05.04.26, 19:32
![[Bild: c2cliveeel-Kopie.jpg]](https://i.ibb.co/hcH88Gb/c2cliveeel-Kopie.jpg)
CARDIFF!
![[Bild: C2-CLive25-Kopie.jpg]](https://i.postimg.cc/qMT3CTC6/C2-CLive25-Kopie.jpg)
findet statt in der Utilita Arena Cardiff vor 7,500 Zuschauern in Cardiff, Wales.
![[Bild: cardiffarena.png]](https://i.ibb.co/WNp0b12V/cardiffarena.png)
Die letzte Kamera ist optimal platziert und auch der letzte reservierte Platz besetzt. Die c2c Show kann losgehen! Gleich zu Beginn explodiert ein buntes Feuerwerk auf der Stage und motiviert die anwesenden Fans zu großem Jubel und Chants. In der Mitte des aufwendig gebauten Wrestlingrings steht Matthew Rehwoldt schon mit einem Mikrofon bereit um die anwesenden Fans hier in der heutigen Show zu begrüßen.
![[Bild: matt.jpg]](https://c2c-wrestling.com/4images/data/media/312/matt.jpg)
Matthew Rehwoldt: "My dear Ladies.. my dear Gentlemen.. my name is Matthew Rehwoldt and it is I, your DRAAAAAMAAA KIIIIINGGG... welcoming you to... COAST.. to COAST... WRESTLINGGGGGG!"
Kaum hat Rehwoldt die Ansage zuende gebracht gibt es einen kleinen Jubel für seine Ansage und auch wegen der Vorfreude auf den Verlauf des Abends. Matthew verbeugt sich einmal kurz und geht dann auch aus dem Ring heraus. Auch die knallenden Geräusche des Feuerwerks erlischen langsam und geben die Bühne somit für ihre Akteure frei. Bevor dies jedoch in Kraft tritt, werden die Zuschauer daheim vor ihren Fernsehgeräten von Pat MacAfee, Cathy Kelly & Wade Barrett begrüßt.
![[Bild: v2z7jzv.jpg]](https://i.ibb.co/7nMs2S3/v2z7jzv.jpg)
Pat McAfee: "Guten Abend und Herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe von Coast 2 Coast LIVE."
Cathy Kelley: "Wir befinden und in Cardiff Wales."
Wade Barrett: "Letzte Woche drehte sich viel um Drew McIntyre. Diese Woche sind andere an der Reihe. So auch Thekla. Die scheint ein Sieg nach dem anderen einzufahren. Heute wird sie gegen The Rocks Tochter höchstpersönlich kämpfen."
Pat McAfee: "Letzte Woche stand der World Title auf dem Spiel. Heute wird der Eastcoast Titel verteidigt. Jon Moxley bietet eine Open Challange an."
Cathy Kelley: "Und das ist nur ein Vorgeschmack. Es lohnt sich also dranzubleiben."
There is a bounty on every head
Es dämmert, der Abend steht kurz vor der Tür. Graue Wolken am Himmel, die letzten Sonnenstrahlen versuchen sich durch die Wolken zu kämpfen. Doch keine Chance, stattdessen ist es der Regen der Gnadenlos auf die Straßen in Wales einprasselt. Das typische Dreckswetter welches man eben aus dem United Kingdom gewöhnt ist. Wo wir uns befinden? Es scheint irgendeine Seitenstraße in einer etwas herunter gekommenen Gegend in Cardiff zu sein. Durch eben jene dunkle Gasse sehen wir einen Mann marschieren. Dieser trägt eine schwarze Anzughose und ein Sakko. Auf seinem Kopf prangt ein Cowboyhut welcher seinem Gesicht minimalen Schutz vor dem Regen gibt. Der aufmerksame Zuschauer von Coast 2 Coast Wrestling hat diesen Mann schon einmal gesehen. Es ist jedoch bereits ein paar Wochen her. Der Mann steuert zielgerichtet auf einen Pub zu und stößt die Tür zu diesem Etablissement auf. Aus dem inneren dringt ein wirres Gemurmel hervor. Verursacht durch die vielen Menschen die sich hier unterhalten. Ein Teil dieser Gespräche verstummt jedoch als der Mann hinein tritt. Kein Wunder. Dies scheint kein Pub zu sein in dem sich gerne Touristen oder ähnliche Menschen niederlassen. Es wirkt eher wie die Heimat von Einheimischen die nicht so gut betucht sind und Stammkunden oder besser gesagt Stammtrinkern. Der Barkeeper, ein etwas in die Jahre gekommener, beleibter Mann, blickt dem Fremden an.
Barkeeper: Mate....
Doch bevor der Getränkemixer, welcher hier vermutlich weniger mischt und eher Bier öffnet und Shots in Gläser füllt, weiter sprechen kann streckt der Unbekannte seinen Arm aus und bedeutet seinem Gegenüber mit dem ausgestreckten Zeigefinger das dieser still sein soll. Verdutzt hält der Mann hinter der Theke inne und widmet sich dem was er sonst so tut. Von diesem Auftreten scheinen auch die restlichen Gäste eingeschüchtert zu sein, wenden sich ab und somit erhöht sich der Geräuschpegel wieder etwas nach dem die Gespräche wieder aufgenommen werden. Der uns nicht ganz so unbekannte Mann begibt sich in den Laden hinein. Er blickt in eine Ecke und scheint etwas oder jemanden entdeckt zu haben. Er bahnt sich seinen Weg und kommt letzten Endes vor einem Tisch zum stehen. An diesem Tisch sitzt ein einziger Mann. Dieser Mann ist ebenso auffällig wie der Mann im Anzug. Der Unterschied? Er trägt keinen Anzug, viel mehr Cowboyhut auf dem Kopf, Cowboyboots an den Füßen, eine Jeans, aufgeknöpftes Hemd und darüber eine Weste. Um den Hals hängt ein Halstuch. Auf dem Tisch vor ihm steht ein Bier und daneben liegt ein Lasso. Neben einem Tischbein steht ein schwarzer Koffer welcher mit dem Coast 2 Coast Logo versehen ist. Dieser Mann ist Bryan Keith!
Mr. X: So sehen wir uns wieder. Ich wollte nur sicher gehen das du mich nicht vergisst.
Ruhig und kalt, so kann man die Tonlage des mehr oder weniger unbekannten Mannes beschreiben. Zwar haben wir seinen Vornamen schon mal gehört. Doch wer dieser Mann an und für sich ist wissen wir immer noch nicht. Wenn dieser einem drohen würde, dann würde man sich vermutlich zwei mal überlegen was die nächste Reaktion ist. Aber in diesem Falle? Nun die nächste Reaktion ist quasi gar keine Reaktion. Er greift lediglich nach seinem Bier und nimmt einen tiefen Schluck. Für einen kurzen Moment kann man ein Grinsen im Gesicht des Mannes im Anzug sehen. Dieses Spiel haben die beiden schon mal gespielt. Beim letzten Mal hat Bryan Keith ihn ignoriert und anschließend mit seinem Lasso ein Bier vom Nachbartisch geholt. Doch das scheint in diesem Fall nicht notwendig zu sein. Immerhin ist das eigene Bier noch mindestens halb voll.
Bryan Keith: Trete ich deswegen gegen „Wild Rhino“ Clark Connors an? Sehr witzig einen Cowboy keinen ein Nashorn in den Ring steigen zu lassen. Ist das deine Art von Humor Cesar? Davon ab, warum treffen wir uns hier? Mitten in der Stadt? Mein Pferd kann ich hier nirgendwo parken. Ich musste her laufen, ein Cowboy läuft nicht!
Nun ist der Groschen also gefallen. Cesar! Das war der Name des mysteriösen Mannes. Wie dessen Nachname lautet und für wen oder was jener Mann spricht ist bisher jedoch noch unbekannt. Kurz gehen die Mundwinkel von Cesar nach oben, doch sein ernster Gesichtsausdruck bleibt.
Cesar: Nun, ich habe meine Kontakte spielen lassen damit dieses Match auf der Card landet. Du warst die letzten Wochen immerhin nicht sehr aktiv und nach deiner Niederlage gegen Danhausen wollte ich einfach wissen ob du es noch drauf hast. Nicht das es ein Fehler war dafür zu sorgen das du im One Shot at Glory Match gelandet bist...
Cesar spricht hier die Niederlage von Bryan Keith gegen Danhausen in Nagasaki an. Die Pferde Thematik ignoriert er zunächst gänzlich. Der Bounty Hunter fletscht kurz die Zähne als ihm das verlorene Match aufs Brot geschmiert wird. Aber Cesar hat irgendwie nicht ganz unrecht. Die Niederlage wäre nicht notwendig gewesen und seit diesem Match stand der Bad Apple für fünf Wochen nicht mehr im Ring. Da wäre ein Sieg gegen Clark Connors sicherlich hilfreich um wieder in die Spur zu kommen.
Bryan Keith: Wer ist hier der Wrestler und wer ist lediglich ein Mann mit vielen Kontakten? Du hast dafür gesorgt das ich in dem One Shot at Glory Match stand, aber ich habe den Koffer mit meinen eigenen Händen gegriffen. Vor dir sitzt der nächste World Heavyweight Champion! Du hast die Dinge ins Rollen gebracht. Aber einmal ins Rollen gebracht, kannst du sie nicht stoppen!
Während Keith geredet hat, hat er nach unten gegriffen und seinen Koffer auf den Tisch gestellt. Es liegt eine gewisse Spannung in der Luft. Mit einem starren Blick schaut Bryan Keith in die eiskalten Augen von Cesar. Es scheint fast so als könnte hier gleich etwas passieren. Zunächst stützt sich Cesar jedoch nur mit den Händen auf dem Tisch ab und beugt sich zu Keith nach unten.
Cesar: Lediglich ein Mann mit Kontakten? Bist du dir da sicher Keith? Vergisst du da nicht einen gewaltigen Teil? Ich hab dich in der Hand! Oder hast du vergessen was im Umschlag stand den ich dir bei unserer ersten Begegnung gegeben habe? Wenn ich du wäre würde ich vielleicht noch mal einen Blick hinein werfen. Du hast gefragt warum wir uns hier getroffen haben? Weil ICH die Regeln mache, nicht du! Es mag sein das du den Koffer hast und mit diesem der nächste World Heavyweight Champion wirst. Aber denk daran, du willst mich nicht zum Feind haben. Ansonsten sorge ich dafür das du ganz schnell wieder aus der Liga verschwunden bist. Wenn ich du wäre würde ich an Clark Connors ein Exempel statuieren!
Das nennt sich wohl Ansage. Cesar scheint hier klar gemacht zu haben wer in der Beziehung der beiden der Boss ist. Auch wenn nicht ganz klar ist auf was das hier alles hinaus laufen soll. Beide starren sich weiterhin an. Der Bounty Hunter schiebt seinen Stuhl nach hinten, steht auf und ist nun mit seinem Gegenüber auf Augenhöhe.
Bryan Keith: Ich habe nicht vergessen! Aber glaube nicht das ich mich auf den Rücken werfe und mich vor dir ergebe. Ich werde mich nicht zum kompletten Spielball in deinen Händen machen. Es hatte einen guten Grund das ich in den letzten Wochen nicht im Ring stand. Vielleicht habe ich die Zeit gut genutzt um ein paar Informationen über dich einzuholen. Salina ist eine nette Gesprächspartnerin!
Während der Bad Apple zunächst noch vor dem Tisch stand ist er während er gesprochen hat um selbigen herum gegangen und steht nun direkt neben Cesar. Als er den Namen Salina erwähnt sieht man wie der Mann im Anzug sichtlich angefressen Luft durch die Nase einatmet und die Arme vor seinem Körper verschränkt.
Bryan Keith: Aber das ist ein Thema für einen anderen Tag. Am Montag wirst du sehen wie ich Clark Connors dem Erdboden gleich mache. Wir sehen uns!
Ganz sicher werden die beiden das. Keith klopft Cesar auf die nasse Schulter und ohne sich ein weiteres mal umzudrehen verlässt er diesen, stößt die Tür des Pubs auf und verschwindet. Zurück bleibt Cesar der dieses Gespräch scheinbar erst mal einordnen muss.
OPENER
SINGLES MATCH
Evie vs. Session Moth Martina
![[Bild: evievsjobber.png]](https://i.ibb.co/ZRhm8sNr/evievsjobber.png)
Writer: ???
Session Moth Martina hat sich während einer Werbeunterbrechung tanzend und Bier trinkend durch die Fans zum Ring begeben.
Langsame Gitarren Töne starten den neuen Theme Song von Miss One Shot at Glory Dakota Kai die passenden zum theme langsam mit ihren Koffer herauskommt diesen vor sich stellt und in der hocke von links nach rechts schaukelt. Als der Part mit WHERE IS YOUR HERO NOW? Fängt Dakota an ihren rechten Arm Richtung ring auszustrecken und somit auf ihr Ziel zeigt den Ring wo sie ein Match bestreiten will. Dakota greift ihren Koffer und geht die Rampe runter.
Matthew Rehwoldt: "Making his way to the Ring... from Auckland, New Zealand ... DAKOTA KAI !"
Im Ring stellt sie ihren Koffer in die Mitte und als der Song erneut die Frage nach dem Hero stellt steigt Dakota in der Ringecke aufs zweite Seil und wird von den Fans bejubelt. Sie springt zurück in den Ring stellt ihren Koffer raus und ist bereit fürs Match.
Warnung! Spoiler!
Evie kann dieses Match gewinnen nach dem sie den GTK gegen Martina zeigen kann und diese bis drei Schultert.
Here is your winner by pinfall: EEEEVIEEEEEE!
Here is your winner by pinfall: EEEEVIEEEEEE!
Folgende Szene ereignete sich vor wenigen Tagen.
Einzelne Sonnenstrahlen taten sich schwer, den verregneten Himmel der Vortage zu durchbrechen. Bis in die Mittagsstunden lag eine dichte Nebeldecke über den kleinen Straße von Süd Limerick. Knapp 100.000 Einwohner umfasst das kleine Städtchen mit allen Vororten, die man noch mit einbeziehen könnte. Als wäre die Zeit hier stehen geblieben, stammen die meisten Stadtgebäude aus dem Mittelalter. Auf einer leichten Anhöhe thronte eine kleine Kirche empor, während wenige Meter neben ihr der Eingang zum örtlichen Friedhof ausgeschrieben war. “Kilmurry Cemetery” zeigte das geschmiedete Tor auf, unter dem Becky Lynch und Seth Rollins gerade stehen.
Becky blickt zu Seth auf, ohne ein Wort zu sagen, aber mit einem leicht fragenden Blick. Seth nickt und folgt ihr über die nassen Wegen des Friedhofs. Nicht sonderlich groß von der Fläche, aber aufgeräumt markieren hier zahlreiche Kreuze die Gräber zahlreicher Generationen. Auch Becky braucht ein paar Momente, um sich zurechtzufinden. Es ist bereits etwas länger her, dass sie hier gewesen ist. In der Nähe der großen Eiche, bleibt sie letztlich stehen. Eines der Kreuze wie jedes andere, aber der Name verrät es: Ken Quin. Hier liegt ihr geliebter Vater, der leider viel zu früh an Lungenkrebs im Jahre 2021 verstorben ist.
Becky Lynch: "Hey Dad, es ist eine Weile her, seit ich hier war und es fühlt sich immer noch Scheiße an, hierher zu gehen, um dich zu besuchen. Du warst immer mein Anker, meine Basis. Ganz egal, was ich mir in den Kopf gesetzt hatte, warst du der Erste, der mich verstanden hat und mich immer und überall verteidigte. Bei jedem noch so trivialen Problem… und ich war schlimm als Teenie, hast du mir den Weg gewiesen. Und jetzt… ich fühle mich so verloren."
Becky senkt den Blick und schließt die Augen. Die Tränen schießen ihr empor, aber sie versucht, sie weg zu atmen. Der Wind rascheln leise in den Blättern der großen Eiche, als wollte er antworten. Ein Tropfen Regen fällt von einem Zweig auf ihre Wange oder vielleicht ist es doch eine Träne. Sie wischt sie nicht weg. Seth steht zwei Schritte hinter ihr, die Hände in den Taschen seines Mantels vergraben. Er sagt nichts. Er weiß, dass Worte jetzt nicht helfen würden. Stattdessen tritt er langsam näher, bis er direkt hinter ihr steht. Er legt die Hände an ihre Schultern. Becky spürt die Wärme, die von ihm ausgeht, trotz der Kälte. Sie öffnet die Augen, schaut aber nicht zu ihm, sondern nur auf das Kreuz.
Becky Lynch: "Weißt du, was er immer gesagt hat? ‚Genieß die Reise, Becks. Der Weg ist wichtiger als das Ziel.‘ Ich hab das gehasst. Ich wollte immer nur das Ziel. Den Gürtel. Den Applaus. Die Main Events. Und jetzt… jetzt steh ich hier und hab alles gewonnen, was ich wollte, und fühl mich leerer als je zuvor."
Ihre Stimme bricht leicht. Sie atmet tief ein, der Atem sichtbar in der kühlen Luft.
Becky Lynch: "Die letzten Monate… ich dachte, ich verliere alles. Dich. Roux. Mich selbst. Die Presse hat mich zerlegt, die Fans haben mich bemitleidet, und ich hab mich selbst am meisten gehasst. Ich hab geschrien, geweint, getobt… und irgendwo dazwischen hab ich vergessen, wer ich eigentlich bin."
Sie geht in die Knie, hebt die Hand, berührt das Kreuz mit den Fingerspitzen. Die eingelassenen Bronze-Buchstaben sind kalt und nass. Sie legt einen Blumenstrauß nieder, zwei Dutzend weiße Rosen. Alles, was der ansässige Blumenladen zu bieten hatte.
Becky Lynch: "Aber du hast mir beigebracht, dass man fällt, um wieder aufzustehen. Dass man bricht, um stärker zu werden. Und ich bin gebrochen, Dad. Richtig gebrochen. Aber ich steh immer noch hier. Und ich werd nicht mehr weglaufen."
Ein kleines, trauriges Lächeln zuckt über ihre Lippen.
Becky Lynch: "Ich werd wieder The Man sein. Nicht die Show-Version. Die echte. Die, die du immer in mir gesehen hast. Die, die kämpft, auch wenn alles dagegen spricht. Und ich werde Roux zeigen, dass Mommy nicht perfekt ist… aber dass sie nie aufgibt."
Sie erhebt sich wieder, dreht sich langsam zu Seth um. Ihre Augen sind rot, aber klarer als in den letzten Monaten. Kein Zittern mehr in den Händen. Kein Tinnitus. Nur noch tiefe, ruhige Traurigkeit und darunter ein Funke, der wieder lodert.
Becky Lynch: "Ich brauch noch Zeit. Aber… ich will nicht mehr allein sein. Gott, das schmerzt mehr als alles andere. Er war immer mein Back-Up und ich habe es als was gewöhnliches abgetan. Dabei wäre es jetzt das, was ich bräuchte… nur eine Stunde, eine Stunde mit meinem Dad reden, diskutieren und ihm einfach zuhören. Es würde so vieles ändern."
Seth nickt nur einmal. Er streckt die Hand aus, nicht fordernd, nur offen. Becky schaut einen langen Moment darauf. Dann legt sie ihre Hand in seine. Ihre Finger verschränken sich. Kalt gegen warm. Zerbrechlich gegen stark. Dieses Mal geschieht es ganz automatisch, von den verschränkten Händen, hin zu einer innigen Umarmung. Ohne Vorbehalte, keine Scheu vor irgendwelchen Konsequenzen. Endlich ein vertrauensvoller Moment, der beiden so lange fehlte.
Seth Rollins: "Du hast alle Zeit der Welt. Hier und auch überall. Ich würde niemals anmaßen, deinen Dad ersetzen zu wollen, doch gemeinsam werden wir die größten Hürden nehmen und auch dies hier überstehen."
Jetzt muss sogar Seth an sich halten. Er war nicht ganz unschuldig in den letzten Wochen, aber zumindest versuchte er zu retten, was es zu retten gab. Sicherlich hätte auch ihm ein paar Gespräche mit Vater Quin, rein von Mann zu Mann, gut getan. Denn leider hatte er nicht das Glück, einen solchen Vater an seiner Seite zu haben. Er schluckt hart, seine Hände drücken kurz fester zu. Becky schaut zurück zum Grab.
Becky Lynch: "Danke, Dad. Für alles. Ich pass auf sie auf. Auf Roux. Auf ihn. Und auf mich."
Ein Sonnenstrahl bricht durch die Wolken, fällt genau auf das Kreuz und lässt das nasse Metall kurz aufleuchten. Becky atmet tief ein. Der Regen hört auf.
Sie drückt Seths Hand einmal fest, dann lässt sie los, aber nicht ganz. Sie gehen gemeinsam ein Stück den Weg zurück, Seite an Seite, ohne Hast. Als Seth sich von ihr löst.
Seth Rollins: "Geh schon mal vor… Ich brauch… gib mir einen Moment…"
Fragenden Blickes gibt sie keinen Laut von sich und lässt Seth machen. Dieser geht die paar Schritte zurück und wendet sich nochmal an das Grab ihres Vaters. Dazu geht er in die Hocke, um mit dem Kreuz und seinem Namen auf Augenhöhe zu sein.
Seth Rollins: "Weißt du Kenneth, wir hatten viel zu wenig Zeit uns kennenzulernen. Diese scheiß Krankheit hat dir Jahre geraubt. Du hast sie nicht in einem weißen Kleid tanzen gesehen, du konntest deine wunderbare Enkelin nie auf den Arm nehmen und du konntest nie einfach unbekümmert mit uns an einem Tisch sitzen. Aber sei dir bewusst, zu deiner Zeit hast du alles richtig gemacht. Du hast eine Kämpferin großgezogen… mit einem unbändigen Willen, der manchmal recht anstrengend sein kann. Du hast ihr gelehrt, nie sich von ihren Träumen und Zielen abbringen zu lassen. Du hast alles richtig gemacht. - Ich… ich hatte nie den Vater, zu dem ich aufsehen konnte. Meine Adoptivfamilie sind tolle Menschen, die mir immer alles gaben, was ihnen möglich war. Sie kümmern sich rührend um Roux, sie sind die besten Freunde, die man sich nur wünschen kann. Aber nach Familie fühlte es sich nicht an… denn ich kannte dieses Gefühl nicht, das hat mir erst Rebecca beigebracht. Eine Wärme eine Geborgenheit, die ich kaum in Worte fassen kann. Und ich denke… nein, ich weiß, dies ist dein Nachlass."
Verdammt aufrichtige, wie auch ehrliche Worte von Seth die wohl nicht einmal Becky kennt. Er sprach offen, ganz so, als würde er hier vor seinem Schwiegervater stehen und irgendwie auf ein Zeichen warten. Oder doch mehr…? Er streckte die Hand aus und legte sie auch den hellen Stein des Kreuzes. Währenddessen nimmt der Wind wieder zu. Er spricht jetzt leiser, fast flüsternd, als hätte er Angst, dass Becky ihn hören könnte.
Seth Rollins: "Somit hast du mir das schönste in meinem Leben beschert und es ist ein verdammter Jammer, dass du nicht mehr unter uns bist. Auch ich bräuchte mal einen Mann mit deiner Sichtweise, deinem Verständnis oder mal einen Rat. Du musst wissen… ich halte nicht viel von Glauben oder der Kirche. Ich weiß aber, dass manche Dinge bestraft werden müssen. Ich werde hässliche und schlimme Dinge tun. Es ist sehr gut möglich, dass auch Becky mich hassen wird. In unserer derzeitigen Lage eine wahre Bürde. Denn alles, was ich nur will, ist Harmonie und Frieden für uns. Doch dazu muss ich diese Bilder aus meinem Kopf verbannen… Ich weiß, es geht ihr körperlich gut. Sie geht da hinten, als wäre nichts gewesen. Aber es nagt an mir, es nagt so sehr, dass es mich zerreißt. Wieder diesen Moment zu spät gewesen zu sein, dieser eine Moment, in dem ich nur noch sehe, wie dieses Monster sie am Halse packt und in die Höhe reckt.. dann der Aufprall. Was waren es, zwei, drei Sekunden, in denen meine Welt still stand. Ich seh es immer wieder nachts vor mir, wie sie regungslos in der Ecke lag…"
Ein paar der weißen Kiesel nimmt er in seine Hand auf und presste sie, bis sie ihm in die Haut schnitten. Sein Blick gesenkt, die Augen kurz geschlossen. Für einen Moment hielt er inne, ehe Seth mit kühler Stimme fortführte.
Seth Rollins: "Ich kann dir die Erleichterung gar nicht beschreiben, als sie die Augen wieder aufschlug und mich instinktiv anlächelte. Es fühlte sich an, als wäre eine enorme Last von meinen Schultern genommen worden… aber zugleich schnürt es mir den Hals zu und ein unbändiger Druck baut sich in mir auf. Eine intrinsische Wut, die ich so noch nie gespürt habe… und ich weiß, wenn ich mich dieser Emotion hingebe, wird es verdammt hässlich."
Langsam erhob sich Seth aus der Hocke, öffnet die Hand minimal, ein paar Kiesel fielen heraus, blutige Abdrücke blieben zurück.
Seth Rollins: "Ich will Harmonie. Frieden. Für sie. Für Roux. Für uns.
Aber um das zu haben… muss ich manchmal die Dinge tun, die niemand verzeihen kann. Nicht einmal sie. Ich habe Angst, den Weg zu beschreiten und womöglich alles zu verlieren. Doch wenn ich es nicht tue, werde ich mich und ebenso alles verlieren. Ich danke dir, Kenneth. Dass du ihr gezeigt hast, wie man aufsteht. Ich… ich zeig ihr jetzt, wie man sicherstellt, dass niemand sie je wieder runterwirft."
Er lässt die restlichen Kiesel fallen und richtet sich auf. An seinem Mantel wischt er sich unauffällig die blutige Hand ab, eh er sich umdreht und Becky hinterher geht, ohne zurückzublicken. Leichter Nieselregen setzt wieder ein und zurück bleiben ein paar blutige Ränder an den sonst so weißen Kiesel. Bei einem Besuch auf dem Friedhof holte sich Seth die Absolution.
MORE WAR OR KISSING UP?
Nichts! Ein stilles, dunkles Nichts und die Zuschauer zuhause vor den Bewegtbildmedienübertragungsgeräten werden sich vermutlich fragen, ob diese denn gerade einen Defekt haben oder noch immer wunderbar funktionieren. Doch auch wenn sie noch funktionieren: Der Titantron bleibt vorerst dunkel, als würde die Show gerade eine Pause eingelegt haben, in der absolut nichts passiert. Erst dann kracht das Bild erschreckenderweise an und reißt uns direkt ins Geschehen. Aufbrausend wird eine Tür aufgeschlagen und mit deren Öffnung öffnet sich auch endlich die Farbe im Bild, in der uns direkt ein ziemlich bekanntes Gesicht inmitten des Titantrons gezeigt wird. Gekleidet in einem langen, alten, dunklen Ledermantel, der schon bessere Tage gesehen hat, über einem schlichten schwarzen Shirt, kombiniert mit einer dunklen, leicht zerrissenen Jeans, sieht es fast so aus, als hätte er sich eher absichtlich dagegen entschieden, überhaupt wie ein aktiver Wrestler aufzutreten. Seine schweren Boots hallen leise über den Boden des Raumes und seine Hände scheinen locker bandagiert zu sein, aber selbst das wirkt eher wie Gewohnheit als wie Vorbereitung. Sein Mantel hängt halb offen an ihm herunter, als würde er sich bewusst weigern, ihn ordentlich zu schließen, und sein Blick sagt dabei mehr als tausend Worte. Genervt, leicht müde, ja sogar ein bisschen verächtlich tritt uns niemand Geringeres als der Death Fighter Raven entgegen.
![[Bild: 8b8dcb8c-c812-424b-b682-8ce9e8ee8dc5.png]](https://i.ibb.co/Xx1dv0kv/8b8dcb8c-c812-424b-b682-8ce9e8ee8dc5.png)
Und so wie der Hintergrund hier aussieht, ein modern eingerichteter Raum, mit einem großen, aufgeräumten Schreibtisch aus dunklem Holz, auf dem ein Laptop, ein paar sauber gestapelte Unterlagen und ein Headset liegen. Dahinter steht ein bequemer, hochwertiger Bürostuhl, nicht übertrieben luxuriös, aber definitiv ein Upgrade im Vergleich zu allem, was die Wrestler gewohnt sind. Das Licht ist warm, aber hell genug, um eine gewisse Autorität auszustrahlen. Keine düstere Atmosphäre, sondern eher ein Raum, in dem Entscheidungen getroffen werden. Dazu gibt es eine kleine Sitzecke mit zwei Stühlen, wo Gespräche geführt werden können, was uns sofort, auch ohne das Gesicht seiner Gesprächspartnerin zu sehen, erahnen lässt: Wir befinden uns im Büro des General Managers Bayley! Und die Worte, die Raven aus sich heraustönen lässt, bestätigen diesen Gedanken sofort. Genau der Ort, an dem Raven jetzt stehen oder sitzen würde, während er sich beschwert. Hier prallen zwei völlig unterschiedliche Welten aufeinander. Man merkt sofort: Raven ist nicht hier, um sich auf ein Match vorzubereiten. Er ist hier, um sich zu beschweren. Für ihn ist das Ganze keine Chance, sondern eine Zumutung, ein erzwungener Rückschritt in etwas, das er längst hinter sich lassen wollte. Und genau das spiegelt sich in seinem gesamten Auftreten wider: kein Enthusiasmus, keine Energie, nur pure Ablehnung gegenüber der Situation, in die Bayley ihn gebracht hat.
Raven:
„„HEAY! Warum habe ich schon wieder ein Match? Was soll das? Ich war beim Arzt, ich bin krankgeschrieben! Wieso bekomme ich dennoch Ringfreigabe?““
Die Tür kracht mit einem dumpfen Schlag gegen die Wand, als sie unter Ravens Schwung nachgibt. Für einen Moment scheint der Raum selbst zu erstarren. Die klaren Linien des Büros, die Ordnung, die Kontrolle, all das wirkt plötzlich fehl am Platz, als würde etwas Fremdes in diese perfekt strukturierte Welt eindringen. Raven bleibt im Türrahmen stehen, schwer atmend, die Schultern leicht nach vorne gezogen. Sein Mantel hängt lose an ihm herab, als hätte er ihn im Gehen einfach mitgeschleppt. Der Stoff bewegt sich noch leicht nach, während seine Schritte langsam in den Raum führen. Jeder einzelne davon hallt leise über den Boden und durchbricht die zuvor ruhige Atmosphäre. Die Kamera fängt ihn aus der Seite ein. Sein Blick ist nicht nur genervt, er wirkt müde, ausgelaugt, fast schon leer. Die Augen halb geöffnet, die Stirn leicht gerunzelt, als würde ihn allein die Tatsache, hier stehen zu müssen, an seine Grenzen bringen. Für einen kurzen Moment bleibt er stehen, hebt den Kopf nur minimal und lässt den Blick durch den Raum schweifen. Das aufgeräumte Büro, die sauberen Linien des Schreibtisches, all das spiegelt sich in seinen Augen wider, doch es scheint ihn nicht zu erreichen. Es prallt an ihm ab, als wäre es Teil einer Welt, zu der er längst keinen Bezug mehr hat. Langsam hebt sich seine Hand, fährt sich über das Gesicht, bleibt für einen kurzen Moment an seiner Stirn liegen. Seine Finger verharren dort, als würde er versuchen, sich selbst zu sammeln, während seine Atmung noch immer unruhig ist. Dann senkt er die Hand wieder und sein Blick wird schärfer.
Damit geht das Fokus auf Bayley, die jetzt hier gefragt ist. Die Genral Managerin sitzt an ihrem Schreibtisch. Sie wirkt überraschend gefasst dafür, dass Raven sie hier gerade so überfallen hat. Stattdessen reibt sie sich die Augen um sicherzustellen, dass dies kein Traum ist. Für die Kalifornierin fühlt das hier nämlich wie ein Deja Vu an. Auch aus diesem Grund ist vom Erscheinen des Veteranen nicht erschrocken.
Bayley
"Raven … mal wieder eine Freude dich zu sehen. Das hier ist nicht die Schule. Nur wegen einem kleinen Wehwehchen kannst du dich nicht drücken und genau das ist es bei dir."
Scheinbar ist der Arztbesuch nicht so gelaufen wie Raven sich das vorgestellt hatte. Eine Ringfreigabe wurde ihm trotzdem erteilt. Offenbar hatte sich Raven erhofft von seinem Dienst befreit zu werden, doch dies wurde ihm nicht gewährt.
Bayley
"Außerdem was ist das Problem? Ich stehe darauf deinen sexy Hintern in Aktion zu sehen."
Um das einigermaßen ernsthaft rüberzubringen müsste Bayley das freche Grinsen aus dem Gesicht verstecken.
Raven:
„„Ach kommen Sie schon! Sie haben dutzende idiotische Superstars dort draußen, die jedes Mal geil werden, wenn sie den verschwitzten Arsch von irgendeinem Fettsack vermöbeln dürfen. Mich brauchen Sie doch gar nicht!““
Eben noch so wuterfüllt, wirkt Raven jetzt schon fast flehend. Wie als hätte er die Hoffnung, Bayley doch noch irgendwie überreden zu können, indem er versucht… freundlicher zu sein?
Raven:
„„Vor allem nicht im Main Event! Ich könnte schon zwei Stunden früher Feierabend machen! Warum tun Sie so etwas?““
Irgendwie scheint Bayley diese Situation mehr zu genießen als üblich. Normalerweise versucht sie sonst immer fair und respektvoll zu sein.
Bayley
"Ja aber keiner von denen hat auch nur ansatzweise so viel Erfahrung wie du. Da bist du mit Abstand die unangefochtene Nummer 1. Alle werden durch deinem Auftritt im Ring bereichert. Ich verstehe auch den Ärger nicht wegen des Main Events. Du bist wahrscheinlich der einzigste Wrestler, den es stört im Main Event zu sein. Für jeden anderen wäre es eine Ehre."
Raven:
„„oh wie wunderbar. Jetzt brauch ich mein Geld nicht selbst für einen Psychiater verschwenden, ich hab ja Sie, die mit Freuden versucht, in meinem Kopf herumzuspielen!““
Wobei es doch viel mehr fragwürdig ist, dass Raven jemals auch nur einen Cent, geschweige denn eine Minute seiner Zeit dafür ausgibt, um zu einem Psychiater zu gehen. Wahrscheinlich würde Bayley ihm sogar mit Kusshand diese Therapie bezahlen und ihm sogar Urlaub dafür gewähren. Die gesamte C2C würde wahrscheinlich ein riesiges Festival veranstalten, wenn solch ein Tag je kommen sollte. Da ist es definitiv wahrscheinlicher, dass Raven heute Abend ein gutes Main Event Match hinlegen wird. Das letzte Mal konnten wir ihn vor rund 3 Monaten gegen den ehemaligen World Champion Drew McIntyre im Ring sehen, wo er es sogar schaffte, ein Time Limit Draw rauszuholen. Zwar mit gar nicht mal so vielen Aktionen, da er wahrscheinlich absichtlich versucht hat, das ganze Match in die Länge zu ziehen, weil er keinen Bock darauf hatte, sich anzustrengen, aber scheinbar hat diese schlechte Leistung im Ring immerhin dazu geführt, dass er ganze 3 Monate Pause hatte. Nur wenn es nach ihm ginge, hätte die Pause auch gern wesentlich länger sein können. Nur hoffentlich hat Bayley dafür gesorgt, dass Raven heute im Main Event gegen LA Knight nicht eine ebenso prestige-ruinierende Show abgibt und sich immerhin etwas anstrengt, ein halbwegs ansehnliches Match zu zeigen.
Raven:
„„Einen alten Mann wie mich will doch niemand sehen. Meine Erfahrung ist viel besser im Performance Center aufgehoben als im Ring! Also warum stecken sie mich in ein Match, obwohl ich das gar nicht will?““
Bayley ist ja bekannt dafür, dass sie immer eher besonnen ist. Sie ist nicht ausfallend und behält die Fassung. Umso überraschender ist es, dass sie mit der Faust jetzt auf ihren Tisch haut.
Bayley
"Schluss jetzt! Ich habe keine Lust mehr auf dieses Theater. Vor allem von einem Thema, dass wir schon mehrmals besprochen hatten. Dein Vertrag sieht dich als aktiver Superstar im Ring vor. Die Würfel sind schon gefallen als das Match angesetzt wurde. Es wurde beworben und tausende Zuschauer kommen da mit einer gewissen Erwartungshaltung. Es gibt da kein Zurück mehr. Das Match wird stattfinden. Wenn du dich drückst, dann stellt dies ein Vertragsbruch dar und dieser wird Konsequenzen für dich tragen."
Bayley hat offenbar genug von den Albernheiten und lässt jetzt wohl den Boss raus. Ein Ton, den man so nie von der Kalifornierin hört.
Ein angespanntes Schweigen legt sich über das Büro. Bayleys Worte hängen noch schwer in der Luft, sodass man sie klar, bestimmt und ohne jeden Spielraum vernehmen kann. Für sie scheint die ganze Sache bereits entschieden zu sein. Raven hingegen steht nur regungslos da. Kein sichtbarer Widerstand und auch kein sofortiger Widerspruch. Doch die Stille um ihn herum wirkt nicht leer, sondern geladen. Seine Augen bleiben auf Bayley gerichtet, als würde er ihre Worte Stück für Stück auseinandernehmen. Ein kurzer Moment vergeht, in dem niemand etwas sagt. Die Spannung im Raum steigt spürbar an. Dann hebt Raven langsam den Kopf und ein leichtes, fast bitteres Lächeln zieht über sein Gesicht, bevor er schließlich zu sprechen beginnt.
Raven:
„„Ich kann mich noch an eine junge, hübsche Frau erinnern, die eine solche Lebensfreude an den Tag gelegt hat, dass sie jeden immer nur umarmen wollte. Leider scheint ihr Beruf von dieser Frau nicht mehr viel übrig gelassen zu haben. So etwas wie Mitleid kennen Sie scheinbar nicht mehr!““
Argwöhnisch guckt Bayley sein Gegenüber an. Das muss sie selbst einmal sacken lassen.
Bayley
"Wir alle werden irgendwann erwachsen. Und wir alle haben Verantwortung. Ich mehr als jeder andere hier in diesem. Vielleicht wird es Zeit dass du auch Erwachsen wirst und auch endlich Verantwortung übernimmst."
Für Bayley ist dieses Gespräch damit beendet. Sie deutet schon in Richtung Ausgang für den guten Herrn Raven.
Raven:
„„Tze! Ein Spiel zu spielen, wo Sie versuchen, mir das Leben zur Hölle zu machen, hat nichts mit erwachsen sein zu tun, Sie Heuchlerin!““
Ein grimmiger Laut entweicht der Kehle von Raven, als dieser sich umdreht und das Büro dann mit dieser Niederlage wieder verlässt. Wobei man es nur teils eine Niederlage nennen kann. Immerhin könnte es möglich sein, dass diese Worte doch irgendwo Bayleys Herz berührt und sie damit stark getroffen haben. Es folgt ein kleiner Schnitt und wir befinden uns plötzlich vor dem Eingang von Bayleys Büro auf dem Gang des Backstagebereiches, wo Raven allerdings weiter keine Zeit für sich hat, da ihm hier direkt die nächste bekannte Person entgegentritt. Etwas genervt blickt er sie an, ehe er seine Wut scheinbar schnell in sich reinbeißt und nur einen entkräftigten Stöhner aus sich herauslässt.
Raven:
„„Frag nicht, ich habe nichts zu erzählen!““
Man könnte meinen, dass diese Person Raven mit vorwurfvollen Blicken ansieht, aber das geht schlecht, wenn das Gesicht mit einer Maske bdeckt ist. Es ist Axiom, der dem Trainer gegenübersteht. Die Arme verschränkt der Spanier seinem Kollegen gegenüber. Axiom ist zwar angestellt für Bayley, doch er hatte sogar manchmal Raven gedeckt.
Axiom
"Wieder Ärger mit Bayley?"
Axiom kennt die Probleme mittlerweile schon sehr gut und weiß, dass es kein Einzelfall mehr ist. Vielleicht gibt es dieses Mal aber andere Umstände von denen Raven berichten kann. Bisher geht der Maskierte von dem üblichen aus.
Axiom
"Du musst anfangen Bayley mit Respekt zu behandeln."
Raven:
„„wieso sollte ich das tun? Viel eher lasse ich ein riesiges Kolosseum errichten, in welchem ich und Bayley uns gegenseitig die Köpfe abschlachten und die Gedärme aus den Körpern herausschlitzen können, während tausende blutgeile Menschen uns zujubeln, anstatt dass ich dieser Frau Respekt schenke!““
Bei so einer Reaktion könnte man glatt denken, dass da eine gewisse Liebe zwischen Raven und Bayley liegt. Denn wie bekanntlich jedes Kind weiß, heißt es: Was sich neckt, das liebt sich, und die beiden necken sich regelrecht, wann immer sie miteinander interagieren. Aber das werden wohl nur die Gedanken von irgendwelchen Seifenopernfans sein, die da viel zu viel hineininterpretieren. Genervt holt Raven aus seiner Manteltasche einen Flachmann heraus und öffnet diesen, um mit dem Mund an den Inhalt zu kommen. Dabei hat er später noch ein Match. Will er sich jetzt wirklich hier noch vor dem Main Event betrinken? Das wäre eine neue Form von Respektlosigkeit, die er Bayley entgegenwerfen kann.
Raven:
„„Ich bin quasi der Eddie Guerrero der Neuzeit. Ich lüge, ich cheate und ich stehle. Du kannst von jemandem wie mir nicht erwarten, dass ich der Chefetage Respekt zolle. Wenn ich jemandem in den Arsch kriechen möchte, kann ich mir auch gleich blonde Strähnen in die Haare färben lassen und mich Rollins nennen! So etwas passt nicht zu mir!““
Er setzt an, nimmt einen Schluck und... es kommt nichts heraus. Der Flachmann ist leer. Enttäuscht guckt Raven auf ihn und testet sogar noch einmal veranschaulichend, indem er ihn mit der Öffnung nach unten schüttelt, ob nicht doch noch ein letzter Tropfen da drin ist. Aber zu seiner Enttäuschung: leider Fehlanzeige.
Da Raven leer ausgeht beim Versuch etwas aus dem Flachmann zu trinken schließt Axiom daraus, dass er bei seinem Gespräch mit Bayley den Inhalt schon Intus hatte. Der maskierte Held könnte jetzt eine Predigt halten, doch kennt er Raven mittlerweile gut genug um zu wissen, dass so ein alter Mann wie sich nicht bei sowas belehren lassen wird. Stattdessen klopft er Raven einfach nur auf der Schulter.
Axiom
"Du packst das heute schon."
Raven:
„„tze... ja, muss ich ja!““
Vielleicht hat Axiom nicht unrecht. Vielleicht sollte Raven wirklich mal darüber nachdenken, etwas freundlicher zu Bayley zu sein. Ihr in den Arsch zu kriechen und das zu tun, was sie verlangt. Die Beziehung etwas zu verbessern. Denn wenn man freundlich zu Bayley ist, wird sie bestimmt auch freundlich zurück sein. Doch so, wie sich Raven hier im Beisein der Huggerin verhält, kann man es sich gut vorstellen, dass diese ihm sein Leben noch weitaus häufiger zur Hölle machen wird. Nun, wir dürfen gespannt sein, wie sich diese ganze Geschichte hier noch entwickeln wird. Und wie Raven heute Abend gegen seinen Gegner LA Knight im Ring agieren wird. Ob er sich wirklich Mühe gibt oder ob es wieder nur so ein lächerlich langweiliges Main Event werden wird. So viele Fragen und die Antworten liegen noch in so ferner Zukunft. Denn nun werden wir keine von ihnen bekommen, da dieses Segment sein Ende gefunden hat. Fade out!
Dunkelheit! Mehrere Sekunden lang! Nach und nach beginnt das Bild sich zu erhellen und zu flackern. Erst ganz leicht, dann immer heftiger! Ein dumpfes Gemurmel bricht durch die Stille hindurch. Undefinierbare Farbkleckse schlängen sich durch die dunklen Ecken und kämpfen mit diesen um die Vorherrschaft. Das ist weit entfernt von abstrakter Kunst, die man noch irgendwie genießen könnte. Nein, dafür ist dieses Schauspiel zu hektisch und zu aufwühlend! Was ist hier nur los?
“… Hrmpfpf… Hrmpfpf… Hnrmipfp…Neimpfpf…Nein…NEIN!“
Das Gemurmel wird immer lauter und deutlicher! Eine Stimme…einer Frau? Klingt so, wenn es auch schwer zu sagen ist. Sie klingt verzweifelt, ängstlich!
“Aufhören! Bitte!“
…fleht sie! Auch wenn es leicht verzerrt und roboterhaft klingt, geht es dennoch durch Mark und Bein! Die Farbklekse werden auch klarer. Fast wirkt es so, als würde man zwei Menschen erkennen, die miteinander ringen oder kämpfen! Die Konturen bleiben dabei sehr schwammig. Gesichter oder andere körperliche Merkmal sind partout nicht zu erkennen.. Man kann es eben nur erahnen.
“HAHAHAHA! Hhhhmmmm…“
Eine zweite Stimme…rau und dunkel! Als würde sie aus den Tiefen der Hölle stammen…
?: NEEEEEEEIIIIN!
Eine junge Frau schreckt hoch und schreit laut auf! Ihr Herz pocht wie wild und sie spürt, wie sie am ganzen Körper zittern. Ein Handrücken huscht an die Stirn und spürt, wie sie schweißgebadet ist. Die andere Hand sucht verzweifelt nach dem Knopf der Nachttischlampe. Gott sei Dank, gefunden…und Licht ist an! Panisch huschen die Augen umher…und erkennen nach ein paar Sekunden, dass sie sich immer noch in ihrem alten Jugendzimmer befindet, bei ihren Eltern daheim. Sie liegt in ihrem Bett! Es war ein Albtraum, aus dem sie gerade aufgeschreckt ist! Leider der Albtraum, der sie seit einigen Wochen verfolgt!
?: Nicht schon wieder!
…flüstert sie mit schwacher Stimme und vergräbt das warme Gesicht in ihren Händen. Die Beine werden noch angezogen, was ein leichtes Gefühl von Sicherheit gibt. Paar Augenblicke später schwingt sie die Beine aus dem Bett heraus. Als die nackten Füße den weichen Teppich berühren, seufzt sie erleichtert auf. Jetzt begreift auch ihr Gehirn, dass sie in Sicherheit ist. Aber dieser verdammte Albtraum! Sie kann zwar nichts erkennen…doch diese zweite Stimme weckt verdammte Erinnerungen, die sie eigentlich schon längst verdrängt haben wollte. Erinnerungen, die sie lähmen, sie schwach fühlen lässt und ihr den sprichwörtlichen Boden unter den Füßen wegziehen. Es macht ihr Angst! Was soll sie noch tun? Sie macht doch schon seit ein paar Monaten endlich eine Therapie.
?: Ob ich es doch tun sollte?
Was meint sie? Seufzen hievt sie sich nach oben und wir haben einen kompletten Blick auf die Frau. Pinke Pyjama Hose, ein weißes Shirt, das aufgrund des Angstschweißes am Körper klebt, dazu blonde Haare, die hochgebunden wurden. Dazu die weichen Züge eines Gesichtes, welches man als c2c Fan durchaus schon mal gesehen hat! Stevie Turner! Die Britin hat man seit fast genau zwei Jahren nicht mehr gesehen. Zuletzt war sie Teil eines War Games Matches zwischen Team Rhea Ripley und Team Shotzi Blackheart, bevor sie danach spurlos verschwand. Stevie hatte ihre Gründe…guten Gründe! Ein wenig wackelig auf den Beinen geht sie ein paar Schritte durch das Zimmer, bis sie zum Schreibtisch am Fenster kommt. Auf diesem steht ein Laptop, den Turner aufklappt. Ein leises Surren, die Lichter gehen an…und auf dem Bildschirm ploppt sofort die E-Mail App auf. Turner nimmt auf einem kleinen Hocker Platz und klickt die Nachricht an, die sie seit Tagen beschäftigt. Diese stammt von Bayley! Die passionierte Huggerin war damals, wie Stevie, Teil von Team Rhea und baute eine leichte Freundschaft zur Britin auf. Der Kontakt war schon vor einer langen Zeit eingeschlafen und die Blonde hatte es auch vermieden sich irgendwie mit der c2c auseinanderzusetzen. So gut es eben ging…dass Bayley inzwischen die General Managerin ist, hatte Turner dennoch erfahren. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Bay in ihrer offiziellen Funktion eine Mail an Stevie geschrieben. Nach ein paar höflichen Floskeln ist die GM zum Punkt gekommen. Die Vergangenheit soll die Vergangenheit sein und Bayley hätte Stevie gerne wieder als Teil ihrer Women’s Division! Ja, Turner soll wieder unter dem c2c Banner wrestlen! Aktuell ist die Liga in Großbritannien unterwegs. Diesen Montag in Cardiff und nächsten in Manchester. Und genau da kann Stevie wieder einsteigen, wenn sie Lust dazu hat.
Stevie Turner: Soll ich wirklich wieder dahin zurück? Aber Dr. Campbell meinte, dass mir diese Konfrontation mit der Vergangenheit helfen könnte. Und…will ich es mir nicht selbst beweisen, dass ich es immer noch kann?
Gedanken, über die sie nicht zum ersten Mal grübelt. Unschlüssig kaut sie auf dem rechten Daumennagel, während sie ein Bein hochzieht und es unter das andere schiebt. Dr. Campbell, ihre Therapeutin, ist der Ansicht, dass Stevie wieder ihrer alten Leidenschaft nachgehen sollte…dem Wrestling! Und das am besten in der c2c! Turner hat durchaus ein gewisses Verlangen endlich wieder in den Ring zu steigen. Sie hat das Gefühl, dass sie ihre Peak noch nicht erreicht hat und es daher noch einiges zu erreichen gibt. Außerdem fällt ihr so langsam bei ihren Eltern die Decke auf dem Kopf. So dankbar sie ihrem Dad und ihrer Mum ist, dass diese sie aufgefangen haben, so sehr wünscht sie sich wieder mehr Autonomie in ihrem eigenen Leben zurück. Hier wird sie immer bis zu einem gewissen Grad „nur“ die Tochter sein.
Stevie Turner: Okay! Ich mache es!
Da gibt sich die Blondine einen Ruck. Sie tippt eine Antwort an Bayley. Hier und jetzt, mitten in der Nacht! Sonst wird sie es sich sicher wieder anders überlegen. Und abgesendet! Jetzt gibt es kein Zurück mehr! Ein Kribbeln breitet sich in ihrem Bauch aus. Ob das Gefühl gut oder schlecht ist, kann Turner noch nicht zuordnen. Vorfreude und Angst vermischen sich und sie hat den Eindruck, dass beide Emotionen von zwei Seiten an ihr zerren. Aber sie ist entschlossen! Sie wird es tun und zur c2c zurückkehren! Der Laptop wird wieder zugeklappt. Vor morgen früh wird sie eh keine Antwort erhalten. Ihr Blick geht über die Schulter zur Türe! Nichts! Auch auf dem Flur scheint es ruhig zu sein. Da ihr Zimmer im oberen Geschoss liegt und ihre Eltern unten schlafen, werden sie den Schrei gerade eben sicher nicht gehört haben. Gut! Stevie hat keine Lust darauf schon wieder erklären zu müssen, dass sie wieder den gleichen Traum hatte…nur um wieder den gleichen Trost und die gleichen, gut gemeinten Worte zu hören, die ihr inzwischen nicht mehr helfen.
Stevie Turner: Das ist ein guter Schritt in die richtige Richtung! Ganz bestimmt!
Da macht sich die Blonde selbst Mut! Ja, sie schafft es und ja, sie wird sich ihren Platz in der Liga zurückerobern! Leise ausatmend legt Turner den Kopf in den Nacken und schließt die Augen. Sie ist noch zu aufgewühlt, um gleich wieder schlafen zu gehen…und sie hat Angst davor, nochmal vom Traum gequält zu werden. So versucht sie zunächst zur Ruhe zu kommen…und sich mental auf die nächste Woche vorzubereiten.
Stevie Turner: Manchester, ich komme!
Fade off.
MATCH 2
SINGLES MATCH
Thekla vs. Ava Johnson
![[Bild: avathekla.png]](https://i.ibb.co/39D5LCvz/avathekla.png)
Writer: ???
Mit den ersten Tönen der Theme der Tochter von The Rock, setzt das Konzert der Buhrufe ein – Ava scheint nicht sonderlich beliebt bei den Fans zu sein, wenngleich sie eigentlich nichts getan hat, was sie erzürnen könnte. Schlussendlich ist es wohl die Legacy ihrer Familie, die dem ein oder anderen sauer aufstößt. Ava taucht auf der Stage auf. Dann setzt sie sich recht schnell in Bewegung in Richtung des Seilgevierts.
![[Bild: SQ0Mwsj.png]](https://i.imgur.com/SQ0Mwsj.png)
Matthew Rehwoldt: "Making her way tot he ring … from Davie, Florida … AVAAAAAAA JOHNSOOOOOOOON!!!"
Das animiert die Fans nur noch einmal ein bisschen lauter zu buhen und Ava tut ihr bestes, um sich das nicht anmerken zu lassen. Johnson hüpft auf den Apron und steigt dann über das mittlere Seil, um den Ring zu betreten. Dann kann es losgehen.
Die Lichter in der Halle werden abgedunkelt und die Stage in ein düsteres Rot getaucht. Langsam beginnt die unheilvolle Musik, bis der Beat richtig eingesetzt. Irgend etwas erscheint merkwürdig...als wäre das Bild auf den Kopf gedreht? Als sich eine Gestalt aus dem aufsteigenden künstlichen Nebel schält, dreht sich die Kamera blitzschnell um 180°, so dass der Zuschauer am heimischen Bildschirm wieder eine "normale" Sicht hat. Diese Gestalt entpuppt sich als die Toxic Spider Thekla! Über ihr Gear trägt sie einen schwarzen Mantel mit Kunstpelz. Obwohl sie auf der Nase eine Sonnenbrille trägt, kann man ihren manischen Blick erkennen, mit dem sie die Kamera vor ihr fixiert.
THEKLA: Time to kill someone...ahahahaha...
Noch einmal die Zunge ausgestreckt und die Österreicherin wandert weiter.
Matthew Rehwoldt: "Making her way to the Ring... from Vienna, Austria... The Toxic Spider... THEKLA!"
Mit ausgestreckten Armen stolziert Thekla auf der Stage umher und gibt sich so, als würde der ganze Laden ihr gehören. Seitlich stehend positioniert sich die Blonde. Kurz geht sie in die Knie, hievt sich ruckartig nach oben und vollzieht dabei eine Throat-Cut Geste! Glühend-heiße Flammen schießen neben und hinter ihr in die Höhe und sorgen für ein ansehnliches Spektakel. Wie ein Raubtier auf der Jagd pirscht sich die Österreicherin in einem leicht wippenden Gang heran. Am Ring hüpft sie auf das Apron und rutscht unter den Seilen hindurch. Nach ein paar Schritten geht die Blondine auf die Knie und beugt ihren Oberkörper nach hinten. Dazu gehen erneut die Feuerfontänen an der Stage in die Höhe. Die Toxic Spider reißt ihren Körper nach vorne und krabbelt plötzlich blitzschnell auf die Kamera zu, die erschrocken zurückweicht. Grinsend steht die Österreicherin auf. Langsam verstummt die Theme und die Lichter erreichen die gewohnte Strahlkraft. Mantel und Sonnenbrille werden abgelegt und Thekla ist bereit für das Match.
Der Ref will nun das Match anläuten. Ava wirkt sehr konzentriert. Nachdem sie sich vor zwei Jahren schon einmal in der c2c versucht hat, bekommt sie heute eine weitere Chance. Wohl ohne ihren Vater und ohne den Aufpasser namens Paul Heyman. Dennoch scheinen auch die Fans hier nicht sonderlich begeistert zu sein, dass sie als „Tochter“ weiter Spotlight bekommt. Davon lässt sich Johnson dann doch kurz ablenken, was Thekla sofort bemerkt…SPEAR! Noch bevor das Match angeläutet wird, mäht die Österreicherin ihre Gegnerin nieder. Die Fans johlen überrascht auf und auch der Ref wirkt geschockt. Die junge Ava windet sich mit Schmerzen auf dem Boden, während Thekla neben ihr kniet und diabolisch auflacht…
THEKLA: AHAHAHA…THAT WAS FUN!
…schreit sie in die walisische Luft und breitet ihre Arme aus. Sie erntet dafür gemischte Reaktionen, was eben auch daran liegt, dass Ava unbeliebt ist…und Thekla als Europäerin einen gewissen Fan-Bonus zu haben scheint. Der Ref redet, wild gestikulierend, auf die Toxic Spider ein. Die zuckt nur beiläufig mit den Schultern und fordert ihn auf das Match zu beginnen. Dieser scheint aber zunächst nach Ava schauen zu wollen, ob diese sich irgendwie verletzt hat. Nicht mit Thekla! Grob reist die Blonde den Mann zu sich rum und tippt diesem drohend auf die Brust.
THEKLA: Läute das verdammte Match an oder ich reiß dir gleich den Arsch auf!
Jaaa, die Drohung wirkt! Obwohl der Ref größer ist als Thekla, nimmt er sie mehr als ernst. Um die eigene Gesundheit zu schützen knickt er ein und gibt das Zeichen an den Zeitnehmer.
*Ding Ding*
Lauernd schleicht Thekla in eine Ringecke, dreht Johnson den Rücken zu und beugt sich nach hinten, bis die Hände den Boden berühren – und das in einer flüssigen Bewegung. Wieder einmal beweist die Blonde, wie beweglich und athletisch sie ist. Mit diesem Spider-Walk nähert sie sich Ava, während dies versucht sich an den Seilen hochzuziehen. Kaum dreht sich die Dunkelhaarige wieder am, wendet sich Thekla blitzschnell, um den nächsten Angriff einzuleiten….SPEAR! Spear, zum zweiten! Die arme Ava donnert zum zweiten Mal ungeschützt auf die Matte. Spätestens jetzt werden auch einige Kritiker eher Mitleid mit ihr haben. Auf der anderen Seite genießt die Toxic Spider diesen Moment in vollen Zügen. Sie leckt sich einmal über die Lippen und sieht zur Seite. In die Richtung robbt sie und verlangt, dass man ihr ein Mikro reicht. Nach kurzem Zögern traut sich ein Mitarbeiter und überreicht Thekla solch ein Gerät. Damit bewaffnet geht sie durch den Ring und zeigt, wie sicher sie sich ihrer Sache ist.
THEKLA: EY BIG BOSS BAYLEY! MAMA BAY! Ahahaha…hasst du Dwayne „The Rock“ Johnson so sehr, dass du seine kleine Tochter nochmal einstellst, nur um sie mir zum Fraß vorzuwerfen? Ohohoho…du bist ein durchtriebenes Teufelchen, Mama Bay! Aber gut, dann mach‘ ich das, wofür du mich bezahlst und zeige Ava, wie toooooxic die c2c inzwischen geworden ist! Doch denk daran…alles, was ihr passiert, landet auf deiner Rechnung, Big Boss! Merkst du das, Ava?
Die Österreicherin stellt sich breitbeinig über Johnson und sieht spöttisch auf diese herab.
THEKLA: Merkst du, wie dich keiner leiden kann? Selbst dein Daddy ist froh, wenn ich dir im Live TV den Arsch versohle! Selbst das süße, kleine Fangirl Izzy hat mehr Berechtigung hier zu sein, als du! Naaaaw, musst du jetzt weinen, Prinzesschen? Oder muss ich dich aus deinem Schönheitsschlaf wecken, hm?
*Klatsch*
Mit der freien Hand zieht sie eine safte Ohrfeige durch Ava’s Gesicht.
THEKLA: Schau mich an, wenn ich mir dir rede, Fotze!
*Klatsch*
Und noch einmal! Gerade als Thekla ein drittes Mal ausholen möchte, sieht Ava sie mit bösen Augen an. Ja, die Österreicherin hat ihre Gegnerin wieder geweckt…und genug ist genug! Johnson greift nach dem blonden Schopf und verpasst dieser eine ordentliche Kopfnuss! Thekla lässt das Mikro fallen und taumelt zurück. Für Ava genug Zeit, um sich wieder aufzurappeln. Schnell zeigt sie zwei Punches gegen die blonde und drückt diese so in die Seile. Tatsächlich bekommt sie da hörbaren Jubel von den Rängen. Nach dieser Demütigung hat sich dich Rock Tochter das verdient. Ava zeigt einen Chop…
“Woooooo!“
Wird, wie gewohnt von den Rängen kommentiert! Johnson greift Thekla’s Arm und schickt sie auf die Reise. Von er Gegenseite wird die Toxic Spider zurückgeworfen und soll in einer Clothesline laufen. Nein, soooo leicht nicht! Thekla taucht unter dem Arm durch, holt erneut Schwung…SPEAR! Zum dritten Mal wird Johnson so brutal umgerannt. Schnell dreht Thekla sie auf en Rücken und setzt den Death Trap Choke an. Ava brüllt wie am Spieß und versucht sich zu befreien. Aber Thekla weiß genau, wie sie den Submission Move ansetzen muss und zieht ihre Fangarme immer weiter zusammen. Die Luft wird abgeschnürt, die Schmerzen zu große…Ava Johnson klopft ab!
*Ding Ding*
Der kurze Widerstand ist damit verpufft! Thekla hat auch dieses Match gewonnen. Sie hält dann den Hold noch ein paar weitere Sekunden, bis sie Ava schlussendlich doch erlöst. Der Ref hebt ihren Arm, um sie zur Siegerin zu erklären. Tja, nur ist die Toxic Spider noch nicht ganz fertig. So reißt sie sich los, dreht sich an und sieht, wie Johnson versucht sich auf alle Viere aufzurichten…CURB STOMP! Saftiger Tritt gegen den Hinterkopf und bei Ava sind die Lichter ausgeknipst. Unnötig…aber das hat die Österreicherin zur eigenen Belustigung gebracht. Oder es war die „Strafe“ dafür, dass Ava es gewagt hatte sich zu wehren. Grinsend streckt Thekla die Arme aus und ignoriert komplett den Ref, der sie dafür rügt. Lieber steigt sie auf ein Turnbuckle, stellt ein Bein auf das mittlere und eines auf das obere Seil. So posiert sie für den Moment und saugt die Stimmung in der Halle auf. Ja, die Blonde fühlt sich komplett unantastbar und ist sich sicher, dass sie sich weiter erfolgreich durch die Division prügeln wird.
Während Thekla im Ring noch ihren Sieg gegen Ava Johnson feiert, erscheinen plötzlich Kris Statlander und Samantha Smart auf der Stage. Beide werden vom walisischen Publikum mit lauten gemischten Reaktionen empfangen. Bereits in der letzten Woche haben sich die Wege der drei Damen gekreuzt. Kris Statlander und vor allem Samantha Smart schienen sehr daran interessiert zu sein Thekla in die World Domination Initiative aufzunehmen. Samantha Smart hat der Österreicherin eine Bedenkzeit gegeben. Ist diese nun schon abgelaufen? Sie hat auch in der letzten Woche klar gemacht, dass diese Gelegenheit nicht sehr oft bieten wird. Also ist es sehr gut möglich, dass die beiden jetzt schon eine Antwort wollen.
![[Bild: Smart02.png]](https://c2c-wrestling.com/4images/data/media/1671/Smart02.png)
Beide lächeln der Toxic Spider zu und Statlander applaudiert sogar. Sie scheinen sich sehr darüber zu freuen, dass Thekla ihre heutige Gegnerin besiegt hat. Erneut hat die Österreicherin eine hervorragende Leistung gezeigt. Das muss man neidlos anerkennen, egal ob man sie mag oder nicht. Samantha Smart hat auch ein Mikrofon dabei. Sie möchte wohl noch ein paar Worte loswerden. Als die Theme in der Arena verstummt, erhebt sie dieses auch sogleich.
SAMANTHA SMART
» Beeindruckend, Thekla! Wirklich sehr beeindruckend! Dieses Match hat mir nochmals klar gemacht, warum ich dich gerne an unserer Seite sehen würde. Deine Zukunft ist nicht nur eine glorreiche, sondern eine goldene Zukunft. Meine Damen und Herren, hier im Ring steht eine zukünftige Coast2Coast Women's World Championesse. «
Erneut gibt es laute gemischte Reaktionen. Viele Fans scheinen dies ebenfalls so zu sehen und jubeln Thekla zu. Und das liegt bestimmt nicht nur daran, dass wir uns hier in Europa befinden. Allerdings scheint es auch noch ein paar Zweifler geben. Zweifler gibt es immer. Samantha Smart ist sich aber sicher, dass auch deren Stimmen bald verstummen werden.
![[Bild: Smart06.png]](https://c2c-wrestling.com/4images/data/media/1671/Smart06.png)
SAMANTHA SMART
» Nun, scheinbar sehen das nicht alle so. Doch keine Sorge, Thekla! Diese Leute wissen gar nicht, was sie wollen. Also hör nicht auf sie! Sie denken, ihre Stimmen seien so laut. Sie denken, sie hätten die Macht darüber entscheiden zu können, wer ein Topstar wird und wer in der Versenkung verschwinden wird. Aber ich weiß es besser. Ich bin die einzige Person in diesem Business, die genau erkennt, wann ich einen Rohdiamanten vor mir habe und wann nicht. «
Für diese Aussage erntet die IQ-Superior sehr viele Buhrufe vom Publikum.
SAMANTHA SMART
» Kris Statlander ist so ein Rohdiamant. Eine Frau, die Kraft und Intelligenz perfekt miteinander kombiniert. Und daneben Thekla. Eine Frau, die eine Technik und eine Raffinesse an den Tag legt, die ich so noch nie gesehen habe. Alleine seid ihr beiden nicht zu stoppen. Jetzt überlegt mal, was ihr - was WIR - zusammen ausrichten könnten. Die Coast2Coast Women's Division würde schon sehr schnell von uns beherrscht werden. Keine der anderen Damen wäre dieser Übermacht gewachsen. Keine Fallon Henley. Keine Liv Morgan. Keine Rhea Ripley. Keine Becky Lynch. Und auch keine Tiffany Stratton. Thekla, die Tür zur World Domination Initiative steht ganz weit offen für dich. Du musst nur noch eintreten. Ich weiß, dass die Fans das niemals zugeben würden. Ich weiß, dass Bayley das niemals zugeben würde. Doch tief in ihrem Inneren wissen sie, dass die Women's Division diese Art von Weckruf braucht. Ihr alle braucht die World Domination Initiative. Thekla, du brauchst die World Domination Initiative, denn dies ist genau der Schritt den du brauchst, um das nächste Level zu erreichen. «
Samantha Smart senkt nun das Mikrofon. Das Publikum buht die smarteste Person dieses Planeten, wie sie sich selbst nennt, immer noch aus. Doch ihr scheint relativ egal zu sein wie das Publikum auf sie reagiert. Wichtig ist ihr im Moment nur wie Thekla auf sie und ihr Angebot reagieren wird. Plötzlich schnappt sich Kris Statlander das Mikrofon. Offenbar möchte nun auch sie noch etwas sagen.
KRIS STATLANDER
» Thekla, dieses Angebot hat ein Verfallsdatum. Wir werden dir jetzt ganz bestimmt nicht von Woche zu Woche nachlaufen. Samantha hat dir in der letzten Woche eine Bedenkzeit gegeben. Diese steht dir auch immer noch zu. Wir werden sie sogar noch um eine Woche verlängern. Aber in der nächsten Woche erwarten wir von dir eine Antwort. Auch wir haben Pläne. Und diese Pläne möchten wir auch zeitnah umsetzen. Wir möchten dich gerne an diesen Plänen teilhaben lassen. Sam hat schon alles gesagt, was du wissen musst. Was mich betrifft, ich kann sehr gut damit leben dich an meiner Seite zu haben. Ein bisschen Konkurrenz in den eigenen Reihen ist nie schlecht. Das pusht mich. Doch mach dir keine Illusionen, dass ich dich brauche. Ich komme auch sehr gut alleine zurecht. Manchmal schadet es allerdings nicht einen starken Rückhalt zu haben. Das gilt für mich, ebenso wie für dich. Wenn deine Zukunft also vorsieht, dass du ein Teil der WDI bist, dann werde ich dich mit offenen Armen empfangen. Schließlich scheinen wir beide keine gewöhnlichen Frauen zu sein, stimmts? Doch wenn deine Zukunft nicht vorsieht, dass du an unserer Seite bist, nun, du kennst das ja. Wer nicht für uns ist, ... «
Aus dem Mund von Kris Statlander klingt das alles nun fast schon wie eine Drohung. Ganz auf die Art "entweder bist du dabei oder wir werden dich aus dem Weg räumen". Ob dies so klug ist? Samantha Smart nickt ihrer Klientin jedenfalls zu. Die WDI muss irgendwo ja auch konsequent sein und ihre Muskeln spielen lassen, sonst würde man sie ja nicht ernst nehmen. Sie werden ganz bestimmt niemandem in den Allerwertesten kriechen. Sie haben zum Ausdruck gebracht, dass sie durchaus wollen, dass Thekla dabei ist. Der Rest liegt an ihr. Mehr wird die Österreicherin nicht bekommen. Mehr werden Statlander und Smart auch niemandem geben. Thekla hat sich alles in Ruhe angehört und hat auch verstanden, dass sie sich nächste Woche dazu äußern muss. Zwar mag es die Toxic Spider so gar nicht, wenn man sie unter Druck setzen möchte und dabei sogar indirekt droht. Aber Samantha Smart und Kris Statlander hinter sich zu wissen ist und bleibt reizvoll. So wird sich die Blonde die paar Tage nochmal nehmen, um alles abzuwägen. Eine nachdenkliche Thekla verlässt daraufhin den Ring.
Soeben ging das zweite Match des Abends über die Bühne, wo Thekla sich einen weiteren Sieg aneignen konnte, indem sie Ava Johnson nahezu kaum eine Chance ließ. Somit würde der Siegeszug Theklas weitergehen. Doch bevor wir uns in die nächste Action stürzen, wo sich dann auch der aktuelle OSaG Kofferträger Keith die Ehre geben würde, schalten wir Backstage. Wir sehen einige Mitarbeiter der Company, die ihrer täglichen Arbeit nachgingen. Die Kamera wandert den Korridor entlang, als dann plötzlich unter Jubel Drew McIntyre um die nächste Ecke huscht. Wir sind zwar in Wales, aber dennoch bekommt der Schotte hier positive Reaktionen.
Letzte Woche in Glasgow, seinem Heimatland, wurden wir wieder Zeuge eines 5-Sterne Matches gegen Kenny Omega um die World Championship. Leider hatte Drew dieses Match verloren, aber er war am Ende des Abends doch der Sieger, vor allem bei seinen Heimatfans gab es Standing Ovations für den Hünen. An seiner Seite dort war Liv Morgan und wir erinnern uns auch an das Treffen der Beiden vor diesem Match, wo die Blondine wieder ein wenig mit Kali aneinander geraten war. Doch was am meisten den Fans im Kopf blieb war, das es fast zu einem Kuss zwischen Liv und Drew kam, wo Morgan aber noch rechtzeitig sich zurückgezogen hatte. Trotzdem wirkte das Ganze sehr komisch. Vielleicht lag es auch daran, das Drew ein wenig nachdenklich wirkte? Er hatte Heute kein Match, was ihn aber nicht daran hinderte, vor Ort zu sein. Trotzdem wirkte er anders. Nach einigen Minuten kam er auch am Ziel an, welches er angesteuert hatte: Seinen Locker. Die Tür wird geöffnet und hinter sich direkt wieder geschlossen.
Drew McIntyre
„Ah Jimmy, du bist da, sehr gut. Hast du ein paar Minuten?“
Das Publikum setzt sofort zum lauten Jubel an, als sie die große Managerlegende Jimmy Hart vor der Kamera zu sehen bekommen. Doch haben sie nicht sonderlich lange Zeit zum Jubeln, da dieser sofort, ohne auch nur eine Sekunde zu zögern, mit dem Reden beginnt.
Jimmy Hart: „Für Sie doch immer, Lord Drew!“
Der Jubel ist noch nicht zu 100 % erloschen, doch merken Drew und Jimmy dies hier im Backstagebereich natürlich nicht. Gut, dass die Kamera das Mikro empfindlich und laut genug eingestellt hat, sodass wir die Stimmen der beiden dennoch recht gut vernehmen können.
Jimmy Hart: „Geht es um Kenny Omega? Ich finde auch, wir sollten ihm irgendeine Falle stellen und nochmal zeigen, dass Sie der Bessere sind. Egal, was für eine fiese Idee Sie haben, ich stehe voll und ganz hinter Ihnen. Vernichten wir diesen Bastard!“
Ob es wirklich das ist, worüber Drew hier mit seinem Manager sprechen wollte? Naja, wir werden es schnellstens erfahren. Immerhin ist der Jubel nun endlich verstummt. Ein wenig musste Drew schmunzeln, als Jimmy hier recht aggressiv über Kenny Omega sprach. Der Schotte hatte letzte Woche das Titelmatch verloren, ja. Das war aber kein Grund das Jimmy hier so negativ über den Kanadier reden durfte. Drew hob einmal kurz die Hand um Jimmy ein wenig herunterzufahren.
Drew McIntyre
„Ich schätze deinen Einsatz, Jimmy. Aber Kenny hat mich letzte Woche fair besiegt und es war erneut ein sehr schönes Match, was wir da auf die Beine gestellt haben. Kenny hat meinen vollen Respekt und das solltest du Ihm auch gegenüber haben. Kenny ist kein Feind von uns, okay?“
Das Lächeln zeigte, das Drew Jimmy zwar für seine AUssage rügen will, es aber dennoch deutlich zeigt, das er Hart aber keine Strafe dafür geben würde. Jimmy war nun mal Jimmy und daran musste man sich gewöhnen. Während Drew sich dann auf die Couch setzt, atmet dieser einmal kurz durch und die Managerlegende dürfte merken, das Drew durchaus etwas ernsteres auf dem Herzen lag. Dessen Blick ist zunächst nach vorne gerichtet als Drew sich dann vorbeugt und seine Hände ineinander schiebt.
Drew McIntyre
„Es...geht um Liv. Ich hatte ja letzte Woche ein Gespräch mit Ihr und habe, bevor ich ihren Locker aufgesucht hatte, mitbekommen, wie Sie wieder mit Kali diskutiert hatte...das ist ja auch nichts neues, das weißt du selber, darum geht es auch nicht...“
Drew stoppt und blickt zu Jimmy, dann wieder auf den Boden. Anscheinend versucht er ein wenig zu schauen, wie er es am besten verpackt. Immerhin gab es letzte Woche ein bestimmten Moment, der dafür gesorgt hatte, das die Fans durchaus einige Fragen hatten.
Drew McIntyre
„Wie soll ich das sagen...und in diesem Moment ist es besser, das Fallon nicht hier ist, weil ich nicht weiß, wie Sie darauf reagieren würde. Daher wollte ich zunächst deine Meinung hören. Ich glaube, das...Liv...Ich denke sie hat sich in mich verliebt...“
Das traf es durchaus sehr gut. Zunächst offenbart Drew aber nicht jedes Detail, da er erst einmal schauen wollte, wie Jimmy alleine nur auf diese Info reagieren würde.
Die Kamera zoomt etwas heraus, sodass wir beide Männer nun in der Weitsicht zu sehen bekommen, und die Fans können nicht anders, als ein lautes überraschendes Staunen von sich zu geben. Einige Fans jubeln sogar und bringen Reaktionen wie „YOU STILL GOT IT!“, „YOU’RE DELUDED!“, „CHEEKY DREW!“ oder „YOU’RE IN TROUBLE!“ hervor, was natürlich darauf hinausläuft, dass, anders als letzte Woche, McIntyre hier in Wales weniger wie ein Held angesehen wird. Klar empfinden vor allem männliche Fans es als ziemlich respektabel, zwei so sexy Girls wie Fallon Henley und Liv Morgan rumzubekommen, aber wie man hören kann, denken einige auch, dass sich Drew das alles nur einbildet oder dass es ihn in die Scheiße reiten wird. Wir werden sehen, was sein Manager Jimmy dazu zu sagen hat.
Jimmy Hart: „Wow! Gleich zwei Girls zur selben Zeit? Sie sind richtig der Player, Lord Drew!“
Ein Raunen geht durch die Arena. Kein lauter Knall und auch kein plötzlicher Effekt, sondern vielmehr dieses langsame, kaum greifbare Kippen der Stimmung. Eben noch Gelächter, vereinzelte Pfiffe und zustimmendes Gemurmel zu Jimmy Harts Worten. Doch jetzt verändert sich etwas. Die Crowd spürt es, noch bevor irgendetwas sichtbar passiert. Jimmy versucht zwar scheinbar mit einem breiten Grinsen, die Situation noch weiter anzustacheln, doch dieses Grinsen beginnt zu bröckeln. Ganz leicht und kaum sichtbar, aber eine kurze Stille macht sich dennoch hier im Locker Room breit. Nur das leise Echo der Arena, das plötzlich viel zu groß wirkt. Stimmen verebben, Gespräche brechen ab. Die ersten Blicke wandern zur Stage. Andere richten sich wieder auf den Titantron, wo Drew zu sehen ist. Hin und her. Etwas liegt in der Luft. Etwas, das nicht geplant wirkt. Ein einzelner Pfiff durchschneidet die Stille. Dann ein weiterer. Und dann setzt es ein. „WHAT ABOUT FALLON?!“ Erst vereinzelt. Dann lauter. Und lauter. „WHAT ABOUT FALLON?!“ „WHAT ABOUT FALLON?!“ Die Rufe rollen wie eine Welle durch die Arena, während Jimmy kurz die Augenbrauen hebt und versucht, diese elektrisierende Stimmung zu entladen. Doch für Drew wirkt es wohl alles andere als zufriedenstellend. Es wird für einen Mann in seiner Position wohl eher wie der Anfang von Ärger wirken.
Jimmy Hart: „Sie müssen das natürlich smart spielen. Lady Fallon darf niemals etwas davon erfahren. Aber es wäre auch unklug, wenn sich Lady Fallon und Madame Liv miteinander treffen. Und vor Kameras müssten Sie auch aufpassen, denn wenn Sie mit Madame Liv rummachen und dabei gefilmt werden, könnte Lady Fallon das sehen und dann hätten Sie sehr schlimmen Stress am Hals. Außerdem darf Sie das natürlich nicht vom Titelgeschehen ablenken. Jetzt, wo Madame Liv in Sicherheit ist und von Isla Dawn in Ruhe gelassen wird, können wir uns ja wieder voll und ganz darauf konzentrieren.“
Die Worte von Jimmy hängen noch in der Luft… wie ein leiser Nachhall, der nicht verklingen will. Kein Geräusch im Raum… kein Rascheln… nur Stille. Schwere, drückende und fast greifbare Stille! Das Licht im Raum wirkt plötzlich kälter… härter… als hätte sich die Atmosphäre selbst gegen sie gewandt. Jimmy steht noch immer leicht vorgebeugt da, die Hände ineinander verschränkt, das Grinsen auf seinen Lippen langsam verblassend… während seine Augen auf Drew ruhen. Die Kamera würde jetzt näher kommen… immer näher… bis jede Regung sichtbar wird. Ein kaum merkliches Zucken im Kiefer… ein Schatten, der über seine Augen zieht. Keine Panik… keine Unsicherheit… sondern Gewicht, Verantwortung und Konsequenzen. Fallon Henley und Liv Morgan… zwei Welten. Zwei Realitäten… die niemals aufeinandertreffen dürften. Ruhig. Der Mann, der sich hier in einer grell gehaltenen Jacke in kräftigem Rot mit einem angedeuteten Drachenmotiv inszeniert, bemerkt wohl langsam, dass dies hier kein Spiel ist. Unter der Jacke trägt Jimmy ein leicht geöffnetes Hemd, geschniegelt, aber mit diesem typischen Hauch von Showman und Selbstüberschätzung, der ihn seit jeher begleitet. Seine Sonnenbrille sitzt fest auf der Nase, vollkommen egal, ob es draußen hell ist oder er sich in einer Halle befindet. Jimmy Hart ohne Sonnenbrille existiert praktisch nicht. In einer Hand hält er natürlich sein Megafon, sein Markenzeichen, sogar mit kleinen Stickern, als hätte er es extra für diesen Anlass vorbereitet.
Jimmy Hart: „Hhmm… Sie befinden sich in einer wirklich schwierigen Lage, Lord Drew!“
Dann breitet sich erneut diese Stille aus. Man kann nicht einmal eine Stecknadel auf den Boden fallen hören, denn hier ist gerade nur der Moment, der sich zieht… schwer und bedeutungsvoll. Der Raum wirkt dunkler als zuvor, als hätte selbst das Licht entschieden, sich zurückzunehmen. Nur ein einzelner, kühler Schein fällt auf die beiden Männer. Er trifft Drew McIntyre von der Seite und zeichnet harte Schatten über sein Gesicht. Die Konturen wirken schärfer… kantiger… ja fast wie gemeißelt. Jimmy Hart steht ihm gegenüber, und sein sonst so lebendiger Ausdruck ist wie eingefroren. Kein übertriebenes Grinsen mehr und auch kein hektisches Gestikulieren, sondern nur noch ein scharfes, nachdenkliches Gesicht. Und genau in diesem Moment… senkt Jimmy leicht den Kopf, zieht die Luft durch die Zähne und hebt dann langsam den Blick wieder zu ihm.
Drew McIntyre
„So sehr ich dich schätze, Jimmy...vieles davon ist nicht sehr hilfreich...“
Kam es dann ein wenig angefressen vom Schotten, dem auch die Sprechchöre der Fans nicht verwehrt blieben. Allerdings musste er Jimmy zumindest in seiner letzten Aussage Recht geben. Er befand sich in einer sehr schwierigen Lage. Er war mit Fallon zusammen aber natürlich schätzte er Liv ebenfalls, auch aus dem Grund, eben weil die Blondine Drew damals geholfen hatte und seitdem hat Liv einen besonderen Platz in seinem Herzen. Er konnte ja nicht damit rechnen, das es so weit gehen würde, das Liv sich in ihn verliebt.
Drew McIntyre
„Nur um eines klarzustellen. Ich werde Fallon nicht betrügen, denn irgendwie habe ich das Gefühl, das du mich zu eben genau dies hin reizen willst. Ich kann aber halt auch nicht direkt zu Fallon gehen und sagen, das Liv sich in mich verguckt hat.“
Drew blickte dann etwas ernster zu Jimmy. Der Schotte wollte dessen Rat, aber natürlich war es noch immer Jimmy Hart, der halt in seiner eigenen Welt lebte. Natürlich schätzte Drew ihn als Person und Manager, aber es gab halt auch Dinge im Leben, wo die Legende keine große Hilfe war. Hier war er es nur bedingt, da Jimmy Drew eben genau die falschen Tipps teilweise gab. Vermutlich wusste Jimmy aber schon, worauf Drew hinaus wollte, er dies aber nicht so zeigen konnte, wie Drew es sich erhofft hatte. Der Hüne schnauft einmal hörbar aus und steht dann auf. Er geht ein, zwei Schritte im Locker auf und ab.
Drew McIntyre
„Du weißt, wie wichtig mir Liv ist, aber auch wie wichtig Fallon ist. Aber weißt du, was das schlimmste ist? Diese letzten Wochen, wo Liv immer wieder mal diese kleinen Momente hatte, wo ich mich gefragt habe, was mit ihr los ist...und ich jetzt weiß, woran es liegt...da hatte ich selber immer diese Momente wo auch ich nachdenklich wurde. Als sie in Gefangenschaft war, musste ich zu jeder freien Minute an Liv denken und als es dann letzte Woche fast zu diesem Kuss kam...Mein Körper war da nicht abgeneigt, Jimmy...und genau das darf nicht passieren...Und je öfter ich drüber nachdenke...habe ich das Gefühl, das...auch ich diese Gefühle für Liv habe...“
Und nun ging erneut ein Raunen durch die Arena. In diesem Moment kam das ganze Ausmaß dieser Situation zum Vorschein. Man konnte Drew bei den letzten Worten ansehen, wie sehr ihn diese Aussage zusetzte. Er möchte nicht in der Position sein, wo er sich entscheiden muss, denn egal, wie man sich dann entscheidet, eine Person wird definitiv verletzt werden und das wollte er nicht. Er hoffte, das er diese Möglichkeit weit umgehen konnte. So, wie es jetzt war, war es perfekt. Er will weder Fallon noch Liv verlieren.
Drew McIntyre
„Denkst du ich sollte mit Liv noch mal darüber reden...was letzte Woche passiert war? Ich meine, vielleicht war es auch nur eine Momentaufnahme und ich interpretiere da einfach zu viel...“
natürlich könnte man so denken, doch steht Drew da nicht alleine auf der Seite. Sowohl er als auch die Fans und vor allem Cathy Kelly interpretieren genauso viel in die ganze Sache hinein, wie er es tut. Und Jimmy ist da voll und ganz auf derselben Seite, wenn auch aus anderen Gründen.
Jimmy Hart: „hhmm... ich kann Sie natürlich verstehen. Aber ich fürchte, Sie werden es nicht schaffen, einer von den beiden das Herz zu brechen und zu sagen, dass Sie lieber mit der anderen zusammen sein wollen. Sei es nun Lady Fallon oder Madame Liv.“
Und auch dies ist korrekt. Drew möchte am liebsten beide Damen weiterhin an seiner Seite behalten. Daher spricht das Mouth of the South auch direkt weiter.
Jimmy Hart: „aber das müssen Sie gar nicht. Wir leben im 21. Jahrhundert! Polygamie wird immer mehr akzeptiert in der Welt. Haben Sie einfach mit Lady Fallon eine anerkannte offene Beziehung und die Sache hätte sich.“
… vielleicht sollte Drew so langsam bemerken, dass Jimmy Hart vielleicht nicht der beste Gesprächspartner für ein solches Thema ist.
Jimmy Hart: „vielleicht wäre es besser, wenn nicht Sie mit Lady Fallon reden, sondern Madame Liv es selbst tut. Wenn Madame Liv es ist, die Lady Fallon sagt, dass sie Gefühle für sie hat, dann könnte man dabei schon einmal sehen, wie Lady Fallon dies aufnimmt, ohne dass Sie in Gefahr geraten. Und dann könnte man weiter sehen, wie man es anstellt.“
Man muss zwar sagen, dass diese Idee ausnahmsweise sogar nicht mal schlecht ist, nur wäre das ein so feiger und billiger Move, dass es einem Drew McIntyre bestimmt gegen den Strich gehen würde. Bei dieser Idee steckt so kein bisschen Rückgrat dahinter. Aber was will man von einem Jimmy Hart bitte erwarten?
Man konnte Drew durchaus ansehen, das viele der Tipps von Jimmy nicht unbedingt positiv vom Schotten aufgenommen werden. Dennoch war McIntyre die Meinung seines Managers wichtig, auch wenn dieser nur so semi hilfreich war. Kurz ließ Drew die Worte Jimmys auf sich wirken. Auf jeden Fall wird Drew es nicht so handhaben, das er dabei zuschaut, das eine Freundschaft zwischen Liv und Fallon zerbricht, wenn Liv, wie Jimmy es eben vorgeschlagen hatte, das Gespräch mit Fallon sucht und Drew sich dabei im Hintergrund hält. Nein, Drew war schon immer Jemand, der den Schritt nach vorne machte. Kurz blickte er zu Jimmy, musste dann schmunzeln.
Drew McIntyre
„Frauen sind nicht unbedingt dein Hauptgebiet, was? Ich danke dir trotzdem, das du mir zugehört hast. Ich denke, ich muss einen Weg finden, um die ganze Sache mit so wenig Schaden wie möglich als erledigt anzusehen.“
Drew nickt kurz und klopft Jimmy auf die Schulter. Ja, bei diesem Thema war Jimmy wohl nicht unbedingt die beste Wahl gewesen, aber es gab für den Schotten zunächst keine andere Möglichkeit. Aber er hat trotzdem ein paar Gute Ratschläge aufgenommen, welche er nur anpassen musste. Immerhin hatte Jimmy damit Recht, das Drew sich in einer Pattsituation befand. Es wäre einfacher, wenn es nur Liv wäre, die Gefühle hatte. Doch das auch Drew diese spürt, macht es die Sache dann doch problematischer.
Drew McIntyre
„Ich werde mir die nächsten Schritte jetzt gut überlegen.“
Nickt Drew seinem Manager kurz zu und verlässt dann wieder seinen Locker. Jimmy blickte seinem Klienten hinterher und zeigte diesem kurz den Daumen nach oben. Auch, wenn Jimmy hier und da andere Sichtweisen des Lebens hatte, konnte man ihm eines nicht absprechen: Loyalität. Dann widmet sich die Legende seinem Megafon, welches dann ein wenig poliert wurde.
Pat McAfee: "Drew steckt in der Klemme würde ich sagen. Auch wenn ich großen Respekt vor Jimmy habe...hilfreich war er nicht unbedingt."
Cathy Kelley: "Ich hoffe, das Drew die Sache klären kann. Das er noch einmal das Gespräch mit Liv sucht, wäre keine schlechte Idee. So könnte man dann noch einmal untereinander sehen, wo man wirklich steht. Aber ich habe es ja bereits vor Wochen gesagt..."
Wade Barrett: "Fakt ist, das Fallon irgendwann auf jeden Fall davon wissen sollte...Vielleicht findet man ja einen guten Weg."
Utilita Arena Cardiff – heute der „Gastgeber“ für die neuste c2c Live Ausgabe. Die gut aufgelegten Fans in Wales haben der Crew von Coast 2 Coast Wrestling bisher ordentlich eingeheizt. Da kann der restliche Abend doch nur gut werden. Mal sehen, was die nächste Szene so bringt. Es wird in den Backstage Bereich geschaltet, eine Umgebung, wie man sie schon oft gesehen hat, mit Kabeln, Kisten, Mitarbeitern und…
*Boom*
Eine Türe wird aufgestoßen und knallt gegen die Haltung an der Wand. Einige Leute in der Nähe zucken zusammen und schauen, teils gespannt, teils verärgert, in die Richtung, aus er das laute Geräusch kam. Und aus der man eine klare und markante Stimme hören kann…
?: THE MEGASTAR IS BACK IN ACTION! YEAH!
Okay, okay…nicht schwer zu erraten, wer das ist! Erste Fans jubeln schon auf…der Rest stimmt ein, als sich LA Knight zeigt! In der Halle jubeln die Zuschauer auf. Zum ersten Mal seit dem großen Triple Threat Tag Team Match, welches Knight an der Seite von Mandy Rose gewinnen konnte, sieht man den ehemaligen Eli Drake wieder vor einer Kamera. Nach dem wochenlangen Krieg gegen Danhausen, AJ Lee, Logan Paul & Tiffany Stratton hat sich der Dunkelhaarige eine kleine Auszeit genommen. Auch weil er zur Kontrolle nochmal ins Krankenhaus musste. Über Weihnachten und Neujahr war er ja wegen einer Blutkrankheit mehrere Shows lang nicht zu sehen gewesen. Das muss hier und da überprüft werden. Alles gut, der Megastar ist kerngesund und kann wieder angreifen. Eine Nachricht, die ihn natürlich beflügelt…wie auch eben der zurückliegende Sieg. Sein Match dauert noch eine Weile – ist ja der Main Event – weshalb er noch Straßenklamotten trägt. Braune Dockers, Jeans, ein rotes Shirt mit weißer „LA Knight“ Aufschrift, seine schwarze Weste und eine Sonnenbrille mit kreisrunden Gläsern auf der Nase. Mit breiter Brust marschiert er über einen Gang und wirkt so, als könne ihn gerade nichts erschüttern. Dass sein Auftritt mit er sinnbildlichen Brechstange für einige Blick sorgt, interessiert Knight nicht besonders. Viel mehr achtet er auf die Kamera, die auf ihn gehalten wird.
LA Knight: LA Knight ist zurück! Yeah! Und mein Gegner heute? Raven? What about Raven? What about him? Yeah, was soll schon mit dir sein? Deine weltbewegende Lebensgeschichte interessiert keinen, ok? Deine Emo Vibes kannst du sehr gerne zurück in die 90er und frühen 2000er schicken…wo sie hingehören! Yeah!
Kurz und knackig wird sein heutiger Gegner abgefrühstückt. LA will gegenüber der ECW Legende nicht respektlos sein. Doch er fühlt sich sehr gut und will die c2c eben endlich zu seiner Show machen. Etwas, woran Danhausen & Co. ihn gehindert haben…zumindest ist das die Ansicht von Knight. Jedoch scheint es nicht so, als würde er so einfach wieder davonkommen. Plötzlich versperrt Renee Young seinen Weg. Und das ganz offiziell, wie man an ihrem Mikro erkennen kann. LA Knight bleibt entspannt und nimmt sich die Zeit. So positioniert er sich neben Renee, stemmt die Arme in die Hüften und hebt das Kinn ganz leicht an.
Renee Young: "LA Knight…das letzte Mal, als wir dich gesehen haben, hast du mit deiner Partnerin zwei andere Teams besiegt und diese ganze Auseinandersetzung für dich entschieden. Wie fühlst du dich?"
Knight nimmt die Sonnenbrille mit einem Ruck ab, sieht mit einem stoischen Blick zu Young und holt erst einmal tief Luft.
LA Knight: Lemme talk to ya! Du willst wissen, wie ich mich fühle? Wie soll ich mich schon dabei fühlen, wenn ich Temu Barbie und Temu Ken, sowie diese beiden Clowns endlich hinter mich gelassen habe und ihnen zukünftig nur noch aus der Ferne zuwinke, während ich auf größere Aufgaben zusteuere? Ich fühle mich großartig! Yeah! Diese Dummies haben mir viel zu viel von meiner kostbaren Lebenszeit gestohlen und mir viel zu viele Nerven gekostet. Aber es ist nun vorbei! Aus! Schluss! LA Knight muss sich nicht mehr mit Logan Paul oder Danhausen herumschlagen, sondern kann endlich seine richtigen Ziele verfolgen! Yeah!
Diese Ziele sind Matches im Scheinwerferlicht zu bestreiten, wichtige Turniere zu gewinnen oder vor allem Gold zu holen. Der Dunkelhaarige lächelt ganz kurz, als er daran denkt, welche Türen ihm nun offen stehen mögen. Aber das muss warten, da zunächst der Fight gegen Raven ansteht. Renee Young bleibt in ihrem Ausdruck professionell und nickt nur einmal.
Renee Young: "Du hast das Match an der Seite von Mandy Rose gewonnen. Wird man euch zukünftig noch häufiger Seite an Seite sehen?“
Eine gute Frage, die sich vielleicht der ein oder andere Fan schon gestellt hat. Knight und Rose haben eher aus der Not heraus zusammengefunden. Doch relativ zügig wirkten sie wie ein eingespieltes Team, was sich am Ende ausgezahlt hat. Jetzt weiß man nicht…war es das? Oder gibt es für Rose/Knight eine Zukunft? LA atmet einmal durch und befeuchtet die Lippen mit seiner Zunge. Zeitschinderei, damit er sich eine Antwort überlegen kann. Um ehrlich zu sein weiß auch der Megastar nicht, ob er weiter mit der Toxic Attraction zusammenarbeiten wird. Schlussendlich sieht er direkt in die Kamera. Da möchte er nicht über Rose sondern zu ihr sprechen.
LA Knight: Mandy, dass du mir damals deine Hilfe angeboten hast, lag mehr daran, dass du dem Velveteen Dream einen Gefallen tun oder deine alte Rechnung mit Tiffany Stratton begleichen wolltest. Das ist auch völlig fein für mich gewesen. Trotzdem danke ich dir von Herzen, dass du mir den Rücken freigehalten hast. Was auch immer du in Zukunft vorhast…ich weiß, dass du großartig sein wirst. Und wenn du jemals Hilfe brauchst…bei was auch immer…meine Türe wird für dich immer offenstehen! Versprochen!
Ehrlich und wirklich direkt von der Seele kommend. Knight lehnt sich wieder etwas zurück und sieht zu Renee. Mehr wird er sich hier sicher nicht öffnen. Rose wird ihren Weg gehen und wenn das ohne Knight sein wird, hat dieser absolut kein Problem damit. Doch sie hat einen Stein bei ihm im Brett und wird sich immer auf seine Unterstützung verlassen können.
Renee Young: "Kommen wir zu deinem heutigen Gegner…Raven! Ich habe ja gerade gehört, dass du dich schon so lautstark zu ihm geäußert hast. Warum glaubst du, dass du das Match heute für dich entscheiden kannst?“
Tja, so ist das eben, wenn man Sachen laut rausposaunt. Knight wirkt aber nicht wie ein kleiner Junge, den man erwischt hat. Nein, definitiv nicht! Er bleckt kurz die Zähne und hebt die Arme gestikulierend in die Luft.
LA Knight: Drei Worte…Raven’s Rules Match! Ja, ich kenne die Card! Und nein, ich bin nicht so dumm um Raven zu einem Match herauszufordern, das er selbst kreiert hat und wie seine eigene Westentasche kennt! Ich respektiere seine Leistungen und alles, was er für dieses Biz getan hat. Auch jetzt, was er im PC mit Leva Bates, Strickland, Kid Lykos oder auch Izzy Moreno macht ist klasse. Wir brauchen Jemanden, der sich so um unseren Nachwuchs und die Leute, die Hilfe brauchen, kümmert. Daher hoffe ich, dass Raven uns noch lange als Coach erhalten bleiben wird. Aber es geht hier nicht um den Coach Raven…sondern um den Wrestler Raven! Wofür ist er eine Legende? Für Hardcore Stuff, mit Stühlen, Stacheldraht, Tischen, Feuer und so weiter. Und eben…da komme ich auf die drei Worte zurück…für seine Raven’s Rules Matches. Aber das heute ist kein Raven’s Rules Match sondern ein stinknormales Single Match. Ganz regulär, stinknormal und mit den bekannten Regeln! Dein Gegner ist auch kein Dudley Boy, kein Sandman, kein Dreamer oder auch kein New Jack. NAH NAH! Dein Gegner ist der Megastar…L…A…Knight! Yeah!
Über die Außenmikrofone wird eingefangen, wie die Fans seinen Namen und sein berühmt-berüchtigtes „Yeah“ mitbrüllen. Knight hat das entweder nicht gehört oder ignoriert diese Zustimmung, da er sich nichts anmerken lässt.
LA Knight: Sicher, Raven kann auch ohne seine Hilfsmittel kämpfen. Aber wird das gegen mich reichen? Hm, das bezweifle ich! Raven ist mit seinen Schülern abgelenkt, zeigt nicht die beste Motivation, wenn ich das richtig mitbekommen habe und der Zahn der Zeit hat ordentlich an ihm genagt. LA Knight steckt dagegen in seiner Prime, legt den Fokus ganz alleine auf dieses Match und hat nicht vor Cardiff die Raven Show zu präsentieren. Im Ring später wird es nur eine Option geben…nur ein mögliches Ende! BFT…One, Two, Three…that’s it! Yeah!
Dabei streckt LA den Zeige-, Mittel- und Ringfinger seiner rechten Hand in die Höhe und klappt sie nacheinander ein, um einen 3-Count zu symbolisieren.
Renee Young: "Unabhängig davon, wie das Match heute ausgeht…wie geht es weiter für dich? Was hast du dir vorgenommen?“
Knight schmunzelt, kaum sichtbar und schiebt die Sonnenbrille wieder auf die Nase. Ausatmend sieht er nach vorne, quasi in seine Zukunft.
LA Knight: Ich habe mir einiges vorgenommen…wenn nicht sogar Alles! Dieses Jahr wird es wieder ein King of the Ring Turnier geben. Es wird ein neuer Mister One Shot at Glory gesucht! Ethan Page findet keinen Gegner! Jon Moxley will sich in wöchentlichen Open Challenges messen. Und Kenny Omega ist nach den Titelverteidigungen gegen Joe Gacy und Drew McIntyre beschäftigungslos. Wie du siehst, gibt es da so einige Optionen. So oder so werden sie die Antwort auf eine Frage sehr bald wissen. Who’s game is it? It’s L…A…Knight’s Game! Yeah!
Ein letztes Mal sieht er direkt in die Kamera und unterstreicht mit einem Kopfnicken seine Aussage. Auch hier stimmen die Fans in der Halle wieder mit ein. LA Knight richtet sich aus, verabschiedet sich von Renee non-verbal…und zieht dann weiter. Fade off.
MATCH 3
SINGLES MATCH
Bryan Keith vs. Clark Connors
![[Bild: keithconnors.png]](https://i.ibb.co/4RtZNCfJ/keithconnors.png)
Writer: Elias
Matthew Rehwoldt: "The following contest is scheduled for one fall...”
Das Theme des aktuellen One Shot at Glory Kofferträgers ertönt und die Fans recken ihre Hälse gen Stage um einen Blick auf Bryan Keith zu erhaschen. Kommt dieser zu Fuß oder auf dem Pferd in den Ring. Diese Frage wird im nächsten Augenblickt beantwortet...
Matthew Rehwoldt: "Introducing first, from the Wild West, weighting tonight in at 189 pounds, he is the Bounty Hunter, Bryan Keith!"
...auf dem Pferd! In seiner Cowboy Montur kommt der Bad Apple auf einem Pferd in die Halle geritten. Dabei geht ein Rauen durch die Halle. Jedoch nicht des Pferdes wegen, denn das hat der Bounty Hunter schon das ein oder andere mal gemacht. Nein das Raunen gilt etwas anderem. Denn Keith kommt nicht alleine. Hinter ihm, quer auf dem Rücken des Pferdes hängt Clark Connors! In ein Lasso gewickelt, er hat keine Möglichkeit sich zu bewegen. Recht schnell ist das Pferd vor dem Ring angekommen. Gekonnt steigt Keith ab, schnappt sich das „Paket“ in Form von Connors und schiebt diesen in den Ring. Sowohl Mathhew Rehwoldt als auch der Referee gucken sich ungläubig an. Keith begibt sich in den Ring und deutet dem Ringsprecher mit wilden Gesten an das dieser seine Arbeit nach kommen soll, was dieser nach ein wenig Verzögerung auch tut.
Matthew Rehwoldt: "Introducing his opponent, from Snoqualmie, Washington, weighting tonight in at 203 pounds, he is the Wild Rhino, Clark Connors!
Connors windet sich und versucht sich irgendwie zu befreien, doch es klappt nicht. Matthew Rehwoldt verlässt unterdessen den Ring und der Referee gibt das Match frei. Zuvor scheint er durch sein Kopfhörer im Ohr mit der Gorilla Position Rücksprache gehalten zu haben.
Warnung! Spoiler!
Ding Ding Ding
Der schlechte Apfel zerrt Connors auf die Beine, verpasst ihm einen harten Ellenbogen, drückt ihn nach unten und hebelt ihn aus. Im nächsten Augenblick geht es abwärts – Piledriver! 1...2....3!
Ding Ding Ding
Here is your winner by pinfall: BRYAAAAN KEIIITHHHHH!
Der schlechte Apfel zerrt Connors auf die Beine, verpasst ihm einen harten Ellenbogen, drückt ihn nach unten und hebelt ihn aus. Im nächsten Augenblick geht es abwärts – Piledriver! 1...2....3!
Ding Ding Ding
Here is your winner by pinfall: BRYAAAAN KEIIITHHHHH!
Die Kameras schalten in die Arena des Utilita Arena Cardiff.
Die Show ist bereits in vollem Gange, doch in diesem Moment verändert sich die Atmosphäre spürbar. Kein plötzlicher Umschwung, kein lauter Knall - vielmehr dieses langsame, kaum greifbare Knistern, wenn eine Halle instinktiv merkt, dass gleich etwas passiert, das nicht ganz in das gewohnte Muster passt.
Gespräche verstummen.
Blicke wandern zur Stage.
Schilder werden angehoben.
Es ist kein klar definierter Moment.
Aber es ist einer, auf den gewartet wurde.
Dann setzt die Musik ein.
Die Reaktion kommt sofort. Laut, gemischt, intensiv.
Ethan Page tritt auf die Stage.
Kein Anzug. Keine Distanz. Keine Inszenierung.
Ringgear. Fokus. Präsenz.
![[Bild: Ethan-Entrance-Mit-Titel.png]](https://i.ibb.co/TxjGg7tc/Ethan-Entrance-Mit-Titel.png)
Der Westcoast Championship sitzt fest um seine Hüfte geschnallt, als wäre er kein Objekt, das man präsentiert, sondern etwas, das selbstverständlich zu ihm gehört. Sein Blick wandert nicht suchend durch die Arena. Er wirkt, als hätte er sich längst entschieden, was dieser Moment für ihn bedeutet.
Er bleibt einen Augenblick stehen.
Nicht, um sich feiern zu lassen.
Sondern, weil er weiß, dass alle hinschauen.
Dann setzt er sich in Bewegung.
Langsam, kontrolliert, ohne jede Eile geht er die Rampe hinunter. Die Crowd wird lauter, doch es ist keine einheitliche Reaktion. Zwischen den Buhrufen liegt diese gespannte Neugier - dieses Gefühl, dass heute etwas passieren könnte, das über das Übliche hinausgeht.
Ethan erreicht den Ring, steigt durch die Seile und bleibt kurz in der Mitte stehen. Er löst den Titel von seiner Hüfte, hebt ihn leicht an und betrachtet ihn für einen Moment - prüfend, beinahe nüchtern - bevor er ihn sich über die Schulter legt.
Ein Mikrofon wird ihm gereicht.
Die Musik verstummt.
Die Halle bleibt laut.
Ethan sagt zunächst nichts.
Er dreht sich langsam, lässt den Blick durch die Arena gleiten, bleibt kurz an den ersten Reihen hängen. Seine Augen ruhen einen Moment länger auf einzelnen Gesichtern, ohne sie wirklich zu würdigen und doch reicht es, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.
Dann hebt er das Mikrofon.
![[Bild: Ethan-Talk-In-Ring-With-Gear.png]](https://i.ibb.co/x8GqCNrB/Ethan-Talk-In-Ring-With-Gear.png)
Ethan Page:
"Ich habe in den letzten Tagen viel darüber gehört, wo ich letzte Woche war...und noch mehr darüber, wo ich angeblich hätte sein sollen. Glasgow. Große Bühne, große Erwartungen, ein Main Event, der laut genug war, damit man für einen Moment glauben konnte, dass dort etwas Bedeutendes passiert ist… und trotzdem führt alles am Ende wieder zu derselben einfachen Frage: Wer genau hätte mich dort herausfordern sollen?"
Er bewegt sich langsam in Richtung der Seile, ohne den Blick von der Menge zu lösen.
Ethan Page:
"Ich habe mir diese Frage tatsächlich gestellt. Nicht, weil ich es musste...sondern weil ich wissen wollte, ob ich vielleicht etwas übersehe. Einen Namen, der mehr ist als nur ein weiterer Versuch, für einen Abend relevant zu wirken. Einen Moment, der mehr ist als ein kurzer Ausschlag in einer Show, die sich Woche für Woche selbst kopiert."
Ein kaum merkliches Lächeln.
Ethan Page:
"Und je länger ich darüber nachgedacht habe, desto klarer wurde die Antwort. Glasgow hatte nichts, was mich interessiert hat. Kein Risiko. Kein Druck. Keine einzige Situation, die diesen Titel auch nur im Ansatz gefährdet hätte. Also habe ich genau das getan, was jeder tun würde, der versteht, was es bedeutet, auf diesem Level zu sein...ich habe entschieden, dass meine Zeit dort besser investiert ist, wenn ich nicht erscheine."
Die Reaktionen werden lauter, doch Ethan bleibt vollkommen ruhig.
Ethan Page:
"Während also ein erschöpfter Schotte im Main Event am Boden lag und man versuchte, daraus Bedeutung zu ziehen, wurde gleichzeitig offensichtlich, dass sich an diesem Bild nichts geändert hat. Man bekommt eben, was man verdient...Und im Moment bekommt diese Division genau das, was sie sich selbst aufgebaut hat."
Er stößt sich leicht von den Seilen ab und geht zurück in Richtung Ringmitte.
Ethan Page:
"Und heute...bin ich hier. Nicht, weil Cardiff plötzlich besser ist, sondern weil ich entschieden habe, dass es heute einen Versuch wert ist. Ich bin vorbereitet. Ich bin in diesem Ring. Und ich habe diesen Titel mitgebracht, weil ich sehen wollte, ob sich vielleicht doch irgendwo jemand findet, der versteht, was für ein Moment das ist."
![[Bild: Ethan-Better-Sideeye-With-Ring-Gear.png]](https://i.ibb.co/bgB1z1b3/Ethan-Better-Sideeye-With-Ring-Gear.png)
Er nimmt den Titel von seiner Schulter, hält ihn locker in einer Hand und richtet den Blick zur Stage.
Die Kamera folgt.
Die Halle wird lauter.
Sekunden vergehen.
Ethan bleibt stehen, lässt den Moment bewusst wachsen, gibt ihm Raum, sich zu entfalten.
Doch nichts passiert.
Keine Musik.
Keine Bewegung.
Nur Erwartung, die ins Leere läuft.
Langsam senkt Ethan den Titel wieder.
Ein leises Ausatmen.
Ethan Page:
"Genau das ist der Moment, in dem ihr überrascht sein solltet. Und trotzdem...trotzdem sitzt ihr hier und schaut weiter nach oben, als würde sich das Bild jeden Augenblick verändern."
Er dreht sich zurück zur Crowd und geht erneut an die Seile.
Ethan Page:
"Ihr haltet an dieser Vorstellung fest, dass das hier noch ein Wettbewerb ist. Dass irgendwo jemand wartet, der nur den richtigen Moment braucht, um hier rauszukommen und euch zu beweisen, dass ihr richtig liegt."
Sein Blick wandert durch die ersten Reihen.
Ethan Page:
"Und je länger das nicht passiert, desto verzweifelter wird dieser Gedanke...bis ihr irgendwann anfangt zu glauben, dass die Antwort vielleicht gar nicht da oben steht."
Ein kurzer Blick zurück zur Stage.
Dann wieder in die Crowd.
Ethan Page:
"Sondern irgendwo hier draußen sitzt."
Die Reaktion kommt sofort.
Ethan lässt sich Zeit.
Sein Blick wandert langsamer durch die erste Reihe, prüfend, beinahe interessiert.
Einzelne Fans reagieren direkt, lehnen sich vor, versuchen Aufmerksamkeit zu bekommen.
Dann bleibt er stehen.
Fixiert eine Person.
Ein paar Sekunden lang.
Die Geräusche um ihn herum verdichten sich.
Ethan Page:
"Du wirkst, als würdest du wirklich glauben, dass du verstanden hast, worum es hier geht...laut genug, überzeugt genug, als hätte dich dieser Moment tatsächlich nach vorne gebracht."
Der Fan reagiert sofort, sichtbar aufgebracht, gestikuliert, ruft in Richtung Ring.
Ethan beobachtet das Ganze ruhig und gelassen ohne eine Miene zu verziehen.
Ethan Page:
"Und für einen kurzen Moment sieht es sogar so aus, als könnte man sich einreden, dass genau daraus etwas entsteht...dass aus dieser Lautstärke, aus dieser Reaktion plötzlich etwas wird, das einen Schritt näher an diesen Ring führt."
Die Halle reagiert lauter.
Die Spannung steigt.
Ethan hält den Blick.
Ethan Page:
"Aber genau da endet es jedes Mal."
Ein kaum merkliches Kopfschütteln.
![[Bild: Etahn-Talk-Outside-Ring.png]](https://i.ibb.co/My62cT34/Etahn-Talk-Outside-Ring.png)
Ethan Page:
"Weil zwischen dem, was du hier draußen darstellst und dem, was hier drin nötig wäre eine Distanz liegt, die du nicht einmal sehen kannst."
Der Fan verliert die Fassung, versucht nach vorne zu kommen - die Security greift ein, hält ihn zurück, drängt ihn von der Absperrung weg.
Die Situation eskaliert kurz, zieht die Aufmerksamkeit der gesamten Halle auf sich.
Ethan beobachtet das.
Und beginnt leise zu lachen.
Nicht spöttisch.
Nicht laut.
Sondern ehrlich amüsiert.
Ethan Page:
"Und genau das ist es...diese Reaktion, diese Lautstärke, dieses Bedürfnis, in diesem Moment irgendetwas zu fühlen...ohne...ohne auch nur einen einzigen Schritt näher an dem zu sein, was tatsächlich nötig wäre, um hier drin zu stehen."
Während der Fan weiter zurückgedrängt und schließlich abgeführt wird, dreht Ethan sich langsam wieder in Richtung Ringmitte.
Ethan Page:
"Ihr habt niemanden da oben. Ihr habt niemanden hier draußen. Und je länger ihr darauf wartet, dass sich das ändert, desto deutlicher wird, was diese Situation wirklich bedeutet."
Er hebt den Titel wieder an.
Diesmal ruhig.
Kontrolliert.
Ethan Page:
"Ich habe keine Konkurrenz."
Sein Blick geht direkt in die Kamera.
"Und ihr habt niemanden, der sie sein könnte."
Die Halle explodiert in Buhrufen.
Ethan bewegt sich keinen Zentimeter.
Er legt sich den Titel wieder über die Schulter, steht einfach da, während der Lärm um ihn herum anschwillt.
Die Kamera fährt langsam näher an sein Gesicht heran.
![[Bild: Screenshot-2026-01-25-152156.png]](https://i.ibb.co/DHHMkNnF/Screenshot-2026-01-25-152156.png)
Dieses ruhige, selbstsichere All-Ego-Lächeln erscheint.
Dann beginnt sie, sich wieder zurückzuziehen.
Ein Champion im Ring.
Bereit.
Unangefochten.
Und immer noch ohne Gegner.
Das Echo der Finsternis
Der Raum ist klein, fensterlos und riecht nach altem Beton und kaltem Zigarettenrauch. Das einzige Licht kommt von einer nackten Glühbirne, die an einem rostigen Draht von der Decke hängt und ein krankhaftes, gelbliches Licht wirft. Es summt leise, ein nervtötendes Geräusch, das die Stille nur noch schwerer macht.
Seth Rollins sitzt auf einem einfachen Holzstuhl, die Arme auf die Knie gestützt. Er trägt keine bunten Anzüge, keinen Glitzer. Nur einen schwarzen Hoodie, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Seine Miene liegt halb im Schatten, sein Bart wirkt wild und ungezähmt. Er starrt nicht in die Kamera; er starrt durch sie hindurch, als würde er das Publikum am anderen Ende der Leitung direkt in den Abgrund zerren wollen. Er wartet einen Moment, ein Moment der unheimlich lange erscheint, dass man seinen Blicken ausweichen möchte. Mit einem tiefen, rauen Grollen, das so kalt ist, dass man den Atem in der Luft gefrieren sieht erhebt er das Wort.
Seth Rollins: "Ich war immer ein Stück weit privilegiert. Nein, nicht was ihr denkt. Ich spreche nicht von Reichtum oder unerwarteten Förderungen. Nein… ich habe für alles hart gearbeitet und eine Passion gehabt. Doch ich hatte das Glück, dass meine Karriere weitestgehend linear nach oben verlief. All meine Träume und Ziele haben mich wachsam gehalten. Selbst in einer nicht ganz so tollen Jugend auf den rechten Weg gebracht. Ich stand auf der Sonnenseite des Lebens. Und die größten Sonnenstrahlen darin sind keine Titel oder Gold, sondern meine Frau und meine Tochter."
Er hebt langsam den Kopf. Das gelbe Licht der Birne spiegelt sich in seinen Augen wider, die heute völlig leer wirken. Seth spricht von dem größten Schatz seines Lebens, doch er selbst wirkt wie tot. Ein erschreckender Kontrast, den jetzt auch der letzte Zuschauer verstehen müsste.
Seth Rollins: "Coast 2 Coast Wrestling konnte sich glücklich schätzen, denn endlich bekamen sie wieder einen Grund gesehen zu werden, als Becky hierher kam. Oh, sie hätte ein wahres Feuerwerk abgebrannt und alles wäre in bester Ordnung gewesen. Doch… ihr habt alle dabei zugesehen, wie diese Feiglingen sie angriffen. Ein paar Aufnahmen, ein paar Falschmeldungen und eine ganze Welle an Hass und Heat von unwissenden Menschen bricht über sie herein. Im Sekundentakt erscheinen neue Nachrichten, Tweets und Feeds, um noch mehr Zwietracht zu säen."
Seth macht eine Pause. Er ballt die Faust so fest, dass seine Knöchel knacken. Ein sensorisches Detail, das in der Stille des Raums wie ein Knochenbruch wirkt. Als wäre er kurz vor dem Ausbruch und reguliert sich selbst wieder und die ruhigere, zumindest kontrollierbare Fassung.
Seth Rollins: "Und nun stellt ihr The Man, Becky Lynch als die Böse dar? Sie soll ihre Emotionen nicht unter Kontrolle haben? Temperamentvoll, ist sie… aber unkontrolliert, weiß Gott nicht! Der Unterschied zwischen ihr und mir ist, sie war bereits an diesen dunklen Orten. Sie kennt das Gefühl, wenn die ganze Welt ineinander zusammenbricht und deine Dämonen unüberhörbar lauter werden. Wenn du so tief in die Ecke gedrängt wirst und man dir keine andere Wahl lässt, als… zu explodieren. Sie war nicht nur einmal an diesem Ort und es ist der einzige Grund weshalb sie noch steht. Weshalb sie das Gold trägt. Weshalb sie noch…ATMET!"
Hart, erschreckend hart spricht er das letzte Wort aus und schneidet an, was er selbst nicht aussprechen möchte. Seth lehnt sich vor. Sein Gesicht ist jetzt nur noch Zentimeter von der Linse entfernt. Man sieht die Verachtung in jeder Falte seines Gesichts.
Seth Rollins: "Ich dagegen kenne es nicht. Sie ist die Starke in unserer Beziehung, sie regelt alles. Und sie hält alles von mir fern. Nicht weil sie muss, sondern weil sie es kann. Und ich habe den Luxus, in den Genuss zu kommen. Und sollte auch jetzt eher mit meiner Tochter im Garten spielen, als hier sein. Aber nein… ich sitze hier in diesem verstaubten Raum und versuche Euch das Ausmaß zu umreißen, welches ihr verursacht habt. - Denn wie gesagt, ich weiß nicht, wie es ist, in die Enge getrieben zu werden."
Er steht langsam auf. Der Stuhl scharrt gellend über den Betonboden. Seth macht einen Schritt auf die Kamera zu, bis das Bild schwarz wird, weil er im Schatten steht und dem Objektiv jegliches Licht nimmt.
Seth Rollins: "Aber wisst ihr, was passiert, wenn man jemanden, der nur das Licht kennt, in die absolute Dunkelheit stößt? Er wird nicht versuchen, den Ausgang zu finden. Er wird alles niederbrennen, bis es wieder hell wird. Lilith… Dijak… Skye… ihr habt das Licht ausgemacht. Jetzt lernt ihr den Mann kennen, der im Dunkeln wartet."
-Fade Out-
Der Monitor im Nebenraum flimmerte noch immer in statischem Grau, nachdem Seths Bild schwarz geworden war. Die Stille, die auf seine letzten Worte folgte, war schwerer als jeder Schlag, den Becky in Tokyo kassiert hatte.
Sie stand in der Tür zum improvisierten Aufnahmeraum, die Arme fest um ihren Oberkörper geschlungen, teils wegen der bandagierten Rippen, teils, weil sie plötzlich fröstelte. Sie hatte Seth Rollins in all seinen Facetten gesehen. Den Architekten. Den lachenden Vater. Den wütenden Kämpfer. Aber diesen Mann dort drüben? Den kannte sie nicht. Seth stand mit dem Rücken zu ihr. Die Kapuze tief im Nacken. Seine Schultern hoben und senkten sich in einem unnatürlich langsamen Rhythmus. Er wirkte nicht erleichtert. Er wirkte… geladen. Wie eine Waffe, bei der der Sicherungshebel bereits umgelegt war. Vorsichtig, leise, ja fast schon ängstlich sprach Becky ihn an.
Becky Lynch: "Seth?"
Er drehte sich nicht sofort um. Als er es schließlich tat, brannte das gelbe Licht der nackten Glühbirne in seinen Augen, doch sie wirkten stumpf. Das Feuer, das normalerweise in ihm loderte, war einer kalten, präzisen Leere gewichen.
Becky Lynch: "Ich… ich wusste nicht, dass du das so siehst. Dass du denkst, ich müsste dich vor der Dunkelheit schützen. Denn das ist, was es immer was wollte. Ich wollte immer vermeiden, dass ich dich da hinein ziehe und nun…?"
Sie machte einen Schritt auf ihn zu, doch ihr Instinkt ließ sie zögern. Es war das erste Mal in ihrem gemeinsamen Leben, dass sie sich in seiner Gegenwart derart unwohl fühlte. Nicht, weil sie Angst vor ihm hatte, sondern Angst um das, was er im Begriff war zu werden. Seth war immer ein liebevoller, offener Mensch, der in den größten Herausforderungen seinen Optimismus wahrte. Doch dies hier, war ein anderer Mensch.
Becky Lynch: "Du hast gesagt, du kennst diese Orte nicht, an denen ich war. Und du hast recht. Du warst nie dort. Und ich habe verdammt hart dafür gearbeitet, dass du niemals den Weg dorthin finden musst. Aber das da gerade… …das klang nicht nach Schutz. Das klang nach Zerstörung. Nach etwas, das man nicht mehr zurückholen kann."
Seth trat einen Schritt auf sie zu. Seine Hand hob sich und strich ihr mit dem Handrücken über die Wange. Die Berührung war zärtlich, aber seine Finger waren eiskalt. Liebevoll strich er ihr eine Strähne hinters Ohr, doch nur von der minimalsten Berührung, ereilte sie die pure Gänsehaut, dass sich ihre Nackenhaare aufstellten. Vorsichtig hob er ihr Kinn an und sah an ihrem Hals immer noch die Würgemale und blaue Flecke, welche Dijak mit seinem Chokeslam hinterließ.
Seth Rollins: "Du hast so hart gekämpft und ich habe es nicht gesehen. Du hast versucht, das Licht für uns anzuhalten, Becks. Während du innerlich verblutet bist. Du hast die Dämonen bekämpft, damit ich sie nicht hören muss. Aber Lilith hat recht mit einer Sache: Ich bin dein nächstes Opfer. Nicht weil du mir wehtust… sondern weil ich nicht mehr zusehen kann, wie sie dich zerbrechen. Wenn sie die Dunkelheit wollen, dann sollen sie sie bekommen. Aber sie werden sie nicht von dir bekommen. Ich werde sie Ihnen bringen!"
Becky spürte, wie ihr Herz gegen ihre verletzten Rippen hämmerte. Sie kannte diesen Seth nicht. Das war nicht mehr der Mann, der mit Roux im Garten spielte. Das war ein Mann, der bereit war, seine eigene Seele zu opfern, um ihre zu rächen. Und davor bekam sie panische Angst. Sie wollte etwas erwidern, aber ihre Stimme bricht…
Becky Lynch: "Seth, schau mich an… Ich wollte, dass wir das zusammen durchstehen. Wir… als wir selbst. Nicht als Monster. Wir dürfen unsere Identität nicht verlieren. Nicht das wo für so lange gekämpft haben und wofür wir letztendlich stehen. Denn was du beschreiten willst… ist womöglich ein Weg, von dem man nicht mehr zurückkehrt. Lass deine Wut raus, bekämpfe die Bilder in deinem Kopf, aber geh nicht so weit, dass du einer von Ihnen wirst. Denn… ich weiß nicht ob ich das kann… oder will."
Aus ihren Worten vernahm man die pure Verzweiflung. Eine Niederlage tat immer weh, in einen Hinterhalt zu geraten, mindestens genauso. Aber auch hier würden sie wieder aufstehen können, vielleicht sogar stärker als zuvor und gemeinsam zurückkommen. Ein Gemeinsam, das vor wenigen Wochen noch undenkbar gewesen wäre. Doch Seth entgegnete mit einem kalten Lachen, dass ihr die Seele gefeiert ließ.
Seth Rollins: "Vielleicht braucht es ein Monster, um eine Hyäne zu jagen, Becky. Und manchmal muss man Feuer mit Feuer bekämpfen. Ich… ich versetze mich nur ansatzweise in deine Lage und drohe mich zu verlieren? Jetzt werde ich noch tiefer gehen, lerne es zu verstehen, wenn alles über mir zusammenbricht. Lerne es zu fühlen… lerne damit zu kämpfen, wenn dein Herz eigentlich zerbersten will. Das kann hässlich werden, das kann wirklich hässlich werden. Ruh dich aus. Wir fliegen morgen weiter. Und wenn wir landen… wird niemand mehr über deine Instabilität reden. Sie werden zu sehr damit beschäftigt sein, um Gnade zu flehen."
Er ging an ihr vorbei. Der Luftzug seines Hoodies strich an ihr vorbei wie ein kalter Hauch. Becky blieb allein zurück. Sie sah auf ihre Hände, die immer noch zitterten, stärker als zuvor.
Sie hatte befürchtet, dass die Presse und der Hass sie zerstören würden. Doch in diesem Moment wurde ihr klar: Die größte Gefahr war nicht Lilith Clarkson oder Skye Blue. Die größte Gefahr war das, was sie in Seth Rollins geweckt hatte. Flüstern, nahezu tonlos sprach sie ihre Fassungslosigkeit aus, als sie sich durch die Haare fuhr.
Becky Lynch: "Shiii… Was habe ich nur getan…?"
![[Bild: 8484.jpg]](https://i.ibb.co/YBtQmpkn/8484.jpg)
Woche Nummer zwei in der großen Europa Tour. Waren wir letzte Woche in Schottland, sind wir Heute in Wales unterwegs und wir gehen langsam in Richtung des Main Events. Allerdings gibt es zuvor noch mit der Open Challenge von Moxley um seinen beim PPV gewonnenen EastCoast Title ein kleines Schmankerl für die Fans hier in Cardiff. Denn es schwirrten bereits einige Namen im Vorfeld bei den möglichen Gegner herum. Aber genau das war diese Spannung die man bei solchen Challenges hatte. Man weiß nie, wer schließlich herauskommen wird.
Doch Jon wollte als Champion nicht warten, bis er einen richtigen Gegner gefunden hatte und daher entschied er sich dazu, das er es einfach seinen Gegnern überlässt, wer diese Chance auf Gold wahrnehmen möchte. Und wenn man seine Ankündigung richtig deuten konnte, dann würde er wohl solange eine Open machen, bis er verliert. Ein Vorteil hatte es aber, denn so bekamen die Fans in Europa den Lunatic jede Woche zu sehen, je nachdem ob er siegreich sein wird, oder nicht. Jon hatte es ja geschafft, Roman Reigns beim letzten Special zu besiegen. Seitdem hatte er von Roman selber auch nichts mehr gehört. Zwar hatte Paul Heyman diese Niederlage klein geredet, aber Jon wusste, das Roman angefressen war. Auf jeden Fall ein großer Sieg für Jon und nun war er in der Pflicht, als Champion.
Die Kameras fangen den Lunatic dann auch Backstage ein. Der Titel locker über seine Schulter geworfen, gekleidet in seiner typischen Streetgear mit Lederjacke marschiert er durch den Korridor und wirkte recht locker. Vorbereiten konnte er sich eh nicht, daher würde er da gleich rausgehen und einfach schauen was auf ihn zukommen würde. Vielleicht wäre sein Run Heute schon vorbei, wer weiß. Die Fans aber freuten sich, Jon hier zu sehen. Letzte Woche in Glasgow hatte er sich nur in einen Pub verirrt um mit Kenny Omega die Erfolge beim Special zu feiern. Schließlich stoppte Jon und blickte auf einen Punkt außerhalb der Kamera. Dann kramte er in seiner Jackentasche und holte einen kleinen Zettel heraus. Kurz nahmen seine Augen den Zettel ins Visier, dann wieder nach vorne, ehe er sich wieder in Bewegung setzte. Paar Meter weiter hob er dann die Hand, in dem sich der Zettel befand.
Jon Moxley
"Also zu aller erst entschuldige ich mich, das ich deiner...Einladung...nicht nachkommen konnte...aber ich habe Fragen..."
Kam es dann vom Lunatic als würde er mit sich selber reden. Er faltet den Zettel auf und reicht diesen einer für die Kamera noch unbekannten Person hin. Zunächst macht der Kameramann keinen Anstand, auch nur ansatzweise herumzuschwenken.
Jon Moxley
"Warum Ich?"
Die Kamera schwenkt langsam zur Seite und bleibt schließlich stehen. Man sieht direkt vor Jon Moxley die Blondine der Coast 2 Coast Company namens Alexa Bliss. Ihre Haltung ist entspannt fast schon zu entspannt während ihr Kopf leicht zur Seite geneigt ist. Ein schwaches kaum greifbares Lächeln liegt auf ihren Lippen. Ihre Augen starren direkt in die von Moxley. Ununterbrochen und das ohne zu blinzeln. In ihren Armen hält sie Lily. Die kleine Puppe liegt eng an ihre Brust gedrückt fast wie ein Kind, das beschützt wird. Doch im Gegensatz zu dieser Wärme wirkt Lily selbst kalt und Starr. Ihr Kopf hängt zunächst leicht zur Seite, die blonden Haare fallen unordentlich herunter. Alexa Bliss ihre Haltung wirkt weiterhin ruhig, beinahe schon unnatürlich gelassen. Kein Zittern und auch keine Nervosität als würde sie genau hierhin gehören. Ihr Kopf bleibt leicht zur Seite geneigt, während dieses kaum greifbare Lächeln auf ihren Lippen verharrt. Doch je länger man sie ansieht desto falscher wirkt es. Ihre Augen sind weit geöffnet. doch leider zu weit und sie blinzelt nicht. Es ist kein normales Anstarren es ist, als würde sie Moxley nicht nur ansehen sondern durch ihn hindurchsehen. Als würde sie bereits wissen, was er denkt bevor er es selbst tut. Langsam bewegen sich ihre Finger ganz leicht. Sie streichen über den Rücken von Lily. Eine sanfte fast beruhigende Bewegung doch genau darin liegt etwas Unheimliches. Denn während diese Geste Wärme ausstrahlen sollte fühlt sie sich hier komplett fehl am Platz an. Die Kamera zoomt ein Stück näher auf die Puppe Lily liegt eng an Alexa gedrückt doch ihr Körper wirkt steif... Leblos wie ein Objekt. Der Kopf der Puppe hängt zunächst noch leicht zur Seite, die blonden Haare fallen wirr über ihr Gesicht. Aber dann ganz langsam und fast unmerklich bewegt sich etwas. Ein leichtes zucken... Der Kopf kippt ein kleines Stück nach oben. Das geschieht nicht ruckartig oder plötzlich sondern langsam und kontrolliert. Die Haare rutschen zur Seite. Und jetzt blicken die Glasaugen direkt auf den Coast 2 Coast Eastcoast Champion Jon Moxley. Und doch wirkt es als wäre da etwas dahinter. Ein leises Geräusch kaum hörbar. Ein Kratzen oder ein Kichern? Alexa reagiert nicht. Sie bleibt völlig ruhig doch ihr Lächeln wird minimal breiter. Ein kleines Detail aber genug, um die gesamte Stimmung kippen zu lassen.
Die Spannung im Korridor ist greifbar. Alexa bewegt sich ganz langsam. Ihre Hände lösen Lily ein kleines Stück von ihrer Brust. Behutsam und das fast liebevoll. Als würde sie etwas Zerbrechliches halten oder etwas, das wichtig ist. Die Bewegung wirkt ruhig aber gleichzeitig falsch. Sie hebt die Puppe ein Stück an. Ihr Kopf bleibt dabei leicht schief geneigt, während ihr Blick keinen einzigen Moment von Moxley ablässt. Dann führt sie Lily näher an ihr eigenes Gesicht so nah, dass die Stoffhaare der Puppe ihre Wange berühren. Und schließlich drückt sie Lilys Kopf leicht an ihr Ohr. Alexa Bliss hält Lily weiterhin dicht an ihr Ohr gedrückt. Ihre Augen sind geschlossen, ihr Gesicht vollkommen ruhig und doch wirkt es, als würde sich unter dieser Oberfläche etwas bewegen. Ihre Finger ziehen sich fester um die Puppe. Ein leichtes Zittern geht durch ihre Hand, während sie scheinbar jedes einzelne Wort in sich aufnimmt. Dann ein langsames Nicken. Ein zweites und darauf ein drittes. Als würde sie bestätigen, was sie hört. Langsam öffnet sie ihre Augen wieder und dieses lächeln kehrt zurück. Sie nimmt Lily ganz leicht von ihrem Ohr weg, hält sie aber weiterhin nah an ihrem Gesicht. Ihre Lippen öffnen sich, und als sie spricht, wirkt es nicht wie ihre eigene Stimme sondern wie ein Echo von etwas anderem.
Alexa Bliss
"Die Einladung war nie für jeden nicht für alle... Nur für besondere Menschen... für Menschen die etwas aus dem Nichts erschaffen haben. Menschen die es verdient haben...“
Dann verändert sich ihr Ausdruck. Minimal aber spürbar. Das Lächeln bleibt doch es bekommt etwas Kaltes. Sie hebt Lily wieder näher an ihr Ohr. Ein kurzes kaum hörbares Flüstern und ein leises Kichern folgt. Dann senkt sie die Puppe wieder. Jetzt wirkt ihre Stimme fast enttäuscht.
Alexa Bliss
„Aber... du warst nicht da... Und jetzt ist nichts mehr übrig.“
Lilys Kopf kippt leicht zur Seite und dann dieses Kichern... länger... tiefer. Man hört diese Stimme obwohl Alexa ihre Lippen nicht bewegt.
Lily
"Hehehehehe alles... weg... Keine Torte... Keine Kerzen...! Nur... du... Vielleicht bist du jetzt das Geschenk. Hehehe“
Es wirkte schon ein wenig verstörend, wie Alexa hier auf Jon reagierte. Der Lunatic beobachtet Lexi und natürlich auch ihre Puppe ganz genau, auch wenn man durchaus sehen konnte, das selbst Mox verwirrt wirkte. Ja, Bliss war es die vor Ihm stand, aber wie Sie Lilly behandelte, als wäre es ihr eigenes Kind, war schon sehr weird. Aber vielleicht war auch das der Grund, warum der Lunatic nicht gleich die Kehrtwende machte. Vermutlich würden andere sofort die Flucht ergreifen, vor allem, als Alexa anfing in Lillys Ton zu sprechen, dabei nur ihre Lippen sich bewegten. Aber Jon hatte in seiner Karriere schon so viele Dinge erlebt, da war das hier kein Grund für Ihn, sich wieder zurückzuziehen. Immerhin war er es ja, der Bliss zuerst angesprochen hatte und sich nun auch mit Lilly auseinandersetzen musste. Alexas Blick wirkte komplett leer als wäre sie gerade abwesend. Kurz bewegt Jon seine Hand vor Alexas Gesicht hin und her, keine Reaktion.
Jon Moxley
"Okay...ehm...Alexa...oder Lilly, keine Ahnung wer jetzt gerade mein Ansprechpartner ist...Du hast gesagt diese Einladung ist für Menschen, die etwas besonderes erschaffen haben...Bist du dir sicher, das du dann nicht dem falschen die Einladung gegeben hast? Ich meine..."
Kurz stoppte Jon und zuckte mit seinen Schultern. Dabei rutschte der Titel ein wenig herunter und Mox fing ihn mit seiner Hand ab.
Jon Moxley
"...ich bin nicht unbedingt dafür bekannt, etwas besonderes oder weltbewegendes zu erschaffen...Wenn du verstehst was ich meine..."
Fragend blickt er nun zwischen Alexa und Lilly hin und her und für den ersten Moment passierte nichts. So sehr Jon gerne wissen würde, warum ausgerechnet er diese Einladung verdient hatte, reagierten weder Lexi noch Lilly. Ganz leicht kippt der Kopf der Puppe nach oben. Ein kaum hörbares Knacken begleitet die Bewegung. Die wirren, blonden Haare rutschen zur Seite und die leblosen Glasaugen scheinen sich direkt auf Moxley zu fixieren. Und dann dieses Kichern. Leise... Kratzend länger als zuvor.
Lily
"Hehehe du verstehst es wirklich nicht...“
Alexa bewegt sich nicht. Kein Zucken und auch kein Blinzeln doch ihre Finger ziehen sich fester um die Puppe.
Lily
"Nicht... jeder... kann... ihn... besiegen... Nur besondere Menschen brechen Könige. Und du hast den Tribal Chief... gebrochen!!!“
Ganz langsam hebt Alexa den Kopf ein Stück an. Ihre Augen wirken anders nicht mehr so leer sondern eher fokussiert. Ein Hauch von Leben kehrt in ihr Gesicht zurück. Und dieses lächeln ist jetzt weniger verzerrt. Aber nicht weniger unheimlich und sie löst eine Hand von Lily deutet Sie leicht auf Moxley.
Alexa Bliss
"Du bist kein gewöhnlicher Wrestler... Gewöhnliche Männer reden und hast gehandelt. Du hast jemanden gestürzt den viele für unantastbar hielten... Das macht dich... interessant.“
Lilys Kopf zuckt erneut leicht.
Lily
„Hehehe... wertvoll...“
Alexa lächelt wieder bedacht und flüstert...
Alexa Bliss
"Und genau deshalb... war die Einladung für dich... mein lieber!“
Die Frage die sich stellt ist wer gibt die Stimme von Lily wieder? Ist es Alexa selber mit einer anderen Stimme doch wie reagiert Jon darauf. Man konnte Jon durchaus ansehen, das das ganze Szenario hier auf ihn verdammt komisch wirkte. Die Puppe, die Stimme, die von Alexa kam, dabei aber nur ihre Lippen bewegte und dann wieder Alexas Stimme. Jeder normal denkende Mensch würde sofort die Flucht ergreifen...aber nicht Mox. Dieser will lieber herausfinden, was das ganze auf sich hatte und er nahm die nächsten Worte von Alexa, oder Lilly...oder wer auch immer da zu ihm gesprochen hatte, sehr genau auf. Alexa schien beeindruckt davon zu sein, das Jon es war der Reigns brechen konnte.
Jon Moxley
"Roman wusste nicht, mit wem er es zu tun haben würde, obwohl er mich seit Jahren kennt. Das war der große Unterschied. Aber für Wen macht es mich dann interessant...für dich?"
Berechtigte Frage. Auch wenn Jon noch immer versuchte, warum ausgerechnet Alexa Bliss ein Auge auf den Lunatic geworfen hatte. Sicher war der Sieg gegen Roman Reigns eine beachtliche Leistung und die Frage blieb, ob die Blondine dem Lunatic hier weitere Infos geben würde.
Die Frage von Jon Moxley hängt noch in der Luft.
Lily
"...für dich?“
Ein Moment vergeht und für einen kurzen Augenblick wirkt es so als würde die Antwort sofort kommen. Denn Lilys Kopf zuckt erneut ein kleines ruckartiges Zucken. Die Glasaugen richten sich wieder direkt auf Moxley. Der Mund scheint sich minimal zu öffnen, als würde gleich wieder dieses kratzende Kichern folgen...
Lily
"Hehehe...“
Doch plötzlich stoppt einfach alles noch bevor ein weiteres Wort entsteht. Alexa Bliss bewegt sich ungewöhnlich schnell für ihre sonst so ruhige Art. Ihr Kopf dreht sich ruckartig nach unten zu Lily. Ihr Blick ist scharf sowie fokussiert und zum ersten Mal kontrollierend. Keine Spur mehr von diesem verspielten unheimlichen lächeln.
Alexa Bliss
"Nein.“[/font]
Leise aber bestimmt und ihre Augen bleiben auf der Puppe und die Sekunden vergehen. Und Lily sagt nichts. Kein Kichern und auch kein zucken mehr. Die Puppe liegt plötzlich wieder vollkommen regungslos in ihren Armen. Als wäre all das zuvor nie passiert. Langsam hebt Alexa den Blick wieder zurück zu Moxley. Und diesmal wirkt sie anders... fast menschlicher. Ein leiser Atemzug dann beginnt sie an zu sprechen ohne dieses verzerrte Echo.
Alexa Bliss
„Du willst wissen für wen dich das interessant macht... Lily... versucht manchmal Dinge zu bewegen. Emotionen... Reaktionen... Verbindungen... Sie weiß… wie sich das anfühlt... Einsamkeit... wenn sie so spricht... wenn sie dich reizt... dich provoziert würdest du vielleicht reagieren.“
Ihre Augen mustern Moxley jetzt anders nicht mehr wie ein Objekt oder wie ein Ziel sondern wie jemanden, den sie verstehen will.
Alexa Bliss
"Eine Verbindung aufbauen. Aber du bist nicht so leicht zu lesen. Das macht dich nicht nur interessant sondern auch gefährlich. Möglicherweise sucht Lily eine männliche Bezugsperson. Wer weiß das schon?“[/font]
Auch, wenn Jon jederzeit versucht, die ganze Situation zu verstehen, denn es war nicht unbedingt Alltag, wenn man mit Puppen Gespräche führen würde. Außer man wäre Bauchredner, aber das war hier nicht der Fall. Dennoch schien Jon die Worte von Lilly oder auch Alexa genau aufzunehmen. Auch wenn man es Ihm nicht ansah, nahm er es als Kompliment, das man sich für ihn interessierte. Auch, als schließlich dann Alexa das letzte Worte hatte, nickte Jon einmal kurz.
Jon Moxley
"Okay...also entschuldige, das ich das alles erstmal aufnehmen muss. Es kommt nicht jeden tag vor, das eine Puppe mich als Bezugsperson sieht."
Der Lunatic schmunzelte kurz, als er diese Worte von sich gab. Er nahm es alles dennoch mit seinem typischen Moxley Humor, wusste aber auch, das das hier alles einen ernsten Hintergrund zu haben scheint. Er blickt kurz zwischen Alexa und Lilly hin und her und Lilly schien nun auch nicht mehr "lebendig" zu sein. Sie war das, was sie war: Eine Puppe in den Händen von Little Miss Bliss.
Jon Moxley
"Vielleicht sollten wir uns noch einmal in Ruhe darüber unterhalten...Also, wenn diese Einladung auch später noch eine Wertigkeit hat, dann würde ich dieses mal da sein, versprochen."
Mit diesen Worten zeigt er noch einmal die Einladung vor, die er die ganze Zeit ins einer Hand trug. Er war bereit, dem ganzen noch einmal diese Chance zu geben, denn irgendetwas in Ihm sagte Ihm, das er zumindest schauen sollte, was Alexa genau mit ihren letzten Worten meinte. Doch bevor wir die Reaktion von Alexa sehen, fadet das Bild dann auch plötzlich aus.
Pat McAfee: "Puppen die sprechen sind einfach creepy, Punkt."
Cathy Kelley: "Dann passt Lilly doch perfekt zu Jon, auch wenn ich mich fragen, warum ausgerechnet er das Interesse geweckt hat. Ich weiß, das Alexa es erklärt hat, aber ich blicke es dennoch nicht."
Wade Barrett: "Zumal...kann Jon Alexa überhaupt trauen?"
![[Bild: 8484.jpg]](https://i.ibb.co/YBtQmpkn/8484.jpg)
FEAR OF HURTING!
Endlich ist es soweit. Er hat endlich einen Augenblick gefunden, wo er mit ihr alleine sprechen kann. Mit der Frau, die ihm seit letzter Woche mit mehreren Fragezeichen im Kopf hängt. Und das nur, weil sie gezögert hat in ihrem Match gegen Alexa Bliss. Die Rede ist natürlich von niemand Geringerem als der Cosplayqueen Leva Bates, die hier gekleidet in einer braunen Bluse im keltischen Look, einem mittelalterlichen roten langen Rock, hohen Lederstiefeln, die aussehen wie die von Eren Jäger aus Attack on Titan, und einer großen runden Brille im Gesicht, die ihr Auftreten irgendwie ein wenig nerdig wirken lässt. Das Training im Performance Center für heute ist bereits vorüber, und wenn man sie, wie sie hier in einem solchen Outfit und mit einer großen blauen Sporttasche, auf der Vault-Tec geschrieben steht, kann man sich denken, dass sie sich bereits auf den Heimweg macht. Doch da wird sie natürlich von dem Mann aufgehalten, der die ganze Zeit schon mit ihr sprechen wollte. Doch anders als es die ganzen Romantiker unter den Fans erwartet haben, handelt es sich dabei nicht um Kid Lykos. Nein, es ist vielmehr der Mann, der in letzter Zeit ein wenig Stress mit Raven hat. Es ist Swerve Strickland!
Strickland: „Hey, Leva!“
Sagt er ganz normal, wie man es eben als Begrüßung so tut. Das Einzige Unnatürliche daran wäre wohl, dass die beiden den gesamten Tag über schon miteinander am Trainieren gewesen sind und Strickland sie jetzt ein weiteres Mal begrüßt nach dem Training, aber ist dies auch nichts, worüber man sich noch irgendeinen Kopf machen müsste. Backstage liegt noch dieser typische Geruch von Schweiß, Leder und leicht überhitzten Scheinwerfern in der Luft, vor allem auch, weil das Training im Performance Center die beiden bis aufs Letzte gefordert hat. Levas Bewegungen sind ruhig, fast schon routiniert, doch man merkt auch ihr die Anstrengung vom Training an. Swerve bleibt für einen Moment stehen, lehnt sich locker gegen die Wand und beobachtet sie kurz, als würde er überlegen, was er in diesem Gespräch als Nächstes sagt. Dann stößt er sich ab und geht mit einem selbstsicheren Schritt und einem leichten Grinsen, als wäre der ganze Tag nie wirklich anstrengend gewesen, auf sie zu. Leva hebt den Blick, erkennt ihn sofort und erwidert die Begrüßung ohne Zögern.
Leva Bates: „Oh, hey Strickland! Was geht?“
Kommt es ruhig von ihr zurück, begleitet von einem kleinen Nicken, während sie ihre Tasche über die Schulter zieht. Ihre Stimme wirkt entspannt, aber aufmerksam, so, als würde sie bereits ahnen, dass Swerve nicht ohne Grund hier steht. Für einen kurzen Moment herrscht Stille zwischen den beiden, keine unangenehme, sondern eher eine, die von diesem gemeinsamen Trainingstag geprägt ist. Beide wissen, was sie geleistet haben, beide wissen, wie gut oder vielleicht auch wie hart es war. Doch in Swerve’s Blick liegt noch etwas anderes. Etwas, das über bloßen Smalltalk hinausgeht. Er mustert sie kurz, verschränkt dann locker die Arme und neigt leicht den Kopf. Man merkt, dass er nicht einfach nur „Hallo“ sagen wollte. Doch was genau er von ihr will, bleibt zunächst offen… aber die Art, wie er hier aufgetaucht ist, lässt keinen Zweifel daran, dass dieses Gespräch gerade erst beginnt. Doch bleibt uns die Antwort auf diese Frage nicht lange verborgen, da Strickland nun endlich weiterredet.
Strickland: „Nun… ich habe mich gefragt, ob es dir gut geht? Du… du bist irgendwie so komisch in letzter Zeit!“
Eine Frage, die immerhin deutlich gestellt wurde, auch wenn sie vieles bedeuten könnte. Inwiefern ist Leva komisch? Was hat Strickland gesehen? Warum findet er, dass sie komisch ist? Es gibt so viel noch offenen Spielraum in dieser Frage, dass man einer ehrlichen Antwort schnell und leicht ausweichen könnte. Ob Strickland dies bewusst so gestellt hat, um zu schauen, ob Leva über das Thema überhaupt sprechen möchte? Nun, der Reaktion von Leva zu urteilen, könnte man meinen, dass sie das nicht will. Oder aber sie stellt einfach nur die selben Fragen wie wir, denn ihr Blick wirkt etwas verwirrt, und tatsächlich fragt sie ebenfalls…
Leva Bates: „Komisch? Was meinst du damit?“
Nun, das wird Strickland besser beantworten können als wir, da er viel mehr mit der Lucha Sister zu tun hat. Aber hier an sich wirkt sie alles andere als ungewöhnlich. Wovon also spricht das Human Arsenal hier?
Strickland: „Nun, ich weiß auch nicht. Seit deinem Match gegen Alexa wirkst du irgendwie… vorsichtiger… etwas unentschlossen… wie als hättest du Angst oder so. Hat sie mit dir irgendetwas angestellt? Ist das der Grund, warum du im Match wie versteinert warst?“
Seit ihrem Match letzte Woche? Nun, vielleicht hat Leva Angst vor Puppen und hat seitdem Albträume von Lilly. Wobei dies doch eher sehr weit hergeholt und lächerlich wäre. Wenn da etwas mit Leva ist, muss es was anderes sein. Wieder entsteht für einen kurzen Moment eine schon fast erdrückende Stille, und als die Kamera direkt auf Leva Bates hält, senkt sich ihr Blick nach Stricklands Aussage etwas gen Boden. Doch nach bereits kurzer Zeit schüttelt Leva schnell wieder ihren Kopf, um die ganzen Gedanken schnell wieder aus ihrem Kopf zu schütteln. Sie ist, wie sie ist, und an ihr ist nichts komisch. Das alles hat sich Strickland nur eingebildet, mehr nicht. Doch ob ihr dies gelingt nach dieser kurzen verdächtigen Pause, eher fraglich. Diese Pause, in der sie so wirkte, als wäre sie gerade nicht einmal hier, sondern völlig woanders.
Leva Bates: „Ach Quatsch, du bildest dir da nur etwas ein. Ich war nicht wie versteinert.“
Nun ja, darüber lässt sich ebenfalls streiten. Nachdem sie Alexa mit einem wunderbaren Back Elbow mitten am Hals getroffen und ihr die Luft weggeschnürt hatte, war sie tatsächlich wie versteinert und hatte nur noch Alexas Gesundheit im Kopf. Das konnte die Wicked Witch of C2C natürlich sofort für sich ausnutzen und Leva selbst attackieren, um den Sieg des Matches einzufahren. Und genau diese Tatsache scheint auch Strickland so mitbekommen zu haben.
Strickland: „Nun ja, du standest da und hast dich nicht bewegt, sodass sie ihren Finisher landen konnte. Das würde ich schon wie versteinert nennen.“
Nun, vielleicht hatte Leva auch einfach nur einen Blackout. Schließlich ist sie anders als Alexa Bliss keine professionelle Wrestlerin der C2C mit einem eigenen festen Vertrag. Nein, sie ist bloß ein Performance-Talent, was zur Ausbildung hier ist. Und als Azubi kann man eben noch nicht alles perfekt. Auch wenn Leva Bates wohl bereits mehr Erfahrung im Wrestling hat als Alexa Bliss. Dennoch hat die junge Little Miss Bliss bereits wesentlich mehr geschafft als die Totally Tubular Leva Bates!
Leva Bates: „Auch wenn ich mich bewegt hätte, hätte es so kommen können, das kannst du nicht wissen, oder kannst du etwa hellsehen?“
Eine Frage, mit der Leva das Gespräch direkt beenden will. Quasi eine Art Mic Drop, der sagen soll, dass Strickland falsch liegt und lieber die Klappe halten sollte. Man merkt es ihr irgendwie an, dass ihr das gesamte Gespräch nicht sonderlich gefällt. Und scheinbar merkt auch Strickland, dass sich in seinem Gesicht einige Sorgen abbilden. Sorgen, die ihm Leva Bates gerade macht. Was ist los mit seiner Partnerin? Sie ist doch sonst nicht so. Sie scheint aber auch nicht darüber sprechen zu wollen. Mit zaghaften Versuchen kommt Strickland hier nicht weiter. Na gut. Sie will aggressiv spielen? Sie will in den Angriffsmodus gehen? Das kann Strickland auch. Er ist schließlich der militärische Marksman, der früher Mitglied der US Army war! Er weiß, wie man mit solchen Frauen umzugehen hat.
Strickland: „Nein… hellsehen kann ich nicht. Ich kann nur aus insgesamt 17 Jahren Ringerfahrung sprechen, dass du definitiv höhere Siegchancen im Ring hast, wenn du nicht wie eingefroren dastehst und dich gegen deinen Gegner wehrst.“
Punkt! Das war ein Mic Drop! Mal schauen, was Leva dagegen versucht. Nun… wenn man sich sie so anschaut, dann scheint der Sieg hier wohl an Strickland zu gehen, denn nun entweicht kein Ton mehr aus ihren Lippen. Nein, der Kopf senkt sich nur erneut wieder gen Boden, und Leva scheint keine Ahnung mehr zu haben, wie sie ihr Inneres weiterhin verborgen halten soll. Die Mauer wurde direkt getroffen. Nur steht sie noch. Jetzt braucht es einige weitere Treffer, um sie endlich komplett einzureißen. Für diese kann man es aber wieder auf eine etwas rücksichtsvollere Art und Weise probieren. Ein paar Worte der Liebe und vielleicht öffnet Leva die Mauer von selbst. Sie spürt bereits, wie unruhig sie im Inneren wird. Die Hoffnung, dass sie diese Unruhe mit Strickland teilt, ist weiterhin präsent. Und wie man es bekanntlich weiß, stirbt die Hoffnung immer zuletzt!
Strickland: „Hör zu… ich weiß, bei Alexa sah es für einen Moment wirklich so aus, als hättest du ihr ernsthaft wehgetan, und es ist hart, andere zu verletzen…“
Leva Bates: „Nicht so hart wie selbst verletzt zu werden!“
Aber sie stirbt. Denn erneut hebt Leva ihren Kopf und wendet sich mit einem schon fast erzürnten Ausdruck in Richtung Strickland. Und genau das lässt Strickland auch wieder etwas zurückzucken. Aber er lässt sich nicht davon abbringen, weiterhin zu versuchen herauszufinden, was mit Leva los ist. Was mit ihr los ist seit dem Match gegen Alexa Bliss.
Strickland: „Ja… das stimmt… aber du musst immer bedenken, dass genau das unser Job ist. Verletzungen können passieren, doch davon dürfen wir uns nicht abschrecken lassen. Verletzungen können immer wieder heilen. Man hat nur eine kurze Pause und kann dann besser als jemals zuvor weitermachen. Das ist das Leben von uns Wrestlern, verstehst du?“
Diese Aussage Stricklands beschreibt sehr gut die typische Denkweise vieler Wrestler und lässt sich als eine Mischung aus Akzeptanz, Selbstüberzeugung und innerer Rechtfertigung verstehen. Im Kern geht es darum, dass Verletzungen in diesem Beruf nicht als etwas Ungewöhnliches oder Vermeidbares gesehen werden, sondern als fester Bestandteil des Alltags. Wenn gesagt wird, „das ist unser Job“, dann bedeutet das, dass die körperlichen Risiken bewusst in Kauf genommen werden, weil sie untrennbar mit der Tätigkeit verbunden sind. Es ist also keine naive Haltung, sondern eher eine Art stilles Einverständnis mit den Konsequenzen des eigenen Berufs. Gleichzeitig zeigt Strickland allerdings auch eine starke mentale Einstellung gegenüber Schmerz und Rückschlägen. Verletzungen werden nicht als Grund gesehen, aufzuhören oder Angst zu entwickeln, sondern als temporäre Phase, die man durchstehen muss. Die Aussage, dass man danach „besser als jemals zuvor“ zurückkommt, spiegelt dabei weniger eine objektive Garantie wider, sondern vielmehr eine innere Motivation. Sie dient dazu, nicht nur Leva, sondern auch vielleicht sich selbst davon zu überzeugen, dass sich das Durchhalten lohnt und dass Rückschläge einen stärker machen können. Am Ende wird deutlich, dass hier nicht nur über einen Job gesprochen wird, sondern über eine Lebensweise. Stricklands Aussage bedeutet, dass diese Haltung Teil der eigenen Identität ist. Es geht um Stolz, Durchhaltevermögen und die Bereitschaft, immer wieder aufzustehen, egal was passiert. Auch wenn diese Sichtweise in der Realität nicht immer so einfach aufgeht, vermittelt seine Aussage hier dennoch eine klare Botschaft: Wer diesen Weg wählt, akzeptiert die Risiken und entscheidet sich trotzdem bewusst dafür, weiterzumachen. Leider hat er da eine Sache nicht bedacht, die Leva wohl davon abhält, so zu denken.
Leva Bates: „Da liegst du falsch. Nicht alle Verletzungen heilen.“
Schweres Thema, sprichwörtlich. Und mit diesem letzten Mic Drop lässt Leva dann auch Strickland alleine zurück und begibt sich endlich auf den Weg zu ihrem Hotel. Natürlich hat sie recht. Nicht alle Verletzungen heilen. Das konnte man bereits an Stars wie Bret Hart, Big E oder dem relativ unbekannteren ehemaligen WWE-Superstar Droz sehen, der vor drei Jahren leider verstarb. Zusätzlich dazu kommen natürlich noch viel schlimmere Fälle wie Mitsuharu Misawa, Moondog Spot oder natürlich Owen Hart, die alle ein noch viel schlimmeres Ende nehmen mussten im Wrestlingring. Wrestling ist ein sehr grausamer und gefährlicher Beruf. Doch sollte ein jeder professionelle Superstar sich dieser Gefahr bewusst sein und sich nicht von ihr einschüchtern lassen. Denn wer sich einschüchtern lässt, kann kein erfolgreicher Star werden, niemals! Hoffentlich lernt Leva das noch. Hoffentlich lernt sie es, dagegen anzukämpfen und sich nicht besiegen zu lassen.
![[Bild: 8484.jpg]](https://i.ibb.co/YBtQmpkn/8484.jpg)
CO - MAIN EVENT
c2c EASTCOAST CHAMPIONSHIP
JON MOXLEY OPEN CHALLANGE
SINGLES MATCH
Jon Moxley © vs. TBA
![[Bild: moxopenchallengew.png]](https://i.ibb.co/5X78y2Vj/moxopenchallengew.png)
Writer: ???
Mit dem folgendem Video kündigt sich auch gleich ein Superstar an, welcher nicht unberechenbarerer sein kann. Die Fans verhalten sich durchaus positiv und fangen auch stellenweise an zu jubeln. Die Kamera schwenkt durch die Arena, denn jeder weiß, das MOX nicht den üblichen Weg zum Ring wählen würde. Schließlich erkennt die Kamera den Superstar, wie er seinen Weg durch die Fanreihen bahnt und dabei die Stufen mit schnellen Schritten hinter sich bringt.
![[Bild: moxent1.png]](https://i.ibb.co/MvygJwV/moxent1.png)
Matthew Rehwoldt: "Making his way to the Ring... from Cincinnati, Ohio... weighing in at 225 pounds...He is the C2C EASZCOAST CHAMPIONNNNNNNN....JONNNNNNN MOXLEYYYYYYYYY!!"
Mit einigen Fans klatscht er dann auch ab und kommt langsam aber sicher an die Absperrung an, welche er locker überspringt und noch einmal um den Ring marschiert, ehe er sich in diesen hineinrollt. Eine der Ringecken wird bestiegen und kurz werden die Fans noch einmal angeheizt.
![[Bild: moxent2.png]](https://i.ibb.co/ynWFB4KJ/moxent2.png)
Nun konzentriert er sich aber auf seinen Gegner, welcher noch unwissend ist, was hier auf ihn zukommen könnte.
Die ersten Klänge von Musik erfüllen die Halle und die Fans jubeln sofort lautstark auf.
Es ist Mark Andrews. Die Kamera schwenkt zur Stage, wo Andrews mit einem breiten Grinsen erscheint. Die Fans in Cardiff explodieren förmlich vor Begeisterung. Fahnen werden geschwenkt, Schilder in die Höhe gerissen, denn es ist sein Moment, in seiner Stadt, vor seinen Leuten.
![[Bild: Mark-Andrews-NXT-UK-bac9.jpg?quality=90&strip=all&w=646]](https://metro.co.uk/wp-content/uploads/2021/04/Mark-Andrews-NXT-UK-bac9.jpg?quality=90&strip=all&w=646)
Matthew Rehwoldt: "And his opponent...from CARDIFFFF, WALES!!!!... weighing in at 147 pounds... MARRRKKK ANDREWSSSSSSSSS!!!!"
Andrews bleibt kurz auf der Stage stehen, nimmt die Atmosphäre in sich auf und klopft sich auf die Brust. Man merkt ihm an, wie viel ihm dieser Moment bedeutet. Dann sprintet er die Rampe hinunter, klatscht links und rechts mit Fans ab und slidet schließlich mit einem eleganten Sprung unter dem untersten Seil in den Ring.
Er steht auf, blickt direkt zu Moxley, der ihn mit einem kalten, fast schon amüsierten Blick mustert. Mit Respekt aber ohne keine Angst, dafür pure Kampfbereitschaft.
Der Referee nimmt den Titelgürtel entgegen, hebt ihn in die Höhe und lässt das Match anläuten.
DING DING DING
Ohne zu zögern stürmt Andrews nach vorne und überrascht Moxley mit einer schnellen Kombination aus Schlägen und einem Dropkick, der den Champion einen Schritt zurücktaumeln lässt. Die Crowd rastet direkt aus. Andrews nutzt das Momentum, federt in die Seile und zeigt einen spektakulären Corkscrew Crossbody und sofort versucht Andrews hier das erste Cover:
ONE...TWO...Kickout von Moxley!!
Moxley rollt sich sofort zur Seite, ein leichtes Grinsen huscht über sein Gesicht. Diese erste Offensive scheint ihn durchaus überrascht zu haben. Andrews bleibt am Drücker, versucht das Tempo hochzuhalten. Er springt auf das zweite Seil, will einen Moonsault ansetzen, doch Moxley ist da. Mit brutaler Präzision fängt er Andrews mitten in der Bewegung ab und kontert mit einem harten Lariat, der Andrews beinahe in der Luft überschlägt.
Die Stimmung kippt kurz, nämlich von Euphorie zu Schock. Moxley steht auf, atmet schwer und beginnt nun, das Match zu kontrollieren. Er packt Andrews, wirft ihn in die Ringecke und bearbeitet ihn mit Shoulder Thrusts in die Magengegend. Jeder Treffer sitzt, jeder Schlag wirkt härter als der vorherige. Doch Andrews gibt nicht auf.
Mit letzter Kraft kontert er einen weiteren Angriff, zieht sich am Seil hoch und trifft Moxley mit einem Enzuigiri. Der Champion wankt und Andrews sieht seine Chance. Er sprintet los, springt auf das oberste Seil und zeigt einen atemberaubenden Shooting Star Press!
ONE...TWO...Kickout von Moxley!!
Die Fans können es kaum glauben. Andrews wirkt kurz frustriert, doch er pusht sich weiter. Er will nachsetzen, zieht Moxley hoch, doch genau hier ändert sich alles. Moxley blockt, dreht sich blitzschnell heraus und zieht Andrews in einen brutalen Paradigm Shift. Ein dumpfer Aufprall hallt durch die Arena.
Doch Moxley ist noch nicht fertig. Er richtet sich langsam auf, packt Andrews erneut und zwingt ihn in den Bulldog Choke. Ein sehr seltener Move, den Jon hier Heute auspackt. Andrews kämpft, windet sich, versucht verzweifelt die Seile zu erreichen, die Fans feuern ihn frenetisch an, jeder Zentimeter wird bejubelt.
Doch Moxley zieht den Griff noch enger und weitere Sekunden vergehen. Marks Bewegungen werden langsamer, schwächer. Und schließlich bleibt ihm keine Wahl. Er klopft ab!!
DING DING DING
Jon Moxley besiegt Mark Andrews per Submission im Bulldog Choke (9:33 Minuten)
Here is your winner by Submission and STILLLLLLLLLLLL THE C2C EASTCOAST CHAMPIONNNNNNNNNNN JOOOONNNNN MOXLEYYYYYYYYY!!!!!!
![[Bild: cocksley.jpg]](https://c2c-wrestling.com/4images/data/media/1037/cocksley.jpg)
Der Referee signalisiert sofort das Ende. Jon Moxley lässt den Griff sofort los, steht dann langsam auf und blickt auf seinen besiegten Gegner herab. Die Crowd reagiert gemischt: Enttäuschung über die Niederlage ihres Local Heroes, aber auch Respekt für die Leistung beider Männer. Moxley lässt sich den Titel geben, hebt ihn kurz in die Höhe. Jon blickt erneut auf Andrews herab und dann hilft Jon seinem Gegner auf die Beine. Unter großen Jubel hebt Jon respektvoll den Arm Andrews und rollt sich schließlich aus den Ring.
Während Andrews noch im Ring bleibt und von den Fans Standing Ovations bekommt, begibt sich Jon langsam über die Stage zurück in die Gorilla Position. Andrews hat zwar verloren, aber seinen Kampfgeist gezeigt und er ist der Local Hero, der trotz dieser Niederlage diesem Abend dennoch gewachsen war.
Pat McAfee: "Respekt an Andrews. Er war nicht chancenlos. Aber Jon war einfach verdammt effektiv."
Cathy Kelley: "Richtig. Mark kann stolz auf sich sein. Die Fans sind es definitiv, das hört man. War dies die erste von vielen Titelverteidigungen von Jon? Habe gehört, das er dies auch nächste Woche machen will."
Wade Barrett: "Wenn dem so ist...wir sind in England, Manchester...und ich fühle mich noch verdammt fit."
ARE YOU READY FOR THIS?
Und da ist er! Obwohl Kenny Omega heute nicht auf der Card steht, hat man den World Heavyweight Champion dennoch erwartet. Oder zumindest darauf gehofft, dass er sich zeigen wird. Leger gekleidet, mit Jeans, Shirt und Sakko, tänzelt der Cleaner auf die Stage. Wobei solche Einlagen bei ihm schon frischer aussahen. Man kann das Gefühl haben, dass der Kanadier leichte Schmerzen unterdrückt und sein rechtes Bein ganz leichter hinter sich herzieht. Kein Wunder...immerhin hat er vor zwei Wochen Joe Gacy in einem Purge Match besiegt und sich letzte Woche in Glasgow Drew McIntyre gestellt. Beide Male stand der World Title auf dem Spiel. Dass diese sich heute immer noch an die Hüften der Best Bout Machine schmiegt ist ein Beweis für seine erfolgreichen Titelverteidigungen. Das tut ihm natürlich mental gut und zeigt ihm, dass er es nach wie vor drauf hat. Dennoch ist Omega froh, dass er heute kein weiteres Match bestreiten muss und auch mal durchatmen kann.
Kurz werden die Arme in die Höhe gehievt, was ein Zeichen an die Regie ist. Diese drückt die richtigen Knöpfe und recht und links steigen goldene Fontänen in die Höhe. Für den Canadian X ist das zwar schon Routine...trotzdem genießt er solche Momente. Motiviert stößt sich der Master of the Dark Hadou ab und ist bereit sich den walisischen Fans voll und ganz zu stellen. Viele der Hände werden durch ein Abklatschen befriedigt. Hurtig die Treppe genommen, kurz auf dem Apron verweilt...und schon zeigt sich der World Champ bereit den Ring zu betreten. Dort joggt er eine Runde und winkt zufrieden den braven Menschlein zu, die weiter ordentlich Stimmung machen. Als ihm jemand von außerhalb ein Mikro reicht, gibt sich Kenny zufrieden und sucht sich eine mittige Position aus. Geduldig wartet er darauf, dass seine Theme verstummt. Die Kamera zoomt auf sein Gesicht und zeigt ein Lächeln. Ein Lächeln welches verrät, dass er einen klaren Plan verfolgt. Kenny Omega ist nicht einfach hier, um den Menschen in Cardiff freundlich "Hallo" zu sagen...
Kenny Omega: Mensch, Mensch...was waren das doch für sieben Tage zwischen Tokio und Glasgow, hm? Erst musste ich gegen einen durchgeknallten Baumliebhaber kämpfen...dann gegen einen durchgeknallten Krieger aus Schottland. Liebe Grüße gehen raus an Drew...und nur an Drew! Der andere Typ kann gerne weiter Baumrinde lecken gehen. Jedenfalls...das hat meine alten und sexy Knochen ordentlichen durcheinander gewirbelt. Uuuund dennoch...euer einzig wahrer, oft kopierter und nie erreichter Kenny...Byyyyy Goooood...Omega hat das gemacht, was er immer und auch am besten macht! Die verdammte Hütte abreißen und das motherfatherin' Match gewinnen! Deswegen stehe ich nun hier, im wunderschönen Cardiff, und bin immer noch eurer WORLD...HEAVYWEIGHT...CHAMPION!
Sicher, Drew McIntyre wäre hier ordentlich abgefeiert worden, wenn er letzte Woche Omega entthront hätte. Aber man freut sich hier genauso über diesen kanadischen Champion, weswegen die Zuschauer ihm Lobpreisungen und warme Worte entgegen werfen. Der Cleaner bedankt sich mit einem Knicks...deutet aber gleich mit der freien Hand an, dass er etwas wichtiges zu sagen hat.
Kenny Omega: Die Titelverteidigungen liegen hinter moa. Und wie immer...nach der Titelverteidigung ist vor der Titelverteidigung. Normalerweise würde ich nun nach vorne sehen und den Herren hinter den Kulissen die Möglichkeit geben, sich mir zu stellen. Nun...normalerweise! Wie es Gevatter Zufall so wollte, habe ich die letzte Show dennoch aufmerksam verfolgt, obwohl ich ein schweres Match vor mir hatte. Und dabei kam mir zur Ohren, dass ein gewisser...Tribal Chief...mich beantworten möchte...
Naja, besser gesagt: Paul Heyman hatte ein paar scharfe Worte in Richtung des amtierenden King of the Rings geworfen. Nach dem Verlust des Eastcoast Titels hat Roman Reigns wohl einen Blick auf den höchsten Belt der Company geworfen. Und dieser liegt eben derzeit in den Händen von Kenny Omega.
Kenny Omega: Ro-Ro, hätte ich nicht das Match gegen Drew gehabt, hätte ich schon letzten Montag deinem Oompa Loompa etwas gegeigt. Zunächst...den Eastcoast Title als "Last" zu bezeichnen ist äußert frech. Mister Reigns hat eben nie begriffen, was dieser Belt bedeutet und war nie würdig der König der Ostküste zu sein. Gut, dass nun Mox diese Aufgabe übernommen hat. Der wird das hervorragend meistern...das weiß ich ganz genau!
Nicht erst seit letzter Woche weiß man, wie viel dem Cleaner "Easty" bedeutet. Da muss es ihm missfallen haben, wie abwertend Heyman in Glasgow darüber gesprochen hat. Auch wenn Kenny weiß, dass das auch Teil der Show war, um Roman Reigns nach der Niederlage vom Special wieder in ein rechtes Licht zu rücken.
Kenny Omega: Nun mein lieber Roman...Paul ist also der Ansicht, dass du derjenige bist, der mich richtig fordert und mich an meine Grenzen bringt? Du, der bereits im King of the Ring Finale gegen mich verloren hat? Wo wir dabei sind...Paulie, die Welt hat schon davor meinen Namen geschrien. Und es war nicht einfach nur ein Moment...es war der Lauf der Dinge! Sehen wir es mal so...Tribal Chief steht unter dem God of Pro Wrestling! Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben! Zum Glück...zu deinem Glück...bin ich ein weltoffener Mensch mit einem großen Herz und verschenke gerne die ein oder andere zweite Chance. Also, Roman...warum zeigst du dich nicht, kommst zu mir in den Ring und erklärst nochmal ganz genau, was Heyman den Menschen in Glasgow an die Back gesabbelt hat, hm? Vielleicht kommen wir ja zusammen und ich kann sehen, was du überhaupt noch bei mir beantworten kannst.
Obwohl er schmunzelt, sind seine Augen ernst. Wer Kenny länger kennt weiß, wie er auf Leute reagiert, die ihn reizen und triggern wollen. Da sollte man sich nicht in die Irre führen lassen. Der Cleaner würde Roman Reigns nie auf die leichte Schulter nehmen, nur weil er letztes Jahr das King of the Ring Finale gewonnen hat. Genauso wenig sollte der OTC und Heyman glauben, Kenny würde jetzt zitternde Knie bekommen. Er stellt sich, wie gesagt, jeder Herausforderung. Ob Reigns sich nun dazu äußert? Gespannt sieht die Destiny Flower in Richtung der Stage und verschränkt beide Arme hinter dem Rücken.
Die Kamera bleibt auf Kenny Omega gerichtet. Die Crowd zieht hörbar an und erste "ROMAN! ROMAN!“ Chants mischen sich mit vereinzelten „BOOOH“ Rufen doch nichts passiert. Sekunden vergehen dann ein leises Raunen. Die Kamera schwenkt langsam zur Stage und genau dort tritt eine bekannte Silhouette aus dem Schatten. Es ist nicht "The Tribal Chief" Roman Reigns sondern "The Wiseman" Paul Heyman. Die Stimmung kippt sofort lautstarke Buhrufe brechen durch die Arena, während Heyman diesmal nicht langsam, nicht zögernd... sondern mit klarer Entschlossenheit auf der Stage steht. Das Licht trifft sein Gesicht sehr ruhig und kontrolliert aber mit dieser gefährlichen Schärfe in den Augen. Heyman hebt bereits ein Mikrofon, das er scheinbar backstage erhalten hat. Er sagt noch nichts. Er lässt die Buhrufe auf sich einprasseln... genießt sie fast. Er geht Schritt für Schritt die Rampe hinunter... ohne Eile ohne Ablenkung und sein Blick verlässt den Ring nicht.
Pat McAfee
"Oh come on... das ist nicht Roman das ist wieder Heyman!"
Wade Barrett
"Und genau das macht es gefährlich denn wenn Heyman kommt... dann kommt er nie ohne Grund."
Heyman erreicht die Ringtreppe bleibt kurz stehen und blickt zu Omega hinauf. Ein Moment besteht mit einer Energie. Ein stilles unausgesprochenes Duell der Blicke. Dann steigt Heyman die Stufen hinauf und betritt den Apron... er geht ohne zu zögern durch die Seile. Der Moment in dem Paul Heyman durch die Seile in den Ring steigt, wirkt fast... surreal. Nur er Paul Heyman... und der World Heavyweight Champion. Die Crowd ist laut... unruhig... elektrisiert. Heyman richtet sich im Ring vollständig auf. Langsam und Kontrolliert. Die Schultern gehen zurück, das Kinn hebt sich leicht. Jede Bewegung sitzt so gut wie. Jede Geste ist bewusst gesetzt. Kein Zögern... keine Spur von Unsicherheit denn jetzt vor ihm steht Kenny Omega. Heyman bleibt vollkommen ruhig und langsam hebt er das Mikrofon an seine Lippen. Die Buhrufe schwellen erneut an... doch diesmal reagiert Heyman nicht einmal darauf. Kein Genuss... kein Spiel mehr... es geht nur noch um Kontrolle. Ein kurzer Atemzug dann beginnt er zu sprechen.
Paul Heyman
"Mister Omega.... Zunächst einmal muss ich Sie enttäuschen. Denn der Tribal Chief ist heute Abend nicht anwesend. Und glauben Sie mir was ich Ihnen sage... ich möchte Ihnen danken... Ja... Sie haben richtig gehört." Ich danke Ihnen… dafür, dass Sie heute Abend hier herausgekommen sind. Ich danke Ihnen... dafür, dass Sie sich gezeigt haben. Denn genau das... bestätigt alles."
Seine Stimme ist ruhig... fast schon höflich. Heyman geht einen halben Schritt näher und senkt die Stimme.
Paul Heyman
"Sie sprechen von Tokio... von Glasgow... von Ihren Siegen... Sie sprechen von Vergangenheit. Aber lassen Sie mich eines ganz klarstellen... Der Tribal Chief... scheißt auf die Vergangenheit. Es interessiert ihn nicht was gestern... letzte Woche... Monat oder letztes Jahr passiert ist. Nicht Ihr King of the Ring Sieg... nicht Ihre Titelverteidigungen oder Ihr sogenannter... Lauf der Dinge. Denn Roman Reigns denkt nicht in Erinnerungen. Er denkt in Zielen und wenn der Tribal Chief sich ein Ziel setzt... dann ist es kein Wunsch... Keine Herausforderung... Keine Option. Dann ist es... eine unausweichliche Realität."
Dann ganz langsam hebt er das Mikrofon erneut. Ein leises einatmen und diesmal wirkt seine Stimme noch kälter.
Paul Heyman
"Und wissen Sie, Mister Omega was Sie dabei nicht verstehen? Sie klammern sich an Bedeutungen... an Geschichte... an Vermächtnisse. Aber für den Tribal Chief... sind Titel keine Erinnerungsstücke. Sie sind Werkzeuge und Sie sprechen vom Eastcoast Championship Belt... als wäre er etwas Heiliges. Als wäre er eine Krone die man mit Stolz trägt. Für Roman Reigns war dieser Titel... ein Sprungbrett. Ein Mittel zum Zweck. Ein Schritt auf dem Weg nach oben."
Langsam hebt er die Hand… zeigt auf Omega.
Paul Heyman
"Und jetzt... steht er dort, wo er immer stehen wollte. Sie sehen einen Mann der etwas verloren hat. Den Eastcoast Titel... naja ich sehe einen Mann… der alles abgelegt hat was ihn aufgehalten hat."
Ein Raunen geht durch die Halle. Heyman geht langsam um Omega herum... bleibt aber stets nah genug, um Druck aufzubauen.
Paul Heyman
"Verstehen Sie das, Mister Omega? Er ist nicht mehr der Gejagte. Er ist nicht mehr der Mann den jeder herausfordert. Roman Reigns... ist jetzt der Jäger. Und Sie..."
Ein kurzer Blick auf den Titel.
Paul Heyman
"...tragen genau das was gejagt wird. Sie wollten Roman Reigns hier draußen sehen und wollten Antworten. Das hier... IST die Antwort."
Er hebt den Finger… tippt ganz leicht gegen den World Title.
Nicht aggressiv aber bewusst.
Paul Heyman
"Es geht nicht um Respekt... Es geht nicht um Vergangenheit... Es geht nicht um das, was war. Es geht um das, was als Nächstes genommen wird."
Die Crowd explodiert... Heyman senkt langsam das Mikrofon und sein Blick bleibt auf Omega.
Als sich "nur" Paul Heyman zeigt, gibt sich Kenny gelassen. Er behält seine Position bei und beobachtet jeden Schritt des Wisemans. Der Blickkontakt ist intensiv, wobei der Cleaner leicht lächelt. Obwohl Paul kein Wrestler ist, ist seine Präsenz und Aura mächtig. Das spürt der King of the Anywhere Match sofort, als das ECW Mastermind beginnt zu spricht. Doch so leicht ist der Kanadier nicht zu beeindrucken. Er hört genau zu und schnaubt nur einmal theatralisch auf, als der EC Title als "Sprungbrett" bezeichnet. Als Paul vor ihm stehen bleibt und den World Title berührt macht Kenny eine Schnute und zuckt mit den Schultern. Andere würden sich durch so eine Aktion im Ego gekränkt fühlen...und damit auf die Psychospielchen von Heyman hereinfallen. Ganz langsam hebt der Canadian X sein Mikro.
Kenny Omega: Heeey, kein Ding, Paulie! Du kannst den Titel gerne betatschen, wenn du magst. Verstehe ich schon...so nahe wirst du dem Baby nie sein, wenn du weiter an Roman's Rockzipfel hängst.
Nur eine kleine Stichelei, die in solchen Momenten quasi zum Inventar gehört. Kenny hält sich daran auch nicht lange auf, auch weil er weiß, dass Heyman davon nicht beeindruckt sein wird. Soll er auch gar nicht. Viel mehr soll Paul wissen, dass er so leicht nicht die mentale Schale vom World Champion knacken kann.
Kenny Omega: Ich muss schon sagen...hui, DAS war doch mal eine Ansage, hm? Ein typischer Heyman...bedeutungsschwanger und treffsicher! Genau ins Schwarz! Aber gut...Roman Reigns denkt also in Zielen? Und das ist dann eine unausweichliche Realität? Nur so denkt er? Schade! Als Teil einer so großen Wrestling Dynastie solle Ro-Ro doch wissen, wie wichtig Titel sind...Erinnerungen...Momente! Das sind Sachen, die einen Wrestler prägen! Ihn auf die nächste Stufe hieven! Ihn zu einer Legende werden lassen! Was ist Jemand, der all diese Sachen mit Füßen tritt? Ein Niemand, sobald das Scheinwerferlicht erlischt!
Es bleibt dabei, dass Kenny hier eine Scharade meint erkennen zu können, die Reigns nach der Niederlage stärken soll. Doch der Cleaner bohrt gerne nach und drückt dabei ein wenig auf das Ehrgefühl des Tribal Chiefs. Tatsächlich glaubt Omega nicht, dass Roman wirklich auf Erinnerungen und die Vergangenheit scheißt. Trotzdem spielt er hier mit und nimmt die Vorlagen von Heyman auf. Langsam bewegt sich der Lockenschopf und beginnt nun seinerseits Paul zu umrunden.
Kenny Omega: Wie dem auch sei...zum Glück bin ich als Mann bekannt, der stets ein Blick für die güldene Zukunft hat! Vergessen wir also die Vergangenheit und schauen nach vorne. Bevor wir das aber tun...beantworte mir bitte eine Frage, mein liebes Paulchen!
Just in diesem Moment bleibt der Master of the Dark Hadou direkt hinter Heyman steht. Sachte beugt er sich nach vorne und fast wirkt es so, als wolle er sein Kinn auf Heyman's Schulter ablegt. Was Kenny aber im Endeffekt nicht macht.
Kenny Omega: Naja, eigentlich sind es sogar zwei! Erstens...wie soll ich über die gemeinsame Zukunft mit einer Person reden, wenn diese es nicht einmal schafft, in der Gegenwart anwesend zu sein? Und zweitens...warum sollte ich nicht lieber einem anderen Wrestler den Vorzug geben, der wirklich zu schätzen weiß, was in diesem Biz wichtig ist?
Fragend hebt der Cleaner die Augenbrauen, bevor er wieder direkt vor Paul Heyman tritt. Mit einer Hand deutet er Richtung Stage, was ein Zeichen dafür ist, wo Reigns steckt. Jetzt liegt es an Heyman den nächsten Schritt zu machen.
Die Spannung ist greifbar. Kenny Omega steht direkt vor Paul Heyman aber die Frage hängt noch im Raum. Genaugenommen sind es zwei Fragen... zwei gezielte Nadelstiche und für einen kurzen Moment passiert gar nichts. Die Crowd wird lauter und erwartet eine Reaktion oder irgendeine Bewegung jedoch Paul Heyman? Der rührt sich nicht. Keine Veränderung in der Haltung nur dieser kalte Blick. Langsam hebt er den Kopf ein kleines Stück richtet seinen Anzug mit einer fast schon demonstrativen Ruhe... als hätte er alle Zeit der Welt. Dann hebt er das Mikrofon. Ein leises einatmen und als er spricht ist seine Stimme wieder genau das, was sie immer ist. Kontrolliert... Präzise... Gefährlich ruhig...
Paul Heyman
"Mister Omega... Sie stellen Fragen als hätten Sie die Kontrolle über diese Situation. Und genau das macht Sie so faszinierend. Denn Sie glauben tatsächlich... dass Sie auswählen können. Dass Sie entscheiden wer als Nächstes vor Ihnen steht. Dass Sie die Zukunft kontrollieren. Aber lassen Sie mich Ihre erste Frage beantworten... Wie soll man über die Zukunft sprechen wenn der Tribal Chief nicht in der Gegenwart ist? Ganz einfach... Weil der Tribal Chief nicht erscheint, wenn Sie ihn rufen. Er erscheint wenn der Zeitpunkt es verlangt. Und glauben Sie mir Mister Omega... Wenn Roman Reigns sich entscheidet in Ihrer Gegenwart zu stehen... dann ist es nicht mehr Ihre Bühne."
Die Crowd reagiert laut. Heyman lässt sich davon nicht beeinflussen nicht einmal ein Blinzeln kommt von Wiseman. Dann hebt er erneut das Mikro ein Stück höher.
Paul Heyman
"Und nun zu Ihrer zweiten Frage... Warum sollten Sie nicht jemand anderen wählen? Weil es völlig irrelevant ist was Sie wollen. Sie sprechen von Respekt... von Bedeutung und von diesem starken Business. Aber dieser Titel... zieht nicht Respekt an. Er zieht Anspruch an und der größte Anspruch... in dieser gesamten Industrie… gehört dem Coast 2 Coast Aushängeschild my Tribal Chief Roman Reigns. Sie können sich drehen... Sie können laufen und können sich hinter Ihren würdigen Herausforderern verstecken. Aber am Ende endet jeder Weg... beim Tribal Chief."
Die Worte hängen noch in der Luft und diesmal ist es nicht nur das, was gesagt wurde. Es ist das, was zwischen den Worten liegt. Paul Heyman steht einem Meter entfernt von Kenny Omega. Die Haltung unerschütterlich und dann macht er noch einen jalben Schritt. So nah, dass man fast glaubt, er würde jeden Moment gegen Omega stoßen. Heyman hebt das Mikrofon erneut. Ein Atemzug dann spricht er weiter diesmal noch leiser und noch schärfer.
Paul Heyman
"Sie hören mir zu, Mister Omega… aber Sie verstehen nicht. Sie interpretieren... analysieren und philosophieren. wie ein Künstler, der verzweifelt versucht, Bedeutung in etwas zu finden das längst entschieden ist. Sie nennen sich selbst den God of Pro Wrestling. Ein Gott... sollte wissen wann ein Sterblicher vor ihm steht und wann ein Schicksal. Roman Reigns ist kein Mann, den Sie einordnen können. Er ist kein Kapitel in Ihrer Geschichte. Er ist das Ende davon."
Ein kaltes Lächeln huscht über seine Lippen.
Ein Lächeln, was genauso vom Champ erwidert wird. Irgendwie ist es faszinierend, wie furchtlos Heyman die Nähe zu Kenny sucht. Vielleicht liegt es daran, dass Paul sich unantastbar fühlt, da er unter dem Schutz des Tribal Chiefs steht. Oder es liegt daran, dass der Manager weiß, dass Omega niemand ist, der ihn einfach so angreift. Wie auch immer...der Cleaner genießt diese Unterhaltung, so merkwürdig das klingen mag. Für ihn spielt es keine Rolle, was Heyman über Kenny's Rolle denkt. Eine ähnliche Situation hatte der Kanadier ja vor kurzem mit Joe Gacy, der ebenfalls der Ansicht war, er hätte das Sagen und die Kontrolle. Das Ergebnis ist bekannt! Was nicht heißt, dass Roman deswegen schon "besiegt" ist - ganz im Gegenteil!
Kenny Omega: Ein Gott weiß, wann ein Sterblicher vor ihm steht, der sich für einen Gott hält und seinen eigenen Größenwahn nicht erkennt. In dem Fall sehe ich das sogar, obwohl dieser Sterblicher nicht anwesend ist. Ich stimme jedoch in einer Sache zu...Roman-Boy ist vielleicht kein einfaches Kapitel in meiner Geschichte. Er ist das Ende eines Kapitels...ein Cliffhanger! Auf den ersten Blick die große Bedrohung, die für unseren Helden zu groß erscheint! Doch auf den zweiten...sobald man die nächste Seite aufschlägt oder das nächste Buch...erkennt man, dass diese Bedrohung nur eine weitere Erinnerung auf der Reise unseres Helden ist, die noch lange nicht abgeschlossen ist. Vielleicht ist man sogar enttäuscht, weil diese "Bedrohung" leichter zu besiegen war, als gedacht!
Die Fans sind weiter aufmerksam und gespannt bei diesem Schlagabtausch. Beide Männer vertreten unterschiedliche Standpunkte und werden von diesen nicht abrücken. Kenny legt eine kleine, künstliche Pause ein und inspiziert genau das Gesicht seines Gegenübers. Klar, dass sich das Mastermind Paul Heyman nicht anmerken lassen wird, ob das Gesagte des Cleaners etwas in ihm auslöst.
Kenny Omega: Ich weiß, ich bin der Gejagte, das weiß ich. Doch du und Roman, ihr solltet euch im Klaren sein, dass ich keine einfache Beute bin...sondern ein Gejagter, der den Jäger auf sein Terrain lockt und dort die Rollen vertauscht. Aber gut... Roman Reigns zeigt sich also, wenn es der Zeitpunkt verlangt? Meinetwegen. Mein Leben geht weiter, egal ob Monsieur Reigns sich fein genug ist, sein Gesicht in eine c2c Kamera zu halten oder nicht. Jetzt mal Butter bei die Fische, Paul! ICH bin der World Heavyweight Champion...ICH bin der Cleaner, die Best Bout Machine...ICH bin Kenny Omega...und ICH bestimme die Zukunft des World...Heavyweight...Championships! Kein Schicksal, kein Wiseman und schon gar kein Tribal Chief...sondern ich!
Wieder lächelt der Master of the Dark Hadou leicht und zuckt sanft mit den Schultern, als wäre es ein Fakt, was er hier von sich gibt. Es mag für den ein oder anderen Zuschauer arrogant wirken, wie sich der Cleaner gerade gibt. Für Kenny ist es jedoch sein Recht als Champion, sich dementsprechend zu positionieren.
Kenny Omega: Aber wie gesagt, ich verschenke gerne eine zweite Chance! Und da du mich doch sehr neugierig gemacht hast, würde ich liiiieeebend gerne Roman dabei zuhören, wie er mich überzeugen möchte, dass er der Richtige ist! Sag deinem Jungen, dass ich in Manchester auf ihn warte, ok?
Hat er hier eine Frist gesetzt? Und was dann, wenn sich Reigns wieder nicht zeigt? Kenny wirkt so, als habe er alles gesagt. Jedoch bleibt er noch stehen und wartet ab, was Paul Heyman darauf antwortet. Paul bleibt die Ruhe selbst denn womöglich weiß er jetzt schon wann Roman Reigns zurück kehrt. Darauf hebt er langsam das Mikro
Paul Heyman
"Mister Omega... Manchester mal gucken was sich machen lässt doch alles liegt in den Händen des Tribal Chiefs. Daher wurde alles gesagt... Ich habe für OTC den Standpunkt mitgeteilt und Sie haben es heute getan. Das ist dass Business Mister Omega."
Darauf legt Heyman das Mikro nieder und nickt Omega zu und steigt aus dem Ring.
MAIN EVENT
SINGLES MATCH
LA Knight vs. Raven
![[Bild: ravenknight.png]](https://i.ibb.co/V0QnRfbc/ravenknight.png)
Writer: ???
Raven steht nach einer Werbeunterbrechung im Ring.
L ... A ... Knight
Die Theme von LA Knight wird den Menschen in der Halle mit voller Dröhnung um die Ohren gehauen. Dementsprechend laut jubeln die Fans, als sich Knight in voller Pracht präsentiert. Pants und Boots sitzen eh schon wie angegossen, dazu trägt er noch eine farblich abgestimmte Weste. Der Dunkelhaarige marschiert schnurstracks in Richtung des Ringes. Dabei nimmt er die Reaktionen um sich herum wahr. Knight weiß zu schätzen, dass die Fans hinter ihm stehen, auch wenn man das seiner stoisch-fokussierten Miene nicht unbedingt ansieht.
Matthew Rehwoldt: "Making his way to the Ring... from Los Angeles, Calofornia... weighing in at 240 pounds... L...A...Knight!"
Fans: YEAH!!!
Am Ring angekommen springt er auf das Apron, rutscht dort ein paar Zentimeter auf dem Knie zurück und steht in einer flüssigen Bewegung wieder auf. So entert der ehemalige Eli Drake den Turnbuckle und setzt sich auf die Polsterung. Die Arme gehen zum Posing in die Höhe, bevor er Dunkelhaarige den Ring betritt. Ohne zu zögern steuert er die gegenüberliegende Ecke an und besteigt auch diese. Jetzt hat er die Zuschauer fest im Blick und auch im Griff. Hier gibt Knight ihnen vor, was sie tun und sagen müssen. Wie ein Dirigent schwingt er seinen Finger...und die Menschen in der Halle reagieren darauf...
LA Knight: WITH EVERBODY SAYIN'...
Fans: L...A...KNIGHT! YEAH!
LA Knight: Yeeeeaaaah!
Zufrieden nickt er dem Auditorium zu und springt auf die Matte. Die Weste legt er ab und zeigt sich bereit für das kommende Match.
Warnung! Spoiler!
Raven besiegt LA Knight via Countout als er diesen außerhalb des Rings aufgehalten hat und sich dann vor dem Auszählen in den Ring gerettet hat.
Here is your winner by countout: RAVEN!
Here is your winner by countout: RAVEN!
![[Bild: newlogo9qu4w.png]](https://i.ibb.co/F34ZcfJ/newlogo9qu4w.png)
Warnung! Spoiler!
Main Event: Raven vs LA Knight
Votes: 1:0 (KI Bewertung)


)