechnend.

Roman Reigns
"Der Eastcoast Championship… war für Roman Reigns nie das Ziel. Er war ein Schritt… ein Werkzeug… ein Sprungbrett. Ein Sprungbrett zu genau dem hier. Während ihr gefeiert habt… während ihr geglaubt habt, das wäre der Höhepunkt hat Roman Reigns bereits weitergedacht. Alles was passiert ist jeder Gegner jeder Sieg jeder Titel…war Teil eines Plans und beim Battle Coliseum hat Roman Reigns diesen Plan vollendet. Das war kein Zufall… kein Glück… kein 'umstrittener Moment'… Das war Bestimmung. Und jetzt steht Roman Reigns genau dort, wo er immer hingehört hat... an der Spitze. Und glaubt Roman Reigns…"


Kurze Pause des Tribal Chief.

Roman Reigns
"…das hier ist erst der Anfang."


Die Buhrufe explodieren erneut doch der Tribal Chief bewegt sich keinen Zentimeter... Die Buhrufe prallen weiterhin wie eine Wand aus Lärm gegen ihn… doch der Tribal Chief steht unerschütterlich im Zentrum des Rings. Kein Zucken… kein Blinzeln… nur dieser kalte, kontrollierte Blick. Langsam hebt er das Mikrofon erneut an. Diesmal lässt er sich bewusst Zeit… als würde er die Spannung in der Arena genießen.

Roman Reigns
"Ihr habt euch daran gewöhnt… Roman Reigns nur dann zu sehen, wenn es Roman Reigns für notwendig gehalten hat… wenn es BIG war… wenn es bedeutend war… wenn es um alles ging… Roman Reigns… war ein Teilzeit-Superstar… richtig? Roman Reigns war nie Teilzeit… Roman Reigns war selektiv. Roman Reigns hat entschieden… wann diese Company wichtig genug ist… seine Präsenz zu verdienen. Denn egal ob Teilzeit… oder jede Woche… das Ergebnis bleibt immer gleich."


Die Crowd buht lautstark weiter, doch Roman Reigns bleibt regungslos. Kein Zucken in seinem Gesicht… nur diese eiskalte Gewissheit. Er hebt das Mikro ein kleines Stück näher an seine Lippen… seine Stimme wird noch ruhiger… noch gefährlicher.

Roman Reigns
"Und Roman Reigns ist nicht dumm… und weiß genau was als Nächstes passiert. Kenny Omega… wird zurückkommen. Kenny Omega wird reden… wird zweifeln… wird das Resultat in Frage stellen. Kenny Omega wird nach Antworten suchen… nach Ausreden… nach irgendeinem Grund… der ihm erlaubt… nachts ruhig zu schlafen... Vielleicht wird er über Seile reden über Entscheidungen… vielleicht über alles… außer der einen Sache, die wirklich zählt... Die Wahrheit."


Die Crowd reagiert laut.

Roman Reigns
"Und die Wahrheit ist… Roman Reigns hat Kenny Omega geschlagen. Nicht einmal sondern endgültig. In dem Moment in dem es gezählt hat in dem Moment in dem Geschichte geschrieben wird ist Kenny Omega gefallen und Roman Reigns stand. Also ja… komm zurück. Stell Fragen... Zweifel... Beschwer dich... Roman Reigns wird hier stehen genau hier mit genau diesem Titel und Roman Reigns wird dir dieselbe Antwort geben wie beim Battle Coliseum."


Roman senkt das Mikro langsam… dann hebt er es ein letztes Mal.

Roman Reigns
"Und diesmal… wird es keine Fragen mehr geben."


Er lässt das Mikro sinken. Die Buhrufe explodieren erneut durch die Arena doch der Tribal Chief steht unbeweglich in der Mitte des Rings. Darauf wendet sich der Blick zur Stage...

[Bild: WWE-Roman-OTC.jpg]



ARE YOU READY FOR THIS?

Und da ist er schon! Die Menschen in Paris jubeln, als die Pyros in die Luft schießen und Kenny's Musik einsetzt. Paar Sekunden später zeigt sich der Cleaner auf der Stage. In Boots, Jeans und einem weißen Tanktop! Dazu sind die Handgelenke getapet. Scheint so, als hätte sich der Kanadier auf einen möglichen Kampf eingestellt. Da macht er keine halben Sachen. Im Einspieler vorhin hat man gesehen, dass die Destiny Flower ordentlich mit dieser Fehlentscheidung hadert. Es ärgert ihn, da er der Ansicht ist, dass das mit einem gewöhnlichen Ringrichter nicht passiert wäre. Aber es ist wie es ist...und der Kanadier marschiert nach vorne um sich das zurückzuholen, was er nach wie vor für sich beansprucht. Den World Heavyweight Title! Seine Theme verstummt wieder und er zückt ein Mikro.

Kenny Omega: Ach kommt schon...war jetzt keine große Kaffeesatzleserei, dass ich das nicht auf mir sitzen lasse.

...meint er an das Publikum gerichtet, bevor jemand der Meinung ist, Roman könnte die Zukunft vorhersagen. Konnte man schon damit rechnen, dass Kenny gleich heute zum Gegenschlag ansetzen würde. Mit einem kühlen Lächeln richtet er sich in Richtung des Ringes aus und geht langsam los.

Kenny Omega: Regeln! Regeln können nerven! Regeln können aber auch was tolles sein! Ohne Regeln gäbe es nur noch Anarchie...und das wäre doch auf Dauer langweilig! Regeln regulieren auch unser berufliches Leben! So wissen wir durch sie, wer wann wie gewonnen hat und warum an der Spitze in dieser Promotion steht! Wenn sie nicht befolgt werden...sei es absichtlich oder nicht...entsteht eben Chaos und es werden Resultate geboren, die es nicht geben dürfte. So wie dieses Trauerspiel da!

Das "Trauerspiel" aka Roman Reigns mit Titel und Anhang! Der Cleaner ist am Ring angekommen. Er stoppt kurz und sieht in die Fanreihen, die ihn weiter unterstützen. Dankend nickt er ihnen zu und besteigt die Treppe, bis er auf dem Apron angekommen ist. Lässig stützt er sich auf dem oberen Seil ab und sieht Roman eindringlich an.

Kenny Omega: Du willst über die Wahrheit reden, Roman? Dann reden wir doch über die Wahrheit? Wahr ist, dass du mir alles gegeben hast, was du auf dem Kasten hast! Ich habe die volle reigns'sche Dröhnung bekommen, inklusive der Kraft von tausend samoanischer Urahnen! Du hast mich geschlagen, getreten, mir die Luft abgeschnürt, mich bis an meine Grenzen gebracht! Hast dem Match deinen Stempel aufgedrückt. Und doch...doch war es nie genug! Ich habe immer eine Schulter nach oben gerissen, mich wieder hochgekämpft und gezeigt, warum ich die motherfatherin' Best...Bout...Machine bin! Du schlägst mich zweimal...ich stehe dreimal wieder auf! Du kannst es gerne abstreiten oder mich als verrückt bezeichnen...aber ich habe gemerkt, wie in dir die Verzweiflung ansteigt. Wie die Fassade des unantastbaren Tribal Chiefs bröckelt, weil du zum ersten Mal, in einem One on One, mit einem unmenschlichen Gegner konfrontiert warst, der deine menschlichen Schwächen offen gelegt hast. Oh, selbst am Ende, als du mit aller Verzweiflung all deine Wut gebündelt und gegen mich gerichtet hast, wo jeder andere Gegner aufgegeben hätte, konnte ich ein Bein auf die Seile legen! Womit wir wieder beim Thema der Regeln sind! Das heißt, der Pin hätte nicht durchgehen dürfen und du hast mich nicht besiegen können. Leider hat ein Mann, der zwar eine Legende in unserem Sport ist, aber keinerlei Erfahrung als Unparteiischer hat, nicht gesehen, was er hätte sehen sollen...

Unter anderen Umständen hätte der Cleaner sicher einen Witz mit der "U can't see me" Phrase gemacht. Dafür ist er hier aber doch zu angefressen. Lieber drückt er sich durch die Seile und geht unerschrocken auf den OTC zu.

Kenny Omega: Du hast gewonnen, weil John Cena einen Fehler gemacht hat. Du bist kein verdienter World Heavyweight Champion! Und dass du noch stolz darauf bist, sagt genug aus, Roman. Du bist ein Poser...jemand der vorgibt etwas zu sein, was er nicht ist und nie war! Schiebe es darauf, dass ich mich beschwere und nach Ausreden suche. Aber ich bin mir sicher, dass du es tief in deinem Inneren weißt, dass du es nicht verdienst hast. Zumindest so lange nicht, bis du mich, wirklich ohne Zweifel, klar und deutlich geschlagen hast! Und das wird dich so lange verfolgen und wahnsinnig machen, bis wir uns im Ring erneut gegenüber stehen.

Kurz legt der Master of the Dark Hadou eine Sprechpause ein und sieht Reigns forsch an. Kurz schielt Kenny zu Heyman, den er aber sonst eher ignoriert. Nein, Paul ist ihm hier egal. Er will nur den OTC direkt ansprechen und ihn kitzeln. Omega ist bewusst, dass er beim selbstbewussten Head of the Table wohl eher wenig erreicht. Doch wenn er damit zumindest etwas seinen Stolz ankratzen kann, hat er für sich schon einiges erreicht.

Kenny Omega: Aaaaaber...meiner einer ist nicht hier, um zu jammern und zu klagen! Wrestling ist eben nicht immer fair! Da muss man sein Schicksal selbst in die Hand nehmen. Ich hole mir MEINEN Belt zurück! Werde ich eben der erste fünffache World Champ der c2c. Auch gut!

Da lächelt der King of the Ring 2025! Er geht davon aus, dass er an der Entscheidung vom Special nichts ändern kann. Also macht er hier eine Kampfansage und will klarstellen, dass er das Re-Match anpeilt. Egal was Roman dazu sagt und denkt. Kenny hat sich in den Kopf gesetzt, das Gold, so schnell wie möglich, zurückzugewinnen.

Die Worte von Kenny Omega hängen noch schwer in der Luft. Die Fans in Paris jubeln lautstark… viele stehen bereits auf den Sitzen. Kenny steht Roman Reigns jetzt direkt gegenüber… kein Zurückweichen und auch keine Zweifel. Der World Heavyweight Championship Belt glänzt über Romans Schulter, während zwischen beiden Männern eine fast greifbare Spannung entsteht. Roman bewegt sich keinen Zentimeter und sein Blick bleibt auf Omega fixiert ruhig kalt beinahe emotionslos. Paul Heyman schaut nervös zwischen beiden hin und her... selbst der Wiseman wirkt jetzt vorsichtiger langsam hebt Roman das Mikrofon an.

Roman Reigns
"Kenny Omega hat sich gut geschlagen... Nein... Roman Reigns wird nicht lügen. Kenny Omega hat Roman Reigns an Grenzen gebracht, die sonst niemand erreicht hat... nicht Ospreay... Sting und nicht einmal im Dezember John Cen..."


Bevor der Tribal Chief den Namen John Cena komplett aussprechen kann ertönt plötzlich eine sehr bekannte Theme... TIME IS NOW von John Cena... Die ersten Töne von "The Time Is Now" schlagen wie ein Donnerschlag durch die Paris La Défense Arena. Für den Bruchteil einer Sekunde wirkt es, als würde selbst die Luft in der Halle stillstehen... und dann explodieren die Reaktionen.



Ein gewaltiger Mix aus Jubel, Schock und ungläubigem Geschrei rollt durch die ausverkaufte Arena. Tausende Fans springen gleichzeitig von ihren Sitzen auf. Handys schießen sofort in die Höhe. Die Kamera fängt fassungslose Gesichter ein. Paul Heymans Augen reißen schlagartig auf. Kenny Omega dreht sich sofort zur Stage. Der Tribal Chief bewegt sich keinen Millimeter… doch sein Blick verändert sich. Ganz leicht. Fast unmerklich. Die kalte Sicherheit in seinen Augen wird für einen kurzen Moment von Aufmerksamkeit ersetzt.

"YOUR TIME IS UP… MY TIME IS NOW!"

Die Bühne explodiert in grellgrüner Pyro. Links und rechts der Stage schießen meterhohe Fontänen in die Luft. Das Licht der Arena wechselt schlagartig in ein aggressives Grün-Weiß, während dichter Rauch die Entrance Stage verschluckt. Dann erscheint eine Silhouette im Nebel. Cap... Jeans... Grünes Shirt... und Sneakers. John Cena tritt langsam aus dem Rauch hervor. Die Crowd wird noch lauter. Cena bleibt zunächst einfach nur stehen und keine übertriebene Pose... typisches lockeres Grinsen stattdessen wirkt er ernst... Konzentriert und Fast schon angespannt. Die Kamera fährt nah an ihn heran und sein Blick geht direkt zum Ring. Die Fans chanten sofort lautstark...

[Bild: 6jp5a-KUDYZe-Eb-Ydga-Yw-ME6.jpg]

"JOHN CENA! JOHN CENA! JOHN CENA!"


Cena nickt minimal… mehr nicht. Während seine Theme weiter durch die Arena hämmert, setzt er sich langsam in Bewegung. Schritt für Schritt marschiert er die Rampe hinunter. Ruhig und Kontrolliert. Die Kamera zeigt Kinder im Publikum mit hochgerissenen Händen… Erwachsene, die völlig ausrasten… selbst einige Fans mit Roman-Shirts reagieren jetzt laut doch im Ring verändert sich die Stimmung. Paul Heyman läuft nervös einige Schritte nach hinten immer wieder blickt er zwischen Cena und Roman hin und her. Der Tribal Chief steht weiterhin regungslos in der Ringmitte. Der Titel hängt schwer über seiner Schulter und seine Augen verlassen Cena keine einzige Sekunde. Cena erreicht das Ende der Rampe. Er bleibt vor dem Ring stehen. Langsam hebt Cena den Blick nach oben direkt zu Roman Reigns. Zwischen beiden entsteht sofort diese besondere Spannung. Keine Worte und trotzdem scheint die gesamte Arena zu verstehen, wie viel Geschichte gerade zwischen diesen Blicken liegt. Cena geht langsam um den Ring herum. Fans strecken ihre Hände aus... Cena klatscht keine einzige davon ab... Das allein reicht schon, um klarzumachen. Das hier ist nicht der übliche John Cena. Er erreicht die Ringtreppe und nimmt das Mikro von der Treppe und steigt in den Ring. Dann steigt er langsam durch die Seile in den Ring und sofort bewegt sich niemand mehr... keine Musik denn exakt in diesem Moment verstummt The Time Is Now. Die Atmosphäre kippt augenblicklich von laut zu fast unerträglich angespannt. John Cena steht jetzt im Ring direkt zwischen Kenny Omega und Roman Reigns. Die Crowd tobt weiterhin ohrenbetäubend laut, doch im Ring herrscht eine fast unnatürliche Ruhe. Cena schaut zuerst zu Omega. Dann dreht er langsam den Kopf und blickt Roman Reigns direkt in die Augen. Die Spannung im Ring ist beinahe unerträglich geworden. Roman Reigns steht regungslos mit dem Titel über der Schulter… sein Blick fest auf John Cena gerichtet. Paul Heyman wirkt im Hintergrund plötzlich deutlich nervöser als noch vor wenigen Minuten. John Cena steht genau zwischen beiden Männern. Langsam hebt er das Mikrofon an seine Lippen und sein Blick wandert erst zu Roman dann zu Kenny dann durch die tobende Arena von Paris. Er atmet einmal tief durch.

John Cena
"Ich habe in diesem Business fast alles gesehen… Ich stand Special Main Events vor zigtausend Menschen… ich war mit Ikonen im Ring… mit Legenden… und ich dachte ehrlich gesagt… dass mich in diesem Geschäft nichts mehr überraschen kann. Aber was ihr beide beim Battle Coliseum geliefert habt war etwas Besonderes. Kenny Omega du bist genau das gewesen, was die Leute seit Jahren über dich sagen. Schnell... Kreativ... Verrückt genug, Dinge zu tun, die kein anderer überhaupt versuchen würde. Du hast eingesteckt… du bist immer wieder aufgestanden und du hast Roman Reigns an einen Punkt gebracht, den ich ehrlich gesagt noch nie gesehen habe. Und Roman…du warst alles, was ein Herausforderer sein muss."


In der Halle kommen gemischte Reaktionen auf und Heyman beginnt sofort breit zu grinsen.

John Cena
"Dominant... Intelligent... Brutal... Jeder Schlag hatte Bedeutung... Jeder Move hatte Wirkung und du hast das Match kontrolliert.... du hast das Tempo bestimmt… und du hast gezeigt, warum die ganze Welt dich den Tribal Chief nennt. Und genau deshalb macht mich das Ende dieses Matches so wahnsinnig. Denn bis zu diesem Moment bis zu dieser verdammten Pinffall… war das vielleicht eines der besten World Heavyweight Championship Matches, das ich jemals aus nächster Nähe erlebt habe."


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Die Worte hängen schwer in der Luft. Die Fans in Paris reagieren sofort lautstark… gemischte Chants, Jubel für Cena, Buhrufe gegen Roman Reigns und gespannte Blicke in Richtung Kenny Omega. John Cena steht weiterhin genau zwischen beiden Männern. Das Mikrofon bleibt nah an seinen Lippen, während er langsam den Kopf senkt fast so, als würde ihn dieser Moment selbst beschäftigen. Roman Reigns verzieht keine Miene. Der Titel liegt weiterhin über seiner Schulter. Doch seine Augen fixieren Cena jetzt intensiver als zuvor. Paul Heyman dagegen wirkt plötzlich deutlich nervöser. John hebt den Blick wieder.

John Cena
"Denn ja ich habe es gesehen. Ich habe mir das Match angesehen wieder und wieder. Frame für Frame. Und Kenny hat recht. Sein Bein war auf dem Seil."


Die Crowd rastet komplett aus.

"HOLY SHIT! HOLY SHIT! HOLY SHIT!"

Paul Heyman beginnt sofort wild den Kopf zu schütteln.

Paul Heyman
"NO! NO NO NO! ABSOLUTELY NOT!"


Doch Cena hebt einfach die freie Hand und Heyman verstummt sofort. John dreht sich langsam zu Roman Reigns.

John Cena
"Roman… du hast Kenny Omega vielleicht mehr Schmerzen zugefügt als jeder andere Gegner zuvor. Vielleicht warst du an diesem Abend sogar der bessere Mann. Aber Fakt ist… ich habe einen Fehler gemacht. Und dieser Fehler hat das Ende dieses Matches beschmutzt."


Die Worte von John Cena schlagen ein wie ein Erdbeben. Die Fans in Paris explodieren förmlich. Paul Heyman dagegen verliert sichtbar die Kontrolle. Er läuft sofort mehrere Schritte nach vorne, reißt die Arme hoch und schreit Richtung Cena.

Paul Heyman
"NO! NO! THAT DOESN'T MATTER! THE DECISION IS FINAL! THE MATCH IS OVER! ROMAN REIGNS IS THE WORLD HEAVYWEIGHT CHAMPION!"


Jedoch Cena ignoriert Heyman komplett und sein Blick bleibt auf Roman Reigns gerichtet. Der Tribal Chief bewegt sich weiterhin keinen Zentimeter... Keine Emotion... Keine Reaktion... doch die Spannung um ihn herum wird fast greifbar. John Cena tritt jetzt einen Schritt näher an Roman heran.

John Cena
"Und genau deshalb... kann ich nicht einfach so tun, als wäre nichts passiert. Denn wenn dieses Match wirklich so enden sollte… dann hätte Kenny Omega keine Chance mehr gehabt zurückzukommen. Aber das Problem ist... das Match HÄTTE weiterlaufen müssen. Und Roman... ich sage das nicht, um dir den Titel abzunehmen das liegt nicht in meinen Händen. Ich sage das nicht, um Kenny Omega etwas zu schenken. Ich sage das, weil ich seit über zwanzig Jahren alles dafür gegeben habe, dass dieses Business auf Respekt aufgebaut wird. Auf Wahrheit... Auf dem Gefühl, dass am Ende der bessere Mann gewinnt. Und solange dieser Moment existiert… solange jeder auf dieses verdammte Seil zeigen kann… wird dieser Titelgewinn immer einen Schatten haben."


Die Crowd reagiert lautstark zustimmend. Roman hebt jetzt ganz langsam das Mikrofon. Die Halle wird sofort deutlich leiser und der Tribal Chief tritt einen einzigen Schritt nach vorne direkt vor Cena.

Roman Reigns
"John Cena spricht viel über Respekt... Aber Roman Reigns erinnert sich an etwas anderes. Roman Reigns erinnert sich an einen Mann… der damals dieselben Worte benutzt hat wie Kenny Omega heute. Ausreden. Zweifel. Beschwerden. Und trotzdem... steht Roman Reigns hier als Champion."


Buhrufe... Cena bleibt ruhig und Roman tritt jetzt noch näher an Cena heran.

Roman Reigns
"Der Fehler gehört dir und nicht Roman Reigns."


Die Spannung steigt sofort weiter... Cena nickt langsam und dann antwortet er ruhig.

John Cena
"Du hast recht... Der Fehler gehört mir. Und genau deswegen werde ich dafür sorgen, dass es diesmal keinen Zweifel mehr gibt."


Die Crowd wird sofort wieder laut. Cena dreht sich langsam durch den Ring schaut erst zu Kenny Omega dann wieder zu Roman...



Wenn hier jemand eine Entscheidung treffen kann, dann die General Managerin der Promotion höchstpersönlich. Und ihr Theme ertönt gerade in diesem Moment. Das erste Mal seit ihrem Match mit Rhea Ripley, dass sich das Role Model blicken lässt. Als sie auf der Stage erscheint sieht man noch die Spuren, die das Match hinterlassen hat. Doch sieht die Kalifornierin wesentlich besser aus als in der vergangenen Woche. Mit einem Mikrofon ausgestattet begibt sich Bayley die Rampe herunter.

Bayley
"Hier muss ich wohl eine Entscheidung treffen …"

Hört sich ganz so an als hätte die Kalifornierin erst darauf gewartet hier zu erscheinen. Die Parteien sollten sich erst einmal austauschen wie sie es auch getan haben. Vielleicht hätte sich daraus ja eine Lösung ergeben, doch dies scheint nicht der Fall zu sein. Aus dieser Dreiecksfront ergibt sich gerade ein Viereck. Mit der GM, die gerade die zwei Kontrahenten um den World Heavyweight Championship begutachtet.

[Bild: baygm3.png]

Bayley
"Es ist so schade, dass wir gerade an diesem Punkt sind. Das Main Event von Battle Colliseum sollte die ultimative Entscheidung sein. Die zwei besten Wrestler der Gegenwart treffen in einem ultimativen Showdown aufeinander. Kein Streit mehr mit jemandem der sagt „Kenny Omega ist der Beste“, „Nein Roman Reigns ist der Beste“. Wir hätten die Antwort in diesem Match gehabt. Ihr zwei gehört unbestreitbar zu den Besten der Besten. Und das habt ihr in diesem Showstehlendem Main Event auch eindrucksvoll bewiesen. Es ist auch einfach nur passend, dass John Cena als einer der Besten der Besten mit dabei war als Referee. Die Schuld auf John Cena abzuwälzen ist aus meiner Ansicht falsch. Klar er ist jetzt kein bewährter Ringrichter, aber ich habe schon Referees mit 20 Jahren Erfahrung gesehen, die solche Sachen übersehen haben."

Bayley verteidigt John Cena. Und unrecht hat sie dabei nicht, denn jeder Mensch macht Fehler und so einen Fehler wie Cena gemacht hat, hat man in der Vergangenheit schon häufiger gehabt. Doch selten bei einem so großen Match wie diesem hier.

Bayley
"Dennoch wurmt mich dieses Resultat sehr. Als Paul Heyman vorhin seine ikonische Ansage machte „undisputed Coast 2 Coast World Heavyweight Champion“, da konnte ich nur den Kopf schütteln. Und nein es ist nicht so, dass ich es Roman Reigns nicht gönne. Ihr zwei seid die Besten und dieser Titel sollte zwischen euch Beiden entschieden werden, weil ich wissen wollte, wer der Beste von euch ist. Doch genau diese Entscheidung ist nicht gefallen. Ihr stimmt mir doch zu? Ihr wollten den World Heavyweight Championship um die Hüften des Gewinners des ultimativen Showdowns sehen?"

Letzte Aussage richtete sich an die Crowd. Die Stimmen der General Managerin lautstark zu. Dass die Kalifornierin so lauten Zuspruch aus den Zuschauerreihen hat beeindruckt und bestätigt sie zu gleich in ihrer Annahme.

[Bild: baygm4.png]

Bayley
"Die Fans sprechen die gleiche Sprache wie ich. Und ich denke damit weiß ich auch was ich tun soll. Ich muss das tun was das Beste für dieses Business ist. Dieser Gürtel soll demjenigen gehören, der bewiesen hat, dass er an der Spitze der Promotion steht. Doch genau das ist einfach nicht erfolgt. Dieses Match ist in meinen Augen daher ein Unentschieden. Und wie wird bei einem Draw Verfahren? Der Titel bleibt beim Champion."

Ein lautes Raunen geht durch die Hallen. Die General Managerin hat soeben das Resultat des Matches verändert.

Paul Heyman steht wie erstarrt im Ring. Die Worte von Bayley hallen noch immer durch die Arena nach wie ein Urteilsspruch. Die Fans in Paris reagieren mit einem gewaltigen Mix aus Jubel, Schock und ungläubigem Raunen. Kenny Omega hebt langsam den Blick. John Cena bleibt regungslos stehen. Und Roman Reigns bewegt sich keinen einzigen Zentimeter. Der Tribal Chief steht weiterhin mitten im Ring. Der World Heavyweight Championship Belt liegt schwer über seiner Schulter. Seine Augen sind fest auf Bayley gerichtet. Kalt... Leer... und gefährlich ruhig. Doch Paul Heyman? Der Wiseman gerät sichtbar in Panik und sofort dreht er sich hektisch zu Roman um. Seine Augen sind weit aufgerissen. Schweiß glänzt auf seiner Stirn. Er hebt beide Hände beschwichtigend.

Paul Heyman
"My Tribal Chief… my Tribal Chief, listen to me… listen to me carefully…"


Roman reagiert nicht und Heyman schluckt hart Dann tritt er vorsichtig näher.

Paul Heyman
"Bayley hat gerade eine OFFIZIELLE Entscheidung getroffen. Das ist jetzt bindend… das ist Company-Recht… wir können das hier nicht ignorieren…"


Die Crowd wird lauter. Roman hebt ganz langsam den Kopf zu Heyman und sofort verstummt Heyman beinahe wieder. Dieser eiskalte Blick des Tribal Chief trifft ihn direkt und für einen kurzen Moment scheint selbst Paul Heyman Angst zu haben, weiterzureden. Doch dann sammelt er sich erneut... Nervös fährt er sich über den Mund und spricht jetzt deutlich leiser.

Paul Heyman
"Roman… bitte… gib mir den Titel…"


Die Worte wirken fast surreal. Die Halle wird augenblicklich deutlich lauter und Roman bewegt sich immer noch nicht. John Cena beobachtet die Situation aufmerksam. Kenny Omega verschränkt leicht die Arme, sagt aber kein Wort. Selbst Bayley wirkt angespannt und Heyman?Der Wiseman steht jetzt direkt vor Roman Reigns... fast flehend.

Paul Heyman
"My Tribal Chief… wir regeln das. Wir fixen das. Aber wenn du jetzt gegen die Entscheidung gehst… dann eskaliert das hier völlig. Bitte…"


Roman atmet einmal tief durch. Dann wandert sein Blick durch die Arena. Die tausende Fans stehen mittlerweile und viele filmen mit ihren Handys andere schreien Kenny Omegas Namen. Und genau das scheint Roman noch kälter werden zu lassen. Sein Kiefer spannt sich leicht an. Dann ganz langsam greift Roman mit einer Hand nach dem Championship Belt. Die Crowd explodiert sofort. Ein gewaltiger Sturm aus Reaktionen donnert durch die Paris La Défense Arena. Roman zieht den Titel von seiner Schulter herunter. Das Gold glänzt hell im Licht der Arena und für einen Moment hält er den Belt einfach nur fest in der Hand. Der Blick bleibt nach vorne gerichtet... keine Emotion... Aber die Spannung um ihn herum ist beinahe unerträglich. Heyman streckt vorsichtig beide Hände aus. Und dann übergibt Roman Reigns ihm den Titel. Widerwillig... Langsam fast so, als würde man ihm etwas entreißen, das ihm gehört. Die Crowd reagiert sofort lautstark. Buhrufe gegen Roman und Jubel für Kenny. Jedoch der Tribal Chief selbst? Er bewegt sich danach keinen Zentimeter mehr nur sein Blick verändert sich. Zum ersten Mal an diesem Abend liegt dort etwas anderes. Paul Heyman nimmt den Titel mit beiden Händen entgegen und sofort dreht er sich zu Bayley. Das Gesicht ist angespannt doch er versucht zu lächeln… scheitert jedoch sichtbar daran. Dann wendet er sich langsam Kenny Omega zu. Ein ohrenbetäubender Jubel bricht los. Kenny Omega tritt langsam einen Schritt nach vorne. Sein Blick löst sich keine Sekunde von Roman Reigns zwischen beiden Männern knistert die Spannung inzwischen wie blanker Strom. Heyman hält den Titel noch einen kurzen Moment fest fast so, als wolle er ihn nicht loslassen. Dann übergibt er ihn widerwillig an Kenny Omega. Der Cleaner nimmt den Belt langsam entgegen. Und in dem Moment, als Kenny den Titel in den Händen hält rastet Paris komplett aus.

Crowd
"KENNY! KENNY! KENNY! KENNY!"


Omega blickt auf den Belt hinab. Kurz darauf schließt er die Augen fast so, als würde eine tonnenschwere Last von ihm abfallen. Dann hebt er den Titel langsam an. Die Fans explodieren erneut doch Roman Reigns? Der Tribal Chief steht weiterhin regungslos mitten im Ring... Kein Wutausbruch und auch keine hektische Reaktion. Das macht die Situation nur noch gefährlicher langsam hebt Roman jetzt den Blick direkt zu Kenny Omega. Bayley steigt aus dem Ring als ob sie scheint etwas zu ahnen. Sie geht langsam die Rampe hinauf Richtung Backstagebereich denn ihre Tat ist getan.

Die Fans feiern Kenny Omega noch immer frenetisch. Der Cleaner steht in der Ringmitte… den World Heavyweight Championship Belt fest über seiner Schulter. John Cena lehnt leicht in den Seilen und beobachtet Roman Reigns weiterhin genau. Paul Heyman wirkt völlig zerrissen zwischen Panik… Erleichterung… und purer Angst davor, was als Nächstes passieren könnte. Der Tribal Chief steht noch immer regungslos da doch plötzlich verändert sich etwas. Ganz leicht spannt sich sein Kiefer an und seine Brust hebt sich tiefer. Dieser kalte Blick wird mit einem Mal dunkler… aggressiver… gefährlicher. John Cena merkt es sofort. Der Blickkontakt zwischen beiden entsteht erneut. Für einen einzigen Moment scheint die Halle still zu werden. Und dann EXPLODIERT Roman Reigns nach vorne! Mit voller Wucht rammt Roman John Cena die Schulter in den Oberkörper. Cena wird komplett überrascht und kracht rücklings in die Seile. Die Fans schreien laut auf. Noch bevor Cena reagieren kann packt Roman ihn brutal am Kopf und schleudert ihn mit unfassbarer Wucht über das oberste Seil nach draußen.Cena überschlägt sich beinahe in der Luft und kracht hart neben dem Ring auf den Hallenboden. Die Arena explodiert in Chaos. Paul Heyman reißt erschrocken die Augen auf. Kenny Omega macht sofort einen Schritt nach vorne doch Roman dreht sich direkt zu ihm. Dieser Blick stoppt Kenny für einen kurzen Moment und nicht Angst. Aber pure Alarmbereitschaft... Roman atmet schwer und seine Augen wirken jetzt völlig enthemmt. Zum ersten Mal heute ist keine Kontrolle mehr da. Der Tribal Chief verlässt mit schnellen Schritten den Ring. John Cena versucht draußen bereits, sich am Kommentatorentisch hochzuziehen. Die Kommentatoren springen hektisch auf. Cena dreht sich gerade DOCH ROMAN KOMMT ANGESCHOSSEN! SUPERMAN PUNCH!!!

Romans Faust schlägt mit voller Wucht gegen John Cenas Kiefer. Der Schlag kracht so hart durch die Halle, dass selbst die Fans in den ersten Reihen sichtbar zusammenzucken. Cena wird regelrecht vom Boden gerissen und sein Körper kracht brutal gegen den Kommentatorentisch. Monitore fliegen umher... Headsets reißen durch die Gegend. Pat McAfee springt panisch zur Seite. Cena sackt benommen zwischen Tisch und Absperrung zusammen. Die Crowd reagiert mit einem gewaltigen Mix aus Schock, Buhrufen und ungläubigem Geschrei. Roman räumt den Kommentatorentisch ab und nimmt ein Monitor. Als Cena wieder hoch kommt zieht Roman ihn über den Kopf und Cena geht wieder zu Boden. Die Fans in Paris sind noch immer völlig außer Kontrolle. Überall stehen Menschen auf den Sitzen. Einige filmen das pure Chaos außerhalb des Rings, wo Roman Reigns weiterhin komplett enthemmt auf John Cena losgeht. Andere feiern Kenny Omega, der den zurückgewonnenen World Heavyweight Championship Belt noch immer über der Schulter trägt.

Doch genau dieses Chaos… genau dieser eine Moment der Ablenkung… Denn während Kenny Omega beobachtet, wie Roman Reigns John Cena regelrecht zerstört… verändert sich die Lautstärke in der Arena erneut. Das nicht wegen Roman oder wegen Cena sondern wegen einer Gestalt die gerade auf der Stage erscheint. Zunächst bemerken es nur die Fans in den ersten Reihen. Köpfe drehen sich plötzlich Richtung Entrance. Finger zeigen hektisch zur Stage. Das Raunen wird lauter und innerhalb von Sekunden entsteht eine völlig neue Energie in der Arena. Die Kamera schwenkt herum und dort steht er... Mr. One Shot at Glory Bryan Keight. Langsam vollkommen fokussiert marschiert er die Rampe hinunter. Komplett in Schwarz gekleidet. Die Kapuze leicht ins Gesicht gezogen. In seiner rechten Hand hält er den glänzenden "One Shot at Glory"-Koffer. Direkt hinter ihm läuft ein Referee beinahe hektisch hinterher. Die Crowd explodiert augenblicklich.

Pat McAfee
"NEIN! NEIN! DAS GIBT ES DOCH NICHT! BRYAN KEIGHT IST HIER!"

Cathy Kelley
"Oh mein Gott… er will es wirklich tun! Er will den Koffer einlösen!"

Wade Barrett
"Das ist GENIAL! Das ist der perfekte Moment! Chaos überall… Roman rastet aus… Omega ist abgelenkt… das ist Bryan Keights Chance!"

Während außerhalb des Rings Roman Reigns John Cena erneut brutal gegen die Absperrung schleudert und Paul Heyman panisch zwischen Ring und Außenbereich hin und her blickt… slidet Bryan plötzlich blitzschnell unter dem untersten Seil hindurch in den Ring. Kenny Omega bemerkt ihn nicht. Der Cleaner steht noch immer leicht seitlich zu den Seilen und beobachtet Roman und Cena außerhalb des Rings. Und genau in diesem Moment… EXPLODIERT Bryan Keight nach vorne! Der "One Shot at Glory"-Koffer kracht mit voller Wucht gegen den Hinterkopf von Kenny Omega. Ein dumpfer metallischer Schlag hallt durch die gesamte Arena. Omega sackt augenblicklich zusammen wie ein gefällter Baum. Der World Heavyweight Championship Belt gleitet ihm aus den Händen und rutscht über die Matte.Die Crowd schreit gleichzeitig auf.Ein gewaltiger Mix aus Schock… Jubel… Entsetzen… purem Chaos.

Pat McAfee
"OH MEIN GOTT! DIREKT MIT DEM KOFFER! DIREKT AN DEN HINTERKOPF!"

Cathy Kelley
"Kenny Omega hat ihn nicht einmal kommen sehen!"

Wade Barrett
"Das ist ein absoluter Raubzug! Bryan Keight nutzt das komplette Chaos aus!"

Paul Heyman dreht sich sofort erschrocken um und seine Augen reißen komplett auf. Reigns hebt Cena auf und hebt ihn hoch und zeigt eine POWERBOMB DURCH DEN KOMMENTATORENTISCH Roman Reigns hält draußen plötzlich inne und selbst der Tribal Chief blickt jetzt Richtung Ring. John Cena liegt weiterhin regungslos in den Trümmern des Kommentatorentisches. Im Ring hingegen kniet Bryan Keight bereits neben dem am Boden liegenden Kenny Omega. Schwer atmend blickt er auf den World Title… dann auf den Referee. Und plötzlich reißt er den Koffer hoch.

Bryan Keight
"I CASH IT IN!!! RIGHT NOW!"


Die Arena explodiert erneut. Der Referee wirkt selbst komplett überfordert doch dann nimmt er den Koffer hektisch entgegen. Er geht zum Zeitnehmer und möchte mitteilen das es zum Cash In kommt doch plötzlich verpasst Roman den Referee einen Superman Punch. Der Referee geht direkt zu Boden nd Keight kann es kaum glauben und wendet sich von Kenny ab. Er fokosiert sich auf Roman da der Tribal Chief den Cash In verhindern konnte. Roman Reigns steht außerhalb des Rings. Die Brust hebt und senkt sich wie bei einem Raubtier nach dem Angriff. Vor ihm liegen die zerstörten Überreste des Kommentatorentisches. John Cena regungslos zwischen Monitoren, Kabeln und Splittern. Paul Heyman schreit Roman irgendetwas zu doch der Tribal Chief hört längst nicht mehr zu. Seine Augen sind nur noch auf den Ring gerichtet und dort herrscht pures Chaos. Bryan Keight ist völlig außer sich. Wut explodiert in seinem Gesicht, nachdem Roman Reigns den Referee mit dem Superman Punch ausgeschaltet hat. Der Referee liegt regungslos auf dem Hallenboden. Der Cash-In wurde gestoppt bevor er offiziell gemacht werden konnte. Die Fans reagieren mit einem gewaltigen Mix aus Buhrufen und Schock.

Pat McAfee
"ROMAN REIGNS HAT DEN CASH-IN GERADE VERHINDERT!"

Cathy Kelley
"Bryan Keight WAR SEKUNDEN davon entfernt Champion zu werden!"

Wade Barrett
"Das ist kein Zufall mehr! Roman will NICHT zulassen, dass jemand diesen Titel bekommt!"

Bryan Keight fährt sich wütend durch die Haare. Seine Augen brennen vor Frust. Er zeigt immer wieder auf den am Boden liegenden Referee.

Bryan Keight
"ARE YOU KIDDING ME?! HE RUINED IT! HE RUINED MY CASH-IN!"


Dann dreht sich Keight langsam um und erst jetzt bemerkt er es. Kenny Omega ist verschwunden. Ein lautes Raunen geht durch die Arena. Bryan blickt hektisch umher und entdeckt schließlich den Cleaner außerhalb des Rings. Kenny Omega hat sich mit letzter Kraft unter dem untersten Seil aus dem Ring gerollt. Eine Hand hält sich an den Hinterkopf. Die andere umklammert verzweifelt den World Heavyweight Championship Belt. Der Titelträger schleppt sich langsam die Rampe hinauf. Jeder einzelne Schritt wirkt qualvoll. Die Fans in Paris feuern ihn lautstark an.

Crowd
"KENNY! KENNY! KENNY!"


Omega dreht sich immer wieder Richtung Ring... sein Blick verschwommen... Benommen aber wachsam. Er weiß ganz genau, dass Bryan Keight ihn jederzeit verfolgen könnte. Und genau das passiert. Bryans Augen werden plötzlich groß und der Frust verschwindet augenblicklich. Jetzt ist dort nur noch Gier und zeigt sofort auf Kenny Omega. Darauf blickt Keight wieder zum Tribal Chief und zwischen den beiden entsteht ein Staredown. Währenddessen erreicht Kenny Omega oben auf der Stage den Titantron-Bereich. Völlig erschöpft bleibt er dort stehen. Der World Title hängt schwer über seiner Schulter und dann blickt er zurück. Omega atmet tief durch... sein Blick wandert langsam über die Szene... John Cena zerstört! Roman Reigns außer Kontrolle! Bryan Keight rasend vor Wut! Paul Heyman panisch! Die Arena komplett im Ausnahmezustand und trotzdem hat Kenny Omega den Titel noch immer. Der Cleaner hebt den Championship Belt langsam nach oben.Die Fans in Paris explodieren...

Pat McAfee
"KENNY OMEGA HAT ÜBERLEBT! ICH KANN ES NICHT GLAUBEN!"

Cathy Kelley
"Aber für wie lange noch? Nach allem, was heute passiert ist…"

Wade Barrett
"Das hier war erst der Anfang. Roman Reigns ist explodiert… Bryan Keight wurde um seinen Moment gebracht… und Kenny Omega steht mitten im Auge des Sturms."

[Bild: 8484.jpg]

CO - MAIN EVENT
SINGLES MATCH
Drew McIntyre vs. Nick Mondo

[Bild: drewmondo.png]
Writer: Michi

Die Halle wird leicht verdunkelt und durch diese Dunkelheit erklingt das Geräusch von aufeinanderprallendem Metall...wie Schwerter, welche sich gerade duellieren. Für die Fans in der Arena ist klar, was das bedeutet...



Matthew Rehwoldt: "Making his way to the Ring... from Ayr, Ayrshire, Scotland... weighing in at 275 pounds...The scottish Warriorrrrr... DREWWWW MMMCINTYREEEEEE!"

[Bild: drewent1.png]

Mit Erscheinen des Schotten kann man die Fans jubeln hören. Sie sind überwiegend positiv auf McIntyre eingestimmt und er lässt dies auch auf der Stage kurz auf sich wirken. Einige Schritte weiter auf der Stage nimmt er seine erste Pose ein und ein Flammenmeer strömt aus dem Boden hervor, welches das Feuer in dem Herzen eines kämpfenden Schotten symbolisiert. Er saugt diesen Moment auf und setzt seinen Weg, begleitet von dem Feuer, auf der Stage fort. Bereit für den Kampf, welcher im Ring wartet.

[Bild: drewent4.png]

Mit eisernen Blick auf den Ring gerichtet, wird der Weg fortgesetzt. Man sieht Ihm an, das er bereit ist, bereit seinen Gegner nach Claymore Country zu schicken. Über die Ringtreppe wird der Ring betreten, ein kurzer Blick durch die Fanreihen und er erklimmt die Ringecke und lässt die Fans erneut lauter jubeln.

[Bild: drewent5.png]

Kurz darauf fixiert sein Blick seinen Gegner erneut und stellt Ihm sich mit Abstand gegenüber. Ein prüfender Blick folgt, während er darauf wartet, das der Ref endlich den Gong ertönen lässt. Der innere Psychopath ist bereit für die Schlacht.

Die Atmosphäre in der Halle war von Beginn an elektrisch geladen. Nicht wegen eines Titelmatches. Nicht wegen einer großen Stipulation. Sondern wegen eines Mannes, der offensichtlich mit sich selbst kämpfte. Als die Musik von Drew McIntyre durch die Arena donnerte, wirkte der sonst so fokussierte Schotte anders.

Die Fans jubelten ihm trotzdem lautstark zu, doch Drew nahm davon kaum Notiz. Seine Gedanken hingen noch immer bei dem Gespräch mit Fallon. Bei dem Geständnis. Bei Liv. Bei diesem verdammten Kuss, den er eigentlich nie hätte zulassen dürfen. Und schlimmer noch: Bei den Gefühlen, die dabei entstanden waren. Drew hatte das Richtige tun wollen, indem er ehrlich gewesen war, doch Ehrlichkeit machte die Schuldgefühle nicht kleiner. Ganz im Gegenteil.

Im Ring wartete bereits Nick Mondo. „Sick“ Nick Mondo grinste nur schief, während er Drew beobachtete. Er sah sofort, dass sein Gegner nicht nur körperlich angespannt war. Drew wirkte wie ein Mann, der kurz davor stand, zu explodieren.

Warnung! Spoiler!
DING DING DING

Der Referee gab das Match frei und Drew schoss sofort aus seiner Ecke. Keine vorsichtige Anfangsphase. Kein Abtasten. McIntyre fegte Mondo direkt mit einer brutalen Clothesline um. Noch bevor dieser überhaupt realisieren konnte, was passiert war, zog Drew ihn bereits wieder hoch und donnerte ihm einen heftigen Chop gegen die Brust. Das Geräusch hallte durch die gesamte Arena.

Mondo taumelte rückwärts, doch Drew setzte sofort nach. Ein harter Schlag ins Gesicht, gefolgt von einem weiteren. Dann schleuderte er Nick mit voller Wucht in die Ringecke. Drew stürmte hinterher und rammte ihm das Knie in den Magen, bevor er ihn beinahe aggressiv aus der Ecke riss und mit einem Belly-to-Belly Suplex quer durch den Ring warf. Die Fans reagierten laut. Nicht nur wegen der Dominanz, sondern wegen der Intensität. Drew wrestlete nicht einfach. Er prügelte seine eigenen Gedanken aus sich heraus.

Nick Mondo versuchte sich aufzurappeln, hustete schwer und grinste trotzdem dreckig. Genau das war seine Welt. Gewalt, Chaos und Schmerz. Als Drew erneut auf ihn zustürmte, zog Mondo plötzlich die Seile herunter und schickte den Schotten nach draußen. Zum ersten Mal bekam Nick etwas Luft.

Die Fans buhten laut, während Drew draußen hart auf den Beinen landete und sofort wieder wütend zum Ring blickte. Mondo nutzte den Moment und sprang mit einem Suicide Dive durch die Seile. Er traf Drew tatsächlich sauber und riss ihn gegen die Barrikade. Ein kleiner Hoffnungsmoment für Nick.

Die Hardcore-Legende begann nun selbst mit Schlägen nachzusetzen, hämmerte Drew mehrfach gegen die Absperrung und versuchte, das Tempo zu kontrollieren. Kurz wirkte es, als könnte er den innerlich angeschlagenen McIntyre vielleicht wirklich aus dem Konzept bringen. Doch genau in diesem Moment explodierte Drew.

Als Mondo erneut ausholte, fing Drew den Schlag einfach ab. Der Blick in seinen Augen veränderte sich schlagartig. Kälter und dunkler. Fast erschreckend ruhig. Dann zog er Nick brutal zu sich heran und schleuderte ihn mit voller Wucht gegen den Ringpfosten. Mondo sackte zusammen. Drew stand schwer atmend vor ihm. Die Hände zu Fäusten geballt. Für einen Moment wirkte es fast so, als würde er gar nicht mehr Nick sehen. Sondern sich selbst, seine Fehler und seine Schuld. Und dann begann die Zerstörung.

Drew rollte Mondo zurück in den Ring und dominierte ihn nun vollkommen. Ein Future Shock DDT ließ die Halle aufschreien, doch Drew coverte nicht einmal. Stattdessen setzte er sich sofort wieder auf Nick und hämmerte mit rechten Händen auf ihn ein, bis der Referee ihn zurückziehen musste.

Die Fans waren hin und hergerissen zwischen Jubel und leichter Sorge. Das war immer noch der beliebte Drew McIntyre aber heute lag etwas Unkontrolliertes in seinem Verhalten. Nick zeigte noch ein letztes Aufbäumen, als er einem Claymore auswich und Drew gegen die Ecke krachen ließ. Mondo nutzte den Moment für einen Running Knee Strike und später sogar für einen Tornado DDT, der Drew endlich einmal auf die Matte brachte. Das Cover:

ONE...Kickout von Drew!!

Drew setzte sich sofort auf, wütend, fast beleidigt darüber, überhaupt am Boden gelegen zu haben. Nick realisierte zu spät, dass er damit lediglich einen noch gefährlicheren Gegner geweckt hatte. Denn als Mondo anlief, schnitt Drew ihn mit einer der brutalsten Clotheslines des Abends in der Luft auseinander. Die Halle tobte. Langsam erhob sich Drew wieder. Er stand regungslos in der Ecke. Seine Augen fixierten Mondo, der sich benommen hochkämpfte. Die Fans wussten sofort, was kommen würde. Der Countdown begann.

„THREE!“

„TWO!“

„ONE!“

CLAYMORE!


Der Kick traf Nick Mondo mit voller Wucht direkt am Kiefer und drehte ihn beinahe inside out. Sofort das Cover:

ONE...TWO...THREEEEE!!!

DING DING DING

Drew McIntyre besiegt "Sick" Nick Mondo per Pinfall nach dem Claymore Kick (7:48 Minuten)

Here is your winner by Pinfall: DREWWWW MCINTYREEEEEEE!!

[Bild: 1.jpg]

Die Fans jubelten laut, doch Drew feierte nicht. Kein triumphierendes Posieren. Kein Blick in die Kamera. Er kniete lediglich schwer atmend im Ring, während der Referee seinen Arm hob. Und trotzdem wirkte er nicht wie ein Mann, der gerade gewonnen hatte. Eher wie jemand, der innerlich immer weiter auseinanderbrach.

Pat McAfee: "Woah, man konnte sehr gut erkennen, das Drew noch immer mit dem Gedanken beim Gespräch mit Fallon war. Er hat hier seinen eigenen Frust an Mondo herausgelassen."

Cathy Kelley: "Wundert es dich? Er war ehrlich zu Fallon und diese hat deutlich gezeigt, was Sie davon hält."

Wade Barrett: "Wenn das mal nicht sein Alter Ego triggern könnte. Ansätze habe ich hier im Match eben durchaus erkannt..."

[Bild: 151.jpg]

Wie viel Zeit wohl vergangen ist? Minuten, Stunden, Tage? Ok...Tage natürlich nicht! Es fühlt sich aber so an. Zumindest sitzt Fallon Henley immer noch auf dieser großen Kiste, wo man sie vorhin schon antreffen konnte, als sie eine erneute, verbale Auseinandersetzung mit Bobbi Tyler hatte. Die blonde Britin ist schon lange wieder weg, nur der Schmerz ist noch da. Fallon's Augen sind noch recht gerötet, das Make Up wirkt auch nicht mehr richtig taufrisch. Geweint hat sie genug, gerade geht es nicht mehr. Die Beine sind zu einem Schneidersitz an den Körper gezogen, während die Hände miteinander spielen, ohne dass eine klare Linie dahinter steckt. Fühlt sich immer noch wie ein schlechter Traum an, dass Drew McIntyre ihr vorhin gebeichtet hat, dass er Liv Morgan geküsst hat und sogar mehr für die Jersey Rose empfindet. Wie soll es da weitergehen? Warum sie überhaupt noch hier? Das weiß das Country Girl selbst nicht so genau. Hier hat sie zumindest die Illusion zwischen Menschen zu sein...was ihr aber keinerlei Trost gibt. Hier ist Niemand mehr, dem sie sich anvertrauen kann. Nach dem Abgang von Toni Storm waren Drew, Liv und auch Jimmy Hart ihre Freunde und Anker. Aber jetzt..? Klar, sie versteht sich gut mit Izzy Moreno. Doch sie möchte die junge Frau nicht mit ihren Problemen belasten.

Und im Hotel hat sie Angst, sich noch einsamer zu fühlen als jetzt. Wären sie in Amerika, würde sie, so schnell wie möglich, nach Hause zu ihrer Mum fliegen. Sie kann ja zumindest mit ihr telefonieren oder videochatten. Also doch packen ins Hotel? Hat ja schon gereicht, dass Bobbi sie so gesehen hat. Wenn sie jetzt noch Rhea Ripley in die Arme fällt, könnte das noch böse ausgehen.

Während sie versucht endlich einen klaren Gedanken fassen zu können, hört sie plötzlich Schritte hinter sich. Henley sieht in die Richtung...und erblickt die beiden Menschen, die sie aktuell noch weniger sehen möchte als eine Bobbi Tyler oder eine Rhea Ripley.

Fallon Henley: Geht weg! Lasst mich in Ruhe!

Sie wirft den Beiden einen bösen Blick zu und dreht ihnen demonstrativ und trotzig den Rücken zu.
Doch Liv macht genau das nicht. Natürlich könnte sie die Situation verstehen. Dazu gehörte auch, dass Fallon sie gar nicht sehen will. Auch die Jersey Rose hat mit ihren Dämonen zu kämpfen. Allen voran mit Kali, die momentan tief im Inneren zurückgezogen schläft. Zu dieser Situation besitzt die Rothaarige auch nicht das nötige Feingefühl. Dennoch wird sie, nach letzter Woche, wohl auf eine Antwort von Tiffany Stratton warten dürfen. Kali hatte die Championesse beim Special ordentlich niedergestreckt.
Ohne ein Wort zu sagen, geht Liv am Country Girl vorbei und setzt sich neben ihr auf die Box. Dabei zieht sie eine Schmolllippe und legt ihre Hände in den Schoß. Was gibt es schon großartig zu sagen? Nicht viel. Außer eins:

Liv Morgan:
Tut mir Leid! Ich weiß wie du dich fühlst...

Scheiße und das Gefühl verarscht worden zu sein. Deshalb legte sie frecher weise einfach ihre Hand auf Fallons Oberschenkel, schaute aber trotzdem geradeaus. Sie versucht ruhig zu bleiben. Mitgefühl auszustrahlen. Am Ende auch zu vermitteln, dass sie immer noch für Henley da ist.

Liv Morgan:
Ich kann verstehen, wenn du dich jetzt mit Tiffany verschwesterst und ihr es mir so richtig geben wollt. Du kannst mich hauen, treten und Boxen. Aber eines sollst du wissen...ich halte immer zu dir. Und wenn du Hilfe gegen Bobbi brauchst, dann stehe ich gerne zur Verfügung. Natürlich auch, wenn du einfach nur reden möchtest!

Ein ernstgemeintes Angebot. Das konnte man Liv deutlich anmerken. Natürlich viel es ihr ganz bestimmt nicht leicht. Aber sie will Fallon auch nicht einfach so aufgeben.
Man kann ein Knurren beim Country Girl hören, als Morgan Fallon's Aufforderung ignoriert und sich zu ihr setzt. Oh, es wäre toll, wenn Liv einfach nur als Freundin hier wäre, um Henley aufzufangen. Jedoch ist die Blonde eben die Frau, die ihren (Ex) Freund hinter ihrem Rücken geküsst hat. Und auch wenn die Jersey Rose es natürlich gut meint...dass sie hier noch freundschaftlich bleiben möchte, fühlt sich wie Hohn an. So wie bei Drew vorhin. Daher ignoriert sie das Angebot zur Hilfe bewusst. Fallon atmet hörbar ein und aus. Ihre Knöchel lässt sie knacken. Ohje, sie will doch nicht etwa handgreiflich werden? Nein, so weit wird es nicht kommen. Auch wenn Fallon zugeben muss, dass sie durchaus Lust dazu hätte.

Fallon Henley: Du hälst immer zu mir? Hast du dann auch zu mir gehalten, als du hinter meinem Rücken Drew geküsst hast? Und du weißt, wie ich mich fühle? Wie es ist, wenn eine Frau, die für dich eigentlich eine gute Freundin war, mit deinem Freund rummacht, während du noch an das Gute in dieser Welt glaubst?

Das klang schon bissig und auch sarkastisch. Aber weder Liv noch McIntyre, der sich bisher bewusst im Hintergrund hält, können vom Country Girl erwarten, dass sie ihnen fröhlich um den Hals fällt und alles vergeben und vergessen ist. Dafür ist es noch viel zu frisch, dass die Beiden ihr weh getan haben. Was aber auffällt ist, dass Fallon Liv's Hand auf ihrem Schenkel lässt. Vielleicht realisiert sie das gar nicht so richtig. Vielleicht hat sie tief im Inneren auch den Wunsch, trotzdem die Freundschaft irgendwie zu halten.

Fallon Henley: Wenn es deine größte Sorge ist, dass ich mich mit Tiffany verbünde, dann kann ich dich beruhigen. So tief werde ich nie sinken, egal wie sehr ihr mir weh getan habt.

Verletzte Liebe lässt Menschen so einiges machen und teils zu Monstern werden. Fallon will aber niemals so werden wie Tiffany Stratton! Auch jetzt nicht. Könnte damit zusammen hängen, dass sie selbst nicht mehr so sicher war, wie groß ihre Liebe zu Drew noch ist. Apropos Drew! Fallon sieht über ihre Schulter, zu McIntyre! Zwar funkeln ihre Augen nicht mehr so sehr vor Wut wie vorher...aber von der sanften Liebe, die sie ihm bisher immer geschenkt hat, ist nichts mehr übrig.

Fallon Henley: Du brauchst da nicht so wie ein Schießhund aufzupassen! Ich werde deiner geliebten Liv nichts antun!

Da bemerkt sie, dass der Schotte verschwitzt ist und angeschlagen wirkt. Klar, sein Match! Noch vor zwei Stunden hatte sie diesem entgegen gefiebert und sich für Drew gefreut, dass er mal wieder in den Ring steigen darf. Jetzt hatte Fallon es vergessen...und es war ihr egal, ob er gewonnen oder verloren hat! Natürlich hatte er gewonnen. Im Edneffekt war Nick Mondo keine große Hürde und nachdem Fallon dem Schotten auch eine Backpfeife verpasst hatte, hatte der Schotte all seine Wut an Mondo herausgelassen. Die Wut auf sich selber, das er seine, jetzt Ex Freundin, so hintergangen hatte. Der Hüne blieb zunächst gewollt im Hintergrund, doch nun trat er hervor, sein Blick auf Fallon gerichtet.

Drew McIntyre
„Ich weiß, das ich es mit einem simplen "Tut mir leid" nicht mehr rückgängig machen kann. Und wenn du wütend bist und all deine Wut an Jemanden herauslassen willst...dann tue es bei mir, denn ich bin der Einzige hier der es verdient hatte. Nicht mal Liv hat es verdient, das du sie ignorierst...Ich habe zugelassen, das es passiert war. Ich habe zugelassen, das meine Gefühle zu Liv größer wurden in den letzten Wochen und Monaten. Ich habe das erwidert was Liv mir gesagt hat. Nur weil Sie Gefühle für mich hat, hat sie es nicht verdient, das du sie ebenfalls mit Verachtung bestrafst. Ich hätte auch einfach nicht zulassen müssen, das ich auch so fühle wie Sie...“

Drew wusste, wie wichtig die Freundschaft zu Fallon für Liv war. Er nahm die Blondine hier gezielt in Schutz. Er stellt sich dann vor Fallon und Liv. Livs Hand verweilt weiter auf dem Oberschenkel Fallons. Kurz greift Drew sich an den Nacken, das Ergebnis des Kampfes zuvor. Ihm war klar, das Fallon von hier auf jetzt nichts vergeben konnte. Dennoch machte Drew seinen Standpunkt klar.

Drew McIntyre
„Ja, ich liebe Liv...sie wurde für mich immer wichtiger und dabei sogar mehr als ich mir selber klarmachen konnte. Das ändert aber nichts and er Tatsache, das auch du mir noch immer wichtig bist. Das du Liv wichtig bist. Wenn ich mich aus deinem Leben raushalten soll, dann mache ich das, das habe ich verdient. Aber Liv hier...auch wenn du es nicht glauben magst, steht weiter hinter dir...“

Seine Tonlage war gereizt. Aber mehr aus dem Grund, das er selber merkt, das er für seine Fehler einstehen musste. Er war von sich selber enttäuscht, das konnte man heraushören. Aber eines wollte er nicht: Das die Freundschaft zwischen Liv und Fallon durch Drews Gefühle zu Liv bröckelt. Er blickt Fallon weiter an, welche kaum zu ihm hochschaute. Erst als ihr Blick den von Drew traf, konnte Sie in seinem Gesicht sehen, das er für diesen Mist büßen will. Kurz wandert der Blick von Drew zu Liv und ohne ein Wort steuert er die Wand gegenüber der beiden Frauen an und lehnt sich gegen diese. In der Hoffnung, das seine Worte zumindest ein wenig Erfolg hatten. Wenn Fallon Drew abschießen will, dann hat er es verdient und wird dann auch damit leben. Er atmet einmal tief durch, noch immer können Fallon als auch Liv ihn ansehen, das es ihn innerlich zerfrisst. Aber Liv war nun die Frau, für die er sich entschieden hatte.
Harte aber zu erwartende Worte vom Country Girl. Die Blondine musste schlucken, als sie diese treffen. Eigentlich brauchte sie diese nicht zu kommentieren. Was sollte sie sagen? Rechtfertigen konnte und wollte sie den Kuss nicht. Sie schaute kurz zum Boden, um ihre Gedanken zu sammeln, lässt ihre Hand aber weiterhin auf dem Schenkel des Country Girls.

Liv Morgan:
Meine Gefühle waren schon länger da. Drew war immer in der Nähe. Wenn ich Abstand suchte, fragte er warum. Hatte ich ein Problem oder es ging mir nicht gut, dann tauchte er auf einmal auf. Uns verbindet etwas einzigartiges. Verständnis für unsere eigenen inneren Kämpfe. Jedenfalls habe ich es monatelang versteckt und dann...ist es passiert. Als wenn mein Körper ferngesteuert wurde. Ich wollte das nicht. Ich wollte mich nicht zwischen euch drängen. Und das er genauso fühlt...wusste ich nicht. Das rechtfertigt gar nichts! Aber ich will, dass du das weißt.

So war es. Die Jersey Rose fühlt sich dafür schlecht. Aber die Zeit kann sie nicht zurückdrehen. Drews Worte nimmt sie kaum wahr. She hörte ihn reden, dich sie ist fokussiert auf Fallon und sich selbst. Hier geht es ja auch um Henley und niemand anderen. Deshalb macht sie eine kurze Pause, um die Richtigen Wörter zu suchen.

Liv Morgan:
Weißt du...!? Mit Tiffany hättest du eine starke Persönlichkeit an deiner Seite. Sie wird dir helfen...auf ihre Art. Also...ist es dich nicht so abwegig. Und bei mir wird sie auch bald auftauchen, immerhin hat Kali sie provoziert. Ich dachte nur...das dir das gerade gefallen könnte. Aber gut zu wissen, dass du an deinen Prinzipien festhältst. Wenn ich das alles wieder gut machen kann, werde ich es tun.

Vielleicht musste auch einfach etwas Zeit vergehen.
Fallon schnaubt augenrollend auf. Will Liv sie hier noch dazu überredet sich mit Tiffany zu verbünden? Und Stratton ist in Henley's Augen vieles...nur sicher keine starke Persönlichkeit. Egal, sie hat ihren Standpunkt dazu geäußert und wird es nicht nochmal extra wiederholen. Zudem will sich Fallon hier keine großen Gedanken um das Rich Girl machen. Sie schüttelt nur einmal den Kopf und schweigt für ein paar Sekunden. Ruhig und gefasster als vorher ergreift die Brünette wieder das Wort.

Fallon Henley: Ich glaube dir sogar, dass du es nicht wolltest, Liv! Gegen Gefühle kann man sich nicht wehren, ich weiß. Man kann sie auch nicht unterdrücken, egal wie gerne man es auch würde. Euch zwei verbindet einiges, ja! Mehr als Drew und mich, wie es aussieht. Ich kann dir und auch ihm nicht übel nehmen, dass ihr euch gegenseitig gefunden habt und ihr euch braucht. Trotzdem ist das passiert, was du nicht wolltest! Trotzdem habt ihr mir Beide weh getan, auch wenn es da sicher einen anderen Weg gegeben hätte. Es gibt gerade Nichts, was ihr jetzt tun könnt, um mir meinen Schmerz zu nehmen.

Obwohl sie den beiden, und vor allem Liv, ein gutes Stückchen näher kommt, ist die Brünette noch verletzt. Es kam bei ihr auch nur bedingt gut an, dass Drew versucht hatte Liv selbst in die "Opferrolle" zu stellen, als hätte sie gar keine Schuld an dieser Situation. Auch wenn das Country Girl versteht, warum der Schotte alles auf sich nehmen möchte. Eine Eigenart, die sie bisher immer an ihm geliebt hatte. Aber...sie weist Liv nicht komplett von sich! Nur im Moment fällt es Fallon verdammt schwer sich Gedanken über eine gemeinsame Zukunft als Freunde zu machen. Das gilt auch für Drew, den sie nun wieder ansieht.

Fallon Henley: Weißt du Drew...ich hatte die letzten Wochen selbst Bedenken, wie viel ich noch für dich empfinde. Ob es noch Liebe ist...oder mehr Freundschaft als das. Ich dachte, ich könnte das Gefühl wieder neu aufflammen lassen, vor allem nach dem wie vor zwei Wochen einen schönen Abend zu zweit hatten. Jedenfalls habe ich erst nicht verstanden, woran das liegt. Ob es damit zusammenhängt, dass ich das letzte knappe halbe Jahr oft bei meiner Mum war und nicht mit euch gereist bin? Nun...wahrscheinlich habe ich da schon unterbewusst gemerkt, dass das mit uns keine Zukunft mehr hat und ich, im besten Fall, nie mehr als die Lösung 1B für dich sein werde.

Nun ringt sie sich zu einem schwachen Lächeln durch und geht nochmal einen sinnbildlichen Schritt auf Drew und Liv. Ja, sie hatte seit ein paar Wochen dieses Gefühl gehabt, sie würde sich langsam von McIntyre entfremden und ihn eben nur als Freund sehen. Sie hat wohl doch etwas gemerkt, ohne die Anzeichen wahrhaben zu wollen.

Fallon Henley: Also dann...

Fallon rutscht von der Kiste herunter, so dass auch Liv's Hand vom Schenkel gleitet. Hörbar schluckend verschränkt sie die Arme ineinander. Ihr geht es sichtlich schlecht, auch wenn sie sich langsam beruhigt. Was sie nun sagen möchte, erscheint nach dem Verlauf des heutigen Abends eigentlich schon klar zu sein. Aber das Country Girl muss und will es offen ansprechen. Nur so kann auch sie schneller wieder heilen.

Fallon Henley: ...ist es mit uns aus, Drew! Ich stehe dir nicht mehr im Weg und du kannst Liv ganz offen und ungezwungen lieben. Und sie dich! Ich...ich gehe erstmal auf Abstand! Bitte respektiert das! Was danach ist kann ich noch nicht sagen...werden wir dann sehen!

Es besteht also noch Hoffnung, dass die Drei doch noch Freunde bleiben oder wieder werden können. Aber da braucht Fallon zunächst Zeit. Und genau das war dann auch das, was Drew erwartet hatte. Fallon hat es deutlich klargemacht. Zwischen Ihr und Drew ist es somit auch offiziell aus. Natürlich hat Drew alle Worte Fallons gehört und auch, wenn man es ihm nicht ansah, wusste man, das es ihn innerlich schmerzen würde. Klar, er hat es sich selber zuzuschreiben, es aber von Fallon auch noch mal zu hören, war natürlich verdammt schmerzhaft. Der Hüne stößt sich von der Wand ab, blickt zu Fallon.

Drew McIntyre
„Ich wünschte, ich könnte es ändern...aber vielleicht ist es dann wirklich besser so. Aber trotzdem möchte ich das du weißt...du wirst immer ein Teil von mir bleiben und sollte es doch noch Hoffnung für uns geben, als Freunde, dann würde es mich natürlich freuen. Wenn nicht, dann muss ich damit leben.“

Er war bereit, Fallon die Zeit zu geben, die sie benötigen würde. Auch, wenn es jetzt so enden würde, gab es natürlich noch die Hoffnung, das man im guten auseinandergehen würde und trotzdem eine gewisse Freundschaft beibehalten konnte. Aber ob das wirklich passieren würde, musste man abwarten. Für den Moment war es für den Hünen dann auch zu viel. Er blickt dann zu Liv.

Drew McIntyre
„Ich warte im Parking Lot auf dich, wenn ihr fertig seit.“

Sein Blick wechselt zwischen Liv und Fallon dann hin und her und schließlich verlässt der Schotte das Kamerabild. Es war besser so, denn so sehr er Fallon noch mochte, konnte selbst ein Hüne wie er seinen Schmerz nicht verbergen.
Liv hörte sich Fallon an. Ohne zu unterbrechen oder irgendeiner anderen Geste. Sie blieb ruhig, bis Fallon von der Kiste rutschte. Morgan sieht man an, dass sie das alles so nicht wollte. Und natürlich akzeptiert sie Fallons Wunsch.

Liv Morgan:
Natürlich. Ich will nur, dass du weißt, dass du immer zu mir kommen kannst, wenn du Hilfe brauchst oder einfach nur so reden möchtest."

Mehr braucht sie wohl nicht zu sagen. Die Jersey Rose hat den ersten Schritt gemacht. Und es lief besser als sie gedacht hatte. Also rutscht auch sie von der Kiste und lächelt Zum Country Girl. Anschließend geht sie auch. Dennoch nicht in die Richtung wohin Drew verschwand, sondern in die andere Richtung. Damit endet die Szene auch hier.

Pat McAfee: "Fallon tut mir echt leid. Erst musste sie zuvor von Drew erfahren, das sein Herz nun für Liv schlägt und nun musste Sie sich noch einmal mit Beiden unterhalten."

Cathy Kelley: "Es ist besser so, das Drew Ihr die Wahrheit gesagt hatte und ich glaube Ihm sogar, das es für Ihn nicht leicht ist. Liv hat ja versucht, die Sache ein wenig gerade zu rücken."

Wade Barrett: "Sie braucht jetzt Zeit für sich. Aber es bleibt natürlich auch die Frage, wie es jetzt mit Drew und Liv weitergeht. Jetzt wo die zwei zusammen sind. Ob es Kali zum Beispiel gefällt?"

[Bild: 4.jpg]

Jeder in der Halle ist schon ganz gespannt auf den heutigen Main Event zwischen Roman Reigns und Zack Ryder. Jeder? Naja...nicht ganz! Eine Person hat keinerlei Interesse daran hier länger zu bleiben, als es unbedingt notwendig wäre. Fallon Henley hält es hier einfach nicht mehr aus. Dazu waren die letzten Stunden zu heftig. Drew McIntyre, nun ihr Ex-Freund, hatte ihr gestanden, dass es vor ein paar Wochen Liv Morgan geküsst und Gefühle für sie hat. Klar, dass für das Country Girl eine ganze Welt zusammengebrochen ist. Zusätzlich gab es noch weiteren Stress mit Bobbi Tyler, bevor Drew und Liv gemeinsam versucht hatten die Wogen zu glätten. Vor allem die Jersey Rose wollte Fallon zeigen, dass ihr die Freundschaft zur Brünetten dennoch wichtig ist. Henley gab schließlich auch zu, dass sie zuletzt ebenfalls mehr freundschaftliche als romantische Gefühle für den Schotten hatte. Schlussendlich gingen sie getrennte Weg und Fallon betonte, dass sie ein paar Wochen Abstand von Morgan und McIntyre braucht. Wie geht es dann weiter? Keine Ahnung! Aber so ein Hintertürchen bleibt offen, dass das Country Girl es schafft, eine Freundschaft zu den Beiden zu halten. Wie auch immer das dann funktionieren soll.

Für heute will sie einfach nur ihre Ruhe haben und ins Hotel zurück. Auch wenn sie Angst hat, dass sie dort komplett zusammenbricht. Für den Fall hat sie schon ihrer Mum geschrieben, ob sie in einer gut dreiviertel Stunde mit ihr telefonieren kann. Da sie kein Match hatte, muss sie auch nicht groß duschen und sich umziehen. Sie hat sich kurz frisch gemacht, dass Make Up etwas nachgebessert und fertig. Mit der kleinen Sporttasche, die sie mitgenommen hat, im Arm steuert sie auf den Ausgang zu. Fallon fühlt sich etwas besser, aber noch lange nicht gut. Sie ist geknickt und lässt den Kopf leicht hängen. Gut, dass ihr niemand groß begegnet ist und sie sich nicht erklären muss. Langsam erreicht sie die Türe und legt schon eine Hand auf due Klinke. Kurz hält das Country Girl inne. Hatte sich da in der Ecke da hinten gerade etwas bewegt? Nein, wahrscheinlich nur eine Einbildung. Ist jetzt auch nicht so wichtig. Türe geht auf, Fallon drückt sich hindurch...und die Türe schießt sich wieder. Nur bleibt die Kamera zurück...und interessiert sich genau für die Ecke, die Fallon gerade eben beobachtet hatte.

Aus dieser dunklen Ecke tritt plötzlich Rhea Ripley hervor. Sie hat den Vorschlaghammer bei sich und schaut Fallon Henley nach. Hat sie es etwa auf die Amerikanerin abgesehen? In der letzten Woche sind Fallon Henley und Rhea Ripley ziemlich aneinander geraten. Erst taucht Fallon bei einem Interview Rheas auf, dann taucht Rhea in Fallons Match gegen Bobbi Tyler auf und sorgt dafür, dass sie das Match verliert. Und zu guter Letzt taucht dann Fallon Henley in Rheas Match gegen Bayley auf und attackiert sie dort. Scheinbar möchte die Australierin dies nicht so einfach auf sich sitzen lassen. Doch angesichts dessen, was heute rund um Fallon Henley passiert ist, scheint Rhea Ripley nicht unbedingt eine Attacke auf Fallon Henley ausführen zu wollen. Sie spielt mit ihrem Vorschlaghammer, während sich ein teuflisches Grinsen in ihren Mundwinkeln bildet. Durchaus ein Zeichen, dass sie Böses im Schilde führt.

RHEA RIPLEY
» Poor Fallon! Ich weiß ganz genau wie du dich gerade fühlst. Es wäre ein Leichtes dich jetzt zu zerstören. Aber ... wo wäre da der Spaß? «


Rhea blickt auf ihren Hammer. Es wirkt fast so als würde sie die Zukunft darin beobachten. Ihr entweicht ein leises Lachen und blickt dann wieder in die Richtung, in der Fallon Henley verschwunden ist.

RHEA RIPLEY
» Noch nicht! ... Ich werde mir Zeit lassen mit ihr. ... Bald! ... Wir werden uns schon sehr bald wiedersehen, Fallon. «


Die Australierin schultert ihren Vorschlaghammer und verzieht sich langsam wieder in den Schatten zurück. Sie scheint es wirklich auf Fallon Henley abgesehen zu haben. Dieses Mal scheint das Cowboy Girl noch Glück gehabt zu haben. Doch beim nächsten Mal könnte The Eradicator schon zuschlagen. Als ob Fallon Henley jetzt nicht schon genug um die Ohren hat, da taucht hinter ihr auch schon die nächste Gefahr auf. Das Bild bleibt noch kurz in der Ecke, dann schaltet die Regie auch schon wieder in die Arena zu dem Kommentatoren-Trio.

Cathy Kelley: "Arme Fallon Henley! Sie wirkt völlig durch den Wind. Und jetzt taucht auch noch Rhea Ripley auf. Das könnten schwierige Wochen für Fallon werden."
Pat McAfee: "Und sie kann niemandem dafür die Schuld geben, außer sich selbst. Rhea hat sie noch letzte Woche gewarnt. Und was hat sie gemacht? Sie hat sie nicht ernst genommen."
Wade Barrett: "Irgendwie bin ich der Meinung, dass die Liebe hier nicht hingehört. Fallon Henley wäre gut beraten sich entweder eine Auszeit zu nehmen oder schnell den Fokus wieder aufs Wesentliche zu legen."

[Bild: HIST.jpg]

MAIN EVENT
SINGLES MATCH
Roman Reigns vs. Zack Ryder

[Bild: romanmatt.png]
Writer: ???



Zu den Klängen der Band Saliva mit dem Titel Rise Up, will der gleich auf der Bildfläche erscheinende Superstar diese Worte in die Tat umsetzen. Die Rede ist vom Woo Woo Woo Guy, Zack Ryder.

[Bild: Zack-Ryder-2.jpg?w=642]

Kaum ist er auf der Rampe des Halleneingangs zu sehen ist die Freude auf den Rängen groß. Zwar ist Zacks Vita in der c2c nicht besonders hervorstechend, aber was noch nicht ist kann ja noch werden. Seine Ausstrahlung mit der stets guten Laune steckt die Menschen jedenfalls an. Während er auf dem Weg zum Seilgeviert ist, wird er offiziell der Crowd vorgestellt.

Matthew Rehwoldt: "Ladies and gentlemen... it is my pleasure to introduce to you… from Long Island, New York... weighing in at 224 pounds... the Ultimate Broski… so make some noise for ZAAAAAACK RYYYYYDEEEEEER!"

In dieser Zeit ist Zack bereits bis zum Ring mit großen Schritten gekommen, begibt sich über die kleine Treppe hinein und klettert auf einen der Ringpfosten um dort mit einer Pose die Stimmung noch ein wenig in die Höhe schnellen zu lassen.

[Bild: 321297b519c97d89-600x338.jpg]

Nachdem er wieder festen Boden unter den Füßen hat und sich in eine der Ecken begeben hat, ist er bereit für das anstehende Duell.

Die Arena ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Menschen drängen sich Schulter an Schulter, jedes Gesicht ist nach vorn gerichtet, jede Stimme vibriert vor Erwartung. Eine elektrische Spannung liegt in der Luft kaum greifbar, fast lähmend. Niemand weiß, was gleich geschehen wird. Doch alle wissen, wer gleich erscheinen wird. Dann ohne Vorwarnung kippt die Atmosphäre. Das Licht erlischt schlagartig das nicht sanft, nicht allmählich, sondern abrupt, als hätte jemand mit der Faust die Sonne ausgeschlagen. Ein kollektives Raunen geht durch die Menge, begleitet von schrillen Rufen, Pfiffen, ersten Chants, die in der Dunkelheit verhallen. Einige zücken instinktiv ihre Handys. Andere erstarren doch nichts bewegt sich. Nur ein einziger, dumpfer Schlag hallt durch die Stille. Kein Musikton und kein Effekt nur dieser eine, tiefe, vibrierende Ton wie der Herzschlag der Erde. Und dann setzt sie ein die Roman Reigns Entrance Theme.



Diese klingt düsterer, langsamer, tribalistischer. Tiefe Trommeln rollen heran wie fernes Donnergrollen. Der Bass brummt schwer, dunkle Stimmen singen im Hintergrund, als kämen sie aus der Unterwelt.

Ein einzelner Lichtkegel durchschneidet den aufsteigenden Nebel und trifft die Mitte der Stage. Dort steht eine Silhouette... breit gebaut, unbewegt, mit gesenktem Kopf. Und dann tritt er hervor die Silhouette höchstpersönlich ..."Der Original Tribal Chief" Roman Reigns.

[Bild: Roman-Reigns-7-420x315.png]

Keine Weste... Keine Begleiter... Nur er! In schwarzer Ringhose, mit nacktem Oberkörper und der Schweiß auf seinem tätowierten Brustkorb glänzt im Licht. Die tribalischen Muster auf seiner Schulter wirken wie Runen aus einer anderen Zeit. Seine Muskeln sind hart und präzise gezeichnet, seine nassen Haare liegen streng zurück. Einzelne Strähnen hängen ihm in den Nacken. Roman sein Gesicht zeigt nichts.. keine Wut, keine Freude sondern nur pure Entschlossenheit und völlige Ruhe doch er steht da und bewegt sich nicht.

Die Kamera fährt nah an sein Gesicht heran – jedes Zucken, jeder Atemzug ist sichtbar. Dann holt er tief Luft und beginnt zu gehen... Schritt für Schritt... Wie ein König, der in den Krieg zieht... Oder ein Henker, der keine Eile kennt. Die Musik dröhnt weiter doch die Pyrotechnik fehlt.. Keine Animationen... Nur Nebel... Licht... Und The Tribal Chief Roman Reigns. Er bewegt sich mit der Ruhe eines Mannes, der keine Zweifel kennt. Als er an den Zuschauern vorbeigeht, heben sich unzählige Smartphones. Einige schreien und manche beleidigen. Aber niemand wagt es, ihn zu berühren. Denn Roman Reigns ist nicht nur ein Wrestler. Nicht in diesem Moment. Jetzt ist er ein Monument... Eine lebende Legende...

[Bild: rr2.jpg]

An der Ringtreppe bleibt er stehen. Nur für einen Moment. Dann steigt er langsam hinauf – Stufe für Stufe. Oben auf dem Apron verweilt er kurz, schweift mit dem Blick durch die Arena, ohne jemanden wirklich anzusehen.

Matthew Rehwoldt: "Making his way to the Ring... from Pensacola, Florida... weighing in at 265 pounds.. THE ORGINAL TRIBAL CHIEF... "OTC"... ROOMMMAAAN REEEIIIGGGNNS!"

Dann stieg er durch das zweite Seil in den Ring. Die Musik verebbte langsam. Das Licht in der Arena dimmte noch weiter, bis nur noch ein einziger, kalter Lichtkegel den Ring erleuchtete. Alle anderen Lichter waren aus. Die Halle ist dunkel und still. Roman Reigns steht in der Mitte des Rings. Breitbeinig, aufrecht, ruhig. Der Blick geradeaus, in die Hardcam. Seine Brust hob und senkte sich leicht. Er bewegte sich kein Stück. Die Kamera zog langsam heran, von der Seite, dann von vorne. Seine Augen blickten direkt ins Objektiv... kalt, klar, fokussiert. Er kann es kaum erwarten bis das Match startet und spricht vor sich her um sich zu motivieren.

Warnung! Spoiler!
Roman Reigns verteiidgt seinen Yard und reckt die Faust nach einem Spear und anschließendem Pinfall zum Sieg empor (11.11 Minutes)

Here is your winner by pinfall: ROOOOOMAN REIIIIIGNS!

[Bild: newlogo9qu4w.png]
[Bild: allrightsrcblv.png]

Eine knackige Show nach dem Special. Viele tolle Segmente dabei. Einige geschriebene Matches.

Eine Noshow weswegen es nicht zu bewerten gab. Wäre trotzdem schön, wenn es manchmal etwas mehr zu bewerten gibt. Die Jobbermatches nehmen neuerdings überhand. Wäre schon wenn eure Gimmicks auch mehr untereinander kämpft. Es muss ja auch nicht immer bewertet sein sondern kann auch SL Match sein um eure Stories voranzutreiben.

Danke an alle die was zur Show beigetragen haben. Habt Spaß mit der Show und wir freuen uns über Feedback c2c schild

[b]Man of the Night:[/B] 
[b]Woman of the Night:[/b] 
[b]Match of the Night:[/b] 
[b]Segment of the Night:[/b] 
[b]Beste Storyline:[/b] 
[b]Überraschungen / Highlights:[/b] 
[b]Sonstiges / das könnte man besser machen:[/b] 
[b]Fazit:[/b] ?/10
Man of the Night:
Roman Reigns / Kenny Omega
In ihrem World Title Chaos mit diesem krassen Segment wo es drunter und drüber ging, war Kenny natürlich der Lachende Gewinner, während Roman trotz allem noch dominanter wirkte. Daher sehe ich beide als „MotN“

Woman of the Night:
Hier habe ich ebenso zwei Kandidatinnen die meiner Meinung nach herausstachen.
Zum einen Bayley in ihrem Moment des Abends in dem Sie das Match-Ergebnis des Specials revidiert.

Auf der anderen Seite auch die Fallon Henley. Ihre Szenen mit Drew und Liv waren roh, authentisch und schmerzhaft nachvollziehbar. Man hat ihren inneren Konflikt, die Enttäuschung und den schwierigen Abschluss wirklich gespürt. Auch hier darf man gespannt sein, wie es für die Drei weitergeht.

Match of the Night:
Drew McIntyre vs. Nick Mondo
Im Matchwriting war diese Woch nicht viel los. Drew McIntyre der ein wenig Wut loswerden musste. Und ich fand es nicht einmal weiter schlimm. Sicherlich ist eine komplette Show mit voll ausgeschriebenen Matches schöner, aber gerade eine Show direkt nach dem Special lebt natürlich von den Segmenten um die Story’s voranzutreiben.

Segment of the Night:
World Title Chaos (Roman > Kenny > Cena > Bayley > Cash-In Versuch)
Was war denn hier los? Absoluter Höhepunkt der Show. Innerhalb dieses Segments ist so viel passiert, dass man es mehrmals lesen musste. Alle Teilnehmer liefern tolle Sequenzen und kommen mit viel Story heraus. Auch Bayley bekommt in den letzten Wochen deutlich mehr Tiefe als GM, als wäre sie der besten zeit um die Monday Night Wars entsprungen ^^

Beste Storyline:
World Title Chaos
Genau so schafft man dem Titel echten Wert beizufügen. Den Charakteren ohnehin.
Sehr tolle Story wo ich jetzt auch den Weg nach Berlin gespannt bin.

Drew McIntyre / Liv Morgan / Fallon Henley
Der emotionale Bruch, die Geständnisse und der schmerzhafte Abschluss wirkten authentisch. Besonders Fallons Schmerz und ihre Entscheidung, Abstand zu nehmen, gut umgesetzt. Man spürt, dass diese Story noch lange nachwirken kann.

Hierzu kann man fast schon den Übergang zu Fallon vs Rhea erwähnen.
Auch hier bin ich sehr gespannt, wie es weitergehen wird.

Überraschungen / Highlights:
- Bryan Keight Cash-In Versuch passte wunderbar ins totale Chaos.
- John Cena gibt seinen Fehler zu. Starker, respektvoller Moment.
- Singendes Telegramm an Raven! Absurder, aber unterhaltsamer Comedy-Moment xD

Fazit: 8,0/10
Aufgrund der tragenden Segmente und Storylines die nach dem Special direkt angezündet bzw nachgelegt haben, war diese Show für mich schon fast besser als Battle Coliseum.