Registrierung MitgliederlisteAdministratoren und ModeratorenSucheHäufig gestellte FragenZur StartseiteZum Shop

» Coast 2 Coast Wrestling - In Your Face! » » C2C SHOWS » » PPV » » Show » [SHOW] c2c Special #24: PURGATORY am 04.03.2019 » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
Druckvorschau | An Freund senden | Thema zu Favoriten hinzufügen
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Autor
Beitrag Vorheriges Thema | Nächstes Thema »
c2c LIVE
Der Briefkasten




Dabei seit: 31.07.2017
Beiträge: 603

[SHOW] c2c Special #24: PURGATORY am 04.03.2019 Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen



Coast 2 Coast Wrestling
Special #24: PURGATORY


findet statt im BB&T Center,, vor 22,457 Zuschauern in Sunrise, Florida.





Das BB&T Center ist völlig aus dem Häuschen und gehypt wie noch nie! Auf der aufgebauten Stage innerhalb der Arena wird ein riesiges Feuerwerk gezündet und ballert nur so durch die Arena, die Hitze ist drückend, Schweiß quillt aus jeder Pore. Das hier ist das pure Machismo, eine wahnsinnige Atmosphäre für eine Wrestling Show, für DIE Wrestling Show, Coast 2 Coast LIVE ... in Sunrise, Florida!

Melissa Santos: "Ladies and Gentlemen... THIS.. IS.. COAST 2 COAST WRESTLING!!!"

Die Sunrise Crowd jubelt was das Zeug hält als das Feuerwerk nach unendlich wirkenden Sekunden endlich erlischt und chantet sich die Seele aus dem Leib.

*SEE-TO-SEE! SEE-TO-SEE! SEE-TO-SEE!*



Noelle Foley: "Meine sehr verehrten Damen und Herren! Herzlich Willkommen zu c2c LIVE: PURGATORY!!"

Byron Saxton: "Wir befinden uns in Sunrise, Florida und heute Abend werden die vielleicht härtesten Schlachten der c2c Geschichte geschlagen! Soviel steht fest!"

Johnny Curtis: "Herzlich Willkommen auch Binärpersonen, Transmänner und Frauen, sich als Baum identifizerende Wesen und so weiter und so fort! Seid ihr bereit!?"

Byron Saxton: "Ich bin bereeeit! Ich bin bereeeiit!"

Noelle Foley: "Dann nichts wie los!"



Strahlende Sonne am Himmel und gutgelaunte Menschen auf der Straße, mehr braucht der Zuschauer nicht zu sehen um zu verstehen, dass es sich bei den gezeigten Aufnahmen um eine Rückblende handelt. Zu sehen ist ein Etablissement, geschmückt mit einer großen Leuchtreklame die "Lockbox Escape Room" liest. Für die Einwohner in Sunrise, Floria ein Betrieb, der zumindest einigen Leuten ein Begriff sein sollte. Schon von weitem kündigt sich der anfahrende Audi A8 an, der mit seinen knapp 340 PS recht laut durch die Gegend heizt. Der strahlend weiße Wagen hält schließlich vor dem Geschäft, die Fenster getönt und ohne einen einzigen Fleck auf dem Lack. Nachdem der Motor ausgeschaltet ist, offenbaren sich auch sogleich die Insassen. Mit teurer Sonnenbrille auf der Nase und im schwarzen Tank-Top steigt Kip Sabian aus dem Fahrzeug. Eine offensichtliche Neuanschaffung, nachdem Simon Grimm das Fenster seines alten Wagens zerstört hat. Eine Repeatur wäre zwar deutlich günstiger gewesen, doch kann der Handsome Hustler nicht anders als sein verdientes Geld nach all den Jahren in den Indies auf den Kopf zu hauen. Einen Luxus, den er bis vor kurzem noch nicht hatte. Ganz der Gentleman schließt er seine Tür, bevor er zur Beifahrerseite geht und auch diese Tür langsam öffnet.

» Kip Sabian «
"Sicher das wir hier richtig sind?!"

Ein blonder Schopf lugt aus der Beifahrerseite, kaum das Kip die Tür geöffnet hat. Neugierig schaut sich die junge Britin um, bevor sie lächelnd nickt und aussteigt. Bobbi Tyler - die neue Anwärterin auf den Women's Titel - entpuppt sich als Begleitung des Champion. Kaum eine Überraschung, wenn man auf die alle vorherigen Shows zurück blickt. Obwohl sich die Beziehung der Beiden zueinander im Augenblick verändert, ist die Konstante Kip und Bobbi als Duo geblieben. Die Blondine richtet ihre dünne, dunkelblaue Jacke ein wenig und schultert ihre schlichte Doktor Who Handtasche, bevor sie vom Auto tritt damit Sabian die Tür schließen kann.

BOBBI: « Hast du ein Schloss und eine pompöse Begrüßung erwartet? Wäre zwar angemessen, aber nunja... »

Die Blonde zuckt schmunzelnd mit den Schultern, bevor sie wieder etwas rosa um die Nase wird und sich von Kip abwendet. So nervös wie heute Abend war sie schon lange nicht mehr und das obwohl sie ein verdammt wichtiges Match vor sich hat. Eigentlich sollten ihre Gedanken auch bei diesem sein. Eigentlich.

» Kip Sabian «
"Wenn man bedenkt, dass so'n unwichtiger Laden den Eastcoast Champion UND die zukünftige Womens Championesse willkommen heißen darf, dann ja. Ist so ein roter Teppich denn zu viel verlangt? Oder'n paar Fanfaren oder sowas. Immerhin machen wir im Endeffekt Werbung für den Bums hier. Weißte, wenn ich so darüber nachdenke, ist der Scheiß hier das perfekte Training um mit Grimm fertig zu werden. Sobald ich seine Titelträume zerschlagen hab', sperrt der mich vor Wut bestimmt auch in seinem Keller ein und zwingt mich, an einen Stuhl gebunden, seine bescheuerten Promos in Dauerschleife zu schauen."

Ganz der Wrestler - Selbst in der Freizeit hat er seinen Kopf beim Job. Nachdem auch die Beifahrertür geschlossen ist, überlegt Kip für einige Sekunden die Blondine an die Hand zu nehmen. Mehrmals nähern sich seine Finger den ihren, bevor er aber doch wieder zurückzieht. Dieses ganze Beziehungszeug ist unerkundetes Land für ihn. Um sich nicht zu blamieren, schleicht er sich an Bobbi vorbei und stellt sich vor die Eingangstür des Ladens. Kurz schaut er sich um, bevor er irgendeinem jungen Mann seinen Autoschlüssel zuwirft. Befehlend nickt er in die Richtung seines Audis.

» Kip Sabian «
"Park den mal ein, kleiner. Is' sicher schon Bezahlung genug, dass du mal nicht den alten Truck einer Mom fährst. Und keine Dummheiten, hier sind überall Kameras, dweeb."

Aus einem Reflex heraus fängt der junge Mann - wahrscheinlich ein Student - den Schlüssel auf und schaut dann verwirrt drein. Dafür wird er eigentlich nicht bezahlt und eine andere Gruppe wartet auf ihn, weswegen er den Mund öffnen möchte. Dann trifft sein Blick die erwähnten Kameras und die Blondine an der Seite des Audi-Fahrers. Ein Nicken und schon eilt er auch die Straße. Bobbi schmunzelt amüsiert, während sie die Szene beobachtet.

BOBBI: « Immerhin scheint Jemand hier erkannt zu haben mit wem er es zu tun. hat.. »

Meint sie, bevor sie sich umsieht und die Stirn leicht runzelt. Das Gebäude in dem sie nun stehen ist auch von Innen nicht sonderlich anspruchsvoll, aber hier und da prangt Werbung für die Räume in denen sich die Besucher einsperren können um dann mit Hilfe des eigenen Grips wieder raus zu finden. Die Schlange an der Kasse ist eher kurz, was daran liegt, dass man im voraus bestellen musste und nur Personen hier auftauchen, die sich mental schon darauf vorbereitet haben.

BOBBI: « Ich bin noch immer überrascht, dass dieser Mann überhaupt eine Titelchance bekommt.. und nicht in einer weißen Jacke abtransportiert wird. Aber auf der anderen Seite ist er nicht der Einzige mit einem. gewaltigen, geistigen Problem. Bliss mit ihrem Göttin-Komplex gehört auch mittlerweile in diese Kategorie.. da grenzt es schon an Ironie, dass ausgerechnet wir uns gleich im Sanatorium einsperren lassen.. »

Recht hat sie, aber dass es in dieser Promotion sowieso nicht mit rechten Dingen zu geht, muss man niemandem mehr erzählen. Die Augen rollend winkt Kip ab, bevor er sich an den paar wenigen Besuchern vorbeidrängelt und sich an die Kasse stellt.

» Kip Sabian «
"Hey. Mah girlfriend and I want all rooms for ourselves."

'Girlfriend', also. Ein neues Wort in seinem Sprachgebrauch und doch geht es ihm überraschend einfach über seine Lippen. Kip greift sich in die Innentasche seiner Jacke und zückt seinen Geldbeutel. Er holt einige Scheine zum Vorschein, die zusammen wohl deutlich über die 1000 Dollar Marke gehen und legt die Kohle auf den Thresen. Der Mitarbeiter, augenscheinlich selbst auch Geschäftsführer des Ladens, scheint einige Sekunden zu überlegen, bevor er zustimmend nickt. Der Mann mittleren Alters tritt nun selbst vor die Kasse und fordert die restlichen, laut fluchenden und enttäuschten Gäste, zum Gehen auf. Zufrieden stolziert der Handsome Hustler wieder zur Blondine.

» Kip Sabian «
"Schon viel besser, oder? Sag ma', weißt du, ob hier mitgefilmt wird?! Ansonsten ... hätte ich noch eine gute Idee, wie wir die ganzen Räume hier nutzen könnten. Nein, weißt du was?! Es wäre sogar gut, wenn die das hier alles aufnehmen."

Bobbi beißt sich auf die Zunge als Kip wieder bei ihr ist und versucht nicht etwas zu der Bezeichnung zu sagen, die der Brite für sie gewählt hat. Obwohl es ihr erstaunlich schwer fällt.. auch weil sie es einfach nicht glauben kann. Auf der anderen Seite hebt es ihre Laune nur noch mehr und der damit eingehende Egoboost ist auch kaum zu übersehen.

BOBBI: « Zur Aufklärung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die angeblich wissen wie man es richtig macht? Nicht, dass ich eteas dagegen hätte mich mit dir auch auf diese Weise hier zu vergnügen.. aber dann hätten wir uns bequemere und deutlich passendere Umgebung aussuchen können.. bei Gegnern wie Grimm und Bliss wäre es vielleicht ratsamer zu zu lernen um die Ecke zu denken. »

Grinst Bobbi frech und tritt ganz nah an den Champion. Dabei greift sie nach seiner Hand und berührt mit ihrer Nasenspitze die des Älteren.

» Kip Sabian «
"Urghs~ Wenn du diese Namen erwähnst, fällt's mir echt schwer an Sex zu denken."

Mit ihrem Gesicht so nah an seinem kann er gar nicht anders, als seine Lippen für einige Sekunden auf ihre zu legen.

» Kip Sabian «
"Weißt du, manchmal ist es doch dieser Kick eben kein gemütliches Bett oder sonstiges in der Nähe zu haben. Wir sind doch noch jung, babe. Du musst dir bei mir keine Sorgen machen, dass ich mir was zerre, wenn ich dich vernasche wo ich eben Lust habe."

Erneut grinst er. Seine Hände sind mittlerweile auf ihrem Hintern gelandet und er drückt die Blondine vorsichtig aber bestimmt an sich heran. Natürlich scherzt er, auch wenn es wirklich seinen Reiz hätte, die ganzen Rätselräume auf andere Art und Weise zu Nutzen. Bobbi schlingt ihre Arme um den Nacken des Briten und ihren Körper nur allzu gerne gegen den seinen. Mit frech funkelnden Augen zieht die Blondine ihn in einen langen, leidenschaftlichen Kuss. Dabei vollkommen vergessend, dass sie trotz der fehlenden Gäste nicht alleine sind. Dummerweise versucht jedoch ein junger Mann die Aufmerksamkeit der Beiden auf sich zu lenken. Mit einem leisen Räuspern, welches erst keine Wirkung zeigt. Auch der zweite Versuch wird ignoriert. Weswegen der Dritte etwas lauter wird. Gefolgt von einem 'Entschuldigung'. Genervt löst sich Bobs von Kip und verdreht die Augen als sie sich umdreht. Der Blick der den unschuldigen Angestellten trifft würde ihn wohl auf der Stelle töten, wenn so etwas möglich wäre.

STUDENT: « E-Entschuldigung.. aber.. ich muss sie auf.. ein paar Dinge hinwe-weisen und.. die Regeln.. er-erklären.. »

Stottert er etwas unsicher.

» Kip Sabian «
"Offensichtlich muss ich eher dir ein paar Regeln erklären, dweeb. "

Auch Kip wendet sich dem jungen Mann zu. Der Brite verschränkt die Arme vor der Brust und hebt den Blick leicht an, um exemplarisch auf den Studenten herunterzuschauen. Hätte er gewollt, dass jemand ihn und Bobs stört, hätte er den Chef mit Sicherheit nicht unter der Hand bezahlt.

» Kip Sabian «
"Regel Nummer 1: Kip Sabian scheißt auf Regeln. Ende. Aus. Micky Maus. Folgendes, bud - Du ziehst jetzt Leine und Bobs und ich tun so, als wärst du uns niemals auf die Nerven gegangen. Find' ich fair. Hey, du meinst es sicher nicht böse. Ich kann verstehen, dass du ein Gespräch mit dem besten Wrestler auf der Welt führen willst .. auch wenn du irgendwelche Vorschriften zum Vorwand nimmst. Wir alle waren Jung und haben Fehler gemacht. Shit, manche Leute kaufen sich Merchandise von PAC. "

BOBBI: « Wirklich? Auf welchen Drogen sind die denn? Sein Gesicht will doch niemand freiwillig.. oh, wait. Es gibt auch 'nen Dummchen, dass ihn angeblich liebt.. »

Mischt sich Bobbi ein und verzieht das Gesicht, bevor auch sie wieder den Studenten ansieht. Er öffnet den Mund um etwas zu sagen, überlegt es sich bei den Blicken der Beiden jedoch anders und dreht einfach ab. Bobs schüttelt amüsiert den Kopf, bevor sie nach der Hand des Briten greift um mit ihm zusammen in Richtung ausgewiesenen Escape Rooms zu gehen.

BOBBI: « Egal was wir jetzt da drin tun.. Grimm, Bliss und den restlichen Mist sollten wir aussperren... »

Sabian nickt.

» Kip Sabian «
"Absolut, immerhin ist das unser erstes, richtiges Date so als .. "Paar" und wenn wir schon dabei sind, uhm. Wir sind nächste Woche in England. Manchester glaube ich. Ich hatte so das Gefühl, dass du mich deinen Eltern vorstellen willst. Ich kann's ja auch verstehen, immerhin bin ich ein idealer Schwiegersohn."

Den Gedanken noch nicht ganz zu Ende ausgeführt, folgt er seiner Freundin zum Escape Room. Ganz der Gentleman öffnet er die Tür, lässt der Blondine allerdings den Vortritt.

» Kip Sabian «
"Weißte, ich sehe gut aus .. bin charismatisch und unglaublich erfolgreich. "

BOBBI: « Mei-Meinen Eltern..?! »

Wiederholt die Blonde und bleibt vor der Tür stehen, während ihre Kinnlade kurz nach unten fällt. Sie braucht einen Moment, den sie nutzt um durch die Tür zu gehen. Im Raum dreht sie sich zu Kip und ignoriert komplett, dass sie sich nun in einem Patientenzimmer befinden. Einem, welches nicht sonderlich einladend eingerichtet ist. Das Blut auf der Liege und dem Kittel, der an der Wand hängt ist auch nicht sonderlich romantisch.

BOBBI: « Sollten wir darüber nicht.. zu einem späteren Zeitpunkt nachdenken? Wir.. sind noch am Anfang von.. eh.. allem. Du hast.. erst vor kurzem realisiert, dass du Gefühle für mich hast und.. »

Bobbi beißt sich auf die Zunge um ihren angefangenen Satz nicht zu beenden. Vielleicht sollte sie Kip nicht unbedingt auf die Nase binden, dass sie diesem 'Frieden' noch immer nicht so richtig trauen kann. Obwohl sie es mit jeder Faser genießt.

» Kip Sabian «
"Das macht man doch so als Paar, oder nich'? Ich hatte meine letzte Beziehung mit 15, Bobs, aber ich hab genug Dramedies geschaut um zu wissen, wie das ganze funktioniert. Dein Dad hasst mich, weil ich offensichtlich mit dir schlafe, während deine Mom mich für'n hübschen, jungen Mann hält. Hast du Geschwister?"

Kip sieht sich um. Recht hatte er, dass das Date sogar eine Art Training für sein Match gegen Grimm ist. So viel Blut und Dreck - Würde ihn nicht wundern, wenn Simon diesen Raum Abends als Schlafzimmer nutzt. Gegenüber der Tür durch die sie gekommen sind, ist eine Weitere. Mit einem Vorhängeschloss, wozu sie den vierstelligen Code heraus finden müssten um weiter zu kommen. Im Augenblick hat Bobs dafür aber noch keine Augen. Auch nicht dafür, dass an den Wänden abgeschlossene Regale sind und auch einige Patientenakten aufgehangen wurden.

BOBBI: « N-Nein.. habe ich nicht, aber das habe ich dir schon vor einer Weile erzählt. Da hast du über deinen Bruder geredet und darüber, dass er ein Video über dich gemacht hat. Vielleicht sollten wir daran arbeiten uns als Paar kennen zulernen bevor wir.. meine Eltern mit ins Boot holen? »

Oh, dieses Thema ist tatsächlich schon mal aufgekommen? Ihm ist es bewusst, dass er absolut kein guter Zuhörer ist, weswegen ihn es nicht wirklich wundert, dass er dieses Gespräch komplett vergessen hat.

» Kip Sabian «
"Willst du nich' mit mir angeben? Ich kann mir nur gut vorstellen, dass deine Familie unglaublich erfreut wär' mich kennenzulernen. Shit, ich würde mich am liebsten mir selbst vorstellen, aber ich kenne mich ja schon."

BOBBI: « Mhh.. mpf. »

Kommt es von Bobbi, die sich auf die Zunge beißt und dieses Thema am Liebsten ganz schnell wieder vergessen würde. Es dauert nicht lange bis der Blondine auch einfällt wie sie ihn davon ablenken kann. Mit einem frechen Lächeln auf den Lippen nähert sie sich dem Dunkelhaarigen und schlingt ihre Arme um seinen Nacken damit sie ihm einen leidenschaftlichen Kuss schenken kann.

» Kip Sabian «
"Mhmm~"

Zufrieden haucht Kip in den Kuss. Erneut landen seine Hände auf ihrem Hintern und er hebt seine Freundin auf die 'blutige' Patientenliege im Raum. Was nun geschieht können sich die Zuschauer ausmalen und auch die Regie unterbricht das Programm, um ans Kommentatorenpult zu schalten.

Noelle Foley: "Also wenn ich Kip meinem Vater vorstellen würde, würde er wohl schnell im Mandible Claw enden."

Byron Saxton: "Hahaha, naja, aber er ist doch ein Guter. Er hat sein Herz am rechten Fleck."

Johnny Curtis: "Und er reserviert alle Zimmer für sich und seine Frau. Guter Mann!"



Know your enemies
by
Austin Theory


Auf schwarzem Hintergrund erscheinen diese Worte auf dem Bildschirm, untermalt von einer bedrohlich wirkenden Melodie und bleiben einige Sekunden dort stehen, um schließlich einem Bild Platz zu machen.



???: "Mark Haskins."

Eine Stimme ertönt aus dem Off, während das Abbild des englischen Superstars weiterhin auf die Zuschauer herabblickt, während die Musik im Hintergrund treibend ansteigt und für leichte Unruhe im Publikum sorgt. Viel Zeit dafür bleibt ihnen jedoch nicht, denn schon gibt es einen harten Schnittt, Haskins ist verschwunden und zeigt nun einen seiner heutigen Gegner. In einem bequem anmutenden Sessel sitzend, gekleidet in einem königsblauen Anzug und süffisant lächelnd, blickt uns Austin Theory entgegen, der in diesem Moment aufsteht, um in bester Moderatorenmanier auf die Kamera zuzugehen.

Austin Theory: "Um ehrlich zu sein, habe ich keine Ahnung, wer dieser Brudi ist, aber mein Agent hielt es für witzig, dass ich hier im kompletten Jonathan Frakes Vibe kleine, witzige Geschichten über meine Gegner zu erzählen. Er hielt es für eine gute Idee und total zeitgemäß, denn jeder steht auf diesen Parodie-Scheiß! Seine Worte, nicht meine!"

Kurz blickt er enttäusch an der Kamera vorbei und schüttelt knapp den Kopf.

Austin Theory: "Joey, Brudi, tut mir leid, aber als Agent hast Du es nicht so drauf. Merkste selber, oder?! Fahr nach Hause und wir überlegen uns später, ob wir nicht irgendwo was für Dich finden, wo Du es nicht gleich so verbocken kannst. Ist ja irgendwo auch meine Schuld, dass ich Dir so viel zutraue, richtig?! Egal, wir sehen uns später, Alter!"

Damit muss sich der Youngster wohl auf der Suche nach einem neuen Agenten machen, oder auch nicht. Eigentlich braucht man so etwas nicht, wenn man die Natural Evolution ist, da man selber in der Lage ist, sich um alle Belange zu kümmern. Dieser Scheiß hier wäre Austin definitiv auch selbst eingefallen, aber egal jetzt und weitermachen, denn so ein Kamerateam zu mieten kostet Geld. Natürlich hätten sie auch einen Kameramann des c2c fragen können, doch ist dem Youngster das Risiko zu hoch gewesen, dass sich die Verantwortlichen der Promotion dann zu sehr in den Inhalt einmischen würden. Das wollte verhindert werden, so dass er nun improvisieren muss und das kann übel ausgehen, wenn er jetzt versagt, aber daran wollen wir nicht denken. Blick wieder in die Kamera gerichtet, tief durchatmen und Action.

Austin Theory: "Okay, jetzt mal für die ganz Schlauen unter euch: natürlich weiß ich, wer Mark ist, denn nur ein Idiot würde gegen Männer in den Ring steigen, über die er sich nicht schlau gemacht hat. Sollte eigentlich klar sein, aber es gibt so den einen oder anderen Scheißhaufen, der kein Sarkasmus versteht. Netter Dude, dieser Haskins, aber ich weiß nicht, ob es eine sooo gute Idee von ihm ist, sich auf den heutigen Kampf einzulassen. Irgendwie wirkte der Brudi in der letzten Zeit nicht ganz in Form, was nicht die beste Voraussetzung für so eine Mammutaufgabe ist, richtig?! Richtig! Egal, nicht mein Problem und vielleicht genau der Mann, den ich brauche, um siegreich zurück in mein Hotel zu fahren, wo dann erstmal Party gemacht wird."

Er hebt beide Arme in Jubelpose nach oben, lässt ein leises
'Woop Woop' hören, bevor sein Gesicht einen eher ernsten, nachdenklichen Ausdruck annimmt und er langsam umherzugehen beginnt, um schließlich erneut vor dem Sessel stehenzubleiben. Damit es aber nicht zu schwermütig wird, wirbelt Austin plötzlich herum, grinst spitzbübisch in die Kamera und ganz beiläufig öffnet er die oberen Hemdknöpfe, während er wieder zwei, drei Schritte nach vorne geht.

Austin Theory: "Die Frage, die ich mir jedoch stelle, seitdem ich weiß, gegen wen ich antreten darf, ist: warum?! Ich meine, klar, als Kurt Angle will man natürlich seine Muskeln spielen lassen und zeigen, was man unter der personellen Haube hat, aber ehrlich Mann, ich sperre doch drei kleine Hasen nicht mit einem ausgewachsenen Wolf zusammen ein! Es sei denn, man legt es auf ein Blutbad an, um die Gehaltsliste etwas zu kürzen und das große Raubtier in seinen Reihen satt zu bekommen. Haskins, Feinstein und David Starr, dem einzigen von diesem Trio de Clownale, dem ich so etwas wie eine minimale Chance einräume, einigermaßen gut gegen mich auszusehen. Der Rest ist nur schmückendes Beiwerk, um die Austin Theory Show noch besser aussehen zu lassen!"

Wow, okay, da haut der Youngster richtig auf die Kacke und macht auf dicke Hose, was seinem allgemeinen Ruf zwar gerecht wird, aber in diesem Fall etwas übertrieben scheint. Thrash Talk in allen Ehren, doch seine heutigen Kontrahenten nur als schmückendes Beiwerk zu bezeichnen, könnte nachher im Match sehr übel auf ihn zurückkommen, wenn er diesem Beiwerk persönlich gegenübersteht. Gut, daran wird Theory momentan nicht viele Gedanken verschwenden, aber er wäre auch nicht der erste Superstar, der sich nachträglich noch an seinen großen Worten verschluckt.

Austin Theory: "Versteht mich nicht falsch, Leute; ich will nicht zu abgehoben klingen, doch wenn ich doch so scheiße gut bin, warum sollte ich das nicht auch sagen, hm?! Mit Bescheidenheit hat noch nie jemand etwas gewonnen, pflegte mein Vater immer zu sagen und seinem alten Herren soll man nicht widersprechen, nicht wahr?!
Es mag sein, dass Starr, Haskins und Feinstein nicht nur wie eine Folk-Band klingen, sondern auch im Ring nicht sonderlich schlecht sind, aber hey, Leute, glaubt ihr wirklich, man nennt mich umsonst die Natural Evolution, den Unproven One?! Ist ja nicht so, dass ich mir diese nicen Namen bei eBay ersteigert, sondern durch Leistungen verdient habe, also please, c2c, please,... wo sind die Gegner?! Wo ist PAC, Cole, meinetwegen auch dieser verrückte Willow? Womit ich mir herausnehme solche Forderungen zu stellen, wollt ihr wissen? Mit Recht, meine Freunde, mit Recht! Wieso nicht mal was wagen als General Manager, hm?! Wieso nicht mal wieder für große Momente sorgen, in denen der vermeintliche David den Goliath schlägt und das Coast 2 Coast Wrestling mal wieder in die Schlagzeilen bringen? Ich bin die gehende, stehende, atmende Schlagzeile und wenn ich das erst unter Beweis stellen muss, na gut, lasst die Spiele beginnen!"


Inzwischen hat sich der Youngster seines Jacketts entledigt, drückt es einem vorbeikommenden Mitarbeiter in die Hand, der nicht mitbekommen hat, dass hier aufgezeichnet wird. Nicht schön, aber eigentlich egal, denn bisher ist diese ganze Aktion nicht so gelaufen, wie man es sich im Vorfeld gedacht hat und nun muss das Beste daraus gemacht werden. Ähnlich wie mit seinem heutigen Match gegen die drei Pappnasen, über die er vielleicht auch etwas freundlicher hätte reden können, denn die Wahrscheinlichkeit ist nicht so gering, dass sie diese Aufzeichnung auch zu sehen bekommen. Vor dem Kampf. Ui, das könnte unangenehm für den Unproven One werden, aber hier wären wir wieder bei Bescheidenheit und das nicht Vorhandensein davon beim jungen Mann aus Georgia.

Austin Theory: "Ja ja, ich weiß, ich müsste meinen Gegnern mehr Respekt entgegenbringen, denn nachher stehe ich als totaler Nappel da, wenn ich aus irgendeinem Grund verlieren sollte. Was für einen Grund? Ein Schlaganfall, oder so, aber auch dann wäre die Wahrscheinlichkeit nicht besonders hoch, dass ich verliere, oder?! Nehmen wir trotzdem mal für einen Moment diesen utopischen Fall an: dann würde ich nach meiner großen Klappe wie der Honk der Woche wirken, ja?!"

Der die ganze Zeit über selbstsichere Gesichtsausdruck wirkt schlagartig nicht mehr ganz so sicher, sondern nachdenklich und leicht skeptisch sieht er einen Moment an der Kamera vorbei.

Austin Theory: "Würde ich wohl, ja. Fuck!"

Die ganze schönen Worte umsonst, denn obwohl er sich oft für so verdammt intelligent hält, hat Austin sich hier in eine Situation manövriert, die ihm eigentlich nur einen Ausweg lässt, wenn er nicht wie ein kompletter Idiot aussehen will. Er muss das Fatal 4 Way gegen David Starr, Maxwell Jacob Feinstein und Marks Haskins auf jeden Fall gewinnen. Na dann, wenn´s weiter nichts ist. Sollte doch im Grunde nichts ändern, oder?!

Austin Theory: "Okay, egal, denn da ich so oder so gewinnen werde mach ich mir hier Gedanken über ungebackene Brötchen. Da fällt mir ein, dass ich noch ´ne Kleinigkeit essen muss, bevor es in den Ring geht, denn soll man nicht mit leerem Magen große Siege feiern, habe ich mir sagen lassen. Also beenden wir den Scheiß hier jetzt mal, denn die Zeit ist bald um und gesagt habe ich auch genug. Bis später und vergesst nicht, die Zeit bis zu meinem Auftritt mit dem Bestellen von meinem Merch zu nutzen, denn gut aussehen ist keine Schande! Peace out, oder wie auch immer!"

Ohne darauf zu warten, dass die Kamera aufhört aufzunehmen, wendet sich der Unproven One ab und geht langsam davon, so dass die Regie das Elend beendet. Das JumboTron wird schwarz und lässt ein teilweise verwirrtes, aber überwiegend angepisstes Publikum zurück, denn Austins arrogante Art ist nicht besonders gut angekommen. So sind laute Buhrufe zu hören, während nur vereinzelt auch Jubel zu vernehmen ist, denn gibt es offenbar Fans, die die direkte Art des Youngsters schätzen. Die Kamera vollführt einen Flug über die Zuschauerreihen, bevor die Kommentatoren ins Bild genommen werden und man darf gespannt sein, was unsere drei Freunde zum Auftritt Theorys zu sagen haben.

Byron Saxton: "Kann mir mal jemand sagen, was wir hier gerade gesehen haben? Dieser Austin Theory hält sich offenbar an keine Pläne, macht was er will und denkt dabei, der Größte zu sein. Ja, solche Typen bringen es hier immer besonders weit... nicht!"

Johnny Curtis: "Was bist Du denn so missgünstig, Byron? So wirklich überzeugt bin ich von dem Jungen aber auch nicht, muss ich zugeben und er muss sich ganz schön anstrengen, wenn er heute Abend etwas reißen will."

Noelle Foley: "Find Austin ja immer noch irgendwo echt schnuckelig, doch an seiner Attitude muss er definitiv noch arbeiten. Die Zeiten, in denen Frauen auf die nicht so Netten standen sind schon lange vorbei.. irgendwie,.. glaube ich."



Blitz und Donner erwarten uns, als an einen dunklen Ort, irgendwo außerhalb der Arena, geschaltet wird. Regen prasselt in Strömen auf die Stadt Sunrise hernieder und starke Windböen treiben das Wasser selbst an die überdachten Stellen, was bei einer Stadt namens Sonnenaufgang, mitten im warmen Sommerstade Florida, doch nur selten vorkommt. Allerdings ist Florida auch eines der Orte Amerikas, wo die heftigsten und stärksten Stürme toben. Sie kommen zwar nur selten, aber wenn sie kommen ist es meist gefährlich und fataler Natur. Alles in Allem ist es gerade zwar nicht so schlimm, aber dennoch ein Wetter, bei dem normale Menschen keinen Fuß vor die Türe setzen würden, doch wie wir wissen, sind die Superstars von Coast 2 Coast alles andere als normal. Und hier treffen wir wohl denjenigen, welcher am abnormalsten von allen ist. The Alter Ego of Jeff Hardy Willow The Wisp. Seine heutige Gestalt ist extrem dürr und groß, er hat schwarze, glatte, lange Haare und ein weiß geschminktes, hageres Gesicht unter der Maske. Außer einer schwarzen Lederhose und diversen Nietenarmbändern trägt er noch ein T-Shirt mit den berühmten Hardylogo, das nun gänzlich durchnässt ist und an seinem Körper klebt. er hat der Kamera den Rücken zugekehrt und den Kopf gesenkt. seine Haare fallen ihm in nassen Strähnen über das maskierte Gesicht. Die Kamera schwenkt ein Stück nach oben um den Hintergrund in den Fokus zu nehmen. Die Langeweile, welche durch das lange Warten auf sein heutiges Triple Thread Match gegen den Velveteen Dream und Joel Hendry entstand und vielleicht auch das Schicksal hat ihm zu dieser scheinbar verlassenen Waldhütte geführt. Das Schicksal war ein Arschloch. Mit einen Blick, der zumindest finster genug war, um kleine Mädchen in die Flucht zu schlagen, begibt sich Willow zur Tür dieser alten vermodernden Hütte, die zu großen Teilen von Efeu bewachsen ist, um sich in ihr Inneres zu begeben. Seine enge Lederhose knarzte hörbar, als er auf die Tür zugeht und versucht, sie aufzudrücken. Ein greller Blitz durchzuckt die Dunkelheit und tränkt die Szenerie für den Bruchteil einer Sekunde in ein geisterhaftes Licht. Willow bewegt sich fürs Erste keinen Zentimeter und macht keinen Anschein, in das Innere des Hauses zu gehen, obschon er in diesem Regen und bei dieser Kälte erbärmlich frieren müsste. Er steht einfach nur da, den Blick zu Boden gewandt.

Willow: Das ist erneut das Haus, welches mir andauernd in meinen Träumen erscheint. Aber ich schlafe gerade nicht. Oder doch?

Er müsste nur einen Schritt vorwärts gehen, um zumindest nichtmehr dem Regen ausgesetzt zu sein, aber Willow bleibt schon fast verängstigt vor den dunklen Eingang des alten hölzernen Hauses stehen. Langsam blickt er sich in der verregneten Umgebung um, sodass es fast so wirkt, als hätte er selbst keinerlei Ahnung wo um Gottes nahmen er sich überhaupt gerade befindet.

Willow: Dies ist nicht das Wunderland. Also wo bin ich? Ist es die Realität? Oder wahrhaftig wieder so ein Albtraum?

Irgendwie wirkt Willow bei weitem nichtmehr so düster, wie in den vorherigen Wochen. Eigentlich ist dies so seitdem er...
Was ist das? Es ertönen von irgendwo her Stimmen. Das ist...
Das ist ein Weinen. Es hört sich so an, als würde ein kleiner Junge irgendwo in der Nähe weinen. Wie ein kleines Kind, welches sich am Knie verletzt hat nach einen Sturz vom Cityroller, kommt dieses traurige Geräusch der Tränen mitten aus dem Nichts in unsere Ohren. Und es ist ganz sicher nicht der Regen.

Stimme: Er weint! Jede Nacht weint er! Sage mir, was fürchtest du?

Eine Stimme? Aber von wo kommt sie und von wem ist sie? Es ist eher unwahrscheinlich, dass irgendwer ähnliche Psychospielchen spielt, wie es ein Willow des Öfteren bei den Superstars des Rosters tut. Und noch unwahrscheinlicher ist es, das man diese Pschospielchen mit eben Willow selbst spielt, also was ist das Ganze hier? Ist Willows Macht so stark angestiegen, dass er sie selbst nichtmehr unter Kontrolle hat?

Willow: Gggrrrrr ich kann es mir nicht leisten jetzt davon geplagt zu werden. Ich habe heute Nacht eine wichtige Schlacht vor mir. Wer auch immer für diese Bilder verantwortlich ist, soll damit gefälligst verschwinden. Egal ob Freddy Krüger oder sonst wer, lasst mich IN RUHE!

In solch einen Zustand hat man Willow bisher nur selten wahrnehmen können. Sind das die Nebenwirkungen, durch die ganzen Niederlagen, die er seit seinem Match gegen Bray Wyatt einstecken musste? Ist all das hier vielleicht eine Tat von Wyatt selbst, mit welcher er das Crazy Monster verflucht hat? Ist er diese mysteriöse Stimme?

Stimme: Besessen von der Reinheit, dehnt er seinen Arm heraus und schneidet sich selbst mit der erhitzen Klinge. Er erfüllt den Ritus. Einzig als er sah, wie sein eigenes Blut das klare Wasser verschmutzte, realisierte er, dass er für die einzige Wahrheit handelte.

Nein! Bray Wyatt redet zwar oft in äußerst verwirrenden Sätzen, aber solche Worte kann nur ein Willow von sich bringen. Worte, die ganz sicher irgendeinen Sinn in sich tragen, welcher aber so verknotet und verwirrt versteckt liegt, dass ihn kaum ein Mensch verstehen kann. Aber Willow wird hier doch wohl kaum mit sich selbst spielen.

Willow: Wer bist du? Wo bist du? WO UND WER BIST DU? Lass mich doch bitte endlich in Ruhe!

Da kommt etwas? Ist es der Übeltäter von alledem? Nein. Es ist...
Es ist ein Messer? Ein riesiges Messer kommt auf einen rollenden Tisch durch die Tür gefahren und bleibt genau vor Willow stehen. Wenn man den Worten von eben glauben schenken mag, soll man sich mit diesen Messer wohl selbst die Arme aufschlitzen. Eine Tat, die man einen Willow durchaus zutrauen würde, aber gesund ist sie ganz sicher trotzdem nicht. Willow hat heute Abend ein Match, in welchen er seinen Titel verteidigen muss, da kann er sich so etwas nicht erlauben. Er hat zwar vor 2 Wochen den Tod vorausgesagt bekommen, aber dass dieser durch seine eigenen Hände erscheinen soll, kling doch mehr als absurd. So schlau sollte Willow doch auch sein also...
Er nimmt tatsächlich die Klinge in die Hand. Willow greift tatsächlich zu dem Messer und streckt seinen rechten Arm aus. Wie in Trance hypnotisiert hält er das Messer an seine Pulsadern und. Während Willow sein eigenes Abenteuer erlebt merkt er nicht das er in der Kantine ist und von allen seltsam angeschaut schon das Willow sich unter Menschen begibt doch nun steht er da und hält das Messer. Nun schwenkt die Kamera etwas weiter und zu sehen ist Rhea Ripley die genervt zu Willow schaut da er scheinbar ihr Messer hat.

Rhea: Sag mal dir ist bewusst das die Oscars vorbei sind oder? Bist du dann fertig oder willst du noch die Titanic nach Spielen mit dir selbst du Freak? Du bist ja schlimmer als Toni.

Rhea die heute auf ihre Rivalen Toni Storm trifft in ein Last Woman's Standing und hat keine Lust auf ein spinner wie Willow den sie jetzt das Messer aus der Hand reißt.
Durch genau diese Aktion scheint auch Willow aus seinem Trancezustand zu fallen und der Hintergrund wechselt sich abrupt in die Realität zurück. Wie es wirkt, ist Willow schlaf gewandelt in die Cafeteria des BB&T Centers hier in Sunrise, Florida gegangen. Also war das alles doch nur ein Traum? Nichtsdestotrotz sollte so etwas Mal besser psychiatrisch behandelt werden, denn wenn man Nachts im Traum in den suizidalen Tod wandert, ist das ganz sicher eher weniger gesund. Willow wirkt ein wenig arg verwirrt als er realisiert, wo er sich befindet. Wie eben schon angedeutet, ist es eher untypisch, dass sich das Crazy Monster in die Öffentlichkeit unter vielen Menschen begibt. Das letzte Mal, dass Willow seine Schritte in eine solche Umgebung gewagt hat, wurde er vom Albanian Psycho Rezar durch einen Tisch gehämmert. Und nur weil die Australierin Rhea Rhipley weiblich ist und bei weitem nicht die Statur wie ein Rezar hat, heißt das noch lange nicht, dass es hier heute nicht genauso enden kann. Ungünstig für ihn, dass er extra an ihren Tisch enden musste, denn eine wütende Rhea möchte niemand von uns sehen.

Willow: Was soll das?

Langsam, ganz langsam klärt sich sein Blick und es sieht so aus, als würde er nun komplett realisieren, dass er sich in keinen Traum mehr befinden. Oder vielleicht ist dies ein Traum in einen Traum? Ist dies die Inception? Es wäre wohl einfach logischer, dass Rhea ihn unbewusst geweckt und gerettet hat vor der Gefahr, die den Westcoastchampion bevor stand, auch wenn sie es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit garnicht wollte. Hier in der Realität wirkt Willow schon fast bemitleidenswert. Meiste Zeit sehen wir ihn immer nur versteckt in seinen creepy Wunderland, wo es meistens die Anderen sind, die so bemitleidenswert wirken, aber hier in der Wirklichkeit sieht er wie alles andere aus, als wie ein Champion.

Willow: Was soll das alles? Wieso?

Völlig erschöpft stürzt er mit der Hand auf den Tisch, an welchen immernoch die gute Rhea gerade einen Pausensnack verspeist. In seinen Blicken zeichnet sich Unsicherheit und Angst und generell wirkt Willow so, als würde es ihm alles Andere als gut gehen. Und ungünstigerweise fällt, als Willow mit seinen fast gesamten Körpergewicht auf den Tisch fällt, das Glas der ersten WWE NXT UK Women's Championesse um und verschüttet seinen Inhalt über den gesamten Tisch.
Rhea die sich nun wirklich genervt an den Kopf fast hat heute deutlich besseres zutun als sich mit diesen traurigen Clown zu beschäftigen aber auch sonst hat wie keine lust auf Willow. Wochen lang hat sie mit Toni ein falsches Spiel gespielt und sie immer wieder verprügelt hat doch wer sich zurück erinnert weiß noch das sie sich auch mit den damaligen Tag Team Champion Jay Skillet oder Kip Sabian ja Rhea hat keine Angst vor ihren männlichen Kollegen.

Rhea: Ok hör zu du gehst jetzt was zum aufwisch und gehst danach oder du wirst der erst der erfahren wird was mit Toni Storm passiert und ich wische mit dir Tisch

Hatte Worte von der jungen Australierin an den Westcoast Champion doch wer Rhea kennt weiß das sie ihre Versprechungen gerne wahr macht
Hingegen steht sie hier keinen gewöhnlichen Mann gegenüber. Dieses grässliche Wesen ist der derzeitige Westcoast Champion und es ist nur schwer vorstellbar, dass sich Wilow von irgendjemanden herumkommandieren lässt. Egal ob es seine Schuld ist oder nicht.

Willow: Gggrrrrrr ich darf mich von so Etwas nicht ablenken lassen. Ich hab lang genug Qualen erleiden müssen.

Es wirkt fast so, als würde Willow die Australierin einfach ignorieren. Jedoch sollte auch er sie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ein tiefes Durchatmen folgt von Willow, ehe er sich in tiefen unheimlichen Grinsen auf einen Stuhl an den Tisch setzt und Rhea nun endlich eines ersten Blickes würdigt, welcher jedoch auch schon zeigt, dass er sichtlich keinen Respekt vor der jungen Wilden fühlt.

Willow: Hallo werteste Dame. Entschuldigen Sie bitte vielmals die Umstände, die ich ihnen zubereitet habe. Es soll nicht wieder vorkommen. Dürfte ich ihnen als kleine Entschädigung einen köstlichen Tee anbieten?

Schnipp! Mit einem einfachen Schnippen mit den Fingern ändert sich abermals die gesamte Szenerie im hintergehend und es wirkt, als seien wir schon wieder an einen Ort, in den bisher noch nie ein Auge hineinblicken konnte, fernab jeglicher menschlichen Zivilisation. Zumindest jeglicher lebender menschlicher Zivilisation. Innerhalb weniger Sekunden erwartet uns ein recht gemütlicher Raum mit heller Holzvertäfelung, zwei Bücherregalen, einem altmodisch aussehenden Sessel, einem kleinen Tisch, auf dem verschiedene Dokumente liegen, einem blutverkrusteten, bleichen, älteren Kerl in einem grauen Anzug, einen hochgewachsenen, glatzköpfigen Mann in einem schwarzen, mit Knochenintarsien verzierten Gewand, dem einige Brocken Fleisch am Körper fehlen, und eine gigantische Knochenschlange, deren Kopf das halbe Haus ausfüllt. Die 2 Männer geben keinerlei Lebensanzeichen von sich, während in der Mitte des Zimmers, mitten auf der langen Zunge der knöchernen Schlange, ein gigantischer Tisch aufgestellt ist, an welchen plötzlich Willow und Rhea sitzen mit jeweils einer luxuriös gestaltenden Tasse Tee vor sich stehend. Rhea schaut sich um skeptisch die Braue als sie die Körper sieht doch Angst zeigt sie nicht dann schaut sie auf den Tee die junge Australierin ist keine große Teetrinkerin sondern ehr Energy oder Wasser oder irgendwas mit Koffein sie würde den Tee vielleicht auch an nehmen aber so ein Freak wie Willow? Nein Danke.

Rhea: Sehe ich dann aus wie die beiden? Hälst du mich für so blöd du kannst sowas mit Mary, Shotzi oder Candice abziehen doch ich sag dir das selbe was ich Kip sagte ich bin keins von den kleinen verletzlichen Mädchen die hier rum rennen wie Toni, Boobi oder Bliss hast du das verstanden oder soll ich dir es auf schreiben das ich dein Tee ablehne.

Und auch jetzt wieder zeigt Rhea trotz ihrer etwas arroganter Art immer ein Überblick hat und notfalls auch nicht vor ihrer Brutalität zurück schreckt den sie nennt sich selbst der Alptraum der Frauen in der Liga.
Willow, welcher sich nun wieder etwas „Normaler“, wenn man es denn so nennen darf, benimmt, scheint jedoch etwas verletzt von dieser Reaktion der jungen Blondine. Er wollte ihr schließlich nur ein Geschenk zur Wiedergutmachung für all die Unannehmlichkeiten, die er ihr beschert hat, geben. Und trotzdem blockt sie ihn weiterhin verbissen ab. Klar, das könnte natürlich daran liegen, weil Willow einfach nur ein grauenvolles Monstrum der Finsternis ist, welches keinen sonderlich positiven Ruf innerhalb der Liga oder in anderen Orten auf unseren gesamten Planeten besitzt, aber er versucht zumindest im Moment das Beste um sich bei der lieben Rhea zu entschuldigen. Gut, das Ambiente hätte auch etwas normaler sein können, wobei man sich da doch dann schon etwas zurückgehalten hat. Zumindest wird der Ort nicht von schleimigen Maden befallen, welche den Muggotking ja sonst auf Schritt und Tritt folgen.

Willow: Ach ignoriere die bloß. Das sind nichts weiter als 2 unwürdige Geschwüre dieser billigen Welt dort draußen. Denen brauchst du keinerlei Aufmerksamkeit schenken. Dennoch ist es recht schade, dass du meinen köstlichen Tee ablehnst. Wirklich sehr schade...
Wie wäre es dann vielleicht mit ein wenig deliziösen Gebäck?


Ohne überhaupt eine an Antwort abzuwarten räumt Willow bereits ab. Mit einem leichten Klatschen in die Hände verschwindet plötzlich, wie vom Zauberhand, der Tee auf den großen Tisch und macht Platz für mehrere köstliche Gebäckspezialitäten. Wobei „köstlich“ da noch weitaus untertrieben ist. Diese Speisen sehen wahrhaft königlich, wenn nicht gar göttlich aus. Ein mit Schokolade überzogener Schachbretteffekt-Kuchen, ein rot verdichtetes Entremet garniert mit angelehnten Karamellscherben, Ahornblättern und gemahlenen grünen Tee und ganz groß in der Mitte des Tisches eine Apfeltorte der Königin. Dies sind mehrere schwindelerregend köstliche Apfeltorten getragen von einen einzelnen großen Korb aneinander geformt, sodass sie eine riesige Rose bilden, mit einen atemberaubenden Rosa-Damascena-Syrup-Aroma. Ein süßes Gebäck der Glückseligkeit, welches jeden, der etwas davon isst, in einen Bewohner eines Landes voller märchenhafter Träume transformiert. Außerdem ist der riesige Korb, in welchen diese zauberhafte Rose aus Kuchen gehalten wird, vollkommen aus zuckersüßen Brot erschaffen und ebenfalls komplett essbar. Dies ist ein Wunderland der Kuchen. Willow bietet der schönen Rhea wirklich einen wahren Luxus, welchen nur die wenigstens Menschen auf diesen Planeten erleben dürfen. Es sieht wir wirklich appetitlich aus was da aufgetischt wurde und Rhea hat schon etwas Hunger aber ist immer noch Willow und Rhea traut ihn nicht.

Rhea: Was willst du damit erreichen. Ich mein du hast ein Match und ich muss mich auch auf ein Match gegen diese Toni bestreiten. Ich will dir nicht zu nah treten aber wenn du mir nichts sagst was ich hier soll will ich mich auf mein Match konzentriert

Das ist die Rhea wie wir sie Wochen lang sahen bevor klar wurde das sie die Angreiferin ist und macht Willow nun freundlich klar das sie ein großes Match hat trotz den guten Essens
Das Folgende ist Mal wieder, wie es bei Willow recht üblich ist, schlichtweg verwirrend und außerhalb jeglichen Kontextes. Die Frage von Rhea scheint ihn härter getroffen zu haben, als man es denken mag. Mit einen fraglichen und schon fast erschöpften Ausatmen fallen einen die tief dunkel leuchtenden Augen auf, welche durch Willows Maske direkt auf Rhea starren, wie die Augen eines bösen Geistes oder sogar noch schlimmer.

Willow: Was will ich eigentlich damit erreichen?

Erschöpft, wie als hätte man ihn gerade mit einen harten Gegenstand auf den Kopf geschlagen, fällt Willow förmlich nach Vorne auf den Tisch und schafft es nur schwer sich mit seiner Hand auf diesen abzustützen. Genau dieselbe Position, welche er zu Beginn eingenommen hat, bevor er Rheas Getränk umkippte. Mit der anderen Hand hält er sich schwitzend die Maske bedeckt und es sieht so aus, als würde es ihm echt nicht gut gehen.

Willow: Ich darf mich nicht ablenken lassen. Ich habe nur ein Ziel. Nur die Einsamkeit ist meine wahre Welt. Es gibt keine guten Menschen. Ich darf nicht meine Zeit mit so etwas Verspielten verschwenden gggrrrrrr.

Ist es wegen Rheas plötzlicher Freundlichkeit dem Monster gegenüber? Bahnt sich da etwas was an? Nein wohl er nicht Rhea hat in den letzten Wochen deutlich gemacht das sie nicht einfach hier ist um irgendjemand zu beeindrucken weshalb sie auch Kip damals eine Reihe an Körben geben.

Rhea: Wooo woo woo DEIN Ernst hör zu ich habe es im netten probiert aber Du willst es ja scheinbar nicht verstehen ich brauche niemanden an meiner Seite. Ich habe heute ein großes Match das auf der Card besser Positioniert ist als deins also kümmer du dich um deine Probleme und lass mich mich konzentrieren

Und da ist die Double R wieder deutlich so deutlich das es auch Willow verstanden haben muss richtet sie ihre Weste und verschränkt ihre Arme.
Die Blicke des Skinn of Bizarr werden von Sekunde zu Sekunde finsterer und es wirkt fast, als würde er genauso wie vorhin allmählich ausrasten.

Willow: Ich kenne das... Die Einsamkeit ist die wahre Freiheit für unser Leben. Du hast ja so recht. Keine Sorge. Ich werde mich um meine Probleme kümmern. Oh und wie ich es werde.

Mit diesen Worten fällt plötzlich Alles zusammen im Bild. Der zauberhafte Kuchen auf den Tisch, die Möbel in dem kleinen Zimmer, ja sogar der Tisch fällt in sich zusammen. Und zu guter Letzt das, was wohl am schrecklichsten ist. Das Maul der riesigen Knochenschlange. Innerhalb weniger Sekunden verschlingt die Schlange nicht nur den Sense of dramatized inflections, sondern auch den heutigen Gegner von Toni Storm. Für eine kurze Zeit ist das Bild anschließend schwarz, bis wir eine Rhea Rhipley erkennen können, welche in der Mensa der Halle scheinbar auf den Tisch am Schlafen ist. Von Willow ist nicht die geringste Spur zu erkennen. Wie macht er das immer? Hat er der jungen Blondine in Anwesenheit aller hier in der Cafeteria irgendwelche Betäubungsmittel ins Getränk geschüttet? Aber ihr Getränk ist umgekippt, also wie um Gottes Willen passiert das immer? Und vor Allem. Was für einen Sinn hatte dieses ganze Segment? Es ist nicht sonderlich viel passiert. Irgendwie verwirren. Das scheint auch Rhea zu denken die nun Kopf schütteln aufsteht doch nicht aus Angst sondern weil sie kein Nerv hat das der Freak wieder kommt.

Noelle Foley: "Okayyyy ich habe mehr Fragen als vorher."

Byron Saxton: "Rhea sollte vielleicht ein Exempel an Willow stattuieren. Ich glaube das könnte sie."

Johnny Curtis: "Selbst DU könntest Willow vermöbeln, Saxton!"



OPENER
SINGLES MATCH
Open Challenge by Dave Crist


Writer: Michi

It’s Special Time. Und den Anfang macht heute ein Mann namens Dave Crist. Jemand der noch immer auf seinen ersten Sieg in der C2C wartet. Entweder heute oder gar nicht mehr, so lautet die Überschrift über diesem Duell. Nur wer wird sein Gegner werden? Er vereinbarte mit Kurt Angle eine Open Challenge bei der jeder sich melden durfte. Am Ende entscheidet Crist allein wen er als Gegner nimmt. Gewinnt er nicht kann er seine Koffer packen. So wie wir ihn kennen hat er dies aber natürlich noch nicht gemacht da er immer optimistisch gewesen ist. Wir erwarten ein spannendes Duell bei dem so viel passieren kann.

Nun sind wie Live in der Halle wo der erste soeben angesprochene Fight des Abends kurz bevorsteht. Gebannt warten die Zuschauer auf den Superstar der laut Card nun an der Reihe ist. Die Plakate sind schon bereit und werden freudig in die Höhe gehalten. Dann verdunkelt sich die Arena und der Titantron springt an.

iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/gLxJ3YlnYTc" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen>

Zu hören ist das Lied “Rise Up“ der Gruppe Saliva. Diese Theme gehört einem Mann aus Ohio der 2019 seinen Weg in die C2C gefunden hat. Wer bis jetzt noch nicht herausgefunden haben sollte, dass es sich um Dave Crist hierbei handelt wird spätestens beim Anblick seiner Person, als dieser auf der Rampe erscheint, Bescheid wissen.



Melissa Santos: "Ladies and Gentlemen… C2C proudly presents…. From New Carlisle, Ohio…. Weighing 195 pounds…. Mister O!... D!... C!... Daaaaave Criiiiiiisssssst!"

Der angekündigte Superstar marschiert zielstrebig in Richtung des Seilgevierts. Die Fokussierung für das bevorstehende Duell ist mehr als deutlich in seinen Augen zu erkennen. Kurz bleibt er in der Mitte des Weges stehen, blickt nach links und rechts und begutachtet die Crowd die ihn mit gemischten Reaktionen empfängt. Dann setzt er seinen Weg fort, begibt sich über die Ringtreppe zu dem Ort wo es gleich zur Action kommen wird. Im Ring geht er eine kleine Runde um sich einen Überblick zu verschaffen. Anschließende klettert er auf einen der Ringpfosten und macht eine siegessichere Pose.



Hierbei hebt er seine geballte Faust hoch in die Luft. Dazu hört man ihn noch brüllen: “Raise your fist for Dave Crist!“ Kaum ist seine Theme verstummt dreht er sich um und klettert mit einem galanten Sprung herunter. Normal wäre er nun bereit doch heute möchte er vor seinem Duell noch das Wort ergreifen. Er bekommt daher ein Mikrofon angereicht von dem er auch sofort Gebrauch macht.

~ D/a/v/e C/r/i/s/t ~
”Viele von euch haben diesen Tag herbeigesehnt. Nun ist er endlich da. Hier und heute endet eine Serie die es nie hätte geben dürfen. Von Misserfolg zu Misserfolg bin ich gesteuert… nein, ich bin gesteuert worden. Damit ist nun endlich Schluss. An diesem Abend entscheide einzig und allein ich über mein Schicksal und niemand sonst. Von den gleich sicherlich zahlreich erscheinenden Superstars suche ich mir ein Opfer aus das ich dann nach Strich und Faden abfertigen werde. Es wird eine Demonstration meiner eigentlich wahrhaftigen Göttlichkeit. Zu lang schon habe ich mit angezogener Handbremse arbeiten müssen. Wer also mutig oder besser gesagt dumm genug ist herauszukommen um sich eine gehörige Tracht Prügel abzuholen ist nun gerne gesehen. Aber nicht alle auf einmal… bitte schön in der Reihe aufstellen. Oh man ich kann es kaum erwarten all die willigen Vollidioten zu sehen die sich wirklich etwas ausrechnen. Es ist an der Zeit den Dave-Yard zu eröffnen so wie es schon bei meinem Debüt der Fall hätte sein sollen. Nun kommt schon her damit ich es schnell hinter mich bringen kann…“

Ungeduldig marschiert Dave ein paar Mal hin und her doch niemand erscheint. Scheinbar wollen doch nicht so viele wie von ihm gedacht gegen ihn kämpfen. Was ist denn wenn keiner erscheint? Gilt das dann als Erfolg für ihn? Darüber wurde nicht gesprochen doch es wäre eine sehr interessante Konstellation. Sekunden verstreichen die sich für Crist wie Minuten anfühlen.

~ D/a/v/e C/r/i/s/t ~
”Wo bleiben denn all die Schisser? Habt ihr etwa doch eure Aussichtslosigkeit in diesem Fall erkannt? Gegen mich in den Ring zu steigen ähnelt dem Kampf gegen Windmühlen. Euer Scheitern ist vorprogrammiert. Eines sage ich euch… Ich werde diesen Ring erst wieder verlassen wenn ich mein Match bekommen habe und wenn ich hier noch Stunden über Stunden stehen muss. Irgendwer wird schon erscheinen und dann mache ich ihn dem Erdboden gleich.“

Erneut schlendert er im Ring herum doch schon wieder gibt es keine Reaktion. Allmählich wird er sauer über die nicht vorhandene Resonanz. Das hat er sich ganz anders vorgestellt. Wenn das so weiter geht wird dies den Rahmen der Veranstaltung massiv sprengen. Oder Securities müssen ihn halt abführen.

~ D/a/v/e C/r/i/s/t ~
”Was ist los mit euch? Nun kommt schon raus und stellt euch eurem Untergang. Ihr könnt mich….“

Aha! Endlich! Das Warten hat ein Ende und Daves Rede auch denn es kommt Bewegung in die Sache hinein oder besser gesagt zunächst einmal Musik.



Doch eben diese Musik scheint zunächst recht unbekannt zu sein, wurde sie bisher nie bei einem Superstar eingespielt. Doch als es dann auch bewegte Bilder zur Musik gab, hört man sofort Jubelchants in den Fanreihen, denn es handelt sich um den bare Knuckle Brawler, Wade Barrett!

Melissa Santos: "Ladies and Gentlemen…please welcome...from Preston, England...WADEEEE BARRETTTTTT!"

Und auch Sekunden später, nachdem Melissa Santos den Briten angekündigt hatte, erscheint dieser auf der Stage. Wie gewohnt in seinem besten Anzug, wie zuletzt auch an der Seite von Becky Lynch. So war es ausgeschlossen, dass es ausgerechnet Wade sein könnte, der diese Open Challange von Dave annehmen würde. Kurz verharrt Wade auf der Stage, ehe er sich langsam auf den Weg in Richtung Ring macht. Ab und an blickt dieser auch durch die Arena, aber sein Hauptaugenmerk liegt auf Dave Crist, der nicht ganz so begeistert ist, das Barrett sich auf seine "Einladung" angesprochen fühlt. Nachdem die Ringtreppe ebenfalls überwunden wurde und Barrett sich in den Ring begibt, gibt es einen kurzen Staredown zwischen Crist und dem Briten, ehe sich Wade ein Mikro reichen lässt. Mit einem guten Sicherheitsabstand positioniert er sich gegenüber von Dave.

=Wade Barrett=
"Dave, kein Grund so böse zu schauen. Ich weiß, dass du hier bestimmt andere Superstars erwartet hattest. Aber ich sah eine gute Gelegenheit, mich hier kurz einzumischen. Ich mache es kurz: Ich finde es bemerkenswert, obwohl du derzeit alles andere als Siege holst, das du mit jeder Ader in deinem Körper darauf bestehst, gegen diese Niederlagenserie angehen willst. Auch Respekt dafür, wie du die Autorität von Kurt umgehst. Es hat nicht jeder den Mumm, sich so in den Ring hier zu stellen und diese offene Herausforderung auszusprechen."

Die Fans aber auch Dave wissen nicht so richtig, wie man diesen Auftritt von Wade hier deuten soll. Denn der Brite hat durchaus positive Worte für Crist übrig, was einigen Fans gar nicht gefällt, was diese auch hören lassen. Zunächst lässt es Wade kalt, als sich ein paar Fans mit Buhrufen über seine Aussage Luft machen, denn sein Blick geht wieder auf Dave.

=Wade Barrett=
"Ich bin hier herausgekommen, um dir ein Angebot zu unterbreiten. Vermutlich hast du ja schon mitbekommen, dass sich mein Tätigkeitsbereich außerhalb des Rings mittlerweile mehr etabliert hat. Becky war in einer gleichen Situation wie du...nur leider hat sie die Zusammenarbeit zu den Akten gelegt. Was mich zu meinem eigentlichen Vorhaben hier bringt. Ich sehe in dir großes Potenzial und biete dir hiermit an, dich zu unterstützen, so wie ich es bei Becky vorhatte...nur das wir das Momentum auf dich rüber tragen."

Bitte was? Wade offenbart hier tatsächlich sein Interesse an einer Zusammenarbeit mit Dave Crist? Natürlich sind die Fans nur semi-begeistert, zählt Crist nicht unbedingt zu den beliebtesten Superstars hier in der Company. Verwundert über diese Wendung der Geschehnisse ist der sonst so redegewandte Crist für einen kurzen Augenblick sprachlos. Erst erscheint niemand und jetzt bekommt er ein solches Angebot seitens Wade Barretts. Ungläubig hebt Dave eine Augenbraue nach oben wie man es von The Rock zu seinen besten Zeiten kennt. Arg misstrauisch beäugt der Mann aus Ohio den Briten in dem er diesen zwei Mal umrundet. Dann bleibt er stehen und hat wohl eine Antwort parat.

~ D/a/v/e C/r/i/s/t ~
”Was soll das werden wenn es fertig ist, Wade? Sehe ich so aus als hätte ich die Dienste eines Managers nötig? Ein Dave Crist zieht seine Sache alleine durch. Aber schon klar warum du dich dafür vorgeschlagen hast. Du siehst das Potential und die Star-Power in meine Person und willst ein Stück vom Kuchen abhaben. Du willst dich mit meinen Lorbeeren schmücken und willst auf den Zug aufspringen der in eine goldene Zukunft fährt. Aber denkst du, dass ich das nicht gecheckt hätte? Oh nein. Ich will meinen Erfolg für mich ganz allein. Den möchte ich nicht teilen und ich möchte mir auch nicht nachsagen lassen den Weg nach oben nur durch Hilfe eines anderen geschafft zu haben. Dies sind nämlich dann die Stimmen die laut werden. Mit deinem schicken Zwirn imponierst du mir nicht. Wenn du also wen suchst um ihn unter deine Fittiche zu nehmen bin ich der falsche Ansprechpartner. Dein Angebot lehne ich daher ab.“

Das Bündnis hätte sicherlich was gehabt aber Dave will keinen Nebenmann. Dies hat er klar und deutlich vermittelt. Irgendwie ist es auch löblich dass Crist so denkt wie er denkt. Er hat den Karren in den Dreck geschoben und er will es auch sein der ihn wieder herausholen wird. Wobei die Sache wer den Karren dort platziert hat in den Augen von Crist ja nicht einmal bei ihm selbst liegt. Darüber hat er uns bereits bestens informiert.

~ D/a/v/e C/r/i/s/t ~
”Und nun verziehe dich wieder denn ich bin hier zum fighten und nicht zum quatschen. Im Backstagebereich wirst du bestimmt wen finden aber hier geht jetzt gleich die Party ab und du stehst nicht auf der Gästeliste.“

Nun wendet sich Dave von Wade ab und blickt zum Entrance in der Hoffnung, dass dort jemand erscheinen wird der gegen ihn antreten will. Dem Briten würdigt er keines Blickes mehr.

~ D/a/v/e C/r/i/s/t ~
“Also… Ihr da draußen… die Open Challenge besteht weiterhin. Wer…..“

Noch bevor Crist weiter reden kann, sieht man auf der Stage, wie sich ein Ringrichter auf den Weg zum Ring macht. Natürlich scheint das für Dave sehr erfreulich zu sein, denn das scheint ein Anzeichen dafür zu sein, das sich Jemand jetzt tatsächlich seiner Open Challange stellen wird. Auch die Fans jubeln auf, aber nicht, das der Ref hier gleich den Ring entern wird, sonder deshalb, was hinter dem Rücken von Dave Crist vor sich geht. Denn dieser steht ja mit dem Rücken zu Wade Barrett und was er nicht sieht: Der Brite entledigt sich seinem Jacket und seinem Hemd, hervor kommt eine volle Ringmontur und auch die Hose wird, dank einem Knopfsystem an den Seiten sehr schnell beiseite gelegt. Die Fans rasten aus, denn nun steht Wade schulterzuckend hinter Dave...Wade Barrett ist es, der die Challange akzeptiert hat? Aber er hatte doch seinen aktiven Rücktritt vor Monaten ausgesprochen?

Während nun der Ringrichter, der sich ganz viel Zeit gelassen hatte, den Ring betritt, redet Crist auf diesen ein, das man endlich den Superstars herausholen solle, denn der Ref kommt ja nicht umsonst hier raus. Währenddessen rückt Wade in aller Ruhe seien Ellbogenschoner zurecht und nickt dem Ref zu. Dieser sucht nun das Gespräch mit Crist und versucht diesem klar zu machen, das sich sein Gegner bereits im Ring befindet. Die Fans jubeln immer lauter auf und als Crist sich schließlich umdreht, merkt er wohl so langsam, was hier gerade passiert. Völlig entsetzt schüttelt er mit dem Kopf und versucht mit Händen und Füßen dem Ref klar zu machen, das dies hier nicht sein kann. Barrett schaut sich dieses Spektakel mit einem kleinen Grinsen auf den Lippen an. Doch jegliche Erklärungen bringen nichts, denn der Ref macht Crist klar, das seine Open Challange nun starten kann und der Offizielle lässt sich auf keine weitere Diskussion mehr ein.

DING DING DING

Selbst jetzt, nachdem die Ringglocke ertönt war, redet Crist auf den Ref ein, nur muss er dabei aufpassen, diesem nicht zu nahe zu kommen oder gar handgreiflich zu werden. Denn sonst hat sich Crist aus eigener Hand die Entlassungspapiere geholt. Wild fuchtel er mit den Armen vor dem Ref herum, ehe er diesen Moment der Ablenkung nutzt und unter Buhrufen auf Barrett losstürmt und diesen auf dem falschen Fuß erwischt. Sofort versucht er, die Handlungsfreiheit des Briten einzudämmen, indem er ihn mit Schlägen in die Ringecke drängt. Sofort zählt der Ref Crist an und dieser lässt auch ab, nur um sich erneut auf Barrett zu stürzen. Doch dieses mal ist Wade vorbereitet und stößt seinen Gegner weg. Doch das hält Dave nicht davon ab, wieder auf Barrett zu zu stürmen, doch jetzt springt Wade beiseite und lässt nun seine Fäuste in der Ringecke sprechen und die Fans feuern ihn regelrecht an. Es tut wohl gut, den Briten wieder in Action zu sehen, immerhin hat Niemand damit gerechnet, das Wade sich wieder ins Seilgeviert begibt.

Eine Verschnaufspause gibt es für Crist nicht, denn per Whip wird dieser in die andere Ecke befördert, nur damit er mit einer Running Corner Clothesline von den Beinen geholt wird. Das Cover folgt: ONE...Kickout von Crist! Natürlich war das noch nicht das Ende und Barrett setzt weiter nach. Wieder auf den Beinen, wird Crist in einen Headlock genommen, der zunächst seien Wirkung zeigt. Aber da Dave ja noch recht frisch ist, kann er sich aus diesem befreien, indem er Wade in die Seile drängt und Wade auf Anzählen des Refs den Haltegriff lösen muss. Dies nutzt Crist aus und tritt Wade gegen das Knie, was eine recht gute Taktik zu sein scheint. Denn dies nimmt Wade kurz den Wind aus den Segeln und lässt Crist Luft zum Atmen. Dieser sieht seine Chance und verpasst dem halbwegs knienden Barrett einen harten DDT, dem sofort das Cover folgt: ONE...TWO...Kickout von Wade Barrett! Crist setzt nach und befördert Barrett aus den Ring. Doch anstatt direkt hinterher zu gehen, provoziert er die Fans noch ein wenig. Scheint, als würde er sich nun wieder sicherer fühlen und die Fassungslosigkeit vom Anfang beiseite gekehrt zu haben. Das dies dem Engländer genug Zeit gibt, um sich zu erholen, daran scheint Crist nicht zu denken. Dieser rollt sich schließlich aus den Ring und will wieder auf Barrett zugehen, packt diesen und schleudert ihn gegen die Absperrung...zumindest war das der Plan, denn im Schwung kontert Wade und stattdessen landet Crist in der Absperrung. Dem aber nicht genug: Nachdem er Bekanntschaft mit der Absperrung gemacht hatte, ist es nun der Ringpfosten, der als nächstes auf Tuchfühlung geht. Zurück im Ring sieht das Bild nun wieder anders aus. Während Crist am Boden liegt, ist es Barrett der die Oberhand in diesem Moment besitzt. Dies zeigt er auch, indem er Crist wieder auf die Beine bringt um diesem einige harte Chops gegen die Brust zu verpassen, was natürlich die obligatorischen „Woooooooooo“ Chants der Fans hören lässt.

Per Irish Whip wird Crist nun in die Seile befördert und schließlich mit einem krachenden Big Boot von Barrett auf die Matte befördert. Die Fans stehen hinter Barrett und als Crist sich am Boden krümmt blickt Wade einmal durch die Fanreihen und hebt seinen Arm. Mit Griff zum Schoner, den er schließlich auf die Kehrseite zieht, wissen die Fans, was gleich kommen soll und sie feiern es lautstark. Nun stalkt der Brite Crist, der sich langsam an den Ringseilen nach oben zieht, ohne zu wissen was für ein Unheil hier auf ihn wartet. Und just in dem Moment, wo sich Dave Crist herumdreht, sitzt der BULLHAMMER perfekt und wie ein nasser Sack landet Crist erneut auf dem Boden, das Cover müsste dann nur noch Formsache sein: ONE...TWO...THREEEEEEEEEE!!!!

DING DING DING

Here is your winner by pinfall: WADDDEE BARRETTT!



Noelle Foley: "Wooow Guys, Wade Barrett ist zurück! Und mit was für einem Bullhammer!"

Byron Saxton: "Das war ein Statement! Ich bin froh ihn wieder zu haben! Welcome Back!"

Johnny Curtis: "Der Mann mit der schiefsten Nase im Business ist zurück!"



Hier in Sunrise findet das bereits 24te Special der c2c statt und wir befinden uns mitten in der Veranstaltung, die noch mit vielen Matches gespickt ist, die für hohe Spannung und ganz viel Action sorgen werden. Nun ist es ja auch so, das man vor allem bei einem Special auf gewisse Momente zurückgreift, die den Fans dann in Erinnerung bleiben, als etwas spezielles oder Ähnlichem. Und auch Heute Abend hat die c2c unter anderem den Fans eine Überraschung parat gehalten, die auf sehr gute Reaktionen gestoßen war. Denn früher am Abend wurde man zeuge, wie ein Superstar, der auf eine lange Vergangenheit in c2c zurückschauen kann, sein aktives Comeback gefeiert hatte. Denn nachdem Wade Barrett damals sein aktives Karriereende bekannt gab, waren seine Fans natürlich am Boden zerstört. Zählt der Brite ja immerhin zu den hart arbeitenden Superstars in diesem Business. Zwar hatte er weiterhin Auftritte vor der Kamera, dies aber nur als Manager von Becky Lynch, was sich aber dann aufgrund von persönlichen Gründen seitens der Irin recht schnell wieder relativiert hatte.

So kam es dann doch sehr überraschend, aber zur Freude der Fans, das Wade sich hier in Florida zurückgemeldet hatte. Er war es, der die Open Challange von Dave Crist angenommen hatte und diesen mit dem darauffolgenden Sieg auch gleichzeitig aus der Company gekickt hatte. Also ein erfolgreicher Abend für den Engländer. Und das er nichts verlernt hatte, konnte man im Match auch noch sehen. Man merkt ihm die Erfahrung an, die er besitzt. Und weil das ganze so schön war, fängt man eben auch Barrett Backstage erneut ein, natürlich begleitet von den Jubelchants der Fans, wie er sich im Korridor fortbewegt. Da er sich noch in seiner Ringkluft befindet, kann man davon ausgehen, das er auf den Weg zu seinem Locker wäre. Allerdings ist dies nicht korrekt, denn er bewegt sich zwar fast schon gezielt zu einer Tür, doch diese ist definitiv nicht der Locker des Briten.

Denn das Namenschild trägt nämlich den Namen von dem Mann, der c2c erst ins Leben gerufen hatte: Shane Mcmahon! Beherzt klopft Wade an diese Tür und wartet kurz ab, das die Person hinter der Tür den Briten hereinbittet. Die Klinke wird heruntergedrückt und wir dürfen das Innere des Büros betrachten, immerhin eine sehr seltene Ansicht, die die Kamera einfängt.

=Wade Barrett=
"Shane, man hat mir gesagt, das du mich sehen wolltest?"

Shane McMahon:
"Oh, ja, danke für deine Zeit."

Ein tatsächlich seltener Anblick! Shane McMahon ist heute Abend persönlich hier und kümmert sich selbst um die Angelegenheiten für PURGATORY. Inwieweit das General Manager Kurt Angles Kompetenzen für heute beeinflusst steht dabei wohl zur Debatte, davon bekommen wir allerdings nichts mit.

McMahon reicht dem Briten die Hand und nickt ihm freundlich zu. Ja, er hat heute einen Anschlag auf den Bare Knuckle Fighter vor. Einen Anschlag den dieser vielleicht nicht sonderlich gut leiden kann, aber trotzdem gewinnbringend ist. Für alle Beteiligten.

Shane McMahon:
"Erstmal möchte ich dich beglückwünschen! Was für ein fulminantes Comeback! Dave Crist hat gegen dich wirklich alt ausgesehen, du hast anscheinend nichts verlernt. Wir sind froh dich wieder im aktiven Roster zu haben!"

Nun, das ist ja schön und sicher würde sich Barrett über die netten Worte freuen, aber das kann wohl kaum der Grund sein weshalb er zu ihm ins Büro zitiert wurde. Aber darüber scheint der Brite erstmal nicht nachzudenken, denn für diesen Moment ist das Lob von Shane natürlich etwas, was man für den Moment genießt. Immerhin hört man sowas nicht immer vom Besitzer dieser Company. Aber es ist auch kein Geheimnis, das Wade und Shane miteinander sehr gut klar kommen. Immerhin ist Wade für jede Company ein Glücksfall, verfügt er über Erfahrung und natürlich Können im Ring, trotz seinen hohen Alters. Der Handshake wird natürlich entgegen genommen und ein kurzes Kopfnicken wird erwidert.

=Wade Barrett=
"Danke, das freut mich natürlich zu hören. Manchmal ist es von Vorteil, wenn etwas geplantes nicht so von statten geht, wie man es wollte. Auch wenn ich bis Heute nie richtig verstanden habe, warum Becky sich dann doch gegen mein Angebot ausgesprochen hatte."

Kurz geht Wade in sich und reflektiert die kurze Zusammenarbeit mit der Irin. Das Potenzial, die Irin wieder auf die Siegerstrasse zu führen, war definitiv da. Aber das Ergebnis dieser misslungenen Zusammenarbeit war das Comeback Match des Briten und somit eine der großen Überraschungen bei diesem Special, wenn es auch für Dave Crist dementsprechend negativ ausging.

=Wade Barrett=
"Aber du hast mich mit Sicherheit nicht hierher kommandiert, nur um mich zu beglückwünschen, oder? Oder willst du mir sogar deine Pläne für mich erläutern?"

Mit einem Grinsen und einem Lachen untermalt Wade hier seine Aussage, das er diese nicht so ernst gemeint hatte. Sicher, er ist wieder aktiv, aber auch Barrett möchte wohl nicht direkt in etwas rein geworfen werden, wo es gleich um etwas großes geht. Aber Shane wird ihm mit Sicherheit gleich diese Frage beantworten, oder?

Shane McMahon:
"Nein, das habe ich tatsächlich nicht. Gut dass du auf Becky Lynch zu sprechen kommst.. mit deinem Können und deiner Erfahrung wärst du ihr mit Sicherheit ein guter Mentor geworden."

Worauf wird das wohl hinauslaufen? Shane grinst als hätte er einen Anschlag auf Barrett vor, hat er vielleicht sogar Becky Lynch geschafft zurückzuholen aus ihrer Krise? Wird man das Pairing um Barrett und sie wieder aufleben lassen? Shane geht auf die Tür hinter seinem Schreibtisch zu.

Shane McMahon:
"Weißt du, ich möchte diese Gelegenheit nicht ungenutzt lassen. Nur weil Miss Lynch aufgrund ihrer Dämonen nicht dazu in der Lage war diesen Job auszuüben, heißt das nicht, dass nicht jemand anders von deinen Fähigkeiten profitieren könnte."

Als hätte er eine Million-Dollar-Idee greift McMahon nach der Türklinke und drückt sie hinunter.

Shane McMahon:
"Deshalb habe ich überlegt und die für dich perfekte Schülerin gefunden! Jemanden, der von dir lernen kann und es auch will. Eine Britin, die versteht wo du her kommst. Wade.. darf ich vorstellen?! Candy Floss!"

Plötzlich drückt er die Klinke hinunter und öffnet die Tür. Da steht sie. In all ihrer rosa Pracht. Oder zumindest sollte sie wohl da stehen, denn der Platz ist leer. Eine schöne Pleite! Nun aber hören die Fans gedämpft vom Ende des Flurs ein kleines Poltern, was wohl darauf schließen lässt das irgendetwas umgefallen zu sein scheint. Untermalt mit einem leisen "Bloody Hell!" wird dann auch verraten das es die junge Pinkhaarige ist die anscheinend irgendein Regal beim Rennen umgestoßen hat. Vollkommen abgehetzt und komplett zerzaust steht sie dann in der Tür zu Shanes Büro und sieht diesen mit ihren großen Kulleraugen an, während sie mit einer Hand verzweifelt versucht das Chaos ihrer Haare zu besänftigen.

Candy Floss:
"Sie wollten mich sprechen?!"

Der Atem der Kleineren geht unregelmäßig und lässt verraten das sie wohl eine gute Strecke hierher zurückgelegt haben muss. Letzten Endes ist sie ja nun aber doch hier. Sie weiß nur noch nicht so Recht was Wade Barrett hier im Büro möchte, weshalb sie eher zögerlich den Raum betritt. Wie eine kleine Zinnsoldation steht sie im Raum und sieht zwischen den beiden Männern her. Shane als auch Wade schauen zu Candy, die sich unter der ganzen Beobachtung wohl von Sekunde zu Sekunde immer mehr unsicher fühlen musste. Schließlich nickt Wade nur kurz lächelnd in Richtung Candy, ehe er sich wieder Shane widmet, der sich wieder hinter seinen Schreibtisch es sich bequem gemacht hatte.

=Wade Barrett=
"Shane..."

Kommt es dann nur ganz knapp aus dem Mund des Briten während er erneut zurück schaut in Richtung Floss. Die kleine Dame hatte ihr Debüt gefeiert letzte Woche und genau dort hatte man bereits den ersten Vorgeschmack bekommen, wer sich hinter Candy verbirgt: Eine quirlige, lebensfrohe Person, die nicht nur auf Süßigkeiten steht, sondern auch darauf, anderen Leuten ein Lachen auf die Lippen zu zaubern. Oder kurz gesagt: Candy Floss weiß, wie man die Mitmenschen auf Trab hält. Aber vielleicht ist es ja genau das, warum Shane Wade der jungen Dame an die Seite stellen möchte.

=Wade Barrett=
"...bei allem Respekt...glaubst du nicht, Candy ist besser dran, wenn sie sich selber entfalten kann? Kläre mcih bitte auf, denn..."

Weiter kommt Wade nicht, denn in diesem Moment hebt Shane seine Hand und unterbricht den Bare Knuckle Brawler. Für Candy ist das ganze noch immer nicht ganz so klar, denn sie steht weiterhin wie angewurzelt da und schaut abwechselnd zwischen Wade und Shane hin und her. Das es hier um Candys Person geht, scheint ihr noch nicht vor Augen gekommen zu sein. Vermutlich muss Shane es für Wade aber auch für Candy ein wenig klarer ausdrücken, weshalb er Floss auch heranwinkt. Langsam gesellt sich Candy dazu und reiht sich neben Wade auf, was ein Bild zum schmunzeln aufzeigte, denn der Größenunterschied war enorm.

Shane McMahon:
"Ich sehe es buchstäblich vor mir. Das wird Früchte tragen!"

Anscheinend lässt Shane gar keine andere Möglichkeit zu und hat das nun, auch über Barretts Kopf weg, entschieden. Zufrieden nickt Shane den beiden zu, sieht sich dann Candy nochmal an und dann Wade. Sie sind wirklich sehr unterschiedlich. Aber Gegensätze ziehen sich an! Und sie sollen ja kein Pärchen werden, sondern Lehrer und Schüler.

Shane McMahon:
"Candy? Das ist Wade. Er wird dir einiges beibringen in den nächsten Wochen. Ich halte viel von ihm und bin froh darüber, dass er nun diesen Weg in seiner Karriere einschlägt. Es ist ein Geschenk von einem Kämpferintellekt wie seinem zu lernen!"

Unsicher und vollkommen überfordert sieht die junge Britin hin und her als die beiden Herren miteinander sprechen. Nur sehr langsam verdaut sie dann das Anliegen das Shane McMahon an sie hat. Angestrengt verengt die Pinkhaarige ihre Augen um jede noch so kleine Information aufzusammeln und zu verarbeiten. So langsam fällt der Groschen dann jedoch auch bei ihr, da sie mit großen Augen den ehemaligen Westcoast Champion ansieht. Er.. soll ihr Mentor werden?!

Candy Floss:
"Ehhh..... Kann ich mir das noch einmal überlegen?"

Schüchtern und fast schon beschämt fragt die unerfahrene Candy diese Bedenken. Es geht nicht darum das ihr Wade kein Begriff ist oder sie nicht gerne unter seinen Augen trainieren möchte. Irgendwie ist Floss nur so sehr überfordert weil über ihren Kopf hinweg darüber entschieden wurde. War Shane McMahon mit ihrer Leistung letzte Woche nicht zufrieden? Hatte er sich mehr von der jungen Atlethin versprochen und hofft sie auf diesem Wege zu schleifen? Ein wenig bedrückend ist das für Floss durchaus, was sich auch an ihrem Blick nach unten äußert.

Candy Floss:
"I-Ich weiß das das letzte Woche nicht so optimal lief! A-Aber mir hat auch keiner gesagt das es sich um ein Match für einen Titleshot handelt..! Da.. Da wurde ich unglaublich nervös und hibbelig und habs deswegen wohl versemmelt..!"

Betreten äußert Candy diese Entschuldigung, die gar nicht so abwegig scheint. Natürlich wäre es eine Sensation gewesen wenn die Engländer bereits bei ihrem Debut diese optimale Chance erhält.. Alexa Bliss wurde ja bei ihrem ersten Match nach ihrer Rückkehr auch sofort Championesse! Diese Cinderella Story hat sich bei der Britin aber leider nicht wiederholt und es dauert wohl Monate - eventuell sogar Jahre - bis der Pinkhaarigen sich wieder diese Tür öffnet. Mit den Armen hinter den Rücken verschränkt tippt Floss mit ihren Zehen immer wieder auf den Büroboden von Shane McMahon auf, ehe ihr Blick einmal nach links zu Shane und dann nach rechts zu Wade Barrett geht.

Man sieht Candy an, das ihr die ganze Sache ein wenig zu viel scheint. Verständlich, denn sie ist noch frisch in der Company und zudem auch noch recht jung. Das sie hier natürlich gleich vermutet, das Shane diesen Schritt geht, nur weil sie ihr Debütmatch verloren hatte, nagt an der jungen Britin. Wade blickt zu der kleineren Dame und wieder zu Shane, dem er mit einem Kopfnicken signalisiert, das er dieses "Angebot" wohl annimmt. Schließlich schaut er wieder zu Candy.

=Wade Barrett=
"Ich glaube kaum, das er es wegen deiner Niederlage macht. Es ist nicht schlimm, sein Debüt zu verlieren, auch nicht, wenn es in diesem sogar um etwas wichtiges geht. Eher würde ich es sogar als Vertrauensbeweis sehen, das man dich in ein Contender Match gesteckt hatte. Du musstest gegen Damen ran, die hier schon erfahren waren, während du frisch warst. So wie ich das sehe..."

Kurz geht sein Blick wieder zu Shane, der das Gespräch der beiden britischen Superstars genau verfolgt, ehe er erneut zu Candy blickt.

=Wade Barrett=
"...sieht Shane in dir eine große Zukunft. Ich habe mir dein Match auch angeschaut, das gebe ich zu. Und auch ich habe großes Potenzial in dir gesehen. Und wenn es für dich okay ist, helfe ich dir natürlich dabei, das du dich hier in c2c einlebst."

Eigentlich könnte Candy es nicht besser treffen. Mit Barrett hat sie nicht nur einen Landsmann an ihrer Seite sondern auch einen alten, erfahrenen Haudegen, der ihr den einen oder anderen Kniff noch zeigen könnte. Das Wade sogar lobende Worte für die Britin übrig hat, dürfte ihre Zweifel doch ein wenig schmälern, oder? Das Lächeln auf ihren Lippen bestätigt dies zumindest ein klein wenig. Für Shane McMahon ist die Sache somit schon dingfest und mit einem erfreuten Klatschen befürwortet er diese Zusammenkunft noch einmal. Mit diesen Bildern schalten die Kameras jedoch aus.

Byron Saxton: "Sieht so aus als wäre Candy nun nicht mehr ganz alleine! Wade Barrett wird ein Auge auf sie haben!"

Johnny Curtis: "Ob er mit dem Mädel aber überhaupt zurecht kommt? Ein wenig wild ist sie ja dennoch!"

Noelle Foley: "Jetzt sei doch nicht so negativ. Ich denke Wade kann ihr durchaus ein paar Kniffe beibringen!"



Als die Kameras in den Backstage Bereich schalten können sie Yoshihiro Tajiri bei seinen Vorbereitungen für das Match mit dem deutschen Axel Dieter Jr. antreffen. Er sitzt noch in Straßenkleidung auf einer Bank in der Sammel-Umkleidekabine und starrt ins Leere.



Aber nicht für lange denn als er die Kamera bemerkt, da sieht er auf und dort hinein. Für Tajiri geht es nicht mehr darum im Rampenlicht zu stehen oder ein Champion zu werden, das sieht man ihm deutlich an. Er kämpft nicht mehr für sich selbst.

TAJIRI: "Guten Abend, mein Name ist Yosihiro Tajiri und ich bestreite heute das Match gegen Axel Dieter Junior-San."

Die in die Jahre gekommene, japanische Kettensäge zwingt sich ein Lächeln ins Gesicht und beugt respektvoll den Kopf vor seinem Gegner und dem Zuschauertum von c2c Wrestling vor.

TAJIRI: "Sie fragen sich sicher was ein in die Jahre gekommener Mann wie ich noch hier zu suchen habe und diese Frage ist berechtigt. Es schmerzt mich womöglich einem jungen, aufstrebenden Wrestler einen der begehrten Plätze auf der Matchcard zu nehmen, aber mir sind die Hände gebunden. Meine liebe Frau leidet unter einer schweren Krankheit und diese Krankheit erfordert hohe, finanzielle Ausgaben. Shane McMahon-San war so gütig mir in seiner Firma einen Job zu verschaffen. Ich möchte Ihnen allen versichern und versprechen dass ich mein Bestes geben werde, aber bedenken Sie bitte, dass ich nicht der Tajiri aus dem Jahr 2002 bin."

Abermals verbeugt sich der Japaner reumütig bevor er aufsteht und sich seiner Jacke entledigt. Als er aufsteht sieht man ihm deutlich Schmerzen an, die anscheinend seine Knie verursachen.

TAJIRI: "Sie sehen.. ich bin alt. Der Zahn der Zeit nagt kontinuierlich an jedem. Doch ich bin der festen Überzeugung, dass ich, für das Geld das ich hier verdiene, immer noch eine akzeptable Leistung erbringen kann, die Ihnen Freude und Aufregung vor dem Fernseher bereiten wird. Ich habe ein Ziel vor Augen für das ich kämpfen werde: das schöne Gesicht von meiner Riona. Dafür stehe ich morgens auf und dafür trete ich mit einem Mann in den Ring der in der Blüte seines Lebens ist. Eine geschulten, deutschen Kämpfer, der bereit ist, ebenfalls alles zu tun um mich zu schlagen. Ich würde lügen, würde ich sagen dass ich einen Sieg meinerseits glaube. Aber ich sage die absolute Wahrheit wenn ich sage, dass ich alles in meiner Macht stehende dafür tun werde, Axel Dieter Junior-San zu übertrumpfen. Und zwar mit allen Karten die mir das Deck ausgeteilt hat. Es tut mir Leid, Dieter Junior-San. Ich muss versuchen deiner Karriere einen Rückschlag zu verschaffen. Es tut mir leid. Shitsurei!"

Damit wendet Tajiri sich ab und öffnet den Reißverschluss seiner alten Nike Sporttasche, die schon so viele Kämpfe miterlebt hat. Dort drinnen befindet sich sein Gear. Seine Hose, der Gürtel und die Stiefel. Er holt letztere heraus und stellt sie auf die Bank neben sich während das Kamerateam sich entschließt, Tajiri bei seinen Vorbereitungen allein zu lassen.

Noelle Foley: "Ohhh mannn, der arme Tajiri! Ich hoffe er kann Axel Dieter Jr. schlagen!"

Byron Saxton: "Der Altersunterschied ist riesig und ein großer Nachteil für die japanische Cruiserweightlegende.. aber Erfahrung ist auch ein wichtiger Faktor, und da ist Tajiri Axel im Welten voraus!"

Johnny Curtis: "Sind wir hier eigentlich das Sozialamt?!"



Stille zieht sich durch den Raum. Zu sehen ist erst einmal nicht besonders viel, nur anscheinend ein Flur, welchen man auch nur spärlich erkennen kann. Doch von irgendwoher scheint Licht in diesen Flur und dieses Licht lässt den edlen Läufer welcher sich auf dem Boden des Flures befindet noch schicker aussehen als er ist. Das gelb-rötliche Tageslicht, das letzte, welches gerade noch so den Horizont streift, leuchtet aus einer leicht geöffneten Tür in diesen Flur. Dieses Licht kommt aus einem Raum, welchen wir schon einige Male nun bewundern durften. Eine große, verzierte Doppeltür, von denen eine offen steht und das Licht in den Raum wirft. Wenn man dem Flur zu dieser Tür folgt, weiß man schnell, zu welchem Raum diese führt. Es ist der Konferenzraum des Hauptquartiers der Prestige, den ganzen Prunk und das große in Öl gehaltene Gemälde des Logos sieht man hier durch den kleinen Spalt blitzen.

Doch das Licht das hier auf den Flur fällt, scheint noch von einem anderen Ort zu kommen, denn schließlich befindet sich auf diesem Flur zwar kein Fenster, jedoch noch weitere Türen. Genau durch solch eine weitere, verschnörkelte Tür fällt auch ein Spalt Licht der untergehenden Sonne auf den Flur, welcher nun immer uninteressanter wirkt, da man nun doch wissen will, was sich hinter der anderen, offenen Tür verbirgt. Hat man erst die Stille genossen, merkt man hier nun, dass es einige Geräusche zu hören gibt. Ein Klackern. Nein, zwei um genau zu sein. Eines, welches klingt wie das rasen vieler Finger über eine Tastatur, die vehement etwas mit diesen Tasten eingibt und ein anderes, eher metallenes Klackern, viel unregelmäßiger.

Geht man nun durch diese halb angelehnte Tür in den Raum, weiß man auch, woher diese Geräusche kommen. Dem Betrachter offenbart sich ein Büro, welches zwar anscheinend aus alten Möbeln, passend zum Rest des Hauptsitzes der Prestige besteht, dennoch sehr modernisiert ist. An einem wuchtigen Schreibtisch, sitzt Nigel McGuniess an einem Computer. Seine Augen sind auf den Monitor fixiert und seine Hände rauschen über die Tastatur und tippen wer weiß was ein. Ab und an guckt er auch mal über seinen Schreibtisch drüber, wo einige Akten liegen und es sieht nach einer eintönigen, dennoch nötigen Arbeit aus, die er hier verrichtet. Ganz alleine ist er jedoch nicht.

Ihm gegenüber, etwas weiter weg vor einem Bücherregal an der Wand sitzt ein weiteres Mitglied der Prestige. Es ist Zack Gibson, seine rechte Hand, welcher in seinen Fingern ein Geduldsspiel hält, wie man es aus Wundertüten oder Trostpreisen von der Losbude der Kirmes kennt. Das macht hier also diese unstetigen Klappergeräusche. Gibson sieht etwas angestrengt aus und so recht will auch diese kleine Metallkugel nicht in diese verdammte Öffnung gehen, egal wie oft er dieses Gebilde aus Plexiglas noch dreht und wendet. Dann plötzlich, ohne Vorwarnung, schmeißt er den Kubus mit Wucht durch den Raum, sodass das Ding an der Wand abprallt und unter Nigels Schreibtisch verschwindet.

ZACK GIBSON
» Fucking, bloody, crabshit, bursting, pumpin dirtyass wackjunk! Man das regt mich auf!

Nigel guckt kurz von seiner Arbeit auf, blickt zu dem Liverpooler und schüttelt nur kurz den Kopf. Dann setzt er Wortlos seine Arbeit fort. Anscheinend kennt er solche kurzen Ausraster von seinem Kollegen schon zur Genüge. Doch dieser ist wirklich angenervt.

ZACK GIBSON
» Nigel. Ich meine nicht dieses stupid Geduldsspiel! Ich wollte es eigentlich nicht ansprechen, aber es lässt sich wohl nicht vermeiden. Es ist eben so, das ich auch mit den Anderen geredet habe, beziehungsweise wurde ich angesprochen. Ich dachte auch dieses... Problem wäre eigentlich nicht wirklich eines. Und wenn doch, sollte es sich eigentlich von ganz alleine lösen. Vor allem hatten wir, hatte ich auch gedacht das du vielleicht es auch von ganz alleine bemerkst, das da was ganz gewaltig am köcheln ist. Aber na ja, ich finde das ist so ein Ding, das könnte sich zu etwas wirklich negativem entwickeln und ich hatte neulich auch überhaupt keine Freude als ich mich endlich mit ihm aussprechen wollte. Der Konsens war irgendwie komplett Sinnentleert. Beziehungsweise egoistischer als ich es mir hätte vorgestellt.

Jetzt wird McGuiness aber hellhörig. Er hört auf, weiter etwas in den Computer einzutippen und wendet sich nun Gibson zu. Er schaut ihn an, als wolle er fragen: Was ist denn los? Der Glatzkopf wartet auch nicht lange mit einer Antwort.

ZACK GIBSON
» Es geht um den german Wiesel Axel Dieter Jr. Der Kerl hat sich gefühlt mit jedem hier in der Prestige angelegt, sein Maul ist größer als man es von seiner Körpergröße erwarten könnte und er ist einfach brutal schädlich für das Gemeinwohl. Er ist wie eine Schlange, die diese Gruppierung ausnutzt, nur um selbst an die Spitze zu gelangen. Er hat dich als Lügner hingestellt und behauptet du hättest ihm das blaue vom Himmel versprochen und es nicht gehalten. Ich habe versucht die Sache auf meine Art zu klären, aber ich sah es nicht ein, einem trotzigen Kind die Windeln zu wechseln, nur weil es bei einer kleinen Niederlage sich gleich einnässt. Ich habe ihn gefragt was diese ganze Sache denn soll, warum er denn immer noch bei Prestige ist, wenn wir ihn doch alle so ankotzen und er uns nicht braucht. Da meinte er, doch, er bräuchte uns, aber nur um selbst an die Spitze zu kommen. Er ist eine backstabbing fat-dirt-rat, welche sich wie eine Zecke hier einnistet und nicht einen unserer Grundsätze teilt. Vor allem nicht den Grundsatz der treue und des Zusammenhalts. Und da kannst du gerne auch die Anderen fragen, die werden mir das bestätigen. Woher ich das weiß das Axel das gesagt hat? Nun er war so “freundlich“ mir das mitten ins Gesicht zu klatschen.

Nigel will wohl gerade ansetzen, doch Gibson ist in Rage. Er steht nun auf und fuchtelt wild mit den Händen umher. Da kommt noch etwas.

ZACK GIBSON
» Ich meine es ist ja auch okay wenn du mir nicht erzählst wo der herkommt, warum du ihn zu deinem Schüler gemacht hast oder was auch immer deine Intention war. Ist mir auch goddamn egal. Aber diese Arroganz, diese Art mit mir und vor allem mit DIR zu reden... ich weiß nicht ob du dir so einen Dreck weiter bieten lassen willst, zumal der Zusammenhalt, das wichtigste in dieser Gruppierung hier am meisten darunter leidet. Wenn ich zum Beispiel mit French Tom den Tag Team Titel halten soll, ok, das ist vollkommen legitim. Das Scottish Joe jetzt wohl auch bald nen Titel trägt ist ja umso besser. Aber die Spitze, den Heavyweight Title dann mit diesem arroganten slugkid zu besetzen, das löst bei mir eher unromantische Gefühle hervor.

Während sich Gibson immer weiter in Gestikulierungen und Mimiken verstrickt, die man nur als sehr geladen deuten kann, hört man auf dem Flur schon Schritte, welche sich verdächtig flink dem Büro des Anführers der Prestige nähern. Am Geräusch und auch an der Schrittfrequenz kann man nicht heraushören um wen es sich handelt aber dann tritt jemand ins Bild den Gibson sehr gut kennt. Es ist nämlich sein Tag Team Partner mit dem er bereits erfolgreich gewesen ist und mit dem er sehr gerne heute auch ein Match gehabt hätte. Der französische Krieger hört auf den Namen Tom La Ruffa was aber hinlänglich bekannt sein sollte. Beruhigend legt La Ruffa seine linke Hand auf die Schulter seines Kollegen. Das bisherige Auftreten vom Merciless Merc war erstaunlich einfühlsam und zurückhaltend zumindest wenn es um das Team als Ganzes ging. Nun hatte er ja von Nigel diese Spezialaufgabe in der letzten Woche bekommen und nun wird sich zeigen was in ihm steckt.

Tom La Ruffa: “Lass es raus, mein Freund. Ich kann deinen Unmut nachvollziehen. Es ist eine Situation welche die gesamte Truppe belastet. Alles was wir wollen ist Klarheit, Offenheit und Ehrlichkeit. Schließlich ziehen wir hier ja in einen Krieg bei dem zumindest ich wissen möchte ob ich auch wirklich der richtigen Seite angehöre. Wir müssen als Kollektiv Stärke demonstrieren doch derzeit empfinde ich uns eher als ein Stück Baiser… Es mag von außen fest und stabil wirken doch innen drin sind Lücken und bei der kleinsten Berührung beginnt es bereits zu bröckeln. Zwar hatte ich persönlich bislang wenig bis keine Berührungspunkte mit Monsieur Axel aber ich wäre bereit mich in diese Richtung zu öffnen wenn dies von Ihnen gefordert sein sollte. Nur benötigen wir dann eine Erläuterung wieso wir dieses Unsicherheitsrisiko in unseren Reihen behalten wollen. Ob er seine Duelle gewinnt oder verliert ist für meine Entscheidung nebensächlich. Ob er aber seine eigenen Interessen über die von Prestige stellt durchaus.“

Jeder der mal in ein Baiser gebissen hat kann sich ein Bild machen von dem was La Ruffa hier meint. Dieses ekelig süße Gebäck ist der reinste Zucker. Dennoch wird es von vielen Leuten verzehrt. Ob La Ruffa selbst einer von denjenigen ist die sich hin und wieder den Bauch damit voll schlägt kann man aus seinen Worten nicht herausfiltern. Spielt aber auch ehrlich gesagt keine Rolle in diesem Fall. Rolle ist aber ein gutes Stichwort denn sofort verfällt Tom wieder in die eher schlichtende Position.

Tom La Ruffa: “Mich stört viel mehr, dass man seitens der oberen Etage versucht unsere Gruppierung nicht zur vollständigen Entfaltung zu bringen. Ständig bleiben Mitglieder unseres Teams auf den Cards unberücksichtigt während Leute wie Simon Grimm oder die War Raiders genau die Spots bekommen die uns hätten zustehen müssen. Mit dieser Meinung stehe ich denke ich hier nicht allein. Mein Kumpel Zack und ich würden doch eine tausend Mal bessere Figur abgeben als diese zwei übergewichtigen Poulets. Hier würde ich mir seitens unseres Anführers auch mehr Einsatz wünschen um uns in die Regionen zu befördern wo wir auch unsere Ziele rund um die 5 Point Gang erledigen können. Sonst können wir uns viel auf die Fahne schreiben wenn wir immer mit einem Sicherheitsabstand an die Sache herangehen können wir das Vorhaben auch gleich auf Eis legen. Und ich denke, dass ich mir an dieser Stelle durchaus so etwas wie eine Belohnung einfordern darf da ich die von Ihnen gestellte Aufgabe bereits erfolgreich gemeistert habe, Monsieur McGuinness. Ich habe eine Femme Famos gefunden mit der Sie Ihr Ziel verwirklichen können.“

JOE HENDRY
» So? Davon weiß ich ja noch gar nix....

hört man jemanden aus dem Hintergrund in die Szenerie rein sprechen noch bevor Nigel antworten kann. "Zufälligerweise" scheint nun auch Joe Hendry hier angekommen zu sein. Das er sein Senf dazu gibt wenn es um Axel Dieter Jr. geht das dürfte mittlerweile ja nun jedem klar sein. Diese Sache dürfte nun allerdings auch Nigel langsam ziemlich zum Hals raus hängen. Vielleicht sollte er aber auch einfach mal seinen Jungs auch einen Schritt entgegen kommen. Hendry sagt dies ja von Tag 1 an. Nun stellen sich aber auch die anderen von The Prestige auf dessen Seite, wenn man so will. Nun wird sich zeigen, welche Führungsklasse Nigel besitzt.

JOE HENDRY
» Nigel, ich möchte mich rund um diese Sache von Axel gar nicht mehr einmischen. Dazu sind in den letzten Wochen genug Dinge von meiner Seite aus angesprochen worden. Ich muss heute meine Konzentration darauf legen das wir hier einen ersten großen Erfolg feiern können. Ja ich fühle mich sogar verfplichtet heute Abend das Match zu gewinnen um dafür zu sorgen das unsere Flagge endlich auf der Welt hell leuchtet und erkannt wird. Denn es gibt noch ein bis zwei andere Dinge die ich bedenklich finde und mit denen unser großer Franzose hier gar nicht mal so unrecht hat.

Hendry betritt nun den Raum direkt und nun ist er auch für alle zu erkennen. Noch trägt er einen schicken Anzug und ist noch nicht in seiner Wrestling Kleidung. Aber gedanklich scheint er schon voll bereit zu sein.

JOE HENDRY
» Wir werden nicht nur von der 5 Point Gang ingnoriert, was mich übrigens mit verlaub ZIEMLICH ANKOTZT, sondern man beachtet uns überhaupt nicht. Nicht nur das unsere Brüder nicht mal gekookt werden, nicht mal die Kommentatoren der Coast 2 Coast haben eine Ahnung über was sie reden, wenn sie über uns reden.

Joe Hendry spricht wohl darüber, das bei der letzten Show die Kommentatoren darüber gesprochen haben, das Tom La Ruffa, Zack Gibson besiegen würde, obwohl diese als Tag Team ZUSAMMEN antretten. Peinliche Nummer....

JOE HENDRY
» WIR SIND EINE COMEDYGRUPPE.... und das finde ich nur viel schlimmer als jede andere scheiße die hier passiert. Schlimmer als Axel Dieter Jr. Schlimmer als Noam Dar, schlimmer als die 5 Point gang, schlimmer als schlechter Tee. Einfach zum kotzen. Ich hab es dich schon einmal Privat gefragt Nigel, ich frage es dich jetzt nochmal vor unseren Brüdern hier, WANN wirst du endlich aktiv und führst uns zum Sieg?

Nigel hat sich all das angehört. Oh Boy - er muss sich fühlen, als würde er in einem Kundencenter arbeiten und muss sich täglich all die Beschwerden über irgendwelche Produkte anhören. Der Brite hat sich längst vom PC Bildschirm gelöst und jedem, der gesprochen hat, ganz lange in die Augen gesehen. Es wirkte fast so, als hätten die drei sich ihre Kritik bereits parat gelegt. Hier jedenfalls knistert es ordentlich - und das ist nicht die Grafikkarte des PCs. McGuinness hat sich an einen Bleistift gekrallt und lässt diesen nachdenklich mehrmals auf den Tisch knallen. Gehen selbst dem englischen Superhirn langsam die Ideen aus?

NIGEL MCGUINNESS
» Zunächst einmal möchte ich mich dazu äußern, dass ihr eine ganz relevante Sache vergessen habt. Ich hoffe doch sehr, ihr habt euch die Matchcard des montägigen Events einmal ganz genau angesehen. Noam Dar als wichtigstes Glied unserer feindseligen Gruppierung muss seinen Gürtel gegen einen Mann aufs Spiel setzen, den ich sehr schätze. Lasst es mich so sagen: Ich bin sehr sicher, er wird diesen auch verlieren. Bryan Danielson und ich verbindet eine lange Vergangenheit, wir standen bereits in zahlreichen Squared Circles gemeinsam und gegeneinander und ich kenne ihn in - und auswendig. Er ist jemand, der sich vielleicht vollkommen mit Recht als bester Wrestler der Welt bezeichnet. Wenn momentan jemand Noam schlagen kann, dann er. Ich verstehe daher eure Kritikpunkte nicht in Gänze. So kritisiert ihr, dass wir uns den World Heavyweight Title zu diesem Zeitpunkt nicht schnappen - doch das ist doch auch gar nicht das Ziel. Unser Ziel ist und bleibt die 5 Point Gang - erst danach kümmern wir uns um solche Dinge. Fakt ist also, dass Noam Dar den Gürtel verliert und dann so am Boden liegt, dass wir ihm letztlich nur noch den Gnadenstoß geben werden; ihn die Klippe herunterstützen. Ohne ihren Anführer ist die Gang schließlich so geschwächt, dass es nur noch eine Frage der kürzeste Zeit ist, bis wir unser Ziel schließlich erfüllt haben. Lasst all die anderen Dinge doch endlich außer Acht, ich bitte euch.

Klare Worte Nigels - und gar nicht so falsch. Der Brite schaut seine drei Mitglieder ganz genau an. Die Kritik kann und wird er nicht weiterhin ignorieren.

NIGEL MCGUINNESS
» Axel ist in einer Findungsphase. Ihr müsst das verstehen. Das hier ist eine völlig neue Situation für ihn. Er hat immer gewonnen. Überall. Amerika ist ein neues Plfaster und er ist sichtlich kein Profi, so wie ihr es seid. Dass er unüberlegte Äußerungen tätigt und mehr mit sich selbst kämpft, als mit irgendwem anders: Das soll im Moment absolut kein Nachteil sein. Wir sind eine starke Gruppierung und wir können Axel die Zeit gewähren, die er benötigt um schließlich ein wichtiges Mitglied unserer Gemeinschaft zu sein. Er wird uns noch mehr als nur behilflich sein, wenn es darum geht, die 5 Point Gang zu erledigen. Ich möchte, dass ihr wisst: Er ist im Moment der einzige in unserem Prestige ohne eine Aufgabe. Das bringt mich zum nächsten, aufgeführten Kritikpunkt. Fühlt ihr euch unterfordert? Tom - ich bin sehr froh und stolz, dass du deinen Auftrag so schnell erledigt hast. Bitte lass mir doch sämtliche Informationen später noch zukommen. Joe - ich bin sicher, du wirst dir das Gold am heutigen Abend krallen; und das wird ein wichtiger Part sein, um letztlich für Aufmerksamkeit zu sorgen. Irgendwann können sie uns nicht mehr ignorieren - irgendwann müssen sie uns beachten: Und dann schnappen wir zu. Ohne Hinterhalt. Wie Männer. Zack - Tom und du, ihr werdet dafür zuständig sein, euch die Tag Team Gürtel zu gegebener Zeit zu sichern. Ich bin jedoch nicht sicher, ob die zwei Kriegsmaschinen sich diese am Montag aneignen werden: Ich zweifle fast daran. Das Ziel bleibt daher: Jay White und Marty Scurll. Bitte - bleibt da dran und bitte: Kümmert euch nicht zu sehr um Axel Dieter Junior - sondern um uns und um euch.

Nigel richtet sich auf, schiebt den Stuhl ran und verlässt den Raum durch die Türe - das jedoch nicht ohne abschließende Worte.

NIGEL MCGUINNESS
» You're welcome.

Der Brite nickt seinen Mitgliedern noch zu und lässt sie mal wieder allein zurück. Die Türe schließt er hinter sich selbstverständlich - mehr als Getuschel ist nicht mehr zu hören. Gerade, als die Kamera nun schließlich also ausfaden will, filmt sie noch einmal kurz die Tür auf der anderen Seite; also jene Stelle, aus welcher Nigel gerade trat. Dort nämlich löst Axel Dieter ein lautes Raunen in der Halle aus. Der Deutsche steht an der Tür und hat offenbar gelauscht. Nigel sieht ihn nicht - oder tut er vielleicht nur so? Mit einem nachdenklichen Axel Dieter fadet die Szene dann aus.

Noelle Foley: "Wow, Leute.. wie kommt es dass Neuzugänge immer gleich die Schlüssel zum Königreich fordern, Jungs?"

Byron Saxton: "Ich weiß nicht, aber es ist wirklich auffallend. Ich denke, dass die Zeit des Prestige schon sehr bald kommen wird. Ungeduld hilft nicht!"

Johnny Curtis: "Yo, die Jungs sind doch in Ordnung. Meinen Mann Noam und seine Crew werden die nicht stürzen, aber hey, es muss immer einen 2. Platz geben und den werden die Jungs hier gut ausfüllen."



Wir befinden uns auf einer privaten Party in Großbritannien. Geladene Gäste, dumpfe Bässe und hochprozentiger Alkohol wohin das Auge reicht. Das Kamerateam kämpft sich an den betrunkenen, tänzelnden Männern und Frauen vorbei und dabei durch den völlig zugerauchten, kleinen Raum in dem sie sich aufhalten. Wo sind sie hier nur gelandet?

Es ist die Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 00:11 Uhr - das sehen wir dank einer Digitaluhr an der Wand und einer Einblendung am unteren, linken Bildschirmrand.

PART 1: Wednesday, February 26, 0:11 AM

Durch die Rauchschwaden zu sehen ist eine Sitzgelegenheit auf der ein junger Mann tront, das linke Bein überschlagen und darauf etwas abgelegt, das durch den Rauch hindurchschimmert. Er beugt sich über und macht eine geradelinige Bewegung, fast über das Etwas hinweg... was geht da vor sich? Das Kamerateam nähert sich als die Person den Kopf nach hinten wirft und sich die Nase reibt. Hinuntergefilmt erkennen wir.. das ist.. das ist die c2c World Heavyweight Championship! Und auf ihr liegt ein dünner Film weißen Puders.

Den Fokus der Kamera wieder gehoben erkennen wir dass es sich bei dem jungen Mann um den zur Championship dazugehörigen Noam Dar handelt. Die Scottish Supernova wischt sich die Nase ab und grinst. Ein Pulver von der prestigeträchtigsten Championship im Wrestling Business zu ziehen dürfte ihm nicht gerade Freunde machen - aber das will er ja auch gar nicht. Als er die Kamera bemerkt springt er sofort auf, packt sich den Title und winkt sie mit sich. Zusammen kämpfen sie sich nochmals durch die Rauchschwaden, durch das Labyrinth an Partygästen, biegen um eine Ecke an der ein ruhiger Ort ist.

NOAM DAR:
» Gut dass ihr hier seid, es gibt einiges zu bereden! «


Überheblich wie immer zwinkert Dar in die Kamera und nickt dann. Er würde seine World Championship am heutigen Abend noch gegen Bryan Danielson verteidigen - der selbe Bryan Danielson der ihn letzte Woche in einem Non Title Match besiegt hatte. Shane McMahon hatte verkündet dass sie sich in einem Hell in a Cell Match gegenüberstehen würden, was weder Bryan noch Noam gefallen hat.

NOAM DAR:
» Ich trete am Montag in diesen verdammten Hell in a Cell Käfig um gegen Bryan Danielson zu kämpfen. Bryan Danielson - den Typen, den ich vor zwei Wochen habe aufgeben lassen, in der Mitte des Ringes. Ich meine, klar, ich bin glücklich darüber einen Gegner zu haben der eine Clothesline von einer Lariat unterscheiden kann, nicht wie das Riesenbaby von Ezekiel Jackson, aber das heißt nicht dass ich es gutheiße nun mit einem WAHNSINNIGEN in das wohl gefährlichste Match in der Geschichte des Wrestlings zu treten. Das ist verrückt! Wisst ihr wie hoch diese fackin' Zelle ist? Wie schmerzhaft es ist gegen die Zelle zu fliegen? Nein, das wisst ihr nicht. Und deshalb freut ihr euch so. Ihr wollt euch doch alle nur an meinem Leid ergötzen, aber das werde ich nicht zu lassen! «


Grinsend hebt Dar den Zeigefinger vor die Kamera und bewegt ihn langsam hin und her um seine Abneigung dagegen zu verdeutlichen. Er schnupft nochmal kurz die Nase in ein Taschentuch und spricht weiter.

NOAM DAR:
» Ihr habt doch keine Ahnung wie es ist Noam Dar zu sein! Täglich feindet mich irgendein Nobody auf Twitter an um sich an mir hochzuziehen, irgendwelche Schlampen wie Alexa Bliss kommen zu mir und fassen mir in den Schritt um meine Aufmerksamkeit zu bekommen, weil sie denken wenn sie in meinem Dunstkreis herumschwirren wie verdammte Fruchtfliegen, kann ihnen keiner etwas anhaben. Hurrdurrrr, Noam Dar ist ein Kumpel von mir, ich gehöre damit schon fast zur Gang, hurrhurr. Und die Typen erst! Sie laufen mir doch alle rein zuuufälligg über den Weg, klopfen mir auf die Schulter und erzählen mir, dass sie mich respektieren. Was, soll ich meine Hose gleich runterlassen? Dann musst du nur noch auf die Knie gehen. Es macht mich KRANK! «


Das Grinsen ist verflogen, denn Noam hat sich selbst in Rage geredet. Er rollt mit den Augen und geht im Gang auf und ab, der zum Glück recht leise ist, dank der dicken Wände. Die Musik dringt kaum hervor.

NOAM DAR:
» Aber dann.. aber dann! DANN kommt facking Bryan Danielson aus seinem Rattenloch hervorgekrochen, schafft es irgendwie mich zu besiegen und bildet sich jetzt ein, er könnte es auch tun wenn es um etwas geht. Dieses Ding hier.. «


Provokant hält er die c2c Championship in die Kamera, während ihm langsam Schweißtropfen über die Stirn laufen. Ein Schelm wer böses denkt. Es dürfte klar sein von welchen Substanzen diese körperliche Anstrengung hervorgerufen wird.

NOAM DAR:
» .. das hier ist MEIN SCHATZ. Das ist mein Gold! MEINS! Das ist die Krone die mich zum König des Dschungels macht. Und ich werde einen Teufel tun einen von euch auch nur in die NÄHE davon kommen zu lassen. Völlig egal wer, Danielson, PAC, Axel Dieter oder Bray Wyatt - es spielt KEINE Rolle. ICH bin euer World Heavyweight Champion und das bleibe ich auch, komme was wolle! Und da könnt ihr alle mit euren Mickey Mouse Championships ebenso zuhören! ICH bin euer aller König! Willow, Kip, Bliss - ihr seid mein verdammter Hof. Und wenn ihr überhaupt schafft eure Championships zu verteidigen, dann werde ich andere Saiten aufziehen! Ich habe die Schnauze voll von diesem respektlosen Getue von euch allen! Ich bin der König des Dschungels und der mit Abstand BESTE den diese Company zu bieten hat. Keiner von euch ist auch nur in meiner Nähe, KEINER VON EUCH. «


Lautstark knallt es als er anscheinend in einem ihn überkommenden Anflug von Wut die Hand gegen die Wand knallt. Noam wischt sich mit dem Ärmel seines Hemdes den Schweißfilm von der Stirn und lehnt sich dann gegen sie, dabei tippt sein Fuß nervös auf und ab. Er wirft sich eine Kippe in den Mundwinkel und zündet sie an, zieht, inhaliert. Bedrohlich ruhig und mit vom Rauch veränderter Stimme spricht er weiter.

NOAM DAR:
» Und wie sie immer daherreden.. werfen mir vor ich besteche Referees oder bin insgeheim Freund mit Shane facking McMahon. Als hätte ich nicht jedem von ihnen im Ring gezeigt zu was ich fähig bin.. und außerhalb des Ringes genauso.. «


Einmal mehr zieht er am Glimmstängel, dessen.. glimmender Stängel im schummrigen Licht des Raumes hervorsticht.

NOAM DAR:
» ICH UND SHANE MCMAHON!!! Hahahahaha... «


Plötzlich regt sich was. Die Tür durch die Noam und das Kamerateam eben getreten ist öffnet sich und ein Mann kommt heraus, läuft direkt auf Noam zu. Ist das...

Pete Dunne: Was ist los hier, wieso schreist du so?!

NOAM DAR:
» Peteeeyyy.. «


Mittlerweile mit vollends glasigen Augen stützt sich Dar von der Wand ab und läuft rüber zum verlorenen Sohn der 5 Point Gang, schmeißt seinen Arm um dessen Schulter und bekommt das erwidert. Pete klopft Noam auf den Bauch.

Pete Dunne: Komm'n' bisschen runter, Champ.

NOAM DAR:
» Mir geht's gut, man. DENEN geht's Scheiße! «


Nochmal klopft das Bruiserweight seinem Freund Noam auf den Bauch und dann auf die Schulter.

Pete Dunne: Sowieso, Bruder.

Die Scottish Supernova aber macht einen Schritt zurück. Seine zugekokste Ansprache ist nicht beendet und als verdammter König des Dschungels haben das alle zu respektieren.

NOAM DAR:
» Hört mir mal alle zu.. in den kommenden Tagen werde ich etwas tun von dem ihr nicht mal zu träumen wagt. Vielleicht in euren Alpträumen.. höchstens. Vielleicht kommt es raus. Vielleicht kommt es nicht raus. Aber ihr sollt wissen, dass allein IHR alle Schuld daran seid. IHR habt mich zu dem gemacht was ich bin. Egal ob es facking Neville-PAC war, seine Freunde, ob es Adam Cole war als er meine Frau gefickt hat oder Bray Wyatt, als er mir tote Tiere in den Kofferraum gelegt hat. Egal ob es die Fans in der Crowd waren, die mit Pappbechern auf mich geworfen haben und gebuht, oder ob es meine "Kollegen" waren, die denken sie könnten mich verurteilen. IHR habt mir die Gedanken gegeben die ich habe. IHR habt dafür gesorgt, dass ich tue was ich tue. Wenn ihr mir hinterher den schwarzen Peter zustecken wollt, dann wasche ICH meine Hände in Unschuld. Denn alles was ich austeilen werde... und damit meine ich nicht an Bryan Danielson.. all das habt ihr mich fühlen lassen. Und eine Person da draußen wird diese ekligen Gefühle und Schmerzen, die ich durch euch erlitten habe, auf sich nehmen. Müssen. Und dann wird der Aufschrei groß sein.. wie kann er nur? Wie kann er ihr das antun? Wie kann er gefallen daran finden? Ich sag' euch wie.. indem ich dieses kleine Häufchen Elend zu eurem persönlichen Jesus facking Christus mache und SIE im Namen von EUCH LEIDET. Ich-... «


Bevor Noam aber weiterreden kann, nimmt Dunne ihn zur Seite. Was auch immer der selbsternannte Löwe vor hat, es wird sicherlich nicht schön werden. Die Fans in der Halle, die eben noch gebuht hatten, sind mittlerweile auch totenstill. Diese Promo ist anders als das was Noam sonst erzählt. Er hat etwas richtig schlimmes vor und macht sie alle dafür verantwortlich..

Pete Dunne: Bist du noch zu retten? Wieso erzählst du sowas?

Vom Champion allerdings keine Antwort, nur ein starrer, glasiger, böser Blick und eine verschwitzte Stirn. Das Bruiserweight Pete Dunne sieht über die Schulter zur Kamera und hält sich die Handkante an den Hals, was soviel wie "Cut!" bedeutet.

Pete Dunne: Das Interview is' vorbei. Verpiss' dich bevor ich dir die Nase breche.

Und ohne weiter Umschweife ist die Kamera aus. Der Titantron schwarz. Und die Halle still. Eine Gänsehaut zieht über das Publikum, eine Gänsehaut wie sie sie noch nicht erlebt haben. Was zum Teufel hat er nur vor?! Und wer ist "ihr"? Eine "Sie"!?

Noelle Foley: "Mir lief es gerade eiskalt den Rücken runter, Leute. Was hat Noam vor?!"

Byron Saxton: "Ich weiß nicht, aber es KANN nichts Gutes sein."

Johnny Curtis: "Woah.. Noam. Nicht cool. Nicht cool, das muss ich sagen. Hoffentlich macht er keine Dummheiten."



Nach monatelanger Abstinenz gibt es vermutlich nichts besseres, als sein Gesicht bei einem so riesigen Pay-Per-View im sonnigen Florida zu offenbaren - Jedenfalls scheinen Zelina Vega und ihr Klient, Andrade "Cien" Almas, genau das zu denken. Unter gemischten Reaktionen im Publikum sind die beiden Superstars auf dem Titantron zu erkennen. Zur Feier des Tages in einem schicken Anzug gekleidet, spaziert der Südländer gemütlich durch die Korridore, während Vega sich, an seiner Seite, ein wenig umsieht. Auch die Latina weiß sich zu kleiden, und zieht im bauchfreien Top und enger Leggings die Blicke der Männer auf sich. Die Aufmerksamkeit scheint die beiden allerdings nicht im geringsten zu Interessieren. Vor eine der vielen Türen angekommen machen sie halt. Nachdenkend fährt Zelina mit ihren langen Fingernägeln über die Echtholz-furnierte Tür. Wie sonst üblich scheint kein Namensschild an oder neben dem Holz angebracht zu sein, doch der Blick der Schwarzhaarigen verrät, dass sie sich der Richtigkeit sicher ist. Kurz klopft sie dem deutlich größeren 'Schützling' auf die Schulter.

Zelina Vega
» Ich muss ein paar Dinge klären. Ein Mann deines Kalibers sollte die bestmögliche Verpflegung bekommen, mal ganz von dem ranzigen Locker Room abgesehen, den man uns hier wohl als ausreichend verkaufen will. «

Mit diesen Worten stampft die Latina sofort, ohne anzuklopfen, durch die Tür und lässt selbige ins Schloss fallen. Kurz seufzt der ehemalige Luchadore, bevor er sich mit dem Rücken an die kalte Wand lehnt und die Arme vor der Brust verschränkt. Ein Glück, dass er sich um solche Gespräche nicht kümmern muss. Seit seinem letzten Run in der Promotion hat er allerdings ein wenig an seinem Englisch gearbeitet, nicht zuletzt auch dank Zelina, welche Spanisch und Englisch fließend spricht.

???
"... excuse me, sir, have you seen Shotzi Blackheart? No? Okay, thank you."


Eine Stimme ist aus dem Hintergrund zu hören kurz nachdem Zelina verschwunden ist. Man kennt die Tonlage, man kennt den Akzent - all das in Kombination hatte man definitiv schon einmal gehört. Erst aber als die Kamera herumfährt, Almas aus dem Fokus lässt und versucht den Ursprung der Stimme zu finden, scheint die Sache klar zu sein - Peyton Royce spaziert bereits in Ring Gear durch den langen Flur, hatte gerade einen Mitarbeiter angesprochen, der ein Headset trägt und ein Klemmbrett in der Hand hat. Er verneint die Frage, scheint es eilig zu habe. Schließlich lässt er die Australierin schnell wieder hinter sich, nachdem er ihr geantwortet hatte. Peyton dreht sich herum, sieht dann den Flur entlang in dem sich gerade viele Menschen tummeln - das Special heute Abend ist schließlich entsprechend wichtig. In diesem ganzen Wirrwarr scheint sie jemanden zu suchen, der ihr vielleicht weiterhelfen könnte. Einige Schritte macht sie nach vorn, ehe sie sich wieder umsieht. Das Getümmel scheint sie keinen klaren Gedanken fassen zu lassen. Sie sucht nach Shotzi - Shotzi Blackheart ist seit geraumer Zeit nicht mehr aufzufinden. Und da Peyton mittlerweile einen sechsten Sinn für die Situation der grünhaarigen hat, scheint es fast so als würde sie sich Sorgen machen. Royce war geraume Zeit mit Simon Grimm zusammen und da dieser bekanntlich gern seine Schwester sadistisch misshandelt, hat sie offenbar eine Vermutung. Manchmal kennt man jemanden einfach viel zu gut - viel, viel zu gut. Dieses Wissen könnte ihr aber deutlich weiterhelfen, um Blackheart tatsächlich aufzuspüren - oder will sie einfach nicht gefunden werden.

Peyton Royce
"Andrade? Hey, Andrade! Wie kommst du denn hier her? Ich wusste gar nicht, dass du wieder unter Vertrag bist."


Die Australierin macht einige Schritte auf den Mexikaner zu, während sie einigen Workern ausweichen muss. Die beiden kennen sich aus einer früheren Promotion - das konnte man bereits auf Twitter beobachten, nachdem Almas ein Bild von ihm, Billie Kay und Peyton im Auto gepostet hatte. Dass Andrade aktuell wieder mit Zelina Vega unterwegs ist, hatte Royce auch mitbekommen. Und das mit der Latina nicht unbedingt gut Kirschenessen ist, dass ist ihr auch bewusst. Wäre Zelina also in der Nähe gewesen, hätte Peyton ihn wohl niemals angesprochen. Warum? Naja, die Australierin will eigentlich jedem Streit möglichst weit aus dem Weg gehen - eben so weit wie sie kann. Vega ist schließlich dafür bekannt, dass sie vor allem das Geschäft im Blick hat und außerdem ist sie einfach ganz klassisch Stutenbissig. Damit möchte Royce einfach nichts zu tun haben - zumindest nicht in der nächsten Zeit. Schließlich hat sie mit der Sache um sich selbst und Simon Grimm immer noch genug zu tun. Außerdem möchte sie aktuell ja noch die Sache mit Shotzi Blackheart klären. Nach wenigen Sekunden steht sie dann vor dem Mexikaner und lächelt ihm entgegen. Schon lange haben sie sich nicht mehr gesehen und dabei haben sie sich immer gut verstanden. Die Australierin stemmt eine Hand in die Hüfte und scheint ein bisschen zum Plaudern aufgelegt zu sein. Dann faltet sie die Hände vor ihrer Brust.

Peyton Royce
"Du hast nicht zufällig Shotzi Blackheart gesehen oder?"


Sie tritt ein bisschen näher an ihn heran, da es offensichtlich im Backstagebereich ein bisschen lauter ist als sonst. Peyton möchte scheinbar sicher gehen, dass Andrade sie auch entsprechend versteht.

Andrade Almas
» Shotzi ... Blackheart .... ?! Qué nombre tan estúpido. «

Angesichts des komischen Namen kann der Mexikaner gar nicht anders, als zu seiner Muttersprache zu greifen und sich selbst, sowie Peyton zu fragen, wie dämlich dieser Name eigentlich ist. So sind Amerikaner nun mal - Irgendwas dummes tun, hauptsache polarisieren. Dennoch kann sich Almas ein Schmunzeln nicht verkneifen. Tatsächlich ist es eine schlaue Entscheidung ihrerseits ihn nicht anzusprechen wenn Zelina in der Nähe ist. Natürlich fühlt er sich der Latina gegenüber nicht angezogen, doch wird sie wirklich bissig, wenn Andrade auch nur eine Sekunde abgelenkt und nicht auf seinen Erfolg konzentriert ist. Etwas, was er gebrauchen kann, wo er doch dafür bekannt ist, einige Röcke zu jagen. Zuletzt Carmella, wie die meisten wissen.

Andrade Almas
» Naja, am Anfang war ich alleine. Jetzt mit Zelina an meiner Seite kann ich mich voll und ganz auf das Wrestling konzentrieren. Du siehst gut aus, hast du eine andere .. uhm .. « Überlegend schnippst Andrade mit den Fingern. » color de pelo ... eh, Haarfarbe?! «

Und wieder kann er es nicht sein lassen, als der ersten Frau, die ihm über den Weg läuft, ein Kompliment zu machen. Es liegt nicht daran, dass er wie ein dauergeiler Trottel durch die Gegend läuft, doch ist er selbst der Meinung, dass er sich auch trotz einer Frau in seinem Leben vollkommen auf seinen Job konzentrieren kann. Zuvor war er mit Carmella zwar relativ erfolgreich, doch hat er keinen Titel gewonnen, was in seinen Augen eher der kurzen Dauer seines Vertrags geschuldet war. Immerhin hat er die Zeit für Englischstunden nutzen können und so kann er, zwar stockend, ordentliche Gespräche führen, auch wenn Zelina nicht gerade mit ihm ist.

Und doch wäre Peyton wohl genau die Falsche. Die Falsche im Sinne von, es wäre brandgefährlich für ihn, wenn er sich ihr in aller Öffentlichkeit nähern würde. Simon scheint irgendwie fast jedes Gespräch mithören zu können. Irgendwie bekommt er immer die Informationen, die er gerade braucht, um seine nächste Grausamkeit zu planen. Grimm ist ganz offensichtlich noch nicht über die Beziehung mit der Australierin hinweg und da er ein unberechenbarer Sadist ist, könnte das für Andrade ziemlich blöd werden. Wahrscheinlich möchte Vega genau solche Probleme bei ihrem Klienten verhindern. Sicherlich könnte Almas auch eine Frau neben dem Sport haben, aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass er sich die Finger an jemanden verbrennt, der vielleicht interessant zu sein scheint, aber eine Vergangenheit hat, die man am liebsten gar nicht wissen möchte. Peyton ist so jemand. Obwohl sie derzeit wohl sagen würde, dass sie ihre eigene Herrin ist, dass Simon keine Macht mehr über sie hat, so ist es fast schon klar, dass Grimm irgendetwas tun wird, um sie wieder zu seinem zu machen. Aktuell scheint er aber derjenige zu sein, der auf allen Vieren um ihre Aufmerksamkeit buhlt, aber es ist nur eine Frage der Zeit bis er die Geduld verliert - davon ist Peyton absolut überzeugt. Und sie selbst? Wie steht sie dazu sich wieder ins Single-Getümmel zu werfen? Dazu wurde bisher absolut nichts erwähnt. Sie scheint eine Mauer um sich herum gebaut zu haben - eine wirklich dicke. Nach einer Beziehung mit Simon Grimm absolut verständlich, um ehrlich zu sein.

Peyton Royce
"Ein bisschen anders sind sie, ja. Gefällt es dir?"


Royce fühlt sich ganz offensichtlich geschmeichelt von seiner Aussage. Ihm ist die neue Haarfarbe aufgefallen - das ist nicht selbstverständlich. Entsprechend mild und etwas beschämt von seinem Kompliment scheint ihr Lächeln hinter den sonst so kühlen Augen hervor zu stechen. Ihr Lächeln ist einzigartig, ja, etwas, was man immer seltener zu sehen bekommt. Eine Rarität, die wohl noch nicht jeder zu schätzen weiß. Almas und Royce hatten sich kennengelernt noch bevor sie sich in eine manipulative Beziehung stürzte. Er sollte die Kühle und die Distanziertheit der noch blutjungen Australierin noch nicht kennen. Jeder, der sie erst nach Grimm kennengelernt hat, scheint überrascht zu sein von ihrer Offenheit, die sie ihrem alten Bekannten hier gegenüber zeigt. Wie weggeblasen scheint die Vorsicht vor allem, was sie auf ihrem Weg zu treffen befürchtet. Peyton fährt sich durch die lange Mähne, scheint sich noch einmal selbst versichern zu wollen, dass alles wirklich an Ort und Stelle ist, ehe sie eine Strähne um ihren Zeigefinger wickelt, um damit ihre aufkeimende Nervosität zu verbergen, zu verarbeiten. Offensichtlich hat Royce nicht mit diesem Kompliment gerechnet. Ein unterdrücktes Kichern entweicht ihrer Kehle. Dabei wagt sie es fast gar nicht Andrade wirklich in die Augen zu blicken.

Peyton Royce
"Und du und Zelina - ihr seid nur Geschäftspartner? Ich meine, ihr müsst ja echt viel Zeit miteinander verbringen, wenn sie mit dir herumreist und für dich alles Geschäftliche regelt."


Tastet sie sich da langsam jemand an etwas heran, was sie eigentlich gar nicht zugeben möchte? Und außerdem, Shotzi scheint in diesem Moment vergessen zu sein. Eigentlich sucht sie doch nach der grünhaarigen und das recht akribisch. Andrade scheint es aber wert zu sein, sich kurz ablenken zu lassen.

Andrade Almas
» Ja, nur geschäftlich. Sie will, dass ich einen Titel nach dem anderen gewinne und lässt nicht zu, dass ich mein Ziel aus den Augen verliere. Dabei gibt es niemanden, der El Idolo gefährlich werden könnte, selbst wenn ich nur 20 Prozent gebe. Aber ich bin sehr dankbar dafür. Wenn sie nicht wäre, würde man mir den gebührenden Respekt nicht geben. «

So viel zu ihrer Sorge bezüglich Grimm. Wenn es nach Almas ginge, würde er den Schnautbart tragenden Hafensänger innerhalb weniger Minuten im Ring zu seinem Schoßhündchen machen. Da der Amerikaner allerdings keinen Titel sein Eigen nennt, ist er für den Mexkaner uninteressant. Von der Historie zwischen ihm und Peyton weiß er dabei zum Glück nichts, denn selbst ohne direkte Nähe zwischen Almas und ihr würde er diesen Psychopathen vermutlich aufsuchen. Nicht umsonst ist bereits ein Großteil der Liga hinter Grimm her, der selbst gestandene und durchaus 'böse' Männer zur Weißglut bringt.

Andrade Almas
» Wirklich sehr schöne Haare. Wie geht es dir? Und warum suchst du diese Frau?! Hat sie dir etwas angetan? «

Nein - genauso ist es eben nicht. Eigentlich hat Shotzi ihr rein gar nichts getan. Eher war es so, dass es andersherum war. Schließlich war sie schon immer Mitwisserin von dem, was Simon ihr antut und anstatt das zu tun, was richtig ist, scheint es so zu sein, dass die Australierin ganz gekonnt weggesehen hat. Für Peyton war Blackheart niemals wirklich relevant - zumeist eher unsichtbar und das war für Royce auch gut so. Warum? Vor manchen Sachen verschließt man einfach die Augen, auch wenn man besser eingreifen sollte, anstatt das alles irgendwie zu ignorieren. Wahrscheinlich ist sie deshalb auch so erpicht darauf, sich bei Shotzi zu entschuldigen - naja, zumindest sie zu aller erst einmal zu finden. Aktuell scheint sie aber wie vom Erdboden verschluckt. Zugegeben, die Australierin scheint aktuell ein bisschen abgelenkt zu sein, aber das hat eher andere Gründe. Schlussendlich möchte sie die grünhaarige finden - aber ebenso muss sie die Situation nutzen, dass Zelina scheinbar beschäftigt ist. Royce steht nicht der Sinn danach, sich mit irgendjemanden auf irgendeine Art und Weise hier anzulegen. Sie möchte einfach nur die Wogen bezüglich ihrer Vergangenheit glätten und dann ganz einfach ihren Job machen. Mit der Sache mit Shotzi und Simon im Nacken, kann Peyton es also eigentlich nicht gebrauchen, wenn sie dann noch eine wütende Vega hinter sich hat. Zudem muss man sagen, dass die Australierin schon die ein oder andere Sache über Zelina gehört - also würde sie es persönlich als angenehmer empfinden, wenn sie keine Probleme mit ihr bekommen würde. Peyton seufzt und stützt sich mit einer Hand an der Wand ab, spürt den bröseligen, weißen Putz an ihren Fingerspitzen. Dabei ruht ihr Blick auf dem Mexikaner. Kurz sieht Royce dann auf den Boden, ehe sie etwas verlegen aufsieht und sich auf die Unterlippe beißt.

Peyton Royce
"Nein, nein. Shotzi hat mir nichts getan. Ich suche nach ihr, weil manche Sachen bei unsere letzten Begegnung unausgesprochen geblieben sind und ich das noch gern klären würde. Außerdem ist sie so vom Erdboden verschluckt, dass ich befürchte, dass ihre Dämonen sie wieder eingeholt haben. Naja, zumindest ein Dämon."


Und wenn man die Geschichte zwischen Shotzi Blackheart und Simon Grimm verfolgt hat, dann weiß man ganz genau, welcher Dämon gemeint ist. Nachdem Peyton schon den ganzen Abend nach der grünhaarigen sucht, scheint sie mittlerweile Schlüsse gezogen zu haben. Schlüsse, die bedeuten müssen, dass Simon gelogen hat - abermals. Er hat sie letzte Woche angelogen an dem Abend, an dem er angeblich zeigen wollte, dass er sich verändert hat. Tatsächlich haben die beiden sich wirklich nur unterhalten und es ist nichts weiter passiert. Offenbar hatt die Australierin wirklich geglaubt, dass er im Kern die Wahrheit sagt - dass Grimm gern alles ein bisschen ausschmückt, dass ist Peyton bewusst, aber offenbar hat er einfach gelogen. Plain and simple. Und sobald sie Shotzi gefunden hat, dann wird sie ein ernstes Wort mit ihm reden. Ihr Vorteil in der Sache? Grimm würde es niemals wagen sie so anzufassenn wie er es mit seiner Schwester tut. Sie ist seine größte Schwäche - dem ist sich Royce vielleicht nicht immer bewusst, aber im Gegensatz zu allen anderen ist sie diejenige, die ihn zum Winseln bringen kann, wenn sie das denn nur will. Sie kann ihn dazu bringen, Dinge zu tun, die er eigentlich niemals tun würde, wenn sie das nur will. Und vielleicht kann sie das Zünglein an der Waage sein für Blackheart. Dafür müsste Peyton sie aber zu aller erst finden - und dann müsste die grünhaarige auch noch entsprechend verzeihen. Verzeihen, dass sie die ganze Zeit einfach weggesehen hat. Die Australierin streicht sich eine Haarsträhne hinter ihr Ohr.

Peyton Royce
"Ja, ich freue mich, dass ich die Chance bekommen habe, hier anzutreten. Nach meinem Tryout hätte ich nicht gedacht, dass ich so schnell einen Vertrag bekommen würde. Also ja, mir geht es sogar ziemlich gut. Und dir muss es ja auch gut gehen, wenn du dich jetzt komplett auf das In-Ring-Geschehen konzentrieren kannst, wenn Zelina sich um den Rest kümmert. So rein geschäftlich."


Sie kann sich ein Lächeln nicht unbedingt verkneifen als sie das Wort "geschäftlich" ausspricht. Das ist doch eigentlich ziemlich positiv für Royce - Zelina Vega ist nur hier, weil die beiden zusammenarbeiten. So richtig kann sie selbst nicht verstehen, warum sie das so freut - irgendwie ist diese ganze Begegnung eine Mischung aus Wiedersehensfreude, Scham und Freundlichkeit. Gerade als sich Peyton von der Wand drücken will, scheint der Australierin etwas einzufallen.

Peyton Royce
"Hey, deine Nummer ist immer noch die gleiche wie damals oder?"


Die ganze Situation rundum Shotzi kommt dem Mexikaner zwar 'Spanisch' vor, doch hat er weder Lust noch Zeit sich schlau zu machen. Was die Leute außerhalb des Rings treiben, interessiert ihn dementsprechend herzlich wenig und selbst wenn es ihn tangieren würde, hätte sich Vega bereits eingeschaltet. Almas kann nicht anders, als jede Bewegung der Australierin akribisch zu beobachten. Der Biss auf die Unterlipppe, das Wegstreichen der Haarsträhne, alles wirkt auf ihn unglaublich anziehend. Kein Wunder bei einer so schönen Frau vor der Nase. Mit gerunzelter Stirn zückt Almas sein Handy. Wie lange haben die beiden sich nicht mehr gesehen?!

Andrade Almas
» Ich weiß es nicht, speicher deine Nummer lieber ein. «

Beinahe in der selben Sekunde, in der El Idolo sein Handy weitergibt, öffnet sich die Tür. Zufrieden stampft Zelina Vega auf den Korridor und wendet sich den Beiden zu. Innerlich rasend, dass hier augenscheinlich Kontakte geknüpft werden, stemmt sie die Hände in die Hüften und zwingt sich ein falsches Lächeln auf.

Zelina Vega
» Peyton, heeey~ Alles gut bei euch beiden?! «

Peyton Royce
"Zelina ... long time no see. Wir haben uns nur über die guten, alten Zeiten unterhalten. Andrade und ich haben viel Zeit miteinander verbracht..."


Dieser Unterton ist mörderisch. Wenn sich zwei Frauen begegnen und diese öberflächliche Freundlichkeit an den Tag legen, dann kann man wirklich fest davon ausgehen, dass es zwischen ihnen böses Blut gibt. Vega war auch damals nicht unbedingt dafür bekannt, die freundlichste Person im Lockerroom zu sein. Sicherlich sind die beiden auch schon entsprechend aneinander geraten und keine der beiden wollte das so schnell vergessen - was genau bleibt noch ein Geheimnis. Peyton kennt die Latina. Wenn es um's Geschäft geht, dann ist mit ihr absolut nicht gut Kirschessen. Dann sieht sie nur Erfolg, Geld und die bloße Vernichtung des Gegners. Sie ist eine Geschäftsfrau und deshalb wird sie ihre Linie durchziehen. Ist es das, was die Australierin daran vielleicht stören könnte? Man kann ganz offensichtlich sehen, dass sie eine Schwäche für den Mexikaner hat. Sie scheint sich in seiner Nähe auch wirklich wohlzufühlen, obwohl man Royce verdammt schwer lesen kann. Die Zeit mit Grimm scheint sie entsprechend geprägt zu haben. Ein gespieltes Lächeln zeichnet sich auf ihren Lippen ab. Die Spannung ist deutlich zu spüren. Vor allem merkt man, dass die Frauen sich offensichtlich nicht besonders gut leiden können. Peyton hatte gehofft, dass sie mit Andrade wenigstens noch die ein oder andere Minute ungstört - so ungestört wie es in diesem viel bevölkerten Flur möglich ist - hätte reden können. Die Australierin hat sein Handy in der Hand. Das sollte für Vega vielleicht schon Indiz genug sein für etwas, was sie offensichtlich untersagt hatte - das Knüpfen weiblicher Kontakte.

Peyton Royce
"Wenn wir uns jetzt häufiger über den Weg laufen, dann dachte ich, dass Andrade und ich vielleicht das ein oder andere Mal zusammen trainieren können. Von ihm kann man ja so viel lernen."


Der Unterton zeigt deutlich, dass das aus Provokation gesagt wurde. Naja, Training heißt vielleicht nicht unbedingt Training, sondern Essen gehen - und das Übliche, was dann danach so folgt.

Zelina Vega
» Ist das so, ja? Dann sehe ich dich die Tage bestimmt beim Training, Peyton. Wie dem auch sei, wir müssen weiter. «

Zelinas Worte klingen nett, doch wie ihre gespielte Freundlichkeit wirklich aufzufassen ist weiß wohl jeder. Ihrem Klienten einen giftigen Blick zuwerfend wartet Vega darauf, dass das Handy den Besitzer wechselt, bevor sie den Mexikaner vor sich hin schiebt und die Australierin zurücklässt.

Noelle Foley: "Ein kleines Revival, wie mir scheint. Manche wissen es wohl nicht, aber Andrade und Peyton Royce verbindet da eine lose Vergangenheit."

Byron Saxton: "Ich hätte jetzt mit mehr Stutenbissigkeit von Zelina Vega gerechnet."

Johnny Curtis: "Und du lagst falsch. Weil du KEINE Ahnung von Frauen hast. NEXT!"



Wir befinden uns noch ganz am Anfang der Show. Es ist außer dem Opener noch nichts sonst passiert. Aber was heißt hier bis auf den Opener? Wir haben das Comeback von Wade Barrett erlebt und wie dieser Dave Crist platt gemacht hat. Damit ist Crist kein Teil mehr der C2C. Eine Geschichte die man wohl schnell aus den Köpfen vieler gestrichen haben wird weil sie nur was fürs Kurzgedächtnis gewesen ist. Wenn überhaupt. Wie Wade nun weiter agieren wird bleibt erst mal abzuwarten. Abwarten ist aber etwas was die C2C Fans nicht gerne machen und daher schalten die Kameras auch schon Backstage wo man einen weiteren Protagonisten des Abends erblickt. Maxwell Jacob Feinstein wird es noch mit drei Gegnern gleichzeitig zu tun bekommen daher wollte er auch frühzeitig in der Arena sein und sich entsprechend vorbereiten. Mit seiner Sporttasche im Schlepptau marschiert er zu seiner Umkleide und betritt diese. Die Tasche wird in die Ecke geschmissen um die Hände frei zu haben sich umzuziehen. Gerade als Feinstein sein Hemd und seinen Schal beiseite gelegt hat kommt die Tasche wieder zurück geflogen. Verwundert dreht sich das Scarf Ace dahin um wo seine Tasche eigentlich hätte liegen sollen. Doch erst jetzt merkt er, dass er nicht alleine im Raum ist. Ein älterer Greis sitzt bereits auf einem Stuhl und blickt kopfschüttelnd zu dem Jungspund herüber. Da liegen mindestens zwei Generationen würden wir mal schätzen. Nicht nur, dass der ältere Herr die Sporttasche in Richtung von Max geworfen hat, er richtet auch noch das Wort an den C2C Superstar.



Greis: “Hör mir gut zu… Wir haben nicht viel Zeit. Sie sind sicherlich schon auf der Suche nach mir. Auch wenn es für dich merkwürdig klingen mag aber ich bin du… nur eben ein paar Jährchen weiter. Mach die Luke wieder zu und mache nicht so ein doofes Gesicht. Wusste gar nicht mehr wie dumm ich so sonst ausgesehen habe. Wie dem auch sei. Zurück zum Thema. Ich komme aus der Zukunft um dich zu warnen vor dem heutigen Abend denn dieser wird große Auswirkungen auf den Rest deiner Karriere haben. Sei also auf der Hut und haue alles raus. Sonst…“

Nachdem Feinstein erst etwas gebraucht hat um den Schock des Eindringlings zu verarbeiten und zudem die wilden Behauptungen zu verstehen hat er nun scheinbar mehr als genug gehört. Harsch fährt er dem Opa ins Wort.

MJF:
”Aus welcher Irrenanstalt bist du denn entflohen? Du willst also ich sein und willst eine Zeitreise getätigt haben um mich vor einem Unheil zu bewahren? Ich habe ja wirklich schon viel gehört aber so etwas toppt wirklich alles. Wenn du also nun die Gütigkeit hättest meinen Locker zu verlassen. Sonst sehe ich mich nämlich gezwungen dich herauszuschmeißen. Und glaube mir…”


Greis: “…Ja, Ja. Du würdest es auch machen. Diese Sätze kenne ich zu genüge weil ich sie ja selbst oft von mir gegeben habe. Es war mir auch klar, dass du mir nicht auf Anhieb glauben würdest. Aber warum fragst du mich nicht etwas was nur der wahre Feinstein wissen kann?“

Immer noch hält der junge Maxwell den älteren Verschnitt für einen Spinner. Dennoch scheint er sich eine Frage zu überlegen die als Test geeignet wäre. Auch wenn ihm klar ist, dass der alte Herr diese nicht beantworten kann aber vielleicht bekommt er ihn so doch gewaltfrei abgewimmelt.



MJF:
”Nun gut… hier die Frage bei der wirklich nur ich die Antwort kenne und sonst niemand… Wie nenne ich meinen Schal heimlich?”


Siegessicher verschränkt Maxwell seine Arme. Dieses Rätsel wurde tatsächlich noch nie gelüftet aber es gab bereits Spekulationen dass er bei dieser innigen Liebe seinem Markenzeichen einen Namen verpasst hat. Der Greis braucht nicht lange um wie aus der Pistole geschossen zu antworten.

Greis: “Lady Cottony Cotton! Wobei ich sie heute anders nennen würde. Aber zur damaligen Zeit war das schon okay. Behalte ihn ruhig.“

Vor Staunen geht der Mund von Maxwell wieder nach unten. Völlig baff muss er das erst einmal verarbeiten und sich hinsetzen. Scheinbar war die Antwort richtig. Ist es denn wirklich wahr? Sehen wir hier einen Maxwell Jacob Feinstein aus einer späteren Zeit? So wie Feinstein geht es nun sicherlich vielen Zuschauern in der Arena. Als sich Mister MJF wieder etwas berappelt hat blickt er auf den alten Mann immer noch leicht ungläubig.

MJF:
”Du….? Aber….? Häh….? Wenn es wirklich stimmt, dann sage mir ob ich schon bald den World Titel in der Liga erringen werde. Werde ich reich und berühmt sein? Gibt es Filme über mich? Bücher? Comics? Bin ich ein Held der seine eigene Statue errichtet bekommt für seine Verdienste?”


Die Fragen sprudeln nur so aus ihm heraus. Ehe der Greis aber eine Antwort finden kann sieht man einen hellen weißen Lichtblitz der durch die Türe strahlt aber dennoch den gesamten Raum erleuchtet.

Greis: “Sie kommen. Sie haben mich gefunden. Verspreche mir meine Worte ernst zu nehmen. Es liegt im Interesse von uns beiden denn du kannst deine Zukunft heute zu einem Besseren gestalten. Und auf deine Fragen….”

Da wird auch schon die Türe aufgetreten. Heller Nebel flutet die Umkleide und zwei Silhouetten betreten das Zimmer. Kaum hat sich der Qualm verzogen und das blendende Licht sich abgeschwächt hat kommt man wieder nicht aus dem Staunen heraus. Vor einem silbernen DeLorean erscheinen Michael J. Fox und Christopher Lloyd die beide auch schon sichtlich in die Jahre gekommen sind. Beide stehen in der Montur von Marty McFly und Doc Brown vor den beiden Maxwells.



Doc Brown: “Schweig! Kein Wort weiter! Grundgütiger! Du solltest doch genau wissen, dass man besser nichts über seine eigene Zukunft wissen sollte. Dies bringt das gesamte Raum-Zeit-Kontinuum ins Schwanken und unser Universum wäre zerstört. Hüte dich also, Maxwell. Es ist schon schlimm genug dass du dein eigenes Ich aufgesucht hast. Es grenzz an ein Wunder, dass deine jüngere Version noch beisinnen ist. Nicht auszumalen was passiert wäre wenn ihm hier etwas geschehen wäre…“

Marty McFly: “Noch mal Glück im Unglück. Es ist aber nun an der Zeit die Biege zu machen. Wir müssen nämlich wieder zurück… zurück in die Zukunft, dort wo du hingehörst.“

Die beiden Ankömmlinge gehen auf den alten Maxwell zu während der junge völlig perplex sich das Schauspiel von seinem Platz aus ansieht. Nach einiger Gegenwehr haben die zwei Zeitreisenden dann doch Kontrolle über die Situation.

Greis: “Wie wollt ihr mich denn hier wegbringen? Ihr seid mitten in einer Arena. Da habt ihr Idioten wohl einen Denkfehler.“

Provozierend lacht der alte Mann Marty und Doc aus.

Doc Brown: “Keine Sorge… Dort wo wir hinfahren brauchen wir keine Straßen…”

Marty McFly: “Und ich dachte immer dass ich auf Einstein besser aufpassen müsste. Dass es sich nun um einen Feinstein handelt ist irgendwie interessant. Na ja. Dann wollen wir mal wieder. Wenn du die kurze Ruhestörung entschuldigst, junger Maxwell. Du hast nichts gesehen und nichts gehört…”

So verschwinden die drei die eigentlich in Maxwells Umkleide nichts zu suchen hatten. Wieder sieht man das helle beißende Licht und mit einem lauten Knall sind sie vom Erdboden verschwunden. Plötzlich kommt jemand im schwarzen Anzug in die Umkleide hinein. Bei genauerer Betrachtung handelt es sich sogar um Will Smith der eine Sonnenbrille trägt. Dieser zückt ein kleines metallenes Gerät aus seiner Hosentasche und zieht es auseinander. Ein roter Laserkopf kommt zum Vorschein. Moment mal. Zurück in die Zukunft? Und jetzt Men in Black? Was geht hier vor sich?

Agent J: “Wenn ich kurz Ihre Aufmerksamkeit haben könnte. Bitte schauen Sie einmal zu dem Gerät….“



Wie in Trance dreht Maxwell seinen Kopf in die Richtung und prompt kommt ein heller Blitz aus dem Gerät heraus und alles wird weiß. Man kann nichts mehr erkennen. Dann aber sind wir wieder in der Umkleide von Maxwell. Wir sehen Feinstein wie dieser auf einem Stuhl sitzt mit geschlossenen Augen. Plötzlich steht ein Worker neben ihm und rüttelt ihn sanft. Erschrocken fährt Maxwell hoch und blickt sich um. Kein Agent J, kein alter Mann, kein Marty, kein Doc. Nur ein C2C Worker. War das gerade wirklich passiert? Hat er etwa nur geträumt? Hierauf erhofft sich Feinstein eine Antwort vom gerade Erschienenden.

MJF:
”War hier gerade ein alter Mann? Oder ein silberner DeLorean? Ein Mann im schwarzen Anzug? Hast du irgendwen hier in den letzten Sekunden jemand raus oder reingehen sehen?”


Jetzt scheint der Worker derjenige zu sein der Maxwell für völlig irre hält. Ein deutliches Kopfschütteln ist zu sehen.

Worker: “Außer Sie habe ich keinen gesehen der dieses Zimmer betreten oder verlassen hat. Aber mir sagte jemand, dass ich sie genau zu diesem Zeitpunkt hier finden würde und wenn dies der Fall ist soll ich Ihnen das hier geben…“

Der Worker reicht Maxwell einen viereckigen Umschlag aus dem das Scarf Ace einen Zettel herausholt. Niemand weiß was darauf geschrieben steht oder von wem das Dokument gekommen ist aber merkwürdig ist das alles schon. Die Nachricht hat zumindest eines bei MJF bewirkt. Er wirkt total verbissen, ernst und entschlossen. Vielleicht hatte der alte Mann ja Recht egal ob er nun wirklich da war oder nicht. Vielleicht hängt die Zukunft von Feinstein an diesem heutigen Kampf. Heute könnte es entweder steil nach oben gehen oder bergab. Der Jungspund ist mehr als gewillt, dass es in die obere Richtung gehen wird und so verlässt er mit der Notiz die Umkleide. Mit diesen zerstörenden Bildern schalten die Kameras zurück zu den Kommentatoren.

Noelle Foley: "Ein bisschen verrückt war das schon!"

Byron Saxton: "Fakt ist - Maxwell will wieder ganz oben bei den Großen mitspielen!"

Johnny Curtis: "Da wird er auch bald sein! Glaubt mir! Der Kerl schreit Gold!"



Der Titantron flackert, der Backstagebereich wird eingeblendet, direkt vor der Kamera nur eine schwarze Fläche, ein Rücken bedeckt von einer Kapuzenjacke, die Kapuze ruhte auf dem Kopf der Person, bedeckte den Haarschopf, verbarg vor den Fans, was sich unter ihr abspielte, genau wie sie nicht wussten, was bei dieser Person vor sich ging, die hier durch den Backstagebereich schlich wie ein Wanderer, der beobachtete und Informationen sammelte. Die Kamera war fixiert auf den Rücken, verfolgte ihn regelrecht auf seinem Weg durch den Backstagebereich, bis etwas scheinbar seinen Blick fesselte, denn kurz stockte die Person, hielt ihn, die Kamera rannte regelrecht in den Rücken hinein, die Fans sahen nur noch schwarz, bevor sie bemerkten, wie diese Person etwas in die Hand nahm und anhob. Das Bild wanderte, die Kamera wurde die Hände entlang geführt, Bandagen an den Fingern kamen zum Vorschein, Finger, die regelrecht sanft über das Leder in ihrer Hand strichen, während die Kamera über sie glitt, über das Leder und die Verzierungen bis hin zur großen Plakette aus Gold, auf welcher es ganz groß geschrieben stand: Women Champion. Was wollte diese Person mit diesem Titel?

Alexa Bliss
"Finger weg! Was denkst du denn bitte, wer du bist?!"


Wer auch immer er ist - er hat wahrscheinlich die falsche Person erwischt. Er hat wahrscheinlich den falschen Titel berührt und er hat wahrscheinlich nicht besonders viel nachgedacht vorher. Schließlich hat er sie ja angesprochen. Seit der Niederlage gegen Shotzi Blackheart scheint sie noch mies gelaunter als vorher schon zu sein. Es wirkt fast so als würde sie mit jeder Minute, die sie daran denken muss, ein bisschen mehr Hass empfindet - gegenüber Blackheart, gegenüber Peyton Royce und gegenüber jedem, der das gut zu finden scheint. Nicht nur, dass sie das erste Mal verloren hat, sie hat es auch noch gegen Shotzi müssen. Bisher konnte sich die Blondine aufgrund ihrer Siegesserie hervortun, konnte es anderen Menschen und vor allem Kollegen unter die Nase reiben und dementsprechend fühlte sie sich über all diese Verlierer erhaben. Und jetzt? Jetzt ist dieser winzige Schmutzkrümel in ihrer Regentschaft zu sehen, der alles versaut. Sie war ungeschlagen, sie war die unbesiegbare Championesse, die dabei war damit in die Geschichtsbücher einzugehen. Jetzt ist sie nur noch gewöhnlich. Jetzt ist sie so wie diese anderen Frauen des Rosters und das scheint sie ziemlich zu ärgern. Die Blondine sieht über ihre Schulter und ihre Augen unterstreichen ihre Wut auf die Welt noch einmal. Für Blackheart ist es besser, wenn sie am heutigen Abend nicht auftaucht - zugegeben, Bliss hat sie auch noch nicht gesehen und das ist mit Sicherheit auch besser für die grünhaarige. Ansonsten könnt es nämlich Backstage ein bisschen hässlich werden. Schnell greift die amtierende Championesse an ihren Gürtel. Offensichtlich möchte sie diesen heute besonders fest halten. Nach ihrer Niederlage ist sie deutlich im Nachteil gegenüber Bobbi Tyler. Diese war ja logischer Weise vor dem Special siegreich.



Alexa Bliss
"Warum in aller Welt will mich das Schicksal so kurz vor meinem Titelmatch prüfen? Wenn du nicht willst, dass gleich ein Unglück passiert, dann verschwindest du besser schnell!"


Die Nerven liegen also offensichtlich blank - zumindest bei der amtierenden Championesse. Obwohl beim letzten Special sogar zwei Gegnerinnen nach dem Gold greifen, aber Tyler ist irgendwie ein kleines bisschen anders. Es scheint fast so als könne Bliss sie nicht so wirklich einschätzen. Als hätte sie bei der Britin gar keine wirkliche Angriffsfläche, um sie zumindest psychisch fertig zu machen. Für die Blondine ist das die wichtigste Art der Kriegsführung. Denn zum Beispiel Rhea Ripley wollte immer damit prahlen, dass sie größer und sträker als Bliss ist - aber ihre psychische Kriegsführung hat sie dann doch ganze zwei Mal in die Knie gezwungen und dabei wirkt die Australierin fast doppelt so groß wie die amtierende Championesse ist. Es zeigte sich also in den Matches, dass die größe eigentlich ziemlich unwichtig ist, wenn man nur clever genug ist, um dieses Manko auszumerzen. Dass sie aber nun auf so abartige Weise gegen Blackheart verlieren musste, scheint sie immer noch heftig zu ärgern. Und der Grund für diese Niederlage wird sich auch noch deswegen erklären müssen - erklären bedeutet in der Welt der Championesse aber tatsächlich, dass sie etwas diabolisches für Peyton Royce in petto haben wird. Was genau, bleibt wohl ihr Geheimnis bisher. Da man aber bisher nie von der Blondine enttäuscht wurde, scheint dieses Versprechen wirklich real zu sein. Verächtlich schnaubt die Blondine, während sie ihren Gegenüber mustert. Warum zum Teufel zieht sie eigentlich immer wieder solche Versager an?!

???
„Deine Niederlage wurmt dich, was? Hast sie definitiv verdient...auch wenn ich die Methoden dieser verdrehten Wahnsinnigen für falsch halte.“


Auch wenn man ihn nicht lächeln sieht kann man den Spott regelrecht aus der Stimme heraus hören, die unter der Kapuze hervordringt. Den Spott über die Niederlage der vorher ungeschlagenen Championesse. Der Kopf nach unten geneigt scheint der Blick noch an den Händen zu hängen, die kurz zuvor noch den Titel in den Händen gehalten haben, den Titel, den die Blondine inzwischen eng an sich klammerte, so, als wolle sie ihn um nichts auf der Welt hergeben. Ein Ruck geht durch den Körper der Person mit Kapuze, langsam hebt sich der Kopf darunter, dreht sich zu seiner Gesprächspartnerin, nur um mit den getapeten Fingern langsam die Kapuze von seinem Kopf herunter zu schieben. Ausgewachsene blonde Haare kommen zum Vorschein, ein Bart, ein spöttisches Lächeln, gepaart mit einem Funkeln in den Augen, welches den Spott nur noch einmal unterstreicht. Wie er selbst schon sagte, die Methoden dieser verdrehten Wahnsinnigen waren eindeutig nicht sein Fall, aber es war Zeit gewesen, die Dame vor ihm von ihrem hohen Ross herunter zu holen.

Mark Haskins
„Du hast Angst, deinen Titel zu verlieren, nicht wahr? Dieses kleine Stück Metall, das du scheinbar so sehr für dein Selbstwertgefühl benötigst. Dabei hast du nur deine eigene Medizin zu schlucken bekommen. Ist scheiße, wenn das System mal nicht für einen arbeitet, nicht wahr? Wenn man nicht Woche für Woche jemanden zum Besiegen vor die Nase gesetzt bekommt, von der man weiß, das sie nicht einmal gut genug ist, um sich ihren Namen zu merken! Ich wette, du weißt nicht mal, wie deine Gegnerin heute Abend heißt.“


Das Grinsen hat sich verzogen, ist einer ernsten Miene gewichen, die Lippen leicht verzogen, die Abscheu liegt regelrecht in seinem Blick. Es gab solche und solche im Wrestling-Business. Die, die sich alles hart erarbeiten mussten, von denen behauptet wurde, sie hätten es nicht drauf oder wären zu kaputt, um es nach oben zu bringen und diejenigen, die vom System begünstigt wurden. Denen jede Woche leichte Kost vorgeworfen wurde, deren Namen sie nicht einmal kannten, die sich auch nicht für diese Leute interessierten. Solche Leute interessierten sich nur für sich selbst und ihren Erfolg, sie mussten einen kleinen Gürtel um die Hüfte herum tragen, um ihr Selbstwertgefühl zu steigern, sie mussten ihre Macht und ihren Status ausleben, sei es durch Prahlerei oder durch Psycho-Spielchen. Haskins hatte für solche Leute nichts übrig. Sie wussten nicht, was es bedeutete, ganz unten zu sein und sich nach oben zu kämpfen, zu beißen, sie wussten nicht, wie es war, auf sich selbst angewiesen zu sein sondern vom System zu profitieren.

Mark Haskins
„Ein Unglück, hmm? Was willst du machen, Glitzerfee? Mich böse anfunkeln? Mich mit bösen Glitzerstaub bestäuben, der mich in einen namenlosen Niemand verwandelt? Oh, nein, warte, wahrscheinlich bin ich für dich schon ein namenloser Niemand, nicht wahr?“


Alexa Bliss
"Glitzerfee? Wrong Gimmick, dumbass!"


Was auch immer sie damit meinen könnte. Jeden Falls, ist es noch relativ früh am Abend. Die Schlechte Laune der Blondine bis zum Co Main Event hat also noch ordentlich Zeit einzuweichen und entsprechend zuwachsen. Das hier ist also nur der Anfang des Bösen - da ist noch eindeutig Luft nach oben. Und wer die amtierende Championesse kennt, der weiß, dass sie definitiv noch um einiges kratzbürstiger sein kann. Haskins hat also eigentlich ziemlich Glück, dass er sie so früh am Abend des Specials trifft. Aber wer ist er überhaupt? Bisher hatte - so wie Bliss das überblicken kann - er lediglich ein Match und das hatte er auch noch sang- und klanglos verloren. Also ist er jemand, der ihr sowieso nicht das Wasser reichen kann. Die beiden bewegen sich nicht auf Augenhöhe und die beiden hätten wohl nicht unterschiedlicher sein können. Mark wirkt ein bisschen ungepflegt, wie jemand, der sich nicht dafür interessiert, was andere von ihm halten und ob Eltern ihn als gutes Vorbild für ihre Kinder erachten. Dagegen steht Alexa Bliss. Die amtierende Championesse scheint DIE Erfolgsstory der c2c zu sein. Auferstanden aus der Asche ihrer schlechten Verträge und ihres schlechten Bookings schien sie schnell die Leiter zum Erfolg zu erklimmen. Auch wenn geschenkt oder nicht - Alexa ist erfolgreich und damit gehört sie eher zu der Art Mensch, die man als Abschlussballkönigin und Freundin des Quarterbacks bezeichnen kann. Bliss ist eine Frau, die eben das bekommt, was sie möchte. Eben weil sie so aussieht wie sie aussieht und weil sie einen gewissen Charme hat, dem die meisten Männer eben nicht so einfach widerstehen können. Ihr Gesichtsausdruck hat sich immer noch kein bisschen verändert. Es wirkt gerade so als würde sie sich mit jeder Sekunde, die Haskins in ihrer Nähe ist, noch verschlechtern - wenn das denn sogar noch möglich ist. Wenn man sich Alexa aber so ansieht, dann ist sie mit Sicherheit keine Glitzerfee - sie sieht eher aus wie die dreizehnte, die Dronröschen mit einem Fluch belegt.

Alexa Bliss
"Angst meinen Titel zu verlieren? Du kannst das doch gar nicht nachvollziehen, Tarzan für Arme. Eine Championship ist deshalb wichtig, weil alles, was du sonst tust, vollkommen unwichtig ist. Erst wenn du es schaffst, deine Leistungen zu vergolden, bist du wirklich an der Spitze angekommen. Jemand wie du wird aber niemals soweit kommen, deshalb ist es mir vollkommen egal, was du da erzählst. Und jetzt - geh' mir aus der Sonne, Versager!"


Ihr Ton ist bissig - so wie immer -, aber es schwingt eine Aggressivität und eine gewisse Tragik in ihrer Stimme mit, die man wohl nicht weiter definieren kann - raushören kann man sie dennoch alle Male. Bobbi Tyler wäre eigentlich niemand, um den sich Alexa Sorgen machen würde. Schlussendlich scheinen sie sich um die Blondine, die sonst immer nur um Kip Sabian herumschwirrt, aber dennoch ihre Gedanken zu drehen. Für die amtierende Championesse ist das eine unangenehme Gegnerin. Unangenehm, weil sie eben dieser typische Underdog ist. Hätten man vielleicht wieder gerechnet, dass die obligatorische Titelverteidigung wieder gegen Toni Storm oder Mary Dobson - etablierte Talente der c2c - stattfinden wird, so ist Tyler ein völlig neuer Nenner in dieser Geschichte. Ein Nenner, der für Bliss schwer einzuschätzen ist und demnach die große Variable in diesem Match ist. Die große, unbekannte Zahl, die für Alexa die Gleichung "Titelverteidigung" negativieren könnte. Könnte! Daran hangelt sich die Blondine mit samt ihrer großen und unnachgiebigen Arroganz nach oben. Für alle - für ihre Kollegen und Kolleginnen, für alle anderen Worker und vor allem für das c2c Universe - sollte ihre Verteidigung selbstverständlich sein. Sie ist schließlich das beste, was dieser Divison jemals hätte passieren können. Und außerdem - auf faire Weise konnte sie noch niemand besiegen. Shotzi hatte einfach nur Glück, dass Peyton offensichtlich Komplexe hat und ihr half.Sie sieht immer noch wenig beeindruckt von dem, was Haskins ihr sagt. Ja, einen Titel um seine Hüften kann er offensichtlich nicht nachvollziehen.

Alexa Bliss
"Wenn man es nicht gewohnt ist, einen Titel zu halten, dann kann man solche Gefühle nicht nachvollziehen. Und dabei rede ich nicht von diesem Indy-Schrott, den ihr vielleicht irgendwann mal geschenkt bekommen habt."


Dass die Blondine keinen Respekt für den Aufstieg aus einer Indy-Liga zum Branchen-Primus c2c hat, hatte sie bereits auf Twitter einmal verlauten lassen - auch das gegenüber Bobbi Tyler. Gefühle? Genau da lag der Fehler des Business, der Fehler des Systems. Mark hatte sich, wie viele andere auch, aus dem Indy-Bereich hinauf gekämpft, hatte viele verschiedene Leute besiegt, an vielen verschiedenen Orten gewrestlet um sich für eine der großen Companys ins rechte Licht zu rücken, um eine Chance zu bekommen, ganz oben mitzuspielen. Er hatte sich den Arsch aufgerissen, jeden verdammten Tag trainiert und seinen Körper aufs Spiel gesetzt, um bei einer Company wie Coast2Coast zu unterschreiben und wofür? Um als kaputt zu gelten, als beschädigte Ware, die nach einem vergeigten Match direkt wieder entlassen werden soll. Aber nicht mit ihm, nicht mit Mark Haskins. Man sieht die Abscheu regelrecht in seinem Gesicht, die Abscheu gegenüber Menschen wie Alexa Bliss, die sich ihren Erfolg nicht hart erarbeiten mussten, denen alles in den Schoß gelegt wurde. Die mit anderen Dingen für ihren Erfolg bezahlt haben, sei es mit einem netten Lächeln oder einem Haufen Geld. Diese Company war voll von solchen Leuten. Alexa vor ihm. Noam Dar. Keiner von ihnen weiß, was es wirklich bedeutet, sich für seinen Traum aufzuopfern.

Mark Haskins
„Damit du es weißt, jeder verdammte Titel, den ich mir erarbeitet habe, und sei es nur Indy-Schrott, wie du es nennst, war ein wichtiger Meilenstein in meiner Karriere. Für jeden dieser verdammten Gürtel habe ich mich aufgeopfert, und weißt du, was ich dadurch gelernt habe? Das Titel nicht mehr sind als Schall und Rauch!“


Nichts anderes waren diese Titel. Schmuck. Unnützer Schmuck, für den man sich nur weiter aufopfern musste, um ihn dann zu halten. Dieses System war verdammt, denn am Ende hielt ja doch wieder jemand den Titel, der es nicht verdient hatte. Jemand wie Alexa. Und da schloss sich der Teufelskreis, dieser Kreis, der durchbrochen werden musste. Die Sonne musste für alle scheinen, nicht nur für die, die sich für unersetzbar hielten, nicht nur für die, die dem Glauben erlegen waren, das der Titel alles andere ersetzt. Die dem Gedanken erlegen waren, eine höhere Stufe der Evolution zu repräsentieren, besser zu sein als andere, eine neue Rasse zu sein. Sie mussten brennen, brennen im Feuer ihrer eigenen Niederlage, genauso wie das System im Feuer dieser Niederlage brennen musste, so lange, bis nichts mehr von diesen Konstrukt übrig bleibt.

Mark Haskins
„Ich muss meine Leistung nicht vergolden, um zu wissen, das ich besser bin als jeder in dieser verdammten Bude. Willst du wissen, warum? Weil ich mir jedes Mal, wenn ich durch den Vorhang trete den Arsch aufreiße. Weil die Sonne für mich scheint, egal wo ich stehe. Und wenn ich dir aus der Sonne gehen soll, dann bedeutet das nur, das mein Schatten zu groß für dich ist.“


Und aus solchen Gründen braucht man einen Titel um die Hüfte. Weil das Selbstwertgefühl einem sonst sagt, das man es nicht geschafft hat. Oder man erst gar kein Selbstwertgefühl besitzt. Zufrieden lächelnd über genau diese Feststellung verschränkt Haskins die Arme, direkt vor Bliss Nase.

Alexa Bliss
"Dein Schatten zu groß für mich? Ich glaube, dass du da irgendwas verdrehst. Ich bin nicht nur die best bezahlteste, sondern auch die wichtigste Frau dieser Promotion. Das heißt für dich, dass du ein so kleines Licht bist, dass du nicht einmal einen Schatten wirfst, mein Lieber. Sei lieber froh, dass du dich irgendwann mal in meiner Sonne bräunen durftest."


Alexa hält nicht viel von denjenigen, die sich angeblich hoch gearbeitet haben und schlussendlich dennoch als Versager in einer so großen Promotion wiederfinden. Haskins und Menschen, die genauso sind wie er, werden in der c2c nichts weiter sein als irgendwelche Jobber, die sich für die wichtigeren Menschen hinlegen müssen. Wichtigere Menschen wie sie eine ist. Welche Frauen auch immer verpflichtet werden, sie werden das gleiche Schicksal haben wie Haskins hier. Er darf sich zum Pin für Champions und Superstars auf die Matte legen, ausklopfen oder ähnliches. Entsprechend ist er nicht für mehr gut als für eine Fußnote während andere Kollegen Geschichte schreiben - eben wie sie. Sie wird Geschichte schreiben und das als die längste amtierende Women's Championesse, die die c2c jemals sehen wird. An so etwas kann jemand wie er gar nicht denken und auch wenn er sich für einen besonders großen Star der Szene hält, vergilbt er im bloßen Antlitz der selbsternannten Göttin. Diese Indy-Wrestler sind doch immer das gleiche - sie scheinen keinerlei eigenes Charisma zu besitzen und während Weltstars wie Alexa doch einer ist, sich um die Fangemeinde kümmern, sie unterhalten und Umsätze, sowie Ratings generieren, scheinen diese nur verpflichtet zu werden, damit man die Konkurrenz schön am Boden hält. Haskins ist nicht wichtig, Bobbi Tyler ist noch viel weniger wichtig und gerade Kollegen wie Priscilla Kelly oder Shotzi Blackheart und und und, sind noch weniger sehenswert als man vielleicht zugeben möchte. Alexas Blick scheint Bände zu sprechen - sie ist nicht nur genervt von dieser ganzen Sache, sondern auch noch entsprechend bissig. Eine Mischung aus der vielleicht nicht Träume gemacht sind, aber vor allem die amtierende Championesse. Bliss winkt ab und scheint sich schon zum Gehen bereit zu machen.

Alexa Bliss
"Fahr' dich doch einfach wieder runter, okay? Ich kann nichts dafür, dass deine Eltern einen Versager aus dir gemacht haben und dich darüber dann nicht einmal informiert haben. Ich gebe dir einen Tipp - so als wichtigste Frau dieser Promotion -, versuche nicht mit dem Teufel zu tanzen, wenn du den verdammten Takt nicht halten kannst, okay?!"


Alexa ist von ihm wenig bis gar nicht beeindruckt. Ein bisschen scheint sie sich sogar über ihn lustig zu machen. Was will er tun? Sie in die Enge treiben oder was? Das ist mehr als nur ein lächerlicher Versuch, ein bisschen Ruhm von jemanden wie Bliss abzubekommen. Es wirkt eher weniger so als würde Bliss zurückweichen. Warum sollte sie auch? Mark hat nicht mehr als heiße Luft für sie übrig und während er hier redet, redet und nochmals redet, scheinen seine Gegner ihm immer ein kleines Stückchen voraus zu sein. Soweit voraus, dass er bisher keinen Sieg einfahren konnte und damit wohl so unattraktiv und unwichtig für die Fangemeinde ist, dass man seinen Support kaum messen kann. Die Blondine hingegen polarisiert. Die Menschen wollen, dass sie ihren Titel heute Abend verliert. Das wurde in mehreren Blogs, Twitterkommentaren und auch in Podcast angesprochen und schien sich zu verbreiten wie ein Lauffeuer. Sollen sie doch hoffen, dass sie verliert. Sollen sie doch wollen, dass sie ihren Titel nicht verteidigen kann - Aufmerksamkeit bekommt sie dadurch alle Male und Aufmerksamkeit bedeutet nicht nur eine bessere Stellung in der Company, sondern auch Titelchancen, Geld und eine Garantie, dass sie nicht so schnell entlassen wird wie es einigen Menschen lieb sein wird. Sie wird nicht so einfach vom Thron gestoßen - auch wenn einige darum flehen und auch wenn einige versuchen andere auf diese Seite zu zerren. Sollen sie doch stöhnen und jammern - Bliss wird das Zünglein an der Waage in diesem Spiel sein und sie wird dafür sorgen, dass auch an diesem Abend alle Zweifel erloschen sein werden, wenn Melissa Santos sie als weiterhin amtierende Women's Championesse als Siegerin des Matches küren wird. Jemand wie Bobbi Tyler hätte ehrlich gesagt auch ganz und gar nicht das nötige Starappeal dafür - dieses kleine, von ihrem Freund immer wieder betrogene, naive Mädchen, was nicht versteht gegen wen sie antreten wird. Auf dem Absatz macht die Blondine kehrt. Sieht noch einmal zu Haskins zurück.

Alexa Bliss
"Du bist die Zeit nicht wehrt, die ich mit dir verschwende und außerdem ..."
, ihr Telefon vibriert in ihrer Jackentasche, "... ich muss eh gehen.

Sagt sie, während sie ihr Smartphone wieder wegsteckt. Wer war das wohl an der anderen Leitung, der Alexa so schnell die Flucht ergreifen lässt? Man kann nur raten. Grimm? Dar? Black? Gute Frage. Kopfschüttelnd zieht Haskins sich die Kapuze wieder über den Kopf und wendet sich von der Szenerie ab. Soll sie doch denken, was sie will, wenn ihr sorgsam aufgebautes Konstrukt in sich zusammen fällt, dann wird sie wissen, was sie davon hat. Die wichtigste Frau in der Promotion also? So wichtig, das ein einzelner Anruf sie scheinbar zusammenzucken lässt wie ein scheues Reh? Die Hände in den Taschen vergraben filmen die Kameras noch ein letztes Mal Haskins Rücken, bevor der Titantron abgeschaltet wird.

Noelle Foley: "Alexa sah nicht gut aus, da zum Schluss. So wie sie aufgeschreckt ist!"

Byron Saxton: "Stimmt, das ist mir auch aufgefallen. Sie wirkte aufgeregt."

Johnny Curtis: "Sie ist nur eine brilliante Schauspielerin und hat sich geschickt aus der Haskins Affäre gezogen!"



Atemberaubend. Ausgezeichnet. Fabelhaft und Brilliant. Das sind Attribute, mit welchen man das inzwischen vierundzwanzigste Special (zu deutsch: "Spezial") der Coast 2 Coast beschreiben würde. Dementsprechend ist auch die Stimmung in den Reihen des gemeinen Publikums. Obgleich der Anteil der Bösewichte inzwischen wesentlich höher ist und viele Dinge - mit Verlaub - einfach nur noch nerven; so ist die Grundstimmung enorm gut. Jetzt möge man behaupten: Dieses Publikum feiert alles, was ihm vor die Nase gesetzt wird: Schließlich ist das hier keine kritische Oper oder ein Theaterstück; sondern eine schweineteure Wrestlingshow, bei welcher der Großteil der Zuschauer nach wenigen Minuten ohnehin angetrunken bis betrunken ist. Es ist so einfach. Und das war es schon immer. Das Prestige zum Beispiel: Taucht auf; mobbt die 5 Point Gang mit sympathischem, britischem Akzent; kann ein bisschen gut wrestlen und ist sofort und unmittelbar ganz oben: Zumindest, wenn es um Verkäufe der Merchandise Artikel geht. Allein Axel Dieter Jr. hat in der letzten Woche mehr verkauft, als Shark Boy und Simon Dean zusammen - Wahnsinn. Fakt ist aber auch, dass dem sogenannten Prestige das vollkommen egal ist: Schließlich ist und bleibt das einzige Ziel: Alleinige Weltherrschaft. Vielleicht aber auch eine Stufe drunter: Herrschaft über die Küste. Oder beide Küsten. Nigel McGuinness tut jedenfalls alles dafür. Gerade heute hat das Prestige die Chance, den Westcoast Title zu gewinnen und damit zumindest eine Küste zu beherrschen. Dementsprechend heftig laufen die Vorbereitungen.

Benannter Nigel McGuinness nämlich steht im Backstagebereich - dort, wo sich all die Utensilien befinden, mit welchen man ein prima Hardcore Match starten könnte. Jetzt. Hier. Sofort. Auf der Stelle. Der Brite und Führer des beliebten Stables Prestige hat ja momentan eher damit zu kämpfen, dass Axel Dieter Junior sich nicht die Kugel gibt; als Noam Dar den Title abzunehmen: Doch das ist offensichtlich beides überhaupt nicht relevant. Der gebürtige Londoner trägt einen schwarzen Anzug; maßgeschneidert mit schwarzem Hemd darunter und edlen Lackschuhen - gut gekleidet wie immer, das muss man ihm lassen. An seinen Ohr presst er ein Smartphone, während er in der anderen Hand einige Zettel hält. Warum und weshalb die Kamera ihn beim Telefonieren filmt, wird vermutlich niemals beantwortet. Ebenso wenig, was da auf den Zetteln steht. Doch wichtig sieht das schon aus.

NIGEL MCGUINNESS
» [...] und darauf werde ich künftig nicht mehr eingehen, Zack. Unter gar keinem Umstand ... Zack! Nun hör' doch endlich - [...]

ADAM COLE
» [...] Nigel muss jetzt leider auflegen, Zack. Business as usual und sowas.

Lauter Jubel bricht da direkt im Hintergrund - vermutlich in der Arena - aus. Adam Cole ist es, der Nigel McGuinness aus dem absoluten Nichts das Telefon vom Ohr reißt, sich selbst an eben jenes hält und "Zack" abwimmelt. Der Mann aus Florida - dem Staate, in welchem heutige Show stattfindet - behält das Smartphone des Briten noch ein wenig für sich und erfreut sich an dessen verduzten, wenngleich auch noch gefassten Gesichtsausdruck. Klar: Nigel ist nicht dafür bekannt, schnell die Fassung zu verlieren - auch nicht, wenn jemand einfach so seine wichtigen Telefonate stört oder gar beendet.

ADAM COLE
» Ich schlage vor, du unterhältst dich jetzt ein wenig mit mir, "Mister" McGuinness.

Nigel schüttelt den Kopf; kann nur schmunzeln. Der Brite hat ja schon viel erlebt - besonders, wenn es darum ging, dass ihn "Kollegen" in die Enge drängen wollte. Auf solch eine stupide Art und Weise hat das jedoch noch niemand gemacht. Besonders verwundernswert: Adam Cole hatte bis dato gar nichts mit Nigel McGuinness zu tun: Genau so wenig sein Bullet Club oder irgendeiner seiner vielen Freunde hier. Was also kann es sein, was den Panama City Playboy dazu bewegt, sich mit dem Anführer des Prestige anzulegen? Mysteriöse Umstände - offensichtlich. Der Brite schüttelt erneut den Kopf und starrt seinen Gegenüber an. Das kann schon auch einschüchternd sein.

NIGEL MCGUINNESS
» Stets zu Diensten, Mister Cole.

Der Nigel, der ist höflich. Und das selbst in solchen Situation. Obwohl er mit erheblicher Sicherheit innerlich extrem angefressen ist, gibt er sich gelassen und reserviert. Vielleicht die beste Variante, mit einem Mann wie Adam Cole umzugehen. Vielleicht auch die beste Variante, zu erfragen, was genau den Amerikaner bewegt, sich mit dem Prestige und seinem Führer auseinanderzusetzen.

ADAM COLE
» Nope - du unterhältst jetzt mich. Tanz für mich, Nigel. Zeig mir, was du drauf hast. Schließlich willst du doch dein Telefon wieder - da sind immerhin all die wichtigen Kontakte drin, oder nicht? Wär' ja zu schade, wenn ich das jetzt einfach so auf den kalten, harten Boden fallen lassen. Wie siehst du das, "großer Anführer"?

Adam lehnt sich an die Wand hinter sich und verschränkt die Arme. Einen Fuß legt er an die Wand, den anderen nutzt er als Standbein. Das sieht nicht nur cool aus - sondern symbolisiert auch: Cole wartet offenbar darauf, Nigel vorzuführen. Das wird nicht passieren. Unter keinem Umstand. Auf solche Späße wird sich der stolze Mann aus London keineswegs einlassen. Fakt ist: Er braucht dieses Telefon vermutlich genau so wenig, wie Adam Cole jetzt einen Tanz von ihm. Es geht hier lediglich um Mobbing. Mobbing am Arbeitsplatz. Das jedoch wird McGuinness nicht mitmachen.

NIGEL MCGUINNESS
» Gegenvorschlag. Ich bekomme benanntes Mobiltelefon - Sie bekommen Frieden.

Durchaus kein schlechter Vorschlag. Über diesen kann Adam aber nur genüsslich lachen. Weiterhin an der Wand lehnend scheint er die Anwesenheit seines Konversationspartner so richtig zu genießen. Was genau die Beweggründe des "Star of the Show" sind, ist dennoch noch immer nicht klar. Vermutlich weiß die Coast 2 Coast Legende noch nicht einmal, mit wem er sich da anlegt. Was er sich da alles einreißt. Es bedarf einen Anruf und Adam Cole wird sofort nach Großbritannien verschleppt. Da - in irgendeinen Palast; und in dessen Folterkeller. Ist es wirklich so, dass man das riskieren sollte? Gott sei Dank sieht das offenbar auch Cole so und reicht Nigel sein Handy wieder. Szene beendet? Mitnichten.

ADAM COLE
» Oh nein - das will ich keineswegs ausschlagen. Frieden ist doch toll, wie ich finde. Hier. Nimm. Und bitte - ruf' deine Freunde an. Ich steh' auf diese ganze Scheiße.

Nigel nimmt sein Telefon entgegen - schaut auf dieses und beginnt auch tatsächlich, eine Nummer zu wählen. Ob es jene des Zack Gibson oder Tom La Ruffa; vielleicht gar jene des Joe Hendry ist darf bezweifelt werden - ausgeschlossen ist das jedoch nicht. Klar ist: Adam hat sich mit den falschen Leuten angelegt und wird jetzt gleich ein ordentliches Donnerwetter der Briten erfahren. Oder nicht? Denn gerade, als Nigel sich wegdreht und telefonieren will, schlägt Cole ihm das Handy aus der Hand. Jetzt ist es gar nicht mehr so "handy" sondern mehr so "fußbodeny". Und auch "kaputty".

ADAM COLE
» Zu spät. Du musst lernen, schneller zu sein. Wer rastet, der rostet - sagt man doch so schön. Jetzt bin ich dran, okay? Jetzt nämlich ...

Adam schaut kurz nach hinten und pfeift einmal kurz in die Ferne des langen Ganges im Backstagebereich.

ADAM COLE
» ... rufe ich meine Freunde.

Wer mag da kommen? Nigel zeigt zum ersten mal so etwas wie Mimik, indem er verwundert in die Ferne starrt. Adam dagegen lehnt sich wieder an - dieses mal an eine der Kisten.

Kyle O'Reilly
Nigel McDonalds, großartig siehst du aus! Ist der Anzug neu?!

Frech grinsend schlendert der Kanadier den beiden 'Streithähnen' entgegen und glänzt, wie erwartet, mit dem typischen Verdreher im Namen. Den Briten musternd schießt er das zerstörte Telefon aus dem Weg und legt seinen Arm auf die Schulter des Panamianers. Ein neues Gesicht in der Company und bekanntermaßen guter Freund des Playboys, wenn sie in der Vergangenheit auch schon Schlachten geschlagen haben, die jegliche Rivalitäten mit Blutsfeinden in den Schatten stellen.

Kyle O'Reilly
Wo ist eigentlich ... ? Das üben wir nochmal. HEY!

Kyle beginnt in den Gang zu rufen, durch den zuvor noch das Pfeifen hallte. Offensichtlich sind sie noch nicht vollzählig und jemand hat seinen Einsatz verpasst. In der Theorie lief das Ganze noch deutlich flüssiger.

??? » Man, Kyle … hättest du nicht früher pfeifen können? Hier laufen überall Ratten rum und ich rede nicht von Nigel! – Aber selbst schuld, wenn man eine Show in Florida bucht. «

Wieder kommt ein Superstar hervor und stellt sich ins Kameralicht. Und es ist Kevin Owens? Mal wieder. Anscheinend kann er gar nicht ohne Coast 2 Coast. Viele sagen das sein Vertrag ausgelaufen ist, aber einige Quellen sagen, das er eine schwere Verletzung hatte und deswegen nicht mehr in den Shows war. Nur er weiß was wahr ist, vielleicht werden wir es früh genug erfahren.

KO » Ach Nigel, wie siehst du dann aus? Anzug, Krawatte? Wem willst du beeindrucken? – Alexa Bliss? Sie würde eher auf Adam Cole stehen, oder auf Kyle. Aber auf dich? – Niemals! Nicht mal die Ratte die mich beißen wollte, steht auf dich. Nicht mal dein Anzug mag dich, oder? Ich wette Adam Cole würde der Anzug besser stehen! «

Eigentlich wollte Nigel gerade gehen bis Owens ihm am Arm hält.

KO » Ich sagte Adam Cole steht der Anzug besser?! – Oder hören deine Englischen Ohren anders? «

Ach du heiliger Bimbam! Das kann doch jetzt nicht wahr sein. Als würde ein Adam Cole allein nicht ausreichen, um Nigel McGuinness hier an den Rande des Wahnsinns zu bringen; als hätte es nicht bereits gereicht, dass das Handy des Prestigeführer zerstört wurde und dieser sich das Gesicht des Panama City Playboys ganz genau einprägen wird: So tauchen jetzt - vollkommen aus dem Nichts - auch noch zwei Freunde und ehemalige Weggefährten des langhaarigen Mannes auf. Kevin Owens und Kyle O'Reilly - Gott: Ist das jetzt so eine Art Zusammenschluss? Der dreiundzwanzigste Versuch des Bullet Clubs? Nigel jedenfalls versucht sich hier aus der Bredouille zu bringen; oder viel mehr O'Reilly, Owens und Cole: Denn die drei wissen scheinbar nicht, worauf sie sich da einlassen.

NIGEL MCGUINNESS
» Die Herrschaften, ich darf doch wohl bitte. Ein Angriff auf mich? Auf das Prestige? So vollkommen ohne Motivation? Einfach nur, um die eigenen Gelüste nach Spaß und Spiel zu befriedigen? Ist das nicht etwas plump? Naiv? Gar gefährlich? Aber bitte - wenn das Ihr Wunsch ist.

Tatsächlich zieht Nigel die Anzugjacke schließlich aus und übergibt sie Adam Cole. Nanu. Ein Trumpf für das Team der drei Mobber? Ein Eingeständnis des Briten? Oder ist es viel mehr so, dass dieser ganz eindeutig bemerkt, dass er keine Chance hat. Lachend zieht sich Cole die Anzugjacke an und zerreißt sie dabei "versehentlich". Tja, die taugt ja jetzt nichts mehr. Vor den Augen des Mannes aus London wirft er eben jene Jacke dann zu Boden und tritt darauf. Symbolisch. Ein ganz klares Zeichen. Nigel schüttelt den Kopf; bleibt aber noch immer unheimlich gelassen. Erneut will der Engländer umdrehen und die Szenerie verlassen - doch wieder wird er festgehalten; von Owens und O'Reilly. Die beiden Männer drehen den Mentor des Axel Dieter Junior so zu Adam Cole, dass dieser seinem neugewonnenen Feind ganz genau in die Augen sehen kann.

ADAM COLE
» Hör' zu, "Mister". Du beendest deinen Prestige Schwachsinn besser ganz schnell - denn jetzt weht hier ein anderer Wind. Von allen verdammten Richtungen. Geh' zu deinen Freunden, den drei bekloppten Glatzköpfen; dem Weichei und dem Jerk und teile ihnen mit, dass euer "Plan" ab sofort "abgeblasen" wird - sonst blasen wir dich ab.

Der Mann aus Panama City nähert sich dem Kopf des ehemaligen Wrestlers und pustet diesem provokant und metaphorisch ins Gesicht. Das ist sicher nicht der Grundgedanke hinter dem Begriff "abblasen" - und dennoch: Die Botschaft sollte angekommen sein. Oder etwa nicht? In den Fängen von Owens und O'Reilly scheint Nigel jedoch noch immer nicht eingeschüchtert genug zu sein.

NIGEL MCGUINNESS
» Mit Verlaub - das wird nicht passieren.

Oh.

Kyle O'Reilly
Ich glaube mein Schwein pfeift. Adam, Kev - Droht der uns gerade? Und das auch noch mit seiner Gurkentrupppe. Bin verletzt, angeekelt und fühle mich persönlich angegriffen. Dabei habe ich doch gerade erst die Therapie hinter mir, nachdem ich über Jahre die Sucht verspürt habe, britischen Anzugträgern das Fell über die Ohren zu ziehen. Was wird meine Frau nur sagen, wenn ich wegen so einem Heiopei rückfällig werde?!

Ein gespielter, schockierter Gesichtsausdruck schmückt das Gesicht des zweiten Kanadiers in diesem Zusammenschluss. Kyle macht einen Schitt zurück, um seine Hand an den Rücken von Owens zu legen und den Dunkelhaarigen als menschlichen Schild zu benutzen.

Kyle O'Reilly
Jungs, .. wir sollten dem Typen mal zeigen, dass er so nicht mit uns umspringen kann.

KO » Willst du uns wirklich drohen? Der letzte der mir gedroht hat, der hat zwei Wochen im Krankenhaus gelegen! «

… Ein kleine Anspielung auf seinen ehemaligen Gegner Lio Rush! Sie haben sich Wochenlang hin und her verbal attackiert bis es zum aufeinandertreffen kam. Und, jeder weiß wie es ausgegangen ist. – Lio Rush war im Krankenhaus und Kevin Owens Eastcoast Champion. Das ist aber Schnee von gestern.

KO » Wer ist dafür, das Kyle Nigel so einen harten Kick verpasst das er den morgen noch spürt? «

Alle drei Personen in den Raum heben die Hand nur ein Ängstlicher Nigel versucht gerade wegzurennen.

KO » Tja, Mister Nigel! Drei gegen einen. Los Kyle! «

Und Zack! Nigel kann sich keinen Meter fortbewegen, da hat er auch schon den Stiefel von Kyle O' Reilly im Nacken. Sofort sackt der Brite zusammen und kann sich nur an einer der Kisten halten. Kevin Owens zieht ihn wieder rauf, um ihm noch eine zu verpassen. Auch Adam Cole tritt dem Anzugträger noch einmal kräftig ins Gesicht. Dann lassen sie ihn fallen. Wie ein nasser Sack fällt Nigel zu Boden und krümmt sich vor Schmerzen. Adam Cole geht einige Schritte nach vorn und stellt einen Fuß auf Nigel.

ADAM COLE
» Gefährlich. Gnadenlos. Unangefochten. Eine neue Ära bricht an. Wir sind ... die Undisputed Era.

Adam grinst in die Kamera, die das ganze filmt, während Kyle und Kevin hinter ihm ihre Jacken öffnen und ein Undisputed Era Shirt darunter hervorschaut. Owens reicht dem langhaarigen Playboy ein solches Shirt und dieser stopft es in den Mund des Führers des Prestige. Die Undisputed Era ist zurück - in gänzlich neuer Besetzung. Und das schlimmste daran: Sie haben sich direkt sehr mächtige Feind gemacht. Die drei Jungs klatschen sich gegenseitig ein und verlassen grinsend die Szenerie. Einige Mitarbeiter kommen sofort, um Nigel zu helfen und rufen Ärzte ran. So endet die Szenerie. Die Fortsetzung jedoch folgt. Ganz sicher.

Noelle Foley: "Leute.. sehe ich richtig!? Die Undisputed Era!?"

Byron Saxton: "Sie ist wieder da, in neuer Besetzung! Und Adam Cole ist wohl auch kein Teil des Bullet Club mehr!"

Johnny Curtis: "Damit ist der Bullet Club Geschichte, oder? Man hat es kommen sehen. Vielversprechende Neuzugänge und ein großes Comeback. Kevin Owens ist wieder da! Leute, die nächsten Wochen werden ehrenlos."



MATCH 2
SINGLES MATCH
Peyton Royce vs. Velvet Crowe


Writer: Matze

Violinen Streiche und Klaviertöne erfüllen die Halle, welche in ein rötliches Licht getaucht wird. Auf dem Titan Tron sehen wir einen Blutmond aufsteigen, welcher immer heller zu Strahlen anfängt. Violine und Klavier brechen ab und werden umgehend durch Schlagzeug und E-Gitarre ersetzt. Das Licht in der Halle wird wieder normal und dann beginnt das Entrance Theme von Velvet Crowe auch schon richtig fahrt aufzunehmen. Als der Gesang beginnt, betritt sie die Stage und blickt sich um. Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen, macht sie sich von der Stage auf die Rampe.

Melissa Santos: "Making her way to the Ring... from Glasgow, Scotland... weighing in at 150 pounds.. The Lady of Calamity VELVET CROWE!"

Diese wird nach unten stolziert, wobei sie mit einigen Fans abklatscht. Velet kommt vor dem Ring zum stehen und begibt sich sofort zur Ringtreppe, diese wird genommen und auf dem Apron entlang gegangen. Ihr Blick schweift durch die Halle und schließlich steigt sie durch die Ringseile in den Ring hinein. Sie entledigt sich ihres Mantels und gibt ihn nach draußen in treue Hände. Dann macht sie sich locker und wartet auf den Ringgong, während ihr Theme verklingt.



Hard times are coming
And I can't get no stay
She's got me runnin'
But can't get my stay


Als die Musik von Peyton Royce ertönt, empfangen sie die Fans mit eher gemischten Reaktionen. Es wirkt fast so als hätte jeder eine andere Meinung über die Australierin, die gerade die Bühne betritt und sich den Fans präsentiert. Auf der Rampe zeigt sie dann ihre typische Pose, ehe sie dann diese herunter läuft und dabei mit keinem einzigen Fan abklatscht. Ihr Hüftschwung ist vielleicht ein bisschen übertrieben als sie dann auf die Frontseite des Rings zu läuft.



Melissa Santos: "And making her way to the ring ... from Sydney, Australia ... PEYTOOOOON ROYCEEEE!!!"

Offenbar wissen die Fans nicht so wirklich, was sie von der Australierin halten soll, die sich nun auf den Ringrand schwingt, dort kurz inne hält und sich dann aufrichtet. Dabei sieht sie fast emotionslos zu den Fans, die sich immer noch nicht dafür entschieden haben, wie sie auf sie reagieren wollen. Während manchmal die negative Seite überwiegt, scheint es dann ins positive umzuschlagen. Dann legt sie sich auf das mittlere Seil und räkelt sich entsprechend lasziv darauf.



Nachdem sie einige Sekunden in dieser Position verharrt hat, schlüpft sie zwischen dem mittleren und dem oberen Ringseil hindurch. Peyton dreht eine große Runde im Ring und betrachtet dabei eindringlich die Fans. Dann steigt sie auf das unterste Seil und sieht ein letztes Mal zu den Fans. Sie lächelt.



* DING DING DING *

Peyton Royce besiegt Velvet Crowe by pinfall via Peyton-Plex (04:50min.)

Here is your winner by pinfall: PEYTOOOOON ROYCEEE!



Noelle Foley: "Das ging schnell.. unerwartet schnell!"

Byron Saxton: "Kaum Gegenwehr von Velvet Crowe, das war kein gutes Debut für sie. Peyton Royce aber hat vollkommen überzeugt!"

Johnny Curtis: "Das kann man wohl laut sagen! Glückwunsch an die Hübsche!"



Peyton Royce und Velvet Crowe haben gerade eben erst gezeigt, was die Frauen Divison alles auf dem Kasten hat. Bevor es mit Axel Dieter Jr vs Tajiri weiter geht, wird in die Kabine einer weiteren Wrestlerin geschaltet, die später in einem wichtigen Match stehen wird. Nein, es handelt sich dabei nicht um Alexa Bliss oder Bobbi Tyler, die sich um die „Krone“ in der Divison streiten wird. Es geht um Toni Storm, die einen für sie wichtigen Kampf hat. Ihre Gegnerin dabei war vor nicht allzu langer Zeit ihre Freundin und allen Anschein nach ebenso ein Opfer des mysteriösen Angreifers. Zu ihrem großen Entsetzen entpuppte sich ausgerechnet Rhea Ripley selbst als Drahtzieher dahinter. Nun sind die Landsfrauen miteinander verfeindet und werden sich im Last Woman Standing Match sicher nichts schenken. Wenn wir einen Blick auf die psychologische Kriegsführung im Vorfeld werfen, dann scheint Rhea definitiv die besseren Karten zu haben. Toni ist durch den Wind, ständig schlecht gelaunt, leicht reizbar…und kann an nichts anderes mehr denken, als Ripley endlich für alles bluten zu lassen. Darunter scheinen auch ihre zwischenmenschlichen Beziehungen etwas zu leiden. Toni sitzt gerade auf einer Bank und räumt langsam ihr Ringgear aus ihrer Sporttasche. Ihr Blick ist finster und stur nach vorne gerichtet. Die Hände, die ihr Zeug neben sich auf die Bank stellen, arbeiten dabei fast schon automatisch. Leichts rechts hinter ihr steht Catherine. Zwischen Beiden herrscht gerade etwas dicke Luft, da für die Dunkelhaarige die letzten Tage und Wochen mit Toni auch nicht immer gerade einfach waren. Dennoch wirkt der Blick von Cathy, den sie auf Storm wirft, mehr besorgt als alles andere. Sie traut sich aber gerade nicht ihre australische Lebenspartnerin darauf anzusprechen. Zu groß ist die Furcht davor, ein größerer Streit könnte entbrennen. Dafür hat Catherine ja jemand anderen gebeten ihr zu helfen. Und da klopft es auch schon an der Türe. Erwartungsgemäß müsste Toni darauf antworten, da es ihre Kabine ist. Doch diese zuckt nicht einmal zusammen. Ob sie überhaupt etwas gehört hat? Cathy sieht sie erwartungsvoll an…und nimmt dann selbst die Zügel in die Hand. Schließlich kann sie sich ja vorstellen, wer nun reinkommen wird…

Catherine: Es ist offen!

Die Tür öffnet sich und Candice LeRae betritt den Raum. Die Kanadierin sucht den Blickkontakt zu Cathy und nickt dieser zu. Die Schwarzhaarige hatte sie vorhin ja gebeten mal mit Toni zu reden.

Candice LeRae: Hey Kleine…wie geht’s dir? Ich weiß…du hast heut dein Match gegen Rhea Ripley, auf das du dich noch vorbereiten musst. Ich will dich da auch gar nicht lange stören…wollte aber nur mal kurz nach dir schauen.

Natürlich ist das ein wenig geflunkert. Aber die Canadian Goddess will Catherine hier nicht verpetzen. Schnell setzt sie ein Lächeln auf und breitet ihre Arme aus, da sie davon ausgeht, ihre „Kleine“ zur Begrüßung in die Arme zu nehmen. Diese jedoch sieht kurz zu ihr auf…und zeigt keinerlei Gefühlsregung. Das lässt Candice kurz überrascht zusammenzucken. Normalerweise springt Toni grinsend und lachend auf sie zu, wenn die beiden Frauen sich begegnen. Doch hier zuckt die Australierin nur mit den Schultern und sieht wieder nach vorne.

Toni Storm: Hallo Candice…hast du dich mal wieder daran erinnert, dass es mich gibt?

Das schafft Luft! LeRae öffnet entsetzt ihren Mund…bekommt aber erst einmal keine Antwort zusammen. Im Hintergrund starrt Catherine ihre Toni fassungslos an und schüttelt nur den Kopf. Diese steht schließlich auf und sieht Cathy missmutig an. Wahrscheinlich kann sie sich denken, wer dafür gesorgt hat, dass Candice sie gerade jetzt anredet. Als sie sich dieser zuwendet, verzieht sie ihre Lippen und sieht bewusst direkt an LeRae vorbei.

Candice LeRae: To-Toni…was ist denn los?

Bitter und mit sarkastischem Unterton lacht Toni auf, bevor sie den Kopf schüttelt und einen Blick der Enttäuschung auf Candice wirft.

Toni Storm: Was los ist? Candice…weißt du eigentlich, wie sehr ich mich gefreut habe, als du zur c2c zurückgekehrt bist? Ich war so verdammt happy darüber, dich wieder in meiner Nähe zu wissen. Wie lang ist das her? Ungefähr zwei Monate, oder? Und was ist bei uns passiert? Wie oft haben wir uns gesehen? Hm…keine Ahnung, aber man kann es an einer Hand abzählen? Außer einem kurzen „Hi, wie geht’s?“ oder „Alles klar?“, gefolgt von einem kurzen Smalltalk war da nicht viel. Aber hey…ich dachte mir erst „Naja, Candice muss erst einmal wieder reinkommen! Candice hat ihre eigenen Probleme!“. Selbst als ich von einer mysteriösen Person angegriffen und verfolgt wurde, habe ich nicht erwartet, dass du mir hilfst. Selbst als Catherine gedroht wurde, habe ich bewusst dich nicht gefragt, da ich dich nicht stören wollte. Aber jetzt…nachdem Rhea sich als falsche Schlange herausgestellt hat, die dabei ist mein gesamtes Leben zu ruinieren und ich mental so fuckin‘ am Arsch bin…in dem Moment also, in dem ich dich am meisten gebraucht hätte…warst du nicht da! Ich sehe dabei zu, wie du lieber mit einer Leah Van Dale schäkerst oder Tee mit Tegan Nox trinkst und es dir wohl scheißegal ist, dass ich kurz davor bin alles kurz und klein zu schlagen. Nein…da brauchst du auch gar nicht jetzt auftauchen, wenn eh alles vorbei ist! Ich werde Rhea zerstören und leiden lassen. Du kannst ja solange wieder Cupcakes futtern. Ok…du weißt ja wo die Türe ist!

Kalt und abweisend…so ist Toni gegenüber Candice noch nie aufgetreten. Wobei es vermutlich eher die verletzte Seele und die Enttäuschung durch Rhea ist, die die blonde Australierin so mit LeRae umspringen lässt.

Candice LeRae: A-a-aber Toni…e-es tut mir leid, wenn du doch von mir im Stich gelassen gefühlt hast. Ich weiß, ich hätte schon früher zu dir kommen sollen, aber…

Toni Storm: ABER WAS?

Toni, die der anderen Blondine schon den Rücken zugewandt hatte, fährt ruckartig wieder zu Mrs Wrestling herum und schreit sie an.

Toni Storm: Wenn du ja anscheinend weißt, dass du früher zu mir hättest kommen sollen…warum hast du das dann nicht getan? Hm? Ganz ehrlich…du hast doch selbst einen psychischen Knacks, da hätte ich mit Mitgefühl erwar…

*KLATSCH*

Ohne jegliche Vorwarnung schnell die rechte Hand von Candice nach vorne und verpasst Toni eine Ohrfeige, die sich gewaschen hat. Durch die Wucht, die dahinter gesteckt hat, wird der Kopf von Storm nach rechts geworfen. Catherine schreit entsetzt auf und hält sich beide Hände vor den Mund. Sie wollte nicht, dass es so eskaliert. Eigentlich war ihre Hoffnung, dass LeRae einen Zugang zu Toni findet und sie wieder erden kann. Dieser fromme Wunsch hat sich nun wohl in Luft aufgelöst. Entsetzt sieht Candice auf die Hand, die ihr gerade ausgerutscht ist. Aber sie bereut es nicht. Nun werden ihre eigenen Gesichtszüge ernster.

Candice LeRae: Ein psychischer Knacks? Willst du mich eigentlich verarschen, Toni? Du bist neben Johnny diejenige, die am besten über mein Innenleben Bescheid weiß. Du weißt ganz genau, was das Tag für Tag für ein Kampf ist…wieviel Kraft es mich immer kostet, die Candice LeRae zu bleiben, die ich für mich selbst und andere sein will. Und jetzt redest du so abfällig darüber? Toni…das bist doch nicht du!

Mit leichten Tränen in den Augen versucht Candice mit der Brechstange zu der jungen Frau vordringen zu können. Diese hält sich die getroffene Wange und dreht ihren Kopf wieder in die Ausgangsstellung. Der Mund ist vor Schock geöffnet…wie auch die Augen geweitet sind.

Toni Storm: Wer zur Hölle glaubst du eigentlich, wer du bist?

Toni kann nicht glauben, dass ausgerechnet ihre Vertrauensperson Candice so etwas mit ihr gemacht hat. Wütend verzieht sie ihr Gesicht und geht einen Schritt auf Candice zu, so dass die beiden Frauen nur wenige Zentimeter trennen. Die Spannung in diesem Raum lädt sich superschnell auf. Viel fehlt wahrscheinlich nicht mehr und Toni geht noch auf LeRae los. Nun liegt es an der Kanadierin einen einigermaßen kühlen Kopf zu bewahren. Trotzdem scheint es angebracht Toni die Leviten zu lesen. Auch weil der tough cupcake selbst vom Verhalten Storms enttäuscht ist.

Candice LeRae: Ich bin die Frau, die dich mal wieder auf den Boden der Tatsachen holt. Als erstes…auch wenn ich leider die Angewohnheit habe Mutter Theresa für junge Wrestlerinnen zu spielen heißt das nicht, dass du darauf ein Exklusivrecht hast. Ob es dir passt oder nicht…aber ich habe neben dir noch andere Freundinnen, die mir genauso wichtig sind. Soviel dazu! Toni…du bist so besessen von Rhea und willst unbedingt deine Rache. Dabei verlierst du dich selbst und blendest alles andere aus. So warst du schon immer. Du bist ein so toller, herzensguter und lieber Mensch…aber wenn du etwas derartiges Negatives erlebst, siehst du nur noch dich und nur dich allein! Hast du dich denn schon mal gefragt, wie es Catherine damit eigentlich geht? Schließlich hat sie sich genauso mit Rhea angefreundet und wurde von ihr ebenso verraten und enttäuscht.

Ein kurzer Blick zu Catherine genügt. Diese senkt traurig den Kopf. Damit wissen die anderen Frauen, dass Candice mit ihrer Vermutung Recht hat.

Candice LeRae: Siehst du? Mensch Toni, wach auf! Der Hass und deine Rachegelüste verblenden dich. Sie bringen die rein gar nichts! So wird Rhea nachher mit dir den Boden aufwischen.

Candice versucht einen versöhnlichen Ansatz und berührt mit ihrer linken Hand vorsichtig eine Schulter von Toni. Doch kaum kommt der Kontakt zustande, drückt die Blondine die Kanadierin von sich. Sie ist zu sehr aufgewühlt und angefressen, um auch nur annähernd auf die gut gemeinten Worte von LeRae reagieren zu können.

Toni Storm: Raus aus meiner Kabine…RAUS!

So einen heftigen Streit hatten die Beiden noch nie. Candice will sich dagegen wehren…aber das Letzte, was sie will, ist sich mit ihrer „Kleinen“ zu prügeln. Geknickt lässt sie den Kopf hängen und geht zur Türe. Als ihre Hand die Klinke berührt, wendet sie sich noch ein letztes Mal um.

Candice LeRae: Toni, ich liebe dich wie eine Schwester…und das von ganzem Herzen! Das wirst du mich jetzt wahrscheinlich nicht mehr glauben…aber es ist so! Deswegen werde ich jetzt diese Kabine verlassen, mich beruhigen und vergessen, wie du gerade mit mir umgesprungen bist. Wenn wir uns das nächste Mal sehen, werde ich wieder die Candice zu dir sein, die du von mir kennst. Ich hoffe nur, dass du dann auch wieder die Toni bist, die ich kenne. Wir sehen uns.

Für Catherine bildet sie mit ihren Lippen noch ein tonloses “Es tut mir leid!“, bevor sie endgültig die Kabine verlässt. Toni sieht ihr nach und weiß nicht so ganz, ob sie schreien oder weinen soll. Catherine stellt sich vorsichtig neben ihr. Schweigend stehen sie in der Mitte des Raumes und wirken absolut nicht wie ein Liebespaar. Die Schwarzhaarige ist die Erste, die diese Stille unterbricht.

Catherine: Toni, das ist eine deiner besten Freundinnen! Wie kannst du nur so mit ihr umspringen? Ganz ehrlich…du beklagst dich einerseits darüber, dass Rhea deine Freundschaft so mit Füßen getreten hat. Und auf der anderen Seite springst du dann so mit ihr um? VERDAMMT…jetzt komm mal wieder runter!

Toni Storm: Komm mal wieder runter? Bitte was? Jetzt sag bloß nicht, dass du dich auch noch auf die Seite von Candice stellst! Sie hat sich nicht um mich gekümmert…sie hat mich im Stich gelassen! Anscheinend ist es nun Mode, dass sich nach und nach alle sogenannten „Freunde“ gegen mich stellen. Erst Kairi…dann Elias…jetzt Candice! Vermutlich wird sich der Dream, nachdem der den Westcoast Title gewonnen hat, auch nicht mehr an mich erinnern. Und jetzt auch noch du?

In diesem Moment sieht man, wie sehr Worte einen verletzen können. Catherine sieht die Frau an, die sie eigentlich liebt…aber gerade absolut nicht mehr wiedererkennt. Nun spürt sie selbst eine Wut in sich und wischt sich schnell eine einzelne Träne unter ihrem linken Auge weg.

Catherine: Ich hoffe du weißt noch, als wir uns bei der Kairi Geschichte damals so gestritten haben. Ich habe dir damals gesagt, dass ich das eigentlich kein zweites Mal mitmache. Noch bin ich bereit an deiner Seite zu bleiben…auch weil ich selbst von Rhea hintergangen wurde und ich ja auch verstehen kann, wie sehr es dich getroffen hat. Aber wenn du dir die Worte von Candice nicht zu Herzen nimmst…dann wirst du mich verlieren. So sehr ich dich liebe und so sehr es mein Herz brechen würde…ich hoffe du hast verstanden. Gott…ich…ich brauche jetzt Ruhe! Das solltest du dir auch suchen! Ich werde nach deinem Match auf dich warten…hoffentlich hab ich dann meine Toni wieder!

Ohne ein abschließendes liebevolles Wort oder gar einen flüchtigen Kuss kehrt Cathy Toni den Rücken zu und verlässt so schnell es geht den Raum. Man kann dabei gerade noch ein Schluchzen vernehmen. Storm schaut auch ihr nach. Ihr Blick ist geprägt von Trauer. Versteht sie endlich, was sie eigentlich anrichtet? Nein…ihr e Mimik verfinstert sich nämlich wieder.

Toni Storm: Ja, ich habe verstanden…ich habe verstanden, dass ich heute allein bin! Gut…geht nur! Lasst mich alle hängen! Toni Storm ist eh immer am besten, wenn sie alleine agiert. Ich schaffe das heute…ich werde Rhea zerstören! Ich brauch euch nicht!

Hasserfüllt spuckt sie die letzten Worte aus, bevor sie sich wieder auf die Bank fallen lässt. Damit lassen wir dann Toni wirklich alleine. Das Bild wird gecuttet.

Noelle Foley: "Habe ich das gerade wirklich gesehen!? Da ist eine Aussprache nötig!"

Byron Saxton: "Toni scheint sich völlig alleine zu fühlen, oder? Dabei bedeuten ihr Candice und vor allem Catherine so viel."

Johnny Curtis: "Ja, aber DAS ist die Toni Storm auf die ich gewartet habe! Feuer! RIP Rhea Ripley!"



Das zweite Match des Abends ist vor wenigen Augenblicken entschieden worden. Eines von vielen, die an diesem besonderen Tag noch folgen werden. Die c2c Fans in der Halle wissen bereits jetzt, dass sie für ihr Geld mehr als nur gute Unterhaltung bekommen werden. Noch während einige Zuschauer sich unterhalten, springt mit einem Mal der Tron auf. Ein einsames, künstliches Licht erhellt die gezeigte Szenerie. Eine Laterne unter der eine Person mit dem Rücken zur Kamera steht und den Blick in die weite Ferne gerichtet hat. Dieses malerische Bild wird durch das Rauszoomen der Kamera regelrecht zerstört. Weitere Laternen tauchen auf, beleuchten die Umgebung und geben schnell Preis, dass diese Person auf einem Parkplatz steht. Umzingelt von Kraftfahrzeugen jeglicher Art. Auch direkt neben ihm. Ein schwarzes, älteres Modell. Die Scheiben eingeschlagen. Der Lack zerkratzt. Lange, tiefe Kratzer, die willkürlich platziert wurden.

Langsam dreht sich der Mann zum Auto, hebt die rechte Hand und setzt den kurz aufblitzenden Gegenstand an. Die Klinge drückt den Lack zur Seite, während Jay White einen Schritt nach vorne macht. Noch einen.. und noch einen. Das Messer verewigt sich ein weiteres Mal, während ein leises Summen die Lippen des Neuseeländers verlassen.

- Jessica Troy -
„Bist du wahnsinnig? Was machst du da?“

Der erste Tag in dieser Liga und dann direkt sowas? Ein Psychopath spielt mit seinen Messern rum und kratzt an fremden Autos rum? Tickt der nicht mehr gut?! Zum Glück ist sie heute nur hier, um das erste Mal c2c Luft zu schnuppern, zu sehen wie hier alles funktioniert und erste Gespräche führen. So hat sie auch nicht viel bei sich was sie am rennen hindern könnte. Gerade erst ihr Auto geparkt und sich umgesehen, hechtet sie zum amtierenden TagTeam Champion um ihn zur Rede zu stellen. Es könnte ihr egal sein was er da tut. Könnte. Ist es ihr aber nicht.

- Jessica Troy -
„Wenn das ein fremdes Auto ist hast du keinerlei Recht es zu zerkratzen oder? Ich mein es gehört dir nicht mal. Was wenn der Besitzer oder Besitzerin noch daran abbezahlt? Daran mal gedacht?“

Kopfschüttelnd greift sie leichtfertig in das Messer, um es Jay aus der Hand zu reißen. Nein, sie kann so etwas einfach nicht zulassen. Nicht wenn sie hier ist und so etwas mitbekommt. Ihre langen Haare wehen sich leicht in ihr Gesicht durch den kühlen Abendwind. Zum Glück hat sie ihre Jacke noch an und nicht wie so oft im Auto gelassen. Ist ja schließlich nur ein kleines Stück bis zur Halle. Das schaffst du schon Jess. Du bist ja ein großes Mädchen. Pustekuchen. Einmal die Jacke an und dann sowas. Oder ob es nicht an der Jacke liegt, sondern an der Liga? Oh Gott, wo ist sie hier gelandet. Es muss eine Ausnahme sein. Die anderen sind bestimmt freundlich und nett hier. Und er ist es bestimmt auch, bestimmt.

- Jessica Troy -
„Und wenn das dein eigenes Auto wäre, dürftest du es tun. Aber das wäre echt nicht klug von dir. So gar nicht. Also sag mir. Was hast du hier vor? Verflossene Liebe? Ich hab‘ da so ein Gespür für. Du musst wissen, ich bin eine wirklich gute Zuhörerin. Sagen zumindest viele. Also die meisten. Also, was soll das. Mhhhh…“

Fast schon unbedacht fummelt sie mit Jays Messer vor seiner Nase umher. Ob sie weiß, dass das wahrscheinlich nicht die beste Idee von ihr war an diesem Abend? Wahrscheinlich ist es die wohl schlechteste Idee, die die junge Frau in ihrem ganzen Leben haben konnte. Knurrend verfolgt Jay mit seinem Blick jede Bewegung des Messers, beobachtet die Hand der Dunkelhaarigen, während sie spricht und noch bevor sie sich versehen kann, packt er ihr Handgelenk. Fest umschließen sich seine Finger um das zierliche Körperteil, drücken es unsanft in ihre Richtung und weil es noch nicht reicht, nähert sich White ihr auch noch selbst etwas.

JAY WHITE
« Ich.. nehme mir das Recht genau.. das zu tun wonach mir ist.. und gerade in diesem Augenblick.. habe ich das große Bedürfnis mein Messer mit deiner Kehle bekannt zu machen. Glaubst du.. das ist eine bessere Alternative? Möchtest.. du an die Stelle des Wagens treten und mein neues Spielzeug sein? Möchtest du spüren wie ich meine Klinge langsam.. Stück für Stück in dich.. eindringen lassen? Wie ich.. dich dich zum Schreien bringe.. mit jedem neuen Schnitt? Mhhh... »

Der Neuseeländer brummt genießend, nur um dann in das Gesicht der ihm Unbekannten zu keuchen und ihr dabei mit seinem eigenen Gesicht noch näher zu kommen.

JAY WHITE
« Dein Blut.. ich möchte es sehen. »

Und da ist sie. Die Konsequenz für ihre stumpfsinnige Idee einem merkwürdigen Fremden ein Messer aus der Hand zu reißen. Er sah so ja eigentlich ganz süß aus mit seiner Frisur und der kantigen Einstellung. Ein wenig wie ein Emo Rockstar der Bands, die Jess damals so verehrt hat. Aber So süß war er dann doch nicht mehr, als er ihr Handgelenk nach hinten verdreht und die Messerspitze in ihre Richtung zeigt. Schmerzverzehrt kneift sie ein Auge zusammen und hofft, dass jetzt niemand der beiden nießen muss. Oh Gott, wenn der jetzt nießt ist sie blind.

- Jessica Troy -
„Hilft es irgendwas wenn ich dir sage, dass du wunderschöne Augen hast? Wahrscheinlich nicht, aber glaub mir. Sie sind viel schöner als mein Blut. Das ist gar nicht so besonders und gibt nur eklige Flecken. Ehrlich. Indianerehrenwort.“

Konzentrier dich Jess. Ihre Unsicherheit und Panik in der Stimme wirken wahrscheinlich nicht besonders einschüchternd auf Jay. Also muss eine andere Taktik her. Möglichst schnell. Auf ihrer Stirn bilden sich kleine Schweißperlen. Sie fühlt sich tierisch unwohl hier in dieser Situation. Langsam versucht sie weiter Distanz zu ihm aufzubauen aber irgendwie scheint das Auto doch näher zu sein als gehofft. Ihre freie Hand tastet nach dem verkratzten Blech, lehnt sich leicht nach hinten. Nun konnte sie eh nicht mehr weg. Also Angriff. Gefressen oder gefressen werden. Moment. Das ist es.

- Jessica Troy -
„Du solltest mir nichts tun. Chucky wird das gar nicht gefallen. Ich würd mich nicht mit ihm anlegen. Dagegen ist dein Messer nichts!“

Neugierig lehnt der Mann aus Neuseeland den Kopf zur Seite, mustert das Gesicht der jungen Frau und damit auch ihre Mimik. Bisher hat sich White nie die Zeit genommen die Gesichter seiner Opfer genauer zu betrachten. Bisher waren auch keine hübschen Frauen dabei, was ihm just in diesem Augenblick das erste Mal wirklich auffällt. Vielleicht interessiert es ihn gerade deswegen so sehr wie sie auf seine Worte reagiert? Weckt es deswegen den Wunsch in ihm sie weiter zu reizen? Sie weiter in die Ecke zu drängen?

JAY WHITE
« Stell' ihn mir vor.. lass' mich mein Messer an ihm testen, bevor ich deine zarte Haut mit ihm zerteile. Ich.. bin auf der Suche nach einem.. würdigen Gegner.. nach Jemanden, der mich an meine Grenzen treibt und dieses flammende.. Gefühl weckt. Meine.. heutigen Gegner.. langweilen mich. Ich.. möchte nicht mit ihnen spielen. Auch Marty.. hat andere Dinge im Kopf.. mhh.. was tun? »

Jay legt den Kopf schief, erst nach links. Dann nach Rechts. Dabei brummt er nachdenklich.

JAY WHITE
« Vielleicht sollte ich nicht.. auftauchen.. und dann? Das Gold verlieren? Mhh.. nein, keine Option. Nicht, nachdem ich Pris beweisen konnte, dass ich ohne sie besser dran bin.. sie wird es einsehen, nicht wahr? »

Abrupt lehnt sich Jay nach vorne und drückt seine Nase an die der Frau, nur um den Kopf zu drehen. Sein Blick wandert auf das Messer, welches noch immer in der Hand der Unbekannten ist. Er seufzt schwer.

JAY WHITE
« Gib' es mir. »

Etwas verlegen strömt ihr die Schamesröte ins Gesicht. Sie fühlt die Wärme, als sich seine Wange an die ihre drückt um das Messer zu betrachten. Irgendwie kommt ihr das Messer plötzlich viel größer vor in ihrer Hand. Viel…härter.

- Jessica Troy -
„Ich…was? Ja…Ja natürlich.“

Sie versucht leicht ihren Kopf zu schütteln, um ihre Gedanken wieder auf das zu fokussieren was wichtig ist. Nicht abgestochen zu werden bevor sie ihren ersten Schritt in die Halle gemacht hat. Das wäre wirklich ein sehr undankbares Debüt. So in mehreren Plastiktüten verpackt, am besten noch den linken Fuß verloren beim verpacken. Nein. Nein, dass muss sie hier überleben.

- Jessica Troy -
„Ich weiß, dass ich nicht in der Situation bin Vorschläge zu machen, aber….du lässt mein Handgelenk vor, nimmst dir das Messer aus meiner Hand und ich mache dich mit Chucky bekannt. Deal? Oh und niemand rammt das Messer in mein Gesicht. Ok? Bitte sag ja.“

Wäre nur dieses Messer nicht in einem Bereich, der sie töten könnte, wäre die Situation gar nicht einmal so tragisch. Noch während die junge Frau versucht die Situation zu entschärfen, schließt Jay die Augen und atmet tief ein. Ein lieblicher Duft umspielt seine Nase, welcher ihn für einen Augenblick ablenkt. Neugierig lässt er seinen Kopf ein wenig sinken um den Geruch auf die Spur zu gehen.. etwas mehr davon einzuatmen.

JAY WHITE
« Neein.. das würde mir kein Vergnügen bringen. Wenn ich.. dein Gesicht verschönern wollen würde, dann.. würde ich es langsam tun. Ohne unnötige Gewalt.. nur Schmerzen durch leichten Druck.. verdient hättest du es. Mich zu stören... und mir mein Messer abzunehmen.. oh, es wäre eine geeignete Strafe, aber.. du bist.. kein Gegner. Du bist schwach.. es wäre zu einfach.. »

Fast schon raunend verlassen die Worte seine Lippen, bevor er einen Schritt nach hinten macht, die Augen öffnet und das selbe auch mit der Hand macht. White lässt von der Frau ab, nur um die Hand, die sie eben noch fest gehalten hat ihr entgegen zu strecken.

- Jessica Troy -
„Ich..Ich bin nicht schwach.“

Natürlich Jess. Versuch den Typen mit dem Messer davon zu überzeugen das du doch eine ernstzunehmende Gegnerin bist, um es mit seinem Messer aufzunehmen. Fast schon beleidigt verschränkt sie ihre Arme vor ihrer Brust.

- Jessica Troy -
„Verdammt…“

Der Trotz war stärker als die Erinnerung an das Messer und so piekst sie sich mit der Spitze der Klinge in die Hand. Blut strömt aus und bedeckt die Klinge sanft mit wenigen Tropfen. Panisch blickt sie auf ihre Hand. Der Schmerz durchzieht ihre Hand und eine Träne löst aus ihrem Augenwinkel. Mit großen Hundeaugen blickt sie Jay an. Nun hat er also doch noch sein Blut bekommen, wonach es ihm so sehr durstete.

- Jessica Troy -
„Nimm schon das blöde Ding.“

Fast schon leichtfertig drückt sie das Messer in seine Hand, ohne den Blick von ihm abzuwenden. Hoffentlich hatte er niemanden abgestochen mit einer Krankheit vor ihr. Ein leises Brummen verlässt die Kehle des Switchblade als er die rote Flüssigkeit auf sein Messer tropfen sieht, als ihm etwas geschenkt wird, wonach er nicht weiter gefragt hat. Er nimmt sein Klappmesser entgegen und hebt es an, betrachtet es ihm Lichtschein. Nein, er bewundert die Farbe, die Konsistenz... selbst die Art wie es langsam seine Klinge runterfließt.

JAY WHITE
« Wunderschön.. »

Haucht er leise, während die Klinge sich zu seinen Lippen senkt und schließlich seine Lippen berührt. Ohne Scheu zieht er das Stahl über seine Unterlippe, schmiert das wenige Blut auf diese und brummt dabei genießend. Jay beendet seinen Ausflug in seine eigene Welt indem er das Klappmesser in einer fließenden Bewegungen wieder zusammenklappt und es schließlich in seiner Jacke verstaut. Dann wendet er sich wieder der Frau zu.

JAY WHITE
« Ich habe nur eine Frau getroffen, die ihre körperliche Schwäche ausgleichen konnte.. mit Worten. Sie weiß sie noch immer zu verwenden, sie dazu zu nutzen Personen um ihre Finger zu wickeln und ihnen Zweifel einzupflanzen.. sie hat auch mir Dinge versprochen, die sie nicht gehalten hat.. und mich davon abgehalten aufzusteigen. Am Ende.. war sie ein Fehler, ein schwerer Fehler, der mich beinahe meinen Verstand gekostet hat.... »

Manch einer würde behaupten, dass er diesen trotzdem verloren hat. Aber Jay behauptet fest, dass er sich bloß weiter entwickelt hat und nun endlich für sich selbst sprechen kann.

JAY WHITE
« Aber jetzt.. wo ich sie von mir gestoßen habe, muss ich meine eigenen Gegner finden.. ich muss selbst rausfiltern wer es Wert ist gegen mich anzutreten. Ich dachte AJ Styles hätte.. dieses Potenzial.. aber auch er ist bloß ein langweiliger, alter Mann... und die Männer, die man uns heute Abend vor die Nase setzt? Was.. haben sie geleistet? Außer uns auf den Nerv zu gehen? Sie stellen uns an den Pranger.. zeigen mit dem Finger auf uns.. und sagen, dass wir schlecht sind. Dass wir nur dann stark sind, wenn wir Jemanden aus dem Hinterhalt angreifen und wenn wir.. zusammen agieren.. dabei ist genau das was uns von allen abgrenzt. Die Gang ist Familie, wir sind Brüder.. wir helfen einander und stehen für einander ein.. wir DOMINIEREN gemeinsam und nutzen jede Chance, die sich uns bietet. Ist.. das verkehrt? »

Nur selten hört man den Mann aus Neuseeland in einem solchen Redefluss, nur selten lässt er all jemand anderes als Noam und Marty an seinen Gedanken teil haben. Vielleicht weil er sonst niemanden hat? Weil ihn auch sonst niemand versteht.

JAY WHITE
« Ja.. wir sind Familie. Deswegen.. darf ich nicht an ihm zweifeln. Ich darf sie nicht in meine Gedanken eindringen lassen... nein, sie wird alles probieren um mich zu reizen.. und dass sie mit ihm redet, ist.. da nur ein verständlicher Schritt.. aber.. er wird nicht darauf reinfallen. Nicht er.. oder? Was, wenn sie ihn hat um ihren Finger wickeln können? Was, wenn er seine Triebe nicht unter Kontrolle hat? Es.. wäre nicht das erste Mal.. nein! Nein! Ich darf so nicht denken. »

Unruhe breitet sich nicht nur in seinem Kopf aus, nein. Auch sein Körper fängt an sich zu bewegen. Langsam schreitet er erst nach Links, dann wieder nach Rechts. Dabei spricht er so als würde er keine Antwort von seiner Zuhörerin erwarten, eher als würde er mit sich selbst reden. Vor allem der letzte Part wirkt zu wirr um ein Gespräch mit einer anderen Person zu sein.

- Jessica Troy -
„Shhhhh…ganz ruhig. Ganz ruhig.“

Jess legt ihre Hände ganz vorsichtig auf die Schläfen des Switchblades. Der Schmerz zieht immer weiter in ihren Körper hinein, aber…irgendwie hat sie Mitleid mit ihm. Jessica kennt solche Situationen der Selbstzweifel nur zu gut von sich selber und weiß wie schwer es ist da wieder heraus zu kommen. Sie schmiert zwar ihr Blut in seine Haare aber wer das blutige Messer ableckt wird da sicher keine Probleme mit haben.

- Jessica Troy -
„Ich weiß wir hatten nicht den besten start den man haben kann. Du hast ein fremdes Auto zerkratzt, wolltest meine Haut von meinem Gesicht trennen und einfrieren und mich umbringen. Ohh, und nicht zu vergessen das du mich für schwach hälst und mein Blut abgeleckt hast. Wirklich, nicht der beste. Aber es bringt auch nichts, wenn du dich jetzt verrückt machst. Verstehst du das?“

Sanft streicht Troy mit ihrer gesunden Hand über seine Stirn. Die Muttergefühle die in ihr aufschlagen lassen sich nur sehr schwer unterdrücken in dieser Situation. Jetzt wo das Messer weg ist, braucht sie auch keine Angst mehr davor zu haben.

- Jessica Troy -
„Ich weiß nicht wer sie ist, wer A Hörnchen und B Hörnchen sind und wer oder was deine Gegner sind. Aber was ich weiß ist, dass sie bestimmt keinem süßen Psychopathen mit Messer gewappnet sind.“

Verplappert. Jess beißt sich etwas verlegen auf die Unterlippe als sie weiterhin versucht Jay irgendwie zu beruhigen. Wenn er heute gewinnen möchte muss er konzentriert sein. Frei von Selbstzweifel. Und was hilft ihr am besten bei einer Panikattacke? Richtig. Chucky. Ein letztes streicheln über die Stirn bevor sie sich zu ihm dreht und ihren Schultern unter seinen Arm drückt. Etwas an ihn angekuschelt greift sie mit der unverletzten Hand in ihre Jackentasche, öffnet den Reißverschluss und holt etwas hervor was wahrscheinlich nicht in eine Wrestlingliga gehört.

- Jessica Troy -
„Wenn ich mal Angst habe und nicht weiter weiß, er weiß wie man da hilft. Darf ich vorstellen? Chucky!“

Mit einem lächeln auf den Lippen drückt sie das kleine Fellknäul gegen die Brust des Mannes. Ganz vorsichtig. Schließlich will sie ja auch noch etwas Platz davon abbekommen. Auch wenn er das nicht wirklich merken darf.

- Jessica Troy -
„Katzenschnurren hilft zur Beruhigung und das kann Chucky mindestens genauso gut. Aber versprich mir ihn nicht umzubringen ja? Er…er ist mein bester Freund.“

Etwas verloren und hoffend blickt sie ihn von unten aus an. Eigentlich gefällt sie sich in seinen Armen ganz gut. Trotz des Vorfalls mit der Häutung. Zur Ruhe kommen? Leichter gesagt als getan, vor allem wenn der Kopf in einer Tour arbeitet und die Gedanken von A nach B wandern. Ohne Pausen, versteht sich. Trotzdem schafft es die Dunkelhaarige Jay so sehr von Pris und Noam abzulenken, dass er stehen bleibt und voller Verwirrung auf das kleine Etwas in seiner Hand blickt. Nicht nur, dass er auf einmal einen kleinen Hamster überlassen bekommt, nein. Die Frau schmiegt sich auch noch an ihn und sucht körperliche Nähe. Etwas was er bisher nur von einer einzigen Frau erhalten hat. Pris.. und zu ihr hatte er ein komplett anderes Verhältnis. Obwohl viele ihnen nachsagen, dass sie auch intim miteinander geworden seien, gibt es dafür keine Beweise.

JAY WHITE
« Was..? »

Ein einziges Wort verlässt die Lippen des Neuseeländers, dessen Verwunderung langsam zu Fragezeichen über dem Kopf wird. Wie ist er in diese Situation gekommen? Was hat er verpasst und warum ist sie ihm so nah? Jay blinzelt einige Male, wendet den Blick auf die junge Frau.

JAY WHITE
« Du.. hast gelogen.. »

Stellt er trocken fest. Ihr Blickt ruht wieder auf dem kleinen Fellknäul in seiner Hand. Die Skepsis bleibt, dass er ihn umbringen könnte aber Hey. Sie ist heute mal mutig. Das ist auch der Grund warum sie so schockiert ist über seine Behauptung.

- Jessica Troy -
„Ok, ich bin schwach, dir nicht gewachsen und mach mich gut als Maske. Und nun bin ich auch noch eine Lügnerin? Charmant bist du ja nicht gerade.“

Normalerweise wäre sie schockierter über so eine Aussage, aber sie weiß das sie nun beruhigend auf ihn einwirken muss. Zumindest in ihrem Kopf denkt sie das.

- Jessica Troy -
„Womit habe ich dich denn angelogen?“

JAY WHITE
« Das ist kein würdiger Gegner. Ich könnte ihn zerquetschen.. einfach.. so. Jetzt. Hier.. es würde mich nicht einmal viel Kraft kosten und du hättest ihn für immer verloren... »

Brummend senkt der Tag Team Champion den Blick wieder auf das kleine Vieh in seiner Hand. Dummerweise blickt er dabei genau in die großen Knopfaugen des Tieres und entdeckt etwas bisher vollkommen Unbekanntes. Was ist das für ein Gefühl? Warum wächst das Verlangen es zu zerquetschen und gleichzeitig auch etwas Anderes? Brummend drückt er den Hamster von sich und hält er der Frau entgegen, will es loswerden.

- Jessica Troy -
„Manchmal liegt die Kraft nicht nur in der Gewalt. Manchmal reicht auch ein wenig Niedlichkeit aus.“

Grinsend nickt so hektisch bevor sie lachend Chucky wieder an sich nimmt. Jetzt eskaliert ihr Mut förmlich. Sie drückt sich etwas nach oben und drückt Jay einen Kuss auf die Wange. Berührungen, Zuneigung und ein dicker Hamster. Mehr braucht man doch gar nicht um sich wohl zu fühlen und runter zu kommen von seinem Gedankenkarussell. Leicht öffnet sie ihre Jacke um ihren besten Freund in ihrem Ausschnitt verschwinden zu lassen. Irgendwie mag sie Jay, aber wirklich vertrauen, dass er ihrem Hamster nichts tut? Nein…Nein nicht wirklich.

- Jessica Troy -
„Geht es dir etwas besser jetzt?“

Verwirrung zeichnet sich in dem Gesicht des Neuseeländers ab, der mit all dieser Freundlichkeit nichts anfangen kann. Der nur selten bis gar nicht damit in Berührung kommt. Jetzt wird er gerade zu überschüttet damit und das obwohl er ihr gedroht hat. Obwohl er ihr all gedroht hat, sie beleidigt und in die Enge getrieben hat. Der Kuss auf die Wange schafft es Jay White komplett aus dem Konzept zu bringen. Er starrt die Frau einen Augenblick an, dann löst er sich von ihr und dreht sich ab. Er geht. Etwas ungläubig blickt er über die Schulter um zu sehen ob sie noch immer so freundlich drein schaut.. und ja, das tut sie. Und zusätzlich winkt sie ihm auch noch zu während er verschwindet. Ein Grund mehr den Gang zu beschleunigen um schnell die Szene zu verlassen.

Noelle Foley: "Was war das denn!? Mädchen, halt' dich bloß fern von dem!!"

Byron Saxton: "Noelle, ich glaube fast dass Jessica Troy da etwas in Jay White geweckt haben könnte, das lange geschlafen hat."

Johnny Curtis: "Sie verleitet ihn dazu schwach zu werden kurz bevor er mit den WAR RAIDERS in den Krieg zieht. Das KANN nicht gut ausgehen!"



SOMEWHERE

In der ganzen Halle erlischt postwendend das Licht und zunächst fragen sich alle, was das auf sich hat. Nach einigen Augenblicken erhellt sich dann auch der Titantron und wir sehen zunächst nur über den gesamten Tron verteilt eine Flamme, die vor sich hin lodert. Schließlich vermischt sich die Flamme mit dem Kamerabild und es wird langsam herausgezoomt und wir erkennen nun auch, das diese Flamme nicht die Einzige war, die sich im Bild befindet, besser gesagt: Eine von vielen Fackeln, die noch einem Pulg an Menschen getragen werden.



Dennoch wissen wir nicht, wo wir uns gerade befinden oder was das ganze hier jetzt soll. Die Kamera folgt dem Pulg langsam und zunächst sieht es so auch, als würde es kein festes Ziel geben. Im hellen Licht der Flammen und im Augenwinkel des Betrachters erkennen wir zwar, das sich links und rechts einige Hütten befinden, diese uns aber nicht wirklich weiterhelfen. Trotzdem wirkt das ganze enorm düster und bedrückend. Was sind dies für Menschen und was symbolisiert dieser Fackellauf? Die Kamera versucht durch kleine Schwenks nach links und recht mehr herauszufinden, aber vieles offenbart es nicht. Hier und da stehen auch am Rand die ein oder andere Person und jede davon „spielt“ mit dem Feuer.



Im Grunde kann einem der Kameramann leid tun. Ist er hier in eine Sekte geraten oder ähnliches? Man weiß es nicht und plötzlich bleiben jegliche Menschen stehen und der Weg wird nicht fortgesetzt. Dies dauert einige Augenblicke an, ehe sich die Personen doch wieder in Bewegung setzen. Allerdings nicht, um ihren Weg fortzuführen, nein, sie schwärmen aus um sich in einem Kreis aufzustellen. Darauf folgt erneut eine Stille, nur das lodern der Fackeln ist zu hören. Plötzlich erhellt sich die Nacht in der Mitte des Kreises, denn dort kann die Kamera, die sich hinter dem Menschenkreis befindet, erkennen, wie eine größere Flamme in die Höhe schnellt. Wirkt das alles nicht schon beängstigend genug, drehen sich plötzlich zwei der Fackelträger zum Kameramann um.

Fackelträger
„Tretet näher...bitte...“

Mit diesen Worten treten zwei der Fackelträger beiseite und öffnen so den Kreis und mit einer Handgeste in Richtung Kamera signalisieren sie, das man sich dem Kreis nähern solle. Dies tut der gute Mann hinter der Kamera auch, wenn auch sehr vorsichtig. In dem Moment, wo er aufgeschlossen hatte, wird der Kreis hinter ihm wieder geschlossen und nun wird auch klar, was der Grund für die Flamme von eben ist: In der Mitte des Kreises erhellt ein größeres Feuer die Nacht, vor diesem Feuer steht eine Person, mit dem Rücken zur Kamera, in einer Hand eine Axt.



???
"Die Sonne wird schwarz,
Land sinkt ins Meer,
es stürzen vom Himmel
die strahlenden Sterne;
es rast der Brandrauch
wider das Feuer;
die lodernde Lohe
spielt hoch in den Himmel."


Kommt es dann von der bisher noch unbekannten Person und gibt dem ganzen Szenario noch einmal eine kleine Prise mystisches hinzu. Weiter mit dem Rücken zur Kamera richtet die Person diese Worte in Richtung des Feuers. Doch kurz danach herrscht wieder Stille, in der man nur das Feuer hören kann. Schließlich traut sich die Kamera, langsam um diese Person sich herum zu bewegen und Sekunden später können wir erkennen, um wen es sich handelt: War Raider Rowe! Sein Blick fixiert das Feuer weiterhin, ehe er einmal tief durchatmet.

RoWe
„Fegefeuer...passender könnte der Name des Specials nicht sein, wenn man in Sunrise den Stopp hinlegt. Denn es wird nicht nur warm werden...nein...es wird heiß werden...denn das Feuer wird seine Schneise der Verwüstung durch den Ring ziehen...ein Fegefeuer...nur um zwei Männer dem Erdboden gleich zu machen...Marty Scurll und Jay White...die derzeitigen strahlenden Sterne am Tag Team Himmel...doch genau am Abend von Purgatory, werdet ihr vom Himmel fallen...“

?:
Über Midgard fliegen Raben,
sie sind Odins Aug und Ohr.
Jede Nachricht, die sie haben,
macht ihn weiser als zuvor.


Wo kommt das auf einmal her? Fasziniert und ehrfürchtig zugleich lauscht der Kameramann den Worten von Rowe, in denen er sich fast zu verlieren scheint. Als dann eine andere Stimme einsetzt, dreht sich die Kamera hektisch um...aber niemand ist zu sehen!

?:
Kehren erst am Abend wieder,
fliegen jeden Morgen aus,
Schlaue Späher, Schwarzgefieder;
dort wo Odin, ihr Zuhaus.


Immer noch keiner da! Weder Rowe, noch die restlichen Fackelträger zeigen eine Regung. Fast könnte man meinen, sie würden es nicht hören. Spielt unser Verstand der des Kameramannes uns einen Streich?

*Krah...Krah...*

Zwei pechschwarze Raben schießen aus der Nacht hervor. Wie zwei Vorboten eines großen Unheils fliegen sie kreisförmig über den lodernden Flammen umher. Es mag Einbildung sein...aber die Vögel wirken größer, als man es sonst von normalen Raben kennt. Dem Kameramann wird dieses ganze Szenario zu gespenstisch. Der Atem wird schneller und hektischer. Man kann regelrecht die Schweißperlen hören, die sich auf seiner Stirn bilden, langsam an der Haut herunter kullern, bevor sie sich brennend auf die empfindlichen Augen legen. Hektisch geht der Blick nach links und nach rechts...aber eine Flucht scheint nicht mehr möglich zu sein. Zu massiv wirkt der menschliche Kreis. Hoffnungsvoll wirft die Kamera einen Blick nach hinten...und erschrickt sich zu Tode! Vor dem Bild steht, wie aus dem Nichts kommend, die andere Hälfte der War Raiders...Hanson! Brummend und die Zähne fletschend starrt der Hüne ins Bild. Der arme Kameramann interessiert ihn aber nicht. Er stapft an ihm vorbei und gesellt sich neben Rowe. Schweigend stehen die Kriegsbrüder für einen Augenblick Schulter an Schulter und sehen dem Feuer bei seinem eindrucksvollen Spiel zu.

*Krah...Krah...*

Lautstark machen die Raben wieder auf sich aufmerksam. Hanson blickt kurz zu ihnen nach oben...und vollzieht einen Kniefall.

Hanson:
Wie ihr Herr durch Midgard streifend,
sammeln hier und horchen da,
bringen, durch die Himmel schweifend,
Beute ihm von fern und nah.

Seinen Wissensdurst zu lindern,
seine stete Neugier stilln,
die sich dennoch nie läßt mindern--
So erfülln sie seinen Willn.

Das Rabenvolk mit seinen Künsten
über alle Lande zieht,
Beobachter in dessen Diensten,
der einäugig mit vielen sieht.


Nun wissen wir auch, zu wem die geheimnisvolle Stimme gerade eben gehört hat. Hanson vollendet sein Gedicht und baut sich wieder in kompletter Lebensgröße auf. Erneut starrt er auf die Flammen...bis er ohne Vorwarnung einen lauten Schrei ausstößt!

Hanson: AAAAAAHHHH!

Fackelträger
„HUA!"

Der gesamte Kreis stimmt für einen Moment ein und antwortet Hanson auf den markerschütternden Schrei. Der War Raiders sieht sich zwischen seinen Gefolgsleuten um und trommelt sich zuversichtlich auf die Brust.

Hanson: JAY WHITE...MARTY SCURLL...hört ihr sie? Hört ihr die Raben des Odin? Hört ihr ihren Flügelschlag, ihr Geschnatter, ihr wundervolles Krächzen? Odin hat Hugin und Munin gesandt, um über jeden eurer Schritte informiert zu sein! Ihr könnt ihm nicht mehr entkommen! Er hat auch einen Platz im Fegefeuer reserviert. Und wir? Wir sind eure Scharfrichter, die euch die ewige Verdammnis bringen werden!

Noch während Hanson diese Worte von sich gibt, ist es Rowe, der sich ganz langsam um das Feuer herum bewegt und seine Augen immer abwechselnd zwischen dem Feuer und den Krähen am Himmel wechseln lässt. Erst, als sein Kriegsbruder seine Ansprache beendet hatte, bleibt Rowe stehen und seine Augen starren ins lodernde Feuer.

RoWe
„Letzte Woche habt ihr uns gezeigt, für was eure Gang tatsächlich steht. Aber genau das war es, was uns die Augen geöffnet hatte...nein...Odin hat sie uns geöffnet. Vielleicht waren wir zu naiv...aber es ist an der Zeit, das Geplänkel beiseite zu schieben...Mit Hilfe von Hugin und Munin sind wir es, die euch einen Schritt voraus sind...in Sunrise ist die Zeit gekommen...“

*Krah...Krah...*

Erneut sind es die Raben, die zwischen den Worten des Raiders für Gehör sorgen. Nahezu jeder blickt wieder nach oben und sind fasziniert von den schwarzen Vögeln, die ihre Kreise um das Feuer ziehen. So simpel es auch wirken mag, hat es eine gewisse Stärke in sich, etwas versprühen diese fliegenden Lebewesen. Für den Kameramann sind es wohl zwei normale Krähen aber für Rowe, Hanson und all den anderen hier, sind sie mehr als das.

RoWe
„...die Zeit, in der die 5 Point Gang erneut gestürzt wird...doch dieses Mal ist es für immer! Ihr seit ein Schandfleck am Horizont der c2c und hattet schon immer Narrenfreiheit...Niemand traute sich, euch mit breiter Brust entgegen zu stellen...Niemand...bis auf UNS!“

Hanson sieht seinen Partner eindringlich an und nickt bei jedem seiner Worte. Gerade die Aussage, dass sich niemand, außer den Raiders selbst, traut der 5-Point Gang die Stirn zu bieten, entlockt ihm ein...

Hanson: HUA!

Die Antwort aus dem Kreis lässt nicht lange auf sich warten...

Fackelträger
„HUA!"

Aufgestachelt tigert Hanson nun umher und sieht mit stark geweiteten Augen zunächst auf das Feuer...dann auf die Raben...und dann auf die Mannen, die den Wall um sie herum bilden. Zufällig werden ein paar Kerle auserkoren, auf die der War Raider zugeht, seine Stirn gegen die ihrige drückt oder ihnen mit den Fäusten leicht auf die Brust schlägt. Das ist keine Ablehnung oder Provokation...Hanson und Rowe sind stolz auf ihre Gefolgsleute und ziehen unheimlich viel Kraft aus dieser Zusammenkunft.

Hanson: Wir sind heute nicht hier, um Surtur zu besänftigen oder den weisen Worten von Odin zu lauschen. Nein...wir sind hier, weil die Zeit gekommen ist. Die War Raiders werden den Thron besteigen und sich dem wertvollen Gold bemächtigen. Schon zu lange ist es von der sogenannten Gang beschmutzt worden. Die Tag Team Divison stand lange für Ehre, Miteinander und dem traditionellen Kämpfen an der Seite eines Partners, dem man blind vertraut. Auch wenn die Erinnerungen an diese Zeit eingestaubt sind...wir werden sie auffrischen! Die War Raiders werden diese Schlacht gewinnen! SEID IHR MIT UNS?

Fackelträger
„HUA!"

Hanson: Ich sagte...SEID...IHR...MIT UNS?

Fackelträger
„HUA! HUA! HUA!"

Wie aus einer Kehle brüllt die Menge laut in den Himmel. Der Widerhall klingt nur langsam in unseren Ohren aus. Hanson ist mehr als zufrieden. Seine Aufmerksamkeit widmet er nun Rowe.

Hanson: Bruder Rowe...bist du bereit mit mir gegen Marty Scurll und Jay White vorzugehen, sie für ihre Sünden zu bestrafen und gemeinsam mit mir das zu holen, was uns zusteht?

Ein kurzer, aber intensiver Blick wird zu Rowe geworfen, der Hanson zunickt und ebenfalls einen lauten Schrei hören lässt.

RoWe
„HUA!!!“

Das beantwortet wohl die Frage von Hanson, aber dabei möchte es Rowe nicht bleiben lassen.

RoWe
„Wir werden die Tag Team Divison von dem befreien, was sich wie Parasiten seit Wochen, Monaten hier eingenistet hat. Wir säubern die Division ein für alle Mal und werden wieder da aufleben lassen, was ein tag Team auszeichnet...FEEL THE RAID!!!!!!! HUA HUA HUA!!!!!!“

Fackelträger
„HUA! HUA! HUA!"

Der Tenor folgt postwendend und es hallt eine Lautstärke durch den Nachthimmel, als würde man mitten in einem Erbeben stehen. Die Bilder zeigen noch eine kurze Weile das Vikingervolk, wie es sichzusammen mit den Raiders auf den Kampf einstimmen, bevor das Bild langsam aber sicher schwarz wird.

Johnny Curtis: "Genau das meine ich! Diese beiden sind laufende Panzer. Da darf die Gang keine Schwäche zeigen!"

Noelle Foley: "Ach, beruhig' dich doch Johnny.."

Byron Saxton: "Hanson und Rowe sind im wahrsten Sinne des Wortes Feuer und Flamme auf diesen Krieg. Und ich auch!"



MATCH 3
SINGLES MATCH
Axel Dieter Jr. vs. TAJIRI


Writer: Gringo



Melissa Santos: "Making his way to the Ring... from Japan... weighing in at 192 pounds.. the Japanese Buzzsaw... TAJIRIII!"



Nicht selten obliegt es der Meinung der Zuschauer, ob sie einen der zahlreichen Wrestler der Liga mögen - oder eben nicht. So oder so - ohne jene Meinungen gäbe es das Grundkonzept der Wrestlingliga nicht. Dieses Grundkonzept wird jedoch durch die sogenannten 'modernen' Zuschauer auf heftige Art und Weise durcheinander geworfen. Wrestler, welche eigentlich beliebt sein sollten, werden gnadenlos ausgepfiffen - gegenteilig werden Wrestler, welcher bis zur Hölle gehasst werden sollten bejubelt, als wären sie die Rächer der Nation. Der 'moderne Fan', er ist nicht mehr so einfach gestrickt, wie er es zu früheren Zeiten einmal war. Der beste Beweis sind - auch erneut am heutigen Abend - folgende Reaktionen.

Eine interessante Atmosphäre bestimmt einstweilen das Antlitz der Halle. Zunächst herrscht vollkommene Dunkelheit, die stets für eine unheimliche Art und Weise der Stimmung sorgen. Schließlich leuchten zwei Scheinwerfer auf den Eingangsbereich der Stage, dem 'Beginn der Rampe'. Prestigious erklingt aus den teuren, großen Lautsprechern, welche auf eindrucksvolle Art die Bühne zieren. Genannter Song ist nicht nur ein verdammt guter - sondern zugleich auch der Eingangssong der selbsternannten "Zukunft des Ringkampfes" - Axel Dieter Junior! Offensichtlich deshalb, weil eben jener nun letztlich auftauchen wird. Unter Erklingen des Songs erscheint genannter Axel dann auch auf der Rampe. Beleuchtet von den zwei Scheinwerfern bleibt er zunächst stehen, verschränkt die Arme hinter dem Rücken und erstarrt zu einer Stahlsäule; dazu 'saugt' er die Atmosphäre ein. Zurück also zu oben benannten, gemischten Reaktionen des Publikums: Gerade bei ADJ könnten diese nicht unterschiedlicher ausfallen. Von frenetischem Jubel, da er ein so verdammt cooler Typ ist und im Ring die ganz großen Risikos beherrscht, bis hin zu lauten Buhrufen, da er ja eigentlich wirklich keiner ist, mit dem man sich liebend gern identifizieren würde.

Als das Mitglied des Prestige samt Mentor Nigel McGuinness die paar obligatorischen Schritte in Richtung Ring macht, folgen ihm die Lichter der zwei Scheinwerfer. Ganz um ihn rum bleibt es zunächst dunkel, ehe weitere Scheinwerfer und Lichter für ein spannendes und zugleich interessantes Lichterspiel sorgen. Von flackern bis hin zu langen Lichtstrahlen, die mehrere Zuschauer 'versehentlich' blenden. Axel ist inzwischen auf der Mitte der Rampe angekommen und legt auch hier noch eine kleine Pause ein. Keine Pause der frühen Erschöpfung - viel mehr genießt er die Atmosphäre hier zu sein. Auffällig ist seine unglaublich charismatische Art und Weise mit seiner Mimik und Gestik zu spielen - denn genau das tut er pausenlos. Vorm Ort des Geschehens - dem Ring - angekommen, wischt sich der Deutsche über die Stirn und erklimmt den Apron, um von dort aus den Ring zu betreten. In eben diesem steigt er auf das Turnbuckle um seine inzwischen nicht mehr gänzlich unbekannte Geste auszuführen - eine Geste, mit welcher er signalisiert, dass ab sofort Vorsicht gilt; denn er hebt einen Finger und streckt diesen in die Luft, während er dazu eine Augenbraue hebt. Dieter steigt schließlich vom Turnbuckle ab, zieht seine schwarze Jacke aus und bereitet sich in einer Ringecke auf die kommende Schlacht vor.

Melissa Santos: "Making his way to the Ring... from Hamburg, Germany... weighing in at 93 kilogram ... accompanied by Nigel McGuinness and representing The Prestige ... AXEL DIETER JUNIOR!"



- DING DING DING -

In diesem Match schafften es beide Cruiserweights das Publikum so richtig anzuheizen. TAJIRI konnte diverse seiner klassischen Aktionen durchziehen und die Crowd damit begeistert, vor allem seinen Handspring Back Elbow. Axel Dieter Jr. aber schaffte es immer wieder den gealterten Veteran zu übertrumpfen durch seine Schnelle und Cleverness. Kurz vor Ende des Matches kniete Dieter vor TAJIRI, der seinen Buzzsaw Kick zeigen und den Sack damit zu machen wollte. Der Deutsche aber duckte sich weg! Er schnappte sich den Japaner und zeigte sein Finish: die hamburgischen LANDUNGSBRÜCKEN!

- 1 - 2 - 3 -

- DING DING DING -

Here is your winner by pinfall: AXEL DIETER JUNIOOOORRR!



Byron Saxton: "Ach wie schade, aber eine Glanzleistung vom Deutschen."

Noelle Foley: "Leute, ich bin traurig. Tajiri braucht diese Siege. Matches gewinnen bedeutet mehr Geld und nur so kann er seiner kranken Frau helfen!"

Johnny Curtis: "Aber auch Verlierer kriegen ihr Geld, Noelle, mach dir darum keine Sorgen. Gratulation an Dieter Jr.!"



Interviewer bei einer Wresltling Liga sein...das kann durchaus zu einem Traumjob werden! Das öffnet den Menschen, die dem großen Druck und den Erwartungen im Leben eines Wrestlers nicht standhalten können, die Möglichkeit, trotzdem in diesem wunderbaren Zirkus mitarbeiten und mitgestalten zu können. Man kann sich mit den Damen und Herren, die Tag für Tag und Woche für Woche Fans auf der gesamten Welt begeistern, unterhalten, ihnen Vorsätze und Taktiken entlocken oder sich mit diesen anfreunden...zumindest mit denen, die es gut mit einem meinen. Manchmal...manchmal hat man aber keinen Spaß daran. Wie jetzt Tom Phillips...zu diesem wird nun geschaltet, da er ein Interview zu führen hat. Glücklich sieht anders aus. Tom wirkt sogar ein wenig ängstlich, da er weiß was, bzw. wer, auf ihn zukommt. Trotzdem muss er natürlich seinen Job erledigen, weswegen er das gewohnte Programm abspielt.

Tom Phillips: Ladies and Gentlemen...bitte begrüßt alle die No1 Contender auf die Tag Team Title...Hanson, Rowe...die War Raiders!

Ein ehrfürchtiges Raunen geht durch die Fanreihen, als sich die beeindruckenden Körper der Modern Day Vikings von links und rechts kommend ins Bild schieben. Während der Blick von Rowe stur gerade aus gerichtet ist, blickt Hanson mit weit aufgerissenen Augen auf Tom, als würde er ihn gleich fressen wollen. Dem armen Interviewer wird Angst und Bange. Aber noch tun sie ihm ja nichts und er muss es nur geschickt anstellen.

Tom Phillips: Rowe...Hanson...letzte Woche wurden wir Zeuge davon, wie ihr von der 5-Point Gang attackiert wurdet. Be...

Weiter kommt Phillips gar nicht, da die rechte Pranke von Hanson nach vorne schnellt, sich das Mikro - mitsamt der Hand von Tom - schnappt und dieses zu sich ran zieht.

Hanson: Scurll und White haben es gewagt, unser Allerheiligstes zu beschmutzen und zu schändigen. Zudem hat White wir ein feiger Hund meinem Bruder hier ein Messer an die Kehle gehalten. PAH...erbärmlich und jämmerlich! Jeglicher Rest an Respekt, die wir für die sogenannten Tag Team Champions noch übrig hatten, ist damit endgültig verklimmt. Mein Bruder und ich sind gerüstet...wir werden Naglfar besteigen und Ragnarök innerhalb der 5-Point Gang starten. Die Asche dieses Möchtegern Imperiums wird der Grundpfeiler für unsere Regentschaft als Träger der Gürtel sein und...

Der Redefluss von Hanson wird unterbrochen. Neben Rowe ist jemand aufgetaucht, der auf dem ersten Blick mal so gar nicht zu den War Raiders passt.

Während die stämmigen Körper von den War Raiders mehr als nur bereit scheinen in den Krieg zu ziehen, wirkt die Person die zu der Szenerie stieß mehr so als würde sie gleich einen Catwalk besteigen. Dies ist nun aber ganz der Stil einer bestimmten Persönlichkeit, die heute die Ehre besitzt um den Westcoast Championship anzutreten. Niemand geringeres wie Velveteen Dream hat sich wohl von der Rede Hansons angelockt gefühlt und hat sich neben Rowe unter den strengen Blicken der No.1 Contender platziert. Mit einer Hand das Kinn gestützt wartet Dream interessiert auf weiteren Kontext, der jedoch durch sein Erscheinen ausbleibt. Seine Hand geht gelassen nach vorne in Richtung Hanson, der vor ein paar Sekunden noch vollkommen in seiner Rede gefangen war.


"Nur zu - fahre fort, ehrenwerter Krieger! Entschuldigt das ich ungefragt in euer Rampenlicht mit meiner glänzenden Erscheinung platze.. Aber die Leidenschaft mit der du sprachst, hat meine Neugierde geweckt. Die Wände sprachen von einem Duo das den Erdboden zum Beben bringt, sobald sie nur die Halle betreten. Dies liegt nicht an ihrem enormen Körpergewicht, sondern von ihrer Zielstrebigkeit nach Ehre und Krieg. Wie mir scheint.. wurden diese Attribute von der Punktebande mit Füßen getreten.."

Obwohl Dream ursprünglich wollte das Hanson fortfährt, verfällt er selbst in einen kleinen Monolog über die Dinge die er gehört und auch gesehen hat. Bisher war Velveteen dafür bekannt sonderbaren Gestalten auf den Grund gehen zu wollen. Die Wikingerähnlichen War Raiders bilden da wohl keine Ausnahme. Wie aber fassen sie das plötzliche Erscheinen dieses Paradiesvogels auf? Bevor die Fans dies erfahren, unterbricht Tom Phillips die Atmosphäre.

Tom Phillips:"Bedeutet das das Velveteen Dream auf der Seite der War Raiders in diesem Kampf steht?"

Der journalistische Urinstinkt hat bei dem Interviewer zugeschlagen und natürlich möchte er erfahren ob der Afroamerikaner aus Capitol Hill ebenfalls einer derjenigen ist der sich gegen Noam Dar und seine Truppe auflehnt. Zurzeit gibt ihnen der Erfolg jedoch immens Recht..


"Der Dream steht prinzipell auf der Seite des Guten.. Auf der Seite an der das Licht heller strahlt als die Sonne. Wenn ich mir jedoch Jay White, Marty Scurll und ihren Kopf Noam Dar so betrachte bleibt da nicht viel Sonnenschein. So ist es wohl nur ein logischer Schluss das ich mich der Gegnerseite zugehörig fühle. Vielleicht auch weil ich von diesen beiden Herren einiges bezüglich ihrer Attribute lernen könnte.. Krieg und Gewalt ist kein großes Steckenpferd von mir.. Doch manchmal wird man gezwungen mit wehenden Fahnen in solchen zu ziehen. Oder verkenne ich da etwas, Gentleman?"

Der Veleveteen Dream und War Raiders...zwei krasse Gegensätze, die in diesem kleinen Kosmos, genannt Interviewecke, aufeinander treffen. Nicht jeder würde es wagen einfach so ein Interview der War Raiders zu sprengen. Hanson schiebt Tom Phillips grob zur Seite und geht einen großen Schritt auf den jungen Afroamerikaner zu. Sein Atem ist langsam und schwer. Gemächlich lässt der bärtige Wikinger seinen Nacken kreisen, der hörbar knackt. Baut sich hier langsam eine bedrohliche Stimmung für den Dream auf? Möglicherweise sollte dieser zusehen, dass er Land gewinnt. Zunächst aber spricht Hanson zu ihm.

Hanson: Dein Äußeres lässt nicht vermuten, dass du einem richtigen Kampf und einem ehrenvollen Krieg gewachsen bist. Du auf dem Schlachtfeld? Da mag der unwissende schallend lachend. Aber auf Äußerlichkeiten kommt es nicht an...wichtig ist, was du in dir hast!

Zur Untermalung seiner Worte hebt Hanson seinen rechten Zeigefinger und zeigt damit ungefähr auf die Region im Körper des Dreams, in dem dessen Herz schlägt.

Hanson: Du bist bereit deine Komfortzone zu verlassen und dabei liebgewonnene und für dich wichtige Prinzipien hinter dir zu lassen. DAS macht einen wahren Krieger aus. Du willst dich der sogenannten 5-Point Gang stellen und ballst dafür die Fäuste. Mann, den man den Velveteen Dream nennt...damit verdienst du dir unseren Respekt! Daher will ich dir gerne dir deine Frage beantworten...Nein, du verkennst es nicht! Der Krieg ist kein Kampf...das Schlachtfeld ist dreckig und selbst als Sieger fühlst du dich manchmal so, als hättest du verloren. Aber man kann manchmal nichts anders...man muss sich dem Feind stellen!

Während Tom durch Hanson eben ein klein wenig in den Hintergrund gerückt wurde, versucht dieser natürlich das Mikrofon weiterhin zwischen die Parteien zu halten, damit man auch mitbekommt, was hier gesprochen wird. Dennoch wirkt das Bild für den neutralen Betrachter sehr fremdlich, stehen sich tatsächlich mit den War Raiders und dem Dream zwei Gegensätze gegenüber, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Trotzdem zollt Hanson dem jungen Mann Respekt und es ist nicht leicht, den Respekt der War Raiders zu bekommen. Schließlich ist es nun auch Rowe, der sich bisher aus dem Gespräch zurückgehalten hatte, der sich neben Hanson aufbaut und ebenfalls Velveteen anschaut.

RoWe
„Für jeden wäre es fatal, einem Krieg aus dem Weg zu gehen. Das zeugt von Schwäche und offenbart deinen Gegnern deine Schwächen. Allerdings unterscheidet man zwischen Krieg und einer Schlacht. Unsere Schlacht wurde persönlich und gleicht damit keinem normalen Krieg. Die Gang hat Grenzen überschritten, für die sie büßen müssen...und genau das werden sie Heute Abend...wir sind die letzte Bastion der armen Tag Team Division und WIR werden zeigen, das die Gang nur ein Haufen von Feiglingen sind!“

Die letzten Worte kamen mit Nachdruck aus der Kehle von Rowe und zeigt wieder einmal die Abneigung gegenüber der 5 Point Gang. Beim Wort "Wir" ballt er die Faust und schlägt seinem Vikingerbruder Hanson dabei auf die Brust, alles in Angesicht vom Dream, der hier Zeuge wird, das man ohne Angst sich dem Schlachtfeld nähern kann.

RoWe
„Auch du kannst auf einem Schlachtfeld bestehen, Dream. Willow und Joe sehen dich vielleicht als schwaches Glied...aber wir wissen, was in deinem Herzen schlägt...“

Die Worte der War Raiders ehren den vielleicht baldigen Champion zwar sehr, aber dennoch sind ihre Welten unheimlich verschieden. Rowe und Hanson leben für das was sie tun. Sie sind furchtlose und ehrenvolle Krieger, denen nichts mehr zuwider ist wie jemand der sich ihnen nicht stellt. Sowohl Noam Dar als auch der Rest seiner Gang gingen den beiden Kolossen meist aus dem Weg - aus gutem Grund. Betrachtet man sich Dreams Mimik möchte er die beiden Raiders auch nicht zum Feind haben.


"Als schwächste Instanz angesehen zu werden ist mein Schicksal nehme ich an. Das Äußere mag über das Innere hinweg täusschen.. Wenn gleich ich den Kampf damals gewonnen.. aber den Krieg verloren und somit einen guten Freund verloren habe."

Die Geschichte um Elias und Bray Wyatt setzt dem Mann aus Captiol Hill nach wie vor immens zu. Zwar gibt es noch Toni Storm die ihm weiterhin den Rücken freihält.. Aber auch sie hatte in den letzten Tagen und Wochen andere Probleme als sich mit der Krise des Velveteen Dreams auseinanderzusetzen. Patrick Clarke gehört zu den Menschen, der seinem Umfeld unter solchen Bedingungen niemals einen Vorwurf machen würde. Er weiß wann er nicht die erste oder die zweite Geige spielen kann.. Und dennoch scheint er sich heute Abend nie mehr allein gefühlt zu haben.


"Zu wissen das ich es mit einem Mann zu tun habe, der mir beinahe schon einmal die Möglichkeit auf das hier genommen hätte und das auf der anderen Seite ein Monster wartet das sich regelrecht danach verzehrt mich mit Haut und Haaren zu verschlingen macht es in diesem Fall nicht einfacher. Es wäre bedenklich wenn mein normaler Menschenverstand da nicht die roten Alarmglocken läuten würde!"

Fühlt sich Dream der aufkommenden Herausforderung nicht gewachsen? Bereits als es um den simplen No.1 Contender Spot ging plagten ihn Zweifel die nun ungefragt wiederkehren. Vielleicht sucht der Afroamerikaner einen gezielten Rat bei Menschen deren Kampf und Blut fast wie ein täglich Brot erscheint - Menschen wie Hanson und Rowe.

Hanson: Seinen Gegner kann man sich leider nicht aussuchen. Aber das macht nichts. Du hast dein Auge dafür, wer der Feind ist und du wirst dich diesen stellen. Ganz egal, ob du im Endeffekt am Ende Gold in deinen Händen halten wirst, mein mutiger Freund! In den Geschichtsbüchern ist schon jetzt ein Platz für deinen Namen reserviert. Glaube mir...auch wenn du vielleicht nicht sicher bist...aber ich spüre, dass du bereit bist, dich allen Gefahren zu stellen! Und sollte dir jemals der Sinn danach stehen, dich mit Gleichgesinnten vereinen zu wollen...du wirst dann wissen, wo du uns finden kannst!

Es gibt definitiv Schlechteres, als die Modern Day Winkinger hinter sich zu bringen. Ob das der Antrieb war, den der Dream in diesem Gespräch gesucht hat, wird sich später zeigen. Doch zunächst stehen sich hier drei Männer gegenüber, die sich gegenseitig Respekt zollen. Mit einem Nicken verabschieden sich Rowe und Hanson schließlich, bevor auch der Afroamerikaner seiner Wege geht. Zurück bleibt ein einsamer Tom Phillips.

Tom Phillips:
Also gut...das waren die War Raiders und der Veleveteen Dream. Zurück zu euch.

Noelle Foley: "Vielleicht waren die Raiders genau das was Dream gebraucht hat! Der Junge kann es schaffen!"

Byron Saxton: "Die War Raiders allerdings auch. Wir werden sehen wie der Abend läuft!"

Johnny Curtis: "Die Gegner sind davon bestimmt nicht erbaut."







Purgatory - Einen passenderen Namen hätte man für den großen Pay-Per-View nicht wählen können, wenn die Stimmung auch eher einem himmlischen Event gleichkommt, als einem Fegefeuer. Es sind schon einige Minuten auf der Uhr, und nach einigen großartigen Matches ist es kein Wunder, dass die Fans sich kaum noch auf den Stühlen halten können. Wie üblich wird die Zeit zwischen den Kämpfen mit etlichen Segmenten gefüllt und auch jetzt fährt die Kamera durch das Publikum, während die Regie einige Fakten und Daten einblendet, bevor schließlich eine noch unbekannte Musik ertönt, die sogleich beim Namen auf dem Titantron mit lauten Buhrufen bestraft wird.



Einige Zeit vergeht, ohne das Darby Allin, welcher durch seine Beziehung mit Grimm deutlich hörbar negativ aufgefallen ist, sie Stage betritt. Auch die Regie scheint die Situation nicht ganz zu verstehen, sodass das Produktionsteam das Musik ausklingen lässt und die in den Backstage Bereich schaltet. In der Ferne sind diverse Geräusche zu hören, die auf einen Brawl schließen lassen. Deutlich schneller als gewohnt, begibt sich das Kameramann in die Richtung der Töne. Zu sehen ist Kip Sabian, welcher immer und immer wieder auf den, am Boden liegenden, Darby Allin eintritt. Zufrieden streift er sich den Dreck von seiner Lederjacke, bevor er am Kameramann vorbei geht und den Schüler seines heutigen Gegners achtlos auf dem Boden liegen lässt. Selbstverständlich folgt ihm die Kamera und Renee Young, hier für ihre Interviews bekannt und zuständig, eilt dem Handsome Hustler hinterher. Vorsichtig greift die Blondine nach seinem Arm, um Kip zum Anhalten zu bewegen. Mit einem lauten Seufzen gibt sich der Brite geschlagen und dreht sich, zusammen mit der Kanadierin, der Kameralinse zu.

Renee Young: "Kip .. w-was zur Hölle geht hier vor?"

Sofort runzelt der Dunkelhaarige die Stirn. Was für eine dämliche Frage, wo man doch genau gesehen hat, was passiert ist. Jemand, der's deutlich verdient, hat aufs Maul bekommen.

» Kip Sabian «
"Darby Allin, aight. Is' dir ein Begriff? Neues Schoßhündchen von Grimm. So ein kleiner, eierloser Dweeb. Könnte mir eigentlich egal sein, aber offensichtlich will Simon Krieg und im Krieg ist alles erlaubt, nicht wahr?! Bevor dieser Hund also die Worte seines dummen 'Meisters' in die Öffentlichkeit trägt, habe ich mich mal auf die Schnelle um den gekümmert. Danke könnt ihr mir später, by the way. Oder einfach via Social Media, Twitter wäre @TheKipSabian. Habe da übrigens auch ein grandioses Bild von Simon Grimm gepostet, wer also warum auch immer Angst vor dem hat, sollte sich das mal anschauen. So ganz ohne Bart und Maske sieht der aus wie'n normaler Familienvater, der seine Kinder mit zum Zoo nimmt."

Renee Young: "Das hört sich alles sehr persönlich an, also ist dein heutiges Match kein einfaches Titelmatch, oder? "

Der Brite beginnt zu Lachen.

» Kip Sabian «
"Über den Punkt sind wir schon lange hinaus, hun. Bin ja wirklich ein ganz umgänglicher Typ, aber Grimm is'n bisschen zu weit gegangen. Meinetwegen misshandle deine Schwester oder schlag mir die Windschutzscheibe ein, aber nimm niemals Bobs Namen in den Mund. Der hat doch förmlich danach gebettelt von mir auf's Maul zu kriegen. Bin ich jetzt der Böse?! Nah. Meiner Meinung nach sollte so'n Psychopath keinen Titleshot kriegen, aber keine Sorge, Leute, Superbad Kip Sabian wird ihn schon dran hindern, einen Championship zu ergattern. Hey, weißte wer eigentlich vor Grimm im Gespräch war?! Axel Dieter Jr. LOL! Dabei hat der doch schon mal gegen mich verloren. Mal ganz davon abgesehen, dass er aussieht wie so'n Steinkopf von den Osterinseln. Da zieht sich bei mir alles zusammen, Renee. Hab eigentlich keine Lust darauf meinen Titel zu verteidigen, aber wenn ich schon muss, dann will ich bitte auch 'ne Aufgabe. Neee, stattdessen wirft man mir ein Opfer vor. Ob ADJ oder Grimm, mit denen bin ich schneller fertig als mit Shotzi, ya feel me? Anyway blondie, I'm out."

Einigermaßen zufrieden mit dem, ziemlich spontanen, Interview, verschwindet der amtierende Champion aus dem Bild und lässt eine verwirrte Renee Young zurück. Das Bild wird Schwarz.

Noelle Foley: "Wow.. ich weiß nicht wie schlau es ist seinen Gegner SO auf die leichte Schulter zu nehmen, Leute."

Byron Saxton: "Vorallem wenn der Gegner Simon Grimm heißt, dem man alles zutrauen kann! Ich verstehe was du meinst, Noelle."

Johnny Curtis: "Wird sich zeigen. Aufjedenfall hat dieser Darby eins auf die Mütze bekommen, find ich gut."



Purgatory heißt übersetzt so viel wie Fegefeuer. Feuer ist in vielen Duellen heute garantiert enthalten denn wie es für ein Special üblich ist stehen die wichtigsten Belts auf dem Spiel. Und in der C2C sind alle Gürtel wichtig. Was dies bedeutet sollte wohl klar sein. Neben den zahlreichen Titelkämpfen gibt es aber auch noch genug andere Fights mit ordentlich Starpower. Und dies war wirklich keine Anspielung auf einen der Teilnehmer der Show. Doch bleiben wir mal bei dem Duell. Ins Auge fällt da nämlich tatsächlich das Fatal 4 Way Match bei dem Austin Theory laut den Buchmachern die größten Aussichten auf Erfolg hat. Aber auch die anderen drei Wrestler sind wahre Talente und Meister ihres Fachs. Einen Ausgang dort vorherzusagen ist schier unmöglich da Nuancen und die Tagesform letztlich ausschlaggebend sein werden. Wer sich in bester Verfassung in der Vorwoche präsentiert hat ist Maxwell Jacob Feinstein. Anders als alle anderen Mitstreiter um den Erfolg bestritt das Scarf Ace in Atlanta einen Kampf gegen Samoa Joe und gewann diesen sogar. Ob dies nun ein psychologischer Vorteil für ihn ist weil er im Rhythmus bleibt oder ob die anderen drei nun durch ihre dortige Pause besser erholt sind und dadurch einen längeren Atem haben wagen wir nicht zu prognostizieren. Am Ende kann alles passieren und gerade das macht die Spannung in diesem Duell aus. Und wo wir gerade schon bei Mister MJF einmal dran sind, bekommen wir diesen auch schon vor die Linse der C2C Kameras. Er sitzt ziemlich entspannt auf einer Bank in legeren Klamotten. Normal kennen wir ihn im Anzug doch dieses Mal ist eher der Freizeit-Look angesagt. Die Sonne scheint was darauf schließen lässt, dass es sich um eine Aufzeichnung von vor der Show handeln muss. Aber schauen wir mal rein was es dort auf die Augen und die Ohren gibt.



MJF:
”Ein herrliches Bild, nicht wahr? Die Sonne scheint, die Knospen sprießen mehr und mehr aus dem Boden und das Grün kommt langsam aber sicher wieder. Man könnte glatt meinen der Frühling sei schon da. Vor allem wo man die Vögel zwitschern hört… Oder besser gesagt, den Vogel und mit zwitschern meine ich natürlich all diese Nachrichten auf seinem Twitter-Kanal. Da leidet wohl jemand unter Mitteilungsbedarf. Wen ich meine? Ach kommt, ihr wisst es doch genau. Der Kerl leidet eindeutig unter ADS Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom oder wie ich auch die Abkürzung neuerdings nenne… Asshole-David-Starr. Ich muss ihn echt nicht besser kennen um zu wissen dass er ein Blender vom Herrn ist. Wenn er unbedingt alles was er tut zur Schau stellen will dann wird dies beim Special zu einem neuen Format werden, welches ich mir noch patentieren lasse… „Er ist ein Starr, ich lösch ihn aus!“ Jetzt mal ehrlich. Er ist kein Influencer… oh nein… er ist ein Influenza! Zwei Wörter so ähnlich klingend und doch so grundverschieden. Er ist aber doch nur der Virus der die Liga befallen hat und den es nun auszuschalten gilt. Der Antikörper trifft sozusagen auf den Anti-Wrestler. Im übertragenen Sinn um es etwas technischer zu formulieren und es dem Special-Namen ein wenig anzupassen könnte man sagen, dass ich die Firewall bin der dafür sorgen wird, dass Leute wie David Starr keine lange Lebensdauer in dieser Promotion besitzen.“


Dafür dass er mit David noch keinerlei Berührungspunkte hatte konnte er sich doch schon ein gutes Bild über ihn erstellen. Natürlich überspitzt er manche Dinge aber dies ist nun mal seine Art. Hannibal vom A-Team würde auch etwas fehlen wenn er nicht ständig davon schwärmen würde wie sehr er es liebt wenn ein Plan funktioniert. Dieser Typ ist einfach wie er ist und daran wird er auch nichts ändern. Die einen mögen es gut finden die anderen wiederum nicht. Doch Maxwell ist es vollkommen Schnuppe was Dritte über ihn denken denn er zieht sein Ding durch egal wie die Resonanz ist.

MJF:
”Haskins… Haskins… Haskins… Da war doch mal was, oder? Ist das nicht derjenige der in Nashville gegen Axel Dieter Jr. sang- und klanglos untergegangen ist? Ich hatte irgendwie gedacht er sei direkt danach untergetaucht und wurde seitdem nie mehr wieder gesehen. Es wäre jedenfalls kein herber Verlust wenn ich das mal so frei formulieren darf. Ich meine, schaut ihn euch doch mal an. Ein Hingucker ist er wirklich nicht gewesen. Im Gegenteil. Sein Traum war es wohl eines Tages mal ein prachtvoller Schwan zu werden doch er muss einsehen, dass er wohl für immer das Haskins Entlein bleibt. Da hätte ich ja beinahe unterschlagen, dass du in Charlotte bei der dortigen Battle Royal ebenfalls bereits unter die Räder gekommen bist. Wie heißt es doch so schön? Aller guten Dinge sind drei? Na dann weißt du ja worauf du dich einzustellen hast. Apropos Einstellung… Was hat sich das Office nur dabei gedacht dich unter Vertrag zu nehmen? Wollte man so vielleicht der gesetzlichen Auflage nachkommen, eine mindestens 5 prozentige Behindertenquote zu erfüllen? Ich werden ihn nicht nur ins Mark treffen mit meinem Triumph sondern ich werde auch in Marks Gesicht treffen und dies mehrere Male. Viel verunstalten kann man da ja nicht mehr. Er ist in meinen Augen das mit Abstand schwächste Glied in diesem Duell und Schwäche ist etwas dass man sich in diesem Business einfach nicht erlauben darf. Stark ist er lediglich mal als Kleinkind gegen eine Stange oder Baum gelaufen. Ansonsten ist er lediglich Füllmaterial da er sonst nirgendwo anders Platz gefunden hätte. Vor ihm mache ich mir also die wenigsten Gedanken.“


Auch Haskins bekommt sein Fett ordentlich weg. Wenn einer mit Worten verletzen kann dann gehört Maxwell sicherlich zu diesem elitären Kreis dazu. Doch eines muss man ihm lassen. In vielem was er von sich gibt steckt auch stets ein Funken Wahrheit drin. Klar ist er auch hier wieder sehr plakativ und provozierend unterwegs aber er weiß durchaus mit wem er es zu tun hat und was somit auf ihn zukommt. Unvorbereitet ist er daher nicht. Fehlt ja nur noch einer im Bunde der bislang noch unbefleckt geblieben ist. Daran wird sich aber nun etwas ändern.

MJF:
”Austin wir haben ein Problem… oder war es Houston? Wie dem auch sei. Dieser Typ bezeichnet sich als den nächsten Schritt der Evolution. Oh ja. Ich habe durchaus zugehört als sich dieser Knilch vorgestellt hat. Was er aber verschwiegen hat ist die Richtung denn bekanntlich geht es nicht immer nur vorwärts. Austin ist ein Rückschritt nicht mehr und nicht weniger. Eines haben wir gemeinsam… wir haben beide unsere Debüt beziehungsweise unser Comeback-Match gewonnen aber dann hört es auch schon auf mit den Parallelen. Denn im Gegensatz zu ihm jammere ich nicht herum wenn mich die Fans ausbuhen oder auspfeifen. Mir ist es nämlich völlig egal was dieser Rasse von Homo Insipiens. Und nein, dies war kein Versprecher! Passend zu seinem Nachnamen hätte ich da übrigens eine meiner legendären Feinstein Theorien… If you wanna be the greatest of all, you have to make their air-built castles fall. Genau dies werde ich tun und werde dabei auch dich aus dem Weg räumen. Also du Theory of relativity… Es besagt, dass er in diesem Fatal 4 Way Match relativ chancenlos sein wird. Es ist jedoch nun an der Zeit zu beweisen, dass die Praxis der Theorie meilenweit überlegen ist. Mister Unproven gegen Mister Unbeaten. Es kann nur einen geben und dieser trägt den Namen Maxwell Jacob Feinstein. Punkt! Aus!”


Wie nicht anders zu erwarten hat er nun seinen verbalen Rundumschlag komplettiert. Zufrieden lehnt er sich auf der Bank nun zurück und genießt die Sonnenstrahlen eines herrlichen März-Tages. Jetzt muss er nur noch am Showabend liefern und alles ist perfekt. Im Unterbewusstsein wird ihm schon klar sein, dass dies heute eine seiner schwersten Prüfungen überhaupt sein wird und dass er sich keinen Fehler erlauben darf. Natürlich würde er es niemals nach außen hin zugeben dass er an einen Triumph zweifelt aber bei der Konkurrenz wird es halt verdammt hart. Mit diesen Bildern schalten die Kameras um und wir befinden uns wieder in der Arena und bei den dortigen Kommentatoren die ihrer Arbeit sofort nachgehen.

Noelle Foley: "Shots fired! Für MJF gibt es gar keine andere Theorie wie das er gewinnt!"

Byron Saxton: "Allerdings gibt es da einen gewissen Austin der das wohl anders sieht.."

Johnny Curtis: "... und einen Mr.Haskins! Das wird gut!"



Es gibt Momente, wo die coast 2 coast ordentlich Geld in die Hand nimmt, um seine Segmente den Zuschauern zu präsentieren. Häuser, Hallen werden angemietet. Kameramänner werden zur Verfügung gestellt um die Gedanken von so vielen unterschiedlichen Individuen einzufangen und auf die digitalen Bildschirme der Halle zu zaubern. Die Fans in ihren Bann zu ziehen, sie fesseln, sie verzaubern. Doch manchmal, nur manchmal reicht auch eine einfache Schaltung in den Backstagebereich aus um diese Magie einzufangen. Doch die Person, die den Zuschauern hier präsentiert wird, ist alles andere als magisch. Zumindest aus dem Standpunkt heraus, den die meisten Zuschauer vertreten. Simon Grimm steht mit dem Rücken zur Kamera gewandt an eine Wand gelehnt, den Kragen seines schwarzen Mantels nach oben geschlagen. So, als müsse er sich von der Kälte, die ihn umgibt, schützen. So, als würde sie nicht von ihm selbst ausgehen. Sein rechter Arm ist um seinen Brustkorb gelegt, während er seine andere Hand um ein Handy geschlungen hat. Nervös tippt er mit seiner Fußspitze immer wieder auf den harten Betonboden.

- Simon Grimm -
„Hast du sie abgeholt gestern? Ich…wage es dich nicht noch einmal mich zu unterbrechen. Hast du das verstanden? Hast du das verstanden Darby? Gut, also. Ich hatte dich gefragt ob du Ashley abgeholt hast.“

In Grimms Stimme liegt wieder diese sehr beunruhigende Besonnenheit. In dem Gespräch geht es scheinbar um seine Schwester und er spricht von ihr, als würde irgendwo ein Paket für ihn abgegeben worden sein. Nun, trauriger Weise ist es für Grimm tatsächlich auch nichts anderes. So ruhig seine Stimme auch klingen mag, seine Körpersprache zeigt etwas anderes. Er wirkt ungeduldig. Unruhig. Seine Hand greift an seinen Nasenrücken, während er seinen Kopf senkt.

- Simon Grimm -
„Mich interessiert das gerade nicht. Ich habe heute wichtigeres zu tun als um mich um den entstandenen Schaden zu kümmern. Sie lebt doch, oder? Also. Ashley soll sich nicht so anstellen. Sie wollte immer eine Hure sein, nun ist sie es. Es dient der Familie. Jeder hat seine Opfer zu bringen. Nein…Nein. Es diente der Familie. Es diente uns. Lass sie einfach schlafen. Sie wird irgendwann schon wieder aufwachen.“

Kopfschüttelnd wendet er sich der Kamera zu. Warum möchten immer alle etwas von ihm, wenn er sich auf sein Match vorbereiten muss. Er gibt es sehr ungerne zu, aber ja. Gegen Sabian sollte er nicht vollkommen unvorbereitet heran gehen. Sabian ist Abschaum, aber er weiß leider was er im Ring tut. Als der Grimm Reaper aber dann seinen Blick leicht hebt, erfüllt sich sein Gesicht mit einem herzlichen Lächeln. Verschwunden die Kälte. Verschwunden die Ablehnung. Reine, pure Freude.

- Simon Grimm -
„Peyton! Es ist so schön, dass du hier bist mein Sternenlicht. Gerade heute wo ich endlich meine Rache an Sabian bekomme. Du kannst dir nicht vorstellen wie sehr ich mich freue, endlich meine Finge…“

*Klatsch*

Alle neune. Golden Goal. Schachmatt. Homerun. Peytons Finger nach dieser Ohrfeige glühen, sie pulsieren und scheinen zu versuchen genügend Blut in sich selbst zu pumpen. Wenn ihr sogar die Finger weh tun, dann wird die Wange von Grimm sicherlich auch ordentlich schmerzen. Sie hat gut zugelangt, hat ausgeholt und mit voller Wucht zugeschlagen, sodass Simons Kopf zur Seite schnellt. In ihrem Blick kann man nur lodernde Wut sehen. Ihr sonst so schönes Gesicht ist zu einer Fratze verzogen, die offensichtlich nichts weiter als Hass für ihn übrig hat. Sie hatte ihm zugehört - und hatte sich tatsächlich wieder von ihm einfangen lassen, hatte sich von ihm um den Finger wickeln lassen und scheint das deutlich zu bereuen. Man kann es vielleicht selbst nicht so gern zugeben, wenn man wieder vom gleichen Menschen hintergangen wurde, aber es ist offensichtlich, dass Peyton sich schon wieder betrogen fühlt. Es ist nicht genau nachvollziehbar wie lange die Australierin schon hier steht - was sie genau mitbekommen hat, ist auch noch nicht genau klar. Offenbar hat es aber ausgereicht, dass Peyton sich hintergangen fühlt. Sie schnauft und ihr Herz klopft hörbar. Aber nur sie selbst kann hören wie das Blut durch ihre Ohren rauscht und wie ihr immer heißer und heißer wird - wahrscheinlich ist das eine Reaktion auf ihre Wut.

Peyton Royce
"WAS HAST DU MIT IHR GEMACHT?!"


Sie schreit ihn an - das kann man nicht beschönigen. Aber offenbar hat Peyton mitgehört, dass Ashley - also Shotzi - irgendwo ist. Und auch wenn sie nicht weiß wo sie sich befindet und wer dahinter steckt, scheint sie verdammt wütend darüber zu sein, dass Simon sie ja anscheinend angelogen hat. Das ist also das Ende ihrer Suche? Sie muss sich damit abfinden, dass sie Shotzi nicht finden wird - und das einfach nur, weil Grimm wieder dahinter steckt. Peyton hätte sich die ganzen Wege sparen können - eigentlich. Für eine Sekunde ist das Match, was ihr noch in den Knochen steckt, vergessen und sie baut sich vor ihm auf. Eben so wie es eine so zierliche Frau wie Royce eben kann. In ihrer Stimme ist eben auch deutliche Panik erkennbar. Sie atmet flach und scheint ihn förmlich niederstarren zu wollen. Er soll damit 'rausrücken! Die Australierin macht einige Schritte auf Grimm zu - es ist aber mehr als nur offensichtlich, dass sie definitiv nicht seine Nähe sucht, sondern wütend ist und unbedingt wissen will, was mit Shotzi passiert ist. Oder wer bei Shotzi ist!

Peyton Royce
"VERDAMMT! SIMON, WO IST ASHLEY!!"


Die Ohrfeige brennt immer noch auf seiner Wange als er sich kurz von ihr abwendet. Er verschließt seine Augen, spürt wie die Hitze, die auch schon Peyton eingenommen hat, in ihm aufsteigen. Würde er nun in den Spiegel sehen, ihre Finger auf seiner Wange sehen….Wieder einmal ist es seine Halsschlagader, die der Vorbote seiner Laune sind. Peyton ist sein Engel. Sein Augenlicht, seine Luft zum Atmen. Aber niemand…. Wirklich niemand agiert so respektlos gegenüber ihm. Eigentlich wollte er nur kurz wissen ob bei seiner Schwester alles gut ist. Schließlich ist er kein Unmensch und sich danach Ist seine Zeit reif in den Ring zu steigen und Kip herauszufordern. Vor seinem Match. Ein kleiner Plausch unter Freuden. Doch Peyton, er würde alles für Peyton machen.

- Simon Grimm -
„Ashley Ashley Ashley! Immer hat es sich nur um sie gedreht. Immer wieder war sie schuld an unseren Streitigkeiten. Jedes…verdammte….Mal….Und nun habe ich dich endlich wieder in meinem Leben und schon wieder versaut sie es mir. Sie wird es mir nie wieder versauen! Du willst wissen wo sie ist? Sag mir nachher nicht, dass ich dich nicht gewarnt habe…“

Seine Hand schnellt nach vorne und umklammert den Hals von Peyton. Er nimmt wieder ihren Duft war. Oh Gott dieser Duft. Seine freie Hand streicht sanft über ihre Haare. Sie sind weich. Viel zu weich. Verlegen und voller Wut beißt er sich auf seine Unterlippe. Die Finger bohren sich in ihre Haut. Diese zarte Haut von seinem Sternenlicht…

- Simon Grimm -
„Zum Schutz unserer Familie und für meinen Vorteil in dieser Liga musste ich Shotzi an Noam verpachten. Sie wollte einfach nicht auf mich hören. Immer diese Widerworte. Immer und immer wieder wollte sie sich gegen mich zur Wehr setzen. Sie war respektlos. Sie war…sie ist eine Hure. Ich liebe sie, aber sie musste lernen wie die Rangordnung ist. Was Noam getan hat…er…vergiss es. Auf jeden Fall hat sie gelernt was es bedeutet sich gegen die Familie zu stellen. Nun muss sie sich erst etwas erholen. Sie ist sicher da wo sie jetzt ist. Sobald sie wieder spricht, wird sie verstehen warum ich das getan habe. Für sie. Ja, sogar für uns mein Engel. Nun, wo Ash sich nie wieder gegen mich auflehen wird. Es wird keinen Ärger mehr geben. Keinen Grund warum wir uns jemals wieder streiten müssten. Ist…Ist das nicht einfach wundervoll?“

Peyton Royce
"Du. Tust. Mir. Weh."


Die Australierin keucht lautstark. Der feste Griff um ihren Hals scheint ihr die Luft zu rauben, die nach ihrem Wutanfall noch übrig ist. Sie hätte - wie jeder in dieser Arena - wohl nicht damit gerechnet, dass Grimm sie so anpacken würde. Seine Finger bohren sich in ihre Haut und ihr bleibt dabei kurz die Luft weg. Sie hatte sich sowieso so in Rage geredet und bebte vor Wut, dass es nur logisch ist, dass ihr förmlich alles im Halse stecken bleibt. Bisher - in der ganzen Zeit, die die beiden auch schon vor der c2c miteinander verbracht haben - hatte er es nie gewagt Royce so anzufassen. Er hatte es niemals gewagt sie körperlich einzuschüchtern. Dieses "Privileg" hatte immer nur Shotzi. Er überschreitet jetzt also eine gedachte Linie, die er niemals hätte überschreiten sollen, wenn er wirklich gedacht hat, dass Peyton jemals zu ihm zurück kehren würde. Entsprechend sind ihre Augen weit aufgerissen. Die grün-braune Regenbogenhaut umrahmt die bis fast zum Maximum aufgeblähte Iris und versucht diese offensichtlich in ihren Augenhöhlen zu halten. Die Australierin schnappt nach Luft, scheint sich nur schwer auf den Beinen halten zu können, weil ihr ganz offensichtlich fast schwarz vor Augen wird. Ihren Kopf wirft sie nach hinten, um den Griff eventuell zu lösen - natürlich schafft sie das nicht. Dafür ist er auch einfach viel zu stark, viel zu dominat, wahrscheinlich auch viel zu verärgert, was die Worte der Australierin angeht. Sie war aber auch respektlos - sicher aus einem guten Grund, der aber offensichtlich nicht gut genug für Grimm ist. Er fühlt sich ja im Recht.

Peyton Royce
"Lass. Mich. Los."


Wieder kann sie nur einige abgehackte Worte herausbringen und danach scheint sie wieder nach Luft schnappen zu müssen. Simon sollte sich schnell bewusst werden, was er hier gerade tut. So bekommt man eine Frau natürlich nicht zurück - auf keinste Art und Weise. Sie macht einige Schritte rückwärts und trifft dann mit ihrem Rücken auf eine Wand. So muss sich Shotzi also immer gefühlt haben. So muss seine Schwester jedes Mal zu mute gewesen sein, wenn Grimm seine "Erziehungsmaßnahmen" mal wieder ausleben musste. Sie ist also bei Dar. Noam Dar. Das wird sie auch noch klären. Peyton kennt den Schotten eigentlich nicht, aber er kann nichts gutes für Blackheart bedeuten. Entsprechend wird sie wohl auch mit dem ach so unantastbaren World Heavyweight Champion ein ernstes Wörtchen reden müssen - wenn sie das denn noch kann. Wenn sie denn nicht gleich hier vür Simon zusammenbrechen wird, weil sie keine Luft mehr bekommt. Peyton versucht zu schlucken, aber ihr Kehlkopf kommt nicht an seinem festen Griff vorbei.

- Simon Grimm -
„Na siehst du. Ist doch alles gar nicht so schlimm.“

Leicht erschrocken über sich selber und seiner Härte Royce gegenüber lockert er seinen Griff wieder. Er wollte ihr nicht wehtun. Nein, ganz im Gegenteil. Manchmal bedarf es nun einmal einer führenden Hand wenn die Dinge nicht so laufen wie es Grimm sich vorgestellt hat. Und was hätte er auch sonst machen sollen? Peyton hyperventilieren lassen? Nein. Er ist ja schließlich um ihr Wohl besorgt. Auch, wenn er eine sehr merkwürdige Art hat dies zu zeigen. Vorsichtig…liebevoll streicht er über die Stellen wo sich eben noch seine Finger befanden und nun mahnende rote Punkte gebildet hatten. Nun waren sie wieder gleich. Beide hatten diese Körperabbildungen in ihrem Gesichtbereich. Und wo sein Blick kurz in diesen wundervollen Augen ruht…er hatte die Wut über sie fast schon vollkommen vergessen. Fast.

- Simon Grimm -
„Ich verzeihe dir deinen kleinen Aussetzer mein Engel. Aber du darfst nicht immer so laut werden. Stell mal vor, ich würde immer wegen jeder Kleinigkeit so aus der Haut fahren?“

Kopfschüttelnd legt Simon seinen Kopf leicht schief als er seine Exfreundin betrachtet. Was hatte er diesen Anblick vermisst und nach letzter Woche hatte er es endlich geschafft sie wieder etwas zu beruhigen. Es war das erste Mal, dass Grimm wirklich glücklich war in dieser Liga. Beziehungsweise generell in den letzten Monaten.

- Simon Grimm -
„Also… es wäre lieb, wenn du gleich noch den Faustkolben aus meiner Garderobe holen würdest. Kann ja nicht schaden wenn wir Kip vor unserem Match schon einmal ein paar nette Worte dalassen oder? Was denkst du Peyton?“

Und eine Frage steht im Raum: wie konnte sie dieses Monster nur einmal lieben? Sicherlich, wie jeder Mensch hat er sicherlich auch seine guten Seiten, aber das hier ist mehr als nur ein erdrückender Beweis dafür, dass er ein widerlicher, abscheulicher Haufen menschlichen Abfalls ist. Jemand, der keine Angst, keine Scham davor hat, seine Hand gegen andere zu erheben. Seine Hand zu erheben, obwohl sein Gegenüber ihm körperlich definitiv nicht gewachsen ist. Peyton scheint versteinert zu sein. Einmal von der bloßen Gewalt, die er ihr gerade angetan hat und dann von seinem Übergang zur absoluten Normalität seines Handelns. Nein, Royce wird sich nicht wieder ducken und ihn gewähren lassen. Sie wird ihm nicht seine Wutanfälle verzeihen, wenn etwas nicht nach seinem Willen abläuft. Hier und jetzt muss sie deutlich machen, dass sie weder Shotzi, noch sein viel beschriebener "Engel" ist. Er muss merken, dass seine Handlungen Konsequenzen haben. Konsequenzen, die er definitiv nicht einschätzen kann. Er ist glücklich? Schön für ihn, das war er nach Meinung der Australierin aber einfach für eine viel, viel zu lange Zeit. Menschen wie Grimm dürfen nicht glücklich sein, um zu begreifen welches Leid sie anderen antun. Und dabei ist die körperliche Gewalt, die Grimm immer wieder einsetzt, wohl das geringste Problem. Es wirkt fast so als sei die psychische Gewalt, die er anwendet, noch viel schlimmer als die körperliche zu sein. Keuchend atmet Peyton durch, geht sogar ein bisschen in die Knie dabei und fasst sich an ihren Hals.

Peyton Royce
"Das. Hast. Du. Nicht. Umsonst. Getan."


Eine Drohung, obwohl sie gerade in einer wirklich unangenehmen Situation steckt? Nein, vor allem eine Warnung an Grimm, dass er nicht mehr einfach so mit ihr umspringen kann wie er gerade gern will und er lustig ist. Er soll merken, dass Peyton sich nicht mehr von ihm beherrschen lässt - ebenso wie sie ihm das bewiesen hat als sie ihn verlassen hat. Er war am Boden zerstört? Mag sein, aber er hatte tatsächlich nichts anderes verdient. Sie möchte ihn wieder in die Situation versetzen, dass er von ihr verlassen wird. Vielleicht öffnet ihm das dann entsprechend die Augen. Endlich scheint sich ihre Atmung wieder normalisiert zu haben. Ihr Keuchen ist verschwunden und ihre Angst scheint auch verflogen zu sein. Peyton richtet sich wieder auf und während er fröhlich zu sein scheint, ist sie offensichtlich wenig begeistert. Ihre Wut ist immer noch präsent.

Peyton Royce
"Ich werde gar nichts für dich tun. Du wirst allein sein, Simon. So wie du es schon immer bist. Erinnerst du dich an den Abend als ich aus deinem Leben verschwunden bin? Erinnerst du dich an diese Gefühle? Dann pass' gut auf wie das ein zweites Mal passieren wird. Du und ich, wir sind nicht mehr als die Vergangenheit, die uns beide verbindet. Es ist vorbei, Simon. Wir sind getrennte Leute. Werd' glücklich in deiner Wut und deinem Hass. Aber das alles ohne mich."


Erschrocken über die klaren Worte blickt er Peyton an. Er versteht es nicht, was plötzlich in sie gefahren ist? Grimm war doch lieb und nett zu ihr. Ok, der kleine Aussetzer mit dem würgen. Aber hey, sie hat zuerst zugeschlagen. Auf jede Aktion folgt eine Reaktion. Das muss auch Royce noch lernen. Gerade jetzt wo sie ihm wahrscheinlich mehr geholfen hat als sie weiß. Vergangenheit. Kein schlechtes Thema für die Begegnung mit Kip…

- Simon Grimm -
„Jetzt reiß dich bitte zusammen. Drohungen bringen doch nichts. Dir nicht und mir auch nicht. Wir beide haben uns doch so gut wieder verstanden letzte Woche. Wir waren ein Team. Wie früher. Mach das jetzt nicht kaputt.“

Er macht einen Schritt auf Peyton zu und reicht ihr die Hand. Er will sie nicht wieder verlieren. Gerade nicht durch so eine Kleinigkeit. Kleinigkeit zumindest in Grimms Augen.

- Simon Grimm -
„Ich muss jetzt raus. Kip wartet auf mich hoffentlich. Nur noch schnell meine Maske und Umhang holen und…ich will das du mich begleitest in den Ring.“

Peyton Royce
"Spinnst du?! Ich verschwinde."


Die Hand, die Simon ihr entgegen streckt nimmt sie natürlich nicht an. Eher hat Peyton dafür nur einen verächtlichen Gesichtsausdruck übrig, ehe sie sich an ihm vorbei schlängelt und wortlaus aus der Tür tritt. Er soll tun, was er nicht lassen kann. Er soll glücklich werden - allein. Royce möchte in diesen Spielchen keine Rolle mehr spielen und hat auch die Schnauze voll vom Verhalten ihres Exfreundes. Er denkt, er könne sich alles erlauben. Er denkt, dass alle anderen Fehler machen nur nicht er? Simon weiß offensichtlich nicht wie falsch er damit liegt und wie weit er Royce von sich damit wegtreibt - eben genau das, was er nicht will.

Noelle Foley: "Ich bin froh dass Peyton sich das nicht gefallen lässt. Es muss wirklich komisch gewesen sein, mit ihm zusammen zu sein."

Byron Saxton: "Ja, Simon Grimm ist ein merkwürdiger Mann.. und Peyton hat da so gar keine Lust mehr drauf."

Johnny Curtis: "Peyton und ich sind eigentlich zusammen, aber ist ein Geheimnis, pssschttt."



Dunkelheit! Eine Eigenschaft, welche die Beleuchtung bei einer Coast 2 Coast Ausgabe sehr häufig annimmt. Egal ob diese Lichtstimmung bei einem finsteren Entrance, wie von Finn Balor oder Crazy Mary Dobson, gebraucht wird oder es die Aufmerksamkeit der Zuschauer viel besser auf das Titantron lenken soll, wo die Dunkelheit die Szenerie eines tollen Segmentes untermauern soll. Es scheint derzeit Zweiteres zu sein, da sich so langsam aber sicher tatsächlich ein Video auf den großen Monitor über der Stage abbildet. Noch ist nichts so wirklich zu erkennen, aber anhand der Geräuschkulisse, welche uns sanftes Schlagen von Wellen auf die Ohren drückt, kann man davon ausgehen, dass wir uns irgendwo am Meer befinden. Dadurch das Sunrise mitten am Atlantik liegt, ist dies erstmal nichts Ungewöhnliches, allerdings als das Bild schärfer wird und wir die ersten Pixel klarer erkennen können merkt man schnell, dass es sich wohl doch um eine etwas finsterere Gestalt handelt, welche uns hier nun präsentiert wird. Doch wie es bei diesen Gestalten so üblich ist, zeigt sie sich noch nicht von Beginn an. Zu sehen ist niemand geringeres als The Prestigious One Joe Hendry, welcher wie es wirkt ohnmächtig in einem kleinen Rettungsboot liegt. Von einen Schiffsunfall ist nichts bekannt und außerdem ist es recht unwahrscheinlich, dass die Superstars von Coast 2 Coast mit den Schiff zu ihren Veranstaltungsstätten segeln. In den meisten Fällen bekommt da doch viel mehr die Reise durch die Lüfte mit einen teuer bezahlten Privatjet den Vorrang. Außerdem gibt es keinerlei Grund überhaupt in die Nähe des Ozeans zu gelangen wenn man von Atlanta, wo die letzte Show stattgefunden hat, hier zu uns nach Sunrise gelangen möchte. Das ist ein Weg, welcher straight nach unten Richtung Süden führt. 2 Stunden Flugzeit, also was macht Joe Hendry hier in diesem kleinen Boot. Und vor allem...
Wo zum Teufel sind wir? Wie, als wären wir mitten in einen schlechten Actionfilm, filmt die Kamera den im Boot liegenden Joe Hendry, ehe sie langsam herausfährt und immer schnell in den Himmel fliegt um uns eine perfekte Panoramasicht der stockdunklen Umgebung zu schenken und das ist ganz definitiv nicht Sunrise. Das ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht einmal Florida. Das sieht aus wie eine einsame kleine Insel irgendwo im Nirgendwo. Ich bin ein Star, holt mich hier raus, Insel Edition. Dies könnte möglicherweise eine kleine Nachbarortschaft der Bimini Inseln, östlich von Florida sein, welche zur Zugehörigkeit der Bahamas gelten. Oder aber es ist eine noch uns gänzlich unbekannte Insel, welcher auf keinerlei Landkarten verzeichnet ist, an die Joe Hendry hier wie Robinson Crusoe angespült wurde. Einsam ist diese Insel ganz sicher, denn egal wo man hinsieht, hier ist nicht eine einsigste Menschenseele zu erkennen und zu einer solch späten Stunde befinden sich hier mit Sicherheit auch mehr Gefahren, als entspannte Situationen um einen Urlaub zu vollziehen. Hungrige Bestien, giftige Echsen, gefährliche Insekten, die Natur kann ohne die richtige Verteidigung tödlich sein.

Vielleicht möchte Joe Hendry aber auch bei der RTL Show "Love Island" mit machen und seinen perfekten Body der Welt zu presäntieren und seinen kleinen Prestigiouesone in der Sonne baumeln zu lassen. Doch dafür wirkt die Szenerie aus seiner Sicht leider viel zu düster. Es dauert eine weile, bis das Boot endlich diesen endlos langen weg übers Wasser getrieben würde und dann auf der Insel aufschlägt. Genau dieser rüttler scheint es gebraucht zu haben für Joe Hendry um hier endlich auf zu wachen. Dieser öffnet nur langsam und ungläubig die Augen. Man kann es an seinen Augen erkennen wie diese immer größer werden und er Sekunde für Sekunde immer mehr realisiert wo er sich gerade befindet und was hier gerade passiert. Dies wiederum sorgt allerdings für noch mehr fragen so das Hendry erst mal wie von der einem Galapagos Blaufußtölpel gebissen, aufspringt und versucht die Situation zu realisieren. Doch wie genau soll ein normaler Menschenverstand solch eine Situation erklären. Gerade war er noch in der Arena in seinem Locker und war dabei sich umzuziehen und jetzt befindet er sich mittem im nirgendwo. Mit weit aufgerissenem Mund und Augen blickt sich Hendry auf der Insel um macht nur kleine schritte vorwärts dabei. Wie es typisch für so eine Insel ist gibt es hier erst einmal jede menge Sand an der Stelle an dem das Boot von Hendry auf die Insel traf. Das wirklich bedrohliche an dieser Situation ist aber, dass wenn man weiter in den Himmel und in Richtung des Inneren der Insel schaut, dass es dann immer dunkler wird und nichts mehr zu erkennen ist. Hendry hat also 2 Optionen, bleibt hier verzweifelt auf einer Stelle stehen und hofft auf bald von diesem Alptraum auf zu wachen (falls es einer ist, ansonsten verhungert und verdurstet er wohl elendig) oder er geht, wie es typisch für Menschen ist, weiter und neugierig nach vorne und läuft dabei in das absolute dunkle hinein und zu wissen was ihn dort erwartet. Hendry scheint aber erst mal immer noch geschockt zu sein, er macht zwar Schritte in Richtung des inneren der Insel, aber sehr kleine und zögerliche, fast so, als hätte er Angst.

JOE HENDRY
» Wo..... wo zum Teufel bin ich?

Ja, nun stellt Hendry die Frage, die sich die Zuschauer vor dem TV schon seit einigen Minuten stellen. Langsam scheint sein Verstand zu Sinnen zu kommen, denn die Schritte die in ins dunkle führen werden nun langsam größer und größer. Wie mit einer Fernbedienung gesteuert läuft er ziel gerecht einen weg in die Dunkelheit hinein, während das Rauschen der Wellen im Hintergrund immer leiser wird bis es irgendwann gänzlich verschwindet. Nun, wenn man sich zurück umdrehen würde, ist dort die Dunkelheit nichts mehr zu sehen von einem Strand oder gar dem Meer, nun befindet sich Joe Hendry im mitten des Waldes/Dschungels. Nichts zu sehen außer jede Menge grünzeug. Pflanzen, Bäume, Gebüsche, Blumen und ähnliche Dinge sind hier alle im Blickfeld von Hendry zu sehen. Im Hintergrund hört man es aber an jeder Ecke rascheln und wackeln. Beunruhigende Situation, selbst für einen selbstbewussten Kerl wie Joe Hendry.

JOE HENDRY
» Ha.....Hallo...... is.......ist da jemand?

Angst zu haben ist alles Andere als eine Schande. Im Gegenteil. Damit zeigt man, dass man sich seiner Schwächen bewusst ist. Und wenn man seine Schwächen kennt, kann man stärker und gütiger werden. Der Mut, immer ehrgeizig in einen Kampf zu gehen, ist im Leben nicht Alles, was zählt. Es gibt nur Wenige, die den Mut haben, eine gezogene Klinge zurück in die Scheide zu stecken. Doch wenn man dies letztendlich schafft, dann sollte man mit einen herausragenden Plan B jeden Kampf überwältigen können. Deshalb kann Joe Hendry hier nun zeigen, ob er es drauf hat neuer C2C Westcoast Champion zu werden, denn hinter dieser Finsternis, in diesem düsteren Gebüsch, wartet niemand Geringeres als der amtierende Champion, welcher für solche abstrusen Szenarien mehr als nur gut bekannt ist. The Alter Ego of Jeff Hardy Willow the Wisp. Der Mann gegen den Joe Hendry heute Abend antreten muss. Man spürt es förmlich wie seine Augen aus der Finsternis auf uns und Joe Hendry starren ohne einen einzigen Ton von´sich zu geben. Unerwartet sind deshalb wohl dann auch die Schreie, mit denen er seinem Gast entgegnet, welche anhand der aufgerissenen Augen, die schnell wieder krampfartig zusammengekniffen werden, sich jedoch nicht als Hilfe-, oder Angstschreie herausstellen....
Nein...
Es sind viel mehr Schmerzensschreie. Sie sind so laut und eindringlich, dass sie einen noch später in den Träumen verfolgen könnten. Langsam blicken wir immer tiefer in die Richtung, aus welcher die Schreie erklingen, bis wir endlich sehen, wer der Übeltäter ist. Es ist zur Überraschung nicht Willow the Wisp. Naja, doch schon irgendwie, aber auch wieder nicht. Es ist niemand geringeres als das Charismatic Enigma Jeff Hardy, welchen hier vor Schmerzensschreie Speichel aus seinem Mund läuft, gefolgt von einer großen Menge Blut. Die Menge des Blutes erhöht sich immer mehr, sodass der Ultimate Risk Taker in wenigen Sekunden nicht mehr in der Lage war zu schreien. Stattdessen ist er zu sehr damit beschäftigt, sein Blut zu erbrechen. Während mittlerweile auch aus anderen Körperöffnungen der rote Lebenssaft herausquillt, beginnt der Rainbow-Haired Warrior nun auch seine Innereien zu erbrechen. Wahrscheinlich ist er zu diesem Zeitpunkt nicht einmal mehr am Leben. Solche Bilder sind garantiert alles andere als PG und es dauert sicher seine Zeit, bis man sich aus dem Schockzustand, welchen diese Szenen auslösten, wieder befreien kann. Auch Joe Hendry befindet sich wohl in einer unheimlichen, massiven Ekstase, während er in einer Pfütze von rotem Lebenssaft und verflüssigten Eingeweiden steht. Nur noch die Haut des Hardys, eine leere leblose Hülle, befindet sich auf dem Stuhl, welcher an einem großen Lagerfeuer inmitten des Uhrwaldes aufgestellt wurde. Hinter Joe hört man dann jedoch plötzlich ein Gemurmel. Es war zwar leise aber dafür so nahe, dass einen nur alleine vom Ton sämtliche Haare zu Berge stehen. Dort steht er. Und das ist er nun auch wirklich, denn diesen Körper besitzt nur ein Wesen auf unseren Planeten. Man zahlt einen hohen Preis, wenn man einen Handel mit einem Dämonen der Unterwelt eingeht. Wenn die Seele innerlich verdirbt, schlägt sich dies auch auf die Optik nieder. Die Haut beginnt bereits zu Lebzeiten zu verwesen und einem ist es nicht vergönnt auf natürlichem Wege zu sterben so heißt es. Und anhand der vernarbten Haut dieser abstrakten Gestalt Willows könnte man fast meinen, dass diese Legenden allesamt wahr sind.

Willow: Hihihihihi hat dir mein kleines Schauspiel gefallen? Du solltest wissen, dass die Finsternis immer sehr genau vorgeht, bei der Bearbeitung ihrer Feinde. Dies sollte nur als kleiner Vorgeschmack dienen für das, was dich heute Abend erwarten wird hihihihi.

Was für eine miese Aktion. Denn Herausforderer auf den Titel einfach mit irgendwelchen Psychospielchen noch vor dem Match zu verunsichern, sodass er sich möglicherweise garnicht erst zum Kampf traut. Das ist auch für Willow zu billig. Generell ist Joe Hendry hier wohl der riesige Underdog im Kampf, da Willow bisher nur so wirkte, als sei er fest auf den Velveteen Dream fixiert. Auch bei seinem Treffen letzte Woche mit eben Diesen viel nicht ein einziges Mal ein Wort über Hendr,y wie als sei er garnich erst mit Teil des heutigen Matches. Die Beiden haben sogar einfach die Konstellation geändert ohne das Hendry Mitspracherecht hatte. Vielleicht hat Willow es von Anfang an so geplant, ihn vorher so zu erschrecken, dass er es sich garnicht erst traut anzutreten. Kann es ein Joe Hendry schaffen seine Ängste zu überwinden?

Willow: Ich habe mich noch garnicht richtig vorgestellt, wir kennen uns ja noch garnicht. Meinen Namen kennt man unter der Bezeichnung Willow! Willow The Wisp! Freut mich sehr ihre Bekanntschaft zu machen liebste Alice hihihihi.

Betrachtet man diese Sache nun mit klaren Menschenverstand muss einem eigentlich klar sein, dass diese Situation doch viel zu absurd sein muss um eigentlich real zu sein. Doch genau das ist das Problem an den Geschichten rund um Willow. Was ist schon real? Ein genaues Verständnis davon, was unter der Realität zu verstehen ist, beruht zum einen auf getroffenen philosophischen Voraussetzungen; dies gilt auch für das Realitätsverständnis der einzelnen Wissenschaften. Für die Naturwissenschaften ist Realität das, was der wissenschaftlichen Betrachtung und Erforschung zugänglich ist. Dinge, die nicht messbar sind, sollen keine Basis für wissenschaftliche Theorie­bildung sein. Dabei geht es vor allem um methodisch feststellbare Wechselwirkungen. Inhalte von Vorstellungen, Gefühlen, Wünschen, Wahrnehmungen und ähnlichem gelten zunächst einmal als nicht der Realität zugehörig. Die Identifizierung von Realität und Wirklichkeit ist jedoch nicht unproblematisch. Als Realität wird darüber hinaus alles begriffen, was als Gegenstand des individuellen Bewusstseins aufgefasst werden kann, gerade eben auch Soziale Tatbestände, angenommene spirituelle Gegenstände und sowohl fremde wie eigene Gefühle und Einstellungen, insofern diese nicht auf bloße Willkür zurückgeführt werden können, sondern selbst als unter Regeln stehend vorgestellt werden. Dieser weite Realitätsbegriff, der auch von bestimmten Positionen der Sozialwissenschaften geteilt wird, wird für gewöhnlich jedoch auf verschiedene soziale Kontexte beschränkt.

Damit ist zwar die Frage, ob das nun alles Realität ist oder nicht zwar auf keinen Fall geklärt, aber die Situation ist trotzdem ziemlich bescheiden für Hendry, sollte er träumen oder ähnliches, muss er gucken das er schnell aufwacht und das Match nicht verpennt, sollte er wirklich an so einem Ort sein.... ja dann wohl RIP. Hendry schüttelt mit dem Kopf. Ungläubig und nervös, das schwitzen sieht man ihm förmlich an. Gerade als er dabei Zuschauen musste wie hier gerade Jeff Hardy? Vor ihm einfach vor sich hin verfault gibt ihm das Gefühl gleich selber los zu kotzen. Als sich Willow endlich blicken lässt ist sich zumindest für eine kurze Zeit Hendry sicher, dass muss ein Traum sein!

JOE HENDRY
» Allice? Seh ich aus wie eine Zeichentrickfigur?

Zumindest für einen kurzen Moment kehrt nun das Selbstvertrauen und die Stärke von Joe Hendry zurück. Doch kurz danach gibt es einen Blick nach links und einen nach rechts um zu schauen ob er nun vielleicht aufwacht. Fehlanzeige.

JOE HENDRY
» Du...du hast mir doch was in den Tee gemischt oder? Du hast Angst das ich dir deinen Gürtel abnehme.... Oder?

Hendry ist halt doch nur ein Mensch. Das merkt man an dieser Situation nun sehr deutlich. Einen Moment lang zeigte er Selbstbewusstsein und stärke, doch nach einem kurzen Realitätscheck stellt er fest er ist immer noch hier und das scheint ihn immer noch zu verunsichern.
Und das Schlimme daran ist, dass genau eben diese Verunsicherung, diese Angst vor alledem, was hier geschieht, Willow nur noch stärker macht. Willow ist ein fieses Monster, ein Dämon, welcher sich von den Ängsten seiner Opfer ernährt und diese in sich aufsaugt. Was hier aber passiert, ist jedoch auch andernfalls sehr risikoreich. Denn entweder schafft es Willow wirklich, Hendry so eine riesige Angst einzujagen, dass er das Titelmatch heute Abend garnicht erst antreten möchte oder aber diese ganze Situation hier macht ihn nur ebenfalls stärker. Und es geht immerhin um das zweitgrößte Gold der Companie, so eine Chance will man sich nicht entgehen lassen, weshalb es schon so aussieht, als würde Hendry alles dafür geben, dieser Chance entgegenzutreten. Bisher sieht es zwar noch so aus, als würde Willow einfach nur spaßig mit den kleinen Hendry spielen, aber das Blatt kann sich schon sehr bald sehr stark wenden.

Willow: Angst? Weist du überhaupt wer ich bin? Wovor gedenkst du sollte ich Angst besitzen? Angst dieses grässliche Gold zu verlieren? Angst vor einer Blamage? Angst vor so etwas wie Schmerzenhihihihihihi?

Mit einen fast schon verachtenden Lachen blickt er auf seinen heutigen Besucher im wunderbaren Wunderland. Seiner heutigen Alice. Leider Gottes hat Willow mit seiner schändlichen Aussage ziemlich recht. Wovor sollte ein Wesen wie Willow the Wisp noch so etwas wie Angst haben. Er interessiert sich 0 für den Championchip, ihn sind seine Mitmenschen scheißegal und er fügt sich die meisten Schmerzen, die er erleidet, selbst zu. Diesen Menschen, dieser Kreatur ist so etwas wie Angst vollkommen unbekannt weil er sie schon vor sehr langer Zeit bekämpfen und nieder stampfen konnte. Für ihn gibt es nurnoch ein Motto und das lautet „solange zu kämpfen bis der Tod einen begrüßt“. Wo wir wieder bei der unheimlichen Karte von vor 2 Wochen währen.

Willow: Wahrlich, keiner ist weise, der nicht das Dunkel kennt. Deine Seele ist viel zu uninteressant, als das du auch nur das Geringste gegen eben Dieses ausrichten könntest liebste Kinder-Alice. Selbst das liebe Wunderland sieht dich als viel zu unwürdig an und wartet nur gefräßig darauf, dich endlich verschlingen zu dürfen hihihihi.

War Willow bis eben ruhig und gelassen, so hört man hier und jetzt eine Schärfe aus ihm heraus, die einem ängstigt, während dort in der Geräuschkulisse noch etwas Anderes unser Aufmerksamkeit stiehlt. Ein lautes Grollen. Aber es ist ungewiss, von wo das stammt. Es wirkt fast so, als würden die Beiden von einem Rudel Hyänen umzingelt werden, welche sich in einer riesigen Gruppe hinter dem Gebüsch von allen Seiten annähert.

JOE HENDRY
» Okay... pass auf, ich habe keine Ahnung ob das hier real ist oder nur ein Traum. Ich habe auch keine Ahnung was du hier abziehen willst aber ich möchte ehrlich zu dir sein. Ich hab gerade wirklich mächtig schiss und wenn ich könnte würde ich vermutlich weglaufen. Aber da dies hier ja irgendein kranker Ort mit irgendwelcher kranken scheiße ist sagt mir mein Gefühl brauch ichd as auch gar nicht versuchen. Ich hab also keine Ahnung was du vor hast, aber lass mich dir eines sagen, falls du es irgendwie auf meine Seele oder so einen Kram abgesehen hast, dann kannst du dich von dem Gedanken gleich wieder verabschieden. Meine Seele exestiert quasi schon länger nicht. Die habe ich schon vor einer ganzen Weile an jemanden verkauft der viel mächtiger und stärker ist als du es jemals sein wirst und JA ich rede hier von Nigel McGunnies.

Interessanter vergleich, hier treffen gerade Politik und so etwas wie Magie, Fantasie und Fabelwesen aufeinander. Vielleicht ist das auch etwas das Problem. Joe Hendry hat zu wenig Fantasie um an so etwas wie das hier zu glauben oder ähnlichen. Doch er hat eine Aufgabe bekommen und diese scheint erfüllen zu wollen. Egal um welchen Preis.

JOE HENDRY
» Es ist ganz einfach, wenn das hier irgendwie ein Trick sein soll um mich von unserem Titlematch heute fern zu halten das müss ich dich enttäuschen. Auch wen ich zugegebener massen nur wenig interesse habe mit einem FREAK wie du es bist in einen Ring steigen zu müssen, so verlangt es doch der Kodex der Prestige von mir, nicht nur das zu tun, sondern dieses Match erfolgreich als Sieger zu verlassen und als Preis deinen Gürtel als Trophäe mit nach hause zu nehmen. Deshalb heißt das , so wie ich das sehe, haben wir Beide nun nur 2 Möglichkeiten. Du bringst mich jetzt hier auf der Stelle an Ort und Stelle um, denn das müsstest du tun um mich daran zu hindern an diesem Kampf teilzunehmen oder du hörst auf mit diesem kranken shit, lässt mich in meinem Locker in Ruhe einen Berungstee trinken und wir klären das nachher im Ring wie es sich für Männer.... naja sagen wir in deinem Fall, wie es sich für WRESTLER gehört. Du bist doch ein Wrestler?....

Mit einen wahrhaftig finsteren Feuer in den Augen schaut Willow auf Joe, welcher hier scheinbar doch irgendwie einen Weg gefunden hat, seine Ängste zu bekämpfen...
Zumindest zum Teil...
Möglicherweise. Er stellt sich zumindest Willow Face to Face gegenüber und kann es kaum erwarten, ihn heute Abend den Titel abzunehmen. Ob das jetzt ein trauriges Suizidkommando oder tatsächlich ein erfolgreicher Weg nach ganz Oben wird, wird sich später herausstellen, aber hier im Moment hat Joe den Kampf scheinbar für sich entscheiden können.

Willow: Nigel wer? Kindlein was soll ich bitte mit deiner Seele? Die ist genauso uninteressant wie dein gesamtes Leben. Ihr Maden dient nur dazu, vor mir den Boden sauber zu lecken, damit man sich im Wunderland die Schuhe nicht schmutzig macht.

Das Willow noch nie was vom Head des Prestige-Stables gehört hat, ist eher unwahrscheinlich, da sich diese beiden ebenfalls vor garnicht allzu langer Zeit begegnet sind. Letzte Woche um genau zu sein, denn da hat Willow gegen Nigels Schützling Axel Dieter JR. verloren. Dies wiederum spricht nur für Joes Aussage, das Nigel mächtiger ist als es ein Willow je sein wird, allerdings hat Willow andernfalls auch bisher noch nie jemals zuvor jemanden von der Prestige auch nur annähernd Beachtung geschenkt. Wenn sich dies ändert, kann auch der Machtunterschied schnell wechseln. Bisher sieht es aber noch alles andere als gut für Joe aus, denn hier im Wunderland hat Willow das sagen und das, was wir eben für ein Grollen von bestialischen Hyänen gehalten haben, kommt nun näher. Es stimmt, die beiden wurden von Raubtieren umzingelt, aber das sind definitiv keine Hyänen. Ein großer, dicker, weiser, schleimiger Körper, welcher an den Nächsten zusammengequetscht ist. Das sind mindestens 2 Meter lange riesige Maden, welche die Gruppe da umzingelt haaben und sie mit gefräßigen Blicken und wahrhaftig riesigen Fangzähnen anblicken.

Willow: Lustig, du bist schon der Zweite heute, der mein Geschenk nicht annimmt. Ich wollte dir einfach nur voller Freude ein Geschenkt anbieten. Das Geschenk des Lebens! Denn ich schwöre dir, wenn du deine Füße in den Ring heute stellst, wird das der letzte Tag in deinen bemitleidenswerten Leben. Du weist nicht, was es heißt, mit einen wahren Monstrum in den Ring zu stehen. Heute Abend wirst du es am eigene Leibe erfahren. We Love! We Hate! We Die forevver Late! IN WILLOWS WAY WEEEEEHAHAHAHAHAHAHAHAHA!

Und mit diesen laut geschrienen Worten springen die Raubmaden wie Raketen auf die beiden und kommen mit ihren Mäulern angeflogen. Daraufhin verschwimmt jedoch plötzlich das Bild wieder und der Hintergrund wird heller. Das ist der Locker-Room. Joe Hendrys Umkleidekabine, von welche er eben gesprochen hat. Und in der Mitte sitzt er auch. Wenn das sein Aufenthalt im Wunderland gewesen ist, dann war dieser aber verdammt schnell vorbei. Nicht viele haben ein solches Glück, aber nicht viele haben auch einen solch unangenehmen Aufenthalt beim Westcoastchampion. Wobei eigentlich jeder Aufenthalt unangenehm ist in einer solch grauenvollen Welt.

Joe Hendry sitzt komplett schweiß gebadet in seinem Locker und wirkt sichtlich gezeichnet von der Situation. Er Atmet laut und schwer und es wirkt so als hätte er gerade einen Marathon gelaufen oder ähnliches. Auf dem Tisch neben ihm steht sie also noch, die Tasse Tee von der er Sprach, doch diese steht da noch voll und komplett unberührt, also kann es ja schon mal nicht sein das ihm irgendwelche Drogen verabreicht worden sind. War das also doch echt?

JOE HENDRY
» Was war das denn?.....

Hendry blickt ungläubig auf seine Hände, so als könne er gerade gar nicht fassen das er wirklich wieder da ist wo er hingehört. Es braucht wirklich eine ganz schöne weile und dadurch wirkt die Szenerie skurril bis Hendry auf die Beine kommt und sich einmal kräftig schüttelt.

JOE HENDRY
» Wenn das alles vorbei ist nehm ich erst mal Urlaub....

Noelle Foley: "Willow versucht anscheinend in die Köpfe seiner Gegner zu kommen!"

Byron Saxton: "Und das mit Erfolg, so wie es aussieht! Ich beneide Hendry nicht um diese Erfahrung."

Johnny Curtis: "Das ist verrückt, Leute, mir zu verrückt."



MATCH 4
SINGLES MATCH
Tyler Breeze vs. Samoa Joe


Writer: Vadda

In der Halle ist es komplett ruhig als eine Polizei Sirene ertönt was die Zuschauer aufmerksam macht die jetzt zur Stage schauen . Jetzt kommen die ersten Jubel - Rufe den alle wissen wer raus kommt als die Musik ertönt.



Is it my eyes, when you look at me?
They are so gorgeous, they'll set you free!
Could it be my walk, or just my stare?

That makes you freeze, when I appear...

Super good looking, every hair and place
Everyone loves, this gorgeous face!
You can't deny, my beauty shots
I'm everything, that you are not!

Part man, but all model!
Am I what you want, am I who you follow?
Don't try to fight it, you can't deny it
This is perfection, personified!

Piercing eyes, and a chiseled jaw
Molded by the gods, without a flaw!
Can you feel the presence, of greatness near?
This hairless look, Prince Pretty's here!

Super good looking, every hair and place
Everyone loves, this gorgeous face!
You can't deny, my beauty shots
I'm everything, that you are not!

Melissa Santos:"Making his way to the Ring... from
Vancouver, British Columbia, Kanada... weighing in at 195 pounds.. Tyler Breeze!"


Es ist die Musik von Tyler Breeze der mit seinen Selfiestab und einer zum Land passender Ärmelloser Polizeiuniform geht er die Rampe runter und bleibt vor den Zuschauerreihen stehen und macht zusammen mit paar Fans ein Selfie eh er sein Notizblock raus holt und ein Strafzettel für ein unmodischen Fan aufschreibt. Dann steigt er in den Ring und nimmt seine Sonnenbrille ab und wartet. Die Sekunden vergehen und da kommt auch schon sein heutiger Gegner.



Die Fans in der Halle erheben sich von den Sitzen, denn sie wissen genau, wer sich nun ankündigt. Und da kommt Samoa Joe auch schon hinter dem Vorhang hervor. In seinem Ring-Gear gekleidet, dazu sein Merkenzeichen – das Handtuch – über in den Nacken gelegt, marschiert Samoa Joe fokussiert zum Ring. Dabei hört man wie er von Melissa Santos angesagt wird.



Melissa Santos: "Making his way to the Ring from Huntington Beach, California … weighing in at 282 pounds … The Destroyer … SAMOA JOE!!!"

Während der Ansage hat Samoa Joe den Ring erreicht. Er steigt über die Treppe auf den Apron und steigt zwischen dem zweiten und dritten Seil in den Ring. Dort positioniert er sich zentral und schaut mit grimmigen Blick in die Zuschauer. Einige Sekunden vergehen, ehe er seinen rechten Arm hebt. The Destroyer ist bereit.



DING! DING! DING!

Match Nummer vier des heutigen Abend ist gestartet. Samoa Joe möchte sich umgehend Tyler Breeze packen, der zieht es aber lieber vor Abstand zwischen sich und dem Samoaner zu bringen. Während Samoa Joe einen Schritt auf Tyler Breeze zu macht, macht Tyler Breeze einen Schritt zurück. So bietet sich den Fans eine besondere Art des Spiel "Fangen". Allerdings wird Samoa Joe das Ganze zu blöd. Stinksauer stellt er seine Bemühungen ein und versucht es stattdessen mit ein paar unschönen Worten, die nicht von den Mikrofonen am Ring eingefangen werden. Tyler Breeze Antwort auf die Worte Samoa Joes… Er legt sich provozierend auf einer der Ecken und winkt dem Samoaner zu. Samoa Joes Gemütszustand ist nun vollkommen in der Redzone. Wild und ohne klare Struktur stürmt der Mann aus Kalifornien auf Tyler Breeze zu. Aber der Detektiv der c2c ist rechtzeitig von der Ecke runter und mit einer Rolle vorwärts schnell aus der Gefahrenzone. Samoa Joe schafft es noch soeben das Tempo zu drosseln, damit er nicht mit Vollspeed in den Turnbuckle rennt. Die Hände fest am Seil blickt in die ersten Zuschauerreihen, die ihn verhöhnen. In seinem Rücken schleicht sich Tyler Breeze heran, der wohl die Chance nutzen möchte, um eine Attacke zu starten. Doch Samoa Joe hat den Plan durchschaut, wirbelt urplötzlich herum und bekommt nun endlich die Hände an Tyler Breeze. Prince Pretty reißt die Augen weit auf, in dem Moment, wo sich die Pranken von Samoa Joe um seinen Hals legen. Ohne eine Chance zu reagieren wird Tyler Breeze ausgehebelt und unsanft in der Ecke, auf der er vor kurzem noch lag, abgestellt. Keine Sekunde später lässt Samoa Joe eine Reihe von Faustschlägen auf den gesamten Oberkörper von Tyler Breeze einschlagen. Tyler Breeze versucht so viel wie möglich abzuwehren, es finden aber mehr Schläge ihr Ziel als daneben gehen. Per Whip geht es für Tyler Breeze in die gegenüberliegende Ecke, wo er von einem Running Big Splash geplättet wird. In bester Ric Flair Manier fällt Tyler Breeze aus der Ecke. Auf allen Vieren ist es Tyler Breeze einziges Ziel erneut Abstand zwischen Samoa Joe und ihn selber zu bringen. Samoa Joe denkt gar nicht daran, den Versuch auch nur im Ansatz stattzugeben. Mit seinen beiden Händen packt er sich Tyler Breeze und …. mit einem Ellbogenschlag auf den Sodaplexus kann sich Breeze vor Schlimmeres schützen. Prince Pretty diesmal sofort zur Stelle, setzt mit einem Enzuigiri nach. Direkt an der Schläfe getroffen geht Samoa Joe auf ein Knie herunter. Die nächste Attacke von Tyler Breeze trifft auch ihr Ziel. Ein Running Drop Kick, der Samoa Joe in die Ecke schickt. Den kurzen Moment nutzt Tyler Breeze um mit dem Publikum zu interagieren. Im Anschluss möchte Tyler Breeze eine weitere Attacke starten und rennt auf Samoa Joe zu, der den Detektiv der c2c aber per Rock Bottom unsanft auf die Matte hämmert.

ONE … TWO … KICKOUT TYLER BREEZE!

Byron Saxton: "Da ist es beinahe um Tyler geschehen."

Johnny Curtis: "Ja, soeben konnte er noch entkommen."

Noelle Foley: "Ich habe das Gefühl, das Match wird nicht gut für Tyler ausgehen."

Mit schmerzverzerrtem Gesicht windet sich Tyler Breeze auf der Ringmatte. Dieser Umstand kümmert Samoa Joe jedoch herzlich wenig. Er packt Tyler Breeze an den Haaren und richtet ihn auf. Mit der rechten Hand packt er die rechte Schulterpartie von Prince Pretty und drückt so fest zu wie er kann - Nerve Hold. Der Startschuss für laaange, nicht enden wollende Sekunden. Immer wieder verstärkt Samoa Joe den Haltegriff. Tyler Breeze kämpft nicht nur darum, dem Griff zu entkommen. Es ist auch sichtbar zu erkennen, dass Tyler Breeze gegen die Bewusstlosigkeit ankämpft. Und so vergehen die Sekunden mit dem Kampf Tyler Breeze gegen die Niederlage. Doch der Kampf scheint aussichtslos. Mehr und mehr sackt Tyler in sich zusammen, bis der Referee sich zur Armprobe entscheidet. Er hebt den Arm zum ersten Mal hoch, lässt ihn los und beobachtet was passiert. Nicht gerade überraschend fällt der Arm zu Boden. Mit einem lauten "One" zählt der Ringrichter Breeze an. Zum zweiten Mal hebt der Referee den Arm in die Luft und lässt ihn los. Es wiederholt sich das gleiche Bild. Der Arm fällt zu Boden und der Referee zählt laut "Two". Direkt im Anschluss hebt er den Arm zum dritten Mal. Sollte er nun erneu zu Boden gehen, wird Samoa Joe zum Sieger erklärt. Der Ringrichter lässt den Arm los und er fällt zu Boden… berührt diesen aber nicht. Millimeter vorher gelingt es Tyler Breeze den Arm anzuspannen und in der Luft zu halten. Kommt nun das Comeback des Detektiv der c2c? Tyler Breeze beginnt mit den Beinen zu wippen. Schnell folgt der Oberkörper und die Arme. In bester Hulk Hogan Manier powert sich Tyler Breeze bis auf die Beine nach oben. Dort setzt er Samoa Joe mit Ellbogenstößen zu, bis dieser den Haltegriff endgültig lösen muss. Tyler Breeze ist frei. Das Adrenalin in seinem Körper gibt Tyler Breeze sogar die Chance zum Angriff. Mit einer Reihe von Kicks und Schlägen in bester Martial Arts Manier gelingt es Tyler Breeze Samoa Joe zum ersten Mal in dem Match in arge Bedrängnis zu bringen. Die Kicks und Schläge bringen Samoa Joe dazu auf die Knie zu gehen. Dort stellt Tyler Breeze die Schläge ein, erhöht dafür die Schlagzahl und Intensität der Kicks. Hier wendet sich gerade das Blatt. Samoa Joe ist schwer mitgenommen von den Attacken und kann kaum noch aktiv Gegenwehr leisten. Nach gefühlt hunderten von Kicks und Schlägen sieht Tyler Breeze eine Chance auf den Sieg. Entschlossen stürmt er in die Seile, um Schwung zu holen, kommt aus diesen zurück und trifft Samoa Joe mit einem Running Knee voll im Gesicht. Die Lichter bei Samoa Joe sind aus. Die Chance für Tyler Breeze.

ONE … TWO … KICKOUT SAMOA JOE!

Byron Saxton: "WIE BITTE!?"

Johnny Curtis: "Was für eine Energieleistung von Samoa Joe."

Noelle Foley: "Nicht nachlassen Tyler. Jetzt nicht nachlassen."

Doch der Schock, dass Samoa Joe aus dem Cover entkommen ist, ist riesengroß. Mit weitaufgerissenen Augen sitzt Tyler Breeze neben Samoa Joe und blickt den Referee ungläubig an. Der Ringrichter gibt Tyler Breeze immer und immer wieder zu verstehen, dass das Cover nur bis Zwei gereicht hat. Doch Breeze will oder kann es vielleicht auch nicht verstehen. Sicher ist, dass er sich voll in die Diskussion mit dem Ringrichter verstrickt… und plötzlich ist er gefangen im Coquina Clutch. Samoa Joe konnte die Diskussion nutzen und sich erholen. Nun hat der Zerstörer auf "endgültige Zerstörung" umgestellt. Die Arme fest um Breeze Hals, die Beine um die Hüften geschlungen, macht Samoa Joe Tyler Breeze unmissverständlich klar, dass hier und jetzt die Rivalität endet. Und zwar mit einer Niederlage für Tyler Breeze. Zwar hat er nochmal alles versucht, aber gegen den Coquina Clutch hat Tyler Breeze kein Mittel zu Hand, so dass er abklopfen muss.

DING! DING! DING!

Here is your winner by submission: SAMOOOOOA JOEEEEEEEEE!



Noelle Foley: "Das ist der Sieg für Samoa Joe! Der arme Tyler!"

Byron Saxton: "Eine bittere Niederlage, ich dachte dass Prince Pretty es schaffen könnte!"

Johnny Curtis: "Breeezyyy nicht verzagen! Halt durch, du schaffst das!"



Das Match ist zu Ende Samoa Joe hat gewonnen Tyler kommt langsam wieder zu sich und realisiert was gerade passiert ist nun rollt er sich aus den Ring und setzt sich auf den Apron in sein Gesicht sieht man das er nicht begeistert ist von der Niederlage nun lässt er sich ein nun rollt er zurück in den Ring und nimmt seine Marke ab. Breeze schaut seine Marke an und nun in die Zuschauer Reihen und auch wenn er noch nicht mal was gesagt hat kommen ein zwei No Chants die aber immer Lauter werden auch wenn Breeze nie der erfolgreiche ist ist er bei den Fans unglaublich beliebt doch nun steht er im Ring und scheint mit sich selbst zu hadern nochmal ein Blick auf Marke und ein fast entschuldigender Blick zu den Zuschauern legt er nun seine Marke in den Ring und no wird langsam allen in der Halle klar das Tyler seine Karriere heute hier C2C beendet hat nun rollt er sich aus den Ring klatsch nochmal ein paar Fans ab bevor er erst mal das letzte Mal die Rampe hoch geht. Tyler Breeze hat C2C verlassen

Noelle Foley: "Oh neeeeein!"

Byron Saxton: "Er hat seine Marke im Ring gelassen.. war es das!?"

Johnny Curtis: "NEIN! WER KÜMMERT SICH DENN JETZT UM DIE GANZEN MODEVERBRECHEN!? Ich muss dringend mit ihm reden!"




Wie so oft am heutigen Abend bereits geschehen springt der Titantron in der Arena an und dessen Schwärze wird von Videomaterial abgelöst. Zu sehen ist in diesem Augenblick ein stattliches Herrenhaus das schon bessere Zeiten gesehen hat. Es ist Abends, schon fast dunkel, ein Licht ist durch die Fenster aber nicht wahrzunehmen. Am unteren, linken Bildschirmrand erscheint ein Schriftzug.

PART 2: Sunday, March 3, 09:01 PM



---------------------
Es folgen mehrere sanfte, geschickte Schnittübergänge
---------------------

Wir sind vor der Tür, schreiten hindurch, sind im dunklen Hausflur, sehen das Flackern von Licht aus einer Tür am Ende davon. Dann gehen wir schon eine knackende Holztreppe hinunter, wir sind im Keller und stehen vor einer verschlossenen Tür. Schritte auf der Treppe sind zu vernehmen und bei diesen handelt es sich um Schritte von Noam Dar. In freudiger Erwartungshaltung aber auch nervös steht er vor der geschlossenen Tür, eine dunkle Jeans an seinen Beinen und eine Nike Daunenjacke am Oberkörper, die ihn vor der Kälte hier unten im unbeheizten Keller schützen. Er kramt in der Tasche seiner Jacke umher und holt dann einen Schlüssel heraus, mit dem er die Tür vor seiner Nase aufschließt. Er tritt ein und was die Kamera uns jetzt offenbart ist nichts für schwache Nerven. Dort sitzt eine Frau auf einem Stuhl, eine dunkle Haube aus Leder über dem Kopf, aus der nur ein paar grüne Haare herausfallen. Lediglich in Unterwäsche scheint sie schon seit einiger Zeit auf dem Holzstuhl gefesselt zu sein, die Fußknöchel an den Füßen des Stuhles und die Arme dahinter mit Handschellen.

Sich über die Lippe leckend schließt Noam die Tür hinter sich zu und das mit genug Kraft dahinter, dass die Frau sich regt. Anscheinend war sie eingeschlafen, übermannt von Überanstrengung und vielleicht an solche Situation gewöhnt. Wild bewegt sie den Kopf umher und stößt dabei gedämpfte Laute aus. Noam entledigt sich seiner Jacke und streicht sich über die dank des Poloshirts freien Arme um der Kälte entgegenzuwirken. Nicht auszudenken wie kalt der Frau in Unterwäsche sein muss.

Für einen Augenblick starrt Noam die Frau einfach nur an, während diese immer hektischer wird. Er legt den Kopf in den Nacken und denkt an seine Worte letzten Dienstag. Er sagte, er würde eine Person zum "persönlichen Jesus Christus" all derer machen, die schlecht über ihn geredet haben. Die Intrigen gegen ihn spinnen. Ihn für einen Betrüger halten, ihn beleidigen und unfair behandeln. Die Frau vor ihm, sie würde alles davon ausbaden müssen. Jetzt, wo der Moment gekommen ist, kribbelt jede Faser seines Seins. Wie lange hatte er hier drauf gewartet? Wie lange ist das Treffen mit Simon Grimm her?

NOAM DAR:
» Aufgeregt? «


Die Antwort der Frau ist einfach nur ein Reißen an den Fesseln und ein gedämpfter Schrei. Noam tritt an sie heran und bewegt seine Hand ganz langsam an ihren Hals, dessen Berührung sie abermals zappeln lässt wie ein Fisch am Haken.

NOAM DAR:
» Ssscchh... beruhig' dich. Ich tu' dir nichts. «


Wie ein Kind das zum ersten Mal mit einem tollen, neuen Spielzeug spielt, starr Noam sie an. Seine Augen funkeln dabei, als die Hand um ihren Hals ihr die Luft abdrückt. Ihr Leben ist in seinen Händen und irgendwie gefällt ihm das verdammt gut. Doch er lässt wieder los. Er legt die Hand, die eben noch eine Schlinge um ihren Hals repräsentiert hat an ihre von der Lederhaube verdeckten Wange und streichelt fürsorglich darüber.

NOAM DAR:
» Erkennst du meine Stimme? «


Das sollte sie, aber in einem Moment der Todesangst und von Adrenalin aufgekocht ist kaum etwas möglich als das bloße Überleben. Sie schüttelt den Kopf und verneint.

NOAM DAR:
» Dabei sagt man mein Dialekt würde mich verraten. Verdammte Lügner! Tzztzz.. «


Mit der noch freien Hand greift Noam ohne Umschweife an ihre Brust und knetet sie kräftig, was deftige Abwehrreaktionen hervorruft. Doch nützen tut ihr das nichts. Sie ist ausgeliefert. Noam lässt von ihr ab und dreht sich von ihr weg, er spaziert auf den Tisch zu, der links neben der Tür steht. Dort liegen diverse "Instrumente", fein säuberlich platziert.

NOAM DAR:
» Weißt du warum du hier bist, jetzt in diesem Augenblick? Ich schätze das tust du. Weil du einen verrückten Stiefbruder hast, der seine geliebte Stiefschwester für einen zukünftigen Titleshot verkauft. Aber es gibt so viel mehr Gründe. PAC. Adam Cole. Taryn. Xia und Robbie Brookside. Die Zuschauer von coast to coast. Shane McMahon. Bray Wyatt. Bryan Danielson. All die News Reporter, die Dreck über mich berichten. Ich könnte ewig so weitermachen. Fakt ist, dass du herhalten musst für das was diese Mistkerle und sogar meine eigene Freundin mir angetan haben in den letzten Monaten. «


Das was Noam zahlreichen Leuten des Rosters angetan hat, ob alleine oder mit 5 Point Gang, das ist wohl völlig irrelevant? Noam Dar, das unschuldige Lamm, der, der so ungerecht behandelt wird und der, dem nur Mist widerfährt!? Lächerlich! Das ist absolut lächerlich. Doch auch absolut stimmig und logisch, zumindest für ihn.

Mit einem Messer in der Hand tritt Noam zurück an die Frau, die überhaupt nicht zu verstehen scheint, was er sagt. Er begutachtet das Messer. Es würde Jay White gefallen, denkt er sich. Er legt die Messerspitze zwischen ihre Brüste und lässt es langsam, nur leicht schmerzend nach unten wandern.

NOAM DAR:
» Ich würde mich nicht bewegen. Wer weiß ob du dich selbst abstichst? «


Wie erstarrt bleibt sie sitzen, als Noam den Büstenhalter in der Mitte zerschneidet, so dass er zu Boden fällt und ihre Brust offenbart, was für die Zuschauer aber verpixelt wird. Seine Finger greifen zu und quetschen einen ihrer Nippel. Es schmerzt und sie windet sich, doch er drückt nur immer fester zu. Dann lässt er los. Er greift nach der Haube über ihrem Kopf und zieht sie ihr langsam ab. Das ist Shotzi Blackheart, gefesselt und geknebelt. Sie sieht Noam und reißt die Augen auf. Vor nicht all zu langer Zeit hatten sie zusammen im Cafe gesessen und sie hatte ihm von ihrer Vergangenheit erzählt. Nicht ihre Brust oder das, was das Messer eben angerichtet hat tut ihr weh, sie schmerzt dieser heftige Vertrauensbruch am Meisten. Ihre Augen werden gläsern und wässrig, Noam lächelt.

NOAM DAR:
» Was ist los? Hast du einen Geist gesehen? Ach, du kannst ja gar nichts sagen. Warte.. «


Abermals nimmt er das Messer hoch. Er hält dessen Spitze direkt vor ihr Gesicht, fährt vor ihren Augen hin und her, als wolle er sie ausstechen. Recht ruckartig aber senkt er es und lässt es zwischen ihren Mund und den Knebel gleiten, dabei tritt etwas Blut hervor, da er wohl ein Stück Haut erwischt hat. Eine Schneidebewegung und ihr Mund ist befreit von Stoff.

- Shotzi Blackheart -
„Du kranker Bastard! Ich…Mach mit mir was du willst. Sollte Grimm das aber erfahren wirst du…nie wieder diese Räumlichkeiten lebend verlassen.

Das Blut ihrer Mundwinkel vermischt sich mit ihrem Speichel, als sie Noam auf sein Poloshirt spuckt. Ablehnung liegt in ihren Augen, Verletzung und Hass. Grimm kann damit nichts zu tun haben. Das geht einfach nicht. Das kann nicht sein. Immer wieder schluckt sie, versucht langsamer zu atmen, um sich innerlich zu beruhigen. Doch es funktioniert nicht. Es funktioniert einfach nicht.

- Shotzi Blackheart -
„Lass mich los und wir…wir vergessen das hier alles. Ok….? Bitte….“

Noam drückt seine Zunge innen auf den Bereich unter den Lippen. Dabei sieht er an sich hinunter. Auf die dank ihres Speichels und des Blutes feuchte Stelle. Mit noch immer gesenktem Kopf sieht er auf zu ihr.

NOAM DAR:
» Das hättest du wirklich nicht tun sollen.. «


Man könnte fast meinen dass Simon Grimm selbst hier steht, denn es hagelt eine schallende Ohrfeige für Shotzi, durch die ihr Kopf zur Seite fliegt. Seine Hand greift fest in ihr grünes Haar und reißt ihr den Kopf nach hinten, dabei nähert sich sein Gesicht, so dass sie seinen Atem auf der Haut spüren kann.

NOAM DAR:
» Das war gerade sehr demütigend für mich. Wie kannst du es wagen den Löwen, den König des Dschungels, zu demütigen? Du. Ausgerechnet du. Wer bist du schon?! «


Kopfschüttelnd geht Noam einen Schritt zurück und holt ein Tütchen aus seiner Tasche, durchsichtig, weißes Pulver beinhaltend. Er legt sich auf dem Tisch mit den vielen Instrumenten davon eine Linie, holt einen schon gerollten Geldschein aus der Tasche und zieht sie weg. Er reibt sich die Nase und geht zu Shotzi hinüber, der er jetzt gegenüber steht. Dann geht er langsam um sie herum. Sie versucht ihn im Auge zu behalten, was aber irgendwann nicht mehr gelingt. Seine Hände greifen nach den hinteren Stuhlbeinen und er hebt sie hoch, so dass sie droht nach vorne über zu fallen. Und das passiert dann auch. Sie landet auf ihrem Gesicht, die Lehne vom Stuhl sie fast erdrückend auf dem staubigen Fußboden. Sie legt schnell ihre Wange auf den Boden, um das Gesicht zu schützen und um wieder etwas zu sehen.

NOAM DAR:
» Eine Kakerlake. Mehr bist du nicht. Mit deinen scheiß-grünen Haaren. «


Das jüdische Scheusal stellt seinen schneeweißen Nike Schuh auf ihren Kopf und damit quer über das Gesicht, auf ihre Wange und ein Teil seiner Sohle an ihrem Auge. Er übt etwas Druck aus und macht dabei eine austretende Bewegung, als wäre sie eine Zigarette.

NOAM DAR:
» "Grimm" schert sich einen Scheiß um dich Kakerlake. Denkst du ICH habe dich hierher gebracht? Denkst du das alles war MEINE Idee?! Du bist wirklich dumm. Kakerlake. «


Der Druck auf ihrem Schädel wird stärker, dabei reibt sich sein Schuhprofil in ihre Haut.

NOAM DAR:
» Immer noch so tough? Häh? «


- Shotzi Blackheart -
„Du lügst…Du musst lügen!“

Tränen rinnen weiterhin über ihre Wange, während sie die Sohle auf ihrer Haut spürt. Der Dreck am Boden sticht ihr schmerzend in die Haut. Sie versucht sich zu winden, versucht weg zu kommen aus ihrem Martyrium…doch der Druck von Noam ist zu stark. Gerade in Kombination mit dem Stuhl. Es funktioniert nicht. Es funktioniert nicht von ihm wegzukommen.

- Shotzi Blackheart -
„Noam…lass mich gehen…“

Einmal übt Noam nochmal richtig Druck aus, dann nimmt er seinen Schuh endlich von ihrem Kopf. Er packt sie und stemmt sie hoch, so dass der Stuhl wieder steht wie er stehen sollte. Ihr Gesicht ist von Dreck überzogen. Fußbodendreck und der Schmutz von der Schuhsohle.

NOAM DAR:
» Du hast mir gar nichts zu sagen, meine Liebe. Und dafür dass du mich einen Lügner nennst, wirst du büßen. «


Er wendet sich ab und dem Tisch nochmals zu, als er zurückkommt ist er bewaffnet mit einem Rasierapparat. Er hält ihn vor ihre Augen und schaltet ihn an und wieder aus. Wieder an und wieder aus.

NOAM DAR:
» Ich glaube eine Glatze könnte dir gut stehen. «


Nachdenklich sichtet Dar ihren Kopf und packt sich einen Schopf Haare, während Shotzi versucht sich zu wehren. Ihre Tränen zerlaufen sich im Schmutz in ihrem Gesicht. Einer Frau die Haare abzuschneiden ist wohl eine der ultimativen Demütigungen.. er setzt an und rasiert er einen großen Teil ihrer linken Schädelhälfte auf 1mm kahl, dabei achtet er nicht darauf einen modischen Sidecut zu schneiden sondern macht es gewollt ungleichmäßig. Als er endlich fertig ist nimmt er Abstand und begutachtet sein Werk.

NOAM DAR:
» Du siehst erbärmlich aus.. kein Wunder dass dich deine Junkiemutter wegegeben hat. Warte! Ich hab doch ein Geschenk für dich dabei! «


Aufgeregt huscht Noam zu seiner Jacke und holt dort etwas aus der Tasche. Es ist die Blüte einer weißen Rose zum Anstecken. Er nähert sich und streckt sie provokativ entgegen nur um sie sich dann selbst an den Fleck auf seinem Poloshirt zu stecken, auf den sie vorhin gespuckt hat. Dann wird ein kurzes Flashback auf dem Titantron eingeblendet.

bei c2c LIVE: CHARLOTTE:
---------------------
- Shotzi Blackheart -
„…doch wenige Wochen nach der Hochzeit hatte sich vieles geändert. Mir wurde eine Kälte entgegengebracht, die ich so selbst nicht von meiner drogenabhängigen Mutter kannte. Man ignorierte und demütigte mich. Ich…Nein, unwichtig. Ich…es tut mir Leid wenn ich dich mit soetwas nerve. Sagen wir einfach, dass meine Familiengeschichte nicht die wundervollste Geschichte ist. Und ja, all das verbinde ich mit der Hochzeit. Darum kann ich bis zum heutigen Tag keine weißen Rosen ertragen. Und darum will ich auch nicht mehr heiraten.“

[...]

NOAM DAR: » [...] Lass uns noch etwas reden. [..] Komm. Erzähl Onkel Noam deine Geschichte. «
---------------------

NOAM DAR:
» Wie sehe ich aus? «


Zurück im hier und jetzt! Er geht vor ihr in die Hocke und grinst sie an. Shotzis Blick wandernd auf die weiße Rose. Ihr Körper wird immer kälter, sie zittert vor Kälte, doch nicht nur deshalb. Diese Anspannung, dieser Hass der sich aufbaut Noam gegenüber. Shotzi hat es aufgegeben zu versuchen von dem Stuhl wegzukommen. Sie ist Dar vollkommen ausgeliefert und wirklich alles sträubt sich gegen diesen Gedanken, dass der Psychopath diese Hilflosigkeit nutzt, um Befriedigung zu finden. Das ein Großteil ihrer Haare fehlt ist für sie gerade fast schon zweitrangig. Aber diese Rose…

- Shotzi Blackheart -
„Ich habe dir vertraut Noam…Du wirst das büßen. Und wenn ich dir selber die Augen ausreißen muss.“

Immer noch rennen Tränen über ihre Wangen, während ihr Blick fast schon leer wirkt, als er auf der Rose ruht.

Abermals fast tröstend legt Noam seine Hand auf ihre Wange und sieht sie an als würde er wirklich Mitleid verspüren.

NOAM DAR:
» Warum sagst du sowas? Ich wollte gerade gehen, aber du provozierst mich weiter. Du liebst das, oder? Diese Aufmerksamkeit die ich dir schenke. Dass sich meine Welt für diese paar Stunden hier und jetzt nur um dich dreht. Wie gerne würdest du jetzt von mir gefickt werden wollen? Aber diesen Wunsch erfülle ich dir nicht. «


Es scheint als lebe Noam Dar gerade in seiner eigenen Welt. Shotzi verspürt sicher nichts davon was er gerade beschrieben hat. Ganz sicher nicht. Das wäre Wahnsinn. Noam beugt sich hinunter und macht behutsam die Fesseln ihrer Beine los, während sie leer und gedankenversunken in den Raum starrt. Dann umgreift er ihre Oberschenkel und stemmt sie ein Stück hoch, so dass sie von dem Stuhl befreit ist, an dem sie wegen ihren Handschellen auf dem Rücken gefesselt wird. Unsanft lässt er sie einfach auf den Boden plumpsen, als wäre sie ein Wurm.

Mächtig steht er vor ihr, zumindest fühlt er sich so. Wie ein Riese vor einem Insekt. Einer Kakerlake eben. Sie sieht zu ihm auf als er sich den Gürtel öffnet und ihn langsam aus seiner Hose zieht, nur um ihn dann in die eigene Hand zu schlagen...

---------------------
Ein weiterer Schnitt mit dazugehörigem, sanften Übergang.
---------------------

Als das Bild wieder klar ist, schiebt Noam sich den Gürtel wieder in die Jeans. Er sieht zufrieden aus. Auf seinem Poloshirt sind ein paar rote Flecken gelandet. Was ist hier geschehen!? Shotzi liegt auf dem Bauch am Boden. Regt sich keinen Millimeter. Mittlerweile ist sie komplett nackt, der Boden getränkt von Tränken und Blut. Ihr nackter Körper ist voller Striemen, gerade ihren After hat es schwer erwischt. Daneben liegt ein rot-braun verdreckter Besenstiel und man will sich nicht ausmalen wo der gewesen ist.

NOAM DAR:
» Das war toll. Wir sollten das öfter machen. Ich hab ja Simons Nummer. «


Ein letztes Mal geht er vor Shotzi in die Hocke. Sie liegt nur dort. Besiegt. Zerstört. Misshandelt und missbraucht. Der Widerling von World Champion nimmt ihren Kopf sanft in seine Hände, streichelt ihr mit der Hand drüber und küsst ihre Stirn. Dann tätschelt er ihr die Wange einmal mehr.

NOAM DAR:
» Bleib einfach liegen, okay? Bitte steh' nicht auf, ich bin mir sicher, dass sonst wieder ein Unglück geschieht. Dein Bruder kommt sicher bald, um dich abzuholen. Ich schick ihm 'ne Nachricht. «


Doch anstatt Noam zu antworten, regt sich ihr Körper keinen Millimeter. Jeder Atemzug fällt ihr schwer. Ihr Mund ist trocken. Ein stechen durchzieht ihren ganzen Körper und zeitgleich…zeitgleich fühlt sie nichts mehr. Wie eine leere Hülle. Kein Leben, keine Gedanken, nichts. Ein wimmern presst sich zwischen ihren blutigen Lippen hervor. Sie will nicht reden. Sie will nicht denken. Sie will nur noch weg hier. Weg von Noam, weg von diesem Ort. Mit der verbliebenen Kraft wandert ihre Hand zitternd nach vorne. Ihre Fingernägel krallen sich in den rauen schmutzigen Boden. Doch egal was sie anstellt. Sie schafft es nicht einmal sich auch nur ein kleines Stück nach vorne zu ziehen.

- Shotzi Blackheart -
„Si…Simon….“

Unterdessen hat sich Noam seine Jacke geschnappt und will sie sich überziehen. Er begutachtet sein Werk und merkt dass Shotzi zittert, dort auf dem kalten, schmutzigen Boden. Er seufzt, rollt mit den Augen und legt seine Jacke über sie. Was soll das jetzt? Ein Anflug von Mitleid?

NOAM DAR:
» Werd' nicht krank. «


Mit diesen Worten macht er kehrt und lässt sie hier zurück, nicht ohne den Lichtschalter zu betätigen und sie im Dunkeln hier unten zurückzulassen. Die Tür fällt ins Schloss und seine sich entfernden Schritte auf der Treppe sind zu vernehmen. Bis sie es nicht mehr sind.

Noelle Foley: "Ich.."

Byron Saxton: "Ich weiß, Noelle. Geht mir genau so."

Johnny Curtis: "Was machst du denn Noam..."



Was für spannende Matches durften die Fans bei diesem weiteren starken Special bereits genießen? So einige! Auch die ein oder andere Szene wusste den Zuschauern zu gefallen, wenn gleich es auch welche gab die eher für Unbehagen gesorgt hatten. Das ganze drumherum um Shotzi Blackheart und Noam Dar liegt den Fans immer noch etwas schwer im Magen. Die Grünhaarige hatte nie mit Freundlichkeit geglänzt, aber derartig vorgeführt und behandelt zu werden verdient niemand. Man zweifelt Woche für Woche daran ob es noch eine Steigung für Noams ekelhaftes Verhalten gegenüber dem weiblichem Geschlecht gibt. Das diese Bilder durchaus auch verstörend für jüngere Zuschauer wirken können, hat man wenig bedacht.. Doch nicht nur für die Zuschauer.

Es ist keine Pflicht die laufenden Shows zu verfolgen und anzusehen, aber für einen Neuling wie Candy Floss eine gelungene Unterhaltung nach dem Gespräch das sie mit Shane McMahon und Wade Barrett hatte. Der Bare Knuckle Brawler wird ab sofort der Mentor der kleinen, quirligen Britin sein, was für diesen wohl eine Herausforderung sein wird. Abseits von dem vielen Menschentrubel hat sich Mrs.Floss also vor einem der Monitore positioniert und eben auch dieses Segment verfolgt. Die letzten Bilder werden noch einmal deutlich auf dem Titantron abgespielt, während die Augen der jungen Dame wie gefesselt darauf fixiert sind. Zwar endet die Szenerie dann, dennoch legt sich der Ausdruck in den Augen von Floss nicht auch nur ein bisschen. Es ist nicht Faszination oder Interesse das die Rehbraunen Augen symbolisieren - sondern pure Angst. Wer kann es ihr an dieser Stelle verübeln? Ohne das sie es wohl selbst realisiert zieht Candy die Beine auf der Kiste etwas an sich, während sie zu dem einzigen 'Heilmittel' greift das für sie Sinn macht - Süßes. Auch auf die Gefahr hin das ihr Blutzuckerspiegel in bahnbrechende Höhen steigt oder sie ihren Körper mit unnötigen Kilos belastet, reißt die Engländerin das Päckchen Haribo Goldbären auf und nimmt eine komplette Hand davon auf einmal in den Mund. Kauen fällt durch die Masse zwar etwas schwer, aber der süße Geschmack soll die Nerven beruhigen. Die Pinkhaarige verzieht etwas kauend die Mundwinkel, woraufhin man erkennt das selbst die zuckrigen Bärchen ihr keinen Seelenfrieden schenken können.

Die Bilder scheinen sich in ihrem Kopf immer wieder abzuspielen und ihre eigene Fantasie was zwischen der Blende wirklich passiert ist macht sie wahnsinnig. Sie beginnt sogar leicht zu zittern, als sie immer ein Stück mehr sich an die Wand hinter sich drückt und schlussendlich die Augen schließt. Der Gedanke daran mit Noam Dar in einer Halle zu sein, macht Floss sehbar wahnsinnig. Was ist.. wenn er ihr auch wehtut? Obwohl sie ihm nichts getan hat und er sie gar nicht kennt? Sollte sie noch einmal zu Shane McMahon gehen? Oder Kurt Angle? Wade Barrett? Tausend Möglichkeiten bilden sich in dem überforderten Schädel der blutjungen Dame, die durch langsame Schritte unterbrochen werden. Weder sie noch die Fans haben realisiert das sie Gesellschaft bekommen hat. Eine Hand legt sich vorsichtig auf die Schulter von Candy die abrupt einen kleinen Schrei hören lässt und auch im Reflex zur Seite rückt. Sie schlägt die gut gemeinte Hand weg und öffnet anschließend ihre Augen. Zum Glück ist es nicht der amtierende World Heavyweight Champion der hier die Nähe zu Floss gesucht hat. Ganz im Gegenteil.. Die Fans atmen erleichtert auf, als die Kamera sich dreht und einen besorgten Velveteen Dream aufnimmt. Der Paradiesvogel aus Capitol Hill schien selbst einen Ort zu suchen, an dem er etwas Ruhe für sich selbst findet und war dabei auf die stumme, angespannte Britin gestoßen. Beschämt senkt die Pinkhaarige etwas ihren Kopf als sie feststellt das sie vollkommen überreagiert hat.


"Na na.. Kein Grund so beschämt zu sein. Vielleicht war es unangebracht dich so direkt zu konfrontieren.. Irgendwie kam ich aber nicht drumherum zu bemerken, das irgendetwas in dir vorgeht, was nicht zu deinem Erscheinungsbild passt.."

Gut kombiniert Sherlock. Candy Floss war die letzte Woche die Fröhlichkeit in Person gewesen. Ein großer Traum war für sie in Erfüllung gegangen als sie ihre Unterschrift unter einen c2c Vertrag setzen durfte. Diese Woche - und ganz speziell jetzt - ist jedoch nichts mehr von dieser Attitude zu bemerken. War sie nach dem Gespräch im Büro wieder kurzzeitig sie selbst, war es ihr größter Fehler wohl gewesen die laufende Show zu verfolgen. Ohne Antwort gegeben zu haben spricht der Afroamerikaner weiter, während er die Körperhaltung von Floss begutachtet.


"... magst du mir vielleicht sagen, was dein Herz so zusammendrückt und dich in einen Zustand der Paranoia versetzt?"

Was eine simple Szene auslösen kann.. Noam Dar möchte die Junge Britin wohl keinesfalls irgendwo begegnen und es ist anzunehmen ob ihr Innerstes das überhaupt verkraftet. Die Situation mit Shotzi Blackheart war ihr erster Eindruck von dem amtierenden World Heavyweight Champion gewesen.. Genau dieser würde sich wohl ewig in ihr festsetzen und sie demnach jedes Mal aufs Neue verunsichern. Wieviele Frauen hatte er vielleicht schon so behandelt ohne das es an die Öffentlichkeit kam? Was würde das Office unternehmen? Würden sie überhaupt etwas tun?! Oder froh sein das Shotzi Blackheart weg war von der Bildfläche. Die rosanen Lippen der Dame pressen sich kurz zusammen, ehe sie etwas mit den Schultern zuckt. Dream ist ein Fremder.. Was wenn er genau so wie Noam ist?

Candy Floss:
"I-Ich weiß nicht.."

Kommt es schlussendlich von ihr, ehe sie einen kurzen Blick in Richtung des kleinen Fernsehers an der Wand wirft. Gerade eben diskutieren Noelle Foley, Johnny Curtis und auch Byron Saxton das eben gesehene Material, was auch die Aufmerksamkeit des Dreams auf sich zieht. Er schnaubt etwas aus, während er die Sonnenbrille von der Nase zieht. Obwohl die Britin sich bisher rar gemacht hat, scheint er zu verstehen was ihr zusetzt. Der Blick des möglichen nächsten Westcoast Champion geht zu ihr.


"... Ich verstehe. Deswegen die Angst."

Die Brille wird auf die Kiste abgelegt auf der Candy nach vor mit angezogenen Beinen sitzt, während Dream selbst sich neben sie an die Wand lehnt. Die Bilder rund um Shotzi und Noam haben die Gefühlswelt von Floss so durcheinander gebracht das diese unter einer Kurzschlussreaktion gelitten hat. Vielleicht hätte sie seine Hand nicht weggeschlagen, wenn sie ihre Augen geöffnet gehabt hätte. Nichts desto trotzt macht Patrick Clarke nicht den Anschein als würde er den Jungspund hier in ihrer Angst zurücklassen. Aber warum?


"Auch wenn das jetzt paradox für dich klingt.. Aber du darfst dich davon nicht einschüchtern lassen. Nur weil er es Shotzi Blackheart angetan hat, bedeutet das nicht das auch du gefährdet bist. Stell dich deiner Angst - sonst wird sie dich mehr und mehr auffressen, meine Kleine."

Dream wirkt fast so als wüsste er genau was er da sagt. Noch rührt sich Candy Floss immer noch nicht, sondern hat nur minimal den Kopf etwas in seine Richtung gedreht. Ereut machen ihre Lippen Bekanntschaft miteinander, während sie sogar einmal etwas hin und her wippt. Hinter ihren Augen verstecken sich glitzernde Tränen, die sie tapfer unterdrückt.
Ein Grund mehr für Velveteen einzuschreiten.


"Ich erinnere mich an einen jungen Menschen, der in einer ähnlichen Situation wie du war. Er musste mit ansehen wie ein Freund von ihm misshandelt wurde. Von dem Tag an war er auch ständig auf der Flucht, hat sich versteckt und zum Herren gebetet das sie ihn verschonen würden. Zwar war Gott nicht auf seiner Seite, aber nachdem er einmal dasselbe erfahren hat beschloss er das niemand ihm auf diese Art und Weise wehtun sollte. Es war ein schwerer, steiniger Weg für mich. Doch nun bin ich hier.. Und ich möchte nicht das du die selbe Hölle durchmachen musst. Nicht alles hier ist Gold was schön glänzt.."

Eines tut Floss auf jedenfall - zuhören. So kam sie nicht drumherum zu verstehen das der Mensch von dem Velveteen gesprochen hatte, niemand geringeres wie er selbst war. Seine Geschichte ist knapp und bündig, aber wirkt sich immens auf ihr Gespräch aus. Die Haltung von Candys Beinen lockert sich etwas, während sie den Paradiesvogel genaustens ansieht. Kurz zupft sich dieser sein weißes Hemd noch einmal zurecht, ehe er seine Brille zurück an sich nimmt. Mehr kann er für die junge Britin aktuell nicht tun, weshalb er sich zum Gehen wendet.

Candy Floss:
"W-Warte! Bitte.."

Die etwas lautere Stimme der Engländerin sorgt bei Velveteen für einen Stillstand. Mit dem Kopf neigt er sich etwas nach hinten, sodass er erkennt wie Floss von der Kiste rutscht und schließlich mit beiden Füßen auf dem Boden aufkommt. Die kleine Tüte voller Haribos wird gegriffen und an sich genommen, bis sie zögernd näher an Patrick Clarke herantritt.

Candy Floss:
"D-Darf ich.. mitkommen? Ich.. ich.. will nicht alleine hier herumlaufen.."

Zögernd und mit flehenden Augen sieht Candy Velveteen genaustens an. Man könnte fast meinen das sich der Afroamerikaner mit dem kleinen Teil seiner Lebensgeschichte Zutrauen zu Candy Floss gewonnen hat. Zwar wirkt diese immer noch verstört und ängstlich, aber scheint zumindest nicht mehr so paranoid zu sein das sie sich nicht vom Fleck rührt. Unterschwellig bildet sich ein schmales Lächeln auf dem Gesicht von Dream, der der jungen Dame schließlich seine Hand entgegen streckt.


"Patrick.. Alternativ auch Dream, wenn dir das mehr zusagen sollte."

Stimmt ja.. Die beiden Kollegen hatten sich ja noch gar nicht miteinander bekannt gemacht! Die pinke Zuckerstange - wie man sie gern mal nennt - sieht hinunter auf die ausgestreckte Hand die sie dann sehr vorsichtig mit den eigenen Fingern berührt und schließlich auch zaghaft schüttelt. Der Anflug eines Lächelns ist dann doch auf ihrem Gesicht zu erkennen..

Candy Floss:
"Candy.. es freut mich.."

Exakt an dieser Stelle endet das Bild jedoch und hinterlässt einige Fragen.

Noelle Foley: ".. und da sehen wir schon die ersten Auswirkungen. Wie schrecklich."

Byron Saxton: "Die arme Candy.. Ob Dream ihr da wirklich hinweg helfen kann? So ein junges, glückliches Mädchen.."

Johnny Curtis: "Also ich muss zugeben das ich sie durchaus verstehen kann. Es hat ihre Welt komplett durcheinander gerüttelt.."



Die Bilder sind noch frisch...kein Wunder, schließlich ist es erst ein paar Augenblicke her. Candice LeRae wollte einfach nur mit Toni Storm reden, sie beruhigen und vor deren Match gegen Rhea Ripley wieder in richtige Bahnen lenken. Doch es lief anders, als geplant. Toni wurde laut, unwirsch und fing sich sogar eine Ohrfeige seitens LeRae ein. Auch wenn dies nur dazu gedacht war, um das Temperament der jungen Australierin, so geht es Candice jetzt noch nach. Zu Storm pflegt sie eine ihrer längsten Freundschaften in diesem Biz. Dementsprechend ist es belastend, mit dieser im Unguten auseinander zu gehen. Jetzt marschiert Candice Wrestling ein wenig durch die Gänge der Halle, um den Kopf wieder freizubekommen. Das klappt nur so semi-gut, da ihre Gedanken immer wieder im Toni schwirren. Die Hoffnung ist da, dass sich spätestens nach dem heutigen Abend die Lage wieder entspannt. Bis dahin weiß sie nicht so recht, wo sie hin soll. Als sie um eine Ecke biegt, kollidiert sie mit einer weiteren Person.

Candice LeRae: Ups, sorry...mein Fehler, ich war gerade in Gedanken. Oh...na, wen haben wir denn da? Großes Match steht heute auf dem Programm für dich, was?

Es ist nicht irgend eine x-beliebige Person, die LeRae gerammt hat. Die Frau, die nun vor ihr steht, wird später noch eine gewichtige Rolle spielen. Wen könnte man mit dieser Aussage meinen als Bobbi Tyler? Die junge Britin, die sich endlich ihren Platz im Titelrennen erkämpfen konnte. Sie hat es geschafft Circe und Candy Floss zu besiegen um heute Abend eines derwohl wichtigen Matches in ihrem Leben zu bestreiten.. und genau das könnte man als Grund für ihre Unaufmerksamkeit nennen. Wer wäre nicht nervös oder mit den Gedanken wo anders bei einem so wichtigen Match? Bobs bleibt stehen und schaut die Kanadierin fragend an, braucht einen kleinen Augenblick. Dann.. endlich. Erkennen.

BOBBI: « Du. Du bist doch die, der diese Bliss eine Chance auf den Belt geschenkt hat und die das nicht nutzen konnte. Candice. »

LeRae wirkt kurz etwas verdutzt, da der Ton doch etwas schärfer wirkt, als sie es im ersten Moment erwartet hätte. Natürlich hatte auch sie die Wandlung, die Tyler zuletzt durchgemacht hat, mitbekommen. Trotzdem braucht Candice kurz um sich zu sammeln. Vermutlich liegt das auch noch an den kleinen Zwist mit Toni.

Candice LeRae: Geschenkt? Najaaa...das klingt jetzt etwas negativ. Technisch gesehen musste ich dafür ja auch erst ein Match gegen Rhea Ripley gewinnen. Aber ja...Bliss hat mir ein Titlematch zugestanden und ich konnte den Gürtel nicht gewinnen. So läuft es manchmal eben. Ich arbeite daran, dass ich bald wieder eine Chance bekomme. Aber heute bist du erst einmal dran. Und bereit?

BOBBI: « Rhea... »

Wiederholt die Britin und rollt mit den Augen, nur um dann doch wieder leise zu seufzen und die Arme vor der Brust zu verschränken. Früher hätte sich Bobbi mit Sicherheit Tipps von Candice geholt und sie dafür bewundert, dass sie es schon so weit geschafft hatte. Kurz gesagt.. ein freundliches Gespräch mit ihr geführt. Jetzt aber..

BOBBI: « Bisher kann ich nicht behaupten, dass sie eine große Konkurrenz ist. Sie sieht nur danach aus. Aber hey.. immerhin ein Sieg. Wundert mich nicht, dass Bliss bisher ihren Titel verteidigen konnte, wenn sie euch und so etwas wie Mary Dobson vor die Nase gesetzt bekommt.. heute Abend wird sie es nicht so leicht haben und deswegen sollte die Frage lauten ob Alexa Bliss bereit ist. Ich habe heute nichts zu verlieren. Ab diesem Punkt kann es nur noch bergauf gehen.. für mich. »

Dieses Selbstbewusstsein ist schon fast erstaunlich. Aber auch nur im Vergleich zu der früheren Bobbi. Da verschlägt es der Canadian Goddess schon ein wenig die Sprache. Candice hat es schon längst aufgegebem darauf zu achten, dass alle sie mögen. Jedoch legt sie Wert darauf, die Menschen um sie herum erst einmal mit Respekt zu behandeln...genauso wie sie möchte, dass man ihr das genauso entgegen bringt. Bobbi jedoch tritt ihre freundliche Grundeinstellung etwas mit Füßen. LeRae blinzelt verdutzt ein paar Sekunden und schüttelt ungläubig den Kopf.

Candice LeRae: Oooookay...gesundes Selbstvertrauen...ich versteh schon! Du wirst dann sicher von mir keine Tipps annehmen wollen...aber hey, deine Sache! Nur...wenn du Alexa Bliss unterschätzt, hast du schon verloren. Sie ist ein gerissener Fuchs. Selbst wenn du sie 10 Minuten lang ununterbrochen verprügelst...eine kleine Unachtsamkeit deinerseits reicht aus und sie ringt dich nieder.

Mit erhobenem Zeigefinger unterstreicht die Kanadierin ihre Aussage. In ihrem Blick liegt ein leichter Hauch an Enttäuschung. Eigentlich sieht sie in Bobbi Tyler eine vielversprechende, junge Frau, die es ihm Wrestling weit bringen könnte. Jedoch befürchtet sie, dass die Britin mit dieser Einstellung schon früh auf die Schnauze fallen könnte. Und trotz der kalten Schulter, die Tyler ihr zeigt, kann Candice Wrestling nicht anders als Tipps zu geben. Manchmal kann man eben nicht aus seiner Haut raus.

Candice LeRae: Es ist schön und gut, dass du davon ausgehst, dass heute dein Stern weiter steigen wird. Das kann durchaus passieren. Egal wie du dich gerade mir gegenüber gibst...alleine von deinem Talent her hättest du es verdient...das muss man eben neidlos anerkennen. Aber du hast sehr wohl heute viel zu verlieren. Aber hey...wer bin ich denn mit meinen 17 Jahren Berufserfahrung...

Bobbi könnte kaum dankbarer sein über all die Tipps, die ihr trotz ihrer fehlenden Höflichkeit gegeben werden. Doch sie spielt die Uninteressierte. Sie hebt die rechte Hand und tut so als würde sie ein Gähnen unterdrücken, nur um dann doch die Ohren zu spitzen als Candice etwas Wichtiges erwähnt. Bobs versucht jeder Person zu verkaufen, dass ihr altes Ich nicht mehr lebt. Dass sie sich von ihr verabschiedet hat.. und sie macht ihre Sache gut. Aber manchmal.. manchmal kommt sie noch immer durch. Neugierig lehnt sich Bobbi vor und mustert die Ältere.

BOBBI: « Deine 17 Jahre Berufserfahrung haben dir gegen Alexa auch nicht viel gebracht.. aber ich wüsste trotzdem nur allzu gerne was ich - deiner Meinung nach - zu verlieren hätte. Predigen nicht gerade Personen wie du, dass man sich einfach wieder aufrappelt und von vorne anfangen kann? Dass man sich wieder nach oben kämpfen kann für eine weitere Chance? Dass eine Niederlage nichts bedeutet und man selbst wenn man verliert an Erfahrung reicher geworden ist? »

Vor einiger Zeit hat Bobbi selbst noch an all das geglaubt und sich eingeredet. Obwohl sie mittlerweile eine andere Schiene fährt, bekommt sie diesen Leitsatz nicht aus dem Kopf. Obwohl sie weiß, dass vor allem Siege Aufmerksamkeit bringen. Candice mustert Bobbi aufmerksam. Achtet diese dann doch auf Ihre Worte? An sich hat Candice ein Gespür dafür. Nur heute ist dieses getrübt, weswegen sie es sich auch einbilden kann. Vielleicht will die Kanadierin ja auch nur, dass Bobbi ihr wirklich zuhört.

Candice LeRae: Nein, meine Erfahrung hat mir beim letzten Special nichts gebracht. Aber ich habe mich schon lange damit abgefunden, dass Niederlagen dazu gehören. Manchmal suchen sie dich oft in kurzer Zeit heim...manchmal erwischt es dich erst nach einer langen Siegesserie. Mögen tue ich sie natürlich nie...aber sie sind ein Teil unserers Berufs. Deswegen, wie du richtig sagst, ist es wichtig sich danach wieder aufzurappeln und neu anzufangen. Jedoch weiß ich, wie es ist...man ist jung, denkt man könnte die Welt auf dem Kopf stellen und will die Alteingesessenen ordentlich aufmischen. Kurz...man fühlt sich unbesiegbar und glaubt ein...

LeRae schnipst einmal mit ihrer rechten Hand.

Candice LeRae: ...reicht aus und jeder liegt einem zu Füßen. Dann kommt die erste große Niederlage...obwohl man so siegessicher war. Das kann einem ordentlich den Boden unter den Füßen wegziehen. Bist du gefestigt genug, um dann wieder aufzustehen?

Fragend sieht Candice Wrestling ihre jüngere Gesprächspartnerin an. An sich sollte Bobbi gefestigt genug sein, um eine mögliche Niederlage gegen die amtierende Champiponesse wegstecken zu können. Doch so ganz ist der tough cupcake davon nicht überzeugt.

Candice LeRae: Davon abgesehen...prinzipiell scheinst du den Weg gehen zu wollen, den auch Alexa gegangen ist. Finde ich nicht unbedingt gut, aber um mich geht es da ja nicht. Wahrscheinlich kann man Bliss wirklich nur dann bezwinen, wenn man wie sie agiert. Da ist der kleine, aber feine Unterscheid zwischen "so sein wie sie" und "so agieren wie sie". Wenn du sie bist wie sie...arrogant und überheblich...dann wirst du scheitern. Aber agierst du wie sie...bewahrst deine Ringübersicht, steckst zwei Schläge absichtlich zuviel ein und greifst dann zu, wenn sie die dich am meisten unterschätzt...dann wirst du den Titel holen. So zu handeln ist wider meiner Natur...wahrscheinlich bin ich deswegen beim letzten Mal mit leeren Händen nach Hause gegangen. Naja, ich arbeite daran, meine nächste Chance zu erhalten.

Nun zwingt die Kanadierin sich selbst ruhig zu sein. Bobbi Tyler wird schon selbst wissen, wie sie das Match anzugehen hat. Davon abgesehen will sich Candice eigentlich nicht so intensiv mit jemandem beschäftigen, der sie respektlos behandelt. Aber da ist wieder ihre Ader, dass sie allem und jedem immer helfen will.

Candice LeRae: Nimm dir meine Worte zu Herzen...oder lass es bleiben. Deine Entscheidung...du bist ja auch kein Neuling mehr.

Erstaunlich aufmerksam hört die junge Blondine der Älteren zu, obwohl sie zunächst noch absichtlich eine andere Einstellung vorgegaukelt hat. Bobbi runzelt die Stirn und verschränkt die Arme vor der Brust. Tatsächlich scheinen die Worte etwas in ihrem Inneren zu bewegen und sie zum Nachdenken zu bringen. Auch wenn sie das gar nicht tun wollte..

BOBBI: « Ich bin nicht wie sie und ich habe auch nicht das Verlangen wie sie zu sein. Im Gegenteil widert mich dieser Göttinen-Komplex an. Ihr huldigen? Vor ihr auf die Knie gehen? C'mon.. auch sie ist nur eine Frau, die die Nase zu weit oben trägt und auf eben diese fallen wird. Genauso wie Andere vor ihr. Warum? Weil ihr Selbstbewusstsein in Selbstüberschätzung nahtlos übergegangen ist. Ihre Karriere baut sich auf einem einzigen glücklichen Zufall auf.. und eben dieses Glück wird ihr heute Abend fehlen. Ich bin ich selbst und ich habe meinen eigenen Weg gewählt. Weg von der ängstlichen, naiven Bobbi.. hin zu einer starken Frau, die sich gegen alles und jeden durchsetzen kann. Ich bin nicht so geworden, weil ich denke, dass ich besser bin als ihr alle.. ich bin so geworden, weil ich weiß wie es ist am Boden zu sein. Weil ich so oft übersehen und übergangen wurde. Ich habe schon Niederlagen überwunden und diese haben mir alle das Selbe gezeigt. Dass ich dieses Gefühl nicht mehr haben möchte. Dass ich etwas ändern muss.. und das habe ich. »

Die Britin nickt leicht um ihre eigenen Worte zu bekräftigen.

BOBBI: « Genau diese Veränderung wird mich nach vorne bringen und mir dabei helfen Alexa Bliss von ihrem hohen Ross zu stoßen. Ich habe mir ihre Matches angesehen. und ich weiß wie sie im Ring ihre Siege für sich holt. Ich bin gefasst darauf und genau wie du so schön sagtest, ich werde agieren wie sie. Ich werde mich auf ihr Niveau begeben und ihre Tricks gegen sie anwenden. Weißt du warum? Weil es die einzige, verdammte Chance ist in dieser Company nach vorne zu kommen und sich das zu holen was einem zusteht. Man muss es sich nehmen.. und dabei seine eigenen Prinzipien über Board werfen.. um sich Neue aufzubauen, die einen nicht aufhalten. Die einem nicht im Weg stehen und nicht Titel kosten. »

Candice zeigt Tyler, dass sie sie ernst nimmt und lässt sie ausreden. Dabei hört sie dieser interessiert zu, was nicht gespielt ist. Zwischendurch nickt sie zweimal, da sie den Gedankengang von Bobbi durchaus aus ihrer Sicht verstehen kann.

Candice LeRae: Eigene Prinzipien über Bord werfen und sich ändern...ja, ich kann diese Idee verstehen...besser als du wahrscheinlich glauben würdest. Aber sag mir...ist es dabei notwendig auch über Leichen zu gehen und sich dabei an Schwächeren zu vergreifen?

Zwar spricht sie es nicht direkt an...aber Candice denkt an Bobbis Attacke auf Allie, mit dem die Britin die Veränderung ihres Wesenszugs vollendet hat. Das kann die gerechtigkeitsliebende Kanadierin eigentlich nicht gut heißen. Aber gerade fühlt sie sich zu müde, um eine körperliche und verbale Auseinandersetzung zu riskieren. Zudem weiß Candice selbst wie es ist, wenn innere Stimmen einen zu etwas antreiben wollen, was man eigentlich ablehnt. Um die Situation zu entschärfen streckt Candice Wrestling beide Handflächen in die Höhe und würde gern "No Offense" damit signalisieren.

Candice LeRae: Du bist nicht wie sie...noch nicht. Zwischen gesundem Selbstvertrauen und Überheblichkeit und gar Gottkomplex herrscht oft nur ein schmaler Grat. Im Endeffekt ist nun mal jeder seines eigenen Glücks Schmied. Du willst auf niemanden mehr Rücksicht nehmen und dir nehmen, was dir deiner Ansicht nach zusteht? Nur zu...wenn es dir heute Erfolg bringen sollte, dann sei es dir gegönnt. Diese Art zu handeln hat ihren Preis...du scheinst bereit sein diesen zu zahlen, von daher...lass dich nicht aufhalten.

BOBBI: « .. und damit wärst du wohl die Einzige, die mich nicht von irgendetwas abhalten möchte oder mir in meine Entscheidungen hinein redet.. »

Fällt Bobbi auf, was sie ein wenig die Stirn runzeln lässt. Dass sie ausgerechnet von einer der 'Guten' in dieser Company solche Worte zu hören bekommt, erstaunt selbst sie. Dummerweise nimmt sie Bobbi damit auch den Wind aus den Segeln. Die Britin kratzt sich an der Nase, bevor sie sachte mit den Schultern zuckt.

BOBBI: « Allie war zur falschen Zeit am falschen Ort. Noch dazu.. hat sie mich zu sehr an mich selbst erinnert. Sie ist genau das was ich an mir nicht leiden konnte, was mich immer wieder zurück geworfen hat und mir die Chancen genommen hat mein Ziel zu erreichen. Ich hätte Rosemary schlagen können.. wenn mich meine eigene Angst nicht gelähmt hätte. Diese Niederlage.. hat mich auf den Boden der Tatsachen geworfen und mir meine Fehler aufgezeigt. Würdest du nicht etwas dagegen tun, wenn du die Möglichkeit hättest? Würdest du dich deiner Angst ergeben wollen? Und das.. immer und immer wieder? Sieh' dich um wie viele Verrückte hier rum rennen. Sich vor Angst in die Hose zu machen ist genau der falsche Weg. So wird hier niemand lange überleben. »

An einem anderen Tag hätte Candice Bobbi noch mehr versucht ins Gewissen zu reden und wahrscheinlich auch versucht zu überreden, dass das der falsche Weg ist. Heute eben nicht. Auch wenn sie sich ein Kopfschütteln bei der letzten Aussage von Bobbi nicht verkneifen kann.

Candice LeRae: Nur weil sie dich so an dein früheres Ich erinnert hat, ist das noch kein Grund sie so zu misshandeln. Es stimmt natürlich, dass jemanden wie Allie das notwendige Selbstvertrauen fehlt. Aber deswegen sie...nein, das bringt jetzt bei dir sicher eh nix, richtig? Eins noch...man kann seine eigene Angst und Unsicherheit auch anders überwinden, ohne sich gegen Alles und Jeden zu stellen.

Bobbi runzelt die Stirn und schaut die Kanadierin fragend an, mustert sie einen Augenblick. Sich nicht gegen Alles und Jeden stellen um seine Angst zu überwinden? Das klingt in ihren Ohren fast schon albern. Die Britin schüttelt den Kopf leicht.

BOBBI: « Du hast recht.. es hat keinen Sinn. Ich habe meine feste Meinung.. und du deine. Deswegen sollten sich unsere Wege jetzt trennen.. ich habe noch ein Match zu gewinnen.. »

Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen marschiert die Jüngere an Candice vorbei und ahnt leider noch nichts von dem was noch heute Abend auf sie zu kommen wird. Vielleicht wird sie dann endlich erkennen, dass sie auch andere Wege gibt.. oder aber es wird sie weiter in die Tiefe treiben. Candi hat versucht Bobbi ins Gewissen zu reden, kann am Ende dann aber doch nur den Kopf schütteln und die Szene in die andere Richtung verlassen. Was dazu führt, dass die Kamera langsam ausblendet.

Noelle Foley: "Leute! Game Face on!"

Byron Saxton: "Ja, Bobbi wirkt wie ausgewechselt. Das tun allgemein sehr viele, heute Abend. Sie nehmen ihre Matches ernst und versuchen alles, sie zu gewinnen. Ich glaube mit Bobbi Tyler hat Alexa Bliss heute einen harten Brocken vor sich!"

Johnny Curtis: "Naajaaa.. die GÖTTIN wird es schaffen. Wie immer!"



Die Kameras schalten in den Backstage-Bereich, sie fliegen regelrecht durch die Gänge im Untergrund des BB&T Centers in Sunrise, Florida, doch wo Sonne ist, wie im schönen Florida, da ist auch Schatten, vor allem in diesen Gängen, einzig beleuchtet durch das schummerige Licht der Neonlampen, die von der Decke baumeln und die Gänge in ein steriles, fast klinisches Licht tauchen. Doch nicht jeder Zentimeter in dieser Halle wird von den Lichtern erfasst, nicht überall leuchtet das Licht, es gibt auch Ecken, die komplett dunkel sind, kaum beachtet werden, höchstens als Abstellplatz dienen. In eben so einem kleinen Nebengang stehen sie, einfache schwarze Boxen mit Rollen, groß genug für das Equipment, doch über das Wochenende ansonsten nicht groß beachtet. Wieso auch, es sind Kisten. Einfache Kisten. Für den ein oder anderen vielleicht eine Sitzmöglichkeit, aber ansonsten nur Kisten. Manchmal werden sie beschädigt, dann werden sie ausgetauscht. Beschädigte Ware. Austauschbar. So wie sie es mit ihm vorhatten. Wütend schlägt eine Faust auf einer der Kisten auf, ein Mann taucht im Bild der Kameras auf, das Gesicht verdeckt von einer Kapuze, einzig ein paar wellige blonde Haarspitzen schauen darunter raus, kein Zeichen, an welchem man erkennen kann, um wen es sich handelt. Scheinbar uninteressiert wenden sich die Kameras wieder ab, scheinbar wollen sie weiter den Backstagebereich erkunden, als sich plötzlich eine Stimme erhebt.

???
„Ah, die kleine Schwalbe. Getrieben von Rache. Denkst du, dein Wunsch nach Revanche wird dir heute Abend helfen? Denkst du, es wird reichen? Oder hat sich die kleine Schwalbe einen Plan zurecht gelegt, um es mit dem fauchenden Drachen aufnehmen zu können?“


Kryptische Worte, dabei wissen die Fans noch nicht einmal, wer dort gesprochen hat. Ganz zu schweigen davon, das sie auch nicht sehen können, wer da angesprochen wurde, denn das Bild vor der Kamera zeigt einzig und allein einen leeren Gang, gesäumt von ein paar Kisten, einfachen, schwarzen Kisten voller Equipment.

?: Sprichst du mit mir?

Tatsächlich wird hier kein Selbstgespräch geführt. Eine weibliche Stimme antwortet den schwer zu entschlüsselnden Worten. Man hat diese Frau schon gehört...oft sogar! Endlich ändert die Kamera ihren Blickwinkel und zeigt einen zuvor toten Winkel. Bewusst die Abgeschiedenheit und das Halbdunkel suchend lehnt dort eine Wrestlerin gegen das kalte Stein. Neben ihr liegt eine schwarze Cappy auf einer der Kisten. Die Arme sind streng vor dem Brustkorb verschränkt, die Augen bis gerade eben verschlossen. Auch wenn es im Augenblick nicht so wirkt...aber sie ist unruhig und rastlos. Sie, Toni Storm, hat später noch ein Match gegen Rhea Ripley. Wer die Geschehnisse der letzten Wochen erfolgt hat weiß, dass das nicht einfach ein 0815 Kampf für die Blondine aus Australiern sein wird. Ripley war für sie eine Freundin...eine Vertrauensperson. Doch die ein Jahr jüngere Rhea hat sie verraten und hintergangen. Das hat in Toni etwas kaputt gemacht und den Zorn und den Hass heraufbeschworen. Storm kann an nichts mehr anderes denken, als Rache an Rhea zu nehmen. Diese Gedanken verfolgen sie schon heute den ganzen Tag. Sie ist schon kurz davor komplett durchzudrehen und verrückt zu werden. Das Schlimme daran ist, dass sich Toni von anderen Bezugspersonen allein gelassen fühlt...von Candice LeRae...vom Velveteen Dream, der sich ganz auf sein eigenes Titlematch zu konzentrieren scheint...und selbst von ihrer geliebten Catherine. Die junge Frau hat das Gefühl allein zu sein...weswegen sie einen ruhigen Ort gesucht hat. Nochmal einmal die Stille in sich aufsaugen...bevor sie wir ein Bezerker über Rhea Ripley herfallen will. Aus dem ersten Teil scheint aber nun zunächst nichts zu werden...

Toni Storm: Kollege, ich geb dir einen Tipp...lass mich in Ruhe! Ich bin absolut nicht in Stimmung dafür, mir dein Geschwafel anzuhören.

Langsam schiebt die verhüllte Person seine Kapuze vom Kopf, neben den blonden Haarspitzen kommt immer mehr zum Vorschein, ein blonder Haarschopf der am Ansatz in ein dreckiges Braun übergeht, dazu ein struppiger Bart in den Farben eines Straßenköters. Und ein schiefes Grinsen, wohl eine Art Antwort auf den Tipp, der ihm gerade gegeben wurde. Sie in Ruhe lassen? Ganz sicher nicht, zumindest nicht in diesem Zustand. Haskins konnte ihre innere Unruhe regelrecht spüren, diese Zerrissenheit, von den eigenen Freunden, den Personen, denen man am meisten vertraute, verraten zu werden. Er selber kannte das. Nur das ihn nicht die verraten hatten, die er als Freunde betrachtete, sondern das gesamte Business, das er liebte. Als kaputt hatten sie ihn bezeichnet, hatten ihn abschieben wollen, tief bis in die Vergessenheit, aber nicht mit ihm. Nach seinem Match mit Axel Dieter hatte er wieder dieses Zwicken gespürt gehabt. Diese Vorbote, der ihn damals fast die Karriere gekostet hatte. Und wie hatte die Company sich verhalten? Hatte ihn loswerden wollen. Beschädigte Ware. Wollten ihn austauschen und stattdessen lieber jemanden holen, auf den sie sich verlassen konnten. Doch er würde es ihnen zeigen. Ihnen allen. Diesem verdammten System, das einige wenige bevorzugte. Vor allem die, die für ihren eigenen Erfolg alles andere unterdrückten.

Mark Haskins
„Und du bist absolut nicht in Stimmung, dein Match heute Abend zu gewinnen. Du wirst She-Hulk nicht besiegen können, wenn du wie wild auf sie los gehst. Das will sie nur. Das du auf sie los gehst und sie den perfekten Moment finden kann, den Moment, an dem du nicht aufmerksam bist, an dem du dich ablenken lässt von deiner Wut. Und während du dann da liegst, zieht sie lächelnd weiter, bis sie ganz oben steht.“


Langsam hatte Haskins sich zu der kleinen Schwalbe umgedreht, das schiefe Grinsen war verschwunden, stattdessen hatte er eine ernste Miene aufgesetzt, während er mit seiner Erklärung fortfuhr. Es würde niemandem etwas bringen, wenn sich Toni wie wild auf ihre Gegnerin stürzen würde. Genauso wenig, wie wenn er das machen würde. Oder wenn Danielson sich einfach auf Dar stürzen würde. Es brachte niemandem etwas. Dazu waren die meisten Leute in diesem Business zu gerissen, sie wussten, was sie erwarten würde, sie wussten, wie sie diese Momente ausnutzen konnten, wie sie dafür sorgen konnten, das all diese Wut sich gegen einen selbst richtete. So würde Danielson nicht gegen Dar gewinnen, so würde er nicht gegen Starr, Theory und Feinstein gewinnen und schlussendlich würde Toni auch nicht gegen Rhea gewinnen, wenn sie es so angehen würde.

Mark Haskins
„Willst du nicht etwas verändern? Willst du nicht lieber dafür sorgen, das Leute wie Rhea realisieren, das ihr Weg ihnen nichts bringt? Das sie damit in eine Sackgasse laufen? Das man in diesem Business auch weit kommen kann, ohne sich auf Intrigen zu verlassen? Auf hinterhältige Attacken? Willst du nicht lieber ganz oben stehen, die Gewinnerin einer selbst entfachten Revolution? Eine Fackel der Hoffnung in der Dunkelheit dieses Business?“


Toni Storm: Wa...was wird das jetzt genau? Machst du jetzt einen auf Yoda? Haskins, wenn dir gerade langweilig ist...dann geh anderen Leuten auf den Sack.

Sie erkennt wenigstens schon einmal, wer da gerade vor ihr steht. Als sich ihr Mark Haskins ihr offenbart, zieht Toni überrascht beide Augenbrauen in die Höhe. Mit ihm hätte sie nicht unbedingt gerechnet. Am liebsten wäre es ihr wirklich, wenn der Brite sich einen anderen Gesprächspartner suchen würde. In ihrem aktuellen Zustand fühlt sie sich von solch eine Konversation überfordert..eine Revolution? Eine Hoffnug in der Dunkelheit? So ganz versteht die Australierin nicht, was Haskins bezweckt, obwohl es eigentlich glasklar ist. An einem anderen Tag könnte sie Haskins sofort mit seinen Worten fesseln...nun aber beherrschte nur Rhea Ripley ihre Gedankenwelt. Was sonst vorgeht, ob nun Bryan Danielson Noam Dar entthront oder ob Alexa Bliss ihren Titel erneut verteidigen kann...das interessiert sich hier und jetzt herzlich wenig.

Toni Storm: Was interessiert es dich, wie ich gegen Rhea vorgehen will, hm? Ich komm schon gegen sie klar. Dieses Miststück hat nicht umsonst meine Freundschaft ausgenutzt und mich hintergangen. Danach wird sie schon merken, dass ihr Weg der falsche war. Dann ist es aber zu spät für sie.

Auch wenn ihre Sprache etwas anderes behauptet...so ist die Warnung von Haskins durchaus zu ihr vorgedrungen. Bereits Candice hatte sie vorhin gewarnt, dass sich Toni zu sehr von ihrer Wut und dem blinden Hass leiten lässt und damit große Gefahr läuft, Rhea Ripley in die Falle zu tappen. Die andere Australierin befindet sich gerade auf einem Hoch. Ihr ist es gelungen Storm im Dunkeln tappen zu lassen und hat zudem den psychologischen Vorteil auf ihrer Seite. Wenn man außerdem bedenkt, dass sich das Gemüt von Toni nach dem Gespräch mit LeRae und Catherine nur noch mehr erhitzt hat, sinken die Chancen auf einen erfolgreichen Ausgang für die Gold Coast Lady nach und nach. Das will Toni nicht wahrhaben. Was sie aber zulässt ist, dass sie sich auf einen kurzen verbalen Austausch mit Mark einlässt.

Toni Storm: Hör zu...dass es in diesem Biz nicht immer mit rechten Dingen zugeht...naja, darüber müssen wir uns sicher nicht streiten. Und das zu ändern ist ein wahrer Kampf gegen Windmühlen. Nicht, dass es prinzipiell nicht reizvoll wäre...aber ich will ehrlich zu dir sein! Mir sind aktuell andere scheißegal! Alexa Bliss wendet gegen Bobbi Tyler unfaire Tricks an? Pf, meinetwegen...Noam Dar kann nur mit Hilfe seiner fuckin' Gang gegen Danielson gewinnen...na gut, ist halt so! Optimal? Nein...aber ich will...nein, ich MUSS mich Rhea Ripley stellen und sie für alles bluten lassen. Erst dann werde ich mich wieder auf andere Sachen einstellen können.

Immerhin schafft es die Blondine für einen Moment, den Schleier der Wut anzuheben, um anzudeuten, dass sie prinzipiell Haskins Ansichten nicht komplett abzulehnen scheint. Mit Wohlwollen bemerkt Haskins, das Storm es schafft, ihre Wut für einen Moment zur Seite zu schieben und einmal klar zu denken. Er konnte verstehen, das sie sich an Ripley rächen wollte, immerhin hatte sie es verdient. Sie hatte Toni ausgenutzt und verraten, versuchte, die Blonde von der Gold Coast als Sprungbrett zu benutzen, um die nächste Stufe zu erreichen. Keine harte Arbeit, keine fairen Versuche, sich zu beweisen, nein, auf Kosten einer anderen Person versuchte Ripley, sich in das rechte Licht zu rücken. Haskins konnte Toni verstehen, ihre Rachegelüste, dieses Bedürfnis, Ripley auf dem Scheiterhaufen ihrer gescheiterten Pläne brennen zu sehen. Das funktionierte nur nicht, wenn man gegen eine Wand lief, weil man versuchte, durch sie hindurch zu laufen. Man musste sich voll konzentrieren, den Weg hindurch finden, das Licht der Hoffnung nehmen und sich mit ihm durch die Dunkelheit kämpfen, die von dem Egoismus und den faulen Tricks anderer Leute erschaffen wurde.

Mark Haskins
„Yoda? Habe ich wirklich so viele Falten? Verdammt, mir ist nicht langweilig, ich will nur genauso sehr wie du, das du gewinnst. Rhea hat es nicht verdient, aus ihrem Verrat auch noch Profit zu schlagen, aber dafür musst du klar im Kopf sein. Es bringt dir nichts, gegen eine Wand zu laufen, weil deine Wut dich rot sehen lässt. Sie spielt nachher nur mit dir wie mit einem Stier in der Arena, und wenn du dich komplett ausgepowert hast, rammt sie dir das Schwert durch den Nacken.“


Blutiger, aber auch nötiger Vergleich. Toni würde sich nur verausgaben, wenn sie gegen Rhea stürmen würde wie eine Verrückte, während diese sich ihre Energie einteilt und auf den richtigen Moment wartet. Rache war schön, jemanden brennen zu sehen, seine Pläne brennen zu sehen, die er sich zurecht gelegt hatte, das war ein wirklich tolles Gefühl. Das bedeutete jedoch nicht, das man sich einfach wütend auf jemanden stürzen durfte, sich komplett verausgaben durfte, man musste das Ziel immer im Auge behalten. Man musste den Durchblick behalten, klaren Kopf, um sein Ziel zu erreichen. Langsam, fast in Zeitlupe stieß Haskins sich von der schwarzen Kiste ab und machte einen Schritt auf Toni zu, seine Augen auf sie gerichtet, sein Blick war eine Mischung aus Besorgnis und Eindringlichkeit.

Mark Haskins
„Bliss wendet unfaire Tricks gegen Bobbi Tyler an. Noam Dar gewinnt nur mit Hilfe seiner Gang. Rhea Ripley gewinnt mit unfairen Tricks und einem Plan gegen Toni Storm. Ja, in diesem Business geht es nicht mit rechten Dingen zu, aber es wird verdammt noch einmal Zeit, gegen diese Dinge zu kämpfen! Wenn es ein Kampf gegen Windmühlen ist, dann müssen wir eben die Windmühle niederbrennen! Das Konstrukt, dieses wackelige Konstrukt, auf dem der Erfolg einiger weniger Möchtegern basiert, muss niedergebrannt werden, sie müssen fallen und mit ihnen all ihre Pläne. Nur: allein schaffe ich das sicher nicht.“


Daher weht also der Wind. Haskins möchte Toni auf seine Seite ziehen und sie als Kumpanin für seinen Kampf gegen Lügen, Verrat und die Dunkelheit einsetzen. Eindringlich und ruhig - so ruhig wie schon gefühlt seit Jahren nicht mehr - sieht Storm Haskins an und lässt dessen Ansprache auf sich wirken. Tatsächlich glaubt sie ihm sogar, dass seine Absichten ehrlich sind und er ihr sogar helfen möchte. Prinzipiell bewundert sie ihn sogar, dass er sich dieser Herkulsaufgabe stellen und im Biz mal aufräumen möchte. Es ist dem Briten zudem hoch anzurechenen, dass er es schaft, Rhea für einen Moment aus dem Kopf von Toni zu vertreiben.

Toni Storm: Mark, es ist nett, dass du meinst, mich mit deinen Tipps unterstützen zu wollen...ehrlich! Aber das ist heute vergebene Liebesmüh! Du hast deine Pläne und Vorstellungen und ich drück die Daumen dabei, dass du auch nur annähernd Erfolge erreichen kannst. Aber ob ich dir dabei helfen kann? Naja, ich weiß nicht. Ich sag dir aber eins...ich werde über deine Worte nachdenken, sobald ich mit Rhea fertig bin und diese Bitch aus meinem Leben gelöscht habe. Vielleicht nicht direkt nach dem Match und nicht gleich morgen...und auch nicht die Tage danach. Aber ich werde es tun...versprochen!

Nicht ganz die Antwort, die sich Haskins eventuell erhofft haben dürfte. Nichtsdestotrotz hört sich eine glasklare Absage auch anders an. Man mag es kaum glauben, aber auf den Lippen von Toni bildet sich ein mattes Lächeln...welches aber sofort wieder verschwindet. Es ist schon bezeichnend, dass ausgerechnet ein Mann, mit dem Storm bisher so gar keine Berührungspunkte hatte, sie am meisten beruhigen kann. Jedoch spürt Storm, dass ihre Laune schnell wieder kippen kann, falls Haskins nicht locker lassen wird.

Toni Storm: Gut...ich brauch so langsam meine Ruhe...sonst schlage ich noch wirklich etwas kurz und klein. Ich denke mal, wir werden uns dann bei Zeiten wieder sehen.

Grinsend lässt Haskins seine Kapuze wieder über die Haare gleiten, sein Gesicht verschwindet erneut unter dem Stoff, ein paar Schritte genügen ihm, um sich von dem dunklen Gang abzuwenden und in das Licht der Neonröhren zu treten, die an der Decke baumeln. Er hatte sie erreicht, er hatte seine Gedanken, seine Ziele und Pläne in ihrem Kopf eingenistet und er wusste, sie würde darüber nachdenken. Mehr wollte er gar nicht. Zumindest jetzt nicht. Also wollte er sie auch nicht weiter stören. Er kannte das selbst zu genüge, die letzten Momente vor einem Match wollte man seine Ruhe haben, wollte mir niemandem sprechen. Aber wiedersehen würden sie sich definitiv, vielleicht sogar schneller, als Toni sich vorstellen konnte.

Mark Haskins
„Ich werde mir dein Match anschauen und dir Backstage gratulieren, wenn du dafür gesorgt hast, das Rhea nicht mehr aufsteht. Bis dahin...solltest du lieber einen klaren Kopf bewahren. Viel Glück, kleine Schwalbe.“


Damit hat Haskins gesagt, was er sagen wollte und verabschiedet sich still aus dem Bild. Toni sieht ihm noch nach. Je weiter er sich entfernt, desto unruhiger wird sie wieder. Darüber ist Storm selbst am meisten verwirrt. Der Zorn auf Rhea kommt wieder stärker zum Vorschein.

Toni Storm: Ach fuck...warum musste der mich ausgerechnet jetzt stören. Scheiße...

Obwohl der Brite nun wirklich nichts für die Situation kann, in der die Australierin gerade steckt, so projektiert sie ihren Missmut kurz auf ihn. Schließlich hatte er ihr eine kurze Zeit geschenkt, wo sie eben nicht an Rhea und alles denken musste. Da das nun mit voller Wucht wiederkommt, spürt Storm die Auswirkungen nur noch mehr. Aber trotzdem bleibt es dabei...früher oder später wird sie darüber nachdenken, was Haskins mit ihr besprechen wollte. Nun aber zieht Storm erst einmal weiter und es wird zu den Kommentatoren zurückgeschaltet.

Noelle Foley: "Mit Toni ist aktuell wirklich nicht gut Kirschen essen... Sie ist so angespannt wie noch nie zuvor."

Byron Saxton: "Es wird einen Grund haben wieso Velveteen noch nicht zu ihr kam. Er wird ein Gespür dafür haben.."

Johnny Curtis: "Der Typ hat keine Eier. Sieh dir Haskins an!"



Sprechen wir doch noch einmal kurz über das zuvor gezeigte Debüt der sogenannten Undisputed Era. Adam Cole kam auf Nigel McGuinness zu; stellte diesen aber nicht nur zur Rede, sondern drängte ihn regelrecht gegen eine Wand - das Ergebnis: Kevin Owens und Kyle O'Reilly stürmten auf den Briten und verprügelten ihn schließlich so hart, dass dieser von Ärzten behandelt werden musste. Wie der aktuelle Gesundheitsstand Nigels ist, weiß zu diesem Zeitpunkt niemand: Fakt ist - das sah keineswegs gut aus. Verwerflicher kann ein solches Debüt nicht ablaufen. Der Hass der Fans ist der schwarzgelben Era auch sofort sicher, wenngleich Nigel McGuinness und sein Prestige sicherlich keine Engel sind. Das kuriose an der gesamten Szenerie: Cole nahm eine 180 Grad Wendung hin, nachdem das Projekt Bullet Club gescheitert war - die Niederlage gegen Jay FK war einfach zu heftig - und steht jetzt an der Spitze der Bösewichte; noch viel kurioser aber: Der Angriff auf McGuinness war vollkommen ohne Motivation; gar sinnlos. Die Kamera filmt folglich eine Tür - grau; aus Stahl und mit Aufschrift "Adam Cole" in saftigem Zitronengelb. Wer sich in diesem Lockerroom befindet; das ist ja ganz klar und wird auch jedem Blinden mitgeteilt: Der Star der oben genannten Szene. Laute Buhrufe bestimmen die Soundkulisse der Szene und machen deutlich: Der hat ordentlich verkackt. Als die Buhrufe nachlassen, hört man es hinter der Tür tuscheln: Offensichtlich weibliche Stimmen, laute Gelächter und mittendrin die Stimme des Panama City Playboy. Eindeutig erkennbar. Was zur Hölle aber tut er da drin? Ist John Morrison zurück, um sich mit ihm durch die Mitarbeiterinnen der Liga zu vögeln - oder genießt er einfach sein "neues" Dasein hier?

ADAM COLE
» [...] Ouh Baby - doch nicht dort. Ich meine - ... Oh - Nevermind ... Mach weiter. Ich hab nichts gesagt [...]

Das ist ja furchtbar! Was sucht die Kamera hier? Und wieso zur Hölle gibt es zum Gehörten kein Bild?

Das könnte natürlich daran liegen, dass es hier Familienfreund zu gehen soll und die Eltern dem kleinen Jimmy der gerade am PC sitzt ungerne erklären möchten, was den die Dame da gerade mit Adam macht. Und da man es nicht sieht könnte man das was man hört auch als "Kitzeln" bezeichnen. Das Adam Cole aber gerade unendlich viel Spaß haben dürfte, das wissen wir alle. Doch die Frage bleibt. Was machen eigentlich die Kameras hier? Diese Frage sollte gleich beantworten werden denn die Türe des Locker´s wird gerade aufgerissen und es betritt ein wütender Joe Hendry die Szene. Man hat der arme heute bis her einen scheiß Tag. Erst wird er auf Drogen gesetzt und landet auf irgendeiner Insel und dann bekommt auch Nigel auf die Mütze, das ist unverzeihbar. Da muss man als linke Hand halt auch mal nach dem Rechten sehen.

JOE HENDRY
» COLE! Wir müss......

Doch plötzlich bleibt Hendry etwas geschockt und überrascht stehen. Er darf nämlich das sehen was uns verwehrt geblieben ist. Dies scheint ihn sichtlich zu irritieren.

JOE HENDRY
» WAS ZUM FI**....

Hendry´s Augen sind so weit aufgerissen, man könnte diese mit einem Tennisball ersetzen. Die Ladies reagieren allerdings gelassen darauf das hier jemand auftaucht. Laufen lächelnd an Hendry vorbei und eine zwinkert diesem sogar zu während sie den Raum verlässt. Ja.... ich rede bewusst von der Mehrzahl...

JOE HENDRY
» Scheiße ihr solltet doch bei mir sein....? Ach fuck off.... COLE!!!!!! Wir müssen reden!

Vorbei die Zeiten, in welchen Hendry sich bemüht, förmlich zu wirken. Weg der Anzug. Weg die gehobene Sprache. Joe Hendry ist offenbar vollkommen außer sich und das liegt noch nicht mal daran, dass sich Adam Cole dessen Prostituierte gemietet hat. Was ist mit dem Schotten los? Ist er jetzt ein Feminist und möchte Cole zur Rede stellen, weil dieser so frauenfeindlich agiert? Für viele liegt das Problem natürlich bereits auf der Hand: Cole hat dessen Anführer und Mentor zur Schnecke gemacht, und jetzt soll er daher selbst zur Schnecke gemacht werden. Wie spannend. Der Panama City Playboy jedenfalls bleibt super entspannt - hat sich trotz der Abstinenz seiner Frauen noch kein Stück bewegt; weder sein Körper, noch sein Gesichtsausdruck. Er grinst süffisant und nimmt Hendry keineswegs Ernst. Noch nicht.

ADAM COLE
» Reden? Jetzt? Hast du nicht irgendwas andere zu tun? Nigels Socken waschen? Axels Arsch abwischen? La Ruffas Brusthaare rasieren? Keine Ahnung, was man noch so als "rechte Hand" macht. Fuck - dann rede halt.

Seufzend rollt Cole die Augen - bewegt sich aber nach wie vor kein Stück vom Fleck und bleibt zurückgelehnt auf der Lockerroombank liegen. Er hofft offensichtlich, dass dieses Gespräch so schnell wie möglich beendet ist.

JOE HENDRY
» Ich kann dir zeigen was meine rechte Hand so macht.

BÄM! Noch bevor Hendry irgendwie weiter was erklärt oder Cole nur irgendwie reagieren kann gibt es mal eine krachende Schelle von Hendry gegen den Kopf von Cole, die kam so schnell, dieser weiß gar nicht wie ihm geschieht. Hendry, welche eine goldene Wrestlinghose trägt, mit schwarzen Stiefeln und elenbogenschonern auf dem das Prestige Logo zu sehen ist, packt nun Cole am kragen, zieht diesen vom Boden nach oben und drückt diesen gegen die Wand.

JOE HENDRY
» Hör mal zu du kleiner möchtegern Playboy. Noch mal so eine Nummer wie heute dann klatsch ich dir aber richtig dein Hirn weg das verspreche ich dir. Du brauchst hier gar nicht mehr auf dicke Hose oder sonstiges machen. Für so etwas hab ich nämlich überhaupt keinen nerv alles klar? Not very British.... aber very erffektiv! Du kannst übrigens froh sein das ich dir nicht hier und jetzt komplett dein Gesicht blutig schlage, diese kleine Ohrfeige war einfach nur n kleiner Hinweis für dich.

Hendry löst langsam den Griff und lässt Cole langsam wieder auf die Beine kommen.

JOE HENDRY
» Der Heinweis sagt dir folgendes. Joe Hendry makes things better! Nur nicht für dich. Und spar es dir jetzt bitte diese Arrogante fresse zu ziehen. Dann hau ich gleich wieder zu! Für jemanden der öfter von Gruppierung zu Gruppierung hüpft als diese Nutte hier vorhin hast du ne zu große klappe weißt du das. Hast du keine Ehre?

Es ist mehr als offensichtlich, dass es Adam Cole mit seiner Prügelaktion gegen Nigel McGuinness offensichtlich übertrieben hat. Das war ja auch irgendwie abzusehen. Schon, als das ganze passiert ist, wusste man irgendwie: Mit dieser Aktion macht sich die Undisputed Era keinerlei Freunde; besonders nicht beim Prestige. Da eben jenes Prestige jedoch ganz andere Ziele als eine Truppe aus drei Highschool Bullies hat, hat Nigel offenbar lediglich Joe Hendry vorgeschickt, um mit Adam Cole das gleiche zu machen, wie dieser zuvor mit Nigel tat. Der langhaarige Playboy und beste Freund des ehemaligen World Champions John Morrison reagiert jedenfalls gelassen und wischt sich erst mal über das Shirt - die Wände hier sind schließlich dreckig.

ADAM COLE
» Easy - kein Grund für sinnlose Gewalt, oder?

Gerade, als Joe sich den Kragen des ehemaligen Trägers diverser Coast 2 Coast Gürtel wieder schnappen will, setzt dieser fort und weicht damit der Brutalität des Schotten gekonnt aus.

ADAM COLE
» Es ist so: Ich habe soooooooo unfassbar viele Freunde, dass ich den einen Tag Kugeln im Bullet Club verschieße; den nächsten Tag mal wieder unangefochten bin und den dritten Tag schließlich wieder treulos umherirre. Der ganz normale Lauf eines Stars, Joe. Ist dir wohl ... leider gänzlich unbekannt, hehe.

Gleich hat er es geschafft und Joe Hendry endgültig zur Weißglut gebracht. Der Manager des Prestige droht zu platzen - und das wäre sehr, sehr eklig.

ADAM COLE
» Du wirst verstehen: Wir sind neu, wollen uns etablieren. Kevin kommt gerade aus dem Urlaub ... und oh boy - hat der sich wieder 'nen Bauch angefressen; tja und Kyle - der tourte in irgendwelchen Sporthallen, damit ist nicht zu spaßen. Das hier ist die große Bühne und um sich einen Namen zu machen, verprügelt man halt jemanden. Das ist doch ganz normal, hab' ich gedacht?

Adam geht ein Stück nach links in Richtung seines Spinds, um sich schließlich an diesen zu lehnen. Unmittelbar danach setzt er fort.

ADAM COLE
» Tja und um eben nicht gleich selbst auf die Fresse zu bekommen, sucht man sich die größten Opfer aus. Und das seid ... "mit Verlaub" ... nun mal ihr.

Erneut verschmitzt und hämisch grinsend nickt der Mann aus Florida seinem Gegenüber zu. Dieser nähert sich ihm wieder, um ihm seine Faust ins Gesicht zu strecken; doch Cole weicht aus und läuft in die andere Richtung des Raumes.

ADAM COLE
» Keine Sorge - war'n einmaliges Ding. Versprochen.

Der ehemalige Anführer des Bullet Clubs will gerade den Lockerroom verlassen, bemerkt aber schnell: Hendry hat die Tür abgeschlossen. Ouch!

JOE HENDRY
» OH! Da hab ich wohl vergessen wo ich den Schlüssel liegen gelassen habe. Ja das ist jetzt aber ärgerlich. Was machen wir da nur?

Wenn man das ganze hier wie Fußballspiel betrachtet steht es wohl nur 2:2 zwischen den Partein. Die frühe Führung ging an die Erä für den treffer bei Nigel. Den Ausgleich holte Joe Hendry in dem er gekonnt seine Hand im Gesicht von Adam Cole platzierte. Dieser zerstörte mal eben Verbal the Prestige in dem er schon darauf hinwies das der Erfolg der Gruppe bisher ausbleibt. Und den abermalen Ausgleich schaffte Hendry, der zeigt waurm er zu den größten Strategien in diesem Geschäft gehört, da er daran dachte hier für ruhe zu sorgen so das weder Cole raus kann, noch dessen Freunde rein können. Nur Hendry und Cole, wie ein 11 Meter schießen. Doch wer verwandelt den entscheiden Schuß bzw wehrt diesen ab?

JOE HENDRY
» Naja weißt du, manchmal können auch "Rookies" du noch nicht viel erreicht haben im Ring den "großen" ein Bein stellen und dadurch selber zu großen werden. Du bist ja bekannt dafür gegen irgendwelche randys zu verlieren die sich einen Namen machen wollen oder Irre mich da.... warte.... ich muss nachdenken..... sekunde.... verarte es mir nicht.... Diese Geschichte hat irgendwas mit Deutschen zu tun nicht wahr?.... hm egal

Verbal kann auch Hendry, aber das wissen wir ja nun schon etwas länger.

JOE HENDRY
» Wir können das auf 2 Arten lösen, du hörst auf Weg zu laufen wie ein kleines Mädchen, beweist das du deine Eier nicht nur raushängen lässt wenn Frauen da sind die diese anpacken können und prügelst dich jetzt hier mit mir durch den Loocker ODER und das ist Option 2, du bittest mich ganz lieb darum das ganze zu vergessen und gewehrst mir dafür irgendwann mal ein ferner oder auch naher Zukunft einen Gefallen einfordern zu dürfen, quasi ein Versprechen unter Ehrenmännern, und dann lass ich dich unversehrt hier raus.

AAAAAH! Hendry ist ein Cleveres Kind. Es kann nie Schaden sich während man sich in einem Krieg befindet bei Leuten hier und da einen Gefallen einfordern zu können. Frage ist, wie reagiert Cole?

ADAM COLE
» Würde ich auch nur einen Hauch von Lust verspüren, dann hättest du längstens meinen Stiefel im Gesicht. Möglichkeit 2 halt' ich aber irgendwie für spannender.

Adam hält symbolisch die Hand auf und rollt die Augen.

ADAM COLE
» Die Schlüssel.

Scheint, als hätte er sich aktiv gegen eine Prügelei entschieden. Das kann von Angst bis tatsächlicher Unlust viele Gründe haben. Interessant auch, wie schnell sich Cole für diese Möglichkeit entschieden hat, obgleich er ja soeben noch ganz anders darüber dachte. Möglich, dass er dieser Prügelei nun wirklich einfach aus dem Weg gehen wollte. Spannend jedoch wird es definitiv.

JOE HENDRY
» Wie ich es mir gedacht habe....

mit einem zwinkern übergibt Joe Hendry nun den Schlüssel an Adam Cole welcher sich diesen sofort schnappt und die Szenerie verlässt. Zurück bleibt ein zufrieden grinsender Joe Hendry. Einen gefallen also? Interessant

Noelle Foley: "Das war knapp.."

Byron Saxton: "Fragt sich nur für wen. Fakt ist - Adam Cole ist back BayBay!"

Johnny Curtis: "Na endlich ist er wieder ein richtiger Mann!"



MATCH 5
FATAL 4 WAY MATCH
Austin Theory vs. Mark Haskins vs. David Starr vs. Maxwell Jacob Feinstein


Writer: Sarah



Mit eingängigem Sound dröhnt die Theme der 'Natural Evolution' aus den Boxen und kündigt damit das baldige Erscheinen des Austin Theory an, was die Mehrzahl der Zuschauer mit eher negativen Reaktionen zur Kenntnis nehmen. Nur vereinzelt ist Jubel zu hören, da es offensichtlich Menschen gibt, die das Talent des Youngsters anerkennen und ihm so ihren Respekt zollen. Dem kurz darauf erscheinenden Superstar wird aber ehrlich gesagt weder das Eine noch das Andere interessieren, denn Austin ist nicht gerade dafür bekannt, einen Scheiß auf die Meinung anderer Menschen zu geben.
Einen Moment bleibt er stehen, lässt die Atmosphäre auf sich wirken, schließt kurz die Augen und reißt schließlich beide Arme triumphierend in die Höhe. In seinen Gedanken hat er die Schlachten bereits geschlagen, lässt sich feiern und suhlt sich in der Anerkennung und Bewunderung der Massen. Ja, Fantasie ist schon was schönes, denkt sich der junge Mann, bevor er sich im leichten Laufschritt in Richtung Ring aufmacht.

Melissa Santos: "Introducing first / And his opponent,...
from McDonough, Georgia, weighing at 220 pounds,...
the Natural Evoloution,.... AUSTIN THEORY!"


Am Squared Circle angekommen springt Austin auf das Apron, hebt erneut beide Arme und überwindet auch das Seiltrio mit einem Sprung, um den Ring mit schnellen Schritten zu durchqueren. Wieder hebt der Youngster vom Boden ab, erklimmt eines der Turnbuckle, wo er ein weiteres Mal seine Arme hochreißt. Zurück auf der Matte entledigt sich Theory seine obligatorische Lederjacke, wirft sie über das Seil aus den Ring und positioniert sich in eine der Ringecken - bereit für eine weitere Schlacht.



Die rauchige Stimme von Joan Jett schallt aus den Boxen und ist für den King of Taunts das Signal auf die Stage zu stürmen. Die Hände sind zu beiden Seiten ausgestreckt und wie ein Wirbelwind dreht er sich auf der Stage.

Kaum steht er wieder richtet the Product den Blick auf den Ring und bewegt sich schnellen Schrittes auf diesen zu. Die zum Abklatschen bereiten Hände, welche von links und rechts kommen, werden so gut es geht mitgenommen, bevor Starr am Ring ankommt.

Mit Schwung geht es in diesen und zielsicher geht es mittig vom Seilgevier herunter auf die Knie.

Melissa Santos: "In the ring, from Philadelphia, Pennsylvania...The Cream In Your Coffee, Your Favourite Wrestler's Favourite Wrestler ,The Jewish Cannon ,The Physical Embodiment of Charisma, The Most Entertaining Man in Professional Wrestling ,The Bernie Sanders of Professional Wrestling, The Best Of The Best, Mr. Americanrana, Davey Wrestling, The 104-Minute Man, The Main Event, ”He's really good @ Twitter.”, The King of Taunts... The Product... DAVID STARR!"

Jeden seiner Spitznamen genießt er, als er über die Lippen von Miss Santos kommen und spricht diese auch mit, bevor er beim letzten aufspringt und erneut durch den Ring wirbelt.



"Stitches" von Acid Nymph dröht aus den Boxen der Halle, ein schweres Gitarrenriff, ein dröhnendes Schlagzeug, eine tiefe Stimme, die ihre Warnungen über eine Seelen vernichtendes Ereignis in das Mikrofon schreit, aber der Text ist den Fans egal, als sie den Totenkopf auf dem Titantron auftauchen sehen, direkt unter einem Namen: HASKINS.

Melissa Santos: "Making his way to the Ring... from Oxford, Oxfordshire... weighing in at 180 pounds.. MARK HASKINSSSSSS!"

Eben jener Mann aus dem Herzen Englands taucht in diesem Moment auf der Rampe auf, die Kappe falsch herum auf die Haare gesetzt, den Fetzen, den er als Shirt bezeichnen würde, locker in die Hose gesteckt, in der Hand eine Wasserflasche. Locker hüpft er auf der Stelle auf und ab als wolle er die Muskeln lockern.

Vollkommen entspannt, die Beine leicht gespreizt schreiten Haskins die Rampe herab, die Flasche Wasser in der Hand eilt er regelrecht die Rampe herunter, gönnt den Fans keinen Blick, einige jubeln trotzdem, während ihn andere mit Schweigen bestrafen, während Haskins in den Ring slidet.

Schnell richtet sich Haskins wieder auf und stürmt in die Ringecke, reißt die Arme nach oben und schreit den Fans etwas entgegen, was diese mit Sicherheit nicht verstanden haben. Die Kappe fliegt in die Menge, die Wasserflasche wird gehoben, nachdem er von der Ringecke springt, ein Schluck daraus wird genommen, der Rest über die Haare geschüttet. Locker schlägt Haskins die Flasche mit der Faust aus dem Ring, bevor er sich wieder in die Ringecke begibt und sich auf dem Ringpolster nieder lässt.



Es ist an der Zeit, dass das nächste Match beginnt. Damit dies geschehen kann fehlt aber einer der Protagonisten des nun in wenigen Augenblicken stattfindenden Kampfes. Lange müssen sich die Zuschauer nicht auf dessen Ankunft gedulden denn das Theme des erscheinenden c2c Superstars ertönt durch die Hallenboxen. Diese Musik löst gemischte Reaktionen auf den Rängen aus die sich auch nicht ändern als die Person auf der Rampe des Eingangsbereiches auftaucht.



Bei diesem Kerl gibt es kaum Reaktionen da ihn kaum jemand kennt und niemand weiß was man von ihm halten soll. Einige Zuschauer applaudieren aufmunternd dem recht unbekannten, jungen Herrn zu, andere wiederum beäugen den Ankömmling eher kritisch. Hoffen wir , dass seine Leistungen nicht so zurückhaltend sind wie dieses uns hier gebotene Schauspiel. Inmitten dieser Publikums-Resonanz übt die Ringannouncerin ihren Job wie gewohnt professionell durch.

Melissa Santos: "Ladies and gentlemen…. On his way to the ring….
From Hicksville, New York…. Weighing 216 pounds….
The Max-Express of Coast 2 Coast Wrestling…. Maaaaxweeeel Jaaaacoooob Feeeeinsteeeeinnnn!“


Vor dem Ring bleibt MJF kurz stehen, blickt sich um, und klettert dann geschwind über die Ringtreppe ins Seilgeviert hinein. Keine provokanten Posen, keine Abklatschen mit den Fans. Dieser Typ scheint völlig in einer Art Tunnel zu sein, vollkommen fokussiert auf seine heutige Aufgabe.



Auf einigen Plakaten der Fans wurde tatsächlich sein Name bereits verewigt was doch ein wenig verwunderlich ist. An diesem Status kann er nun aber arbeiten denn mit einer ansprechenden Leistung im Ring könnte er einige Pluspunkte sammeln und seine Beliebtheit und ebenso seine Bekanntheit steigern. Als er die Mitte des Rings erreicht hat posiert er dann doch ein klein wenig herum, was aber ja auch üblich ist, ehe sein Einzugslied verstummt und er sich auf sein Duell beziehungsweise seinen Gegner konzentriert.

* DING DING DING*

Austin Theory besiegt David Starr, Mark Haskins & Maxwell Jacob Feinstein by pinfall via Ataxia bei Starr (15:02min.)

Here is your winner by pinfall: AUSTINNNNNNN THEORRRRYYYYYYYYY!



Noelle Foley: "Glückwunsch an Theory! Wirklich schade für Maxwell Jacob Feinsten und Mark Haskins."

Byron Saxton: "Ja, aber so funktionieren Fatal 4 Way Matches! Man muss zu jeder Zeit alle Gegner im Auge behalten, aber das ist eben leichter gesagt als getan!"

Johnny Curtis: "Abstauber! Abstauber! Glückwunsch an Austin!"



Mittlerweile haben wir ein paar atemberaubende Matches hinter uns gelassen, da schalten wir einmal mehr in den Backstage Bereich - genauer gesagt in einen der zahlreichen, katakombenartigen Flure. Bis über beide Ohren strahlend läuft die Scottish Supernova Noam Dar dort auf und ab, seinen World Title Belt immer prunkvoll auf der Schulter. Was hatte Noam für eine fulminante Woche! In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hatte er anscheinend eine wilde Party mit 5PG Urgestein Pete Dunne gefeiert, bei der so einige Substanzen zum Einsatz kamen. Dann, am Wochenende, traf er auf Shotzi Blackheart nur um in der selben Nacht noch seinen Exzess mit Taryn Terrell zu vollenden. Man kann von dem Ekel halten was man will aber er lebt aufjedenfall das Leben eines Rockstars, der mit seinem Flitzer bei 200km/h auf der Gegenspur eines Highway entlangrast. DASS der Crash kommt steht außer Frage. Nur das WANN ist völlig offen.

Hier und jetzt aber ist er an seinem Ziel angekommen, es ist der Lockerroom der für die 5PG reserviert wurde. Er entriegelt das mechanische Schloss mit einer KeyCard und tritt ein um direkt seinen Brüdern im Geiste in die Arme zu laufen.

NOAM DAR:
» Da sind sie ja! Man man, bei all dem Glitzern von Gold hier im Raum werde ich noch blind. «


Ja, auch die c2c Tag Team Champions haben ihre Schmuckstücke mit dabei. Voller Selbstvertrauen und Rückhalt seiner Freunde klopft Noam sowohl Marty Scurll als auch Jay White auf die Schulter als er sich neben das mittlerweile feste Gespann stellt.

NOAM DAR:
» Ich fühl' mich stark wie ein Löwe. Wie sieht's bei euch aus? «


Während Noam sein Leben in vollen Zügen genießt, versteifen sich die Tag Team Champions sich auf ihre Probleme. Einem davon treten sie heute Abend, in wenigen Augenblicken - genauer gesagt - gegenüber. Die War Raiders pochen seit dem letzten Special auf eine weitere Chance und jetzt haben sie diese bekommen. Kein Grund zur Freude. Jedenfalls nicht für Gang. Jay White - bereits in rotem Ringgear - tigert brummend durch den Raum. Seine Augen wandern unruhig von Links nach Rechts, von Oben nach Unten.. bis er schließlich auf Noam trifft. Der Neuseeländer fixiert den World Heavyweight Champion und bleibt auf der Stelle stehen. Eine Antwort auf dessen Frage bleibt White schuldig.

Marty Scurll:
Würdest du jemals an uns zweifeln mein Freund?

Wirft Marty aus der Seite an der Wand lehnend dazwischen. Ohne Frage, die beiden sind absolut bereit und trotz dessen, dass ihr Start ja alles andere als Positiv war sind die beiden mittlerweile ein eingespieltes Team, welches den anderen so gut wie blind vertraut. Marty entledigt sich von der Wand und schreitet entschlossen mit verschränkten Armen nach vorn, ehe er die markante Sonnenbrille, die seine Gesichtmitte ziert erhebt und auf der Fontanelle absetzt. Mit kessem Lächeln erfasst er abwechselnd White und Dar. Die Band ist back together, nach dem die letzten Wochen um sie zusammen im Dreigespann durchaus ruhig waren.

Marty Scurll:
Du kennst uns.

Sagt er, und wirft den Arm über Whites Schulter.

Marty Scurll:
Wir wissen wie man den Job erledigt.

Ein Hauch von Zweifel an Noam ist durchaus zu entnehmen, sei es nur ein ganz kleiner Hauch. White wendet den Blick keine einzige Sekunde von Noam, nicht einmal als Marty das Wort ergreift und schon gar nicht als er den Arm um Switchblade legt.

JAY WHITE
« Sie hat angefangen ihr Netz zu spinnen.. und du.. bist ihr zu nah gekommen. Ich weiß, dass du sie willst.. und.. sie wird es gegen dich nutzen. Gegen uns.. halte dich fern von ihr. »

Leise verlassen die Worte des Neuseeländer seinen Mund und doch kann man selbst ihnen seine Anspannung merken. White macht einen Schritt auf den Schotten zu und fixiert dessen Augen mit seinen Leeren. Es ist schwer zu deuten ob er seinen Bruder warnen möchte oder ob nicht sogar eine Drohung mitschwingt. So familiär wie die Gang sonst ist, würde man normalerweise nicht auf die Idee kommen. Immerhin haben sie sich gegen die Company verschworen und nicht gegeneinander.

NOAM DAR:
» Wow, hey. «


In Abwehrhaltung hebt Noam Dar seine Hände auf Brusthöhe und zieht dabei nachdenklich die Mundwinkel runter. Von wem spricht Jay da? Meint er etwa Shotzi Blackheart? Der Anblick von Noams "Kakerlake" schießt ihm zuerst in den Kopf. Aber wenn er so darüber nachdenkt, dann kann Jay davon nicht wissen. Nein, er muss Priscilla Kelly meinen. Verstehend nickt er.

NOAM DAR:
» Was ist - denkst du ich bin so notgeil dass ich irgendeine dahergelaufene Frau einen Keil zwischen uns treiben lassen würde?! «


Fangfrage?

NOAM DAR:
» Niemand benutzt irgendwas gegen mich, besto. Schon gar nicht Priscilla Kelly. Würde ich sie ficken? Wären die Umstände anders: ja, ohne mit der Wimper zu zucken. Ficke ich die Ex meines Bruders? «


Das Band zwischen diesen drei Männern bekräftigend legt Noam nochmals seine Hand auf Whites Schulter und beugt sich ein Stück nach hinten um dem größeren White speergerade in die Augen zu sehen. Dann schüttelt er den Kopf.

NOAM DAR:
» Alles klar?! Ich zweifle nicht an uns. Nicht an mir, nicht an dir, Marty, nicht an Jay. «


Damit beantwortet er dann Marty Scurlls Frage, dem er sich nun auch nochmal zuwendet. Er benetzt seine getrockneten Lippen mit Speichel und grinst dann wieder, was ihm eben durch Jay verflogen ist.

NOAM DAR:
» Aber hört mal.. ich ziehe heute Nacht in ein Hell in a Cell Match. Vielleicht brauche ich Verstärkung.. «


Zwischen den Stühlen - sprichwörtlich - steht Marty da, in einem rhetorischen Bild, in dem Noam und Jay die Stühle sind und doch weiß er seine Aufgabe, zu schlichten, schließlich weiß keiner wie er wie es sich auf einer ausgeschlossenen Seite anfühlt.

Marty Scurll:
So ist das unter Brüdern, nicht wahr, man streitet und hasst und letztlich ist man doch für einen da oder nicht?

Sein Blick fliegt zwischen den Beiden hin und her, schlichtend so gut wie möglich und wohlwissend, dass sich die beiden darauf besinnen was es bedeutet Teil dieser Bruderschaft zu sein.

Marty Scurll:
Wann ist denn Familie einmal nicht füreinander da..

Murrt er anschließend und nichts sagend. Als wolle er sich alle Möglichkeiten offen halten. Ein leises Brummen, welches zwischen Zustimmung und Unmut schwankt. Der Neuseeländer scheint die Worte des World Champion noch einmal durchzugehen, überprüft sie in Gedanken auf Fehler.. bis er schließlich zustimmend nickt und seine Hand hebt. Sie landet auf der Schulter des Kleineren, klopft mehr oder minder sanft darauf.

JAY WHITE
« Zweifel schleicht sich ungesehen hinein.. frisst sich durch jedes Vertrauen und am Ende.. wir wissen alle was geschehen kann. Wie viel es.. zerstören kann. Ich habe keinen Zweifel daran, dass du dich am Ende für deine Brüder entscheiden wirst.. aber ich weiß auch was für eine Wirkung sie auf Männer hat. Wie gut sie mit Worten spielen und einen alles glauben lassen kann. Sie ist.. Gift.. und genießt es. Wir.. brauchen sie nicht.. ICH brauche sie nicht... »

Da scheint jemand endlich zu sich selbst gefunden zu haben. White scheint angefangen zu haben seine Obsession Priscilla gegenüber von sich zu weisen und sich auf etwas Anderes zu fokussieren. Das Match? Vielleicht.. die Unruhe in ihm ist jedoch geblieben. Brummend wendet er sich ab und stemmt die Hände auf den Rand seines Titels.

JAY WHITE
« Wenn du uns brauchst, dann werden wir da sein.. du weißt wie es läuft. JEDER weiß wie es bei uns läuft. Wir.. sind für einander da und.. daran.. wird sich nichts ändern, hm? »

NOAM DAR:
» Sehr richtig! Einer für alle, alle für einen.. wir sind wie die Musketiere. «


Etwas eingeschüchtert von Jay Whites bedrohlicher, großer Präsenz wirkt Noam fast etwas kleinlaut. Doch er ist sich sicher dass das Switchblade hinter ihm steht, das lässt ihn dabei trotzdem locker bleiben.

NOAM DAR:
» Aber wir streiten und hassen nicht, Marty! Wir sind eine Gang. Brüder. Nicht nur eine saloppe Zusammenkunft durch gemeinsame Interesse, mehr als das. Mehr als diese Pfeifen vom Bullet Club, wenn's den denn überhaupt noch gibt, mehr als dieser inzestiöse Prestige Verein. Wir haben sie alle überdauert und das bleibt auch so. «


Mit einem euphorischen Kribbeln in den Adern legt Noam sein Gold auf den Tisch und steigt dann auf die Ledercouch. So ist er größer als Marty und Jay. Wie ein Anführer eben, der Anführer zu dem ihn die Presse und die neidischen Zungen der Kollegen gemacht haben, auch wenn dem nicht so ist.

NOAM DAR:
» Absolute Dominanz! Fortwährend! Ob Bryan Danielson oder Hanson und Rowe, es sollte klar sein, dass wir keine Schwäche zeigen können! Ich weiß du hast Bedenken, Jay, keine Zweifel aber Bedenken wegen Priscilla. Aber ich habe es nicht mal nötig gehabt mich zu entscheiden - fuck her. Metaphorically. Das hier ist mehr wert als jede Vagina da draußen. Wir drei gehen da raus und zeigen denen warum wir sind wer wir sind. The Villain Marty Scurll. Switchblade Jay White. Und die Scottish Supernova! Aye?! «


Fast rührselig wirft er seine Arme auf die Schultern der beiden. Es ist dieses Funkeln wie an Tag 1. Ein Bündnis das alle drei nur noch stärker macht.

Marty Scurll:
Then. Now. Forever. Aber so richtig. Das sind wir, mehr als nur ein Marketing-Slogan.

Komplettiert er den Aufruf der Scottish Supernova, der wie die Brandrede eines Quarterbacks wirkte vor dem entscheidenden Saisonspiel.

Marty Scurll:
Wir gehen, ja, und erst einmal holen wir uns die Köpfe der War Raiders..

Lechzt er mit gerissenem Blick in Richtung seines Team Partners Jay White. Auch auf dessen Lippen zeichnet sich ein leichtes Grinsen auf, siegessicher und beruhigter. Er nickt.

JAY WHITE
« For the Gang. »

Mit diesen Worten und einer 5-Point-Gang, die sich wieder in Szene setzt und sich trotz kleiner Schwierigkeiten nicht aus dem Konzept bringen lässt, blendet die Kamera um. Am Ende des Abends kann man auch jetzt noch sagen, dass das Band der Gang noch immer fester ist als alles was sich sonst zusammen geschlossen hat.

Noelle Foley: "Für die Gang.. ich weiß nicht mehr, so langsam beginne ich diese drei Männer zu hassen."

Byron Saxton: "Ja, ich weiß was du meinst. Vor allem nach der Sache von Noam Dar, der sich aber dafür in bester Gesellschaft befindet."

Johnny Curtis: "Das war eine Kampfansage, Leute! Reden wir nicht von Vergangenheit! Absolute Dominanz!"



Noch vor wenigen Sekunden wurden die Zuschauer in der Halle mit einem Promoclip zum heutigen Main Event bespaßt. Ein Hell in a Cell Match zwischen dem amtierenden Champion Noam Dar und Brian Danielson. Ein Fest für jeden, der auf die etwas härtere Gangart steht. Schließlich ist dieses Stahlgerüst alles andere als nachgiebig und sanft zu der dünnen Haut der beiden Akteure. Doch dieser Clip war nichts anderes als eine Ablenkung. Eine Ablenkung, um dem Akteur genügend Zeit zu verschaffen, der sich vor dem Entrance platziert hat. Die Stimmung in der Halle ist ausgelassen. Noch, denn über den Boden legt sich eine sanfte Decke aus Rauch. Langsam breitet er sich aus, schluckt jede noch so kleine Kante und erzeugt eine Stimmung des Unbehagens. Der Grund? Er erstrahlt in einem grünen Licht. Die Farbe, die einer ganz speziellen Person zugeordnet werden kann. Die Lichter dämmen sich, verstärken die Wirkung des Lichts und mit einem kurzen elektrischen Rauschen springen die Bildschirme der Arena an. Auf dem Videowürfel über dem Ring erscheint eine alte Taschenuhr.



Golden glänzend ist das Ticken der Uhr deutlich wahrnehmbar. Auch, wenn die Zeiger stillstehen. Sie läuft nicht und dennoch sendet sie eine deutliche Botschaft. Die Zeiger stehen auf 5 Uhr 19…05:19…ein Datum an dem Kip Sabian vor 26 Jahren das Licht der Welt erblickt hat. Nein, diese Uhrzeit ist kein Zufall. Besonders nicht, dass sie hier nun auftaucht. Der bislang schwarz gebliebene Titan Tron erhellt sich und ein Musik wird eingespielt, die ein Unbehagen in den Köpfen der Menschen auslöst. Die verstörenden Bilder erhellen die Halle, zeichnen das grinsen purer Böshaftigkeit.



Noch ist es nicht Zeit für das Match der beiden Kontrahenten und doch ist es Simon Grimm der auf dem Entrance erscheint. Gehüllt in seinem schwarz/weißen Umhang und sein Gesicht? Dies wird zum ersten Mal außerhalb eines Matches von seiner Maske bedeckt. Die stählerne Fratze mit dem roten LED Auge blickt sich um, während sein Körper und Seele in der Ablehnung und Hass der Zuschauer badet. Er suhlt sich gedanklich in dem Hass, der ihm entgegenschmettert, während das Ticken der Uhr sich mit seiner Musik vermischt. Doch er hat noch etwas anders bei sich. Etwas, was man nicht in einem Wrestlingring sehen möchte. Seine Finger umklammern einen kunstvollverzierten Griff eines Faustkolben. Die mittelalterliche Schlagwaffe zieht er über den Boden schleifend hinter sich her. Die Klingen des Kranzendes zischen laut auf, als sie sich über das Metall der Rampe bewegen. Langsam bewegt sich Grimm zum Ring, während ihm der monotone Sound seines Entrances auf jedem Schritt begleitet. Wie ein Henker auf dem Weg zum Schafott betritt er die Stufen und steigt durch die Ringseile. Die Keule immer noch hinter sich herziehend, schneiden sich die Klingen in den dicken Stoff der Ringmatte.

- Simon Grimm -
„Ihr müsst verstehen, dass in dieser Liga ein ewig währender Krieg tobt. Reine Seelen lehnen sich gegen die Abscheulichkeit mancher auf. Wollen sie entkräftigen, wollen triumphieren, um die Liga zu säubern. Sie frei zu halten, von all den Sünden dieser Wesen. Doch diese Liga richtet nicht. Sie bestraft niemand, bevorzugt niemand. Sie ist nur das leere Gerüst eines Kampfes, der niemals gewonnen werden kann. Und doch…gibt es Menschen unter uns die andere richten wollen. Sie verurteilen für ihre Taten, um sich selber empor zu stellen. Sie sind das Licht, sie sind die Reinheit und bemerken nicht, dass sie ihren Körper wie eine billige Hure an die goldene Ziege verkauft haben. Eine solche erhabene Seele, wird sich heute Abend mit mir den Ring teilen. Kip Sabian. Ein Mensch, der andere richten will, und wie kann man es ihm verübeln? Seit seinem Einstand in diesen Hallen hat es niemand geschafft die goldene Ziege in seinem Herzen zu stürzen. Immer noch steht sie hoch oben empor. Scheint…strahlt….wird angebetet von tausenden Menschen in Form von Sex, T-Shirt Verkäufen und Fanbriefen. Sabian verurteilt meine Taten. Verurteilt meine Seele und will mich wie einen gefallenen Engel in die Arme Satans schicken.“

Seine Klinge klingt dumpf unter der Maske, und doch kann man ihm anmerken, dass er schwer atmet bei seinen Worten. Sein Brustkorb hebt sich unverhältnismäßig stark, so als würde jedes Wort eine gewisse Anstrengung mit sich bringen. Grimms Entrance verschwindet von den Bildschirmen und ersetzt sich mit dem funkelnden Bildnis der angesprochenen goldenen Ziege, die in seinen verqueren Vorstellungen für Kip Sabian steht.

- Simon Grimm -
„Bis zum heutigen Tag, war die Zeit dein Freund Kip. Du hast eine dich liebende Freundin, die sich bückt sobald du auch nur mit dem Finger zuckt. Du hast Verbündete gewonnen…Freunde. Die Zeit, ist auf deiner Seite. Doch hör mich an. Mit meinem Erscheinen in dieser Liga ist eine andere Zeitrechnung angebrochen. Die Zeitstränge unserer beiden Leben haben sich vermischt. Es war Schicksal, dass sich mein kleiner Engel auf deinen Körper gesetzt hat. Die Zeit wollte, dass wir uns treffen und unsere Seelen verbinden. Schließlich haben wir so viel gemeinsam. Wir beide sind ungeschlagen seit wir in dieser Liga sind. Wir beide haben Verbündete gefunden. Wir beide stehen an einem Punkt wo wir innerhalb dieses Ringes gefürchtet werden. Wir sind gleich Sabian. Wir sind eins. Und doch ist es eine Sache, die noch zwischen uns steht. Über deinen Schultern liegt das Gold dieser Liga. Das Gold, dass dich selbst zum goldenen Heiland werden lässt. Und heute ist der Tag, an dem sich unsere Zeitstränge das erste Mal berühren werden. Sie verschmelzen miteinander. Bis es nur noch darum geht, welche Zeit heute stehen bleiben wird. Und Kip, deine Zeit wird heute enden. Trette vor und stell dich deinem Richter. Trete vor und blicke in meine Augen. Sehe was ich sehe. Schmecke was ich schmecke. Fühle was ich fühle und spüre wie der falsche Heiland zu Fall gebracht wird.“

Ruckartig hebt er den Faustkolben empor und schmetternd schlägt sie auf den Ringboden ein. Während sich die Klingen in den Ring bohren, zerspringt die goldene Ziege und die goldene Uhr über dem Ring in Millionen von Stücken.



Ein lautes "Oooooh" geht durch das Publikum, ehe die Zuschauer in ein ungemütliches Schweigen fallen. Grimm ist eine Sache für sich und selbst die Zuschauer wissen nicht mit diesem Psychopathen umzugehen. Lange hält die Stille jedoch nicht an, denn gleichzeitig mit einem bekannten Theme stimmen die Fans auch gleich zum Jubel an. In dieser Kombination ziemlich ungewohnt, doch neben Simon Grimm wird jedes andere Arschloch zum Fanfavoriten.



» S U P E R B A D «

Wo Kip im Normalfall zu Posieren beginnen würde, schreitet er mit ernster Miene auf die Stage. Angesichts der Tatsache, dass er sich heute einer noch verhassteren Person stellen wird, ist die Resonanz aus dem Publikum überraschend positiv. Jubel und Cheers, wo einst Buhrufe dominierten. Vor allem nachdem er sich gegen PAC nicht gerade mit Ruhm bekleckert und gerne mal über die Strenge geschlagen hat. Mit Mikro in der Hand, Belt um die Hüften und Zahnstocher zwischen den Lippen, marschiert Kip Sabian die Rampe herunter. Am Apron angekommen rollt er das Mikrofon in den Ring und öffnet die Schnallen seines Gürtels, um den prestigeträchtig Championship in die Hand zu nehmen. Als Zeichen seines Selbstbewusstseins, oder gar Arroganz wenn man denn so möchte, hält er den Championship in die Luft und trabt seelenruhig um den Ring herum, das Gold immer zum Publikum zeigend.



Nachdem er wieder an seiner Ausgangsposition angekommen ist, legt er den Belt in die Ringecke und springt auf den Apron, um kurz darauf durch die Seile zu steigen. Inmitten des Squared Circles angekommen hebt er das Mikrofon auf, welches er zuvor im Ring platziert hatte und wartet darauf, dass sowohl die Jubelrufe vom Publikum, als auch die Musik aus den Boxen verstummt. Mit breiter Brust stellt er sich dem Reaper gegenüber und zeigt nicht die geringste Spur von Angst. Diese Genugtuung will und darf er ihm nicht geben. Nach genug vertrödelter Zeit legt er sich das Mikrofon an die Lippen.

» Kip Sabian «
"Well, since my appearance is kinda ... spontaneous, let me introduce myself to the dweebs that, for some reason, don't know who I am. So without further ado - Introducing the heart breaking, niiight making, hunkiest hunk, handsome hustler, your girlfriends favorite wrestler, the crown-prince of professional wrestling and your reigning, defending c2c Eastcoast Champion - Suuuuuperbaaaaaaaaaaaad Kip Sabian!"

SUPERBAD! SUPERBAD! SUPERBAD! SUPERBAD! SUPERBAD!

» Kip Sabian «
"Es muss ja echt einiges passieren, damit ihr mich anfeuert. Simon, mein Guter, klopf dir mal selbst'n bisschen auf die Schulter. Immerhin hast du es geschafft mir so dermaßen auf die Nerven zu gehen, dass ich dem Publikum den Dienst erweise, deinen gequirlt Bullshit zu unterbrechen. Weißt du, eigentlich hätte ich mich ganz gemütlich in meinem Locker Room um die restlichen Level von Kingdom Hearts 3 kümmern können. Wie dem auch sei, dweeb, du hast ja echt wirklich viel Recherche betrieben, ha?! Meinen Namen auf Google angegeben und dir diese schöne Illustration mit der Uhr ausgedacht. Chapeau! Und die Sache mit der Ziege?! Weltklasse. Hast du schon mit dem Gedanken gespielt, deine Kreativität für's Schreiben von billigen Horror-Drehbüchern zu nutzen? Dann kannste der Welt zeigen, wie gut du mit Symbolik arbeiten kannst, ohne das jemand dein hässliches Gesicht oder die bescheuerte Maske sehen muss. Ernsthaft, ich gebe zu, dass ich anfangs Respekt vor dir hatte. Angst?! Vielleicht ein bisschen. Unter Freunden kann ich doch ehrlich sein. Aber jetzt? Jetzt is' mir einiges klargeworden. Ich habe keinen Grund dich zu fürchten, Grimm. Ich bin der Champion und du bist'n kleiner Emo-Junge gefangen im Körper einer Missgeburt. "



» Kip Sabian «
"Zwischen dir und mir liegen Welten. Ja, ich habe Sex. Viel und guten Sex. Die Leute mögen mich und kaufen mein Merch .. und das obwohl ich nich' gerade der netteste Typ unter der Sonne bin. Warum? Weil ich mich Woche um Woche beweise. Ich kann dir 'ne Liste mit Leuten geben, die ich bereits geschlagen bin und jeder davon hat mehr Talent im kleinen Finger als du im gesamten Körper. Ich mein' das einzig gefährliche an dir ist deine .. naja, .. Skrupellosigkeit. Du kannst deine Schwester misshandeln, oder meine Autoscheiben einschlagen, aber das kümmert mich'n Scheißdreck. Wichtig ist, dass du im Ring ablieferst und man, im Ring bist du mir nicht gewachsen. Im Endeffekt bist du nur'n alter Mann, der sich nochmal im Business versucht. Wer, wie du, weder im Ring noch am Mic überzeugen kann, der versucht's eben anders. Versucht zu polarisieren und so einen Kram. Ich durchschaue dich aber, Simon. Denn ohne die ganzen Skandale wärst du nichts und irgendwann hat sich jeder daran sattgesehen. Sobald's eintritt und keiner sich mehr um dich schert, wirst du auch für das Office uninteressant. Im Grunde bräuchte ich nichts machen als abzuwarten, aber .. ich habe so dermaßen Lust dir auf dein hässliches Maul zu hauen, dass mir die Geduld fehlt. Vielleicht warte ich einfach nich' mehr auf unser Match, wo du mir doch schon jetzt gegenüber stehst. "

Wie zauberhaft. Mehr wollte Grimm doch gar nicht. Sabian vor dem Match schon die Nerven zerstören, dass er zu impulsiven Handlungen neigt. Jetzt schon vor dem eigentlichen Match auf ihn losgehen? Nein, nein das wäre nicht richtig. Manchmal ist es die Vorfreude, die den Reiz ausmacht. Beim Geschlechtsakt, zu Chanukkia, oder bei der puren Entfesselung gewalttätiger Gelüste. Grimm löst seine Finger um den Griff der Keule, bevor sie langsam zu seiner Maske wandern. Kurz senkt er seinen Kopf, bevor er sie langsam nach oben hin wegzieht. Er entblößt sein Gesicht, verzogen zu einer grinsenden Fratze dessen Augen strikt auf dem Engländer ruhen. Ohne den Blick abzuwenden, lässt er die Maske fallen, die scheppernd auf den Ringboden fällt. Den Kopf leicht schief gelegt, führt er sich das Mikro erneut an den Mund. Sekunden vergehen, wo nur sein Atem eingefangen wird. Keuchend erfüllt es die Halle, bevor sein Lächeln sich wieder in den ändert, was Grimm so „berühmt“ gemacht hat. Der gefühlskalte, leere Blick. Doch etwas ist anders. Seine Lippen formen sich spitz zusammen und seine Lippen verlassen fast schon liebliche Töne. Eine ruhige Melodie pfeifend blickt er Sabian direkt in die Augen. Etwas was vielen Menschen unangenehm ist. Sie hassen es, direkt in die Seele anderer Menschen zu blicken aus einem einzigen Grund. Sie sind nicht rein mit sich selber bzw. mit ihrem Leben. Grimm? Er steht zu seinem handeln.

- Simon Grimm -
„Kip, wir sind doch beide erwachsene Menschen. Warum musst du dann in solch kindische Verhaltensmuster abdriften? Beleidigungen, lustige Anekdoten über mein Äußeres, meine Ideen, meine Wünsche. Nein Kip, dass hast du nicht nötig. Dies ist ein Verhalten für jemanden der nicht weiß was er im Ring tut. Jemanden, der nicht weiß wo er im Leben steht. Aber du…nein. Du hast nach deinem Ringdebüt kein Match mehr verloren, bist Eastcoast Champion geworden. Du stehst im Leben. Du bist eins der Aushängeschilder dieser Liga. Und das respektiere ich, schließlich bin ich kein kleines Kind mehr…Kip….“

Durch das melodische pfeifend angelockt erscheint jemand auf dem Entrance, der in der letzten Woche ein Zeichen für Grimm gesetzt hat. Erick Rowan. Der Hüne schreitet eine Schritte nach vorne, um dann aber schlagartig stehen zu bleiben. Die Haarsträhne wippen zaghaft hin und her, doch kein Ton, kein Wort verlassen die Lippen hinter der Maske. Nur dem Kopf schief gelegt steht er dort, erwartungsvoll was im Ring vor sich geht. Ein kurzes zucken der Mundwinkel seitens Grimm deuten ein lächeln an. Nur kurz, für einen Windzug des Seins, bevor er wieder in seinen leblosen Blick wechselt.

- Simon Grimm -
„Keine Sorge. Erick wird dir nichts tun. Er ist nur hier, falls deine kindliche Art zu stark durchscheinen wird. Schließlich wollen wir uns doch den Appetit nicht schon vor unserem Match verderben. Nicht wahr Kip? Oh, was habe ich lange auf diesen Tag gewartet, die goldene Ziege von ihrem Sockel zu stoßen. Es…es brodelt in mir. Seit du meine Schwester befleckt hast, mir den Schlag ins Gesicht verpasst hast. Mich gegen dein Auto geschlagen hat. Es durstete mich nach Rache. Meine Gedanken waren getrieben von dem Wunsch nach Rache. Doch ich übte mich in Geduld. Wissend, dass irgendwann die Zeit kommen wird meine Hände an deinen Hals zu legen. Also musste ich durchhalten. Nichts…absolut nichts ist törischer als der Wunsch nach schneller Genugtuung. Nein Kip. Du bist niemand für das schnelle Vergnügen. Heute Abend stehen wir im Ring, doch er wird nicht lange für uns sein. Ein Ort der es starten lässt. Diese Halle, diese Tiefgarage, dieser Backstagebereich. Alles steht uns zur Verfügung. Wird unsere Leinwand sein. Sabian, lass mich dir ein Angebot machen.“

En kurzer Blick zu Erick, der immer noch bewegungslos am Entrance steht, bevor er wieder seine Aufmerksamkeit seinem heutigen Gegner schenkt. Grimm atmet tief ein, lässt seine Lunge mit neuem Sauerstoff füllen bevor er seine Augen schließt. Er muss seine Gedanken zügeln, muss sich runterbringen. Er darf nicht dieselben Fehler machen wie Kip sie macht. Mit ausgebreiteten Armen und immer noch verschlossenen Augen macht er einen Schritt auf Sabian zu.

- Simon Grimm -
„Du akzeptierst meine Fähigkeiten als Mensch nicht, und nicht im Ring. Dies muss ich akzeptieren. Doch lassen wir es noch einmal schnell durch unsere Gedanken fließen lassen. Bislang mussten sich mir vier Mann beugen. Willow, ich glaube du kennst ihn von deinem Debütmatch oder? Pac, auch er dürfte dir ein unangenehmer Begriff sein, oder? Axel Dieter Jr. und Erick Rowan. Kip, versuche nicht deine Unsicherheit mir gegenüber mit leeren Phrasen zu überspielen. Darum lade ich dich heute Abend ein. Löse dich von deiner Angst, löse dich von deinen Zweifeln dir und mir gegenüber. Lass uns Pinsel sein, die ein Meisterwerk auf diese Leinwand zaubern die uns dieses Fall Count Anywhere Match zur Verfügung stellt. Lass uns den Main Event in den Schatten stellen, denn wir beide wissen, dass uns dieser Platz gehört. Nur uns. Uns beide allein. Enttäusch mich nicht Sabian.“

Haben sich die Fronten etwa ein wenig geändert? Anders kann Kip sich die Anwesenheit des Hünen nicht erklären, welcher offenbar zum Bodyguard berufen wurde. Offensichtlich vergeht dem Briten die Lust, seinen Gegenüber zu attackieren. Wo er für Grimm nämlich keinen Respekt und noch weniger Angst übrig hat, sieht es bei dem maskierten Riesen ganz anders aus. So wie Rowan gebaut ist, hätte der Handsome Hustler in einem fairen Kampf niemals eine Chance.

» Kip Sabian «
"Schmier mir ruhig Honig um's Maul, du Bumsbirne, wird aber nichts an dem Fakt ändern, dass du in meinen und den Augen aller anderen anwesenden Leute 'n Stück Scheiße bist. Nagt es noch immer so sehr an dir, dass ich deine Schwester weggebuttert hab? Da kommen wir tatsächlich auf einen gemeinsamen Nenner, denn auch ich fange an es zu bereuen. Nicht, weil's nicht gut war oder ich mich vor dir fürchte - Nein, aber dass diese wertlose Hure die Dreistigkeit besitzt hinter meinem Rücken über mich zu lästern, wo ich ihr anfangs noch den süßen Arsch retten wollte und da spricht nich' mein verletzter Stolz aus mir. Klar, sie meinte der Sex mit mir wäre nicht so gut gewesen, aber ich bin weder blind noch taub. Weißt du, als wir uns unterhalten haben und sie mich schließlich in diesen leeren Raum gezogen hat, is' so einiges vorgefallen. Lass mich mal ein wenig ins Detail gehen, einfach weil's mich amüsiert, wie sehr es dich stört. Als die Tür also ins Schloss gefallen ist, ist sie sofort auf die Knie gefallen und damn, ich glaube so tief hat ihn bei mir noch keine Frau in den Hals bekommen. Habe sofort gemerkt, dass da ein Profi am Werk ist. Vom Würgereflex keine Spur und als schlussendlich die Hüllen gefallen sind und sie auf allen vieren vor mir lag .. dude. Solche Geräusche kannste nicht vortäuschen. Mal ganz davon abgesehen, dass sie gesquirtet hat, als würde sie ein ganzes Maisfeld alleine gießen wollen."

Ihm huscht ein breites Grinsen über die Lippen. Das es sich die Grünhaarige bei ihm verscherzt hat, ist wohl deutlich herauszuhören. Kip bleibt eisern stehen, selbst als Grimm ihm immer näher kommt. Der einzige, der ihm gefährlich werden könnte, steht brav auf Simons Kommando bereit und mal ehrlich, wenn Sabian schon keine Chance gegen den Hünen hat, so kann er bestimmt deutlich schneller rennen.

» Kip Sabian «
"Nochmal, Großer: Ich habe keine Angst vor dir. Auch keine Zweifel. Dass du gegen mich verlierst is' so sicher wie das Amen in der Kirche oder die rumhurerei deiner Nuttenmom. Ich habe dein Spiel durchschaut, man. Wenn du fair nicht siegen kannst, versucht man's eben mit Verunsicherung. Doof nur, dass es nicht zieht. Drehen wir den Spieß doch einfach mal um, Dweeb. Du hast Angst vor mir, nicht andersrum. Darum haste ja auch deinen Bodyguard dabei. In all den Jahren, in denen du schon deine komischen Einteiler zum Ring trägst, wurden deine Eier offenbar in Mitleidenschaft gezogen und das tut mir sogar ein bisschen leid, aber so isses nun mal."

Gewohnt bissig schubst er Grimm schließlich wieder ein wenig von sich weg. Unbekümmert dreht Kip ihm den Rücken zu, bevor er sich in die Ringecke lehnt und es sich an den Polstern bequem macht. Das Gespräch beginnt langsam Spaß zu machen.

» Kip Sabian «
"Du erzählst jedes Mal dasselbe, ganz egal wem du gegenüber stehst. Du bist in etwa so interessant und dreidimensional wie'n schlecht gezeichneter Stickman, also führe ich dieses Gespräch ma' ein bisschen. Sag mir, Grimm: Was ist in deiner Kindheit schiefgelaufen? Rede offen und ehrlich mit mir, fella. Lass deinen Gefühlen freien Lauf. Bin jetzt so'n bisschen dein Dr. Phil, okay? Wie ist das Verhältnis mit deinem Vater? Hat er dich geschlagen, oder so?! Deine Mom missbraucht, sodass du in deinen Komplexen jetzt selbiges mit deiner Schwester machst? Ich mein' offensichtlich hast du nicht genügend Liebe erfahren. Hat man dich in der Schule gemobbt?! Wann hast du das letzte Mal weibliche Genitalien gesehen? Oh, deine Geburt zählt nicht. Und wann lädt mich deine Mom endlich mal zum Mittagessen ein? "

- Simon Grimm -
„Ich bin dir also zu eindimensional. Ok. Lass uns das einmal klarstellen, dass auch jemand wie du es verstehst.“

Grimms Halsschlagader pulsiert, als er sich an seinen Nasenrücken fasst. Er hatte während der haltlosen Anschuldigungen seitens Kip wieder seine Augen geöffnet und beobachtet, wie er sich verhält. Wie er redet, wie er atmet, wie er steht. Wie kann ein einzelner Mensch jeden noch so kleinen Strohhalm übersehen? Grimm hatte ihm als ersten Menschen in dieser Liga seinen Respekt zugesprochen, ohne eine Geschäftsbeziehung mit dieser Person zu haben. Grimm weiß was Sabian im Ring leisten kann wenn er sich konzentriert. Aber…nein….

- Simon Grimm -
„Wir erzählen uns immer wieder ähnliches, weil wir wie in einer Schleife feststecken. Wir begegnen uns, einer von uns beiden hat die Nevren blank liegen, du wiederholst immer und immer wieder wie du meine Schwester gefickt hast und attackierst mich dann. Das einzige was sich ändert ist die Grundstimmung, die in dir über Ashley herrscht. Ich…Wir…sind eindimensional, weil es Enden muss. Kip, lass uns diese Schleife beenden bevor sie uns in die Monotonie eines Pac reinreißt. Wir sind mehr. Wir sind hier und jetzt und heute Abend…Muss es enden.“

Simon atmet einmal tief durch, bevor er seine Finger unter sein Oberteil gleiten lässt. Vorsichtig, fast schon zaghaft hebt er es an bevor er sich dessen entledigt. Mit nackten Oberkörper steht er nun vor Sabian. Wahrscheinlich wird irgendein schlechter Schwulenwitz von seiner Seite aus kommen über diese Aktion, aber es ist ihm egal. Er benötigt seinen Oberkörper als Mittel des Ausdrucks. Sich wieder einem Schritt ihm nährend, ihn in die Ringecke umkreisend, deutet er auf eine Narbe hin. Eine lange Narbe zieht sich über seinen linken Nierenbereich bis hin zu seinem Bauchnabel hin. Schwer atmend fahren seine Fingerspitzen über eben diese Narbe bevor er sich wieder Sabian zuwendet.

- Simon Grimm -
„DU willst das Gespräch an dich reißen? DU willst es lenken? Gut, dann reden wir darüber was dich brennend interessiert. All ich ein Teenager war, hat sich mein Vater den Spaß gemacht uns zu verlassen. Mich, meine Mutter und Ashley allein zu lassen. Ich versuchte alles um ihn wieder zu bekommen. Meinen Vater zurückzuholen. Doch nichts hat funktioniert. Also nahm ich ein Messer, ließ es in meinen Körper fahren und zog. Ich zog bis ich ohnmächtig wurde. Tage später bin ich im Krankenhaus aufgewacht. Mein Vater hat es nicht gekümmert. Es war umsonst, alles war umsonst. Also versprach ich meiner Mutter auf die Familie aufzupassen. Schließlich war ich nun der Mann der Familie. Wolltest du so etwas hören Kip? Das meine Familie einen Scherbenhaufen war? Ist? Und nein, meine Mutter hat mich nie missbraucht. Wüsstest du aber, wenn du dich wirklich mit der Situation auseinandergesetzt hättest. Du erzählst mir, dass du mich durchschaut hast? Dann erzähl es mir Sabian. Ist die Geschichte wahr? Oder ist sie erfunden? Lüge ich dich an weil ich Angst vor dir habe um meine Unsicherheit zu überspielen damit du nicht die Oberhand bekommen kannst? Du entscheidest…“

Zwinkernd wendet er sich wieder von seinem heutigen Gegner ab. Nein, er würde ihm nicht die Genugtuung schenken über seine tote Mutter zu sprechen. Er denkt, er kennt Grimm? Schlimm genug, dass er dies nicht weiß. Aber warum ihm vorwerfen? Sie sind keine Freunde. Aber die Idee, dass Sabian ihn durchschaut hätte. Niedlich. Wirklich süß. Und ja verdammt. Grimm hatte Respekt vor dem Match. Schließlich ist Kip der schwerste Gegner der ihm bislang vorgesetzt worden ist und wenn er heute Abend verlieren sollte, sagt dies viel über beide aus. Kopfschüttelnd verwirft er den Gedanken wieder, als sein Blick auf den Faustkolben auf dem Ringboden fällt.

- Simon Grimm -
„Es kann ein Fehler sein zu sehr in der Vergangenheit rumzuwühlen wenn man sich nicht der Bedeutung dieser Zeit begreiflich macht. Die Vergangenheit kann einem schwer auf den Schultern liegen, einen Zerstören. Als die zwei Engel Lot besuchten, der Neffe von Abraham, versuchten sie ihn zu retten. Ihn zu beschützen vor der Zerstörung, die für seine Heimatstadt Sodom vorgesehen war. Sie wollten ihn retten, weil er statt die beiden Engel in die Sexsklaverei zu geben, seine Tochter opferte. Sein eigenes Fleisch und Blut. Und das war der Grund warum er verschont werden sollte. Aber er sollte nie wieder zurückblicken. Nie mehr in die Vergangenheit schauen, weil es ihn vernichten würde. Und was tat seine Frau? Sie blickte auf die brennende Stadt, eingedeckt mit Schwefel und Feuer, und erstarrte zu einer Salzsäule. Sabian, lass die Vergangenheit ruhen und konzentriere dich auf das hier und jetzt. Du wirst die Konzentration brauchen heute Abend.“

Noch immer am Turnbuckle lehnend spielt der Brite vor eingeschlafen zu sein und auch, wenn er lediglich seine schauspielerisches Talent zum Besten gibt, findet er den Monolog seines heutigen Gegners tatsächlich einschläfernd langweilig. Sabian nickt auf.

» Kip Sabian «
"Ich kann dir auch gerne was neues und frisches erzählen, aber was für'n Thema sollste denn einschlagen, wenn dein Gesprächspartner ein Psychopath ist, weißt du?! Da könnte ich gleich mit einem Dicken über Sport, oder 'nem Veganer über Steaks reden. Um ehrlich zu sein kann ich mir sogar gut vorstellen, dass deine Geschichte da der Wahrheit entspricht. Ich glaube mir ist bis dato noch nie jemand über den Weg gelaufen, der ein so krasses Geltungsbedürfnis hat wie du. Wir alle im Locker Room sind Wrestler, die nebenher für ein wenig Entertainment sorgen. Bei dir ist es komplett andersrum. Du machst durch kranken Scheiß außerhalb des Rings auf dich aufmerksam ... und nebenbei betreibst du ein wenig Wrestling. Zudem könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass dein Vater keine Lust auf so eine kranke Familie hat. Der's wahrscheinlich nach Thailand ausgewandert und hat sich den erstbesten Ladyboy gesucht. Ich verstehe dich einfach nicht, Simon. Ernsthaft. Angesichts der Tatsache, dass deine liebevolle Schwester so frech über mich geredet hat, habe ich mich etwas schlau gemacht. Im Grunde verteufelst du sie für ihre Sexualität .. und das Ausleben dieser, versuchst auf der anderen Seite aber Gewinn mit ihrem Körper zu erzielen. Weißte eigentlich, wie bescheuert das klingt? So einen Dünnschiss kannst du nicht mal mit deinen biblischen Anektdoten rechtfertigen. "

Ein süffisantes Lachen verlässt die Kehle des Handsome Hustlers ehe er sich mit dem Fuß von der Ringecke abstößt und einen Schitt nach vorne macht. Um sicherzugehen, dass nun am Drücker ist, schiebt er das zuvor fallengelassene Mikrofon mit dem Fuß aus dem Ring.

» Kip Sabian «
"'Dann erzähl es mir Sabian. Ist die Geschichte wahr? Oder ist sie erfunden?' ... Bro, wir sind hier nicht bei X-Faktor. Aber genau das meine ich. Du bist'n einziges Konstrukt. Dein Ziel? So krank wie möglich zu sein. Zugegeben, dumm ist das nicht. Marketing ist das A und O, aber dann mach es doch bitte nicht so offensichtlich. Und die Maske? Bist du Bane?! 'Niemanden hat es gekümmert wer ich bin, bis ich die Maske aufsetzte'. Funny. Hey, dann lass mich dein Batman sein, okay?! Ich lasse die Verkleidung aber weg, Latex und so'n Kram ist ja offenbar sowieso eher dein Ding. Und jetzt sie zu, dass du MEINEN Ring verlässt, klar? Und pack deine Flachpfeife da gleich mit ein. Noch besser, du setzt dich auf die Schultern des Hünen und reitest mit ihm in den Sonnenuntergang. Ich werde dasselbe tun, nur lasse ich mich nach meinem Sieg reiten, wenn du verstehst. Tüdelü, du Pfosten."

Mit einem Grinsen auf den Lippen wendet sich Grimm wieder seinem Gegner zu. Doch er bleibt stumm. Nur das Lächeln ist es, dass er seinem Gegner noch schenkt. Theatralisch verbeugt er sich vor Kip, bevor er die Keule erneut ergreift und sie ruckartig aus dem Ringboden zieht. Während in der Halle das Theme von Kip eingespielt wird, verlässt Simon langsam den Ring. Die Klingen wieder über den harten Hallenboden schleifend, blickt er sich kein einziges Mal um, während Kip es genießt mal nicht den Hass der Menschen abzubekommen. Als er bei Erick angekommen ist, ertönt sein Lachen unter der Musik und beide verschwinden im Backstagebereich. Kip und die Kommentatoren zurücklassend.

Noelle Foley: "Dieses Match wird auch ein Krieg.. Einfach unglaublich wie schnell so etwas eskaliert!"

Byron Saxton: "So daneben wie sich Sabian in letzter Zeit verhalten hat - aber ich hoffe er besteht gegen Grimm!"

Johnny Curtis: "Oh bloß nicht.. Bitte Sabian! Tu uns das nicht an!"



Es wird wieder Backstage geschaltet bei der 24 Special Show von C2C Wrestling mit den Namen PURGATORY in Sunrise Florida einige Match gab es heute schon aber es stehen noch immer viele Matches auf der Card und auch noch alle Titel Matches doch nun sehen wir Jojo die Scheinbar ein Interview nun führen will.

JoJo:“Guten Abend C2C bitte begrüßen Sie mein Gast Rhea Ripley. Rhea vor einigen Wochen sahen wir alle das sie die Angreiferin waren die Toni Storm seit Wochen tyrannisiert. Warum Taten sie das?

Jojo stellst sofort die Frage die eigentlich schon beantwortet wurde von Rhea. Diese steht mittlerweile neben Jojo die heute in ein Last Woman Standing Match auf Toni Storm trifft. In den letzten Wochen wirkte es immer so als hätte sie alles unterkontrolle doch sie sollte sich nicht zu sicher sein den Toni ist auf Rache aus..

Rhea: Angetan? Pff zu aller erst ich habe Toni Storm nichts angetan noch nichts doch das werde ich heute ändern sie wollte es ja nicht anders verstehen. Im Endeffekt habe ich Toni ein gefallen getan sie hätte damals eh das Match verloren und selbst wenn sie gewonnen hätte wäre sie wieder gegen Bliss gescheitert und dann hätte sie wieder mit ihren Mist rumgeheult das sie ja immer Angst um ihre Freundin hat und Bla Bla Bla so wie nach Winter Warzone immer sie hat ein Fehler gemacht. Sie vermisst ihre Freunde die sie fallen gelassen hat wie Elias und Dakota Kai.

Wieder einmal zieht Rhea Toni durch den Dreck das sie kein Respekt vor ihrer Landsfrau hat ist deutlich doch das ist einfach nur verachtend und unnötig doch Rhea weiß das Toni das hier wahrscheinlich sieht und das nutzt sie um Storm weiter zu Provozieren denn das kann ihr Vorteil sein das Toni in ihrer Blinden Wut ein Fehler begeht.

JoJo:Sie erwähnen immer wieder die Freunde von Toni Storm und meinen Toni hätte ihnen das Leben Zerstört. Wo kommen diese Behauptungen und ihre Abneigung.

Wieder eine Frage die theoretisch schon beantwortet wurde doch auch für das Special werden die Geschichten nochmal zusammengefasst damit die Fans es auch nochmal vor der dem Match verarbeiten können.

Rhea: Jojo hast du noch mehr dumme Fragen du bist wie die Typen die es lustig finden zu schreiben ich sehe aus wie ein Mann. Es gibt Menschen die sollten ihre Schnauze halten. Ich bin nicht so eine kleine Fanatasie Prinzessin wie die meisten hier im Roster die abhängig davon sind irgendein von den Männlichen Kollegen in eine Beziehung zu bekommen. Das hat auch Kip gemerkt ich bin nicht so klein und verletzlich wie Allie, Bobbi, Priscilla, Mary, Leah oder Alexa Bliss ich stehe für mich und ich habe ein Ziel und das ist der Women's Championship um den ich seit Tag eins im Titel rennen bin. Ich bin nicht nur der Alptraum der Division sondern sondern auch die Dominateste Frau in der gesamten Liga.

Nun baut sich Rhea vor der deutlich kleineren Jojo auf die etwas verunsichert schaut den Rhea hat auch schon eine nicht Athletinnen im Ring angegriffen. Das Ripley zu Brutalen angreifen nicht zurück schreckt ist bekannt weshalb halb Jojo aufpassen muss.

Rhea: Doch ich erkläre es nochmal für dich um auf deine Frage zurück zu kommen. Toni Storm hat sich so wie Alexa Bliss eine selbstverliebte Person um auf die Zerstörte Leben wieder zu kommen schau sie dir doch an Elias Dakota sind bei der Wyatt Family gelandet Dream ist so weinerlich wie Toni selbs zählt für Catherine und ihre Ex-Freundin die mir geholfen hatte war auch nur ein Klotz am Bein alle die ich erwähnt habe sind Versager die auf der Strecke geblieben sind.

Es weiter zu hinter Fragen wäre wohl gefährlich für Jojo weshalb sie auch es nun schnell beenden will.

JoJo:Ich habe dann noch eine letzte äh Frage. Was haben sie geplant wenn sie heute gegen Toni Storm gewinnen sollten.

Rhea: Streich das wenn ich werde heute die letzte stehende Frau sein was ich danach geplant habe ist einfach ich werde so wie Ember Moon jeden mit voller Brutalität vorgehen. Ich muss nicht die harte spielen wie Becky Lynch ich muss nicht wie Ronda behaupten das ich die böseste Frau der Welt bin den ich bin der Alptraum der Women's Division und das ist ein Fakt.

Damit beendet Rhea das Interview und lässt Jojo nun zurück die erleichtert ausatmen kann das Rhea sie nicht als nächstes Opfer genommen hat.

Noelle Foley: "Rhea ist völlig von sich überzeugt und das sollte sie auch sein, aber ich glaube dass sie nicht weiß WAS für ein STORM da auf sie zu kommt heute.."

Byron Saxton: "Ja, das ist eine andere Toni Storm! Ich hoffe Rhea hat ihre Regenjacke eingepackt."

Johnny Curtis: "Hehe, der war gut. Ja, das wird eine Schlacht heute. Kanns kaum erwarten."



DEBUT OF DILLIGAF!



Eine uns bisher unbekannte Musik kommt durch die Boxen der Halle heraus gedröhnt und nur die wenigsten Fans erkennen die Stimme des Sängers. Mit seiner Rock-Band brachte er am 7. November 2013 sein Debutalbung „Plurality of Worlds“, nach dessen sein Signature Move; die Corkscrew Double Shooting Star Press, benannt ist, heraus und begeisterte abertausende Wrestlingfans weltweit mit seiner Stimme. Das ist Jeff Hardy mit seiner Band Peroxwhy?gen. Aber wieso bekommen wir hier jetzt heute diese Music zu hören? Klar Jeff Hardy ist Teil des Rosters von Coast 2 Coast, auch wenn er es selbst nicht so hören möchte da er hier bei uns unter sein Alter Ego Willow the Wisp auftritt. Es ist doch eher unwahrscheinlich, dass Willow sein einverständnis- gegeben hat, seine Music für das Special verwenden zu dürfen. Jedoch hat es auch nur zum Teil etwas mit Willow zutun, denn dieser Mann, welcher hier jetzt in einen riesigen Nebel auf der Stage erscheint, ist ebenfalls ein Mitglied dieser sehr erfolgreichen Rock-Band aus North Carolina. Es ist niemand geringeres als The Prince of Punk Shannon Moore. Der beste Freund der Hardys ist hier bei Coast 2 Coast! Auch wenn er mit nur insgesamt 17 Titelgewinnen auf der ganzen Welt verteilt nicht einmal ansatzweise an die Erfolge der beiden Hardybrüder herankommt, ist er dennoch mit seinen bereits über 20 Jahren Jahren Ringerfahrung eine wahre Legende des Wrestlingbussiness. Mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht bleibt The Reject auf der Stage stehen und blickt durch die gigantischen Zuschauermengen, ehe er das Mic hebt und seine ersten Worte an die Liga schenkt, in welcher er noch nie zuvor aufgedrehten ist.

Shannon Moore : Ich heiße euch willkommen Coast 2 Coast Universe. Viele von euch werden mich nicht kennen. Andere werden mich nicht als so großen Star ansehen. Aber lasst mich euch vor und klar stellen.

Mit einen plötzlich etwas bedrückenden Ausdruck im Gesicht blickt der Mattitude Follower leicht zu Boden, während sich der Nebel wieder lichtet. Gekleidet in einer unheimlich cool aussehenden Nietenjacke aus pechschwarzen Leder und komplett zerrissenen Hosen, wie man sie von so Jugendlichen kennt, die einen auf cool tun wollen und ihre Jeans so tief unten haben, dass man ihre Gasäßbacken erkennen kann, macht Moore zwar einen etwas eigenartigen Eindruck hier, aber den meisten Fans freut es, dass er nun bei uns ist.

Shannon Moore : My Name is Shannon Moore and im the Prince of Punk! Und ich habe nicht vor, als einfacher Jobber in dieser Liga zu agieren, wie in so vielen zuvor. Ich habe jedoch auch nicht vor, mir einen besonders großen Namen zu verschaffen. Nein, keinesfalls.

Bei diesen Worten wird seine Stimme immer düsterer und leiser, verbunden mit seinen immer stärker und lauter werdenden Atmen ins Mikrophon. Das wirkt schon fast unprofessionell, was Moore hier tut, aber irgendetwas scheint ihn auf der Seele zu liegen. Er will kein Jobber sein, sich aber auch keinen großen Namen machen. Irgendwie widersprüchlich, aber wir werden sehen, was die Zukunft für uns bereit hält.

Shannon Moore : Ich musste nur, als man mir den Vertrag angeboten hat, feststellen. Was zum verdammten Teufel? In dieser Liga wimmelt es nur so von grässlichen Gestalten der Hölle God damnit. Giftige Juden, Inzuchthexen, superschlechte Methheads, Psychisch kranke Messerclowns, und Gentlemanpinguine. Und zusätzlich noch die grässlichsten Gestalten der Hölle. Ich habe meinen Weg hier zu euch gemacht, um euch vor solch widerwärtigen Gesöcks zu erlösen. Artikel 17 im Book of DILLIGAF besagt, das wenn sich das Böse in großen Mengen an einen Platz versammelt, man Alles stehen und liegen lassen muss um es zu bekämpfen. Und genau das werde ich hier für euch tun.

Ohne den Zuschauern bei diesen Reden eines Blickes zu würdigen, schaut Shannon Moore einfach an ihnen vorbei und blickt sich in der gigantischen Halle des BB&T Centers um. Sein verschleierter Blick fährt die Rampen entlang, an welchen die Werbebildschirme für die C2C und deren Sponsoren hängen und bleibt bei den riesigen Coast 2 Coast Logo direkt gegenüber der Stage an der Hallenwand hängen. Ein leichtes, freudloses Lächeln bildet sich wieder auf seinen Lippen.

Shannon Moore : Ich bin kein Mann, der viele Reden schwingt oder viel in der Öffentlichkeit auftritt. Aber für so eine Mission werde ich tun, was getan werden muss. Es kann nicht sein, dass so viele bestialische Ungetüme hier herum laufen und jeder einfach weiterlebt, wie als wäre Alles vollkommen normal. Sind wir hier in eine, Ghetto? Ist es das, was Coast 2 Coast darbieten will? Das Ghetto der restlingwelt? Tut mir leid, das werde ich nicht zulassen. Ich schwöre bei meinen Namen und bei dem Book of DILLIGAF, dass ich Änderung bringen werde.

Kommt es aus seinen Lippen, ehe er die Stage wieder genauso schnell, wie er gekommen ist, mit einen plötzlichen Micdrop verlässt. Das war zwar ein verdammt kurzes, aber definitiv aussagekräftiges Debut, Shannon Moore will uns von all den finsteren Gestalten befreien, welche unsere Liga derzeit mit ihrer Macht verpesten und sich jeglichen Erfolg auf unfaire Art und Weise schnappen, den es hier gibt. Definitiv keine leichte Aufgabe. Wir können gespannt sein, wie sich all das entwickeln wird.



DER STILLE ABADDON!


Atlanta! Die größte Metropole in Georgia und gleichzeitig der Mittelpunkt der gesamten gleichnamigen Metropolregion. Diese Stadt hat schon so einiges zur Geschichte unserer USA beigetragen, wie zum Beispiel den Friedensnobelpreisträger Martin Luther King, welcher hier 1929 zum ersten Mal das Licht der Welt erblickte und 1968 hier im King Memorial Center beerdigt wurde. Er gilt als einer der herausragendsten Vertreter im gewaltfreien Kampf gegen Unterdrückung und soziale Ungerechtigkeit und war derjenige, welcher die Gleichberechtigung zwischen Afroamerikanern und Weisen stabilisieren und die Rassentrennung fast vollkommen auslöschen konnte. Nur alleine dank diesen Mann können wir hier heute Leute wie zum Beispiel einen Velveteen Dream zu sehen bekommen. Dieser wird heute hier bei PURGATORY um den Westcoasttitel gegen Joe Hendry und den derzeitig amtierenden Champion Willow the Wisp antreten und hat somit die Chance seiner Karriere einen Riesen Aufschwung zu verpassen. Hier jedoch bekommen wir nun Letzteres zu sehen, anstelle des bei den Fans weitaus mehr beliebteren Dreams. Wieder in einer eher bemitleidenswerten Gegend, wo sich definitiv nur die unterste Randgruppe der Gesellschaft aufhält. Für so etwas wird wahrscheinlich kein Martin Luther King mehr kommen, welcher die Rassentrennung der Gesellschaft aufhebt. Die arme Rasse wird immer die arme Rasse bleiben, während die Reichen immer mehr Geld bekommen. Einen Real Life Robin Hood gibt es leider viel zu selten und wenn man sich diese Gestalten hier in dieser Gegend so ansieht, ist es auch eher fraglich ob man ihnen überhaupt mehr Geld geben möchte. Klar, sie sind wahrscheinlich nur wegen der Armut überhaupt so geworden, aber dadurch, dass sie eben so sind, braucht es weitaus mehr Hilfe als nur etwas Kleingeld um diese Wesen aus ihren Loch zu befreien. Es ist fraglich, was das Crazy Monster in solch einer Umgebung möchte. Andernfalls spricht er sich ständig gegen die Menschheit aus und hier findet er ganz sicher die besten Mittel um seine Aussagen zu stärken. Unter anderen ein Ehepaar, welches wir sehen können als der Wisp langsam an einer offenen kaputten Wohnungstür in diesen alten heruntergekommenen Wohnblock vorbeiläuft. Ein armer Mann sitzt an einen Tisch und betrinkt sich mit Alkohol, während die erschöpft wirkende Ehefrau daneben steht und ihn anbrüllt.

Frau: Was tust du da?

Mann: Alina geh mir nicht auf die Eier verstanden?

Alina: Du wirst die Antworten auf deine Probleme nicht am Boden einer Flasche finden!

Mann: Ich kann sie damit aber bewältigen verdammt...
Ich werde wahrscheinlich gefeuert...
Mein Boss ist so ein verdammtes Arschloch


Probleme die jeder schon mindestens einmal irgendwo gesehen hat. Aber die Frau hat recht, Alkohol ist keine Lösung. Es ist nur ein sehr hilfreicher Schmerzkiller, aber um die Schmerzen endgültig überwältigen zu können, sollte man lieber seinen Arsch aufreißen und Alles dafür geben, anstatt einfach in tiefer Depression zu verfallen und sich in Drogenberge zu verstecken.

Mann: Dieser verfickte Boss...
Verfickte Formulare...
Ich hasse diesen Job...
Ich hasse dieses verfickte Leben!


Alina: Oleg komm schon, bitte hör auf zu trinken!

Oleg: Alina ich sagte geh mir nicht auf die Eier!

Und mit seiner Ehefrau sollte man auch ganz sicher nicht so umgehen. Die Meisten Frauen lassen sich zwar von ihren Männern unterdrücken, aber irgendwann platzt jedem Mal die Schnur. Leider sind Frauen meist das schwächere Glied in der Beziehung, weshalb man da natürlich ein sehr hohes Risiko eingeht sich gegen seine Unterdrücker zu wehren, aber besser Risiko eingehen als für immer der Unterdrückte zu sein.

Alina: Ich ertrag das einfach nichtmehr!

Oleg: HEY! Gib die verdammte Flasche zurück!

Diese Dame namens Alina hat diesen Mut nun endlich ergriffen und wehrt sich, indem sie gewaltsam die Flasche aus den Händen ihres Mannes greift und den Inhalt im Waschbecken für immer verschwinden lässt. Dieser arme kostbare Alkohol. Doch bekommen wir hier Bilder zu sehen, die auch leider Gottes den tiefsten Abgrund der Menschheit zeigen und auch, dass es manchmal nicht gut ist sich zu wehren. Im Gegenteil, es kann auch sehr sehr gefährlich sein.

Oleg: WAS ZUM TEUFEL TUST DU DA DU DUMME SCHLAMPE?

Mit diesen sehr laut geschrienen Worten kommt der Ehemann auf seine Frau zugerannt, reißt ihr die Flasche wieder aus der Hand und schlägt sie ihr, als er bemerkt, dass sie komplett gelehrt ist, brutalst über den Schädel. Häusliche Gewalt ist leider Gottes ein sehr häufig auftauchendes Problem der Menschheit. Eine Studie belegt, dass in der USA rund 25 % aller Frauen Opfer von häuslicher Gewalt ihrer jeweiligen Lebenspartner werden. In de Türkei sogar ganze 38 %. Meistens trifft es zwar Immigranten, welche durch ihre Sprachbarriere sich auch verbal weniger gut verteidigen können, aber auch fließend sprechende Frauen fallen oftmals mit den falschen Männern zusammen. Und es muss nicht immer positiv enden. Im Jahr 2011 waren rund 49,2 % aller getöteten Frauen Opfer von Gewaltverbrechen ihrer Lebenspartner. 2015 wurden mehr als 100.000 Frauen Opfer von Gewalt in der Partnerschaft. In 331 Fälle kam 2015 es zum versuchten oder vollendeten Mord oder Totschlag einer Frau durch ihren Lebenspartner. Und leider steigen diese Zahlen von Jahr zu Jahr an. Je patriarchaler und je abgeschotteter die Lebenswelt ist, in der Frauen leben, desto höher ist die Gefahr, dass sie Opfer sexualisierter und häuslicher Gewalt werden. Die Ehe ist das schönste Gelübde, was man ablegen kann, nur leider ist es in manchen Fällen, in sehr vielen Fällen sogar, die Pforte zur absolut puren Hölle. So auch für diese Frau namens Alina, welche nun mit sehr sehr vielen blauen Flecken und sogar einer blutigen Wunde auf den Kopf erneut zu ihren Ehemann geht, welcher sich nun genervt vor dem Fernseher gesetzt hat.

Alina: Wo ist unser Kind? Hast du mich gehört? Hallo? Oleg wo ist unser Kind?

Oleg: Halt einfach die Fresse wenn du nicht noch mehr willst.

Nun...
Wir konnten vorhin, während der Schlägerei, ein kleines Mädchen in der Kamera erkennen, welches mit Tränen im Gesicht aus der Wohnung gerannt kam und weggelaufen ist, aber ein Willow würde natürlich niemals seine Finger in die menschliche Natur legen um diese zu verändern. Kinder mögen es nie, wenn die Eltern sich streiten und meist ist es auch eines der schlimmsten Momente des Lebens eines Kindes, wenn die Scheidung der Eltern bevor steht. In seinen Augen sind die Menschen einfach nur purer Abschaum und an solchen Bildern kann man das leider auch perfekt erkennen. So etwas will man nicht auf diesen Planeten leben haben. So etwas gehört zu Recht einfach ausgelöscht und Willow sieht sich selbst als den Retter an, der so etwas für immer in der Hölle, wo es hingehört, schmoren lässt. Jedoch hier lässt er mit völliger Zufriedenheit seine Finger einfach aus dem Spiel und geht sogar schlicht gemütlich weiter durch die Plattenbausegnung in der Nacht, während er die ganze Situation eiskalt ignoriert. Genauso wie die Nachbarn der Beiden, den man kann eine etwas ältere Frau, die ein wenig aussieht wie Ma Flodder, beim Vorbeigehen erkennen, wie sie zu ihren faulen fetten Mann auf dem Sessel so etwas sagt wie „Die sollen endlich still sein, wir haben genügend andere Probleme da brauchen wir nicht noch so etwas hier “. Eine bezaubernde Gegend, in welche Willow uns hier wieder geführt hat. Langsam läuft der Westcoastchampion mit seiner so typischen Maske und den langen gestreiften Regenschirm über den Schultern die Gänge des Plattenbaus ab, während er verträumt gen Boden blickt und sich im Hintergrund immer wieder vereinzelt Geschichten darbieten, die zeigen wie schlimm die Menschheit wirklich sein kann.

Willow: Wut! Hass! Zorn! Groll! Verabscheuung! Der Trieb zur Gewalt! Alles Eigenschaften, die nur entstehen, wenn sich mehrere Menschen versammeln. Der Mensch neigt dazu, diese Welt zu zerstören und mit ihr die Lebewesen, die sie bewohnen. Wenn ein Mensch sein gesamtes Leben in Einsamkeit verbringen würde, würde er solch negative Gefühle der Vernichtung garnicht erst kennen. Sie kommen von der Generation der Vergangenheit und verunstalten die Kinder der Zukunft zu ihresgleichen. Es ist wie eine Krankheit, die sich immer weiter ihren Weg in das Leben bahnt. Eine pechschwarze Pest!

Und erneut zieht sich ein kalter unwohler Schauer über unsere Rücken, wie fast jedes Mal wenn man ein Segment von Willow zu sehen bekommt, aber dieses mal liegt es nicht so wirklich direkt an ihn. Nein, der Grund, weshalb uns sooo schreckliche Gefühle heimsuchen, ist die Tatsache, dass den Zuschauer hier die finstere Wahrheit brutal ins Gesicht geschlagen wird. Alles, was Willow die ganze Zeit von sich gibt, ist nicht nur irgendein ausgedachtes daher gesagtes Gerede. Nein, hier kann man das beste Beispiel dazu erkennen, dass es alles wirklich der Wahrheit entspricht. Der Mensch ist von Natur aus ein schreckliches Wesen, welches unsere Welt zerstört und irgendwann uns alle in den Tod stürzen wird. Egal ob wir mit unseren Maschinen das Klima dieses Planens zerstören oder ob wir, um überleben zu können, uns wie Götter aufspielen und hilflose Tiere auf ekelhafteste Art und Weise massakrieren. Egal ob wir durch unsere Gier nach Ressourcen die Wälder abschlachten und damit unsere zukünftigen Sauerstoffmengen dezimieren oder ob wir mit chemischen Müll und hochgiftigen Flüssigkeiten die Ozeane verunreinigen und damit mehr als die Hälfte dieses blauen Planeten verätzen. Wir Menschen sind der einzige Grund, weshalb dieser Planet irgendwann nichtmehr sein wird. Und es ist nicht nur der Planet, den wir zerstören. Nein, es sind auch wir selbst. Fast jeder Mensch besitzt ein so gigantisches Ego, dass er sich immer über den anderen Menschen sieht. Frauen sind schwach, also braucht man sich als Mann von ihnen nichts sagen zu lassen. Sie müssen gehorchen. Wenn nicht, hagelt es Schläge. Eeeeehhh der Typ hat kein Geld und lebt auf der Straße. Er wäscht sich nicht und stinkt wie die Brotbüchse, welche man nach Ende der Sommerferien in seiner Schultasche wieder findet. Der soll einfach verschwinden, so etwas benötigt die Gesellschaft nicht, geh doch sterben. Scheiß auf Kinderleben, ich habe mehr zu verlieren also rettet mich zuerst. Lol warum ist deine Haut so schwarz? Was bist du denn für ein abnormales Ding? So etwas wie dich wollen wir nicht verschwinde. Dies sind nur wenige Beispiele, aber sie alle zeigen, was für ein riesiges Arschloch der Mensch doch eigentlich ist und dieser Mann hier, The Alter Ego of Jeff Hardy Willow the Wisp versucht es uns schon seit Monaten zu läutern, aber niemand hört auf ihn, niemand hört ihn zu, sie alle verachten ihn nur für seine Worte. Was jedoch ebenfalls klar ist, denn wenn man jemanden als schreckliche Missgeburt bezeichnet, ist dieser Jemand natürlich nichtmehr so gut auf einen zu sprechen. Er muss zwar heute Abend gegen den Velveteen Dream und Joe Hendry in den Ring steigen, aber sein eigentlicher Feind ist niemand geringeres als die gesamte Weltbevölkerung. Auf diesen Planeten gibt es keinen Platz für so jemanden wie Willow und trotzdem bleibt er verbissen und schlägt sich weiterhin krampfhaft durch die Mengen um sein Ziel endlich erreichen zu können. Die Auslöschung dieser Missgeburten und die Erschaffung eines wundervollen Elysiums!

Willow: : Es ist schwierig in solch einer Gesellschaft ein guter Mensch zu sein. Du bist entweder zu streng und zu fies, ein Monstrum, welches von der Welt verabscheut wird oder ein Weichei, welches sich von jeden herunterziehen lässt und nicht einmal ansatzweise die Möglichkeiten bekommt, etwas zu erreichen. Entweder zu schlägst selbst zu oder du wirst geschlagen. Entweder du frisst oder du wirst gefressen. Entweder du zerstörst oder du wirst zerstört. In dieser Menschheit gibt es keine Freiheit oder Frieden. In dieser Menschheit gibt es nur Gewalt und Vernichtung!

Fast schon Trübsal blasend schaut Willow immer tiefer mit seinen Gesicht, während wir im Hintergrund abermals Szenen zu sehen bekommen, welche uns den Anschein schenken, wir sein hier in einen brutalen Horrorfilm gefangen.

Mann: Ich hab dir gesagt, ich habe das verfickte Geld nicht, also hör gefälligst auf mir auf die Nüsse zu gehen du dummer Mongo.

Brüllt ein Mann, während er rücksichtslos auf einen vor ihm liegenden Jungen einschlägt und tritt.

Mann: Außerdem warn diese scheiß Drogen sowieso der letzte Müll. Mas nächste Mal gibst du mir gefälligst bessres Zeug du Quetschgeburt.

Auf der anderen Seite können wir eine Gruppe mehrerer Männer erkennen, zusammen mit den schreien einer Frau welche von ihnen umzingelt und ausgezogen wird.

Gruppe: Haha los! Tanz für uns Süße! Du willst es doch auch du kleine Biatch hahaha!

Doch ehe die Vergewoltätigung dieser, wie sie von den Männern genannt wird, Schlampe auf Band mit aufgezeichnet wird, schwenkt die Kamera zum Glück schnell genug wieder um und blickt zurück auf Willow, welcher weiterhin seelenruhig durch diese pure Hölle der Menschheit spaziert. Fast schon genauso wie es Simon Grimm bei der Aufzeichnung, die eigentlich vorhin gezeigt werden sollte aber durch Zwischenfälle des Segmentpartners erst in wahrscheinlich einigen Wochen erscheint, getan hat, als er durch den finsteren Wald in Richtung Wunderland gelaufen ist.

Willow: 3 Niederlagen! Seit meiner Rückkehr habe ich 3 Niederlagen gegen diese scheußliche Rasse einstecken müssen. Keine wirklich tolle Statistik. In solch einer Verfassung hat man leider nur sehr selten die Möglichkeit, selbst zuzuschlagen und selbst zu zerstören. Ich habe Alles getan, damit so etwas nicht noch einmal vorkommt. Ich musste monatelange Qualen erleiden, die mich davor beschützen sollten, wieder zurück in diesen Abgrund zu fallen. Ich habe die 7 Todsünde ausgelöscht um an noch stärkere Macht zu gelangen und trotzdem...

Das stimmt leider. Obwohl Jeff Hardy sein Leben weggeworfen und mit Willows Präsenz ersetzt hat, xtra damit so etwas wie eine Niederlage nicht wieder vorkommt, war seine Leistung die letzten Wochen doch schon katastrophal für einen Champion von Coast 2 Coast. Zwischendurch konnte man zwar sehen, dass Willow scheinbar noch verletzt war von dem Last Man Standing Match gegen Bray Wyatt, aber obwohl Bray derjenige war, welcher diese Schlacht als Verlierer verlassen musste, hatte auch er schon diverse Siege anschließend einfahren können, während Willow weiterhin ganz unten gehalten wird und sich für seine Gegner hinlegt. Noch ein Grund, weshalb es gefährlich ist, durch eine so von der Justiz weggeworfene Gegend zu schlendern, denn je mehr Niederlagen man im Leben kassiert, desto tiefer sinkt der Respekt, welchen man von Anderen erhält. Klingt hart, aber auch so ist leider unsere Gesellschaft auf diesen Planeten. Durch Niederlagen mag man zwar stärker werden und die Erfahrung machen können, wie es ist, am Boden zu liegen, aber der Respekt, welchen man von anderen erhält, nimmt, ob man es nun wahrhaben möchte oder nicht, bei jeder Niederlage rapide ab. Ein Beweis für diese Tatsache sind die Tippspiele für das heutige Special. Zurzeit liegen 50% der Stimmen für den Sieg des Triple Thread Matches bei Velveteen Dream und 50% bei Joe Hendry. Aber es ist ein Triple Thread Match, was somit heißt, dass der dritte Teilnehmer, eben besagter Willow als Außenseiter angesehen wird, welcher zu 100% verliert. Niemand respektiert dieses Monster und auch so richtig Angst scheint man nichtmehr in seiner Anwesenheit zu spüren.

Willow: Ist dies das Ende? Ist dies der Fluch des Goldes, welcher mich trotz sämtlicher Gegenwehrmaßnahmen letztlich doch erreichte? Ist dies der Grund für diese ständigen Albträume? Ist dies nun mein Schicksal? Ist dies besagter Tod, welchen die Karten für mich legten?

Um hier, genauso wie in den später noch folgenden Segment, eine kurze Erläuterung zu bringen. als Willow vor genau 2 Wochen mit einen stapel Tarotkarten die Zukunft des Rosters, der Companie und schlussendlich auch sich selbst vorausgesagt hat, brachten die Karten leider keinen sonderlich hellen Schein über das Crazy Monster. Der Tod! Der Tod steht in erster Linie für einen Abschied oder Wechsel. Es findet eine Loslösung von Bestehendem statt. Meist von etwas, das dem Fragesteller durch Gewöhnung lieb geworden ist und nicht aufgrund von Nutzen. „Zeit für Veränderung!“, könnte man zu dieser im normalen Deck vierzehnten Tarotkarte sagen. Es bedeutet also nicht grundsätzlich das Ende des eigenen Lebens. Aber eine positive Nachricht liegt nur in den aller seltensten Fällen in dieser schrecklichsten Karte des Sets.

Willow: Hihihihihi STOP! Das ist nicht lache. Was denkt ihr denn? Ich lasse es nicht zu, dass so weiterhin mit mir gespielt wird. Alice Sabbato und diese niedrige Made Hendry. Ich werde diesen beiden Insekten heute die schrecklichste Hölle beibringen, die ihre Vorstellungskraft in ihre Einzelteile zertrümmern wird. Dies hier ist der perfekte Platz zur Anschauung, wie bestialisch dieser Müll namens Mensch in Wahrheit doch ist. Wie bestialisch und wie minderbemittelt! Ich werde keine Rücksicht mehr nehmen. Ich werde sie alle zerstören. Macht euch bereit! Die Zeit der Vergeltung ist gekommen!

Murmelt er vor sich hin, im selben Moment zeigt und das Bild im Hintergrund eine weitere offene Tür, in welchen dieses Mal eine doch recht glückliche Familie zu gegen scheint. Oder etwa doch nicht? Jetzt erst erkennen wir hinter einen Berg aus Geschenken ein unbeschreiblich süßes kleines Mädchen, das weinend auf dem Boden hockt in einem hübschen, roten Kleidchen. Ihre Haare sind etwa schulterlang, gelockt und in einem etwas bräunlichen dunkelblond, was zu zwei Zöpfen gebunden wurde. In ihren linken Arm hält sie einen Teddybären, den sie ganz fest an ihren Körper klammert, während sie mit knallrotem Gesicht und weißer Smartphone-Verpackung in der rechten Hand zur Kamera guckt...

Mädchen: Heul, flenn. Ich wollte ein schwarzes Handy und meine Eltern haben mir zu Weihnachten das Weiße geschenkt. Heul, heul. Ich hasse meine Mama und meinen Papa so sehr, wie können sie mir so etwas antun?

Oh Gott wie klischeehafter kann es denn nur noch werden? Welch verwöhnte Gesellschaft wir doch haben. So langsam lässt es schon fast anzweifeln, ob das alles hier wirklich real ist. Ja die Menschheit hat ihren eigenen Abgrund und der ist auch wahrhaftig gigantisch und auf der gesamten Welt verteilt, aber so viel Grässlichkeit an einen Ort? Ist denn unser Planet wirklich schon so tief gesunken, dass der Großteil der Menschheit bereits nurnoch aus egoistischen Arschlöchern besteht? Andernfalls...
War es jemals anders? Egal wie freundlich die Kollegen, die guten Freunde, die eigene Familie doch ist, hinter ihren Facetten, hinter ihren falschen Masken, wo sie ihre wahre Gestalt drunter verstecken sind sie und bleiben sie doch nur hinterlistige Egoisten. Das ist die wahre Gestalt der menschlichen Lebensform und das war sie schon immer.

Willow: Kinder werden immer in Schutz genommen wegen ihrer Unschuld. Doch sie werden alle erwachsen, sie werden, genau wie wir, Teile einer grausamen, menschlichen Rasse. Auch Kinder sind, genauso wie ihre erwachsenen Ebenbilder, einfach unerträglich, brauchen viel Erziehung und enden schließlich doch in einem widerwärtigen Menschen.

Ein Kind braucht vermutlich Liebe, um richtig erzogen werden zu können. Liebe gibt es hier nicht, das, was hier stattfindet, ist bittere Realität und diese ist zu viel für ein Kleinkind. Wenn es das jedoch nie lernt...
Warte, wann ist man bereit, die Wahrheit über diese grausame Welt zu erfahren? Es ist zu jedem Zeitpunkt zu spät. Entweder man ist ein herzloses oder ein scheußliches, grausames Wesen. Irgendwie wünscht man sich wirklich, Willow würde nur Lügen erzählen und einfach total krank sein. Doch leider Gottes hat er irgendwie auch Recht. Er ist zwar trotzdem schlichtweg krank, aber er sagt die Wahrheit über den Menschen. Das hat er schon immer getan.

Willow: Ihr alle wart mal Kinder, jetzt seht euch an, was für böse und durchtriebene Kreaturen ihr geworden seid. Verbrecher, ja das sind Menschen, die niemals hätten geboren werden sollen. Warum sollte im Ernst nur Gutes über Kinder gesagt werden? Sie werden alle noch massig Fehler machen, wie jeder Mensch. Warum wird Kindermissbrauch und Pädophilie nicht veröffentlicht und immer in allen Dingen unterdrückt oder zumindest übermäßig vorsichtig behandelt? Weil ihr in verdammten Lügen lebt! Die grausame Wahrheit wird verschwiegen, kein Mensch in eurer verkommenen, konformistischen Gesellschaft kriegt jemals Bilder von der Wahrheit zu Gesicht. hier wird auf den Leichnamen eines Kindes eingeschlagen. DAS ist die Realität!

Das Letzte was wir von den Hintergrund erkennen können, ist ein Vater mit in Tränen getränkten Gesicht, welcher passend zum Schlusssatz Willows den Kopf des kleinen Mädchens gewalltvoll in der Hand durch die Wohnung reist. Schnell schaltet die Kamera weiter, doch das laute Krachen wie etwas gegen eine Wand fliegt konnten wir leider noch, vermischt mit den ohrenbetäubend lauten Geschrei des Mädchens, zu hören bekommen. Durch solche Bilder kann man schon fast Furcht im Körper ansteigen spüren. Wie schon gesagt. Irgendwo hat Willow hier ganz klar Recht, die meisten Menschen sind wirklich unverschämt, aber bei Weitem nicht alle! Und vor Allem ist es egal, wie böse die Menschen auch sind, den Tod hat kein Lebewesen verdient. Schlechte Menschen entstehen nur, weil sie von bösen Personen dazu gemacht werden. Was hat die Leute hier in diesem Block zu diesen Personen gemacht? Zu so perversen Schweinen? Was hat Willow zu dem gemacht, was er jetzt ist? Wieso macht er uns weiß, wie grässlich wir doch alle sind? Worauf will er hinaus? Zum ersten Mal blickt er mit seiner scheußliche, schwarz/weisen Maske in die Kamera, obwohl man nicht einmal wirklich seine Augen erkennen kann.

Willow: Nur wenige von ihnen haben das Recht, Teil einer neuen Welt zu werden. Teil eines Wunderlandes. Obwohl die meisten Menschen schlichtweg grauenvoll sind. In Ihnen hat sich Hass angestaut. Unmengen an Hass. Das versteh ich, ja, das kann ich vollkommen nachvollziehen. Doch Sie müssen lernen, Ihren Hass zu kontrollieren und an den richtigen Personen auszulassen. Obwohl, im Grunde ist jede Person der Spezies „Homo Sapiens“ die richtige Person. Joe Hendry wollte einen wahren Kampf haben, in dem es um Alles geht. Nun, den kann er liebend gerne bekommen. Doch der Dream...
Der Dream wollte meine inneren Gefühle erwacht sehen? Was wollen meine Gefühle hier? Sie haben mich immer nur verletzt, sie wollten mir mein Leben zerstören. Ich lasse es nicht zu, dass sie es wieder versuchen. In meinem Kopf kocht nurnoch blinde, ungebändigte Gier auf. Die Gier nach Blut und Gewalt. Nach Mord un Totschlag!


Und nicht nur Das. Wut und Zorn steigen in Willows Körper auf, sein Blut rast durch seine Adern. Jeder einzelne Muskel spannt sich bis zum Äußersten an, dass es schon fast schmerzt. Physische Schmerzen sind selbstverständlich, doch die lassen sich noch ertragen. Solch eine Last kennt Willow bereits seit über 25 Jahren. Solch eine Last kann er ja leicht lernen, zu entwischen. Dieses Mal hingegen ändert es nichts an seiner finsteren Verfassung. Zweifelsohne wirkt es so, als würde Willow gleich ausrasten.

Willow: Wenn man jemanden umbringt, passiert nichts. Es ist nur ein Papier, das man zerreißt und dafür wird das eigene Papier mit einem Schlussstrich versehen.
Schlag...
Dann verbringt man die restliche Zeit eben als selbst bestimmender, freier Mensch im Gefängnis oder als gefangene Geißel unter Staatshand. Die Welt ist nicht mehr als ein Spiel und der Einsatz ist unser Leben.
Schlag...
Das hier wird meine Freiheit. Meine gerechte Strafe und Rehabilitierung. In der Psychiatrie kommt der Mensch zum Vorschein, den man wirklich verkörpert hihihihi.
Schlag...
Ihr solltet es alle Mal testen liebe Leute, erst dann könnt ihr die wahre Freiheit spüren.


Mit der Faust schlägt Willow gegen die Luft nach unten und zeigt uns symbolisch, wie es später im Triple Thread Match aussehen wird. Generell wirkt Willow hier sogar abgedrehter als sonst immer. Fast schon wie ein kranker Serienkiller, den man nicht auf die Menschheit loslassen sollte. Das er recht hat und es wirklich viele schlimme Menschen gibt, brauchen wir jetzt nicht noch einmal zu wiederholen, dass sollte uns nun allen klar sein, aber so etwas ist ganz sicher alles andere als eine Lösung.

Willow: Mitgefühl ist eine Krankheit. Wir Menschen sind keine Rasse, die dazu da ist, um zusammenzuleben. Nicht die Mörder sind die bösen Menschen. Nein, sie sind diejenigen, die ihr inneres Wesen komplett ausleben. Soldaten sind auch nicht mehr als Mörder und werden in manch einem Land als Volkshelden gefeiert! Sind wir nicht alle krank? Wir, die nie einen Menschen mit eigener Hand umgebracht haben? Dazu sind wir da, wir sind da, um zu töten, uns selbst auszulöschen. Das gehört zu unserem natürlichen Wesen.

Es wirkt fast, als hätte Willow nun wirklich alles Positive in sich ausgelöscht um seinen Weg der Zerstörung effektiver weitergehen zu können. Niederlagen können einen Menschen verändern. Bei Willow hingegen wie es scheint, alles Andere als zum positiven. Hoffentlich wird das Match heute gut ausgehen. Willow sieht nicht in der Verfassung aus, besonders viel acht auf Regeln oder die Gesundheit seiner Gegner zu geben. Vielleicht war es doch keine sooo gute Idee von Joe Hendry sich so verbissen gegen das Crazy Monster zu stellen und den Kampf zuzusagen. Denn dieses Monster scheint nun endgültig verloren zu sein.

Willow: Lets Beginn! We Love! We Hate! We Die forevver Late! IN WILLOWS WAY WEEEEHAHAHAHAHAHAHAHAHA!!!

Und die Kameras faden aus. Was für eine Ansage vom Most Unpredictable Man of Coast 2 Coast! Ob Willow seinen grausamen Worten auch Taten folgen lassen kann heute Abend, das wird sich wohl leider noch zeigen. Jetzt haben wir aber zum Glück vorher noch eine ganze Menge Show vor uns, welche uns wieder hoffentlich zu positiveren Gedanken ablenkt und es wird Zeit zum nächsten Punkt der Tagesordnung zu kommen.

Noelle Foley: "Zweifelt Willow da etwa an sich selbst?"

Byron Saxton: "Es hört sich danach an. Aber dann auch wieder nicht! Es ist eben Willow.. ein laufendes Fragezeichen!"

Johnny Curtis: "So oder so, er ist verrückt, das ist klar, aber ein gefährlicher Gegner. Man wird sehen ob Hendry und der Dream dagegenhalten können!"



MATCH 6
TAG TEAM MATCH
c2c Tag Team Championships
5PG (c) vs. War Raiders


Writer: Ango



Das leise Klimpern eines Klaviers kündigt den nächsten Superstar von Coast2Coast an, einen Mann, den die meisten nur als "The Villain" kennen. Plötzlich erschallt ein lauter Schrei aus den Boxen und die Musik nimmt immer disharmonischere Züge an, während der Mann aus Cambridge, England auf der Rampe auftaucht. Der maskierte Mann lässt seinen Blick durch die Reihen schweifen, nur erkennbar an der langen Nase seiner Maske, während er den Regenschirm über seine Schulter legt und sich langsam auf den Weg zum Ring macht.

Melissa Santos: "Making his way to the Ring... from Cambridge, England... weighing in at 215 pounds.. he is "THE VILLAIN"....MARTY SCURLLLLLLL!"

Inzwischen hat Scurll den Ring erreicht und stolziert die Ringtreppe hinauf. Kurz wischt er sich die Füße am Ringrand ab, dann steigt er durch die Ringseile, dreht sich einmal um sich selbst und bleibt in seiner typischen Pose stehen, die Beine gespreizt, den Regenschirm über die Schulter gelegt, den er mit einem Schwung von seiner Schulter holt und mit ihm in das Publikum zeigt. Seinen Kopf legt er wieder in den Nacken, die Maske reißt er sich vom Gesicht, ein lauter Schrei entweicht seinem Mund. Ein letztes Mal lässt er seinen Blick durch das Publikum schweifen, bevor er sich für das Match vorbereiten.

Ein Geräusch, welches sich verdächtig nach dem Knarren einer Tür anhört, unterbricht die jubelnde Menge. Ein Chor der Abneigung entsteht und fast so laut, dass man das Klimpern auf Klaviertasten kaum noch verstehen kann. Die Halle von Dunkelheit übermannt wird und die einzige Lichtquelle - der Titantron - zeigt die mittlerweile sehr bekannten Bilder. Die Silhouette von Switchblade in einem Raum. Ein Messer, das vor einem Sessel hin und her geschwungen wird. Just in dem Moment als das Video die Identität des Mannes enthüllt und dessen Gesicht zeigt, dröhnt ein verstörendes, verzerrtes Stöhnen aus den Boxen. Dann Stille. Sekunden vergehen in denen man den langhaarigen Mann auf eine Kette starren sieht. Ein Messer als Anhänger. Er lässt es fallen, geräuschvoll landet es auf dem Boden und leitet den Übergang zu Gitarrenriffs über.

S W I T C H B L A D E.


Rote Scheinwerfer flackern auf, erhellen den Entrancebereich und lassen erkennen wie ein Mann aus dem Backstage Bereich tritt. Die Arme zu den Seiten von sich gestreckt und die Augen geschlossen. Das lange, feuchte Haar hängt ihm ins Gesicht, während der Kopf leicht zur Seite gekippt ist. Auf der Rampe bleibt er kurz stehen und lässt die Arme sinken, während er den Blick über die Menge wandern lässt. Langsam hebt er den rechten Arm zu seiner eigenen Kehle und fährt mit dem Daumen über diese, deutet so an was er mit seinem Gegner machen möchte.. und alles daran setzen wird es auch zu schaffen. Das Buh-Konzert wird lauter, deutlicher.

Melissa Santos: "Making his way to the Ring... from Aukland, New Zealand... representing the 5-Point Gang... SWITCHBLADE --- JAAAAY WHIIITE!!"



Während Melissa ihn ankündigt, setzt sich Jay in Bewegung und steuert zielstrebig den Ring an. Er kann es dann aber doch nicht lassen einmal direkt in die Kamera zu schauen und den Fans seinen leeren Blick mit dem breiten Grinsen zu präsentieren. Dann tritt Switchblade auf den Apron um zwischen den oberen beiden Seilen in den Ring zu steigen. Dort präsentiert er sich noch einmal bevor er sich von Mantel, Handschuhen und Kette entledigt
In der Halle erlischt das Licht und hüllt den ganzen Komplex in tiefe Dunkelheit, in der für einige Sekunden stille herrscht. Doch dann hört man aus den Boxen fast schon aggressive Bässe dröhnen und die Fans wissen, was das in diesem Moment bedeutet.



Für einige Augenblicke herrscht weiterhin Dunkelheit als dann ein Lichtkegel auf die zwei Protagonisten gerichtet wird, die sich hier unter positiven Reaktionen der Fans im Licht sonnen.



Die „Modern Day Vikings“ verharren in ihrer Position, ehe es Rowe ist der mit einem lauten Schrei auf die Beine kommt, dem jetzt auch Hanson folgt. Beide blicken sich um und machen sich mit langsamen, einschüchternen Schritten auf zum Ring. Dies nutzt Melissa Santos, um ihren Job zu machen.

Melissa Santos: "Introducing first/And their opponents...at a combined weight of 552 pounds... Rowe...and Hanson...The WARRRRRR RAIDERSSSSSSS!!"

Die Rampe wurde nun fast komplett abgegangen, ehe die zwei Hünen kurz vor dem Ring stehen bleiben. Ihre Kopfbedeckung wird dann auch abgenommen und ein kurzer Blick wird ausgetauscht. Von Hansons Seite kommt nur ein zustimmendes Nicken und die Vikings sliden in den Ring, um diesen zu entern. Auch hier lassen sie ihren Kampfschrei los und Rowe stimmt mit seiner Handgeste laute „WAR WAR WAR“ Chants an, die von den Fans ebenfalls, im Takt ihrer Theme, unterstützt werden.

„WAR WAR WAR WAR WAR WAR!!!“

Hanson erklimmt derweil eien Ringecke, während Rowe im Ring auf und ab läuft. Kurze Zeit später sammeln sie sich in ihrer Ecke und sind bereit, ihre Gegner nach allen Regeln der Kunst zu zerstören.

DING! DING! DING!

Der Ringrichter gibt die Tag Team Champions ab zu Melissa Santos, während dessen beraten sich die War Raiders wer als erstes im Ring steigt. Aber nicht mit der Five Point Gang, sie attackieren gleich beide von der War Raiders. Schlag auf Schlag, die War Raiders kriegen die Fäuste gar nicht hoch. Marty Scurll hält die Beine von Rowe und dann zeigt Jay White den Dropkick gegen Rowe. Aber sofort kommt Rowe hoch, sieht Jay White gar nicht kommen. Dann kassiert er die Clothline übers Seil! Jetzt ist nur noch Hanson im Ring. Beide kreisen die ganze Zeit um Hanson herum, als würden sie ihn gleich attackieren. Scurll täuscht eine Attacke vor, aber dann zuckt er wieder zurück aber dann greift Jay White sofort an, aber Hanson wusste es und schlägt sofort zurück. Ein Schlag für Jay White, ein Schlag für Marty Scurll. Immer abwechselnd schlägt der eine von den War Raiders auf die Five Point Gang an. Kurze unaufmerksam kein von ihm und schon ist Marty Scurll da. Da ist der Ansatz zum Crosswing Chickenwing, aber mit eigener Kraft schüttelt er Marty Scurll ab. Hanson nimmt den Kopf von Marty Scurll und wirft ihm gegen die Ringecke. Sofort ist Jay White da und attackiert das Knie von Hanson. – Jay White geht aus dem Ring, und zieht Hanson auch aus dem Ring und nimmt den Körper von Hanson und wirft ihn gegen die Ringtreppe. Jay wollte Hanson eigentlich weiter attackieren aber schon ist der Tag Team Partner von Hanson da. Und schon zeigt er die Clothline gegen Jay White. Noch ist Rowe noch nicht fertig mit ihm, er nimmt sich Jay White und zeigt ein Flapjack auf die Ringtreppe! Das könnte das Ende für Jay White gewesen sein, aber das scheint Rowe ziemlich egal zu sein. Wieder nimmt er sich Jay und stemmt ihn mit beiden Händen über seinem Kopf! Gerade will Marty mit einem Topei fliegen aber Rowe geht ein Schritt zur Seite und Scurll fliegt gegen die Absperrung! Rowe wirft Jay White wieder in den Ring, als würde er den ganzen Tag nichts anderes tun. Er geht nicht gleich hinterher, er packt sich Marty Scurll und stemmt ihn auch über seinen Kopf und wirft ihn in den Ring. – Und das genau auf Jay White. Jetzt geht Rowe wieder in den Ring, rennt schnell in den Ringseilen und zeigt ein Big Splash auf beide! Dann schnell das Cover gegen Jay White One … Two Einen Pin-versuch gegen Scurll will er nicht versuchen. Wieder nimmt er sich Jay White. Rowe sieht das sein Tag Team Partner jetzt an der Ringecke steht. Und zeigt den ersten Tag dieses Matches TAG ZU HANSON Rowe nimmt Jay White und packt ihn auf seinen Schultern – das ist der Ansatz zu Eletric Chair! Hanson geht aufs oberste Ringseil und zeigt eine Clothline auf Jay White! Wie eine Bahnschranke fällt Jay runter. Schnell das Cover!

ONE! … TWO! … TH

Marty Scurll ist da und rettet Jay! Schnell ist Rowe da und wirft Marty über die Seile. Rowe zeigt an, das er ihn nochmal Covern soll. Und das macht er auch! ONE! … TWO! … THR! da reißt Jay White in der letzten Sekunde den Arm hoch. Hanson klatscht wieder zu Rowe ab TAG ZU ROWE Rowe kommt sofort rein und ansatz zum Belly to Belly Suplex, nebenbei geht Hanson aufs oberste Ringseil. Sodass wenn Jay White auf den Boden liegt, er springen kann. Da kommt der Belly to Belly Suplex. Aber Jay White steht nach dem Suplex wieder und zeigt dann ein Dropkick gegen Rowe, der voll Kanne gegen Hanson gegen kommt. Rowe kommt zurück zu Jay White und er zeigt den BLADE RUNNER! BLADE RUNNER GEGEN ROWE! DAS IST DIE TITEL VERTEIDIGUNG! Jay White liegt auch auf den Boden. Er ist fertig, aber er krabbelt noch zu Rowe und legt den Arm auf ihm. Das ist ein Pin-Versuch und das zählt als Cover. ONE! … TWO! … THR! Rowe kommt in der letzte Sekunde raus. THIS IS AWESOME! … THIS IS AWESOME! … THIS IS AWESOME! … This is Awesome schreien die Fans. Beide Kontrahenten krabbeln langsam zu ihren Tag Team Partner Rowe ist näher dran als Jay White. Rowe muss nur den Arm strecken! TAG! Zu Hanson Sofort ist Hanson da und hält die Füße von Jay White fest, er versucht alles um zu entkommen. Aber auch Hanson tut alles dafür das es ihm nicht gelingt. Er zieht ihm an seinem Bein hoch, aber Jay White kann einen Dropkick gegen Hanson zeigen. Und er krabbelt jetzt schneller als davor, um zu Marty Scurll zu kommen. Eine Fingerspitze fehlt zu ihm, aber er krabbelt noch ein bisschen weiter und dann kommt der erste Tag von der Five Point Gang TAG! Zu Marty Scurll Er kommt gleich ins Match rein, als allererstes zeigt er einen Superkick gegen Hanson! Schnell kommt er wieder hoch wieder Ansatz zum Superkick, aber diesen täuscht er auch nur vor einen Kick gegens Knie und dann rennt Marty Scurll in den Seilen und zeigt einen running Shining Wizard! Dann kommt das Cover von Marty Scurll an Hanson! One … Two .. aber Hanson reißt den Arm hoch. Der selbsternannte Villian geht gleich wieder auf Hanson, der ansatz zu Package Piledriver. Das lässt Hanson aber nicht zu, er kontert mit einem Backbody Drop. Und dann springt er zu Rowe und klatscht ab! Tag zu Rowe Doch nun schlägt Rowe Scurll mit einer Clothesline aus dem Ring. White und Hanson kommen dazu und es wird sich wie wild geprügelt. Keiner zeigt hier Schwäche. Der Referee zählt beide Tag Teams an und zur Enttäuschung aller schafft er es bis 10 durchzuzählen und das Match damit ohne Sieger zu beenden.

The result of this match is a: DRAW!

Byron Saxton: "Das ist natürlich enttäuschend für alle Beteiligten, aber ich glaube nicht, dass diese Sache schon vorbei ist. Wir werden diese Teams sicherlich nicht zum letzten Mal gegeneinander im Ring gesehen."

Johnny Curtis: "Na ja, in den letzten Minuten des Kampfes hat man die Vier ja mehr außerhalb des Rings gesehen und genau das endete in diesem unbefriedigenden Ergebnis."

Noelle Foley: "Im Endeffekt ist es so ausgegangen, wie wir gedacht haben, denn das dieses Match eine Schlacht wird, war von Anfang an klar und wir haben nur die logische Konsequenz daraus gesehen. Eigentlich muss es ein Rematch geben."



Die USA, Land der Unbegrenzten Möglichkeiten, wo wirklich jeder Trottel ein großes Tier werden kann. Selbst deutsche Auswanderer die den Namen Reiman tragen können ein haufen schotter verdienen in den USA. Deutsche, Italiener, Kanadier, Mexikaner und auch Russen! Und genau da liegt für manche Einheimische das Problem. Ausländer die inihrem Land als absolute Vollpfosten gelten kommen in die USA und machen einen auf dicke Hose und kommen mit etwas Glück und noch mehr Dummheit auch noch gut an bei manchen Leuten in der USA. Es zählt nicht die Meinung von ALLEN Menschen in der USA, es zählen hauptsächlich die Meinungen von WICHTIGEN Menschen, nun ist natürlich die Frage WER ist so ein Wichtiger Mensch? Einer der viel Geld und damit vie lEinfluss und Macht hat. Um mehr dreht es sich nicht in diesem Land. Wird sich auch nie ändern, schauen wir in die Wrestlingwelt und speziell in der Coast 2 Coast. Das lustige ist, das es dann aber auch egal ist ob du Ausländer bist, oder Amerikaner, wenn du Macht hast, bist du wichtig, ob du Hans oder Adam heißt. Momentan tobt in der C2C eh so ein kleiner Machtkampf der alles was wir bisher gesehen haben in den Schatten stellen könnte und dieser Machtkampf wird von 2 "Ausländischen Fraktionen" ausgetragen, zumindest soll es dazu kommen. Ja selbst Bulett Club vs Jay-FK gillt im Vergleich als würden sich zwei Karpadors mit Platscher bekämpfen. Die Rede ist natürlich von dem Duell zweier Britishen Fraktionen. The Prestige, bestehend aus Nigel McGunnies, Joe Hendy, Primate, Zack Gibson und Tom La Ruffa auf der einen Seite und der World Champion Noam Dar und die Tag Team Champions auf der anderen Seite, diese tragen den Namen 5 Point Gang. Beide sind nicht nur IM Ring erfolgreich sondern wissen auch AUSERHALB vom Ring zu überzeugen. Diese Geschichte hier handelt aber nicht von der 5 Pont Gang. Diese einspieler dreht sich um the Prestige, genauer gesagt um Joe Hendry, welcher heute Abend eine große Chance bekommt, er kann West Coast Champion werden und möchte diese Chance auch nutzen. Allerdings ist er in diesem Einspieler für einen anderen Job vorgesehen. Den er muss sich als Repräsentant von The Prestige beim Britischen Königshaus verantworten.

Wir sehen wie nun etwas "Aufregung" vor dem Buckingham Palace Allerdings ist das reine Routine wenn Gäste vom Königshaus auftauchen. Einige Sicherheitsleute und viele Männer die aussehen wie die Man in Black stehen nur vor dem Eingang der Villa. Nun sehen wir wie eine weiße Limo angefahren. Die Limo hält an und ein Mitarbeiter des Palast öffnet die Türe, begrüßt Joe Hendry, welcher den feinsten Anzug trägt, in schwarz natürlich, den er so in seinem Schrank hängen hat, und schüttelt diesem die Hand. Hendry wird von den Angestellten in das Haus gebracht. Auch 2 Mitarbeiter von Nigel McGunnies folgen diesem. Nach dem Sicherheitscheck der dreien werden die drei in einen Raum gesetzt und müssen dort erst mal warten. Hendry beugt sich nun zu einen Mitarbeiter rüber und er scheint ihnen etwas zu flüstern zu wollen.



JOE HENDRY
» Hört zu, wenn hier gleich jemand wichtiges auftaucht will ich keinen Ton von euch hören. Ich will euch nicht reden hören, ich will euch nicht husten hören, ich will euch nicht mal Atmen hören haben wir uns verstanden? Die Situation ist Ernst!

Die beiden Mitarbeiter nicken nur und schlucken erstmal tief runter. Einen Fehler und sowohl Hendry als auch Nigel machen aus ihnen Hackfleisch. Nun ist es soweit. Hendry wird in einen Raum gebracht. Dort steht auf einer kleinen Bühne ein Podium, davor ist es aufgebaut ein bisschen wie im Bundestag, nur etwas kleiner gehalten, so etwas wie ein Sitzungssaal. Vermutlich finden hier die geheimsten treffen im Königshaus statt. So wie dieses. Hendry tritt nun leicht angespannt vor das Podium und blickt in die Gesichter der ca 50 Anwesenden Personen die alle irgendwie wichtig aussehen und nun auf Ergebnisse hoffen.

JOE HENDRY
» Sehr geehrte Damen und meine sehr geehrten Herren, vielen Dank für diesen freundlichen Empfang in ihrem Haus. Mein Name ist Joe Hendry und bin heute der Repräsentant von The Prestige im Namen und im Auftrag von Nigel McGunnies um bei ihnen hier heute Report zu leisten. Vorne weg möchte ich sagen, ist es verständlich das sie mit den anfänglichen Startschwierigkeiten natürlich zurecht unzufrieden sein dürfen und auch müssen, dennoch möchte ich betohnen spricht hier ein Ungeschlagener Coast 2 Coast Superstar zu ihnen der die Chance hat Gold für unser Königshaus zu gewinnen und damit etwas Prestige für uns zu gewinnen.

Gekonntes Wortspiel, die Männer und Frauen, blicken alle recht emotionlos auf Joe Hendry und lassen gar nicht erst irgendwelche andeutungen zu, sind sie zu frieden? Sind sie unzufrieden? Sind sie müde? Oder Hungrig? Man erkennt einfach nichts, sie schauen immer nuz Stur zu Hendry und schreiben sich ihre Notizen.

JOE HENDRY
» Es ist mir natürlich auch durchaus bewusst das es nicht in ihrem bestreben ist sich diesen WestCoast Title ihr eigenen oder unser eigenen zu können, denn der Auftrag den wir haben ist klar und deutlich und damit hat dieser Gürtel nichts zu tun, doch das wirkt nur auf den zweiten Blick, denn und das ist die wahre Trögodie an dieser Situtation, wir werden ja nicht nur von unserem Hauptziel der 5 Pont Gang von Grund auf ignoriert sondern auch noch von der Company selbst die den Namen Coast 2 Coast trägt. Sprich das Zielobjekt wird von einer höheren Substanz geschützt und unterstützt diese dabei auch noch. Bestes Beispiel ist Axel Dieter Jr. Der Mann hat den Westcoast Champion bereits geschlagen, ein Privileg das mir erst später zu Teil wird, wird aber einfach weg ignoriert und muss gegen irgend einen Opa aus Japan antretten der seine Zeit längst hinter sich. Oder wir können auch das Team bestehend aus Herr Gibson und herrn La Ruffa als Beispiel nehmen. Ungeschlagen als Tag Team und zeigten das sie das Beste Team dieser Company sind und was macht die Orgnisation von Shane McMahon? Lässt die beiden einfach komplett von der Card verschwinden. Stattdessen bekommen 2 Vikinger die Chance die außer viel Haare im Gesicht nichts nach zu weisen haben. Worauf ich hinaus will liebe Anwesenden ist um an die 5 Pont Gang ran zu komen müssen wir erst mal andere Leute aus dem Weg schaffen, sie als Opfer betrachten die von der Küste gestellt werden um uns im weg zu stehen, doch diese Opfer müssen bekanntlich gebracht werden und um recht deutlich zu werden gibt es eben auch 2 Leute die das auch so absolut verdient haben und dies sind ... nun das nun so zu sagen mag komisch klingen aber so nennen sie sich nun mal, sind Mister Dream und Mister Millow.... Warum das so ist? Möchte ich ihnen sagen

Hendry steht mit einer mittlerweile recht ruhigen Haltung vor dem Podest, hat seine Hände auf dem Bauch und hat die Hände übereinander gelegt.

JOE HENDRY
» Das Verhalten der beiden Herrschaften spiegelt nämlich das der Führungsetage deser Organisation wieder. Diese Herrschaften ignorieren uns und unsere Erfolge einfach komplett weg, als wären wir gar nicht da, nehmen wir diesen Willow als Beispiel, verlor in einem Tag Team Match gegen The Prestige, ingoriert er. Verliert gegen Axel Dieter verliert er. Plant dann eine Änderung der Spielregelung für unseren Krieg und spricht dies nur mit dem Dream ab. Das lässt all das vermissen wofür wir einstehen, und wenn ich von wir reden, meine ich nicht nur The Prestige, ich meine auch nicht nur das veehrte Königshaus, ich meine damit ganz Großbritanien, egal ob bei ihnen hier im Wunderschönen London oder bei mir in Glasgow, das verhalten ist unwürdig und dies macht die Beiden in meinen Augen nicht nur zur Opfern dieses Krieges es macht sie auch zu Feinden. Anfangs waren sie nichts mehr als Hindernis das es zu beseitigen galt, jetzt sind diese gewissermaßen "Bedrohungen" die unverzüglich eliminiert werden müssen. Denn wenn es eines gibt das ich bei meiner Zeit hier unter ihrer Herrschaft gelernt habe, dann ist es das der Respekt das wichtigste Gut unserer Gesellschaft ist. Daher bitte ich nicht nur um die Freigabe die beiden zu Beseitigen sondern auch damit gleichzeitig um etwas geduld was das eigentliche Ziel angeht, denn das eine wird früher oder später mit den anderen zusammen treffen und daher ist diese Chance um so wichtiger für uns um diese zu nutzen.

Hendry redet sich fast schon etwas in Rage. Er hat seine Hände mitlerweile fest als Stutze auf das Poduim gelegt und spricht dann weiter.

JOE HENDRY
» Natürlich bleibt die Gang das Ziel, doch um dieses Ziel zu erreichen müssen kleine Meilensteine erreicht werden. Vielleicht waren wir alle samt, und ich entschuldige mich schon mal im voraus für diese Aussage, zu blauäugig, den wir dachten wenn wir ankommen wird uns gleich alles was wir fordern vor die Füße geworfen nur weil wir von dem Königshaus geschickt werden. So läuft das in den Staaten eh nicht, aber sind wir ehrlich, bisher war doch immer so das der Weg zum Ziel bisher immer über Umwege und anders als gedacht erreicht werden musste nicht wahr? Aber hier kommen wir zum wunderbaren punkt und gerade diesen sollten sie auch beachten, bisher haben wir doch jeden erteilten Auftrag erfüllt. Und am Ende heißt es doch, egal wie? So war es bei diesem Scheich aus Saudi Arabien, oder diesem Typen aus Ägypten der sich quer durch das Kontinent mit uns rumschlagen
musste. Oder Gantleman und Ladys, ich erinnere sie auch gerne an den Typen aus Deutschland der im Untergrund gearbeitet hat und fast mit seinen verrückten Ideen durchgekommen ist und die Welt wie wir sie kennen für immer geändert hatte. Und dennoch, am Ende standen immer wir mit unserer Flagge als Sieger da und haben den Auftrag zu ihrer vollsten Zufriedenheit ausgeführt. Worauf ich hinaus möchte ist dies meine Damen und Herren, Rom wurde auch nicht am ersten Tag erbaut nicht wahr?


Hendry ist voll in seinem Element, er redet hier ein wenig auf wie ein Politiker, dennoch gibt es keine reaktionen der Leute im Saal. Doch damit war wohl zu rechnen.

JOE HENDRY
» Dennoch verspreche ich ihnen schnellst möglichen Erfolg. Ich werde direkt nach diesem Gespräch in die Staaten zurückkehren, Mister McGunnies bericht erstatten und höchstpersönlich dafür sorgen das wir nun auch für die Amerikaner auf der Landkarte erscheinen. Ich werde nicht für den Prestige diesen Preis erringen, ich werde ihn auch für sie und unser Königshaus erringen. Sollte ich scheitern, was weiß Gott nicht passieren wird, möchte ich sie alle darum bitten das ich und ich alleine Bereit dafür bin, sämtliche konsequenzen auf mich zu ziehen und den Rest der Gruppe weiterhin ihre Arbeit zu machen. Dies schließt im übrigen auch Mister Primate ein, den sie wie ich finde wieder zu uns stoßen lassen sollten, doch dies nur am Rande mal erwähnt. Ich möchte ihnen aber nochmals versichern das scheitern für mich und für uns sowieso keine Option ist und dafür stehe ich mit meinem guten Namen ein. Denn und so war es schon immer und wird es auch immer sein, Mein Name ist Joe Hendry, and i makes things better 4 EVERONY in SEE TO SEE and The United Kingdom.

Mit diesen Worten scheint Hendry nun das Gespräch beenden zu wollen, im Grunde ist auch alles gesagt worden.

JOE HENDRY
» You're welcome

Lange passiert nichts, Hendry steht da und wartet auf irgendeine Reaktionen oder einfach nur darauf das jemand was sagt oder irgendwas passiert. Einer der Herren, der realtiv in der Mitte sitzt blickt dann kurz zu Hendry und schaut diesen zum ersten mal direkt an. Es folgt nur ein kurzen Nicken in Richtung Hendry. Danach stehen die Herren und Damen alle auf und verlassen in Sekunden den Saal. Dies scheint wohl so viel zu bedeuten wie, alles klar, weiter machen. Hendry wischt sich einmal vor Erleichterung eine Schweißperle von der Stirn und verlässt dann ebenfalls zufrieden die Szenerie.

Noelle Foley: "Eine Kampfansage an seine Gegner und die Gang. Abermals!"

Byron Saxton: "Ja, es wird interessant zu sehen sein, was nach diesem Special passiert zwischen dem Prestige und der 5 Point Gang. Und der Undisputed Era?!"

Johnny Curtis: "Halt mal den Ball flach. Es passiert das, was immer passiert. Gang wins. Aber mal sehen, vielleicht kann Hendry ja Gold gewinnen für seine Crew."



Wir sind angekommen. Sunrise, Florida… der Ort dem die Frauen Vertrauen… oder war es der Ort wo sich die Frauen verhauen? Wie dem auch sei. Heute ist das langersehnte Special im BB&T Center. Die Card platzt mal wieder aus allen Nähten und wenn man dann bedenkt, dass zum Beispiel Leute wie Tom La Ruffa, Zack Gibson, Jon Moxley, Bray Wyatt oder auch ein Super Eric gar nicht drauf vertreten sind dann wäre noch mehr möglich gewesen. Vor allem die beiden erst genannten, die gemeinsam die Tag Team Titel sich holen wollten was von den Kommentatoren der letzten Woche mehr als fälschlich dargestellt wurde hätten der Show sicherlich noch das gewisse Etwas verliehen. Wie man nur darauf kommt, dass die beiden sich gegenseitig in die nicht vorhandenen Haare bekommen haben entschließt sich jeglicher Logik. Aber wollen wir es dabei belassen.

Beschäftigen wir uns lieber mit einem Mann der letzte Woche sein In-Ring-Comeback gefeiert hat und dieses auch noch erfolgreich bestreiten konnte. Das Scarf Ace, Maxwell Jacob Feinstein hat Samoa Joe bezwungen und sich dadurch bereits für höheres beworben. Auch in seinem heutigen Fatal 4 Way Match hat er wirklich eine sehr gute Figur abgegeben. Von ihm wird man noch viel sehen und hören. Wohin seine Reise gehen wird in der C2C steht in den Sternen aber für den Jungspund ist bekanntlich kein Weg zu weit. Der Showabend ist schon weit voran geschritten. Es stehen wirklich nur noch die absoluten Highlights aus doch ein Kamerateam hat sich noch einmal zum angesprochenen Max-Express begeben der gerade frisch aus der Dusche gekommen sein muss. Seine Haare sind noch nass und mit einem Handtuch versucht Feinstein an diesem Zustand etwas zu ändern. Zumindest trägt er bereits Hose und Schuhe aber ein Oberteil fehlt bislang noch. Anstatt sich aber nach einem T-Shirt oder einem Hemd umzuschauen gehört sein Interesse einem ganz anderen Kleidungsstück. Einem, welches ihm, was wir nicht nur seit letzter Woche wissen, extrem wichtig ist…. Sein Schal. Als wäre es nicht schlimm genug gewesen, dass dieser bereits vor sieben Tagen verschollen war so hat man ihn allem Anschein nach schon wieder entwendet. In Atlanta hing er letztlich an einer Decke und wurde zu einem Seil umfunktioniert in dem eine Puppe hing die das Scarf Ace darstellen sollte. Sehr Makaber. Doch wo ist er heute hin?

MJF:
”Das kann doch nicht wahr sein! Nicht schon wieder! Muss man sich seine Habseligkeiten zukünftig an den Körper tackern um sie nicht entwendet zu bekommen? Ich könnte kotzen! Ich habe eine Ahnung wer dahinter steckt und ich werde diesen Schal…atan schon noch entlarven. Zwei Mal ist eindeutig einmal zu viel!“


Ohne sich noch etwas anzuziehen was seine Brust und Bauch bedeckt stampft er aus seinem Lockerroom in dem er sich gerade noch befunden hat. Fast wie in Trance brabbelt er vor sich verärgert weiter etwas hin um sich Luft zu machen und die Situation zu verarbeiten. Während er dies tut sucht er mal wieder jeden Winkel des Backstagebereiches ab in der Hoffnung erneut fündig zu werden und sein Herzstück retten zu können.

MJF:
”Wenn ich denjenigen in die Finger bekomme der sich an meinem Eigentum zu schaffen macht dann wird für ihn in Sunrise die Sonne viel eher untergehen und nie mehr wieder scheinen. Ich würde wetten dass dieser Sumo Joe damit etwas zu tun hat… Mir fehlt nur ein Beweis hierfür der meine Vermutung unterstreichen würde. Doch ich habe es im Urin. Es haben halt nur die dümmsten Bauern die dicksten Kartoffeln, die dümmsten Wrestler haben lediglich den dicksten Wanst wie es mir scheint… “


Das Kamerateam verfolgt Maxwell bei seiner Suche bis dieser einsehen muss, dass er nicht fündig wird. Sein Schal bleibt verschollen. Ein Zustand mit dem er sich alles andere als anfreuenden kann. Er kann sich nicht einfach einen neuen kaufen denn dies wäre natürlich nicht das Gleiche. Wundern würde es uns nicht wenn sein Schal sogar einen weiblichen Namen hätte. Dieses Geheimnis hat er bislang jedoch noch nicht gelüftet. Geknickt kommt er wieder bei seiner Umkleide an als er einen Zettel an der Türe hängen sieht. War dieser vorher auch schon dort? Wahrscheinlich! Aber Maxwell war so in Rage dass er ihn beim Verlassen des Raums nicht wahrgenommen hatte. Sofort schnappt er sich das Stück Papier und wirft einen Blick darauf. Zum Glück liest er laut vor was darauf geschrieben steht, so dass jeder weiß um was es geht.

MJF:
”Vermisst du etwas…? Begib dich zum Parking Lot!“


Das war es. Eine kurze knackige Botschaft die aber alles beinhaltet was das Scarf Ace interessiert hat. Zwar steht nicht drunter von wem die Botschaft kommt aber das wird sich ja vielleicht gleich zeigen. Wütend zerknüllt Max den Zettel, schmeißt diesen den Flur entlang und hastet zum genannten Treffpunkt. Dort angekommen staunt er nicht schlecht. Mit immer größer werdenden Augen blickt Feinstein auf eine brennende Mülltonne mitten auf dem Parkdeck. Über dieser Tonne hängt ziemlich lose das Kleidungsstück worum es hier geht, Maxwells Schal. Dies kann man nicht oft genug betonen, dass all der Aufwand für ein Stück Stoff gemacht wird. Aber Mind Games sind nun mal Mind Games. Prüfend lässt Maxwell seinen Blick schweifen aber es ist keine Menschenseele weit und breit zu erkennen.

MJF:
”Hallo?! Komm schon raus, du Feigling! Stelle dich wie ein Mann und gib dich zu erkennen. Falls du es für lustig hältst muss ich dich enttäuschen. Ich weiß, dass du hier irgendwo steckst und mich beobachtest. Was soll das werden wenn es fertig ist? Die Truman Show? Sei dir aber sicher, dass ich keine Kekse zerbröseln werde sondern deine Knochen. Zeig dich endlich…”


Schritt für Schritt nähert sich Mister MJF doch eher vorsichtig der Feuerstelle. Immer noch ist es mucksmäuschenstill. Man könnte eine Haarnadel fallen hören. Diese Stille ist trügerisch. Es fehlt nicht mehr viel bis zum Erreichen seines Hab und Guts als sich zwischen Maxwell und der Kamera eine weitere Person platziert. Still und leise, so dass Feinstein es nicht bemerkt. Im ersten Moment ist nicht zu erkennen, um wen es sich bei der Person handelt. Zu nah ist die Person vor der Kamera platziert. Der erfahrene Kameramann geht allerdings einen Schritt zurück, damit die Person nun auch voll umfänglich zu sehen ist. Es ist der samoanische Zerstörer - Samoa Joe. Mucksmäuschenstill beobachtet er MJF der sich vorsichtig seinem Schal, der über dem Feuer hängt nähert. Maxwell ist nur noch wenige Schritte entfernt. Der Zeitpunkt für Joe sich bemerkbar zu machen.

SAMOA JOE: »Das Spiel mit dem Feuer ist ein gefährliches Spiel. Nur wenige Menschen schaffen es sich nicht zu verbrennen. Leider gehörst du nicht zu dieser Gruppe.«

Just in dem Moment, wo Feinstein realisiert, dass Samoa Joe hinter ihm steht und gewillt ist sich zu drehen, wird der Mann der 1.000 Theorien von einem Schlag gegen den Hinterkopf getroffen. Feinstein geht zu Boden und hat dabei Glück, dass er nicht gegen die brennende Tonne fällt. Am Boden liegend versucht MJF einen klaren Gedanken zu fassen, doch sein neuer Erzfeind lässt ihm nicht die Chance. Mit Tritten auf Bauch und Brust stampft der Samoaner Feinstein in Grund und Boden, bis dieser sich scheinbar nicht mehr bewegt. Diesen Umstand Feinsteins nutzt Samoa Joe und beugt sich zu MJF hinunter, jedoch nicht um ihm noch ein paar Worte mitzugeben. Mit der linken Hand packt er Maxwells Haare am Stirnansatz und mit der rechten Faust folgen drei zielgenaue Schläge auf die Stirn. Der finale Schlag des Samoaner, um wirklich sicher zugehen, dass MJF hier nicht noch groß die Oberhand gewinnt. Seinen geschlagenen Feind nun zu den Füßen liegend, schaut Samoa Joe auf zum Schal, der nach wie vor über dem Feuer baumelt. Ein fieses, richtig fieses Grinsen legt sich auf das Gesicht Joes. Einen Moment verweilt Joes blick beim Schal, ehe der Blick zu Maxwell nach unten wandert.

SAMOA JOE: »Ich hatte dir ganz deutlich gesagt, dass du dich besser nicht mit mir anlegst… und wer nicht hören will muss halt die Konsequenzen tragen.«

Samoa Joe steigt nun über Feinstein hinweg, jedoch nicht ohne einen weiteren Tritt auf den Brustkorb. Der Zerstörer steht nun direkt vor der brennenden Tonne. Er dreht sich ein Stück zu Seite, sodass Feinstein zu seiner linken Seite liegt, während die Tonne zu seiner rechten Seite steht. Sein Blick wandert nun von Schal zu MJF und zurück. Mit der rechten Hand greift er nun den Schal. Dabei lässt er seinen Blick erneut zu Feinstein wandern.

SAMOA JOE: »Sag Goodbye zu deinen Kuscheltuch, Linus.«

Mit einem festen Ruck reißt Samoa Joe den Schal aus der Verankerung und lässt ihn in die brennende Tonne fallen. Untermalt wird dieser traurige Moment, der eigentlich nur für Maxwell Jacob Feinstein traurig ist, mit einem diabolischen Lachen Joes.

MJF:
”NEEEEEEIIIIIIIIINNNNNNN!“


Der Schrei bringt auch nichts mehr. Es ist zu spät. Maxwells fassungsloser Blick geht auf die lodernden Flammen und die Rauchwolke die entstanden ist als der Schal hineingefallen ist. Welcher Schmerz wohl gerade überwiegt? Der Körperliche durch die Attacken vom Samoaner oder der Seelische durch den Verlust seines Glücksbringers. Obwohl das Adrenalin in ihm bis zum Anschlag angestiegen ist gelingt es ihm sich nicht aufzurappeln um Joe für dieses Vergehen eine zu verpassen. Ihm bleibt in diesem Fall nur die Rolle des hilflosen Zuschauers. Ist das etwa eine kleine Träne? Nein! Bestimmt nicht. Maxwell ist ein harter Hund und dies wird er auch noch im Laufe dieser Fehde noch unter Beweis stellen die mit dieser Tat einen neuen Höhepunkt erreicht hat.

MJF:
”Das gibt RACHE! Arrrrrggghhhhhhhhhhhhhhh.“


Der physische Schmerz überwiegt nun doch mehr und mehr als der erste Schock überwunden ist. Der Blick vom Scarf Ace mag zwar verkniffen wirken aber es brennt nicht nur in der Tonne gerade ein Inferno. Wir freuen uns schon auf die kommenden Wochen wie diese Geschichte wohl weitergehen wird.

Noelle Foley: "Haha! Nette Aktion von Joe!"

Byron Saxton: "Jetzt wissen wir auch wer die ganze Gegenstände entwendet hat!"

Johnny Curtis: "Das wird er büßen! Hoffentlich bestraft ihn Feinstein!"



Was kann es an so einem Abend Schöneres geben als einen kurzen Moment für sich zu haben und eine Pause einzulegen? Eine Pause von den Strapazen vergangener Matches, der Vorbereitung auf das noch bevorstehende und einfach mal seine Seele baumeln lassen. Einfach mal unter Menschen treten und sich ablenken lassen. Einen kleinen Snack zu sich nehmen. Die Elektrolyte im Körper auffüllen und nicht darüber nachdenken, dass einem gleich der Arsch aufgerissen wird. Um dieses Grundbedürfnis der Mitarbeiter zu befriedigen, hat die coast 2 coast natürlich dafür gesorgt, dass ein Catering vorhanden ist. Frisches Obst, Wasser, kleine Snacks. Es ist fast alles da was das Herz begehrt. Nun, man kann auch nicht wirklich erwarten, dass jemand Hundefutter für Pac auftreiben konnte, aber hey. Bestimmt hat er sein eigenes Lunchpaket mitgebracht. Er ist schließlich ein kluges Köpfchen. Aber für die anderen Mitarbeiter ist gesorgt. Und so ist es der Kamera möglich die unterschiedlichsten Personen einzufangen. Viele Backstagemitarbeiter, Angestellte der Arena und eben auch eine Person, die man eigentlich nicht in so einer Location erwarten möchte. Simon Grimm hat es sich auf einen der Hocker gemütlich gemacht. Die Jacke um seinen Körper geschlungen. Das Bild, das die Arena gerade erhellt bleibt auf ihn fixiert. Genüsslich beißt er erneut in den Apfel. Speichel und Fruchtsaft mischen sich und rinnen ihm über sein Kinn. Langsam, fast schon meditativ, zerbeißt er dieses Stück. Vorsichtig legt er die Hälfte der Frucht weg, bevor er sich eine weiße Stoffserviette nimmt. Mit diesem Stoffstück, dass eigentlich viel zu vornehm für diesen Ort ist, tupft er sich über den Mund während er tief durchatmet. Ohne seinen Körper zu drehen wandert sein Blick nach links und scheinbar gefällt ihm was er sieht. Nun, vielmehr was er nicht mehr sehen kann. Grimm legt die Serviette neben den Apfel und erhebt sich von seinem Hocker.

- Simon Grimm -
„Vielen Dank. Ich brauch den.“

Ohne seinen Blick von seinem Ziel abzuwenden, hat er sich beim vorbeigehen eine Stuhllehne geschnappt und ihn ruckartig von seinem Besitzer befreit. Dieser kann sich gerade noch am Tisch festhalten, was der Grimm Reaper aber schon gar nicht mehr mitbekommen hat. Unbehelligt schreitet er voran, mit einem ganz speziellen Ziel. Zusammen mit dem Stuhl stößt er eine weiße Türe auf. Gerade noch zu erkennen? Das Zeichen, dass sich hier die Damentoilette der Kantine befindet. Nun Grimm scheint zu wissen wo er sich befindet. Die Kamera kann noch mit ihm zusammen hineintreten, bevor er die Rückenlehne unter den Türgriff verhakt. Niemand kommt raus, niemand kommt rein. So einfach kann es sein manchmal. Doch was hat er hier vor? Kurz blickt er sich um. Nein, tatsächlich ist niemand mehr hier der ihn stören könnte. Keine Dame weit und breit, nur eine einzige Person ist zusammen mit ihm hier.

- Simon Grimm -
„Komm raus Bobs. Die Türe es zu. Wir sind also ungestört. Nichts, vor dem du dich schämen müsstest.“

Hat Grimm sich hier tatsächlich mit Bobbi, Sabians Freundin, eingesperrt? Es scheint fast so. Simon holt eine kleine schwarze Schmuckschatulle aus seiner Jacke hervor die er öffnet. Eine weise Rose beinhaltet das Kästchen. Die selben Rosen, über die Shotzi schon mit Noam sprach und für puren Abscheu in ihr sorgen. Schnaufend geht er auf die Knie, seinen Arm abgestützt hält er das Kästchen in die Richtung der Klokabinen. So, als würde er Tyler einen Heiratsantrag machen wollen. Ungewollt und ungeplant findet sich die Britin in einer Situation wieder, die den meisten Damen die Schamesröte ins Gesicht treiben würde. Vor einer Zeit hätte Bobbi auch zu diesen Personen gezählt. Gleichzeitig wäre sie vor Panik dazu fähig gewesen aus der Kabine zu treten. Nicht mit dem Wissen, dass Jemand wie Simon Grimm davor auf sie wartet. Ein Hoch auf all die Veränderungen, die sie mittlerweile durchgemacht hat.

BOBBI: « Gosh.. »

Seufzt Bobs genervt, bevor man ein leises Klappern hört und kurz darauf die Spülung betätigt wird. Wenige Sekunden später öffnet sich eine der hinteren Kabinen. Der Blick der Britin wandert zu Grimm, mustert diesen einen kurzen Augenblick. Dann versucht sie die Situation zu überblicken, abzuschätzen wie leicht sie verschwinden könnte und was ihr dabei alles im Weg steht.

BOBBI: « Ein sehnlichster Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Eingesperrt mit einem Irren.. in der Damentoilette. Glaub' mir, dass ich keine Scheu davor habe meinen Schuh mit dem Teil deines Körper Bekanntschaft machen zu lassen, der dich als Mann ausweist. Was willst du? »

Noch immer dürfte es für den ein oder anderen Zuschauer ungewohnt sein solch harschen und selbstbewussten Töne der Blondine zu hören. Gerade wenn man sich an die Anfangszeit erinnert in der sie sich vor Rosemary beinahe ins Hemd gemacht hat.. und im Vergleich zu Grimm ist diese wohl ein harmloses Vögelchen. Erst als Bobs sich bewegt und zum Waschbecken wandert erkennt man einen kleinen Riss in dieser Maske. Sie beißt sich auf dir Unterlippe und blickt kurz auf den Boden, bevor sie Simon durch den Spiegel hinweg fixiert. Sie lässt ihn keinr Sekunde aus den Augen, auch nicht als sie den Wasserhahn öffnet und Seife auf ihre Hände tröpfeln lässt. Schon gar nicht als sie ihre zierlichen Hände aneinander reibt.

- Simon Grimm -
„Findest du das nicht auch ein wenig unhöflich mir gegenüber? Mir drohen, während ich dir meine Liebe offenbaren möchte und dir einen Heiratsantrag mache?“

Mit einem verschmitzten Lächeln erhebt er sich aus seiner Position und betrachtet die Blondine durch ihre Reflexion im Spiegel. Grimm ist überrascht, er hätte es Bobs gar nicht zugetraut so tough zu sein. Doch scheinbar…das muss man Kip zuschreiben. Er hat einen positiven Einfluss auf sie. Chapeau ehemaliger Champion. Vorsichtig klopft sich Grimm den Staub von seinen Beinkleidern bevor er sich ihr wieder zuwendet.

- Simon Grimm -
„Weißt du Bobbi. Ich verzeihe dir deinen kleinen Aussetzer gerade. Weil was du getan hast….“

Grimm geht langsam auf Bobs zu und bevor sie sich wehren kann, stemmt er die Hände links und rechts neben sie. Drückt sich sanft gegen ihren Rücken. Das Kästchen mit der weißen Rose demonstrativ vor ihr platziert, so dass ihr Blick unweigerlich darauf fallen muss. Ganz nah bringt er seine Lippen ihrem linken Ohr. Schwer atmet er aus, zittert fast dabei. Er spürt ihre Wärme, ihren Geruch.

- Simon Grimm -
„…war wunderbar. Wie du Ashleys…Shotzis Worte genommen hast und sie gegen sie ausgespielt hast. Das war bösartig. Es war herzzerreißend wie sie dir vertraut hat, dich motivieren wollte. Es war wundervoll. Ich hätte dir niemals zugetraut, dass du so etwas tun könntest. Das liebe kleine blonde Mädchen. Das Mädchen, dass keiner Fliege etwas zu Leide tun könnte rammt Shotzi ein Messer direkt in die Brust. Ich…hätte es nicht besser machen können. Nein…ich hätte es in der Form nie tun können.“

Leiste flüstert er ihr die Worte ins Ohr und in seinem Gesicht spiegelt sich echt Begeisterung wieder. Bobbi dagegen läuft ein eiskalter Schauer über den Rücken. Ihre Nackenhaare richten sich auf und mit einem Mal spürt sie eine Übelkeit in ihr aufsteigen, die es ihr schwer macht sich nicht anmerken zu lassen. Es ist erstaunlich wie widerlich und falsch sich eine sonst schöne Berührung anfühlen kann, wenn sie von der verkehrten Person ausgeführt wird. Alles in ihr schreit regelrecht danach sich umzudrehen, Grimm wegzuschubsen und zu rennen. Einfach zu rennen. Raus aus diesem Raum und damit ganz weit weg von diesem Mann. Doch sie gibt diesem Drang nicht nach. Noch nicht.

BOBBI: « Ich habe ihr nie einen Grund gegeben mir zu vertrauen.. und habe es nie darauf angelegt mit ihr befreundet zu sein. Sie ist... es gewesen, die Dinge in etwas rein interpretiert hat, die nicht existent sind. Sie ist es auch gewesen, die mir versuchen wollte das Herz aus der Brust zu reißen.. und warum? Weil ich es gewagt habe die Wahrheit anzusprechen? »

Antwortet die Blondine und wendet den Blick nach unten, versucht an der Rose vorbei zu schauen um ihre Hände zu Ende zu waschen. Dummerweise will ihr Körper nicht so wie sie. Ihr Selbstbewusstsein spiegelt sich nur noch in ihren Worten wieder, welche auch ihre einzige Waffe in diesem Augenblick sind.

BOBBI: « Dieses liebe Mädchen existiert nicht mehr. Ich habe mich von ihr verabschiedet als ich Allie gegenüber getreten bin.. als mir bewusst wurde, dass ich so nicht weiter komme.. und meine Angst mich lähmt. »

Grimm merkt wie unangenehm Bobs diese ganze Situation ist und er könnte es nicht mehr genießen. Wo Sabian ihm eben im Ring noch so angegangen ist, so gereizt hat. Nun, dass muss Bobs nun ausbaden. Zum Glück ist Simon nicht nachtragend, auch wenn er gerade seine Keule vermisst. Eine Schande, dass Erick sie mitgenommen hat. Aber nun gut. Dann muss er es halt selber hinbekommen.

- Simon Grimm -
„Shhhhhhhh“

Seine Finger lösen sich von dem Waschbecken und sanft streicht er ihr eine Strähne hinter ihr Ohr. Den Druck seines Körpers immer noch auf ihren Rücken stemmend. Nicht feste, nur leicht dominant, um sie in dieser Stellung zu fixieren. So einfach soll sie ja nicht wegkommen können von ihm. In seiner Atmung liegt immer noch dieses leichte zittern als seine Finger über ihr Ohr hin zu ihrem Nacken streicht.

- Simon Grimm -
„Rechtfertige dich nicht vor mir. Du bist wundervoll mit dem was du tust. Dank dir hat Shotzi nun niemanden mehr an seiner Seite. Egal was sie getan hat, was nicht. Du warst…perfekt. Und nun wo du deine Vergangenheit immer weiter hinter dir lässt, wirst du mehr und mehr zu dem was ich bin. Du wirst mir immer ähnlicher meine kleine. Trenn dich von Kip. Lass ihn hinter dir. Lass ihn zurück wie deine Vergangenheit und helfe mir. Sei bei mir und du kannst großes erreichen. Wir beide…wie Bonnie und Clyde.“

Seine Finger kraulen fast schon liebevoll über ihren Nacken. Spürt ihre Nackenhärchen, ihre Wärme. Er muss kurz beim Gedanken an Peyton schlucken, aber so wie sie eben mit ihm umgegangen ist. Nein, nein sie muss aus seinem Kopf verschwinden. Und wie könnte dies besser funktionieren als mit der Fickbeziehung von Sabian? Es wäre ein Zeichen, welches Kip seelisch zerstören würde. Bevor es überhaupt dazu kommen kann, bevor Kip überhaupt von all dem hier erfahren kann, ist es Bobbi dessen geistiger Zustand auf dem Prüfstand. Sie spürt wie alles in ihr schreit und wie ihr Magen immer mehr verkrampft. Sie sich alles danach sehnt aus dieser Situation zu befreien und doch fühlt sie sich so verdammt machtlos. So wie sie sich nie wieder fühlen wollte..

BOBBI: « ... und was dann? Ende ich wie.. deine Schwester? Werde ich gefoltert und dann verletzt zurück gelassen? Oder.. wird es so sein wie bei Peyton? Was sie wohl.. dazu sagen wird, dass deine Finger.. m-mich auf die-diese Weise berühren? »

Bobs kämpft gegen ihre eigene Ohnmacht an, versucht standhaft zu bleiben und Grimm nicht zu viel Macht über diese Situation zu geben. Dummerweise versagt ihre Stimme, droht immer wieder abzubrechen. Manche Worte wollen ihr nicht sofort einfallen oder kommen nur stotternd aus ihrem Mund.. und doch. Sie steht noch immer aufrecht da, beobachtet Simons Re­fle­xi­on und gibt dem Rauschen in ihrem Kopf nicht nach. Oder ist es doch nur das Wasser, welches aus dem Hahn strömt?

BOBBI: « Vielleicht sollte.. ich mich bei ihr bedanken.. und mir.. ein paar Tricks holen. Immerhin.. ist Bliss dank ihr nicht mehr ungeschlagen.. »

Grimm genießt es, dass er die kleine Blondine hier so aus dem Konzept bringen kann. Ihm geht es nicht wie Noam um irgendwelche sexuellen Befriedigungen aus Gewalt, Folter und Demütigung. Nein, er genießt es einfach nur wenn sich andere in seiner Gegenwart unwohl fühlen. So wie Bobs gerade. Ihre Stimme wird brüchig, ihr Körper zittert förmlich und doch…doch steht sie noch hier und leistet Gegenwehr. Tatsächlich hatte Grimm sie falsch eingeschätzt. Er dachte immer, dass sie der schwache Punkt in Kips Leben sei. Doch bei all dem wo Kip längst die Geduld verloren hätte. Sich in dämlichen Beleidigungen verstolpert hätte. Sie steht hier und ist das starke Mädchen. Sie wäre wundervoll, wenn sie nicht an Sabian hängen würde. Zu schade eigentlich. Wirklich.

- Simon Grimm -
„Ja…Ja das solltest du wirklich. Du und Peyton. Ihr würdet euch sicher gut verstehen. Beides so wundervolle Geschöpfe. Sprich mit ihr doch glaub mir. Bliss wirst du nicht schlagen können. Nein…ich brauch sie noch als Championess. Nichts gegen dich. Wirklich. Ich würde es dir gönnen, aber ich kann das nicht zulassen. Das verstehst du doch, oder?“

Seine Finger die gerade noch ihren Nacken gestreichelt haben, wandern nun langsam ihre Wirbelsäule hinab. Dazu muss er nur leider den Druck auf sie aufgeben. Aber die Blondine ist so ruhig in seiner Gegenwart…Immer weiter nach unten. Langsam. Zärtlich. Seine Fingerspitzen streichen immer wieder sanft über den Stoff ihres Oberteils. Die ganze Zeit, hatte er seinen Blick in den ihren gelegt. Wollte eindringen in ihre Seele, in ihr Inneres. Aber in Bobs lodert etwas, was er selbst bei seiner Schwester nie gesehen hat. Das, was er immer hervorkitzeln wollte.

- Simon Grimm -
„Hat Kip dir jemals gesagt was für eine wundervolle Frau du bist? So stark? So durchsetzungsfähig? Ich bin wirklich beeindruckt. Ermutigt er dich nach den Sternen zu greifen, oder hält er dich klein? Als seine persönliche Dirne? Als seine persönliche Beglückerin die er ab und zu mit netten Worten umgarnt damit sie sich stark fühlt und ihn nicht in den Wind schießt? Motiviert er dich, oder umspielt er dich? Du hast so viel vor dir in dieser Liga. Du kannst alles schaffen. Wenn du nur die richtige Person an deiner Seite hast, die deine Triggerpunkte findet.“

Sein Stichwort. Er lehnt sich nach vorne, schließt seine Augen und nimmt ihren süßlichen Geruch war. Immer noch mit geschlossenen Augen beißt er ganz vorsichtig und leicht in das Ohrläppchen von ihr. Nicht feste, nein. Nur um die Situation noch etwas unangenehmer für sie zu machen.. und genau das ist der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Der Bobbi endlich aus ihrer Angststare erlöst und ihr den Funken Mut schenkt, der ihr die ganze Zeit gefehlt hat. Ohne auch nur die geringste Ahnung zu haben ob es überhaupt was bringen wird, greift die Britin nach dem Seifenspender und donnert ihn mit all ihrer vorhandenen Kraft auf dem Kopf des Mannes. Die Überraschung nutzt sie zu ihrem Gunsten und stemmt sich mit ihrem Körper gegen ihn, versucht ihn so von sich zu drücken und Distanz zwischen sie zu bringen. Mit einem ersticken Schrei in der Kehle stolpert Grimm durch den Druck von Bobs gegen die Wand des Waschraumes. Unsanft knallt er gegen den Tuchspender, während seine Hände zu seinem Kopf wandern.

- Simon Grimm -
„Du Miststück weißt das ich recht habe…“

BOBBI: « Nein, verdammt! »

Antwortet die Blonde wie aus der Pistole geschossen, während sie sich umdreht und Simon direkt ansieht. In ihrem Gesicht spiegeln sich so viele Gefühle wieder, dass man sie kaum als differenzieren kann. Neben der Panik, die sich in ihr aufgestaut hat, ist dort auch Wut und Frust.

BOBBI: « Weder du, noch Pris habt recht. Er zieht mich nicht runter. Er ist auch keine Last, die mich zurückhält. Er ist der Mann, für den ich durch die Hölle gehen würde und der mich schon seit wir uns kennen motiviert hat weiter zu machen, besser zu werden und er ist es auch, der mich zu der Frau gemacht hat, die du heute siehst. Die diesen verdammten Titel holen wird und nicht nur dir, sondern ALLEN beweisen wird, dass ich mit Kip an meiner Seite zu einer starken, selbstbewussten Frau geworden bin. Dass alles was er getan mich vorangebracht hat und ich am Ende nur daran gewachsen bin. Genauso wie ich an allem was ihr mir versucht anzutun, wachsen werde! Ich werde alles schaffen. Ohne dich. Ohne Pris. Denn seid auch nur geblendet von euren eigenen Lügen.. und vergesst eine wichtige Sache... »

Bobbi greift nach dem Kästchen mit der Rose, die noch auf dem Waschbecken steht und reißt die Blume aus ihrer Befestigung. Das Kästchen wirft sie Richtung Grimm, während die Blume auf dem Boden vor ihr landet.

BOBBI: « The old me is dead. »

Bobbi tritt auf die Rose, bevor sie sich abdreht und zur Tür geht. Auf dem Weg zu dieser spürt sie wie der Drang zu verschwinden stärker wird. Fast schon hektisch beeilt sie sich den Stuhl von der Tür zu stoßen, um den Raum verlassen zu können.

- Simon Grimm -
„Irgendwann wirst du begreifen, dass er dir schadet. So wie er jedem schadet. Irgendwann wirst du angekrochen kommen und nach meiner Hilfe fragen. Hör auf meine Worte. Erst verliert dein Freund seinen Titel heute an mich und danach wirst du auf Bliss hochblicken und begreifen, dass du dein Potenzial nicht nutzen kannst.“

Grimm weiß, dass es keinen Sinn macht der Blondine nachzueilen. Jetzt mit dem Stuhl könnte sie ihn einfach KO schlagen und da ist die Gefahr vor seinem Match dann doch zu groß. Bobbi öffnet die Tür und riecht schon die Freiheit, der sie zum greifen nah ist. Doch bevor sie den Raum verlässt, dreht sie sich noch einmal um. Sie wirkt erschöpft und ahnt, dass diese Begegnung für sie zu einem Nachteil in ihrem eigenen Match werden könnte.

BOBBI: « .. just shut the fuck up already. Ich bin es satt dauernd zu hören, dass ich mein Potenzial nicht ausschöpfe. Dass Kip mich zurück hält.. wie oft haben sich versucht Personen in mein Leben einzumischen? Jeden verdammten Tag seit ich mich für dieses Business entschieden habe. Meine Freunde haben mir davon abgeraten, meine Eltern wollten es mir verbieten.. viele meiner Kollegen haben mich unterschätzt, mich nicht ernst genommen.. und doch stehe ich hier. Ich bin ein Teil der größten Company geworden. Ich habe mich durch gekämpft, habe nur ein einziges meiner Match wirklich verloren und stehe nun in einem Titelmatch. Wie oft soll ich Idioten wie dir beweisen, dass ich meinen Weg gehen werde? Dass ich das erreichen werde, was ich mir vornehme.. so wie ICH es möchte und ganz zu MEINEM Tempo... und vor allem MIT Kip an meiner Seite. Ihn zu lieben ist das Beste was mir je passieren konnte.. vor allem jetzt. »

Bobbi fühlt wie sich noch mehr Emotionen in ihr Aufstauen und sie unfähig machen weiter zu sprechen. Sie muss hier weg. Weg von Grimm und sofort zu Kip. Genau deswegen dreht sie sich nun komplett ab und geht.

- Simon Grimm -
„Beeindruckend. Wirklich….“

Er blickt Bobs nach, während sein Kopf immer noch von dem Schlag hämmert. Aber diese Frau…Scheinbar muss er sie doch mehr im Auge behalten als er es am Anfang vermutet hatte. Doch bevor er weiter reagieren kann, schalten die Kameras zurück zu den Kommentatoren.

Noelle Foley: "Als Frau hier muss man wirklich mit einem Elektroschocker durch die Gänge laufen. Es wird immer schlimmer!!"

Byron Saxton: "Ja, da hast du Recht. Und es widert mich an wie Grimm sich Bobbi da aufgedrängt hat.."

Johnny Curtis: "Dafür kriegt der Spinner auch ordentlich eins auf die Mütze von Kip, später!"



Jetzt aber vielleicht! Nachdem sie vorhin die Abgeschiedenheit gesucht hat, kam ihr Mark Haskins in die Quere. Auch wenn dieser einige Punkte angesprochen hat, die nicht von der Hand zu weisen sind und durchaus einen gewissen Eindruck hinterlassen haben, so war seine Anwesenheit im gesamten Bild eher störend. Nun startet Toni Storm einen neuen Anlauf. Aber wieder findet sie keine Ruhe...immer und immer und immer wieder denkt sie nur daran, was sie später Rhea Ripley antun will. Allein sich vor dem geistigen Augen vorzustellen, wie sie Ripley leiden lassen kann, befriedigt schon ihre Gier nach Rache. Diesen Moment will sie nutzen, es genießen und Kraft daraus ziehen...vor allem nachdem sie sich von Candice LeRae und vor allem Catherine im Stich gelassen fühlt. Ausgerechnet Candice...ihre Candy, die für sie wie eine große Schwester ist. Warum musste sie sich gerade heute einmischen? Die letzten Wochen hatte sich LeRae doch eh mit Leah Van Dale, Tegan Nox oder Shotzi Blackheart beschäftigt und Toni eher links liegen gelassen. Das stimmt so zwar nicht ganz...aber das redet sich Storm in ihrem Wahn gerade ein. Und Catherine? Die Liebe ihres Lebens hält eher zu Candice, anstatt zu ihr? Verächtlich schnaubt die Australierin aus. Dass die beiden Frauen es mit ihr nur gut meinen und ihr helfen wollen kommt der Blondine natürlich nicht in den Sinn. Verärgert schiebt sie die Zwei beiseite...sie braucht sie nicht! Toni ist davon überzeugt, heute im Kampf gegen Rhea keinen an ihrer Seite zu benötigen.

Toni Storm: Ach, scheiß auf alle...

...knurrt sie, während sie auf eine Kiste setzt, die so hoch ist, dass ihre Füße gerade so den Boden streifen können. Vorhin wurde es nich ganz offensichtlich...aber jetzt fällt auf, dass ihr IN-Ring Outfit heute komplett in schwarz gehalten ist. Selbst ihr Mantel und die Cappy haben keinen Tupfer Farbe und keinen Flecken weiß vorzuweisen.

Toni Storm: Was willst du? Ach, egal...interessiert mich nicht...verpiss dich!

Toni ist nicht mehr alleine, da sich eine weitere Person zu ihr gesellt hat. Eine freundliche Begrüßung sieht definitiv anders aus.

Nicht die geeignete Zeit, um Circe auf diese Weise anzusprechen, doch das kann Toni natürlich noch nicht wissen und falls doch, scheint es so, als wäre ihr das auch ziemlich egal. Wiederrum egal ist es der Jersey Rose, ob sie ihrer Gegenüber im weiterem Verlauf ihres zufälligen Treffens ganz aus Versehen den Kiefer bricht. Erstmal durchatmen.
Eigentlich schlenderte die Blondine mit sich und ihren Gedanken beschäftigt durch den weitläufigen Backstage Kosmos, wobei sie Alles um sich herum weitestgehend ausblendete. Die schlechten Schwingungen, die Storm aussendet, sind für sie aber natürlich nicht zu ignorieren und so wird sie schon fast blind zu der Australierin geführt.
Nach deren nicht ganz so freundlichen Begrüßung steht Circe nun mit überraschten Blick einige Schritte vor der hübschen Gold Coast Queen stehen und ist sich nicht ganz sicher, ob sie gerade richtig gehört hatte. Ist das wirklich die Dame, die als so optimistisch bekannt ist, dass man kotzen will, sobald Toni mit ihrer guten Laune und 'Niemals aufgeben Einstellung' durch die Gegend flaniert. Davon ist jetzt jedoch nichts zu erkennen, so dass das Jersey-Girl beinahe schon vergessen hat, wie Stormy mit ihr gesprochen hatte. Aber eben nur beinahe. Zwischen ihren Augenbrauen bilden sich tiefe Zornesfalten, als sie den Augenkontakt zu der Blondine sucht, einen Schritt auf sie zugeht und nun nur noch wenige Zentimeter von ihr entfernt ist.

Circe:
"Ich weiß nicht, wer Dir Deine Happy-Pills geklaut hat und es ist mir ehrlich gesagt auch ziemlich egal, doch redest Du noch ein einziges Mal so mit mir, reiße ich Dir die Zunge raus!"

Das Gesicht der Puppennspielerin befindet sich ganz nahe vor dem der jungen Frau aus Down Under, ihre Augen sind zu schmalen Schlitzen verengt und Sekunden vergehen, in denen sich die Beiden nur anstarren. Es würde niemanden verwundern, würden sich die beiden schlechtgelaunten Damen jeden Moment aufeinanderstürzen, doch plötzlich lacht die Jersey Rose laut auf und klatscht in die Hände. Sie tänzelt einige Schritte nach hinten, dreht sich ein Mal um die eigene Achse und mit einem kleinen Sprung befördert sich die Jerseyanerin wieder direkt vor Toni.

Circe:
"Sooo, dann beruhigen wir uns jetzt mal ein wenig, atmen tief durch und Du versuchst, nicht offenen Auges in Dein Verderben zu laufen, Toni. Du bist so ein hübsches Mädchen und es würde mir schon etwas im Herzen schmerzen, müsste ich das ändern. Weißt Du, ich habe keine Ahnung was für Probleme Du hast, und ehrlich gesagt interessiert mich das auch nicht, aber wirf nicht Dein Leben wegen einer schlechten Laune weg. Genau das tust Du jedoch, wenn Du glaubst, Du könntest mit mir so sprechen, wie Du vielleicht mit Deinen kleinen Gespielinnen umspringst. Das ist meine erste und letzte Warnung,... okay?!"

Das Jersey-Girl verzieht ihre Lippen zu einem schiefen Lächeln, starrt ihre Gegenüber noch einige Momente an, bevor sie einen Schritt zurückgeht, um die Spannung etwas aus dieser Situation zu nehmen. Zu gerne hätte sie Stormy auf der Stelle in Stücke gerissen, um den aufgestauten Frust endlich mal loszuwerden, doch ist Circe noch genug Frau ihrer Sinne, um zu wissen, was für eine schlechte Idee das wäre. Nur unnötig Ärger und so verschränkt die ehemalige Liv Morgan ihre Hände hinter dem Rücken, dreht ihren Oberkörper langsam von die Eine auf die andere Seite und sieht sich etwas um, während sie auf eine Antwort, besser noch eine Entschuldigung, seitens Toni Storm wartet.

Toni Storm: Deine erste und...letzte Warnung? Fuuuuck, für wen hälst du mich? Seh ich aus wie Allie, die sich davon gleich einschüchtern lässt?

Nicht gerade schmeichelhaft, wie sich Storm über die blonde Kanadierin, die man auch als "Bunny" kennt, auslässt. Eigentlich hat Toni auch nichts gegen die sympathische Allie. Aber deren Naivität und Unsicherheit sind bekannt, weswegen es hier als Vergleich durchaus passt. Alles andere als eingeschüchtert geht die Australierin bewusst einen Schritt nach vorne, um den alten Abstand wieder herzustellen. Auf eine Entschuldigung wird Circe lange warten können.

Toni Storm: Mein Problem...MEIN PROBLEM...ist, dass in der c fuckin' 2 fuckin' c zuviele Weiber rumlaufen, die denken, dass ihnen die Welt gehört. Die durch die Gänge stolzieren, dabei lügen, betrügen und auch ihren engsten Vertrauten jederzeit ein Messer in den Rücken rammen, wenn es zu ihrem eigenen Vorteil. Und dabei glauben sie, dass jeder vor ihnen kuschen muss und sie davon kommen, ohne Konsequenzen davon tragen zu können. Weißt du...das kotzt mich so an! Aber das reicht...ich lass da nicht mehr auf mir herum trampeln! Ein großes Messer steckt in meinem Rücken...das habe ich wieder herausgezogen und werde es zu meinem eigenen Vorteil nutzen. Heute Abend wird sie Konsequenzen spüren zu müssen...

Ohne ihren Namen zu nennen ist klar, dass Toni von Rhea Ripley spricht. Wobei die Formulierung genug Spielraum dafür lässt, um die Beschreibung auch auf Circe ummünzen zu können. Ob nun von Storm so gewollt oder nicht spielt dabei keine Rolle. Von einem anderen Blickwinkel aus könnte dies auch als Anklage gegen die allgemeinen Zustände in dieser Liga verstanden werden. Ein interessanter Aspekt...hat die Begegnung mit Mark Haskins doch tiefere Spuren bei Toni hinterlassen, als dieser selbst vermuten würde? Aber wie man es dreht und wendet...im Endeffekt dreht sich für die junge Blondine heute alles nur um Rhea. Circe ist dabei das Ventil, um schon etwas Frust abzulassen. Toni sollte nur den Fehler nicht begehen, die ehemalige Liv Morgan zu sehr zu reizen. Man wird die Vermutung nicht los, dass Storm etwas zu kopflos agiert und daher überall aneckt...auch dort, wo sie es lieber sein lassen sollte. Von dieser Selbsterkenntnis ist Storm ziemlich weit entfernt. Sie zieht ihre Oberlippe etwas nach oben und wirft einen leicht abschätzigen Blick auf Circe.

Toni Storm: Oder hast du damit ein Problem?

Äußerlich vollkommen unbeeindruckt verzieht das Jersey-Girl keine Miene, kein Muskel bewegt sich, als Stormy auf sie zugestürmt kommt und während ihrer gesamten Wutrede versucht Circe den Augenkontakt zu halten. Ist es eigentlich grundsätzlich nicht die beste Idee, auf diese Weise mit der Puppenspielerin zu sprechen, kann es zur Zeit besonders übel ausgehen, denn befindet sie sich nicht in der besten Stimmung. Anstatt heute gegen Alexa Bliss um die Women´s Championship anzutreten, darf Circe der gesamten Action von außen zuschauen und steigt überhaupt nicht in den Ring. So hohe Ziele hatte sie sich gesetzt, doch ist Alles anders gekommen und so würde es der Jersey Rose wohl nichts ausmachen, der Australierin für ihre Unverschämtheiten das Gesicht etwas neu zu modellieren. Aber nein, durchatmen und sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Pff, welche Ruhe? Du bist ein nervliches Wrack und Du weißt es!

Circe:
"Was?!"

Verwirrt sieht sich die Jerseyanerin um, bevor ihr bewusst wird, dass hier niemand außer Toni und sie anwesend ist, so dass gerade wie eine ziemliche Idiotin wirkt, was ihr nicht helfen wird, ihren Standpunkt zu festigen. Ignorieren ist jetzt wohl die richtige Strategie. Mit einem süffisantem Lächeln richtet Circe ihren Blick auf Australierin, lacht leise auf und streicht sich einige Haarsträhnen aus dem Gesicht, während sie mit fester, ruhiger und leicht spöttischer Stimme spricht.

Circe:
"Was hast Du gezwitschert, kleiner Vogel? Zu schwer war Dein zartes Stimmchen zu hören, so dass ich hoffe, die Anstrengung wird Dich nicht umbringen und das Du schon bald wieder nahe dem Boden fliegst."

Ein helles Lachen folgt diesen Worten, die die Jerseyanerin wie ein Poetry Slam Künstler vorgetragen hat und Toni nun mit möglichst vielsagendem Blick anzusehen. Lange kann sie diese gekünstelte Ernsthaftigkeit jedoch nicht aufrechterhalten und sie lacht erneut laut auf, doch schlagartig verstummt es auch wieder, um einem kalten Funkeln in ihren Augen Platz zu machen. Zwar lächelt Circe noch immer, doch wirkt dies emotionslos auch ihre Stimme hat einen kühlen Klang angenommen, als sie nun weiterspricht.

Circe:
"Wie ich gerade schon sagte, interessieren mich Deine Liebesprobleme nicht, Tonilein. Was mich jedoch sehr wohl interessiert ist, dass Du offenbar vollkommen vergessen hast, was gesund für Dich ist und Dein momentanes Verhalten ist genau das Gegenteil von gesund. Du scheinst zwar vollkommen in Deiner Blase der gescheiterten Liebschaften zu leben und bekommst offensichtlich gar nichts mehr von dem mit, was um Dich herum geschieht. Trotzdem solltest Du vielleicht doch irgendwo gehört haben, dass meine letzten Wochen auch nicht besonders gut gelaufen sind und das Letzte, was ich gebrauchen kann, ist ein Püppchen, das auf Actionfigur macht."

Ein freudloses Lachen folgt diesem kleinen Witz, bevor Circe knapp den Kopf schüttelt und einen Moment sieht sie Storm schweigend an, bevor sie leise seufzt. Sie hat nicht einmal wirklich Lust sich richtig aufzuregen und ihr fährt ein kalter Schauer über den Rücken, als sie darüber nachdenkt, wie es ihr gehen würde, hätte Mary sie vor Kurzem nicht auf einen ganz besonderen Trip mitgenommen hat. Wahrscheinlich hätte das Jersey-Girl der Australierin einfach nur eine geknallt und wäre weitergegangen, ohne sich überhaupt auf ein Gespräch einzulassen. Nun steht sie jedoch hier, kann die Wut und Enttäuschung in Toni förmlich spüren, woraufhin ein kleiner Teil in ihr sogar helfen möchte. Schluss jetzt! Von einem verächtlichen Schnauben begleitet versucht die Jerseyanerin die rührseligen Gedanken zur Seite zu schieben, konzentriert sich auf die negativen Gefühle in ihr und ist bereit, sie der sonst so gut gelaunten Gold Coast Queen entgegenzuschleudern. Komm, noch ein blöder Spruch und ich kann loslegen. Fast flehend, mit einer gewissen Vorfreude blickt Circe ihre Gegenüber an, ballt ihre Hände unbewusst zu Fäusten und Alles in ihr drängt sie dazu, sich auf sie zu stürzen. Was würde es Dir bringen? Nur Ärger und unnötigen Stress.
Da ist sie wieder. Diese Stimme in ihrem Kopf, die ihr so bekannt vorkommt und doch kann es nicht sein. Die Jersey Rose sieht sich vorsichtig um, blickt dann wieder Stormy an und versucht an deren Reaktion zu erkennen, ob sie vielleicht auch etwas gehört hatte, aber dem scheint nicht so zu sein. Reiß Dich zusammen! Ihre eigene Stimme ruft sie innerlich zur Ruhe und die Blondine atmet tief durch, schließt die Augen, während sie sich auf ihren Hass zu konzentrieren versucht, anstatt die Vernunft in ihr zu Wort kommen zu lassen. Langsam öffnet sie nun wieder ihre Augen, ihre Mundwinkel zucken leicht nach oben und formen sich schließlich zu einem schiefen Lächeln, was sehr seltsam zu beobachten ist.

Circe:
"Du kannst mit Rhea machen, was Du möchtest, denn es kümmert mich einen Dreck, Toni. Wagst Du es aber noch einmal so mit mir zu reden, dann wird nichts mehr von Dir übrigbleiben, womit Du ihr irgendwas entgegensetzen könntest. Hast Du das jetzt endlich verstanden und können wir hier einen Neustart versuchen, oder willst Du weiterhin Deinem Zorn freien Lauf lassen und offenen Auges in Dein Verderben laufen? Deine Wahl, kleines Vögelchen!"

"Deine Wahl"...Circe klingt so, als würde sie Toni etwas Gutes tun wollen, indem sie sie noch warnt. Storm sieht aber absolut keinen Grund, auch nur annäherend über dieses "großzügige" Angebot nachzudenken. In ihr kocht es immer mehr und man müsste sich gar nicht mehr wundern, wenn ihr Gesicht dazu noch rot anlaufen würde. Kurz herrscht nach dem "Vögelchen" Stille. An anderen Tagen wäre die Australierin sicher verwirrt gewesen wie sich Circe ihr gegenüber verhält. Als würde sie Stimmen hören oder unter Verfolgungswahn leiden. Heute aber blendet sie das komplett aus. Dafür reitzt die Puppenspielerin sie viel zu sehr. Sie fühlt sich vom Jersey Girl nicht ernst genommen und nur belächelt. Normalerweise würde sie das mit einem kessen Spruch kontern und sich dann aufgrund des anstehenden Matches verziehen. Normalerweise...

Toni Storm: Aaaaahhh...Fick dich, fick dich, fick dich...Scheiße, ich kann das den ganzen verfickten Tag machen, wenn ich darauf Bock habe...fiiiiiiick dich! Genau das sage ich zu deinem ganzen Bullshit! UND JETZT? Hm...willst du mich anstarren oder mir mit deinen komischen Bewegungen und Zuckungen Angst machen? Fuck...ich rede jetzt mit dir, so wie ich es will! Und weißt du auch warum? WEIßT DU AUCH WARUM? Weil ich Toni fuckin' Storm bin! Ich reiß mir doch nicht seit zehn Jahren meinen Arsch auf, nur damit Trullas wie du oder Rhea meinen wie den letzten Müll behandeln zu können. Aber eins ist klar...da draußen...da draußen in der Halle sind zahlreiche Fans da, die wegen MIR gekommen sind! Sie wollen sehen, wie ich heute Rhea in die Finger bekomme und sie in der Luft zerreiße! Genau das wird auch passieren! Kein Hahn kräht danach, ob du wieder einen dämlichen Clown imitierst. Auch weil du einfach nicht relevant bist...NICHT RELEVANT! Und wenn DU nicht aufpasst, dann werde ich mir dir als Nächstes vorknöpfen...klar soweit?

Da scheint Circe ein paar richtige Knöpfe gedrückt zu haben. Toni fährt komplett aus der Haut und versucht schon gar nicht die Fassung zu bewahren. Mit zitternder Oberlippe und sichtbaren Zornesfalten auf der Stirn gestikuliert sie mit beiden Händen heftig vor Circe. Sie blendet weiterhin aus, dass dabei ist auf ihr mögliches Verderben zuzusteuern. Immerhin ist die Puppenspielerin unberechenbar und brandgefährlich. Geht es so weiter, könnte Toni den Beginn des Matches gar nicht mehr erleben. Die Gold Coast Princess ist so in Fahrt, dass sie sich von den erneuerten Drohungen der ehemaligen Liv Morgan nicht aus dem Konzept bringen lässt. Dabei dreht sie den Spieß um und bedient sich einer für sie eher ungewohnten Wortwahl. Wenn man nicht wüsste, wie sie sich in ihrem Zorn verliert und ihren Denkapparat gar nicht mehr zu verwenden scheint, könnte man ihr glatt Arroganz und Überheblichkeit vorwerfen.

Toni Storm: Deine letzten Wochen sind nicht gut gelaufen? Bitch, ich bin kein beschissenes Püppchen sondern einer der besten Athletinnen, die dieses Biz zu bieten hat. Wenn ich loslege und du mir dann weiterhin im Weg stehen willst, dann werden dir deine letzten Wochen wie der Siebte Himmel vorkommen.

Mit Circe ist nicht gut Kirschen zu essen...mit Toni in dieser Stimmung aber auch nicht. Sie atmet hörbar schwer und kann ihre Finger kaum bändigen. Am liebsten würde sie der anderen Frau gerne ordentlich eine knallen...all die Frustration, die Ripley verursacht hat, schon einmal an Circe auslassen. Dafür würde Storm auch eine wilder Schlägerei in Kauf nehmen. Aber ein letzter...ein winzig kleiner Funken an Vernunft meldet sich zu Wort. Immerhin ist sie hier, um sich Rhea Ripley vorzuknöpfen. Da ist es nicht wert sich mit Circe zu prügeln. Das hält Toni zurück und scheint sie auch zum Rückzug zu bewegen. Ruckartig dreht sie sich aber nochmal zum Jersey Girl um.

Toni Storm: Eins noch...wenn du es nochmal wagst dich abfällig über mein Liebesleben zu äußern, dann reiß ich dir jedes Haar einzeln aus...verstanden?

Ein richtig wunder Punkt. Toni ist wegen Catherine eh verletzt...da reicht schon eine indirekte Andeutung von Circe aus.

Wieder bleibt diese äußerlich völlig ruhig, während es in ihrem Inneren brüllt, schreit und umhertritt. Etwas in ihr will sich auf die Australierin stürzen, ihr die Haut in Fetzen vom Körper reißen und dafür sorgen, dass sie nie wieder so mit Circe spricht. Niemals wieder. Aber nichts. Keine Regung, kein Wort kommt über die Lippen der Jersey Rose, die Toni weiterhin nur ansieht, ihre Augen zusammengekniffen und die Lippen zu schmalen Strichen aufeinandergepresst. Ihr Kopf zuckt nervös, woraufhin sie ihn etwas kräftiger schüttelt, als könne sie damit ungeschehen machen, was hier gerade geschehen ist, oder als würde sie dadurch aus einem Traum aufwachen. Irgendwie kommt ihr die Situation surreal vor, denn ist sie doch eigentlich diejenigen, die ihren Gesprächspartnern unwohl fühlen lässt, doch hier ist es Storny, die Circe auf dem falschen Fuß erwischt hat. Kennt sie die Frau aus Down Under eigentlich eher als ruhige Zeitgenossin, die gechillt an die Sachen herangeht, wirkt sie hier wie ausgewechselt und scheint so in ihrer kleinen Trotz- und Wutblase gefangen zu sein, dass Puppenspielerin mit Worten nicht viel bei ihr erreichen wird. Zeit für Gewalt? Nein, auch das würde wohl wenig bringen. Nicht jetzt. Nicht hier.

Circe:
"Ich habe verstanden, Toni. Verstanden, dass Du augenscheinlich an einer Todessehnsucht leidest, die ich Dir aber nicht erfüllen werde. Fühl Deinen Schmerz, tauch ein darin und zieh Dir Kraft aus ihm. Er wird Dir helfen, Dich stärker machen und vielleicht hilft er Dir sogar, wenn wir uns demnächst im Ring gegenüberstehen werden, denn Deine Respektlosigkeit mir gegenüber wird nicht unbeantwortet bleiben. Suhl Dich bis dahin weiterhin in Deinem Selbstmitleid, doch pass auf, wem Du derweil noch ans Bein pisst, denn ein Anderer ist vielleicht nicht so mitfühlend wie ich."

Sie funkelt die Gold Coast Queen noch einige Sekunden mit zornigem Blick an, bevor Circe sich abwendet und Toni mit ihren Gedanken alleine lässt. Die Kamera folgt ihr einige Schritte, bevor es einen erneuten Schnitt auf das Gesicht der blonden Australierin setzt und schließlich zurück in die Arena geschaltet wird.

Noelle Foley: "Ich kann verstehen, das Toni nicht besonders gut drauf ist und das sie den heutigen Abend so schnell wie möglich hinter sich bringen möchte, doch sollte sie sich überlegen, wem sie in ihrem Rage vor den Kopf stößt. Circe sollte man sich nicht unbedingt zur Feindin machen."

Johnny Curtis: "Grundsätzlich würde ich Dir Recht geben, denn auch ich würde mich nicht mit Circe anlegen wollen, aber bei Toni Storm mache ich mir da inzwischen keine Sorgen mehr. Sie wirkt mit jeder Woche härter und ich würde mir wünschen, sie behält sich diese Art bei."

Byron Saxton: "Für mich klang das wie eine Herausforderung seitens Circe an Toni und ich bin mir sicher, wir werden die Beiden schon sehr bald gegeneinander im Ring sehen."



MATCH 7
TRIPLE THREAT UNPADDED MATCH
c2c Westcoast Championship
Willow (c) vs. Joe Hendry vs. Velveteen Dream


Writer: ???



Melissa Santos: "Making his way to the Ring... from Edinburgh SCOTTLAND... weighing in at 230 pounds.. the Prestigesone.. JOOOOOOOOOOOOOE HEEEEEEEEEEEEEEEEEEENDRY!"



Mit einem Mal ist es dunkel in der Halle und nur einzelne violettfarbene Lichter beleuchten den Entrancebereich, ehe der Beginn einer Theme den Fans schon Preis gibt, wen sie nun gleich erwarten dürfen.



~ Velveteen Dream..... HIT IT!~

Mit diesen simplen Worten bricht ein regelrechter Jubelsturm in der Arena aus. Der Mann der nun die Bühne betreten wird, ist durchaus beliebt bei der Fangemeinde - wohl auch durch seine Extravaganz die er an den Tag legt. Diese strahlt er auch durch jede Pore aus, als er mit dem Rücken zu der ansässigen Crowd steht. Violettfarbene Nebelschwaden umringen ihn als das Licht der Halle nun auch anspringt und ihn in ein helles Licht hüllt. Mit einer langsamen Drehung wendet sich der Velveteen Dream dann den Fans zu und erntet dafür nur noch mehr Jubel. Sein Blick schweift durch die Fanreihen, ehe er sich dann langsam in Bewegung setzt und den Zuspruch der Fans regelrecht in sich aufsaugt.



Oh ja er liebt das! Das erkennt man deutlich an seiner gesamten Körperhaltung die er an den Tag legt. Immer wieder wenn das Lied seinen Namen ausspricht, bewegt er seine Lippen symbolisch mit. Zwar versuchen die Fans ihre Hand nach dem Dream auszustrecken, aber sein Blick ist schon komplett auf den Ring fixiert. Als er an diesem nun ankommt, streicht seine Hand über den Rand von dessen, während er die Abzweigung nach rechts nimmt. Das ganze passiert in einem fast schon genüsslichem Tempo, als hätte Velveteen alle Zeit dieser Erde. An der rechten Ringseite bleibt er dann stehen und betrachtet die Fanreihe genauer die weiterhin ihre Hände nach ihm ausstrecken um vielleicht einen Handshake oder ein Abklatschen zu ergattern. Ein simpler Luftkuss muss jedoch ausreichen, ehe die Miene von Dream sich schon regelrecht versteinert, während er nun auch von Melissa Santos angekündigt wird.



Melissa Santos: "Making his way to the ring.. from Capitol Hill - Washington D.C... weighing 227 pounds.... He is the VELVETEEEEENNNN DREAAAAMMMMM!!!!"

Während Melissa das so verkündet hat, hat Dream nun auch den Ring langsam geentert und begibt sich dort in die Mitte. In dieser macht er dreimal eine Drehung um die eigene Achse, ehe er sich fast schon divenhaft auf die Matte fallen lässt und sein Blick gen Decke gerichtet ist. Für eine kurze Zeit befindet er sich in seiner ganz eigenen Welt, ehe er sich auf den Bauch dreht und den Fans in den Zuschauerreihen noch einmal einen Blick widmet. In gemächlichem Tempo kommt Velveteen dann auf die Beine und streift sich die getönte Sonnenbrille und auch das obere Hemd, das er trägt ab. Er ist bereit!



Und der Theme seines gegners wird abgespielt, während die Lichter der Halle allesamt erlöschen.



Jedes Ding hat seine Zeit. Eine Blume erblüht und verwelkt. Auch Erinnerungen haben kein Recht auf ewiges Leben. Und Die schmerzhaften sollten wir auslöschen. Besser man versenkt solche Dinge in den dunklen Tiefen der Lethe. Den Fluss des Vergessens. Die goldene Regel für alles lautet Balance. Zwischen Licht und Dunkel, zwischen Krankheit und Gesundheit oder sogar zwischen Falsch und Richtig. Und auch wenn diese Schlacht heute richtig oder falsch sein wird. Willow wird alles dafür geben sie zu gewinnen.



Wie ein durchgedrehter auf Drogen hampelt der Maskierte auf der Stage herum ehe er sich in Richtung Ring begibt, wo man ihn jedoch nichtmehr wirklich erkennen kann da alle Lichter der restlichen Halle noch immer ausgeschaltet sind.

Aber wofür braucht man denn auch bitteschön Licht? Licht ist nutzlos wenn das, was es beleuchtet, Schmerz und Leid verursacht. Und Willow wird heute Abend wahrlich viel Schmerz und Leid verursachen. Im Ring scheinbar angekommen springt Willow auf die Seile um diese als Sprungbrett zu benutzen und zeitgleich mit einen aufblitzen der Hallenbeleuchtung direkt vor seinen Gegner zu landen.

* DING DING DING *

Joe Hendry besiegt Willow & Velveteen Dream by pinfall via Freak of Nature an Willow (14:03min.)

Here is your winner and NEEEEEEWWWWWWWWWWWW c2c WESTCOAST CHAMPIOOOOOONNNNN: JOOOEEE.. HENDRYYYYYY!

Noelle Foley: "Das hätte ich nun echt nicht gedacht, aber Joe hat sich diesen Sieg auf jeden Fall verdient. Die Männer müssen Schmerzen haben, die will ich mir gar nicht vorstellen. Oh Mann!"

Byron Saxton: "Brutale Matchart, ohne Zweifel und Respekt an den Überlebenden und neuen Westcoast Champion Joe Hendry! Da wird Nigel McGuinness ganz bestimmt zufrieden sein."

Johnny Curtis: "Wen interessiert das jetzt, Byron? Joe Hendry hat mit diesem Sieg seinen Wert bewiesen und ich denke, nun muss seine Position in der Organisation eventuell neu überdenkt werden."



Schon seit geraumer Zeit beobachten die Fans über den Titantron, wie Peyton Royce durch den Backstagebereich wandelt und dort zwanghaft nach Shotzi Blackheart sucht. Warum? Das hatte sie bisher noch nicht verraten. Die Zuschauer wissen nur, dass die Australierin und die Schwester von Simon Grimm sich bereits kennen - logisch, schließlich ist Royce die Exfreundin ihres Bruders. Da läuft man sich das ein oder andere Mal über den Weg. Bei der Show in Atlanta hatte Peyton dafür gesorgt, dass Blackheart einen Sieg gegen die angeblich unbesiegbare Alexa Bliss - ihres Zeichens Women's Championesse - einfahren kann. Obwohl sie auf der Hut vor der wütenden Blondine sein sollte, ist sie scheinbar aber relativ unbedarft unterwegs. Es wirkt so als würde sie keine Angst haben vor der angekündigten Rache. Während ihres Auftrittes bei der Show so kurz vor dem aktuellen Special hatte Peyton auch gesagt, dass Shotzi ihre Hilfe als Entschuldigung hätte annehmen sollen - liegt darin vielleicht der Hase im Pfeffer? Möchte sich die Australierin vielleicht persönlich noch einmal bei der grünhaarigen entschuldigen? Und wenn ja - wofür? Fragen über Fragen, die aber von niemanden beantwortet werden. Auch nicht von Royce, die immer noch auf den Beinen ist und nach Grimms Schwester sucht. Dieses Mal hat sie aber einen Eisbeutel dabei, den sie sich an die linke Schulter drückt - das Match gegen Velvet Crowe hat sie offenbar mehr mitgenommen als ihr lieb ist. Gerade als sie ihren Kopf drehen möchte, zieht der Schmerz von der Schulter über den Nacken mit einem stechenden Gefühl in die Schläfen der Australierin - aua! Vielleicht sollte sie sich doch noch einmal durchchecken lassen beim Arzt. Ihre Muskulatur scheint steinhart zu sein.

Peyton Royce
"Bloody Loo ... !"


Nuschelt die Australierin mit ihrem schweren Akzent in ihren nicht vorhandenen Bart. Man kann ihr auch am Gesichtsausdruck ansehen, dass diese Bewegung deutlich geschmerzt hat. Dass die Muskeln nach einem intensiven Match schmerzen, ist normal und Peyton ist auch kein Rookie mehr als das sie das nicht wüsste, aber das ist definitiv nicht einfach nur ein harmloser Muskelschmerz. Sicherlich eine Blockade, die spätestens morgen ihren restlichen Oberkörper für die nächsten drei Tage lahm legen wird. Gerade als sie sich den Eisbeutel ein bisschen doller in den Nacken drückt, die Augen wieder öffnet und kurz tief einatmet, während sie zur Hallendecke sieht, scheint jemand auf sie aufmerksam geworden zu sein. Royce möchte zu demjenigen hinüber sehen, aber muss ihren gesamten Oberkörper eindrehen, damit sie ihren "Gast" ansehen kann. Unbemerkt hat ihr Körper bereits eine Schonhaltung eingenommen - gerade stehen! Sonst wird das ganze nur noch schlimmer. Ein mildes Lächeln zeichnet sich auf ihren vollen Lippen ab.

Peyton Royce
"Hey?"


Mehr eine Frage als eine reine Begrüßung. Schließlich ist Peyton ja eigentlich damit beschäftigt, nach Blackheart zu suchen - etwas, was sie aufgrund des Schmerzes kurz vergessen hat.

Nachdem die Kamera dem Blick der hübschen Dunkelhaarigen folgt, stellt sich der "Gast" als Austin Theory heraus. Nach dessen erfolgreichen Debüt gegen Timothy Thatcher vor einigen Wochen hatte man den Youngster nicht mehr gesehen, doch heute kehrt er zurück in den Ring und bekommt es gleich mit drei seiner Kollegen in einem Fatal 4 Way zu tun. Dementsprechend trägt er natürlich bereits seine "Kampfkleidung", die aus einer schwarz-weißen, langen Hose und hohen, knallroten Stiefeln besteht. Dazu trägt er eine ebenfalls dunkle Lederjacke, die seinen nackten Oberkörper mehr oder weniger gut bedeckt und natürlich darf auch ein charmantes Lächeln nicht fehlen, als er Peyton ansieht.

Austin Theory: "Hey!"

Er echot die Begrüßung der jungen Frau, sein Lächeln wird zu einem spitzbübischen Grinsen und möglichst unauffällig versucht er Royce ausgiebig zu mustern, was sich bei so einem Anblick als gar nicht so einfach herausstellt. Zumindest nicht, ohne dabei wie ein frühreifer Jugendlicher zu wirken, der zum ersten Mal eine schöne Frau sieht, denn so ein wenig fühlt er sich so. Es ist nicht so, dass er noch nie mit hübschen Frauen zu tun hatte, oh nein, ganz bestimmt nicht, aber aus irgendeinem Grund macht ihn diese Dame instant nervös. Nur nichts anmerken lassen, Junge!

Austin Theory: "Harter Kampf, hm?!"

Wow Sherlock, das war jetzt ja eine ganz schlaue Frage. Als würde man nicht sehen, dass Peyton Schmerzen hat und das dafür ihr noch nicht so lange zurückliegende Match verantwortlich ist, erscheint doch eigentlich recht logisch. Zusammenreißen, Mann! Noch ist nichts verloren und er kann die Kohlen aus dem Feuer holen, bevor sie total verbrannt sind, also Kon-zen-tra-ti-on.

Austin Theory: "Ich würde Dir ja eine Massage anbieten, aber das wäre wohl bisschen vorschnell und würde einen falschen Eindruck von mir vermitteln, richtig?! Wenn Du willst kann ich einen der Physiotherapeuten an Start bringen, damit er Dich mal durchcheckt und Dich von Deinen Schmerzen befreit. Oder willst Du ´nen Wasser?"

Weiterhin lächelnd deutet er auf einen Getränkeautomaten, der an einer Wand in der Nähe steht und will gerade nach Geld kramen, als ihm einfällt, dass er gar keine Hosentaschen hat. Mit einem verlegenen Lächeln klopft er seine Jacke ab, greift in eine der Taschen und tatsächlich bringt er ein paar Vierteldollar Münzen zum Vorschein, was in ein zufriedenes Grinsen auf die Lippen zaubert. Abwartend sieht er die Australierin an, während er nervös mit den kleinen Münzen in seiner Hand klimpert und er kann nur hoffen, dass ihn die hübsche Lady nicht sofort in die Wüste schickt.

Eine Massage? Das klingt irgendwie ein bisschen falsch - sicherlich war es anders gemeint als es für Peyton 'rüberkommt. Manchmal ist es ein Unterschied, ob man derjenige ist, der es ausspricht oder derjenige ist, der der Angesprochene ist. Sicherlich wollte Austin damit nicht das vermitteln, was bei der Australierin ankommt - etwas plumpes, eine Anmache, auf die man auch gern hätte verzichten können. Wenn man aber weiter darüber nachdenkt, dann kommt man wohl zu dem Entschluss, dass man eben nicht wie in einem billigen Porno eingeladen wurde, sondern dass Theory einfach freundlich sein wollte und dafür nicht die richtigen Worte gewählt hat - absolut nicht die richtigen Worte. Wahrscheinlich gibt es deshalb so viele Missverständnisse zwischen Männern und Frauen, wer weiß. Da seine Mimik und Gestik aber absolut nicht zu dem passen, was er dort erzählt, scheint Royce das alles entsprechend lesen zu können. Sie lächelt milde, nachdem sich ihr Gesichtsausdruck von skeptisch auf freundlich wieder zurück verändert hat. Etwas trinken? Das wäre vielleicht die bessere Alternative, anstatt durch die Gänge zu wandeln und nach einer Person zu suchen, die offensichtlich nicht hier zu sein scheint. Es wäre mit Sicherheit auch besser, wenn sie sich ausruhen, von den Ärzten wirklich durchchecken lassen würde - aber eigentlich hat sie sich selbst doch einen Auftrag gegeben. Wenn sie Shotzi heute Abend nicht findet, dann wird ihre Hilfe für die grünhaarige schnell wieder vergessen sein und der Drang, Peyton zu verzeihen, könnte gelindert sein. Entsprechend wäre es wichtig, wenn Royce sie finden würde. Aber bisher hatte sie auch niemand gesehen - gar niemand.

Peyton Royce
"Danke, aber ich habe heute Abend keine Zeit, um den typischen Ärztemarathon hinter mich zu bringen. Ich suche nach jemanden. Vielleicht hast du sie ja gesehen. Shotzi Blackheart - grüne Haare, immer schwarz gekleidet, könnte verängstigt sein eventuell."


Könnte verängstigt sein? Immer wenn Simon es irgendwie wieder in ihre Nähe schafft, scheint es nicht anders zu gehen, als das Shotzi verängstigt ist - eingeschüchtert von einem Menschen, der sich darauf versteht, anderen Angst zu machen. Naja, der sich darauf versteht, seine eigene Schwester soweit in den Wahnsinn zu treiben, dass sie nun versucht, sich zu verstecken. Oder sie wurde von ihm versteckt. Das kann man bei Grimm nicht immer so genau sagen. Schließlich scheint er zu allen Schandtaten bereit zu sein und auch keine Anstalten zu machen, sein Verhalten zu ändern. Er ist ein gefährlicher Mann, der sich lediglch darauf versteht, meistens die richtigen Worte zu finden. Worte, die andere entweder bezierzen oder verängstigen sollen und mit seiner bloßen Präsenz scheint er genau das in Perfektion zu schaffen. Bei Peyton hat er das ja auch hinbekommen. Er hatte sie um den Finger gewickelt und sie so manipuliert, dass es ihr jetzt gegenüber Blackheart verdammt leid tut. Deshalb hat sie ihr letzte Woche geholfen und deshalb möchte sie sich auch noch einmal eindringlich bei der grünhaarigen entschuldigen. Sie verdient das und das Gewissen der Australierin hat sich inzwischen eingeschaltet - Royce kann und will nicht mehr totschweigen, dass sie sich verwerflich verhalten hat. Sie kann dafür auch nicht ausschließlich Grimm die Schuld geben. Schließlich ist sie ein eigenständiger Mensch, der fähig dazu sein sollte, sich für richtig und falsch zu entscheiden. Immer noch kühlt sie sich ihren Nacken, blickt dann zu Boden und hält dann den Eisbeutel vor sich, sieht ihn eindringlich an, drückt das Eis darin hin und her. Es ist schon sichtlich geschmolzen. Dann erhebt sich ihr Blick wieder.

Peyton Royce
"Ein Wasser wäre fantastisch, vielen Dank. Ich glaube, ich muss eh mal ein paar Minuten Pause machen..."


Damit hat Austin ehrlich gesagt nicht gerechnet und so braucht er einen Augenblick, um mit der Situation umzugehen. Eigentlich ist er davon ausgegangen, sich sofort eine Abfuhr von der jungen Frau abzuholen, denn in diesen Gefilden ist es nicht üblich, sich mit den Newbies abzugeben und das er das trotz seiner eigenen Meinung noch immer ist, weiß der Youngster natürlich. Er hatte sich bereits irgendeinen blöden Spruch reißen und davontrotten sehen, doch nun sieht er sich dazu genötigt, ein Wasser zu besorgen.

Austin Theory: "Hey Mann, bleib mal stehen!"

Glücklicherweise kommt in diesem Moment ein junger Mann vorbei, der in einem dieser c2c-Overalls gekleidet ist, die beispielsweise die Technik-Crew trägt. Mit einer Hand packt Austin diesem leicht an der Schulter, während er mit der Anderen in seiner Jackentasche kramt und einige Münzen herausholt, die er dem überrascht aussehenden Worker zu übergeben versucht.

Austin Theory: "Tu einem Bro mal einen gefallen und hol der jungen Frau hier eben ´nen Wasser aus dem Automaten da! Restgeld kannste auch behalten, aber beeil Dich, Mann!"

???: "Aber das ist viel zu we..."

Austin Theory: "Ja ja, passt schon, sag ich doch und jetzt mach mal bitte!"

Er klopft dem Mitarbeiter kumpelhaft auf die Schulter, lässt seine Hand dort liegen und drängt ihn mit leichten Druck in Richtung Getränkeautomaten, bevor er sich mit einem charmanten Lächeln der Australierin zuwendet. Mit dem Daumen deutet er hinter sich auf den davongehenden Worker, zwinkert Peyton zu und zuckt dabei gönnerhaft mit den Schultern, während er einen vorsichtigen Schritt auf die junge Frau zugeht.

Austin Theory: "Hab Deine Bestellung ans Servicepersonal weitergegeben, denn zum Einen werden die für´s Wassertragen bezahlt und außerdem wollte ich Dich in Deinem Zustand nicht alleine hier herumwandern lassen. Verzeih mir, Süße, aber das sieht bisschen wie Frankenstein´s Braut aus und Du solltest beim Physiotherapeuten auf der Pritsche liegen und nicht irgendwelche Shotzis suchen."

Schieben wir es einfach mal seinem jugendlichen Leichtsinn zu, doch wird der Youngster wohl bald herausfinden, dass man einer Frau niemals vorschreiben sollte, was sie tun oder nicht tun sollte. Vor Allem nicht, wenn besagte Dame eh schon nicht bester Laune sind. Vorerst ist sich Austin jedoch keiner Gefahr bewusst, so dass er noch einen weiteren Schritt auf Miss Royce zugeht, jetzt nur noch eine Armlänge von ihr entfernt steht und mit leicht besorgtem Blick schaut er diese an. Wieso besorgt? Nun, wenn er auch offensichtlich nicht viel über das weibliche Geschlecht weiß, so scheint er doch mitbekommen zu haben, dass die schmerzgeplagte Frau gerne und vor Allem viel jammert, meckert, oder wie immer man es nennen will. Dem muss vorgebeugt werden, so dass die Natural Evolution das kann, was er neben dem Wrestling auch ganz gut beherrscht - das Reden.

Austin Theory: "Wenn diese Shotzi weiß, dass Du sie suchst, dann wird sie wahrscheinlich schon in Embryonalstellung unter irgendeinem Bett liegen und hoffen, dass Du sie nicht findest. Ich habe keine Ahnung, was sie Dir getan hat, es geht mich auch gar nichts an und ich will es auch überhaupt nicht wissen, aber ich gebe Dir echt den gutgemeinten Rat Dich erstmal abchecken zu lassen, Mädchen. Meine Tante Rosie hatte mal ´nen Hexenschuss, wollte den nicht untersuchen lassen und nun läuft sie seit zwanzig Jahren in gebückter Haltung durch die Welt. Vorsicht ist besser als Nachsicht. Ich kann Dich begleiten und wenn der Doc Dich angesehen hat, helfe ich Dir vielleicht auch suchen."

Wahrscheinlich weiß nicht einmal der junge Mann aus Georgia, warum er Peyton dieses Angebot gemacht hat, oder warum es ihm so verdammt wichtig ist, dass sie zum Physio geht. Womöglich will er in ein paar Tagen nicht hören, dass sie sich eine Muskelverletzung zugezogen hat und er es hier & heute hätte verhindern können. Zudem erinnert sie ihn an jemanden, doch weiß Theory einfach nicht an wen und so will er noch ein wenig Zeit mit ihr verbringen, damit es ihm eventuell einfällt.

Peyton Royce
"Danke, aber du musst verstehen - ich MUSS Shotzi finden. Ich habe das Gefühl, dass etwas nicht richtig ist. Dass etwas irgendwie im Argen ist, auch wenn es keiner ausspricht. Dann kann ich immer noch zum Arzt, aber das hat oberste Priorität."


Das Ziel hat sie eindeutig nicht aus den Augen verloren. Vielleicht ist sie aktuell nicht ganz auf der Höhe und sollte sich eventuell wirklich ansehen lassen, dann ausruhen, aber das passt aktuell einfach nicht in ihren Zeitplan. Shotzi wurde von niemanden gesehen. Niemand hat sie zumindest anreisen sehen und ihr Platz im Lockerroom ist auch entsprechend leer. Sie scheint wie vom Erdboden verschluckt zu sein und in Kombination mit der Anwesenheit von Simon, den Peyton ebenfalls heute Abend noch nicht gesehen hat, scheint das alles bis zum Himmel zu stinken - naja, zumindest für die Australierin. Auch wenn sie lächelt, wirkt sie besorgt. Nicht um sich selbst und ihre aktuelle Situation, aber viel mehr um die Situation von Blackheart. Ihr Unwohlsein nach dem Match heute Abend ist nichts weiter als das typische "ich hatte einen harten Kampf" - eben nichts, was nicht wieder weggehen würde. Das, was Shotzi vielleicht gerade passiert, könnte noch um einiges schlimmer sein. Beruhigt ist sie eh erst, wenn sie die grünhaarige irgendwo im Backstagebereich gefunden hat. Ihr Lächeln wirkt freundlich, aber dennoch entsprechend besorgt. Austin kann gar nicht wissen, warum Royce nach Shotzi sucht - er kennt ja den Hintergrund nicht. Er kann nur mutmaßen und liegt damit absolut falsch. Peyton streicht sich eine Haarsträhne hinter ihr Ohr und scheint von seinen Worten nicht unbedingt beruhigt zu sein. Es ist gut, dass er nichts weiß - ansonsten würde er wohl einen Abstecher in ganz dunkle Gefilde machen, in denen er rein gar nichts zu suchen hat. Peyton seufzt.

Peyton Royce
"Du hast mit allem Recht, was du da sagst, aber manchmal muss man Prioritäten setzen. Manchmal muss man sich eingestehen, dass man selbst nicht wichtiger als andere ist. Ich kann sie nicht einfach im Stich lassen - ich habe das schon viel zu oft gemacht."


Das hat sie - und in Situationen, in denen man besser seinen gesunden Menschenverstand benutzen sollte. Wahrscheinlich fühlt sich Royce deshalb gegenüber Shotzi so verpflichtet und auch wenn es die Leute nicht verstehen können, die sie bisher getroffen hat, so ist doch eine Sache deutlich klar - wenn Peyton nicht nach der grünhaarigen sucht, dann wird das niemand tun. So traurig wie es zu sein scheint, ist sie diejenige, die sich um sie sorgt - die einzige, die sich um Shotzi sorgt. Wahrscheinlich wäre es dem restlichen Roster schlicht egal, wenn sie verschwunden ist, aber Peyton ist sich bewusst, dass sie in diesem Moment durch die Hölle gehen kann. Sie könnte unsagbare Schmerzen haben und es würde niemand zu Hilfe kommen. Sie muss diejenige sein, die diesen Wahnsinn beendet, der eine Mischung aus Missbrauch, Gewalt und Schmerz ist. Viel zu lang hat sie die Augen einfach verschlossen und einzig und allein an sich selbst gedacht. Nicht mehr und nicht weniger macht ihr deshalb ein schlechtes Gewissen, was man ihr deutlich ansehen kann. Hilfe ist irgendwie unterwegs, Shotzi - halte einfach durch, auch wenn das manchmal schwierig ist.

Um ehrlich zu sein versteht Austin gerade nur Bahnhof, denn natürlich ist er noch gar nicht lange genug Teil des c2c, um zu wissen, wer mit wem, was hat und warum überhaupt. Aber viel wichtiger noch: es interessiert ihn auch nicht wirklich und so muss er sich das, was er wissen muss um diesem Gespräch noch ansatzweise folgen zu können, aus dem Wenigen ziehen, das seine hübsche Gegenüber preisgibt. Peyton ist also gar nicht mit dieser Shotzi verkracht, sondern will dieser vielmehr aus irgendeinem 50 Shades of Grey Verhältnis befreien, dass ganz offensichtlich etwas aus dem Ruder gelaufen ist. Okay, das sagte sie zwar mit keinem Wort, aber das ist genau der Scheiß, von dem der Youngster immer geglaubt hat, dass es im Backstage einer großen Wrestling Promotion abgeht. Aber hey, Konzentration! Was hat sie gerade gesagt? Man selber ist nicht wichtiger als Ander… was zum...?! Ist das ihr Ernst?

Austin Theory: "Moment, wenn ich da mal... nein, also ja, Freundschaft ist wichtig und manchmal muss man auch den Anderen helfen, bla bla, aber am Ende des Tages muss man selber gucken wo man bleibt. In den meisten Fällen erweisen die Anderen einem nicht immer die gleiche Freundlichkeit, denn viele der Anderen sind einfach nur Kackhaufen und lassen einen alleine im Regen stehen. Wenn ich mich nicht um mich kümmere, wer dann?!"

Eine Sichtweise, die gar nicht mal so verkehrt klingt, zumindest beim ersten Mal hören und wahrscheinlich wird Miss Royce diese Theorie der Austin Theory in kürzerster Zeit zerpflücken. Trotzdem, er kann sich schließlich nicht um den Scheiß seiner ganzen Brudis kümmern, denn sein eigener Scheiß bleibt dann liegen und fängt irgendwann an zu stinken. Daher sollte man sich immer erst um den eigenen Kram kümmern und wenn Zeit bleibt kann man ein Auge auf die Wehwehchen der Anderen kümmern. Kann er ihr das so sagen? Wahrscheinlich nicht, oder?! Okay, eigentlich ist dies genau der richtige Zeitpunkt um seine These einem Praxistest zu unterziehen und die gute Peyton mit ihren Sorgen und Schmerzen alleine lassen. Aber wieder meldet sich die leise, verkümmerte Stimme seines Gewissens und das er sich nicht damit beladen will, wenn die Ilconic als Sportinvalide endet. Kaum hörbar seufzt er, während er sich hoffnungsvoll nach dem kürzlich engagierten Wasserträger umzusehen, der aber noch immer am Getränkeautomaten steht und knapp den Kopf schüttelnd wendet sich der junge Mann wieder der hübschen Lady zu.

Austin Theory: "Okay, Vorschlag zur Güte: ich geleite Dich zumindest durch das Getümmel, damit Dich nicht noch irgendwer umrennt, okay?! Vielleicht ist Deine Freundin in der Nähe der Kellerräume. Ich würde mich da verstecken, denn es gibt dort viele verwinkelte Ecken, Heizungsräume und all so ´nen Scheiß. Freddy Krüger hätte seine helle Freude dort unten!"

Austin ist sich eigentlich sicher, dass Peyton auch ohne ihn klarkommen würde, doch auch wenn sie aus mehr oder weniger nachvollziehbaren Gründen noch nicht sonderlich viel gesagt hat, so mag der Youngster sie irgendwie. Wow, nein, er ist nicht verschossen oder so ein Blödsinn, nein, aber manchmal trifft man Menschen, die einem sympathisch sind und außerdem hatte der Unproven One bisher noch nicht wirklich Anschluss gefunden. Damit ist zumindest bewiesen, dass er für eine gewisse Zeit auch alleine klarkommt, aber auf Dauer nicht dafür gemacht ist. Partys mit fremden Menschen in irgendwelchen Hotelzimmern ist halt nicht das Wahre.
Verlegen sieht der Mann aus Georgia zu Boden, räuspert sich leise und als er die Australierin wieder ansieht, versucht er sich an einem charmanten Lächeln. Klappt nicht so super gut, aber glücklicherweise sieht es auch nicht vollkommen grenzdebil aus, so dass Peyton wahrscheinlich nicht schreiend oder lachend, oder schreiend vor Lachen davonläuft. Könnte sie wahrscheinlich auch gar nicht, also zumindest nicht sehr schnell.

Austin Theory: "Okay?!"

Peyton Royce
"Okay, und ich verspreche dir, dass ich mich durchchecken lasse und wir das mit dem Wasser vielleicht noch einmal wiederholen. Das klingt doch nach einem Deal."


Sie lächelt dankbar und scheint ihn nicht abwimmeln zu wollen - ganz im Gegenteil. Peyton macht ihm sogar einen Vorschlag, der ihn milde stimmen sollte. Schließlich scheint sie ein schlechtes Gewissen zu haben, dass die beiden sich mehr oder weniger zwischen Tür und Angel kennengelernt haben. In einer Situation, die vielleicht nicht unbedingt die beste ist, um neu Kollegen zu treffen. Die Australierin ist schließlich im Stress und macht sich entsprechend Sorgen um Shotzi. Austin hat sie also prinzipiell einfach nur auf dem falschen Fuß erwischt und sollte eine zweite Chance bekommen. Außerdem scheint er wirklich nett zu sein - gut erzogen - höflich - respektvoll im Umgang mit Frauen. Eigenschaften, die wohl nur die wenigsten im Business vorweisen können. Also scheint sie sogar ein bisschen beeindruckt von ihm zu sein. Sie sieht sich um und hakt sich dann ganz frei in seinen Arm ein, sieht ihn an und lächelt weiterhin.

Peyton Royce
"Auf geht's. Bring' den Invaliden über die Straße."


Noelle Foley: "Wie süß Austin hier ist!"

Byron Saxton: "Ganz anders wie vorhin.. Vielleicht motiviert ihn sein Sieg auch noch, wer weiß?"

Johnny Curtis: "Finger weg von meiner Frau! Sowas - Pfff!"



Es wird wieder Backstage geschaltet und heute ist keine normale Show sondern die Special Show und auch Heute ist die Card wieder voll mit Matches unter anderem der World Heavyweight Champion Noam Dar vs Brayn Danielson doch es hat sich ein Match zwischen den Titel Matches geschummelt wo es zwar nicht um den Titel geht es aber genau so hart wird es ist das Last Woman Standing Match zwischen Toni Storm und Rhea Ripley nun sehen wir eine von den beiden Rhea Ripley die Frau die Wochen lang maskiert ihre beste Freundin Toni Storm angegriffen hat und auch selber ein Angriff auf sich inziniert hat doch vor drei Wochen fiel die Maske und Rhea attackierte Toni nicht nur sondern kostete ihr das Match. Vor Woche erklärte sie das sie Toni Storm die Schuld gibt das selbst ihre Familie sie nie als die beste an sah. Damit aber nicht genug Rhea attackierte ihre komplizin eine nicht Wrestlerin im Ring und besiegte dann noch Ember Moon. Nun geht Rhea durch die Gänge und scheint Toni zu suchen als Begleitung hat sie ein Baseball Schläger doch als sie um die Ecke biegen will stößt sie fast mit einer Person zusammen die Rhea sofort erkennt obwohl sie sich noch nicht der Veelenten Dream der ein guter Freund von Toni ist und sicher auch nicht begeistert ist von dem was Rhea tat und auch Verbal immer wieder Toni vorführt.

Beinahe wäre der Afroamerikaner mit der Konkurrentin seiner aktuell einzigsten Freundin zusammengestoßen, dennoch konnte er im letzten Moment noch abbremsen. Man erkennt das ihm beim Anblick von Rhea einige böse Worte auf der Zunge liegen, die er gekonnt hinunterschluckt. Es wäre ein Fehler der Blondine so einen Sieg nun zu gönnen, indem er sich über sie auslässt. So reckt er den Kopf etwas nach oben und richtet sich das weiße Hemd das er trägt. Wie gewohnt baumelt sein Markenzeichen - die getönte Sonnenbrille mit den drei Gläsern - an seinem Ausschnitt.


"Wie ich neidlos anerkenne bist du also bereit den Weg zum sinnbildlichen Scheiterhaufen anzutreten. So wie ich Toni die letzten Wochen erlebt habe, sinnt sie darauf deinen Kopf gegen alles zu schlagen was Schmerzen verursacht."

Neutral und mit äußerlichster Mühe keinen Hass in seinen Worten mitschwingen zu lassen, spricht Dream mit Rhea die bisher noch keinen Ton von sich gegeben hat. Laut ihrem Gesichtsausdruck sollte Velveteen aber nicht auf Reue oder ähnliches hoffen. Die junge Dame hatten ihren Weg gewählt und so ihre Freundin rigoros hintergegangen. All die Geschichten die sie erfunden hatte um Toni Storm zu schaden sind in den Augen mancher vielleicht genial und durchdacht.. Aber in den Augen einer Person wie Patrick Clarke grausam.


"Ich frage mich nur wieso du so tief in die Tasche gegriffen hast um Toni zu schaden. Hätte reiner Wein und ein Angriff nicht ausgereicht um deinen Durst auf Rache und Hass zu stillen? Nein - es ist der Lauf der Zeit. Ich habe dich sehr lange beobachtet, dich geschätzt und bewundert. Habe dich dafür anerkannt wie du Alexa die Stirn geboten hast und vor anderen männlichen Geschöpfen nichts sagen gelassen in den sozialen Medien. Eine Rebellin... Die jetzt in aller Munde als falsche Schlange ist. Ein tiefer Sturz.."

Rhea die erst einmal ihre Weste richtet ohne ihren Schläger aus der Hand zu geben schaut nun den Dream an sie ist nicht begeistert das aus gerechnet er hier ihr begegnet.

Rhea: Scheiterhaufen? Pff denkst du wirklich ich habe Angst vor Toni Wochen lang spielt sie vor den Kameras die harte doch sie ist nicht mehr ein verunsichertes kleines Mädchen das Angst hat auch nur im geringsten enttäuscht zu werden. Sie kann mich gerne gegen schlagen wo gegen sie will am Ende des Abends werde ich die sein die steht.

Rhea Ripley zeigt wie der Dream schon vermutete keine Reue sie ist fest überzeugt Toni nicht nur besiegen sondern auch klar zu beweisen was sie heute schon angekündigt hat der Welt zeigen das man nicht wie eine Bliss aussehen muss um erfolgreich zu sein. Den wenn eins über Rhea bekannt ist dann das sie sich keine Standards beugt also ist das Wort Rebellin schon richtig.

Rhea: Weißt du genau das war die frage die ich als erstes gelesen hatte als Toni mir diese Maske runter riss warum? Nun es ist ganz einfach ich kann diesen dummen Namen nicht mehr hören immer wieder oh Toni ist so toll. Ich liebe dich Toni. Du bist die beste Australische Wrestlerin Toni. Bullshit und doch feiern sie ihre Naivität bestes Beispiel siehst du an Kairi Toni heult ihr weiter hin so hinterher wie dieser Sonya. Wir sind hier nicht bei einer Reality Sendung wo alle miteinander schlafen sondern beim Wrestling. Und wo du schon Bliss erwähnst sie steht auf meiner Liste ganz weit mit oben sie ist so wie Kip eine verwöhnte träumerin es ist egal wer heute Gewinnt ob es Bobbi die genauso blind ist wie Toni oder eben Alexa.

Ja Rhea entspricht tatsächlich nicht den Women's Divisions Bild sie hat ihre eigene Art und ist wohl auch der Grund warum sie dastehen wo sie ist.

Rhea: Doch du weißt selber wie es ist auf nicht den Volksbild zu entsprechen nicht wahr.

Ripley hat natürlich auch von Toni erfahren das der Dream eine Krise hat.

Eine Krise ist dabei wohl noch harmlos ausgedrückt. Nicht nur das der Dream einige Tiefschläge erdulden musste, so hat er sich mit seinem Titleshot auch einen Feind in Willow gemacht. Nicht unbedingt ein Kollege den man sonderlich gerne auf den Fersen hat.. Mit seiner obskuren Weltanschauung gehört das Crazy Monster wohl zu der Sparte von Menschen die hier ein und ausgehen bei denen man lieber die Seite auf der man spaziert wechselt. Trotzdem scheint Velveteen so sicher an diesem Abend wie schon lange nicht mehr. All die Kritiken und lauten Stimmen die sich gegen ihn erhoben haben, sind in den Hintergrund gerückt. Der Afroamerikaner aus Capitol Hill möchte aus dem Schatten treten um wieder etwas Licht in diese düsteren Zeiten zu bringen.


"Da hast du wohl richtig gehört, mein Kind. Mag sein das Fortuna einen Galgenhumor bewiesen hat die letzten Wochen bei mir, aber ich sehe es aus einem anderen Blickwinkel - wenn man am Boden liegt gestaltet sich der Aufstieg nach oben wesentlich einfacher!"


Das ist wohl unwiderruflich ein korrektes Fakt. Erklimmt man Schritt für Schritt eine Karriereleiter tut der Aufprall von oben nach unten zwar weh, aber man kann im Grunde nur Schritte wieder zurück an die Spitze machen. Steht man bereits auf einer Sprosse ist die Gefahr groß von dieser befördert zu werden. Velveteen scheint in dem Triple Threat als der 'Underdog' der Geschichte hineinzugehen. Am Anfang noch ungeschlagen gefeiert, verschwand er relativ schnell durch mentale Niederschläge in der Versenkung als Elias sich der Wyatt Family anschloss. Nun ist er jedoch wieder an der Oberfläche und hat sein Ziel durchaus deutlich gemacht - der Westcoast Championship Titel. Willow konnte einige überraschende Siege diesbezüglich einfahren und auch Joe Hendry befindet sich gemeinsam mit seinen Prestige Jungs auf dem aufsteigenden Ast. Aktuell scheinen die Quoten gegen den Dream zu sprechen..


"Ich habe mir nie etwas daraus gemacht ob mein Umfeld mit meinen Ansichten und Gedanken zurecht kommt. Es ist mir klar das einige hier in ihrer Denkweise beschränkt sind und alles was sie nicht kennen fürchten oder abstoßend finden. Kip Sabian den du ja nanntest, hat mir das sehr deutlich gezeigt. Er wurde mit diesem Titel bestückt, nachdem man ihn monatelang nicht erhört hat. Nun endlich an seinem Ziel angelangt, hält er es für eine Belohnung harter Arbeit, wenn gleich es nur das obglitarosiche Geben einer Babyflasche war damit das Kind aufhört zu schreien..!"

In der Tat hatte Velveteen Dream eine weitaus unschöne Begegnung mit dem amtierenden Champion hinter sich gebracht. Von Respekt und Feingefühl hatte der Engländer nicht die Bohne verstanden und Velveteen Dream mehrfach unterschwellig als Homosexuellen abgestempelt. Zugegeben - abwegig ist das nun wirklich nicht und dennoch fühlt sich Patrick Clarke jedesmal bei solchen Kommentaren zutiefst beleidigt. Die negativen Gedanken abschüttelnd verschränkt Velveteen die Arme vor der Brust.


"... ein Gefühl was du vielleicht nur zu gut kennst. Mit dem Unterschied das du die 'Flasche' aggressiv selbst an dich gerissen hast und nun verzweifelt versuchst daran zu nuckeln, aber kein Inhalt herausströmt. Du möchtest Beachtung und Anerkennung gewinnen und stößt dich mit deinem Verhalten jedoch mehr und mehr ins Verderben. Ich möchte dir kein Moralapostel vorspielen, Rhea. Doch deine Taten die letzten Wochen machen dich keinesfalls anders oder besser wie eine Alexa Bliss oder eines Kip Sabian. Nur als minimaler Gedenkanstoß..!"

Rhea schaut ihr gegenüber an der hier sein Sicht der Dinge Fortuna die Glücks Göttin das was eine Alexa Bliss aus Ripleys Sicht hat und davon hält Rhea bekanntlich nichts.

Rhea: Pfff Fortuna ich brauche kein Glück. Glück ist für Leute die es an können fehlt und ich hab mein Handwerk der Perfektioniert das ist auch der Grund warum ich von Tag eins gegen Bliss eingesetzt werde oder warum ich Ember Moon besiegte mit meiner Brutalität.

Ja die Brutalität das wo durch Rhea sich die letzten Wochen immer wieder zeigte ob an Toni oder andere Personen genau das kritisiert der Dream aber.

Rhea: Ich kann mich nicht erinnern das ich um eine Therapie Sitzung gebeten habe. Was Kip sagt oder tut ist mir egal der Typ dachte auch das eine Wette die ich verloren hatte wollte er als Date abstempeln. Aber sowas wie den brauche ich nicht an meiner Seite ich komme gut alleine klar. Was deine Probleme angeht es sind nicht meine hier im Business zählt nur der Erfolg und bitte verschonen mich mit diesen Elias der nicht mehr alle Latten am Zaun hat offensichtlich das kenne ich auch schon von Toni das geheule.


Rhea scheint nach dem Motto zu leben sei dein Freunden nah deinen Feinden aber näher den Toni scheint Rhea wirklich ihr Herz ausgeschüttet zu haben so das Rhea nicht nur mit Körperliche Gewalt sondern auch mit Verbaler Gewalt gegen Toni vorgehen kann. Das einzige was der Dream und Rhea gemeinsam haben scheint die Abneigung gegen Kip zu sein.

Ripley ins Gewissen zu reden bringt in etwa so viel wie mit einer Wand zu sprechen. So wirkt es zumindest gerade. Für die Australierin ist es ein unumstrittenes Fakt das ihr ausgeklügelter Plan gegen Toni Storm ihr einen goldenen Weg in die Zukunft geebnet hat. Es ist immer einfacher der oder auch die 'Böse' zu sein. Manchmal bleibt man mit immer 'gut' sein auch alleine und wird ausgenutzt, verspottet und schlussendlich auch verraten. Im Grunde genau das was Rhea aus purer Eifersucht mit Toni Storm gemacht hat. Nun da das Augenmerk wieder auf diese gerichtet wird, ist es ungewohnt zu sehen wie sich die Gesichtszüge des Dreams verfinstern.


"Ich verbitte mir das du in diesem Ton und mit diesen Worten über Elias und auch Toni sprichst! Für jemanden der unheimlich klever tut und vorgibt Toni Storm genaustens zu kennen, scheint bei dir gerade nichts als Neid durch! Du bist so davon geblendet erfolgreich zu sein und dir endlich Gold um die Hüften schnallen zu dürfen, das dein gesamtes Handeln nur darauf basiert. Alexa Bliss verurteilst du für all das.. Doch im Endeffekt - könntet ihr Zwillinge sein!"

So harsch und erbost hat man Velveteen bislang nie erlebt. Rhea hat eine Grenze überschritten als sie wieder einmal unschöne Worte gegenüber der Dame aus Goldcoast sprach. Irgendwann kann selbst Patrick Clarke sich diese Hasstriaden nicht mehr anhören und hat sie kurzerhand wohl auch deshalb unterbunden.


"Ich hoffe das Toni heute Abend mit dir den Boden aufwischt um dir aufzuzeigen was es bedeutet eine gute Freundin zu verlieren! Der Platz an der Sonne ist ein sehr einsamer, Rhea. Leider bemerkt man dies erst wenn man viel zu lange dort oben sitzt. Noch hat diese Realisation bei eurer Championesse noch nicht eingeschlagen, aber sie wird.. Spätestens wenn sie Hilfe braucht und keiner gewillt ist sie ihr zu geben."

Ein gezielter Griff des Dreams geht an seinen Hemdausschnitt wo er die getönte Brille herausfischt und sie sich auf die Nase platziert. Fast als könnte er damit erkennen was in Rhea tatsächlich vorgeht und ob sich dieses von ihrem Äußeren unterscheidet. Ein leichtes Seufzen ist aus der Kehle von Velveteen zu hören, ehe er sich an der Dame vorbeischiebt. Ein Seitenblick geht jedoch noch ein letztes Mal in ihre Richtung.


"Bedenke wie deine Taten deine eigene Zukunft beeinflussen. Mehr kann ich dir nicht auf den Weg geben. Adios, chérie!"

Mit diesen Worten erkennt man wie Velveteen den Gang entlangläuft und Rhea Ripley alleine zurücklässt. Rhea schaut mit ein verachtenden Blick hinter her.

Rhea: Pff Toni soll mich besiegen ehr lernen Koalas fliegen

Mit diesen Satz schlägt Rhea mit ihren Schläger auf eine Kiste bevor sie geht.

Noelle Foley: "Obwohl Toni aktuell ausschlägt, schützt Dream sie trotzdem noch. Er ist wirklich ein wahrer Freund."

Byron Saxton: "Ich glaube eher das Rhea genau so eine Reaktion von ihr wollte.. Mal sehen ob sie mit einem Sieg das ganze noch toppen kann!"

Johnny Curtis: "Es ist zumindest mal ne attraktivere Seite von Toni!"



„Wenn Du vor mir stehst und mich ansiehst, was weißt Du von den Schmerzen, die in mir sind und was weiß ich von den Deinen. Und wenn ich mich vor Dir niederwerfen würde und weinen und erzählen, was wüsstest Du von mir mehr als von der Hölle, wenn Dir jemand erzählt, sie ist heiß und fürchterlich. Schon darum sollten wir Menschen voreinander so ehrfürchtig, so nachdenklich, so liebend stehn wie vor dem Eingang zur Hölle.“

- Franz Kafka (1903)



Schwere, fast unerträgliche Hitze spürt man auf seiner Haut in diesem verdunkelten Hotelzimmer, was nur durch weiße Kerzen erleuchtet wird. Es herrscht völlige Stille und während die Kamera durch den Raum schwänkt und versucht den Moment festzuhalten, kann man beobachten wie leichte Rauchschwaden von Duftstäbchen stammen, immer wieder die Sicht ein bisschen einschränken. Könnten die Fans den Duft in diesem Raum riechen, so würden sie wohl sagen, es rieche nach einer Mischung aus Jasminblüten, Sandelholz und Moschus - zusammen mit dem Eigenduft zweier Menschen. Zweier Menschen, die man in all dieser mystischen Stimmung noch nicht zu Gesicht bekommen hat. Alles, was sich vermuten lässt, ist wohl, dass sich hier jemand im Raum befinden muss. Schließlich hat man das Gefühl aus dem Augenwinkel bestimmte Bewegungen zu sehen. Man hat das Gefühl, dass jemand anwesend ist, weil man sich unwohl und beobachtet fühlt. Dann - als das Bild für einen kurzen Moment wackelt - scheint man blonde Strähnen sehen u können. Ein Rücken mit so zarter Haut, dass man am liebsten teuren Whiskey davon trinken wollen würde. Erst als die Kamera herumfährt und man in ein bekanntes Gesicht sehen kann, scheinen die Fans sich ungläubig gegenseitig anzublicken. Was soll das denn werden? Alexa ist eigentlich nicht der Typ für solche Sachen. Hatte sie doch das letzte Mal als Black sie mit solch einer Sache überrascht hatte, nicht besonders erfreut reagiert. Aber jetzt scheint sie hier in absoluter Freiwilligkeit zu sitzen, während das c2c Universe sie über den Bildschirm beobachtet.



Ihr Körper ist nackt - das kann man erahnen. Es sind keine Träger an ihren Schultern zu sehen. Ihre langen Haare verdecken aber alles skandalöse. Als ein Gong ertönt, schließt die Blondine die Augen. Die große Frage ist, was sie heute hier tut. Während alle vermutet haben, dass sie sich bereits auf ihr Match gegen Bobbi Tyler vorbereitet - und nachdem man sie bereits Backstage gesehen hatte, schien man nicht erwarten zu können, dass nie nun hier sitzt. In einem Hotelzimmer, was nicht weiter definiert ist und nackt - splitternackt - im Kerzenschein und mit Duftstäbchen, die mit einem leisen Knistern niederbrennen. Das alles hat definitiv nicht den Stil von einer Alexa Bliss - eher den Stil von jemand ganz anderem, der sonst auch immer in der Nähe ist, wenn es die amtierende Championesse ist. Laut atmet sie aus, als ihre Augen immer noch geschlossen sind.

Alexa Bliss
"... wann sind wir endlich fertig?"


Das klingt eher nach der amtierenden Championesse. Ihre Stimmlage ist ein bisschen genervt, offenbar würde sie lieber ganz wo anders sein.

Aleister Black
» Du denkst nach, nicht wahr? Findest diese ganze Situation komisch und unsinnig. Lass das. Ich kann dir die Hand reichen, aber deinen Geist musst du selbst befreien. «

Und schon hört man die Stimme des Mannes, den jeder bereits an ihrer Seite vermutet hat. Mit eisernem Blick tritt Aleister an die Blondine ran, ebenfalls komplett ausgezogen und lediglich von den vorsichtigen Kamerafahrten geschützt, die seinen Unterkörper komplett ignorieren. Der Niederländer atmet tief durch, bevor er einen einfachen, weißen Eimer an seine Seite zieht. Mit einem lauten Ploppen öffnet er den Deckel und offenbart eine ganze Menge Blut, stammend von einem Tier, welches selbstverständlich nicht speziell für diesen Augenblick ermordet wurde. Viel zu wichtig sind ihm alle Lebewesen auf diesem Planeten. Mit Mittel- und Ringfinger nimmt Black etwas Blut auf und stellt sich hinter die selbsternannte Göttin. Vorsichtig streicht er ihre langen Haare zur Seite, wirft ihr diese über die Schulter und beginnt die blutigen Finger über ihren nackten Rücken zu fahren. Wie auf einer menschlichen Leinwand beginnt er diverse Symbole zu zeichnen, die für das ungeübte Auge als 'Runen' zu verstehen sind.

Aleister Black
» Fühlst du dich unwohl? «

Alexa spürt wie das kühle Blut über ihre Haut gestrichen wird. Seine Finger sind bestimmend, nicht unbedingt unsanft, aber spürbar eindringlich. Sie hat keine Ahnung, was er dort tut - hatte die amtierende Championesse ja nicht einmal gesehen, was genau Black dort geöffnet hat. Offenbar ist sie in völliger Unkenntnis über die Herkunft der Flüssigkeit, die er mit sanfter Gewalt aufträgt. Sanfter Gewalt - ein Paradoxon, was Aleister genauso vereinen kann wie das Paradoxon seines Äußeren und seiner eigentlich liebevollen Art gegenüber Bliss. Sie war nie nett zu ihm gewesen. Sie war nie wirklich begeistert, wenn die beiden sich "rein zufällig" über den Weg gelaufen sind und sie war nie wirklich diejenige, die er schien knacken zu können. Zu sehr war sie doch in dieser Spirale von Arroganz, Egomanie und Aufmerksamkeitssucht. Aktuell scheint aber nichts mehr daran zu erinnern - im Schneidersitz ruht sie scheinbar sie scheinbar völlig in sich selbst. Man kann nur sehen wie sie die Augen verzieht, immer wieder wenn Aleister seine Finger in die zähe Flüssigkeit eintaucht und beginnt weiter zu malen, zu zeichnen, zu schreiben. Manchmal - wenn er zu viel auf seinen Fingerspitzen hat - tropft das tief rote Blut auf den Boden, fließt an ihrem Rücken bis hin zum Ansatz ihres Pos herunter und entscheidet sich dann ebenfalls auf den scheinbar preisintensiven Teppich des Hotelzimmers zu tropfen. Die Kamera fängt ihr Gesicht ein und wie Aleister hinter ihr konzentriert seine Arbeit tut. Alexa verzieht den Mund, scheint die Kühle auf der Haut unangenehm zu finden. Leicht dreht sie ihren Kopf nach zur Seite, um dem Niederländer zu signalisieren, dass sie mit ihm sprechen wird. Dabei fallen ihre langen, blonden Strähnen nach vorne über ihre Schulter, herunter bis hin zu ihrer Brust, die sorgfältig von dem Bild ausgespart wird, damit die Zuschauer nicht zu viel zu sehen bekommen.

Alexa Bliss
"Ein bisschen. Was machst du auf meinem Rücken?"


So sanft klang die Stimme der amtierenden Championesse wohl noch nie seitdem sie Teil der c2c ist. Ihre Bissigkeit ist verschwunden. Sie scheint das erste Mal sprachlos zu sein. Ein Novum. Etwas, was wohl niemand für möglich gehalten hätte. Kann die Blondine so ihren Titel verteidigen? Naja, das kann man in diesem Moment wahrscheinlich bezweifeln, weil zu ihrer zickigen Art und Weise auch immer die Fähigkeit gehört hat, ein Match und einen Gegner lesen zu können. Wenn sie doch jetzt aber so handzahm ist, dann wird sie eventuell auch genau dieses Können verlieren, was ihr in den letzten Wochen so viele Siege eingebracht hat. Das ist aber doch alles Nichts im Vergleich mit dem, sich selbst zu finden, zu einem besseren Menschen zu werden. Oder? Prinzipell ja, aber wenn man Alexa kennt, dann sollte man sich sicher sein, dass ihr die Women's Championship alles bedeutet - damit gehört sie zu den besten der c2c und niemand kann sie mehr übersehen. Niemand kann sie mehr für unwichtig oder für ein hübsches Püppchen halten, dass prinzipell keinen weiteren Nutzen hat als schön auszusehen. Wer kann der amtierenden Women's Championesse denn schon widersprechen? Wer kann der Frau mit dem goldenen Gürtel schon sagen, sie sei nicht wichtig genug, um zur Spitze zu gehören? Richtig, niemand! Aber in diesem Moment - so in aller Intimität mit Aleister scheint dieser Kampf gegen Bobbi Tyler sehr weit weg zu sein. Als er sie heute Abend gebeten hat, sie hier zu treffen, schien Bliss keine Anstalten zu machen, nicht zu erscheinen, auch wenn sie vorher auf Mark Haskins getroffen ist, der sie wohl in dieser Situation ganz anders einschätzen würde als bisher gedacht. Ihre Lippen öffnen sich leicht, ein gedämpftes Stöhnen entweicht ihr, was wohl nicht ausschließlich sexueller Natur ist - Black ist einfach an einer Stelle angekommen, die für Alexa zu ihren erogenen Zonen zählt. Das Blut fließt an ihrer Wirbelsäule herunter, Aleister ist an ihrem Nacken angekommen und sollte spüren wie sich die Blondine unter dieser Berührung angenehm windet.

Alexa Bliss
"Nicht dort. Ich - dort - nein."


Offenbar weiß die amtierende Championesse, dass vieles passieren kann, wenn er sie dort berührt - weiter berührt. Auch in diesem Moment kann Alexa ihn nicht direkt ansehen, weil sie ihren Kopf nicht soweit drehen kann. Ihre Augen sind jetzt geschlossen. Sie befindet sich in einem Zwiespalt zwischen freudiger Erregung und Unwohlsein. Mit ihren Worten will sie offensichtlich vorbeugen, dass er nicht weiter in ihre Sexualität vordringt.

Aleister Black
» Ich erinnere mich, dass du mich darum gebeten hast, nicht mehr in Rätseln zu sprechen. Vielleicht würde man es .. 'schwarze Magie' nennen. Wichtig ist nur, dass es dir hilft. «

Was für die meisten Menschen nichts als Hokuspokus und Unsinn ist, ist für den Niederländer ein essentieller Bestandteil seines Lebens. Dementsprechend konzentriert arbeitet er, hat selbst nicht das geringste Verlangen danach, in die Sexualität abzudriften. Jede Rune und jedes Wort will perfekt gezeichnet werden, um die volle Kraft zu entfalten. So auch auf dem Nacken. Die nun mal flüssige Natur des Blutes unterliegt dabei leider nicht seiner Kontrolle. Mit der Zungenspitze fängt Aleister etwas Blut ab, welches gerade begann über ihre Aorta zu laufen. Kurz lässt er seine Zunge kreisen, um das Blut restlos zu entfernen, ehe er ihr einige Worte auf die feuchte Haut haucht.

Aleister Black
» Dreh dich zu mir. «

Alexa spürt seine Zunge auf ihrer Haut. Sie ist so viel wärmer als das Blut, was er gerade noch benutzt hat, um auf ihrer Haut zu malen. Und auch wenn er und sie nicht in absolute Sexualität verfallen wollen, scheint es so als wolle Aleister genau das provozieren. Als könnte er ihren Körper und ihre Bewegungen nicht lesen und nicht sehen inwieweit sie das, was er dort tut, erregt. Gerade als er von ihr ablässt, scheint sich ihr Körper wieder ein klitze kleines bisschen zu entspannen. Erst als Aleister ihr befiehlt, sie solle sich herumdrehen, scheint sie wieder in Spannung versetzt zu sein. Ihre Muskeln werden hart und auf ihrer Haut kann man beobachten wie sich eine Gänsehaut bildet. Für einen kurzen Moment scheint Alexa starr zu sein. Es wirkt fast so als wäre sie sich nicht ganz sicher, ob sie sich wirklich herumdrehen sollte oder eben nicht. Kurz öffnen sich ihre Augen. Und obwohl es in diesem Raum so heiß ist, dass man daraus sicherlich eine Sauna machen könnte, scheint sie dennoch zu zittern. Warum? Wahrscheinlich weil sie aufgeregt oder verunsichert ist. Für wenige Sekunden scheint dieses Bild still zu stehen und man hat das Gefühl, dass sich der Bildschirm eventuell aufgehangen haben könnte. Aber dann ist es Alexa, die sich bewegt. Die Blondine stemmt sich mit den Fingerspitzen auf dem Boden ab und dreht sich dann auf gekonnte Art und Weise herum. Die beiden Blicke von Aleister und Bliss treffen sich. Es wirkt fast so als würde ein Feuer zwischen ihnen lodern, während sie sich so intensiv ansehen, dass man eine Stecknadel fallen hören könnte. Ein bisschen öffnet sich ihr Mund - ganz leicht, sodass kein Wort herausfallen kann. Mit Spannung scheinen alle Zuschauer zu erwarten, was noch passieren wird. Den Blick wendet die amtierende Championesse aber nicht von dem Niederländer ab.

Alexa Bliss
"Und was nun?"


Flüstert Bliss ihm entgegen. Fast kaum hörbar. Fast so als wäre es nur Einbildung, dass sie etwas gesagt hat. Als wäre es nur eine blasse Erinnerung, die jeder anders interpretiert und in seinem Kopf anders wiederhallen lässt. Diese Szenerie wirkt zu aller erst sehr unwirklich, sehr gestellt und irgendwie fantastisch - weniger real. Schließlich hätte man wohl niemals erwartet, dass die amtierende Championesse sich auf Black einlassen würde. Sicherlich, den Schulterschluss zwischen den beiden konnte man bereits sehen, aber der Rest scheint immer noch so unwirklich, dass einige Fans vor dem Bildschirm abwinken - das ist doch alles nur gestellt, um Quoten zu generieren. Und dennoch - Bliss und Black sitzen sich hier gerade wirklich in vollkommener kleiderloser Freiheit gegenüber und es wird mit Spannung erwartet, was als nächstes kommen wird. Was wird passieren, da sie sich nun ihm in voller Pracht zugewendet hat. Das Schweigen jedoch scheint weiter zu gehen. Kein Wort kommt mehr von der Blondine, die sonst eigentlich so gut wie nie ihre Klappe hält. Eigentlich sagt sie immer zu jeder Situation irgendwas. Entsprechend seltsam ist es, dass sie nun schweigt und das alles ohne Kommentierung einfach über sich ergehen lässt. Über sich ergehen lassen ist aber wahrscheinlich das absolut falsche Wort - sie scheint das alles tatsächlich irgendwie zu genießen. Irgendwie kann man das in ihren Augen sehen, in ihrem Blick und in ihrer Körperhaltung.

Aleister Black
» Wir sind gleich fertig. Atme tief durch. «

Während Alexa sich dem tätowierten Mann zudreht, nimmt dieser wahllos eine der vielen Kerzen zur Hand, die im ganzen Raum verteilt sind. Aleister geht vor ihr in die Knie und kippt das Wachslicht vorsichtig in ihre Richtung. Das heiße Wachse tropft nach und nach auf ihren nackten Oberkörper, läuft dabei zwischen ihren Brüsten her und beginnt sich zu verfestigen. Black nickt zufrieden. Hierbei fungiert das Kerzenwachs als eine Art Siegel, welches die nun freigelegten Fragmente ihres wahren Ichs zusammenhalten soll. Nur mehr ein letztes Prozedere und der Niederländer hat seine Arbeit abgeschlossen. Jemand - In diesem Fall er - muss für diese einst gebrochene, nun 'wiederauferstandene' Frau bürgen. So legt er seine Hand fast zärtlich an ihr Kinn, um Alexas Blick anzuheben. Für eine Sekunde sieht es gar so aus, als würde sich ein seltenes Lächeln über sein Gesicht huschen. Den intensiven Blickkontakt haltend, beißt sich der Gesandte auf die Unterlippe, so hart, dass er zu Bluten beginnt. Das rote Flüssigkeit läuft an seinem Mund hinab, sodass er seine Lippen vorsichtig auf die der Blondine legt.

Die Lippen der beiden vereinigen sich. Dieser Kuss scheint das zu sein, auf das alle, die den beiden zusehen, gewartet haben. Die Spannung zwischen den beiden explodiert in einem Kuss, der von Blut förmlich überquillt. Die Wunde, die sich Aleister gerade selbst zugefügt hat, scheint doch schlimmer zu sein als erst angenommen. Sein Blut verteilt sich auch an ihrem Mund, läuft an ihrem Mundwinkel herab und verteilt sich über ihren Hals. Dann wird das Bild schwarz und die beiden bleiben allein in ihrem weiteren Tun.

Noelle Foley: "Was zur Hölle haben wir da gerade gesehen!? Was hat Alexa da mit sich machen lassen?"

Byron Saxton: "Ich.. kann es ehrlich gesagt auch nicht erklären. Es scheint, als hätte Aleister Black sie.. verwandelt?"

Johnny Curtis: "Was macht dieser Komischfrisurträger mit meiner Göttin!?"



Abermals verdunkelt sich die Halle und ein sanftes flimmern der Led Wände hüllt die Gesichter der anwesenden Menschen in ein sanftes grau. Keine Musik wird gespielt, keine bunten Farben. Rein gar nichts. Nur eine einzelne graue Fläche und Stille. Unheimliche Stille, bedrohliche Stille, so anders als das was man sonst zu Gesicht bekommt in dieser Liga. Sonst ist alles bunt, blutig, überdreht oder strotz vor verbaler Gewalt. Aber hier, in dieser Sekunde sind die Zuschauer darauf angewiesen sich mit ihren eigenen Gedanken zu beschäftigen. Eintauchen in die Welt, die sie so sehr versuchen zu Verdrängen. All die Sorgen, all die Ängste die sie wie mit Opiat mit den Bildern dieser Liga überdecken. Sie werden allein gelassen und es bereitet ein Gefühl des Unbehagens aus. Doch man hat erbarmen mit Ihnen, während das Bild immer noch grau bleibt, setzt das zärtliche zupfen einzelner Gitarrenseiten ein. Das liebliche Spiel durchbricht die Abstinenz des Nichts und auch auf den Leinwänden tut sich etwas nach wenigen Augenblicken. Wir werden in eine Welt entführt, die sich keiner Farbe bedarf. Schwarzweiß erstrahlt ein Fuß, wie er in eine Pfütze tritt. Das Wasser spritzt an den Seiten leicht hoch und als die Kamera am Körper entlang nach oben blickt, kann man den Besitzer erkennen. Simon Grimm, eingehüllt in einen schwarzen Mantel, schlägt sich den Kragen hoch, um sich vor dem immer noch stark wehenden Wind zu schützen. Seine Haarfilz Melone tief ins Gesicht gezogen begleiten wir ihn auf seinem Weg über einen kleinen gebrochenen Steinweg. Einzelne Steine sind herausgebrochen, andere wild überwuchernd. Scheinbar hatte der Regen gerade erst aufgehört, da die Welt noch in ein feuchtes Tuch gehüllt scheint.

Die Kamera folgt ihm weiterhin. Über den steinigen Weg, hinweg zu einem kleinen eisernen Tor. Die linke Flügeltür weit offenstehend durchschreitet er diese und die Kamera fängt einen kleinen Vorplatz ein. Bäume und Blüten wohin das Auge reicht. Das Alter des Seins spiegelt sich in den zerfallenden Rinden wieder, in den zerbrochenen Steinen. Dieser Ort hier hat einiges erlebt und überlebt. Kurz bleibt Simon an einer Wasserstelle stehen. Das rostige Rohr plätschert langsam aber stetig vor sich her. Die Steine, die das Wasser umgeben, sind befallen von Moos und Algen. Es hat etwas Idyllisches, was auch Simon zu schätzen weiß. Er wirkt manchmal nicht so, aber dennoch genießt er solche Augenblicke, auch wenn der Gang ein schwerer ist den er heute vor sich hat. Dadurch, dass das Bild immer noch in schwarz-weiß gehalten ist strahlt es eine besondere Atmosphäre aus. Ein kleines Vögelchen zwitschert lieblich sein Lied, mischt sich in die sanften Klänge der Gitarre. Es könnte alles so schön sein. Könnte es…

Die Kamera dreht sich um seinen Körper und fixiert sein Gesicht. Sein Blick ist ernst als er seinen Weg fortsetzt. Schwer atmend blickt er stur in die Kamera. Da ist es wieder, das Gefühl der Unbehaglichkeit. Grimms Blick ist stechend während er mehrere Bäume passiert und letztendlich zum stehen kommt. Er nimmt seinen Hut ab, nickt kurz und es scheint, als würde er sich hinsetzen. Unruhig umspielen seine Finger die Hutkrempe, den Kopf gesenkt.

» Geistlicher «
"Danke das sie gekommen sind zur Beerdigung von Kip Sabian."

Als die Kamera nun etwas herauszoomt, kann man erkennen das es nur Grimm ist der auf den wenigen Stühlen Platz genommen hat. Keine Familie, keine Freunde, niemand. Nur Grimm ist es der den Schritten des Geistlichen mit seinem Blick folgt. Verschiedene Blumenkränze sind aufgebaut worden. Umgeben einen weißen Holzsarg der den Leichnahm Sabians aufgenommen hat. Nun, zumindest eine Attrape die ihm zum verwechseln ähnlichsieht. Gekleidet in seiner typischen schwarzen Lederjacke liegt die Puppe dort. In seine Hände wurden zwei Polaroids gelegt. Eins von Bobbi Tyler, seiner großen Liebe, auch wenn er es zu Lebzeiten nie so wirklich zugeben wollte. Und das andere Bild gehört einer Person, die ihn letztendlich in diese Situation gebracht hat. Mit Grimm, die Auseinandersetzungen, das Match. Shotzi Blackheart strahlt der Kamera entgegen, kaum bedeckt durch die blassen Finger des Engländers.

» Geistlicher «
"Wir haben uns hier versammelt um in stiller Trauer einem Mann zu gedenken, der uns so viel Freude im Leben geschenkt hat. Ein liebender Mann. Ein liebender Freund. Er war ein Mensch, der uns zum lachen gebracht hat, uns Freude geschenkt hat. Seit seinem Erscheinen in der coast 2 coast musste er nur sein Debüt Match verlieren. Doch danach fand er seinen Weg. Schlug sich durch jegliche Gefahren die ihm das Leben aufzeigte. Er meisterte sie, da er reinen Herzens war. Seine Freunde und Familie stand an seiner Seite, als es dunkel ward am Horizont. Doch sie…und er…brachten die Sonne wieder zum strahlen. Er war ein Lebensmann. Ein Sonnenschein für jeden der ihn kennen durfte. Nicht trauern wollen wir, dass wir sie verloren haben, sondern dankbar sein, dass wir sie gehabt haben, ja, auch jetzt noch besitzen, denn wer in Gott stirbt, der bleibt in der Familie. Amen.“"

Der geistliche wendet sich dem Leichnam zu. Im Hintergrund sitzt noch ein weiterer Herr. Auf seinem Schoß liegt eine Gitarre die für die Musik in diesem Video zuständig ist. Zumindest übernahm er sie, als das Video auf die Szenerie umschwenkte. Der Erdhügel wurde mit künstlichen Rasen bedeckt, die Kerzen lodern im kühlen Wind. Einzig das Wetter hatte ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Noch vor der gestellten Beerdigung hatte es aufgehört zu Regnen. Wahrscheinlich wäre dies aber auch zu viel des Guten gewesen. Der geistliche kreuzigt sich bevor er zur Seite tritt. Jedoch nur um eine Handvoll von der Erde zu nehmen und sie auf dem Gesicht der Attrappe zu verteilen.

» Geistlicher «
"Asche zu Asche und Staub zu Staub. Wir kamen aus der Erde und werden zu ihr. Gott soll uns richten am Himmelstor. Soll sehen welch Taten, welch Glück wir bereiteten. Gott soll uns holen in sein Reich. Uns beschenken mit ewigem Sein in seinem Reich. Herr, so hole diesen jungen Mann und führe ihn ein in dein Reich. Lass ihn teil haben von deiner Güte und mach ihn erneut zu deinem Kind. Sünden sollen vergeben werde…"

- Simon Grimm -
„Niemand vergibt Sünden bevor ich gerichtet habe…“

Mit einem gezielten Schlag schlägt Grimm den Geistlichen nieder. Die kleine Metallstange verschwindet kommentarlos wieder in seiner linken Jackentasche während der ältere Herr mit seinem Gesicht auf den Sarg knallt und zu Boden geht. Ohne sich auch nur wirklich dafür zu interessieren, spielt der Gitarrenspieler friedlich sein Lied weiter. So als wäre nie etwas passiert. Und auch Simon scheint sich nicht wirklich für sein Schicksal zu interessieren. Mit seinem Fuß stößt er ihn leicht zur Seite, um einen besseren Blick auf den Leichnam zu bekommen. Aus seiner Jacke zieht er eine Blume hervor. Eine weiße Rose. Unschuldig für die, die die letzten Wochen nicht verfolgt haben, doch umso bedeutungsschwangerer, wenn man die Geschichte rund um Noam, Shotzi, Kip, Bobbi und Grimm kennt. Er bekreuzigt sich mit der Rose, bevor er der Blüte einen leichten Kuss auf haucht. Er legt sie auf das Gesicht der Puppe bevor er sich an das kleine Pult stellt, von dem eben noch der Priester gesprochen hatte. Umgeben von den Kerzen, den Gedenkgestecken und dem Bild, dass glücklichere Tage von Kip zeigen soll. Erst jetzt fällt das Trauerband ins Auge und das es ein Datum auf sich trägt. 03-04-2019. Der Tag von Purgatory. Dem Fegefeuer….

- Simon Grimm -
„Am vierten März ist es endlich soweit. Kip Sabian und ich werden in diesen Ring steigen und der Welt zeigen, was es heißt die Welt zu begeistern. Es mag vielleicht nicht immer so wirken aber doch…doch habe ich großen Respekt vor dem Können dieses Mannes, dem wir heute gedenken. Er weiß…er zeigt Woche für Woche was er kann. Wozu er in der Lage ist und was er will. Ich weiß, dass ich mich wiederhole, doch bei all seinem Streben, bei all seinen guten Taten hat er eine Kleinigkeit übersehen. Niemand…wirklich niemand stellt sich mir in den Weg. Und was war seine Reaktion? Er missachtete mich. Du missachtetest mein friedliches Angebot mit ihm zu sprechen. Seine Reaktion war Gewalt. Pure, blanke Gewalt. Doch Kip, du müsstest wissen, dass Gewalt nur Gegengewalt erzeugt. Doch du lerntest nicht aus deinem Fehler. Immer und immer wieder provoziertest du mich. Du demütigtest mich. Und nun ist der Tag gekommen wo ich über dich richten werde.“

Seine Hand wandert in die Innentasche seines Mantels, wo er etwas Kleines hervorzieht. Ein Bild. Ein weiteres Polaroid, so wie diese, die bereits im Sarg bei Kip liegen. Doch dieses ist anders. Die Ecken sind verbrannt. Mit einer gezielten Drehung seiner Hand lüftet er die Ungewissheit, was es beinhaltet. Es ist ein Bild von ihm selbst.

- Simon Grimm -
„All das. All unser Spaß muss ein Ende finden. Und das wird es. Beim Special werden wir endlich offiziell die Hand aneinanderlegen können. Nur wir beide im Tanz der Gewalt. Im Tanz der Taktik und Gewissheit, dass nur einer lebend aus dieser Schlacht hervortreten wird. Du wirst mir gehören Kip. Endlich wirst du mir gehören.“

Mit einem lächeln auf den Lippen schreitet er zum Sarg und legt sein Bildnis zu den anderen beiden. Grimm atmet tief ein. Er genießt die kühle Luft, die seine Nase umspielt. Ein Wunder, dass die Kerzen noch brennen. Apropro Kerze. Seine Hand greift nach einer der weißen Stumpenkerzen bevor er sich dem Sarg zuwendet. Sein Blick ruht auf Kips Gesicht. Immer wieder hebt sich sein Brustkorb. Einatmen…Ausatmen….Einatmen…Ausatmen.

- Simon Grimm -
„Purgatory. Welch wundervolle Fügung des Schicksals, dass unser erstes Match bei einem Special stattfindet, dass sich den teuflischen Qualen widmet. Kip…willkommen zu deinem persönlichen jüngsten Tag. Willkommen zu deiner Verhandlung.“

Der Gitarrenspieler schlägt mit seiner Hand auf die Seiten und die Musik hört schlagartig auf. Schnellen Schrittes begibt er sich zum Sarg und schüttet eine kleine Flasche über den falschen Leichnam. Ein letzter Atemzug und die Kerze entfacht den Brandbeschleuniger. Der Sarg geht lichterloh in Flammen auf. In gewissem Abstand betrachtet Grimm sein Werk und während die Kamera immer noch auf seinen Rücken fixiert wird das Bild schwarz. Nur ein einziges Muster bleibt bestehen.



Es wird zurück zu den Kommentatoren geschaltet.

Noelle Foley: "Leute.. Das war wirklich unheimlich!"

Byron Saxton: "Grimms Welt ist unheimlich verdreht.. SEHR verdreht."

Johnny Curtis: "Oh Kip.. Was hast du dir da nur geangelt?"



Purgatory! Zu Deutsch Fegefeuer. Die Frage ist nur wer oder was heute im Fegefeuer landet. Man könnte einfach argumentieren, dass die Verlierer ihrer jeweiligen Matches den Weg in selbiges finden. Andererseits könnte Fegefeuer auch einfach eine Metapher für das heutige Main Event sein. Die Protagonisten in diesem Hauptkampf des Abends? Bryan Danielson und Noam Dar. Beide treffen innerhalb von weniger Wochen zum dritten mal aufeinander und der Schotte setzt hierbei seine World Heavyweight Championship aufs Spiel. Hell in a Cell heißt es dabei! Bis ins Fegefeuer ist es also nicht mehr weit. Über 20.000 zahlende Fans können dabei Zeuge werden wie sich hier im BB&T Center in Sunrise, Florida die Tore gen Hölle öffnen werden. Noch müssen die Zuschauer sich jedoch gedulden, denn bis zum Main Event wird noch einige Zeit vergehen. Aber zum Glück stehen noch diverse andere Matches auf der Card die ordentlich Spannung versprechen. Insgesamt gibt es an diesem Abend zehn weitere Matches und neben dem Titel des Schotten werden sämtliche andere Titel verteidigt. Der Ring ist gerade leer und die Regie nutzt dies zu einer Kamerafahrt über das Publikum welchem man seine gute Laune auch wirklich ansieht. Nach diesen Bildern wird wieder auf den Ring geschaltet in welchem sich exakt eine Person befindet. Melissa Santos! Diese steht entspannt da und scheint auf ihren Einsatz zu warten. Vermutlich bekommt sie jeden Augenblick die Anweisung, dass sie das nächste Match oder ähnliches ankündigen soll. Oder vielleicht auch doch nicht? Denn plötzlich springt der gigantische Titantron an und gibt zunächst nur vier Worte in weißer Schrift auf schwarzem Grund wieder.

A few days earlier

Ein paar Tage zuvor also. Die Fans blicken gespannt auf den Bildschirm, auf welchem die Schrift langsam verschwindet und das Bild aufklart. Wir bekommen eine kurze Einblendung, während wir die Stadt von oben sehen, das wir uns immer noch in Sunrise, Florida aufhalten. Dann folgt ein Schnitt und eines wird klar, nämlich das wir uns nicht mehr im BB&T Center befinden. Dafür an einer anderen Location die einem anderen Zweck dient. Nämlich dem, der Nahrungsaufnahme. Die Kamera nimmt ein Restaurant in den Fokus. Outback Steakhouse steht dort auf einem Schild welches vor dem Laden angebracht wird. Ein leichtes Raunen geht durch die Halle, vermutlich hat die ein oder andere Person davon gerade ziemlich Bock auf ein Steak bekommen. Immerhin ist hier in Amerika die Outback Steakhouse Kette sehr beliebt wenn es um eben jenes Fleisch geht. Nach einem weiteren Schnitt befinden wir uns im inneren des Gebäudes und sehen zunächst nur zwei Angestellte die wir beim Gespräch hören können. Oder besser gesagt wie eine Person der anderen Anweisungen gibt.

Kellner: Der Gast an Tisch #5 ist gerade eben eingetroffen. Würdest du dich bitte um ihn kümmern?

Die Frau nickt, dreht sich weg und macht sich auf den Weg. Wir folgen ihr. Wer wohl der Gast an Tisch #5 ist. Die Frau steuert zielstrebig einen Tisch an, jedoch können wir nicht sehen wer dort sitzt da die Frau den Blickwinkel versperrt. Sie bleibt am Tisch stehen und greift nach einer Karte die auf dem Tisch steht. Auf diese können wir einen kurzen Moment einen Blick werfen.

Reserved for the best wrestler in the world Bryan Danielson

Was Bryan Danielson? Tatsächlich. Im nächsten Moment macht die Kellnerin einen Schritt zur Seite und wir sehen Bryan Danielson an diesem Tisch sitzen. Bryan Danielson in einem Steakhouse, für die meisten vermutlich ein eher ungewöhnlicher Anblick. Was der ein oder andere sicherlich amüsant finden dürfte ist, dass er nicht einfach einen Tisch auf seinen Namen reserviert hat sondern das ganze noch mit dem Zusatz das er der beste Wrestler der Welt ist. Die Kellnerin lächelt den American Dragon an.

Kellnerin: Kann ich ihnen schon etwas bringen?

Bryan Danielson erwidert das Lächeln nicht unbedingt, aber immerhin wirkt er sehr entspannt und scheint der Kellnerin gegenüber freundlich zu bleiben.

Bryan Danielson: Nein danke, noch nicht. Mein Gast dürfte gleich erscheinen.

Der Submission Specialist erwartet also einen Gast? Ungewöhnlich wo er doch eher Einzelgänger ist. Die Frage die sich jetzt stellt ist natürlich wer dieser Gast ist. Die Kellnerin nickt und verschwindet fürs erste.

Eine solche Restaurantszene gab es ja vor zwei Wochen zwischen Axel Dieter Jr und Timothy Thatcher und mündete darin, dass der Deutsche eine Audioaufnahme an eine gänzlich unbekannte Person gesendet hatte, in welche er Tacheles sprach. Ist es also die Magie dieser Restaurants, welche dafür sorgt, dass die Wrestler und Wrestlerinnen der Coast 2 Coast so richtig ehrlich werden; oder ist es viel mehr so, dass ein Restaurant die perfekte Location für eine ungestörte Unterredung liefert? Fakt ist: Bryan empfängt einen Gast und da dies von den Kameras einer Wrestlingliga gefilmt wird, ist auszuschließen, dass es sich hierbei um irgendwen anders, als ein weiteres Mitglied der Liga handelt. Tatsächlich - die Türe öffnet sich; in jener steht ein - wie immer - gut gekleideter Nigel McGuinness samt schwarzem, maßgeschneidertem Anzug und schwarzen Lackschuhen. Der Brite schaut auf seine Uhr und scheint sichtlich peinlich berührt davon, dass er zu spät ist. Sofort erblickt er Bryan und macht sich auf dem Weg zu dessen Tisch, um schließlich Platz zu nehmen. Dass ihm einer der Kellner auf dem Weg dahin die Jacke abnehmen will, ignoriert der Anführer des Prestige gekonnt. Ein Geschäftsessen zwischen dem vermutlich künftigen World Heavyweight Champion und dem Anführer des größten Stables der Liga also - spannend.

NIGEL MCGUINNESS
» Ich muss mich doch zunächst von tiefem Herzen entschuldigen - mein Fahrer hatte arge Verspätungen. Schön, dass das hier doch noch stattfindet.

Nigel setzt sich auf den Stuhl und schaut nach links, um einen Kellner heranzupfeifen.
Dieser scheint aber noch ein paar Sekunden zu brauchen und so sind die beiden „alten Hasen“ noch für ein paar Augenblicke unter sich. Der American Dragon scheint die Entschuldigung von Nigel zu akzeptieren und sich nicht negativ von der Verspätung beeinflussen zu lassen.

Bryan Danielson: Selbst wenn du nicht erschienen wärst würde ich mir ein klasse Essen nicht entgehen lassen. Die Steaks hier sind vorzüglich.

Wenn man den Submission Specialist so reden hört, dann scheint dieser wohl schon öfters hier gewesen zu sein. Der ein oder andere scheint sich auch zu wundern das Danielson überhaupt Fleisch isst. Inzwischen hat auch die Kellnerin ihren Weg zu den beiden gefunden und überreicht ihnen die Speisekarte. Während Danielson in selbige hinein guckt spricht er zu seinem Gegenüber.

Bryan Danielson: Was erwartet uns Montag denn? Das ich Noam Dar schlage, daran besteht wohl kein Zweifel. Aber wie sieht das bei deinen Jungs aus. Ich denke das hattest du dir zu Beginn sicherlich anders vorgestellt. Der eine tritt gegen einen alternden Japaner an, der andere um den Westcoast Championship und der Rest der Bande ist gar nicht dabei.

Direkt schon zu Beginn ganz klare Worte des besten Wrestlers der Welt. Kein Smalltalk; kein Drumherum - es geht direkt ans Eingemachte - direkt zum Geschäftlichen. So war es zwischen diesen beiden immer: Schon, als beide noch aktiv im Ring standen und eben nicht nur eine Partei der beiden. Nigel jedenfalls scheint sich keineswegs darüber zu wundern, dass Danielson Fleisch ist; wenigstens geht er nicht aktiv darauf ein und hat auch keine Miene verzogen. Vielleicht ist er der einzige Mensch auf dieser Welt, der sich darüber nicht wundert.

NIGEL MCGUINNESS
» Nun ist es doch so, dass ein solch großes Ziel wie das unsere einiges an Zeit benötigt. Axel befindet sich in einer Art Findungsphase - das Match gegen den Japaner kommt ihm da gerade recht. Das Selbstvertrauen ist ihm leider gänzlich entflohen und es ist wichtig, dass er eben jenes wieder findet. Joe wird derjenige sein, der Teil 1 unseres Planes vollzieht und den Westcoast Title gewinnt. Nur so machen wir letztlich auf uns aufmerksam. Für Tom und Zack habe ich im Moment andere Aufträge. Wichtig ist, dass wir so erfolgreich sind, dass die Gang uns nicht mehr länger ignorieren kann.

Nigel schaut sich kurz um - noch immer hat sich kein Kellner ihm genähert. Die Bedienungen hier kümmern sich natürlich auch um andere Gäste. Glücklicherweise ist Nigel trotz seiner Berühmtheit und seines Statusses sehr entspannt und reagiert darauf nicht weiter. Eine kurze Pause jedenfalls nutzt er, um die Servietten vor sich hinzulegen - natürlich in Reih und Glied. Ein Perfektionist eben.

NIGEL MCGUINNESS
» Mit dem Gewinn der World Heavyweight Championship wirst du Noam Dar so weit schwächen, dass wir ihm letztlich nur noch den Gnadenstoß geben müssen und ohne das Bindeglied Dar ist der Rest der Bande wohl auch geschlagen. Ich gebe es ungern zu, Bryan - aber es liegt schon beinahe an dir, das Prestige in eine attraktive Position zu bringen. Es sollte daher nicht weiter verwunderlich sein, dass wir dir natürlich jegliche Rückendeckung versprechen.

Rückendeckung also? Nicht das Bryan Danielson danach gefragt hat und mit Sicherheit würde er es auch nie zugeben das er jemanden braucht der seinen Rücken stärkt. Dafür ist sein Ego viel zu groß. Aber dennoch ist es sicherlich schön zu wissen das man da jemanden hat der einem hilft.

Bryan Danielson: Ich bin der Meinung wir haben jede unserer Schlachten gegeneinander bisher auch immer ohne Rückendeckung bestritten. Ich denke, nein ich weiß, dass ich mit Noam alleine klar kommen werde. Wenn seine Kavallerie einreitet dann sieht das vielleicht etwas anderes aus. Aber so wie ich das sehe müssen die beiden erst mal darauf gucken, dass die War Raiders sie vom Fegefeuer nicht direkt nach Walhalla schicken.

Inzwischen hat die Kellnerin ihren Weg wieder zu den beiden gefunden und wartet auf die Bestellung der beiden. Geduldig wartet sie, während Danielson noch in aller Ruhe in die Karte schaut. Der ein oder andere mag sich vielleicht über seine Wortwahl etwas wundern. Die klangen nämlich weder ablehnend noch zustimmend zu den Worten seines Gegenübers.

Bryan Danielson: Wenn es an mir liegt das ihr Erfolg habt Nigel, dann wird euch eine gute Zukunft bevor stehen. Dann könnt ihr nach der heutigen Show mit der Vernichtung der Gang beginnen. Sofern all eure Mannen aufrecht stehen.

McGuinness nickt kurz - gibt seinem Gegenüber; wie so häufig; Recht. Es ist ein ohnehin eigenartiges Verhältnis, welches die beiden da führen. Vor einigen Wochen noch dachte man, beide stehen sich aufgrund des jeweiligen Egos im Weg und nun: Ein Geschäftsessen. Respekt? Sympathie? Es ist nicht so ganz klar.

NIGEL MCGUINNESS
» Genau und exakt darauf wollte ich hinaus. Dir werden die letzten Male ja in deiner Recherche nicht entgangen sein. Vom Gewinn des Titles bis hin zur ersten Verteidigung - die Kavallerie Dars griff immer ein, da er selbst nicht wirklich fähig ist. Ich halte ihn für einen talentierten Jungen: Doch er wirft vieles über Bord, da ihm seine Arroganz im Wege steht. Die Rückendeckung gilt daher selbstverständlich nur, sollte die Szenerie eskalieren.

Der Brite im feinen Anzug nickt seinem Gegenüber erneut zu. Er bleibt gelassen - und er scheint sicher, dass Bryan diesen Gürtel gewinnen kann. Auch ohne Hilfe. Wenn ein Wrestlingexperte wie McGuinness das sagt, dann wird da wohl auch etwas dran sein, so viel ist sicher.

NIGEL MCGUINNESS
» Du bist im Moment der beste Wrestler dieser Erde und es ist unumgänglich, dass du dir das Gold um die Hüften schnallst. Dennoch wird es dazu kommen, dass du danach die Anzahl deiner Feinde um ein Vielfaches multiplizierst. Viele werden nach dem Gürtel lüsten. Wie denkst du, wirst du damit umgehen?

Ebenso wie Bryan ist auch Nigel ein Mann der klaren Worte und eben jene klaren Worte quittiert Danielson mit der gleichen Bewegung wie sein Gegenüber zuvor. Einem nicken. Anstatt direkt seinem gegenüber zu antworten blickt der American Dragon von der Karte auf und blickt die Kellnerin an.

Bryan Danielson: Einmal das große Ribeye Steak und für mich und meinen Gast ihr aktuelles Bier der Saison. Was er essen möchte darf er noch selbst entscheiden.

Wirklich nett vom American Dragon. Mit einem leicht süffisanten Lächeln schließt er seine Karte und bevor der Manager des Prestige Stable sein Essen auswählen kann richtet Danielson noch ein paar Worte an ihn.

Bryan Danielson: Etwas anderes würde mich auch sehr überraschen. Ich denke über ein Eingreifen in das Match ohne Not würden mehr Seiten Schaden davon tragen als es ihnen nützen würde. Zumal ich, als bester Wrestler der Welt, in einem fairen Kampf Mann gegen Mann keine Unterstützung benötige. Davon mal ab solltest du wissen das mir die Anzahl meiner Feinde egal ist. Ob jetzt ein Feind oder hundert Feinde. Ich werde sie alle schlagen. Wer den Titel haben will muss dann an mir vorbei kommen, aber das grenzt an ein Ding der Unmöglichkeit. Ich mache mir da keine sorgen.

Der ehemalige britische Superathlet schaut zur Bedienung, um schließlich sein Essen zu wählen.

NIGEL MCGUINNESS
» Das gleiche.

Nickt er ihr zu. Dann ist das ja zumindest schon einmal geklärt. Jetzt heißt es warten. Warten auf das Essen. Warten darauf, dass Nigel die Worte seines Gegenüber erwidert. Zu peinlicher Stille jedenfalls soll es hier nicht kommen. Das gilt es zu verhindert. Es ist schon beeindruckend, wie die beiden miteinander sprechen; und beeindruckend, wie wenig Angst Bryan an den Tag legt, obgleich zuvor schon Jay Skillet und Ezekiel Jackson an Dar scheiterten.

NIGEL MCGUINNESS
» Ich mache mir nur etwas Sorgen um Axel - ich glaube ihm steht sein Ego ebenso im Wege wie dem aktuellen Titelträger. Es ist durchaus möglich, dass er sich weiter von uns distanziert und dich attackieren wird, sobald du den Gürtel auf der Schulter trägst. Ich versuche selbstverständlich das zu verhindern, aber vielleicht muss er diese Erfahrung auch selbst machen.

Dass auch Dieter noch einmal zum Thema wird, war abzusehen. ADJ hat ja bereits geäußert, dass ihm das Prestige und seine Ziele vollkommen gleich sind. Er will an die Spitze. Und sollte Bryan den Gürtel gewinnen, dann ist die Spitze nun einmal er selbst. Ist das ganze also eher als Warnung Nigels zu verstehen?

Bryan Danielson: Am Ende des Tages sind wir beide doch immer noch Konkurrenten und keine Freunde Nigel.

Erneut die harte, kalte Realität hier von Bryan Danielson. Wobei wohl kaum jemand wirklich denken würde das die beiden Männer hier richtige Freunde sind. Aber worauf will der American Dragon mit dieser Aussage raus? So ehrlich diese Antwort von Bryan ist, sowenig dürfte Nigel von dieser Antwort wohl überrascht sein.

Bryan Danielson: Den Respekt den wir beide füreinander immer haten und haben werden schön und gut. Aber ich weiß, dass dein Respekt mir gegenüber nur bis zu einem bestimmten Punkt geht. Aktuell ist die Gang der einzige Grund warum wir in diesem friedlichen Ton miteinander sprechen. Aber wir beide wissen doch, dass das nach Montag ganz anders aussieht. Sollte ich verlieren, was nicht passieren wird, dann wäre ich keine Hilfe dabei euer Ziel zu erreichen. Gewinne ich hingegen, wofür ich garantieren kann, dann bin ich ein neuer Teil von eurem Ziel. Ja Axel wird Lehrgeld zahlen müssen wenn er mich angreift. Aber ich denke wohl kaum das ihr ihn alleine in die Schlacht ziehen lassen werdet wenn ich World Champion bin.

Bryan ist kein doofer - ganz im Gegenteil. Und eben genau das zeigt er hier mal wieder. Er weiß sicherlich, dass das Prestige nicht fertig ist, sobald die Gang geschlagen ist. Sicherlich wird es dann einige Umstrukturierungen geben - aber insgesamt ist das Ziel die Spitze der Liga; und dazu gehören die Gürtel nun mal. Danielson ist noch nicht einmal Champion und fühlt sich in seinem Territorium schon angegriffen: Das wird hier ganz deutlich.

NIGEL MCGUINNESS
» Hierbei geht es um Axel - nur um Axel. Der World Title ist im Moment nicht unser Ziel. Der World Title ist - so wie er es äußerte - lediglich sein Ziel. Und das muss er vergessen. Er ist nicht reif. Noch nicht. Wer weiß, was in ein bis zwei Monaten ist?

Gerade, als es zu knistern beginnt, trifft das Essen samt Getränke auf dem Tisch ein. Nigel und Bryan bedanken sich - so wie es sich gehört - bei der Kellnerin; nimmt einen Schluck Bier und setzt dann noch fort.

NIGEL MCGUINNESS
» Bleiben wir in der Gegenwart - zum Beispiel bei diesem vorzüglichen Essen, welches uns hier aufgetischt wurde.

Der Brite beherrscht wirklich jegliche Kunst des Knigge. Er nimmt eine Serviette und bindet sich diese um den Hals, um sich nicht zu beschmutzen. Als hätte er tagelang geübt, hält er zudem das Besteck in der Hand, um schließlich vom Essen zu probieren.
Auch der American Dragon legt sich die Serviette zurecht. Ist dabei aber weitaus weniger „professionell“ als sein Gegenüber. Den ein oder anderen Unterschied gibt es dann eben doch zwischen den beiden. Bevor der American Dragon zu einer Antwort ansetzt trinkt er ein Schluck von seinem Bier und schneidet ein Stück von seinem Steak ab.

Bryan Danielson: Immerhin kannst du Axel seinen Fokus nicht absprechen. Vielleicht setzt du auch falsch an. Ich denke ihm muss klar gemacht werden, dass das was sein Ziel ist ruhig sein Ziel sein kann. Er aber nicht 23 Schritte mit einem Schritt machen kann.

Danielson scheint hier gerade tatsächlich Kritik am Führungsstil von Nigel zu üben. Ob das so gut ankommt? Vermutlich eher weniger. Bryan lässt sich jedoch nicht beeindrucken, nimmt ein Stück Steak in den Mund und kaut genüsslich darauf herum. Nach dem er es runter geschluckt hat wendet er sich wieder an seinen Gegenüber.

Bryan Danielson: Zumindest weiß ich, dass ich nach Montag der World Heavyweight Champion bin und dieser in zwei Monaten immer noch sein werde. Wenn Axel der Meinung ist er müsse sich mit mir messen, dann kann er das gerne versuchen.

Bryan scheut keinen Kampf - besonders nicht gegen Nigels Schützling. Dieses Gespräch mündet zurzeit darin, dass Nigel eben jenem Schützling gar nicht so viel zutraut; Bryan vielleicht aber gar schon? Der Brite hat währenddessen bereits zwei Bissen des Fleisches genommen und das Bier fast geleert. Zuhören und essen - das nennt man dann wohl Multitasking.

NIGEL MCGUINNESS
» Das ist keine gute Idee - und das wissen wir beide.

Klare Worte des Mentors des Deutschen Athleten. Er traut ihm das nicht zu. Nicht jetzt und nicht später. Sicherlich ein weiterer Beweis, dass das Tuch droht zerschnitten zu werden. Erneut lenkt Nigel schnell ab.

NIGEL MCGUINNESS
» Wirklich ein tolles Restaurant - ich muss hier häufiger mal mit meiner Frau hin.

Unentwegt kaut Nigel an seinem Steak - und Bryan?
Der ist ebenfalls am Kauen, schluckt seinen bissen aber gerade herunter. Mit einem Nicken stimmt Danielson der Antwort seines Gegenübers zu. Wirklich ein toller Ort. Aber ob Danielson auch mit seiner Frau hier her kommen möchte?

Bryan Danielson: Natürlich wissen wir das beide, haben wir doch so ziemlich die gleiche Erfahrung in diesem Bereich. Ja, dass hier ist ein schönes Restaurant. Ob ich hier mit meiner Frau herkommen würde? Mhh, dass ist wie ich finde ein privates Thema. Apropos, macht mal aus.

Bei seinen letzten Worten dreht sich Danielson um und blickt halbwegs in die Kamera. Dabei gibt er ihr ein Zeichen, dass Nigel und er jetzt gerne ungestört werden. Und tatsächlich kommt man dieser bitte nach und das Bild blendet langsam aus. Alles was jetzt zwischen den beiden besprochen wird bekommen wir nicht mehr mit.

Noelle Foley: "Es scheint als hätten Nigel und Danielson ähnliche Vorstellungen von der Zukunft."

Byron Saxton: "Ja, dem scheint so. Ein interessantes Gespräch zwischen diesen beiden. Ob das für Bedeutung für unseren Main Event heute Abend sein wird?"

Johnny Curtis: "Der soll bloß das Prestige aus dem Match raus halten!!"



MATCH 8
LAST WOMAN STANDING MATCH
Toni Storm vs. Rhea Ripley


Writer: Endy



Ein harter Gitarrengriff zum Beginn und schon dröhnt "Break Stuff" von Limp Bizkit aus den Boxen. Hier in der c2c steht der Song für eine junge Dame, die schon seit einiger Zeit sich ihren Platz in der Liga und in den Herzen der Fans erobert hat...Toni Storm! Doch anders als sonst lässt sie die Energie und die Euphorie vermissen, mit der sie ihre Matches normalerweise angeht. Wie wir schon vorhin gesehen haben, ist sie heute von Kopf bis Fuß komplett in schwarz gekleidet. Nur ihr blondes Haar sorgt für einen auffallenden Kontrast. Immerhin passt dann auch ihre "Kriegsbemalung", der berühmt-berüchtigte schwarze Strich im Gesicht, dazu.

Melissa Santos: Making her way to the Ring...from Gold Coast, Australia...TONI STORM!

Die zahlreich anwesenden Fans freuen sich schon auf die Darbietung, die die junge Frau im Ring zeigen wird und feuern Toni dementsprechend an. Diese registriert die Rufe jedoch kaum. Zielgerichtet wandert sie zum Ring. Zahlreiche Zuschauer strecken ihre Hände nach der Australierin aus und hoffen, mit ihr abklatschen zu können. Aber all diese Wünsche werden ignoriert. Angekommen umkurvt sie einmal den Squared Circle. Die Ringtreppe ignorierend hüpft die Blondine auf das Apron und steigt durch das untere und das mittlere Seil hindurch. Normalerweise würde sie nun die "Devil Horns" in die Luft strecken. Darauf verzichtet sie vollkommen, was durchaus für einige irritierte Blicke sorgt. Tonis Blick ist hasserfüllt. Sie hat keinen Nerv für die Fans oder Posing. Endlich soll Rhea Ripley dafür büßen.Langsam wird die Theme ausgeblendet. Toni positioniert sich in eine der Ringecken und geht kurz in die Hocke. In dieser Haltung horcht sie kurz in sich, bevor sie sich wieder an den Seilen hochzieht und sich ihrer Cappy und der Jacke entledigt. Eigentlich sollte nun gleich Rhea zum Ring kommen. Storm hat aber noch eine andere Idee. Bevor sie sich mit ihrer ehemaligen Vertrauten prügeln will, lässt sie sich noch ein Mirko geben.

Toni Storm: Rhea, du hast mich belogen und mich hintergangen. Ich habe dir vertraut...ich hätte alles für dich getan! ALLES! Aber nun ist es zu spät...glaube ja nicht, dass ich nach dem Kampf dir die Hand reichen und auf Versöhnung setzen werde. Nein, nein...ich werde dich heute vernichten. Weißt du...mir wurde vorher gesagt, dass Rache mir nichts bringen würde und mir nur im Weg steht.

Bitter erinnert sich Toni selbst an den Streit mit Candice und Catherine vorhin. Kurz brennen ihr die Augen. Aber sie wird nicht zulassen, jetzt in Tränen auszubrechen. Dazu ist die Botschaft an Rhea zu wichtig.

Toni Storm: Ja, sie haben Recht! Rache bringt nichts! Es wird hier nicht um Rache gehen...sondern um Bestrafung!

*BOOM*

Toni lässt das Mikro fallen und ist nun bereit sich Rhea zu stellen.

THIS IS MY BRUTALITY


Dieser Ruf ertönt bevor eine Gitarre und der Theme Song von Rhea Ripley wird abgespielt und die Stage betritt mit ein Baseball Schläger die nun ihr Weste zurecht zieht ihre typische Bewegung bevor sie ihren Fuß auf die Rampe steht und in die Crowd schaut mit ein leichten grinsen unter buh-rufe geht die Australierin zu Ring.

Melissa Santos:"Making her way to the Ring... from Adelaide, South Australia ... RHEA RIPLEY !"

Diese ist mittlerweile am Ring angekommen legt sich noch kurz mit ein Fan an bevor sie sich auf den Apron stellt und ihre Arme über ihrem Kopf kreuzt und macht mit ihren Händen das Let's Rock Zeichen und steigt in den Ring wo sie sich in die Mitte stellt und nochmal ihre Weste richtet bevor sie sie diese Auszieht und sich in eine Ringecke stellt und Kampf bereit ist.

*DING DING DING *

Nun kann das Match noch bevor Rhea mit den mit gebrachten Baseball Schläger aus holen kann stürmt Toni Storm auf Rhea und deckt die mit Schlägen ein tritt den Baseball Schläger der von Rhea fallen gelassen wurde aus den Ring statt diesen einzusetzen doch jetzt will erst mal mit Schlägen und tritten Rhea bearbeiten in der Ring Ecke nun kann Rhea Toni etwas weg Stoßen doch Toni nimmt Schwung und trifft mit den Shotgun Dropkick der Ripley ind die Ecke hämmert nun sackt Rhea zusammen und rollt sich aus den Ring doch auch das hält Toni nicht auf die mit ein Suicide Drive gleich hinterher springt aufsteht und ihre Aggression ausschreit die sich in den letzten Wochen angesammelt haben doch sie lässt Rhea keine Auszeit stellt sie an die Absprerrung und es folgt ein harter Chop gefolgt von einer Serie von European Uppercut die mit ein Headbutt endet die Rhea die noch vollkommen überfordert mit den schnellen Start ist und nun das erste Mal angezählt wird.

ONE... TWO... THREE... FOUR

Bei vier steht Rhea schon wieder und schüttelt sich einmal doch Toni ist wieder da doch diese mal kann Rhea reagieren mit ein Knie stoß in die Magen Gegend von Toni gefolgt von Schlägen und einen Irish Whip gegen die Ringtreppe nun holt Rhea ein Kendo stick unter den Ring hervor und schlägt damit die gerade Aufgestande Toni in den Rücken diese schreit laut auf während Rhea immer wieder zuschlägt während Toni kniet holt Rhea ein Stapel Stühle her vor ein von diesen nimmt sie und schlägt Toni damit auf den Rücken Toni kriecht auf allen Vieren weg als Rhea ihr folgt stößt Toni mit den Baseball Schläger zu was Rhea das zu veranlässt zu weichen Toni nimmt Anlauf springt auf die Treppe von kommt sie an doch Ripley Kontert mit ein krachenden Dropkick während Rhea wieder hoch kommt bleibt Toni erschöpft liegen.Diesen Moment nutzt Rhea aus tritt immer wieder zu während sie ein Turm aus Stühlen baut nun will Rhea Toni in diesen schleudern doch diese Kontert nun wieder mit ein Headbutt und befördert Rhea wieder in den um da das Match weiter zuführen das wohl kein Schönheitspreis gewinnt aber von Härte und Brutalität geführt wird. Toni folgt mit ein Stuhl und denkt nun Rhea mit Schlägen ein bis sie erschöpft liegen bleibt.

ONE... TWO... THREE... FOUR... FIVE... SIX

Nun kommt Rhea mit der Hilfe der Seilen hoch Toni kommt an gerannt Rhea weicht aus und zeigt nun ein Running Big Boot gegen Storm nun packt sie Toni schiebt den Stuhl zurecht und zeigt den Riptide auf den Stuhl.

ONE... TWO... THREE. FOUR... FIVE... SIX... SEVEN..

Aber Toni kommt etwas hoch was dazu führt das Ripley wieder auf sie los geht und setzt ihren Standing Cloverleaf an Toni versucht aus Reflex in die Seile zugreifen doch auch wenn es nichts bringt zieht Rhea Toni weg und schaut lachend auf Toni und wirft ihr wieder vor wie weich sie ist während Storm verzweifelt versucht raus zu kommen bevor sie auf die Matte gehämmert wird.

ONE... TWO... THREE... FOUR... FIVE... SIX...

Toni zieht sich an den Seilen hoch es soll ein weiterer Big Boot von Ripley kommen Storm weicht aus und tritt ihr das stand Bein weg ohne lange zu zögern setzt sie selber den Standing Cloverleaf an so das Rhea ihre eigenen Aktion spüren muss Toni hält die Aktion so gut sie kann lässt los noch bevor Rhea was tun kann setzt Toni den Stron Zero an und Rhea landet auf den Stuhl im Ring.

ONE... TWO... THREE... FOUR... FIVE... SIX... SEVEN... EIGHT

Rhea hat sich zur Seite gerollt und steht nun auf den Apron Toni kommt angelaufen zeigt ein Dropkick der Rhea nicht nur runter befördert sondern in Turm von Stühlen landet den sie selbst aufgebaut hat und der nun mit ihr zusammen gebrochen ist. Rhea liegt regungslos in den Stühlen.

ONE... TWO... THREE... FOUR... FIVE... SIX... SEVEN... EIGHT. NINE... TEN.

Es ist aus.

Here is your winner: TONI.. STORM!



Noelle Foley: "Storm wins! Storm wins!"

Byron Saxton: "Das war hässlich! So ein brutales Match!! Der Sturm war zu stark für Rhea Ripley!"

Johnny Curtis: "Wir haben es kommen sehen! Aber Rhea hat sich gut präsentiert, vielleicht kann sie Rache üben!"



Nur noch wenige Augenblicke trennen die Fans vor dem nächsten, großen Ereignis an diesem besonderem Abend. Mit Spannung fiebern die Fans dem Eastcoast Championship Match entgegen und fragen sich ob dieser Kip Sabian seine Klappe nicht zu weit aufgerissen hat. Oder ist es Grimm, der am Ende das Nachsehen haben wird? So oder so müssen die Zuschauer sich noch gedulden und sich durch ein weiteres Backstage Segment quälen. Eines in dem scheinbar der erwähnte Champion eine Rolle spielen wird. Sein Name - Kip Sabian - ziert das Schild auf der schlichten Tür, welche von einer zierlichen Hand ohne Klopfen einfach aufgedrückt wird. Eine schwarzhaarige Dame in knapper, schwarzer Kleidung betritt den Raum und lässt ihren Blick wandern.

PRISCILLA KELLY
« Ist der Mann der Stunde schwer beschäftigt oder hat er ein paar Minuten für mich bescheidene Seele? »

Schmunzelnd verlassen die Worte des Harlot, welches weiter in den Raum tritt.

Mit hochgezogenen Augenbrauen blickt Kip die junge Frau an, welche die Dreistigkeit besitzt, einfach in seinen Raum zu stolzieren. Immerhin hätte er gerade sonstwas anstellen können. Seine Stirn wirft nachdenkliche Falten während er versucht sich an die Dunkelhaarige Frau zu erinnern. War er mit ihr schon im Bett, oder so? Oder hat sich gar ein Groupie unerlaubten Zutritt zum Backstagebereich beschafft?! Schließlich fällt es ihm aber wie Schuppen von den Augen.

» Kip Sabian «
"Warte, du bist die Alte, die Bobs ständig zuquasselt, oder? Was willst'n?! Hör zu, ich kann verstehen, dass du Bobbi so'n paar Ideen in den Kopf pflanzen willst, weil du 'Superbad' Kip Sabian offensichtlich für sich selbst haben willst, aber ich lehne dankend ab. Da ich aber kein Unmensch bin, würd' ich dir ein Autogramm mitgeben, aye? Hast du Zettel und Stift dabei?!"

PRISCILLA KELLY
« Ich hoffe sie hat nur gut von mir gesprochen.. »

Säuselt die Schwarzhaarige und meint ihre eigenen Worte nicht ernst. Dafür weiß sie selbst zu gut was für eine Wirkung sie auf die Britin erzielt hat und auch, dass das Herz der Blondine viel zu sehr an diesem Mann hängt. Neugierig lässt Pris ihren Blick über den Körper des Champion wandern und erkennt nun auch selbst warum dieser Mann so beliebt bei den Frauen ist. Sie seufzt leise und beißt sich auf die Unterlippe, während sie sich ihm langsam nähert.

PRISCILLA KELLY
« Nur ein Autogramm? Ich habe.. auf etwas mehr gehofft, wenn ich ehrlich bin. Etwas.. was sich in meine Erinnerung brennt und die Gerüchte um deine Person bestätigt. Du kannst mit Sicherheit auf einen Erfahrungsschatz zurück greifen, der seines Gleichen sucht.. ob Bobbi den Wert deiner Person überhaupt erkennt? »

Verwundert legt Sabian den Kopf leicht schief. Um ehrlich zu sein weiß er nicht so recht, was die gerpiercte Frau vor ihm zu tun vermag. Will sie ihm auch irgendwelche Gedanken einpflanzen, wie sie es schon bei Bobbi getan hat, oder ist sie gar tatsächlich an ihm interessiert? Nun, letztes wäre absolut verständlich.

» Kip Sabian «
"Pris .. Pr-. Hab deinen Namen vergessen, also nenn' ich dich einfach 'Cruella'. Wie die Olle aus 101 Dalmatiner. Erinnerst mich ein wenig an sie. Jedenfalls können wir das Kind doch auch beim Namen nennen, oder? Sind ja immerhin keine 16 mehr. Es gehen also Gerüchte herum, dass ich Ficke wie'n Stier? Definitiv. Und jetzt willst du eine Kostprobe, heh? Nah. Bin neuerdings fest vergeben, Cruella. Ich mein' wenn du Bobs überredet bekommst einen Dreier zu schieben, nur zu .. andernfalls belass' ich es dann doch beim Autogramm. "

Direkt vor dem Mann bleibt die Schwarzhaarige erst stehen, kommt ihm so nah wie er es zu lässt.. und absichtlich näher als es jeder tun würde, der eine so klare Absage bekommen hat. Pris hebt lächelnd ihre Hand um mit dem Zeigefinger sanft über die Wange des Briten zu fahren.

PRISCILLA KELLY
« Du kannst mich nennen wie du möchtest, mein Hübscher.. »

Raunt sie leise und beißt sich auf die Unterlippe. Nicht wenige Männer in Kip Position sind bei einer solchen Annäherung schwach geworden. Immerhin weiß Priscilla ihren Körper zu nutzen und ihn in Szene zu setzen. Jedoch waren diese Männer auch nicht an einer anderen Frau interessiert und noch dazu frisch verliebt. Ihr Geist war schon für all ihre Versuche sie zu verführen offen.

PRISCILLA KELLY
« So gerne ich diesen Versuch wagen würde sie zu überreden, befürchte ich, dass Bobbi nicht die Sorte Frau ist, die so etwas in Erwägung zieht. Sie wirkt.. nicht als wäre sie offen für neue Experimente. Eher wie Jemand, der einem Mann wie dir auf Dauer langweilig werden könnte. Ich dagegen.. »

Absichtlich tritt sie noch näher an Kip und möchte ihren Körper gegen den Seinen schmiegen.

» Kip Sabian «
"Okay, hey, .. is' ja auch unglaublich nett von dir, dass du mich ein wenig erleichtern bist .. aber um ehrlich zu sein wirkst du auf mich wie so eine SM-Olle, weißt du? Oder so.. Natursekt und so'n Scheiß. Widerlich. Ich mag's hart, und .. dominant und so, aber das geht mir dann zu weit. Außerdem treibst du's nebenbei noch mit anderen, oder? Vielleicht recht komisch wenn's von mir kommt, aber wenn jemand rumhurt, dann ich. Keine Lust mir da was einzufangen bei dir. Bin mir sicher, dass du saugen kannst wie Kirby, aber .."

Je näher Pris dem Briten kommt, desto weiter versucht er sich von ihr zu entfernen. Es ist weder Angst noch Abneigung im Spiel, wenn er es ihr und sich selbst auch zu verkaufen versucht, sondern eher die Vermutung, dass er 'Rückfällig' werden könnte. Genau darauf scheint die Schwarzhaarige zu pokern. Sobald Kip nach hinten weicht, überbrückt sie die entstandene Distanz sofort wieder und versucht Kip dabei zu berühren.

PRISCILLA KELLY
« Das Einzige was du dir bei mir einfangen könntest ist eine.. Art Abhängigkeit. Ich bin gut in dem was ich tue.. verdammt gut.. und glaub' mir, du wirst es nicht bereuen. Ich werde all deine Vorlieben berücksichtigen... »

Noch während Pris spricht, dürfte Kip eine Wand in seinem Rücken spüren und genau das will die Schwarzhaarige ausnutzen. Sich an Sabian drücken, die Arme um ihn schlingen und ihre Lippen auf Seine drücken. Nichts ahnend und noch vollkommen verstört von ihrer letzten Begegnung eilt Bobbi in den Lockerroom ihres Freundes. Dass die Tür nur angelehnt ist, bekommt sie nicht mit... aber spätestens in diesem Augenblick hätte sie stutzig werden müssen.

BOBBI: « Kip? Bist du da? Wir müs--. »

Ruft sie beim Eintreten, nur um mitten im Satz abzubrechen und stehen zu bleiben. Ihre Kinnlade klappt nach unten als sie sieht in was für eine Szene sie gestolpert ist. WAS da gerade vor ihren Augen vor sich geht.

» Kip Sabian «
"Bobs!"

... nuschelt Kip erfreut, den Kuss der Schwarzhaarigen nicht erwidernd und mit dementsprechend genug Puffer zwischen seinen und ihren Lippen, um zumindest ihren Namen einigermaßen verständlich aussprechen zu können. Mit der Wand im Rücken bleibt ihm keine andere Wahl, als Kelly von sich weg zu drücken.

» Kip Sabian «
"Das .. muss für dich jetzt echt komisch aussehen, aber die Verrückte hat mich einfach geküsst. "

Leicht angewidert wischt sich der Handsome Hustler mit dem Ärmel seiner Jacke über die Lippen. Kelly stolpert ein wenig zur Seite als sie geschubst wird, rafft sich schnell wieder auf und dreht sich zu der Blondine um. Während Sabian sich versucht zu erklären, schmunzelt Pris nur leicht.

PRISCILLA KELLY
« Bobbi, schön dich zu sehen. Nach all unseren Gesprächen über Kip habe ich gedacht, dass ich ihn endlich persönlich kennen lernen sollte. Es war.. ein sehr vergnügliches Aufeinandertreffen. Wir wollten gerade zu dem noch schöneren Teil kommen und ich bin mir fast sicher, dass Kip durchaus gefallen an meinen Berührungen gefunden hat.. »

Säuselt sie provokativ und scheint den Anblick einer wütenden Bobbi zu genießen. Noch mehr scheint es für sie das reinste Vergnügen zu sein so viel negative Stimmung in einem Raum angesammelt zu haben. Sie scheint sich regelrecht darin zu baden, während die Blondine sich immer mehr und mehr verspannt. Das leise Knirschen von aufeinander reibenden Zähnen ist zu hören als die Britin wütend einen Schritt vor den Nächsten setzt. Die Hände zu Fäusten geballt stampft sie auf Sabian zu und für einen kurzen Augenblick könnte man vermuten, dass sich all ihre Wut ihm gegenüber entladen würde. Dass sie ihren eigenen Freund wegen diesem Verrat - der im Raum steht - einen harten rechten Hacken verpassen würde. Auch Priscilla kommt auf diesen Gedanken und lächelt süffisant.

PRISCILLA KELLY
« Was habe ich dir gesagt, Bobbilein? Ohne ih--- AAH! »

Kreischend taumelt die Schwarzhaarige zurück, hält sich ihr Gesicht und ist zu geschockt um auch nur ansatzweise reagieren zu können. Zu überraschend kam der Schlag und zu gering war ihre eigene Verteidigung. Knurrend springt die Blondine auf Priscilla und setzt noch einen weiteren Schlag nach. Noch einen und noch einen. Sie lässt all ihre Wut und alles was sich sonst gestaut hatte raus. Tränen fangen an über ihre Wangen zu fließen, während Kelly versucht sich zu wehren und zu verteidigen. Dummerweise scheint sie keine Chance gegen die blonde Furie zu haben.

» Kip Sabian «
"Bobbi! Beruhige dich, holy shit."

Zu Beginn recht schockiert mach der Champion einen ganzen Satz nach vorne, um seine Arme um Bobbis Torso zu legen und zu versuchen die beiden Damen voneinander zu trennen. Zugegeben, Pris hat es verdient für ihre manipulativen Versuche einen auf den Deckel zu kriegen, aber dann doch lieber im Ring und unter fairen Bedingungen.

» Kip Sabian «
"Okay, nein. Kratz ihr die Augen aus! Reiß ihr die Haare aus! Los, Bobs. "

Resignierend lässt er von der Blondine ab, ehe er Gefallen an dem kleinen Kampf findet. Vielleicht ist es für ihren heutigen Titelkampf ganz hilfreich etwas Frust abzubauen, um den aktuellen Championesse konzentriert entgegen zu treten. Erstaunlicherweise scheint genau das Bobs zu brauchen, all ihren Frust raus zu lassen und das auch an einer der Personen, die es verdient haben. Pris schafft es einem Schlag auszuweichen und damit genau die Sekunde zu nutzen, die Bobbi verliert, um aus der Reichweite der Blondine zu flüchten. Leise fluchend versucht sie ihre Haare aus dem Gesicht zu streichen, während die Britin schwer atmend einen Satz nach vorne macht. Obwohl Pris für gewöhnlich nicht schreckhaft ist und das Grinsen auf ihren Lippen eine deutliche Sprache spricht, entscheidet sie sich für den taktischen Rückzug. Schnell und ohne nach hinten zu schauen.

BOBBI: « Verpiss' dich genau wie die feige Ratte, die du bist! Ich hab' langsam die Schnauze voll von euch Freaks! Lasst mich verdammt noch mal in Ruhe! »

Just in dem Moment als alles vorbei zu sein scheint, bricht Bobbi regelrecht zusammen. All die Spannung, die sie gerade noch verspürt hat, weicht aus ihrem Körper und die Knie versagen ihren Dienst. Die Britin landet auf ihrem Hinterteil und fühlt wie noch mehr Tränen über ihre Wangen laufen.

» Kip Sabian «
"Babe, ich erzähle die Wahrheit, aye? A-Als gesagt habe, dass wir jetzt zusammen sind, meinte ich es so. Die Zeiten des 'Playboys' sind vorbei. Ich küsse nur noch dich. Und wenn sich das kranke Weibsstück da nochmal blicken lässt, lass ich sie Schmerzen fühlen, an denen sie keinen Gefallen mehr findet. Dumme Nutte..."

Kip kniet sich zu Bobs, legt seinen Arm um sie und drückt die Blondine beruhigend an sich heran. Es wird zum Kommentatorenpult geschaltet.

Noelle Foley: "Bobbi ist richtig cool drauf!! Genau richtig gehandelt!!"

Byron Saxton: "Wow, Noelle, das hätte ich nicht erwartet."

Johnny Curtis: "Und Sabian gefällts. Haha! Aber ob der Playboy wirklich gezähmt ist?"



MATCH 9
FALLS COUNT ANYWHERE MATCH
c2c Eastcoast Championship
Kip Sabian (c) vs. Simon Grimm


Writer: Pat & Timo



Die Halle verdunkelt sich und dicke Nebelschwaden breiten sich an den Füßen der Zuschauer aus. Es wird Zeit jemanden in der Halle begrüßen zu dürfen, der mit gemischten Gefühlen empfangen wird. Eine Mischung aus Angst, Missgunst und Unverständnis.



Der Schriftzug in Verbindung mit der eintönigen Musik, lässt Simon Grimm noch einschüchternder wirken, als er vielleicht tatsächlich ist. Die Musik hämmert weiter in die Köpfe der Zuschauer. Weiter und weiter, immer fester und fester. Sie dringt in die Ohren, fräst sich in ihre Gedanke…Bis….



Bis Grimm tatsächlich auf dem Entrance auftaucht. Er steht dort mit seiner eisernen Maske und blickt in die Zuschauerränge. Er genie0t die Buhrufe, die sich ihm entgegen stellen. Versteckt unter seiner Maske, kann man sein grinsen nicht erkennen als er die Rampe hinabschreitet und sich schwungvoll auf den Ringvorsprung hebt. Kurz wartet er, bis er wirklich den Ring betritt. Nicht um vorher noch ein wenig von dem Hass in sich aufzusaugen.

Melissa Santos:"Making his way to the Ring... from Santa Rosa, California... weighing in at 221 pounds… He is the Grimm Reaper…..SIMON GRIMM!"



Er entledigt sich seiner Maske und seiner Jacke und wartet auf die Dinge, die da so auf ihn zukommen werden am heutigen Abend.



» S U P E R B A D «

Mit Zahnstocher zwischen den Zähnen als wäre er 'Lucky Luke', schiebt er die Vorhänge beiseite und schlendert zum Klang der Musik lässig auf die Stage. Die Hände hat er hinter dem Rücken verschränkt und die Brust - Selbstbewusst - aufgeplustert. Kurz huscht dem Hustler ein keckes Grinsen über die Lippen, bevor er der Kamera den Rücken kehrt um zu posieren. Wie gewohnt trägt er die schwarze Lederjacke, wobei der linke Ärmel abgeschnitten und das eigene Logo dick und fett auf den Rücken gestickt ist. Schnell dreht er sich wieder dem Ring zu und streckt dabei die linke Hand gen Himmel.



Melissa Santos: "Making his way to the Ring... from Great Yarmouth, England ... weighing in at 180 pounds.. the c2c Eastcoast Champion ... SUUUPEEERBAAAAD KIIIP SAAABIIIAAAAAN!"

Kurz die Schultern gelockert, geht es auch schon die Rampe herunter. Einigen Damen in der ersten Reihe wird dabei die Ehre zuteil, die Hand des Briten zu berühren. Allzu lange will er sich mit den tosenden Zuschauern jedoch nicht aufhalten. Am Ring angekommen, biegt er nach Rechts ab, um sich auf dieser Seite mit den Knien auf den Apron zu schwingen. In aller Ruhe zieht er sich an den Seilen auf die Beine, legt den Belt zur Seite und posiert ein weiteres Mal, wie schon zuvor auf der Stage, im strahlenden Scheinwerferlicht der großen Halle.



Schließlich klettert der Dunkelhaarige durch die Seile. Nun auf der Matte entledigt er sich seiner teuren Jacke, die er dem Ringrichter sorgfältig in die Arme drückt, bevor er sich selbst in die Ringecke begibt und auf das Ertönen der Glocke wartet.

DING DING DING

Mit dem Ertönen der Ringglocke bricht eine regelrechte Schlacht aus. Während Simon Grimm gut das erste Viertel des Matches dominieren kann, fängt sich der amtierende Champion nur wenig später und sorgt für ein ausgeglichenes Match. Den harten Manövern des Gegners gegenseitig trotzend, verlagert sich der Kampf recht schnell in den Backstagebereich, welcher aufgrund der Stipulation vollstens ausgenutzt werden kann. Kaum eine Truhe, Wand oder Tisch bleibt unberührt. Für das Auge des Refs unsichtbar, der zusammen mit dem Kameramann teilweise Probleme hat, den beiden Streithähnen zu folgen, nutzt Darby Allin die Chance sich für den Beatdown früher am Abend zu revanchieren. So zieht der Protegé des Grimm Reapers dem Briten einen Steel Chair über, sodass das Cover zum Sieg nur noch reine Formsache ist.

Eins….Zwei…Drei….

Das Match ist vorüber und Simon Grimm neuer Eastcoast Champion.

Here is your winner by pinfall and NEEEEEEWWWWWW c2c EASTCOAST CHAMPIOOOOOOOONNN: SIMOOON GRIMMMMMMMM!



Noelle Foley: "OH GOTT!"

Byron Saxton: "Die schlimmsten Befürchtungen wurden wahr.."

Johnny Curtis: "HIMMEL! Wie schrecklich.. Was ist hier nur los heute?!"



Bis vorhin war man ganz klar der festen Überzeugung, dass der heutige Main Event hier bei PURGATORY im beschaulichen Sunrise mitten im Staate Florida, das Hell in a Cell Match um den Coast 2 Coast World Heavyweight Championchip zwischen der Scottish Supernova Noam Dar und den American Dragon Bryan Danielson, mit Abstand das beste Match wird, welches wir in diesem Jahr bereits bei Coast 2 Coast zu sehen bekommen. Aber nachdem wir am heutigen Abend längst atemberaubende Kämpfe, wie ein Falls Count Anywhere Match zwischen SuperBad Kip Sabian und den Reaper Simon Grimm oder ein Last Woman Standing Match zwischen der WWE Mae Young Classic 2018 Gewinnerin aus Australien Toni Storm und der ersten WWE NXT UK Womans Championesse mit gleichen Geburtsort Rhea Ripley, gesehen haben liegt die Latte für diesen Titel in schier unmöglich erreichbare Höhen. Und dabei waren diese beiden Kämpfe nicht einmal ansatzweise das Beste dieses heutigen Abends bis jetzt. Den der Titel „Bestes Match des Abends“ liegt in diesen Moment noch in den Händen einer anderen brutalen Schlacht. Die Rede ist von nichts Anderem als den Tripple Thread Unpadded Match um den C2C Westcoast Championchip zwischen den Vainglorious One Velveteen Dream, den Prestigious One Joe Hendry und den Most Crazy One Willow the Wisp. Dieses Match war weitaus xtremer und gleichzeitig weitaus phänomenaler als man es sich zu Beginn auch nur ansatzweise hätte vorstellen können. Von Willow ist man ja grauenvolle bestialische Matches gewohnt, welche uns Dinge zeigen, bei denen man sich fragt, wie ein Mensch so etwas nur zu Stande bringen kann. Dinge, die so brutal sind, dass man schon fast einen Würgereiz vor Ekel erhält, aber gleichzeitig nicht die Möglichkeit besitzt weg zu schauen, weil es vor Spannung einfach nur die Augen an sich fesselt. Aber von den anderen beiden Teilnehmern konnte man bisher leider nur das komplette Gegenteil behaupten. Ein Joe Hendry hat mit seiner Prestige-Gruppierung zwar innerhalb der letzten Wochen fast nur Siege einfahren können, aber bei den Fans sind sie noch nicht sonderlich groß angekommen. Meistens werden sie als einfache Platzhalter angesehen, welche noch nicht das Zeug dazu haben hier bei Coast 2 Coast richtig mitzuspielen. Nach ihren katastrophalen Start folgte zwar ein Comeback, welches sich sehen lassen kann und welches wohl der Grund ist, weshalb Hendry hier heute im Title Match stand, aber dennoch fehlte noch etwas um sie als Main Event Material zu klassifizieren. Genauso wie bei dem Velveteen Dream, welcher ebenfalls viel mehr als ein okeayer Jobber angesehen wurde. Bei ihn war es sogar so weit, dass er schon fast Depressionen bekam, weil alle guten Leute, fast alle seine Freunde, zum Bösen wechselten. Er war komplett auf sich alleine gestellt und der Druck wurde von Tag zu Tag größer weshalb es schier unmöglich wirkte; dass er es schaffen würde ihn bis zum Schluss auszuhalten und dagegen anzukämpfen. Und auch bei Willow sah es leider in den letzten Wochen weniger erfolgreich aus. Nicht einen Sieg konnte er nach seinem Comeback einfahren. So viele konnten in in den letzten Wochen mit Leichtigkeit besiegen, sodass es schon fast an Peinlichkeit grenzt, dass ein solcher Mann Champion ist. Und trotzdem haben diese 3 Dudes hier heute eines der wohl geilsten Matches auf die Beine gestellt, welche in Coast 2 Coast jemals ausgetragen worden ist. Von beängstigender Brutalität, über glanzvolle Grazie, bis hin zu schockierender Spannung. Alles war in diesem Match vorhanden und die Zuschauer wahren von der ersten bis zur letzten Sekunde voll mit dabei. Doch die Folgen eines solchen Spektakels werden dabei leider sehr sehr oft in den Hintergrund getränkt. Jetzt jedoch Folgen erst einmal Szenenwechsel, welche uns in eine Gegend verschlagen, die so überhaupt garnichts mit der heutigen Show zu tun hat. Wir befinden uns in einer Art kleinen Stadt, wenn man sie noch so nennen möchte. Sie besteht nur noch aus schwarzen Ruinen und grauem Staub, der den Boden versteckt.



In der Luft befindet sich ein weißlicher Nebel, der einen daran hindert den Himmel richtig zu erkennen. Der Geruch hingegen ist komplett neutral. Vielmehr existiert er gar nicht erst. Eine Stadt ohne jeglicher Farben, ohne jeglichen Düften und ohne jeglichen Ton. Die 3 menschlichen Sinne, welche weltweit auch im Bild der 3 Affen aus dem japanischen Buch der Analekten des Konfuzius über das Wesen der Sittlichkeit überliefert werden. Was nicht dem Gesetz der Schönheit entspricht, darauf schaue nicht! Was nicht dem Gesetz der Schönheit entspricht, darauf höre nicht! Was nicht dem Gesetz der Schönheit entspricht, davon rede nicht! Nur ein Ort sticht aus diesem Bilde heraus wie ein Licht aus einen bröckeligen Steinhaufen und das ist der Bach, welcher durch diese trostlose Gegend fließt. Das Wasser ist kristallklar und so zauberhaft Blau, dass man es fast trinken möchte. Alles wirkt so blass und kalt wie als befände man sich in einen verschlafenen Traum und genau in diesem Bild ist dieser göttlich blaue, kleine Bach welcher diese schauderhafte Szenerie mit sagenhafter Ruhe überfüllt. Selbst dieser Mann, welcher für solche besonderen Bilder bekannt ist, wird von einer untypischen Ruhe erfüllt, welche man bei ihn nur selten bis garnicht spürt, obgleich er ebenfalls in das farblose Bild passt wie Maden auf den Speck.

Willow: Ich entsinne mich noch immer der Verzückung. Unsere gemeinsamen Stunden zusammen mit den Gesang. Ich wünschte mir, dich endlich auf ewig vergessen zu können gggrrrrr.

Erst jetzt fällt auf, wie zerrissen und angeschlagen Willows Klamotten und Körper doch aussehen. Es fällt schwer, ihn überhaupt als Mensch zu bezeichnen, da seine schneeweiße, und faltige Haut unter der Maske einen schauderhaften Anblick mit all den schwarzen Narben und Warzen bietet. Seine Haare flattern in alle Richtungen. Es wirkt fast so, als ob er bereits länger lebt als ein normaler Mensch überhaupt leben kann so kaputt sieht der Wisp hier aus. Jedoch wenn man bedenkt, wie hart sein Match heute war, ist dies wahrlich nichts Ungewöhnliches. Langsam durchstreift The Alter Ego of Jeff Hardy diese so trostlose und dennoch angenehm wohlige Gegend in mitten farbloser und geruchloser Täler bis er auf ein altes Bauernhaus stoßt. Im Hintergrund lauschen die Ohren des Windes verronnen, der über die Berge weht, während Willow hier wie angewurzelt vor stehen bleibt und sein Gesicht ein wenig unter einer Mischung aus Furcht und Wut verzieht.

Willow: Das ist das Haus, das ständig in meinen Albträumen erscheint? Kein Zweifel! Ich könnte seine Risse aufzählen. Wie bin ich überhaupt hier geendet? Ich fühle mich, als ob ich in Trance gehe Aber ich bin mittlerweile außerhalb der Tore des Wunderlandes. Was geschieht hier? Warum falle ich nichtmehr zurück? Was ist das für eine Welt? Ist es wegen dieser Karte?

Diese Stille hier ist schier unerträglich. Und gleichzeitig doch so grandios beruhigend. Nichts, bis auf ein minimal leises und sanftes plätschern des Baches und ein anmutig liebevolles Wehen des Windes trinkt in unsere Ohren und auch wenn die Holztür des alten Gebäudes so alt und knarzig wirkt, wie als wäre sie vor unserer Zeit erbaut wurden, so hört man nicht das kleinste Geräusch als das Alter Ego of Jeff Hardy sie öffnet. Um noch eine kleine Erklärung zu geben, von was Willow dort eben gesprochen hat. Bei besagter Karte, welche erwähnt wurde, handelt es sich um den Tod, welchen Willow vor 2 Wochen bei einem Tarotkartenspiel gezogen hat, um sich seine eigene Zukunft zu erzählen. Die böse Gerüchteküche würde meinen, dass so etwas wie Wahrsagung mit einfachen Karten völliger Humbug ist, aber wenn man sieht, zu was das Crazy Monster noch so alles fähig ist, glaubt man auch sehr schnell an die Worte der Karten. Jedoch sollte man seinen Weg niemals vom Schicksal bestimmen lassen und dagegen ankämpfen, um seinen eigenen Weg gestalten zu können. Hoffentlich schafft es auch ein Willow, so zu denken, denn wenn nicht...

Willow: Ich muss herausfinden warum ich ständig davon träume. Ich sehne mich nach antworten. Wer bist du, der mir diese Gefühle in den Körper zwingt?

Irgendwie wirkt es ziemlich eigenartig mal zu sehen, wie Willow selbst von tausenden Fragen geplagt wird. Normalerweise ist er es doch, welcher jeden Anderen mit ebenso vielen Fragen plagt, aber dieses Mal scheint das Spiel umgedreht wurden zu sein. Nach einen vor Interesse und Neugierde nur so über tropfenden Klopfen an der Tür fällt jedoch keinerlei Antwort entgegen. Wobei das mysteriöse an der Sache vielmehr ist, dass man durch die Kamera genauestens erkennen konnte, wie Willow gegen die Tür geschlagen hat, jedoch zu hören war nichts. Weiterhin drängt sich diese sehnliche Stille in unsere Herzen, während wir diese unheimliche und verwirrende Szenerie zu sehen bekommen. Nach mehreren Versuchen entschied sich der Xtreme Psychopath letzten Endes einfach in das Innere des Hauses zu gehen, um dort einen Stuhl vorzufinden, auf dem eine wohl schlafende Person ihren Rücken den Skinn of Bizarr zugewandt hat. Leise versucht sich der Muggotking ihr zu nähern, doch genau jetzt im ungünstigsten Moment fallen andere Geräusche in unsere Ohren. Aufgrund des alten und quietschenden Bodens war das stille Anschleichen im Prinzip unmöglich. Als er fast in der Lage war, in das Gesicht der schlafenden Gestalt zu blicken und die Geheimnisse endlich zu enthüllen, hört man abermals das Knarzen der Bodendielen. Dieses Mal jedoch aus dem Eingangstürbereich des Hauses. Schnell wie ein Blitz dreht sich Willow zurück zur Richtung, aus die er gekommen ist, während sich das traumhafte, spannungsüberladene Bild im Hintergrund langsam auflöst. So nah war man an der Antwort und doch wurde sie binnen weniger Sekunden zurück in die Unantastbarkeit geschleudert. Willow bekommt hier eigens dieselben Qualen zu spüren, die er monatelang den Zuschauern von Coat 2 Coast angetan hat. Und das alles nur weil ein Mann es gewagt hat ohne Einladung in Willows tiefste Träume zu stoßen. Oder war es vielleicht er, welcher die Bedeutung des Todes in Willows Zukunft in sich steckt? Jedoch befindet sich niemand im Eingang des Hauses. Man könnte schwören eben noch einen Schatten dort erkannt zu haben, aber die einsigsten beiden Personen, die sich gerade im Bild befinden, sind Willow und der Mann auf dem Stuhl. War er es vielleicht? Ist er an all dem hier schuld?

Die Person die auf diesem Stuhl sitzt als den 'Tod' anzusehen, grenzt bei den Fans an einer Beleidigung. Je näher the Wisp ihr nämlich kommt erkennt man einen blanken, mit blauen Flecken übersähten Rücken. Hier und da blitzt auch eine kleine Schnittwunder hervor die aber mit einem größeren Pflaster überklebt wurde. Um den Bauch wurde ebenfalls ein weißer Verband angebracht. Anhand der dunklen Hautfarbe un dem dunklen fast pechschwarzen, lockigem Haar erkennen die Fans schnell um wen es sich handelt - Velveteen Dream! Allerdings gleicht der Freund von Toni Storm hier nicht mehr seinem glorreichen und träumerischen 'Ich'. Die Schlacht hat an seinem Körper gezehrt und aktuell gibt es keinen Glanz an ihm vorzufinden. Das seichtgrüne Krankenhaushemd das seinen Körper ziert, verwirrt die Fans umso mehr. Ein Baumhaus.. Dream.. Und nun ein solches Hemd? Träumt Willow wirklich? Man weiß es noch nicht wirklich, auch weil die schlafende Mimik des Dreams sich langsam verändert. Schwach öffnen sich seine Augen und betrachten die Umgebung. Ein leiser Seufzer entkommt seiner Kehle, während seine Haltung alles in allem regungslos und steif bleibt. Das er nicht alleine ist, hat er dennoch bemerkt. Kurz und sehr schwerfällig geht sein Blick zu Willow, während seine Lippen leise Worte formen.


"Selbst hier entkomme ich nicht deiner Präsenz wie es scheint.. Ein ewiger Teufelskreis. Oder doch ein unsichtbares Band das mein Licht und deine Dunkelheit verknüpft.."

Mit zusammengekniffenen Augen dreht Velveteen seinen Kopf wieder in die Ursprungsrichtung.. Ein wackeliges Atmen entkommt seiner Kehle, während sein Körper sich in seiner aktuellen Position entspannt. Seit seiner Ankunft hier in Coast 2 Coast Wrestling konnte er keine sonderlich nennenswerten Erfolge feiern.. Dieses Match heute Abend hat den Wind aber rigoros umgedreht.. Das Triple Threat Match zwischen ihm, Willow und Joe Hendry wird einigen noch im Gedächtnis bleiben. Allen voran wissen die Superstar in der Company nun auch das Velveteen Dream keinesfalls nicht nur ein warm angehauchter Paradiesvogel ist, sondern auch ein zielstrebiger, stolzer Kämpfer. Ein Krieger der sich im Kampf gegen Willow und Joe Hendry bewiesen hat. Der Preis für all das sehen die Fans leider Gottes nun aber auch vor sich. Dreams Körper ist geschändet von den Schmerzen und Brutalitäten die ihm seine Gegner zugemutet haben. Dennoch ist sein Kopf hoch erhoben und scheint fast hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken.


"Ich war für eine Schlacht gewappnet.. Und dennoch hat mich der Sturm ergriffen und niedergerrungen.."

Mit dieser überraschenden Wendung ändern sich auch wieder die Emotionen in Willows maskierten Gesicht und von der Furcht ist nichtsmehr zu sehen. Wie auch im Roster von Coast 2 Coast hat die Finsternis alles verschlungen und die Wut ist die einsigste Emotion, welche Willows Gesicht nun ziert. Scheinbar ist er weniger erfreut darüber, dass der Dream hier einfach in diesen, wie es Willow nennt, „Traum“ geplatzt ist. Oder ist es garnicht der echte Velveteen Dream? Vielleicht träumt Willow ja auch nur von ihn und er ist eine Projektion seiner Einbildung. Denn wenn Willow garnicht möchte, dass der Dream hier in seine Welt kommt, wieso sollte er es dann schaffen. Willow sieht nach dieser brutalen Schlacht viel mehr so aus, als wolle er einfach nurnoch seine Ruhe haben.

Willow: eine Schlacht bringt in jeden Fall nichts als Chaos und Zerstörung! Egal wie gut man sich dafür wappnet, die Zerstörung wird man nicht aufhalten können. Sie wird dich immer unterkriegen.

Auch wenn in Willows Worten mehr Dunkelheit steckt als in den Tiefen der Hölle, wirkt es doch schon fast ein wenig, als wolle er den Dream trösten.

Willow: Ein weiteres Mal bist du einfach ohne das Recht zu besitzen in meine Welt gedrungen. Doch dieses Mal werde ich dich ganz sicher nicht mit offenen Armen empfangen. Ich habe mich um Wichtigeres zu kümmern also...
VERSCHWINDE!


Die Aufforderung Willow in seinem 'Traum' Ruhe und Frieden zu geben kommt überdeutlich aus dessen Mund. Es dauert eine Weile bis man ein schmales - nahezu trauriges - Lächeln auf den dunklen Lippen Dreams erkennt. Wenn die augenscheinlichen Schmerzen nicht wären könnte man meinen er würde am liebsten lachen oder mit dem Kopf schütteln. Weitere Sekunden der Stille vergehen, bis ein unschöner, abgehackter Piepton zu hören ist. Ein Geräusch was in diesen Wäldern deplatziert und falsch wirkt.


"Mein Freund.. Ich hätte nirgendwo mehr Freude daran als aus deinem Dunstkreis zu verschwinden. Anhand deiner und meiner körperlichen Verfassung werden wir jedoch noch eine Weile hier festsitzen."

Festsitzen? WO?! Was redet der Afroamerikaner nur für verwirrende Dinge? Kaum haben die letzten Worte von Velveteen jedoch stattgefunden wirkt es fast so als würde das Piepsgeräusch lauter an die Ohren der Fans klingen. Die Außenwelt die noch aus dem harmonischen Grün des Waldes und der dunklen Farbe des Holzes bestanden hat bröckelt langsam und wird durch grelles weiß ersetzt. Es ist wie als würde eine höhere Macht das Geschehen in eine andere Umgebung ziehen wie ein schwarzes Loch. Von einem Wimpernschlag auf den nächsten hat sich die Szenerie komplett verändert. Kein Bach rauscht mehr und auch das kleine Summen der Vögel die von Baum zu Baum sprangen ist erloschen. Stattdessen hört man unruhige Schritte, rollende Gegenstände und eben der stetige, klare Piepston der von einem maschinellen Gerät stammt. Inmitten eines sauberen Raumes liegt Velveteen Dream auf einem Krankenbett und starrt an die Decke. Kabel umringen seinen rechten Arm, die schlussendlich an der Maschine enden die sicherstellt das seine Blut - und Herzwerte im Normbereich sind. Neben ihm in exakt derselben Konstruktion in einem seperaten Bett liegt niemand geringeres wie das Crazy Monster selbst. Die Maske die ihm als Markenzeichen diente, wurde entfernt und gibt nun sein wahres Gesicht Preis das einige Schrammen aufweist. Es war nur eine Einbildung.. Ein Traum in ein schöneres Umfeld.


"Willkommen in der Realität. Ich weiß nicht was für eine schöne Welt du gesehen hast.. Aber spätestens jetzt musst du anerkennen das eine Flucht von einem von uns nur für unnötig Aufruhr sorgen würde.."

Und genau hier wären wir bei den Folgen, die so ein Match mit sich bringen kann. Die Folgen, die jeder Superstar des Wrestlingbusiness hinnehmen muss, um der Welt eine phänomenale Show zu liefern. Willow...
Nein...
Jeff Hardy liegt völlig mitgenommen und kaputt auf einen Bett in der Intensivstation eines Krankenhauses. Verbunden an mehreren Schläuchen, welche ununterbrochen flüssiges Antivertiginosa, Antibiotika und Metamizol in seine Blutbahnen laufen lassen, so ein Klippteil am Finger, welches den Puls misst, mehrere EKG Elektroden auf der Brust zur Überprüfung des Herzens, aus welchen Gründen auch immer und mehrere Bandagen, welche die schlimmsten Blessuren und blutigen Verletzungen steril verdecken, liegt Jeff Hardy völlig bewegungslos auf den Bett neben den Velveteen Dream. Scheinbar hat man ihn auch noch starke Benzodiazepine zur Beruhigung gespritzt, da er sich, wie es scheint, wohl gegen die Behandlung gewehrt hat. Ein Thema, welches auch heute noch stark umstritten ist. Dürfen Ärzte einen Patienten gegen seinen Willen behandeln, auch wenn er lebensbedrohlich verletzt ist? Man kann zwar nur hoffen, dass es den Dream und Jeff Hardy hier nicht so schlecht geht, aber so wie sie aussehen, sollten sie ganz sicher behandelt werden. Das Match war die reinste Katastrophe.

Willow: Die Realität ist echt beschissen.

Was zum? Es könnte an den Beruhigungsmitteln oder anderen Medikamenten liegen, mit denen Jeff hier zugeschossen wird, aber in seinen Gesicht ist ganz deutlich eine Träne zu erkennen, als er mit wahrhaft kaputten Blicken in Richtung Dream schaut. Ein emotionales Bild, welches wir uns niemals hätten vorstellen können. Langsam dreht er seinen Kopf voller Anstrengung nach Oben und blickt weiterhin mit hoffnungslosen Ausdruck im Gesicht an die Decke der Intensivstation.

Willow: Warum tun wir so etwas überhaupt? Jede einzelne Woche. Warum? Diese Frage stelle ich mir jeden Tag und trotzdem mache ich es Jahr für Jahr aufs Neue und höre nicht auf. Warum? Warum nicht einfach fliehen und nie wieder zurück blicken? Warum?

Es ist eine menschliche Seite die das sonst so durchgeknallte Monster von sich gibt. Nun da auch er endlich in dem Hier und Jetzt angekommen ist, scheint er zu begreifen wie es wirklich ist. Jede Woche aufs Neue opfert er seinen Körper im Ring und erträgt dabei unendliche Schmerzen. Man könnte fast meinen das Velveteen Dream mit seiner simplen Aussage für eine Sekunde zumindest Jeff Hardy wieder hervorgeholt hat.


"Ich fürchte... Weil nichts anderes im Leben uns mehr Sinn verleiht. Man blickt auf mich nieder und schüttelt den Kopf.. So oft hörte ich das ein Mann wie ich nicht in die vier Ecken eines Rings gehört. Viel eher wollten sie mich als Männermodel auf dem Laufsteg abtun das zur Belustigung alle wie eine Barbiepuppe sie mit Kleider entzückt."

Missbilligend spricht Patrick Clarke diese letzten Worte aus. Eine kleine Kritik verbirgt sich dahinter. Oftmals ist die Karriere eines Models ein schwerer Akt.. Die eines aktiven Wrestling Superstars jedoch auch. Dennoch scheint es einen entscheidenden Punkt gegeben zu haben wieso es den Afroamerikaner dorthin und nicht auf den Laufsteg verschlagen hat.


".. Ich habe sie Unrecht gestraft. Selbst wenn mich viele als ein wundersames Exemplar ansehen, so versprühe ich jedoch etwas was manchen hier fehlt - Charisma. Ausdrucksstärke liegt mir im Blut und oftmals neige ich sogar dazu zu hyperventilieren wann immer eine Situation mich emotional ergreift und überfordert. Das war mein Antrieb jeden Abend, jedes Mal in diesen Ring zu steigen. Das ich von der Außenwelt so etwas wie Respekt und Anerkennung erhalten haben, war nur die Kirsche auf dem Eisbecher."

Die beiden Attribute die der Dream hier anspricht sind nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit. Trotzdem waren die Fans immer geschlossen hinter diesem Vogel, der dachte das er etwas Glanz und Frieden in die grauen, von Brutalität geschwängerten Hallen bringen könnte. Bisher stand diese Mission zwar nie auf einem guten Stern, würde man jedoch Velveteen selbst fragen, so wäre er wohl positiv gestimmt. Ohne sich bisher auch nur Willow zu zuwenden, spricht der Afroamerikaner weiter, den Blick immer noch gegen die Decke gerichtet.


"Auch wenn mein Rat dich nicht interessieren mag - flüchte niemals. Auf Dauer wird es dich nur unnötig belasten und unglücklich machen. Man kann vor nichts und niemanden ewig davonlaufen. Ich weiß dies selbst am Besten.. Zu lange habe ich mich versteckt um der Außenwelt meinen Anblick zu ersparen aus Angst das es niemand verstehen würde. Im Endeffekt - ist eine Flucht meistens nur das Verleudnen von sich selbst."

Hardy kann dem nur mit einem lachenden Schnaufen antworten, während er völlig kraftlos auf den Bett liegt. Wenn man bedenkt, dass er mit starken Beruhigungsmitteln zugedröhnt wurde, ist es sowieso verwunderlich, dass er nicht am Schlafen ist. Andernfalls wissen wir nicht, wie lange die beiden schon hier im Zimmer liegen. So mürrisch, wie sein Ausdruck im Gesicht jedoch ist, stellt sich immer noch die Frage. Ist das jetzt Jeff oder ist es einfach Willow ohne Maske? Aber Jeff mit Maske ist doch auch Willow, also heißt das ohne Maske ist es Jeff oder?

Willow: Niemals flüchten? Ich war mein gesamtes Leben lang in diesem Business. Ich hab damit angefangen, als ich noch ein Kind war und bin in diesem Business erwachsen geworden. Mit 16 Jahren stieg ich das erste Mal zusammen mit meinen Bruder in einen Wrestlingring. Jedes Mal, wo ich nicht die Möglichkeit dazu hatte, versank ich in einem tiefen Loch aus Drogen. Für mich gibt es nichts Anderes als dieses Leben. Wie also sollte ich flüchten können.

Hört man Hardy mit rauer Stimme stöhnen. Generell wirkt dieses ganze Segment ein wenig eintönig, weil diese beiden Superstars nur in ihren Bett liegen können. Ein Segment mit 2 fast schon halb toten Wrestlern kann leider nicht so spektakulär sein wie ein Simon Grimm, welcher einen Kip Sabian blutig schlägt.

Willow: Life for the Moment! Das waren die Worte, welche mir damals Tag für Tag gesagt wurden. Nach, welchen ich Woche für Woche lebte. In dieser Welt müssen wir jeden Tag so leben, wie als sei es der Letzte. Wir müssen unsere Ängste bekämpfen, unsere Dämonen besiegen und alle unsere Inneren Geheimnisse entschlüsseln und das Alles jeden verdammten Tag unseres Lebens aufs Neue. Wir müssen alle unsere Ziele jeden Tag aufs Neue erreichen, damit wir jeden Tag aufs Neue nach einem grandiosen Abenteuer sterben könnten. Doch die größten Ängste, wird man niemals bekämpfen können. Die mächtigsten Dämonen, wird man niemals besiegen können und auch die schwierigsten Geheimnisse, wird man nie entschlüsseln. Die größte Angst ist für mich auch heute noch, nach einen Move im Ring nicht mehr aufstehen zu können. Und trotzdem steige ich Woche für Woche wieder hinein.

Langsam hebt Willow seinen Arm in Richtung Himmel, was durch die ganzen Schläuche, welche mitten in seine Zwischenknochenarterie im Unterarm führen, etwas komplizierter wirkt. Es ist wirklich interessant Mal hinter die ganzen Facetten blicken zu können. Zu erleben, mit was ein Velveteen Dream sein Leben lang kämpfen muss. Zu erleben, mit was ein Willow AKA Jeff Hardy sein Leben lang kämpfen musste. Das Leben eines Superstars ist alles andere als leicht. Sie werden zwar von den Fans geliebt und wie Götter des Ringes angesehen, aber hinter den Shows ist es die reinste Katastrophe für manche. Nicht ohne Grund war Jeff Hardy lange Zeit drogenabhängig. Genauso wie bei anderen Berühmtheiten wie Robbie Williams, Charly sheen oder sogar der geilste Schauspieler der Welt Robert Downey Jr. wurde bei Jeff der Druck irgendwann zu hoch, dass er sich, wie viele vor und nach ihm auch, in die Welt der Drogen fliehen musste. Vllt ist das auch der Grund, weshalb er jetzt Willow ist? Weil er diesen ganzen Druck nichtmehr verkraften konnte. Wegen diesen unglaublichen Druck ging er auf die dunkle Seite und ließ sich mit der Finsternis ein um es der Welt endlich mal zurückzuzahlen.

Willow: Ich flüchte nicht. Ich Kämpfe! Selbst wenn ich mich dafür mit den finstersten Dämonen in mir verbünden muss. Selbst wenn ich dafür soviele gutherzige Menschen ins Verderben stürzen muss. Soviele Tränen der Traurigkeit entfachen werden muss. Soviel Trauer und Qual auf dieser Welt verbreiten muss. Und wenn ich diesen Kampf nur gewinne, indem ich mich selbst verleugne, dann soll es so sein. Ich werde kämpfen. Und ich werde siegen!

Schweigen bricht in dem überschaulichen Krankenzimmer aus, als sich Jeff Hardy(?) zu seinen eigenen Problemen äußert. Er ist von diesem Sport abhängig.. Mindestens genau so sehr wie die Schmerzmedikation, die ihn all die harten Aktionen aushalten lässt. Man hört ein gezieltes Ausatmen des Dreams, der daraufhin seine Augen schließt. Mit all seiner Kraft die er aufbringen kann, stemmt er sich mithilfe seiner Arme etwas in die Höhe, damit er seien ehemaligen Gegner ansehen kann.


"Dann ist deine größte Angst wohl dein Schicksal. Mag sein das du in der Hoffnung lebst zu siegen.. Doch mit all deinen Ausführungen, sehe ich deinen körperlichen und seelischen Untergang kommen. Vielleicht erspart man dir die Last deine Beine nicht mehr spüren zu können und knipst alle Lichter aus.. Es.. wäre dir zu wünschen, da ich merke das du eine traurige, hilflose Gestalt bist. Nun da ich dies weiß, sehe ich dich-..

Abrupt verstummt Dream als er Willow genauer betrachtet. Er rührt sich nicht.. Einzig allein sein Brustkorb geht ruhig auf und ab, während seine Augen geschlossen sind. So wie es scheint haben die Medikamente seinen Körper ergriffen und ihn in einen zarten Schlummer versetzt. Eine Ruhe die ihm nach diesem Match vergönnt sein sollte.. Velveteen lässt sich ebenfalls zurück auf das Bett sinken und seufzt etwas als sein Hinterkopf das Kissen berührt. Viel Zeit zur Ruhe hat er allerdings nicht, denn ein zartes Klopfen ist an der Tür zu hören. Eine schneeweiße Krankenpflegerin betritt das Zimmer die anscheinend die Geräte ausgiebig prüft. Auch sie bemerkt den Zustand Willows und zupft seine Decke noch einmal nach oben, ehe sie sich dem Dream zuwendet.

~Krankenpflegerin~
"Mr.Clarke? Vor dem Zimmer wartet eine junge Dame darauf hineingelassen zu werden? Möchten sie ruhen oder sie empfangen?"

Eine junge Dame? Das können viele Menschen sein.. Vielleicht hat Toni die Schreckensnachricht erfahren und ist auf schnellstem Wege ins Krankenhaus zu ihrem Freund geeilt. Oder aber... Das wäre schon eine sehr große Überraschung. Dream nickt zwar mit dem Kopf, schließt dann aber angestrengt die Augen. Das ist wohl die Zustimmung dafür das er seine Besucherin nicht vor der Tür stehen lassen möchte. Die Krankenpflegerin kommt dieser Bitte natürlich nach, als sie das Zimmer verlässt. Letztlich betritt unter den Augen der Fans Candy Floss den Raum und geht direkt in Richtung Velveteens. Ohne ein Wort zu verlieren, zieht sie sich einen Stuhl heran und nimmt auf diesem Platz. Mit diesen entscheidenden Bildern endet die Segmentübertragung und hinterlässt einen schwarzen Bildschirm.

Byron Saxton: "Es ist erstaunlich wie Velveteen Willow in die Realität gezogen hat.."

Johnny Curtis: "Auch wenn ich den Typen nicht mag - Willow hat ringend mal einen solchen Reality Check gebraucht!"

Noelle Foley: "Und am Ende scheint Candy Floss das Versprechen des Dreams noch einmal ernst genommen zu haben. Er wird in diesem Zustand zwar nicht auf sie aufpassen können.. Aber seine Nähe beruhigt sie trotzdem schon!"



Der Bildschirm vom Titantron ist weiterhin schwarz. Man kann nur hören wie sich jemand bewegt - und diese Bewegung beziehungsweise deren Identität lässt sich nur erahnen. Sofort hat das Bild die Aufmerksamkeit der Fans in der Halle und während alle gebannt auf das Geschehen starren, scheint der- oder diejenige sich noch nicht zeigen zu wollen. Ein Ton durchbricht das Schweigen, die Stille, die sich ausgebreitet hat und die die Situation bis zum Zerbersten spannt, scheint damit durchdrungen zu werden. Ein Ton wie ein Impuls, ein Klopf, ein Schlag, der durch Mark und Bein geht und offensichtlich immer noch nicht preisgibt, was sich hinter all dem verbirgt. Dieser Impuls scheint dann wieder in die gewohnte Stille überzugehen. Ein Flüstern wird laut und immer lauter - aber verstehen, was gesagt wird, kann man nicht. Es ist ein unangenehmes, ein wartendes Flüstern, was die Menschen dazu bringt unruhig zu werden. Dann - nachdem sich die Fans wahrscheinlich schon gefragt haben, was hier gerade passiert - blitzt ein Bild auf.



Nur um dann genauso schnell wieder zu verschwinden. Diese Handschuhe, die man dort nur wenige Millisekunden zu sehen bekommen hat, sind aber durchaus bekannt. Dieser Unterkörper, der gezeigt wurde, gehört zu einer ganz speziellen Frau. Die Unruhe scheint sich nach dieser kurzen Preview wieder schneller zu verbreiten. Es wirkt fast so als würden die Fans nach mehr lechzen. Als wollten sie dem Office sagen "Was geht hier vor sich?". Offenbar wissen das auch die Offiziellen nicht so ganz genau, denn nun scheint alles wieder still zu sein. Die Ruhe ist zermürbent. Sie macht die Menschen hektisch und verunsichert sie. Alexa Bliss? Was soll das? Warum zeigt sie sich nicht nachdem man sie zusammen mit Aleister Black während einem satanischen Ritual gesehen hat? Ist ihr etwas passiert? Warum tut sie das? Dann wieder - ein lauter Ton, der genauso dumpf ist wie der davor, dann aber kein Flüstern, sondern ein deutliches, schrilles Kreischen, was die Menschen dazu bringt sich die Ohren zuzuhalten. Schmerzerfüllte Gesichter kann man sehen, die offenbar unter Schmerzen leiden, aufgrund der Höhe und er Lautstärke des Schreis. Dann wieder ein Bild.



Wieder die gleichen Handschuhe von keiner geringeren als Alexa Bliss. Nach einem lauten Atemzug, der wahrscheinlich auch von ihr stammt, wird das Bild nun klarer. Kein Flackern mehr - keine seltsamen Geräusche. Nun kann man die amtierende Championesse in voller Pracht auf dem Titantron zu sehen. Ihr Blick wirkt etwas verklärt. Sie scheint nicht so richtig bei sich zu sein - zumindest nicht so wie sie sonst immer selbstbewusst in die Kamera blickt und ihre Gegnerinnen sowie alle anderen diffamiert. Diese Alexa Bliss scheint wie in Trance zu sein. Dass Aleister Black etwas damit zu tun hat, kann man wohl nicht leugnen. Man hatte die amtierende Championesse ja heute Abend fast ausschließlich mit ihm gesehen. Die Fans scheinen ebenfalls verwirrt zu sein.

Alexa Bliss
"Es hat mich getroffen wie ein Blitz. Es hat mich getroffen wie eine Gewehrkugel, die mir in den Rücken geschossen wurde. Es hat mich getroffen wie ein Schlag ins Gesicht - mit geschlossenen Augen. Ich wusste nicht, wann es kommen würde - ich wusste nicht einmal, ob es überhaupt kommen würde. Sicher war für mich in diesem Moment nur, dass ich mich wehren müsste. Ich wollte nicht zulassen, dass jemand in meinen Kopf eindringt, in meine Gefühle, in mein Herz. Ich wollte nicht, dass jemand mir die Maske herunter reißt und mich entblößt - geistig entblößt. Für alle Welt sichtbar und für jeden zugänglich. Ich wollte, dass jeder von mir nur das sieht, was ich dachte zu sein - eine Göttin, die ohne Rücksicht auf Verluste das bekommt, was sie möchte Eine Göttin, die mit jeder Faser ihres Körpers ihre Gegner nicht ernst nehmen würde. Eine Göttin, die zwar nicht respektiert werden würde, aber deren Erfolg ganz allein für sie stehen würde. Aber was wird davon übrig sein, wenn das Schicksal sich meiner annimmt? Was wird von einer Göttin übrig sein, wenn sie nicht mehr das sein kann, was sie verspricht? Sie wird von den Gläubigen aus dem Tempel gejagt, ihre Statuen, ihre Götzenbilder werden verbrannt werden und es wird nichts als Asche übrig bleiben - und die Erinnerung. Die Erinnerung, die immer weiter zu einem Mythos wird, der an eine Schreckensherrschaft erinnert, aber nicht an die Göttin selbst. Sie wird nur ein Abziehbild von sich selbst sein. In Ketten gelegt von den Menschen, die sie ächten wollten - niemals wieder fähig dazu, aufzuerstehen und zu ihrer alten Größe zu finden. Die Göttin ist tot - auch wenn nur innerlich, emotional. Die Göttin ist gefangen - auch wenn nur durch den Neid anderer. Die Göttin ist gefallen - auch wenn die Erinnerung an sie bleibt. Und nun? Wer soll das Licht dieser Division sein, wenn die Göttin doch nicht mehr da ist?"


In einer derartigen Tonlage und mit so vielen Rätseln hat man die amtierende Championesse noch nie sprechen gehört. Es wirkt fast so als sei sie wie ausgewechselt. Die Göttin ist tot? Das klingt fast so als würde Alexa einen Sinneswandel durchmachen, den man noch nicht genauer definieren kann. Man hat das Gefühl, dass diese Rede vor allem gegen sich selbst gerichtet ist - gegen ihr Verhalten in der letzten Zeit und gegen ihre Persönlichkeit selbst. Es herrscht wieder vollkommene Stille als Bliss aufhört zu reden. Die Fans scheinen genauso geschockt wie fasziniert von der "neuen" Alexa Bliss zu sein. Während viele die arrogante Göttin der c2c nicht mehr ertragen konnten, scheint das hier etwas völlig anderes zu sein. So wortgewandt, bedacht und gewählt hatte man Bliss noch nie sprechen hören. Das alles erscheint noch viel zu unwirklich als das die Fans ihr glauben wollen. Manche reiben sich die Augen. Ist das wirklich die amtierende Championesse dort auf dem Titantron oder ist das wieder eine ihrer Streiche?



Alexa Bliss
"Jemand kam, um die Hülle der Göttin zu retten. Ein Ritter, ein Retter, jemand, der sich ihr annahm und sah, was in ihr steckte. Jemand schaffte es die bösartige Hülle zu durchdringen und in ihre Seele einzutauchen, um diese schwarz zu färben und sie sich sein zu machen. Er erkannte, dass der schöne Schein ein Trugschluss ist und dass die Göttin nur wieder auferstehen könnte, wenn er sie stärker und besser macht als jemals zuvor. Er musste sie brechen, um sie dann wieder zu einem zarten Pflänzchen aufpäppeln zu können. Er musste sie zum Nachdenken bringen, um dan alles, was sie dachte als nichtig erklären zu können. Nur er konnte sie dazu bringen, wieder auf ihren Thron zu steigen - lebendiger als jemals zuvor. Wer ist dieser jemand? Wer ist dieser jemand, der sich darauf versteht, andere Menschen zu seinem Werkzeug zu machen - sie zu vergolden - sie zu bessern? Aleister Black hat es geschafft mich in die Dunkelheit zu führen. Er hat es geschafft die in Ketten gelegte Göttin wieder auferstehen zu lassen. Nur er hatte es geschafft, mich noch stärker als jemals zuvor zu machen. Es war an der Zeit - es musste geschehen und die alte Alexa wird nicht vermisst werden. Es war notwendig - es musste geschehen und während meine Gegnerin heute Abend denkt mich zu kennen, bin ich auferstanden, um zu zeigen, dass es kein Vorbeikommen mehr an mir gibt - nicht mehr jetzt. Bobbi Tyler kennt die Alexa, die sie jetzt diffamieren würde. Die sagen würde, sie sei ein Nichts. Bobbi Tyler kennt aber die neue Alexa nicht und muss sich jetzt zu recht fürchten. Die Zeit ist vorbei, dass mir am wichtigsten war, dass ich meine Championship verteidige - wichtig ist mir jetzt, dass ich meine Gegnerinnen vernichte, sie zu Staub werden lasse und sie für all das büßen lasse, was sie mir niemals zugetraut haben. Ich bin wieder da. Ich bin besser als jemals zuvor und auch wenn die Dunkelheit anderen Angst macht, so fürchtet euch nicht - ich kann euch versichern, dass es noch schlimmer wird."




Alexa Bliss
"Bobbi Tyler, Liebes. Ich möchte dich warnen. Du wirst heute Abend mit einer Frau im Ring stehen, die bisher nie dagewesen ist. Du stehst im Ring mit dem Unbekannten, mit dem, was dein kleiner Geist nicht fassen kann. Und dennoch möchtest du so mutig sein und gegen mich kämpfen? Wer soll dich retten, wenn die Dunkelheit über dich kommt und du Opfer deiner eigenen Unvernunft wirst? Wer soll kommen und dir helfen, wenn du das Gefühl hast, dass du keinen Tropfen Glückseligkeit mehr im Körper hast? Wer soll es sein, der dich wach küsst, nachdem du von mir schlafen geschickt wurdest? Niemand wird kommen, Bobbi. Kein Kip wird es wagen sich gegen die Dunkelheit zu stellen. Dein weißer Ritter wird nicht kommen. Er wird fliehen - ohne dich. Er wird wegrennen vor seinem Schicksal und wird dich mir und Aleister zum Frass vorwerfen - als Opfergabe, um sich selbst zu schützen und zu retten. Jeder ist sich selbst der nächste in der Welt und da kannst du dich auch noch so häufig für ihn ausziehen, dich ihm hingeben - er ist und bleibt derjenige, der dich verraten wird. Nur zu, komm' heraus und stell' dich mir in den Weg. Es wird nichts nützen. In the end ... you will ... fade to black."


Fade Out.

Noelle Foley: "Auch das ist eine neue Alexa Bliss.. die gegen eine neue Bobbi Tyler antritt!"

Byron Saxton: "Heute ist wirklich Aufbruchstimmung! Aleister Black hat sie verändert - ich bin gespannt ob sich das gut oder schlecht für sie auswirken wirkt!"

Johnny Curtis: "Was ist denn los mit ihr!? Ich verstehe das nicht.. das ist nicht Blissi!"



Gestern ist Geschichte und heute wird ein schöner Tag! So ähnlich motivieren sich positiv eingestellte Menschen, wenn etwas ekelhaftes, bedrückendes hinter ihnen liegt. Zugegeben - die Sterne am Firmament standen für Ember Moon schon einmal besser. Seit ihrer Rückkehr musste die Texanerin sehr oft die Faust des Schmerzes schmecken. Besonders Bianca Belair hat es verstanden ihr - wie angedroht - das Leben bei Coast 2 Coast zur Hölle zu machen. Konnte Moon die erste Hürde in einem Triple Threat trotz dem Ausfall eines Armes noch nehmen, war sie über die zweite in Form von Rhea Ripley gestolpert. Eigentlich hätte der Dunkelhäutigen klar sein müssen, das die EST eingreifen würde um zu garantieren das Ember nicht siegreich sein wird. Das Ripley daraus nun eine Lobeshymne für sich selbst macht in den sozialen Medien stößt der War Godess sehr bitter auf. Vielleicht deshalb trifft man sie auch nicht allerbester Stimmung an, als der Jumbotron in Atlanta anspringt. Die Umgebung deutet auf das Catering hin, das wohl gerade nicht so viele Besucher hat. Ember kommt das wohl gerade Recht.. Abseits der duftenden Essenstheke hat sie sich an den letzten Tisch im Eck gepflanzt und hat das Handy vor sich liegen. Auch wenn das Bild nicht sehr deutlich ist, erkennt man dass sie sich die Misere von letzter Woche noch einmal genauestens ansieht. Unzufrieden mit dem Ergebnis schüttelt Moon den Kopf.

// Ember Moon //
"Ich hätte es einfach wissen müssen.. Verflucht.."

Das hätte sie wohl. Bianca wird ihr auch die nächsten Wochen keinerlei Ruhe gönnen.. Anscheinend hat sie diese Woche einen guten Tag, denn ausnahmsweise steht die Afroamerikanerin für kein Match bereit. Vielleicht ist es aber auch nur eine gezielte Taktik um ihr ein noch beschisseneres Gefühl zu vermitteln das sie versagt hat. Bei der Intelligenz die Belair leider Gottes besitzt ist das nicht unwahrscheinlich. Um weiteren Frust zu vermeiden schaltet Ember das Handy aber nun aus und lässt es vor sich auf dem Tisch liegen. Die dampfende Tasse die anscheinend mit Tee oder Kaffee befüllt wurde, wird am Henkel angehoben, sodass die Dunkelhäutige einmal daraus trinkt. Seufzend stellt sie diese wieder beiseite und lehnt ihren Kopf nach hinten an die Wand. Die Schwingtür des Caterings geht jedoch in dieser Sekunde auf und die Fans erblicken dort den neusten Zugang der Damen bei Coast 2 Coast Wrestling. Sie hört auf den Namen Shaul Guerrero und ist nach ihrer großen Vorstellung bislang noch nicht ins Ringgeschehen eingestiegen. Was noch nicht ist kann ja noch werden. Erstaunlicher Weise sieht man die Mexikanerin ohne ihren stetigen Begleiter, Konnan. Zuerst schaut sie sich das Büffet auf den Tischen an doch dann fällt ihr Blick auf Moon. Kontakt mit anderen Damen hatte sie bislang nicht aber an diesem Zustand will sie nun etwas ändern und geht zielstrebig auf Ember zu.

Shaul Guerrero:
”Hey… was guckst du so traurig und verbittert? Mit dem falschen Bein zuerst aufgestanden? Oder nicht schlimmer… mit keinem Bein? Das ist mir auch schon einmal passiert…”

Die neu eingetroffene Diva kichert und probiert so das Gespräch in Gang zu bringen. Irgendwie wirkt sie anders als noch bei ihrer Vorstellung im Ring. Sind es die Haare? Hat sie ein anderes Make-Up? Nein. Es ist ihre freundliche Art die irgendwie befremdlich wirkt.

Shaul Guerrero:
”Ember ist dein Name, richtig? Ich bin Shaul. Weißt du… auch ich habe es manchmal schwer. Sicherlich nicht aus den gleichen Gründen weshalb du hier Trübsal bläst aber wegen meines Nachnamens. „Bist du die Tochter von Eddie?“ „Bist du die Tochter von Vickie?“ „Hast du was mit Chavo zu tun?“ Kurzum meine Familie hat in diesem Sport einen riesigen Fußabdruck hinterlassen den ich nicht befüllen kann. Manchmal wünschte ich mir ich wäre eine Normalo-Dame wie du…. Oh… Nicht falsch verstehen. Das sollte keine Beleidigung sein. Tut mir leid…“

Etwas geknickt packt sich Miss Latina Heat an den Kopf. Sie wollte doch scheinbar nett sein und dann rutscht ihr ein solches Ding raus. Wie gewonnen so zerronnen. Oder etwa nicht?

Ember hat wohl so ziemlich mit allen Personen gerechnet, aber nicht wirklich mit der Latina. Ihr ist auch klar das der Manager von Guerrero kein gutes Haar an Ember selbst oder dem Rest der Division gelassen hat. Demnach misstrauisch sieht sie Shaul auch an und mustert sie einmal von oben bis unten. Bisher macht sie aber nicht wirklich den Eindruck als würde sie ihr etwas vorspielen, weshalb Moon wohl auch ihre Hand ausstreckt um sie ihrer neuen Kollegin zum Schütteln anzubieten.

// Ember Moon //
"Da liegst du wohl richtig. Ich bin Ember Moon, freut mich deine Bekanntschaft zu machen!"

Immerhin scheint sich die Tochter von Eddie und Vickie Guerrero genaustens informiert zu haben, wer alles in ihrem Umfeld zugegen ist. Dumm ist das nicht, wenn sie vorhat große Wellen hier zu schlagen. Im Grunde genommen.. Ist es irgendwie auch das Bestreben von Ember Moon wieder einen Schritt mehr in Richtung des Goldes zu gehen das sie bisher unter dem c2c Flaggschiff nie erringen konnte. Bisher konnte sich die War Goddess aber nicht wirklich auf dieses Vorhaben konzentrieren seit ihrer Rückkehr da Bianca Belair ihr nach wie vor nur sehr wenig Zeit zum Verschnaufen lässt. Das auf den Schultern der Mexikanerin vor ihr noch ein wenig mehr Druck lastet, sagt wohl schon ihr Name aus.

// Ember Moon //
"Eine Tochter aus dritter Generation also. Ich denke das tut unserem bunt gefächertem Bild in der Divison ganz gut. Ich weiß das klingt paradox, aber.. auch ich habe mit solchen quälenden - teilweise sehr dummen - Fragen zu kämpfen. Es ist nicht einfach, wenn du die 'Ex' eines hier arbeitenden Superstars bist und mit diesem ein Kind hast. Die ständigen Fragen und Behauptungen die darüber aufgestellt werden, nagen auch sehr oft an mir. Man hat aber immer mit Erwartungen oder Vorurteilen zu kämpfen, richtig?"

Gar keine dumme Aussage von Moon, da einiges an Wahrheit dahinter steckt. Der Name 'Guerrero' ist sehr groß im Wrestling Business und wahrscheinlich könnte man meinen das Ember hier Äpfel mit Birnen vergleicht. Dennoch ist die Vergangenheit der Afroamerikanerin hier in c2c kein Geheimnis und wird oft noch aufgegriffen in Interviews oder unschönen Begegnungen mit Weibern die ihr hier ans Leder wollen. Das Shaul hier mit dem Ausdruck 'Normalo Mädchen' daneben gegriffen hat, stört die Rothaarige nicht wirklich.

// Ember Moon //
"Man lernt gewisse Dinge richtig zu deuten, Shaul. Deshalb nehme ich dir den Satz auch nicht übel. Ich kann mir denken dass du nicht beabsichtigt hattest mir auf die Füße damit zu treten!"

Freudig nimmt Latina Heat die Reaktion zur Kenntnis. Erleichterung macht sich breit. Als ihr Puls wieder etwas nach unten gegangen ist wirft sich noch einmal kurz einen Blick auf die reich gefüllten Tische im Raum. Man hört ein leises Magenknurren bei der Mexikanerin. Da hat wohl jemand Hunger aber so lange sie im Gespräch mit Ember ist will sie nicht unhöflich wirken und bleibt daher konzentriert beim Gespräch.

Shaul Guerrero:
”Danke, dass du es mir nicht krumm nimmst. Du scheinst echt in Ordnung zu sein. Und dass wir beide ja, wenn ich dich richtig verstanden habe, Leidensgenossinnen sind macht dich noch ein wenig sympathischer. So trägt jeder sein Päckchen mit sich mit. Aber wie sagt man doch so schön? Geteiltes Leid, ist halbes Leid. Wenn du mal deinen Kummer von der Seele reden willst können wir uns gerne mal abseits der Shows treffen. Natürlich nur wenn du willst. Ich möchte dir hier nichts aufzwingen. Wenn du nicht darüber sprechen magst oder es satt bist dich immer wieder damit auseinanderzusetzen kann ich das auch sehr gut nachvollziehen. Man könnte meinen wir seien Schwestern im Geiste…“

Ein Augenzwinkern folgt. Unglaublich dass wir hier wirklich die gleiche Shaul Guerrero sehen die uns noch von Konnan angekündigt wurde. So tough und hart scheint sie gar nicht zu sein. Viel eher ist sie eine liebevolle Dame die ein großes Herz besitzt. Aber wenn man vom Teufel spricht, da fliegt die Türe im Catering Bereich auf und Konnan kommt zum Vorschein. Sofort merkt man wie sich Shauls Körperhaltung verändert. Sie wirkt eingeschüchtert, nervös, unsicher.

Konnan:
”Aha. Hier treibst du dich also herum. Und wen haben wir da? Na wenn das nicht Miss Ember Moon ist… Hatte ich nicht erst letzte Woche etwas über dich geäußert? Man sollte dich wohl am ehesten dahin schießen wohin es dein Name vermuten lässt. Wie ich sehe hast du auch schon Bekanntschaft mit der zukünftigen Number One Diva der C2C gemacht. Damen wie dich verputzt sie zum Frühstück. Du und die gesamte andere Bagage des weiblichen Rosters seid doch daran Schuld, dass ich zum Handeln gezwungen wurde. Doch mit Shaul kommt nun ein Tsunami auf euch zu, der euch alle umreißen wird und auslöschen wird. Und da du ja schon mal hier bist, warum fangen wir nicht gleich mit dir als erstes Opfer an? Um rein zu kommen ist so eine Sparings-Partnerin eine willkommene Chance sich direkt mit einem ungefährdeten, souveränen Sieg in Szene zu setzen. Fühle dich also geehrt im Buch der ausgeschalteten Frauen an oberste Stelle eingetragen zu werden. Ich weiß… ein ungewohntes Gefühl für dich mal irgendwo an erster Stelle zu stehen aber sei dir sicher, dass dies auch das letzte Mal sein wird dass dein Name in der C2C überhaupt noch einmal Erwähnung findet.“

So dreht sich der Wind. Nachdem es anfänglich ein angenehme Briese war die hier herrschte peitscht der Gegenwind nun ins Gesicht von Ember. Es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht was Shaul und Konnan anbelangt. Anstatt verbal einzugreifen hält sich die Guerrero Tochter zurück und nickt nur leicht verlegen mit einem traurigen Blick.

Das plötzliche Auftauchen von Konnan hat den Wind im Catering gewaltig umgedreht. Auch Shaul Guerrero die noch so empathisch und freundlich schien, verfällt nun in ein unterwürfiges Muster das sich nicht traut die Worte ihres Mentors in Frage zu stellen. Dass dieser äußerst herablassend Ember Moon beleidigt gefällt den anwesenden Fans natürlich weniger, weshalb ein leises Buhkonzert entsteht. War noch vor ein paar Sekunden ein kleines, immer seltener gewordenes Lächeln auf den Lippen der Texanerin zu erkennen, wich dieses schnell einem neutralen Gesichtsausdruck als der Mexikaner den Raum betreten hatte. Nun da er anscheinend aber eine Atempause benötigt, kann die Rothaarige zum Gegenschlag ansetzen.

// Ember Moon //
"Sich in deinem Alter in Rage zu sprechen, sorgt gewöhnlich nur für einen erhöhten Blutdruck. Mal ganz davon abgesehen dass die Anschuldigungen an meiner Person nahezu beleidigend sind und ich die jederzeit den Obrigkeiten melden könnte. In einem kann ich dir aber zustimmen - ich denke dass durchaus ein Umschwung stattfindet wenn deine Schülerin in den Ring steigt!"

Sind die ersten Worte noch kaltschnäuzig und unfreundlich, erwärmt sich die Stimme von Ember etwas als Shaul ihre Erwähnung findet. Ein kleines Lächeln geht sogar in die Richtung der Guerrero, das jedoch schnell verschwindet sobald der Blick wieder auf Konnan ruht. Nicht nur die Fans, sondern auch die Ex-Geliebte von PAC haben erkannt welches Spiel hier gespielt wird. Shaul Guerrero hat keinerlei Interesse ihre Mitkolleginnen unter Druck zu setzen, ganz im Gegensatz zu ihrem Lehrer.. Allerdings fühlt sie sich aktuell nicht im Stande dazu ihm die Stirn zu bieten. Moon nimmt ihr das sehbar nicht übel, sondern beschäftigt sich viel lieber damit Konnan das auch unterschwellig unter die Nase zu reiben.

// Ember Moon //
"Wenn du nun aber glaubst das deine harte, strenge Hand dafür verantwortlich sein wird, muss ich dich enttäuschen. Der Stammbaum Shaul's spricht für sich. Ich gehe sogar so weit das ich behaupte dass sie einen Ersatzdaddy wie dich gar nicht nötig hätte um hier große Wellen zu schlagen! Rein der Ehre wegen wäre es trotzdem eine Freude gegen Shaul in den Ring zu steigen - allerdings nur wenn sie das möchte, nicht weil du das verlangst!"

Shaul nickt zustimmend in die Richtung von Ember und wirkt für einen kurzen Moment wieder glücklich doch auch dies verfliegt sofort als Konnans Stimme wieder zu vernehmen ist.

Konnan:
”Puta! Was fällt dir ein so mit mir zu reden? Du bist doch nur ein minderwertiges Stück Schrott. Dann gehe doch petzen wenn du meinst, dass dies der richtige Weg ist um Probleme aus der Welt zu schaffen. Genau das ist das Problem von euch Langweilerinnen. Ihr lauft lieber zu Papa McMahon oder wem auch immer anstatt sich der Konfrontation wirklich zu stellen. Wenn man dich so reden hört könnte man meinen, dass du Shaul schon über Jahre kennst und daher am besten weißt was für sie gut ist. In Wirklichkeit habt ihr euch eben zum aller ersten Mal getroffen und daher pfeife ich auf dein Urteil rund um meine Rolle in diesem Spiel. Ich habe durchaus meine Daseinsberechtigung und Shaul weiß dies auch. Versuche aber ruhig weiter einen Keil zwischen uns zu treiben doch es wird dir nichts bringen. Dieses Band ist unzerstörbar. Für dich und andere mag es befremdlich wirken und unverständlich sein aber Miss Guerrero hat ihre Wahl eigenständig getroffen. Nicht ich habe sie aufgesucht sondern anders herum. Sie braucht mich und sie weiß das. Unwissenheit schützt aber zum Glück nicht vor Strafe. Wenn du also gegen Shaul aufs Maul willst dann sollst du dieses Match nächste Woche bekommen. “

Da die Latina Heat bereits ihre Zustimmung zumindest optisch von sich gegeben hat dürfte dem besagten Duell doch nichts im Wege stehen. Es ist irgendwie schwer vorstellbar, dass eine solch lebensfrohe Person wie Shaul tatsächlich sich freiwillig unterworfen haben soll. So ganz glauben wir Konnan diese Geschichte nicht. Aber solange wir nichts Gegenteiliges hören müssen wir es zunächst einmal hinnehmen.

'Puta' ist natürlich ein ziemlich abwertendes Schimpfwort das kultivierte Leute selten benutzen. Das Konnan aber sowas vermissen lässt ist Ember durchaus bewusst. Wohl auch deshalb scheint es sie nicht zu verletzen das er weiterhin keine Gelegenheit auslässt sie verbal fertig zu machen. Moon fixiert noch einmal Guerrero mit einem Blick und nickt dann abschließend.

// Ember Moon //
"Ich nehme die Herausforderung an. Ich freue mich auf das Match mit Shaul. Sie wird sich beweisen - mit oder ohne dich spielt dabei keine Rolle."

Mit ihrem Handy in der Hand läuft die Rothaarige an Konnan vorbei. Bei der neuen Dame bleibt sie jedoch einmal kurz stehen und legt eine Hand auf ihre Schulter. Es ist ein stummer Hinweis darauf, das sie ihr das Ganze nicht krumm nimmt. Das Lächeln das darauf folgt, sollte das noch einmal bestätigen. Wie die Reaktion von Konnan darauf ausfällt erfahren die Fans jedoch nicht mehr, denn die Kameras schalten ab.

Noelle Foley: "Ember Moon! Ob Bianca dieses Match überhaupt zulassen wird?"

Byron Saxton: "Auch wenn das derb klingt.. Aber sie und Konnan werden sich bestimmt einig. Aber Shaul scheint wirklich nett zu sein!"

Johnny Curtis: "Nett aber hat das große Mundwerk definitiv nicht von ihren Eltern. Sonst würde sie sich nicht so von Konnan unterbuttern lassen!"



VOR 2 WOCHEN

Kälte. Immer dann, wenn ein kalter Wind durch das Bild zieht; also sichtbar ist - dann weiß man: Es herrschen eisige Temperaturen. Das nun auf dem Titanthron gezeigte Bild soll aber keineswegs einen Wetterbericht darstellen - nein - viel mehr wird ein Haus eingeblendet, um welches eben jener Wind zieht. Die Szenerie lässt sich eigentlich gar nicht beschreiben, wenn man sie nicht selbst zu Gesicht bekommt. Im Vordergrund des Bildes zunächst der Zaun, der dieses ominöse Haus umschmiegt. Das Tor des Zaunes steht offen und wird durch den Wind immer wieder zugeschlagen; es scheint kaputt zu sein. Das andauernde auf- und zu des Zaunes sorgt für ein fast unerträgliches Quietschgeräusch, da der Zaun und das anliegende Tor sehr alt sind. Betritt man das verschneite, winterliche Gelände dieses unheimlichen Hauses nun, fällt auf, dass hier wohl lange Zeit nicht mehr viel gemacht wurde. Das soll von Bewohnerseite aus entweder den Eindruck erwecken, dass hier eben keiner mehr wohnt: Oder es wohnt tatsächlich niemand hier. Beides erklärt dem Zuschauer aber noch nicht so ganz, weshalb die Kamera in einer Wrestlingshow ein solches Haus einfängt. Alles, was man hören kann ist der eisige, pfeifende Wind; das Gartentor, welches immer leiser wird, da sich der Kameramann weiter davon entfernt und die Schritte jenes Mannes im Schnee. Als würde er es absichtlich spannend machen wollen, wird der Kamermann immer langsamer; fängt noch ein paar Eindrücke des Vorgartens ein. Das Haus selbst wirkt alt - dem Verfall nahe. Die alten Holzdielen knarren; man bekommt den Eindruck, sie würden diesem grauenhaften Wind nicht mehr lange standhalten. Beim Betrachten der Szenerie läuft es dem Zuschauer eiskalt dem Rücken herunter - unheimlich und kühl wirkt die Szenerie. Noch immer ist nicht klar, was das soll. Über drei Stufen erreicht der Kamermann samt Kamera die Veranda vor diesem halbzerfallenen Haus, fängt mit eben jener Kamera das Klingelschild ein. 'McGuinness' steht hier geschrieben. Sofort ein lautes Raunen in der Halle - gleich danach: Verwirrung. Der Mann, der sich normalerweise in einem Palast in Großbritannien aufhält und dort ja eigentlich auch wohnt, hält sich in einem solchen Haus auf? Womöglich wieder nur eines der Psychospielchen von Willow. Wir erinnern uns ja daran, dass eben jener Willow es bereits mit Jay Skillet auf die Spitze trieb. Die Hand des Kameramannes fährt langsam in Richtung Türklingel. Rrrrrring, Rrrrrring - niemand öffnet. Dann der Szenenwechsel.

Von einer Sekunde auf die nächste - als wäre gar kein Schnitt dazwischen gewesen spielt die Szenerie im Haus. Augenblicklich verschwindet das Geräusch des Windes und des quietschenden Gartenzaunes und wird ausgetauscht durch das Knarren der Holzbalken- und dielen. Außerdem das Ticken einer alten Wanduhr. Befindlich im unteren Stockwerk des überraschend von innen gut erhaltenen Hauses, kann man im oberen Stockwerk aus einem der Zimmer Stimmen hören. Zwei Männerstimmen; zwei Männer, die sich offensichtlich unterhalten einer Unterhaltung, die der Kameramann augenblicklich beiwohnen möchte. Die Schritte über die knarrende Holztreppe ins obere Stockwerk. Ein erneuter Schnitt. Schließlich im Raum des Geschehens - hier sitzen die zwei Männer. Der Raum ist lediglich beleuchtet durch eine Schreibtischlampe - ansonsten ist es furchtbar dunkel und die schwarzen Gardinen sind vor die Fenster gezogen, damit auch überhaupt gar kein Lichtschein in diesen Raum strömt. Das Ticken der Uhr ist so laut, dass man es auch hier oben hört, wenn die zwei Männer ruhig sind: Und eben das sind sie im Moment. Sie sitzen sich an jenem Schreibtisch gegenüber, schweigen sich an. Der Raum ist schnell beschrieben, da eigentlich so gut wie absolut gar nichts erkennbar ist - die Dunkelheit herrscht. Auf dem Fußboden ein antiker Teppich, rechts und links ein paar Bücherregale; staubig. Wieder ein Schnitt und urplötzlich ist die Kamera in der Position, in welcher sie beide Personen sehr gut einfangen kann. Auf dem Schreibtisch steht eine Kanne Tee - dazu drei Tassen. Auffällig ebenso, dass vor dem Schreibtisch zwei Stühle stehen. Auf dem einen sitzt jemand; der andere blieb frei. Das Geheimnis ist aufgrund der Schreibtischlampe und erkennbaren Umrisse dann aber auch recht schnell gelüftet: Hier sitzen hinter dem Schreibtisch Nigel McGuinness; auf der anderen Seite Axel Dieter Jr. Ungewöhnlich? Wahrscheinlich nicht. Und das, obwohl ADJ in der letzten Woche vollkommen ausgerastet ist und das Prestige rund um Nigel von Grund auf kritisierte; gar beleidigte. Beide schweigen sich an. Kein Wort. Man kann den Staub von den Regalen fallen hören, so ruhig ist es. Und genau so lief es wohl schon die gesamt Woche ab.

AXEL DIETER JR
» Ich verstehe nicht, weshalb das genau hier stattfinden muss. Als wären wir irgendwelche ... Psychopathen. Herr Gott - ich hoffe, er ist bald hier. Das wird doch per se zu nichts führen, Nigel.

JOE HENDRY
» Mit dieser Einstellung wird das so oder so nichts....

hört man da aus dem Hintergrund jemand Murmeln und man sieht wie der Kopf von Nigel und auch Axel Dieter Jr nach oben gehen. Denn nun erscheint aus dem Schatten so ein bisschen aus dem nichts Joe Hendry in der Szenerie, als hätte er sich gerade hergezaubert. Doch Die Frage bleibt, wohin soll das führen? Joe Hendry und Axel Dieter Jr. sind sich nicht Grün. Fakt.... Vielleicht muss sogar einer die Gruppierung endlich verlassen damit es besser wird. Die besseren Argumente? Die hat vielleicht Joe Hendry... und das weiß dieser.

JOE HENDRY
» Wann zeigst du eigentlich mal so was wie respekt? Respekt vor Nigel, respekt vor Prestige, deinen Team Mitglieder? Wann zeigst du denn endlich mal Respekt vor mir? Hast ja letzte Woche nicht gerade mit Erfolg geglänzt....

Während Joe Hendry spricht nähert er sich immer mehr dem Licht und nimmt dann auf einem freien Stuhl platz. Bis her ist sein Blick nur auf Axel Dieter Jr. gerichtet.

JOE HENDRY
» Weiß gar nicht warum du überhaupt noch so groß aufredest. Ein bisschen mehr zurückhaltung und kleinere Laute würden dir gut tun. Findest du nicht?

Joe zwinkert Axel Dieter Jr. zu. Er hat es im guten Versucht, die würde knallhart abgeschmettert. Nun zeigt er daher keinerlei Interesse mehr es besser zu machen. Nun richtet er seine Aufmerksamkeit voll in Richtung Nigel.

JOE HENDRY
» Auftrag erfolgreich ausgeführt Nigel!

hört man Hendry schön Provokativ sagen während er die Offizele-Bestätigung der Coast 2 Coast auf den Tisch legt auf der steht das Joe Hendry beim nächsten Spezial seine Chance auf den West-Coast Title bekommen wird.

Beide schauen sich in die Augen. Eine unglaublich emotionale Szenerie. Da dieser Raum so schlecht beleuchtet ist und keinerlei natürliches Licht herein kommt, kann man nur erahnen mit welcher Intensität sich die beiden ansehen. Die Mimik muss unglaublich harsch sein; sie würde vermutlich gar töten können, sofern Blicke töten könnten. An den Umrissen sind die beiden eindeutig definierbar. Axel sitzt gerade da, der Rücken wie ein Lineal, die Brust weit draußen und der Kopf oben. Dazu hat er beide Hände auf seinem Schoß zusammengefaltet. Nigel sitzt auf der anderen Seite des Schreibtisches zurückgelehnt, mit einem Stift im Mund und den Händen ebenfalls auf seinen Oberschenkeln. Joe Hendry dagegen nimmt die Sache eher locker; klar - er weiß, dass er der Mann am längeren Hebel ist. Genau so weiß er, dass er es ist, der den ersten und bis dato einzigen Sieg für das Prestige einholen konnte. Eine belastende Situation für den Deutschen Athleten. Nigel zeigt auf eben diesen, was er nur so aus dem Augenwinkel erkennen kann. Der Brite scheint gar kein Wort mehr verlieren zu wollen - und ADJ weiß wohl genau, was er jetzt zu tun hat. Ein Klärungsgespräch - mit Nigel als Person, die eingreifen würde, wenn sich beide an die Gurgel springen.

AXEL DIETER JR
» Weder dein Auftrag, noch deine weiterhin provokante Art und Weise ist hier in auch nur in irgendeinem Ansatz relevant, Joe. Ich möchte dir ein paar Worte näherbringen, wenn du erlaubst? Exakt und genau das, was da vor einer Woche geschah, war das Szenario, welches mich in jener Vorwoche jede Nacht heimsuchte und für Albträume sorgte. Ich verliere. Du gewinnst. Im Nachhinein sage ich: Das war abzusehen. Und ich möchte dir erklären, weshalb. Meine Konzentration war weder Kip Sabian gewidmet, noch in irgendeiner Weise unserem Auftrag, die 5 Point Gang zu vernichten. Meine Konzentration galt auch nicht Nigel oder den Zuschauern - meine Konzentration galt schlichtweg und lediglich dir. Du bist der Grund dafür, dass ich verloren habe. Du bist der Grund dafür, dass ich nun dastehe, wie ein absoluter Depp. Du bist der Grund dafür, dass mein Ziel - mein persönliches und privates Ziel den World Heavyweight Gürtel auf meine Schulter zu legen in so weiter Ferne ist, als würde man die Entfernung zwischen Deutschland und Japan messen. Ich fange nicht bei Null an - ich fange darunter an. Ich fühle mich wieder, als wäre ich ein Jugendlicher und würde mich gerade zum ersten mal zum Wrestlingtraining bei meinem Vater bewegen. Du allein hast mich dahin zurückgesetzt, wo ich war, bevor all das hier geschehen ist. Du hast aus mir nichts weiter als ein Wrack gemacht. Die Worte, die du mir an den Kopf geworfen hast. Dein Antlitz von der ersten Sekunde unseres Kennenlernens an. Schon der Händedruck missfiel mir. Ich wusste, dass du ein viel zu großes Ego hast, als dass du mich mit meinem ebenso großen Ego akzeptieren würdest. Wir beide - Joe; wir sind zu groß für das Prestige. Ich kann mir keine weiteren Niederlagen erlauben, weil ich daran denken muss, besser als du zu sein. Ich kann mir nicht erlauben, meine Karriere aufs Spiel zu setzen, nur weil du daran Spaß hast, mich in den Abgrund zu drücken. Ich kann mir nicht erlauben, mit dir dieser Gemeinschaft beizuwohnen. Nigel - es tut mir leid. Entweder er geht - oder ich gehe.

Axel richtet sich von seinem Stuhl auf. Die Szenerie scheint schnell zu eskalieren. Was nun? Muss sich der Brite entscheiden? Im Gegenteil. McGuinness bleibt ganz ruhig, klopft mit seinem Bleistift auf dem Schreibtisch herum und ist weiterhin in zurückgelehnter Position. Dann geht der Blick in Richtung Joe Hendry - frei nach dem Motto "Du bist dran". ADJ bleibt dabei stehen und wundert sich nur, dass sein Mentor gar nichts dazu zu sagen hat. Hat Nigel das alles etwa schon aufgegeben?

JOE HENDRY
» Wenn das so ist, kannst du ruhig schon mal deine Koffer packen gehen Axel.

klare und deutlich Antwort von Joe Hendry. Warum sollte er auch gehen? Er sieht sich ja vollkommen im recht und irgendwie bietet er ja auch die besseren Argumente. Joe Hendry bleibt bisher weiterhin sehr ruhig und gelassen in seiner Art. Für ihn gibt es hier keinen Grund sich stressen zu lassen und vermutlich genau diese Haltung dürfte Axel Dieter Jr. noch mehr auf die Palme bringen.

JOE HENDRY
» Weißt du Axel, du hörst an wie ein Jugendlicher der für SEIN versagen die Schuld bei anderen sucht. Aber du schilderst im Grunde genau all die Dinge die ich über dich gesagt und gedacht habe. Du bist NAIV und du bist NICHT REIF genug für deine Ambitionen die du gerade hast. Es ist dein Traum World Champion zu werden und soll ich dir mal etwas sagen Axel, das ist sehr Ehrenwert, es sollte auch dein Ziel sein als Wrestler als RINGKÄMPFER. Aber mir jetzt die Schuld an deiner Unfähigkeit an zu hängen ist lächerlich und das weißt du selber.

Spielt Hendry jetzt hier einen auf Lehrmeister? Für Axel Dieter Jr. mag das von Hendry gerade reine Arroganz sein, doch Hendry selber sieht das als eine Art entgegen kommen. Für Axel Dieter Jr. für Nigel und für The Prestige. Die Frage ist sehen das Axel und Nigel auch so? Hendry sein Blick richtet sich jetzt aber zum ersten mal direkt in Richtung von Axel Dieter

JOE HENDRY
» Mein Erfolg muss nicht dein Neid bedeuten Axel.... ziehe deine Lehrern aus meinem Erfolg und deinem Misserfolg und Fang endlich an Matches zu gewinnen. Wenn ich nach den paar Wochen schon so tief in deinem Kopf drin stecke dann wäre es für die 5 Point Gang doch ein absolut leichtes es in kürzester Zeit ebenso zu schaffen. So ist es doch kein Wunder das und diese komplett Ignorieren.

Jetzt wird Hendry etwas ernster und lehnt sich nach vorne um nun Aufrecht sitzend sich von Angesicht zu Angesicht mit Dieter zu unterhalten. Jetzt könnte es wohl ernst werden.

JOE HENDRY
» Werde doch endlich mal zum Mann Axel. Zeig doch endlich mal warum dieser Mann da drüber ausgerechnet DICH als künftigen World Champion ausgewählt hat. Beweise es doch endlich mal das ich Falsch liege mit allem und du im Recht bist. Aber höre doch bitte endlich auf bei mir die Schuld zu suchen. Ich habe bei einem der größten PPV´s der C2C einen Title Match und soll ich dir mal sagen warum? Weil all das hier, ALL DAS HIER was drum rum passiert rund um den Ring mich zwar durch aus auch belastet, ABER ich blende all das im Ring aus und mache das was ich am besten kann. KÄMPFEN! Und DAS, ist es was einen Professionellen Wrestler aus macht.

Das Besondere: Noch immer steht Axel auf zwei Beinen. Obgleich er sich ja bereits vor einigen Minuten aufgerichtet hatte und damit drohte, das Prestige zu verlassen, wenn Joe Hendry nicht selbiges tun würde - so hat er den Raum zumindest noch nicht verlassen. Die harschen Worte samt Kritik des Schotten hat sich der Deutsche noch ganz genau angehört und aufgenommen. Trotzdem scheint ADJ nicht gewillt, darauf noch Worte zu finden. Er schnappt sich alles was ihm gehört, dreht sich um und verlässt den Raum in Richtung Tür. Diese Rechnung jedoch hat er ohne Nigel gemacht, der die Tür zuvor abgeschlossen hat. Dieter schüttelt wütend den Kopf und schaut nach hinten, wo Joe Hendry noch immer auf eine Antwort wartet. Tja, da kommt er nun nicht drumherum.

AXEL DIETER JR
» Bitte - ist das deine Art und Weise, jetzt mit der Situation umzugehen? Sobald Nigel zuhört, tust du so, als wärst du unschuldig. Als hättest du dir keineswegs irgendetwas zu Schulden kommen lassen und wärst der Engel dieser Gemeinschaft. Wir beide wissen, dass das nicht so ist. Deine wertvollen Ratschläge kannst du daher getrost dort lassen, wo sie herkommen. Ich habe dich erlebt, als Nigel nicht vor uns saß und seine Ohren nach uns gestellt hat. Ich habe die Privatperson Joe Hendry erlebt: Einen eingebildeten, egoistischen Bastard. Möchtest du Nigel denn nicht einmal davon erzählen, dass du es warst, der den Vertrag von Jay FK aufgelöst hat, um selbst Erfolg zu haben? Ich erinnere mich an deine Worte "Jay Skillet ist viel zu schnell an die Spitze gekommen v- er stiehlt mir mein Rampenlicht". Willst du Nigel nicht erzählen, dass du genau das gleiche mit mir tun wolltest, aber mich stattdessen manipuliert hast, damit ich gegen Grimm und Sabian verliere? Erzähl Nigel doch einfach mal davon, dass du mich die in den Nächten vor den Shows regelmäßig wachgehalten hast; meine Hotelzimmer verwüstet hast und dazu noch dafür sorgtest, dass ich in den Städten keine anderen Hotels buchen durfte. Du spielst mit deiner Macht, Hendry. Und Nigel weiß gar nichts. Und jetzt sitzt du hier - und spielst das Unschuldslamm? Wem willst du etwas vorspielen? Mit Verlaub - ich wollte ihm das nicht erzählen: Doch du ... Du kotzt mich einfach an.

Wieder haut Axel so hart auf den Tisch, dass dabei zwei Stifte nach unten fallen. Wenn das wahr ist ... Heißes Eisen.

Ist das nun der Moment in dem sich Joe Hendry ertappt fühlt und damit vielleicht einer der größten Heuchler der Wrestlinggeschichte zum Vorschein kommt? Oder lügt hier gerade Axel Dieter Jr. das sich die Balken biegen? So oder so, die Situation ist angespannt und man hat das Gefühl es könnten die Fetzten fliegen. Das interessante an der Situation ist aber, Nigel reagiert immer noch kein Stück und schaut sich das ganze einfach nur an ohne auch nur Ansatzweise dazwischen zu gehen. Hendry schüttelt nach der Ansage von ADJ nur genervt mit den Kopf. Er kann es nicht glaubne, dass ADJ es nicht mal versuchen will irgendwie mit jemanden in der Gruppe klar zu kommen.

JOE HENDRY
» Meine Formulierung, als dich mit einem Kindergartenkind verglichen habe war gar nicht so falsch gewählt Axel...

Und das Provakationsbattle geht in eine neue Runde.

JOE HENDRY
» Und wießt du auch warum? Nicht nur, dass du weiterhin die Aussreden für dein Scheitern bei mir suchst, du schaffst auch noch Tatsachen so zu verdrehen das es absolut keinen Sinn mehr macht. Bevor ich mich aber wirklich dazu herablasse diese wirklich frechen und angebrachten Kommentare zu beantworten möchte ich dir eine Frage stellen. Denkst du wirklich, auch nur im Ansatz, dass Nigel sowas nicht wissen würde wenn es so wäre? Denkst du ernsthaft, es würde Dinge über uns geben die Nigel im Allgemeinen nicht rausfinden würde? Dann wärst du nämlich wirklich naiver als ich dachte.

Nun erhebt sich auf Hendry von seinem Platz, dabei entfesselt er so viel Kraft das der Stuhl gleich mit umkippt. Vielleicht sollte das nun der Moment sein in dem Nigel eingreifen sollte?

JOE HENDRY
» Es ist eine Sache mich nicht zu mögen oder mich gar zu hassen, aber meine Loyälitat zu Nigel, meine Loyälitat zum Prestige und meine Loyalität zum Britischen Königshaus in Frage zu stellen ist eine Bodenlosefrecheit. NATÜRLICH, habe ich JAY-FK Verträge auflösen lassen einem Tag nach dem diese uns in unserer Heimat besucht haben, aber dies tat so weil es mir befohlen würde, verstehst du? Es gibt so Dinge die man als Linke oder als Rechte Hand tut von den andere keine Ahnung haben oder nicht eingeweiht worden sind. Fakt ist sogar, das es bestimmt auch Dinge gibt die Nigel dir aufgetragen hat von denen wir nicht mal was wissen. Um es also nochmal dir deutlich zu machen, die Beiden hier aus der Küste raus zu holen tat ich im Auftrag vom Nigel. Sprich du hast hier zum Teil recht, ich habe dies getan, ich brauch mich dafür aber nicht Rechtfetigen vor Nigel oder ähnliches denn dieser weiß bescheid. Nun kommt aber der Punkt bei dem du die Tatsachen verdrehst, ich sagte " Der Main Event run kam für die beiden zu Früh, die 5 Pont Gang ist noch zu Clever und das spürte Jay Skillet am eigenen Laib" und später ergänzte ich "ich hätte die Sache besser gemacht". Das waren meine Worte, der RUN der Beiden mit den ganz großen kam auch zu früh, zu Naiv und zu verspielt waren die Beiden um das ganz große Ding zu landen. Das ist nun mal ein Fakt und dieser wird dir jeder Bestätigen. Und das ich es besser machen würde? Nun, das ist nunmal meine Einschätzung über mich, soll ich den denken "OH NEIN die sind alle viel besser als ich". Wenn ich mit dieser Einstellung durchs Leben gehen würde, wäre ich als Wrestler und als Mitglied von the Prestige komplett fehl am Platz. Dieses Selbstvertrauen MUSS man haben wenn man hier Erfolg haben will. Oder willst du mir sagen, du hast nicht den Glauben daran es besser machen zu können?

Noch bevor Nigel in irgendeiner Weise eingreifen kann, setzt Axel Dieter wieder dort an, wo Hendry aufgehört hatte.

AXEL DIETER JR
» Welch unfassbarer Schwachsinn! Sollte dieser Auftrag tatsächlich von Nigel sein - wieso äußert er sich dann nicht dazu? Schau doch, wie er da sitzt; den Kopf schüttelt: Er schüttelt den Kopf deinetwegen. Dich in das Prestige zu holen nämlich - das war sein größter Fehler. Du BIST Fehl am Platz - Prestige ist zu groß für jemanden, der sich monatelang von einem Scheich entführen lässt, Joe. Du weißt genau, dass wenn ich wollte, ich noch viel mehr Dinge über dich erzählen könnte, die dich belasten. Du weißt genau, was ich weiß. Ich weiß mehr als Nigel. Mehr als jedes Mitglied des Prestige. Ich weiß mehr, als dein verdammter Arbeitgeber. Ein wenig Recherche und ich kannte deine gesamte Vergangenheit. Doch ich bin ein Ehrenmann. Ein Ringkämpfer. Ich werde dich nicht verraten - nicht vor Nigel. Du wirst es ja ohnehin weiterhin abstreiten, weil du mehr als nur feige bist. Du hältst mich für einen Versager und ich halte dich für ein charakterloses Mistück. Wir sind hier aber nicht bei irgendeiner Talkshow - wir vergessen, wofür wir stehen. Ich schlage vor: WIR stehen unseren Mann und treten gegeneinander an. Axel Dieter Junior gegen Joe Hendry. Mit Nigel als Schlichter. Als Schiedsrichter. Wie stehst du dazu, Feigling?

Axel schaut seinem Gegenüber in die Augen und reicht ihm die Hand. Schmunzelnd schlägt er unmittelbar danach sofort ein. Es besteht nun also kein Zweifel mehr. Axel Dieter gegen Joe Hendry ist gebooked! Und Nigel? Der steht auf - erschreckt damit beide Parteien, die ihn schon fast vergessen hatten. Dann wirft er den Bleistift auf den Tisch, schiebt den Stuhl ran und verlässt kopfschüttelnd die Szenerie. Zurück bleiben die beiden größten Streithähne der Liga. Die Szene fadet aus.

Noelle Foley: "Die Streitigkeiten im Prestige haben sich vor 2 Wochen also schon verhärtet! Dieter Junior gegen Hendry!"

Byron Saxton: "Ich hoffe dass Nigel auch in Zukunft dazu in der Lage ist seine Gruppierung beisammen zu halten. Es sieht aus als würde sie ihm aus den Fingern gleiten."

Johnny Curtis: "Was faselst du da?! Sich zu messen, das ist unter Brüdern noch normal. Die sind Brüder, Saxton! Auch wenn's sich böse anhört, in Wahrheit haben die sich lieb. Shut up!"



CO - MAIN EVENT
SINGLES MATCH
c2c Womens Championship
Alexa Bliss (c) vs. Bobbi Tyler


Writer: ???



THEY SAY THERES'S HELL TO PAY.
You can keep the change if you want. When you're standing face to face. With the devil taking you on.
HIT ME WITH YOUR BEST SHOT. You can't make my heart stop. Is that the best that you've got?


Harte Gitarrenriffs leiten die Theme der jungen Briten ein, bevor eine markante weibliche Stimme die Aufmerksamkeit auf sich zieht und mit den Text einen klaren Standpunkt bezieht. Sinngemäß erwartet man eine Kämpferin mit festen Blick und einem starken Willen, ohne Angst und mit Feuer in ihren Vierbuchstaben. Mittlerweile ist man gewöhnt, dass eben das bei Bobbi Tyler fehlt. Doch nicht heute Abend. Mit festem Blick betritt sie die Rampe, lässt ihren Blick kurz über die Menge wandern.

I can bleed, I can hurt! Knock me down in the dirt. I am strong I'll show you, even when I'm black and blue!

Melissa Santos: "Making her way to the Ring... from Porthmouth, England... Miss Bulletproof.. BOOOBI TYLEEEEEEEEEEER!"

Kaum, dass ihr Name ausgesprochen wurde, setzt sich die Blondine in Bewegung. Zielstrebig steuert sie den Ring an und beachtet weder Fans noch sonst irgendetwas. Sie scheint fokussiert. Ohne zu Posen wartet sie ihre Theme ab und setzt sich in die Ecke, lauernd.



LONG LIVE ALEXA BLISS



Mit dem ersten Klang der Theme der Blondine aus Ohio beginnt das c2c Universe zu buhen - offenbar können sie sich noch genau an sie erinnern. Im Publikum, was durch die vielen Kameras in der Arena eingefangen wird, kann man deutlich sehen wie Männer und Frauen, Kinder und Teenager ihre Daumen nach unten strecken, um zu verdeutlichen, dass sie Alexa gar nicht leiden mögen - sei's drum. Bliss erscheint auf der Bühne und das glitzernde Licht, was eine wirklich kühle Atmosphäre erzeugt, lässt sie in ihrer Ringgear scheinen. Ein verschmitzes Lächeln ziert ihre Lippen, während sie nacheinem festen Stand sucht und ihre Hände vor ihre Brust streckt, um ihre charakteristische Pose zu zeigen.



Nachdem die Blondine die Augen verdreht hat, setzt sie ihren Weg fort. Offenbar ist sie von den Reaktionen der Fans deutlich genervt und während sie die Rampe herunterläuft, scheint sie immer wieder abzuwinken, wenn einige Fans ihr irgendwelche gemeinen Dinge entgegenbrüllen. Während sie fast am Ring angekommen ist, sitzt auf ihren Lippen wieder dieses selbstgefällige Lächeln, welches so gut wie gar nicht wegzuwaschen ist - so scheint es zumindest. Eine Hand hat sie an ihrer Hüfte.



Melissa Santos: "And making her way to the ring ... from Columbus, Ohio. She is the current reining c2c Women's Champion ... ALLLLLLLLLEXXXAAAAAAA BLISSSSSSSSS"



Ein weiterer Schwall Buhrufe schwappen der Blondine entgegen, während sie schon auf dem Apron angekommen ist. Alexa steht mit den Rücken zu den Seilen, die Hände mit den charakteristischen Handschuhen ruhen auf dem mittleren Ringseil, ehe sie über das unterste steigt und sich nun im Ring befindet. Dann lehnt sie sich über das oberste Seil, um sich den Fans ein letztes Mal zu ihrer Theme zu präsentieren. Dann zeigt sie noch ihre charakteristische Titelpose.



* DING DING DING *

Bobbi Tyler besiegt Alexa Bliss by pinfall via Ranhei Code Red (20:20min.)

Here is your winner by pinfall and NEWWWWWWWWWW c2c WOMENS CHAMPIOOOOOONNN: BOBBIIII... TYLEEEEEERRRRR!



Noelle Foley: "Ist das zu fassen!? LEUTE, wir haben einen neuen Womens Champion!"

Byron Saxton: "Bobbi freaking Tyler! Was für ein Sieg! Unbesiegbar mit ihrem Mind Set heute Abend!"

Johnny Curtis: "Die Göttin ist gefallen! Aber wie Jesus wird sie bald wieder auferstehen, da bin ich mir sicher! Das mit Aleister Black ist nur noch nicht ausgereift! Wenn sie erstmal bei voller Stärke ist, dann gnade Bobbi Tyler GOTT!"

Noelle Foley: "Jetzt hör auf Alexa anzubeten!"

Byron Saxton: "Echt mal! Herzlichen Glückwunsch nochmal an Bobbi!!"



Der Eingangsbereich der Halle wird folglich gefilmt; tatsächlich gar der öffentliche, in welchem sich noch ein paar Fans befinden, welche wohl zu spät zur Show kommen oder einfach die Toiletten suchen. Einige Stände, an denen es wahrhaftig tolles Merchandise gibt, sind von Mitarbeitern besetzt - welche sich offenbar ziemlich langweilen. Der Bereich ist geschmückt mit einigen Postern und Plakaten; ansonsten gibt es hier eigentlich gar nicht so viel zu sehen. Das zumindest, bis sich die Türe öffnet und an den Security Männern vorbei ganz ohne Eintrittskarte Axel Dieter Jr. tritt. Der Deutsche trägt eine schwarze Trainingsjacke, eine Jeans und lockere Sneaker. Die Kapuze der Trainingsjacke hat er sich zudem auf den Kopf gesetzt - sein Gesicht ziert eine Sonnenbrille. Er will wohl so gut es geht nicht erkannt werden. Diese Rechnung jedoch macht er ohne die schlauen Fans der Coast 2 Coast - denn an seiner Körperhaltung und seinem Gang ist sehr wohl zu erkennen, dass es sich um das scheidende Mitglied des Prestige handelt. Axel trägt eine Sporttasche auf der Schulter und hat es enorm eilig: Kann es gar nicht erwarten, endlich zum Lockerroom zu gelangen und das auch bestenfalls, ohne dass ihn irgendwer auf dem Weg dahin erkennt und anspricht. Das jedoch ... passiert. Sofort blockt Axel ab.

AXEL DIETER JR
» Keine Autogramme. Später. Nicht jetzt.

Super Strategie. Einfach abblocken, dabei nicht mal umdrehen und gucken wem man hier gerade den Wunsch eines Autogramms verwehrt. Hätte sich der junge Deutsche nämlich umgedreht hätte er bemerkt, dass die Person die quasi neben ihm auftaucht gar kein Fan ist. Und eine Unterschrift will diese Person sicherlich noch viel weniger.

Bryan Danielson: Ich werde kein Autogramm von dir wollen. Weder jetzt noch später.

Klare Worte vom American Dragon. Die Frage die sich jetzt allerdings stellt ist, was will der Gegner von Noam Dar hier von Axel Dieter Jr.? Das dürfte sich nicht nur der deutsche sondern auch andere fragen.

Bryan Danielson: Der ganze weite Weg und dann trifft man beim Special auf einen abgehalfterten Japaner. Ich kann deine schlechte Laune verstehen.

Axel bleibt auch tatsächlich stehen, als er die ihm bekannte Stimme wahrnimmt. Eines Blickes würdigt er Bryan jedoch noch nicht. Lediglich die Sonnenbrille setzt er ab und steckt sie sich in die Tasche seines Hoodies.

AXEL DIETER JR
» Kann ich dir ... vielleicht irgendwie helfen?

Axel seufzt laut. Die beiden kennen sich ja schon - Nigel hatte die beiden einander unbewusst vorgestellt. Das letzte Gespräch lief eher unfreundlich ab und und sympathisch sind sich beide auch nicht; wenngleich auch nicht gänzlich feindselig. Es ist demnach enorm interessant zu erfahren, weshalb der Number 1 Contender auf die World Heavyweight Championship gerade Axel Dieter anspricht.

Bryan Danielson: Ich denke die Frage sollte man wenn überhaupt anders stellen. Momentan bist du eher die Person die Hilfe benötigt anstelle meiner Wenigkeit.

Auch wieder wahr irgendwie. Immerhin steht Bryan Danielson im letzten Match des Abends um den höchsten Titel der Liga. Wohin gegen ADJ eher weit am Anfang der Show zu finden ist in einem Match gegen TAJIRI. Aber Moment mal, bietet Danielson hier tatsächlich dem jungen Deutschen durch die Blume seine Hilfe an in dem er die Frage des Prestige Mitgliedes umdreht?

Bryan Danielson: Nicht das du solche Hilfe aktiv von mir erwarten kannst, aber ich denke das war dir auch bewusst. Aber du solltest dir den heutigen Main Event angucken. Denn das wird dich definitiv weiterbringen.

Vielleicht sollte er das tatsächlich. Axel dreht sich nun auch um und mustert seinen Konversationspartner von oben bis unten. Das ist er also. Der No 1 Contender auf den World Title. So sieht er aus. Er steht genau da, wo sich ADJ selbst sieht. Harte Realität. Und diese harte Realität heißt Tajiri.

AXEL DIETER JR
» Glaubst du, ich genieße diese Situation? So einen wertlosen Sieg zu holen ist noch schlimmer als eine Niederlage gegen Sabian oder Grimm. Und Nigel? Der glaubt, das würde meinem Selbstvertrauen gut tun. Bitte - inwiefern soll ein 2 Minuten Match mein Selbstvertrauen beglücken?

Axel schüttelt den Kopf und beißt die Zähne zusammen. Es ist eindeutig: Er ist wütend. Enorm wütend. Das sieht man an seiner Mimik, Gestik und an der Art und Weise seines Ausdruckes in der Sprache. Die Tonlage macht die Musik.

AXEL DIETER JR
» Ich habe diesen Blödsinn satt. Ich muss dort stehen, wo du jetzt stehst. Ich.

Ein erneuter Arroganzanfall. Und das in seiner Situation? Das ist wohl eher kontraproduktiv.
Den American Dragon lässt diese Arroganz jedoch kalt. Zum einen ist er noch viel arroganter weswegen ihm das Gehabe von ADJ egal ist, zum anderen hat er in seiner Karriere schon eine Menge von diesen Leuten gesehen und alle samt sind sie wieder verschwunden. Aber irgendwas scheint der junge deutsche zu haben weswegen sich Danielson hier auf ein Gespräch einlässt.

Bryan Danielson: Jeder steht dort wo er es verdient hat. Möglicherweise ist Nigel nicht der richtige für dich und deine Entwicklung.

Ein raunen geht durch die Halle. Hat man gerade etwa offene Kritik an Nigel McGuinness gehört? Dem Mann dem Bryan Danielson eigentlich mit so viel Respekt gegenüber steht? Scheint fast so. Jetzt stellt sich nur noch die Frage was der Mann aus Aberdeen eigentlich vor hat.

Bryan Danielson: Du solltest mit deiner ganzen Wut diesem Japaner den Kopf abtreten. Das wäre schon mal ein guter Anfang. Vor allem setzt du dadurch ein Zeichen. Frage ist nur wer diese Zeichen wahrnimmt und daraus etwas machen kann.

Axel jedoch will davon zunächst gar nichts hören. Weiterhin wie wild schüttelt er den Kopf und lässt auch von seinem extrem wütenden Gesichtsausdruck nicht ab. Vorbei die Zeiten, in welchen er starr stand und sich seine Antworten genau zurechtgelegt hatte. Er spricht jetzt so offen, wie selten: Einfach frei heraus.

AXEL DIETER JR
» Ein Zeichen? Was für ein Zeichen soll das denn sein, wenn ich jemanden besiege, der den meisten hier noch nicht einmal ein Begriff ist? Ich fühle mich benutzt ... von den Oberen dieser Liga und ... auch von Nigel.

Das äußerte er ja schon vor einigen Wochen in der Audioaufnahme. Axel fühlt sich hintergangen und benutzt; er fühlt sich nicht gewertschätzt. Dass Bryan jetzt noch einmal all das unterstreicht, indem er davon spricht, dass Nigel eventuell nicht der richtige sein könnte: Das kann einen gutgläubigen Charakter wie ADJ schon ordentlich manipulieren.

AXEL DIETER JR
» Wenn er nicht der richtige für meine Entwicklung ist, wer dann? Ich selbst?

ADJ lässt die Hände in den Taschen verschwinden und bleibt nachdenklich.
Manipulieren ist ein gutes Stichwort. Ein Schelm wer böses denkt, aber der ein oder andere könnte der Meinung sein, dass Danielson den jungen deutschen hier doch eventuell auf seine Seite ziehen möchte? Verschwörungstheorie oder Wahrheit?

Bryan Danielson: Ein Zeichen dafür, dass du dich nicht unterkriegen lässt. Vor allem nicht von denen „da oben“. Du hast zwei Möglichkeiten, schwenke die weiße Fahne und gebe gegen den Japaner auf oder mache ihn platt und setzte genau dafür ein Zeichen. Das du dich eben nicht unterkriegen lässt.

Ein wenig manipulativ klingen die Worte des American Dragon ja schon irgendwie. Zumal er sonst nicht der Typ ist der andere motiviert oder ihnen irgendwie sonst Mut zuspricht. Schaut er doch eigentlich nur auf sich selbst.

Bryan Danielson: Ich denke im Grunde meint Nigel das alles nur gut. Nur wird er eben auch alt. Er kann selber nicht mehr in den Ring steigen, aber soll wissen was für dich am besten ist? Wie gesagt, schau dir mein Match an dann weißt du wie es geht.

Und Axel? Der wirkt immer nachdenklicher und lässt jetzt gar die Sporttasche fallen. Die Hände verschwinden aus den Taschen und gehen hinter seinen Rücken; die Brust zudem nach draußen. Es scheint, als würde diese kleine Motivationsrede Wirkung zeigen.

AXEL DIETER JR
» Dass ich Tajiri schlage, steht ja außer Frage. Ich werde sicherlich nicht aufgeben, nur weil die das wollen. Ich will siegen. Immer und immer wieder. Und ich werde siegen.

Da ist es wieder! Das Selbstvertrauen. Der Blick wieder starr und konzentriert - eine Augenbraue hebt er; ganz klassisch und so, wie man es von ihm kennt und gewohnt ist.

AXEL DIETER JR
» Ich werde zusehen. Zweifelsohne. Schließlich lernt man nie aus, hm?

Das ging flott. Ist es die Aura des Nummer 1 Herausforderers oder viel mehr die manipulative Art und Weise? Bryan jedenfalls weiß ganz genau: Diesem Axel kann man zurzeit erzählen, was man will: Er hält vieles für glaubwürdig. Vielleicht zu viel.

Bryan Danielson: Eben, man lernt sein ganzes Leben. Davon mal ab kann es nicht schaden die Fähigkeiten des Mannes zu beobachten der immer wenn es wirklich darauf ankam deinen Mentor geschlagen hat.

Ein wenig übertreibt der Submission Specialist hier, dass weiß er auch selbst. Zwar hat er Nigel ziemlich oft geschlagen, doch es gab auch das ein oder andere wichtige Match aus dem er nicht siegreich hervor gehen konnte. Aber in diesem Falle ist das nicht relevant, denn scheinbar verfolgt er einen Plan mit dem was er ADJ hier erzählt.

Bryan Danielson: Immer wieder siegen wollen. Das ist doch wohl mehr die Einstellung mit der man in den Ring steigen sollte. Andernfalls kann man es auch gleich sein lassen. Sei aufmerksam wenn du mein Match beobachtest. Mit Nigel hab ich vor ein paar Tagen schon ein Gespräch gehabt. Sollte die Entourage von Noam eingreifen will er sich mit euren Jungs dagegen stellen. Aber ich denke du hast da vielleicht ein paar andere Gedanken. Wenn dir die Finger jucken, um dich zu beweisen und Nigel eines besseren zu belehren.

Erneut stimmt der American Dragon seinen Gegenüber nachdenklich. Man kann die Entwicklung dieser eindeutigen Manipulation anhand der Überredungskunst des Submissiontechnikers eindeutig erkennen. ADJ ist leicht zu treffen; und er zögert auch nicht lang, ehe er erneut antwortet.

AXEL DIETER JR
» Kein schlechter Gedanke, wahrlich nicht übel. Ich ... denke darüber nach. Das ist das mindeste.

Axel nickt. Klar ist: Er denkt nicht nur darüber nach. Er hat sich die Worte bereits zu Herzen genommen und verinnerlicht. Und sein Entschluss steht längst fest. Sobald es darum geht, sich vor Nigel zu beweisen, ist er zur Stelle. Wie ein Sohn, der immer nur von seinem Vater geliebt werden wollte. So ganz anders ist das ja gar nicht.

AXEL DIETER JR
» Mich verwundert nur sehr ... weshalb gerade dich das kümmert?

Wacht der Deutsche etwa doch kurzzeitig aus dem Manipulationsschlaf auf? Bryan wird sicherlich die passende Antwort parat haben.
Immerhin trifft Axel Dieter Junior hier irgendwie den Nagel auf den Kopf. Sonst kümmert sich Danielson ja auch kein Stück um irgendwelche Jungspunde. Das wird sich wohl kaum in dieser Situation ändern.

Bryan Danielson: Das wirst du noch früh genug heraus finden. Am Ende musst du immer noch selbst entscheiden. Aber ärgere dich nicht wenn du dich falsch entscheidest.

Eine Antwort die irgendwie auch doch keine Antwort ist. Vermutlich hat der deutsche eigentlich eine andere Antwort erwartet, sie aber nicht bekommen. Auf eine weitere Konversation scheint es Danielson auch nicht abgesehen zu haben. Er dreht sich von Axel weg und so schnell wie der American Dragon da war, verschwindet er auch wieder.

Noelle Foley: "Was für einem Plan geht Danielson hier eigentlich nach?"

Byron Saxton: "Er macht das, was ein cleverer Kerl macht. Er versucht sich Unterstützung zu besorgen für den Fall der Fälle. Etwas das schon Jay Skillet damals bitter spüren musste."

Johnny Curtis: "Stimmt. Ich hoffe nur es kommt zu einem One on One Match. Ich will weder die Gang noch das Prestige noch die War Raiders oder irgendwen im Main Event sehen!"



NOAM DAR:
» Haaaaachhhhhhhjaaa.. «


Was ist nun los? Der Titantron ist angesprungen und die geballte Zuschauerschaft sieht zu ihm auf. Ein weiteres Video wird abgespielt, das vor der heutigen Show aufgezeichnet wurde. Am unteren, linken Bildschirmrand wird uns das eindrucksvoll bestätigt.

Monday, March 4, 10:04 AM

Es ist also vom heutigen Tag. Auf dem Titantron wird ein alter LED-Wecker mit leuchtend blauen Zahlen gezeigt, die uns mitteilen dass es 10:11 Uhr am Morgen ist. Ein Schwenk der Kamera über das einladende Doppelbett und wir sehen Noam Dar, dessen Kopf auf zwei schwarzen Kissen gebettet ist und auch sonst in schwarzem Satin bedeckt. Eine Zigarette landet im rechten Mundwinkel und er setzt sich auf.

NOAM DAR:
» Sag nichts. Ich weiß wie gut ich war. «


Natürlich. Was könnte auch sonst gerade passiert sein, dass man sich direkt nach dem Aufstehen schon einen Glimmstängel ansteckt? Unter der Bettdecke regt sich etwas..

NOAM DAR:
» Obwohl.. doch. Sag's mir. «


Grinsend springt Noam fast schon aus dem Bett und nur dank der gekonnte Kameraführung bekommen wir ihn nicht im Adamskostüm zu sehen. Er streift sich eine Boxershort über und Taryn Terrell kommt unter der Bettdecke zum Vorschein. Noam zieht einmal kräftig und hält ihr die Zigarette dann entgegen, bietet sie ihr an.

NOAM DAR:
» Du warst umwerfend. Und ich brauch' jetzt ein deftiges Frühstück um wieder zu Energie zu kommen. Was heimatliches. Toast, Bohnen, Würstchen und Rührei oder so. Und einen Orangensaft. Was möchtest Du? «


So zuvorkommend kennt man ihn ja gar nicht? Sonst hätte er Taryn aus dem Bett geschmissen und ihr gesagt, sie soll gefälligst Frühstück besorgen. Natürlich auf eine nettere Art und Weise, aber dennoch mit Nachdruck. Doch nun macht er es selbst... und überhaupt, Noam wirkt sehr entspannt. Befriedigt. Nicht nur des plumpen Aktes wegen der hier gerade vollzogen wurde, nein, tiefenentspannt. Als wäre er völlig ausgeglichen, als hätte er die besten 24 Stunden seines Lebens gehabt.

Mit der noch freien Hand wird schnell der Hörer des Hoteltelefons gegriffen und dann wird bereits die dreistellige Nummer für den Roomservice getippt.

Taryn Terrell
"... ich esse kein Frühstück. Ich muss erst zum Work Out."


Während der Kopf der Blondine auch unter der Bettdecke erscheint, streckt sie sich und bringt diese Worte ein bisschen gähnend hervor. Die Laken und die Nacht haben ihre Mähne zerzaust und allgemein scheint sie noch nicht ganz wach zu sein. Im Gegensatz zu ihrem Freund scheint sie kein so freudiger Morgenmensch zu sein - naja, offensichtlich hatte Noam eine bessere Nacht als sie. Die ehemalige Women's Championesse dreht sich auf den Bauch und reibt sich die Augen. Und auch wenn sie gerade kein so aufwändiges Make Up wie sonst trägt, sondern völlig ungeschminkt ist, scheint sie nicht unbedingt unattraktiver auszusehen. Auch wenn viele immer wieder gern über sie sagen, dass die plastische Chirurgie und eben Make Up sie zu dem machen, was sie ist, so scheint in diesem Moment offensichtlich zu sein, dass Taryn auch ohne das ganze Drumherum nicht unbedingt unattraktiver ist. Die Bettdecke umhüllt ihren Körper, während sie im Gegensatz zu Noam noch liegen bleibt. Tatsächlich fühlt sie sich an diesem Morgen noch müder als bevor sie ins Bett gegangen ist. Warum das? Naja, auch wenn der Schotte sonst immer recht unersättlich ist, so war er in dieser Nacht wohl mehr als das - fast so als hätte ein Löwe Blut gerochen. Die beiden schlafen regelmäßig miteinander, aber das letzte Nacht war irgendwie etwas ganz anderes. Das war schon mehr Erotikfilm als Liebe. Terrell seufzt und greift nach ihrem Smartphone.

Taryn Terrell
"Ich muss in einer Stunde im Gym sein, um meinen Personal Trainer zu treffen. Aber wenn ich mich recht erinnere, dann brauche ich heute nur die Hälfte meines Cardiotrainings machen."


Dass die Blondine auch als inaktive Wresterlin fit bleiben muss, das sollte relativ logisch sein. Aber aktuell scheint sie ein besonderes Augenmerk auf ihre körperliche Fitness zu haben. Schließlich scheint sie auch auf einer speziellen Diät zu sein und wenn man die Transformation der ehemaligen Women's Championesse - zumindest die körperliche -, dann kann man deutlich beobachten, dass sie ganz eindeutig an Muskelmasse zugelegt hat. Ihr Bauch scheint noch definierter als sonst und ihre Oberschenkel und Oberarme scheinen größer zu sein als sonst. Taryn trainiert also hart und auch wenn man denken mag, sie sei vor allem für die schönen Dinge des Lebens, so sollte man sie beim Sport beobachten. Cross Fit und Taryn Terrell das ist eine Kombination, die man nicht vermuten mag, aber die deutlichen Erfolg zeigt. Die Blondine scheint eine Obsession für diesen Sport entwickelt zu haben. Sie gähnt ausgiebig und scheint dann doch noch nicht die Motivation zu finden, aufzustehen. Dann sieht sie über ihre Schulter zu dem Schotten, der offensichtlich Hunger wie ein Bär hat - nach der letzten Nacht nicht absolut unverständlich.

Taryn Terrell
"Bestell' mir ein Wasser mit Gurke, bitte. Dazu nur noch einen Espresso, mehr nicht."


Hört er ihr überhaupt zu? Taryn hat offensichtlich nicht das Gefühl, ehe sie sich herumdreht, den Kopf auf einen Arm stützt und ihn ansieht.

NOAM DAR:
» .. ja, für zwei. Mit allem drum und dran, genau.. «


Anscheinend nicht. Zumindest nur mit einem Ohr. Noam dreht sich zu Taryn um und erinnert sich zumindest an ihre Bitte..

NOAM DAR:
» Oh und so'n Gurkenwasser und einen Espresso. Danke. «


Nun werden wohl zwei klassische, britische Frühstücke auf sie zukommen. Gut, wenn sie nicht will dann bleibt mehr für ihn. Mit der Zunge schnalzend wirft sich Noam auf das stabile, gemütliche Bett neben sie und würde sie weniger wiegen wäre sie wohl direkt rausgeflogen von seinem Einschlag.

Die Scottish Supernova legt sich auf den Rücken und sieht an die Zimmerdecke. So ausgeglichen war er lange nicht mehr. Was ist es nur das ihn, vor allem vor seinem Hell in a Cell Match, so entspannt hat?

NOAM DAR:
» Du bist so fleißig derzeit. Kämpfst mit harten Bandagen gegen den Zahn der Zeit. Wieso zeigst du dem Rattengesicht nicht was 'ne Harke ist und holst dir deine Championship zurück? «


Ist das... ist das offiziell seine Erlaubnis wieder in den Ring zurückkehren zu dürfen? Ganz beiläufig, als wäre es nichts? Für Noam war es ein ernstes Thema gewesen. Sie sollte sich nur noch auf ihn konzentrieren, er sollte ihr Lebensmittelpunkt werden, vorher würde er ihr diese Erlaubnis nicht mehr geben. Und Taryn hatte sich schweren Herzens dran gehalten. Doch scheinbar hat er seine Meinung geändert. Oder sie hat ihre "Aufgabe" zufriedenstellend gelöst. Grinsend zieht er ein Stück Decke weg und schlägt die Hand auf ihr wohlgeformtes Gesäß.

NOAM DAR:
» Häh? Was meinst du?! «


Und da ist er schon! Zimmerservice! Es klopft an der Tür und Noam erlaubt Einlass. Ein Tischchen mit allerhand Tellern wird am Bett abgestellt auf dem die Zwei liegen, mit einer Leckerei deftiger als die Nächste. Und auch ihr Wasser mit Gurke und ein Espresso sind dabei. Zufrieden nickt er dem Zimmerservice hinterher, schnappt sich ein Stück Toast und beißt ab als wäre er ein Wolf der seine Beute reißt.

Taryn Terrell
"W-Was hast du da gerade gesagt?"


Er erwähnte es fast nebensächlich. So nebensächlich, dass er dem Gesagten keine weitere Aufmerksamkeit schenkt - eher macht er mit dem weiter, was er sowieso tun wollte. Der Schotte isst hastig sein Frühstück, scheint seiner Aussage keinem weiteren Interesse zukommen zu lassen. Daraus lässt sich dann natürlich schließen inwieweit er sich wirklich dafür interessiert, dass die Blondine wieder das tun darf, was sie am liebsten tut. Vielleicht will man ihr schnell unterstellen, dass sie sich vor allem dafür interessiert, dass sie ein kleines Vermögen als Gehalt erhält und für ihr bloßes Aussehen - man möchte sich nicht damit anfreunden, dass das zweifache Playmate tatsächlich Wrestling liebt. Für die breite Masse passt das offensichtlich zusammen - schließlich ist sie doch nicht mehr als nur schön. Sie war doch keine gute Championesse, weil sie angeblich nicht an das Business denken würde, sondern nur an sich selbst oder nicht? Die Fans scheinen sich geirrt zu haben. Und dass sie das nicht mögen, wenn sie sich selbst bei so etwas ertappen. Deshalb kann man wohl sagen, dass die Fans nicht unbedingt verständnisvoll auf dieses Angebot des längst überfälligen "Comebacks" reagieren. Sie buhen lautstark als sie diese Aussage hören. Taryns Gesicht spricht in dieser Zeit jedoch Bände. Ungläubig blickt sie ihn an, während er sein Frühstück verschlingt.

Taryn Terrell
"Ich meine ich trainiere ja wieder fleißig und bin fitter als bei meinem ersten Titlerun."


Das stimmt sogar. Schließlich trainiert sie wieder mehr und intensiver - mit Personal Trainer und allem, was dazugehört. In der körperlichen Verfassung, wäre sie alle Male. Dass Noam das quittiert als "gegen das Alter ankämpfen" scheint sie in diesem Moment zu ignorieren. Eine Beleidigung, sicherlich, vor allem, wenn man den Fakt betrachtet, dass sie noch nicht einmal 35 ist. Die Blondine ist alles andere als alt. Vielleicht steht die nächste Generation Wrestler auf der Schwelle der c2c, aber Erfahrung kann man nicht trainieren - man hat sie oder hat sie eben nicht. Gegen eine zwanzigjährige kann sie locker bestehen, auch wenn diese vielleicht gerade erst einmal die High School beendet haben, scheint sie genau zu wissen, was sie will und wie sie es will. Schon als sie die legendären 175 Tage an der Spitze der Division war, schienen alle Menschen etwas dagegen einzuwenden zu haben - Terrell selbst aber wusste, dass sie mit mehr Kritik immer mehr polarisiert. Die ehemalige Championesse greift an ihrem Freund vorbei und schnappt sich die minimal große Tasse in der ein Espresso heiß und belebend auf sie wartet. Mit einem Schluck leert sie diesen - ohne den obligatorischen Zucker. Aus dieser Perspektive kann man sehen, dass sie ebenfalls keine Kleidung trägt.

Taryn Terrell
"Außerdem habe ich das In-Ring-Geschehen schon ziemlich vermisst."


NOAM DAR:
» Noa doann! «


Entgegnet der Schotte mit vollem Mund von Toast, Bohnen und einem Stück Würstchen. Nicht gerade appetitlich wie er sich präsentiert, aber er kennt da wohl keine Zurückhaltung. Gerade auch bei Taryn nicht. Und sollte es nicht auch so sein dass man sich vor seinem Partner so zeigen kann wie man wirklich ist? In einer normalen Beziehung mit Sicherheit. Ob diese hier normal ist steht allerdings zur Debatte. Er schluckt runter und hat den Mund frei.

NOAM DAR:
» Die zweite Schreckensherrschaft von Taryn Terrell! Ich kann sie schon kotzen hören und ich liebe es. «


Grinsend darüber sieht Noam es vor Augen. Taryn, als Siegerin über Alexa Bliss. Taryn, in ihrem glänzenden Ring Outfit, strahlend wie ein Stern. Ihm gefällt der Gedanke. Die Leute hatten sowieso vergessen wie attraktiv diese Frau wirklich ist, denn auch wenn sie sich auch in Natura manchmal knapp bekleidet ist es eben doch etwas anderes in einem Ring Outfit vor einem Millionenpublikum zu stehen. Er erinnert sich an das Gefühl dass ihn alle um sie beneiden, um seine Trophäe. Ja, wieso eigentlich nicht? Doch Noam weiß wieso er nun so milde gestimmt ist und seine Meinung geändert hat. Shotzi Blackheart und all das was er mit ihr gemacht hatte. Taryn sollte ihr danken, denkt er sich, und grinst dabei noch ein Stück mehr bevor er sein Grinsen durch ein Glas Wasser ertränkt.

NOAM DAR:
» Ich hab' dich etwas vernachlässigt, oder? «


Seine Hand legt sich auf ihr Schienbein und streichelt darüber, massiert den Weg nach unten zu ihrem Fuß und dann wieder etwas nach oben. Ist das gerade wirklich Noam Dar?! Ja. Und er sieht die schrecklichen Bilder von gestern Nacht vor seinem geistigen Auge. Das was ER angestellt hat mit einer hilflosen, jungen Frau. Das Blut. Die Tränen. Verrückt. Und nun streichelt er seelenruhig SEINE Frau. Auch diese hatte er bereits einmal ins Gesicht geschlagen. Aber das ist wohl Schnee von gestern für beide Beteiligten geworden. Sie stehen darüber sich von so etwas beeinflussen zu lassen als Paar. Beängstigend.

NOAM DAR:
» Verzeihst du mir? «


Irgendwie ist das alles ein bisschen verwirrend. Warum ist er denn jetzt bitte so handzahm? Für die Blondine hat das alles den Anschein als würde er sich gerade um ganze einhundertachtzig Grad drehen. Als würde sich hier gerade irgendetwas total seltsames abspielen. Seitdem die beiden zusammen sind, kann sich Taryn nicht ein einziges Mal daran erinnern, dass er sich bei ihr entschuldigt hat. Immer hatte Noam gedacht, dass er alles richtig macht, dass er sich selbst für unfehlbar hält. Aber das hier? Er gesteht sich selbst und seiner Freundin offenbar ein, dass er Fehler gemacht hat, dass er manche Sachen falsch gemacht hat und damit nicht im Recht ist. Er hat sie vernachlässigt? Sicher stimmt das. In der letzten Zeit hat er wenig Zeit für sie gehabt und wenn die beiden zusammen waren, hatte er sich lediglich um seine Belange gekümmert. Terrell selbst war nur eine hübsche Statistin für ihn - nicht mehr und nicht weniger. Er hatte es genossen mit ihr im Bett zu landen, hatte es genossen, sie anzusehen und sie alles für sich machen zu lassen, aber der wirkliche Mittelpunkt in seinem Leben war sie da nie. Dass er sich nun sogar für sein Verhalten entschuldigt, scheint nicht nur die ehemalige Championesse selbst, sondern auch die Zuschauer zu schockieren. Irgendwie hat Taryn aber immer noch das Gefühl, dass hier irgendetwas verkehrt läuft - es muss doch einen Haken geben.

Taryn Terrell
"Schon okay, Baby?"


Es kommt mehr wie eine Frage 'rüber als alles andere. Offensichtlich weiß die Blondine nicht unbedingt, was sie darauf antworten soll. So wie sie Noam kennt, können seine Launen auch ziemlich schnell umschlagen. Also kann er im ersten Moment so liebevoll sein wie er es aktuell ist und dann kann es dazu kommen, dass er wieder so herrschsüchtig wird wie er es in der letzten Zeit fast ausschließlich war. Dieser Morgen ist tatsächlich ziemlich seltsam. Erst haben die beiden diese Nacht miteinander verbracht in der er fast unersättlich war - in der er nicht nur auf sich selbst geachtet hat, sondern tatsächlich auch auf ihre Bedürfnisse eingegangen ist und dann ist das hier passiert. Er entschuldigt sich und gibt ihr das Okay wieder in den Ring zu steigen. Dar scheint fast schon euphorisch zu sein. Er scheint fast schon handzahm zu sein und sie bereits als wiedererstärkte Women's Championesse zu sehen. Ihr Blick scheint verständlich verwirrt zu sein, ehe sie sich aufsetzt und ihn ansieht.

Taryn Terrell
"Was ist los mit dir? Du bist … irgendwie … anders."


Von Shotzi und Noams sadistische Session mit ihr, weiß Taryn natürlich rein gar nichts. Wie auch? Bei solchen Sachen lässt Noam sie gern im Dunkeln.

Anders verhält er sich in jedem Fall. Sein Grinsen ist so breit als hätte man einen pubertierenden Jungen mit in die FSK 18 Abteilung einer Videothek genommen, oder ein Kind mit nach Disney Land. Welcher Vergleich auch immer im Jahr 2019 unseres Herrn besser verständlich ist.

NOAM DAR:
» Ach weißt du... ich hatte so viel Druck in der letzten Zeit. So viel aufgestaute Wut. Hass. Ich.. war einfach ausgelaugt. Und ich hatte so ein merkwürdiges Verlangen in mir, das ich nicht selbst deuten konnte. Aber letztens kam da so ein Kerl auf mich zu und hat mir erzählt, dass das alles nicht so sein muss. Und er hat mir die nötigen Werkzeuge mit auf den Weg gegeben, um all das einfach rauszulassen. Und jetzt.. «


Fortwährend bewegt sich sein Oberköper auf sie zu, sein Kopf nähert sich und die Nasenspitzen berühren sich beinahe. Er streichelt ihr über den Kopf.

NOAM DAR:
» Jetzt fühle ich mich einfach.. ausgeglichen. «


Lippen berühren sich und als Noam seine Augen wieder öffnet bemerkt er die Überraschung und vielleicht auch Ungläubigkeit in ihrem Blick. Dennoch - sie sollte doch froh sein? Ist es nicht das was sie wollte? Zumindest eine Seite von ihr hat sich bestimmt nach dieser Seite Noam Dars gesehnt, aber ob auch die andere Seite, die, die den brüllenden, zerfleischenden Löwen so attraktiv findet, damit auch zufrieden ist?

Taryn Terrell
"Wer ist dieser jemand? Ich möchte ihn kennenlernen, wenn er mich schon mit einem zufriedeneren Freund beglückt, dann möchte ich mich ganz sicher bei ihm bedanken ..."


Nein, Taryn, das möchtest du ganz sicher nicht. Das möchtest du einfach nicht. Warum? Weil dieser jemand der Teufel in Person ist. Dieser jemand scheint keine Moral zu besitzen und andere behandelt als wären es Gegenstände. Du möchtest Simon Grimm und seine perfide, sadistische Art und Weise Noam zufrieden zu stellen, nicht kennenlernen, ihn nicht treffen und dich auch nicht bei ihm bedanken. Terrell mag jemand sein, der vor allem zu ihrem eigenen Vorteil agiert - aber das würde selbst ihre Schmerzgrenze überschreiten. Ist das vielleicht sogar schon fremdgehen? Diese Frage kann wohl nur die Blondine selbst beantworten. Dafür müsste sie aber von all den Machenschaften hinter ihrem Rücken erst einmal Wind bekommen - sie müsste die nackte Wahrheit erfahre. Sicherlich, sie ist sich bewusst, dass Noam der Erfolg langsam zu Kopf gestiegen ist, aber sie würde wohl niemals ahnen, was er sonst so hinter ihrem Rücken treibt. Hätte sie vielleicht sogar Mitleid mit Shotzi? Eher nicht, aber manchmal ahnt man vielleicht nicht wie viel Menschlichkeit in einer Person wie Taryn wirklich steckt. Wahrscheinlich wäre sie tatsächlich schockiert. Die Lippen der beiden vereinigen sich. Die Blondine zieht den Schotten über sich und damit endet die Übertragung und die Liebenden werden mit sich selbst allein gelassen.

Noelle Foley: "Wenn Taryn nur wüsste wieso Noam plötzlich so liebevoll ist.."

Byron Saxton: "Denkst du sie würde sich abwenden? Oder würde sie vielleicht noch mitmachen?"

Johnny Curtis: "Ziemlich schwer zu sagen, Byron. Ich kann es dir nicht beantworten."



Once upon a Time ~

Das güldene Sonnenlicht drückt durch die halbherunter gelassene Jalousie auf die Glanzleder Ausstattung in der Praxis. Miss Schneider, standesgemäß gekleidet in einem einfachen Blazer mit entsprechender Hochsteckfrisur greift nach ihrem Klemmbrett und wirft sich in den Ledersitz, dessen Form sich wohlig ihrer Linie anpasst, begleitet von einem knartzendem Geräusch, wie es nur Echtleder kann.

Ms. Schneider:
Sie wissen, warum sie hier sind Mr. Scurll?

Es knarrt und wuchtet von der gegenüberliegenden Seite, aus der ein Lechzen zu vernehmen ist. Langsam dösig blickt Scurll an die Decke. Sein Gesicht ziert die Sonnenbrille, die so markant der herkommt, wie es sonst eigentlich nur seine Maske schafft. Er schlägt die Hände hinter dem Kopf zusammen und entspannt sichtbar in der ledernen Couch.

Marty Scurll:
Sie meinen, ob ich weiß, warum wir alle hier sind?

Die Dame Psychologin verschluckt sich. So einfach und doch hat sie nie im Leben damit gerechnet. Schnell jedoch ergreift sie wieder die Fassung. Sie ist Herrin über das Gespräch, es gibt viele Patienten wie Marty es zu sein scheint und so wird dies ein leichtes ihn zu bewältigen.

Ms. Schneider:
Nein, nein, die Frage schon explizit an Ihr erscheinen in unseren Räumlichkeiten gerichtet. Nun, wissen Sie denn warum?

Marty wendet sich bauchlängs und starrt seine Gesprächspartnerin an. Sehr pragmatisch schießt es ihn durch den Kopf. So hat er sich doch viel mehr Spannung erhofft. Nichts desto trotz ist noch nichts verloren. Es schwelt kurz in ihm, ehe er nah einem schnellen Räuspern wieder das Wort ergreift.

Marty Scurll:
Schicksal, würde ich meinen, manchmal entscheidet es sich, als wäre es ein Münzwurf.

Pragmatismus kann er auch. In Reinform. Der Brite. Ein Volk, das vor allem für ihre einfachen Denkweisen bekannt ist. Und doch sticht er heraus. Dies scheint auch die aufmerksame Psychologin zu erkennen, als sie sich einige Stichpunkte macht. Sie wechselt abwechselnd den Blickkontakt mit Marty und ihrem Blatt.

Ms. Schneider:
Und sie meinen nicht etwa, weil ihr Arbeitgeber so entschieden hat, bezüglich ihrer verhaltensauffälligen Art, die oft ins aggressive abdriftet?

Rasch springt der Mann mit dem Regenschirm auf, als wäre er angeschossen worden und er müsse in Deckung gehen, endlich ist er aus der Reserve gelockt. Scheinbar. Mit zitternde und verwirrter Miene schaut er durch die Brillengläser in ihre.

Marty Scurll:
Bitte erklären Sie aggressiv? Der Vorwurf ist mir neu.

Sie hat ihn an der Angel. Nun wird sie ihm all die Vorwürfe auflisten, die als Symptome in ihrer Datenbank gelistet sind. Endlich. Marty scheint angeschlagen und nun wird sie ihn Wortgewandt bearbeiten, ja, sezieren. Sie lehnt sich etwas in seine Richtung und verschränkt die Arme vor ihrer Brust. Ein stilles Zeichen der Erhabenheit.

Ms. Schneider:
Nun, mir sind Dokumente zugespielt, die eindeutig belegen, wie sie allein im letzten Quartal einen Herren AJ Styles als auch die sogenannte Gruppe War Raiders brutal und rücksichtslos überfallen haben. Kameraaufnahmen belegen, dass diese Auseinandersetzungen stark blutig verliefen. Ich erkenne in diesem Verhaltensmuster einen Drang nach Aufmerksamkeit, einen nahezu manischen Schrei nach Hilfe.

Marty springt von seiner Bank und schreitet entschlossen auf die Frau zu, die versucht sein Innerstes and Tageslicht zu holen. Was denkt sie wer sie sei. So vermutet es, so pocht es in the Villain. Nun Böse sein ist sein täglich Brot und doch fühlt er sich in seiner Ehre angegriffen. Böse Blicke feuert er in ihre Richtung, als er die Brille erhebt und mit furiosen Augen in ihre schaut. Doch nichts, kein Reflex, keine Angst. So schreitet er ans Fenster.

Marty Scurll:
Hm. Es ist lustig, dass sie darin den Schrei nach Aufmerksamkeit sehen. Ich sehe einen Ausweg für alle betroffenen. Haben sie Interviews der Betroffenen? Wie sie sich danach fühlten? Ich höre, dass sie mich Anklagen, sie erkennen jedoch nicht, dass ich den sogenannten Opfer eine Alternative biete. Kennen sie AJ Styles? Er ist ein absolut egomanisches menschliches Wesen und vollkommen auf sich selbst bezogen. Er denkt er hätte Freunde die ihn unterstützen und doch ist niemand für ihn dagewesen, seit jeher in den letzten Wochen. Ich wollte ihm das aufzeigen, und sehen sie? Ja, er ist auf dem Weg der Rekonvaleszenz. Sie Miss. Wie war noch ihr Name?

Das Vergessen von solch einfachen Merkmalen zeichnet umgekehrte Psychologie aus. Er nährt ein Gespräch mit vielen schwammigen und gewagten Formulierungen, um am Ende eine Frage zu stellen, die die ausgebildete Psychologin an sein Gespräch bindet.

Ms. Schneider:
Schneider -

Erörtert sie unverhohlen, ohne zu wissen, was der Mann aus England genau will. Dieser lacht in seiner Ecke und erkennt seine Chance.

Marty Scurll:
Miss Schneider! Sie sehen wie auch AJ nur Schema A. Doch vor langer Zeit da habe ich begriffen, dass dies nur ein Vorwand ist, Dinge nicht weiter zu hinterfragen. Ich stieg hinter den Vorhang und verstand.

Eine dramatische Pause folgt, wissend wozu dieses Mittel gerne verwendet wird. Dem eigentlichen Zuseher die Frage nach dem Was ins Hirn zu bohren und es scheint, als hätte der Mann mit dem Regenschirm das Spiel auf links gedreht. Gerissen wie eh wirft er sich wieder auf die Couch, nun in einer ganz anderen Gesprächspositon als zuvor. Er genießt wie sein strahlendes Grinsen zeigt.

Ms. Schneider:
Was verstanden sie?

Entgegnet sie gierig nach der Antwort des Villain, während sie ihre Beine in die andere Richtung übereinander schlägt. Marty erkennt und nährt Ihren Wissensdurst mit seinen Ideen, seinem hausgemachten Weltbild.

Marty Scurll:
Dass das Leben zu komplex ist um es in gut und böse aufzuteilen gottverdammt! Haben sie sich jemals gefragt warum der eine für seine Taten verschmäht und der andere für fast das gleiche der Held sein mag, nur weil er es in einem anderen Kontext tut? Ich habe begriffen und mich von diesem Stigma gelöst. Wie sieht es mit Ihnen aus? Ihre Fragen klingen sehr stigmatisiert, was ist ihr Grund zu urteilen? Auf welcher Ebene urteilen sie? Und sind Sie bereit zu verstehen?

Prustet es aus seinem Halse in einem bestimmenden Ton, der arg bedrohlich wirkt. Miss Schneider ist dennoch gefasst. Sie hört zu und bleibt seriös in all ihrer Darbietung.

Ms. Schneider:
Fahren Sie fort.

To be continued ~

Noelle Foley: "Es ist beängstigend was für ein guter Redner Marty Scurll ist. Selbst diese Frau kann er damit einlullen.."

Byron Saxton: "Sehe ich genau so, Noelle. Der Villain ist ein absoluter Gewinn für die Gang."

Johnny Curtis: "Und ein Alptraum von Gegner für jeden anderen!"



Undurchdringliche Düsternis ist zunächst alles, was den geneigten Zuschauer als nun erwartet. Nur langsam schafft es das spärliche Zwielicht eines kaum sichtbaren Mondes, zu uns durchzudringen. Was wir erblicken sind knorrige Bäume und verdorrte Sträucher mit dornigen, ineinander verschränkten Ästen. Allmählich kommen die ersten Grabsteine in unser Blickfeld. Zumindest müssen wir vermuten, dass es sich um Grabsteine handelt, denn ihre Beschriftung ist unter diesen Lichtverhältnissen nicht zu erkennen, so sie nicht ohnehin längst dem zahn der Zeit zum Opfer gefallen sind. Nebelschwaden schweben sachte zwischen den Steinen und den Pflanzen umher. Bleichen Fingern gleich umspielen sie die knorrigen Wurzeln, die verdrehten Äste und die verwitterten Steine. Diese Szenerie hätte wohl friedlich wirken können, machten die Pflanzen nicht den Eindruck, als wären sie allem Lebendem gegenüber feindselig. Bäume sollten eigentlich nicht in der Lage sein, Boshaftigkeit auszustrahlen, doch diese hier bringen dieses Kunststück irgendwie fertig.
Langsam schwenkt das Bild nach links und fängt nun zwei menschliche Gestalten ein, die sich langsam einen Weg über diesen Friedhof – denn ein solcher muss es wohl sein – bahnen. Dass sie dabei nicht schneller vorrankommen ist augenscheinlich der Tatsache geschuldet, dass sich der ältere der beiden Männer auf einen Gehstock stützt. Längst haben sich die bösartigen Pflanzen diesen Friedhof zurückerobert und James Mitchell flucht jedes Mal leise zischend, wenn er über eine Wurzel stolpert. Der Weg, der hier einst angelegt wurde, ist längst unter Unkraut und Wurzelwerk begraben, was das Gehen für Mitchell nicht gerade einfach machte.
Sein Begleiter scheint damit kein Problem zu haben. Bálor achtete kaum darauf, wohin er seinen Fuß setzte. Stattdessen suchten seine wachen Augen die Umgebung ab. In seinem Blick stand eine erwartungsvolle Ungeduld, gepaart mit einer Gier, wie sie nur jemand empfinden kann, dessen Streben sich endlich seinem lang ersehnten Ziel nähert.
Die beiden geben ein seltsames Gespann ab, wie sie dort über diesen längst aufgegebenen Friedhof gehen. Noch seltsamer wirkt es, als wir erkennen, dass Mitchell eine pechschwarze Urne in den Händen hält. Langsam scheinen sie sich ihrem Ziel zu nähern, denn Mitchell deutet mit der freien Hand auf eine Stelle, die wir noch nicht einsehen können. Bálor und er halten darauf zu, bis sie an einen Ort gelangen, an dem der Stein gänzlich brach liegt. Die beiden stehen vor einer etwa zehn Quadratmeter großen rechteckigen Fläche tiefschwarzen Steins. Keine Pflanze hat den Weg hierher gefunden, nicht einmal ein einziges Blatt verunstaltet die perfekte, fugenlose Ebene. Es scheint beinahe so, als würde selbst die Natur Abstand zu diesem Ort halten.
In der Mitte der Ebene ragt ein einziger quadratischer Block auf. Er ist aus demselben pechschwarzen Gestein geschlagen wie der Boden, auf dem er steht und im Zwielicht dieser beinahe mondlosen Nacht ist er zunächst kaum zu erkennen. Der Monolith wirkt auf diesem Friedhof absolut fehl am Platze.
Mitchell betritt den Platz und tritt an den Monolithen heran. Mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck legt er die Hand auf den glatten, kalten Stein.

James Mitchell: Das ist er! Der erste Wächter.

Er fährt mit den Fingern langsam über die Oberfläche des Monolithen und murmelt dabei leise und hochkonzentriert etwas Unverständliches vor sich hin. Dann verharrt seine Hand plötzlich und Mitchell drückt zu. Ein lautes, mechanisches Geräusch ertönt und plötzlich versinkt die schwarze Wand unter ihm im Boden. Triumpf steht in seinem Blick geschrieben, als er Bálor ansieht und ihm dann die schwarze Urne hinhällt.

James Mitchell: Wie wir es besprochen haben.

Sagt er nur und halt dem jungen Dämon dann noch ein Messer hin, dessen Klinge im unsteten Licht sanft glitzert. Ohne zu zögern nimmt Bálor das Messer entgegen. Er entfernt den Deckel der Urne in Mitchells Händen und wir erkennen, dass diese mit dunkler Erde gefüllt ist. Und ehe wir uns versehen, fügt sich Bálor einen langen Schnitt an der Handfläche zu. Ein Strom roten Blutes ergießt sich in die Urne und benetzt die Erde daran. Nach einigen Sekunden zieht Bálor die Hand weg und stillt die Blutung mit einem Tuch. Dann reicht er das Messer wortlos an Mitchell weiter. Auch dieser schneidet sich in die Hand und lässt seinen Lebenssaft auf die Graberde in der Urne tropfen. Dann wendet er sich dem Eingang zu, den er gerade geöffnet hat. Eine Treppe führt in die Finsternis hinab und Mitchell beäugt sie eine Weile lang misstrauisch.

James Mitchell: Der Übergang ist der zweite Wächter.

Sagt er und greift dann in die Urne hinein. Er nimmt sich eine Hand voll blutgetränkter Graberde und streut sie auf die Schwelle des Eingangs und auf die ersten Stufen der Treppe. Dann zwinkert er Bálor verschmitzt zu.

James Mitchell: Der Kundige schafft sich eine Bresche.

Und mit diesen Worten setzt er einen Fuß über die Schwelle. Er hält kurz inne, als würde er auf etwas lauschen. Dann lächelt er leicht und betritt die Treppe vollends. Bálor folgt ihm und gemeinsam steigen sie hinab in die verborgene Kammer unterhalb dieses vergessenen Friedhofs. Diese Kammer ist ebenso schwarz und ebenso schmucklos wie der Monolith an der Oberfläche. Eine einzige Öllampe, die Mitchell entzündet hat, spendet flackerndes Licht. In der Mitte der Kammer befindet sich ein Podest und auf diesem steht ein weiterer, kleinerer schwarzer Block. Und auf diesem Block ruht ein prachtvoller Dolch mit einer Klinge so schwarz wie die Nacht. Sein Griff ist mit Totenköpfen und seltsamen Runen verziert und es geht eine Aura der Gefahr und der Finsternis von ihm aus.
Mitchell tritt an den Block heran, greift den Dolch und wirft ihn achtlos zur Seite. Dann nimmt er erneut etwas von der Blutdurchtränkten Erde und verteilt sie auf der Oberfläche des kleineren Monolithen.

James Mitchell: Täuschung.

Murmelt er.

James Mitchell: Der letzte Wächter.

Und nachdem er erneut mit seinen Händen über die Oberfläche des Blocks gefahren ist, ertönt plötzlich ein leises Klicken und die Oberseite des Blocks klappt nach oben hin auf. Und dort, in einem kleinen Hohlraum, liegt ein zweiter Dolch. Dieser ist deutlich unscheinbarer als der erste. Sein Gríff weist keinerlei Verzierungen auf, doch auch seine Klinge ist pechschwarz.

James Mitchell: Das ist er!

Haucht Mitchell ehrfürchtig und tritt dann einen Schritt zurück um Bálor den Vortritt zu lassen. Langsam tritt Bálor an den geöffneten Block heran und blickt in diesen hinein. Er muss nur noch zugreifen und dann hat er es... jenes Werkzeug, dass er benötigt, um seinen Plan umzusetzen. Doch war das Ganze bisher zu einfach. Eine Falle? Was wird passieren, wenn er dort hineingreift? Bálor dreht seinen Kopf zu Mitchell, welcher ihm nur andeutet doch endlich zuzugreifen. Die Zeit läuft gegen die beiden und dessen ist sich Bálor zwar bewusst, aber dennoch zögert er.

Bálor: “Falls dies eine Falle sein sollte, James, so werde ich zurückkehren und dich heimsuchen... nur um das im Vorfeld bereits klarzustellen...“

Die Beiden arbeiten zwar zusammen, aber vertrauen tun sich die beiden deswegen noch lange nicht. Doch es hilft nichts... es muss getan werden. Einmal atmet Bálor noch tief ein, dann wendet er sich wieder dem Dolch zu. Soll dieser einfach aussehende Dolch tatsächlich der Dolch sein, welcher so große Macht besitzt. Fast könnte man Zweifel bekommen, jedoch ist der Deadman ein sehr pragmatischer Mann... Untoter... oder was auch immer er sein mag. Jemand der keine Zeit oder Nerv für solchen unnötigen Firlefanz hat. Vorsichtig kommt Bálor mit seiner Hand näher und näher, bis sie über dem Dolch wie ein Habicht schwebt und nur darauf wartet im Sturzflug seine Beute zu schnappen.... und da geschieht es! Der Dämon schnappt zu und zieht blitzschnell seine Hand wieder heraus.... dann Stille.

Bálor: “...“

Vorsichtig blickt der Ire sich um. Seine Hand wurde nicht von versteckten Messern abgetrennt. Nichts ist explodiert und es kam auch keine riesige Steinkugel auf die beiden zugerollt. Es scheint fast so als... ja... als hätten die beiden Erfolg gehabt! Zumindest scheint es so, denn noch immer ist sich Bálor nicht sicher, ob es sicher hierbei um den echten Dolch handelt. So einfach... so unscheinbar... aber diese Aura... diese Kälte... nein, es muss sich um den echten Dolch halten. Alleine vom bloßen halten des Dolches macht sich eine Kälte im Körper des Dämons breit. Eine Kälte die Bálor so nicht kennt.... so niemals zuvor gespürt hat. Ein kalter Schauer läuft ihm über den Rücken. Der Undertaker ist mächtig und so muss es auch dieser Gegenstand sein. Kein Geheimnis und dennoch ist der Ire geschockt und überwältigt von der Macht, die von diesem Dolch auszugehen scheint. So sehr, dass man ein leichtes Zittern beim Dämon erkennen kann. Beeindruckend... aber genau was er braucht und während er immer noch auf den Dolch in seiner Hand blickt, spricht er zu Mitchell.

Bálor: “Es wird Zeit zu gehen...“

Still nickt Mitchell dem Dämon zustimmend zu. Sein Gesichtsausdruck sieht besorgt aus, denn das dauert ihm hier bereits viel zu lange. Dafür, dass der Dämon erst kaum schnell genug hierherkommen konnte, lässt er sich gewaltig Zeit. Doch bevor die beiden dann wirklich gehen, wickelt Bálor den Dolch noch in ein Samttuch ein, welches er in einer kleinen Holzschatulle verstaut. Jene Schatulle wird dann noch in eine Tasche gesteckt und die beiden sind bereit zu gehen, was sie dann auch direkt tun.

Noelle Foley: "Was haben die beide da mitgenommen?! Ist das etwa.. DER Dolch?"

Byron Saxton: "Der Verdacht liegt nahe Noelle.. Wenn es so ist bedeutet das nichts gutes für den dunklen Lord!"

Johnny Curtis: "Wir werden sehen.. Ich halte den dunklen Lord aber für kleverer!"







MAIN EVENT
HELL IN A CELL MATCH
c2c World Heavyweight Championship
Noam Dar (c) vs. Bryan Danielson


Writer: Maxi

Die Welt, wie wir sie kennen, ist im Wandel. Social Media sorgt dafür, dass Informationen schneller zu den Menschen durchdringen. Für Viele Grund genug zu sagen: Kayfabe im Proffesional Wrestling ist tot! Doch ob dem wirklich so ist, ist fraglich. Keyfabe muss sich nur verändern! Heutzutage dringen viel mehr Informationen über die Wrestler und deren Hintergrundgeschichten nach außen, oftmals sind Diese Gesprächsstoff in den sozialen Medien. Und viel Gesprächsstoff bedeutet stets viel Aufmerksamkeit, auch Interesse von den Fans. Für die hiesigen Wrestlingcompanies ergibt sich also die Chance, dies auszunutzen, reale Geschehnisse aufzugreifen. Dazu gehört natürlich auch, die Charaktere menschlicher zu gestalten, ihnen mehrere Facetten zu geben. Denn auch die Menschen hinter den Wrestlern lernen die Fans, unter anderem durch Houseshows immer besser kennen. Realistischere Storylines, realistischere Charaktere. Ein möglicher Weg, um auch Wrestling mit der Zeit gehen zu lassen und trotzdem das Interesse der Fans für das eigene Produkt aufrecht zu erhalten. Die Erfolge der UFC zeigen, dass sich große Match-Ups beispielsweise auch durch kuriose Pressekonferenzen im Vorfeld des Matches hypen lassen. Dies könnte langfristig die ausgelutschten und oft unkreativen Contract-Signings aus den Wochenshows ersetzen. Für Gesprächsstoff sorgen und Gesprächsstoff für sich ausnutzen. Das Kernprinzip der zukünftigen Reality Era! Aber wieso wird dies alles hier nun erzählt. Nun die Sache ist ganz einfach zu erklären. Den mit den derzeit besten Wrestler dieser Welt Bryan Danielson und den derzeitigen erst 25 Jahre jungen World Heavyweight Champion Noam Dar haben wir 2 unglaubliche Talente, die die Zukunft der Wrestlingwelt aufbauen und neu gestalten werden. Diese beiden Superstars, welche jetzt hier im heutigen Main Event um den größten Titel unserer Zeit antreten, werden die Legenden der Zukunft sein und die Vorbilder der neuen Ära. Ein kleiner Schritt für Coast 2 Coast, aber ein großer Schritt für das gesamte Wrestling allgemein.

Das Special hier in Sunrise im Bundesstaat Florida hat fast ihr Ende erreicht. Ein Match dürfen die Fans im BB&T Center noch genießen. Bedeutet? Main Event Time! Der World Heavyweight Champion gibt sich die Ehre. Noam Dar tritt an und verteidigt seinen World Heavyweight Championship. Gegen niemand geringeren als den Best Wrestler in the World Bryan Danielson. Ein kleiner Blick in die Vergangenheit. Der Submission Specialist ist über die sozialen Medien in Konflikt mit dem Leader der 5 Point Gang geraten wodurch das erste Match der beiden zustande gekommen ist. Dies konnte Noam Dar unter dubiosen Umständen für sich entscheiden. Ein zweites Match der beiden konnte der American Dragon für sich entscheiden wodurch das heutige Main Event zu Stande gekommen ist. Ist er wirklich der beste der Welt? In diesem Falle sollte er Noam Dar mit Leichtigkeit schlagen und dem Schotten den Gürtel abnehmen. Während sich die Fans immer mehr auf den heutigen Main Event freuen hat sich bereits Melissa Santos im Ring eingefunden. Sich lächelt nett in die Kamera und erhebt anschließend ihr Mikrophon.

Melissa Santos: Ladies and Gentleman, the following contest is the main event of the evening. It is a Hell in a Cell Match for the World Heavyweight Championship!

Diese Ankündigung heizt die Fans jetzt noch mehr auf. Nun haben sie die Bestätigung das der Main Event ansteht und sich nicht noch irgendwer dazwischen drängelt und das Highlight der Show noch weiter hinaus schiebt. Die Frage die sich jetzt noch stellt ist, welcher der beiden Wrestler Betritt als erster die Arena. Wobei das eigentlich aus Sicht der Fans schon fast wieder egal ist. Immerhin sind weder Bryan Danielson noch Noam Dar sonderlich beliebt bei den Fans. Aber eigentlich, von der Wrestling Tradition her, sollte es der American Dragon sein welcher hier als erster die Halle betritt. Ein paar Sekunden verstreichen in denen nichts passiert, ehe dann ein Grollen durch die Arena geht. Dieses hält sich für ein paar Augenblicke ehe ein Keyboard in den eigentlichen wohl bekannten Song übergeht.

We're leaving together..


Wie erwartet. Der American Dragon wird sich also seinen Fans, oder besser gesagt den Zuschauern als erstes präsentieren. Die Scheinwerfer sind auf den Eingang gerichtet und wenige Sekunde später steht der American Drgaon im Lichtkegel. Der rote geöffnete Mantel dessen Kapuze über seinen Kopf geht bedeckt seinen Körper. Er guckt für ein paar Sekunden nach unten ehe er im nächsten Moment mit einem Blick der pure Selbstsicherheit ausstrahlt nach oben blickt. Langsam setzt er sich in Bewegung. Dabei ignoriert er alle Fans die ihm die Hand hinhalten. Unterdessen kommt Melissa Santos im Ring ihrem Job nach.

Melissa Santos: Ladies and Gentleman, please introducing first, from Aberdeen Washington, weighting tonight in at 210 pounds, here is the „American Dragon” Bryan Danielson!

Dieser hat inzwischen den Weg zum Ring hinter sich gebracht und ist schnell in Richtung der stählernen Treppe abgebogen. Diese erklimmt er schnell und steht anschließend auf dem Apron. Hier schaut er kurz in die Reihen der Zuschauer, ehe er sich die Sohlen seiner Schuhe abwischt und durch die Seile hindurch sich in den Ring begibt. Er marschiert geradewegs auf ein Top Rope zu und steigt auf selbiges. Im selben Moment kommt es zur bekanntesten Zeile in seiner Musik die er für seinen Entrance nutzt. Die Fans, obgleich seiner Unbeliebtheit, singen mit.

Fans: IT´S THE FINAL COUNTDOWN!

Nach dieser Zeile steigt der American Dragon vom Apron herunter. Das wäre dann jetzt also der Moment in dem sich Noam Dar zum Ring begeben könnte. Nun, nicht ganz. Der Grund dafür? Der beste Wrestler der Welt, welcher sich ein Mikrophon geben lässt. Oh nein wird sich vermutlich der ein oder andere denken. Denn jetzt gibt es anscheinend noch ein paar Worte vom Herausforderer.

Bryan Danielson: Here we are again!

Nüchterne Feststellung vom American Dragon die komplett zutreffend ist. Ein erneutes aufeinandertreffen zwischen Noam Dar und Bryan Danielson also. Das dritte insgesamt. Vor seinem ersten Match gegen den Schotten hat Danielson bereits schon einmal eine Promo im Ring gehalten. Mal gucken was er heute noch zu verlauten hat vor der Schlacht.

Bryan Danielson: Es wird endlich Zeit für klare Verhältnisse zu sorgen. Dieser Tag ist heute. Heute ist Do or Die. Es wird kein Versagen geben. Was das Endresultat eines Matches ist welches innerhalb seiner Regeln beendet wird habe ich bereits gezeigt. Ich habe dich auf der Matte gepinnt Noam. Eins, zwei, drei. Du magst zwar auch einen Sieg gegen mich dein eigenen nennen, aber das wurde ja bereits alles relativiert. Ja, ich habe gegen dich abgeklopft aber das war nach dem die Zeit abgelaufen ist. Es sollte klar sein, dass ich nach dem Ablaufen der Zeit ein klares Zeichen gibt das es jetzt auch reicht. Wenn ein Match vorbei ist, ist es vorbei. Wer der bessere von uns beiden ist habe ich dann in unserem zweiten Match gezeigt. ICH.

Der ein oder andere Fan mag Danielson zustimmen. Andere dafür eher weniger. Wie auch immer, es wird dem American Dragon vermutlich egal sein da er eh nur auf sich selbst blickt. Nach einer kurzen Pause erhebt er sein Mikrophon wieder.

Bryan Danielson: Noam, ich werde heute nicht den ausgelutschten Vergleich bringen das ich deine Supernova zum Explodieren bringe. Nein ich werde einen Vergleich anwenden, der viel mehr zu dir und dem passt was du bist. Ein Kind. Kinder schauen gerne Zeichentrickfilme und aus solchem hast du dir dein Vorbild gegriffen. Simba. Aber nach dem heutigen Match wird es eine Richtigstellung geben. Du bist nicht Simba. Nein du bist Mufasa. Zumindest nach dem heutigen Main Event. Denn ich werde dich entthronen. Der einzige Unterschied zu König der Löwen ist, dass nicht eine wilde Stampede Mufasa tötet, nein es ist der American Dragon welcher mit seinen Klauen den Löwen erlegt. Ich werde dafür sorgen, dass dieses Hell in a Cell Match dich in die Hölle hinab zieht und dich im Fegefeuer zurück lässt. Mark my words.

Nach dieser kleinen Märchenstunde holt der Submission Specialist ein wenig Luft und schaut in das Rund der Fans. Diese scheinen noch die selbe Meinung wie vorher von ihm zu haben. Abgesehen vielleicht von dem ein oder anderen König der Löwen Fan der es Danielson übel nimmt diesen Film als Beispiel zu nehmen was er mit Noam Dar machen wird. Aber auch das wird dem Mann aus Aberdeen wieder egal sein.

Bryan Danielson: Es wird endlich mal wieder Zeit, dass der World Heavyweight Championship einen Besitzer bekommt den er auch verdient. Wenn ich mir die Historie der letzten Champions angucke dann wird mir schlecht. Ständige Titelwechsel und Champions die es nicht würdig sind Champions genannt zu werden. Es wird Zeit das der Titel wieder das Ansehen bekommt das für ihn vorgesehen ist. Wenn er auf meinen Schultern ruht dann ist dieses Ziel erreicht. Jemand für den das Wrestling heilig ist. Niemand der irgendwelche Nebenkriegsschauplätze hat und sich, wenn er nicht gerade im Ring steht, quer durch die Liga fickt. Das gehört sich nicht wenn man etwas wie den World Championship repräsentiert. Noam, ich weiß das dir meine Worte am Arsch vorbeigehen. Aber sag am Ende nicht das ich dich nicht gewarnt hätte. Das einzige was du nach deinem Match heute mit nach Hause nimmst sind deine ausgeschlagenen Zähne, die du vorher noch einsammeln musst. Du willst mich auf mein Äußeres reduzieren. Viel Spaß dabei, aber nach diesem Match wirst du auf dein äußeres reduziert. Denn dann liegst du mit gebrochenen Knochen in diesem Ring. Und ich, der angebliche Öko Hippe der Bryan Danielson nie gewesen ist, wird den Käfig und das Fegefeuer triumphierend mit dem Titel verlassen.

Nach dem er eine weitere Redepause einlegt deutet Danielson mit seinen Händen an, dass er bald den Titel von Noam Dar um seine Hüften hängen hat. Das Ego ist alle Fälle so groß wie immer da hat sich nichts geändert.

Bryan Danielson: Heute werde ich aufzeigen wie verloren du bist wenn dir niemand helfen kann. Glaub ruhig das deine Buddys dir helfen werden. Doch das werden sie ganz sicher nicht. Dafür habe ich Vorkehrungen getroffen. Dieser Käfig gehört nur uns beiden und glaube mir, ich weiß ihn zu nutzen. Alles geht und das ist mein Vorteil. Du kannst mich mit nichts überraschen. Es wird nichts geben was mich innerhalb dieses Käfigs überraschen könnte. Du bist geliefert. Nach dem du heute den Käfig verlassen hast wird deine Karriere den Bach runter gehen. Denn dann wird dir bewusst werden was für eine arme Wurst du doch eigentlich bist. Deine Gang wird dich nicht mehr akzeptieren weil du nicht mehr der Anführer bist, der du eigentlich bist. Taryn wird dich nicht mehr in ihre Grotte der Lust lassen, denn du bist einfach nur noch ein Gartenzwerg der wie Mufasa niedergetrampelt im Ring liegt. Dabei gibt es nur einen kleinen aber feinen Unterschied zu Mufasa. Denn der hatte seinen Kopf noch.

Denn der hatte seinen Kopf noch? Was? Der American Dragon dreht sich jetzt zur Kamera und blickt genau in selbige hinein. Er reißt die Augen auf und schreit aus sich heraus. Einen Schrei in den manche Fans miteinstimmen.

Bryan Danielson: NOAM YOU GONNA GET YOUR FUCKING HEAD KICKED IN!

Gleichzeitig während er in die Kamera brüllt das er Noam den Kopf wegtreten wird, führt er seinen Daumen an der Kehle entlang. Da ist wirklich jemand wild entschlossen. Nach diesen Worten schmeißt er das Mikrophon weg und legt seinen Mantel ab. Für ihn kann das Match starten!



Die Halle färbt sich schwarz. Einzelne Strahler scheinen über die Zuschauerränge hinweg und im Takt der Musik wird die Stage beleuchtet, dessen Rampe mit dem blutroten Logo der 5 Point Gang bescheint wird. Die Halle buht derweil so laut, dass es fast "Put Yer Money Where Yer Mouth Is" von Oasis übertönt. Besonders nach dem Video davon was Noam Dar mit Shotzi Blackheart angestellt hat ist der Hass in ungeahnte Höhen geschossen.

Put yer money where yer mouth is; yer mamma says that you was real
Put yer money where yer mouth is; yer mamma says that you was real

Die Scottish Supernova tänzelt auf die Stage. Selbstzufrieden, keine Angst vor der Hell in a Cell, keine Angst vor Bryan Danielson. Den World Title um die Hüfte geschnallt stellt er sich auf, verschränkt die Arme hinter dem Rücken und lässt Melissa Santos ihn ansagen.

Ready or not, come what may; the bets are going down for judgement day
So put yer money in yer mouth and your hands right upon the wheel



Melissa Santos: "Making his way to the Ring... from Ayr, Scotland.. weighing in at 180 pounds.. representing the 5 Point Gang.. he is the coast 2 coast Wrestling... WOOORRRRLDDDD HEAVYWEIGHT CHAMPIOOOONNN... the SCOTTISH SUUUUUUUUUUUUUUUPERNOOOVAAAA... NOAM!... DAAAAAAAAAAAAAAAAAAAR!"

Zufrieden nickt Noam und geht dann seelenruhig und unter lautem Gebuhe die Rampe hinunter. Hier und da fliegen ein paar Becher auf ihn zu und auch anderer Müll von einzelnen Fans, die daraufhin aber sofort der Halle verwiesen werden und den heutigen Main Event nicht mit ansehen dürfen.

Put yer money where yer mouth is; yer mamma says that you was real
Put yer money where yer mouth is; yer mamma says that you was real

Der World Heavyweight Champion erklimmt die Ringtreppe und dann den Turnbuckle. Dort lässt er sich "feiern", wirft die "11" in die Luft, geformt aus seinen beiden, kleinen Fingern. Er tritt vom Ring hinunter und verschränkt die Arme hinter dem Rücken, während er Bryan Danielson das erste Mal am heutigen Abend ansieht.



Ready or not, come what may; the bets are going down for judgement day
So put yer money in yer mouth and your hands right upon the wheel

Der Main Event steht uns nun kurz bevor und es wird eine Schlacht werden, soviel steht fest. Noch während Noam Dars Musik läuft wird die Cell gesenkt und die Crowd applaudiert. Bryan Danielson mag sein wie er ist, aber durch die Taten des Schotten in der vergangenen Woche wird er heute derjenige sein der von den Fans den größeren Zuspruch bekommt.

Und damit steht den Beginn des letzten Matches des heutigen Abends endlich nichtsmehr im Wege. Nach all diesen grandiosen Fights, welche wir bisher alle sehen durften, ist es zwar nur schwer vorstellbar, dass diese Beiden heute wirklich ein Match hinlegen werden, welches alles Andere in den Schatten stehen lässt, aber bei solchen Topstars sollte man niemals mit zu niedriger Erwartung an die Sache gehen. Der Käfig wird geschlossen, die Ringglocke ertönt und damit beginnt die letzte Schlacht hier bei PURGATORY!

DING DING DING

Die Glocke ertönt und sofort sind beide Teilnehmer bereit um den Kampf zu starten. Hier geht es heute um den größten Titel der Companie. Um den größten Titel der Welt! Kann Bryan Danielson abermals schaffen Noam Dar bis 3 auf der Matte zu halten? Alle Karten stehen auf seiner Seite. Er ist nicht nur der beste Wrestler der Welt, sondern da dies ein Hell in a Cell Match ist, hat Noam Dar keine Möglichkeit, Hilfe seiner Kollegen von außerhalb zu bekommen. Wie wird der kleine Mann mit seinen 77 KG dagegen ankommen können?



Es beginnt mit einen kleinen und relativ kurzen Lock Up der beiden, welchen Bryan sofort für Sich entscheiden kann, indem er sich Noams Arm schnappt und diesen beeindruckend verdreht. Schnell wird dies gefolgt von einen Armlock Takedown, nur um die Israeli Ikone am Boden mit einen schmerzhaften Writslock zu quälen. Aber der World Champion lässt sich natürlich alles andere, als so leicht dominieren und so versucht er alles Mögliche, um sich aus allen Griffen zu befreien, wodurch schon fast Bilder entstehen, die wirken wie 2 Kinder, die gegenseitig catchen. Diese beiden recht kleinen Stars krabbeln auf der Matte herum, wie als wären sie von Kopf bis Fuß eingeölt und könnten den jeweils Anderen nicht greifen. Das alles endet erst, als Bryan Danielson es geschafft hat, Noam am Zeigefinger in den Griff zu bekommen und ihn somit, zusammen mit einigen fiesen Schmerzen, auf die Beine zerren kann. Dort folgt ein besonders schneller Dropkick gegen Noams Knie und die Führung liegt wieder beim American Dragon.



Beide Wrestler stehen wieder auf den Beinen, während wieder etwas Ruhe zurück in das Match gefunden hat, von welchen man bisher nur durch die geriffelten Muster im Kamerabild ab und zu bemerken kann, dass es sich um ein Hell in a Cell Match handelt. Ein weiterer Lock Up folgt, welchen aber Bryan abermals recht schnell für sich entscheiden kann, indem er Noam zu Boden befördert, ihn auf den Rücken dreht, sich mit den knie auf seinen Rücken platziert und seine Beine in Gefangenschaft nimmt. Doch ein solch jämmerlicher Haltegriff passt so überhaupt nicht zum Best Wrestler of the World, weshalb Bryan sich kurz Zeit nimmt um anzusetzen, sich nach hinten abrollt und Noam Dar in einen perfekten Bow and Arrow Griff gefangen nimmt. Auch wenn es ein Hell in a Cell Match ist, kann Bryan Danielson hier dennoch durch Submission sich den World Title holen, also muss Noam Dar höllisch aufpassen vor den Moves dieses Haltegriffkönigs. Doch er ist nicht umsonst der derzeit größte, kleine Mann des Rosters und so schafft es Noam sich recht leicht aus dem Griff herauszurollen. Das hingegen rettet ihn nur bedingt, da Danielson ebenfalls verdammt flink unterwegs ist, sich die Arme von Noam schnappt, der gerade eben erst aus dem Bow and Arrow fliehen konnte und diesen sofort ohne große Pause in einen Japanese Stranglehold gefangen nimmt. Bryan Danielson ist ein Meister der Aufgabegriffe und mit Denen wird er den World Champion hier so lange quälen, bis dieser nichtmehr die Möglichkeit sieht weiterzukämpfen. Jedoch erfordert es mehr, als nur so einen einfachen Stranglehold, um das riesige Ego von Noam zu brechen und ihn wirklich tappen zu lassen. Mit einen so selbstverliebten Typen wie Noam Dar hat sich Bryan Danielson einen der wohl schwersten Gegner ausgesucht, die er nur haben kann. Und das, obwohl er nicht einmal mehr 80KG auf die Waage bekommt. Aber dafür ist auch Noam ein kleiner Mann, der technisch und auch im Gebiet der Haltegriffe ein wahres Genie ist. So schafft er es auch, in seine Arme eine enorme kraft zustecken und somit sich nicht nur gewaltsam aus dem Haltegriff zu befreien, sondern gleichzeitig nun auch Danielson mit einer Armbar in einen Haltegriff zu nehmen.



Dieser hält hingegen nicht sonderlich lange an, da Noam nur einen ruckartigen Zug benötigt um Danielson voller Schwung und in Windeseile mit der Nase voraus hart auf die Matte klatschen zu lassen. Oder auch nicht. Danielson kann sich noch bevor er schmerzhaft auf landet abrollen und steht wie ein wahrer Sportler mit ausgebreiteten Armen wieder auf, während er den Zuschauern durch den Käfig präsentiert, was für ein grandioser Star er doch ist. Auch das ist natürlich wieder schwierig. Viele Zuschauer haben bereits die Halle verlassen, da sie weder große Lust auf den World Champ Noam Dar, noch auf den besten Wrestler der Welt Bryan Danielson haben. Beide sind bei den Fans nicht sonderlich beliebt und so hagelt es auch nur wenig Reaktion aus den Zuschauerkreisen zu diesem Taunt. Die Zuschauer, die noch da geblieben sind, interessieren sich, wie es scheint, nicht um große Shows oder interessante Storys. Nein, sie interessieren sich um fabelhaftes Wrestling. Und genau das ist es, was diese beiden Topstars hier vollbringen, auch wenn es bisher so aussieht, als würde Bryan Noam wie eine einfache Puppe in Stücke reisen. Sofort geht es wieder für beide in einen schnellen Lock Up, welchen Bryan abermals für sich entscheiden, Noam auf die Matte drücken und ihn dort seine Beine um den Hals schlingen kann. Eine sagenhaft schnelle Headsciccors hier von Bryan Danielson. Doch das war noch nicht alles. Wie eine Schlange windet sich Danielson über Noams Rücken, während er seinen Kopf weiterhin verbissen zwischen den Beinen gefangen hält, schnappt sich sein rechtes Bein und geht in einen Single Leg Boston Grap! Ein Single Leg Boston Grap während er Noam Dar mit den Beinen in einer Headsciccors hat? Ein Headsciccors Single Leg Boston Grap! So etwas sieht man wirklich nicht alle Tage und so etwas ist genau das, wofür die restlich verbliebenen Fans noch hier geblieben sind. Bryan Danielson zieht alle Register um heute der größte Mann des Wrestlings zu werden. Der Coast 2 Coast World Heavyweight Champion. Wie gedenkt Noam, aus diesem Haltegriff herauszukommen? Bryan Danielson setzt ihn so hart zu, dass es so wirkt, als sei Noam in jeglicher Hinsicht gefangen. Wird das Riesen Ego hier tatsächlich gebrochen werden können und wird Noam Dar dazu gezwungen seinen Titel aufgeben zu müssen? Was ist das? Noam dar kann sich befreien! Die Art und Weise mag zwar ziemlich...
Naja...
Ekelhaft und kindisch sein, aber es funktioniert. Wobei ekelhaft bei den haarigen und schwitzigen Beinen eines Bryan Danielson mehr zutrifft, denn der Geschmack, welchen Noam dabei auf der Zunge liegen hat, als er in genau dieses Bein fest zugebissen hat, wird wohl weniger angenehm sein. Und selbst wenn man auch am verziehten Gesicht von Noam erkennen kann, dass selbst er sich ekelt, gibt er nicht auf, fester zuzubeißen, solange bis Bryan den Griff vor Schmerzen selbst lösen muss. Schmerzend hält sich der American Dolphin die Bissstelle an seinem Bein, während Noam langsam wieder auf Selbige kommen kann. Beide Superstars stehen sich zwar nun wieder aufrecht gegenüber, doch trotz das er die ganze Zeit in einen äußerst brutalen Submission-Move gefangen gehalten wurde, schafft es Noam zur ersten Aktion zu wechseln. Schneller Whip In gegen Bryan Danielson, welcher jedoch von ihn reverselt wird und somit Noam Dar in die Ringecke wirft. Doch auch da gibt es direkt ein unerwarteter Konter, denn anstelle gegen die Ringecke zu knallen, springt Noam einfach auf das Tournbuckle, um durch das dritte Seil Anschwung für ein Flugmanöver zu bekommen. Doch bevor dies geschehen kann, zeigt Bryan, dass er es voll und ganz ernst meint heute und zeigt hervorragende Reaktionen, indem er blitzschnell auf Noam zugerannt kommt und ihn, noch bevor er abspringen kann, mit einen Running Dropkick von der Ringecke gegen die Käfigwand außerhalb des Rings stößt.



Das war jedoch noch lange nicht Alles. Ohne eine Pause einzulegen sprintet Danielson in die Seile, kommt auf Noam zu und springt mit einen einzigartigen Suicide Dive über das dritte Ringseil gegen Noam Dar, welcher dadurch bestialisch gegen den Käfig geschleudert wird.



Und damit immernoch nicht genug. Wie ein Wirbelwind rennt der Dazzler um den gesamten Ring, nur um am Ende auf Noam zuzurasen und ihn ein letztes Mal mit einen deliziösen Shotgun Missile Dropkik gegen die Käfigwand zu pressen. Anschließend wird der schon fast vor Schmerzen bewusstlose Noam Dar in den Ring gerollt damit Bryan in ein Cover gehen kann. Der Ringrichter ist sofort zur Stelle um zu zählen. Kann es das gewesen sein?



What tha Fuck? Das sind...
Das sind Jay White und Marty Scurll.



Was macht die 5 Point Gang hier? Vorhin noch hatten sie ein unheimlich anstrengendes Match gegen die War Raiders und jetzt stören sie trotzdem noch den Main Event? Aber das wird wohl genau der Grund sein, weshalb Shane McMahon es zu einem Hell in a Cell Match gemacht hat. Eben damit Noam keine Hilfe von Außerhalb bekommen kann, um sich erneut den Sieg zu erschummeln. Jedoch ist Noam, ob man ihn nun mag oder nicht, ein verdammt hinterlistiger und vor allem schlauer kleiner Fuchs, welcher immer, und ich meine wirklich immer, scheinheilige Pläne hat, mit denen er alle Regeln umgehen kann wenn er möchte. Wie wird das hier wohl ausgehen? Mit einen gezielten Tritt gegen den von der 5PG abgelenkten Bryan Danielson will Noam sich wieder die Führung ergattern, aber Danielson bleibt weiterhin auf seinen hohen Führungsross, weicht der Attacke einfach aus, schnappt sich Noam von hinten und rammt ihn mit einen tollen Belly to Back Suplex auf die Matte. Schnell wird Noam wieder heraufgezerrt um mit mehreren Chops in die Ringecke geschlagen zu werden, aus welcher ihn ein Tritt gegen das Schienbein vor Schmerzen durch den Ring springen lässt. Doch das alles scheint nur eine Ablenkung zu sein, denn Noam spring auf direkten Wege zur Käfigtür und während er wie ein hinterlistiges Häschen durch den Ring hoppelt, holt er aus seiner Hose einen Metallschlüssel hervor. Er wendet denselben tückischen Trick an, wie beim Elimination Chamber damals! Auch da hat er die Käfigtür von Innen heraus einfach mit einen Schlüssel geöffnet, damit die anderen Mitglieder der Gang hinein kommen und Jay Skillet nieder prügeln konnten. Anscheinend wird es hier genauso enden. Oder etwa nicht? Bryan Danielson ist zu schnell und behält wie ein Profi alles in seiner Umgebung weiterhin im Blick und so kommt er wie ein verdammter Zug auf Noam zugerast, springt ab und fällt ihn mit einen fabelhaften Leg Lariat zu Boden. Der hat getroffen und nicht nur Noam ist umgestürzt. Nein, auch der Schlüssel ist aus seiner Hand aus den Ring heraus geflogen. Verzweifelt versucht Jay White durch den Käfig nach dem Schlüssel zu greifen, doch obwohl dieser garnicht soweit entfernt liegt, scheint er nicht richtig herankommen zu können. Der Schlüssel müsste nur wenige Millimeter näher am Käfig liegen und die 5 Point Gang hätte leichtes spiel. Aber so muss Noam irgendwie verzweifelt versuchen, aus der Gewalt des ihn scheinbar stark überlegenen Bryan Danielson zu fliehen. Harte Kicks in die Midsection gegen Noam Dar, gefolgt von einen Whip In in die Seile, welche Noam zurück auf Bryan zurennen lassen, damit dieser ihn grandios über sein Knie stürzen lassen kann. Das Ganze wird anschließend noch einmal wiederholt, nur um am Ende Anlauf zu nehmen und dem mitten im Ring sitzenden Noam Dar blutrünstig mit einen Running Soccer Kick gegen den Rücken unendliche Schmerzen zu verabreichen.



Bryan Danielson dominiert hier den World Champ nach Strich und Faden. Dieser versucht sich verzweifelt aus dem Ring zu rollen um auf dem Apron etwas Pause zu bekommen, doch dies ist leider ein No DQ Hell in a Cell Match, weshalb Bryan alles tun kann was er möchte um diese Pause zu zerstören. Er geht es jedoch noch recht ruhig an, nimmt wieder Anlauf und rammt ein zweites Mal den Rücken vom sitzenden Noam Dar mit einen brutalen Running Soccer Kick durch die Seile kaputt, sodass Noam erneut aus dem Ring fliegt. Langsam begibt sich auch Bryan völlig zufrieden in seiner Position mit heraus und wirft sogar zeitgleich noch einen provozierenden Blick in Richtung 5 Point Gang zu, welche hier mit ansehen muss, wie ihr Cham völlig misshandelt wird. Aber sowas kostet natürlich auch Zeit, weshalb Noam es schafft nun ebenfalls endlich zu einen Angriff zu kommen. Er schnappt sich schnell den Arm von minimal abgelenkten Bryan und versucht es ein zweites Mal ihn mit einen Whip In durch die Gegend zu werfen. Dieses Mal gegen die Käfigwand, doch genau wie beim letzten Male auch, reverselt Bryan Danielson mit Leichtigkeit und hämmert Noam Dar hart gegen die Käfigtür, hinter welcher sich seine Partner befinden. Um die Provokation gegenüber der Gang noch weiter anzuheizen slidet Bryan schnell in den Ring zurück, nimmt Anlauf und kommt ein zweites Mal mit einen hoheitlichen Suicide Dive auf Noam Dar zugeflogen. Dieses Mal ist es sogar ein Suicide Springboard Plancha. Aber holy! Das war wie es scheint der größte Fehler, den Bryan Danielson hier machen konnte. Diese beiden Gestalten bringen zusammen nicht einmal 400 Pfund auf die Waage, aber trotzdem ist Bryan Danielson zusammen mit Noam Dar durch diese Aktion hier gerade durch die Käfigtür geplatzt. Bryan Danielson hat durch diesen suizidalen Plancha Noam Dar durch die Käfigtür gestoßen und diese aus den Angeln gebrochen. Wie zur Hölle geht das? Egal wie das geht, diese Zeit zum Fragen stellen haben wir nun leider nicht mehr, denn Bryan Danielson scheint sich hier sein eigenes Grab geschaufelt zu haben. Noam Dar konnte er leicht dominieren, aber gegen Jay White und Marty Scurll zusammen wird er arge Probleme haben. Ob sie nun angeschlagen sind oder nicht. Diese beiden packen ihn sich auch sofort und lassen abertausende Schläge auf das No of Hell ein hageln. Switchblade Jay White schnappt sich Danielson, hackt ihn ein und BLADE RUNNER!!!



Das wird es wohl gewesen sein. Sofort nimmt sich Scurll den American Dragon an und will ihn in den Ring rollen, damit Noam ihn dort pinnen kann, aber bei dem Villain scheint es dann doch einige Probleme zu geben. Danielson ist noch lange nicht KO und so rammt er Party Marty auf brutalste Art und Weise den Schlüssel für die Käfigtür, welchen Noam aus seiner Hose hervorgezaubert hat und welchen Danielson aus Noams Händen schlug, sodass er nun genau vor dem Eingang des Käfigs lag die ganze Zeit, in die Seite seiner Midsection, wodurch Scurll von ihn gehen lassen muss und Danielson nun durch den Käfig in Sicherheit rennt. Sofort kommt Jay White hinterher und es sieht ganz ganz schlecht aus für das ehemalige Mitglied der American Force 2000, denn er ist hier buchstäblich gefangen im Käfig. Ihn werden alle Fluchtmöglichkeiten versperrt und so kommt Jay White recht schnell dazu, ihn wieder unter seiner Kontrolle zu bringen. Oder auch nicht. Jay White liegt am Boden? Er war derjenige, der Danielson mit einen Schlag gegen den Kopf getroffen hat und liegt jetzt am Boden? Was zum? Die Erklärung kommt, als auch Scurll wie wild, ohne allem Drum und Dran Beachtung zu schenken, auf Danielson zugerannt kommt und auf ihn einschlagen will. BOOM! Auch Scurll liegt vor schmerzend krümmend am Boden. Mit Wut in den Augen hebt Danielson seinen Arm und prügelt wie verrückt auf die 5 Point Gang ein. Und die Antwort auf all unsere Fragen, warum die Gang nichts dagegen machen kann, befindet sich in Danielsons Händen. Es ist eine Metallstange. Danielson rammt Jay White und Marty Scurll eine Metallstange gegen den Körper. Aua, das müssen unvorstellbare Schmerzen sein und Noam liegt noch immer angeschlagen auf den Boden beim Eingang, sodass er Nichts dagegen tun kann. Aber seine Gang ist ja auch eigentlich hier, um ihn zu helfen und nicht anders herum. Nach schier unzählbaren Schlägen auf beide, packt sich Danielson ihre Köpfe und begibt sich mit den beiden 5 PG Mitgliedern im Schwitzkasten zurück zur aufgebrochenen Tür, wobei er vollgeladen wie er ist, das Metallrohr immer bei sich trägt. Es liegt genau am Gesicht des Leaders Of The New School Marty Scurll unter seinem Arm. Am Eingang angekommen, wirft Bryan die Gang wie 2 Müllsäcke aus dem Käfig heraus und zeigt, dass auch er ein enormes Wissen im Kopfe besitzt. Naja oder all dies hier ist einfach nur improvisiert, was jedoch auch eine ganze Menge Respekt zollen sollte. Er stemmt die Käfigtür, welche nurnoch durch die Kette des Schlosses mit dem Käfig verbunden ist und schließt sie wieder. Doch auch ein Kleinkind sollte erkennen, dass das Nichts bringt, da die Verankerung zum Käfig völlig aufgebrochen ist. Das heißt die Tür liegt nur an und ist nicht wirklich geschlossen. Das ändert sich jedoch nach folgender Aktion. Bryan kramt ein wenig unter dem Ring und scheint nach Etwas zu suchen. Und er hat es scheinbar auch gefunden. Er holt einen Feuerlöscher hervor, aber wofür? Nun nimmt er sich die Metallstange und befestigt sie durch den Käfig hindurch und gleichzeitig auch durch die Tür, sodass die Tür nun durch die Metallstange mit dem Käfig verbunden ist. Gut die Tür hält wieder, aber man sollte die Stange mit Leichtigkeit von außerhalb wieder herausziehen und entfernen können und wenn die Gang dies tut, dann hat Danielson seine stärkste Waffe weggegeben. Das ist alles unheimlich riskant was er hier tut. Doch dieses Risiko lässt er ebenfalls völlig in das Nichts verschwinden. Er packt sich den Feuerlöscher und macht das, was ein Profi des Deutschen Handwerkes tun würde. Er rammt ihn voller Gewalt wie wild gegen die Metallstange, sodass sie im Käfig hängend vollkommen verbiegt wird. Er biegt sie so in den Käfig, wie als würde sie schon immer mit dazu gehören. So komplett verdellt, wie die Stange nun ist, ist es nur sehr unwahrscheinlich, dass man sie wieder irgendwie mit bloßen Händen dort heraus entfernen kann. Es ist generell unwahrscheinlich, dass man die Tür jemals wieder normal öffnen kann, aber zum Glück kann man den Käfig auch noch verlassen, wenn er wieder hochgefahren wird. Sofort ist Jay White wieder zur Stelle und versucht das Metallrohr herauszuziehen, doch es sitzt wie angegossen in den Käfig fest und auch mit gemeinsamer Kraft bekommen die beiden Gangmitglieder die Käfigtür nicht mehr auf. Damit ist Noams letzte Hilfe zerstört und Danielson kann ihn weiterhin nach aller Freude dominieren, ohne dabei unterbrochen zu werden. Noam will nun selber in die Offensive und kommt mit einen schnellen Schlag auf Danielsan an, doch dieser weicht einfach nur aus und rammt Noams Kopf mit voller Wucht gegen die Käfigtür, welche trotzdem weiterhin wie fest in dieser spontanen Verankerung sitzen bleibt. Damit sehen wir nun, wie fest verschlossen diese Tür ist. Sofort wird Noam zurück in den Ring gerollt und Danielson geht direkt auf das dritte Seil als Noam im Ring wieder auf die Beine kommt, springt ab, landet auf Noams Schultern, lässt sich fallen und TRIANGLE CHOKE! Bryan Danielson setzt direkt zu einem seiner mächtigsten Submissionmoves an um Noam Dar hier aufs Übelste zu zerstören. Kann er es mit dieser rücksichtslosen Technik nun endlich schaffen neuer Coast 2 Coast Word Heavyweight Champion zu werden? Nein! Dieser hinterlistige kleine glitschige Noam Dar kann sich tatsächlich befreien. Er schafft es aus Danielsons Beinen heraus zu glichen und rollt diesen von sich weg. Doch er ist weiterhin stark angeschlagen und gibt somit Danielson mehr als genug Zeit wieder so schnell er kann auf das dritte Seil in der Ringecke zu klettern. Dieses Mal jedoch ist Noam nicht länger der Punching Ball, sondern will auch zeigen, warum er hier überhaupt World Champ ist. Deswegen rennt nun Noam auf Bryan zu, doch dieser lässt weiterhin nicht eine Aktion gegen sich zu, rollt sich nach hinten über das dritte Seil hin ab, während er zeitgleich Noams Oberkörper in eine Body Sciccors mit den Beinen gefangen nimmt und den Champagne Superbollock damit klasse über die Seile befördert. Wie ein Akrobat aus dem Zirkus streckt sich Danielson wieder zurück und landet perfekt auf seinen Beinen im Ring. Sofort greift er nach Noam, welcher nun außerhalb des Ringes steht und will ihn zurück hinein zerren, doch dieses Mal kann endlich eine Aktion vom Final Cut durchkommen. Noam Dar packt sich Danielsons Arm, verdreht diesen und hämmert ihn gegen das zweite Ringseil, wodurch Danielson nun doch etwas zurücktaumeln muss. Nun ist der King of the Jungle so schnell wie ein Löwe, sprintet zurück in den Ring, schnappt sich abermals Danielsons Arm, bevor dieser überhaupt weis was abgeht, nimmt ihn in einen schmerzhaften Wristlock und hämmert ihn mit einen Wristlock Takedown zu Boden, wo er weiterhin bestialisch Danielsons Handgelenk bearbeitet. Auch Noam ist ein Meister der schmerzhaftesten Haltegriffe, aber dennoch ist es respektabel, wie schnell eine Führung weichen kann. Nun ist es Danielson, welcher auf den Boden liegt, während der World Champ die Kontrolle behält. Er geht in ein schnelles Cover und das ist auch nach langer Zeit das erste Mal, dass der Ringrichter hier zählen kann. Doch Danielson hat in diesem ganzen Match kaum was abbekommen, mit Ausnahme des Blade Runners von Jay White, sodass er sich sogar schon nach nur einer Sekunde bereits befreien kann. Wobei befreien hier ganz klar das falsche Wort für ist, denn Noam behält ihn weiterhin fest im Wristlock gefangen. Nun ist es Noam, welcher voll und ganz die Kontrolle behält und es sogar schafft, den Haltegriff noch schmerzhafter zu Gestalten, indem er sich auch Danielsons zweiten Arm packt und beide Arme schmerzhaft nach hinten stretcht, während er mit seinen Knie gegen Danielsons Rücken drückt. Die Schmerzen sind zwar ganz sicher da und so langsam ist auch Danielson sicher angeschlagen, aber dennoch bleibt dieser weiterhin völlig verbissen hier im Match und schafft es sogar, trotz dieser Position wieder so langsam auf die Beine zurückzukommen. Dadurch muss auch Noam allmählich den Griff wieder lösen, denn sonst könnte sich Danielson mit Leichtigkeit daraus befreien, sodass MR. Hollywood nun eine einfache Armbar anwendet, um die Kontrolle über seinen Herausforderer weiter oben zu behalten. Und das scheint auch sehr gut zu funktionieren, denn mit einen gezielten Takedown schafft es Noam Mal wieder Danielsons Beine vom Boden zu kicken, sodass er den Halt verliert und auf die Matte knallt. Schnell lässt Noam seine Arme gehen und schnappt sich stattdessen Danielsons Beine, um diese daran zu hindern, dass Danielson wieder hoch kommt. Er verknotet die Füße ineinander, doch noch bevor er einen neuen Haltegriff bringen kann, schwenkt Danielson bereits herum, um Noam selbst durch die Muskelkraft seiner Beine umzuwerfen. Doch Noam scheint wieder auf Vollgas zu sein, denn anstatt auf die Matte zu fliegen, stützt er sich mit seinen Händen auf den Boden ab und vollführt ein herausragendes Rad, sodass beide Superstars recht schnell wieder zeitgleich auf den Beinen stehen und sich Face to Face tief gegenseitig in die Augen blicken. In Beiden scheint das Feuer endlich angefangen haben zu brennen und beide wollen nichts lieber auf dieser Welt, als den Sieg in diesen heutigen grauenvollen Hell in a Cell Match. Noam ist sogar, trotz dass er fast 20 KG weniger auf die Waage bringt als Danielson, einige wenige Zentimeter größer als das ehemalige Wyatt Family Mitglied. Sofort gehen beide abermals in einen Lock Up, doch dieses Mal gibt Noam nicht so schnell klein bei. Danielson jedoch auch nicht, weshalb dieser Lock Up dieses Mal ohne Gewinner ausgeht und sich beide ein paar Schritte entfernen. So etwas kann es aber nicht geben und aus diesen Grund geht es direkt noch einmal in einen Lock Up. Doch auch bei diesen scheint es so, als währen diese beiden kleinen Monster gleich mächtig. Bevor es jedoch wieder Unentschieden ausgeht, rollt sich Noam einfach seitlich von Bryan hinweg, nur um sich direkt anschließend hinter Bryan mit einer Rückwärtsrolle zu ihn hin zu rollen. Doch auch Danielson rollt sich schlicht mit einer schnellen Vorwärtsrolle von Noam weg und so geht es jetzt für gefühlt 2, 3 Minuten. Beide Superstars rollen so schnell durch den ring, dass man mit den Augen kaum noch hinterherkommt, solange bis Noam Bryan zwischen die Beine greift und ihn in einen School Boy Pin rollt. Oder auch nicht. Bryan Danielson kann sich abrollen und springt blitzschnell sofort auf Noam Dar um diesen nun selbst zu pinnen. Der Ringrichter ist zur Stelle und.

ONE
TWO
KICK OUT!

Das wars noch lange nicht! So schnell wird man kein World Heavyweight Champion. Schnell steht Bryan wieder auf, doch fällt direkt wieder hin. Noam Dar lässt Bryan nicht aufstehen, aber was er ihn lässt, ist nun endlich vor Schmerzen zu schreien. Noam Dar nimmt Bryan Danielson in einer verdammt schnellen kKneebar gefangen. Noam hat Bryan fest im Griff und verdreht so sein Knie. Noam braucht keine Hilfe seiner Gang, er muss und er kann es auch heute Abend hier im Käfig alleine schaffen weiterhin Champ zu bleiben. Langsam schafft es Danielson, gefangen im Griff, wieder auf die Beine zu kommen, was alleine so schon unglaublich klingt, doch Noam lässt das natürlich nicht ungestraft, löst den Haltegriff recht schnell und verpasst Danielson als Tadel noch einen blitzschnellen Kick gegen die Beine.



Beide Superstars stehen wieder im Ring und erneut kommt es nach kurzer Zeit wieder zum nächsten Lock Up. Doch genauso wie vorhin auch, scheint es dort keinen richtigen Sieger zu geben, weshalb beide den Griff wieder lösen und sich weiterhin für geraume Zeit eine Pause vom Match gönnen, ehe es in einen weiteren Lock Up geht, welcher dieses Mal jedoch von Noam gelöst wird. Noam dreht sich blitzschnell um und rammt Danielson seinen Hintern in die Midsection ehe er zur Ringecke rennt, auf das mittlere Ringseil springt, rückwärts abspringt, sich in der Luft dreht und Danielson mit einen legendären Jumping Leg Lariat zu Boden stößt. Das ist der World Champ, den wir sehen wollen. Das ist ein Main Event, welches wir sehen wollen. Noam Dar kann es der ganzen Welt beweisen, dass auch er es drauf hat. Harter Head But gegen Bryan Danielson, welcher von Noam in die gegenüberliegende Ringecke gelegt wird. Besonders hoher Kick gegen die Brust des ehemaligen Nexus Fighters, gefolgt von einen harten Kick in die Midsection und einen weiteren Headbut, ehe sich nun auch Danielson wieder versucht zu wehren und einen Tritt ansetzt, welchen Noam jedoch blocken kann. Und nicht nur das. Nein, Noam behält das Bein von Danielson perfekt in der Hand, reist ihn mit den anderen Bein zu Boden, rollt sich über ihn drüber und zeigt perfekt in der Mitte des Ringes die Champagne Superkneebar!!! Das wars. Noam Dar hat Bryan Danielson in seinen mächtigsten Haltegriff. Nur wenige Superstars konnten sich bisher daraus befreien. Ist das das Ende für Bryan Danielson? So hart wie Danielson das ganze Match über war, schafft er es nichtmehr diese Härte aufrecht zu erhalten und muss nun wirklich auch mal vor Schmerze schreien. Dieser Haltegriff ist wirklich das Letzte, was man sich wünscht und kann wahrhaftig das Ende des Matches bedeuten. Danielson schafft es zwar, voller Verzweiflung mit seiner Hand das unterste Ringseil zu ergreifen, doch dies ist immernoch ein Hell in a Cell Match, also bringt ihn das so überhaupt garnichts. Noam Dar verdreht weiterhin voller Unheil das Knie vom DP Associater Bryan Danielson, solange bis Danielson die Schnauze voll hat und wie verrückt und durchgedreht mit seinen zweiten Bein gegen Noams Kopf hämmert. Die ganze zeit muss er Schmerzensqualen aushalten und wird von Noam gegen den eigenen Kopf getreten, doch jetzt sieht er keine andere Möglichkeit, als es ihm Gleich zu tun und selber zu zutreten. Zwar erhält Bryan wesentlich mehr Schäden, aber es reicht trotzdem wie durch Wunder aus und Noam löst den Haltegriff. Aber die Schäden sind dennoch da. Bryan kann sich kaum auf den Beinen halten und hält vor Schmerzen sein Knie, während Noam nur minimal benommen ist. Schneller Kick in die Midsection von Bryan Danielson, gefolgt von 2 harten European Upercuts und Noam geht in das nächste Cover.

ONE
TWO

Doch auch hier kann Bryan noch schnell genug herauskommen. Am Anfang des Matches hat Bryan gekämpft, wie als wäre Noam ein Kleinkind, welches sich nicht wehren kann und nur dominiert wird, doch auch eine kleine wehrlose Ratte beginnt zu kämpfen, wenn sie von der monströsen Katze in die Ecke getränkt wird. Wieder wird Danielson von Noam schnell wie der Wind auf die Beine gehoben, damit der Jude schnell zur nächsten Aktion ansetzen kann. Und auch diese wird weniger angenehm, denn er hebt das angeschlagene Bein von Danielson in die Lüfte, um mehrere Male brutal gegen seine Oberschenkel zu treten, ehe es einen schellen Kick gegen das Fußgelenk gibt, um Danielson noch stärker den Halt durch seine Beine zu schwächen. Doch das alles lässt der Herausforderer natürlich nicht einfach so auf sich sitzen und so wehrt er sich, indem er Noam mit einen tollen Whip In in die Ringecke befördert. Bryan versucht so schnell er kann hinterher zu rennen, doch durch die Verletzung am Bein ist das nur bedingt möglich, weshalb Noam auch genügend Zeit hatte, um vorher in der Ecke abzuspringen und über Bryan drüber zu fliegen. Mit einer majestätischen Drehung in der Luft und einer phänomenalen Sprungrolle begibt sich Noam Dar zur gegenüberliegenden Ringecke, springt in Windeseile auf das zweite Seil, doch dieses Mal war Bryan Danielson zu schnell für den Superstar. Danielson packt sich Noam von hinten auf dem mittleren Ringseil, zerrt ihn davon runter, rollt mit ihn durch den Ring und Chaos Theory! Was für eine unglaubliche Aktion, welche man nur selten von Bryan Danielson und auch generell im Wrestling zu sehen bekommt. Noam ist zwar davon noch nicht so ausgeknockt, das er am Boden liegen bleibt, aber immerhin bietet er Danielson nun mehr als genügend Zeit, all seine angestaute Wut mit harten Schlägen am SPRNVA11 auszulassen. Und diese hageln fast schon wie die Kugeln einer Gatling, welche noch nicht stark verzogen ist, auf Dar herunter. Dieser versucht sich zwar verzweifelt selbst mit mehreren Schlägen dagegen zu wehren, sodass das alles in einen kurzen Brawl endet, schafft es sogar auch noch Danielson mittels Whip In in die Ringecke zu befördern, doch als Noam hinterhergerannt kommt, kann Danielson schlicht ausweichen und Noam einen royalen und vor Allem hohen Kick gegen den Nackenbereich verpassen.



Schnell springt Danielson auf das dritte Seil in der Ringecke, doch nun ist es Noam, welcher noch gut dabei ist und schnell kontern kann, indem er Danielson den Tritt zurück schenkt. Zwar ist es nur gegen Danielsons Bein und nicht seinen Nacken, aber es reicht immerhin aus um ihn den Halt zu nehmen und mit einen starken Ruck an eben diesem Bein ihn von der Ringecke mittels Takedown auf die Matte zu zerren. Und diese Landung war ganz sicher nicht angenehm. Perfekter Zeitpunkt für Noam nun eine riskante Flugaktion zu bringen, für diese auch er nun auf das dritte Seil in der Ringecke klettert. Doch auch Noam ist scheinbar nicht schnell genug, da Danielson wie eine Rakete aufgesprungen kommt und den Juden mit mehreren Schlägen bearbeitet. Danielson hingegen reißt Noam nicht einfach nur so vom Seil herunter. Nein, er klettert mit drauf. Beide Superstars befinden sich nun auf den Tournbuckle und Noam muss wehrlos zusehen, wie Danielson ihn mit Schlägen von hinten bearbeitet, solange bis der Submissionmaster seinen Arm um Noams kleinen Oberkörper legt, ansetzt und einen wirklich sagenhaften Belly to Back Suplerplex vom dritten Seil aus in den Ring zeigt. Holy das war die wohl heftigste Aktion bisher. Oder etwa nicht? Beide superstars stehen sofort wieder auf? Nach so einer Aktion? Was geht denn bei den Beiden ab? Noam rennt wie ein Blitz in die Seile, Danielson dreht sich um und Discuss Forearm!!! Noam Dar musste eben einen traumhaften Belly to Back Superplex fressen, aber ist derjenige, welcher hier Danielson zu Boden befördert? Ist das etwa der wahre Grund, warum Noam Dar unser World Heavyweight Champion ist? Das ist doch nichtmehr normal hier? Der beste Wrestler der Welt hat einen eben würdigen Gegner gefunden. Sofort begibt sich Noam in den Pin. Ist das das Ende?

ONE
TWO
NEIN!

Bryan Danielson kann sich befreien. Das Match könnte locker noch 30 Minuten länger gehen und diese Beiden hätten noch nicht genug. Dies ist eine wahre Schlacht der Titanen, egal wie groß sie sind. Schnell wird Danielson auf die Beine gezerrt und mittels Whip In in die Ringecke befördert. Oder auch nicht! Erneutes reversel von Danielson und Noam muss rennen. Danielson kommt auf Noam zu, doch dieser springt einfach mit Hilfe der Ringecke über Danielson drüber, vollführt abermals eine unglaubliche Rolle in der Luft, schnappt sich Danielson von hinten und zeigt nun selbst einen Belly to Back Suplex gegen den La Legion Extranjeros. Und obwohl es bei Danielson ein Superplex war und kein einfacher Suplex bleiben nach dieser Aktion beide Superstars für längere Zeit am Boden liegen. Das hingegen liegt jedoch einfach nur daran, weil Danielson eine nützlichere Aktion, als einen einfachen Forearm gefunden hat. Direkt als die Beiden auf den Boden geklatscht sind, hat Danielson Noams Kopf mit den Armen umschlungen, sich nach hinten in eine Brücke abgerollt um Noam Dar hier in einer wunderschönen Cattle Mutilation gefangen zu nehmen. Abermals steht der Sieg durch Aufgabe nah an den Türen und auch wenn das Publikum hier in der Halle äußerst tot wirkt, weil keiner der Beiden wahrlich viele Fans besitzt so, ist die Spannung doch ganz weit mit oben. Wird Noams Ego hier gebrochen werden? Nein wird es nicht! Noam kann sich abrollen und so aus dem Griff entkommen. Aber Danielson hat ihn weiterhin unter Kontrolle, hackt blitzschnell seine Arme ein und Tiger Suplex!!! Sofort folgt der Pin von Danielson. Der Ref ist da und.

ONE
TWO
THR
NEIN!!!

Noam Dar kommt raus. Noam Dar kann sich in allerletzter Sekunde noch befreien. Wieviel zum Teufel muss Danielson noch bringen, um diesen kleinen Jungen endlich von seinen Gold zu befreien?



Schon fast vor Verzweiflung schlägt Danielson brutal gegen das Steiß von Noam Dar um ihn Schmerzen zuzufügen, die wahrlich nicht angenehm sind. Millionenfache Schläge mit den Ellenbogen in die Seite der Rippen von Noam Dar folgen, bis sich Danielson seinen Arm nimmt und ihn mittels Fujiwara Armbar verdreht.

Gibt Noam Dar jetzt endlich auf? Er schreit zwar verbissen, aber es folgt keinerlei Reaktion zum Tap. Danielson hat so allmählich die Schnauze gestrichen voll, umwickelt in der Armbar Noams Kopf mit seinen Beinen und TRIANGLE CHOCKE! Und er gibt wirklich alles. Danielson zeigt erneut einen seiner mächtigsten Haltegriffe und steckt seine gesamte noch verbliebene Power darein. Beide Superstars sind definitiv bereits sehr stark angeschlagen, auch wenn sie es nicht zeigen wollen, aber dieser Move ist für einen angeschlagenen Noam Dar zu 90% das Ende. Aber Dar tappt nicht. Dar rührt sich nicht einmal. Konnte Danielson Dar ausknocken? Sofort ist der hingerichtet da um Dar zu fragen ob er aufgeben will, aber es folgt keine Antwort. Sein Arm wird genommen und ihn die Lüfte gestreckt um zu schauen ob er noch bei Bewusstsein ist. Er fällt!

1!

erneut wird der Arm in die Lüfte gestreckt. Er fällt wieder!

2!

Ein letztes Mal! Wenn er wieder fällt dann wars das. Dann hat es Bryan Danielson endlich geschafft neuer World Heavyweight Champion durch KO zu werden. Der Arm ist oben und. ER FÄLLT! NEIN! Noam Dar kann ihn kurz bevor er den Boden berührt noch oben halten. Der Ringrichter ist schon fast aufgestanden, um die Ringglocken leuten zu lassen, aber in allerletzter Sekunden hat er zum Glück den Arm von Noam noch sehen können. Noam ist noch immer aktiv im Matchgeschehen.

Die Verzweiflung bricht nun noch härter in Danielson aus. Er löst den Griff, welcher ihn hätte den Sieg bescheren können, reißt den völlig ausgeknockten Dar auf die Beine und prügelt ihn windelweich in die Ringecke. Und abermals können wir sehen wie die Schläge auf ihn donnern. Da ist Blut. Noam Dar blutet! Bryan Danielson schlägt Noam Dar eine fette Platzwunde auf den Kopf. So sieht also ein Bryan Danielson aus, welcher voller Verzweiflung und aggressiver Wut ist. Fast schon unheimlich dieses Bild. Mit wütenden und selbst ziemlich erschöpften Ausdruck im Gesicht lässt Danielson von Dar ab und gibt den Ringrichter Bescheid, dass er den Champ auszählen soll. Dar liegt bewegungslos am Boden. Auch das ist eine Möglichkeit ein Match zu verlieren. Wie ein Boxer in der Pause lehnt sich Danielson in die gegenüberliegenden Ringecke und schaut sich das ganze Spektakel entspannt an, während der Ringrichter den am Boden liegenden Dar auszählt.

1
2
3
4
5
6
7
8

Doch auch das reicht nicht aus! Noam Dar kann sich mit Hilfe der Seile auf die Füße ziehen. Am Besten sollte er jedoch lieber einfach nur liegen bleiben, denn Danielson wird jedes einzelne verdammte Mal, wo Noam aufsteht, nur noch wütender über diesen kleinen Jungen. Erneut rennt er fast schon vor Wut auf Noam zu und lässt abermals tausende Schläge auf ihn einprügeln, sodass die Boxingpunches des Takers schon fast wie Streicheleinheiten deiner Mudda (Die aus guten Grund bei meiner Autokorrektur als ersten Vorschlag das Wort Mammut angibt XD) wirken. Doch was ist das? Noam dar schafft es sich zu wehren! Sein Ellenbogen fliegt, während er in der Ringecke die Fresse poliert bekommt, gegen Danielsons Kopf, welcher vor lauter Wut und Verzweiflung seine Deckung hat fallen lassen. Harter Headbut innerhalb der kurzen Zeit, in welcher Danielson den Schlag verdauen muss, gefolgt von mehreren weiteren Headbutts, welche Noam aus der Ringecke bringen können. Harter Kick gegen die Midsection von Bryan Danielson, doch dieser ist noch lange nicht KO von solch paar kleinen Kinderschlägen. Auch er bringt einen Kick und so entsteht in der Mitte des Ringes, unterhalb des Käfigs, ein harter und brutaler Kickbrawl der Beiden, bei welchen Noam Dar jedoch die schlechteren Karten haben sollte, da sein Gegner niemand geringeres als Bryan Danielson, der Erfinder der Yes Kicks, ist. Doch Noam Dar ist es tatsächlich, welcher diesen Brawl für sich entscheiden kann, indem er Danielson mit einen äußerst schnellen Leg Sweep den Halt vom Boden nimmt, sodass Danielson mal wieder auf der Matte liegt. Schnell versucht Danielson wieder auf die Beine zu kommen, doch bekommt er direkt von Noam einen Ellenbogen in den Nacken gerammt. Als er wieder oben ist, zeigt nun auch der Leader der 5 Point Gang was für ein dominantes Arschloch er sein kann und verpasst seinen Herausforderer Bryan Danielson, den besten Wrestler der Welt, hier in diesem verdammt wichtigen Match eine respektlose und herabblickende Ohrfeige. Noam hat echt die Ruhe weg. Während Bryan Danielson hier vor lauter Wut und Verzweiflung schon garnichtmehr darauf achtet, ob seine Moves überhaupt sicher ausgeführt werden oder nicht, weil er einfach nurnoch das Match verdammt nochmal beenden will, haut Noam ihn einfach mit dieser widerwärtigen Aktion in die Fresse. Wollte er damit Danielson wieder auf den Boden zurück bringen, damit dieser wieder besser zu Sinnen kommt, um sich besser auf das Match zu konzentrieren und nicht vor Verzweiflung ablenken zu lassen? Wobei, wenn man sich das schäbige Grinsen im Gesicht des Hinterhältigen, miesen Giftzwerges so anschaut, ist es wohl logischer, dass es einfach nur eine Tat des Disrespektes gewesen ist. Boom! Danielson hat sich gewehrt! Bryan Danielson rammt Noam Dar seine flache Handfläche mitten aufs Ohr! Wie du mir, so ich dir oder wie? Auch dies kann der World Champ nicht auf sich sitzen lassen und es folgt eine weitere Ohrfeige, gefolgt von Einer von Danielson und das ist der dritte unterschiedliche Brawl, welchen wir heute im Käfig zu sehen bekommen. Diese beiden Clowns ohrfeigen sich die Birne weg. Bilder, welche sogar bei einem so wichtigen Match für einige Lacher sorgen könnten. Den letzten Klatscher von Danielson konnte Noam ausweichen, indem er sich kurz ab geduckt hat und nun stehen die Beiden sich Auge an Auge, Face to Face gegenüber, so nah, dass sich selbst ihre Nasen bereits berühren. Durch so eine kleine Aktion ist das Feuer in ihnen wieder zum Lodern gekommen. Ein letztes Mal müssen sie jetzt alles geben um den Sieg mit Nachhause nehmen zu können. Und derjenige, der den ersten Schlag ansetzt, ist tatsächlich derjenige, der am Anfang des Matches nur einstecken musste.

Noam Dar schubst Bryan Danielson mit einen schnellen Kick in die Midsection in die Ringecke, nimmt Anlauf, kommt auf Danielson zu und zeigt einen zauberhaften Shotgun Missile Dropkick mit Lichtgeschwindigkeit gegen Bryan Danielson. In mindestens genauso schnellen Tempo packt er sich Danielsons Bein, wirft ihn zu Boden und CHAMPAGNE SUPERKNEEBAR!!! Da ist wieder Noam Dars mächtigste Waffe. Abermals muss Bryan Danielson hilflos am eigenen Leibe bemerken, wie es ist, kurz vor dem Abgrund zu stehen. Es ist nur unwahrscheinlich, dass er sich hier noch einmal aus diesem Move befreien kann. Jedoch ist es anders, als bei seinem Triangle Chocke. Bryan kann hier nicht das Bewusstsein verlieren. Das Schlimmste, was er verlieren kann, ist die Fähigkeit, sein rechtes Bein zu verwenden. Ist es ihm das wirklich wert? Mit dieser Aktion kann Noam Dar Bryan Danielson wahrlich in den Rohrstahl befördern. Wenn Danielson nicht gleich aufgibt, kann er sich einen Dreitagebart wachsen lassen, mit einen Krückstock herumlaufen und schwierige Arztfälle lösen. Aber er bleibt weiterhin verbissen, egal wie oft Noam gegen seinen Kopf tritt. Nun bildet sich auch bei Danielson eine kleine blutige Wunde am Schädel, aber das war es definitiv wert, denn er hat es geschafft, das nun auch Noam die Verzweiflung packt und er den Griff löst. Fast schon Lebenslos liegt Danielson auf der Matte und hält sich vor Schmerzend schreiend sein Knie, während die 5 Point Gang, welche immernoch draußen vor dem Käfig steht, das ganze lachend und applaudierend beobachtet. Doch auch wenn Danielson nun vom Aussehen her perfekt zum Titelbild der heutigen Show passt, sieht es im Match selbst eher weniger erfolgreich für ihn aus. Das komplette Gegenteil wie vom Beginn des Matches. Noam klettert auf das dritte Seil in der Ringecke, setzt an, springt ab und zeigt einen anmutigen Double Food Stomp gegen Danielson ohne jeglicher Gegenwehr, gefolgt von einer weiteren Kneebar gegen das bereits angeschlagene Bein. Doch was ist das? Uuuhhhhh! Wer ist jetzt das größere Arschloch von den Beiden? Bryan Danielson konnte sich verdammt leicht aus diesem Haltegriff schlussendlich befreien mit einer Aktion, die er nur hier im Käfig einsetzen kann. Doch auch wenn die Halle bisher ziemlich tot wirkte, folgen jetzt ohrenbetäubend laute Buh-Chants durch das gesamte Stadion. The Alter Ego of Daniel Bryan hat Noam einen harten Kick genau dahin gegeben, wo es ganz besonders schmerzhaft ist. Eine Aktion, die kein Mann jemals einen Anderen antun sollte. Das ist wirklich unterste Schublade und hat wirklich nichtsmehr mit best Wrestling of the World zutun. Völlig ausgelaugt und kaputt krabbelt Danielson auf Noam hoch, um ihn ein weiteres Mal in den Triangle Chocke zu nehmen. Und der geht durch. Noam Dar hat an allen stellen seines Körpers unendliche Schmerzen und wird abermals in dem Haltegriff gefangen genommen, welcher ihm vorhin schon fast den Sieg gekostet hätte. Das muss das Matchende sein. Alles andere wäre unlogisch. UND DAS IST ES! Das Match ist vorbei aber...
Noam Dar tappt nicht! Noam Dar rollt sich nach Vorne über Danielson und die Schultern des Submission Specialists liegen auf der Matte. Der Ringrichter zählt.

ONE
TWO
THEEEEE!!!

DAS IST DAS DING! Was für ein...
Schon irgendwie trauriges Ende eines beinahe unheimlich perfekten Hell in a Hell Matches voller technischer Meisterleistung zweier der besten Wrestler auf dieser Welt. Noam Dar hat es endlich mal ohne Hilfe, also zum Großteil, geschafft sein Gold zu verteidigen und dann auch noch gegen den wohl mächtigsten Gegner, den er jemals gegenüber stand. Der Giftzwerg hat es also doch drauf. Congratulations.


Here is your winner by pinfall and STILL the c2c WORLD HEAVYWEIGHT CHAMPION: NOAM DAR!



Noelle Foley: "Was für ein großartiges Match, welches uns diese beiden Männer hier heute lieferten und auch wenn Bryan Danielson nicht gewinnen konnte, so hat er auch nicht wirklich verloren. Die Fans werden auf jeden Fall noch lange von dieser Schlacht sprechen!"

Johnny Curtis: "Noam Dar hat wieder einmal bewiesen, warum er dieses Gold trägt und auch wenn Bryan gut mitgehalten hat, so bestand für mich nie ein Zweifel daran, dass die 5-Point Gang siegreich sein wird."

Byron Saxton: "Na ja Johnny, zeitweise sah es schon ziemlich eng für Noam aus und die Tag Team Championship haben White & Scurll auch nur knapp verteidigt. So erfolgreich war der Abend für die Gang nicht und ich bin mir sicher, dass Danielson seinen Traum von dem Titel nicht so schnell aufgeben wird. Für heute sind wir jedoch am Ende der Show angelangt und was für eine Großartige haben wir gesehen?! Nächste Woche sehen wir uns im guten alten England wieder, wenn das Coast 2 Coast Wrestling die große Tour beginnt. Bis dahin."







Toni Storm vs. Rhea Ripley
Votes: 3:0

David Starr vs. Mark Haskins vs. MJF vs. Austin Theory
Votes: X:0:1:2

Willow vs. Joe Hendry vs. Velveteen Dream
Votes: 0:3:2 (2 Draw zw. Hendry & Dream)

Kip Sabian vs. Simon Grimm
Votes: 1:2

5PG vs. War Raiders
Votes: 2:2 (1 Draw)

Alexa Bliss vs. Bobbi Tyler
Votes: 1:2

Noam Dar vs. Bryan Danielson
Votes: 2:1

03.03.2019 22:33 c2c LIVE ist offline Email an c2c LIVE senden Beiträge von c2c LIVE suchen Nehmen Sie c2c LIVE in Ihre Freundesliste auf
Kurt Angle Kurt Angle ist männlich
~ General Manager ~




Dabei seit: 03.10.2017
Beiträge: 609

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Wir haben das Fegefeuer durchschritten und nach erster Zählung haben Alle überlebt. Yeah, gute Nachricht und damit geht es gleich weiter, denn ebenso habt ihr, haben wir, eine großartige Show auf die Beine gestellt. Wieder einmal erschufen wir zusammen ein Kunstwerk des Fantasy Wrestlings, dass sicherlich in den goldenen Hallen neben den FW-Göttern speisen darf, wenn unsere Zeit irgendwann gekommen ist. Was soll dagegen sprechen? Die meisten Götter des FW sind ja sowieso hier.
Vielen Dank an jeden Einzelnen, der zum vierundzwanzigsten Special beigetragen hat, meinem wertgeschätzten Kollegen vom Office vielen Dank für das Zusammenstellen und vor Allem Melli & Bo danke für die Commentary.

Nun viel Spaß mit der Show und BITTE lasst mal ein Feedback da. heart

Man of the Night:
Woman of the Night:
Segment of the Night:
Match of the Night:
Überraschungen / Highlights:
Sonstiges / das könnte man besser machen:
Fazit: ?/10

__________________

04.03.2019 21:46 Kurt Angle ist online Email an Kurt Angle senden Beiträge von Kurt Angle suchen Nehmen Sie Kurt Angle in Ihre Freundesliste auf
Shane McMahon Shane McMahon ist männlich
c.e.o. of c.2.c.




Dabei seit: 23.06.2016
Beiträge: 5962

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

UPDATE: Noam Dar Entrance hinzugefügt. Bitte beachten, es wird sich für euch lohnen hehe hehe

__________________

05.03.2019 14:51 Shane McMahon ist offline Email an Shane McMahon senden Beiträge von Shane McMahon suchen Nehmen Sie Shane McMahon in Ihre Freundesliste auf
The Undertaker The Undertaker ist männlich
-



Dabei seit: 16.09.2016
Beiträge: 1047

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

So, da hätten wir wieder ein wenig Feedback für (hoffentlich) jeden. Ich hoffe ich hab niemanden übersehen. Und seid euch beim Lesen immer der unsterblichen Worte des Dudes bewusst:



Kip Sabian: Seine Arroganz paart sich mit einer großartigen Gewitztheit und Schlagfertigkeit, was viel zu seinem Charisma beiträgt. Besonders eingängig finde ich das im Segment mit Priscilla Kelly. Im Dialog mit Grimm selbst haut er zwar auch einige gute Sprüche raus, aber an einigen Stellen verfällt er mir da zu sehr in vorschulhafte Verhaltensmuster, z.B. mit den „deine Mutter ist eine Schlampe“ Sprüchen, die ich etwas inspirationslos finde. Das Segment mit Bobbi ist wieder sehr gut gelungen, da die beiden eine großartige Chemie haben und sich die Bälle gut zuspielen.

Bobbi Tyler: In diesem neuen Gimmick findet sie sich auch gut zurecht, schreibt charismatische Segmente und hat eine gute Chemie mit jedem ihrer Segmentpartner. Was mir besonders gefällt ist, wie sie sich auf die jeweiligen Dialogpartner einlässt und ihre Reaktionen immer etwas anpasst, das kommt sehr natürlich rüber und zeigt, dass sie nicht nur darauf aus ist, ihr Gimmick zu präsentieren, sondern sich auf ihre Segmentpartner einlässt und sich mit ihnen die Bälle zuspielt, anstatt ein Soloprogramm in Dialogform zu fahren, wie wir es leider zu häufig sehen. Sie ist sehr auf ihr neues Gimmick fokussiert und weiß genau, was sie damit anzufangen gedenkt.

Austin Theory: Theory gefällt mir sehr gut in seiner Rolle als gewitzter, spitzzüngiger Heel, auch wenn er in der Tweener Kategorie gelistet ist. Er gefällt sich in der Rolle des arroganten aber selbstbewussten Typen und kommt doch immer wieder als Rotzlöffel rüber, den man eigentlich hassen müsste, aber trotzdem immer wieder schmunzeln muss. Vielleicht kommt da dann tatsächlich der Tweener durch. In jedem Fall gefällt er mir hier sehr.

Willow: Die meisten von Willows Segmenten funktionieren ganz gut, was bei ihm leider nicht immer der Fall ist. Eine Ausnahme bildet hier sein „Solo“ mit den ganzen fremden Leuten, was in meinen Augen recht unnötig und für seine Zwecke unnütz war, da es weder den Charakter, noch eine Story weiterbringt und einfach nur da ist. Die anderen Segmente sind da besser, da sie in etwas eingebunden sind, entweder in die Story um das Championship Match oder in seine Charakterentwicklung. Am besten gefallen hat mir das Segment mit der fremden Stimme und Rhea Ripley, da es Willow auf eine interessante Entwicklung zuzutreiben scheint. Ich könnte mich jetzt noch lang und breit über meine Abneigung gegenüber der zu offensichtlichen Darstellung von Magie im FW auslassen, aber das hab ich ja schon an anderer Stelle getan. Im Großen und Ganzen hat er mir diese Woche ganz gut gefallen und ich hoffe, dass die Entwicklung, die er jetzt einschlägt auch in interessantere Segmente mündet.

Rhea Ripley: Das Gimmickplay ist gut. Ripley lässt den Badass raushängen, das funktioniert gut, da hat sie Ausstrahlung und Präsens. Die Sprache und die Grammatik sind weiterhin absolut mangelhaft, da gibt es keine beschönigende Formulierung. Aber auf dem guten Gimmickplay kann aufgebaut werden, da sehe ich durchaus was.

Dave Crist: Ich bin mir gerade nicht so sicher, wie das Gimmick zu nehmen ist. Soll Crist einen liebenswerten Versager a la WWEs Curt Hawkins darstellen, der ständig auf die Mütze bekommt und jetzt dann aber wirklich mal einen Sieg einfährt, einhundertprozentig, ungelogen!? Wenn ja, macht er seine Sache gut und gefällt mir hier sehr. Wenn nein, macht er seine Sache nicht so gut, denn wirklich ernstzunehmend ist er hier nicht. Aber ich gehe mal davon aus, dass hier Ersteres erreicht werden soll. In diesem Fall ist es gut gelungen und durchaus unterhaltsam. Ich nehme mal an, dass es nun zu einer Fehde mit Barret kommen wird und bin gespannt, was diese beiden daraus machen werden.

Wade Barret: Interessante Entwicklung mit ihm. Das Mentorengimmick steht ihm, der Meinung war ich immer. Und die Kombination mit Candy im Zusammenspiel mit einer möglichen Fehde mit Crist könnte sich als gelungene Mischung erweisen. Hier hat er natürlich erstmal nicht so viel gezeigt, aber das kommt sicher noch.

Candy Floss: Nur wenig von ihr diese Woche, aber mir gefällt ihre süße, tollpatschige Art sehr. Sie erinnert mich immer ein wenig an eine Mischung aus Toni Storm und Dakota Kai zu Beginn ihrer C2C Karrieren. Ich hoffe sie bald in einer richtigen Storyline zu sehen, auch wenn die Sache mit Barret schon mal ein guter Anfang ist. Und vielleicht auch eine Freundschaft mit dem Dream? Schaun wa mal.

Tajiri: Deutlich besser, als ich erwartet hatte, muss ich gestehen. Was mir sehr gefällt ist, dass er absolut eingesteht, dass das Alter nicht an ihm vorrüber gegangen ist und nicht versucht, seine verlorene Jugend zurückzugewinnen. Er sagt klar, wie es ist und warum er hier ist und das gefällt mir. Ich hoffe, dass er eine Story findet, anhand derer er diesen Charakter weiterentwickeln kann. Für den Moment gibt es aber schonmal einen Daumen hoch.

Zack Gibson: Zack hat gutes Gimmickplay, drückt sich gut aus und ist vor allem ein solider Pfeiler in der ganzen Prestige Geschichte. Das Segment mit Nigel und La Ruffa hat mir gut gefallen, Zack kommt natürlich rüber und alles von ihm liest sich flüssig. Er tritt nicht so sehr als Einzelgimmick in Erscheinung, sondern existiert nur im Prestige-Verbund; das ist aber völlig okay wie ich finde.

Tom La Ruffa: Ähnliches gilt auch für Tom La Ruffa, der auch sehr schön schreibt und sich super in das Prestige-Geflecht einfügt. Vielmehr kann ich dazu jetzt auch nicht sagen, im Grunde müsste man Prestige im Ganzen bewerten und nicht die einzelnen Gimmicks, die Teil davon sind. Eine Kleinigkeit vielleicht: La Ruffa sollte sein „Namensschild“ vor der wörtlichen Rede den der anderen Prestige Leute anpassen. Wäre ne nette, kleine Sache für son Stable.

Joe Hendry: Hendry sticht meiner Meinung nach etwas mehr heraus, als seine vorherigen Teamkameraden. Das liegt sicherlich zum einen an der Tatsache, dass er in einem Titelmatch steht und schon allein deshalb mehr Präsens in der Show zeigen muss. Aber es liegt auch daran, dass sein Charakter etwas besser hervorgehoben wird und er sich gut und charismatisch präsentiert. Die Sache zwischen Dieter und dem Prestige-Stable scheint ihn ganz besonders zu betreffen, er ist quasi der Stable interne Antagonist zu Dieter. Und in dieser Rolle glänzt er dann auch. Im Segment mit Wilow funktioniert er auch ganz gut, da ist er energisch und spielt trotzdem gut mit der Situation. Fein, fein.

Nigel McGuinness: Die Rolle, in der er sich hier befindet gefällt mir überraschend gut. Sie passt zu ihm und er füllt sie wunderbar aus. Der Stable-Boss, der sein Team mit Verstand aber ohne Arroganz oder Grausamkeit leitet und dabei trotzdem respekteinflößend ist. So funktioniert ein guter Tween-Stable Führer.

Noam Dar: So, dann wollen wir gleich mal den Elefanten im Raum ansprechen: Shotzis Misshandlung und Vergewaltigung. Ich sag’s gleich, ich fands großartig. Ich kann mir vorstellen, dass einige das vielleicht etwas zu viel fanden – immerhin haben sich einzelne seinerzeit ja auch am Sexsegment zwischen Noam und Taryn gestört – zu denen gehöre ich aber ausdrücklich nicht. Noams Wandlung zum psychopatischen Vergewaltiger ist sehr gut gemacht und lässt ihn erneut zum Top Heel der Company werden. Angefangen vom Segment bei der Party, wo er einen drogenverstärkten Nervenzusammenbruch erleidet, über Shotzis Vergewaltigung, bis hin zu den Segmenten mit Taryn und der Gang wird hier das beste Heel-Gimmick gezeichnet, dass ich im FW je gesehen habe. Viel zu krass natürlich für’s echte Wrestling, aber im FW kann man sowas machen. Jetzt muss Bo meiner Meinung nach nur aufpassen, dass er für diesen Noam eine vernichtende Niederlage einplant. In jeder guten Geschichte muss es für den Bösewicht auf die ein oder andere Weise zu einem Abschluss kommen und der muss für Noam stärker ausfallen, als einfach nur seinen Titel zu verlieren.

Peyton Royce: Im Segment mit Andrade vielleicht etwas zu Smaltalklastik, aber dafür im Segment mit Grimm umso besser, da sie sich gut in die Story um Shotzi einbringt. Man nimmt ihr die Emotionen ab, die sie empfindet, was sehr wichtig, aber nicht immer einfach ist.

Andrade Almas: Kann man was draus machen, das erkennt man. Auch hier etwas zu viel Smalltalk in diesem, seinem einzigen Segment, aber Ansätze für ein gutes Heel-Gimmick sind da, darauf kann man aufbauen.

MJF: Okay, da bin ich zwiegespalten. Auf der einen Seite gibt er stellenweise einen recht wortgewandten, arroganten Heel ab. Auf der anderen Seite lässt er dann ständig völlig flache Wortwitze ab, die diesen Eindruck wieder zerstören. Gehört das zum Gimmick? Vielleicht. Was das Gimmick in meinen Augen für diesen PPV aber ruiniert hat war dieses seltsame Zurück in die Zukunft/Men in Black Segment. Warum war es da? Welchen Sinn hatte es? Was hat das Ganze mit dem Gimmick zu tun? Vielleicht versteht es jemand, ich jedenfalls nicht.

Alexa Bliss: Tja…es tut mir Leid, aber mir hat Alexa bei dieser Show nicht gefallen. Alles war auf den Gimmickwechsel ausgerichtet und der ging meiner Meinung nach in die Hose. Das Ganze kam zu sehr aus dem Nicht und wurde nicht richtig erklärt. Das Segment mit Black war für sich genommen gut, aber zu was es dann führte fand ich unglaubwürdig. Man kann seinem Charakter ja eine solche Umdekoration verpassen, aber dann muss man auch in der Story erklären, wie und warum es dazu kommt. Einfach nur ein Ritual reicht mir da nicht, da muss es vorher eine nachvollziehbare Entwicklung im Charakter gegeben haben.

Mark Haskins: Liefert ein nettes Segment mit Alexa Bliss, in dem er sich auch ganz ordentlich präsentiert. Allerdings scheinen mir beide hier nicht so ganz zueinanderzufinden, die Chemie scheint nicht ganz zu stimmen. Naja, passiert schonmal. War aber trotzdem recht charismatisch. Mit Toni klappt es dann besser, hier kommt auch sein Gimmick besser rüber.

Adam Cole: Sehr gutes Heelplay und solides Debut. Viel kann man da jetzt noch nicht zu sagen, aber Cole wird hier ziemlich gut rübergebracht und seine spezielle Art gut verarbeitet. Mal sehen was er mit der UE reißt. Wird vielleicht nicht ganz einfach, bei der Masse an Stables, die wir hier derzeit haben, nicht unterzugehen, aber das wird man dann sehen. Ich bin jedenfalls gespannt.

Kyle O'Reilly: Ähnliches kann man auch über Reilly sagen. Gutes Heelplay, fügt sich gut ins Segment ein und joa…was den Rest angeht muss man halt abwarten. Aber kann gut werden. Daumen hoch.

Candice LeRae: Gefällt mir in ihrer Rolle als führsorgliche Freundin sehr gut. Sie hat hier sowohl bei Toni als auch bei Bobbi natürlich ganz klar die unterstützende Rolle und ist eher Neben- als Hauptdarsteller, aber das ist auch völlig in Ordnung so, denn damit kann sie den jeweiligen Segmenten mit ihrer gut gespielten Art am besten helfen. Von daher gefällt sie mir so wie sie ist sehr gut.

Toni Storm: Wiedermal großartiges Gimmickplay von Toni Storm, ich verneige mich vor dem Storytelling, mit dem dieser Charakter immer weiterentwickelt wurde und wird. Sie versteht es mit jedem Segment Emotionen und Intensität hervorragend an den Leser weiterzugeben, was ein großes Talent ist, das ich persönlich sehr zu schätzen weiß. 1 A Charakterdarstellung!

Jessica Troy: Überraschend interessantes Gimmick. Erst dachte ich, es liefe auf ein Gimmick a la früherer Toni Storm o.ä. heraus, was absolut nicht schlimm gewesen wäre, aber den Turn im Segment mit White hab ich dann so nicht erwartet. Gefällt mir aber sehr gut und macht mich neugierig auf mehr aus diesem Hause. Der Schreibstil ist super und die Darstellung des Charakters sehr eindringlich. Gefällt mir!

Jay White: Gutes Psychopaten Gimmick. Stellenweise vielleicht etwas klischeehaft, aber im Großen und Ganzen gut gespielt. Dass er dem Gimmick auch Schwächen zugesteht, macht es glaubwürdiger und dadurch besser. Manchmal haut er dem Leser etwas zu offensichtlich sein „Ich bin übrigens ein Psychopath mit einem Messer“ um die Ohren, aber trotzdem ist es ein gut gespielter Charakter, dem man interessiert folgt.

War Raiders: Ich fasse Rowe und Hanson hier mal zusammen, da sie sich eigentlich nicht auseinanderhalten lassen und ich über beide nur dasselbe schreiben könnte. Das Wikingergimmick funktioniert bei ihnen wunderbar, sie tragen es konsequent durch ihre Segmente und sind auch entsprechend fokussiert. Für die Zukunft müsste man sich da vielleicht noch etwas Abwechslung einfallen lassen, aber für den Moment ist es gut geschriebenes und umgesetztes Gimmickplay, an dem ich nichts auszusetzen hab.

Velveteen Dream: Der nachdenkliche Paradiesvogel passt hervorragend zu diesem Gimmick. Ich war schon immer ein großer fan von Mellis Dream und bin es noch. Das Segment mit Willow war sehr gelungen und selbiges gilt für das mit Candy. Das mit den Raiders war auch gut, hier fand ich den Dream allerdings nicht den perfekten Partner für die beiden. Nichtsdestotrotz ist der Dream wohl eines der schillerndsten und – was mit am wichtigsten ist – wortgewandtesten Gimmicks der C2C. Er hat sich in den letzten Monaten gut entwickelt und einige interessante Facetten hinzugewonnen. Nach wie vor einer der charismatischsten und an den besten ausgestalteten Charaktere hier. Top!

Simon Grimm: Grimm gefällt mir in seiner psychotisch-düsteren Art sehr gut. Besonders gut kommt sein Charakter im Dialog mit Sabian rüber, aber auch im Segment mit Peyton gefällt er mir sehr gut. Die Beerdigung hingegen war in meinen Augen ein eher unnötiges Segment, da a) Beerdigungssegmente ziemlich kalter Kaffee sind und Grimm es eigentlich nicht nötig hat, auf derart ausgelutschte Konzepte zurückzugreifen und b) es weder der Charakterdarstellung, noch dem Storytelling hilft, da wir ähnliches bereits zuvor von ihm gehört haben. Seine Stärken liegen klar im Sprachgebrauch und in der damit verbundenen düsteren Ausstrahlung des Gimmicks. Seine psychotische Art kommt am besten dann rüber, wenn man sieht, wie er mit seiner Schwester umgeht.

Marty Scurll: In der Vergangenheit hat mir Scurll nicht immer gefallen, aber hier mag ich ihn. Er ist die Art von ruhigem Psychopathen, der nicht vollkommen abgedreht ist, sondern sich klare Strukturen geschaffen hat, aus denen heraus er handelt. Das Gimmick wirkt durchdacht und das Segment mit der Psychologin könnte sich noch zu etwas Interessantem entwickeln. Hat Spaß gemacht, es zu lesen.

Shannon Moore: Der Schreibstil könnte noch etwas geschliffener sein, aber an sich ist das Gimmickplay erstmal solide. Ich weiß noch nicht, wie ich mein Bild von Shannon Moore mit dem Gesagten in Einklang bringen soll, aber um ehrlich zu sein hab ich von dem Ausgangsgimmick keine Ahnung, also wird ich meine Zweifel mal für ne Weile ruhen lassen. Mal sehen, was die Zukunft bringt.

Samoa Joe: Fand das Segment mit MJF ziemlich gelungen. Sofern ich aber nichts übersehen hab, war das aber sein einziger Auftritt, bei diesem PPV. Etwas wenig um es wirklich zu bewerten, aber das was da war, war nett. Nix dolles, aber nett.

Circe: Ich mag ihre Wortgewandtheit, die steht ihr gut zu Gesicht. Das Segment mit Toni fand ich sehr gut gemacht und auch sie kommt gut weg, obschon das Hauptaugenmerk hier klar auf Toni liegt. Aber Circe schlägt sich gut, spielt ihre Stärken aus und zeigt ordentliches Charisma. Da gibt’s nix zu meckern.

Aleister Black: Die Probleme, die ich mit Alexas Gimmickwechsel habe, hab ich ja oben schon angesprochen und da ist Black natürlich auch dran beteiligt. Betrachtet man das Segment aber erstmal nur für sich, kommt Black hier ganz gut weg. Seine Art macht hier Sinn, das Gimmick funktioniert in dieser Situation und beide passen auch gut zueinander. Viel mehr gibt es zu ihm an dieser Stelle eigentlich nicht zu sagen.

Bryan Danielson: Er zeigt eine gute Leistung. Sein „No-Bullshit“-Heel Charakter funktioniert hervorragend und wird von ihm auch super umgesetzt. Sprachlich hat es einige Stolperer gegeben, da sollte er etwas besser drauf achten, vor allem, wenn es um den World Title geht. Das Segment mit Nigel hat mir ganz besonders gut gefallen, es ist charismatisch, ausreichend arrogant und befriedigend interessant.

Priscilla Kelly: Sie gibt zusammen mit Sabian eine interessante Vorstellung ab. Sie ist hinterhältig und versucht, Psychospielchen zu spielen. Ob es ihr zu ihrer Zufriedenheit gelungen ist und ob sie eine wirkliche ASgenda verfolgt hat, oder nur zum Support von Bobbi teil dieses Segments war, kann ich nicht vollumfänglich beantworten, aber was ich lese, gefällt mir auf jeden Fall.

Ember Moon: Schwierig zu bewerten. Es gibt an ihrem Segment mit Guerrero im Grunde nichts auszusetzen, aber ein sonderliches Feuerwerk ist es auch nicht. Es ist solide und es gibt von keiner Seite ernsthafte Fehler. Solide, aber mehr nicht.

Shaul Guerrero: Für Shaul ist es als Debütantin natürlich nicht so einfach, gleich den ganz großen Einstand zu feiern. Ich würde mir in Zukunft aber auch bei ihr etwas weniger Smalltalk und etwas mehr Substanz wünschen. Etwas mehr Gimmick darf es auch gerne sein, obschon es durchaus nicht schlecht war.

Konnan: Hier wird schon deutlich mehr Gimmick sichtbar, was mir gut gefällt. Konnan funktioniert gut als Sprachrohr und Manager und zusammen könnte das Gespann recht interessant werden.

Axel Dieter Jr.: Das einzig schlechte, dass sich über Axel Dieter Jr. sagen lässt, ist sein Name.^^ Abgesehen davon bin ich ein riesen fan dieses Gimmicks. Er ist ruhig und bedacht, gleichzeitig auch grimmig und vor allem sehr charismatisch. Auch glänzt er mit einer wunderbar zu ihm passenden „No-Bullshit“ Attitüde, die mir sehr gefällt. Ich bete nur zu dem Gott, an dessen Existenz ich nicht glaube, dass er irgendwann seinen Namen ändern möge.^^

Taryn Terrell: Das Gimmick könnte wieder interessanter werden, nachdem es in letzter Zeit etwas stiefmütterlich behandelt worden ist. Aber im Zuge der Charakterentwicklung von Noam könnte auch Taryn wieder frischen Wind erhalten. Dieses Segment war in jedem Fall schonmal kein schlechter Anfang.

Bálor: Ein kurzer, aber dafür um so wichtigerer Auftritt des Dämons. Zu viel will ich über das Segment nicht sagen, da ich maßgeblich selbst beteiligt war, aber Bálors Einsatz für seinen Charakter ist auch in diesem kurzen Abschnitt zu spüren.

Hui, das wars auch schon, wie mir scheint.^Irgendwie kommt das Ende dann doch immer überraschend.^^

__________________




Es gibt keine Gerechtigkeit, es gibt nur mich!


06.03.2019 02:56 The Undertaker ist online Beiträge von The Undertaker suchen Nehmen Sie The Undertaker in Ihre Freundesliste auf
Kevin Owens
.fight everyone




Dabei seit: 01.07.2018
Beiträge: 2273

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Da liest man die Show bis zum Ende und man weiß gar nicht mehr was oben passiert ist großes Grinsen
Werd jetzt nicht so ein Ausführliches Feedback wieder der über mir, das steht mir gar nicht zu rotes Gesicht


Man of the Night: Man, o Man. Mir fehlt es schon schwer mehrere zu nennen. Alles was rund um Prestige passiert, finde ich Hammer gut gemacht. Da fließen die Ideen in der Skypegruppe - glaub ich. Kip Sabian hat mir echt gut gefallen, Dar. Aber da(r) <- Wortwitz komm ich später zu rotes Gesicht Will eigentlich alle nennen? Darf ich alle sagen? Wieso nicht ist ja mein Feedback rotes Gesicht

Woman of the Night: Alles rundum Toni Storm finde ich gut. Toni Storm und Rhea hatten ihr perfektes Ende in dem Last Women Standing Match. Fand die Idee echt gut so eine Fehde beenden zu lassen. Alexa Bliss fand ich richtig krass, weiß nicht was die Bewerter nicht gut fanden. Aber naja. Ihr Solo Segment war doch der Wahnsinn. Zu Candy Floss weiß ich noch nicht wie ich das finden soll, die Idee mit Wade finde ich gut. Soll jetzt kein Hate sein, aber vielleicht kommt da mehr rotes Gesicht Und Bobbi Tyler. Sie ist die neue Womens Championess, nach so vielen Versuchen mit Emma schafft sie es mit Bobbi einfach beim ersten Mal. rotes Gesicht - finde ich gut

Segment of the Night:
gebe das hier in Stichpunkten an rotes Gesicht
- War Raiders Segment, lieb ich rotes Gesicht
- alles was rund um Prestige passiert lieb ich rotes Gesicht
- ADJ & Joe Hendry lieb ich sehr rotes Gesicht
- Bliss Solo Segment find'ich mega rotes Gesicht
- Das Danielson Solo Segment vor dem Main Event. Ja, bin Fan rotes Gesicht
- Das UE Segment, auch wenn ich die Crew runter ziehe rotes Gesicht

Match of the Night: alle rotes Gesicht

Überraschungen / Highlights:
- Bobbi Tyler gewinnt den Womens Titel

- Pät ist gefühlt im jeden zweiten oder dritten Segment am Start ... anscheinend hat er Zucker in den Taschen. - kein hate rotes Gesicht

- Das Dar Segment, FW hin oder her. Ich finde das ging ein bisschen zu weit. Das ist, für mich, krass over the top. Ja, ich weiß das passt irgendwie zum Gimmick und so. Aber ich finde es zu heftig rotes Gesicht. Aber trotzdem liebe für Bo. Das sich das getraut hat, ich hätte das Ding 1000x geschrieben und 1000x weggeworfen rotes Gesicht

- The Undisputed Era! Einfach so rotes Gesicht

Sonstiges / das könnte man besser machen: Eigentlich nichts, finde das es fast nahezu eine perfekte Show!

Fazit: 9,9999999999999999/10

__________________




U N D I S P U T E D E R A

And that, boys and girls, is undisputed

07.03.2019 02:33 Kevin Owens ist online Email an Kevin Owens senden Beiträge von Kevin Owens suchen Nehmen Sie Kevin Owens in Ihre Freundesliste auf
Willow Willow ist männlich
The Wisp



Dabei seit: 16.01.2018
Beiträge: 1858

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Man of the Night : und direkt mit die schwierigste verlosung...
meine favos bisher sind:
noam dar welcher hier mal wieder etwas gezeigt hat was zwar so dermaßen hart die grenzen wegbombt und für negative schlagzeilen sorgt aber halt auch perfekt zu ihm past.
Noam dar ist der derzeitg größe heel der companie und das fetteste arschloch zugleich und diese rolle spielt er so perfekt dass man denken könnte er hat schon erfahrung darin XD
außerdem muss ich den dream noch hervorheben welcher mir mit am besten hier in der show gefallen hat (und das nicht nur weil ich das gimmik so liebe) nein sondern auch weil er einfach nur herrausragend gut gespielt wird...
um ehrlich zu sein hätte ich ihn sogar über hendry gesehen (nichts gegen dich bro du warst auch super)
Woman of the Night : hier muss ich mit abstand toni storm benennen weil sie mir diese show wahrhaftig am besten gefallen hat
sie zieht ihre storys mit einen perfekt flüssigen übergang so weiter das man denken könnte sie würde wirklich hier in der liga leben.
Das man denken könnte es sei so eine typische rtl nachmittagssoap XD
sie gefällt mir wirklich und ich freue mich darauf weiter zu sehen wohin sie sich entwickeln wird.
Und wer weis vllt sehen wir bald mal wieder eine neue championesse XD
Match of the Night : mit ganz ganz großen abstand zu allem anderen was hier in der show gepostet wurde ganz definitiv das joe breezy match
ich bin echt kein fan von diesen kleinen kurzberichten das ist doch boring maaaan -.-
Segment of the Night : also hier muss man halt wie schon oben benannt das vergewohltätigungssegment mit noam und shotzi nennen weil es einfach...
naja es ist etwas gewagtes was aber so in seiner form bisher einzigartig ist
ich könnte mich nicht erinnern jemals so etwas im fw gesehen zu haben
ich habe schon ähnliches gesehen keine frage aber nichts was wirklich das fass so voll geschüttet hat
und das find ich geil XD
ich liebe es wenn man versucht so weit zu gehen wie man nur kann um die leser zus schocken und so seine attitüte zu stärken
definitiv verdienter sieger gefolgt von den darauffolgenden segment mit taryn welches wieder einmal zeigt wie unheimlich gut diese beiden zusammen passen.
Bin gespannt wie das comeback der queen aussehen wird.
Das back in the black und das war ryders solo segment fand ich auch besonders toll und die haben beide mit einer genialen ausstrahlung geglänzt wie ich finde
bei feinstein war es eher comedy während es bei den raiders der epic factor war
super dinger XD

und ja ich verstehe es dass es hier einige gibt die in dem man in future segment keinerlei sinn erkennen
das hatte ich auch schon bei vielen von meinen geilen ideen
wird so sein weil eine einfache kampfansage
quasi ein battle post wie man es von den früheren bp systemen
hier eher unbekannt sind und die meisten mit so etwas was keinerlei bezug auf eine laufende strory hat nicht zurecht kommen und es deshalb automatisch eher blöd finden...
naja aber im bp system hättest du mit sowas ganz sicher den sieg ez geholt wie ich finden würde XD
Überraschungen / Highlights: alle bis auf die 5 point gang verlieren ihre titel

joar und sonst gabs jetzt eigentlich nicht sonderlich viel muss ich gestehen
das main event war ein sau epic match muss ich sagen das war so perfekt das trifft genau meinen geschmack also fettes fettes respekt an diesen mit hoher sicherheit unheimlich gutaussehenden und wahrhaftig göttlichen writer der dieses geile teil verfasst hat rotes Gesicht XD
Sonstiges / das könnte man besser machen : gut immerhin hatten wir jetzt mehr writer die sich um die matches kümmern deswegen sollte man da ganz sicher nicht meckern
was ich allerdings von mehreren seiten hier gehört habe ist dass es scheinbar einige gibt die sich so eine show garnicht durchlesen sondern nur die teile die was mit ihnen zutun haben
also ihr match, die kommentare unter ihren segment und kp noch andere segmente wo sie erwähnt werden oder so
auf alle fälle nicht die komplette show
das zieht irgendwie die freude so etwas geiles auf die beine zu stellen ziemlich weit nach unten und erklärt auch warum es nur so wenig feedback unter den shows gibt...
ziemlich schade sowas
aber trotzdem wars schon nen cooles special XD

ps. mir fehlt immernoch die dritte bewertung die man mir seit einer woche nachreichen wollte XD
Fazit: 7/10

__________________




DIE 7 TODSÜNDEN
IRA/ZORN (TRIPLE H)
02/07/18
Alice Nummer 1 wahr ein Herzen voller Mut.
Nahm das Schwert in die Hand und zog durchs Wunderland.
Er schlug alles nieder was in seinem Wege stand.
Und lies hinter sich eine Spur aus Menschenblut.
Dieser Alice war tief ja tief im Wald.
Eingesperrt als böser Sünder für seine Gewallt.
Denn das flammende Seelengrab.
Wollte niemals das jemand erfährt, dass es ihn gab.


SUPERBIA/HOCHMUT (CHAEL SONNEN)

09/07/18
Alice Nummer 2 war ein stolzer Mann des Spundus.
Fiel im Oktagon und stieg wieder hinauf im Wrestlingring.
Dort ließ er sich von seinen Siegen feiern wie ein King.
Fütterte sein Ego mit teuren Lammlachs und Champus.
Dieser Alice war die Hochmut in Person.
Voller Übermut und Eitelkeit saß er auf seinen Thron.
Sein Ego wurde viel zu mächtig, es hatte ihn betrogen.
Und schließlich fiel er Prestige-enthauptet durch den schwachen Boden.


LUXURIA/WOLLUST (TAYA VALKYRIA)
23/07/18
Alice Nummer 3 war ein Mädchen engelsgleich.
Die aller schönste überhaupt hier im Wunderland.
Betörte, alle Menschen hatte sie in ihrer Hand.
So erschuf sie durch Verführung ihr seltsames Reich.
Diese Alice war Königin im Land.
Besessen von bizarr Verlusten verlor sie den Verstand.
Mit steten Ängsten alles nur noch zu verlieren.
War sie gezwungen für immer in Qualen zu regieren.


ACEDIA/FAULHEIT (SHEIK MUSTAFA BASHIR)
23/07/18
Alice Nummer 4 war ein Überdruss der Welt.
Legte sich in seinem Heim nur auf die faule Haut.
Zur harten Arbeit hat er sich aus Trägheit nicht getraut.
Und so war es nurnoch Frage wann er dort zerfällt.
Diesen Alice beat die Trägheit seines Herzens.
Bei jeder Bewegung betrat er eine dunkle Welt des Schmerzens.
Zu faul um seine eigene Sicherheit zu erblühen.
Musste er am Ende im Sturm des Schicksalssands verglühen.


GULA/VÖLLEREI (SASHA BANKS)
30/07/18
Alice Nummer 5 war ein Mädchen stark wie zwei.
Übte auf ihren kleinen Thron bereits die Rolle der Königin.
Verführte junge Kämpfer und raubte so ihren Eigensinn.
Doch vergaß sie ihren eignen Schutze im kleinen Kuckucksei.
Diese Alice hielt sich für unschlagbar.
Betitelte sich und Dunn als Coast 2 Coasts schönstes Liebespaar.
Die Niederlage ihrer Beeinflusskräfte kam nie in den Verstand.
Und so lebte sie weiter abgegrenzt in ihrer Welt hinter der Wand.


INVIDIA/NEID (BROTHER MATT AND JEFF HARDY)
29/10/18
Alice Nummer 6 war ein junges Geschwisterpaar.
Zogen beide neugierig durch das Wunderland.
Wanderten von Tür zu Tür und das stets Hand in Hand.
Immer auf ihr Ziel gerichtet oh wie wunderbar.
Der kleine Bruder voller Mut.
Der größere gewitzt und schlau.
Das Reich der wahren Alice rückte immer näher doch...
Würden beide niemals mehr aus dem Schlaf gelang.
Waren für den Rest ihrer Zeit im Wunderland gefangen!


AVARITIA/GEIZ (BRAY WYATT)
21/01/19
Und Alice Nummer 7 war ein braver junger Mann.
Sprach den lieben langen Tag hier im Wunderland.
Geschichten einer irren Welt, die er selbst erfand.
Und so schuf er diese Welt, der kaum jemand entrann.
Diesen Alice traf eine eine Rose rot.
Das dunkle Monster fiel auf ihn, für das Ende seiner Not.
Blutrot war die Blüte, die sein Körper erwarb.
Alle Leute liebten ihn, dafür das er starb!
WEEEHAHAHAHAHAHAHAHAHA!



Zitat:
Original von Willow: normaly if you go 1 on 1 with another wrestler you got a 50/50 chance of winning. But wyatt is an genetic freak and he have abigail on his side. So eric got a 25% at best at beat wyatt and when you get pete dunne to the mix.Erics chance of winning go drastic go down. See in the threeway at eclipse eric got a 33 1/3% chance of winning. But wyatt got a 42 1/16% chance of winning cause he have abigail on his side. But abigail issnt an wrestler and shes an notmale so she just gave you an halve winning chance more then the other participans. Eric and dunne have nromaly an 33 1/3% chance of winning but with abigail in the match they all have